amtsangemessene Alimentation in Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 08.09.2026 17:32

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Robertbob

Die Ergebnisse der Pisa Studie, 8800 fehlende Lehrkräfte in NRW, in Zukunft nach dieser Besoldungserhöhung sicher noch mehr. Was soll uns das sagen?

Max_Muster

Zitat von: Robertbob in Heute um 08:47Die Ergebnisse der Pisa Studie, 8800 fehlende Lehrkräfte in NRW, in Zukunft nach dieser Besoldungserhöhung sicher noch mehr. Was soll uns das sagen?
Das soll uns sagen, dass Bildungspolitik und deren Wertschätzung am unteren Ende angelangt ist. Aber wer weiß, vielleicht geht es noch weiter abwärts, denn das dachten wir schon oft.
Offensichtlich ist Bildungspolitik ein Bereich, der so wertlos ist, dass es ok ist Immobilienmaklerinnnen oder was die Resterampe sonst noch so bereit hält als Ministerinnen einzusetzen.
Da wundern wir uns noch, dass die Lehrer:innen es nicht im Alleingang schaffen das Ruder rumzureissen. Nicht umsonst verzeichnet dieser Beruf die meisten Überstunden und einen extrem hohen Stand an Personen mit Burnout. Wir schaffen es immer seltener den Aufgaben gerecht zu werden und dem massiven Mangel entgegenzuwirken.

Schneewitchen

Zitat von: JayBrak in Heute um 07:28Bei der ganzen negativen Sichtweise auf den DH, könnte man sich ja auch fragen, dass das vllt. auch nur Menschen sind, die versuchen einen möglichst guten Job zu machen. Die leider Politik und Gesetze in einer Zeit machen müssen, in denen die Prognosen auf Wohlstandsverlust stehen. Die mit vielen großen Gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind und nicht die finanziellen Mittel besitzen, um diese zu lösen. Politiker die zum Teil mit Problemen konfrontiert sind, die sie nicht verursacht haben.

Hier tun ja manche so, als würden diese Einschränkungen und möglichst minimalen Umsetzungen erfolgen, weil jemand bewusst versucht die Beamten auszunehmen, einfach aus einer Laune heraus.

Für mich sagt der Gesetzentwurf eines: Man versucht in dem vorgegebenen gesetzlichen Rahmen zu bleiben und dabei mininale Kosten für die klammen Kassen zu verursachen.

Das kann man durchaus inhaltlich als falsch sehen und sich eine andere Priorisierung wünschen. Aber wieso man deshalb auf die Idee kommt, dass hier irgendwer versucht irgendwen zu "verarschen", das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Sorry, das kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen.

Sicherlich ist der FM nicht irgendwann zu der Überzeugung gekommen, er müsse der Beamtenschaft im Land mal so richtig ans Leder gehen.

Ich glaube aber schon, dass er die zu Beginn der Arbeiten die Devise ausgegeben hat, dass das Ergebnis so kostengünstig wie möglich ausfallen muss.

Aus dieser Warte heraus ist festzustellen, dass seine Mitarbeiter sicherlich einen guten Job gemacht haben. Soweit ist das, für sich genommen, zunächst legitim.

Speziell der Regierung Wüst darf man auch zugute halten, dass sie in ihrer Zeit die Tarifabschlüsse stets zeit- und wirkungsgleich übernommen hat.

Wenn man den Blick aber weitet, so stellt man fest, dass man uns immer als Element der Haushaltskonsolidierung herangezogen hat, wenn es denn beliebte. Keine Regierung der Vergangenheit hatte diesbezüglich Skrupel.

Ja, ohne Zweifel sind die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart groß. Das Land braucht daher um so mehr eine gute Politik auf allen Ebenen. Diese Politik will auch umgesetzt werden. Dafür gibt es uns. Es ist also nicht sehr schlau, wenn man gerade in diesen Zeiten genau bei dieser Berufsgruppe wieder den Rotstift ansetzt und damit Signale der Geringschätzung versendet, wo Wertschätzung sicherlich angebrachter währe.

Der FM hätte diese Reform auch anders ausgestalten können und hätte damit eine deutlich höhere Rechtssicherheit der Besoldung erreichen können. In dem Falle hätte die Reform deutlich mehr gekostet. Das war nicht das Ziel. Insofern wurde wieder auf unsere Kosten gespart.

Die Unehrlichkeit des FM kennzeichnet sich dadurch, dass der FM bzw. seine Mitarbeiter in der Kommunikation nach außen, dieses Machwerk als allgemeine Besoldungserhöhung darstellt.

Ich habe mir in den letzten Tagen auch schon entsprechende Kommentare im privaten Bereich eingefangen. Das kommt bei den unkundigen Menschen im Land tatsächlich als allgemeine Besoldungserhöhung an.

Diese Kommunikation ist bewußt so gesteuert und macht das Ganze noch schlechter verdaulich. Wenn der FM wenigstens zu seinem Machwerk stehen würde. Er tut es aber nicht und will sich noch ein gutes Marketing verschaffen.

Wenn denn allgemein gespart werden müsste, dann könnten wir uns schwerlich dem ganzen entziehen. Die Personalausgaben im öD sind naturgemäß hoch und damit geht bei jeder Sparrunde der Blick automatisch in diese Richtung.

Es wird aber nicht flächendeckend gespart. Die Ausgaben im öD generell und beim Land NRW steigen beharrlich. Es ist faszinierend, wenn man sieht, welche Unsinnigkeiten völlig unkritisch finanziert werden und die auch grundsätzlich nicht infrage gestellt werden.

Einzig bei dem Teil der Personalausgaben, der sich auf die Berufsgruppe bezieht, die sich nicht wirklich wehren kann, ist dies immer schon anders gewesen.

Nach 36 Dienstjahren habe ich jetzt final mit dem Thema abgeschlossen. Für die restliche Dienstzeit erwarte ich definitiv nichts mehr. Dafür passe ich mein Engagement entsprechend an.

In all der Zeit im öD wurde es mit der Besoldung immer nur schlechter. Es ging immer nur darum, im System zu sparen. Jede Einsparung wurde mit schönen, salbungsvollen Worten begleitet. Das führt dazu, dass ich heute auf das Wort "Wertschätzung" ausgesprochen ungehalten reagiere.

Nein, dieser Entwurf, der sicherlich so auch verabschiedet wird, der ist wieder eine deutliche Geringschätzung eines ganzen Berufsstandes. Wer glaubt, dass damit das Ende der Fahnenstange erreicht sein wird, der ist naiv.

In den nächsten Jahre werden noch weitere "Optimierungen" zu erwarten sein. Es stecken noch viele Sparpotenziale im System.

Das hier ist jedenfalls im Ergebnis traurig und in der Außendarstellung des Entwurfes hochgradig verlogen.

DJ79

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 09:20Sorry, das kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen.

Sicherlich ist der FM nicht irgendwann zu der Überzeugung gekommen, er müsse der Beamtenschaft im Land mal so richtig ans Leder gehen.

Ich glaube aber schon, dass er die zu Beginn der Arbeiten die Devise ausgegeben hat, dass das Ergebnis so kostengünstig wie möglich ausfallen muss.

Aus dieser Warte heraus ist festzustellen, dass seine Mitarbeiter sicherlich einen guten Job gemacht haben. Soweit ist das, für sich genommen, zunächst legitim.

Speziell der Regierung Wüst darf man auch zugute halten, dass sie in ihrer Zeit die Tarifabschlüsse stets zeit- und wirkungsgleich übernommen hat.

Wenn man den Blick aber weitet, so stellt man fest, dass man uns immer als Element der Haushaltskonsolidierung herangezogen hat, wenn es denn beliebte. Keine Regierung der Vergangenheit hatte diesbezüglich Skrupel.

Ja, ohne Zweifel sind die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart groß. Das Land braucht daher um so mehr eine gute Politik auf allen Ebenen. Diese Politik will auch umgesetzt werden. Dafür gibt es uns. Es ist also nicht sehr schlau, wenn man gerade in diesen Zeiten genau bei dieser Berufsgruppe wieder den Rotstift ansetzt und damit Signale der Geringschätzung versendet, wo Wertschätzung sicherlich angebrachter währe.

Der FM hätte diese Reform auch anders ausgestalten können und hätte damit eine deutlich höhere Rechtssicherheit der Besoldung erreichen können. In dem Falle hätte die Reform deutlich mehr gekostet. Das war nicht das Ziel. Insofern wurde wieder auf unsere Kosten gespart.

Die Unehrlichkeit des FM kennzeichnet sich dadurch, dass der FM bzw. seine Mitarbeiter in der Kommunikation nach außen, dieses Machwerk als allgemeine Besoldungserhöhung darstellt.

Ich habe mir in den letzten Tagen auch schon entsprechende Kommentare im privaten Bereich eingefangen. Das kommt bei den unkundigen Menschen im Land tatsächlich als allgemeine Besoldungserhöhung an.

Diese Kommunikation ist bewußt so gesteuert und macht das Ganze noch schlechter verdaulich. Wenn der FM wenigstens zu seinem Machwerk stehen würde. Er tut es aber nicht und will sich noch ein gutes Marketing verschaffen.

Wenn denn allgemein gespart werden müsste, dann könnten wir uns schwerlich dem ganzen entziehen. Die Personalausgaben im öD sind naturgemäß hoch und damit geht bei jeder Sparrunde der Blick automatisch in diese Richtung.

Es wird aber nicht flächendeckend gespart. Die Ausgaben im öD generell und beim Land NRW steigen beharrlich. Es ist faszinierend, wenn man sieht, welche Unsinnigkeiten völlig unkritisch finanziert werden und die auch grundsätzlich nicht infrage gestellt werden.

Einzig bei dem Teil der Personalausgaben, der sich auf die Berufsgruppe bezieht, die sich nicht wirklich wehren kann, ist dies immer schon anders gewesen.

Nach 36 Dienstjahren habe ich jetzt final mit dem Thema abgeschlossen. Für die restliche Dienstzeit erwarte ich definitiv nichts mehr. Dafür passe ich mein Engagement entsprechend an.

In all der Zeit im öD wurde es mit der Besoldung immer nur schlechter. Es ging immer nur darum, im System zu sparen. Jede Einsparung wurde mit schönen, salbungsvollen Worten begleitet. Das führt dazu, dass ich heute auf das Wort "Wertschätzung" ausgesprochen ungehalten reagiere.

Nein, dieser Entwurf, der sicherlich so auch verabschiedet wird, der ist wieder eine deutliche Geringschätzung eines ganzen Berufsstandes. Wer glaubt, dass damit das Ende der Fahnenstange erreicht sein wird, der ist naiv.

In den nächsten Jahre werden noch weitere "Optimierungen" zu erwarten sein. Es stecken noch viele Sparpotenziale im System.

Das hier ist jedenfalls im Ergebnis traurig und in der Außendarstellung des Entwurfes hochgradig verlogen.

Zunächst einmal sind bei den aktuellen Rekordsteuereinnahmen klamme Kassen sicher keine nachvollziehbare Argumentation.
Ferner hätten die Familienzuschläge noch stärker in die Grundbesoldung überführt werden können, so dass alle Beamten profitieren würden, ohne die Notwendigkeit von Mehrausgaben. Auch nach dem neuen Gesetz zahlt NRW immer noch die höchsten Familienzuschläge aller Bundesländer. Warum geht man da nicht ran?

NWB

Wenn die Familienzuschläge in das Grundgehalt überführt werden, wird es pensionswirksam und dann geht das nicht ohne Mehrausgaben.

BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: DJ79 in Heute um 10:10Zunächst einmal sind bei den aktuellen Rekordsteuereinnahmen klamme Kassen sicher keine nachvollziehbare Argumentation.
Ferner hätten die Familienzuschläge noch stärker in die Grundbesoldung überführt werden können, so dass alle Beamten profitieren würden, ohne die Notwendigkeit von Mehrausgaben. Auch nach dem neuen Gesetz zahlt NRW immer noch die höchsten Familienzuschläge aller Bundesländer. Warum geht man da nicht ran?

Vermutlich wartet NRW darauf, einen vom BVerfG auf die Finger zu bekommen. So wird man um eine Erhöhung der Grundbesoldung nicht herumkommen, Wählerstimmen würde es aber auch nicht kosten. Geschmeidig könnte man nämlich die Schuld auf das BVerfG schieben, das bekanntlich mit Richtern besetzt ist, die in den Augen der Bürger Beamte sind, die für ihre eigene Tasche agieren.

Diese Vorgehensweise ist in der Politik keine neue Vorgehensweise.

Reisinger850

Weil d
Zitat von: DJ79 in Heute um 10:10Zunächst einmal sind bei den aktuellen Rekordsteuereinnahmen klamme Kassen sicher keine nachvollziehbare Argumentation.
Ferner hätten die Familienzuschläge noch stärker in die Grundbesoldung überführt werden können, so dass alle Beamten profitieren würden, ohne die Notwendigkeit von Mehrausgaben. Auch nach dem neuen Gesetz zahlt NRW immer noch die höchsten Familienzuschläge aller Bundesländer. Warum geht man da nicht ran?

Weil Optendrenk selbst bzw. seine Frau davon profitiert. Sie gönnt sich die Familienzuschläge während er die allgemeinen Kosten gering hält

Schneewitchen

Zitat von: DJ79 in Heute um 10:10Zunächst einmal sind bei den aktuellen Rekordsteuereinnahmen klamme Kassen sicher keine nachvollziehbare Argumentation.
Ferner hätten die Familienzuschläge noch stärker in die Grundbesoldung überführt werden können, so dass alle Beamten profitieren würden, ohne die Notwendigkeit von Mehrausgaben. Auch nach dem neuen Gesetz zahlt NRW immer noch die höchsten Familienzuschläge aller Bundesländer. Warum geht man da nicht ran?

Weil jede Verlagerung von FamZ in die Grundbesoldung die künftigen Pensionslasten  nach oben treiben würde.

Mittelfristig wird es aber sicherlich eher Tendenzen in der Politik geben, die Pensionslasten zu senken. Das wird mit Sicherheit irgendwann  auf der politischen Agenda stehen.

Mal etwas polemisch: Wenn die Damen und Herren Politiker eine realistische Chance sehen würden, uns alle auf Minijob-Basis mit 45 Stunden in der Woche zu beschäftigen, würden die das auch tun.

Max_Muster

Mich frustriert, dass erst unter großen Versprechungen verbeamtet wird und anschließend genau diese Verbeamtung dazu genutzt wird Personal klein zu halten.
Dann soll der DH eben dazu stehen nur im Ausnahmefall zu verbeamten, denn dann haben wir jederzeit eine faire opt out Möglichkeit, auch nach vielen Dienstjahren noch.

Splex89

Also ich bekomme A7 Stufe 6 (bis dato Mietstufe 2 ), verheiratet 1 Kind. Da ich ab dem 01.01.27 mehr verdienen würde als jetzt (51€ netto)!!, steht mir die Ausgleichszulage nicht zu, korrekt ?

NWB


DJ79

Zitat von: Reisinger850 in Heute um 11:41Weil d
Weil Optendrenk selbst bzw. seine Frau davon profitiert. Sie gönnt sich die Familienzuschläge während er die allgemeinen Kosten gering hält

Wo wohnt er? Nettetal-Lobberich? Ja, dann würde er persönlich profitieren. Aber das sind ja eher Peanuts.

rundmc87

Also ich gehöre zu denjenigen, die von dieser Regelung mit Mietenstufe 2 und 3 Kindern etwas profitieren.


Robertbob

Zitat von: Max_Muster in Heute um 13:03Dann soll der DH eben dazu stehen nur im Ausnahmefall zu verbeamten, denn dann haben wir jederzeit eine faire opt out Möglichkeit, auch nach vielen Dienstjahren noch.
Die Verbeamtung für Lehrkräfte abzuschaffen, hat mal die MP von Schleswig-Holstein Frau Heide Simonis Ende der 90. Jahre versucht. Nach wenigen Jahren und noch viel weniger Lehrkräften in SH hat man dann Anfang der 0. Jahre den Fehlversuch beendet.

LehrerInNRW

Kann mir einer bestätigen, dass ich ab Januar in Mittenstufe II mit 4 Kindern meine Familienzuschläge sinken, Ich habe vor lachen immer Tränen in den Augen, wenn ich mir die neuen Tabellen anschaue und sehe dann nicht mehr so deutlich.

Bekomme ich für die 4 € eine Ausgleichszulage?