Rentenreform 2026/ 2027

Begonnen von BAT, 23.06.2026 13:27

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Warnstreik

Zitat von: Rheini in Heute um 11:24Ich finde man sollte nicht in solche Dinge, auch wenn es die Statistik aussagt, eingreifen.

Den wenn man hier einsteigt, wo steigt man noch ein?

Raucher bekommen mehr Rente, weil Sie eher sterben, aber müssen in der KV mehr bezahlen? Sportler umgekehrt usw.?

Manches ist halt so wie es ist und Bedarf keiner "Gerechtigkeitsdebatte".

Sarkasmus ist manchmal ein schwieriges Metier, gerade in Forenbeiträgen. Natürlich will ich das nicht - ich lasse aber ein "Das wäre ja schlecht fürs System", darum haben die einen Pflichten und die anderen Rechte eben nicht gelten. Ich mag es sozial und liberal: Wenn Zwang dann für Alle - das sollte neben der Rente für alle Sozialzwangsversicherungen gelten. Ich kann auch damit leben, dass man ein Opt-Out hat.

Ich finde den Zwischenweg jetzt ganz gut - eine Annährung der Systeme mit Übernahme aller Änderungen für die Rente auf Pensionen. Wobei die Mehrkosten für den Rentenversicherten sicher nicht auf Beamtenseite abgefangen wird, z.B. mit Verzicht der Übernahme eines Tarifergebnisses. Soweit geht die die Liebe dann doch nicht.

Bürohengst

Zitat von: BAT in Heute um 09:27Es gibt mathematisch keinerlei Zweifel daran, dass Beamte im System aufgrund Ihrer längeren Lebenserwartung dauerhaft ein Downgrade für alle wären.

Dann sollte man sie allerdings auch bei der Ermittlung der maßgeblichen Lebenserwartung (durch das Statistische Bundesamt) herausrechnen. Wie oft kriege ich hier im Amt irgendwelche Rundmails, dass Oberamtsrat i. R. Müller, Meier oder Schulze im Alter von 95 Jahren verstorben sei... diese fast ausnahmslos privatversicherte Gruppe zieht mit ihren besseren Möglichkeiten bei Medizin und Pflege den Schnitt schön nach oben, hat mit der DRV aber gar nichts am Hut.

Normalerweise müsste man wieder wie früher zu einer Versicherungsanstalt für Angestellte und einer für Arbeiter zurückkehren, um das alles sauberer und vor allem fairer zu trennen. Und dann auch nur die Lebenserwartung der jeweiligen Versicherten zugrundelegen. Ohne Beamte, Freiberufler mit eigenen Versorgungswerken, Selbständige usw.

Rheini

Ich finde das alles auf den Prüfstand gesetzt werden kann, auch der Beamtenstatus, wenn die Gesellschaft das so will.


Der Gesellschaft sollte dann nur klar sein, dass es nicht einseitig geht, sondern immer wechselseitig sein wird.

Und man muss anerkennen, dass derzeit bis zu einer GG Änderung, einige Änderungen nicht durchgeführt oder übernommen werden können. Das kann man als blöd oder ungerecht empfinden, aber seien wir mal ehrlich, oft wird es nur deshalb so empfunden, weil man Vorteile damit verbindet. Wenn man Nachteile mit dem Beamtenstatus verbindet, interessiert es niemanden mehr (ausser den Beamten). Was allerdings nicht geht ist, dass GG nicht zu ändern und dennoch Änderungen vorzunehmen, die nicht von der Verfassung gedeckt sind. Auch das ist für mich ein Einstieg (unabhängig das es faktisch nicht geht) in eine Diskussion, wo man sonst noch das GG nicht so genau nehmen muss.





BAT

Zitat von: Bürohengst in Heute um 11:45Dann sollte man sie allerdings auch bei der Ermittlung der maßgeblichen Lebenserwartung (durch das Statistische Bundesamt) herausrechnen.

Wie hier schon oft geschrieben wurde, die Lebenserwartung liegt ja nicht am Beamtentum, sondern an der Kohorte, an den Ausbildungen/ der Gesellschaftsschicht der Beamten.

Im Kriegsfalle könnte die Lebenserwartung der Beamten aber wiederum unter den Schnitt fallen.  ;)

Sicherlich wäre es im Rahmen der Alimentation fraglich, ob diese mit 75 abgeschmolzen werden kann, da nachweislich die Aktivitäten ungefähr ab diesem Alter nachlassen (Wohnwagen, Reisen, etc.). Es muss ja kein Betrag alimentiert werden, sondern ein Lebensstandard.

Warnstreik

Zitat von: Rheini in Heute um 11:54Und man muss anerkennen, dass derzeit bis zu einer GG Änderung, einige Änderungen nicht durchgeführt oder übernommen werden können. Das kann man als blöd oder ungerecht empfinden, aber seien wir mal ehrlich, oft wird es nur deshalb so empfunden, weil man Vorteile damit verbindet. Wenn man Nachteile mit dem Beamtenstatus verbindet, interessiert es niemanden mehr (ausser den Beamten). Was allerdings nicht geht ist, dass GG nicht zu ändern und dennoch Änderungen vorzunehmen, die nicht von der Verfassung gedeckt sind. Auch das ist für mich ein Einstieg (unabhängig das es faktisch nicht geht) in eine Diskussion, wo man sonst noch das GG nicht so genau nehmen muss.

Da bin ich absolut bei dir. Das Grundgesetz fordert bzw. erlaubt aber auch, das Recht fortzuentwickeln. Das Sozialstaatsprinzip wird seit der Wende auch (notwendigerweise) angepasst - mit wenigen Ausnahmen über Schlechterstellung der angestellten Bevölkerung. 

Rheini

Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:17Da bin ich absolut bei dir. Das Grundgesetz fordert bzw. erlaubt aber auch, das Recht fortzuentwickeln. Das Sozialstaatsprinzip wird seit der Wende auch (notwendigerweise) angepasst - mit wenigen Ausnahmen über Schlechterstellung der angestellten Bevölkerung. 

Nichts anderes habe ich geschrieben 😉.