1.000 Euro Entlastungsprämie

Begonnen von MKenshi, Heute um 11:20

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

MKenshi

"Merz: Arbeitgeber sollen eine Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro steuer- und sozialabgabenfrei an Arbeitnehmer auszahlen können."

Ich glaube nicht, dass mein Dienstherr großes Interesse daran hat, ein solches Geschenk zu machen.

Beamter

Änderung der gesetzlichen Normen zur Besoldung in jedem Bundesland nötig...

Faunus

ARBEITNEHMER haben grundsätzlich keinen Anspruch auf diese Zusatzzahlung, aber AG können diese steuerfrei in 2026 auszahlen.

Da Beamte keine AN sind und einen DH und keinen AG haben
und alle Tarifverhandlungen im ÖD für deren AN gelaufen sind,
betrifft dieses "BlubBlub" NIEMANDEN, der im ÖD arbeitet!

Mir würde es ja schon reichen, wenn mein AG, der auch mein Vermieter ist, mal mit einer PV-Anlage auf den Dächern seiner Mietobjekte oder einer Strom-Wallet in seinen Tiefgaragen um die Ecke käme. Vermutlich aber gibt es eher Mini-AKWs in den Gartenanlagen - wenn er könnte wie er wollte.

Aleksandra

Zitat von: Faunus in Heute um 12:04Da Beamte keine AN sind und einen DH und keinen AG haben
und alle Tarifverhandlungen im ÖD für deren AN gelaufen sind,
betrifft dieses "BlubBlub" NIEMANDEN, der im ÖD arbeitet!
Wenn es diese 1.000 EUR auch nur im Rahmen von Tarifverhandlungen gibt, dann will ich sie auch gar nicht haben. Keinen Bock, dass es am Ende weniger Prozente gibt, weil es ja so ne tolle Einmalprämie gegeben hat.
Die 1.000 EUR so oben drauf unterjährig als Goodie, OK. Die nehm ich natürlich mit. Ansonsten kann man mir damit gestohlen bleiben.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

BAT

Immer diese Geldgier ;)

Man sieht dann wieder die strukturellen Probleme nicht. So sollte es doch keine Steuererhöhungen geben, nun soll - abgesehen von der Mehrwertsteuer- Diskussion - als Ausgleich für die 1000 € die Tabaksteuer erhöht werden.

Wir haben es mal wieder mit einem massiven Vertrauensproblem in die Parteien zu tun und damit wieder 1 Prozent mehr für die AFD.

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 13:02Wir haben es mal wieder mit einem massiven Vertrauensproblem in die Parteien zu tun und damit wieder 1 Prozent mehr für die AFD.

Wo steht denn im Unions-Wahlprogramm etwas davon, dass keinerlei Steuern erhöht werden? Eine Partei, die das auch im Rahmen von Umlastungen von vornherein ausschließt, ist doch eh nicht vertrauenswürdig, oder?

Ich glaube dass die Erhöhung der Tabaksteuer auf ein vernünftiges Maß im Rahmen der KK-Finanzierung eh im Gespräch war, und meines Erachtens auch zurecht. Wenn hier dadurch Entlastungen anderer Stelle finanziert werden: Umso besser.


Rowhin

Zitat von: Warnstreik in Heute um 13:33Wo steht denn im Unions-Wahlprogramm etwas davon, dass keinerlei Steuern erhöht werden? Eine Partei, die das auch im Rahmen von Umlastungen von vornherein ausschließt, ist doch eh nicht vertrauenswürdig, oder?

Fairerweise muss man sagen - habe gerade nochmal nachgelesen - dass das natürlich so nicht drinsteht. Umgekehrt kann man aber natürlich argumentieren, dass in beinah allen 75 Vorkommen des Wortes "Steuer" im Programm eine sehr eindeutige Richtung eingeschlagen wird:

ZitatUnser Plan: Steuerlast verringern.

[...]

Steuerlast verringern

Deutschland ist für Unternehmen ein Hochsteuerland. Ein erfolgreicher und gefragter Wirtschaftsstandort muss auch bei der Steuerbelastung wettbewerbsfähig sein. So ermöglichen wir höhere Löhne, mehr Arbeitsplätze und mehr Wachstum. Und so schaffen wir die Grundlage dafür, dass unsere Städte und Gemeinden eine verlässliche und auskömmliche Finanzausstattung haben und die unterschiedlichen Herausforderungen vor Ort aus eigener Kraft meistern können. Es ist Zeit für eine große Steuerreform.

Jetzt kann man sagen na gut, das heißt ja nur, dass die Steuerlast insgesamt sinken soll, nicht dass einzelne Steuern nicht steigen können. Aber mal ehrlich: wieviele Prozent der Wählerschaft differenzieren entsprechend? Es ist also nicht unbedingt abwegig, dass es genug Unionswähler gibt, die glauben, grundsätzlich gegen jede Steuererhöhung gestimmt zu haben.

BAT

Warum Wahlprogramm? Sollten die Leute nicht auf Aussagen vertrauen (neben der Sache mit der Schuldenbremse, etc.)?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lehnt Steuererhöhungen trotz Haushaltslöchern ab 2025/2026 strikt ab. Mit Verweis auf den Koalitionsvertrag schließt er höhere Steuern für Bürger und Unternehmen aus, da die Belastungsgrenze erreicht sei. Stattdessen setzt er auf Einsparungen, insbesondere beim Bürgergeld, während Teile der SPD höhere Steuern für Vermögende fordern

BAT

Zitat von: Rowhin in Heute um 13:37Es ist also nicht unbedingt abwegig, wenn man als Unionswähler glaubt, gegen Steuererhöhungen gestimmt zu haben.

Zumindest einigen Kennern, durfte bekannt sein, dass die Tabaksteuer ehe erhöht werden sollte. Von daher waren diese Aussage nie haltbar. Aber das wissen die wenigsten.

Rowhin

Auch valide Punkte. Die Differenzierung zwischen Wahlprogramm, Wahlkampfaussagen einzelner Vertreter der Parteien und weitergehend dann Koalitionsverhandlungen, Koalitionsvertrag und tatsächliche Umsetzung führt ja dann eh noch weiter... ;)

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 13:39Warum Wahlprogramm? Sollten die Leute nicht auf Aussagen vertrauen (neben der Sache mit der Schuldenbremse, etc.)?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lehnt Steuererhöhungen trotz Haushaltslöchern ab 2025/2026 strikt ab. Mit Verweis auf den Koalitionsvertrag schließt er höhere Steuern für Bürger und Unternehmen aus, da die Belastungsgrenze erreicht sei. Stattdessen setzt er auf Einsparungen, insbesondere beim Bürgergeld, während Teile der SPD höhere Steuern für Vermögende fordern


Ja, der Merz und seine Konsorten erzählen viel. Es gibt und gab Parteien, die von vornherein auch Wahrheiten auf den Tisch gelegt haben. Ich bleibe aber dabei: Steuern sind DIE Steuermöglichkeiten eines Staates - nich nur zum auf- und absteuern sondern auch zum umsteuern. Sich am Anfang einer Legislatur die Möglichkeiten komplett zu nehmen wäre strunzendämlich.

Zugute halten kann man Merz aber, dass er ja viele Dinge im vagen lässt - beim Stadtbild wüssten wir doch auch alle was er meinte (*grenzdebiles-Zwinkern*). Aus der obigen Aussagen könnte man auch auf Unternehmens- und Einkommenssteuern abspringen. Vielleicht was das ja nur so gemeint. 

Faunus

Zitat von: Warnstreik in Heute um 13:33Wo steht denn im Unions-Wahlprogramm etwas davon, dass keinerlei Steuern erhöht werden? Eine Partei, die das auch im Rahmen von Umlastungen von vornherein ausschließt, ist doch eh nicht vertrauenswürdig, oder?

Ich glaube dass die Erhöhung der Tabaksteuer auf ein vernünftiges Maß im Rahmen der KK-Finanzierung eh im Gespräch war, und meines Erachtens auch zurecht. Wenn hier dadurch Entlastungen anderer Stelle finanziert werden: Umso besser.



Ich kann nicht erkennen, warum Alkohol- und Tabakbesteuerung nicht zur Stabilisierung der KK-Beiträge herhalten sollen. Schließlich kosten die Folgen (alle - nicht nur die persönlichen von Alkoholikern und Rauchern) mehr als sie einbringen!

Es lässt sich nicht mal beziffern, was das "Elend" der Fötale Alkoholspektrumstörungen (FASD) bzw. das Vollbild als Fetales Alkoholsyndrom (FAS) die KK kosten!
Was die Polizeieinsätze bei familiären Auseinandersetzungen unter Alkohol und wo die Folgeschäden bei Kindern, die darunter leiden mussten, im Erwachsenenalter  kosten... ist nie beziffert worden.
Die Alkohollobby hat immer schön verhindert und statdessen Wein-/Bierköniginnen gekürt.


Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 13:41Zumindest einigen Kennern, durfte bekannt sein, dass die Tabaksteuer ehe erhöht werden sollte. Von daher waren diese Aussage nie haltbar. Aber das wissen die wenigsten.

Ich denke Rauchern wird das bekannt gewesen sein. Das Tabaksteuermodernisierungsgesetz ist ja nun auch schon nen bisserl was älter und schreibt zwingend eine Erhöhung für das Jahr 2026 vor. Das ist jetzt keine Überraschung, die die Regierung sich neu ausgedacht hat.

BAT

Zitat von: Warnstreik in Heute um 13:48Ich denke Rauchern wird das bekannt gewesen sein. Das Tabaksteuermodernisierungsgesetz ist ja nun auch schon nen bisserl was älter und schreibt zwingend eine Erhöhung für das Jahr 2026 vor. Das ist jetzt keine Überraschung, die die Regierung sich neu ausgedacht hat.

Und gerade deswegen redet man nicht davon, dass es strikt keine Steuererhöhungen geben wird.

Gleiches gilt ja auch für die Neurentner, die müssen auch einen immer höheren Anteil versteuern.

Schön reden und umdeuten kann man natürlich alles.

Aber das Geld ist nur ein Randproblem, es ist die Redlichkeit.


Faunus

Ehrlich? Mir war das nicht mit der Tabaksteuer bekannt, aber ich bin auch kein Raucher.

Und wem nicht bekannt ist, dass Erdöl endlich ist: die bekannten Rohölvorkommen sind in knapp 50 Jahren erschöpft. Das ablaufende Szenario bis dahin, darf jeder sich selbst überlegen und in wie weit es ihn/sie selbst betreffen könnte.