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Beschäftigte nach TVöD / TV-L / TV-H => TV-L => Thema gestartet von: Admin am 11.10.2021 14:26

Titel: Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Admin am 11.10.2021 14:26
hier bitte die Diskussion zur Tarifrunde TV-L.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Zuvielverdiener am 11.10.2021 18:58
Dann kann es hier ja nun munter weitergehen mit dem Gejammer über unterbezahlte "Mangelberufe", nicht besetzte oder nicht besetzbare Stellen. Das man da endlich was tun muss. Also Tariferhöhungen bitte nur für "Mangelberufe". Denn die sind unersetzlich! Man soll endlich sich die phantastischen Gehälter aus der Privatwirtschaft in den öffentlichen Dienst übertragen! Also bitte saftige Tariferhöhungen ab EG 9a / 9b und vielleicht noch Zuschläge für besonders wertvolle Tätigkeiten die einen MINT-Studienabschluss voraussetzen. Das dürfte hier wieder das Hauptthema werden.

Die Hetze gegen die Entgeltgruppen 1-8 kann dann auch weitergehen. Der "Bodensatz" aus "jederzeit ersetzbaren Drohnen", die "zu faul zum studieren" sind ist überflüssig und im öffentlichen Dienst unverschämt überbezahlt, also Kürzungen sind angebracht. Wie war das nochmal Stufen 4-6 bei den unteren Entgeltgruppen abschaffen oder so. Oder zumindest Nullrunden für die "Postwagenschubser" trotz Inflation wären doch das wenigste.

Dann wäre da noch das Gejammer über eine Gewerkschaft die in der Tarifrunde nur die Interessen einer "Klientel" vertritt, die natürlich nicht aus den "Mangelberufen" besteht, denn dann wären die ja nicht so entsetzlich unterbezahlt. Eine Gewerkschaft die nur "Sozialismuspauschalen" und Umverteilung im Kopf hat. Folglich gibt es den überbezahlten "Bodensatz".

Vielleicht kommt dann auch wieder mal der Vergleich von Qualifikationen und Abschlüssen, welcher ist wertvoller.

Eventuell wird dann noch mal das Thema Arbeitszeit angesprochen.

Soviel als kleine Vorschau auf die hier zu erwartende Diskussion.

Kurz zusammengefasst: Bitte Kürzungen oder zumindest Nullrunden bei den EG 1-8 ("Ver.di-Klientel") und kräftige Erhöhungen bei den Entgeltgruppen darüber.

Also los, weiter mit immer der gleichen Diskussion.  :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 11.10.2021 19:10
Wusstest ihr dass Bsirske in den Bundestag gewählt wurde?
https://www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/infos-zur-person/frank-bsirske
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 11.10.2021 19:13

Kurz zusammengefasst: Bitte Kürzungen oder zumindest Nullrunden bei den EG 1-8 ("Ver.di-Klientel") und kräftige Erhöhungen bei den Entgeltgruppen darüber.

Also los, weiter mit immer der gleichen Diskussion.  :)

Aus Arbeitgebersicht sind die "Mangelberufe" gut genug bezahlt. Sie sind mit der Personallage durchaus zufrieden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 11.10.2021 20:53
Arbeitszeitverkürzung ist doch klasse. In der freien Zeit können die überbezahlten E6er an der Kasse im Aldi arbeiten  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Der Kanzler am 11.10.2021 22:30
Wusstest ihr dass Bsirske in den Bundestag gewählt wurde?
https://www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/infos-zur-person/frank-bsirske


Die kriegen auch nie genug 🤦🏾‍♂️
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 12.10.2021 14:58
Wusstest ihr dass Bsirske in den Bundestag gewählt wurde?
https://www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/infos-zur-person/frank-bsirske


Die kriegen auch nie genug 🤦🏾‍♂️
...die Grünen sorgen eben gerne für Verjüngung im Parlament... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 12.10.2021 15:01
...die Grünen sorgen eben gerne für Verjüngdummung im Parlament... ;D

Hab das mal sinnvoll bearbeitet...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DerNeue2021 am 12.10.2021 15:11
Also ich bin erst seit August im Öffentlichen Dienst tätig.
Und ich finde der TV-L benötigt mehr Flexibilität, da er verschiedene Berufsgruppen abdeckt.
Zum Beispiel ein Wahlmodel, wie in andern Tarifen, mehr Urlaub, mehr Geld oder eine Verkürzung der Wochen Arbeitszeit (Jährlich wählbar). Und eine 40 Stunden Woche ist mehr als veraltet. Auch durch die Einführung einer WAZ von 36 Stunden würde Positiv für den Bereich sein. Also ich hätte gern weniger Arbeitszeit anstatt der 5% mehr Geld. Ich denke die Gehälter sind soweit in Ordnung, außer die Stufen die sind einfach zu lang, ich denke 2,4,6 Jahre und dann muss auch Schluss sein. Und es muss mehr in Richtung Work-Life-Balance gehen um gute Mitarbeiter zu bekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 12.10.2021 15:26
Ab Februar hast Du ja einen Teilzeitanspruch, mit dem Du Deinen Wunsch realisieren kannst.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 12.10.2021 16:09
Wusstest ihr dass Bsirske in den Bundestag gewählt wurde?
https://www.gruene-bundestag.de/abgeordnete/infos-zur-person/frank-bsirske

Ich wusste zumindest, dass er aufgestellt wurde für/von den Grünen. Wenn man bedenkt welcher Partei er angehört sind die vorangegangenen Tarifabschlüsse eigentlich besonders bitter.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 12.10.2021 16:13
Inwiefern?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 12.10.2021 16:24
Wir hätten alle 1500 € Corona Bonus bekommen sollen  :D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 12.10.2021 16:40
Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 12 Monate betraben.,

Oben stehender Tippfehler steht so in der Haufe online Redaktion von gestern. Oder ist es womöglich doch die Verdi Formulierung die "im Trab" einen 12 Monats-Zeitraum auf 30 Monate zu stecken versucht? 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 12.10.2021 17:36
Inwiefern?

Na weil sich diverse Grüne ja immer wieder verbal so auf die Arbeitnehmerseite schlagen und die grundsätzliche Ausrichtung eher mitte links ist. Wie so oft holt die Poitiker aber die Realität ein wenn sie sehen was in der Kasse (nicht) ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 12.10.2021 17:49
Der einzige Bezug der Grünen ist ihre relative Position weit links davon - ansonsten reihen sie sich halt in die Reihe der Animal Farm-Schweine mit enger geistiger Verwandtschaft: Stalin, Ulbricht, Pol Pot, Kim, Kim, Kim…
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pietclock am 12.10.2021 18:48
Gibt es schon irgendwelche Hinweise darauf was mit der Jahressonderzahlung passieren soll ? Weiteres Abschmelzen wie in den letzten Jahren sprich sog. "einfrieren"? Dagegen spricht aus Verdi Sicht wohl nur, dass es die unteren EG eher trifft, weil sie dort mehr ausmacht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 12.10.2021 20:54
Bis auf Durchhalteparolen dümmlichster Art und einen Verweis auf den 20.10. für "Warnstreiks" ist wirklich nichts passiert Gewerkschaftsintern. Klar, wir wussten vorher um die Position der Arbeitgeber, dass es kein Angebot geben würde und ihre Idee über die Tätigkeitsbeschreibungen/Arbeitsabläufe Geld zu sparen (woran ich nicht glaube).

Jetzt sind Plakate in Druck gegeben worden und die Vertrauensleute vor Ort werden aufgerufen Warnstreiks vorzubereiten, weil die bösen Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt haben.

Nun kommts wohl darauf an möglichst viele für die Warnstreiks zu gewinnen. Dann mal los liebe Freundinnen und Freunde :)

 -das ist doch alles sehr enttäuschend, ich dachte an solchen Verhandlungen wäre mehr dran als 5 alte Heimchen die sich eh schon einig sind- Gruselig
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 13.10.2021 06:10
Inwiefern?

Na weil sich diverse Grüne ja immer wieder verbal so auf die Arbeitnehmerseite schlagen und die grundsätzliche Ausrichtung eher mitte links ist. Wie so oft holt die Poitiker aber die Realität ein wenn sie sehen was in der Kasse (nicht) ist.

Was ist an den Grünen "Mitte"? Eventuell dass Ihre Politik vor allem die Mittelschicht belastet?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: cyrix42 am 13.10.2021 10:10
Ist zwar OT, wollte ich aber zumindest kurz klargestellt sehen: Die Steuerpläne der Grünen belasten in erster Linie die Besserverdiener und nicht die Mitte der Gesellschaft. Hier liegt bei der Verwendung des Begriffs "Mittelschicht" eine Fehlvorstellung vor. Das Median-Nettoäquivalenz-Einkommen lag in Deutschland 2019 bei ca. 23.500€. Als Single entsprach das einem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 36 k€; als zusammen veranlagtes und kinderloses Ehepaar von zusammen ca. 51k€.

Eine Auswertung, was die in den Wahlprogrammen formulierten Steuerpläne der verschiedenen Parteien für verschiedene Einkommenssituationen bedeutet hätten, findet man z.B.: hier: https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2021-was-die-steuerplaene-der-parteien-ihnen-bringen-a-242f3a76-ed9e-4ffc-8747-2b35150425d2
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 13.10.2021 10:16
Inwiefern wäre Politik auf Steuerpläne beschränkt?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: cyrix42 am 13.10.2021 10:18
Jedenfalls dürfte das die direkteste (und am einfachsten bezifferbare) Wirkung der entsprechenden Parteien, sollten sie die Regierung stellen, auf den Geldbeutel des Einzelnen sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 13.10.2021 10:26
Es taugt dennoch nicht als Gegenrede. Vom Tübinger SUV-Aufschlag über die Mietzinspolitik bis hin zum Mindestlohn trifft grüne Politik den Mittelstand. Die Beschränkung auf steuerliche Aspekte ist Augenwischerei.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 13.10.2021 10:37
[...]
Das Median-Nettoäquivalenz-Einkommen lag in Deutschland 2019 bei ca. 23.500€. Als Single entsprach das einem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 36 k€; als zusammen veranlagtes und kinderloses Ehepaar von zusammen ca. 51k€.
 [...]

Ich vermute, dass deine Quelle sich auf die Gesamtzahl der ausgewerteten Einkommen bezieht und diese nicht noch auf Vollzeitäquivalente hoch gerechnet wurden?
Derlei Statistiken kommen einem ja regelmäßig unter und wären bei der Erfassung von Teilzeitbeschäftigungen wesentlich weniger aussagekräftig.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: cyrix42 am 13.10.2021 10:45
Die Zahl sagt aus, was sie auch benennt: Wie viel dem Median-Haushalt netto (heruntergebrochen auf eine einzelne Person, wobei Synergie-Effekte berücksichtigt werden) in Deutschland zur Verfügung steht. 50% der Haushalte haben mehr, 50% weniger zur Verfügung. Den Begriff "Mittelschicht" sollte man doch eher daran koppeln, was die Mitte der Gesellschaft ausmacht -- und nicht z.B. nur den in Vollzeit tätigen Teil dieser betrachten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 13.10.2021 11:17
Klar, kann man machen; Soziologisch alles soweit richtig. Hier in dem Thread geht es aber eigentlich um Tarifverhandlungen und Gehälter und da finde ich die Statistik mit einer Mischung aus Vollzeit, Teilzeit und Transferleistungen jeglicher Art irreführend. Aber war ja auch als OT gekennzeichnet und ich habe da scheinbar einen Subtext vermutet, den du gar nicht zum Ausdruck bringen wolltest.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 13.10.2021 12:52
[...]
Das Median-Nettoäquivalenz-Einkommen lag in Deutschland 2019 bei ca. 23.500€. Als Single entsprach das einem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 36 k€; als zusammen veranlagtes und kinderloses Ehepaar von zusammen ca. 51k€.
 [...]

Ich vermute, dass deine Quelle sich auf die Gesamtzahl der ausgewerteten Einkommen bezieht und diese nicht noch auf Vollzeitäquivalente hoch gerechnet wurden?
Derlei Statistiken kommen einem ja regelmäßig unter und wären bei der Erfassung von Teilzeitbeschäftigungen wesentlich weniger aussagekräftig.


Die Zahl sieht mir etwas zu gering aus. In 2017  (https://www.arm-und-reich.de/verteilung/mittelschicht/ Quelle Institut deutsche Wirtschaft) gehört man als Single zur Mittelschicht wenn man zwischen 1170 und 2920€ Netto verdient. Die aktuellen Zahlen dürften nach oben verschoben liegen.

Die Mittelschicht liegt bei 70%-150% Intervall ums Median.
Daher wird die Behauptung leider Stimmen: die Mittelschicht trift es am härtesten mit den relativen Belastungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 13.10.2021 13:23
Ist zwar OT, wollte ich aber zumindest kurz klargestellt sehen: Die Steuerpläne der Grünen belasten in erster Linie die Besserverdiener und nicht die Mitte der Gesellschaft. Hier liegt bei der Verwendung des Begriffs "Mittelschicht" eine Fehlvorstellung vor. Das Median-Nettoäquivalenz-Einkommen lag in Deutschland 2019 bei ca. 23.500€. Als Single entsprach das einem Brutto-Jahreseinkommen von ca. 36 k€; als zusammen veranlagtes und kinderloses Ehepaar von zusammen ca. 51k€.

Wusste garnicht das höhere Steuern und Abgaben auf Energie vor allem die "Oberschicht" betrifft. Das muss ich mal dem Stromversorger und Heizöllieferanten erklären.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 13.10.2021 14:29
Es taugt dennoch nicht als Gegenrede. Vom Tübinger SUV-Aufschlag über die Mietzinspolitik bis hin zum Mindestlohn trifft grüne Politik den Mittelstand. Die Beschränkung auf steuerliche Aspekte ist Augenwischerei.

Inwiefern trifft ein SUV-Aufschlag die Mittelschicht? Dürfen nur Angehörige der Mittelschicht einen SUV fahren und parken?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Finanzer am 13.10.2021 14:40
@Pädi007: Weil es in Deutschland nur ein begrenzte Menge an möglichen Argumenten für oder gegen etwas gibt.... "aber die arme Mittelschicht / der arme Mittelstand" ist eines davon  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 13.10.2021 14:46
Es taugt dennoch nicht als Gegenrede. Vom Tübinger SUV-Aufschlag über die Mietzinspolitik bis hin zum Mindestlohn trifft grüne Politik den Mittelstand. Die Beschränkung auf steuerliche Aspekte ist Augenwischerei.

Inwiefern trifft ein SUV-Aufschlag die Mittelschicht? Dürfen nur Angehörige der Mittelschicht einen SUV fahren und parken?
Deine Gegenrede würde nur dann taugen, wenn Mittelständler nie oder wenigstens grundsätzlich nicht einen SUV hätten und auf Anwohnerparkplätzen in Tübingen abstellen wollten - denn es träfe mithin auch dann den Mittelstand, wenn andere Schichten in gleichem oder höherem Maße betroffen wären. Wer meint, etwas negatives würde dadurch abgemildert, daß andere ebenso negativ betroffen wären, offenbart einiges über seinen Charakter. Davon ab ließe sich aus den vorhandenen Daten sehr wohl eine überproportionale Betroffenheit der Mittelschicht ableiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 13.10.2021 15:41
Solange die "Mittelschicht" dermaßen weit gefasst ist wird sie bei allem überproportional getroffen werden; wie immer in der Statistik ergibt sich der Sinn erst aus dem Standpunkt des Betrachters.
Während in Hamburg & München Familien dieser Mittelschicht teilw. weniger Fahrzeuge als Familienmitglieder besitzen, dreht sich das in meiner Region fast um (wir selbst haben mehr Fahrzeuge als Fahzeugnutzer). Wir wären also "überproportional" betroffen, wohnen aber nicht in Tübingen und -fast vergesseb- SUV´s haben wir auch nicht, es sei denn der VW Bulli ist jetzt auch nen SUV :)

Könntet ihr mich mal erklären worauf ihr mit eurem OT wollt? Dieses "Mittelstandsgerede" begann als Kohl zum Ende seiner Ära den Zahnärzten aus der FDP gegenüber weich wurde und den Spitzensteuersatz senkte...
Konzentriert euch lieber auf das Thema, ist doch langweilig dieses gejammer.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 13.10.2021 15:47
Es taugt dennoch nicht als Gegenrede. Vom Tübinger SUV-Aufschlag über die Mietzinspolitik bis hin zum Mindestlohn trifft grüne Politik den Mittelstand. Die Beschränkung auf steuerliche Aspekte ist Augenwischerei.

Inwiefern trifft ein SUV-Aufschlag die Mittelschicht? Dürfen nur Angehörige der Mittelschicht einen SUV fahren und parken?
Deine Gegenrede würde nur dann taugen, wenn Mittelständler nie oder wenigstens grundsätzlich nicht einen SUV hätten und auf Anwohnerparkplätzen in Tübingen abstellen wollten - denn es träfe mithin auch dann den Mittelstand, wenn andere Schichten in gleichem oder höherem Maße betroffen wären. Wer meint, etwas negatives würde dadurch abgemildert, daß andere ebenso negativ betroffen wären, offenbart einiges über seinen Charakter. Davon ab ließe sich aus den vorhandenen Daten sehr wohl eine überproportionale Betroffenheit der Mittelschicht ableiten.
Na da hat aber jemand Spaß am Philosophieren! Die Argumentation war doch "grüne Politik - u.a. SUV-Aufschlag - trifft Mittelstand". Deine Replik "...nie oder wenigstens grundsätzlich nicht..." trifft aber doch auf alle anderen Schichten genau so zu - keine hat immer oder nie einen SUV.
Da das ursprüngliche Argument aber gezielt nur auf die Mittelschicht abzielte hast du es ja selbst entkräftet.

Und einen relevanten Rückschluss auf (m)einen Charakter lässt mein Einzeiler nun wirklich nicht zu.

Macht aber Spaß  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 13.10.2021 16:15
Inwiefern träfe etwas, was die Mittelschicht unbestritten trifft, diese nicht mehr, wenn auch andere davon betroffen sind oder wären?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Garfield am 13.10.2021 16:19
Inwiefern träfe etwas, was die Mittelschicht unbestritten trifft, diese nicht mehr, wenn auch andere davon betroffen sind oder wären?

Kein Schwein interessiert eure OT-Babbelei. Hier gehts um den Tarifvertag.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 13.10.2021 16:21
Darfst Du für alle Schweine sprechen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Garfield am 13.10.2021 16:24
Ich bin, wie viele andere Schweine eben auch, fähig den Threadtitel und den Eröffnungspost zu lesen.
Gibt aber auch Dumme unter den Schweinen, die das nicht hinkriegen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 13.10.2021 16:28
Dann beklag Dich doch bei dem, der ursprünglich vom Thema abgeschweift ist. Oder bei dem, der eine OT-Diskussion über OT angefangen hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 15.10.2021 11:41
https://www.welt.de/wirtschaft/article234216226/Beamtenbund-5-Prozent-mehr-sind-keineswegs-unverschaemt.html

Mal abwarten was bei rumkommt...denke nicht, dass es übermorgen schon erste ergebnisse geben wird.

Natürlich nicht. Erst müssen die üblichen Rituale abgearbeitet werden.
  • Kein Angebot von den AG. Eingetroffen!!!
  • Große Empörung bei den Gewerkschaften. Kundgebungen mit martialischen Sprüchen Eingetroffen!!!
  • Erstes Angebot der AG
  • Noch größere Empörung der Gewerkschaften
  • Eintägiger Warnstreik mit martialischen Sprüchen, bedruckten Müllsäcken, Trillerpfeifen, alten Gewerkschaftsliedern und Betonung der großen Kampfbereitschaft.
  • Zweites Angebot der AG
  • Eintägiger Warnstreik mit noch martialischeren Sprüchen, bedruckten Müllsäcken, Trillerpfeifen, alten Gewerkschaftsliedern und Betonung der gewaltigen Kampfbereitschaft.
  • Über Nacht dann - oh Wunder - Bekanntgabe des Verhandlungsergebnisses: „Heute ist ein guter Tag für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes“.
  • lange Gesichter bei den meisten Beschäftigten (vorzugsweise aus den höheren EG) und Austritte aus den Gewerkschaften.

Alles bisher wie erwartet!!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 15.10.2021 15:25
Inwiefern träfe etwas, was die Mittelschicht unbestritten trifft, diese nicht mehr, wenn auch andere davon betroffen sind oder wären?

Kein Schwein interessiert eure OT-Babbelei. Hier gehts um den Tarifvertag.

Einfach nicht mehr füttern oder ignorieren. Derart überirdischer Macht sind wir Normalsterblichen nicht gewachsen. Für die Tarifverhandlungen bleibt zu wünschen, dass für den MINT-Bereich positive Beschlüsse als Ergebnis zu finden sind. Wir bekommen mittlerweile für eine EG 12 keine Ingenieure mehr bei, allenfalls Problembewerber. Bei den "normalen" Stellenn dagegen eine große Bewerberflut. Mittlerweile drängt selbst unsere Leitung auf grundsätzlich bessere Tabellenkonditionen für Ingenieure....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVWaldschrat am 15.10.2021 16:26
Inwiefern träfe etwas, was die Mittelschicht unbestritten trifft, diese nicht mehr, wenn auch andere davon betroffen sind oder wären?

Kein Schwein interessiert eure OT-Babbelei. Hier gehts um den Tarifvertag.

Einfach nicht mehr füttern oder ignorieren. Derart überirdischer Macht sind wir Normalsterblichen nicht gewachsen. Für die Tarifverhandlungen bleibt zu wünschen, dass für den MINT-Bereich positive Beschlüsse als Ergebnis zu finden sind. Wir bekommen mittlerweile für eine EG 12 keine Ingenieure mehr bei, allenfalls Problembewerber. Bei den "normalen" Stellenn dagegen eine große Bewerberflut. Mittlerweile drängt selbst unsere Leitung auf grundsätzlich bessere Tabellenkonditionen für Ingenieure....

Ingenieure bekommen bei uns nur E13, wenn sie Personalverantwortung übernehmen und sich um alle möglichen organisatorischen Themen (wie Ausschreibungen) kümmern. Dass das kein Ingenieur machen möchte, kann ich absolut verstehen, ist aber auch kein Thema der Gewerkschaften, sondern sollte im Interesse der TdL sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 15.10.2021 16:57
Möglich. Wobei ein E13 eben auch nur sehr wenig besser ist (Tabelle) als E12. Anders sieht es schon bei der E13Ü aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die TdL eher den Fokus auf diese höheren Gruppen legen möchte. Hier sind dann eher die Gewerkschaften die Bremser um ihr Klientel hinreichend zu verköstigen. Und da die Mittel eben begrenzt sind, werden wieder die oberen Entgeltgruppen die Dummen sein. Man könnte ja deren Jahressonderzahlung gleich z.B. komplett streichen. Verschiedene Studien zeigen deutlich, dass die mittleren und unteren Entgeltgruppen im Vergleich zur freien Wirtschaft recht vernünftig bezahlt sind, deutlich anders sieht es bei höheren Entgeltgruppen aus. Vielleicht finde ich noch mal den kürzlich gelesenen Fachartikel zu diesem Thema, war recht aufschlussreich....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 15.10.2021 17:15
Möglich. Wobei ein E13 eben auch nur sehr wenig besser ist (Tabelle) als E12. Anders sieht es schon bei der E13Ü aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die TdL eher den Fokus auf diese höheren Gruppen legen möchte. Hier sind dann eher die Gewerkschaften die Bremser um ihr Klientel hinreichend zu verköstigen. Und da die Mittel eben begrenzt sind, werden wieder die oberen Entgeltgruppen die Dummen sein. Man könnte ja deren Jahressonderzahlung gleich z.B. komplett streichen. Verschiedene Studien zeigen deutlich, dass die mittleren und unteren Entgeltgruppen im Vergleich zur freien Wirtschaft recht vernünftig bezahlt sind, deutlich anders sieht es bei höheren Entgeltgruppen aus. Vielleicht finde ich noch mal den kürzlich gelesenen Fachartikel zu diesem Thema, war recht aufschlussreich....
Warum denn die JSZ für die "mittleren Dienstgrade" streichen? Ich bin eher für 100% für alle und fertig. Dass MINT Berufe im Allgemeinen zu schlecht und Bürotätigkeiten zu hoch eingruppiert werden kann aber nicht das Problem des einzelnen Sachbearbeiters/Referenten sein. Ja MINT Berufe grundsätzlich besser eingruppieren, aber wenn die meisten Arbeitgeber nicht wollen ist der Leidensdruck dort offensichtlich nicht groß genug. Warten wir mal Ende des Jahrzehnts ab wenn dann die geburtenstarken Jahrgänge in Rente/Pension gehen und wir uns dann einem Verhältnis von 2:1 Beitragszahler für einen Rentner einstellen können. Dann werden vermutlich wieder andere Fragen in den Fokus rücken.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Zuvielverdiener am 15.10.2021 18:50
Endlich geht es hier wieder gegen die unteren Entgeltgruppen. Der erste Kürzungsvorschlag ist schon da.

Hier sind dann eher die Gewerkschaften die Bremser um ihr Klientel hinreichend zu verköstigen. Und da die Mittel eben begrenzt sind, werden wieder die oberen Entgeltgruppen die Dummen sein. Man könnte ja deren Jahressonderzahlung gleich z.B. komplett streichen. Verschiedene Studien zeigen deutlich, dass die mittleren und unteren Entgeltgruppen im Vergleich zur freien Wirtschaft recht vernünftig bezahlt sind, deutlich anders sieht es bei höheren Entgeltgruppen aus. Vielleicht finde ich noch mal den kürzlich gelesenen Fachartikel zu diesem Thema, war recht aufschlussreich....

Ja da wäre schon mal ein Anfang gemacht, was will die Leute ohne Studium mit der Jahressonderzahlung. Die sollen sich die doch erst einmal mit einem Studium verdienen. Das die mittleren und unteren Entgeltgruppen mal wieder zu gut bezahlt die oberen zu schlecht und eine böse Gewerkschaft denkt wieder mal nur an ihre "Klientel" ist nichts Neues.

Immer die gleiche Leier in diesem Forum.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 15.10.2021 19:02
Das mag vielleicht daran liegen, daß die Zuvielverdiener des verstehenden Lesens offenkundig nicht fähig sind - aber eine funktionale Analphabetenquote wird bestimmt auch da für Beschäftigungssicherung sorgen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 15.10.2021 22:22
Naja die Idee des "herunterstufens" der E8/E9 ist ja nichts neues. Einige verlangen immer höherwertigere Tätigkeiten um überhaupt eine E8/E9 zu bekommen. Auch die Idee E8/E9er durch E5/E6er Einstellungen unter Druck zu setzen scheint gängiger zu werden.

Anstatt über Gehaltserhöhungen zu sprechen kommt es mir immer mehr so vor, als ob es allgemein, aber auch in der Tarifrunde eher darum geht Kosten zu sparen. Und mal im Ernst, nur weil die Jobs in der freien Wirtschaft bei vergleichbaren Tätigkeiten von E8/E9ern deutlich schlechter bezahlt wird sollte man sich nicht annähernd daran orientieren. Und wenn man schon so denkt, dann müsste man die höheren Entgeltgruppen deutlich besser entlohnen, daran hat aber auch keiner ein Interesse.

Der Unterschied der E3 Endstufe vs. E11 Endstufe sind halt "gerade mal" 1150€ Netto. Der eine sortiert die Post und verteilt sie, der andere hat Führungsaufgaben inne, muss rechtlich schwierige Entscheidungen treffen und mitunter in der Erstinstanz auch das Amt alleine vor Gericht vertreten usw.
Das soll nicht heißen, dass der E3er weniger erhalten soll, auf keinen Fall, nur finde ich die Differenz für die doch sehr unterschiedlich wertigen Aufgaben zu gering.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 17.10.2021 11:15

...Der Unterschied der E3 Endstufe vs. E11 Endstufe sind halt "gerade mal" 1150€ Netto. Der eine sortiert die Post und verteilt sie, der andere hat Führungsaufgaben inne, muss rechtlich schwierige Entscheidungen treffen und mitunter in der Erstinstanz auch das Amt alleine vor Gericht vertreten usw.
Das soll nicht heißen, dass der E3er weniger erhalten soll, auf keinen Fall, nur finde ich die Differenz für die doch sehr unterschiedlich wertigen Aufgaben zu gering.


Richtig erkannt. Diese teils recht geringe Differenz für häufig anspruchsvolle Aufgaben und Verantwortung mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad wird zunehmend ein Problem darstellen bei der Besetzung z.B. von IT- und Ingenieurstellen. Wir jedenfalls im eher ländlichen Bereich haben trotz einer EG12 für entsprechende Stellen massiveste Probleme bei der Besetzung. Hauptsächlich drittklassige Bewerber, wenn überhaupt. Was zusätzliche Arbeitsverdichtung für die vorhandenen Kollegen bedeutet.

Es kommen nun auch noch externe Faktoren wie stark steigende Wohnkosten in der Region dazu. Vorteile wie familienfreundliche Arbeitszeitmodelle etc. werden in Ausschreibungen klar benannt. Aber es reicht nicht mehr, manche Stellen werden bereits das 5. Mal auf verschiedenen Wegen ausgeschrieben. Wir brauchen daher auch mehr Bewegung bei der Entgelttabelle für MINTler oder geeignete Instrumente. Befristete Zulagen reichen nicht. Ich selbst erwäge einen Wechsel, sollten die TV-L Ergebnisse schlecht ausfallen. Da ich erst 3 Jahre bei diesem AG bin, sollte die Kündigungsfrist noch nicht zu lange sein, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 17.10.2021 12:14
Der Abschluss in Hessen läßt ahnen,  in welche Richtung es wieder geht:
Einmahlzahlungen
Mindestens 2 Jahre Laufzeit
Keine Angleichung der JSZ
Reallohnverlust (Inflationsbereinigt)

So werden die Probleme garantiert gelöst und qualifiziertes Personal wird sich um die seit Jahren unbesetzten Stellen förmlich reissen.
Ich glaube, da hilft auch kein schöntrinken mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVWaldschrat am 17.10.2021 12:51
Der Abschluss in Hessen läßt ahnen,  in welche Richtung es wieder geht:
Einmahlzahlungen
Mindestens 2 Jahre Laufzeit
Keine Angleichung der JSZ
Reallohnverlust (Inflationsbereinigt)

So werden die Probleme garantiert gelöst und qualifiziertes Personal wird sich um die seit Jahren unbesetzten Stellen förmlich reissen.
Ich glaube, da hilft auch kein schöntrinken mehr.

Und AN unter dem TV-H sind traditionell besser gestellt unter dem TV-L.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 17.10.2021 14:07

...Der Unterschied der E3 Endstufe vs. E11 Endstufe sind halt "gerade mal" 1150€ Netto. Der eine sortiert die Post und verteilt sie, der andere hat Führungsaufgaben inne, muss rechtlich schwierige Entscheidungen treffen und mitunter in der Erstinstanz auch das Amt alleine vor Gericht vertreten usw.
Das soll nicht heißen, dass der E3er weniger erhalten soll, auf keinen Fall, nur finde ich die Differenz für die doch sehr unterschiedlich wertigen Aufgaben zu gering.


Richtig erkannt. Diese teils recht geringe Differenz für häufig anspruchsvolle Aufgaben und Verantwortung mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad wird zunehmend ein Problem darstellen bei der Besetzung z.B. von IT- und Ingenieurstellen. Wir jedenfalls im eher ländlichen Bereich haben trotz einer EG12 für entsprechende Stellen massiveste Probleme bei der Besetzung. Hauptsächlich drittklassige Bewerber, wenn überhaupt. Was zusätzliche Arbeitsverdichtung für die vorhandenen Kollegen bedeutet.

Es kommen nun auch noch externe Faktoren wie stark steigende Wohnkosten in der Region dazu. Vorteile wie familienfreundliche Arbeitszeitmodelle etc. werden in Ausschreibungen klar benannt. Aber es reicht nicht mehr, manche Stellen werden bereits das 5. Mal auf verschiedenen Wegen ausgeschrieben. Wir brauchen daher auch mehr Bewegung bei der Entgelttabelle für MINTler oder geeignete Instrumente. Befristete Zulagen reichen nicht. Ich selbst erwäge einen Wechsel, sollten die TV-L Ergebnisse schlecht ausfallen. Da ich erst 3 Jahre bei diesem AG bin, sollte die Kündigungsfrist noch nicht zu lange sein, oder?

Familienfreundlichkeit, sicherer Arbeitsplatz mit dem der ÖD argumentiert und als Vorteil gegenüber der privaten Wirtschaft verkauft wird ist überholt. Kurzarbeit, Corona Home-Office usw. zeigen doch deutlich, daß man genau so viel Angst haben muss wie im öd.

Eher das Gegenteil. Ist man im öd lang genug dabei, wird es zunehmend schwieriger in der PW Wirtschaft wieder Fuß zu fassen.


Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Nettolohndiskriminierung am 17.10.2021 17:42
Wenn 200.000 angestellte Lehrer um 20% Lohn netto Jahr für Jahr seit 1949 mit bewußter Duldung des dbb diskriminiert werden, sollte das Empörung an allen Stellen hervorrufen. Leider wird das von keiner Interessenvertretung bewußt erwähnt - mit Ausnahme von SchaLL e.V. - schade. Die GEW-Suchmaschine, die ver-di-Suchmaschine und die dbb-Suchmaschine und auch diese Seite kennen das Wort "Nettolohndiskriminierung" noch nicht einmal. Schade. Gleiche Arbeit unter dem gleichen Dach muß auch den gleichen Nettolohn haben - ansonsten kollabiert das System in nachvollziehbarer Selbstgerechtigkeit. Die Hauptforderung muss also die Aufhebung der Nettolohndiskriminierung sein - ohne wenn und aber. Jeglicher Versuch der Exekutive und Legislative den Schwarzen Peter von Land auf den Bund und umgekehrt abzuwälzen, verstärkt die Überzeugung, dass Arroganz und Ignoranz nicht lösungsorientiert sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 17.10.2021 17:48
Liegt vielleicht daran, daß niemand sich für Wortneuschöpfungen von Special Snowflakes interessiert, die sich mal wieder „diskriminiert“ fühlen und dafür ein neues Buzzword suchen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 17.10.2021 17:56
Die Probleme mit den Nachbesetzungen gibt es längst nicht nur im IT Bereich. Selbst normale E9 Stellen in der Verwaltung kann man nur schwer nachbesetzen, Führungspositionen noch schwerer.

Die Corona Krise hat vielmehr gezeigt wie unflexibel viele Bereiche des ÖD sind. Die Familienfreundlichkeit gibt es wenn überhaupt auf dem Papier. In der freien Wirtschaft ist man zumindest in den Verwaltungen deutlich weiter, dass ne Kassiererin nicht ins Homeoffice kann ist klar. Aber selbst Bereiche die geeignet wären, werden außen vor gelassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 17.10.2021 21:12
Wenn 200.000 angestellte Lehrer um 20% Lohn netto Jahr für Jahr seit 1949 mit bewußter Duldung des dbb diskriminiert werden, sollte das Empörung an allen Stellen hervorrufen. Leider wird das von keiner Interessenvertretung bewußt erwähnt - mit Ausnahme von SchaLL e.V. - schade. Die GEW-Suchmaschine, die ver-di-Suchmaschine und die dbb-Suchmaschine und auch diese Seite kennen das Wort "Nettolohndiskriminierung" noch nicht einmal. Schade. Gleiche Arbeit unter dem gleichen Dach muß auch den gleichen Nettolohn haben - ansonsten kollabiert das System in nachvollziehbarer Selbstgerechtigkeit. Die Hauptforderung muss also die Aufhebung der Nettolohndiskriminierung sein - ohne wenn und aber. Jeglicher Versuch der Exekutive und Legislative den Schwarzen Peter von Land auf den Bund und umgekehrt abzuwälzen, verstärkt die Überzeugung, dass Arroganz und Ignoranz nicht lösungsorientiert sind.


Solange angestellte Lehrer nicht eigenständig ihre Interessen vertreten, wird sich daran gar nichts ändern!

Stufengleiche Höhergruppierung und die Einführung von E16 (wie soeben in Hessen) sind absolute Mindestforderungen. Ohne diese Ergebnisse kann sich die GEW vor diesen Mitgliedern auch nicht mehr sehen lassen...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 18.10.2021 00:01
Wenn 200.000 angestellte Lehrer um 20% Lohn netto Jahr für Jahr seit 1949 mit bewußter Duldung des dbb diskriminiert werden, sollte das Empörung an allen Stellen hervorrufen. Leider wird das von keiner Interessenvertretung bewußt erwähnt - mit Ausnahme von SchaLL e.V. - schade. Die GEW-Suchmaschine, die ver-di-Suchmaschine und die dbb-Suchmaschine und auch diese Seite kennen das Wort "Nettolohndiskriminierung" noch nicht einmal. Schade. Gleiche Arbeit unter dem gleichen Dach muß auch den gleichen Nettolohn haben - ansonsten kollabiert das System in nachvollziehbarer Selbstgerechtigkeit. Die Hauptforderung muss also die Aufhebung der Nettolohndiskriminierung sein - ohne wenn und aber. Jeglicher Versuch der Exekutive und Legislative den Schwarzen Peter von Land auf den Bund und umgekehrt abzuwälzen, verstärkt die Überzeugung, dass Arroganz und Ignoranz nicht lösungsorientiert sind.

SchaLL e.V. ?
Gabs  für die nicht mal den Radikalenerlass 😜
Aber mal im Ernst….der Unterschied zwischen verbeamteten und angestellten Kollegen steht bei den Verhandlungen nicht zur Diskussion, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 18.10.2021 10:01
In der GEW geht nach dem Abschluss in Hessen die Angst um - wenn ein entsprechender Abschluss auf TV-L Ebene geschlossen werden würde dürfte ihre Mitgliederzahl nochmal stark sinken.
Von Verdi ist zu hören, dass 3%(auf 20 Monate) "in Ordnung" wäre wenn sie den Sockelbetrag + Einmalzahlung bekommen. Damit würde das Klientel von Verdi "gut" durchkommen.
Etwas gequält erklärte vorhin einer der Gewerkschaftssekretäre der GEW
"wir wollen ja verdi jetzt keine direkte Konkurenz machen..."
Antwort:
"wenn wir uns da anschließen können wir uns auch gleich zurücklehnen und alle anderen machen lassen"

Es herrscht gerade intern sowas wie Stockscharre, verz. Schockstarre :) 

Was sich Verdi dabei denkt kann ich nur mutmaßen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 18.10.2021 11:42
In der GEW geht nach dem Abschluss in Hessen die Angst um - wenn ein entsprechender Abschluss auf TV-L Ebene geschlossen werden würde dürfte ihre Mitgliederzahl nochmal stark sinken.
Von Verdi ist zu hören, dass 3%(auf 20 Monate) "in Ordnung" wäre wenn sie den Sockelbetrag + Einmalzahlung bekommen. Damit würde das Klientel von Verdi "gut" durchkommen.
Etwas gequält erklärte vorhin einer der Gewerkschaftssekretäre der GEW
"wir wollen ja verdi jetzt keine direkte Konkurenz machen..."
Antwort:
"wenn wir uns da anschließen können wir uns auch gleich zurücklehnen und alle anderen machen lassen"

Es herrscht gerade intern sowas wie Stockscharre, verz. Schockstarre :) 

Was sich Verdi dabei denkt kann ich nur mutmaßen.
4% auf 28 Monate sind doch besser als als 3% auf 20 Monate 🤔
Oder mach ich da nen Gedankenfehler?
Mit dem Abschluss wie in Hessen und dem 1000er Coronabonus konnte ich gut mit leben 😊
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 18.10.2021 11:44
Mathelehrer bist du wohl nicht oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 18.10.2021 12:35
Mathelehrer bist du wohl nicht oder?

Definitiv nicht 🙂
Stimmt...3% auf 20 Monate wären besser 😊
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 18.10.2021 15:07
In der GEW geht nach dem Abschluss in Hessen die Angst um - wenn ein entsprechender Abschluss auf TV-L Ebene geschlossen werden würde dürfte ihre Mitgliederzahl nochmal stark sinken.
Von Verdi ist zu hören, dass 3%(auf 20 Monate) "in Ordnung" wäre wenn sie den Sockelbetrag + Einmalzahlung bekommen. Damit würde das Klientel von Verdi "gut" durchkommen.
Etwas gequält erklärte vorhin einer der Gewerkschaftssekretäre der GEW
"wir wollen ja verdi jetzt keine direkte Konkurenz machen..."
Antwort:
"wenn wir uns da anschließen können wir uns auch gleich zurücklehnen und alle anderen machen lassen"

Es herrscht gerade intern sowas wie Stockscharre, verz. Schockstarre :) 

Was sich Verdi dabei denkt kann ich nur mutmaßen.

Was ist mit "wenn wir uns da anschließen" gemeint? wer ist WIR und was ist DA ?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 18.10.2021 15:22
WIR - sind die Gewerkschaftsfunktionäre der GEW
DA - ist die Position von Verdi: 3% auf 20 Monate (Sockelbetrag 100-150€) + Sonderzahlung ist annehmbar und dann muss nicht gestreikt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: neodeo2 am 18.10.2021 15:51
WIR - sind die Gewerkschaftsfunktionäre der GEW
DA - ist die Position von Verdi: 3% auf 20 Monate (Sockelbetrag 100-150€) + Sonderzahlung ist annehmbar und dann muss nicht gestreikt werden.

Ich habe bei mir im Amt und auch bei Nachbars-Ämtern die Kollegen (Angestellten) gefragt, ob die mit streiken gehen würden. Die Antwort war.: ne keine Lust.

Daher bezweifle ich, ob wirklich viele Angestellte streiken gehen würden.

Wie sieht das bei euch aus?

Wie ist den Euer Bauchgefühl, sind die 3% auf 20 Monate realistisch?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 18.10.2021 17:12
Ich verstehe die Irritationen, aber ich weiß auch nicht warum man nur in diesem tradierten Schauspiel zu guten Lohnabschlüssen kommen sollte. Vielmehr erwarte ich eigentlich von meinem AG, dass er mich nicht jahrelang versucht übers Ohr zu hauen. Dass ich für eine Bezahlung auf Höhe des Inflationsausgleichs streiken soll, erschließt sich mir nicht. Wenn der Abschluss so wie beim TV-H analog kommt, ziehe ich meine Schlüsse daraus. Dann ist es eine Minusrunde und keine Nullrunde.
Entweder neuer Job oder Anpassung der Leistung an die entgegengebrachte Wertschätzung. Wie schon erwähnt, wird letzteres bei uns niemand tadeln, da unsere Führungskräfte von dem Beschiss gleichermaßen betroffen und daher ähnlich (de)motiviert sind. Ich würde auch nicht zu einem Streik mitgehen, weil ich einfach ein Mindestmaß an Wertschätzung (hier Inflationsausgleich) erwarte.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Der Kanzler am 18.10.2021 19:19
Sehe ich auch so...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 18.10.2021 20:11
Warnstreiks gehören zur gewerkschaftlichen Folklore. Sie sind die Begleitmusik zu den Verhandlungsrunden. Bewirken tun sie nix. Sie wecken die Illusion der Partizipation des einfachen Mitglieds. Erzwingungungsstreiks hat es im TV-L noch nie gegeben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 18.10.2021 21:19
Entsprechend des Ergebnisses des TV-H rechne ich mit den gleichen Prozent-Erhöhungen nur jeweils ein bis zwei Monate früher, dafür mit weniger Umfang der Einmalzahlungen. Ich hörte Mal etwas von einer stärkeren Erhöhung der Stufe 6: würde das zugunsten der neuen EG16 gestrichen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 18.10.2021 23:29
EG16 finde ich eh etwas seltsam.
Dürfte nicht soviele betroffen sein die eine höhere Stellenbewertung haben als eine E15, aber bei der  es gleichzeitig nicht für die E15Ü reicht.

Dabei fällt mir ein:
Ist die stufengleiche Höhergrupperung gekommen oder hatte TV-H das schon ?

Edit:
Und ich beantworte meine eigene Frage:
Nur in Hessen gibt es seit 2017 eine stufengleiche Höhergruppierung. Dadurch verlieren engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr Verantwortung übernehmen und deshalb befördert werden, nicht mehr ihre Erfahrungsstufe. Vielmehr profitieren die hessischen Beschäftigten uneingeschränkt von ihrer Beförderung. Leistung lohnt sich damit in Hessen mehr als in den anderen Ländern.
Quelle: https://innen.hessen.de/Presse/Deutliche-Verbesserungen-fuer-45000-Tarifbeschaeftigte

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.10.2021 05:35
Ich finde es seltsam, daß Du denkst, jemand könne in E15ü eingruppiert werden. Die Entgeltgruppe war schließlich nur durch Überleitung zu erreichen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 19.10.2021 06:33
Wie viele E15er gibt es denn überhaupt? Bei uns keinen Einzigen und auch in anderen Ämter ist mir keiner bekannt. Vielleicht gibt es ja welche in den Ministerien aber da sind die Angestellten im "höheren Dienst" ja eh meist AT bezahlt, sofern es dort überhaupt welche gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.10.2021 06:40
Im Bereich der Länder sind es etwa 18.000.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 19.10.2021 07:22
Dann sind die aber sehr ungleichmäßig verteilt?!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 19.10.2021 09:57
Edit:
Und ich beantworte meine eigene Frage:
Nur in Hessen gibt es seit 2017 eine stufengleiche Höhergruppierung. Dadurch verlieren engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr Verantwortung übernehmen und deshalb befördert werden, nicht mehr ihre Erfahrungsstufe. Vielmehr profitieren die hessischen Beschäftigten uneingeschränkt von ihrer Beförderung. Leistung lohnt sich damit in Hessen mehr als in den anderen Ländern.
Quelle: https://innen.hessen.de/Presse/Deutliche-Verbesserungen-fuer-45000-Tarifbeschaeftigte
Wusste nicht, dass man via mehr Verantwortung höhergruppiert wird.
Das ist doch eher die Ausnahme, dass das eine Änderung bei der Verantwortung eine HG bewirkt.
IdR gibt es eine HG, weil jemand einfach nur höherwertige Arbeiten verrichten darf.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 19.10.2021 10:28
Ich finde es seltsam, daß Du denkst, jemand könne in E15ü eingruppiert werden. Die Entgeltgruppe war schließlich nur durch Überleitung zu erreichen.

Naja schlicht aus dem Grund, das aktuell 5 15Ü Stellen ausgeschrieben sind :

siehe:  https://imgur.com/a/rTQrn8b

Und ich leite aus diesen Ausschreibungen ab, dass die PErson welche in der Bewerbung ausgewählt wird, auch eine 15Ü bekommt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.10.2021 10:31
Ob jemand E15ü bekommt, ist unbeachtlich. Hinsichtlich der Eingruppierung ist es schlicht so, wie ich ausgeführt habe.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Fragmon am 19.10.2021 10:43
In der Ausschreibung steht:

für EG15Ü TV-L ist eine einzelvertragliche Vereinbarung erforderlich. Entgelt gemäß §19 Absatz 3 TVÜ-Länder.

Somit nehmen sie die EG15Ü nur als Grundlage für eine AT Bezahlung. Es handelt sich somit nicht mehr um eine Eingruppierung sondern einzelvertragliche Gehaltsvereinbarung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 19.10.2021 12:38
Verglichen mit dem TVöD ist das hessische Ergebnis aber besser...die sind ja richtig gelackmeiert mit ihren 3,2% auf 28 Monate
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 19.10.2021 15:50
Es gab im letzten Jahr einen linearen Anstieg oberhalb der (u.a. wegen Mehrwertsteuersenkung) Inflation. In diesem Jahr gab es bereits einen linearen Anstieg. Insofern wäre es objektiv sinnvoller, 2020/2021 im Paket zu betrachten. Über das sich ergebende Delta, kann man dann sicher redlich reden. Es wird kein 4 oder 3 vor dem Komma haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.10.2021 22:29
Wichtig wäre dass das TV-L Ergebnis diesmal besser ist als das vom TVöD, um die Lücke zu schließen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 00:19
Welche Lücke?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.10.2021 07:11
Die Lücke in der Höhe der Bezahlung. Sind ja gigantische 50-100€ monatlich Brutto im EG Vergleich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 07:18
Da der TV-L in einigen Entgeltgruppen/Stufen bessere und in anderen schlechtere Vergütung als der TV-L vorsieht, sehe ich derlei nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Stefan35347 am 20.10.2021 08:45
Da der  TV-L in einigen Entgeltgruppen/Stufen bessere und in anderen schlechtere Vergütung als der TV-L vorsieht, sehe ich derlei nicht.

Aufschlussreich
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 20.10.2021 08:47
Die Lücke in der Höhe der Bezahlung. Sind ja gigantische 50-100€ monatlich Brutto im EG Vergleich.

Lücke ist Lücke...wären bei 100 Euro brutto immerhin ca. 2% bei mir.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 20.10.2021 09:06
da es im TVöD keine Lehrer gibt, gibt es auch keine Lücke zu Lehrern. ;-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pakart am 20.10.2021 09:09
da es im TVöD keine Lehrer gibt, gibt es auch keine Lücke zu Lehrern. ;-)

Schonmal was von Musikschullehrern gehört?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 09:14
Oder die Lehrer an kommunalen Schulen in Bayern.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 20.10.2021 09:48
Musikschullehrer EG9. Und irgendwelche Randgruppen in Bayern taugen auch nicht als Vergleich. Da gibt es ja mit Abstand mehr Privatschullehrer (die überwiegend schlechter bezahlt werden).
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 20.10.2021 10:31
Musikschullehrer EG9. Und irgendwelche Randgruppen in Bayern taugen auch nicht als Vergleich. Da gibt es ja mit Abstand mehr Privatschullehrer (die überwiegend schlechter bezahlt werden).

Es gibt eine Lücke zwischen TVöD und TVL-Beschäftigten...unabhängig davon wie viele Lehrer davon nun betroffen sind. Und 100 Euro Brutto sind nun mal um die 2%.
TVL Angestellte hinken der Lohnentwicklung bei Kommunenangestellten hinterher...oder irre ich mich?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 20.10.2021 10:56
Wie Spid geschrieben hat, kann man das so pauschal nicht sagen. Einige Entgeltgruppen und darin die Stufen sind mal höher und mal niedriger als im TVöD. Kannst du ja auf der Seite www.oeffentlicher-dienst.info Mal schauen, wenn du dir die Entgelttabellen für den TVL und TVöD 2021 anzeigen lässt. Es kann natürlich individuell für dich zutreffen, aber pauschal lässt sich das nicht sagen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 20.10.2021 11:33
Die Bezahlung der kommunalen Beschäftigten war schon zu BAT-Zeiten besser und hat sich auch im TV-L/TVöD weiter gehalten. (z.B. gab es anfangs keine Stufe 6 ab EG 9 aufwärts). Das war aber keine Schlechterstellung der Landesbeschäftigten, sondern eine bewusste Besserstellung der Kommunen, um Standortnachteile auszugleichen. Der Hochsauerlandkreis oder die Uckermark brauchen auch qualifizierte Beschäftigte.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 11:40
Auch dies ist in dieser Pauschalität hinsichtlich der aktuellen Situation unzutreffend. Man kann hier auf der Website doch unter der Analyse der jeweiligen Entgelttabelle die Entgelttabellen der Tarifverträge miteinander vergleichen. Und da ergibt sich nunmal ein heterogenes Bild.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 20.10.2021 11:59
Also wenn ich jetzt mal E11 Stufe 5 im TVL und TVöD vergleiche, dann sind das 100 Euro und es wären brutto bei E11 Stufe 5 um die 2%
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 20.10.2021 12:06
Also wenn ich jetzt mal E11 Stufe 5 im TVL und TVöD vergleiche, dann sind das 100 Euro und es wären brutto bei E11 Stufe 5 um die 2%

Es gibt aber auch noch andere EGs und Stufen ::) Kapier es halt endlich. Manchmal ist der TV-L höher, Manchmal der TVÖD...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 12:07
Lehrer halt…
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: breadfan am 20.10.2021 12:36
Moin,

Ich bin neu hier und fange am 1.11. im TV-L an der Uni in SH an zu arbeiten.

Kurze Frage: warum wird so hart gegen die E1-E8 gehated? Ich werde als gelernte Fachkraft (Ausbildung) auch in dieser Kategorie eingestuft und habe nicht das Gefühl, überbezahlt zu werden. In der freien Marktwirtschaft hätte ich mit wesentlich schlechteren Arbeitsbedingungen ein ähnliches, wenn auch knapp niedrigeres Gehalt, was allerdings im Verhältnis zum Job und den Arbeitszeiten sowie geleisteten Überstunden lächerlich wenig war.

Liebe Grüße
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Admin am 20.10.2021 12:36
Manchmal ist der TV-L höher, Manchmal der TVÖD...

https://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/bund/a/2021/a/vergleich.tv-l-2021.j.html
Jahressummen. Positive Zahlenwerte = TVöD ist höher
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Doso am 20.10.2021 12:44
Moin,

Ich bin neu hier und fange am 1.11. im TV-L an der Uni in SH an zu arbeiten.

Kurze Frage: warum wird so hart gegen die E1-E8 gehated?

Es wird nicht gegen die Menschen "gehated" die hier eingestuft sind. Es wird die Tatsache kritisiert das die Gewerkschaften diese Entgeltgruppen besonders im Fokus haben, z.B. durch Mindestbeträge, niedrigere Kürzungen wenn was zusammen gestrichen wird wie die Jahressonderzahlung und sowas.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 12:46
Moin,

Ich bin neu hier und fange am 1.11. im TV-L an der Uni in SH an zu arbeiten.

Kurze Frage: warum wird so hart gegen die E1-E8 gehated? Ich werde als gelernte Fachkraft (Ausbildung) auch in dieser Kategorie eingestuft und habe nicht das Gefühl, überbezahlt zu werden. In der freien Marktwirtschaft hätte ich mit wesentlich schlechteren Arbeitsbedingungen ein ähnliches, wenn auch knapp niedrigeres Gehalt, was allerdings im Verhältnis zum Job und den Arbeitszeiten sowie geleisteten Überstunden lächerlich wenig war.

Liebe Grüße

Was soll „gehated“ sein? Ist das wieder so ein wokes Special Snowflake Gedöns? Und wo wäre diese freie Marktwirtschaft?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: breadfan am 20.10.2021 12:57

Die Hetze gegen die Entgeltgruppen 1-8 kann dann auch weitergehen. Der "Bodensatz" aus "jederzeit ersetzbaren Drohnen", die "zu faul zum studieren" sind ist überflüssig und im öffentlichen Dienst unverschämt überbezahlt, also Kürzungen sind angebracht. Wie war das nochmal Stufen 4-6 bei den unteren Entgeltgruppen abschaffen oder so. Oder zumindest Nullrunden für die "Postwagenschubser" trotz Inflation wären doch das wenigste.

Dann wäre da noch das Gejammer über eine Gewerkschaft die in der Tarifrunde nur die Interessen einer "Klientel" vertritt, die natürlich nicht aus den "Mangelberufen" besteht, denn dann wären die ja nicht so entsetzlich unterbezahlt. Eine Gewerkschaft die nur "Sozialismuspauschalen" und Umverteilung im Kopf hat. Folglich gibt es den überbezahlten "Bodensatz".

Kurz zusammengefasst: Bitte Kürzungen oder zumindest Nullrunden bei den EG 1-8 ("Ver.di-Klientel") und kräftige Erhöhungen bei den Entgeltgruppen darüber.

Zum einen das hier und zum anderen der Post direkt darunter. Gehated ist ein Anglizismus und bedeutet so viel wie dass gelästert, oder schlecht gesprochen wird.

Freie Marktwirtschaft aka Restaurant, Gastronomie. Da sind die Gehälter wirklich nicht gut und die Arbeitszeiten auch nicht. Der TV-L bietet mir da endlich eine Möglichkeit, mein Leben zu strukturieren und mich auf meine neu gegründete Familie zu konzentrieren, ohne unregelmäßig Frei zu haben und regelmäßig von 10:00 Morgens bis 23:00 Abends unterwegs zu sein, ab 8 Stunden oft auch unbezahlt und unterbezahlt sowieso. Wenn man als Souschef (stellvertretender Küchenchef) eines gehobenen Restaurants unter 3000€ brutto nach Hause geht mit Verweis auf Trinkgeld, macht man sich schon Gedanken um seine Rente.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 13:07
Also wokes Special Snowflake Gedöns.

Freie Marktwirtschaft ist ein Wirtschaftssystem. Was Du meinst, ist möglicherweise die Privatwirtschaft, also die Gesamtheit der privatrechtlich organisierten Wirtschaftsteilnehmer in Abgrenzung zum öffentlichen Dienst als der Gesamtheit der öffentlich-rechtlich organisierten Arbeitgeber.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 20.10.2021 13:09

Zum einen das hier und zum anderen der Post direkt darunter. Gehated ist ein Anglizismus und bedeutet so viel wie dass gelästert, oder schlecht gesprochen wird.

Freie Marktwirtschaft aka Restaurant, Gastronomie. Da sind die Gehälter wirklich nicht gut und die Arbeitszeiten auch nicht. Der TV-L bietet mir da endlich eine Möglichkeit, mein Leben zu strukturieren und mich auf meine neu gegründete Familie zu konzentrieren, ohne unregelmäßig Frei zu haben und regelmäßig von 10:00 Morgens bis 23:00 Abends unterwegs zu sein, ab 8 Stunden oft auch unbezahlt und unterbezahlt sowieso. Wenn man als Souschef (stellvertretender Küchenchef) eines gehobenen Restaurants unter 3000€ brutto nach Hause geht mit Verweis auf Trinkgeld, macht man sich schon Gedanken um seine Rente.

Wo ist jetzt dein Problem? Selbst bei einer Nullrunde bist du im Vergleich noch gut bezahlt und hast bessere Bedingungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 20.10.2021 13:40
Manchmal ist der TV-L höher, Manchmal der TVÖD...

https://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/bund/a/2021/a/vergleich.tv-l-2021.j.html
Jahressummen. Positive Zahlenwerte = TVöD ist höher

Diese Übersicht gibt's auch für TVöD VKA 2021 vs. TV-L 2021:

https://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/vka/a/2021/a/vergleich.tv-l-2021.j.html 

Edit: Gilt für die Westkommunen. Mit Korrektur / Abzug der Jahressonderzahlung Ost gibt es keine Übersicht. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 20.10.2021 14:39
Der Unterschied ist ja minimal! Erstaunlich dass hier deswegen immer so gejammert wurde bei den Tarifabschlüssen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kara am 20.10.2021 14:50
Es gab im letzten Jahr einen linearen Anstieg oberhalb der (u.a. wegen Mehrwertsteuersenkung) Inflation. In diesem Jahr gab es bereits einen linearen Anstieg. Insofern wäre es objektiv sinnvoller, 2020/2021 im Paket zu betrachten. Über das sich ergebende Delta, kann man dann sicher redlich reden. Es wird kein 4 oder 3 vor dem Komma haben.

Geht es bei Tariferhöhungen darum +/- 0 gegenüber einer gegebenen Inflation in der Tasche zu haben ??? Wie kann man dieses unterirdische Ergebnis noch versuchen schön zu reden, nur weil sie meinen alles über dem Inflationssatz der letzten Jahre wäre ein gutes Ergebnis? Im Gegenteil, die Beschäftigen haben immer weniger in der Tasche und sollten endlich auf dem Niveau der Beamtenbesoldung bezahlt werden! Es geht hier mindestens darum den Standard zu halten und nicht zu sagen, im letzten Jahr war alles super, also regt euch nicht auf, wenn das Ergebnis heute weit unter der momentanen Inflation liegt...! Wir leben im hier und heute!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 20.10.2021 14:52
... und sollten endlich auf dem Niveau der Beamtenbesoldung bezahlt werden!

Dann sollten die Beamten aber auch die Vorteile der Tarifbeschäftigten übertragen bekommen.

Also --> Luftschloss.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 20.10.2021 15:00
Der Unterschied ist ja minimal! Erstaunlich dass hier deswegen immer so gejammert wurde bei den Tarifabschlüssen?

Zum Teil können das auch mal Brutto 2500-3000€/Jahr sein. Das gibt schon einen ganz schönen Urlaub ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 20.10.2021 15:25
Die Bezahlung der kommunalen Beschäftigten war schon zu BAT-Zeiten besser und hat sich auch im TV-L/TVöD weiter gehalten. (z.B. gab es anfangs keine Stufe 6 ab EG 9 aufwärts). Das war aber keine Schlechterstellung der Landesbeschäftigten, sondern eine bewusste Besserstellung der Kommunen, um Standortnachteile auszugleichen. Der Hochsauerlandkreis oder die Uckermark brauchen auch qualifizierte Beschäftigte.

Ich wusste gar nicht, dass der TVöD nur "auf dem Dorf" gilt.

In Ballungszentren wechseln die Leute fröhlich zwischen Land und Kommune hin und her. Das Land kann immer nur mit besseren Bewertungen der Stellen wenn überhaupt mithalten. Im den Entgeltgruppen bis E9 ist die Abwanderung besonders groß.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.10.2021 15:28
Geht es bei Tariferhöhungen darum +/- 0 gegenüber einer gegebenen Inflation in der Tasche zu haben ???
Ja.

Im Gegenteil, die Beschäftigen haben immer weniger in der Tasche
Das ist nicht ganz korrekt, erstaunlicherweise hatte wir in den letzten 10 Jahren Reallohnzuwachs im "Einklang mit der Gesamtwirtschaft"
https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/gehaltsentwicklung-4.png
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 20.10.2021 16:05
... und sollten endlich auf dem Niveau der Beamtenbesoldung bezahlt werden!

Dann sollten die Beamten aber auch die Vorteile der Tarifbeschäftigten übertragen bekommen.

Also --> Luftschloss.

Welche Vorteile konkret wären das und warum streben dann z.B. viele angestellte Lehrer eine Verbeamtung an?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 20.10.2021 16:24
Welche Vorteile konkret wären das und warum streben dann z.B. viele angestellte Lehrer eine Verbeamtung an?

zunächst einmal
Vertragspartner auf Aufgenhöhe statt Befehlsempfänger und Bezahlung nach übertragenen Aufgaben und nicht nach übertragenem Amt. Damit einhergehend klar umrissenes und vereinbartes Aufgabengebiet und nicht wie bei Beamten: machen, was der Dienstherr gerade lustig findet.
und dazu
einfachere Wechselmöglichkeiten des Arbeitsplatzes, Streikrecht, weniger Arbeitszeit usw usw usw.

Bei den angesprochenen angestellten Lehrern vermute ich mal die Kurzsichtigkeit, die das vermeintliche Einkommensplus in den Mittelpunkt stellt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 20.10.2021 16:29
Warum nehmen dann offensichtlich viele Beamte die Zumutungen einer Verbeamtung überhaupt auf sich? Es gibt doch viele andere Möglichkeiten wie z.B. eine öffentliche Anstellung....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 16:38
Bei den angestellten Lehrern ist es tatsächlich so, daß ziemlich viel Beamtengedöns in deren Sonderregelungen eingebracht wurde. Sie haben so ziemlich das Schlechteste aus zwei Welten. Sie stehen aber auch nicht für ihre Interessen ein - häufig deshalb, weil sie Dich zu sehr mit ihren Arbeitsobjekten identifizieren und nichts auf deren Rücken austragen möchten. Die tarifliche Regelung überträgt zwar Regelungen für Beamte auf die tb Lehrer, diese gelten aber eben nicht unmittelbar, sondern lediglich aufgrund Tarifvertrags - und müssen sich deshalb ebenso am Arbeitsrecht messen, wie es der Fall wäre, wenn sie nicht durch Verweis auf die jeweiligen Regelungen für Beamte geschehen, sondern unmittelbar im Tarifvertrag stünden. Der tb Lehrer schuldet keinen Erfolg, sondern lediglich Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte im vereinbarten Umfang - und könnte ggfs. einfach den Stift fallen lassen. Macht er aber nicht - wegen seiner Arbeitsobjekte.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 20.10.2021 16:46
Warum nehmen dann offensichtlich viele Beamte die Zumutungen einer Verbeamtung überhaupt auf sich? Es gibt doch viele andere Möglichkeiten wie z.B. eine öffentliche Anstellung....
Möglicherweise ist das Berufsbeamtentum nicht für alle eine Zumutung sondern sie identifizeren sich mit dem Status und den damit einhergehenden Gedanken, die dem zugrunde liegen. Dazu würde ich im Einzelfall den betroffenen Staatsdiener nach seinen Beweggründen fragen.

Praktischerweise steht es jedem frei, die Art des Beschäftigungsverhältnisses im öffentlichen Dienst zu wählen und vorab die damit verbundenen Vor- und Nachteile abzuwägen. Wie so oft, muss man sich auch bei der Berufswahl entscheiden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 20.10.2021 20:51
... und sollten endlich auf dem Niveau der Beamtenbesoldung bezahlt werden!

Dann sollten die Beamten aber auch die Vorteile der Tarifbeschäftigten übertragen bekommen.

Also --> Luftschloss.



Welche Vorteile konkret wären das und warum streben dann z.B. viele angestellte Lehrer eine Verbeamtung an?

Mir fallen da eigentlich immer nur Argumente für Beamte ein.
Zum Beispiel:

Nachteile des Beamtentums?
Kein Streikrecht - Im  Bereich des TV-L irrelevant, da hier noch nie zu Erzwinungsstreiks aufgerufen wurde. Die folkloristischen Warnstreiks stellen die TBs auch alleine ausreichend dekorativ zur Schau. Am Ende wird das Ergebnis ohnehin auf die Beamten übetragen, die als einflussreiche Lobby immer mit am Verhandlungstisch sitzen.

Keine Augenhöhe?? Wo bitte befinden sich TB mit ihren AG auf Augenhöhe???
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.10.2021 21:03
AG und AN sind Vertragspartner auf Augenhöhe. Bei Beamten legt der Dienstherr einseitig die Rahmenbedingungen des Knechtschaftsverhältnisses fest. TB sind zudem stets entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, es sei denn, sie sind Lehrer. Beamte durchlaufen starr eine Laufbahn - und können auch jahrelang darauf warten, befördert zu werden, es gibt jedenfalls Mindestwartezeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 20.10.2021 22:54
Seit wann sind Beamte bitte sofort BaL? BaP sagt ja schon alles...auf Probe und diese Probezeit ist i.d.R. bedeutend länger als beim Angestellten. Sobald ein Angestellter die Probezeit überstanden hat und einen unbefristeten Vertrag in der Tasche hat wird er im ÖD auch quasi nie gekündigt werden, solange er nichts klaut oder dergleichen. Minderleistung wird ja in keinster weise sanktioniert, im Zweifel max. mit einer schlechten Beurteilung und das geht diesen Personen dann auch am A.... vorbei.

Realistisch haben Beamte zumindest in der allg. Verwaltung massive Vorteile gegenüber Angestellten. In manche Bereiche kommt man gar nicht rein ohne Beamter zu sein. Bei Angestellten ist in der allg. Verwaltung i.d.R. laut meiner Erfahrung zudem oftmals bei E11 das Limit erreicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 02:18
Weder entspricht die Prämisse, AN würden im öD nur bei schwerwiegendem Fehlverhalten gekündigt, der Realität, noch hätte Deine individuelle Erfahrung angesichts bspw. zahlloser Referenten in E13 irgendeinen Wert.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 21.10.2021 06:33

einfachere Wechselmöglichkeiten des Arbeitsplatzes, Streikrecht, weniger Arbeitszeit usw usw usw.

Bei den angesprochenen angestellten Lehrern vermute ich mal die Kurzsichtigkeit, die das vermeintliche Einkommensplus in den Mittelpunkt stellt.

Die Punkte dürften für die meisten, vor allem für Lehrer nicht relevant sein. Wann wurde den das letzte mal im Öffentlichen Dienst richtig gestreikt? Es traut sich doch niemand etwas auf dem Rücken  seinen Klientel auszutragen. Arbeitszeit ist bei Beamten in Bayern niedrieger als bei Angestellten.

A13 vs. E13 ist nicht nur ein vermeintliches Einkommensplus ::) In Bayern oder im Bund kann der verbeamtete Kollege mit der Differenz im Porsche vorbeifahren ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 21.10.2021 07:27
AG und AN sind Vertragspartner auf Augenhöhe. Bei Beamten legt der Dienstherr einseitig die Rahmenbedingungen des Knechtschaftsverhältnisses fest. TB sind zudem stets entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, es sei denn, sie sind Lehrer. Beamte durchlaufen starr eine Laufbahn - und können auch jahrelang darauf warten, befördert zu werden, es gibt jedenfalls Mindestwartezeiten.

Nicht zu vergessen. Beamte erhalten eine Vermehrungsprämie und Prämie zur Heirat. Sowie später im Vergleich eine höhere Pension.

Dagegen erhalten TB nach TV L West erst ab dem 40 Lebensjahr und 15 Jahre Zugehörigkeit einen besseren Kündigungsschutz und haben erhöhte Sozialabgaben.

Beamte sollten auch in die Rentenkasse einzahlen. TvL beschäftigte, welche den besseren Kündigungsschutz haben sollten dagegen nicht nicht mehr in die Arbeitslosversicherung einzahlen müssen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2021 07:45
Keine Augenhöhe?? Wo bitte befinden sich TB mit ihren AG auf Augenhöhe???
Überall dort wo beide Wahlmöglichkeiten bzgl. des Vertragspartners haben und beide Parteien sich dessen bewusst sind.
IdR war aber bei meinen AG nicht mit mir auf Augenhöhe, da gebe ich dir Recht.
Und viele TBler verhalten sich gegenüber ihrem AG so, als ob er Ihr Dienstherr wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 21.10.2021 09:08
Es ging mir nicht darum, ein bestimmtes Beschäftigungverhältnis als besser oder schlechter darzustellen, sondern deren Vor- und Nachteile. Insbesondere darauf hinzuweisen, dass vermeintliche Vorteile des jeweils anderen Beschäftigungsverhältnisses häufig nur gefühlt sind. Genauso wie:

Höhere Altersbezüge
oder
Sowie später im Vergleich eine höhere Pension.

was ebenfalls widerlegt ist.

Interssant finde ich auch, dass ein ganz wesentlicher finanzieller Nachteil
Beamte durchlaufen starr eine Laufbahn - und können auch jahrelang darauf warten, befördert zu werden, es gibt jedenfalls Mindestwartezeiten.
so gar nicht weiter betrachtet wurde.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 21.10.2021 09:52
...oder z.B die 41 Wochenstunden und fehlende Überstundenzuschläge..

...aber wie gesagt, der Rasen in Nachbars Garten ist halt immer Grüner als der Eigene...slbst, wenn man die Seite wechselt 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 21.10.2021 10:44
Allen Interessenten zum "Arbeitsvorgang" sei der Aufsatz "Der Streit über die Arbeitsvorgänge als Einheiten für die tarifliche Bewertung von Tätigkeiten" aus ZTR 10.2021 S. 539ff ans Herz gelegt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 21.10.2021 10:48
...oder z.B die 41 Wochenstunden und fehlende Überstundenzuschläge..

...aber wie gesagt, der Rasen in Nachbars Garten ist halt immer Grüner als der Eigene...slbst, wenn man die Seite wechselt 8)

Die Gehaltsfortzahlung für Beamte im Krankheitsfall hatte ich beim Rasenmähen noch vergessen. TB erhalten ein gekürztes und befristetets Krankengeld der Krankenkasse.

Und noch mal Augenhöhe: Dieses hier leidlich oft behauptete Verhandlungsgleichgewicht gilt nur für wenige Berufsgruppen bei räumlicher Flexibilität und vor allem günstigen Arbeiztsmarktbedingungen und in der Regel vor Aufnahme des Arbeitsverhältnisses. Das Abweichen von den starren Eingruppierungs- und Stufenregelungen ist nur duch Kann-Regelungen möglich. Und dieses "Kann" liegt eindeutig auf seiten der AG.

Spätestens bei der Betrachtunhg von TB-Lehrerinnen und -lehrern werden die meisten der hier behaupteten Vorteile des TB-tums obsolet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 21.10.2021 10:56
Augen auf bei der Berufswahl.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 11:16
...oder z.B die 41 Wochenstunden und fehlende Überstundenzuschläge..

...aber wie gesagt, der Rasen in Nachbars Garten ist halt immer Grüner als der Eigene...slbst, wenn man die Seite wechselt 8)

Die Gehaltsfortzahlung für Beamte im Krankheitsfall hatte ich beim Rasenmähen noch vergessen. TB erhalten ein gekürztes und befristetets Krankengeld der Krankenkasse.

Und noch mal Augenhöhe: Dieses hier leidlich oft behauptete Verhandlungsgleichgewicht gilt nur für wenige Berufsgruppen bei räumlicher Flexibilität und vor allem günstigen Arbeiztsmarktbedingungen und in der Regel vor Aufnahme des Arbeitsverhältnisses. Das Abweichen von den starren Eingruppierungs- und Stufenregelungen ist nur duch Kann-Regelungen möglich. Und dieses "Kann" liegt eindeutig auf seiten der AG.

Spätestens bei der Betrachtunhg von TB-Lehrerinnen und -lehrern werden die meisten der hier behaupteten Vorteile des TB-tums obsolet.

Das ist aber eine ohnehin sich selbst marginalisierende Randgruppe, die sich stets alles gefallen läßt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 21.10.2021 11:18
Augen auf bei der Berufswahl.

Eben. Man muss halt seine Prioritäten setzen und eine entsprechende Ausbildung bzw. Beschäftigung suchen. Auch über den öD hinaus.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2021 11:33
Und noch mal Augenhöhe: Dieses hier leidlich oft behauptete Verhandlungsgleichgewicht gilt nur für wenige Berufsgruppen bei räumlicher Flexibilität und vor allem günstigen Arbeiztsmarktbedingungen und in der Regel vor Aufnahme des Arbeitsverhältnisses. Das Abweichen von den starren Eingruppierungs- und Stufenregelungen ist nur duch Kann-Regelungen möglich. Und dieses "Kann" liegt eindeutig auf seiten der AG.
Absolut richtig. Hat natürlich nix mit öD zu tun, sondern damit, wer hat die bessere Verhandlungsposition und wessen Pokerface durchsichtiger ist.
Die Kann-Regelung, die ein AN hat: Er kann auf den Job verzichten, wenn die tariflichen Kann-Regelungen vom AG nicht genutzt werden.
Wenn es keine Kann-Regelungen wären, wären sie ja auch nichts, was auf Augenhöhe zu verhandeln wäre.

Überall dort wo beide Wahlmöglichkeiten bzgl. des Vertragspartners und -inhaltes haben und beide Parteien sich dessen bewusst sind, befindet man sich auf Augenhöhe.

Und wenn ein AN sich bewusst ist, dass der AG 10 weitere annähert gleichwertige Bewerber hat, dann befindet man sich natürlich nicht auf Augenhöhe mit dem AG, da man in der schlechtere Verhandlungsposition ist.

Und wenn ich weiß, dass ich so gut wie der Einzige zur Verfügung stehende AN bin, der den Job - den der AG zwingend benötigt - machen kann, dann ist der AG in der schlechteren Position.

In sofern gibt es natürlich immer ein echtes auf Augenhöhe und nicht nur ein vermeintliches. Der AG kann mich nicht zwingen zu unterschreiben und ich kann ihn nicht zwingen tarifliche kann-Regelungen anzuwenden.
Bei Seiten können nur aus ihrer Verhandlungsposition verhandeln. Und eine 08/15 Bürokraft hat halt idR nichts zu bieten, was verhandelbar wäre. Ist aber trotzdem Augenhöhe.
Und dies ist beim Beamten nicht gegeben. Was Vor- und Nachteile hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 21.10.2021 11:46
Und dies ist beim Beamten nicht gegeben. Was Vor- und Nachteile hat.

Korrekt. Wenn dem AN andere Tätigkeiten übertragen werden sollen, müsste er dem zustimmen. Der Beamte hat hier keine Wahlmöglichkeit und muss die anderen Tätigkeiten übernehmen. Auch wenn sie etwas völlig anderes sind und/oder höherwertig. Ein Anspruch auf höheres Entgelt (bzw. Besoldung) ergibt sich in der Regel daraus auch nicht.

Insofern Augenhöhe:
Der AN verhandelt über (eingruppierungsrelevante) Tätigkeitsänderungen und erzielt sein gewünschtes Ergebnis, was von "neuen Aufgaben mit mehr Geld" bis hin zu "nichts ändert sich" lauten kann.
Der Beamte macht das, was der Dienstherr von ihm verlangt. Ob er will, oder nicht. Mehr Geld gibts dafür auch nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 21.10.2021 12:11
Weder entspricht die Prämisse, AN würden im öD nur bei schwerwiegendem Fehlverhalten gekündigt, der Realität, noch hätte Deine individuelle Erfahrung angesichts bspw. zahlloser Referenten in E13 irgendeinen Wert.

Na dann bin ich mal auf die Beispiele gespannt wann Angestellten im öD mal ordentlich gekündigt wurde. Das habe ich noch nie gesehen oder gehört. Wenn überhaupt waren es außerordentliche Kündigungen, aufgrund schwerwiegender Vergehen und selbst da war man oftmals sehr gnädig und hat einen Auflösungsvertrag geschlossen, mitunter samt brauchbarer Beurteilung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 12:22
Bei den mehr als 10.000 kommunalen AG kommt das immer mal vor, es haben auch schon Hochschulen ihre Bauabteilung geschlossen und das Personal entlassen, weil Bauunterhalt und Bauplanung nicht mehr selbst durchgeführt wurden. Öffentliche AG sind im selben Arbeitsrecht tätig wie privatwirtschaftliche AG - und es gibt in beiden Sparten welche, die nicht z.B. betriebsbedingt kündigen und solche, die es tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Corsi am 21.10.2021 12:42
Interessante Diskussion, aber ich habe noch was zum Thema:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/steuereinnahmen-september-anstieg-103.html

Steuereinahmen vor allem der Länder sprudeln wieder. Wer sagts den Verhandlungsführern?  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.10.2021 13:17
Bei den mehr als 10.000 kommunalen AG kommt das immer mal vor, es haben auch schon Hochschulen ihre Bauabteilung geschlossen und das Personal entlassen, weil Bauunterhalt und Bauplanung nicht mehr selbst durchgeführt wurden.

Naja. Aber Die Mitarbeiter in der Bauabteilung können ja (sofern selbst gewünscht) in einer anderen Abteilung der Universität mit zichtausenden Mitarbeitern eingesetzt werden. Bei einem derartig gigantischem Arbeitgeber ist dem Arbeitsgericht nicht zu vermitteln dass es keine anderen Einsatzorte gibt oder bald geben wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 13:22
Welcher „gigantische AG“? Und welche Beschäftigungsalternative bestünde für Bauingenieure, Bautechniker und Bauzeichner?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.10.2021 13:24
Die Universität. Irgendein Verwaltungsjob, Bürokram oder beim techn. Dienst im Büro..  Gibt vieles... Wie gesagt, nur wenn nicht ohnehin freiwillig woanders hingewechselt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 13:39
Nach welchem Maßstab wäre das ein "gigantischer AG"?

Der AG muß niemanden umschulen. Eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit besteht nur, wenn ein freier vergleichbarer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die genannten Berufsgruppen sind nunmal in ihrem Tätigkeitsfeld beschränkt. Während man einen VFA so gut wie nie betriebsbedingt loswerdekann, sieht das bei spezialisierten Berufsbildern gänzlich anders aus.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 21.10.2021 13:47
Weder entspricht die Prämisse, AN würden im öD nur bei schwerwiegendem Fehlverhalten gekündigt, der Realität, noch hätte Deine individuelle Erfahrung angesichts bspw. zahlloser Referenten in E13 irgendeinen Wert.

Na dann bin ich mal auf die Beispiele gespannt wann Angestellten im öD mal ordentlich gekündigt wurde. Das habe ich noch nie gesehen oder gehört. Wenn überhaupt waren es außerordentliche Kündigungen, aufgrund schwerwiegender Vergehen und selbst da war man oftmals sehr gnädig und hat einen Auflösungsvertrag geschlossen, mitunter samt brauchbarer Beurteilung.

Wie andere User bereits schrieben gibt es unzählige Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, von daher sind pauschale eher schwierig.

Ich habe einige Jahre als Personaler im ÖD gearbeitet und ich kann dir berichten, dass wir häufig Personen kündigen, wenn deren Leistung nicht unseren Erwartungen entspricht oder deren Verhalten zu Unfrieden in der jeweiligen EInrictung/Abteilung führt. Wir haben hierbei Kündigungen während und nach der Probezeit ausgesprochen und uns von den Leuten jeweils getrennt.

Warum einen Auflösungsvertrag anbieten, wenn die Gründe für eine Kündigung reichen? Auflösungsverträge haben wir nur unterzeichnet, wenn wir uns mit dem Arbeitnehmer verstanden haben und dieser unter Nichteinhaltung der tariflichen Kündigungsfrist ausscheiden wollte. Haben wir uns nicht mit einem Arbeitnehmer verstanden und es gab Gründe, dann haben wir die Kündigung ausgesprochen.

In diesen fünf Jahren hat genau eine Mitarbeiterin gegen die Kündigung geklagt, alle anderen (ca. 20) haben sie akzeptiert.

Solche Kündigungsgründe waren z.B. krankheitsbedingt mit negativer Zukunftsprognose, regelmäßig zu spät an der Arbeit erscheinen, Arbeitsverweigerung, Diebstahl von Eigentum des Arbeitgebers, Arbeitszeitbetrug.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ACDSee am 21.10.2021 13:53
Interessante Diskussion, aber ich habe noch was zum Thema:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/steuereinnahmen-september-anstieg-103.html

Steuereinahmen vor allem der Länder sprudeln wieder. Wer sagts den Verhandlungsführern?  ;)

Nun ja, wenn die Preise steigen, steigen mit ihnen auch als Prozentwerte festgelegte Steuern.
Das ist ja das Gute an der Inflation. Der Staat kann sich damit sanieren.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 21.10.2021 13:57

Solche Kündigungsgründe waren z.B. krankheitsbedingt mit negativer Zukunftsprognose, regelmäßig zu spät an der Arbeit erscheinen, Arbeitsverweigerung, Diebstahl von Eigentum des Arbeitgebers, Arbeitszeitbetrug.

 ??? Ihr habt tatsächlich Kriminellen gekündigt?  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 21.10.2021 14:21

Solche Kündigungsgründe waren z.B. krankheitsbedingt mit negativer Zukunftsprognose, regelmäßig zu spät an der Arbeit erscheinen, Arbeitsverweigerung, Diebstahl von Eigentum des Arbeitgebers, Arbeitszeitbetrug.

 ??? Ihr habt tatsächlich Kriminellen gekündigt?  ::)

Yupp. Diese Aufzählung soll nur zeigen, dass man sich im ÖD nicht zwangsläufig immer nur über Auflösungsverträge trennt. Und ja, es gibt tatsächlich im ÖD auch Kriminelle.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.10.2021 15:09
Naja aber wenn ich die Gründe lese zeigt das ja auch wieder, dass man als normal agierender Mensch eben im öD quasi nie gekündigt wird. Das streben halt viele an, egal wie mans dreht und wendet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 21.10.2021 15:13
Naja aber wenn ich die Gründe lese zeigt das ja auch wieder, dass man als normal agierender Mensch eben im öD quasi nie gekündigt wird. Das streben halt viele an, egal wie mans dreht und wendet.

Auch dann kann einem der öff. AG aber die eigene Kündigung sehr gut schmackhaft machen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: sebbo83 am 21.10.2021 16:05
Interessante Diskussion, aber ich habe noch was zum Thema:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/steuereinnahmen-september-anstieg-103.html

Steuereinahmen vor allem der Länder sprudeln wieder. Wer sagts den Verhandlungsführern?  ;)

Nun ja, wenn die Preise steigen, steigen mit ihnen auch als Prozentwerte festgelegte Steuern.
Das ist ja das Gute an der Inflation. Der Staat kann sich damit sanieren.

Nicht zu vergessen die Personaldecke im Vergleich zu 1990 - 2000 - 2010 - 2020. So haben sich die Länder sicherlich auch gesund saniert ... aber beklagen heute noch: "Für Personal/Gehaltserhöhungen ist kein Puffer vorhanden"  ;)

Ich würde mal eine Grafik sehen wollen mit der Schrumpfung der Personaldecke von 1990 bis 2020 und die Steuereinnahmen der Länder im selben Zeitraum.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 21.10.2021 16:12
Bei den großen/gigantischen AG, also den Ländern oder dem Bund kommen betriebsbedingte Kündigungen wohl so gut wie nie vor, zumal es so gut wie immer vergleichbare Stellen gibt die zu besetzt werden können.

Bei den über 9.983 andern AG im öffentlichen Dienst mag das anders aussehen.

 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 21.10.2021 16:20
Warum ich mich für die Verbeamtung entschieden habe:

Das jetzige mtl. Netto ist im ersten Beförderungsamt im ehemals höheren Dienst schon höher als E15/6. Ganz einfach.

Dafür lasse ich nicht dann im Zweifel halt auch knechten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2021 16:32
Na dann bin ich mal auf die Beispiele gespannt wann Angestellten im öD mal ordentlich gekündigt wurde. Das habe ich noch nie gesehen oder gehört.
Ich habe schon in diverse Kliniken Reinigungskräfte und Küchenhilfen und Köche den öD durch betriebsbedingter ordentlicher Kündigung gehen sehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2021 16:35
Naja aber wenn ich die Gründe lese zeigt das ja auch wieder, dass man als normal agierender Mensch eben im öD quasi nie gekündigt wird. Das streben halt viele an, egal wie mans dreht und wendet.
Ich habe schon in diverse Kliniken Reinigungskräfte und Küchenhilfen und Köche den öD durch betriebsbedingter ordentlicher Kündigung gehen sehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2021 16:38
Naja aber wenn ich die Gründe lese zeigt das ja auch wieder, dass man als normal agierender Mensch eben im öD quasi nie gekündigt wird. Das streben halt viele an, egal wie mans dreht und wendet.
Ich habe in der pW bei größeren Arbeitgeber auch noch nie Menschen gesehen, denen als normal agierende Menschen gekündigt wurde.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2021 16:42
Bei den großen/gigantischen AG, also den Ländern oder dem Bund
Aktiengesellschaften, etc.
Zitat
kommen betriebsbedingte Kündigungen wohl so gut wie nie vor, zumal es so gut wie immer vergleichbare Stellen gibt die zu besetzt werden können.
Zitat
Bei den über 9.983 andern AG im öffentlichen Dienst mag das anders aussehen.
Ebenso wie ni der pW.


Der klare Vorteil in öD gegenüber der pW ist doch, dass die Leitungsebenen und die Personaler oftmals zu dämlich sind personenbedingte Kündigung durchzuziehen und man sich deshalb sicher fühlen darf.
Und das seltener das Geschäftsmodell sich ändert, dass eine betriebsbedingte Kündigung durchgeführt wird.

Und in der pW werden meistens solche Dinge oftmals bequemer per goldenen Handschlag geregelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.10.2021 16:44
Nach welchem Maßstab wäre das ein "gigantischer AG"?

Der AG muß niemanden umschulen. Eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit besteht nur, wenn ein freier vergleichbarer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die genannten Berufsgruppen sind nunmal in ihrem Tätigkeitsfeld beschränkt. Während man einen VFA so gut wie nie betriebsbedingt loswerdekann, sieht das bei spezialisierten Berufsbildern gänzlich anders aus.

Natürlich muss der AG keine Umschulung zu einem anderen Berufsabschluss finanzieren, aber er muss für den Mitarbeiter eine Einarbeitung in neue Themenfelder hinnehmen und anbieten, sofern der zu haltende Mitarbeiter dazu die Fähigkeiten hat. Und derlei mögliche Stellen gibt es bei Arbeitgebern mit 10k Beschäftigten zu Genüge...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 16:55
Da wir nicht von TB in E1, E2 oder E3 reden, ist Deine Vorbringung unbeachtlich. Ein Bauingenieur wird nicht durch Einarbeitung zum Sachbearbeiter im Justiziariat oder zum Leiter Prüfungsamt, der Bauzeichner nicht zum Sachbearbeiter Reisekosten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 21.10.2021 18:36
Weder entspricht die Prämisse, AN würden im öD nur bei schwerwiegendem Fehlverhalten gekündigt, der Realität, noch hätte Deine individuelle Erfahrung angesichts bspw. zahlloser Referenten in E13 irgendeinen Wert.

Na dann bin ich mal auf die Beispiele gespannt wann Angestellten im öD mal ordentlich gekündigt wurde. Das habe ich noch nie gesehen oder gehört. Wenn überhaupt waren es außerordentliche Kündigungen, aufgrund schwerwiegender Vergehen und selbst da war man oftmals sehr gnädig und hat einen Auflösungsvertrag geschlossen, mitunter samt brauchbarer Beurteilung.

Mein Dozent in Tarifrecht meinte man kann Angestellte unter normalen Umständen nicht kündigen nachdem sie erst mal einen unbefristeten Job hat. Das bezog sich jedoch auf Landesebene, und ich glaube der weiß ganz gut was er macht mit Jahrzehnten im Personalbereich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 18:40
Dann ist Dein Dozent in Tarifrecht ein Cretin.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 21.10.2021 18:45
Weder entspricht die Prämisse, AN würden im öD nur bei schwerwiegendem Fehlverhalten gekündigt, der Realität, noch hätte Deine individuelle Erfahrung angesichts bspw. zahlloser Referenten in E13 irgendeinen Wert.

Na dann bin ich mal auf die Beispiele gespannt wann Angestellten im öD mal ordentlich gekündigt wurde. Das habe ich noch nie gesehen oder gehört. Wenn überhaupt waren es außerordentliche Kündigungen, aufgrund schwerwiegender Vergehen und selbst da war man oftmals sehr gnädig und hat einen Auflösungsvertrag geschlossen, mitunter samt brauchbarer Beurteilung.

Wie andere User bereits schrieben gibt es unzählige Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, von daher sind pauschale eher schwierig.

Ich habe einige Jahre als Personaler im ÖD gearbeitet und ich kann dir berichten, dass wir häufig Personen kündigen, wenn deren Leistung nicht unseren Erwartungen entspricht oder deren Verhalten zu Unfrieden in der jeweiligen EInrictung/Abteilung führt. Wir haben hierbei Kündigungen während und nach der Probezeit ausgesprochen und uns von den Leuten jeweils getrennt.

Warum einen Auflösungsvertrag anbieten, wenn die Gründe für eine Kündigung reichen? Auflösungsverträge haben wir nur unterzeichnet, wenn wir uns mit dem Arbeitnehmer verstanden haben und dieser unter Nichteinhaltung der tariflichen Kündigungsfrist ausscheiden wollte. Haben wir uns nicht mit einem Arbeitnehmer verstanden und es gab Gründe, dann haben wir die Kündigung ausgesprochen.

In diesen fünf Jahren hat genau eine Mitarbeiterin gegen die Kündigung geklagt, alle anderen (ca. 20) haben sie akzeptiert.

Solche Kündigungsgründe waren z.B. krankheitsbedingt mit negativer Zukunftsprognose, regelmäßig zu spät an der Arbeit erscheinen, Arbeitsverweigerung, Diebstahl von Eigentum des Arbeitgebers, Arbeitszeitbetrug.

Die genauen Gründe kann ich auch nicht sagen, vielleicht weil es einfacher erschien und sie die Angst hatten, dass sich der Gekündigte dann am Ende doch für eine Klage entscheidet.
Krankheitsbedingt kündigen ist doch i.d.R. nur möglich wenn der Betriebsablauf massiv in Mitleidenschaft gezogen wird, und man den Platz solange nicht anders besetzen kann?
Die aufgelisteten Gründe sind zum Großteil ja aber unter den außerordentlichen Kündigungen anzusiedeln und von denen sprach ich ja nicht.
Ich meinte eher in die Richtung man will Personal abbauen oder die Person einfach so loswerden weil sie einen nicht passt, gut das hast du oben aufgeführt, kenne ich jedoch wirklich nicht und ich war schon in so einigen Ämtern und habe Austausch mit anderen auf Landes und Kommunalebene. Vielleicht haben die aber auch so massive Besetzungsprobleme, dass man jeden mit durchschleppt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 21.10.2021 18:49
Dann ist Dein Dozent in Tarifrecht ein Cretin.

Werde ich ihm ausrichten wenn ich ihn mal wieder treffe ;-)

Wie will man denn auf Landesebene eine ordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn das Land der Arbeitgeber ist, mit 100k Arbeitsplätzen? Kann man diese Person wirklich nicht anderweitig einsetzen? Ich rede nicht von außerordentlichen Kündigungen aufgrund Fehlverhaltens oder Nichterbringung von Arbeitsleitung/Schlechtleistung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 21.10.2021 19:08
Das Thema betriebsbedingte Kündigung haben wir doch schon 100x durchgekaut. Und auch meine Erfahrung zeigt, dass im öD nach der Probezeit so gut wie niemand entlassen wird, selbst bei persönlichen Verfehlungen werden alle Hühneraugen zugedrückt.
Interessant wären belastbare Zahlen zum Thema Kündigungen im öD.

Als Nachteil ggü Beamten sehe ich das (auch) nicht.

Der Nettolohnvorteil durchs asoziale Entziehen aus der Solidargemeinschaft (Sozialkassen) plus Görenprämie,  Bepamperung durch die Beihilfe, sowie lebenslange Bezahlung im "Krankheitsfall" (*hust), wiegen hier deutlich schwerer.

Mich persönlich ficht das nicht an, nur wäre es toll, wenn das Jammerniveau unserer Staatsfaultiere und das mit Ernennungsurkunde eingeimpfte Bedenkenträgertum geringer wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 19:26
Dann ist Dein Dozent in Tarifrecht ein Cretin.

Werde ich ihm ausrichten wenn ich ihn mal wieder treffe ;-)

Wie will man denn auf Landesebene eine ordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn das Land der Arbeitgeber ist, mit 100k Arbeitsplätzen? Kann man diese Person wirklich nicht anderweitig einsetzen? Ich rede nicht von außerordentlichen Kündigungen aufgrund Fehlverhaltens oder Nichterbringung von Arbeitsleitung/Schlechtleistung.

Auch verhaltensbedingte Kündigungen können als ordentliche Kündigung erfolgen. Ebenso die personenbedingte Kündigung. Und auch betriebsbedingte Kündigungen sind möglich - nicht bei querschnittlich vorhandenen AN, aber sehr wohl bei hochspezialisierten AN: wenn man das Aufgabengebiet wegrationalisiert oder extern vergibt, was mach man mit dem Finnougristen, der Sorabistin, dem angewandten Sexualwissenschaftler? Oder mit den Fotolaboranten, als man auf digital umstellte? Welchen gleichwertigen Arbeitsplatz, der auch noch frei sein muß, für den derjenige auch noch geeignet sein muß, hat selbst ein großer AG?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 21.10.2021 20:55
Aber Spid, sind das nicht eher Einzelfälle, die es so in der Masse gar nicht gibt, daher eher eine untergeordnete Rolle spielen und man daher durchaus zum Schluss kommen könnte, dass der öD ein Arbeitnehmerparadies ohne das Gespenst (betriebsbedingte) Kündigung ist?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 21.10.2021 21:06
Dann ist Dein Dozent in Tarifrecht ein Cretin.

Werde ich ihm ausrichten wenn ich ihn mal wieder treffe ;-)

Wie will man denn auf Landesebene eine ordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn das Land der Arbeitgeber ist, mit 100k Arbeitsplätzen? Kann man diese Person wirklich nicht anderweitig einsetzen? Ich rede nicht von außerordentlichen Kündigungen aufgrund Fehlverhaltens oder Nichterbringung von Arbeitsleitung/Schlechtleistung.

Auch verhaltensbedingte Kündigungen können als ordentliche Kündigung erfolgen. Ebenso die personenbedingte Kündigung. Und auch betriebsbedingte Kündigungen sind möglich - nicht bei querschnittlich vorhandenen AN, aber sehr wohl bei hochspezialisierten AN: wenn man das Aufgabengebiet wegrationalisiert oder extern vergibt, was mach man mit dem Finnougristen, der Sorabistin, dem angewandten Sexualwissenschaftler? Oder mit den Fotolaboranten, als man auf digital umstellte? Welchen gleichwertigen Arbeitsplatz, der auch noch frei sein muß, für den derjenige auch noch geeignet sein muß, hat selbst ein großer AG?

Guten Arbeitgebern ist auch etwas an den Menschen gelegen und somit ermöglicht er eine Weiterbeschäftigung in anderer Funktion und zahlt im Zweifel auch eine Umschulung. Aber sind verhaltensbedingte Kündigungen als ordentliche Kündigung nicht recht schwer in der Realität durchsetzbar, gerade bei den zum Glück doch recht arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsgerichten?

Um mal wieder zum eigentlichen Thema zu kommen:
Wer wettet noch darauf, dass es eine Einmalzahlung für den Verhandlungszeitraum + x Monate gibt?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 21:17
Aber Spid, sind das nicht eher Einzelfälle, die es so in der Masse gar nicht gibt, daher eher eine untergeordnete Rolle spielen und man daher durchaus zum Schluss kommen könnte, dass der öD ein Arbeitnehmerparadies ohne das Gespenst (betriebsbedingte) Kündigung ist?
Eben genau das kann man nicht sagen - völlig unabhängig davon, wie häufig es vorkommt, solange die Häufigkeit nicht gleich Null ist, denn die individuelle Wahrscheinlichkeit für eine (betriebsbedingte) Kündigung wird dadurch nicht berührt. Zudem war die Behauptung ja
Mein Dozent in Tarifrecht meinte man kann Angestellte unter normalen Umständen nicht kündigen nachdem sie erst mal einen unbefristeten Job hat. Das bezog sich jedoch auf Landesebene, und ich glaube der weiß ganz gut was er macht mit Jahrzehnten im Personalbereich.

Und das ist schlicht unzutreffend. Davon ab kommen betriebsbedingte Kündigungen im öD nun wirklich nicht selten vor. Die Masse der AG im öD sind kleine AG. Und es gibt sogar öffentliche AG, die nicht dem Geltungsbereich des KSchG unterfallen, der AG mithin nicht einmal eines Grundes bedarf - und der AG auch Gebrauch davon macht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 21:24
Dann ist Dein Dozent in Tarifrecht ein Cretin.

Werde ich ihm ausrichten wenn ich ihn mal wieder treffe ;-)

Wie will man denn auf Landesebene eine ordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn das Land der Arbeitgeber ist, mit 100k Arbeitsplätzen? Kann man diese Person wirklich nicht anderweitig einsetzen? Ich rede nicht von außerordentlichen Kündigungen aufgrund Fehlverhaltens oder Nichterbringung von Arbeitsleitung/Schlechtleistung.

Auch verhaltensbedingte Kündigungen können als ordentliche Kündigung erfolgen. Ebenso die personenbedingte Kündigung. Und auch betriebsbedingte Kündigungen sind möglich - nicht bei querschnittlich vorhandenen AN, aber sehr wohl bei hochspezialisierten AN: wenn man das Aufgabengebiet wegrationalisiert oder extern vergibt, was mach man mit dem Finnougristen, der Sorabistin, dem angewandten Sexualwissenschaftler? Oder mit den Fotolaboranten, als man auf digital umstellte? Welchen gleichwertigen Arbeitsplatz, der auch noch frei sein muß, für den derjenige auch noch geeignet sein muß, hat selbst ein großer AG?

Guten Arbeitgebern ist auch etwas an den Menschen gelegen und somit ermöglicht er eine Weiterbeschäftigung in anderer Funktion und zahlt im Zweifel auch eine Umschulung.

Erstens ist das als Entgegnung ungeeignet und zweitens ist die Prämisse Unfug. Arbeitsbeziehungen sind Rechtsbeziehungen. Es sind gegenseitige Rechte und Pflichten - und nichts anderes.

Zitat
Aber sind verhaltensbedingte Kündigungen als ordentliche Kündigung nicht recht schwer in der Realität durchsetzbar, gerade bei den zum Glück doch recht arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsgerichten?

Naturgemäß deutlich einfacher als außerordentliche Kündigungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 21.10.2021 22:11
Bei den großen/gigantischen AG, also den Ländern oder dem Bund
Aktiengesellschaften, etc.
Zitat
kommen betriebsbedingte Kündigungen wohl so gut wie nie vor, zumal es so gut wie immer vergleichbare Stellen gibt die zu besetzt werden können.
Zitat
Bei den über 9.983 andern AG im öffentlichen Dienst mag das anders aussehen.
Ebenso wie ni der pW.


Der klare Vorteil in öD gegenüber der pW ist doch, dass die Leitungsebenen und die Personaler oftmals zu dämlich sind personenbedingte Kündigung durchzuziehen und man sich deshalb sicher fühlen darf.
Und das seltener das Geschäftsmodell sich ändert, dass eine betriebsbedingte Kündigung durchgeführt wird.

Und in der pW werden meistens solche Dinge oftmals bequemer per goldenen Handschlag geregelt.
Auf Länderebene gibt es zudem eine Vielzahl von Personen die bei einer Kündigung einbezogen werden müssen, die internen Hürden sind einfach sehr hoch und der Aufwand für die Stelle die kündigen möchte immens, wenn es sich nicht gerade um grobe Verfehlungen handelt.

Also die Gefahr im öD vom Land oder Bund entlassen werden geht gegen 0. Bei einer Aktiengesellschaft ist sie schon deutlich höher, wenn’s mal nicht so läuft.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 21.10.2021 22:24
Ist das BAG-Urteil zur Kündbarkeit ordentlich unkündbarer AN nicht gegen einen AG auf Länderebene ergangen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.10.2021 22:50
Daraus:  " Eine auf betriebliche Gründe gestützte außerordentliche Kündigung ist aber grundsätzlich möglich, wenn die Möglichkeit einer ordentlichen Kündigung ausgeschlossen ist und dieser Ausschluß dazu führe, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer anderenfalls trotz Wegfalls der Beschäftigungsmöglichkeit noch für Jahre vergüten müsste, ohne dass dem eine entsprechende Arbeitsleistung gegenüber stünde. Allerdings sei der Arbeitgeber wegen des Ausschlusses der außerordentlichen Kündigung in einem besonderen Maße verpflichtet, zu versuchen, die Kündigung durch geeignete andere Maßnahmen zu vermeiden. Erst wenn alle denkbaren Alternativen ausscheiden, könne ein wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung vorliegen."

Die Hürden sind sehr hoch (so hoch dass es quasi fast nie vorkommt). Und bei großen Arbeitgebern des Landes/Bundes findet sich immer eine Stelle in die man eingearbeitet werden kann. Bei ner kleinen Klitsche, einer ausgegliederten GmbH Tochterfirma einer Kommune mit 100 Mann mag das anders sein.
Naja die Diskussion ploppt hier ja alle 6 Monate auf und wir drehen uns im Kreis.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 05:54
Das sind aber die Hürden bei ordentlich unkündbaren AN. Naheliegenderweise sind die Hürden, einen ordentlich unkündbaren AN zu kündigen, hoch. Es geht aber überhaupt nicht um ordentlich unkündbare AN. Auf das Urteil verwies ich lediglich, um aufzuzeigen, daß auch solche AG Arbeitsverhältnisse kündigen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2021 08:37
Und auch meine Erfahrung zeigt, dass im öD nach der Probezeit so gut wie niemand entlassen wird, selbst bei persönlichen Verfehlungen werden alle Hühneraugen zugedrückt.
Der klare Vorteil in öD gegenüber der pW ist doch, dass die Leitungsebenen und die Personaler oftmals zu dämlich sind personenbedingte Kündigung durchzuziehen und man sich deshalb sicher fühlen darf.
Und das seltener das Geschäftsmodell sich ändert, dass eine betriebsbedingte Kündigung durchgeführt wird.

Und in der pW werden meistens solche Dinge oftmals bequemer per goldenen Handschlag geregelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.10.2021 08:43
Das sind aber die Hürden bei ordentlich unkündbaren AN. Naheliegenderweise sind die Hürden, einen ordentlich unkündbaren AN zu kündigen, hoch. Es geht aber überhaupt nicht um ordentlich unkündbare AN. Auf das Urteil verwies ich lediglich, um aufzuzeigen, daß auch solche AG Arbeitsverhältnisse kündigen.

Natürlich wird gekündigt. In homöopathischen Dosen. Selbst Beamte kann man raushaun und es passiert ab und zu. Niemand ist unkündbar. Aber wie gesagt... Kreis....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 08:47
Um Unkündbarkeit geht es nicht. Es geht um das Risiko, im öD als AN gekündigt zu werden - und das bemißt sich eben nicht nach der Häufigkeit, in der derlei im öD geschieht. Das ist ein klassischer ökologischer Fehlschluß.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 22.10.2021 09:48
Interessante Diskussion, aber ich habe noch was zum Thema:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/steuereinnahmen-september-anstieg-103.html

Steuereinahmen vor allem der Länder sprudeln wieder. Wer sagts den Verhandlungsführern?  ;)
Es geht nicht darum, ob die Steuereinnahmen von einem absolut niedrigen Niveau stark ansteigen (zu erwarten), sondern, wie das langfristige Verhältnis zwischen Einnahmewachstum und Ausgabewachstum aussieht. Die TdL hat den Job, das Ausgabewachstum zu bremsen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 22.10.2021 09:52
Um Unkündbarkeit geht es nicht. Es geht um das Risiko, im öD als AN gekündigt zu werden - und das bemißt sich eben nicht nach der Häufigkeit, in der derlei im öD geschieht. Das ist ein klassischer ökologischer Fehlschluß.
Die Wahrheit zeigt sich in der Realität. In der Realität sind ordentliche Kündigungen bei den großen AG (Bund/Länder) des öD nahe Null. Und natürlich bleib das individuelle Kündigungsrisiko theoretisch bestehen, solange es nicht vollkommen ausgeschlossen ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 10:15
Es bleibt auch praktisch bestehen - und ist völlig unabhängig von der absoluten oder relativen Häufigkeit von ordentlichen Kündigungen im öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2021 10:21
Um Unkündbarkeit geht es nicht. Es geht um das Risiko, im öD als AN gekündigt zu werden - und das bemißt sich eben nicht nach der Häufigkeit, in der derlei im öD geschieht. Das ist ein klassischer ökologischer Fehlschluß.
Die Wahrheit zeigt sich in der Realität. In der Realität sind ordentliche Kündigungen bei den großen AG (Bund/Länder) des öD nahe Null. Und natürlich bleib das individuelle Kündigungsrisiko theoretisch bestehen, solange es nicht vollkommen ausgeschlossen ist.
Aber nicht weil wir ein tolles Tarifsystem haben. Oder weil der öD per se ein Sicherer Job ist, sondern, weil dort das Kerngeschäft (Verwaltung) keine betriebsbedingte Kündigung zulässt.
Und weil die Graupen von Leitung/Personal eben seltenst die anderen Kündigungsmöglichkeiten ausspricht (auch wenn es angebracht wäre).
Die spezialisierten MA, die haben im öD keinen besonderen Schutz.
Ich denke da mal nur an die tausenden TBler, die an - inzwischen geschlossenen - Bundeswehrstandorten sich im sicheren Schoß des öD wähnten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 22.10.2021 10:28
Es bleibt auch praktisch bestehen - und ist völlig unabhängig von der absoluten oder relativen Häufigkeit von ordentlichen Kündigungen im öD.
Genau wie mein Gewinn auf die 10.000.000 im heutigen Eurojackpot :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 22.10.2021 10:31
Um Unkündbarkeit geht es nicht. Es geht um das Risiko, im öD als AN gekündigt zu werden - und das bemißt sich eben nicht nach der Häufigkeit, in der derlei im öD geschieht. Das ist ein klassischer ökologischer Fehlschluß.
Die Wahrheit zeigt sich in der Realität. In der Realität sind ordentliche Kündigungen bei den großen AG (Bund/Länder) des öD nahe Null. Und natürlich bleib das individuelle Kündigungsrisiko theoretisch bestehen, solange es nicht vollkommen ausgeschlossen ist.
Aber nicht weil wir ein tolles Tarifsystem haben. Oder weil der öD per se ein Sicherer Job ist, sondern, weil dort das Kerngeschäft (Verwaltung) keine betriebsbedingte Kündigung zulässt.
Und weil die Graupen von Leitung/Personal eben seltenst die anderen Kündigungsmöglichkeiten ausspricht (auch wenn es angebracht wäre).
Die spezialisierten MA, die haben im öD keinen besonderen Schutz.
Ich denke da mal nur an die tausenden TBler, die an - inzwischen geschlossenen - Bundeswehrstandorten sich im sicheren Schoß des öD wähnten.
Ja und außerdem will man auch mit dem Mythos des sicheren Jobs im öD werben, damit man überhaupt noch Leute bekommt. Das gibt ja sogar die TDL unumwunden zu.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 22.10.2021 11:43
Um Unkündbarkeit geht es nicht. Es geht um das Risiko, im öD als AN gekündigt zu werden - und das bemißt sich eben nicht nach der Häufigkeit, in der derlei im öD geschieht. Das ist ein klassischer ökologischer Fehlschluß.
Die Wahrheit zeigt sich in der Realität. In der Realität sind ordentliche Kündigungen bei den großen AG (Bund/Länder) des öD nahe Null. Und natürlich bleib das individuelle Kündigungsrisiko theoretisch bestehen, solange es nicht vollkommen ausgeschlossen ist.
Aber nicht weil wir ein tolles Tarifsystem haben. Oder weil der öD per se ein Sicherer Job ist, sondern, weil dort das Kerngeschäft (Verwaltung) keine betriebsbedingte Kündigung zulässt.

Wieso ist Verwaltung das Kerngeschäft im ÖD? Was bedeutet für dich Kerngeschäft?

In unserem Abrechnungszentrum (Dienstleister für den ÖD) sind von 27.000 abgerechneten Personalfällen nur 1/5 Verwaltungsmitarbeiter. Der Rest arbeitet in KiTas, in Krankenhäusern, als Gebäudepfleger, als Handwerker, in der Altenpflege, als Musiker etc.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 12:01
Es bleibt auch praktisch bestehen - und ist völlig unabhängig von der absoluten oder relativen Häufigkeit von ordentlichen Kündigungen im öD.
Genau wie mein Gewinn auf die 10.000.000 im heutigen Eurojackpot :)

Nein. Du machst schlicht einen ökologischen Fehlschluß.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 22.10.2021 12:36
Na dann kläre mich mal auf. Ich lerne gerne dazu.

Firma A, Firma B, Firma C, Firma D, haben jeweils 10.000 Motarbeiter und innerhalb der letzten 10 Jarhe durchschnittlich 100 ordentliche Kündigungen je Jahr.

Das Land E hat 10.000 Mitarbeiter und innerhalb der letzten 10 Jahre durschnittlich 10 ordentliche Kündigungen.

Für den einzelenen MA des Landes E ist die Kündigungswahrscheinlich 10x geringer, als die Wahrscheinlichkeit bei den Firmen A-D.

Ich gehe von einer homogenen Belegschaft bei allen AG aus.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2021 12:39
Wieso ist Verwaltung das Kerngeschäft im ÖD? Was bedeutet für dich Kerngeschäft?
20% = Kerngeschäft, aber das sind dann ja äußerst beunruhigende Zahlen, da ja
Zitat
In unserem Abrechnungszentrum (Dienstleister für den ÖD) sind von 27.000 abgerechneten Personalfällen nur 1/5 Verwaltungsmitarbeiter. Der Rest arbeitet in KiTas, in Krankenhäusern, als Gebäudepfleger, als Handwerker, in der Altenpflege, als Musiker etc.
alle diese MA, jederzeit mit einem Federstrich aus dem öD rausfallen könnten und betriebsbedingt gekündigt werden könnten, da kein Job mehr für sie beim aktuellem öD AG existiert.
Wie gesagt: Habe persönlich schon viele öDler aus dem öD ausscheiden sehen(gekündigt!), die Gebäudepfleger/KantinenMA/Handwerker (in Kliniken) sind/waren.
Die meisten davon sind dann bei Nachfolger-Dienstleister gelandet, aber nicht mehr öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 22.10.2021 12:40
Betriebsübergang
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 12:47
Na dann kläre mich mal auf. Ich lerne gerne dazu.

Firma A, Firma B, Firma C, Firma D, haben jeweils 10.000 Motarbeiter und innerhalb der letzten 10 Jarhe durchschnittlich 100 ordentliche Kündigungen je Jahr.

Das Land E hat 10.000 Mitarbeiter und innerhalb der letzten 10 Jahre durschnittlich 10 ordentliche Kündigungen.

Für den einzelenen MA des Landes E ist die Kündigungswahrscheinlich 10x geringer, als die Wahrscheinlichkeit bei den Firmen A-D.

Ich gehe von einer homogenen Belegschaft bei allen AG aus.

Nein, für den einzelnen AN wird die Kündigungswahrscheinlichkeit durch die Zahl der Kündigungen beim einzelnen AG - und beim öD sprechen wir ja nicht von einem, sondern von tausenden AG - in keinster Weise berührt. Aus der Häufigkeit auf der Makroebene lassen sich keine Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit auf der Mikroebene ziehen. Das wäre ein ökologischer Fehlschluß.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 22.10.2021 12:55
Wieso?

Aus der geringeren Kündigungsquote bei den Ländern und dem Bund als beispielweise bei der Allianz lässt sich z.B. schließen, dass ein Schlechtleister bei der Allianz eher fliegt, als in der Sozialbehörde der FHH.

Mithin bin ich als Schlechtleister in der Sozialbehörde sicherer als bei der Allianz, bzw. sicherer als bei den allermeisten AG in vergleichbarer Größe die nicht zum öD gehören.

Das kann man ja nur aufgrund der Gesamtzahl der Kündigungen ableiten. Zudem zeigt die Realtität, dass es auch tatsächlich so ist.

Vielleicht fehlen mir auch die intellektuellen Fähigkeiten dies korrekt zu erfassen. Jedenfalls habe ich aber noch nie von einer Pseudojobsicherheit im öD insb. bei Bund und Ländern gelesen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 13:01
Nein, eben nicht. Der Schluß ist weder individualperspektivisch noch generalistisch zulässig.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.10.2021 13:20
Meine Güte...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Albeles am 22.10.2021 14:31

Hätte noch ein Punkt über den es sich auch trefflich Diskutieren lässt....
Wie wahrscheinlich ist es, daß Leute herabgruppiert werden durch den neuen Tarifvertrag? Therma Arbeitsvorgang usw

LG Albeles
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2021 14:37
Aus der geringeren Kündigungsquote bei den Ländern und dem Bund als beispielweise bei der Allianz lässt sich z.B. schließen, dass ein Schlechtleister bei der Allianz eher fliegt, als in der Sozialbehörde der FHH.
Ich lese da eher raus, dass es mehr Menschen bei der Allianz gibt, die sich einen neuen, anderen oder besseren Job gesucht haben, als in der Sozialbehörde.
Oder, dass Schlechtleister mittels Abfindung davon überzeugt werden zu kündigen, bevor sie abgeschoben werden.
Oder hast du gesicherte Erkenntnisse darüber, dass es sich um Kündigung wg. mangelnder Arbeitsleistung handelt bei der Allianz.
Bzw. Betriebsbedingte Kündigung mit Sozialauswahl?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2021 14:39

Hätte noch ein Punkt über den es sich auch trefflich Diskutieren lässt....
Wie wahrscheinlich ist es, daß Leute herabgruppiert werden durch den neuen Tarifvertrag? Therma Arbeitsvorgang usw

LG Albeles
Es ist eher wahrscheinlich, dass dann neue Stellen schlechter bezahlt werden.
Und derzeitig in der Diskussion stehende HGs nicht mehr gemacht werden.
und alles beim alten bleibt bei unveränderte Tätigkeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 22.10.2021 16:24

Hätte noch ein Punkt über den es sich auch trefflich Diskutieren lässt....
Wie wahrscheinlich ist es, daß Leute herabgruppiert werden durch den neuen Tarifvertrag? Therma Arbeitsvorgang usw

LG Albeles
Es ist eher wahrscheinlich, dass dann neue Stellen schlechter bezahlt werden.
Und derzeitig in der Diskussion stehende HGs nicht mehr gemacht werden.
und alles beim alten bleibt bei unveränderte Tätigkeiten.


Und das Höhergruppierungen seltener werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 22.10.2021 20:22
Warum ist eigentlich der monetäre Unterschied zwischen E12 und E13 so gering z.B. in der Stufe 6? Erkennen die AG hier nicht auch selbst mehr Handlungsbedarf? Was soll das so bringen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.10.2021 21:02
Der monetäre Unterschied sollte eher negativ sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 23.10.2021 10:31
Warum ist eigentlich der monetäre Unterschied zwischen E12 und E13 so gering z.B. in der Stufe 6? Erkennen die AG hier nicht auch selbst mehr Handlungsbedarf? Was soll das so bringen?
Weil früher es das analog zum Einstiegsamt hD = EG13 (Berufsanfänger mit wiss. Studium) und
Endamt gD =EG12 Ende Gelände Ausbildungsberufe, Fachhochschule und heutige BScler
gefühlt/gedacht  wurde
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 25.10.2021 09:16
Wird beim nächsten Termin mit einem (Gegen-)Angebot der Arbeitgeber gerechnet ?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 25.10.2021 09:30
Nö.
Titel: Erwartungen dämpfen
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 10:49
Auf einer aktuellen Webseite tritt die GEW NRW bereits jetzt schon allzu hohen Erwartungen tarifbeschäftigter Lehrkräfte entgegen.

Keine spezifischen Forderungen für eine Berufsgruppe
Jochen Bauer, ehrenamtlicher Tarifexperte der GEW NRW hört häufig: „Ich kann mich in diesen Forderungen nicht wiederfinden.“ Seine Antwort: „Das ist auch kein Wunder, denn es handelt sich nicht um eine Tarifrunde nur für Lehrkräfte. Der gesamte Öffentliche Dienst der Länder ist betroffen. Es müssen also Gerichtsschreiber*innen, Justizangestellte, das Personal an Landeskliniken und eben auch an Schulen bedient werden. Die Gewerkschaften können also gar keine Forderungen stellen, die spezifisch auf eine Berufsgruppe abzielen."

Tabelle wird verhandelt: Andere Forderungen wären illegal
„Weiterhin können nach dem Tarifrecht nur Forderungen zu gekündigten Teilen des Tarifvertrags gestellt werden – und das ist die Entgelttabelle. Alle anderen Forderung wären illegal – darunter eine verbesserte Anerkennung einschlägiger Berufserfahrung wie in § 16(2) TV-L, obwohl gerade in diesem Bereich Verbesserungen notwendig wären. Das heißt aber nicht, dass diese Themen nicht auch in den Verhandlungen angesprochen werden.“


Den vollen Text findet ihr hier:
https://www.gew-nrw.de/meldungen/detail-meldungen/news/woher-kommt-die-motivation-fuer-warnstreiks.html
Titel: Antw:Erwartungen dämpfen
Beitrag von: Johann am 25.10.2021 11:26
Tabelle wird verhandelt: Andere Forderungen wären illegal
„Weiterhin können nach dem Tarifrecht nur Forderungen zu gekündigten Teilen des Tarifvertrags gestellt werden – und das ist die Entgelttabelle. Alle anderen Forderung wären illegal – darunter eine verbesserte Anerkennung einschlägiger Berufserfahrung wie in § 16(2) TV-L, obwohl gerade in diesem Bereich Verbesserungen notwendig wären. Das heißt aber nicht, dass diese Themen nicht auch in den Verhandlungen angesprochen werden.“

Also wirds wieder keine Stufengleichen Höhergruppierungen geben? Das ist ja echt traurig. Wirst befördert und hast ggf. finanzielle Nachteile.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 25.10.2021 12:22
Wenn es die stufengleiche Höhergruppierung nicht endlich geben sollte (wie in Hessen bereits seit 2017 vorhanden), kann sich die GEW bei den tarifangestellten Lehrern nicht mehr blicken lassen!!! 

Nur die verdi Forderung abzunicken kann ja nicht Aufgabe dieser Gewerkschaft sein.

E16 - siehe TV Hessen - ist ebenfalls ein Mindestergebnis!

Ich wäre inzwischen ohnehin sehr dafür, dass die angestellten Lehrer aus dieser Gemeinschaft ausscheiden und zukünftig eigenständig Tarifverhandlungen führen. Exklusiv für deren Bedürfnisse!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 25.10.2021 12:29
Lehrer brauchen nicht mehr Geld , sondern mehr Kollegen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 25.10.2021 12:33
Lehrer brauchen nicht mehr Geld , sondern mehr Kollegen.

Wer sagt das?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 25.10.2021 12:50
Lehrer brauchen nicht mehr Geld , sondern mehr Kollegen.
Würde ich widersprechen…Inflationsausgleich sollte mindestens drin sein.
Alles drunter ist Reallohnverlust.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 13:57
Wenn es die stufengleiche Höhergruppierung nicht endlich geben sollte (wie in Hessen bereits seit 2017 vorhanden), kann sich die GEW bei den tarifangestellten Lehrern nicht mehr blicken lassen!!! 

Nur die verdi Forderung abzunicken kann ja nicht Aufgabe dieser Gewerkschaft sein.

Auch die Paralleltabelle ist überüberfällig. Um die bereits verlorenen Mitglieder wieder einzufangen, müsste aber mehr geschehen. Die TB-Lehrkräfte sind so oft vertröstet worden, dass nur noch dann von einem Verhandlungserfolg bei der Paralleltabelle und der Stufengleichen HG geredet werden kann, wenn für beide Bausteine zusätzlich eine rückwirkende Klausel vereinbart wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.10.2021 14:12
Mir erschließt sich nicht, inwiefern irgendeine Orientierung an Beamtengedöns ein Erfolg sein sollte - oder auch nur sinnvoll/wünschenswert. Ein Erfolg wäre die Anwendung der allg. Tätigkeitsmerkmale und die vollständige Loslösung von Beamtengedöns.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 25.10.2021 14:24
Aus dem GEW-Link:
Zitat
..Die Arbeitgeber*innenseite versucht zudem die Gewerkschaften zu erpressen, indem sie Verhandlungen an die Aufkündigung des § 12 TV-L (Arbeitsvorgang) fordert. Für eine Lehrkraft sind das zum Beispiel Arbeitsvorgänge wie Elternbriefe schreiben oder Unterrichtsmaterial kopieren. Das sind Tätigkeiten einer Schreibkraft, die nicht nach EG 11 oder EG 13 bezahlt wird. Die Arbeitgeber*innen möchten die Tätigkeiten vor allem von Leitungspersonal an KiTas „filetieren“, um so Lohndumping betreiben zu können. Dieser Schritt ist nicht nachvollziehbar, da im öffentlichen Dienst tausende Stellen unbesetzt sind...

Ist das wirklich eine reale Gefahr - oder reinste Vorbereitung eines 'Verhandlungserfolgs'?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.10.2021 14:27
Ich weiß nicht, was die Innenseite der AG so tut oder wofür das von Belang wäre, die AG jedenfalls fechten derlei ja auch gerade juristisch aus und erheben eine entsprechende Forderung auch in den Tarifverhandlungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 25.10.2021 14:35
Nuja, von einer drohenden Herabgruppierung von tarifbeschäftigten Lehrkräften lese ich das erste Mal....

In der Tat käme da bei da sehr vieles an Arbeitsvorgängen zusammen, die nicht TVL 13 oder höher bewertet werden (auch z.B. Aufsichtsfunktionen usw.). Aber Arbeitsvorgänge spielen doch bei der Bewertung von Lehrerstellen gar keine Rolle, die orientiert sich doch nach den beamtenrechtlichen Regelungen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 25.10.2021 14:43


E16 - siehe TV Hessen - ist ebenfalls ein Mindestergebnis!



Was genau ist denn so toll an der E16 - in deren Genuß eh kaum jemand kommen wird?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.10.2021 14:45
Nuja, von einer drohenden Herabgruppierung von tarifbeschäftigten Lehrkräften lese ich das erste Mal....

In der Tat käme da bei da sehr vieles an Arbeitsvorgängen zusammen, die nicht TVL 13 oder höher bewertet werden (auch z.B. Aufsichtsfunktionen usw.). Aber Arbeitsvorgänge spielen doch bei der Bewertung von Lehrerstellen gar keine Rolle, die orientiert sich doch nach den beamtenrechtlichen Regelungen?
Stellen sind ohnehin kein tariflicher Regelungsgegenstand. Der AV spielte nur dann eine Rolle bei der Eingruppierung von jetzigen Lehrkräften, wenn die Lehrkraft nicht mehr Lehrkraft ist, weil sie überwiegend andere Tätigkeiten auszuüben hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 15:09


E16 - siehe TV Hessen - ist ebenfalls ein Mindestergebnis!



Was genau ist denn so toll an der E16 - in deren Genuß eh kaum jemand kommen wird?

E16 wird dann z.B. interessant, wenn ein TB-Lehrer trotz aller Vernunft Schulleiter einer Gesamtschule oder eines Gymnasiums werden möchte. Beamte kriegen A16. Bei TB ist bei EG15 Schluss, was einer Tätigkeit als stellvertretender (Gesamt)Schulleiter entspricht. Grundsätzlich können sich TB-Lehrkräfte zwar als Schulleiter bewerben, eine verbindliche Entgeltregelung gibt es m.W. (in NRW) aber nicht. Das müsste im Einzelfall ausgehandelt werden. Aber wer ist so blöd, das ganze Gedöns aus vorgeschriebenen Fortbildungen und Revisionsprüfungen etc. auf sich zu nehmen, um anschließend bei den Gehaltsverhandlungen auf taube Ohren zu stoßen. Angesichts der hohen Zahl unbesetzter Schulleitungsstellen wundert es ein wenig, das die AG bisher kein Interesse an einer verbindlichen Regelung gezeigt haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Gartenilse am 25.10.2021 15:20
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10 "rumkrebsen" müssen, den Laden am Laufen gehalten haben und nun die jungen Kolleg*innen mit Verbeamtung und einer ordentlichen A13 an den Lehrertisch gesetzt bekommen. Einen Zuschlag erhielten auch nur die mit E 12 oder E 13, alle anderen gingen - wie immer - leer aus... Das verstehe ich nicht.

Ansonsten bleibe ich bei meinem Wunsch der stufengleichen Höhergruppierung, 100 % JSZ sowie eine 35-Stunden-Woche als Maßstab oder entsprechend mehr Urlaub als Wahlmöglichkeit. Außerdem Recht auf Bildungsurlaub für alle!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 25.10.2021 15:23
Angebot der Arbeitgeber wird sich im Bereich 2.1% bewegen.

Arbeitsvorgänge sind ein Muss - sonst gibbet gar nichts.

Die Stufengleiche Höhergruppierung soll in Dienstrechtliche Regelungen der einzelnen Länder einfließen können - bedeutet Öffnung für Dienstvereinbarungen.

So wurde es gerade intern verlautbart.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 25.10.2021 15:36
Da Lehrer nach Beamtengedöns, Schulform und Ausbildung bezahlt werden, sind Seitenblicke Richtung Arbeitsvorgangsdiskussion einfach nur Ablenkungsmanöver...

Das Recht auf Bildungsurlaub ist erstens kein Tarifrecht, sondern Landesrecht und besteht zweitens in den meisten Bundesländern bereits.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.10.2021 15:41
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10 "rumkrebsen" müssen, den Laden am Laufen gehalten haben und nun die jungen Kolleg*innen mit Verbeamtung und einer ordentlichen A13 an den Lehrertisch gesetzt bekommen. Einen Zuschlag erhielten auch nur die mit E 12 oder E 13, alle anderen gingen - wie immer - leer aus... Das verstehe ich nicht.

Ansonsten bleibe ich bei meinem Wunsch der stufengleichen Höhergruppierung, 100 % JSZ sowie eine 35-Stunden-Woche als Maßstab oder entsprechend mehr Urlaub als Wahlmöglichkeit. Außerdem Recht auf Bildungsurlaub für alle!

Was sind Kolleg? Und warum sind sie wie die Lehrer nur innen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 16:23
Angebot der Arbeitgeber wird sich im Bereich 2.1% bewegen.

Arbeitsvorgänge sind ein Muss - sonst gibbet gar nichts.

Die Stufengleiche Höhergruppierung soll in Dienstrechtliche Regelungen der einzelnen Länder einfließen können - bedeutet Öffnung für Dienstvereinbarungen.

So wurde es gerade intern verlautbart.

Klingt spannend, abba wat heißt dat? Die Stufengleiche HG wird aus dem Tarifrecht herausgenommen und Gegenstand von Dienstvereinbarungen innerhalb der Länder???? Also: Kann man machen, muss man aber nicht. Und wenn der AG keinen Bock mehr auf den stufengleichen Mist hat, kassiert er die Regelung wieder????
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 25.10.2021 16:51
Eventuell wird es doch langsam wieder Zeit für Spartengewerkschaften :/
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 25.10.2021 17:27
Eventuell wird es doch langsam wieder Zeit für Spartengewerkschaften :/

Für angestellte Lehrer auf jeden Fall, bin sofort aktiv dabei!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 25.10.2021 17:33
Wäre cleverer Schachzug von den Gewerkschaften.

Auf Landesebene wären dann bestimmt noch Extraverbesserungen für Beamte rausschlagbar, wegen Übertragung, sonst Diskriminierung von Beamten und so...(auch wenn Stufengleichheit in Beamtenbereich natürlich längst existiert)

Gewerkschaftliche Politik im Bereich des TVLs orientiert sich halt primär an Vorteilen für Beamte...

Aber: bei der anstehenden Höhergruppierung von Grundschul-und Sekundarstufenlehrkräften (von TVL 11 auf 13) könnte eigentlich keine Land sich der Stufengleichheit verweigern
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 25.10.2021 17:34
Angebot der Arbeitgeber wird sich im Bereich 2.1% bewegen.

Arbeitsvorgänge sind ein Muss - sonst gibbet gar nichts.

Die Stufengleiche Höhergruppierung soll in Dienstrechtliche Regelungen der einzelnen Länder einfließen können - bedeutet Öffnung für Dienstvereinbarungen.

So wurde es gerade intern verlautbart.

Klingt spannend, abba wat heißt dat? Die Stufengleiche HG wird aus dem Tarifrecht herausgenommen und Gegenstand von Dienstvereinbarungen innerhalb der Länder???? Also: Kann man machen, muss man aber nicht. Und wenn der AG keinen Bock mehr auf den stufengleichen Mist hat, kassiert er die Regelung wieder????

Alles zu schwammig.
Wir fordern diesbezüglich die gleiche stufengleiche Höhergruppierung wie im TV-ÖD und TV-H bereits seit 2017 tariflich verbindlich vereinbart. Punkt.
Ich streike notfalls auch mehrere Monate dafür! Leider stehen gerade keine Abiturprüfungen an...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 17:48
Angebot der Arbeitgeber wird sich im Bereich 2.1% bewegen.

Arbeitsvorgänge sind ein Muss - sonst gibbet gar nichts.

Die Stufengleiche Höhergruppierung soll in Dienstrechtliche Regelungen der einzelnen Länder einfließen können - bedeutet Öffnung für Dienstvereinbarungen.

So wurde es gerade intern verlautbart.

Klingt spannend, abba wat heißt dat? Die Stufengleiche HG wird aus dem Tarifrecht herausgenommen und Gegenstand von Dienstvereinbarungen innerhalb der Länder???? Also: Kann man machen, muss man aber nicht. Und wenn der AG keinen Bock mehr auf den stufengleichen Mist hat, kassiert er die Regelung wieder????

Alles zu schwammig.
Wir fordern diesbezüglich die gleiche stufengleiche Höhergruppierung wie im TV-ÖD und TV-H bereits seit 2017 tariflich verbindlich vereinbart. Punkt.
Ich streike notfalls auch mehrere Monate dafür! Leider stehen gerade keine Abiturprüfungen an...

Das wird aber ein einsamer Arbeitskampf, wenn du da ganz alleine mit Trillferpfeife und übergestreifter Mülltüte an der Straßenecke stehst. Es wird keinen Arbeitskampf geben. Die zwei bis drei Warnstreiks haben keine Verhandlungsrelevanz und zählen eher zur gewerkschaftlichen Folklore.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 25.10.2021 17:59
...das hat die Lokführer auch nicht gestört!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.10.2021 18:04
Was hätten Streiks mit Trillerpfeifen oder Mülltüten zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 18:05
...das hat die Lokführer auch nicht gestört!
Du verwechselst GDL mit GEW.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 25.10.2021 18:25
Die Warnstreils sind auf den 22.11 / 24.11. geplant worden (und zwar in BW im Umkreis Karlsruhe und der Landesschulen)
Am 23. wollen der dbb und seine Follower einen "Informationstag" halten. Stufengleiche Höhergruppierung ist lediglich für die GEW von Bedeutung - alle anderen wollen einen Sockelbetrag der möglichst hoch ist.

Wie schon gesagt: für verdi gehen 3,2% in Ordnung...

Heute Morgen wurde übrigens im Deutschlandfunk von 12-14% Inflation bei Verbrauchsgütern gesprochen - Reallohnverlust wir kommen :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.10.2021 18:35
Die GEW muß ja keinen Tarifvertrag unterschreiben, bloß weil er für die anderen in Ordnung ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 25.10.2021 19:55
Angebot der Arbeitgeber wird sich im Bereich 2.1% bewegen.

Arbeitsvorgänge sind ein Muss - sonst gibbet gar nichts.

Die Stufengleiche Höhergruppierung soll in Dienstrechtliche Regelungen der einzelnen Länder einfließen können - bedeutet Öffnung für Dienstvereinbarungen.

So wurde es gerade intern verlautbart.
Weißt Du zufällig, ob es auch unverändert bei der Einführung der Entgeltgruppe 9c bleiben soll?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 25.10.2021 21:25
Die Warnstreils sind auf den 22.11 / 24.11. geplant worden (und zwar in BW im Umkreis Karlsruhe und der Landesschulen)
Am 23. wollen der dbb und seine Follower einen "Informationstag" halten. Stufengleiche Höhergruppierung ist lediglich für die GEW von Bedeutung - alle anderen wollen einen Sockelbetrag der möglichst hoch ist.

Wie schon gesagt: für verdi gehen 3,2% in Ordnung...

Heute Morgen wurde übrigens im Deutschlandfunk von 12-14% Inflation bei Verbrauchsgütern gesprochen - Reallohnverlust wir kommen :)
Danke für die Infos! Ab wann sollen denn die Erhöhungen kommen: so wie in Hessen erst ab Mitte 2022?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 25.10.2021 21:26
Die stufengleiche Höhergruppierung ist verzichtbar.  Augen auf bei der Berufswahl und bei der Eingruppierung, dann muss man auch nicht höhergruppieren!

Wichtiger wäre eine möglichst kräftige Tabellenanhebung und Erhöhung der JSZ auf 90% für alle.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 25.10.2021 22:44
... Stufengleiche Höhergruppierung ist lediglich für die GEW von Bedeutung - alle anderen wollen einen Sockelbetrag der möglichst hoch ist. ...

... damit schließt sich der Kreis erneut: Die GEW vertritt nach außen ein Klientel, deren Interessen sie im Kanon des ver.di Verhandlungs-Chores gar nicht durchsetzen kann.

Mit Blick auf tarifliche Interessen kann man sich als TB-Lehrkraft den Mitgliedsbeitrag sparen und sollte davon lieber einmal im Monat mit einem lieben Menschen gemeinsam essen gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 26.10.2021 00:31
Die stufengleiche Höhergruppierung ist verzichtbar.  Augen auf bei der Berufswahl und bei der Eingruppierung, dann muss man auch nicht höhergruppieren!

Wichtiger wäre eine möglichst kräftige Tabellenanhebung und Erhöhung der JSZ auf 90% für alle.

hinterher ist man immer schlauer. hilft aber nicht. daher setzt man sich dafür ein das dieser Fehler korrigiert wird. Daher:  Stufengleiche Höhergruppierung ist zwingend wichtig !
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 06:22
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10

Es wäre in der Tat ein Erfolg, wenn es das hier "Lehrer*innen"nicht mehr geben würde. Ansonsten ist man selber schuld, wenn man als Lehrer in der E9 oder E10 herum krebst. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.10.2021 06:55
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10

Es wäre in der Tat ein Erfolg, wenn es das hier "Lehrer*innen"nicht mehr geben würde. Ansonsten ist man selber schuld, wenn man als Lehrer in der E9 oder E10 herum krebst. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Als Lehrer mit E9b Stufe 3  Stkl. 1 liegste in unserem Kreis schon rd. 10% über dem durchschnittlich verfügbaren Nettoeinkommen... Ich mach gleich nen Spendenaufruf.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.10.2021 07:38

Was sind Kolleg? Und warum sind sie wie die Lehrer nur innen?

Vllt. Telekolleg mit Graham Pascoe?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 07:46
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10

Es wäre in der Tat ein Erfolg, wenn es das hier "Lehrer*innen"nicht mehr geben würde. Ansonsten ist man selber schuld, wenn man als Lehrer in der E9 oder E10 herum krebst. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Als Lehrer mit E9b Stufe 3  Stkl. 1 liegste in unserem Kreis schon rd. 10% über dem durchschnittlich verfügbaren Nettoeinkommen... Ich mach gleich nen Spendenaufruf.

Warum sollten strukturschwache Regionen ein Maßstaab sein?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.10.2021 07:53
Warum sollte man mit "E9 oder E10" ein Indiz für "rumkrebsen" sein? Dieses heulende Lehrerklientel nervt einfach...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 08:02
Warum sollte man mit "E9 oder E10" ein Indiz für "rumkrebsen" sein? Dieses heulende Lehrerklientel nervt einfach...

Es ist einfach eine Ungleichbehandlung…die E9 Lehrer leisten an unserer Schule teilweise dieselbe Arbeit die auch von A13 Kollegen verrichtet wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 08:05
Und wo ist das Problem mit Ungleichbehandlung?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Finanzer am 26.10.2021 09:08
Ich wusste nichtmal das es E9 Lehrer gibt... wieder was gelernt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 09:09
Gibt es auch nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 26.10.2021 09:41
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10

Es wäre in der Tat ein Erfolg, wenn es das hier "Lehrer*innen"nicht mehr geben würde. Ansonsten ist man selber schuld, wenn man als Lehrer in der E9 oder E10 herum krebst. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Als Lehrer mit E9b Stufe 3  Stkl. 1 liegste in unserem Kreis schon rd. 10% über dem durchschnittlich verfügbaren Nettoeinkommen... Ich mach gleich nen Spendenaufruf.
Welcher Kreis ist das denn?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 26.10.2021 09:47
Selbst mit EG 6 Stufe 6 bekommt man einen Rentenpunkt pro Jahr = Durchschnittseinkommen.

EG 9b Lehrer :
Freundschaftspionierleiter ohne Lehrbefähigung oder
Fachlehrer mit Bachelor an Berufsschulen
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.10.2021 09:50
Es wäre schon ein Erfolg, wenn es nicht mehr so viele Lehrer*innen gäbe, die seit Jahren mit einer E 9 oder E 10

Es wäre in der Tat ein Erfolg, wenn es das hier "Lehrer*innen"nicht mehr geben würde. Ansonsten ist man selber schuld, wenn man als Lehrer in der E9 oder E10 herum krebst. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Als Lehrer mit E9b Stufe 3  Stkl. 1 liegste in unserem Kreis schon rd. 10% über dem durchschnittlich verfügbaren Nettoeinkommen... Ich mach gleich nen Spendenaufruf.
Welcher Kreis ist das denn?
Wenn du die Statistik von IT.NRW heranziehst, trifft dies auf viele Kreise in NRW zu. Genau genommen nur auf den Rheinisch Bergischen Kreis und Olpe nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 26.10.2021 10:09
Ich wusste nichtmal das es E9 Lehrer gibt... wieder was gelernt.

Lehrkräfte in der EG9 sind mir aus NRW nicht bekannt. Die niedrigste Eingruppierung ist hier m. W. die EG10. Die bekommen z.B. Lehrkräfte, die einen Universitätsabschluss haben, der in der EU nicht anerkannt ist. Statt eines Referendariates absolvieren sie eine "Pädagogische Einführung" und werden dann mit allen Pflichten in den Klassen 5 bis 10 eingesetzt. Bei der EG10 bleibt es dann lebenslänglich. Ein Aufstieg z.B. durch Übernahme einer höherwertigen Position oder durch Fort- bzw. Weiterbildung ist nicht möglich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 10:15
Und das wäre jetzt inwiefern negativ? Notnagel bleibt Notnagel.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 26.10.2021 10:19
Ein Aufstieg z.B. durch Übernahme einer höherwertigen Position oder durch Fort- bzw. Weiterbildung ist nicht möglich.
Teilzeit-Regelstudium-Lehramt... zwei Fächer... fertig. Bei starkem Mangel vielleicht sogar mit teilweise bezahlter Freistellung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 10:29
Gibt es auch nicht.
Selbstverständlich...bei uns an der Schule hat eine Sportlehrerin E9 klein klein und hält denselben Sportunterricht wie der A13 Kollege im anderen Hallendrittel.
Wobei die E9 Kollegin aber keine Klassenleitung hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 10:32
Das ist eine Lüge. Es gibt keine E9, mithin auch keine Lehrer in E9.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 10:41
Das ist eine Lüge. Es gibt keine E9, mithin auch keine Lehrer in E9.
Soweit ich weiß hat diese Kollegin E9 klein klein und hat sich deshalb furchtbar aufgeregt weil der A13 Kollege der parallel mit ihr unterrichtet den Sportunterricht eher locker nimmt.
Dabei fiel die Aussage E9 klein klein...kann mich noch genau erinnern weil ich den Begriff so witzig fand.
Landkreis Freudenstadt
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 10:51
Was ist "E9 klein klein"?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.10.2021 10:54
Was ist "E9 klein klein"?
Irgendwas aus dem Geschichtsunterricht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 11:09
Es gibt keine E9. So einfach ist das.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Albeles am 26.10.2021 11:27
Stimmt...es fehlt ein a oder b  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 26.10.2021 11:46
... Jeder ist seines Glückes Schmied. ...
Andere schreiben auch gerne: "Augen auf bei der Berufswahl".

Wenn das so einfach wäre, bräuchte es keine Tarife, keine Tarifverhandlungen und auch dieses Forum nicht.

Ja, es stimmt: Ein jammernder Lehrer mit EG10 verdient immer noch mehr als ein einfacher IT-Techniker. Der wiederum verdient mehr als eine Bäckereiverkäuferin, diese wiederum sogar mehr als ein Rechtsanwalt in Mauretanien. Und letzter darf sich über ein Einkommen freuen, welches deutlich über dem der Kinderarbeiter in Nigeria liegt.

Sagt ihr dann auch: "Jeder ist seines Glückes Schmied." "Augen auf bei der Wohnortwahl????" Oder: "Hör auf zu jammern. Es gibt immer noch Leute, denen es schlechter geht als dir."
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 26.10.2021 12:04
So ist es. Mir geht diese ganze "da bist du doch selbst Schuld"-Klugscheißerei hier auch langsam auf die Nerven.  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 12:13
... Jeder ist seines Glückes Schmied. ...
Andere schreiben auch gerne: "Augen auf bei der Berufswahl".

Wenn das so einfach wäre, bräuchte es keine Tarife, keine Tarifverhandlungen und auch dieses Forum nicht.

Ja, es stimmt: Ein jammernder Lehrer mit EG10 verdient immer noch mehr als ein einfacher IT-Techniker. Der wiederum verdient mehr als eine Bäckereiverkäuferin, diese wiederum sogar mehr als ein Rechtsanwalt in Mauretanien. Und letzter darf sich über ein Einkommen freuen, welches deutlich über dem der Kinderarbeiter in Nigeria liegt.

Sagt ihr dann auch: "Jeder ist seines Glückes Schmied." "Augen auf bei der Wohnortwahl????" Oder: "Hör auf zu jammern. Es gibt immer noch Leute, denen es schlechter geht als dir."

Ersteres ja, letzteres nein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 12:14
So ist es. Mir geht diese ganze "da bist du doch selbst Schuld"-Klugscheißerei hier auch langsam auf die Nerven.  ::)

Dich hindert doch niemand am gehen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: M1805E am 26.10.2021 12:17
Das stimmt. Dein Geschwafel ist eh nutzlos.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 12:20

Ja, es stimmt: Ein jammernder Lehrer mit EG10 verdient immer noch mehr als ein einfacher IT-Techniker. Der wiederum verdient mehr als eine Bäckereiverkäuferin, diese wiederum sogar mehr als ein Rechtsanwalt in Mauretanien. Und letzter darf sich über ein Einkommen freuen, welches deutlich über dem der Kinderarbeiter in Nigeria liegt.


Was soll das ganze Jammern bringen? Wenn man sich auf die Gewerkschaften verlässt, ist man verlassen ;D Und Bäcker oder irgendwelche Afrikaner interessieren mich nicht in geringster Weise.
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Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 13:15
Das ist eine Lüge. Es gibt keine E9, mithin auch keine Lehrer in E9.

Sag mal...geht´s noch?
Ich kann mich noch genau erinnern. Das war unmittelbar vor dem Abschluss der letzten Tarifrunde, was dann auch unser Gesprächsthema war und da sagte sie wortwörtlich, dass Kollege B. nebenan mit A13 seine Schüler Ball spielen lasse und sie hier in der Pause einen Parcours aufgebaut hätte und sich permanent kümmern würde aber nur E9 klein klein bekommen würde.
Worauf ich noch gesagt hab, dass sich E9 klein klein aber lustig anhört sie aber recht ungehalten wurde und meinte, dass das nicht so lustig wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Garfield am 26.10.2021 13:18
Das ist eine Lüge. Es gibt keine E9, mithin auch keine Lehrer in E9.

Sag mal...geht´s noch?
Ich kann mich noch genau erinnern. Das war unmittelbar vor dem Abschluss der letzten Tarifrunde, was dann auch unser Gesprächsthema war und da sagte sie wortwörtlich, dass Kollege B. nebenan mit A13 seine Schüler Ball spielen lasse und sie hier in der Pause einen Parcours aufgebaut hätte und sich permanent kümmern würde aber nur E9 klein klein bekommen würde.
Worauf ich noch gesagt hab, dass sich E9 klein klein aber lustig anhört sie aber recht ungehalten wurde und meinte, dass das nicht so lustig wäre.

Spid nervt gerne Leute und spamt Threads zu, indem er auf so Kleinigkeiten rumreitet, sie aber nicht klar anspricht, sondern nebulös rumwabert, damit der Kontrahent immer wieder Anlass zum Stänkern gibt.
Es gibt seit 2019 keine E9k oder klein mehr, es gibt die E9a oder E9b. Das ist alles worauf er hinaus will.
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Beitrag von: öfföff am 26.10.2021 13:27
Aber was könnte bei der Dame falsch gelaufen sein, sodass sie als Lehrerin nur 9a bekommt?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 13:29
Das ist eine Lüge. Es gibt keine E9, mithin auch keine Lehrer in E9.

Sag mal...geht´s noch?
Ich kann mich noch genau erinnern. Das war unmittelbar vor dem Abschluss der letzten Tarifrunde, was dann auch unser Gesprächsthema war und da sagte sie wortwörtlich, dass Kollege B. nebenan mit A13 seine Schüler Ball spielen lasse und sie hier in der Pause einen Parcours aufgebaut hätte und sich permanent kümmern würde aber nur E9 klein klein bekommen würde.
Worauf ich noch gesagt hab, dass sich E9 klein klein aber lustig anhört sie aber recht ungehalten wurde und meinte, dass das nicht so lustig wäre.

Deine unwahre Behauptung wird nicht dadurch wahrer, ob Du Dich an unbeachtliche Begebenheiten erinnern kannst. Es gibt keine E9, mithin gibt es auch keine Lehrer in E9 - und die Behauptung des Gegenteils ist eine Lüge. So einfach ist das.
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Beitrag von: Jockel am 26.10.2021 13:36
Es gibt seit 2019 nichts mehr, was "EG 9 klein, klein" sein könnte und auch davor war das nur eine Hilfsbezeichnung.  Tariflich gibt es nur EG 9a oder EG 9b.

Wir sind hier bei den Haarspaltern... :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 13:36
Aber was könnte bei der Dame falsch gelaufen sein, sodass sie als Lehrerin nur 9k bekommt?

Laut dem User ist es doch 9kk  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 26.10.2021 13:42
Ich meinte natürlich 9a. Hier wird man ja ganz kirre... ;-) Ich vermute die Parcouraufbauerin bekommt 9a. Aber warum?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 13:49

Deine unwahre Behauptung wird nicht dadurch wahrer, ob Du Dich an unbeachtliche Begebenheiten erinnern kannst. Es gibt keine E9, mithin gibt es auch keine Lehrer in E9 - und die Behauptung des Gegenteils ist eine Lüge. So einfach ist das.

Nein, eine Lüge ist eine bewusste oder zumindest eine vermutete Falschaussage.
Was fällt dir ein mir das zu unterstellen?
Als ich mit der Kollegin im Frühjahr 2019 gesprochen hab drüber gab es das E9 klein klein noch
https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2017/e9-klein.html

Überhaupt kein Grund hier Leute deshalb als Lügner zu titulieren
Schlechte Kinderstube gehabt?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 26.10.2021 13:51

Deine unwahre Behauptung wird nicht dadurch wahrer, ob Du Dich an unbeachtliche Begebenheiten erinnern kannst. Es gibt keine E9, mithin gibt es auch keine Lehrer in E9 - und die Behauptung des Gegenteils ist eine Lüge. So einfach ist das.

Nein, eine Lüge ist eine bewusste oder zumindest eine vermutete Falschaussage.
Was fällt dir ein mir das zu unterstellen?
Als ich mit der Kollegin im Frühjahr 2019 gesprochen hab drüber gab es das E9 klein klein noch
https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2017/e9-klein.html

Überhaupt kein Grund hier Leute deshalb als Lügner zu titulieren
Schlechte Kinderstube gehabt?

Spid provoziert gerne, um das Thema im Threat in seinem Sinne zu bestimmen. Einfach ignorieren!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 13:53
Ich meinte natürlich 9a. Hier wird man ja ganz kirre... ;-) Ich vermute die Parcouraufbauerin bekommt 9a. Aber warum?

Naja, sie ist schon älter und kommt b.z.w. kam als Quereinsteigerin aus dem Fitnessbereich, hält bei uns aber regulär den Sportunterricht und nimmt Aufgaben als stellvertretende Klassenlehrerin wahr.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.10.2021 13:57
Ich meinte natürlich 9a. Hier wird man ja ganz kirre... ;-) Ich vermute die Parcouraufbauerin bekommt 9a. Aber warum?

Naja, sie ist schon älter und kommt b.z.w. kam als Quereinsteigerin aus dem Fitnessbereich, hält bei uns aber regulär den Sportunterricht und nimmt Aufgaben als stellvertretende Klassenlehrerin wahr.

Und die Dame ist als Quereinsteigerin gut bezahlt. Ansonsten gehe ich auch mal ein bisschen im Fitti jobben und hole mir im Anschluss die A13 ::) ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 14:12

Deine unwahre Behauptung wird nicht dadurch wahrer, ob Du Dich an unbeachtliche Begebenheiten erinnern kannst. Es gibt keine E9, mithin gibt es auch keine Lehrer in E9 - und die Behauptung des Gegenteils ist eine Lüge. So einfach ist das.

Nein, eine Lüge ist eine bewusste oder zumindest eine vermutete Falschaussage.
Was fällt dir ein mir das zu unterstellen?
Als ich mit der Kollegin im Frühjahr 2019 gesprochen hab drüber gab es das E9 klein klein noch
https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2017/e9-klein.html

Überhaupt kein Grund hier Leute deshalb als Lügner zu titulieren
Schlechte Kinderstube gehabt?

Es ging und geht nicht darum, ob es eine E9 gab - sondern ob es sie gibt, denn die wahrheitswidrige Behauptung war, daß es Lehrer in E9 gebe und nicht ob es welche gegeben habe. Nach dem eindeutigen Hinweis, daß es keine gibt, das wahrheitswidrige Gegenteil zu behaupten, zeugt entweder von bewußter Falschbehauptung oder intellektueller Minderwertigkeit. Ich bin gerne bereit, meine diesbezügliche Einschätzung zu korrigieren und nunmehr von Letzterem auszugehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 14:12

Deine unwahre Behauptung wird nicht dadurch wahrer, ob Du Dich an unbeachtliche Begebenheiten erinnern kannst. Es gibt keine E9, mithin gibt es auch keine Lehrer in E9 - und die Behauptung des Gegenteils ist eine Lüge. So einfach ist das.

Nein, eine Lüge ist eine bewusste oder zumindest eine vermutete Falschaussage.
Was fällt dir ein mir das zu unterstellen?
Als ich mit der Kollegin im Frühjahr 2019 gesprochen hab drüber gab es das E9 klein klein noch
https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2017/e9-klein.html

Überhaupt kein Grund hier Leute deshalb als Lügner zu titulieren
Schlechte Kinderstube gehabt?

Spid provoziert gerne, um das Thema im Threat in seinem Sinne zu bestimmen. Einfach ignorieren!!!

Welche Bedrohung?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.10.2021 14:18
Und merkt euch, er nutzt jede Vorlage... "Fehler gehen zu Lasten dessen, der sie begeht..."

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 26.10.2021 14:32

Es ging und geht nicht darum, ob es eine E9 gab - sondern ob es sie gibt, denn die wahrheitswidrige Behauptung war, daß es Lehrer in E9 gebe und nicht ob es welche gegeben habe. Nach dem eindeutigen Hinweis, daß es keine gibt, das wahrheitswidrige Gegenteil zu behaupten, zeugt entweder von bewußter Falschbehauptung oder intellektueller Minderwertigkeit. Ich bin gerne bereit, meine diesbezügliche Einschätzung zu korrigieren und nunmehr von Letzterem auszugehen.

Stimmt...nicht zu wissen, dass E9 klein klein mit der Tarifrunde TV-L 2019 im März abgeschafft wurde zeugt von intellektueller Minderwertigkeit  ;D
Schade, dass es hier kein facepalm smiley gibt  :-[
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Garfield am 26.10.2021 14:36
Und merkt euch, er nutzt jede Vorlage... "Fehler gehen zu Lasten dessen, der sie begeht..."

Man fragt sich ja,  wie inhaltsleer ein Leben sein muss, dass man es damit füllt in einem Forum nach Schreibfehlern oder falschen Bezeichnungen zu suchen um stundenlang darauf herumzureiten.
Und dann glaubt er ernsthaft, es seien die anderen, die "intellektueller Minderwertigkeit" unterliegen...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 14:40

Es ging und geht nicht darum, ob es eine E9 gab - sondern ob es sie gibt, denn die wahrheitswidrige Behauptung war, daß es Lehrer in E9 gebe und nicht ob es welche gegeben habe. Nach dem eindeutigen Hinweis, daß es keine gibt, das wahrheitswidrige Gegenteil zu behaupten, zeugt entweder von bewußter Falschbehauptung oder intellektueller Minderwertigkeit. Ich bin gerne bereit, meine diesbezügliche Einschätzung zu korrigieren und nunmehr von Letzterem auszugehen.

Stimmt...nicht zu wissen, dass E9 klein klein mit der Tarifrunde TV-L 2019 im März abgeschafft wurde zeugt von intellektueller Minderwertigkeit  ;D
Schade, dass es hier kein facepalm smiley gibt  :-[
Die intellektuelle Minderwertigkeit beginnt bereits damit zu glauben, es hätte eine „E9 klein klein“ überhaupt gegeben. Dein intellektuelles Versagen setzte sich sodann fort, als Du auf meine vollständig und umfassend zutreffende Darstellung hin wahrheitswidrig das Gegenteil behauptet hast. Im weiteren Verlauf versagtest Du sodann intellektuell dabei, den absolut eindeutigen Hinweis, daß es keine E9 gibt, verstehend zu verarbeiten. Wo genau in diesem Prozeß möchtest Du Dein intellektuelles Versagen bestreiten?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 14:42
Und merkt euch, er nutzt jede Vorlage... "Fehler gehen zu Lasten dessen, der sie begeht..."

Man fragt sich ja,  wie inhaltsleer ein Leben sein muss, dass man es damit füllt in einem Forum nach Schreibfehlern oder falschen Bezeichnungen zu suchen um stundenlang darauf herumzureiten.
Und dann glaubt er ernsthaft, es seien die anderen, die "intellektueller Minderwertigkeit" unterliegen...

Wie inhaltsleer muß ein Leben sein, daß man sich auch noch über derlei echauffiert? Und wie intellektuell minderwertig muß man sein, um nicht zu erkennen, daß Falschdarstellungen nunmal Falschdarstellungen und eben keine Fehler rein redaktioneller Art sind? Fragen über Fragen…
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 26.10.2021 14:55
Und merkt euch, er nutzt jede Vorlage... "Fehler gehen zu Lasten dessen, der sie begeht..."

Man fragt sich ja,  wie inhaltsleer ein Leben sein muss, dass man es damit füllt in einem Forum nach Schreibfehlern oder falschen Bezeichnungen zu suchen um stundenlang darauf herumzureiten.
Und dann glaubt er ernsthaft, es seien die anderen, die "intellektueller Minderwertigkeit" unterliegen...

Wie inhaltsleer muß ein Leben sein, daß man sich auch noch über derlei echauffiert? Und wie intellektuell minderwertig muß man sein, um nicht zu erkennen, daß Falschdarstellungen nunmal Falschdarstellungen und eben keine Fehler rein redaktioneller Art sind? Fragen über Fragen…

Sagt der rechte Forentroll - der von 9:00 - 22:00 Uhr täglich nichts besseres zu tun hat als sich vermeintlich über ander zu erheben - ist wieder gut, zurück ins Körbchen, hophop.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.10.2021 14:58
Das kannst Du gerne meinen, es ist aber unbeachtlich - denn Du bist unbeachtlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 26.10.2021 15:00
Und merkt euch, er nutzt jede Vorlage... "Fehler gehen zu Lasten dessen, der sie begeht..."

Man fragt sich ja,  wie inhaltsleer ein Leben sein muss, dass man es damit füllt in einem Forum nach Schreibfehlern oder falschen Bezeichnungen zu suchen um stundenlang darauf herumzureiten.
Und dann glaubt er ernsthaft, es seien die anderen, die "intellektueller Minderwertigkeit" unterliegen...

Wie inhaltsleer muß ein Leben sein, daß man sich auch noch über derlei echauffiert? Und wie intellektuell minderwertig muß man sein, um nicht zu erkennen, daß Falschdarstellungen nunmal Falschdarstellungen und eben keine Fehler rein redaktioneller Art sind? Fragen über Fragen…

Sagt der rechte Forentroll - der von 9:00 - 22:00 Uhr täglich nichts besseres zu tun hat als sich vermeintlich über ander zu erheben - ist wieder gut, zurück ins Körbchen, hophop.

Du hast die Startzeit falsch angeben: Das Generve startet schon vorher...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.10.2021 15:12
Und merkt euch, er nutzt jede Vorlage... "Fehler gehen zu Lasten dessen, der sie begeht..."

Man fragt sich ja,  wie inhaltsleer ein Leben sein muss, dass man es damit füllt in einem Forum nach Schreibfehlern oder falschen Bezeichnungen zu suchen um stundenlang darauf herumzureiten.
Und dann glaubt er ernsthaft, es seien die anderen, die "intellektueller Minderwertigkeit" unterliegen...

Wie inhaltsleer muß ein Leben sein, daß man sich auch noch über derlei echauffiert? Und wie intellektuell minderwertig muß man sein, um nicht zu erkennen, daß Falschdarstellungen nunmal Falschdarstellungen und eben keine Fehler rein redaktioneller Art sind? Fragen über Fragen…

Sagt der rechte Forentroll - der von 9:00 - 22:00 Uhr täglich nichts besseres zu tun hat als sich vermeintlich über ander zu erheben - ist wieder gut, zurück ins Körbchen, hophop.

Du hast die Startzeit falsch angeben: Das Generve startet schon vorher...
und immer dran Denken, selbst in der Sylvesternacht steht Spid bereit und hat kurz nach Mitternacht schon den Spitzenbleistift in der Hand.
Wer nichts anderes zu tun hat.....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 26.10.2021 16:08
Wer nichts anderes zu tun hat.....

... echauffiert sich über andere
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Corsi am 26.10.2021 16:18
ich will ja nicht stören, aber Thema: TV-L Verhandlungen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 26.10.2021 20:08
Füttert solche überirdische Wesen mit Kräften von irgendwelchen Vulkaniern, Klingonen oder sonstigem nicht weiter. Wir kleinen sterblichen Wesen sind derartiger Allmacht nicht gewachsen. Günstig wäre es jedoch, diese Kräfte in die Verhandlungen zum TV-L zu stecken. Ich habe die Kündigung bereits geschrieben und vorerst noch in die Schublade gelegt. Bei miserablem Verhandlungsergebnis wird es das gewesen sein mit TV-L. Schade, da die Tätigkeit an sich sehr interessant ist. Aber:

"Der Mensch lebt nicht von Arbeit allein."
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TechnikerTB am 27.10.2021 07:33
Ich denke auch wir sollten zum eigentlichen Thema der Runde zurückkehren: TV-L 2021.
Heute Nachmittag wird ja weiter verhandelt, lassen wir uns überraschen. All zu hohe Erwartungen sollte man jedoch nicht haben, um nicht enttäuscht zu werden.

Was den/die Kolleg*in Spid betrifft: er/sie ist und bleibt Forum-Guru. Was er/sie fachlich beisteuert ist nicht zu beanstanden. Da können sich viele Personaler, Personalräte usw. gleich mehrere Scheiben abschneiden. Das er/sie manches Mal, für den einen oder anderen, unter der Gürtellinie antwortet ist nicht schön. Aber ehrlich: was erwartet ihr von einem Forum, in dem Leute anonym texten können? Schaut euch mal z.B. einschlägige "Hilfeforen" im Bereich Handwerk (Heizung/Sanitär/Lüftung)an. Da wird man für seine Unwissenheit noch viel derber mit Kommentaren bestraft.
PS: Wer korrekt fragt, bekommt auch eine korrekte Antwort. Wenn man die  auf Anhieb vielleicht nicht versteht, dürfte jeder in der Lage sein diese dann selbst zu recherchieren. Die Kollegen von Beck, Haufe & Co. stellen auf Ihren Plattformen ausreichend Material zu Verfügung.

 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 27.10.2021 08:20
Die intellektuelle Minderwertigkeit beginnt bereits damit zu glauben, es hätte eine „E9 klein klein“ überhaupt gegeben.
*Autsch*
Intellektuelle Minderwertigkeit erlangt man indem man glaubt was eine Kollegin sagt und nicht überprüft ob es das umgangssprachliche E9 klein klein gibt?
Dein Universum muss ja in der Tat sehr klein und verkümmert sein.
Du hast mein aufrichtiges Beileid du armer Mensch.

Heute Nachmittag wird ja weiter verhandelt, lassen wir uns überraschen. All zu hohe Erwartungen sollte man jedoch nicht haben, um nicht enttäuscht zu werden.


Gehts nicht Montag/Dienstag weiter?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2Qt2beStr8 am 27.10.2021 10:27
Verhandlungsrunden:   
1 - 8.10.2021
2 - 1.11./2.11.
3 - 27.11./28.11.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TechnikerTB am 27.10.2021 12:16
Gehts nicht Montag/Dienstag weiter?


Oh ja, stimmt. Montag sitzen die Verhandler wieder am Tisch. Mein Fehler :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 27.10.2021 14:38
Durch die Panikmache vor der diesjährigen Inflation in den Medien hoffe ich auf einen hohen Tabellenabschluss! Und je höher die Prozente, desto weniger schlimm ist der Sockelbetrag!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 27.10.2021 15:10
Durch die Panikmache vor der diesjährigen Inflation in den Medien hoffe ich auf einen hohen Tabellenabschluss! Und je höher die Prozente, desto weniger schlimm ist der Sockelbetrag!

Sockelbetrag weg lassen -> mehr für den Rest
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 27.10.2021 15:15
Durch die Panikmache vor der diesjährigen Inflation in den Medien hoffe ich auf einen hohen Tabellenabschluss! Und je höher die Prozente, desto weniger schlimm ist der Sockelbetrag!
Also von Panikmache würde ich nicht reden wenn das Ifo–Institut für dieses Jahr von 3% und nächstes Jahr von 2%–2,5% Inflation spricht.
Dann sind die 4% von Hessen, die dank Progression auch keine 4% mehr sind, ein Reallohnverlust.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 27.10.2021 15:25
wie schon gesagt: letztes Jahr überproportionale Anhebung (3.x ) und in diesem Jahr schon 1,4... aber ist schon vergessen...  :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 27.10.2021 15:51
Und man glaubt es kaum, die letzten Jahre gab es ein Reallohngewinn bei den Abschlüssen.
Titel: Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: Uschi am 28.10.2021 13:26
Es ist gelaufen. Im System der Pressestelle von ver.di tauchte heute dieser Waschzettel auf, der eigentlich erst am 29. November bei der Bekanntgabe des Tarifabschlusses an die Medien weitergeleitet werden sollte. Ein interner Whistleblower hat das Info aber jetzt schon durchgestochen.

Tabellenentgelt
Ab 1. Oktober 2022 gibt es 2,1 Prozent Zuwachs. Im Oktober 2023 kommen noch einmal 2 Prozent hinzu. Laufzeit: 32 Monate. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: Das ist ein Plus von 4,1 Prozent und damit sogar besser als in Hessen. Azubis erhalten 70 Euro mehr. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Ein guter Kompromiss für beide Seiten.“

Sonderzahlung
2022 gibt es eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 450 Euro. 2023 folgt eine weitere Zahlung von 400 Euro. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Angesichts der besonderen Lage und den vielen weiteren Forderungen, die wir durchgesetzt haben, ist das ein gutes Ergebnis-“

Stufengleiche Höhergruppierung
Es wird eine Öffnungsklausel vereinbart. Arbeitgeber im Geltungsbereich des TV-L können bei Personalmangel oder zur Deckung des Personalbedarfes statt einer Vorweggewährung von Stufen eine stufengleiche Höhergruppierung anwenden. Der Personalrat kann beratend einbezogen werden. Für alle übrigen Fälle bleibt es bei dem Garantiebetrag, der entsprechend der Tabellenentgelte angehoben wird. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Wir sind heute einen Riesenschritt weitergekommen. Die Stufengleiche Höhergruppierung ist nun nicht mehr ausgeschlossen und kann regional auch umgesetzt werden.“

Paralleltabelle
„Auch hier sind wir einen großen Schritt weitergekommen.“ (Zitat GEW vom 29.11.2021) Der Angleichungsbetrag wird erneut erhöht und zwar um 20 Euro.

Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
Hier konnte bisher kein konkretes Ergebnis vereinbart werden. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zu vertraglichen Regelungen für studentische Beschäftigte einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Erzieherinnen und Erzieher
Eine besondere Anhebung innerhalb der S-Tabelle wurde nicht vereinbart. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zum Ausbau der S-Tabelle einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Arbeitsvorgang
Die Gewerkschaften wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Neubewertung von Eingruppierungen, da sie auch zum Vorteil der Tarifbeschäftigten führen können. Es wurde aber ein Bestandsschutz für bestehende Verträge vereinbart. Dieser Bestandsschutz erlischt nach einer Höhergruppierung oder dem Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Die Gewerkschaften haben klare Signale gesetzt: Bis hierher und nicht weiter.“

Beamte
Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger. Zitat ddb vom vom 29. 11. 2021: "Das war uns besonders wichtig."

Wer’s nicht glaubt oder das hier für Satire hält, kann ja bis Ende November abwarten...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pepper2012 am 28.10.2021 13:57
Damit wickeln sich die sog. Gewerkschaften selbst ab.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 28.10.2021 14:16
Und stehen bei der nächsten Tarifrunde trotzdem wieder auf der Matte.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 28.10.2021 14:22
Was ist  mit der JSZ? Bleibt das einfrieren automatisch bestehen wenn nix vereinbart wird, oder läuft es automatisch aus?
Titel: Antw:Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: teclis22 am 28.10.2021 14:34

Wer’s nicht glaubt oder das hier für Satire hält, kann ja bis Ende November abwarten...

Ich bete nicht oft aber hier mache ich eine Ausnahme: "Rette uns vor diesem Abschluss Superman!"

Titel: Antw:Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: ktown am 28.10.2021 14:35

Arbeitsvorgang
Die Gewerkschaften wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Neubewertung von Eingruppierungen, da sie auch zum Vorteil der Tarifbeschäftigten führen können.
Kann mich mal jemand aufklären, was das bedeutet (Sorry dafür wenn ich die letzten 20 Seiten nicht durchforste)?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ACDSee am 28.10.2021 14:35
Ich kann gut glauben, dass dieses Ergebnis kommen wird, auch wenns erstmal nur ausgedacht ist. Ich wüsste zwar nicht, wie man eine Nullrunde bei spürbarer Inflation und einer Fordeurng von 5% über 12 Monate auch noch als Erfolg verkaufen kann, aber das reden sich Verdi und die anderen Gewerkschaften sicherlich schon irgendwie schön -> Stichwort 7,7% in Hessen.

Man könnte ja nach dieser Runde auch auf die Idee kommen, dass es zielführender wäre, einen automatischen Inflationsausgleich zu vereinbaren. Dann spart man sich die lustigen/peinlichen Wir-sind-mehr-Wert-Auftritte und das "5-6% über 12 Monate Geblubber" und kann sich auch unterjährlich und nicht nur alle zwei bis drei Jahre über Arbeitsbedingungen, Urlaubsregelungen, Prämien und Strukturverbesserungen unterhalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 28.10.2021 14:48
Die stufengleiche Höhergruppierung wird nicht kommen... Das wurde bestimmt bisher noch nicht einmal angesprochen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 28.10.2021 15:14
https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_91048590/teuerungsrate-inflation-in-deutschland-steigt-auf-4-5-prozent.html
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 28.10.2021 15:45
Apropos Satire:
Wäre Julian Nagelsmann ein Gewerkschaftsfunktionär würde er das Spiel Bayern gegen Mönchengladbach wie folgt kommentieren:

"Wir haben hart gespielt, klare Kante gezeigt und uns jeden Ballbesitz einzeln erkämpft. In dieser Beziehung haben wir auch einige Erfolge zu verzeichnen. Danke auch an unsere Fans, die durch ihre zahlreiche Präsenz mit Transparenten und Sprechchören unsere gemeinsamen Ziele unterstützt haben. Leider waren die Spieler von Gladbach nicht bereit, unserer berechtigten Forderung nach einem Gegentreffer auch nur einen einzigen Schritt entgegenzukommen. So gesehen, haben wir insgesamt ein gutes Ergebnis erzielt und sind für die nächsten Herausforderungen bestens aufgestellt."
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 28.10.2021 15:47
1) Aus dem Schrieben wird nicht deutlich wann genau die beiden Sonderzahlungen fließen soll.
2) Immerhin kein tabellenwirksamer Sockelbetrag laut Schreiben!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Uschi am 28.10.2021 16:11
1) Aus dem Schrieben wird nicht deutlich wann genau die beiden Sonderzahlungen fließen soll.
2) Immerhin kein tabellenwirksamer Sockelbetrag laut Schreiben!

Oh sorry, mein Whistleblower konnte auf die Schnelle nur einen Teil des Waschzettels kopieren. Für die Beantwortung deiner Frage und bzgl. der JSZ müsst ihr wohl noch bis Ende November warten. Vielleicht erscheint auch vorher noch ein Artikel im Postillon dazu.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 28.10.2021 16:16
Zitat
Man könnte ja nach dieser Runde auch auf die Idee kommen, dass es zielführender wäre, einen automatischen Inflationsausgleich zu vereinbaren.
Dann hätte wir die letzten Jahre ja noch schlechtere Tarifabschlüsse gehabt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 28.10.2021 16:28
Wenn wir es vereinfachen wollen: Koppeln an die Diätenerhöhungen  :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 28.10.2021 16:52
Wenn wir es vereinfachen wollen: Koppeln an die Diätenerhöhungen  :)

Die Diätenerhöhung richtet sich ja grundsätzlich nach der allgemeinen Einkommensentwicklung des Vorjahres und die liegt nunmal i.d.R. immer über den Lohnerhöhungen im öD, um es abzukürzen, nein daran hat keiner ein Interesse.

Der Vorsitzende der TDL hat mal wieder verlautbaren lassen, dass kaum Spielraum für Lohnerhöhungen bestehen würden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 28.10.2021 17:10
und die liegt nunmal i.d.R. immer über den Lohnerhöhungen im öD,
Ist das so? Diese Quelle falsch?
(https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/gehaltsentwicklung-4.png)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Uschi am 28.10.2021 17:46
Vielleicht sollte man die Gehaltsentwicklung mal an ganz anderen Parametern orientieren:

(https://netzfrauen.org/wp-content/uploads/2018/02/2018-02-02-Dt._Bank-Gewinn_und_Boni-FARBE-1.jpg)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Danielr am 28.10.2021 18:04
Geil
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 28.10.2021 18:40
Eine Frage des Verhandlungsgeschicks..?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 28.10.2021 18:52
und die liegt nunmal i.d.R. immer über den Lohnerhöhungen im öD,
Ist das so? Diese Quelle falsch?
(https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/gehaltsentwicklung-4.png)

Naja durch "Einzelerhöhungen" wurde ganz gut aufgeholt. Die Kommissionen orientieren sich ja auch nur daran.
Ich wüsste nicht wann der öD mal 4 oder 5% Erhöhung bekommen hätte, zumindest wenn man sich auf die Diäten auf Bundesebene mal bezieht.
Aktuell müssten die Diäten sinken, das tun sie auch auf Bundesebene, auf Landesebene tun sich einige schwer damit.
Von mir aus sollen Abgeordnete gerne noch deutlich mehr bekommen, dafür dann aber die x Nebeneinkünfte entweder gänzlich offenlegen oder selbige sein lassen.

Verhandeln? Was ist das?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 28.10.2021 20:36
Die stufengleiche Höhergruppierung wird nicht kommen... Das wurde bestimmt bisher noch nicht einmal angesprochen.

Ich glaube eher, es wird auf einen faulen Kompromiss hinauslaufen, wie Uschi es karikiert hat. Es geht um Gesichtswahrung. Die TdL will  nicht wieder als Blockierer da stehen und die Gewerkschaften brauchen zumindest scheinbar einen Verhandlungerfolg. Isi hatte ja bereits so etwas angedeutet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 28.10.2021 21:11
Naja durch "Einzelerhöhungen" wurde ganz gut aufgeholt.
Also ist deine Aussage, dass die allgemeinen Einkommensentwicklung ist idR oberhalb der vom öD ist, nur eine gefühlte, aber nicht korrekte Aussage gewesen.

So wie jetzt alle darüber Klagen, dass Benzin und Diesel exorbitant teurer geworden ist, aber nicht wissen (begreifen), dass inflationsbereinigt, Diesel etc. immer noch nicht sein bisheriges historisches Maximum erreicht hat.

Titel: Antw:Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: Isi am 28.10.2021 22:25
Es ist gelaufen. Im System der Pressestelle von ver.di tauchte heute dieser Waschzettel auf, der eigentlich erst am 29. November bei der Bekanntgabe des Tarifabschlusses an die Medien weitergeleitet werden sollte. Ein interner Whistleblower hat das Info aber jetzt schon durchgestochen.

Tabellenentgelt
Ab 1. Oktober 2022 gibt es 2,1 Prozent Zuwachs. Im Oktober 2023 kommen noch einmal 2 Prozent hinzu. Laufzeit: 32 Monate. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: Das ist ein Plus von 4,1 Prozent und damit sogar besser als in Hessen. Azubis erhalten 70 Euro mehr. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Ein guter Kompromiss für beide Seiten.“

Sonderzahlung
2022 gibt es eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 450 Euro. 2023 folgt eine weitere Zahlung von 400 Euro. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Angesichts der besonderen Lage und den vielen weiteren Forderungen, die wir durchgesetzt haben, ist das ein gutes Ergebnis-“

Stufengleiche Höhergruppierung
Es wird eine Öffnungsklausel vereinbart. Arbeitgeber im Geltungsbereich des TV-L können bei Personalmangel oder zur Deckung des Personalbedarfes statt einer Vorweggewährung von Stufen eine stufengleiche Höhergruppierung anwenden. Der Personalrat kann beratend einbezogen werden. Für alle übrigen Fälle bleibt es bei dem Garantiebetrag, der entsprechend der Tabellenentgelte angehoben wird. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Wir sind heute einen Riesenschritt weitergekommen. Die Stufengleiche Höhergruppierung ist nun nicht mehr ausgeschlossen und kann regional auch umgesetzt werden.“

Paralleltabelle
„Auch hier sind wir einen großen Schritt weitergekommen.“ (Zitat GEW vom 29.11.2021) Der Angleichungsbetrag wird erneut erhöht und zwar um 20 Euro.

Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
Hier konnte bisher kein konkretes Ergebnis vereinbart werden. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zu vertraglichen Regelungen für studentische Beschäftigte einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Erzieherinnen und Erzieher
Eine besondere Anhebung innerhalb der S-Tabelle wurde nicht vereinbart. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zum Ausbau der S-Tabelle einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Arbeitsvorgang
Die Gewerkschaften wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Neubewertung von Eingruppierungen, da sie auch zum Vorteil der Tarifbeschäftigten führen können. Es wurde aber ein Bestandsschutz für bestehende Verträge vereinbart. Dieser Bestandsschutz erlischt nach einer Höhergruppierung oder dem Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Die Gewerkschaften haben klare Signale gesetzt: Bis hierher und nicht weiter.“

Beamte
Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger. Zitat ddb vom vom 29. 11. 2021: "Das war uns besonders wichtig."

Wer’s nicht glaubt oder das hier für Satire hält, kann ja bis Ende November abwarten...

Hm nein, ja also nein än, ja, nein.

Quatsch :D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 28.10.2021 22:42
Würde mir wünschen, dass TDL und verdi es genauso handhaben würden, wie in Berlin die BVG und verdi…

Zitat
Aus Verhandlungskreisen hieß es, beide Seiten seien nicht zuletzt aufgrund der angespannten Pandemiesituation an einer schnellen Einigung interessiert gewesen und hätten deshalb auf "Verhandlungsfolklore" verzichtet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 29.10.2021 10:28
Würde mir wünschen, dass TDL und verdi es genauso handhaben würden, wie in Berlin die BVG und verdi…

Zitat
Aus Verhandlungskreisen hieß es, beide Seiten seien nicht zuletzt aufgrund der angespannten Pandemiesituation an einer schnellen Einigung interessiert gewesen und hätten deshalb auf "Verhandlungsfolklore" verzichtet.

Hier ist der Link dazu: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/10/berlin-bvg-bt-tarifabschluss-einigung-arbeitgeberverband-verdi.html

Interessant ist hier mal wieder die Höhe der Abschlüsse:

Wer träumt hier eigentlich noch von 5 Prozent geschweige denn Inflationsausgleich?
Interessant ist auch, dass beide Tarifparteien die eigenen "Kampf"ansagen bzw -maßnahmen als "Folklore" bezeichnen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 29.10.2021 10:39
Würde mir wünschen, dass TDL und verdi es genauso handhaben würden, wie in Berlin die BVG und verdi…

Zitat
Aus Verhandlungskreisen hieß es, beide Seiten seien nicht zuletzt aufgrund der angespannten Pandemiesituation an einer schnellen Einigung interessiert gewesen und hätten deshalb auf "Verhandlungsfolklore" verzichtet.

Hier ist der Link dazu: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/10/berlin-bvg-bt-tarifabschluss-einigung-arbeitgeberverband-verdi.html

Interessant ist hier mal wieder die Höhe der Abschlüsse:
  • Untere und mittlere Einkommensgruppen erhalten erst 2,1 Prozent und im Folgejahr 1,2 Prozent.
  • Höhere Einkommensgruppe erhalten eine Einmalzahlung und 1,9 Prozent sowie im Folgejahr ebenfalls 1,2 Prozent.

Wer träumt hier eigentlich noch von 5 Prozent geschweige denn Inflationsausgleich?
Interessant ist auch, dass beide Tarifparteien die eigenen "Kampf"ansagen bzw -maßnahmen als "Folklore" bezeichnen.

Wobei ich den Punkt mit der Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 37,5 Stunden bei gleichzeitiger Erhöhung des Entgeltes nicht unterschlagen würde. Alleine die Arbeitszeitreduzierung entspricht 4%.

Edit: Im TV-L haben wir ja generell überwiegend ca. 40h Arbeitszeit. Könnte meinentwegen auch mal sinken.
Titel: Antw:Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: Zinc am 29.10.2021 12:43
Es ist gelaufen. Im System der Pressestelle von ver.di tauchte heute dieser Waschzettel auf, der eigentlich erst am 29. November bei der Bekanntgabe des Tarifabschlusses an die Medien weitergeleitet werden sollte. Ein interner Whistleblower hat das Info aber jetzt schon durchgestochen.

Tabellenentgelt
Ab 1. Oktober 2022 gibt es 2,1 Prozent Zuwachs. Im Oktober 2023 kommen noch einmal 2 Prozent hinzu. Laufzeit: 32 Monate. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: Das ist ein Plus von 4,1 Prozent und damit sogar besser als in Hessen. Azubis erhalten 70 Euro mehr. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Ein guter Kompromiss für beide Seiten.“

Sonderzahlung
2022 gibt es eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 450 Euro. 2023 folgt eine weitere Zahlung von 400 Euro. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Angesichts der besonderen Lage und den vielen weiteren Forderungen, die wir durchgesetzt haben, ist das ein gutes Ergebnis-“

Stufengleiche Höhergruppierung
Es wird eine Öffnungsklausel vereinbart. Arbeitgeber im Geltungsbereich des TV-L können bei Personalmangel oder zur Deckung des Personalbedarfes statt einer Vorweggewährung von Stufen eine stufengleiche Höhergruppierung anwenden. Der Personalrat kann beratend einbezogen werden. Für alle übrigen Fälle bleibt es bei dem Garantiebetrag, der entsprechend der Tabellenentgelte angehoben wird. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Wir sind heute einen Riesenschritt weitergekommen. Die Stufengleiche Höhergruppierung ist nun nicht mehr ausgeschlossen und kann regional auch umgesetzt werden.“

Paralleltabelle
„Auch hier sind wir einen großen Schritt weitergekommen.“ (Zitat GEW vom 29.11.2021) Der Angleichungsbetrag wird erneut erhöht und zwar um 20 Euro.

Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
Hier konnte bisher kein konkretes Ergebnis vereinbart werden. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zu vertraglichen Regelungen für studentische Beschäftigte einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Erzieherinnen und Erzieher
Eine besondere Anhebung innerhalb der S-Tabelle wurde nicht vereinbart. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zum Ausbau der S-Tabelle einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Arbeitsvorgang
Die Gewerkschaften wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Neubewertung von Eingruppierungen, da sie auch zum Vorteil der Tarifbeschäftigten führen können. Es wurde aber ein Bestandsschutz für bestehende Verträge vereinbart. Dieser Bestandsschutz erlischt nach einer Höhergruppierung oder dem Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Die Gewerkschaften haben klare Signale gesetzt: Bis hierher und nicht weiter.“

Beamte
Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger. Zitat ddb vom vom 29. 11. 2021: "Das war uns besonders wichtig."

Wer’s nicht glaubt oder das hier für Satire hält, kann ja bis Ende November abwarten...

Hm nein, ja also nein än, ja, nein.

Quatsch :D

Wieso soll das Entgelt eigentlich erst ab 1. Oktober 2022 steigen und nicht ab dem 01.01? 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 29.10.2021 12:52
Weil es nach der Logik des Posts dafür die Einmalzahlung gibt die das kompensieren soll
Titel: Antw:Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: WasDennNun am 29.10.2021 12:58
Wieso soll das Entgelt eigentlich erst ab 1. Oktober 2022 steigen und nicht ab dem 01.01?
Wieso zum 1.1. und nicht zum 1.10.21?
Titel: Antw:Whistleblower: Tarifabschluss 2021 an Medien durchgestochen
Beitrag von: öfföff am 29.10.2021 14:10

Wieso soll das Entgelt eigentlich erst ab 1. Oktober 2022 steigen und nicht ab dem 01.01?

Es spart den Arbeitgebern Geld zw. dem 1.1. und 1. Oktober ;-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 29.10.2021 14:16
Würde mir wünschen, dass TDL und verdi es genauso handhaben würden, wie in Berlin die BVG und verdi…

Zitat
Aus Verhandlungskreisen hieß es, beide Seiten seien nicht zuletzt aufgrund der angespannten Pandemiesituation an einer schnellen Einigung interessiert gewesen und hätten deshalb auf "Verhandlungsfolklore" verzichtet.

Hier ist der Link dazu: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/10/berlin-bvg-bt-tarifabschluss-einigung-arbeitgeberverband-verdi.html

Interessant ist hier mal wieder die Höhe der Abschlüsse:
  • Untere und mittlere Einkommensgruppen erhalten erst 2,1 Prozent und im Folgejahr 1,2 Prozent.
  • Höhere Einkommensgruppe erhalten eine Einmalzahlung und 1,9 Prozent sowie im Folgejahr ebenfalls 1,2 Prozent.

Wer träumt hier eigentlich noch von 5 Prozent geschweige denn Inflationsausgleich?
Interessant ist auch, dass beide Tarifparteien die eigenen "Kampf"ansagen bzw -maßnahmen als "Folklore" bezeichnen.

Wobei ich den Punkt mit der Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 37,5 Stunden bei gleichzeitiger Erhöhung des Entgeltes nicht unterschlagen würde. Alleine die Arbeitszeitreduzierung entspricht 4%.

Edit: Im TV-L haben wir ja generell überwiegend ca. 40h Arbeitszeit. Könnte meinentwegen auch mal sinken.

Wären klamme Kassen daher nicht ein gutes Argument für die Reduzierung der Wochenarbeitszeit? Wenn man dafür kein neues Personal einstellt, was in der Verwaltung ja durchaus machbar ist und nur in Bereichen mit Bereitschaften und Schichtplänen wie bei Pflege für mehr Personal führen würde, erhöht sich dadurch der Stundenlohn der Beschäftigen ohne nennenswerte Mehrkosten?
37,5 WAZ klingen doch nett
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 29.10.2021 14:26
Wären klamme Kassen daher nicht ein gutes Argument für die Reduzierung der Wochenarbeitszeit? Wenn man dafür kein neues Personal einstellt, was in der Verwaltung ja durchaus machbar ist(...)

Gutes Argument für die Arbeitgeber. Statt die Arbeitszeit um 2,5 Stunden pro Woche zu kürzen würde dann einfach bei gleichbleibender Arbeitszeit jeder gut 6 % mehr Workload bekommen. Es scheint ja dann noch Kapazität vorhanden zu sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 29.10.2021 17:56
Naja, jede Verwaltung wird natürlich immer schreien der Workload sei bereits ausgereizt und zusätzliche Aufgaben können nicht noch übernommen werden und im Zweifel würde in entsprechend ausgereizten Dienststellen mehr Arbeit liegen bleiben und Wartezeiten sich erhöhen. Aber wenn es den AG stört kann er ja immernoch mehr Personal einstellen, oder halt nicht. Ich wollte eher darauf abzielen, dass in einer Verwaltung die Arbeit weniger an Faktoren wie Bereitschaften, Öffnungsfenster, Betreeung oder Pflege gebunden ist und weniger WAZ Stunden den Dienstbetrieb weniger stören.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 29.10.2021 19:27
Eine Forderung nach Verkürzung der Wochenarbeitszeit wurde in dieser Tarifrunde von den Gewerkschaften nicht erhoben. Sie wird daher auch nicht Gegenstand des diesjährigen Abschlusses sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 29.10.2021 19:49
Dies ist mir bewusst, daher der Hinweis, dass es doch auch aus AG Sicht attraktiv sein könnte? Es dürfen ja nicht nur Gewerkschaften Themen auf die Tagesordnung setzen.
Aber ja, davon ist leider nicht ausgehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 30.10.2021 22:21
Das Ergebnis steht doch schon fest. Besser als der TV-H wird es nicht werden. 4,5% auf ein Jahr, also Inflation und über 7%* Erhöhung des TV-L.


* Für Azubis im Postwagen-Weitwurf mit Rechenschwäche auf 30 Monate...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 31.10.2021 01:48
[...]Besser als der TV-H wird es nicht werden. 4,5%[...]
Wieso? Auf welcher Grundlage kommst du zu dieser Einschätzung?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 31.10.2021 14:00
Ein aktueller Artikel auf der Welt zu den Verhandlungen:

https://www.welt.de/wirtschaft/article234747186/Tarifverhandlungen-Beamtenbund-droht-mit-Streiks-im-oeffentlichen-Dienst.html
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 31.10.2021 15:42
Beamte dürfen nicht streiken, zur Durchsetzung ihrer Forderungen werden die Angestellen gebraucht. Deren Ergebnisse fallen wiederum niedriger aus, weil sie auf die zahlreichen Beamten übertragen werden.

In der Tat wäre es für einige Gruppen günstiger, einzeln und autonom zu verhandeln. Ganz sicher ab E11...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 31.10.2021 16:56
In der Tat wäre es für einige Gruppen günstiger, einzeln und autonom zu verhandeln. Ganz sicher ab E11...

Es gibt keine Berufsgruppe EG11, insofern ist das ja nicht umsetzbar.
klar könnten die Lehrer für sich verhandeln
Die BauIngs und die anderen MINTler

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 31.10.2021 17:20
...so war es gemeint. Danke für die Klarstellung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 31.10.2021 21:40
Erstaunt bin ich über die Aussage im Artikel, man könne an der Forderung nun nichts mehr ändern. Wie bitte soll man das denn verstehen. War schon Redaktionsschluss und der Tarifvertrag ist schon gedruckt? Ändern kann man, wenn man wollte, bis zu einer Einigung alles und ganz besonders dann, wenn es bisher kein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 01.11.2021 09:47
Ändern kann man, wenn man wollte, bis zu einer Einigung alles und ganz besonders dann, wenn es bisher kein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite gibt.

Bei einer echten Verhandlung wäre das so, deswegen verhandelt man ja. Aber hier ist das ja eher Show als ergebnisoffene Diskussion.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 01.11.2021 09:58
zur Durchsetzung ihrer Forderungen werden die Angestellen gebraucht.

Nö. Um die Beamten kümmert sich das Bundesverfassungsgericht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 01.11.2021 10:19
Und das Verhältnis zum tariflichem Entgelt ist nur eines der Kriterien die erfüllt sein müssen für eine verfassungskonforme Alimentation.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 01.11.2021 10:23
zur Durchsetzung ihrer Forderungen werden die Angestellen gebraucht.

Nö. Um die Beamten kümmert sich das Bundesverfassungsgericht.

Warum sitzen sie dann am Verhandlungstisch und engen den Spielraum ein..???
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 01.11.2021 10:42
Herr Silberbach droht: „Wenn die Arbeitgeber nicht endlich vernünftig mit uns diskutieren, werden wir verstärkt streiken.“

Aber was heißt eigentlich „verstärkt streiken“?


Nächste Frage: Was heißt "vernünfitg diskutieren"?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 01.11.2021 11:08
"verstärkt Streiken" -> zwei statt einem Streiktag, was ja quasi einer Steigerung von 100% entspricht ^^

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Doso am 01.11.2021 12:32
Immer das selbe Theater, alle 2-3 Jahre. 1-2 Tage harmlose Warnstreiks dort wo es kaum jemand sieht und sich nicht mal die Gewerkschafter wirklich dran beteiligen. Das führt dazu das die Arbeitgeber ein butterweiches Angebot machen dem die Gewerkschaften nach etwa fünf Minuten Diskussion zustimmen und sich dann selbst feiern. ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 01.11.2021 12:42
[...] und sich nicht mal die Gewerkschafter wirklich dran beteiligen. [...]
Wie kommt es zu dieser Annahme? Ich würde als Hypothese genau das Gegenteil behaupten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 01.11.2021 12:48
"verstärkt Streiken" -> zwei statt einem Streiktag, was ja quasi einer Steigerung von 100% entspricht ^^

Das ist leider semantisch nicht ganz richtig. "Verstärkte Streiks" bedeuten keine Steigerung der Anzahl der Streiks. "verstärkte Streiks" bleiben in der Anzahl gleich, werden halt nur verstärkt, wie auch immer.

Ähnlich ist es mit dem "vernünftig diskutieren". Er fordert nicht, dass die Forderungen erfüllt werden, sondern nur dass "vernünftig diskutiert" wird. In einer vernünftigen Diskussion kann jeder bei seinem Standpunkt bleiben und am Ende geht man doch als Verlierer vom Tisch.

Man muss bei Gewerkschaftern sehr genau auf die Formulierung achten. Silberbach kann ja nichts versprechen, was er in Wirklichkeit gar nicht will oder kann. Mit so einer schwammigen Formulierung ist er aber immer auf der sicheren Seite.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 01.11.2021 17:53
Immer das selbe Theater, alle 2-3 Jahre. 1-2 Tage harmlose Warnstreiks dort wo es kaum jemand sieht und sich nicht mal die Gewerkschafter wirklich dran beteiligen. Das führt dazu das die Arbeitgeber ein butterweiches Angebot machen dem die Gewerkschaften nach etwa fünf Minuten Diskussion zustimmen und sich dann selbst feiern. ::)

Naja man muss dann aber auch mal feststellen:
Das ist auch eine Form der Macht der Gewerkschaft! Obwohl kaum gestreikt wird, und wenig Power hinter den Mitgliedern steht, bieten die Arbeitgeber jedes mal immer wieder doch ganz ordentliche Erhöhungen an!
Die Macht der Gewerkschaft ist da, nur nicht in der Form wie manch einer sie erwarten würde (Mitgliederzahl, Streikpower, etc.). Sie ist offenbar eher politisch angesiedelt, aber sie ist da.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 01.11.2021 17:59


Warum sitzen sie dann am Verhandlungstisch und engen den Spielraum ein..???

Das würde mich auch noch mal interessieren. Vorallem wie kann der Silberbach überhaupt verstärkte Streiks fordern? Er hat selber als (mutmaßlich verbeamtete Person) doch gar kein Streikrecht?

Ich finde ja Beamtenvertretungen gehören bei Tarifverhandlungen des Raumes verwiesen.

Euer Tanzbereich.. unser Tanzbereich.
Titel: Als Beamter in der Tarifrunde - Kleiner Selbsttest
Beitrag von: Lothar57 am 01.11.2021 21:18
Alle Gewerkschaften fordern ausdrücklich die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten. ver.di spricht sogar faktisch falsch von einer Tarif- und Besoldungsrunde.
Wenn du Beamter wärst: Welche der folgenden Ziele würdest du unterstützen?
Dabei beachten: jedes dieser Ziele kostet Geld, welches dann für deine Ziele fehlen könnte. Bitte ankreuzen.

⃝   Stufengleiche Höhergruppierung
⃝   Paralleltabelle für Lehrkräfte
⃝   Ausbau der S-Tabelle für TB im Erziehungsbereich
⃝   Tarifverträge für studentische Beschäftigte
⃝   Erhöhung der Tabellenentgelte

Auflösung:
Was hast du angekreuzt?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 01.11.2021 23:19
Fordern können die Gewerkschaften viel. Es wird nur auf die Beamten übertragen, wenn die Landtage die Gesetze entsprechend verabschieden. Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass man das nicht immer so genau genommen hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 01.11.2021 23:25
@Lothar57
Ich kann Deinen Ärger über die unterschiedlichen Beschäftigungsbedingungen der beiden Statusgruppen gut nachvollziehen. Polemik ist aber dennoch nicht angebracht. Oder siehst Du irgendwo einen Gewerkschafter, der für Beamte eine Verkürzung der Stufenlaufzeiten auf tarifliches Niveau oder ein entsprechende Verkürzung von Probezeiten fordert? Außerdem ist die S-Tabelle doch letztens erst ausgebaut worden. Was soll da fehlen? Und was sollen wissenschaftliche Hilfskräfte noch bekommen? Hältst Du deren Vergütung tatsächlich für unangemessen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 02.11.2021 08:33
Das Finanzministerium von Baden–Württemberg sieht in seiner Finanzplanung eine Steigerung der Gehälter von Beamten und Angestellten in Höhe von 2,1% vor.
Ich denke, dass im Hinblick auch auf das hessische Ergebnis, zumindest bei uns im Ländle, das die Richtung der ersten Erhöhung sein wird 😞.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.oeffentlicher-dienst-beamte-haben-mehr-geld-in-aussicht.5fbd9296-ec1b-4b75-836b-5cd57c21ca15.html

„ Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) sieht in seiner Finanzplanung bisher 2,1 Prozent mehr Gehalt vor. Das sind 400 Millionen Euro. Jeder weitere Prozentpunkt löst strukturelle Mehrkosten in Höhe von etwa 200 Millionen Euro aus – für die Besoldung der Beamten, die Pensionen sowie die Tarifangestellten. Ein Abschluss bei drei Prozent erbrächte für den Landesetat eine Mehrbelastung in Höhe von etwa 600 Millionen Euro – und das unter den Bedingungen der Schuldenbremse.“
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 02.11.2021 09:13
@Lothar57
Ich kann Deinen Ärger über die unterschiedlichen Beschäftigungsbedingungen der beiden Statusgruppen gut nachvollziehen. Polemik ist aber dennoch nicht angebracht. Oder siehst Du irgendwo einen Gewerkschafter, der für Beamte eine Verkürzung der Stufenlaufzeiten auf tarifliches Niveau oder ein entsprechende Verkürzung von Probezeiten fordert? Außerdem ist die S-Tabelle doch letztens erst ausgebaut worden. Was soll da fehlen? Und was sollen wissenschaftliche Hilfskräfte noch bekommen? Hältst Du deren Vergütung tatsächlich für unangemessen?

Was mein ironisch-überspitzter "Test" sagen will:
https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,116943.msg223622.html#msg223622
Die Übetragung der Ergebnisse auf die Beamten ist eine zentrale Forderung aller beteiligten Gewerkschaften. (Darum sitzen Vertreter der Beamtenschaft auch "beratend" mit am Verhandlungstisch.) Gemeint sind damit aber nur die Erhöhung der Tabellenentgelte und evtl. Einmalzahlungen. Alle anderen aktuellen Forderungen (im "Test" Punkte 1-4) sind TB-Kram, kosten aber ebenfalls Geld.


Die Einbeziehung der Interessen der Beamtenschaft in die Tarifverhandlungen nimmt so die TB also gleich von zwei Seiten in die Zange.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 02.11.2021 09:28
Ich glaube gar nicht, dass das die wirkenden Mechanismen sind. Es gibt schlicht nicht besonders viele tarifbeschäftigte Lehrer, so dass keine starke Lobby existiert. Und dann wird man bei Punkten wie der stufengleichen Höhergruppierung keinen Präzedenzfall für den TV-L schaffen wollen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 02.11.2021 09:52
Dort wo es in der Regel tarifbeschäftigte Lehrer gibt (Berlin verbeamtet als mittlerweile einziges Bundesland nicht - daher nur dort), werden vollausgebildete Lehrkräfte gleich bei Einstellung nach der Erfahrungsstufe 5 bezahlt (okay, zeitlich befristet - das fiele übrigens weg, wenn Berlin bald wieder verbeamten sollte, was in der Diskussion ist- ist keine Eingruppierung in Erfahrungsstufe 5, sondern wiederrufbare Zulage)

Sachsen hat die Verbeamtung letztes Jahr eingeführt - die Kompensationszahlungen an die langjährigen TBs sind ein Witz - der verbeamtete Berufsanfänger ist oft auf einem höherem Netto-Niveau als sein Schulleiter (da kann man sich die Atmosphäre vorstellen...)

Lothar hat schon Recht: strukturell gesehen, ist der Beamte 'der Gegner' der TBs, die Interessen laufen einfach zu stark auseinander

Der Lehrerbereich hat im TB-Bereich noch die Problematik der 'Erfüller' und 'Nicht-Erfüller' (mit oder ohne 2. Staatsexamen). Das ist ein großes Problem, dass die TBs dort keineswegs eine Einheit sind, sondern Erfüller und Nicht-Erfüller unterschiedliche Interessen haben. Unstrittig ist sicherlich, dass die Erfüller arg vernachlässigt wurden, während für die 'Nicht-Erfüller' doch einige Verbesserungen erreicht wurden (das sind diejenigen, die noch einmal ein 2. Staatsexamen und damit evtl Beamtenstaus erreichen könnten).

Mittlerweile muss man sagen: für einen angestellten Lehrer lohnt sich Qualifikation finanziell nicht.... außer in Berlin...(schon allein die Mühen des Referendariats, das ist wirklich oft ein Greuel...).
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 02.11.2021 09:55
Ich glaube gar nicht, dass das die wirkenden Mechanismen sind. Es gibt schlicht nicht besonders viele tarifbeschäftigte Lehrer, so dass keine starke Lobby existiert. Und dann wird man bei Punkten wie der stufengleichen Höhergruppierung keinen Präzedenzfall für den TV-L schaffen wollen.

Bundesweit gibt es derzeit rund 145.000 TB-Lehrkräfte. Das sind rund 21 Prozent von insgesamt rund 706.000. Ist das wenig?
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215871/umfrage/beamtenstatus-und-anzahl-der-lehrer-an-allgemeinbildenden-und-berufsschulen/
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 02.11.2021 09:59
Ja, aber wie eben ausgeführt - die TBs selbst sind eine äußerst heterogene Gruppe....

Der voll ausgebildete Vertretungslehrer im Wartestand auf eine Verbeamtungsstelle hat andere Interessen als der voll ausgebildete Lehrer auf eine Planstelle ohne Verbeamtungsperspektive (z.B. wegen Alter). Und dann gibt es noch die Seiteneinsteiger....(und da muss man wieder unterscheiden zwischen jenen, welche Qualifikation zur Verbeamtung anstreben - und welche nicht)

Bedauerlich an allen TB-Initialtiven ist, dass es überhaupt nicht zum Schulterschluss mit anderen Tarifbeschäftigten auf Stellen im gehobenen und höherem Dienst kommt (von den Gewerkschaften wohl auch nicht erwünscht). In Berlin gucken die anderen TBs auf z.B. E 13-Stellen natürlich auch skeptisch auf die bevorzugende 'Sonderbehandlung' der Lehrer.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Gartenilse am 02.11.2021 10:17
...
Sachsen hat die Verbeamtung letztes Jahr eingeführt - die Kompensationszahlungen an die langjährigen TBs sind ein Witz - der verbeamtete Berufsanfänger ist oft auf einem höherem Netto-Niveau als sein Schulleiter (da kann man sich die Atmosphäre vorstellen...)

...

Mittlerweile muss man sagen: für einen angestellten Lehrer lohnt sich Qualifikation finanziell nicht.... außer in Berlin...(schon allein die Mühen des Referendariats, das ist wirklich oft ein Greuel...).

Ja, in SN ist es schon "lustig" (nicht!). Die Kompensationszahlung gab es wohl nur für TB-Lehrer in E 13, alle anderen gingen leer aus, soweit ich es gehört habe.... Gerade an Berufsschulen, die ja ein sehr heterogenes Gehaltswesen haben, hat also kaum eine/r was davon.
Die Qualifikation hier in SN ist auch nicht zu empfehlen, für 2 Tage in der Woche UNI erhält man 6 Stunden Ausgleich, das sind aber keine 2 vollen Tage bei 26 Unterrichtsstunden. dazu kommt an Berufsschulen die Besonderheit des 4. Lehrjahres, so dass bis Weihnachten i. d. R. statt 26 Stunden mindestens 30 und mehr auf dem Wochenplan stehen. Da ist man mit den Anrechnungsstunden dann trotzdem bei Vollzeit, verteilt auf 3 Tage...das klappt also hinten und vorne nicht. Also 2 Jahre mit max. 70 % arbeiten, sprich Gehaltseinbußen hinnehmen. Und wenn man Pech hat, wie hier in SN leider mehrfach, gibt es nichtmal Planstellen für E 13 und man krebst dann trotz 2 Jahren Zweitfach-Qualifikation mit viel sinnlosem Vorlesungsstoff und Wochenenden, die man sich um die Ohren haut, um alles zu schaffen plus Gehaltseinbußen weiterhin in der E 10 oder 11 rum...
Nee, das machen viele nicht mit. Zu unsicher.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 02.11.2021 10:40
Mit Qualifikation meinte ich jetzt: reguläres Lehramtsreferendariat (nach einem grundständigen Lehramtsstudium)

Was Du jetzt beschreibst ist Quer-/Seiteneinstieg (da muss man jetzt auch wieder differenzieren, ob die Fortbildungsmaßnahmen zur Prüfung mit dem 2. Stex und Verbeamtungsmöglichkeit führen oder nicht).

Für einen tarifbeschäftigten Lehrer ist eigentlich 'unbefristetes Arbeitsverhältnis' das Anzustrebende - 2. Stex. mit Verbleib in der 'TB-Karriere' lohnt sich finanziell eigentlich nicht (es ist aber wirklich kompliziert, da in einigen Fällen 2. Stex Voraussetzung für unbefristetes Arbeitsverhältnis ist)

Tja, das ist also alles ziemlich kompliziert - die Hauptangeschissenen in dem System sind sicherlich die regulär qualifizierten Lehrkäfte (1. Stex durch Lehramtsstudium, dann 2. Stex per regulärem Referendariat - dann Planstelle als TB, welche die Nachteile des beamten- und TB-Rechts kombiniert). Das scheint mir aber in der sehr heterogenen Gruppe der TBs (außer in Berlin) eine Minderheit zu sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 02.11.2021 11:15
Bundesweit gibt es derzeit rund 145.000 TB-Lehrkräfte. Das sind rund 21 Prozent von insgesamt rund 706.000. Ist das wenig?
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215871/umfrage/beamtenstatus-und-anzahl-der-lehrer-an-allgemeinbildenden-und-berufsschulen/
Wie man es nimmt: 80% sind jedenfalls nicht betroffen und dazu gehört auch fast der vollständige Bestand besonders großer und einflussreicher Länder.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 02.11.2021 13:47
Wird heute eigentlich noch verhandelt oder ist die zweite Verhandlungsrunde schon durch?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Honigtopf1234 am 02.11.2021 14:18
Heute wird laut DLF noch verhandelt…


https://www.deutschlandfunk.de/oeffentlicher-dienst-laender-haben-laut-verdi-bisher-kein.1939.de.amp?drn:news_id=1317914
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 02.11.2021 14:19
Wird wohl noch his 18/19 Uhr verhandelt. Direkt im Anschluss erfahren die engagierte Gewerkschaftsmitglieder über eine Zuschaltung nach Potsdam zur Verhandlungsführung wie es gelaufen ist.

EDIT: hab grad Meine Mails gecheckt. Die Zuschaltung ist auf 17 Uhr vorverlegt. Dann wird wohl nur noch bis 16 Uhr verhandelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: algo86 am 02.11.2021 14:53
Wie erwartet ohne Ergebnis:
https://www.google.com/amp/s/www.presseportal.de/pm/amp/32403/5062453
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Poggeliese am 02.11.2021 14:55


Bundesweit gibt es derzeit rund 145.000 TB-Lehrkräfte. Das sind rund 21 Prozent von insgesamt rund 706.000. Ist das wenig?
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/215871/umfrage/beamtenstatus-und-anzahl-der-lehrer-an-allgemeinbildenden-und-berufsschulen/

Die Statistik ist aus 2010 und basiert somit keinen aktuellen Daten. Auch die Schulform ist unvollständig und das sagt für Gesamtdeutschland recht wenig aus.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 02.11.2021 14:56
Wird wohl noch his 18/19 Uhr verhandelt. Direkt im Anschluss erfahren die engagierte Gewerkschaftsmitglieder über eine Zuschaltung nach Potsdam zur Verhandlungsführung wie es gelaufen ist.

EDIT: hab grad Meine Mails gecheckt. Die Zuschaltung ist auf 17 Uhr vorverlegt. Dann wird wohl nur noch bis 16 Uhr verhandelt.

Die müssen ja auch pünktlich aufhören um rechtzeitig zum Champions League Spiel daheim zu sein.
Außerdem gibt es eh nichts zu verkünden........ wie bei jeder Verhandlungsrunde halt.
Der große Auftritt kommt doch erst nach der letzten Verhandlungsrunde, mit Verhandlung bis tief in die Nacht und "bestes Ergebnis aller Zeiten" ..............fragt sich nur für wen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 02.11.2021 15:10
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D
Titel: Streiks angekündigt
Beitrag von: Lothar57 am 02.11.2021 15:22
Die Gewerkschaft ver.di hat Streiks im öffentlichen Dienst angekündigt. Der Schwerpunkt solle in den Gesundheitseinrichtungen liegen, sagte ver.di-Chef Werneke. Zuvor war die zweite Verhandlungsrunde gescheitert.

Nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde für die mehr als eine Million Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder kündigt die Gewerkschaft ver.di Streiks an. "Wir verplempern doch nicht tagelang unsere Zeit, um zu sämtlichen Forderungen der Beschäftigten ein stoisches Nein der Arbeitgeberseite zu hören", sagte ver.di-Chef Frank Werneke.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/streiks-verdi-101.html

Das übliche Ritual wird eingehalten:
2. Kapitel. Kein Angebot der AG, große Empörung bei den Gewerkschaften, eintägiger Warnstreik.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Doso am 02.11.2021 19:21
[...] und sich nicht mal die Gewerkschafter wirklich dran beteiligen. [...]
Wie kommt es zu dieser Annahme? Ich würde als Hypothese genau das Gegenteil behaupten.

Eigene Erfahrungen aus den letzten Runden. Ich als Nicht-Mitglied nehme an den Warnstreiks teil, Verdi Mitglieder gehen derweil auf Arbeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 02.11.2021 20:22
Nebenbei die Rentner in Deutschland dürfen sich ab Juli 2022 über mehr Geld im Portemonnaie freuen. Im Westen sollen die Renten nach einer ersten Schätzung um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen – so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr.

 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 02.11.2021 20:46
Nebenbei die Rentner in Deutschland dürfen sich ab Juli 2022 über mehr Geld im Portemonnaie freuen. Im Westen sollen die Renten nach einer ersten Schätzung um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen – so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Und inwieweit hat eine potentielle Rentenerhöhung Auswirkungen auf einen etwaigen Tarifabschluss?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 02.11.2021 21:08
Es wäre schon ziemlich lächerlich, wenn die Renten um 5 % steigen, aber die Löhne der Menschen, die diese Renten finanzieren nur um 1,4 %.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 02.11.2021 21:17
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Nun denn, zurück aus dieser ... „Posse“? - es ist schwer das anders zu nennen - irgendwie beschleichen mich da seltsame Gedanken.

Der Reihe nach:
Es gab GAR KEIN Angebot der Arbeitgeber, nicht einmal Forderungen. Es wurde nur erklärt:
Zitate:
„Machen wir nicht!“
„Unmöglich!“
Selten: „*.* geht nicht weil *.*“

Es gab kein einziges konstruktives Gespräch - diese „Verhandlungen“ wurden dann abgebrochen, von wem genau kann ich nicht sagen, ich kann aber sagen, dass von Seiten der GEW Gläser zertrümmert wurden.

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Um den 20.11. herum soll nun gestreikt werden, während die GEW bereits Vertrauensleute etc. ins Bild gesetzt hat, hat verdi gar nichts getan, ebensowenig haben andere Spartengewerkschaften Reagiert.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVWaldschrat am 02.11.2021 22:11
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße

Wo gibt es diese Stellen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 02.11.2021 22:15

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).


Grüße

2-3% insgesamt auf 2-2,5 Jahre oder je Jahr + halbes Jahr Nullrunde?
Auf der Infoseite ist ja hier zu entnehmen, dass angeblich 2,1%, ähnlich den 2,2% in Hessen im ersten Jahr angepeilt werden.

Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)

Das mit den 5% für die Beamten könnte man den Tarifbeschäftigten wohl nicht wirklich erklären, damit würden sie sich endgültig lächerlich machen. Schlimm genug, dass der DBB überhaupt mit am Tisch sitzt und man diesen "Ballast" der Beamten dabei hat. Es geht effektiv um mehr Beamte als Tarifbeschäftigte, eine aberwitzige Tarifverhandlung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 02.11.2021 22:56

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

 

Hä? Na klar, und E10-E13 Stellen werden zu E2-E5 "transformiert" oder was?
Was für ein Käse soll denn das sein? Leitungsfunktionen am Institut werden dann wie Küchenkraft bezahlt oder was?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 02.11.2021 23:21
Das mit den 5% für die Beamten könnte man den Tarifbeschäftigten wohl nicht wirklich erklären, damit würden sie sich endgültig lächerlich machen. Schlimm genug, dass der DBB überhaupt mit am Tisch sitzt und man diesen "Ballast" der Beamten dabei hat. Es geht effektiv um mehr Beamte als Tarifbeschäftigte, eine aberwitzige Tarifverhandlung.

Da muss man nichts erklären, das macht schon das Bundesverfassungsgericht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.11.2021 06:07
Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht.

Oder man liest hier einfach im Forum ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 03.11.2021 06:37
Nebenbei die Rentner in Deutschland dürfen sich ab Juli 2022 über mehr Geld im Portemonnaie freuen. Im Westen sollen die Renten nach einer ersten Schätzung um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen – so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Und inwieweit hat eine potentielle Rentenerhöhung Auswirkungen auf einen etwaigen Tarifabschluss?

Die Rentenerhöhungen orientieren sich vor allem an der Entwicklung der Bruttolöhne in Deutschland.

Inwieweit soll das keine Auswirkungen haben sollen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Honigtopf1234 am 03.11.2021 07:16
Was wäre denn der Worst case sofern beide Seiten blockieren? Hatte nur irgendwo gelesen, dass es keine Schlichtungsvereinbarung (?) gibt?

Denkt ihr, Verdi knickt letztendlich ein bzgl der Arbeitsvorgänge?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 03.11.2021 07:26
Was wäre denn der Worst case sofern beide Seiten blockieren? Hatte nur irgendwo gelesen, dass es keine Schlichtungsvereinbarung (?) gibt?

Denkt ihr, Verdi knickt letztendlich ein bzgl der Arbeitsvorgänge?

Es wird wie in allen Belangen einen faulen Kompromiss geben, beide Seiten werden dennoch behaupten sie hätten sich durchgesetzt, die Beschäftigten werden die Leidtragenden sein. Ich weiß echt nicht wie man so auch nur annähernd neue Beschäftigte bekommen möchte.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WayneWD am 03.11.2021 07:39
Wie sieht es denn bei den Arbeitsvorgängen mit Bestandsschutz aus? Sofern es bei den Arbeitsvorgängen dann Änderungen gibt gilt das nur für Neuverträge? Ich kann mir nicht vorstellen das man jemand der bisher in 9 war plötzlich in 6 runterstuft und er dann mit 500 Euro monatlich weniger da steht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 07:43
Nebenbei die Rentner in Deutschland dürfen sich ab Juli 2022 über mehr Geld im Portemonnaie freuen. Im Westen sollen die Renten nach einer ersten Schätzung um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent steigen – so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Und inwieweit hat eine potentielle Rentenerhöhung Auswirkungen auf einen etwaigen Tarifabschluss?
Sie ist die Folge der vergangene Tarifabschlüsse
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 07:45
Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)
Wissenschaftliches Arbeiten:
50% aufschreibene was man so gedacht, geforscht und ermittelt hat. Email Verkehr etc.

=> Tätigkeiten einer Schreibkraft -> mit Glück E5
 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: neodeo2 am 03.11.2021 08:00
Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)
Wissenschaftliches Arbeiten:
50% aufschreibene was man so gedacht, geforscht und ermittelt hat. Email Verkehr etc.

=> Tätigkeiten einer Schreibkraft -> mit Glück E5
 8)


Wooow wenn 50% der Wissenschaftlichen Arbeit wirklich so einfach ist, sollten wir vllt uns alle darauf bewerben!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 03.11.2021 08:14
Viele Formulierungen bei TV-L Arbeitsverträgen in unserem Bereich lauten: "Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe ... TV-L."

Je nach Arbeitsvertrag wären daher Verschlechterungen bei Entgeltgruppen zumindest juristisch evtl. durchaus angreifbar, wie uns mal ein gut bekannter Anwalt für Arbeitsrecht erläutert hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 08:34
Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)
Wissenschaftliches Arbeiten:
50% aufschreibene was man so gedacht, geforscht und ermittelt hat. Email Verkehr etc.

=> Tätigkeiten einer Schreibkraft -> mit Glück E5
 8)


Wooow wenn 50% der Wissenschaftlichen Arbeit wirklich so einfach ist, sollten wir vllt uns alle darauf bewerben!
Denken geht halt schneller als schreiben.
Und gerne darfst du dich bewerben, wenn du des Schreibens mächtig bist.
Ob du allerdings was sinnvolles aufschreibst ist dann ja eh egal:  8)
Viele Formulierungen bei TV-L Arbeitsverträgen in unserem Bereich lauten: "Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe ... TV-L."

Je nach Arbeitsvertrag wären daher Verschlechterungen bei Entgeltgruppen zumindest juristisch evtl. durchaus angreifbar, wie uns mal ein gut bekannter Anwalt für Arbeitsrecht erläutert hat.

Es würde ja eh nur die neu eingestellten oder die, bei denen die auszuübenden Tätigkeiten geändert werden, betreffen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: oeffiHansel am 03.11.2021 08:41
Wie man aus einer E14/E15-Stelle an einer Hochschule eine E6-E11 machen können soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Diese Stellen erfordern oft eine Promotion und kommen neben der eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit mit der Betreuung von Doktoranden, Master-Studenten, Laborangestellten und dem Abhalten von Lehrveranstaltungen. Man müßte sich dann im Gegenzug fragen, welche Tätigkeiten denn dann noch eine E14 verdienen würde? Rektor einer Universität?

Nur mal so zum Vergleich: Ein/e TA (Technische Angestellte/r) wird je nach Tätigkeitsbeschreibung bei uns gewöhnlich in E6-E9a eingruppiert. Wie soll man bei einer Eingruppierung in E6-E11 dann in Zukunft Personal für die jetzigen E13-E15 Stellen finden? Sollte das so kommen, dann wird die Ausbildung an den Hochschulen in Zukunft dramatisch leiden, da sich das kein promovierter Naturwissenschaftler geben wird.

Das Gehaltsgefälle im öffentlichen Dienst deckt sich meiner bescheidenen Meinung nach auch nicht wirklich mit dem Gefälle im Bundesdurchschnitt. Die E1 geht bei 2000 Euro los, was deutlich über dem Mindestlohn in Deutschland liegt. Das soll kein Bashing sein, generell wünsche ich niemanden für den Mindestlohn arbeiten zu müssen. Ich kenne auf der anderen Seite aber auch niemanden, der nach E1 bezahlt wird. Auf der anderen Seite der Gehaltstabelle können sich die Gehälter aber eher nicht mit der Konkurrenz vergleichen und liegen da (deutlich) zu tief. Argumentiert wird dann immer mit Jobsicherheit und Flexibilität.

Hier wird halt versucht massiv den Rotstift anzusetzen. Ich kann nur hoffen, dass die Gewerkschaften hier nicht einknicken.

Viele Grüße...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.11.2021 08:47

Hier wird halt versucht massiv den Rotstift anzusetzen. Ich kann nur hoffen, dass die Gewerkschaften hier nicht einknicken.


Oder man will eher im unteren Bereich den Rotstift ansetzen. Noch mehr kann man oben nicht sparen... Oder glauben die, dass Sie wegen Corona jetzt die Bude eingerennt bekommen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 03.11.2021 09:30
Vielleicht erwarten sie nicht, dass ihnen die Bude eingerannt wird. Immerhin sparen sie ja noch mehr Geld, wenn Stellen unbesetzt bleiben, Leistungen nicht erbracht werden, Investitionen nicht getätigt werden usw. Und dem Bürger erzählt man dann was von Fachkräftemangel und hebt die Hände. Vielleicht ist das der Plan zur Haushaltssanierung.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 03.11.2021 10:06
Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)
Wissenschaftliches Arbeiten:
50% aufschreibene was man so gedacht, geforscht und ermittelt hat. Email Verkehr etc.

=> Tätigkeiten einer Schreibkraft -> mit Glück E5
 8)


Wooow wenn 50% der Wissenschaftlichen Arbeit wirklich so einfach ist, sollten wir vllt uns alle darauf bewerben!
Denken geht halt schneller als schreiben.
Und gerne darfst du dich bewerben, wenn du des Schreibens mächtig bist.
Ob du allerdings was sinnvolles aufschreibst ist dann ja eh egal:  8)
Viele Formulierungen bei TV-L Arbeitsverträgen in unserem Bereich lauten: "Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe ... TV-L."

Je nach Arbeitsvertrag wären daher Verschlechterungen bei Entgeltgruppen zumindest juristisch evtl. durchaus angreifbar, wie uns mal ein gut bekannter Anwalt für Arbeitsrecht erläutert hat.

Es würde ja eh nur die neu eingestellten oder die, bei denen die auszuübenden Tätigkeiten geändert werden, betreffen.

Nunja, ich berichte ja nur -
Aber nein, die AG wollen die Arbeitsvorgänge ins Zentrum rücken und diese dann auf alle Stellen anwenden, alte wie neue. Einen Bestandsschutz soll es also nicht geben.
Ob das rechtlich möglich ist ... die Fachanwälte hier sagen ja.

Der Wunsch der AG träfe fast ausschließlich Beschäftigte der Hochschulen und Verwaltungen. z.B. Zahlstellenleiter könnten so von E9 in E6 degradiert werden. (Beispiel von verdi)
Wissenschaftliche Mitarbeiter könnten dann mehrheitlich dokumentarischen Aufgaben zugeteilt werden - (Beispiel der GEW)
Lehrer usw. beträfe dies eher nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: oeffiHansel am 03.11.2021 10:14
Sollten die Gewerkschaften hier zustimmen, stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit der selbigen. Letztlich liefe das nicht auf eine Nullrunde sondern eine ganzheitliche Lohnreduktion in den Hochschulen und deren Verwaltungen hinaus. Wie an den Hochschulen noch Einsparpotential gesehen werden kann erschließt sich mir gar nicht (Stichwort: Internationale Konkurrenz), aber vielleicht ist das ja die AG Antwort auf #IchbinHanna.

Viele Grüße...

EDIT: Noch eine Frage zu den rechtlichen Voraussetzungen: Wenn einem Arbeitnehmer dem Vertrag nach ""Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L.... Dem Arbeitnehmer können andere Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L zugewiesen werden." garantiert wurde. Wie ist es dann möglich, diese Arbeitnehmer durch eine andere Tätigkeitsbeschreibung in eine niedrigere Endgeltgruppe zu drücken. Aus meiner dilettantischen Sicht, wäre das eine einseitige Vertragsänderung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: cyrix42 am 03.11.2021 10:53
EDIT: Noch eine Frage zu den rechtlichen Voraussetzungen: Wenn einem Arbeitnehmer dem Vertrag nach ""Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L.... Dem Arbeitnehmer können andere Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L zugewiesen werden." garantiert wurde. Wie ist es dann möglich, diese Arbeitnehmer durch eine andere Tätigkeitsbeschreibung in eine niedrigere Endgeltgruppe zu drücken. Aus meiner dilettantischen Sicht, wäre das eine einseitige Vertragsänderung.

Spid würde hier wohl antworten, dass die Nennung der Entgeltgruppe im Arbeitsvertrag regelmäßig irrelevant ist, da sie nur die Rechtsmeinung des AG zur eingruppierung widerspielgt. Relevant allein sind die auszuübenden Tätigkeiten und zu welcher Eingruppierung diese führen. (Letzteres wird sich wohl rechtssicher nur durch ein Arbeitsgericht festellen lassen.)

Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, dürfte es also auch zu keiner Vertragsänderung gekommen sein. Der AG ändert nur ggf. seine Rechtsauffassung, zu welcher EG die übertragenen Tätigkeiten führen. (Und hier wären sogar noch Rückforderungen für den in den letzten 6 Monaten zu viel gezahlten Lohn möglich.) Ist man anderer Meinung, bleibt einem nur die Klage vor dem Arbeitsgericht. Und das folgt dann in seiner Eingruppierung ggf. dem "neuen" Begriff des Arbeitsvorgangs...

Ich glaube zwar kaum, dass dergleichen kommt -- aber die AG-Seite baut hier ein durchaus realistisches Drohszenario als Gegengewicht zu den Lohnerhöhungsforderungen der Gewerkschaften auf.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 03.11.2021 10:54
EDIT: Noch eine Frage zu den rechtlichen Voraussetzungen: Wenn einem Arbeitnehmer dem Vertrag nach ""Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L.... Dem Arbeitnehmer können andere Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L zugewiesen werden." garantiert wurde. Wie ist es dann möglich, diese Arbeitnehmer durch eine andere Tätigkeitsbeschreibung in eine niedrigere Endgeltgruppe zu drücken. Aus meiner dilettantischen Sicht, wäre das eine einseitige Vertragsänderung.

Sollten deine derzeitigen auszuübenden Tätigkeiten später bspw. mit Entgeltgruppe X-3 festgestellt werden, müsste dir dein Arbeitgeber in der Folge neue Tätigkeiten zuweisen, die wieder Entgeltgruppe X entsprechen.
Da wäre wiederum die Gefahr, dass der Arbeitgeber keine solche Tätigkeiten anbieten kann und entsprechend ggf. eine betriebsbedingte Kündigung raushauen könnte.

Edit: Als ich gestern gelesen habe, dass die Renten nächstes Jahr um 5,2% bzw. 5,9% angehoben werden sollen, habe ich mich aber auch leicht verarscht gefühlt. Neben 18,6% Rentenbeiträgen vom Brutto gehen jährlich nochmal 100+ Mrd. vom Steuerhaushalt in die Rentenkasse, aber das kann man natürlich beliebig hochschrauben. Als nächstes wird festgestellt, dass die Rentenbeiträge (oder Steuern) erhöht werden müssen, um die Rentenerhöhung finanzieren zu können. Und das während die Löhne annähernd gleich bleiben und noch an Wert verlieren. Echt peinlich sowas.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 11:12
Wie man aus einer E14/E15-Stelle an einer Hochschule eine E6-E11 machen können soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.
Durch eine Aufsplittung der Arbeitsvorgänge.
Zitat
Diese Stellen erfordern oft eine Promotion
Falsch, sie werden Promovierten gegeben, aber es ist dafür niemals eine Promotion erforderlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Platten am 03.11.2021 11:13
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.11.2021 11:22
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: oeffiHansel am 03.11.2021 11:30
Wie man aus einer E14/E15-Stelle an einer Hochschule eine E6-E11 machen können soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.
Durch eine Aufsplittung der Arbeitsvorgänge.
Zitat
Diese Stellen erfordern oft eine Promotion
Falsch, sie werden Promovierten gegeben, aber es ist dafür niemals eine Promotion erforderlich.

Vielleicht sprechen wir hier von unterschiedlichen Stellenbeschreibungen, aber wenn man in der Forschung Promovierende wissenschaftlich betreut, dann sollte die Fachkenntnis im jeweiligen Forschungsgebiet doch wohl vorhanden sein um die Betreuung fachgerecht durchführen zu können? Und diese Fachkenntnis erlangt man nun mal im Laufe seiner Promotion. Und ich bin dabei ganz sicher alles andere als ein Freund von angeberischen Klassendenken.


EDIT: Noch eine Frage zu den rechtlichen Voraussetzungen: Wenn einem Arbeitnehmer dem Vertrag nach ""Die Einstellung erfolgt für Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L.... Dem Arbeitnehmer können andere Tätigkeiten der Entgeltgruppe X TV-L zugewiesen werden." garantiert wurde. Wie ist es dann möglich, diese Arbeitnehmer durch eine andere Tätigkeitsbeschreibung in eine niedrigere Endgeltgruppe zu drücken. Aus meiner dilettantischen Sicht, wäre das eine einseitige Vertragsänderung.

Sollten deine derzeitigen auszuübenden Tätigkeiten später bspw. mit Entgeltgruppe X-3 festgestellt werden, müsste dir dein Arbeitgeber in der Folge neue Tätigkeiten zuweisen, die wieder Entgeltgruppe X entsprechen.
Da wäre wiederum die Gefahr, dass der Arbeitgeber keine solche Tätigkeiten anbieten kann und entsprechend ggf. eine betriebsbedingte Kündigung raushauen könnte.


Damit wäre aber ein Bestandschutz zumindest für die Angestellten gewährleistet, die aufgrund einer langjährigen Beschäftigung nicht mehr betriebsbedingt kündbar sind?


EDIT: Im übrigen kann ich mit Begriffen wie "promovierter Pöbel" genauso wenig anfangen wie mit "Putze". Beides zeugt nicht von einem respektvollen Umgang miteinander, wenngleich ich vermute, dass das hier wohl mit einem großen Löffel Ironie ausgegossen wurde.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 11:38
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D
Bis zur Promotion haben ja viele diese Pöpel sich in derselben verkrochen oder sie geleckt  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 11:42
Edit: Als ich gestern gelesen habe, dass die Renten nächstes Jahr um 5,2% bzw. 5,9% angehoben werden sollen, habe ich mich aber auch leicht verarscht gefühlt.
Nur zur Info:
Das ist ja ein "Automatismus" und hat was mit der Lohnsteigerung des letzten Jahres zu tun.
Wenn man sich verarscht fühlt, dann warum?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 03.11.2021 11:43
(https://images.pexels.com/photos/7103003/pexels-photo-7103003.jpeg?auto=compress&cs=tinysrgb&dpr=1&w=500)

Nur mal so ne ganz dumme Frage:

Wovor warnen eigentlich die jetzt geplanten Warnstreiks????
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 03.11.2021 11:46
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Nun denn, zurück aus dieser ... „Posse“? - es ist schwer das anders zu nennen - irgendwie beschleichen mich da seltsame Gedanken.

Der Reihe nach:
Es gab GAR KEIN Angebot der Arbeitgeber, nicht einmal Forderungen. Es wurde nur erklärt:
Zitate:
„Machen wir nicht!“
„Unmöglich!“
Selten: „*.* geht nicht weil *.*“

Es gab kein einziges konstruktives Gespräch - diese „Verhandlungen“ wurden dann abgebrochen, von wem genau kann ich nicht sagen, ich kann aber sagen, dass von Seiten der GEW Gläser zertrümmert wurden.

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Um den 20.11. herum soll nun gestreikt werden, während die GEW bereits Vertrauensleute etc. ins Bild gesetzt hat, hat verdi gar nichts getan, ebensowenig haben andere Spartengewerkschaften Reagiert.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße

lol... das ist alles gelogen oder "kreativ wahrgenommen". :-) Nach meinen Infos war die GEW gestern nicht mal mit am Tisch (es redet sowieso nur Verdi, daher auch egal). Das mit den Beispielen aus dem Hochschulbereich ist Unsinn. Die Mehrheit der AG der TdL haben nicht mal relevante Mengen Beschäftigte an Hochschulen. ;-) . Über Hochschulen wird in aller Regel nur am Rand gesprochen (wenn überhaupt). Frau Behle (verdi) ruft gern Sachen in empörte Gesichter, die die TdL nicht mal im Ansatz diskutieren würde. Die TdL will lediglich verhindern, dass via kreativer Rechtsprechung des BAG überall wo es in der EGO Bruchteilsmerkmale gibt, alle in der höchstmöglichen Entgeltgruppe landen (wie bei den Gerichten). Der Rest kommt rüber wie der kleine Lemur aus "Madagaskar": wir werden alle sterben !... :-D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 12:08
Vielleicht sprechen wir hier von unterschiedlichen Stellenbeschreibungen, aber wenn man in der Forschung Promovierende wissenschaftlich betreut, dann sollte die Fachkenntnis im jeweiligen Forschungsgebiet doch wohl vorhanden sein um die Betreuung fachgerecht durchführen zu können? Und diese Fachkenntnis erlangt man nun mal im Laufe seiner Promotion. Und ich bin dabei ganz sicher alles andere als ein Freund von angeberischen Klassendenken.
Wir sprechen vom Tarifrecht und da gelten andere Kriterien und Stellenbeschreibungen sind da irrelevant.
Und eine Promotion spielt tarifliche keine Rolle.
Faktisch gebe ich dir Recht und natürlich wird man entsprechend die Stellen besetzten und versuchen entsprechend die Tätigkeiten zu interpretieren, so dass eine EG14 gerechtfertigt ist.

Damit wäre aber ein Bestandschutz zumindest für die Angestellten gewährleistet, die aufgrund einer langjährigen Beschäftigung nicht mehr betriebsbedingt kündbar sind?
Aber nur wenn im Arbeitsvertrag tatsächlich seht, dass man mit dem AV vereinbart, dass Tätigkeiten die zur EGx führen übertragen bekommt.

In meinen AVs stand regelmäßig nur:
Der Beschäftigte ist in die EG 13 TV-L eingruppiert. Was letztendlich kein Bestandsschutz wäre!
Da nur deklaratorische Wirkung und kein Rechtsanspruch auf eine Tätigkeit der EG13 besteht
und durch eine Tätigkeitsänderung man dann halt in einer anderen EG eingruppiert werden könnte.
Bzw durch eine Änderung der EGO/AV interpretation man automatisch woanders eingruppiert werden würde.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.11.2021 12:14
(https://images.pexels.com/photos/7103003/pexels-photo-7103003.jpeg?auto=compress&cs=tinysrgb&dpr=1&w=500)

Nur mal so ne ganz dumme Frage:

Wovor warnen eigentlich die jetzt geplanten Warnstreiks????

Vor nichts. Man macht sowieso nichts, was der Bevölkerung weh tun könnte. Das sind alles Mimimi Pfeifen. Lieber geht man Freitags hüpfen und ab und an Steine schmeißen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Platten am 03.11.2021 12:18
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D

Wer kennst sie nicht, die Jobs, in denen man mehr verdient als sein eigener Chef. Weiterhin alles total plausibel nachvollziehbare Argumentationen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: oeffiHansel am 03.11.2021 12:19
@WasDennNun
Danke für die fachliche Aufklärung.

Viele Grüße...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 03.11.2021 13:37
In meinen AVs stand regelmäßig nur:
Der Beschäftigte ist in die EG 13 TV-L eingruppiert. Was letztendlich kein Bestandsschutz wäre!
Da nur deklaratorische Wirkung und kein Rechtsanspruch auf eine Tätigkeit der EG13 besteht
und durch eine Tätigkeitsänderung man dann halt in einer anderen EG eingruppiert werden könnte.
Bzw durch eine Änderung der EGO/AV interpretation man automatisch woanders eingruppiert werden würde.

Manchmal steht im AV dabei:
"Es können andere Tätigkeiten übertragen werden, die dieser Entgeltgruppe entsprechen."
Das ist dann schon eindeutiger, weil ja Tätigkeiten anderer EG's nicht übertragen werden können.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 03.11.2021 13:40
Naja, man will sich damit bestimmt auf die 4000 Euro Einstiegsgehalt für Pflegeberufe vorbereiten.. Da muss sich halt der promovierte Pöbel auch mal mit einer EG6 begnügen, damit die Schwester nach 2,5 Jahren Ausbildung in EG13 einsteigen kann. Ist doch legitim..

Dann muss halt der promovierte Pöpel auch Ärsche abwischen  ;D

Ja, ja, der promovierte Pöpel ist eine echte Geisel der Menschheit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 03.11.2021 13:46
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Nun denn, zurück aus dieser ... „Posse“? - es ist schwer das anders zu nennen - irgendwie beschleichen mich da seltsame Gedanken.

Der Reihe nach:
Es gab GAR KEIN Angebot der Arbeitgeber, nicht einmal Forderungen. Es wurde nur erklärt:
Zitate:
„Machen wir nicht!“
„Unmöglich!“
Selten: „*.* geht nicht weil *.*“

Es gab kein einziges konstruktives Gespräch - diese „Verhandlungen“ wurden dann abgebrochen, von wem genau kann ich nicht sagen, ich kann aber sagen, dass von Seiten der GEW Gläser zertrümmert wurden.

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Um den 20.11. herum soll nun gestreikt werden, während die GEW bereits Vertrauensleute etc. ins Bild gesetzt hat, hat verdi gar nichts getan, ebensowenig haben andere Spartengewerkschaften Reagiert.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße

lol... das ist alles gelogen oder "kreativ wahrgenommen". :-) Nach meinen Infos war die GEW gestern nicht mal mit am Tisch (es redet sowieso nur Verdi, daher auch egal). Das mit den Beispielen aus dem Hochschulbereich ist Unsinn. Die Mehrheit der AG der TdL haben nicht mal relevante Mengen Beschäftigte an Hochschulen. ;-) . Über Hochschulen wird in aller Regel nur am Rand gesprochen (wenn überhaupt). Frau Behle (verdi) ruft gern Sachen in empörte Gesichter, die die TdL nicht mal im Ansatz diskutieren würde. Die TdL will lediglich verhindern, dass via kreativer Rechtsprechung des BAG überall wo es in der EGO Bruchteilsmerkmale gibt, alle in der höchstmöglichen Entgeltgruppe landen (wie bei den Gerichten). Der Rest kommt rüber wie der kleine Lemur aus "Madagaskar": wir werden alle sterben !... :-D

Schnuckelig- ich war selbst vor Ort, der Mann der GEW IN den Verhandlungen heißt Daniel Merbitz und natürlich redet nicht nur verdi, sondern auch z B. Der dbb oder eben die GEW.

Allein in BW gibt es 60.000 Hochschulbeschäftigte - du scheinst hier schlecht informiert oder absichtlich auf Fehlinformationsproklamationsmission zu sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 03.11.2021 14:13

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).


Grüße

2-3% insgesamt auf 2-2,5 Jahre oder je Jahr + halbes Jahr Nullrunde?
Auf der Infoseite ist ja hier zu entnehmen, dass angeblich 2,1%, ähnlich den 2,2% in Hessen im ersten Jahr angepeilt werden.

Wie soll aus einer E14/15 Stelle E6-E11 werden? Bei der Bewertung der Arbeitsvorgänge geht es aber natürlich nicht um Einsparungen ;-)

Das mit den 5% für die Beamten könnte man den Tarifbeschäftigten wohl nicht wirklich erklären, damit würden sie sich endgültig lächerlich machen. Schlimm genug, dass der DBB überhaupt mit am Tisch sitzt und man diesen "Ballast" der Beamten dabei hat. Es geht effektiv um mehr Beamte als Tarifbeschäftigte, eine aberwitzige Tarifverhandlung.

dbb ist doch eine der Gewerkschaften, die den Tarifvertrag verhandeln. Und die in zahlreichen Betrieben mehr Mitglieder hat als die DGB-Gewerkschaften. Bei uns ist Verdi weder im Betriebsrat vertreten noch hätte sich ein Verdi-Mitglied oder eines der anderen DGB-Gewerkschaften bislang geoutet, hier ist alles fest in den Händen der Gewerkschaften aus der dbb Tarifunion.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 14:14
In meinen AVs stand regelmäßig nur:
Der Beschäftigte ist in die EG 13 TV-L eingruppiert. Was letztendlich kein Bestandsschutz wäre!
Da nur deklaratorische Wirkung und kein Rechtsanspruch auf eine Tätigkeit der EG13 besteht
und durch eine Tätigkeitsänderung man dann halt in einer anderen EG eingruppiert werden könnte.
Bzw durch eine Änderung der EGO/AV interpretation man automatisch woanders eingruppiert werden würde.

Manchmal steht im AV dabei:
"Es können andere Tätigkeiten übertragen werden, die dieser Entgeltgruppe entsprechen."
Das ist dann schon eindeutiger, weil ja Tätigkeiten anderer EG's nicht übertragen werden können.
Jipp, da ist man sicherlich safer.
nix desto: Da man ja aufgrund seiner Tätigkeiten eingruppiert ist, kann durch eine Änderung der tariflichen Interpretation durch die Arbeitsvorgänge auch mit einem solchen Zusatz (theoretisch) eine Herabgruppierung erfolgen.

BTW: Dran glauben tuhe ich nicht, dass ein AG das mache würde oder es eintritt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 03.11.2021 14:42
Kann man sich nicht am TVöD orientieren und einfach 4,8% mehr Applaus geben?  ;D

Deutsche brauchen kräftige Hände
„Wie jeder weiß, befinden wir uns derzeit in einer schwierigen Lage“, ließ Seehofer durchblicken, „dennoch soll uns das nicht daran hindern, diesen wichtigen Frauen und Männern die geforderte Lohnerhöhung zukommen zu lassen, und zwar so, wie es sich zu Beginn der Corona-Krise eingebürgert hat.“

Demnach werde es ab sofort 4,8 Prozent mehr Applaus für die Angestellten des öffentlichen Dienstes geben, versprachen der Bundesinnenminister und der Verhandlungsführer der Kommunen. Dafür bedürfe es zwar einer gewaltigen allgemeinen Anstrengung aller Bürgerinnen und Bürger, aber dank der Gymnastikübungen während der Ausgangseinschränkungen seien die Handgelenke der Deutschen bestens für eine solche Herausforderung trainiert, so Seehofer und Mädge.

Verstärkte Applauskontrollen

Schon in den nächsten Tagen sollen alle deutschen Ortschaften entsprechend mit Applausometern ausgerüstet werden, damit die vereinbarten 4,8 Prozent Klatscherhöhung nicht überschritten werden. Auch sollen Beamte sicherstellen, dass nicht zu viele nett gemeinte Loblieder von den Balkonen gesungen werden.

Seehofer ernst: „Wir müssen haushalten, falls eine weitere Welle kommt und wir noch eine Zugabe brauchen.“
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 03.11.2021 15:20
Ich bin auf Isis Post gespannt ;D

Nun denn, zurück aus dieser ... „Posse“? - es ist schwer das anders zu nennen - irgendwie beschleichen mich da seltsame Gedanken.

Der Reihe nach:
Es gab GAR KEIN Angebot der Arbeitgeber, nicht einmal Forderungen. Es wurde nur erklärt:
Zitate:
„Machen wir nicht!“
„Unmöglich!“
Selten: „*.* geht nicht weil *.*“

Es gab kein einziges konstruktives Gespräch - diese „Verhandlungen“ wurden dann abgebrochen, von wem genau kann ich nicht sagen, ich kann aber sagen, dass von Seiten der GEW Gläser zertrümmert wurden.

Inoffiziell wurde nach den letzten Gesprächen vereinbart sich in Richtung 2-3% zu Bewegen + Einmalzahlung, davon war die letzten beiden Tage nicht mal mehr eine Idee zu vernehmen. Die AG wollen eine Nullrunde, ihnen wurde wohl gesteckt wie es in den Streikkassen von Verdi aussieht. Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit werden genauso unterstellt wie eine „geheime“ Absprache des dbb hinter den Kulissen.
Die Alimentationen der Beamten könnten sich dann in diesem Jahr an den Rentenerhöhungen orientieren - was mit Einsparungen im Bereich der Tarifbeschäftigten der Länder gegenfinanziert werden könnte (so ein Gerücht).

Diese Nullrunde soll erreicht werden: indem die TV-L Beschäftigten an den Hochschulen durch die Bewertung ihrer „Arbeitsvorgänge“ massive Einbußen hinnehmen müssten. E14 und E15 Stellen könnten dann zu E6 -E11 transformiert werden.
Was hier eingespart wird darf dann unter den anderen Beschäftigten aufgeteilt werden.

Um den 20.11. herum soll nun gestreikt werden, während die GEW bereits Vertrauensleute etc. ins Bild gesetzt hat, hat verdi gar nichts getan, ebensowenig haben andere Spartengewerkschaften Reagiert.

Soweit meine Informationen zu den Gerüchten.

Grüße

lol... das ist alles gelogen oder "kreativ wahrgenommen". :-) Nach meinen Infos war die GEW gestern nicht mal mit am Tisch (es redet sowieso nur Verdi, daher auch egal). Das mit den Beispielen aus dem Hochschulbereich ist Unsinn. Die Mehrheit der AG der TdL haben nicht mal relevante Mengen Beschäftigte an Hochschulen. ;-) . Über Hochschulen wird in aller Regel nur am Rand gesprochen (wenn überhaupt). Frau Behle (verdi) ruft gern Sachen in empörte Gesichter, die die TdL nicht mal im Ansatz diskutieren würde. Die TdL will lediglich verhindern, dass via kreativer Rechtsprechung des BAG überall wo es in der EGO Bruchteilsmerkmale gibt, alle in der höchstmöglichen Entgeltgruppe landen (wie bei den Gerichten). Der Rest kommt rüber wie der kleine Lemur aus "Madagaskar": wir werden alle sterben !... :-D

Schnuckelig- ich war selbst vor Ort, der Mann der GEW IN den Verhandlungen heißt Daniel Merbitz und natürlich redet nicht nur verdi, sondern auch z B. Der dbb oder eben die GEW.

Allein in BW gibt es 60.000 Hochschulbeschäftigte - du scheinst hier schlecht informiert oder absichtlich auf Fehlinformationsproklamationsmission zu sein.
Ich kenne den Herrn Merbitz und habe bei einer Führung durch das Hotel auch die nicht funktionierende Technik der GEW gesehen... mitten im Weg...  Angeblich war er bei der Nachmittagsrunde nicht dabei. Vielleicht war er bei der DPolG-Demo zuschauen... Im Übrigen sagte ich, dass die Mehrheit der TdL-Mitglieder keine relevanten HS-Beschäftigten hat. BaWü gehört zu den anderen.

Wir werden ja sehen, was beim nächsten mal rauskommt. Vorfreude ist die schönste Freude.

btw: unter Bsirske mussten dbb, gew und co übrigens ihn selbst erst fragen, ob sie auch mal Nicken dürfen. Das ist unter der jetzigen Technokratenführung bei Verdi bestimmt anders. Nicken und Lächeln dürfen "die Kleinen". *hahaha*
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: semper fi am 03.11.2021 15:41
Meine Meinung, alle Tarifbeschäftigten im gesamten Bundesgebiet sollen zunächst für eine Woche streiken. Die Arbeitgeber werden es dann schon merken und ein Angebot machen. Ist das dann nur ein halbherziges Angebot, dann gibt´s nochmal 2 Wochen Streik als Nachschlag dazu. Und das verdoppelt sich solang, bis ein Angebot auf dem Tisch liegt, dass auch diesen Namen verdient!

Soweit bei den Beamten möglich, Urlaub nehmen und mit auf die Straße gehen. Die Hände aufhalten und selbst nichts machen darf es nicht geben- gilt für Beamte und Tarifbeschäftigte gleichermaßen, dies stärkt lediglich die Arbeitgeberseite und mindert das Endergebnis. 

Einmal nur möchte ich sehen, was dann passieren würde. Vielleicht würde die Arbeitgeberseite dann nicht mehr nur von Wertschätzung schwafeln und hätten wieder Respekt gegenüber der Leistung der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst. Respekt bekommt man aber nicht geschenkt, man muss es einfordern. Die Kassen sind nicht leer, die sind prall gefüllt, die Verteilung ist nur schlecht und es wird Geld für absoluten Müll rausgeworfen. Die geschätzte Steuerverschwendung liegt bei ca. 25 Milliarden jährlich. Also bitte, sinnlose Projekte die Unsummen verschlingen einstampfen, den Rotstift anlegen, keine sinnlosen Beteiligungen an Firmen, keine Aufbauhilfen mehr an andere Länder, zumindest nicht an reiche wie China und dann kann man sein Personal auch ordentlich bezahlen.

Also streiken, streiken, streiken! Mal ein wenig Mentalität wie bei den Franzosen würde ich mir wünschen. Wenn da die Arbeitgeberseite mit eigenen Forderungen kommen würde, dann würde Paris brennen, dann stehen da Barrikaden auf den Straßen! Und hier? Hier schwallt man rum und sitzt tagelang zusammen und verkündet dann, dass die Arbeitgeber kein Angebot gemacht haben. Über was habt ihr euch dann bitte die ganze Zeit unterhalten? Übers Wetter? Haut auf den Tisch, verlasst das Gesprächszimmer, wenn von der Arbeitgeberseite nichts kommt, geht auf die Straße und ruft zum Arbeitskampf auf! Dann werden sich die Arbeitgeber schon in die richtige Richtung bewegen und so einen Blödsinn bleiben lassen, wie erstmal eigene Forderungen zu stellen. Liebe Arbeitgeberseite ihr habt keine Forderungen zu stellen, ihr habt Angebote zu machen, ansonsten steht halt alles still und fertig. Und wenn euer Geld nicht reicht, dann streicht woanders und nicht beim Arbeitsvorgang! Wenn  man alle sinnlosen Projekte der Regierungen der Länder mal streichen würde, dann könnte man Problemlos 10 Prozent mehr zahlen und noch ein 13.,14. oder 15. Monatsgehalt und hätte noch genug übrig. Das Personal ist nicht zu teuer, es ist euer wertvollstes Gut!

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 03.11.2021 15:50
Meine Meinung, alle Tarifbeschäftigten im gesamten Bundesgebiet sollen zunächst für eine Woche streiken.

Ich hoffe die TV-L Beschäftigten in den Uni Kliniken sehen das anders.  ::)

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.11.2021 16:26
Meine Meinung, alle Tarifbeschäftigten im gesamten Bundesgebiet sollen zunächst für eine Woche streiken.

Ich hoffe die TV-L Beschäftigten in den Uni Kliniken sehen das anders.  ::)

Das ist einer der wenigen Bereiche, in denen es weh tut. Wer interessiert sich schon für irgendwelche Anträge...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 03.11.2021 16:58
...dann hoffe ich für dich das du am Anfang der betreffenden Woche nicht blutend in der Notaufnahme liegst und auch sonst niemand der auf Behandlung oder so etwas profanes wie Essen und Trinken abgewiesen ist...obwohl du sagtest ja schon das es weh tun soll... ???
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.11.2021 17:03
...dann hoffe ich für dich das du am Anfang der betreffenden Woche nicht blutend in der Notaufnahme liegst und auch sonst niemand der auf Behandlung oder so etwas profanes wie Essen und Trinken abgewiesen ist...obwohl du sagtest ja schon das es weh tun soll... ???

Blabla. Alleine die Ankündigung würde für Titelseiten reichen und die AG vermutlich zum einknicken bewegen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Albeles am 03.11.2021 17:09
Die Ver.di Leute können ja mal ein Praktikum bei der GDL machen. Beim nächsten Streik, wissen sie dann auch wie es geht  ;D
Titel: "All the world's a stage…"
Beitrag von: Lothar57 am 03.11.2021 18:15
Ich kann dieser theatralischen Empörung auf Gewerkschaftseite nicht viel Glaubwürdigkeit abgewinnen. Auf beiden Seiten des Tisches sitzen Verhandlungsprofis, die wissen, was sie von einander erwarten können und einfach professionell emotionslos ihren Job machen. Drohgebärden, martialische Sprüche und auch die so genannten „Warn“streiks gehören zum regelmäßigen Ritual.
Ich glaube, dass diese Rituale in diesem Jahr besonders wichtig sind, um die TB auf einen schlechten Abschluss vorzubereiten. Motto: „Wir haben alles versucht, beinhart verhandelt und gestreikt, aber die Arbeitgeber sind hart geblieben. Jetzt müssen wir die bittere Pille schlucken.“

"All the world's a stage…"
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 18:52
Meine Meinung, alle Tarifbeschäftigten im gesamten Bundesgebiet sollen zunächst für eine Woche streiken.
Können sich diesen Einkommensverlust denn alle leisten?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Mylo86 am 03.11.2021 19:32
Meine Meinung, alle Tarifbeschäftigten im gesamten Bundesgebiet sollen zunächst für eine Woche streiken.
Können sich diesen Einkommensverlust denn alle leisten?

Das ist es halt. Es gibt sicherlich einige AN, welche auf den Lohn angewiesen sind, bzw. könnten sich mehrere Wochen nicht leisten.

Noch dazu kommt es ja, dass gerade die in der Probezeit oder befristeten Beschäftigten nicht einfach dem Dienst fernbleiben können, denn ansonsten streiken Sie für einen Lohn, welchen sie niemals erhalten werden. Bei uns kam bspw. eine Rundmail in der explizit stand, dass streikende Mitarbeiter, die aktuell befristet eingestellt sind, nicht weiterbeschäftigt, respektive nicht verlängert werden. Erklärt denen mal, dass man doch mal ein paar Wochen streiken soll.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2021 20:02
Bei uns kam bspw. eine Rundmail in der explizit stand, dass streikende Mitarbeiter, die aktuell befristet eingestellt sind, nicht weiterbeschäftigt, respektive nicht verlängert werden. Erklärt denen mal, dass man doch mal ein paar Wochen streiken soll.
Und die Mail schon an Spiegel Bild oder sonst welcher Presse weitergeleitet?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: xap am 03.11.2021 20:23
Hab gehört fürs Streiken gibt's Streikgeld. Und wenns keines gibt mal drüber nachdenken wieso nicht. Nicht das ich ein Freund der Gewerkschaften wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: semper fi am 03.11.2021 21:51
...dann hoffe ich für dich das du am Anfang der betreffenden Woche nicht blutend in der Notaufnahme liegst und auch sonst niemand der auf Behandlung oder so etwas profanes wie Essen und Trinken abgewiesen ist...obwohl du sagtest ja schon das es weh tun soll... ???

In meiner Umgebung befindet sich im Umkreis von 70km kein einziges Uniklinikum, sondern nur Krankenhäuser und Krankenhausgesellschaften in privater Hand. Meine Frau ist selbst Ärztin und die privaten zahlen besser, als die Kliniken in öffentlicher Hand. Von daher sollen die dort ruhig auch mal richtig streiken.

Wer hier meint, das bringt alles nichts, bedenken hat, der ist genau das Opfer, welches die Arbeitgeberseite in uns sieht.

Und bitte erzählt den Leuten keine Gruselgeschichten, niemand wird entlassen, weil er sein Grundrecht ausübt und im Rahmen eines Arbeitskampfes dem Aufruf zum Streik folgt. Wer so etwas erzählt, sollte dieses Märchenbuch lieber am Stammtisch in der Kneipe öffnen und nicht hier. Wäre ein gefundenes Fressen für jeden Rechtsanwalt für Arbeitsrecht.

Im Übrigen gibt es Streikkassen und wenn die nicht gut gefüllt sind, dann liegt das an den wenigen Mitgliedern und das meinte ich mit Hand aufhalten. 5% fordern ist das eine, mit genügend Leuten im Hintergrund wird das ohne Weiteres möglich sein, weil dann der Druck steigt, dann steht eine geschlossene Wand der Arbeitgeberseite gegenüber und das allein würde wirken. Wer also nicht in einer Gewerkschaft ist, der darf auch nicht meckern, wenn am Ende nur 1% mehr (oder weniger) auf dem Lohnzettel steht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Der Kanzler am 03.11.2021 22:06
Sehe ich auch so .

Bin in keiner Gewerkschaft aber dann nehm ich mir halt einen Tag Urlaub und gib mir den Spaß 😀 dabei sein ist alles .
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 04.11.2021 07:09

Und bitte erzählt den Leuten keine Gruselgeschichten, niemand wird entlassen, weil er sein Grundrecht ausübt und im Rahmen eines Arbeitskampfes dem Aufruf zum Streik folgt. Wer so etwas erzählt, sollte dieses Märchenbuch lieber am Stammtisch in der Kneipe öffnen und nicht hier. Wäre ein gefundenes Fressen für jeden Rechtsanwalt für Arbeitsrecht.

Im Übrigen gibt es Streikkassen und wenn die nicht gut gefüllt sind, dann liegt das an den wenigen Mitgliedern und das meinte ich mit Hand aufhalten. 5% fordern ist das eine, mit genügend Leuten im Hintergrund wird das ohne Weiteres möglich sein, weil dann der Druck steigt, dann steht eine geschlossene Wand der Arbeitgeberseite gegenüber und das allein würde wirken. Wer also nicht in einer Gewerkschaft ist, der darf auch nicht meckern, wenn am Ende nur 1% mehr (oder weniger) auf dem Lohnzettel steht.

Man muss keinem kündigen aber man muss auch keine Verträge verlängern ;) Wenn man das Geld der Streikkassen für anderen Mist ausgibt, sind diese leer. Und wenn es nur wenige Mitglieder gibt, haben auch nur wenige Mitglieder einen Anspruch auf das Geld...

Darf man auch nur "die Linke" oder die "AfD" kritisieren wenn man Mitglied ist?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: sebbo83 am 04.11.2021 07:41
Meine Meinung, alle Tarifbeschäftigten im gesamten Bundesgebiet sollen zunächst für eine Woche streiken. Die Arbeitgeber werden es dann schon merken und ein Angebot machen. Ist das dann nur ein halbherziges Angebot, dann gibt´s nochmal 2 Wochen Streik als Nachschlag dazu. Und das verdoppelt sich solang, bis ein Angebot auf dem Tisch liegt, dass auch diesen Namen verdient!

Soweit bei den Beamten möglich, Urlaub nehmen und mit auf die Straße gehen. Die Hände aufhalten und selbst nichts machen darf es nicht geben- gilt für Beamte und Tarifbeschäftigte gleichermaßen, dies stärkt lediglich die Arbeitgeberseite und mindert das Endergebnis. 

Einmal nur möchte ich sehen, was dann passieren würde. Vielleicht würde die Arbeitgeberseite dann nicht mehr nur von Wertschätzung schwafeln und hätten wieder Respekt gegenüber der Leistung der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst. Respekt bekommt man aber nicht geschenkt, man muss es einfordern. Die Kassen sind nicht leer, die sind prall gefüllt, die Verteilung ist nur schlecht und es wird Geld für absoluten Müll rausgeworfen. Die geschätzte Steuerverschwendung liegt bei ca. 25 Milliarden jährlich. Also bitte, sinnlose Projekte die Unsummen verschlingen einstampfen, den Rotstift anlegen, keine sinnlosen Beteiligungen an Firmen, keine Aufbauhilfen mehr an andere Länder, zumindest nicht an reiche wie China und dann kann man sein Personal auch ordentlich bezahlen.

Also streiken, streiken, streiken! Mal ein wenig Mentalität wie bei den Franzosen würde ich mir wünschen. Wenn da die Arbeitgeberseite mit eigenen Forderungen kommen würde, dann würde Paris brennen, dann stehen da Barrikaden auf den Straßen! Und hier? Hier schwallt man rum und sitzt tagelang zusammen und verkündet dann, dass die Arbeitgeber kein Angebot gemacht haben. Über was habt ihr euch dann bitte die ganze Zeit unterhalten? Übers Wetter? Haut auf den Tisch, verlasst das Gesprächszimmer, wenn von der Arbeitgeberseite nichts kommt, geht auf die Straße und ruft zum Arbeitskampf auf! Dann werden sich die Arbeitgeber schon in die richtige Richtung bewegen und so einen Blödsinn bleiben lassen, wie erstmal eigene Forderungen zu stellen. Liebe Arbeitgeberseite ihr habt keine Forderungen zu stellen, ihr habt Angebote zu machen, ansonsten steht halt alles still und fertig. Und wenn euer Geld nicht reicht, dann streicht woanders und nicht beim Arbeitsvorgang! Wenn  man alle sinnlosen Projekte der Regierungen der Länder mal streichen würde, dann könnte man Problemlos 10 Prozent mehr zahlen und noch ein 13.,14. oder 15. Monatsgehalt und hätte noch genug übrig. Das Personal ist nicht zu teuer, es ist euer wertvollstes Gut!

Das ist der sinnvollste Kommentar seit langem. Die geldverschwender Kassen scheinen unendlich groß (BER, Stuttgart21, etc.), die Personalkassen immer leer. In Deutschland wird nicht das Personal wertgeschätzt, sondern politische Versager an Großbaustellen. Dabei hat man schon längst sein zu wahrendes Gesicht verloren. Aber wo man sich wirklich Respekt an seinen Taten verdienen könnte, da sticht man in die Wunden mit Floskeln: geht nicht , hammer nicht, gibt's nicht, wo sollen wir das Geld hernehmen?!

Zitat von: Wdd3
...dann hoffe ich für dich das du am Anfang der betreffenden Woche nicht blutend in der Notaufnahme liegst und auch sonst niemand der auf Behandlung oder so etwas profanes wie Essen und Trinken abgewiesen ist...obwohl du sagtest ja schon das es weh tun soll... ???

Und das im Gegensatz ist der perfekte Lämmchenspruch auf den sich jeder Arbeitgeber freut. Eine Notbetreuung wird es immer geben. Gerade die Pflege, die mit der Pandemie am meisten betroffene Gruppe, sollte für Anerkennung kämpfen. Sonst bleibt es wieder nur bei Klatschen und Geschwafel von Politikern oder Beamten in einer B10. Damit kann der Pfleger nach der Pandemie sich keinen Urlaub leisten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 04.11.2021 09:02
@sebbo83: Sehr gut geschrieben. Das ist halt typisch deutsche Mentalität. Durch EU-verschwurbelte Zuschüsse finanziert Deutschland vermutlich auch die teuren Rentensysteme südeuropäischer Staaten indirekt mit. Während bei uns schon über die Rente mit 70 oder später gegrübelt wird. Ich schlage vor, wir gehen beide in die Tarifverhandlungen. Ich bringe auch einen extra stabilen Teppichklopfer mit um die Verhandlungen in die richtige Richtung zu bringen :D...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 04.11.2021 09:27
Unser Rentensystem ist übrigens auch sehr teuer und überlebt nur durch einen jährlich wachsenden Zuschuss aus dem Bundeshaushalt...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 04.11.2021 09:31
Unser Rentensystem ist übrigens auch sehr teuer und überlebt nur durch einen jährlich wachsenden Zuschuss aus dem Bundeshaushalt...

Immerhin werden ja auch die Pensionen daraus finanziert...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 04.11.2021 09:40
Bei uns kam bspw. eine Rundmail in der explizit stand, dass streikende Mitarbeiter, die aktuell befristet eingestellt sind, nicht weiterbeschäftigt, respektive nicht verlängert werden. Erklärt denen mal, dass man doch mal ein paar Wochen streiken soll.
Und die Mail schon an Spiegel Bild oder sonst welcher Presse weitergeleitet?
Die TVP vereinbaren zum Schluss IMMER ein "Maßregelverbot". Also die AG verpflichten sich genau so etwas nicht zu tun. Generalamnestie... quasi. Außer bei strafbaren Handlungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: semper fi am 04.11.2021 09:46

Und bitte erzählt den Leuten keine Gruselgeschichten, niemand wird entlassen, weil er sein Grundrecht ausübt und im Rahmen eines Arbeitskampfes dem Aufruf zum Streik folgt. Wer so etwas erzählt, sollte dieses Märchenbuch lieber am Stammtisch in der Kneipe öffnen und nicht hier. Wäre ein gefundenes Fressen für jeden Rechtsanwalt für Arbeitsrecht.

Im Übrigen gibt es Streikkassen und wenn die nicht gut gefüllt sind, dann liegt das an den wenigen Mitgliedern und das meinte ich mit Hand aufhalten. 5% fordern ist das eine, mit genügend Leuten im Hintergrund wird das ohne Weiteres möglich sein, weil dann der Druck steigt, dann steht eine geschlossene Wand der Arbeitgeberseite gegenüber und das allein würde wirken. Wer also nicht in einer Gewerkschaft ist, der darf auch nicht meckern, wenn am Ende nur 1% mehr (oder weniger) auf dem Lohnzettel steht.

Man muss keinem kündigen aber man muss auch keine Verträge verlängern ;) Wenn man das Geld der Streikkassen für anderen Mist ausgibt, sind diese leer. Und wenn es nur wenige Mitglieder gibt, haben auch nur wenige Mitglieder einen Anspruch auf das Geld...

Darf man auch nur "die Linke" oder die "AfD" kritisieren wenn man Mitglied ist?

Vollkommen richtig, man darf meiner Meinung nach die Linke oder die AfD oder eine andere Partei nicht kritisieren, wenn man nicht wählen geht. Wer nicht zur Wahl geht darf am Ende auch nicht meckern. Dafür muss ich dann kein Mitglied in einer Partei sein. Wer sich also nicht in irgendeiner Art und Weise beteiligt, sei es durch Streik, durch Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder durch Unterstützung der streikenden Kollegen, der darf m.E. auch nicht meckern, wenn es am Ende nicht mehr Geld gibt.

Wenn man die Verträge nicht verlängert, dann muss der Arbeitgeber ja offenscihtlich noch ausreichend Personal in der Hinterhand haben, ich frage mich da, woher er das beziehen will? Die Kollegen im öffentlichen Dienst mit einer entsprechenden Qualifikation, Ausbildung, Studium sind nicht ohne Weiteres ersetzbar. Ich glaube nicht, dass eine Teilnahme am Streik dazu führt, dass die Veträge nicht verlängert werden. Dann müssten nach jeder bisher erfolgten Tarifverhandlung entsprechend etliche Leute bereits entlassen worden sein, ich habe davon aber noch nie etwas gehört und das, weil es einfach nie passiert ist. Tatsächlich bekommt der öffentliche Dienst seine Stellen kaum noch besetzt und ringt um jeden Bewerber. Insoweit ist und bleibt es für mich ein Märchen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 04.11.2021 09:49
Tatsächlich bekommt der öffentliche Dienst seine Stellen kaum noch besetzt und ringt um jeden Bewerber. Insoweit ist und bleibt es für mich ein Märchen.

Anscheinend reicht es aber noch... ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 04.11.2021 09:52
Unser Rentensystem ist übrigens auch sehr teuer und überlebt nur durch einen jährlich wachsenden Zuschuss aus dem Bundeshaushalt...

Ein Grund mehr, möglichst wenige Querfinanzierungen für klamme EU-Länder auch noch mit zu tragen. Von steigenden Pensionslasten wollen wir an dieser Stelle besser gar nicht erst anfangen (andere Baustelle). Die Rentenversicherung hat auch systemisch bedingt einige Probleme und muss für vieles herhalten. Die Sozialsysteme an sich haben bekanntlich viele Herausforderungen zu bewältigen. Auch Tabu-Themen wie Migration sind hier exemplarisch für die Staatskasse durchaus mit ein Faktor. Auch wenn es nicht so gerne öffentlich benannt wird. Beispiel: Rund zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt derzeit ganz oder teilweise von Hartz IV (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Hat unterschiedliche Ursachen, belastet aber selbstverständlich den großen Topf zusätzlich.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 04.11.2021 10:11
Unser Rentensystem ist übrigens auch sehr teuer und überlebt nur durch einen jährlich wachsenden Zuschuss aus dem Bundeshaushalt...

Immerhin werden ja auch die Pensionen daraus finanziert...

Die Pensionen werden - zumindest beim Bund - über Rücklagen finanziert, die von den jeweiligen Behörden zu erbringen sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.11.2021 10:15
Hab gehört fürs Streiken gibt's Streikgeld. Und wenns keines gibt mal drüber nachdenken wieso nicht. Nicht das ich ein Freund der Gewerkschaften wäre.
Eben Henne Ei:
Gewerkschaften vertreten einen nicht wirklich, deswegen ist man da nicht drin.

Ich streike gerne mit, kann es mir leisten.
Aber eben nicht für einen Sockelbetrag.

Also wieder nichts mit mitstreiken.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 04.11.2021 10:32
Edit: Als ich gestern gelesen habe, dass die Renten nächstes Jahr um 5,2% bzw. 5,9% angehoben werden sollen, habe ich mich aber auch leicht verarscht gefühlt.
Nur zur Info:
Das ist ja ein "Automatismus" und hat was mit der Lohnsteigerung des letzten Jahres zu tun.
Wenn man sich verarscht fühlt, dann warum?

Weil man nicht wusste, dass es diesen Automatismus bei der Rente gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.11.2021 11:08
Edit: Als ich gestern gelesen habe, dass die Renten nächstes Jahr um 5,2% bzw. 5,9% angehoben werden sollen, habe ich mich aber auch leicht verarscht gefühlt.
Nur zur Info:
Das ist ja ein "Automatismus" und hat was mit der Lohnsteigerung des letzten Jahres zu tun.
Wenn man sich verarscht fühlt, dann warum?

Weil man nicht wusste, dass es diesen Automatismus bei der Rente gibt.
Dann fühlst du dich jetzt besser?  8)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 04.11.2021 12:17
Unser Rentensystem ist übrigens auch sehr teuer und überlebt nur durch einen jährlich wachsenden Zuschuss aus dem Bundeshaushalt...

Ein Grund mehr, möglichst wenige Querfinanzierungen für klamme EU-Länder auch noch mit zu tragen. Von steigenden Pensionslasten wollen wir an dieser Stelle besser gar nicht erst anfangen (andere Baustelle). Die Rentenversicherung hat auch systemisch bedingt einige Probleme und muss für vieles herhalten. Die Sozialsysteme an sich haben bekanntlich viele Herausforderungen zu bewältigen. Auch Tabu-Themen wie Migration sind hier exemplarisch für die Staatskasse durchaus mit ein Faktor. Auch wenn es nicht so gerne öffentlich benannt wird. Beispiel: Rund zwei Drittel aller erwerbsfähigen Syrer in Deutschland lebt derzeit ganz oder teilweise von Hartz IV (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Hat unterschiedliche Ursachen, belastet aber selbstverständlich den großen Topf zusätzlich.

Klar ist Migration mit ein Faktor. Ich finde es aber ehrlich gesagt zu einfach eine kleine Gruppe der Migranten rauszupicken und das dann für schlechte Stimmungmache zu nutzen. Wie viel Prozent der Migranten bei uns in Deutschland arbeiten denn ist doch die spannendere Frage. Ich denke da bei und im Ort an viele Italiener, Türken, Griechen, Asiaten, Russen, Polen, usw., die alle arbeiten und z.T. auch eigene Läden haben.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 04.11.2021 14:45
wehe die GEW bestreikt die Hochschulen... da zittern die Finanzminister bestimmt ganz arg...  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 04.11.2021 14:56
gelöscht wegen off-topic. Bitte bei TV-L bleiben und keine allgemeinen politischen Diskussionen in diesem Forum (Admin)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 04.11.2021 15:30
Bezüglich des Streitpunktes der Neubewertung der Arbeitsvorgänge

https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/entgelt/tv-l-tarifrunde-2021-aktueller-stand_150_550228.html

Hierbei behauptet Hilbers, dass" in der letzten TV-L-Tarifrunde im Jahr 2019 vereinbart worden sei, dass Verhandlungen zur Bewertung des Arbeitsvorgangs aufgenommen werden. Dem hätten sich die Gewerkschaften verweigert."

Wurde das denn in der letzten Runde vereinbart?  ???
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 04.11.2021 15:39
Genau genommen sind 37,1% der Hartz 4 beziehenden Haushalte "nichtdeutsche Haushalte".
Von 35 Milliarden Euro gingen 12,8 an nichtdeutsche Haushalte. Davon gingen 6 Milliarden an Flüchtlinge aus Kriegsgebieten in Afghanistan, Syrien und dem Irak (die außerdem keine Arbeitserlaubnis haben, also keine andere Wahl haben)
Weitere 2,6 Milliarden gehen an EU Ausländer die schon länger in .de wohnhaft sind.
4,2 Milliarden sind also für die "Armutsflüchtlinge" reserviert. Die Kosten die Arbeitende Bevölkerung also 102€ pro Jahr.
Deswegen kann natürlich der ÖD keine Gehaltssteigerung für die Beschäftigten bereithalten:)

EDIT: uns sollte klar sein, dass wir jährlich mehr für die Montblanc Stifte unserer Abgeordneten und hohen Ministerialbeamten zahlen, als für Armutsflüchtlinge. Und die wollen jetzt erklären es gibt kein Geld für die Beschäftigten.
Das ist der Hohn...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 04.11.2021 15:42
Bezüglich des Streitpunktes der Neubewertung der Arbeitsvorgänge

https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/entgelt/tv-l-tarifrunde-2021-aktueller-stand_150_550228.html

Hierbei behauptet Hilbers, dass" in der letzten TV-L-Tarifrunde im Jahr 2019 vereinbart worden sei, dass Verhandlungen zur Bewertung des Arbeitsvorgangs aufgenommen werden. Dem hätten sich die Gewerkschaften verweigert."

Wurde das denn in der letzten Runde vereinbart?  ???

Ja, es wurde vereinbart darüber zu sprechen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Melvin am 04.11.2021 15:57
II. Eingruppierung
1. Arbeitsvorgang (§ 12 TV-L)
Zur Sicherstellung einer differenzierten Eingruppierung anhand des zeitlichen Umfangs, in dem eine bestimmte Anforderung (z. B. Schwierigkeit, Verantwor- tung) innerhalb der auszuübenden Tätigkeiten erfüllt sein muss (Hierarchisie- rung), werden die Tarifvertragsparteien unmittelbar nach der Redaktion Gesprä- che aufnehmen.

. https://www.tdl-online.de/fileadmin/downloads/rechte_Navigation/H._Tarifeinigung/190302_-_Einigungspapier_Stand_21.00_Uhr.pdf (https://www.tdl-online.de/fileadmin/downloads/rechte_Navigation/H._Tarifeinigung/190302_-_Einigungspapier_Stand_21.00_Uhr.pdf)



Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lo sa am 04.11.2021 16:08
Und aus dem Wort "Gespräche" macht ein Herr Hilbers "Verhandlungen".
Diese Gespräche fanden längst statt und es kam nichts dabei raus. Mit aller Macht will die TdL hier aber ihre Änderungswünsche durchdrücken, um zu sparen...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 04.11.2021 16:29
Sollen die AG doch die Tätigkeiten neu bewerten. Und wenn die Stellen degradiert werden. Was ist dabei? Am Ende wandert Personal ab. Externe werden teuer eingekauft. Mit Glück kommen alte Kollegen über externe Firmen wieder rein und verdienen doch am Ende mehr....

Die dummen sind am Ende wir alle, weil wir den Spaß über Steuern bezahlen werden
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 04.11.2021 16:31
Die meisten Mitarbeiter im ÖD sind träge. Bis sich da einer wegbewirbt muss es schon ans Existenzielle gehen. Gehaltseinbußen von 50% pro Monat müssen das schon mindestens sein bis sich da mal was bewegt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TechnikerTB am 04.11.2021 16:41
Die meisten Mitarbeiter im ÖD sind träge. Bis sich da einer wegbewirbt muss es schon ans Existenzielle gehen. Gehaltseinbußen von 50% pro Monat müssen das schon mindestens sein bis sich da mal was bewegt.
Da steckt viel Wahrheit drin. Außerdem sind sie minimalste Gehaltserhöhungen gewöhnt und das seit Jahrzehnten. Außerdem wissen die AG, dass die Streikbereitschaft recht lau ist. Daher könne sie auch mit ruhigem Gewissen "sparen".
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Hinz am 04.11.2021 16:56
Die meisten Mitarbeiter im ÖD sind träge. Bis sich da einer wegbewirbt muss es schon ans Existenzielle gehen. Gehaltseinbußen von 50% pro Monat müssen das schon mindestens sein bis sich da mal was bewegt.
Da steckt viel Wahrheit drin. Außerdem sind sie minimalste Gehaltserhöhungen gewöhnt und das seit Jahrzehnten. Außerdem wissen die AG, dass die Streikbereitschaft recht lau ist. Daher könne sie auch mit ruhigem Gewissen "sparen".
.

Mag sein. Aber die aktuelle Belegschaft altert ja auch und verlässt irgendwann den Arbeitsmarkt.

Wer wird sich bitte noch bewerben?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Amtsdenker am 04.11.2021 17:40
Geld ist genug da. Es fehlt der Wille die Leute im ÖD vernünftig zu bezahlen. Beispiel am Rande: Der Schaden durch Cum-Ex-Steuergeschäfte und ähnliche Betrügereien liegt wohl bei bis zu 150 Milliarden Euro weltweit. In D wird es sich auch im zweistelligen Milliardenbereich bewegen. Dazun andere Themen wie Schwarzarbeit etc.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 04.11.2021 18:03
Edit: Als ich gestern gelesen habe, dass die Renten nächstes Jahr um 5,2% bzw. 5,9% angehoben werden sollen, habe ich mich aber auch leicht verarscht gefühlt.
Nur zur Info:
Das ist ja ein "Automatismus" und hat was mit der Lohnsteigerung des letzten Jahres zu tun.
Wenn man sich verarscht fühlt, dann warum?

Weil man nicht wusste, dass es diesen Automatismus bei der Rente gibt.
Dann fühlst du dich jetzt besser?  8)

Da es sich um einen Automatismus handelt, der an einen Wert geknüpft ist, der sich einfach so ergibt, schon etwas, ja. Wo wir jedes Jahr recht sicher 1,5-2% sehen, kann es in einem schlechten Jahr beim Automatismus auch mal 0% geben. Insofern gleicht sich das irgendwo vielleicht doch ungefähr an.

Ich glaube was mich etwas frustet ist einfach die Unfähigkeit der Regierungen der letzten 5 Dekaden, die durch Nichtstun dazu beigetragen haben, dass heute 18,6% jedes Bruttogehaltes sowie weitere 100+ Mrd. € in der Rentenkasse versickern. Mit dem Gedanken im Hinterkopf noch jemanden entscheiden zu lassen, dass besagte Renten um 5,2-5,9% steigen sollen, erschien mir doch sehr weltfremd.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.11.2021 18:18
Da es sich um einen Automatismus handelt, der an einen Wert geknüpft ist, der sich einfach so ergibt, schon etwas, ja. Wo wir jedes Jahr recht sicher 1,5-2% sehen, kann es in einem schlechten Jahr beim Automatismus auch mal 0% geben. Insofern gleicht sich das irgendwo vielleicht doch ungefähr an.
Ich tuhe es ungern, aber du kannst dich trotzdem bisserl Verarscht fühlen.
Platt gesagt:
Die Rente steigt wenn das Einkommen steigt.
Sie fällt jedoch nicht wenn das Einkommen fällt (was schon vorgekommen ist) sind hat dann eine Nullrunde.
Das fehlende fallen wird dann nachgeholt (Rente hätte um 1% fallen müssen bleibt die Rente gleich, Rente müsste im Folgejahr um 2% steigen, dann steigt sie halt nur um 1%)

So weit so gut.

Nur letztere hat Tante Merkel und Co wieder abgeschafft, was jetzt den Effekt hat, dass da die Einkommen gesunken sind und die Steigerung halt voll mitgenommen wird.

Ob Olaf, als Kanzler diesen Fehler flugs wieder rückabwickelt damit nicht nächstes Jahr wieder 4 % Rente kommt glaube ich nicht.

So fühlst du dich jetzt wieder etwas schlechter? :o
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 05.11.2021 05:38
Profitieren nicht alle die noch nicht von der Einheitsrente betroffen sind irgendwann von den aktuellen Erhöhungen?

Wenn in meinem nächsten Rentenbescheid wieder eine deutlich höhere Summe steht empfinde ich das nicht als Verarschung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: BTSV1 am 05.11.2021 06:25
Ihr könnt hier diskutieren was und wie ihr wollt.

Wir werden maximal für 2021 noch eine Einmalzahlung von vielleicht 300 Euro erhalten.

2022 = 2,3%
2023 = 2,0%
Laufzeit: 27 Monate

Dann heißt es, 5% gefordert, 4,3% erhalten. Wir haben ein super Ergebnis erreicht.

Ende!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 05.11.2021 06:34
Die 2,3 Prozent gibts frühestens ab 01.04.22. Aus den 2,3 würde ich eher 1,9 machen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 05.11.2021 07:42
Lasst die Tarifpartner doch einen guten, realistischen Abschluss machen,
mit 2,8% für alle,
mehr Geld für Beschäftigte in der Pflege,
einer ordentlichen, abgabenfreien Einmalzahlung,
stufengleicher Höhergruppierung,
Stufe A16

und meinetwegen einer Einigung zum Thema Arbeitsvorgänge, wenn es den AG so wichtig ist. Bei einer Verhandlung müssen beide Seiten zum Zuge kommen können und kompromissfähig sein!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PhoenixDea am 05.11.2021 08:07
@Highwaystar

das hätte zur Folge, dass viele Beschäftigte der EG 7-9a befürchten müssten auf E6 runtergruppiert zu werden usw.
Fässt man das Thema "Arbeitsvorgang" an, wird es dem AG leicht gemacht runterzugruppieren - dann bringen 2 % Gehaltssteigerung bitte was? Unterm Strich nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 05.11.2021 08:16
...wenn sie lediglich Tätigkeiten nach E6 ausführen oder nur dafür qualifiziert sind? So what? Darüber freuen, dass man jahrelang überbezahlt wurde!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 05.11.2021 08:27
@Highwaystar

das hätte zur Folge, dass viele Beschäftigte der EG 7-9a befürchten müssten auf E6 runtergruppiert zu werden usw.
Fässt man das Thema "Arbeitsvorgang" an, wird es dem AG leicht gemacht runterzugruppieren - dann bringen 2 % Gehaltssteigerung bitte was? Unterm Strich nichts.

Dann wandern die Leute entweder ab oder ihre Arbeitsleistung ist nicht mehr wert. Wo ist das Problem?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVLfan am 05.11.2021 08:56
Wenn die Gewerkschaften sich darauf einlassen würden, wäre dass das Ende der Gewerkschaft. So ist insgesamt der O-Ton bei uns im Haus. Bei Verdi würde ich dann 1 % vom Brutto sparen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: neodeo2 am 05.11.2021 09:02
@Highwaystar

das hätte zur Folge, dass viele Beschäftigte der EG 7-9a befürchten müssten auf E6 runtergruppiert zu werden usw.
Fässt man das Thema "Arbeitsvorgang" an, wird es dem AG leicht gemacht runterzugruppieren - dann bringen 2 % Gehaltssteigerung bitte was? Unterm Strich nichts.

Dann wandern die Leute entweder ab oder ihre Arbeitsleistung ist nicht mehr wert. Wo ist das Problem?

Das Problem wäre: wir sitzen alle im selben Boot und es würde uns alle treffen. Zwar vllt nicht mit dem Gehalt, aber mit der Arbeitsleistung. Wenn die guten abwandern und nur noch "der Rest" verbleibt und dieser "Rest" dann sagt: Jou dann arbeite ich auch nur noch für e6... dann viel Spaß mit solchen Kollegen zusammen zu arbeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 05.11.2021 09:04
Darüber freuen, dass man jahrelang überbezahlt wurde!
Inwiefern wurden die Leute "jahrelang überbezahlt"?
Verstehst du was es bedeutet, wenn die Eingruppierungsregeln verändert werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 05.11.2021 09:06
Da ginge es jetzt aber schon um gewerkschaftliche Kernklientel.

Soweit ich das verstanden habe, möchten die AGs ja auch nur Gerichtsurteile 'korrigieren' (hat dazu jemand einen Link?)

Prinzipiell ist natürlich für Beamte eine Herabgruppierungsmöglichkeit von TBs vorteilhaft, könnten so doch (zu übertragende) höhere Lohnzuwächse erreicht werden
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 05.11.2021 09:25
@Highwaystar

das hätte zur Folge, dass viele Beschäftigte der EG 7-9a befürchten müssten auf E6 runtergruppiert zu werden usw.
Fässt man das Thema "Arbeitsvorgang" an, wird es dem AG leicht gemacht runterzugruppieren - dann bringen 2 % Gehaltssteigerung bitte was? Unterm Strich nichts.

Also ich sitze mit niemanden in irgendeinem Boot. Wenn mir mein AG oder meine Kollegen zu sehr auf den Sack gehen, suche ich mir was neues. Und wenn der AG nur noch Idioten an der Backe hat, ist das sein Problem. 

Dann wandern die Leute entweder ab oder ihre Arbeitsleistung ist nicht mehr wert. Wo ist das Problem?

Das Problem wäre: wir sitzen alle im selben Boot und es würde uns alle treffen. Zwar vllt nicht mit dem Gehalt, aber mit der Arbeitsleistung. Wenn die guten abwandern und nur noch "der Rest" verbleibt und dieser "Rest" dann sagt: Jou dann arbeite ich auch nur noch für e6... dann viel Spaß mit solchen Kollegen zusammen zu arbeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 05.11.2021 10:03
Nuja, guck mal in den Bundesverfassungsthread.

Da werden Anmerkungen z.B. der thüringischen Finanzministerin Taubert mit Hohn und Spott versehen, dass sie nicht die Beamtengehälter generell als Konsequenz der Rechtsprechung erhöhen könne, da sonst die Distanz zu den Tarifbeschäftigten (vor allem der höheren Stellen) zu stark anwachsen würde.

Dieses "wir sitzen alle im selben Boot" ist leider zu einem sehr großen Teil ideologie.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 05.11.2021 10:11
Ich denke auch dass es absolut legitim ist, seine Schlüsse aus dem Tarifergebnis dann zu ziehen. Ich erwarte von meinem AG, dass es nicht zu einer Nullrunde nur mit einer Alibiprämie kommt, sondern zu einer hinreichenden Erhöhung des Tabellenentgelts. Sollte es dennoch zu einer Nullrunde kommen, ist das erst einmal eine Tatsache, die hinzunehmen ist und dann muss man halt abwägen. Einfach so weitermachen, Arbeitsleistung anpassen oder gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 05.11.2021 10:38
Inwieweit steht die zu erbringende Arbeitsleistung im Verhältnis zum Tabellenentgelt und auf welcher Grundlage ließe sich das eine dem anderen anpassen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 05.11.2021 10:59
Es gibt da natürlich keinen Zusammenhang.  8)
Ich werde mich unabhängig jedes Tarifergebnisses stets bemühen eine Leistung mittlerer Art und Güte zu erbringen. Das ist ja klar. Insofern ist dein Einwand natürlich in höchstem Maße berechtigt!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 05.11.2021 11:49
Nuja, guck mal in den Bundesverfassungsthread.

Da werden Anmerkungen z.B. der thüringischen Finanzministerin Taubert mit Hohn und Spott versehen, dass sie nicht die Beamtengehälter generell als Konsequenz der Rechtsprechung erhöhen könne, da sonst die Distanz zu den Tarifbeschäftigten (vor allem der höheren Stellen) zu stark anwachsen würde.

Dieses "wir sitzen alle im selben Boot" ist leider zu einem sehr großen Teil ideologie.

Wo ist dieser Thread?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 05.11.2021 12:16
Lasst die Tarifpartner doch einen guten, realistischen Abschluss machen,
mit 2,8% für alle,
mehr Geld für Beschäftigte in der Pflege,
einer ordentlichen, abgabenfreien Einmalzahlung,
stufengleicher Höhergruppierung,
Stufe A16

und meinetwegen einer Einigung zum Thema Arbeitsvorgänge, wenn es den AG so wichtig ist. Bei einer Verhandlung müssen beide Seiten zum Zuge kommen können und kompromissfähig sein!
Trinkt ihr schon vor 08:00 im Büro? Nichts von dem unterstrichenen wäre gut  für die AN
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 05.11.2021 13:40
...
Ich tuhe es ungern, aber du kannst dich trotzdem bisserl Verarscht fühlen.
Platt gesagt:
Die Rente steigt wenn das Einkommen steigt.
Sie fällt jedoch nicht wenn das Einkommen fällt (was schon vorgekommen ist) sind hat dann eine Nullrunde.
Das fehlende fallen wird dann nachgeholt (Rente hätte um 1% fallen müssen bleibt die Rente gleich, Rente müsste im Folgejahr um 2% steigen, dann steigt sie halt nur um 1%)

So weit so gut.

Nur letztere hat Tante Merkel und Co wieder abgeschafft, was jetzt den Effekt hat, dass da die Einkommen gesunken sind und die Steigerung halt voll mitgenommen wird.

Ob Olaf, als Kanzler diesen Fehler flugs wieder rückabwickelt damit nicht nächstes Jahr wieder 4 % Rente kommt glaube ich nicht.

So fühlst du dich jetzt wieder etwas schlechter? :o

Du spielst mit meinen Gefühlen.  :(
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 05.11.2021 14:43
Lasst die Tarifpartner doch einen guten, realistischen Abschluss machen,
mit 2,8% für alle,
mehr Geld für Beschäftigte in der Pflege,
einer ordentlichen, abgabenfreien Einmalzahlung,
stufengleicher Höhergruppierung,
Stufe A16

und meinetwegen einer Einigung zum Thema Arbeitsvorgänge, wenn es den AG so wichtig ist. Bei einer Verhandlung müssen beide Seiten zum Zuge kommen können und kompromissfähig sein!
Trinkt ihr schon vor 08:00 im Büro? Nichts von dem unterstrichenen wäre gut  für die AN

Entgeltgruppe A16 ist für hinreichend qualifizierte AN selbstverständlich eine Verbesserung, in Hessen immerhin plus Euro 500,- monatlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: BeamterBR am 05.11.2021 15:03
Nuja, guck mal in den Bundesverfassungsthread.

Da werden Anmerkungen z.B. der thüringischen Finanzministerin Taubert mit Hohn und Spott versehen, dass sie nicht die Beamtengehälter generell als Konsequenz der Rechtsprechung erhöhen könne, da sonst die Distanz zu den Tarifbeschäftigten (vor allem der höheren Stellen) zu stark anwachsen würde.

Dieses "wir sitzen alle im selben Boot" ist leider zu einem sehr großen Teil ideologie.

Wo ist dieser Thread?

Das ist der lange zur verfassungswidrigkeit der Besoldung. Rechtsexperten und eigene Landtagsverwaltung(rechtliche Prüfung) haben in einem Gutachten festgestellt, dass der vorliegende Beschluss zur Besoldung verfassungwidrig ist. Frau Taubert hat daraufhin in den Erläuterungen wohl gesagt, dass man ja die Beamten nicht sehr viel höher bezahlen kann, weil dann ja ein Abstand zu den Tarifbeschäftigten besteht.

Dass das bei der rechtlichen Prüfung unbeachtlich bleiben muss wurde daraufhin im Thread angemerkt.

Das die Konsequenz einer anziehenden Beamtenbesoldung voraussichtlich anziehende Tarifentgelte sind, darf dabei nicht ignoriert werden. 

Spötisch wurde es angemerkt, weil alles rechtlich versierte Personal (inklusive die eigene Verwaltung/eigene Expertenkommision) sagt, dass der Entwurf so rechtswidrig ist, aber es trotzdem so verabschiedet wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 05.11.2021 15:10
Lasst die Tarifpartner doch einen guten, realistischen Abschluss machen,
mit 2,8% für alle,
mehr Geld für Beschäftigte in der Pflege,
einer ordentlichen, abgabenfreien Einmalzahlung,
stufengleicher Höhergruppierung,
Stufe A16

und meinetwegen einer Einigung zum Thema Arbeitsvorgänge, wenn es den AG so wichtig ist. Bei einer Verhandlung müssen beide Seiten zum Zuge kommen können und kompromissfähig sein!
Trinkt ihr schon vor 08:00 im Büro? Nichts von dem unterstrichenen wäre gut  für die AN

Entgeltgruppe A16 ist für hinreichend qualifizierte AN selbstverständlich eine Verbesserung, in Hessen immerhin plus Euro 500,- monatlich.

Ich glaube ein AN interessiert sich einen Scheißdreck dafür, ob es eine A16 gibt oder nicht.

Um nicht an Ex-Usern des Forums zu orientieren und dich mit Fragezeichen darstehen zu lassen:
A16 gäbe es höchstens in der Beamtenbesoldung, A16 wäre keine Stufe, sondern eine Gruppe, Entgeltgruppen gibts nur für Tarifbeschäftigte Arbeitnehmer und diese werden regelmäßig mit EXX (X = [0-9]) abgekürzt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 05.11.2021 15:19
...nun gut, dann eben E16!  ::)

E16 finde ich persönlich sehr gut. Für Menschen, die sich hier in Kraftausdrücken verständigen, vermutlich unerreichbar....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 05.11.2021 15:50
...nun gut, dann eben E16!  ::)

E16 finde ich persönlich sehr gut. Für Menschen, die sich hier in Kraftausdrücken verständigen, vermutlich unerreichbar....

Ein bisschen kann ich nachvollziehen, wieso bestimmte Persönlichkeiten Erklärungen tunlichst zu vermeiden versuchten und lediglich wahre Antworten ohne weiteren Kontext gegeben haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 05.11.2021 17:11
Ein E16 dürfte vollkommen irrelevant sein.

Schlicht weil nur ein bruchteil von Personen das überhaupt bekommen würde. Sprich alle die Tätigkeiten Ausfüllen die über E15 hinausgehen.

https://www.dbb.de/fileadmin/user_upload/globale_elemente/pdfs/2021/2021_monitor-oe-d.pdf  (s. 16)  ich weiß, ist TvÖD aber gerade mal wurscht, nur für das Prinzip.

31.800 Personen in E15. Wieviele könnten davon eine E16 bekommen? SPrich eine Entgeltgruppe für Tätigkeiten die über E15 liegen und nicht als Außertariflich geregelt wurden.

Nehmen wir mal 33% an (m. E. n. eine optimistische Schätzung). Das wären dann ca. 10.000 Personen die in den Genuß kommen.

Bezogen auf die Summe der Beschäftigten eine lächerlich kleine Zahl. Es macht also mehr Sinn, das Geld in eine höhere Tabellensteigerung zu stecken. Oder noch besser: Auf den Bereich Pflege und Gesundheit zu verteilen. Da haben Leute wesentlich mehr von. Zu einem das Personal das es bekommt, und zum anderen die Patienten die von einem besser bezahlten Personal betreut werden.


Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 05.11.2021 17:24
Lasst die Tarifpartner doch einen guten, realistischen Abschluss machen,
mit 2,8% für alle,
mehr Geld für Beschäftigte in der Pflege,
einer ordentlichen, abgabenfreien Einmalzahlung,
stufengleicher Höhergruppierung,
Stufe A16

und meinetwegen einer Einigung zum Thema Arbeitsvorgänge, wenn es den AG so wichtig ist. Bei einer Verhandlung müssen beide Seiten zum Zuge kommen können und kompromissfähig sein!
Trinkt ihr schon vor 08:00 im Büro? Nichts von dem unterstrichenen wäre gut  für die AN

Entgeltgruppe A16 ist für hinreichend qualifizierte AN selbstverständlich eine Verbesserung, in Hessen immerhin plus Euro 500,- monatlich.

In wie weit würde denn Qualifikation dazu führen diese E16 zu bekommen? Grundlegende Eigenschaft dieser neuen E16 in Hessen ist doch die Bindung an (politisch vergebene) Funktionsstellen - also nichts was tariflich relevant wäre.
Titel: EG16 ist durchaus relevant
Beitrag von: Lothar57 am 05.11.2021 20:04
E16 ist keineswegs irrelevant. Diese Eingruppierung würde z.B. für Schulleiterinnen und Schulleiter an Gymnasien und Gesamtschulen gelten. Bisher hätten TB, die sich für eine solche Stelle interessierten, nach einem zähen und aufwendigen Bewerbungsverfahren, ihre Bezahlung mit dem AG außertariflich verhandeln müssen. Mit ungewissem Ausgang. Auf dieses Risiko hat sich aber praktisch kein TB eingelassen.  Da im Augenblick viele Schulleitungsposten unbesetzt sind, ist die Einführung der EG 16 zumindest in dieser Hinsicht auch im AG-Interesse.

Nur sinnvoll mit Stufengleicher Höhergruppierung
Die EG16 macht aber nur Sinn, wenn gleichzeitig die stufengleiche Höhergruppierung eingeführt wird. Sonst findet sich der aufstrebende TB-Studienrat (EG13, Stufe 6) nach seinem Aufstieg im ungünstigsten Falle in Stufe 3 wieder und wird bis zu seiner Rente nie in den Genuss des vollen Gehaltes mit Stufe 6 kommen. Anders als in Hessen, würde der TB-Schulleiter in den meisten Fällen mit dem Garantiebetrag von 180 Euro abgespeist.
Titel: Antw:EG16 ist durchaus relevant
Beitrag von: Lothar57 am 05.11.2021 20:11
E16 ist keineswegs irrelevant. Diese Eingruppierung würde z.B. für Schulleiterinnen und Schulleiter an Gymnasien und Gesamtschulen gelten. Bisher hätten TB, die sich für eine solche Stelle interessierten, nach einem zähen und aufwendigen Bewerbungsverfahren, ihre Bezahlung mit dem AG außertariflich verhandeln müssen. Mit ungewissem Ausgang. Auf dieses Risiko hat sich aber praktisch kein TB eingelassen.  Da im Augenblick viele Schulleitungsposten unbesetzt sind, ist die Einführung der EG 16 zumindest in dieser Hinsicht auch im AG-Interesse.

Nur sinnvoll mit Stufengleicher Höhergruppierung
Die EG16 macht aber nur Sinn, wenn gleichzeitig die stufengleiche Höhergruppierung eingeführt wird. Sonst findet sich der aufstrebende TB-Studienrat (EG13, Stufe 6) nach seinem Aufstieg im ungünstigsten Falle in Stufe 3 wieder und wird bis zu seiner Rente nie in den Genuss des vollen Gehaltes mit Stufe 6 kommen. Anders als in Hessen, würde der TB-Schulleiter in den meisten Fällen nach der Höhergruppierung von EG15 mit dem Garantiebetrag von 180 Euro abgespeist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 05.11.2021 20:55
Schulleiter:
Funktionsstellen die A15 mit Zulage oder A16 sind werden doch bereits als übertarifliche Stellen behandelt und entsprechend bezahlt? Also zumindest hier ist das so.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ktown am 05.11.2021 22:44
Nuja, guck mal in den Bundesverfassungsthread.

Da werden Anmerkungen z.B. der thüringischen Finanzministerin Taubert mit Hohn und Spott versehen, dass sie nicht die Beamtengehälter generell als Konsequenz der Rechtsprechung erhöhen könne, da sonst die Distanz zu den Tarifbeschäftigten (vor allem der höheren Stellen) zu stark anwachsen würde.

Dieses "wir sitzen alle im selben Boot" ist leider zu einem sehr großen Teil ideologie.

Wo ist dieser Thread?
Hier (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114363.0.html)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 06.11.2021 07:28
Dieses drohende/bereits existierende Szenario mit dem Bundesverfassungsgericht bildet übrigens auch durchaus sicherlich einen Hintergrund für die Tarifverhandlungen. Da drohen den Arbeitgebern ja schon erhebliche personelle Mehraufwendungen (wenngleich nur für Beamte), womöglich/wahrscheinlich auch für die höheren Besoldungsgruppen.

Für die fomalen 'Hardcorler' im Forum hier hat das natürlich nichts mit Tarifbeschäftigten zu tun - aber Politiker denken sicherlich nicht nur in formalen Kategorien. Eine 'Übertragung' auf TBs (analog zu Tarifabschlüssen, die ja auch nach der Rechtsprechung relevant sind für Besoldungserhöhungen) wäre nun allerdings überhaupt nicht zu erwarten, eher eine indirekte Refinanzierung durch diese...

Sicherlich, Politikerinnen/Ministerinnen wie Taubert (thüringische Finanzministerin) erkennen die Problematik, sind aber andererseits im 'Käfig des Beamtenrechts' gefangen (auf die Idee der 'Übertragung' auf TBs käme auch sie sicherlich nicht im Traume) - und letztendlich immer das Todschlagargument der Beamtenlobby, dass TB-Bereich und Beamtenbereich nichts miteinander zu tun hätten (was rein formal gesehen grundsätzlich nicht falsch ist, aber...)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 06.11.2021 08:57

Für die fomalen 'Hardcorler' im Forum hier hat das natürlich nichts mit Tarifbeschäftigten zu tun - aber Politiker denken sicherlich nicht nur in formalen Kategorien. Eine 'Übertragung' auf TBs (analog zu Tarifabschlüssen, die ja auch nach der Rechtsprechung relevant sind für Besoldungserhöhungen) wäre nun allerdings überhaupt nicht zu erwarten, eher eine indirekte Refinanzierung durch diese...


Es hat auch nichts miteinander zu tun. Der Angestellte kann Wohngeld und Harz4 beantragen. Das kann der Beamte nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 06.11.2021 09:11
Das ist doch auch wieder eine Nebelkerze - Kernproblem ist doch das Abstandsgebot zwischen den Besoldungsgruppen, von dem sich ja viele im höherem und gehobenen Dienst auch einen sehr kräftigen 'Schluck aus den Pulle' durchaus begründet erhoffen (selbst, wenn keine Kinder vorhanden sind, die dürfen ja auch nicht 'diskriminiert' werden).

Anhebungen der untersten Besoldungsgruppen führen halt automatisch zu Erhöhungen höherer und höchster Besoldungsgruppen (und nach der Logik der Poster in dem Thread und auch des DBBs dürfen auch keineswegs Kinderlose leer ausgehen). Geforderte (und durchaus nicht unwahrscheinliche) Besoldungserhöhungen auch z.B. im A15 oder A 16-Bereich letztendlich zu begründen damit, dass (auch tätigkeitsgleiche) TBs ja prinzipiell Wohngeld und (ergänzendes) Hartz 4 beantragen könnten, nuja...

Ich vermisse übrigens sehr eine Kampagne des DBBs, dass Tarifbeschäftigte in unteren Gruppen (aber keineswegs nur dort) mit mehreren Kindern (analog zu Beamten in untersten Gruppen) in ALG II-Nähe sich befinden.....Selbstverständlich in Verbindung damit, dass Qualifikation sich lohnen muss und deshalb alle Gehaltsgruppen deutlich erhöht werden müssen
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 06.11.2021 10:39


Es hat auch nichts miteinander zu tun. Der Angestellte kann Wohngeld und Harz4 beantragen. Das kann der Beamte nicht.

Wow.. Beamte können kein H4 beantragen. Mein Herzblutet.
Beamte sind schlicht besser gestellt. Da beißt die MAus kein Faden ab.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.11.2021 11:15
Ich vermisse übrigens sehr eine Kampagne des DBBs, dass Tarifbeschäftigte in unteren Gruppen (aber keineswegs nur dort) mit mehreren Kindern (analog zu Beamten in untersten Gruppen) in ALG II-Nähe sich befinden.....Selbstverständlich in Verbindung damit, dass Qualifikation sich lohnen muss und deshalb alle Gehaltsgruppen deutlich erhöht werden müssen
Hihi,
ja, denn mit Tätigkeiten die eine Qualifikation benötigen wäre man in der EG5.
Und beim Mindestlohn 12€ ist man in der EG1S2 genau dort: beim Mindestlohn. Was ja in sich ok und nicht zu beanstanden ist, da es ja Tätigkeiten sind, die man in einer Stunde begriffen hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.11.2021 11:19


Es hat auch nichts miteinander zu tun. Der Angestellte kann Wohngeld und Harz4 beantragen. Das kann der Beamte nicht.

Wow.. Beamte können kein H4 beantragen. Mein Herzblutet.
Beamte sind schlicht besser gestellt. Da beißt die MAus kein Faden ab.
Falsch, es gibt Beamte mit Kinder die sind unter H4 Niveau, und dass darf es nach dem GG nicht geben, die Beamte müsse 15% drüber liegen, darum hat BverG ja festgestellt, dass die Besoldungsgesetzt der letzten 15 Jahre Grundgesetzwidrig sind.

Da beißt die Maus erst recht keinen Faden ab.
Wie das im "binnenverhältnis" zu den Angestellten zu bewerten ist ist eine andere Geschichte.
Wie das gelöst wird auch (btw: Der Single Beamte ist allerdings nicht unter h4 Niveau)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 06.11.2021 12:01
Das es Einzelfälle gibt wo das nicht fer Fall ist, revidiert nicht die Gesamttendenz.

Ein Durchschnitt über 2 Gruppen:
Beamte + Angestellte.

Hier behaupte ich nach wievor, das im Durschnitt (selbst im Median), die Beamten mehr Netto haben. Von Pension, unbegrenzter Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc mal ganz zuschweigen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 06.11.2021 13:19
Warum sollte sich der dBB um TBler kümmern?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 06.11.2021 13:21
Das es Einzelfälle gibt wo das nicht fer Fall ist, revidiert nicht die Gesamttendenz.

Ein Durchschnitt über 2 Gruppen:
Beamte + Angestellte.

Hier behaupte ich nach wievor, das im Durschnitt (selbst im Median), die Beamten mehr Netto haben. Von Pension, unbegrenzter Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc mal ganz zuschweigen.

Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Corsi am 06.11.2021 13:31
oder es gibt keine verbeamtete Stellen... wo ist eigentlich Spid hin? Die Diskussionen laufen hier auf einmal so flüssig.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 06.11.2021 13:39
Warum sollte sich der dBB um TBler kümmern?

Weil das die Aufgabe von Gewerkschaften ist? dbb tarifunion ist ein Gewerkschaftsdachverband.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 06.11.2021 17:22

Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.

So kann man das nicht stehen lassen. Es gibt durchaus schon Länder die erkannt haben, dass es eben nicht für jede Tätigkeit Beamter bedarf und dann auch schlicht nicht mehr einfach so verbeamten. Unabhängig, ob die TB nun gut oder schlecht sind. Das ist aber glaube ich auch nicht das Grundproblem. Das Problem liegt vielmehr darin, so meine Meinung, dass die Systeme (TB / Beamte) so unterschiedlich sind, bei dem die Masse eben nicht verstehen kann, warum am Ende die Bezahlung so unterschiedlich ist, denn am Ende wird nichts anderes gearbeitet, nur dem Dienstherren noch die Seele verkauft.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: clarion am 06.11.2021 18:13
In Ämtern, in denen Tb und Beamter munter nebeneinander arbeiten und die Tatsache, ob jemand verbeamtete wird, in der Vergangenheit vom Zufall (genauer dem Eintrittsjahr) abhing, würde es sehr wohl Unruhe geben, wenn die Schere zwischen TB und Beamte auseinander geht. Es gibt schon jetzt den einen oder anderen Unmut diesbezüglich.

Die Verbeamtung ist folgerichtig inzwischen bei uns auch ein Instrument, um Personal zu binden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Zinc am 06.11.2021 19:01

[/quote]

Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.

[/quote]

Selten so einen Blödsinn gehört. Ich werde bspw. nicht verbeamtet, weil Sachsen meine Berufsgruppe (die in anderen Bundesländern verbeamtet wird) nicht verbeamtet. Was hat das mit der Leistung, die ich leiste, zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 06.11.2021 19:10
Also ich frage mich hier zuweilen wirklich ob ihr ne Art Satireshow seid :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 06.11.2021 19:47
Na wenn das Forum auch zur persönlichen Erheiterung der einen oder des anderen beitragen kann, ist es doch auch was 😛… und zum Thema Beamte oder Tarifbeschäftigte… „Augen auf bei der Berufswahl!“ Letztlich hilft kein meckern oder vergleichen, was wäre wenn, haben uns selbst entschieden, im Wissen was im Moment geht oder eben nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 06.11.2021 22:19


Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.

[/quote]

Selten so einen Blödsinn gehört. Ich werde bspw. nicht verbeamtet, weil Sachsen meine Berufsgruppe (die in anderen Bundesländern verbeamtet wird) nicht verbeamtet. Was hat das mit der Leistung, die ich leiste, zu tun?
[/quote]

Na dann musst du dich ja auch nicht mit anderen Beamten vergleichen. Wo ist dein Problem?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: BeamterBR am 07.11.2021 10:01


Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.

[/quote]

Selten so einen Blödsinn gehört. Ich werde bspw. nicht verbeamtet, weil Sachsen meine Berufsgruppe (die in anderen Bundesländern verbeamtet wird) nicht verbeamtet. Was hat das mit der Leistung, die ich leiste, zu tun?
[/quote]

Er hat doch die Unqualifizierten bereits abgedeckt. Wer nicht vom Dienstherrn Land verbeamtet wird aber in seiner persönlichen Situation im Beamtenverhältnis einen wirtschaftlichen Vorteil sieht sucht sich halt einen Dienstherrn, der dies tut? Kommunen/Landkreise/Verbände was auch immer.

Ansonsten geht man halt in ein anderes Bundesland. 

Die Beamten werden zu niedrig bezahlt. Punkt.

Anstatt dies an als Angriffspunkt zu nehmen im Tarifbereich auf dieser Grundlage Erhöhungen zu begründen nimmt man das Argument der Arbeitgeber auf um sich gegenseitig zu zerfleischen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 07.11.2021 11:24
„Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.“
„Als Beamter hat man mindestens genauso viele Nachteile wie ein Tarifbeschäftigter.“
„Den Rentnern geht es viel zu gut. „
„Flüchtlinge plündern die Staatskasse, so dass für die Beschäftigen das Geld fehlt.“
„Jeder ist seines Glückes Schmied.“
„Augen auf bei der Berufswahl.“


Goethe sagte mal:
„Getret‘ner Quark, wird breit nicht stark.“
oder noch einfacher:
„Quark bleibt Quark, auch wenn man ihn breit tritt.“
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 07.11.2021 11:29

Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.

Mitnichten ist das so. Schon mal bedacht, daß jemand zwar fachlich und menschlich top sein kann, jedoch aufgrund von Vorerkrankungen bei der medizinischen Einstellungsuntersuchung scheitert? Aber klar, wenn erst mal die Amtsstube "auf Lebenszeit" zugewiesen wurde wird ja so mancher Beamter unausstehlich in den Aussagen und unterirdisch in den Arbeitsleistungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Tagelöhner am 07.11.2021 12:20

Und wenn interessiert das jetzt? Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.

Mitnichten ist das so. Schon mal bedacht, daß jemand zwar fachlich und menschlich top sein kann, jedoch aufgrund von Vorerkrankungen bei der medizinischen Einstellungsuntersuchung scheitert? Aber klar, wenn erst mal die Amtsstube "auf Lebenszeit" zugewiesen wurde wird ja so mancher Beamter unausstehlich in den Aussagen und unterirdisch in den Arbeitsleistungen.

*Ironiemodusan* Dann ist er halt an der sogenannten "Bestenauslese" gescheitert *Ironiemodusaus*.

Ich hätte da noch einen anderen Lösungsvorschlag zur Güte. Einfach alle Öffentlich Bediensteten in den Beamtenstatus überführen. Die Privaten Krankenkassen, die Beamtenlobby und vielleicht auch die öffentlichen Kassen würde es temporär wahrscheinlich freuen, den Steuerzahler bzw. diejenigen im Land, die durch Wertschöpfung dann tatsächlich noch die Alimentation bis zum Lebensende finanzieren müssen eher nicht  ;D.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 07.11.2021 13:13
Beamte sind auch Steuerzahler.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Tagelöhner am 07.11.2021 13:36
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 07.11.2021 14:17
Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Ich finde es nicht erstrebenswert irgendwelchen Menschen das Leben/Krankenversicherung etc. zu bezahlen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 07.11.2021 15:05
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.
Zum Einen erhalten Sie keinen Sold, sondern Besoldung, und zum Anderen halte ich für Deinen Vorschlag für sehr begrüßenswert, denn dadurch verringerte sich mein Grenzsteuersatz auf übrige Einkünfte.

quote author=Tagelöhner link=topic=116943.msg224359#msg224359 date=1636288583]
Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.
[/quote]
Du verkennt, dass das Gros der öffentlichen Ausgaben in (von öffentlich Bediensteten beider Statusgruppen regelmäßig nicht bezogenen) Sozialleistungen fließt, mit großem Abstand danach in Bau und Rüstung. Und an der Sozialversicherung beteiligt sich jeder, der aus ihr einen Anspruch erwirbt. Beamte zahlen nicht ein und können daher auch keine Leistungen aus ihr beziehen. Du bezahlst ja auch nicht meine PKV.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 07.11.2021 17:01
Wann hat Deutschland eigentlich die Idee einer "Sozialgesellschaft" beerdigt?
PKV ist auch so ein Quatsch-Konstrukt.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 07.11.2021 17:39
Vielleicht in dem Moment der Feststellung, daß "Gesellschaftsgesellschaft" Humbug ist?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.11.2021 17:40
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.
Würde aber eine Menge gesetzlichen Arbeitsaufwand bedeuten, da ja alle Steuerlichen Änderungen, die zu einem mehr oder Weniger der Nettoentlohnung führen, entsprechend in der Besoldungsgesetzgebung ebenso korrigiert werden.
Z.B. Da führt der Staat ein Soli ein:
Da würdest du aber abkotzen, wenn die Beamten den nicht auch zahlen müssten.

Also so ist es gut wie es ist, weil eben nicht 1:1 linke rechte Tasche
Zitat
Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.
Nun nicht alle im öD sind in der Solidargemeinschaft GKV, sondern haben sich einer anderen Solidargemeinschaft angeschlossen (der PKV Tarifmitglieder).

Und im übrigen bin ich dafür, dass die Angestellten und die Beamten gleichermaßen das Recht haben sollten sich ihre Solidargemeinschaft auszusuchen (also ob sie GKV System oder PKV System wollen)
Und zwar alle ohne Grenzen, dann hört ein für alle mal, diese Diskussion auf.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.11.2021 17:47
Wann hat Deutschland eigentlich die Idee einer "Sozialgesellschaft" beerdigt?
PKV ist auch so ein Quatsch-Konstrukt.
Ob PKV oder GKV ein Quatsch Produkt ist sei dahingestellt.
Das es sie gibt unterliegt ja einer gewissen Historie.

Beim Bäcker wird ja auch nicht nach Einkommen das Brot bezahlt.
Und bei deiner Autoversicherung, Haftpflicht,  yyx Versicherung auch nicht.
Ursprünglich war die GKV eine eine Lohnfortzahlungsversicherung (die da natürlich Lohnabhängig ist), hat sich aber erweitert ohne dies entsprechend anzupassen.

Insofern kann man darüber nachdenken, welches Konstrukt mehr Quatsch in sich trägt.

Einheitspreis für alle und Soziale Komponente via Steuerzuschuss, wäre ja auch eine Lösung.
Aber diese Diskussionen kann man ewig führen.

Drum:
Öffnung für alle, dann erledigt sich die Diskussion von selbst.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: LehrerBW am 07.11.2021 19:31
Bezüglich des vorgebrachten Arguments der leeren Kassen:
https://www.n-tv.de/der_tag/160-Milliarden-mehr-Steuerschaetzung-verspricht-unverhofften-Geldregen-article22914576.html
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: lsma am 07.11.2021 21:37
Er hat doch die Unqualifizierten bereits abgedeckt. Wer nicht vom Dienstherrn Land verbeamtet wird aber in seiner persönlichen Situation im Beamtenverhältnis einen wirtschaftlichen Vorteil sieht sucht sich halt einen Dienstherrn, der dies tut? Kommunen/Landkreise/Verbände was auch immer.

Ansonsten geht man halt in ein anderes Bundesland. 
Warum sollte man, es ist lediglich notwendig für passende Anpassungen im TV-L zu strei(tk)en, auch wenn das den Bestrebungen von DBB und Verdi widerspricht.
Die Auswirkungen auf anderen Formen der Beschäftigung sind für die Tarifverhandlungen....

Die Beamten werden zu niedrig bezahlt. Punkt.
Wen interessiert das im TV-L und TV-H Forum?
Gehe für diese Informationsübertragung bitte in Dein "lokales" Forum, danke.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Faunus am 07.11.2021 21:41
„Jeder kann Beamter werden. Wenn er es nicht schafft, ist er halt zu schlecht.“
„Als Beamter hat man mindestens genauso viele Nachteile wie ein Tarifbeschäftigter.“
„Den Rentnern geht es viel zu gut. „
„Flüchtlinge plündern die Staatskasse, so dass für die Beschäftigen das Geld fehlt.“
„Jeder ist seines Glückes Schmied.“
„Augen auf bei der Berufswahl.“


Goethe sagte mal:
„Getret‘ner Quark, wird breit nicht stark.“
oder noch einfacher:
„Quark bleibt Quark, auch wenn man ihn breit tritt.“

Das Post war nach dem Lesen der vorherigen 20-30 Posts ein Lichtblick. Danke!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: lsma am 07.11.2021 21:47
Ich finde es nicht erstrebenswert irgendwelchen Menschen das Leben/Krankenversicherung etc. zu bezahlen.

Einer der Gründe, warum es wichtig ist für diesen Kreis die Bürgerversicherung zwangsweise einzuführen. ;-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 07.11.2021 22:59
Morgen sind Schaltungen zwischen den Spartengewerkschaften, also ohne Verdi, geplant.
Ich darf zuhören, werde dann berichten was ich gehört habe.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.11.2021 09:20
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 08.11.2021 09:28
Hmm wie die das wohl am 27/28.11 machen ?
Ob die Pausen einplanen damit die LEute die Black Friday Angebote checken können ? :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.11.2021 09:50
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Mir fallen da nur die Steuerfahnder ein, die einige Millionen Euro Einnahmen für den Staat generieren.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.11.2021 09:56
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Mir fallen da nur die Steuerfahnder ein, die einige Millionen Euro Einnahmen für den Staat generieren.

Und das passt jetzt inwiefern zu meinen Ausführungen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.11.2021 10:01
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Mir fallen da nur die Steuerfahnder ein, die einige Millionen Euro Einnahmen für den Staat generieren.

Und das passt jetzt inwiefern zu meinen Ausführungen?
Das diese Kollegen ebenfalls einen Anteil an zur Verfügung stehendem Geld erwirtschaften.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.11.2021 11:35
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Mir fallen da nur die Steuerfahnder ein, die einige Millionen Euro Einnahmen für den Staat generieren.

Und das passt jetzt inwiefern zu meinen Ausführungen?
Das diese Kollegen ebenfalls einen Anteil an zur Verfügung stehendem Geld erwirtschaften.

Das "ebenfalls" wurde nicht ganz deutlich im ersten Beitrag.

Ich würde allerdings nicht sagen, dass diese Kollegen das Geld erwirtschaften.
Sie treiben erwirtschaftetets Geld ein. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.11.2021 13:31
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Mir fallen da nur die Steuerfahnder ein, die einige Millionen Euro Einnahmen für den Staat generieren.

Und das passt jetzt inwiefern zu meinen Ausführungen?
Das diese Kollegen ebenfalls einen Anteil an zur Verfügung stehendem Geld erwirtschaften.

Das "ebenfalls" wurde nic ;D
Ich würde allerdings nicht sagen, dass diese Kollegen das Geld erwirtschaften.
Sie treiben erwirtschaftetets Geld ein.
Kann man so sehen, ist halt forderungsmanagment  ;D
aber einen Bauftrag zu vergeben erwirtschaftet ja auch nichts  ;)
 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.11.2021 14:02
Ja, in "Linke Tasche, Rechte Tasche"-Manier halt. Man könnte sie genau so gut von der Steuerlast aus ihrem Beamtenverhältnis befreien und ihren Sold entsprechend kürzen.

Der Kuchen, der an sie (und öffentliche Angestellte gleichermaßen) verteilt wird, wird von einem anderen Teil der Bevölkerung tatsächlich erwirtschaftet. Nur beteiligen sich die öffentlichen Angestellten wenigstens auch noch bei der Solidargemeinschaft der Sozialversicherungen und sitzen dort im Boot mit dem Rest der Bevölkerung.

Also wenn ich eine Baumaßnahme mit einem Volumen von bspw. 1 Mio Euro plane , ausschreibe, den Auftrag vergebe und die Bauherrenseitige Bauleitung ausführe, denke ich schon das ich einen gewissen Anteil an der "Erwirtschaftung" dieser Summe, die in vielfacher Weise danach einer Besteuerung unterliegt, habe.

Zudem Schaffe ich damit einen "Wert" für meinen Arbeitgeber, mit dem er Einnahmen erzielt.
Mir fallen da nur die Steuerfahnder ein, die einige Millionen Euro Einnahmen für den Staat generieren.

Und das passt jetzt inwiefern zu meinen Ausführungen?
Das diese Kollegen ebenfalls einen Anteil an zur Verfügung stehendem Geld erwirtschaften.

Das "ebenfalls" wurde nic ;D
Ich würde allerdings nicht sagen, dass diese Kollegen das Geld erwirtschaften.
Sie treiben erwirtschaftetets Geld ein.
Kann man so sehen, ist halt forderungsmanagment  ;D
aber einen Bauftrag zu vergeben erwirtschaftet ja auch nichts  ;)

Planung, Ausschreibung und Bauleitung gehören genauso zur Realisierung einer Baumaßnahme wie die Bedienung das Baggers. So ist es nunmal. Ohne die ersten drei Sachen, die ich als Angestellter im öffentlichen Dienst erledige gibt es auch nichts zu bauen, zu verdienen und somit nichts zu versteuern. Hinzu kommen die Einnahmen die mit dem fertigen Produkt von der Kommune erzielt werden.

Beim Punkt Vergabe gebe ich dir Recht. Das ist eher hinderlich. Wenn ich mir die Firmen aussuchen dürfte ginge vieles schneller und unkomplizierter. Geht aber nicht, da ich ja grundsätzlich erst einmal als korrupt zu betrachten bin.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 08.11.2021 14:52
Warten auf News von ISI  :D :) 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 08.11.2021 14:58
Erst Morgen...bis dahin können Keeper83 und WasDennNun weiter darüber diskutieren ob ein Bauherrenseitiger Bauleiter oder ein Steuerfahnder mehr Geld für den Staat generiert ;D 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 08.11.2021 15:01
Erst Morgen...bis dahin können Keeper83 und WasDennNun weiter darüber diskutieren ob ein Bauherrenseitiger Bauleiter oder ein Steuerfahnder mehr Geld für den Staat generiert ;D

Nein, Isis Post war gestern...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 08.11.2021 15:08
oh, sorry dann warten wir zuversichtlich auf ihre Info.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 08.11.2021 15:41
Hmm wie die das wohl am 27/28.11 machen ?
Ob die Pausen einplanen damit die LEute die Black Friday Angebote checken können ? :)

Quatsch. Jeder, der dort in den Verhandlungen sitzt, verdient genug, um nicht auf so etwas angewiesen sein zu müssen. Rattenfängerangebote ziehen doch nur beim Pöbel.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.11.2021 16:11
Erst Morgen...bis dahin können Keeper83 und WasDennNun weiter darüber diskutieren ob ein Bauherrenseitiger Bauleiter oder ein Steuerfahnder mehr Geld für den Staat generiert ;D
Nein, das ist doch geklärt:
Der Bauleiter generiert mehr Geld für den Staat.
Der Steuerfahnder sorgt dafür das noch mehr Geld der Staatskasse zur Verfügung steht, so das der Bauleiter noch mehr Geld generieren kann.
Ach ja, wir wollen nicht die Zollfahnder vergessen, die dafür sorgen, dass der Bauleiter auch keine Schwarzarbeiter indirekt unterstützt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: algo86 am 08.11.2021 18:41
Morgen sind Schaltungen zwischen den Spartengewerkschaften, also ohne Verdi, geplant.
Ich darf zuhören, werde dann berichten was ich gehört habe.

Gibt's was zu berichten?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 08.11.2021 22:22
Morgen sind Schaltungen zwischen den Spartengewerkschaften, also ohne Verdi, geplant.
Ich darf zuhören, werde dann berichten was ich gehört habe.

Gibt's was zu berichten?

Es wurden Streiktage besprochen - nichts besonderes. Falles jemand seine Kinder in Internaten für "Besonders begabte" hat sollte er sich vom 22.11. ab frei nehmen. (aber das sagte ich schon)

Es herrscht Ernüchterung in der Basis, aber die Haupt- und Bundesvorstände sind irgendwie ... ruhig. Als hätten sie nichts zu verlieren, oder alle große Angst vor ... Corona? Keine Ahnung.
Große Aufbruchtstimmung gibt es auf jeden Fall nicht, das liegt daran, dass sich wenige Streikbereit melden. Die Streilaufrufe gehen daher erstmals wieder per Brief raus, weil auf die Mails keiner Antwortet.

Und was Streilks in Kliniken bewirken sollen wenn Notdienste und OPs weiterlaufen... naja. Also von Kampfstimmung keine Spur.


Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 08.11.2021 23:25
Bei uns wird auch kein einziger streiken, habe ich in über 10 Jahren auch bislang kein einziges Mal mitbekommen, dass einer gestreikt hat.
Dabei sind extrem viele potenziell von der dem Thema "Arbeitsvorgang" betroffen. Wenn man die Kolleg*innen darauf anspricht kommt nur Schulterzucken. Die große Mehrheit scheint mir davon auszugehen, dass alles wie immer kommt, paar Prozent Erhöhung und weiter gehts.
Angenommen die ganzen nach E9a und E8 bezahlten Personen würden nur noch nach E6 bezahlt werden kann man sich ausmalen was passiert. Man bekommt noch schwieriger geeignetes Personal, diverse würden den Arbeitgeber wechseln oder sie sitzen es halt aus und liefern nur noch Dienst nach Vorschrift ab (wenn überhaupt).
Was würde eigentlich mit den ganzen Beamten auf gleicher Ebene passieren? Würden die dann auch nur noch A6 am Ende bekommen oder weiterhin ungestört die A9(z) mitnehmen? Angenommen letzteres wäre der Fall könnte man die Behörden auch gleich schließen, die Angestellten würden die Arbeit quasi einstellen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 08.11.2021 23:30
in unserer Behörde wüsste ich nciht mal werder Verdi Ansprechpartner*in ist.
Habe seit 6 Jahre im ÖD noch nie einen einzigen Streik-Aufruf gesehen oder mitbekommen. Nix.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 06:11
Was würde eigentlich mit den ganzen Beamten auf gleicher Ebene passieren?

Garnichts.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: BTSV1 am 09.11.2021 06:29
Bei uns wird auch kein einziger streiken, habe ich in über 10 Jahren auch bislang kein einziges Mal mitbekommen, dass einer gestreikt hat.
Dabei sind extrem viele potenziell von der dem Thema "Arbeitsvorgang" betroffen. Wenn man die Kolleg*innen darauf anspricht kommt nur Schulterzucken. Die große Mehrheit scheint mir davon auszugehen, dass alles wie immer kommt, paar Prozent Erhöhung und weiter gehts.
Angenommen die ganzen nach E9a und E8 bezahlten Personen würden nur noch nach E6 bezahlt werden kann man sich ausmalen was passiert. Man bekommt noch schwieriger geeignetes Personal, diverse würden den Arbeitgeber wechseln oder sie sitzen es halt aus und liefern nur noch Dienst nach Vorschrift ab (wenn überhaupt).
Was würde eigentlich mit den ganzen Beamten auf gleicher Ebene passieren? Würden die dann auch nur noch A6 am Ende bekommen oder weiterhin ungestört die A9(z) mitnehmen? Angenommen letzteres wäre der Fall könnte man die Behörden auch gleich schließen, die Angestellten würden die Arbeit quasi einstellen.

Es würde ja wohl auch nicht alle betreffen!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 09.11.2021 06:36
Aber die große Masse, einzelne mit einigen Zusatzaufgaben, die Stand heute fast unterbezahlt sind, dürften dann ihre E8/9 behalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ktown am 09.11.2021 07:09
Aber die große Masse, einzelne mit einigen Zusatzaufgaben, die Stand heute fast unterbezahlt sind, dürften dann ihre E8/9 behalten.
Solange sie ihren Vertrag nicht in irgendeiner Weise ändern wollen. ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Gartenilse am 09.11.2021 08:32
in unserer Behörde wüsste ich nciht mal werder Verdi Ansprechpartner*in ist.
Habe seit 6 Jahre im ÖD noch nie einen einzigen Streik-Aufruf gesehen oder mitbekommen. Nix.

Hier bei uns auch nicht. es hätte hier auch überhaupt keinen Sinn, wenn wir streiken würden. Die Bürger bekämen davon gar nichts mit, Anträge und Genehmigungen etc. liegen einfach (noch) länger im Amt, die Arbeitsberge werden immer größer...wir würden uns ins eigenen Fleisch schneiden. Aber wenn "die Pflege" streiken würde, nähmen einige von uns sofort Urlaub/Gleitzeitabbau und laufen mit!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 09.11.2021 08:36
Das Problem der "Arbeitsvorgänge und deren Neubewertung" sehen wir bereits im Bereich von HWL & Küchen und Kantinen im Bereich des TV-L.
Dort kommt es immer wieder zu Anpassungen der Entgeltgruppe, je nachdem wie viele Essen z.B. im Durchschnitt bereitgestellt werden müssen. Diätische Kost zählt dann mehr, "normales Essen" jeweils weniger.
Bei den Hauswirtschaftsleitern ist es die Belegung der Heime die zur Eingruppierung führt, fällt diese konstant unter 100 (dann reichen 2,5 Jahre mit Ausblick auf das letzte Halbe bei 99) geht es von der 9a in die 8.
Steigt die Belegung wieder steigt auch die Person wieder, aber ohne Stufenlaufzeiten :P

Das auf das Groß der Beschäftigten angewendet wäre ein irrwitziges hin- und her, vor allem weil es alle TB betreffen würde die keine Lehrer sind, auch "Bestandskunden".


In eigener Sache:
Was sich die AG hier erlauben ist schlicht unverschämt und unwürdig. Über Monate wurden, gerade zu Beginn von Corona, unsere Leute ohne entsprechenden Schutz regelrecht verheizt. Ohne Kundenkontakt geht bei uns nichts, Schutzmaßnahmen waren Anfangs gar keine Vorhanden, es gab keine Masken, kaum Desinfektionsmittel keine Regelungen nichts - nur Unwissen; und Angst.
40% der Kollegen vor Ort infizierten sich im April/Mai 2020, also der Ersten Welle, mit Corona. Wir sollten munter weiterarbeiten - immerhin sind wie Systemrelevant.
1 Kollege starb; eine weitere ist nach dem Koma nicht mehr in der Lage ihrer Arbeit nachzugehen, sie wird verrentet werden (mit 59).
Dann wurden wir beklatscht.
Mietpreise +7,9% seit Januar 2020; viele mussten sich ein (bei Familien zusätzliches) Fahrzeug zulegen, da der ÖPNV bei uns (wir sind halb ländlich) die Verbindungen über die Coronazeit teilw. eingestellt hatte und wir nicht genug Dienstfahrzeuge hatten um alle zum Arbeitsplatz zu bringen (und zu den Klienten). Vor allem die "frühen" Busse zu Nacht- und Frühschichten fielen aus - keine Schüler also kein Bus.
Und nun kommt der Reallohnverlust und dann sollen die Arbeitsvorgänge noch soweit neu bewertet werden, dass die Eingruppierung sich ändert und viele weniger verdienen werden.

Haben die den Arsch offen? (Verzeihung)

Klar haben sich Landesämter abgeschottet, mache über Lockdown gar nichts gearbeitet oder sich im Homeoffice von der Zugehfrau einen blasen lassen während sie so taten als würden sie einem Onlinemeeting lauschen oder wenigstens Formulare ausdrucken...

Aber es gibt eben auch solche, die ihren Kopf hingehalten haben für ihre Arbeitgeber - also Leute - die Länder werden zum "Drecksarbeitgeber" und was wir für Leute anziehen hat jeder erlebt der nur ansatzweise mit Personalentwicklung zu tun hat. ("Ich trinke Morgens um 10 immer mein Bier")

Ich bin raus - schon seit Juni nicht mehr im Landesdienst - und ich empfehle JEDEM der nicht verbeamtet oder mit seinem Stuhl verwachsen ist: wenn es unter 4% werden im Jahr 2022: Kündigt und sucht euch was neues!

Und nun zurück zur Beobachterrolle ^^
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Uni2020 am 09.11.2021 09:19
Hallo zusammen,

was meint ihr, wie realistisch ist es dass es zur Neubewertung des Arbeitsvorgangs kommt? Am Anfang bin ich davon ausgegangen, dass das nur ein Druckmittel ist, um Entgelterhöhung so niedrig wie möglich zu halten, aber so langsam beunruhigt das Thema immer mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PhoenixDea am 09.11.2021 09:23
Das Problem der "Arbeitsvorgänge und deren Neubewertung" sehen wir bereits im Bereich von HWL & Küchen und Kantinen im Bereich des TV-L.
Dort kommt es immer wieder zu Anpassungen der Entgeltgruppe, je nachdem wie viele Essen z.B. im Durchschnitt bereitgestellt werden müssen. Diätische Kost zählt dann mehr, "normales Essen" jeweils weniger.
Bei den Hauswirtschaftsleitern ist es die Belegung der Heime die zur Eingruppierung führt, fällt diese konstant unter 100 (dann reichen 2,5 Jahre mit Ausblick auf das letzte Halbe bei 99) geht es von der 9a in die 8.
Steigt die Belegung wieder steigt auch die Person wieder, aber ohne Stufenlaufzeiten :P

Das auf das Groß der Beschäftigten angewendet wäre ein irrwitziges hin- und her, vor allem weil es alle TB betreffen würde die keine Lehrer sind, auch "Bestandskunden".


In eigener Sache:
Was sich die AG hier erlauben ist schlicht unverschämt und unwürdig. Über Monate wurden, gerade zu Beginn von Corona, unsere Leute ohne entsprechenden Schutz regelrecht verheizt. Ohne Kundenkontakt geht bei uns nichts, Schutzmaßnahmen waren Anfangs gar keine Vorhanden, es gab keine Masken, kaum Desinfektionsmittel keine Regelungen nichts - nur Unwissen; und Angst.
40% der Kollegen vor Ort infizierten sich im April/Mai 2020, also der Ersten Welle, mit Corona. Wir sollten munter weiterarbeiten - immerhin sind wie Systemrelevant.
1 Kollege starb; eine weitere ist nach dem Koma nicht mehr in der Lage ihrer Arbeit nachzugehen, sie wird verrentet werden (mit 59).
Dann wurden wir beklatscht.
Mietpreise +7,9% seit Januar 2020; viele mussten sich ein (bei Familien zusätzliches) Fahrzeug zulegen, da der ÖPNV bei uns (wir sind halb ländlich) die Verbindungen über die Coronazeit teilw. eingestellt hatte und wir nicht genug Dienstfahrzeuge hatten um alle zum Arbeitsplatz zu bringen (und zu den Klienten). Vor allem die "frühen" Busse zu Nacht- und Frühschichten fielen aus - keine Schüler also kein Bus.
Und nun kommt der Reallohnverlust und dann sollen die Arbeitsvorgänge noch soweit neu bewertet werden, dass die Eingruppierung sich ändert und viele weniger verdienen werden.

Haben die den Arsch offen? (Verzeihung)


Klar haben sich Landesämter abgeschottet, mache über Lockdown gar nichts gearbeitet oder sich im Homeoffice von der Zugehfrau einen blasen lassen während sie so taten als würden sie einem Onlinemeeting lauschen oder wenigstens Formulare ausdrucken...

Aber es gibt eben auch solche, die ihren Kopf hingehalten haben für ihre Arbeitgeber - also Leute - die Länder werden zum "Drecksarbeitgeber" und was wir für Leute anziehen hat jeder erlebt der nur ansatzweise mit Personalentwicklung zu tun hat. ("Ich trinke Morgens um 10 immer mein Bier")

Ich bin raus - schon seit Juni nicht mehr im Landesdienst - und ich empfehle JEDEM der nicht verbeamtet oder mit seinem Stuhl verwachsen ist: wenn es unter 4% werden im Jahr 2022: Kündigt und sucht euch was neues!

Und nun zurück zur Beobachterrolle ^^

So sieht es aus. Erst heißt es: neee, ihr dürft nicht zuhause bleiben, ihr seid systemrelevant - seht doch zu, wie ihr eure Kinder betreut und arbeiten geht... und jetzt obendrein noch an die Gehälter wollen.

Wir werden so oder so die Inflationsrate durch die evtl. kommende Tariferhöhung nicht ausgleichen, dazu gibt es dann weniger Geld. Tolle Aussichten für den öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 09:24
4% für 2022 ;D ;D ;D ;D ;D ;D

Eventuell für 2022 + 2023  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 09.11.2021 09:31
[...] In eigener Sache:
Was sich die AG hier erlauben ist schlicht unverschämt und unwürdig. Über Monate wurden, gerade zu Beginn von Corona, unsere Leute ohne entsprechenden Schutz regelrecht verheizt. Ohne Kundenkontakt geht bei uns nichts, Schutzmaßnahmen waren Anfangs gar keine Vorhanden, es gab keine Masken, kaum Desinfektionsmittel keine Regelungen nichts - nur Unwissen; und Angst.
40% der Kollegen vor Ort infizierten sich im April/Mai 2020, also der Ersten Welle, mit Corona. Wir sollten munter weiterarbeiten - immerhin sind wie Systemrelevant.
1 Kollege starb; eine weitere ist nach dem Koma nicht mehr in der Lage ihrer Arbeit nachzugehen, sie wird verrentet werden (mit 59).
Dann wurden wir beklatscht.
Mietpreise +7,9% seit Januar 2020; viele mussten sich ein (bei Familien zusätzliches) Fahrzeug zulegen, da der ÖPNV bei uns (wir sind halb ländlich) die Verbindungen über die Coronazeit teilw. eingestellt hatte und wir nicht genug Dienstfahrzeuge hatten um alle zum Arbeitsplatz zu bringen (und zu den Klienten). Vor allem die "frühen" Busse zu Nacht- und Frühschichten fielen aus - keine Schüler also kein Bus.
Und nun kommt der Reallohnverlust und dann sollen die Arbeitsvorgänge noch soweit neu bewertet werden, dass die Eingruppierung sich ändert und viele weniger verdienen werden.

Haben die den Arsch offen? (Verzeihung)
[...]

Dein Ärger ist verständlich. Aber sollte sich deine Wut nicht auch gegen die Gewerkschaften richten, die nun mit halbherzigen, lowbudget Eintagsstreiks Symbolpolitik betreiben, statt in einen echten Arbeitskampf zu gehen????
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 09:39
Bei den Hauswirtschaftsleitern ist es die Belegung der Heime die zur Eingruppierung führt, fällt diese konstant unter 100 (dann reichen 2,5 Jahre mit Ausblick auf das letzte Halbe bei 99) geht es von der 9a in die 8.
Steigt die Belegung wieder steigt auch die Person wieder, aber ohne Stufenlaufzeiten :P
Wieso fällt die EG denn? Diese eingruppierungsrelavante Tätigkeitsänderung muss man doch nicht zustimmen.
Es ist doch das Problem des AGs, wenn er mir nicht die mir zustehenden Arbeit zuteilt.
(Also die notwendige Belegung beschafft)
Soll er dann halt eine betriebsbedingte Kündigung durchziehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 09:43
Ich bin raus - schon seit Juni nicht mehr im Landesdienst - und ich empfehle JEDEM der nicht verbeamtet oder mit seinem Stuhl verwachsen ist: wenn es unter 4% werden im Jahr 2022: Kündigt und sucht euch was neues!
Alternativ sich darüber im klaren sein, dass der AG es schwer haben wird festzustellen, dass man die Arbeit verweigert, weil man ja aufgrund von CoronaDepression nur noch 80% seiner vorherigen Leistungsfähigkeit hat.
Stunden absitzen und idle modus ist doch auch eine Lösung.

Die erstere finde ich aber natürlich besser, weil nur so sich was bewegen kann.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 09.11.2021 09:49
Ich bin raus - schon seit Juni nicht mehr im Landesdienst - und ich empfehle JEDEM der nicht verbeamtet oder mit seinem Stuhl verwachsen ist: wenn es unter 4% werden im Jahr 2022: Kündigt und sucht euch was neues!
Alternativ sich darüber im klaren sein, dass der AG es schwer haben wird festzustellen, dass man die Arbeit verweigert, weil man ja aufgrund von CoronaDepression nur noch 80% seiner vorherigen Leistungsfähigkeit hat.
Stunden absitzen und idle modus ist doch auch eine Lösung.

Die erstere finde ich aber natürlich besser, weil nur so sich was bewegen kann.

Idle Modus im Schockraum?
Hätte schon was...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ACDSee am 09.11.2021 09:55
Den Arbeitgebern ergeht es aktuell wie den Gewerkschaften schon seit Jahren. Die Abstimmung zu Traifergebnissen erfolgt über kurz oder lang mit den Füßen. Da hilft dann auch kein Jammern über Lehrermangel, zu wenige Polizisten, keine Pflegekräfte (das sind nur mal 3 Beispiele) und die Verwunderung, warum denn bloß keiner mehr diese tollen Jobs machen will.

Neben den systemrelevanten Leistungsträgern schafft man es aber auch in anderen Bereichen nicht leistungsstarke Personen zu halten oder zu entwickeln soderen vergnatzt diese Personengruppen. So werden die Entscheidungsträger im Schnitt Jahr für Jahr immer dümmer, weil die fähigen nach und nach abwandern (Richtung Bund oder Dienstleister, die dann von den verbleibenden unwissenden wieder als Berater eingekauft werden). Der Bodensatz bleibt erhalten, weil dieser in der freien Wirtschaft leistungsgrecht bezahlt werden würde. Das nennet man dann Bestenauslese.

In Behörden mit hohem Beamtenanteil geht diese Entwicklung m. E. etwas langsamer. Den Trend zur zunehmenden Überforderung / Kompetenzlosigkeit auf Referentenebene und drüber, aber auch bei Sachbearbeitern nehme ich aber in vielen Bereichen wahr.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 09.11.2021 10:07
Bei den Hauswirtschaftsleitern ist es die Belegung der Heime die zur Eingruppierung führt, fällt diese konstant unter 100 (dann reichen 2,5 Jahre mit Ausblick auf das letzte Halbe bei 99) geht es von der 9a in die 8.
Steigt die Belegung wieder steigt auch die Person wieder, aber ohne Stufenlaufzeiten :P
Wieso fällt die EG denn? Diese eingruppierungsrelavante Tätigkeitsänderung muss man doch nicht zustimmen.
Es ist doch das Problem des AGs, wenn er mir nicht die mir zustehenden Arbeit zuteilt.
(Also die notwendige Belegung beschafft)
Soll er dann halt eine betriebsbedingte Kündigung durchziehen.

Das ist in der Tat ein interessanter Einwand. Während im Bereich der Kita-Leitungen Regelungen zur Herabgruppierung enthalten sind und somit davon auszugehen ist, daß die Tarifvertragsparteien vereinbaren wollten, daß bei einer entsprechenden Veränderung eine Herabgruppierung erfolgt, fehlt derlei bei den Beschäftigten im Küchenwirtschaftsdienst in Einrichtungen im Sinne des § 43 sowie bei Beschäftigten in Einrichtungen, die nicht unter § 43 fallen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 10:44
Neben den systemrelevanten Leistungsträgern schafft man es aber auch in anderen Bereichen nicht leistungsstarke Personen zu halten oder zu entwickeln soderen vergnatzt diese Personengruppen. So werden die Entscheidungsträger im Schnitt Jahr für Jahr immer dümmer, weil die fähigen nach und nach abwandern (Richtung Bund oder Dienstleister, die dann von den verbleibenden unwissenden wieder als Berater eingekauft werden). Der Bodensatz bleibt erhalten, weil dieser in der freien Wirtschaft leistungsgrecht bezahlt werden würde. Das nennet man dann Bestenauslese.

In Behörden mit hohem Beamtenanteil geht diese Entwicklung m. E. etwas langsamer. Den Trend zur zunehmenden Überforderung / Kompetenzlosigkeit auf Referentenebene und drüber, aber auch bei Sachbearbeitern nehme ich aber in vielen Bereichen wahr.
Der Fisch stinkt vom Kopf her.
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Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 10:45
Idle Modus im Schockraum?
Hätte schon was...
Stimmt ist im Serverraum leichter.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 09.11.2021 10:46
Bei den Hauswirtschaftsleitern ist es die Belegung der Heime die zur Eingruppierung führt, fällt diese konstant unter 100 (dann reichen 2,5 Jahre mit Ausblick auf das letzte Halbe bei 99) geht es von der 9a in die 8.
Steigt die Belegung wieder steigt auch die Person wieder, aber ohne Stufenlaufzeiten :P
Wieso fällt die EG denn? Diese eingruppierungsrelavante Tätigkeitsänderung muss man doch nicht zustimmen.
Es ist doch das Problem des AGs, wenn er mir nicht die mir zustehenden Arbeit zuteilt.
(Also die notwendige Belegung beschafft)
Soll er dann halt eine betriebsbedingte Kündigung durchziehen.

Das ist in der Tat ein interessanter Einwand. Während im Bereich der Kita-Leitungen Regelungen zur Herabgruppierung enthalten sind und somit davon auszugehen ist, daß die Tarifvertragsparteien vereinbaren wollten, daß bei einer entsprechenden Veränderung eine Herabgruppierung erfolgt, fehlt derlei bei den Beschäftigten im Küchenwirtschaftsdienst in Einrichtungen im Sinne des § 43 sowie bei Beschäftigten in Einrichtungen, die nicht unter § 43 fallen.

Wird so gehandhabt: Wenn nach 2,5 Jahren abzusehen ist, dass die Anzahl der Belegung bzw. in den Küchen die Essenszahl (inkl. Diätessen) nicht erreicht wird ist die Eingruppierung geändert.
Und damit das Entgelt geringer. Ich hatte das damals hier im Forum erfragt und unser spid emfpand dies als Arbeitsrechtlich unbedenklich.
Ich kenne einen Fall der wurde vor dem Arbeitsgericht angehört und die Siegeschancen der AN wurden mit 0 bewertet. Die Eingruppierung wurde also zum Nachteil des AN geändert.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 09.11.2021 10:47
Idle Modus im Schockraum?
Hätte schon was...
Stimmt ist im Serverraum leichter.

Arterienklemme, aber langsam bitte :D
Nein darüber macht man keine Witze, vor allem nicht in der Pädiatrie... wäre aber schon lustig wenn das Röntgenbild ausbleibt weil der Techniker gerade noch kurz eine Rauchen geht... ich fühle mich schlecht weil ich lache.
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Beitrag von: Organisator am 09.11.2021 10:51
Wird so gehandhabt: Wenn nach 2,5 Jahren abzusehen ist, dass die Anzahl der Belegung bzw. in den Küchen die Essenszahl (inkl. Diätessen) nicht erreicht wird ist die Eingruppierung geändert.
Und damit das Entgelt geringer. Ich hatte das damals hier im Forum erfragt und unser spid emfpand dies als Arbeitsrechtlich unbedenklich.
Ich kenne einen Fall der wurde vor dem Arbeitsgericht angehört und die Siegeschancen der AN wurden mit 0 bewertet. Die Eingruppierung wurde also zum Nachteil des AN geändert.

So in der Art funktioniert ja auch der TV Kraftfahrer. Nur dass rückwirkend geschaut wird, wie viel Arbeitszeit geleistet wurde und in welche Stufe daraus für die Zukunft resulitert.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 09.11.2021 11:08


Nein darüber macht man keine Witze, vor allem nicht in der Pädiatrie...

So schwierig ich es finde (und auch Falsch, da es das Leben der Menschen belasten würde), ist es aber halt wirklich so, das wenn etwas geschieht wegen Streik, Personalmangel, etc. es das Problem des Arbeitgebers ist. Und die grausame Realität ist es wohl, das sich erst was ändern würde, wenn die Presse von Todesfällen berichtet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: cyrix42 am 09.11.2021 11:18
Es dürfte kaum dem hypokratischen Eid entsprechen, wenn ein Arzt/ eine Ärztin im Notfall nicht eingreift, sondern streikt. Bei plan- und verschiebbaren Operationen dürfte das was anderes sein; aber die Notaufnahmen und Intensivstationen müssen laufen. (Eigentlich wäre das ein Argument, hier die Leute zu verbeamten…)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 09.11.2021 11:24


Nein darüber macht man keine Witze, vor allem nicht in der Pädiatrie...

So schwierig ich es finde (und auch Falsch, da es das Leben der Menschen belasten würde), ist es aber halt wirklich so, das wenn etwas geschieht wegen Streik, Personalmangel, etc. es das Problem des Arbeitgebers ist. Und die grausame Realität ist es wohl, das sich erst was ändern würde, wenn die Presse von Todesfällen berichtet.

Hier sterben Kinder weil das Personal fehlt sie zu behandeln. Ein Kind wird mit Kreislaufschock eingeliefert - Notaufnahme zu; zweites Kind mit Polytrauma muss zu 40km weiter entfernter Klinik gefahren werden - keine Überlebenschance.
Und das ist ja, zumindest hier, in den Medien.
Warum: Weil es an Notfall- und Pflegepersonal fehlt, vor allem an Fach- und Intensivpflegern.
Kinderkrankenschwestern - klingt hübsch nicht war? Toller Beruf, wenn du deine Wohnung verlassen musst weil die Mieten zu hoch sind vergisst du schnell das tote Kind in der Notaufnahme dem nicht geholfen werden konnte, oder die Misslungene Krebsoperation.

Lösung: Vielleicht sind ein paar Flüchtlinge an der Belarussischen Grenze ja Intensivpfleger oder Kinderärzte - holt sie rein, schnell. Dann brauchen wir auch keine Tariferhöhungen.

Klatschen Leute, klatschen hilft immer...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 11:29
So in der Art funktioniert ja auch der TV Kraftfahrer. Nur dass rückwirkend geschaut wird, wie viel Arbeitszeit geleistet wurde und in welche Stufe daraus für die Zukunft resulitert.
Finde ich nicht wirklich vergleichbar, Bei TV Kraftfahrer wird ja nicht der Stundenlohn als solches geändert, sondern der Arbeitszeitkorridor, der pauschal vergütet wird. Und es wird nicht die Tarif EG oder die Stufe davon berührt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 09.11.2021 11:33
Wird so gehandhabt: Wenn nach 2,5 Jahren abzusehen ist, dass die Anzahl der Belegung bzw. in den Küchen die Essenszahl (inkl. Diätessen) nicht erreicht wird ist die Eingruppierung geändert.
Und damit das Entgelt geringer. Ich hatte das damals hier im Forum erfragt und unser spid emfpand dies als Arbeitsrechtlich unbedenklich.
Ich kenne einen Fall der wurde vor dem Arbeitsgericht angehört und die Siegeschancen der AN wurden mit 0 bewertet. Die Eingruppierung wurde also zum Nachteil des AN geändert.

So in der Art funktioniert ja auch der TV Kraftfahrer. Nur dass rückwirkend geschaut wird, wie viel Arbeitszeit geleistet wurde und in welche Stufe daraus für die Zukunft resulitert.

Aber auch der TV Kraftfahrer trifft Regelungen dazu, wie das zu handhaben ist. Bei den Kita-Leitungen ist es auch so. Bei den Hauswirtschaftsleiterinnen fehlen solche Regelungen. Sie fehlten dort auch bereits im BAT. Im Gegensatz zu den Kita-Leitungen habe ich auch keine Rechtsprechung gefunden, die dem Arbeitgeber die einseitige Änderung der Arbeitsbedingungen, die ja durchaus in seiner Verfügungsgewalt stehen, zugestünde. Bei Akkordarbeitern gab es ja entsprechende Rechtsprechung, daß der Arbeitgeber bei Arbeitsmangel entweder Kurzarbeit beantragen mußte oder den bisherigen Akkordlohn fortzahlen mußte. In Ermangelung einer tariflichen Regelung müßte das auch ein Problem des Arbeitgebers sein. Es gibt dazu aber keinerlei Rechtsprechung, auch nicht aus BAT-Zeiten. Zumindest habe ich in diversen Datenbanken keine gefunden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 09.11.2021 11:37
(Eigentlich wäre das ein Argument, hier die Leute zu verbeamten…)

Das denke ich auch. Als Beispiel fällt mir die Bahn ein.

Die Leute waren verbeamtet, weil es dem Staat (der Politik) so wichtig war, dass die Züge fahren, das dem Personal die Möglichkeit des Streik vorenthalten wurde.

Als die gefühlte Wichtigkeit nach unten ging, hat man den Leuten das Streikrecht wieder zugestanden (sprich nciht mehr verbeamtet).

Wenn ich als AG möchte, das die LEute nicht streiken muss man halt verbeamten, das ist ja das Werkzeug dafür.

Tut der Ag das nicht gibt es 2 Möglichkeiten:

a) Streiks werden akzeptiert
b) es wird darauf gesetzt das die Moral der Leute sie vom Streiken abhält

beides wirft kein gutes Licht auf die AG ...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 09.11.2021 11:57
Wenn diese Regelung sich beim TV-L durchsetzt bringt ein Wechsel zum Bund oder Kommune auf Dauer auch nichts. Als ob die dann nicht eine ähnliche Regelung einführen würden. Zudem sind die Stellen bei den Kommunen sind ja schon Stand heute nicht so hoch bewertet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 09.11.2021 12:02
@ teclis
Beamte sollten nur dort eingesetzt werden, wo hoheitliches Handeln erforderlich ist. Die Bahn übt regelmäßig keine hoheitlichen Aufgaben aus - Personentransport können auch andere.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVLer am 09.11.2021 12:04
Normalerweise bin ich hier nur stiller Mitleser. Die Geschichte mit dem Arbeitsvorgang macht mir allerdings doch sorgen, weswegen ich mal meine Sicht der Dinge gerne teilen möchte.

Ich bin an einer Universität als Drittmittelsachbearbeiter mit E9a in NRW angestellt. Daher würde auch mich diese "Arbeitsvorgangsreform" betreffen. Ob meine Tätigkeit tatsächlich davon betroffen sein wird, muss man sehen.

Ich bin selbst im dbb Gewerkschaftsmitglied, habe aber das Gefühl, es wird kaum etwas gemacht.
Verdi ist bei uns ebenfalls organisiert, die fangen mittlerweile auch an (hört hört) über den geplanten Arbeitsvorgang die Beschäftigten zu unterrichten. Es heißt in den Rundmails meistens nur "das lassen wir uns nicht bieten!", "wir lehnen dies entschieden ab!", "verteilt Flyer!", aber mehr auch nicht.
Klingt für mich irgendwie so, als wenn man genau weiß, dass es schlecht ist, aber es findet keine konkrete Maßnahme statt, weil alle in einer Lethargie verfallen sind und von der TdL alles so hingenommen wird.

Vorallem bei verdi merke ich nur Folklore, hier ein bisschen Kaffeeklatsch und dann schickt man wieder "kampfbetonte" Emails herum. Nichts entscheidendes passiert. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass wirklich gestreikt wird.
Am Ende wird es wohl heißen "wir haben für unsere Beschäftigten ein gutes und wertschätzendes Ergebnis erzielt" wenn dann die Nullrunde mit einmaligem Coronabonus und dafür die Reform des Arbeitsvorganges erreicht wurde.

Wenn das wirklich so kommt und meine EG auf E6 herabgruppiert wird, dann ist es Zeit die Segel zu streichen oder nur noch entsprechend E6 zu arbeiten. Wertschätzung sieht definitiv anders aus.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: uw147 am 09.11.2021 12:07
https://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/pflege-streik-verdi-unikliniken-nrw-100.html

"Scharfe Kritik an dem Warnstreik äußerte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Essen. Er könne "nicht nachvollziehen, dass zur Durchsetzung von Tarifforderungen ausgerechnet Universitätskliniken bestreikt werden, die gerade jetzt mitten in der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen", sagte Jochen Werner am Montag. Er sehe in seinem Haus eine "massive Gefährdung unserer Patientinnen und Patienten und eine hohe Belastung für das medizinische Personal"."

Schuld an dem Streik hat wie immer die Gewerkschaft. Die TDL ist ein Musterbeispiel an Verhandlungsbereitschaft und hat alles dafür getan, die Streiks abzuwenden /s

Ich frage mich aber ohnehin, in welchen Bereichen die Arbeitnehmer des TV-L überhaupt sichtbar streiken können. In den Landesverwaltungen dürften 1-2 tägige Warnstreiks nur ein müdes Schulterzucken in der Öffentlichkeit, bzw. bei den Arbeitgebern verursachen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 09.11.2021 12:09
Kürzlich gabs doch einen Link wo ein Gewerkschaftsvertreter angedeutet hat, dass über die Arbeitvorgänge höchstens geredet wird mit einhergehendem Bestandschutz.
Aber ich denke ohnehin dass das nur Druckmittel ist. Die Gewerkschaften würden derlei Versagen nicht überleben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 09.11.2021 12:17
@ teclis
Beamte sollten nur dort eingesetzt werden, wo hoheitliches Handeln erforderlich ist. Die Bahn übt regelmäßig keine hoheitlichen Aufgaben aus - Personentransport können auch andere.

Ich verstehe das dies die   dejure Anwendung ist. Defacto erfolgt die Ausprägung bei der Tätigkeit Beamte oder Angestellte bei der Aufrechterhaltung des Betriebs.
Oder anders formuliert: Mir ist bei den 3 Behörden die ich tiefer kenne, kein Fall bekannt bei dem die Arbeit mit diesem Kriterium verteilt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Dude23 am 09.11.2021 12:19
https://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/pflege-streik-verdi-unikliniken-nrw-100.html

"Scharfe Kritik an dem Warnstreik äußerte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Essen. Er könne "nicht nachvollziehen, dass zur Durchsetzung von Tarifforderungen ausgerechnet Universitätskliniken bestreikt werden, die gerade jetzt mitten in der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen", sagte Jochen Werner am Montag. Er sehe in seinem Haus eine "massive Gefährdung unserer Patientinnen und Patienten und eine hohe Belastung für das medizinische Personal"."

Schuld an dem Streik hat wie immer die Gewerkschaft. Die TDL ist ein Musterbeispiel an Verhandlungsbereitschaft und hat alles dafür getan, die Streiks abzuwenden /s

Ich frage mich aber ohnehin, in welchen Bereichen die Arbeitnehmer des TV-L überhaupt sichtbar streiken können. In den Landesverwaltungen dürften 1-2 tägige Warnstreiks nur ein müdes Schulterzucken in der Öffentlichkeit, bzw. bei den Arbeitgebern verursachen.

Das finde ich immer amüsant, wenn Leute durch die Blume fordern, man solle doch bitte da streiken, wo es keiner merkt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 09.11.2021 12:25
https://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/pflege-streik-verdi-unikliniken-nrw-100.html

"Scharfe Kritik an dem Warnstreik äußerte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Essen. Er könne "nicht nachvollziehen, dass zur Durchsetzung von Tarifforderungen ausgerechnet Universitätskliniken bestreikt werden, die gerade jetzt mitten in der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen", sagte Jochen Werner am Montag. Er sehe in seinem Haus eine "massive Gefährdung unserer Patientinnen und Patienten und eine hohe Belastung für das medizinische Personal"."

Schuld an dem Streik hat wie immer die Gewerkschaft. Die TDL ist ein Musterbeispiel an Verhandlungsbereitschaft und hat alles dafür getan, die Streiks abzuwenden /s

Ich frage mich aber ohnehin, in welchen Bereichen die Arbeitnehmer des TV-L überhaupt sichtbar streiken können. In den Landesverwaltungen dürften 1-2 tägige Warnstreiks nur ein müdes Schulterzucken in der Öffentlichkeit, bzw. bei den Arbeitgebern verursachen.

Da ist auch wieder von "Notdienstvereinbarungen" die Rede. Das interessiert mich. Ich weiß ja, daß es da um die Verhältnismäßigkeit von Streiks geht. Aber wie sieht so etwas konkret aus? Ich meine, die Gewerkschaften rufen ja zur Arbeitsniederlegung auf. Wie ist dann dieser "Notdienst" sichergestellt? Was ist genau in diesen Vereinbarungen geregelt? Und wie kann eine Gewerkschaft das sicherstellen? Schließlich hat sie ja nur auf ihre eigenen M;itglieder unmittelbar Zugriff. Also wie funktioniert das?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 12:40
https://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/pflege-streik-verdi-unikliniken-nrw-100.html

"Scharfe Kritik an dem Warnstreik äußerte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Essen. Er könne "nicht nachvollziehen, dass zur Durchsetzung von Tarifforderungen ausgerechnet Universitätskliniken bestreikt werden, die gerade jetzt mitten in der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen", sagte Jochen Werner am Montag. Er sehe in seinem Haus eine "massive Gefährdung unserer Patientinnen und Patienten und eine hohe Belastung für das medizinische Personal"."


Eventuell sollte sich der gute Mann mal an seinen AG wenden...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PhoenixDea am 09.11.2021 12:42
So in der Art funktioniert ja auch der TV Kraftfahrer. Nur dass rückwirkend geschaut wird, wie viel Arbeitszeit geleistet wurde und in welche Stufe daraus für die Zukunft resulitert.
Finde ich nicht wirklich vergleichbar, Bei TV Kraftfahrer wird ja nicht der Stundenlohn als solches geändert, sondern der Arbeitszeitkorridor, der pauschal vergütet wird. Und es wird nicht die Tarif EG oder die Stufe davon berührt.

Nicht zu vergessen das zeitliche Minus, welches sich die Fahrer einfahren, wenn sie Urlaub nehmen oder krank sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 09.11.2021 12:56
Wir haben reihenweise Beamte im ehem. mittleren Dienst, der Sinn und Zweck dahinter ist mir nach wie vor schleierhaft. Man hofft so mehr Bewerber*innen für die Anwärter*innenstellen zu bekommen. Auch hofft man, dass die späteren BaP/BaL dann bei uns bleiben. Die können aber genau so gut innerhalb des Landes wechseln, oder zur Kommune. Wenn ihnen der mittlere Dienst nicht genug ist gehen sie auch gerne nochmals studieren.
Leider vergisst man auch gerne, dass eben nicht jede/r Deutsche/r i.S.d. Art. 116GG ist.

Wenn man als Landesbehörde/ministerium streikt kommt es max. zu einer verspäteten Bearbeitung/Auszahlung, im großen und ganzen ist das aber alles "intern". So lange, dass sich die "Internen" beschweren kann man aber eh keinen Streik aufrechterhalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 09.11.2021 13:20
Ein echter Streik an Unikliniken ist im Prinzip nicht möglich ohne Tote und Verletzte. Das sollte tariflich berücksichtigt werden. Zb. Streikverbot für Uniklinik-Beschäftigte aber dafür einen dauerhaften prozentualen Aufschlag aufs Tabellenentgelt von 15,5% (Dauerhafte Koppelung an den allgemeinen Krankenkassenbeitrag)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 09.11.2021 13:25
Wie sollten die Tarifvertragsparteien ohne Ermächtigung ein Grundrecht beschneiden?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 09.11.2021 13:28
Naja die Notdienstvereinbarungen zw. Gerwerkschaft und Uniklinik können das ja offenbar auch! Diese führen zu Streikverbot für bestimmte Mitarbeiter.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 09.11.2021 13:36
Ist das denn so?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 09.11.2021 13:50
Ja
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 13:54
Nicht zu vergessen das zeitliche Minus, welches sich die Fahrer einfahren, wenn sie Urlaub nehmen oder krank sind.
Welches Zeitliche Minus?
Die Bekommen doch für diese Tage entsprechend Stunden gut geschrieben, also unsere 11,65h pro Tag bei Urlaub oder Krankheit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 09.11.2021 14:05
Ja

Na, wenn Du das so sicher sagen kannst, kannst Du mir ja sicher auch meine Frage beantworten:
Da ist auch wieder von "Notdienstvereinbarungen" die Rede. Das interessiert mich. Ich weiß ja, daß es da um die Verhältnismäßigkeit von Streiks geht. Aber wie sieht so etwas konkret aus? Ich meine, die Gewerkschaften rufen ja zur Arbeitsniederlegung auf. Wie ist dann dieser "Notdienst" sichergestellt? Was ist genau in diesen Vereinbarungen geregelt? Und wie kann eine Gewerkschaft das sicherstellen? Schließlich hat sie ja nur auf ihre eigenen Mitglieder unmittelbar Zugriff. Also wie funktioniert das?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PhoenixDea am 09.11.2021 14:10
Nicht zu vergessen das zeitliche Minus, welches sich die Fahrer einfahren, wenn sie Urlaub nehmen oder krank sind.
Welches Zeitliche Minus?
Die Bekommen doch für diese Tage entsprechend Stunden gut geschrieben, also unsere 11,65h pro Tag bei Urlaub oder Krankheit.

Unsere bekommen 8,xx pro Tag - hätten aber an dem Tag 12 h arbeiten müssen - zack Minus.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 09.11.2021 14:26
Mal im Ernst. Macht es überhaupt irgendeinen Sinn, in einem Bereich zum Streik aufzurufen, der aus ethischen Gründen gar nicht wirklich bestreikt werden kann? Diesen eintägigen "Streik" an den Uni-Kliniken wird (und darf sogar) in Wirklichkeit niemand bemerken und damit ist er unwirksam.
Dient dieses "Event" nicht im Wirklichkeit nur als Pseudobeteiligung der Basis?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ACDSee am 09.11.2021 14:32
@Lothar57:

Ein Streik im Landesdienst wäre an bestimmten Stellen schon deutlich zu merken. Dafür braucht man die Unikliniken m.E. nicht zwingend. Dabei würde ich gar nicht auf die Spürbarkeit beim Bürger, sondern beim AG abziehlen.

Lasst doch mal folgende Bereiche koordiniert 2 Wochen am Stück in allen Ländern streiken und schon wäre bei den AG die Hölle los:

- Landesrechenzentren - soweit noch eigen - (zahlreiche Berechnungsverfahren; Steuern z.B.)
- Asylverwaltung (Erstaufnahme und Rückführung sind i.d.R. Landszuständigkeit)
- IT-Administration in den Landesbehörden
- Kreditmanagement des Landes
- Pressestellen
- Ausnahmebewilliger für z.B. Schwerlast und Gefahrengütertransporte, Sonntagsfahrverbot, etc.
- Post- und Scanstellen
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
- Fahrdienst
- Ausschussbetreuer / Ausschussassistenten in den Landtagen

Nun ja, dafür wäre eine koordinierte Aktion nötig.
Wenn dann keine Bewegung kommt, kann man ggf. auch die Unikliniken beteiligen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 14:39
Finanzamt wäre auch ein schöner Bereich oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 09.11.2021 14:41
https://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/pflege-streik-verdi-unikliniken-nrw-100.html

"Scharfe Kritik an dem Warnstreik äußerte der Ärztliche Direktor der Uniklinik Essen. Er könne "nicht nachvollziehen, dass zur Durchsetzung von Tarifforderungen ausgerechnet Universitätskliniken bestreikt werden, die gerade jetzt mitten in der Pandemie eine besonders wichtige Rolle spielen", sagte Jochen Werner am Montag. Er sehe in seinem Haus eine "massive Gefährdung unserer Patientinnen und Patienten und eine hohe Belastung für das medizinische Personal"."


Mal im Ernst. Macht es überhaupt irgendeinen Sinn, in einem Bereich zum Streik aufzurufen, der aus ethischen Gründen gar nicht wirklich bestreikt werden kann? Diesen eintägigen "Streik" an den Uni-Kliniken wird (und darf sogar) in Wirklichkeit niemand bemerken und damit ist er unwirksam.
Dient dieses "Event" nicht im Wirklichkeit nur als Pseudobeteiligung der Basis?

Verdi rechnet mit 1500 Streikenden. An den Unikliniken in NRW sind rd. 50 000 Menschen beschäftigt.
Was glaubt ihr wo die 1500 beschäftigt sind? Auf den Corona Stationen? In den Notaufnahmen?
Oder doch eher in Wissenschaftlichen-, Versorgungs- und Verwaltungsbereichen?

Ich habe das schon 2x gesehen, man trifft sich in der Pause hält Schilder in die Höhe macht ein hübsches Foto...Warnstreik fertig. Bitte viel Personal aus Küche und Reinigung die sind zwar in Servicebetriebe ausgegliedert und profitieren nur indirekt, sind aber weiss gekleidet und somit auf dem Foto nicht vom Pflegepersonal zu unterscheiden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 14:42
Nicht zu vergessen das zeitliche Minus, welches sich die Fahrer einfahren, wenn sie Urlaub nehmen oder krank sind.
Welches Zeitliche Minus?
Die Bekommen doch für diese Tage entsprechend Stunden gut geschrieben, also unsere 11,65h pro Tag bei Urlaub oder Krankheit.
Unsere bekommen 8,xx pro Tag - hätten aber an dem Tag 12 h arbeiten müssen - zack Minus.
Dann betrügt der Arbeitgeber.
§3 Absatz 3 Pkw-Fahrer-TV-L

zack Strafanzeige
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 14:46
Nicht zu vergessen das zeitliche Minus, welches sich die Fahrer einfahren, wenn sie Urlaub nehmen oder krank sind.
Welches Zeitliche Minus?
Die Bekommen doch für diese Tage entsprechend Stunden gut geschrieben, also unsere 11,65h pro Tag bei Urlaub oder Krankheit.

Unsere bekommen 8,xx pro Tag - hätten aber an dem Tag 12 h arbeiten müssen - zack Minus.

Ernsthaft? Das lassen die sich gefallen? Der Knaller...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 09.11.2021 14:46
@Lothar57:

Ein Streik im Landesdienst wäre an bestimmten Stellen schon deutlich zu merken. Dafür braucht man die Unikliniken m.E. nicht zwingend. Dabei würde ich gar nicht auf die Spürbarkeit beim Bürger, sondern beim AG abziehlen.

Lasst doch mal folgende Bereiche koordiniert 2 Wochen am Stück in allen Ländern streiken und schon wäre bei den AG die Hölle los:

- Landesrechenzentren - soweit noch eigen - (zahlreiche Berechnungsverfahren; Steuern z.B.)
- Asylverwaltung (Erstaufnahme und Rückführung sind i.d.R. Landszuständigkeit)
- IT-Administration in den Landesbehörden
- Kreditmanagement des Landes
- Pressestellen
- Ausnahmebewilliger für z.B. Schwerlast und Gefahrengütertransporte, Sonntagsfahrverbot, etc.
- Post- und Scanstellen
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
- Fahrdienst
- Ausschussbetreuer / Ausschussassistenten in den Landtagen

Nun ja, dafür wäre eine koordinierte Aktion nötig.
Wenn dann keine Bewegung kommt, kann man ggf. auch die Unikliniken beteiligen.

Volle Zustimmung. Es gäbe Bereiche, in denen es echt weh täte. Die Uni-Kliniken gehören nicht dazu. Streiks in den von dir genannten Bereichen oder in den Schulen dagegen wären zurzeit sehr öffentlichkeitswirksam.
Man hat die Kliniken vermutlich ausgwählt, weil es hier einen Verhandlungsschwerpunkt gibt. Effektiv ist das nicht. Aber warum macht man es dann???
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 14:47
- Landesrechenzentren - soweit noch eigen - (zahlreiche Berechnungsverfahren; Steuern z.B.)
- IT-Administration in den Landesbehörden
Aber doch nur wenn die vorher die Rechner runterfahren, was sicher abmahnwürdig wäre.

Leider!

Bzw: Da sind ja auch erstaunlich viele Beamte unterwegs.

Bzw.: ist doch schon längst an super funktionierenden Dienstleister outsourced

Dataport , ITZ Bund  :o ;D :o ::) :-\
Zitat
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
Yes that its
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 14:48
Aber warum macht man es dann???
Damit drüber sofort und im Vorfeld geredet wird?
Und man sich den Zorn zuzieht?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 09.11.2021 14:56

Zitat
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
Yes that its

Die müssen nur eine Rufweiterleitung zum Chef/Chefin einrichten "damit kein wichtiger Anruf ins leere läuft während dem Streik".....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 09.11.2021 15:15

Zitat
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
Yes that its

Die müssen nur eine Rufweiterleitung zum Chef/Chefin einrichten "damit kein wichtiger Anruf ins leere läuft während dem Streik".....

Weselsky :D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 09.11.2021 15:31
Finanzamt wäre auch ein schöner Bereich oder?
Zuviele Beamte
da kann man nichts Stilllegen
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: sebbo83 am 09.11.2021 15:33
@Lothar57:

Ein Streik im Landesdienst wäre an bestimmten Stellen schon deutlich zu merken. Dafür braucht man die Unikliniken m.E. nicht zwingend. Dabei würde ich gar nicht auf die Spürbarkeit beim Bürger, sondern beim AG abziehlen.

Lasst doch mal folgende Bereiche koordiniert 2 Wochen am Stück in allen Ländern streiken und schon wäre bei den AG die Hölle los:

- Landesrechenzentren - soweit noch eigen - (zahlreiche Berechnungsverfahren; Steuern z.B.)
- Asylverwaltung (Erstaufnahme und Rückführung sind i.d.R. Landszuständigkeit)
- IT-Administration in den Landesbehörden
- Kreditmanagement des Landes
- Pressestellen
- Ausnahmebewilliger für z.B. Schwerlast und Gefahrengütertransporte, Sonntagsfahrverbot, etc.
- Post- und Scanstellen
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
- Fahrdienst
- Ausschussbetreuer / Ausschussassistenten in den Landtagen

Nun ja, dafür wäre eine koordinierte Aktion nötig.
Wenn dann keine Bewegung kommt, kann man ggf. auch die Unikliniken beteiligen.

Könnte man noch:
-die Corona-Quarantäne-Entschädigung
-den Luftfahrtbereich der Landesverwaltung
-die Bauaufsicht und Bauleitplanung
-und den Katastrophenschutz
hinzufügen.

Ich denke auch hier, dass es deutlich spürbare Einschnitte gäbe.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 09.11.2021 15:35

Zitat
- Vorzimmerkräfte in den Ministerien
Yes that its

Die müssen nur eine Rufweiterleitung zum Chef/Chefin einrichten "damit kein wichtiger Anruf ins leere läuft während dem Streik".....

Auch das ist Wirkungslos, der Chef hat doch standartmäßig eine Weiterleitung ins Vorzimmer....

Streiks die Wirkung zeigen können finden im ÖPNV, Müllentsorgung oder in Kitas statt. Hilft alles nicht beim TVL Wer zahlt den den Beamten in den Ministerien das Entgelt aus? Diese Abteilung bestreiken trifft die Verantwortlichen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 09.11.2021 15:39
Wenn die Schleuser in Hamburg einfach mal ein paar Straßen unter Wasser setzen würden :D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 09.11.2021 15:47
Das müsste dann aber in Winterhude sein, der Fischmarkt und Teile von St. Pauli stehen eh regelmäßig unter Wasser.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 09.11.2021 17:08
Naja in 20 Tagen ist der Quatsch wieder vorbei und dann beginnt der Prozess von vorn :/
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: JD am 09.11.2021 17:23
Hallo liebe Forumsmitglieder/innen,

ich hätte eine Frage zu den Corona Sonderzahlungen insbesondere im März wird diese auch denjenigen bezahlt die ab März in Elternzeit sind aber bis Februar noch Mutterschaftsgeld beziehen?

Vielen Dank
JD
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 09.11.2021 17:27
Wer soll dir die Frage beantworten? Hier in diesem Thema wird bisher lediglich spekuliert was kommt und was tatsächlich kommt, weiß keiner. Isi hat zumindest eine ungefähre Vorstellung weil wohl die Öhrchen an der Tür.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: JD am 09.11.2021 17:33
Oh sorry bisher ist ja nur der TV H beschlossen 😔
Titel: Da waret abba ma richtich voll aufe Straße.
Beitrag von: Lothar57 am 09.11.2021 20:17
(https://www.gew-nrw.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_gew-nrw-pm-warnstreik-20211109-koeln-bonn-tarifrunde-tv-l_fb0a872c78.jpg)

Da waret abba ma richtich voll aufe Straße (siehe Bild). Knapp 300 Lehrkräfte von 45.000 aus dem Regierungsbezirk Köln waren dem Aufruf der GEW zum eintägigen Warnstreik am 9. November gefolgt. Davon trafen sich knapp 200 in Köln und 100 in der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Sieht so der Vertrauensbeweis in das Verhandlungsgeschick der Gewerkschaften aus??? Oder sind die Pauker einfach nur zu bequem zum Streiken?


https://www.gew-nrw.de/dasgewinnenwir/detail-tarifrunde-2021/news/warnstreikauftakt-in-bonn-und-koeln.html
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 21:46
Sind die 45k alles Angestellte?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 09.11.2021 22:05
Nein, natürlich nicht. Im Regierungsbezirk Köln gibt es exakt 301 tarifbeschäftigte Lehrkräfte. Der Rest sind Beamte. Es waren also fast alle da, bis auf den Kollegen Martin Kloppmann, der es böse im Kreuz hatte.

Unsinn. In NRW sind rund 22 Prozent aller Lehrkräfte tarifbeschäftigt. Umgerechnet auf die Bezirksregierung Köln das 9.900 Lehrerinnen und Lehrer. Es haben also etwa drei Prozent aller TB-Lehrkräfte aus dieser Bezirksregierung an dem Streik teilgenommen. Ferner können sich auch Beamte an den Kundgebungen beteiligen, wenn sie z.B, zu der Zeit unterrichtsfrei haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.11.2021 22:10
Warum sollte man sich freiwillig ins Kalte stellen? Dem AG ist es kack egal ob ein paar Hansel die Fahnen schwingen oder daheim chillen. Die Arbeit bleibt so oder so liegen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 09.11.2021 22:43

Unsinn. In NRW sind rund 22 Prozent aller Lehrkräfte tarifbeschäftigt. Umgerechnet auf die Bezirksregierung Köln das 9.900 Lehrerinnen und Lehrer. Es haben also etwa drei Prozent aller TB-Lehrkräfte aus dieser Bezirksregierung an dem Streik teilgenommen. Ferner können sich auch Beamte an den Kundgebungen beteiligen, wenn sie z.B, zu der Zeit unterrichtsfrei haben.

Was Verdi einfach fehlt ist eine vernünftiges Marketing und  Social Media Management.
Die beiden Stellen könnte da tatsächlich wunder bewirken.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 09.11.2021 23:50
Finanzamt wäre auch ein schöner Bereich oder?

Da arbeiten bis auf in der Post aber fast nur Beamte
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Garfield73 am 10.11.2021 06:34
Finanzamt wäre auch ein schöner Bereich oder?

Wie meine Vorschreiber schon ausführten arbeiten hier fast ausschließlich Beamte.
Außerdem ist die Personalausstattung in den meisten Ämtern sowieso so mies, dass man den Unterschied bei der Bearbeitungsdauer bei einem Streik kaum merken würde. ::)

Ich kann mich dunkel erinnern, dass vor etlichen Jahren (sicher mehr als 15) mal die Kollegen im saarländischen Rechenzentrum gestreikt haben, und zwar mehrere Wochen lang.
Das bedeutete kein Geld, was die Verhandlungen dann wohl deutlich beschleunigte.

Folge war, dass im Jahr darauf so gut wie alle Beschäftigten dort verbeamtet wurden ...
Titel: Antw: Da waret abba ma richtich voll aufe Straße.
Beitrag von: XTinaG am 10.11.2021 07:47
(https://www.gew-nrw.de/fileadmin/_processed_/8/6/csm_gew-nrw-pm-warnstreik-20211109-koeln-bonn-tarifrunde-tv-l_fb0a872c78.jpg)

Da waret abba ma richtich voll aufe Straße (siehe Bild). Knapp 300 Lehrkräfte von 45.000 aus dem Regierungsbezirk Köln waren dem Aufruf der GEW zum eintägigen Warnstreik am 9. November gefolgt. Davon trafen sich knapp 200 in Köln und 100 in der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Sieht so der Vertrauensbeweis in das Verhandlungsgeschick der Gewerkschaften aus??? Oder sind die Pauker einfach nur zu bequem zum Streiken?


https://www.gew-nrw.de/dasgewinnenwir/detail-tarifrunde-2021/news/warnstreikauftakt-in-bonn-und-koeln.html

Streik ist eine Arbeitskampfmaßnahme und besteht aus der Niederlegung der Arbeit durch den Streikenden. Streik ist kein Fähnchenschwingen auf irgendeiner Kundgebung. Aber das scheint ja auch die GEW nicht zu wissen, denn sie ruft ja zum Warnstreik "nach Dortmund" auf, dabei kann sie lediglich zu einem Warnstreik in Dortmund aufrufen.
Titel: Was ist eigentlich ein Warnstreik?
Beitrag von: Lothar57 am 10.11.2021 09:16
Ein Warnstreik besteht aus zwei Begriffen. Warnen und Streiken. Aber wovor warnen diese Streiks eigentlich? Was haben die Gewerkschaftsvertreter den Arbeitgebern nach dem Scheitern der zweiten Runde gesagt? Ihr dürft raten.

Wir streiken zur Warnung. Und wenn ihr dann nicht sofort auf unsere Forderungen eingeht, dann

Was meint ihr?




Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 10.11.2021 10:37
4.
Titel: Antw: Da waret abba ma richtich voll aufe Straße.
Beitrag von: Wdd3 am 10.11.2021 10:46
Aber das scheint ja auch die GEW nicht zu wissen, denn sie ruft ja zum Warnstreik "nach Dortmund" auf, dabei kann sie lediglich zu einem Warnstreik in Dortmund aufrufen.

 Für Donnerstag, 11. November, ruft die GEW NRW ihre tarifbeschäftigten Mitglieder im Bereich des Tarifvertrags der Länder (TV-L) und des TV Prakt-L zu einem Warnstreik nach Dortmund auf.

Sinn und Unsinn solcher Aktionen ist das eine aber die Möglichkeit, zum Aufruf zu einem Warnstreik nach Dortmund zu kommen, abzusprechen zeugt von deiner Borniertheit. Oder ist es z.B. den Essener TV-L Beschäftigten oder einem Düsseldorfer Sympathisanten verboten nach Dortmund zu kommen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 10.11.2021 10:53
Alternativ sich darüber im klaren sein, dass der AG es schwer haben wird festzustellen, dass man die Arbeit verweigert, weil man ja aufgrund von CoronaDepression nur noch 80% seiner vorherigen Leistungsfähigkeit hat.
Stunden absitzen und idle modus ist doch auch eine Lösung.

Die erstere finde ich aber natürlich besser, weil nur so sich was bewegen kann.

Denke ich auch immer wieder.
Vor allem in den unteren Stufen der Tabelle wird ja (scheinbar) ohnehin nicht erwartet, dass die volle Leistung erbracht wird - sonst würde man ja auch die Absicht haben "voll" zu vergüten. Wenn nun noch eine Nullrunde folgt, verfolgt man das Ziel wohl auch in ganzer Breite nicht mehr...
Titel: Antw: Da waret abba ma richtich voll aufe Straße.
Beitrag von: XTinaG am 10.11.2021 12:00
Aber das scheint ja auch die GEW nicht zu wissen, denn sie ruft ja zum Warnstreik "nach Dortmund" auf, dabei kann sie lediglich zu einem Warnstreik in Dortmund aufrufen.

 Für Donnerstag, 11. November, ruft die GEW NRW ihre tarifbeschäftigten Mitglieder im Bereich des Tarifvertrags der Länder (TV-L) und des TV Prakt-L zu einem Warnstreik nach Dortmund auf.

Sinn und Unsinn solcher Aktionen ist das eine aber die Möglichkeit, zum Aufruf zu einem Warnstreik nach Dortmund zu kommen, abzusprechen zeugt von deiner Borniertheit. Oder ist es z.B. den Essener TV-L Beschäftigten oder einem Düsseldorfer Sympathisanten verboten nach Dortmund zu kommen?

Ein Streik ist eine Arbeitsniederlegung. Man kann zwar die Arbeit in Dortmund niederlegen, nicht aber nach Dortmund.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 10.11.2021 12:46
Lieschen kommt nach Hause: "Mein Lehrer hat 10 Min. aus dem Fenster geguckt, war also alles wie immer"

Oder wie stellst du dir so einen Warnstreik vor. (ohne das ich zu der Sinnhaftigkeit der Aktion Stellung beziehe.)

Immer nur rummeckern wie du es tust ohne konstruktive Vorschläge bringt nur Differenzen und verschlechtert jegliche Situation frei nach: Bade mich aber mach mich nicht nass.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 10.11.2021 12:53
Ich muß mir nichts vorstellen. Ein Streik und somit auch ein Warnstreik ist eine Arbeitsniederlegung. Man legt seine Arbeit nieder und geht nach Hause. Oder wahlweise auch zu irgendeiner piefigen Gewerkschaftsveranstaltung. Die hat aber mit dem Streik nichts zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 10.11.2021 14:01
In Bayern wird offenbar auch gestreikt:
https://www.nordbayern.de/warnstreik-am-donnerstag-mussen-operationen-am-uniklinikum-verschoben-werden-1.11523012
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 10.11.2021 14:29
2-3 Ideen für den "Warn" Teil von "Warnstreik"

1) Man  warnt davor, dass die Einschränkungen viel heftiger werdenk önnen, wenn die AG nicht nachgeben
2) Man warnt davor wie die Leistung im ÖD in den nächsten Jahren aussieht (die LEistungen der Behörden ist ja durch ein Fernbleiben der MA reduziert) wenn man nicht besser bezahlt.
3) die Gewerkschaft warnt davor das es sie bald nicht mehr geben könnte wenn sie den Mitarbeitern keine Erfolge vorzeigen kann :P


Da ja mal gefragt wurde, wofür WarnStreiks stehen könnten hehe

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 10.11.2021 14:40
Ich muß mir nichts vorstellen. Ein Streik und somit auch ein Warnstreik ist eine Arbeitsniederlegung. Man legt seine Arbeit nieder und geht nach Hause. Oder wahlweise auch zu irgendeiner piefigen Gewerkschaftsveranstaltung. Die hat aber mit dem Streik nichts zu tun.

Wer nach Hause geht bekommt aber kein Streikgeld :D
und streiken darf nur wer dazu aufgerufen wurde.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TonyBox am 10.11.2021 14:59
Also echt... am 10.11???

Das hätte auch besser gehen können!!! und zwar am 11.11 um 11:11 Uhr in KÖLN!
Da hätte man zumindest noch was geboten bekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 10.11.2021 19:14
2-3 Ideen für den "Warn" Teil von "Warnstreik"

1) Man  warnt davor, dass die Einschränkungen viel heftiger werdenk önnen, wenn die AG nicht nachgeben
Welche Einschränkungen meinst du?

Zitat
2) Man warnt davor wie die Leistung im ÖD in den nächsten Jahren aussieht (die LEistungen der Behörden ist ja durch ein Fernbleiben der MA reduziert) wenn man nicht besser bezahlt.
Das hat die AG im ÖD noch nie interessiert.

Zitat
3) die Gewerkschaft warnt davor das es sie bald nicht mehr geben könnte wenn sie den Mitarbeitern keine Erfolge vorzeigen kann :P
Das ist in der Tat eine ernst zu nehmende Drohung. Aber gegen wen?

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Alitalia am 11.11.2021 15:53
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuerschaetzung-steuereinnahmen-bis-2025-um-179-milliarden-euro-hoeher-als-erwartet-a-a03a8791-5cd2-4539-ad38-ba3b73c648e9

Die Ausrede man habe kein Geld kann somit nicht mehr zählen (war auch noch nie eine gute).
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 11.11.2021 16:07
Das hat doch noch nie interessiert, egal wie hoch die Einnahmen waren.

Immer dieselben Sprüche:
 "Unverschämt hohe Forderungen;
  dem Steuerzahler nicht vermittelbar,
  x-Milliarden Mehrkosten (ohne den Hinweis das z. T. über die Hälfte an direkten und indirekten Steuern
  zurückfließen) 

Verdi knickt ein und die Bauherrenseitigen Bauleiter im öD haben 11 Milliarden zusätzlich um Baukosten explodieren zu lassen ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 11.11.2021 20:47
Die GEW rief zum Streik und der Ruf erschallte von Dortmund über Kamen, Bochum, Hamm, Siegen, Soest-Lippstadt, Hagen, Meschede bis nach Unna. Knapp 300 Lehrkräfte, angereist aus diesen neun Städten und Kreisen, fanden den Weg nach Dortmund. Das sind 33 (in Worten: dreiunddreißig) Teilnehmende pro Stadt bzw. Kreis.

Gerüchte wollen wissen, dass einige der Mitlaufenden irrtümlich dachten, es handle sich um einen Karnevalsumzug.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Zimm am 11.11.2021 20:54
In Berlin haben dagegen heute mehr als 6.000 Beschäftigte dem Streikaufruf der GEW gefolgt:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2021/11/gew-warnstreik-demonstration-tarifkonflikt-berlin-.html
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 12.11.2021 07:39
Die GEW rief zum Streik und der Ruf erschallte von Dortmund über Kamen, Bochum, Hamm, Siegen, Soest-Lippstadt, Hagen, Meschede bis nach Unna. Knapp 300 Lehrkräfte, angereist aus diesen neun Städten und Kreisen, fanden den Weg nach Dortmund. Das sind 33 (in Worten: dreiunddreißig) Teilnehmende pro Stadt bzw. Kreis.

Gerüchte wollen wissen, dass einige der Mitlaufenden irrtümlich dachten, es handle sich um einen Karnevalsumzug.

Aber das sind ja nur die Teilnehmer an der gewerkschaftlichen Fahnenzeremonie. Wie viele tatsächlich dem Streikaufruf gefolgt sind, wissen wir nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Baggers am 12.11.2021 09:00
 ERLANGEN - Gut 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsklinik und der Friedrich-Alexander-Universität haben für mehr Lohn und Gehalt gestreikt. In einem Demonstrationszug zogen sie vom Ulmenweg kreuz und quer durch die Erlanger Innenstadt zum Rathausplatz.


Am Universitätsklinikum sei es durch den 24-stündigen Warnstreik laut Schmalzbauer zu erheblichen Einschränkungen gekommen, zwei Stationen hätten wegen der hohen Streikbereitschaft sogar geschlossen werden müssen, geplante Operationen seien verschoben worden, sagte der Gewerkschaftssekretär, versicherte aber: „Gleichzeitig bleibt die Sicherheit der Patientenversorgung gewährleistet. Dazu haben wir uns mit der Klinikleitung auf eine Notdienstvereinbarung verständigt“.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ACDSee am 12.11.2021 10:06
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuerschaetzung-steuereinnahmen-bis-2025-um-179-milliarden-euro-hoeher-als-erwartet-a-a03a8791-5cd2-4539-ad38-ba3b73c648e9

Die Ausrede man habe kein Geld kann somit nicht mehr zählen (war auch noch nie eine gute).

Die Mittelverwendung ist schlicht eine Frage der Prioritätensetzung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: MaHou am 13.11.2021 12:08
Auch wenn ich jetzt vielleicht die Meinung einiger hier torpediere:

Ich sehe durchaus Vorteile, nicht verbeamtet zu sein.

Der Gehaltsunterschied (so man in gleicher EG bei entsprechender Tätigkeit wie ein Beamter eingruppiert ist) ist nicht sooo gravierend, wenn man alle Aspekte mit einbezieht:
Als Angestellter genieße ich vollumfänglichen Krankenversicherungsschutz für mich, aber auch für Familienangehörige (Ehepartner, Kinder). Der Beamte muss für diese zusätzliche Beiträge zahlen oder zahlt freiwillig in die GKV ein (was mitunter günstiger ist als über die Beihilfe zu gehen). Klar relativiert sich das, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder man keine hat. Ich denke, diese monetären Unterschiede sind in den Tariftabellen relativ gut berücksichtigt und gleichen sich weitgehend aus.

Die Beiträge zur ALV kommen mir zugute, wenn ich als Angestellter arbeitslos werde.
Das schließt auch ein, dass ich relativ angstfrei auch selbst die "Reißleine" ziehen kann, wenn das Verhältnis zwischen AG und mir zu angespannt ist. Ein Beamter überlegt sich den Schritt, sein Beamtenverhältnis aufzulösen, 10 Mal mehr.
Natürlich gibt es auch Angestellte, die sich auch in Konfliktsituationen ähnlich unterwürfig verhalten, wie es nur vom Beamten eingefordert wird. Für diese Angestellten wäre vermutlich ein Beamtenverhältnis das bessere.

Ich wollte nie verbeamtet sein und lebe ganz gut mit den Vorteilen als Arbeitnehmer und auch den (eher monetären) Nachteilen in bestimmten Konstellationen.
Die Unkündbarkeit des Beamten hat mich ohnehin nie gereizt, weil ich keine Angst vor neuen Herausforderungen habe. Und wenn man gut qualifiziert ist und seine Arbeit mit Engagement ausführt, gibt es auch nur wenige Gründe, warum man im öD als Angestellter gekündigt werden sollte. Als Beamter wird man in solchen Fällen dann nach JWD versetzt, ob das besser ist? :D

Was mich ärgert (in Institutionen, in denen Angestellte und Beamte zusammen arbeiten und praktisch die gleiche Tätigkeit ausführen), ist die oft unterschiedliche tarifliche Behandlung. Da werden eben Eingruppierungen nicht gleich vorgenommen, Höherstufungen unterschiedlich behandelt und so weiter. So etwas gehört abgeschafft bzw. vereinheitlicht:
Wenn ein Beamter in der A12 ist, hat ein Angestellter auf gleicher Position einen Anspruch auf die E12.
Wird ein Beamter auf einer Stelle von der A11 in die A12 angehoben (unter Beibehaltung seiner Erfahrungsstufe), so steht das dem Angestellten genau so zu.

Vorteil als Angestellter:
Man kann sich gegen solche Ungleichbehandlungen zur Wehr setzen und ggf. auch den AG wechseln - einem Beamten ist dieser Weg weitgehend versperrt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 13.11.2021 12:19
Welchen Zusammenhang soll es zwischen E12 und A12 geben? Außer daß es sich um alphanumerische Bezeichnungen handelt, gibt es keinen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 13.11.2021 15:30
Also doch wieder spid, ich dachte es mir schon, dass er/sie nicht ohne Forum kann. Welcome back!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 13.11.2021 15:37
Ich halte das nicht für spidsches Geheimwissen, sondern eher für notwendige Grundkenntnisse, um sich überhaupt an der Diskussion beteiligen zu können.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 13.11.2021 16:30
Nun, als Lehrer liegt der Unterschied bei ca. 600,- Euro netto monatlich, welche der verbeamtete Kollege (in A13) mehr überwiesen bekommt, im Vergleich zu E13, bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit (Abzüge für die private Krankenversicherung bereits einkalkuliert). Plus unbegrenzter Fortzahlung der Bezüge sowie deutlich besserer Pension.
Dafür ohne Streikrecht, was aber nicht wirklich entscheidend ist, da die von den Angestellten erstreikten Zuwächse auf die Beamten übertragen werden.
Warum wurden einige nicht verbeamtet?
Dies ist nicht abhängig von der formalen Qualifikation, sondern vom Alter und möglichen Vorerkrankungen (Mist, wenn man mit 19 mal wegen Depressionen kurzzeitig in Behandlung war).

Daher fordere ich - und viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer - zumindest die stufengleiche Höhergruppierung und eine überproportionale Erhöhung der Stufe 6 sowie E16 (wie bereits in Hessen)!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 13.11.2021 17:13
Ich halte das nicht für spidsches Geheimwissen, sondern eher für notwendige Grundkenntnisse, um sich überhaupt an der Diskussion beteiligen zu können.

Welocome back, dear spid. Dein Fachwissen, aber vor allem dein Zynismus und die ungebremeste Überheblichkeit haben echt gefehlt. Aber warum ein neuer Name???
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 13.11.2021 17:23
Nun, als Lehrer liegt der Unterschied bei ca. 600,- Euro netto monatlich, welche der verbeamtete Kollege (in A13) mehr überwiesen bekommt, im Vergleich zu E13, bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit (Abzüge für die private Krankenversicherung bereits einkalkuliert). Plus unbegrenzter Fortzahlung der Bezüge sowie deutlich besserer Pension.
Dafür ohne Streikrecht, was aber nicht wirklich entscheidend ist, da die von den Angestellten erstreikten Zuwächse auf die Beamten übertragen werden.
Warum wurden einige nicht verbeamtet?
Dies ist nicht abhängig von der formalen Qualifikation, sondern vom Alter und möglichen Vorerkrankungen (Mist, wenn man mit 19 mal wegen Depressionen kurzzeitig in Behandlung war).

Daher fordere ich - und viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer - zumindest die stufengleiche Höhergruppierung und eine überproportionale Erhöhung der Stufe 6 sowie E16 (wie bereits in Hessen)!!!

Wer eine Vorerkrankung hat, die einer Verbeamtung entgegensteht, erfüllt eine qualitative Anforderung nicht. Es fällt also unter das qualitative Nichtgenügen, das Bastel angeführt hat. Das hatte Spid doch bereits mehrfach erklärt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 13.11.2021 17:32
Ich halte das nicht für spidsches Geheimwissen, sondern eher für notwendige Grundkenntnisse, um sich überhaupt an der Diskussion beteiligen zu können.

Welocome back, dear spid. Dein Fachwissen, aber vor allem dein Zynismus und die ungebremeste Überheblichkeit haben echt gefehlt. Aber warum ein neuer Name???

Ich bin weder Spid noch zynisch. Ich halte mich auch nicht für überheblich, wenn ich erwarte, daß man weiß, daß z.B. zwischen E13 und A13 kein Zusammenhang besteht. Außer bei Lehrern, die sind mit ihrer eigenen Entgeltordnung aber auch eine Anomalie. Und weder der Nabel der Welt noch das Zentrum der Betrachtungen. Die angestellten Lehrer sollten eher darauf drängen, von den Anomalien befreit zu werden, als noch mehr "Beamtengedöns" zu bekommen. Ist es nicht eine Sonderregelung aus dem TV EntgO-L, die überhaupt vermehrt zu den Höhergruppierungsproblemen führt? Denn ohne diese erfolgen die meisten problematischen Höhergruppierungen bei weitem nicht so ungünstig. Also sollte man doch eher und nachvollziehbarer die Angleichung an die übrigen Angestellten suchen als an die Beamten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 13.11.2021 18:06
Highwaystar:
Zitat
liegt der Unterschied bei ca. 600,- Euro netto monatlich, [/quote)

Das ist eher der Mindestbetrag, bei Berufsanfängern A13/E13 liegt das ledig, ohne Kinder (nach Abzug PKV) bei 900-1000@ netto.

Bei vorhandenen Kindern, verheitatet und A14/14 - E14/15 kann es noch absurdere Züge annehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 13.11.2021 18:16
Die Unterschiede grundsätzlich zwischen TB und Beamten zu diskutieren ist langsam mühselig und wie bereits erwähnt, gibt es keine Zusammenhang zwischen den Besoldungsstufen und den Entgeltgruppen. Aber es gibt Punkte, unabhängig der jeweiligen Systeme, die man angleichen könnte, um die ewige Neiddebatte (ein wenig) zu beenden. Gleiche Arbeitszeit für alle und stufengleiche Höhergruppierung. Beides ist eben nicht vermittelbar, warum es dieser Unterschiede bedarf. Die Unterschiede GKV und PKV sind wie sie sind. Bei der Pension gibt es zumindest einen teilweise. Ausgleich durch die betriebliche Altersversorgung, die wir nicht vergessen dürfen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 14.11.2021 12:59
Die Unterschiede grundsätzlich zwischen TB und Beamten zu diskutieren ist langsam mühselig und wie bereits erwähnt, gibt es keine Zusammenhang zwischen den Besoldungsstufen und den Entgeltgruppen..

Was mich so stört ist der vermeintliche Glaube, dass die Gesetze und Regelungen "Gott-gemacht" sind und nicht angefasst werden dürfen. Daher glaube ich auch das viele die hier im TV-L mitdiskutieren selber Beamte sind.

Ob es einen Zusammenhang zwischen Ax und Ex gibt ist irrelevant. Da in vielen Bereichen die gleichen Tätigkeiten ausgeführt werden und da ist dann z. B. E13=A13 und E14=A14. So zum Beispiel in meinem Bereich wo Beamte und Angestellte zusammenarbeiten.
Das ist es was so weh tut.
Daher stehe ich auch weiterhin dazu, Gleiches Geld für gleiche Arbeit zu fordern.

Ach ja und "qualitative Anforderungen" die Leute welche als Jungendliche eine Krankheit hatten aussortieren, gehören geändert.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 13:25
Es gibt aber nunmal keine zwei Arbeitnehmer oder Beamte oder beliebige Kombinationen daraus, die die gleiche Arbeit leisten. Also läuft eine Forderung nach gleichem Geld für gleiche Arbeit stets ins Leere. Das ganze ist eine nutzlose Neiddebatte ohne jeden Wert. Das Beamtentum steht jedem/jeder unter gleichen Voraussetzungen offen. Entscheidet er oder sie sich anders, ist das kein Problem, das tariflich zu lösen wäre. Erfüllt er/sie die Voraussetzungen nicht, warum sollte es dann das gleiche Geld geben?

Anforderungen für eine Verbeamtung sind hingegen ein Beamtenthema.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 14.11.2021 13:40
Es gibt aber nunmal keine zwei Arbeitnehmer oder Beamte oder beliebige Kombinationen daraus, die die gleiche Arbeit leisten.


Das ist nicht korrekt, an Schulen gibt es tausende Beispiele davon.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 13:43
Ach, tatsächlich? Das wäre ja höchst bemerkenswert. Aber wahrscheinlich meinst Du nur, daß eine inhaltsgleiche Tätigkeit ausgeübt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Zeussowitz am 14.11.2021 14:13
Was dann die gleiche wäre. Sonst wäre es die selbe. Das ist tatsächlich ausgeschlossen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 14.11.2021 14:32
Ich stelle mir Leute die solche Spitzfindigkeiten ins Netz rotzen immer als grinsende, kleine grüne Goblins vor - großartig. Wenn sie ihre Augen dann von ihren geistigen Ergüssen abwenden und wieder in ihrer Realität stranden, oder auch nur einen Hauch dieser spüren benetzen Tränen ihre Wangen und das große Leiden beginnt (an dem natürlich andere schuld haben, schon klar).

Was gemeint war ist hier ebenso klar gewesen als eben solches das nicht gemeint war. Warum also dieses gehölze hier? Könnt ihr sie hören? Ich schon :) Wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt: ***** halten!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 14:41
Was dann die gleiche wäre. Sonst wäre es die selbe. Das ist tatsächlich ausgeschlossen.

Von der gleichen Tätigkeit war aber eben nicht die Rede. Es ging um die gleiche Arbeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 14:42
Ich stelle mir Leute die solche Spitzfindigkeiten ins Netz rotzen immer als grinsende, kleine grüne Goblins vor - großartig. Wenn sie ihre Augen dann von ihren geistigen Ergüssen abwenden und wieder in ihrer Realität stranden, oder auch nur einen Hauch dieser spüren benetzen Tränen ihre Wangen und das große Leiden beginnt (an dem natürlich andere schuld haben, schon klar).

Was gemeint war ist hier ebenso klar gewesen als eben solches das nicht gemeint war. Warum also dieses gehölze hier? Könnt ihr sie hören? Ich schon :) Wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt: ***** halten!

Ein Rat, den Du aufgrund Deiner Beiträge stets beherzigen solltest.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 14.11.2021 14:56
Was mich so stört ist der vermeintliche Glaube, dass die Gesetze und Regelungen "Gott-gemacht" sind und nicht angefasst werden dürfen. Daher glaube ich auch das viele die hier im TV-L mitdiskutieren selber Beamte sind.

Ob es einen Zusammenhang zwischen Ax und Ex gibt ist irrelevant. Da in vielen Bereichen die gleichen Tätigkeiten ausgeführt werden und da ist dann z. B. E13=A13 und E14=A14. So zum Beispiel in meinem Bereich wo Beamte und Angestellte zusammenarbeiten.
Das ist es was so weh tut.
Daher stehe ich auch weiterhin dazu, Gleiches Geld für gleiche Arbeit zu fordern.

Ach ja und "qualitative Anforderungen" die Leute welche als Jungendliche eine Krankheit hatten aussortieren, gehören geändert.
Der Staat wird schon mittelfristig, so ab Ende der 20er Jahre, dahinter kommen dass ihm das Personal ausgeht.

Um dann noch gute zu finden bzw. halten zu können muss halt so einiges reformiert werden. Will der Staat auch weiterhin konkurrenzfähig zur pW bleiben und überdies gute bis sehr gute Arbeitsergebnisse von seinen Angestellten und Beamten erwarten, müssen so einige Rahmenbedingungen geändert werden.

Wer auf ein leistungsloses Anreizsystem setzt, in dem man auf Gedeih und Verderben den Launen und guten Willen des Vorgesetzten ausgeliefert ist, welches "Schlechtleister" nicht sanktioniert und "Besserleister" nicht belohnt, brauch sich nicht wundern wenn manche Behörden mit der "großen" Pensionierungs- und Verrentungswelle ab Ende der 20er Jahre, in arge Bedrängnis kommen werden. Dieses System führt auch zwangsweise dazu, dass sich Minderleister ins gemachte Nest setzen, andere ausbremsen und immer nur am Meckern sind.

Ich habe es selbst nach dem Wechsel in den ÖD erlebt: Viele meiner Kollegen haben absolut gar keine Ahnung mehr wie der Arbeitsmarkt so draußen aussieht und dass man da nach dem halben Tag Kaffee trinken durchaus mal ein Personalgespräch mit Abmahnung bekommt.

Was Sie übrigens fordern, ist allein schon wegen der Tätigkeitsmerkmale der einzelnen Eingruppierungsstufen im TVÖ-L einerseits und bei den Beamten anderseits gar nicht darstellbar. Tätigkeitsmerkmale E10 ist nicht zwangsweise deckungsgleich mit A10 usw.

Ich weiß vermutlich wollen Sie das nicht gerne lesen, aber hätten Sie bloß "damals" bei Ihrer Einstellung einfach noch ein wenig mehr verhandelt. Ging bei mir auch. So kommt man mit Zulagen von E9b real auf E11 und gut ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 14.11.2021 16:52
Ich stelle mir Leute die solche Spitzfindigkeiten ins Netz rotzen immer als grinsende, kleine grüne Goblins vor - großartig. Wenn sie ihre Augen dann von ihren geistigen Ergüssen abwenden und wieder in ihrer Realität stranden, oder auch nur einen Hauch dieser spüren benetzen Tränen ihre Wangen und das große Leiden beginnt (an dem natürlich andere schuld haben, schon klar).

Was gemeint war ist hier ebenso klar gewesen als eben solches das nicht gemeint war. Warum also dieses gehölze hier? Könnt ihr sie hören? Ich schon :) Wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt: ***** halten!
Es ist kein Goblin, es ist spid. Und er kann nicht anders.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 14.11.2021 18:31
Weil hier immer wieder die Diskussion über die Vor- und Nachteile von TB und Beamten aufpoppt, hier mal eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Fakten.
@"spid 2.0" Bitte keine sprachlichen Spitzfindigkeiten

BeamteTarifbeschäftigte
keine SozialabgabenSozialabgaben
Privat Krankenversichert plus BeihilfeGesetzlich versichert plus Arbeitgeberanteil zur GKV
Volles Gehalt im KrankheitsfallReduziertes Krankengeld nach 6 Wochen, später schlimmstenfalls Hartz IV
Zuschläge für Familien bzw. KinderKeine Zuschläge für Familien oder Kinder
Prozentual höhere RuhestandsbezügeProzentual niedrigere Ruhestandsbezüge
Ruhestandsbezüge werden berechnet nach der Höhe der Bezüge in den letzten zwei JahrenRente wird berechnet quasi nach dem Durchschnitt der Entgelte während des Berufslebens (Punktesystem).
Acht bis zehn Erfahrungsstufen, durchlaufbar in (meist) 25 JahrenSechs (Erfahrungs)Stufen, durchlaufbar meist in 15 Jahren, vorausgesetzt man erleidet keinen Stufenverlust bei Höhergruppierung
stufengleiche Beförderung ohne LaufzeitverlusteStufenungleiche Höhergruppierung, oft mit Verlust von Stufen und Stufenlaufzeiten verbunden.
Verbot der SprungbeförderungEingruppierung richtet sich nach der Tätigkeit. Auf- und Abstiege über mehrere Gruppen sind möglich. Ausnahme TB-Lehrkräfte.
Kein StreikrechtStreikrecht (Ergebnis wird regelmäßig auf Beamte übertragen)
Drei Jahre Probezeit, Kündigung aber nur in begründeten FällenSechs Monate Probezeit, Kündigung ohne Angabe von Gründen möglich.
Ab dem vierten Jahr (Beamter auf Lebenszeit) unkündbarUnkündbar nach 15 Jahren und Mindestalter 40 Jahre
Kann jederzeit in den Status eines Tarifbeschäftigen WechselnKann nur verbeamtet werden, wenn die Stelle dafür vorgesehen ist und bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt sind.
Günstigere Kredite bei vielen GeldinstitutenMeist keine Vergünstigungen bei Krediten
Gehalt wird am Monatsanfang überwiesenGehalt kommt am Monatsende.
Schutz vor unterwertiger Beschäftigung, keine Rücksetzung in niedrigere Besoldungsgruppe.Eingeschränkter Schutz vor unterwertiger Beschäftigung, Herabgruppierung grundsätzlich möglich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 18:36
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 14.11.2021 18:40
Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Das kann doch wirklich nur Satire sein!!!

Die allermeisten Frauen sind jedenfalls anderer Meinung zu diesem Thema. Und nicht nur die...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 14.11.2021 18:42
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 18:59
Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Das kann doch wirklich nur Satire sein!!!

Die allermeisten Frauen sind jedenfalls anderer Meinung zu diesem Thema. Und nicht nur die...

Unterstellst Du jetzt also uns, wir würden weit überwiegend absurde Meinungen vertreten? Und warum sollte eine denkende Frau derlei wollen? Oder ein ausnahmsweise denkender Mann?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 14.11.2021 19:01
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.

Nein, lediglich als "Spid 2.0", also Deiner viellciht sogar schmeichelhaften Setzung. Und was ist nun mit Deiner mangelhaften Tabelle?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 14.11.2021 19:06
@Lothar57:

"... Unkündbar nach 15 Jahren und Mindestalter 40 Jahre."

Aus wichtigem Grund (§ 626 BGB) kann einem immer gekündigt werden, auch nach > 15 Jahren Dienstzeit beim selben Arbeitgeber.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 14.11.2021 19:32
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.

Tja, sie haben uns halt wieder einen rechten Troll zugeteilt - musste ja schnell gehen, also isser in desolat- dümmlichem Zustand geliefert worden 😀

Im Ernst: diese Diskussion führt zu nichts, ignoriert das geblubber (Achtung jetzt kommt gleich: selber selber...)

Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 14.11.2021 19:49
Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....

Solange Verbeamtete und Tarifbeschäfitgte im selben Raum die gleichen Tätigkeiten erledigen und ver.di die jetzigen Verhandlungen mit der TDL als "Tarif- und Besoldungsrunde" deklariert, steht der Vergleich leider unweigerlich im öffentlichen Raum.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 14.11.2021 19:51
@Lothar57:

"... Unkündbar nach 15 Jahren und Mindestalter 40 Jahre."

Aus wichtigem Grund (§ 626 BGB) kann einem immer gekündigt werden, auch nach > 15 Jahren Dienstzeit beim selben Arbeitgeber.


Das hast du natürlich recht. Eine solche Übersicht ist immer plakativ und kurz gehalten. Theoretisch kann auch eine Verbeamtung rückgängig gemacht werden, z.B. nach Straftaten.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 14.11.2021 20:40
Auch Funktionsstellen können aberkannt und die Besoldung angepasst werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 14.11.2021 23:11
Kaum ist Spid wieder da wird der Thread durch unnsinnige Posts aufgebläht. Statt ums Thema gehts um Spitzfindigkeiten weil er jedes Wort auf die Goldwaage legt... Schade..
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schnarchnase81 am 15.11.2021 06:25
Weil hier immer wieder die Diskussion über die Vor- und Nachteile von TB und Beamten aufpoppt, hier mal eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Fakten.
@"spid 2.0" Bitte keine sprachlichen Spitzfindigkeiten

BeamteTarifbeschäftigte
keine SozialabgabenSozialabgaben
Privat Krankenversichert plus BeihilfeGesetzlich versichert plus Arbeitgeberanteil zur GKV
Volles Gehalt im KrankheitsfallReduziertes Krankengeld nach 6 Wochen, später schlimmstenfalls Hartz IV
Zuschläge für Familien bzw. KinderKeine Zuschläge für Familien oder Kinder
Prozentual höhere RuhestandsbezügeProzentual niedrigere Ruhestandsbezüge
Ruhestandsbezüge werden berechnet nach der Höhe der Bezüge in den letzten zwei JahrenRente wird berechnet quasi nach dem Durchschnitt der Entgelte während des Berufslebens (Punktesystem).
Acht bis zehn Erfahrungsstufen, durchlaufbar in (meist) 25 JahrenSechs (Erfahrungs)Stufen, durchlaufbar meist in 15 Jahren, vorausgesetzt man erleidet keinen Stufenverlust bei Höhergruppierung
stufengleiche Beförderung ohne LaufzeitverlusteStufenungleiche Höhergruppierung, oft mit Verlust von Stufen und Stufenlaufzeiten verbunden.
Verbot der SprungbeförderungEingruppierung richtet sich nach der Tätigkeit. Auf- und Abstiege über mehrere Gruppen sind möglich. Ausnahme TB-Lehrkräfte.
Kein StreikrechtStreikrecht (Ergebnis wird regelmäßig auf Beamte übertragen)
Drei Jahre Probezeit, Kündigung aber nur in begründeten FällenSechs Monate Probezeit, Kündigung ohne Angabe von Gründen möglich.
Ab dem vierten Jahr (Beamter auf Lebenszeit) unkündbarUnkündbar nach 15 Jahren und Mindestalter 40 Jahre
Kann jederzeit in den Status eines Tarifbeschäftigen WechselnKann nur verbeamtet werden, wenn die Stelle dafür vorgesehen ist und bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt sind.
Günstigere Kredite bei vielen GeldinstitutenMeist keine Vergünstigungen bei Krediten
Gehalt wird am Monatsanfang überwiesenGehalt kommt am Monatsende.
Schutz vor unterwertiger Beschäftigung, keine Rücksetzung in niedrigere Besoldungsgruppe.Eingeschränkter Schutz vor unterwertiger Beschäftigung, Herabgruppierung grundsätzlich möglich.

Guten Morgen, ich habe nun lange mitgelesen und muss nun auch mal meinen Senf dabei geben:

Zuerst möchte ich hier mal anmerken, dass diese Tabelle anscheinend mit einem sehr einseitigen Ziel aufgestellt worden ist. Der Ersteller scheint sich aber in der Materie schlicht nicht auszukennen und fördert mit dieser Tabelle schlicht nur weiteres Beamten-Bashing und die Neiddebatte.
Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.

Darüber hinaus ist es schlicht falsch zu sagen, Beamte hätten keine Sozialabgaben. Es sind nicht die Beamten, sondern die Dienstherren, die sich die Abgaben sparen. Man kann doch nicht ernsthaft verlangen, dass die Beamten von ihrer Bruttobesoldung noch volle Abgabenlast leisten sollen! Dann wäre die Beamtenbesoldung verbreitetet bis in den gehobenen Dienst (i.d.Regel Studierte!) auf Hartz4-Niveau, zumindest in den unteren Erfahrungsstufen. Wenn ein Beamter volle Abgabenlast hätte, dann müsste dies allein durch den Dienstherren getragen werden. Der sparrt sich das aber. Dass ein Beamter keine Krankenversicherung zahlt, ist ja auch Quatsch, denn die private gibt es nicht kostenlos und die Beihilfe deckt den Arbeitgeberanteil ab, den jeder andere sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer auch bekommt.

Der Hinweis zum Familienzuschlag ist insofern als unrichtig darzustellen, als dass der Tarifbeschäftigte seine Familie (Frau/Kinder) kostenlos in der GKV mitversichern kann (so lange der Ehegatte nicht selbst sozialversicherungspflichtig Arbeitet oder Beamter ist), der Beamte muss dafür bei der PKV zahlen. Dass die Familienzuschläge nun teilweise  exorbitant steigen, hat andere Gründe und da stellt sich die Frage, ob dieser Weg nicht verfassungswidrig ist.

Dass Beamte nicht für ihre Altersvorsorge bezahlen ist auch ein Märchen, das sich hartnäckig hält.
Wer sich mit der Geschichte der Rente beschäftigt, wird feststellen, dass den Beamten bei Einführung/ Reformierung des Rentensystems die Besoldung um 7% gekürzt wurde. Dies sollte deren Beitrag für deren Altersvorsorge sein, allerdings hat der Staat sich gedacht, das Geld könne man woanders besser ausgeben, als es in irgendeine Kasse abzuführen. Nun liegt der Rentenbeitrag eines AN zwar mit aktuell 9,3% höher, aber es wurde bei den Beamten „nachgebessert“, indem mehrfach 0,2% von Besoldungsanpassungen für die Pension abgezweigt wurden. So groß dürfte da der Unterschied mittlerweile nicht mehr sein.

Dass eine Arbeitslosenversicherung bei Beamten wenig Sinn macht, sollte jedem klar sein. Wenn doch ein Beamter aus dem Dienst ausscheidet, dann wird er durch den Dienstherren nachversichert.

Insgesamt, spart sich der Dienstherr die Sozialabgaben, nicht der Beamte.

Kommentare zum Vergleich Pension/Rente spare ich mir mal, da ist auch immer so viel Populismus dabei.

Jedenfalls sollte man sich erst informieren, bevor man hier von den überprivilegierten Beamten spricht. Die Unkündbarkeit ist ein wirkliches Privileg, aber diese Sau ist mittlerweile genug durchs Dorf getrieben worden.
Das Bild, dass jeder Beamte den dicken Porsche vor seiner Villa stehen hat, ist jedenfalls völlig falsch. Irgendwie wird hier immer der einfache, mittlere und gehobene Dienst ausgeblendet (und der gehobene Dienst ist schon i.d.R. mit Studium verbunden, mit der Ausnahme der übergeleiteten Beamten) und da befindet sich die Masse der Beamtenschaft.

Das wichtigste hier: die Arbeitgeber reiben sich doch die Hände, dass sie Arbeitnehmer und Beamte so leicht gegeneinander ausspielen können, daher räumt man auch nicht mit Vorurteilen gegen Beamte auf. Ohne diese Neiddebatte müsste man ja vielleicht den Beamten nachher doch Amtsangemessen alimentieren oder den Angestellten Lehrer so bezahlen, wie den verbeamteten. Der einzige, der von dieser Neiddebatte profitiert ist der Arbeitgeber! Dabei gilt doch auch der Grundsatz, dass das eine Unrecht nicht zu einem anderen führen sollte. Nicht der verbeamtete Lehrer soll weniger verdienen, sondern der angestellte Lehrer soll genauso viel bekommen und zwar netto!
Die Neiddebatte geht aber in die Richtung, dass Beamte weniger bekommen sollen, statt der Angestellte mehr. Das freut die Arbeitnehmer und sonst niemanden. Das kann es nicht sein. Beamte und Angestellte müssen zusammenhalten, nur so kann es gehen!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 15.11.2021 07:54
Okay!
In zwei Wochen sind die Verhandlungen vermutlich abgeschlossen und wir haben einen neuen, veränderten Tarifvertrag.

Vielleicht sollten wir nun rechtzeitig vorher nochmals kurz und knapp unsere wesentlichen Forderungen formulieren.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 15.11.2021 07:57
Was sollte das bringen? Bist du Verdi?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 15.11.2021 08:33
Nein, aber es wird wohl manchmal mitgelesen...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 15.11.2021 08:42
tabellarische Übersicht über die wichtigsten Fakten.

Das sind zum einen keine Fakten sondern teilweise Behauptungen und zudem auch nicht die wichtigsten, sondern nur einige die sich aufs Einkommen beziehen.

Edit: @ Nase: Danke fürs ausfürliche Darstellen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: andreg am 15.11.2021 08:46
Vielleicht sollten wir nun rechtzeitig vorher nochmals kurz und knapp unsere wesentlichen Forderungen formulieren.

Forderungen sind doch formuliert? Für mich wesentlich sind eigentlich nur zwei:
- Erhöhung der Tabellenentgelte um 5 Prozent
- Laufzeit 12 Monate

Wegen mir können Verdi und Konsorten dann auch den Wünschen der Arbeitgeber beim "Arbeitsvorgang" nachkommen - ich fühle mich davon nicht wirklich persönlich betroffen und finde die Forderung der Arbeitgeber vor dem Hintergrund der BAG-Entscheidung nachvollziehbar (wenngleich ich die Sorge vor Herabgruppierungen insb. bei den einstelligen Entgeltgruppen verstehen kann).

Tatsächlich wäre ich in der aktuellen Situation wohl auch mit effektiven 2% Lohnsteigerung durchaus zufrieden - was mit der eingefrohrenen Sonderzahlung dann so grob 5% über zwei Jahre Laufzeit entsprechen dürfte. Wenn man die Inflation um Sondereffekte durch die Mehrwertsteuersenkung-/erhöhung und Öl-/Gaspreise (die vor dem Hintergrund des Klimawandel steigen müssen) bereinigt, läuft das für den Reallohn auf eine Nullrunde heraus.
Mit einer Bonuszahlung und sonst Nullrunde für 2021 kann ich auch leben. Wenn es für 2022 unter 1.5% werden, bin ich aber wohl eher etwas sauer auf Arbeitgeber und Gewerkschaften, weil das dann definitiv einen Reallohnverlust bedeuten würde.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 15.11.2021 08:52
Für mich wesentlich:

- Möglichste hohe Prozente in den Tabellenwerten
- Jahressonderzahlung 80% für alle EG
- Möglichst kleiner, oder kein Sockelbetrag
- Wenn Erhöhung nicht schon ab 1.10.2021 dann zusätzliche Einmalzahlung!
- keine stufengleiche Höhergruppierung! Verbrät unnötig Geld, welches dann für obiges fehlt.
- Änderungen am Arbeitsvorgang immer nur für künftige Neueinstellungen, also Bestandsschutz
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 15.11.2021 08:54
Nein, aber es wird wohl manchmal mitgelesen...

Aha, Umfragen (wie bsp. Arbeitszeit) werden ignoriert, aber Posts aus einem Forum sollen wichtig sein? HAHA ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 15.11.2021 09:03
Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....

Solange Verbeamtete und Tarifbeschäfitgte im selben Raum die gleichen Tätigkeiten erledigen und ver.di die jetzigen Verhandlungen mit der TDL als "Tarif- und Besoldungsrunde" deklariert, steht der Vergleich leider unweigerlich im öffentlichen Raum.

Ich schrieb es bereits an anderer Stelle.

Was heißt eigentlich "den gleichen Job machen"? Ich habe im zurückliegendem Coronajahr einige Arbeitsweisen von Lehrern kennen lernen dürfen. Lehrer A verteilt Monatgs persönlich ein DIN A4 Blatt mit Aufgaben an seine Schüler und lässt die Schüler dieses Freitags persönlich wieder abgeben. Dazwischen Schaukelt er sich, sofern es sich um einen Mann handelt, die Eier. Was frauen stattdessen tun, weiß ich nicht.   
Lehrer B macht jede Woche mind. 3 Lernvideos von sich und stellt diese Online, organisiert regelmäßig Videokonferenzen, telefoniert mit jedem Schüler bzw. deren Eltern jede Woche mindestens 2 mal und ist darüber hinaus jederzeit für seine Schüler erreichbar.

Hältst du, bei der Annahme Lehrer A bekäme eine E12 und Lehrer B eine A12, den Lehrer A für benachteiligt? Und wer beurteilt ob 2 Menschen "den gleichen Job" machen?

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gehört in das Reich sozialistischer Fantasien und die sind grundsätzlich abzulehnen. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: mpai am 15.11.2021 09:59
Für mich wesentlich:

- Möglichste hohe Prozente in den Tabellenwerten
- Jahressonderzahlung 80% für alle EG
- Möglichst kleiner, oder kein Sockelbetrag
- Wenn Erhöhung nicht schon ab 1.10.2021 dann zusätzliche Einmalzahlung!
- keine stufengleiche Höhergruppierung! Verbrät unnötig Geld, welches dann für obiges fehlt.
- Änderungen am Arbeitsvorgang immer nur für künftige Neueinstellungen, also Bestandsschutz
Ich bin für 8% mehr für EG1-6, weil das die wirklichen Leistungsträger sind und sie das Rückgrat der Verwaltungen sind.
EG7-9b 5%, ab EG9c 0%!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 15.11.2021 10:01
Für mich wesentlich:

- Möglichste hohe Prozente in den Tabellenwerten
- Jahressonderzahlung 80% für alle EG
- Möglichst kleiner, oder kein Sockelbetrag
- Wenn Erhöhung nicht schon ab 1.10.2021 dann zusätzliche Einmalzahlung!
- keine stufengleiche Höhergruppierung! Verbrät unnötig Geld, welches dann für obiges fehlt.
- Änderungen am Arbeitsvorgang immer nur für künftige Neueinstellungen, also Bestandsschutz
Ich bin für 8% mehr für EG1-6, weil das die wirklichen Leistungsträger sind und sie das Rückgrat der Verwaltungen sind.
EG7-9b 5%, ab EG9c 0%!

Jetzt haben wir alle gelacht, husch husch zurück an die Arbeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 15.11.2021 10:01
Auch Funktionsstellen können aberkannt und die Besoldung angepasst werden.

Danke für den Hinweis. Ich möchte die Tabelle nach und nach überarbeiten. Kannst du einen Beleg nennen? Unter welchen Bedingungen ist eine Aberkennung möglich.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 15.11.2021 10:58
Für mich wesentlich:

- Möglichste hohe Prozente in den Tabellenwerten
- Jahressonderzahlung 80% für alle EG
- Möglichst kleiner, oder kein Sockelbetrag
- Wenn Erhöhung nicht schon ab 1.10.2021 dann zusätzliche Einmalzahlung!
- keine stufengleiche Höhergruppierung! Verbrät unnötig Geld, welches dann für obiges fehlt.
- Änderungen am Arbeitsvorgang immer nur für künftige Neueinstellungen, also Bestandsschutz
Ich bin für 8% mehr für EG1-6, weil das die wirklichen Leistungsträger sind und sie das Rückgrat der Verwaltungen sind.
EG7-9b 5%, ab EG9c 0%!

Jetzt haben wir alle gelacht, husch husch zurück an die Arbeit.

EG 5-6 mag in manchen Verwaltungen stimmen! ISt im Krankenhaus auch so - ohne diese Stellen würde gar nichts funktionieren.
Aber 1-4??? sehe ich jetzt nicht :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 15.11.2021 11:29


"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gehört in das Reich sozialistischer Fantasien und die sind grundsätzlich abzulehnen.

Sehe ich anders. Kaptialistische und neo-liberale Fantasien sind grundsätzlich abzulehnen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 15.11.2021 11:39


"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gehört in das Reich sozialistischer Fantasien und die sind grundsätzlich abzulehnen.

Sehe ich anders. Kaptialistische und neo-liberale Fantasien sind grundsätzlich abzulehnen.

Das sollte man in der Bundesliga auch mal einführen. Es sollten alle so viel wie Lewandowski bekommen. Machen ja alle das gleiche.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 15.11.2021 12:26


"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" gehört in das Reich sozialistischer Fantasien und die sind grundsätzlich abzulehnen.

Sehe ich anders. Kaptialistische und neo-liberale Fantasien sind grundsätzlich abzulehnen.

Völlig in Ordnung.

Allerdings empfehle ich dann die Emigration in Richtung eines der letzten sozialistschen Paradiese. Mit Meinungsäußerungen wäre ich da dann etwas vorsichtiger. Dafür kann man sich auf das Anstehen für Grundnahrungsmittel freuen.

Ich bin mit der Freiheit und dem Wohlstand den uns die liberale Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung in den letzten 75 Jahren (bzw. 31 Jahren) beschert hat, grundsätzlich recht zufrieden.
Wir brauchen nicht weniger sondern wieder mehr liberalen Einfluß.

Un bevor man den Begriff Neoliberal als Kampfbegriff verwendet, empfehle ich, sich zunächst einmal damit inhaltlich auseinander zu setzen.
Der verstehende Leser bemerkt dann schnell, das der Ast an dem er da sägt derselbe ist auf dem er sitzt. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 15.11.2021 12:31
Ganz genau! Der der Sozialen Marktwirtschaft zugrundeliegende Ordoliberalismus ist eine der drei neoliberalen Strömungen. Und die Soziale Marktwirtschaft ist natürlich eine kapitalistische Wirtschaftsordnung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 15.11.2021 12:41
Kaum ist Spid wieder da wird der Thread durch unnsinnige Posts aufgebläht. Statt ums Thema gehts um Spitzfindigkeiten weil er jedes Wort auf die Goldwaage legt... Schade..

Wo ist Spid? Hat man seinen Beitrag gelöscht?

Ich habe das Gefühl, so mancher hier wäre gerne in einer Wohlfühlblase, in der er dummes und inhaltlich falsches Geseiere nicht nur unwidersprochen von sich geben kann, sondern am besten noch Applaus dafür erhält.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist nunmal eine Unsinnsforderung, weil der Anwendungsfall in der Realität nicht vorkommt.

Gleicher Lohn für gleiche Tätigkeit ist sicherlich eine, die zumindest irgendeinen Sinn hätte. Nämlich gute und schlechte Arbeitsleistende gleich zu vergüten. Das kann man gut oder schlecht finden. Ich finde es schlecht. Du findest es übrigens auch schlecht, daß bei gleicher Tätigkeit gleich entlohnt wird. Du hast Dich nämlich vehement gegen die Reduzierung oder Abschaffung der Stufen ausgesprochen. Also kann ja diesbezüglich kein Konsens bestehen.

Innertariflich ist es übrigens auch so, daß man anders vergütet wird, wenn man die Voraussetzungen nicht erfüllt. Normalerweise eine Entgekltgruppe weniger, bei "in der Tätigkeit von"-Merkmalen auch mal empfindlich weniger. Wenn das innertariflich schon so ist, warum sollte es im Vergleich zwischen Arbeitnehmern und Beamten anders sein?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 15.11.2021 12:42
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.

Tja, sie haben uns halt wieder einen rechten Troll zugeteilt - musste ja schnell gehen, also isser in desolat- dümmlichem Zustand geliefert worden 😀

Im Ernst: diese Diskussion führt zu nichts, ignoriert das geblubber (Achtung jetzt kommt gleich: selber selber...)

Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....

Schrieb der bezahlte Gerwerkschaftstroll...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 15.11.2021 13:01

Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.
In der Sache bin ich da bei dir.
Allerdings kenne ich kein TVL Land wo nur 38,5 gearbeitet wird und nur eine Minorität der Beamten haben noch die unsägliche 41h Woche.
also bitte nicht solche Falschbehauptungen verbreitet, wenn man vorher anderen Unwissenheit vorwirft.

Und ob ein Beamter oder der Dienstherr Sozialabgaben zahlt oder einspart ist in der Tat irrelevant.
Was alleinig von Interesse ist, was am Ende auf dem Konto landet und auch dort verbleibt, wenn man schon vergleichen will.
Der eine zahlt pkv, der andere andere Versicherungen von diesem Geld.
So what, jeder wie er es braucht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 15.11.2021 13:36
[
Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.



Der Teil interessiert mich ohnehin. Also schauen wir mal.

Ich nehme mal Hamburg, da ich dort tätig bin.
Stunden Beamte: 40/Woche Stunden Angestellte 39/Woche

Arbeitstage in 2020
255 (je nach Bundesland aber mal als Zahl)
-30 Tage Urlaub


Rest: 225 Tage
- 11 Tage krank (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13441/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-anzahl-krankheitsbedingter-fehltage-je-arbeitnehmer/)

Rest: 214 Tage
- 5 Tage Fortbildung  (https://www.xing.com/communities/posts/wieviel-aufwand-fuer-berufliche-weiterbildung-1007247119 konnte keine Statistik auf die Schnelle finden)

Rest: 209 Tage
-1 Tag AVZ (haben im Hamburg die Beamten)

Rest 208 Arbeitstage pro Jahr. Uns interessiert der Stundenunterschied zu Angestellten. Also

208/5= 41,6 wir runden auf auf 42

Sprich ein Beamter in Hamburg arbeitet knapp 42h im Jahr mehr als ein Angestellter.

Wenn ich mir die Tabelle dazu anschaue im obrigen Post, denke ich ist das immer noch ein *sehr* guter Deal für Beamte.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 15.11.2021 13:40
Kaum ist Spid wieder da wird der Thread durch unnsinnige Posts aufgebläht. Statt ums Thema gehts um Spitzfindigkeiten weil er jedes Wort auf die Goldwaage legt... Schade..

Wo ist Spid? Hat man seinen Beitrag gelöscht?

Ich habe das Gefühl, so mancher hier wäre gerne in einer Wohlfühlblase, in der er dummes und inhaltlich falsches Geseiere nicht nur unwidersprochen von sich geben kann, sondern am besten noch Applaus dafür erhält.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist nunmal eine Unsinnsforderung, weil der Anwendungsfall in der Realität nicht vorkommt.

Gleicher Lohn für gleiche Tätigkeit ist sicherlich eine, die zumindest irgendeinen Sinn hätte. Nämlich gute und schlechte Arbeitsleistende gleich zu vergüten. Das kann man gut oder schlecht finden. Ich finde es schlecht. Du findest es übrigens auch schlecht, daß bei gleicher Tätigkeit gleich entlohnt wird. Du hast Dich nämlich vehement gegen die Reduzierung oder Abschaffung der Stufen ausgesprochen. Also kann ja diesbezüglich kein Konsens bestehen.

Innertariflich ist es übrigens auch so, daß man anders vergütet wird, wenn man die Voraussetzungen nicht erfüllt. Normalerweise eine Entgekltgruppe weniger, bei "in der Tätigkeit von"-Merkmalen auch mal empfindlich weniger. Wenn das innertariflich schon so ist, warum sollte es im Vergleich zwischen Arbeitnehmern und Beamten anders sein?

Spid, ich habe nirgends gefordert, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit und/oder gleiche Tätigkeit gelten soll. Die Diskussion hast du doch mit nem andren user.
Du hast recht ich sehe das anders. Ich finde die Entgelterhöhung zb. alleine durch die Jahre der Betriebszugehörigkeit sehr gut. Treue zum Arbeitgeber entgelttabellarisch zu entlohnen begrüße ich.  Respekt dass du dich an diesen Post von mir erinnerst.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 15.11.2021 13:42

Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.
In der Sache bin ich da bei dir.
Allerdings kenne ich kein TVL Land wo nur 38,5 gearbeitet wird und nur eine Minorität der Beamten haben noch die unsägliche 41h Woche.
also bitte nicht solche Falschbehauptungen verbreitet, wenn man vorher anderen Unwissenheit vorwirft.


Er bezieht sich wohl auf alle Landesbeschäftigen die in der Krankenversorgung arbeiten (also Unikliniken). Die haben in der Tat alle 38,5h pro Woche
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 15.11.2021 13:44
Und Menschen, welche in der Krankenversorgung arbeiten, lassen sich mit Beamte vergleichen??
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: A9A10A11A12A13 am 15.11.2021 13:46
...nur eine Minorität der Beamten haben noch die unsägliche 41h Woche..

...es ist ja z.B. das Alter und der Behinderungsgrad zu berücksichtigen, da werden Stundenreduzierungen gewährt.

Und da die Verwaltungen zunehmend vergreisen, sinkt die Gesamtstundenzahl - ohne das ich davon gehört habe, dass dies in den Stellenplänen durch vermehrte Einstellungen kompensiert werden muss. Also könnte die Unsäglichkeit komplett aufgehoben werden, ohne die behaupteten Leistungseinbußen zu bemerken
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 15.11.2021 13:46
[
Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.



Der Teil interessiert mich ohnehin. Also schauen wir mal.

Ich nehme mal Hamburg, da ich dort tätig bin.
Stunden Beamte: 40/Woche Stunden Angestellte 39/Woche

Arbeitstage in 2020
255 (je nach Bundesland aber mal als Zahl)
-30 Tage Urlaub


Rest: 225 Tage
- 11 Tage krank (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13441/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-anzahl-krankheitsbedingter-fehltage-je-arbeitnehmer/)

Rest: 214 Tage
- 5 Tage Fortbildung  (https://www.xing.com/communities/posts/wieviel-aufwand-fuer-berufliche-weiterbildung-1007247119 konnte keine Statistik auf die Schnelle finden)

Rest: 209 Tage
-1 Tag AVZ (haben im Hamburg die Beamten)

Rest 208 Arbeitstage pro Jahr. Uns interessiert der Stundenunterschied zu Angestellten. Also

208/5= 41,6 wir runden auf auf 42

Sprich ein Beamter in Hamburg arbeitet knapp 42h im Jahr mehr als ein Angestellter.

Wenn ich mir die Tabelle dazu anschaue im obrigen Post, denke ich ist das immer noch ein *sehr* guter Deal für Beamte.



idR arbeiten sowohl TV wie auch Beamte 220 Tage im Jahr. Krankheit oder Weiterbildung verfälscht das Ergebnis und betrifft eh beide Gruppen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 15.11.2021 14:00
Diese Diskussion ist nicht für die Tarifrunde relevant.

  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 15.11.2021 14:13
Du hast die zu diskutierende Forderung von teclis22 hinsichtlich gleichen Lohns für gleiche Arbeit doch sekundiert. War die Forderung also nicht relevant? Oder bestreitest Du, daß für Arbeit auch die Arbeitszeit relevant ist?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 15.11.2021 14:18
Weitere Uniklinikstreiks in Bayern:
https://www.nordbayern.de/wirtschaft/fur-bessere-bezahlung-klinikmitarbeiter-in-erlangen-legen-arbeit-nieder-1.11535547
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schnarchnase81 am 15.11.2021 15:12

Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.
In der Sache bin ich da bei dir.
Allerdings kenne ich kein TVL Land wo nur 38,5 gearbeitet wird und nur eine Minorität der Beamten haben noch die unsägliche 41h Woche.
also bitte nicht solche Falschbehauptungen verbreitet, wenn man vorher anderen Unwissenheit vorwirft.

Und ob ein Beamter oder der Dienstherr Sozialabgaben zahlt oder einspart ist in der Tat irrelevant.
Was alleinig von Interesse ist, was am Ende auf dem Konto landet und auch dort verbleibt, wenn man schon vergleichen will.
Der eine zahlt pkv, der andere andere Versicherungen von diesem Geld.
So what, jeder wie er es braucht.

Zumindest in NRW beträgt die Wochenarbeitszeit bei Beamten noch 41 Stunden, aber an das Argument  möchte ich mich nicht nun nicht klammern.

Das mit den Sozialabgaben sehe ich aber im Hinblick auf die überflüssige Neiddebatte gewichtiger, wenn argumentiert wird, der Beamte zahle sie ja nicht. Das stimmt ja nicht, wie ich bereits schrieb, denn der Dienstherr zahlt die Abgaben nicht, zumindest den Teil, den der Beamte nicht ohnehin privat noch zahlen muss. Im übrigen war ich mit den 7% noch zurückhaltend. Nimmt man nicht nur das Bundesbesoldungsgesetz 1957 (-7% Besoldung für die Pension) und das Abgezweigte von den Besoldungsanpassungen, sondern auch noch den Eckmannvergleich von 1951 mit ins Boot, so fehlen dem Beamten heute deutlich über 14%, die der Staat für seine Pension einbehalten, aber nie zurückgelegt hat. Würde das umgesetzt, was der ein oder andere fordert und der Beamte von seiner Besoldung noch zusätzlich voll in die Rente einzahlen (also die 9,3% AN-Anteil), so würde dieser nochmals etwas bezahlen, wofür er bereits zur Kasse gebeten worden ist. In der Summe würde der Beamte dann über 23 % für seine Altersbezüge aufbringen.

Viele wissen von diesem Umstand nichts und falls sich aus der Politik noch wer daran erinnert, hat er kein Interesse daran, das mal klar zu stellen. Es macht sich für den Dienstherren einfach besser, wenn der normale Bürger in dem Glauben bleibt, Beamte würden ja für ihre Pensionen nichts bezahlen.

Genau an dem Punkt wollte ich hier Aufklärung betreiben, denn wenn mit solchen Vorurteilen mal aufgeräumt wurde, können Tarifler und Beamte vielleicht an einem Strang ziehen. So könnte man mal geschlossen Druck auf die Arbeitgeber aufbauen, statt sich in einer Neiddebatte zu verlieren…..da wo sich beide auf Grund von Neid und Missgunst bekriegen, kann nur der Arbeitgeber der Gewinner sein!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 15.11.2021 15:35
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.

Tja, sie haben uns halt wieder einen rechten Troll zugeteilt - musste ja schnell gehen, also isser in desolat- dümmlichem Zustand geliefert worden 😀

Im Ernst: diese Diskussion führt zu nichts, ignoriert das geblubber (Achtung jetzt kommt gleich: selber selber...)

Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....

Schrieb der bezahlte Gerwerkschaftstroll...

Ich kann in dieser Antwort leider nichts von Wert finden - wir Gerwerkschaftstrolle bleiben eher unter uns und werden auch nicht bezahlt.
Gerwerk- wie Gewerkschafter zahlen meist dafür in den illustren Kreis aufgenommen zu werden.

Gewerkschafter bin ich im übrigen nicht, auch kein Landesbeschäftigter mehr, hab also nix von den Verhandlungen, weder im Guten wie im Schlechten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Johann am 15.11.2021 16:29
[
Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.



Der Teil interessiert mich ohnehin. Also schauen wir mal.

Ich nehme mal Hamburg, da ich dort tätig bin.
Stunden Beamte: 40/Woche Stunden Angestellte 39/Woche

Arbeitstage in 2020
255 (je nach Bundesland aber mal als Zahl)
-30 Tage Urlaub


Rest: 225 Tage
- 11 Tage krank (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13441/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-anzahl-krankheitsbedingter-fehltage-je-arbeitnehmer/)

Rest: 214 Tage
- 5 Tage Fortbildung  (https://www.xing.com/communities/posts/wieviel-aufwand-fuer-berufliche-weiterbildung-1007247119 konnte keine Statistik auf die Schnelle finden)

Rest: 209 Tage
-1 Tag AVZ (haben im Hamburg die Beamten)

Rest 208 Arbeitstage pro Jahr. Uns interessiert der Stundenunterschied zu Angestellten. Also

208/5= 41,6 wir runden auf auf 42

Sprich ein Beamter in Hamburg arbeitet knapp 42h im Jahr mehr als ein Angestellter.

Wenn ich mir die Tabelle dazu anschaue im obrigen Post, denke ich ist das immer noch ein *sehr* guter Deal für Beamte.

In Niedersachsen muss der Angestellte TV-Ler unglaubliche 12 Minuten weniger pro Woche arbeiten als ein Beamter. (39,8 vs. 40h)
Dafür haben Beamte noch einen Waschtag, der den Unterschied in Summe für 40 Wochen ausgleicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 15.11.2021 17:03
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.

Tja, sie haben uns halt wieder einen rechten Troll zugeteilt - musste ja schnell gehen, also isser in desolat- dümmlichem Zustand geliefert worden 😀

Im Ernst: diese Diskussion führt zu nichts, ignoriert das geblubber (Achtung jetzt kommt gleich: selber selber...)

Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....

Schrieb der bezahlte Gerwerkschaftstroll...

Ich kann in dieser Antwort leider nichts von Wert finden - wir Gerwerkschaftstrolle bleiben eher unter uns und werden auch nicht bezahlt.
Gerwerk- wie Gewerkschafter zahlen meist dafür in den illustren Kreis aufgenommen zu werden.

Gewerkschafter bin ich im übrigen nicht, auch kein Landesbeschäftigter mehr, hab also nix von den Verhandlungen, weder im Guten wie im Schlechten.

Es spricht ja nunmal Bände, daß Du Gewerkschafter i.S.v. Mitglied und Landesbeschäftigter ausschließt, nicht aber das, was gemeint war: die Gewerkschaften bezahlen auch Personal. Zumeist recht schlecht, was sich in der Qualität niederschlägt. Und solch ein bezahlter Gewerkschaftstroll bist Du.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 15.11.2021 17:06
Zumindest in NRW beträgt die Wochenarbeitszeit bei Beamten noch 41 Stunden,
Auch diese Aussage ist nicht korrekt für die 55+ Beamten.
(die ja gefühlt schon bald die Mehrheit darstellen in NRW  ;D)
Aber wie oben schon erwähnt im Land Niedersachsen herrscht schon die Gerechtigkeit der gleichen Jahresstundenzahl.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 15.11.2021 17:20
Das mit den Sozialabgaben sehe ich aber im Hinblick auf die überflüssige Neiddebatte gewichtiger,
Natürlich ist es ein blödsinniges Argument zu sagen, die Beamten zahlen keine Sozialabgaben, da hast absolut recht.

Wenn man diese beiden Gruppen vergleiche möchte und das zunächst aufs monetäre reduzieren möchte, dann muss man natürlich auf das zur monatliche Netto Geld abzielen, welche auf dem Konto übrigbleibt.
Heißt natürlich PKV beim Beamten abziehen und entsprechend analog die Kosten der Angestellten ebenso (BU, ZusatzKV, ZusatzRV).
Und das natürlich bei vergleichbarer Historie.
Mir persönlich geht es immer auf dem Senkel, wenn der eine Neider Rosinen aus der Betrachtung rauspickt und meint er wäre so schlecht dran, dass gibt es bei Angestellten genauso häufig wie bei Beamten.
Und dann kommen natürlich die mit ihren individuelle Leidensgeschichten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schnarchnase81 am 15.11.2021 17:40
Das mit den Sozialabgaben sehe ich aber im Hinblick auf die überflüssige Neiddebatte gewichtiger,
Natürlich ist es ein blödsinniges Argument zu sagen, die Beamten zahlen keine Sozialabgaben, da hast absolut recht.

Wenn man diese beiden Gruppen vergleiche möchte und das zunächst aufs monetäre reduzieren möchte, dann muss man natürlich auf das zur monatliche Netto Geld abzielen, welche auf dem Konto übrigbleibt.
Heißt natürlich PKV beim Beamten abziehen und entsprechend analog die Kosten der Angestellten ebenso (BU, ZusatzKV, ZusatzRV).
Und das natürlich bei vergleichbarer Historie.
Mir persönlich geht es immer auf dem Senkel, wenn der eine Neider Rosinen aus der Betrachtung rauspickt und meint er wäre so schlecht dran, dass gibt es bei Angestellten genauso häufig wie bei Beamten.
Und dann kommen natürlich die mit ihren individuelle Leidensgeschichten.

Ok, da machen wir jetzt eine großen Punkt hinter und durch ist das Thema. Nun denn: der öffentliche Dienst hat einen Schluck aus der Pulle verdient, auch im Hinblick auf die Inflation. Daher heißt es nun zusammenhalten, statt zerfleischen!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 15.11.2021 21:46
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.

Tja, sie haben uns halt wieder einen rechten Troll zugeteilt - musste ja schnell gehen, also isser in desolat- dümmlichem Zustand geliefert worden 😀

Im Ernst: diese Diskussion führt zu nichts, ignoriert das geblubber (Achtung jetzt kommt gleich: selber selber...)

Beamte und Tarifbeschäftigte in einen Topf zu werfen ist wie Erdbeeren und Himbeeren in einen Topf zu werfen und sie "Früchtchen" zu nennen....

Schrieb der bezahlte Gerwerkschaftstroll...

Ich kann in dieser Antwort leider nichts von Wert finden - wir Gerwerkschaftstrolle bleiben eher unter uns und werden auch nicht bezahlt.
Gerwerk- wie Gewerkschafter zahlen meist dafür in den illustren Kreis aufgenommen zu werden.

Gewerkschafter bin ich im übrigen nicht, auch kein Landesbeschäftigter mehr, hab also nix von den Verhandlungen, weder im Guten wie im Schlechten.

Es spricht ja nunmal Bände, daß Du Gewerkschafter i.S.v. Mitglied und Landesbeschäftigter ausschließt, nicht aber das, was gemeint war: die Gewerkschaften bezahlen auch Personal. Zumeist recht schlecht, was sich in der Qualität niederschlägt. Und solch ein bezahlter Gewerkschaftstroll bist Du.

Du, das war ein Lied von Peter Maffay richtig? auf ähnlichem Niveau bewegen sich deine Beiträge :) 

Nun aber zurück - die Streiks sind angelaufen, habt ihr sie schon richtig bemerkt ja? Nein?
Ich auch nicht ^^

Ab dem 22 streiken in BW die Betreuungseinrichtungen des Landes, vielleicht hilft das was
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 15.11.2021 23:58
Morgen Streik an den bayerischen Unikliniken:  https://www.br.de/nachrichten/bayern/warn-streiks-an-uni-kliniken-in-bayern,Sopglm4
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 16.11.2021 09:00
https://www.welt.de/wirtschaft/article235056210/Ver-di-Streiks-an-Kliniken-Schwer-ertraeglich-aber-sehr-verstaendlich.html
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 16.11.2021 10:25
https://www.welt.de/wirtschaft/article235056210/Ver-di-Streiks-an-Kliniken-Schwer-ertraeglich-aber-sehr-verstaendlich.html

Gefällt mir gut - wenn reihenweise Pädiatriepersonal aus den Kliniken in städtische Kindergärten wechselt weil der Verdienst da gleich, die Verantwortung und Arbeitsbedingungen aber wesentlich besser sind kann ich nur den Kopf schütteln was die Politik da veranstaltet. Wenige Monate in Fortbildung reichen um die S8a oder sogar die S8b zu bekommen.

Oft gibt es ein Nahverkehrsticket dazu und die Einstellung erfolgt bereits in Stufe 4 der S7 und dann wird man, nach erreichen der notwendigen Qualifikation stufengleich höhergruppiert in die S8a oder b TvöD...

Mehr Geld, weniger Tote (also mehr Tote weil Personal fehlt, aber persönlich sehen sie keine mehr) bessere Arbeitsbedingungen - WIN/WIN.
Wenn wir die Praktikanten der Medizinischen Studienberufe in den Kliniken des Landes nicht hätten würden wir krachend untergehen.

EDIT: Ein Beispiel als meiner beruflichen Praxis aus dem Jahr 2020: Ein Pflegehelfer auf der Intern. Station für Kinder Ü12 (guter Mann, leidet an Dyslexie) arbeitete 7 Monate lang je 8 Stunden pro Woche Überstunden um fehlendes Fachpersonal auszugleichen.
Die Stellen waren ausgeschrieben, aber es gab keine Bewerber.
Er verdient KR6 - also zu diesem Zeitpunkt 3130€ Brutto, sein Stundenkonto stand irgendwo bei 200 Stunden.

Jetzt arbeitet er seit Dezember 2020 in einer Ü3 KiTa und gilt, nach einigen Lehrgängen, Heute als päd. Fachkraft und verdient 3503€ Brutto.
-ohne Wochenenddienste, ohne Nachtdienste, ohne Notaufnahme-
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 16.11.2021 10:47
Ob Sozialbeiträge, Rente usw. vom AG oder AN überwiesen wirdacht einen sehr großen Unterschied solange wir einen Progressiven Steuersatz haben.

Und kein Beamter den ich kenne zahlt für die PKV seiner Kinder mehr als die hälfte des Kinderzuschlags.

Und warum wird ein Ehering bezuschusst das die Partnerperson nicht selbst erwerbstätig ist, ist sowas von 1960
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ProfTii am 16.11.2021 11:05
Ob Sozialbeiträge, Rente usw. vom AG oder AN überwiesen wirdacht einen sehr großen Unterschied solange wir einen Progressiven Steuersatz haben.

Und kein Beamter den ich kenne zahlt für die PKV seiner Kinder mehr als die hälfte des Kinderzuschlags.

Und warum wird ein Ehering bezuschusst das die Partnerperson nicht selbst erwerbstätig ist, ist sowas von 1960

Der Beitrag ist vermutlich im falschen Thread gelandet?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 16.11.2021 11:11
Ob Sozialbeiträge, Rente usw. vom AG oder AN überwiesen wirdacht einen sehr großen Unterschied solange wir einen Progressiven Steuersatz haben.

Und kein Beamter den ich kenne zahlt für die PKV seiner Kinder mehr als die hälfte des Kinderzuschlags.

Und warum wird ein Ehering bezuschusst das die Partnerperson nicht selbst erwerbstätig ist, ist sowas von 1960

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die ... halten...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 16.11.2021 11:14
Ich lese aus der Pflege, dass die Gehälter sogar gut wären, wenn nur mehr Kollegen da wären.

Tante Edith: Kolleg*innen bzw. Kollegende
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 16.11.2021 11:27
Ich lese aus der Pflege, dass die Gehälter sogar gut wären, wenn nur mehr Kollegen da wären.

Tante Edith: Kolleg*innen bzw. Kollegende

Bitte wer??? :D

In einigen Bereichen hat sich etwas getan - gerade dass Notfallsanis jetzt KR9 sind (und nicht wie die Rettungsassis zum Teil E6!!!) ist eine gute Entwicklung. Wenn da die Zulagen dazukommen ist das auszuhalten. Aber wenn ein örtlicher Kindergarten mehr zahlt als die Landesklinik auf Station dann ist die Schieflage doch extrem.
Und nein, gerade in den Krankenhäusern und Unikliniken wird zu wenig verdient im Vergleich zu den Anforderungen und Vorrausetzungen bzw. Arbeitsumgebungen. Und ich will gar nicht von den Intensivstationen anfangen die seit 16 Monaten auf dem Zahnfleisch gehen...

Wie schon erwähnt: Klatschen hilft nicht ...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Romsen am 16.11.2021 11:35
Ich lese aus der Pflege, dass die Gehälter sogar gut wären, wenn nur mehr Kollegen da wären.

Tante Edith: Kolleg*innen bzw. Kollegende

Mehr Kollegen gibt es aber nicht, da das Gehalt (was schon über dem Median liegt) trotz allem die Belastungen nicht ausgleicht. Die meisten gehen in schlechter bezahlte Jobs, nur um die Belastungen zu reduzieren. Oder machen es wie ich. Ich habe auch auf 85% reduziert. Ich verdiene soviel wie vor 2 Jahren mit 100% und habe dennoch vollen Anspruch auf meine Zusatzurlaubstage (durch Wechselschicht) von 7 Tagen und eben 30 Urlaubstagen.

Wenn Chef mich anruft (was er schon lange nicht mehr tut) und fragt ob ich einspringen möchte, lege ich lachend auf.

Alles in allem steht eine begrenzte Humanressource (Fachkräfte) einer schier unendlichen Ressource (Patienten) gegenüber. Es wird nur über mehr konzentration, ambulantisierung und eben auch Klinikschließungen gehen.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 16.11.2021 11:43
Vielleicht braucht es mehr Eigeninitiative und Mitwirkungsanreize bei den Patienten? Wer noch gehen kann, könnte doch zB. in der Kantine essen gehen!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 16.11.2021 11:45
Oder man importiert einfach mehr Fachkräfte. Gibt es im Osten oder in Asien kein geeignetes Personal?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 16.11.2021 11:59
Doch aber das fehlt dann ja dort..
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 16.11.2021 12:00
Was dann ein osteuropäisches oder asiatisches Proble wäre und nicht unseres.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 16.11.2021 12:26
...oder das den nahen Ostens oder Afrika...
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Beitrag von: Highwaystar am 16.11.2021 12:31
Die Streiks in NRW waren zumindest in den 12 Uhr-Nachrichten des WDR2 gerade die erste Nachricht!
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Beitrag von: Romsen am 16.11.2021 12:34
Oder man importiert einfach mehr Fachkräfte. Gibt es im Osten oder in Asien kein geeignetes Personal?

Wer sich mit der Historie des Gesundheitswesens und den darin befindlichen Fachkräftemangels außeinandergesetzt hat, wird feststellen das Deutschland schon in jedem Möglichen Land versucht hat, diese abzuwerben. Aus Osteuropa, Phillipinen, während der Eurokrise in Spanien und Portugal, Vietnam und nun zuletzt Albanien und Mexiko.

Niemand blieb lange, die Kolleginnen und Kollegen aus Portugal und Spanien sind lieber wieder zurück in Ihre Arbeitslosigkeit gegangen bzw. beim nächst besten Angebot. Die anderen sind entweder weiter gewandert, in die Schweiz oder nach Skandinavien. Die die blieben sind entweder auch ausgestiegen, haben reduziert o.ä.

Deutschland ist für Pflegekräfte kein attraktives Land (insbesondere wenn deren Heimatländer ggf. auch gerade einen Wirtschaftlichen Aufschwung erleben). Das Standing dieser Berufsgruppe ist in Deutschland ganz unten anzusiedeln, haben kaum Mitspracherecht und müssen zum Teil Aufgaben übernehmen die in deren Länder Aushilfen machen. Und das alles bei hohem Druck, meist unzureichenden Integrationsprogrammen und starren Hierarchien im Krankenhaus. Unsere Nachbarländer bzw. EU-Mitgliedsstaaten raten Ihren Pflegeschülern auch davon ab, mal ein ERASMUS Programm in Deutschland zu machen, aufgrund den oben genannten Umständen.

Auch China kam mal auf die Idee Pflegeschüler hier hin zu schicken um die Idee der Altenpflege nach China zu übertragen.

https://www.zeit.de/2020/03/chinesische-pflegekraefte-fachkraeftemangel-altersheim-altenpflege-experiment
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Beitrag von: teclis22 am 16.11.2021 13:03

Ok, da machen wir jetzt eine großen Punkt hinter und durch ist das Thema. Nun denn: der öffentliche Dienst hat einen Schluck aus der Pulle verdient, auch im Hinblick auf die Inflation. Daher heißt es nun zusammenhalten, statt zerfleischen!

Mir gefällt die Idee - allein mir fehlt der Glaube. Den ÖD gibt es halt nicht. Und jede Berufsgruppe (hohe EG, niedrige EG) oder Status (Angestellte oder Beamte), wird ohne zögern die jeweils andere vor den Zug werfen, um selber besser da zu stehen. Macht aus individueller Sicht ja auch Sinn.  :/

Und die AG sind sich dessen halt nur zu gut bewusst.
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Beitrag von: Highwaystar am 16.11.2021 13:04
300,- Euro brutto mehr machen diesen Job im Pflegebereich dann auch nicht sexy...
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Beitrag von: Isi am 16.11.2021 13:06
Vielleicht braucht es mehr Eigeninitiative und Mitwirkungsanreize bei den Patienten? Wer noch gehen kann, könnte doch zB. in der Kantine essen gehen!

Das war bei uns schon so :)

Vielleicht stehen ja Fachkräfte für den Landesdienst an der Belarussischen Grenzr?  Hab gehört die will man jetzt mit Bussen nach München bringen...
Spass beiseite: wenn gerade die Krankenhäuser (und da hätten die Uniklinken Leuchtturmrolle) nicht anfangen mehr zu bezahlen für das was sie von dem AN verlangen sehe ich (noch mehr) Menschen in Notaufnahmem und auf den Notarzt wartend sterben.
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Beitrag von: Isi am 16.11.2021 13:08
300,- Euro brutto mehr machen diesen Job im Pflegebereich dann auch nicht sexy...

Er birgt aber außerhalb des Gehalts auch viel Potenzial - im Moment zerstört die Bezahlung alles andere. Wenn ein Kinderkrankenpfleger (umgangssprachlich) 300-400€ mehr hätte würden mehr bleiben, doch!
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Beitrag von: öfföff am 16.11.2021 13:18
Sehe ich auch so. Die Klinikbeschäftigten sollten zusätzlich zu den Tabellenerhöhungen alle noch +300 EUR bekommen. So wie gefordert.  Wäre ein Anfang und ein Zeichen der Wertschätzung.
Der Gesundheitstisch bei den Verhandlungen ist wichtig! Sag das mal deinen Leuten ISI!
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Beitrag von: was_guckst_du am 16.11.2021 13:45
...ich würde sogar auf eine eigene Erhöung in dieser Runde verzichten, wenn man die Beschäftigten im Pflegebereich endlich leistungsgerecht bezahlen würde, vor allem im Hinblick darauf, dass man damit den Fachkräftemangel entgegentreten könnte...

...ich weiß aus unmittelbarer Anschauung, was in den Krankenhäusern wirklich los ist, da meine Ehefrau Vollzeit und im Wechselschichtdienst als exam. Krankenschwester tätig ist... wohl dem, der heutzutage keiner stationärer Behandlung bedarf...
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Beitrag von: Wdd3 am 16.11.2021 13:50
Sehe ich auch so. Die Klinikbeschäftigten sollten zusätzlich zu den Tabellenerhöhungen alle noch +300 EUR bekommen.

Das ist doch Blödsinn, medizinisches Personal ja, aber warum soll den ein Sachbearbeiter, Koch oder Controller zusätzlich vergütet werden?
...ich würde sogar auf eine eigene Erhöung in dieser Runde verzichten, wenn man die Beschäftigten im Pflegebereich endlich leistungsgerecht bezahlen würde, vor allem im Hinblick darauf, dass man damit den Fachkräftemangel entgegentreten könnte...

...ich weiß aus unmittelbarer Anschauung, was in den Krankenhäusern wirklich los ist, da meine Ehefrau Vollzeit und im Wechselschichtdienst als exam. Krankenschwester tätig ist... wohl dem, der heutzutage keiner stationärer Behandlung bedarf...

Genau so, eben im Pflegebereich.

Allerdings würde es mir auch leichter fallen auf Geld zu verzichten wenn meine Frau überdurchschnittlich mehr bekäme. ;D
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Beitrag von: BTSV1 am 16.11.2021 14:23
...ich würde sogar auf eine eigene Erhöung in dieser Runde verzichten, wenn man die Beschäftigten im Pflegebereich endlich leistungsgerecht bezahlen würde, vor allem im Hinblick darauf, dass man damit den Fachkräftemangel entgegentreten könnte...

Nur was ist mit den Männern wo die Ehefrau nicht so viel verdient und alles so viel teurer geworden ist. Der kann wohl kaum auf eine Erhöhung verzichten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Romsen am 16.11.2021 14:44
Vielleicht braucht es mehr Eigeninitiative und Mitwirkungsanreize bei den Patienten? Wer noch gehen kann, könnte doch zB. in der Kantine essen gehen!

Das war bei uns schon so :)

Vielleicht stehen ja Fachkräfte für den Landesdienst an der Belarussischen Grenzr?  Hab gehört die will man jetzt mit Bussen nach München bringen...
Spass beiseite: wenn gerade die Krankenhäuser (und da hätten die Uniklinken Leuchtturmrolle) nicht anfangen mehr zu bezahlen für das was sie von dem AN verlangen sehe ich (noch mehr) Menschen in Notaufnahmem und auf den Notarzt wartend sterben.

Tatsächlich sind Ärzte weniger ein Problem (außer in einzelnen Fachbereichen insb. Pädiatrie und eben auf dem Land). Die Hörsäle quellen über und die Warteschlangen sind lang für dieses Studium. Durch zunehmende Digitalisierung und den damit einhergehenden weniger aufwendigen Diagnostik Aufwand (Interpretation der Daten etc.), kann man das alles gut abdecken. Der Angebotsschock wird eben eher den Pflegebereich treffen.
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Beitrag von: Muschebubu am 16.11.2021 20:51
[
Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.



Der Teil interessiert mich ohnehin. Also schauen wir mal.

Ich nehme mal Hamburg, da ich dort tätig bin.
Stunden Beamte: 40/Woche Stunden Angestellte 39/Woche

Arbeitstage in 2020
255 (je nach Bundesland aber mal als Zahl)
-30 Tage Urlaub


Rest: 225 Tage
- 11 Tage krank (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13441/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-anzahl-krankheitsbedingter-fehltage-je-arbeitnehmer/)

Rest: 214 Tage
- 5 Tage Fortbildung  (https://www.xing.com/communities/posts/wieviel-aufwand-fuer-berufliche-weiterbildung-1007247119 konnte keine Statistik auf die Schnelle finden)

Rest: 209 Tage
-1 Tag AVZ (haben im Hamburg die Beamten)

Rest 208 Arbeitstage pro Jahr. Uns interessiert der Stundenunterschied zu Angestellten. Also

208/5= 41,6 wir runden auf auf 42

Sprich ein Beamter in Hamburg arbeitet knapp 42h im Jahr mehr als ein Angestellter.

Wenn ich mir die Tabelle dazu anschaue im obrigen Post, denke ich ist das immer noch ein *sehr* guter Deal für Beamte.

Also die Berechnung kann ich nicht nachvollziehen. Inwieweit lassen sich in dieser Rechnung Fehlzeiten von Arbeitnehmern auf Beamte übertragen? Ich erstelle dir gerne eine Statistik, resultierend aus eigenen Feststellungen, dass gerade die Beamten in meiner Dienststelle deutlich länger krank sind als die TB. Grund, die einen bekommen 100 Prozent, bis irgendwann der Amtsarzt mobilisiert wird, bei den anderen ist damit nach 6 Wochen Schluss.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 16.11.2021 21:33
Mir ging es um die Fragestellung, wieviel mehr Arbeitstage das erhöhte Stundenkontingent für Beamte über das Jah ausmachen. Daher hatte ich mal ein paar Statistiken gegoogelt, um daraus Annahmen zu treffen.
Ob Beamte statistisch wirklich mehr Arbeitsunfähig sind als angestellte konnte ich auf die Schnelle nicht recherchieren.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Schnarchnase81 am 16.11.2021 21:49
[
Zunächst wurde direkt mal die doch bei Beamten durchaus verbreitete 41-Stunden-Woche irgendwie vergessen, wohingegen die Wochenarbeitszeit sonst bei 38,5 Stunden liegt.



Der Teil interessiert mich ohnehin. Also schauen wir mal.

Ich nehme mal Hamburg, da ich dort tätig bin.
Stunden Beamte: 40/Woche Stunden Angestellte 39/Woche

Arbeitstage in 2020
255 (je nach Bundesland aber mal als Zahl)
-30 Tage Urlaub


Rest: 225 Tage
- 11 Tage krank (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13441/umfrage/entwicklung-der-jaehrlichen-anzahl-krankheitsbedingter-fehltage-je-arbeitnehmer/)

Rest: 214 Tage
- 5 Tage Fortbildung  (https://www.xing.com/communities/posts/wieviel-aufwand-fuer-berufliche-weiterbildung-1007247119 konnte keine Statistik auf die Schnelle finden)

Rest: 209 Tage
-1 Tag AVZ (haben im Hamburg die Beamten)

Rest 208 Arbeitstage pro Jahr. Uns interessiert der Stundenunterschied zu Angestellten. Also

208/5= 41,6 wir runden auf auf 42

Sprich ein Beamter in Hamburg arbeitet knapp 42h im Jahr mehr als ein Angestellter.

Wenn ich mir die Tabelle dazu anschaue im obrigen Post, denke ich ist das immer noch ein *sehr* guter Deal für Beamte.

Also die Berechnung kann ich nicht nachvollziehen. Inwieweit lassen sich in dieser Rechnung Fehlzeiten von Arbeitnehmern auf Beamte übertragen? Ich erstelle dir gerne eine Statistik, resultierend aus eigenen Feststellungen, dass gerade die Beamten in meiner Dienststelle deutlich länger krank sind als die TB. Grund, die einen bekommen 100 Prozent, bis irgendwann der Amtsarzt mobilisiert wird, bei den anderen ist damit nach 6 Wochen Schluss.

Und du bist der Meinung, dass deine eigene, durch Neid auf Beamte geprägte, subjektive Feststellung tatsächlich irgendeinen statistischen Wert hat? Vielleicht an deinem Stammtisch. Meinst du wirklich, die Ärzte schreiben Beamte länger krank, als Angestellte? Ernsthaft?

Im übrigen kommt ja gerne das 6-Wochen-Argument….und was ist mit dem Krankengeldzuschuss im TV-L, der noch eine ganze Zeit das Krankengeld auf das ursprüngliche Nett aufstockt? Dieser wird anscheinend genauso gerne verschwiegen…
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 16.11.2021 22:10
Neid wird hier häufig einfach unterstellt.

Gerne zurück zum Thema!
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Beitrag von: GanzToll am 16.11.2021 22:14

Im übrigen kommt ja gerne das 6-Wochen-Argument….und was ist mit dem Krankengeldzuschuss im TV-L, der noch eine ganze Zeit das Krankengeld auf das ursprüngliche Nett aufstockt? Dieser wird anscheinend genauso gerne verschwiegen…

Das mit dem Krankengeldzuschuss nach 6 Wochen kannte ich noch gar nicht. Wo im TV-L ist das geregelt, bzw. kann ich das nachlesen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: thesisko am 16.11.2021 22:33
Paragraf 22 TV-L

Die Altgedienten, welche noch unter BAT fielen, werden auf 100% aufgestockt, alle anderen so auf 92%.

Nach einem Jahr fängt es mit dem Anspruch an.

Das ist tatsächlich eine durchaus gute Leistung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ProfTii am 17.11.2021 06:48
Also die Berechnung kann ich nicht nachvollziehen. Inwieweit lassen sich in dieser Rechnung Fehlzeiten von Arbeitnehmern auf Beamte übertragen? Ich erstelle dir gerne eine Statistik, resultierend aus eigenen Feststellungen, dass gerade die Beamten in meiner Dienststelle deutlich länger krank sind als die TB. Grund, die einen bekommen 100 Prozent, bis irgendwann der Amtsarzt mobilisiert wird, bei den anderen ist damit nach 6 Wochen Schluss.

Ich meine mich erinnern zu können, dass der Wert von 209 Arbeitstagen im Jahr ein statistischer Wert ist, der "jeden" einschließt der in einem angestelltengleichen Verhältnis steht - hierunter sind meine ich sogar unter bestimmten Voraussetzungen Selbstständige mit erfasst worden. (nagelt mich nicht drauf fest, das wabert irgendwo weit hinten in meinem Gedächnis)
Sollte das so stimmen ist es unerheblich, ob Beamte tatsächlich länger krank geschrieben werden als Angestellte, da auch dies in dem Wert von 209 Arbeitstagen abgebildet ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Pädi07 am 17.11.2021 08:03
Und was hat das alles mit dem Thema Tarifverhandlungen zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: sebbo83 am 17.11.2021 09:10
Sehe ich auch so. Die Klinikbeschäftigten sollten zusätzlich zu den Tabellenerhöhungen alle noch +300 EUR bekommen.

Das ist doch Blödsinn, medizinisches Personal ja, aber warum soll den ein Sachbearbeiter, Koch oder Controller zusätzlich vergütet werden?

Weil eine Vielzahl von Sacharbeitern derzeitig Quarantäne-Anträge oder Corona-Hilfen bearbeiten oder im Krisenstab sitzen und das bis zum Burn-Out. Nur sieht das keiner.  >:(
Und die, die nicht dort sitzen die Arbeit der abgeordneten Kollegen noch mit erledigen müssen - auch hier bis zum Burn-out.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 17.11.2021 09:13
Sehe ich auch so. Die Klinikbeschäftigten sollten zusätzlich zu den Tabellenerhöhungen alle noch +300 EUR bekommen.

Das ist doch Blödsinn, medizinisches Personal ja, aber warum soll den ein Sachbearbeiter, Koch oder Controller zusätzlich vergütet werden?

Weil eine Vielzahl von Sacharbeitern derzeitig Quarantäne-Anträge oder Corona-Hilfen bearbeiten oder im Krisenstab sitzen und das bis zum Burn-Out. Nur sieht das keiner.  >:(
Und die, die nicht dort sitzen die Arbeit der abgeordneten Kollegen noch mit erledigen müssen - auch hier bis zum Burn-out.

Warum geht der Sachbearbeiter nicht einfach nach 8h heim? Ordnet der AG Überstunden an? Wenn ja, gibts +30% für die unteren EGs. Das ist doch kein schlechtes Geschäft...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 17.11.2021 09:16
Ich sehe nicht, wozu das gut sein soll. Pandemie ist bald vorbei und das persönliche Helfersyndrom einiger ist das persönliche Problem dieser einigen. Wer kein Helfersyndrom hat, machts so, wie Bastel geschrieben hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 17.11.2021 10:00
Sehe ich auch so. Die Klinikbeschäftigten sollten zusätzlich zu den Tabellenerhöhungen alle noch +300 EUR bekommen.

Das ist doch Blödsinn, medizinisches Personal ja, aber warum soll den ein Sachbearbeiter, Koch oder Controller zusätzlich vergütet werden?

Weil eine Vielzahl von Sacharbeitern derzeitig Quarantäne-Anträge oder Corona-Hilfen bearbeiten oder im Krisenstab sitzen und das bis zum Burn-Out. Nur sieht das keiner.  >:(
Und die, die nicht dort sitzen die Arbeit der abgeordneten Kollegen noch mit erledigen müssen - auch hier bis zum Burn-out.

Warum geht der Sachbearbeiter nicht einfach nach 8h heim? Ordnet der AG Überstunden an? Wenn ja, gibts +30% für die unteren EGs. Das ist doch kein schlechtes Geschäft...

Ehrliche Antwort: Weil mir der zweite Porsche vor der Haustür nichts bringt wenn ich meine Kinder nicht mehr sehe. Allein die Verwaltungstätigkeiten haben dermaßen zugenommen: Dokumentation ist alles, denn sonst wird nichts bezahlt. Fallpauschalen und Behandlungen in der Notfallmedizin brauchen praktisch schon alle Zeit der Beschäftigten. Das war vor Corona.
Jetzt müssen Dienstpläne in Kohorten, Abstände eingehalten, Hygieneregeln verschärft etc. werden. Es dauert als routinierte Fachkraft 10 Minuten um (durch die Schleuse) ein Infektionszimmer zu betreten und dann wieder zu verlassen. Dann brauche ich einen Wagen, die Medikamente etc. und danach muss man 10 Minuten Dokumentieren, das geht wieder nur über von der KK gestellten Geräten (also Rechnern).
Da sowas nicht funktionieren kann weil niemand so viel Personal zahlen kann und will, werden die Dokumentationen vor Ort auf den Stationen schnell per Hand eingetragen und dann in der Verwaltung aufgearbeitet.

Und dann stehst du erschöpft nach deiner 10 Stunden Schicht in der Dusche und folgst den Anweisungen des Desinfektors, freust dich dass du nach Hause kommst bevor deine Kinder aufwachen und du vielleicht frische Brötchen zum Frühstück mitbringen kannst - und der stv. Chefarzt stürzt in die Umkleide, schaut dich aus tiefroten Augen an (war der Vorgestern nicht auch schon da als du gekommen bist?) und erklärt dir, dass in der nächsten Schicht 2 Fachkräfte in Quarantäne müssen und der Stationsarzt gerade in der Notaufnahme versucht ein Neugeborenes, das bei einer Hausgeburt nicht mehr atmen wollte reanimiert, und weist dich an so lange zu bleiben bis er Ersatz gefunden hat.
Zurück auf Station sollst du dann die Arbeit anderer Dokumentieren (die hatten keine Zeit weil der nicht deutsch sprechende Patient in der 4 wieder Wahnvorstellungen vom Krieg hat und versucht seinen Zimmernachbar zu erwürgen) - während vor der Tür der dritte Patient für das Zimmer wartet und eigentlich rein muss weil er Sauerstoff braucht nach seiner Lungenop.
Also dokumentierst du und stellst irgendwann fest, dass der Patient auf dem Gang nur noch röchelt, schleppst die Sauerstoffflasche aus dem Keller hoch - der technische Dienst ist überlastet, weil 2 davon aufgrund ihrer Coranaimpfung krank gemeldet sind und der Hausmeister gerade versucht 2 Patienten aus dem Fahrstuhl zu befreien.
Dann zeigst du den Polizisten den Weg in die 4, dokumentierst deinen Einsatz auf einem Tablet, lässt es fallen und hoffst, dass es noch funktioniert, während du die Atmung des Patienten prüfst, die Putzfrau bittest doch schnell den Koffer BA.2 zu holen weil sonst keiner da ist, was sie auch freundlicherweise tut.
Auf dem Weg ins Stationszimmer hebst du ein verlorenes Röntgenbild auf, dass eine Lunge voller Läsionen zeigt und überlegst wo das nun hingehört - der Druck auf dem unteren Bereich des Bildes ist leider verschwommen - das ist seit Monaten ein Problem, kann aber nicht repariert werden weil eigentlich längst auf digitale Bilder umgestellt wurde und deshalb der Drucker nicht mehr im Etat ist - ah da war was, du musst noch eine Bestellung fertig machen.
Also schnell die Bestellung machen, und dann kommt der stv. Chefarzt, nickt dir dankbar zu, klopft auf deine Schulter, hustet in dein Gesicht und sagt:
Ich löse sie jetzt ab, danke, sie können zu ihren Kindern nach Hause.

Deine nächste Schicht beginnt in 7 Stunden.

Du gehst dann mal duschen, vielleicht kannst du noch ne Runde Fahrradfahren gehen, Frühstück und Mittagessen sind leider ausgefallen.

Aber dann sind 800€ mehr auf meinem Konto, das ist dann wieder toll und ich freue mich sehr. Ah, da kam gerade eine Nachtricht: Urlaubssperre weil Intensivstation voll, naja fahren wir halt nächstes Jahr passt schon.

EDIT: Das war der Tag an dem ich entschied nicht länger Teil des Systems sein zu wollen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 17.11.2021 10:13
Also Helfersyndrom.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 17.11.2021 10:17
Also Helfersyndrom.

Angewiesene Überstunden
Der Chefarzt wohnt praktisch da, der will befördert werden, also vielleicht der ja.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 17.11.2021 10:24
Die man grundsätzlich verweigern darf, wenn damit gegen das ArbZG verstoßen wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Romsen am 17.11.2021 11:02
Das ist ja alles ganz berührend Isi... (Ich lasse trotzdem meinen Stift spätestens 10 Minuten nach meiner Schicht fallen. Patient ist übergeben und folglich nicht mehr mein Problem). aber was hat das mit dem Verwaltungspersonal zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: sebbo83 am 17.11.2021 11:30
Sehe ich auch so. Die Klinikbeschäftigten sollten zusätzlich zu den Tabellenerhöhungen alle noch +300 EUR bekommen.

Das ist doch Blödsinn, medizinisches Personal ja, aber warum soll den ein Sachbearbeiter, Koch oder Controller zusätzlich vergütet werden?

Weil eine Vielzahl von Sacharbeitern derzeitig Quarantäne-Anträge oder Corona-Hilfen bearbeiten oder im Krisenstab sitzen und das bis zum Burn-Out. Nur sieht das keiner.  >:(
Und die, die nicht dort sitzen die Arbeit der abgeordneten Kollegen noch mit erledigen müssen - auch hier bis zum Burn-out.

Warum geht der Sachbearbeiter nicht einfach nach 8h heim? Ordnet der AG Überstunden an? Wenn ja, gibts +30% für die unteren EGs. Das ist doch kein schlechtes Geschäft...

Welches B.-Land zahlt denn 30% bei Überstunden?? Außer ein wachsendes Zeitkonto hat hier noch nie, aber wirklich noch nie jemand mehr Geld gesehen!
Es gibt keine direkten angeordneten Überstunden aber ellenlange Emails und Tel-Ko's vom Präsidenten oder der Referatsleitung, wie wir jetzt alle durchhalten müssen, um die Flut von Anträgen, etc. zu bearbeiten. Dem einen geht's am A*** vorbei, die meisten jedoch ackern von 8 bis 18 oder schon ab 6 Uhr, manche sogar noch nach 20 Uhr. Es ist nicht selten, dass 100 und mehr Überstunden auf dem Zeitkonto stehen, jedoch am Gehalt hat sich noch nie was geändert.
Scheinbar lebt der Ein oder Andere wirklich noch in einer Traumwelt vom stiftespitzenden Sachbearbeiter der Punkt 4 nach Hause geht. Die Realität sieht anders aus und die Antragsflut der 4. Welle hat noch nicht mal begonnen.

Für die meisten hier sind die 5% inklusive eine ordentliche Sonderzahlung das Mindeste.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 17.11.2021 11:34
Wenn keine Arbeitsstunden angeordnet werden, geht man nach der vereinbarten Arbeitszeit nach Hause.

Wenn Arbeitsstunden angeordnet werden, werden diese zu Überstunden, wenn sie nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden. Für Überstunden stehen Zuschläge zu.

Wer mehr arbeitet, weil er glaubt, der Arbeitgeber würde das erwarten, ohne daß dieser dies anordnet, ist Teil des Problems. Stichwort Helfersyndrom.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 17.11.2021 11:40
Das ist ja alles ganz berührend Isi... (Ich lasse trotzdem meinen Stift spätestens 10 Minuten nach meiner Schicht fallen. Patient ist übergeben und folglich nicht mehr mein Problem). aber was hat das mit dem Verwaltungspersonal zu tun?

Was tust du wenn niemand kommt? Es ist und war z.B. den Stationsärzten nicht erlaubt ihren Arbeitsplatz zu verlassen, wenn sie ihren Dienst nicht übergeben können. Hier wurden auch schon Kündigungen diesbezüglich ausgesprochen, eine Kündigung innerhalb des Facharztstudiums an einer Klinik ist gleichbedeutend mit dem Verlust des Studienplatzes - dann bist du verloren. Assistenzärzte trifft es noch schlimmer.

Bei mir waren das dann 15%+ pro Überstunde, also 115% Gehalt. Das ist dann mal nicht unbedingt schlecht, aber auch kein Dauerzustand.

Einfaches Beispiel: Wenn während einer OP ein Problem auftritt - häufig bei nicht-endoskopischen OP´s - z.B. ein Gefäß blutet, oder ein Entzündungsherd wird erkannt und muss entsprechend versorgt werden, dann dauert so eine OP schnell 1-2 Stunden länger (in der Herzchirurgie kann das noch viel länger gehen).
Und, je nach schweregrad brauchst du 4 bis 8 Personen für eine OP, das betrifft nicht nur Ärzte - der Oberarzt geht nach dem spannenden Teil und dann kommt der Satz: "den können sie zumachen".
Anestesiepfleger, Intensivpflegerin, Krankenschwester etc. bleiben.
Da fallen Überstunden an, die werden auch vergütet - zumindest dort wo ich eingesetzt war wurde kein Betrug betrieben, aber sie fallen eben an und gelten dann als Angeordnet oder bei den Ärzten dann als "genehmigt".
Die Kunst ist die Übergabe auch durchführen zu können wenn die Nachfolgeschicht nicht antreten kann weil das Gesundheitsamt entscheidet, dass diese unter Quarantäne stehen.

Und nun kommt das Verwaltungspersonal und muss, in Kohorten, auch damit leben, dass viele wegen Quarantäne ausfallen. Gleichzeitig steigt der Kostendruck weil OP´s die viel Geld bringen massenhaft verlegt werden mussten (ignorieren wir die Krebs- und Herzpatienten die im letzten Jahr wegen solcher Verlgungen gestorben sind, niemand kann eben genau abschätzen wie dringend es teilw. wirklich ist) und dann ist der Druck auch in der Verwaltung angekommen.

Wir brauchen, um unser selbst willen weil wir alle mal krank werden können, besser bezahltes Personal in den Unikliniken. Mehr Geld wird einige zurückbringen denn zu wenige Ausgebildete Fachkräfte haben wir nicht. Die betreuen nur gerade unsere Kinder oder Arbeiten in Arztpraxen und der Pharmaindustrie als Verkäufer...
Das ist nur meine Meinung, jeder darf das anders sehen: Ich finde es muss mehr Geld für Pflegekräfte, insbesondere in der Pädiatrie her!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 17.11.2021 11:45
@Isi, Vielen Dank an dich und alle die über ihre Grenzen gehen und mehr leisten als sie müssen. Ja es wird vie zu wenig honoriert bzw. es wird zu wenig in zusätzliches Personal investiert um solche Situationen zu vermeiden.

Allen denen das nur Hohn und Spott wert ist gönne ich einen Aufenthalt in der Notaufnahme während dem sie nach Luft ringend ihr Blut auf den Boden tropfen sehen aber das medizinische Personal  läuft an ihnen vorbei weil sie sich zunächst um die wirklich kritischen Fälle kümmern müssen.
 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 17.11.2021 11:49
@Isi, Vielen Dank an dich und alle die über ihre Grenzen gehen und mehr leisten als sie müssen. Ja es wird vie zu wenig honoriert bzw. es wird zu wenig in zusätzliches Personal investiert um solche Situationen zu vermeiden.

Allen denen das nur Hohn und Spott wert ist gönne ich einen Aufenthalt in der Notaufnahme während dem sie nach Luft ringend ihr Blut auf den Boden tropfen sehen aber das medizinische Personal  läuft an ihnen vorbei weil sie sich zunächst um die wirklich kritischen Fälle kümmern müssen.

Zugang legen, 1g Novaminlsulfon iv., Kompresse und ich kann dich 2 Stunden da lagern - das dauert 60 Sekunden. Das zu Dokumentieren ca. 10 und da liegt das Problem.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 17.11.2021 11:50
@Isi, Vielen Dank an dich und alle die über ihre Grenzen gehen und mehr leisten als sie müssen. Ja es wird vie zu wenig honoriert bzw. es wird zu wenig in zusätzliches Personal investiert um solche Situationen zu vermeiden.

Allen denen das nur Hohn und Spott wert ist gönne ich einen Aufenthalt in der Notaufnahme während dem sie nach Luft ringend ihr Blut auf den Boden tropfen sehen aber das medizinische Personal  läuft an ihnen vorbei weil sie sich zunächst um die wirklich kritischen Fälle kümmern müssen.
 
Ich muß niemandem dafür danken, daß er oder sie seiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Er bzw. sie tauscht Arbeit gegen Geld. Geld hat Isi laut eigener Aussage bekommen. Damit ist das erledigt.

Ich wünsche oder "gönne" aber auch niemandem etwas schlechtes. Solche Charakterschwächen sind nicht Bestandteil meiner Persönlichkeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ACDSee am 17.11.2021 11:53
@ ISI: Ich hätte bei diesen Arbeitsumständen einfach gekündigt und mir einen Job gesucht, der nicht so beschissen ist. Es zwingt dich keiner, diesen Job zu machen. Wenn genug kündigen, gibt's evtl. politischen Handlungsdruck (Ich verfolge es nicht aktiv, höre aber, dass ca. 30% der Intensivpflegekräfte im letzten Jahr gekündigt haben - scheinbar reicht das noch nicht).
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 17.11.2021 12:15
Welches B.-Land zahlt denn 30% bei Überstunden?? Außer ein wachsendes Zeitkonto hat hier noch nie, aber wirklich noch nie jemand mehr Geld gesehen!
Es gibt keine direkten angeordneten Überstunden aber ellenlange Emails und Tel-Ko's vom Präsidenten oder der Referatsleitung, wie wir jetzt alle durchhalten müssen, um die Flut von Anträgen, etc. zu bearbeiten. Dem einen geht's am A*** vorbei, die meisten jedoch ackern von 8 bis 18 oder schon ab 6 Uhr, manche sogar noch nach 20 Uhr. Es ist nicht selten, dass 100 und mehr Überstunden auf dem Zeitkonto stehen, jedoch am Gehalt hat sich noch nie was geändert.
Scheinbar lebt der Ein oder Andere wirklich noch in einer Traumwelt vom stiftespitzenden Sachbearbeiter der Punkt 4 nach Hause geht. Die Realität sieht anders aus und die Antragsflut der 4. Welle hat noch nicht mal begonnen.

Für die meisten hier sind die 5% inklusive eine ordentliche Sonderzahlung das Mindeste.

Im Tarifvertrag kann nachgelesen werden, wie Überstunden zu vergüten sind. Des Weiteren müssen Sie angeordnet werden. Wenn Ihr ohne Arnordnung mehr als 8h pro Tag arbeitet, ist das euer Problem. Die verarschen euch einfach und sparen sich das Geld.

Wir bekamen in der Vergangenheit die Anordnung und es gab den 30 bzw. 15% Zuschlag.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Romsen am 17.11.2021 12:40
Ich rede von dem Personal in den Verwaltungen und du kommst mit irgendwelchen Ärzten in Weiterbildung. Das ist ein anderes Schicksal, was nicht zum bestandteil dieser Tarifrunde gehört.

Ich als Pflegekraft übergebe meine Patienten und gehe nach Hause. Vielleicht hänge ich noch ne Infusion an bzw. betreue den Notfall, bis meine Kollegin/Kollege bereit ist. Aber dann heißt es "Tschüss, schönen Tag noch!"
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 17.11.2021 12:48
[Beitrag gelöscht wegen Off Topic im Forum und Beleidigung eines anderen Mitglieds, gez. Admin]
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: sebbo83 am 17.11.2021 13:46
Welches B.-Land zahlt denn 30% bei Überstunden?? Außer ein wachsendes Zeitkonto hat hier noch nie, aber wirklich noch nie jemand mehr Geld gesehen!
Es gibt keine direkten angeordneten Überstunden aber ellenlange Emails und Tel-Ko's vom Präsidenten oder der Referatsleitung, wie wir jetzt alle durchhalten müssen, um die Flut von Anträgen, etc. zu bearbeiten. Dem einen geht's am A*** vorbei, die meisten jedoch ackern von 8 bis 18 oder schon ab 6 Uhr, manche sogar noch nach 20 Uhr. Es ist nicht selten, dass 100 und mehr Überstunden auf dem Zeitkonto stehen, jedoch am Gehalt hat sich noch nie was geändert.
Scheinbar lebt der Ein oder Andere wirklich noch in einer Traumwelt vom stiftespitzenden Sachbearbeiter der Punkt 4 nach Hause geht. Die Realität sieht anders aus und die Antragsflut der 4. Welle hat noch nicht mal begonnen.

Für die meisten hier sind die 5% inklusive eine ordentliche Sonderzahlung das Mindeste.

Im Tarifvertrag kann nachgelesen werden, wie Überstunden zu vergüten sind. Des Weiteren müssen Sie angeordnet werden. Wenn Ihr ohne Arnordnung mehr als 8h pro Tag arbeitet, ist das euer Problem. Die verarschen euch einfach und sparen sich das Geld.

Wir bekamen in der Vergangenheit die Anordnung und es gab den 30 bzw. 15% Zuschlag.

Ja natürlich werden wir - nicht verarscht - aber verramscht. Das hat auch keine Gewerkschaft im Blick. Zum Glück aber in ganz geringem Maße der Personalrat. Schon alleine vor der Pandemie war vielen Planer klar, dass die gleich Tätigkeit im westlichen Bundesländern stets eine E13 oder E14 wert ist und hier, ob BB, SA oder TH stets nur E10 bis E12 im Maximum gezahlt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 17.11.2021 15:19
Hast Du das geschrieben?
Allen denen das nur Hohn und Spott wert ist gönne ich einen Aufenthalt in der Notaufnahme während dem sie nach Luft ringend ihr Blut auf den Boden tropfen sehen aber das medizinische Personal  läuft an ihnen vorbei weil sie sich zunächst um die wirklich kritischen Fälle kümmern müssen.

Wenn ja, offenbarst Du damit Deine Charakterschwäche. Wenn nein, wie kommt es dann dort hin?

In dem du den ganzen Text liest den ich explizit für all die geschrieben habe die das voranstehende nicht verstanden haben. Solltest du dazu noch fragen haben kannst du sie gern stellen.
Ich habe mich gerade zurückgehalten daraus ein Thema zu machen.
Ich nehme es mal so hin das du es nicht für eine Charakterschwäche hältst auf Kommentare in denen du nicht direkt angesprochen wirst mit OT Beleidigungen des User zu reagieren und selbst nach dem diese Kommentare gelöscht wurden noch weiter zu nörgeln und weiterhin OT zu bleiben obwohl ich darauf hingewiesen habe das das schlechte was ich manchen gönne womöglich die einzige Möglichkeit ist die bestehenden Mängel abzustellen. 
Das was ich ausgesprochen habe ist letztlich das Szenario das entsteht wenn die medizinischen Mitarbeitenden in den Kliniken das tun was von einigen Usern hier zuvor gefordert wurde.
Der Forderung nach 8 Stunden einfach zu gehen folgt im KH gegebenenfalls das Resultat einen blutenden Patienten weiter bluten zu lassen. Weil ich das ausspreche und gleichzeitig sage das ich so etwas nur denen gönnen die für die Leistungen der  MA im Gesundheitswesen nur Hohn und Spott übrig haben macht es mich zu einem schlechten Menschen?
Natürlich würde es in der Politik eine größere Wirkung zeigen wenn ständig unschuldige Kinder sterben aber das gönne ich weder den Kindern noch den Eltern auch nicht den Eltern die zuvor gelästert haben das die Pflege selbst schuld ist wenn sie nach offiziellem Dienstschluss weiterarbeiten.
Das eine möchte ich noch klarstellen ehe wieder ein Missverständnis bei bonierten Mitmenschen entsteht:
Den Tod durch ein marodes Gesundheitssytem gönne ich keinem und keiner.



Bedenke bitte:
Das ist das Resultat der Forderungen von @Bastel, @Romsen und auch von dir.

Zitat @Isi:
Einfaches Beispiel: Wenn während einer OP ein Problem auftritt - häufig bei nicht-endoskopischen OP´s - z.B. ein Gefäß blutet, oder ein Entzündungsherd wird erkannt und muss entsprechend versorgt werden, dann dauert so eine OP schnell 1-2 Stunden länger (in der Herzchirurgie kann das noch viel länger gehen).
Und, je nach schweregrad brauchst du 4 bis 8 Personen für eine OP, das betrifft nicht nur Ärzte - der Oberarzt geht nach dem spannenden Teil und dann kommt der Satz: "den können sie zumachen".
Anestesiepfleger, Intensivpflegerin, Krankenschwester etc. bleiben.

Wenn, wie von euch gefordert, alle zum Dienstschluss gehen; wem gönne ich es das er liegen bleibt und leiden aber keinesfalls sterben soll?
Richtig. Demjenigen der gefordert hat das alle Mitleidlos nach Hause gehen und es das Problem des AG sein lassen. 
Ich habe schon zuvor geschrieben das ich es mal so hinnehme das du es für eine Charakterschwäche hältst das ich ausspreche was von euch gefordert wurde.

Warum ?
Weil es in diesem Fall nicht wie bei Verwaltungsangestellten das Problem des AG ist sondern das von denen die leiden müssen. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ITechniker am 17.11.2021 15:30
Jetzt hört doch bitte bitte auf den Troll zu füttern...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: OnkelConny am 17.11.2021 15:41
hier bitte die Diskussion zur Tarifrunde TV-L.

Was ist hier nur passiert ...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: pommes am 17.11.2021 16:40
Das ist die Forderung:

26.08.2021
    Die Gewerkschaften geben die Forderungen zur Tarifrunde bekannt:

        +5,0%, mindestens 50 €
        im Gesundheitswesen: +300 €
        Auszubildende und Praktikanten: +100 €
        Laufzeit: 12 Monate

Bekommen "wir" das ?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 17.11.2021 16:54
Vielleicht gönnen wir uns alle in diesem Thema eine zeitliche Pause. Aktuell gibt es ja nichts, was es zu diskutieren gilt und wird sich wohl vor bzw. bis nach der mutmaßlich letzten Verhandlungsrunde nicht ändern.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Doso am 17.11.2021 17:17
Fand es merkwürdig das das Uniklinikum streikt und die Uni dazu bisher nicht. Das ist eine neue Taktik irgendwie, bisher haben wir immer zusammen gestreikt bzw. zumindest zeitlich nahe beieinander. Aber so wirklich schien das ja nicht zu interessieren wenn an der Uni mal fünf Hansel gestreikt haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 17.11.2021 18:13
Das ist die Forderung:

26.08.2021
    Die Gewerkschaften geben die Forderungen zur Tarifrunde bekannt:

        +5,0%, mindestens 50 €
        im Gesundheitswesen: +300 €
        Auszubildende und Praktikanten: +100 €
        Laufzeit: 12 Monate

Bekommen "wir" das ?

Nein :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 17.11.2021 19:42
Nicht nur in der Pflege gibt es einen Personalmangel, bei den Lehrern ebenfalls. Seit vielen Jahren! Vor allem in den anspruchsvollen MINT-Fächern, aber nicht nur dort.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Uschi am 17.11.2021 20:28
Es ist gelaufen. Im System der Pressestelle von ver.di tauchte heute dieser Waschzettel auf, der eigentlich erst am 29. November bei der Bekanntgabe des Tarifabschlusses an die Medien weitergeleitet werden sollte. Ein interner Whistleblower hat das Info aber jetzt schon durchgestochen.

Tabellenentgelt
Ab 1. Oktober 2022 gibt es 2,1 Prozent Zuwachs. Im Oktober 2023 kommen noch einmal 2 Prozent hinzu. Laufzeit: 32 Monate. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: Das ist ein Plus von 4,1 Prozent und damit sogar besser als in Hessen. Azubis erhalten 70 Euro mehr. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Ein guter Kompromiss für beide Seiten.“

Sonderzahlung
2022 gibt es eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 450 Euro. 2023 folgt eine weitere Zahlung von 400 Euro. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Angesichts der besonderen Lage und den vielen weiteren Forderungen, die wir durchgesetzt haben, ist das ein gutes Ergebnis-“

Stufengleiche Höhergruppierung
Es wird eine Öffnungsklausel vereinbart. Arbeitgeber im Geltungsbereich des TV-L können bei Personalmangel oder zur Deckung des Personalbedarfes statt einer Vorweggewährung von Stufen eine stufengleiche Höhergruppierung anwenden. Der Personalrat kann beratend einbezogen werden. Für alle übrigen Fälle bleibt es bei dem Garantiebetrag, der entsprechend der Tabellenentgelte angehoben wird. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Wir sind heute einen Riesenschritt weitergekommen. Die Stufengleiche Höhergruppierung ist nun nicht mehr ausgeschlossen und kann regional auch umgesetzt werden.“

Paralleltabelle
„Auch hier sind wir einen großen Schritt weitergekommen.“ (Zitat GEW vom 29.11.2021) Der Angleichungsbetrag wird erneut erhöht und zwar um 20 Euro.

Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
Hier konnte bisher kein konkretes Ergebnis vereinbart werden. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zu vertraglichen Regelungen für studentische Beschäftigte einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Erzieherinnen und Erzieher
Eine besondere Anhebung innerhalb der S-Tabelle wurde nicht vereinbart. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zum Ausbau der S-Tabelle einzusteigen. Zitat GEW vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“

Arbeitsvorgang
Die Gewerkschaften wehren sich nicht grundsätzlich gegen die Neubewertung von Eingruppierungen, da sie auch zum Vorteil der Tarifbeschäftigten führen können. Es wurde aber ein Bestandsschutz für bestehende Verträge vereinbart. Dieser Bestandsschutz erlischt nach einer Höhergruppierung oder dem Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich. Zitat ver.di vom 29. 11. 2021: „Die Gewerkschaften haben klare Signale gesetzt: Bis hierher und nicht weiter.“

Beamte
Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfänger. Zitat ddb vom vom 29. 11. 2021: "Das war uns besonders wichtig."

Wer’s nicht glaubt oder das hier für Satire hält, kann ja bis Ende November abwarten...

Ergänzung Pflegeberufe
Eine Sonderzahlung für Pflegeberufe wurde nicht vereinbart. Die Tarifpartner haben sich aber darauf verständigt, in der Zeit nach dem Tarifabschluss in weitere Gespräche zum Ausbau der entsprechenden Tabellen einzusteigen. Zitat ver.di vom 29.11.2021: „Das ist eine solide Basis für unserer Forderungen bei der nächsten Tarifrunde.“


Ich zitiere mich nochmal selbst. Haltet ihr dieses satirische Presseinfo immer noch für unrealistisch?

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Georg53 am 17.11.2021 20:40
Ausführlich zum Arbeitsvorgang:

https://www.rehm-verlag.de/eLine/portal/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27ztr_3a19048dc09512daf9bbc900f80e0eb7%27%5D
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 18.11.2021 08:43
Markus Geyer ist aufgrund seiner beruflichen Position natürlich nicht als unbefangene Stelle zu sehen. Seine Ausführungen sind zwar auf den ersten Blick wohlfeil. Aber eben nur auf diesen ersten Blick. Zentraler Baustein seiner Argumentation ist der "geronnene gemeinsame Wille der Tarifvertragsparteien" als Ausfluß deren verfassungsmäßiger Rechte. Das ist nunmal der Text, den die Parteien fabriziert haben. Er bedarf, was Geyer auch gar nicht infrage stellt, der Auslegung. Er muß gerichtlich festgestellt werden. Wenn man nun außerhalb des sich im Texte niedergeschlagenen Willens der Parteien deren Erklärungen überhaupt eine Bedeutung beimisst, kann sich eine solche nur dann ergeben, wenn diese Erklärungen von beiden Parteien übereinstimmend erfolgen. Daran fehlt es aber, zumindest von Gewerkschaftsseite. Das beklagt Geyer auch selbst, ohne jedoch die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 09:24
@Isi und alle Lehrer hier:

Die Fakten sind korrekt. Die Lösung all der dargestellten Probleme kann und wird aber nicht über Tarifverträge geregelt werden. Im Kern fehlen euch Kollegen und kein Lohn. Das Arbeitsumfeld ist unattraktiv, weil zu wenig Leute da arbeiten. Die Bezahlung ist ok. Der Rest ist furchtbar. Das ist aber -bisher- keine tariflich geregelte Frage und ich bezweifle, dass das tariflich regelbar ist.

@Spid sorry XtinaG
Darum geht es ja bei der Verfassungsbeschwerde. DARF die Arbeitsgerichtsbarkeit interpretieren oder MUSS sie Tarifauskünfte bei den TVP einholen...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 18.11.2021 09:42
@Isi und alle Lehrer hier:

Die Fakten sind korrekt. Die Lösung all der dargestellten Probleme kann und wird aber nicht über Tarifverträge geregelt werden. Im Kern fehlen euch Kollegen und kein Lohn. Das Arbeitsumfeld ist unattraktiv, weil zu wenig Leute da arbeiten. Die Bezahlung ist ok. Der Rest ist furchtbar. Das ist aber -bisher- keine tariflich geregelte Frage und ich bezweifle, dass das tariflich regelbar ist.

Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 18.11.2021 10:10
@Isi und alle Lehrer hier:

Die Fakten sind korrekt. Die Lösung all der dargestellten Probleme kann und wird aber nicht über Tarifverträge geregelt werden. Im Kern fehlen euch Kollegen und kein Lohn. Das Arbeitsumfeld ist unattraktiv, weil zu wenig Leute da arbeiten. Die Bezahlung ist ok. Der Rest ist furchtbar. Das ist aber -bisher- keine tariflich geregelte Frage und ich bezweifle, dass das tariflich regelbar ist.

Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Und zwar ohne Stichtag in der fernen Zukunft, so dass aktuell laufende Bewerbungsverfahren auf jeden Fall in eine Stufengleiche Höhergruppierung münden. Für alle Altfälle muss der Garantiebetrag mindestens auf das finanzielle Niveau der nächsten Stufe angehoben werden.

Die Stufengleiche Höhergruppierung wäre spätestens 2019 fällig gewesen. Stattdessen gab es nur eine moderate Erhöhung der Garantiebeträge. Diese betragen insbesondere ab EG11 (wo die Lehrkräfte zu finden sind) meist nur einen Bruchteil des Zugewinns einer Stufengleichen Höhergruppierung. 

Die GEW muss jetzt endlich liefern. Auf keinen Fall sollte sie ein erneutes Scheitern dieser Forderung wieder durch einen Appell an die Solidarität mit anderen Berufsgruppen kaschieren. Das hat sie einmal zu oft getang.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 18.11.2021 10:16
Ja die stufengleiche Höhergruppierung muss kommen ! Alles andere wäre reiner Hohn !
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 18.11.2021 10:40
Ja die stufengleiche Höhergruppierung muss kommen ! Alles andere wäre reiner Hohn !

Absolut!

Der Tarifvertrag endete am 30.09.2021, daher müssten nach meinem Verständnis Veränderungen ab dem 1.10.2021 gültig werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 18.11.2021 11:30
Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Die stufengleiche Höhergruppierung halte ich für nachrangig. Das Geldvolumen sollte in die Tabellenerhöhungen für alle gesteckt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Wdd3 am 18.11.2021 12:12
Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Die stufengleiche Höhergruppierung halte ich für nachrangig. Das Geldvolumen sollte in die Tabellenerhöhungen für alle gesteckt werden.

Beides ist wichtig vor allem im Bereich der Pflege. Für eine entsprechende Entlohnung finden sich auch zusätzliche Mitarbeiter die bereit sind den Job zu machen. Dadurch das die grundsätzliche Überlastung abgemildert wird werden auch die darauf zurückzuführenden Ausfälle geringer.
Klassisches win - win. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 18.11.2021 12:22
Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Die stufengleiche Höhergruppierung halte ich für nachrangig. Das Geldvolumen sollte in die Tabellenerhöhungen für alle gesteckt werden.

Der finanzielle Umfang liegt insgesamt bestenfalls bei 0,02%.

Für die betroffenen Kollegen jedoch bei ca. plus 12%...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 18.11.2021 12:27
Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Die stufengleiche Höhergruppierung halte ich für nachrangig. Das Geldvolumen sollte in die Tabellenerhöhungen für alle gesteckt werden.

Darf ich fragen warum? Keine Ambitionen mehr oder keine Zeit mehr für Ambitionen?  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 18.11.2021 12:34
@Isi und alle Lehrer hier:

Die Fakten sind korrekt. Die Lösung all der dargestellten Probleme kann und wird aber nicht über Tarifverträge geregelt werden. Im Kern fehlen euch Kollegen und kein Lohn. Das Arbeitsumfeld ist unattraktiv, weil zu wenig Leute da arbeiten. Die Bezahlung ist ok. Der Rest ist furchtbar. Das ist aber -bisher- keine tariflich geregelte Frage und ich bezweifle, dass das tariflich regelbar ist.

@Spid sorry XtinaG
Darum geht es ja bei der Verfassungsbeschwerde. DARF die Arbeitsgerichtsbarkeit interpretieren oder MUSS sie Tarifauskünfte bei den TVP einholen...

Ich kenne die Situation der Lehrer nicht gut genug um mich darüber äußern zu können, aber dein Gedankengang hört zu abrupt auf, bzw. Du greifst zu kurz:

Das ausgebildete Fachpersonal ist da, wäre da. Und natürlich wechseln die Leute den Job oder nur den AG wegen der Arbeitsvelastung. Aber es gibt auch wirtschaftliche Aspekte die bei vielen im Vordergrund stehen:
Wenn ich in den Kitas der Kommunen einen besser bezahlten und sehr viel einfacheren Arbeitsplatz finde dann wechsle ich natürlich! Und hier gibt die S-TBelle des TvöD schlicht die Möglichkeiten dazu. Hierhin sind fast alle Kollegien gewechselt (aud meinem Bereich, also der Pädiatrie).
Und die kommen nicht zurück, wenn sie hier in den Kliniken weniger verdienen, selbst wenn genug Kollegen da wären. Diejenigen, die in dir Schweiz abgewandert sind lasse ich außen vor - die kommen nicht zurück!
Nenne es Gier ich nenne es wirtschaftliche Erwägungen die zu Recht erfolgen.
Wer glaubt das spiele keine Rolle... naja.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 13:01
Eine "pädiatrisch fortgebildete Krankenschwester" (untechnisch) bekommt in den Kommunen als "Erzieherin" tariflich keine S8a... oder doch ? verglichen mit ? KR7 oder KR8 ?

Und wenn das ein Massenphänomen sein sollte, betrifft das unterschiedliche Arbeitgeber(verbände). Uniklinikum (TdL) und Kitas (VKA). Ich bin mir nicht sicher, ob die das wissen.


Lehrer: wenn es 15-20 Schüler gäbe und Vollzeit-Hilfe für "Status-Kinder" und nicht wie in Berlin 30 Kinder und 3h Sozialhelferin am Dienstag früh für Verhaltensauffällige.... dann würde auch mehr Lehrpersonal wieder Vollzeit arbeiten. z.B.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 18.11.2021 13:02
Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Die stufengleiche Höhergruppierung halte ich für nachrangig. Das Geldvolumen sollte in die Tabellenerhöhungen für alle gesteckt werden.

Der finanzielle Umfang liegt insgesamt bestenfalls bei 0,02%.

Für die betroffenen Kollegen jedoch bei ca. plus 12%...

Völlig richtig. Im Gesamtvolumen fiel die stufengleiche Höhergruppierung noch nie wirklich ins Gewicht. So viele Aufstiege gibt es pro Jahr ja gar nicht. Sie wird auch immer erst zum Problem, wenn bei einer Höhergruppierung ein Stufenverlust erfolgt. Besonders Betroffen sind die höheren Gruppen.
In mir nährt sich der Verdacht, dass Weigerungen der TdL eher politisch zu deuten sind. Man könnte vermuten, die AG wollen damit Unfrieden in den Zielgruppen der Gewerkschaften stiften.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 18.11.2021 13:04
Als Lehrerkollege betone ich an dieser Stelle nochmals die außerordentliche Bedeutung einer stufengleichen Höhergruppierung. Dabei besteht die Forderung lediglich darin, an den TVÖD, TV Hessen und beamtenrechliche Regelungen anzupassen.

Die stufengleiche Höhergruppierung halte ich für nachrangig. Das Geldvolumen sollte in die Tabellenerhöhungen für alle gesteckt werden.

Darf ich fragen warum? Keine Ambitionen mehr oder keine Zeit mehr für Ambitionen?  ;)

? Wie meinen ?
Grundsätzlich gilt Augen auf bei der Eingruppierung. Davon abgesehen, eine nachträgliche Höhergruppierung ist ja schon Grund zur Freude mit Aussicht auf eine höhere Endstufe. Das reicht ja als Beförderung. Ansonsten kann der Chef auch noch Verkürzung der Stufenlaufzeit beantragen, wenn die Leistungen stimmen, sonst halt nicht. Win-Win für AG und AN.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 18.11.2021 13:16
Ich habe mich gefragt warum man vorrangig das Verbleiben in einer EG fördern will, anstatt mit der stufengleichen Höhergruppierung die Entwicklung von Mitarbeitern und das Übernehmen höherwertiger Aufgaben zu fördern? Als Lösungsmöglichkeiten fielen mir ein, dass man schon die höchste mögliche Position erreicht hat, keine Lust mehr hat sich weiter zu entwickeln oder einfach kurz vor der Rente steht und noch schnell so viel in der eigenen EG mitnehmen möchte wie irgend möglich.
Daher habe ich gefragt was deine Intention ist. Vielleicht gar nichts davon - vielleicht ist die Lösung aber schon dabei?

Ich halte die stufengleiche Höhergruppierung auch für essentiell, weil der Anreiz des Garantiebetrags gering ausfallen kann und die Vorfreude auf die höhere Endstufe sehr sehr lange dauern kann. Wenn man zu alt ist, zB unter Umständen gar nicht mehr erreicht werden kann. Aber wenn man so Personalpolitik machen möchte, braucht man sich nicht wundern, wenn sich die Leute wegducken, wenn es um die Übernahme höherwertiger Tätigkeiten geht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 18.11.2021 13:26
In mir nährt sich der Verdacht, dass Weigerungen der TdL eher politisch zu deuten sind. Man könnte vermuten, die AG wollen damit Unfrieden in den Zielgruppen der Gewerkschaften stiften.
Oder diese eigentliche Peanutsforderung möglichst teuer verkaufen.
(Also wo es bei uns HG durchaus "öfter" gibt sind die Bürokräfte, die mit EG3 anfangen, dann mal ne EG5er Stelle bekommen und selten davon in die EG8/9a wandern.
Da wird die Möhre bis zum Erreichen der Endstufe schon arg lange vor der Nase gehalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 18.11.2021 13:27
Um es noch mal klar zu machen: Bei der stufenUNgleichen Höhergruppierung geht es für die AG nicht um die Vermeidung von Mehrausgaben. Es geht um Einsparungen auf Kosten der AN.
Eine Höhergruppierung erfolgt ja nicht in den luftleeren Raum, sondern auf eine Stelle, die zuvor ein/e meist älter/e Kolleg/e/in innehatte, mit einer entsprechend höheren Stufe. Bereits bei einer Stufengleichen HG würde der AG in diesem Fall bereits profitieren. Das reicht ihm aber nicht. Stattdessen wird der/die TB oft um eine weitere Stufe beraubt.

Daher nochmal: Im Gesamtvolumen spielt die Stufengleiche HG fast keine Rolle. Da kann man daher auch nix auf die Tabellenentgelte umlegen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 18.11.2021 13:39
Ich habe mich gefragt warum man vorrangig das Verbleiben in einer EG fördern will, anstatt mit der stufengleichen Höhergruppierung die Entwicklung von Mitarbeitern und das Übernehmen höherwertiger Aufgaben zu fördern? Als Lösungsmöglichkeiten fielen mir ein, dass man schon die höchste mögliche Position erreicht hat, keine Lust mehr hat sich weiter zu entwickeln oder einfach kurz vor der Rente steht und noch schnell so viel in der eigenen EG mitnehmen möchte wie irgend möglich.
Daher habe ich gefragt was deine Intention ist. Vielleicht gar nichts davon - vielleicht ist die Lösung aber schon dabei?

Ich halte die stufengleiche Höhergruppierung auch für essentiell, weil der Anreiz des Garantiebetrags gering ausfallen kann und die Vorfreude auf die höhere Endstufe sehr sehr lange dauern kann. Wenn man zu alt ist, zB unter Umständen gar nicht mehr erreicht werden kann. Aber wenn man so Personalpolitik machen möchte, braucht man sich nicht wundern, wenn sich die Leute wegducken, wenn es um die Übernahme höherwertiger Tätigkeiten geht.

Ich sehe das Höhergruppierungsthema völlig unabhängig von meiner eigenen Situation, ganz einfach.

Da die meisten Höhergruppierungswünsche und -fälle schlicht den Grund haben, dass der AN mehr Geld wünscht, und nicht weil er mehr/höherwertigeres Arbeiten will, sehe ich die aktuellen Beförderungsmöglichkeiten mit Höhergruppierung und anschließender Verkürzung von Stufenlaufzeit und/oder Zulagengewährung als absolut ausreichend.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 14:14
§§ 16/17 sind ungekündigt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 18.11.2021 14:20
Okay.
Aber ich nehme an, dass ihr auch nicht höhergruppiert nur weil der AN einfach mal so mehr Geld wünscht? Ich meine wenn er dann die höherwertigen Aufgaben übernimmt, dann ist doch gegen die Höhergruppierung und mehr Geld nichts einzuwenden? Die Motivlage mehr Geld zu wünschen und dafür mehr oder höherwertigere Aufgaben zu erledigen ist ja nicht verwerflich.
Ich finde das jetzige Setting, das du erwähnst, hingegen aus reiner AN-Sicht als nicht ausreichend, weil die von dir ausgeführten Möglichkeiten auf Kann-Bestimmungen beruhen. Zumal eine Zulage nach Paragraph 16 Absatz 5 widerruflich ist und die Verkürzung der Stufenlaufzeit gemäß Paragraph 17 Absatz 2 ja erst nach einer Zeit in der neuen EG und Stufe festgestellt werden kann. Oder Woche weiteren / anderen Möglichkeiten von Zulagen und Stufenlaufzeitverkürzungen meintest du?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 14:25
Eben. Kann. Es geht. Was macht ihr eigentlich, wenn im ÖD auch mal lax der Tarif als Untergrenze definiert wird und z.B. die Fachkräftezulage für alle und tarifiert geöffnet wird. Dann muss jeder selbst verhandeln. Wie im Rest der Republik.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 18.11.2021 14:26
Die allermeisten HG's die ich erlebt habe hatten keinerlei Tätigkeitsänderungen zur Folge. Ich betrachte das aus dem Realitätsalltag heraus. HG's mit signifikantem Verantwortungsgewinn sind in der Regel mehrere Gruppen nach oben gegangen so dass der AN Happy genug war über das Mehr an Geld.
Die Tariftheorie hier im Forum ist meist recht weltfremd und verhandlungspolitischer Natur...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 18.11.2021 14:33
Die Tariftheorie hier im Forum ist meist recht weltfremd und verhandlungspolitischer Natur...

Nur weil die Personaler und viele AN einfach unfähig sind den Tarifvertrag richtig zu lesen und anzuwenden. Ich kenne genug Schwachköpfe, die einem etwas von gehobenen Dienst usw. erzählen...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 14:36
Die allermeisten HG's die ich erlebt habe hatten keinerlei Tätigkeitsänderungen zur Folge. Ich betrachte das aus dem Realitätsalltag heraus. HG's mit signifikantem Verantwortungsgewinn sind in der Regel mehrere Gruppen nach oben gegangen so dass der AN Happy genug war über das Mehr an Geld.
Die Tariftheorie hier im Forum ist meist recht weltfremd und verhandlungspolitischer Natur...
Wenn es keine Änderung der Tätigkeiten gab, sind das ja korrigierende HG und als solche quasi stufengleich unter Anrechnung der Laufzeit. Gelle. :-) Sogar 6 Monate rückwirkend. :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 18.11.2021 14:37
§§ 16/17 sind ungekündigt.

§ 12 ebenso.
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Beitrag von: XTinaG am 18.11.2021 14:50
Die allermeisten HG's die ich erlebt habe hatten keinerlei Tätigkeitsänderungen zur Folge. Ich betrachte das aus dem Realitätsalltag heraus. HG's mit signifikantem Verantwortungsgewinn sind in der Regel mehrere Gruppen nach oben gegangen so dass der AN Happy genug war über das Mehr an Geld.
Die Tariftheorie hier im Forum ist meist recht weltfremd und verhandlungspolitischer Natur...
Wenn es keine Änderung der Tätigkeiten gab, sind das ja korrigierende HG und als solche quasi stufengleich unter Anrechnung der Laufzeit. Gelle. :-) Sogar 6 Monate rückwirkend. :-)

Es sind sogar überhaupt keine Höhergruppierungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 18.11.2021 14:53
Da Jockel ja zwischenzeitlich geschrieben hat, erlaube ich mir, das nochml hochzuholen:
Ich habe doch die zentrale Argimentation von Geyer entkräftet unter Berücksichtigung dieses Aspekts, alldieweil ich die Entgegnung ja mit "Wenn man nun außerhalb des sich im Texte niedergeschlagenen Willens der Parteien deren Erklärungen überhaupt eine Bedeutung beimisst" einleitete. Gehen wir einmal davon aus, das BVerfG würde die Rechtssystematik durchbreched entscheiden, das BAG und seine Vorinstanzen müßten demnächst die Tarifvertragsparteien nach ihrem Willen befragen. Dann sagen die Arbeitgeber, sie wollten kleinteilige Arbeitsvorgänge. Und die Gewerkschaften sagen, sie wollten das, was das BAG entschieden hat. Und nu?

Was passiert denn dann? Oder was erhofft man sich?
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Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 16:07
Dann muss das Verfahren offen bleiben, bis eine übereinstimmende Willenserklärung beider TVP vorliegt. Ganz einfach. Das zwingt die TVP, sich zu einigen und die Rechtsfortbildung liegt da, wo Art. 9 GG sie haben möchte.
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Beitrag von: Jockel am 18.11.2021 16:14
Die allermeisten HG's die ich erlebt habe hatten keinerlei Tätigkeitsänderungen zur Folge. Ich betrachte das aus dem Realitätsalltag heraus. HG's mit signifikantem Verantwortungsgewinn sind in der Regel mehrere Gruppen nach oben gegangen so dass der AN Happy genug war über das Mehr an Geld.
Die Tariftheorie hier im Forum ist meist recht weltfremd und verhandlungspolitischer Natur...
Wenn es keine Änderung der Tätigkeiten gab, sind das ja korrigierende HG und als solche quasi stufengleich unter Anrechnung der Laufzeit. Gelle. :-) Sogar 6 Monate rückwirkend. :-)

Es sind sogar überhaupt keine Höhergruppierungen.
Ich weiß. Ich wollte aber einfach freundlich sein und im Sprachbild des Fragenden bleiben. Ich weiß, ist nicht so deins, aber ich bin Dienstleister und das hier ist kein Pro-Seminar.  :D
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Beitrag von: Thiesi am 18.11.2021 16:21
Aber wenn der AG lediglich (s)einen Eingruppierungsirrtum korrigiert, hat das doch mit Höhergruppierungen - ("quasi") stufengleich oder nicht - nichts zu tun & ist damit ja nicht mal ansatzweise Gesprächs-, geschweige denn Verhandlungsgegenstand bei den aktuellen Verhandlungen der TVP.
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Beitrag von: Wdd3 am 18.11.2021 16:24
Aber wenn der AG lediglich (s)einen Eingruppierungsirrtum korrigiert, hat das doch mit Höhergruppierungen - ("quasi") stufengleich oder nicht - nichts zu tun

Genau darüber unterhalten sich Jockel und Christina...
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Beitrag von: XTinaG am 18.11.2021 16:37
Dann muss das Verfahren offen bleiben, bis eine übereinstimmende Willenserklärung beider TVP vorliegt. Ganz einfach. Das zwingt die TVP, sich zu einigen und die Rechtsfortbildung liegt da, wo Art. 9 GG sie haben möchte.

Mal ganz abgesehen davon, daß die Interpretation von Willenserklärungen keine Rechtsfortbildung ist, warum sollte das Verfahren dann offen bleiben? Die Tarifvertragsparteien haben namens ihrer jeweiligen Koalitionen einen Vertrag geschlossen. Egal, ob man an ihn jetzt die Auslegungsregeln für Gesetze oder für zivilrechtliche Verträge anlegt, erlangt er Bindungswirkung für die ihm jeweils Unterworfenen. Es müßte mithin jede arbeitsrechtliche Streitigkeit, die Bezug zu Tarifverträgen aufweist, offen bleiben, sofern und soweit die Tarifvertragsparteien nicht zu einer einheitlichen Auffassung kommen. Das allein würde einerseits Tarifverträge ad absurdum führen und andererseits das Rechtsschutzbegehren aller Tarifunterworfenen leer laufen lassen. Zudem kann das Verfahren über die Koalitionen auch nur für Streitigkeiten zu Arbeitsverhältnissen beiderseitig Tarifgebundener gelten. In allen übrigen Fällen haben die Arbeitsvertragsparteien ja einen Vertrag geschlossen, der auf einen anderen Inhalt verweist. Maßgeblich für diesen Vertrag ist aber nicht das Verständnis der Koalitionen, die diesen Inhalt zu verantworten haben. Selbst wenn also das BVerfG den Rechtschutz durch die Arbeitsgerichtsbarkeit in der von Dir gewünschten Art suspendierte, täte es das lediglich für die Angehörigen der Koalitionen. Ob den Arbeitgebern damit angesichts des eher schwachen Organisationsgrades geholfen wäre...
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Beitrag von: Isi am 18.11.2021 17:28
Eine "pädiatrisch fortgebildete Krankenschwester" (untechnisch) bekommt in den Kommunen als "Erzieherin" tariflich keine S8a... oder doch ? verglichen mit ? KR7 oder KR8 ?

Und wenn das ein Massenphänomen sein sollte, betrifft das unterschiedliche Arbeitgeber(verbände). Uniklinikum (TdL) und Kitas (VKA). Ich bin mir nicht sicher, ob die das wissen.


Lehrer: wenn es 15-20 Schüler gäbe und Vollzeit-Hilfe für "Status-Kinder" und nicht wie in Berlin 30 Kinder und 3h Sozialhelferin am Dienstag früh für Verhaltensauffällige.... dann würde auch mehr Lehrpersonal wieder Vollzeit arbeiten. z.B.

Eine „Kinderkrankenschwester“, aber auch ein Pflegehelfer mit pädiatrischer Zusatzqualifikation (also einjähriger Ausbildung und 2 Jahre Praxis) kann nach einer Weiterbildung, die 6 - 12 Monate Berufsbegleitend in der KiTa geleistet werden kann, die Voraussetzungen für die S8a erfüllen. Sie werden dann als päd. Fachkraft bezahlt und den Erziehern gleichgestellt.

KR 7/8 & KR6 konkurrieren dann mit der S8a des TvöD. Mehr Geld, weniger Verantwortung und viel weniger Stress.
EDIT: und die Stellen sind vakant... leicht zu haben...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Muschebubu am 18.11.2021 20:21
Das Verkürzen der Stufenlaufzeit oder die Vorweggewährung von Stufen liegt aber in der Entscheidung des AG und es soll Länder geben, in denen per interner Weisung selbiges untersagt ist oder gerne auf das Fehlen eines einheitlichen Beurteilungssystems-/maßstabs verwiesen wird. Eine Änderung im TV-L wäre also zu bevorzugen, wenn anders Mittel vom AG vereitelt werden. Ich seh doch die Bewerberlage, wenn sich auf Führungsstellen keine externen Bewerbungen finden und interne Bewerber eben eine Bewerbung ausschließen, wenn man x-Stufen „zurück rutscht“. Aber mittlerweile komme ich auch an dem Punkt an, wo es mir schlicht egal ist. Ich kann von meinem Gehalt gut leben und wenn es den AG nicht ernsthaft interessiert, dass andere Stellen besetzt werden können, dann soll dem so sein. Meinen MA sage ich immer, mehr als arbeiten geht nicht, dann wird eben priorisiert und Sachen bleiben liegen. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Der Kanzler am 18.11.2021 22:45
Pflegebonus: Pflegekräften sprechen Bund und Länder "tiefen Dank und Respekt aus". Es soll erneut einen Bonus geben, der Bund wird gebeten, das zu finanzieren.

Da sollte was bei rum kommen
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 18.11.2021 22:51
Aber wenn der AG lediglich (s)einen Eingruppierungsirrtum korrigiert, hat das doch mit Höhergruppierungen - ("quasi") stufengleich oder nicht - nichts zu tun & ist damit ja nicht mal ansatzweise Gesprächs-, geschweige denn Verhandlungsgegenstand bei den aktuellen Verhandlungen der TVP.

Von der Korrektur eines Irrtums hat doch niemand gesprochen? Ich hab von den Höhergruppierungen im Rahmen von Gehaltserhöhungen berichtet die ich mitbekommen habe. Wer hat von Irrtumskorrekturen berichtet?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 18.11.2021 23:09
Aber wenn der AG lediglich (s)einen Eingruppierungsirrtum korrigiert, hat das doch mit Höhergruppierungen - ("quasi") stufengleich oder nicht - nichts zu tun & ist damit ja nicht mal ansatzweise Gesprächs-, geschweige denn Verhandlungsgegenstand bei den aktuellen Verhandlungen der TVP.

Von der Korrektur eines Irrtums hat doch niemand gesprochen? Ich hab von den Höhergruppierungen im Rahmen von Gehaltserhöhungen berichtet die ich mitbekommen habe. Wer hat von Irrtumskorrekturen berichtet?
Du hast von:
"Die allermeisten HG's die ich erlebt habe hatten keinerlei Tätigkeitsänderungen zur Folge."
Das ist aber kein HG, da ohne Änderung der auszuübenden Tätigkeiten (bis auf wenige Ausnahmen)  es keine HG geben kann!!
Also entweder, vorher betrogen worden, weil zu wenig Geld gezahlt (Eingruppierungsirrtum)!
Oder: Wir zahlen dir einfach mal mehr übertariflich mehr Geld: Keine HG, sondern übertarifliche Bezahlung.

Also: Die meisten Gehaltserhöhungen die du mitbekommen hast waren keine Höhergruppierung, sondern entweder Betrugskorrektur oder ÜT Aktionen

Das du Gehaltserhöhungen erlebt hast, die ohne Tätigkeitsänderungen durchgeführt worden sind, dass glaube ich dir gerne.
Wobei die meisten solcher Gehaltserhöhung alleinig möglich sind, weil sich der Angestellte jahrelang hat verarschen lassen, was ja deine fehlerhafte Wahrnehmung bzgl. des Begriffes HG deutlich macht.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 19.11.2021 08:48
Eine "pädiatrisch fortgebildete Krankenschwester" (untechnisch) bekommt in den Kommunen als "Erzieherin" tariflich keine S8a... oder doch ? verglichen mit ? KR7 oder KR8 ?

Und wenn das ein Massenphänomen sein sollte, betrifft das unterschiedliche Arbeitgeber(verbände). Uniklinikum (TdL) und Kitas (VKA). Ich bin mir nicht sicher, ob die das wissen.


Lehrer: wenn es 15-20 Schüler gäbe und Vollzeit-Hilfe für "Status-Kinder" und nicht wie in Berlin 30 Kinder und 3h Sozialhelferin am Dienstag früh für Verhaltensauffällige.... dann würde auch mehr Lehrpersonal wieder Vollzeit arbeiten. z.B.

Eine „Kinderkrankenschwester“, aber auch ein Pflegehelfer mit pädiatrischer Zusatzqualifikation (also einjähriger Ausbildung und 2 Jahre Praxis) kann nach einer Weiterbildung, die 6 - 12 Monate Berufsbegleitend in der KiTa geleistet werden kann, die Voraussetzungen für die S8a erfüllen. Sie werden dann als päd. Fachkraft bezahlt und den Erziehern gleichgestellt.

KR 7/8 & KR6 konkurrieren dann mit der S8a des TvöD. Mehr Geld, weniger Verantwortung und viel weniger Stress.
EDIT: und die Stellen sind vakant... leicht zu haben...

Dafür sind die Ohren kaputt. :-) Aber ich verstehe... Also müssten die ohnehin zu hohen Gehälter im SuE wieder auf das Normalmaß zurückgeschraubt bzw. ein paar Jahre eingefroren werden. hihi...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 19.11.2021 09:44
Dafür sind die Ohren kaputt. :-) Aber ich verstehe... Also müssten die ohnehin zu hohen Gehälter im SuE wieder auf das Normalmaß zurückgeschraubt bzw. ein paar Jahre eingefroren werden. hihi...

Möglicherweise - aber daran sieht man finde ich, dass der TV-L anders als der BAT, nicht mehr alleinstehend betrachtet werden kann. Die Konkurenz ist massiv - auch in anderen Bereichen - so konkuriert der AVR bei den Heilerziehungspflegern, Heilpädagogen und Altenpflegern mit den Betrieben der Lebenshilfe die an den TV-L angelehnt sind.
Und der AVR zahlt teilweise 10-20% mehr Gehalt in den ersten Berufsjahren. Deshalb leidet die Lebenshilfe an Personalnot und die Betriebe der Kirche leben, in diesem Bereich, gerade personaltechnisch auf (zumindest in Bayern).
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 09:46
Was interessieren die Tarifvertragsparteien die Probleme Dritter, die den Tarifvertrag lediglich anwenden oder sich gar nur daran anlehnen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 19.11.2021 09:54
Dafür sind die Ohren kaputt. :-) Aber ich verstehe... Also müssten die ohnehin zu hohen Gehälter im SuE wieder auf das Normalmaß zurückgeschraubt bzw. ein paar Jahre eingefroren werden. hihi...

Möglicherweise - aber daran sieht man finde ich, dass der TV-L anders als der BAT, nicht mehr alleinstehend betrachtet werden kann. Die Konkurenz ist massiv - auch in anderen Bereichen - so konkuriert der AVR bei den Heilerziehungspflegern, Heilpädagogen und Altenpflegern mit den Betrieben der Lebenshilfe die an den TV-L angelehnt sind.
Und der AVR zahlt teilweise 10-20% mehr Gehalt in den ersten Berufsjahren. Deshalb leidet die Lebenshilfe an Personalnot und die Betriebe der Kirche leben, in diesem Bereich, gerade personaltechnisch auf (zumindest in Bayern).

Das war doch nur eine rethorische Scherzfrage von Jockel. Über nicht ernst gemeinte Beiträge muss man doch echt keine Diskussion führen. :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 10:32
Das ist wahr.

Ich habe allerdings das andere mit Jockel diskutierte Thema des Arbeitsvorgangs nochmal reflektiert. Der TdL muß eigentlich klar sein, daß sie juristisch nichts gewinnen kann, selbst wenn sie vor dem BVerfG obsiegen sollte. Selbst das dürfte nicht sehr wahrscheinlich sein.

Vor dem BVerfG geht es ja darum, ob das BAG Tarifverträge so auslegen darf, wie es Gesetze auslegt. Oder ob es nicht vorrangig den Willen der Tarifvertragsparteien berücksichtigen müßte, auch wenn er sich nicht im Text niedergeschlagen hat. An welche realen Grenzen das stößt, wenn die Tarifvertragsparteien sich dann gegenüber der Arbeitsgerichtsbarkeit nicht übereinstimmend äußern, habe ich ja bereits erklärt.

Nun ist es aber so, daß der von Geyer so geliebte "geronnene Wille" der Tarifvertragsparteien als solcher nur dann von vorrangiger Bedeutung sein kann, wenn es um die Angehörigen der jeweiligen Koalitionen geht, sprich, wenn es um Arbeitsverhältnisse geht, deren Inhalt sich deshalb nach dem Tarifvertrag richtet, weil beiderseitige Tarifbindung besteht. Denn nur für diese Arbeitsverhältnisse erangt der Tarifvertrag unmittelbare Bedeutung durch den Willen der Tarifvertragsparteien. Und möglicherweise für solche Arbeitsverhältnisse, denen eine Gleichstellungsabrede zugrundeliegt. Diese sind von ihrer Zahl her bedeutungslos.

Bei der Masse der Arbeitsverhältnisse wird durch arbeitsvertragliche Bezugnahme die Wirkung des Tarifvertrages hergestellt. Die Bezugnahmeklausel ist aber eben gerade nicht dem Willen der Tarifvertragsparteien unterworfen. Sie ist eine wechselseitige Willenserklärung der Arbeitsvertragsparteien. Es geht also um deren Verständnis der in Bezug genommenen Norm, hier des Tarifvertrages. Und dieses Verständnis ist im Streitfalle wiederum durch  die Arbeitsgerichtsbarkeit in der bisher vorgenommenen Art und Weise zu bestimmen.

Das gilt auch für alle Arbeitsverhältnisse, in denen bei beiderseitiger Tarifbindung im Arbeitsvertrag eine Bezugnahmeklausel vereinbart wurde und die Auslegung der Arbeitsgerichtsbarkeit günstiger ist als die übereinstimmende Äußerung der Tarifvertragsparteien zum Verständnis der von ihnen vereinbarten Regelungen. Denn Normenkonflikte im Arbeitsrecht sind nach dem Günstigkeitsprinzip aufzulösen, der Konflikt zwischen der unmittelbaren und mittelbaren Wirkung des Tarifvertrags also durch dessen günstigere Wirkung. Und Bezugnahmeklauseln haben in Arbeitsverträgen auch zwischen Tarifgebundenen konstituierende und nicht lediglich deklaratorische Wirkung.

Selbst wenn also das BVerfG feststellen sollte, daß das BAG den Willen der Tarifvertragsparteien bei der Auslegung von Tarifverträgen durch deren Befragung zu ermitteln hätte, wäre das also ohne praktische Relevanz. Es gibt nur wenige Arbeitsverhältnisse mit Gleichstellungsabreden. Nahezu alle der ohnehin wenigen Arbeitsverhältnisse mit beiderseitiger Tarifbindung enthalten eine Bezugnahmeklausel. Arbeitsverhältnisse, bei denen der Arbeitsvertrag lediglich durch Bezugnahmeklausel Anwendung findet, sind ohnehin nicht betroffen.

Der von der TdL beschrittene juristische Weg ist also fruchtlos. Das wird auch die TdL wissen. Naja, oder auch nicht. Jedenfalls bleibt den Arbeitgebern für eine effektive Änderung des rechtlichen Verständnisses des Arbeitsvorganges nur der Weg über die Änderung des Tarifvertrages.

Ob die Gewerkschaften die Kraft haben, dem zu widerstehen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 11:39
Aber wenn der AG lediglich (s)einen Eingruppierungsirrtum korrigiert, hat das doch mit Höhergruppierungen - ("quasi") stufengleich oder nicht - nichts zu tun & ist damit ja nicht mal ansatzweise Gesprächs-, geschweige denn Verhandlungsgegenstand bei den aktuellen Verhandlungen der TVP.

Von der Korrektur eines Irrtums hat doch niemand gesprochen? Ich hab von den Höhergruppierungen im Rahmen von Gehaltserhöhungen berichtet die ich mitbekommen habe. Wer hat von Irrtumskorrekturen berichtet?
Du hast von:
"Die allermeisten HG's die ich erlebt habe hatten keinerlei Tätigkeitsänderungen zur Folge."
Das ist aber kein HG, da ohne Änderung der auszuübenden Tätigkeiten (bis auf wenige Ausnahmen)  es keine HG geben kann!!
Also entweder, vorher betrogen worden, weil zu wenig Geld gezahlt (Eingruppierungsirrtum)!
Oder: Wir zahlen dir einfach mal mehr übertariflich mehr Geld: Keine HG, sondern übertarifliche Bezahlung.

Also: Die meisten Gehaltserhöhungen die du mitbekommen hast waren keine Höhergruppierung, sondern entweder Betrugskorrektur oder ÜT Aktionen

Das du Gehaltserhöhungen erlebt hast, die ohne Tätigkeitsänderungen durchgeführt worden sind, dass glaube ich dir gerne.
Wobei die meisten solcher Gehaltserhöhung alleinig möglich sind, weil sich der Angestellte jahrelang hat verarschen lassen, was ja deine fehlerhafte Wahrnehmung bzgl. des Begriffes HG deutlich macht.

Dem kann ich nicht zustimmen. Beide deiner Vermutungen treffen nicht zu. Es waren klassische HG's mit den entsprechenden Regeln bezüglich Stufenrückfall. Ursächlich in der Regel: AN bittet um Gehaltserhöhung, Leiter der "Abteilung" heisst das gut und beauftragt die Personalabteilung entsprechend, mit Begründung, dass die Gelder dafür da sind. Keine Tätigkeitsänderung, Kein Irrtum bei Einstellung, keine AT-Zulage. Einfach nur HG um eine oder zwei EG.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 11:48
Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert. Weder der Wille des Arbeitnehmers noch der des Arbeitgebers und schon gar nicht die Verfügbarkeit von Geldern ist für die Eingruppierung ausschlaggebend. Es wurde also entweder die auszuübende Tätigkeit geändert oder es fand keine Höhergruppierung statt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 11:49
Jo is klar Spid...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 19.11.2021 11:50
Dem kann ich nicht zustimmen. Beide deiner Vermutungen treffen nicht zu. Es waren klassische HG's mit den entsprechenden Regeln bezüglich Stufenrückfall. Ursächlich in der Regel: AN bittet um Gehaltserhöhung, Leiter der "Abteilung" heisst das gut und beauftragt die Personalabteilung entsprechend, mit Begründung, dass die Gelder dafür da sind. Keine Tätigkeitsänderung, Kein Irrtum bei Einstellung, keine AT-Zulage. Einfach nur HG um eine oder zwei EG.

Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht.
Daher bleiben tariflich nur die von WDN beschriebenen Möglichkeiten.

Wenn der Arbeitgeber das dennoch als Höhergruppierung verkauft, inklusive der Auswirkungen auf die Stufe(nlaufzeit), wäre das Betrug.

Ich hielte es aber für wahrscheinlicher, dass die übertragenen Tätigkeiten dennoch geändert und sozusagen an die ausgeübten Tätigkeiten angepasst wurden.

Streng genommen ändern sich dadurch auch nicht die Tätigkeiten, sondern die übertragenen Aufgaben. Von außen kriegt man das oft nicht mit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 11:52
Jo is klar Spid...

Auch Deine Wahrnehmungsstörungen ändern nichts daran, daß meine Ausführungen korrekt sind und Deine eher merkwürdige Rechtsauffassung eine krude Einzelmeinung darstellt. Siehe auch die Einlassung von Organisator.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 11:54
Ich sagte doch, dass du Recht hast.
Ich habe gar keine Auffassung sondern lediglich einen Bericht zum Erlebten dargeboten.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 19.11.2021 11:57
Ich sagte doch, dass du Recht hast.
Ich habe gar keine Auffassung sondern lediglich einen Bericht zum Erlebten dargeboten.

Spricht nicht für die Qualität der Personaler...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 11:58
Ich sagte doch, dass du Recht hast.
Ich habe gar keine Auffassung sondern lediglich einen Bericht zum Erlebten dargeboten.

Spricht nicht für die Qualität der Personaler...

Könnte man so sehen, muss man aber nicht. Denn aus Sicht der AN, welche auch aus Sicht der Leitungen der Einrichtungen gehalten werden sollen, durchaus zielführend. Und das ganze ohne viel Trara.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 12:00
Nur ist Dein Bericht falsch. Denn Du schilderst eine Höhergruppierung ohne Änderung der auszuübenden Tätigkeit. Das kann im geschilderten Kontext schlicht nicht sein. Entweder es war keine Höhergruppierung. Oder es hat sich entgegen Deiner Schilderung die auszuübende Tätigkeit geändert. Und das bringt uns wieder zu Wasdennuns beitrag zurück: entweder hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zuvor betrogen oder er bezahlt ihn jetzt übertariflich. Oder es hat sich doch eine Tätigkeitsänderung ergeben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 19.11.2021 12:00
Lieber öfföff, bevor du die Diskussion hier weiterführst, überprüfe bitte noch mal genau den faktischen Hergang der, von dir angeführten Höhergruppierungen. Dabei sollte es für dich völlig irrelevant sein, was „die Leute im Büro so sagen“. Lass es dir belegen. Das kann wirklich nicht so gewesen sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 12:05
Lieber öfföff, bevor du die Diskussion hier weiterführst, überprüfe bitte noch mal genau den faktischen Hergang der, von dir angeführten Höhergruppierungen. Dabei ist völlig irrelevant, was „die Leute so sagen“. Lass es dir belegen. Das kann wirklich nicht so gewesen sein.

Das das tariftheoretisch so nicht regelkonform ist, ist mir schon klar...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PersonOfInterest am 19.11.2021 12:08
Vor dem BVerfG geht es ja darum, ob das BAG Tarifverträge so auslegen darf, wie es Gesetze auslegt.

Wieso sollte das BAG Tarifverträge so nicht auslegen dürfen?
Dass Tarifverträge Rechtsnormen enthalten und daher wie Gesetze ausgelegt werden müssen (Wortlaut, Historie, Systematik, Sinn und Zweck), ist unstrittig und steht im Gesetz (§ 4 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz):
"(1) Die Rechtsnormen des Tarifvertrags, die den Inhalt, den Abschluß oder die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, gelten unmittelbar und zwingend zwischen den beiderseits Tarifgebundenen, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen. Diese Vorschrift gilt entsprechend für Rechtsnormen des Tarifvertrags über betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen."
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 12:12
Lieber öfföff, bevor du die Diskussion hier weiterführst, überprüfe bitte noch mal genau den faktischen Hergang der, von dir angeführten Höhergruppierungen. Dabei ist völlig irrelevant, was „die Leute so sagen“. Lass es dir belegen. Das kann wirklich nicht so gewesen sein.

Das das tariftheoretisch so nicht regelkonform ist, ist mir schon klar...
Die Eingruppierung erhält ihre Faktizität unmittelbar durch die tariflichen Regelungen. Es gibt also keinen Unterschied zwischen tariftheoretischem Regelungsgehalt und Praxis. Das wiederum führt unmittelbar zu den Erklärungen von Wasdennnun. Im Ergebnis bleiben also nur die Möglichkeiten einer zuvor (möglicherweise sogar betrügerischen) zu niedrigen Entgeltzahlung, einer nunmehr übertariflichen Entgeltzahlung oder einer tatsächlichen Tätigkeitsänderung. Und natürlich die Möglichkeit, daß der Arbeitgeber sowohl vor als auch nach der als "Höhergruppierung" wahrgenommenen Änderung einem Eingruppierungsirrtum unterliegt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 12:15
Vor dem BVerfG geht es ja darum, ob das BAG Tarifverträge so auslegen darf, wie es Gesetze auslegt.

Wieso sollte das BAG Tarifverträge so nicht auslegen dürfen?
Dass Tarifverträge Rechtsnormen enthalten und daher wie Gesetze ausgelegt werden müssen (Wortlaut, Historie, Systematik, Sinn und Zweck), ist unstrittig und steht im Gesetz (§ 4 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz):
"(1) Die Rechtsnormen des Tarifvertrags, die den Inhalt, den Abschluß oder die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, gelten unmittelbar und zwingend zwischen den beiderseits Tarifgebundenen, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen. Diese Vorschrift gilt entsprechend für Rechtsnormen des Tarifvertrags über betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen."

Ich habe nie behauptet, daß das BAG dies nicht dürfte. Diese Auffassung hat die TdL ganz exklusiv. Diese geronnene Wahnvorstellung, um im Geyerschen Duktus zu bleiben, wird doch im von einem anderen Nutzer verlinkten Geyer-Text ausgeführt. Ich habe lediglich ausgeführt, worum es vor dem BVerfG geht. Und hier mehrfach Gegenrede zu dieser Auffassung geführt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 12:35
Lieber öfföff, bevor du die Diskussion hier weiterführst, überprüfe bitte noch mal genau den faktischen Hergang der, von dir angeführten Höhergruppierungen. Dabei ist völlig irrelevant, was „die Leute so sagen“. Lass es dir belegen. Das kann wirklich nicht so gewesen sein.

Das das tariftheoretisch so nicht regelkonform ist, ist mir schon klar...
Die Eingruppierung erhält ihre Faktizität unmittelbar durch die tariflichen Regelungen. Es gibt also keinen Unterschied zwischen tariftheoretischem Regelungsgehalt und Praxis. Das wiederum führt unmittelbar zu den Erklärungen von Wasdennnun. Im Ergebnis bleiben also nur die Möglichkeiten einer zuvor (möglicherweise sogar betrügerischen) zu niedrigen Entgeltzahlung, einer nunmehr übertariflichen Entgeltzahlung oder einer tatsächlichen Tätigkeitsänderung. Und natürlich die Möglichkeit, daß der Arbeitgeber sowohl vor als auch nach der als "Höhergruppierung" wahrgenommenen Änderung einem Eingruppierungsirrtum unterliegt.

Jup.
Wie hoch schätzt du persönlich die Chance ein, dass es in den TV-L Einrichtungen freiwillige Eingruppierungsirrtümer gibt, die hingenommen werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 19.11.2021 12:53
Vor dem BVerfG geht es ja darum, ob das BAG Tarifverträge so auslegen darf, wie es Gesetze auslegt.

Wieso sollte das BAG Tarifverträge so nicht auslegen dürfen?
Dass Tarifverträge Rechtsnormen enthalten und daher wie Gesetze ausgelegt werden müssen (Wortlaut, Historie, Systematik, Sinn und Zweck), ist unstrittig und steht im Gesetz (§ 4 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz):
"(1) Die Rechtsnormen des Tarifvertrags, die den Inhalt, den Abschluß oder die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, gelten unmittelbar und zwingend zwischen den beiderseits Tarifgebundenen, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen. Diese Vorschrift gilt entsprechend für Rechtsnormen des Tarifvertrags über betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen."
Tarifverträge sind per Definiton keine Gesetze im handwerklichen Sinn. Soll heißen: die Texte werden nicht -wie Gesetze- "hergestellt", sondern sind am Ende des Tages (und jetzt mal nicht nur den ÖD nehmen, sondern den Blick auf alle Branchen) Verhandlungsergebnisse. Im Zweifel ist der Text kein "juristischer" sondern war nur unterschriftsfäig WEIL eine untechnische Formulierung drin war. Eben ein Vertrag. Weder müssen oder werden auch nur regelmäßig größere "gesetzgeberische" Kontexte einfließen. Das ist schlicht nicht das Zeil. Von daher ist es nicht selbsterklärend, dass hier Herrn Savigny folgend durch die Gerichtsbarkeit ausgelegt wird. Denn es handelt sich nicht um den abstrakten Regelungswillen eines allweisen Legislativ-Organs, sondern um Vertragspartner, deren konkreter Wille entscheiden sollte. Was die Anwendung und die Konsequenzen angeht, wenn die VerfBeschw. Erfolg hat, muss man dann sehen. Erdbeben ist sicher nicht untertrieben. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 13:05
Eher ein Sturm im Wasserglas. Dir ist aber schon klar, da auch Willenserklärungen, also Verträge, durch Gerichte auszulegen sind und ausgelegt werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 13:06
Lieber öfföff, bevor du die Diskussion hier weiterführst, überprüfe bitte noch mal genau den faktischen Hergang der, von dir angeführten Höhergruppierungen. Dabei ist völlig irrelevant, was „die Leute so sagen“. Lass es dir belegen. Das kann wirklich nicht so gewesen sein.

Das das tariftheoretisch so nicht regelkonform ist, ist mir schon klar...
Die Eingruppierung erhält ihre Faktizität unmittelbar durch die tariflichen Regelungen. Es gibt also keinen Unterschied zwischen tariftheoretischem Regelungsgehalt und Praxis. Das wiederum führt unmittelbar zu den Erklärungen von Wasdennnun. Im Ergebnis bleiben also nur die Möglichkeiten einer zuvor (möglicherweise sogar betrügerischen) zu niedrigen Entgeltzahlung, einer nunmehr übertariflichen Entgeltzahlung oder einer tatsächlichen Tätigkeitsänderung. Und natürlich die Möglichkeit, daß der Arbeitgeber sowohl vor als auch nach der als "Höhergruppierung" wahrgenommenen Änderung einem Eingruppierungsirrtum unterliegt.

Jup.
Wie hoch schätzt du persönlich die Chance ein, dass es in den TV-L Einrichtungen freiwillige Eingruppierungsirrtümer gibt, die hingenommen werden?

Je nach Einrichtung unterschiedlich hoch.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Jockel am 19.11.2021 13:16
Eher ein Sturm im Wasserglas. Dir ist aber schon klar, da auch Willenserklärungen, also Verträge, durch Gerichte auszulegen sind und ausgelegt werden?
Ja klar. Aber es sind nicht die gleichen -strengen- Regeln, die eine "Fortbildung" durch Gerichte ermöglichen. Denn das ist ja das eigentliche Problem. Durch die Gerichte entwickelt sich der Tarifvertrag weg von einem -bezahlten- Ergebnis. Das kann nicht gut sein. Bei § 12 zuungunsten der AG bei "Tabellenwechsel" zuletzt zuungunsten der AN beides ist nicht im Sinne der Tarifautonomie, denn die angeblich einfache Antwort des BAG "dann ändert es doch halt" ist ein praktisch nicht realisierbare, weil immer derjenige, der verlieren würde, einer Änderung nicht zustimmen würde. Wozu auch ? Bekommt er doch das, was via Verhandlung nicht erzielbar war, vom Gericht.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 13:59
Die Spannung steigt! Nächstes Wochenende wissen wir endlich was rauskommt. :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 19.11.2021 14:08
Die Spannung steigt! Nächstes Wochenende wissen wir endlich was rauskommt. :-)

man lege sich schon einen Vorrat an bevotzugten Trost-Mitteln an.
Wahlweise:

- Bier
- Wein
- Eiscreme
- Gummibärchen
- Prostituierte
- etc.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 19.11.2021 14:09
Schmarrn. Ich war mit den Erhöhungen bisher immer recht zufrieden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Zinc am 19.11.2021 14:41
Corporate Benefits für alle, wäre cool :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 14:43
Eher ein Sturm im Wasserglas. Dir ist aber schon klar, da auch Willenserklärungen, also Verträge, durch Gerichte auszulegen sind und ausgelegt werden?
Ja klar. Aber es sind nicht die gleichen -strengen- Regeln, die eine "Fortbildung" durch Gerichte ermöglichen. Denn das ist ja das eigentliche Problem. Durch die Gerichte entwickelt sich der Tarifvertrag weg von einem -bezahlten- Ergebnis. Das kann nicht gut sein. Bei § 12 zuungunsten der AG bei "Tabellenwechsel" zuletzt zuungunsten der AN beides ist nicht im Sinne der Tarifautonomie, denn die angeblich einfache Antwort des BAG "dann ändert es doch halt" ist ein praktisch nicht realisierbare, weil immer derjenige, der verlieren würde, einer Änderung nicht zustimmen würde. Wozu auch ? Bekommt er doch das, was via Verhandlung nicht erzielbar war, vom Gericht.

Es sind andere Regeln, keine strengeren. Und wie bereits erklärt, wäre das von den AG angestrebte Ergebnis ja auf die Beziehungen unmittelbar Tarifunterworfener beschränkt. Bei den anderen würde der Tarifvertrag durch Bezugnahmeklausel im Arbeitsvertrag aufgrund des nunmehr anderen Rechtscharakters des Tarifvertrages zu AGB. Wäre das dann nicht eher ein Pyrrhussieg? Insbesondere vor dem Hintergrund, daß man ohnehin nichts außer der Verfassungsbeschwerde selbst gewinnen kann? Ob es wohl eine überraschende Klausel ist, wenn der Anspruch auf die JSZ vom Bestand des Arbeitsverhältnisses an einem Stichtag abhängig ist? Wie viele Arbeitgeber haben wohl den Tarifvertrag vor oder bei Unterzeichnung des Arbeitsvertrages dem Arbeitnehmer in hinreichender Art und Weise zugänglich gemacht? Vielleicht doch ein Erdbeben. Aber eines, dessen destruktive Wirkung sich gegen diejenigen richtet, die es ausgelöst haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 19.11.2021 14:49
Dem kann ich nicht zustimmen. Beide deiner Vermutungen treffen nicht zu. Es waren klassische HG's mit den entsprechenden Regeln bezüglich Stufenrückfall. Ursächlich in der Regel: AN bittet um Gehaltserhöhung, Leiter der "Abteilung" heisst das gut und beauftragt die Personalabteilung entsprechend, mit Begründung, dass die Gelder dafür da sind. Keine Tätigkeitsänderung, Kein Irrtum bei Einstellung, keine AT-Zulage. Einfach nur HG um eine oder zwei EG.
Du kannst es HG nennen, es ist aber keine tarifliche HG, sondern einfach ein Auswürfel einer EG, die nichts mit den auszuübenden Tätigkeiten zu tun hat (wie du ja bestätigst)
Also klarer Fall von aussertarifliche Bezahlung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 19.11.2021 14:52
Könnte man so sehen, muss man aber nicht. Denn aus Sicht der AN, welche auch aus Sicht der Leitungen der Einrichtungen gehalten werden sollen, durchaus zielführend. Und das ganze ohne viel Trara.
Ich finde es auch gut, wenn man so außertarifliche höhere Entgelte bezahlt.
Man muss nur hoffen, dass das nicht irgendwann wieder nach unten korrigiert wird, da ja kein Rechtsanspruch besteht.
Außer natürlich wenn man vorher verarscht wurde und zu niedriges Entgelt erhalten hat  8)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 19.11.2021 14:54
Lieber öfföff, bevor du die Diskussion hier weiterführst, überprüfe bitte noch mal genau den faktischen Hergang der, von dir angeführten Höhergruppierungen. Dabei ist völlig irrelevant, was „die Leute so sagen“. Lass es dir belegen. Das kann wirklich nicht so gewesen sein.

Das das tariftheoretisch so nicht regelkonform ist, ist mir schon klar...
Die Eingruppierung erhält ihre Faktizität unmittelbar durch die tariflichen Regelungen. Es gibt also keinen Unterschied zwischen tariftheoretischem Regelungsgehalt und Praxis. Das wiederum führt unmittelbar zu den Erklärungen von Wasdennnun. Im Ergebnis bleiben also nur die Möglichkeiten einer zuvor (möglicherweise sogar betrügerischen) zu niedrigen Entgeltzahlung, einer nunmehr übertariflichen Entgeltzahlung oder einer tatsächlichen Tätigkeitsänderung. Und natürlich die Möglichkeit, daß der Arbeitgeber sowohl vor als auch nach der als "Höhergruppierung" wahrgenommenen Änderung einem Eingruppierungsirrtum unterliegt.

Jup.
Wie hoch schätzt du persönlich die Chance ein, dass es in den TV-L Einrichtungen freiwillige Eingruppierungsirrtümer gibt, die hingenommen werden?

Je nach Einrichtung unterschiedlich hoch.
Nach meiner Beobachtung ist es ja eher der Regelfall, dass der AG nach Gutdünken die EGs verteilt und das Tbler das mit sich machen lassen.

Warum: Weil beide bei der Eingruppierung nicht durchblicken.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 19.11.2021 15:19
Die Spannung steigt! Nächstes Wochenende wissen wir endlich was rauskommt. :-)

man lege sich schon einen Vorrat an bevotzugten Trost-Mitteln an.
Wahlweise:

- Bier
- Wein
- Eiscreme
- Gummibärchen
- Prostituierte
- etc.

- Austrittsschreiben an die Gewerkschaften und von gesparten Beitrag jeden Monat eine große Pizza für die ganze Familie.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 19.11.2021 15:34
Schmarrn. Ich war mit den Erhöhungen bisher immer recht zufrieden.

Freut mich für dich. Ich war damit bisher nicht zufrieden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PersonOfInterest am 19.11.2021 15:35
Vor dem BVerfG geht es ja darum, ob das BAG Tarifverträge so auslegen darf, wie es Gesetze auslegt.

Wieso sollte das BAG Tarifverträge so nicht auslegen dürfen?
Dass Tarifverträge Rechtsnormen enthalten und daher wie Gesetze ausgelegt werden müssen (Wortlaut, Historie, Systematik, Sinn und Zweck), ist unstrittig und steht im Gesetz (§ 4 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz):
"(1) Die Rechtsnormen des Tarifvertrags, die den Inhalt, den Abschluß oder die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ordnen, gelten unmittelbar und zwingend zwischen den beiderseits Tarifgebundenen, die unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallen. Diese Vorschrift gilt entsprechend für Rechtsnormen des Tarifvertrags über betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragen."

Ich habe nie behauptet, daß das BAG dies nicht dürfte. Diese Auffassung hat die TdL ganz exklusiv. Diese geronnene Wahnvorstellung, um im Geyerschen Duktus zu bleiben, wird doch im von einem anderen Nutzer verlinkten Geyer-Text ausgeführt. Ich habe lediglich ausgeführt, worum es vor dem BVerfG geht. Und hier mehrfach Gegenrede zu dieser Auffassung geführt.

Ich habe auch nicht behauptet, dass Du das behauptet hättest.  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PersonOfInterest am 19.11.2021 15:42
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 19.11.2021 16:00
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)

Wie es bei Grundsätzen so ist - sie lassen Ausnahmen zu. Entsprechendes wurde aber im Sachverhalt nicht geschildert.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 16:02
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)
Nur bei Lehrern. Die sind auch nicht entsprechend ihrer auszuübenden Tätigkeit eingruppiert, sondern entsprechend der Besoldungsgruppe vergleichbarer verbeamteter Lehrkräfte.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 19.11.2021 16:22
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)

Der hier geschilderte Sachverhalt ist spannend, hat aber nix zu tun mit dem Kaffeeküchentratsch über angeblichen Mehrverdienst bei gleicher Tätigkeit, über den öfföff hier berichtet hat.

Im vorgenannten Fall wurde per Gesetz die Tätigkeit von Grundschullehrkräften neu und damit höher bewertet. Das führte für den im Fall genannten Lehrer zu einer Höhergruppierung.
Viel pikanter dabei ist, dass bei dieser Neu-Eingruppierung die Stufenregelung angewandt wurde. Soll heißen, der gute Mann wurde herabgestuft. Dagegen hat er geklagt ----- und verloren.

Das könnte dann noch mal spannend werden, wenn für Lehrkräfte die Paralleltabelle umgesetzt würde. A12=E12 statt A12=E11. Oder noch besser: A13/E13 für alle Lehrkräfte würde durchgesetzt. Dann gäbe es möglicherweise bei vielen TB-Lehrkräften lange Gesichter. Denn der wirkliche Zugewinn würde dann noch Jahre auf sich warten lassen.

Daran sieht man noch einmal, wie wichtig die Stufengleiche Höhergruppierung ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: PersonOfInterest am 19.11.2021 16:38
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)
Nur bei Lehrern. ...

Das gilt laut Gericht generell, weil der Wortlaut des § 17 Abs. 4 Satz 1 TV-L auf die "Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe" abstellt.
Auch § 13 TV-L regelt eine Höhergruppierung ohne Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit. Lediglich die Wertigkeit der vorhandenen Aufgaben verschiebt sich aufgrund äußerer Umstände (z.B. Gesetzesänderungen, neue Fachverfahren). Auch darauf findet § 17 Abs. 4 TV-L Anwendung.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 16:47
Da nur bei Lehrern eine Stellenaufwertung überhaupt auf die Eingruppierung wirkt, kann eine Stellenaufwertung auch nur bei Lehrern zur Höhergruppierung führen. Ansonsten sind Stellen und deren Wertigkeit völlig Bumms.

In § 13 TV-L geht es explizit darum , daß sich die Tätigkeit "nicht nur vorübergehend derart geändert" hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 19.11.2021 16:51
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)

Der hier geschilderte Sachverhalt ist spannend, hat aber nix zu tun mit dem Kaffeeküchentratsch über angeblichen Mehrverdienst bei gleicher Tätigkeit, über den öfföff hier berichtet hat.

Im vorgenannten Fall wurde per Gesetz die Tätigkeit von Grundschullehrkräften neu und damit höher bewertet. Das führte für den im Fall genannten Lehrer zu einer Höhergruppierung.
Viel pikanter dabei ist, dass bei dieser Neu-Eingruppierung die Stufenregelung angewandt wurde. Soll heißen, der gute Mann wurde herabgestuft. Dagegen hat er geklagt ----- und verloren.

Das könnte dann noch mal spannend werden, wenn für Lehrkräfte die Paralleltabelle umgesetzt würde. A12=E12 statt A12=E11. Oder noch besser: A13/E13 für alle Lehrkräfte würde durchgesetzt. Dann gäbe es möglicherweise bei vielen TB-Lehrkräften lange Gesichter. Denn der wirkliche Zugewinn würde dann noch Jahre auf sich warten lassen.

Daran sieht man noch einmal, wie wichtig die Stufengleiche Höhergruppierung ist.

Genau!

Und A16 = E16 fehlt im TV-L ebenfalls (da ist man in Hessen ab 2022 weiter...)!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: ktown am 19.11.2021 16:54
Ich lese hier nun seitenweise Text über ein Urteil und deren vermeintliche Auswirkungen. Eigentlich gibt es dafür doch einen Extrathread
Ich dachte es geht in diesem Thread um das Thema Tarifrunde 2021.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 19.11.2021 17:06
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)
Nur bei Lehrern. ...

Das gilt laut Gericht generell, weil der Wortlaut des § 17 Abs. 4 Satz 1 TV-L auf die "Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe" abstellt.
Auch § 13 TV-L regelt eine Höhergruppierung ohne Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit. Lediglich die Wertigkeit der vorhandenen Aufgaben verschiebt sich aufgrund äußerer Umstände (z.B. Gesetzesänderungen, neue Fachverfahren). Auch darauf findet § 17 Abs. 4 TV-L Anwendung.
und bei ITler der die eg 12 Tätigkeiten haben kann auch eine hg ohne Tätigkeitsänderung erfolgen.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 17:08
Du meinst wegen des erstmaligen Erfüllens der Voraussetzung in der Person?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 19.11.2021 17:12
Du meinst wegen des erstmaligen Erfüllens der Voraussetzung in der Person?
jipp
oder wenn man nach geraumer Zeit ein sonstiger Beschäftigter ist
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Georg53 am 19.11.2021 17:40
Sorry, habe aus Versehen den Link als Zitat gebracht. - Wollte nur loswerden, dass ich dem Gedanken, dass wer mehr schwierige Arbeiten macht, auch mehr verdienen sollte, einiges abgewinnen kann
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 19.11.2021 17:44
Zitat:
"Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer übertragenen Tätigkeiten eingruppiert. Wenn sich die übertragenen Tätigkeiten nicht ändern, ändert sich demzufolge die Eingruppierung nicht."


Das ist so nicht ganz richtig. Auch Stellenaufwertungen ohne Übertragung höherwertiger Tätigkeiten sind Höhergruppierungen nach § 17 Abs. 4 TV-L. (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 25.11.2020, 15 Sa 1119/20)

Der hier geschilderte Sachverhalt ist spannend, hat aber nix zu tun mit dem Kaffeeküchentratsch über angeblichen Mehrverdienst bei gleicher Tätigkeit, über den öfföff hier berichtet hat.

Im vorgenannten Fall wurde per Gesetz die Tätigkeit von Grundschullehrkräften neu und damit höher bewertet. Das führte für den im Fall genannten Lehrer zu einer Höhergruppierung.
Viel pikanter dabei ist, dass bei dieser Neu-Eingruppierung die Stufenregelung angewandt wurde. Soll heißen, der gute Mann wurde herabgestuft. Dagegen hat er geklagt ----- und verloren.

Das könnte dann noch mal spannend werden, wenn für Lehrkräfte die Paralleltabelle umgesetzt würde. A12=E12 statt A12=E11. Oder noch besser: A13/E13 für alle Lehrkräfte würde durchgesetzt. Dann gäbe es möglicherweise bei vielen TB-Lehrkräften lange Gesichter. Denn der wirkliche Zugewinn würde dann noch Jahre auf sich warten lassen.

Daran sieht man noch einmal, wie wichtig die Stufengleiche Höhergruppierung ist.

Genau!

Und A16 = E16 fehlt im TV-L ebenfalls (da ist man in Hessen ab 2022 weiter...)!

Stufengleiche Höhergruppierung sogar wichtig für Beamte

Wenn man diesen Fall und die damit verbundene Rechtslage mal zu Ende denkt, wird klar, wie wichtig die Stufengleiche HG der TB-Lehrkräfte für ihr verbeamtetes Pendent ist:

Für die Durchsetzung der Forderung A13 für alle brauchen die Beamten die Unterstützung der TB. Die fällt im Augenblick aber weitgehend weg. Es lohnt sich für viele TB-Lehrkräfte gar nicht wirklich. Man könnte sich sogar ein Worst-Case-Szenario vorstellen.

2022: Die Paralleltabelle wird eingeführt. Lehrerin Kerstin S. aus N. wechselt von E11/6 zu E12/5
2023: A13/E13 für alle. Kerstin wandert von E12/5 zu E13/4.
Da wird sie sich sicher über den Verhandlungserfolg ihrer GEW nass freuen.

Rückblick: Nach der verkorsten Tarifrunde 2019 machte die GEW NRW noch einmal mobil für die Aktion Ja13/E13 und rief zu einer Demo vor dem Landtag auf. Der GEW-Fotograf hatte Probleme ein Gruppenbild zu erstellen. Die Tagespresse hat den Termin gecancelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 19.11.2021 17:51
Oder man setzt sich für den Verzicht auf irgendwelchen Murks, der Beamtenquatsch auf Tarifbeschäftigte überträgt, ein. Weg mit den Sonderregelungen für Lehrer bei Ein- und Höhergruppierung. Stattdessen Eingruppierung nach dem allg. Teil. Das führt dann mindestens zur E13 für alle tb Lehrer.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: calmac am 20.11.2021 10:34
Wieso sollten Sek I Lehrer in E12 eingruppiert werden?
Der Unterschied zu E13 ist in den Stufen 3/4/5/6 ist derart minimal.

Wieso sollten die Sek I Lehrer mit einem Studium mit 6 oder 7 Semester E13 bekommen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 11:02
Weil es in erster Linie egal ist, was man an Ausbildung hat. Es geht darum, was man für die Tätigkeit bräuchte. Und Lehrer bedürfen doch grundsätzlich eines Masters of Education, zumindest an allgemeinbildenden Schulen. Nach dem allg. Teil wäre das eine E13. Für den Fall, daß man wegen Personalmangels einen Nichterfüller des Merkmals in der Person einstellt, der auch kein "sonstiger Beschäftigter" ist, gibt es ja extra eine explizite Regelung in der EGO: Eingruppierung in die nächstniedrigere Entgeltgruppe. Warum sollte man das bei Lehrern anders handhaben? Warum stellt man bei Lehrern, und zwar nur bei diesen, einen Zusammenhang zu Beamtenmurks her?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: calmac am 20.11.2021 11:20
Sek I bzw. Grundschullehrer bedurften aber bis vor kurzem lediglich ein Staatsexamen mit einer Regelstudiendauer von 6-7 Semester. Das ist aber kein wissenschaftlicher Hochschulabschluß. Dann wären sie eben nicht in E13.

Frisch ausgebildete Lehrer mit M.Ed in E13 und die mit "nur" Staatsprüfung in E11.
Das möchte ich sehen (!)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 11:24
Es wären E13 und E12, nicht E13 und E11. Die nächstniedrigere Entgeltgruppe zur E13 ist die E12 und nicht die E11.

Warum soll es Sonderregelungen für Lehrer bei der Eingruppierung geben?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Reisinger850 am 20.11.2021 13:43
Sek I bzw. Grundschullehrer bedurften aber bis vor kurzem lediglich ein Staatsexamen mit einer Regelstudiendauer von 6-7 Semester. Das ist aber kein wissenschaftlicher Hochschulabschluß. Dann wären sie eben nicht in E13.

Frisch ausgebildete Lehrer mit M.Ed in E13 und die mit "nur" Staatsprüfung in E11.
Das möchte ich sehen (!)


Ich bin Realschullehrer in NRW mit A12 und habe 2009 mit dem Studium begonnen und habe den Master of Education 2014 erworben. Seit 2009 ist das Studium für Gymnasiallehrer und allen anderen Lehrern gleich lang (10 Semester).

Die Wahrheit ist, dass in NRW die Lehrer an Grundschulen und SekI verfassungswidrig eingestuft sind. Sowohl Angestellte (E11 ist ein Hohn für ein 10 Semester Studium und Vorbereitungsdienst) als auch Beamte. Soweit ich weiß, ist ein Master im ÖD Höherer Dienst.

A13 / E13 wird aber schon in 8 Bundesländern umgesetzt.

@Lothar
Würde zwar den Angestellten „stufengleiche Höhergruppierung“ wünschen, sehe aber nicht, wo für verbeamtete Lehrer die nur A12 haben und auf A13 für alle Lehrer hoffen, da ein Vorteil drin liegen würde. Die Umsetzung A13 für alle Schulformen wird
wenn überhaupt durch ein Gericht erzwungen werden müssen als durch Streiks der Angestellten…
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 14:47
Wo wäre bei tb Lehrern die Verfassungswidrigkeit?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Reisinger850 am 20.11.2021 15:52
Ist es nicht? Für mich als Beamter ist es jedenfalls eine Frechheit und eine Geringschätzung.
Wobei ich auch als TB hinterfragen würde, wieso man mit einem gleichlangen Studium und Vorbereitungsdienst
zwei Entgeldstufen unter den genannten Kollegen ist.

Ist einfach sauwenig Kohle wenn man bedenkt, dass sie sonst schön alles gleich wie Beamte zu
machen haben.

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 16:21
Wo sollte eine Verfassungswidrigkeit liegen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Reisinger850 am 20.11.2021 16:22
Wie kann man denn zweimal die selbe Frage stellen?
Dann erkläre es, oder lass es bleiben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.11.2021 16:40
Wie kann man denn zweimal die selbe Frage stellen?
Dann erkläre es, oder lass es bleiben.
Du musst doch erklären warum es verfassungswidrig sein soll, da ja du diese /Behauptung aufgestellt hast.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 16:52
Wie kann man denn zweimal die selbe Frage stellen?
Dann erkläre es, oder lass es bleiben.

Es war erstens nicht zweimal dieselbe Frage, sondern bestenfalls zweimal eine inhaltsgleiche. Und zweitens hast Du eine Verfassungswidrigkeit behauptet. Und nicht ich. Also ist es an Dir, eine solche zu erklären.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: calmac am 20.11.2021 17:19
Zitat
Warum soll es Sonderregelungen für Lehrer bei der Eingruppierung geben?
Der Abstand zwischen E12 und E13 rechtfertigt meines Erachtens nicht die unterschiedliche Studiendauer.
Bei M.Ed für alle wäre ich für einheitlich E13, ohne Frage.

Zitat
wo für verbeamtete Lehrer die nur A12 haben und auf A13 für alle Lehrer hoffen, da ein Vorteil drin liegen würde.
Die Eingruppierung der tarifbeschäftigten Lehrer erfolgt auf Basis der TV-EntgO-L durch die verhandelnden Parteien.

Die Zuordnung einer Besoldungsstufe erfolgt per Laufbahnverordnung und geschieht auf Landesebene durch die Landesregierung.


Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 17:35
Zitat
Warum soll es Sonderregelungen für Lehrer bei der Eingruppierung geben?
Der Abstand zwischen E12 und E13 rechtfertigt meines Erachtens nicht die unterschiedliche Studiendauer.
Bei M.Ed für alle wäre ich für einheitlich E13, ohne Frage.

Welche unterschiedliche Studiendauer? Eine auszuübende Tätigkeit, die einen wissenschaftlichen Studienabschluss erfordert, führt ohne weitere Heraushebungen zur Eingruppierung in E13. Ein Nichterfüller, ganz gleich, ob er Schulabbrecher oder ohne Master promoviert ist, wird in die nächstniedrigere Entgeltgruppe eingruppiert. Die Eingruppierung erfolgt tätigkeitsbezogen, weil Arbeitnehmer für eine Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte bestimmten Inhalts bezahlt werden und nicht für ein abstraktes Amt mit laufbahnbezogenen Zugangsvoraussetzungen. Die Reduzierung um eine Entgeltgruppe erfolgt im Tarifgefüge allein deshalb, weil bei einem Nichterfüller die Verwendungsbreite und somit die Handlungsoptionen des Arbeitgebers reduziert sind. Über das Konstrukt des "sonstigen Beschäftigten" wird die Entgeltgruppenminderung unterlassen, wenn Erfahrungen und Fachwissen zu einer vergleichbaren Verwendungsbreite wie bei Erfüllern führen. Das wesentliche und maßgebliche Kriterium ist eben die auszuübende Tätigkeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 20.11.2021 18:03
Sek I bzw. Grundschullehrer bedurften aber bis vor kurzem lediglich ein Staatsexamen mit einer Regelstudiendauer von 6-7 Semester. Das ist aber kein wissenschaftlicher Hochschulabschluß. Dann wären sie eben nicht in E13.

Frisch ausgebildete Lehrer mit M.Ed in E13 und die mit "nur" Staatsprüfung in E11.
Das möchte ich sehen (!)

Ich bin Realschullehrer in NRW mit A12 und habe 2009 mit dem Studium begonnen und habe den Master of Education 2014 erworben. Seit 2009 ist das Studium für Gymnasiallehrer und allen anderen Lehrern gleich lang (10 Semester).

Die Wahrheit ist, dass in NRW die Lehrer an Grundschulen und SekI verfassungswidrig eingestuft sind. Sowohl Angestellte (E11 ist ein Hohn für ein 10 Semester Studium und Vorbereitungsdienst) als auch Beamte. Soweit ich weiß, ist ein Master im ÖD Höherer Dienst.

A13 / E13 wird aber schon in 8 Bundesländern umgesetzt.

@Lothar
Würde zwar den Angestellten „stufengleiche Höhergruppierung“ wünschen, sehe aber nicht, wo für verbeamtete Lehrer die nur A12 haben und auf A13 für alle Lehrer hoffen, da ein Vorteil drin liegen würde. Die Umsetzung A13 für alle Schulformen wird
wenn überhaupt durch ein Gericht erzwungen werden müssen als durch Streiks der Angestellten…

Das Problem liegt in den verzwickten Regelungen des Tarifwerkes. Dabei ist es völlig schnurz, ob die AG den Schritt zu A13/E13 für alle per Gericht, Gesetz oder Vertrag machen: Die TB-Lehrkräfte werden danach neu eingruppiert - und zwar höher. Und damit greift zwingend die im TV-L definierte Stufenregelung.
Das bedeutet für die meisten TB-Lehrkräfte den Verlust von einer Stufe.
Ohne stufengleiche Höhergruppierung ist das Anstreben von "A13/E14 FÜR ALLE" nicht erstrebenswert.

Aus der Homepage der GEW: "Kolleg*innen in Thüringen, wo die GEW-Forderung nach A 13/E 13 für alle umgesetzt wurde, mussten das schmerzlich erfahren: Sie konnten nur marginale Gehaltserhöhungen verzeichnen. Die stufengleiche Höhergruppierung ist die Voraussetzung dafür, dass die GEW-Forderung nach A 13/E 13 für alle auch für tarifbeschäftigte Lehrkräfte zu einer materiellen Verbesserung führt."

https://lippe.gew-nrw.de/unsere-themen/neuigkeiten-aus-nrw/detail-neuigkeiten-aus-nrw/news/forderungen-in-der-tarifrunde-was-ist-drin-fuer-mich.html

 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 18:13
Warum würde das den Verlust einer Stufe bedeuten?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Lothar57 am 20.11.2021 18:34
Rhetorische Fragen bringen uns nicht wirklich weiter, vor allem wenn man die Antwort genau weiß
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 20.11.2021 18:40
Da man nicht verlieren kann, was man nie hatte, ist Deine Behauptung trumptiv. Ich wollte Dir lediglich die Gelegenheit geben, Dich angesichts Deiner Falschdarstellung zu erklären.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Admin am 20.11.2021 20:13
bitte bei der Sache bleiben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 20.11.2021 20:26
Mal was anderes:

Ist eigentlich jemand der hier im Forum aktiv ist tatsächlich live bei den Verhandlungen am 27.28. dabei?

Das ist doch nur Isi oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 20.11.2021 21:30
Ziemlich sicher :)
sonst liest man hier ja nix substanzielles (wobei ich zugeben muss da kam von mir auch nicht viel weil schlicht nichts besprochen wurde)
Das bei der ersten Tarifrunde nur Standpunkte ausgetauscht werden ist nicht neu. Das dies jetzt bei der zweiten Runde ebenfalls so war, also von TDL Seiten schlicht nicht verhandelt wurde / man sich geweigert hat, ist neu.

Neu ist auch, dass es keine Hinterzimmergespräche gibt momentan, Funkstille, nichts. Bin gespannt wohin das führt.

EDIT: Die Streikaufrufe in BW sind Gestern raus - zumindest in BW soll ab Montag in den Bereichen Bildung etc. gestreikt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Doso am 20.11.2021 23:31
EDIT: Die Streikaufrufe in BW sind Gestern raus - zumindest in BW soll ab Montag in den Bereichen Bildung etc. gestreikt werden.

In Bayern dann auch. Hatte mich schon gewundert das die Unikliniken streiken aber die Uni dazu nicht. Das folgt dann nächste Woche.

Wird sicher spannend für manche Verwaltungsmitarbeiter. Lauter neue Regelungen wegen Corona, Leute teilweise im Home Office und jetzt soll man noch irgendwie erfassen wer gerade streikt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 21.11.2021 09:46
Für den 25.11. hat die GEW zum Warnstreik in NRW aufgerufen, Treffpunkt der Demo in Düsseldorf.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: GanzToll am 21.11.2021 12:25
Ziemlich sicher :)
sonst liest man hier ja nix substanzielles (wobei ich zugeben muss da kam von mir auch nicht viel weil schlicht nichts besprochen wurde)
Das bei der ersten Tarifrunde nur Standpunkte ausgetauscht werden ist nicht neu. Das dies jetzt bei der zweiten Runde ebenfalls so war, also von TDL Seiten schlicht nicht verhandelt wurde / man sich geweigert hat, ist neu.

Neu ist auch, dass es keine Hinterzimmergespräche gibt momentan, Funkstille, nichts. Bin gespannt wohin das führt.

EDIT: Die Streikaufrufe in BW sind Gestern raus - zumindest in BW soll ab Montag in den Bereichen Bildung etc. gestreikt werden.

Dann ist ja eigentlich nicht mit einer Entscheidung am nächsten Wochenende zu rechnen, wenn man noch gar nicht miteinander verhandelt hat? Da wäre eine Einigung kommendes Wochenende ja überraschend und vermutlich kein gutes Zeichen?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: teclis22 am 21.11.2021 12:59
Eventuell hat Verdi doch noch mut und ruft am 26. für einen Streik aller Mitglieder bundesweit auf. Mal wenigstens einen einzigen Tag alle Muskeln spielen lassen. Sollte Rückenwind für die Verhandlung geben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 21.11.2021 15:52
Ziemlich sicher :)
sonst liest man hier ja nix substanzielles (wobei ich zugeben muss da kam von mir auch nicht viel weil schlicht nichts besprochen wurde)
Das bei der ersten Tarifrunde nur Standpunkte ausgetauscht werden ist nicht neu. Das dies jetzt bei der zweiten Runde ebenfalls so war, also von TDL Seiten schlicht nicht verhandelt wurde / man sich geweigert hat, ist neu.

Neu ist auch, dass es keine Hinterzimmergespräche gibt momentan, Funkstille, nichts. Bin gespannt wohin das führt.

EDIT: Die Streikaufrufe in BW sind Gestern raus - zumindest in BW soll ab Montag in den Bereichen Bildung etc. gestreikt werden.

Dann ist ja eigentlich nicht mit einer Entscheidung am nächsten Wochenende zu rechnen, wenn man noch gar nicht miteinander verhandelt hat? Da wäre eine Einigung kommendes Wochenende ja überraschend und vermutlich kein gutes Zeichen?

Das kann passieren, meines Erachtens aber nur wenn verdi tatsächlich einknickt und aufgibt - dann werdens die 3% auf 2 Jahre und 100€ Minimum. Bei gleichzeitiger Neubewertung der Stellen (Arbeitsvorgänge).
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 21.11.2021 15:56
Der Sockelbetrag soll in ihrem Hals stecken bleiben.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Sozialarbeiter am 21.11.2021 16:43
[...] dann werdens die 3% auf 2 Jahre und 100€ Minimum. Bei gleichzeitiger Neubewertung der Stellen (Arbeitsvorgänge).
Stand das etwa schon im Raum?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 21.11.2021 16:47
[...] dann werdens die 3% auf 2 Jahre und 100€ Minimum. Bei gleichzeitiger Neubewertung der Stellen (Arbeitsvorgänge).
Stand das etwa schon im Raum?

verdi hat intern durchklingen lassen, dass sie mit sowas leben könnten, solange der Sockelbetrag hoch ist und es eine hohe Einmalzahlung gibt
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 21.11.2021 16:57
[...] dann werdens die 3% auf 2 Jahre und 100€ Minimum. Bei gleichzeitiger Neubewertung der Stellen (Arbeitsvorgänge).
Stand das etwa schon im Raum?

verdi hat intern durchklingen lassen, dass sie mit sowas leben könnten, solange der Sockelbetrag hoch ist und es eine hohe Einmalzahlung gibt


Das wäre schon extrem mager! Und 100,- Euro brutto mehr hat man bei plus 3% ab E8 ohnehin.

Ich kann nur hoffen, dass zumindest die stufengleiche Höhergruppierung kommt. Und E16 statt E15Ü! Auch wenn das kaum das Verdi-Klientel betreffen würde.

Oder eine deutliche (!) Erhöhung von Stufe 6.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 21.11.2021 17:07
Bereits jetzt und bereits seit Jahren ist eine tarifliche  Eingruppierung in E15ü unmöglich. Darin wurde man seinerzeit übergeleitet, deshalb das "ü". Vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine außertarifliche Vergütung, können sie jede beliebige über E15 liegende vereinbaren. Z.B. den Wert der E15ü. Oder was jetzt als E16 gefordert wird. Oder irgendwas anderes. Nichts anderes als diese Vereinbarung einer übertariflichen Vergütung ist E15ü in allen Fällen außer den paar Überleitungsfällen, die es noch gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 21.11.2021 17:25
Richtig, nur mit außertariflichen Vereinbarung tun sich viele AG schwer. Daher wäre eine Umbenennung und faktische Nutzung von E15Ü in E16 vorteilhaft, beispielsweise für angestellte Schulleiter, welche momentan spätestens in 15/6 hängengeblieben sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 21.11.2021 17:35
Wieso tun sich "viele" Arbeitgeber damit schwer? Wenn eine tarifliche Vergütung nicht vorgesehen ist, z.B. also bei Lehrerstellen die beamtlich zu A16 führten, gibt es doch keine andere Möglichkeit als eine individuelle Vereinbarung. Und welcher Lehrer ließe sich dann denn auf etwas anderes als eine außertarifliche Vergütung ein?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 21.11.2021 17:39
In der Praxis ist dies leider so. Mein Schulleiter (private Ersatzschule, Berufskolleg) arbeitet für E15.

Natürlich kein H4-Fall, für die fühlt sich ja verdi verantwortlich...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 21.11.2021 17:45
Also hat er schlecht verhandelt. Es ist ein recht gewöhnlicher Umstand des Berufslebens, daß man sein Gehalt verhandelt, wenn es nicht anderweitig festgelegt ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: thomask1984 am 21.11.2021 19:18
Also hat er schlecht verhandelt. Es ist ein recht gewöhnlicher Umstand des Berufslebens, daß man sein Gehalt verhandelt, wenn es nicht anderweitig festgelegt ist.

Da hast du Recht Spid.

2006 und 2007 gab es schonmal komplette 0-Runden mit 1-mal-Zahlungen. Wie möchte Verdi so etwas verhindern?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.11.2021 21:20
Haben Arbeitnehmer eigentlich Anspruch "ihre" Tätigkeitsbeschreibung bei der Personalabteilung anzufordern und zugeschickt zu bekommen? Muss der Vorgesetzte zustimmen oder in Kenntnis gesetzt werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 21.11.2021 21:24
XTinaG: Ist im Schulbereich leider so, dass man da bei Leitungspositionen als TBler praktisch nicht verhandeln kann.

Für A16-Stellen findet sich wirklich IMMER irgendein Beamter und für den ist die Bezahlung dann ja auch prima. Beliebt ist es noch, TBlern außertariflich das der Stelle entsprechende Beamtenbrutto (BRUTTO!, natürlich ohne die ergänzenden Familienzuschläge oder so bei Beamten) anzubieten - wenn der TB-Bewerber sich ziert, nuja, dann macht es halt ein Beamter...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVLfan am 21.11.2021 21:34
[...] dann werdens die 3% auf 2 Jahre und 100€ Minimum. Bei gleichzeitiger Neubewertung der Stellen (Arbeitsvorgänge).
Stand das etwa schon im Raum?

verdi hat intern durchklingen lassen, dass sie mit sowas leben könnten, solange der Sockelbetrag hoch ist und es eine hohe Einmalzahlung gibt


Das wäre schon extrem mager! Und 100,- Euro brutto mehr hat man bei plus 3% ab E8 ohnehin.

Ich kann nur hoffen, dass zumindest die stufengleiche Höhergruppierung kommt. Und E16 statt E15Ü! Auch wenn das kaum das Verdi-Klientel betreffen würde.

Oder eine deutliche (!) Erhöhung von Stufe 6.

Hi.

Verdi weiß aber schon, dass es bei Neubewertung der Arbeitsvorgänge zu vielen Herabgruppierungen kommen wird. Bei mir in der Behörde haben viele Gewerkschaftsmitglieder schon klar gesagt, dass dann der Beitrag gespart wird.

Ich hoffe, dass es da zumindest einen Bestandsschutz gibt.

Viele Grüße
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 21.11.2021 21:50
Vor einigen Wochen wurde hier ein Artikel gepostet, indem ein verdi-Funktionär sagte dass sowas wenn überhaupt irgendwann, dann nur mit Bestandschutz kommen wird mit verdi.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Isi am 21.11.2021 23:56
Vor einigen Wochen wurde hier ein Artikel gepostet, indem ein verdi-Funktionär sagte dass sowas wenn überhaupt irgendwann, dann nur mit Bestandschutz kommen wird mit verdi.

Aber was soll Bestandsschutz überhaupt bedeuten? Eine leere Worthülse -fast so leer wie die Sinnhaftigkeitsfrage des uns zugeteilten Trolls- Bestandsschutz bei 5 Jahren Betriebszugehörigkeit? 10 Jahren? 50 Jahren?

Und gilt der auch wenn neue Tätigkeiten übertragen werden? Oder bei einer Neubewertung?

Ist das Fass offen (ich habe gar nichts dagegen) dann ist es das. Und dann werden manche bluten, und andere nicht. Zukünftige Stellenausschreibungen werden sich dann danach richten, arbeiten wird ausdifferenzierter sein, und zwar nach den Kriterien des Arbeitsvorganges. Das wird dann kompliziert (nicht unbedingt schlechter) aber sehr streitanfällig.

Zu den Lehrern: das Problem bei Ü15 Stellen ist schlicht und ergreifend: Es gibt im System keine andere Entsprechung. Sollte ein Bundesland einem angestellten Lehrer mehr Geld zahlen, als einem verbeamteten Lehrer in ähnlicher Position...

3 Dinge zum Grundwissen:
1. Die Parlamente und großen Parteien sind seit 40 Jahren regelrecht unterwandert von den Vertretern der Beamten (und ihnen selbst).
Die Musebrotviertel (in denen diese Bewegung ihren Anfang nahm) gibt es nicht mehr, wohl aber Kinder und Enkelkinder wichtiger Beamter die Heute hohe Parteiämter inne haben (vor allem in Bayern&BW)
2. Die Vorsitzenden unserer (Witz) Gewerkschaften wie z.B. Bsirske haben sich lange Jahre der Politk angedient um dort Kariere machen zu können. Da wurde nicht für den "kleinen" Mann gekämpft, sondern nur für sich selbst.
Das kann man Verrat oder Vorteilsnahme oder schlicht Lügen nennen ... es ist wir es war und es bleibt so lange so bis jemand das ändert bzw. sich wehrt.
3. Wer glaubt die Idee von Rechtsstaatlichkeit und Verhältnismäßigkeit sei hier Programmangebend dem sei eines gesagt: Selbst unser höchstes Gericht wird seit der Regierungszeit der CDU Kanzlerin mit Parteigenossen besetzt (solchen die nie widersprochen haben und stets Linientreu waren). In allen hohen Ämtern dieses, unsres Staates sitzen solche die ein Interesse daran haben wenig für die weniger verdienenden, nichts für die mehr verdienenden und alles für die Beamten zu tun.

Und so wird es wieder werden :)
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 22.11.2021 06:52
alles für die Beamten zu tun.

Dir ist schon bewusst, dass die Besoldung der Beamten nicht verfassungskonform ist?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 22.11.2021 07:33
Zitat
Zu den Lehrern: das Problem bei Ü15 Stellen ist schlicht und ergreifend: Es gibt im System keine andere Entsprechung. Sollte ein Bundesland einem angestellten Lehrer mehr Geld zahlen, als einem verbeamteten Lehrer in ähnlicher Position...


Schulleiter (verbeamtet) = A16 (Sek.II), diese Stufe (=E16) fehlt im TV-L. Die Hessen haben das verstanden und im neuen Tarifvertrag eingeführt, ab 2022.

Da muss die GEW am Wochenende liefern!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 22.11.2021 07:45
Da es keine tarifliche Regelung gibt, ist der Weg für eine außertarifliche nicht nur geöffnet, es ist der einzige Weg. AT-Verträge werden dazu ja auch geschlossen, u.a. zieht man die Werte für die E15ü heran. Oder das, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber aushandeln.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 22.11.2021 07:46
Haben Arbeitnehmer eigentlich Anspruch "ihre" Tätigkeitsbeschreibung bei der Personalabteilung anzufordern und zugeschickt zu bekommen? Muss der Vorgesetzte zustimmen oder in Kenntnis gesetzt werden?

Ein solcher Anspruch existiert nicht. Der Arbeitgeber muß lediglich § 2 NachwG nachkommen. Wie der Arbeitgeber sich intern selbst organisiert, ist weitestgehend ihm überlassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 22.11.2021 07:49
Da es keine tarifliche Regelung gibt, ist der Weg für eine außertarifliche nicht nur geöffnet, es ist der einzige Weg. AT-Verträge werden dazu ja auch geschlossen, u.a. zieht man die Werte für die E15ü heran. Oder das, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber aushandeln.

Der Vorteil der Tarifbindung liegt doch unter anderem darin, dass ich als Einzelner eben nichts individuell aushandeln muss, sondern verbindliche Regelungen greifen sollten. Daher E16...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: XTinaG am 22.11.2021 07:57
Ob das von Vorteil oder Nachteil ist, insbesondere dann, wenn die tariflichen Bestimmungen als genaue und nicht etwa als Mindestbedingungen begriffen werden, liegt in der Qualität und Marktwert des jeweiligen Handlungssubjektes begründet.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 22.11.2021 08:00
Hier eine Mitteilung von verdi zur Demo am 25.11.


https://nrw.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++02f94b1a-4395-11ec-91ef-001a4a160100

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.11.2021 08:45
Auch in Bayern sind wieder Streiks angesetzt:

 https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/weitere-warn-streiks-im-oeffentlichen-dienst-geplant,SpEChYF
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: andreg am 22.11.2021 09:41

Zu den Lehrern: das Problem bei Ü15 Stellen ist schlicht und ergreifend: Es gibt im System keine andere Entsprechung. Sollte ein Bundesland einem angestellten Lehrer mehr Geld zahlen, als einem verbeamteten Lehrer in ähnlicher Position...


Auch einem verbeamteten Lehrer, der zum Schulleiter befördert wird, steht es doch frei, seinen Beamtenstatus aufzugeben und ein außertarifliches Gehalt zu verhandeln?
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: wossen am 22.11.2021 10:57
Ein solches selbstschädigendes Verhalten wird noch nie vorgekommen sein....So richtige Vorteile sehe ich durch die Einführung einer Stufe TVL 16 nicht - dann wird halt die gängige Praxis, auf einer A16-Stelle TVL-Ü 15 anzubieten (das wird doch sogar in Stellenaussschreibungen erwähnt), halt abgelöst - und TVL-Ü 15 wird TVL 16 genannt.

Die Unterschiede zu A 16 bleiben weiterhin riesig, auch stufengleiche Höhergruppierung würde das nur minimal ausgleichen.

So eine Strukturveränderung würde letztendlich nur Beamten nutzen - da dann natürlich überlegt werden wird, wie man die (vorgebliche) Besserstellung im Tarifvertrag der wenigen betroffenen Tarifbeschäftigten auf Beamte 'übertragen' könnte.

Kernproblem ist wirklich - es gibt keinerlei Probleme im Schulbereich, für Jobs im A15 oder A 16 Bereich auch irgendeinen Beamten zu finden (da ist Karriere auch schon richtig lukrativ, anders als im TB-Bereich), was hat der TB da für einen Verhandlungsspielraum? Dem wird ein Angebot gemacht - fertig, ja oder nein...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 22.11.2021 11:13
Man wird ja sehen für wen was nach den Verhandlungen raus springt. Wegen der aktuellen Inflation und Preissteigerungen muss jedoch mit jährlicher Steigerung von 3,x% gerechnet werden. Selbst diese 3, irgendwas bilden ja nicht die reale Inflation ab.

Auch sollte man die Stufe 6 in jeder Entgeltgruppe massiv erhöhen. In Gegensatz zu Stufe 5 ist hier die Steigerung beinahe schon lächerlich.

Die Jahressonderzahlung sollte auf 95 - 85 - 75% festgelegt und nicht mehr verändert werden oder man einigt sich für volles 13. Monatsgehalt für jeden.

Der öD wird in einigen Jahren, spätestens Anfang der 2030er Jahre, massive Personalprobleme durch Verrentung und Pensionierung bekommen. Wenn man da nicht nur noch größtenteils "Resterampe" mit einigen guten Mitarbeitern, die es durchaus zum Glück an vielen Stellen noch gibt, haben will sollte man nicht nur in der Bezahlung umdenken.

Alle reden immer von "Verwaltung 4.0" und Digitalisierung, nur will dafür niemand Mittel und Posten schaffen. Merke ich ja selbst bei mir "auf der Behörde". Die IT wird als lästiger Kostenfaktor angesehen und die meisten älteren Mitarbeiter mauern und behindert bzw. verhindern echten Fortschritt, da man es ja "schon die letzten 25 Jahre so gemacht hat". Bezahlt wird man dann als angeblich händeringend gesuchter Fachkraft unterdurchschnittlich und das Überstundenkonto wird gerne mal in der gesamten Abteilung dreistellig. Ansonsten könnten wir unser Arbeitspensum nicht bewältigen. "Warum tun wir das?" hatten wir uns mal neulich intern in der Abteilung gefragt. Jeder mag halt den anderen recht gern und man macht es für die Kollegen gerne. Man müsste jedoch vieles liegen lassen bzw. vor die Wand fahren lassen, damit es die Damen und Herren weiter oben mal merken dass sie nicht der Mittelpunkt des Universums sind...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 22.11.2021 11:15
Warum tut man sich so viel Mehrarbeit freiwillig an? Sind die Überstunden angeordnet? Wenn nein, sind es auch keine. Einfach nach 8h nach Hause gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.11.2021 11:27
Alle reden immer von "Verwaltung 4.0" und Digitalisierung, nur will dafür niemand Mittel und Posten schaffen.

Naja das ist doch auch logisch.
Aus Sicht der Politik und auch aus Sicht des Wahlvolkes soll Verwaltung 4.0 ja auch Mittel und Posten EINSPAREN!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: TVLer am 22.11.2021 11:27
Warum tut man sich so viel Mehrarbeit freiwillig an? Sind die Überstunden angeordnet? Wenn nein, sind es auch keine. Einfach nach 8h nach Hause gehen.

Also in meinem Arbeitsvertrag steht in etwa: "Der Beschäftigte ist im Rahmen begründeter dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von  Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."

Daher kann man nicht immer nur sagen, "ich hab jetzt 8 Stunden erfüllt und lasse den Stift fallen".

Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 22.11.2021 11:36
Warum tut man sich so viel Mehrarbeit freiwillig an? Sind die Überstunden angeordnet? Wenn nein, sind es auch keine. Einfach nach 8h nach Hause gehen.
Die Mehrarbeit ergibt sich aus Personalmangel und dass wir alle innerhalb der Abteilung ja auch ein Privatleben haben. Jeder muss mal irgendwann aus privaten Gründen weg, hat mal Urlaub und muss auch bis zum Stichtag die Überstunden wieder abbauen, ansonsten werden diese gestrichen. Wir machen es halt einfach, weil wir uns alle sehr mögen und schätzen (klingt vielleicht im ersten Moment etwas "doof"). Wir sind uns auch bewusst, dass oben nur ankommt "Ja reicht doch. Geht doch irgendwie". Wir haben jedoch beschlossen ab dem neuen Jahr vorwiegend Überstunden abzubauen und auch den Jahresurlaub zu nehmen. Dann bleibt halt mal was liegen und vielleicht kommt dann irgendwann oben an, dass wir doch zu wenige sind. Jeder lässt isch halt so gut ausnutzen wie er kann...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 22.11.2021 11:52
Warum tut man sich so viel Mehrarbeit freiwillig an? Sind die Überstunden angeordnet? Wenn nein, sind es auch keine. Einfach nach 8h nach Hause gehen.

Also in meinem Arbeitsvertrag steht in etwa: "Der Beschäftigte ist im Rahmen begründeter dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von  Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet."

Daher kann man nicht immer nur sagen, "ich hab jetzt 8 Stunden erfüllt und lasse den Stift fallen".

Begründete dienstliche Notwendigkeit ist für mich angeordnet -> Überstundenzuschläge.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 22.11.2021 12:28
Man wird ja sehen für wen was nach den Verhandlungen raus springt. Wegen der aktuellen Inflation und Preissteigerungen muss jedoch mit jährlicher Steigerung von 3,x% gerechnet werden. Selbst diese 3, irgendwas bilden ja nicht die reale Inflation ab.

Auch sollte man die Stufe 6 in jeder Entgeltgruppe massiv erhöhen. In Gegensatz zu Stufe 5 ist hier die Steigerung beinahe schon lächerlich.

Die Jahressonderzahlung sollte auf 95 - 85 - 75% festgelegt und nicht mehr verändert werden oder man einigt sich für volles 13. Monatsgehalt für jeden.


Volle Zustimmung!

Sockelbetrag für die unteren EG, mehr JSZ für die "oberen"!
Von mir aus kann die JSZ auch anteilig auf die monatliche Überweisung umgelegt werden. 
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.11.2021 12:37
Den Forderungen kann ich mich anschließen. Aufgeben könnte man im Gegenzug die Forderung nach stufengleicher Höhergruppierung und die Gelder für besagtes verwenden.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 22.11.2021 12:41
Aufgeben könnte man im Gegenzug die Forderung nach stufengleicher Höhergruppierung und die Gelder für besagtes verwenden.

Damit stehst du aber ziemlich alleine.
Zum Beispiel für die tarifangestellten Lehrerinnen und Lehrer ist die stufengleiche Höhergruppierung megawichtig!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.11.2021 12:53
Lehrer sind wohl eher überbezahlt, eine stufengleiche HG würde das Problem ja verschärfen. Die aktuelle HG Rückstufung fungiert als Korrektiv. Es sollte eine Deckelung greifen, auch bei Beamten. Hier müsste bei maximal A12 gedeckelt werden.
Die Lehrergehälter sind ja nur aus politischen Gründen so hoch wie sie es derzeit sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 22.11.2021 12:57
Aufgeben könnte man im Gegenzug die Forderung nach stufengleicher Höhergruppierung und die Gelder für besagtes verwenden.

Damit stehst du aber ziemlich alleine.
Zum Beispiel für die tarifangestellten Lehrerinnen und Lehrer ist die stufengleiche Höhergruppierung megawichtig!!!

Für die scheint sich nur niemand zu interessieren...
Titel: Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
Beitrag von: Highwaystar am 22.11.2021 13:05
Lehrer sind wohl eher überbezahlt, eine stufengleiche HG würde das Problem ja verschärfen. Die aktuelle HG Rückstufung fungiert als Korrektiv. Es sollte eine Deckelung greifen, auch bei Beamten. Hier müsste bei maximal A12 gedeckelt werden.
Die Lehrergehälter sind ja nur aus politischen Gründen so hoch wie sie es derzeit sind.