Lohnentwicklung TVL

Begonnen von Heupz, 18.05.2026 02:38

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highperformer

Zitat von: Albeles in 20.05.2026 10:12Viele wollen in dieser Zeit eher Geld haben.

Das natürlich auch, aber zu einem attraktiven Arbeitsverhältnis gehört halt auch die Arbeitszeit eines modernen Unternehmens dazu. Und man könnte es ja machen wie bei den Forderungen durch die IG Metall oder auch durch verdi im Nahverkehr oder die GDL allgemein, einfach mehr Geld und weniger Arbeitszeit fordern. Zumindest erst mal fordern, aber selbst das macht ja keiner.

Johann

Zitat von: Albeles in 20.05.2026 10:12Mehr Freizeit muss man sich auch leisten können. Viele wollen in dieser Zeit eher Geld haben. Und die wenigsten werden sich die wenigeren Stunden auch mit Nebenjob entlohnen lassen.
Mir gehts da weniger darum, dass wir dann alle weniger Arbeitszeit und weniger Geld haben. Also anfangs mag das vielleicht so sein, aber spätestens in der nächsten Tarifrunde wird sich nur an den absoluten Zahlen anderer Tarifverträge oder sonstigen Kennzahlen orientiert ohne auf die Arbeitszeit bzw. die Entlohnung pro Arbeitsstunde zu schauen. Nur weil wir länger arbeiten als bspw. im TVöD kriegen wir am Ende ja auch keine höhere prozentuale Erhöhung und in absoluten Werten hängen wir eh hinterher.

Wenn bei IGM noch 40h der Normalzustand wäre, würde der einfache Sachbearbeiter heute mit 40h seine 100k mitnehmen. Stattdessen sind 35h die Norm und da kriegt er die 100k bei 35h. Wenn er dann freiwillig 40h arbeitet, nimmt er eben 114k mit nach Hause. Wir sind im Moment in der Phase, dass wir die 100k bei 40h mitnehmen. Nur dass es in den meisten Fällen auch weit weg ist von 100k.

Warnstreik

Zitat von: Johann in 20.05.2026 11:28Mir gehts da weniger darum, dass wir dann alle weniger Arbeitszeit und weniger Geld haben. Also anfangs mag das vielleicht so sein, aber spätestens in der nächsten Tarifrunde wird sich nur an den absoluten Zahlen anderer Tarifverträge oder sonstigen Kennzahlen orientiert ohne auf die Arbeitszeit bzw. die Entlohnung pro Arbeitsstunde zu schauen. Nur weil wir länger arbeiten als bspw. im TVöD kriegen wir am Ende ja auch keine höhere prozentuale Erhöhung und in absoluten Werten hängen wir eh hinterher.

Wenn bei IGM noch 40h der Normalzustand wäre, würde der einfache Sachbearbeiter heute mit 40h seine 100k mitnehmen. Stattdessen sind 35h die Norm und da kriegt er die 100k bei 35h. Wenn er dann freiwillig 40h arbeitet, nimmt er eben 114k mit nach Hause. Wir sind im Moment in der Phase, dass wir die 100k bei 40h mitnehmen. Nur dass es in den meisten Fällen auch weit weg ist von 100k.

Grundsätzlich hast du absolut Recht. Aber um das mal geradezubiegen: "einfache Sachbearbeiter" haben keine Chance nach IG Metall Tarif 100k zu erreichen. Das mag irgendwo in der Autoindustrie klappen, davon sind 90% der Betriebe im Tarifbereich aber weit weit weg - und das betrifft auch MDAX und DAX-Konzerne. Im Tarifbereich Hamburg/Oberweser (der am höchst-dotiere) liegt die höchste Stufe bei knapp 100k, die Stellen sind aber weit weg vom "einfachen Sachbearbeiter".
Wichtig ist die Arbeitszeit natürlich trotzdem - deshalb steht z.B. bei meinem Arbeitgeber beim Angebot immer auch eine Hochrechnung auf 40h um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.