Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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JahrhundertwerkTVÖD

@tiger.
Leider vermisse ich in der Betrachtung auch noch einen sozioökonomischen Diskurs aufgrund von Gerechtigkeitsdefiziten und demografischen Haushaltsrisiken in Anbetracht der vorhandenen zwei Klassen (Beamte, Angestellte) Systematik, beim gleichen Arbeitgeber.
Auch in Betrachtung der richterlich festgesetzten Mindestalimentation und der sich anbahnenden Haushaltsdefizite.

daseinsvorsorge

Zitat von: BAT in 30.10.2026 10:49Es ist dieser Diskurs, der viel vergiftet. Was soll das?
Es ist doch legitim auf solche Sache hinzuweisen in einem angemessenen Ton.

Was sind für Sie denn Gleichgesinnte?
Wo soll dieser ,,Hinweis" denn hinführen? Zu mehr Geld sicherlich nicht.Vielleicht gibt es bald noch Vergleiche mit Bewohnern in Behindertenwerkstätten oder Gefängnisinsassen, wenn die Vergleiche mit Beamten, Mindestlohn- und Grundsicherungsempfängern nicht mehr ausreichen sollten, die eigene mentale Schieflage wieder ins Lot zu bringen.

BAT

Zitat von: daseinsvorsorge in 30.10.2026 14:15Wo soll dieser ,,Hinweis" denn hinführen? Zu mehr Geld sicherlich nicht.Vielleicht gibt es bald noch Vergleiche mit Bewohnern in Behindertenwerkstätten oder Gefängnisinsassen, wenn die Vergleiche mit Beamten, Mindestlohn- und Grundsicherungsempfängern nicht mehr ausreichen sollten, die eigene mentale Schieflage wieder ins Lot zu bringen.

Nochmals, was sind die Geichgesinnten?


daseinsvorsorge

Zitat von: BAT in 30.10.2026 16:50Nochmals, was sind die Geichgesinnten?


Versuchen Sie mal es zu googeln

Peter Kasimir Brutto

Zitat von: tiger in 30.10.2026 11:45Die synkretistische Amalgamierung der tarifären Postulatsgenese pro 2027 mit der biopolitischen ...

Hör auf uns mit KI Texte vollzureden.
Es geht hier um unsere Zukunft. Entweder einbringen oder schweigen.

Bob Kelso

Zitat von: Peter Kasimir Brutto in 01.11.2026 10:50Hör auf uns mit KI Texte vollzureden.
Es geht hier um unsere Zukunft. Entweder einbringen oder schweigen.

Die synkretistische Amalgamierung der tarifären Postulatsgenese pro 2027 mit der biopolitischen Gouvernementalität des postmodernen Spätkapitalismus evoziert eine signifikante Reallokation sozioökonomischer Disdispositionen innerhalb der intermediären Verhandlungssysteme.

Aleksandra

Zitat von: Flying in 30.10.2026 12:02Ist es das?
Ich fände eine permanante Steigung von 2-2,5% auf Jahre ausgelegt genau das, womit alle am Besten planen können.
Mit Laufzeiten von einem Jahr hat doch keiner ne Planungssicherheit. Die Kommunen wissen nicht um ihre Extrakosten und ich weiß auch nicht, was mich erwartet. Ggf. ärgere ich mich über eine Nullrunde.
Zu Laufzeiten habe ich keine Stellung bezogen. Laufzeiten sind mir auch fast egal, solange das pa stimmt, wobei es einen Risikoaufschlag geben sollte, je länger die Laufzeit ist.
Um es nochmal zu verdeutlichen:
3% auf 12 Monate, 6% auf 24 M. oder 7,5% auf 30 M. ist mir alles gleich recht, weil es nahezu* identisch ist.

*nahezu: Natürlich sind 6% auf 24 Monate minimal weniger als zwei mal 3,0%, aber darüber sehen wir einfach mal hinweg ;)
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Flying

Zitat von: Aleksandra in 02.11.2026 10:01Zu Laufzeiten habe ich keine Stellung bezogen. Laufzeiten sind mir auch fast egal, solange das pa stimmt, wobei es einen Risikoaufschlag geben sollte, je länger die Laufzeit ist.
Um es nochmal zu verdeutlichen:
3% auf 12 Monate, 6% auf 24 M. oder 7,5% auf 30 M. ist mir alles gleich recht, weil es nahezu* identisch ist.

*nahezu: Natürlich sind 6% auf 24 Monate minimal weniger als zwei mal 3,0%, aber darüber sehen wir einfach mal hinweg ;)

Stimmt natürlich - war eher auf dein alles unter 3% ist eine Katastrophe bezogen.

Ich sehe das anders, wenn man die Verhandlungen einfach langfristiger planen würde. Wenn man auf 60 Monate am Ende ein + von 12,5% hat finde ich das absolut in Ordnung und wäre damit völlig fein.
Die Inflation variiert und kann dann mal drüber oder drunter liegen, aber alle wissen am 01.05 (als Beispiel) bekomme ich 2,5% mehr - die Kommunen wissen ebenfalls, dass sie zum 01.05. jährlich Mehrausgaben haben.
Hinzu kämen die eingesparten Gehälter der ganzen Verhandler und was man erstmal am Lachs sparen würde, ist vermutlich gar nicht in Zahlen messbar.

Aleksandra

Zitat von: Flying in 02.11.2026 10:51Ich sehe das anders, wenn man die Verhandlungen einfach langfristiger planen würde. Wenn man auf 60 Monate am Ende ein + von 12,5% hat finde ich das absolut in Ordnung und wäre damit völlig fein.
Wären dann knapp unter 2,39% per annum (1,0239^5 = 1,12535). Das fände ich jetzt auf einen so langen Zeitraum hin nicht ausreichend. Das ist ja was ich meinte: je länger die Laufzeiten, desto höher müssen die Risikoaufschläge sein. Keiner weiß in diesen ungewissen Zeiten wohin sich die Inflation in den kommenden Jahren noch entwickelt. Schon gar nicht bei solch einem sinkenden Tanker wie der Bundesrepublik, die in nahezu allen Zukunftstechnologien hinterherhinkt und ihre strategische Abhängigkeit von externen Ressourcen nicht in den Griff bekommt. Verhandlungsergebnisse über einen solch langen Zeitraum müssen daher immer ein kleines bisschen mehr on top bei den Prozentzahlen liefern. Sonst sind sie für die Beschäftigten zu risikoreich. Und es ist ja offenkundig leider nicht so, dass nach schlechten Jahren (Tarifrunden mit Ergebnissen unter der Inflation) es dann bei den nachfolgenden Ergebnissen einen Aufschlag gäbe, um vergangene Reallohnverluste aufzufangen. Ich wünschte es gäbe so etwas, aber leider muss ich feststellen, dass dem nicht so ist.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Flying

Zitat von: Aleksandra in 02.11.2026 15:48Wären dann knapp unter 2,39% per annum (1,0239^5 = 1,12535). Das fände ich jetzt auf einen so langen Zeitraum hin nicht ausreichend. Das ist ja was ich meinte: je länger die Laufzeiten, desto höher müssen die Risikoaufschläge sein. Keiner weiß in diesen ungewissen Zeiten wohin sich die Inflation in den kommenden Jahren noch entwickelt. Schon gar nicht bei solch einem sinkenden Tanker wie der Bundesrepublik, die in nahezu allen Zukunftstechnologien hinterherhinkt und ihre strategische Abhängigkeit von externen Ressourcen nicht in den Griff bekommt. Verhandlungsergebnisse über einen solch langen Zeitraum müssen daher immer ein kleines bisschen mehr on top bei den Prozentzahlen liefern. Sonst sind sie für die Beschäftigten zu risikoreich. Und es ist ja offenkundig leider nicht so, dass nach schlechten Jahren (Tarifrunden mit Ergebnissen unter der Inflation) es dann bei den nachfolgenden Ergebnissen einen Aufschlag gäbe, um vergangene Reallohnverluste aufzufangen. Ich wünschte es gäbe so etwas, aber leider muss ich feststellen, dass dem nicht so ist.

Ich habe jetzt auch nur von mir gesprochen und natürlich kann man die Zahlen meinetwegen auch gerne nach oben anpassen.
Ich finde diese kurzen Zeiträume in Sachen Planungssicherheit für alle Seiten tatsächlich schwierig.

Es ist aber ohnehin nur ein Wunschdenken, da beide Seiten ja dann wenig Raum hätten, um ihre Argumente loszuwerden und über die andere Seite zu meckern.

JahrhundertwerkTVÖD

Ein Mittel wäre die automatische Anpassung an die Inflationsrate.
So, wie die Politiker dies auch für sich abgestimmt haben.

Dann wäre das Thema Geld erstmal aus den Verhandlungen raus und die Gespräche können sich um wichtige Themen und Punkte drehen, welche seit Jahrzehnten nicht behandelt werden.
Alle zwei oder 3 Jahre können sich die Verhandlungspartner treffen und verhandeln
z.B. Differenzierung der Eingruppierungen, nach tatsächlichem Bedarf, Ausbildung, Verantwortung
Gewinnung von qualifizierten Fachkräften im IT, Ingenieur und den technischen Bereichen auch im Vergleich zu den Eingruppierung von Verwaltungsmitarbeiter und zu den eigenen kommunalen Tarifverträgen (TV-V)
Dies nur als Beispiel. Im Pflegebereich gibt es vermutlich ähnliche Probleme.

Der Standard Verwaltungsmitarbeiter wird immer mehr durch Digitalisierung und KI verdrängt. Nach TVÖD wird dieser aber noch relativ gut vergütet.

MoinMoin

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Gestern um 15:02Ein Mittel wäre die automatische Anpassung an die Inflationsrate.
So, wie die Politiker dies auch für sich abgestimmt haben.
Korrekt,
dumm nur das ich dann weniger als jetzt verdienen würde.

heiner123

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Gestern um 15:02Ein Mittel wäre die automatische Anpassung an die Inflationsrate.
So, wie die Politiker dies auch für sich abgestimmt haben.

Dann wäre das Thema Geld erstmal aus den Verhandlungen raus und die Gespräche können sich um wichtige Themen und Punkte drehen, welche seit Jahrzehnten nicht behandelt werden.
Alle zwei oder 3 Jahre können sich die Verhandlungspartner treffen und verhandeln
z.B. Differenzierung der Eingruppierungen, nach tatsächlichem Bedarf, Ausbildung, Verantwortung
Gewinnung von qualifizierten Fachkräften im IT, Ingenieur und den technischen Bereichen auch im Vergleich zu den Eingruppierung von Verwaltungsmitarbeiter und zu den eigenen kommunalen Tarifverträgen (TV-V)
Dies nur als Beispiel. Im Pflegebereich gibt es vermutlich ähnliche Probleme.

Der Standard Verwaltungsmitarbeiter wird immer mehr durch Digitalisierung und KI verdrängt. Nach TVÖD wird dieser aber noch relativ gut vergütet.

Hört sich an sich gut an mit der Anpassung an die Inflationsrate. Ist leider verboten. https://www.beck-aktuell.de/heute-im-recht/rechtsprechung/lag_koeln_7sla56725-preisanpassungsklausel-arbeitsvertraege-nichtigkeit-2026-07-08

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 19:12Korrekt,
dumm nur das ich dann weniger als jetzt verdienen würde.

Auch diese Fälle wird und kann es geben.
Wer sagt dass nicht genau diese Fälle in den Verhandlungsrunden besprochen und/oder angepasst werden können?
Auch kann es theoretisch sein, dass mittels den bisherigen Verhandlungen mehr als die Inflationsrate verhandelt wurde. Hier spricht ebenfalls nichts dagegen dies in den dann stattfindenden Verhandlungsrunden anzupassen.

Mir ging es lediglich darum, nicht alle 2 oder 3 Jahre darüber diskutieren zu müssen und die Kapazitäten auf andere und wichtige Punkte zu lenken.

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: heiner123 in Heute um 07:14Hört sich an sich gut an mit der Anpassung an die Inflationsrate. Ist leider verboten. https://www.beck-aktuell.de/heute-im-recht/rechtsprechung/lag_koeln_7sla56725-preisanpassungsklausel-arbeitsvertraege-nichtigkeit-2026-07-08

Die Tarifvertragsparteien können m.E alles vereinbaren! Es ist eine Frage der Gestaltung.
Mit Hinweis auf die automatischen Diätenerhöhungen ist vieles möglich. Dort scheint es ja auch rechtlich zu funktionieren