Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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Ramirez

Zitat von: MoinMoin in 19.09.2026 10:54...

Wie kann das denn dann sein, dass pro Behandlung beim PKVler mehr Ausgaben bei der PKV sind, aber pro PKVler die Kasse weniger Einnahmen hat, ist da die Solidargemeinschaft der PKVler einfach gesünder? weniger verschwenderisch und gehen nicht wegen jeden schnuppen zum Arzt? Oder....

Es gibt eben keine Solidargemeinschaft der PKVler, jeder zahlt sein Risiko selbst. Dazu gibt es den individuellen Anreiz der Beitragsrückerstattung. Außerdem irren Sie, pro PKVler hat die Kasse deutlich höhere Durchschnittseinnahmen als die GKV. Die GKV ist dagegen defakto nichts anderes als eine Steuer.

MoinMoin

Zitat von: Ramirez in 20.09.2026 12:37Es gibt eben keine Solidargemeinschaft der PKVler
Jede Versicherung ist eine "Solidar"gemeinschaft.
Zitat von: Ramirez in 20.09.2026 12:37jeder zahlt sein Risiko selbst.
Nein, es wir nur beim Eintritt dein individuelles Risiko ermittelt und dann nicht mehr.
 
ZitatDazu gibt es den individuellen Anreiz der Beitragsrückerstattung.
Gibts im kleinem inzwischen auch bei der GKV.
ZitatAußerdem irren Sie, pro PKVler hat die Kasse deutlich höhere Durchschnittseinnahmen als die GKV.
Stimmt. Insbesondere da es keine Familienversicherung gibt.
Aber pro Mitglied sind die Einnahmen in der GKV höher als in der PKV.

Aber wo finden Sie in meiner Aussage einen Irrtum?
ZitatDie GKV ist dagegen defakto nichts anderes als eine Steuer.
Der Begriff Steuer ist hier absolut falsch und fehl am Platze.
Denn du hast eine direkte, individuelle Gegenleistung dafür und das wäre bei einer Steuer nicht der Fall. Und sie werden nicht für öffentliche Aufgaben erhoben, was bei einer Steuer der Fall ist.

Also de facto eher eine Gebühr als eine Steuer.

Kryne

Mein Wunsch, eine eigene Entgelttabelle für Ingenieure, Techniker und IT.

Alles was MINT angeht, wird aktuell komplett unterbezahlt, während die E10+ "Verwalter" fürstlich entlohnt werden.

Nein, die "optionalen" Regelungen für MINT Beschäftigte sind keine Lösung, denn die werden auf kommunaler Ebene vielleicht maximal mal von München, Stuttgart oder Frankfurt angewandt, aber garantiert nicht von Hintertupfingen, das finanziell aus dem letzten Loch pfeifft.


Da das aber sowieso nicht kommen wird, wäre mein Wunsch:

- 5% mehr, rückwirkend zum Ablauf des aktuellen Vertrages.

- 100% JSZ für Alle

- Reduzierung auf 38 Wochenstunden ab 2027, auf 37 Stunden ab 2029, auf 35 Stunden ab 2031, im Gegenzug VL komplett streichen, LOB komplett streichen und den extra Urlaubstag wieder streichen und damit Urlaub wieder auf 30 Tage reduzieren. 

Bubi11

Zitat von: Kryne in Gestern um 01:09Mein Wunsch, eine eigene Entgelttabelle für Ingenieure, Techniker und IT.

Alles was MINT angeht, wird aktuell komplett unterbezahlt, während die E10+ "Verwalter" fürstlich entlohnt werden.


Das was du forderst hier gibt es doch schon. Also bei uns zumindest haben die Beschäftigten in IT und Technik die höchsten EGs nach den Abteilungsleitern.
Wenn das bei euch anders ist, dann liegt es ja nicht am TVöd.

Bei und zum Beispiel hat ein ITler frisch ausgelernt gleich 9a und steigert sich dann je nach Tätigkeit auf EG12.
Meister in der Technik haben bei uns EG10 und Teamleiter EG11.

EG10 und mehr gibt es bei uns in der Verwaltung sehr selten. Das haben nur Bilanzbuchhalter und ein Projektleiter Gesamthaus.
EG11 Stv. Abteilungsleiter und EG13 Abteilungsleiter.
Controller EG9b und Sachbearbeiter Personal EG9a
Juristische Angestellte EG9a
Alle anderen sind darunter in der Verwaltung.
Und unser Haus hat 1600 Mitarbeiter insgesamt.

Kryne

Zitat von: Bubi11 in Gestern um 07:04Das was du forderst hier gibt es doch schon. Also bei uns zumindest haben die Beschäftigten in IT und Technik die höchsten EGs nach den Abteilungsleitern.
...

Darum geht es ja überhaupt nicht.

Ein Ingenieur mit E10 oder E11 ist grundsätzlich unterbezahlt auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

Genauso ein ITler der irgendwo mit 9a/b/c rumgurkt.

Kein Ingenieur fängt heute nach dem Uni Abschluss noch auf einer 10/1 Stelle an. Da lacht sich der Absolvent kaputt. Und in einer Kommunalverwaltung auf eine 12/6 zu kommen, was schon eher in Richtung Ingenieurs Gehalt geht, dauert ewig und 3 Tage.

Bei uns gibt es viele "Verwalter" ab 10+ aufwärts. Sehr viele sogar und wir haben nur 450 Mitarbeiter.

Deshalb kann man auch nicht einfach fordern, dass EG10+ einfach mal um 15% angehoben werden müssen, denn die ganzen "Verwalter" und Bürohengste in dem Bereich sind bereits gut genug bezahlt. Ein dahergelaufener studierter BWLer auf einer 10er Stelle verdient im ÖD sehr wahrscheinlich mehr als er in der Privatwirtschaft verdienen würde.

Im gesamten Technischen Bereich ist es genau andersrum.

Der Ingenieur auf einer EG10 oder EG11 würde in der Privatwirtschaft vermutlich 10-20% mehr verdienen und hätte in den meisten Fällen dazu noch einen Firmenwagen mit Tankkarte zur privaten Nutzung.

MoinMoin

Zitat von: Kryne in Gestern um 12:00Genauso ein ITler der irgendwo mit 9a/b/c rumgurkt.
Nein, nicht jeder ITler bekommt mehr als 60-70k€ Jahresgehalt, auch nicht in der PW.

Petar T.

Möglicherweise haben die ITler auch den Personalnachfragehöhepunkt schon überschritten. KI dürfte dazu einen Beitrag leisten.

Bubi11

Zitat von: Kryne in Gestern um 12:00Darum geht es ja überhaupt nicht.

Ein Ingenieur mit E10 oder E11 ist grundsätzlich unterbezahlt auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

Genauso ein ITler der irgendwo mit 9a/b/c rumgurkt.

Kein Ingenieur fängt heute nach dem Uni Abschluss noch auf einer 10/1 Stelle an. Da lacht sich der Absolvent kaputt. Und in einer Kommunalverwaltung auf eine 12/6 zu kommen, was schon eher in Richtung Ingenieurs Gehalt geht, dauert ewig und 3 Tage.

Bei uns gibt es viele "Verwalter" ab 10+ aufwärts. Sehr viele sogar und wir haben nur 450 Mitarbeiter.

Deshalb kann man auch nicht einfach fordern, dass EG10+ einfach mal um 15% angehoben werden müssen, denn die ganzen "Verwalter" und Bürohengste in dem Bereich sind bereits gut genug bezahlt. Ein dahergelaufener studierter BWLer auf einer 10er Stelle verdient im ÖD sehr wahrscheinlich mehr als er in der Privatwirtschaft verdienen würde.

Im gesamten Technischen Bereich ist es genau andersrum.

Der Ingenieur auf einer EG10 oder EG11 würde in der Privatwirtschaft vermutlich 10-20% mehr verdienen und hätte in den meisten Fällen dazu noch einen Firmenwagen mit Tankkarte zur privaten Nutzung.

Aber dann müssten nach deiner Ansicht auch die Abteilungsleiter Finanzen, Personal oder andere Abteilungsleiter auch von EG 13 angehoben werden. Kann ja nicht sein das ein "dahergelaufener" Ingenieur mehr bekommt als ein Abteilungsleiter Finanzen oder Personal oder Technischer Betriebsleiter. Dann würde ja der Ingenieur oder der ITler mehr bekommen als sein Leiter?!?!

Was soll dann der Stv. Standortleiter bekommen der derzeit in EG15 ist?

Die die das wollen können ja gerne in die freie Wirtschaft wechseln wenn sie mehr verdienen wollen.

MoinMoin

Zitat von: Bubi11 in Gestern um 13:05Dann würde ja der Ingenieur oder der ITler mehr bekommen als sein Leiter?!?!
Kommt nicht selten vor, bzw. habe ich schon mehrfach erlebt.
Insbesondere wenn der sogenannte Leiter nicht inhaltlich strategisch leitet, sondern nur Personaldinge verwaltet.

Bubi11

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 14:42Kommt nicht selten vor, bzw. habe ich schon mehrfach erlebt.
Insbesondere wenn der sogenannte Leiter nicht inhaltlich strategisch leitet, sondern nur Personaldinge verwaltet.

Das ist bei unserem Bezirk nie so. Da gelten noch strenge Hierachien.
Der Leiter sagt was getan wird und die drunter machen das. Der Leiter ist auch immer erster Ansprechpartner und er gibt dann alles weiter.

MoinMoin

Zitat von: Bubi11 in Gestern um 15:22Das ist bei unserem Bezirk nie so. Da gelten noch strenge Hierachien.
Der Leiter sagt was getan wird und die drunter machen das. Der Leiter ist auch immer erster Ansprechpartner und er gibt dann alles weiter.
Ach du bist in der IT / Ing Bereich und unter deinem Leiter arbeiten hochspezialisierte Fachleute??

In der klassischen Verwaltung ist es auch so wie du es beschreibst, dass war her aber nicht das Szenario

Bubi11

Nein. Ich bin Leiter der Finanzabteilung.
Wir haben einen Stellenbesetzungsplan in dem alle Mitarbeiter mit der entsprechenden EG aufgeführt sind.
Wir haben natürlich Ing. bzw. aber die haben EG11:
Dipl. Ing. Elektrotechnik
Dipl. Ing. Versorgungstechnik
Dipl. Ing. Umweltmanagement
Dipl. Ing. Energiemanagement
Projektleiter Bauprojekte - Dipl. Ing. Bauwesen

Diese sind dem Betriebsleiter Technik mit EG 13 untergeordnet.

Und dann kommen noch die Leiter Elektro, Versorgung, Instandhaltung und Aussenanlagen mit EG 9b (Meister)

Bei der IT ist das im Grunde genauso nur die Bezeichnungen sind halt andere.

Ramirez

Zitat von: MoinMoin in 20.09.2026 14:14Jede Versicherung ist eine "Solidar"gemeinschaft.Nein, es wir nur beim Eintritt dein individuelles Risiko ermittelt und dann nicht mehr.
 Gibts im kleinem inzwischen auch bei der GKV.Stimmt. Insbesondere da es keine Familienversicherung gibt.
Aber pro Mitglied sind die Einnahmen in der GKV höher als in der PKV.

Aber wo finden Sie in meiner Aussage einen Irrtum?Der Begriff Steuer ist hier absolut falsch und fehl am Platze.
Denn du hast eine direkte, individuelle Gegenleistung dafür und das wäre bei einer Steuer nicht der Fall. Und sie werden nicht für öffentliche Aufgaben erhoben, was bei einer Steuer der Fall ist.

Also de facto eher eine Gebühr als eine Steuer.

Das ist schon etwas komisch. Sie stellen eine Frage. Der Antwort begegnen sie nicht mit "müsste ich mal prüfen" oder "danke für den Hinweis" sondern Sie geben sich viel mühe darum herum zu reden und die Zusammenhänge weiter zu verwischen. Das ist mir unverständlich.

Eine Versicherung ist eine Risikoverteilung, das ist klar. Es ging um die explizite Solidargemeinschaft. Da in der PKV keine Risiken bewertet werden ist es keine Solidargemeinschaft, die GKV eben schon. Daher und wegen der einkommensabhängigen Beiträge ja auch Sozialversicherung.
Das mit dem Risiko haben Sie nicht verstanden. Eine Versicherung ist eine Risikoverteilung, eine Gesundheitsprüfung nach dem Eintritt würde das Prinzip der Versicherung selbst aushebeln.

Warum die Rabulistik? 100€ und 2.000€ Beitragsrückerstattung sind nicht das gleiche.

Das mit der Familienversicherung muss man dann auch zu ende denken, da ist Ihre Verzerrung schon ein Kunststück. Eine Unterteilung in Mitglieder und Durchschnittseinnahmen auf einen unterschiedlichen Personenkreis ist schon lustig. Ein Kind kostet etwas über 100€ in der PKV. In der GKV sind die Ausgaben, wegen der geringeren Abrechnungssätze, daher wohl noch niedriger. Jedes Kind in der PKV ist eine eigenes Mitglied und senkt daher die Durchschnittseinnahmen pro Mitglied, in der GKV zählen sie es aber nicht, da ja kein Mitglied. Sie vergleichen so Äpfel mit Birnen.

Und nein es ist eine Steuer.
- Die Regierung legt die Höhe fest
- Die Regierung legt die Leistung fest
- Die Regierung verpflichtet zur Mitgliedschaft
- Die Regierung weist Mitglieder zu die nicht selbst bezahlen, der Fehlbetrag wird von den anderen Mitglieder gezahlt. Die GKV übernimmt also eine Leistung, die aus Steuern durch den Staat zu erbringen ist.
- Die GKV zahlt eine Gesundheitsinfrastruktur, die von allen genutzt wird, auch von Nichtmitgliedern. Dies war gerade in der Coronazeit sehr stark ausgeprägt.
- Unterschiedlicher Beitrag für die gleiche Leistung.
- Keine Garantieleistung, dann dauert es halt Monate.

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