1000 Euro steuerfrei

Begonnen von tiger, 13.04.2026 09:16

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RoboHackfeld

Zitat von: shenja in 20.04.2026 18:22Selbst bei Einführung der Karenztage müsste doch § 22 TvÖD gelten und die Lohnfortzahlung weiter laufen, oder irre ich mich da?

Wenn es die 1000€ nicht einfach so geben darf, weil nicht im Tarifvertrag, sollte es auch nicht möglich sein einfach so diesen Karenztag einzuführen, ohne den Tarifvertrag zu ändern. Es sei denn, dieser wird durch ein übergeordnetes Gesätz für jeden Arbeitnehmer gültig.

KlammeKassen

Zitat von: Aleksandra in 20.04.2026 15:06also wenn die Prämie nur bis Juni 27 ausgezahlt werden kann, dann kann man es schlecht aufteilen.
Normalerweise würde ich auf sowas tippen wie bei der letzten Tarifrunde. Also 6-8 Monate "Nullrunde", die dann durch die Einmalprämie kompensiert wird. Nur wird es diesmal keine Stückelung der Prämie auf die 6-8 Monate geben (weil die Regelung eben nur bis Juni 2027 gilt). Bei der "Nullrunde" wirds wahrscheinlich bleiben, aber die Kompensation mit den 1000 EUR wird dann nicht gestückelt, sondern direkt auf einmal ausgezahlt.

Wenn, ja wenn die Tarifparteien es überhaupt schaffen rechtzeitig zu einem Kompromiss zu kommmen. Wenn etwas im Juni noch ausbezahlt werden soll, müsste es ja schon bis April beschlossen sein. Der Tarifvertrag läuft bis März... Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie man da überhaupt rechtzeitig eine Einigung erzielen will.

Keine Chance,
Die erste Runde findet alller-allerfrühestens am 01.04. statt.
Die hat noch nie vor Auslaufen des Tarifvertrages stattgefunden.

2-3 Monate gehen drauf; wenn Schlichtung stattfindet noch mehr...
Daher wird das sicherlich noch einmal bis 31.12.2027 ausgedehnt, um genutzt werden zu können.

Komplette Nullrunde wäre natürlich übel bei der ansteigenden Inflation. Eigentlich kann die Gewerkschaft das auch nicht zulassen, wenn bei den Beamten ordentlich die Kassen klingeln. Aber die Gewerkschaften interessiert das ja immer nur anders herum; nach Tarifverhandlungen auf Beamte übertragen.

Kaufkraft ist momentan nicht einmal auf dem Level von 2019.
Und der Staat bleibt der größte Profiteur von der Inflation

KlammeKassen

Zitat von: heiner123 in 20.04.2026 15:52Da sagt er ja eindeutig:

"Einmalzahlungen verpuffen, damit kann man die Inflation nicht ausgleichen. Das gelingt nur mit ausreichend hohen Lohnprozenten, die dauerhaft wirken. Genau das werden wir in laufenden und zukünftigen Tarifrunden zu erkämpfen versuchen: eine tatsächliche Steigerung der Einkommen."

Vermutlich wird Werneke aber vergesslich sein und einfach wieder die 1000€ nehmen.

Also ich kann mich erinnern, dass das zu der Corona-Prämie damals auch gesagt wurde..... diese Prämie dürfe nicht als Kompensation dienen, sondern kann - wenn dann - oben drauf gezahlt werden.
Und dann.... die ersten 14 Monate nur Prämie vom TvÖD 2023 (01.01.2023 - 28.02.2024; ab 01.03. dann Tariferhöhung)

KlammeKassen

Zitat von: Umlauf in 20.04.2026 19:13Rechtsrangordnung!

Wenn, dann braucht das Gesetz eine Öffnungsklausel für Tarifverträge.

also andersrum wendet die VKA das ja schon schön an.
Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung Altersvorsorgung? Nö... Gesetz lässt es zu, dass abgewichen werden kann (§ 19 BetrAVG).

Bei Karenztagen würde das aber sicherlich nicht ermöglicht werden.

Der Effekt kann ja in 2 Sphären auiftreten

A) Es kommt zu wahnsinnig Bürokratieaufwand, wenn ständig bei Fehltagen das Gehalt angepasst werden muss
B) Alle schleppen sich krank zur Arbeit, weil sie nicht auf Geld verzichten wollen --> die leisten dann schon kaum etwas und stecken dann noch andere an, insofern ansteckende Krankheiten (insbesondere Winter Erkältung); auch ist die Unfallgefahr erhöht

Tri

Zitat von: KlammeKassen in 21.04.2026 19:11also andersrum wendet die VKA das ja schon schön an.
Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung Altersvorsorgung? Nö... Gesetz lässt es zu, dass abgewichen werden kann (§ 19 BetrAVG)

Das ist aber auch ein schlechter Witz von Verdis Seite, der Umstand ist schon seit über 2 Tarifverträgen/Verhandlungen bekannt und eigentlich eine tief hängende Frucht, dem Gesetz ist ja abzulesen das es die Intention gab das dieser Zuschuss zu leisten ist, nur das unser Tarifvertrag zu schwammig ist, das die AGs sich hier bisher herausreden können.

Zu den letzten Tarifverhandlungen, noch im Jahr zuvor hatte ich die Verdi dazu angeschrieben, ihre ziemlich kurze Antwort dazu lautete:
Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 16. November! Die darin geschilderten Umstände sind uns bekannt. Dennoch ist dies in den Forderungen von ver.di nicht enthalten.

Es ist ein Trauerspiel und wird sicher jetzt nicht anders!

Ich habe jedenfalls mittlerweile meine Endgeldwandlung pausiert, lasse meine Arbeitgeber wieder mehr Sozialabgaben usw. zahlen und nutze das netto Geld lieber anders.

Aleksandra

Zitat von: Tri in 22.04.2026 15:09Das ist aber auch ein schlechter Witz von Verdis Seite, der Umstand ist schon seit über 2 Tarifverträgen/Verhandlungen bekannt und eigentlich eine tief hängende Frucht, dem Gesetz ist ja abzulesen das es die Intention gab das dieser Zuschuss zu leisten ist, nur das unser Tarifvertrag zu schwammig ist, das die AGs sich hier bisher herausreden können.

Zu den letzten Tarifverhandlungen, noch im Jahr zuvor hatte ich die Verdi dazu angeschrieben, ihre ziemlich kurze Antwort dazu lautete:
Vielen Dank für Ihre E-Mail vom 16. November! Die darin geschilderten Umstände sind uns bekannt. Dennoch ist dies in den Forderungen von ver.di nicht enthalten.

Es ist ein Trauerspiel und wird sicher jetzt nicht anders!

Ich habe jedenfalls mittlerweile meine Endgeldwandlung pausiert, lasse meine Arbeitgeber wieder mehr Sozialabgaben usw. zahlen und nutze das netto Geld lieber anders.
wusste nicht einmal, dass das überhaupt Thema gewesen ist...
Aber ganz ehrlich: man kann es in meinen Augen auch gleich sein lassen.
Es gibt da ja recht gute Expertenanalysen dass sich solch ein Vertrag wegen der ganzen Ineffizienzen des Systems auch nur dann lohnt, wenn der Arbeitgeber einen sehr hohen Zuschuss zahlt (nagelt mich nicht fest, aber ich glaube es waren so mindestens 25%).

Man darf wohl eher davon ausgehen, dass wenn es denn kommen sollte, der AG nur seinen Minimalteil bezuschusst. Und dann ist es besser es gar nicht anzubieten, denn so werden die AN des ÖD vor schlechten Verträgen geschützt.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Bildungskonfetti

Zitat von: tiger in 13.04.2026 09:16War gerade in der Pressekonferenz. Wann kommen die steuerfreien 1000 Euro bei uns an?

Hi,
unser Landkreis hat heute herausgegeben, dass diese Prämie für tarifgebundene kommunale Arbeitgeber nicht zulässig sei, weil es keine rechtliche Grundlage gibt.

Ich befürchte, dass diese dann in 2027 in die Tarifverhandlungen eingepreist wird, wenn überhaupt.
,,Bildung ist Ländersache. Organisation auch."