Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 17:50Stimmt, so wie dir von dir ausgewürfeltes Ausgangsjahr unerheblich ist.
Sinnvoll ist sicherlich sein persönliches Eintrittjahr zu nehmen oder das Geburtsjahr vom Tarif.
Alles andere ist, da halt #schlicht und ergreifend vollumfänglich unerheblich.

2020 oder später angefangen = Griff ins Klo

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 18:062020 oder später angefangen = Griff ins Klo
Nein, nur gefühlter Griff ins Klo, da man ja die Reallohn Gewinne, die die anderen die Jahre davor ,,erkämpft" haben, ungefragt bekommen hat.

Echter Griff im Klo ist es immer, wenn man sich für den öD entscheidet und unzufrieden mit dem Packet ist und den Job den man dafür abgelehnt hat sich als das bessere Packet herausgestellt hat.

Aber dafür muss man solche vergleiche nicht anstellen.

thebiba

Zitat von: KlammeKassen in 30.08.2026 10:26Wenn man mal realistisch betrachtet:


Das könnte spannend werden.

Der Druck für hohe Abschlüsse ist massiv gegeben (Inflation, steigende Sozialversicherungsbeiträge, Kalte Progression, deutliche Erhöhung bei den Beamten) und die Kassen sind noch leerer als sonst schon. Das könnte nächstes Mal wirklich ziemlich eskalieren.

Schlichtung kann eigentlich schon eingeplant werden, je nach Mitgliedsanzahl könnte man diese sogar mal scheitern lassen... da sich doch einiges anstaut dieses Mal und die Schlichtung wahrscheinlich auch nicht so viel rausholen kann...
wobei die Schlichtungsvorschläge der letzten beiden Runden zumindest besser waren als ich erwartet hätte

Mit welcher Gewerkschaft bitte ? Mit Verdi sicher nicht.

Es wird maximal eine 4. Verhandlungsrunde geben bzw. im allgemeinen wieder quälend lange Verhandlungen. Hier wird es dann zum Ende wieder heißen, was man alles erreicht hat. Da eskaliert nichts und ne Schlichtung wird es ebenfalls nicht geben. Ist halt leider so, wenn eine Gewerkschaft gegen die Mitarbeiter arbeitet.

Vollstrecker

Zitat von: thebiba in Heute um 06:26Mit welcher Gewerkschaft bitte ? Mit Verdi sicher nicht.


Ich hoffe ja, dass die sich mal was von der massiven Kritik in den letzten Monaten angenommen haben und das die Warnschüsse deutlich waren. Wenn die jetzt nicht gemerkt haben, dass sie nicht mehr verkacken sollten, dann kann ich denen auch nicht mehr helfen. Ich weiß hier aus meinem Umfeld, dass sehr viel Kritik auch direkt an die ver.di gebracht wurde und auch darauf hingewiesen wurde, dass noch so eine Tarifrunde wie die letzte dann erneut massive Austritte bringen wird.

JahrhundertwerkTVÖD

Wer noch daran glaubt dass die Gewerkschaft sich auch nur ansatzweise an Kritik stört, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Die Mitgliederzahlen sind eklatant gesunken.
Kritik an der Verhandlungstaktik, Verhandlungsart und Darstellung (Bestes Ergebnis aller Zeiten) gab es massiv

Ich bleibe dabei dass Verdi nur überleben kann, wenn sich das Gedankengut der Führungsetage ändert.
Ein öffentliches agieren gegen einzelne Mitarbeitergruppen des TVÖD ist absurd.
Das Komödienstadel Tarifverhandlung läuft nach dem gleichen Schema ab und wird nicht mehr ernst genommen.

Nach der Anpassung der Beamtenalimentation hätte nun Verdi die einmalige Chance sich bereits jetzt zu positionieren und die Anpassung der Nettogehälter auf die Angestellten zu fordern. Dies aber konsequent mit allen Punkten wie z.B auch deutliche Abstände/Unterschiede in den einzelnen Eingruppierungen (je nach Ausbildung, Verantwortung etc.). Dies widerspricht aber dem sozialistischen Gedankengut der Verdi Führungsetage.
Jetzt und nicht erst nach erfolglosen 2 Verhandlungsrunden mit Lachshäppchen und ohne Forderungen, Angebote und Verhandlungen.
Die Runden kann sich jeder der Beteiligten ersparen und dass die Verträge auslaufen sind auch jedem Verhandlungspartner bekannt.

troubleshooting

Zitat von: Vollstrecker in Heute um 07:47Ich weiß hier aus meinem Umfeld, dass sehr viel Kritik auch direkt an die ver.di gebracht wurde und auch darauf hingewiesen wurde, dass noch so eine Tarifrunde wie die letzte dann erneut massive Austritte bringen wird.

Das wurde doch auch schon die letzten Jahre. Immer wieder, egal ob bei Kommune/Bund oder Länder, scheint dort aber keinen gejuckt zu haben. Ich pers. sehe das Hauptproblem darin, dass 2/3 Verdi-Vorstand SPD-Leute sind. Solange die Gewerkschaften mit der Politik verbandelt sind, wird diese immer reinreden. Im ÖD kommt dazu das Thema, dass eben jene Politiker/Parteigenossen somit auf beiden Seiten des Verhandlungstisches sitzen. Die Ergebnisse davon sind ja bekannt und Parteiinteressen darin offensichtlich.

KlammeKassen

Zitat von: thebiba in Heute um 06:26Mit welcher Gewerkschaft bitte ? Mit Verdi sicher nicht.

Es wird maximal eine 4. Verhandlungsrunde geben bzw. im allgemeinen wieder quälend lange Verhandlungen. Hier wird es dann zum Ende wieder heißen, was man alles erreicht hat. Da eskaliert nichts und ne Schlichtung wird es ebenfalls nicht geben. Ist halt leider so, wenn eine Gewerkschaft gegen die Mitarbeiter arbeitet.

Wieso sollte es keine Schlichtung geben?
Halte ich nicht für besonders unwahrscheinlich... gab es die letzten beide Male auch.

Zumal dieses Mal die AN-Seite wieder den Schlichtungsvorsitz hat.

Es wird wieder so laufen, dass in der 3. Runde das Angebot der Arbeitgeber unzureichend ist, die Gewerkschaften ablehnen. Und um Streiks von der Bevölkerung abzuwenden, wird die Schlichtung von den Arbeitgebern angerufen (d.h. nämlich erst einmal während der Schlichtungsphase Streikverbot. Das ist aber alles genau geregelt, die müssen innerhalb von 3 Werktagen anfangen und innerhalb von 6 Werktagen ein Ergebnis vorlegen, über das dann schnell wieder verhandelt wird).

Wenn das Zusammentreffen und "Beraten" bzw. "Verhandeln" über das Schlichtungsergebnis scheitert, kann mehr gemacht werden.

Eine vierte Runde halte ich nicht für ausgeschlossen, denke ich aber eher weniger, da man in der dritten Runde meilenweit auseinander sein wird, so dass die Gewerkschaft sagen wird "macht keinen Sinn" und die Arbeitgeberseite die Schlichtung anrufen wird, um weitere Streiks zu vermeiden

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 20:59Nein, nur gefühlter Griff ins Klo, da man ja die Reallohn Gewinne, die die anderen die Jahre davor ,,erkämpft" haben, ungefragt bekommen hat.

Echter Griff im Klo ist es immer, wenn man sich für den öD entscheidet und unzufrieden mit dem Packet ist und den Job den man dafür abgelehnt hat sich als das bessere Packet herausgestellt hat.

Aber dafür muss man solche vergleiche nicht anstellen.

Ja okay, da gab es gute Jahre, aber zuletzt war wieder ein gewisses Auseianderentwickeln vorhanden zwischen öD und PW.

Da hast du Recht, ich würde in der PW nicht mal wirklich mehr verdienen; gut, kommt auf das Unternehmen an, bei den großen Arbeitgebern vielleicht schon, aber nicht grundsätzlich, da verdienen einige sogar weniger

KlammeKassen

Zitat von: Vollstrecker in Heute um 07:47Ich hoffe ja, dass die sich mal was von der massiven Kritik in den letzten Monaten angenommen haben und das die Warnschüsse deutlich waren. Wenn die jetzt nicht gemerkt haben, dass sie nicht mehr verkacken sollten, dann kann ich denen auch nicht mehr helfen. Ich weiß hier aus meinem Umfeld, dass sehr viel Kritik auch direkt an die ver.di gebracht wurde und auch darauf hingewiesen wurde, dass noch so eine Tarifrunde wie die letzte dann erneut massive Austritte bringen wird.

Das denke ich auch, außerdem sind doch angeblich so viele bis EG9a engagiert.
Das wird dann zwar wieder zu "mindestens aber xy Euro" Abschlüssen führen, aber vielleicht gibt man sich wenigstens nicht mit 1 % zufrieden.

Das Beamten-Thema wird auch immer mehr an die Gewerkschaften herangetragen.
Mag beim Bund und den Ländern nicht so relevant sein, da dort die Beamten in Überzahl sind, aber bei den Kommunen dreht es halt und wirklich alle Tätigkeiten, die Beamte ausüben, können auch Angestellte ausüben, so dass das Gefälle nicht zu erklären ist

Zudem merk man, dass Reallohnverluste vom Feinsten vorhanden sind... wie man ja sieht, ist die Pflegeverssicherung auch wieder pleite... da gibt es sicherlich auch wieder ordentliche Erhöhungen, Rente ist eh klar, GKV wahrscheinlich auch

KlammeKassen

Zitat von: troubleshooting in Heute um 08:53Das wurde doch auch schon die letzten Jahre. Immer wieder, egal ob bei Kommune/Bund oder Länder, scheint dort aber keinen gejuckt zu haben. Ich pers. sehe das Hauptproblem darin, dass 2/3 Verdi-Vorstand SPD-Leute sind. Solange die Gewerkschaften mit der Politik verbandelt sind, wird diese immer reinreden. Im ÖD kommt dazu das Thema, dass eben jene Politiker/Parteigenossen somit auf beiden Seiten des Verhandlungstisches sitzen. Die Ergebnisse davon sind ja bekannt und Parteiinteressen darin offensichtlich.

Die SPD hat ja aber kein Problem mit massiver Verschu
Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Heute um 08:45Wer noch daran glaubt dass die Gewerkschaft sich auch nur ansatzweise an Kritik stört, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Die Mitgliederzahlen sind eklatant gesunken.
Kritik an der Verhandlungstaktik, Verhandlungsart und Darstellung (Bestes Ergebnis aller Zeiten) gab es massiv

Ich bleibe dabei dass Verdi nur überleben kann, wenn sich das Gedankengut der Führungsetage ändert.
Ein öffentliches agieren gegen einzelne Mitarbeitergruppen des TVÖD ist absurd.
Das Komödienstadel Tarifverhandlung läuft nach dem gleichen Schema ab und wird nicht mehr ernst genommen.

Nach der Anpassung der Beamtenalimentation hätte nun Verdi die einmalige Chance sich bereits jetzt zu positionieren und die Anpassung der Nettogehälter auf die Angestellten zu fordern. Dies aber konsequent mit allen Punkten wie z.B auch deutliche Abstände/Unterschiede in den einzelnen Eingruppierungen (je nach Ausbildung, Verantwortung etc.). Dies widerspricht aber dem sozialistischen Gedankengut der Verdi Führungsetage.
Jetzt und nicht erst nach erfolglosen 2 Verhandlungsrunden mit Lachshäppchen und ohne Forderungen, Angebote und Verhandlungen.
Die Runden kann sich jeder der Beteiligten ersparen und dass die Verträge auslaufen sind auch jedem Verhandlungspartner bekannt.

Man wird sehen, was die Schlichtung ausarbeitet...

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 10:57Zudem merk man, dass Reallohnverluste vom Feinsten vorhanden sind...
klar gibt es Reallohnverluste, nach dem es Reallohngewinne gab.
Und klar wird es in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich keine bis keine nennenswerte Reallohngewinne mehr geben.
Aber da sie noch nicht jährlich im zweistelligen Bereich sind . . .

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Heute um 11:08klar gibt es Reallohnverluste, nach dem es Reallohngewinne gab.
Und klar wird es in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich keine bis keine nennenswerte Reallohngewinne mehr geben.
Aber da sie noch nicht jährlich im zweistelligen Bereich sind . . .

Ist in der Industrie auch nicht anders...

wobei ich mich frage, wo die durchschnittlich 4,XX % herkommen, die es angeblich gibt.

Bekannte Branchen und Tarifabschlüsse liegen zumindest alle drunter

KlammeKassen

https://www.verdi.de/geld-tarif/tarifrunde-seehaefen-beschaeftigten-reicht-angebot-arbeitgeber-nicht

5,1 % für 18 Monate (inklusive einer "mindestens" Klausel) und ohne Nullmonate (!) + Erhöhung Urlaubsgeld werden abgelehnt...

soso.... wären, wenn man es umrechnet, quasi 6,8 % für 24 Monate;

sollte man sich beim TVöD dann mal dran orientieren.