Amtsangemessene Alimentation - Auswirkungen auf TVöD?

Begonnen von KurzeFrage, Gestern um 18:49

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Rheini

Zitat von: Beamtin89 in Heute um 15:17Welche Entgelt/Besoldungsgruppen wurden denn konkret für die Differenz von 10.-15.000€ zugrunde gelegt? Wenn ich nur mal A13/1 (62.300€) ggü E13/1 (60.000€ Jahresbrutto) vergleiche, komme ich in keinster Weise auf diese Summe. Und da ist im direkten Vergleich weder PKV (locker 400€/Monat), noch die zwei Stunden mehr pro Woche eingepreist. Klar kann man jetzt auch A15 vs E13 rechnen, aber das ist einfach ein Äpfel/Birnen—Vergleich.

Er ist ein Apfel, möchte aber die Vorteile der Birnen (und nur die Vorteile).

MeTe

#16
ZitatWelche Entgelt/Besoldungsgruppen wurden denn konkret für die Differenz von 10.-15.000€ zugrunde gelegt? Wenn ich nur mal A13/1 (62.300€) ggü E13/1 (60.000€ Jahresbrutto) vergleiche, komme ich in keinster Weise auf diese Summe.

Klar, einfach mal beim Recher des oeffentlicher-dienst.info eingeben. Ich helfe mal aus.

Für dein Beispiel nehmen wir mal jemanden an, der nicht verheiratet ist (-> Steuerklasse I) und keine Kinder hat und rechnen mit dem besagten Rechner aus was Netto (ungefähr) übrig bleibt.
A13/1 mit 450€ PKV-Beitrag in Steuerklasse I: Jahresnetto 50000€ (auf ganze 1000er gerudnet)
E13/1 mit 2 Erhöhungsstunden (ebenfalls 41h) mit 450€ PKV (oder GKV da Einkommen zu gering, ändert fast nichts) in Steuerklasse I: Jahresnetto 37000€ (auf ganze 1000er gerundet)
-> Differenz 13000€

Mit Kindern bzw. verheiratet wird die Differenz nochmal größer. Wenn wir mal verheiratet und 2 Kinder annehmen (-> Steuerklasse IV):
A13/1 mit 750€ PKV-Beitrag (Kinder berücksichtigt!) in Steuerklasse IV: Jahresnetto 55000€
E13/1 mit 2 Erhöhungsstunden, GKV (in diesem Vergelich die günstigere Version) in Steuerklasse IV:  38000€
-> Differenz 17000€

Wie gesagt, einfach mal eingeben beim Rechner. Ist ja alles frei einsehbar. Ich gebe hier einfach nur Fakten wieder, nicht mehr, nicht weniger. Faken die jeder auf dieser Seite jederzeit nachrechnen. Ohne Wertung. Die kindischen und inhaltsleeren Kommentare eines bestimmten Nutzers kann man diesbezüglich getrost ignorieren.

(Persönliche Steuervorteile wie Werbungskosten etc. lassen wir mal aussen vor, die ändern kaum etwas da diese AN und Bea gleichermaßen betreffen würde - wenn gewünscht kann ich auch das noch belegen...).

Rheini

Du vergleichst fröhlich weiter Äpfel mit Birnen  8) .

MeTe

ZitatDu vergleichst fröhlich weiter Äpfel mit Birnen  8) .

Du hast recht - ich habe in der Eile eben beim Beispiel tatsächlich vergessen die PKV abzuziehen! Kommt wohl davon wenn man schnell etwas nebenbei macht. Tatsächlich ist die Differenz in dem besagten Fall "nur" etwa 8000€! Mein Fehler! Sorry dafüf.

Die Differenz im Beispiel beträgt ca. 8000€

Rheini

Ich verzeihe Dir. Dennoch kannst Du weiterhin nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

conny111

Zitat von: MeTe in Heute um 10:45Absolut. Selbst bei gleicher Arbeitszeit (beide 41h - was sich dank der Erhöhungsstunden jetzt ja leicht nachrechnen lässt) liegt beim Jahresnetto bei gleicher Steuerklasse in meiner "Gruppe" zwischen Beamten und Angestellten etwa 10.000€ (unverheiratet, keine Kinder) bis 15.000€ (verheiratet, 3 Kinder) pro Jahr.

Die Unterschiede bezüglich Pension (vs. Rente) kommen da nochmal oben drauf. (Und ja, natürlich, PKV und all die üblichen "Ausreden" sind schon eingerechnet). Und ja, das lässt sich vergleichen da bei uns gemischte Teams aus Beamten und Angestellten arbeiten mit weitgehenden identischer Ausbildung/Qualifikation und ebenso identischen Aufgaben welche beide in A-X bzw. E-X eingruppiert sind.

Das war aber "schon immer", bzw. schon vor 10 Jahren so, war in keiner mir bekannten Tarifrunde ein echtes Thema, daher sehe ich da auch keinen Anlass anzunehmen dass sich daran etwas ändern sollte. Das wird wohl so bleiben bzw. sich immer weiter auseinander bewegen (da lineare Erhöhungen nunmal den Abstand immer weiter vergrößern).

Ich habe über viele Jahre nach meiner Verbeamtung nur A6 bekommen, während die angestellten Kollegen E9a bekamen. Als später die Beamtenstellen bewertet wurden, wurde meine nach A9/A10 bewertet, ich bekam weiterhin A6. Ich habe also über Jahre weniger Geld bekommen als die angestellten Kollegen.