Vertrag läuft aus, man hört nichts, AG mitteilen, dass man da bleiben möchte ...

Begonnen von haemmerchen, Gestern um 08:29

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haemmerchen

Moin,

noch 6 Monate und die Befristung endet, man teilte mir mit, dass der Wunsch besteht, mich unbefristet zu übernehmen, aber es kommt nichts, kein Arbeitsvertrag ... ich möchte da in der kleinen Stadtverwaltung ständig bei Vorgesetzten, Personal oder gar Bürgermeisterin "anklopfen".

Nun habe ich die Überlegung, dass ich den Verantwortlichen, letztlich also dem Gemeindevorstand, schriftlich mitteile, dass ich mich hier sehr wohlfühle und ich hier weiterhin arbeiten möchte, ich mich nicht Arbeit suchend melden möchte usw., ohne dass ich mich da aber zum Vollhonk mache.

Gute Idee?

Wie formuliert man das am besten, ohne ins kleinklein zu geraten und dass letztlich auch der GVO entscheiden muss vielleicht?

Normalerweise wird seitens des Personalbereichs eine Beschlussvorlage geschrieben, in der dann sowas steht, dass man empfiehlt, Mitarbeiter X zu übernehmen, da ...

Nun weiß ich aber auch nicht, wie die Haushaltsmittel bestellt sind, was evtl. sonst geplant ist, soll vielleicht einer der vier Azubis genau da übernommmen werden, wo ich tätig bin ...

Was meint ihr bitte?

Dankeschön.

Gruß

Rowhin

Zitat von: haemmerchen in Gestern um 08:29ich möchte da in der kleinen Stadtverwaltung ständig bei Vorgesetzten, Personal oder gar Bürgermeisterin "anklopfen".

Ich weiß, dass das unangenehm ist. Vor ein paar Jahren hätte ich das auch noch nicht gemacht. Es ist aber leider erfahrungsgemäß das Einzige, was hilft. Metaphorisches Messer auf die Brust und Klartext fordern, zumindest vom unmittelbaren Vorgesetzten.

clarion

Doch ich würde einfach bei der Personalabteilung und deinem direkten Vorgesetzten nachfragen und darauf hinweisen, dass Du Dich ohne eine Entfristung wieder bewerben wirst und auch musst.

Organisator

Zitat von: clarion in Gestern um 08:33Doch ich würde einfach bei der Personalabteilung und deinem direkten Vorgesetzten nachfragen und darauf hinweisen, dass Du Dich ohne eine Entfristung wieder bewerben wirst und auch musst.

Und dazu um Erstellung eines Arbeitszeugnisses bitten, welches für die Bewerbungen notwendig ist.

MoinMoin

Und du zum Amt musst (während der Arbeitszeit) und du auch frei bekommst (kein Urlaub/Zeitausgleich), wenn du eine Bewerbungsgespräch hast.

Also einfach mal anschreiben, dass du gerne bleiben möchtest, du aber verpflichtet bist dich in knapp 2 Monaten arbeitssuchend zu melden, wenn du nichts in der Hand hast.

Petar T.

Alles richtig, was bisher zu lesen war. Ich bringe eine weitere Perspektive ein.

Aus Sicht der Behörde, der es in erster Linie um die Aufgabenerfüllung und erst dann um das persönliche Schicksal der Bediensteten geht, sind 6 Monate noch ein langer Zeitraum. Ich persönlich kenne unzählige befristet eingestellte Kollegen, die wenige Tage vor dem Stichtag erst eine Entscheidung erhalten haben, sowohl in die eine als auch die andere Richtung.

In einer halbwegs funktionierenden Verwaltung hat man die befristeten Arbeitsverhältnisse automatisch auf dem Schirm. Der Arbeiteber weiß, dass er eine Entscheidung treffen muss, in die eine oder andere Richtung.

Insofern halte ich eine eigene Initiative für überflüssig. Die Entscheidung, deinen Arbeitsvertrag zu verlängern, wird durch eine schriftliche Motivationsbekundung höchstwahrscheinlich nicht zu beeinflussen sein. Es sind andere Faktoren, die eine Rolle spielen, einige hast du schon genannt. Dem Arbeitgeber ist auch bewusst, dass sich Beschäftigte arbeitssuchend melden müssen, bei Unsicherheit nach anderen Arbeitgebern umsehen und für Termine und Vorstellungsgespräche freigestellt werden müssen. Damit lässt sich kein Druck aufbauen.

Ich würde zuerst das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und erfragen, ob es neue Entwicklungen gibt und wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. Wenn dieser die Fragen nicht beantworten kann, geht es weiter zur Personalabteilung.

TVOEDAnwender

Aus meiner früheren Tätigkeit kenne ich durchaus Fälle, in denen selbst dem direkten Vorgesetzten gar nicht bewusst/bekannt war, dass ein befristetes Arbeitsverhältnis ausläuft. Gerade in größeren Verwaltungen funktionieren Abstimmung und Kommunikation zwischen den Fachbereichen und dem Personalbereich nicht immer reibungslos.
Bei meinem früheren Arbeitgeber wurden die Fachabteilungen vom Personalamt teilweise nicht einmal darüber informiert, dass Kolleginnen und Kollegen gekündigt hatten oder vorzeitig in Rente gingen. Deshalb würde ich mich nicht darauf verlassen, dass der Arbeitgeber die Befristung automatisch auf dem Schirm hat. Eine eigene Nachfrage kann zumindest dafür sorgen, dass das Thema rechtzeitig auf den Tisch kommt.