Einstufung von TVL in TVöD - fehlende Arbeitszeugnisse

Begonnen von BlackMamba, Gestern um 16:40

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BlackMamba

Hallo,

Derzeit bin ich in eine TVL-Stelle in 11 / 4 eingestuft.

So war ich vor 3 Wochen bei einem Bewerbungespräch, und da kam auch die Gehaltseinstufung zur Sprache, da wurde sowohl von der Personalerin als auch Teamleiter gesagt "es ist kein problem sie gleich einzustufen, also in TVöD VKA 11 /4 mit übernahme der Laufzeit".

Nach der mündlichen/telefonischen Zusage, kam aber dann der Nachgeschmack. So sagte die Personalerin von der TVöD Stelle, ich müsste das End-Arbeitszeugnis vom vorletzten Arbeitgeber vorlegen. Und vom jetzigen AG benötige sie ein Zwischenzeugnis.

Mein Vorletzter Arbeitgeber ist fast 10 Jahre her. Ich hatte von damals ein Zwischenzeugnis 2014., welches ihr bereits vorliegt, aber nicht ausreicht.
Das Endarbeitszeugnis ist durch ein Wasserschaden vernichtet worden.

Ich habe auch bereits meinen ehemaligen Arbeitgeber angefragt, aber sie haben alles von mir gelöscht, so dass sie keine Kopie mehr ausstelen können. Und Vorgesetzte und Kollegen die mit mir damals gearbeitet haben, die sind dort auch alle weg... keiner mehr da der mir etwas nachträglich ausstellen könnte.

Ich habe der Personalerin und der zukünftigen Teamleiterin gesagt, wenn ich in TVöD 10 eingestuft werde, nehme ich die Stelle NICHT an.

Von der VBL hätte ich nur noch ein Schreiben, ab welchen Datum ich in die nächste Erfahrungsstufe aufsteige.

Wie ist da eure Einschätzung? Kann ich auch ohne Endarbeitszeugnis von vorherigen Arbeitgeber (vor knapp 10 Jahren) auch in TVöD VKA 11/4 eingestuft werden? Zwischenzeugnis des jetzigen TVL-Arbeitgeber ist beantragt, kann aber dauern bis dies angefertigt wird...

Organisator

Die Eingruppierung richtet sich nach den übertragenen Tätigkeiten - die vorherigen Tätigkeiten sind dafür nicht relevant.

Für die Stufenzuordnung können für alles über der Stufe 3 förderlicher Zeiten anerkannt werden. Wie der AG zur Meinung kommt, welche Zeiten aus seiner Sicht förderlich sind, steht ihm frei.

Insoweit ja, die Stufe 4 ist auch ohne "Endarbeitszeugnis" möglich. Genauso kann der AG aber auch darauf bestehen, ein solches Zeugnis haben zu wollen. Dann hättest du die Möglichkeit den Job anzulehnen, um z.B. dadurch Druck auszuüben.

BlackMamba

Zitat von: Organisator in Gestern um 16:52Die Eingruppierung richtet sich nach den übertragenen Tätigkeiten - die vorherigen Tätigkeiten sind dafür nicht relevant.

Für die Stufenzuordnung können für alles über der Stufe 3 förderlicher Zeiten anerkannt werden. Wie der AG zur Meinung kommt, welche Zeiten aus seiner Sicht förderlich sind, steht ihm frei.

Insoweit ja, die Stufe 4 ist auch ohne "Endarbeitszeugnis" möglich. Genauso kann der AG aber auch darauf bestehen, ein solches Zeugnis haben zu wollen. Dann hättest du die Möglichkeit den Job anzulehnen, um z.B. dadurch Druck auszuüben.


Vielen Dank für deine Antwort.

Das habe ich auch so ausdrücklich am Telefon gesagt, dasss ich ablehnen werde, wenn ich nicht wie mündlich (leider) versprochen in 11/4 eingestuft.

Aber ich finde das so krass, dass so auf dieses Endzeugnis vor 10 Jahren gepocht wird. Ebenso auf ein Zwishcenzeugnis meines jetzigen Arbeitgeber, der riecht natürlich den Braten... :D

Meine Nächste Kündigungsfrist wäre ende Ende August. Aber da das Erstellen eine Zwischenezeugnis immer eine ungewisse sache ist, kann ich nicht gewährleisten wie besprochen anzufangen.

MoinMoin

Wieso EG 10?

Für die Einstufung nach §16 2a ist mE kein Zeugnis notwendig, sondern nur der Nachweis in welcher Stufe man war.(Also Lohnzettel)

Frag die Personalerin mal warum man dich nicht über diesen Paragraphen in die 4 einstufen will.

Tagelöhner

Ist doch ganz einfach: Das Arbeitszeugnis von damals ist nicht mehr vorhanden, und ein Zwischenzeugnis liegt dir ebenfalls nicht vor, da Du deinen Arbeitgeber nicht auf deine beruflichen Veränderungswünsche aufmerksam machen willst. Dann gilt "Friss oder Stirb". Aus einer Position der Stärke kann man das locker so handhaben und dann sollen sie halt schauen, ob sie dir ein Zugeständnis machen, weil sie dich unbedingt wollen oder brauchen.

Die sollen sich nicht so anstellen, es gibt ja noch 6 Monate Probezeit. Papier ist geduldig und Arbeitszeugnisse sind gerade in der heutigen Zeit teils übertrieben positiv geschrieben und haben daher an Aussagekraft verloren, weil man sich mit Abgängern keinen nachträglichen Korrekturaufwand mehr einhandeln will bzw. Mitarbeiter sogar aktiv "wegloben" möchte, damit man sie gut los wird.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Faunus

#5
Blöde Frage: hat Dein jetziger AG denn das Zeugnis (mit Wasserschaden) bei Deiner Einstellung vor 10 Jahren nicht haben wollen? Wenn ja, dann sollte es eigentlich als Kopie in der PA liegen... dachte ich immer.  Meine liegen zuminderst alle  6 Stück in meiner Personalakte.

BlackMamba

Zitat von: Faunus in Gestern um 19:07Blöde Frage: hat Dein jetziger AG denn das Zeugnis (mit Wasserschaden) bei Deiner Einstellung vor 10 Jahren nicht haben wollen? Wenn ja, dann sollte es eigentlich als Kopie in der PA liegen... dachte ich immer.  Meine liegen zuminderst alle  6 Stück in meiner Personalakte.

Mein jetziger Arbeitgeber hat damals nur mein zwischenzeugnis bekommen und das Endgültige wollten sie nicht haben.