Familienzuschlag Pendant für Beschäftigte

Begonnen von lllJohnlll, 01.04.2026 11:55

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KlammeKassen

Zitat von: Tolgrim in 14.07.2026 11:53Post- und Paketzustellung sollte reale Kosten abbilden. Also bitte Preise für Zustellung in Städten senken und auf dem Land deutlich erhöhen.
Die Stadtbevölkerung subventioniert hier die Landbevölkerung quer, ist auch nicht Sinn der Sache.

Kann man sicher endlose Listen aufmachen in beide Richtungen, wenn man sich einmal auf diese "wir gegen die" Denke einlässt.

Was hat das mit Steuergeldern zu tun?
Ich muss meine Pakete von meinem eigenen Geld bezahlen.

Außerdem bringt auf dem Land der Postbote, der Briefe bringt, die Pakete mit. Es braucht also keinen DHL Boten, der extra bezahlt wird. Daher ist es wahrscheinlich letztlich nicht mal so, wie du sagst.

Ein DHL Auto und Mitarbeiter werden gespart, weil die Briefe gebracht werden müssen (gesetzlich) und dann wird das Paket mitgenommen, niemand fährt extra.

Das Deutschland-Ticket kostet hingegen definitiv Steuergelder.

Eine geringere Dieselbesteuerung ist wohl verkraftbar, da pro Liter Diesel noch mehr als genug Geld an den Staat gehen.
Durch den absurd hohen Spritpreis ist die MwSt Einnahme pro Liter mittlerweile so hoch, dass es sogar überkompensiert wird.

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Zitat von: BAT in 14.07.2026 12:12Äh...ja.. - Abschaffung von Subventionen verteuern (meist) Sachen. Da hast lange überlegt, oder?

Ist eigentlich Logik.
Die Kaufkraft ist durch Reallohnverluste der letzten Jahre schon mehr als deutlich im Eimer.
Macht dann wenig Sinn, etwas bewusst teuer zu machen (hier: alles, alle Produkte).

Durch die hohen Spritpreise verdient der Staat auch so schon ganz nett gerade durch die Mwst

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Zitat von: Organisator in 14.07.2026 15:29Die reinen Transportkosten z.B. für Lebensmittel liegen bei 1,4% des Kaufpreises. Die Spritkosten machen also irgendetwas im Promillebereich aus. Da gibt es sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten für Subventionen und vor allem bessere Steuerungsmöglichkeiten.
Und worin siehst du den Vorteil der wirklichen Kosten für ein Deutschland-Ticket? Was viele nicht nutzen können
Während es hier nur um eine Mindereinnahme geht (und Sprit ist ja in Deutschland schon wirklich graziös besteuert, wenn man vielleicht von den Niederlanden mal Abstand hält, so krass wie nirgendwo in Europa).

Hast du das auch für Handwerker ausgerechnet?
Und für Gewerbevertreter?
Und für Busse? (gut, da wird es inzwischen tatsächlich mehr anderer Antrieb)
Und für Züge? (nicht elektrifizierte Strecken)

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Grundsätzlich stimme ich euch aber zu, dass es genügend Subventionen gibt, die wegkönnen, weil wenig Nutzen.
Es sollte daher immer geprüft werden, was für Folgen es gibt.


BAT

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 09:19Ist eigentlich Logik.
Die Kaufkraft ist durch Reallohnverluste der letzten Jahre schon mehr als deutlich im Eimer.
Macht dann wenig Sinn, etwas bewusst teuer zu machen (hier: alles, alle Produkte).

Durch die hohen Spritpreise verdient der Staat auch so schon ganz nett gerade durch die Mwst

Naja, bei uns stehen die Holländer weiter Schlange, weil es hier der Sprit weit günstiger ist ;)

Nichts ist fast günstiger als Sprit im Jahrzehnte-Vergleich. Immer mal den Vergleich mit der Arbeitszeit pro Liter machen.

Selbstredend ist JETZT ein ungünstiger Zeitpunkt für solche Maßnahmen (Abbau/ Streichung von Subventionen). Aber man hat halt früher nicht reagiert, als es möglich war und dann kam die nächste Krise, und es ging nicht, so kann man das ewig weiter führen.

BAT

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 09:25Grundsätzlich stimme ich euch aber zu, dass es genügend Subventionen gibt, die wegkönnen, weil wenig Nutzen.
Es sollte daher immer geprüft werden, was für Folgen es gibt.


Nochmals, da muss man Sachen auf EU-Ebene anstoßen und wenn es scheitert, muss man leider weiter subventionieren. Siehe Flugverkehr. Wobei mir da ein deutscher Initiativ-Vorstoß nicht bekannt ist.

Organisator

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 09:23Und worin siehst du den Vorteil der wirklichen Kosten für ein Deutschland-Ticket? Was viele nicht nutzen können
Während es hier nur um eine Mindereinnahme geht (und Sprit ist ja in Deutschland schon wirklich graziös besteuert, wenn man vielleicht von den Niederlanden mal Abstand hält, so krass wie nirgendwo in Europa).

Hast du das auch für Handwerker ausgerechnet?
Und für Gewerbevertreter?
Und für Busse? (gut, da wird es inzwischen tatsächlich mehr anderer Antrieb)
Und für Züge? (nicht elektrifizierte Strecken)

Das Beispiel mit dem Lebensmittelhandel zeigt auf, dass die Subvention keinen messbaren Effekt - hier auf die Lebensmittelpreise - hat. Insofern ist die Steuerungsfunktion als wesentliches Merkmal von Subventionen nicht gegeben.
Im Gegenteil, sie fördert eher den politisch nicht gewollten Verbrauch fossiler Brennstoffe.

Wollte man bei steigenden Spritpreisen die Transportkosten entlasten, wäre eher die Förderung von aktuell noch teuren, alternativen Energieformen zielführend um dadurch mehr Nachfrage zu schaffen und skalierende Kostensenkungspotentiale zu heben.

Faunus

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 09:18Das Deutschland-Ticket kostet hingegen definitiv Steuergelder.


Das D-Ticket kostet Steuergelder oder an sich der ÖPNV kostet Steuergelder?

Ich habe z.B. das D-Ticket und habe Fahrkosten in Höhe des Tickets mit 2-3 Monaten im Jahr und ansonsten bestenfalls zur Hälfte des D-Tickets, d.h. dass ich als Nutzer des ÖPNV letztlich auch den ÖPNV mitsubventioniere. Ich fahre auch gerne die 35 km mit den Fahrrad in die Landeshauptstadt oder in die andere Richtung zu meinen Freunden. Wenn ich aber in die Klinik/zum Arzt muss, dann immer mit den ÖPNV.
In meinem Umfeld haben sehr viele Personen das D-Ticket und nutzen es ähnlich wie ich und wenn mal zufällig gerade ein Stadtbus kommt, der sowieso fährt, find eich es ganz nett, einfach ohne nachzudenken, einsteigen zu können - das kommt alle 2 Monate mal vor => Kostenpunkt € 1,50.
Es fahren also nicht mehr Züge udn Busse - nur mehr ICEs und da gilt das Ticket nicht ;)

Eine Gegenrchnung der von Bund und Ländern zugeschossenen 3 Milliarden lässt sich nicht darstellen da
z.B. vor dem D-Ticket die D-Bahn 2019 mehr als 13 Millarden bekam
und auf Grund notwendiger und umfangreicher Sanierungsmaßnahmen 2026 20 Milliarden aus einem Sonderfond fließen.

Aber wenn ich sehe, wie voll die Züge auch inzw. außerhalb des morgendlichen und abendlichen Pendlerverkehrs sind...

JahrhundertwerkTVÖD

diese Unmenge an Subventionierungen entsteht doch genau aus dem Problem/Versuch jedem seine Partikularinteressen befriedigen zu wollen.
Das ist ein Grundsatzproblem und führt zu Absurditäten.
Ähnlich wie der Bürokratiewahnsinn der aus Betrachtung einzelner Probleme und Interessen und ohne Blick auf das Ganze zum Stillstand führt

Der eine möchte D-Ticket, der andere auf dem Land sagt er möchte dies nicht mitfinanzieren, da auf dem Land kein ÖPNV ist, der dritte...... und ständig dreht es sich weiter

Daher keine Subventionen mehr!!!
Deutliche Reduzierung der Lohnnebenkosten!

Faunus

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Heute um 13:30
Der eine möchte D-Ticket,
der andere auf dem Land sagt er möchte dies nicht mitfinanzieren, da auf dem Land kein ÖPNV ist, der dritte...... und ständig dreht es sich weiter


Das würde für die ländliche Gegend bedeuten, dass es keine ÖPNV mehr gibt. Die Busse in nicht touristisch stark frequentierten Gegenden sind selbst am Wochenende/zu Pendlerzeiten leer und die Schulbusse rechnen sich z.T. überhaupt nicht. Also auch die Subventionierung von Studierenden/Azubis/Schüler streichen?

Ich bin da völlig dabei - nur wenn konsequent alles fällt! Nur die Konsequenzen müssten auch klar sein. Wobei ich mal vermute, dass man sowieso schon Busfahrer aus der rente holt, weil keine mehr auf dem Markt sind.

BAT

Zitat von: Faunus in Heute um 14:24Das würde für die ländliche Gegend bedeuten, dass es keine ÖPNV mehr gibt..

Gab es bis zur Einführung des D-Tickets keinen ÖPNV auf dem Land? Gab es dies nicht bis zur Einführung von Schüler-, Rentnern, Behinderten, Gruppen, Familien, Kinder, Pendler, Austauschschüler und Ehrenamtlichen sowie Politiker-Boni? Bezahlt überhaupt noch einer den Normalpreis?  ;)

Faunus

Subventionen des ÖPNV ohne D-Ticket einiger Städte und Regionen:

Beispiel Subventionierung ÖPNV für das kleine Hamburg:
Hamburg subventioniert den ÖPNV massiv. Die städtischen Zuschüsse für den HVV werden vorraussichtlich bis 2040 auf jährlich rund zwei Milliarden Euro ansteigen.
Zusätzlich investieren Bund und Stadt Milliarden in Großprojekte wie den Ausbau der U5, U4 und S-Bahnlinien, um das Ziel eines flächendeckenden "Hamburg-Takts" zu erreichen.


Beispiel Subventionen ÖPNV Frankfurt
Die Subventionierung des ÖPNV in Frankfurt erfolgt maßgeblich über das Land Hessen und die Stadt Frankfurt, die jährlich Milliardenbeträge investieren. Die Fahrgeldeinnahmen decken in der Regel nur etwa 50% der tatsächlichen Kosten, den Restbetrag tragen die öffentliche Hand und Steuerzahler, um den Betrieb zu sichern und günstige Preise sowie Netzausbau zu gewährleisten.

Beispiel Subventionen ÖPNV Regionalverkeher Regensburg (RVV)
Die Unterdeckung im regulären RVV-Betrieb liegt historisch bei jährlichen zweistelligen Millionenbeträgen. Der genaue jährliche Fehlbetrag wird im jährlichen Wirtschaftsplan und den Beschlüssen zum Verlustausgleich festgesetzt.
Die Lasten für den ÖPNV werden zwischen Stadt und Landkreis aufgeteilt. Beispielsweise übernehmen Stadt und Landkreis Regensburg jährlich Millionenbeträge, um den Nahverkehr sicherzustellen und vergünstigte Tarife (wie das Deutschlandticket im Sozialtarif) zu subventionieren.
Der Freistaat Bayern subventioniert den RVV zusätzlich über spezielle Programme wie die Förderung von neuen Bussen und Klimabussen (bis zu 50 % der förderfähigen Kosten) sowie durch Ausgleichszahlungen für das 365-Euro-Ticket und das Bayerische Ermäßigungsticket

Und relativ schlecht abgedeckt mit dem ÖPNV:
Der jährliche Gesamtaufwand für den ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern beläuft sich auf rund 890 Millionen Euro. Da die Kostendeckung durch Fahrgeldeinnahmen bei nur etwa 21 % (ca. 200 Millionen Euro) liegt, muss die öffentliche Hand jährlich rund 690 Millionen Euro an Subventionen und Ausgleichsmitteln aufbringen

Anders: bis zu 90 % der Kosten im ÖPNV im ländlichen Bereich müssen aus Steuergeldern finanziert werden und in den Städten bis zu 60%.

Und dann kommen noch ein paar Tropfen des D-Ticket als Verschönerungsubvention für GANZ Deutschland von 3 Milliarden drauf.

Nicht zu vergessen:
Die staatliche Förderung der Autoindustrie umfasst aktuell direkte Kaufprämien für Elektroautos, Steuervergünstigungen wie das Dienstwagenprivileg, Subventionen für Forschung und Entwicklung sowie Infrastrukturprojekte. Allein das Dienstwagenprivileg für Verbrenner kostet den deutschen Staat jährlich über vier Milliarden Euro

Bin gespannt, wann VW/Audi Milliarden Direkt-Subventionen bekommen.




Faunus

Aber schön, dass die Steuerhinterziehung endlich mal angegangen wird - Schätzwert 100 Milliarden EUR.

Vielleicht kommt ja doch noch was bei der nächsten Verhandlung bei TVÖD und damit TV-L rum!

BAT

Ich befürchte diese Aussagen beziehen sich auf ÖPNV ohne Taxi. Mit Einbeziehung dürfte der Zuschuss sich erheblich angleichen.