Rentenreform 2026/ 2027

Begonnen von BAT, 23.06.2026 13:27

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Hugo Stieglitz

Zitat von: Faunus in Gestern um 15:06Warum wanderst Du dann nicht in die Schweiz (oder Österreich) aus. Ich war jetzt erst
da und überzeugt hat mich ihre Freundlichkeit, die Qualität der verarbeiteten Lebensmittel und ihr Wasser.
Reicht für mich jetzt aber nicht zum Auswandern ;)


Denn geh noch nach Drüben!! :D
Um mich geht es doch gar nicht, sondern um die irrige Vorstellung, dass man mit hohen Sozialabgaben (zur Finanzierung von Rentnern) und hohen Steuern (Erbschafts- und Vermögenssteuern) Hochqualifizierte Fachkräfte hält und neue hinzugewinnt. Das muss in die Hose gehen.


cyrix42

Heißt es nicht, dass in Skandinavien höhere Steuern + Abgaben (inkl. indirekter Steuern) fällig werden?

Es dürfte doch eher eine Frage sein, ob man einen schlanken Staat oder einen stärkeren Sozialstaat haben will. "Das muss in die Hose gehen" glaube ich da erst einmal noch nicht.

BAT

Unsinn. Deutschland ist (noch) hinter Belgien Spitzenreiter.

Und es wird weiter erhöht dass die Schwarte kracht.

MoinMoin

Zitat von: BAT in Heute um 08:58Unsinn. Deutschland ist (noch) hinter Belgien Spitzenreiter.

Und es wird weiter erhöht dass die Schwarte kracht.
Also unsere Mehrwertsteuer ist nicht so hoch, wie anderswo.
und anderswo hat man mehr Geld, muss davon seine Altersversorgung selbst organisieren(was nicht falsch ist)

aber das sind die Punkte, die diese Abgabenvergleiche immer verzehren

cyrix42

Ok, dann mit Quelle:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/08/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-3-steuern-im-internationalen-vergleich-2024-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=6 (insbesondere die Tabelle auf Seite 3)

Dort findet man die Steuer- und Abgabequote in Prozent des BIPs von 2023; nicht mehr ganz aktuell, dürfte aber grob weiterhin stimmen.

Auszug:

Irland: (21,9+18,5)%
USA: (25,2+19,1)%
Ungarn: (34,2+24,6)%
UK: (35,3+28,6)%
Deutschland: (38,1+23,4)%
Norwegen: (41,4+32,2)%
Schweden: (41,4+32,5)%
Finnland: (42,4+30,2)%
Belgien: (42,6+29,4)%
Österreich: (42,7+27,8)%
Dänemark: (43,4+43,3)%


Also zumindest mal unseren nördlichen Nachbarn müsste es nach der vorgebrachten Logik ja dann ziemlich dreckig gehen, weil sie kaum wettbewerbsfähig wären und alle Fachkräfte auswanden (z.B. nach Deutschland)...

BAT

Ich dachte es ging um das Arbeitseinkommen.

Für alle Steuern/ Abgaben/ Belastungen im Leben wird es wohl keine Übersicht geben. Fängt doch schon bei Pflichten wie TÜV an, geht um die Erhebung von Steuern einfach/ mehrfach (Grunderwerb,etc.) bis hin zur Grenznähe (von kleinen Ländern) - Kosumsausgaben im Ausland, etc.

Hugo Stieglitz

Zitat von: cyrix42 in Heute um 08:53Heißt es nicht, dass in Skandinavien höhere Steuern + Abgaben (inkl. indirekter Steuern) fällig werden?

Es dürfte doch eher eine Frage sein, ob man einen schlanken Staat oder einen stärkeren Sozialstaat haben will. "Das muss in die Hose gehen" glaube ich da erst einmal noch nicht.
Das glaube ich für Dich mit. Wenn die Boomer-Generation ihre nicht in ausreichender Zahl vorhandenen Kinder mit zusätzlichen Sozialabgaben belastet (zusätzlich zum hohen Abgabenniveau, das wir bereits haben), weil man nicht bei sich selbst sparen möchte, stellt sich die Frage, wie man die doch hohe Zahl an Auswanderern und die qualifizierten Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland locken will.
Ich fürchte dann muss es unser hervorragendes Bildungssystem, die preiswerten Mieten und das starke Wirtschaftswachstum rausreißen.

MoinMoin

Zitat von: BAT in Heute um 09:14Für alle Steuern/ Abgaben/ Belastungen im Leben wird es wohl keine Übersicht geben
ach du scheiße, dann kann man also darüber auch keinerlei Aussage treffen, ob es hier oder dort zu hohe Belastungen gibt.

MoinMoin

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 09:20Wenn die Boomer-Generation ihre nicht in ausreichender Zahl vorhandenen Kinder
SV-Pflichtigen Arbeitnehmer......

nicht die fehlenden Kinder sind das Problem, sondern die fehlenden Arbeitsplätze!!

und klar (da bin ich bei dir) müssen die Boomer auf stark steigende Renten verzichten, dass ist richtig wichtig und gut so, wenn da endlich wieder die Nachhaltigkeitsfaktoren aktiviert und verstärkt werden.

Umlageverfahren bedeutet, es geht nur raus was rein kommt, punkt. Weniger im Pott, weniger auszahlen. Und nicht mehr einzahlen.

BAT

Näherungswerte könne möglich sein. Die größte Belastung - im Vergleich zu anderen Ländern - dürfte die Umverteilung von unten nach oben sein, vulgo: Miete.

Sowas wird aber - auch in verlinkten Tabellen - nicht beachtet sein.

Hugo Stieglitz

Zitat von: MoinMoin in Heute um 09:26nicht die fehlenden Kinder sind das Problem, sondern die fehlenden Arbeitsplätze!!
Das sehe ich anders. Durch die fehlenden Kinder fehlt es an Köpfen auf die die Lasten verteilt werden können. Das erhöht die Last der vorhandenen Kinder und senkt die Attraktivität des Landes insgesamt, weil den Sozialabgaben ja keine Gegenleistung gegenüber steht. Dabei ist die Boomer-Generation die reichste und gesündeste Generation und könnte auch kurzfristig noch ein bisschen länger arbeiten.

Die Anzahl der Jobs ist ja nicht fix, sondern hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.


Faunus

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 09:42Dabei ist die Boomer-Generation die reichste und gesündeste Generation und könnte auch kurzfristig noch ein bisschen länger arbeiten.

Bitte einen Beleg für die reichste und vor allem gesündeste Generation - von der die Folgegeneration ordentlich erben wird und dann noch reicher wird.

Mein Eindruck knapp 3 Mio Arbeitslosenund Ankündigungen von weiteren Verschlankung der Konzerne ist nicht, dass die Wirtschaft auf 65-jährige scharf zum Einstellen ist. Was vermehrt in meinem Bekanntenkreis scheinbar läuft: AG versäumt Nachfolger einzustellen, 65-jähriger geht und dann kommt die Anfrage "könnten Sie/du nicht noch für ein paar Stunden /Wo. wieder arbeiten.



MoinMoin

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 09:42Durch die fehlenden Kinder fehlt es an Köpfen auf die die Lasten verteilt werden können.
Nochmal!! was nützen uns 1 Millionen arbeitslose Kinder für die Problematik!

Faunus

Zitat von: MoinMoin in Heute um 10:20Nochmal!! was nützen uns 1 Millionen arbeitslose Kinder für die Problematik!

naja, sie belasten dann noch zusätzlich mit den in Rente gegangenen ausgestellten 65-jährigen die öffentlichen Kassen.

Ist doch ein guter Plan von @Hugo Stieglitz  :P

Faunus

BRD:
1983 wurde die 2 Millionen-Marke überschritten. Im gleichen Jahr wurde mit 623300 arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren auch der Höchststand der Jugendarbeitslosigkeit erreicht

Gesamtdeutschland
Das Jahr 2005 mit 4,9 Mio Arbeitslosen:
Unter 25 Jahre: Rund 600.000 bis 700.000 Personen => 13%
25 bis 49 Jahre: Rund 2,8 Millionen Personen => 57%
50 Jahre und älter: Rund 1,4 Millionen Personen => 30%

Und jetzt einfach mal nachdenken, warum die Baby-Boomer sich nicht wie die Karnickel für die "vaterländische Szene" vermehrt haben!