Pauschale Beihilfe oder PKV mit Öffnungsklausel

Begonnen von Ente, 05.08.2026 18:51

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Ente

Hallo,
ich (Mitte 30) habe die Zusage, im Oktober verbeamtet zu werden. Mein Bundesland bietet die pauschale Beihilfe an. Daher steht bei mir die Entscheidung zwischen Beihilfe + PKV bzw. pauschaler Beihilfe mit der freiwilligen GKV an.

Ich bin bei der Wahl sehr unentschlossen, da ich mehrere Vorerkrankungen/Diagnosen habe. Ich würde definitiv nur über die Öffnungsklausel in eine PKV eintreten können. Mein Medikament kostet einen guten fünfstelligen Betrag im Jahr. Hinzu kommen regelmäßige Vorstellungen in einer Spezialambulanz.

Nehme ich die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung in Anspruch, zahle ich fast den Höchstsatz, da die zukünftige Besoldung nicht mehr weit entfernt von der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze wäre. Darüber hinaus würden noch Beiträge auf Kapitalerträge anfallen. In der GKV besteht natürlich auch das Risiko, dass Leistungen weiter gekürzt werden, wobei das in der Beihilfe wohl auch passieren kann, denke ich. Die Pflegeversicherung zahlt man vollständig allein, aber wohl reduziert (1,8 %).

Der Beitrag in der PKV wäre wahrscheinlich trotz des zu erwartenden Risikozuschlags von 30 % noch etwas niedriger. Gleichzeitig habe ich große Angst, dass die Beihilfe und/oder PKV etwas aus meiner Therapie nicht übernehmen. Davon abgesehen müsste ich natürlich immer mit hohen Summen in Vorkasse gehen. Sollte ich im Alter doch mal Teilzeit in Anspruch nehmen müssen, ändert sich auch die Beitragshöhe nicht entsprechend.

Ich wurde bereits an die debeka verwiesen, da die anderen PKV-Anbieter in der Öffnungsaktion wohl schlechter sein würden. Soweit ich das mitbekommen habe, hat die debeka aber wohl auch sehr hohe Beiträge mittlerweile.

Ich weiß, es ist eine individuelle Entscheidung, aber wenn jemand Hinweise hat, ob die Tarife aus der Öffnungsaktion zumindest all das abdecken, was auch die GKV übernehmen würde bzw. ob die PKV in meinem Fall überhaupt sinnvoll wäre oder jemand konkrete Vorschläge/Erfahrungen für einen Anbieter im Rahmen der Öffnungsklausel hat, wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße

Buggula

Hast du schon mal die tarifbedingungen B der debeka durchgelesen? Dann weißt du was der Tarif abdeckt. (Ich kann es dir nicht sagen, weil ich die von dir angesprochenen Diagnosen nicht kenne)

Kannst ja mal deinen Arzt Fragen, ob er dich schlechter behandeln müsste, wenn du in Zukunft Beihilfe und Debeka hast. (Hat aber bissle was von ,,Bock zum Gärtner machen")

Du hast schon einiger der Nachteile der Beihilfe/PKV aufgezählt. Hmm. Alternativ bleibst in der GKV und nimm die pauschale Beihilfe. Mit dem System bist du doch in der Vergangenheit gut gefahren.

Und keiner weiß was die Zukunft bringt.

Warnstreik

Wenn du eh absehbar die Beitragsbemessunggrenze reißt, dann werden Kapitalerträge irrelevant für die GKV.