Heute in der ARD: Thema Beamte, ab 20:15 Uhr u. ab 21 Uhr in "Hart aber fair"

Begonnen von Hortensie, 19.10.2026 16:48

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Warnstreik

Zitat von: BAT in Gestern um 11:53Das Mitarbeiter im öD nur eine Funktion haben, ist oft eine Mär.

Es zumindest ein Argument für eine Kommunalverwaltung einen gewissen Anteil an Beamten zu halten, da man auch einen Krisenstab hat, der bei Notlagen einsatzbereit sein muss. Wenn der dann hier eingeplante Beamte ansonsten Wohngeld bearbeitet, dann ist das halt so.


Als Krisenkräfte sind aber genauso Angestellte Angestellte vorgesehen und eingeplant, das ist kein Beamtenthema.

@Desperado
Ich kenne das eher andersrum, weil ich viele Lehrerfreunde habe. Ich arbeite von 6 bis 2, oder von 9 bis 5 oder wann immer es mir passt, ich habe Feierabend wenn ich nach Hause gehe und bekomme dafür noch mehr Geld. Wenn ich mir anschaue wie Umfangreich alleine eine vernünftige Korrektur einer Geschichtsklausur in der Oberstufe ist, weiß ich wie gut ichs habe. Und das wissen die Lehrer auch und das kann ich mir auch anhören :-)  Aber ich kenne die blöden Sprüche über Lehrer auch, oft ist das aber nur Gefrotzel.

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Zitat von: Desperado in Gestern um 00:54Schlecht bezahlt will ich auch auf gar keinen Fall sagen. Sorry wenn das so rüberkam.

Aber mit dem wie du das öffentliche Bild des Lehrers beschreibst lebst du in einer (sehr sympathischen) Blase. Schon als ich in den 90ern studiert habe bekam ich bei meinen diversen Ferienjobs die Ablehnung des LehrerBerufs zu spüren. In der Zeit kam ja auch der von Teilen gefeierte Spruch des Bundeskanzlers ,,Lehrer sind alle faule Säcke".
Und seit ich im Job bin gibt es mindestens auf jeder zweiten Feier einen Lehrerspruch.

Hmmm... Schwieriges Thema... Muss man sehr differenziert betrachten. Wie in jeder Branche gibt es natürlich auch bei den Lehrern faule Äpfel im Körbchen. ICh selbst (kinderlos) habe daher keine aktuell direkten Themen mit Lehrern, zumindest aus Elternsicht.

Punkt a) aus meiner Schulzeit:
Ich war als Kind schon durchaus etwas frühreif und konnte Menschen durchschauen (habe auch ne Diagnose dafür). Damals gab es viele Lehrer, die den heutigen Vorurteilen gegenüber der Lehrerschaft entsprochen haben. Aber es gab auch Lehrer, bei denen ich damals schon bewundert habe, was die für uns geopfert haben. auch abseits des Unterrichts
Punkt b) Vergleich damals heute:
Heute, so behaupte ich zumindest, waren damals die Kinder besser vorerzogen. Da ich in anderen Bereichen schon seit Jahrzehnten mit Kindern arbeite (Vereinsarbeit), muss ich schon sagen, dass es vor 20 Jahren ein deutlich leichterer Job war. Du bekommst heute nullstens erzogene Kinder vorgesetzt und Eltern, die trotz Ahnungslosigkeit und offenkundigen kognitiven Schwächen alles besser wissen. Da mag ich mir garnicht vorstellen, wie das im Lehrerberuf aufschlägt
Punkt c) Meine aktuellen Lehrer-Erfahrungen:
Ich habe tatsächlich viele Pädagogen in meinem Freundeskreis. Auch da gibt es solche und solche, wie eben überall. Was aber doch auffällt ist das verfallen in die Opferrolle, wenn man darüber spricht, dass die Eingruppierung (unabhängig von der unbestrittenen Wichtigkeit des Lehrerberufs) schon sportlich ist. In Hessen werden bald Grundschullehrer mit dem Eingangsamt A13 versehen. Wenn dann, wie live erlebt, eine Bekannte sich beschwert, dass sie für die Beföderung von A12 auf A13 (was aufgrund der Reform eben bedeutet A13 auf A14) sich darüber aufregt, dass sie für diese Beförderung die Stellvertretung der Stundenplanerstellung übernehmen muss, dann ist das schon bei aller differenzierten Betrachtung schon ein wenig "lehrertypisch", da ich genau einen Pädagogen im Umkreis hab, der das mit "Ist doch geil, klar ists anstrengend, klar ists viel arbeit, aber hey ich mach Sport und Geschi und muss nur 4 Tage dort sein, einen Tag davon nur 2 Stunden und bekomm dafür A14 als Bereichsleiter Sport". Das ist eben die Ausnahme. Man kann leidlich darüber diskutieren, ob die Besoldung von Lehrern dem Ausbildungsniveau und der Verantwortung gerecht wird, wenn man es mit anderen Bereichen im Beamtentum vergleicht. Ein Jurist muss bspw. ein deutlich schwierigeres Studium absolvieren und danach ggf Entscheidungen treffen, die in ihrer Konsequenz deutlich weitreichendere Wirkung haben. Oder aber Polizisten oder Feuerwehrleute, deren Ausbildung nicht zwingend anspruchsvoller ist (sondern nur anders) die aber Tag für Tag ihr Leben aufs Spiel setzen. Das ist halt eine Frage der Perspektive. Und das ist meine subjektive Wahrnehmung: Ich höre Polizisten mit A9 deutlich seltener jammern, als Lehrer mit A12/A13. Und ich will da jetzt auch garnicht werten.
Punkt d): Lehrer verbeamten
ICh bin durchaus der Meinung, dass Lehrer nicht verbeamtet werden müssten. Allerding hat es die Politik und die Gesellschaft geschafft, dass das frühere Familienbild, einer geht arbeiten, der/die andere erzieht erstmal die Kinder durch "Wir gehen beide arbeiten, das Kind kommt mit 1,5Jahren in den Kindergarten" abgelöst wurde. Das hat 2 Konsequenzen. Der Lehrerberuf wird wesentlich wichtiger, um die Erziehung, die früher im Elternhaus stattfand nachzuholen. Und viel wichtiger: Wenn die Lehrer streiken, dann liegt das Land lahm. Da waren früher die Weselsky-Streiks der GDL ein Scheiß dagegen. Ergo: Eine Verbeamtung wäre m.E. unnötig. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung und aufgrund politischen Entscheidung ist die Verbeamtung von Lehrern aktuell sehr sinnvoll geworden.

Punkt e) Warum das ganze:

weiß ich auch nicht. Es gibt Beamte, die der Dienstherr gescheit zu besolden hat. Sollte er einfach mal tun.