amtsangemessene Alimentation in Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 08.09.2026 17:32

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Robertbob

Zitat von: WernerWillsWissen in Gestern um 11:24@MrKillefitz91

Der einzige Vorteil des Beamten scheint die Pension, aber da lässt sich der FM bestimmt auch noch eine tolle jährliche Abschmelzung einfallen.
Wo siehst du den Vorteil bei den pensionierten Beamten?

Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in Gestern um 12:16Wo siehst du den Vorteil bei den pensionierten Beamten?
Er meint die vermutlich die Pension in Relation zur Rente.

Schneewitchen

Es bleibt weiterhin dabei: Wer in NRW als Beamter zumindest besoldungstechnisch weiterkommen will, der muss Leistung erbringen. Dies allerdings nicht im Büro...!

Ob sich ein DH mit einer solchen grundlegenden Interpretation des Leistungsprinzips dauerhaft aber einen Gefallen tut,  sei einmal dahingestellt.....

WernerWillsWissen


Finanzer

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 13:36Es bleibt weiterhin dabei: Wer in NRW als Beamter zumindest besoldungstechnisch weiterkommen will, der muss Leistung erbringen. Dies allerdings nicht im Büro...!

Och, da geht das auch. Durch die hohe Homeofficequote ist man dort zu den passenden Zeiten sehr ungestört  8)

Rheini

Bei welchen Behörden? Suche noch .....

Robertbob

Zitat von: WernerWillsWissen in Gestern um 13:55Genau.
Auf meine Pensionierung freue ich schon seit meinem 10 Lebenjahr. ;D

Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in 24.09.2026 17:08Einfach ein paar Zahlen ohne Erklärung hinter ein ander zu  hängen,  ist für mich u verständlich.

Zitat von: AR76 in Gestern um 11:02Genau richtig geschrieben. Schade, dass man diesen Herrn nicht persönlich oder gar politisch dafür zur Verantwortung ziehen kann.
Frech ist es auch, dann einen Gruppenleiter in den Landtag zu schicken und nicht mal den Arsch in der Hose zu haben, sich persönlich für diesen Witz eines Gesetzes zu verantworten.

Man kann nur dazu rufen, weiterhin brav Widersprüche einzulegen und für den Fall, dass die Vergangenheit besoldet beschieden wird, klagen. Auch wenn es wie bei mir in der Kommune gegen selbige geht, die gar nichts für dieser grottigen Erguss selber kann.

Verachtenswert ist es, dass der FM in seiner Kaltschnäuzigkeit die Vorgaben des BVerfG nach eigener Zielrichtung einfach umgestaltet, um auf das gewünschte Ergebnis zu kommen.

Noch mehr bringt es mich auf, wenn er dann auch noch durch seine subalternen Kräfte bewusste Falschaussagen zu den Auswirkungen des geplanten Gesetzes verbreiten lässt.

Das alles ist insgesamt genau das Gegenteil von Wertschätzung den Beamten gegenüber.

Selbstverständlich ist das alles ab einer bestimmten Besoldung zu verschmerzen. Umgekehrt ist das aber auch bis zu einer bestimmten Besoldung eben schmerzhaft. So oder so geht es aber nicht darum, für welche Besoldungsgruppen dieses Machwerk schmerzhafte Auswirkungen hat.

Es geht darum, dass wir alle in der Mehrzahl, treu unseres Eides, täglich unseren Dienst gewissenhaft verrichten. Umgekehrt haben wir einen verfassungsmäßigen Anspruch auf eine angemessene Besoldung.

Dieser "Deal" wird seit vielen Jahren seitens der Politik im hohen Maße in Frage gestellt. Der vorläufige Höhepunkt dieser Missachtung unserer Ansprüche liegt jetzt in Form dieses unsäglichen Entwurfes vor.

Hier jetzt mal im Kontext die aktuelle personelle Entwicklung aus meinem dienstlichen Umfeld: Bei uns wandern derzeit auffallend viele Kollegen zu anderen Behörden ab, viele davon zu Bundesbehörden mit Standort NRW.

Aktuell wurde jetzt kommuniziert, dass die freiwerdenden Stellen nicht mehr vollständig neu besetzt werden. Das ist das gute Recht des Dienstherrn. Dies führt aber zu einer weiteren Arbeitsverdichtung bei dem verbleibenden Personal. Selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass bei geringerem Personalbestand weiterhin das gleiche Arbeitsvolumen in  gleicher Bearbeitungszeit abgewickelt wird.

Weshalb erzähle ich das? - Nun, das zeigt m.E. das die DH bei der Einforderung von Leistung sehr kompromisslos und selbstverständlich ihren Beamten gegenüber fordernd auftreten und auch eben erwarten, dass diese Forderungen weitgehend erfüllt werden.

Wir dürften das wohl alle schon erfahren haben. Immer neue Anforderungen aus der Politik müssen in den Verwaltungen umgesetzt werden, vorzugsweise mit dem vorhandenen Personal. Die Anforderungen an das Personal steigen andauernd. Das alles ist für die DH eine Selbstverständlichkeit.

Umgekehrt fehlt es den DH an jedem Verständnis dafür, dass dieses Personal, was jeden Tag irgendwie auf allen Ebenen des öD den Laden am Laufen hält, hierfür auch eine angemessene (d.h. verfassungsgemäße) Besoldung erwartet.

Die Krux an der Sache ist eben, dass wir keine unmittelbare Möglichkeit haben, uns gegen solche kreativen Besoldungsreformen wie jetzt für NRW angedacht, wehren können. Widersprüche und Klagen sind unser Mittel uns gegen derartige Entwicklungen zu wehren. Diese wirken aber nicht unmittelbar. Klagen gegen das Gesetz, welches jetzt wohl verabschiedet wird, werden erst in Jahren verhandelt.

In der Zwischenzeit sind wir zur ordnungsgemäßen Abwicklung unserer dienstlichen Obliegenheiten verpflichtet.

Was also sollte bei dieser Konstellation den jeweils aktuellen DH hindern, uns so abzuspeisen, wie es aktuell hier in NRW passiert? Man verpasst seinen Beamten einen sprichwörtlichen Schlag ins Gesicht und darf weiterhin mindestens 100 % Einsatz der Betroffenen einfordern.

Wenn dann in einigen Jahren eine richterliche Korrektur erfolgt, dann fallen nur Nachzahlungen für die Kläger und für die Beamten an, die einen regelmäßigen Widerspruch geschrieben haben. Zudem haben nach Jahren in der Regel andere Politiker diese Auswirkungen auszubaden.

Mit dem Wissen um dieses Prinzip fällt es jedem Politiker relativ leicht, in seiner Amtszeit auf Kosten der Beamten zu sparen.

Ich würde mir wünschen, dass mich im nächsten Jahr mal auf der Straße ein Wahlkämpfer der CDU anspricht. Der wird von mir dann zumindest mal eine sachgerechte Begründung dafür bekommen, weshalb die CDU mit Sicherheit meine Stimme nicht bekommt. Die Stimme meiner Frau und meiner wahlberechtigten Kinder werden der CDU leider auch verloren gehen.

Und nein, so singulär denke ich nicht. Ich habe auch noch andere, gute Gründe, weshalb die CDU auch in NRW für mich nicht (mehr) wählbar ist. Diese Besoldungsreform hat mich nur zusätzlich in meiner Auffassung bestärkt. Alles andere gehört nicht hierher.


Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in Gestern um 14:08Auf meine Pensionierung freue ich schon seit meinem 10 Lebenjahr. ;D

Dein damaliger Berufswunsch war demnach nicht "Feuerwehrmann" sondern "Pensionär"? Du hast also Deinen beruflichen Werdegang vom Ende aus gedacht. Das ist mit 10 Jahren ein sehr weiser Denkansatz. Respekt  ;D  ;) !

Henri74

Ist nicht heute die Frist für die Verbändeanhörung vorbei?
Gibt es bereits Stellungnahmen zum Gesetzentwurf, die man lesen könnte? Hat der Richterbund sich geäußert? Weiß jemand was?

Schneewitchen

Zitat von: Finanzer in Gestern um 13:56Och, da geht das auch. Durch die hohe Homeofficequote ist man dort zu den passenden Zeiten sehr ungestört  8)

Hier sind übrigens manche Bundesbeamten, zumindest lt. Bild-Zeitung, eindeutig im Vorteil, da diese Kollegen offenbar weltweit ihre Home-Office-Dienste verrichten können.

Am Strand von Bali kann man bei Sonnenauf- oder untergang bestimmte Leistungen noch besser erbringen als im heimischen Arbeitszimmer...... ;) 

Schneewitchen

Zitat von: Henri74 in Gestern um 14:30Ist nicht heute die Frist für die Verbändeanhörung vorbei?
Gibt es bereits Stellungnahmen zum Gesetzentwurf, die man lesen könnte? Hat der Richterbund sich geäußert? Weiß jemand was?

Stimmt! Anhörung sollte heute eigentlich beendet sein. Ich habe noch nichts gehört. Mit meiner augenblicklich sehr fatalistischen Grundhaltung behaupte ich aber auch einfach mal, dass es letztlich egal ist. Diese Anhörung ist nichts anderes als Folklore. Der FM nimmt alle kritischen Äußerungen zur Kenntnis und wird dann den Entwurf unverändert in das Gesetzgebungsverfahren leiten. Sollte es anders kommen, so würde ich mich doch sehr wundern.


BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 14:31Hier sind übrigens manche Bundesbeamten, zumindest lt. Bild-Zeitung, eindeutig im Vorteil, da diese Kollegen offenbar weltweit ihre Home-Office-Dienste verrichten können.

Am Strand von Bali kann man bei Sonnenauf- oder untergang bestimmte Leistungen noch besser erbringen als im heimischen Arbeitszimmer...... ;) 

HO am Strand klingt hervorragend.  8)  Ich sollte sofort in die Stellenausschreibungen der BIMA schauen. 
Danke für den wertvollen Hinweis.

Schneewitchen

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Gestern um 14:38HO am Strand klingt hervorragend.  8)  Ich sollte sofort in die Stellenausschreibungen der BIMA schauen. 
Danke für den wertvollen Hinweis.

Gerne! Dienen war und ist meine Bestimmung... ;D

Rheini

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 14:23Selbstverständlich ist das alles ab einer bestimmten Besoldung zu verschmerzen. Umgekehrt ist das aber auch bis zu einer bestimmten Besoldung eben schmerzhaft. So oder so geht es aber nicht darum, für welche Besoldungsgruppen dieses Machwerk schmerzhafte Auswirkungen hat.

Aus meiner Sicht ist es nicht zu verschmerzen.

Natürlich wird mit höheren Besoldungsgruppen unwahrscheinlicher, Mitte des Monats kein Brot mehr kaufen zu können.

Allerdings habe ich mich in meinem Leben angestrengt mehr zu bekommen, als nur das Mindeste. Wenn mir mein DH das jetzt vorenthät und mir weniger gibt, vorenthält er mir meine Lebensgestaltung die ich mir vorher und andauernd erarbeitet habe.

Mit 80zig oder nach meinem Tod, kann ich es nicht nachholen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vorher mein Leben, evtl. im Bürgergeldbezug, ganz anders geniessen können.

Und um es auf die Spitze zu treiben besch..t mich ja der DH nicht nur um meine Besoldung, sondern auch um die Zinsen und ZinsesZinsen.

Wer das als Lapalie ansieht, kann ja gerne mal ne Excel Tabelle anlegen.

P. S. Wenn vor 2026 Jahren jemand einen Euro zu normalen Zinsen angelegt hätte, hätte der Erbe heute mehr Geld, als der gute Elon ...., der Erbe des Beamten immer noch nur diesen einen Euro.