Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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KlammeKassen

Zitat von: daseinsvorsorge in Gestern um 15:53Und soll das jetzt in den Tarifverhandlungen erörtert werden? Mir ist es scheissegal, was Beamte verdienen und wie sie versorgt/gepflegt werden.

Liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass es bei uns - und wahrscheinlich auch sonst wo- keine SozialoberinspektorInnen mehr gibt.

Man muss sicherlich darüber diskutieren, in welchen Bereichen Verbeamtung noch notwendig ist. Für mich sind es alle Bereiche, die zur ,,Daseinsvorsorge" gehören.

Welche das sind, muss gesellschaftlich ausgehandelt werden. Und innerhalb dieser Bereiche gibt es dann nur Beamte- nicht dieses Nebeneinander wie heute.

Aber Vorsicht bei Schnellschüssen: bis Mitte der 90 Jahre bei der Bahn alle verbeamtet- keine Streiks möglich. Jetzt sind alle Tarifbeschäftigte und dürfen streiken- und tun dies auch.



Wollte die Politik ja eigentlich auch machen. Nur noch verbeamten, wo notwendig.... abwr wenn neue Stellen beim Bund nun geschaffen werden (z.B. Zuckersteuer), geht es offenbar immer nur mit Beamten.

Liegt wahrscheinlich einfach daran, dass sie ERSTMAL günstiger sind und Lars' Kasse ist ohnehin leer.

Da die Kommunen halt doppisch buchen, wissen sie auch, was ressourcengerechtes Buchen ist. Da müssen für Beamte Rückstellungen gebucht werden, weshalb der finanzielle Vorteil nicht mehr so massiv ist.
Mal abgesehen davon, dass es auf kommunaler Ebene kaum Planstellen gibt. Immer ca. nur 10-15 % Beamte pro Behöre im Schnitt

KlammeKassen

Zitat von: XLS in Gestern um 18:44Meine Wünsche:
- keine Mindest - und Sockelbeträge
- 6 Prozent Erhöhung in 24 Monaten, z. B. 2 x 3 Prozent

Weitere Wünsche habe ich an die Steuer - und Sozialpolitik, um mehr Netto vom Brutto zu erzielen, z. B. drastische Kürzungen bei den Sozialleistungen, um Beiträge zu senken. Und die steuerpolitische Berücksichtigung der kalten Progression, um bei einer Entgelterhöhung eine steuerliche Mehrbelastung zu vermeiden.

Vieles richtig, was du sagst und unterstütze ich auch. Leider führen 3 % bei der jetzigen Inflation sogar leider auch noch zu Kaufkraftverlusten.... insbesondere, wenn sie es wirklich nicht hinkriegen, die kalte Progression auszgleichen

KlammeKassen

Zitat von: Luftpumpe40 in Heute um 14:24Nebendiskussionen haben hier keinen Platz. Also zurück zum Thema. Das sind meine Forderungen / Wünsche für die nächste Tarifrunde:

- Nullrunde bis einschließlich 9a
In diesen Entgeltgruppen tummeln sich viele Pfeifen, die Du eigentlich für gar nichts gebrauchen kannst. In einer Gesellschaft, wo sich Leistung auszahlen sollte, darf man solche Lowperformer nicht auch noch mit einem recht guten Gehalt belohnen. Jemand der EG 9a bekommt wird in den seltensten Fällen, eine höhere Vergütung anstreben, weil das ja mit mehr Verantwortung verbunden wäre.

Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten als Ausgleich eine höhere Zulage bekommen. Die Sesselpupser hingegen sollten meiner Meinung nach bis einschließlich 9a leer ausgehen.

- 3 % Gehaltsplus für EG 9b - 12. Ab EG 13 nur 2 % Gehaltsplus
Dadurch ist gewährleistet, dass sich Leistung im öffentlichen Dienst auch auszahlt. Man muss davon weg, dass quasi ungelernte Kräfte, die jeden Tag den gleichen standardisierten Mist machen, gut bezahlt werden.

- Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden
Dies sollte schrittweise erfolgen in den nächsten 3-5 Jahren

- Einheitliche Öffnungszeiten
Das muss in ganz Deutschland gleich sein. Zudem muss der früheste Arbeitsbeginn auch mal geregelt werden und nicht der kommunalen Selbstverwaltung überlassen werden. Ich habe Kinder, um die ich mich nach der Schule kümmern muss. Daher Arbeitsbeginn 6 Uhr, damit man auch früh wieder zuhause sein kann.

- Pflicht, 3 Tage die Woche Homeoffice zu gewähren
Das macht auch jede Verwaltung wie sie lustig ist. Schluss damit, um Verwaltungen attraktiv für junge Menschen + Familie wird.

- Krankschreibung ab dem 3. Tag:
Damit macht man es den Freitagsblaumachern schwerer. Wer häufiger als 5 mal an einem Montag oder Freitag krank ist, dem müsste man entweder Gehalt oder Urlaubstage abziehen, weil das einfach immer so offensichtlich ist, dass diese Menschen nicht krank sind. Ist auch in meiner Verwaltung so, wenn diese Leute am Diensttag wieder fröhlich pfeifend über den Flur traben, als ob nix gewesen wäre. Die Betonung liegt auf traben.

Das wärs dann auch von meiner Seite...

 

Vieles nachvollziehbar.

Bei der Krankschreibung läuft das bei uns schon so... wer zu oft ohne Attest fehlt, darf immer ein Attest vorlegen.
Deshalb auch schwachsinnig das vom Gesetz regeln zu lassen, da es eh jeder Arbeitgeber für sich entscheiden kann... und man so nicht alle unter Verdacht stellt.

Homeoffice ist auch so eine Sache. Bei uns gilt "bis 60 %", aber die FÜhrungskraft hat das letzte Wort. Daher oft in jedem Amt anders, manche gar nicht, andere 1 Tag, andere 2 Tage, andere 3 Tage.

So ist es halt auch immer schwierig.....