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offene Foren => TVöD Kommunen => Thema gestartet von: Emmi87 am 01.10.2021 08:33

Titel: Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 01.10.2021 08:33
Hallo zusammen,
gestern bin ich einkaufen gegangen und habe die üblichen Verdächtigen Nahrungsmittel gekauft und war früher meistens so bei einem Warenkorb von etwa 80 bis 100€ und gestern der Schock: 160€. Ich habe nachgeschaut: war jetzt nichts besonderes was jetzt außergewöhnlich sonst nicht in meinem warenkorb ist. Hat jemand ebenfalls das Gefühl das einiges wenn nicht sogar vieles teurer geworden ist ? Und irrgendwie find ich mich durch den Tarifabschluss ein wenig verarscht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 01.10.2021 08:53
Heizöl und Benzin.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TechnikerTB am 01.10.2021 08:54
Ja, der Tarifabschluss war nicht dolle. Aber was erwartest Du? Bist Du Gewerkschaftsmitglied?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Pham Nuwen am 01.10.2021 09:06
Hallo zusammen,
gestern bin ich einkaufen gegangen und habe die üblichen Verdächtigen Nahrungsmittel gekauft und war früher meistens so bei einem Warenkorb von etwa 80 bis 100€ und gestern der Schock: 160€.

Zumindest scheinst du durch relativ große Abstände schon sehr ökonomisch Nahrungsmittel einzukaufen. Respekt, wenn die Inflation zwischen zwei Einkäufen den Preis derart hochtreiben kann – da bist du wohl in etwa auf dem Niveau einer Kaktee/Sukkulente was den Kalorienumsatz angeht.

Aber wenn dein Name Max/Petra Mustermann ist, darfst du den zuständigen Behörden gerne diese dramatische Enthüllung kommunizieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 01.10.2021 09:21
Hallo zusammen,
gestern bin ich einkaufen gegangen und habe die üblichen Verdächtigen Nahrungsmittel gekauft und war früher meistens so bei einem Warenkorb von etwa 80 bis 100€ und gestern der Schock: 160€.

Ja gut... Wenn man nur Paprika und Tomaten kauft...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 01.10.2021 09:37
Bist Du Gewerkschaftsmitglied?

Was tut das zur Sache?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 01.10.2021 09:38
Naja, dann bestünde durch Austritt die Möglichkeit, unnötige Ausgaben zu vermeiden...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TechnikerTB am 01.10.2021 09:40
bzw. durch Eintritt für einen höheren Tarifabschluss zu kämpfen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 01.10.2021 09:45
Inwiefern würde das durch einen Eintritt realisiert?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TechnikerTB am 01.10.2021 09:57
Masse halt.
wenn nur ein paar `Hansels´vorm Rathaus/Kreishaus usw. demonstrieren kommt halt nicht viel.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 01.10.2021 10:03
Masse halt.
wenn nur ein paar `Hansels´vorm Rathaus/Kreishaus usw. demonstrieren kommt halt nicht viel.

Warum sollte man sich von Demonstrationen beeindrucken lassen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 01.10.2021 10:03
Inwiefern wären irgendwelche Warnwestendeppen ein wirksames oder auch nur relvantes Mittel zur Durchsetzung tariflicher Forderungen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TechnikerTB am 01.10.2021 10:16
Ist klar.  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 01.10.2021 10:18
Ist klar.  8)
Welche der beiden aufgeworfenen, berechtigten Fragen soll dies beantworten?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 01.10.2021 10:24
...apropos Inflation:

mein Stromversorger teilt mir heute per Mail mit, dass er leider die Preise erhöhen muss und sich meine monatliche Abschlagszahlungen zum 01.11.21 um schlappe 62% erhöhen werden...

...habe direkt von meinem Sonderkündigungsrecht gebrauch gemacht ... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TechnikerTB am 01.10.2021 10:34
Ist klar.  8)
Welche der beiden aufgeworfenen, berechtigten Fragen soll dies beantworten?

beide.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 01.10.2021 10:35
Dann hast Du leider mal wieder versagt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 01.10.2021 10:45
Eben. Primäre Arbeitskampfmaßnahme der AN-Seite ist der Streik. Dabei handelt es sich um Arbeitsniederlegungen - und nicht um Warnwestendeppen, die Gewerkschaftsfolklore betreiben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 01.10.2021 13:26
Heizöl und Benzin.

Holz, Gas, Kaffee...die üblichen Lebensmittel nicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 05.10.2021 10:04
Nun hat Verdi seit Einführung des TVÖD nicht gerade mit guten Abschlüssen geglänzt, auch wenn gebetsmühlenartig nach jedem Abschluss und Tagung bis tief in die Nacht der Abschluss als bestes Ergebnis aller Zeiten verkündet wird.
Hinzu kommt dass zu Lasten von etwas höher eingruppierten, diese fake Abschlüsse erkauft wurden.

Es gibt keinen Grund in solch eine Gewerkschaft einzutreten, welche mit Verlaub seit Jahrzehnten Mist baut!!!

Egal, bei welcher Verhandlungsrunde, egal wie gerade die Wirtschaft boomte, immer wieder die gleichen faden Ausreden und mickrigen Abschlüsse.
Wenn schon mal eine größere Zahl verkündet wurde, hat man gleichzeitig an anderen Stellen gekürzt (JSZ, Altersvorsorge etc.)   
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Trix am 05.10.2021 10:18
Bestimmt meinst du mit "größere Zahl" die Anzahl Monate bei der Laufzeit des Tarifabschlusses!!??  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 05.10.2021 10:46
Laufzeit des Tarifabschlusses!!??  8)

Die ist in der Tat stetig gewachsen ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BBBB am 05.10.2021 12:08
Bestimmt meinst du mit "größere Zahl" die Anzahl Monate bei der Laufzeit des Tarifabschlusses!!??  8)

War es in der Tarifrunde 2018 nicht so, dass die Forderung 6% waren und sogar 7,34% (durchschnittlich) rausgekommen sind? War also ein Riesenerfolg.

Man muss nur verschweigen, dass die 6% für 12 Monate gefordert waren und die 7,34% dann für 30 Monate galten und viele Beschäftigten - gerade langjährige - weniger bekamen... :-X
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 06.10.2021 13:03
Bestimmt meinst du mit "größere Zahl" die Anzahl Monate bei der Laufzeit des Tarifabschlusses!!??  8)

War es in der Tarifrunde 2018 nicht so, dass die Forderung 6% waren und sogar 7,34% (durchschnittlich) rausgekommen sind? War also ein Riesenerfolg.

Man muss nur verschweigen, dass die 6% für 12 Monate gefordert waren und die 7,34% dann für 30 Monate galten und viele Beschäftigten - gerade langjährige - weniger bekamen... :-X
Gebetsmühlenartiges Wiederholen der bekannten Kritikpunkte ändert aber eben leider auch nichts.
Auch die kommenden Gespräche nach Auslaufen des aktuellen Tarifabschlusses werden nicht anders enden.
Noch schlimmer - so wie Weihnachten jedes Jahr stets völlig unerwartet plötzlich vor der Tür steht - wird auch diesbezüglich vor Ende Dezember 2022 nix vorbereitet passieren. Die übliche Vetröstung dann im Januar 2023.
Und irgendwann Ende Frühjahr 2023 das "erste und nach langer Anstrengung vorgelegte Angeot der AG" ...
Dejavu. Parallel die Beschuldigungen, dass wir eh schon immer viel zu viel verdienen und nicht so gierig sein sollen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 06.10.2021 13:07
Parallel die Beschuldigungen, dass wir eh schon immer viel zu viel verdienen und nicht so gierig sein sollen.
Zieht sich wirklich jemand diesen Schuh an?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 06.10.2021 13:09
Ja, ...Verdi ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Falke007 am 07.10.2021 09:20
Hallo zusammen,
gestern bin ich einkaufen gegangen und habe die üblichen Verdächtigen Nahrungsmittel gekauft und war früher meistens so bei einem Warenkorb von etwa 80 bis 100€ und gestern der Schock: 160€. Ich habe nachgeschaut: war jetzt nichts besonderes was jetzt außergewöhnlich sonst nicht in meinem warenkorb ist. Hat jemand ebenfalls das Gefühl das einiges wenn nicht sogar vieles teurer geworden ist ? Und irrgendwie find ich mich durch den Tarifabschluss ein wenig verarscht.

Vor gestern warst du das letzte Mal wann einkaufen?
Kaum vorstellbar, dass die gleichen Produkte innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens so gestiegen sein sollen..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.10.2021 10:42
...mit früher meint er wahrscheinlich vor der Euro-Umstellung... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 07.10.2021 10:57
DENK MIR DOCH EINER AN DIE TOMATEN!!!!!!!
"Bei den Erzeugnissen des Gemüse- und Gartenbaus betrug die Preissteigerung im April 2021 gegenüber April des Vorjahres 16,1 %. Ausschlaggebend hierfür waren erneut unter anderem die gestiegenen Preise für Pflanzen und Blumen (+20,3 %). Diese Entwicklung ist auf ein knappes Angebot und eine vermutlich durch Corona bedingte hohe Nachfrage zurückzuführen. Beim Gemüse (+13,5 %) stiegen insbesondere die Preise für Tomaten (+42,6 %), deren Saison im April anlief."
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 07.10.2021 10:59
Wenn der Tomatenstrauch aufm Balkon zum Asset wird  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 07.10.2021 11:04
Wenn der Tomatenstrauch aufm Balkon zum Asset wird  ;D
Amateur, ich mach jetzt in Gewächshäuser ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 07.10.2021 11:25
Wenn der Tomatenstrauch aufm Balkon zum Asset wird  ;D
Amateur, ich mach jetzt in Gewächshäuser ;D
;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 07.10.2021 11:43
Für die Tomatenscheibe auf dem Burger reicht auch eine 1,5% Erhöhung ;)

In knapp 3 Monaten gibt es ja schon wieder ein fettes Gehaltsplus ;D

Ob Verdi bald wieder Umfragen für die Tarifverhandlungen 2022 durchführt?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 07.10.2021 11:48
Ok ich muss sagen das wir wirklich viel Gemüse und Obst essen da wir überwiegend vegetarisch leben.
Eine Gurke kostet mittlerweile 89 Cent ein Kilo Tomaten wie schon gesagt 50% teurer. Dazu kommen noch das andere Gemüse und Obst. Auf einen Schlag ist es wahrscheinlich nicht teurer geworden sondern schleichend. Ich habe bestimmt das erste mal nach etwa 4 Monaten einen Großeinkauf getätigt, sonst in letzter Zeit so klein Einkäufe. Aber man sieht ja anhand der Energiepreise und dann Lebensmittel Preise das es steil nach oben geht. Ja ich bin Gewerkschaftsmitglied und bin im TVÖD im oberen Drittel der Tabelle. Uns geht es gut: wir können es uns noch leisten, aber ich weiß wie es ist im unteren Drittel des TVÖD ist, da ich mein komplettes Arbeitsleben im ÖD arbeite. Die Verdienste sind nicht die besten und deswegen bin ich auch in der Gewerkschaft geblieben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 07.10.2021 12:00
Na, dann ist der erste Schritt doch der Gewerkschaftsaustritt, das erhöht bspw. bei der Beendigung der Verdi-Mitgliedschaft das verfügbare Netto um 1% des Bruttoentgelts.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 07.10.2021 12:10
Der Gewerkschaftsaustritt ist keine Option. Dafür haben wir der Gewerkschaft Zuviel zu verdanken im Allgemeinen. Es gibt viele Arbeitnehmer die sich eine Option auf Gewerkschaftseintritt wünschen aber aufgrund der Arbeitgeber nicht können. Gewerkschaften sind nur so stark wie ihre Anzahl der Mitglieder und im Bekanntenkreis habe ich schon vieles erlebt wie sich manch ein Arbeitgeber von der tarifunion verabschiedet hat. Klar macht die Gewerkschaft nicht immer eine Gute Figur, aber nur weil es mal schlecht läuft kehrt man der Gewerkschaft nicht den Rücken. Immerhin sehe ich in Deutschland auch nicht gerade die rosige Zukunft der Demokratie und trotzdem kehre ich der Demokratie nicht den Rücken.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 07.10.2021 12:15
Das ist alles nachvollziehbar und sehr lobenswert. Die Tarifautonomie ist ein hohes und wichtiges Gut.

Aber wenn ich z. B. gute Information haben möchte, nehme ich auch nicht die BILD, sondern z. B. die Zeit.  ;)


Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 07.10.2021 12:19
Ich wüßte nicht, was wir Gewerkschaften zu verdanken hätten - noch könnte ein AG einen Gewerkschaftsbeitritt eines AN verhindern noch wäre die Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften an deren Mitgliederzahl geknüpft, siehe Organisationsgrad in Frankreich. Zudem läuft es nicht mal schlecht, sondern Gewerkschaften sind konsequent nutz-, sinn- und fruchtlos. Man braucht sie nur, um überhaupt Tarifverträge schließen zu können, ansonsten wäre Verdis einziger Sinn die Organisation von Steineschmeißerfahrten nach Hamburg - und die des dbb der Betrieb der dbb Akademie.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 07.10.2021 12:23
Die Verdienste sind nicht die besten und deswegen bin ich auch in der Gewerkschaft geblieben.

Die Verdienste gehören im Verhältnis zu den Anforderungen mit zu den Besten.

Ein EG2er kommt in der Endstufe auf einen Stundenlohn von über 16€ + fette JSZ. Das hat so mancher Handwerker nicht.

Verdammt, ich hab mich weiter oben vertan. Das fette Gehaltsplus kommt ja erst im April 22...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.10.2021 12:27
Die Verdienste sind nicht die besten und deswegen bin ich auch in der Gewerkschaft geblieben.

Die Verdienste gehören im Verhältnis zu den Anforderungen mit zu den Besten.

Ein EG2er kommt in der Endstufe auf einen Stundenlohn von über 16€ + fette JSZ. Das hat so mancher Handwerker nicht.
Und beim E1er muss selbst in der Einstiegsstufe nichts geändert werden, wenn wir den Mindestlohn von 12€ bekommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 07.10.2021 12:48
Ok ich muss sagen das wir wirklich viel Gemüse und Obst essen da wir überwiegend vegetarisch leben.

Auf den Verbraucherpreis reduziert wäre SchniPoSa die bessere wahl gewesen...
Zugegeben, das mit den Tomaten war ein bissl unfair... Die kostet im Juli 21 auch 30% weniger als im April 21...

btw: Gibt's eigentlich noch den fortgeschriebenen Chilli con Carne Index??? Letztes Ergebnis ist aus 2020...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 07.10.2021 12:57
Ich wüßte nicht, was wir Gewerkschaften zu verdanken hätten - noch könnte ein AG einen Gewerkschaftsbeitritt eines AN verhindern noch wäre die Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften an deren Mitgliederzahl geknüpft, siehe Organisationsgrad in Frankreich. Zudem läuft es nicht mal schlecht, sondern Gewerkschaften sind konsequent nutz-, sinn- und fruchtlos. Man braucht sie nur, um überhaupt Tarifverträge schließen zu können, ansonsten wäre Verdis einziger Sinn die Organisation von Steineschmeißerfahrten nach Hamburg - und die des dbb der Betrieb der dbb Akademie.

Naja dann muss man ein wenig weit zurück schauen. Immerhin waren es die Gewerkschaften die Jahresurlaub, der Acht-Stunden-Tag, die Fünf-Tage Woche mit freiem Wochenende, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und vieles mehr eingeführt haben. Zwar alles im letzten Jahrhundert aber wer weiß ob wir nicht Zustände hätten wie in China und co.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 07.10.2021 13:00

[/quote]
btw: Gibt's eigentlich noch den fortgeschriebenen Chilli con Carne Index??? Letztes Ergebnis ist aus 2020...
[/quote]
Ja,Sollte es noch geben. Wird meistens im Januar berechnet
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 07.10.2021 13:01
Ich wüßte nicht, was wir Gewerkschaften zu verdanken hätten - noch könnte ein AG einen Gewerkschaftsbeitritt eines AN verhindern noch wäre die Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften an deren Mitgliederzahl geknüpft, siehe Organisationsgrad in Frankreich. Zudem läuft es nicht mal schlecht, sondern Gewerkschaften sind konsequent nutz-, sinn- und fruchtlos. Man braucht sie nur, um überhaupt Tarifverträge schließen zu können, ansonsten wäre Verdis einziger Sinn die Organisation von Steineschmeißerfahrten nach Hamburg - und die des dbb der Betrieb der dbb Akademie.

Naja dann muss man ein wenig weit zurück schauen. Immerhin waren es die Gewerkschaften die Jahresurlaub, der Acht-Stunden-Tag, die Fünf-Tage Woche mit freiem Wochenende, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und vieles mehr eingeführt haben. Zwar alles im letzten Jahrhundert aber wer weiß ob wir nicht Zustände hätten wie in China und co.

Nein, nichts von alledem haben Gewerkschaften eingeführt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 07.10.2021 13:06
Zwar alles im letzten Jahrhundert aber wer weiß ob wir nicht Zustände hätten wie in China und co.

China müsste doch der feuchte Traum eines jeden Sozialdemokraten und Gewerkschafters sein. Immerhin haben die schon den Sozialismus.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 07.10.2021 13:07
Nur in den aufständischen Festlandgebieten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 07.10.2021 13:29
Ich wüßte nicht, was wir Gewerkschaften zu verdanken hätten - noch könnte ein AG einen Gewerkschaftsbeitritt eines AN verhindern noch wäre die Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften an deren Mitgliederzahl geknüpft, siehe Organisationsgrad in Frankreich. Zudem läuft es nicht mal schlecht, sondern Gewerkschaften sind konsequent nutz-, sinn- und fruchtlos. Man braucht sie nur, um überhaupt Tarifverträge schließen zu können, ansonsten wäre Verdis einziger Sinn die Organisation von Steineschmeißerfahrten nach Hamburg - und die des dbb der Betrieb der dbb Akademie.


Dann eben dafür gekämpft.
Naja dann muss man ein wenig weit zurück schauen. Immerhin waren es die Gewerkschaften die Jahresurlaub, der Acht-Stunden-Tag, die Fünf-Tage Woche mit freiem Wochenende, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und vieles mehr eingeführt haben. Zwar alles im letzten Jahrhundert aber wer weiß ob wir nicht Zustände hätten wie in China und co.

Nein, nichts von alledem haben Gewerkschaften eingeführt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 07.10.2021 13:44
Vielleicht in gewerkschaftlicher Geschichtsklitterung und Folklore - wahrscheinlich münzt man da dann auch gleich Ford, Harkort usw. zu Gewerkschaftern um…
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bob Kelso am 07.10.2021 14:15

btw: Gibt's eigentlich noch den fortgeschriebenen Chilli con Carne Index??? Letztes Ergebnis ist aus 2020...
[/quote]
Ja,Sollte es noch geben. Wird meistens im Januar berechnet
[/quote]

Chilli sin Carne soll ab November 2021 bei Aldi im Sonderangebot zu erhalten sein!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 07.10.2021 14:43
Vielleicht in gewerkschaftlicher Geschichtsklitterung und Folklore - wahrscheinlich münzt man da dann auch gleich Ford, Harkort usw. zu Gewerkschaftern um…
... wie Ernesto Guevara vom Massenmörder zum Arbeiterführer oder Mutter Teresa vom Todesengel zur Heiligen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.10.2021 14:58
Zwar alles im letzten Jahrhundert aber wer weiß ob wir nicht Zustände hätten wie in China und co.

China müsste doch der feuchte Traum eines jeden Sozialdemokraten und Gewerkschafters sein. Immerhin haben die schon den Sozialismus.

...im dortigen Sozialismus sind auch Einige "sozialistischer" als Andere...

...kennt man eigentlich das Vermögen von Präsident Xi Jinping...würde mich nicht wundern, wenn er mehr auf dem Konto hätte als Bezos und Co. ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 07.10.2021 17:39
Ich wüßte nicht, was wir Gewerkschaften zu verdanken hätten - noch könnte ein AG einen Gewerkschaftsbeitritt eines AN verhindern noch wäre die Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften an deren Mitgliederzahl geknüpft, siehe Organisationsgrad in Frankreich. Zudem läuft es nicht mal schlecht, sondern Gewerkschaften sind konsequent nutz-, sinn- und fruchtlos. Man braucht sie nur, um überhaupt Tarifverträge schließen zu können, ansonsten wäre Verdis einziger Sinn die Organisation von Steineschmeißerfahrten nach Hamburg - und die des dbb der Betrieb der dbb Akademie.

Die Frage wäre historisch ja nicht, welche Vorteile durchgesetzt wurde, sondern welche Nachteile für die Arbeitnehmer nicht entstanden sind. Gewerkschaftsarbeit ist Kämpfen am Bodensatz.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 07.10.2021 17:42
Nein, Gewerkschaftsarbeit ist kämpfen für den Bodensatz.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 08.10.2021 05:48
Ohne den Bodensatz müssen die oberen Zehntausend ihre Schlüpper selber waschen.
-Korrespondenzen selber schreiben
-Abwasser Rohre reinigen
-Angebote einholen
-Haare aus dem Abfluss holen
-etc........
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 08.10.2021 06:04
Das ist zutreffend. Es geht ja auch nicht darum, ihn abzuschaffen. Wir sind ja hier nicht bei der Linkspartei, wo der Klassenfeind erschossen werden soll.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 08.10.2021 06:11
Ich wüßte nicht, was wir Gewerkschaften zu verdanken hätten

dann gönn ihm doch die kleinen Annehmlichkeiten die er durch die Gewerkschaften erhält und gönn den Gewerkschaften ihre Daseinsberechtigung.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 08.10.2021 06:21
Inwiefern sollte ich etwas zu meinem Nachteil hinnehmen oder den Gewerkschaften etwas gönnen, was sie ohnehin nicht haben?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 08.10.2021 07:06
Dem von dir so benannten "Bodensatz", mutmaßlich TB´s zwischen E1 und E8, solltest du Arbeitsbedingungen und ein Solitär gönnen welches ihr Überleben sichert.
Womöglich oberhalb eines Harzers so das deine Schlüpper gewaschen, Korrespondenzen geschrieben........werden. 

PS: Ist die Bezeichnung "Bettpfannenleerer" für Pflegepersonal war auch mal deine Wortschöpfung.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 08.10.2021 07:25
Erneut stellt sich die Frage, warum ich etwas hinnehmen sollte, das zu meinem Nachteil ist.

Und erneut lügst Du, denn der „Bettpfannenleerer“ war die Wortschöpfung von @Mond6 (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,113268.msg159567.html#msg159567).
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 08.10.2021 07:44

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Antw:persönlicher Umgang im Forum untereinander
« Antwort #79 am: 24.01.2020 15:01 »
Also hast Du - wie üblich - Beiträge ohne jedweden Nutzen abgesondert. Tatsächlich ist mein Interesse ungebrochen - es hat aber nicht Dich zum Ziel. Vielmehr interessiert es mich, wie lange die 1200 Menschen auskommen, ohne daß Du ihre Bettpfannen leerst.



Vielen Dank für das verlinken des Tread`s der dich selbst des Lügens entlarvt...

Inwiefern ist es für dich von Nachteil das dir Mitarbeitende einfache und einfachste Aufgaben abnehmen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 08.10.2021 07:48
In deinem Zitat wird Niemand als Bettpfannenleerer bezeichnet ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 08.10.2021 07:50

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Antw:persönlicher Umgang im Forum untereinander
« Antwort #79 am: 24.01.2020 15:01 »
Also hast Du - wie üblich - Beiträge ohne jedweden Nutzen abgesondert. Tatsächlich ist mein Interesse ungebrochen - es hat aber nicht Dich zum Ziel. Vielmehr interessiert es mich, wie lange die 1200 Menschen auskommen, ohne daß Du ihre Bettpfannen leerst.



Vielen Dank für das verlinken des Tread`s der dich selbst des Lügens entlarvt...

Inwiefern ist es für dich von Nachteil das dir Mitarbeitende einfache und einfachste Aufgaben abnehmen?

Und wo genau schöpfe ich dort das Wort "Bettpfannenleerer"? Es ist schon schön, wie Du Dich intellektuell ständig selbst entleibst.

Niemand hat behauptet, es sei von Nachteil für mich, daß wer auch immer mir einfache und einfachste Aufgaben abnimmt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 08.10.2021 08:18
Wenn die Frage: "Reparierst du Autos" gestellt wird, besteht dann die Möglichkeit zu vermuten das der Adressat ein Mechatroniker ist?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Spid am 08.10.2021 08:41
Möglich - aber unerheblich. In der neuerlichen Vorbringung hätte der Fragesteller auch nicht das Wort "Mechatroniker" gebraucht - oder gar geschaffen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 29.12.2021 21:01
Und nun? Wo sind wir 3 Monate später gelandet:
Doch bei gefühlten 25 Prozent Inflation.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 02.01.2022 13:49
Stolze große Ankündigung auf allen Kanälen - in 2022 Lohnsteigerung mindestens 4,7% in allen Branchen und ganz besonders im Dienstleistungssektor - also auch ÖD. Da bin ich mal mega gespannt, ob Ende 2022 unsere Verhandlunsgführer zu erkämpfe versuchen "4,7% binnen 3 Jahre Laufzeit angestrebt" ... Ich glaub nicht, dass irgendjemand etwas anderes erwartet oder tatsächlich dabei raus kommen wird ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 02.01.2022 13:53
Wenn der Motor wieder einigermaßen brummt gibt es bestimmt wieder die üblichen 2,1-2,35% per anno.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 05.01.2022 10:27
Stolze große Ankündigung auf allen Kanälen - in 2022 Lohnsteigerung mindestens 4,7% in allen Branchen und ganz besonders im Dienstleistungssektor - also auch ÖD. Da bin ich mal mega gespannt, ob Ende 2022 unsere Verhandlunsgführer zu erkämpfe versuchen "4,7% binnen 3 Jahre Laufzeit angestrebt" ... Ich glaub nicht, dass irgendjemand etwas anderes erwartet oder tatsächlich dabei raus kommen wird ...

Es wäre ein Novum, wenn Verdi solche Vorlagen nutzen würde.
Es gibt etliche Beispiele der vergangenen Verhandlungsrunden, mit ähnlichen Konstellationen und nichts, absolut nichts ist hiervon genutzt worden.
Immer wieder die gleichen Parolen und immer wieder die gleichen Reaktionen/Antworten.
Verdi verkündet das eine deutliche Erhöhung notwendig ist, die AG lehnen dies ab und bezeichnen es als völlig maßlos. Ein Gegenangebot wird nicht abgegeben und Verdi verzieht sich schmollend in die Ecke.
Nach 3 Verhandlungsrunden, wird in der letzten Runde bis tief in die Nacht getagt und das Beste Ergebnis aller Zeiten präsentiert.
Nullrunden für die Arbeitnehmer, Einmalzahlungen und vorhandene Probleme werden nicht mal ansatzweise diskutiert. Mit der Sicherheit des öffentlichen Dienstes wird seit Jahrzehnten argumentiert und dies rechtfertigt wahrscheinlich auch die rd. 20% geringeren Löhnen (IT-Bereich, technischen Bereich, Ingenieure).
Etliche Stellen bleiben weiterhin unbesetzt. Es wird kein Personal mehr gefunden. Im technischen Bereich gibt es noch nicht mal mehr Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen..................aber alles ist super und der öffentliche Dienst ist toll.

Einfach nur noch lächerlich!!!!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 05.01.2022 11:32
Interessant ist auch noch, dass wohl einzelne Gerichte der Auffassung sind, dass die Alimentation der Beamten zu niedrig sei. (Hessen)

Nun ja, liebe Verdi.
Sollte dem so sein und die Gehälter müssen angehoben werden, was ist mit den Angestellten?
Ich nehme mal wieder das Paradebeispiel "Lehrer" A13 zu E13, in der gleichen Schule, gleiche Ausbildung, gleiche Tätigkeiten. Hier reden wir bereits jetzt über 500€ netto/Monat weniger für den Angestellten.
Wann werden die TVÖD Gehälter endlich dem Markt angepasst und zwar nicht mit lächerlichen Einmalzahlungen und weiteren Verschlechterungen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 05.01.2022 11:49
Ja, der Tarifabschluss war nicht dolle. Aber was erwartest Du? Bist Du Gewerkschaftsmitglied?

Bei dem Tarifabschluss weiß ich auch genau, warum ich kein Gewerkschaftsmitglied bin.

Meine persönliche Inflationsrate liegt diesen Januar bei 14,4%.

Und ich weiß noch nicht was mich dieses und nächstes Jahr bzgl. der Nebenkostenabrechnung noch erwartet, denn zusätzlich zu den unfassbar gestiegenen Heizkosten wurden auch sämtliche Gebühren (Wasser, Schmutzwasser, Abfall und Grundsteuer) erhöht.

Ich rechne zum Jahreswechsel 2022/2023 mit einer persönlichen Inflationsrate von um die 20%.

Merke es grad halt ganz besonders an den alltäglichen Dingen.

Heute Morgen beim Bäcker gewesen. Käsestange geholt wie ich es 1-2 mal pro Woche mache. Kostet jetzt 1,20€. Letztes Jahr noch 1€.

Gerade für den langen Mittwoch eine Pizza um die Ecke bestellt. Letztes Jahr noch 5€. Jetzt 6€.

Und so zieht sich das durch sämtliche Lebensbereiche.

Aber hey, mit meinem 1% Plus kann ich mir ja fett was leisten jetzt.

Verdi müsste am Jahresende mit einer Forderung von mal "MINDESTENS" 10% auf 12 Monate reingehen, damit man am Ende vielleicht mal mit 5% rauskommt.

Zusätzlich eine neue Zulage für IT + Ingenieure schaffen die mindestens 10% der EG ausmacht oder IT und Ingenieure pauschal zwei EGs höher ansiedeln als bisher.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2022 12:06
Interessant ist auch noch, dass wohl einzelne Gerichte der Auffassung sind, dass die Alimentation der Beamten zu niedrig sei. (Hessen)
Nicht sei, sondern BVerG hat festgestellt, dass
a) Die Besoldung der untersten A Besoldungen unterhalb vom H4 Satz liegt, muss angehoben werden auf min 15% über Grundversorgung (so rund 10T€ mehr für die 4 Kopfbeamtenfamilie in A5)
b) der Kinderzuschlag ab Kind 3 asozial niedrig ist, Zuschlag muss die höhe haben, dass die Grundbedürfnisse dieser Kinder damit gedeckt sind
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 05.01.2022 13:03
Interessant ist auch noch, dass wohl einzelne Gerichte der Auffassung sind, dass die Alimentation der Beamten zu niedrig sei. (Hessen)

Nun ja, liebe Verdi.
Sollte dem so sein und die Gehälter müssen angehoben werden, was ist mit den Angestellten?
Ich nehme mal wieder das Paradebeispiel "Lehrer" A13 zu E13, in der gleichen Schule, gleiche Ausbildung, gleiche Tätigkeiten. Hier reden wir bereits jetzt über 500€ netto/Monat weniger für den Angestellten.
Wann werden die TVÖD Gehälter endlich dem Markt angepasst und zwar nicht mit lächerlichen Einmalzahlungen und weiteren Verschlechterungen?

Gibt dem Lehrer noch eine Frau und 3 Kinder und die Post geht ab  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: pommes am 05.01.2022 13:34
Interessant ist auch noch, dass wohl einzelne Gerichte der Auffassung sind, dass die Alimentation der Beamten zu niedrig sei. (Hessen)

Nun ja, liebe Verdi.
Sollte dem so sein und die Gehälter müssen angehoben werden, was ist mit den Angestellten?
Ich nehme mal wieder das Paradebeispiel "Lehrer" A13 zu E13, in der gleichen Schule, gleiche Ausbildung, gleiche Tätigkeiten. Hier reden wir bereits jetzt über 500€ netto/Monat weniger für den Angestellten.
Wann werden die TVÖD Gehälter endlich dem Markt angepasst und zwar nicht mit lächerlichen Einmalzahlungen und weiteren Verschlechterungen?

Gibt dem Lehrer noch eine Frau und 3 Kinder und die Post geht ab  ;D

Aber Problem: Er muss immer noch Lehrer sein :) SCNR
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 05.01.2022 14:04
Müssen ist ein tolles Schlagwort, mehr aber auch nicht.
Letztendlich müssen wir alle mal sterben, die einen früher, die anderen später.

Mir ist klar dass ein Vergleich A13 zu E13 wie Birnen zu Äpfel ist.

Aber:
In der gleichen Behörde, Schule, Gemeinde, beim gleichen Arbeitgeber sind nun mal diese Mitarbeiter beschäftigt. Der eine verbeamtet, der andere angestellt. Der Lehrer in A13/E13, der Amtsleiter in A13/E13 und noch so der eine oder andere Sachgebietsleiter, Ingenieur, IT´ler usw.
Nun möge man den eigenen Mitarbeitern doch erklären, warum die Arbeit des Angestellten dem Arbeitgeber gut 500€ netto/Monat weniger wert ist, als die des Beamten.
Je nach Kinderanzahl geht der Unterschied noch deutlich höher.

Ist ja auch nur ein Vergleich von Äpfel und Birnen und Verdi kommt nicht mal auf die Idee dies ändern zu wollen.
Im Gegenteil, es wird in den Mangelberufen auch noch in der Gehaltsstruktur gekürzt (z.B. Jahressonderzahlung).

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 05.01.2022 14:22
Warum sollte den AG das Netto des AN interessieren?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 01.03.2022 14:49
Was denkt ihr wie der "Warenkorb" demnächst angepasst wird um die Inflationsrate zu senken ? Mir fällte gerade nichts ein was günstiger geworden wäre und was man dann in Massen in den Warenkorb packen könnte.

Irgendwie müssen die AGs doch weiter begründen, dass wir nicht mehr Geld bekommen sollen. Wir immer schwerer wenn wir jetzt bald auf die 6% Inflation zugehen.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 01.03.2022 14:57
Die Inflation ist doch nur vorrübergehend. Die ist aktuell nur wegen den Energiepreisen so hoch. Weist du doch ;)

Edit: Zum 01.04. gibts ja ein fettes Plus. Bin mal gespannt ob Verdi dieses Jahr wieder lustige Umfragen startet.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 01.03.2022 15:00
..die einen fürchten um ihr Leben und die anderen um den Inflationsausgleich......die Welt ist irgendwie ungerecht ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: AnonymousMA am 01.03.2022 15:04
Also ich würde es begrüßen wenn wir für die neuen Tarifvertrag 15% auf 1-2 jahre kriegen.
Immerhin als ausgleich für die Inflation von letztes Jahr (4,9%) und dieses Jahr (vermutlich 5-6%) und die restliche % für die kommende 1-2 Jahre.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 01.03.2022 15:08
..die einen fürchten um ihr Leben und die anderen um den Inflationsausgleich......die Welt ist irgendwie ungerecht ::)

Und andere verhungern, verdursten oder ertrinken.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kühlschrank am 01.03.2022 15:09
Also ich würde es begrüßen wenn wir für die neuen Tarifvertrag 15% auf 1-2 jahre kriegen.

Begrüßen würde ich das auch. Das Ergebnis wird allerdings eher sein wie bei den letzten Abschlüssen:
Vorher viel heiße Luft und im Endeffekt max. 2-3%, am besten auf 3 oder mehr Jahre ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 01.03.2022 15:14
Was denkt ihr wie der "Warenkorb" demnächst angepasst wird um die Inflationsrate zu senken ? Mir fällte gerade nichts ein was günstiger geworden wäre und was man dann in Massen in den Warenkorb packen könnte.

Der Warenkorb besitzt ja bereits jetzt gewisse Stilblüten. Z. B. dass der technische Fortschritt bei Elektronik und Fahrzeugen trotz steigender Preise als inflationssenkend interpretiert wird. Denn, so die Argumentation, erhält der Kunde für den gestiegenen Preis ja auch viel mehr und bessere Funktionen.

Wer kennt als Verbraucher nicht die Situation: Der Laptop ist kaputtgegangen und man steht nun vor der Frage - kaufe ich mir das günstige Gerät mit Windows NT von Anfang der 90er oder doch lieber ein teures, aktuelles Modell mit Windows 10?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 01.03.2022 15:19
Also ich würde es begrüßen wenn wir für die neuen Tarifvertrag 15% auf 1-2 jahre kriegen.

Also ich würde es begrüßen wenn wir 2022 nochmal 15% Inflation bekommen und dafür...

..die einen fürchten um ihr Leben und die anderen um den Inflationsausgleich......die Welt ist irgendwie ungerecht ::)

Und andere verhungern, verdursten oder ertrinken.

...niemand mehr um sein Leben fürchten muss.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: XTinaG am 01.03.2022 15:31
Mir sind Menschen, die verhungern, verdursten, ertrinken oder sonstwie um ihr Leben fürchten müssen, grundsätzlich egal. Das passiert millionenfach ständig. Ein mental gesunder Mensch sollte eine gesunde emotionale Distanz zu Menschen, die er nicht kennt, haben und zudem eine hinreichende Resilienz gegenüber solchen Informationen über die Lebensumstände unbekannter Dritter besitzen. Deshalb kommt es mir darauf an, welche Vor- und Nachteile ich aus irgendwelchen Ereignissen habe. Und ich bin nicht bereit, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten. Wer etwas möchte, soll es selbst anleiern und die Kosten dafür tragen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 01.03.2022 15:33
...gut, dass ich solche Elemente ignorieren kann...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 01.03.2022 15:35
..die einen fürchten um ihr Leben und die anderen um den Inflationsausgleich......die Welt ist irgendwie ungerecht ::)

Es gibt schon immer und überall Menschen die um ihr Leben fürchten. Sterben. Hungern. Verdursten oder sonst irgendwas.

Ich kann daran leider nichts ändern, außer das ich mir die 10€ für die RTL Spendenhotline halt verkneiffen muss, weil ich weiß das mich bald ein Preis von 2€ für nen Liter Super erwartet und das bekomme ich halt dann nicht mehr bezahlt irgendwann, selbst wenn wir jetzt im April die unfassbar gigantische Erhöhung bekommen.

Ich würde auf den Inflationsausgleich oder eine Lohnerhöhung verzichten, wenn mir dafür der Weltfrieden garantiert wird. Leider stehen aber beide Dinge in keinem Zusammenhang :/
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 01.03.2022 16:04
Meine Energiepreise sind gesunken. Im prozentualen Anteil zum Einkommen sogar deutlich. In Bezug auf das Vermögen sogar äußerst deutlich.

Was haben basale Bedürfnisse mit Tarifverträgen zu tun, außerhalb einer taktischen Positionierung in der Verhandlung?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 01.03.2022 20:32
..doch nicht wegen der Höhergruppierung nach EG 10?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 01.03.2022 20:51
..doch nicht wegen der Höhergruppierung nach EG 10?

Nein, der Stromverbrauch ist massiv gesunken (40 % - frag nicht, warum) und Erdgas ist Festpreis. Als Konzertgänger hat man ja weiterhin weit weniger Fahrkilometer als vor Corona, also auch starke Einsparungen beim Sprit (Eintritt, Pommes, etc. noch nicht inkludiert). DAS sollte jedoch für viele Marktteilnehmer gelten.

Die Entwicklung am Immomarkt ist wohl bekannt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BBBB am 02.03.2022 08:18
Also ich würde es begrüßen wenn wir für die neuen Tarifvertrag 15% auf 1-2 jahre kriegen.
Immerhin als ausgleich für die Inflation von letztes Jahr (4,9%) und dieses Jahr (vermutlich 5-6%) und die restliche % für die kommende 1-2 Jahre.

Stell dir vor verdi geht mit der üblichen "6% für 12 Monate" Forderung in die Verhandlungen und die Arbeitgeberseite unterschreibt bereits am ersten Tag der Verhandlungen...  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kat am 02.03.2022 08:29
..doch nicht wegen der Höhergruppierung nach EG 10?

Nein, der Stromverbrauch ist massiv gesunken (40 % - frag nicht, warum) und Erdgas ist Festpreis. Als Konzertgänger hat man ja weiterhin weit weniger Fahrkilometer als vor Corona, also auch starke Einsparungen beim Sprit (Eintritt, Pommes, etc. noch nicht inkludiert). DAS sollte jedoch für viele Marktteilnehmer gelten.

Die Entwicklung am Immomarkt ist wohl bekannt.

Na ja, als Konzertgänger spart man vielleicht Sprit und Hotelkosten, dafür hat man den VEranstaltern schon seit 3 Jahren einen kostenlosen Kredit gewährt. Ich habe jedenfalls etliche hundert Euro an meiner Pinnwand hängen und bin sicher nicht die einzige.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 02.03.2022 08:44

Na ja, als Konzertgänger spart man vielleicht Sprit und Hotelkosten, dafür hat man den VEranstaltern schon seit 3 Jahren einen kostenlosen Kredit gewährt. Ich habe jedenfalls etliche hundert Euro an meiner Pinnwand hängen und bin sicher nicht die einzige.

Sicherlich schwierig, hier auch nur ein persönliches, wenn nicht gar objektives Fazit zu ziehen. Gab es da schon mal eine Auswertung zu den Ersparnissen wegen Corona? Gerade auch im Freizeitbereich. Hierzu zählt ja auch Urlaube oder Kurzausflüge.

Buchungen hatte ich auch vor Corona für mehrere Tausend Euro. Die meisten konnten eingelöst werden, waren dann aber teils auch sehr lange Kredite.

Aber inzwischen bucht man doch gar nicht mehr, gerade gesehen, dass Australian Pink Floyd Show auch wieder verschoben ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 02.03.2022 09:00

Aber inzwischen bucht man doch gar nicht mehr, gerade gesehen, dass Australian Pink Floyd Show auch wieder verschoben ist.

..die ist übrigens sehens- u. hörenswert...ich hatte vor einigen Jahren in Köln das Vergnügen...da kommt man als "alter" PinkFloyd- Fan auf seine Kosten... ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 02.03.2022 09:18

..die ist übrigens sehens- u. hörenswert...ich hatte vor einigen Jahren in Köln das Vergnügen...da kommt man als "alter" PinkFloyd- Fan auf seine Kosten... ;)

Ja, haben sie schon zweimal gesehen. Wirklich gut. Leider fällt die Verlegung in meine Woche mit Bereitschaftsdienst, den ich neuerdings habe. Finanziell hier doppelt gewonnen: Einnahmen wegen Bereitschaft, Kosten weggefallen. Läuft.

Da ich inzwischen bereits um die 50 bin, sind das auch wirklich Ersparnisse, da ich die ganzen Verschiebungen im Sommer wohl nicht nachholen werde. Das ist mir too much. Vor 20 Jahren hätte das noch anders ausgesehen. Da hätte man für alles irgendeinen Ersatz gefunden.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 02.03.2022 09:43
...ich bin mittlerweile "so alt", dass ich Pink Floyd 1976 live in der Dortmunder Westfalenhalle erlebt habe...und es war wirklich ein einmaliges Erlebnis...das war das erste Konzert, wofür man damals über 20 DM zahlen musste....Genesis gab´s für 13,50DM...heute gar nicht mehr vorstellbar 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 02.03.2022 09:45
Gott, Rentner hier im Forum!!!  ;) ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 02.03.2022 09:46
...na ja...2 Jahre bin ich noch aktiv... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 02.03.2022 10:10
Mir sind Menschen, die verhungern, verdursten, ertrinken oder sonstwie um ihr Leben fürchten müssen, grundsätzlich egal. Das passiert millionenfach ständig. Ein mental gesunder Mensch sollte eine gesunde emotionale Distanz zu Menschen, die er nicht kennt, haben und zudem eine hinreichende Resilienz gegenüber solchen Informationen über die Lebensumstände unbekannter Dritter besitzen. Deshalb kommt es mir darauf an, welche Vor- und Nachteile ich aus irgendwelchen Ereignissen habe. Und ich bin nicht bereit, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten. Wer etwas möchte, soll es selbst anleiern und die Kosten dafür tragen.

Deine Menschenverachtende Grundeinstellung hast du zur genüge in den letzten Jahren kundgetan. (XSpidTinaG)
Bleibt nur zu hoffen das im Falle eines Angriffskrieges auf D dein Haus als erstes Ziel ausgewählt wird.
Ich persönlich hoffe das zu diesem Zeitpunkt niemand im Haus ist. Das liegt wiederum in meiner Grundeinstellung das mir das Leben von mir unbekannten Menschen nicht gleichgültig ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: XTinaG am 02.03.2022 10:17
Ach ja, die typische Betroffenheitsschmierenkomödie. Sobald man Krieg, Hunger und Leid im Fernsehen sieht, ist jeder dabei mit irgendwelchen symbolisch-rituellen Handlungen in den Sozialen Netzwerken. Damit man sich auf die Schulter klopfen kann, man habe ja was getan. Hat man nicht. Auch unangemessene Betroffenheitsheuchlerei hilft niemanden. Es bleibt die erbärmliche Reaktion auf einen klitzleinen Ausschnitt des Leids auf der Welt, während einem der Rest scheißegal ist und bleibt. Bis er mal doch im Fernsehen zu sehen ist. Bigotte Heuchlerei mit moralinsaurem Geifer gegenüber jenen, die bei einem solchen Mist nicht mitmachen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: AnonymousMA am 02.03.2022 12:34
An @XtinaG + @Wdd3 + @was_guckst_du + @BAT, wieso geht IHR jetzt komplett am thema vorbei????

Bleib bitte bei dem Thema Tarifverhandlungen und die Inflation!!!

Euer gelaber könnt ihr woanders schieben.

Danke
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Pakart am 02.03.2022 13:53
An @XtinaG + @Wdd3 + @was_guckst_du + @BAT, wieso geht IHR jetzt komplett am thema vorbei????

Bleib bitte bei dem Thema Tarifverhandlungen und die Inflation!!!

Euer gelaber könnt ihr woanders schieben.

Danke

Eine Gruppe die keine Ahnung vom Thema hat, stimmt dem Ergebnis einer anderen Gruppe, die auch keine Ahnung davon hat, zu.
Wieso gehst Du komplett am Thema vorbei? Bleib doch bitte beim Thema Tariverhandlungen und die Inflation!!! Dein Gelaber kannst Du woanders schieben. Und Dir im übrigen auch irgendwo reinschieben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 02.03.2022 14:05
Inflation...Deflation...was solls? Hauptsache Italien... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 02.03.2022 15:36
..die einen fürchten um ihr Leben und die anderen um den Inflationsausgleich......die Welt ist irgendwie ungerecht ::)

Würdest du mir zustimmen, dass auch am 15.11.2018 Menschen um Ihr Leben gefürchtet haben?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 03.03.2022 06:36
..es bangen täglich Menschen un ihr Leben...auch am 15.11.2018...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Carnie am 03.03.2022 07:29
Mal zur Einordnung. Das  Institut für Internationale Konfliktforschung hat im Jahr 2020 21 Kriege registriert. Wo war da die Betroffenheit, die Spendensammlung, die Fähnchen auf Profilbildern. Ach stimmt war ja am anderen Ende der Welt, was ja bei heutigen Technologien nicht wirklich einen Unterschied macht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 03.03.2022 08:31
..es bangen täglich Menschen un ihr Leben...auch am 15.11.2018...

Nur das du dir an diesem Tag Gedanken um den Inflatiosnausgleich gemacht hast. 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 03.03.2022 08:42
Mal zur Einordnung. Das  Institut für Internationale Konfliktforschung hat im Jahr 2020 21 Kriege registriert. Wo war da die Betroffenheit, die Spendensammlung, die Fähnchen auf Profilbildern. Ach stimmt war ja am anderen Ende der Welt, was ja bei heutigen Technologien nicht wirklich einen Unterschied macht.

Es ist halt ein Unterschied ob sich irgendwo in Afrika ein paar Stämme auf die Mütze hauen, oder hier eine ehemalige Weltmacht einen Nachbarn mit 40 Mio Einwohnern platt machen will. Zudem sind es "nur" 700km Luftlinie.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 03.03.2022 08:47
Mir sind Menschen, die verhungern, verdursten, ertrinken oder sonstwie um ihr Leben fürchten müssen, grundsätzlich egal. Das passiert millionenfach ständig. Ein mental gesunder Mensch sollte eine gesunde emotionale Distanz zu Menschen, die er nicht kennt, haben und zudem eine hinreichende Resilienz gegenüber solchen Informationen über die Lebensumstände unbekannter Dritter besitzen. Deshalb kommt es mir darauf an, welche Vor- und Nachteile ich aus irgendwelchen Ereignissen habe. Und ich bin nicht bereit, zugunsten anderer auf etwas zu verzichten. Wer etwas möchte, soll es selbst anleiern und die Kosten dafür tragen.

Eventuell macht es aber doch einen Unterschied ob dieser unbekannte dritte im nahen Osten oder Afghanistan sitzt und Ihm unsere Werte und Lebensweise grundsätzlich eher fremd sind und er diese eigentlich eher ablehnt oder ob dieser unbekannte dritte mit der Waffe in der Hand aus freien Stücken eben genau diese Werte und Lebensweise die mir persönlich und meinen Nachkommen den Wohlstand und die Freiheit sichert an die wir uns so sehr gewöhnt haben in Europa verteidigt.
Das tangiert mich dann doch irgendwie.
 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 03.03.2022 08:50

Es ist halt ein Unterschied ob sich irgendwo in Afrika ein paar Stämme auf die Mütze hauen, oder hier eine ehemalige Weltmacht einen Nachbarn mit 40 Mio Einwohnern platt machen will. Zudem sind es "nur" 700km Luftlinie.

Es ging aber nicht um die Meta- sondern um die Objektebene.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 03.03.2022 10:55
..es bangen täglich Menschen un ihr Leben...auch am 15.11.2018...

Nur das du dir an diesem Tag Gedanken um den Inflatiosnausgleich gemacht hast.
...so lange ist das schon her?...

...wenn es hier nicht so viele Aufpasser gäbe, die meine Beitäge offensichtlich für so weltbewegend halten, dass sie darüber offensichtlich Buch führen, ginge doch viel Bedeutendes verloren... :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Dumdidum am 09.03.2022 06:07
Formel und Ergebnis der nächsten Tarifverhandlungen:

Forderung:
x% * 12m

Ergebnis
x/2% * 12*3m

Wenn die Gewerkschaften Mut beweisen fordern sie 10 Prozent und die Formeln passen. Wenn sie nur 6 Prozent fordern, dann machen wir aus der 3 in der Ergebnisformel eine 2.

Unglaublich wie schlecht Verdi "Jahr für Jahr" verhandelt und sich dann wundert dass kaum noch jemand Mitglied werden will.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 09.03.2022 08:38


Unglaublich wie schlecht Verdi "Jahr für Jahr" verhandelt

Ich wäre schon froh, wenn sie nahezu jedes Jahr über mein Gehalt verhandeln würden.  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 09.03.2022 11:50
Es ist halt ein Unterschied ob sich irgendwo in Afrika ein paar Stämme auf die Mütze hauen, oder hier eine ehemalige Weltmacht einen Nachbarn mit 40 Mio Einwohnern platt machen will. Zudem sind es "nur" 700km Luftlinie.
Auch wenn man vermutlich auf keinen Fall daraus hinweise darf:  meine Vorfahren kamen damals  als in jeder Hinsicht unerwünschte Leute  (Frauen mit kleinen Kindern, keine Männer - die waren weit weg mit Granatensplittern verletzt in Gefangenschaft) aus Schlesien - zu Fuß. Keine Hilfe. Kein Mitleid. An der Oder/Neiße wurden sie aufgefordert, in den Fluss zu springen zwecks Verkürzung des Leidens. Der Dreck unterm Fingernagel wurde nicht gegönnt. Auf keinen Fall davon erzählen - weil nicht weiter als bis in die spätere DDR gekommen (weil schlichtweg keine Kraft mehr nach vielen hunderten Kilometern Fußmarsch! 3 der 8 Kinder starben unterwegs!)
Seitdem werden wir permanet aufgefordert sich und alle kommende Gerantionen dafür zu schämen, als Detsche geboren zu sein.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 09.03.2022 12:27
Es gibt eine Verbindung zu den Ostflüchtlingen und den Ukrainern.

Der Umstand der Migration war hier seinerzeit egal. Katholiken wurden gerne genommen, Protestanten wurde höchstens eine Neusiedlung außerhalb der Gemeinden zugebilligt.

Aber dennoch sehe ich keine wirklich Basis für höhere Tarifforderungen. Tarife sind dafür vorgesehen, mindestens den Lebensbedarf inklusive goßzügiger Schwankungen abzudecken. Sollte dem nicht so sein, kann man sich Gewerkschaften bzw. die Tariffreiheit sparen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: ITheini am 09.03.2022 12:53
Formel und Ergebnis der nächsten Tarifverhandlungen:

Forderung:
x% * 12m

Ergebnis
x/2% * 12*3m

Das trifft es leider ganz gut...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 09.03.2022 14:28
Jetzt hört doch auf zu schimpfen und gönnt den Verdi Bonzen die "Verhandlungen bis Tief in die Nacht" mit "den Besten Ergebnissen aller Zeiten".

Da die Ergebnisse wohl mehrheitlich von den Mitgliedern abgesegnet werden, scheinen diese wohl nicht so schlecht zu sein und wir im Forum haben halt keine Ahnung.

Auch bei den nächsten Tarifverhandlungen wird es das gleiche Szenario geben und es werden wieder die Besten Ergebnisse aller Zeiten präsentiert.

10% reichen mittlerweile nicht mehr aus, um vor allem in technischen Bereichen, eine marktgerechte Vergütung auch nur annähernd zu erreichen. Hier reden wir von über 20% und 100% JSZ

Was macht die Gewerkschaft? 2% und weitere Kürzungen (JSZ, Zusatzversorgung etc.)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 09.03.2022 16:52
Jetzt hört doch auf zu schimpfen und gönnt den Verdi Bonzen die "Verhandlungen bis Tief in die Nacht" mit "den Besten Ergebnissen aller Zeiten".

Da die Ergebnisse wohl mehrheitlich von den Mitgliedern abgesegnet werden, scheinen diese wohl nicht so schlecht zu sein und wir im Forum haben halt keine Ahnung.

Auch bei den nächsten Tarifverhandlungen wird es das gleiche Szenario geben und es werden wieder die Besten Ergebnisse aller Zeiten präsentiert.

10% reichen mittlerweile nicht mehr aus, um vor allem in technischen Bereichen, eine marktgerechte Vergütung auch nur annähernd zu erreichen. Hier reden wir von über 20% und 100% JSZ

Was macht die Gewerkschaft? 2% und weitere Kürzungen (JSZ, Zusatzversorgung etc.)

Kann das nur unterstreichen. War heute in einem Meeting zum Thema Jobbike dabei. Ein Vertreter unserer obersten Dienstbehörde hat sein Veto eingelegt, weil durch die Entgeltumwandlung die Rentenanwartschaft der Betroffenen so stark sinken werden, dass man sie vor Altersarmut bewahren muss und deshalb kein Jobbike anbieten kann =) =) =)

Kurzum: Der ÖD weiß wie man sich als attraktiver und zeitgemäßer AG präsentiert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 09.03.2022 17:02
Mit dem rot-grün-versifften Verdi-Pack alles nicht machbar, weil die sämtliche Gelder mit der Gießkanne von unten nach oben verteilen und im oberen Drittel - gerade wo es nötig wäre - nichts mehr in der Kanne ist!
Die allermeisten Probleme, die der ÖD über alle Behörden hinweg hat, tragen die Unterschrift von Verdi!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 10.03.2022 06:11
Jetzt hört doch auf zu schimpfen und gönnt den Verdi Bonzen die "Verhandlungen bis Tief in die Nacht" mit "den Besten Ergebnissen aller Zeiten".

Da die Ergebnisse wohl mehrheitlich von den Mitgliedern abgesegnet werden, scheinen diese wohl nicht so schlecht zu sein und wir im Forum haben halt keine Ahnung.

Auch bei den nächsten Tarifverhandlungen wird es das gleiche Szenario geben und es werden wieder die Besten Ergebnisse aller Zeiten präsentiert.

10% reichen mittlerweile nicht mehr aus, um vor allem in technischen Bereichen, eine marktgerechte Vergütung auch nur annähernd zu erreichen. Hier reden wir von über 20% und 100% JSZ

Was macht die Gewerkschaft? 2% und weitere Kürzungen (JSZ, Zusatzversorgung etc.)

Kann das nur unterstreichen. War heute in einem Meeting zum Thema Jobbike dabei. Ein Vertreter unserer obersten Dienstbehörde hat sein Veto eingelegt, weil durch die Entgeltumwandlung die Rentenanwartschaft der Betroffenen so stark sinken werden, dass man sie vor Altersarmut bewahren muss und deshalb kein Jobbike anbieten kann =) =) =)

Kurzum: Der ÖD weiß wie man sich als attraktiver und zeitgemäßer AG präsentiert.

Ich kann diesen ganzen Bullshit über ein bescheuertes Fahrrad nicht mehr hören.

Die sollen sich endlich für mehr Geld, mehr Urlaub und weniger Wochenarbeitszeit einsetzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 10.03.2022 08:09
Kann das nur unterstreichen. War heute in einem Meeting zum Thema Jobbike dabei. Ein Vertreter unserer obersten Dienstbehörde hat sein Veto eingelegt, weil durch die Entgeltumwandlung die Rentenanwartschaft der Betroffenen so stark sinken werden, dass man sie vor Altersarmut bewahren muss und deshalb kein Jobbike anbieten kann =) =) =)

Kurzum: Der ÖD weiß wie man sich als attraktiver und zeitgemäßer AG präsentiert.
Altersarmut ist natürlich geile Schieß.

Keine Entgeltumwandlung für Jobrad anzubieten um den dämlichen Angestellten vor Milchmädchenrechnungen zu schützen, wäre ja ein Argument.

Und natürlich weil ja. der Staat (Steuern) und KV,PV sind ja dabei die "Verlierer" sind! Wäre auch ein Argument.

Aber als AG keine Entgeltumwandlung anzubieten, zeigt ja die Dämlichkeit des AG, denn der AG spart ja dadurch Geld (sofern die Verwaltungskosten nicht zu hoch sind), kann sich einen modernen Anstrich geben und der AN gewinnt dadurch ja nichts, außer ein günstiges Darlehen, denn bisher habe ich noch kein Jobradangebot erlebt, welches sich wirklich insgesamt lohnen würde, für die, die genug Geld haben sich selbst darum zu kümmern und kein Darlehen brauchen um sich ein Rad zu leisten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: pommes am 10.03.2022 08:54

Ich kann diesen ganzen Bullshit über ein bescheuertes Fahrrad nicht mehr hören.

Die sollen sich endlich für mehr Geld, mehr Urlaub und weniger Wochenarbeitszeit einsetzen.

Geht mir auch so.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 10.03.2022 11:17
Wenn man in Vollzeit arbeiten geht, sich aber vom Tagesgeldkonto kein Fahrrad leisten kann, läuft eh irgendetwas gewaltig schief. Ich schätze, die nächsten Tarif-Verhandlungen werden traurig-amüsant, eine wunderbare Groteske erwartet uns.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: shenja am 10.03.2022 15:01
Davon kann man ausgehen.
Bei der nächsten Tarifverhandlung ende des Jahres wird es lauten, dass die Kassen leer sind aufgrund von Corona, steigenden Ausgaben bzgl. Flüchtlingshilfe und sonstige steigenden Preisen. Und natürlich dürfen wir weiterhin froh sein im öD zu arbeiten, denn vermutlich werden wir nicht entlassen oder in Kurzarbeit gesteckt weil kein Material da ist und nicht produziert werden kann. Rezession halt.

Die Argumente keine oder kaum Lohnsteigerungen anzubieten werden eh nie ausgehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 10.03.2022 15:09

Die Argumente keine oder kaum Lohnsteigerungen anzubieten werden eh nie ausgehen.

Das ist der Kernaufgabe eines Verhandlungspartners. Und?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 10.03.2022 15:19
Verdi schafft es einfach nicht aus einer sehr guten Verhandlungsposition (besonders seit Corona) gute Abschlüsse zu verhandeln.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Sozialarbeiter am 10.03.2022 18:43
Wo hat Verdi bitte eine gute Verhandlungsposition?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 11.03.2022 00:15
Ist die Frage rhetorisch gemeint?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 11.03.2022 08:12
Ich bin der festen Überzeugung dass VERDI eine gute Verhandlungsposition hätte, wenn:

- Verdi offen und offensiv die eigenen Fehler und das Versagen der letzten Jahrzehnten erläutert
- die Situation im öffentlichen Dienst, vor allem in den kritischen Bereichen (Techniker, Ingenieure, IT, Gesundheitswesen) aufarbeitet und kommuniziert. ZDF (Zahlen, Daten, Fakten)
- die Nichtmitglieder auch nur ansatzweise wieder das Vertrauen in die Gewerkschaft bekommen würden und dann z.B. einfach nur mal Urlaub einreichen.

Warum sollte sich jemand aus den o.g. Bereichen auch nur ansatzweise für Verdi einsetzen, wenn seit Jahrzehnten alle Abschlüsse zu deren Nachteil sind und dann noch dreiste Lügen erzählt werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 11.03.2022 08:18
Wo hat Verdi bitte eine gute Verhandlungsposition?

Im sozialen Sektor gibt es zu wenig Stellen und die Wichtigkeit wurde gerade durch die Pandemie im Bereich Pflege, aber auch z.B. in der Jugendhilfe nochmal deutlich sichtbar.
Diese Argumente muss man jetzt halt für sich nutzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 08:29
Wo hat Verdi bitte eine gute Verhandlungsposition?

Im sozialen Sektor gibt es zu wenig Stellen und die Wichtigkeit wurde gerade durch die Pandemie im Bereich Pflege, aber auch z.B. in der Jugendhilfe nochmal deutlich sichtbar.
Diese Argumente muss man jetzt halt für sich nutzen.
Richtig Kita und Müll (und evtl. TB Lehrer, da wo die Quote hoch ist), die 4 Wochen im Erzwingungsstreik könnte was bewirken.

Und wo sind da die guten Argumente für die anderen 80% der TBler?
Wenn in der Verwaltung einer Streikt, dann juckt das niemanden.

und niht besetzbare Stellen, die der Ag schon als notwendig erachtet, sind ein reines AG Problem, wo uU ver.di im Weg steht wenn da übertarifliche Lösungen geschaffen werden
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 11.03.2022 08:38
Richtig Kita und Müll (und evtl. TB Lehrer, da wo die Quote hoch ist), die 4 Wochen im Erzwingungsstreik könnte was bewirken.

Und wo sind da die guten Argumente für die anderen 80% der TBler?
Wenn in der Verwaltung einer Streikt, dann juckt das niemanden.

Das halte ich mal für ein unterschätztes  Argument. Ausbleibende Zahlungen, Unterbringung Flüchtlinge/Asylbewerberleistungen...
Es ist halt nur keine Bereitschaft da, die Gründe wurden ja mehrfach ausgiebig diskutiert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 11.03.2022 09:13
- die Nichtmitglieder auch nur ansatzweise wieder das Vertrauen in die Gewerkschaft bekommen würden und dann z.B. einfach nur mal Urlaub einreichen.
Dazu müsste Verdi sich mal auf seine Kernkompetenzen reduzieren und Blödsinn wie Klassenkampf, Gender, Identitätspolitik aller Art, Kampf gegen Rechts™ usw. aufgeben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.03.2022 09:17
Der Titel sagt es doch schon. Duckmäuschentum.

Inflation? Deflation? Nope...

Wir sind so gut und mächtig, das wir alles durchsetzen können. Solch eine Haltung muss man zeigen. Das sind Verhandlungen und kein Friedensgebet. Gilt auch für die Akquise.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 11.03.2022 09:49
- die Nichtmitglieder auch nur ansatzweise wieder das Vertrauen in die Gewerkschaft bekommen würden und dann z.B. einfach nur mal Urlaub einreichen.
Dazu müsste Verdi sich mal auf seine Kernkompetenzen reduzieren und Blödsinn wie Klassenkampf, Gender, Identitätspolitik aller Art, Kampf gegen Rechts™ usw. aufgeben.

Eben. Dann vergisst Verdi auch nicht Landesverträge zu kündigen, wonach ehemalige Arbeiter (z.B. Bauhof) immer noch nur nach EG5 eingestuft werden dürfen und jede beliebige Verwaltungskraft mittlerweile in der 7 ist.

Ich denke dass auch Verdi Probleme hat gutes und qualifiziertes Personal zu bekommen und so muss das vorhandene Personal sich halt rechtzeitig um die Bewirtung der nächsten Verhandlungsrunden kümmern. Wo soll da noch Zeit sein für andere Sachen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: veeam am 11.03.2022 10:06
Verdi kann sich in der nächsten Runde gerne an den offenkundigen Argumentationsgrundlagen der Politiker bedienen. Beispiel (https://www.steuerzahler-rheinland-pfalz.de/2021/12/16/doppelte-diaetenerhoehung-ab-1-januar-2022/)

mit 11 Prozent auf 36 Monate könnte ich dieses Mal durchaus leben. Auch wenn es den Reallohnverlust aktuell nicht decken wird. Am Ende werden wir wieder bei rund 30 Monaten landen und mit 3%, 2,5% und 1,8% abgespeist. Natürlich die unteren EGs mit ihren Sockelbeträgen von mindestens 50-80 Euro nicht vergessen. Mit Glück friert man die üppige Jahressonderzahlung nochmal ein, ohne darüber die Lohnerhöhung auf das Jahresbrutto gesehen wieder gegen 0 zu fahren.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 11:07
Richtig Kita und Müll (und evtl. TB Lehrer, da wo die Quote hoch ist), die 4 Wochen im Erzwingungsstreik könnte was bewirken.

Und wo sind da die guten Argumente für die anderen 80% der TBler?
Wenn in der Verwaltung einer Streikt, dann juckt das niemanden.

Das halte ich mal für ein unterschätztes  Argument. Ausbleibende Zahlungen, Unterbringung Flüchtlinge/Asylbewerberleistungen...
Das juckt keinen, der was dran ändern könnte, in dem er politischen Druck macht, bei 2 Wochen Streik, da merkt doch keine Auszahlungsverzögerungen oder Bearbeitungen von Anträgen, solche Verzögerungen sind doch Standard :)
geht doch im Rauschen unter

Und wenn da "systemrelevante" Probleme auftauchen, hat man doch seine Beamten, die da einspringen in der Verwaltung.
Zitat
Es ist halt nur keine Bereitschaft da, die Gründe wurden ja mehrfach ausgiebig diskutiert.
keine Bereitschaft zum streiken?
oder zur Folklore :(
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 12:20
Wenn man in Vollzeit arbeiten geht, sich aber vom Tagesgeldkonto kein Fahrrad leisten kann, läuft eh irgendetwas gewaltig schief. Ich schätze, die nächsten Tarif-Verhandlungen werden traurig-amüsant, eine wunderbare Groteske erwartet uns.

Weder stell ich mir Eigenkapital in Form eines Autos auf den Hof, noch in Form eines Fahrrads in die Garage.

Gerne bin ich bereit die monatliche Leasingrate mit Geld aus den Zwangsabgaben zu bedienen. Sehr gerne sogar.

Im übrigen gibt es seit 2019 auch die grundsätzliche Möglichkeit für den AG Diensträder als Gehaltsextra anzubieten und nicht über Entgeltumwandlung.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.03.2022 12:48
Und, wo ist die Grenze? Auto, Fahrrad, Waschmaschine, Kaffeemaschine, Aufschnitt?

Wir wollen doch bitte nicht anfangen und das Kernproblem der hohen Abgabenlast durch Unfug an anderer Stelle anzugehen.

Am Ende stehen wir bei einer Ablösung von Entgelt durch Naturalien. Naturaliengruppe 9 d lässt grüßen ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 13:07
Und, wo ist die Grenze? Auto, Fahrrad, Waschmaschine, Kaffeemaschine, Aufschnitt?

Wir wollen doch bitte nicht anfangen und das Kernproblem der hohen Abgabenlast durch Unfug an anderer Stelle anzugehen.

Am Ende stehen wir bei einer Ablösung von Entgelt durch Naturalien. Naturaliengruppe 9 d lässt grüßen ;)

Da ich überzeugter Filterkaffeetrinker bin würde ich sagen zwischen Waschmaschine und Kaffeemaschine.

Aber was interessiert es dich ob ich meinen Käse mit Eigenkapital kaufe, finanziere oder auch dort die Möglichkeit einer Entgeltumwandlung präferieren würde?

Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.03.2022 13:15
Eine Diskussion mitzutragen und dann auf Einwände zu reagieren, warum man denn beteiligt ist, ist keine Diskussion mehr.

Für Statements sind anderen Medien durchaus nutzbar.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 13:18
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 13:35
Eine Diskussion mitzutragen und dann auf Einwände zu reagieren, warum man denn beteiligt ist, ist keine Diskussion mehr.

Für Statements sind anderen Medien durchaus nutzbar.

Aus meiner Sicht braucht es tatsächlich keine Diskussion dazu. Das ist seit Beginn der Diskussion zu diesem Thema meine Meinung. Wer es möchte macht es. Wer nicht der nicht. Fertig.

Ich benötige keine Belehrungen von Leuten die immer noch der Hochzinsphase und dem Festgeldkonto hinterhertrauern und mit der prall gefüllten Geldtasche zum Autohändler marschieren und meinen Sie bekämen jetzt den tollsten Rabat weil Sie den Preis Bar auf den Tisch legen.   

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 13:51
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann

Wenn ich mich in meinen Finanzierten Mustang setze denke ich jedes mal das Spaß auch eine Art Verzinsung ist. Und nicht die schlechteste.
Andere erfreuen sich an Ihrem Festgeldkonto oder der mit 50 abbezahlten Hütte. Jeder wie er mag kann ich nur sagen. 

Schade das im Bereich Jobrad die Wahlfreiheit derart eingeschränkt war/ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 15:25
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann

Ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, wenn man mit Anfang, Mitte 30 nicht 4000 Euro für ein Ebike angespart hat. Jetzt hat man bei dem Wunsch sich schon in diesem Alter ein Ebike zuzulegen folgende Möglichkeiten. 1. Anfangen die 90 Euro zurückzulegen und sich das Fahrrad in 4 Jahren kaufen, oder 2. man holt es sich über entsprechende Möglichkeiten wie z.B. der Entgeltumwandlung sofort und nutzt dafür sogar Mittel die ansonsten nicht zur Verfügung ständen. Ich habe überhaupt nichts gegen jemanden der eben doch Rücklagen dafür über hat oder die 1. Möglichkeit vorzieht, würde mich persönlich aber für die 2. entscheiden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 15:26
Richtig, wer Bargeld lagert ist deppert.
Die Finanzierung eins Autos gibt es ja zu quasi 0%, da muss schon ein ordentlicher Bargeldrabatt her (den es dort nicht mehr so gibt) um als Anlageform gewinnbringender zu sein.
Wer die Hypothekenzinsen der letzten Jahre versucht zu reduzieren, weil er Sondertilgung oder 4% Tilgung macht ist ebenfalls deppert.
Das Geld kann man woanders gewinnbringender anlegen.
Wer ein Jobradleasing Vertrag macht und ihn nicht mit einem selbst finanziertes (und sei es durch Bargeld) Besitzrad  vollumfänglich vergleicht ist ebenfalls deppert.

Ich fahre mit meinem eigenem Rad wesentlich günstiger als meine Kumpel es mit seinem Jobrad macht.
Für ihn scheint das Jobrad aber trotzdem besser, als meine Variante, da er noch keine Entscheidung über das ihm zusagende Rad getroffen hat und er das Verkaufsrisiko nicht hat und er eben nicht 4000€ blank rumliegen hatte.
Weil er 550€ netto monatlich für sein Dienstwagen abschuppen muss.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 15:29
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann

Ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, wenn man mit Anfang, Mitte 30 nicht 4000 Euro für ein Ebike angespart hat. Jetzt hat man bei dem Wunsch sich schon in diesem Alter ein Ebike zuzulegen folgende Möglichkeiten. 1. Anfangen die 90 Euro zurückzulegen und sich das Fahrrad in 4 Jahren kaufen, oder 2. man holt es sich über entsprechende Möglichkeiten wie z.B. der Entgeltumwandlung sofort und nutzt dafür sogar Mittel die ansonsten nicht zur Verfügung ständen. Ich habe überhaupt nichts gegen jemanden der eben doch Rücklagen dafür über hat oder die 1. Möglichkeit vorzieht, würde mich persönlich aber für die 2. entscheiden.
Eben, da habe ich auch keine Probleme mit, er zahlt dann halt 5000€ ich zahle halt 4000€ fürs eBike, abolut in Ordnung.
Das Dumme ist nur, dass die Masse denkt sie würden nur 3000€ zahlen, sollen sie halt.... aber nicht mosern, dass kein Geld da ist...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 15:49
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann

Ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, wenn man mit Anfang, Mitte 30 nicht 4000 Euro für ein Ebike angespart hat. Jetzt hat man bei dem Wunsch sich schon in diesem Alter ein Ebike zuzulegen folgende Möglichkeiten. 1. Anfangen die 90 Euro zurückzulegen und sich das Fahrrad in 4 Jahren kaufen, oder 2. man holt es sich über entsprechende Möglichkeiten wie z.B. der Entgeltumwandlung sofort und nutzt dafür sogar Mittel die ansonsten nicht zur Verfügung ständen. Ich habe überhaupt nichts gegen jemanden der eben doch Rücklagen dafür über hat oder die 1. Möglichkeit vorzieht, würde mich persönlich aber für die 2. entscheiden.
Eben, da habe ich auch keine Probleme mit, er zahlt dann halt 5000€ ich zahle halt 4000€ fürs eBike, abolut in Ordnung.


Stimmst du mir zu, dass die 1.000 € Unterschied  aus Zwangsabgaben kommen? 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 15:55
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann

Ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, wenn man mit Anfang, Mitte 30 nicht 4000 Euro für ein Ebike angespart hat. Jetzt hat man bei dem Wunsch sich schon in diesem Alter ein Ebike zuzulegen folgende Möglichkeiten. 1. Anfangen die 90 Euro zurückzulegen und sich das Fahrrad in 4 Jahren kaufen, oder 2. man holt es sich über entsprechende Möglichkeiten wie z.B. der Entgeltumwandlung sofort und nutzt dafür sogar Mittel die ansonsten nicht zur Verfügung ständen. Ich habe überhaupt nichts gegen jemanden der eben doch Rücklagen dafür über hat oder die 1. Möglichkeit vorzieht, würde mich persönlich aber für die 2. entscheiden.
Eben, da habe ich auch keine Probleme mit, er zahlt dann halt 5000€ ich zahle halt 4000€ fürs eBike, abolut in Ordnung.


Stimmst du mir zu, dass die 1.000 € Unterschied  aus Zwangsabgaben kommen?
Nein, er zahlt als Jobrad und Entgeltumwandlung (also inkl. Reduktion der Zwangsabgaben) unterm Strich 5000 ich trotz Zwangsabgaben nur 4000
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.03.2022 16:55
Es ist schlicht nicht die Entgeltumwandlung, sondern schlicht eine E-Bike, worum es meist geht. Rausgeworfenes GEld, egal wie es finanziert wird. Zumindest für Vollzeitarbeitnehmer. Gleiches gilt für Neuwagen. Etc...

Wer sich jedoch seinen erhöhten Konsum schön redet, bitte schön. Es muss aber nicht noch gesellschaftlich oder tariflich unterstützt werden.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 17:09
Jeder Cent den ich aus Zwangsabgaben abzwacken und in aktuell benötigte oder gewünschte Dinge stecken kann ist ein guter Cent.
Durchaus, solange man nicht dadurch weniger Geld und Eigenkapital hat, als wenn man das mit trotz Zwangsabgabe belegte Geld anders wo reinsteckt, dann ist es ein schlechter Deal.

und die meisten Milchmädchenleasingverträge sind halt monetär schlechte Deals, die nur dann gut sind, wenn man etwas dringend benötigtes nur so erhalten kann.
oder wenn man sich dadurch etwas emotionales leistet und gute Gefühle dabei hat, weil man die Mehrkosten ausblenden kann

Ich kann auch nichts verwerfliches daran finden, wenn man mit Anfang, Mitte 30 nicht 4000 Euro für ein Ebike angespart hat. Jetzt hat man bei dem Wunsch sich schon in diesem Alter ein Ebike zuzulegen folgende Möglichkeiten. 1. Anfangen die 90 Euro zurückzulegen und sich das Fahrrad in 4 Jahren kaufen, oder 2. man holt es sich über entsprechende Möglichkeiten wie z.B. der Entgeltumwandlung sofort und nutzt dafür sogar Mittel die ansonsten nicht zur Verfügung ständen. Ich habe überhaupt nichts gegen jemanden der eben doch Rücklagen dafür über hat oder die 1. Möglichkeit vorzieht, würde mich persönlich aber für die 2. entscheiden.
Eben, da habe ich auch keine Probleme mit, er zahlt dann halt 5000€ ich zahle halt 4000€ fürs eBike, abolut in Ordnung.


Stimmst du mir zu, dass die 1.000 € Unterschied  aus Zwangsabgaben kommen?
Nein, er zahlt als Jobrad und Entgeltumwandlung (also inkl. Reduktion der Zwangsabgaben) unterm Strich 5000 ich trotz Zwangsabgaben nur 4000

Du zahlst 4000 Euro plus höhere Zwangsabgaben. Er zahlt 5000 Euro und um die Differenz von 1000 Euro weniger Zwangsabgaben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 11.03.2022 17:12
Es ist schlicht nicht die Entgeltumwandlung, sondern schlicht eine E-Bike, worum es meist geht. Rausgeworfenes GEld, egal wie es finanziert wird. Zumindest für Vollzeitarbeitnehmer. Gleiches gilt für Neuwagen. Etc...

Wer sich jedoch seinen erhöhten Konsum schön redet, bitte schön. Es muss aber nicht noch gesellschaftlich oder tariflich unterstützt werden.

Die Gesellschaft unterstützt mich nicht dabei. Ich unterstütze die Gesellschaft damit nur etwas weniger.

Unterm Strich hält sich mein schlechtes Gewissen da deutlich in Grenzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 20:30
Du zahlst 4000 Euro plus höhere Zwangsabgaben. Er zahlt 5000 Euro und um die Differenz von 1000 Euro weniger Zwangsabgaben.
Nein,
ich habe Netto X Euro und zahle 4000€ er hat Netto XEuro-500€ und zahlt 4500€ für das Bike!
Du gehörst also auch zu den Schönrechnern?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.03.2022 20:32
Es ist schlicht nicht die Entgeltumwandlung, sondern schlicht eine E-Bike, worum es meist geht. Rausgeworfenes GEld, egal wie es finanziert wird. Zumindest für Vollzeitarbeitnehmer. Gleiches gilt für Neuwagen. Etc...

Wer sich jedoch seinen erhöhten Konsum schön redet, bitte schön. Es muss aber nicht noch gesellschaftlich oder tariflich unterstützt werden.

Die Gesellschaft unterstützt mich nicht dabei. Ich unterstütze die Gesellschaft damit nur etwas weniger.

Unterm Strich hält sich mein schlechtes Gewissen da deutlich in Grenzen.
Absolut richtig, denn die Gesellschaft hat ja entschieden, dass du so handeln kannst, also handelst du im Sinne der Gesellschaft, wenn du dir ein teureres eBike gönnst und damit der Wirtschaft etwas gutes tust.
  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 12.03.2022 08:32
Lassen wir uns überraschen, wie solches Argment tatkräftig hilft für einen besseren und wenigstens die Inflationsquote abfdernden Abschluss Ende 2022. Der Staat ist unser Arbeitgeber und der Staat wird laut jammern über seine irre hohen Schulden infolge Corona und Putin. Soarm wie Ende 2022 war er noch nie und es ist eine Frechheit, wenn wir auch noch mehr Geld wollen. Und wieder sind WIR die Blöden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 12.03.2022 08:36
Ansonsten braucht niemand ein E-Bike sondern hat gefälligst selbst zu strampeln oder zu laufen.
Will man was für die Gemeinschaft tun, dann hat man gfällist den Öffentlichen Nahverkehr zu finanzieren zwecks Rücklauf des Geldes ... So kann sich jeder Politiker nebenbei auch auf die Schulter klopfen und auf erfolgreiche Umerziehung der Angestellten (und Beamten) im ÖD für den Umweltschutz verweisen.  Auc in E-Bikes sind Batterien verbaut d.h. Gift und Wertstoffe ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.03.2022 10:54
Diese umweltschädlichen Förderungen wie Diesel und E-Bike nehmen halt kein Ende.

Ist auch die Doppelmmoral in Deutschland. Damit noch im Forum zu prahlen, halte ich zumindest für grenzwertig. Ist aber inzwischen normal.

Zumal ein knappes Gut durch Förderung nochmals knapper wird und wir wieder bei der Inflation sind.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: wossen am 12.03.2022 13:21
Vor allem wird auf die Kosten und Verbesserungen im Bereich der amtsangemessenen Besoldung hingewiesen werden...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 13.03.2022 11:26
Zumal ein knappes Gut durch Förderung nochmals knapper wird und wir wieder bei der Inflation sind.

Der Herr Lindner jetzt zu möglichen Steuerhilfen wegen der steigenden Kostenexplosion befragt hat gestern/heute erklärt, dass ... wir halt bei steigenden Energiekosten eben künftig an anderen Stellen privat eben automatisch einsparen und schwups damit dem Klima dienen un zugleich auch künftig immer ausreichend Geld haben. Während der Staat halt keins mehr zur Verüfung hat zwecks Ausgleich (Hilfe z.B. für Pendler ...). Prima Milchmädchenrechnung und irgendwie eh nicht anders zu erwarten. Eben - lassen wir uns bei der nächsten Tarifverhandlung überraschen (oder vermutlich eher nicht). Inflationsausgleich. Als vorbldlicher Angestellter hat man eher Spendenbüchsen zu füllen  statt für sich selbst zu fordern.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 13.03.2022 14:59
Diese Inflation durch die Ukraine ist ja viel zu neu, als hier schon hektisch darauf zu reagieren.

Und sicherlich gibt es Möglichkeiten. Ich habe gestern für 20 Cent weniger in Holland getankt und auch noch 30 € beim Kaffee gespart. :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Levana am 13.03.2022 15:29
Wenn man in einer Grenzregion lebt sicherlich machbar. Ich würde 4h hin und zurück nach Polen fahren, die sowieso eine 50l Begrenzung eingeführt haben. Das lohnt absolut nicht. Bei 2000 km monatlich rein beruflich gefahrene Kilometer kommt aktuell trotz Kleinwagen gut etwas zusammen.

Frankreich hat nicht nur die Benzinpreise gesenkt, sondern auch die Kilometerpauschale erhöht. Auch eine MwSt-Senkung bei Grundnahrungsmitteln wäre möglich, aber laut Herrn Lindner können wir ja einfach sparen.  Sagt sich auch leicht, wenn man selber alles bezahlt bekommt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 13.03.2022 15:38
Dennoch ist es eine aktuelle Krise, die in zwei Wochen vielleicht schon beigelegt ist. Wobei ich das nicht glaube.

Und auch grenzferne Beschäftigte können in der Krise auf die Börse schauen, da ist jetzt richtig Potential. Für Anleger sind Krisen Traumzeiten.

Der ganze Rest der Sprtipreis Politik ist ein völliges Chaos. Längst hätten hier EU-weit klarere Leitplanken gesetzt werden müssen. Aber das hat mit dem TVÖD nix zu tun.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 14.03.2022 08:55
Mal abwarten wie lange der Krieg in de Ukraine noch geht und wie sich die Spritpreise weiterhin entwickeln. Der momentanen Inflation sehe ich eher gelassen entgegen. Warum? Ein Großteil meiner monatlichen Ausgaben sind Fixkosten, die sich auch durch die Inflation nicht ändern. Dazu zählen z.B. die Annuität für mein Eigenheim, Versicherungen, ETF-Sparpläne. Diese Posten verändern sich auch durch Inflation nicht.

Das restliche Geld ist tatsächlich von der Inflation betroffen und die Waren werden teurer. Ob jetzt aber Nudeln 20 Cent teurer werden oder nicht ist mir völlig egal. Dann gehts eben einmal im Monat weniger ins Restaurant, dann haben wir wieder enug Puffer in der Haushaltskasse. Die Spritpreise nerven zwar, aber auch das kriegen wir hin. Das hätte mich ehrlich gesagt vor fünf Jahren mehr genervt, als wir beide noch zusammen 4.500 km im Monat runtergeritten sind. Jetzt würde ich, wenn das Dauer Homeoffice ausläuft, im Monat 1.000 km mit dem Auto fahren und meine Frau weiterhin 0, weil sie den 1 km mit dem Fahrrad fahren kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 14.03.2022 09:11
Jetzt würde ich, wenn das Dauer Homeoffice ausläuft, im Monat 1.000 km mit dem Auto fahren und meine Frau weiterhin 0, weil sie den 1 km mit dem Fahrrad fahren kann.
Boah ey. Und das mit subventioniertem E-Bike !!11!1! Skandal11!!1
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: E15TVL am 14.03.2022 10:14
Dann gehts eben einmal im Monat weniger ins Restaurant, dann haben wir wieder enug Puffer in der Haushaltskasse.
Und "Frieren für den Frieden" nicht vergessen.

gez. Gauck
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 14.03.2022 10:40
Du zahlst 4000 Euro plus höhere Zwangsabgaben. Er zahlt 5000 Euro und um die Differenz von 1000 Euro weniger Zwangsabgaben.
Nein,
ich habe Netto X Euro und zahle 4000€ er hat Netto XEuro-500€ und zahlt 4500€ für das Bike!
Du gehörst also auch zu den Schönrechnern?

Ich gehöre zu denen die aktuell keine 4.000 Euro in Bar für ein Ebike zur Verfügung haben, aber sehr wohl 65 netto im Monat. Bei 36 Monaten Laufzeit macht das 2340 Euro. Plus Ankauf des Fahrrads dann für ca. 750 Euro. Macht Gut 3000 Euro inkl. Versicherung und Inspektion. Den Rest ca. (1700 Euro) bezahle ich aus Zwangsabgaben. 


 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.03.2022 11:02
Ich gehöre zu denen die aktuell keine 4.000 Euro in Bar für ein Ebike zur Verfügung haben, aber sehr wohl 65 netto im Monat. Bei 36 Monaten Laufzeit macht das 2340 Euro. Plus Ankauf des Fahrrads dann für ca. 750 Euro. Macht Gut 3000 Euro inkl. Versicherung und Inspektion. Den Rest ca. (1700 Euro) bezahle ich aus Zwangsabgaben. 
Schön: Du zahlst für ein Fahrrad mit einem Listenpreis von gut 4700€ also 3000€ (plus die paar hundert Euro was ein Angestellter später weniger an Rente haben würde).
Schön, freut mich.
Muss eigentlich die Differenz zwischen den (hoffentlich tatsächlich erreichten) Ankaufspreis von 750€ und dem Restwert versteuert werden? Oder wird das inzwischen subventioniert?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 14.03.2022 11:26
Details hierzu hat die Finanzverwaltung in ihrem Schreiben vom 17. November 2017 (IV C 5 - S 2334/12/10002-04) bekannt gegeben. Hat m.W. noch immer Gültigkeit, hab aber nicht aktuell recherchiert. Hab mit "Lohn" Gott sei dank nix mehr am Hut.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 14.03.2022 11:30
Ich gehöre zu denen die aktuell keine 4.000 Euro in Bar für ein Ebike zur Verfügung haben, aber sehr wohl 65 netto im Monat. Bei 36 Monaten Laufzeit macht das 2340 Euro. Plus Ankauf des Fahrrads dann für ca. 750 Euro. Macht Gut 3000 Euro inkl. Versicherung und Inspektion. Den Rest ca. (1700 Euro) bezahle ich aus Zwangsabgaben. 
Schön: Du zahlst für ein Fahrrad mit einem Listenpreis von gut 4700€ also 3000€ (plus die paar hundert Euro was ein Angestellter später weniger an Rente haben würde).
Schön, freut mich.
Muss eigentlich die Differenz zwischen den (hoffentlich tatsächlich erreichten) Ankaufspreis von 750€ und dem Restwert versteuert werden? Oder wird das inzwischen subventioniert?

Mir ist nur die Versteuerung des gesamten geldwerten Vorteils mit 0,25 % bekannt.

Dieser entfällt wenn man das Jobrad nicht per Gehaltsumwandlung sondern als Gehaltsextra bekommt.

Beim Ankaufpreis ist eine kleine Unsicherheit drin, da dieser nicht exakt im Vorfeld festgesetzt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.03.2022 12:11
Details hierzu hat die Finanzverwaltung in ihrem Schreiben vom 17. November 2017 (IV C 5 - S 2334/12/10002-04) bekannt gegeben. Hat m.W. noch immer Gültigkeit, hab aber nicht aktuell recherchiert. Hab mit "Lohn" Gott sei dank nix mehr am Hut.
Heißt also für Keeper:
4700*40% -750€=1130€ zu versteuern also rund 452€ bei gute Verdienern oder einfach mal Steuerhinterziehung machen :(
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 14.03.2022 12:50
Verdi kann sich in der nächsten Runde gerne an den offenkundigen Argumentationsgrundlagen der Politiker bedienen. Beispiel (https://www.steuerzahler-rheinland-pfalz.de/2021/12/16/doppelte-diaetenerhoehung-ab-1-januar-2022/)

mit 11 Prozent auf 36 Monate könnte ich dieses Mal durchaus leben. Auch wenn es den Reallohnverlust aktuell nicht decken wird. Am Ende werden wir wieder bei rund 30 Monaten landen und mit 3%, 2,5% und 1,8% abgespeist. Natürlich die unteren EGs mit ihren Sockelbeträgen von mindestens 50-80 Euro nicht vergessen. Mit Glück friert man die üppige Jahressonderzahlung nochmal ein, ohne darüber die Lohnerhöhung auf das Jahresbrutto gesehen wieder gegen 0 zu fahren.

Ich könnte mit 11 Prozent auf 12 Monate vielleicht gut leben, aber das wars dann auch.

Und bei IT, Technikern, Ingenieuren und Architekten, sollte man eher mal 25% auf 12 Monate ansetzen, um eine ansatzweise Marktgerechte Vergütung zu schaffen.

Für einen normalen Wocheneinkauf an Getränken und Lebensmitteln zahle ich aktuell fast 25% mehr als noch vor zwei Jahren und diese Erhöhung ist nicht auf größere Änderungen im Konsumverhalten zurückzuführen, außer das wir inzwischen mehr Kaffee trinken als früher, was einen kleinen Teil davon ausmachen könnte.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 14.03.2022 13:37
Die Verhandlungen sind doch erst im Januar/ Februar 23, was bis dahin noch alles passiert. Fast ein Jahr! Rückwirkend gab es da noch keine Inflation, kein Hochwasser, keinen Krieg.

Die Holländer senken übrigens nochmals die Spritbesteuerung, also ab April 30 bis 40 Cent günstiger tanken als in D. Und den Kaffee gibts auch dazu. Läuft...

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 14.03.2022 14:17

Die Holländer senken übrigens nochmals die Spritbesteuerung, also ab April 30 bis 40 Cent günstiger tanken als in D. Und den Kaffee gibts auch dazu. Läuft...

Das ist doch schön - dann kann man da wenigstens wieder tanken :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 14.03.2022 15:06

Das ist doch schön - dann kann man da wenigstens wieder tanken :)

Ist ja wie viele Jahr her? 15 oder 20 Jahre, wo man zumindest für Diesel immer nach NL gefahren ist. Ist ein hin und her über die Jahre, wie wohl an jeder Grenze. Dosenpfand wir in NL ab 2023 erhoben, da wird sichs zeigen, ob die Grenzhändler noch bleiben. Wenn man sieht, was da so rausgeschleppt wird.

Andererseits kommen die Holländer ja wegen der günstigen Lebensmittel- und Tabakpreise nach D. Feuerwerk nicht zu vergessen. ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 14.03.2022 16:29

Das ist doch schön - dann kann man da wenigstens wieder tanken :)

Ist ja wie viele Jahr her? 15 oder 20 Jahre, wo man zumindest für Diesel immer nach NL gefahren ist. Ist ein hin und her über die Jahre, wie wohl an jeder Grenze. Dosenpfand wir in NL ab 2023 erhoben, da wird sichs zeigen, ob die Grenzhändler noch bleiben. Wenn man sieht, was da so rausgeschleppt wird.

Andererseits kommen die Holländer ja wegen der günstigen Lebensmittel- und Tabakpreise nach D. Feuerwerk nicht zu vergessen. ;D

Nene, so viele Jahre sind das noch nicht. Ich hab seit 13 Jahren den Führerschein und bin geschätzt die ersten 5 Jahre noch regelmäßig in NL tanken gewesen.
Der Dosenpfand wird sicherlich eine Herausforderung für die Händler direkt an der Grenze - aber dann werden sich andere Dinge auftun.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Keeper83 am 15.03.2022 08:45
Details hierzu hat die Finanzverwaltung in ihrem Schreiben vom 17. November 2017 (IV C 5 - S 2334/12/10002-04) bekannt gegeben. Hat m.W. noch immer Gültigkeit, hab aber nicht aktuell recherchiert. Hab mit "Lohn" Gott sei dank nix mehr am Hut.
Heißt also für Keeper:
4700*40% -750€=1130€ zu versteuern also rund 452€ bei gute Verdienern oder einfach mal Steuerhinterziehung machen :(

Der Listenpreis des Fahrrads lag bei 4000 Euro und ich hatte auf die Unsicherheit beim Ankaufswert hingewiesen.

Muss ich das Fahrrad eigentlich übernehmen? Oder kann ich es beim Händler abstellen und ein neues leasen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 15.03.2022 09:34
Details hierzu hat die Finanzverwaltung in ihrem Schreiben vom 17. November 2017 (IV C 5 - S 2334/12/10002-04) bekannt gegeben. Hat m.W. noch immer Gültigkeit, hab aber nicht aktuell recherchiert. Hab mit "Lohn" Gott sei dank nix mehr am Hut.
Heißt also für Keeper:
4700*40% -750€=1130€ zu versteuern also rund 452€ bei gute Verdienern oder einfach mal Steuerhinterziehung machen :(

Der Listenpreis des Fahrrads lag bei 4000 Euro und ich hatte auf die Unsicherheit beim Ankaufswert hingewiesen.
Ok, dann halt 4000*40%-750€ (oder das was dann angeboten wird). also rund 340€ Steuern in dem Fall.
Zitat
Muss ich das Fahrrad eigentlich übernehmen? Oder kann ich es beim Händler abstellen und ein neues leasen?
Nein, muss man nicht. Ein Kumpel macht das derzeit exakt so, da er mit dem aktuellen Rad nicht 100% zufrieden ist und jetzt eine andere Technik für 3 Jahre in den "Dauertest" nimmt.

Fazit: Du zahlst also (bei Listenpreis 4000 und Rest-Kaufpreis 750€):
2340 € Leasing (65€ monatlich)
+750€ Restpreis =2990€ (21€ monatlich)
+340€ Steuern = 3330€ (9,44€ monatlich) =insgesamt ~96€ monatlich
+ Rentenverlust(~300€?) (ist ja abhängig von der Lebenszeit  8) ) da sind die Beamten natürlich klar im Vorteil, das entfällt bei denen.

Bei Bar-Kaufpreis von dem Fahrrad von 10% unter Listenpreis ist das dann halt auch nur ein Darlehen und kein Schnäppchen (außer für Beamte  ::) ), dafür hat man es jetzt und sofort und Spaß dabei.
Glückwunsch.

Für die ~96€ monatlich bekommt man auch einen Konsumentenkredit ohne Rentenverlust.
Jobrad lohnt sich also für die, die keinen Konsumentenkredit bekommen.

Und wenn man dann halt alle 3 Jahre ein neues Rad haben will, dann muss man es halt für mehr als 750€ verkaufen um in die Gewinnzone gegenüber Jobrad zukommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 15.03.2022 10:38
Verdi kann sich in der nächsten Runde gerne an den offenkundigen Argumentationsgrundlagen der Politiker bedienen. Beispiel (https://www.steuerzahler-rheinland-pfalz.de/2021/12/16/doppelte-diaetenerhoehung-ab-1-januar-2022/)

mit 11 Prozent auf 36 Monate könnte ich dieses Mal durchaus leben. Auch wenn es den Reallohnverlust aktuell nicht decken wird. Am Ende werden wir wieder bei rund 30 Monaten landen und mit 3%, 2,5% und 1,8% abgespeist. Natürlich die unteren EGs mit ihren Sockelbeträgen von mindestens 50-80 Euro nicht vergessen. Mit Glück friert man die üppige Jahressonderzahlung nochmal ein, ohne darüber die Lohnerhöhung auf das Jahresbrutto gesehen wieder gegen 0 zu fahren.

Ich könnte mit 11 Prozent auf 12 Monate vielleicht gut leben, aber das wars dann auch.

Und bei IT, Technikern, Ingenieuren und Architekten, sollte man eher mal 25% auf 12 Monate ansetzen, um eine ansatzweise Marktgerechte Vergütung zu schaffen.

Für einen normalen Wocheneinkauf an Getränken und Lebensmitteln zahle ich aktuell fast 25% mehr als noch vor zwei Jahren und diese Erhöhung ist nicht auf größere Änderungen im Konsumverhalten zurückzuführen, außer das wir inzwischen mehr Kaffee trinken als früher, was einen kleinen Teil davon ausmachen könnte.

Kontra: der Finanzminister plant in 2023 deutliche Reduzierung der Verschuldung, es wird derzeit die Aufstockung des Wehretats beschlossen. Selbst hinsichtlich Entlastung der Bürger infolge Energiekostensteigerungen wird derzeit BERATEN und DISKUTIERT  und sogar dort per heute wieder zurückgerudert. Gestern Morgen hieß es noch "Benzin Kappung bei €2,00/Liter" geplant, gestern Abend ging es noch um "20 Cent/Liter Rabatt" und soeben lese ich (nur noch) "10 Cent/Liter Rabatt" im GESPRÄCH. Nachsatz fett gedruckt "das ist kein Reierungsbeschluss sondern nur Gespräch".
Nebenbei OT:  wenn zum 30.6. FRÜHEST MÖGLICHER Termin die Energiesteuer gestrichen wird - halte ich (und lasse mich gern eines Besseren belehren) sämtliche Entlastungen höchstens als Ziel für Silvester. Danach ist kein Cent mehr übrig für die Verteilung an die eigenen Angestellten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 15.03.2022 10:49
Dann muss der Staat über kurz oder lang zusehen, wie er qualifizierte Mitarbeiter findet oder geht an seinem eigenen Sparwahn zugrunde. Wenn man nicht gerade zu der Kaste zählt, die im öD besser verdient als woanders, ist man nach einer gewissen Leidensdauer zunehmend bereit, seine Arbeitskraft privaten Arbeitgebern (ggf. im Ausland) zur Verfügung zu stellen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 15.03.2022 10:52
Dann muss der Staat über kurz oder lang zusehen, wie er qualifizierte Mitarbeiter findet oder geht an seinem eigenen Sparwahn zugrunde. Wenn man nicht gerade zu der Kaste zählt, die im öD besser verdient als woanders, ist man nach einer gewissen Leidensdauer zunehmend bereit, seine Arbeitskraft privaten Arbeitgebern (ggf. im Ausland) zur Verfügung zu stellen.
Ist bei mir umgekehrt, ich bin nach einer gewissen Lebensdauer zunehmend bereit gewesen meine Arbeitskraft dauerhaft dem öD zur Verfügung zu stellen  ;D

Als alter ü50 Sack ist man halt finanziell unabhängiger.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 15.03.2022 10:55
Ja das stimmt. Bei mir verhält es sich als Berufseinsteiger (3. Jahr) noch etwas anders. Da schaut man noch nach jedem Euro, den man weniger ausgeben muss und parallel mehr bekommen kann. Dinge wie Haus abbezahlen, fürs Alter vorsorgen etc. sind noch reale Themen, die nicht funktionieren, wenn man jedes Jahr real weniger hat. ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 15.03.2022 11:32
Der Markt funktioniert... (halt nur nicht so wie manche sich das vorstellen und wünschen)

-Brent kostet -14,31% weniger als vor einer Woche. (Also etw 20$ je Barrel...)
-Der Strom-Terminkontrakt zur Lieferung am darauffolgenden Tag fällt um rund 25 Prozent auf 223,50 Euro je Megawattstunde.

Ist das an der Tanksäule, dem Heizöltank bzw. an der E-Zapfsäule schon angekommen? Oder verdient da irgendwer prächtig dran?






Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 15.03.2022 11:53
Heizöl bewegt sich schon leicht nach unten. An der Tanke hält man sich noch sehr zurück...

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alien1973 am 16.03.2022 11:20
Der Rabatt vom Lindner wird doch so nie kommen.

Die Tankstellenbetreiber sollen also sagen wir mal 20 Cent je Liter verbilligt abgeben und sich das Geld dann über das Finanzamt wieder holen. Sprich die Tankstellen geben dem Staat einen kostenlosen Kredit! Das das Finanzamt bei uns Monate für eine Rückzahlung benötigen wird ist ja bekannt...

Jetzt sagen wir mal eine Tankstelle verkauft 20.000 Liter am Tag, macht dann bei 20 Cent Rabatt 4.000 EUR pro Tag Kredit an den Staat. Macht dann bei 7 Tagen die Woche rund 30.000 EUR welche eine Tankstelle vorfinanzieren soll.  Was meint der Lindner wie lange das eine Tankstelle machen kann? Zwei Wochen, vier Wochen oder wie lange? Da sperren die Tankstellen sofort zu oder schlagen den Preis selbständig auf den Liter-Preis drauf, geht ja nicht anders. Und genau aus dem Grund wird das Rabattgeschwurble vom Lindner so niemals kommen. Aber in Deutschland ist es halt wie immer, Hauptsache mal was gesagt. Ob umsetzbar oder nicht völlig egal....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 16.03.2022 13:09
Der Rabatt vom Lindner wird doch so nie kommen.

Die Tankstellenbetreiber sollen also sagen wir mal 20 Cent je Liter verbilligt abgeben und sich das Geld dann über das Finanzamt wieder holen. Sprich die Tankstellen geben dem Staat einen kostenlosen Kredit! Das das Finanzamt bei uns Monate für eine Rückzahlung benötigen wird ist ja bekannt...

Jetzt sagen wir mal eine Tankstelle verkauft 20.000 Liter am Tag, macht dann bei 20 Cent Rabatt 4.000 EUR pro Tag Kredit an den Staat. Macht dann bei 7 Tagen die Woche rund 30.000 EUR welche eine Tankstelle vorfinanzieren soll.  Was meint der Lindner wie lange das eine Tankstelle machen kann? Zwei Wochen, vier Wochen oder wie lange? Da sperren die Tankstellen sofort zu oder schlagen den Preis selbständig auf den Liter-Preis drauf, geht ja nicht anders. Und genau aus dem Grund wird das Rabattgeschwurble vom Lindner so niemals kommen. Aber in Deutschland ist es halt wie immer, Hauptsache mal was gesagt. Ob umsetzbar oder nicht völlig egal....

Genau das war auch mein Gedanke.
Nach dem Selbstbedienungsladen mit den Teststationen wird nun der nächste geöffnet.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 16.03.2022 13:23
Der Markt funktioniert... (halt nur nicht so wie manche sich das vorstellen und wünschen)

-Brent kostet -14,31% weniger als vor einer Woche. (Also etw 20$ je Barrel...)
-Der Strom-Terminkontrakt zur Lieferung am darauffolgenden Tag fällt um rund 25 Prozent auf 223,50 Euro je Megawattstunde.

Ist das an der Tanksäule, dem Heizöltank bzw. an der E-Zapfsäule schon angekommen? Oder verdient da irgendwer prächtig dran?

Sprit ist bei uns im Vergleich zu gestern um 2,17% "günstiger".  ;D ;D
Ich denke deine 2. Frage kann mit "Ja" beantwortet werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 16.03.2022 13:58
In meinem Umkreis sind die Spritpreise bei den meisten Tankstellen von gestern auf heute von 2,26€/Liter auf 2,24€/Liter gefallen. Nur die kleine, Inhabergeführte Tankstelle bietet den Sprit für 2,18€/Liter feil.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Levana am 16.03.2022 15:06
Da der Rohölpreis annähernd wieder auf Vorkriegsniveau ist verdienen die Konzerne sehr gut daran. Selbst zu Hochzeiten wären es  maximal 18 Cent/l Mehrkosten gewesen die vom Rohölpreis kommen, Steuern ca 7-10Cent mehr. Der Rest landet bei den Raffinerien, die rein zufällig natürlich alle gesammelt den Preis um ein vielfaches dessen erhöhen, was notwendig gewesen wäre.

Da alle auf Benzin und Diesel angewiesen sind regelt hier die Nachfrage nicht das Angebot, sondern die Abhängigkeit wird munter ausgenutzt. Juckt natürlich das Kartellamt überhaupt nicht, man kennt diese abgesprochenen Preiserhöhungen schließlich seit Jahren zu Feiertagen, Wochenende etc.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Finanzer am 16.03.2022 15:47
Schon interessant das die Partei, die immer den freien Markt als das höchste preist völlig versagt als es darum geht das funktionieren gerade jenes Marktes zu gewährleisten.

Der billige (für den Staat aber teure) Populismus war dann doch zu verlockend für die FDP.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: YourBunnyWrote am 16.03.2022 16:41
Schon interessant das die Partei, die immer den freien Markt als das höchste preist völlig versagt als es darum geht das funktionieren gerade jenes Marktes zu gewährleisten.

Der billige (für den Staat aber teure) Populismus war dann doch zu verlockend für die FDP.

Wenn man Porsche und SUV fährt, muss man halt was tun. Sonst gehen die kompletten Mieteinnahmen fürs tanken drauf
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 16.03.2022 19:06
Schon interessant das die Partei, die immer den freien Markt als das höchste preist völlig versagt als es darum geht das funktionieren gerade jenes Marktes zu gewährleisten.


Mir wäre keine Partei in D bekannt, die den freien Markt bewirbt. Zumindest habe ich jüngst recht selten Sklaven auf dem örtlichen Markt gesehen. ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 17.03.2022 07:37
Schon interessant das die Partei, die immer den freien Markt als das höchste preist völlig versagt als es darum geht das funktionieren gerade jenes Marktes zu gewährleisten.


Mir wäre keine Partei in D bekannt, die den freien Markt bewirbt. Zumindest habe ich jüngst recht selten Sklaven auf dem örtlichen Markt gesehen. ;)

Ich versuche auch schon die ganze Zeit einen Leopard 2 zu bekommen. Laut Rheinmetall noch immer schwierig für Privatpersonen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: XTinaG am 17.03.2022 07:41
Mir wäre zudem neu, daß die Grünen mit Markt besonders viel zu tun hätten, bestenfalls noch mit nem Bauernmarkt. Das ist schließlich die Partei, die den Minister stellt, in dessen Zuständigkeit das Bundeskartellamt fällt…
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 17.03.2022 08:21
In meinem Umkreis sind die Spritpreise bei den meisten Tankstellen von gestern auf heute von 2,26€/Liter auf 2,24€/Liter gefallen. Nur die kleine, Inhabergeführte Tankstelle bietet den Sprit für 2,18€/Liter feil.

Schwankungen von 2 Cent innerhalb eines Tages sind ja nun auch keine Seltenheit und das inhabergeführte Tankstellen günstiger sind ebenso wenig.
Aber hier in der Gegend geht der Spritpreis doch stark wieder Richtung unter 2 Euro.

Das passt dann auch - Autofahren ist halt Luxusgut
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 17.03.2022 08:31
Mir wäre zudem neu, daß die Grünen mit Markt besonders viel zu tun hätten, bestenfalls noch mit nem Bauernmarkt. Das ist schließlich die Partei, die den Minister stellt, in dessen Zuständigkeit das Bundeskartellamt fällt…

Egal was ich von dem Vogel halte, er hat das Kartellamt jetzt wenigstens mal "gebeten" das zu beobachten.
Das eine bessere Marktüberwachung bei den Kraftstoffen doch schon seit Jahren notwendig ist, ist zumindest für mich klar. Die jetzige Sitauation ist jedenfalls kein Versäumnis von Habeck oder den ihm unterstellten Behörden.

Unabhängig von der Ukraine und des Spekulationen am Markt. Die derzeitige Regierung räumt doch nur den Scherbenhaufen der letzten Dekade auf... Egal ob bei Energie, digitalem etc.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 17.03.2022 08:36
In meinem Umkreis sind die Spritpreise bei den meisten Tankstellen von gestern auf heute von 2,26€/Liter auf 2,24€/Liter gefallen. Nur die kleine, Inhabergeführte Tankstelle bietet den Sprit für 2,18€/Liter feil.

Schwankungen von 2 Cent innerhalb eines Tages sind ja nun auch keine Seltenheit und das inhabergeführte Tankstellen günstiger sind ebenso wenig.
Aber hier in der Gegend geht der Spritpreis doch stark wieder Richtung unter 2 Euro.

Das passt dann auch - Autofahren ist halt Luxusgut
Habt ihr euch mal die Entwicklung des Brent Rohöl Preis angeschaut?
Wir sind derzeit auf einem Preisniveau, den wir das ganze Jahr 2014 hatten!
Also Null Inflation wegen Rohstoffpreis!

Und das Benzin die letzte 10Jahre in einer seitwärts Bewegung war wird auch gerne vergessen.

Alos wer jetzt die AKarte kurzfristig hat, da hat halt aufs falsche Pferd gesetzt und soll sich schämen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 17.03.2022 08:41
...
Also Null Inflation wegen dieses Rohstoffpreis!

Hab das mal sinnvoll ergänzt.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 17.03.2022 10:09
...
Also Null Inflation wegen dieses Rohstoffpreis!

Hab das mal sinnvoll ergänzt.

Versteh ich nicht. oder
(1) diesem ?  oder
(2) Rohstoffpreises ?

OT:  der Lindner-Rabatt wird auch darum definitiv nicht kommen, weil die A-Karte jetzt an die Tankstellebetreiber/-pächter gegeben wurde und die angewiesene Prüfung durch die Kartellbehörde einige Zeit dauer wird.. Geschickter Schachzug Politiker.  Schön davon alenken, wie krass der Staat nebenbei und künftig (und natürlich völlig unfreiwiliig) höchste Steuern einsteckt und auf keinen Cent davon verzichten will.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 17.03.2022 11:17
Schön davon alenken, wie krass der Staat nebenbei und künftig (und natürlich völlig unfreiwiliig) höchste Steuern einsteckt und auf keinen Cent davon verzichten will.

Der Staat ist schon fies. Steckt sich unsere Kohle ein und macht sich ein schönes Leben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 17.03.2022 11:31
...
Also Null Inflation wegen dieses Rohstoffpreis!

Hab das mal sinnvoll ergänzt.

Versteh ich nicht. oder
(1) diesem ?  oder
(2) Rohstoffpreises ?

Mir ging es nicht um den Genitiv sondern darum, dass andere Rohstoffe und Verbrauchsgüter deutlich mehr zur Inflation beitragen als Rohöhl, bezogen auf den von @wasdennnun genannten Zeitraum. Wir reden hier von rd 30-34% auf 10 Jahre...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 17.03.2022 13:11
Heute kostet der Liter Super auch bei den Ketten 2,18€.
Glaube das wird drauf hinauslaufen, dass der Liter von allein wieder unter 2€ kostet, bevor die Bundesregierung fertig diskutiert hat, wie sie den Bürger nun entlasten möchte, damit der Liter wieder unter 2€ kostet. :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 17.03.2022 14:34
Schön davon alenken, wie krass der Staat nebenbei und künftig (und natürlich völlig unfreiwiliig) höchste Steuern einsteckt und auf keinen Cent davon verzichten will.

Der Staat ist schon fies. Steckt sich unsere Kohle ein und macht sich ein schönes Leben.

Ich hab mich schon gefragt, ob er es war, der letztens im Strandkorb nehmen mir lag und Caipirinha getrunken hat?
Das ist wohl der Beweis!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 17.03.2022 14:45
Schön davon alenken, wie krass der Staat nebenbei und künftig (und natürlich völlig unfreiwiliig) höchste Steuern einsteckt und auf keinen Cent davon verzichten will.

Der Staat ist schon fies. Steckt sich unsere Kohle ein und macht sich ein schönes Leben.

Er verteilt es schön um.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 17.03.2022 14:50
Sie Sanktionsmöglichkeiten im SGB II wurde ja soeben fast vollständig abgeschafft. Manna für alle! :o
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 17.03.2022 15:12
Schön davon alenken, wie krass der Staat nebenbei und künftig (und natürlich völlig unfreiwiliig) höchste Steuern einsteckt und auf keinen Cent davon verzichten will.

Der Staat ist schon fies. Steckt sich unsere Kohle ein und macht sich ein schönes Leben.

Irgendwie muss ich da an ein Stück von Helge Schneider denken.

"Ich muss ja viel Geld an den Staat abgeben. Sechzig Prozent. UND SO SCHWEINE WIE SIE ZAHLEN KEIN PFENNIG STEUERN. Abeer ich will mich nicht künstlich aufregen, nachher nehmen die mir noch den Rasuerapperat weg!"
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 17.03.2022 18:10
Schön davon alenken, wie krass der Staat nebenbei und künftig (und natürlich völlig unfreiwiliig) höchste Steuern einsteckt und auf keinen Cent davon verzichten will.

Der Staat ist schon fies. Steckt sich unsere Kohle ein und macht sich ein schönes Leben.

Irgendwie muss ich da an ein Stück von Helge Schneider denken.

"Ich muss ja viel Geld an den Staat abgeben. Sechzig Prozent. UND SO SCHWEINE WIE SIE ZAHLEN KEIN PFENNIG STEUERN. Abeer ich will mich nicht künstlich aufregen, nachher nehmen die mir noch den Rasuerapperat weg!"
👍🎖Ein Held der Helge.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 18.03.2022 10:07
Heute kostet der Liter Super auch bei den Ketten 2,18€.
Glaube das wird drauf hinauslaufen, dass der Liter von allein wieder unter 2€ kostet, bevor die Bundesregierung fertig diskutiert hat, wie sie den Bürger nun entlasten möchte, damit der Liter wieder unter 2€ kostet. :D

Die Annahme bestätigt sich immer mehr.
Das tägliche Spritpreisupdate für die Nachwelt: 2,08€.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 18.03.2022 10:33
Heute kostet der Liter Super auch bei den Ketten 2,18€.
Glaube das wird drauf hinauslaufen, dass der Liter von allein wieder unter 2€ kostet, bevor die Bundesregierung fertig diskutiert hat, wie sie den Bürger nun entlasten möchte, damit der Liter wieder unter 2€ kostet. :D

Die Annahme bestätigt sich immer mehr.
Das tägliche Spritpreisupdate für die Nachwelt: 2,08€.
Ist ja auch kein Wunder, wenn der Brent Oil Preis auf dem Niveau von 2014 dümpelt, da waren wir ja auch nicht bei 2,xx Benzin
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 18.03.2022 10:43
rd. 15 ct sind ´21 und ´22 durch CO2 Abgabe dazugekommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 18.03.2022 19:25
Die spritpreise können doch den Mitarbeitern im ÖD egal sein. Wir haben doch alle E Autos und ne PV Anlage dazu. Also ich zahle weiterhin 29 Cent für Strom  sowie 6 Cent für Gas. Ich war diesmal nicht dieser Sparfuchs sondern bin als Mitarbeiter im ÖD meinen Grundversorger treu geblieben. Als ÖD Mitarbeiter bleibe ich selbstverständlich auch der Sparkasse treu. Achja… ich fahre echt ein E Auto und lache mich gerade total kaputt über die Heulereien
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 19.03.2022 10:22
Der öd muss mit den Wochenstunden runter. Wie schon viele Handwerksbetriebe hier auf 4 Tage.

Wer an bestimmten Tagen gar nicht arbeiten muss, lacht sich über HO und auch E-Autos aus, da er gar nichts an Kosten hat.

Wurde letzte Woche gefragt, ob ich HO beantragt hätte. Ich sagte, nein ich habe die Premium - Version nach § 8 TVÖD gebucht, Home ohne Office.

32 Stunden sind genug als Vollzeit. Aber dann müssen natürlich auch viele Ineffizienzen wegfallen, die einigen sehr gut gefallen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 19.03.2022 12:14

32 Stunden sind genug als Vollzeit. Aber dann müssen natürlich auch viele Ineffizienzen wegfallen, die einigen sehr gut gefallen.
Dazu müsste man aber Führungskräfte haben, die die notwendige Arbeitsleistung erkennen und überprüfen können. Ein Großteil glauben aber, dass man nur via Anwesenheitsüberprüfung die Leistung ermitteln kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 19.03.2022 12:24
Nein, nicht nur da. Ich denke vermehrt auch bei Sachen, die mir auch ganz lieb waren, längere Gespräche mit Kollegen und einmal die Woche eine Extra Kaffepause.

Vor allem aber viele Arbeitsweisen könnten wesntlich effizienter sein. Wegen des Datenschutzes konnten z. B. bei uns im Landkreis nicht auf Knopfdruck ausgewertet werden. Also allle Meldeämter mit Mails bombardieren, Auswertungen machen, etc. Das geht wesentlich schlanker, wenn man es denn will.

Bei privaten Unternehmen ist das aus meiner Erfahrung oft noch schlechter organisiert.

Die Führungskrafte sind zumindest bei MIR auch ein Problem, aber eher ein kleineres.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 19.03.2022 12:34
Datenschutz wird zu 90% als Argument gebracht, nicht wegen DS, sondern um nicht arbeiten zu müssen,  obwohl es nicht stimmt.

Haben und werden sie bei uns auch versuchen, wurde durch fachlicher Aufklärung unterbunden.
und so dürfte das auch bei deinem Beispiel sein.

Allein schon die Lüge, dass die Meldeämter die Adressdaten nicht an jemanden zwecks Einladungswesens zur Impfung geben darf, war die skandalöste Lüge die ich zu C Zeiten gesehen habe.
Gruselig!

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 19.03.2022 12:37
Welche Struktur und Wahrheitsgehalt die Hemmnisse auch haben, es sind Hemmnisse.

Und das ist auch normal. Allerdings ist der Anteil mM nach viel zu hoch.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 19.03.2022 12:48
Jipp mM nach zu 90%
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Sparkässler am 23.03.2022 10:49
Nur mal zum Vergleich:
Die Angestellten der Postbank erhalten ab dem 1. Juni 2022 eine Gehaltserhöhung von 3,1 Prozent und in einem zweiten Schritt ab dem 1. Februar 2023 eine weitere Erhöhung von 2,1 Prozent, mindestens aber 100 Euro.
Darüber hinaus gibt es im Mai dieses Jahres sowie im Januar 2023 eine Einmalzahlung von jeweils 750 Euro. Der bis zum 30. Juni 2023 befristete Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wird bis zum 31. Januar 2024 verlängert.

...und wir lassen uns mit 3,2% über 28 Monate abspeisen, die wir als Sparkässler sogar nur verzögert erhalten und dann kürzt man uns auch noch 14% der "garantierten" Sonderzahlung....  >:(
Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Tarifverhandlungen!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 23.03.2022 23:10
Verdi wird wieder 6% und 100€ Sockel fordern. So muss man keine neuen Schilder drucken.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 24.03.2022 06:38
Verdi wird wieder 6% und 100€ Sockel fordern. So muss man keine neuen Schilder drucken.
Gut so, herrscht ja eh Papiermangel #impfpflicht ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 24.03.2022 13:51
Verdi wird wieder 6% und 100€ Sockel fordern. So muss man keine neuen Schilder drucken.
Gut so, herrscht ja eh Papiermangel #impfpflicht ;D

außerdem gibts doch jetzt 300€ Energiekosten-Zuschuss, da wirds bei der Verhandlung wohl eher eine Nullrunde - gab ja schon was  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Platten am 25.03.2022 19:22
Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Tarifverhandlungen!

Na die Sparkassen schicken wieder die Flasche von Vorstand aus seiner Drecksbude im Pott. Der erzählt wieder etwas von Streichungen und heult rum, weil gerade so sein üppiges Gehalt erwirtschaftet werden konnte. Inflation kein Argument, Sparkassenbedienstete sollen zur Teuerung gefälligst noch ein paar Prozent zusätzlich abgeben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 27.03.2022 11:14
Vorfreude auf unsere nächste Tarufverhandlung  (wir fordert um die 1,9 mit Laufzeit 2 Jahre oder so - weil wir sonst Schuld am Niedergang unseres Landes sind)  8) ;)

copy+paste:
Das "Energiepaket" der Bundesregierung, immerhin, scheint exakt darauf abzuzielen, den Druck in den Tarifverhandlungen zu lindern. Denn es begünstigt gerade die Beschäftigten. Was nicht sonderlich gerecht erscheinen mag, weil nicht zuvörderst ärmere Haushalte gezielt entlastet werden und Rentner kaum profitieren, könnte sich aus tarifpolitischer Sicht als durchaus geschickter Schachzug erweisen – sofern es nämlich gelingt, moderate Abschlüsse zu ermöglichen und damit die aktuelle Inflationsdynamik zu bremsen.
...
Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht besteht die Gefahr von "Zweitrundeneffekten" – Lohnerhöhungen, die wiederum die Kosten und Preise der Unternehmen treiben –, was zu einer sich verfestigenden Inflation führen kann. Wenn sich dieses Szenario abmildern ließe, würde das ein Abbremsen der Preisdynamik erleichtern.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/inflation-und-niedrige-lohnrunden-putins-krieg-dr%C3%BCckt-deutsche-einkommen/ar-AAVxC6w?ocid=BingNewsSearch
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 28.03.2022 14:07
Im Radio kam heute früh, das Verdi für die Druckindustrie 5% fordert. Es geht also noch schlechter als im ÖD...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 28.03.2022 15:21
Andererseits: So wie der Manteltarif der Druckindustrie die letzten Jahre lief, und die Entwicklung dieser Branche generell ausschaut, wären 4 oder 2% dort vielleicht auch noch eine gute Forderung.



Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 29.03.2022 15:49
Die 5% werden sie doch eh nicht bekommen, also cool down ... nach der 3.Verhandlungsrunde kommen reaistischere Zahlen gefolgt von laaaanger Laufzeit.
Spannender für mich die Aussagen vom Herrn Steinmeier zu harten kommenden Zeiten.
Einst wurde laut gespottet über Slogans wie "esst mehr Kohl" un Alu-Geld. Mal sehen, wann wir auf Balkonen und Terrassen selbst Kohl und Gurken anbauen  8)  Bananen und Südfrüchte sind eh klimaschädlich  ;D  Lebenserfahrung Osten  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Levana am 30.03.2022 07:32
Zitat
Mal sehen, wann wir auf Balkonen und Terrassen selbst Kohl und Gurken anbauen  8)  Bananen und Südfrüchte sind eh klimaschädlich

Tatsächlich sind Bananen immer noch viel zu billig wenn man bedenkt, wie weit die rumgekarrt werden. Dagegen sind Gurken (1-1,20€) und z.B. Paprika (5-6€/kg) schon Luxus. Generell Obst und Gemüse ist deutlich teurer als letztes Jahr. Selbst das Wintergemüse war nicht mehr zu Kampfpreisen wie 20cent/kg Kohl o.Ä. zu haben. Suppengrün gestern stolze 1,49€ für einen kleinen Bund.

Und jetzt hamstern die Leute sogar Senf weil sie bekloppt sind. Hier ist seit 2 Wochen alles ausverkauft und wenn was rein kommt, dann darf man 1 Becher pro Haushalt kaufen.  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2022 08:22
Lager Obst aus dem altem Land kann durch aus CO2 belastender sein, als das Obst welches aus Chile herangekarrt wird.
Insofern, was ist klimaschädlicher: Knackiges Gemüse und Obst aus der energieintensiven regionalen Lagerhaltung oder Südfrüchte aus der anderen Klimazone.....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 30.03.2022 08:23
Spannender für mich die Aussagen vom Herrn Steinmeier zu harten kommenden Zeiten.

Finde es immer spannend, wenn solche Aussagen von Menschen mit einem Jahreseinkommen von ü. 250.000€ kommen. Mal schauen wie leidensfähig der Pöbel ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 30.03.2022 08:44
Lager Obst aus dem altem Land kann durch aus CO2 belastender sein, als das Obst welches aus Chile herangekarrt wird.
Insofern, was ist klimaschädlicher: Knackiges Gemüse und Obst aus der energieintensiven regionalen Lagerhaltung oder Südfrüchte aus der anderen Klimazone.....
So man ddenn den Daten Vertrauen schenkt, kann man mit ein wenig Recherche herausfinden wie ressourcenintensiv und klimaschädlich die jeweiligen Produkte sind... (CO2; Wasserverbrauch etc...). Da siehts für die konventionelle Paprika aus Spanien dann ggf Schlechter aus als für die Banane aus kolumbien...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 30.03.2022 08:46
Wer Daten über den Rohstoff vergleicht, der kocht wohl selbst. Energetisch kann er nur gegen ein Massenkochen - vulgo Kantine - Restaurant - verlieren.

Everything is relative...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 30.03.2022 09:06
Dann sollte es wohl in Zukunft nur noch Massenkantinen mit veganer Ernährung für alle geben. Wäre doch ein super Wahlkampfthema für die Grünen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 30.03.2022 10:40
Spannender für mich die Aussagen vom Herrn Steinmeier zu harten kommenden Zeiten.

Finde es immer spannend, wenn solche Aussagen von Menschen mit einem Jahreseinkommen von ü. 250.000€ kommen. Mal schauen wie leidensfähig der Pöbel ist.

Aber er hat doch Recht. Wenn du mit 5 Leuten in deiner 3 ZKB Butze mit 2,2m Deckenhöhe wohnst, heizt sich die Wohnung auch ohne Heizung wie von alleine auf.

Wenn du jetzt aber zu zweit in einem 200qm Altbau mit 3,5m Deckenhöhe wohnst, bleibt dir ja nur die Heizung zum Aufheizen. Also ich finde da kann die Bevölkerung ruhig mal die Heizung auslassen. Immerhin liegen die wirklichen Probleme ja bei dem mit viel zu heizendem Wohnraum. ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 30.03.2022 10:47
Der Anstieg der Preise von Immobilien erfolgt jetzt auf dem Land immer stärker. Ein Grund nach Angabe der Ermittler: vermehrtes Home-Office.
Durch flächendeckendes HO werden zunächst die Immopreise immer weiter steigen und vor allem: dauerhaft mehr m² haben müssen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2022 11:10
Ja, in den letzten 5-10 Jahren sind die ImmoPreise stark gestiegen, dafür sind sie aber die 20 Jahre davor sehr moderat bis überhaupt nicht gestiegen.
(HotSpots ausgenommen)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 30.03.2022 11:44
Der Anstieg der Preise von Immobilien erfolgt jetzt auf dem Land immer stärker. Ein Grund nach Angabe der Ermittler: vermehrtes Home-Office.
Durch flächendeckendes HO werden zunächst die Immopreise immer weiter steigen und vor allem: dauerhaft mehr m² haben müssen.
Ich erwähnte es bereits an anderer Stelle:
Also Jones Lang LaSalle bspw. gehen davon aus, das der AG das Homeoffice eben nicht dauerhauft von seinem AN kostenlos gestellt bekommt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 30.03.2022 11:49

Ich erwähnte es bereits an anderer Stelle:
Also Jones Lang LaSalle bspw. gehen davon aus, das der AG das Homeoffice eben nicht dauerhauft von seinem AN kostenlos gestellt bekommt.

Mir ging es eher um die hier schon oft erwähnten zu großen Wohnungen in D. In Bezug auf HO, wenn wir wirklich dauerhaft höhere Anteile HO haben werden, wird das eher noch mehr werden. Und die ganzen Strukturen sind neu zu überdenken (Arbeitsplätze vs. privater Wohnraum vs. ÖPNV). Letzteres könnten wir dann gleich ganz abschaffen. HO selbst ist das kleinste Problem.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 30.03.2022 12:50
Tatsächlich sind Bananen immer noch viel zu billig wenn man bedenkt, wie weit die rumgekarrt werden.
Du gehst davon aus, dass die Händler soweit es Bananen betrifft, Verluste einfahren?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2022 15:14
Tatsächlich sind Bananen immer noch viel zu billig wenn man bedenkt, wie weit die rumgekarrt werden.
Du gehst davon aus, dass die Händler soweit es Bananen betrifft, Verluste einfahren?
Man kann natürlich der Meinung sein, dass die Transportkosten zu billig sind.
Ich finde die Äpfel aus dem altem Land sind zu billig, wenn man bedenkt wieviel Strom sie verballert haben, wenn sie 8 Monate unter gekühlten und begasten Bedingungen gelagert werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 30.03.2022 17:05
Also werden Äpfel mit Verlusten verkauft?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Levana am 30.03.2022 17:11
Tatsächlich sind Bananen immer noch viel zu billig wenn man bedenkt, wie weit die rumgekarrt werden.
Du gehst davon aus, dass die Händler soweit es Bananen betrifft, Verluste einfahren?

Bananen unterliegen einem starken Preiskampf. Da man die Dinger auch nicht endlos lagern kann wird dann auch für weniger als den EK verramscht. Hauptsache, die billigen Bananen findet man als Standardsortiment in jedem Discounter. Was da noch bei den Erzeugern ankommt... Gibt da ein gutes Buch: Billig. Billiger. Banane.

Mal abgesehen davon, dass es durch den hohen Zuckergehalt eine Kalorienbombe ist. Keine Ahnung wer die Massen an Bananen kauft die man immer im Supermarkt sieht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2022 17:12
Also werden Äpfel mit Verlusten verkauft?
Genauso wie Bananen, sehr viele CO2 Verluste.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 30.03.2022 20:42
Tatsächlich sind Bananen immer noch viel zu billig wenn man bedenkt, wie weit die rumgekarrt werden.
Du gehst davon aus, dass die Händler soweit es Bananen betrifft, Verluste einfahren?
Bananen unterliegen einem starken Preiskampf. Da man die Dinger auch nicht endlos lagern kann wird dann auch für weniger als den EK verramscht. Hauptsache, die billigen Bananen findet man als Standardsortiment in jedem Discounter. Was da noch bei den Erzeugern ankommt... Gibt da ein gutes Buch: Billig. Billiger. Banane.
Und dennoch machen die Händler unter dem Strich einen Gewinn - sonst würden sie Bananen schlicht nicht im Sortiment haben. Von "viel zu billig" kann ich entsprechend nichts erkennen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 30.03.2022 20:47
Furchtbar, was würde Zonen Gabi nur zu eurem Urteil über Bananen sagen :-X
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 31.03.2022 06:15
Furchtbar, was würde Zonen Gabi nur zu eurem Urteil über Bananen sagen :-X
Die wurde doch verarscht und hatte eine unreife grüne Banane😇
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 31.03.2022 07:06
Furchtbar, was würde Zonen Gabi nur zu eurem Urteil über Bananen sagen :-X
Die wurde doch verarscht und hatte eine unreife grüne Banane😇

Die hatte sogar 2 und konnte eine essen ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 31.03.2022 09:21
Furchtbar, was würde Zonen Gabi nur zu eurem Urteil über Bananen sagen :-X
Die wurde doch verarscht und hatte eine unreife grüne Banane😇

Die hatte sogar 2 und konnte eine essen ;)
Und die von Guido Westerwelle war "nicht im Bild".
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leo85 am 05.04.2022 08:00
Guten Morgen!
Gestern hat mein AG über das Intranet eine "Pflicht zum Papiersparen" verkündet. Der Lieferant musste die letzten Bestellungen bereits stornieren.  :o

Dass die Krankenkassen wg. Papiermangel die Impflicht ablehnen ist dann doch nicht so weit hergeholt....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 05.04.2022 08:11

Dass die Krankenkassen wg. Papiermangel die Impflicht ablehnen ist dann doch nicht so weit hergeholt....

Traurigerweise kann/wird das sogar stimmen.
So was wie digitale Nachweise, digitaler Workflow, DMS, Chipkarten (ganz crazy Sache) könnte man doch auch verpflichtend machen oder?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 05.04.2022 08:34
Wenn die immer noch stark vorhandenen Kalamitäten in den Wäldern mal abgeräumt werden würden, könnten wir die Welt im Impfbriefen beliefern.  ;)

Zudem hat der Rostocker Bürgermeister ja recht. Wir tauschen Führerschein von einem physischen in einen anderen physischen Stoff um, statt gleich digital zu werden. Läuft...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 05.04.2022 08:40
Wenn die immer noch stark vorhandenen Kalamitäten in den Wäldern mal abgeräumt werden würden, könnten wir die Welt im Impfbriefen beliefern.  ;)
Mit ungelogen rund 50-60 Arbeitsstunden und je 5 spendierten Kisten Kölsch und Veltins (sic!) habe ich jetzt Heizenergie für locker 7-8 Jahre. Bitte bitte keine Impfausweise aus dem Käferholz machen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 05.04.2022 09:27
Hast Du Wald, du Umweltsau?  ;) :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 05.04.2022 10:17
Guten Morgen!
Gestern hat mein AG über das Intranet eine "Pflicht zum Papiersparen" verkündet. Der Lieferant musste die letzten Bestellungen bereits stornieren.  :o

Dass die Krankenkassen wg. Papiermangel die Impflicht ablehnen ist dann doch nicht so weit hergeholt....

Ich erinnere mich an das Jahr 1985. In der DDR wurden vom Herrn Honneckerin die Betriebe erste PC1715 verteilt (Personalcomputer) - mit dem erklärten Ziel "damit können wir ab jetzt tonnenweise Papier einsparen weil alles digital auf Disketten" - und wie sah die Realität aus? Bis heute !!!! - stieg der Papierverbrauch konstant an (trotz Mauerfall, Apple und Sticks, Clouds, Internet) - jeder Mist wird 3x in Kopie abgeheftet und verteilt ...
Also von mir gibts Applaus, dass endlich erstmals wirklich ein Umdenken diesbezüglich begonnen hat.
Dann sind die Scredder auf den Etagen sicher auch nicht mehr täglich 2x prall gefüllt ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 05.04.2022 10:27
Wäre auch langsam Zeit, dass es einen rechtssicheren Onlinebriefkasten oder so gibt.
Wie oft schickt man irgendwo eine E-Mail hin und kriegt aus Datenschutzgründen dann meterweise Papier zurück, obwohl einem ein PDF auch gereicht hätte? ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 05.04.2022 10:31
Es gilt aber immer noch der richtige Spruch:

"auch ein digitalisierter Unfug, bleibt Unfug"

Ansonsten zur Inflation:

 https://www.destatis.de/DE/Service/Statistik-Visualisiert/persoenlicher-inflationsrechner-uebersicht.html
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 05.04.2022 10:33
Ich erinnere mich an das Jahr 1985. In der DDR wurden vom Herrn Honneckerin die Betriebe erste PC1715 verteilt (Personalcomputer) - mit dem erklärten Ziel "damit können wir ab jetzt tonnenweise Papier einsparen weil alles digital auf Disketten" -

Das war nicht seine einzige Lüge ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 05.04.2022 10:52
Wäre auch langsam Zeit, dass es einen rechtssicheren Onlinebriefkasten oder so gibt.
Wie oft schickt man irgendwo eine E-Mail hin und kriegt aus Datenschutzgründen dann meterweise Papier zurück, obwohl einem ein PDF auch gereicht hätte? ;D

Schaust du auf bund.de. Hier können Anträge online gestellt werden und Antworten empfangen werden. BMI ist mit viel Geld und Einsatz dabei, die Integration in dieses Portal allen Interessierten zumindest anzubieten bzw. umzusetzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 05.04.2022 11:12
Hast Du Wald, du Umweltsau?  ;) :D
Hektarweise... ;D
Unsere Region war in der Tat (auch) recht stark betroffen, das wurde einem Anfang bis Mitte 2021 in der Tat für nen Obolus "auf'n Hof" angeliefert. Wahnsinn...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 05.04.2022 11:19
Wäre auch langsam Zeit, dass es einen rechtssicheren Onlinebriefkasten oder so gibt.
Wie oft schickt man irgendwo eine E-Mail hin und kriegt aus Datenschutzgründen dann meterweise Papier zurück, obwohl einem ein PDF auch gereicht hätte? ;D

Schaust du auf bund.de. Hier können Anträge online gestellt werden und Antworten empfangen werden. BMI ist mit viel Geld und Einsatz dabei, die Integration in dieses Portal allen Interessierten zumindest anzubieten bzw. umzusetzen.
Jaja. OZG NRW wird Ende 2022 überall fluppen. Auch E-Akte und so ::)
Was (ganzheitlich wäre ja noch der Traum...) E-Government in D betrifft bin und bleibe ich pessimistisch.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 05.04.2022 11:47
Wäre auch langsam Zeit, dass es einen rechtssicheren Onlinebriefkasten oder so gibt.
Wie oft schickt man irgendwo eine E-Mail hin und kriegt aus Datenschutzgründen dann meterweise Papier zurück, obwohl einem ein PDF auch gereicht hätte? ;D

Schaust du auf bund.de. Hier können Anträge online gestellt werden und Antworten empfangen werden. BMI ist mit viel Geld und Einsatz dabei, die Integration in dieses Portal allen Interessierten zumindest anzubieten bzw. umzusetzen.

Wobei ich da schon eher so eine richtige digitale Alternative zum Briefkasten meine. In der realen Welt hast du ja auch nicht für jeden Absender einen eigenen Briefkasten.

Denke da auch an Versicherungen und Banken, die mir für jede Kleinigkeit einen Brief schicken.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: pommes am 05.04.2022 11:59
e.on............

Hab Gas- und Strom Vertrag von e.on auf e.on gewechselt letztes Jahr. Wegen des Wechsels musste ich die Zählerstände mitteilen. Da ich auch regulär die Zählerstände im selben Zeitraum mitteilen musste ergab sich folgendes:

Brief 1: ZS gas zum kündigungsdatum
Brief 2: ZS  gas reguäre Übermittlung
Brief 3: ZS  gas f. beginn neuer Vertrag
Brief 4: ZS  strom zum kündigungsdatum
Brief 5: ZS strom reguäre Übermittlung
Brief 6: ZS  strom f. beginn neuer Vertrag

Also 6 Briefe, zwei davon länger (Vertragsrücktritt etc)

Bonus:

Brief 7 - 10 waren dann die vom Netzbetreiber.

What the fu%$

Edit: Wie konnte das passieren, ich habe die beiden "Herzlich willkommen bei e.on" Briefe vergessen. Also Brief 11 +12.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 05.04.2022 14:01
Strom-/Gasverträge etc kann man doch schon ewig lange online und komplett ohne Papier machen.
Mach ich seit vielen Jahren selbst auch. Allerdings kommt eigentlich immer die Bestätigung vom Anbieter zweifach zurück:  per Email UND per Briefpost.
Leicht ("leicht"?) gefrustet bin ich aktuell - weil irgendwie derzeit keiner wirklich günstigen Angebote mehr mit 12 Monaten Preisgarantie zu finden sind. Preisgarantien nur für sauteure Angebote. Hab zum Glück noch etliche Monate Zeit ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 05.04.2022 14:12
Tipp, lass dich zum Grundversorgertarif zurückfallen, wenn der Vertrag ausläuft
Die sind oft derzeitig die günstigsten (man sie aber nicht buchen, sondern man fällt da automatisch rein, wenn man keinen Vertrag mehr hat)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 05.04.2022 14:25
Tipp, lass dich zum Grundversorgertarif zurückfallen, wenn der Vertrag ausläuft
Die sind oft derzeitig die günstigsten (man sie aber nicht buchen, sondern man fällt da automatisch rein, wenn man keinen Vertrag mehr hat)
...und sie verlangen von diesen "Pflichtneukunden" dann direkt höhere Preise als von den Bestandskunden...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 05.04.2022 14:26
Tipp, lass dich zum Grundversorgertarif zurückfallen, wenn der Vertrag ausläuft
Die sind oft derzeitig die günstigsten (man sie aber nicht buchen, sondern man fällt da automatisch rein, wenn man keinen Vertrag mehr hat)
...und sie verlangen von diesen "Pflichtneukunden" dann direkt höhere Preise als von den Bestandskunden...
Treuebonus! soll ja auch belohnt werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 05.04.2022 14:35
....ich hatte im letzten Jahr noch Glück....mein Ökostromlieferant hatte während der Laufzeit die Preise dick erhöht, was eine außerordentliche Kündigung meinerseits erforderlich machte.....im Rahmen meiner Endabrechnung war das Unternehmen dann insolvent...ich war allerdings noch bei einem anderen Stromanbieter günstig mit Preisgarantie untergekommen...kurz danach gingen die Preissteigerungen dann richtig los...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 05.04.2022 15:45
Wäre auch langsam Zeit, dass es einen rechtssicheren Onlinebriefkasten oder so gibt.
Wie oft schickt man irgendwo eine E-Mail hin und kriegt aus Datenschutzgründen dann meterweise Papier zurück, obwohl einem ein PDF auch gereicht hätte? ;D

Schaust du auf bund.de. Hier können Anträge online gestellt werden und Antworten empfangen werden. BMI ist mit viel Geld und Einsatz dabei, die Integration in dieses Portal allen Interessierten zumindest anzubieten bzw. umzusetzen.

Wobei ich da schon eher so eine richtige digitale Alternative zum Briefkasten meine. In der realen Welt hast du ja auch nicht für jeden Absender einen eigenen Briefkasten.

Denke da auch an Versicherungen und Banken, die mir für jede Kleinigkeit einen Brief schicken.

oooh ja, das wäre schön. Obwohl, andere Länder können das auch. Ich vermag mich zu erinnern, dass man dort sozusagen mit der Geburt eine offizielle E-Mail-Adresse bekommt, an die registrierte Behörden und Firmen rechtsgültig Schreiben senden können.

De-Mail war ja so ein Versuch, hat aber nicht geklappt....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 05.04.2022 15:50
Also ich als Kunde bin von 2 meiner Kreditinstitute angeschrieben worden a la "entweder elektronisch oder es kostet". Schon seit bestimmt 2-3 Jahren bekomme ich ausser gegenzuzeichnenden Vertragsunterlagen und auf Verlangen nichts mehr per Post. :o
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 05.04.2022 15:53
...bei mir genau so...

...Post bekomme ich in der Regel nur noch von Unternehmen, bei denen ich kein Kunde bin und die daher meine Email-Adresse nicht kennen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 06.04.2022 09:43
1400€ bzw. 1000€ für sieben! Monate...

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/chemie-abschluss-ig-bce-1.5561093
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 06.04.2022 11:16
1400€ bzw. 1000€ für sieben! Monate...

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/chemie-abschluss-ig-bce-1.5561093

Klingt vernünftig. Ich bin mal gespannt wie die weiteren Verhandlungen der IG BCE im Oktober aussehen werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: E15 am 06.04.2022 13:50
Das wird im öD erstmal eine Nullrunde und eine % Einsparung in der Jahressonderzahlung. Der öD muss mit guten Beispiel voran gehen und das Hauptargument wird sein, das der Arbeitsplatz sicher ist. Evtl. kommen noch Vergünstigungen für ÖPNV dazu. Normalerweise müssten vorab erstmal 10% gefordert werden. Wird aber nicht passieren. 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 06.04.2022 14:28
Die Summe mag stimmten. Ich denke aber schon, das eine gewissen Erhöhung für die EG bis E8 durchgesetzt mit Kompensation im gleichen Volumen in den Gruppen ab E9a. Im Zweifel mit einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 11.04.2022 08:47
Nullrunde? Es muss mindestens 8% geben über 2 Jahre und das wäre schon lächerlich. Bei dieser Inflation und der Energie Inflation in Höhe von locker 40%. Ein Armutszeugnis sollte es weniger geben. Es geht hier schlicht darum, die Mehrkosten im Monat von locker 300 Euro aufzufangen für eine durchschnittliche Familie.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: E15 am 11.04.2022 11:17
Das glaubst doch selbst nicht! Es muss eben gespart werden! Wir haben "Luxus". Da muss eben auf Urlaub, Iphone, Netflix, etc verzichtet werden !!!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 11.04.2022 11:36
Meinst du das ernst oder ist das Satire?  Sollte dieser lächerliche Verein nicht mindestens 10% fordern und Minimum die Inflation ausgleichen, wird sich hoffentlich zu  10 tausenden Krank gemeldet.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 11.04.2022 11:49
Nullrunde? Es muss mindestens 8% geben über 2 Jahre und das wäre schon lächerlich. Bei dieser Inflation und der Energie Inflation in Höhe von locker 40%. Ein Armutszeugnis sollte es weniger geben. Es geht hier schlicht darum, die Mehrkosten im Monat von locker 300 Euro aufzufangen für eine durchschnittliche Familie.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo die Leute immer diese Zahlen - 300 Euro pro Monat - für Mehrkosten hernehmen. Ich habe gerade mal unsere Verbräuche in den Onlinechner meines Energieversorgers eingegeben und komme hier bei Gas und Strom auf monatliche Mehrkosten in Höhe von 9 Euro. Das haut mich jetzt ehrlich gesagt nicht um. Des Weiteren bleibt ein Großteil unserer Fixkosten gleich, z.B. Immo-Finanzierung, Hausgeld, Versicherungen, Sparpläne, Kosten für Kommuniation und Unterhaltung.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 11.04.2022 12:02
Das wird im öD erstmal eine Nullrunde und eine % Einsparung in der Jahressonderzahlung. Der öD muss mit guten Beispiel voran gehen und das Hauptargument wird sein, das der Arbeitsplatz sicher ist. Evtl. kommen noch Vergünstigungen für ÖPNV dazu. Normalerweise müssten vorab erstmal 10% gefordert werden. Wird aber nicht passieren.

Wir werden nicht nur mit Peanuts abgespeist werden (Nullnummer wär definitiv zu krass), die unter der Inflations bleiben - es wird lautstark aus sämtlichen Finanzbehörden Tränen vergossen werden, dass sie jetzt noch viel bettelärmer sind als jemals zuvor und darum auf keinen Fall Geld für ihre Angestellten freischaufeln können. Alternativ wird wieder aktiv daran gearbeitet, die restliche Bevölkerung gegen die unverschämten Forderungen im ÖD aufzubringen. Weil man ja einsparen muss und die anderen Kosten nicht weniger werden.

Lachnummer Vergünstigung Öffentlicher Nahverkehr:  HEUTE platzte endlich die Bombe. Großspurig wurde wochenlang verkündet, dass man extra diese €9,00 Monatstickets für 3 Monate bezuschussen will, damit die vielen PENDLER vom eigenen Auto auf Busse und Schinen umsteigen. Heute wurde endgültig verkündet:  deutchladweiter Start am 1.Juni (d.h. tatsächlich die gesamten Schulferien/Jahresurlaubszeit umfassend) - und dass man sich freut, weil mit diesen Tickets arme Menschen endlich mal preisgünstig ganz Deutschland bereisen können. Ferienreisen also - mal eben an die Ostsee/Nordsee - ganze 3 Monate lang. Nix Pendler, die zur Arbeit müssen und gerne 3 Monate aufs Auto verzichtet hätten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 11.04.2022 12:03
Na dann will ich es dir mal erklären.
1. Strom hat sich um Minimum 20% erhöht, auch gibt es keine Wechselprämien mehr.  Wird nächstes Jahr ebenfalls deutlich teurer
2. Gas hat sich um 40% erhöht und wird zum nächsten Jahr DEUTLICH teurer. Auch hier keine Wechselprämien mehr.
3. Lebensmittel haben sich um locker 20% erhöht.
4. Sprit hat sich um 40% erhöht.

Wer das nicht sieht, tut mir leid.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 11.04.2022 12:18
Nullrunde? Es muss mindestens 8% geben über 2 Jahre und das wäre schon lächerlich. Bei dieser Inflation und der Energie Inflation in Höhe von locker 40%. Ein Armutszeugnis sollte es weniger geben. Es geht hier schlicht darum, die Mehrkosten im Monat von locker 300 Euro aufzufangen für eine durchschnittliche Familie.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo die Leute immer diese Zahlen - 300 Euro pro Monat - für Mehrkosten hernehmen. Ich habe gerade mal unsere Verbräuche in den Onlinechner meines Energieversorgers eingegeben und komme hier bei Gas und Strom auf monatliche Mehrkosten in Höhe von 9 Euro. Das haut mich jetzt ehrlich gesagt nicht um. Des Weiteren bleibt ein Großteil unserer Fixkosten gleich, z.B. Immo-Finanzierung, Hausgeld, Versicherungen, Sparpläne, Kosten für Kommuniation und Unterhaltung.

Dann lebst du in einer sehr schönen Welt.

Wir bezahlen (zwei Personen) inzwischen jede Woche beim Einkauf ca. 20-30€ mehr, je nachdem was wir so kaufen müssen.

Das sind schon mal rund 100€ im Monat für Lebensmittel. Bei zwei Personen. Bei ner kleinen Familie bist du da schon bei 200€ für Lebensmittel und Getränke.

Benzin haben wir ca. 50€ Mehrkosten im Monat, zum Glück müssen wir nicht so viel fahren.

Unsere Kaltmiete wurde kürzlich um 10% angehoben. Kleine Einfamilienhäuser unter 1 Millionen Euro findest du hier kaum noch in unserer Region, also der Traum vom Eigentum wird selbst für einen Akademiker Haushalt hier ein Traum bleiben ;)

Strom sind wir noch in der Preisgarantie. Sobald die wegfällt, gehts da aber vermutlich auch um ca. 20€ im Monat hoch.

Gas hat unser Vermieter auch vor kurzem noch einen neuen Vertrag abgeschlossen. Heizkosten könnten also dieses Jahr evtl. noch tragbar bleiben. Wenn die aber nächstes Jahr dann um 50% oder mehr steigen, haben wir da nochmal ca. 100€ mehr im Monat.

Also ein 4 Personen Haushalt kann ganz locker aktuell auf 300-400€ Mehrkosten im Monat kommen, insbesondere wenn die Eltern pendeln müssen und man bei den Energiekosten keine Altverträge mehr hat.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 11.04.2022 12:21
Des Weiteren bleibt ein Großteil unserer Fixkosten gleich, z.B. Immo-Finanzierung, Hausgeld, Versicherungen, Sparpläne, Kosten für Kommuniation und Unterhaltung.

Mach dich mal bitte nicht lächerlich...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 11.04.2022 12:27
Nullrunde? Es muss mindestens 8% geben über 2 Jahre und das wäre schon lächerlich. Bei dieser Inflation und der Energie Inflation in Höhe von locker 40%. Ein Armutszeugnis sollte es weniger geben. Es geht hier schlicht darum, die Mehrkosten im Monat von locker 300 Euro aufzufangen für eine durchschnittliche Familie.

Unter 10% auf 12 Monate braucht Verdi da überhaupt nicht reingehen.

Forderung sollte sogar 12% auf 12 Monate, 1000€ Einmalzahlung für alle EGs und 1 Stunde weniger Wochenarbeitszeit sein.

Außerdem Techniker / ITler / Ingenieure / Architekten usw. um zusätzlich 20% rauf.

Weiterhin Jahressonderzahlung auf 100% für alle EGs.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 11.04.2022 13:00
...und freies Mittagessen in der Kantine.plus 1xwöchentlich Massage am Arbeitsplatz... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.04.2022 13:23
4. Sprit hat sich um 40% erhöht.
Hätte ich gestern und nicht vor 10 Tagen getankt, hätte 11Cent pro Liter gespart.
Scheiß Deflation
und beim Asia kostet der Mittagstisch jetzt 5,5 nicht mehr nen Heiermann, das sind krasse 10% Aufschlag (nach 5 Jahren) Wucher!

Hoffentlich geht das nicht so weiter....dann muss ich wieder selber kochen
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 11.04.2022 13:25
.plus 1xwöchentlich Massage am Arbeitsplatz... 8)

Gibts bei Homeoffice auch Besuche zu Hause?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 11.04.2022 13:50
Des Weiteren bleibt ein Großteil unserer Fixkosten gleich, z.B. Immo-Finanzierung, Hausgeld, Versicherungen, Sparpläne, Kosten für Kommuniation und Unterhaltung.

Mach dich mal bitte nicht lächerlich...

Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 11.04.2022 13:51
Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.

Und wenn man bedenkt, dass die Kosten für Wohnen gerne mal 1/3 des Warenkorbs ausmachen, ist dies eine gute Variante die gesamte persönliche Inflation zu reduzieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 11.04.2022 14:30
Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.

Und wenn man bedenkt, dass die Kosten für Wohnen gerne mal 1/3 des Warenkorbs ausmachen, ist dies eine gute Variante die gesamte persönliche Inflation zu reduzieren.
Deswegen habe ich eine persönliche Deflation, weil für einer meiner  Kredite seit 5 Monaten 1100€ weniger fällig sind.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 11.04.2022 14:35
Des Weiteren bleibt ein Großteil unserer Fixkosten gleich, z.B. Immo-Finanzierung, Hausgeld, Versicherungen, Sparpläne, Kosten für Kommuniation und Unterhaltung.

Mach dich mal bitte nicht lächerlich...

Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.

Weil beides oder zumindest das letzte Investitionen sind. Sparen ist kein Aufwand.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.04.2022 15:03
Die Kaltmiete ist mit dem Zins auf das Darlehen zu vergleichen. Bei den meisten Darlehensformen dürfte damit in Bezug auf die Wohnkosten eine Deflation stattfinden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 12.04.2022 08:01
Zusammengefasst:  nur Spekulanten und Schuldner können profitieren. Niemand, der auf Sicherheiten setzt.
Wer aber entschedet sich denn für einen Job im ÖD oder möchte Karriere als Beamter machen?
Da beißt sich die Maus in den eigenen Schwanz.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 12.04.2022 08:11
Spekulanten

Ich sehe mich als Investor 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 08:23
Zusammengefasst:  nur Spekulanten und Schuldner können profitieren. Niemand, der auf Sicherheiten setzt.
Wer aber entschedet sich denn für einen Job im ÖD oder möchte Karriere als Beamter machen?
Da beißt sich die Maus in den eigenen Schwanz.
Scheinbar in deiner Welt nur jammerlappen und jaultanten

Gut das ich in meinem beruflichem Umfeld andere Menschen um mich habe, sonst wäre ich schon wieder weg.

Ach ja von einer hohen Inflation werden auch die 100'% Sicherheitsmenschen profitieren, denn dann wird es für Festgeld auch wieder ein paar Prozente mehr Geld geben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 12.04.2022 08:48
Bin jetzt auch nicht super unzufrieden mit der aktuellen Entwicklung.

Habe durch die Corona-Krise an der Börse ziemlich profitiert und für die Immobilie den Rekord-Niedrigzins mitgenommen. Angst um den Arbeitsplatz hatte ich eh nie. Im Gegenteil noch eine Stufenlaufzeitverkürzung erhalten. Stromabrechnung kam mit Guthaben rein. Nebenkostenabrechnung sollte keine Überraschung werden. Wenn die Gehälter jetzt einigermaßen mit der Inflation mitgehen kann ich mich eigentlich nicht beschweren...

Wegen mir könnte aber der Krieg aber gerne enden. Der bereitet mir aktuell Sorgen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 08:50
Im Gesamtkonstrukt hast Du aber dennoch nicht dein volles Gehalt erhalten, aber das hatten wir schon...  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 12.04.2022 09:21
Zusammengefasst:  nur Spekulanten und Schuldner können profitieren. Niemand, der auf Sicherheiten setzt.

Wer sich ein Haus kauft und einige hunderttausend Euro Schulden dafür aufgenommen hat, setzt auf Sicherheiten und profitiert zugleich.

Wer aber entschedet sich denn für einen Job im ÖD oder möchte Karriere als Beamter machen?
Zum Beispiel viele Teilnehmer dieses Forums.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 09:23
Zusammengefasst:  nur Spekulanten und Schuldner können profitieren. Niemand, der auf Sicherheiten setzt.

Wer sich ein Haus kauft und einige hunderttausend Euro Schulden dafür aufgenommen hat, setzt auf Sicherheiten und profitiert zugleich.
Laut Britta2 sind aber Menschen wie ich, die sich Mehrfamilienhäuser kaufen und VuV machen Spekulanten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 12.04.2022 09:26
Bin jetzt auch nicht super unzufrieden mit der aktuellen Entwicklung.

Habe durch die Corona-Krise an der Börse ziemlich profitiert und für die Immobilie den Rekord-Niedrigzins mitgenommen. Angst um den Arbeitsplatz hatte ich eh nie. Im Gegenteil noch eine Stufenlaufzeitverkürzung erhalten. Stromabrechnung kam mit Guthaben rein. Nebenkostenabrechnung sollte keine Überraschung werden. Wenn die Gehälter jetzt einigermaßen mit der Inflation mitgehen kann ich mich eigentlich nicht beschweren...

Wegen mir könnte aber der Krieg aber gerne enden. Der bereitet mir aktuell Sorgen.

Dem kann ich mich im Gros so anschliessen.
Der Buchwert des Wertpapiervermögens ist seit 2020 um eine guten 5-stelligen Betrag gestiegen, die Anschaffung der  Photovoltaik in 2016 wird sich bei gutem Verhältnissen wohl Anfang 2023 bereits armortisiert haben, meinen wesentlichen Energieträger Holz konnte ich extrem günstig bekommen.
Positiver Effekt der Infaltion für mich als Schuldener: Durch die vereinbarte Sondertilgungsoptionen werde ich selbst bei geringen Gehaltssteigerungen  unser Darlehen deutlich schneller zurückzahlen können als ich müsste.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 12.04.2022 09:32
Laut Britta2 sind aber Menschen wie ich, die sich Mehrfamilienhäuser kaufen und VuV machen Spekulanten.

Nein, nein, das geht ja gar nicht. Wenn du im öD arbeitest kannst du dir gar kein Mehrfamilienhaus leisten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 09:42
Laut Britta2 sind aber Menschen wie ich, die sich Mehrfamilienhäuser kaufen und VuV machen Spekulanten.

Nein, nein, das geht ja gar nicht. Wenn du im öD arbeitest kannst du dir gar kein Mehrfamilienhaus leisten.
Leiste ich mir ja auch nicht, gehört ja der Bank :o und wird von den Mieter (H4 Niveau) abbezahlt.
Waren 100% bzw. 111% Darlehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 12.04.2022 09:46
Hm, ich arbeite zwar nicht im öD sondern nur nach TvöD aber ein Mehrfamilienhaus habe ich mir trotzdem geleistet.  8)
Bezahlt wird es tatsächlich von den Mietern und das dank des Zins-Niveaus inkl. Tilgung. ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 09:58
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: MalZu am 12.04.2022 10:17
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.

.... weil sonst Leistungserbringer nicht mehr investierern; und der "Staat" Mrd für Wohnungsbau "ausgeben" müsste!
Liebe Grüße!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 12.04.2022 10:19
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.

.... weil sonst Leistungserbringer nicht mehr investierern; und der "Staat" Mrd für Wohnungsbau "ausgeben" müsste!
Liebe Grüße!

Reden wir hier noch von Angestellten im öD?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 10:25

.... weil sonst Leistungserbringer nicht mehr investierern; und der "Staat" Mrd für Wohnungsbau "ausgeben" müsste!
Liebe Grüße!

Warum soll der Staat mein Eigentum bezahlen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 12.04.2022 10:43
Warum soll der Staat mein Eigentum bezahlen?

Weil er sich davon einen Gemeinwohlzweck verspricht, im konkreten Fall die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Dritte.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 10:47
Weil er sich davon einen Gemeinwohlzweck verspricht, im konkreten Fall die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Dritte.

Mieten ist nicht günstig im Vergleich zum Eigentum.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 11:12
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.
Ich wurde nicht gefördert von irgendeiner Partei.
Ich habe gekauft und vermiete (auf h4 Niveau). Ganz einfach.
Andere vermieten Fahrräder oder Autos.
Genauso ist ja das Angestellt sein eine Umverteilung von unten nach oben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 11:15
Weil er sich davon einen Gemeinwohlzweck verspricht, im konkreten Fall die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Dritte.

Mieten ist nicht günstig im Vergleich zum Eigentum.
Eben und ich frage mich warum sich so viele Menschen für das Mieten entscheiden (insbesondere beim Zinsniveau in den letzten 15 Jahre)
Selbst jetzt kann man sogar in Berlin eine Eigentumswohnung erwerben, die nicht teurer ist als Mieten.
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 11:33

Eben und ich frage mich warum sich so viele Menschen für das Mieten entscheiden (insbesondere beim Zinsniveau in den letzten 15 Jahre)
Selbst jetzt kann man sogar in Berlin eine Eigentumswohnung erwerben, die nicht teurer ist als Mieten.
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

Mieten ist ja nur finanziell günstiger. Rechtlich steht man als Mieter inzwischen besser da als so manch Eigentümer.

Wo soll es ein unten und oben bei Beteiligung von juristischen Personen geben?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 12.04.2022 11:55
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

Weil Eigentum bindet und Mehrarbeit bedeutet.
Als Mieter kann ich ganz schnell die Wohnung kündigen und mir was schöneres suchen, wenn z.B. das Umfeld nervt. Weiterhin muss ich mich um Instandhaltung und Reparaturen keine Gedanken machen sondern kann einfach nach dem Vermieter rufen.

Mieten ist also viel flexibler und komfortabler als kaufen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 11:57

Mieten ist also viel flexibler und komfortabler als kaufen.

Und dieses Upgrade ist zumindest in Bezug auf Sozialleistungen bzw. der allgemeinen politischen Diskussion zu Bedarfen nicht mehr zu akzeptieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 12:04
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

Weil Eigentum bindet und Mehrarbeit bedeutet.
Als Mieter kann ich ganz schnell die Wohnung kündigen und mir was schöneres suchen, wenn z.B. das Umfeld nervt. Weiterhin muss ich mich um Instandhaltung und Reparaturen keine Gedanken machen sondern kann einfach nach dem Vermieter rufen.

Mieten ist also viel flexibler und komfortabler als kaufen.
Richtig, aber auf der anderen Seite sind Mieter wütend, wenn die Miete erhöht ist.
Oder beim Umzug die Mieten so teuer sind.

also Rosinenpickerei?

Was ich nur damit sagen wollte ist, das mindestens 80% der Mieter die darüber jammern, dass sie kein Eigentum haben, es alleinig ihrem Unvermögen oder Unwillen zuzuschreiben haben und nicht der böse Markt der Hauptgrund ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 12:15

Was ich nur damit sagen wollte ist, das mindestens 80% der Mieter die darüber jammern, dass sie kein Eigentum haben, es alleinig ihrem Unvermögen oder Unwillen zuzuschreiben haben und nicht der böse Markt der Hauptgrund ist.

Nein, das würde ich denen nicht - oder nicht zu großen Teilen - zurechnen. Der Markt ist gerade im Mietrecht so stark reguliert, das es kein Markt ist. Zudem der Erwerb von Eigentum auch seitens des Staates stark erschwert wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 12.04.2022 12:58
...ausserdem soll es Menschengeben die

a) sich schlicht  keine Immmobilie leisten können
b) sich bewusst gegen ein Immobilie entscheiden
c) durch Wechselfälle des Lebens (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Tod eines Familienangehörigen...) eine Immobilie verkaufen mussten

etc. etc..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 12.04.2022 13:02
Richtig, aber auf der anderen Seite sind Mieter wütend, wenn die Miete erhöht ist.
Oder beim Umzug die Mieten so teuer sind.

also Rosinenpickerei?

Was ich nur damit sagen wollte ist, das mindestens 80% der Mieter die darüber jammern, dass sie kein Eigentum haben, es alleinig ihrem Unvermögen oder Unwillen zuzuschreiben haben und nicht der böse Markt der Hauptgrund ist.

Wer das eine will, muss das andere mögen ;)

Der "böse" Markt ist sowohl im Bereich Eigentum also auch im Bereich Miete "böse". Insofern ist das Gras immer grüner auf der anderen Seite...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 13:36
...ausserdem soll es Menschengeben die

a) sich schlicht  keine Immmobilie leisten können
b) sich bewusst gegen ein Immobilie entscheiden
c) durch Wechselfälle des Lebens (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Tod eines Familienangehörigen...) eine Immobilie verkaufen mussten

etc. etc..

Wäre bloss die Frage, ob so etwas drei Generationen nacheinander der Fall sein kann/ sollte. (Erbrecht) ;)

Alles andere hat mit einem falsch positionierten Markt und Gesetzgebung zu tun.

Nach einer Trennung mangelt es
a) an genug kleineren Eigentumswohnungen/Häusern und
b) verlangt der Staat noch ausgebiegig Steuer auf der Suche nach neuem, adäquatem Wohnraum.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: E15 am 12.04.2022 13:44
Es wird keine Tariferhöhung kommen (meine Einschätzung!). Diese wird ausgesetzt, zumindest für 2023. Aber wer weiß schon was in ein paar Monaten ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 15:04
...ausserdem soll es Menschengeben die

a) sich schlicht  keine Immmobilie leisten können
b) sich bewusst gegen ein Immobilie entscheiden
c) durch Wechselfälle des Lebens (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Tod eines Familienangehörigen...) eine Immobilie verkaufen mussten

etc. etc..
Richtig, wobei jemand mit einem Einkommen auf h4 Niveau, sich eine Immobilie leisten könnte, wenn er eine Finanzierung bekäme.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 12.04.2022 15:10
Jeder der sich seine Miete leisten kann ist in der Lage für gleichwertigen Wohnraum die Finanzierung zu stemmen. Die Bank finanziert aber nur wenn auch schon entsprechend Eigenkapital vorliegt, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht (da sind die mit öD Verträgen im Vorteil gegenüber der pW) und möglichst ein gleichwertiges 2. Gehalt vorgewiesen werden kann um im Zweifel weiter Zahlungsfähig zu sein.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 15:20
Jeder der sich seine Miete leisten kann ist in der Lage für gleichwertigen Wohnraum die Finanzierung zu stemmen. Die Bank finanziert aber nur wenn auch schon entsprechend Eigenkapital vorliegt, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht (da sind die mit öD Verträgen im Vorteil gegenüber der pW) und möglichst ein gleichwertiges 2. Gehalt vorgewiesen werden kann um im Zweifel weiter Zahlungsfähig zu sein.
Oje, mein erstes Haus habe ich als Zeitvertragsknecht gekauft. Mit Eigenkapital und Bauspavertags gedöns und über 6 % Zinssatz .
Mein zweites mit Zeitvertrag und mit einer 111% Finanzierung (also 0 Eigenkapital)
Mein drittes mit Zeitvertrag aber 100% Finanzierung, Nebenkosten habe ich selber getragen.
Alle als Einzelperson ohne zweites Gehalt.
Bei welchem ich da im öD war und bei welchem in der pW müsste ich nochmal nachdenken.

Also lebe ich hin einer parallel Welt oder mache irgendwas anders.

Aber natürlich hast du Recht, das Gesamtkonzept muss stimmen und die Finanzierung auf solider Basis stehen.
(Also Mieteinnahmen zum Beispiel) und wahrscheinlich zicken sie bei Zeitverträgen mehr rum als bei Festanstellung.

Basel xyz sei dank.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 15:24
Wobei in der Finanzierungsphase auch so einige nicht auf den Zweiturlaub, den etwas teureren Wagen und den guten Aufschnitt verzichten möchten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 12.04.2022 16:10

Oje, mein erstes Haus habe ich als Zeitvertragsknecht gekauft. Mit Eigenkapital und Bauspavertags gedöns und über 6 % Zinssatz .
Mein zweites mit Zeitvertrag und mit einer 111% Finanzierung (also 0 Eigenkapital)
Mein drittes mit Zeitvertrag aber 100% Finanzierung, Nebenkosten habe ich selber getragen.
Alle als Einzelperson ohne zweites Gehalt.
Bei welchem ich da im öD war und bei welchem in der pW müsste ich nochmal nachdenken.

Also lebe ich hin einer parallel Welt oder mache irgendwas anders.

Aber natürlich hast du Recht, das Gesamtkonzept muss stimmen und die Finanzierung auf solider Basis stehen.
(Also Mieteinnahmen zum Beispiel) und wahrscheinlich zicken sie bei Zeitverträgen mehr rum als bei Festanstellung.

Basel xyz sei dank.

Bei über 6% Zinssatz liegt die Vermutung nahe dass du vor der großen Bankenkriese 2008 gekauft hast. Die vorhergehende Großzügigkeit war mit ein Grund warum einige Finanzierungen geplatzt sind.
Die 2. Finanzierung hast du dann bekommen weil die Erste sicherlich gut von dir bedient wurde und du schon einen gewissen Anteil Eigenkapital in der Betonaktie vorweisen konntest. (muss ja kein Bargeld sein sondern der Bank Sicherheit bieten)
Dann wird es irgendwann ein Selbstläufer. Zumindest solange du die Verträge zuverlässig bedienst.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 12.04.2022 17:59
Wobei in der Finanzierungsphase auch so einige nicht auf den Zweiturlaub, den etwas teureren Wagen und den guten Aufschnitt verzichten möchten.

Ist ein Opfer, das sich zu bringen lohnt. WasDennNun wird sich schon einige Zeit vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter dafür entscheiden können, mit der Arbeit aufzuhören und die Rente als netten Bonus anzusehen. Und das, während "so einige" mit Anfang 60 fünf mal durchrechnen müssen, ob sie wirklich schon aufhören können zu arbeiten oder noch unbedingt bis 67 knechten müssen. Und das sogar ohne zuvor großartig etwas von seinem eigenen Geld reingesteckt zu haben.

Ist langfristig auch mein Plan, im Moment habe ich allerdings nur ein altes Mehrfamilienhaus, das derzeit weniger mein Geld als viel mehr sehr viel Zeit durch Eigenleistung benötigt. Lohnt sich aber auch bei mir schon; Die Kreditrate wird komplett von den Mietern bezahlt, obwohl die noch knapp 20% unter dem Mietspiegel zahlen. Wäre also sogar noch Luft nach oben. ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 12.04.2022 19:14
Abgesehen von persönlichen Vorteilen, finde ich es gesellschaftlich auch besser, mehr Kleinvermieter zu haben.

Aber merkt ihr was? Immer wieder geht es bei den Tariferhöhungen zur Immo-Diskussion. Scheint doch ein entscheidender Punkt zu sein, abgesehen von der bis heute fehlenden tariflichen Option auf höhere Wochenarbeitszeiten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 19:16
Wobei in der Finanzierungsphase auch so einige nicht auf den Zweiturlaub, den etwas teureren Wagen und den guten Aufschnitt verzichten möchten.

Ist ein Opfer, das sich zu bringen lohnt.
Also ich habe keine Opfer gebracht, allerdings auch kein teureren Wagen, da einfach dafür kein Bedarf besteht.
Zitat
WasDennNun wird sich schon einige Zeit vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter dafür entscheiden können, mit der Arbeit aufzuhören und die Rente als netten Bonus anzusehen. Und das, während "so einige" mit Anfang 60 fünf mal durchrechnen müssen, ob sie wirklich schon aufhören können zu arbeiten oder noch unbedingt bis 67 knechten müssen. Und das sogar ohne zuvor großartig etwas von seinem eigenen Geld reingesteckt zu haben.
Absolut richtig, das erleichtert einen auch immensen Spaß bei und an der Arbeit zu haben.

Zitat
Ist langfristig auch mein Plan, im Moment habe ich allerdings nur ein altes Mehrfamilienhaus, das derzeit weniger mein Geld als viel mehr sehr viel Zeit durch Eigenleistung benötigt. Lohnt sich aber auch bei mir schon; Die Kreditrate wird komplett von den Mietern bezahlt, obwohl die noch knapp 20% unter dem Mietspiegel zahlen. Wäre also sogar noch Luft nach oben. ;D
Du bist auf den richtigen Weg.
Klar ist ein MFH auch mit Arbeit verbunden und man muss Spaß haben sich mit depperten und netten  Mieter auseinanderzusetzen (oder halt pro Wohnung nen fuffi weniger zu haben)
Aber dafür, dass es ein Selbstläufer ist.......(und man sich gut fühlt, weil man kein Miethai ist  ;D)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 12.04.2022 19:23
Abgesehen von persönlichen Vorteilen, finde ich es gesellschaftlich auch besser, mehr Kleinvermieter zu haben.
Ich sehe mich mit 10 WE noch als Kleinvermieter an, der familiär mit seinen Mieter umgeht.
Aber merkt ihr was? Immer wieder geht es bei den Tariferhöhungen zur Immo-Diskussion.
Wahrscheinlich weil viele Menschen darüber jammern, das sie Miete zahlen, andere Schuld sind, dass sie kein Haus haben, nur weil sie nicht erkenne, dass sie persönlich nicht in der Lage sind, einfach mal was durchzuziehen und immer Vollkasko wollen und dann sich wundern, dass die Wohnungen/Häuser nicht warten bis sie sich entschieden haben das Objekt zu kaufen.

Zuletzt musste ich die Orga für einen Anverwandten in Berlin übernehmen, weil er seit Jahren behauptete man könne nichts in Berlin kaufen, alles zu teuer.
Komisch, jetzt zahlt er 100€ mehr als Eigentümer als er Miete gezahlt hat.
Dass allerdings auf 20+Jahre fixiert und weil er doch mehr Tilgen wollte (Depp der).

Sollte die Mieten in der Zeit wieder um 10-20% sinken, war es ein Minusgeschäft.
Das Risiko war er dann doch bereit einzugehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 13.04.2022 10:19
Es wird keine Tariferhöhung kommen (meine Einschätzung!). Diese wird ausgesetzt, zumindest für 2023.
Hier in der Region sind die Kommunen die nächsten Jahre v.a. mit dem Wiederaufbau nach der Flut beschäftigt. Die eine Kreisverwaltung hat 80 neue Stellen im Stellenplan, die andere 70, manche kommunale Rathäuser haben ihre Verwaltungsstellen praktisch mal eben verdoppelt. Da findet sich keiner für, nicht nur bei Ingenieuren oder ITlern, selbst normale kleine Büromenschen sehen den Tarif, drehen sich um und lachen. Die ebenfalls weitgehend wiederaufbauende PW hat das schon kapiert.
Wenn sich VKA und Politik an deine Einschätzung halten, wäre das echt ein neues Glanzstück in der TvÖD-Geschichte. Dem Forum hier brechen die Fragen zu Bewerbungs-/Einstellungsverfahren weg, weil man bewerberseitig nur noch in den Verwaltungen anrufen muss "Hallo, mach ma grad Vertrag/Urkunde fertig, ich komme gleich nach der Mittagspause und fang bei euch an. Bitte, gern geschehn."
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Max am 13.04.2022 19:52
Es wird keine Tariferhöhung kommen (meine Einschätzung!). Diese wird ausgesetzt, zumindest für 2023. Aber wer weiß schon was in ein paar Monaten ist.
Ich denke,  dass es auf eine Einmalzahlung hinausläuft,  gefolgt von den üblichen paar Prozent. Eine komplette Nullrunde wäre zu extrem.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 14.04.2022 07:37
Jeder der sich seine Miete leisten kann ist in der Lage für gleichwertigen Wohnraum die Finanzierung zu stemmen.
...das ist doch Quatsch...

..nicht jeder wohnt in einer Mietwohnung mit einer Miete von 1000€ plus...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 14.04.2022 08:21
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kat am 14.04.2022 08:37
Bei 159.000 Euro Schulden könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 14.04.2022 08:50
Bei 159.000 Euro Schulden könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen.

Bei der Abschaffung allein der Hälfte der Mieterschutzregelungen, was meiner Meinung nach zu einem ausgewogenen Verhältnis führen würde, dürfte das als Mieter ähnlich aussehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 14.04.2022 08:54
Bei 159.000 Euro Schulden könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen.

Wieso nicht? Du hast einen entsprechenden Gegenwert und überschaubare finanzielle Verpflichtungen die dazu noch - im Gegensatz z.B. zur Miete - für einen langjährigen Zeitraum nicht steigen werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 14.04.2022 09:10
Bei 159.000 Euro Schulden könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen.

Ernsthaft? Das ist für eine Immobilie doch ein Taschengeld...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leonhardt am 14.04.2022 09:27
Es wird keine Tariferhöhung kommen (meine Einschätzung!). Diese wird ausgesetzt, zumindest für 2023. Aber wer weiß schon was in ein paar Monaten ist.
Ich denke,  dass es auf eine Einmalzahlung hinausläuft,  gefolgt von den üblichen paar Prozent. Eine komplette Nullrunde wäre zu extrem.

Also ich glaube, dass nach dem letzten Verhandlungsergebnis eine nochmalige Nullrunde mit Einmalzahlung schon zu extrem wäre. Der Tarifabschluss 2020 war ja schon mickrig und ich erwarte eigentlich, dass da ab 2023 ordentlich was kommt oder glaubt noch jemand an eine Deflation bis dahin im nennenswerten Umfang? Nicht zu vergessen: An allen Preiserhöhungen verdient der Staat gut mit. Und in den letzten Jahren waren die öffentlichen Prognosen der Einnahmensituation oft zu pessimistisch und nach der Runde konnte man dann lesen, dass es hier und da erfreuliche Überschüsse gab, die man gar nicht erwartet hatte. Da fühlt man sich auf Dauer schon verhöhnt nach Nullrunde und 1,4 / 1,8% bei aktuell derart hoher Inflation. Dass es keine 7,x% geben wird ist mir auch klar, aber wieder so ein niedriger Abschluss wäre der Spott schlechthin. Aber es ist ja noch einige Zeit bis zu den Verhandlungen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kat am 14.04.2022 10:10
Bei 159.000 Euro Schulden könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen.

Ernsthaft? Das ist für eine Immobilie doch ein Taschengeld...

Dann kann man das Geld ja auch sparen und dann kaufen. Dann bleibe ich nicht auf einem haufen Schulden sitzen, wenn ich arbeitslos, krank oder Witwe werde.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 14.04.2022 10:18
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

..wenn man Single ist und in NS auf dem Land wohnt, haut das sogar hin...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 14.04.2022 10:19
Dann kann man das Geld ja auch sparen und dann kaufen. Dann bleibe ich nicht auf einem haufen Schulden sitzen, wenn ich arbeitslos, krank oder Witwe werde.

Das ist eine persönliche Risikoabwägung. Wenn aber ein den Schulden entsprechender Gegenwert vorhanden ist, bleibt man auch nicht auf Schulden sitzen. Ansonsten wäre eine monatliche Belastung von 420,-- als Nettokaltmiete auch im Risikofall für eine Mietwohnung aufzubringen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 14.04.2022 10:32
Wenn man Miete zahlt und sparen will wird die Belastung entsprechend höher.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.04.2022 10:36
Bei 159.000 Euro Schulden könnte ich keine Nacht mehr ruhig schlafen.
Dann schlafe weiter.

Edit: ich schlafe seeehr gut mit einem vielfachen an Schulden. Habe da nämlich die Gegenwerte und nen dicken Rentenaufschlag. Obwohl meine Mieter auch mit H4 die Miete bezahlen könn(t)en
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.04.2022 10:41
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

..wenn man Single ist und in NS auf dem Land wohnt, haut das sogar hin...
Habe gerade für nen Anverwandten in Berlin den Kauf einer Eigentumswohnung organisiert.
"schäbige" 3 Zimmer Wohnung für nicht ganz 300T€ (Krank ich weiß), trotzdem zahlt er jetzt nicht mehr als er Miete zahlen müsste bei Umzug und er ist in den letzten 10 Jahren 2 mal "entmietet" worden und will in Ruhe schlafen können.
In sofern nicht Quatsch sondern Realitäten.
Man muss nur rechnen und handeln können.
Was natürlich nicht hinhaut sind die die in einer Bestandsmiete seit 10 Jahren sich befinden, da lohnt sich der Kauf eher nicht unter diesem Gesichtspunkt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kühlschrank am 14.04.2022 10:53

Also ich glaube, dass nach dem letzten Verhandlungsergebnis eine nochmalige Nullrunde mit Einmalzahlung schon zu extrem wäre. Der Tarifabschluss 2020 war ja schon mickrig und ich erwarte eigentlich, dass da ab 2023 ordentlich was kommt

Leider geht das was man erwartet oder erwarten könnte mit dem tatsächlichen Ergebnis meistens nie Hand in Hand... Ich befürchte eine ähnliche Runde wie beim letzten Abschluss, vll. ein paar %chen hinter dem Komma mehr, um sagen zu können man habe auf die Inflation "reagiert".
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 14.04.2022 14:21
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

..wenn man Single ist und in NS auf dem Land wohnt, haut das sogar hin...

In einer 3 Zimmer-Wohnung leben nicht selten Paare. Mit normalem Einkommen können die in 6 Jahren schuldenfrei sein und mussten sich trotzdem kaum einschränken.

Z. T. leben in solchen Wohnungen auch berufstätige Eltern mit Kind.   ???
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Platten am 14.04.2022 16:52
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

Baujahr 1955, Energieeffizienzklasse ZZZ+, einzugsfertig nach weiteren ca. 100 bis 150TEUR..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 14.04.2022 17:46
Es ist bereits seit 2 oder 3 Jahren zu spät Wohneigentum zu schaffen. Wer zu spät kommt, den....

Oder es trifft einen die Ungnade der späten Geburt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.04.2022 20:11
Es ist bereits seit 2 oder 3 Jahren zu spät Wohneigentum zu schaffen. Wer zu spät kommt, den....

Oder es trifft einen die Ungnade der späten Geburt.
Oder zu Früh, weil man nicht in die Zwangsversteigerungswelle einsteigen kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 15.04.2022 06:15
Es ist bereits seit 2 oder 3 Jahren zu spät Wohneigentum zu schaffen. Wer zu spät kommt, den....

Oder es trifft einen die Ungnade der späten Geburt.
Oder zu Früh, weil man nicht in die Zwangsversteigerungswelle einsteigen kann.
Ihr habt beide recht! Werden noch spannende Jahre auf dem Immo Markt.
Einer hat's  letztens schon geschrieben. Irgendwie landet immer alles bei Immobilien/Wohnen. Die Höhle mit Feuer ist und bleibt iwie vielen das wichtigste
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Trelle79 am 15.04.2022 10:16
Erwartungshaltung für die Tarifverhandlungen:

Ich schau mal in die Glaskugel, in der ich im ersten Moment die nächste Glaskugel sehe ..

Inflation wird voraussichtlich bei rund 7% für 2022 liegen.

Forderung Verdi:  8%

Ergebnis:
EG 1-8 = 5,6% in 2 Stufen
EG 9-12 = 3,95% in 2 Stufen
EG 13-15 = 2,95% in 2 Stufen

Laufzeit mind. 28 Monate ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 15.04.2022 11:05
Erwartungshaltung für die Tarifverhandlungen:

Ich schau mal in die Glaskugel, in der ich im ersten Moment die nächste Glaskugel sehe ..

Inflation wird voraussichtlich bei rund 7% für 2022 liegen.

Forderung Verdi:  8%

Ergebnis:
EG 1-8 = 5,6% in 2 Stufen
EG 9-12 = 3,95% in 2 Stufen
EG 13-15 = 2,95% in 2 Stufen

Laufzeit mind. 28 Monate ...

Glaube ich Dir. Lass mal 2023 Inflation 5% sein ... In Summe büßt jeder von uns netto mindestens vierstellig ein und dennoch gibts nach "vielen Monaten hartem Kampf" wieder gegenseitiges Schulterklopfen ...
Bis dahin täglich die Ermahnung, dass der ÖD Vorbildfunktion hat und ansonsten die Lohn-Preis-Spirale verschuldet wegen (unverschämter) Forderung Inflationsausgleich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 15.04.2022 18:45
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

Baujahr 1955, Energieeffizienzklasse ZZZ+, einzugsfertig nach weiteren ca. 100 bis 150TEUR..

Baujahr 1983 Energieeffizienzklasse F,
Ausstattung
+ Dachschrägen bis in den Giebel ausgebaut
+ gemütlicher Balkon/Loggia
+ Wohnzimmer über zwei Ebenen
+ Einbauküche
+ Bad mit Wanne/Dusche
+ große und teilweise neue Fensterelemente
+ hochwertiger Vinylboden
+ Kellerraum und Dachboden
+ eigener Bereich für Fahrräder
+ Pkw-Außenstellplatz
+ südlicher Gartenbereich

Sieht auf den Fotos ganz ordentlich aus und scheint max. ein Anstrich oder Tapeten für den Einzug zu benötigen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 15.04.2022 19:05
Erwartungshaltung für die Tarifverhandlungen:

Ich schau mal in die Glaskugel, in der ich im ersten Moment die nächste Glaskugel sehe ..

Inflation wird voraussichtlich bei rund 7% für 2022 liegen.

Forderung Verdi:  8%

Ergebnis:
EG 1-8 = 5,6% in 2 Stufen
EG 9-12 = 3,95% in 2 Stufen
EG 13-15 = 2,95% in 2 Stufen

Laufzeit mind. 28 Monate ...
Das kommt anders.

Forderung Verdi: 6 % für 12 Monate

Ergebnis:
500 € Einmalzahlung im März 2023
1,95% ab August 2023
1,75% ab April 2024
2,4% ab November 2024 bis 30.06.2025

Lobeshymne Verdi: Historisches Ergebnis die Forderungen wurden übertroffen!!
Was keiner erwähnt: Kürzung der JSZ um 15%; Gleichstellung der Wochenarbeitszeit: 40Stunden für alle.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 15.04.2022 19:27
Das kommt anders.

Forderung Verdi: 6 % für 12 Monate

Ergebnis:
500 € Einmalzahlung im März 2023
1,95% ab August 2023
1,75% ab April 2024
2,4% ab November 2024 bis 30.06.2025

Lobeshymne Verdi: Historisches Ergebnis die Forderungen wurden übertroffen!!
Was keiner erwähnt: Kürzung der JSZ um 15%; Gleichstellung der Wochenarbeitszeit: 40Stunden für alle.

Irgendwann wird sicher auch VBL wieder über Geldmangel jammern. Die Krankenkassen & Co fordern ja jetzt schon deutliche Erhöhung der Beiträge ab 2023 ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 15.04.2022 19:32
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

..wenn man Single ist und in NS auf dem Land wohnt, haut das sogar hin...

Das zahle ich auch. Und weil es nur zu einer solchen Mietwohnung (700€) reicht - von den eigenen Kindern als beruflicher Versager tituliert. Ossi halt. Zu früh und in der falschen Gegend geboren und geblieben. (jepp, selbst Schuld also weil falsche Entscheidungen getroffen, somit ewig unter Wert verkauft und im ÖD verblieben ...)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 15.04.2022 22:09
Natürlich nicht aber bei einer niedrigen Miete ist auch der Wohnraum günstiger und eine Finanzierung muss nicht 1000+ sein.

Aktuelles Praxisbeispiel  Stadt in NS: Eigentumswohnung 65 qm 3 Zimmer, 159000 €.
11% Nebenkosten, 20% Eigenkapital, 2% Tilgung 1,5% Zinsen=ca. 420€ p. M.

Kaltmiete für vergleichbare Wohnungen: 500 €- 560 €.

..wenn man Single ist und in NS auf dem Land wohnt, haut das sogar hin...

Das zahle ich auch. Und weil es nur zu einer solchen Mietwohnung (700€) reicht - von den eigenen Kindern als beruflicher Versager tituliert. Ossi halt. Zu früh und in der falschen Gegend geboren und geblieben. (jepp, selbst Schuld also weil falsche Entscheidungen getroffen, somit ewig unter Wert verkauft und im ÖD verblieben ...)
Tja, schon traurig, wenn du für ne viertel Mille nicht ein gleichwertiges Eigentumsobjekt bekommst.
Wie gesagt, in der Liga habe ich gerade nem Anverwandten ein Eigenheim besorgt.
Und damit möglicherweise eine weitere falsche Entscheidung getroffen, kein Eigentum, obwohls möglich wäre.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Aleksandra am 16.04.2022 19:45
Ergebnis:
EG 1-8 = 5,6% in 2 Stufen
EG 9-12 = 3,95% in 2 Stufen
EG 13-15 = 2,95% in 2 Stufen

Was dann dazu führen würde, dass man in Erfahrungsstufe 6 in TVÖD E12 (78.924) mehr verdienen würde als in TVÖD E13 (78.476)... :D

Und damit ein herzliches 'Hallo' in die Runde. Ich bin nämlich ganz neu hier. Nicht nur im Forum, sondern auch im ÖD  ^^

Ich bin in E12 eingruppiert worden und daher hatte ich mich natürlich mal in der Entgelttabelle schlau gemacht. Da ist mir direkt aufgefallen, dass in Erfahrungsstufe 6 der Unterschied von 12 zu 13 gar nicht mal so groß ist (zumal die JSZ ab E13 ja auch etwas niedriger ausfällt als in E12). Stört mich persönlich natürlich weniger, aber ich hab mich schon gefragt warum die Unterschiede da so gering ausfallen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 17.04.2022 10:09
Oster-Nchrichten heute:  Finanz-Profis raten zu moderaten Übergangslösungen bzw Einmalzahlungen statt langfristigen Abschlüssen. Mit der Begründung "mehr Geld oder sichere Jobs". Irgendwie kommt einem das seit Ewigkeiten bekannt vor ... Parolen  Dutschland wird ärmer und hat sch damit zu arangieren.
Und wer Ängste suggeriert bekommt, der hat kaum Kraft zum Denken. Prognose zudem "alles wird noch schlimmer im 2.HJ". Wenn wir dann in die neue Tarifrunde gehen, dann wirds noch böser ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 18.04.2022 06:50
Und doch jammern wir noch immer auf höchsten Niveau:

https://www.echtemamas.de/falls-sie-getoetet-wird-ukrainische-mutter-beschriftet-ruecken-ihrer-tochter/

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 18.04.2022 10:00
Und doch jammern wir noch immer auf höchsten Niveau:

https://www.echtemamas.de/falls-sie-getoetet-wird-ukrainische-mutter-beschriftet-ruecken-ihrer-tochter/

Was hat das hier zu suchen? Wollen wir demnächst auch posten, wie viele in Afrika verhungern? Oder in Indien krepieren? Du darfst deine Erhöhung gerne für den "guten Zweck" einsetzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wdd3 am 18.04.2022 11:32
Hast du nichts bessere zu tun als das Menschenverachtende Gehabe von Spid/XtinaG zu ersetzen?

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 18.04.2022 12:14
Hast du nichts bessere zu tun als das Menschenverachtende Gehabe von Spid/XtinaG zu ersetzen?

Du hast mir die Augen geöffnet. Wir sollten nicht nur für den Frieden und Hunger frieren, wir sollten auch eine Gehaltsreduktion aus Solidarität in Kauf nehmen. Null Runde und bis 2025 auf die JAZ verzichten. Das ist das mindeste.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 18.04.2022 14:11
Ergebnis:
EG 1-8 = 5,6% in 2 Stufen
EG 9-12 = 3,95% in 2 Stufen
EG 13-15 = 2,95% in 2 Stufen

Was dann dazu führen würde, dass man in Erfahrungsstufe 6 in TVÖD E12 (78.924) mehr verdienen würde als in TVÖD E13 (78.476)... :D

Und damit ein herzliches 'Hallo' in die Runde. Ich bin nämlich ganz neu hier. Nicht nur im Forum, sondern auch im ÖD  ^^

Ich bin in E12 eingruppiert worden und daher hatte ich mich natürlich mal in der Entgelttabelle schlau gemacht. Da ist mir direkt aufgefallen, dass in Erfahrungsstufe 6 der Unterschied von 12 zu 13 gar nicht mal so groß ist (zumal die JSZ ab E13 ja auch etwas niedriger ausfällt als in E12). Stört mich persönlich natürlich weniger, aber ich hab mich schon gefragt warum die Unterschiede da so gering ausfallen.
Liegt wohl historisch darin begründet, dass die Struktur in Analogie wie bei den Beamten angedacht war: EG13 "Einstieg höherer Dienst" (also Wiss Hochschulstudium) und EG12 "Ende gehobener Dienst" (Ausbildung, Bachelor).
Insofern lohnt es sich in der Tat nicht um eine EG13 zu kämpfen, wenn man EG12 ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 19.04.2022 10:55
Hast du nichts bessere zu tun als das Menschenverachtende Gehabe von Spid/XtinaG zu ersetzen?

Du hast mir die Augen geöffnet. Wir sollten nicht nur für den Frieden und Hunger frieren, wir sollten auch eine Gehaltsreduktion aus Solidarität in Kauf nehmen. Null Runde und bis 2025 auf die JAZ verzichten. Das ist das mindeste.

Da bin ich dabei. Was interessiert mich schon das Leben meiner beiden Kinder und meine in Elternzeit  verbringende Frau und mein Haus, dass ich abzuzahlen habe. Wir sollten aus Solidarität an der Tankstelle auf 3 Euro aufrunden. Achso: GAS Embargo jetzt! Der deutsche kann sich nämlich noch gut und günstig Wurst leisten. Zumindest bis zum 15. des Monats.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 19.04.2022 10:57
Hast du nichts bessere zu tun als das Menschenverachtende Gehabe von Spid/XtinaG zu ersetzen?

Du hast mir die Augen geöffnet. Wir sollten nicht nur für den Frieden und Hunger frieren, wir sollten auch eine Gehaltsreduktion aus Solidarität in Kauf nehmen. Null Runde und bis 2025 auf die JAZ verzichten. Das ist das mindeste.

Da bin ich dabei. Was interessiert mich schon das Leben meiner beiden Kinder und meine in Elternzeit  verbringende Frau und mein Haus, dass ich abzuzahlen habe. Wir sollten aus Solidarität an der Tankstelle auf 3 Euro aufrunden. Achso: GAS Embargo jetzt! Der deutsche kann sich nämlich noch gut und günstig Wurst leisten!

Wieso sollten wir hier schon aufhören? Aus Solidarität zu den Uiguren sollten wir für trocken Brot und ne Pritsche kostenlos unter zwanghaften Bedingungen für unseren Arbeitgeber arbeiten. Das wird ihnen sicher helfen!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 19.04.2022 11:02

[/quote]

Wieso sollten wir hier schon aufhören? Aus Solidarität zu den Uiguren sollten wir für trocken Brot und ne Pritsche kostenlos unter zwanghaften Bedingungen für unseren Arbeitgeber arbeiten. Das wird ihnen sicher helfen!
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Oh ja. Meine deutschen Buckel und Schuldkult Synapsen geraten gerade in Wallung. MEHR!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 19.04.2022 11:34
Wenn ich mir anschaue wieviele Motorradfahrer am Osterwochenende wieder mal sinnlos durch die Pampa gefahren sind kann ich nur sagen: Der Sprit ist immer noch viel zu günstig!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 19.04.2022 11:40
Wenn ich mir anschaue wieviele Motorradfahrer am Osterwochenende wieder mal sinnlos durch die Pampa gefahren sind kann ich nur sagen: Der Sprit ist immer noch viel zu günstig!

Wann ist er den nicht mehr zu günstig? Wenn es sich nur noch gut betuchte Menschen leisten können? Also keine ÖDler? ;D Hau mal eine Zahl raus.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 19.04.2022 12:36
..irgendeiner hat immer was zu meckern... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Pham Nuwen am 19.04.2022 13:24
Wenn ich mir anschaue wieviele Motorradfahrer am Osterwochenende wieder mal sinnlos durch die Pampa gefahren sind kann ich nur sagen: Der Sprit ist immer noch viel zu günstig!

Also ich sehe das immer gerne – zumindest wenn das Kärtchen für die Organspende mitgeführt wird. Was sind schon ein paar Euro Sprit, wenn dafür einem anderen Menschen (oder mehreren) das Leben gerettet werden kann?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 19.04.2022 13:30
Tolles Karma wenn man anderen den Tod wünscht ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 19.04.2022 14:40
Wenn ich mir anschaue wieviele Motorradfahrer am Osterwochenende wieder mal sinnlos durch die Pampa gefahren sind kann ich nur sagen: Der Sprit ist immer noch viel zu günstig!

Ach herrlich, wenn man ins Internet geht und ein bisschen dummen Schei* lesen kann.
Sowas wie Spam-Filter für Internetforen sollte mal jemand erfinden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 19.04.2022 15:01
Wenn ich mir anschaue wieviele Motorradfahrer am Osterwochenende wieder mal sinnlos durch die Pampa gefahren sind kann ich nur sagen: Der Sprit ist immer noch viel zu günstig!

Ach herrlich, wenn man ins Internet geht und ein bisschen dummen Schei* lesen kann.
Sowas wie Spam-Filter für Internetforen sollte mal jemand erfinden.

Seit dem 07.07.2021 müsste die entsprechende Infrastruktur jedenfalls schonmal verfügbar sein (EU-Richtlinie 2019/790, Stichwort Upload-Filter).
Ein paar Jahre in die Zukunft gedacht, werden entsprechende Filter nicht nur für Urheberrechtsschutz genutzt werden, sondern auch um Hetze automatisiert zu unterbinden. Was Hetze ist und was nicht, wird zunehmend schwammiger, sodass irgendwann ganz nebenbei noch die Kategorie Spam dazukommt.  :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Pham Nuwen am 19.04.2022 15:03
Tolles Karma wenn man anderen den Tod wünscht ;)

Was heißt wünscht? Wer ihn derart grob fahrlässig in Kauf nimmt, kann doch wenigstens einen tieferen Sinn damit erfüllen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alfi am 19.04.2022 15:31
Tolles Karma wenn man anderen den Tod wünscht ;)

Was heißt wünscht? Wer ihn derart grob fahrlässig in Kauf nimmt, kann doch wenigstens einen tieferen Sinn damit erfüllen.

Dann darfst du auch kein Auto fahren, kein Flugzeug fliegen oder nicht mal atmen.

Wie kann man nur so einen Blödsinn von sich geben...

Auch diese Biker haben Frauen, Kinder, sind Söhne oder Töchter und und und.
Es gibt natürlich Motorradfahrer die übertreiben, aber die gibt es auch unter Rauchern, Sportlern, Autofahrern usw...

Gehst du mal zu Mcdoof? Zu BK? Rauchst du? Fährst du Auto? Ist auch alles gefährlich und schädlich...

Aber jetzt wieder zum Thema, ich wünsche mir 15 % Erhöhung von mir aus über 2 Jahre. Alles darunter wäre eine Verärmerung...

Stand JETZT!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 19.04.2022 17:01
Tolles Karma wenn man anderen den Tod wünscht ;)

Was heißt wünscht? Wer ihn derart grob fahrlässig in Kauf nimmt, kann doch wenigstens einen tieferen Sinn damit erfüllen.

Dann darfst du auch kein Auto fahren, kein Flugzeug fliegen oder nicht mal atmen.

Wie kann man nur so einen Blödsinn von sich geben...

Auch diese Biker haben Frauen, Kinder, sind Söhne oder Töchter und und und.
Es gibt natürlich Motorradfahrer die übertreiben, aber die gibt es auch unter Rauchern, Sportlern, Autofahrern usw...

Gehst du mal zu Mcdoof? Zu BK? Rauchst du? Fährst du Auto? Ist auch alles gefährlich und schädlich...

Aber jetzt wieder zum Thema, ich wünsche mir 15 % Erhöhung von mir aus über 2 Jahre. Alles darunter wäre eine Verärmerung...

Stand JETZT!

Kurz vor Feierabend doch noch ein sinnvoller Beitrag zum Thema. Danke :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 19.04.2022 19:32

Aber jetzt wieder zum Thema, ich wünsche mir 15 % Erhöhung von mir aus über 2 Jahre. ..

Stand JETZT!

Du hast das Komma vergessen.   ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: signs4 am 19.04.2022 20:21
Ich möchte an die Gewerkschaftsumfrage vor der letzten Tarifrunde erinnern, bei denen 95% der Mitglieder sich eine Entlastung der Arbeitszeit gewünscht haben. Die einen wollten mehr Urlaub, die anderen weniger Wochenstunden (darunter ich).
Nun haben wir aber mittlerweile glaube ich eine Inflation von 7,3%? Wäre also angebrachter zumindest den Inflationsausgleich zu fordern also sind die 15% auf zwei Jahre nahe dran.
So das Problem ist nun aber, dass die Arbeitgeberseite auf Krieg und Corona verweisen wird, wenn dass passiert und die nicht mit sich reden lassen, dann bitte die 32Stunden Woche einführen, damit ich meinen zweiten Job, den ich schon habe, um mir dass hier alles leisten zu können, Stundenmäßig ausgleichen kann (ein wenig zumindest) ...

P.S.: Ich möchte nicht, obwohl mir das was bringen würde, eine IT-Zulage fordern, denn ich glaube mittlerweile geht es uns allen nicht gut. Fachkräfte lassen sich nicht mal mit 50% mehr Gehalt finden, da überbietet uns die freie Wirtschaft locker.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Zeussowitz am 19.04.2022 20:56
Wenn ich mir anschaue wieviele Motorradfahrer am Osterwochenende wieder mal sinnlos durch die Pampa gefahren sind kann ich nur sagen: Der Sprit ist immer noch viel zu günstig!

Also ich sehe das immer gerne – zumindest wenn das Kärtchen für die Organspende mitgeführt wird. Was sind schon ein paar Euro Sprit, wenn dafür einem anderen Menschen (oder mehreren) das Leben gerettet werden kann?


Funktioniert leider nicht. Unfallopfer kommen zu 99,9% nicht für eine Organspende in Frage. Aber hat natürlich nix mit dem Thema zu tun
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bad-man am 22.04.2022 18:43
https://www.wiwo.de/unternehmen/gewerkschaft-verdi-chef-will-in-tarifrunden-mindestens-inflationsausgleich-erreichen/28270332.html

Da bin ich ja gespannt. Was meint ihr dazu?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 22.04.2022 18:51
Zu defensiv.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 22.04.2022 19:10
https://www.wiwo.de/unternehmen/gewerkschaft-verdi-chef-will-in-tarifrunden-mindestens-inflationsausgleich-erreichen/28270332.html

Da bin ich ja gespannt. Was meint ihr dazu?

IG BCE hatte ähnliches vor und konnte gerade so eine Einmalzahlung + Verschiebung weiterer Verhandlungen bis Oktober aushandeln. Verdi hat bisher eine deutlich schlechtere Verhandlungsbasis gehabt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Sparschwein am 22.04.2022 19:53
7 Prozent auf 4 Jahre mit 900 Euro Inflationsbonus (untere Entgeltgruppen) und Streichung der JSZ.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: signs4 am 22.04.2022 22:16
7 Prozent auf 4 Jahre mit 900 Euro Inflationsbonus (untere Entgeltgruppen) und Streichung der JSZ.
Wenn das rauskommt verhandle ich AT
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alfi am 25.04.2022 10:06
7 Prozent auf 4 Jahre mit 900 Euro Inflationsbonus (untere Entgeltgruppen) und Streichung der JSZ.

Dann nehme ich die Angebote der Headhunter an und gehe wieder in die freie Wirtschaft...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 25.04.2022 11:35
https://www.wiwo.de/unternehmen/gewerkschaft-verdi-chef-will-in-tarifrunden-mindestens-inflationsausgleich-erreichen/28270332.html

Da bin ich ja gespannt. Was meint ihr dazu?

IG BCE hatte ähnliches vor und konnte gerade so eine Einmalzahlung + Verschiebung weiterer Verhandlungen bis Oktober aushandeln. Verdi hat bisher eine deutlich schlechtere Verhandlungsbasis gehabt.

Für ein halbes Jahr? Verschiebung finde ich die ausgehandelten Einmalzahlungen gar nicht schlecht...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 25.04.2022 19:07
https://www.wiwo.de/unternehmen/gewerkschaft-verdi-chef-will-in-tarifrunden-mindestens-inflationsausgleich-erreichen/28270332.html

Da bin ich ja gespannt. Was meint ihr dazu?

IG BCE hatte ähnliches vor und konnte gerade so eine Einmalzahlung + Verschiebung weiterer Verhandlungen bis Oktober aushandeln. Verdi hat bisher eine deutlich schlechtere Verhandlungsbasis gehabt.

Für ein halbes Jahr? Verschiebung finde ich die ausgehandelten Einmalzahlungen gar nicht schlecht...

Ja. Ursprüngliches Ziel war eine deutliche Kaufkraftstärkung und mehr % als die jeweilige Inflation, mehr Ausbildung, einheitliche Schichtzuschläge, etcpp...

Der Krieg hat bei den Verhandlungen natürlich ordentlich mitgewirkt, wodurch eine Einmalzahlung von 1400€ für 7 Monate maximal drin waren. Vernünftig, aber ich glaube im Oktober sieht's mit der Wirtschaft nicht soo viel besser aus, da dann kurz vor der Heizsaison der Gasbedarf steigt, und die Chemie-Branche, um die es bei den Verhandlungen ging, natürlich leidtragend sein wird.

Dass es bei den Verdi-Verhandlungen für den TVöD-VKA annähernd ähnlich aussieht, wage ich zu bezweifeln.

IG-BCE Blitzinfo: https://igbce.de/resource/blob/205902/16c9eb8705932367c8568e2f76eda052/chemierunde-2022-blitzinfo-20220405-data.pdf
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 25.04.2022 21:58
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Private-Haushalte-sind-so-reich-wie-nie-article23031731.html
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 26.04.2022 06:43
1923 waren die Leute reicher.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 26.04.2022 10:07
Ich hab mir nicht gemerkt, welcher Teilbereich im ÖD es betrifft, aber gestern Abend TV Videotext war:
gefordert wird 7% als Inflationsausgleich, die Arbeitgeber bieten stolze 3% an.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 26.04.2022 10:22
Ich hab mir nicht gemerkt, welcher Teilbereich im ÖD es betrifft, aber gestern Abend TV Videotext war:
gefordert wird 7% als Inflationsausgleich, die Arbeitgeber bieten stolze 3% an.

Sozial und Erziehungsdienst?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 26.04.2022 10:38
Ich hab mir nicht gemerkt, welcher Teilbereich im ÖD es betrifft, aber gestern Abend TV Videotext war:
gefordert wird 7% als Inflationsausgleich, die Arbeitgeber bieten stolze 3% an.

Gefordert 7% auf 12 Monate und angeboten 3% auf 28 Monate? ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 26.04.2022 11:21
Ich hab mir nicht gemerkt, welcher Teilbereich im ÖD es betrifft, aber gestern Abend TV Videotext war:
gefordert wird 7% als Inflationsausgleich, die Arbeitgeber bieten stolze 3% an.

Sozial und Erziehungsdienst?

Ne - da wurde meines Wissens bisher kein Angebot der Arbeitgeber gemacht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 26.04.2022 15:00
1923 waren die Leute reicher.
..sie hatten zumindest mehr Geld zur Verfügung... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 26.04.2022 15:19
"Ich habe drei Kinder und kein Geld! Warum habe ich nicht null Kinder und drei Geld?"

Homer S.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 26.04.2022 17:49
1923 waren die Leute reicher.
..sie hatten zumindest mehr Geld zur Verfügung... 8)

Von Kaufkraft hat auch niemand gesprochen ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TOMMY am 26.04.2022 20:51
Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und finde Eure Diskussionen ganz interessant. Bin seit 2007 im Öffentlichen Dienst (Bauhof) bei einer Gemeinde in Niederbayern mit knapp 13.000 Einwohnern und zur Zeit ca.230 Angestellten. Seit etwas über 4 Jahren bin ich auch Vertreter im Personalrat. Zum Thema Tarif und Inflation: Corona u. den Krieg in der Ukraine u. die damit verbundene hohe Inflation konnte bei den Tarifverhandlungen keiner wissen. Unser BGM u. GMR haben daher beschlossen allen Beschäftigten ,Anteilig einen monatlichen Tankgutschein in Höhe von 50 Euro (STEUERFREI) zukommen zu lassen um uns Mitarbeiter etwas zu unterstützen. Ich finde das ist eine gute Idee und könnte auch bei anderen Kommunen gemacht werden. LG TOM
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 27.04.2022 08:58
Da es sich, sofern dies nicht über eine DV §18aTVÖD abgewickelt wird, um eine freiwillige außer- oder übertarifliche Leistung handeln dürfte, wird dies gaaaaaanz vielen Kommunen aufgrund gesetzlicher Vorschriften gar nichtmöglich sein.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 27.04.2022 09:15
Also bei uns ist es umgekehrt, der Arbeitgeber hat erst für lange Fahrwege gesorgt durch die Zusammenlegung von Dienststellen. Ganz am Anfang - nach der Kreisreform gab es noch Ausgleichszahlungen - aber die Konzentration am Stammsitz lief später weiter und es gibt keine Kompensation mehr.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 27.04.2022 16:18
Da es sich, sofern dies nicht über eine DV §18aTVÖD abgewickelt wird, um eine freiwillige außer- oder übertarifliche Leistung handeln dürfte, wird dies gaaaaaanz vielen Kommunen aufgrund gesetzlicher Vorschriften gar nichtmöglich sein.

...und bei Beamten grundsätzlich nicht möglich, da Zulagen abschließend geregelt sind...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser17 am 28.04.2022 08:11
Habe heute mein Gehalt für 04/22 ausgezahlt bekommen… da bekommt man ja glatt das kot***, wenn man sieht, was die Gehaltserhöhung gebracht hat…  :-X :-X
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 28.04.2022 08:38
Habe heute mein Gehalt für 04/22 ausgezahlt bekommen… da bekommt man ja glatt das kot***, wenn man sieht, was die Gehaltserhöhung gebracht hat…  :-X :-X

Also ein bisschen schmunzeln muss ich ja.. Eine Gehaltserhöhung ist eine Gehaltserhöhung - und man kann sich mehr davon kaufen..

Sicherlich ist das zu wenig bei der aktuellen Inflation - aber ein Kotzen muss man bei einer Gehaltserhöhung im ÖD nun auch nicht bekommen
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Seb2 am 28.04.2022 08:42
Die Abgeordneten des Bundestags bekommen ab Juli gut 300 Euro mehr pro Monat. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben von Parlamentspräsidentin Bärbel Bas (SPD) steigt die sogenannte Abgeordnetenentschädigung von derzeit 10.012,89 Euro um 3,1 Prozent auf monatlich 10.323,29 Euro.

Erst kurz vor Weihnachten hatte der Bundestag beschlossen, die Abgeordnetendiäten wie bisher automatisch an die allgemeine Lohnentwicklung zu koppeln.


Vielleicht wird unser Lohn dann auch an die Allgemeinen Entwicklungen angepasst.  :) ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leonhardt am 28.04.2022 09:45
Habe heute mein Gehalt für 04/22 ausgezahlt bekommen… da bekommt man ja glatt das kot***, wenn man sieht, was die Gehaltserhöhung gebracht hat…  :-X :-X

Also ein bisschen schmunzeln muss ich ja.. Eine Gehaltserhöhung ist eine Gehaltserhöhung - und man kann sich mehr davon kaufen..
(...)

Ein bisschen schmunzeln muss ich da ja auch. Natürlich kann man sich davon heute mehr kaufen, wenn man den Bezugszeitpunkt auf heute oder gestern legt. Im Vergleich zu vor 3 Monaten aber ganz ganz sicher nicht!  ;)

Ich glaube, dass es eher das ist was Kaiser17 umtreibt... Aber gut, wenn du bei 7,x% Inflation dankbar für +1,8% brutto bist, ist das schön zu hören. :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 28.04.2022 10:12
Die Abgeordneten des Bundestags bekommen ab Juli gut 300 Euro mehr pro Monat. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben von Parlamentspräsidentin Bärbel Bas (SPD) steigt die sogenannte Abgeordnetenentschädigung von derzeit 10.012,89 Euro um 3,1 Prozent auf monatlich 10.323,29 Euro.

Erst kurz vor Weihnachten hatte der Bundestag beschlossen, die Abgeordnetendiäten wie bisher automatisch an die allgemeine Lohnentwicklung zu koppeln.


Vielleicht wird unser Lohn dann auch an die Allgemeinen Entwicklungen angepasst.  :) ;)

Das habe ich bereits etliche Male vorgeschlagen.
Verdi soll doch einfach nur dass verlangen was sich die Politiker selbst gönnen. Oder würde dann der Verhandlungsführer die Verdi Forderung erneut als völlig maßlos bezeichnen, obwohl er sie sich selbst gönnt?

Hinzu kommt noch dass unterm Strich, die Abzüge bei unseren Politikern (Beamte) ja deutlich geringer sind, als bei Angestellten d.h. netto bleibt von der Erhöhung mehr übrig.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2022 10:19
Die Abgeordneten des Bundestags bekommen ab Juli gut 300 Euro mehr pro Monat. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben von Parlamentspräsidentin Bärbel Bas (SPD) steigt die sogenannte Abgeordnetenentschädigung von derzeit 10.012,89 Euro um 3,1 Prozent auf monatlich 10.323,29 Euro.

Erst kurz vor Weihnachten hatte der Bundestag beschlossen, die Abgeordnetendiäten wie bisher automatisch an die allgemeine Lohnentwicklung zu koppeln.


Vielleicht wird unser Lohn dann auch an die Allgemeinen Entwicklungen angepasst.  :) ;)

Das habe ich bereits etliche Male vorgeschlagen.
Verdi soll doch einfach nur dass verlangen was sich die Politiker selbst gönnen. Oder würde dann der Verhandlungsführer die Verdi Forderung erneut als völlig maßlos bezeichnen, obwohl er sie sich selbst gönnt?

Hinzu kommt noch dass unterm Strich, die Abzüge bei unseren Politikern (Beamte) ja deutlich geringer sind, als bei Angestellten d.h. netto bleibt von der Erhöhung mehr übrig.
Also eine NettoLohnerhöhung entsprechend der NettoBezügeerhöhung der Parlamentarier.
Bezugsgrösse: Single Klasse 1 ohne Kinder natürlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 28.04.2022 10:21
Habe heute mein Gehalt für 04/22 ausgezahlt bekommen… da bekommt man ja glatt das kot***, wenn man sieht, was die Gehaltserhöhung gebracht hat…  :-X :-X

Also ein bisschen schmunzeln muss ich ja.. Eine Gehaltserhöhung ist eine Gehaltserhöhung - und man kann sich mehr davon kaufen..
(...)

Ein bisschen schmunzeln muss ich da ja auch. Natürlich kann man sich davon heute mehr kaufen, wenn man den Bezugszeitpunkt auf heute oder gestern legt. Im Vergleich zu vor 3 Monaten aber ganz ganz sicher nicht!  ;)

Ich glaube, dass es eher das ist was Kaiser17 umtreibt... Aber gut, wenn du bei 7,x% Inflation dankbar für +1,8% brutto bist, ist das schön zu hören. :)

Wäre halt gut, wenn du den ganzen Beitrag liest bzw. kommentierst - da schreibe ich nämlich noch, dass das aufgrund der aktuellen Inflation natürlich zu wenig ist.
Und natürlich hab ich lieber eine Erhöhung von 1,8% als 0%.
Zumal die Erhöhung noch aus der letzten Tarifrunde kommt.

Wenn in der jetzigen wieder nur 1,8% rauskommen, dann könnte ich das Kotzen verstehen :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 28.04.2022 10:22
Hinzu kommt noch dass unterm Strich, die Abzüge bei unseren Politikern (Beamte) ja deutlich geringer sind, als bei Angestellten d.h. netto bleibt von der Erhöhung mehr übrig.

Wären die beamtete Politiker Angestellte, würden die Abzüge in etwa gleich hoch sein. Außerdem sind ja hier die Abgeordneten als Politker angesprochen, das sind keine Beamten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leonhardt am 28.04.2022 10:55
Habe heute mein Gehalt für 04/22 ausgezahlt bekommen… da bekommt man ja glatt das kot***, wenn man sieht, was die Gehaltserhöhung gebracht hat…  :-X :-X

Also ein bisschen schmunzeln muss ich ja.. Eine Gehaltserhöhung ist eine Gehaltserhöhung - und man kann sich mehr davon kaufen..
(...)

Ein bisschen schmunzeln muss ich da ja auch. Natürlich kann man sich davon heute mehr kaufen, wenn man den Bezugszeitpunkt auf heute oder gestern legt. Im Vergleich zu vor 3 Monaten aber ganz ganz sicher nicht!  ;)

Ich glaube, dass es eher das ist was Kaiser17 umtreibt... Aber gut, wenn du bei 7,x% Inflation dankbar für +1,8% brutto bist, ist das schön zu hören. :)

Wäre halt gut, wenn du den ganzen Beitrag liest bzw. kommentierst - da schreibe ich nämlich noch, dass das aufgrund der aktuellen Inflation natürlich zu wenig ist.
Und natürlich hab ich lieber eine Erhöhung von 1,8% als 0%.
Zumal die Erhöhung noch aus der letzten Tarifrunde kommt.

Wenn in der jetzigen wieder nur 1,8% rauskommen, dann könnte ich das Kotzen verstehen :)

Ich habe deinen Beitrag ganz gelesen und musste an der Stelle schmunzeln, an der es um "das mehr kaufen" geht. Das ist inflationsbereinigt einfach nicht der Fall, es sei denn du betrachtest beide Vergleichswerte am selben Tag. Aber die letzte Tariferhöhung gab es vor einem Jahr. Im März 2022 sind die Verbraucherpreise um 7,3% ggü. dem Vorjahresmonat gestiegen und da kommt man ggü. dem Zeitpunkt heute mit +1,8% brutto nicht auf das Ergebnis, dass man sich davon allgemein mehr kaufen kann.

Das Problem ist ja, dass man in der zukünftigen Runde auf die du abstellst ganz schön was aufholen muss bei der aktuell mickrigen Erhöhung, denn selbst wenn die Inflation sinkt, ist sie ja nicht negativ. Das heißt, dass das jetzt entstandene Delta zwischen Tariferhöhung und Kaufkraftverlust sich nicht schließen wird, bloß weil die Inflation ggf. zukünftig wieder absinkt, wenn man dann einen zB inflationsausgleichenden Tarifabschluss hätte.

Beispiel:
Ein fiktiver Warenkorb kostet 03/2021 100€, dann sind es bei 7,3% Inflation 03/22 dann 107,3€. Liegt die zukünftige Inflation dann evt. bei z.B. 4% ggü. Vorjahr, dann kostet er ca. 111,50€.

Demgegenüber deine Kaufkraft durch dein Entgelt: 03/2021 100€ --> +1,8% 03/22 = 101,8 --> zB +4% 03/23 =105,87€

Das Delta bliebe also groß, denn die Inflation wird sich zukünftig eher nur abschwächen, aber eine negative Inflation, also eine Deflation, ist doch sehr unwahrschenlich. Man müsste dann nach dem obigen Beispiel also für 03/23 nicht zB +4,0% bekommen, sondern +ca. 9,5% um den Wegfall der aktuellen Kaufkraft auszugleichen. Und wie wahrscheinlich das ist, kann man sich denken. Kommt das nicht - wovon ziemlich sicher auszugehen ist - schiebt man den jetzt entstandenen Kaufkraftverlust über die kommenden Jahre immer weiter vor sich her und hat dauerhaft nicht die Möglichkeit sich mehr vom Geld zu kaufen, sondern weniger. Deine Arbeit wird ergo dann dauerhaft entwertet.

Daher verstehe ich es, wenn Kaiser17 kotzt.

Edit: Und das sind ja nur die Bruttowerte... Wenn man dann noch im Einzelfall an die kalte Progression denkt...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 28.04.2022 11:02
...meine Prophezeiung:

...die nächste Tarifrunde wird einerseits geprägt von einer gallopierenden Inflation und andereseits von wirtschaftlicher Rezession verbunden mit sinkenden Steuereinnahmen bei steigender Schuldenaufnahme des Staates...

...also ein Worstcase-Szenario erster Güte... (falls Putin nicht sowieso schon den Knopf gedrückt hat)...

...die großen Verlierer werden am Ende die Gewerkschaften sein, denen die Mitglieder weglaufen, weil nur ein nicht mal den Inflationsausgleich erreichender Abschluß erreicht werden kann...



Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 28.04.2022 11:23
...verbunden mit sinkenden Steuereinnahmen...
Die quasi ewig steigenden Steuereinnahmen haben die Arbeitgeberseite auch selten interessiert.
Gut, andererseits würde eine Deflation die Gewerkschaft, selbst Verdi, auch kaum zur Forderung nach Lohnsenkungen bewegen.
Also wird es wie immer: Wurstbrote, Käsebrote, Kuchen, Kaffee, 2-3 Treffen in gemütlicher Plauderrunde, und am Ende verkaufen alle Seiten das Ergebnis als maximalen Erfolg. Und die Mitglieder, die die Gewerkschaften noch haben, werden das denen größtenteils auch weiter abkaufen. Inflation und Putin hin oder her.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 28.04.2022 11:56
Gerade wegen der aktuellen Inflation wird die Tariferhöhung nicht üppig ausfallen. Ich gehe sogar von einer Nullrunde + Ausgleichszahlung im 1. Jahr aus.

Markt- und inflationsbedingter Preisanstieg sind auseinander zu halten.
Die aktuelle Teuerung ist möglicherweise vorübergehenden Effekten am Markt zuzuschreiben, die sich ändern oder wieder ganz verschwinden können.
Eine 7% tabellenwirksame Tariferhöhung bliebe aber.
Das muss und wird die AG-Seite verhindern.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leonhardt am 28.04.2022 12:49
(...)
Markt- und inflationsbedingter Preisanstieg sind auseinander zu halten.
(...)

Inwiefern spielt das in der Praxis eine Rolle bei der Messung der Inflation und der Feststellung eines Kaufkraftverlusts?

Gehst du davon aus, dass die marktbedingten Preissteigerungen soweit zurückgehen, dass die Inflation zukünftig negativ sein wird - ergo wir eine Deflation bekommen? Oder ist die Erklärung warum die Preise steigen nicht für den Konsumenten eigentlich irrelevant?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 28.04.2022 12:56
Gerade wegen der aktuellen Inflation wird die Tariferhöhung nicht üppig ausfallen. Ich gehe sogar von einer Nullrunde + Ausgleichszahlung im 1. Jahr aus.

Markt- und inflationsbedingter Preisanstieg sind auseinander zu halten.
Die aktuelle Teuerung ist möglicherweise vorübergehenden Effekten am Markt zuzuschreiben, die sich ändern oder wieder ganz verschwinden können.
Eine 7% tabellenwirksame Tariferhöhung bliebe aber.
Das muss und wird die AG-Seite verhindern.

Du gehst also davon aus, dass die Pizza und der Döner um die Ecke bald wieder billiger werden? Oder das Brötchen wieder 10 Cent günstiger wird? Hahaha.
Ich möchte nicht wissen wer alles den Mitnahmeeffekt nutzt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 28.04.2022 13:46
Hinzu kommt noch dass unterm Strich, die Abzüge bei unseren Politikern (Beamte) ja deutlich geringer sind, als bei Angestellten d.h. netto bleibt von der Erhöhung mehr übrig.

Wären die beamtete Politiker Angestellte, würden die Abzüge in etwa gleich hoch sein. Außerdem sind ja hier die Abgeordneten als Politker angesprochen, das sind keine Beamten.

Der Hinweis ist richtig.
Sie sind bei der Besteuerung ihrer Abgeordnetenentschädigung Beamten gleichgestellt und zahlen keine Arbeitslosen- und Rentenversicherung, erwerben allerdings pensionsähnliche Ansprüche.
De facto haben sie hiermit von einer Erhöhung mehr netto, als der Angestellte welcher die entsprechenden Arbeitslosen- und Rentenversicherung noch abgezogen bekommt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 28.04.2022 14:13
Eine Erhöhung des Stundenlohnes zur nächsten Tarifrunde wäre das Mittel der Wahl.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2022 14:28
Du meinst die Einführung eines Stundenlohns😇
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 28.04.2022 14:48
Nö, die Reduzierung der WAZ bei gleichbleibenden Gehältern.  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 28.04.2022 14:48
De facto haben sie hiermit von einer Erhöhung mehr netto, als der Angestellte welcher die entsprechenden Arbeitslosen- und Rentenversicherung noch abgezogen bekommt.

Auch Angestellte mit vergleichbarem Einkommen müssten auf die Erhöhung keine AloV- / RV- oder KV - Beiträge zahlen. Insoweit haben die Abgeordneten eben nicht von der Erhöhung mehr netto als vergleichbare Angestellte.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Gerda Schwäbel am 28.04.2022 14:54
Der Hinweis ist richtig.
Sie sind bei der Besteuerung ihrer Abgeordnetenentschädigung Beamten gleichgestellt und zahlen keine Arbeitslosen- und Rentenversicherung, erwerben allerdings pensionsähnliche Ansprüche.
De facto haben sie hiermit von einer Erhöhung mehr netto, als der Angestellte welcher die entsprechenden Arbeitslosen- und Rentenversicherung noch abgezogen bekommt.
Nein, die Abgeordneten sind den Beamten nicht gleichgestellt. Dass keine Sozialversicherung anfällt hängt damit zusammen, dass der Abgeordnete nicht weisungsabhängig beschäftigt ist und keinen Arbeitslohn erhält. Im Übrigen muss ein Angestellter, der aktuell brutto 10.012,89 Euro bezieht und künftig monatlich 10.323,29 Euro erhält, für den Mehrbetrag auch keine Sozialversicherung bezahlen. (Stichwort: Beitragsbemessungsgrenze.)
- Organisator war schneller!

Dass dem Abgeordneten scheinbar mehr bleibt, hängt damit zusammen, dass er - wie erwähnt - keinen Arbeitslohn bezieht. Bei der Abgeordnetenentschädigung handelt es sich nicht um Einnahmen aus nichtselbständiger Tätigkeit, sondern um  sonstige Einkünfte i.S.v. § 22 EStG. Da gibt es deshalb keinen  Arbeitgeber, der Lohnsteuer einbehalten müsste und deshalb auch keinen Lohnsteuerabzug. Die Abgeordnetenentschädigung wird in Höhe des Bruttobetrages ausgezahlt. Die dafür anfallende Einkommensteuer ergibt sich aufgrund der Einkommensteuerfestsetzung, wobei der Hauptanteil vermutlich als Vorauszahlung zu leisten ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 28.04.2022 15:07
- Organisator war schneller!

und Gerda ausführlicher *daumenhoch*
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 28.04.2022 15:28
Du gehst also davon aus, dass die Pizza und der Döner um die Ecke bald wieder billiger werden? Oder das Brötchen wieder 10 Cent günstiger wird? Hahaha.
Ich möchte nicht wissen wer alles den Mitnahmeeffekt nutzt.

Inwiefern spielt das in der Praxis eine Rolle bei der Messung der Inflation und der Feststellung eines Kaufkraftverlusts?

Gehst du davon aus, dass die marktbedingten Preissteigerungen soweit zurückgehen, dass die Inflation zukünftig negativ sein wird - ergo wir eine Deflation bekommen? Oder ist die Erklärung warum die Preise steigen nicht für den Konsumenten eigentlich irrelevant?

Fragen über Fragen...Wenn Güter am Markt knapper (z.B. wegen Krieg oder Pandemie, Lieferketten etc.) und damit teurer werden ist die Konsequenz, dass sich weniger Konsumenten diese Güter leisten können. Das würde ich nicht unbedingt als "Kaufkraftverlust" bezeichnen, sondern eher als normale Marktmechanismen, die bestimmte Konsumentengruppen (Einkommensgruppen) abhängen.

Nun weiß ich natürlich nicht, ob "Döner" knapp geworden sind...


Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leonhardt am 28.04.2022 15:57
Dennoch ergibt sich aus steigenden Preisen bei weniger stark steigenden oder stagnierenden Einkommen ein Kaufkraftverlust. Die von dir genannten Marktmechanismen können zu einer steigenden oder sinkenden Kaufkraft führen. Aktuell führen sie zu einer sinkenden Kaufkraft.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2022 16:39
Und das letzte Jahrzehnt hatte wir (wahrscheinlich) eine steigende Kaufkraft.

Tja, mal sind gute Zeiten, mal schlechte.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 28.04.2022 19:59
Man müsste nur über den Tellrand schauen und sich nicht als Öffentlicher Dienst knickriger anstellen als andere Branchen. Ich habe große Zweifel, dass sich die Metaller oder gar die Autobauer mit 1% abspeisen lassen täten. Verständnis für seinen Arbeitgeber hat stets der ÖD. Ausgerechnet.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 28.04.2022 20:11
Man müsste nur über den Tellrand schauen und sich nicht als Öffentlicher Dienst knickriger anstellen als andere Branchen. Ich habe große Zweifel, dass sich die Metaller oder gar die Autobauer mit 1% abspeisen lassen täten. Verständnis für seinen Arbeitgeber hat stets der ÖD. Ausgerechnet.

Chemiker haben's genau während des Krieges vorgemacht: Nein. 1% is nicht ok.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2022 22:42
Man müsste nur über den Tellrand schauen und sich nicht als Öffentlicher Dienst knickriger anstellen als andere Branchen. Ich habe große Zweifel, dass sich die Metaller oder gar die Autobauer mit 1% abspeisen lassen täten. Verständnis für seinen Arbeitgeber hat stets der ÖD. Ausgerechnet.
Die können ja auch mit Produktivitätssteigerungen und anderem blabla faktisches auf den Tisch legen, da kann leider der öD nicht viel an Shareholdervalue blabla aufwarten.
Und die paar Nischen, die im öD den AG politsch in die Ecke zwingen können, sind leider oft nicht die härtesten StreikerInnen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 28.04.2022 23:24
Wer die Corona-Pandemie als Trumpf für ein starkes Ergebnis so hat verstreichen lassen, der schafft es nie den ÖD als starke Branche am Markt zu platzieren. Das war eine riesige Gelegenheit. Da hätte man alles durchsetzen können: Einkommensplus von 10% über die ganze Tabelle + Wiedereinführung Urlaubsgeld als fehlende Komponente zum echten 13. Gehalt

Aber naja, dann kam Verdi...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2022 06:10
Wer die Corona-Pandemie als Trumpf für ein starkes Ergebnis so hat verstreichen lassen, der schafft es nie den ÖD als starke Branche am Markt zu platzieren. Das war eine riesige Gelegenheit. Da hätte man alles durchsetzen können: Einkommensplus von 10% über die ganze Tabelle + Wiedereinführung Urlaubsgeld als fehlende Komponente zum echten 13. Gehalt

Im Kern ist das absolut zutreffend. Wäre ich je Verdi-Mitglied gewesen, hätte ich spätestens zu diesem Zeitpunkt gekündigt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2022 06:39
Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.

Und wenn man bedenkt, dass die Kosten für Wohnen gerne mal 1/3 des Warenkorbs ausmachen, ist dies eine gute Variante die gesamte persönliche Inflation zu reduzieren.
Deswegen habe ich eine persönliche Deflation, weil für einer meiner  Kredite seit 5 Monaten 1100€ weniger fällig sind.
Ich muss die Tage im Job 'ne Terminkreditleihe prolongieren und hab nebenbei dann mal grad auf die "Bauzinsen" geschaut... Mein leiber Schwan.
01.01.2021 10 Jahre Zinsbindung ca. 1,00%; 15 Jahre 1,29%
27.04.2021 10 Jahre Zinsbindung ca. 2,60%; 15 Jahre >2,80%
Da haste aber zum richtigen Zeitpunkt abgeschlossen...
 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 29.04.2022 07:55
Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.

Und wenn man bedenkt, dass die Kosten für Wohnen gerne mal 1/3 des Warenkorbs ausmachen, ist dies eine gute Variante die gesamte persönliche Inflation zu reduzieren.
Deswegen habe ich eine persönliche Deflation, weil für einer meiner  Kredite seit 5 Monaten 1100€ weniger fällig sind.
Ich muss die Tage im Job 'ne Terminkreditleihe prolongieren und hab nebenbei dann mal grad auf die "Bauzinsen" geschaut... Mein leiber Schwan.
01.01.2021 10 Jahre Zinsbindung ca. 1,00%; 15 Jahre 1,29%
27.04.2021 10 Jahre Zinsbindung ca. 2,60%; 15 Jahre >2,80%
Da haste aber zum richtigen Zeitpunkt abgeschlossen...

Warum steigen eigentlich die Zinsen so rasant? An einem Mangel an Geld kann es doch nicht liegen? Die EZB hat doch nichts verändert?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2022 08:10

Warum steigen eigentlich die Zinsen so rasant? An einem Mangel an Geld kann es doch nicht liegen? Die EZB hat doch nichts verändert?

1.Das allgemein steigende Zinsniveau in Deutschland und der gesamten Eurozone. Die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen lag am Montag 0,9 Prozent ; der höchste Stand seit 2015. An den Renditen der Bundespapiere orientieren sich die Bauzinsen.

2. Die steigende Inflation setzt die Notenbank in Europa, aber auch den USA unter Druck, die extrem lockere Geldpolitik zu straffen. Die US-Notenbank  hat die Zinswende im März mit einer ersten Leitzinsanhebung eingeleitet. In Europa haben die Schweden, m.W. die Briten die Leitzinsen schon angehoben. Eine Frage der Zeit bis die EZB reagieren wird/muss

Ach so, auf'm Sparbuch gibt es immer noch 0,001% ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 29.04.2022 08:18

Warum steigen eigentlich die Zinsen so rasant? An einem Mangel an Geld kann es doch nicht liegen? Die EZB hat doch nichts verändert?

1.Das allgemein steigende Zinsniveau in Deutschland und der gesamten Eurozone. Die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen lag am Montag 0,9 Prozent ; der höchste Stand seit 2015. An den Renditen der Bundespapiere orientieren sich die Bauzinsen.

2. Die steigende Inflation setzt die Notenbank in Europa, aber auch den USA unter Druck, die extrem lockere Geldpolitik zu straffen. Die US-Notenbank  hat die Zinswende im März mit einer ersten Leitzinsanhebung eingeleitet. In Europa haben die Schweden, m.W. die Briten die Leitzinsen schon angehoben. Eine Frage der Zeit bis die EZB reagieren wird/muss

Ach so, auf'm Sparbuch gibt es immer noch 0,001% ;D

Danke. Also machen die Banken gerade ordentlich Kasse.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: xap am 29.04.2022 08:32
Dem Anstieg der Bauzinsen liegt auch eine neue Regelung zugrunde, wonach Kapitalgeber weitere Sicherungspuffer einplanen müssen.

Siehe auch hier:

https://www.haufe.de/immobilien/investment/abwehr-von-immobilienblasen-gesetzentwurf-liegt-vor_256_395206.html
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 29.04.2022 08:34
Dem Anstieg der Bauzinsen liegt auch eine neue Regelung zugrunde, wonach Kapitalgeber weitere Sicherungspuffer einplanen müssen.

Siehe auch hier:

https://www.haufe.de/immobilien/investment/abwehr-von-immobilienblasen-gesetzentwurf-liegt-vor_256_395206.html

Das kannte ich noch nicht. Dann werden sich bald einige umschauen wenn Sie die Anschlussfinanzierung mit 3 statt 1,2 % stemmen müssen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: xap am 29.04.2022 09:11
Dem kann ich nicht widersprechen. Experten rechnen bereits mit einem Anstieg von Zwangsversteigerungen. Ob das so kommt, wird man sehen. Froh kann derjenige sein, der zuletzt auf ein langfristiges Darlehen (>= 20 Jahre) mit etwas höheren Zinsen statt auf eine kurze Laufzeit (5 Jahre) mit höherem Risiko gesetzt hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2022 09:23
Ja, das wird (leider) spannend. Das Marktgeschehen kann echt in jede Richtung rennen...

Wir haben 2017 für 1,75% abgeschlossen, mit Sondertilgungsoption. Ich klopfe derzeit jeden Tag auf Holz. Echt. 2027 kann ich den Rest mit fälliger LV und/oder BSPV-Guthaben ablösen und hab noch "übrig". Dann hab ich mit 47 J. keinen Cent Schulden am Arsch und >900 Liquidität frei.

p.s.: Ich bin übrigens Freund von Rente ab 50...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 29.04.2022 10:52
Ich habe deinen Beitrag ganz gelesen und musste an der Stelle schmunzeln, an der es um "das mehr kaufen" geht. Das ist inflationsbereinigt einfach nicht der Fall, es sei denn du betrachtest beide Vergleichswerte am selben Tag. Aber die letzte Tariferhöhung gab es vor einem Jahr. Im März 2022 sind die Verbraucherpreise um 7,3% ggü. dem Vorjahresmonat gestiegen und da kommt man ggü. dem Zeitpunkt heute mit +1,8% brutto nicht auf das Ergebnis, dass man sich davon allgemein mehr kaufen kann.

Das Problem ist ja, dass man in der zukünftigen Runde auf die du abstellst ganz schön was aufholen muss bei der aktuell mickrigen Erhöhung, denn selbst wenn die Inflation sinkt, ist sie ja nicht negativ. Das heißt, dass das jetzt entstandene Delta zwischen Tariferhöhung und Kaufkraftverlust sich nicht schließen wird, bloß weil die Inflation ggf. zukünftig wieder absinkt, wenn man dann einen zB inflationsausgleichenden Tarifabschluss hätte.

Beispiel:
Ein fiktiver Warenkorb kostet 03/2021 100€, dann sind es bei 7,3% Inflation 03/22 dann 107,3€. Liegt die zukünftige Inflation dann evt. bei z.B. 4% ggü. Vorjahr, dann kostet er ca. 111,50€.

Demgegenüber deine Kaufkraft durch dein Entgelt: 03/2021 100€ --> +1,8% 03/22 = 101,8 --> zB +4% 03/23 =105,87€

Das Delta bliebe also groß, denn die Inflation wird sich zukünftig eher nur abschwächen, aber eine negative Inflation, also eine Deflation, ist doch sehr unwahrschenlich. Man müsste dann nach dem obigen Beispiel also für 03/23 nicht zB +4,0% bekommen, sondern +ca. 9,5% um den Wegfall der aktuellen Kaufkraft auszugleichen. Und wie wahrscheinlich das ist, kann man sich denken. Kommt das nicht - wovon ziemlich sicher auszugehen ist - schiebt man den jetzt entstandenen Kaufkraftverlust über die kommenden Jahre immer weiter vor sich her und hat dauerhaft nicht die Möglichkeit sich mehr vom Geld zu kaufen, sondern weniger. Deine Arbeit wird ergo dann dauerhaft entwertet.

Daher verstehe ich es, wenn Kaiser17 kotzt.

Edit: Und das sind ja nur die Bruttowerte... Wenn man dann noch im Einzelfall an die kalte Progression denkt...

Klar - so bin ich auch absolut bei dir..
Es ging mir tatsächlich eher um den Vergleich am Tag und das die 1,7 % noch aus einer Zeit kamen, wo die Inflation eben nicht so stark war. 

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 29.04.2022 11:20
Ich hab vielleicht einen falschen Denkansatz. Dann mögeman mir bitte vergeben.
Wir sind im Öffentlichen Dienst. Also werden wir doch aus Steuergeldern bezahlt, oder? Denn wirklich "Dinge produzieren", die man verkaufen kann, tun wir ja eigentlich nicht. Die Steuereinnahmen sind seit Anfang 2022 angeblich deutlich gestiegen ...
Wenn unser oberster Dienstherr problemlos Jhr für Jahr und weiterhin Millionen Steuergelder nachweislich in völlig irrsinnige Projekte in ganz Deutschland verschwenden kann - dann ist also doch Geld da. Nebenbei verschenkt er auch gerne aus denselben Töpfen (wenn ich nicht völlig irre) nicht erst seit dem Krieg in der Urkaine problemlos Milliarden ... Ich verstehe also gar nicht, wieso mit dem Argument "Inflation, alles teurer, weniger Geld in der Staatskasse" argumentiert wird. Die jährliche automatische Erhöhung bestimmter Beamtenbezüge (Gremien) wurde sogar vor Jahren per Gesetz fxiert, damit diese Zulagen auf keinen Fall jemand wieder niedriger ansetzen darf. Selbstbedienungsladen plus scheinheilige Gejammer (Dummschwätzerei)?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 29.04.2022 11:47
Wäre es beim einzelnen Arbeitgeber nicht möglich, monatlich z. B. 250 € an VL zu zahlen? Hier wurde ja beim letzten Tarif von einem Fixum ein Minimum gemacht...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: flip am 29.04.2022 12:27
Ich hab vielleicht einen falschen Denkansatz. Dann mögeman mir bitte vergeben.
Wir sind im Öffentlichen Dienst. Also werden wir doch aus Steuergeldern bezahlt, oder? Denn wirklich "Dinge produzieren", die man verkaufen kann, tun wir ja eigentlich nicht.
Das mag ja für einige, aber m.E. eher wenige Kommunalbeschäftigte zutreffen.
Der Großteil erbringt Dienstleistungen, die auch von anderen Firmen erbracht werden. Ich denke da an Erzieher/innen, Straßenreinigung/-unterhaltung, Wasser und Energieversorgung, Bäderbetriebe, Hausmeister/Hausverwaltung, IT etc.
Daher sollte die Entlohnung mit der in der Wirtschaft mithalten können. Sonst ist der ITler schnell woanders.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 29.04.2022 12:31
Wieso mache ich mich lächerlich? Wir haben vor drei Jahren unsere Finanzierung mit 30 Jahren Zinsbindung unterschrieben. Die Finanzierung bindet bei uns jeden Monat einen gewissen Teil unseres Einkommens, aber dieser bleibt nominell jeden Monat gleich - unterliegt also keiner Inflation.

Und wenn man bedenkt, dass die Kosten für Wohnen gerne mal 1/3 des Warenkorbs ausmachen, ist dies eine gute Variante die gesamte persönliche Inflation zu reduzieren.
Deswegen habe ich eine persönliche Deflation, weil für einer meiner  Kredite seit 5 Monaten 1100€ weniger fällig sind.
Ich muss die Tage im Job 'ne Terminkreditleihe prolongieren und hab nebenbei dann mal grad auf die "Bauzinsen" geschaut... Mein leiber Schwan.
01.01.2021 10 Jahre Zinsbindung ca. 1,00%; 15 Jahre 1,29%
27.04.2021 10 Jahre Zinsbindung ca. 2,60%; 15 Jahre >2,80%
Da haste aber zum richtigen Zeitpunkt abgeschlossen...
Naja war sogar als Forwarddarlehen abgeschlossen, hätte fas noch bisserl weniger werden können.
Aber mein Einstieg in die Welt der Bauzinsen fing mit 7,x an, da ist alles unter 4% ja noch gut verkraftbar.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 29.04.2022 12:35
Endlich tut mal jemand was gegen die hohen Preise: https://www.spiegel.de/wirtschaft/gemeinderat-von-schwaebisch-hall-beschliesst-bierpreisbremse-a-4a28c842-c780-4657-bbff-1321ead7ab3c

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 29.04.2022 17:00
Der Herr Lindner ließ heute auf allen Kanälen verkünden, dass er einen VORSCHLAG zur Steuerentlastung wegen der steigenen Preise beabsichtigt. Verkündung seiner Idee im HERBST. d.h bis April 2023 wird der zerfleischt oder frühestens im Mai 2023 diskutiert in Bundesrat und/oder Bundestag und  EVENTUELL dürfenwir uns ab Sommer/Herbst 2023 freuen ... Nichts ist schöner als Vorfreude! Wie zu (an) Weihnachten ... Die gute Absicht zählt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 29.04.2022 17:11
Die Lohnsteuerentlastung der Mitte wird doch gefühlt schon seit dem Aussterben der Mammuts diskutiert... :P
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2022 17:19
Endlich tut mal jemand was gegen die hohen Preise: https://www.spiegel.de/wirtschaft/gemeinderat-von-schwaebisch-hall-beschliesst-bierpreisbremse-a-4a28c842-c780-4657-bbff-1321ead7ab3c
Leider ist das vorzeigeprojekt gescheitert... Am Geld...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 01.05.2022 15:53
Zum Glück hab ich vor 3 Jahren mein forward Darlehen zu 1,18 Prozent abgeschlossen. Nun wird zum 01.08 abgelöst und in 10 Jahren bin ich fertig.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 02.05.2022 10:46
Zum Glück hab ich vor 3 Jahren mein forward Darlehen zu 1,18 Prozent abgeschlossen. Nun wird zum 01.08 abgelöst und in 10 Jahren bin ich fertig.

Zum Glück hab ich im Lotto gewonnen. Da musste ich gar keinen Kredit aufnehmen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alfi am 02.05.2022 11:06
Leute hier geht es doch nicht um eure persönliche Darlehen :D

Die Entlastungen der Regierung kann man sich fast schenken.
300 € brutto, die Rentner heizen ja nicht oder können erfrieren und bekommen deshalb nichts.

Die Spritpreise steigen wieder an, ohne das der Ölpreis steigt. Am Ende wenn im Juni der Preisnachlass für 3 Monate kommt, ist der Sprit am 31. Mai auf 2,30 € und fällt dann auf 2 €.
Das ist für mich keine Entlastung. Würde der Spritpreis auf das Niveau von vor paar Monaten fallen z.B. Diesel auf 1,30, dann würde ich das eine Entlastung nennen.

Die Inflation macht die Normalverdiener automatisch zu Geringverdiener.

Ich hatte vor einiger Zeit geschrieben 15 % mehr Gehalt, von mir aus über 2 Jahre. War so gesehen auch falsch.
Normal bei der Inflation und der Unsicherheit sollte man auf 10 % für ein Jahr gehen.
10 % Brutto versteht sich, sind am Ende nur knapp 8 % Netto. Damit wird gerade so die Inflation abgefangen.

In meinen Augen in die Inflation auch nicht bei 7,3 % sondern über 10.
Die Sachen die man zum täglichen Leben benötigt sollten in die Inflation einfließen, da wäre man schnell bei über 20 %.
Einen Fernseher kaufe ich mir nicht jeden Monat.

Übrigens die Inflation jetzt auf den Krieg abzuwälzen ist auch Blödsinn.
In der Schweiz ist die Infaltion bei knapp 2 %.
In D-land war die Inflation bereits vor dem Krieg in die Höhe geschossen.
Der Krieg hat es nochmals erhöht, aber jetzt zu sagen der Krieg ist daran Schuld, ist eine Ablenkung der deutschen Politik bzw. der EZB...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 02.05.2022 11:39

Übrigens die Inflation jetzt auf den Krieg abzuwälzen ist auch Blödsinn.
In der Schweiz ist die Infaltion bei knapp 2 %.

Auch in der Schweiz steigt die Inflationsrate. Im vergangenen Monat betrug die Teuerung 2,4 Prozent gegenüber März 2021 - und war damit so hoch wie nie in den vergangenen 13 Jahren...
Die Zielinflation der Schweiz liegt "zwischen 0,0% und 2%". Dazu starke Währung, extrem expansive Geldpolitik (-0,75% Leitzins) seit mitte der 2010er. Und vor allem auf die Inflatin bezogen: Deutliche niedrigere Energieintensität, also vor Allem weniger Bedarf an Gas+Öl, Energie im allgemeinen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 02.05.2022 11:47
In meinen Augen in die Inflation auch nicht bei 7,3 % sondern über 10.
Die Sachen die man zum täglichen Leben benötigt sollten in die Inflation einfließen, da wäre man schnell bei über 20 %.
Einen Fernseher kaufe ich mir nicht jeden Monat.

Genau dafür gibt es einen Warkenkorb. Schau ihn dir mal in Ruhe an, dann sinkt auch deine gefühlte Inflation wieder.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 02.05.2022 13:17
Wenn ich mir Grafikkarten anschaue, verstehe ich, wieso die offizielle Inflation nur bei 7%+ liegt, statt wie bei allen Supermarktartikeln bei 20%+. Letztes Jahr noch knapp doppelt so teuer gewesen die Dinger.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 02.05.2022 13:30
Ja gut... Sind aber nit so nahrhaft wie Paprika und Co und als Bratfett völlig ungeeignet..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 02.05.2022 13:35
Können aber teilweise schon eine Herdplatte ersetzen, so heiß wie die werden.
Und mit der Wärmeleitpaste lässt sich sicher auch so eine Pfanne einfetten. :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: öfföff am 02.05.2022 21:38
Die Tariferhöhung sollte vergleichbar sein mit der im TV-L, damit die Schere nicht weiter auseinander geht. Evtl. wäre ein leichtes Schließen der Schere angebracht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 03.05.2022 06:08
Die Tariferhöhung sollte vergleichbar sein mit der im TV-L, damit die Schere nicht weiter auseinander geht. Evtl. wäre ein leichtes Schließen der Schere angebracht.

Hahaha ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Leonhardt am 03.05.2022 08:55
Die Tariferhöhung sollte vergleichbar sein mit der im TV-L, damit die Schere nicht weiter auseinander geht. Evtl. wäre ein leichtes Schließen der Schere angebracht.

Also zunächst 14 Monate Nullrunde bei dann vermutlich voll zu versteuernden 1300€ Einmalzahlung als "Wasauchimmer-Prämie"?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 03.05.2022 09:58
Scheinbar ist es im öD aber immer noch nicht schlecht genug, dass ihr euch einen neuen Arbeitgeber sucht oder wie darf ich euer Gejammer interpretieren? Wenn es euch nicht gefällt und das Tarifgehalt zu gering ist, dann verhandelt nach, ob ihr eine Zulage bekommt oder außertariflich bezahlt werdet. Wenn das nicht klappt, dann geht in die viel gelobte pW, in der Milch und Honig aus den Wasserhähnen fließt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 03.05.2022 10:36
Wäre es beim einzelnen Arbeitgeber nicht möglich, monatlich z. B. 250 € an VL zu zahlen? Hier wurde ja beim letzten Tarif von einem Fixum ein Minimum gemacht...

AT ist doch gar nicht notwendig.  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 04.05.2022 12:37
Scheinbar ist es im öD aber immer noch nicht schlecht genug, dass ihr euch einen neuen Arbeitgeber sucht oder wie darf ich euer Gejammer interpretieren? Wenn es euch nicht gefällt und das Tarifgehalt zu gering ist, dann verhandelt nach, ob ihr eine Zulage bekommt oder außertariflich bezahlt werdet. Wenn das nicht klappt, dann geht in die viel gelobte pW, in der Milch und Honig aus den Wasserhähnen fließt.

Es gibt keinen Grund, warum man die über viele Jahre bei diesem Dienstherren erworbenen Ansprüche auf spätere Betriebsrente verschenken sollte. Ab Alter 50 kann man bei neuem Arbeitgeber keine neue Betriebsrentenverträg mehr abschließen. Bereits in der Bibel steht zu lesen:  keine Perlen vor die Säue!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 04.05.2022 13:29
Es gibt keinen Grund, warum man die über viele Jahre bei diesem Dienstherren erworbenen Ansprüche auf spätere Betriebsrente verschenken sollte. Ab Alter 50 kann man bei neuem Arbeitgeber keine neue Betriebsrentenverträg mehr abschließen. Bereits in der Bibel steht zu lesen:  keine Perlen vor die Säue!

Wieso sollten denn die Betriebsrentenanwartschaften verfallen, wenn man den öD verlässt?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 04.05.2022 13:56
Es gibt keinen Grund, warum man die über viele Jahre bei diesem Dienstherren erworbenen Ansprüche auf spätere Betriebsrente verschenken sollte. Ab Alter 50 kann man bei neuem Arbeitgeber keine neue Betriebsrentenverträg mehr abschließen. Bereits in der Bibel steht zu lesen:  keine Perlen vor die Säue!

Wieso sollten denn die Betriebsrentenanwartschaften verfallen, wenn man den öD verlässt?

Dieser Frage schließe ich mich an. Darüber hinaus: Der Zustand z. B. unserer Betriebsrentenkasse ist so desolat und der Garantiebetrag so niedrig, würde mir der Dienstherr den Arbeitgeberanteil, der derzeit Richtung Zusatzversorgungskasse fließt, einfach auszahlen, könnte ich mit einem simplen World ETF wesentlich mehr Geld für die Rente erwirtschaften.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 04.05.2022 15:22
Scheinbar ist es im öD aber immer noch nicht schlecht genug, dass ihr euch einen neuen Arbeitgeber sucht oder wie darf ich euer Gejammer interpretieren? Wenn es euch nicht gefällt und das Tarifgehalt zu gering ist, dann verhandelt nach, ob ihr eine Zulage bekommt oder außertariflich bezahlt werdet. Wenn das nicht klappt, dann geht in die viel gelobte pW, in der Milch und Honig aus den Wasserhähnen fließt.

Es gibt keinen Grund, warum man die über viele Jahre bei diesem Dienstherren erworbenen Ansprüche auf spätere Betriebsrente verschenken sollte. Ab Alter 50 kann man bei neuem Arbeitgeber keine neue Betriebsrentenverträg mehr abschließen. Bereits in der Bibel steht zu lesen:  keine Perlen vor die Säue!
1. Als Tarifbeschäftigter hast du keinen Dienstherren, du hast einen Arbeitgeber.
2. Die bis dato erworbenen Ansprüche verfallen nicht.
3. Es kann i.d.R. ein Übertrag zu anderen Anbietern einer bAV erfolgen.
4. Keine Perlen vor die Säue: Das beschreibt doch sehr gut warum die Ergebnisse der Tarifabschlüsse so sind wie sie sind.

Die bAV ist für mich kein Grund, der mich auf Dauer im öD hält. Ich bekomme diese derzeit on top, d.h. sie ist bei mir komplett arbeitgeberfinanziert. Das ist ein nettes Gimmick, würde ich aber diese 6 % einfach mit meinem Gehalt bezahlt bekommen, würde ich sie in einem MSCI World anlegen und die nächsten 30 Jahre abwarten und deutlich mehr bekommen als durch diese hochgelobte bAV...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 04.05.2022 17:31
Bei den meisten Altersvorsorgeregelungen ist Unisex das größte Problem. ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 04.05.2022 20:27
Bei den meisten Altersvorsorgeregelungen ist Unisex das größte Problem. ;)
Oder inflationärer Genuss von Kölsch, Nikotin und Mettröggelchen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 05.05.2022 08:47

Oder inflationärer Genuss von Kölsch, Nikotin und Mettröggelchen...

Nein. Es geht ja nicht um die Ursachen eines kurzen Rentenbezugs sondern um die Autonomie über die persönliche Vorsorge. Bei Dauersaufen und - rauchen würde ich die dann die Versorgung runter kalibrieren und das schöne Geld früher durchballern.  8) ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 05.05.2022 09:28
Hier mal das aktuelle Ergebnis TV-Ärzte/ VKA, auch wenn es wohl nur bedingt als mögliche Orientierung passt:
Das war das erste VKA-Angebot (http://tarifrunde-aerzte.vka.de/fileadmin/PDFs_zum_Download/211216_-_Angebot_TV-AErzte-VKA_an_MB_-_17-00.pdf?_=1639670721)
und
Das ist daraus geworden (https://www.vka.de/pressemitteilungen/2022-05-04-tarifeinigung-mit-marburger-bund-aerztinnen-und-aerzte-profitieren-von-entgelterhoehung-um-3-35-prozent-und-zahlreichen-strukturellen-regelungen-1622)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 05.05.2022 09:58
Ist leider bei der bAV nicht anders als bei der GRV. Wenn man das Geld wenigstens in einen ETF buttern dürfte, statt es zwangsweise umzuverteilen, hätte man am Ende wesentlich mehr. Vermutlich selbst dann, wenn ausgerechnet im Renteneintrittsjahr eine Weltwirtschaftskrise eintritt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 05.05.2022 11:35
Hier mal das aktuelle Ergebnis TV-Ärzte/ VKA, auch wenn es wohl nur bedingt als mögliche Orientierung passt:
Das war das erste VKA-Angebot (http://tarifrunde-aerzte.vka.de/fileadmin/PDFs_zum_Download/211216_-_Angebot_TV-AErzte-VKA_an_MB_-_17-00.pdf?_=1639670721)
und
Das ist daraus geworden (https://www.vka.de/pressemitteilungen/2022-05-04-tarifeinigung-mit-marburger-bund-aerztinnen-und-aerzte-profitieren-von-entgelterhoehung-um-3-35-prozent-und-zahlreichen-strukturellen-regelungen-1622)

50% der Inflation - da kann man doch mal klatschen  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 05.05.2022 12:06
Das wird hier nicht mehr… eher weniger ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 05.05.2022 13:41
Scheinbar ist es im öD aber immer noch nicht schlecht genug, dass ihr euch einen neuen Arbeitgeber sucht oder wie darf ich euer Gejammer interpretieren? Wenn es euch nicht gefällt und das Tarifgehalt zu gering ist, dann verhandelt nach, ob ihr eine Zulage bekommt oder außertariflich bezahlt werdet. Wenn das nicht klappt, dann geht in die viel gelobte pW, in der Milch und Honig aus den Wasserhähnen fließt.

Es gibt keinen Grund, warum man die über viele Jahre bei diesem Dienstherren erworbenen Ansprüche auf spätere Betriebsrente verschenken sollte. Ab Alter 50 kann man bei neuem Arbeitgeber keine neue Betriebsrentenverträg mehr abschließen. Bereits in der Bibel steht zu lesen:  keine Perlen vor die Säue!

Mir fallen da sogar einige Gründe ein..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 06.05.2022 09:11
Hier mal das aktuelle Ergebnis TV-Ärzte/ VKA, auch wenn es wohl nur bedingt als mögliche Orientierung passt:
Das war das erste VKA-Angebot (http://tarifrunde-aerzte.vka.de/fileadmin/PDFs_zum_Download/211216_-_Angebot_TV-AErzte-VKA_an_MB_-_17-00.pdf?_=1639670721)
und
Das ist daraus geworden (https://www.vka.de/pressemitteilungen/2022-05-04-tarifeinigung-mit-marburger-bund-aerztinnen-und-aerzte-profitieren-von-entgelterhoehung-um-3-35-prozent-und-zahlreichen-strukturellen-regelungen-1622)

50% der Inflation - da kann man doch mal klatschen  ::)
Und auch nur wenn man die 3,35% Brutto betrachtet...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 06.05.2022 09:13
Die Inflationsanfälligkeit bei der Klientel dürfte nicht ausweisbar sein.  ;)

Ein guter TV kennt im Grunde keine Inflationssensibilität. Hier ist einiges verloren gegangen. Möglicherweise hat das eigene Konsumverhalten hiermit auch zu tun.
 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Jockel am 06.05.2022 13:35
Ist leider bei der bAV nicht anders als bei der GRV. Wenn man das Geld wenigstens in einen ETF buttern dürfte, statt es zwangsweise umzuverteilen, hätte man am Ende wesentlich mehr. Vermutlich selbst dann, wenn ausgerechnet im Renteneintrittsjahr eine Weltwirtschaftskrise eintritt.
FDP-Wähler ? :-)

Die weitaus meisten Leute, geben ihr Netto-Entgelt (nahezu) aus oder verheizen Rücklagen in Krisenzeiten. Ein -privater- ETF ändert daran nichts. Wenn ein Gläubiger kommt, ist der weg. Ihre Ansprüche aus der VBL sind erst bei Auszahlung dem Grunde nach pfändbar.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 06.05.2022 15:48
Ist leider bei der bAV nicht anders als bei der GRV. Wenn man das Geld wenigstens in einen ETF buttern dürfte, statt es zwangsweise umzuverteilen, hätte man am Ende wesentlich mehr. Vermutlich selbst dann, wenn ausgerechnet im Renteneintrittsjahr eine Weltwirtschaftskrise eintritt.
FDP-Wähler ? :-)

Die weitaus meisten Leute, geben ihr Netto-Entgelt (nahezu) aus oder verheizen Rücklagen in Krisenzeiten. Ein -privater- ETF ändert daran nichts. Wenn ein Gläubiger kommt, ist der weg. Ihre Ansprüche aus der VBL sind erst bei Auszahlung dem Grunde nach pfändbar.

Es soll schonmal vorgekommen sein, dass ich auf einem Wahlzettel ein Kreuz bei einer Partei oder einer Person, die die FDP repräsentiert, gemacht habe. Generell halte ich es allerdings so, dass ich nicht aus purer Ideologie jedes Mal die selbe Partei wähle, sondern bei jeder Wahl erneut abwäge.

Dass es in Zeiten vom Wett-"wer hat die höchsten Klarna-Schulden"-posten in Sozialen Medien stark dazu führen würde, die Anzahl der Grundhilfeempfänger im rentenfähigen Alter zu erhöhen, stellt kein Wunder dar. Insofern wäre meine Idee auch weniger, Rentenbeiträge komplett zu streichen und direkt als Nettoauszahlung in Eigenverantwortung eines Jeden aufs Konto zu bringen. Stattdessen sollte es die Option geben, meinentwegen auch bei der DRV direkt ein wenig mitbestimmen zu können, wo die übers Leben gerechnet doch ziemlich hohen Beiträge reingesteckt werden und uns alle zu Kapitalisten zu machen.

Meinentwegen kann auch ein bestimmter Schlüssel mit prozentualen von-bis Werten vorgegeben werden, bei denen jeweils investiert werden muss bzw. kann. Um Risiko rauszunehmen, könnte man bspw. vorgeben, dass <ALTER>% mindestens in A- Anleihen angelegt sein müssen, um die im Alter zu erwartende Rente zu stabilisieren, je näher man dem Renteneintritt kommt. Zusätzlich dürfen dann bspw. 20% in beliebige Einzelaktien investiert werden, 5% in Kryptos und der Rest in irgendwelche ETFs, die bspw. min. 5 Mrd. Volumen haben und min. 15% der weltweiten Marktkapitalisierung enthalten müssen.

Da die Geschichte über die DRV läuft, könnte der Gesetzgeber sie dann auch vor Pfändung schützen und lediglich die später tatsächlich ausbezahlten Rentenbeträge als normales Einkommen bis zur bereits existierenden Grenze pfändbar machen. Wäre soweit auch sinnvoll, weil der Rentenansparer auch unter anderen Umständen nicht an seine Renteninvestitionen käme, um bspw. ein Haus davon zu kaufen oder es in der Kneipe zu versaufen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 06.05.2022 16:59
Es gibt doch mal eine Mitbestimmung der DRV, spätestens dann wenn der Steuerzuschuss höher ist als die Beiträge.  ;) :o
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 09.05.2022 08:19
Unser Rentensystem ist doch mittlerweile so degeneriert, dass die gesetzliche Rente für den Durchschnittsverdiener keine Absicherung darstellt, sondern lediglich eine Belastung ist - ein großer, dicker Klotz am Bein. Da wird ein Leben lang in dieses System reingebuttert, um dann bei 100 bis 200 Euro über Grundsicherungsniveau herauszukommen (das ja ohne irgendwelche Voraussetzungen an alle und jeden als bedingungsloses Grundeinkommen ausgezahlt wird). Wow. Da habe ich mich bereits jetzt privat über den Kapitalmarkt weitaus besser abgesichert. Wenn ich mir jetzt noch ausmale, dass ich dafür auch meine gesetzlichen Beiträge hätte verwenden können / dürfen, wäre ich auf halben Weg zu Krösus und müsste mir über Rente keinen Kopf mehr machen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 09.05.2022 08:43
... Da habe ich mich bereits jetzt privat über den Kapitalmarkt weitaus besser abgesichert. Wenn ich mir jetzt noch ausmale, dass ich dafür auch meine gesetzlichen Beiträge hätte verwenden können / dürfen, wäre ich auf halben Weg zu Krösus und müsste mir über Rente keinen Kopf mehr machen.
Vor allem über das starre Renteneintrittsalter müsste ich mir dann keinen Kopf machen. Aber nein, über das einbehaltene Kapital kann ich (regulär) frühstens mit 63 verfügegen. Das ist so schlimm...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 09.05.2022 08:47
Unser Rentensystem ist doch mittlerweile so degeneriert, dass die gesetzliche Rente für den Durchschnittsverdiener keine Absicherung darstellt, sondern lediglich eine Belastung ist - ein großer, dicker Klotz am Bein. Da wird ein Leben lang in dieses System reingebuttert, um dann bei 100 bis 200 Euro über Grundsicherungsniveau herauszukommen (das ja ohne irgendwelche Voraussetzungen an alle und jeden als bedingungsloses Grundeinkommen ausgezahlt wird). Wow. Da habe ich mich bereits jetzt privat über den Kapitalmarkt weitaus besser abgesichert. Wenn ich mir jetzt noch ausmale, dass ich dafür auch meine gesetzlichen Beiträge hätte verwenden können / dürfen, wäre ich auf halben Weg zu Krösus und müsste mir über Rente keinen Kopf mehr machen.

Und scheinbar hat die Rentenversicherung auch ein Kommunikationsproblem, wenn eine Absicherung über die Kapitalmarkt eine Alternative darstellt. Über die weiteren Leistungen und Unterschiede zu einer reinen Altersabsicherung sollte wohl besser informiert werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 09.05.2022 09:35
Die gesetzliche Rentenversicherung kommuniziert ihr Versagen jährlich per Brief.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 09.05.2022 10:01
Die gesetzliche Rentenversicherung kommuniziert ihr Versagen jährlich per Brief.

Weist sie da nicht nur auf die Höhe der zu erwartenden Rente hin?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 09.05.2022 10:09
Die gesetzliche Rentenversicherung kommuniziert ihr Versagen jährlich per Brief.

Weist sie da nicht nur auf die Höhe der zu erwartenden Rente hin?

Und genau daran erkennt man das Versagen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 09.05.2022 10:14
Und genau daran erkennt man das Versagen...

Das verstehe ich irgendwie nicht. Versagen insoweit, dass sie nicht auf andere Leistungen hinweist?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 09.05.2022 10:19
Ich würde die gesetzliche Rentenversicherung wie folgt umbauen:

- Beitrag fix auf 10 % des Bruttos, Beitragsbemessungsgrenze verdoppeln.
- Jeder erhält Grundrente auf Höhe der Grundsierung.
- Steuerfreie Gewinne für Aktien und Fonds, die mind. 10 Jahre gehalten wurden
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 09.05.2022 10:25
Ich würde die gesetzliche Rentenversicherung wie folgt umbauen:

- Beitrag fix auf 10 % des Bruttos, Beitragsbemessungsgrenze verdoppeln.
- Jeder erhält Grundrente auf Höhe der Grundsierung.
- Steuerfreie Gewinne für Aktien und Fonds, die mind. 10 Jahre gehalten wurden

Und wie werden dann die Leistungen finanziert, die keine Rente sind?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 09.05.2022 10:29
Und genau daran erkennt man das Versagen...

Das verstehe ich irgendwie nicht. Versagen insoweit, dass sie nicht auf andere Leistungen hinweist?

Also ich habe nun nochmal die offizielle Webseite "Rentenarten & Leistungen" der Deutschen Rentenversicherung studiert und muss sagen, dass diese ominösen weiteren Leistungen wohl sehr gut versteckt sind.

Die reguläre Altersrente läuft für den Durchschnittsverdiener, dessen Leben in Idealkurve verläuft, auf ein paar hundert Euro über Grundsicherungsniveau hinaus. Alle anderen Varianten, wie z. B. die Erwerbsminderungsrente, entsprechen dem Grundsicherungsniveau. Zumindest wenn wir davon ausgehen, dass sich Renten und bedingungslose Sozialleistungen parallel zueinander weiterentwickeln. Wie gesagt - für einen Großteil der arbeitenden Menschen ist diese System einfach nur eine weitere Belastung die keinerlei Mehrwert bringt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 09.05.2022 10:43
- Jeder erhält Grundrente auf Höhe der Grundsierung.

Warum also einzahlen?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 09.05.2022 11:06
- Jeder erhält Grundrente auf Höhe der Grundsierung.

Warum also einzahlen?

Um eine gewisse Grundrefinanzierung sicherzustellen. Wie diese 10 % Beitrag dann genannt werden ist egal.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 09.05.2022 11:36
- Jeder erhält Grundrente auf Höhe der Grundsierung.

Warum also einzahlen?

Um eine gewisse Grundrefinanzierung sicherzustellen. Wie diese 10 % Beitrag dann genannt werden ist egal.
Ich stelle die Frage, warum überhaupt beitragsfinanziert?
Wenn es um "Jeder" geht (was ich begrüßte), wäre dies doch über Steuerfinanzierung zu realisieren...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 09.05.2022 11:47
- Jeder erhält Grundrente auf Höhe der Grundsierung.

Warum also einzahlen?

Um eine gewisse Grundrefinanzierung sicherzustellen. Wie diese 10 % Beitrag dann genannt werden ist egal.
Ich stelle die Frage, warum überhaupt beitragsfinanziert?
Wenn es um "Jeder" geht (was ich begrüßte), wäre dies doch über Steuerfinanzierung zu realisieren...

Das geht dann natürlich auch, ich habe nur Probleme wo und wie ich das ansiedeln würde. Ich denke aber, dass meien Grundintention klar ist.

Geringverdiener erhalten aktuell eh nicht oder kaum mehr Rente. Die untere und mittlere Mittelschicht würde es aktiv entlasten und so z.B. den Erwerb einer eigenen Immobilie erleichtern sowie die private Altersvorsorge erleichertern. Für die anderen Gruppen würde sich aus meiner Sicht nicht viel ändern, da hier i.d.R. die gesetzliche Renter eher einer von mehreren Bausteinen der Altersvorsorge ist, dessen Höhe relativ egal ist. Dafür kann während der Erwerbsphase deutlich mehr Geld in andere Anlageklassen investiert werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 09.05.2022 12:27
Also ich habe nun nochmal die offizielle Webseite "Rentenarten & Leistungen" der Deutschen Rentenversicherung studiert und muss sagen, dass diese ominösen weiteren Leistungen wohl sehr gut versteckt sind.

Ich habe gleich auf der Startseite "Prävention, Reha, Rente usw." gefunden. Nicht wirklich versteckt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 09.05.2022 13:53
Sicherlich machen die ganzen Arbeitsstunden, welche alleinen für die Rentenbeiträge gearbeitet wird, die Leute auch physisch und psychisch kaputt. Gut, das man dies aus den Beiträgen wieder etwas heilen kann.  ;)

Ist ähnlich wie bei unserem BGM. Durch Personalmangel sind die Leute ausgelaugt, wofür dann aber wieder Personal für das BGM, nicht jedoch für die Kernaufgaben eingestellt wird.  :o
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 09.05.2022 15:32
Krass, dass die Gesetzliche Rentenversicherung Sportkurse und gemeinsame Kochevents anbietet war mir tatsächlich neu. Finanziell käme ich trotzdem besser weg, wenn man mich aus diesem Zwangsvertrag entließe und ich das gesparte Geld einfach im Hasenstall verstecken könnte.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 09.05.2022 16:28
Krass, dass die Gesetzliche Rentenversicherung Sportkurse und gemeinsame Kochevents anbietet war mir tatsächlich neu. Finanziell käme ich trotzdem besser weg, wenn man mich aus diesem Zwangsvertrag entließe und ich das gesparte Geld einfach im Hasenstall verstecken könnte.

Ich beziehe ich mich eher auf gesundheitliche und berufliche Rehabilitation sowie Berufsförderung. Schau dir einfach mal den Leistungskatalog der GRV an.
Ansonsten wären auch noch die versicherungsfremden Leistungen zu betrachten, bevor man Vergleiche zieht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 09.05.2022 16:32
Werden da immer noch Reha-Maßnahmen für Personen im Alter von über 64 angeboten? ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 10.05.2022 08:33
Finanziell käme ich trotzdem besser weg, wenn man mich aus diesem Zwangsvertrag entließe und ich das gesparte Geld einfach im Hasenstall verstecken könnte.
Du vielleicht, ich vielleicht, vielleicht auch viele andere. Es gibt aber auch sehr viele, bei denen das Gesparte nur dann im Hasenstall landet, wenn zufällig die nächste Kneipe so heißt, oder der nächste Schuhladen, oder das nächste Reisebüro... Im Alter haben die dann nichts gespart, sondern rufen gleich wieder nach dem Staat. Das man daher vor der Rente jeden zwingt, wenigstens etwas relativ unmittelbar einzuzahlen, halte ich daher im Grundsatz nicht für die dümmste Idee.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 10.05.2022 09:54
Finanziell käme ich trotzdem besser weg, wenn man mich aus diesem Zwangsvertrag entließe und ich das gesparte Geld einfach im Hasenstall verstecken könnte.
Du vielleicht, ich vielleicht, vielleicht auch viele andere. Es gibt aber auch sehr viele, bei denen das Gesparte nur dann im Hasenstall landet, wenn zufällig die nächste Kneipe so heißt, oder der nächste Schuhladen, oder das nächste Reisebüro... Im Alter haben die dann nichts gespart, sondern rufen gleich wieder nach dem Staat. Das man daher vor der Rente jeden zwingt, wenigstens etwas relativ unmittelbar einzuzahlen, halte ich daher im Grundsatz nicht für die dümmste Idee.

Da kommt dann wieder mein Vorschlag ins Spiel, bei dem einen zwar der Rentenbeitrag vorenthalten wird, man aber dennoch über die Verwendung dessen verfügen kann. So ist das Geld zweckgebunden für Vermögensaufbau zur Absicherung im Alter und kann nicht fürs Saufen, Schuhekaufen, Unterhalt zahlen oder Pfändung herhalten.

Wenn man da ein entsprechendes Online-Verwaltungstool für bastelt, brauchen sich die DRV-Sachbearbeiter auch nicht mit 83 Millionen "ich will das in 1 ETF stecken" beschäftigen, sondern vielleicht mit ein paar Hunderttausend von den "Internet ist für uns alle Neuländern".
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 10.05.2022 10:01
Finanziell käme ich trotzdem besser weg, wenn man mich aus diesem Zwangsvertrag entließe und ich das gesparte Geld einfach im Hasenstall verstecken könnte.
Du vielleicht, ich vielleicht, vielleicht auch viele andere. Es gibt aber auch sehr viele, bei denen das Gesparte nur dann im Hasenstall landet, wenn zufällig die nächste Kneipe so heißt, oder der nächste Schuhladen, oder das nächste Reisebüro... Im Alter haben die dann nichts gespart, sondern rufen gleich wieder nach dem Staat. Das man daher vor der Rente jeden zwingt, wenigstens etwas relativ unmittelbar einzuzahlen, halte ich daher im Grundsatz nicht für die dümmste Idee.

Ich halte das im Grundsatz ebenfalls nicht für die dümmste Idee. Aber Solidarität muss in beide Richtungen weisen - die Sozialwissenschaft nennt das "reziprok", denn sonst bröckelt der soziale Kitt. Die Rente muss halt dahingehend umgestaltet werden, dass nicht nur die Leute profitieren, die nie oder nur kurz in dieses System eingezahlt haben. Ich kann es nur wiederholen: Für den jungen, nun lebenslang einzahlenden Durchschnittsverdiener, also den Motor dieses Systems, ist die gesetzliche Rente lediglich eine lebenslange Belastung. In der Erwerbsphase aufgrund der hohen Einzahlungen, in der Rentenphase aufgrund der niedrigen Auszahlungen. Rente muss den Durchschnittsverdiener wieder ABSICHERN, so wie es auch in anderen europäischen Staaten weiterhin ganz gut funktioniert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 10.05.2022 10:44
Die Lohnsteuerentlastung der Mitte wird doch gefühlt schon seit dem Aussterben der Mammuts diskutiert... :P

Sollte es zu so einer Entlastung kommen, wird aber dann plötzlich keiner mehr zur "Mitte" gehören. Dann sind wir alle Oberschicht ;)

Habe gerade auch mal meine persönliche Inflastionsrate (des täglichen Bedarfs) berechnet.

Ausgaben für den täglichen Bedarf (Lebensmittel, Getränke, Hygiene Artikel, Energiekosten / Fahrtkosten, Miete etc.) sind im Vergleich zum April 2021 um 18,4% gestiegen.

Würde ich mir jetzt jeden Monat einen neuen Fernseher und ähnliches kaufen, könnte ich diese Rate sicherlich senken, aber das tue ich halt nicht.

Beim Vergleich April 21 / April 22 muss man jetzt sogar noch bedenken, dass wir das Konsumverhalten sogar schon angepasst haben und wir (teilweise auch wegen Lieferschwierigkeiten) teils schon günstigere Produkte einkaufen.

Beim Strom haben wir auch noch Glück, denn bis Ende des Jahres haben wir noch einen Altvertrag mit Preisgarantie. Hier rechnen wir ab 2023 aber auch mit ca. 30-40% Mehrkosten.

Auch gestiegene Gaspreise werden sich erst gegen Ende des Jahres bzw. nächstes Jahr komplett zu uns als Verbrauchern durchschlagen.

Ich rechne ab 2023 mit einer persönlichen Inflationsrate von deutlich über 20%, was zu einem deutlich niedrigeren Lebensstandard führen wird, da wir bei diesen Preissteigerungen nun langsam gezwungen werden unser Nutzer- und Konsumverhalten anzupassen. Das ist nichts mehr was man einfach mit "Dann sparen wir halt mal 50€ weniger im Monat" ausgleichen kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: veeam am 10.05.2022 11:39
Auf ähnliche Zahlen komme ich bei uns auch.

Bedenke noch, dass diese +20% Mehrbelastung im Netto zu finden sind. Daher wäre ein Tarifabschluss von 40% nötig um die Mehrbelastung kompensieren zu können. Realistisch sprechen wir mit Glück von 5%. Herzlichen Glückwunsch. Ihre Mehrbelastung konnte von 22,5% auf 20% gesenkt werden. Hier haben Sie noch ihren einmaligen Energiekostenzuschuss von 300 Euro. Bitte die Versteuerung nicht vergessen. Wir "high-fiven" uns in der Politik dann mal ab und legen uns in den Dagobert Duck Container mit den höchsten Steuereinnahmen seit der Ost-/Westvereinigung.

Persönlich kotzt es mich einfach nur noch an. Sicher ist es jammern auf hohem Niveau wenn man sagen kann, dann kompensieren wir, indem wir mal unsere Sparraten senken. Da gibt es sicherlich auch viele Menschen die alleine schon an den Strom- und Gaskosten richtig zu knabbern haben. Die sind dann nicht mehr weit davon in entfernt in eine Höhle zu ziehen. Kalt und dunkel ist es da dann genauso wie zuhause.

Das wird im nächsten Jahr, wenn alle merken das die 30% höheren Kraftstoffkosten noch das kleinste Problem waren/sind, noch ein böses erwachen. Vor allem wenn man wohl wissend den Abschlag niedrig halten muss um weiterhin monatlich über die Runden zu kommen aber genau weiß, dass am Jahresende 3000 Euro nachgezahlt werden müssen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 10.05.2022 11:47
Ja, die richtigen Preissteigerungen werden noch kommen. Bei mir, der im Eigentum lebt, was andere abzahlen, ist die persönliche Inflationsrate auch bei ca. 25%, ohne es bis ins letzte Detail belegen zu können.
Bei mir sind derzeit normale Ausgaben Lebensmittel, Sprit und recht viel Baumaterial. Bei den Lebensmitteln und Haushaltsartikeln gibts eigentlich kein Produkt, was regelmäßig erworben wird, das seit einem Jahr keine Preissteigerung von min. 25% vollzogen hat. Selbst 1,5l Wasser kosten jetzt 0,25€ statt 0,19€.

Sprit sollte bekannt sein und was man mittlerweile im Baumarkt latzen muss ist auch der Wahnsinn.

Bei mir steht im Juni eine Preiserhöhung beim Strom um 24,9% an, Gas hab ich zum Glück erst letztes Jahr im Sommer abgeschlossen und zahle dank Preisgarantie noch bis Mitte nächsten Jahres 6 Cent. Danach muss ich echt mal gucken, ob es nicht günstiger ist, die Gastherme nur noch für Warmwasser zu nutzen und zum Heizen eine Split-Klimaanlage (Luft-Luft Wärmepumpe) zu installieren. Rechne ja mit 15-18 Cent pro kWh Gas, was über 200€ Abschlag bedeuten würde.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 10.05.2022 13:31
Danach muss ich echt mal gucken, ob es nicht günstiger ist, die Gastherme nur noch für Warmwasser zu nutzen und zum Heizen eine Split-Klimaanlage (Luft-Luft Wärmepumpe) zu installieren. Rechne ja mit 15-18 Cent pro kWh Gas, was über 200€ Abschlag bedeuten würde.

Viel Glück! Nach einem halben Jahr Wartezeit hatten wir endlich einen Energieeffizienzberater im Haus um ein bisschen zu fachsimpeln, ob sich der Austausch unserer Öl-Heizung endlich lohnt. Beim Thema Luftwärmepumpe hat er nur gelacht. Obwohl in den letzten Jahren bereits sechsstellig modernisiert wurde, teilweise auch energetisch (z.B. BAFA-konformer Dach-Komplettneuaufbau) sind wir einen weiteren sechsstelligen Betrag davon entfernt, um überhaupt über eine Wärmepumpe nachdenken zu können. Aufgrund von Preissteigerungen beim Baumaterial, Fachkräftemangel, etc. pp. rechnet sich die Öl-Heizung trotz Preisexplosion immer noch am meisten!  Wir ergänzen jetzt lediglich mit Solarthermie, das ist das einzige, was eine kleine Chance auf Monetarisierung hat, ohne das 300. Lebensjahr erreichen zu müssen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 10.05.2022 13:47
https://www.igmetall.de/tarif/tarifrunden/eisen-und-stahl/tarifkommissionen-beschliessen-forderung

8,2 % - erstaunlich niedrig. Verdisiert die IG Metall auch schon?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 10.05.2022 13:57
Viel Glück! Nach einem halben Jahr Wartezeit hatten wir endlich einen Energieeffizienzberater im Haus um ein bisschen zu fachsimpeln, ob sich der Austausch unserer Öl-Heizung endlich lohnt. Beim Thema Luftwärmepumpe hat er nur gelacht. Obwohl in den letzten Jahren bereits sechsstellig modernisiert wurde, teilweise auch energetisch (z.B. BAFA-konformer Dach-Komplettneuaufbau) sind wir einen weiteren sechsstelligen Betrag davon entfernt, um überhaupt über eine Wärmepumpe nachdenken zu können. Aufgrund von Preissteigerungen beim Baumaterial, Fachkräftemangel, etc. pp. rechnet sich die Öl-Heizung trotz Preisexplosion immer noch am meisten!  Wir ergänzen jetzt lediglich mit Solarthermie, das ist das einzige, was eine kleine Chance auf Monetarisierung hat, ohne das 300. Lebensjahr erreichen zu müssen.

Wer ein Haus sein Eigen nennt, dessen Heizung alleine einige Hunderttausend Euro kostet, muss sich über Inflation und überhaupt Erwerbseinkommen wenig sorgen machen. Insoweit herzlichen Glückwunsch!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 10.05.2022 14:13
Viel Glück! Nach einem halben Jahr Wartezeit hatten wir endlich einen Energieeffizienzberater im Haus um ein bisschen zu fachsimpeln, ob sich der Austausch unserer Öl-Heizung endlich lohnt. Beim Thema Luftwärmepumpe hat er nur gelacht. Obwohl in den letzten Jahren bereits sechsstellig modernisiert wurde, teilweise auch energetisch (z.B. BAFA-konformer Dach-Komplettneuaufbau) sind wir einen weiteren sechsstelligen Betrag davon entfernt, um überhaupt über eine Wärmepumpe nachdenken zu können. Aufgrund von Preissteigerungen beim Baumaterial, Fachkräftemangel, etc. pp. rechnet sich die Öl-Heizung trotz Preisexplosion immer noch am meisten!  Wir ergänzen jetzt lediglich mit Solarthermie, das ist das einzige, was eine kleine Chance auf Monetarisierung hat, ohne das 300. Lebensjahr erreichen zu müssen.

Wer ein Haus sein Eigen nennt, dessen Heizung alleine einige Hunderttausend Euro kostet, muss sich über Inflation und überhaupt Erwerbseinkommen wenig sorgen machen. Insoweit herzlichen Glückwunsch!
Er wird aber recht haben. Wir haben 2017 komplett renoviert mit u.a. Dämmung Zwischendecken,Neues Dach und Fenster und stehen vor der "Luxus" Frage wiewir mit der 2008 Installierten Holzvergaserheizung umgehen.

Wenn @Herbert
-Neue Heizkörper+Leitungen
-Elektronik
-ggf PV Anlage
-Dämmung
benötigt, dann sind hohe fünfstellige oder ein sechstelliger Betrag leider mehr als realistisch. Ohne Anschaffung der WP
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kryne am 10.05.2022 14:18


Persönlich kotzt es mich einfach nur noch an. Sicher ist es jammern auf hohem Niveau wenn man sagen kann, dann kompensieren wir, indem wir mal unsere Sparraten senken. Da gibt es sicherlich auch viele Menschen die alleine schon an den Strom- und Gaskosten richtig zu knabbern haben. Die sind dann nicht mehr weit davon in entfernt in eine Höhle zu ziehen. Kalt und dunkel ist es da dann genauso wie zuhause.



Klar trifft es manche noch viel schlimmer, aber ab einem gewissen Punkt hat man immerhin die Möglichkeit sich beim Staat noch Hilfe zu holen. Ob man das möchte oder nicht sei mal dahingestellt. Aber es gibt immerhin ein paar Auffangmechanismen.

Richtig "gefickt" wird eben halt die komplette Mittelschicht, die eben mal geschröpft wird von allen Seiten und die eben 0,0 Chance haben irgendeine Hilfe zu bekommen.

Am unteren Ende ist halt nix mehr da was man den Leuten wegnehmen kann.

Im oberen Bereich juckt es die Leute nicht, ob sie am Ende vom Monat 8000€ oder 9000€ übrig haben.

In der Mitte tut es halt am meisten weh.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 10.05.2022 14:29

Richtig "gefickt"...

In der Mitte tut es halt am meisten weh.
Bitte keine sexuellen Inhalte! ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 10.05.2022 15:20
Viel Glück! Nach einem halben Jahr Wartezeit hatten wir endlich einen Energieeffizienzberater im Haus um ein bisschen zu fachsimpeln, ob sich der Austausch unserer Öl-Heizung endlich lohnt. Beim Thema Luftwärmepumpe hat er nur gelacht. Obwohl in den letzten Jahren bereits sechsstellig modernisiert wurde, teilweise auch energetisch (z.B. BAFA-konformer Dach-Komplettneuaufbau) sind wir einen weiteren sechsstelligen Betrag davon entfernt, um überhaupt über eine Wärmepumpe nachdenken zu können. Aufgrund von Preissteigerungen beim Baumaterial, Fachkräftemangel, etc. pp. rechnet sich die Öl-Heizung trotz Preisexplosion immer noch am meisten!  Wir ergänzen jetzt lediglich mit Solarthermie, das ist das einzige, was eine kleine Chance auf Monetarisierung hat, ohne das 300. Lebensjahr erreichen zu müssen.

Wer ein Haus sein Eigen nennt, dessen Heizung alleine einige Hunderttausend Euro kostet, muss sich über Inflation und überhaupt Erwerbseinkommen wenig sorgen machen. Insoweit herzlichen Glückwunsch!

Verstehe diesen Kommentar nicht. Statistisch entspricht unser Haus im Hinblick auf Alter und Bausubstanz fast auf den Ziegel genau dem bundesdeutschen Durchschnitt. Genauso wie unsere Einkommen fast auf dem Euro genau dem Durchschnitt entsprechen (wenn auch nicht dem Median). Von daher sehe ich mich als Bestandteil der Mittelschicht - wäre auch traurig, wenn nicht.
Aber ansonsten trifft es Kaiser80 halt auf dem Punkt. Wärmepumpen erfordern ein luftdichtes, stark gedämmtes Haus und müssen im Niedrigtemperaturbereich betrieben werden. Bedeutet bei uns: Komplette Außendämmung, Lüftungsanlage, voraussichtlich neue Türen und Fenster (obwohl erst vor ein paar Jahren ausgetauscht) und alle Boden öffnen und eine Fußbodenheizung verlegen. Anschließend kann man dann anfangen, auf die Wärmepumpe zu sparen. Wer sich in letzter Zeit mal einen Kostenvoranschlag eingeholt hat, weiß, dass die ganzen Angaben im Netz mit "ungefähren Modernisierungskosten" derzeit aufgrund von Material- und Personalkosten x 3 genommen werden können. Die Politik baut sich mit ihrer Wärmepumpe gerade wieder ein weiteres Wolkenkuckucksheim sondergleichen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 10.05.2022 15:51
Verstehe diesen Kommentar nicht.

Der Kommentar bezog sich auf die Heizung, also die Wärmeerzeugung, an sich. Wenn noch weitere Maßnahmen dazukommen wirds natürlich teurer. Ansonsten gibt es aber auch mittlerweile Hochtemperaturwärmepumpen, welche zwar weniger effizient sind, aber dennoch keinen fossilen Brennstoff benötigen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Neuling22 am 10.05.2022 17:44
Hallo,

also, 2020 habe ich für Gas monatlich 120€ bezahlt. Jetzt bezahlen wir 280€ monatlich.
Der Diesel hat 1€ gekostet, jetzt 2,11€. Somit habe wir Mehrkosten fürs Tanken bei zwei Autos von locker 150€ (oder sogar mehr).

Macht schon einmal 310€ mehr. Was in Punkto Strom auf uns zukommt, dass weiß ich noch nicht. Aber da dürfte auch ein guter Aufschlag drauf kommen.

Selbst ohne die Stromerhöhung und den ganzen anderen Erhöhungen für Lebensmittel etc. bin ich jetzt schon bei einem unterschied von mindestens 310€ Mehrkosten gegenüber 2020. Selbst wenn die normalen Monatlichen Einkäufe nur um 40€ gestiegen wären, hätten wir mal eben 350€ an Mehrkosten (Monatlich).

Jetzt darf jeder gerne anhand seiner EG selber ausrechnen, wieviel % bei der nächsten Tarifverhandlung rumkommen müsste :-(

Aber da wir ja jetzt enorme Schulden machen müssen (100 Milliarden für die Bundeswehr, Corona Kosten etc. etc.), können wir froh sein, wenn wir 6% auf 3 Jahre bekommen. Bei den ganzen Ausgaben muss ja irgendwo gespart werden. Ich hoffe mal nicht im ÖD.

Es sind schwierige Zeiten und das ist nur eine Momentaufnahme. Vielleicht geht es ja bald wieder Bergauf.

Naja, warten wir es ab. Aber gut sieht es leider nicht aus.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 10.05.2022 19:06
Die Mehrkosten, die für tägliche Waren und Energie zu zahlen sind, sind zuminest halbwegs vorhersehbar.
Was mich nervt - das sind die noch gar nicht konkret bezifferten Kosten, die demnächst kommen.
Höhere Krankenkassenbeiträge ab2023 (also während der nächsten Tarifrunde, die wie immer über etliche Monate dauern wird und auch danach fließt erstmal nicht mehr Kohle!), die jammernden Rentenkassen, diskutiert wird über eine neue Soli-Steuer ...  da wird mal eben etwas Steuererleichterung versprochen - aber postwendend durch höhere/neue Angaben noch mehr einkassiert. Im realen Leben wird NICHTS besser. Und wieder darf vorrangig die Mittelschicht (= die ohne echte Lobby) die größte Last stemmen und wird zudem das Generatonsdilemma hoch gekocht, Verständnis und Solidarität etc gefordert ...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: MalZu am 10.05.2022 20:44
... zudem übersteigen die "Immigrationskosten" weit den Bundesetat für Bildung! Und auch diese Kosten müssen durch den Steuerzahler / Beitragszahler ( KV / AV) erwirtschaftet werden.
Ich bin mir im Klaren, dass diese Einlassung natürlich nicht erwünscht ist! Aber es ist Realität!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 10.05.2022 20:49
Ansonsten gibt es aber auch mittlerweile Hochtemperaturwärmepumpen, welche zwar weniger effizient sind, aber dennoch keinen fossilen Brennstoff benötigen.
Ja, und die Kosten auch 5 Stellig. Und der Strom kommt ja auch aus der Steckdose... ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 11.05.2022 08:49
Ansonsten gibt es aber auch mittlerweile Hochtemperaturwärmepumpen, welche zwar weniger effizient sind, aber dennoch keinen fossilen Brennstoff benötigen.
Ja, und die Kosten auch 5 Stellig. Und der Strom kommt ja auch aus der Steckdose... ;)

Logo 5-stellig. Aber mit einer 1 vorne. Und die aktuellen Stromkosten sind dann auch nicht höher als die Gaskosten aus dem Jahr 2020. Zumal man bei Strom und eigener Immobilie auch noch selber was erzeugen kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.05.2022 09:03
Ich glaube nicht, dass Verdi vorrangig für Immobilienbesitzer verhandelt. Liegt an der Mitgleiderstruktur.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 11.05.2022 09:19
Ich glaube nicht, dass Verdi vorrangig für Immobilienbesitzer verhandelt. Liegt an der Mitgleiderstruktur.

Hatten wir nicht im Laufe der Diskussion festgestellt, dass mit E5/6 genügend Einkommen vorhanden wäre für Wohneigentum? Damit hätten wir doch die Mitgliederstruktur von Verdi getroffen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 11.05.2022 09:26
Ich glaube nicht, dass Verdi vorrangig für Immobilienbesitzer verhandelt. Liegt an der Mitgleiderstruktur.

Hatten wir nicht im Laufe der Diskussion festgestellt, dass mit E5/6 genügend Einkommen vorhanden wäre für Wohneigentum? Damit hätten wir doch die Mitgliederstruktur von Verdi getroffen.
Ne, das war in der Diskussion zum TV-L ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.05.2022 09:40

Hatten wir nicht im Laufe der Diskussion festgestellt, dass mit E5/6 genügend Einkommen vorhanden wäre für Wohneigentum? Damit hätten wir doch die Mitgliederstruktur von Verdi getroffen.

War nicht woanders die Feststellung getroffen, das dennoch keine Eigentum geschaffen wurde?  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 11.05.2022 11:31
Hallo,

also, 2020 habe ich für Gas monatlich 120€ bezahlt. Jetzt bezahlen wir 280€ monatlich.
Der Diesel hat 1€ gekostet, jetzt 2,11€. Somit habe wir Mehrkosten fürs Tanken bei zwei Autos von locker 150€ (oder sogar mehr).

Macht schon einmal 310€ mehr. Was in Punkto Strom auf uns zukommt, dass weiß ich noch nicht. Aber da dürfte auch ein guter Aufschlag drauf kommen.

Selbst ohne die Stromerhöhung und den ganzen anderen Erhöhungen für Lebensmittel etc. bin ich jetzt schon bei einem unterschied von mindestens 310€ Mehrkosten gegenüber 2020. Selbst wenn die normalen Monatlichen Einkäufe nur um 40€ gestiegen wären, hätten wir mal eben 350€ an Mehrkosten (Monatlich).

Jetzt darf jeder gerne anhand seiner EG selber ausrechnen, wieviel % bei der nächsten Tarifverhandlung rumkommen müsste :-(

Aber da wir ja jetzt enorme Schulden machen müssen (100 Milliarden für die Bundeswehr, Corona Kosten etc. etc.), können wir froh sein, wenn wir 6% auf 3 Jahre bekommen. Bei den ganzen Ausgaben muss ja irgendwo gespart werden. Ich hoffe mal nicht im ÖD.

Es sind schwierige Zeiten und das ist nur eine Momentaufnahme. Vielleicht geht es ja bald wieder Bergauf.

Naja, warten wir es ab. Aber gut sieht es leider nicht aus.

Die Kosten eines Eigenheimes eben... das wusstest du doch vorher. Ich lebe in einer 95m2 Penthouse Wohnung in einer Großstadt und zahle knapp 500€ fürs Gas jährlich!! (Warmwasser/Heizung), Baujahr 97 (aber komplett saniert).
Selbst bei dem doppelten Gaspreis oder dem Dreifachen sinds eben nur 50 bzw 100€ mehr im Monat; ist natürlich nicht geil, aber auch kein Weltuntergang.

Vielleicht ist das dann für dich einfach ne Nummer zu groß.

PS: Ist Eigentum
PS2: Wenn die Löhne euch nicht ausreichen, geht doch woanders hin. Wenn das die Masse macht, werden die Löhne auch angepasst (werden).!!
PS3: Bis sich die Wärmepumpe lohnt, ist sie auch schon wieder defekt. Für die meisten macht eine Umrüstung keinen Sinn. Rechnet mal richtig durch, inkl. Opportunitätskosten etc pp.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 11.05.2022 11:34

Hatten wir nicht im Laufe der Diskussion festgestellt, dass mit E5/6 genügend Einkommen vorhanden wäre für Wohneigentum? Damit hätten wir doch die Mitgliederstruktur von Verdi getroffen.

War nicht woanders die Feststellung getroffen, das dennoch keine Eigentum geschaffen wurde?  ;)

Eigentum können sich viele leisten, der Großteil ist aber nicht bereit entsprechend dafür vorher zu sparen (Eigenkapital), damit eben keine Engpässe entstehen. Zugegeben, die Preise sind mittlerweile echt krass in den Ballungsgebieten, aktuell würde ich auch nicht kaufen wollen (Zins zu hoch <-> Kaufpreis). Entweder gehen die Kaufpreise runter oder der Zins :).
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.05.2022 13:35
Deswegen ist der Umgang mit dem Thema Miete/ Eigentum auch vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe, wie ich finde.

Ich halte die derzeitigen Regelungen für viel zu mieterfreundlich und die Regelungen zum Eigentum zu stringent.

Verdi hat aber mit der Deklarierung der VL als Minimalbetrag hier ein deutliches Zeichen gesetzt!  ;D ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 11.05.2022 13:55
Bald hat sogar Lidl einen höheren Mindestlohn als der TVöD. Dort gibt es demnächst 14,5€/h.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 11.05.2022 14:12
Bald hat sogar Lidl einen höheren Mindestlohn als der TVöD. Dort gibt es demnächst 14,5€/h.

Steht doch jedem frei dann zu Lidl zu wechseln.. Die suchen sicherlich auch Leute
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 11.05.2022 14:21
Deswegen ist der Umgang mit dem Thema Miete/ Eigentum auch vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe, wie ich finde.

Ich halte die derzeitigen Regelungen für viel zu mieterfreundlich und die Regelungen zum Eigentum zu stringent.

Verdi hat aber mit der Deklarierung der VL als Minimalbetrag hier ein deutliches Zeichen gesetzt!  ;D ::)

Eigentum rechnet sich vor allem, wenn man sich viel selbst zutraut und Eigenleistung nicht scheut. Das wollen viele aber nicht; wenn ich ein Bad selbst saniere, zahle ich dafür 3-4000€ und hab 4-6 Wochen eine nette Nebenbeschäftigung. Wenn ichs machen lasse, zahle ich 16-17-18t€.

Inspektion beim Auto.. man kann zumindest Dinge wie Ölwechsel, Filter usw selbst machen. Viele können / wollen es nicht, dann muss man es eben bezahlen. Nur Füße hochlegen nach einer 39h Woche impliziert meist eben auch keine hohe Sparquote.

Wer will, der kann. Das gilt bei fast allem. Und gerade beim öD sind viele nicht so ausgelastet, das nicht noch was nebenbei geht.
Eigentum ist nicht für jeden etwas - ist wie alles eine Lebenseinstellung und auch -wille.

Und ein komplettes Haus ist halt teuer - kann und soll sich nicht jeder leisten. Ich hätte da garkeinen Bock drauf, weil mir die INstandhaltung zu aufwendig wäre.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 11.05.2022 14:23
Bald hat sogar Lidl einen höheren Mindestlohn als der TVöD. Dort gibt es demnächst 14,5€/h.

Steht doch jedem frei dann zu Lidl zu wechseln.. Die suchen sicherlich auch Leute

eben!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 11.05.2022 14:56

Eigentum ist nicht für jeden etwas - ist wie alles eine Lebenseinstellung und auch -wille.

Und ein komplettes Haus ist halt teuer - kann und soll sich nicht jeder leisten. Ich hätte da garkeinen Bock drauf, weil mir die INstandhaltung zu aufwendig wäre.

Eigentum sollte man aber möglichst über Generationen sehen. Es muss nur einmal aufgebaut werden und kann dann weitergereicht werden als guter Grundstock für die Kinder.

Das ist ja gearde das gute an Immobilien: nur EINE Generation muss mal den Knoten durchschlagen. Klar wenn es mehrere Kinder sind verbleibt evtl. nur eine Auszahlung von 100.000 € oder so. Ist aber schon ein guter Grundstock. Das setzt aber voraus, das die Elterngeneration nicht senkrecht das eigene Haus verlässt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 11.05.2022 15:12
Eigentum sollte man aber möglichst über Generationen sehen. Es muss nur einmal aufgebaut werden und kann dann weitergereicht werden als guter Grundstock für die Kinder.

Das ist ja gearde das gute an Immobilien: nur EINE Generation muss mal den Knoten durchschlagen. Klar wenn es mehrere Kinder sind verbleibt evtl. nur eine Auszahlung von 100.000 € oder so. Ist aber schon ein guter Grundstock. Das setzt aber voraus, das die Elterngeneration nicht senkrecht das eigene Haus verlässt.

Oder gemütlich mit 65 die Bude verscheuern und einen ganz entspannten Lebensabend verbringen. Und bis dahin schön gewoht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 11.05.2022 16:33


Oder gemütlich mit 65 die Bude verscheuern und einen ganz entspannten Lebensabend verbringen. Und bis dahin schön gewoht.
Sounds like a plan...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Neuling22 am 12.05.2022 19:04
Die Kosten eines Eigenheimes eben... das wusstest du doch vorher. Ich lebe in einer 95m2 Penthouse Wohnung in einer Großstadt und zahle knapp 500€ fürs Gas jährlich!! (Warmwasser/Heizung), Baujahr 97 (aber komplett saniert).
Selbst bei dem doppelten Gaspreis oder dem Dreifachen sinds eben nur 50 bzw 100€ mehr im Monat; ist natürlich nicht geil, aber auch kein Weltuntergang.

Vielleicht ist das dann für dich einfach ne Nummer zu groß.

PS: Ist Eigentum
PS2: Wenn die Löhne euch nicht ausreichen, geht doch woanders hin. Wenn das die Masse macht, werden die Löhne auch angepasst (werden).!!
PS3: Bis sich die Wärmepumpe lohnt, ist sie auch schon wieder defekt. Für die meisten macht eine Umrüstung keinen Sinn. Rechnet mal richtig durch, inkl. Opportunitätskosten etc pp.

Nein, es ist bestimmt nicht einfach eine Nummer zu "groß".
Ich habe auch nicht gesagt, das mir mein Lohn nicht reicht, aber dennoch sind halt so deutliche Steigerungen ärgerlich und nicht erfreulich.

Dennoch gibt es viele Familien, für die es nicht "nur Ärgerlich" ist, sondern den Alltag deutlich erschwert.

500€ im Jahr für Gas ist echt super, aber im Normalfall bezahlt die große Mehrheit eher deutlich mehr fürs Heizen/Warmwasser als nur 500€ im Jahr.

Mit der Wärmepumpe hast du recht, viele Investitionen brauchen zig Jahre um sich zu refinanzieren. 

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 12.05.2022 21:35
Eigentum war die beste Investition die ich je getätigt habe. Immerhin habe ich eine Zinslaufzeit von 10 Jahren gehabt und vor 2 Jahren ein forward Darlehen abgeschlossen. Meine monatliche „Belastung“ bezüglich Tilgung ( quasi meine Miete“ bleibt somit 20 Jahre gleich. Und in 9 Jahren ist die Bude abbezahlt. Was richtig ist: man muss vieles selbst machen da ich aber ein ehemaliger Handwerker bin ist das alles kein Problem. Und für 950€ kalt (Tilgung)in einem Haus mit 120 M2 Wohnfläche in Köln ist es ein absolutes Schnäppchen. Momentan kriegt man ja nicht mal eine 1 Zimmerwohnung zu diesem Preis.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 12.05.2022 21:40
Achja und bezüglich Spritkosten: ich habe schon im
Jahre 2020 es absolut dicke kommen sehen. Deswegen ziemlich rasch entschieden meinen alten Diesel gegen ein E Auto zu tauschen. Ziemlich preisgünstig einen neuen Seat mi ergattert und ca. 12000€ bezahlt als die noch keiner haben wollte. Momentan sind pro Monat locker 200€ an Spritkosten gespart. 3 mal im Jahr in den Urlaub fahren sind somit Safe
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: xap am 12.05.2022 21:51
Wen interessiert eigentlich wer in welchem Penthouse oder sonstigen Klitsche im Eigentum wohnt, in welche Aktien angelegt wurde oder wer wie viel Benzin spart? Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Lame.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Romsen am 12.05.2022 23:32
Auch der TB im ÖD will sich nicht lumpen lassen uns zeigt (schreibt) was er hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 13.05.2022 06:09
Auch der TB im ÖD will sich nicht lumpen lassen uns zeigt (schreibt) was er hat.

Einen Elektro Mii.  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 13.05.2022 06:39
Achja und bezüglich Spritkosten: ich habe schon im
Jahre 2020 es absolut dicke kommen sehen. Deswegen ziemlich rasch entschieden meinen alten Diesel gegen ein E Auto zu tauschen. Ziemlich preisgünstig einen neuen Seat mi ergattert und ca. 12000€ bezahlt als die noch keiner haben wollte. Momentan sind pro Monat locker 200€ an Spritkosten gespart. 3 mal im Jahr in den Urlaub fahren sind somit Safe

Milchmädchenrechnung.

mit den 12k, die du investiert hast, hättest du einiges an Diesel tanken können.
200€ Sprit gespart - und wieviel Strom dafür gezahlt? Der Verbrauch geht ja nicht auf 0.
Selbst mit PV Anlage / Speicher etc...(was ja auch erstmal Investitionskosten sind) bzw. was man gegen eine eventuelle Einspeisevergütung rechnen müsste.

und 3x im Jahr in den Urlaub fahren...aber doch nicht mit dem E-Auto?  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 13.05.2022 06:58
und 3x im Jahr in den Urlaub fahren...aber doch nicht mit dem E-Auto?  ;D

Für manche ist Urlaub schon die nächste Stadt in 50km ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 13.05.2022 07:33
Mir blieb gestern Abend das Lachen im Halse stecken --- Tarifabschluss Verdi für die Telekom wurde in den Nachrichten berichtet. Unterm Strich für die Beschäftigten für das Jahr 2022 um die 2% und für 2023 nochmal 2%.
Wenn in 2022 die Inflation um die 7% ist und in 2023 wieder sein wird --- hat Verdi also kräftig dafür gesorgt, dass die realen Einkünfte PRO JAHR für die Beschäftigten um ca 5% fallen.
Und was tun die Metaller zeitgleich? Allein für 2022 wird 6% gefordert. Lachnummer Öffentlicher Dienst.
Wenn die Inflation bis Jahresende 2022 weiter so bleibt - dann sind die Kassen für  UNSERE dann anstehenden Verhandlungen leer. Sparen wir also künftig am Essen --- und werden schlank.  Trocken Brot statt Döner und die Arbeitgeber freuts.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 13.05.2022 07:49
Die Kosten eines Eigenheimes eben... das wusstest du doch vorher. Ich lebe in einer 95m2 Penthouse Wohnung in einer Großstadt und zahle knapp 500€ fürs Gas jährlich!! (Warmwasser/Heizung), Baujahr 97 (aber komplett saniert).
Selbst bei dem doppelten Gaspreis oder dem Dreifachen sinds eben nur 50 bzw 100€ mehr im Monat; ist natürlich nicht geil, aber auch kein Weltuntergang.

Vielleicht ist das dann für dich einfach ne Nummer zu groß.

PS: Ist Eigentum
PS2: Wenn die Löhne euch nicht ausreichen, geht doch woanders hin. Wenn das die Masse macht, werden die Löhne auch angepasst (werden).!!
PS3: Bis sich die Wärmepumpe lohnt, ist sie auch schon wieder defekt. Für die meisten macht eine Umrüstung keinen Sinn. Rechnet mal richtig durch, inkl. Opportunitätskosten etc pp.

Nein, es ist bestimmt nicht einfach eine Nummer zu "groß".
Ich habe auch nicht gesagt, das mir mein Lohn nicht reicht, aber dennoch sind halt so deutliche Steigerungen ärgerlich und nicht erfreulich.

Dennoch gibt es viele Familien, für die es nicht "nur Ärgerlich" ist, sondern den Alltag deutlich erschwert.

500€ im Jahr für Gas ist echt super, aber im Normalfall bezahlt die große Mehrheit eher deutlich mehr fürs Heizen/Warmwasser als nur 500€ im Jahr.

Mit der Wärmepumpe hast du recht, viele Investitionen brauchen zig Jahre um sich zu refinanzieren.

Ich halte den angegebenen Gasverbrauch für normal. Wir zahlen zu dritt derzeit, nach der Preiserhöhung durch den Anbieter und einer zusätzlichen Erhöhung der Abschlagszahlung durch uns, jetzt 600 Euro im Jahr. Wenn die Preise ab jetzt konstant bleiben, kriegen wir dann wieder raus.

Es wird doch seit Jahren in den Medien gepredigt, dass Energie teurer wird und man sparen soll. Entsprechend konnte man seinen Wohnraum doch freiwillig suchen und auswählen...

Das ist das Gleiche wie mit der Rente. Wird seit Jahrzehnten gepredigt, dass diese im Alter nicht reicht, um den Lebensstandard zu halten und man privat vorsorgen soll. Diejenigen, die sich nicht kümmern sind die, die hinterher jammern...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 13.05.2022 08:13
Die Kosten eines Eigenheimes eben... das wusstest du doch vorher. Ich lebe in einer 95m2 Penthouse Wohnung in einer Großstadt und zahle knapp 500€ fürs Gas jährlich!! (Warmwasser/Heizung), Baujahr 97 (aber komplett saniert).
Selbst bei dem doppelten Gaspreis oder dem Dreifachen sinds eben nur 50 bzw 100€ mehr im Monat; ist natürlich nicht geil, aber auch kein Weltuntergang.

Vielleicht ist das dann für dich einfach ne Nummer zu groß.

PS: Ist Eigentum
PS2: Wenn die Löhne euch nicht ausreichen, geht doch woanders hin. Wenn das die Masse macht, werden die Löhne auch angepasst (werden).!!
PS3: Bis sich die Wärmepumpe lohnt, ist sie auch schon wieder defekt. Für die meisten macht eine Umrüstung keinen Sinn. Rechnet mal richtig durch, inkl. Opportunitätskosten etc pp.

Nein, es ist bestimmt nicht einfach eine Nummer zu "groß".
Ich habe auch nicht gesagt, das mir mein Lohn nicht reicht, aber dennoch sind halt so deutliche Steigerungen ärgerlich und nicht erfreulich.

Dennoch gibt es viele Familien, für die es nicht "nur Ärgerlich" ist, sondern den Alltag deutlich erschwert.

500€ im Jahr für Gas ist echt super, aber im Normalfall bezahlt die große Mehrheit eher deutlich mehr fürs Heizen/Warmwasser als nur 500€ im Jahr.

Mit der Wärmepumpe hast du recht, viele Investitionen brauchen zig Jahre um sich zu refinanzieren.

Ich halte den angegebenen Gasverbrauch für normal. Wir zahlen zu dritt derzeit, nach der Preiserhöhung durch den Anbieter und einer zusätzlichen Erhöhung der Abschlagszahlung durch uns, jetzt 600 Euro im Jahr. Wenn die Preise ab jetzt konstant bleiben, kriegen wir dann wieder raus.

Es wird doch seit Jahren in den Medien gepredigt, dass Energie teurer wird und man sparen soll. Entsprechend konnte man seinen Wohnraum doch freiwillig suchen und auswählen...

Das ist das Gleiche wie mit der Rente. Wird seit Jahrzehnten gepredigt, dass diese im Alter nicht reicht, um den Lebensstandard zu halten und man privat vorsorgen soll. Diejenigen, die sich nicht kümmern sind die, die hinterher jammern...

Was sollen die Leute auch tun?
In unserem verwöhnten Deutschland wird man doch noch wohl jammern dürfen!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 13.05.2022 08:38
Die Kosten eines Eigenheimes eben... das wusstest du doch vorher. Ich lebe in einer 95m2 Penthouse Wohnung in einer Großstadt und zahle knapp 500€ fürs Gas jährlich!! (Warmwasser/Heizung), Baujahr 97 (aber komplett saniert).
Selbst bei dem doppelten Gaspreis oder dem Dreifachen sinds eben nur 50 bzw 100€ mehr im Monat; ist natürlich nicht geil, aber auch kein Weltuntergang.

Vielleicht ist das dann für dich einfach ne Nummer zu groß.

PS: Ist Eigentum
PS2: Wenn die Löhne euch nicht ausreichen, geht doch woanders hin. Wenn das die Masse macht, werden die Löhne auch angepasst (werden).!!
PS3: Bis sich die Wärmepumpe lohnt, ist sie auch schon wieder defekt. Für die meisten macht eine Umrüstung keinen Sinn. Rechnet mal richtig durch, inkl. Opportunitätskosten etc pp.

Nein, es ist bestimmt nicht einfach eine Nummer zu "groß".
Ich habe auch nicht gesagt, das mir mein Lohn nicht reicht, aber dennoch sind halt so deutliche Steigerungen ärgerlich und nicht erfreulich.

Dennoch gibt es viele Familien, für die es nicht "nur Ärgerlich" ist, sondern den Alltag deutlich erschwert.

500€ im Jahr für Gas ist echt super, aber im Normalfall bezahlt die große Mehrheit eher deutlich mehr fürs Heizen/Warmwasser als nur 500€ im Jahr.

Mit der Wärmepumpe hast du recht, viele Investitionen brauchen zig Jahre um sich zu refinanzieren.

Ich halte den angegebenen Gasverbrauch für normal. Wir zahlen zu dritt derzeit, nach der Preiserhöhung durch den Anbieter und einer zusätzlichen Erhöhung der Abschlagszahlung durch uns, jetzt 600 Euro im Jahr. Wenn die Preise ab jetzt konstant bleiben, kriegen wir dann wieder raus.

Es wird doch seit Jahren in den Medien gepredigt, dass Energie teurer wird und man sparen soll. Entsprechend konnte man seinen Wohnraum doch freiwillig suchen und auswählen...

Das ist das Gleiche wie mit der Rente. Wird seit Jahrzehnten gepredigt, dass diese im Alter nicht reicht, um den Lebensstandard zu halten und man privat vorsorgen soll. Diejenigen, die sich nicht kümmern sind die, die hinterher jammern...

Was sollen die Leute auch tun?
In unserem verwöhnten Deutschland wird man doch noch wohl jammern dürfen!

Deine Antwort hat gerade meinen Morgen gerettet =)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 13.05.2022 08:55
Die Kosten eines Eigenheimes eben... das wusstest du doch vorher. Ich lebe in einer 95m2 Penthouse Wohnung in einer Großstadt und zahle knapp 500€ fürs Gas jährlich!! (Warmwasser/Heizung), Baujahr 97 (aber komplett saniert).
Selbst bei dem doppelten Gaspreis oder dem Dreifachen sinds eben nur 50 bzw 100€ mehr im Monat; ist natürlich nicht geil, aber auch kein Weltuntergang.

Vielleicht ist das dann für dich einfach ne Nummer zu groß.

PS: Ist Eigentum
PS2: Wenn die Löhne euch nicht ausreichen, geht doch woanders hin. Wenn das die Masse macht, werden die Löhne auch angepasst (werden).!!
PS3: Bis sich die Wärmepumpe lohnt, ist sie auch schon wieder defekt. Für die meisten macht eine Umrüstung keinen Sinn. Rechnet mal richtig durch, inkl. Opportunitätskosten etc pp.

Nein, es ist bestimmt nicht einfach eine Nummer zu "groß".
Ich habe auch nicht gesagt, das mir mein Lohn nicht reicht, aber dennoch sind halt so deutliche Steigerungen ärgerlich und nicht erfreulich.

Dennoch gibt es viele Familien, für die es nicht "nur Ärgerlich" ist, sondern den Alltag deutlich erschwert.

500€ im Jahr für Gas ist echt super, aber im Normalfall bezahlt die große Mehrheit eher deutlich mehr fürs Heizen/Warmwasser als nur 500€ im Jahr.

Mit der Wärmepumpe hast du recht, viele Investitionen brauchen zig Jahre um sich zu refinanzieren.

Ich halte den angegebenen Gasverbrauch für normal. Wir zahlen zu dritt derzeit, nach der Preiserhöhung durch den Anbieter und einer zusätzlichen Erhöhung der Abschlagszahlung durch uns, jetzt 600 Euro im Jahr. Wenn die Preise ab jetzt konstant bleiben, kriegen wir dann wieder raus.

Es wird doch seit Jahren in den Medien gepredigt, dass Energie teurer wird und man sparen soll. Entsprechend konnte man seinen Wohnraum doch freiwillig suchen und auswählen...

Das ist das Gleiche wie mit der Rente. Wird seit Jahrzehnten gepredigt, dass diese im Alter nicht reicht, um den Lebensstandard zu halten und man privat vorsorgen soll. Diejenigen, die sich nicht kümmern sind die, die hinterher jammern...

Was sollen die Leute auch tun?
In unserem verwöhnten Deutschland wird man doch noch wohl jammern dürfen!

Verwöhnt? Viele Leute kommen trotz Vollzeitjob gerade so über die Runden.

Achja, laut Lindner sprudeln die Steuereinnahmen dank der Inflation.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 13.05.2022 09:07
Die Steuereinnahmen sprudeln Jahr für Jahr, und lassen sich dabei praktisch kein bisschen beeindrucken von Krieg, Pandemie, Politik oder sonstigen Weltuntergängen. Die Einnahmeseite ist weder beim Bund, noch bei Ländern oder Kommunen ein reales Problem. Wofür man es ausgeben mag, daran hängt es.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 13.05.2022 09:12
Verwöhnt? Viele Leute kommen trotz Vollzeitjob gerade so über die Runden.

Und wenn man so sieht, das "gerade so über die Runden" bedeutet (gerade auch im Vergleich zu anderen Ländern) können wir sehr froh sein, mit einem Vollzeitjob das zu erreichen!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 13.05.2022 10:10
Mir blieb gestern Abend das Lachen im Halse stecken --- Tarifabschluss Verdi für die Telekom wurde in den Nachrichten berichtet. Unterm Strich für die Beschäftigten für das Jahr 2022 um die 2% und für 2023 nochmal 2%.
Wenn in 2022 die Inflation um die 7% ist und in 2023 wieder sein wird --- hat Verdi also kräftig dafür gesorgt, dass die realen Einkünfte PRO JAHR für die Beschäftigten um ca 5% fallen.
Und was tun die Metaller zeitgleich? Allein für 2022 wird 6% gefordert. Lachnummer Öffentlicher Dienst.
Wenn die Inflation bis Jahresende 2022 weiter so bleibt - dann sind die Kassen für  UNSERE dann anstehenden Verhandlungen leer. Sparen wir also künftig am Essen --- und werden schlank.  Trocken Brot statt Döner und die Arbeitgeber freuts.

dann hast du dich aber verrechnet...
Inflation betrifft den Nettolohn - Gehaltserhöhung Brutto.
Unterm Stricht fehlt also noch mehr.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 13.05.2022 10:24
Mir blieb gestern Abend das Lachen im Halse stecken --- Tarifabschluss Verdi für die Telekom wurde in den Nachrichten berichtet. Unterm Strich für die Beschäftigten für das Jahr 2022 um die 2% und für 2023 nochmal 2%.
Wenn in 2022 die Inflation um die 7% ist und in 2023 wieder sein wird --- hat Verdi also kräftig dafür gesorgt, dass die realen Einkünfte PRO JAHR für die Beschäftigten um ca 5% fallen.
Und was tun die Metaller zeitgleich? Allein für 2022 wird 6% gefordert. Lachnummer Öffentlicher Dienst.
Wenn die Inflation bis Jahresende 2022 weiter so bleibt - dann sind die Kassen für  UNSERE dann anstehenden Verhandlungen leer. Sparen wir also künftig am Essen --- und werden schlank.  Trocken Brot statt Döner und die Arbeitgeber freuts.
1. Die Erhöhung 2022 beträgt je nach Entgeltgruppe zwischen 2,7 und 3,2%. Das ist erheblich mehr als "um" die 2%
2. M.W. gibt es in 2022 und beginn 23 je 500€ Einmalzahlung.
3. Gefordert hat Verdi 6% auf 12 Monate. Ist ja ein Riesen Unterschied zur Metaller Forderung ::)

Ver.di zu verteidigen liegt mir fern, aber es ist faktisch nicht so wie du darstellst @britta2
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: cyrix42 am 13.05.2022 10:45
dann hast du dich aber verrechnet...
Inflation betrifft den Nettolohn - Gehaltserhöhung Brutto.
Unterm Stricht fehlt also noch mehr.

Wenn du so rechnen willst, musst du aber auch sämtliche Steuersenkungen (z.B. die regelmäßige Verschiebung der jeweiligen Höhen, wann welcher Steuersatz greift, um gerade der „kalten Progression“ entgegen zu wirken, aber auch die Erhöhung von Arbeitnehmer-Pauschal-Betrag usw.) mit berücksichtigen…

Irgendwie wird mir in diesem Thread viel zu viel gejammert, obwohl das mit der Realität nur bedingt etwas zu tun hat. Wenn aus den Preissteigerungen für Butter eine gefühlte Inflation von 20% ermittelt wird, dann klappt das nur, wenn man i.W. Sein gesamtes Einkommen für Butter ausgibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 13.05.2022 11:53
Sehr viele Dinge des alltäglichen Lebens sind um 10-20% teurer geworden. Alles unter 10% ist doch nicht erwähnenswert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: cyrix42 am 13.05.2022 12:44
... und deswegen ist die gemessene Inflationsrate ja auch nicht niedrig. Aber immer noch weit unter den hier von manchen kolportierten 20%.

btw: Eiscreme ist wohl billiger geworden. ;-)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 13.05.2022 13:54
btw: Eiscreme ist wohl billiger geworden. ;-)

Weiß ich nicht. Der Eismann hier im Ort war Anfang letzten Jahres noch bei 1,10€ pro Kugel und hat Anfang Mai schon auf 1,40€ verteuert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 13.05.2022 16:35
3,50 Pfund in England je Eiskugel vor zwei Wochen bezahlt.

j
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 16.05.2022 09:05
Mir blieb gestern Abend das Lachen im Halse stecken --- Tarifabschluss Verdi für die Telekom wurde in den Nachrichten berichtet. Unterm Strich für die Beschäftigten für das Jahr 2022 um die 2% und für 2023 nochmal 2%.
Wenn in 2022 die Inflation um die 7% ist und in 2023 wieder sein wird --- hat Verdi also kräftig dafür gesorgt, dass die realen Einkünfte PRO JAHR für die Beschäftigten um ca 5% fallen.
Und was tun die Metaller zeitgleich? Allein für 2022 wird 6% gefordert. Lachnummer Öffentlicher Dienst.
Wenn die Inflation bis Jahresende 2022 weiter so bleibt - dann sind die Kassen für  UNSERE dann anstehenden Verhandlungen leer. Sparen wir also künftig am Essen --- und werden schlank.  Trocken Brot statt Döner und die Arbeitgeber freuts.

Dann such dir doch was anderes..
Ich seh dich immer nur meckern und über den ÖD lästern - ich glaube nicht, dass es in der freien Wirtschaft so viel besser ist..

Verwöhnt? Viele Leute kommen trotz Vollzeitjob gerade so über die Runden.

Und wenn man so sieht, das "gerade so über die Runden" bedeutet (gerade auch im Vergleich zu anderen Ländern) können wir sehr froh sein, mit einem Vollzeitjob das zu erreichen!

Eben..
Viele (sicherlich nicht alle) klagen schon auf sehr hohem Niveau. Viele verfügen über Eigenheime und ein oder mehrere Autos, fahren 1-2x pro Jahr in den Urlaub und haben sonst auch sicherlich viele Luxusgüter.
Im Vergleich zu vielen anderen Ländern geht es uns doch nun wirklich nicht schlecht..
Und selbst wenn die Gehaltsanpassungen die Inflation sicher nicht ausgleichen, so bemüht man sich doch zumindest darum, dass die Gehälter steigen - auch das gibt es sicherlich nicht in allen Jobs.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 16.05.2022 09:11
Ich sehe bei meinem Bruder (größter Chemiekonzern der Welt), dass es doch viel besser geht als im öD.

Wer nur gerade so über die Runden kommt muss was an seinem Leben ändern, wenn es besser werden soll. Mehr arbeiten, woanders arbeiten, nebenbei arbeiten UND/ODER sein Konsumverhalten checken, verbessern, Verträge abchecken und kündigen usw usw... UND/ODER sich weiterbilden

Meckern hilft nicht, die Situation ändern schon.

Und Brutto == Netto bei den Lohnerhöhungen. 5% auf 5000 brutto sind doch quasi äquivalent zu 5% auf die 2500 netto? Klar gibts steuertechnisch da ein paar Unterschiede, aber im Groben sinds doch weiterhin ca 5% im Vergleich zu vorher.

Wenn man dann mal Überschüsse hat, sollte man diese inflationsgeschützter anlegen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 16.05.2022 09:11
3,50 Pfund in England je Eiskugel vor zwei Wochen bezahlt.

j
Das sind ja über 4€. Heidewitzka...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 16.05.2022 09:14
3,50 Pfund in England je Eiskugel vor zwei Wochen bezahlt.

j
Das sind ja über 4€. Heidewitzka...

Das sind ja über 8 Mark.

Ich war gestern in Paris, da zahlst du auch 2,50-3€ pro Kugel :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 16.05.2022 10:08
Die Lebensmittelpreise sind in D weiterhin im Vergleich sehr günstig.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 16.05.2022 12:22
Wer nur gerade so über die Runden kommt muss was an seinem Leben ändern, wenn es besser werden soll. Mehr arbeiten, woanders arbeiten, nebenbei arbeiten UND/ODER sein Konsumverhalten checken, verbessern, Verträge abchecken und kündigen usw usw... UND/ODER sich weiterbilden

Meckern hilft nicht, die Situation ändern schon.

So siehts aus!
Es wird sicher Bereiche geben, die viel besser sind als der ÖD - und wer meint, dass er mehr verdient und entsprechendes leisten kann, der kann sich ja auch verbessern..

Es gibt aber auch viele Bereiche, die es deutlich schwerer haben - Verdienstausfall in Zeiten von Corona ist da nur ein Beispiel..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alfi am 16.05.2022 14:11
Warum vergleichen sich manche immer mit denen 3. Welt Ländern? Wollen wir eins werden?

Damit wir keins werden, müsste der Lebensstandard auch so bleiben wie der ist.

Es gibt immer jemanden dem es schlechter geht, aber auch die selbst könnten meistens ihr Leben selber verändern.

Ich bin was das angeht doch egoistisch, warum soll ich auf das von mir erreichte und was nun für mich Lebensstandard ist, verzichten?

Ein Haus, ein Auto, selbst wenn 10 mal im Jahr in Urlaub gefahren/geflogen wird, wenn das nun mal seit Jahren normal ist, warum soll man jetzt sagen, nö jetzt verkaufe ich mein Haus, verkaufe mein Auto, in den Urlaub fahre ich nur noch zum see neben an etc.

Leute, wollt ihr alles aufgeben? Das ist wie frieren für die Ukrainer. Jeder der das sagt, hat wohl noch nie gefroren, noch nie gehungert etc. Wenn die Deutschen frieren, wird es den Ukrainern nicht wärmer dadurch.
Natürlich ist es schlimm im Kriegsland, aber warum gerade jetzt so ein Fass aufgemacht wird. Was war denn die letzten Jahre anders als jetzt? Es war halt nicht die Ukraine, sondern andere Länder die Bombadiert wurden. Es ist tragisch keine Frage, jeder Tote ist unnötig gestorben, aber es hat sich trotzalledem nichts gegenüber der letzten Jahre geändert.

jetzt ist es halt der Todfeind der USA und somit automatisch der Nato und deshalb wird nun so ein Fass aufgemacht, ob es nun schlau ist was Deutschland macht, ist jedem selbst überlassen. Ich finde zwei friedliche Löwen links und rechts neben mir "Hasen" in der Mitte, lieber, als wenn einer der Löwen mich nun auffordert, den anderen zu provozieren und meint ich könnte mich ja hinter dem anderen Löwen verstecken. Aber der schützende andere Löwe steht hinter mir und nicht vor mir.

Wir sollen jetzt leiden für jemanden mit denen wir nichts zu tun haben oder anders gesagt, die Ukrainer sind doch nicht weniger Wert als Iraker, Iraner, Syrer etc pp. Wir sind alles nur Menschen!!! Warum nur jetzt?

Ok dann lasst uns doch einfach die hälfte des Gehaltes an die Obdachlosen in den Großstädten abgeben. Die leiden doch auch. Viele Rentner leiden. Viele müssen ihr Haus (wie glaube BAT geschrieben hatte) was über Generationen aufgebaut wurde, verkaufen weil es zu teuer wird und oder einen Nebenjob mit 75 Jahren suchen. Das findet ihr also Fair? Hauptsache man kann behaupten man hilft anderen. Man hilft anderen dadurch kein Meter! Wo hilft es jemandem wenn man 2 € für Benzin zahlen muss? Alle Ölländer verdienen weiterhin genauso wie vorher. Kassieren tut hier der Staat und zwar enorm durch die UST.

Nicht falsch verstehen, ich bin aufjedenfall für Frieden auf der Welt, ich bin dafür das jede Atombombe zerstört wird und nie wieder gebaut wird. Aber jetzt zu tun als ob dieses Jahr etwas anderes passiert als die letzten Jahre und Jahrzehnte, ist für mich einfach nicht akzeptabel. Die Politik egal ob Deutschland oder Weltpolitik, haben durch Corona schon viel Schaden angerichtet. Die Migrationspolitik kostet aber Milliarden und das eigene Volk leidet. Bestimmt geht es dem fremden Volk schlechter als dem eigenen Volk, aber erstmal daheim alles regeln und dann dem Nachbarn 5 Straßen weiter helfen. Das ist meine Meinung.
Im Privatleben würde keiner seine Frau hungern lassen und gleichzeit dem Nachbarn das letzte Brot abgeben!

Also Fazit: Tariferhöhung muss am Ende wenigstens in etwa der Inflation entsprechen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BATKFMaui am 16.05.2022 14:20
An Alfi: Vielen Dank!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kubus am 16.05.2022 14:31
Alfi, das Problem ist doch, dass viele alles auf eine Karte setzen und damit ihr Risiko entsprechend erhöhen:

-> Eigenheim auf Pump (in der Pampa). Dann steigen die Zinsen und man kann es sich nicht mehr leisten? Eventuell wurden da eben nicht alle Risiken richtig bewertet. Da hätte die Immo halt kleiner sein müssen oder es hat eigentlich nur für eine ETW gereicht, das restliche Geld zB in andere Assets investiert (die wiederrum vielleicht sogar von der Inflation profitieren!).

-Rechenbeispiel: Immo für 300k, 3% Tilgung, 1% Zins = 1000€ Rate. 15 Jahre Zinsbindung, nach den 15 Jahren liegt der Zins bei zB 5% und man tilgt weitere 2% => Die Restschuld liegt dann bei ca der Hälfte und die Annuität liegt dann monatlich bei 875€ -> wenig Risiko. Kaufe ich mir aber eine überteuerte Immo in D-Lage und habe noch riesige Berge an Schulden, dann stehe ich im Dilemma -> Die Immo ist einfach zu viel für das persönliche Portmonee.

Übrigens profitieren auch viele von der Situation, dass eben das Geld an Kaufkraft verliert. Der eine verliert, der andere gewinnt. So wars schon immer.

Ob man die Leasingkarre etc alles benötigt sei mal dahingestellt. In meinem Bekanntenkreis sind es immer die gleichen Verdächtigen, die eben entweder alles haben müssen (= gibt meist Probleme irgendwann) oder sich eher zurückhalten (= gibt meist keine Probleme). Jeder wie er will!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 16.05.2022 14:35
Im Privatleben würde keiner seine Frau hungern lassen und gleichzeit dem Nachbarn das letzte Brot abgeben!

Also Fazit: Tariferhöhung muss am Ende wenigstens in etwa der Inflation entsprechen.
Denn du kannst dich bis zum Tod anstrengen, aber wenn eine Frau genug Geld für normales Essen hat und fühlt sich sicher in ihrem Land, dann bringt es nicht viel. Oder so...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 16.05.2022 14:36
Warum nur jetzt?

Weil es eben nicht im Einflussbereich der Politik liegt, wie sich aktuell die Preise für Energie, Rohstoff usw. entwickeln. Ebenso hat Corona viel Schaden angerichtet und weniger die Politik.

Polemik und gerne mal wieder Milliarden für Migranten vorzuschieben scheint nach einer einfachen Lösung - und sie ist wie immer falsch. Mit dem Fuß aufzustampfen und zu meckern, dass ich es schön habe und es mindestens genauso schön in Zukunft sein muss ist da auch nicht hilfreich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 16.05.2022 14:37
Im Privatleben würde keiner seine Frau hungern lassen und gleichzeit dem Nachbarn das letzte Brot abgeben!

Also Fazit: Tariferhöhung muss am Ende wenigstens in etwa der Inflation entsprechen.
Denn du kannst dich bis zum Tod anstrengen, aber wenn eine Frau genug Geld für normales Essen hat und fühlt sich sicher in ihrem Land, dann bringt es nicht viel. Oder so...

Antwort auf gleichem Niveau - sehr schön :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 16.05.2022 14:39

Weil es eben nicht im Einflussbereich der Politik liegt, wie sich aktuell die Preise für Energie, Rohstoff usw. entwickeln. Ebenso hat Corona viel Schaden angerichtet und weniger die Politik.


Beide Probleme hat die Politik mit verursacht, aber mit demokratischer Absicherung. ;)

Die Menschen sind halt übervorsichtig und waren nie Freund eines klaren Interventionskurses spätestens ab 2014.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 16.05.2022 14:42
Warum vergleichen sich manche immer mit denen 3. Welt Ländern? Wollen wir eins werden?

Das ist doch generell das Problem in Deutschland. Hierzulande ist der Wunschgedanke, dass es jedem gleich gehen soll und jeder das gleiche haben soll. Selbst die dämlichsten Antikapitalisten haben verstanden, dass nicht jeder reich sein kann, weil während du den Wohlstand gleichmäßig auf jeden verteilst, schon die ersten ihre Wohlstandsration wieder versoffen oder verspielt haben, bevor überhaupt jeder einmal dran war. Daher wird der Spieß umgedreht und statt jeden reich zu machen, wird lieber versucht, alle ärmer zu machen, damit am Ende alle gleich arm sind.

Da es wohl zu langweilig geworden ist, dieses nur auf Bundesdeutscher Ebene zu spielen, wird der Vergleich jetzt auf die Ukraine ausgeweitet, weil es gerade so omnipräsent ist. Sehet her, den Ukrainern geht es schlecht. Wir können doch hier jetzt nicht in Frieden mit der Familie abends beisammen sitzen und Uno spielen, wenn es denen doch so schlecht geht. Höret auf, Uno zu spielen, spendet es lieber, damit diejenigen, die am meisten Hungern, sich darüber beschweren können, wie dekadent die Deutschen doch sind, dass sie statt sinnvoller Sachen bloß Spielkarten senden.

Ne, im Ernst. Wenn ich mich an meine Schulzeit bis vor einigen Jahren zurückerinnere, verstehe ich, wieso Deutsche sind wie sie sind. Ich hatte ab der 5. Klasse noch bis zu 13. jedes Jahr 2 volle Aktionswochen, wo man sich fächerübergreifend mit dem Faschismus auseinandersetzen musste. Zusätzlich gab es noch den normalen Geschichtsunterricht, wo es in 3 kompletten Halbjahren ausschließlich um Hitler und allem was damit zu tun hatte, ging.
Da wurde einem schon als Kind über Jahre eingetrichtert, dass man es als Deutscher nicht schätzen soll, wie gut es einem geht, sondern dass man sich im Gegensatz schlecht fühlen soll, wie viel Leid seine Vorfahren verübt haben. Man darf zur Fußball WM mal stolz auf sein Land sein, aber abgesehen von diesen Zeiten soll man sich hüten, da die Deutschen ja mal Nazis waren und Opa damals eine Grußkarte aus Paris geschrieben hat.

Wenn ich jetzt annehme, dass meine Schule da kein Einzelfall war und diese Indoktrinierung von Schuldgefühlen schon ungefähr mit den Boomern, die heute regieren, angefangen hat, wundert mich gar nichts mehr, dass man hierzulande immer nur danach schaut, wie schlecht es anderen geht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 16.05.2022 14:46
Ich bin zwar auch der Überzeugung, das der deutsche Geist gerne ins Extreme pendelt (erst die halbe Welt kaputt machen, den die ganze Welt retten wollen), aber wo konkret hat D jetzt in Bezug auf die Ukraine überdurchschnittlich Hilfe geleistet?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 16.05.2022 14:55
Ich bin zwar auch der Überzeugung, das der deutsche Geist gerne ins Extreme pendelt (erst die halbe Welt kaputt machen, den die ganze Welt retten wollen), aber wo konkret hat D jetzt in Bezug auf die Ukraine überdurchschnittlich Hilfe geleistet?

Wenns nach dem niedersächsischen Finanzminister geht, muss das wohl einiges gewesen sein oder wird es noch werden. Immerhin hat er eine Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für Beamte unter anderem mit der Begründung abgelehnt, dass es angespannte Zeiten sind und (u.a.) die Sache mit der Ukraine es nicht erlaubt, Besoldungen anzupassen. (https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Weihnachtsgeld-Mehr-als-9000-Beamte-unterschreiben-Petition,weihnachtsgeld160.html)

Meine Theorie ist auch, dass die selbe Begründung jetzt solange es noch aktuell ist, für jegliche Form der Tarifverhandlungen im öffentlichen Bereich hergenommen werden wird. Überall wird es heißen "Ist ja doof für dich, dass alles so viel teurer geworden ist. Können wir jetzt aber nix machen, weil Ukraine".
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 16.05.2022 16:10
Ich bin zwar auch der Überzeugung, das der deutsche Geist gerne ins Extreme pendelt (erst die halbe Welt kaputt machen, den die ganze Welt retten wollen), aber wo konkret hat D jetzt in Bezug auf die Ukraine überdurchschnittlich Hilfe geleistet?

Wenns nach dem niedersächsischen Finanzminister geht, muss das wohl einiges gewesen sein oder wird es noch werden. Immerhin hat er eine Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes für Beamte unter anderem mit der Begründung abgelehnt, dass es angespannte Zeiten sind und (u.a.) die Sache mit der Ukraine es nicht erlaubt, Besoldungen anzupassen. (https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Weihnachtsgeld-Mehr-als-9000-Beamte-unterschreiben-Petition,weihnachtsgeld160.html)

Meine Theorie ist auch, dass die selbe Begründung jetzt solange es noch aktuell ist, für jegliche Form der Tarifverhandlungen im öffentlichen Bereich hergenommen werden wird. Überall wird es heißen "Ist ja doof für dich, dass alles so viel teurer geworden ist. Können wir jetzt aber nix machen, weil Ukraine".

Aber genau das widerspricht sich doch...
Es geht ja nicht darum, dass man seinen Standards aufgeben soll, sondern das eben selbst was dafür tun muss.. Man verdient auch im ÖD gutes Geld, aber der nächste Tarifvertrag wird sicherlich nicht die aktuelle Inflation ausgleichen.
Wenn man aber seinen eigenen Wert kennt, dann habe ich natürlich die Möglichkeit mich finanziell so zu verbessern, dass es die Inflation und auch mehr ausgleicht - aber ich muss es eben selbst machen!
Hier wird sich dahinter versteckt, dass Verdi sich nicht dafür einsetzt, dass man seinen hohen deutschen Standard behält - niemand soll auf seinen verdienten Luxus verzichten. Aber man muss unter Unterständen selbst aktiv werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 16.05.2022 16:21
(...) niemand soll auf seinen verdienten Luxus verzichten. Aber man muss unter Unterständen selbst aktiv werden.

Nein, Kwatsch. Schimpfen auf Politik, Migranten und wasauchimmer muss reichen. Wo kommen wir da sonst hin! ... selber den Arsch hoch bekommen.... pfffff.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alfi am 16.05.2022 17:42
(...) niemand soll auf seinen verdienten Luxus verzichten. Aber man muss unter Unterständen selbst aktiv werden.

Nein, Kwatsch. Schimpfen auf Politik, Migranten und wasauchimmer muss reichen. Wo kommen wir da sonst hin! ... selber den Arsch hoch bekommen.... pfffff.

Nach deiner Logik soll also jeder einen besser bezahlten Beruf suchen, weil Stillstand Rückschritt ist??
Das ist das selbe wie, die ganze Welt soll den gleichen Wohlstand haben wie wir.

Findest du selbst den Fehler?

Soll also ein 60 Jähriger noch einen anderen Job suchen? Damit er nicht ärmer wird obwohl er ggf. es nicht mehr gesundheitlich schafft?

Was sollen die Renter machen?

Du hast doch auf alles eine passende Antwort.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Foxilein am 16.05.2022 18:02
Gibt es schon irgendwo ein Statement von den Verhandlungen heute?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 16.05.2022 22:09
Also es ist mir ehrlich gesagt scheiss egal wieviel Geld diese Tarifeinigung kosten soll aber alles unter 7% für 1 Jahr ist eine bodenlose Frechheit.

Das Jobcenter muss jetzt alle Ukrainer in ALG 2 bringen. Ich will keine parolen hören ich will mehr Geld.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schokobon am 16.05.2022 23:33
FIAT-Geld is eh nix wert. Her mit den Aldi-Gutscheinen :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 17.05.2022 06:44
FIAT-Geld is eh nix wert. Her mit den Aldi-Gutscheinen :D

Lebensmittelgutscheine für Lachs und Sonnenblumenöl!!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Opa am 17.05.2022 07:08

Im Privatleben würde keiner seine Frau hungern lassen und gleichzeit dem Nachbarn das letzte Brot abgeben!

…sprach die Frisörin, als sie von den Gehaltsforderungen im öffentlichen Dienst hörte. „Für mich ist alles viel teurer geworden, warum also sollte ich mit meinen Steuergeldern den sowieso schon gut verdienenden ÖDlern noch eine Gehaltserhöhung finanzieren?“
Und hier stimmte ihr ausnahmsweise auch ihr Kunde -ein sehr vermögender Rechtsanwalt- vorbehaltlos zu.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 17.05.2022 08:12
Nach deiner Logik soll also jeder einen besser bezahlten Beruf suchen, weil Stillstand Rückschritt ist??
Das ist das selbe wie, die ganze Welt soll den gleichen Wohlstand haben wie wir.

Findest du selbst den Fehler?

Ja, in deinen vermeintlichen Rückschlüssen zu meinen Aussagen. Fehlerhaft (weil sinnlos) ist es zu meckern und zu fragen statt Ideen zu entwickeln.

Es wird nicht immer alles besser, auch wenn wir uns über Jahrzehnte daran gewöhnt haben (ggf. mit Ausnahme der Nachwendezeit). Es stagniert auch manchmal oder wird schlechter. Da muss man sich anpassen, bis es wieder besser wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 17.05.2022 09:19

…sprach die Frisörin, als sie von den Gehaltsforderungen im öffentlichen Dienst hörte. „Für mich ist alles viel teurer geworden, warum also sollte ich mit meinen Steuergeldern den sowieso schon gut verdienenden ÖDlern noch eine Gehaltserhöhung finanzieren?“
Und hier stimmte ihr ausnahmsweise auch ihr Kunde -ein sehr vermögender Rechtsanwalt- vorbehaltlos zu.

Wer sollte dem nicht zustimmen? Es sei denn man zielt, auf die individuelle Vergütung ab.  ;)

Der ausufernde öD wird doch gerade von der Frisöse und dem RA gewünscht! Die eine will ihr Wohngeld, der RA seinen Bauantrag in zwei Wochen beschieden haben. Und auch die Förderung für den E-SUV auch noch.

Hier heisst es Maß halten, was ich der o. g. Klientel auch öfters predige.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alfi am 17.05.2022 11:07
Nach deiner Logik soll also jeder einen besser bezahlten Beruf suchen, weil Stillstand Rückschritt ist??
Das ist das selbe wie, die ganze Welt soll den gleichen Wohlstand haben wie wir.

Findest du selbst den Fehler?

Ja, in deinen vermeintlichen Rückschlüssen zu meinen Aussagen. Fehlerhaft (weil sinnlos) ist es zu meckern und zu fragen statt Ideen zu entwickeln.

Es wird nicht immer alles besser, auch wenn wir uns über Jahrzehnte daran gewöhnt haben (ggf. mit Ausnahme der Nachwendezeit). Es stagniert auch manchmal oder wird schlechter. Da muss man sich anpassen, bis es wieder besser wird.

Ich stimme dir in der Sache dass es mal schlechter wird zu, aber das heißt nicht das man es stillschweigend akzeptieren muss.

Was sollen die Renter zur Zeit machen?
Rentenerhöhung von 5 % hört sich gut an, aber wenn die nur 1000 € an Rente bekommen, gibt es 50 € im Monat mehr. Das reicht nicht mal um nur die Spritkostenexplosion zu deckeln. Rentner heizen meißt mehr, da mehr zuhause und und und.

Meine Idee die ich schon geschrieben hatte, auch wenn du sagst ich meckere nur statt Ideen zu entwickeln, wäre es erst dem eigenen Volk aus unseren Steuergeldern zu helfen und dann den Fremden wenn was übrig bleibt.

Was war nochmal deine Idee? Anpassen? Schwanz einziehen, Klappe halten?
Also die Renter sollen sich ans frieren, hungern und im dunkeln sitzen gewöhnen bzw. anpassen?
Nur daheim rumsitzen und den Ruhestand nicht genießen, sondern sich Sorgen um Hunger und Energie etc.?
Am Besten das Eigenheim was die Rentner über das ganze Leben aufgebaut und abbezahlt haben, wieder verkaufen?

Hast du auch eine vernünftige Idee außer nichts zu tun?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 17.05.2022 11:15

Was sollen die Renter zur Zeit machen?
Rentenerhöhung von 5 % hört sich gut an, aber wenn die nur 1000 € an Rente bekommen, gibt es 50 € im Monat mehr. Das reicht nicht mal um nur die Spritkostenexplosion zu deckeln. Rentner heizen meißt mehr, da mehr zuhause und und und.


Es wird seit Jahrzehnten gepredigt, das nur die Ausnutzung einer Säule der Altersvorsorge nicht ausreichend ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 17.05.2022 11:27
Nach deiner Logik soll also jeder einen besser bezahlten Beruf suchen, weil Stillstand Rückschritt ist??
Das ist das selbe wie, die ganze Welt soll den gleichen Wohlstand haben wie wir.

Findest du selbst den Fehler?

Ja, in deinen vermeintlichen Rückschlüssen zu meinen Aussagen. Fehlerhaft (weil sinnlos) ist es zu meckern und zu fragen statt Ideen zu entwickeln.

Es wird nicht immer alles besser, auch wenn wir uns über Jahrzehnte daran gewöhnt haben (ggf. mit Ausnahme der Nachwendezeit). Es stagniert auch manchmal oder wird schlechter. Da muss man sich anpassen, bis es wieder besser wird.

Ich stimme dir in der Sache dass es mal schlechter wird zu, aber das heißt nicht das man es stillschweigend akzeptieren muss.

Was sollen die Renter zur Zeit machen?
Rentenerhöhung von 5 % hört sich gut an, aber wenn die nur 1000 € an Rente bekommen, gibt es 50 € im Monat mehr. Das reicht nicht mal um nur die Spritkostenexplosion zu deckeln. Rentner heizen meißt mehr, da mehr zuhause und und und.

Meine Idee die ich schon geschrieben hatte, auch wenn du sagst ich meckere nur statt Ideen zu entwickeln, wäre es erst dem eigenen Volk aus unseren Steuergeldern zu helfen und dann den Fremden wenn was übrig bleibt.

Was war nochmal deine Idee? Anpassen? Schwanz einziehen, Klappe halten?
Also die Renter sollen sich ans frieren, hungern und im dunkeln sitzen gewöhnen bzw. anpassen?
Nur daheim rumsitzen und den Ruhestand nicht genießen, sondern sich Sorgen um Hunger und Energie etc.?
Am Besten das Eigenheim was die Rentner über das ganze Leben aufgebaut und abbezahlt haben, wieder verkaufen?

Hast du auch eine vernünftige Idee außer nichts zu tun?

Ich halte nichts von Schwarzmalerei (keiner wird hungern oder frieren, nur weil der Lebensstandard um 10% sinken sollte) und nichts von einfachen Antworten (den Fremden etwas wegnehmen, zumal Zuwanderung in den Arbeitsmarkt notwendig erscheint).

Auch Unterstellungen wie:
Was war nochmal deine Idee? Anpassen? Schwanz einziehen, Klappe halten?
sorgen nicht für eine fruchtbare Diskussion.

Ein gutes Beispiel für mögliche Aktivitäten hast du schon genannt, nämlich das abbezahlte Eigenheim als Säule der Altersvorsorge zu nutzen. Dafür hat man nämlich Jahrzehnte lang gespart, dann sollte man sich auch etwas gönnen.

Kurzum: Politik kann gestalten und reagieren, aber nicht alle Probleme abfedern. Soll sie auch nicht, sondern eher bei der Lösungsfindung unterstützen.
Insoweit ist jeder für sich selbst verantwortlich sein Leben so zu gestalten oder seinen Lebensabend so zu planen, um mit gewissen Unwägbarkeiten zurecht zu kommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 17.05.2022 11:28

Was sollen die Renter zur Zeit machen?
Rentenerhöhung von 5 % hört sich gut an, aber wenn die nur 1000 € an Rente bekommen, gibt es 50 € im Monat mehr. Das reicht nicht mal um nur die Spritkostenexplosion zu deckeln. Rentner heizen meißt mehr, da mehr zuhause und und und.


Es wird seit Jahrzehnten gepredigt, das nur die Ausnutzung einer Säule der Altersvorsorge nicht ausreichend ist.

Und gleichzeitig hat man angefangen bei der privaten Säule und Betriebsrente zu knabbern.

Siehe doppelte Krankenkassenbeiträge, Null-Zinspolitik, Sparerpauschbetrag seit 2009 nicht mehr erhöht, Abgeltungssteuer, verkappte Riester-Rente usw...

Der Trottel in der vermeintlichen Mitte zahlt die Zeche und zum Dank gibt es Grundsicherung + Bonbon nach 45-50 Jahren.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 17.05.2022 11:45
Klar, da gibt es absolute Ungerechtigkeiten wie z. B. Auch bei der Direktversicherung. Und es gibt einige Rentner, die sehr sparsam sein müssen.

Ich halte aber schlicht nicht für lauter, diese Grenzfälle von vielleicht ein wenig Prozent der Rentner als Maßstab für eine gesellschaftliche Kalibrierung zu nehmen. Wir haben derzeit eine der wohlhabendsten Rentnergenerationen, die es je gab.

Und damit auch eine erhebliche Wählermasse, da ja die Jugend keine Stimme hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 17.05.2022 12:05
...

Und damit auch eine erhebliche Wählermasse, da ja die Jugend keine Stimme hat.
Deshalb ünterstütze ich ja den Vorschlag der PARTEI: Wenn man die ersten 16J nicht wählen darf, dann auch die letzten 16 nicht mehr...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 17.05.2022 12:12
Wenn diese in ähnlicher Manier wie von Versicherungen eingeschätzt werden, dürften sich für Ältere keine Änderungen ergeben.  ;)

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 17.05.2022 12:20

Was sollen die Renter zur Zeit machen?
Rentenerhöhung von 5 % hört sich gut an, aber wenn die nur 1000 € an Rente bekommen, gibt es 50 € im Monat mehr. Das reicht nicht mal um nur die Spritkostenexplosion zu deckeln. Rentner heizen meißt mehr, da mehr zuhause und und und.


Es wird seit Jahrzehnten gepredigt, das nur die Ausnutzung einer Säule der Altersvorsorge nicht ausreichend ist.

Das wird tatsächlich seit Jahrzehnten gepredigt und deshalb habe ich auch kein Mitleid mit Leuten, die hier einfach nichts gemacht haben. Ich sehe auch so, dass wir derzeit eine sehr reiche Generation an Rentnern haben. Dafür brauche ich mich bei uns nur vor die Eisdiele und den Biergarten stellen und ich sehe wie Heerscharen mit neuen E-Bikes für 4.000 Euro auswärts angefahren kommen. Da sitzt das Geld sehr locker.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Romsen am 17.05.2022 12:57
Da Finanzminister Lindner in seiner Steuerschätzung davon sprach,  von etwaigen "Konsumausgaben" verzichten zu wollen, sieht es für Inflationsausgleich doch eher Mau aus.

Wird ein kurzläufer (18 Monate) mit 3% und einer Einmalzahlung in Höhe xxx€
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 17.05.2022 13:36

 Ich sehe auch so, dass wir derzeit eine sehr reiche Generation an Rentnern haben. Dafür brauche ich mich bei uns nur vor die Eisdiele und den Biergarten stellen und ich sehe wie Heerscharen mit neuen E-Bikes für 4.000 Euro auswärts angefahren kommen.
Das sind alles ÖD-ler in ATZ die schnell noch das Fahrradleasing mitgenommen haben !!elfelf11!!!11
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 17.05.2022 13:46
Nicht falsch verstehen, ich bin aufjedenfall für Frieden auf der Welt, ich bin dafür das jede Atombombe zerstört wird und nie wieder gebaut wird.
Das wäre dem Frieden auf der Welt aber nicht sehr zuträglich. Ich nehme an, die Ukraine hätte das gegenwärtige Problem einer "militärischen Spezialoperation" durch russische Streitkräfte gar nicht, wenn sie nicht auf Basis des Budapester Memorandums ihre Atomwaffen im Austausch gegen russische Sicherheitsgarantien an eben jenes Russland abgegeben hätte.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 18.05.2022 10:48
Nach deiner Logik soll also jeder einen besser bezahlten Beruf suchen, weil Stillstand Rückschritt ist??
Das ist das selbe wie, die ganze Welt soll den gleichen Wohlstand haben wie wir.

Findest du selbst den Fehler?

Ja, in deinen vermeintlichen Rückschlüssen zu meinen Aussagen. Fehlerhaft (weil sinnlos) ist es zu meckern und zu fragen statt Ideen zu entwickeln.

Es wird nicht immer alles besser, auch wenn wir uns über Jahrzehnte daran gewöhnt haben (ggf. mit Ausnahme der Nachwendezeit). Es stagniert auch manchmal oder wird schlechter. Da muss man sich anpassen, bis es wieder besser wird.

Ich stimme dir in der Sache dass es mal schlechter wird zu, aber das heißt nicht das man es stillschweigend akzeptieren muss.

Was sollen die Renter zur Zeit machen?
Rentenerhöhung von 5 % hört sich gut an, aber wenn die nur 1000 € an Rente bekommen, gibt es 50 € im Monat mehr. Das reicht nicht mal um nur die Spritkostenexplosion zu deckeln. Rentner heizen meißt mehr, da mehr zuhause und und und.

Meine Idee die ich schon geschrieben hatte, auch wenn du sagst ich meckere nur statt Ideen zu entwickeln, wäre es erst dem eigenen Volk aus unseren Steuergeldern zu helfen und dann den Fremden wenn was übrig bleibt.

Was war nochmal deine Idee? Anpassen? Schwanz einziehen, Klappe halten?
Also die Renter sollen sich ans frieren, hungern und im dunkeln sitzen gewöhnen bzw. anpassen?
Nur daheim rumsitzen und den Ruhestand nicht genießen, sondern sich Sorgen um Hunger und Energie etc.?
Am Besten das Eigenheim was die Rentner über das ganze Leben aufgebaut und abbezahlt haben, wieder verkaufen?

Hast du auch eine vernünftige Idee außer nichts zu tun?

Puuh - geht es noch ne Spur dramatischer?
Wegen 7% Inflation wird doch kein Rentner, der sich ein Eigenheim aufgebaut hat auf einmal frieren oder hungern müssen, zumal es in Deutschland für fast alles Zuschüsse gibt, wenn man finanziell eben nicht ausreichend klar kommt.
Natürlich muss sich auch ein Rentner in diesen Zeiten ein Stück weit anpassen - mal geht es finanziell rauf, aktuell halt runter. Das ist nicht schön, aber eine gesunde Bewegung.

Apropos: Was hat eigentlich die dritte Runde der Verhandlung im SuE ergeben? Schon jemand was gehört?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: daseinsvorsorge am 19.05.2022 00:25
Quelle: https://www.vka.de/pressemitteilungen/2022-05-18-tarifeinigung-im-kommunalen-sozial-und-erziehungsdienst-bringt-deutliche-finanzielle-aufwertung-fuer-die-beschaeftigten-1629

Die wichtigsten Punkte der Tarifeinigung in der Übersicht:

Regenerationstage: Alle Beschäftigten erhalten ab diesem Jahr 2 Regenerationstage.

SuE-Zulage: Ab 1. Juli 2022 erhalten die Beschäftigten in den Entgeltgruppen S 2 bis S 11a
(u.a. Erzieherinnen und Erzieher) eine monatliche Zulage in Höhe von 130 Euro. Die
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter (in den Entgeltgruppen S 11b bis S 12 sowie S 14 und
S 15) erhalten ab 1. Juli 2022 ebenfalls eine Zulage in Höhe von 180 Euro. Diese Zulage kann
auf Wunsch der Beschäftigten zu einem Teil in Freizeit umgewandelt werden (maximal 2
Arbeitstage pro Kalenderjahr).

Anpassung der Stufenlaufzeiten: Die bestehenden Regelungen zu den Stufenlaufzeiten im
Sozial- und Erziehungsdienst werden zum 1. Oktober 2024 an die allgemeinen Regelungen
der übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst angepasst. Damit gelten für die SuE-
Beschäftigten für das Erreichen der jeweils nächsten Erfahrungsstufe in der jeweiligen
Entgeltgruppe keine verlängerten Stufenlaufzeiten und keine vorgezogenen Endstufen mehr.

Laufzeit: Die Regelungen haben eine Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2026
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: afo am 19.05.2022 06:37
Guten Morgen,
ist die Einigung so zu verstehen,  dass eine Kitaleiterin in S15 nichts bekommt, eine Sozialarbeiterin hingegen 180 Euro monatlich mehr?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 19.05.2022 06:42
Oben steht doch das auch S15 mehr bekommt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: nylsn am 19.05.2022 06:50
Das bedeutet nun, dass S13 im Gegensatz zu vielen Anderen Gruppen keine finanzielle Aufwertung bekommt und trotzdem zwischen den Gruppen steht?

Zwei Regenerationstage gelten immerhin für alle.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Sparschwein am 19.05.2022 07:37
Wahrscheinlich wurde für den Tarifabschluss SuE ausgehandelt, dass die Erhöhungen in anderen Bereichen bei den nächsten Verhandlungen niedriger ausfallen. Nennt sich dann "Solidarität"
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 19.05.2022 09:31
Wahrscheinlich wurde für den Tarifabschluss SuE ausgehandelt, dass die Erhöhungen in anderen Bereichen bei den nächsten Verhandlungen niedriger ausfallen. Nennt sich dann "Solidarität"

Nicht zu vergessen:  Laufzeit Tarifabschluss diesmal lt Tagesschau/ARD stolze 5 !!! Jahre.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Sparschwein am 19.05.2022 09:41
Hierbei hat es sich ja um eine "Sonderrunde" gehandelt. Gibt ja noch die regulären Tarifverhandlungen in 2023. Daher auch die lange Laufzeit.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SenorOppes am 19.05.2022 10:03
Kann man in Bezug auf den Tarifabschluss dann davon ausgehen, dass die Unterscheidung zwischen S8b und S9 nun hinfällig wird???
Und werden die neuen Vereinbarungen auch den Bereich VKA, sprich die E-Entgelte tangieren???
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wabi Sabi am 19.05.2022 14:08
Hier die vollständige Tarifeinigung vom 18.5.2022:

https://mehr-braucht-mehr.verdi.de/++file++62856d6c0d5ad2f3e48b7e6d/download/220518_Einigungspapier_final.pdf
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: maxlll am 19.05.2022 14:19
ich bin Gruppenleiter in einer Lebenshilfe und in S7 eingestuft.
Bekomm ich auch die 130 Euro?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SUElerin2020 am 19.05.2022 14:38
Ja bekommst du.

Spannend für dich vielleicht der Absatz VIII, vielleicht kann ihn dir jemand erklären
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: maxlll am 19.05.2022 14:43
Wenn du den schnelleren Aufstieg meinst, dann hatte ich komplett pech. ich bin seit April 22 in S7/6
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SUElerin2020 am 19.05.2022 16:28
Nee, meine den Abschnitt mit der  Entgeltgruppe 8a, da is ja irgendwas angefügt worden...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: maxlll am 19.05.2022 17:04
Nee, meine den Abschnitt mit der  Entgeltgruppe 8a, da is ja irgendwas angefügt worden...

ok danke.
kann mir das einer Erklären- währe super
Ich bin ausgebildeter Heilerziehungspfleger wenn das noch von nutzen ist
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BBBB am 19.05.2022 17:24
Oben steht doch das auch S15 mehr bekommt.

Die Sozialarbeiter erhalten mehr, die Leiter von Kindertageseinreichtungen hingegen nicht. Bei denen wurde nur verbessert, dass als Grundlage für die Eingruppierung nicht mehr die Monate 10-12 des Vorjahres sondern das komplette Jahr genommen wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: maxlll am 19.05.2022 19:59
VIII. Behindertenhilfe
1. Im Tätigkeitsmerkmal der Entgeltgruppe S 8a wird folgende neue Fallgruppe 2 angefügt.
„2. Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung und einer abgeschlossenen Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung als Gruppenleiterin/Gruppenleiter in Ausbildungs- oder
Berufsförderungswerkstätten.“


ich bin gelernter Industriemechaniker und HEP und arbeite in einer Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe. Fall ich unter den Absatz 2
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: ABCXYZ am 19.05.2022 22:22
Neben Schulsozialarbeitern (§ 13a SGB VIII) sollen ja entsprechend der neuen Protokollerklärung 12 auch Sozialpädagogen mit "Tätigkeiten in der Unterstützung/Assistenz von Menschen mit multiplen psychosozialen Beeinträchtigungen" in die S 12 eingruppiert werden.

Wer ist denn damit genau gemeint? Eventuell die Fachkräfte, die nach § 13 SGB VIII arbeiten?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: ascitiesburn am 20.05.2022 10:48
Steht eigentlich schon fest, wie das mit den zwei zusätzlichen Tagen gehandhabt werden soll? Bisher steht ja nur fest: Möglichkeit der Umwandlung von Teilen der Zulage in zwei weitere Regenerationstage.

Wäre ja interessant zu wissen wie man dabei vorgehen muss und ob man auch nur 1 Tag nehmen kann. Bin gespannt; das muss jetzt sicherlich alles erst noch ausbaldowert werden, aber ziemlich zeitnah, denn es soll ja schon zum 01.07. gelten.

Und nochwas: Hat jmd. Erfahrung, wie lange es dann dauert, bis es hier auf öffentlicher-dienst.info hinterlegt ist in den Tabellen?

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Marco82 am 20.05.2022 13:19
Für Auszubilende / PiA Kräfte konnte ich jetzt gar nichts finden? Diese sind ja noch nicht im "S-Tarif". Gelten hier zumindest auch die beiden freien Tage?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wabi Sabi am 20.05.2022 13:38
https://www.gew.de/wir-sind-die-profis/fragen-und-antworten

Was ist mit Praktikant@innen und Auszubildenden?
Die Arbeitsbedingungen der Auszubildenden und Praktikant*innen im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst sind in einem eigenen Tarifverträgen geregelt. Für sie gelten der Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöF Pflege) oder der Tarifvertrag für Praktikantinnen/ Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD). In der nächsten Tarifrunde über mehr Gehalt für alle Beschäftigten bei Bund und Kommunen Anfang 2023 sind sie dann wieder mit dabei.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: maxlll am 21.05.2022 22:20
VIII. Behindertenhilfe
1. Im Tätigkeitsmerkmal der Entgeltgruppe S 8a wird folgende neue Fallgruppe 2 angefügt.
„2. Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung und einer abgeschlossenen Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung als Gruppenleiterin/Gruppenleiter in Ausbildungs- oder
Berufsförderungswerkstätten.“


ich bin gelernter Industriemechaniker und HEP und arbeite in einer Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe. Fall ich unter den Absatz 2

Ich hoffe mit nachfolgenden Infos klappt das beantworten besser
Ich arbeite als Gruppenleiter im Arbeits und Erziehungsdienst einer Lebenshilfe Werkstatt und bin zur Zeit in S7
/6 eingestuft
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: maxlll am 23.05.2022 23:27
VIII. Behindertenhilfe
1. Im Tätigkeitsmerkmal der Entgeltgruppe S 8a wird folgende neue Fallgruppe 2 angefügt.
„2. Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung und einer abgeschlossenen Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung als Gruppenleiterin/Gruppenleiter in Ausbildungs- oder
Berufsförderungswerkstätten.“


ich bin gelernter Industriemechaniker und HEP und arbeite in einer Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe. Fall ich unter den Absatz 2

Ich hoffe mit nachfolgenden Infos klappt das beantworten besser
Ich arbeite als Gruppenleiter im Arbeits und Erziehungsdienst einer Lebenshilfe Werkstatt und bin zur Zeit in S7
/6 eingestuft

"Push"
Reichen meine Qualifikationen für die S8a

Gruß
max
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: E15 am 24.05.2022 08:32
https://www.nn.de/wirtschaft/tarifverhandlungen-staedtler-arbeitgeber-angebot-ist-beschamend-1.12167776?fbclid=IwAR0f2AtntMapYNpCiOZgAwumIM_woI2lZXeKSr2-g6pwMkwVbOMMNBTKegk

..."Gewerkschaft aber fordert für die Beschäftigten 6,5 Prozent höhere Entgelte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mindestens jedoch 190 Euro mehr...."

"...Außerdem gebe es die Forderung einer Wahloption zwischen einer neuen jährlichen Sonderzahlung in Höhe von 13 Prozent eines Monatseinkommens oder drei zusätzlichen freien Tagen. Diese habe Staedtler zugesagt...."

"...In der ersten Tarifverhandlung hat der IG-Metall zufolge Staedtler "lediglich eine Entgelterhöhung um 2,8 Prozent und mindestens 85 Euro bei einer Laufzeit von 16 Monaten angeboten". Umgerechnet auf eine Laufzeit von zwölf Monaten entspreche das einer Erhöhung von rund 2,1 Prozent und mindestens 64 Euro...."
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: ascitiesburn am 24.05.2022 11:19
Steht eigentlich schon fest, wie das mit den zwei zusätzlichen Tagen gehandhabt werden soll? Bisher steht ja nur fest: Möglichkeit der Umwandlung von Teilen der Zulage in zwei weitere Regenerationstage.

Wäre ja interessant zu wissen wie man dabei vorgehen muss und ob man auch nur 1 Tag nehmen kann. Bin gespannt; das muss jetzt sicherlich alles erst noch ausbaldowert werden, aber ziemlich zeitnah, denn es soll ja schon zum 01.07. gelten.

Und nochwas: Hat jmd. Erfahrung, wie lange es dann dauert, bis es hier auf öffentlicher-dienst.info hinterlegt ist in den Tabellen?

Gibt es inzwischen Infos, wie genau das gehandhabt werden soll? Der 01.07. ist ja nicht weit entfernt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 24.05.2022 12:29
Steht eigentlich schon fest, wie das mit den zwei zusätzlichen Tagen gehandhabt werden soll? Bisher steht ja nur fest: Möglichkeit der Umwandlung von Teilen der Zulage in zwei weitere Regenerationstage.

Wäre ja interessant zu wissen wie man dabei vorgehen muss und ob man auch nur 1 Tag nehmen kann. Bin gespannt; das muss jetzt sicherlich alles erst noch ausbaldowert werden, aber ziemlich zeitnah, denn es soll ja schon zum 01.07. gelten.

Und nochwas: Hat jmd. Erfahrung, wie lange es dann dauert, bis es hier auf öffentlicher-dienst.info hinterlegt ist in den Tabellen?

Gibt es inzwischen Infos, wie genau das gehandhabt werden soll? Der 01.07. ist ja nicht weit entfernt.

Der Entscheid ist ne Woche her..
Und auch wenn der 01.07. nicht weit entfernt, wird es doch ein paar Tage brauchen, bis es da Infos gibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 24.05.2022 12:49
Steht eigentlich schon fest, wie das mit den zwei zusätzlichen Tagen gehandhabt werden soll? Bisher steht ja nur fest: Möglichkeit der Umwandlung von Teilen der Zulage in zwei weitere Regenerationstage.

Wäre ja interessant zu wissen wie man dabei vorgehen muss und ob man auch nur 1 Tag nehmen kann. Bin gespannt; das muss jetzt sicherlich alles erst noch ausbaldowert werden, aber ziemlich zeitnah, denn es soll ja schon zum 01.07. gelten.

Und nochwas: Hat jmd. Erfahrung, wie lange es dann dauert, bis es hier auf öffentlicher-dienst.info hinterlegt ist in den Tabellen?

Gibt es inzwischen Infos, wie genau das gehandhabt werden soll? Der 01.07. ist ja nicht weit entfernt.

Der Entscheid ist ne Woche her..
Und auch wenn der 01.07. nicht weit entfernt, wird es doch ein paar Tage brauchen, bis es da Infos gibt.
Und auch wenn der 1.7. schon länger vorbei sein wird, wird es doch ein paar Tage brauchen, bis es da Infos gibt. 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 24.05.2022 13:14
Steht eigentlich schon fest, wie das mit den zwei zusätzlichen Tagen gehandhabt werden soll? Bisher steht ja nur fest: Möglichkeit der Umwandlung von Teilen der Zulage in zwei weitere Regenerationstage.

Wäre ja interessant zu wissen wie man dabei vorgehen muss und ob man auch nur 1 Tag nehmen kann. Bin gespannt; das muss jetzt sicherlich alles erst noch ausbaldowert werden, aber ziemlich zeitnah, denn es soll ja schon zum 01.07. gelten.

Und nochwas: Hat jmd. Erfahrung, wie lange es dann dauert, bis es hier auf öffentlicher-dienst.info hinterlegt ist in den Tabellen?

Gibt es inzwischen Infos, wie genau das gehandhabt werden soll? Der 01.07. ist ja nicht weit entfernt.

Der Entscheid ist ne Woche her..
Und auch wenn der 01.07. nicht weit entfernt, wird es doch ein paar Tage brauchen, bis es da Infos gibt.
Und auch wenn der 1.7. schon länger vorbei sein wird, wird es doch ein paar Tage brauchen, bis es da Infos gibt. 8)

Ganz so pessimistisch wollte ich es nicht formulieren ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: ascitiesburn am 25.05.2022 07:48
 ;D

Alles klar - vielen Dank.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 30.05.2022 09:27
Zwei aktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes, aus denen sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite dann jeweils die für sie passenden Zahlen herauswürfeln können:


Reallöhne im 1. Quartal 2022: -1,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_219_62321.html)
Zitat
Die hohe Inflation in Deutschland hat im 1. Quartal 2022 zu einem Reallohnrückgang geführt: Zwar war der Nominallohnindex im 1. Quartal 2022 nach ersten und vorläufigen Ergebnissen der neuen Verdiensterhebung um 4,0 % höher als im Vorjahresquartal. Allerdings stiegen die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 5,8 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ergibt dies einen realen (preisbereinigten) Verdienstrückgang von 1,8 %. Die Inflation zehrte somit den Nominallohnanstieg im 1. Quartal 2022 mehr als auf.

Tarifverdienste im 1. Quartal 2022: +4,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_220_622.html)
Zitat
Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 1. Quartal 2022 um durchschnittlich 4,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Im Ergebnis berücksichtigt sind tarifliche Grundvergütungen und durch Tarifabschlüsse festgelegte Sonderzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im Vorjahresvergleich bei 1,1 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 5,8 %.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Dpunkt am 30.05.2022 11:04
Nochmal kurz ne Frage speziell zur S15 im SUE Tarifabschluss:

In der offiziellen VKA Pressemitteilung heißt es folgendermaßen:

SuE-Zulage: Ab 1. Juli 2022 erhalten die Beschäftigten in den Entgeltgruppen S 2 bis S 11a (u.a. Erzieherinnen und Erzieher) eine monatliche Zulage in Höhe von 130 Euro. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter (in den Entgeltgruppen S 11b bis S 12 sowie S 14 und S 15) erhalten ab 1. Juli 2022 ebenfalls eine Zulage in Höhe von 180 Euro.

Auf der Seite der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft heißt es so
Aufwertung erreicht: 180,00 Euro für Sozialarbeiter:innen (Gehaltsgruppen S 11b bis S 12 sowie S 14 und S 15, Fallgruppe 6)

Hier wird explizit nur die Fallgruppe 6 der S15 angesprochen. Leiter einer Kindertagesstätte (FG1) erhalten also nicht diese Zulage?

Noch eine Frage: Ein Sozialarbeiter im Jugendamt mit mit einer S15 erhält diese Zulage und profitiert auch von der Regel der Erholungstage?

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: EgoZZ am 30.05.2022 12:19
Zwei aktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes, aus denen sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite dann jeweils die für sie passenden Zahlen herauswürfeln können:


Reallöhne im 1. Quartal 2022: -1,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_219_62321.html)
Zitat
Die hohe Inflation in Deutschland hat im 1. Quartal 2022 zu einem Reallohnrückgang geführt: Zwar war der Nominallohnindex im 1. Quartal 2022 nach ersten und vorläufigen Ergebnissen der neuen Verdiensterhebung um 4,0 % höher als im Vorjahresquartal. Allerdings stiegen die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 5,8 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ergibt dies einen realen (preisbereinigten) Verdienstrückgang von 1,8 %. Die Inflation zehrte somit den Nominallohnanstieg im 1. Quartal 2022 mehr als auf.

Tarifverdienste im 1. Quartal 2022: +4,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_220_622.html)
Zitat
Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 1. Quartal 2022 um durchschnittlich 4,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Im Ergebnis berücksichtigt sind tarifliche Grundvergütungen und durch Tarifabschlüsse festgelegte Sonderzahlungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im Vorjahresvergleich bei 1,1 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 5,8 %.

aber die Meldungen widersprechen sich doch gar nicht!?
Löhne steigen um 4% im Schnitt, toll, unsere sind dieses Jahr nur um 1,8% gestiegen, müssten wir also schon mindestens 2,2% Lohnerhöhung bekommen, um den Durchschnitt einzuholen, wenn der öffentliche Dienst von der Bezahlung nicht noch weiter abgehängt werden will... das dann noch die Reallöhne um 1,8% gesunken sind, bedeutet ja, dass wir auch noch weitere 1,8% bekommen sollten, um der Inflation folgen zu können, also 4% in Summe... um der Inflation aber nicht immer nur hinterherzurennen und ebenso den Tarifabschlüssen anderer privater Bereiche müsste eigentlich sogar darauf noch ein Schüppchen draufgeschlagen werden, aber als ob verdi uns mal eine +7% oder gar mehr aushandeln würde.... es wäre aber mehr als notwendig....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: E15 am 30.05.2022 13:49
Es wird einen Nullrunde mit einer Einmalzahlung. Erstmal. Was will man fordern bzw. was will die AG Vertretung geben? 2%, 3% ? Ist doch im Grunde völliger Schwachsinn. Alles UNTER 10% (!!!) ist im Grunde eine Frechheit. Was muss denn Verdi fordern? 15%? 20%? Kannst auch nicht machen. Die werden 6-7% fordern, kriegen dann insgesamt 3-5% auf 3 Jahre und eine Einmalzahlung. Dann irgendeinen Schwachsinn mit Bahntickets dazu.

Was die größte FRECHHEIT ist, dieses "Jobrad". Das ist FREIWILLIG! Was ist denn das für ein dreckiger Mist? Das muss der AG auch anbieten! Das wäre das gleiche wenn es heißt, der AG kann seinen AN FREIWILLIG 1000 Euro jeden Monat schenken. Er muss es aber nicht. Das ist total lächerlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 30.05.2022 17:10
Ab 1.5 habe wir angeblich die 2.Stufe aktueller Gehaltserhöhung lt Tarifverrag erhalten - und auch zum 30.5.2022 wird lediglich ein geschätzter Betrag ausbezahlt. Zum Ko ... Keine Ahnung, wann denn nun die korrekte Nachzahlung der Diffenrenzen erfolgt. Nicht zum ersten Mal ... Sowas fördert eher nicht Mitarbeiterzufriednheit und Motivation...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 31.05.2022 09:09
Vielleicht handelt Verdi ja ein "Balkonklatschen" aus.
Mehr kommt doch eh nicht bei rum, bei dieser Gewerkschaft.

Seit Einführung des TVÖD´s werden die eigenen Mitgliedern verkauft und nach jedem Tarifabschluß noch dreist belogen.
"Der beste Tarifabschluss aller Zeiten"

Es müssten mittlerweile über 20% Erhöhungen geben um auch nur ansatzweise den Anschluss wieder zu bekommen.
Alternativ gerne auch: TVÖD nur noch für den Verwaltungsbereich und den technischen Bereich in den TV-V
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: MalZu am 31.05.2022 09:57
Interessant scheint weiterhin, dass der große Bereich "soziales / medizinisches / therapuetisches/ pädagogisches/ " immer wieder nicht mit dem ÖD assoziiert wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: AnonymousMA am 31.05.2022 10:58
Ich habe seit Freitag meinen Monatsgehalt  inkl. Zulagen bekommen.. der Betrag ist fast genauso gleich hoch wie mit dem Gehalt von der alten Tariferhöhung von 2021. Von der neuen Erhöhung von 1,8% habe ich nur einmal bekommen und jetzt ist es wieder genauso viel wie vor der Erhöhung.  :-\ :-\

ist das normal oder ist das bei euch auch so???
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 31.05.2022 12:22
..die Gewerkschaften hatten sich auf alle 2 Monate eingelassen... ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: mohlo am 31.05.2022 12:31
Ich habe seit Freitag meinen Monatsgehalt  inkl. Zulagen bekommen.. der Betrag ist fast genauso gleich hoch wie mit dem Gehalt von der alten Tariferhöhung von 2021.

https://www.test.de/steuerprogression-einfach-erklaert-5813257-0/
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 03.06.2022 09:58
Vllt. legen wir (TB) uns alle am besten ein bissl schlafen. Ich habe nämlich so langsam das Gefühl, dass nach der nächsten Tarifrunde ein gaaaanz böses Erwachen kommt.

-"konzentrierte Aktion"
-"Habeck betonte zudem, die Tarifautonomie sei ein hohes Gut in Deutschland, und die Sozialpartner verhandelten die Lohnabschlüsse. In Ausnahmesituationen wie diesen könne sich die Politik aber nicht einfach zurückzulehnen, sondern dazu beitragen, dass es zu guten Einigungen komme."
-"Wirtschaftsforscher Hüther bringt 42-Stunden-Woche ins Spiel: Längere Wochenarbeitszeiten statt später in Rente"

Ich freu mir drauf...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 03.06.2022 10:34
Vllt. legen wir (TB) uns alle am besten ein bissl schlafen. Ich habe nämlich so langsam das Gefühl, dass nach der nächsten Tarifrunde ein gaaaanz böses Erwachen kommt.

-"konzentrierte Aktion"
-"Habeck betonte zudem, die Tarifautonomie sei ein hohes Gut in Deutschland, und die Sozialpartner verhandelten die Lohnabschlüsse. In Ausnahmesituationen wie diesen könne sich die Politik aber nicht einfach zurückzulehnen, sondern dazu beitragen, dass es zu guten Einigungen komme."
-"Wirtschaftsforscher Hüther bringt 42-Stunden-Woche ins Spiel: Längere Wochenarbeitszeiten statt später in Rente"

Ich freu mir drauf...

Egal wie es mit der gesetzlichen Rente kommt: ich freue mich auf dieses Zubrot zu meiner privaten Altersvorsorge. Ob da nun 10 % mehr oder weniger rauskommen, ist mir unterm Strich egal. Meine anderen Bausteine sind höher als die gesetzliche Rente und ich verstehe sie nur als "Zuckerl".
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 03.06.2022 10:43
Egal wie es mit der gesetzlichen Rente kommt: ich freue mich auf dieses Zubrot zu meiner privaten Altersvorsorge. Ob da nun 10 % mehr oder weniger rauskommen, ist mir unterm Strich egal. Meine anderen Bausteine sind höher als die gesetzliche Rente und ich verstehe sie nur als "Zuckerl".
Das ist ja erfreulich, mir ist da bei meiner AV auch nicht Bange.
Es ging aber bei den Stichpunkten primär um die TV-Verhandlungen, nicht um die gesetzliche Rente. Wenn manche hier vom "kräftigen Schluck aus der Pulle", Reduzierte WAZ bei gleichem Tabellentgelt etc Träumen...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 03.06.2022 11:21
Wenn es nur lustig wäre ... ist es leider nicht.
Spätestens im Dezember 2022 wird garantiert wiederin den öffentlichen Nchrichten verkündet "es wurde in 2022 bereits 1,8% mehr Gehalt im ÖD gezahlt, jetzt fodern sie noch mehr trotz leerer Kassen".
Für die, die sich auf steigende Rentenauszahlungen freuen --- Vater Staat freut sich ganz sicher viel mehr über die dadurch zu zahlenden höheren Einkommenssteuern der Rentner ... Applaus!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 03.06.2022 11:31
Für die, die sich auf steigende Rentenauszahlungen freuen --- Vater Staat freut sich ganz sicher viel mehr über die dadurch zu zahlenden höheren Einkommenssteuern der Rentner ... Applaus!
Das bleibt erstmal noch abzuwarten vgl. BFH 19.05.2021 - X R 33/19
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 03.06.2022 11:38
Wenn es nur lustig wäre ... ist es leider nicht.
Spätestens im Dezember 2022 wird garantiert wiederin den öffentlichen Nchrichten verkündet "es wurde in 2022 bereits 1,8% mehr Gehalt im ÖD gezahlt, jetzt fodern sie noch mehr trotz leerer Kassen".
Für die, die sich auf steigende Rentenauszahlungen freuen --- Vater Staat freut sich ganz sicher viel mehr über die dadurch zu zahlenden höheren Einkommenssteuern der Rentner ... Applaus!
Das ist doch normales Gepolter. Bei guter Konjunktur können die Gehälter nicht erhöht werden, weil man nicht weiß wie sich die Konjunktur entwickelt und ob sie gut bleibt. Ist die Konjunktur schlecht, gibt es auch nur eine kleine Erhöhung, weil kein Geld da ist.

Wen das stört, soll sich bitte außerhalb des öD einen Job suchen, der nach den eigenen Vorstellungen entsprechend vergütet wird.

Um die persönliche Steuerlast zu reduzieren gibt es diverse Möglichkeiten. Es hat jeder die Chance sich hierüber zu informieren und diese zu nutzen. Das gilt übrigens nicht nur für Rentner, sondern auch für Arbeitnehmer. Wer selbst keine Idee was er da machen kann, möge bitte einen Steuerberater aufsuchen und diesen um Rat fragen.

Meine Meinung: Je mehr man verdient, umso mehr Steuern muss man eben zahlen. Das ist für mich ok. Und bevor das Genöle losgeht: Renten werden nicht doppelt versteuert, sondern nachgelagert. Die Beiträge können werden der Erwerbsphase als Sonderausgaben geltend gemacht werden und verringern das zu versteuernde Einkommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 03.06.2022 11:42
Und bevor das Genöle losgeht: Renten werden nicht doppelt versteuert, sondern nachgelagert. Die Beiträge können werden der Erwerbsphase als Sonderausgaben geltend gemacht werden und verringern das zu versteuernde Einkommen.
Das stimmt nur bedingt, vgl. BFH 19.05.2021 - X R 33/19. Deshalb wird es ja einen deutlich höheren Sonderausgabenabzug geben(müssen), da es sonst bei künftigen Rentenbezügen (genaues Datum kenn ich nicht) eben sehr wohl zur Doppelbesteuerung kommt
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 03.06.2022 15:57
Meine Meinung: Je mehr man verdient, umso mehr Steuern muss man eben zahlen. Das ist für mich ok.
Da bin ich voll bei dir und zahle in der Tat auch grundsätzlich gerne Steuern. Allerdings verhindert der Staat das ja massiv, dass das so umgesetzt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 04.06.2022 12:38
TV Nachrichten gestern Abend:  die Wirtschaft schlägt vor, in Deutschland die 42-Std-Woche einzuführen zwecks Entlastung der Rentenkassen ... Wir können also neu würfeln, was wir lieber hätten.
Weniger Wochenarbeitszeit bei gleichbleibender Zahlung?
Gleichbleibende Wochenarbeitszeit bei ...
42 Wochenstunden bei gleichbleibender Zahlung?  Lustich ... Ü-Ei für Große  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.06.2022 07:39
...und zahle in der Tat auch grundsätzlich gerne Steuern.

..dieser Joke hate einen "smite" von mir verdient ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 08:17
...und zahle in der Tat auch grundsätzlich gerne Steuern.

..dieser Joke hate einen "smite" von mir verdient ;D
>:(
Na, dann musst du den wieder abkratzen, ist kein Joke und es ist bestürzend, wenn man das als Joke ansieht.
Ich bin zwar nicht immer einverstanden, was mit den Steuern gemacht wird, aber ich zahle wirklich gerne Steuern,
Auch bin ich überhaupt nicht einverstanden wie die Steuerlast oder besser noch die Einnahmequellen des Staates auf verteilt werden, da dadurch einige mehr Steuern zahlen müssen, als sie zahlen sollten.

Aber trotzdem zahle ich gerne Steuern, und wer das nicht tut ist ein Idiot oder Asozial oder eine Dumpfbacke oder hat nicht kapiert wie ein Staat funktioniert, denn wer nicht gerne Steuern zahlt, der möchte dann ja offensichtlich lieber in Anarchie leben.

Über die Verteilung und Höhe kann man diskutieren, aber über das grundsätzliche zahlen wollen nicht, zumindest der nicht, der in einer Demokratie leben möchte.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 07.06.2022 08:44
Steuern sind Raub. Bestes Beispiel ist mal wieder das von Heil herbeigesehnte Klimageld: Die Hauptsteuerlast trägt in diesem Land, das Weltmeister im Hinblick auf die Steuer- und Abgabenlast ist, der statistische Durchschnittsverdiener. Er darf nahezu die gesamte Show bezahlen, wird bei den sozialen Wohltaten aber vollständig ignoriert. Als wäre man mit 4.200 brutto ein Superreicher, der lediglich entscheiden müsste, ob heute lieber der Porsche oder der Ferrari vollgetankt wird. Dieses Ungleichgewicht auch noch geil zu finden, grenzt an Masochismus. Die tatsächlichen Superreichen klüngeln dann aber erfolgreich mit der Politik und entgehen zusätzlichen Belastungen, siehe z. B. der Cum Ex-Skandal.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.06.2022 08:49
...obwohl mein Gehalt überdurchschnittlich ist, sehe ich mich nicht auf einem Einkommenslevel, wo ich mir positive Gedanken über meine Steuerzahlungen mache...

...Steuern sind für mich zwar ein unabdingbares aber letztendlich nur ein notwendiges Übel...ich bekomme über meine Steuererklärung gerne Steuerzahlungen erstattet...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Fragmon am 07.06.2022 08:51
Raub wäre wohl eher das:
Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.

Ich glaube nicht, dass diese Merkmale erfüllt sind. Wenn du keine Steuern zahlen willst, dann wandere in ein Staat aus, der wenig Steuerlast generiert. Wundere dich dann aber nicht, dass dich dann bei Problemen niemand auffängt und unterstützt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 08:55
...obwohl mein Gehalt überdurchschnittlich ist, sehe ich mich nicht auf einem Einkommenslevel, wo ich mir positive Gedanken über meine Steuerzahlungen mache...
Dann mach dir positive Gedanke darüber, wo, wie und in welchem Umfeld du lebst, denn dies wird massgeblich durch Steuern ermöglicht.
Zitat
...Steuern sind für mich zwar ein unabdingbares aber letztendlich nur ein notwendiges Übel...
Richtig, trotzdem ist das Übel und der Grund warum es notwendig ist, nicht so Übel, als das man es anders gerne hätte. Also zahle ich gerne Steuern, damit ich nicht in einer Gesellschaft leben muss, wo man ohne Steuern auskommt.
Denn die mir bekannten Gesellschaftsformen, die ohne Steuern auskommen, sind nichts für mich.
Zitat
ich bekomme über meine Steuererklärung gerne Steuerzahlungen erstattet...
Ich auch, aber trotzdem zahle ich gerne Steuern. Die Alternative wäre grausamer.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.06.2022 08:59
...wir sind ja gar nicht so weit voneinander enfernt...es ist vernünftig Steuern zu zahlen wie es genau so vernünftig ist, mit dem Fahrzeug an einer roten Ampel zu halten...trotzdem warte ich nicht gerne - also mit Freude - an einer roten Ampel...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 10:10
...wir sind ja gar nicht so weit voneinander enfernt...
Richtig.
Zitat
es ist vernünftig Steuern zu zahlen wie es genau so vernünftig ist, mit dem Fahrzeug an einer roten Ampel zu halten...trotzdem warte ich nicht gerne - also mit Freude - an einer roten Ampel...
Von Freude habe ich nie geredet ;D
Trotzdem halte ich grundsätzlich gerne mit dem Auto vor der roten Ampel
Als Fahrradfahre/Fußgänger wähle ich gerne die ampellose Überquerung  8)
Und in der Wüste würde ich nicht gerne mit dem Auto vor der roten Ampel warten, aber da will ich ja nicht leben, darum warte ich gerne vor der Ampel   ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 07.06.2022 10:33
Wundere dich dann aber nicht, dass dich dann bei Problemen niemand auffängt und unterstützt.

Das ist ja der Treppenwitz an der ganzen Steuerthematik in Deutschland. Die sogar im Vergleich zu unseren direkten Nachbarn (z. B. Niederlande oder Österreich) absolut ineffizienten Sozial- bzw. Umverteilungssysteme unterstützen den statistischen Durchschnittsverdiener ja nicht, sondern sind lediglich eine zusätzliche Belastung. Bestes Beispiel ist ja die Rentenkasse: Junge und mittelalte Menschen stehen nun vor der Perspektive, dass sie lebenslang einzahlen dürfen, wodurch die Möglichkeiten für eine effektive Vorsorge verknappt bis verhindert werden, um dann am Ende 100 Euro über Sozialhilfeniveau ausgezahlt zu bekommen. Ähnlich sieht es ja mit dem Gesundheitssystem aus. Ob man nun 45 oder 0 Jahre Steuern eingezahlt hat, ist beim Thema "Auffangen und Unterstützung" zunehmend egal. Wäre übrigens das Kindergarten-Argument "dann wandere doch aus" maßgebend, würden wir entwicklungstechnisch wahrscheinlich immer noch in einer Feudalgesellschaft leben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.06.2022 10:44
...wir sind ja gar nicht so weit voneinander enfernt...
Richtig.
Zitat
es ist vernünftig Steuern zu zahlen wie es genau so vernünftig ist, mit dem Fahrzeug an einer roten Ampel zu halten...trotzdem warte ich nicht gerne - also mit Freude - an einer roten Ampel...
Von Freude habe ich nie geredet ;D
Trotzdem halte ich grundsätzlich gerne mit dem Auto vor der roten Ampel
Als Fahrradfahre/Fußgänger wähle ich gerne die ampellose Überquerung  8)
Und in der Wüste würde ich nicht gerne mit dem Auto vor der roten Ampel warten, aber da will ich ja nicht leben, darum warte ich gerne vor der Ampel   ::)

...dann hast du einfach die falsche Bezeichnung gewählt, denn gerne bedeutet nichts Anderes als "freudige Bereitwilligkeit"
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 10:56
...wir sind ja gar nicht so weit voneinander enfernt...
Richtig.
Zitat
es ist vernünftig Steuern zu zahlen wie es genau so vernünftig ist, mit dem Fahrzeug an einer roten Ampel zu halten...trotzdem warte ich nicht gerne - also mit Freude - an einer roten Ampel...
Von Freude habe ich nie geredet ;D
Trotzdem halte ich grundsätzlich gerne mit dem Auto vor der roten Ampel
Als Fahrradfahre/Fußgänger wähle ich gerne die ampellose Überquerung  8)
Und in der Wüste würde ich nicht gerne mit dem Auto vor der roten Ampel warten, aber da will ich ja nicht leben, darum warte ich gerne vor der Ampel   ::)

...dann hast du einfach die falsche Bezeichnung gewählt, denn gerne bedeutet nichts Anderes als "freudige Bereitwilligkeit"
die freudige Bereitwilligkeit ist ja gegeben, auch vor der Ampel. Denn der Gedanke nicht von einem LKW zermatscht zu werden, erzeugt bei mir eine freudige Bereitwilligkeit zu warten.
Deswegen ist aber das Anhalten an der Ampel kein freudige Tätigkeit und ich mache es, weil es mich mit Freude erfüllen würde. Trotzdem halte ich lieber an roten Ampeln, als dass ich sie ignoriere.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 07.06.2022 11:03
Bestes Beispiel ist ja...
Was ist denn nun das/dein "Beste Beispiel" für "Steuern sind Raub!"??
Klimageld? Rentenkasse?
Ersteres gibt es noch nicht; zweiteres ist ein Beitragssystem. Hat mit Steuern dem Grunde nach erstmal nichts zu tun.
Verkürzt: Steuern sind Geldleistungen, die keinen Anspruch auch auf nur irgendeine "persönliche" Gegenleistung des Staates auslösen. Sie dienen dazu einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen Einnahmen zu generieren. Man muss es sich immer mal wieder vor Augen führen!
Ob und wie der Staat mit diesen Einnahmen haushält ist natürlich kritisch zu betrachten und leider viel zu häufig mangelhaft. Aber mit so 'ner undifferenzierten Pauschalkritik "Treppenwitz an der ganzen Steuerthematik in Deutschland" kann ich herzlich wenig anfangen
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 11:26
Und wer gerne in einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen leben möchte, der sollte diesen auch gerne finanzieren.
Deswegen zahle ich gerne Steuern, auch wenn das reine bezahlen mich nicht mit Freude erfüllt, aber aufgrund meiner Freude in diesem Staat leben zu dürfen, habe ich da eine freudige Bereitwilligkeit.

In Nordkorea oder Russland würde ich allerdings nicht gerne Steuern zahlen.

Steuergerechtigkeit, -verwendung sind sicher auch hierzulande zu optimieren und zu kritisieren, das sind aber Detailfragen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 07.06.2022 11:29
...wir sind ja gar nicht so weit voneinander enfernt...
Richtig.
Zitat
es ist vernünftig Steuern zu zahlen wie es genau so vernünftig ist, mit dem Fahrzeug an einer roten Ampel zu halten...trotzdem warte ich nicht gerne - also mit Freude - an einer roten Ampel...
Von Freude habe ich nie geredet ;D
Trotzdem halte ich grundsätzlich gerne mit dem Auto vor der roten Ampel
Als Fahrradfahre/Fußgänger wähle ich gerne die ampellose Überquerung  8)
Und in der Wüste würde ich nicht gerne mit dem Auto vor der roten Ampel warten, aber da will ich ja nicht leben, darum warte ich gerne vor der Ampel   ::)

...dann hast du einfach die falsche Bezeichnung gewählt, denn gerne bedeutet nichts Anderes als "freudige Bereitwilligkeit"
die freudige Bereitwilligkeit ist ja gegeben, auch vor der Ampel. Denn der Gedanke nicht von einem LKW zermatscht zu werden, erzeugt bei mir eine freudige Bereitwilligkeit zu warten.
Deswegen ist aber das Anhalten an der Ampel kein freudige Tätigkeit und ich mache es, weil es mich mit Freude erfüllen würde. Trotzdem halte ich lieber an roten Ampeln, als dass ich sie ignoriere.

...ja klar...ich freue mir auch jedes Mal "nen Ast" wenn ich vor der Ampel stehe....würde das aber eher als sinnvoll bezeichnen..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 07.06.2022 13:17
Steuergerechtigkeit, -verwendung sind sicher auch hierzulande zu optimieren und zu kritisieren, das sind aber Detailfragen.

Wenn ganze Generationen an Menschen, die im weltweiten Vergleich zu den Spitzensteuerzahlern zählen, zukünftig in gesicherte Altersarmut entlassen werden, dann ist das keine "Detailfrage". Es ist vielmehr eine politische Bankrotterklärung, die das Gemeinwesen erschüttern wird. Es wirft gleichzeitig die "Detailfrage" auf, warum die europäischen Nachbarn bei geringerer Belastung höhere Sicherheiten liefern können. Von daher ist der Unmut darüber, dieses Missmanagement per Steuern befeuern zu dürfen, ja wohl eine recht menschliche Empfindung.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bibliothekar am 07.06.2022 15:16
Steuergerechtigkeit, -verwendung sind sicher auch hierzulande zu optimieren und zu kritisieren, das sind aber Detailfragen.

Wenn ganze Generationen an Menschen, die im weltweiten Vergleich zu den Spitzensteuerzahlern zählen, zukünftig in gesicherte Altersarmut entlassen werden, dann ist das keine "Detailfrage". Es ist vielmehr eine politische Bankrotterklärung, die das Gemeinwesen erschüttern wird. Es wirft gleichzeitig die "Detailfrage" auf, warum die europäischen Nachbarn bei geringerer Belastung höhere Sicherheiten liefern können. Von daher ist der Unmut darüber, dieses Missmanagement per Steuern befeuern zu dürfen, ja wohl eine recht menschliche Empfindung.

Ich bin mit dieser sehr negativen Sichtweise nicht einverstanden. Klingt auch etwas nach Stammtisch.
In der Tat, das Rentenniveau ist in Deutschland unter OECD-Durchschnitt und wir müssen da dringend ran. Aber konkret reden wir von ca. 14 % der Rentner in Deutschland, die von Altersarmut betroffen sind ( https://www.rnd.de/politik/rente-jeder-siebte-langjaehrig-versicherte-bekommt-weniger-als-1000-euro-im-monat-PTVNBNYVIZALLI37KM7BKNZBH4.html ). Das sind zwar 14% zuviel, aber aus meiner Sicht keine ganzen Generationen. Und insbesondere treten diese niedrigen Renten bei Personen auf, die von einer anderen Person im Haushalt (i.d.R. Ehepartner) abgesichert sind (bzw. sich abgesichert wähnten).

Außerdem werden die Renten ja aus der Rentenversicherung und nicht aus der Steuer bezahlt. Und der Vergleich mit den europäischen Nachbarn ist in der Tat spannend. Ich denke, in Deutschland ist es eben das Gesamtpaket Steuern + Sozialabgaben ( https://www.auswandern-handbuch.de/wp-content/uploads/2020/06/steuern-weltweit-alleinstehende.png ), das es für den einzelnen dann teuer macht, wie z.B. kostenlose Schulplätze, keine Mautstraßen (Danke Andi), Grundsicherung, Elterngeld, Arbeitslosengeld, etc...Die europäischen Nachbarn haben auch viele dieser Leistungen und einige Leistungen sind dann in bestimmten Ländern umfangreicher, dafür andere vielleicht niedriger, oder sie entfallen ganz.

Ganz davon abgesehen darf man sich als Steuerzahler durchaus über schlecht verteilte Steuereinnahmen echauffieren und muss es als gesellschaftliches Korrektiv sogar. Dabei sollte einem aber nie der Leistungsumfang verborgen bleiben, der durch die Sozialabgaben bereitgestellt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 15:39
Steuergerechtigkeit, -verwendung sind sicher auch hierzulande zu optimieren und zu kritisieren, das sind aber Detailfragen.

Wenn ganze Generationen an Menschen, die im weltweiten Vergleich zu den Spitzensteuerzahlern zählen, zukünftig in gesicherte Altersarmut entlassen werden, dann ist das keine "Detailfrage".
Weder Altersarmut wird es für eine ganze Generation geben, noch sind wir Spitzensteuerzahler.
Beides unbewiesen Stammtischthese, wie Bibliothekar korrekt formuliert.
Insbesondere:
Rente ist Rente
Steuer ist Steuer
Wo ich bei deinem Stammtisch dabei bin: Die Steuerlast ist für den "Mittelstandsbauch" definitiv zu hoch.
Allein das der Spitzensteuersatz schon so niedrig anfängt und Kapitaleinkünfte so extrem günstiger besteuert werden ist ja eine Schieflage.

Zitat
Es ist vielmehr eine politische Bankrotterklärung, die das Gemeinwesen erschüttern wird. Es wirft gleichzeitig die "Detailfrage" auf, warum die europäischen Nachbarn bei geringerer Belastung höhere Sicherheiten liefern können.
Soso, können sie, welcher Stammtisch erzählt denn das?
Haste da mal zahlen, wo es wesentlich besser läuft als in D?
Mir fällt erstmal nur Norwegen ein, aber die sind halt nur durch ihr Öl in der Lage Geschenke zu verteilen.
Ansonsten sehe ich da keinen Nachbarn, bei dem das alles fein und ausgewogen läuft.
Zitat
Von daher ist der Unmut darüber, dieses Missmanagement per Steuern befeuern zu dürfen, ja wohl eine recht menschliche Empfindung.
Ja durchaus: Aber sei trotzdem froh steuern zahlen zu dürfen, die Alternativen sind wesentlich schrecklicher.

Ganz davon abgesehen darf man sich als Steuerzahler durchaus über schlecht verteilte Steuereinnahmen echauffieren und muss es als gesellschaftliches Korrektiv sogar. Dabei sollte einem aber nie der Leistungsumfang verborgen bleiben, der durch die Sozialabgaben bereitgestellt wird.
Unbedingt, ist in meinen Augen durchaus auch Bürgerpflicht.
Einer der Gründe, warum ich wieder im öD bin, da kann ich da als minikleinesrädchen wenigstens was mit bewegen und für mehr Gerechtigkeit sorgen.
Und ja, wir haben ein recht guten Leistungsumfang, ich denke sogar für einen akzeptablem Preis.
Der aber für 90% der Menschen locker 20-40% geringer sein könnte, wenn wir eine gleichmäßigere Besteuerung hätten (auf der Welt) 
Aber das ist nur eine Stammtischmeinung, die mit ungenügende Zahlen unterfüttert ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 07.06.2022 16:06
Weder Altersarmut wird es für eine ganze Generation geben, noch sind wir Spitzensteuerzahler.
Beides unbewiesen Stammtischthese, wie Bibliothekar korrekt formuliert.
Insbesondere:
Rente ist Rente
Steuer ist Steuer
Wo ich bei deinem Stammtisch dabei bin: Die Steuerlast ist für den "Mittelstandsbauch" definitiv zu hoch.
Allein das der Spitzensteuersatz schon so niedrig anfängt und Kapitaleinkünfte so extrem günstiger besteuert werden ist ja eine Schieflage.

Bei der Rente darf mann natürlich dennoch nicht vergessen, dass der Haushalt der DRV einen Bundeszuschuss enthält, der nicht gaaanz unerheblich ist... Bei rd 290Mrd. Euro Renten in 2020 wurden "nur" 250 über Beiträge eingenommen. Der Rest ist halt aus "der Steuer". Linke Tasche oder rechte Tasche ist dem Bürger im allgemeinen glaub ich ziemlich Wurscht. Es ist und bleibt halt quotal für viele eine sehr hohe Abgabenlast insb. auf Arbeitseinkommen. Wenn ich nicht irre liegt nur Belgien im Schnitt was höher als D.
 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 07.06.2022 18:14
Mein Grundversorger hat angekündigt den Gaspreis und den Strompreis zu erhöhen. Im Schnitt 27% Monatlich mehr. Die 30 € Lohnerhöhung gehen also wieder komplett an mir vorbei. Zusätzlich wurde das Essensgeld der Kita erhöht und der kitabeitrag. Sämtliche andere kosten ganz zu schweigen. Ich dachte arbeiten gehen muss sich lohnen. Anscheinend lohnt es sich nicht mehr. Unterm Strich habe ich nun pro monat um die 450€ für meine Familie weniger zur Verfügung. Der Wohlstand geht zur Grunde. 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: clarion am 07.06.2022 21:21
Tja im Moment haben alle Reallohnverluste. Ein Kollege erzählte heute, er hätte seinen Heizöltank vollgetankt, weil ein Kumpel  bei Stadtwerken gesagt hätte, dass es zum Herbst noch viel teurer würde. Für die Tankfüllung muss er fast 4.000 Euro mehr bezahlen als beim letzten Mal. Da sind 60 Euro mehr im Monat  für Gas fast ein Schnäppchen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 21:52
Tja, wenn der Preis nach oben geht, ist das wehklagen groß. Wenn er noch unten geht, dass Schweigen erdrückend.

Schwere Zeiten stehen uns bevor. Die dritte Urlaubsreise im Ausland im Jahr werden wir uns alle wohl dieses Jahr nicht mehr leisten können.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 07.06.2022 22:35
Tja, wenn der Preis nach oben geht, ist das wehklagen groß. Wenn er noch unten geht, dass Schweigen erdrückend.

Schwere Zeiten stehen uns bevor. Die dritte Urlaubsreise im Ausland im Jahr werden wir uns alle wohl dieses Jahr nicht mehr leisten können.

Also ich muss schon sagen. Solche Aussagen empfinde ich als höchst widerlich. Es gibt auch Mitarbeiter des ÖD, die nicht in e 15 rumhängen und ihre grünen Fantasien ausleben. Für eine durchschnittliche 4 Köpfige Familie liegen aktuell 300 - 400 Euro mehr Ausgaben auf dem Tisch. Und das kann sehr sehr belastend sein. Aber ich schätze, von Angesicht zu Angesicht wären Sie eher der nach unten schauende, alleinlebende Kollege.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 07.06.2022 23:00
Tja, wenn der Preis nach oben geht, ist das wehklagen groß. Wenn er noch unten geht, dass Schweigen erdrückend.

Schwere Zeiten stehen uns bevor. Die dritte Urlaubsreise im Ausland im Jahr werden wir uns alle wohl dieses Jahr nicht mehr leisten können.

Also ich muss schon sagen. Solche Aussagen empfinde ich als höchst widerlich. Es gibt auch Mitarbeiter des ÖD, die nicht in e 15 rumhängen und ihre grünen Fantasien ausleben. Für eine durchschnittliche 4 Köpfige Familie liegen aktuell 300 - 400 Euro mehr Ausgaben auf dem Tisch. Und das kann sehr sehr belastend sein. Aber ich schätze, von Angesicht zu Angesicht wären Sie eher der nach unten schauende, alleinlebende Kollege.
Tja, erster Satz von mir hat  Allgemeingültigkeit, durch alle EGs
zweiter Satz nur für die die eh am lautesten jammern.
und ja, es liegen für viele Menschen derzeit gigantische ‚unerwartete’ Mehrausgaben auf dem Tisch.
Gas Nachzahlung, Strom Nachzahlung,…
das erste mal seit langem ein echter krasser Reallohnverlust.
Und mit 3. Urlaub nicht mehr möglich, wollte ich die echt belastenden Probleme karikiere, die die Masse hier beschreit.
Spare in der Zeit, dann..


Zu mir:
weder eg15
noch alleinlebend
Kinder versorgt
nicht nach unten schauend
sehr wohl vermögend (mehrer Wohneinheiten die ich vermiete)
aber das nutze ich  um H4 Menschen einen Wohnraum zu ermöglichen.
Sie dürfen gerne weiterhin angewidert sein.
Meine zynische oder ironischen Kommentare werde ichweiter von mir geben, und meinGlaube, dass die wenigsten im öD echte krasse Problem haben, werde ich mir nicht nehmen lassen.
Da sehe ich bei der Tafel und meinen Mietern echte Schicksale.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: clarion am 07.06.2022 23:23
Das denke ich auch, dass viele im ÖD gar kein Gespür für echte Not haben. Selbst mit E6 Stufe 1 also als Berufsanfänger, hat man deutlich mehr als ein Single in Grundsicherung oder H4. Und dank VBL und eines akzeptabelen Gehalt ist man - sofern man nicht sehr früh in Rente muss - weit von den Flaschensammlern und Tafelgängern weg.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 07.06.2022 23:34
Das denke ich auch, dass viele im ÖD gar kein Gespür für echte Not haben.

Viele öDler der E9 und höher haben auch gar kein Gespür für echte Arbeit, für die eine Lohnsteigerung - um mindestens einen Reallohnverlust auszugleichen - verdient wäre. Ein öDler-Spruch wie "Das kann ich nicht auch noch leisten", kann man sich in der echten Welt nicht leisten.

Die öD-Bubble muss Platzen und unbequem werden. Fachkräfte sollten jedoch weiterhin entsprechend entlohnt werden, damit es in diesem Land weiter geht. Leistungsabhängige Bezahlung wäre da ein Weg. Jede Behörde hat Gremien für X und Gremien für Y, warum also kein Gremium für Leistungsbezüge
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 06:43
Das Gespür für echte Arbeit haben allerdings auch in der pW viele nicht, die in großen Firmen dahin gammeln.
Zumindest habe ich da ähnliche Strukturen erlebt.
Hire and Fire geht ja nur bei Kleinunternehmen.

Und Gremien für LOBs sind ja der Tot des ganzen, noch mehr Wasserkopf, wozu?
Da wird dann doch nur jahrzehntelang versucht „objektive“ Kriterienkataloge für die Leistungsmessung zu basteln, die dann so weich sind, dass Willkür weiterhin möglich bleibt.
So ists doch bei der Beamtenbewertung mit der Beförderungs Möhre erfolgreich etabliert.

Warum dann nicht gleich den vermeintlichen Führungskräften ein Pott Geld zur freien Verteilung hinstellen, Willkür egal.
Im TVL  und beim Bund hätte man ja jetzt schon die tarifliche Möglichkeit 20% der Stufe 2 als Leistungsentgelt zusätzlich zu zahlen.
Es fehlen aber die abwanderungswilligen AN und die AGs die es systematisch einsetzen wollen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 08.06.2022 07:13
Das denke ich auch, dass viele im ÖD gar kein Gespür für echte Not haben. Selbst mit E6 Stufe 1 also als Berufsanfänger, hat man deutlich mehr als ein Single in Grundsicherung oder H4. Und dank VBL und eines akzeptabelen Gehalt ist man - sofern man nicht sehr früh in Rente muss - weit von den Flaschensammlern und Tafelgängern weg.

Durch viele Vergünstigungen für Harz4ler dürfte die Differenz nicht sehr groß sein... Bei Familien wird es dann richtig spannend.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 08.06.2022 07:38

sehr wohl vermögend (mehrer Wohneinheiten die ich vermiete)
aber das nutze ich  um H4 Menschen einen Wohnraum zu ermöglichen.


...hat "nebenbei" auch den Vorteil, dass die Mieteinnahmen gesichert sind...denn "das Amt" zahlt immer und pünktlich... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 08.06.2022 08:03
Ein wahrer Samariter...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 08.06.2022 08:46
Nunja TVÖD 8/3 Lohnsteuerklasse 3 sind wir bei 2400€ knapp. Dazu kommt Kindergeld in Höhe von 670€ Plus Elterngeld in Höhe von 400€. Miete beläuft sich in Düsseldorf bei knapp 90 m2 auf 1400€ ( Mieterhöhung steht noch aus)plus Nebenkosten auf mittlerweile 300€. 1700€ also nur Wohnkosten. Kitabeitrag in DD für unter 3 jährige: 225€ plus Essensgeld Höhe 60€. Bleiben genau etwas über 1400€ übrig. Davon muss Telefon&internet, Versicherungen etc. Bezahlt werden. Also 200€ sind wir über den Regelbedarf. Ich gehe also für 200€ mehr 39 Stunden pro Woche arbeiten
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 08.06.2022 08:52
Tja, wenn der Preis nach oben geht, ist das wehklagen groß. Wenn er noch unten geht, dass Schweigen erdrückend.

Schwere Zeiten stehen uns bevor. Die dritte Urlaubsreise im Ausland im Jahr werden wir uns alle wohl dieses Jahr nicht mehr leisten können.

Also ich muss schon sagen. Solche Aussagen empfinde ich als höchst widerlich. Es gibt auch Mitarbeiter des ÖD, die nicht in e 15 rumhängen und ihre grünen Fantasien ausleben. Für eine durchschnittliche 4 Köpfige Familie liegen aktuell 300 - 400 Euro mehr Ausgaben auf dem Tisch. Und das kann sehr sehr belastend sein. Aber ich schätze, von Angesicht zu Angesicht wären Sie eher der nach unten schauende, alleinlebende Kollege.
Tja, erster Satz von mir hat  Allgemeingültigkeit, durch alle EGs
zweiter Satz nur für die die eh am lautesten jammern.
und ja, es liegen für viele Menschen derzeit gigantische ‚unerwartete’ Mehrausgaben auf dem Tisch.
Gas Nachzahlung, Strom Nachzahlung,…
das erste mal seit langem ein echter krasser Reallohnverlust.
Und mit 3. Urlaub nicht mehr möglich, wollte ich die echt belastenden Probleme karikiere, die die Masse hier beschreit.
Spare in der Zeit, dann..


Zu mir:
weder eg15
noch alleinlebend
Kinder versorgt
nicht nach unten schauend
sehr wohl vermögend (mehrer Wohneinheiten die ich vermiete)
aber das nutze ich  um H4 Menschen einen Wohnraum zu ermöglichen.
Sie dürfen gerne weiterhin angewidert sein.
Meine zynische oder ironischen Kommentare werde ichweiter von mir geben, und meinGlaube, dass die wenigsten im öD echte krasse Problem haben, werde ich mir nicht nehmen lassen.
Da sehe ich bei der Tafel und meinen Mietern echte Schicksale.

Da du ja Geld genug hast und andere Arbeit suchen kannst du ja in deinem gemachten ÖD Arbeitsplatz Platz machen. Dann haben wir ja in diesem Wasserkopf System ein Arbeitnehmer weniger der bezahlt werden muss. Die Arbeit wird ja trotzdem gemacht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 08.06.2022 08:56
Zitat
Haste da mal zahlen, wo es wesentlich besser läuft als in D?
Mir fällt erstmal nur Norwegen ein, aber die sind halt nur durch ihr Öl in der Lage Geschenke zu verteilen.
Ansonsten sehe ich da keinen Nachbarn, bei dem das alles fein und ausgewogen läuft.
Von daher ist der Unmut darüber, dieses Missmanagement per Steuern befeuern zu dürfen, ja wohl eine recht menschliche Empfindung.

Auf meinem Stammtisch liegen zum Glück ein paar Statistiken rum. Einfach mal "Anteil von Steuer- und Sozialabgaben an den Gesamtarbeitskosten für Durchschnittsverdiener in den OECD-Ländern" (Abrufbar auf Statista.de) und die direkt von der OECD herausgegebene Statistik "Rentenniveau in Europa" nebeneinander legen. Da ist Deutschland Spitzenreiter in der Steuer- und Abgabenlast und eines der Schlusslichter beim Rentenniveau (das ja zukünftig noch weiter abgesenkt werden soll). Österreich und die Niederlande sind häufig genannte Beispiele, wo es wesentlich besser läuft. Aber selbst die Despoten in Russland, der Türkei und Ungarn bieten ein höheres Rentenniveau bei geringeren Belastungen. Deutschland ist beim Rentenniveau derzeit gleichauf mit Post-Troika-Griechenland.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 08.06.2022 10:00
Nunja TVÖD 8/3 Lohnsteuerklasse 3 sind wir bei 2400€ knapp. Dazu kommt Kindergeld in Höhe von 670€ Plus Elterngeld in Höhe von 400€. Miete beläuft sich in Düsseldorf bei knapp 90 m2 auf 1400€ ( Mieterhöhung steht noch aus)plus Nebenkosten auf mittlerweile 300€. 1700€ also nur Wohnkosten. Kitabeitrag in DD für unter 3 jährige: 225€ plus Essensgeld Höhe 60€. Bleiben genau etwas über 1400€ übrig. Davon muss Telefon&internet, Versicherungen etc. Bezahlt werden. Also 200€ sind wir über den Regelbedarf. Ich gehe also für 200€ mehr 39 Stunden pro Woche arbeiten

Elterngeld?

Jetzt rechne mal mit einem Alleinverdiener. Dann wird es richtig lustig wenn man GEZ und die ganzen anderen Späße mit einbezieht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 08.06.2022 10:00
... Also 200€ sind wir über den Regelbedarf.
Du beschreibst es ja richtig: Die Verwendung der Abgaben+Steuern ist das Problem und nicht das der Staat (generell) Einnahmen+Abgaben erhebt. Bei einer entsprechenden Verwendung=Ausgabenseite könnte man sich nämlich auf die die Höhe der Abgabenlast bei den Gesamtarbeitskosten, Spitzensteuersatz etc fokussieren.
Allein der Glaube fehlt mir, siehe gefühlt 489 Jahre "Abbau der kalten Progression".

Ich gehe also für 200€ mehr 39 Stunden pro Woche arbeiten
Tja, das ist auch ein Grund warum ich das ach so schöne Sanktionsmoratorium nicht so abfeiere. Das ist ja ein fatales Signal, wie unsere Regierung hier den Wert von Arbeit und Arbeiten ja fast schon beerdigt.
Wer Hartz 4 bezieht, muss nahezu nichts Unangenehmes befürchten, wenn er vereinbarte Termine nicht einhält oder Jobangebote, Bewerbungen und Weiterbildung ablehnt. Das kann der AN im allgemeinen ja mal machen, bspw 5 mal nicht pünktlich zur vereinbarten Arbeitszeit da sein...
Eigentlich wurde damit ja jetzt ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt, das ja auch noch bei Heizung/Strom/Miete auch noch von der Preisentwicklung entkoppelt ist, oder?

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 08.06.2022 10:19
Eigentlich wurde damit ja jetzt ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt, das ja auch noch bei Heizung/Strom/Miete auch noch von der Preisentwicklung entkoppelt ist, oder?

Ein bedingungsloses Grundeinkommen sollte aber normalerweise jeder bekommen. Und nicht nur das Harz4 Klientel.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 08.06.2022 10:21
Deshalb schrieb ich ja auch ein und nicht das bedingungslose/s Grundeinkommen
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 08.06.2022 11:01
Nunja TVÖD 8/3 Lohnsteuerklasse 3 sind wir bei 2400€ knapp. Dazu kommt Kindergeld in Höhe von 670€ Plus Elterngeld in Höhe von 400€. Miete beläuft sich in Düsseldorf bei knapp 90 m2 auf 1400€ ( Mieterhöhung steht noch aus)plus Nebenkosten auf mittlerweile 300€. 1700€ also nur Wohnkosten. Kitabeitrag in DD für unter 3 jährige: 225€ plus Essensgeld Höhe 60€. Bleiben genau etwas über 1400€ übrig. Davon muss Telefon&internet, Versicherungen etc. Bezahlt werden. Also 200€ sind wir über den Regelbedarf. Ich gehe also für 200€ mehr 39 Stunden pro Woche arbeiten

Elterngeld?

Jetzt rechne mal mit einem Alleinverdiener. Dann wird es richtig lustig wenn man GEZ und die ganzen anderen Späße mit einbezieht.
Ja Elterngeld. Urlaub und so wollen wir ja auch machen. Deswegen geht meine Frau ebenfalls Teilzeit arbeiten. Nur mit einem Kleinkind momentan schwer. Wenn meine Frau wieder arbeiten geht dürfen wir bei den Kita kosten wieder voll drauf zahlen. Lohnt sich alles nicht
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 08.06.2022 13:31
Das Gespür für echte Arbeit haben allerdings auch in der pW viele nicht, die in großen Firmen dahin gammeln.
Zumindest habe ich da ähnliche Strukturen erlebt.
Hire and Fire geht ja nur bei Kleinunternehmen.
Das stimmt, da sammeln sich aber auch häufig die Fachkräfte, die ein entspannteres Leben mit mehr Geld haben wollen als es der öD bieten kann (beide Aspekte)

Und Gremien für LOBs sind ja der Tot des ganzen, noch mehr Wasserkopf, wozu?
Da wird dann doch nur jahrzehntelang versucht „objektive“ Kriterienkataloge für die Leistungsmessung zu basteln, die dann so weich sind, dass Willkür weiterhin möglich bleibt.
So ists doch bei der Beamtenbewertung mit der Beförderungs Möhre erfolgreich etabliert.
Ich weiß, aber ich weiß auch was ich von den meisten PA und Behördenleitungen erwarte, daher der Hinweis zu Gremien :D
Sollte (unwahrscheinlich) eine LOB im öD eingeführt werden, wird sie eben mit einem fetten Wasserkopf "Gremien" und Richtlinien besetzt, damit dieses Mittel möglichst nicht zu sehr genutzt wird...

Edit: Habe gesehen, es gibt LOB für den TVöD... spannend
Warum dann nicht gleich den vermeintlichen Führungskräften ein Pott Geld zur freien Verteilung hinstellen, Willkür egal.
Im TVL  und beim Bund hätte man ja jetzt schon die tarifliche Möglichkeit 20% der Stufe 2 als Leistungsentgelt zusätzlich zu zahlen.
Es fehlen aber die abwanderungswilligen AN und die AGs die es systematisch einsetzen wollen.
Es wandern halt nur die wenigen noch existierenden Leistungsträger des öD ab... und das trotz zugesagter Zulagen beim nachgewiesenen Wechselwillen... weil das Mittel nicht reicht, oder weil es zu spät ist. In meiner TV-L-Behörde wurden die Zulagen immer brav künstlich gedeckelt um bloss keine Präzedenzfälle zu schaffen (angeblich vorgabe des Ministeriums).

Dann wurde halt mit der Schulter gezuckt und gesagt "Der Tarifvertrag gibt nicht mehr her, da muss sich was ändern, nicht bei uns, sorry"
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 15:44

sehr wohl vermögend (mehrer Wohneinheiten die ich vermiete)
aber das nutze ich  um H4 Menschen einen Wohnraum zu ermöglichen.


...hat "nebenbei" auch den Vorteil, dass die Mieteinnahmen gesichert sind...denn "das Amt" zahlt immer und pünktlich... 8)
Jaein, wenn ich nicht noch Sozialarbeiter spiele, dann kriegen einige das regelmäßige Antrag stellen nicht auf die Kette.
Oder bei Veränderungen der Lebensumstände ebenfalls auch nicht immer.
Also die Mietausfälle, die ich bisher hatte, waren alle durch die Bank bei H4ler

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 08.06.2022 17:50
Die Renten sind heute und auch in 30 Jahren noch ausreichend, solange Sie als eine von drei Stützen begriffen und gelebt werden.

Der mangelnde Wohnraum ist vor allem linksgrünen Wählern zu verdanken, die Bauland verknappen und das Bauen durch überbordende Auflagen verteuern. Die Mieten sind nur so hoch, weil wir nicht genug bauen.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 17:58
Vielleicht aber auch nur, weil die Linken Hippies nicht mehr in Kommunen oder WGs leben wollen, sondern weil man auch als Lebenspartnerschaft jeder seine eigene 60qm 3 Zimmerwohnung haben will und nicht zu zweit zufrieden mit einer 3 Zimmer 80 qm Wohnung ist.
Und weil alte Menschen nicht aus ihren Grossraumwohnungen ausziehen können, weil die kleiner Wohnung teurer ist.
Weil grundsätzlich alle mehr Wohnraum haben wollen (durch HO evtl. sogar brauchen)
Weil alle jetzt in Berlin oder anderen Großstädten leben wollen.


Ist eigentlich die Gesamtzahl der Wohnungen so stark gesunken oder die Einwohnerzahl in Deutschland so stark gestiegen?


ach es gibt so viele schöne Gründe warum wir Wohnraumknappheit haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 08.06.2022 18:07
Könnte auch damit zusammenhängen, das Altbauten bei den Energiekosten das letzte Hemd ausziehen und Sanierungen langwierig und teuer sind.

Da wären wir wieder bei den grünen Hippies.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 08.06.2022 18:10
Selbstredend geht der Wohlstandsgewinn am Wohnraum nicht vorbei, worum auch?

Pro Person wird immer mehr an m2 angefordert.

Bauen, Bauen, Bauen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: clarion am 08.06.2022 18:39
@Emmi87,

und Du meinst, anderen nicht akademischen Büroangestellten in der PW ginge es besser? Die ächzen genauso unter der derzeitigen Inflation wie Du.

Ich will ja nicht sagen,  dass die Inflation kein Problem ist, aber glaube mir, es gibt bei Leuten die Hartz IV bekommen oder in prekären Beschäftigungen ausgebeutet werden, materiell weitaus schlechter, als jedem Vollzeit - ÖDler
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 19:26
Zitat
Haste da mal zahlen, wo es wesentlich besser läuft als in D?
Mir fällt erstmal nur Norwegen ein, aber die sind halt nur durch ihr Öl in der Lage Geschenke zu verteilen.
Ansonsten sehe ich da keinen Nachbarn, bei dem das alles fein und ausgewogen läuft.
Von daher ist der Unmut darüber, dieses Missmanagement per Steuern befeuern zu dürfen, ja wohl eine recht menschliche Empfindung.

Auf meinem Stammtisch liegen zum Glück ein paar Statistiken rum. Einfach mal "Anteil von Steuer- und Sozialabgaben an den Gesamtarbeitskosten für Durchschnittsverdiener in den OECD-Ländern" (Abrufbar auf Statista.de) und die direkt von der OECD herausgegebene Statistik "Rentenniveau in Europa" nebeneinander legen. Da ist Deutschland Spitzenreiter in der Steuer- und Abgabenlast und eines der Schlusslichter beim Rentenniveau (das ja zukünftig noch weiter abgesenkt werden soll). Österreich und die Niederlande sind häufig genannte Beispiele, wo es wesentlich besser läuft. Aber selbst die Despoten in Russland, der Türkei und Ungarn bieten ein höheres Rentenniveau bei geringeren Belastungen. Deutschland ist beim Rentenniveau derzeit gleichauf mit Post-Troika-Griechenland.
Ja, da steckt ja wie immer nur die halbe Wahrheit drin. Etwas anders sieht es aus, wenn man die "Rückläufer" des Staates da einrechnet (z.B. Kindergeld) und wenn man die indirekten Steuern mit betrachtet.
Hier eine Werbeblatt vom BMF, die sich es schön rechnen:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2021-06-21-die-wichtigsten-steuern-im-internationalen-vergleich-2020.pdf?__blob=publicationFile&v=9
Basiert zum teil auf der OECD Erhebungen.

Was ich immer so schön krass finde:
Die FDP jammert gerne, dass die oberen 10% alleine 90% der Einkommenssteuer zahlen.
MannOMann da werden  ja die Leistenden zur Kasse gebeten /ironie off
Wenn man alle die Einkünfte betrachtet, dann tragen die oberen 30% der ESt zahlern "nur" zu 50% von der Staatseinkommenslast.
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)


Am Ende kommt aber durchaus raus, dass in D Lohn sicherlich zu Gunsten von Kapital /Vermögen/ Körperschaft .... geringer besteuert werden könnte.
Denn insgesamt ist die Abgaben/Steuerlast in D bezogen aufs BIP recht "moderat" also eher ein Verteilungsproblem als das zu hohe Steuern in D genommen werden würden.
Sie nwerden halt (wie so oft) von den Falschen Genommen.
(Also ich finde es lau, dass obere Einkommensdrittel nur zu 50% zu den Staatseinnahmen beiträgt)

Oder 7% zu 3% und 19% zu 30% bei der Ust, wäre ja auch was, was Raum für die Est senken könnte  8)
Dann kosten Dicke Ipads und Dicke Auto halt eben Dickeres Geld
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 19:30
Da du ja Geld genug hast und andere Arbeit suchen kannst du ja in deinem gemachten ÖD Arbeitsplatz Platz machen. Dann haben wir ja in diesem Wasserkopf System ein Arbeitnehmer weniger der bezahlt werden muss. Die Arbeit wird ja trotzdem gemacht.
Warum sollte ich.
1.) möchte ich sinnvolle Arbeit leisten
2.) erzeuge ich durch mein Tätigkeiten Einnahmen/Einsparungen beim Staat, die ein vielfaches dessen was ich koste ausmachen.
3.) macht zu viel Spaß was ich mache
4.) Ja, ab 60 werde ich partiell mein Platz räumen
5.) Nein, wenn ich nicht da bin und entsprechend ersetz werde, wird die Arbeit eben nicht gemacht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 19:33
Ein wahrer Samariter...
Nein, dann würde ich die Leute da kostenfrei wohnen lassen.
So verdiene ich Geld, muss allerdings keine Gewinnmaximierung machen, sondern kann ruhig schlafen, weil ich bezahlbaren Wohnraum anbieten kann, obwohl ich erstaunlicherweise trotzdem damit Geld verdiene.
Was mir zeigt, dass die meisten meiner Mieter die Wohnung auch als Eigentum finanzieren könnten, wenn sie das Geld von der Bank bekämen oder sie es sich besorgen würden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 08.06.2022 20:37
@Emmi87,

und Du meinst, anderen nicht akademischen Büroangestellten in der PW ginge es besser? Die ächzen genauso unter der derzeitigen Inflation wie Du.

Ich will ja nicht sagen,  dass die Inflation kein Problem ist, aber glaube mir, es gibt bei Leuten die Hartz IV bekommen oder in prekären Beschäftigungen ausgebeutet werden, materiell weitaus schlechter, als jedem Vollzeit - ÖDler

Möglicherweise schon, allerdings muss ich dazu sagen das die Mitarbeiter im ÖD ebenfalls zum Teil ausgebeutet werden. Siehe hierzu: Zeitverträge, hochgruppierungen werden nicht umgesetzt, coronabonus nicht ausgezahlt, miese Personaler die frei Schnauze entscheiden wie entlohnt wird und zum Schluss immer diese miesen Ausreden bezüglich Tariferhöhungen während mal eben 100 Milliarden locker gemacht werden für die Bundeswehr und man sieht ja den tollen Tankrabatt wie er gerade in den Taschen der Konzerne verschwindet. Es werden dringend Erzieher, Pfleger, Ärzte, Ingenieure, Architekten und Itler im ÖD gesucht aber einfach für den gebotenen Lohn nicht gefunden. Der ÖD ist so ineffizient das es als Unternehmen in der PW nicht mal 1 Monat überleben würde. Schaut euch doch mal am Arbeitsplatz um ? Wieviele werden gesucht ? Mit was für einer IT müsst ihr den arbeiten? Ich wette 70 Prozent arbeiten immer noch mit Win7.
Und ich frage mich selbst wieso ich eigentlich noch Mehrarbeit( Überstunden gibt es nicht mehr) bei meinem Arbeitgeber schiebe wenn ich als Nebenjob 15€ steuerfrei dazu verdienen kann. 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 08.06.2022 20:47
Ein wahrer Samariter...
Nein, dann würde ich die Leute da kostenfrei wohnen lassen.
So verdiene ich Geld, muss allerdings keine Gewinnmaximierung machen, sondern kann ruhig schlafen, weil ich bezahlbaren Wohnraum anbieten kann, obwohl ich erstaunlicherweise trotzdem damit Geld verdiene.
Was mir zeigt, dass die meisten meiner Mieter die Wohnung auch als Eigentum finanzieren könnten, wenn sie das Geld von der Bank bekämen oder sie es sich besorgen würden.


Es gibt Gründe das manche kein Eigentum wollen. Beispielsweise: keine sicheren Einkommen, nichts bezahlbar mit normalen Einkommen. Und natürlich kommt es drauf an wann genau man gekauft hat: beispielsweise vor 10 Jahren wurde ein Rheinendhaus in Köln für 195.000€ verkauft. 10 Jahre später Haus in der Nachbarschaft( indentisch mit dem Haus ) für 450.000€. 40 Jahre für ein Immobilie Geld zu bezahlen und für 40 Jahre in einer Immobilie zu wohnen ist schon bisschen viel verlangt. Was wenn in der Nähe plötzlich eine Autobahn gebaut wird ? Eine neue Bahngleise ? Neue Wohnungen für sozailschwache ? Schon vieles gehört und gesehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 22:11
Ein wahrer Samariter...
Nein, dann würde ich die Leute da kostenfrei wohnen lassen.
So verdiene ich Geld, muss allerdings keine Gewinnmaximierung machen, sondern kann ruhig schlafen, weil ich bezahlbaren Wohnraum anbieten kann, obwohl ich erstaunlicherweise trotzdem damit Geld verdiene.
Was mir zeigt, dass die meisten meiner Mieter die Wohnung auch als Eigentum finanzieren könnten, wenn sie das Geld von der Bank bekämen oder sie es sich besorgen würden.


Es gibt Gründe das manche kein Eigentum wollen. Beispielsweise: keine sicheren Einkommen, nichts bezahlbar mit normalen Einkommen. Und natürlich kommt es drauf an wann genau man gekauft hat: beispielsweise vor 10 Jahren wurde ein Rheinendhaus in Köln für 195.000€ verkauft. 10 Jahre später Haus in der Nachbarschaft( indentisch mit dem Haus ) für 450.000€. 40 Jahre für ein Immobilie Geld zu bezahlen und für 40 Jahre in einer Immobilie zu wohnen ist schon bisschen viel verlangt. Was wenn in der Nähe plötzlich eine Autobahn gebaut wird ? Eine neue Bahngleise ? Neue Wohnungen für sozailschwache ? Schon vieles gehört und gesehen.
Ja, natürlich. Da gibt es viele Gründe.
Zwei Anregungen zu deinen Aussagen dazu.
Es ist, ein Irrglaube, dass man 40 Jahre in dem Haus wohnen muss, welches man gekauft hat.
Es liegt aber sehr tief und fest in der Natur der Deutschen so scheints.
Man kann jederzeit wegziehen und vermieten oder verkaufen. Risiko, die Anschaffungsnebenkosten werden durch die Wertsteigerung nicht kompensiert.

Zu deinem Beispiel wg. Preissteigerung.
Ja, in den letzten 10 Jahren haben sich die Preise verdoppelt, in den letzten 20 Jahren auch.
Und wenn man sich anschaut wieviel man wielange zahlen muss, dann dürfte es bei deinem Beispiel nicht sonderlich viel mehr prozentual gesehen, was man monatlich vom Lohn aufbringen muss um nach x Jahren schuldenfrei zu sein.
Also Wert gestiegen, monatliche Belastung gleichgeblieben, wg. Zinsen.
Daher war es eigentlich die letzten 20 Jahre egal wann man gekauft hat.
Hotspots natürlich ausgenommen. Lage Lage Lage🥺
Da sind wir gerade an einem Wendepunkt, die die seit 2-3 Monaten anfangen sich mit Hauskauf zu beschäftigen sind die die angearscht sind.
Die letzten 20 Jahre war es wirklich recht stabil, was die Finanzierbarkeit anging. wg. dem  Niedrigzins.
ich sag das, weil ich mich solange damit beschäftige und immer wieder Objekte durchgerechnet habe.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 08.06.2022 22:15
@Emmi87,

und Du meinst, anderen nicht akademischen Büroangestellten in der PW ginge es besser? Die ächzen genauso unter der derzeitigen Inflation wie Du.

Ich will ja nicht sagen,  dass die Inflation kein Problem ist, aber glaube mir, es gibt bei Leuten die Hartz IV bekommen oder in prekären Beschäftigungen ausgebeutet werden, materiell weitaus schlechter, als jedem Vollzeit - ÖDler

Möglicherweise schon, allerdings muss ich dazu sagen das die Mitarbeiter im ÖD ebenfalls zum Teil ausgebeutet werden. Siehe hierzu: Zeitverträge, hochgruppierungen werden nicht umgesetzt, coronabonus nicht ausgezahlt, miese Personaler die frei Schnauze entscheiden wie entlohnt wird und zum Schluss immer diese miesen Ausreden bezüglich Tariferhöhungen während mal eben 100 Milliarden locker gemacht werden für die Bundeswehr und man sieht ja den tollen Tankrabatt wie er gerade in den Taschen der Konzerne verschwindet. Es werden dringend Erzieher, Pfleger, Ärzte, Ingenieure, Architekten und Itler im ÖD gesucht aber einfach für den gebotenen Lohn nicht gefunden. Der ÖD ist so ineffizient das es als Unternehmen in der PW nicht mal 1 Monat überleben würde. Schaut euch doch mal am Arbeitsplatz um ? Wieviele werden gesucht ? Mit was für einer IT müsst ihr den arbeiten? Ich wette 70 Prozent arbeiten immer noch mit Win7.
Und ich frage mich selbst wieso ich eigentlich noch Mehrarbeit( Überstunden gibt es nicht mehr) bei meinem Arbeitgeber schiebe wenn ich als Nebenjob 15€ steuerfrei dazu verdienen kann.
Recht haste, und dann sagste ich als Informatiker soll aus dem öD verschwinden 🫠🤪

Ja ein Kern Problem ist in der Tat die Unfähigkeit im Bereich Personal, oft weil da Beamte sitzen, die nix vom Angestellten dasein wissen und immernoch glauben, dass der öd der Wunsch aller ist.
 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: clarion am 08.06.2022 23:55
Naja so schlimm ist es auch  nicht. Wir haben eine funktionierende IT, selbstverständlich auch schon mindestens seit  drei  Jahre  Windows  10. Jeder MA hat zwei Monitore, jeder hat einen Laptop  und eine VPN Karte für das Homeoffice.Wer wollte konnte für das HO auch noch zwei Bildschire bekommen. .

Wir haben gute Schreibtischstühle, moderne Möbel, gestrichene Wände, höhenverstellbare Schreibtische, teils elektrisch, teils mit gut zu bedienenden Gasdruckfedern. Jede Arbeitsgruppe  hat einen Besprechungsraum mit Kühlschrank. Da sind diese meisten Büros  in der PW deutlich  abgeranzter.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 09.06.2022 08:04
Ich will ja nicht sagen,  dass die Inflation kein Problem ist, aber glaube mir, es gibt bei Leuten die Hartz IV bekommen oder in prekären Beschäftigungen ausgebeutet werden, materiell weitaus schlechter, als jedem Vollzeit - ÖDler
Das wird in absoluten Zahlen ja sogar stimmen. Es ist ja aber ein gesellschaftliches Problem mit ner Menge Zündstoff, wenn bei einem (H4) am Ende des Tages der "Gang" zum Amt reicht um Wohn- und Wohnnebenkosten zu finanzieren, dem anderen in (prekärer) Beschäftigung ggf nur noch noch Kreditaufnahme, drastischer Verzicht oder Privatinso bleibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2022 09:09
Ich will ja nicht sagen,  dass die Inflation kein Problem ist, aber glaube mir, es gibt bei Leuten die Hartz IV bekommen oder in prekären Beschäftigungen ausgebeutet werden, materiell weitaus schlechter, als jedem Vollzeit - ÖDler
Das wird in absoluten Zahlen ja sogar stimmen. Es ist ja aber ein gesellschaftliches Problem mit ner Menge Zündstoff, wenn bei einem (H4) am Ende des Tages der "Gang" zum Amt reicht um Wohn- und Wohnnebenkosten zu finanzieren, dem anderen in (prekärer) Beschäftigung ggf nur noch noch Kreditaufnahme, drastischer Verzicht oder Privatinso bleibt.
Oder der erstmalige Gang zum Amt für Unterstützungsleistung, was oft lange herausgezögert wird, weil es als erniedrigend empfunden wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2022 09:11
Zitat
Haste da mal zahlen, wo es wesentlich besser läuft als in D?
Mir fällt erstmal nur Norwegen ein, aber die sind halt nur durch ihr Öl in der Lage Geschenke zu verteilen.
Ansonsten sehe ich da keinen Nachbarn, bei dem das alles fein und ausgewogen läuft.
Von daher ist der Unmut darüber, dieses Missmanagement per Steuern befeuern zu dürfen, ja wohl eine recht menschliche Empfindung.

Auf meinem Stammtisch liegen zum Glück ein paar Statistiken rum. Einfach mal "Anteil von Steuer- und Sozialabgaben an den Gesamtarbeitskosten für Durchschnittsverdiener in den OECD-Ländern" (Abrufbar auf Statista.de)
Auch lesenswert:
https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2021/heft/4/beitrag/die-verteilung-der-steuer-und-abgabenlast.html

Zwar nicht internationaler Vergleich, aber interne Verteilung
So sind die unteren 36 % der Einkommensverteilung Nettoempfänger staatlicher Geldleistungen. Bei sehr niedrigen Einkommen sind die Transfers stark durch Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II geprägt. Bei etwas höheren Einkommen nehmen Altersrenten eine stärke Rolle ein. Auch die Nettobelastung für Haushalte in der Mitte der Einkommensverteilung fällt mit rund 24 % deutlich niedriger aus als die Abgabenquote (45 %).
Wäre interessant diese Kurve in anderen Ländern ermitteln um eine Aussage über die Leistungsfähigkeit unseres Staates zu haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 09.06.2022 10:14
Bevor man über die Erhebung von Steuern und deren jeweiliger Höhe redet, ist zunächst zu prüfen, ob ein Bedarf für Einnahmen überhaupt in der derzeitigen Höhe vorliegt. Den sehe ich nicht, zumindest abseits vom Umverteilungswahn.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 09.06.2022 12:07
Deshalb schrieb ich ja auch ein und nicht das bedingungslose/s Grundeinkommen
Ein Grundeinkommen mit Bedindungen ist nicht ein, sondern kein bedingungsloses Grundeinkommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 09.06.2022 12:25
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)
Welche denn?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser17 am 09.06.2022 12:29
… Bzgl. Streik in den Häfen.  Verdi fordert vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) 1,20€ mehr pro Stunde + Inflationsausgleich…
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 09.06.2022 12:44
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)
Welche denn?
Vornehmlich Umsatzsteuer.  Zudem Tabaksteuer, Biersteuer, Kaffeesteuer, Alkopopsteuer, Branntweinsteuer, Schaumweinsteuer und Zwischenerzeugnissteuer und die Rennwett- und Lotteriesteuer. Also die klassischen Verbrauchssteuern, über  Energiesteuer und  Stromsteuer lässt sich streiten
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2022 13:16
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)
Welche denn?
7% auf seinen Lachs von Aldi (oder hat Lachs 19%?) ....
Auf Strom Gas etc. ebenfalls

Salz-, Alkohol-, Branntwein-, Tabaksteuer

und so weiter und so fort.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 09.06.2022 14:35
… Bzgl. Streik in den Häfen.  Verdi fordert vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) 1,20€ mehr pro Stunde + Inflationsausgleich…

Wenn sie das verkacken, weiß ich auch nicht mehr weiter. Besser Druck machen als jetzt gerade kann man kaum. Durch die geschlossenen Häfen in China mangelt es allerorts an viel Material, jetzt wo die Häfen langsam wieder aufmachen, kann man auch mal streiken. ;D

Zeitpunkt ist ganz gut gewählt, trägt aber nicht gerade dazu bei, die Inflation zu senken, weil der Mangel so künstlich hochgehalten wird.  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bob Kelso am 09.06.2022 15:02
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)
Welche denn?

Konsum-Steuern!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 09.06.2022 15:29
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)
Welche denn?
Vornehmlich Umsatzsteuer.  Zudem Tabaksteuer, Biersteuer, Kaffeesteuer, Alkopopsteuer, Branntweinsteuer, Schaumweinsteuer und Zwischenerzeugnissteuer und die Rennwett- und Lotteriesteuer. Also die klassischen Verbrauchssteuern, über  Energiesteuer und  Stromsteuer lässt sich streiten
(Auch ein H4ler zahlt Steuern und das nicht zu knapp!)
Welche denn?
7% auf seinen Lachs von Aldi (oder hat Lachs 19%?) ....
Auf Strom Gas etc. ebenfalls

Salz-, Alkohol-, Branntwein-, Tabaksteuer

und so weiter und so fort.
Steuerpflichtiger dieser Steuern ist jeweils ein Unternehmer, vorzugsweise der, der dem Hartzer diese Waren verkauft. Nicht jedoch der Hartzer selbst.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2022 16:04
Steuerpflichtiger dieser Steuern ist jeweils ein Unternehmer, vorzugsweise der, der dem Hartzer diese Waren verkauft. Nicht jedoch der Hartzer selbst.
Der Unternehmer verwaltet diese Steuer nur und leitet sie weiter, der Unternehmer zahlt keine Umsatzsteuer.
Der private Verbraucher zahlt sie, wenn er etwas erwirbt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 09.06.2022 16:28
Der Unternehmer verwaltet diese Steuer nur und leitet sie weiter, der Unternehmer zahlt keine Umsatzsteuer.
Der private Verbraucher zahlt sie, wenn er etwas erwirbt.
Der Unternehmer ist der gesetzlich Steuerpflichtige. Er zahlt die Steuer und trägt die Verantwortung sowie die Kosten für die Compliance. Die wirtschaftliche Belastung durch die Steuer gibt er an den Kunden weiter, der dadurch einen höheren Preis für die Ware zahlt, das ist richtig. Das ist aber bei allen Gestehungskosten so, was den Kunden nicht zum Arbeitgeber der Angestellten des Unternehmers oder Mieter dessen Räumlichkeiten usw. macht. Die Umsatzsteuer bildet da keine Ausnahme.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2022 16:45
Nein. Da hast du diese Steuer und ihrer Wirkung nicht verstanden.
Erst ist der Preis, dann kommt die Steuer. Nicht umgekehrt.
Der Unternehmer legt den Preis seiner Ware fest und darauf ist er verpflichtet die Ust aufzuschlagen und einzuziehen, egal welchen Gestehungskosten er hat.
Der Unternehmer hat keine wirtschaftliche Belastung durch die Umsatzsteuer (außer die Kosten für die Verwaltung dieser im Auftrag des Staates).
Um Ende des Jahre zahlt ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer 0 Umsatzsteuer an den Staat.
Diese Steuer zahlt letztendlich der nicht Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer, bzw. Privatperson.
Alle anderen in der Wertschöpfungskette zahlen 0 € Umsatzsteuer, nachdem sie ihre Jahreserklärung gemacht haben. Es stellt keinerlei Belastung für das Unternehmen da. Er nimmt USt ein und zahlt Ust und die Differenz bekommt er mit der Jahreserklärung/Voranmeldung vom Staat und muss sie abführen.

Was du meinst ist, dass das Unternehmen den EndKundenpreis bei der Gestalltung seines Netto Preises im Blick hat und ihn danach gestalltet.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: FGL am 09.06.2022 17:25
Der Unternehmer legt den Preis seiner Ware fest und darauf ist er verpflichtet die Ust aufzuschlagen und einzuziehen, egal welchen Gestehungskosten er hat.
Zu einem Aufschlag ist er nicht verpflichtet. Gegenstand der Besteuerung ist sein Umsatz. Der Aufschlag ist lediglich die Praxis zwecks Weitergabe an den Kunden.

Der Unternehmer hat keine wirtschaftliche Belastung durch die Umsatzsteuer (außer die Kosten für die Verwaltung dieser im Auftrag des Staates). Um Ende des Jahre zahlt ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer 0 Umsatzsteuer an den Staat. Diese Steuer zahlt letztendlich der nicht Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer, bzw. Privatperson.
Natürlich hat der Unternehmer diese Belastung. Sein Umsatz wird besteuert. Dass er diese vorhersehbare Belastung bei seiner Preisgestaltung berücksichtigt hat, ändert daran nicht. Entsprechend zahlt der Kunde als nicht Umsatzsteuerpflichtiger eben keine Umsatzsteuer, sondern einen entsprechend höheren Preis für die Ware oder Dienstleistung.

Was du meinst ist, dass das Unternehmen den EndKundenpreis bei der Gestalltung seines Netto Preises im Blick hat und ihn danach gestalltet.
Soweit sind wir uns einig.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2022 17:41
Der Unternehmer legt den Preis seiner Ware fest und darauf ist er verpflichtet die Ust aufzuschlagen und einzuziehen, egal welchen Gestehungskosten er hat.
Zu einem Aufschlag ist er nicht verpflichtet. Gegenstand der Besteuerung ist sein Umsatz. Der Aufschlag ist lediglich die Praxis zwecks Weitergabe an den Kunden.
Er ist verpflichtet es auf der Rechnung auszuweisen und abzuführen. Da ist es vollkommen egal welchen Nettopreis er festlegt. Dieser "Aufschlag" steht nicht zu seiner Disposition, der ist gesetzlich festgelegt (s.u.).

Zitat
Der Unternehmer hat keine wirtschaftliche Belastung durch die Umsatzsteuer (außer die Kosten für die Verwaltung dieser im Auftrag des Staates). Um Ende des Jahre zahlt ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer 0 Umsatzsteuer an den Staat. Diese Steuer zahlt letztendlich der nicht Umsatzsteuerpflichtige Unternehmer, bzw. Privatperson.
Natürlich hat der Unternehmer diese Belastung. Sein Umsatz wird besteuert. Dass er diese vorhersehbare Belastung bei seiner Preisgestaltung berücksichtigt hat, ändert daran nicht. Entsprechend zahlt der Kunde als nicht Umsatzsteuerpflichtiger eben keine Umsatzsteuer, sondern einen entsprechend höheren Preis für die Ware oder Dienstleistung.
Falsch: Der Unternehmer hat keine Belastung, seiner Ware wird nur für den Endkunden teurer, da dieser die USt aufgeschlagen bekommt.
Er hat nur einen Wettbewerbsnachteil gegenüber einem Unternehmer der nicht USt pflichtig ist. Das ist die einzige "Belastung".

Richtig, Endkunde zahlt wegen der Umsatzsteuer einen Höheren preis.
Der umsatzsteuerpflichtige Unternehmer der diese Ware kauft nicht, da er die Umsatzsteuer nicht bezahlt, sondern verrechnet.

Was du meinst ist, dass das Unternehmen den EndKundenpreis bei der Gestalltung seines Netto Preises im Blick hat und ihn danach gestalltet.
Soweit sind wir uns einig.
[/quote]
Es ist wie es ist: Der Endkunde bezahlt (finanziert) die Umsatzsteuer. Der Unternehmer kommt umsatzsteuerlich am Ende des Jahres mit 0€ bezahlter Umsatzsteuer davon. Es ist nur ein durchlaufender Posten!

Schönes Beispiel: Inzwischen gibt es einige Bäcker die unterschiedlichen Steuersatz für den Ausserhausverkauf und Verzehr vor Ort auch auspreisen.
Da kostet dann das geschmierte Brötchen in der Tüte zum Mitnehmen 2,20€ und das auf dem Teller serviert 2,45€.
Früher hat der Bäcker halt immer 2,45€ kassiert und mehr die 25Cent mehr Gewinn bei aH eingestrichen (oder betrogen, in dem er Vorortverzehr als außer Haus gebucht hat)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 10.06.2022 07:04
Schönes Beispiel: Inzwischen gibt es einige Bäcker die unterschiedlichen Steuersatz für den Ausserhausverkauf und Verzehr vor Ort auch auspreisen.
Da kostet dann das geschmierte Brötchen in der Tüte zum Mitnehmen 2,20€ und das auf dem Teller serviert 2,45€.
Früher hat der Bäcker halt immer 2,45€ kassiert und mehr die 25Cent mehr Gewinn bei aH eingestrichen (oder betrogen, in dem er Vorortverzehr als außer Haus gebucht hat)
Und bei McDoof kostet das Menü immer das gleiche ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 10.06.2022 07:09
Schönes Beispiel: Inzwischen gibt es einige Bäcker die unterschiedlichen Steuersatz für den Ausserhausverkauf und Verzehr vor Ort auch auspreisen.
Da kostet dann das geschmierte Brötchen in der Tüte zum Mitnehmen 2,20€ und das auf dem Teller serviert 2,45€.
Früher hat der Bäcker halt immer 2,45€ kassiert und mehr die 25Cent mehr Gewinn bei aH eingestrichen (oder betrogen, in dem er Vorortverzehr als außer Haus gebucht hat)
Und bei McDoof kostet das Menü immer das gleiche ;)
Für den Kunden, ja. Der Nettopreis ist unterschiedlich, je nachdem ob du vor Ort verzehrst oder mitnimmst.
In anderen Staaten ist es ja durchaus üblich, dass Nettopreise ausgewiesen werden und erst an der Kasse der Bruttopreis.
Ist im Amiland manchmal verwirrend, wenn man zweimal in zwei unterschiedlichen Städten das gleich zum gleichen ausgewiesenem Preis kauft und unterschiedliche Beträge an der Kasse zahlen darf.  :-X
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 10.06.2022 12:01
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 10.06.2022 12:50
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
oder hingehen und nachkassiern >:(

 macht er sich da der Steuerhinterziehung schuldig, oder der Kunde?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 10.06.2022 17:39
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
oder hingehen und nachkassiern >:(

 macht er sich da der Steuerhinterziehung schuldig, oder der Kunde?

Ich denke der Stress, den das Finanzamt da macht, bis der Bäcker belegen konnte, dass der Kunde sich der Steuerhinterziehung an seiner statt schuldig gemacht hat, ist erstmal der selbe.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 13.06.2022 06:27
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
oder hingehen und nachkassiern >:(

 macht er sich da der Steuerhinterziehung schuldig, oder der Kunde?

Ich denke der Stress, den das Finanzamt da macht, bis der Bäcker belegen konnte, dass der Kunde sich der Steuerhinterziehung an seiner statt schuldig gemacht hat, ist erstmal der selbe.

egal, wer da Steuern hinterzieht - das ist ein herrliches Beispiel über Deutschland und seine Bürokratie...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 13.06.2022 11:17
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
oder hingehen und nachkassiern >:(

 macht er sich da der Steuerhinterziehung schuldig, oder der Kunde?

Ich denke der Stress, den das Finanzamt da macht, bis der Bäcker belegen konnte, dass der Kunde sich der Steuerhinterziehung an seiner statt schuldig gemacht hat, ist erstmal der selbe.

egal, wer da Steuern hinterzieht - das ist ein herrliches Beispiel über Deutschland und seine Bürokratie...
Obs die Bürokratie ist oder weil man es allen Recht machen will, sei dahingestellt.
Einfach bei allen Läden, wo man sich hinsetzten und konsumieren kann pauschal auf 19% setzen und die reinen Lebensmittelverkäufer auf 7% und schon kann da nicht mehr betrogen werden.
Sei es von unwissenden Kunden oder von betrügerischen Verkäufern.

Doof nur, dass dann das Brötchen und Schwarzbrot beim Bäcker teurer wird und beim Discounter billig bleibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 13.06.2022 12:17
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
oder hingehen und nachkassiern >:(

 macht er sich da der Steuerhinterziehung schuldig, oder der Kunde?

Ich denke der Stress, den das Finanzamt da macht, bis der Bäcker belegen konnte, dass der Kunde sich der Steuerhinterziehung an seiner statt schuldig gemacht hat, ist erstmal der selbe.

egal, wer da Steuern hinterzieht - das ist ein herrliches Beispiel über Deutschland und seine Bürokratie...
Obs die Bürokratie ist oder weil man es allen Recht machen will, sei dahingestellt.
Einfach bei allen Läden, wo man sich hinsetzten und konsumieren kann pauschal auf 19% setzen und die reinen Lebensmittelverkäufer auf 7% und schon kann da nicht mehr betrogen werden.
Sei es von unwissenden Kunden oder von betrügerischen Verkäufern.

Doof nur, dass dann das Brötchen und Schwarzbrot beim Bäcker teurer wird und beim Discounter billig bleibt.

Um beim Beispiel mit den Bäckern zu bleiben, ist es wirklich absurd. Sonntags dürfen normale Bäckereien lediglich für 3 Stunden Waren verkaufen. Außer es gibt Sitzgelegenheiten. Dann handelt es sich quasi um eine Gaststätte (bzw. um ein Café), die auch Sonntags beliebig lange geöffnet haben darf. :o

(Kommt allerdings auch stark auf die landeseigene Regelung zu Ladenöffnungszeiten an, hier wars nur ein Beispiel aus Bayern, weil die keine eigene Regel haben: https://www.tagesschau.de/inland/baeckerei-sonntagsoeffnung-101.html)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 13.06.2022 15:13
Wie kann man 3 Seiten über so ein Thema diskutieren. Germany in a nutshell
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 13.06.2022 17:24
Wie kann man 3 Seiten über so ein Thema diskutieren. Germany in a nutshell
Weil auch nach 30 Seiten nur die hälfte verstanden wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 13.06.2022 17:30
Das mit den unterschiedlichen Preisen hat ein Bäcker hier auch mal für ein paar Wochen gehabt.
Resultat war dann, dass Gäste ihre Bestellung für außer Haus gemacht und sich dann trotzdem hingesetzt haben. Was den Bäcker dann in die Bredouille bringt, die Gäste entweder zu verscheuchen oder sich ungewollt der Steuerhinterziehung strafbar zu machen.

Jetzt gibts wieder nur die vor Ort Preise.
oder hingehen und nachkassiern >:(

 macht er sich da der Steuerhinterziehung schuldig, oder der Kunde?

Ich denke der Stress, den das Finanzamt da macht, bis der Bäcker belegen konnte, dass der Kunde sich der Steuerhinterziehung an seiner statt schuldig gemacht hat, ist erstmal der selbe.

egal, wer da Steuern hinterzieht - das ist ein herrliches Beispiel über Deutschland und seine Bürokratie...
Obs die Bürokratie ist oder weil man es allen Recht machen will, sei dahingestellt.
Einfach bei allen Läden, wo man sich hinsetzten und konsumieren kann pauschal auf 19% setzen und die reinen Lebensmittelverkäufer auf 7% und schon kann da nicht mehr betrogen werden.
Sei es von unwissenden Kunden oder von betrügerischen Verkäufern.

Doof nur, dass dann das Brötchen und Schwarzbrot beim Bäcker teurer wird und beim Discounter billig bleibt.

Um beim Beispiel mit den Bäckern zu bleiben, ist es wirklich absurd. Sonntags dürfen normale Bäckereien lediglich für 3 Stunden Waren verkaufen. Außer es gibt Sitzgelegenheiten. Dann handelt es sich quasi um eine Gaststätte (bzw. um ein Café), die auch Sonntags beliebig lange geöffnet haben darf. :o

(Kommt allerdings auch stark auf die landeseigene Regelung zu Ladenöffnungszeiten an, hier wars nur ein Beispiel aus Bayern, weil die keine eigene Regel haben: https://www.tagesschau.de/inland/baeckerei-sonntagsoeffnung-101.html)
Eben, dieses Mischen von Funktionen um sich dann mal die Regel mal jene rauszunehmen ist halt der Quark.
Haste Stühle und verzehren die Leute bei dir, dann bist halt kein Bäcker mehr.
Aber die Brötchen wollen sie dann trotzdem mit 7% verkaufen.
Was da fehlt ist ein einfaches Schwarz / Weiß und basta.
Mal gewinnen die einen damit mal die anderen, aber die Deutsche Seele will es dann ja maximal Gerecht für maximal alle Ausnahmen gibt es ein sondern Wurscht, weil wäre ja fies.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 13.06.2022 17:37
Ach ja, der Latte Macchiato ist ja kein Kaffee, da ja ein Milchgetränk, daher Grundnahrungsmittel, darum auch 7%
oder ? Ist doch Logisch!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 14.06.2022 06:37
Soll das jetzt als Argument in unsere kommenden Tarifverhandlungen so wörtlich übernommen werden als Begründung? Siehe Überschrift Threat ...  8)  Der ÖD verlangt günstige Milchmixgetränke und steuervergünstigte Stühle auf der Straße sonntags!  ;) ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 14.06.2022 06:50
Ach ja, der Latte Macchiato ist ja kein Kaffee, da ja ein Milchgetränk, daher Grundnahrungsmittel, darum auch 7%
oder ? Ist doch Logisch!

Ich seh das noch ganz anders: Alles, was ich essen kann > Nahrungsmittel > 7%, fertig.
Egal was, egal wo.

Nur weil Kaviar für den Pöbel als "Genussmittel" zählt, kann es für einen anderen doch ein Grundnahrungsmittel sein. Wer legt denn bitte fest, was teuer, selten, Genussmittel ist???
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 14.06.2022 06:55
Nur weil Kaviar für den Pöbel als "Genussmittel" zählt, kann es für einen anderen doch ein Grundnahrungsmittel sein. Wer legt denn bitte fest, was teuer, selten, Genussmittel ist???
Der Gesetz- und Verordnungsgeber.
Anlage 2 zum USTG gehört jedenfalls (endlich mal) kräftig entrümpelt...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 14.06.2022 07:14
Soll das jetzt als Argument in unsere kommenden Tarifverhandlungen so wörtlich übernommen werden als Begründung? Siehe Überschrift Threat ...  8)  Der ÖD verlangt günstige Milchmixgetränke und steuervergünstigte Stühle auf der Straße sonntags!  ;) ;D
Sicher verlieren wir uns hier ein bissl in Details, schon richtig.
Das aber Umsatzsteuer ein "Preistreiber" für den Endkonsumenten ist und somit auch eine Lenkungsfunktion bzgl der Inflation haben könnte, dürfte wohl unumstritten sein.

Aber was Hilft's... Wird die USt gesenkt oder abgeschafft, sacken die Unternehmen eh den Großteil ein. Kann mich noch lebhaft dran erinnern wie 19/20 die USt auf Monatshygiene von 19 auf 7 gesnkt wurde und Johnson & Johnson direkt mal die Preise für den Handel angehoben hat. Auch die befristete Steuersenkung 2020 wurd nicht vollständig an die Kunden weitergegeben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Flying am 14.06.2022 08:34
Wenn jeder an sich selbst denkt, dann ist doch an alle gedacht..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.06.2022 11:06
Ach ja, der Latte Macchiato ist ja kein Kaffee, da ja ein Milchgetränk, daher Grundnahrungsmittel, darum auch 7%
oder ? Ist doch Logisch!

Ich seh das noch ganz anders: Alles, was ich essen kann > Nahrungsmittel > 7%, fertig.
Egal was, egal wo.

Nur weil Kaviar für den Pöbel als "Genussmittel" zählt, kann es für einen anderen doch ein Grundnahrungsmittel sein. Wer legt denn bitte fest, was teuer, selten, Genussmittel ist???
Aber das Nahrungsmittel ist halt teil der Dienstleistung. Also getrenntes Ausweisen des Nahrungsmittels und der Dienstleistung, na das ist ja noch komplizierter.

Im übrigen kriege ich Kekse beim Frisör, also auch nur noch 7% 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 14.06.2022 11:09
Soll das jetzt als Argument in unsere kommenden Tarifverhandlungen so wörtlich übernommen werden als Begründung? Siehe Überschrift Threat ...  8)  Der ÖD verlangt günstige Milchmixgetränke und steuervergünstigte Stühle auf der Straße sonntags!  ;) ;D
Sicher verlieren wir uns hier ein bissl in Details, schon richtig.
Das aber Umsatzsteuer ein "Preistreiber" für den Endkonsumenten ist und somit auch eine Lenkungsfunktion bzgl der Inflation haben könnte, dürfte wohl unumstritten sein.

Aber was Hilft's... Wird die USt gesenkt oder abgeschafft, sacken die Unternehmen eh den Großteil ein. Kann mich noch lebhaft dran erinnern wie 19/20 die USt auf Monatshygiene von 19 auf 7 gesnkt wurde und Johnson & Johnson direkt mal die Preise für den Handel angehoben hat. Auch die befristete Steuersenkung 2020 wurd nicht vollständig an die Kunden weitergegeben.
Aber hohe Steuer auf Artikel die der Pöbel selten braucht und der Reiche eher, sorgt halt dafür, dass die Verteilung der Steuer "gerechter" wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 14.06.2022 11:36
Ach ja, der Latte Macchiato ist ja kein Kaffee, da ja ein Milchgetränk, daher Grundnahrungsmittel, darum auch 7%
oder ? Ist doch Logisch!

Ich seh das noch ganz anders: Alles, was ich essen kann > Nahrungsmittel > 7%, fertig.
Egal was, egal wo.

Nur weil Kaviar für den Pöbel als "Genussmittel" zählt, kann es für einen anderen doch ein Grundnahrungsmittel sein. Wer legt denn bitte fest, was teuer, selten, Genussmittel ist???

Da ergibt sich bloß das Problem, was WasDennNun gerade angesprochen hat. Beim Bordellbesuch gibts dann zum Beginn einen Chai Tee und schon ist es keine Dienstleistung mehr, die mit 19% versteuert würde, sondern ein Nahrungsmittelverkauf mit 7%. ;D
Im Kino gibts dann Kombitickets für den Film und ein Snickers, das günstiger ist als nur der Film, weil 7% statt 19% MwSt.

Unternehmen werden da schnell erfinderisch. 2020 habe ich einen Beitrag gesehen über einen Gastwirt, der keine Speisen und Getränke mehr anbot, sondern nur noch Getränke und gratis dazu gabs dann eine Speise. Weil zu der Zeit in dem Gebiet eine Regel galt, dass Restaurant, die Speisen feilbieten geschlossen haben müssen, aber solche, die lediglich Getränke verkaufen, nicht. Welchen Wortlaut die Regel genau hatte und welche Getränke und Speisen es waren, kann ich nicht mehr benennen. Aber die Idee dahinter zählt hier. :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: superbraz am 15.06.2022 06:22
Ach ja, der Latte Macchiato ist ja kein Kaffee, da ja ein Milchgetränk, daher Grundnahrungsmittel, darum auch 7%
oder ? Ist doch Logisch!

Ich seh das noch ganz anders: Alles, was ich essen kann > Nahrungsmittel > 7%, fertig.
Egal was, egal wo.

Nur weil Kaviar für den Pöbel als "Genussmittel" zählt, kann es für einen anderen doch ein Grundnahrungsmittel sein. Wer legt denn bitte fest, was teuer, selten, Genussmittel ist???

Da ergibt sich bloß das Problem, was WasDennNun gerade angesprochen hat. Beim Bordellbesuch gibts dann zum Beginn einen Chai Tee und schon ist es keine Dienstleistung mehr, die mit 19% versteuert würde, sondern ein Nahrungsmittelverkauf mit 7%. ;D
Im Kino gibts dann Kombitickets für den Film und ein Snickers, das günstiger ist als nur der Film, weil 7% statt 19% MwSt.

Unternehmen werden da schnell erfinderisch. 2020 habe ich einen Beitrag gesehen über einen Gastwirt, der keine Speisen und Getränke mehr anbot, sondern nur noch Getränke und gratis dazu gabs dann eine Speise. Weil zu der Zeit in dem Gebiet eine Regel galt, dass Restaurant, die Speisen feilbieten geschlossen haben müssen, aber solche, die lediglich Getränke verkaufen, nicht. Welchen Wortlaut die Regel genau hatte und welche Getränke und Speisen es waren, kann ich nicht mehr benennen. Aber die Idee dahinter zählt hier. :)

solche Lücken wird es immer geben...
und meinst du nicht, dass viele Betreiber auch jetzt bereits "außer Haus" in die Kasse einbongen, obwohl der Gast am Tisch sitzt?  ::)
über Lücken im Steuergesetz etc. müssen wir uns hier nicht unterhalten...

Das Bier im Puff kann auf der Rechnung auch separat ausgewiesen werden, dann stehen auf der Quittung, die man in der Jackentasche vergisst, eben 2 Steuersätze. Wie beim Lidl, wenn du ein DAB Radio und eine Packung Salami kaufst.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 15.06.2022 07:34
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-15-Juni-2022-article23397265.html


Metaller erzielen höchstes Lohnplus seit Jahrzehnten

Bei den Tarifverhandlungen für die 68.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben die IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter sollen ab 1. August 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall nach der vierten Verhandlungsrunde mit. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 18 Monaten.

Für die Monate Juni und Juli 2022 wurde ein zusätzlicher Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und in Höhe von 200 Euro für Auszubildende vereinbart. Die IG Metall hatte eine Erhöhung von 8,2 Prozent gefordert.

"In Zeiten einer hohen Inflation ist uns ein Verhandlungsergebnis gelungen, das den Beschäftigten sofort ein deutliches Plus von 6,5 Prozent ins Portemonnaie bringt. Das ist die höchste prozentuale Erhöhung in der Stahlindustrie seit 30 Jahren", sagte Knut Giesler, IG Metall Verhandlungsführer.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 15.06.2022 08:07
Sollte Verdi unter 6,5 Prozent ab Tag 1 erzielen, hoffe ich, dass sämtliche Mitglieder in Scharen davonlaufen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: tina92 am 15.06.2022 09:02
Wie hoch sollte denn die Tariferhöhung (ist ja immer brutto) ausfallen, um die in den Tagesmedien schöngerechnete Inflation von 7 % (ist ja immer netto) auszugleichen? Mein Vorschlag wäre, Verdi sollte mit 20 % einsteigen.

Inflation 7 % (Wer dies glaubt ein Esel ist, größer als ein Pferd wohl, wer......)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: thesisko am 15.06.2022 09:11
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-15-Juni-2022-article23397265.html


Metaller erzielen höchstes Lohnplus seit Jahrzehnten

Bei den Tarifverhandlungen für die 68.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben die IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter sollen ab 1. August 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall nach der vierten Verhandlungsrunde mit. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 18 Monaten.

Für die Monate Juni und Juli 2022 wurde ein zusätzlicher Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und in Höhe von 200 Euro für Auszubildende vereinbart. Die IG Metall hatte eine Erhöhung von 8,2 Prozent gefordert.

"In Zeiten einer hohen Inflation ist uns ein Verhandlungsergebnis gelungen, das den Beschäftigten sofort ein deutliches Plus von 6,5 Prozent ins Portemonnaie bringt. Das ist die höchste prozentuale Erhöhung in der Stahlindustrie seit 30 Jahren", sagte Knut Giesler, IG Metall Verhandlungsführer.


Warum glaube ich, dass Verdi niemals so ein Ergebnis zustande bringt. Zu Zeiten der letzten Verhandlungen TV-L war die Inflation schon hoch. Da kam das tolle Argument, dass die Inflation ja nur ein temporäres Phänomen ist und man deshalb nicht hoch abschließen könne. Daran sollten die sich bei der nächsten VErhandlung bitte erinnern. Außerdem ist das kein Argument. Selbst wenn die Inflationsrate wieder sinken sollte, die Erhöhungen und der Reallohnverlust bleiben ja. Es sei denn wir bekommen eine Deflation oder Tarifabschlüsse über aktuellen Inflationsrate.....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: LeKai am 15.06.2022 09:45
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-15-Juni-2022-article23397265.html


Metaller erzielen höchstes Lohnplus seit Jahrzehnten

Bei den Tarifverhandlungen für die 68.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben die IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter sollen ab 1. August 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall nach der vierten Verhandlungsrunde mit. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 18 Monaten.

Für die Monate Juni und Juli 2022 wurde ein zusätzlicher Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und in Höhe von 200 Euro für Auszubildende vereinbart. Die IG Metall hatte eine Erhöhung von 8,2 Prozent gefordert.

"In Zeiten einer hohen Inflation ist uns ein Verhandlungsergebnis gelungen, das den Beschäftigten sofort ein deutliches Plus von 6,5 Prozent ins Portemonnaie bringt. Das ist die höchste prozentuale Erhöhung in der Stahlindustrie seit 30 Jahren", sagte Knut Giesler, IG Metall Verhandlungsführer.


Warum glaube ich, dass Verdi niemals so ein Ergebnis zustande bringt. Zu Zeiten der letzten Verhandlungen TV-L war die Inflation schon hoch. Da kam das tolle Argument, dass die Inflation ja nur ein temporäres Phänomen ist und man deshalb nicht hoch abschließen könne. Daran sollten die sich bei der nächsten VErhandlung bitte erinnern. Außerdem ist das kein Argument. Selbst wenn die Inflationsrate wieder sinken sollte, die Erhöhungen und der Reallohnverlust bleiben ja. Es sei denn wir bekommen eine Deflation oder Tarifabschlüsse über aktuellen Inflationsrate.....

6,5% auf 36 Monate vielleicht  ;D

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 15.06.2022 09:55
..auch die Steuereinnahmen entwickeln sich dann inflationär... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 15.06.2022 10:22
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-15-Juni-2022-article23397265.html


Metaller erzielen höchstes Lohnplus seit Jahrzehnten

Bei den Tarifverhandlungen für die 68.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben die IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter sollen ab 1. August 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall nach der vierten Verhandlungsrunde mit. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 18 Monaten.

Für die Monate Juni und Juli 2022 wurde ein zusätzlicher Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und in Höhe von 200 Euro für Auszubildende vereinbart. Die IG Metall hatte eine Erhöhung von 8,2 Prozent gefordert.

"In Zeiten einer hohen Inflation ist uns ein Verhandlungsergebnis gelungen, das den Beschäftigten sofort ein deutliches Plus von 6,5 Prozent ins Portemonnaie bringt. Das ist die höchste prozentuale Erhöhung in der Stahlindustrie seit 30 Jahren", sagte Knut Giesler, IG Metall Verhandlungsführer.


Warum glaube ich, dass Verdi niemals so ein Ergebnis zustande bringt. Zu Zeiten der letzten Verhandlungen TV-L war die Inflation schon hoch. Da kam das tolle Argument, dass die Inflation ja nur ein temporäres Phänomen ist und man deshalb nicht hoch abschließen könne. Daran sollten die sich bei der nächsten VErhandlung bitte erinnern. Außerdem ist das kein Argument. Selbst wenn die Inflationsrate wieder sinken sollte, die Erhöhungen und der Reallohnverlust bleiben ja. Es sei denn wir bekommen eine Deflation oder Tarifabschlüsse über aktuellen Inflationsrate.....

6,5% auf 36 Monate vielleicht  ;D

Nö, sind hier auf 18 Monate. Also ist die Erhöhung auf den zweiten Blick auch nicht mehr so toll wie auf den ersten. Dennoch ist sie zumindest ordentlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: cyrix42 am 15.06.2022 11:09
Naja, das sind auch nur 4,3% Erhöhung pro Jahr…
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 15.06.2022 11:20
Besser als alles, was Verdi zustande bringen wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: LeKai am 15.06.2022 11:49
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-15-Juni-2022-article23397265.html


Metaller erzielen höchstes Lohnplus seit Jahrzehnten

Bei den Tarifverhandlungen für die 68.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben die IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter sollen ab 1. August 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall nach der vierten Verhandlungsrunde mit. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 18 Monaten.

Für die Monate Juni und Juli 2022 wurde ein zusätzlicher Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und in Höhe von 200 Euro für Auszubildende vereinbart. Die IG Metall hatte eine Erhöhung von 8,2 Prozent gefordert.

"In Zeiten einer hohen Inflation ist uns ein Verhandlungsergebnis gelungen, das den Beschäftigten sofort ein deutliches Plus von 6,5 Prozent ins Portemonnaie bringt. Das ist die höchste prozentuale Erhöhung in der Stahlindustrie seit 30 Jahren", sagte Knut Giesler, IG Metall Verhandlungsführer.


Warum glaube ich, dass Verdi niemals so ein Ergebnis zustande bringt. Zu Zeiten der letzten Verhandlungen TV-L war die Inflation schon hoch. Da kam das tolle Argument, dass die Inflation ja nur ein temporäres Phänomen ist und man deshalb nicht hoch abschließen könne. Daran sollten die sich bei der nächsten VErhandlung bitte erinnern. Außerdem ist das kein Argument. Selbst wenn die Inflationsrate wieder sinken sollte, die Erhöhungen und der Reallohnverlust bleiben ja. Es sei denn wir bekommen eine Deflation oder Tarifabschlüsse über aktuellen Inflationsrate.....

6,5% auf 36 Monate vielleicht  ;D

Nö, sind hier auf 18 Monate. Also ist die Erhöhung auf den zweiten Blick auch nicht mehr so toll wie auf den ersten. Dennoch ist sie zumindest ordentlich.

Ich meinte damit, dass Verdi 6,5% auf 36 Monate raushandeln wird ^^
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 15.06.2022 11:54
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-15-Juni-2022-article23397265.html


Metaller erzielen höchstes Lohnplus seit Jahrzehnten

Bei den Tarifverhandlungen für die 68.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben die IG Metall und die Arbeitgeber in der Nacht eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter sollen ab 1. August 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall nach der vierten Verhandlungsrunde mit. Der Tarifvertrag habe eine Laufzeit von 18 Monaten.

Für die Monate Juni und Juli 2022 wurde ein zusätzlicher Energiebonus von 500 Euro für Arbeiter und Angestellte und in Höhe von 200 Euro für Auszubildende vereinbart. Die IG Metall hatte eine Erhöhung von 8,2 Prozent gefordert.

"In Zeiten einer hohen Inflation ist uns ein Verhandlungsergebnis gelungen, das den Beschäftigten sofort ein deutliches Plus von 6,5 Prozent ins Portemonnaie bringt. Das ist die höchste prozentuale Erhöhung in der Stahlindustrie seit 30 Jahren", sagte Knut Giesler, IG Metall Verhandlungsführer.


Warum glaube ich, dass Verdi niemals so ein Ergebnis zustande bringt. Zu Zeiten der letzten Verhandlungen TV-L war die Inflation schon hoch. Da kam das tolle Argument, dass die Inflation ja nur ein temporäres Phänomen ist und man deshalb nicht hoch abschließen könne. Daran sollten die sich bei der nächsten VErhandlung bitte erinnern. Außerdem ist das kein Argument. Selbst wenn die Inflationsrate wieder sinken sollte, die Erhöhungen und der Reallohnverlust bleiben ja. Es sei denn wir bekommen eine Deflation oder Tarifabschlüsse über aktuellen Inflationsrate.....

6,5% auf 36 Monate vielleicht  ;D

Nö, sind hier auf 18 Monate. Also ist die Erhöhung auf den zweiten Blick auch nicht mehr so toll wie auf den ersten. Dennoch ist sie zumindest ordentlich.

Ich meinte damit, dass Verdi 6,5% auf 36 Monate raushandeln wird ^^

Verdi wird das eher als Forderung erheben und dann mit 3,1 % auf 36 Monate plus 12 Monate Nullrunde rausgehen =)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 15.06.2022 14:19
So lange bei Verdi der Sozialismusgedanken an erster Stelle steht, wird sich nichts ändern.
Es ist absurd einen Tarifvertrag für unterschiedliche Bedürfnisse, Nachfragen, Arbeitsmarktsituationen etc. abschließen zu wollen.

So entsteht die jetzige Problemsituation:
Der Verwaltungsbereich wird bereits jetzt höher vergütet, als in der freien Wirtschaft.
Ungelernte und Niedriglohnsektor wird ebenfalls besser vergütet.
Der Ingenieur- und IT Bereich wird deutlich (mindestens 25%) schlechter vergütet.
Fachangestellte ebenso.

Nun ist die Sozialistische Weltanschauung von verdi so, dass alle gleich sind und für alle der gleiche TVÖD Tarifvertrag gelten soll.
Wird halt nicht funktionieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bob Kelso am 15.06.2022 14:49
So lange bei Verdi der Sozialismusgedanken an erster Stelle steht, wird sich nichts ändern.
Es ist absurd einen Tarifvertrag für unterschiedliche Bedürfnisse, Nachfragen, Arbeitsmarktsituationen etc. abschließen zu wollen.

So entsteht die jetzige Problemsituation:
Der Verwaltungsbereich wird bereits jetzt höher vergütet, als in der freien Wirtschaft.
Ungelernte und Niedriglohnsektor wird ebenfalls besser vergütet.
Der Ingenieur- und IT Bereich wird deutlich (mindestens 25%) schlechter vergütet.
Fachangestellte ebenso.

Nun ist die Sozialistische Weltanschauung von verdi so, dass alle gleich sind und für alle der gleiche TVÖD Tarifvertrag gelten soll.
Wird halt nicht funktionieren.

Und alle, welche im medizinischen, Psycho, sozialen oder päd. Bericht tätig sind, so viel Freude an der Arbeit erleben, "die "Kinder soviel zurückgeben" ( siehe Werbefilmchen von ver.di)  , dass der Erhalt eines Entgelts geradezu unverschämt ist.  Zudem kann doch jeder "Quereinsteiger" und " Flüchtling, nach ein paar Std. Fortbildung diese Arbeit ausüben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Lady Wilmore am 15.06.2022 14:51
Passend dazu: Die Stadt Gütersloh findet keine Mitarbeiter mehr....
und plant daher Kaffeevollautomaten und Wasserspender zur kostenfreien Nutzung in den Rathäusern der Stadt aufzustellen.
Da sind wohl reichlich Mitarbeiter in die Wirtschaft abgewandert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JC83 am 15.06.2022 14:59
Passend dazu: Die Stadt Gütersloh findet keine Mitarbeiter mehr....
und plant daher Kaffeevollautomaten und Wasserspender zur kostenfreien Nutzung in den Rathäusern der Stadt aufzustellen.
Da sind wohl reichlich Mitarbeiter in die Wirtschaft abgewandert.

Dort sind tatsächlich relativ viele Stellen ausgeschrieben. Aber ob man jetzt die Leute mit EG6 bis EG9b hinterm Ofen hervorholt, wage ich zu bezweifeln. (gibt dort aber auch höhere Stellen)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 15.06.2022 15:42
Passend dazu: Die Stadt Gütersloh findet keine Mitarbeiter mehr....
und plant daher Kaffeevollautomaten und Wasserspender zur kostenfreien Nutzung in den Rathäusern der Stadt aufzustellen.
Da sind wohl reichlich Mitarbeiter in die Wirtschaft abgewandert.

+ tägliches Balkonklatschen.

Kaffee + Wasser + Balkonklatschen, das sollte doch wahrlich genügen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: TVWaldschrat am 15.06.2022 16:35
Passend dazu: Die Stadt Gütersloh findet keine Mitarbeiter mehr....
und plant daher Kaffeevollautomaten und Wasserspender zur kostenfreien Nutzung in den Rathäusern der Stadt aufzustellen.
Da sind wohl reichlich Mitarbeiter in die Wirtschaft abgewandert.

Wo der 1x wöchentliche kostenlose Obstkorb?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Lady Wilmore am 15.06.2022 17:24
Passend dazu: Die Stadt Gütersloh findet keine Mitarbeiter mehr....
und plant daher Kaffeevollautomaten und Wasserspender zur kostenfreien Nutzung in den Rathäusern der Stadt aufzustellen.
Da sind wohl reichlich Mitarbeiter in die Wirtschaft abgewandert.

Wo der 1x wöchentliche kostenlose Obstkorb?

Ich vermute, dass der erst angeboten werden wird, wenn Kaffee und Wasser nicht den gewünschten Erfolg (also überquellende Postkörbe von Bewerbungen fähiger Mitarbeiter) bringen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: danielocean am 15.06.2022 20:31
Na, freut ihr euch auch schon so auf den Augenblick, wenn Herr Werneke vor die Medien tritt und den, über Wochen, einstudierten Satz sagt: "Es waren sehr harte Verhandlungen, aber letztendlich erzielten wir mit den Lohnplus von 2,8 % ein akzeptabeles Ergebnis, dass wir nach langen Nächten auf nur 18 Monate begrenzen konnten. Wir sind dankbar für dass Entgegenkommen der Arbeitgeber, wir konnten ihr Gegenangebot immerhin verdoppeln."
Danach bedankt er sich, dreht sich um und zeigt sein wahres Armin-Laschet-Gesicht....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Silentgalaxy am 15.06.2022 21:49
Na, freut ihr euch auch schon so auf den Augenblick, wenn Herr Werneke vor die Medien tritt und den, über Wochen, einstudierten Satz sagt: "Es waren sehr harte Verhandlungen, aber letztendlich erzielten wir mit den Lohnplus von 2,8 % ein akzeptabeles Ergebnis, dass wir nach langen Nächten auf nur 18 Monate begrenzen konnten. Wir sind dankbar für dass Entgegenkommen der Arbeitgeber, wir konnten ihr Gegenangebot immerhin verdoppeln."
Danach bedankt er sich, dreht sich um und zeigt sein wahres Armin-Laschet-Gesicht....

Und wenn sie kein Brot haben, sollen Sie doch Kuchen essen. Fällt mir immer schwerer mich in Zeiten einer solch horrenden Inflation noch zu motivieren. Sollte Verdi nicht mindestens 6,5 % ab Tag 1 für 12 Monate plus Bonus rausbringen, kündige ich innerlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 16.06.2022 10:30
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.
 
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 16.06.2022 12:30
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ich habe kein Zeit-Abo, aber da könnte ich mir vorstellen, dass reicher Single schon so definiert wird, wenn man gerade so viel verdient, um überhaupt keinen Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu haben. Habe ich recht? :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Platten am 16.06.2022 14:49
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ich habe kein Zeit-Abo, aber da könnte ich mir vorstellen, dass reicher Single schon so definiert wird, wenn man gerade so viel verdient, um überhaupt keinen Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu haben. Habe ich recht? :D

Nicht nur das. Ich kenne auch keine "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf Sozialleistungen abseits Kindergeld hätte. Muss ein ziemlich schlechter Artikel sein.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 16.06.2022 15:09
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ich habe kein Zeit-Abo, aber da könnte ich mir vorstellen, dass reicher Single schon so definiert wird, wenn man gerade so viel verdient, um überhaupt keinen Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu haben. Habe ich recht? :D

Nicht nur das. Ich kenne auch keine "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf Sozialleistungen abseits Kindergeld hätte. Muss ein ziemlich schlechter Artikel sein.
9€ Ticket, 300€ Energiegeld, ...
Alles Dinge die du vielleicht nicht wahrnimmst, die aber da sind, es geht um staatliche Entlastungen nicht Sozialleistungen.
Insofern kennst du wahrscheinlich fast nur "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf staatlichen Entlastungen abseits Kindergeld haben!
Single mit 5000€ Netto Einkommen erhält 435€ staatlich Entlastung und hat 990€ Belastung
alles natürlich nur Schätzungen stand Mai
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 16.06.2022 15:23
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ich habe kein Zeit-Abo, aber da könnte ich mir vorstellen, dass reicher Single schon so definiert wird, wenn man gerade so viel verdient, um überhaupt keinen Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu haben. Habe ich recht? :D
5000 Nettoeinkommen. Also schon sehr reiche Single
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Platten am 16.06.2022 15:49
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ich habe kein Zeit-Abo, aber da könnte ich mir vorstellen, dass reicher Single schon so definiert wird, wenn man gerade so viel verdient, um überhaupt keinen Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu haben. Habe ich recht? :D

Nicht nur das. Ich kenne auch keine "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf Sozialleistungen abseits Kindergeld hätte. Muss ein ziemlich schlechter Artikel sein.
9€ Ticket, 300€ Energiegeld, ...
Alles Dinge die du vielleicht nicht wahrnimmst, die aber da sind, es geht um staatliche Entlastungen nicht Sozialleistungen.
Insofern kennst du wahrscheinlich fast nur "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf staatlichen Entlastungen abseits Kindergeld haben!
Single mit 5000€ Netto Einkommen erhält 435€ staatlich Entlastung und hat 990€ Belastung
alles natürlich nur Schätzungen stand Mai

Wobei wir beim Energiegeld und dem 9 Euro Ticket aber, ggü. der Teuerungsrate in allen Lebensbereichen, von Peanuts sprechen müssen. Die Aussage "Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch" ist einfach totaler Käse.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 17.06.2022 07:45
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ich habe kein Zeit-Abo, aber da könnte ich mir vorstellen, dass reicher Single schon so definiert wird, wenn man gerade so viel verdient, um überhaupt keinen Anspruch auf irgendwelche Sozialleistungen zu haben. Habe ich recht? :D

Nicht nur das. Ich kenne auch keine "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf Sozialleistungen abseits Kindergeld hätte. Muss ein ziemlich schlechter Artikel sein.
9€ Ticket, 300€ Energiegeld, ...
Alles Dinge die du vielleicht nicht wahrnimmst, die aber da sind, es geht um staatliche Entlastungen nicht Sozialleistungen.
Insofern kennst du wahrscheinlich fast nur "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf staatlichen Entlastungen abseits Kindergeld haben!
Single mit 5000€ Netto Einkommen erhält 435€ staatlich Entlastung und hat 990€ Belastung
alles natürlich nur Schätzungen stand Mai

Wobei wir beim Energiegeld und dem 9 Euro Ticket aber, ggü. der Teuerungsrate in allen Lebensbereichen, von Peanuts sprechen müssen. Die Aussage "Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch" ist einfach totaler Käse.
Du merkst schon, dass deine Aussage etwas undurchdacht ist.

In der Studie werden die Mehrbelastungen durch die Inflation und die staatlichen Entlastungen pro Haushaltstyp errechnet und gegenübergestellt.
Das daraus sich ergebene rechnerische Bild ergibt eine geringere Entlastung bei Rentner und reichen Singles.
Du kannst gerne behaupten, dass die Daten und Zahlen auf denen die Aussage beruht Käse sind und diese widerlegen, solange ist aber die Aussage korrekt und kein Käse.

Wenn ich also einen ÖNV Pendler aus meiner Region sehe: Eine monatlichen Nettoentlastung von 155€ wegen 9€ Ticket sind da mitnichten Peanuts. Eher eine "Lohnsteigerung" die grösser als die Inflationsrate ist.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 17.06.2022 09:56
Da ist aber auch etwas Rechentrickserei dabei. Das 9-Euro-Ticket läuft zwar immerhin drei Monate, andere staatliche Unterstützungen sind Stand jetzt aber einmalig (bis auf Wegfall EEG, falls das bei irgendwem überhaupt am Endpreis spürbar wird). Die gestiegenen Kosten dürften dagegen eher dauerhaft auf dem Niveau bleiben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Platten am 17.06.2022 11:41
Die Preise werden weiter explodieren, bis die EZB ihren angedachten Job macht. Solange weiter die Südlander alimentiert werden, aber nichts gegen die Inflation getan wird, wird sich die Geldentwertung nur noch beschleunigen.
Euro Endgame.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 17.06.2022 11:52
Da ist aber auch etwas Rechentrickserei dabei. Das 9-Euro-Ticket läuft zwar immerhin drei Monate, andere staatliche Unterstützungen sind Stand jetzt aber einmalig (bis auf Wegfall EEG, falls das bei irgendwem überhaupt am Endpreis spürbar wird). Die gestiegenen Kosten dürften dagegen eher dauerhaft auf dem Niveau bleiben.
Nein, da wird nicht getrickst, da wird der aktuelle Stand angegeben und darauf hingewiesen, das bei gleichbleibender Inflation, der Staat sich überlegen muss, wen er weiterhin unterstützt.
Wie es nächstes Jahr aussieht ….
Der Gaspreis kann sich gegenüber jetzt verdoppeln oder halbieren, alles locker drin, und hatten wir alles schon.

Aktuell reduziert aber, nach dieser Studie, der Staat die Mehrkosten der Bürger grösstenteils mit seinen Massnahmen. Wie es in 1,2 Jahren ist bzgl. Reallohn sehen wir dann.

Es ist aber Bullshit die Massnahmen als Peanuts zu betiteln, wenn man echte Mehrausgaben mit Mehreinnahmen vergleicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bob Kelso am 17.06.2022 12:17
Die Preise werden weiter explodieren, bis die EZB ihren angedachten Job macht. Solange weiter die Südlander alimentiert werden, aber nichts gegen die Inflation getan wird, wird sich die Geldentwertung nur noch beschleunigen.
Euro Endgame.

Und "Südost-Europa"!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 20.06.2022 06:40

Der Gaspreis kann sich gegenüber jetzt verdoppeln oder halbieren, alles locker drin, und hatten wir alles schon.

Nun, man muss ja vom Status quo ausgehen->Krieg wird noch was dauern, von Russland kaufen wir zukünftig "nix" mehr.
Dann braucht es eben Zeit, bis neue Kapazitäten und Lieferketten geschaffen sind und andere Staaten zusätzliche Energie/Gas liefern können. Der Preis wird nach aller Wahrscheinlichkeit dauerhaft hoch bleiben. Is halt die Frage wie lange "dauerhaft" und was "hoch" ist und was das am Ende des Tages für den jeweiligen Haushalt bedeutet. Das ist Kaffeesatzleserei.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2022 07:51

Der Gaspreis kann sich gegenüber jetzt verdoppeln oder halbieren, alles locker drin, und hatten wir alles schon.

Nun, man muss ja vom Status quo ausgehen->Krieg wird noch was dauern, von Russland kaufen wir zukünftig "nix" mehr.
Dann braucht es eben Zeit, bis neue Kapazitäten und Lieferketten geschaffen sind und andere Staaten zusätzliche Energie/Gas liefern können. Der Preis wird nach aller Wahrscheinlichkeit dauerhaft hoch bleiben. Is halt die Frage wie lange "dauerhaft" und was "hoch" ist und was das am Ende des Tages für den jeweiligen Haushalt bedeutet. Das ist Kaffeesatzleserei.
Richtig, das ist es.
Anderes Szenario:
Wir kaufen doch wieder Gas von den Russen und überweisen das Geld an die Ukraine, als Reparationszahlungen der Russen.
Ein denkbarer andere Espressosatz den man lesen kann.
Und sollte Widererwarten in 5 Jahren die Lieferangpass Kriegskosten Inflation sich auflösen, werden die Staaten diesen Gap (weil man hat sich an die Preise gewöhnt) in Form einer EU/Ukraine oder sonst was Steuer als Einnahme abschöpfen.
Das ist dann Kaffeesatz.

Deswegen fand ich den Zeitartikel überraschend, da er aufführt, dass aktuell ein Großteil der Inflationskosten angeblich vom Staat abgefedert werden.
(Bei meiner Pendlerfrau stimmt das absolut, die macht trotz Inflation aktuell ein "Gewinn")
Ich geh fast leer aus, aber die persönliche Inflation ist bei mir noch nicht angekommen (kaum Benzinkosten, Gaspreis noch Alt, Gastronomie noch alte Preise)
Ich jammer dann, wenn es bei mir soweit ist (so wie zur Euroeinführung, wo durch den extremen Gastrokosten anstieg meine Infrate überdurchschnittlich war).

Die Verdoppelung des Gaspreises meiner Mutter (dummgelaufen was Anbieter angeht) ist da wieder was anderes.
Die kriegt nix (Rentner) und zahlt jetzt druff.
Wärmepumpe ist zum Glück schon bestellt (und Lieferzeiten bis da hinaus)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 20.06.2022 08:44
https://www.zeit.de/2022/24/inflation-preisanstieg-entlastung-energie

Danach schlägt die Inflation nur bei Rentner und reiche Singles durch. Der Rest hat Dank der Unterstützungen des Staates eine "moderate" Mehrbelastung.

Ok, ich mache den Fehler und fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Dadurch geht mir natürlich jetzt ein bisschen imaginäre Staatsknete flöten. Aber ansonsten geht dieser Artikel wieder vollkommen an meiner Lebenswirklichkeit vorbei. Vielleicht bin ich ja doch kein statistisch eigentlich gut erfasster Durchschnittsverdiener, sondern Lebe in irgendeinem Paralleluniversum. Allein um die Mehrbelastung (im Vergleich zum Vorjahr) unserer letzten Heizölbestellung auszugleichen, müsste mir das Energiegeld rund 20 mal ausgezahlt werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 20.06.2022 11:09


Ich jammer dann, wenn es bei mir soweit ist (so wie zur Euroeinführung, wo durch den extremen Gastrokosten anstieg meine Infrate überdurchschnittlich war).


Du meinst wohl nicht die Euro-Einführung, sondern die Bargeldumstellung ;) - dort allerings war die "Inflation" schon recht heftig", gerade bei Konzerten. Und hat sich seitdem nie gelegt. Auch für mich die größte Inflation der letzten 30 Jahre. Aber halt 2002, nicht 1999. ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2022 11:19
Allein um die Mehrbelastung (im Vergleich zum Vorjahr) unserer letzten Heizölbestellung auszugleichen, müsste mir das Energiegeld rund 20 mal ausgezahlt werden.
und wieviel davon ist Ukraine bedingt?
20-30 Cent anstieg zwischen 2020-2021 hat der Staat nichts mit zu tun

So wie mein Schwager:
Er 81cent Liter Anfang des Jahres und reicht bis 2023
Nachbar jetzt 1,40€ reicht auch bis 2023 (Glück gehabt, hätte auch 1,70 werden können)
0,60 *3000l =1800€ mehr Ausgabe für den Nachbarn.
"Statistisch" 900€ Mehrausgabe und bekommt 600€ vom Staat macht 2/3 übernimmt Staat 1/3 selber.

Und bei dir: Also hast du 6000€ Mehrausgaben an Heizkosten gegenüber letztem Jahr? Allein durch die (Kriegsbedingte) Inflation?
Krass: Da kann man echt nur noch abko*en.
Die Heizölkosten haben sich aber "nur" verdreifacht, wenn es extrem ungünstig gekauft wurde, gegenüber letztem Jahr. und 60% gegenüber Oktober 2021 und 60% gegenüber Oktober 2013.

Tut trotzdem Weh.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2022 11:20


Ich jammer dann, wenn es bei mir soweit ist (so wie zur Euroeinführung, wo durch den extremen Gastrokosten anstieg meine Infrate überdurchschnittlich war).


Du meinst wohl nicht die Euro-Einführung, sondern die Bargeldumstellung ;) - dort allerings war die "Inflation" schon recht heftig", gerade bei Konzerten. Und hat sich seitdem nie gelegt. Auch für mich die größte Inflation der letzten 30 Jahre. Aber halt 2002, nicht 1999. ;)
Jipp, wie schlampig meine Aussage.
Damals als die Restaurants halt neue Karten gedruckt haben und gefühlt nur DM gegen € getauscht haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 20.06.2022 13:09
Zitat
"Statistisch" 900€ Mehrausgabe und bekommt 600€ vom Staat macht 2/3 übernimmt Staat 1/3 selber.

Der Heizöl-Lieferant lässt sich leider nicht per Entgeltumwandlung aus dem Bruttolohn bezahlen, deshalb schrumpft in dieser Rechnung die staatliche Beteiligung schon mal von 600€ auf vermutlich 300€. Und ja, es war ungefähr der zweieinhalbfache Preis. Das stürzt einen arbeitenden Menschen nicht in Armut und dann werden halt die ETF-Raten verringert oder der Gartenmöbelkauf ein paar Wochen verschoben. Alles besser als Raketenangriffen ausgesetzt zu sein oder selbst zur Front zu müssen. Trotzdem ist es lachhaft, in der Haushaltsbuch-Software die Inflation am eigenen Konto beobachten zu können, um dann mit einem Zeit-Artikel konfrontiert zu werden, der aussagt, dass das alles nur Einbildung und Fantasie sei, weil Vater-Staat ja scheinbar so tolle Maßnahmen auf den Weg gebracht habe.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 20.06.2022 13:25
Also nach meinem Schweden -Urlaub freuen mich die günstigen Preise für Energie und Nahrung in Deutschland. Ist ja alles relativ.  ;)

Was für eine Frechheit sich unser örtlicher Zeitungsreporter sich in einem Kommentar geleistet hat, fande ich ja schon sehr frech. Und zwar der Vorschlag bei einer Rationierung von Gas zunächst eher die Büro- und Verwaltungsgebäude nicht zu beliefern, da die ja ehe alle im HO sind.  :P
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bernstein am 20.06.2022 13:37
Ich spare auf ganz andere Art und Weise. Von den gestrigen 37 Grad habe ich nur 30 Grad genutzt und die restlichen 7 Grad habe ich im Keller eingelagert. So werde ich das dann in den kommenden Tagen immer wieder machen, damit ich im Winter auf meinen Sonnenenergievorrat zurückgreifen kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2022 13:45
Also ist bei dir der Heizölpreis um 2,5 fache gestiegen gegenüber dem Vorjahr?
Das passt ja hattest und ist Sch*sen viel Mehrausgaben.
Derzeit Schwankt der Preis ja zwischen 1,25-1,50 (der kurzer Peak bei 2,00 Anfang März kann man ja ignorieren) und vor einem Jahr und April-Juni letztes Jahres zwischen 62-70 Cent. Und vor Zehnjahren zwischen 83-86 Cent
Auch wenn es einem bei diesem Preisschock nicht hilft, sollte man aber mal den Blick dafür schärfen, dass sich der Preis innerhalb von 10 Jahren "nicht mal" verdoppelt hat.

Nütz einem jetzt nichts im Portemonnaie, aber man vergisst gerne wie wieviel man in den letzten Jahre da "eingespart" hat.
um dann mit einem Zeit-Artikel konfrontiert zu werden, der aussagt, dass das alles nur Einbildung und Fantasie sei, weil Vater-Staat ja scheinbar so tolle Maßnahmen auf den Weg gebracht habe.
Dann hast du einen anderen Artikel als ich gelesen.
[Edit: Admin2/Spam]

Er spricht weder von Einbildung noch von Phantasie, er zeigt die bisher aufgelaufenen Mehrausgaben auf, rechnet sie Linear aufs dieses Jahr hoch und rechnet diesjährigen Maßnahmen des Staats gegen.
Vermerkt natürlich das man weder zukünftige zusätzlich Infl. Kosten als auch zukünftige Maßnahmen nicht kennt.
Dabei zeigt er auf wo wieviel der Staat unterstütze und wo wenige bis gar nicht.
und vermerkt, dass der Staat sich deutlich überlegen sollte, wo er wie zukünftig unterstützen will.

Und wie gesagt, der eine hat 0% Heizölsteigerung erlebt, der andere 250%.
Der ein hat nüscht vom 9€ Ticket, der andere 450€ netto mehr.


bleibt die Frage: Wo hat sich das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf (IMK) verrechnet?

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 20.06.2022 13:56
Wie will man überhaupt erheben, wie viele Personen das 9 Euro Ticket nutzen könnten. Das ist doch bei Arbeitnehmer der dickste Brocken. Bei Nutzung hat man durchaus mehr Geld in der Tasche als vor dem Kriegsbeginn.

Und die Rentner: sind alle mit einzurechnen beim Energiegeld. Eine Stunde Babysitten vergüten lassen und man ist mit ihm Spiel.


Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Romsen am 20.06.2022 15:21
Die Preise werden weiter explodieren, bis die EZB ihren angedachten Job macht. Solange weiter die Südlander alimentiert werden, aber nichts gegen die Inflation getan wird, wird sich die Geldentwertung nur noch beschleunigen.
Euro Endgame.

Und was soll die EZB gegen die hohen Energiepreise und Nahrungsmittelpreise, sowie den gestörten Lieferketten machen (die treiber der Inflation sind)? Hüther und Rürüp haben in Ihrem Podcast (Economic Challenges)  gut erklärt, warum man dieser Inflation mit "bekannten Mitteln" (Zinserhöhung) nicht Herr werden kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 20.06.2022 15:25
Ist doch egal, der Wille ist nicht da. Ergebnis des Brexits, die Macht  und die Interessen der "Südländer" haben durch den Austritt vom UK überhand gewonnen.

Insofern sind auch weitere Aufnahmen in südlichen Bereichen aus deutscher Sicht mit Skepsis zu betrachten.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Platten am 20.06.2022 17:52
Die Preise werden weiter explodieren, bis die EZB ihren angedachten Job macht. Solange weiter die Südlander alimentiert werden, aber nichts gegen die Inflation getan wird, wird sich die Geldentwertung nur noch beschleunigen.
Euro Endgame.

Und was soll die EZB gegen die hohen Energiepreise und Nahrungsmittelpreise, sowie den gestörten Lieferketten machen (die treiber der Inflation sind)? Hüther und Rürüp haben in Ihrem Podcast (Economic Challenges)  gut erklärt, warum man dieser Inflation mit "bekannten Mitteln" (Zinserhöhung) nicht Herr werden kann.

Mit einer starken Währung wären die Auswirkungen aber weitaus weniger heftig. Schau dir nur mal kurz an, wie viel der Euro in den letzten 12 Monaten zum Dollar verloren hat. Und dann überleg mal, in welcher Währung sämtliche Waren auf dem Weltmarkt gehandelt werden - auch Öl und Gas..
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 07:38
Die Preise werden weiter explodieren, bis die EZB ihren angedachten Job macht. Solange weiter die Südlander alimentiert werden, aber nichts gegen die Inflation getan wird, wird sich die Geldentwertung nur noch beschleunigen.
Euro Endgame.

Und was soll die EZB gegen die hohen Energiepreise und Nahrungsmittelpreise, sowie den gestörten Lieferketten machen (die treiber der Inflation sind)? Hüther und Rürüp haben in Ihrem Podcast (Economic Challenges)  gut erklärt, warum man dieser Inflation mit "bekannten Mitteln" (Zinserhöhung) nicht Herr werden kann.

Mit einer starken Währung wären die Auswirkungen aber weitaus weniger heftig. Schau dir nur mal kurz an, wie viel der Euro in den letzten 12 Monaten zum Dollar verloren hat. Und dann überleg mal, in welcher Währung sämtliche Waren auf dem Weltmarkt gehandelt werden - auch Öl und Gas..
Besser wäre es das nicht kurz anzuschauen, sondern lang:
Und wieviel in den letzten 10 Jahren? NULL
Und seit Einführung Euro? ebenfalls NULL
Welchen Vorteil hat ein schwacher Euro? Welchen Nachteil hat er?
In welcher Währung wird Russisch Gas verhandelt und bezahlt ? Nein nicht Rubel!
Der SPottmarkt ist in $ die langfristigen Verträge nicht unbedingt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 21.06.2022 08:18
Besser wäre es das nicht kurz anzuschauen, sondern lang:
Und wieviel in den letzten 10 Jahren? NULL
Und seit Einführung Euro? ebenfalls NULL
Welchen Vorteil hat ein schwacher Euro? Welchen Nachteil hat er?
In welcher Währung wird Russisch Gas verhandelt und bezahlt ? Nein nicht Rubel!
Der SPottmarkt ist in $ die langfristigen Verträge nicht unbedingt.
Aus eigener Erfahrung: in der Dom-Rep (Abkürzung für Dokomoiranische Republik) und Kenia nehmen werden lieber Euro denn Dollar angenommen, da Euro. als stabiler gilt.
Aber da fahr ich auch nicht mehr hin, die kaufen sich eh alle nur Pistolen von den Devisen ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 21.06.2022 08:44
Die Preise werden weiter explodieren, bis die EZB ihren angedachten Job macht. Solange weiter die Südlander alimentiert werden, aber nichts gegen die Inflation getan wird, wird sich die Geldentwertung nur noch beschleunigen.
Euro Endgame.

Und was soll die EZB gegen die hohen Energiepreise und Nahrungsmittelpreise, sowie den gestörten Lieferketten machen (die treiber der Inflation sind)? Hüther und Rürüp haben in Ihrem Podcast (Economic Challenges)  gut erklärt, warum man dieser Inflation mit "bekannten Mitteln" (Zinserhöhung) nicht Herr werden kann.

Mit einer starken Währung wären die Auswirkungen aber weitaus weniger heftig. Schau dir nur mal kurz an, wie viel der Euro in den letzten 12 Monaten zum Dollar verloren hat. Und dann überleg mal, in welcher Währung sämtliche Waren auf dem Weltmarkt gehandelt werden - auch Öl und Gas..
Die Kursschwankung der letzten 12 Monate des Euro ist doch ein Witz. Die Inflation der vergangenen 18 Monate hat doch viel mit Einmal-Effekten zu tun. Zum 01.01.2021 wurde der temporär reduzierte MWSt-Satz von 16 % wieder auf die ursprünglichen 19 % zurückgesetzt. Zack - schon gabe es letztes Jahr erstmals seit langem wieder deutlich über 3 % Inflation. Anschließend sind vor allem die Preise für fossile Energieträger massiv gestiegen und haben sich z.T. verdoppelt. Zack wieder die Inflation mit hochgezogen. Ich glaube nicht, dass sich der Diesel-Preis an der Tankstelle in den nächsten 12 Monaten nochmal verdoppeln wird, dementsprechend wird sich die Inflation wieder auf niedrigerem Niveau einpendeln.

Zusätzlich wird derzeit Pankik geschürt was die Versorgung mit Erdgas angeht. Hier würde ich mir von der Regierung etwas mehr Besonnenheit in der Kommunikation mit dem Bürger wünschen und längst überfällige Gesetzeserleichertungen wie z.B. eine höhere Grenze bei der Errichtung von dezentralen Balkonkraftwerken.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 09:41
Ich glaube nicht, dass sich der Diesel-Preis an der Tankstelle in den nächsten 12 Monaten nochmal verdoppeln wird, dementsprechend wird sich die Inflation wieder auf niedrigerem Niveau einpendeln.
Schön das du auch nicht nur kurz denkst , sondern mal bisserl längere Zeiträume ansprichtst.

Die Inflation wird da evtl bei 3% sein, der Preis ist dann trotzdem auf einem höheren Stand haben als letztes Jahr.
Aber vergessen wird dabei, dass z.B. der Dieselpreis zwischen 2005 und 2021 komplett nur eine Seitwärtsbewegung gemacht hat. Oder anders gesagt: 2008 Dieselpreis 133,5 2020: 112,4 2021: 139,9
Da hat keine geschrien Hilfe Deflation oder ich brauche weniger Geld, weil das Pendeln günstiger wird.


Wenn man also Schreit EZB mach was, dann mal ein kleines Rechenbeispiel.
Inflationsziel 2%
Preis Diesel 2006: 1,67
Zielpreis Diesel bei 2% jährlicher Inflation im Jahre 2022: 2,29
Aktueller Dieselpreis???
Hilfe! Deflation des Dieselpreises: EZB Mach was, dass wir eine 2% Inflation haben (beim Dieselpreis)

Ja, Preisschocks sind immer Mist, aber an der Börse nennt man sowas Kurskorrektur.
Und es ist halt Mist, für die, die das feine Geld, was sie die letzten Jahre "gespart" haben durch die moderaten CO2 Energiepreise, nicht in Energieeffizienz gesteckt haben, sondern für andere Konsumgüte.

Jetzt tut es halt richtig weh
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: thesisko am 21.06.2022 09:53
Diesel kostete 2006 bisher durchschnittlich 1,109 Euro
https://www.was-war-wann.de/historische_werte/dieselpreise.html

Da sollten wir jetzt eher bei so 1,60 1,70 € liegen.

In gewissen Rahmen hast du wohl Recht. 2020 sind Preise teilweise sehr stark gesunken.

Der Strompreis ist allerdings kontinuierlich nach oben geklettert und das merken wir schon.

Aktuell kommt es zu einer Kumulation. Energie deutlich teurer, Lebensmittel seutlich teurer, Mieten teurer, Zinsen teurer und das in sehr kurzer Zeit. Wir haben 2020 ein energieeffizientes HAus gebaut. Unser Gaspreis ist von ca. 40,- € monatlich auf 90,- € geklettert und weitere Erhöhungen werden wohl kurzfristig kommen. Jetzt rechne aber, wenn jemadn bereits mit 200,- € im Monat gestartet ist.


Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 10:10
Diesel kostete 2006 bisher durchschnittlich 1,109 Euro
https://www.was-war-wann.de/historische_werte/dieselpreise.html

Da sollten wir jetzt eher bei so 1,60 1,70 € liegen.
UPS, glatt ne null weggerutscht
DANKE!
meine Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/779/umfrage/durchschnittspreis-fuer-dieselkraftstoff-seit-dem-jahr-1950/#:~:text=Die%20Jahresdurchschnittspreise%20von%20Dieselkraftstoff%20in,Dieselkraftstoff%20auf%20186%2C8%20Cent.

habe mich schon gewundert über diese Steigerung: Da 1,067 und preis jetzt bei 2% 1,47€
Diesel jetzt 2€ ist dann 4% Inflation!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 11:01
Unser Gaspreis ist von ca. 40,- € monatlich auf 90,- € geklettert und weitere Erhöhungen werden wohl kurzfristig kommen. Jetzt rechne aber, wenn jemadn bereits mit 200,- € im Monat gestartet ist.

Dann rentiert sich eine Andere Wärmequelle (z.B. Wärmepumpe) um so schneller! Und besser für die Umwelt ists ebenso.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 11:04
Der Strompreis ist allerdings kontinuierlich nach oben geklettert und das merken wir schon.
Sowohl bei Strom als auch Gas konnten man die letzte 15 Jahre ziemlich gut durch ständigem Wechseln den Preisanstieg ziemlich klein halten.
Bis dann die gasanbieter "pleite" gingen....

Und wer 200€ Heizkosten hat, der hat auch jede Menge Kapital für Modernisierung.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: DiVO am 21.06.2022 11:22
Der Strompreis ist allerdings kontinuierlich nach oben geklettert und das merken wir schon.
Sowohl bei Strom als auch Gas konnten man die letzte 15 Jahre ziemlich gut durch ständigem Wechseln den Preisanstieg ziemlich klein halten.
Bis dann die gasanbieter "pleite" gingen....

Und wer 200€ Heizkosten hat, der hat auch jede Menge Kapital für Modernisierung.

Oder entsprechend günstig eine Immobilie erworben und auf diese Art in der Vergangenheit Geld gespart.

Wir wurden in unserer Familie belächelt, dass wir "nur" eine Neubauwohnung gekauft haben und nicht wie auf dem Land üblich ein gebrauchtes Haus gekauft und saniert haben oder ein Haus gebaut haben. Unsere Wohnung hat 2020 knapp doppelt so viel gekostet wie mein Bruder 2010 seine gebrauchte Doppelhaushälfte von 1980 gekauft hat. Renovierungskosten während dieser Zeit mal komplett außen vor gelassen.

Letzte Woche haben wir uns mal über unsere aktuellen Strom- und Gaskosten unterhalten. Er hat sich tierisch über seine Erhöhung des Gasabschlags von 160 auf 220 Euro Monat. Ich bin da ehrlich gesagt fast vom Stuhl gefallen. Bei uns ist die Steigerung von 50 auf 56 Euro...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: thesisko am 21.06.2022 12:10
Unsere Stadtwerke haben halt Gas um 110% erhöht und im Herbst drohen die nächsten Steigerungen.

Ich finde unseren Verbrauch schon sehr gering.

In ALtbauten ist es mit einer Wärmepumpe so eine Sache. Wenn du ein klassisches Heizkörpersystem haben inklusive schlechter Daämmung, dann muss schon eine hohe Vrlauftemperatur gefahren werden. Da schaut die Jahresarbeitszahl nicht mehr so rosig aus. Man muss also im Verhältnis mehr Wärme durch Strom erzeugen und der wird auch immer teurer.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 21.06.2022 13:01
Unser Gaspreis ist von ca. 40,- € monatlich auf 90,- € geklettert und weitere Erhöhungen werden wohl kurzfristig kommen. Jetzt rechne aber, wenn jemadn bereits mit 200,- € im Monat gestartet ist.

Dann rentiert sich eine Andere Wärmequelle (z.B. Wärmepumpe) um so schneller! Und besser für die Umwelt ists ebenso.

Viel Spaß den Altbau mit Strom zu heizen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 21.06.2022 13:02
Und wer 200€ Heizkosten hat, der hat auch jede Menge Kapital für Modernisierung.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 13:05
Unsere Stadtwerke haben halt Gas um 110% erhöht und im Herbst drohen die nächsten Steigerungen.

Ich finde unseren Verbrauch schon sehr gering.

In ALtbauten ist es mit einer Wärmepumpe so eine Sache. Wenn du ein klassisches Heizkörpersystem haben inklusive schlechter Daämmung, dann muss schon eine hohe Vrlauftemperatur gefahren werden. Da schaut die Jahresarbeitszahl nicht mehr so rosig aus. Man muss also im Verhältnis mehr Wärme durch Strom erzeugen und der wird auch immer teurer.

Einerseits gibts auch Wäremepumpen für "Hochtemperatur", natürlich mit weniger Effizienz, andererseits kann man bei besonders kalten Regionen auch bivalent, z.B. mit einer ergänzenden Holzheizung und einem großen Wärmespeicher arbeiten.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 21.06.2022 13:38
Und wer 200€ Heizkosten hat, der hat auch jede Menge Kapital für Modernisierung.
An 200€ Heizkosten kommt man schon recht schnell im Altbau. Bis Sommer 23 zahle ich noch 6 Cent pro kWh Gas. Würde ich jetzt neu abschließen, gäbe es hier keinen Anbieter unter 14 Cent. Das sind mal eben 133% Aufschlag.
Da reichts schon, wenn man bisher 85€ gezahlt hat um jetzt auf 200€ zu kommen.

Ansonsten ist es auch kein Wunder, dass in Deutschland Gasheizungen extrem verbreitet sind. Während die Gaspreise in den letzten 20 Jahren eher stagnierten oder sogar noch günstiger wurden, wurde Strom immer teurer. Da kann man es niemandem verübeln, dass er vor 2022 nicht mal daran gedacht hat, sich eine mit Strom betriebene Heizung hinzustellen.

In meiner Bude habe ich auch das Problem, dass ich im großen Wohnzimmer trotz 3 Heizkörpern und einer Vorlauftemperatur von 75°C Schwierigkeiten habe, den Raum im Winter auf 20-22°C zu bringen, weil die Wärme schneller flöten geht, als ich den Raum aufheizen kann. Aus dem Grund habe ich letztes Jahr einen Holzofen reingebaut, der so viel Wärme produziert, dass es auch wirklich warm wird.
Wenn ich mir da überlege bei -5°C eine Wärmepumpe installiert zu haben, die nur unter extremen Stromverbrauch auf 55°C kommt und ich auf dem Thermometer trotzdem zusehen kann, wie es eher kälter als wärmer wird ... Ich weiß ja nicht.

Klar, ich könnte jetzt auch alles einmal komplett aufreißen, von außen Dämmen, Dach dämmen usw., damit sich eine Wärmepumpe hier irgendwie lohnt. Ist aber auch nicht so einfach in Zeiten immer höher werdender Zinsen, Materialmangel noch und nöcher und daraus folgend immer höherer Preise für Material und zudem auch noch Handwerkermangel, der sich auch in den Arbeitskosten in eine Selbstbereicherungsmarktwirtschaft umgeschlagen ist.

Finanziell machts wohl mehr Sinn, in diesem Haus nix großartig zu verändern, alle Wohnungen vermietet zu lassen und nebenan einen Neubau nach allen Standards hinzusetzen, der preislich aufs selbe kommt wie wenn ich dieses Fachwerkhaus von 1880 versuche energetisch zu sanieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 13:42
Wie Johann richtig feststellt, gibts keine für alle passende Lösung. Folglich macht es Sinn, je nach Art der Heizung und der Dämmung individuell zu entscheiden bis hin gar nichts zu tun.
Dass das eine wie das andere zusätzliches Geld kostet ist klar und jetzt durch die stark steigenden Gaspreise besonders deutlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Garfield am 21.06.2022 14:13
Momentan kriegt man keinen Energieberater her und die Handwerker sagen einem direkt, dass die komplette Förderung beim Umbau vermutlich von den Kostensteigerungen aufgefressen werden. Denn wer umbauen will kriegt seine neue Heizung usw ohnehin frühestens in 2 Jahren.

Daher wunder ich mich über die lockeren Sprüche hier, dass man doch mal schnell die Heizung wechseln soll. Einige scheinen mit dem Thema noch nie ernsthaft konfrontiert worden zu sein und möchten trotzdem kluge Ratschläge geben...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: thesisko am 21.06.2022 14:24
Ich gebe zu ich schweife ab, aber da das ganze auch mit mein Thema ist.  :)

Das schöne ist, dass man mit vorhanden Zahlen sehr realistisch rechnen kann.

Angenommen Altbau Kosten Gas pro Monat 200,- € bei 0,07 Cent/kWh 2020. So unrealistisch ist das nicht. Bedeutet nichts anderes, als dass das Gebäude einen Jahresenergiebedarf von 34.285 kWh hat.

Umrüstung auf Luftwärmepumpe. Unterstellen wir mal, dass diese im Altbau die im Prospekt beworbene Jahresarbeitszahl von 4 erreichen würde. Hier habe ich doch Zweifel. Dann wird für 4 kWh Energie 1 kWh Strom benötigt. Die restlichen 3 kWh kommen aus der Umgebenswärme. Bedeutet als einen Strombezug von 8571 kWh pro Jahr.
Bei einem Preis von 0,3 € pro kWh 2020 ergeben sich Stromkosten von 2571,34 € im Jahr bzw. 214,- € im Monat. Blödes Geschäft. Ein ROI ist nicht möglich.

2022: Kosten Gas 0,15 € pro kWh und Strom vielleicht 0,35 € pro kWh. 428,50 € gegen 250 ,- €. Jetzt sieht es schon wesentlich besser aus. Alles steht aber vor einer ungewissen Preisentwicklung in der Zukunft....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 21.06.2022 14:48
Ein Altbau und ein strengerer/langer Winter zerpflücken dir deine JAZ von 4 :D

Kostet Strom mittlerweile nicht schon 40 Cent?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 14:56
Und wer 200€ Heizkosten hat, der hat auch jede Menge Kapital für Modernisierung.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
50% Einsparung von 200€ sind mehr kapital als 50% Einsparung von 40€ macht locker 2000€  jährlich mehr kapital für Modernisierung.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 15:01
Unsere Stadtwerke haben halt Gas um 110% erhöht und im Herbst drohen die nächsten Steigerungen.

Ich finde unseren Verbrauch schon sehr gering.

In ALtbauten ist es mit einer Wärmepumpe so eine Sache. Wenn du ein klassisches Heizkörpersystem haben inklusive schlechter Daämmung, dann muss schon eine hohe Vrlauftemperatur gefahren werden. Da schaut die Jahresarbeitszahl nicht mehr so rosig aus. Man muss also im Verhältnis mehr Wärme durch Strom erzeugen und der wird auch immer teurer.

Einerseits gibts auch Wäremepumpen für "Hochtemperatur", natürlich mit weniger Effizienz, andererseits kann man bei besonders kalten Regionen auch bivalent, z.B. mit einer ergänzenden Holzheizung und einem großen Wärmespeicher arbeiten.
Und durch entsprechende Heizkörper lassen sich auch im Altbau VL von 45 für 95% der Heiztage realisieren.
Und 2-5 Tage 100% Stromheizung macht dann auch nichts mehr.
Sei es durch grösser Radiatorn oder Wand/Deckenheizung, die sich auch im Altbau nachrüsten lassen.
Die Heizungsauslegung mit -10 Grad Tagesmitteltemp habe ich bei uns in den letzten 15 Jahren (also seitdem ich dort wohne und messe) nicht erreicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 15:09
Und wer 200€ Heizkosten hat, der hat auch jede Menge Kapital für Modernisierung.
An 200€ Heizkosten kommt man schon recht schnell im Altbau. Bis Sommer 23 zahle ich noch 6 Cent pro kWh Gas. Würde ich jetzt neu abschließen, gäbe es hier keinen Anbieter unter 14 Cent. Das sind mal eben 133% Aufschlag.
Da reichts schon, wenn man bisher 85€ gezahlt hat um jetzt auf 200€ zu kommen.

Ansonsten ist es auch kein Wunder, dass in Deutschland Gasheizungen extrem verbreitet sind. Während die Gaspreise in den letzten 20 Jahren eher stagnierten oder sogar noch günstiger wurden, wurde Strom immer teurer. Da kann man es niemandem verübeln, dass er vor 2022 nicht mal daran gedacht hat, sich eine mit Strom betriebene Heizung hinzustellen.
Als ich mich vor 18 Jahren für ein "neues" Heizsystem entscheiden musst, war schnell klar, das selbst bei einer JSZ von 3-4 (was damals nur Topgerägte auf dem Papier brachten) Strom vs. Gas nicht gewinnt. Also wurde es ein Brennwertkessel (Altbau Baujahr 36, Einigermasssen energetisch saniert)

Als nächste wird eine LWW dazu gebaut, da die extremen Bohrkosten sich mMn nicht lohnen. Freunde die ums Eck wohnen machen es (~40T gesamtkosten), mal sehen wer von uns in 20 Jahren mehr Geld gespart hat. ich werde berichten
Zitat
In meiner Bude habe ich auch das Problem, dass ich im großen Wohnzimmer trotz 3 Heizkörpern und einer Vorlauftemperatur von 75°C Schwierigkeiten habe, den Raum im Winter auf 20-22°C zu bringen, weil die Wärme schneller flöten geht, als ich den Raum aufheizen kann. Aus dem Grund habe ich letztes Jahr einen Holzofen reingebaut, der so viel Wärme produziert, dass es auch wirklich warm wird.
Wenn ich mir da überlege bei -5°C eine Wärmepumpe installiert zu haben, die nur unter extremen Stromverbrauch auf 55°C kommt und ich auf dem Thermometer trotzdem zusehen kann, wie es eher kälter als wärmer wird ... Ich weiß ja nicht.

Klar, ich könnte jetzt auch alles einmal komplett aufreißen, von außen Dämmen, Dach dämmen usw., damit sich eine Wärmepumpe hier irgendwie lohnt. Ist aber auch nicht so einfach in Zeiten immer höher werdender Zinsen, Materialmangel noch und nöcher und daraus folgend immer höherer Preise für Material und zudem auch noch Handwerkermangel, der sich auch in den Arbeitskosten in eine Selbstbereicherungsmarktwirtschaft umgeschlagen ist.

Finanziell machts wohl mehr Sinn, in diesem Haus nix großartig zu verändern, alle Wohnungen vermietet zu lassen und nebenan einen Neubau nach allen Standards hinzusetzen, der preislich aufs selbe kommt wie wenn ich dieses Fachwerkhaus von 1880 versuche energetisch zu sanieren.
Mal über Deckenheizung nachgedacht (etwas exotisch, aber...), die kann man auf Fläche legen und mit niedriger Temperatur laufen lassen.

bei mir ist es ein mix aus Wand-, Sockel-, Fußbodenheizung und großen Radiatoren, die bei -5 Grad mit 45 C VL 35 RL ein angenehmes Klima schaffen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 15:15
Ich gebe zu ich schweife ab, aber da das ganze auch mit mein Thema ist.  :)

Das schöne ist, dass man mit vorhanden Zahlen sehr realistisch rechnen kann.

Angenommen Altbau Kosten Gas pro Monat 200,- € bei 0,07 Cent/kWh 2020. So unrealistisch ist das nicht. Bedeutet nichts anderes, als dass das Gebäude einen Jahresenergiebedarf von 34.285 kWh hat.
Feine REchnung: So simpel wie ich es auch seinerzeit gemacht hab. Nur eine Anmerkung:
In der Rechnung fehlt der Wärmeverlust des Gaskessels. bei 90% "Wirkungsgrad" wäre es ein 34285*0,9=30857 Jahresenergiebedarf.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 21.06.2022 15:27
Ähhh, wenn ich 90% Wirkungsgrad habe, dann brauch ich doch nicht weniger kWh....
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 15:29
2022: Kosten Gas 0,15 € pro kWh und Strom vielleicht 0,35 € pro kWh. 428,50 € gegen 250 ,- €. Jetzt sieht es schon wesentlich besser aus. Alles steht aber vor einer ungewissen Preisentwicklung in der Zukunft....

Und so hat man einigermaßen locker die 2.000,-- € im Jahr für die Umbaukosten. Preisentwicklung in der Zukunft ist sicherlich ungewiss, allerdings dürfte Gas wohl nicht nennenswert billiger werden. Und bei Strom kann man im Eigenheim auch selber einiges erzeugen.

Zudem kommt auch noch eine massive Förderung hinzu bei Bestandsheizungen, so dass sich die Investition noch schneller amortisiert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 15:31
bei mir ist es ein mix aus Wand-, Sockel-, Fußbodenheizung und großen Radiatoren, die bei -5 Grad mit 45 C VL 35 RL ein angenehmes Klima schaffen.

und bei einer vernüftigen Dämmung / Fussbodenheizung reichen da sogar nur 30° VL :)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 15:35
Ähhh, wenn ich 90% Wirkungsgrad habe, dann brauch ich doch nicht weniger kWh....
Doch: wenn ich 34000 kw Gas verbraucht habe, davon nur 90% als Wärme ins Haus geflossen ist, dann hat das Haus eine geringeren Wärmebedarf als kw Gas verheizt wurde.
Oder umgekehrt: Wenn ich 10000kwh Wärmebedarf für das Haus errechnet habe, dann reichen dafür nicht 10000 kwh Gas um es zu beheizen sondern 11111 müssen gekauft werden
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 15:51
bei mir ist es ein mix aus Wand-, Sockel-, Fußbodenheizung und großen Radiatoren, die bei -5 Grad mit 45 C VL 35 RL ein angenehmes Klima schaffen.

und bei einer vernüftigen Dämmung / Fussbodenheizung reichen da sogar nur 30° VL :)
Altbau!
Ja, mit welchem finanziellen Aufwand?
Aufdoppelung Dach: ok, wenn er neues Dachgemacht wird...
Kellerdecke, klar, kann man von unten machen hat dann nur noch einen Bück/kriechkeller
Wenn Füßboden komplett raus und neu: auch von oben, aber dann noch Fußbodenheizung.
naja und dann nichts mehr mit Dielenboden, schöner Estrich....Aufbauhöhe mmmhh wird schon.....
Fenster: Geht klar: 3fach Verglasung gibbet inzwischen bezahlbar, damals bei uns nicht rechenbar (und immernoch die okonomisch richtige Entscheidung, dann lieber das Geld in andere Massnahmen stecken)
Aussenwand: Plastikmantel mmmm, wohin mit der Feuchtigkeit die von innen kommt, langfristig spannend
Bauphysikalisch mal gerechnet: grusselig, merkt man erst nach 15-20 Jahren, dass das Wasser Jahr für Jahr in der Wand zunimmt, da in der Winterzeit nicht abtrocknen kann.
(Wir haben eine SLS20 (Glaskugel) Hohlschicht Dämmung deswegen gemacht ist hydrophop.
Aber die Farbe an der Aussenwand (war so Richtung wasserundurchlässig ~latexähnlich) musste ab und neuer Anstrich.

Also VL 30 kriege ich rechnerisch nur hin, wenn ich komplett zusätzlich Deckenheizung und noch mehr Wandheizung machen würde. Fußbodenheizung geht aus besagten Gründen nicht überall.
oder in einem Haus wohne was in 30 Jahren vergammelt ist (s.o.)

 Energiebedarf 110kwh/m2 mehr wäre nur mit 3fachverglasung und Lüftungssystem und keinen nutzbaren Keller (wg. 20 cm zusätzliche Dämmung von unten) und besagte grusselige Aussendämmung (ach ja  der Grenzabstand, da war ja noch was anderes)


Also Nein: 30 VL am Rande der Utopie
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 16:29
Altbau!

(...)

Also Nein: 30 VL am Rande der Utopie

Da hast du völlig recht! War als Beispiel gedacht, was bei einem normal modernen Neubau möglich ist.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2022 17:04
Altbau!

(...)

Also Nein: 30 VL am Rande der Utopie

Da hast du völlig recht! War als Beispiel gedacht, was bei einem normal modernen Neubau möglich ist.
Normaler Neubau kann man schon bald alleine mit Teelichter heizen. 8)
Auch kann ich mir da durchaus vorstellen, das eine Wärmepumpe bzgl. Investitions- und Folgekosten bald teurer als eine 100% Stromheizung ala klassischer Nachtspeicherofen ist.
->
Wenn man denn dynamisch am Strommarkt seine Heizenergie einkaufen kann.

4000kw Heizenergiebedarf bei 100qm Wohnung
LWP mit JSZ 4 macht 1000 * 30 Cent = 300€ Heizkosten plus 100€ Wartung = 400€ Kosten
100% Stromheizung 1200€ = 800€ Einsparung

Kosten LWP? 15T€ ? also BIP bei 18 Jahren ?
 :o

Ach herrlich, ich liebe solche MMRs
 :-X
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Organisator am 21.06.2022 17:12
Normaler Neubau kann man schon bald alleine mit Teelichter heizen. 8)
Auch kann ich mir da durchaus vorstellen, das eine Wärmepumpe bzgl. Investitions- und Folgekosten bald teurer als eine 100% Stromheizung ala klassischer Nachtspeicherofen ist.
->
Wenn man denn dynamisch am Strommarkt seine Heizenergie einkaufen kann.

4000kw Heizenergiebedarf bei 100qm Wohnung
LWP mit JSZ 4 macht 1000 * 30 Cent = 300€ Heizkosten plus 100€ Wartung = 400€ Kosten
100% Stromheizung 1200€ = 800€ Einsparung

Kosten LWP? 15T€ ? also BIP bei 18 Jahren ?
 :o

Ach herrlich, ich liebe solche MMRs
 :-X

zwei Sachen fehlen noch

1. Auch die Stromheizung kostet Geld in der Anschaffung
2. Warmwasser fehlt noch im Verbrauch / Anschaffung.

Break Even dann schon nach 15 Jahren ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Aleksandra am 21.06.2022 20:28
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 21.06.2022 21:29
Ähhh, wenn ich 90% Wirkungsgrad habe, dann brauch ich doch nicht weniger kWh....
Doch: wenn ich 34000 kw Gas verbraucht habe, davon nur 90% als Wärme ins Haus geflossen ist, dann hat das Haus eine geringeren Wärmebedarf als kw Gas verheizt wurde.
Oder umgekehrt: Wenn ich 10000kwh Wärmebedarf für das Haus errechnet habe, dann reichen dafür nicht 10000 kwh Gas um es zu beheizen sondern 11111 müssen gekauft werden
Wir meinen das gleiche  und ich hat nen Hänger...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 21.06.2022 21:32
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.
Ja genau. So wie letztes mal.  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 22.06.2022 06:24
Genau, am Ende sind es wieder 6% für 12 Monate ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 22.06.2022 06:41
Normaler Neubau kann man schon bald alleine mit Teelichter heizen. 8)
Auch kann ich mir da durchaus vorstellen, das eine Wärmepumpe bzgl. Investitions- und Folgekosten bald teurer als eine 100% Stromheizung ala klassischer Nachtspeicherofen ist.
->
Wenn man denn dynamisch am Strommarkt seine Heizenergie einkaufen kann.

4000kw Heizenergiebedarf bei 100qm Wohnung
LWP mit JSZ 4 macht 1000 * 30 Cent = 300€ Heizkosten plus 100€ Wartung = 400€ Kosten
100% Stromheizung 1200€ = 800€ Einsparung

Kosten LWP? 15T€ ? also BIP bei 18 Jahren ?
 :o

Ach herrlich, ich liebe solche MMRs
 :-X

zwei Sachen fehlen noch

1. Auch die Stromheizung kostet Geld in der Anschaffung
2. Warmwasser fehlt noch im Verbrauch / Anschaffung.

Break Even dann schon nach 15 Jahren ;)
Oh shit, ich dachte Warmwasser alleine durch Gas ist schon länger verboten, gibt es nicht den Zwang zur Solarthermi? ::)

und der Strompreis kann sinken und fallen, bzw. der dynamischem Einkauf gilt auch für WP.

da kann man nur hoffen das die LWP länger als 15 Jahre hält.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 22.06.2022 06:54
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.

Direkt mal teilgenommen und 15 Prozent als angemessen befunden. 10‘prozent als Ausgleich und 5 Prozent als Kaufkraftstärkung.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 22.06.2022 07:04
Altbau!

(...)

Also Nein: 30 VL am Rande der Utopie

Da hast du völlig recht! War als Beispiel gedacht, was bei einem normal modernen Neubau möglich ist.
Normaler Neubau kann man schon bald alleine mit Teelichter heizen. 8)
Auch kann ich mir da durchaus vorstellen, das eine Wärmepumpe bzgl. Investitions- und Folgekosten bald teurer als eine 100% Stromheizung ala klassischer Nachtspeicherofen ist.
->
Wenn man denn dynamisch am Strommarkt seine Heizenergie einkaufen kann.

4000kw Heizenergiebedarf bei 100qm Wohnung
LWP mit JSZ 4 macht 1000 * 30 Cent = 300€ Heizkosten plus 100€ Wartung = 400€ Kosten
100% Stromheizung 1200€ = 800€ Einsparung

Kosten LWP? 15T€ ? also BIP bei 18 Jahren ?
 :o

Ach herrlich, ich liebe solche MMRs
 :-X


WP war für uns auch ziemlich interessant mit der Kombi SA. Aber bei den Preisen was die aufgerufen haben da wäre ich mit nem Gaspreis von 25 Cent pro kwh noch günstiger. Paar Firmen haben echt den Vogel abgeschossen: von 25k bis 150k war alles dabei
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wynchester am 22.06.2022 07:58
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.
Ja genau. So wie letztes mal.  ::)

Werden eigentlich die Ergebnisse einer solchen Umfrage öffentlich gemacht ?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 22.06.2022 08:01
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.
Ja genau. So wie letztes mal.  ::)

Nur wenn sie der Führung passen ;D

Werden eigentlich die Ergebnisse einer solchen Umfrage öffentlich gemacht ?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Garfield am 22.06.2022 08:29
Da man mir im Gespräch mit Verdi mitgeteilt hat, dass bei der letzten Befragung die Arbeitszeit zwar als wichtig, aber immer weit unterhalb der Frage des Entgelts eingestuft worden sei, hab ich das dieses Mal entsprechend beantwortet und finde es gut, dass in die Richtung was voran geht.
Bin sehr gespannt ob es wirklich Eingang in die Forderungen findet. An der Zeit wäre es ja, auch wenn ich als TV-Ler dann wohl noch warten müsste, bis es auch bei uns umgesetzt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 22.06.2022 08:43
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Was bist Du bereit für die Durchsetzung Deiner Forderungen zu tun?
(Hier ist Mehrfach-Antwort möglich.)

Nimmt man "nichts davon", weil für einen nichts passendes oder aussichtsreiches dabei ist, kommt:
Zitat
Deine Antworten werden wir in der weiteren Diskussion über eine gemeinsame Forderung jedoch nicht berücksichtigen. Wer etwas fordert, sollte auch bereit sein sich für seine Forderungen zu engagieren. Ohne Bereitschaft etwas für Deine Forderung zu tun, werden wir sie nicht durchsetzen können.
Aber gut, dann beantworte ich eben nochmal. Und nochmal. Und dann sicherheitshalber noch 74mal. Und meine Schwiegermutter kann das auch paar hundertmal machen, die betrifft der ÖD bzw. Tarifvertrag zwar gar nicht, aber dann ist die wenigstens beschäftigt. Nachdem man zuerst die PLZ des Betriebs eingegeben hat, wird noch das Bundesland abgefragt. Handwerklich ist die Umfrage schon "toll" gemacht. Die Aussagekraft des Umfrageergebnisses steht jetzt schon fest. So kann man es nach den Kuchenbuffets in Potsdam aber immerhin hinterher so darstellen, als hätte die "Basis" es doch so gewollt.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 22.06.2022 09:31
Wenn man ein paar Fake Daten eingibt kommt das:

Zu guter Letzt: Das Ziel ist, dass sich mindestens 54.000 Kolleg*innen an dieser Forderungsbefragung beteiligen - das sind zwei Prozent der Beschäftigten von Bund und Kommunen.

Ob da so viele mit machen? :D
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: was_guckst_du am 22.06.2022 09:33
..selbst dann wäre es keine repräsentative Umfrage... :D  ...aber daran hat Verdi - aus verständlichen Gründen - ja auch kein wirkliches Interesse...

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Alien1973 am 22.06.2022 12:57
Die Regierung will das wir 42 Stunden arbeiten und ihr redet von Reduzierung der Arbeitszeit....  ;D ;D ;D

Gescheite Anpassung des Entgelts und fertig ist das Ding, alles andere ist Gedöns das keiner braucht... fertig...

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 22.06.2022 13:09
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.

Die letzte Umfrage von 2020 ergab wohl das Ergebnis, dass 80 Prozent der Teilnehmer für eine Reduzierung der Arbeitszeit bzw. einer Option hierzu wären. Die Forderung zeigte hierzu jedoch keinerlei Bezug. Man kann es sich also sparen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 22.06.2022 14:33
Es ist gute Verdi Tradition, Forderungen, Wünsche, Abstimmungen der Basis nicht zu berücksichtigen.

Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist ja sehr nett.
Hat sich mal jemand auch darüber Gedanken gemacht, dass bereits jetzt etliche Stellen nicht besetzt werden können?
Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit werden weitere Stellen gebraucht, welche ebenfalls nicht besetzt werden können.

Leider werden die Probleme im technischen und IT-Bereich völlig ignoriert und gnadenlos noch weiter in den oberen Regionen gestrichen.
Warum sollten sich Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bewerben, wenn gerade in den angesprochenen Bereichen die Gehaltsunterschiede zur freien Wirtschaft, aber auch zum TV-V so eklatant sind?

Das ist nicht nur ein Verschulden von Verdi, sondern auch der VKA!!!!!
Um auch nur ansatzweise eine Chance zu erhalten muss für diese Bereiche das Niveau des TV-V erreicht werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 22.06.2022 14:42
Abgesehen davon, das es um gute demokratische Traditionen geht, (die Mehrheit der Mitglieder bestimmt) bin ich einem tariflichen Rechtsanspruch nach Erhöhung der Stundenzahl - analog zur Teilzeit - nicht nur aufgschlossen, sondern halte diese für sachlich und logisch zwingend.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 22.06.2022 14:47
Das ist nicht nur ein Verschulden von Verdi, sondern auch der VKA!!!!!
bin geneigt zu sagen, alleiniges AG Problem. Der AG könnte, wenn er wollte, jederzeit mehr zahlen als TV Entgelt um Mitarbeiter anzuwerben. (evtl. sind dazu Gesetze zu ändern, aber auch das ist ein "AG" Problem)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Britta2 am 22.06.2022 15:11
Wenn die Reierun jetzt die 42-Std-Woche möchte und der Herr Lindner ab 2023 die Schuldenbremse treten will, zugleich auf für "alle" 3-5 Verzichtsjahre ankündigt ... dann sind das die Stimmen  UNSERES Arbeitgebers!
Was schert den alle anderen (Industrie-)Arbeitgeber!
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Schmitti am 22.06.2022 15:25
Die Regierung will das wir 42 Stunden arbeiten
Wenn die Reierun jetzt die 42-Std-Woche möchte
Welche Regierung/Reierung ist das denn?
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Herbert Meyer am 22.06.2022 15:27
Also eine Verringerung der Arbeitszeit würde ich attraktiv finden. Es wäre wahrscheinlich sogar ein Win-Win-Geschäft, da sich der Arbeitgeber eine "teure" Entgelterhöhung spart und die Wissenschaft ja immer wieder zu der Erkenntnis gelangt, dass bei Kopfarbeitern (aber auch bei weiteren Berufsgruppen) in unserer modernen Arbeitswelt zwischen der 30. und 40. Wochenstunde ohnehin kein messbarer Produktivitätszuwachs geschieht.

Aber dafür halte ich Deutschland leider nicht für ausreichend agil. Da wird dann wahrscheinlich eh wieder auf den aussterbenden Fließbandarbeiter oder die Pflegekraft verwiesen, die 40 Stunden in Rekord Gerontowindeln wechseln darf (und an der Arbeitslast kaputt geht) und die Idee als Hirngespinst abgetan. Naja, aber dieses Arbeitszeitmodell ist ja auch erst knapp 60 Jahre alt, immer noch jünger als so manches behördliches IT-System.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 22.06.2022 15:33
Selbstredend dient eine Arbeitszeitverkürzung dem AN zur Vermehrung der Freizeit, dem AG zur Senkung der Personalkosten bei gleichzeitig stattfindender Arbeitsverdichtung (bis hin zur Normforderung).

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: GenerationY am 22.06.2022 16:20
Umfrage zur kommenden Tarifrunde von verdi:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

Interessant auch die Option, inwieweit man an mehr Freizeit interessiert ist. Das wird dann wohl je nach Abstimmergebnis eine Möglichkeit für den Verhandlungstisch sein. Ich würde das sehr begrüßen.

Die letzte Umfrage von 2020 ergab wohl das Ergebnis, dass 80 Prozent der Teilnehmer für eine Reduzierung der Arbeitszeit bzw. einer Option hierzu wären. Die Forderung zeigte hierzu jedoch keinerlei Bezug. Man kann es sich also sparen.

Es waren über 90%...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Johann am 22.06.2022 16:23
Also bei einer Reduzierung der Regelarbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche würde ich mich tatsächlich auch mit einer Einmalzahlung abspeisen lassen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 22.06.2022 17:44
Also eine Verringerung der Arbeitszeit würde ich attraktiv finden. Es wäre wahrscheinlich sogar ein Win-Win-Geschäft, da sich der Arbeitgeber eine "teure" Entgelterhöhung spart und die Wissenschaft ja immer wieder zu der Erkenntnis gelangt, dass bei Kopfarbeitern (aber auch bei weiteren Berufsgruppen) in unserer modernen Arbeitswelt zwischen der 30. und 40. Wochenstunde ohnehin kein messbarer Produktivitätszuwachs geschieht.
Aber nur wenn die 40h in 5x8,5 happen mit 0,5 h Pause geleistet werden.
Bei einem Arbeitstag von 5h Arbeit 2,5h Pause und 3h Arbeit sieht die Leistungskurve wieder ganz anders aus.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 22.06.2022 19:24
Es ist gute Verdi Tradition, Forderungen, Wünsche, Abstimmungen der Basis nicht zu berücksichtigen.

Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist ja sehr nett.
Hat sich mal jemand auch darüber Gedanken gemacht, dass bereits jetzt etliche Stellen nicht besetzt werden können?
Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit werden weitere Stellen gebraucht, welche ebenfalls nicht besetzt werden können.

Leider werden die Probleme im technischen und IT-Bereich völlig ignoriert und gnadenlos noch weiter in den oberen Regionen gestrichen.
Warum sollten sich Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bewerben, wenn gerade in den angesprochenen Bereichen die Gehaltsunterschiede zur freien Wirtschaft, aber auch zum TV-V so eklatant sind?

Das ist nicht nur ein Verschulden von Verdi, sondern auch der VKA!!!!!
Um auch nur ansatzweise eine Chance zu erhalten muss für diese Bereiche das Niveau des TV-V erreicht werden.



Auch der TVV hat seine Tücken. Ein Elektriker wird zum Teil nach der LG 4 bezahlt. Andere Elektriker haben noch die 7. im TVV werden gnadenlos die Stellen neubewertet und abgestuft. Ing. werden mit LG 10 eingestellt. Leitende Angestellte zum Teil mit 11 Max 13. und Lohngruppe 14 und 15 gibt es so gut wie niemanden
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Kaiser80 am 23.06.2022 07:33
TV-V nehme ich sofort...
Als Bilanzbuchhalter im TVÖD Entgeltgruppe 9c, im TV-V als EG 10 im Katalog. Diff >600€ beim Tabellenentgelt
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 23.06.2022 07:43
TV-V nehme ich sofort...
Als Bilanzbuchhalter im TVÖD Entgeltgruppe 9c, im TV-V als EG 10 im Katalog. Diff >600€ beim Tabellenentgelt

Gerade die Stellen sind rar und werden intern schnell besetzt. Es werden wie verrückt Meister gesucht. Die Stellen wurden sogar schon zum Teil aufgewertet von EG8 auf die EG9
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: thesisko am 23.06.2022 08:20
Als Meister überlege ich stark, bei passendem Angebot zur einer Stelle im TV-V zu wechseln. Eine TV-V E9 Stelle stand schon im Raum. Das wären +900,- € und satte 100% Jahressonderzahlung.

Geld ist bei mir nicht der entscheidenste Faktor, aber irgendwann ist jeder käuflich...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 23.06.2022 08:53
Aber nur wenn die 40h in 5x8,5 happen mit 0,5 h Pause geleistet werden.
Bei einem Arbeitstag von 5h Arbeit 2,5h Pause und 3h Arbeit sieht die Leistungskurve wieder ganz anders aus.

Das ist natürlich im Rahmen der Studien ein überflüssiger Gedankengang, da nach 5 bis 6 Stunden bereits die Kapazität der bisherigen 8 Stunden erreicht wäre. ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 23.06.2022 09:04
Als Meister überlege ich stark, bei passendem Angebot zur einer Stelle im TV-V zu wechseln. Eine TV-V E9 Stelle stand schon im Raum. Das wären +900,- € und satte 100% Jahressonderzahlung.

Geld ist bei mir nicht der entscheidenste Faktor, aber irgendwann ist jeder käuflich...

Worauf wartest du? Das ganze geht ja auch mit einer höheren Rente und VBL einher...
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 23.06.2022 09:09
Aber nur wenn die 40h in 5x8,5 happen mit 0,5 h Pause geleistet werden.
Bei einem Arbeitstag von 5h Arbeit 2,5h Pause und 3h Arbeit sieht die Leistungskurve wieder ganz anders aus.

Das ist natürlich im Rahmen der Studien ein überflüssiger Gedankengang, da nach 5 bis 6 Stunden bereits die Kapazität der bisherigen 8 Stunden erreicht wäre. ;)
nö,die üblichen veröffentlichen Leistungskurven des Menschens zeigen ja was anderes.
Nach der dicken mittags Leistungsdelle kommt wieder ein Hoch.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Bastel am 23.06.2022 09:12
Das man bestimmt nicht auf der Arbeit verbringen will.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 23.06.2022 09:13

nö,die üblichen veröffentlichen Leistungskurven des Menschens zeigen ja was anderes.
Nach der dicken mittags Leistungsdelle kommt wieder ein Hoch.

Das ist denken in alten Arbeitsmustern.

Wer schon von mittags redet... ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 23.06.2022 09:20
Das man bestimmt nicht auf der Arbeit verbringen will.

Tiefs und Hochs sind Elemente des alten Arbeitsmarktes. Sie sind Kern und Ergebnis der bisherigen, uneffizienten Arbeitszeiten und -volumina.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 23.06.2022 10:08
Es ist gute Verdi Tradition, Forderungen, Wünsche, Abstimmungen der Basis nicht zu berücksichtigen.

Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist ja sehr nett.
Hat sich mal jemand auch darüber Gedanken gemacht, dass bereits jetzt etliche Stellen nicht besetzt werden können?
Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit werden weitere Stellen gebraucht, welche ebenfalls nicht besetzt werden können.

Leider werden die Probleme im technischen und IT-Bereich völlig ignoriert und gnadenlos noch weiter in den oberen Regionen gestrichen.
Warum sollten sich Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bewerben, wenn gerade in den angesprochenen Bereichen die Gehaltsunterschiede zur freien Wirtschaft, aber auch zum TV-V so eklatant sind?

Das ist nicht nur ein Verschulden von Verdi, sondern auch der VKA!!!!!
Um auch nur ansatzweise eine Chance zu erhalten muss für diese Bereiche das Niveau des TV-V erreicht werden.


Auch der TVV hat seine Tücken. Ein Elektriker wird zum Teil nach der LG 4 bezahlt. Andere Elektriker haben noch die 7. im TVV werden gnadenlos die Stellen neubewertet und abgestuft. Ing. werden mit LG 10 eingestellt. Leitende Angestellte zum Teil mit 11 Max 13. und Lohngruppe 14 und 15 gibt es so gut wie niemanden

Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
In der Theorie sollte die Eingruppierung im TV-V niedriger sein als im TVÖD.
In der Praxis wird es allerdings anders gehandhabt.

Fachkräfte für Wasserversorgung sind üblicherweise in TVÖD 5. Aktuelle und vergleichbare Ausschreibungen nach TV-V in TV-V 6.
Meister in TVÖD9, nun TV-V 9
Elektriker in TV-V 7 oder 8
Selbst Ingenieure (mit Führung von 5 Mitarbeitern) in TV-V 13

Dies nicht nur bei höheren Tabelenentgelten, sondern auch noch bei 100% JSZ.

Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 23.06.2022 10:22

nö,die üblichen veröffentlichen Leistungskurven des Menschens zeigen ja was anderes.
Nach der dicken mittags Leistungsdelle kommt wieder ein Hoch.

Das ist denken in alten Arbeitsmustern.

Wer schon von mittags redet... ;)
Wenigstens ist es ein denken.   ::)
Das man bestimmt nicht auf der Arbeit verbringen will.

Tiefs und Hochs sind Elemente des alten Arbeitsmarktes. Sie sind Kern und Ergebnis der bisherigen, uneffizienten Arbeitszeiten und -volumina.
stimmt bei anderen Volumina und Zeiten hat der Mensch eine annähernd lineare Arbeitsleistung über die Zeit gesehen.
Ohne Tiefs und Ohne Hochs
Begin 6:00- Ende 6:59 kein Leistungsabfall  :o

und da gehe ich voll mit:
bei einer flexiblen Verteilung der Arbeitszeiten nach Lust und Laune würde die Leistung gesteigert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Wynchester am 23.06.2022 10:28
Es ist gute Verdi Tradition, Forderungen, Wünsche, Abstimmungen der Basis nicht zu berücksichtigen.

Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist ja sehr nett.
Hat sich mal jemand auch darüber Gedanken gemacht, dass bereits jetzt etliche Stellen nicht besetzt werden können?
Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit werden weitere Stellen gebraucht, welche ebenfalls nicht besetzt werden können.

Leider werden die Probleme im technischen und IT-Bereich völlig ignoriert und gnadenlos noch weiter in den oberen Regionen gestrichen.
Warum sollten sich Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bewerben, wenn gerade in den angesprochenen Bereichen die Gehaltsunterschiede zur freien Wirtschaft, aber auch zum TV-V so eklatant sind?

Das ist nicht nur ein Verschulden von Verdi, sondern auch der VKA!!!!!
Um auch nur ansatzweise eine Chance zu erhalten muss für diese Bereiche das Niveau des TV-V erreicht werden.


Auch der TVV hat seine Tücken. Ein Elektriker wird zum Teil nach der LG 4 bezahlt. Andere Elektriker haben noch die 7. im TVV werden gnadenlos die Stellen neubewertet und abgestuft. Ing. werden mit LG 10 eingestellt. Leitende Angestellte zum Teil mit 11 Max 13. und Lohngruppe 14 und 15 gibt es so gut wie niemanden

Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
In der Theorie sollte die Eingruppierung im TV-V niedriger sein als im TVÖD.
In der Praxis wird es allerdings anders gehandhabt.

Fachkräfte für Wasserversorgung sind üblicherweise in TVÖD 5. Aktuelle und vergleichbare Ausschreibungen nach TV-V in TV-V 6.
Meister in TVÖD9, nun TV-V 9
Elektriker in TV-V 7 oder 8
Selbst Ingenieure (mit Führung von 5 Mitarbeitern) in TV-V 13

Dies nicht nur bei höheren Tabelenentgelten, sondern auch noch bei 100% JSZ.
Soll auch Meister in TvöD 8 geben
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SVA am 23.06.2022 10:34
Es ist gute Verdi Tradition, Forderungen, Wünsche, Abstimmungen der Basis nicht zu berücksichtigen.

Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist ja sehr nett.
Hat sich mal jemand auch darüber Gedanken gemacht, dass bereits jetzt etliche Stellen nicht besetzt werden können?
Bei einer Reduzierung der Arbeitszeit werden weitere Stellen gebraucht, welche ebenfalls nicht besetzt werden können.

Leider werden die Probleme im technischen und IT-Bereich völlig ignoriert und gnadenlos noch weiter in den oberen Regionen gestrichen.
Warum sollten sich Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bewerben, wenn gerade in den angesprochenen Bereichen die Gehaltsunterschiede zur freien Wirtschaft, aber auch zum TV-V so eklatant sind?

Das ist nicht nur ein Verschulden von Verdi, sondern auch der VKA!!!!!
Um auch nur ansatzweise eine Chance zu erhalten muss für diese Bereiche das Niveau des TV-V erreicht werden.


Auch der TVV hat seine Tücken. Ein Elektriker wird zum Teil nach der LG 4 bezahlt. Andere Elektriker haben noch die 7. im TVV werden gnadenlos die Stellen neubewertet und abgestuft. Ing. werden mit LG 10 eingestellt. Leitende Angestellte zum Teil mit 11 Max 13. und Lohngruppe 14 und 15 gibt es so gut wie niemanden

Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
In der Theorie sollte die Eingruppierung im TV-V niedriger sein als im TVÖD.
In der Praxis wird es allerdings anders gehandhabt.

Fachkräfte für Wasserversorgung sind üblicherweise in TVÖD 5. Aktuelle und vergleichbare Ausschreibungen nach TV-V in TV-V 6.
Meister in TVÖD9, nun TV-V 9
Elektriker in TV-V 7 oder 8
Selbst Ingenieure (mit Führung von 5 Mitarbeitern) in TV-V 13

Dies nicht nur bei höheren Tabelenentgelten, sondern auch noch bei 100% JSZ.

Wenn man zwei Tarifverträge miteinander vergleicht, muss man aber vergleichen, was diese regeln, und nicht, was irgendwer bereit ist, übertariflich zu zahlen. Was beim Vergleich der Regelungen herauskommt, wurde ja seinerzeit hier (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114045.msg184619.html#msg184619) geschildert.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 23.06.2022 11:05
Nur noch einmal zur Klarstellung.
Der Unterschied zweier Tarifverträge ist mir bekannt.

Bei anstehenden Stellenbesetzungen kann ich (falls es überhaupt noch Bewerber gibt) dem Bewerber erklären, dass die im Umkreis befindlichen Stadtwerke völlig falsch eingruppieren und er doch lieber zu uns kommen mag, da es hier eine korrekte Eingruppierung gibt.
Das wird ihn bestimmt überzeugen.
Hinzu kommt dass unsere Facharbeiter noch abgeworben werden und für die gleiche Tätigkeit genau diese oben beschriebene Vergütung erhalten. Vorher E5 nun TV-V 6
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SVA am 23.06.2022 11:08
Und das hat jetzt genau was mit TVÖD und TV-V zu tun? Übertarifliche Vergütung ist naturgemäss nichts, was mit dem jeweiligen Tarifvertrag zu tun hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: WasDennNun am 23.06.2022 12:02
Hinzu kommt dass unsere Facharbeiter noch abgeworben werden und für die gleiche Tätigkeit genau diese oben beschriebene Vergütung erhalten. Vorher E5 nun TV-V 6
Dann wird es Zeit, dass ihr eure Facharbeiter mit EG7 entlohnt, haben die sicherlich sich auch verdient.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: BAT am 23.06.2022 13:30

Begin 6:00- Ende 6:59 kein Leistungsabfall  :o


Ja, das wäre bei mir um die Uhrzeit der Fall, konstant bei Null, keine Leistungsabfall.  :D

Das wird aber ehe alles nicht kommen, der 8-Stunden-Tag, den wir immer noch regelhaft übertreffen, wurde vor 104 Jahren eingeführt.  :P
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Emmi87 am 23.06.2022 15:12
Nur noch einmal zur Klarstellung.
Der Unterschied zweier Tarifverträge ist mir bekannt.

Bei anstehenden Stellenbesetzungen kann ich (falls es überhaupt noch Bewerber gibt) dem Bewerber erklären, dass die im Umkreis befindlichen Stadtwerke völlig falsch eingruppieren und er doch lieber zu uns kommen mag, da es hier eine korrekte Eingruppierung gibt.
Das wird ihn bestimmt überzeugen.
Hinzu kommt dass unsere Facharbeiter noch abgeworben werden und für die gleiche Tätigkeit genau diese oben beschriebene Vergütung erhalten. Vorher E5 nun TV-V 6

Angebot und Nachfrage…willkommen beim Thema Fachkräftemangel. Der TVV hatte eine zeitlang Überschuss an Personal gehabt und konnte Elektriker sogar mit der LG 4 abspeisen. Nun zahlen die zum Teil die 6
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SVA am 23.06.2022 15:28
Nicht der TV-V macht oder hat etwas. Es gibt nach Schilderung von JahrhundertwerkTVÖD offenbar Arbeitgeber, die übertariflich zahlen. Und solche, die das nicht tun. Nach Wahrnehmung von JahrhundertwerkTVÖD sind erstere vermehrt oder ausschließlich im TV-V zu finden und letztere vermehrt oder ausschließlich im TVÖD. Es besteht aber kein Grund zur Annahme, erstere würden nicht mehr übertariflich zahlen, wenn bei ihnen der TVÖD Anwendung fände oder letztere würden auf einmal die Möglichkeiten übertariflicher Bezahlung entdecken, wenn bei ihnen der TV-V Anwendung finden würde.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 23.06.2022 15:44
Hinzu kommt dass unsere Facharbeiter noch abgeworben werden und für die gleiche Tätigkeit genau diese oben beschriebene Vergütung erhalten. Vorher E5 nun TV-V 6
Dann wird es Zeit, dass ihr eure Facharbeiter mit EG7 entlohnt, haben die sicherlich sich auch verdient.

Es gibt leider immer noch Bundesländer wo noch die alten Eingruppierungsregelungen der "Arbeiter" gelten, da Verdi und der VKA die alten Verträge nicht gekündigt haben. Dort ist eine tarifliche Eingruppierung in EG 7 nicht möglich.

Nein, mir geht es nicht darum ob AG im TV-V vermehrt, falsch oder außertariflich eingruppieren.
Meine ursprüngliche Aussage zu diesem Thema war, dass eine Erhöhung des TVÖD Tabellen in Bereichen vom TV-V nötig wäre.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: SVA am 23.06.2022 16:01
Es ging ja nicht um Eingruppierung, WasDennNun schrieb "entlohnt". Und schon sind wir wieder bei übertariflicher Vergütung und der Bereitschaft von Arbeitgebern zu einer solchen.

Hier wird oft den alten Lohngruppenverzeichnissen hinterhergeweint. Wenn ich mir dann das aktuelle Entgeltgruppenverzeichnis anschaue, ist das im Vergleich zu Büroberufen auch schon sehr großzügig ausgestaltet mit zahlreichen Tätigkeiten, die der E7, E8 und E9a zugeordnet werden. Und mit dreijähriger Berufsausbildung und entsprechender Tätigkeit geht es in E6 los. Ich kann mir NRW da nur schwerlich als extremen Einzelfall vorstellen.
Titel: Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
Beitrag von: Aleksandra am 26.06.2022 00:26
Laut BILD (https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/so-will-kanzler-scholz-die-inflation-bekaempfen-brutto-fuer-netto-80511458,view=conversionToLogin.bild.html - hinter paywall) fürchtet man in der Regierung eine Lohn-Preisspirale. Daher will man den Gewerkschaften vorschlagen in den nächsten Tarifrunden auf einen Teil der Lohnsteigerungen zu verzichten, zugunsten einer größeren Einmalzahlung. Der Bund will hingegen dann auf Steuern und Abgaben auf diese Einmalzahlung verzichten (brutto = netto).

Naja, egal wie hoch solch eine Einmalzahlung auch werden würde. Sie würde effektiv einen dauerhaften Lohnverlust bedeuten. Denn wenn die Inflation nach 2 Jahren kumuliert z.B. 15% beträgt, verschwindet diese Preissteigerung nach 2 Jahren ja nicht, sondern bleibt quasi fortlaufend erhalten. Dann lieber eine deutliche und dauerhafte Arbeitszeitverkürzung...