Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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KlammeKassen

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 15.10.2026 13:32Neuer Vorschlag:
Zur Finanzierung der verfassungswidrigen Unteralimentation, verzichten die Angestellten auf 5% und erhalten im Gegenzug das altbewährte Balkonklatschen.

By the way.
Wäre es ja mal angebracht wenn sich die Gewerkschaft zur Unteralimentation, welche ja bekanntermaßen durch die Übernahme der Tarifabschlüsse letztendlich zur Unteralimentation führte, auch mal äußert.
Thema Abstandsgebot...................... was meint Verdi dazu? Widerspricht die Idee von Verdi, mit einer Einheitsbreitabelle und kaum Abstände in den einzelnen Gruppen der üblichen Gesetzgebung?

Klingt nach einem guten Deal  :D


Ja genau das habe ich auch gedacht.... immer Mindesterhöhungen fordern... das führt logischerweise bei einer inhaltsgleichen Übernahme zu diesem Problem der zu geringen Abstände

KlammeKassen

Zitat von: Bob Kelso in 15.10.2026 14:25"Abstand zu Einkommen aus Mindestlohn und Sozialleistungen wahren"!

Diese Einsicht, also Urteil des Bundesverfassungsgerichts,  zeigt höchstrichterlich: Die Höhe der ausbezahlten Transferleistungen greift weit in die Höhe des Entgeltes, der Besoldung ein.
Manche stellen sich seit Jahren die Frage: Lohnt sich Arbeit?

Wenn du Familienzuschlag haben willst, musst du halt Grundsicherungsempfänger werden  ;).

Dabei redet die Regierung immer davon, dass endlich mehr netto vom Brutto bleiben muss und die fleißigen Menschen in diesem Land belohnt werden müssen

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: KlammeKassen in 15.10.2026 14:44Wenn du Familienzuschlag haben willst, musst du halt Grundsicherungsempfänger werden  ;).

Dabei redet die Regierung immer davon, dass endlich mehr netto vom Brutto bleiben muss und die fleißigen Menschen in diesem Land belohnt werden müssen

Wie schaffen wir jetzt die Überleitung von "fleißigen Menschen" zu Beamten?  :P

Ramirez

Zitat von: daseinsvorsorge in 14.10.2026 19:48Na ja- und das sich der Beamte mit Haut und Haaren an seinen AG verkauft hat. Bislang für die allermeisten eher unkritisch, solange die Kohle/Versorgung stimmt.

Aber was passiert, wenn wir Regierungen bekommen, deren Anweisungen man als beamter - ggf. Auch nach remonstration - erfüllen muss- auch wenn sie menschenverachtend erscheinen ?  Aber das wird schon nicht passieren.
Warum Mutmaßungen anstellen. Ist doch erst vor 4-6 Jahren passiert, macht die Masse der Beamten brav alles mit ohne zu murren. Es braucht dazu nur ein paar kleine Erleichterungen gegenüber der Restbevölkerung.

Ramirez

Zitat von: KlammeKassen in 15.10.2026 13:39Weiterbezahlung bei langfristiger Erkrankung
Keine Pflegekosten für die Kinder von Beamten ist auch ganz nett.

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: KlammeKassen in 15.10.2026 14:42Klingt nach einem guten Deal  :D


Ja genau das habe ich auch gedacht.... immer Mindesterhöhungen fordern... das führt logischerweise bei einer inhaltsgleichen Übernahme zu diesem Problem der zu geringen Abstände

Hierzu gibt es auch einen aktuellen Artikel im Staatsanzeiger, der diese Problematik aufzeigt.
Zusammengefasst:
Überproportionale Mindestbeträge in den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes führen in den unteren Entgeltgruppen zu überproportionalen Gehaltserhöhungen, wodurch das verfassungsrechtlich verankerte Leistungsprinzip im Beamtensystem ausgehöhlt wird. Diese Stauchung des Besoldungsgefüges verringert die finanziellen Abstände zwischen den Qualifikationsstufen und kollidiert zunehmend mit den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Mindestalimentation

D-x

Zitat von: KlammeKassen in 15.10.2026 13:29Nichtdestotrotz ist ja aber der Aussage nichts entgegen zu stellen, dass es dann ein absoluter Witz wäre. Es wird hier ja immer ein Vergleich gezogen zwischen den Personen, die dieselbe Aufgabe ausführen/ausfüllen. Dass da eine Demotivation stattfindet, wenn der Kollege mit deutlich mehr netto nach Hause geht, obwohl er das selbe macht, dürfte klar sein oder nicht?

Da sind wir doch aber wieder beim Thema: Auch wenn ich den Punkt nachvollziehen kann (und selbst kein Beamter bin), es sind nunmal andere Systeme mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten. Es ist schlicht nicht das Ziel, bei Beschäftigten die Familie in irgendeiner Form mit zu berücksichtigen oder zu versorgen. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen und können es in diesem Moment auch einfach nicht ändern. Dass die Bezahlung dann eine andere ist, ist nicht unlogisch.

Ob den Beamten für ihre als besser wahrgenommene Bezahlung vermeintlich oft genug etwas von ihren Pflichten abverlangt wird, steht auf einem anderen Blatt.

Bob Kelso

Zitat von: Ramirez in 15.10.2026 20:18Keine Pflegekosten für die Kinder von Beamten ist auch ganz nett.

Pflegeheim: Beihilfe!


Die reinen Pflegekosten (Kategorie 1) – Hier greift die "100%-Zusammenarbeit"

Die reine Pflege kostet 2.600 Euro im Monat. bei insgesamt 4500 Euro 
• Die Pflegeversicherung zahlt bei Pflegegrad 3 sofort einen festen Betrag von 1.319 Euro.
• Es bleiben 1.281 Euro Rest-Pflegekosten übrig.
• Genau hier arbeiten Beihilfe und PKV zusammen: Die Beihilfe übernimmt davon z. B. 70 % (896,70 €) und die private Restkostenversicherung (PKV) die anderen 30 % (384,30 €).
• Ergebnis: Die 1.281 Euro sind für Sie zu 100 % gedeckt. Aus diesem Topf zahlen Sie 0 Euro selbst.

Der Angestellte erhält zur reinen  Pflege: 1319 Euro  ! Den Rest muss in Höhe von 1300 Euro muss der Angestellte ( bei um 1500 Euro Rente! selbst übernehmen; zzgl. zu den komplett selbst zu tragenden Unterbringung und Essenskosten.





 

daseinsvorsorge

Zitat von: Bob Kelso in Gestern um 13:41Pflegeheim: Beihilfe!


Die reinen Pflegekosten (Kategorie 1) – Hier greift die "100%-Zusammenarbeit"

Die reine Pflege kostet 2.600 Euro im Monat. bei insgesamt 4500 Euro 
• Die Pflegeversicherung zahlt bei Pflegegrad 3 sofort einen festen Betrag von 1.319 Euro.
• Es bleiben 1.281 Euro Rest-Pflegekosten übrig.
• Genau hier arbeiten Beihilfe und PKV zusammen: Die Beihilfe übernimmt davon z. B. 70 % (896,70 €) und die private Restkostenversicherung (PKV) die anderen 30 % (384,30 €).
• Ergebnis: Die 1.281 Euro sind für Sie zu 100 % gedeckt. Aus diesem Topf zahlen Sie 0 Euro selbst.

Der Angestellte erhält zur reinen  Pflege: 1319 Euro  ! Den Rest muss in Höhe von 1300 Euro muss der Angestellte ( bei um 1500 Euro Rente! selbst übernehmen; zzgl. zu den komplett selbst zu tragenden Unterbringung und Essenskosten.


Und soll das jetzt in den Tarifverhandlungen erörtert werden? Mir ist es scheissegal, was Beamte verdienen und wie sie versorgt/gepflegt werden.

Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass es bei uns - und wahrscheinlich auch sonst wo- keine SozialoberinspektorInnen mehr gibt.

Man muss sicherlich darüber diskutieren, in welchen Bereichen Verbeamtung noch notwendig ist. Für mich sind es alle Bereiche, die zur ,,Daseinsvorsorge" gehören.

Welche das sind, muss gesellschaftlich ausgehandelt werden. Und innerhalb dieser Bereiche gibt es dann nur Beamte- nicht dieses Nebeneinander wie heute.

Aber Vorsicht bei Schnellschüssen: bis Mitte der 90 Jahre bei der Bahn alle verbeamtet- keine Streiks möglich. Jetzt sind alle Tarifbeschäftigte und dürfen streiken- und tun dies auch.


XLS

Meine Wünsche:
- keine Mindest - und Sockelbeträge
- 6 Prozent Erhöhung in 24 Monaten, z. B. 2 x 3 Prozent

Weitere Wünsche habe ich an die Steuer - und Sozialpolitik, um mehr Netto vom Brutto zu erzielen, z. B. drastische Kürzungen bei den Sozialleistungen, um Beiträge zu senken. Und die steuerpolitische Berücksichtigung der kalten Progression, um bei einer Entgelterhöhung eine steuerliche Mehrbelastung zu vermeiden.

Luftpumpe40

Nebendiskussionen haben hier keinen Platz. Also zurück zum Thema. Das sind meine Forderungen / Wünsche für die nächste Tarifrunde:

- Nullrunde bis einschließlich 9a
In diesen Entgeltgruppen tummeln sich viele Pfeifen, die Du eigentlich für gar nichts gebrauchen kannst. In einer Gesellschaft, wo sich Leistung auszahlen sollte, darf man solche Lowperformer nicht auch noch mit einem recht guten Gehalt belohnen. Jemand der EG 9a bekommt wird in den seltensten Fällen, eine höhere Vergütung anstreben, weil das ja mit mehr Verantwortung verbunden wäre.

Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten als Ausgleich eine höhere Zulage bekommen. Die Sesselpupser hingegen sollten meiner Meinung nach bis einschließlich 9a leer ausgehen.

- 3 % Gehaltsplus für EG 9b - 12. Ab EG 13 nur 2 % Gehaltsplus
Dadurch ist gewährleistet, dass sich Leistung im öffentlichen Dienst auch auszahlt. Man muss davon weg, dass quasi ungelernte Kräfte, die jeden Tag den gleichen standardisierten Mist machen, gut bezahlt werden.

- Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden
Dies sollte schrittweise erfolgen in den nächsten 3-5 Jahren

- Einheitliche Öffnungszeiten
Das muss in ganz Deutschland gleich sein. Zudem muss der früheste Arbeitsbeginn auch mal geregelt werden und nicht der kommunalen Selbstverwaltung überlassen werden. Ich habe Kinder, um die ich mich nach der Schule kümmern muss. Daher Arbeitsbeginn 6 Uhr, damit man auch früh wieder zuhause sein kann.

- Pflicht, 3 Tage die Woche Homeoffice zu gewähren
Das macht auch jede Verwaltung wie sie lustig ist. Schluss damit, um Verwaltungen attraktiv für junge Menschen + Familie wird.

- Krankschreibung ab dem 3. Tag:
Damit macht man es den Freitagsblaumachern schwerer. Wer häufiger als 5 mal an einem Montag oder Freitag krank ist, dem müsste man entweder Gehalt oder Urlaubstage abziehen, weil das einfach immer so offensichtlich ist, dass diese Menschen nicht krank sind. Ist auch in meiner Verwaltung so, wenn diese Leute am Diensttag wieder fröhlich pfeifend über den Flur traben, als ob nix gewesen wäre. Die Betonung liegt auf traben.

Das wärs dann auch von meiner Seite...