Rentenreform 2026/ 2027

Begonnen von BAT, 23.06.2026 13:27

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Rowhin


Faunus

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 07:45https://iab.de/das-iab/befragungen/iab-stellenerhebung/aktuelle-ergebnisse/
Du scheinst fasziniert von Kinderarbeit zu sein, das hat mir der Diskussion aber nichts zu tun.

Oha! Also: wenn die Babyboomer 1 Mio Kinder mehr bekommen hätten... also nicht jetzt als Fast-Rentner sondern vor 20-35 Jahren  (Erklärung: mit 60 wird man eher selten noch biolog. Mutti), dann wären die Kinder jetzt so 20-35 Jahre alt (= Rechnen Grundschule) => es sind dann keine Kinder mehr (ab 18 Volljährig)

=> den aktuell ca. 2 Mio. Arbeitslosen (Akademiker übersteigene zum 1. Mal die Ausbildungsberufler) stehen 600.000 offenen Stellen gegenüber und wir haben immer noch freie Berufswahl in diesem Land.

@moinmoin konnte also zu keinem Zeitpunkt "Kinderarbeit" gemeint haben sondern dass die 1 Mio Kinder der nicht gebärenden Boomer, die aus rein biologischen Gründen heute so 20 bis 35 wären, zu 3 Mio Arbeitslosen geführt hätten.
Ich hätte da eher eine Verteilung von 2,9 Mio. Arbeitslosen und 500.000 offene Stellen.

Ich hoffe, Du konnest jetzt folgen, dass @moinmoin nie von Kinderarbeit sondern 2 + 1 Mio arbeitsloser Erwachsener schrieb. :)


Hugo Stieglitz

Zitat von: Faunus in Heute um 08:10Oha! Also: wenn die Babyboomer 1 Mio Kinder mehr bekommen hätten... also nicht jetzt als Fast-Rentner sondern vor 20-35 Jahren  (Erklärung: mit 60 wird man eher selten noch biolog. Mutti), dann wären die Kinder jetzt so 20-35 Jahre alt (= Rechnen Grundschule) => es sind dann keine Kinder mehr (ab 18 Volljährig)

=> den aktuell ca. 2 Mio. Arbeitslosen (Akademiker übersteigene zum 1. Mal die Ausbildungsberufler) stehen 600.000 offenen Stellen gegenüber und wir haben immer noch freie Berufswahl in diesem Land.

@moinmoin konnte also zu keinem Zeitpunkt "Kinderarbeit" gemeint haben sondern dass die 1 Mio Kinder der nicht gebärenden Boomer, die aus rein biologischen Gründen heute so 20 bis 35 wären, zu 3 Mio Arbeitslosen geführt hätten.
Ich hätte da eher eine Verteilung von 2,9 Mio. Arbeitslosen und 500.000 offene Stellen.

Ich hoffe, Du konnest jetzt folgen, dass @moinmoin nie von Kinderarbeit sondern 2 + 1 Mio arbeitsloser Erwachsener schrieb. :)
Die Zahl der Arbeitslosen ist doch nicht aussagekräftig, da es auf die Anzahl der verfügbaren Jobs ankommt. Dass die nach 7 Jahren Stagnation nicht so hoch ist, wie gewünscht, ist bedauerlich, zeigt aber auch, dass der Arbeitsmarkt dynamisch ist und nur weil wir derzeit nicht mehr Stellen haben, heißt das nicht, dass wir nicht mehr Stellen haben könnten oder werden. Unabhängig davon werden die freiwerdenden Stellen in den nächsten Jahren nicht vollständig nachbesetzt werden können mit entsprechenden Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Verteilungsspielräume für diejenigen, die – ich wiederhole mich- das Problem verursacht haben.

Es ist ein Scheinargument zu behaupten, dass wir langfristig keine Einzahler (=nachfolgende Generationen) brauchen, weil kurzfristig nicht genügend Jobs vorhanden sind.

MoinMoin

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 13:23Es ist ein Scheinargument zu behaupten, dass wir langfristig keine Einzahler (=nachfolgende Generationen) brauchen, weil kurzfristig nicht genügend Jobs vorhanden sind.
Du verdrehst hier was.
Das Argument was gebracht wurde ist, dass eine nachfolgende Generation nicht automatisch Jobs hat und das für die Rente alleinig die besetzten SV-Jobs entscheidend sind und dem Geld ist es egal, ob dieses von der nachfolgenden Generation und/oder der hinzugezogenen Generation erwirtschaftet wird.

Und hieraus einen "Generationen" Vorwurf generieren darf eigentlich nur die Generation, die exakt soviel zahlende Kinder auf den Markt schmeißt, wie sie aus den Markt schmeißen wird.

und diese Generation ist schon unter der Erde, denn auch deine Generation oder die meiner Kinder hat da genauso "versagt" wie die Boomer Generation.
(also alle Generationen nach der Boomer Generation sind genau gleich "schuldig")
Oder haben wir plötzlich wieder eine Fertilitätsrate von 2?

Warnstreik

Das Thema ist ja auch komplexer. Will eine Gesellschaft in ihrer Zahl in etwa gleich groß bleiben, muss man im Vakuum eben ca. 2.1 Kinder pro Frau einrechnen. Da wir nicht im Vakuum leben, sinkt dieser Wert durch die steigende Lebenserwartung und durch Zuwanderung. Zuwanderung könnte im Grunde rein Volkswirtschaftlich betrachtet sogar besser sein, weil man sich die 18 Jahre durchfüttern bis zum "produktiv sein" sparen kann. Praktisch starten aber bei weitem nicht alle Einwanderer mit 18 durch sondern brauchen auch noch (teils sehr lange) Betreuung.

Was bei einer schwankenden Kinderquote problematisch ist, ist das Austarieren der Versorgungs- und Bildungsangebote. So mussten nach 2015 recht viele Kita- und Schulplätze aufgebaut werden, die jetzt absehbar in der Form in der Zukunft nicht mehr gebraucht werden. Das ist halt Mist.

Dazu kommt der Aspekt der verschiedenen Kulturen. Wer auf den Erhalt seiner "abendländischen Kultur" erpicht ist, der darf nicht meckern sondern muss Kinder bekommen. Sonst machen das andere und mittelfristig wird man dadurch bei bestimmten politischen Themen die Deutungshoheit verlieren. Das muss auch nichts Schlechtes sein - es ist eben nur anders.

Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:39und diese Generation ist schon unter der Erde, denn auch deine Generation oder die meiner Kinder hat da genauso "versagt" wie die Boomer Generation.
(also alle Generationen nach der Boomer Generation sind genau gleich "schuldig")
Oder haben wir plötzlich wieder eine Fertilitätsrate von 2?

Es bringt ja nichts auf Generationen zu zeigen - es sind Menschen aller Generationen die Kinder bekommen oder eben auch nicht. Das ist eine recht persönliche Entscheidung. Wenn man als Staat den Nachwuchs fördern möchte, dann muss man das machen - ich finde das klappt in Deutschland schon ziemlich gut. Aber auch dann kann es persönliche Gründe geben, die für eine Kinderlosigkeit oder Einzelkinder sprechen. Mal ein ganz doofes Beispiel: Die Fertilitätsrate von Jugendlichen (also Menschen <20) ist mit dem Smartphone faktisch eingebrochen. Wer nicht mehr rausgeht und generell weniger langeweile hat bumst eben auch weniger. ;-)

Das Problem mit dem Fördern von Nachwuchs ist doch, dass man niemanden fürs Kinderkriegen ansich bezahlen will (bei sozial schwachen Familien und Beamten der Fall) sondern Nachteile abfedern. Hier muss man vielleicht großzügiger sein, wenn man denn will - in der aktuellsten politischen Entwicklung ist das Gegenteil der Fall.

Hugo Stieglitz

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:39Du verdrehst hier was.
Das Argument was gebracht wurde ist, dass eine nachfolgende Generation nicht automatisch Jobs hat und das für die Rente alleinig die besetzten SV-Jobs entscheidend sind und dem Geld ist es egal, ob dieses von der nachfolgenden Generation und/oder der hinzugezogenen Generation erwirtschaftet wird.
Ich verdrehe gar nichts. Es gab jahrelang einen Fachkräftemangel und den gibt es in vielen Branchen immer noch. Sozialversicherungspflichtige Jobs, die nicht besetzt werden konnten. Du hast doch argumentiert, es gäbe gar keine SV-Jobs für diese vielen fiktiven Abkömmlinge und dann windest Du Dich und sagst, es könnten ja auch Zugewanderte machen. Wenn es die Jobs nicht gibt, können auch Zugewanderte sie nicht erledigen und wenn es die Jobs gibt, hätte eine ausreichende Anzahl an Kindern das Problem auch lösen können. Da diese Kinder nicht in die Welt gesetzt wurden, und das gesparte Geld in das eigene Vermögen oder Lifestyle gesteckt wurde, gibt es einen Verursacher, den man heranziehen sollte. Mehr sage ich nicht. Wir diskutieren hier ja nicht im luftleeren Raum, sondern über konkrete Maßnahmen einer Rentenreform und meine Position ist, dass diese Generation in Form von Geld (Rentenkürzung) oder Zeit (späteres Renteneintrittsalter) in einem angemesseneren Verhältnis an den eigenen (!) Kosten beteiligt werden sollte.
Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:39Und hieraus einen "Generationen" Vorwurf generieren darf eigentlich nur die Generation, die exakt soviel zahlende Kinder auf den Markt schmeißt, wie sie aus den Markt schmeißen wird.
und diese Generation ist schon unter der Erde, denn auch deine Generation oder die meiner Kinder hat da genauso "versagt" wie die Boomer Generation.
(also alle Generationen nach der Boomer Generation sind genau gleich "schuldig")
Oder haben wir plötzlich wieder eine Fertilitätsrate von 2?
Es gibt einen Generationenvertrag und wenn der nicht eingehalten wird, darf man das kritisieren. Das gilt für jede Generation. Das ist aber keine Legitimation, die nun mal nun anstehende Generation erstmal über die Ziellinie zu winken und dann mit den Reformen anzufangen. Das ist ungerecht.

Faunus

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Ich verdrehe gar nichts. Es gab jahrelang einen Fachkräftemangel und den gibt es in vielen Branchen immer noch. Sozialversicherungspflichtige Jobs, die nicht besetzt werden konnten. Du hast doch argumentiert, es gäbe gar keine SV-Jobs für diese vielen fiktiven Abkömmlinge und dann windest Du Dich und sagst, es könnten ja auch Zugewanderte machen. Wenn es die Jobs nicht gibt, können auch Zugewanderte sie nicht erledigen und wenn es die Jobs gibt, hätte eine ausreichende Anzahl an Kindern das Problem auch lösen können. Da diese Kinder nicht in die Welt gesetzt wurden, und das gesparte Geld in das eigene Vermögen oder Lifestyle gesteckt wurde, gibt es einen Verursacher, den man heranziehen sollte. Mehr sage ich nicht. Wir diskutieren hier ja nicht im luftleeren Raum, sondern über konkrete Maßnahmen einer Rentenreform und meine Position ist, dass diese Generation in Form von Geld (Rentenkürzung) oder Zeit (späteres Renteneintrittsalter) in einem angemesseneren Verhältnis an den eigenen (!) Kosten beteiligt werden sollte.Es gibt einen Generationenvertrag und wenn der nicht eingehalten wird, darf man das kritisieren. Das gilt für jede Generation. Das ist aber keine Legitimation, die nun mal nun anstehende Generation erstmal über die Ziellinie zu winken und dann mit den Reformen anzufangen. Das ist ungerecht.


Du hast also mind. 3 Kinder (2,2) - schön für Dich!

Faunus

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Das ist ungerecht.

Ja. Das Leben ist ungerecht!
Und trotzdem kann man Spass haben ;)

MoinMoin

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Du hast doch argumentiert, es gäbe gar keine SV-Jobs für diese vielen fiktiven Abkömmlinge und dann windest Du Dich und sagst, es könnten ja auch Zugewanderte machen.
Nein, abermals! Ich winde mich nicht sondern stelle klar, dass das Kinderkriegen alleine nicht das Rentenproblem lösen würde oder gelöst hätte.

Das einzige was zählt für die Rentenproblematik: Bringe soviel Geld in die Kasse wie dort entnommen wird.

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Wenn es die Jobs nicht gibt, können auch Zugewanderte sie nicht erledigen und wenn es die Jobs gibt, hätte eine ausreichende Anzahl an Kindern das Problem auch lösen können.
Korrekt: Sofern sie diese Jobs machen können. Und wenn es die Kinder nicht gibt, die diese Jobs machen können, dann muss man sich anderer Bedienen die dies Jobs machen können.
ZitatDa diese Kinder nicht in die Welt gesetzt wurden, und das gesparte Geld in das eigene Vermögen oder Lifestyle gesteckt wurde, gibt es einen Verursacher, den man heranziehen sollte.
Der Verursacher ist aber nicht der, der keine Kinder bekommen hat, sondern die, die nicht dafür sorgen, dass die Jobs von Menschen gemacht werden, also dafür gesorgt haben, dass diese Jobs existieren und mit Menschen besetzt werden, die sie erledigt.

Und da bin ich als Boomer fetter im Plus als wahrscheinlich du.
a) Kinder die Jobs haben
b) Menschen angeworben und eingestellt, die nicht hier geboren sind und die Jobs machen.

also meine F- Rate liegt da so bei 6

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Da diese Kinder nicht in die Welt gesetzt wurden, und das gesparte Geld in das eigene Vermögen oder Lifestyle gesteckt wurde, gibt es einen Verursacher, den man heranziehen sollte. Mehr sage ich nicht.
ne zu dem Bullshit sage ich auch nix.

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Wir diskutieren hier ja nicht im luftleeren Raum, sondern über konkrete Maßnahmen einer Rentenreform und meine Position ist, dass diese Generation in Form von Geld (Rentenkürzung) oder Zeit (späteres Renteneintrittsalter) in einem angemesseneren Verhältnis an den eigenen (!) Kosten beteiligt werden sollte.
Korrekt und da bin ich voll bei dir, sowohl die Haltlinie, als auch der alpha Faktor gehört angepasst und auch das Aussetzen der Nachhaltigkeitsfaktoren in den letzten Dekade ist eine krasse Fehlentscheidung von den Regierenden gewesen.

Und da ich schon über 20% Rentenbeitrag hatte und die damalige Absenkung für die dritte Rentensäule genutzt habe, kann ich auch damit gut leben, wenn meine Rente nicht so stark steigt/gekürzt wird.

Wie gesagt: Es kann nur soviel rauskommen wie reinkommt

Und diejenigen, die das lieber in Livestyle gesteckt haben, haben halt Pech gehabt. Zufrieden?

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 14:32Es gibt einen Generationenvertrag und wenn der nicht eingehalten wird, darf man das kritisieren. Das gilt für jede Generation. Das ist aber keine Legitimation, die nun mal nun anstehende Generation erstmal über die Ziellinie zu winken und dann mit den Reformen anzufangen. Das ist ungerecht.
Was ist ungerecht? Dir den Spiegel vor zuhalten, dass du (also die nachfolgende Generation zu der du mutmaßlich gehörst) dich als Generation genauso verhältst wie die Boomer, einfach zu wenig Kinder produzierst!
Wer im Glashaus sitzt, der ....

Führen durch Vorbild heißt es doch immer.