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offene Foren => Beamte der Länder und Kommunen => Thema gestartet von: Zauberberg am 04.05.2021 13:58

Titel: [Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 04.05.2021 13:58
Im Jahr 2006 wurde ich geschieden und es erfolgte die Berechnung des Versorgungsausgleiches. Damals war die Basis noch das Pensionsalter von 65 Jahren, welches nunmehr auf 67 Jahre angehoben wurde. Wie verhält es sich mit dem Versorgungsausgleich, erfolgt eine Neuberechnung ? Muß diese beantragt werden  ?
Titel: Antw:Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: mecki111 am 04.05.2021 14:16
Eine Neuberechnung durch das Familiengericht erfolgt immer nur auf Antrag eines Beteiligten. Bevor man aber so einen Antrag stellt, sollte man sich die möglichen Veränderungen überlegen und ausrechnen, zumal seit dem 01.09.2009 das Versorgungsausgleichsgesetz gilt, das für Änderungen herangezogen wird.
Titel: Antw:Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: was_guckst_du am 04.05.2021 14:28
..welchen Einfluß sollte das geänderte Pensionsalter auf den Versorgungsausgleich habe?...es werden doch nur die Ehejahre abgerechnet und die endeten doch spätestens 2006...
Titel: Antw:Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: RARB am 04.05.2021 21:00
..welchen Einfluß sollte das geänderte Pensionsalter auf den Versorgungsausgleich habe?...es werden doch nur die Ehejahre abgerechnet und die endeten doch spätestens 2006...

... in der Ehezeit erworbene Anwartschaften ... Wenn sich die mögliche Höhe ändert, da in der gleichen Zeit weniger erworben werden kann. Bin aber nicht auf aktuellem Stand, wie das derzeit gehandhabt wird, würde mich aber auch interessieren, rein akademisch.
Titel: Antw:Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 05.05.2021 06:55
..welchen Einfluß sollte das geänderte Pensionsalter auf den Versorgungsausgleich habe?...es werden doch nur die Ehejahre abgerechnet und die endeten doch spätestens 2006...

Mir geht es nach Einlesen dann wohl konkret um § 5 Abs. 2 S. 2 VersAusglG ..." Rechtliche oder tatsächliche Veränderungen nach dem Ende der Ehezeit, die auf den Ehezeitanteil zurückwirken, sind zu berücksichtigen."

D.h. die Jahre bis zur Ereichung des Pensionsalters wurden um 2 Jahre erhöht. In meinem Fall würde der Teiler (Gesamtzeit) um 2 erhöht ( Ehejahre x Ruhegehalt / Gesamtzeit = Auszugleichende Versorgung) und damit die auszugleichende Versorgung geringer ! Richtig ?
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: was_guckst_du am 05.05.2021 08:13
...ist denn die restliche Zeit nach Ehescheidung bis zur Pensionierung überhaupt von Belang, wenn es doch nur um den Ausgleich der erworbenen Renten/Pensionsansprüche für die Ehezeit geht?..
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 05.05.2021 08:42
...ist denn die restliche Zeit nach Ehescheidung bis zur Pensionierung überhaupt von Belang, wenn es doch nur um den Ausgleich der erworbenen Renten/Pensionsansprüche für die Ehezeit geht?..

Die Gesamtzeit ist halt der Teiler, welcher bis zum 65 LJ genommen wurde, was ja nunmehr 67 LJ sind und somit um 2 Jahre größer !
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: WasDennNun am 05.05.2021 08:50
...ist denn die restliche Zeit nach Ehescheidung bis zur Pensionierung überhaupt von Belang, wenn es doch nur um den Ausgleich der erworbenen Renten/Pensionsansprüche für die Ehezeit geht?..

Die Gesamtzeit ist halt der Teiler, welcher bis zum 65 LJ genommen wurde, was ja nunmehr 67 LJ sind und somit um 2 Jahre größer !
Aber ist den der Faktor mit dem du jährlich deine Pensionsansprüche erwirbst geändert worden?
Bekommst du durch die 2 Jahre mehr arbeiten, den mehr Pension?
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 05.05.2021 09:09
...ist denn die restliche Zeit nach Ehescheidung bis zur Pensionierung überhaupt von Belang, wenn es doch nur um den Ausgleich der erworbenen Renten/Pensionsansprüche für die Ehezeit geht?..

Die Gesamtzeit ist halt der Teiler, welcher bis zum 65 LJ genommen wurde, was ja nunmehr 67 LJ sind und somit um 2 Jahre größer !
Aber ist den der Faktor mit dem du jährlich deine Pensionsansprüche erwirbst geändert worden?
Bekommst du durch die 2 Jahre mehr arbeiten, den mehr Pension?

 :) 8) Das wäre ja klasse ... natürlich nicht ! .... nur sind es definitiv 2 Jahre mehr ...das ist Fakt ! ...und wenn ein Teiler größer wird, ist das Ergebnis kleiner, was ich nicht schlecht finde !
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: was_guckst_du am 05.05.2021 09:19
...ist der Versorgungsausgleich zwischen 2 Beamten berechnet worden oder ist ein Rentenempfänger dabei...
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 05.05.2021 09:26
...ist der Versorgungsausgleich zwischen 2 Beamten berechnet worden oder ist ein Rentenempfänger dabei...

Beamter und Studentin  ;)
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: was_guckst_du am 05.05.2021 09:44
...genau diese Situation hatte ich vor vielen Jahren auch...zum Glück nur drei Jahre als junger Inspektor verheiratet...

...damals wurden meine in den drei Jahren erreichten Pensionsansprüche errechnet und durch zwei geteilt...das war damals ein Betrag von 150 DM...also ca. 75 € dem Rentenkonto meiner Ex gutgeschrieben..

..der eigentliche Knaller bei dieser Geschichte ist allerdings, dass diese 75 € mit der Zeit bis zu deiner Pensionierung anwachsen und war in Höhe der jeweiligen Besoldungssteigerungen (Beförderungen zählen nicht dazu)...da kann sich der Betrag nach 30 Jahren auch schonmal verdoppeln...
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: WasDennNun am 05.05.2021 09:53
...ist denn die restliche Zeit nach Ehescheidung bis zur Pensionierung überhaupt von Belang, wenn es doch nur um den Ausgleich der erworbenen Renten/Pensionsansprüche für die Ehezeit geht?..

Die Gesamtzeit ist halt der Teiler, welcher bis zum 65 LJ genommen wurde, was ja nunmehr 67 LJ sind und somit um 2 Jahre größer !
Aber ist den der Faktor mit dem du jährlich deine Pensionsansprüche erwirbst geändert worden?
Bekommst du durch die 2 Jahre mehr arbeiten, den mehr Pension?

 :) 8) Das wäre ja klasse ... natürlich nicht ! .... nur sind es definitiv 2 Jahre mehr ...das ist Fakt ! ...und wenn ein Teiler größer wird, ist das Ergebnis kleiner, was ich nicht schlecht finde !
Aber der Teiler ist ja kein Teiler, aus dem sich deine damaligen Pensionsansprüche ergeben.

Oder ändert sich dieser Teiler auch, wenn du früher in Pension gehst?
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Bastel am 05.05.2021 10:23

..der eigentliche Knaller bei dieser Geschichte ist allerdings, dass diese 75 € mit der Zeit bis zu deiner Pensionierung anwachsen und war in Höhe der jeweiligen Besoldungssteigerungen (Beförderungen zählen nicht dazu)...da kann sich der Betrag nach 30 Jahren auch schonmal verdoppeln...

Das ist bei den Rentenpunkten doch genau das Gleiche...
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: mecki111 am 05.05.2021 14:12
Die Abänderung der Entscheidung über den Versorgungsausgleich kann hier nach § 51 VersAusglG i.V.m. §§225 und 226 FamFG erfolgen. Der Antrag kann frühestens 6 Monate vor Beginn des Ruhestandes des Verpflichteten gestellt werden. Demzufolge muss man sich bis dahin gedulden und die Veränderungen der Rechtslage beobachten.
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 05.05.2021 14:44
...genau diese Situation hatte ich vor vielen Jahren auch...zum Glück nur drei Jahre als junger Inspektor verheiratet...

...damals wurden meine in den drei Jahren erreichten Pensionsansprüche errechnet und durch zwei geteilt...das war damals ein Betrag von 150 DM...also ca. 75 € dem Rentenkonto meiner Ex gutgeschrieben..

..der eigentliche Knaller bei dieser Geschichte ist allerdings, dass diese 75 € mit der Zeit bis zu deiner Pensionierung anwachsen und war in Höhe der jeweiligen Besoldungssteigerungen (Beförderungen zählen nicht dazu)...da kann sich der Betrag nach 30 Jahren auch schonmal verdoppeln...

Du machst ja Mut !



Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 05.05.2021 14:52
Die Abänderung der Entscheidung über den Versorgungsausgleich kann hier nach § 51 VersAusglG i.V.m. §§225 und 226 FamFG erfolgen. Der Antrag kann frühestens 6 Monate vor Beginn des Ruhestandes des Verpflichteten gestellt werden. Demzufolge muss man sich bis dahin gedulden und die Veränderungen der Rechtslage beobachten.

Danke für die Info !
Gibt es den Stellen die sowas vorher genau berechnen können ?
Wie oben geschieben soll sich der Wert ja durch die Steigerung der Besoldungstabellen erhöhen, was ja nicht so schön wäre, da läst man es doch lieber unangetastet.
Überschlägig wären es bei mir statt 140 Euro, dann 135 Euro, also nicht die Welt, aber bei bis zu Verdoppelung bei Erhöhung der Besoldungstabellen....wow !
Höchst Ungerecht, da meine Ex Frau jetzt nach dem Studium locker doppelt so viel wie ich verdient und der Ausgleich, der zu 100 % auf mich geht, mich und meine jetzige Frau trifft, aber mein Ex es nicht mal bemerkt auf dem Konto !
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Organisator am 05.05.2021 15:46
Höchst Ungerecht, da meine Ex Frau jetzt nach dem Studium locker doppelt so viel wie ich verdient und der Ausgleich, der zu 100 % auf mich geht, mich und meine jetzige Frau trifft, aber mein Ex es nicht mal bemerkt auf dem Konto !

Also hättest Du wohl länger verheiratet bleiben müssen. Oder keine Studentin heiraten?
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 06.05.2021 08:36
Höchst Ungerecht, da meine Ex Frau jetzt nach dem Studium locker doppelt so viel wie ich verdient und der Ausgleich, der zu 100 % auf mich geht, mich und meine jetzige Frau trifft, aber mein Ex es nicht mal bemerkt auf dem Konto !

Also hättest Du wohl länger verheiratet bleiben müssen. Oder keine Studentin heiraten?

Ich war leider zu lange verheiratet !
Wer denkt bei der Heirat an Scheidung oder sogar daran, dass man eine Studentin heiratet die nichts zu Versorgungsausgleich beiträgt ! Sowas sieht man durch die rosarote Brille nicht. Wäre fair gewesen, dass sie in Erwartung des hohen Verdienstes verzichtet hätte, aber was ist bei einer Scheidung fair ?
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Bastel am 06.05.2021 09:14
Höchst Ungerecht, da meine Ex Frau jetzt nach dem Studium locker doppelt so viel wie ich verdient und der Ausgleich, der zu 100 % auf mich geht, mich und meine jetzige Frau trifft, aber mein Ex es nicht mal bemerkt auf dem Konto !

Also hättest Du wohl länger verheiratet bleiben müssen. Oder keine Studentin heiraten?

Ich war leider zu lange verheiratet !
Wer denkt bei der Heirat an Scheidung oder sogar daran, dass man eine Studentin heiratet die nichts zu Versorgungsausgleich beiträgt ! Sowas sieht man durch die rosarote Brille nicht. Wäre fair gewesen, dass sie in Erwartung des hohen Verdienstes verzichtet hätte, aber was ist bei einer Scheidung fair ?

Suche dir halt auch so einen gut dotierten Posten. Dann juckt es dich auch nicht mehr... Wobei, was erhält der Expartner eigentlich bei Beamten? Prozentpunkte von der Pension oder wird ein € Betrag festgelegt? Bei ersterem würde Sie ja auch von Beförderungen profitieren.
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: was_guckst_du am 06.05.2021 09:14
...hinterher ist man immer schlauer...man hätte in dieser Konstellation im Scheidungsverfahren den Antrag stellen können, auf den eigentlich verpflichteten Versorgungsausgleich aus Billigkeitsgründen  zu verzichten...

Bergründung:
ein wirklicher Nachteilsausgleich ist nicht vorzunehmen, weil deine EX als Studentin ja nicht ehebingt im Vergleich zu dir eine Versorgungslücke aufbaut, sondern durch das (durch dein Einkommen finanzierte) Studium ja eigentlich die Voraussetzung für einen späteren hohen Aufbau der eigenen Rentenansprüche geschaffen wird.

Dies habe ich seinerzeit auch erst Jahre nach Rechtskraft des Veersorgungsausgleichs erfahren und meiner EX war das auch nicht bewußt.
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: was_guckst_du am 06.05.2021 09:18
Suche dir halt auch so einen gut dotierten Posten. Dann juckt es dich auch nicht mehr... Wobei, was erhält der Expartner eigentlich bei Beamten? Prozentpunkte von der Pension oder wird ein € Betrag festgelegt? Bei ersterem würde Sie ja auch von Beförderungen profitieren.

Beamte erhalten einen ausgerechneten Betrag, der an den prozentualen Gehaltssteigerungen (nicht Beförderungen) teilnimmt (der empfangende Teil bekommt trotzdem nicht mehr als die Höchstpension von 71,x%)
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 06.05.2021 10:07
...hinterher ist man immer schlauer...man hätte in dieser Konstellation im Scheidungsverfahren den Antrag stellen können, auf den eigentlich verpflichteten Versorgungsausgleich aus Billigkeitsgründen  zu verzichten...

Bergründung:
ein wirklicher Nachteilsausgleich ist nicht vorzunehmen, weil deine EX als Studentin ja nicht ehebingt im Vergleich zu dir eine Versorgungslücke aufbaut, sondern durch das (durch dein Einkommen finanzierte) Studium ja eigentlich die Voraussetzung für einen späteren hohen Aufbau der eigenen Rentenansprüche geschaffen wird.

Dies habe ich seinerzeit auch erst Jahre nach Rechtskraft des Veersorgungsausgleichs erfahren und meiner EX war das auch nicht bewußt.

Genauso war es bei mir und ihr ! Jetzt ist es nicht mehr möglich ! Mache auch meine Anwältin dafür verantwortlich. Für das Kleingeld was ich da gezahlt habe, hätte Sie mich ruhig aufklären können.
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 06.05.2021 10:12
Suche dir halt auch so einen gut dotierten Posten. Dann juckt es dich auch nicht mehr... Wobei, was erhält der Expartner eigentlich bei Beamten? Prozentpunkte von der Pension oder wird ein € Betrag festgelegt? Bei ersterem würde Sie ja auch von Beförderungen profitieren.

Beamte erhalten einen ausgerechneten Betrag, der an den prozentualen Gehaltssteigerungen (nicht Beförderungen) teilnimmt (der empfangende Teil bekommt trotzdem nicht mehr als die Höchstpension von 71,x%)

Danke !

Den Betrag kenne ich ja, wäre schön wenn es da so ein Rechner geben würde der es hochrechnet, aber ich denke das würde nur schmerzen !
Bin gespannt, werde mit 58 Jahren das erste Mal bei der Stelle für die Pensionsberechnung vorsprechen dürfen, aml sehen was da rauskommt !
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Anditee60 am 06.05.2021 14:49
Also in NRW hast du Anspruch auf Versorgungsauskunft ab 55 Jahren. Da ist auch genau die Erhöhung des berechneten Versorgungsabschlages durch die Besoldungserhöhungen berechnet. Das ist auch nicht die Welt, bei den geringen Erhöhungen. Statt 400 stehe ich nach 18 Jahren bei 528. Gemessen an der Veränderung der Besoldung (ich war zum Zeitpunkt der Scheidung schon in A13) sind das Peanuts. Aber Beförderungen oder spätere Dienstaltersstufen werden eh nicht berücksichtigt.

Aber was sollte sich ändern? Der Ausgleich wurde auf Basis von 65 Jahren berechnet. Mit 67 Jahren hast du ja keinen geringeren Pensionsanspruch als mit 65, eher vielleicht höher, wenn du die Höchstversorgung mit 65 noch nicht erreicht hättest. Also dein Vorteil, denn es wird ja nicht neuberechnet.

Interessant wäre es, wenn du z.B. aus gesundheitlichen Gründen vorher ausscheidest und den seinerzeit angenommen Beitrag nicht erreichst. Dann könntest du vor der Pensionierung einen Antrag auf Herabsetzung stellen. Meines Wissens muss die zu erwartende Pension aber um 10% niedriger sein als angenommen.

Gehst du freiwillig vorher und nimmst Abzüge freiwillig in Kauf, erfolgt keine Neuberechnung, denn das ist dann dein Privatvergnügen.

Fazit: Bei der von die beschriebenen Konstellation ändert sich gar nichts. Außer, das je früher du gehst, dir die Kohle abgezogen wird, deine EX aber nix davon hat. Denn die kriegt erst den Betrag, wenn sie selbst rentenberechtigt ist. Es freut sich daher nur dein Dienstherr in der Zwischenzeit. Er zieht ab und zahlt an keinen aus.

Sollte deine EX Leistungen beziehen, verstirbt aber innerhalb von 36 Monaten des Leistungsbezuges wird auf Antrag der Versorgungsausgleich aufgehoben. Das gönnen wir aber doch nicht unserer EX, ich zumindest nicht.

Einen Teil der Lücke habe ich einfach zugeriestert und so werde ich auch kaum auf etwas verzichten müssen.
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: mecki111 am 08.05.2021 17:42
Die Abänderung der Entscheidung über den Versorgungsausgleich kann hier nach § 51 VersAusglG i.V.m. §§225 und 226 FamFG erfolgen. Der Antrag kann frühestens 6 Monate vor Beginn des Ruhestandes des Verpflichteten gestellt werden. Demzufolge muss man sich bis dahin gedulden und die Veränderungen der Rechtslage beobachten.

Danke für die Info !
Zitat
Gibt es den Stellen die sowas vorher genau berechnen können ?
Wie oben geschieben soll sich der Wert ja durch die Steigerung der Besoldungstabellen erhöhen, was ja nicht so schön wäre, da läst man es doch lieber unangetastet.
Überschlägig wären es bei mir statt 140 Euro, dann 135 Euro, also nicht die Welt, aber bei bis zu Verdoppelung bei Erhöhung der Besoldungstabellen....wow !
Höchst Ungerecht, da meine Ex Frau jetzt nach dem Studium locker doppelt so viel wie ich verdient und der Ausgleich, der zu 100 % auf mich geht, mich und meine jetzige Frau trifft, aber mein Ex es nicht mal bemerkt auf dem Konto !

Lässt sich überschlägig berechnen. Die Differenz muss mindestens 5% des Ausgleichsbetrages übersteigen; das wären hier 7 €. Wenn der Unterschied durch die um 2 Jahre erhöhte Gesamtzeit wie beschrieben nur 5 @ ausmacht, ist der Antrag nicht zulässig.
Titel: Antw:[Allg] Versorgungsausgleich Neuberechnung nach Anhebung des Pensionsalters
Beitrag von: Zauberberg am 11.05.2021 14:07
Also in NRW hast du Anspruch auf Versorgungsauskunft ab 55 Jahren. Da ist auch genau die Erhöhung des berechneten Versorgungsabschlages durch die Besoldungserhöhungen berechnet. Das ist auch nicht die Welt, bei den geringen Erhöhungen. Statt 400 stehe ich nach 18 Jahren bei 528. Gemessen an der Veränderung der Besoldung (ich war zum Zeitpunkt der Scheidung schon in A13) sind das Peanuts. Aber Beförderungen oder spätere Dienstaltersstufen werden eh nicht berücksichtigt.

Aber was sollte sich ändern? Der Ausgleich wurde auf Basis von 65 Jahren berechnet. Mit 67 Jahren hast du ja keinen geringeren Pensionsanspruch als mit 65, eher vielleicht höher, wenn du die Höchstversorgung mit 65 noch nicht erreicht hättest. Also dein Vorteil, denn es wird ja nicht neuberechnet.

Interessant wäre es, wenn du z.B. aus gesundheitlichen Gründen vorher ausscheidest und den seinerzeit angenommen Beitrag nicht erreichst. Dann könntest du vor der Pensionierung einen Antrag auf Herabsetzung stellen. Meines Wissens muss die zu erwartende Pension aber um 10% niedriger sein als angenommen.

Gehst du freiwillig vorher und nimmst Abzüge freiwillig in Kauf, erfolgt keine Neuberechnung, denn das ist dann dein Privatvergnügen.

Fazit: Bei der von die beschriebenen Konstellation ändert sich gar nichts. Außer, das je früher du gehst, dir die Kohle abgezogen wird, deine EX aber nix davon hat. Denn die kriegt erst den Betrag, wenn sie selbst rentenberechtigt ist. Es freut sich daher nur dein Dienstherr in der Zwischenzeit. Er zieht ab und zahlt an keinen aus.

Sollte deine EX Leistungen beziehen, verstirbt aber innerhalb von 36 Monaten des Leistungsbezuges wird auf Antrag der Versorgungsausgleich aufgehoben. Das gönnen wir aber doch nicht unserer EX, ich zumindest nicht.

Einen Teil der Lücke habe ich einfach zugeriestert und so werde ich auch kaum auf etwas verzichten müssen.

Vielen Dank !