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offene Foren => TV-L und TV-H => Thema gestartet von: Franch am 21.10.2020 11:51

Titel: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Franch am 21.10.2020 11:51
Moin Leute,

wie wir beim öD des Bundes und der Kommunen sehen wird mind. ein "nettes" Prozentchen rauszuholen sein :D. Mehr sollte aufgrund von "Corona" - so schätze ich - bei uns nicht rumkommen.

Mich interessiert es, welche Vorschläge und Wünsche ihr habt. Diese sollten natürlich realistisch sein ;).

Ich denke z.B. an eine einheitliche Anhebung der Jahressonderzahlung auf 95% (ab EG9).
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jürgen84 am 21.10.2020 12:39
Also spontan fallen mir da ein:

- 39 Stunden Woche oder gleich Vertrauensarbeitszeit
- 1 Tag Home-Office in der Woche
- Anhebung der Jahressonderzahlung auf 100 Prozent
- Anhebung der Vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro

 ;D
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Beitrag von: Spid am 21.10.2020 12:40
Wie realisiert eine Krankenpflegerin oder eine Reinigungskraft ihren Home Office-Tag?
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Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2020 12:42
Per VidKonf und Roboterfernsteuerung
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jürgen84 am 21.10.2020 12:44
Wie realisiert eine Krankenpflegerin oder eine Reinigungskraft ihren Home Office-Tag?

man kann es natürlich nicht jedem Recht machen  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.10.2020 12:46
Es geht nicht darum, es jedem recht zu machen. Es geht darum, ob derlei pauschale Wünsche überhaupt realisierbar sind.
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 21.10.2020 12:47
- 39 Stunden Woche oder gleich Vertrauensarbeitszeit
Also soll die Arbeitszeit für Schleswig-Holstein erhöht werden :0
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Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2020 12:49
- 39 Stunden Woche oder gleich Vertrauensarbeitszeit
Was heißt da oder?
Dir ist klar, dass du bei einer Vertrauensarbeitszeit trotzdem eine Leistung erbringen musst, die deiner Wochenarbeitszeit entspricht.
Und du dich dann nicht mehr damit rausreden kannst, dass du ja deine zeitlich erfasste Zeit abgeleistet hast und die Zeit halt nicht gereicht hat.
Sondern, dass dann festgestellt wird, dass du die wöchentliche Arbeit nicht schaffst, weil du möglicherweise deine Vertrauensarbeitszeit nicht erbringst.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 21.10.2020 12:52
40:06h Wochenarbeitszeit für alle!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jürgen84 am 21.10.2020 12:55
- 39 Stunden Woche oder gleich Vertrauensarbeitszeit
Was heißt da oder?
Dir ist klar, dass du bei einer Vertrauensarbeitszeit trotzdem eine Leistung erbringen musst, die deiner Wochenarbeitszeit entspricht.
Und du dich dann nicht mehr damit rausreden kannst, dass du ja deine zeitlich erfasste Zeit abgeleistet hast und die Zeit halt nicht gereicht hat.
Sondern, dass dann festgestellt wird, dass du die wöchentliche Arbeit nicht schaffst, weil du möglicherweise deine Vertrauensarbeitszeit nicht erbringst.

Natürlich ist mir das klar. In meinem Bereich gab es mal die "Vertrauensarbeitszeit" und da hat ja auch jeder seine Arbeit gemacht/ geschafft. Dann wurde das Zeitkonto eingeführt.

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Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2020 12:59
Natürlich ist mir das klar. In meinem Bereich gab es mal die "Vertrauensarbeitszeit" und da hat ja auch jeder seine Arbeit gemacht/ geschafft. Dann wurde das Zeitkonto eingeführt.
Und?
Mit starren Zeitregelungen?
Also wir haben eine "Vertrauensarbeitszeit" mit Zeitkonten. Bedeutet, man soll regelmäßig zu gewissen Zeiten da sein, aber kann im Grunde kommen und gehen wie man will.
Wenn man aber gesichert nicht da sein will, dann muss man halt diese Zeit im Kalender blockieren, denn man muss natürlich zu Termine kommen, auch wenn man nicht will  ;D
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 21.10.2020 13:04
Viel angenehmer als etwas Kleckerkram in der WAZ, fände ich eine Erhöhung des Jahresurlaub auf 35 Tage.
Müsste rechnerisch sogar "günstiger" für den AG sein als die WAZ um 1 Stunde zu reduzieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jürgen84 am 21.10.2020 13:09
Natürlich ist mir das klar. In meinem Bereich gab es mal die "Vertrauensarbeitszeit" und da hat ja auch jeder seine Arbeit gemacht/ geschafft. Dann wurde das Zeitkonto eingeführt.
Und?
Mit starren Zeitregelungen?
Also wir haben eine "Vertrauensarbeitszeit" mit Zeitkonten. Bedeutet, man soll regelmäßig zu gewissen Zeiten da sein, aber kann im Grunde kommen und gehen wie man will.
Wenn man aber gesichert nicht da sein will, dann muss man halt diese Zeit im Kalender blockieren, denn man muss natürlich zu Termine kommen, auch wenn man nicht will  ;D

Was mich persönlich halt stört ist, dass meine Arbeit, und wohl auch die Arbeit vieler Kollegen, häufig unter 40 Stunden zu erledigen ist in der Woche. Nun muss ich für meine Tätigkeit auch nicht zwingend im Büro sitzen, werde aber zur Erfüllung meines Arbeitsvertrages gewissermaßen dazu gezwungen, meine Zeit im Büro abzusitzen. Oder ich mache halt Minusstunden. Ich habe mir das natürlich so ausgesucht aber würde mir diesbezüglich gern mehr Flexibilität wünschen in welcher Form auch immer.
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Beitrag von: AndreasG am 21.10.2020 13:37
Dann wäre tatsächlich Homeoffice in dem Fall die bessere Option.

Solange das wöchentliche Arbeitssoll erledigt ist kann man da gerne auf der Couch liegen und warten dass neue Arbeit reinkommt statt im Büro zu warten dass die Uhr 16:30 anzeigt...


Generell sollte es die Möglichkeit auf Homeoffice auch im ÖD geben sofern keine wichtigen Gründe dagegensprechen. Und dann auch mehr als die hier vorgeschlagenen 1 Tag / Woche.



Eine weitere Möglichkeit für Büroarbeitsplätze ohne Kundenkontakt oder notwendige direkte Erreichbarkeit wäre Gleitzeit ohne Kernarbeitszeit.
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Beitrag von: Padre am 21.10.2020 13:54
Meine Meinung und meine Vorstellung für die Gehaltsrunde:



*HomeOffice / Mobilesarbeiten ist sehr tricky, aufjedenfall sollte die Mitarbeiter (z. B. Reinigungs- und Pflegekräfte) wie Spid es bereits treffen geschrieben hat, nicht benachteiligt werden, in dem man andere  Berufsgruppen übervorteilt.

Organisatorisch würde ich auch gerne die Entgelttabellen neu gliedern. Von 1 - 16 und die Erfahrungsstufen von 15 Jahre wartezeit auf 10 Jahre kürzen.

!!!Meine Meinung!!!
Utopisch, vielleicht. Das wäre eine Forderung die tolle wäre. Da die Gewerkschaften jedoch durch und durch von den Parteien gekarpert wurden, wird es so eine Forderung niemals gestellt werden.

Wer soll das bezahlen? Ganz klar die Einkommenstarken Lohnempfänger durch eine Steuererhöhung von 5 % auf Einkommen von über NETTO 5.000.000 €. Da ich solche Menschen nicht kenne, ist es mir auch egal ob diese Menschen jammern. Für Corona und Steuerverschwendung ist genug Geld da. Der öffentliche Dienst ist ein Dienstleistung für das Gemeinwesen und das kostet Geld.


[/list]
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Beitrag von: thesisko am 21.10.2020 14:00
Eine Erhöhung der Stundenzahl möchte ich nicht mitgehen. Viele Studien zeigen, dass etwas niedrigere Wochenarbeitszeiten sehr viel mehr Zufriedenheit und Produktivität bringen. Die Einführung einer 35h Woche halte ich für absolut realistisch.

2-3% Lohnsteigerung pro Jahr sollte es auf jeden Fall werden. Oder die vorgeschlagene feste Kopplung.
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Beitrag von: Bastel am 21.10.2020 14:03
Seit wann werden Steuern vom Netto berechnet? ::)
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Beitrag von: Spid am 21.10.2020 14:06
Organisatorisch würde ich auch gerne die Entgelttabellen neu gliedern. Von 1 - 16 und die Erfahrungsstufen von 15 Jahre wartezeit auf 10 Jahre kürzen.

Ersteres als redaktionelle Änderung in Form einer simplen Umbenennung? Denn es sind ja bereits 16 Entgeltgruppen.
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Beitrag von: Padre am 21.10.2020 14:18
Seit wann werden Steuern vom Netto berechnet? ::)
Ich habe das bewußt geschrieben, damit sich diese Einkommensgruppen nicht Arm rechnen können. Seit werden Steuern auf Steuern erhoben? Siehe Kraftstoffpreise. Es geht, da auch und vermutlich ist und wäre es sogar Grundgesetzkonform. :)
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Beitrag von: Padre am 21.10.2020 14:27
Organisatorisch würde ich auch gerne die Entgelttabellen neu gliedern. Von 1 - 16 und die Erfahrungsstufen von 15 Jahre wartezeit auf 10 Jahre kürzen.

Ersteres als redaktionelle Änderung in Form einer simplen Umbenennung? Denn es sind ja bereits 16 Entgeltgruppen.
Ja, es sind sogar 19 Stufen im TVL jedoch in der Tabell nur bis 15Ü Angezeigt. Es Unterteilt u.a. in 2/2Ü in die 9a/9b und 15/15Ü.

Wenn man sich Stellenanzeigen ansieht, dann steht da z.B. nur EG 9, erst auch Nachfrage bekommt man mitgeteilt das es eine 9a ist. Mein Vorschlag, war in der Tat jedoch ungenau und unprezise. ;)
Ich weiß, für die Stellenanzeige sind Fachkräfte verantwortlich....  ???


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Beitrag von: Spid am 21.10.2020 14:32
Die Angabe der E9 ist ja bereits jetzt falsch, weil es sie nicht mehr gibt. E9 war lediglich bis zur Einführung von E9a und E9b eine Entgeltgruppe.
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Beitrag von: Dude23 am 21.10.2020 15:02
Mich interessiert es, welche Vorschläge und Wünsche ihr habt. Diese sollten natürlich realistisch sein ;).

Realistisch? Dann bleibt für Wünsche nicht viel übrig. Tippe auf eine Nullrunde, zumindest im weiteren Fortgang für die Beamten. Bis dahin werden die Auswirkungen von Corona keine Erhöhung mehr zulassen.
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Beitrag von: AndreasG am 21.10.2020 15:22
*HomeOffice / Mobilesarbeiten ist sehr tricky, aufjedenfall sollte die Mitarbeiter (z. B. Reinigungs- und Pflegekräfte) wie Spid es bereits treffen geschrieben hat, nicht benachteiligt werden, in dem man andere  Berufsgruppen übervorteilt.

In wie weit werden Arbeitnehmer die kein Homeoffice machen können weil es ihr Beruf / Arbeitsplatz nicht hergibt denn bitte benachteiligt?

Morgen argumentieren Mitarbeiter mit Kundenkontakt die sich an die Öffnungszeiten halten müssen dann dass sie ja keine Gleitzeit machen können und deswegen benachteiligt werden...

Auch die Idee das diejenigen die kein Homeoffice machen können stattdessen einen Tag frei bekommen...
Das spricht Bände über die Einschätzung der geleisteten Arbeit im Homeoffice.

Homeoffice ist Arbeit und kein Frei.

Das Einzige was sich der Arbeitnehmer spart ist die unnötige Fahrtzeit.
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Beitrag von: egotrip am 21.10.2020 16:24
Meine größten Wünsche:

Anhebung der Rufbereitschaftspauschalen.

Anhebung der Vollzugszulage.


Und wenn dann noch 1,5 - 2 % mehr Brutto raus kommen, wäre ich schon zufrieden.
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 21.10.2020 20:04
Die Einführung einer 35h Woche halte ich für absolut realistisch.
Wovon träumst du nachts? :D

Wenn man von einer 40h WAZ ausgeht, entspricht der Sprung auf 35h WAZ in etwa 12,5%!
Das kann ich mir selbst bei einer Laufzeit von 36 Monaten / 3 Jahren kaum vorstellen (~4% pro Jahr), auch wenn ich es mir wirklich sehr wünschen würde.

5 Urlaubstage mehr entsprächen hingegen gerade mal ~2%.
Dazu einen Inflationsausgleich von 1,X% und ein paar kleine Benefits und wir landen bei realistischen 3-4% für die Mehrheit.
Größere Erhöhungen wird es wohl eher nur für einzelne Sparten geben.
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Beitrag von: Garfield am 22.10.2020 14:21
Zwei Jahre lang 1% lineare Erhöhung. Damit kann die AG Seite hausieren gehen und sagen, dass sie die Haushaltslage wegen Corona im Griff haben.

Dazu: 37h / Woche Arbeitszeit
Abschaffung der JSZ und stattdessen ein 13tes Jahresgehalt.

Damit hat man den Bann der unsinnigen Sozialkomponente gebrochen und macht die wichtigen Entgeltgruppen attraktiv, in denen Bewerber fehlen. Und da die Öffentlichkeit/Presse nur auf die lineare Erhöhung schaut denken alle, dass der öffentliche Dienst hier massiv den Gürtel enger schnallt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 22.10.2020 14:26
Und das 13. Jahresgehalt gibt es dann im zwölften Jahr?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dude23 am 22.10.2020 14:56
Und das 13. Jahresgehalt gibt es dann im zwölften Jahr?
;D ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: egotrip am 22.10.2020 20:20
... und macht die wichtigen Entgeltgruppen attraktiv, in denen Bewerber fehlen.


Nur mal so interessenhalber,....
Welche Entgeltgruppen sind denn wichtiger als die anderen ?  :o
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 23.10.2020 07:36
... und macht die wichtigen Entgeltgruppen attraktiv, in denen Bewerber fehlen.


Nur mal so interessenhalber,....
Welche Entgeltgruppen sind denn wichtiger als die anderen ?  :o
Diejenigen in denen die Stellen nicht besetzt werden,
sinnvoller wäre es aber natürlich nicht die Entgeltgruppen, sondern Entgeltordnung oder die Möglichkeiten der Zulagen zu verbessern.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 23.10.2020 08:19
... und macht die wichtigen Entgeltgruppen attraktiv, in denen Bewerber fehlen.


Nur mal so interessenhalber,....
Welche Entgeltgruppen sind denn wichtiger als die anderen ?  :o

Immer die Meine =D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Krebs am 23.10.2020 09:20
Wie wärs endlich mal mit einer Stufengleiche Höhergruppierung die im TVÖD schon länger umgesetzt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 23.10.2020 09:21
Sozialarbeiter sind unwichtig.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 23.10.2020 09:27
Wie wärs endlich mal mit einer Stufengleiche Höhergruppierung die im TVÖD schon länger umgesetzt wird.

Besser eine Abschaffung der Stufen 2-5.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Krebs am 23.10.2020 09:31
Wie wärs endlich mal mit einer Stufengleiche Höhergruppierung die im TVÖD schon länger umgesetzt wird.

Besser eine Abschaffung der Stufen 2-5.

Wäre besser aber unrealistisch von daher Stufengleiche Höhergruppierung. Kürzere Laufzeiten....
Da TVÖD dahingehend schon Vorreiter ist. Könnte da TVL nachziehen(stufengleiche Höhergruppierungen).
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 23.10.2020 09:46
Ach was. Wenn man es bei den Lehrern bei 6 Stufen beläßt, ist das gar nicht so unrealistisch.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Padre am 23.10.2020 12:51
*HomeOffice / Mobilesarbeiten ist sehr tricky, aufjedenfall sollte die Mitarbeiter (z. B. Reinigungs- und Pflegekräfte) wie Spid es bereits treffen geschrieben hat, nicht benachteiligt werden, in dem man andere  Berufsgruppen übervorteilt.

In wie weit werden Arbeitnehmer die kein Homeoffice machen können weil es ihr Beruf / Arbeitsplatz nicht hergibt denn bitte benachteiligt?

Morgen argumentieren Mitarbeiter mit Kundenkontakt die sich an die Öffnungszeiten halten müssen dann dass sie ja keine Gleitzeit machen können und deswegen benachteiligt werden...

Auch die Idee das diejenigen die kein Homeoffice machen können stattdessen einen Tag frei bekommen...
Das spricht Bände über die Einschätzung der geleisteten Arbeit im Homeoffice.

Homeoffice ist Arbeit und kein Frei.

Das Einzige was sich der Arbeitnehmer spart ist die unnötige Fahrtzeit.

HomeOffice ist klar arbeit, sagt auch keiner, jedoch ist die Fahrtzeit ein sehr erhebliche Faktor am Arbeitstag. Des Weitern kann man im HomeOffice Familie und Beruf besser Managen, oder wenn der Handwerker / Schornsteinfeger kommt, dann ist man daheim. Ohne HO mußte man Urlaub nehmen. HomeOffice hat sehr viele vorteile die ein Mitarbeiter der Kranke, Maschinen etc. betreuen muß nicht hat. Das liegt doch auf der Hand.

Wer im Homeoffe ist oder gar Mobilenarbeit gestattet bekommen hat (Corona macht es möglich), hat viel mehr Möglichkeiten. Corona, hat gezeigt, das sich das Arbeitsumfeld in Zukunft ändern wird.

Die Frage bleibt dennoch, wenn HomeOffice als Tarifrecht erstreikt wird, wie eine Reinigungskraft oder ein Maschinenführer das machen soll? Diese Einkommensgruppen sind die, die in einem Streikfall am besten Organisiert sind (die meisten Mitglieder in der Gewerkschaft sind in den Einkommengruppen bis 9).
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 23.10.2020 13:03
Gibt es irgendwelche Erkenntnisse dazu, daß organisierte AN eine höhere Streikbereitschaft hätten als freie AN?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: AndreasG am 23.10.2020 13:12
Zitat
Die Frage bleibt dennoch, wenn HomeOffice als Tarifrecht erstreikt wird, wie eine Reinigungskraft oder ein Maschinenführer das machen soll? Diese Einkommensgruppen sind die, die in einem Streikfall am besten Organisiert sind (die meisten Mitglieder in der Gewerkschaft sind in den Einkommengruppen bis 9).

Sollte jemals ein Recht auf Homeoffice - ob per Gesetz oder per Tarifvertrag - kommen dann wird es ein eingeschränktes Recht sein.

Nämlich eingeschränkt auf die Fälle in denen keine Gründe dem entgegensprechen.

Und dieses Recht gibt es schon heute in eingeschränkter Form für Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung / Gleichstellung.

Nur weil man für eine Personengruppe Verbesserungen ermöglicht bedeutet das nicht, dass man an anderer Stelle kompensieren muss.

Das Beispiel mit "1 Tag frei für jeden Tag den andere Homeoffice machen dürfen" wäre zb ein Fall der sogar extrem über "kompensieren" hinausgeht.

Letztlich würden alle davon profitieren wenn diejenigen die Homeoffice machen könnten dies auch tun.

Straßen und ÖPNV würden entlastet, Umweltschäden reduziert, Bürofläche würde frei und zusätzlich weisen Mitarbeiter im Homeoffice signifikant weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten auf.

Bevor man ans Kompensieren geht sollte man meiner Meinung nach zuerst einmal in allen Bereichen alles an Erleichterungen ermöglichen was wirtschaftlich Sinn macht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Maximus2584 am 23.10.2020 20:28
Mindestens stufengleiche Eingruppierung beim Wechsel, jedoch mein persönlicher Wunsch mindestens eine Stufe höher. Mann muss auch sofort mehr Netto spüren beim Wechsel.

Abschaffung der unsinnigen Voraussetzungen bei den Stellenbesetzungen "formale Voraussetzungen", denn aus diesem Grund fehlt auch das Personal, wenn man jemanden mit Leitungserfahrung oder großer Arbeitserfahrung ausschließt, da dieser kein VL 2 hat oder mal ein Studium...

Änderung bei der Vertretungsregelung, z.B. bei Vertretung des unbesetzten Gebietes ab 1-Monat zusätzlich 10 % Bruttogehalt. Ich spreche aus Erfahrung, dauerhafte Vertretung, da kaum Personal eingestellt wird....

Leistungsorientierung, bei den Bereichen, wo es möglich ist(ich meine damit kein Druck, jedoch der Unterschied zwischen Kollegen ist gewaltig für den gleichen Lohn nicht fair) also Leistungsbonus und Aufbau von Strukturen dafür.

Investierung in Technik und zwar schnellstmöglich.

Homeoffice und zur Verfügung gestelltes Equipment dafür, in den Bereichen, wo dies geht.(man kann nicht allen recht machen, wenn dies nicht geht). Momentan beschwert sich doch auch keiner, dass IT-Stelle auch mehrere Tage in der Woche oder die Personalstelle auch vom Homeoffice arbeitet...

Verkürzung der Einstellungen auf 3 Monate(Verpflichtung an den Arbeitgeber, also kürzere Verfahren etc..)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 23.10.2020 20:39
Der TV-L trifft keinerlei Regelungen zur Stellenbesetzung, schon gar nicht zu Voraussetzungen dafür.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 24.10.2020 19:33
Wichtig wäre vor allem das Schließen der diversen Gerechtigkeitslücken zwischen Beamten und Tarifbeschäftigten.
Das heißt z.B. auf jeden Fall:

Diese Liste könnte man noch weiter verlängern.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 24.10.2020 19:37
Was sind „Gerechtigkeitslücken“?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 24.10.2020 19:49
Für Spid:
Definition laut Oxford Languages:

Ge·rech·tig·keits·lü·cke
/ɡəˈrɛçtɪçka͜it͜slʏkə,Geréchtigkeitslücke/
Substantiv, feminin [die]Politikjargon

    fehlende Gerechtigkeit (1a), unterlassene Gleichbehandlung gesellschaftlicher Gruppen o. Ä. bei einer [von der Regierung] angeordneten Maßnahme, bei einem Gesetzesvorhaben o. Ä.



Lothar57 zielt mutmaßlich auf die "unterlassene Gleichbehandlung gesellschaftlicher Gruppen", hier Tarifbeschäftige vs. Beamte, ab.

Diese Liste könnte man noch weiter verlängern.
Bitte :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 24.10.2020 20:06
Gleichbehandlung wäre ja, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Mithin kann das nicht gemeint sein.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dean am 24.10.2020 20:09
... und macht die wichtigen Entgeltgruppen attraktiv, in denen Bewerber fehlen.


Nur mal so interessenhalber,....
Welche Entgeltgruppen sind denn wichtiger als die anderen ?  :o
Diejenigen in denen die Stellen nicht besetzt werden,
sinnvoller wäre es aber natürlich nicht die Entgeltgruppen, sondern Entgeltordnung oder die Möglichkeiten der Zulagen zu verbessern.

Zulagen wären wie du schreibst die bessere Alternative. Sonst würde unter Umständen die E6 plötzlich extrem Hoch. Dort wurde über 4 Jahre ein Glasbläser gesucht und es gab keine Bewerbung. Kann natürlich nicht verallgemeinert werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 24.10.2020 20:26
Nächster Versuch :)

Gleichbehandlung wäre ja, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Mithin kann das nicht gemeint sein.

Ich stelle einfach mal die Hypothese auf, dass doch die "unterlassene Gleichbehandlung" gemeint ist.
Allerdings nicht hinsichtlich der Betrachtung des "Status" verbeamteter Lehrer vs. angestellter Lehrer,  sondern hinsichtlich der übertragenen Aufgaben und regelhaft auszuübenden Tätigkeit.
So werden möglicherweise zwei Lehrer mit dem selben Aufgabengebiet (vergleichbare Klassenstufen, Klassengrößen, zu unterrichtende Schulfächer, Schulform, gleiche "Unterrichtsqualität") ungleich behandelt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 24.10.2020 20:28
Wichtig wäre vor allem das Schließen der diversen Gerechtigkeitslücken zwischen Beamten und Tarifbeschäftigten.
Das heißt z.B. auf jeden Fall:
  • endlich stufengleiche Höhergruppierung. Ehrgeiz und Fleiß dürfen nicht unterschiedlich bewertet werden.
  • Paralleltabelle A12 = E12 (gilt für Lehrer/innen)

Diese Liste könnte man noch weiter verlängern.

Ergänzung: Das bedeutet natürlich auch die Rückgängigmachung von bisher erlittenen Stufenverlusten nach Höhergruppierungen. Statt des bisher gezahlten Garantiebetrages muss mindestens die nächsthöhere Stufe gewährt werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 24.10.2020 20:38
Nächster Versuch :)

Gleichbehandlung wäre ja, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Mithin kann das nicht gemeint sein.

Ich stelle einfach mal die Hypothese auf, dass doch die "unterlassene Gleichbehandlung" gemeint ist.
Allerdings nicht hinsichtlich der Betrachtung des "Status" verbeamteter Lehrer vs. angestellter Lehrer,  sondern hinsichtlich der übertragenen Aufgaben und regelhaft auszuübenden Tätigkeit.
So werden möglicherweise zwei Lehrer mit dem selben Aufgabengebiet (vergleichbare Klassenstufen, Klassengrößen, zu unterrichtende Schulfächer, Schulform, gleiche "Unterrichtsqualität") ungleich behandelt.

Also handelt es sich um Ungleiches, so daß die Gleichbehandlung es erforderte, beides ungleich zu behandeln. So wie zwei tarifbeschäftigte Lehrer mit selbem Aufgabengebiet in unterschiedlichen Stufen der Entgelttabelle.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Padre am 25.10.2020 18:41
Gibt es irgendwelche Erkenntnisse dazu, daß organisierte AN eine höhere Streikbereitschaft hätten als freie AN?

Habe mir mal spaßeshalber die Jahressonderzahlung angesehen. Vielleicht interpretiere ich da auch zu viel hinein, sehe jedoch, dass die AN ab E11 < 50 % beziehen. Könnte daran liegen, dass die Gewerkschaft da vielleicht eine Mitgleidergruppen mehr berücksichtigt hat? Ist jedoch rein Spekulativ.  :-\

https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2019/ (ftp://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2019/)

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 25.10.2020 18:49
Und das hat jetzt was mit meiner Aussage zu tun?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Padre am 25.10.2020 19:44
Zitat
Die Frage bleibt dennoch, wenn HomeOffice als Tarifrecht erstreikt wird, wie eine Reinigungskraft oder ein Maschinenführer das machen soll? Diese Einkommensgruppen sind die, die in einem Streikfall am besten Organisiert sind (die meisten Mitglieder in der Gewerkschaft sind in den Einkommengruppen bis 9).

Sollte jemals ein Recht auf Homeoffice - ob per Gesetz oder per Tarifvertrag - kommen dann wird es ein eingeschränktes Recht sein.

Nämlich eingeschränkt auf die Fälle in denen keine Gründe dem entgegensprechen.

Und dieses Recht gibt es schon heute in eingeschränkter Form für Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung / Gleichstellung.

Nur weil man für eine Personengruppe Verbesserungen ermöglicht bedeutet das nicht, dass man an anderer Stelle kompensieren muss.

Das Beispiel mit "1 Tag frei für jeden Tag den andere Homeoffice machen dürfen" wäre zb ein Fall der sogar extrem über "kompensieren" hinausgeht.

Letztlich würden alle davon profitieren wenn diejenigen die Homeoffice machen könnten dies auch tun.

Straßen und ÖPNV würden entlastet, Umweltschäden reduziert, Bürofläche würde frei und zusätzlich weisen Mitarbeiter im Homeoffice signifikant weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten auf.

Bevor man ans Kompensieren geht sollte man meiner Meinung nach zuerst einmal in allen Bereichen alles an Erleichterungen ermöglichen was wirtschaftlich Sinn macht.

Die Gründe einer Ablehnung werden sicherlich dann vor Gerichte entschieden.
Gibt es wissenschaftlich basierte Erkenntnis, das Mitarbeiter im HomeOffice weniger Krank sind? Deine These HomeOffice = weniger Krank gilt dann auch für meinen Beispiel Pfleger, oder?  ;)

Vielleicht ist HomeOffice kurfristig "gesünder", jedoch sind die Langzeitfolgen noch nicht auf dem Schirm, es gibt mahnende und kontroverse Stimmen. Auch im HomeOffice (Telearbeit) gilt die ArbStättV und ob daheim wirklich jeder die Verordnung erfüllt?

https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/pruefers-kolumne-das-homeoffice-macht-krank/25684340.html?ticket=ST-3517054-HNNTeJXHcVo94VXHpYhz-ap2 (ftp://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/pruefers-kolumne-das-homeoffice-macht-krank/25684340.html?ticket=ST-3517054-HNNTeJXHcVo94VXHpYhz-ap2)
https://www.spiegel.de/start/homeoffice-warum-leiden-einige-waehrend-andere-gluecklicher-sind-als-zuvor-a-ed9b0772-c543-43e9-8996-eb59a79f8898 (ftp://www.spiegel.de/start/homeoffice-warum-leiden-einige-waehrend-andere-gluecklicher-sind-als-zuvor-a-ed9b0772-c543-43e9-8996-eb59a79f8898)

Wenn jemand kein Homeoffice macht und der Pfleger wie in meinem Beispiel genannt schwere körperliche Arbeit leistet, warum soll dieser nicht ein Tag im Monat frei bekommen? Wäre ein halber oder ein viertel Tag auch überkompensiert oder soll er garnichts bekommen? Man muß nicht kompensieren, es wäre jedoch schön wenn man diese Berufgruppen berücksichtigt. Das die Ausgestaltung schwer wird ist klar jedoch nicht unmöglich. Es ist ja auch nur ein Vorschlag für die Verhandlungen. Corona zeigt uns, dass die Arbeitswelt von morgen eine andere wird.

Im IGM gibt auch etwas, das nennt sich T-Zug.
https://www.igmetall-bbs.de/fileadmin/user/Dokumente/2019/Flyer_WahloptionBBS_T-ZUG.pdf (ftp://www.igmetall-bbs.de/fileadmin/user/Dokumente/2019/Flyer_WahloptionBBS_T-ZUG.pdf)
Hat zwar nichts mit HomeOffice zu tun, jedoch wird im HomeOffice gerne der Begriff Familie und Beruf erwähnt.
Wer sich das mit dem T-Zug genauer ansieht, stellt sehr schnell fest, das 8 freie Tage mehr als 27,5 % Gehalt (Monatsentgelt) entsprechen können. Die Mitarbeiter die die Kriterien nicht erfüllen, erhalten "nur" 27,5 %.

Erleichterungen einführen die Wirtschaftlich sinn ergeben ist gut. Jedoch wird es in vielen Bereichen wie die Hochschule, Schulen, Museen, Theater oder Pflegeinrichtung sicherlich sehr schwer. Viele Dienstleistungen an der Gesellschaft sind "unwirtschaftlich".
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: AndreasG am 25.10.2020 20:06
Lass doch einfach mal den Pfleger raus.

Wieviel Arbeitsleistung erbringt denn ein Pfleger im Homeoffice? Das ist 0.

Im Gegensatz dazu erledigt der Büromitarbeiter im Homeoffice seine Arbeit.

Warum sollte also ein Pfleger oder ein anderer Arbeitnehmer einen Tag frei bekommen nur weil ein Büromitarbeiter einen Tag homeoffice macht. Also seine Arbeit erledigt.

Das macht 0 Sinn.

Wurden denn andere Berufsgruppen "kompensiert" nur weil einige "Hitzepausen" oder "Lärmpausen" bekamen?


Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Padre am 25.10.2020 20:29
Und das hat jetzt was mit meiner Aussage zu tun?
Das ist eine Anwort auf deine Frage zu meinem Post.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 25.10.2020 20:35
Nein, ich fragte nach Erkenntnisse dazu, daß organisierte AN eine höhere Streikbereitschaft hätten als freie AN. Deine Ausführungen stehen in keinerlei Zusammenhang zu dieser Frage.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Padre am 25.10.2020 21:08
Lass doch einfach mal den Pfleger raus.

Wieviel Arbeitsleistung erbringt denn ein Pfleger im Homeoffice? Das ist 0.

Im Gegensatz dazu erledigt der Büromitarbeiter im Homeoffice seine Arbeit.

Warum sollte also ein Pfleger oder ein anderer Arbeitnehmer einen Tag frei bekommen nur weil ein Büromitarbeiter einen Tag homeoffice macht. Also seine Arbeit erledigt.

Das macht 0 Sinn.

Wurden denn andere Berufsgruppen "kompensiert" nur weil einige "Hitzepausen" oder "Lärmpausen" bekamen?
Es sind Vorschläge und Wünsche für die Tarifverhandlungen 09/2021 und ein Anlehnung ist der T-Zug der IGM.

Hitzepause und Lärmpause ist doch durch das Arbeitstättenverordnung geregelt, kann mich aber auch irren  ???. Wenn Du jedoch da eine Ungerechtigtkeit siehst, also eine Kompensation wünscht, dann nehme schlage doch eine "Bildschirmpause" für Büroarbeit vor. Die Augen für ein Paar Minuten (z. B. 5 Minuten je Stunden) entlasten ist bestimmt nicht verkehrt, Bildschirmarbeit macht u. a. nachweislich die Augen kaputt.  8)

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-362007/harte-arbeit-fuer-die-augen/ (ftp://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-362007/harte-arbeit-fuer-die-augen/)

Du hast sogar das Argument gebracht, das HomeOffice Zitat: [/quote]... Bürofläche würde frei...
Zitat
Ergo die Reinigungkraft wird vielleicht in Zukunft Arbeitslos weil der Arbeitgeber Büroflächen verkauft, schließt etc., wenn in in Tarifverhandlungen geht, stellt die Gewerkschaft eine Wunschliste zusammen in dem soweit es geht die alle Mitglieder einen nutzen haben. Einen Feierabendapplaus halte ich (meine Meinung) für Brotlos.  ;)

Null Sinn, ist kein Argument. Für den Arbeitgeber ist jeder Forderung der Arbeitnehmer NullSinnig.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Arno-Nühm am 26.10.2020 07:36
Schaut euch einfach den aktuellen Abschluss von Bund und Kommunen und somit die "Wertschätzung" des AG's gegenüber seiner AN an...

Ihr könnt euch noch so viel für die Tarifverhandlung 2021 wünschen, am Ende kommt noch weniger als beim TVÖD rum - 100%ig!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 08:54
Erhöhung der Tabellenentgelte ab 01.06.2021:
50- Euro mehr für E1-E8
100- Euro mehr für E9a - E12
150,- Euro mehr für E13 - E15

Änderung der JSZ von % in Festbeträge:
1500 für E1-E8
2000 für E9a - E12
2500 für E13 - E15

Neuregelung von Höhergruppierungen:
Stufengleiche Höhergruppierung inkl. Abschaffung der Garantiebeträge.

Einheitliche Arbeitszeit:
40 WoStd. in allen Bundesländern.

Laufzeit:
18 Monate

Entgeltordnung:
Überarbeitung der EGO insb. im Hinblick der bisherigen Regelungen zu den persönlichen Tatbestandsvoraussetzungen. Überprüfung ob insb. im "besonderen Teil" die Eingruppierungen noch der Wirklichkeit im Hinblick auf den Bewerbermarkt entsprechen.

Sonstiges:
Einführung eines kostenlosen Beschäftigtentickets
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 09:34
Warum soll die Wochenarbeitszeit in einigen Ländern erhöht werden?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 09:57
Weil nichts dagegen spricht, bei einheitlicher Bezahlung auch eine einheitliche Wochenarbeitszeit zu vereinbaren.

Eine Angleichung auf dem Niveau von S.-H. halte ich allerdings für nicht durchsetzbar.

Das Zustandekommen (muss hier wahrscheinlich nicht mehr erläutert werden) der Unterschiede in der Wochenarbeitszeit halte ich seit der Einführung des TVL für Quatsch.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: kanute1 am 26.10.2020 09:59
Schaut euch einfach den aktuellen Abschluss von Bund und Kommunen und somit die "Wertschätzung" des AG's gegenüber seiner AN an...

Ihr könnt euch noch so viel für die Tarifverhandlung 2021 wünschen, am Ende kommt noch weniger als beim TVÖD rum - 100%ig!

Das ist man ja mit der Zeit im TV-L gewohnt. :D Aber hey. Der Job ist ja "sicher" ;-) Und das ich im Alter Pfandflaschen sammeln darf ist dank dem Gehalt auch sicher... Aber immerhin fürs Vaterland gearbeitet.  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Arno-Nühm am 26.10.2020 10:01
Weil nichts dagegen spricht, bei einheitlicher Bezahlung auch eine einheitliche Wochenarbeitszeit zu vereinbaren.

Eine Angleichung auf dem Niveau von S.-H. halte ich allerdings für nicht durchsetzbar.

Das Zustandekommen (muss hier wahrscheinlich nicht mehr erläutert werden) der Unterschiede in der Wochenarbeitszeit halte ich seit der Einführung des TVL für Quatsch.

Du kannst deinem AG auch gerne noch 10€ täglich mitbringen - so aus Dank, dass du bei ihm arbeiten darfst...  ;)

Wenn man vereinheitlicht, dann aber in die andere Richtung, sprich: Verkürzung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 10:10
Wenn Du meinen vorhergehenden Post gelesen hast, dann siehst Du dass ich sehr konkrete Erhöhungen der Tabellenentgelte wünsche (bei denen ich eigentlich dachte, dass sich darauf "gestürzt" wird).

Nochmal, eine Angleichung an S.-H. halte ich für unrealistisch! Dass das für die Beschäftigten dort eine Verschlechterung ist, ist mir bewusst. Aber das muss mich ja nicht stören - es steht den dortigen Beschäftigten frei eigene Wünsche zu formulieren...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: DiVO am 26.10.2020 10:16
Schaut euch einfach den aktuellen Abschluss von Bund und Kommunen und somit die "Wertschätzung" des AG's gegenüber seiner AN an...

Ihr könnt euch noch so viel für die Tarifverhandlung 2021 wünschen, am Ende kommt noch weniger als beim TVÖD rum - 100%ig!

Das ist man ja mit der Zeit im TV-L gewohnt. :D Aber hey. Der Job ist ja "sicher" ;-) Und das ich im Alter Pfandflaschen sammeln darf ist dank dem Gehalt auch sicher... Aber immerhin fürs Vaterland gearbeitet.  ;D

Wenn diese Entwicklung für dich heute schon so absehbar ist: Warum suchst du dir denn dann keinen anderen Arbeitgeber, der deine Arbeitsleistung so entlohnt wie du dir das vorstellst?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 11:17
Weil nichts dagegen spricht, bei einheitlicher Bezahlung auch eine einheitliche Wochenarbeitszeit zu vereinbaren.

Eine Angleichung auf dem Niveau von S.-H. halte ich allerdings für nicht durchsetzbar.

Das Zustandekommen (muss hier wahrscheinlich nicht mehr erläutert werden) der Unterschiede in der Wochenarbeitszeit halte ich seit der Einführung des TVL für Quatsch.

Also ein Gleichheitsfetischismus, der Gleichheit irrigerweise einen absoluten Wert zuweist - und der verfolgt wird, ganz egal, ob es allen dadurch gleich gut oder gleich schlecht geht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 11:46
Nein.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 12:47
Du forderst Gleichheit um ihrer selbst Willen. Das ist der genannte Fetisch.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 13:02
Auch das ist falsch!

Ist aber auch nicht das Thema in diesem Thread  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 13:13
Nein, es ist zutreffend - oder warum forderst Du Gleichheit?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 13:57
Deine Unterstellung wird auch durch mehrmalige Wiederholung nicht wahrer. Ich denke aber ohnehin, dass Du meine Aussage schlichtweg nicht verstanden hast. Ich denke auch nicht, dass Du tatsächlich an einer Erläuterung im Sinne einer zielführende Diskussion interessiert bist. Ich werde diese themenfremde Diskussion daher nicht weiterführen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 14:03
Mir ist völlig egal, was Du willst. Gefordert hast Du Gleichheit, auch wenn sie für einige Gruppen nachteilig ist. Das ist ein Fetisch.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 26.10.2020 14:05
Und die JSZ willst du mit den Festbeträgen auch noch kürzen !?!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Arno-Nühm am 26.10.2020 14:30
Was er "wünscht" wäre doch eine Minusrunde?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: AndreasG am 26.10.2020 14:46
Was er "wünscht" wäre doch eine Minusrunde?

Jein

am meisten würde die E8 6 verlieren nämlich 1015€ p.a.

Fast alle anderen würden teils deutlich dazugewinnen.

E13 1 zb 2550 p.a.
E15 6 immerhin noch 2075
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 26.10.2020 15:11
Danke,AndreasG. Genau so ist es!
Tatsächlich ist die EG8 Stufe 6 allerdings etwas "zu arg" gebeutelt. Danke für den Hinweis.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 15:14
Was er "wünscht" wäre doch eine Minusrunde?

Jein

am meisten würde die E8 6 verlieren nämlich 1015€ p.a.

Fast alle anderen würden teils deutlich dazugewinnen.

E13 1 zb 2550 p.a.
E15 6 immerhin noch 2075

Unter Einrechnung längerer Arbeitszeiten?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: AndreasG am 26.10.2020 15:21
Unter Einrechnung längerer Arbeitszeiten?

Die Arbeitszeit habe ich nicht mit einberechnet da diese auf die Lohnhöhe letztlich keinen Einfluss hat bzw nur zur Berechnung des Stundenlohnes zwecks Abgeltung von Überstunden.

Im Worst Case (TV-L Schleswig Holstein) würde das aber auf 3,4% mehr Arbeitszeit hinauslaufen.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 15:33
Es ist für Dich also kein Unterschied, ob Du 75.000 p.a. für 20, 40 oder 48 Stunden WAZ erhältst?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: AndreasG am 26.10.2020 20:33
Natürlich macht das einen Unterschied.

Allerdings nur beim Stundenlohn aber nicht beim monatlichen Gehalt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.10.2020 20:45
Nicht bei dessen absoluter Höhe, wenn man aber Entgelte miteinander vergleicht, muß man sie ins Verhältnis zur vereinbarten Gegenleistung setzen. Diese besteht aus x Stunden Arbeit mittlerer Art und Güte, für die es y Euro Gegenleistung gibt. Wenn x unverändert bleibt, kann ein direkter Vergleich zwischen y1 und y2 stattfinden. Verändert sich x hingegen, ist ein Vergleich zwischen y1 und y2 ohne jede Aussagekraft und somit wertlos, wenn man nicht das Verhältnis zwischen x1 und x2 mit einbezieht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: AndreasG am 26.10.2020 20:53
Korrekt. Durch Anhebung der WAZ bei gleichbleibendem Gehalt wird das Gesamtpaket unattraktiver und somit der öD.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: mirabelle am 28.10.2020 11:32
Hallo liebes Forum,

ich gehe davon aus, dass die Länder wieder einmal bedeutend schneller kleinbei geben werden als Bund und Kommunen. Ich rechne auch damit, dass die Laufzeit des neuen Tarifvertrages wieder mind. 3 Jahre beträgt und sie werden uns eine Lohnerhöhung von max. 3% auf 3 Jahre erneut als historischen Sieg verkaufen. Hinzu kommt natürlich, dass JSZ + Angleichung auf Westniveau erneut auf einige Jahre "eingefroren" werden.

Tatsächlich wollte/will ich unbedingt im ÖD arbeiten, weil dieser Job eben doch vergleichsweise Krisensicher ist und ich bei guter Arbeit nicht um meine Stelle zittern muss. Von daher bin ich ja prinzipiell mit einem jährlichen Inflationsausgleich zufrieden. Ich hätte eben etwas anderes lernen müssen, wenn ich 100.000 EUR im Jahr verdienen will.... Allerdings wären meine Wünsche für die nächste Verhandlung folgende.

- einheitliche(r) Arbeitszeit/Lohn pro EG in allen Ländern
- JSZ soll endlich ebenfalls überall in % einheitlich sein (zumal unsere Dezernenten mit etwa 30% fast gar nichts bekommen und von Fachkollegen in der FW ausgelacht werden)
- die höheren Stufen müssen auch einmal eine bemerkbare Erhöhung o. ä. Belohnungen erhalten (es steht nicht mehr an jeder Ecke ein Master of Pharmazie herum, der sich um den ÖD reißt - scheint den Personaler nicht zu kümmern)

Gründe dafür:

Gerade rund um Berlin merkt man stark, wie die Kollegen abwandern, weil die Tarifverträge an entscheidenden Stellen unterschiedlich sind bzw. auch nach ü30 Jahren dt. Einheit noch das Wort "Westtarif" existiert (auch wenn es nur WAZ und JSZ betrifft).
Berlin zahlt knapp mehr pro EG und stellt öfter auch mal gleich in Stufe 3 oder 4 ein, wohingegen Bbg stets bei Stufe 1-2 bleibt.

Jedes Jahr gehen qualifizierte, nette und zuverlässige Kollegen (gerade aus den höheren EG´s) ins Nachbarbundesland und die Abteilung soll dann zusehen, wie man mit der dünnen Personallage auskommt (Ist ja egal, ob die Arbeit geschafft wird, bis die Presse einen neuen Arzneimittelskandal findet - dann arbeiten wir auch wieder am Sonntag @~@).

Ich wünsche mir einfach nur eine möglichst einheitliche Anpassung, damit das aufhört. Vermutlich wird aber auch das Bisschen gaaaaaaanz schwer umsetzbar sein.

Jetzt bitte nicht zerfleischen ... es ist nur langsam wirklich lächerlich, für 2 Stellen zu arbeiten (meine Tätigkeit mag ich aber sehr gerne) und dann immer diese jämmerlichen Vertragsabschlüsse zu sehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TV-Ler am 28.10.2020 11:38
Hallo liebes Forum,

ich gehe davon aus, dass die Länder wieder einmal bedeutend schneller kleinbei geben werden als Bund und Kommunen. Ich rechne auch damit, dass die Laufzeit des neuen Tarifvertrages wieder mind. 3 Jahre beträgt und sie werden uns eine Lohnerhöhung von max. 3% auf 3 Jahre erneut als historischen Sieg verkaufen. Hinzu kommt natürlich, dass JSZ + Angleichung auf Westniveau erneut auf einige Jahre "eingefroren" werden.
Und inwiefern haben in einem solchen Szenario die Länder bedeutend schneller bzw. überhaupt klein beigegeben?

Für mich sähe es danach aus, das die Länder sich dann wie üblich in höherem Maße gegen die Gewerkschaften durchgesetzt haben, als im Fall von Bund und Kommunen ...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 28.10.2020 11:44
Für angeodnete Sonntagsarbeit und Überstunden gibt es doch Zuschläge - wenn nichts angeordnet wird, ist es auch nicht wichtig und man hat Freizeit.

Wenn ein AG die tariflichen Kann-Regelungen ausschöpft und der andere nicht, ist das inwiefern überhaupt ein Problem und inwiefern eines, das sich tariflich regeln ließe?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: mirabelle am 28.10.2020 12:02
@ TV-Ler
Ich meinte die Gewerkschaften der Länder. Danke für die Korrektur.

@ Spid
Ja, natürlich gibt es dann Zuschläge für Mehrarbeit. Insgesamt wäre es aber vorzuziehen, schlicht genügend Personal zur Verfügung zu haben, um einen funktionierenden Verwaltungsapparat zu gewährleisten. Also, gar nicht erst in so eine Notlage zu geraten.
Uns laufen hier einfach permanent die Leute "in den Westen" davon. Weil die eben doch leicht bessere Bedingungen haben.

Ich würde jetzt annehmen, wenn dieser ganze Zirkus mit den unterschiedlichen Wochenarbeitsstunden und die Benachteiligung bei der JSZ nicht wäre, eben nur noch die Stufeneinteilung ein ausschlaggebender Grund für die enorme Abwanderung wäre. Hier kann dann freilich nur der jeweilige AG dann zusätzliche Anreize geben, um die Mitarbeiter zu halten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Harald am 31.10.2020 09:59
Hallo alle zusammen!

Ich denke auch wie viele andere das 3% gebunden an drei Jahre, als "Erfolg" gefeiert wird.

Ich würde mir speziell für meine Berufsgruppe( Ergotherapeuten und Physiotherapeuten) eine faire Bezahlung mit der gleichen Bezahlung wie die Erzieher wünschen. Seit ca. 3 Jahren bedienen wir die Inklusion an Regelschulen und haben dadurch viel mehr Organisatorische Mehrarbeit. Die Erzieher wurden nur in die SuE Tabelle eingruppiert kriegen bis zu 500 Euro brutto mehr. Obwohl wir laut der Behörde zum PTF Personal gehören (pädagogisch- therapeutischen- Personal) gibt es eine unterschiedliche Bezahlung. Nun könnte man meinen, dass die Erzieher andere Tätigkeit machen, leider werden Therapeuten immer mehr in Vertretungssituation ( günstiger Erzieher) eingesetzt, um so den Alltag in der Schule stabil zu halten.

Ich wünsche mir vor dieses großes Problem mehr Aufmerksamkeit und dass wir nicht vergessen werden!!!

Für alle anderen Berufsgruppen, wünsche ich mir, dass mehr als die Inflationsrate im nächsten Tarifgespräch rauskommen wird.

https://www.gew-hamburg.de/veroeffentlichungen/hlz-mitgliederzeitung

In der letzten GEW Zeitschrift würde über unsere Problematik berichtet!

Danke für das Lesen, bleibt alle Gesund
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 31.10.2020 10:16
Was ist eine „faire“ Bezahlung? Und was hätte das mit gleicher Bezahlung zu tun? Und warum wäre es „fair“, wenn Ergo-/Physiotherapeuten, also Menschen mit einer ganz gewöhnlichen dreijährigen Berufsausbildung, hinsichtlich der Bezahlung mit Erziehern, die regelmäßig eine auf eine Berufsausbildung aufbauende 2-4jährige Ausbildung haben, gleichgestellt würden?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Harald am 31.10.2020 10:44
Falls du es nicht wusstest, gibt es in der Schule mehrere Therapeuten die ein 4 jähriges Studium hinter sich haben. Somit also mit einem Bachelor weniger verdienen als Erzieher. Außerdem sollte man auch wissen, dass Therapeuten mehrere Fortbildungen machen, wie z.B. die
 manuelle Therapie, die zwei Jahre geht. Eine "faire" Bezahlung wäre für mich für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt zu bekommen. Denn Therapeuten können Vertretungssituation in den Sonderschulen übernehmen aber Erzieher können die Arbeit eines Therapeuten nicht machen. Es freut mich sehr, dass ich dich über unseren Beruf aufklären darf.

Liebe Grüße und bleib Gesund
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 31.10.2020 10:49
Wie werden Ergo-/Phsyiotherapeuten, Logopäden denn im TV-L vergütet?
Ich hätte spontan die Berufsausbildung jetzt auch erstmal mit einer SPA, Sozialpädagogischen Assistenzkraft, bzw. Kinderpflegern gleichgesetzt und da dürfte die Vergütung wahrscheinlich auch gar nicht so weit auseinander liegen?

EDIT:

ich habe mal eben nachgeguckt:

Ergotherapeuten ohne schwierige Aufgaben sind bei E 6
E 6   2601.42   2814.88   2933.94   3055.46   3135.24   3221.18

Kinderpfleger ohne schwierige Aufgaben sind bei S 3.
S 3   2465.51   2712.95   2885.09   3043.16   3115.48   3201.88

EDIT 2:
Wenn du als Ergotherapeut Tätigkeiten von Kinderpflegern vertrittst, würde eine Vergütung nach S2 erzielt werden.
S 2   2351.55   2558.91   2618.44   2713.68   2791.07   2856.55
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 31.10.2020 11:04
Falls du es nicht wusstest, gibt es in der Schule mehrere Therapeuten die ein 4 jähriges Studium hinter sich haben. Somit also mit einem Bachelor weniger verdienen als Erzieher. Außerdem sollte man auch wissen, dass Therapeuten mehrere Fortbildungen machen, wie z.B. die
 manuelle Therapie, die zwei Jahre geht. Eine "faire" Bezahlung wäre für mich für die gleiche Arbeit das gleiche Gehalt zu bekommen. Denn Therapeuten können Vertretungssituation in den Sonderschulen übernehmen aber Erzieher können die Arbeit eines Therapeuten nicht machen. Es freut mich sehr, dass ich dich über unseren Beruf aufklären darf.

Liebe Grüße und bleib Gesund

Es gibt auch Erzieher mit Studium. Sie haben mit Physio-/Ergotherapeuten mit Studium gemein, daß das Studium für die auszuübende Tätigkeit nicht erforderlich und somit völlig unbeachtlich ist. Auch Erzieher können Fortbildungen machen. Jeder kann das. Ob eine „Vertretung“ möglich ist, sei dahingestellt. Jedenfalls ist die Arbeit, die Nicht-Erzieher in der Tätigkeit von Erziehern leisten, minderwertig, siehe Entgeltgruppe S4 Fg. 2 Teil II Abschnitt 20.6 EGO. Es gibt wohl kaum zwei AN, die die gleiche Arbeit leisten. Arbeit ist auch keine Bemessungsgrundlage für die Bezahlung im Tarifregime des TV-L.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Harald am 31.10.2020 11:22
Interessant, Dank für die Info!

Werde aber nach der 9a bezahlt, aufgrund von erschwerten Aufgaben.

SPAs machen eine zweijährige Schulausbildung mit gleichzeitigem Erwerb des Fachabiturs.

Physio/ergo= Meist mit abitur, machen eine dreijährige Schulausbildung.
Oder wie ich: ein duales Studium 4 Jahre lang.
Dies wird aber nicht annerkannt wie Spid schon erwähnte.

@Spid: leider muss ich dir da Recht geben. Aber die therapeutischen Fortbildung müssen wir selbst zahlen, dafür gibt es keine Gelder in der Schule, dies ist beim Erzieher anders, da die Fortbildung über das LI laufen.

Mein Anliegen ist es nicht, irgendwelche Berufsgruppen schlecht zu machen. Es würde mich sehr freuen, wenn ihr euch den Artikel in der GEW Zeitschrift durchliest.

Es geht mir hierbei nicht um einen "Ausbildungskampf" sondern um die Wertschätzung der Therapeutischen Arbeit!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 31.10.2020 11:32
Und Du möchtest besser bezahlt werden und begründest das damit, daß Du vertretungsweise geringwertige Tätigkeiten - nämlich solche einer SPA - ausübst. Finde den Fehler.

Du mußt Fortbildungen nicht selbst bezahlen, wenn der AG sie nicht bezahlt, werden sie nicht gemacht und das darin vermittelte Können steht dem AG nicht zur Verfügung - so einfach ist das.

Ich lese grundsätzlich keine Gewerkschaftspublikationen. Das ist Zeitverschwendung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 31.10.2020 11:40
Ich hab da mal ne Frage, die Spid vielleicht beantworten kann.

Im Artikel hat das Personalamt Hamburg (den Herrn Kuhring vom Personalamt habe ich ja besonders lieb... ::) nicht) die Idee ins Spiel gebracht, Ergotherapeutenstellen einfach mit Tätigkeiten die schwierige Aufgaben erfüllen auszuschreiben. Dadurch wäre anstelle einer Vergütung nach E 6 eine Vergütung nach E 8 möglich.

In der EGO steht in der Protokollerklärung:
"Schwierige  Aufgaben sind  z.B.  Beschäftigungstherapie  bei  Querschnittslähmungen, in Kinderlähmungsfällen, mit spastisch Gelähmten, in Fällen von Dysmelien, in der Psychiatrie oder Geriatrie"

Ist diese Auflistung abschließend? Wäre eine Vergütung nach E 8 tarifkonform, ohne die Übertragung entsprechender Aufgaben, wie sie in der Protokollerklärung aufgeführt sind, sondern "anderer" schwieriger Aufgaben, welche sich das Personalamt ausdenken darf? Oder wäre das tarifrechtlich (zur Freude der Arbeitnehmer) falsch?

Und ich weiß, Tarifbeschäftige werden nicht eingruppiert sondern sind gemäß ihrer nicht nur vorübergehenden Tätigkeit eingruppiert. Bitte antworte nicht mit diesem Satz :)

@Harald:
Vielleicht steht ja dann nächstes Jahr ebenfalls eine Überleitung in die SuE Tabelle an :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 31.10.2020 11:44
Die Aufzählung ist nicht abschließend, sie ist ja mit „z.B.“ eingeleitet. Die genannten Tätigkeitsbeispiele führen jedenfalls zur entsprechenden Eingruppierung, aber auch Tätigkeiten vergleichbarer Schwierigkeit führen dazu.
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Beitrag von: Harald am 31.10.2020 11:45
Zu meiner Begründung warum Wir mehr verdienen wollen:
-Wir bedienen an den Regelschulen die inklusion
- müssen organisatorisch an den Schulen alles erarbeiten, Materialbesorgung, Konzepte erstellen und werden mit den Aufgaben alleine gelassen. Leider gibt es mehrere Schulen die keine Materialen kaufen wollen oder keine Räumlichkeiten finden. (Obwohl die Behörde es ermöglichen will, Kindern mit einer Beeinträchtigung Therapie zu gewährleisten)
- Vertretungssituation auch wenn sie "minderwertig" sein soll
- Zeugniskommentare die wir schreiben- Erzieher nicht

Dies sind nur einige Argumente, möchte auch die Erzieher nicht schlecht machen. Ich arbeite mit Erziehern zsm und bin glücklich, über das was sie erreicht haben.
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Beitrag von: Spid am 31.10.2020 11:51
Deine Begründung für eine höhere Vergütung ist also, daß Du ein Modethema bedienst, dabei die AG-Probleme zu Deinen machst, von Zeit zu Zeit minderwertige Arbeiten verrichtest und Zeugniskommentare schreibst?
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Beitrag von: Harald am 31.10.2020 12:04
Ich hoffe das DU keine TVL Entscheidungen trägst. Lies dir den Artikel durch, falls du dich für unsere Berufsgruppe interessierst. Ich dank euch für alle Tipps
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Beitrag von: Spid am 31.10.2020 12:08
Mir ist Eure Berufsgruppe völlig egal. Ich habe mich lediglich mit Deiner Argumentation auseinandergesetzt.
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Beitrag von: Harald am 31.10.2020 12:10
"Cherry Picking" würde ich das wohl eher nennen :o
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Beitrag von: Spid am 31.10.2020 12:13
Nein, ich habe mich mit jeder Deiner Vorbringungen auseinandergesetzt. Die Schwäche Deiner Argumentation ist Dein Problem - nicht meines.
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 31.10.2020 12:23
Auf einen Zug aufzuspringen der gerade en vouge ist (Inklusion), wenn als Arbeitnehmer hiervon Profit geschlagen werden kann, ist als Arbeitnehmer doch nur logisch?

Aber leider muss ich Spid beipflichten, dass die Argumente zur Organisation, Materialbeschaffung und Vertretungssituationen eigentlich Probleme des Arbeitgebers sind. Was passiert, wenn du dich auf deine orginären Aufgaben konzentrierst und keine Vertretung leistet? Ich vertrete meinen Hausmeister ja auch nicht, wenn der Krank ist... Was passiert, wenn du keine Leistung anbieten kannst, weil der Arbeitgeber keine Räumlichkeiten stellt und du dies so zurückmeldest?
Und bitte sag nicht, "denk doch einer an die Kinder". Klar sind die Kinder dann die Leidtragenden, aber durch so ein Verhalten entsteht für den Arbeitgeber kein Leidensdruck irgendetwas verändern zu müssen und die Situation bleibt für dich eher schlecht als recht.
Versteh mich aber nicht falsch. Ich finde diese Arbeit sehr wichtig und meine Erfahrung ist, dass gerade in der Zusammenarbeit mit jüngeren Kindern da durch eure Berufsgruppe i.V.m. Kita echte Wunder in der Entwicklung der Kinder bewirkt werden und ich würde eine Aufwertung durchaus unterstützen.

Ich hab mal kurz gegoogelt, was Heilmittelbringer außerhalb des TVL als angestellte oder selbstständige bekommen können. Aber das sieht ja auch nicht viel besser aus.
https://www.iww.de/pp/praxisfuehrung/umsatz-moegliche-einkommen-fuer-selbststaendige-therapeuten-und-ihre-angestellten-pro-jahr-f75210

Gibt es bei den Heilmittelbringern denn einen Nachwuchs- oder Fachkräftemangel?
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Beitrag von: Spid am 31.10.2020 12:34
Ob das logisch ist, sei dahingestellt - es taugt als Argument wenig, denn in zwei Jahren ist es das nächste Modethema und Inklusion interessiert keinen mehr. Das Interesse am Thema verebbt ja bereits.
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Beitrag von: Harald am 31.10.2020 12:42
Danke für eure Denkanstöße!
Wir haben einfach noch einiges zu tun/ändern in unserer Berufsgruppe.
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Beitrag von: cyrix42 am 01.11.2020 08:51
Ich würde mir ja neben einer generellen Anhebung aller Tabellenentgelte um etwas über der Inflationsrate auch die gesonderte Anhebung der Endstufen in den oberen Entgeltgruppen wünschen. Bisher ist dort von Stufe 5 zu 6 ein Sprung von 3%; im TVÖD sind es 5 bis 6%. (Mir persönlich würde das erst 5 Jahre später etwas bringen, würde aber aufzeigen, dass es auch den oberen Entgeltgruppen noch Entwicklungspotential gibt.)
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Beitrag von: Maximus2584 am 01.11.2020 13:50
Machen wir es doch einfach, 1000 Euro einmalige Zahlung Netto(Corona usw..) und alle werden ab dem 1.10.2021 in die nächst höhere Stufe seiner EG übergeleitet und behält auch seine aktuelle Laufzeit in der neuen Stufe. Bei Überschneidungen falls man sowiese zu dieser Zeit die nächste Stufe erhalten würde, so nur 50 % Laufzeit in der Stufe. Laufzeit bis 31.03.2023. Ich finde es ist fair und genug für alle, auch wenn da bestimmt andere Meinungen geben würde :)).

Zur Personalgewinnung wird nur ab der zweiten Stufe bis 31.03.2023 eingestellt.
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Beitrag von: Lothar57 am 01.11.2020 20:26
Ich würde mir ja neben einer generellen Anhebung aller Tabellenentgelte um etwas über der Inflationsrate auch die gesonderte Anhebung der Endstufen in den oberen Entgeltgruppen wünschen. Bisher ist dort von Stufe 5 zu 6 ein Sprung von 3%; im TVÖD sind es 5 bis 6%. (Mir persönlich würde das erst 5 Jahre später etwas bringen, würde aber aufzeigen, dass es auch den oberen Entgeltgruppen noch Entwicklungspotential gibt.)

Ich möcht mal zu bedenken geben, dass die Stufe 6 von ehrgeizgen Kolleg/inn/en, die auch mal eine oder zwei Gehaltsgruppen aufsteigen, oft gar nicht mehr erreicht wird. Schuld daran ist bekannterweise die Stufenregelung im TV-L. Eine Erhöhung des Entgeltes in Stufe 6 könnte bedeuten, dass es sich noch mehr lohnt, einfach die nächste Stufe abzuwarten, als unnötige Ambitionen zu entwickeln. Darum: eine Entgelterhöhung in Stufe 6 ist richtig und nötig, aber nur wenn gleichzeitig die stufengleiche Höhergruppierung durchgesetzt wird.
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Beitrag von: WasDennNun am 02.11.2020 05:29
Ich würde mir ja neben einer generellen Anhebung aller Tabellenentgelte um etwas über der Inflationsrate auch die gesonderte Anhebung der Endstufen in den oberen Entgeltgruppen wünschen. Bisher ist dort von Stufe 5 zu 6 ein Sprung von 3%; im TVÖD sind es 5 bis 6%. (Mir persönlich würde das erst 5 Jahre später etwas bringen, würde aber aufzeigen, dass es auch den oberen Entgeltgruppen noch Entwicklungspotential gibt.)

Ich möcht mal zu bedenken geben, dass die Stufe 6 von ehrgeizgen Kolleg/inn/en, die auch mal eine oder zwei Gehaltsgruppen aufsteigen, oft gar nicht mehr erreicht wird. Schuld daran ist bekannterweise die Stufenregelung im TV-L. Eine Erhöhung des Entgeltes in Stufe 6 könnte bedeuten, dass es sich noch mehr lohnt, einfach die nächste Stufe abzuwarten, als unnötige Ambitionen zu entwickeln. Darum: eine Entgelterhöhung in Stufe 6 ist richtig und nötig, aber nur wenn gleichzeitig die stufengleiche Höhergruppierung durchgesetzt wird.
Bei uns bekommen die guten Kollegen eine Zulage, so dass das Entgelt der Stufe 6 schnell erreicht ist.
Und die stufengleiche HG dürfte kommen, TVL zieht ja oftmals nach.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 02.11.2020 09:56
Bei uns bekommen die guten Kollegen eine Zulage, so dass das Entgelt der Stufe 6 schnell erreicht ist.
Und die stufengleiche HG dürfte kommen, TVL zieht ja oftmals nach.

Ersteres freut mich für euch. Mein AG, das Land NRW, scheut jegliche Abweichungen von der Stufenregelung (Verkürzung der Stufenlaufzeit, Vorweggewährung von Stufen) wie der Teufel das Weihwasser.

Ob die stufengleiche Höhergruppierung kommt, sehe ich allerdings etwas pessmistischer. Diese Forderung steht schon seit ewigen Zeiten auf der Agenda der Tarifverhandlungen, verschwand dann aber immer wieder in der Verhandlungsmasse. Da sind die anderen öffentlichen AGs schon deutlich weiter. Vermutlich fehlt den Gewerkschaften beim TV-L einfach das Kampfpotential bzw. die Kampfbereitschaft, um hier weiterzukommen. Ein Streik der Müllabfuhr oder kommunaler Kitas ist einfach wirksamer als ein Streik von z.B. wissenschaftlichen Mitarbeitern oder tarifbeschäftigten Lehrern.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.11.2020 10:50
Bei uns bekommen die guten Kollegen eine Zulage, so dass das Entgelt der Stufe 6 schnell erreicht ist.
Und die stufengleiche HG dürfte kommen, TVL zieht ja oftmals nach.

Ersteres freut mich für euch. Mein AG, das Land NRW, scheut jegliche Abweichungen von der Stufenregelung (Verkürzung der Stufenlaufzeit, Vorweggewährung von Stufen) wie der Teufel das Weihwasser.
Nun dann haben mich einige ITler aus deinem Lande also belogen.
Da gab es nämlich durchaus die Zulagen nach §16.5
und ja Stufenverkürzungen sind mir da auch nicht bekannt (weil dann müsste man ja ermitteln was überdurchschnittlich ist), aber Anerkennung von förderlichen Zeiten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Garfield am 02.11.2020 12:31
Nach dem TVÖD Abschluss bleibt mir eigentlich nur noch eine Hoffnung, bzw ein Wunsch: Dass die lange Laufzeit des letzten TV-L Abschlusses uns dabei hilft, dass es bei Verhandlung nicht nur um Corona und Quatsch wie Helden geht.
Natürlich werden wir das Argument der leeren Krisen-Kassen zu hören kriegen, das lässt sich nicht vermeiden (auch wenn die vollen Kassen als Argument immer abgeschmettert wurden...). Aber insgesamt könnte der TV-L eine deutlich sachlichere Tarifrunde als die im TVÖD durchaus vertragen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 02.11.2020 16:52
Nun dann haben mich einige ITler aus deinem Lande also belogen.
Da gab es nämlich durchaus die Zulagen nach §16.5

Das freut mich für die ITler. Meine Infos stammen von der GEW. Aber die ist ja auch nicht zuständig für den IT-Bereich.  :D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: LeonL am 02.11.2020 20:45
Also ich freue mich erstmal auf meine +0,99% mehr Netto in 2021. Da wird aber die Magnumflasche Moet geköpft. Und nach dem fetten Schluck aus der Pulle warte ich auf die Nullrunde im Herbst.  ;)

Mein Wunsch wäre von dem zu erwartenden "Ergebnis" abgesehen eine ganz deutliche Verkürzung der Stufenlaufzeit auf 1 Jahr je Stufe, 100% JSZ - wahlweise umlegbar auf den Einzelmonat, +3% p.a. Gehalt und stufengleiche Höhergruppierung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: DiVO am 04.11.2020 09:33
Mein Vorschlag:

Abschaffen der sechs Stufen mit insgesamt 15 Jahren Durchlaufzeit innerhalb einer Entgeltgruppe und wie bei anderen Tarifverträgen (z.B. IG Metall Holz) diese auf drei Stufen mit jeweils einem Jahr Laufzeit eindampfen.

Konkret würde ich die Stufen 1, 3 und 5 aus der Tabelle streichen. Als Verweildauer in einer Stufe stelle ich mir zwei Jahre vor, sodass ein Beschäftigter innerhalb von vier Jahren sein Endgehalt erreicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVLseit08 am 04.11.2020 15:53
Wenn ich mir was wünschen kann hätte ich gern
35 h Woche mit gleichem Gehalt natürlich
und die Möglichkeit der Gleitzeit und dabei 1 Überstundenfreien Tag /Woche möglich
Überstunden verfallen nicht bis Jahresende
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 04.11.2020 15:59
Überstunden können nicht verfallen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Alena13 am 05.11.2020 09:35
Ich würde mir endlich die stufengleiche Höhergruppierung wünschen (auch rückwirkend für die, die Garantiebeitrag bekommen). Und 38 Stunden/Woche sowie Jahressonderzahlung 100 %
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: ITechniker am 05.11.2020 10:38
Überstunden können nicht verfallen.
Kannst du das bitte etwas vertiefen? Bei meinem Arbeitsgeber verfallen jährlich zum Stichtag alle Überstunden über dem Maximalwert von 25 hinaus ersatzlos. Ist das unrechtmäßig?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 05.11.2020 10:59
Überstunden  sind  die  auf  Anordnung  des  Arbeitgebers  geleisteten  Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten  für  die  Woche dienstplanmäßig beziehungsweise  betriebsüblich  festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden. Sie können - im Unterschied zu solchen Arbeitsstunden, die der AN im Rahmen einer eigenen Gestaltungsmöglichkeit der Arbeitszeit, z.B. Gleitzeitregelungen, leistet - aus Gründen der Billigkeit grundsätzlich nicht verfallen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: ITechniker am 05.11.2020 11:37
Verstehe, also Denkfehler meinerseits. Danke
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 08.11.2020 21:14
Ich weiß gar nicht warum man über Tarifwünsche nachdenkt. TV-L = TVöD -0,2 % p.a. und Teil-Refinanzierung aus den JSZ sowie 150€ für die Drohnen. :P

Oder um Verdi zu zitieren: "Maßgeschneidertes Ergebnis - Untere und mittlere Einkommen aufgewertet".
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 08.11.2020 23:54
TVL
    01.01.2013: +2,65%
    01.01.2014: +2,95%
    01.03.2015: +2,1%
    01.03.2016: +2,3%, mindestens 75 €
    01.01.2017: +2,0% oder 75 €   [Abgrenzung der Entgeltgruppen]
    01.01.2018: +2,35%
    01.01.2019: +3,01% mindestens 100 €
    01.01.2020: +3,12% mindestens 90 €
    01.01.2021: +1,29% mindestens 50 €

TVÖD   
    01.03.2014: +3,0% mindestens 90 €
    01.03.2015: +2,4%
    01.03.2016: +2,4%
    01.02.2017: +2,35%
    01.03.2018: mindestens 2,85% (64,44 €), durchschnittlich 3,19%, höchstens 5,70%
    01.04.2019: mindestens 2,81% (71,00 €), durchschnittlich 3,09%, höchstens 5,39%
    01.03.2020: mindestens 0,96% (22,78 €), durchschnittlich 1,06%, höchstens 1,81%
Ich weiß gar nicht warum man über Tarifwünsche nachdenkt. TV-L = TVöD -0,2 % p.a. und Teil-Refinanzierung aus den JSZ sowie 150€ für die Drohnen. :P

Oder um Verdi zu zitieren: "Maßgeschneidertes Ergebnis - Untere und mittlere Einkommen aufgewertet".
Wie kommst du denn nur darauf?  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 09.11.2020 16:49
Ersteres freut mich für euch. Mein AG, das Land NRW, scheut jegliche Abweichungen von der Stufenregelung (Verkürzung der Stufenlaufzeit, Vorweggewährung von Stufen) wie der Teufel das Weihwasser.

Das ist so nicht richtig. Das Land NRW hat durchaus nicht wenige Beschäftigte mit verkürzten Stufenlaufzeiten oder Stufenvorweggewährungen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bewährung am 10.11.2020 11:30
Bewährungshelfer - Überleitung in S-Tabelle bedeutet schlechtere Bezahlung

Bewährungshelfer wurden bei der letzten Tarifrunde in S15 eingruppiert. Ein Vergleichsentgelt im Januar 2020 sollte eine Schlechterstellung verhindern. Dies bewahrt die Kollegen jedoch nicht vor einer Schlechterstellung infolge eines verzögerten Stufenaufstiegs, der mit der Überleitung in den TVL-S ebenfalls verbunden ist.

Der verzögerte Stufenaufstieg im TVL-S (3 statt 2 Jahre in Stufe 2, 4 statt 3 Jahre in Stufe 3) bedeutet für die Bewährungshelfer einen verzögerten Stufenaufstieg in Summe von 2 Jahren. Dies führt letztlich über die Jahre betrachtet zu einer Schlechterbezahlung im TVL-S. Die Differenz (alle Jahresgehälter zusammengerechnet) beträgt nach 11 Erfahrungsjahren knapp 11.000 € (!)
Bewährungshelfer, die zwischen 7 und 21 Dienstjahre beschäftigt sind, sind von diesem Negativ-Effekt betroffen und erhalten weniger Geld als sie es bei einem Verbleib im TVL EG 10 verdient hätten.

Ein Überblick verschafft folgende Tabelle ganz gut: web.xlsx (https://www.file-upload.net/download-14356565/web.xlsx.html)


Mir ist völlig unverständlich, dass dies die Tarifparteien nicht überschaut haben und entsprechend bei der Stufenüberführung reagiert haben.

Aus meiner Sicht sollte hier spätestens bei der nächsten Tarufrunde reagiert werden und die Bewährungshelfer mindestens in die S16 eingruppiert werden und das nicht nur aufgrund Ihrer anspruchsvollen Arbeit, sondern in erster Linie, um den oben genannten Fehler auszubessern!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.11.2020 11:37
Welcher Fehler?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 10.11.2020 11:46
Ah, Schlachtfeld NR. 2 - wann kommt der eigene Thread?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 10.11.2020 14:49
Jup, die verlängerten Stufenlaufzeiten sind kacke.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 11.11.2020 17:16
Ah, Schlachtfeld NR. 2 - wann kommt der eigene Thread?

lol
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Der Kanzler am 11.11.2020 19:04
35 Stundenwoche wie in anderen Berreichen üblich, dads wäre was.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Arno-Nühm am 12.11.2020 07:06
35 Stundenwoche wie in anderen Berreichen üblich, dads wäre was.

Die wird es im ÖD erst geben, wenn andere Branchen schon längst bei 30 Wochenstunden bzw. der 4 Tage Woche angekommen sind... ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: hannes123 am 14.11.2020 09:33
Mich würde mal interessieren, inwieweit eine stufengleiche Höhergruppierung Chancen hat übernommen zu werden.?!??
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Geo am 16.11.2020 12:10
Hallo zusammen,
nachdem ich in all den Kommentaren nicht´s davon gelesen habe, musste ich mich doch registrieren. :)
Man sollte den Meistern, wie bereits den Technikern die Möglichkeit bieten in E9b zu kommen.
Wichtig ist, wie viele schon geschrieben haben, der stufengleiche Aufstieg.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.11.2020 12:53
Meister haben doch bereits die Möglichkeit, in E9b zu kommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 16.11.2020 13:24
Werden Meister nicht in 9b eingruppiert wenn die Stelle eine Meisterausbildung fordert? Sie werden doch auch noch höher eingruppiert wenn die Anforderungen steigen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Geo am 16.11.2020 13:58
Meister haben doch bereits die Möglichkeit, in E9b zu kommen.

Nicht alle, nur technische Beschäftigte nach 15.1 der Entgeltordnung. Bei Handwerksmeistern nach 15.2 ff. der Entgeltordnung ist bei 9a Schluss.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.11.2020 14:10
Das ist unzutreffend. Wie auch ein ungelernter Schulabbrecher kann ein Handwerksmeister problemlos die E14 erreichen, als sonstiger Beschäftigter die E15 - und alle darunterliegenden Entgeltgruppen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 16.11.2020 17:40
Zu wünschen wäre aus "meiner" Sicht:

Abschaffung der Stufe 1 in E1-E9
Abschaffung der Stufen 3 und 5 ab Entgeltstufe 10

Jahressonderzahlung auf 100% für alle Entgeltstufen
Reduktion der Wochenarbeitszeit um 1 Stunde

2,4% + im ersten
2,5% + im zweiten Jahr
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: marcoberlin am 16.11.2020 20:10
Zu fordern wäre max. 2 Stufen, eine für die Erprobung und danach Stufe 2 (jetzige Endstufe), Jahressonderzahlung für alle in prozentual gleicher Höhe und ein angemessene prozentuale Erhöhung. Zu erwarten davon ist wohl nichts.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Pjotre am 17.11.2020 14:38
Ich würde mir folgendes wünschen:

- Einheitliche Arbeitszeit in allen Bundesländern.
- Kinderzulage wie es bspw. im TV-H gibt. Schließlich kosten Kinder genügend.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.11.2020 15:14
Was wäre der Vorteil einer einheitlichen Arbeitszeit in allen Ländern?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 17.11.2020 15:45
Und warum sollte der Arbeitgeber die private Lebenssituation der Angestellten berücksichtigen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 17.11.2020 15:52
Ich denke im Sommer werden schon viele geimpft sein und die Wirtschaft wird wieder Fahrt aufnehmen. Lockdowns weltweit werden auslaufen. So gesehen könnten die Verhandlungen Ende 2021 für den TV-L durchaus positiv ausgehen!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: LeonL am 18.11.2020 08:38
Dass die Tarifverhandlungen im TV-L 2021 positiv ausgehen, glaube ich eher nicht, weil:

1. das wäre ja dann das erste Mal  ;) und
2. es werden die Länder mauern und auf die zurückliegende Steuerdelle, die Schulden und die noch zu erwartenden Steuereinnahmenausfälle in der Zukunft verweisen. (Gegen den Fachkräftemangel könne man dann halt nichts machen...)

Ich hoffe lieber nicht mehr auf eine glänzende Zukunft im öD und bin dann weniger enttäuscht, wenn die nächste inflationsbereinigte Nullrunde oder Minusrunde bei rum kommt. Habe ja auch nur noch so um die drei Jahrezehnte bis zur Rente.  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Björnson am 18.11.2020 20:33
Jahressonderzahlung, gleiche Prozente wie im Tvöd
Leistungsvergütung wie im Tvöd
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.11.2020 19:31
Zu wünschen wäre aus "meiner" Sicht:

Abschaffung der Stufe 1 in E1-E9
Abschaffung der Stufen 3 und 5 ab Entgeltstufe 10

Jahressonderzahlung auf 100% für alle Entgeltstufen
Reduktion der Wochenarbeitszeit um 1 Stunde

2,4% + im ersten
2,5% + im zweiten Jahr

Das wäre vernünftig und maßvoll, aber leider hat dieser Herr Recht:
Dass die Tarifverhandlungen im TV-L 2021 positiv ausgehen, glaube ich eher nicht, weil:

1. das wäre ja dann das erste Mal  ;) und
2. es werden die Länder mauern und auf die zurückliegende Steuerdelle, die Schulden und die noch zu erwartenden Steuereinnahmenausfälle in der Zukunft verweisen. (Gegen den Fachkräftemangel könne man dann halt nichts machen...)

Ich hoffe lieber nicht mehr auf eine glänzende Zukunft im öD und bin dann weniger enttäuscht, wenn die nächste inflationsbereinigte Nullrunde oder Minusrunde bei rum kommt. Habe ja auch nur noch so um die drei Jahrezehnte bis zur Rente.  8)

Thats it.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVLseit08 am 23.11.2020 17:13
Überstunden  sind  die  auf  Anordnung  des  Arbeitgebers  geleisteten  Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten  für  die  Woche dienstplanmäßig beziehungsweise  betriebsüblich  festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden. Sie können - im Unterschied zu solchen Arbeitsstunden, die der AN im Rahmen einer eigenen Gestaltungsmöglichkeit der Arbeitszeit, z.B. Gleitzeitregelungen, leistet - aus Gründen der Billigkeit grundsätzlich nicht verfallen.

gut dann meinte ich Mehrstunden sollten 1 Jahr lang nicht verfallen. Bei uns wird nämlich ab vierteljährich die geleisteten Stunden über 40h gekappt (wir dürfen bis 40h im Vierteljahr übertragen laut Betriebsvereinbarung) . Verfallen also wenn man sie nicht abfeiern konnte. Wäre schön wenn man die Gleitzeitstundenregelung Tariflich regeln könnte für alle.
Angeordnete Überstunden gibt es faktisch nie, denn immer wenn ich dringend noch was fertig machen muss weil sonst der ganze Versuch im Eimer wäre, ist mein Chef schon zu Hause und kann nix genehmigen...mal abgesehen davon das die Chefs keine Lust haben sich damit zu beschäftigen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 23.11.2020 17:36
Wäre schön wenn man die Gleitzeitstundenregelung Tariflich regeln könnte für alle.

Ja, auf maximal 10!

Alles andere verleitet den Arbeitgeber nur auf den Aufbau von Gleitzeitstunden zu verweisen, statt Überstunden anzuordnen.

Wer Gleitzeitguthaben verfallen lässt ist selber Schuld und macht die Probleme seines Arbeitgeber zu seinen eigenen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 23.11.2020 19:25
gut dann meinte ich Mehrstunden sollten 1 Jahr lang nicht verfallen. Bei uns wird nämlich ab vierteljährich die geleisteten Stunden über 40h gekappt (wir dürfen bis 40h im Vierteljahr übertragen laut Betriebsvereinbarung) . Verfallen also wenn man sie nicht abfeiern konnte. Wäre schön wenn man die Gleitzeitstundenregelung Tariflich regeln könnte für alle.
Angeordnete Überstunden gibt es faktisch nie, denn immer wenn ich dringend noch was fertig machen muss weil sonst der ganze Versuch im Eimer wäre, ist mein Chef schon zu Hause und kann nix genehmigen...mal abgesehen davon das die Chefs keine Lust haben sich damit zu beschäftigen.
Quark
Dann fängt man den nächsten Versuch halt eine Woche später an und ist wieder auf NULL.
Oder sagt dem Chef 5 Tage vorher dass man in 5 Tage 5 Tage lang nicht kommt und wenn er einen braucht er Überstunden anordnen muss.

Und im übrigen weiß man erst 5 Tage vor Quartalsende, dass Quartalsende ist?
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Beitrag von: Gartenilse am 26.11.2020 00:40
Ich fände es gut, wenn die Lehrer für gleiche Tätigkeit gleiches Gehalt bekommen (nein, ich bin keine Lehrerin).
Und damit meine ich nicht Beamte vs. Angestellte, sondern die angestellten Lehrkräfte. Es wird fast mantraartig wiedergekäut, dass im ÖD die Tätigkeit zählt, nicht die Ausbildung! Nur bei den Lehrern ist das plötzlich nicht so. 

Da bekommen Berufsschullehrer, die genau dasselbe tun (nämlich unterrichten) und auch dieselbe Tätigkeitsbeschreibung haben, aufgrund verschiedener Studiengänge auch nach 20 Jahren Tätigkeit unterschiedliches Gehalt. Warum? Einer in E9, letztens wenigstens hochgestuft in die E11 (Weil die jungen Lehrer dafür nicht mehr unterrichten wollen, wen wundert´s!). Der andere von jeher in der E13. Nach meiner Logik müsste derjenige, der  ursprünglich eben nicht das 2. Staatsexamen, sondern eben einen anderen Abschluss gemacht hat, als Sonstiger mindestens die E12 bekommen. Das kann mir keiner erklären.
Und dann wünsche ich mir generell mehr Flexibilität, wobei ich mir nicht sicher bin, ob man im ÖD dieses Wort kennt
:-)
Eine Wahl, ob man lieber mehr Geld oder mehr Urlaub möchte, wäre schick.
Die Regelungen zur Familienpflegezeit finde ich unzureichend, da hätte ich gern etwas mehr Unterstützung. Und was mir sehr am Herzen läge: Recht auf Bildungsurlaub! Von mir aus 5 Tage im Jahr, die man evtl. auch ansparen und z. B. für 2 Jahre zusammengefasst nehmen kann.
Dann wär mir die reine Gehaltserhöhung in Prozent nicht so wichtig..
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Beitrag von: Jockel am 26.11.2020 14:49
In welchem Bundesland gibt es denn kein Recht auf Bildungsurlaub ?
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Beitrag von: Lars73 am 26.11.2020 14:59
In welchem Bundesland gibt es denn kein Recht auf Bildungsurlaub ?
Bayern und Sachsen
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Beitrag von: Jockel am 26.11.2020 15:01
ok. Brauchen die nicht, weil die Schulbildung besser ist.  ;D

Nix für einen Tarifvertrag.
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Beitrag von: dregonfleischer am 27.11.2020 15:04
Buchhalter fair bewerten mit Eg 9
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Beitrag von: Spid am 27.11.2020 15:28
Neben dem Umstand, daß es keine E9 gibt: was wäre daran "fair"?
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Beitrag von: Christian30823 am 29.11.2020 20:23
Angleichung an TVöD Bund wäre super...
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 08:17
Mir würde schon eine Angleichung an Standards der freien Wirtschaft reichen. Das heißt:
- 100% Weihnachtsgeld
- 50% Urlaubsgeld
- Prämie bei Erfolgreichem Jahr im Januar
- Volle VWL (Das ist aktuell eine absolute Frechheit. An Asozialität nicht mehr zu überbieten!)
- Jobrad oder Nahverkehrsticket sollten überall wo möglich angeboten werden
- Dazu die üblichen Prozent steigerung

In Summe nichts teueres und würde den ÖD deutlich aufwerten. Aber seien wir realistisch. Es werden 2-3% mehr werden und dazu irgendwas anderes gesenkt, damit die AG ja keinen Verlust machen. War letztes mal mit der JSZ genauso. Und manche lassen sich auch noch davon verarschen. Die Dummheit ist wirklich unendlich.
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 08:23
Wo ist diese "freie Wirtschaft", woraus ergibt sich dieser Standard und wer legt ihn fest?
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Beitrag von: Chrille1507 am 30.11.2020 08:32
- Prämie bei Erfolgreichem Jahr im Januar

Wie ermittelt man ein erfolgreiches Jahr im öffentlichen Dienst?
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 09:02
- Prämie bei Erfolgreichem Jahr im Januar

Wie ermittelt man ein erfolgreiches Jahr im öffentlichen Dienst?

Erfüllung der Aufgaben oder was auch immer. Man sollte mal kreativ werden um junge und IT affine Menschen in den ÖD zu bekommen. Die Digitalisierung nur mit externen Dienstleistern zu machen, wird seeeeehr viel teurer.
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Beitrag von: Bastel am 30.11.2020 09:15
Es werden 2-3% mehr werden und dazu irgendwas anderes gesenkt, damit die AG ja keinen Verlust machen.

Das ganze verteilt auf 3 Jahre ::)
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 10:01
Es werden 2-3% mehr werden und dazu irgendwas anderes gesenkt, damit die AG ja keinen Verlust machen.

Das ganze verteilt auf 3 Jahre ::)

Aber auch das musste den AG natürlich unter härtesten Kämpfen abgerungen werden. Weniger war einfach nicht machbar.
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Beitrag von: Stefan35347 am 30.11.2020 12:48
Wo ist diese "freie Wirtschaft", t?

 ;DDen Wirtschaften geht es jetzt auf jeden Fall erstmal recht gut. 75 % des letztjährigen Umsatzes und praktisch keine Arbeit und Ausgaben........

Aber toll verdienen ja angeblich immer die Beamten.....und haben nur Vorteile....
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 13:38
Wo ist diese "freie Wirtschaft", t?

 ;DDen Wirtschaften geht es jetzt auf jeden Fall erstmal recht gut. 75 % des letztjährigen Umsatzes und praktisch keine Arbeit und Ausgaben........

Aber toll verdienen ja angeblich immer die Beamten.....und haben nur Vorteile....

Ich bin nur in der IT unterwegs. Da gibts keinen wirklichen Einbruch. Im Gegenteil sogar. Aber wir ITler hier im ÖD werden garantiert wieder mit leiden dürfen.

 
Wo ist diese "freie Wirtschaft", woraus ergibt sich dieser Standard und wer legt ihn fest?

Den legt niemand fest. Ist halt eine Marktentwicklung wie so ziemlich alles. ;-) Außerhalb des Beamten Stadl passieren halt Dinge auch mal einfach so. Und das sind einfach Dinge die ich so aus meinem persönlichen Umfeld von modernen Unternehmen einfach wahrnehme. Viele moderne IT Häuser bieten genau das alles. Da können wir aktuell rein gar nichts bieten. Außer den neidischen und traurigen Blick aus dem alten Gammelfenster der Amtsstube.
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Beitrag von: Organisator am 30.11.2020 13:46
und warum hast du dich dann für den öD entschieden?
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 13:58
Wo ist diese "freie Wirtschaft", woraus ergibt sich dieser Standard und wer legt ihn fest?

Den legt niemand fest. Ist halt eine Marktentwicklung wie so ziemlich alles. ;-) Außerhalb des Beamten Stadl passieren halt Dinge auch mal einfach so. Und das sind einfach Dinge die ich so aus meinem persönlichen Umfeld von modernen Unternehmen einfach wahrnehme. Viele moderne IT Häuser bieten genau das alles. Da können wir aktuell rein gar nichts bieten. Außer den neidischen und traurigen Blick aus dem alten Gammelfenster der Amtsstube.

Ein Standard entspringt entweder einer akzeptierten Festlegung oder ist etwas, was auf der Betrachtungsebene auch ohne Festlegung einheitlich angewandt wird - weder das eine noch das andere trifft bspw. auf die Behauptung zu Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu, sofern es sich um feste Entgeltbestandteile handelt. Viele privatwirtschaftliche Akteure verzichten jedoch auf eine solche paternalistische Ausgestaltung und neigen bestenfalls zu einer Steueroptimierung in Form einer Erholungsbeihilfe - die dann aber zumindest bei Vollzeit nicht die behauptete Höhe haben kann.
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 14:51
und warum hast du dich dann für den öD entschieden?

Tja. Die Ausbildung war damals ganz gut. Danach hätte ich Rückwirkend betrachtet aber das weite suchen sollen. Jetzt warte ich leider Corona bedingt auf eine neue Stelle bei einem IG Metall Betrieb. Die mussten die Einstellung leider etwas verschieben.

Wo ist diese "freie Wirtschaft", woraus ergibt sich dieser Standard und wer legt ihn fest?

Den legt niemand fest. Ist halt eine Marktentwicklung wie so ziemlich alles. ;-) Außerhalb des Beamten Stadl passieren halt Dinge auch mal einfach so. Und das sind einfach Dinge die ich so aus meinem persönlichen Umfeld von modernen Unternehmen einfach wahrnehme. Viele moderne IT Häuser bieten genau das alles. Da können wir aktuell rein gar nichts bieten. Außer den neidischen und traurigen Blick aus dem alten Gammelfenster der Amtsstube.

Ein Standard entspringt entweder einer akzeptierten Festlegung oder ist etwas, was auf der Betrachtungsebene auch ohne Festlegung einheitlich angewandt wird - weder das eine noch das andere trifft bspw. auf die Behauptung zu Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu, sofern es sich um feste Entgeltbestandteile handelt. Viele privatwirtschaftliche Akteure verzichten jedoch auf eine solche paternalistische Ausgestaltung und neigen bestenfalls zu einer Steueroptimierung in Form einer Erholungsbeihilfe - die dann aber zumindest bei Vollzeit nicht die behauptete Höhe haben kann.

Man kann dafür natürlich die Keule der bösen Kapitalisten schwingen. Tun bei uns auch viele. Aber die Realität sieht doch für die meisten anders aus. In den ordentlichen Betrieben wird dem Arbeitnehmer sehr viel an Benefits entgegengebracht. Sehr viel mehr als im ÖD. Der Blick nach unten zu den Ausbeutern hilft absolut nicht weiter. Der Blick muss nach oben gehen. Zu denen die junge Mensche mit ehrgeiz anziehen. Die brauchen wir im ÖD. Ansonsten ist die Digitalisierung verloren.
Nur leider Blicken viele nach unten. Zum Bodensatz. Da wo eh niemand hin möchte, der nicht eine andere Chance hat. Wer einmal im ÖD ist, hat alle Zeit der Welt nach Stellen bei den Top Unternehmen zu suchen wo er eben gut behandelt wird. Und die Leute wechseln dann auch, wenn Sie die Chance haben. Und das sind gerade in meinem Bereich sehr viele. Denn außer Ausbeutung gibts in der IT des ÖD wenig zu holen.
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 15:01
Es geht nicht um Ausbeutung. Gut 89% der Unternehmen in DEU hat weniger als 10 Mitarbeiter, knapp 9% 10 bis weniger als 49 Mitarbeiter. Mir sind schlicht zu viele Ausnahmen in diesem Segment bekannt, als daß die behaupteten Leistungen "Standard" sein könnten - zumal es zum Weihnachtsgeld ja sogar Statistiken gibt, nach denen nur gut die Hälfte der Unternehmen dieses überhaupt zahlt.
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Beitrag von: Pascal121 am 30.11.2020 15:02
Hallo zusammen,
habe mich gerade registriert, bin ab morgen im ÖD und unterstütze den Vorschlag, die vermögenswirksamen Leistungen (u.a.) in der kommenden Tarifrunde zu erhöhen.
Pascal
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 15:32
Es geht nicht um Ausbeutung. Gut 89% der Unternehmen in DEU hat weniger als 10 Mitarbeiter, knapp 9% 10 bis weniger als 49 Mitarbeiter. Mir sind schlicht zu viele Ausnahmen in diesem Segment bekannt, als daß die behaupteten Leistungen "Standard" sein könnten - zumal es zum Weihnachtsgeld ja sogar Statistiken gibt, nach denen nur gut die Hälfte der Unternehmen dieses überhaupt zahlt.

Ich kenne genug kleine IT Buden die vieles trotzdem anbieten. Die haben nur 10-20 Leute aber schaffen es irgendwie trotzdem volles Weihnachts und Urlaubsgeld zu zahlen.
Wie gesagt. Nur weil in vielen Branchen Schindluder getrieben werden, muss man den ÖD nicht als die Erlösung Gottes betrachten. Viele Vorgesetzte wollen in einer Liga mitspielen wo Angestellte dann eben viel mehr geboten bekommen. Also muss man da mitziehen und nicht sagen bei xyz hättest du es aber viel schlechter. Die Leute die da arbeiten, hätten bei uns nie eine Chance. Man will die geilsten haben und bezahlen wie der schlechteste. Das wird nicht funktionieren. Und dieses ganze System wird doch nur am Leben gehalten, weil es vor Beratern nur so wimmelt. Und was bekommen die? Die verdienen auf einmal das dreifache wie der Angestellte. Und nein, sie bleiben nicht ein paar Monate zum aushelfen. Wir haben mehr externe Berater die mehr als 10 Jahre dabei sind, als interne. Komisch alles...
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 15:36
Es geht nicht um Schindluder oder Ausbeutung, genau genommen bietet eine Einmalzahlung ja nicht mal zwingend Vorteile gegenüber einer monatlichen Ausschüttung, sondern um die Behauptung eines Standards, der schlicht nicht gegeben ist.
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 15:38
Es geht nicht um Schindluder oder Ausbeutung, genau genommen bietet eine Einmalzahlung ja nicht mal zwingend Vorteile gegenüber einer monatlichen Ausschüttung, sondern um die Behauptung eines Standards, der schlicht nicht gegeben ist.

Er ist in vielen Unternehmen die um Fachkräfte buhlen gegeben. Darum gehts. Wir brauchen Fachkräfte. Also müssen wir schauen was die sonst fast überall bekommen. Da ist es total egal was die Kellnerin bei Meiers Currywurst Bude bekommt...
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 15:39
Nein, es geht darum, daß Du einen Standard behauptet hast.
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 15:41
Nein, es geht darum, daß Du einen Standard behauptet hast.

Ja. Und dazu stehe. Es ist defacto Standard bei Unternehmen die nach Leistungsfähigen Menschen suchen, welche die Digitalisierung vorantreiben.

Man kann den ÖD jetzt natürlich nicht bei solchen Unternehmen sehen. In manchen Bereichen vielleicht auch zurecht. Aber eigentlich sollte er zu so etwas werden.
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 15:44
Das hast Du aber nicht behauptet, Du hast behauptet:
Mir würde schon eine Angleichung an Standards der freien Wirtschaft reichen.
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Beitrag von: kanute1 am 30.11.2020 15:45
Das hast Du aber nicht behauptet, Du hast behauptet:
Mir würde schon eine Angleichung an Standards der freien Wirtschaft reichen.

Dann grenze ich es so weit ein. Zufrieden? Ändert nichts an meiner gesamt Aussage das der ÖD für das was er werden will, nicht überzeugt.
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Beitrag von: Spid am 30.11.2020 15:48
Ja, als "Standard bei Unternehmen die nach Leistungsfähigen Menschen suchen, welche die Digitalisierung vorantreiben" lasse ich mir das verkaufen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 30.11.2020 17:13
Ja. Und dazu stehe. Es ist defacto Standard bei Unternehmen die nach Leistungsfähigen Menschen suchen, welche die Digitalisierung vorantreiben.

Das wäre schön. Digi-Startups sind da aber eine ganz andere Welt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 01.12.2020 07:13
und warum hast du dich dann für den öD entschieden?

Tja. Die Ausbildung war damals ganz gut. Danach hätte ich Rückwirkend betrachtet aber das weite suchen sollen. Jetzt warte ich leider Corona bedingt auf eine neue Stelle bei einem IG Metall Betrieb. Die mussten die Einstellung leider etwas verschieben.

Wo ist diese "freie Wirtschaft", woraus ergibt sich dieser Standard und wer legt ihn fest?

Den legt niemand fest. Ist halt eine Marktentwicklung wie so ziemlich alles. ;-) Außerhalb des Beamten Stadl passieren halt Dinge auch mal einfach so. Und das sind einfach Dinge die ich so aus meinem persönlichen Umfeld von modernen Unternehmen einfach wahrnehme. Viele moderne IT Häuser bieten genau das alles. Da können wir aktuell rein gar nichts bieten. Außer den neidischen und traurigen Blick aus dem alten Gammelfenster der Amtsstube.

Ein Standard entspringt entweder einer akzeptierten Festlegung oder ist etwas, was auf der Betrachtungsebene auch ohne Festlegung einheitlich angewandt wird - weder das eine noch das andere trifft bspw. auf die Behauptung zu Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu, sofern es sich um feste Entgeltbestandteile handelt. Viele privatwirtschaftliche Akteure verzichten jedoch auf eine solche paternalistische Ausgestaltung und neigen bestenfalls zu einer Steueroptimierung in Form einer Erholungsbeihilfe - die dann aber zumindest bei Vollzeit nicht die behauptete Höhe haben kann.

Man kann dafür natürlich die Keule der bösen Kapitalisten schwingen. Tun bei uns auch viele. Aber die Realität sieht doch für die meisten anders aus. In den ordentlichen Betrieben wird dem Arbeitnehmer sehr viel an Benefits entgegengebracht. Sehr viel mehr als im ÖD. Der Blick nach unten zu den Ausbeutern hilft absolut nicht weiter. Der Blick muss nach oben gehen. Zu denen die junge Mensche mit ehrgeiz anziehen. Die brauchen wir im ÖD. Ansonsten ist die Digitalisierung verloren.
Nur leider Blicken viele nach unten. Zum Bodensatz. Da wo eh niemand hin möchte, der nicht eine andere Chance hat. Wer einmal im ÖD ist, hat alle Zeit der Welt nach Stellen bei den Top Unternehmen zu suchen wo er eben gut behandelt wird. Und die Leute wechseln dann auch, wenn Sie die Chance haben. Und das sind gerade in meinem Bereich sehr viele. Denn außer Ausbeutung gibts in der IT des ÖD wenig zu holen.

Deine Aussagen sind recht widersprüchlich. Einmal sprichst du von Standard dann von den meisten. Auf der einen Seite siehst du blühende Landschaften dann muss Corona bedingt die Einstellung noch etwas verschoben werden.
Wie viele Menschen sind dieses Jahr in Kurzarbeit gewesen und haben keine Aufstockung erhalten? Wie viele haben ihre Arbeit verloren und wie viele von ihnen waren im öD?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: kanute1 am 01.12.2020 07:49
und warum hast du dich dann für den öD entschieden?

Tja. Die Ausbildung war damals ganz gut. Danach hätte ich Rückwirkend betrachtet aber das weite suchen sollen. Jetzt warte ich leider Corona bedingt auf eine neue Stelle bei einem IG Metall Betrieb. Die mussten die Einstellung leider etwas verschieben.

Wo ist diese "freie Wirtschaft", woraus ergibt sich dieser Standard und wer legt ihn fest?

Den legt niemand fest. Ist halt eine Marktentwicklung wie so ziemlich alles. ;-) Außerhalb des Beamten Stadl passieren halt Dinge auch mal einfach so. Und das sind einfach Dinge die ich so aus meinem persönlichen Umfeld von modernen Unternehmen einfach wahrnehme. Viele moderne IT Häuser bieten genau das alles. Da können wir aktuell rein gar nichts bieten. Außer den neidischen und traurigen Blick aus dem alten Gammelfenster der Amtsstube.

Ein Standard entspringt entweder einer akzeptierten Festlegung oder ist etwas, was auf der Betrachtungsebene auch ohne Festlegung einheitlich angewandt wird - weder das eine noch das andere trifft bspw. auf die Behauptung zu Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu, sofern es sich um feste Entgeltbestandteile handelt. Viele privatwirtschaftliche Akteure verzichten jedoch auf eine solche paternalistische Ausgestaltung und neigen bestenfalls zu einer Steueroptimierung in Form einer Erholungsbeihilfe - die dann aber zumindest bei Vollzeit nicht die behauptete Höhe haben kann.

Man kann dafür natürlich die Keule der bösen Kapitalisten schwingen. Tun bei uns auch viele. Aber die Realität sieht doch für die meisten anders aus. In den ordentlichen Betrieben wird dem Arbeitnehmer sehr viel an Benefits entgegengebracht. Sehr viel mehr als im ÖD. Der Blick nach unten zu den Ausbeutern hilft absolut nicht weiter. Der Blick muss nach oben gehen. Zu denen die junge Mensche mit ehrgeiz anziehen. Die brauchen wir im ÖD. Ansonsten ist die Digitalisierung verloren.
Nur leider Blicken viele nach unten. Zum Bodensatz. Da wo eh niemand hin möchte, der nicht eine andere Chance hat. Wer einmal im ÖD ist, hat alle Zeit der Welt nach Stellen bei den Top Unternehmen zu suchen wo er eben gut behandelt wird. Und die Leute wechseln dann auch, wenn Sie die Chance haben. Und das sind gerade in meinem Bereich sehr viele. Denn außer Ausbeutung gibts in der IT des ÖD wenig zu holen.

Deine Aussagen sind recht widersprüchlich. Einmal sprichst du von Standard dann von den meisten. Auf der einen Seite siehst du blühende Landschaften dann muss Corona bedingt die Einstellung noch etwas verschoben werden.
Wie viele Menschen sind dieses Jahr in Kurzarbeit gewesen und haben keine Aufstockung erhalten? Wie viele haben ihre Arbeit verloren und wie viele von ihnen waren im öD?

Das ist mein persönliches Pech, weil ich nicht auf der Suche nach einem Consulting Job bin. Da bot ein Konzern halt die besten Konditionen.
Und im IT Sektor kenne ich niemanden der in Kurzarbeit war. Damit jetzt auch die Miese Bezahlung und praktisch keine Benefits zu verargumentieren ist auch schwach. Genau das ist das Problem vieler Personalräte und co im ÖD. Es wird zum Bodensatz gezeigt. Schau da. Denen geht es viel schlechter. Aber das juckt mich doch nicht. Der Blick muss nach oben gehen, damit es noch besser wird. Gerade für Fachkräfte ist der ÖD sowas von unattraktiv. Meiner Meinung nach wird er erst attraktiv wenn das Haus abbezahlt ist und noch zu viel Zeit bis zur Rente ist. Dann kann man hier noch mal ein paar Jahre totschlagen. So sieht das Gehalt ja auch aus... Leiste nichts. Sei einfach da und fall nicht auf. Perfekt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 01.12.2020 08:17
Dann muss ich die Frage von Organisator wiederholen, warum bist du im öD? Es gibt sicherlich mehr als eine Alternative.
Im Übrigen kommt es auf den Fachbereich an. Berufskollegen in der fW bekommen für die gleichen Tätigkeiten bis 1000 € weniger als ich oder sie machen, ja das ist für die meisten nicht vorstellbar, unbezahlte Mehrarbeit, so daß ihr Stundenlohn deutlich unter meinem liegt.
Auch die Arbeitsdichte ist i. d. R. höher.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: kanute1 am 01.12.2020 08:56
Dann muss ich die Frage von Organisator wiederholen, warum bist du im öD? Es gibt sicherlich mehr als eine Alternative.
Im Übrigen kommt es auf den Fachbereich an. Berufskollegen in der fW bekommen für die gleichen Tätigkeiten bis 1000 € weniger als ich oder sie machen, ja das ist für die meisten nicht vorstellbar, unbezahlte Mehrarbeit, so daß ihr Stundenlohn deutlich unter meinem liegt.
Auch die Arbeitsdichte ist i. d. R. höher.

Weil ich mich vom Personalrat verarschen lassen habe. Es wurde immer gesagt man bemüht sich um irgendetwas was am Ende nichts wurde. Als ich das begriffen habe, hab ich einfach angefangen das System für mich zu nutzen. Ganz entspannte Suche nach einem Job wo ich Lust drauf habe. Der einen nicht täglich aufs neue deprimiert. Dazu taugt der ÖD immerhin. Ich hab den Job mittlerweile in Aussicht. Wenn die Unterschrift drunter ist bin ich auch weg. Aber bis dahin werde ich mich auch weiter beschweren. Es ist nämlich an vielen Stellen absolut asozial.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 01.12.2020 08:58
Genau das ist das Problem vieler Personalräte und co im ÖD. Es wird zum Bodensatz gezeigt. Schau da. Denen geht es viel schlechter. Aber das juckt mich doch nicht. Der Blick muss nach oben gehen, damit es noch besser wird. Gerade für Fachkräfte ist der ÖD sowas von unattraktiv. Meiner Meinung nach wird er erst attraktiv wenn das Haus abbezahlt ist und noch zu viel Zeit bis zur Rente ist. Dann kann man hier noch mal ein paar Jahre totschlagen. So sieht das Gehalt ja auch aus... Leiste nichts. Sei einfach da und fall nicht auf. Perfekt.

Wie man sieht, gibt es da sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema. So wie es auch im öD ganz unterschiedliche Behörden gibt, so dass man nicht für den deinen öD sprechen kann. Gleiches gilt im übrigen auch für die freie Wirtschaft. Aber es ist ja jeder seines eigenen Glücks Schmied und muss nicht immer nur zur Spitze zeigen. Schau da. Denen geht es viel besser. Sondern kann da auch hingehen.
--> Ändern oder abfinden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 01.12.2020 08:59
Weil ich mich vom Personalrat verarschen lassen habe. Es wurde immer gesagt man bemüht sich um irgendetwas was am Ende nichts wurde.

Na das ist dann aber Schuld eigen. Als wenn der Personalrat etwas ändern könnte. Dein Arbeitgeber wäre da der richtige Ansprechpartner gewesen....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 01.12.2020 10:27
Wo ist diese "freie Wirtschaft", t?

 ;DDen Wirtschaften geht es jetzt auf jeden Fall erstmal recht gut. 75 % des letztjährigen Umsatzes und praktisch keine Arbeit und Ausgaben........

Aber toll verdienen ja angeblich immer die Beamten.....und haben nur Vorteile....

Tim Raue: „Täglich um die Existenz zu kämpfen, ist große Scheiße“
Der Berliner Spitzenkoch Tim Raue (46), dessen Restaurant im Gault&Millau als beste Adresse Berlins gelistet ist, etwa rechnet mit schweren Folgen durch den verlängerten Lockdown: „Dass die Regierung uns Hilfsmaßnahmen ankündigt, klingt gut, aber was wir bekommen werden, wird dem Gewinn der Vorjahre nicht annähernd nahe kommen“, erklärt Raue der Deutschen Presse-Agentur. „Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum.“  Als Unternehmer sei die Lage enorm belastend. „Täglich um die Existenz zu kämpfen, ist große Scheiße.“ Mit Blick auf eine mögliche Wiederöffnung sagte Raue: „Wir versuchen so flexibel wie möglich zu handeln, und wenn man es uns erlaubt, werden wir umgehend auf den Restaurantbetrieb zurückstellen.“


Ja, Herr Raue klagt auf hohem Niveau. Aber viele dieser Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden das nächste Jahr nicht überstehen.
Übrig bleiben die großen Ketten. Abfertigung mit 08/15 Konzepten und Einheitsrezepten. Ich freu mich schon, ;D das Menue schmeckt nicht nur in SH genauso wie in BW ich habe auch keine andere Auswahl. ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 01.12.2020 10:32
Dann muss ich die Frage von Organisator wiederholen, warum bist du im öD? Es gibt sicherlich mehr als eine Alternative.
Zwar nicht an mich gerichtet die Frage, aber da ja ITler mit regelmäßigen Angeboten...
Ich bin im öD weil:
E13s6 ist ausreichend für mich, mehr brauch ich nicht (mehr), 7 min Arbeitsweg ist unbezahlbar, spannendes und interessantes Arbeitsumfeld und Kollegium sind auch nicht zu verachten.
Und ich weiß, dass ich hier mit selbst bestimmten Tempo tolle Dinge für Land und Leute leisten kann.
Zitat
Im Übrigen kommt es auf den Fachbereich an. Berufskollegen in der fW bekommen für die gleichen Tätigkeiten bis 1000 € weniger als ich oder sie machen, ja das ist für die meisten nicht vorstellbar, unbezahlte Mehrarbeit, so daß ihr Stundenlohn deutlich unter meinem liegt.
Auch die Arbeitsdichte ist i. d. R. höher.
Ich kenne persönlich diverse ITler, die in der fW durchaus ihre 44h Woche als Regelarbeitszeit und unbezahlte Mehrarbeit haben. Aber keinen der deswegen weniger als ich verdient.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 01.12.2020 10:34
Ja, Herr Raue klagt auf hohem Niveau. Aber viele dieser Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden das nächste Jahr nicht überstehen.
Übrig bleiben die großen Ketten. Abfertigung mit 08/15 Konzepten und Einheitsrezepten. Ich freu mich schon, ;D das Menue schmeckt nicht nur in SH genauso wie in BW ich habe auch keine andere Auswahl. ::)

Die Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden genauso schnell wieder auftauchen, wie sie abgetaucht sind. Wenns eine entsprechende Nachfrage gibt, werden auch die entsprechenden Restaurants wieder aufmachen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 01.12.2020 10:37
Das Problem mit den 75% ist, dass diese natürlich nicht auf die Schwarzgelder angewendet werden.....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 01.12.2020 10:55
Dann muss ich die Frage von Organisator wiederholen, warum bist du im öD? Es gibt sicherlich mehr als eine Alternative.
Zwar nicht an mich gerichtet die Frage, aber da ja ITler mit regelmäßigen Angeboten...
Ich bin im öD weil:
E13s6 ist ausreichend für mich, mehr brauch ich nicht (mehr), 7 min Arbeitsweg ist unbezahlbar, spannendes und interessantes Arbeitsumfeld und Kollegium sind auch nicht zu verachten.
Und ich weiß, dass ich hier mit selbst bestimmten Tempo tolle Dinge für Land und Leute leisten kann.
Zitat
Im Übrigen kommt es auf den Fachbereich an. Berufskollegen in der fW bekommen für die gleichen Tätigkeiten bis 1000 € weniger als ich oder sie machen, ja das ist für die meisten nicht vorstellbar, unbezahlte Mehrarbeit, so daß ihr Stundenlohn deutlich unter meinem liegt.
Auch die Arbeitsdichte ist i. d. R. höher.
Ich kenne persönlich diverse ITler, die in der fW durchaus ihre 44h Woche als Regelarbeitszeit und unbezahlte Mehrarbeit haben. Aber keinen der deswegen weniger als ich verdient.

Das glaube ich dir gern, ich übe einen kaufmännischen Ausbildungsberuf aus und bin mit EG11/6 gut bezahlt.
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Beitrag von: Schokobon am 01.12.2020 11:10
Das Problem mit den 75% ist, dass diese natürlich nicht auf die Schwarzgelder angewendet werden.....

Unser Asiate behauptet beharrlich sein EC-Karten-Gerät wäre "defekt" und will Bargeld. Wenn man dann sagt man hätte keins dabei funktioniert das Gerät wieder wie von Geisterhand  ;D
Oder der Dönerverkäufer, bei dem man immer 5,00 Euro in die Kasse bezahlt. Egal wieviele Döner du mitnimmst.

So gesehen wäre ich für die Abschaffung des Bargelds. Wird eh nur beschi**en damit.
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Beitrag von: Bastel am 01.12.2020 12:51
Ja, Herr Raue klagt auf hohem Niveau. Aber viele dieser Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden das nächste Jahr nicht überstehen.
Übrig bleiben die großen Ketten. Abfertigung mit 08/15 Konzepten und Einheitsrezepten. Ich freu mich schon, ;D das Menue schmeckt nicht nur in SH genauso wie in BW ich habe auch keine andere Auswahl. ::)

Die Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden genauso schnell wieder auftauchen, wie sie abgetaucht sind. Wenns eine entsprechende Nachfrage gibt, werden auch die entsprechenden Restaurants wieder aufmachen.

Genauso ist es. Wenn eine Fressbude zu macht, macht in einem halben Jahr halt die nächste auf. Aber lieber haut man jetzt noch einmal fett Steuergeldern an alles und jeden raus. Man könnte den gazen Lockdown Mist auch lassen und an die Selbstvernunft der Menschen appelieren. Dann regelt sich alles von alleine.
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Beitrag von: ITechniker am 02.12.2020 08:26
Ja, Herr Raue klagt auf hohem Niveau. Aber viele dieser Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden das nächste Jahr nicht überstehen.
Übrig bleiben die großen Ketten. Abfertigung mit 08/15 Konzepten und Einheitsrezepten. Ich freu mich schon, ;D das Menue schmeckt nicht nur in SH genauso wie in BW ich habe auch keine andere Auswahl. ::)

Die Kleinunternehmer ohne Eigenkapital und Rücklagen werden genauso schnell wieder auftauchen, wie sie abgetaucht sind. Wenns eine entsprechende Nachfrage gibt, werden auch die entsprechenden Restaurants wieder aufmachen.

Genauso ist es. Wenn eine Fressbude zu macht, macht in einem halben Jahr halt die nächste auf. Aber lieber haut man jetzt noch einmal fett Steuergeldern an alles und jeden raus. Man könnte den gazen Lockdown Mist auch lassen und an die Selbstvernunft der Menschen appelieren. Dann regelt sich alles von alleine.
Wenn das stimmen würde, hätte es den Lockdown gar nicht gebraucht weil die Fallzahlen gar nicht so explodiert wären
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Beitrag von: Wdd3 am 02.12.2020 10:50
Das haben die Schweden versucht und sind gescheitert. Selbstvernuft ist nur in der Theorie möglich.
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Beitrag von: Bastel am 02.12.2020 11:31
Das haben die Schweden versucht und sind gescheitert. Selbstvernuft ist nur in der Theorie möglich.

In wie fern gescheitert? Es sind halt anscheinend mehr aufgrund von Corona drauf gegangen? Wer nicht auf sich aufpasst, ist selber Schuld. Es wird niemand gezwungen in Restaurants, Kinos oder in den Puff zu gehen.
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Beitrag von: Wdd3 am 02.12.2020 11:44
Eben, wenn an die Selbstvernuft appelliert wird gibt es mehr Tote. Das ist in der Pandemie genau wie im Rest des Lebens. Fehlende Vorschriften führen bei weiten Teilen der Bevölkerung für Anarchie.
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Beitrag von: Spid am 02.12.2020 11:54
Da die Folgen des Lockdown hinsichtlich der Mortalität nicht untersucht sind, ist nicht raus, ob es mehr Tote gibt. Auch nicht, wie sich diese verteilen.
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Beitrag von: öfföff am 06.12.2020 18:49
Also ich bleibe weiterhin sehr optimistisch was die Verhandlungen Ende 2021 angeht! Ich denke es wird einen Freudentaumel ob der globalen Durchimpfung geben. Und das große Wirtschaftswachstum wird ebenfalls euphorisierend wirken. Auf dieser Welle müssen die Verhandlungen dahingleiten!  :)
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Beitrag von: WasDennNun am 07.12.2020 08:30
Das haben die Schweden versucht und sind gescheitert. Selbstvernuft ist nur in der Theorie möglich.

In wie fern gescheitert? Es sind halt anscheinend mehr aufgrund von Corona drauf gegangen? Wer nicht auf sich aufpasst, ist selber Schuld. Es wird niemand gezwungen in Restaurants, Kinos oder in den Puff zu gehen.
Gescheitert sind sie leider, weil sie ihre Ziele nicht erreicht haben.
Schutz der Risikofälle: hat nicht geklappt, offensichtlich sind die Alten ins Kino, Restaurant und in den Puff gegangen.
Selber schuld: Ja klar, insbesondere die, die von Ihren Pfleger angesteckt wurden,

zweites Ziel: Herdenimmunität, damit kein Lockdown bei der zweiten Welle notwendig wird.
(und die zu erwartende zweite Welle im Herbst/Winter war in Schweden immer ein Thema )
Scheint ja auch super geklappt zu haben.

Klingt für mich so: Einen guten Plan gehabt, leider hat er nicht funktioniert.
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Beitrag von: Wdd3 am 07.12.2020 10:02

Klingt für mich so: Einen guten Plan gehabt, leider hat er nicht funktioniert.

Gehört zu meinen Lieblingssprüchen: Planung ist das ersetzten von Zufall durch Irrtum.
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Beitrag von: Anjabcool am 27.02.2021 06:57
Moin,

ich würde gern noch Wünsche äußern, falls es noch möglich ist:

- Altersteilzeit ab 55 Jahre wieder mit den den TV-L aufnehmen
- Jahressonderzahlung auf 100% anheben
- Corona Bonus auch für TV-L Beschäftigte
- Gleichbezahlung der Jobcenter Kollegen und Kolleginnen i.d. Kommunen ggü.
  BA Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern / ggf. über Zulage
- 5 % mehr Gehalt/ Inflation

Vielen Dank

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Beitrag von: Spid am 27.02.2021 07:07
Welche Regelungsmacht hätten die TVP des TV-L hinsichtlich kommunaler AN?
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Beitrag von: Highwaystar am 27.02.2021 17:12
Meine Erwartung an die AN-Vertreter*innen besteht in der tariflichen Durchsetzung der stufengleichen Höhergruppierung!

Und - als Wunsch - eine Jahressonderzahlung in Höhe von 100% für alle Entgeltgruppen.
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Beitrag von: Spid am 27.02.2021 17:23
Dir ist da ein Deppen-Sonderzeichen in AN-Vertreterinnen gerutscht. Wußte gar nicht, daß auf Gewerkschaftsseite überhaupt Frauen an den Verhandlungen unmittelbar beteiligt wären.
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Beitrag von: Highwaystar am 27.02.2021 17:44
Dir ist da ein Deppen-Sonderzeichen in AN-Vertreterinnen gerutscht. Wußte gar nicht, daß auf Gewerkschaftsseite überhaupt Frauen an den Verhandlungen unmittelbar beteiligt wären.

 ;D Wer vertritt denn dann die Interessen der angestellten Grundschullehrerinnen..?

Scherz beiseite, es werden doch auch Frauen von den Gewerkschaften entsendet, oder..?
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Beitrag von: Spid am 27.02.2021 17:53
Wozu?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 28.02.2021 10:43
Dir ist da ein Deppen-Sonderzeichen in AN-Vertreterinnen gerutscht. Wußte gar nicht, daß auf Gewerkschaftsseite überhaupt Frauen an den Verhandlungen unmittelbar beteiligt wären.

 ;D Wer vertritt denn dann die Interessen der angestellten Grundschullehrerinnen..?

Scherz beiseite, es werden doch auch Frauen von den Gewerkschaften entsendet, oder..?

Nur zwei Namen auf die Schnelle: Bei den Tarifverhandlungen 2019 waren z.B. für die GEW die Bundesvorsitzende Marlis Tepe und die NRW-Vorsitzende Dorothea Schäfer an den Verhandlungen beteiligt. In diesem Jahr tritt Maike Finnern die Stelle von Schäfer.

Es haben sich also Männer und Frauen aus den Gewerkschaften gleichermaßen blamiert.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: teclis22 am 28.02.2021 12:13
Ich habe 2 Grundlegende Wünsche:

1) Stufengleiche höhergruppierung (mit Rückrechnung wann was verloren ging!)
2) Reduzierung auf 3 Stufen (2-4-6)

Dann können Tabellenentgelte und Arbeitszeiten von mir aus sobleiben.

Zu dem Post weiter oben, in dem geschrieben wurde "Mir reicht E13S6":
So ist halt jeder anders. MIr reicht z. B. E13S3 definitv nicht.

Viele Grüße,
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 28.02.2021 12:16
Was sollte denn verloren gegangen sein?
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Beitrag von: WasDennNun am 28.02.2021 12:44
Das vorenthaltene Entgelt?  ;D  :-X
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Beitrag von: Spid am 28.02.2021 12:45
Das ist ja nicht verloren gegangen, das ist dort, wo es vorher auch schon war: beim AG.
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Beitrag von: WasDennNun am 28.02.2021 13:01
Das ist ja nicht verloren gegangen, das ist dort, wo es vorher auch schon war: beim AG.
Stimmt, wurde ja nur vom AN weggeworfen, weil er sich dem AG freiwillig unterworfen hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 28.02.2021 13:03
Wer hat sich wem unterworfen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 28.02.2021 13:13
Meine Erwartung an die AN-Vertreter*innen besteht in der tariflichen Durchsetzung der stufengleichen Höhergruppierung!

Und - als Wunsch - eine Jahressonderzahlung in Höhe von 100% für alle Entgeltgruppen.

Die stufengleiche Höhergruppierung ist überfällig. Die Differenz zwischen den finanziellen Zugewinnen von Beamten und TBs nach Beförderung/ Höhergruppierung kommt einer Diskriminierung gleich. Dazu gehört dann auch:

Träumen darf man ja. Ich sehe aber schwarz. Solange die Gewerkschaften da nicht an einem Strang ziehen und einen Arbeitskampf scheuen, wird das wieder nix.
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Beitrag von: Spid am 28.02.2021 13:16
Inwiefern wäre die stufengleiche Höhergruppierung "überfällig"? Und was hätten Beamte damit zu tun? Und was wäre schlecht an Diskriminierung?
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Beitrag von: WasDennNun am 28.02.2021 14:03
Die stufengleiche Höhergruppierung ist überfällig. Die Differenz zwischen den finanziellen Zugewinnen von Beamten und TBs nach Beförderung/ Höhergruppierung kommt einer Diskriminierung gleich. Dazu gehört dann auch:
  • eine Ausgleichszahlung in Höhe der Differenz, die sich nach einer stufengleichen Höhergruppierung über die gesamte Laufzeit danach ergeben hätte;
  • mindestens jedoch die Zuordnung zu der Stufe, in der man sich nach stufengleichen Höhergruppierungen unter Beibehaltung der erreichten Laufzeiten jetzt befände.

Träumen darf man ja. Ich sehe aber schwarz. Solange die Gewerkschaften da nicht an einem Strang ziehen und einen Arbeitskampf scheuen, wird das wieder nix.
Man kann als TB ja sich eine entsprechende Zulage zahlen lassen oder aber auf die HG verzichten.
Keine wird gezwungen, sich das gefallen zulassen.
Davon ab, ja stufengleiche HG wäre schon mal ein Anfang um die verwirrten Personaler zu entlasten, die ja extreme Probleme haben mit dem Ausrechnen der HG über mehrere EGs.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 28.02.2021 18:08
Man kann als TB ja sich eine entsprechende Zulage zahlen lassen oder aber auf die HG verzichten.
Keine wird gezwungen, sich das gefallen zulassen.
Ich schmeiß mich weg. Du bist der geborene Satiriker.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 28.02.2021 18:15
Wieso? Das sind zwei valide Argumente, während Du nicht nur kein einziges gebracht hast, sondern auch noch Antworten auf folgende Fragen schuldest:
Inwiefern wäre die stufengleiche Höhergruppierung "überfällig"? Und was hätten Beamte damit zu tun? Und was wäre schlecht an Diskriminierung?
Oder soll man davon ausgehen, daß Du nur rumtrollen möchtest?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 01.03.2021 08:58
Man kann als TB ja sich eine entsprechende Zulage zahlen lassen oder aber auf die HG verzichten.
Keine wird gezwungen, sich das gefallen zulassen.
Ich schmeiß mich weg. Du bist der geborene Satiriker.
Realsatire sind die vielen TBs, die die tariflichen Möglichkeiten nicht für sich ausnutzen, bzw. die eine extrem schwache Verhandlungsposition haben.
Es wurde bei uns gerade einigen ITler, die aufgrund der HG Problematik von EG11S4, eine entsprechende Zulagen zur Kompensierung der Verluste bei der HG zugeteilt. Die hätten ansonsten nicht die neuen Aufgaben übernommen.

Ich persönlich bin mehrfach aus der fW wieder in den öD gewechselt, aber mitnichten in der Stufe 3 gelandet.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Torstenausdorsten am 01.03.2021 10:28
Man kann als TB ja sich eine entsprechende Zulage zahlen lassen oder aber auf die HG verzichten.
Keine wird gezwungen, sich das gefallen zulassen.
Ich schmeiß mich weg. Du bist der geborene Satiriker.
Realsatire sind die vielen TBs, die die tariflichen Möglichkeiten nicht für sich ausnutzen, bzw. die eine extrem schwache Verhandlungsposition haben. [...]

Bei mir hat ein Jobwechsel schon einmal nicht geklappt, weil nach der mündlichen Zusage vor der Einstellung keiner mit mir überhaupt reden wollte über eine mögliche Anerkennung von Berufserfahrung. Ich habe dann nach einigen Monaten jegliche Versuche aufgegeben nachdem niemand zuständig gewesen sein wollte, habe dem AG abgesagt und bin auf meiner alten Stelle sitzen geblieben...
In der Praxis sind die Ratschläge, die tariflichen Möglichkeiten zu nutzen, leider nicht immer was wert, wenn die AG stur, überfordert oder einfach unwillig sind.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 01.03.2021 10:31
Ein sturer, unwilliger oder/und überforderter AG ist jetzt aber auch kein sonderlich lohnendes Ziel.

Es sind Gehaltsverhandlungen - und entweder man kommt zu einer Einigung oder eben nicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 01.03.2021 11:55
In der Praxis sind die Ratschläge, die tariflichen Möglichkeiten zu nutzen, leider nicht immer was wert, wenn die AG stur, überfordert oder einfach unwillig sind.
Doch sie helfen einem vor Abschluss des AVs einen schlechten AG (bzw. das schlechte Personal welches er einsetzt) zu erkennen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Torstenausdorsten am 01.03.2021 12:57
Zur Ehrenrettung muss ich sagen, dass die Mitarbeiter der Fachabteilung einen guten Eindruck gemacht haben. Allerdings war in der Personalverwaltung scheinbar kein Fachpersonal zugegen. Das ist schade, denn inhaltlich hätte ich mich durchaus sehr gefreut dort anzufangen. Aber rational betrachtet ging es leider nicht ohne Zugeständnisse zum Gehalt. Aber den AG wird es wahrscheinlich nicht jucken, denn er hat jemanden gefunden, der es scheinbar für weniger macht. ;)

Damit der Beitrag zum Thread passt: Ich wünschte mir auch die stufengleiche Höhergruppierung und eine deutliche Reduzierung der Stufen, bzw. der Stufenlaufzeiten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Corsi am 01.03.2021 15:43
ich wünsche mir E15Ü für alle!  8)

[... bitte jeder nur ein Stein, ich würde mir die Möglichkeit lassen, ausweichen zu können ...]
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 02.03.2021 06:54
ich wünsche mir E15Ü für alle!  8)

Möchtest du dich um den SPD-Vorsitz bewerben? Hat der Kevin oder die Sawsan schon angerufen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Gnaudi am 02.03.2021 07:12
- WAZ einheitlich für alle Länder auf 38 h
- Erhöhung der VL auf 40 Euro
- Einführung einer automatischen Erhöhung der Bezüge analog zu den Diäten der Abgeordneten
- Angleichung der Bezüge an den TVÖD
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 02.03.2021 07:20
- Einführung einer automatischen Erhöhung der Bezüge analog zu den Diäten der Abgeordneten

Dann hätte Verdi keinen Grund mehr zu trommeln. Und was ist mit den Sozialismuspauschalen? Du würdest allen den Spaß nehmen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.03.2021 07:23
Angleichung der Bezüge an den TVÖD

Also eine Reduzierung der Entgelte in den unteren Entgeltgruppen? Finde ich gut!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 03.03.2021 18:54
- Erhöhung der VL auf 40 Euro
Wem außer wirklich armen Schluckern soll das nutzen? Liegt die Grenze der Förderung nicht irgendwo bei 18.000€ p.a?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 03.03.2021 19:40
..die Grenze der zusätzlichen staatlichen Förderung ja...

..aber wenn die VL auf 40 € steigt und ich jeden Monat (inkl. VL) 100n  € anlege, habe ich allein dadurch schon eine Verzinsung von über 40 %...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 03.03.2021 23:29
Umstellung JSZ auf volles 13. Monatsgehalt, stufengleiche Höhergruppierung, Angleichung an TVöD und Inflationsausgleich sowie Anpassung EGO für Mangelberufe.

Kommen werden aber „4,x%“ auf 3 Jahre für die Honks aus den EG <=8 und 1,x für die Fach- und Führungskräfte.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Doraymefayzo am 04.03.2021 08:02
Umstellung JSZ auf volles 13. Monatsgehalt, stufengleiche Höhergruppierung, Angleichung an TVöD und Inflationsausgleich sowie Anpassung EGO für Mangelberufe.

Kommen werden aber „4,x%“ auf 3 Jahre für die Honks aus den EG <=8 und 1,x für die Fach- und Führungskräfte.

Sind für Dich Leute die <= EG8 haben Honks?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Kaiser80 am 04.03.2021 08:21
..die Grenze der zusätzlichen staatlichen Förderung ja...

..aber wenn die VL auf 40 € steigt und ich jeden Monat (inkl. VL) 100n  € anlege, habe ich allein dadurch schon eine Verzinsung von über 40 %...

Ja? Kannst du mir den Rechenweg bitte darlegen und erläutern was daran "Verzinsung" wäre? Legte ich 41€ an (Inkl 40€ VL durch den AG), wie hoch wäre meine Verzinsung?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 04.03.2021 08:36
Umstellung JSZ auf volles 13. Monatsgehalt, stufengleiche Höhergruppierung, Angleichung an TVöD und Inflationsausgleich sowie Anpassung EGO für Mangelberufe.

Kommen werden aber „4,x%“ auf 3 Jahre für die Honks aus den EG <=8 und 1,x für die Fach- und Führungskräfte.

Sind für Dich Leute die <= EG8 haben Honks?

Da sind sicherlich sehr viele dabei. Wer es nicht glaubt, kann auf Facebook ein wenig in den Kommentaren der Verdi Seite schnüffeln.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jockel am 04.03.2021 08:43
Prognose:
- Nullrunde zur Vermeidung von Stellenabbau.
- Überarbeitung der Tabellenstruktur / des Höhergruppierungskonzepts (inkl. des statischen Garantiebetrages)
- Wochenarbeitszeit einheitlich nach oben korrigiert (39,5/40)

Es ist schlimm da draußen, wer das noch nicht bemerkt hat...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 04.03.2021 08:47
Es sind die hier inredestehenden AG, die es "da draußen" schlimm machen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jockel am 04.03.2021 09:19
Nein. Es ist eine Naturkatastrophe, deren Folgen unterschiedlich gut oder schlecht (Stand heute) abgefedert werden. Wie es objektiv ist, wird erst hinterher feststehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 04.03.2021 09:25
Ich sehe lediglich negative Folgen staatlichen Handelns - wo da eine "Naturkatastrophe" ins Spiel kommen sollte, ist hingegen nicht erkennbar.
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Beitrag von: Bastel am 04.03.2021 09:26
Naturkatastrophe? Klimakatastrophe? Lauter Katastrophen. Hoffentlich fällt uns morgen nicht der Himmel auf den Kopf.
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Beitrag von: WasDennNun am 04.03.2021 09:29
Umstellung JSZ auf volles 13. Monatsgehalt, stufengleiche Höhergruppierung, Angleichung an TVöD und Inflationsausgleich sowie Anpassung EGO für Mangelberufe.
* JSZ abschaffen und auf die Monate Umlegen wäre besser.
* Mehr Möglichkeiten zur Zahlung von Zulagen (nicht nur dieses lächerlich 2 Stufen plus, bzw. X % der Stufe 2).
* 1,1% Inflationsausgleich
* stufengleiche HG, damit die armen, überforderten Personaler nicht immer Fehler machen
* lebenslanger Garantiebetrag nach HG, damit die armen Personaler mal was zum rechnen haben.
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Beitrag von: pommes am 04.03.2021 09:53
1 kg Pommes jeden Monat für alle!
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Beitrag von: Kaiser80 am 04.03.2021 10:39

* 1,1% Inflationsausgleich


Aldi Süd hat Bio Räucherlachs im "Angebot"!!! 3,69€/100gramm. Weiss @armerknecht Bescheid?
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Beitrag von: Gartenilse am 04.03.2021 10:56
Stufengleiche HG ist für mich ein MUSS!
Ich bin 5 Jahre nach einer pompösen schulterklopfigen Aktion ("Wir haben es endlich geschafft, Sie höherzustufen" blablabla) mit 38 Euro BRUTTO mehr nach Hause gegangen (wg. TZ). das waren dann effektiv 20 Euro mehr in der Kasse, hat man echt gemerkt in unserem 5-Personen-Haushalt!
Nein, hat man nicht.

Auch die Prozentangaben sind nur Schwindel. Bis zu 3,1 %. Tja, wenn man aber in einer Stufe/Gruppe ist, wo hintenraus immer nur 2,irgendwas rauskommt, fühlt man sich dann doch verars...

13. Gehalt, also 100% Sonderzahlung sollte auch endlich mal Usus sein.
WAZ überall gleich auf 39 Std.

Und ja, anderen geht es schlechter. Aber nur weil wir verzichten, bekommen es die anderen Leuts nicht automatisch. Und gerade in meinem Bereich war die Arbeitszeit während des ersten Lockdowns 50 Stunden und mehr... Wir hatten alle angeordnete Mehrarbeit. Eine Bonus fände ich daher gar nicht schlecht :-)
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Beitrag von: Bastel am 04.03.2021 11:19
Was kann der AG für deine Teilzeit?
Aus Solidarität sollten 0,5% für 18 Monate reichen.  ::) ::)
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Beitrag von: Dunlop am 04.03.2021 16:50
Kindergeld Zuschlag für Bedienstete so wie es beamte auch bekommen
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Beitrag von: Organisator am 04.03.2021 17:03
8.000 € Sonderzahlung für alle - so wie es Porsche-Mitarbeiter bekommen
37 Stunden-Woche - so wie es Metaller bekommen
Gar nicht arbeiten - so wie es die Geißens bekommen
...
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Beitrag von: Dienstbeflissen am 04.03.2021 18:54
..die Grenze der zusätzlichen staatlichen Förderung ja...

..aber wenn die VL auf 40 € steigt und ich jeden Monat (inkl. VL) 100n  € anlege, habe ich allein dadurch schon eine Verzinsung von über 40 %...
Hä? Darfst du nur VL-Leistungen anlegen oder ist das Satire?
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Beitrag von: PersonalPeter am 05.03.2021 11:00
Moin,

mein Wünsch wäre:

-Wahlmöglichkeit Entgelterhöhung oder Reduzierung der Wochenarbeitszeit
-JSZ Erhöhung
-wenn's schon kein Urlaubsgeld gibt, zumindest LOB wie im TVöD

Bei anderen Punkten bin ich ziemlich ergebnisoffen.
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Beitrag von: C4H4N1 am 12.03.2021 11:29
Meister und Techniker endlich in die EG 10
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Beitrag von: Jockel am 12.03.2021 12:03
Nullrunde für alle
15% für die EGs 13-15
Volles 13. und 14. Monatsentgelt.
Arbeitszeit 38h
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 12.03.2021 12:24
Nullrunde für alle
15% für die EGs 13-15
Volles 13. und 14. Monatsentgelt.
Arbeitszeit 38h

Super Idee!!
Für mich bitte 0,50 € von jedem TB als JSZ! Danke
In diesem Fall bin ich damit einverstanden auf die monatlichen Abschläge zu verzichten.
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Beitrag von: öfföff am 12.03.2021 16:49
Spid, angenommen du dürftest die Tabellenentgelte TV-L anpassen (ohne dabei die Anzahl der EG oder Anzahl/Laufzeit der Stufen zu ändern).
Wie wäre jeweils deine prozentuale Anpassung der 15 Gruppen?
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Beitrag von: martin0312 am 13.03.2021 12:06
Meister und Techniker endlich in die EG 10

Ja, es wird Zeit. Derzeit werden Verwaltungsfachangestellte nach 3-jähriger Ausbildung oft genauso eingruppiert wie Meister und Techniker mit Führungsverantwortung.
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Beitrag von: Spid am 13.03.2021 12:08
Alle sind so eingruppiert: entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit.
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Beitrag von: Amtsdenker am 13.03.2021 18:56
Nullrunde für kleine und mittlere Lohngruppen die im Vergleich zu freien Wirtschaft vernünftig verdienen und in den letzten Tarifrunden besser davon gekommen sind als höhere Entgeltgruppen
10-15 % für die EG 12-15 die bisher beim TV-L die Dummen sind und dann gerne auch mal das Weite suchen weil der ÖD sie mit den Nettogehältern nicht halten kann (Leistungsträger)
Verbeamtungsoption für EG 12-15
Volles 13. Monatsentgelt
Arbeitszeit 35h
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Beitrag von: Amtsdenker am 13.03.2021 19:15
Vielleicht übernimmt besser die IG Metall. Da kommt wenigstens was raus für die Angestellten wenn man sich die unterschiedliche Entwicklung der Tarifverträge anschaut...
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Beitrag von: öfföff am 13.03.2021 20:44
Vielleicht übernimmt besser die IG Metall. Da kommt wenigstens was raus für die Angestellten wenn man sich die unterschiedliche Entwicklung der Tarifverträge anschaut...
 

Das klappt bei der IG Metall aber auch nur weil sie eben  mit der freien Wirtschaft verhandeln muss, nicht mit Land und Bund. Da wird halt mehr gespart, weil das Wahlvolk keine "zu üppigen Gehälter in Amtsstuben" mag. So einfach ist das... Die IG Metall würde keinen Cent mehr rausholen..
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Beitrag von: Highwaystar am 14.03.2021 11:11
Nullrunde für kleine und mittlere Lohngruppen die im Vergleich zu freien Wirtschaft vernünftig verdienen und in den letzten Tarifrunden besser davon gekommen sind als höhere Entgeltgruppen
10-15 % für die EG 12-15 die bisher beim TV-L die Dummen sind und dann gerne auch mal das Weite suchen weil der ÖD sie mit den Nettogehältern nicht halten kann (Leistungsträger)
Verbeamtungsoption für EG 12-15
Volles 13. Monatsentgelt
Arbeitszeit 35h

Meine volle Zustimmung!

Ich halte einen Ausgleich der schlechten Ergebnisse für die oberen Tarifgruppen der letzten Tarifrunden für absolut angemessen.

Wie wäre es - realistisch - mit plus 0.3% pa (!) pro EG (z. B. 1,8% für alle Beschäftigten in EG6 und 4,5% bei EG15)?

Nicht zu vergessen: STUFENGLEICHE HÖHERGRUPPIERUNG

Wir brauchen endlich jemanden am Tisch, der unsere Positionen vertritt!!!
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Beitrag von: thesisko am 14.03.2021 11:53
Meister und Techniker endlich in die EG 10

Das ist wirklich überfällig.
Ich sehe immer Stellenbeschreibungen von normalen Sachbearbeitern in der E9a,b.
Dabei ist dort die Voraussetzung nur eine Ausbildung.

Warum hier eine Verbeamtung nur ab EG12 gefordert wird, dass erschließt sich mir nicht.

Dass die in den letzten Runden bei der Erhöhung schlechter gestellt wurden, das sollte man wirklich mal ändern.

Mein Wunsch wäre eine moderne 35h Woche.
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Beitrag von: Bastel am 14.03.2021 17:56
Nichts davon wird kommen.
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Beitrag von: Spid am 14.03.2021 18:17
Meister und Techniker endlich in die EG 10

Das ist wirklich überfällig.
Ich sehe immer Stellenbeschreibungen von normalen Sachbearbeitern in der E9a,b.
Dabei ist dort die Voraussetzung nur eine Ausbildung.

Tariflich - und darauf kommt es bei Tarifverhandlungen ja an - ist die Eingruppierung in E1-E12 bei den allg. Tätigkeitsmerkmalen hinsichtlich subjektiver Merkmale voraussetzungslos. Mithin stünde sie durchaus auch Meistern und Technikern offen - sofern diese die passende auszuübende Tätigkeit für eine solche Eingruppierung haben.
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Beitrag von: thesisko am 15.03.2021 07:10
Man müsste dann wohl Meistern und Technikern, die eine leitende Funktion eines Fachbereichs oder Werkstatt ausüben und die Entgeltgruppe E10 einordnen. Meiner Meinung ist diese Forderung mehr als angemessen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 15.03.2021 07:41
Warum?
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Beitrag von: QuietscheEnte am 15.03.2021 08:01
Unser Werkstattleiter ist in E12 und hat ne sehr gute Bindungszulage, möglich ist alles. Der AG muss nur wollen.
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Beitrag von: ACDSee am 15.03.2021 13:33
Vorschläge:

Laufzeit: 2 Jahre

-strukturelle Ändeurngen
-- Vereinheitlichung von Ost- / West-Tarifvertrag (39 h/Woche für alle mit 100% JSZ)
-- stufengleiche Höhergruppierung ohne Verlust von anzurechnenden Zeiten
-- Einführung eines Leistungsfaktors (+/- 20% vom Entgelt je nach Leistungsbeurteilung)

- lineare Entgelterhöhung:
-- um 1,5% p. A. in Stufe 1-8
-- um 2,0% p. A. ab Stufe 9

-Pauschalbeiträge:
-- Erhöhung der vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro monatlich
-- Auszahlung von 44 Euro mtl. steuerfreier Pauschale für Mobilitätskosten
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Beitrag von: Spid am 15.03.2021 13:34
Also noch mehr Stufen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Marten am 15.03.2021 21:59
Ich Denke, bei den Meistern muss was passieren im Tvöd geht es auch ohne Probleme bis Eg 10 was ca 900€ mehr im Monat entspricht. Aktuell ist auch oft der Techniker der Vertreter des Meisters und dieser bekommt ja die 9b, der letzten Runde sei dank.
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Beitrag von: Spid am 15.03.2021 22:05
Meister mit entsprechender Tätigkeit und darauf aufbauend rangieren im TVÖD von E8-E9c. Entgeltgruppen bilden keine Hierarchien ab.
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Beitrag von: Marten am 16.03.2021 08:14
Ich denke es gibt in keiner anderen Berufsgruppe so ohne Diskrepanz für die gleiche Arbeit im Tvöd  9c geht man mit 59251€ Jahres Brutto heim und beim Land mit 9a 50279€, was einer Differenz von ca. 9000 € entspricht was schon echt heftig ist. Die 1,5 Stunden die man in der Woche mehr arbeiten muss lasse ich mal raus was aber auch nochmal ca. 4% weniger Gehalt entspricht. Ingesamt muss man doch von einer schönen verarsche sprechen und nicht nur von der berühmte Packung Lachs.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.03.2021 08:44
Unterschiedliche AG zahlen unterschiedliche Gehälter.
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Beitrag von: was_guckst_du am 16.03.2021 09:15
..und unterschiedliche AN können unterschiedliche Gehälter erlangen...die Welt ist voller Unterschiede...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 16.03.2021 10:25
..und unterschiedliche AN können unterschiedliche Gehälter erlangen...die Welt ist voller Unterschiede...

Bekommen wir nicht täglich eingeimpft, dass wir alle gleich sein? Egal ob Mann, Frau oder buntes Einhorn?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 16.03.2021 10:27
"Ich denke es gibt in keiner anderen Berufsgruppe so ohne Diskrepanz für die gleiche Arbeit im Tvöd  9c geht man mit 59251€ Jahres Brutto heim und beim Land mit 9a 50279€, was einer Differenz von ca. 9000 € entspricht was schon echt heftig ist."

Im Vergleich zu Ingenieuren sind diese Gruppen om TVÖD bzw. TV-L aber immer noch vernünftig bezahlt. Ein Ingenieur kommt je nach Gruppierung vielleicht auf 5.000-12.000 € Brutto mehr in der Endstufe als bei 9c. Eine recht marginale Differenz für ein häufig deutliches Plus an Verantwortung und Schwierigkeit. So lassen sich gute Leute im ÖD schlecht halten. Das macht unserem Amt derzeit zu schaffen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 16.03.2021 10:37
Bekommen wir nicht täglich eingeimpft, dass wir alle gleich sein? Egal ob Mann, Frau oder buntes Einhorn?

Ich hoffe nicht, die gleichen Rechte würde mir schon reichen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 16.03.2021 11:07
Gleichmachen will uns nur der Gender- und Sozialismusschwachsinn. Im echten Leben ist keiner wie der andere.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 16.03.2021 11:18
Bekommen wir nicht täglich eingeimpft, dass wir alle gleich sein? Egal ob Mann, Frau oder buntes Einhorn?

Ich hoffe nicht, die gleichen Rechte würde mir schon reichen.
und was ist mit den Pflichten?  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 16.03.2021 11:45
Bekommen wir nicht täglich eingeimpft, dass wir alle gleich sein? Egal ob Mann, Frau oder buntes Einhorn?

Ich hoffe nicht, die gleichen Rechte würde mir schon reichen.
und was ist mit den Pflichten?  8)

Geht damit einher. Rechte sind mir aber wichtiger als Pflichten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Micha1974 am 16.03.2021 16:05
Hallo.

Ich wäre mit 38 Wochenstunden und 2 % zufrieden.

Mehr ist sowieso nicht zu holen wegen Corona....

Wünsche noch einen entspannten Tag.

Grüße
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Xarxat am 16.03.2021 16:51
Ich kann mein Landesticket Null gebrauchen. 2020 nicht ein einziges mal.
Ich würde es gern benutzen um an die Arbeit zu pendeln! Wohn- und Arbeitsort sind aber zu weit aus einander, absoult unrentabel für mich. Ich würde gern entscheiden dürfen ob ich das Landesticket bekomme oder eine Ausgleichszahlung erhalte. Da es ja doch für viele attraktiv ist und täglich benutzt wird, andere wiederum daraus überhaupt keinen nutzen ziehen!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 16.03.2021 17:58
Da sollten möglichst viele Techniker und Meister sich bei Verdi einbringen. Ohne große Verhandlungsmasse werden wir nichts erreichen.
Die Arbeitgeber haben angekündigt, dass sie ohne Verhandlungen über die Eingruppierungen erst gar nicht über die Tabellenentgelte verhandeln wollen.

Ansonsten droht ja eher folgendes:

2022 Einmalzahlung
2023 Max 1%
2024 Max 1,4%

Laufzeit annähernd 3 Jahre
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.03.2021 18:00
Welchen Wert sollte ein Einbringen in Verdi haben?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 16.03.2021 18:40
Die TDL verhandelt nunmal mit den Gewerkschaften.
Kann man jetzt gut finden oder nicht.
Welche andere Möglichkeit gibt es in dem Bereich etwas zu erreichen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.03.2021 18:51
Inwiefern bestünde auf dem vorgeschlagenen Wege die Möglichkeit, etwas wünschenswertes zu erreichen? Verdi hat doch in den TVÖD-Verhandlungen gezeigt, daß sie keinerlei Anstrengungen unternimmt, um Forderungen durchzusetzen. Streiks scheint man aus irgendeinem Grund zu scheuen, obwohl sie gerade im Kontext der letzten TVÖD-Tarifrunde tatsächlich Wirkung entfaltet hätten. Wahrscheinlich hat man keine Kohle mehr für Streikgelder, weil man alles für die Unterstützung von Antifa, Steineschmeißerfahrten und Gleichstellungsfaschismus rausgehauen hat. Die Unterstützung von derlei ist dann auch das einzige, was man mit einer Verdi-Mitgliedschaft erreicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Garfield am 16.03.2021 19:30
Welchen Wert sollte ein Einbringen in Verdi haben?

Weder TV-L noch TV-H treffen dazu eine Regelung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 16.03.2021 19:38
Die TDL verhandelt nunmal mit den Gewerkschaften.
Kann man jetzt gut finden oder nicht.
Welche andere Möglichkeit gibt es in dem Bereich etwas zu erreichen?
Selbst zu verhandeln mit dem AG, so dass er dich im Rahmen der tariflichen Möglichkeiten fördert und besser bezahlt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 17.03.2021 10:20
Folgendes hat Verdi über Facebook verkündet:

„Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie ist die Ausgangssituation für die Verhandlungen im Herbst sowieso schon schwierig. Noch schwieriger macht es aber die Drohung der Arbeitgeber, die bestehenden Eingruppierungen anzugreifen - was eine dauerhafte Schlechterstellung der Beschäftigten zur Folge hätte. --> Wie schon in der Tarifrunde 2020 Bund & Kommunen läuft dies unter dem etwas abstrakten Begriff "Arbeitsvorgang".

Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hat angedroht, ohne eine Verständigung zum "Arbeitsvorgang" über Tarifforderungen gar nicht erst zu verhandeln. Aus dem Applaus für Beschäftigte vom Beginn der Pandemie sind nun Drohungen geworden!

Kommen die Arbeitgeber mit ihrem Ansinnen durch, drohen künftig in vielen Bereichen schlechtere Eingruppierungen. Dies gilt es abzuwehren! Deswegen: Organisiert euch, solidarisiert euch! Erst wenn viele aktiv werden, können wir unsere Forderungen durchsetzen!“

Um über das oben genannte zu verhandeln, müssten die AGs die Ablage A kündigen oder? Welche Fristen gibt es hier?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.03.2021 10:29
Der Arbeitsvorgang ist in der PE zu §12 Abs. 1 TV-L geregelt. Dieser kann durch Kündigung des gesamten TV-L mit einer Frist von drei Monaten zum Schluss eines Kalenderhalbjahres oder durch Kündigung der §§12 bis 14 und der Entgeltordnung insgesamt und ohne Nachwirkung mit einer Frist von drei Monaten zum Schluss eines Kalenderhalbjahres gekündigt werden. Eine Kündigung ist für die Verhandlung darüber nicht erforderlich. Allerdings gilt für ungekündigte Bestandteile weiter die Friedenspflicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 17.03.2021 16:51
Eine Verhandlung der Eingruppierung betrifft - im Sinne einer möglichen Verschlechterung - vermutlich vor allem die wenig qualifizierten Angestellten, oder liege ich da falsch?

Angesichts der Ungleichheit der Tariferhöhungen der letzten Jahre zu Lasten der höheren Entgeltgruppen hält sich meine persönliche Solidarität da in engen Grenzen...

Meinetwegen können die AG da ruhig ran und dann plus 6% für alle, Laufzeit bis zum 31.12.2023. Und/oder 1/4-Monatsgehalt als Einmalzahlung in 2021 für alle.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.03.2021 17:03
Letzteres. Betroffen wären durch eine Änderung der Definition des Arbeitsvorgangs i.S.d. AG u.a. alle Leitungs- und Führungspositionen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 17.03.2021 17:33
Danke.
Vermutlich mit Bestandsschutz.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.03.2021 17:35
Oder auch ohne.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 17.03.2021 17:54
Oder auch ohne.

Bei einem solchen Verhandlungsergebnis sehe ich unzählige Gewerkschaftsaustritte voraus.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.03.2021 18:03
Ja, ich denke auch, daß 2-3 der schätzungsweise 4-5 betroffenen Gewerkschaftsmitglieder austreten werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: EDV Sachverständiger am 17.03.2021 19:36
Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 38,5 Stunden. Volles 13. Monatsgehalt als Weihnachtsgeld. Erhöhung Gehälter um 1,0 % jährlich bis zur nächsten Tarifrunde. Bei EG Aufstieg Beibehaltung der aktuellen Stufenlaufzeit.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.03.2021 19:47
Womit begründet sich die überproportionale Erhöhung der Entgelte in u.a. Bayern und Brandenburg gegenüber u.a. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: wap am 17.03.2021 19:52
Die Einführung der E9c wäre auch im TV-L/TV-H mal angebracht. Das sollte unbedingt mit in die Verhandlung.

Gab es hierzu überhaupt schon mal Überlegungen der Gewerkschaften dies zu fordern?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 17.03.2021 21:16
Womit begründet sich die überproportionale Erhöhung der Entgelte in u.a. Bayern und Brandenburg gegenüber u.a. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz?


Mit besseren Verhandlungen seitens der AN-Vertreter.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.03.2021 21:33
Inwiefern kannst Du antizipieren, wie gut oder schlecht die AN-Vertreter der Bayern oder Schleswig-Holsteiner verhandeln werden?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dregonfleischer am 18.03.2021 18:05
DAS IST DOCH EIN WITZ NIM JETZT SCHON FALSCH BEZAHLT UND DANN NOCH WENIGER DANN MACH ICH GAR NICHTS MEHR
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: 123456 am 18.03.2021 20:25
DAS IST DOCH EIN WITZ NIM JETZT SCHON FALSCH BEZAHLT UND DANN NOCH WENIGER DANN MACH ICH GAR NICHTS MEHR

BABY, DID YOU FORGET TO TAKE YOUR MEDS?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 19.03.2021 07:06
...er war heimlich am PC vom Anstaltsdirektor... ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 19.03.2021 08:39
Sollte es zu größeren Einschlägen bei TV-L Tarifverhandlungen kommen, werden Leistungsträger definitiv die Flatter machen. Wir können ein Lied davon singen im Amt, leider.  Fähige Ingenieure, It-Leute und Planer gibt es nicht so viele. Dafür zu viele Verwaltungsleute in den Büros und Amtsstuben. Die "Macher" die wirklich Ahnung von der technisch komplexen Materie bei Infrastrukturprojekten haben werden dringend gebraucht. Aber nicht für eine EG 10 oder 11 zu bekommen.

Ich befürchte eine Abwanderungsbewegung wenn man die höheren Gruppen ab EG12 aufwärts wieder benachteiligt zugunsten der unteren Lohngruppen. Wirklich gute Ingenieure die zu den TV-L Konditionen arbeiten wachsen nicht grade an den Bäumen. Daher: Bei EG 12 aufwärts bitte ordentlich aufsatteln. Die mittleren und unteren Gruppen sind im Verhältnis sehr gut bezahlt. Auch im Vergleich mit der freien Wirtschaft. Vielleicht kann ja doch mal jemand die IG Metall ins Boot holen und alte Festlegungen in die Tonne treten  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 19.03.2021 23:43
Mal ehrlich, glaubt ihr, dass sich irgendein verantwortlicher Gewerkschaftler dafür interessiert, was in diesem Forum an Wünschen für die Tarifverhandlungen gepostet wird???
Falls sich doch jemand von Verdi, GEW, dbb und co hierher verirrt haben sollte, möge er oder sie sich mal tapfer outen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 20.03.2021 07:10
Inwiefern wären „verantwortliche Gewerkschafter“ Adressaten dieses Threads - oder auch nur anderweitig relevant?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 21.03.2021 16:22
Beschäftigte in TVöD erhalten zum 1.04.21 plus 1,4% und zum 1.04.22 weitere 1,8%.
Zusätzlich wurden Vergünstigungen für einige Wenige vereinbart...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Uniklinik am 21.03.2021 21:21
Hallo zusammen,
TVÖD rennt dem TVL seit Jahren voraus, hier sollte eine schrittweise Angleichung, keine zunehmende Divergenz, erfolgen.
Weitere Einsparungen auf dem Rücken derer, die u.A. als Systemrelevant gelten vorzunehmen, während man diese zu Kriesenzeiten vollständig überlastet, wäre ein Armutszeugnis für die Wertschätzung derer, auf dessen Rücken das Ausmaß politischer Fehlentscheidungen ausgetragen wurde/wird.
Das Geldgedrucke der EZB und gleichzeitige Missverhältnis der Verteilung, sowie das im Stich lassen vieler Jung und Kleinunternehmer darf auf keinen Fall dazu führen, hier beim TVL eine Nullrunde oder Kürzungen zu rechtfertigen. Tatsächlich sollte für einen Aufschwung das Gegenteil erfolgen, auch mit Aussicht auf die erwartete Inflation:
Dauer 10/2021 bis 12/2023
0,5 % 2021,
2,0% 2022
2,5% 2023
Standardisierung auf 38h/Woche, Wahlweise 35 oder 40.

Das Recht auf z.B Homeoffice ist keine Sache des TVLs. Ich denke aber das wird in den nächsten 1-2Jahren politisch reformiert.

Lasst euch auf keinen Fall Kürzungen oder Nullrunde gefallen! Auf Sicht der nächsten Jahre wären 1% /annum ein erwartetes Minusgeschäft! Frechheit der AG, die sicher genug auch zu Coronazeiten verdient haben!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Anjabcool am 22.03.2021 20:20
Hi,

habe noch einen Punkt auf meiner TV-L-Wunschliste vergessen:

- dauerhafter Lohnkostenzuschuß bei Krankheit/ Krankengeldbezug

Mercie für's Vorschlagen in der großen Runde vorab.

A.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Kaiser80 am 23.03.2021 06:55

Weitere Einsparungen auf dem Rücken derer, die u.A. als Systemrelevant gelten vorzunehmen, während man diese zu Kriesenzeiten vollständig überlastet, wäre ein Armutszeugnis für die Wertschätzung derer, auf dessen Rücken das Ausmaß politischer Fehlentscheidungen ausgetragen wurde/wird.


Hallo??? Die haben für die systemrelevanten geklatscht! Sogar im Plenum!11!!!11!! Tagsüber!!! Jetz is langsam gut, gieriges Volk...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jockel am 25.03.2021 14:35
Die meisten von Euch sind nicht wirklich systemrelevant. :-)

Die Pflegekräfte im öD werden anständig bezahlt.

Wenn die Chaoten unter Euch, die in Ministerien Eindämmungsverordnungen zusammengeschustert haben, jetzt auch noch mehr Kohle kriegen, haben wir offenen Krieg.  :D :D :D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 26.03.2021 21:07
Jeder Mitarbeiter der nicht unbedingt gebraucht wird wurde von meiner Behörde in die Impfzentren abkommandiert, Forschung, Übersetzungen und wissenschaftlicher Dienst haben 2/3tel des Personals den Impfzentren oder Gesundheitsämtern "überlassen". Das dürfte unter Systemrelevant fallen.

Und nein, die Ärzte und Pflegekräfte werden im ÖD NICHT anständig bezahlt, sonst hätten wir davon genug, haben wir aber nicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Nobbi am 27.03.2021 13:13
Hallo, auch ich könnte mir vorstellen die Wochenarbeitszeit zu verkürzen. Vorstellbar wäre eine 38,5 Stundenwoche.
Der Tarifbereich arbeitet länger als die Beamten!
Ferner wäre auch eine Anhebung der jährlichen Sonderzahlungen wünschenswert.
Auch die allgemeine Höhergruppierung sollte man ansprechen.
Es werden von vielen Arbeitnehmern Arbeiten geleistet, die nicht in der Arbeitsplatzbeschreibung stehen, auf die die Dienststelle aber gar nicht verzichten kann.
In solchen Fällen sollte eine Höhergruppierung des Kollegen ermöglicht werden, zumal die ausfallenden Erhöhungen marginal sind, wenn man sich die Tariftabellen anschaut!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.03.2021 13:23
WAZ der Beamten liegt bei 40 bzw. 41 Stunden, je nach Land. Die WAZ der TB rangiert von 38:42 bis 40:06, wobei BY das einzige Land mit einer WAZ >40h ist.

Wer nicht tut, was er soll, erfüllt einen abmahnwürdigen Tatbestand. Wenn der AG die Ausübung der Tätigkeit wollte, würde er sie übertragen - tut er das nicht, besteht auch weder ein Bedarf noch ein Anspruch, und zwar von keiner der Parteien.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Uniklinik am 27.03.2021 18:02
Jahressonderzahlung wird vorerst nicht verhandelt. In der letzten Tarufrunde wurde diese ja mit Stand für 2018 (glaub ich) eingefroren! D.h. die steigt nicht mit für glaube ich insgesamt 5 Jahre? Mal nachlesen. Aber schön, dass die jährliche Erhöhung groß angepriesen wurde, während zeitgleich gekürzt wurde. Solange das alle tragen wird ehe so weitergemacht. Ich wette am Ende stehen wir diesjahr auch wieder schlechter als der ÖD da und es hagelt große Ausreden, wie ich bereits vorher schon geschrieben habe ist das ein Schlag in die Nieren. Aber so lange alle brav weiter machen ist das schnell wieder vom Tisch. Hauptsache Millionen  eurer Steuergelder werden nachweislich veruntreut (BER/PKW MAUT etc), entsprechende Verantwortliche genießen dafür Erhöhung ihrer Diäten und Immunität während Unternehmer dafür 10 Jahre in den Knast gingen.
TVL steht leider sehr weit hinten an. Ich bekomme weder Zulagen, noch Stunden angerechnet, noch sowas wie Urlaubsgeld etc..alles bürokratisch so, dass ich für Reisen selbst in Vorkasse gehen muss und super unfassbar viele Anträge auf den Cent genau genehmigen und abrechnen lassen muss. Das wissenschaftszeitvertragsgesetz ist der letzte Müll für Deutschlands Forschungen an Universitäten, das sind wir Wert. Sorry, aber lange mache ich das auch nicht mehr mit. Dennoch sollte auch das hier mit einfließen, da wir nach TVL bezahlt werden. Fingers crossed.
Titel: Nachtrag: Jahressonderzahlung
Beitrag von: Uniklinik am 27.03.2021 18:06
Aus Tarifrunde 2019!
Einfrieren der Jahressonderzahlung auf dem Niveau des Jahres 2018
für die Jahre 2019 bis einschließlich 2022
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.03.2021 18:18
Den TVP steht es nicht nur frei, etwas anderes zu vereinbaren als zuvor, sie machen auch regen Gebrauch davon.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 28.03.2021 19:22
Auf keinen Fall darf man sich mit der Corona Ausrede und dem nicht vorhanden den sein bin Mitteln abfrühstücken lassen.
Gerade das ist ein Argument für eine angemessene Erhöhung. Die Preise steigen gerade ziemlich und eine deutliche Erhöhung ist gut für die Binnenwirtschaft.

Weil es mich betrifft, wünsche ich mir Verbesserungen für Meister und Techniker.
Eine angemessene Verbesserung die ein paar hundert Euro Brutto im Monat bringt.

Ich weiß der TVöD und TV-L sind unterschiedliche Tarifverträge. Aber wie kann es sein, dass eine normale Sachbearbeiterstelle mit E9b TVÖD bewertet wird und wir nur TV-L 9a bekomme.
Für ersteres benötigt man nur eine Ausbildung ins bearbeitet beispielsweise Anträge für neue Personalausweise.
Ich für eine eigene Werkstatt, habe bis zu 12 Auszubildende gleichzeitig zu unterweisen und zu führen, muss mich um die Beschaffungen kümmern, Unterweisungspläne erstellen, Förderanträge mit Begründungen vorbereiten, usw. usw.

Persönliche Voraussetzung ist dann nicht nur eine Ausbildung, sondern zusätzlich auch noch der Meister oder Techniker plus Ausbilderschein.

Natürlich weiß man das vorher und wer mit den Bedingungen nicht einverstanden ist, der soll woanders anfangen, aber man kann sich trotzdem für Verbesserungen einsetzen.
Ich bin mit meiner Arbeit ansonsten sehr zufrieden. Ja in der Privatwirtschaft könnte ich einiges mehr verdienen. Allerdings werden dann eher 60 Stunden die Woche erwartet.

Viele Grüße
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 28.03.2021 19:25


Ich weiß der TVöD und TV-L sind unterschiedliche Tarifverträge. Aber wie kann es sein, dass eine normale Sachbearbeiterstelle mit E9b TVÖD bewertet wird und wir nur TV-L 9a bekomme.
Für ersteres benötigt man nur eine Ausbildung ins bearbeitet beispielsweise Anträge für neue Personalausweise.
Ich für eine eigene Werkstatt, habe bis zu 12 Auszubildende gleichzeitig zu unterweisen und zu führen, muss mich um die Beschaffungen kümmern, Unterweisungspläne erstellen, Förderanträge mit Begründungen vorbereiten, usw. usw.


Als Sachbearbeiter im Einwohnermeldeamt, die unter anderem Personalausweisanträge bearbeiten, werden - eher nach E6  als E9b bezahlt.... Ich weiß nicht, wie die Leute immer darauf kommen jeder in der Verwaltung für E8 und aufwärts arbeiten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 28.03.2021 19:44
Eben in der Nachbarschaft geschaut. Stellenangebot Sachbearbeiter Ordnung und Soziales. Ausgelobt ist 9b.
Persönliche Voraussetzung: Verwaltungsangestellter.

Ich gönne es denen wirklich, nur finde ich dann bei uns eine schlechtere Bezahlung nicht angemessen. Es passt nicht zusammen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 28.03.2021 19:52
E9b ist eine Tätigkeit, die gründliche, umfassende Fachkenntnisse und selbständige Leistungen erfordert und somit die einem Hochschulstudium entsprechende Tätigkeit ist, während der Techniker/Meister lediglich eine Hochschulzugangsberechtigung darstellt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 28.03.2021 20:41
E9b ist eine Tätigkeit, die gründliche, umfassende Fachkenntnisse und selbständige Leistungen erfordert und somit die einem Hochschulstudium entsprechende Tätigkeit ist, während der Techniker/Meister lediglich eine Hochschulzugangsberechtigung darstellt.

Passt auf so eine Sachbeabeitungsstelle aber auch nicht wirklich....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 28.03.2021 20:43
Das kannst Du so sehen, es ist aber unbeachtlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 08.04.2021 15:33
Meine Vorschläge:

mit der derzeitigen Inflation:
-mindestens 3-5% Erhöhung für jedes der 3 Jahre
-13. Gehalt
-Corona Sonderprämie für alle, die abgeordnet wurden und Corona-Hilfsanträge bearbeiten, in Gesundheitsämtern mithelfen, Krisenstab, etc...

-Anpassung der Wochenstundenarbeitszeit auf max. 39 Std.
-Keine Unterscheidung mehr zwischen VBL Ost und West!!

Höhere mehr Zulagen für besondere Fähigkeiten/Tätigkeiten (IT, Programmierung, GIS, etc.,pp)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amiga am 08.04.2021 21:31
-Corona Sonderprämie für alle, die abgeordnet wurden und Corona-Hilfsanträge bearbeiten, in Gesundheitsämtern mithelfen, Krisenstab, etc...

Die Gesundheitsämter können dicht gemacht werden. Ich habe dort heute mal versucht dringend überhaupt irgendjemanden zu erreichen, weil hier in einer Einrichtung ein Coronafall aufgetreten ist. Laut Homepage waren Sie noch lange erreichbar, aber zwei geschlagene Stunden ging keiner ran ans Telefon. Und für diesen "Service" soll es eine Prämie geben? Was ist erst, wenn die paar Leute da mal das Arbeiten entdecken?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 09.04.2021 13:16
Die Gesundheitsämter können dicht gemacht werden. Ich habe dort heute mal versucht dringend überhaupt irgendjemanden zu erreichen, weil hier in einer Einrichtung ein Coronafall aufgetreten ist. Laut Homepage waren Sie noch lange erreichbar, aber zwei geschlagene Stunden ging keiner ran ans Telefon. Und für diesen "Service" soll es eine Prämie geben? Was ist erst, wenn die paar Leute da mal das Arbeiten entdecken?

Kann ich so nicht bestätigen. Aus dem Freundeskreis weiß ich, dass die Gesundheitsämter teilweise auch 10Std.+ arbeiten - für was - Danksagungen.

Durch die ifsg-Bearbeitung weiß ich, dass viele das Maximum von 10h täglich ausreizen. Ich kam selber mal nicht bei einem Gesundheitsamt durch. Kurzum email geschrieben und 7 Minuten später war die Antwort da.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: bgler am 09.04.2021 14:29
Die Gesundheitsämter können dicht gemacht werden. Ich habe dort heute mal versucht dringend überhaupt irgendjemanden zu erreichen, weil hier in einer Einrichtung ein Coronafall aufgetreten ist. Laut Homepage waren Sie noch lange erreichbar, aber zwei geschlagene Stunden ging keiner ran ans Telefon. Und für diesen "Service" soll es eine Prämie geben? Was ist erst, wenn die paar Leute da mal das Arbeiten entdecken?

Der geistige Horizont reicht nicht aus, daraus abzuleiten, dass die fehlende Erreichbarkeit auch einer möglichen Überlastung geschuldet ist?
Ob es so ist, weiß ich nicht. Dass es dumm ist, die fehlende Erreichbarkeit ohne weitere Überlegungen auf die Arbeitsmoral der dortigen Beschäftigten zu schieben, dagegen schon...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.04.2021 14:36
Mir erschließt sich ohnehin nicht, welche Relevanz das haben soll oder wofür es da Prämien geben sollte. Der AN ist zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet, macht er mehr, ist er selbst schuld. Die Möglichkeit der Abordnung ist ein gewöhnliches Element des Tarifvertrags. Wer sich auf eine Anwendung des TV-L auf sein Arbeitsverhältnis einließ, hat das inkaufgenommen. Er hätte das ja auch einzelvertraglich ausschließen können. Warum sollte es dafür oder gar für spezielle Fälle von Abordnungen Zahlungen geben?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 09.04.2021 18:55
-Corona Sonderprämie für alle, die abgeordnet wurden und Corona-Hilfsanträge bearbeiten, in Gesundheitsämtern mithelfen, Krisenstab, etc...

Die Gesundheitsämter können dicht gemacht werden. Ich habe dort heute mal versucht dringend überhaupt irgendjemanden zu erreichen, weil hier in einer Einrichtung ein Coronafall aufgetreten ist. Laut Homepage waren Sie noch lange erreichbar, aber zwei geschlagene Stunden ging keiner ran ans Telefon. Und für diesen "Service" soll es eine Prämie geben? Was ist erst, wenn die paar Leute da mal das Arbeiten entdecken?

Auftritt der Faschisten!

Vielleicht wollten sie nur nicht mit Leuten wie dir reden :)  oder du bist zu unwichtig... oder du kannst das Telefon nicht bedienen (was ich für wahrscheinlich halte)

Schon mal was von Überlastung gehört? Nein - in deinem Beruf und Bundesland sicherlich nicht!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.04.2021 19:00
Eine Leistung mittlerer Art und Güte kann keine Überlastung zur Folge haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amiga am 09.04.2021 20:53
Auftritt der Faschisten!

Vielleicht wollten sie nur nicht mit Leuten wie dir reden :)  oder du bist zu unwichtig... oder du kannst das Telefon nicht bedienen (was ich für wahrscheinlich halte)

Schon mal was von Überlastung gehört? Nein - in deinem Beruf und Bundesland sicherlich nicht!

Ich habe jetzt überall mal nachgesehen und konnte nicht einen einzigen Faschisten entdecken. Wenn du mal einen siehst, melde dich wieder. Wobei Spid hört Truck Stop. Das ist hart an der Grenze. Meine Befähigung zur Bedienung elektronischer Hilfsmittel ist nachgewiesen Herzchen.

Von Überlastung kann im Gesundheitsamt hier jedenfalls keine Rede sein. Im Gegensatz zu dir, rotieren meine grauen Zellen rund um die Uhr - pandemiebedingt. Da die Kfz-Zulassung auf der selben Etage nur im anderen Flügel des selben Gebäudes sitzt, habe ich mich dort einfach mal erkundigt, ob denn im Gesundheitsamt noch jemand arbeiten möchte. Die Dame dort ist auf dem kurzen Dienstweg mal kurz gucken gegangen und siehe da, O-Ton: "hören Sie?, die Kollegen feiern gerade einen großen Abschied und haben heute ausnahmsweise früher Schluss."

Ich bin so schlecht gelaunt deswegen, weil wir hier alles gegen die Wand fahren und nichts gebacken bekommen, weil die werten Herren und Damen sich mit billigem Schaumwein und Kuchen vergnügen. Das war mir dann doch zu bunt und ich habe mal im Ministerium angerufen, ob das ihre Vorstellung von Arbeit ist. Na Mensch, gucke an, zehn Minuten später eine ganz aufgelöste Männerstimme am Telefon und was sie für mich tun können.

Aber was soll man auch erwarten von solchen Versagern? Alles schön bunt hier. Alle wie auf LSD.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 11.04.2021 16:20
Auftritt der Faschisten!

Vielleicht wollten sie nur nicht mit Leuten wie dir reden :)  oder du bist zu unwichtig... oder du kannst das Telefon nicht bedienen (was ich für wahrscheinlich halte)

Schon mal was von Überlastung gehört? Nein - in deinem Beruf und Bundesland sicherlich nicht!

Ich habe jetzt überall mal nachgesehen und konnte nicht einen einzigen Faschisten entdecken. Wenn du mal einen siehst, melde dich wieder. Wobei Spid hört Truck Stop. Das ist hart an der Grenze. Meine Befähigung zur Bedienung elektronischer Hilfsmittel ist nachgewiesen Herzchen.

Von Überlastung kann im Gesundheitsamt hier jedenfalls keine Rede sein. Im Gegensatz zu dir, rotieren meine grauen Zellen rund um die Uhr - pandemiebedingt. Da die Kfz-Zulassung auf der selben Etage nur im anderen Flügel des selben Gebäudes sitzt, habe ich mich dort einfach mal erkundigt, ob denn im Gesundheitsamt noch jemand arbeiten möchte. Die Dame dort ist auf dem kurzen Dienstweg mal kurz gucken gegangen und siehe da, O-Ton: "hören Sie?, die Kollegen feiern gerade einen großen Abschied und haben heute ausnahmsweise früher Schluss."

Ich bin so schlecht gelaunt deswegen, weil wir hier alles gegen die Wand fahren und nichts gebacken bekommen, weil die werten Herren und Damen sich mit billigem Schaumwein und Kuchen vergnügen. Das war mir dann doch zu bunt und ich habe mal im Ministerium angerufen, ob das ihre Vorstellung von Arbeit ist. Na Mensch, gucke an, zehn Minuten später eine ganz aufgelöste Männerstimme am Telefon und was sie für mich tun können.

Aber was soll man auch erwarten von solchen Versagern? Alles schön bunt hier. Alle wie auf LSD.

..und andere Geschichten die so nie passiert sind :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Romsen am 11.04.2021 19:40
Finden meistens im Paulanergarten statt
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: mpai am 11.04.2021 20:45
Mir erschließt sich ohnehin nicht, welche Relevanz das haben soll oder wofür es da Prämien geben sollte. Der AN ist zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet, macht er mehr, ist er selbst schuld. Die Möglichkeit der Abordnung ist ein gewöhnliches Element des Tarifvertrags. Wer sich auf eine Anwendung des TV-L auf sein Arbeitsverhältnis einließ, hat das inkaufgenommen. Er hätte das ja auch einzelvertraglich ausschließen können. Warum sollte es dafür oder gar für spezielle Fälle von Abordnungen Zahlungen geben?
Leistung mittlerer Art und Güte? Woher kommt das und gilt das auch für Beamte?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 11.04.2021 21:09
§243 BGB
Nein
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Der Kanzler am 11.04.2021 21:30
Weiß den jemand genaueres was dieses Jahr von Verdi gefordert wird ? Das müsste jetzt doch schon feststehen oder ?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: mpai am 11.04.2021 21:34
§243 BGB
Nein
Was gilt für Beamte?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 11.04.2021 21:37
Die althergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums und deren Ausgestaltung durch das Beamtenrecht des jeweiligen Landes bzw. des Bundes.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: egotrip am 12.04.2021 04:50
Weiß den jemand genaueres was dieses Jahr von Verdi gefordert wird ? Das müsste jetzt doch schon feststehen oder ?

Das glaube ich nicht, dass das schon feststeht.
Für die GdP gehen wir z.b. in Schleswig-Holstein erst am 10.06. in die Tarifkonferenz.
Dann wird "unsere" Forderung in den DGB getragen, und von dort aus "spricht" Verdi als größter Gruppenvertreter dann für alle.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 12.04.2021 11:10
Mir erschließt sich ohnehin nicht, welche Relevanz das haben soll oder wofür es da Prämien geben sollte. Der AN ist zur Leistung mittlerer Art und Güte verpflichtet, macht er mehr, ist er selbst schuld. Die Möglichkeit der Abordnung ist ein gewöhnliches Element des Tarifvertrags. Wer sich auf eine Anwendung des TV-L auf sein Arbeitsverhältnis einließ, hat das inkaufgenommen. Er hätte das ja auch einzelvertraglich ausschließen können. Warum sollte es dafür oder gar für spezielle Fälle von Abordnungen Zahlungen geben?

Die Sonderzahlung wurde doch bereits für Angestellte bei Bund, Kommunen und Landkreisen für solche Fälle gezahlt. Das muss auch für Angestellte des Landes gelten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 12.04.2021 11:27
Die Coronasonderzahlung ersetzte die Tariferhöhung. Ich bin mir sicher, daß die Länder als AG das gerne machen würden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 12.04.2021 11:29
...das haben die meisten bis heute nicht geschnallt... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 13.04.2021 09:08
...das haben die meisten bis heute nicht geschnallt... 8)

Ja das ist traurig...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: choldsch am 14.04.2021 10:10
Liebe Kolleg*innen,

um realistisch zu bleiben würde ich mir Folgendes wünschen:
1. 39 Stundenwoche
2. Wiedereinführung der Altersteilzeit

Ich denke, dass wir nicht viel mehr als 1% Gehaltserhöhung erhalten werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 14.04.2021 16:31
Liebe Kolleg*innen,

um realistisch zu bleiben würde ich mir Folgendes wünschen:
1. 39 Stundenwoche
2. Wiedereinführung der Altersteilzeit

Ich denke, dass wir nicht viel mehr als 1% Gehaltserhöhung erhalten werden.

Das ist zu befürchten. 1% stellt allerdings eine Minusrunde dar. Bei den aktuellen Preissteigerungen sogar eine deutliche.
Der IFO Wirtschaftsindex ist doch angeblich ordentlich gestiegen, die Stimmung in der Wirtschaft ist mit Ausnahmen auch wieder ganz gut.
Eine starke Binnennachfrage hilft ungemein und die wird angekurbelt, wenn man den Beschäftigten mehr Geld gibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 17.04.2021 13:56
Liebe Kolleg*innen,

Da sind seltsame Zeichen in deiner Ansprache :)

Sonderzahlung, einmalig - 500€ für jeden, dafür 1 Jahr keiner Erhöhung, 1,8% im zweiten Jahr.

Mehr wirds net, weniger arbeiten geht auch net, denn niemand arbeitet so wenig wie der öffentliche Dienst :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 18.04.2021 10:51
Liebe Kolleg*innen,

Da sind seltsame Zeichen in deiner Ansprache :)

Sonderzahlung, einmalig - 500€ für jeden, dafür 1 Jahr keiner Erhöhung, 1,8% im zweiten Jahr.

Mehr wirds net, weniger arbeiten geht auch net, denn niemand arbeitet so wenig wie der öffentliche Dienst :)

Dann schau mal zu VW und Co. Eine 35h Woche ist in großen Unternehmen doch schon länger Satz.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 18.04.2021 11:00
Bei SAP sind es bspw. weiterhin 40.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 19.04.2021 00:35
Liebe Kolleg*innen,

Da sind seltsame Zeichen in deiner Ansprache :)

Sonderzahlung, einmalig - 500€ für jeden, dafür 1 Jahr keiner Erhöhung, 1,8% im zweiten Jahr.

Mehr wirds net, weniger arbeiten geht auch net, denn niemand arbeitet so wenig wie der öffentliche Dienst :)

Dann schau mal zu VW und Co. Eine 35h Woche ist in großen Unternehmen doch schon länger Satz.

Nein, das ist es nur in teilstaatlich kontrollierten Unternehmen wie eben VW - schau mal wie viele Stunden für VW im Ausland fällig wergen (44-50 Stunden  im Osten und 42 Stunden in den USA)
Oder BMW, wo fast die gesammte Produktion im Ausland stattfindet.

Also: Nein!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: DanNRW am 19.04.2021 10:54
Oder BMW, wo fast die gesammte Produktion im Ausland stattfindet.

Das ist nicht richtig. Nur die X - Modelle werden in den USA gebaut, dazu kommen in China teilweise die Modelle für den chinesischen Markt. Die Mehrzahl für den europäischen Markt wird immer noch in Deutschland produziert.

Zur Tarifverhandlung:
Aufgrund unserer schwachen Gewerkschaft befürchte ich:
Einmalige " Coronazahlung" höchsten € 500,--
Erhöhung zum 01.03.2022 1,1 %
Erhöhung zum 01.04.2023 1,3 %
Laufzeit natürlich 30 Monate, hat sich ja bewährt ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 19.04.2021 11:34
Oder BMW, wo fast die gesammte Produktion im Ausland stattfindet.

Das ist nicht richtig. Nur die X - Modelle werden in den USA gebaut, dazu kommen in China teilweise die Modelle für den chinesischen Markt. Die Mehrzahl für den europäischen Markt wird immer noch in Deutschland produziert.

Zur Tarifverhandlung:
Aufgrund unserer schwachen Gewerkschaft befürchte ich:
Einmalige " Coronazahlung" höchsten € 500,--
Erhöhung zum 01.03.2022 1,1 %
Erhöhung zum 01.04.2023 1,3 %
Laufzeit natürlich 30 Monate, hat sich ja bewährt ;D

Wenn man nur die Endmontage betrachtet ist es nur noch Mehrheitlich im Ausland - mag sein doch:
genau, die Mehrzahl für den Europäischen Markt ... ich sprach von "fast der gesammten" Produktion - bitte die Produktion Weltweit vergleichen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/292148/umfrage/automobilproduktion-von-bmw-nach-werken/
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: NRW111 am 19.04.2021 11:58
Hallo Zusammen,

wenn man noch Wünsche äußern darf, dann fände ich die Wiederaufnahme der
Altersteilzeit (ab 55 od. 57 Jahre) in den TV-L Vertrag äußerst positiv.

Vielen Dank
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 19.04.2021 16:42
Liebe Kolleg*innen,

Da sind seltsame Zeichen in deiner Ansprache :)

Sonderzahlung, einmalig - 500€ für jeden, dafür 1 Jahr keiner Erhöhung, 1,8% im zweiten Jahr.

Mehr wirds net, weniger arbeiten geht auch net, denn niemand arbeitet so wenig wie der öffentliche Dienst :)

Dann schau mal zu VW und Co. Eine 35h Woche ist in großen Unternehmen doch schon länger Satz.

Nein, das ist es nur in teilstaatlich kontrollierten Unternehmen wie eben VW - schau mal wie viele Stunden für VW im Ausland fällig wergen (44-50 Stunden  im Osten und 42 Stunden in den USA)
Oder BMW, wo fast die gesammte Produktion im Ausland stattfindet.

Also: Nein!

Wen interessiert die USA?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: blauesviereck am 20.04.2021 12:42
Guten Tag,
seit Jahren lese ich mit, nun ein erster Beitrag:
Eine offene Umfrage zur anstehenden Tarifrunde er Länder ist unter folgendem Link geschaltet:
https://unverzichtbar.verdi.de/umfrage
Ich stehe in keinerlei Verbindung zu dieser Organisation, hatte jedoch den Eindruck, dass das ursprüngliche Anliegen von diesem Thread die Mitteilung von entsprechenden Wünschen an o.g. o. ähnliche Organisationen war.
Grüße
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 20.04.2021 13:52
Haha, das Ergebnis der letzten Umfrage wurde bei den Forderungen von Verdi grandios ignoriert.

Edit:

Den Beschäftigten im öffentlichen Dienst wurde viel Anerkennung dafür entgegengebracht, dass sie dieses Land nunmehr seit über einem Jahr durch die Krise führen. In Anbetracht dessen:


Hab ich irgendwas verpasst?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 20.04.2021 13:56
...die wollen nur deine Daten haben, um dich vollzumüllen...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 20.04.2021 13:57
Guten Tag,
seit Jahren lese ich mit, nun ein erster Beitrag:
...verdi scheint es echt nötig zu haben... ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 20.04.2021 15:12
Eine offene Umfrage zur anstehenden Tarifrunde er Länder ist unter folgendem Link geschaltet:
https://unverzichtbar.verdi.de/umfrage

Wie arm ist das denn? Das einzige, was konkret abgefragt wird, ist die gewünschte Höhe der linearen Entgelterhöhung. Wer sonst was möchte, muss freien Text eingeben. Gibt es sonst keine drängenden Baustellen im TV-L, die der Gewerkschaft per se wichtig sind???
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 20.04.2021 15:49
Und wem mehr als drei Themen wichtig sind, füllt die Umfrage einfach mehrfach aus :D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: DodoBer am 21.04.2021 09:38
Naja, wenn wir ehrlich sind, ist es eigentlich auch egal was bei rum kommt. Die Gehaltsstruktur mit den Stufen sowie die Höhergruppierungsregelungen sind so verkorkst, dass auch pauschal +3% p.a. nichts am Grundübel ändern würden... Beim TV-L gibt's aus meiner Sicht so viele Baustellen, dass nicht im geringsten zu erwarten ist, dass sich grundlegend was verbessert. Somit messe ich der Schauspielerei um die nächste Tarifrunde keine große Bedeutung bei. Es wird eh heißen, dass kein Geld da ist wegen Corona. Im TV-L gibt es ja schon in guten Zeiten keine nennenswerten Steigerungen - da ist auch jetzt wieder mit nichts zu rechnen. Daraus muss dann wohl jeder selbst seine Schlussfolgerungen ziehen, wenn der Wert der Arbeit im öD von Jahr zu Jahr sinkt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Garfield am 21.04.2021 10:27
Also ich hab mal "kein Sockelbetrag" rein geschrieben, vielleicht hilfts ja ;)

Ansonsten bleibe ich dabei, wenn die Kassen leer sind, dann gibt es eigentlich kein besseres Mittel als bei der Reduzierung der Wochenstunden anzusetzen.
Das kostet erst mittelfristig Geld, weil an der ein oder anderen Stelle neue Stellen geschaffen werden. Und es werden auch nicht überall deswegen neue Stellen aus dem Boden schießen.

Und da die Umfrage dies schon als Wunsch bei den TVÖD Verhandlungen ergeben hat, kann man es dieses Mal ja umsetzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 21.04.2021 10:54
Naja, wenn wir ehrlich sind, ist es eigentlich auch egal was bei rum kommt. Die Gehaltsstruktur mit den Stufen sowie die Höhergruppierungsregelungen sind so verkorkst, dass auch pauschal +3% p.a. nichts am Grundübel ändern würden... Beim TV-L gibt's aus meiner Sicht so viele Baustellen, dass nicht im geringsten zu erwarten ist, dass sich grundlegend was verbessert. Somit messe ich der Schauspielerei um die nächste Tarifrunde keine große Bedeutung bei. Es wird eh heißen, dass kein Geld da ist wegen Corona. Im TV-L gibt es ja schon in guten Zeiten keine nennenswerten Steigerungen - da ist auch jetzt wieder mit nichts zu rechnen. Daraus muss dann wohl jeder selbst seine Schlussfolgerungen ziehen, wenn der Wert der Arbeit im öD von Jahr zu Jahr sinkt...

Gab es nicht nennenswerte Steigerungen für den Sozial- und Erziehungsdienst? Die sind doch jetzt besser dran dachte ich :)

Grüße
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Arno-Nühm am 22.04.2021 07:19
Guten Tag,
seit Jahren lese ich mit, nun ein erster Beitrag:
Eine offene Umfrage zur anstehenden Tarifrunde er Länder ist unter folgendem Link geschaltet:
https://unverzichtbar.verdi.de/umfrage
Ich stehe in keinerlei Verbindung zu dieser Organisation, hatte jedoch den Eindruck, dass das ursprüngliche Anliegen von diesem Thread die Mitteilung von entsprechenden Wünschen an o.g. o. ähnliche Organisationen war.
Grüße

Ich hab mal bei Tarifforderung 20% reingeschrieben, vielleicht hilfts ja ;)

Ironie *off
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 23.04.2021 12:23
Gab es nicht nennenswerte Steigerungen für den Sozial- und Erziehungsdienst? Die sind doch jetzt besser dran dachte ich :)
Das trifft nicht auf alle zu. Und die um 2 Jahre verlängerten Stufenlaufzeiten führen dazu, dass sich teils höhere Tabellenentgelte im Vergleich zur allgemeinen Tabelle erst nach vielen Jahren amortisieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Franch am 23.04.2021 13:38
Um das ganze zum heutigen Stand zusammen zu fassen:

-Entgelterhöhung um mind. der Inflationsrate (ca. 1,7% f. 2021) bzw. Lohnkoppelung an Richtergehälter / Diätenerhöhung der Politiker
-Reduzierung d. wöchentlichen Arbeitszeit auf ca. 38,5h
-Jahressonderzahlung auf einheitlich 100%
-"Coronaprämie"
-Wiederaufnahme d. Altersteilzeit
-Gratis NRW-Ticket
-Urlaubsgeld
-Anhebung der Rufbereitschaftspauschalen
-Stufengleiche Höhergruppierung
-Paralleltabelle A12 = E12
-Erhöhung d. VL auf mind. 40€
-Reduzierung auf 3 Stufen pro Entgeltgruppe


Weiteres von mir:

-"Alterszeitkonto" -> Jährliche "Einzahlung" von z.B. 20h, die vor Renteneintritt abgefeiert werden können
-Möglichkeit des Sabbatical
-Passende Arbeitskleidung für TB
-Verbeamtungsmöglichkeit im technischen Dienst
-Intern vor extern (Stellenbesetzung)
-Weiterentwicklungsmöglichkeit, auch ohne Hochschulabschluss
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 23.04.2021 13:43
Wozu bräuchten Beschäftigte in Bayern ein NRW-Ticket?
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Beitrag von: Lars73 am 23.04.2021 13:50
"-Möglichkeit des Sabbatical"
Tariflich gibt es ja schon gewisse Möglichkeiten. (Siehe z.B. § 6 (2) TV-L)

"-Verbeamtungsmöglichkeit im technischen Dienst"
Rechtlich besteht diese schon, soweit die für eine Verbeamtung nötigen Aufgaben vorliegen. Rechtlich nicht tariflich regelbar. Spannend dürfte sein, ob ein Streikaufruf mit der Forderung nicht unzulässig wäre mit den entsprechenden rechtlichen Folgen.

"-Intern vor extern (Stellenbesetzung)"
Dürfte in der Pauschalität gegen das GG verstoßen.

"-Weiterentwicklungsmöglichkeit, auch ohne Hochschulabschluss"
Tariflich ist dies schon jetzt möglich.

Zu beachten ist, dass man für solche "untypischen" Forderungen ggf. den gesamten Tarifvertrag kündigen müsste.
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Beitrag von: uw147 am 28.04.2021 10:34
Die geringe Senkung der Diäten durch Absenkung des Nominallohnindexes wird doch bestimmt auch als Argument der Arbeitgeberseite angeführt, oder?

https://www.tagesschau.de/inland/diaeten-bundestagsabgeordnete-101.html
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Beitrag von: was_guckst_du am 28.04.2021 10:51
Wozu bräuchten Beschäftigte in Bayern ein NRW-Ticket?

...als Fördermaßnahme der Landesregierung NRW im Tourismusbereich...weißblauer Ruhrgebietshimmel...da kann der Armin seinem "Unterstützer " Markus einen mitgeben... ;D
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Beitrag von: LehrerBW am 02.05.2021 10:58
Ich erwarte ehrlich gesagt, dass zumindest die Inflationsrate bei den Gehaltssteigerungen abgebildet wird.
Das wären dieses Jahr 2,4% und nächstes Jahr 1,8%.
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Beitrag von: Highwaystar am 11.05.2021 15:31
Angestellte Lehrer*innen fallen auch unter den TV-L.
Die Vergütung der Schulleitung (EG 15) sollte dringend attraktiver gestaltet werden! Der monetäre Vorteil gegenüber einem "normalen" Lehrerjob (EG13) ist zu gering und der Aufstieg finanziell unattraktiv.
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Beitrag von: Spid am 11.05.2021 16:06
Was sind "Lehrer*innen"?
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Beitrag von: Highwaystar am 11.05.2021 16:08
Nächste Frage...
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Beitrag von: Spid am 11.05.2021 16:22
Ich kann ja nichts dafür, daß Du Dir lustige Wörter mit Sonderzeichen ausdenkst.
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Beitrag von: Amiga am 11.05.2021 22:00
Ich kann ja nichts dafür, daß Du Dir lustige Wörter mit Sonderzeichen ausdenkst.

Das ist mittlerweile eine richtige Religion geworden. Der Highwaystar bringt seine Unwissenheit zum Ausdruck und stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass er nicht Willens ist, Genus von Sexus zu unterscheiden. Und für diesen Mist gibt es ganze Lehrstühle mit allem Drum und Dran. Lernen die Kinder heute schon den Krempel in der Schule? Echt zum Verzweifeln...
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Beitrag von: Dienstbeflissen am 11.05.2021 23:32
Ich kann ja nichts dafür, daß Du Dir lustige Wörter mit Sonderzeichen ausdenkst.
..Lernen die Kinder heute schon den Krempel in der Schule?..

Ja, leider. Da kann man nun gelassen mit umgehen oder sich aufregen. In 20 Jahren wird man sich wahrscheinlich gar nichts anderes mehr vorstellen können.
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Beitrag von: Spid am 12.05.2021 02:55
Wo wird denn in Abweichung von den Empfehlungen des Rechtschreibrates Neusprech unterrichtet? Hier werden derlei Faschismen nicht vermittelt.
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Beitrag von: Bastel am 12.05.2021 06:22
Ja, leider. Da kann man nun gelassen mit umgehen oder sich aufregen. In 20 Jahren wird man sich wahrscheinlich gar nichts anderes mehr vorstellen können.

Oder man wehrt sich einfach gegen diesen Bullshit.
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Beitrag von: Wdd3 am 12.05.2021 06:41
Im Radio habe ich etwas von Expert-Innen gehört und war nicht mehr in der Lage dem Inhalt des Berichtes zu folgen da ich mir Gedanken über den Sinn dieser Wortschöpfung gemacht habe.
Was ist mit den Experten? Gibt es die nicht mehr? Oder gibt es auch Expert-Außen?
Der Gender Quatsch wird bis ins Absurde geführt.

Wie kann man sich wehren? Den Sender abschalten? Dann gibt es bald keine Medien mehr für Altsprech-Fans.
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Beitrag von: Kaiser80 am 12.05.2021 07:24
Hans Peter Geerdes, 57, sagt: »Gendern finde ich zum Kotzen.«
Und Hans Peter Geerdes ist nicht irgendein Hans Peter!!! Wenn das Sprachgenie von Scooter dass erkennt, sollten wir aufmerksam zuhören...

In diesem Sinne... Hyper Hyper (oder hyperino) ;D

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Beitrag von: Lothar57 am 12.05.2021 08:09
Diskussionen über gendergerechte Sprachregelungen sind tarifrechtlich unbeachtlich und daher auch nicht Gegenstand der anstehenden Tarifverhandlungen. Also hier Off-Topic.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 12.05.2021 08:23
Ist "gendergerechte Sprachregelung" jetzt Neusprech für Genergaga?

Davon ab hatte doch Verdi bereits einmal einen Änderungstarifvertragsentwurf zurückgewiesen, weil er nicht gegendert war. Daß Gendergaga nicht Gegenstand der anstehenden Tarifverhandlungen sein würde, ist angesichts der Beteiligung von Verdi nun wirklich nicht auszuschließen.
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Beitrag von: Kaspar am 12.05.2021 11:46
Ich würde mich darüber freuen, wenn endlich TV-L dem TvÖD gleichgestzt wird im Bereich der Höhergruppierung und man seine Ehrfahrungsstufe behalten kann, oder zumindest ein Teil der Zeit angerechnet wird. Ich bin bei meiner Höhergruppierung von Ehrfahrungsstufe 4 in die 3 gerutscht und das finde ich absolut ungerechtfertigt. Das wäre mein Wunsch, neben den Inflationsausgleich.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 12.05.2021 11:49
Es gibt weder im TVÖD noch im TV-L Erfahrungsstufen.
Titel: Erfahrungsstufen?
Beitrag von: Lothar57 am 12.05.2021 15:10
Im Wortlaut des TV-L gibt es keine Erfahrungsstufen. Dennoch hält sich der Ausdruck hartnäckig in der öffentlichen Diskussion und nicht selten rutscht einem Arbeitgeber- oder Gewerkschaftsvertreter das Wort mehr oder weniger versehentlich aus dem Mund. Als 2006 der TV-L den BAT abgelöst hat, wurde als einer der großen Vorzüge die Erfahrungsorientierung der Entgelthöhe von beiden Seiten öffentlich betont. Das geschah auch im Zusammenhang der neuen Stufen, die die Lebensalterstufen abgelöst haben. So heißt es auch in den Hinweisen zur Anwendung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) im Land Nordrhein-Westfalen (vom 16.4.2007):

„Familienstand, Kinderzahl und Lebensalter sind als bezahlungsrelevante Faktoren im neuen Recht abgeschafft, gleiches gilt für Bewährungs- und Zeitaufstiege. Das Entgelt nach TV-L orientiert sich nicht mehr an beamtenrechtlichen Bezahlungselementen, sondern richtet sich nur noch nach tätigkeitsbezogener Berufserfahrung und Leistung.“
(„III. zu Abschnitt III – Eingruppierung, Entgelt und sonstige Leistungen“)
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=3720100122091233157

In der Wikipedia (, die allerdings keine rechtliche Relevanz hat,) steht
Die Höhe des Entgelts orientiert sich maßgeblich an der Entgeltgruppe, die sich nach der formalen Aufgabenübertragung und dem Qualifikationsniveau richten soll, und der Entgeltstufe, die die Berufserfahrung innerhalb der Entgeltgruppe wiedergibt. Aus der Kombination beider Merkmale baut sich die Entgelttabelle auf.

Aber auch Rechtsanwälte erklären die Stufen des TV-L u.a. so:
(Gehalts-)Stufen drücken die Anerkennung von Berufserfahrung aus. Je mehr Berufserfahrung Sie haben, desto höher ist Ihre Stufe und desto höher ist Ihr Gehalt. Der Stufenaufstieg erfolgt automatisch nach einer gewissen Beschäftigungszeit.
https://kanzlei-kerner.de/reden-wir-ueber-geld-von-eingruppierung-und-einstufung/

Auch wenn man tarifrechtlich nicht von Erfahrungsstufen sprechen darf, beziehen sich diese Stufen dennoch an einigen Stellen auf die erworbene Erfahrung. So kann bei der Einstellung einschlägige Berufserfahrung stufenförderlich angerechnet werden. Und die Stufenlaufzeit wirkt tatsächlich nur, wenn der Beschäftigte tatsächlich arbeitet, sprich: Erfahrung im Beruf sammelt. So wird z.B. die Elternzeit von der Stufenlaufzeit abgezogen. Das gilt auch für Langzeitkranke nach der 39. Woche.

Bei einer Höhergruppierung gibt es dagegen keine Anrechnung von einschlägigen Vorerfahrungen, z.B. aus einer vorherigen Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber.

Fazit: Was die Tarifparteien damals als erfahrungsbezogene Stufen akzeptiert und kommuniziert haben, ist in Wirklichkeit nur ein Sparmodell der TdL gewesen. Ein Grund mehr, die stufengleiche Höhergruppierung endlich durchzusetzen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 12.05.2021 15:39
Die Stufen der Entgelttabelle bilden nunmal keine Erfahrung ab - weder eine solche in der jeweiligen Entgeltgruppe, noch eine tätigkeitsbezogene Berufserfahrung noch führte ein Mehr an Berufserfahrung zu einer höheren Stufe noch hätte die Stufe einen Zusammenhang zur Beschäftigungszeit. Das allein zeigt schon die Qualität - bzw. deren Fehlen - der verwendeten Quellen.

AN A steigt ein 2010 in E10/1, erreicht nach 6 Jahren E10/4, wechselt 2017 den AG, erhält wegen einschlägiger Berufserfahrung E10/3, kommt 2020 in E10/4 und wird 2021 höhergruppiert in E12/3.

AN B steigt ein 2010 in E10/1, erreicht nach 6 Jahren E10/4, wechselt 2017 den AG, erhält wegen einschlägiger Berufserfahrung und - weil er es verhandelt hat - wegen fördericher Zeiten E10/4, kommt 2021 in E10/5 und wird 2021 höhergruppiert in E12/5.

AN C steigt ein 2010 in E10/1, wird noch 2010 höhergruppiert in E12/2, erreicht 2012 E12/3, 2015 E12/4, 2019 E12/5.

AN D steigt ein 2010 in E10/1, erreicht 2011 E10/2, wird 2012 höhergruppiert in E11/2, kommt 2014 in E11/3 und 2017 in E11/4, kommt 2021 in E11/5 und wird 2021 höhergruppiert in E12/5.

AN E steigt ein 2010 in E10/1, erreicht 2011 E10/2, wird 2012 höhergruppiert in E11/2, kommt 2014 in E11/3 und 2017 in E11/4, wird 2020 höhergruppiert in E12/3.

AN F steigt ein 2010 in E10/1, erreicht 2011 E10/2, wird 2012 höhergruppiert in E11/2, kommt 2014 in E11/3 und 2017 in E11/4, kommt 2021 in E11/5, wechselt 2021 den AG und kommt in E12/1.

Das hat auch nichts mit stufengleicher Höhergruppierung zu tun, ähnliche Ergebnisse kann man auch für den TVÖD produzieren. Die Stufen der Entgelttabelle haben schlicht weder etwas mit Erfahrung noch mit Berufserfahrung zu tun.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 13.05.2021 10:12


GEW NRW von heute:

"Als Kernpunkt eines möglichen Forderungskatalogs könnte die stufengleiche Höhergruppierung bei Beförderung stehen. Anders als in den Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst (TVöD) und dem TV Hessen sowie im Beamt*innenrecht, kennt der TV-L bei einer Beförderung die Mitnahme der Erfahrungsstufe nicht. Das macht die Bewerbung von Tarifbeschäftigen auf Beförderungsämter unattraktiv..."

 8) 

Dieser Forderung schließe ich mich an!

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.05.2021 10:15
Was ist "Beamt*innenrecht"?
Titel: Stufengleiche Höhergruppierung ist überfällig
Beitrag von: Lothar57 am 13.05.2021 11:41


GEW NRW von heute:

"Als Kernpunkt eines möglichen Forderungskatalogs könnte die stufengleiche Höhergruppierung bei Beförderung stehen. Anders als in den Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst (TVöD) und dem TV Hessen sowie im Beamt*innenrecht, kennt der TV-L bei einer Beförderung die Mitnahme der Erfahrungsstufe nicht. Das macht die Bewerbung von Tarifbeschäftigen auf Beförderungsämter unattraktiv..."

 8)

Dieser Forderung schließe ich mich an!

Die stufengleiche Höhergruppierung war schon in der letzten Runde überfällig. Daher muss auch eine, wie auch immer geartete Rückwirkung vereinbart werden. Bei Lehrkräften z.B. bis zum März 2015. Damals trat die TV EntgO-L in Kraft, die einseitig alle Nachteile des Beamtenstatus auf die TB-Lehrer übertrug, eine stufengleiche Höhergruppierung aber verweigerte.

Ebenso überfällig ist für Lehrkräfte die Paralleltabelle: A12=E12.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Pietclock am 13.05.2021 11:50
Die Tarifverhandlungen werden wahrscheinlich genau mit den wohl komplizierten Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl überschneiden.... welche  Auswirkungen das haben könnte ? Nach Wahlen kommen ja meistens die finanziellen Zumutungen ...
Titel: Antw:Stufengleiche Höhergruppierung ist überfällig
Beitrag von: Highwaystar am 13.05.2021 13:33

Die stufengleiche Höhergruppierung war schon in der letzten Runde überfällig. Daher muss auch eine, wie auch immer geartete Rückwirkung vereinbart werden. Bei Lehrkräften z.B. bis zum März 2015. Damals trat die TV EntgO-L in Kraft, die einseitig alle Nachteile des Beamtenstatus auf die TB-Lehrer übertrug, eine stufengleiche Höhergruppierung aber verweigerte.

Ebenso überfällig ist für Lehrkräfte die Paralleltabelle: A12=E12.


So ist es!
Dies und 2,2% für ALLE und ich wäre schon zufrieden.
Titel: Antw:Stufengleiche Höhergruppierung ist überfällig
Beitrag von: Uschi am 13.05.2021 21:41
Die stufengleiche Höhergruppierung war schon in der letzten Runde überfällig. Daher muss auch eine, wie auch immer geartete Rückwirkung vereinbart werden. Bei Lehrkräften z.B. bis zum März 2015. Damals trat die TV EntgO-L in Kraft, die einseitig alle Nachteile des Beamtenstatus auf die TB-Lehrer übertrug, eine stufengleiche Höhergruppierung aber verweigerte.

Ebenso überfällig ist für Lehrkräfte die Paralleltabelle: A12=E12.

Volle Zustimmung! Die GEW muss dieses Mal liefern. Sie hat nach dem letzten Abschluss wohlbedacht auf eine Mitgliederbefragung verzichtet (im Gegensatz zu Ver.di), weil sie genau wusste, dass sie die Verhandlungen in zentralen Punkten für ihr Klientel vergeigt hatte.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 13.05.2021 22:49
Wo wird denn in Abweichung von den Empfehlungen des Rechtschreibrates Neusprech unterrichtet? Hier werden derlei Faschismen nicht vermittelt.
Ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Und selbst im Bundestag wird das Sternchen seit März nicht mehr raus korrigiert. Muss man sich mit abfinden..
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.05.2021 23:06
Inwiefern könnte das von Schule zu Schule unterschiedlich sein? Die Kultusministerien der Länder haben doch entsprechend des Beschlusses der KMK durch Erlaß oder Verordnung die Rechtschreibung nach dem amtlichen Regelwerk für den Unterricht in Schulen verbindlich vorgeschrieben. Dieses enthält kein Gendergaga.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 13.05.2021 23:16
Es existieren teilweise Anweisungen der Schulbehörden die dusseligen Sternchen nichtmehr zu korrigieren. Und viele Schulen machen das auch ohne Anweisung und fühlen sich auch noch gut dabei.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 13.05.2021 23:24
https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/s18-20040.pdf

„8. Ist die Verwendung des „Gendersternchens“ bereits Teil der Berliner Rahmenlehrpläne oder gibt es Planungen, dieses mitten in deutschen Wörtern befindliche Sonderzeichen in den öffentlichen Schulen einzuführen?


Zu 8.:
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie orientiert sich an dem Beschluss des Rats für deutsche Rechtschreibung vom 16. November 2018 mit den Empfehlungen zur „geschlechtergerechten Schreibung“. Verschiedene Schreibweisen in den Berliner Schulen werden zur Kenntnis genommen und in der Verwendung zugelassen“
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.05.2021 23:29
Der typische Berliner Kontrollverlust. Es soll aber noch Länder geben, die nicht eines der drei Elemente der Staatlichkeit aufgegeben haben. Hierzulande gibt es einen entsprechenden Runderlaß zur Rechtschreibung im Schulunterricht - und ich würde jederzeit ein VerwG bemühen, um die Schule meiner Tochter zur Einhaltung zu zwingen, sollte das nötig werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 13.05.2021 23:40
Mit dem nicht korrigieren kann ich sogar noch leben.

Ich befürchte viel mehr das „korrektes“ Gendern, wenn meine Tochter 2024 eingeschult wird, zum Lehrplan gehört.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 13.05.2021 23:46
In Nds. existiert auch ein entsprechender Erlass. Die Schulen machen aber auch dort wie sie wollen und sollen es sogar.

https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/article216353041/Schulen-sollen-ueber-gendergerechte-Sprache-selbst-entscheiden.html

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.05.2021 23:49
Ich gendere korrekt: ich verwende bei unspezifischen Gruppen das generische Maskulinum und ansonsten den erkennbaren Sexus als Genus. Ist kein Sexus erkennbar, nutze ich das Neutrum. Will jemand etwas anderes, ist das Gespräch beendet.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 13.05.2021 23:51
Das ist ja ich gut so.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.05.2021 23:55
In Nds. existiert auch ein entsprechender Erlass. Die Schulen machen aber auch dort wie sie wollen und sollen es sogar.

https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/article216353041/Schulen-sollen-ueber-gendergerechte-Sprache-selbst-entscheiden.html

Solange der Minister den Erlaß nicht aufhebt, kann er Interviews geben, wie er lustig ist, es ändert nichts an der Rechtswirkung des Erlasses.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 14.05.2021 10:02
In Nds. existiert auch ein entsprechender Erlass. Die Schulen machen aber auch dort wie sie wollen und sollen es sogar.

https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/article216353041/Schulen-sollen-ueber-gendergerechte-Sprache-selbst-entscheiden.html

Solange der Minister den Erlaß nicht aufhebt, kann er Interviews geben, wie er lustig ist, es ändert nichts an der Rechtswirkung des Erlasses.
Daran sieht man nur relativ deutlich wo es hingeht. Erst recht nach dem 26.09.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: CmdrMichael am 14.05.2021 14:06
Ich gendere korrekt: ich verwende bei unspezifischen Gruppen das generische Maskulinum und ansonsten den erkennbaren Sexus als Genus. Ist kein Sexus erkennbar, nutze ich das Neutrum.
Es steht dir ja auch frei das zu tun, wird dich niemand von abhalten. In der Gesellschaft, angefangen bei Universitäten, Schulen, Politik und Verwaltung, setzt sich aber immer mehr ein "Geschlechtergerechter-Sprachgebrauch" durch.
Sprache entwickelt sich nun mal weiter. Das "generische" Maskulinum existiert unter der Bezeichnung auch noch nicht so lange. Laut Wikipedia wurde das Wort "generisch" erst 1995 vom Duden als Erklärung aufgenommen, davor war es das "neutralisierende" Maskulinum. (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtergerechte_Sprache#cite_note-Irmen,Steiger_2005:230-19)
In der heutigen modernen Welt wird nun mal auch vieles was früher normal war oder einfach so hingenommen wurde, hinterfragt und wenn es als nicht mehr tragbar erscheint, auch geändert. Das kann im Bereich Umweltschutz oder Arbeitsschutz sein, aber auch eben im Sprachgebrauch. In den Tim und Struppi Comics hießen die Afrikaner auch noch Neger. Sagt man heute auch nicht mehr, weil das Wort als diskriminierend empfunden wird.
Von daher, wenn es eine gesellschaftliche Akzeptanz gibt, dass man eine Geschlechtergerechte Sprache braucht, dann wird die irgendwann auch in den offiziellen Sprachgebrauch übernommen. Bis dahin nutzen eben progressive Gruppen jetzt schon diese Sprache.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 14.05.2021 14:10
Ich sehe nicht, daß sich Gendergaga außerhalb einer spinnerten selbsternannten Elite durchsetzte - oder auch nur Akzeptanz fände.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 14.05.2021 17:51
Meiner Meinung ist es ein eingeredetes Bedürfnis.
Und wem soll ein Ärzt:innen denn gerecht werden?

Männliche Ärzte sind quasi gar nicht mehr vorhanden.
Der Rest soll sich über ein Sternchen oder Doppelpunkt freuen.
Was ist mit den diversen Ärzten? Wo finden die sich dort?
Was ist mit Ärzten, die sich weder männlich, weiblich oder divers fühlen, sondern vielleicht als Schimpanse, Gorilla oder als Schrumpfhörniger Schnarchkackler?

Wer Genus und Sexus nicht differenzieren kann oder will, der möge sich bitte aus der Politik verabschieden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 16.05.2021 10:29
Ich gendere korrekt: ich verwende bei unspezifischen Gruppen das generische Maskulinum und ansonsten den erkennbaren Sexus als Genus. Ist kein Sexus erkennbar, nutze ich das Neutrum.
Es steht dir ja auch frei das zu tun, wird dich niemand von abhalten. In der Gesellschaft, angefangen bei Universitäten, Schulen, Politik und Verwaltung, setzt sich aber immer mehr ein "Geschlechtergerechter-Sprachgebrauch" durch.
Sprache entwickelt sich nun mal weiter. Das "generische" Maskulinum existiert unter der Bezeichnung auch noch nicht so lange. Laut Wikipedia wurde das Wort "generisch" erst 1995 vom Duden als Erklärung aufgenommen, davor war es das "neutralisierende" Maskulinum. (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtergerechte_Sprache#cite_note-Irmen,Steiger_2005:230-19)
In der heutigen modernen Welt wird nun mal auch vieles was früher normal war oder einfach so hingenommen wurde, hinterfragt und wenn es als nicht mehr tragbar erscheint, auch geändert. Das kann im Bereich Umweltschutz oder Arbeitsschutz sein, aber auch eben im Sprachgebrauch. In den Tim und Struppi Comics hießen die Afrikaner auch noch Neger. Sagt man heute auch nicht mehr, weil das Wort als diskriminierend empfunden wird.
Von daher, wenn es eine gesellschaftliche Akzeptanz gibt, dass man eine Geschlechtergerechte Sprache braucht, dann wird die irgendwann auch in den offiziellen Sprachgebrauch übernommen. Bis dahin nutzen eben progressive Gruppen jetzt schon diese Sprache.

Einspruch: Hier entwicklet sich aber nicht Sprache weiter, sondern Änderungen werden geziehlt forciert, mit Druck eingefordert und (an Universitäten teilw.) unter Zwang durchgesetzt. Und während die hier im Wissenschaftsrat noch validieren und diskutieren, schafft bspw. der Duden (ohne jede Rechtsgrundlage) in seinem Werk Fakten.
Solche "Veränderungen an der Sprache" wie sie hier vorrangetrieben werden kennen wir aus der Vergangenheit bisher nur aus totalitären Staaten.
Gute Beispiele dafür sind:
Die UDSSR, DDR, das Dritte Reich aber auch Jugoslawien -
wer es beletristischer mag:
Der Wolkenatlas oder Orwells 1984 greifen das Thema ebenfalls auf.

Mich beunruhigen diese Vorgänge zutiefst!
Titel: Das Thema hier lautet Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 16.05.2021 10:47
Leute, das ist total off Topic. Das gehört definitiv nicht hierher. Wenn Ihr über Änderungen in der deutschen Sprache disktutieren wollt, dann macht ein eigenes Thema dafür auf.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.05.2021 10:55
Dann beklag Dich doch bei den Neofaschisten, die den Thread mit ihrem Neusprech unterwandern wollen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 16.05.2021 13:31
Also der Fokus bei den Tarifverhandlungen soll auf die Bereiche Unikliniken und die Gesundheitsberufe, Sozial- und Erziehungsdienst, sowie IT-Beschäftige gelegt werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: DodoBer am 16.05.2021 14:20
Also der Fokus bei den Tarifverhandlungen soll auf die Bereiche Unikliniken und die Gesundheitsberufe, Sozial- und Erziehungsdienst, sowie IT-Beschäftige gelegt werden.

Hauptsache die Spülhilfen, Hausmeisterassistenten, Urnenträger und Postwagenschieber werden nicht vergessen und bekommen mindestens einen dreistelligen Sockelbetrag. Dann ist an alle relevanten Gruppen gedacht. ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Admin am 16.05.2021 15:12
bitte die Wortwahl mäßigen und sachlich bleiben.

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Beitrag von: Lothar57 am 16.05.2021 15:54
Also der Fokus bei den Tarifverhandlungen soll auf die Bereiche Unikliniken und die Gesundheitsberufe, Sozial- und Erziehungsdienst, sowie IT-Beschäftige gelegt werden.

Eine Schwerpunktsetzung auf bestimmte Berufsgruppen ist auf Dauer nicht zielführend. Die Forderungen z.B. der tarifbeschäftigten Lehrkräfte (Paralleltabelle, stufengleiche Höhergruppierung) sind bisher immer am Ende in der Verhandlungsmasse untergegangen oder man kam ihnen nur minimal entgegen.
Einseitige Ausrichtungen der Tarifverhandlungen gefährden am Ende die Solidarität und damit die Kampfkraft für alle.
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Beitrag von: Spid am 16.05.2021 16:04
Welche Kampfkraft? Und inwiefern könnte es Solidarität geben, wenn Forderungen zueinander in Konkurrenz stünden? Mal ganz abgesehen davon, daß das ohnehin in den Bereich der Gewerschaftsfolkore fällt... Wer seine Forderungen durchsetzen kann, bedarf keiner Solidarität und hat somit keinen rationalen Antribe zu solcher. Wer seine Forderungen nicht durchsetzen kann, hat vielleicht Interesse an Solidarität, kann aber nichts anbieten und ist für andere nutzlos.
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 16.05.2021 17:42
Also der Fokus bei den Tarifverhandlungen soll auf die Bereiche Unikliniken und die Gesundheitsberufe, Sozial- und Erziehungsdienst, sowie IT-Beschäftige gelegt werden.

Eine Schwerpunktsetzung auf bestimmte Berufsgruppen ist auf Dauer nicht zielführend. Die Forderungen z.B. der tarifbeschäftigten Lehrkräfte (Paralleltabelle, stufengleiche Höhergruppierung) sind bisher immer am Ende in der Verhandlungsmasse untergegangen oder man kam ihnen nur minimal entgegen.
Einseitige Ausrichtungen der Tarifverhandlungen gefährden am Ende die Solidarität und damit die Kampfkraft für alle.

Meine Hypothese dazu:
Aus Sicht von Verdi können durch Schwerpunktsetzungen in einzelnen Bereichen eher Erfolge verbucht werden.
Eine Verbesserung nur für *Bitte ausfüllen* ist günstiger für den AG als eine Verbesserung für alle und für Verdi einfacher in einer Verhandlung zu erreichen. Ein solcher Branchenspezifischer "Erfolg mit potentieller Strahlkraft" in einem ansonsten in der Breite schwachen Ergebnis kann besser für die Gewinnung neuer Mitglieder verkauft werden, als ein weniger schwaches Ergebnis jedoch ohne "Einzelerfolge mit Strahlkraft".
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Beitrag von: Lothar57 am 16.05.2021 19:04
Aus Sicht von Verdi können durch Schwerpunktsetzungen in einzelnen Bereichen eher Erfolge verbucht werden.
Eine Verbesserung nur für *Bitte ausfüllen* ist günstiger für den AG als eine Verbesserung für alle und für Verdi einfacher in einer Verhandlung zu erreichen. Ein solcher Branchenspezifischer "Erfolg mit potentieller Strahlkraft" in einem ansonsten in der Breite schwachen Ergebnis kann besser für die Gewinnung neuer Mitglieder verkauft werden, als ein weniger schwaches Ergebnis jedoch ohne "Einzelerfolge mit Strahlkraft".

Volle Zustimmung leider. Die GEW ist bei den Tarifverhandlungen nur der Juniorpartner von Verhandlungsführer ver.di. Die Marschrichtung bestimmt der große Bruder. Die vergangenen Abschlüsse trugen daher auch deutlich die Handschrift von ver.di und ihres Klientels. GEW und andere Verbände mit ihrer überwiegend akademischen Zielgruppe hatten dabei das Nachsehen.
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Beitrag von: Spid am 16.05.2021 19:06
Dann stellt sich ja die Frage nach dem Sinn einer Mitgliedschaft.
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Beitrag von: Lothar57 am 16.05.2021 19:59
Meine Hypthese dazu:
Der GEW ist klar, dass sie in diesem Jahr liefern muss. Nach dem letzten Tarifabschluss  hat die GEW - im Gegensatz zu ver.di - bewusst auf eine Mitgliederbefragung verzichtet - warum wohl?
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Beitrag von: Spid am 16.05.2021 20:22
Mitgliederbefragungen sind unverbindlich und somit irrelevant. Genau so wie Gewerkschaften.
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Beitrag von: Suntzu am 17.05.2021 17:50
Ich habe jetzt nicht alle Seiten gelesen. Aber um auf die ursprüngliche Frage zu antworten:

Erwartungsgemäß wird durch Corona keine bis kaum spürbare Steigerungen geben. Das muss auch entsprechend der Öffentlichkeit verkauft werden können.

Daher hoffe ich, dass die Verhandlungspartner sich hier nicht bei dem Thema totbeißen. Die Vertreter der Arbeitnehmer können, wenn die es geschickt anstellen, hier auf Optimierung des Tarifvertrages ihre Energie legen:

- bei Personalknappheit bessere Spielräume für Personalgewinnung und vor allem Personalhaltung (Attraktivität).
- Werkzeuge und Mechanismen zur Motivationssteigerung und vor allem zur Motivationhaltung.

Das wären sogar Interessenfelder für die Arbeitgeber. Daher sollte man jetzt die Chance nutzen und den Tarifvertrag Zukunftsorientierter für den Arbeitsmarkt von heute und vor allem für den Arbeitsmarkt von morgen zu gestalten. Denn es gibt durchaus Berufsfelder im öffentlichen Dienst da hat die AG Seite schwer zu kämpfen um geeignetes Personal zu gewinnen (Ingenieur und Technikberufe z.B.)

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Beitrag von: Spid am 17.05.2021 18:10
Die Gewerkschaften vertreten Personal, das knapp wäre und gehalten werden müßte?
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Beitrag von: WasDennNun am 17.05.2021 18:15
Die Gewerkschaften vertreten Personal, das knapp wäre und gehalten werden müßte?
Nein, aber die Arbeitgeber  8)
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Beitrag von: Otto1 am 17.05.2021 21:50
Es wird irgendwas zwischen 0,5-1,5% p. a. geben sowie ein paar Zuckerbonbons für den Verdi-Dünkel.
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Beitrag von: thesisko am 17.05.2021 22:45
Es wird irgendwas zwischen 0,5-1,5% p. a. geben sowie ein paar Zuckerbonbons für den Verdi-Dünkel.

Was auf 2021 bezogen reell eine Minusrunde darstellt. Mithin werden die, die vor einem Jahr noch Applaus bekommen haben, zu einem Gehaltsverzicht gezwungen.
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Beitrag von: Spid am 18.05.2021 05:53
Dafür gab es doch Balkonklatschen.
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Beitrag von: Lars73 am 18.05.2021 06:50
Zum 1.1.2021 gab es ja bereits eine Erhöhung. Diese ist natürlich mitzubetrachten hinsichtlich Reallohnentwicklung.
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Beitrag von: Wdd3 am 18.05.2021 07:27
Herr Mädge wird sich sicherlich dafür einsetzen das der Steuerzahler (dem man keine zusätzliche finanzielle Belastung zumuten kann) von Juni bis August, 1x wöchentlich für 30 Sec., auf dem Balkon klatschen wird.

Oder frei nach Shakespeare: Was für Befriedigung begehrst du noch? ;)
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Beitrag von: JC83 am 18.05.2021 09:47
Mal in die Runde gefragt: Was wäre denn für euch persönlich ein angemessenes/ausreichendes Zieljahresbrutto? (Meinetwegen auch in Nettoangabe unter Annahme 08/15 Steuerklasse 1 und ohne Freibeträge)

Ich weiß, es ist höchst individuell, aber trotzdem interessant. Bei einigen Beiträgen wundere ich mich nämlich, dass jetzt Steigerungen von 0,5% oder 1% Gehaltssteigerungen nun so kriegsentscheidend sein sollen?!
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Beitrag von: Spid am 18.05.2021 09:57
Unter der Prämisse, daß Du dich in Anlehnung an das Thema lediglich auf das Bruttoentgelt aus der abhängigen Hauptbeschäftigung beziehst, kann ich mit ca. 150.000€ leben.
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Beitrag von: pommes am 18.05.2021 10:13
140.000 bei mir. Ich will nicht unverschämt erscheinen.
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Beitrag von: Otto1 am 18.05.2021 10:13
Es geht bei einem Tarifvertrag nicht um einzelne Stellen.

Der Tarifvertrag oder die Tarifverträge im öD haben ein grundlegendes strukturelles Problem, dass nicht durch ein paar % hier oder dort gelöst werden kann.

Führungskräfte werden an der Personal- und Budgetverantwortung geradezu lächerlich vergütet. Wer soll denn freiwillig für 300€ brutto mehr den Chef spielen?
Fachkräfte im technischen Bereich bekommt man einfach gar nicht mehr. Wer soll den die Infrastruktur für das Land hier im Schuss halten und digitalisieren?


Es bedarf grundlegende strukturelle Änderungen, damit die Kräfte gewonnen werden können, die man braucht, aber alle haben wollen.
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Beitrag von: Pädi07 am 18.05.2021 10:22
Zum 1.1.2021 gab es ja bereits eine Erhöhung. Diese ist natürlich mitzubetrachten hinsichtlich Reallohnentwicklung.
Hier glaubt doch keiner ernsthaft, dass es in 2021 noch eine Erhöhung geben wird!!??
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Beitrag von: Bastel am 18.05.2021 10:35
Zum 1.1.2021 gab es ja bereits eine Erhöhung. Diese ist natürlich mitzubetrachten hinsichtlich Reallohnentwicklung.
Hier glaubt doch keiner ernsthaft, dass es in 2021 noch eine Erhöhung geben wird!!??

Es gibt einen "Corona Bonus" und das wars für 2021. Damit stellt man den Verdi Pöbel ruhig.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: JC83 am 18.05.2021 10:50
Unter der Prämisse, daß Du dich in Anlehnung an das Thema lediglich auf das Bruttoentgelt aus der abhängigen Hauptbeschäftigung beziehst, kann ich mit ca. 150.000€ leben.

Ja.

Wobei hier interessant zu wissen wäre, ob du das Geld tatsächlich "brauchst" bzw. verkonsumierst.

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Beitrag von: WasDennNun am 18.05.2021 11:15
mir reichen meine 80t
mir ist egal ob 0,0.5,1,x.y %

Mir wäre mehr Flexibilität bei Zulage, Stufen Zuweisung, ... wichtiger.
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Beitrag von: Bastel am 18.05.2021 11:21
Wobei hier interessant zu wissen wäre, ob du das Geld tatsächlich "brauchst" bzw. verkonsumierst.

Geht das irgendwen etwas an?

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Beitrag von: Spid am 18.05.2021 11:33
Unter der Prämisse, daß Du dich in Anlehnung an das Thema lediglich auf das Bruttoentgelt aus der abhängigen Hauptbeschäftigung beziehst, kann ich mit ca. 150.000€ leben.

Ja.

Wobei hier interessant zu wissen wäre, ob du das Geld tatsächlich "brauchst" bzw. verkonsumierst.

Darauf kommt es ja nicht an, denn wir leben ja nicht im Sozialismus.
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Beitrag von: WasDennNun am 18.05.2021 11:40
Unter der Prämisse, daß Du dich in Anlehnung an das Thema lediglich auf das Bruttoentgelt aus der abhängigen Hauptbeschäftigung beziehst, kann ich mit ca. 150.000€ leben.

Ja.

Wobei hier interessant zu wissen wäre, ob du das Geld tatsächlich "brauchst" bzw. verkonsumierst.

Darauf kommt es ja nicht an, denn wir leben ja nicht im Sozialismus.
Außerdem kann man ja erst mit dem Tod feststellen, dass man was nicht verkonsumiert hat.
Bis dahin sind es ja Konsumrücklagen.
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Beitrag von: DodoBer am 18.05.2021 11:44
Mal in die Runde gefragt: Was wäre denn für euch persönlich ein angemessenes/ausreichendes Zieljahresbrutto? (Meinetwegen auch in Nettoangabe unter Annahme 08/15 Steuerklasse 1 und ohne Freibeträge)

Ich weiß, es ist höchst individuell, aber trotzdem interessant. Bei einigen Beiträgen wundere ich mich nämlich, dass jetzt Steigerungen von 0,5% oder 1% Gehaltssteigerungen nun so kriegsentscheidend sein sollen?!

Ab 70.000 brutto p.a. würde ich meinen Job als Planungsingenieur wieder etwas ernster nehmen und ab 80.000€ würde ich mir vor lauter Zufriedenheit sogar Mühe geben. Für derzeit unter 60.000 sind 1-2% tatsächlich völlig egal.
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Beitrag von: Bastel am 18.05.2021 11:46
Mal in die Runde gefragt: Was wäre denn für euch persönlich ein angemessenes/ausreichendes Zieljahresbrutto? (Meinetwegen auch in Nettoangabe unter Annahme 08/15 Steuerklasse 1 und ohne Freibeträge)

Ich weiß, es ist höchst individuell, aber trotzdem interessant. Bei einigen Beiträgen wundere ich mich nämlich, dass jetzt Steigerungen von 0,5% oder 1% Gehaltssteigerungen nun so kriegsentscheidend sein sollen?!

Ab 70.000 brutto p.a. würde ich meinen Job als Planungsingenieur wieder etwas ernster nehmen und ab 80.000€ würde ich mir vor lauter Zufriedenheit sogar Mühe geben. Für derzeit unter 60.000 sind 1-2% tatsächlich völlig egal.

 ;D ;D ;D Double love like
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Beitrag von: JC83 am 18.05.2021 11:49
Unter der Prämisse, daß Du dich in Anlehnung an das Thema lediglich auf das Bruttoentgelt aus der abhängigen Hauptbeschäftigung beziehst, kann ich mit ca. 150.000€ leben.

Ja.

Wobei hier interessant zu wissen wäre, ob du das Geld tatsächlich "brauchst" bzw. verkonsumierst.

Darauf kommt es ja nicht an, denn wir leben ja nicht im Sozialismus.

Absolut, nur würde ICH bei dem Gehalt, sofort nur noch 3 Tage arbeiten ;) Wobei das auf der Ebene wohl meist schwierig(er) ist.
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Beitrag von: JC83 am 18.05.2021 11:50
Mal in die Runde gefragt: Was wäre denn für euch persönlich ein angemessenes/ausreichendes Zieljahresbrutto? (Meinetwegen auch in Nettoangabe unter Annahme 08/15 Steuerklasse 1 und ohne Freibeträge)

Ich weiß, es ist höchst individuell, aber trotzdem interessant. Bei einigen Beiträgen wundere ich mich nämlich, dass jetzt Steigerungen von 0,5% oder 1% Gehaltssteigerungen nun so kriegsentscheidend sein sollen?!

Ab 70.000 brutto p.a. würde ich meinen Job als Planungsingenieur wieder etwas ernster nehmen und ab 80.000€ würde ich mir vor lauter Zufriedenheit sogar Mühe geben. Für derzeit unter 60.000 sind 1-2% tatsächlich völlig egal.

Klingt nach einem Paradebeispiel für hedonistische Adaptation.
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Beitrag von: DodoBer am 18.05.2021 13:30
Ich bin nicht sonderlich zuversichtlich, dass wir deine Vermutung zeitnah durch praktische Anwendung und Evaluation verifizieren oder falsifizieren können.  ;)
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Beitrag von: Otto1 am 18.05.2021 14:38
Das Problem sind halt auch die Stufenlaufzeiten, die ca. 20-35% des Gehalts vorenthalten, wenn man neu anfängt und trotzdem 100% leisten soll. Warum sollte man 100% geben, wenn man doch nur zu 70% bezahlt wird?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 18.05.2021 15:18
Führungskräfte werden an der Personal- und Budgetverantwortung geradezu lächerlich vergütet. Wer soll denn freiwillig für 300€ brutto mehr den Chef spielen?
Es sind noch nicht einmal 300 Euro. Bei einer Höhergruppierung erhält der TB zunächst in den meisten Fällen nur maximal 180 Euro (in den Entgeltgruppen 9-15). In den Gruppen darunter sogar nur 100 Euro. Schuld ist die stufenungleiche Höhergruppierung mit Garantiebeträgen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 18.05.2021 15:28
Das Problem sind halt auch die Stufenlaufzeiten, die ca. 20-35% des Gehalts vorenthalten, wenn man neu anfängt und trotzdem 100% leisten soll. Warum sollte man 100% geben, wenn man doch nur zu 70% bezahlt wird?
Richtig. Da es sich bei den Stufen ja ausdrücklich nicht um Erfahrungsstufen handelt, ist es zumindest aus dieser Sicht kaum sachlich zu begründen, warum ein Berufsanfänger weniger verdienen sollte, als ein langjähriger Mitarbeiter.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.05.2021 11:03
Das Problem sind halt auch die Stufenlaufzeiten, die ca. 20-35% des Gehalts vorenthalten, wenn man neu anfängt und trotzdem 100% leisten soll. Warum sollte man 100% geben, wenn man doch nur zu 70% bezahlt wird?
Richtig. Da es sich bei den Stufen ja ausdrücklich nicht um Erfahrungsstufen handelt, ist es zumindest aus dieser Sicht kaum sachlich zu begründen, warum ein Berufsanfänger weniger verdienen sollte, als ein langjähriger Mitarbeiter.

Ein erfahrener Mitarbeiter kann gern mehr verdienen, jedoch ist das aktuelle Modell dazu ungeeignet.

Hinzukommen Aussagen, wie zuvor geschrieben, dass man 60k bekommt, martküblich aber über 70k sind. Warum kann man die Leute nicht in e11 s6 eingruppieren? Lieber 10 Jahre in niedriger Stufe abhängen lassen und die Kündigung riskieren?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 19.05.2021 11:21
Warum kann man die Leute nicht in e11 s6 eingruppieren? Lieber 10 Jahre in niedriger Stufe abhängen lassen und die Kündigung riskieren?

Weil man es schon immer so gemacht hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 19.05.2021 12:12
Das Problem sind halt auch die Stufenlaufzeiten, die ca. 20-35% des Gehalts vorenthalten, wenn man neu anfängt und trotzdem 100% leisten soll. Warum sollte man 100% geben, wenn man doch nur zu 70% bezahlt wird?
Richtig. Da es sich bei den Stufen ja ausdrücklich nicht um Erfahrungsstufen handelt, ist es zumindest aus dieser Sicht kaum sachlich zu begründen, warum ein Berufsanfänger weniger verdienen sollte, als ein langjähriger Mitarbeiter.
Ab Stufe 3 wird ja das Feigenblatt Leistung genommen. Denn theoretisch kann man ja einem minderleistenden Ewig in der Stufe 3 belassen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 19.05.2021 12:38
Auch ein Minderleister kann eine durchschnittliche oder überdurchschnittliche Leistung erbringen. Es kommt bei der tariflichen leistungsbedingten Hemmung des Stufenafstieges darauf an, ob der AN eine weit unterdurchschnittliche Leistung erbringt, nicht ob er dabei sein persönliches Leistungsvermögen angemessen ausschöpft.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.05.2021 15:07
Wobei doch keine Leistungskontrolle stattfindet und man das ja auch dokumentieren sowie beweisen muss (jedes Jahr aufs Neue) etc. Macht doch keiner. Wenn man sich nicht richtig unbeliebt macht, dann sitzt man nach 15 Jahren auf Stufe 6 und fertig.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 19.05.2021 15:19
Es gibt durchaus AG, die strukturierte Leistungsbewertungen durchführen und somit sehr wohl in der Lage wären, eine durchschnittliche und somit auch eine erheblich über- oder unterdurchschnittliche Leistung feststellen können. Die Beweislast liegt mitnichten beim AG. Möchte der AN die Entscheidung des AG gerichtlich angreifen, trifft ihn die Beweislast.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 19.05.2021 15:39
dann sitzt man nach 15 Jahren auf Stufe 6 und fertig.
Richtig, aber tariflich nicht automatisch, sondern nur weil der AG es nicht anders machen will.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 27.05.2021 21:37
Gibt nix. https://www.dbb.de/artikel/auftakt-der-branchentage.html
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: teclis22 am 27.05.2021 22:25
Ab 70.000 brutto p.a. würde ich meinen Job als Planungsingenieur wieder etwas ernster nehmen und ab 80.000€ würde ich mir vor lauter Zufriedenheit sogar Mühe geben. Für derzeit unter 60.000 sind 1-2% tatsächlich völlig egal.

Ähnlich.
Bei meinen <60.000 investiere ich was ich kann um mich nebenbei fortzubilden. Mein Job ist mir total wurscht.
Bei 65.000 würde ich als mindestniveau sehen für meinen Job.
Bei 70.000 werde ich anfangen mich wieder für das Arbeitsergebnis zu interessieren
bei 75.000 werde ich mich wieder richtig reinhängen
bei 80.000 gehe ich mit einem Dauergrinsen durch die Welt

So meine Wahrnehmung.

@DoDoBer sehr gute Formulierung von Dir :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 28.05.2021 08:08
Gibt nix. https://www.dbb.de/artikel/auftakt-der-branchentage.html

Sollen Sie nur machen. Im Anschluss wird wieder geweint, man findet kein fähiges Personal, Fachkräftemangel, blabla.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: teclis22 am 28.05.2021 13:51
Eine Frage die mich ohnehin mal interessieren würde:

Ist Fachkräftemangel eigentlich wirklich ein Problem ?

Selber habe ich mit PErsonalauswahl nichts zu tun. Höre das hat nur von Kollegen das man nichts passendes finden würde. Auf Nachfrage kommt dann allerdings schon raus das es Bewerber gibt die formal qualifiziert wären. Aber das Eine oder Andere was man sich vorstellt, dann doch nicht mitbringen.

Wenn man den eigenen Anspruch halt nur auf den 100% Kandidaten*in hochschraubt braucht man sich nicht wundern. Die Bereitschaft ein wenig selber die SOnderfähigkeit XY die man gerne hätte zu qualifizieren würde das wohl entzerren.

Daher meine Neugierig: kommt das echt vor das sich niemand bewirbt oder Bewerbungen formal nicht ausreichen ?

Finde ich spannend.

Viele Grüße,

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 28.05.2021 14:42
Eine Frage die mich ohnehin mal interessieren würde:

Ist Fachkräftemangel eigentlich wirklich ein Problem ?

Selber habe ich mit PErsonalauswahl nichts zu tun. Höre das hat nur von Kollegen das man nichts passendes finden würde. Auf Nachfrage kommt dann allerdings schon raus das es Bewerber gibt die formal qualifiziert wären. Aber das Eine oder Andere was man sich vorstellt, dann doch nicht mitbringen.

Wenn man den eigenen Anspruch halt nur auf den 100% Kandidaten*in hochschraubt braucht man sich nicht wundern. Die Bereitschaft ein wenig selber die SOnderfähigkeit XY die man gerne hätte zu qualifizieren würde das wohl entzerren.

Daher meine Neugierig: kommt das echt vor das sich niemand bewirbt oder Bewerbungen formal nicht ausreichen ?

Finde ich spannend.

Viele Grüße,

Es gibt Bereiche da stehen die Leute Schlange. Es gibt aber auch Bereiche, da bekommt man keinen. In der Regel ist das der MINT-Bereich. Laut dbb fehlen allein im öD 46.000 Informatiker. Wie soll man die mit den gebotenen Gehältern bekommen? Von Bauingenieuren etc. ganz zu schweigen.

Brandaktuell:

https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/fachkraeftemangel-in-der-technik-kehrt-in-verschaerfter-form-zurueck-17359407.html


„Jenseits des aktuellen Konjunkturhorizonts ist der absehbare Personalmangel in diesen Berufen aber noch größer: Während von den insgesamt 12 Millionen Mint-Facharbeitern und -Akademikern bis 2030 jährlich mehr als 330.000 altershalber ausscheiden, könnte die jährliche Zahl der Berufseinsteiger – soweit sie derzeit absehbar ist – nicht einmal diesen Ersatzbedarf decken. Zugleich deutet aber viel darauf hin, dass die Unternehmen in erheblichem Umfang zusätzliches Fachpersonal benötigen, um die Umbrüche hin zu digitalisierten und zugleich klimaschonenden Produktionsabläufen zu bewältigen.“

Der öD braucht zwingend eine Techniker/Ingenieur/IT-Entgelttabelle. Ansonsten wird das nichts mehr.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 28.05.2021 15:00
Daher meine Neugierig: kommt das echt vor das sich niemand bewirbt oder Bewerbungen formal nicht ausreichen ?
Wir haben mit BSC/FI  Ausschreibungen die zur EG12/EG10 führen noch keine Probleme.
Es ist aber in der Tat so, dass man auch keine echte Auswahl zwischen guten hat, sondern idR man das "Glück" hat, das einer der 3-5 Bewerber gut ist, der Rest inakzeptabel.

Und wenn ich sehe, dass wir in einigen Bereichen es schaffen durch den Einsatz eines guten Informatikers im Team mit 2-3 Sachbearbeitern die Arbeit gewuppt bekommen, die sonst ~10 SB gemacht haben, dann ist es monetär durchaus locker schaffbar, dem Informatiker mit entsprechenden Tätigkeiten/Entgelt zu versorgen.

Das wird aber leider durch viele Beamten verhindert, verzögert, nicht verstanden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 28.05.2021 15:37
Und wenn ich sehe, dass wir in einigen Bereichen es schaffen durch den Einsatz eines guten Informatikers im Team mit 2-3 Sachbearbeitern die Arbeit gewuppt bekommen, die sonst ~10 SB gemacht haben, dann ist es monetär durchaus locker schaffbar, dem Informatiker mit entsprechenden Tätigkeiten/Entgelt zu versorgen.

Gibt es dafür nicht die IT-Fachkräftezulage um mit einem Signingbonus oder einer monatlichen Zulage für das Mehr an Entgelt zu sorgen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TheHax0r am 28.05.2021 16:02
Das wird aber leider durch viele Beamten verhindert, verzögert, nicht verstanden.

100% zutreffend!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 28.05.2021 16:26
Gibt es dafür nicht die IT-Fachkräftezulage um mit einem Signingbonus oder einer monatlichen Zulage für das Mehr an Entgelt zu sorgen?
Im TV-L gibt es mWn noch keine IT-Fachkräftezulage.
Und ja, über eine Zulage kann man auch ein mehr an Entgelt generieren.
Aber was hätte das damit zu tun, dass man monetär Geld hätte um Informatiker (auch mit annähernd marktüblichen Gehältern) einzustellen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 28.05.2021 17:33
Das wird aber leider durch viele Beamten verhindert, verzögert, nicht verstanden.

100% zutreffend!
..da ist er wieder...der Beamte...Ursache allen Übels ;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 28.05.2021 18:39
Informatiker in gehoben Positionen oder mit Führungsverantwortung werden im öD max. e12-14 oder manchmal e15 vergütet. In der Wirtschaft in der Regel mit 100-160k oder aber mindestens 30% mehr als das Fußvolk. Im öd gibt 150-300€ Brutto mehr dafür, dass man den Laden schmeißt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 28.05.2021 20:05
Das wird aber leider durch viele Beamten verhindert, verzögert, nicht verstanden.

100% zutreffend!
..da ist er wieder...der Beamte...Ursache allen Übels ;D ;D ;D
Nein, nicht der Beamte. Sondern das System, das an den Stellen Beamte setzt.
Und eigentlich ja, etwas falsch formuliert:
Das wird leider durch die föderale Verwaltung und der Verwaltungs-Strukturen und der in diesen Strukturen Tätigen (mehrheitlich Beamte) verhindert, verzögert, nicht verstanden.
So besser formuliert?


Ich schrieb bewusst "viele Beamte", denn ich habe persönlich das Glück, dass ich in meiner direkten Umgebung mit Beamten zu tun habe, die da anders sind und mit mir gemeinsam daran arbeiten, den vielen Beamten, die Digitalisierung etc. noch nicht verstanden haben, zu erklären und zu überzeugen.
Bzgl. der Veränderungsgeschwindigkeit, die man aus der Verwaltung kennt, erreichen wir hier und da Überlichtgeschwindigkeit. 
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Beitrag von: Lothar57 am 28.05.2021 21:00
Eine Frage die mich ohnehin mal interessieren würde:

Ist Fachkräftemangel eigentlich wirklich ein Problem ?
[...]
Daher meine Neugierig: kommt das echt vor das sich niemand bewirbt oder Bewerbungen formal nicht ausreichen ?

Finde ich spannend.

Viele Grüße,

Im Schuldienst in NRW laufen Ausschreibungen für A15/E15 Stellen regelmäßig leer oder es findet sich nur eine einzige Bewerberin bzw. ein Bewerber. Aus diesem Singular wird dann die Bestenauslese vorgenommen. Der Grund: Viele Beamte scheuen diese Stellen, weil sie in der Regel mit sehr viel Mehrarbeit verbunden sind. Für TB sind diese Stellen zusätzlich uninteressant, da der materielle Zugewinn durch die stufenungleiche Höhergruppierung quasi auf Taschengeldniveau minimiert wird.
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Beitrag von: Spid am 28.05.2021 21:10
Ist ein Problem im Schuldienst in NRW nicht die starke Konkurrenz durch den Polizeidienst? Gleiche Klientel, aber man darf ihr mit einer Waffe gegenübertreten…
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Tagelöhner am 29.05.2021 08:02
 ;D made my day...
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Beitrag von: Bastel am 29.05.2021 11:13
Ist ein Problem im Schuldienst in NRW nicht die starke Konkurrenz durch den Polizeidienst? Gleiche Klientel, aber man darf ihr mit einer Waffe gegenübertreten…

Herrlich...
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Beitrag von: öfföff am 31.05.2021 18:31
Gibt es eigentlich eine Quelle zu der Aussage, dass bei dieser Tarifrunde die Belange der Beschäftigten von Unikliniken im Brennpunkt stehen sollen?
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 31.05.2021 23:38
Wurde bei der auftaktveranstaltung berichtet. Weiterhin hat der Bereich, so wie der Soziap- und Erziehungsdienst und die IT eigene Branchenkonferenzen und sind nicht mit den restlichen Branchen in einem Topf. Die Termine der Branchenkonferenzen ist auf der unverzichtbar Seite von verdi
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Beitrag von: A9A10A11A12A13 am 01.06.2021 00:57
Ich habe für mich mal die Ver.di Umfrage geöffnet. Nach drei Angaben war klar, das die Umfrage ergebnisgeschlossen ist: Es wird nach IT-Beruf gefragt... ::)  - Danach hab ich die Seite geschlossen.

Also werden die gleichen Forderungskataloge wie bei Dinner for no one rausgeholt.

Also wenn ich drei Wünsche hätte.

1. Ver.Di bring mich zum Lachen
2. Wenn das mit Ver.Di nicht so tragisch wär
3. Ver.Di bring mich zum Weinen
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Beitrag von: Spid am 01.06.2021 05:37
Wurde bei der auftaktveranstaltung berichtet. Weiterhin hat der Bereich, so wie der Soziap- und Erziehungsdienst und die IT eigene Branchenkonferenzen und sind nicht mit den restlichen Branchen in einem Topf. Die Termine der Branchenkonferenzen ist auf der unverzichtbar Seite von verdi

Also ging es bei Deiner Aussage nicht um die Tarifverhandlungen, sondern um Verdi-Geblubber zu deren Vorbereitung?
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Beitrag von: Highwaystar am 01.06.2021 09:47
Zur prozentualen Forderung:
Die Inflationsrate liegt inzwischen bei 2,5%...

Das sollte die absolute Untergrenze der Lohnsteigerung sein, für alle Entgeltgruppen.
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 01.06.2021 09:58
Wurde bei der auftaktveranstaltung berichtet. Weiterhin hat der Bereich, so wie der Soziap- und Erziehungsdienst und die IT eigene Branchenkonferenzen und sind nicht mit den restlichen Branchen in einem Topf. Die Termine der Branchenkonferenzen ist auf der unverzichtbar Seite von verdi
Also ging es bei Deiner Aussage nicht um die Tarifverhandlungen, sondern um Verdi-Geblubber zu deren Vorbereitung?
Ja, um folgenden Beitrag einen Hinweis zu geben,
Gibt es eigentlich eine Quelle zu der Aussage, dass bei dieser Tarifrunde die Belange der Beschäftigten von Unikliniken im Brennpunkt stehen sollen?
der sich wiederum vermutlich auf meinen anderen Beitrag bzgl. der Schwerpunkte bezog.

Also der Fokus bei den Tarifverhandlungen soll auf die Bereiche Unikliniken und die Gesundheitsberufe, Sozial- und Erziehungsdienst, sowie IT-Beschäftige gelegt werden.
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Beitrag von: Spid am 01.06.2021 10:01
Darum gehts ja: es gibt keine Aussage dazu, daß bei den Tarifverhandlungen der Fokus auf den genannten Bereichen liegen soll - außer Deiner eigenen.
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Beitrag von: öfföff am 01.06.2021 13:53
Naja wenn Sozialarbeiter bei dieser Auftaktveranstaltung dabei war, dann glaub ich ihm das schon. Hat mich nur interessiert woher die Info ist.
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Beitrag von: Spid am 01.06.2021 14:03
Ich glaube das @Sozialarbeiter auch. Er gibt aber lediglich eine Verdiinterne Schwerpunktsetzung wieder, die bei den anderen Beteiligten nicht geteilt werden muß - und für die sich die anderen Beteiligten nicht einmal interessieren müssen.
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Beitrag von: Bob Kelso am 01.06.2021 16:51
Ist ein Problem im Schuldienst in NRW nicht die starke Konkurrenz durch den Polizeidienst? Gleiche Klientel, aber man darf ihr mit einer Waffe gegenübertreten…

Herrlich...

... und dann noch die Schüler und Schülerinnen!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Seb6nf am 01.06.2021 21:42
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Tarifrunde 2021 beginnt bald und ich äußere mich hier zum ersten Mal!. Was die Gewerkschaften für Forderungen aufstellen ist noch nicht klar. Eindeutig klar hingegen ist jedoch der Umstand, dass die Corona-Krise besonders für die Pflege und die gesamten Tätigkeiten rund um Krankenhaus und Altenpflege eine enorm hohe Belastung darstellten und immer
noch darstellen. Die zweite sehr betroffene Gruppe sind die Familien. Diese sind sowohl in der Betreuung ihrer Kinder an sich, als auch finanziell sehr belastet. Der TVH trägt der Mehrbelastung von Familien mit der Kinderzulage Rechnung, ein Zeichen des Respekts. Warum der TV-L diese nicht mehr gewährt, ist für mich nicht verständlich und sollte vielleicht einmal in dem Kontext der Corona-Krise geprüft werden? Eine Tariferhöhung mit der Gießkanne ist der Bevölkerung sicher nicht zu vermitteln. Eine bessere Vergütung der am meisten betroffenen Arbeitnehmer (Beschäftigte im Gesundheitswesen und Familien) wäre doch möglicherweise eine Überlegung wert.

Ich möchte abschließend auf die Erläuterungen des Landes Hessen in dieser Sache hinweisen:
Das Land Hessen möchte Familien fördern und zahlt daher eine Kinderzulage!

Möglicherweise hält so ein Passus ja zukünftig auch bei den Ländern Einzug, die zur TdL gehören! In Bezug auf den Fachkräftemangel und verbeamtete Kollegen sicher nur fair und zukunftsweisend!

Viele Grüße Sebastian
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Beitrag von: Spid am 01.06.2021 21:54
Die Länder können als Länder ja Familien fördern, das ist ihnen unbenommen. Aber nicht als AG. Warum sollten Karnickelprämien jedoch dazu dienen, Fachkräfte zu gewinnen? Oder inwieweit wären sie ansonsten im Arbeitsverhältnis zu verorten? Sind Gerda Gebärfreudig und Hermann Samenschleuder irgendwie zwingend qualifiziert oder wenigstens qualifizierter als Frieda Frigide und Gustav Kinderfeind? Oder leistungsfähiger? Oder vielleicht doch einfach nur häufiger (kind-)krank? Und wo ist die enorm hohe Belastung in Pflege und Krankenhaus? TB sind zu Leistung mittlerer Art und Güte im vereinbarten Umfang verpflichtet - auch in den genannten Bereichen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Seb6nf am 01.06.2021 22:13
Ganz einfach, weil die Kinder der TB Ihre zukünftige Rente zahlen! Und Kinderzulagen als AG zu zahlen, ist sehr wohl eine originäre „Aufgabe“ einer modernen und familienfreundlichen Gesellschaft. Auch wenn das manch kinderlosem TB möglicherweise nicht passt. Und gerade in der Pandemie waren Familien besonders gebeutelt!

Viele Grüße

Sebastian
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 01.06.2021 22:19
Und was hat das alles mit dem Arbeitsverhältnis zu tun? Und gerade in der Pandemie waren AN mir Kindern eine besondere Belastung für die AG.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Seb6nf am 01.06.2021 22:29
Wenn man ganz kurzfristig denkt und den Horizont so niedrig wie möglich legt, mag man Ihren auf den ersten Blick folgen. Wenn man mal darüber nachdenken würde, dass gut qualifizierte AN ihren AG auch in Bezug auf Familienfreundlichkeit aussuchen, wird da möglicherweise doch ein Schuh draus!

Viele Grüße

Sebastian

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Beitrag von: Spid am 01.06.2021 22:36
Was haben Karnickelprämien mit Familienfreundlichkeit zu tun? Es handelt sich schlicht um einen leistungsfeindlichen Entgeltbaustein ohne Bezug zum Arbeitsverhältnis - wie eine Bierbauchprämie oder eine Feiert-die-Nächte-durch-Prämie.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Seb6nf am 01.06.2021 23:18
Sie wollen es nicht verstehen. Ihr gutes Recht. Kinderzulagen sorgen dafür, dass Familien finanziell ein klein wenig sorgenfreier leben können. Kleidung, Klassenfahrten und nicht zuletzt mehr Lebensmittel kosten Geld. Arbeitgeber die Familien mit Kinderzulagen fördern sind attraktiver. Da können Sie noch solche despektierliche Bezeichnungen verwenden. Es ist eine Tatsache.
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Beitrag von: Spid am 02.06.2021 05:54
Sie sind dann in erster Linie attraktiver in den unteren Einkommensbändern, in denen es um jederzeit ersetzbare Drohnen geht und in denen der öD ohnehin im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überzahlt - und auch keine Probleme mit der Personalgewinnung hat. Oder soll es die Karnickelprämie nicht als Festbetrag, sondern in x% des Gehalts geben? Und nur für Fachkräfte, an denen es mangelt?
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Beitrag von: Tagelöhner am 02.06.2021 08:04
Und für was zahlt der Staat dann noch Kindergeld und zieht ledige Arbeitnehmer über die Lohnsteuerklasse 1 stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heran? Kinderreiche Lebensentwürfe sind doch bereits privilegierter, vom persönlichen Lebensglück durch den eigenen Spross ganz zu schweigen und bedürfen daher gerade keiner weiteren Besserstellung im Arbeitsverhältnis.

Es wird eher mal wieder Zeit an ledige Arbeitnehmer zu denken, die die ausgefallenen Arbeitskapazitäten der kinderreichen Arbeitnehmer zum Teil mit abfangen mussten und dadurch u.U. einer Mehrbelastung ausgesetzt waren  ;D  ;)
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Beitrag von: Tagelöhner am 02.06.2021 08:11
Ganz einfach, weil die Kinder der TB Ihre zukünftige Rente zahlen!

Dieses Argument hört man ja gerne...es ist aber in der Pauschalität nicht haltbar. Was wenn die Kinder an die Futtertröge der Beamtenschaft wollen, ins Ausland auswandern oder einfach nur übliche niedrigqualifizierte Nichtsnutze abgeben und dadurch der Gesellschaft noch auf der Tasche liegen bzw. nicht nennenswert in die sozialen Sicherungssysteme einzahlen?

Das aktuelle Rentensystem bedarf sowieso einer grundlegenden Reform, da es sich als zunehmend weniger tragfähig herausstellen wird und kräftig bezuschusst werden muss um Leistungsempfänger und Beitragszahler nicht über ein erträgliches Maß hinaus zu verärgern.
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Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 08:26
Ganz einfach, weil die Kinder der TB Ihre zukünftige Rente zahlen!
Das wäre mir neu, dass Kinder meine zukünftige Rente zahlen, ich dachte immer, das würden sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer machen.
Zitat
Und Kinderzulagen als AG zu zahlen, ist sehr wohl eine originäre „Aufgabe“ einer modernen und familienfreundlichen Gesellschaft.
Ich finde nicht, dass die Gesellschaft durch einen AG vertreten werden soll, sondern eher durch den Staat.
Also sollte auch der Staat eine Kinderzulage verteilen, z.B. in dem er die Rente um einen an dem Sozialversicherungsbeitrag der eigenen Kinder gekoppelten Betrag erhöht.

Wer einzahlende Kinder produziert (und nicht arbeitsscheue, Selbständige oder Beamte) der erhält mehr Rente: Das nennt sich Generationen Vertrag!

Das ist ja heute technisch keine große Sache mehr.
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Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 08:30
Und für was zahlt der Staat dann noch Kindergeld und zieht ledige Arbeitnehmer über die Lohnsteuerklasse 1 stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heran?
Inwiefern würden verheiratete Arbeitnehmer in Lohnsteuerklasse 4 weniger Stark zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen?
Und wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es Kinderfreibeträge, weil grundgesetzlich festgelegt ist, dass dein Einkommen, welches du zum Überleben brauchst nicht versteuert werden darf, oder?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Kaiser80 am 02.06.2021 08:50
Inwiefern würden verheiratete Arbeitnehmer in Lohnsteuerklasse 4 weniger Stark zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen?
Pssst...sag es nicht weiter,  aber es  könnte am Ehegattensplitting liegen dass sie (%) weniger stark herangezogen werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 02.06.2021 09:40
Sie sind dann in erster Linie attraktiver in den unteren Einkommensbändern, in denen es um jederzeit ersetzbare Drohnen geht und in denen der öD ohnehin im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überzahlt - und auch keine Probleme mit der Personalgewinnung hat. Oder soll es die Karnickelprämie nicht als Festbetrag, sondern in x% des Gehalts geben? Und nur für Fachkräfte, an denen es mangelt?

Was verstehst du unter Drohnen? Wir hatten hier im Frühjahr 32 Bewerbungen für einen Handwerksmeister und ganze 4 für Reinigungskräfte. Zumindest wenn ich "Mein Name ist.... ich suchen Arbeit..." auch als Bewerbung rechne. ???
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 02.06.2021 09:47
Dann bezahlt Ihr wohl den Putzen zu wenig...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 09:48
Alle jederzeit austauschbaren Kräfte sind Drohnen. Das gilt auch für Reinigungskräfte, sofern es keine spezialiserten undqualifizierten Kräfte sind. Daran ändern auch Vorbringungen anekdotischer Relevanz nichts.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 12:06
Inwiefern würden verheiratete Arbeitnehmer in Lohnsteuerklasse 4 weniger Stark zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen?
Pssst...sag es nicht weiter,  aber es  könnte am Ehegattensplitting liegen dass sie (%) weniger stark herangezogen werden.
Nein, sie zahlen nicht weniger Steuern.
Wenn zwei Ledige 40T€ jeweils verdienen oder zwei verheiratete jeweils 40T€ verdienen, dann kommt doch exakt das gleiche in den Steuersäckel.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 12:10
Bereits bei 40.001€ und 39.999€ ergibt sich bei Zusammenveranlagung eine Steuerersparnis von über einem Euro.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 12:15
Bereits bei 40.001€ und 39.999€ ergibt sich bei Zusammenveranlagung eine Steuerersparnis von über einem Euro.
In der Est-Jahreserklärung?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 12:19
Ja, klar. Das Ehegattensplitting wirkt ja über die Minderung des progressiven Grenzsteuersatzes.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 12:25
Ein Ehepaar mit 40.001€ und 39.999€ Einkommen
zahlt doch genauso viel Steuern wie ein 2xSingle mit 40T€
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 12:35
Nein.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 12:54
Nein.

Stimmt nicht. Du hast recht mit
Ein Ehepaar mit 40.001€ und 39.999€ Einkommen
zahlt doch genauso viel Steuern wie ein 2xSingle mit 40T€

Aber zu vergleichen wären ja ein Ehepaar und 2 Single mit 40.001€ vs. 39.999€ Einkommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 13:19
Nein.
Schlimmer noch, wenn der/die/das eine 80T€ verdient und der/die/dasdas Haus hütet dann zahlt das verheiratet Paar sogar mehr Steuern, da nur einmal der Pauschbetrag abgezogen wird  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 13:48
Da der AN-Pauschbetrag einen Steuervorteil von mehr als 8.000€ bei gemeinsamer Veranlagung ausgleichen müßte, ist das schlicht nicht der Fall.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 14:22
Da nur ein Arbeitnehmer den Arbeitnehmerpauschbetrag beanspruchen kann, kann eine nicht arbeitende Hausfrau/mann auch bei der gemeinsamen Veranlagung keinen Arbeitnehmerpauschbetrag steuermindernd einbringen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 14:35
Das ist unbestritten, ändert aber nichts an meiner Aussage.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 02.06.2021 15:00
Warum sollten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter fürs Kinderkriegen bezahlen? Das finde ich nicht gut. Kindersubventionierung muss über Bund und Land erfolgen, nicht über Arbeitgeber.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 15:42

Nun wenn man die anderen Dinge nicht berücksichtigt, dann sind es halt 79T€ zu versteuerndes Einkommen vs. 78T€ zu versteuerndes Einkommen, rate mal wer mehr Steuern zahlt.
Also zahlt der alleinverdienende Ehegatte mehr Steuern, als wenn er eine mitverdienende Gattin hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 16:00
Welche "anderen Dinge" soll man denn unberücksichtigt lassen? Das Ehegattensplitting, um das es ging?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.06.2021 16:10
Nein.

Stimmt nicht. Du hast recht mit
Ein Ehepaar mit 40.001€ und 39.999€ Einkommen
zahlt doch genauso viel Steuern wie ein 2xSingle mit 40T€
Aber zu vergleichen wären ja ein Ehepaar und 2 Single mit 40.001€ vs. 39.999€ Einkommen.
Der eine Euro macht 0€ unterschied bei der Besteuerung.

Ein 80T€ Alleinverdiener Ehepaar zahlt mehr Steuern (~340€ mehr), als zwei nicht miteinander verheiratete Steuerzahler mit 39T€ und 41T€ Einkommen. letztere zahlen bei gleicher Einkommensverteilung jedoch max 4€ im Jahr mehr Steuern als ein Ehepaar mit der 39T€/41T€ Einkommensverteilung.
Edit: Die Unverheirateten zahlen damit weniger Steuern als der 80T€ Alleinverdiener.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 16:15
Der eine Euro wirkt sich durch das Ehegattensplitting bereits aus - und zwar mit mehr als einem Euro Steuerersparnis.

Und jemand mit 80.000€ zvE zahlt mehr Einkommenssteuer als jemand mit 2.000€ zvE. So what. Wenn Du die steuerlichen Vorteile des Ehegattensplittings untersuchen möchtest, mußt Du ceteris paribus vergleichen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Alitalia am 02.06.2021 20:31
Zum ursprünglichen Thema:
- Beibehaltung der aktuell geltenden wöchentlichen Arbeitszeit
- stufengleicher Aufstieg bei Erhalt einer höheren EGr.
- wieder 100% Weihnachtsgeld
- min. Inflationsausgleich
- kostenloses Öffiticket für die Fahrt zur Arbeit
- bessere IT Ausstattung und Digitalisierung (ist aber wohl der falsche Ort dafür)

Realistisch werden sie an der wöchentlichen Arbeitszeit rumprokeln, stufengleicher Aufstieg fliegt (sofern im Katalog überhaupt vorhanden) sowieso mit als erstes raus. Wenn sie das Weihnachtsgeld unangetastet lassen können wir schon froh sein.
Einen Inflationsausgleich wird es nur in Bezug auf das letzte Jahr geben und da war die Inflation ja recht niedrig, auch aufgrund der temporären Mehrwertsteuersenkung. Das jetzt eine starke Inflation auf uns zukommt wird ignoriert werden. An sich müsste man allein deshalb schon dieses Jahr eine Entgelterhöhung von 2,5% und 3% im nächsten Jahr erhalten. Das wäre in der aktuellen Lage aber keinem außerhalb des Öffentlichen Dienstes zu vermitteln, auch wenn wir in wirtschaftlich starken Zeiten dafür immer kaum etwas bekommen haben.
Das Argument der leeren Kassen kennt man ja seit Jahrzehnten. Das man seit Jahren aber auch kein Personal gewinnen oder gar auf Dauer binden kann, ist eine traurige Realität. Selbst verbeamtete Personen (2. Einstiegsamt 1. Laufbahngruppe hauptsächlich) verlassen mitunter den Öffentlichen Dienst.
Mit diesen Minierhöhungen, ausbleibender Digitalisierung in der Breite und der allgemeinen Einstellung kleckern statt klotzen wird man nie weiter kommen. In 10 Jahren bricht das ganze Konstrukt eh zusammen, wenn sich bis dahin nicht etwas massiv geändert hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Seb6nf am 02.06.2021 21:26
Ich muss schon etwas schmunzeln, wenn hier von Kinderzulagen ausgehend, plötzlich vom Ehegattensplitting gesprochen wird. Was hat denn bitte das eine mit dem anderen zu tun? Nochmal: Kinderzulagen attraktivieren einen Arbeitsplatz und haben eine hohe, sinnvolle soziale Komponente. Auch wenn es dem ein oder anderen Kinderlosen vielleicht nicht passt. Aber es bleibt auch diesen Nörglern zu sagen: Eine Gesellschaft ohne Kinder ist nichts.

Schönen Abend allerseits!

Viele Grüße

Sebastian
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 21:33
Da es bei Arbeitsverhältnissen nicht um die Gesellschaft, sondern um den Tausch von Arbeit gegen Geld geht, trägt auch Dein neuerlicher Versuch, Karnickelprämien zu bewerben, nicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Seb6nf am 02.06.2021 21:36
Doch doch, nur willst du das nicht verstehen. Dein gutes Recht, aber kein objektives Argument. Deine despektierliche Ausdrucksweise sagt ansonsten viel aus über dich.

Kinderzulagen machen einen AG attraktiver für Fachkräfte mit Kindern.

Viele Grüße

Sebastian
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 02.06.2021 21:38
: Eine Gesellschaft ohne Kinder ist nichts. 

Sebastian

Wie bereits erläutert wurde, bringen Heranwachsende Hartzis nichts der Gesellschaft.
Sieht man ja an unseren geschenkten Goldstücken.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 02.06.2021 21:39
Doch doch, nur willst du das nicht verstehen. Dein gutes Recht, aber kein objektives Argument. Deine despektierliche Ausdrucksweise sagt ansonsten viel aus über dich.

Kinderzulagen machen einen AG attraktiver für Fachkräfte mit Kindern.

Viele Grüße

Sebastian

Und was ist, wenn gerade keine Fachkräfte mit Kindern auf dem Markt sind?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 02.06.2021 21:40
Kinderzulagen machen einen AG attraktiver für Fachkräfte mit Kindern.
joa... aber wieso sollte ein AG speziell um kinderreiche Fachkräfte buhlen? Welchen Vorteil hätte er davon?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 02.06.2021 21:47
Doch doch, nur willst du das nicht verstehen. Dein gutes Recht, aber kein objektives Argument. Deine despektierliche Ausdrucksweise sagt ansonsten viel aus über dich.

Kinderzulagen machen einen AG attraktiver für Fachkräfte mit Kindern.

Viele Grüße

Sebastian

Und ein attraktives Gehalt für Fachkräfte macht AG attraktiver für Fachkräfte - sowohl solche ohne Kinder als auch solche, die durch Kinder behindert werden. Sofern die Karnickelprämie unterschiedslos gezahlt wird, schmeißt man hingegen Geld für Personal raus, für das man ohnehin nicht attraktiver werden und das man auch nicht binden muß. Das fehlt dann, um Fachkräfte vernünftig bezahlen zu können. Ergo senken Karnickelprämien die Attraktivität für Fachkräfte insgesamt und lediglich etwas weniger für jene, die sich bereits reproduziert haben oder sich ein Balg haben unterschieben lassen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 02.06.2021 23:32
Meine Wünsche wären:

- 100% JSZ für alle EG
- VWL auf 40 Euro
- Erhöhung exakt um den Inflationswert von 2021
- Keine Sockelbeträge sondern prozentuale Erhöhung für alle EG identisch
- Entgelt der Stufe 6 zusätzlich um 2% erhöhen
- Wochenarbeitszeit um 1h senken
- Bei Höhergruppierungen weiterhin das gültige Prozedere, kein stufengleiches HG!


Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 03.06.2021 07:28
Der eine Euro wirkt sich durch das Ehegattensplitting bereits aus - und zwar mit mehr als einem Euro Steuerersparnis.

Und jemand mit 80.000€ zvE zahlt mehr Einkommenssteuer als jemand mit 2.000€ zvE. So what. Wenn Du die steuerlichen Vorteile des Ehegattensplittings untersuchen möchtest, mußt Du ceteris paribus vergleichen.
Du irrst.
Der eine Euro hat keine monetäre Auswirkung auf die zu zahlende Steuer.
Ein Ehepaar mit einem Alleinverdiener mit einem Bruttoeinkommen von 80T€ zahlt mehr Steuern als zwei unverheiratete deren Einkommen nur um ein paar Tausend Einkommen auseinander liegen und zusammen 80T€ ausmachen. So what.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 03.06.2021 07:33
Kinderzulagen machen einen AG attraktiver für Fachkräfte mit Kindern.
Und ein Fachkräftezulage machen AG attraktive für Fachkräfte mit und ohne Kinder.
Was wir nicht brauchen ist eine Kinderzulage für AN, die auch ohne Kinderzulage beim öD arbeiten würden.
Bei den EG3-EG6 Stellen stehen bei uns die Leute schlange, da ist eine Kinderzulage rausgeschmissenes Geld, was uns bei den Fachkräften fehlt.
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Beitrag von: Spid am 03.06.2021 07:34
Der eine Euro wirkt sich durch das Ehegattensplitting bereits aus - und zwar mit mehr als einem Euro Steuerersparnis.

Und jemand mit 80.000€ zvE zahlt mehr Einkommenssteuer als jemand mit 2.000€ zvE. So what. Wenn Du die steuerlichen Vorteile des Ehegattensplittings untersuchen möchtest, mußt Du ceteris paribus vergleichen.
Du irrst.
Der eine Euro hat keine monetäre Auswirkung auf die zu zahlende Steuer.
Ein Ehepaar mit einem Alleinverdiener mit einem Bruttoeinkommen von 80T€ zahlt mehr Steuern als zwei unverheiratete deren Einkommen nur um ein paar Tausend Einkommen auseinander liegen und zusammen 80T€ ausmachen. So what.

Nein, ich irre mich nicht.

Und welchen Sinn macht es, Alleinverdiener mit Doppelverdienern zu vergleichen?
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Beitrag von: WasDennNun am 03.06.2021 08:06
Nein, ich irre mich nicht.
Dann scheinst du nicht rechnen zu können.
Zitat
Aber zu vergleichen wären ja ein Ehepaar und 2 Single mit 40.001€ vs. 39.999€ Einkommen.
Das ergibt 0 € Unterschied in der Besteuerung.
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Beitrag von: Spid am 03.06.2021 08:10
Nein.
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Beitrag von: Lothar57 am 03.06.2021 11:34
Meine Wünsche wären:
[...]
- Bei Höhergruppierungen weiterhin das gültige Prozedere, kein stufengleiches HG!
Warum?
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Beitrag von: Highwaystar am 04.06.2021 10:36
Lothar57,
weil er vermutlich davon persönlich nicht profitieren würde, dies aber ca. 0,02 Prozent Lohnerhöhung kosten könnte...
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Beitrag von: Spid am 04.06.2021 10:45
Wenn man Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen - für die ja ohnehin ein eigenes Eingruppierungsrecht gilt und mit denen man es ja bekanntlich auch machen kann - von der stufengleichen Höhergruppierung ausnähme, würden sich die AG wohl kaum noch dagegen sträuben.
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Beitrag von: Romain1974 am 04.06.2021 12:01
Moin, ich bin neu im TV-L ab August und komme aus dem Bahnbereich mit 100% Weihnachtsgeld und Wahlmodel mehr Urlaub , Arbeitszeitverkürzung oder mehr Geld. eventuell ist das eine Möglichkeit mal aus der starren Position rauszukommen. Jeder sucht sich das was er für sinnvoll erachtet aus immer für ein Jahr dann kann man wechseln.

Es soll ja im Tarif für den Bund ein sogenanntes Trennungsgeld geben ab 30 Km habe ich gehört.
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Beitrag von: Lothar57 am 04.06.2021 14:41
Lothar57,
weil er vermutlich davon persönlich nicht profitieren würde, dies aber ca. 0,02 Prozent Lohnerhöhung kosten könnte...

Die stufengleiche Höhergruppierung ist vor allem in den zweistelligen Entgeltgruppen interessant, die man im Schuldienst findet. Hier geht es trotz Garantiebetrag um Differenzen von mehreren hundert Euro. Das ist eine echte Ehrgeizbremse.

In den unteren Entgeltgruppen kommt der Garantiebetrag meist sehr nah an das stufengleiche Niveau .

Solidarität ist bei Tarifverhandlungen ist wichtig, aber keine Einbahnstraße. Wer auf Dauer die Solidarität der höheren Entgeltgruppen haben möchte, muss auch bereit sein, deren berechtigte Forderungen zu unterstützen.
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Beitrag von: Otto1 am 04.06.2021 15:44
Lothar57,
weil er vermutlich davon persönlich nicht profitieren würde, dies aber ca. 0,02 Prozent Lohnerhöhung kosten könnte...

Die stufengleiche Höhergruppierung ist vor allem in den zweistelligen Entgeltgruppen interessant, die man im Schuldienst findet. Hier geht es trotz Garantiebetrag um Differenzen von mehreren hundert Euro. Das ist eine echte Ehrgeizbremse.

In den unteren Entgeltgruppen kommt der Garantiebetrag meist sehr nah an das stufengleiche Niveau .

Solidarität ist bei Tarifverhandlungen ist wichtig, aber keine Einbahnstraße. Wer auf Dauer die Solidarität der höheren Entgeltgruppen haben möchte, muss auch bereit sein, deren berechtigte Forderungen zu unterstützen.

lol.

Fachkräfte werden neben dem Gesundheitssektor hauptsächlich ab EG 10 gesucht. Hier fehlen Ingenieure, Techniker, Informatiker, etc. Es ist absolut lächerlich, dass die Gewerkschaft, als auch die Arbeitgeber das Problem nicht angehen.

Was für die höheren EGs helfen würde wären:

Reduktion der Stufen. Bspw. 1, 3 und 6 nach jeweils 2 Jahren.

Deutlichere Unterschiede für Führungsverantwortung.

100 % JSZ (am Besten auf jeden Monat des Jahres auszahlbar).

Stufengleiche Höhergruppierung.

Strukturelle Änderungen, sodass sich EG 12 und EG 13 deutlich unterscheiden.

Aufwertung der höheren Stufen. Es kann nicht sein, dass ab E12 keine nennenswerte Gehaltssteigerungen für Tarifbeschäftigte mehr möglich sind. E13 und E14 ergeben effektiv 150 € netto mehr. E15 350 €. Wohingegen sich die Verantwortung nicht nur gefühlt verdreifacht.
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Beitrag von: Spid am 04.06.2021 15:51
Vertreten die Gewerkschaften denn überhaupt Fachkräfte?
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Beitrag von: Otto1 am 04.06.2021 15:55
Vertreten die Gewerkschaften denn überhaupt Fachkräfte?

Selbstverständlich nicht.  8)

Außer du definierst Fachkraft so: https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCllabfuhr#Beruf
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Beitrag von: Lothar57 am 04.06.2021 19:25
Man könnte unken, dass die Aufstiegsmöglichkeiten für TBs deshalb so unattraktiv gestaltet sind, damit sie den Beamten bei einer Bewerbung nicht in die Quere kommen. Aber das ist natürlich Quatsch.  ;)

Richtig ist, dass die öffentlichen AGs mit solchen Tarifregelungen die Führungskräfte heranziehen, die sie verdient haben.
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Beitrag von: Otto1 am 04.06.2021 23:44
Man könnte unken, dass die Aufstiegsmöglichkeiten für TBs deshalb so unattraktiv gestaltet sind, damit sie den Beamten bei einer Bewerbung nicht in die Quere kommen. Aber das ist natürlich Quatsch.  ;)

Richtig ist, dass die öffentlichen AGs mit solchen Tarifregelungen die Führungskräfte heranziehen, die sie verdient haben.

Es wird ja auch nur Anwesenheit als Leistungsnachweis verlangt. Von daher…
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Beitrag von: Dienstbeflissen am 05.06.2021 16:11
Lothar57,
weil er vermutlich davon persönlich nicht profitieren würde, dies aber ca. 0,02 Prozent Lohnerhöhung kosten könnte...

Die stufengleiche Höhergruppierung ist vor allem in den zweistelligen Entgeltgruppen interessant, die man im Schuldienst findet. Hier geht es trotz Garantiebetrag um Differenzen von mehreren hundert Euro. Das ist eine echte Ehrgeizbremse.

In den unteren Entgeltgruppen kommt der Garantiebetrag meist sehr nah an das stufengleiche Niveau .

Solidarität ist bei Tarifverhandlungen ist wichtig, aber keine Einbahnstraße. Wer auf Dauer die Solidarität der höheren Entgeltgruppen haben möchte, muss auch bereit sein, deren berechtigte Forderungen zu unterstützen.

lol.

Fachkräfte werden neben dem Gesundheitssektor hauptsächlich ab EG 10 gesucht. Hier fehlen Ingenieure, Techniker, Informatiker, etc. Es ist absolut lächerlich, dass die Gewerkschaft, als auch die Arbeitgeber das Problem nicht angehen.

Was für die höheren EGs helfen würde wären:

Reduktion der Stufen. Bspw. 1, 3 und 6 nach jeweils 2 Jahren.

Deutlichere Unterschiede für Führungsverantwortung.

100 % JSZ (am Besten auf jeden Monat des Jahres auszahlbar).

Stufengleiche Höhergruppierung.

Strukturelle Änderungen, sodass sich EG 12 und EG 13 deutlich unterscheiden.

Aufwertung der höheren Stufen. Es kann nicht sein, dass ab E12 keine nennenswerte Gehaltssteigerungen für Tarifbeschäftigte mehr möglich sind. E13 und E14 ergeben effektiv 150 € netto mehr. E15 350 €. Wohingegen sich die Verantwortung nicht nur gefühlt verdreifacht.

Die Eingruppierung in EG12 erfordert ein besonders hohes Maß an Verantwortung die EG13 hingegen gar keine. Es ist eher zu bemängel, dass E12 Tätigkeiten nicht besser bezahlt werden als E13 Tätigkeiten.
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Beitrag von: Spid am 05.06.2021 16:24
Genau das ist bei Ingenieuren und ITlern eben nicht zutreffend.
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Beitrag von: Dienstbeflissen am 05.06.2021 16:35
Für diese Randgruppen ist es etwas durchlässiger geworden, ist doch gut und ermöglicht für viele den Aufstieg ohne die sonst meist notwendige einschlägige Ausbildung.

Für den Teil I der Entgeltordnung gilt, dass E12 Tätigkeiten, aufgrund der damit verbundenen Merkmale eigentlich besser bezahlt werden müssten, als die mit einer E13 befundenen Merkmale.

In der US Navy wird ein Master Chief auch besser bezahlt, als ein Lieutenant und ein Chief warrant officer auch besser als ein Commander..
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Beitrag von: Spid am 05.06.2021 16:41
Inwiefern wäre da etwas "durchlässig" geworden? Was für ein Aufstieg? Inwiefern wäre eine "einschlägige Ausbildung" ansonsten bei E13 relevant? Der Beitrag, auf den Du geantwortet hast, bezog sich explizit auf "Ingenieure, Techniker, Informatiker, etc." - weshalb Vorbringungen, die sich auf den allg. Teil beziehen, wenig sinnvoll sind.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 05.06.2021 16:42

Die Eingruppierung in EG12 erfordert ein besonders hohes Maß an Verantwortung die EG13 hingegen gar keine. Es ist eher zu bemängel, dass E12 Tätigkeiten nicht besser bezahlt werden als E13 Tätigkeiten.

Warum ist das eigentlich so? Warum hat man dieser "wertvolleren" Tätigkeiten nicht in die etwas "wertvollere" EG 13 reingeschrieben und aus der EG 12 rausgelöscht??
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Beitrag von: Spid am 05.06.2021 16:47
Weil die TVP sich anders geeinigt haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 05.06.2021 16:53
Für die IT wurde doch in der E13 Fg. 1 Verantwortung herangezogen, oder nicht? Eine notwendige Ausbildung ist dort nicht mehr vorgesehen.
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Beitrag von: Spid am 05.06.2021 17:02
Und was hätte das jetzt mit Aufstieg oder Durchlässigkeit zu tun?
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Beitrag von: Dienstbeflissen am 05.06.2021 17:08
Und was hätte das jetzt mit Aufstieg oder Durchlässigkeit zu tun?
Büroleute kommen mit dem verantwortungsmerkmal in die EG12, weil ab EG13 in der Regel ein wissenschaftliches Hochschulstudium erforderlich ist. ITler mit gleichwertiger Bildung kommen mit dem verantwortungsmerkmal in die EG13 ohne wiss. Hochschulabschluss. Für die ITler ist die Tabelle damit in der Praxis durchlässiger geworden.

Es geht ja darum, dass das Merkmal Verantwortung besser bezahlt wird, egal wie die dazugehörige EG bezeichnet wird.
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Beitrag von: Spid am 05.06.2021 17:16
In der Tabelle gibt es überhaupt keine Barrieren, weshalb sie auch nicht durchlässiger werden kann. In der EGO gibt es ebensowenig Barrieren, denn sie regelt lediglich die Eingruppierung. Tariflich war es immer schon möglich, einen grenzdebilen Schulabbrecher als Apotheker zu beschäftigen - was ihm auch eine Eingruppierung in E13 bescherte.
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Beitrag von: WasDennNun am 05.06.2021 18:28
Es geht ja darum, dass das Merkmal Verantwortung besser bezahlt wird, egal wie die dazugehörige EG bezeichnet wird.
Warum?
Wenn ich Teamleiter von ne Horde Schreibkräfte bin soll ich EG13 bekommen (überspitz gesagt).

Klar sollte derjenige, der Verantwortung übernimmt, entsprechend besser bezahlt werden, als die MA die ihm zuarbeite werden.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 05.06.2021 18:36
Klar sollte derjenige, der Verantwortung übernimmt, entsprechend besser bezahlt werden, als die MA die ihm zuarbeite werden.

Also genau das, was @Dienstbeflissen ausgeführt hat:

Es geht ja darum, dass das Merkmal Verantwortung besser bezahlt wird, egal wie die dazugehörige EG bezeichnet wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 05.06.2021 20:03
Naja, Vorgesetzter einer Horde Schreibkräfte oder Oberhausmeister zu sein entspricht ja nicht dem besonderen Maß der Verantwortung im tariflichen Sinne.

@Spid: Das ist klar. Und es sieht ja nunmal in der Praxis anders aus. Nämlich so, dass ab EG13 ein wiss. Hochschulstudium benötigt wird. Auch für entsprechend bewertet IT-Stelle in Vergangenheit. Nun ist es für jedenfalls auch für die Personalabteilung aus Hintertupfingen leichter möglich auch FH-Absolventen u.ä. entsprechend EG13 zu bezahlen. Dadurch wird, jedenfalls in der Praxis die Tabelle durchlässiger.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 05.06.2021 20:12
Es ist auch in der Praxis so, daß die EGO lediglich die Eingruppierung regelt - ebenso wie eine Fingerschale auch in der Praxis eine Fingerschale bleibt, auch wenn ein Crétin sie austrinkt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 05.06.2021 20:19
Keine Ahnung wie hoch der Anteil derer ist, die aus Fingerschalen trinken. Der Anteil der AG, die die EGO falsch Anwesen ist jedoch zumindest nicht gering und für viele stellt die EG13 eine Schranke dar an deren Durchquerung eine wiss. Hochschulstudium gekoppelt ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 05.06.2021 20:26
Das hat aber keinen Bezug zu den tariflichen Regelungen, sondern lediglich dazu, daß es halt AG gibt, die minderwertiger Ausschuss sind und/oder solchen in personalverantwortlicher Stellung beschäftigen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Suntzu am 06.06.2021 06:50
Und was hat das alles mit dem Arbeitsverhältnis zu tun? Und gerade in der Pandemie waren AN mir Kindern eine besondere Belastung für die AG.

Um hier mal in die Diskussion einzusteigen:

Diese besondere Belastung der AG ist durch jenen Verantwortlichkeiten verschuldet worden, welche durch Kinderlosigkeit die Empathie zur Familie fehlt.

Aber warum sollten TB, bei gleicher Tätigkeit eines Beamten, diese Zuschlag verwehrt werden? Ich meine, korrigiere mich bitte, das die Einkommensstruktur eines Beamten so ist weil diese ja weniger im Vergleich zur privaten Wirtschaft verdienen? D.h. TB sind noch schlechter gestellt, bei gleicher Tätigkeit?

Oder um es anders auszuführen. In meiner Region kostet der Kita Platz ca 360 bis 500 Eur. Je nach Einrichtung. D.h. diese Kosten muss ich von meinem Netto Lohn bezahlen. Wenn ein privates Unternehmen mir die Übernahme der Kita und Kindergartenkosten anbietet. Da muss ich nicht länger überlegen was dies in brutto bedeutet, was ich als TB Beschäftigter allein daraus verdienen müsste. Ich gebe da mein Vorredner schon Recht das dies für die Wahl des zukünftigen AN entscheident ist. Kinderlose verantwortliche fehlt da die Empathie für die Belange der Familien.

Auch die Verantwortung gegenüber dem Job ist eine andere wenn man eine Familie im Hintergrund versorgt werden muss. Es ist eben was anderes wenn man nur für sich selbst Verantwortung tragen muss. ALG2 egal... Bei Kinder ?

Auch muss man etwas weiter denken. Bei mir in der Region ist der Wohnraum für Familien nicht mehr erschwinglich (bei durchschnittliches Medianeinkommen). Ordnet mal da den TB ein.

Zu dem durch die Senioren Treffs (Stadträte, kommunal Politik) mit fehlenden Blick für Familien und jüngere Generationen und den Verwaltungen mit der Kernkompetenz so wenig Aufwand, so wenig denken wie möglich. Werden in Ballungsräumen 2 bis 3 Zimmer und 1 Zimmer Wohnungen generiert mit max. Ertrag auf dem m2 zu generieren.

Das wirkt sich zwangsläufig auch auf die Wahl des AG aus. Fachkräftemangel im ÖD?

Die Probleme kann der Tarifvertrag allein nicht lösen. Kann aber ein Teil der Lösung sein, wenn die Beschäftigen das wert sind.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 06.06.2021 07:41
Gefühlchen sind für das Arbeitsverhältnis unbeachtlich. Beamte werden alimentiert, AN erhalten eine Vergütung für ihre Arbeitsleistung - und die steigt nicht durch Reproduktion, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Fachkräfte zeichnen sich nicht durch Reproduktion aus, weshalb das unterschiedslose Zahlen einer Karnickelprämie eben nicht zu deren Gewinnung führt, weil dadurch finanzielle Ressourcen gebunden werden, die man für deren Vergütung aufwenden könnte - was dann wirklich Fachkräfte und nicht jede Gerda Gebärfreudig und jeden Hermann Samenschleuder anzöge.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 06.06.2021 08:06
Und was hat das alles mit dem Arbeitsverhältnis zu tun? Und gerade in der Pandemie waren AN mir Kindern eine besondere Belastung für die AG.

Um hier mal in die Diskussion einzusteigen:

Diese besondere Belastung der AG ist durch jenen Verantwortlichkeiten verschuldet worden, welche durch Kinderlosigkeit die Empathie zur Familie fehlt.
Vielleicht aber auch von Kinderreichen, die zwischen Arbeit und Privatem trennen. Oder aber die sich sagen, wenn ich es hinbekomme, dann können die anderen es auch hinbekommen.

Zitat
Aber warum sollten TB, bei gleicher Tätigkeit eines Beamten, diese Zuschlag verwehrt werden? Ich meine, korrigiere mich bitte, das die Einkommensstruktur eines Beamten so ist weil diese ja weniger im Vergleich zur privaten Wirtschaft verdienen? D.h. TB sind noch schlechter gestellt, bei gleicher Tätigkeit?
Die Einkommensstruktur der Beamten ist so, weil sie dem Alimentationsprinzip unterliegen.
Die der TB, weil sie in Konkurrenz zur privaten Wirtschaft stehen.
Zitat
Oder um es anders auszuführen. In meiner Region kostet der Kita Platz ca 360 bis 500 Eur. Je nach Einrichtung. D.h. diese Kosten muss ich von meinem Netto Lohn bezahlen. Wenn ein privates Unternehmen mir die Übernahme der Kita und Kindergartenkosten anbietet. Da muss ich nicht länger überlegen was dies in brutto bedeutet, was ich als TB Beschäftigter allein daraus verdienen müsste. Ich gebe da mein Vorredner schon Recht das dies für die Wahl des zukünftigen AN entscheident ist. Kinderlose verantwortliche fehlt da die Empathie für die Belange der Familien.
Was hat denn es mit Empathie zu tun, wenn man Marktmechanismen nutzt um gutes Personal zu bekommen.
Meine Beobachtung ist, dass kinderreiche Verantwortliche genausowenig empathisch für die privaten Belange sind wie kinderlose.

90% der MA im IT Bereich die wir einstellen, kommen nicht mit der Motivation Entgelt, sondern Lage des Jobs, Inhalte, "Work Live Balance", geregelte Arbeitszeiten, ...
90% der MA im Verwaltungsbereich kommen wegen des Entgeltes und dem vermeintlich sicheren Arbeitsplatz.
Zitat
Auch die Verantwortung gegenüber dem Job ist eine andere wenn man eine Familie im Hintergrund versorgt werden muss. Es ist eben was anderes wenn man nur für sich selbst Verantwortung tragen muss. ALG2 egal... Bei Kinder ?

Auch muss man etwas weiter denken. Bei mir in der Region ist der Wohnraum für Familien nicht mehr erschwinglich (bei durchschnittliches Medianeinkommen). Ordnet mal da den TB ein.
Die mit Tätigkeiten unterhalb von EG8 sind da besser gestellt, als die aus dem privatem Sektor, oder was wolltest du sagen?
Zitat
Zu dem durch die Senioren Treffs (Stadträte, kommunal Politik) mit fehlenden Blick für Familien und jüngere Generationen und den Verwaltungen mit der Kernkompetenz so wenig Aufwand, so wenig denken wie möglich. Werden in Ballungsräumen 2 bis 3 Zimmer und 1 Zimmer Wohnungen generiert mit max. Ertrag auf dem m2 zu generieren.

Das wirkt sich zwangsläufig auch auf die Wahl des AG aus. Fachkräftemangel im ÖD?
Die Probleme kann der Tarifvertrag allein nicht lösen. Kann aber ein Teil der Lösung sein, wenn die Beschäftigen das wert sind.
Welches Problem?
Das man in Ballungszentren keine guten Fachkräfte bekommt?
Das kann der AG lösen in dem er seine Behörden nicht in München oder Frankfurt oder Köln/Bonn hochzieht, sondern andere Standorte wählt.
Und/Oder in dem er für die AGs Öffnungsklauseln in den TV einbaut, um für "Mangelberufe" schneller und einfacher Zulagen zu zahlen, so das man in Ballungszentren konkurrenzfähig wird.
Das kann auch eine Zulage für den Kindergartenplatz oder ein Betriebskindergarten sein, aber halt nicht Gießkanne, sondern zielgerichtet, da wo es benötigt wird.
Und im Bereich der Verwaltungskräfte/Handwerker haben wir keinen Mangel an guten Bewerbungen bei Ausschreibungen, also gibt es dort auch kein Handlungsdruck.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 07.06.2021 09:28
Das ist doch alles Quark - natürlich fehlt es hier an qualifiziertem Personal aus den Ausbildungsberufen,
bleibt doch mal beim Problem mit der Privatwirtschaft:

Ich hätte nen Job für einen oder sogar zwei Vermessungstechniker, das Finanzministerium sagt ich darf HÖCHSTENS in E8 einstellen - lieber wäre denen die 6.

Ich biete den Job mitlerweile an mit E8, Stufe 6 +20% Zuschlag der Stufe 2 nach §16 (5).
Und es bewirbt sich (bis auf den Bodensatz der BA Ingenieure die ich nicht brauchen kann) NIEMAND.

Also ist das Vermessungsbüro eines nahe ansässigen Architekten hier praktisch beschäftigt und wir zahlen ihm 381,49€ pro Stunde!

Is billiger :)

EDIT: Oder die Stelle für den Volljuristen - leider keine Verbeamtung mehr möglich - Internationales Vertragsrecht gewünscht - seit 2 Jahren nicht ein Bewerber, dafür machts die Anwaltskanzlei mit Fallpauschale und nachträglicher Stundenabrechnung. 2019 war das eine sechsstellige Summe.

EDIT: Schreiner 40% Hausmeister/60% Schreinertätigkeit - E6 da bewirbt sich NIEMAND, weil Privatwirtschaft besser zahlt.

Elektriker.... ich könnte das endlos fortführen...

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 07.06.2021 09:34
Aber das wird doch bestimmt besser, wenn Du dem Gemüseputzer, der Spülhilfe und dem Postwagenschubser eine Karnickelprämie hinterherwerfen mußt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 07.06.2021 09:37
Aber das wird doch bestimmt besser, wenn Du dem Gemüseputzer, der Spülhilfe und dem Postwagenschubser eine Karnickelprämie hinterherwerfen mußt...

Gott sei Dank muss ich das nicht - denn das macht die Personalstelle schon lange allein.
Postwagenschubser gibts bei uns nimmer weil wir seit 2018 voll Digital sind - übrigens auch mit nem Subunternehmer weil keine IT - Kräfte fürs Haus aufm Markt sind.
Gemüseputzer sind seit 2018  in Rente, keine neuen eingestellt weil jetzt Catering.
Spühlhilfe (also Haus- und Küchenhilfe) ist noch einer da, der macht jetzt auf Hausmeister weil sich kein Schreiner bewirbt - und bekommt die Zulage für Höherwertige Tätigkeiten :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 07.06.2021 09:51
Wahlweise auch dem Hausarbeiter, dem Aktengehilfen oder der Klofrau...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 07.06.2021 10:04
Für den Fall das Verdi damit beginnen sollte im TV-L und im TVöD Reduktionen der Wochenarbeitszeit auszuhandeln: Was glaubt ihr ist das wahrscheinlichste Vorgehen dabei? Wird Verdi so eine Reduktion (um z.B. 1h weniger pro Woche) als erstmal unbefristet aushandeln oder nur für ein paar Jahre?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: dhsg am 07.06.2021 12:39
Für den Fall das Verdi damit beginnen sollte im TV-L und im TVöD Reduktionen der Wochenarbeitszeit auszuhandeln: Was glaubt ihr ist das wahrscheinlichste Vorgehen dabei? Wird Verdi so eine Reduktion (um z.B. 1h weniger pro Woche) als erstmal unbefristet aushandeln oder nur für ein paar Jahre?

Ich glaube:
Verdi wird bzgl. der Wochenarbeitszeit garnichts aushandeln.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 07.06.2021 13:10
Wahlweise auch dem Hausarbeiter, dem Aktengehilfen oder der Klofrau...

3 Berufsgruppen die es nur in Privathaushalten gibt, diese werden häufig als Zugehfrau bezeichnet und werden oftmals besser vergütet als die E1 :o
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 07.06.2021 13:12
Diese Privathaushalte zahlen häufig 15€ und mehr, netto. Da braucht es schon eine deutliche Karnickelprämie um sie in der öD zu locken.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 07.06.2021 13:14
Woher sollen denn die heute schon fehlenden Fachkräfte kommen wenn Eltern beruflich mit Repressalien zu rechnen haben?
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Beitrag von: Spid am 07.06.2021 13:20
Wahlweise auch dem Hausarbeiter, dem Aktengehilfen oder der Klofrau...

3 Berufsgruppen die es nur in Privathaushalten gibt, diese werden häufig als Zugehfrau bezeichnet und werden oftmals besser vergütet als die E1 :o

2 dieser Berufsgruppen sind die von den TVP gewählten Eingruppierungsbeispiele für E1 - und inwiefern gäbe es diese wie auch den Aktengehilfen nur in Privathaushalten? Vermietest Du Dein Klo als öffentliche Bedürfnisanstalt? Und bist dabei auch noch so erfolgreich, daß Du dazu Personal einstellen müßtest?
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Beitrag von: Wdd3 am 07.06.2021 13:32
Als Beispiele ausgewählt... in der Praxis werden sie bitte wo eingestellt? Wer beschäftigt denn noch einen Hausarbeiter oder Aktengehilfen? Die Klofrau existiert nicht im öD. Ebenso wenig wie Postwagenschubser und Gemüseputzer. Also, warum bringst du immer wieder solche realitätsferne Beispiele?

 
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 07.06.2021 13:42
Wer in größerem Umfang Schriftstücke mit eigenem Personal digitalisiert anstatt auf einen externen Dienstleister zurückzugreifen, beschäftigt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Aktengehilfen. Hausarbeiter gibt es en masse - und zwar in Frauenheimen, Wohnheimen zur Unterbringung von Kindern und Jugendlichen usw. Zahlreiche Behörden mit Poststellen beschäftigen auch Postwagenschubser und selbstverständlich gibt es auch Wärterinnen von Bedürfnisanstalten vulgo Klofrauen im öD, ebenso wie Gemüseputzer und Spülhilfen dort, wo Großkantinen noch selbst betrieben werden. Nicht umsonst handelt es sich um Eingruppierungsbeispiele, die die TVP gewählt haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: pommes am 07.06.2021 13:44
[...] Ebenso wenig wie Postwagenschubser und Gemüseputzer. [...]

Gibt es beides bei uns ^^
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 07.06.2021 14:09
Diejenigen die in den frühen 90ern noch als Gemüseputzer beschäftigt wurden gibt es nicht mehr. Entweder wird das Gemüse bereits geputzt angeliefert oder derjenige der es putzt muss es bis zur Genussfertigkeit weiterverarbeiten. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das diese Köche oder Hauswirtschafter in E1 beschäftigt werden.
Dort wo Großkantinen selbst betrieben werden muß die Spülhilfe nicht ausschließlich spülen sie wird ebenfalls mit der Weiterbearbeitung der Lebensmittel beauftragt und idR mit E2-3 vergütet.
Wer im größerem Umfang Schriftstücke digitalisiert lässt dies idR durch Praktikanten oder, leider immer wider, Fachkräfte erledigen.
Die Hausarbeiter nennen sich zumeist Hausmeister.
Was ich sagen will ist: die E1 ist im öD fast nicht existent. Reinigungskräfte werden bei uns mit E2 ausgeschrieben.
Welche Bedürfnisanstalt im öD wird von einer Klofrau betreut die im öD angestellt ist?
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Beitrag von: Spid am 07.06.2021 14:20
Die Eingruppierungsbeispiele der E1 wurden allesamt in diesem Jahrtausend gewählt - und selbstverständlich gibt es noch Gemüseputzer (Stichwort: Regionales-und-Nachhaltiges-Gemüse-Geblubber) und Spülhilfen, die nur zum Spülen (Stichwort: durch Minijob begrenzte Stundenzahl) kommen. Die behauptete Regel bei der Digitalisierung gibt es schlicht nicht. Es gibt sogar Verwaltungen, die haben Betriebsteile, die ausschließlich das machen. Die Tätigkeit eines Hausarbeiters hat keinerlei Überschneidungen oder Verwandtschaft mit jenen eines Hausmeisters. Die Entgeltgruppe, mit der Ihr Tätigkeiten ausschreibt, hat keinerlei Relevanz für die Eingruppierung. Die beiden Klofrauen im Staatstheater in Augsburg sind beispielsweise im öD beschäftigt.
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Beitrag von: Wdd3 am 07.06.2021 14:29
Die TVP haben in diesem Jahrtausend auch nur selten Zeitgemäße Entscheidungen getroffen. Die Gemüseputzer haben auch im regional und Nachhaltigkeitsgeblubber die von mit geschilderte Qualifikation oder Aufgaben. Die geschilderte Regel bei der Digitalisierung ist von den TVP nicht vorgesehen in der Realität gibt sie aber schon. Die von dir aufgeführten Klofrauen haben sicher noch andere Aufgaben.
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Beitrag von: Spid am 07.06.2021 14:36
Nein, Gemüseputzer putzen Gemüse. Es sind ja keine Zitronenfalter. Welche Qualifikation sie dazu haben, ist unbeachtlich. Die von Dir geschilderte Regel gibt es schlicht nicht. Es mag Versager-AG geben, die Praktikanten dazu mißbrauchen oder die Zet von Fachkräften dazu verschwenden - das ist aber weder zielführen noch verallgemeinbar. Die beiden Klofrauen sind Klofrauen - also Wärterinnen von Bedürfnisanstalten, ihre Tätigkeit umfaßt mithin die Beaufsichtigung der Benutzer, Kassieren von Entgelt sowie die laufende Säuberung der Bedürfnisanstalt sowie die damit verbundenen Zusammenhangstätigkeiten.
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Beitrag von: öfföff am 07.06.2021 15:09
Woher kennst du denn die beiden Klofrauen aus Augsburg?
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Beitrag von: Spid am 07.06.2021 15:15
Ich kenne die beiden Klofrauen nicht. Ich kenne lediglich die beiden Stellen aus dem Betriebsübergang 2018.
Titel: Tarif- und Besoldungsrunde????
Beitrag von: Lothar57 am 07.06.2021 20:06
Nur mal so eine Frage. Vielleicht sehe ich das ja falsch. Auf ihrer Homepage wirbt ver.di für Aktionen im Zusammenhang mit dem "Auftakt der Tarif- und Besoldungsrunde 2021 mit der TdL". Wie darf man das verstehen? Die Besoldung der Beamten wird doch gar nicht verhandelt, geschweige denn fällt sie in den Zuständigkeitsbereich der TdL.
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Beitrag von: Sozialarbeiter am 07.06.2021 20:39
Sitzen die Beamtenvertreter nicht mit am Tisch?
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Beitrag von: Spid am 07.06.2021 20:46
Mit wem sollten die denn verhandeln?
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Beitrag von: Lothar57 am 07.06.2021 20:55
Sitzen die Beamtenvertreter nicht mit am Tisch?

Nee, was sollen die da?
Unverholener kann man gar nicht zugeben, dass die Beamten unsichtbar mit am Tisch sitzen und dort ihre Interessen verfolgen. Und das sind nicht unbedingt die Interessen der TB.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 07.06.2021 22:37
Sitzen die Beamtenvertreter nicht mit am Tisch?

Nee, was sollen die da?
Unverholener kann man gar nicht zugeben, dass die Beamten unsichtbar mit am Tisch sitzen und dort ihre Interessen verfolgen. Und das sind nicht unbedingt die Interessen der TB.

???? Verstehst du grundsätzliche Tarifautomatismen und Vorgänge nicht oder wie sollen wir die Frage verstehen?
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Beitrag von: Spid am 07.06.2021 23:05
Was haben Beamte mit Tarifautomatismen zu tun?
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Beitrag von: choldsch am 08.06.2021 05:09
Leider ist es so, dass der Öffentliche Dienst schon seit Jahrzehnten so schlechte Tarifabschlüsse macht, dass ein großer Teil der Beschäftigten nicht mehr als die Grundsicherung im Rentenalter erhalten. VBL wurde 2002 neu berechnet und mir gingen 2/3 des Betrages verloren, da ich keinen Altvertrag hatte. Mit VBL erreiche ich nicht mehr als die  Rentengrundsicherung. Und ich arbeite seit fast 35 Jahre im Öffentlichen Dienst, fast 4 Jahre in einer Öffentlich-Rechtlichen Anstalt, der Rest in der freien Wirtschaft. Angefangen habe ich mit BAT 7 und bin nun seit 15 Jahren in BAT Vb bzw. TV-H 9a.
Das wird alles von unseren Landesministern nicht wahrgenommen. Der DBB meint immer noch, dass die VBL so hoch ausfällt, dass man bei der Rente vergleichsweise so gut dasteht, wie ein pensionierter Beamten in gleicher Besoldung. Dem ist nicht so.
Hier haben die Gewerkschaften total versagt.
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Beitrag von: Lothar57 am 08.06.2021 08:29
Leider ist es so, dass der Öffentliche Dienst schon seit Jahrzehnten so schlechte Tarifabschlüsse macht, dass ein großer Teil der Beschäftigten nicht mehr als die Grundsicherung im Rentenalter erhalten.
[...]
 Der DBB meint immer noch, dass die VBL so hoch ausfällt, dass man bei der Rente vergleichsweise so gut dasteht, wie ein pensionierter Beamten in gleicher Besoldung. Dem ist nicht so.
Hier haben die Gewerkschaften total versagt.

Wenn der dbb (ausgeschrieben: Deutscher Beamtenbund) das behauptet, dann ist das allein deswegen schon Unsinn, weil die Ruhestandsbezüge eines Beamten sich nach der Höhe des letzten Verdienstes richten. Beim TB richtet sich die Rente aber nach der Summe aller eingezahlten Beträge im Laufe des Berufslebens. Das heißt, bei TBs, die sich langsam hochgearbeitet haben, kann die Rente dennoch mager ausfallen. Ein Beamter, der erst auf den letzten Drücker die Kurve nach oben gekriegt hat, bekommt aber eine Pension, die sich an seinem letzten Verdienst orientiert.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 08.06.2021 08:36
Leider ist es so, dass der Öffentliche Dienst schon seit Jahrzehnten so schlechte Tarifabschlüsse macht, dass ein großer Teil der Beschäftigten nicht mehr als die Grundsicherung im Rentenalter erhalten. VBL wurde 2002 neu berechnet und mir gingen 2/3 des Betrages verloren, da ich keinen Altvertrag hatte. Mit VBL erreiche ich nicht mehr als die  Rentengrundsicherung. Und ich arbeite seit fast 35 Jahre im Öffentlichen Dienst, fast 4 Jahre in einer Öffentlich-Rechtlichen Anstalt, der Rest in der freien Wirtschaft. Angefangen habe ich mit BAT 7 und bin nun seit 15 Jahren in BAT Vb bzw. TV-H 9a.
Das wird alles von unseren Landesministern nicht wahrgenommen. Der DBB meint immer noch, dass die VBL so hoch ausfällt, dass man bei der Rente vergleichsweise so gut dasteht, wie ein pensionierter Beamten in gleicher Besoldung. Dem ist nicht so.
Hier haben die Gewerkschaften total versagt.

Die Grundsicherung beträgt knapp 900€. Du willst uns jetzt erzählen, dass du da nicht drüber kommst?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 08.06.2021 09:33
Was haben Beamte mit Tarifautomatismen zu tun?

Im dbb sind auch Tarifbeschäftigte organisiert? Zudem schrieb ich Tarifautomatismen UND VORGÄNGE und da Tarifautonomien grundsätzlich auch Beamte betreffen - und Beamtenrecht auch durchaus Tarifbeschäftigte Treffen kann, ist eine grundsätzliche Trennung nischt so leicht möglich (auch wenn sie vielleicht wünschenswert wäre)
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Beitrag von: Spid am 08.06.2021 10:24
Im dbb beamtenbund und tarifunion sind Tarifbeschäftigte organisiert - und er nimmt als Gewerkschaft an den Tarifverhandlungen teil, an deren Ende er Tarifverträge als Gewerkschaft schließt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 08.06.2021 10:44
Was haben Beamte mit Tarifautomatismen zu tun?

Im dbb sind auch Tarifbeschäftigte organisiert? Zudem schrieb ich Tarifautomatismen UND VORGÄNGE und da Tarifautonomien grundsätzlich auch Beamte betreffen - und Beamtenrecht auch durchaus Tarifbeschäftigte Treffen kann, ist eine grundsätzliche Trennung nischt so leicht möglich (auch wenn sie vielleicht wünschenswert wäre)

Beamtenrecht und Tarifrecht sind zwei völlig verschiedene Rechtssyteme. Es werden allenfalls Analogien hergestellt. Verhandelt wird im Herbst auschließlich über den Tarifvertrag - mit dem die Beamten nichts zu tun haben. Wie weit die dort ausgehandelten Ergebnisse auf die Beamten übertragen wird, entscheidet der Gesetzgeber und nicht die Tarifparteien. Darum haben die Beamten am Verhandlungstisch auch nichts zu suchen.

Die Beamten erhoffen natürlich eine möglichst hohe prozentuale Erhöhung der Tabellentgelte. Denn diese wird erfahrungsgemäß auf sie übertragen. An strukturellen Verbesserungen für die TB können Beamte gar nicht interessiert sein, da diese am Ende Geld kosten und somit die allgemeine, prozentuale Erhöhung schmälern würden.
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Beitrag von: Kaiser80 am 08.06.2021 11:07
Darum haben die Beamten am Verhandlungstisch auch nichts zu suchen.

Sitzen denn keine politischen Beamten mit am Tisch???
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Beitrag von: Suntzu am 08.06.2021 11:16
Doch doch, nur willst du das nicht verstehen. Dein gutes Recht, aber kein objektives Argument. Deine despektierliche Ausdrucksweise sagt ansonsten viel aus über dich.

Kinderzulagen machen einen AG attraktiver für Fachkräfte mit Kindern.

Viele Grüße

Sebastian

Und ein attraktives Gehalt für Fachkräfte macht AG attraktiver für Fachkräfte - sowohl solche ohne Kinder als auch solche, die durch Kinder behindert werden. Sofern die Karnickelprämie unterschiedslos gezahlt wird, schmeißt man hingegen Geld für Personal raus, für das man ohnehin nicht attraktiver werden und das man auch nicht binden muß. Das fehlt dann, um Fachkräfte vernünftig bezahlen zu können. Ergo senken Karnickelprämien die Attraktivität für Fachkräfte insgesamt und lediglich etwas weniger für jene, die sich bereits reproduziert haben oder sich ein Balg haben unterschieben lassen.



Letztendlich schaut doch der AN wo er mehr netto im Geldbeutel hat und was davon übrig bleibt...

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 08.06.2021 11:20
Und die kinderlose Fachkraft hat mehr Netto im Geldbeutel, weil der kinderreichen Spülhilfe eine Karnickelprämie gezahlt wird?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Suntzu am 08.06.2021 11:41
Und die kinderlose Fachkraft hat mehr Netto im Geldbeutel, weil der kinderreichen Spülhilfe eine Karnickelprämie gezahlt wird?



Siehe Netto Einkommen kinderlose und Familien.
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Beitrag von: Spid am 08.06.2021 11:44
Inwiefern wäre das eine Antwort auf meine Frage?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 08.06.2021 12:47
Und die kinderlose Fachkraft hat mehr Netto im Geldbeutel, weil der kinderreichen Spülhilfe eine Karnickelprämie gezahlt wird?

Bekommt der kinderreiche Arschplattsitzer der AT vergütet wird nicht auch eine Karnickelprämie ohne das die kinderlose Küchenhilfe in E2 mehr netto im Geldbeutel hat?
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Beitrag von: Spid am 08.06.2021 13:00
Wenn er AT vergütet wird, inwiefern sollte dann eine tarifliche Regelung zur Karnickelprämie ihm eine solche bescheren?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 08.06.2021 13:09
das war tatsächlich über das Ziel hinaus. Ich formuliere um:

Bekommt der kinderreiche Arschplattsitzer der E10 - E15 vergütet wird nicht auch eine Karnickelprämie ohne das die kinderlose Küchenhilfe in E2 mehr netto im Geldbeutel hat?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 08.06.2021 13:40
Das ist zutreffend - und unterstreicht mein Argument, denn weder Küchenhilfen noch Arschplattsitzer sind Fachkräfte, für deren Gewinnung man Aufwand betreiben müßte.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 08.06.2021 20:36
Denkt ihr, dass grundlegende Änderungen des Tarifvertrags in Betrachtung genommen werden oder es nur um ein paar Prozente hier und dort geht?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Doraymefayzo am 09.06.2021 07:24
Denkt ihr, dass grundlegende Änderungen des Tarifvertrags in Betrachtung genommen werden oder es nur um ein paar Prozente hier und dort geht?

Ich gehe davon aus, dass es nur um ein paar Prozente geht und grundlegende Änderungen (noch) nicht kommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 09.06.2021 07:46
Denkt ihr, dass grundlegende Änderungen des Tarifvertrags in Betrachtung genommen werden oder es nur um ein paar Prozente hier und dort geht?

Ver.di hat ausdrücklich die Interessen der Beamten mit in die Verhandlungen einbezogen. Der kleinste gemeinsame Nenner dürfte dann wohl nur eine moderate Erhöhung der Tabelleentgelte sein. Großartige strukturelle Veränderungen werden wohl wieder leider auf der langen Bank warten müssen. Das wird viele Gewerkschaftsmitglieder verprellen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 09.06.2021 10:03
Denkt ihr, dass grundlegende Änderungen des Tarifvertrags in Betrachtung genommen werden oder es nur um ein paar Prozente hier und dort geht?

Ver.di hat ausdrücklich die Interessen der Beamten mit in die Verhandlungen einbezogen. Der kleinste gemeinsame Nenner dürfte dann wohl nur eine moderate Erhöhung der Tabelleentgelte sein. Großartige strukturelle Veränderungen werden wohl wieder leider auf der langen Bank warten müssen. Das wird viele Gewerkschaftsmitglieder verprellen.

Wieso, die erleben das doch seit über 20 Jahren, warum sollten sie jetzt plötzlich verprellt werden?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.06.2021 10:07
Die Frage ist ja auch: gibt es die überhaupt noch als aktive Beschäftigte oder sind das nur noch Karteileichen, Rentner und Arbeitslose?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 09.06.2021 14:58
Die Frage ist ja auch: gibt es die überhaupt noch als aktive Beschäftigte oder sind das nur noch Karteileichen, Rentner und Arbeitslose?

Darum werden ja jetzt auch die Beamten in die Tarifverhandlungen integriert, damit es nicht ganz so leer aussieht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 09.06.2021 16:02
Die waren schon immer integriert, auf beiden Seiten. Wie kommst du zu der Annahme sie seien es nicht (z.B. Gewerkschaftsmitglieder in hohen Positionen); und auf Arbeitgeberseite ... selbst die meisten politischen Parteien sind dermaßen von Beamten (wie mir) unterwandert - das kann man schon fast Staatsstreich nennen :P
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 09.06.2021 19:40
Und die kinderlose Fachkraft hat mehr Netto im Geldbeutel, weil der kinderreichen Spülhilfe eine Karnickelprämie gezahlt wird?



Siehe Netto Einkommen kinderlose und Familien.
Das Nettoeinkommen der kinderlosen ist doch stets niedriger als das Nettoeinkommen der kinderreichen bei gleicher EG und Stufe, oder etwa nicht?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 09.06.2021 20:57
Die Kinder machen keinen großen Unterschied aus.

Ca. 20,-/Monat

Was sich steuerlich(!!!) "lohnt" ist ein Ehepartner mit geringem Einkommen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 09.06.2021 23:04
Hierzu zählt die im Herbst anstehende Tarifrunde der Länder, in der es um die Gehälter von mehr als zwei Millionen Kolleg*innen geht. In der Tarifrunde selbst wird zwar „nur“ über den Gehaltsanstieg der mehr als einer Millionen Tarifbeschäftigten der Länder verhandelt, aber letztlich gibt der Tarifabschluss auch die Vorlage für die Besoldungserhöhung von circa 1,3 Millionen Beamt*innen.

Da wird schon schwer auf die Nullrunde vorbereitet :) so gesehen in einer GEW Publikation.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 10.06.2021 06:21
Was ist daran schwer? In der Vergangenheit wurde bei dem Gehalt / Besoldung und bei der Arbeitszeit oft genug der Rotstift angesetzt.  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 10.06.2021 07:24
Hierzu zählt die im Herbst anstehende Tarifrunde der Länder, in der es um die Gehälter von mehr als zwei Millionen Kolleg*innen geht. In der Tarifrunde selbst wird zwar „nur“ über den Gehaltsanstieg der mehr als einer Millionen Tarifbeschäftigten der Länder verhandelt, aber letztlich gibt der Tarifabschluss auch die Vorlage für die Besoldungserhöhung von circa 1,3 Millionen Beamt*innen.

Da wird schon schwer auf die Nullrunde vorbereitet :) so gesehen in einer GEW Publikation.

So weit ich mich erinnern kann, ist das in diesem Jahr das erste Mal, dass die Gewerkschaften schon vor Beginn der Tarif(!)verhandlungen auf die Besoldungs(!)interessen der Beamten hinweisen. Es geht bei den Verhandlungen ja nicht nur um den allgemeinen Gehaltsanstieg, sondern nicht zuletzt um strukturelle Verbesserung für Tarif(!)beschäftigte.
Wo ist da der gemeinsame Nenner???
Bitte beachten: Wenn die Bruttogehälter von TBs und Beamten um den gleichen Prozentsatz steigen, haben die Beamten davon netto mehr in der Tasche als die TB. Der Beamtenlobby dürfte es im Gegenzug vergleichsweise egal sein, ob z..B endlich die Stufengleiche Höhergruppierung kommt. Die würde nur Geld kosten und den allgemeinen Zuwachs schmälern.
Daher stimme ich der Prognose von Novus in der Tendenz zu: Strukturelle Verbesserungen wird es nicht geben, dafür aber eine geringe allgemeine Erhöhung. Begründung: Denkt bitte an die Beamten. Die wollen ja auch was abhaben vom Kuchen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Garfield am 10.06.2021 09:51
Wenn man so sehr auf die Nullrunde vorbereitet, dann sollte man eben endlich auch mal die Arbeitszeit als Verhandlungsmasse in den Ring werfen. Das kostet die AG-Seite erstmal nicht so viel mehr, neue Stellen werden deswegen an den wenigstens Stellen geschaffen.
Inflationsausgleich und dafür runter auf 37,5 Stunden. Damit ist den meisten AN mehr und langfristiger geholfen, also wenn man sich wieder irgendeinen Mist ausdenkt, damit in der Schlagzeile eine möglichst große Zahl steht (8% Steigerung!!1!!)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Pädi07 am 10.06.2021 10:32
Woran genau erkennt ihr denn die Vorbereitung auf eine Nullrunde?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 10.06.2021 10:59
An den Inhalten der Publikationen der Gewerkschaften - wir lesen & interpretieren :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: BTSV1 am 10.06.2021 12:09
Wenn man so sehr auf die Nullrunde vorbereitet, dann sollte man eben endlich auch mal die Arbeitszeit als Verhandlungsmasse in den Ring werfen. Das kostet die AG-Seite erstmal nicht so viel mehr, neue Stellen werden deswegen an den wenigstens Stellen geschaffen.
Inflationsausgleich und dafür runter auf 37,5 Stunden. Damit ist den meisten AN mehr und langfristiger geholfen, also wenn man sich wieder irgendeinen Mist ausdenkt, damit in der Schlagzeile eine möglichst große Zahl steht (8% Steigerung!!1!!)

Ich würde auf jede Gehalterhöhung in den nächsten 3 Jahren verzichten, wenn wir endlich von dieser beschissenen hohen wöchentlichen Arbeitszeit runter kommen  würden. Freizeit so viel mehr wert.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 10.06.2021 13:58
auf jede Gehalterhöhung in den nächsten 3 Jahren verzichten, wenn wir endlich von dieser beschissenen hohen wöchentlichen Arbeitszeit runter kommen  würden. Freizeit so viel mehr wert.

Gibt es bei Euch denn keine Möglichkeit für Teilzeit? 90 % Arbeitszeit bei 92% Nettoeinkommen und auf die nächsten Gehaltserhöhungen wäre verzichtet ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: BTSV1 am 10.06.2021 14:46
auf jede Gehalterhöhung in den nächsten 3 Jahren verzichten, wenn wir endlich von dieser beschissenen hohen wöchentlichen Arbeitszeit runter kommen  würden. Freizeit so viel mehr wert.

Gibt es bei Euch denn keine Möglichkeit für Teilzeit? 90 % Arbeitszeit bei 92% Nettoeinkommen und auf die nächsten Gehaltserhöhungen wäre verzichtet ;)

Auf meinen 100% bleibe ich schön. Aber wer muss denn noch so lange arbeiten? Gibt überall 35, 37, 38, 38,5 Stundenwoche, aber hier so eine wahnsinnige 40 Stundenwoche.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Organisator am 10.06.2021 14:53
auf jede Gehalterhöhung in den nächsten 3 Jahren verzichten, wenn wir endlich von dieser beschissenen hohen wöchentlichen Arbeitszeit runter kommen  würden. Freizeit so viel mehr wert.

Gibt es bei Euch denn keine Möglichkeit für Teilzeit? 90 % Arbeitszeit bei 92% Nettoeinkommen und auf die nächsten Gehaltserhöhungen wäre verzichtet ;)

Na wenn du auf die Gehaltserhöhungen der letzten drei Jahre verzichtest bist du bei deiner 37-Stunden-Woche. Insoweit hast du doch jetzt schon die Möglichkeit.

Auf meinen 100% bleibe ich schön. Aber wer muss denn noch so lange arbeiten? Gibt überall 35, 37, 38, 38,5 Stundenwoche, aber hier so eine wahnsinnige 40 Stundenwoche.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.06.2021 14:58
Eine WAZ von 40h ist gem. aktueller Rechtstprechung des BAG die Nomalarbeitszeit VZB.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 10.06.2021 22:40
Guten Tag,
seit Jahren lese ich mit, nun ein erster Beitrag:
Eine offene Umfrage zur anstehenden Tarifrunde er Länder ist unter folgendem Link geschaltet:
https://unverzichtbar.verdi.de/umfrage
Ich stehe in keinerlei Verbindung zu dieser Organisation, hatte jedoch den Eindruck, dass das ursprüngliche Anliegen von diesem Thread die Mitteilung von entsprechenden Wünschen an o.g. o. ähnliche Organisationen war.
Grüße

Wunsch nach Arbeitszeitreduktion hier eintragen ;-)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 11.06.2021 04:42
Und die kinderlose Fachkraft hat mehr Netto im Geldbeutel, weil der kinderreichen Spülhilfe eine Karnickelprämie gezahlt wird?


Siehe Netto Einkommen kinderlose und Familien.
Das Nettoeinkommen der kinderlosen ist doch stets niedriger als das Nettoeinkommen der kinderreichen bei gleicher EG und Stufe, oder etwa nicht?

Sie müssen Haushaltseinkommen gegenüber stellen. Diverse Statistiken belegen das z.B. Haushalte ohne Kinder gegenüber Haushalte mit Kindern ein höheres Netto Einkommen besitzen.
 
Quelle:
IW Köln oder Statistiken einzelner Bundesländer.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 11.06.2021 05:53
Warum müßte man das tun? Welchen Bezug zum Arbeitsverhältnis oder zum diskutierten Sachverhalt hätte das Haushaltseinkommen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 11.06.2021 09:00
@Lothar57

Ich stimme Ihnen vollkommen zu!

Meiner Meinung nach müssen die tarifbeschäftigen Lehrer aus der Tarifgemeinschaft austreten! Die Interessen werden nicht ernsthaft vertreten! Nur eine eigene Vertretung wäre dazu in der Lage, analog zu den Lokomotivführern!

Etwa ein Drittel der Lehrer in Deutschland sind angestellt, in manchen Bundesländern sogar noch mehr (Berlin!). Das Streikpotential m. E. enorm, insbesondere während Prüfungsphasen (nicht nur im Abitur), auch auf Grundschulebene könnte man für erhebliche Unruhe sorgen.

Nur so würden die berechtigten Forderungen durchsetzbar sein. Die GEW wird rufen "Solidarität", nur genau die findet seit Jahren nicht statt.

Bereits beim Wechsel vom BAT zum TV-L vor 15 Jahren haben sich die tätigen Gewerkschaften über den Tisch ziehen lassen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 11.06.2021 09:13
@Lothar57

Ich stimme Ihnen vollkommen zu!

Meiner Meinung nach müssen die tarifbeschäftigen Lehrer aus der Tarifgemeinschaft austreten! Die Interessen werden nicht ernsthaft vertreten! Nur eine eigene Vertretung wäre dazu in der Lage, analog zu den Lokomotivführern!

Etwa ein Drittel der Lehrer in Deutschland sind angestellt, in manchen Bundesländern sogar noch mehr (Berlin!). Das Streikpotential m. E. enorm, insbesondere während Prüfungsphasen (nicht nur im Abitur), auch auf Grundschulebene könnte man für erhebliche Unruhe sorgen.

Nur so würden die berechtigten Forderungen durchsetzbar sein. Die GEW wird rufen "Solidarität", nur genau die findet seit Jahren nicht statt.

Bereits beim Wechsel vom BAT zum TV-L vor 15 Jahren haben sich die tätigen Gewerkschaften über den Tisch ziehen lassen.

OK, welche berechtigten Forderungen sind denn das, bezogen auf die Lehrkräfte?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 11.06.2021 09:15
Die Abschaffung der beamtengedönsmäßigen Sonderregelungen hinsichtlich Einguppierung, Arbeitszeit usw.?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 11.06.2021 09:18
Also die Anwendung des TV-L ohne Anwendung des Beamtenrechts? Stehen die dann nicht schlechter da? Also äh um Himmels Willen, 39,5 Stunden arbeiten?

Spaß beiseite: Ich habe mich mit der LEGO nie so wirklich beschäftigt - aber sind die Regelungen des Beamtenrechts nicht von Vorteil im Vergleich zu den TV-L Regelungen zur Arbeitszeit etc.?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 11.06.2021 09:26
Die betroffene Gruppe weiß genau, welche massiven Ungleichheiten  vorliegen. Beispielsweise in der extrem ungleichen Nettovergütung.

Sie können sich hier informieren: https://www.schall-nrw.de/
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 11.06.2021 09:30
Ich kenne jetzt nicht im Detail die Regelungen in allen 16 Ländern, aber in allen mir bekannten Regelungen wirkt sich die Übertragung des Beamtengedöns negativ aus.

Es gibt natürlich auch das Geblubber, man wolle sich mehr an die Beamten angleichen wegen irgendwelcher Gerechtigkeitsgefühlchen. Dazu ist lediglich zu konstatieren: wer Beamter sein möchte und es nicht ist, dem mangelt es entweder an Qualität oder am Versuch.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 11.06.2021 09:35
Die betroffene Gruppe weiß genau, welche massiven Ungleichheiten  vorliegen. Beispielsweise in der extrem ungleichen Nettovergütung.

Sie können sich hier informieren: https://www.schall-nrw.de/

Da aber, bis auf Abgeordnete, betroffene Gruppen ihre Bezahlung nicht selbst regeln können und zuweilen auch die sie betreffenden massiven Ungleichheiten nicht selbst abstellen kann bitte ich um eine Erläuterung in einfachen Sätzen:

Und bitte nicht das Totschlagargument: Beamte zahlen keine Sozialbeiträge ... ja wir wissen es und es wird sich nicht ändern :)  (und das regelt auch nicht der TV-L....)
Nein, harte Fakten bitte: Warum sind Tarifbeschäftigte durch die Anwendung des Beamtenrechts entgegem dem TV-L benachteiligt, das wurde ja hier behauptet.
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Beitrag von: Novus am 11.06.2021 09:36
Ich kenne jetzt nicht im Detail die Regelungen in allen 16 Ländern, aber in allen mir bekannten Regelungen wirkt sich die Übertragung des Beamtengedöns negativ aus.

Es gibt natürlich auch das Geblubber, man wolle sich mehr an die Beamten angleichen wegen irgendwelcher Gerechtigkeitsgefühlchen. Dazu ist lediglich zu konstatieren: wer Beamter sein möchte und es nicht ist, dem mangelt es entweder an Qualität oder am Versuch.

"... ja ich bin froh dass ich kein Dicker bin..."

Durch die Anwendung des Beamtenrechts bleibt den Angestellten Lehrern die Präsenzpflicht erspart - zumindest das wäre ein Vorteil - aber vielleicht möchte ein Betroffener das erläutern?
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Beitrag von: Spid am 11.06.2021 09:39
Das Beamtensein steht jedem Deutschen nach Eignung und Befähigung offen. Es gibt also nur die beiden Möglichkeiten: es nicht (rechtzeitig) versucht zu haben oder nicht die nötige Qualität zu besitzen.
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Beitrag von: Novus am 11.06.2021 09:41
Ich kenne einige aus dem Studium -viele Jahre ists her- die wurden nicht verbeamtet weil zu Dick. Mein Kollege wurde nicht verbeamtet, weil zu Alt - kommt aus der PW - aber ja, stimmt grundsätzlich schon.
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Beitrag von: Spid am 11.06.2021 09:48
Zu dick und/oder zu krank sind ja ebenso das Unterschreiten qualitativer Anforderungen.
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Beitrag von: Novus am 11.06.2021 10:01
Mag sein, man stelle sich vor jemand würde sagen: tut mir leid, Sie sind zu behindert um verbeamtet zu werden... nene, das geht nur bei Krankheiten :)
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Beitrag von: WasDennNun am 11.06.2021 10:09
Und die kinderlose Fachkraft hat mehr Netto im Geldbeutel, weil der kinderreichen Spülhilfe eine Karnickelprämie gezahlt wird?


Siehe Netto Einkommen kinderlose und Familien.
Das Nettoeinkommen der kinderlosen ist doch stets niedriger als das Nettoeinkommen der kinderreichen bei gleicher EG und Stufe, oder etwa nicht?

Sie müssen Haushaltseinkommen gegenüber stellen. Diverse Statistiken belegen das z.B. Haushalte ohne Kinder gegenüber Haushalte mit Kindern ein höheres Netto Einkommen besitzen.
 
Quelle:
IW Köln oder Statistiken einzelner Bundesländer.
Ach sooo, die einen sind doppelverdiener und die anderen nur 1,5 fach Verdiener, klar, dann haben die natürlich auch mehr Nettoeinkommen.
Klingt logisch, wer mehr arbeitet, der verdient mehr Netto.
Dazu braucht es aber keine Statistik, sondern Grundschulmathe
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Beitrag von: Lothar57 am 11.06.2021 10:55

[...]
OK, welche berechtigten Forderungen sind denn das, bezogen auf die Lehrkräfte?

Hier ein kleiner AusschnittDie Umsetzung all dieser Forderungen kosten natürlich Geld, welches am Ende bei der Umverteilung in Form der allgemeinen Erhöhung fehlen könnte. Dem wird sich vermutlich und nicht zuletzt die Beamtenlobby entgegenstellen.

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Beitrag von: slavarolf am 11.06.2021 11:17
Jetzt mal ohne Witz, ihr würdet euch mit einer Nullrunde zufrieden geben? Was ist mit euch denn nicht in Ordnung. Der TVÖD bekommt Corona Zahlungen und mehr als 2% pro Jahr und ihr wollt euch mit leeren Kassen abspeisen lassen? Was ist denn los mit euch. Wenn die Gewerkschaft sowas raushandelt, bin ich raus. 2% ist Inflationsausgleich und auf die bestehe ich, da es seit 9 Jahren immer so war...
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Beitrag von: Spid am 11.06.2021 11:20
Im TVÖD gab es die Coronasonderzahlung anstelle einer Erhöhung der Tabellenetgelte im Auszahlungsjahr. Ich bin mir sicher, die TdL freut sich über den Vorschlag, dies im TV-L ebenso zu handhaben.
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Beitrag von: Otto1 am 11.06.2021 12:02
Man sollte die Gehälter konsequent kürzen, die Arbeitszeit verlängern und Urlaubstage streichen, sodass der schmale Staat Realität wird und Fachkräfte für die Wirtschaft freigesetzt werden. Die Unternehmen können es eh besser!
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Beitrag von: M1805E am 11.06.2021 15:50
Haha, das ist ja in Berlin schon Realität bis auf die gekürzten Urlaubstage. Arbeitszeit wurde von 39,0 auf 39,4 erhöht und die letzte Tariferhöhung liegt mit 1% netto bei mir unter der Inflation. Anfangs habe ich die Lethargie der Kollegen gar nicht verstanden, aber nach kurzer Zeit hat es Klick gemacht.

Ich erwarte auch, dass man wieder mit irgendwelchen billigen Taschenspieler-Tricks um die Ecke kommt, um das Ergebnis in den Medien besser dastehen zu lassen. Beim genaueren Hinsehen wird es min. für hoch Qualifizierte wieder eine Ohrfeige. Da braucht man sich über die Unlust in den meisten Amtsstuben auch nicht mehr zu wundern...
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Beitrag von: ChrBY am 11.06.2021 16:17

[...]
OK, welche berechtigten Forderungen sind denn das, bezogen auf die Lehrkräfte?

Hier ein kleiner Ausschnitt
  • TB-Lehrer dürfen nicht sprunghöhergruppiert werden analog zum Verbot der Sprungbeförderung bei Beamten. Zwischen den Höhergruppierungen muss immer mindestens ein Jahr liegen. Heißt: Ein A13 Lehrer kann sich auf eine A15 Stelle bewerben und diese sogar bekommen. Aber er wird erst nach A14 und ein Jahr später nach A15 höhergruppiert. Die Aufgabe gemäß A15 muss er aber vom ersten Tag an übernehmen.

Sprungbeförderungen sind beispielsweise bei verbeamteten Lehrern in Bayern tatsächlich ausgeschlossen. Alle Ämter müssen regelmäßig durchlaufen werden. Allerdings beträgt die regelmäßige Wartezeit von A14 nach A15 volle elf (!) Jahre (etwas verkürzbar nur durch hervorragende dienstliche Beurteilungen). Im ungünstigsten Fall muß man die Funktionsstelle tatsächlich so lange ausfüllen, ohne höhergruppiert worden zu sein. Sind diese elf Jahre bereits abgelaufen, so ist dennoch eine Mindestwartezeit von einem Jahr nach Übertragung der Funktion abzuwarten (Ausnahme: Schulleiter).
Die Bewerbung eines Lehrers in A13 auf eine Funktionsstelle ist in Bayern zudem unzulässig, da eine solche Bewerbung einer sogenannte Verwendungseignung in der letzten periodischen Beurteilung bedürfte, die Lehrern in A13 nicht erteilt werden darf (und zwar unabhängig von deren Leistungen).

Zitat
  • Bei Übernahme einer Funktionsstelle müssen TB Lehrkräfte eine Probezeit absolvieren, bevor das Entgelt der neuen Tätigkeit angepasst wird. Heißt: z.B. Höhergruppierung erst nach 9 Monaten in der höherwertigen Tätigkeit.

In Bayern: Höhergruppierung frühestens nach zwölf Monaten (sowohl Beamte als auch Tarifbeschäftigte), und zwar auch dann, wenn die Mindestwartezeit (in der Regel elf Jahre, siehe oben) bereits abgelaufen ist.

Zitat
  • Daraus folgt: Die Tarifautomatik gilt an dieser Stelle nicht für TB Lehrer.
  • Keine Stufengleiche Höhergruppierung. Die Einkommensschere zwischen TB und Beamten klafft immer weiter auseinander, je höher man aufsteigt.

Dies ist korrekt, liegt aber vor allem an den für höhere Entgeltgruppen katastrophal verhandelten Tabellen im TV-L. BAT IIa war mal richtig gut. Die vergleichbare Entgeltgruppe E13 kann man inzwischen getrost vergessen.
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Beitrag von: Pädi07 am 12.06.2021 13:46
Wo genau siehst du die Unterschiede bei batlla und E13?
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Beitrag von: ChrBY am 12.06.2021 14:09
Wo genau siehst du die Unterschiede bei batlla und E13?

Um es etwas kürzer zu machen: Es existieren im wesentlichen zwei Punkte (für Beschäftigte mit Kindern selbstverständlich drei, da Kinderzulage/Kindererhöhungsbetrag bei Neuverträgen weggefallen sind), die den TVÖD oder auch den ursprünglich an diesen angelehnten TV-L im Vergleich zum BAT unattraktiv machen:

1. Das Prinzip der Wippe bei der Einführung

Das Gesamtbruttoentgelt war im BAT bei älteren Angestellten wesentlich höher als dann in den Endstufen des TVÖD/TV-L. Im Gegenzug wurde angeblich das Einstiegsgehalt angehoben (so nicht nachvollziehbar, denn Stufe 1 bietet in höheren Entgeltgruppen kein attraktives Einstiegsgehalt).

Vergleich auch: https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/tvoed-office-professional/entgelt-23-struktur-der-entgelttabelle_idesk_PI13994_HI3591964.html

2. Einseitige Verhandlungen zugunsten der unteren Entgeltgruppen nach Einführung des TVÖD/TV-L

Die Tabellen wurden inzwischen durch Sockel- und Mindesterhöhungsbeträge so weit zusammengeschoben, daß der öffentliche Dienst bei niedrig- und mittelqualifizierten Tätigkeiten sehr attraktiv ist, dies aber stets zu Lasten der Vergütungen der höheren Entgeltgruppen verhandelt wurde.
Bei den Tabellen für Beamte gab es vergleichbare Entwicklungen nur sehr eingeschränkt, so daß für den Außenstehenden so scheint, daß die Beamtenbesoldungen im höheren Dienst den Entgeltgruppen ab E13 davongelaufen wären. In Wirklichkeit wurden aber nur die Entwicklungen in E13 bis E15 durch gezieltes Zusammenstauchen der Tabellen zugunsten bis einschließlich der Entgeltgruppe E9a gebremst. Auch dies gab es im BAT so nicht in diesem Maße.
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Beitrag von: Pädi07 am 12.06.2021 14:38
OK, das stimmt. Danke für die Darstellung
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Beitrag von: Otto1 am 12.06.2021 16:52
Wo genau siehst du die Unterschiede bei batlla und E13?

2. Einseitige Verhandlungen zugunsten der unteren Entgeltgruppen nach Einführung des TVÖD/TV-L

Die Tabellen wurden inzwischen durch Sockel- und Mindesterhöhungsbeträge so weit zusammengeschoben, daß der öffentliche Dienst bei niedrig- und mittelqualifizierten Tätigkeiten sehr attraktiv ist, dies aber stets zu Lasten der Vergütungen der höheren Entgeltgruppen verhandelt wurde.
Bei den Tabellen für Beamte gab es vergleichbare Entwicklungen nur sehr eingeschränkt, so daß für den Außenstehenden so scheint, daß die Beamtenbesoldungen im höheren Dienst den Entgeltgruppen ab E13 davongelaufen wären. In Wirklichkeit wurden aber nur die Entwicklungen in E13 bis E15 durch gezieltes Zusammenstauchen der Tabellen zugunsten bis einschließlich der Entgeltgruppe E9a gebremst. Auch dies gab es im BAT so nicht in diesem Maße.

Genau das fällt dem öD jetzt insbesondere im Bereich des TVL auf die Füße, da beim Land die meisten Angestellten E9+ eingruppiert sind. So findet man im Bereich der Techniker, Ingenieure und Informatiker natürlich keinen mehr. Führungskräfte natürlich erst recht nicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 12.06.2021 19:51
Wo genau siehst du die Unterschiede bei batlla und E13?

2. Einseitige Verhandlungen zugunsten der unteren Entgeltgruppen nach Einführung des TVÖD/TV-L

Die Tabellen wurden inzwischen durch Sockel- und Mindesterhöhungsbeträge so weit zusammengeschoben, daß der öffentliche Dienst bei niedrig- und mittelqualifizierten Tätigkeiten sehr attraktiv ist, dies aber stets zu Lasten der Vergütungen der höheren Entgeltgruppen verhandelt wurde.
Bei den Tabellen für Beamte gab es vergleichbare Entwicklungen nur sehr eingeschränkt, so daß für den Außenstehenden so scheint, daß die Beamtenbesoldungen im höheren Dienst den Entgeltgruppen ab E13 davongelaufen wären. In Wirklichkeit wurden aber nur die Entwicklungen in E13 bis E15 durch gezieltes Zusammenstauchen der Tabellen zugunsten bis einschließlich der Entgeltgruppe E9a gebremst. Auch dies gab es im BAT so nicht in diesem Maße.

Genau das fällt dem öD jetzt insbesondere im Bereich des TVL auf die Füße, da beim Land die meisten Angestellten E9+ eingruppiert sind. So findet man im Bereich der Techniker, Ingenieure und Informatiker natürlich keinen mehr. Führungskräfte natürlich erst recht nicht.

In die gleiche Kategorie fallen auch die Erhöhungen der Garantiebeträge statt einer stufengleichen Höhergruppierung. Die unteren Ränge können damit durchaus zufrieden sein, in den höheren Entgeltgruppen klafft da aber immer noch eine gewaltige Lücke zwischen dem Garantiebetrag und der nächsthöheren Stufe. Auch das ist eine echte Bremse für Ambitionen auf eine Leitungsfunktion.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Speedy1986 am 12.06.2021 19:52
Ich fände es nicht schlecht, wenn man eine leistungsorientierte Bezahlung einführt.
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Beitrag von: Novus am 13.06.2021 10:37
Ich fände es nicht schlecht, wenn man eine leistungsorientierte Bezahlung einführt.

Und wer entscheidet dann wieder wie die Leistung bemessen wird? Das krepiert noch ehe es das Rohr erreicht...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 13.06.2021 11:11
Ich fände es nicht schlecht, wenn man eine leistungsorientierte Bezahlung einführt.

Der TV-L enthält ja sogar ein Reihe leistungsorientierter Optionen: z.B. Vorweggewährung von Stufen, Verkürzung der Stufenlaufzeit. Allerdings werden diese Möglichkeiten in der Praxis nur selten bzw. auch gar nicht genutzt. Nach Auskunft eines Personalrates hat es bisher in NRW nicht eine einzige TB-Lehrkraft gegeben, die in den Genuß einer dieser Optionen gekommen ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 11:18
Die Vorweggewährung von Stufen hat keinen Leistungsbezug.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 13.06.2021 11:22
Ich fände es nicht schlecht, wenn man eine leistungsorientierte Bezahlung einführt.

Der TV-L enthält ja sogar ein Reihe leistungsorientierter Optionen: z.B. Vorweggewährung von Stufen, Verkürzung der Stufenlaufzeit. Allerdings werden diese Möglichkeiten in der Praxis nur selten bzw. auch gar nicht genutzt. Nach Auskunft eines Personalrates hat es bisher in NRW nicht eine einzige TB-Lehrkraft gegeben, die in den Genuß einer dieser Optionen gekommen ist.

Die verkürzten Stufenlaufzeiten sind auch hier in BW selten bis NIE angewandt worden - bei den Lehrkräften besteht diese Möglichkeit wohl gar nicht - zumindest äußert sich das Finanzministerium per Verordnung so.
Anders ist das bei der Stufenvorweggewährung, diese wird regelmäßig angewandt, ist aber nicht Leistungsbezogen sondern wird genutzt um Fachkräfte zu halten oder einstellen zu können. Da es, anders als von den Gewerkschaften immer behauptet, keinen Mangel an Bewerbern in den weiterführenden Schulen (abseits der Sonderschule) gibt muss dies hier auch nicht angewandt werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 11:39
Es gibt zu §17 Abs. 2 keine Maßgaben im TV EntgO-L. Mithin ist er auch bei Lehrkräften uneingeschränkt anwendbar.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 13.06.2021 11:48
Es gibt zu §17 Abs. 2 keine Maßgaben im TV EntgO-L. Mithin ist er auch bei Lehrkräften uneingeschränkt anwendbar.

Wird nur niemand tun wenn das Finanzministerium (wie hier in BW geschehen) derlei Anwendung ablehnt. Da es sich um eine kann Regelung handelt sehe ich auch keine Möglichkeit dem mit einer Klage entgegen zu wirken... Es sei denn der HPR wendet sich gegen die Verordnung, was er wohl bisher nicht getan hat...

EDIT: Es gibt die Möglichkeit bei Lehrkräften im Verwaltungsprogramm gar nicht, also unmöglich anzuwenden. Herrje sind wir eine Banenrepublik ^^
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 11:59
Du hast ausgeführt, eine Stelle des AG hätte ausgeführt, die Möglichkeit der Anwendung bestünde nicht. Die Aussage des AG ist unzutreffend. Zutreffend ist, daß der AG sich gegen die Anwendung entschieden hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: MalZu am 13.06.2021 12:17
Das Beamtensein steht jedem Deutschen nach Eignung und Befähigung offen. Es gibt also nur die beiden Möglichkeiten: es nicht (rechtzeitig) versucht zu haben oder nicht die nötige Qualität zu besitzen.

Es gibt eine weiter Ausnehme: Berufsgruppen / Berufsfelder / in denen prinzipiel eine Verbeamtung nicht vorgesehen ist!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 12:32
Das ist keine Ausnahme, sondern eine Entscheidung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 13.06.2021 16:06
Ich fände es nicht schlecht, wenn man eine leistungsorientierte Bezahlung einführt.

Der TV-L enthält ja sogar ein Reihe leistungsorientierter Optionen: z.B. Vorweggewährung von Stufen, Verkürzung der Stufenlaufzeit. Allerdings werden diese Möglichkeiten in der Praxis nur selten bzw. auch gar nicht genutzt. Nach Auskunft eines Personalrates hat es bisher in NRW nicht eine einzige TB-Lehrkraft gegeben, die in den Genuß einer dieser Optionen gekommen ist.

Die verkürzten Stufenlaufzeiten sind auch hier in BW selten bis NIE angewandt worden - bei den Lehrkräften besteht diese Möglichkeit wohl gar nicht - zumindest äußert sich das Finanzministerium per Verordnung so.
Anders ist das bei der Stufenvorweggewährung, diese wird regelmäßig angewandt, ist aber nicht Leistungsbezogen sondern wird genutzt um Fachkräfte zu halten oder einstellen zu können. Da es, anders als von den Gewerkschaften immer behauptet, keinen Mangel an Bewerbern in den weiterführenden Schulen (abseits der Sonderschule) gibt muss dies hier auch nicht angewandt werden.

Ob es im Schuldienst einen Mangel an Fachkräften gibt, darüber lässt sich trefflich streiten. Wenn Ausschreibungen für Beförderungs- bzw. Funktionsstellen regelmäßig leer laufen oder nur der Singular erreicht wird, kann man dass als Fachkräftemangel betrachten. Das Land NRW tut das nicht und sieht daher auch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf irgendwelche Stufenregelungen.
Wenn Schulleitungen händeringend nach Lehrkräften mit bestimmten Fächern suchen und vieles nur noch fachfremd läuft, kann man das als Fachkräftemangel deuten. Das Land NRW aber... (siehe oben).
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: tarifbeschäftigterlehrer am 13.06.2021 19:20
Hallo zusammen,

nur kurz, um einen groben Überblick in den Gehaltsunterschied bei TVL-Lehrern vs. verbeamteten Lehrern in Bayern zu geben:

Bei mir trat der Fall ein, aufgrund etwas größerer Körperfülle nicht verbeamtet (Mittelschule) zu werden - trotz bestandenem zweiten Staatsexamen und dem geforderten Schnitt zum Eintritt in den staatlichen Schuldienst von 3,5 oder besser.

Ich verdiene aktuell abzüglich aller Versicherungen (auch bei den Verbeamteten) ca. 500-600€ monatlich netto weniger als verbeamtete Berufseinsteiger bei exakt gleichem Arbeitsvolumen (d.h. 27 Schulstunden + Vor- und Nachbereitung, Elternarbeit, Organisation, Übernahme schulischer Dienste...). Von Lehrern, die schon deutlich länger im Geschäft sind, braucht man hier gar nicht erst reden.

Der Unterschied betrug vor 2-3 Jahren bei Einsteigern nur 200-300€ netto monatlich. Da aber bei A12 in Bayern die Stufen 1-3 wegfielen, steigen alle neu verbeamteten Lehrer in Mittelschulen direkt bei A12 Stufe 4 ein, während Lehrer nach TVL mit E11 - Stufe 1 beginnen.

Eine Anhebung von tarifbeschäftigten Lehrern von E11 auf E12 würde zumindest die große Schere etwas kleiner  werden lassen.

 

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 19:27
Inwiefern wäre der Vergleich mit Beamten relevant? Wer Beamter sein möchte, es aber nicht ist, hat qualitativ nicht genügt oder sich zuvor anders entschieden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: tarifbeschäftigterlehrer am 13.06.2021 19:34
Es genügt teils schon an den falschen Amtsarzt gekommen zu sein, der an manchen Stellen genauer hinschaut. In Bayern werden vermutlich die Wenigsten sich freiwillig nicht verbeamten lassen.

Ich find ihn halt insofern relevant, da in meinem Kollegium fast ausschließlich verbeamtete Lehrer sind, die je nach Dauer im Schuldienst zwischen 500-1200€ netto monatlich mehr für die gleiche Arbeit erhalten. Klammert man die körperlichen Voraussetzungen aus und betrachtet nur die "fachliche" Leistung sollte gehaltsmäßig eigentlich kaum einer / kein Unterschied gemacht werden.

Dass Einsteiger dementsprechend weniger verdienen als alte Hasen ist klar, aber zumindest sollte das Gehalt bei Lehrern mit gleicher Arbeitsdauer im Schuldienst relativ gleich sein.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 19:51
Warum sollte man eine qualitative Anforderung ausklammern? Und inwiefern sollte relevant sein, ob jemand sich gegen eine Verbeamtung entscheidet oder bei der Erfüllung der Voraussetzungen versagt? Zudem erschließt sich mir nicht, inwiefern die Vergütung anderer überhaupt relevant sein sollte für die eigene Vergütung. Das ist Neid und Mißgunst, also eine Charakterschwäche und kein Argument. Wer mit einer solchen Vorbringung zu mir käme, um mehr Geld zu bekommen, ließe mich meinen Fehler bei der Personalauswahl erkennen und beizeiten korrigieren.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 13.06.2021 21:12
Es genügt teils schon an den falschen Amtsarzt gekommen zu sein, der an manchen Stellen genauer hinschaut. In Bayern werden vermutlich die Wenigsten sich freiwillig nicht verbeamten lassen.

Ich find ihn halt insofern relevant, da in meinem Kollegium fast ausschließlich verbeamtete Lehrer sind, die je nach Dauer im Schuldienst zwischen 500-1200€ netto monatlich mehr für die gleiche Arbeit erhalten. Klammert man die körperlichen Voraussetzungen aus und betrachtet nur die "fachliche" Leistung sollte gehaltsmäßig eigentlich kaum einer / kein Unterschied gemacht werden.

Dass Einsteiger dementsprechend weniger verdienen als alte Hasen ist klar, aber zumindest sollte das Gehalt bei Lehrern mit gleicher Arbeitsdauer im Schuldienst relativ gleich sein.

Lass dich nicht provozieren. Spid ist ein hochgeschätztes Forumsmitglied aufgrund seiner umfassenden Fachkenntnis. Seine Meinung zu bestimmten Themen ist hier aber nicht repräsentativ.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.06.2021 21:26
Wie sonst charakterisierst Du das Vorbringungsmuster, man müsse bekommen, was ein anderer bekommt, weil ein anderer es bekommt?
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Beitrag von: Highwaystar am 13.06.2021 21:48
Wie sonst charakterisierst Du das Vorbringungsmuster, man müsse bekommen, was ein anderer bekommt, weil ein anderer es bekommt?

Bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit sollte dies bei einem seriösen Arbeitgeber vollkommen selbstverständlich sein, inzwischen sogar geschlechtsunabhängig.
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Beitrag von: Spid am 13.06.2021 21:51
Inwiefern wären sämtliche Anwender der Tarifregime des öD jetzt keine seriösen AG? Und inwiefern wäre Deiner Prämisse überhaupt zu folgen, die aus einer Todsünde eine Tugend zu machen sucht?
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Beitrag von: Novus am 13.06.2021 22:24
Nun, es gibt Fälle in denen Amtsärzte aufgrund des Gewichts in einem Fall gegen eine Verbeamtung sprechen, in einem anderen dafür - das kann an Muskelmasse, Fitness oder sogar persönlichem Eindruck liegen - da ist die Entscheidung für den Einzelnen oft nicht zu verstehen, muss sie auch nicht unbedingt wie ich finde.

Aber gerade als Lehrkraft ist einem ja von Anfang an bewusst welches Gehalt man wann bekommt - und das es Unterschiede zwischen verbeamteten und Tarifbeschäftigten gibt.

Ich musste zu meiner Zeit auch ein kleines Sportprogramm für meine Untersuchung einplanen (und habs bis Heute durchgehalten).
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Beitrag von: Spid am 14.06.2021 07:25
Und dafür wäre der Vergleich zu Beamten jetzt inwiefern relevant?

Im übrigen werden hier männliche TB bei gleicher Tätigkeit auch besser vergütet als weibliche - da erstere bei Einstellung ihre Stufe verhandeln und letztere nicht. Was wäre daran zu beanstanden?
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Beitrag von: Fragmon am 14.06.2021 10:32
Wie sonst charakterisierst Du das Vorbringungsmuster, man müsse bekommen, was ein anderer bekommt, weil ein anderer es bekommt?

Bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit sollte dies bei einem seriösen Arbeitgeber vollkommen selbstverständlich sein, inzwischen sogar geschlechtsunabhängig.

Dann sollte im gleichen Zug auch die Arbeitsqualität und Quantität bewertet und monetär abgebildet werden.
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Beitrag von: Bastel am 14.06.2021 10:54

Bei mir trat der Fall ein, aufgrund etwas größerer Körperfülle nicht verbeamtet (Mittelschule) zu werden - trotz bestandenem zweiten Staatsexamen und dem geforderten Schnitt zum Eintritt in den staatlichen Schuldienst von 3,5 oder besser.


Das ist aber schon ein wenig dämlich... Da hätte ich mich halt mal 4 Wochen von Wasser und Brot ernährt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 14.06.2021 11:00

Bei mir trat der Fall ein, aufgrund etwas größerer Körperfülle nicht verbeamtet (Mittelschule) zu werden - trotz bestandenem zweiten Staatsexamen und dem geforderten Schnitt zum Eintritt in den staatlichen Schuldienst von 3,5 oder besser.


Das ist aber schon ein wenig dämlich... Da hätte ich mich halt mal 4 Wochen von Wasser und Brot ernährt...

Oder mit Kettenrauchen anfangen. Davon nimmt man auch ab und wird aber bei einer Gesundheitsprüfung nicht als Hindergrundsgrund für eine Verbeamtung angesehen - obwohl es die Lebenserwartung statistisch deutlicher verkürzt als Übergewicht.
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Beitrag von: Spid am 14.06.2021 11:29
Inwiefern käme es auf die Lebenserwartung an? Deren Verringerung wäre doch sogar vorteilhaft.
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Beitrag von: LehrerBW am 14.06.2021 11:53
Ich hab vor der Amtsarztprüfung auch nen Hungermonat eingelegt  ;D
Aber es stimmt schon, dass die Gehaltsschere von angestellten und verbeamteten Lehrern bei gleicher Arbeit auseinandergeht...was aber halt an den Sozialabgaben liegt.
Auf der anderen Seite sind wir verbeamteten Kollegen den Eskapaden der PKV ausgesetzt.

Zur Tarifrunde muss ich sagen...wie weiter vorne erwähnt, dass ich hoffe, dass zumindest die diesjährige Inflation abgebildet wird. Und die wird deutlich über 2% sein wenn es so weitergeht.
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Beitrag von: uw147 am 14.06.2021 12:58
[...] Aber es stimmt schon, dass die Gehaltsschere von angestellten und verbeamteten Lehrern bei gleicher Arbeit auseinandergeht...was aber halt an den Sozialabgaben liegt. [...]

Und der Tatsache, dass mit der Besoldung auch die Familie des Beamten (teilweise) alimentiert werden soll. Unabhängig von etwaigen weiteren Familienzuschlägen bei den Beamten ist diese Tatsache auch teilweise in die Grundbesoldung eingerechnet, was jegliche Vergleiche sehr schwierig macht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: LehrerBW am 14.06.2021 14:04
[...] Aber es stimmt schon, dass die Gehaltsschere von angestellten und verbeamteten Lehrern bei gleicher Arbeit auseinandergeht...was aber halt an den Sozialabgaben liegt. [...]

Und der Tatsache, dass mit der Besoldung auch die Familie des Beamten (teilweise) alimentiert werden soll. Unabhängig von etwaigen weiteren Familienzuschlägen bei den Beamten ist diese Tatsache auch teilweise in die Grundbesoldung eingerechnet, was jegliche Vergleiche sehr schwierig macht.

Naja...das macht soviel nicht aus.
Bei mir sind es mit einer Frau und einem Kind nur 160.- netto im Monat Familienzulage.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: uw147 am 14.06.2021 20:21
Naja...das macht soviel nicht aus.
Bei mir sind es mit einer Frau und einem Kind nur 160.- netto im Monat Familienzulage.

Es geht nicht um die Familienzulage. Es geht darum, dass die Beamtenbesoldung grundsätzlich so angelegt ist, dass damit auch teilweise die Familie mit alimentiert wird - bereits in der Grundbesoldung. Nach dem BVerfG dürfen die zusätzlich gezahlten Familienzuschläge für Kind 1 und 2 gerade deshalb so niedrig sein (deutlich unterhalb üblicher Unterhaltssätze), da der Gesetzgeber diese Alimentation der Familien bereits teilweise in der Grundbesoldung mit eingerechnet hat. Ab Kind 3 müssen die Familienzuschläge gerade deshalb so deutlich steigen, weil in der Grundbesoldung eben nur teilweise die "Kosten" für Kind 1 und 2 enthalten sind. Der Gesetzgeber hat also schlicht eine 2-Kind-Familie als Berechnungsgrundlage genommen.

Neben diversen anderen Faktoren (PKV, Beihilfe, BU, SV-Beiträge, unterschiedliche Arbeitszeiten etc.) ist genau diese Alimentation der Familie bereits mit der Grundbesoldung ein Hauptgrund dafür, wieso die Besoldung von Beamten und Angestellten eben nicht so leicht verglichen werden kann. Der Angestellte erhält "nur seinen Arbeitslohn", der Beamte erhält mit der amtsangemessenen Alimentation eben auch eine Unterstützung für seine Familie (selbst wenn er keine hat - dann kriegt er zwar keine Familienzuschläge, aber immer noch den bereits in der Grundbesoldung eingerechneten Anteil für die Familie).
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: teclis22 am 15.06.2021 14:22
Zurück zur Thead-Überschrift:

Eine Erhöhung für jede Entgeltgruppe gemäß:

>Gruppe< * Inflationsrate

So z. B. E10 wäre 10*2= 20%

Sollte helfen in den oberen Bereichen das Fachpersonal zu motivieren. Und auch die Gruppe 1 bekommt einen Inflationsausgleich.

Titel: Position der GEW
Beitrag von: Lothar57 am 15.06.2021 16:32
In der neuen Ausgabe des GEW-Magazins "lautstark" nennt die Gewerkschaft diese Prioritäten:

"[...] Dazu gehört auch, die finanzwirksamen Statusunterschiede zwischen tarifbeschäftigten und beamteten Lehrkräften so zu lösen, dass die systemimmanenten finanziellen Benachteiligungen beseitigt werden. Fantasien der Arbeitgeberseite zu Änderungen des Arbeitsvorgangs zum Nachteil der Beschäftigten passen da nicht und werden von uns abgewehrt."

Mal sehen, was am Ende davon überbleibt....

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 15.06.2021 16:39
Welches Interesse hat die GEW denn am Begriff des Arbeitsvorganges? Für Lehrer ist er ohne Bedeutung, da die von den AG gewünschte Neufassung die Eingruppierung von Kita-Ltg usw. nicht berührte und ansonsten in dem Bereich keine Auswirkungen zu erwarten wären, interessiert es für den Bereich Erziehung nicht - und Auswirkungen bei WiMis und Co. sehe ich jetzt auch nicht wirklich.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 15.06.2021 16:58
Angenommen stufengleiche Höhergruppierung kommt. Wie wird das bezüglich Mitarbeitern sein die erst kürzlich höhergruppiert wurden? Monate oder 1-2 Jahre vor dem Verhandlungsergebnis zb.
Was ist das warscheinlichste Szenario für die? Und/oder wie wurde es im TVöD gelöst?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 15.06.2021 17:01
Stichtagsregelung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 15.06.2021 17:42
Wie weit lag der beim TvÖD entfernt?
Titel: Antw:Position der GEW
Beitrag von: Highwaystar am 15.06.2021 17:45
In der neuen Ausgabe des GEW-Magazins "lautstark" nennt die Gewerkschaft diese Prioritäten:

"
  • weiterer Ausbau der Stufe 6
  • stufengleiche Höhergruppierung
  • Ausbau der Paralleltabelle
  • Weiterentwicklung TV EntgO-L
  • deutliche Erhöhung der Tarifentgelte
[...] Dazu gehört auch, die finanzwirksamen Statusunterschiede zwischen tarifbeschäftigten und beamteten Lehrkräften so zu lösen, dass die systemimmanenten finanziellen Benachteiligungen beseitigt werden. Fantasien der Arbeitgeberseite zu Änderungen des Arbeitsvorgangs zum Nachteil der Beschäftigten passen da nicht und werden von uns abgewehrt."

Mal sehen, was am Ende davon überbleibt....


Ich hoffe auf die Punkte 1 und 2.

Ob die Kraft (jemals) reichen wird, systemimmanente Benachteiligungen tatsächlich zu beseitigen? Da bin ich pessimistisch...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 15.06.2021 17:53
Stimmt. Der Abstand zw. Stufe 5 und 6 gehört mindestens verdoppelt.
Titel: Antw:Position der GEW
Beitrag von: Spid am 15.06.2021 18:00
In der neuen Ausgabe des GEW-Magazins "lautstark" nennt die Gewerkschaft diese Prioritäten:

"
  • weiterer Ausbau der Stufe 6
  • stufengleiche Höhergruppierung
  • Ausbau der Paralleltabelle
  • Weiterentwicklung TV EntgO-L
  • deutliche Erhöhung der Tarifentgelte
[...] Dazu gehört auch, die finanzwirksamen Statusunterschiede zwischen tarifbeschäftigten und beamteten Lehrkräften so zu lösen, dass die systemimmanenten finanziellen Benachteiligungen beseitigt werden. Fantasien der Arbeitgeberseite zu Änderungen des Arbeitsvorgangs zum Nachteil der Beschäftigten passen da nicht und werden von uns abgewehrt."

Mal sehen, was am Ende davon überbleibt....


Ich hoffe auf die Punkte 1 und 2.

Ob die Kraft (jemals) reichen wird, systemimmanente Benachteiligungen tatsächlich zu beseitigen? Da bin ich pessimistisch...

Was für Benachteiligungen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 15.06.2021 18:01
Wie weit lag der beim TvÖD entfernt?

Bei den Kommunen lag er einige Monate in der Zukunft.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 15.06.2021 18:09
Wie weit lag der beim TvÖD entfernt?

Wenn ich richtig recherchiert habe, war der Stichtag der Tag des Inkrafttretens der Neureglung des entsprechenden Paragraphen. Das heißt alle "Altfälle" gingen seinerzeit leer aus. Gemäß Spids Angabe galt für einige Bereich sogar noch ein späterer Termin.

Daher sollte eine auch in jedem Fall eine Rückwirkungsklausel eingefordert werden - was wohl aussichtlos sein wird. Wer also meint durch Teilnahme an einem Streik seine eigene Herabstufung nachträglich "heilen" zu können, sollte lieber arbeiten gehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 15.06.2021 18:11
Eine Herabstufung ist nur in den Fällen des §17 Abs. 3 Satz 3 TV-L vorgesehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 15.06.2021 18:26
Eine Herabstufung ist nur in den Fällen des §17 Abs. 3 Satz 3 TV-L vorgesehen.
Ja.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 16.06.2021 15:33
Gibts nix neues? Keine neuen Wünsche und Hoffnungen? Ist ja langweilig :-)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.06.2021 15:38
Hoffnungen wären ja themenfremd...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 16.06.2021 20:10
Setz ihr eigentlich (neben einem Inflationsausgleich) Anpassungsbedarf für die Nicht-Mangelberufe?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Der Kanzler am 16.06.2021 20:15
https://unverzichtbar.verdi.de/
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 17.06.2021 13:10
Setz Seht ihr eigentlich (neben einem Inflationsausgleich) Anpassungsbedarf für die Nicht-Mangelberufe?
Nein, sehe ich absolut nicht, da im Vergleich zu anderen Tarifen sind sie schon besser bezahlt.
ein Beispiel:

Rechtsanwaltsangestellter / Bürokommunikation / ...
Einstiegsgehalt:
pw ~1800-2400€
öD 2547€ (EG5)
Geht dann hoch bis 3500€ bei bisserl anspruchsvolleren Tätigkeiten.
Das erreicht in der pW in dem Sektor nicht so viele.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Gartenilse am 17.06.2021 13:11
- Recht auf 3 -5 Tage Bildungsurlaub pro Jahr für alle BL, in Sachsen haben wir das leider nicht...
- mind. Inflationsausgleich, wenn "die Pflege" bessergestellt wird, verzichte ich gern auf mehr netto
- WOZ runter für alle BL auf 38 Stunden
- stufengleicher Aufstieg
- Zusammenfassung der Stufen von jetzt 1 bis 6 auf nur noch 1 bis 3 mit schnellerer Erreichung der letzten Stufe
- statt JSZ ein "richtiges" 13. Gehalt, von mir aus wie früher in Sommer- und Winterzahlung aufgeteilt
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 17.06.2021 17:11
https://unverzichtbar.verdi.de/

Was für Gesichtselfmeter.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: teclis22 am 17.06.2021 19:35
Hmm ob die Gewerkschaften jetzt wohl schon an ihrer Verkaufsstrategie des ERgebnisses arbeiten ? SPrich sich jetzt schon überlegen wie es als Erfolg verkauft werden kann?

Vermutlich werden da schon einige Beispiel REchnungen vorbereitet anhand derer dann eine besonders hohe Prozent-ERhöhung verkauft werden kann ^^

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Der Kanzler am 17.06.2021 20:57
Könnte die Jahressonderzahlung gekürzt werden?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 17.06.2021 21:24
Hmm ob die Gewerkschaften jetzt wohl schon an ihrer Verkaufsstrategie des ERgebnisses arbeiten ? SPrich sich jetzt schon überlegen wie es als Erfolg verkauft werden kann?

Vermutlich werden da schon einige Beispiel REchnungen vorbereitet anhand derer dann eine besonders hohe Prozent-ERhöhung verkauft werden kann ^^

Bestimmt. Drei Jahre Laufzeit mit je 1,4 % Steigerung unterhalb E9 (darüber Nullrunde) wird dann stolz als "plus 4,2%" verkauft...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 17.06.2021 21:29
Könnte die Jahressonderzahlung gekürzt werden?

Nicht, wenn man gut verhandelt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 17.06.2021 21:37
Also höchstwahrscheinlich…
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 18.06.2021 00:04
Hmm ob die Gewerkschaften jetzt wohl schon an ihrer Verkaufsstrategie des ERgebnisses arbeiten ? SPrich sich jetzt schon überlegen wie es als Erfolg verkauft werden kann?

Vermutlich werden da schon einige Beispiel REchnungen vorbereitet anhand derer dann eine besonders hohe Prozent-ERhöhung verkauft werden kann ^^

Bestimmt. Drei Jahre Laufzeit mit je 1,4 % Steigerung unterhalb E9 (darüber Nullrunde) wird dann stolz als "plus 4,2%" verkauft...

Also wenn diese Rechenfähigkeiten beispielhaft für die Angestellten im TV-L sind haben sie auch nicht mehr verdient :)

Also ich glaube daran:
 1,4% Januar 2022
 1,9% ab September 2022
 300€ Coronabonus im März 2023

das wars!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 18.06.2021 06:26
Könnte die Jahressonderzahlung gekürzt werden?

Vielleicht wird Sie auch wieder eingefroren. Oder nur für <EG8 erhöht. Der Rest hat ja genug ::)
Titel: Wie aus 3,2 Prozent plötzlich acht Prozent wurden
Beitrag von: Lothar57 am 18.06.2021 07:35
Blicken wir doch mal zurück.
Anfang 2019 forderten die Gewerkschaften 6 Prozent Erhöhung bei einer Laufzeit von einem Jahr. Herausgekommen sind nur 3,2 Prozent innerhalb der geforderten Laufzeit. Also nur rund die Hälfte des Geforderten.
Stolz verkündet wurden aber von beiden Seiten insgesamt 8 Prozent. Ein Taschenspielertrick: Der neue Vertrag hatte eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren, mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Titel: Antw:Wie aus 3,2 Prozent plötzlich acht Prozent wurden
Beitrag von: WasDennNun am 18.06.2021 08:31
mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?
Titel: Antw:Wie aus 3,2 Prozent plötzlich acht Prozent wurden
Beitrag von: Wdd3 am 18.06.2021 08:37
Blicken wir doch mal zurück.
Anfang 2019 forderten die Gewerkschaften 6 Prozent Erhöhung bei einer Laufzeit von einem Jahr. Herausgekommen sind nur 3,2 Prozent innerhalb der geforderten Laufzeit. Also nur rund die Hälfte des Geforderten.
Stolz verkündet wurden aber von beiden Seiten insgesamt 8 Prozent. Ein Taschenspielertrick: Der neue Vertrag hatte eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren, mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.

Das wird doch schon lange so verkauft. Das ist doch schon vor der Verkündung der Forderungen vorhersehbar.
Titel: Antw:Wie aus 3,2 Prozent plötzlich acht Prozent wurden
Beitrag von: Lothar57 am 18.06.2021 09:07
mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

???? Die Erhöhung im ersten Jahr lag knapp über der Inflationsrate. Die weiteren Erhöhungen in den Folgejahren deckten aber gerade mal den Kaufkraftverlust durch die Inflation ab.
Titel: Antw:Wie aus 3,2 Prozent plötzlich acht Prozent wurden
Beitrag von: WasDennNun am 18.06.2021 09:30
mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

???? Die Erhöhung im ersten Jahr lag knapp über der Inflationsrate. Die weiteren Erhöhungen in den Folgejahren deckten aber gerade mal den Kaufkraftverlust durch die Inflation ab.
Entgelterhöhung 2019: +3,01% mindestens 100 €  vs 1,4% InfRate
Entgelterhöhung 2020: +3,12% mindestens 90 €  vs 0,4% InfRate

Oder welche Inflationsrate meinst du denn? (und ja mir ist bewusst, dass man die InfRate sehr kritisch sehen kann und sie viele Mängel hat)
Titel: Antw:Wie aus 3,2 Prozent plötzlich acht Prozent wurden
Beitrag von: Novus am 18.06.2021 10:17
mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

???? Die Erhöhung im ersten Jahr lag knapp über der Inflationsrate. Die weiteren Erhöhungen in den Folgejahren deckten aber gerade mal den Kaufkraftverlust durch die Inflation ab.

Nein  - wie gesagt: wenn alle im TV-L dergleichen rechnen gibts ein verdientes Minus von 15%!
Einen realen Kaufkraftverlust gab es nicht und wenn ein zuvor um 3% erhöhtes Entgelt ein Jahr später um weitere 3% erhöht wird  dann sind das nicht 6% Erhöhung ...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TonyBox am 18.06.2021 11:30
schöne wünsche...

die Regel zeigt, dass sich die Länder am Bund orientieren und meist immer 0,5% weniger im Ergebnis haben.

Prognose:

2021 = Nullrunde
2022 = 0,8-1,2%
2023 = 0,8-1,0%

Für die Corona Zeit gibt es mit glück einen feuchten Händedruck...

Inflationsausgleich ist den Dienstherren ein Fremdwort.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: bgler am 18.06.2021 13:41

Inflationsausgleich ist den Dienstherren ein Fremdwort.

Pssst.. sag nicht Dienstherren, sonst gibt´s von Spid wieder was an die Ohren ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Tagelöhner am 18.06.2021 14:17
Dann übernehme ich das mal: Der Terminus "Dienstherr" ist Beamtengedöns und aus diesem Grund hier schlichtweg unbeachtlich... 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 19.06.2021 19:02
Bei den Ingenieuren und Informatikern muss dringend was passieren! Daher bei den Entgeltgruppen E11-13: +8% und volles 13. Gehalt. Außerdem deutliche Aufstockung bei der Stufe 6. Bei den übrigen Gruppen sehe ich diese Erfordernis wenig. Im Vergleich zu freien Wirtschaft sind diese bereits recht ordentlich bezahlt. Ingenieure und Informatiker dagegen nicht. Sonst werden sich viele Ämter, Dienststellen, Planungsabteilungen künftig massiv schwer tun wirklich gutes Personal zu bekommen und zu halten. Bei uns ist wieder ein sehr bewährter Ingenieur abgewandert in Richtung Verbeamtung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 19.06.2021 19:12
Wenn man bestimmte Berufsgruppen bevorteilen möchte, für die es ohnehin einen eigenen Abschnitt in der EGO gibt, warum dann die für alle geltenden Entgelttabellen ändern, statt der entsprechenden Passi in der EGO?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 20.06.2021 07:50
Wenn man bestimmte Berufsgruppen bevorteilen möchte, für die es ohnehin einen eigenen Abschnitt in der EGO gibt, warum dann die für alle geltenden Entgelttabellen ändern, statt der entsprechenden Passi in der EGO?

Die Gießkanne mal lieber stehen lassen und dafür präzise eingreifen.

Hebesätze einführen. Gekoppelt an der Region und dem durchschnittlichen Einkommen der Berufsgruppe in der Region.

So könnte auch der Ingenieur in München profitieren. Und der AG hat eben nur in der Region höhere Lohnkosten. Dafür aber ist er Wettbewerbsfähiger auf dem Arbeitsmarkt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 20.06.2021 09:01
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.06.2021 06:43
Wer ist dieser Verdi und wen interessiert dessen Meinung?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 21.06.2021 07:26
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Laut Verdi müssen aber alle das gleiche bekommen ::) gleich wenig...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 21.06.2021 13:10
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.06.2021 13:34
Inwiefern wären strukturpolitische Erwägungen relevant? Das ist ja noch hanebüchener als Karnickelprämien.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 21.06.2021 14:52
Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Was ja definitiv eine Aufgabe der Tarifparteien ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Fragmon am 21.06.2021 15:06
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Klingt aus strukturpolitischen Gesichtspunkten sehr gut. Gut bezahlte Jobs in die breite Fläche. Ich habe diese Ansicht auch vertreten. Das Problem ist, dass junge ausgebildete Akademiker zum überwiegenden Teil nicht mehr in die Prärie ziehen, da dort weder gesellschaftliches noch kulturelles Angebot fehlt. Somit sind die Behörden im ländlichen Raum, aber die Stellen können nicht besetzt werden. Das hat zur Folge, dass nach zehn Jahren die Behörde wieder in den Speckgürtel einer Stadt zieht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Novus am 21.06.2021 16:22
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Das funktioniert nur so lange wie deine Behörde nicht mit dem realen Arbeitsmarkt konkurieren muss - dann hast du verloren - Standort schlecht, Bezahlung schlecht bis ungenügend ... da wird dann die echte Elite angezogen...
Also doch alle verbeamten und ins Ländle schicken...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Jockel am 22.06.2021 10:47
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Klingt aus strukturpolitischen Gesichtspunkten sehr gut. Gut bezahlte Jobs in die breite Fläche. Ich habe diese Ansicht auch vertreten. Das Problem ist, dass junge ausgebildete Akademiker zum überwiegenden Teil nicht mehr in die Prärie ziehen, da dort weder gesellschaftliches noch kulturelles Angebot fehlt. Somit sind die Behörden im ländlichen Raum, aber die Stellen können nicht besetzt werden. Das hat zur Folge, dass nach zehn Jahren die Behörde wieder in den Speckgürtel einer Stadt zieht.

Seit wann werden in Verwaltung relevante Mengen an "Akademikern" benötigt. Zählst du "Bachelor" schon dazu ?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 22.06.2021 11:54
Die Verwaltung besteht nicht nur aus Schreibtischtätern. Hier werden auch etliche Ingenieure, Planer, Konstukteure, Informatiker..... gebraucht. Und die muss man angemessen bezahlen wenn das Land insgesamt nach vorne kommen will. Wir haben erheblichen Arbeitsstau für Großprojekte, weil nicht genug Ingenieure bereit sind, zu den bescheidenden Konditionen des TV-L zu arbeiten. Man kann eben nicht nur Fremdvergaben durchführen. Es braucht Fachverstand auch bei der öffentlichen Hand. Etliche Kollegen erhalten Abwerbeversuche. Unsere Verwaltung zuckt nur mit den Schultern. Darum: Endlich für diese Gruppen vernünftiges Gehalt aushandeln bei den TV-L Verhandlungen. Der Bachelor ist natürlich ein akademischer Grad, wenngleich das Einstiegslevel.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 22.06.2021 14:46
Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Was ja definitiv eine Aufgabe der Tarifparteien ist.

Warum sollte es dann ein Kaufkraftgedöns geben? Zieh halt dahin wo es billiger ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 22.06.2021 14:53
Es geht nicht darum, wo man wohnt, sondern darum, wo man arbeitet. Die lokale Kaufkraft ist ein hervorragender Indikator für das örtliche Lohnniveau - und somit auch ein Indikator dafür, ob man mehr oder weniger zahlen muß, um mit den örtlichen Vergleichsgehältern mithalten zu können. Die Behörde in Ingolstadt, München oder Freiburg sieht sich halt einer anderen Konkurrenz gegenüber als die in Bad Muskau, Magdeburg oder Gelsenkirchen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 22.06.2021 15:34
Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Was ja definitiv eine Aufgabe der Tarifparteien ist.

Warum sollte es dann ein Kaufkraftgedöns geben? Zieh halt dahin wo es billiger ist.
Damit der AG konkurrenzfähig ist mit den Mitbewerbern.
Der AG kann evtl. nicht woanders hinziehen (oder willst du dass die Feuerwehr o.ä. wegzieht?)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 22.06.2021 16:29
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 22.06.2021 16:43
Inwiefern wäre das geschickter? Wozu bräuchte es in Gelsenkirchen, Hagen oder Herne eine Ballungsraumzulage? Und inwiefern wären Gehälter im öD dort weniger konkurrenzfähig als in Feldafing, Herrsching, Herdecke, Ettlingen, Ludwigsburg?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 22.06.2021 17:11
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.
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Beitrag von: Hinz am 23.06.2021 07:37
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.

Ja das wäre natürlich eine Idee. Diese deckt sich aber auch mit der Idee der Hebesätze gekoppelt an die regionale Wirtschaftslage. Denn man muss auch die Freiheit der Personaler vor Missbrauch schützen.

Alles auslagern geht ja auch nicht. Soll Feuerwehr, Polizei, Entsorgungsbetriebe, Bürgerbüros, Rathäuser und andere Ämter alle nach Magdeburg ausgelagert? Nur weil München teuer ist? Auch München braucht den ÖD vor Ort

Darum meine ich. Hier sollten die Vertreter der Tarifparteien sekundär über ein Lohnplus verhandeln. Vielmehr über strukturelle Optimierungen des Tarifvertrages.

Dies wäre auch so gut nach außen für die Öffentlichkeit und Steuerzahler vertretbar, welcher eben durch Corona und Lockdowns Einbußen hinnehmen musste. Während der TB und Beamte volle Bezüge weiterhin erhielten. Oder war wer von euch in Kurzarbeit?

Dies sollte eigentlich gemeinsame Interessen der Tarifparteien sein...
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Beitrag von: Amtsdenker am 23.06.2021 07:47
@Kurzarbeit: So mancher Kollege wäre froh, wenn er mal durchschnaufen könnte. Und die Kurzarbeit wird vom Staat ja deutlich aufgestockt, sodass je nach Konstellation die Einbußen noch im Rahmen sind. Es bleibt für mich dabei:

Bei Ingenieuren und Informatikern brauchen wir im TV-L primär (nicht sekundär) deutliche Lohnsteigerungen. Ich spreche aus Erfahrung. Einige Ingenieurkollegen erhalten bis zu 12 Abwerbeversuche im Jahr, teils von anderen Ämtern und Dienststellen. Sonst wird uns als Gesellschaft einiges an bedeutsamen Projekten auf die Nase fallen und der Steuerzahler deutlich draufzahlen am Ende.
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Beitrag von: WasDennNun am 23.06.2021 09:01
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.

Ja das wäre natürlich eine Idee. Diese deckt sich aber auch mit der Idee der Hebesätze gekoppelt an die regionale Wirtschaftslage.
Nein, nur eine suboptimale, weil es ja Gießkanne ist und nicht zielgerichtet und man damit auch die "gutbezahlten" Verwaltungskräfte "beschenkt".

Zitat
Denn man muss auch die Freiheit der Personaler vor Missbrauch schützen.
Vor Missbrauch schützt der Rechtsstaat.
Zitat
Alles auslagern geht ja auch nicht. Soll Feuerwehr, Polizei, Entsorgungsbetriebe, Bürgerbüros, Rathäuser und andere Ämter alle nach Magdeburg ausgelagert? Nur weil München teuer ist? Auch München braucht den ÖD vor Ort
eben.
Zitat
Darum meine ich. Hier sollten die Vertreter der Tarifparteien sekundär über ein Lohnplus verhandeln. Vielmehr über strukturelle Optimierungen des Tarifvertrages.
Im Kern würde dafür es reichen, dass die TVP darauf einigen, dass der AG übertariflich zahlen darf. Und dafür entsprechende Öffnungsklauseln in den TV rein kommen. (z.B. §16.5 nicht begrenzen auf 2 Stufen, sondern freie Zulagenwahl).
Zitat
Dies wäre auch so gut nach außen für die Öffentlichkeit und Steuerzahler vertretbar, welcher eben durch Corona und Lockdowns Einbußen hinnehmen musste. Während der TB und Beamte volle Bezüge weiterhin erhielten. Oder war wer von euch in Kurzarbeit?

Dies sollte eigentlich gemeinsame Interessen der Tarifparteien sein...
Nein, ver.di  vertritt nicht die  "Mangelberufe".
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Beitrag von: Spid am 23.06.2021 09:08
Die TVP können nicht vereinbaren, daß der AG übertariflich vergüten darf. Sie legen nur Mindestarbeitsbedingungen fest, von denen die Arbeitsvertragsparteien arbeitsrechtlich ohnehin stets zugunsten des AN abweichen dürfen.
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Beitrag von: thesisko am 23.06.2021 19:08
Die TVP können nicht vereinbaren, daß der AG übertariflich vergüten darf. Sie legen nur Mindestarbeitsbedingungen fest, von denen die Arbeitsvertragsparteien arbeitsrechtlich ohnehin stets zugunsten des AN abweichen dürfen.

So kenne ich es auch. Leider wird im öffentlichen Dienst so getan, als ob dieses nicht möglich wäre.
Diese irrsinnige Annahme mag vom Beamtentum abgeleitet sein. Dort mag es ja so sein, dass der Staat nur den festgelegten Satz alimentieren darf. Nur was haben Tarifbeschäftigte mit den Regeln und Gesetzen über das Beamtentum zu schaffen? Überhaupt nichts.
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Beitrag von: öfföff am 23.06.2021 23:13
TV-SchLaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaand  :D
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Beitrag von: was_guckst_du am 24.06.2021 08:18
..es ist oft so, dass die AG nur die vom entsprechenden Arbeitgeberverband "freigegebenen" übertariflichen Zahlungen vornehmen dürfen...andernfalls drohen hohe Konventionalstrafen...

...so gesehen stellt der Tarifabschluß nicht nur eine untere Grenze dar sondern faktisch auch vielfach die Höchstgrenze...
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Beitrag von: Romain1974 am 24.06.2021 09:26
Moin, ich bin neu im TV-L ab August und komme aus dem Bahnbereich mit 100% Weihnachtsgeld und Wahlmodel mehr Urlaub , Arbeitszeitverkürzung oder mehr Geld. eventuell ist das eine Möglichkeit mal aus der starren Position rauszukommen. Jeder sucht sich das was er für sinnvoll erachtet aus immer für ein Jahr dann kann man wechseln.


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Beitrag von: Susi73 am 24.06.2021 11:06
In Zeiten von Corona sind Tarifverhandlungen sicherlich schwierig, doch das sollte uns nicht davon abhalten für unsere Rechte einzutreten.
Wenn es um Wünsche und Vorschläge geht, fände ich es toll, wenn angestellte Lehrkräfte beamteten Lehrkräften im Bereich der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gleich gestellt werden würden. Wir Angestellten, auch wenn im öffentlichen Dienst es doch ein wenig abgefangen wird, müssen uns nach 6 Wochen überlegen, ob wir fit genug sind wieder arbeiten zu gehen, denn ansonsten gibt es Lohneinbußen. Als Beamter hingegen muss ich mir nach 6 Wochen diese Frage nicht stellen, denn da läuft das mit dem vollen Gehalt weiter und das deutlich länger als 6 Wochen. Eine komplette Angleichung wird sich sicherlich nicht realisieren lassen, doch eine Anhebung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 6 Wochen auf z.B. 3 Monate, wäre super.
Ansonsten kann ich mich nur den Forderungen bzgl. des Weihnachtsgeldes, sorry Jahressonderzahlung, anschließen.
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Beitrag von: Spid am 24.06.2021 11:08
Was sollte daran schwierig sein? Es treffen sich ständig Menschen zu Verhandlungen, entweder online oder persönlich. Was sollte jetzt ausgerechnet Tarifvrhandlungen erschweren?
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Beitrag von: Highwaystar am 24.06.2021 12:58
Wenn es um Wünsche und Vorschläge geht, fände ich es toll, wenn angestellte Lehrkräfte beamteten Lehrkräften im Bereich der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gleich gestellt werden würden. Wir Angestellten, auch wenn im öffentlichen Dienst es doch ein wenig abgefangen wird, müssen uns nach 6 Wochen überlegen, ob wir fit genug sind wieder arbeiten zu gehen, denn ansonsten gibt es Lohneinbußen. Als Beamter hingegen muss ich mir nach 6 Wochen diese Frage nicht stellen, denn da läuft das mit dem vollen Gehalt weiter und das deutlich länger als 6 Wochen. Eine komplette Angleichung wird sich sicherlich nicht realisieren lassen, doch eine Anhebung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 6 Wochen auf z.B. 3 Monate, wäre super.


Sehr guter neuer Punkt, volle Zustimmung!

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Beitrag von: öfföff am 24.06.2021 14:31
Ich finde die Unterschiede zw. angestellten und beamteten Lehrern gar nicht so verkehrt. Man sollte das Instrument nicht aufgeben. So hat das Bundesland immerhin die Möglichkeit das Personal zu motivieren und dann ggf. zu belohnen. Man umgeht den Motivationsverlust unmittelbar nach Verbeamtung.
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Beitrag von: thesisko am 24.06.2021 18:29
Wenn es um Wünsche und Vorschläge geht, fände ich es toll, wenn angestellte Lehrkräfte beamteten Lehrkräften im Bereich der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gleich gestellt werden würden. Wir Angestellten, auch wenn im öffentlichen Dienst es doch ein wenig abgefangen wird, müssen uns nach 6 Wochen überlegen, ob wir fit genug sind wieder arbeiten zu gehen, denn ansonsten gibt es Lohneinbußen. Als Beamter hingegen muss ich mir nach 6 Wochen diese Frage nicht stellen, denn da läuft das mit dem vollen Gehalt weiter und das deutlich länger als 6 Wochen. Eine komplette Angleichung wird sich sicherlich nicht realisieren lassen, doch eine Anhebung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von 6 Wochen auf z.B. 3 Monate, wäre super.


Warum diese Forderung nur für Lehrkräfte?
Und warum müssen Lehrkräfte überhaupt Beamten sein?
Zum Thema Motivation. Fast alle Lehrkräfte leisten zu dem Zeitpunkten am Meisten, an denen sie am wenigsten Geld bekommen.
Leider fällt bei vielen diese Bereitschaft spätestens ab dem Zeitpunkt der Verleihung auf Lebenszeit.

Sehr guter neuer Punkt, volle Zustimmung!
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Beitrag von: Hinz am 25.06.2021 06:02
Braucht es Beamte in dieser Form überhaupt noch?
Stichworte: Pensionsansprüche, "leere Kassen", Beiträge zur Rente usw.

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Beitrag von: Bastel am 25.06.2021 07:12
Stichworte: Pensionsansprüche, "leere Kassen", Beiträge zur Rente usw.

Einfach das Sozialbudget kürzen, dann ist auch genug für die Beamten und Angestellten da.
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Beitrag von: was_guckst_du am 25.06.2021 08:27
...das wird dann Hinz und Kunz nicht erfreuen.. ;)
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Beitrag von: Otto1 am 25.06.2021 22:58
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.


JA, GANZ TOLLE IDEE. DUMM NUR WENN MAN IN EINER TECHNISCHEN BEHÖRDE ARBEITET UND MAN AN ALLEN ECKEN UND ENDEN LEUTE BRAUCHT.

Es braucht eine eigene Tabelle für Ingenieure, Techniker und Informatiker.

Alles andere ist witzlos.
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Beitrag von: Hinz am 26.06.2021 08:22
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.


JA, GANZ TOLLE IDEE. DUMM NUR WENN MAN IN EINER TECHNISCHEN BEHÖRDE ARBEITET UND MAN AN ALLEN ECKEN UND ENDEN LEUTE BRAUCHT.

Es braucht eine eigene Tabelle für Ingenieure, Techniker und Informatiker.

Alles andere ist witzlos.

Ingenieure und Techniker und Meister sind im TV-L berücksichtigt. wobei der Fehler gemacht wurde den Techniker mit dem Meister gleichzusetzen. (Bevor einer darauf antwortet bitte Google nutzen und nach Kompetenzniveau staatl. Gepr. Techniker suchen)

Es fehlt seitens den technischen Berufsgruppen eben eine angemessene Lobbyarbeit / Vertretung im ÖD.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 26.06.2021 08:28
Sind beides weitergebildete Facharbeiter/Handwerker.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 26.06.2021 12:05
JA, GANZ TOLLE IDEE. DUMM NUR WENN MAN IN EINER TECHNISCHEN BEHÖRDE ARBEITET UND MAN AN ALLEN ECKEN UND ENDEN LEUTE BRAUCHT.

Es braucht eine eigene Tabelle für Ingenieure, Techniker und Informatiker.

Alles andere ist witzlos.
Wozu, wenn der Personaler für Ingenieure, Techniker und Informatiker, sofern er keine findet, sagen wir mal 2000€ monatlich über dem Tabellen Entgelt anbieten dürfte und würde.

Wie verblödet muss man eigentlich sein immer wieder Gießkanne zu verlangen.

Ach ja, natürlich müsste man dafür fähige Personaler einstellen (und entsprechend bezahlen), die so etwas anwenden.

Aber typisch öD halt: Alle müssen über einen Kamm geschoren werden, damit man sich nicht selber um sein Entgelt kümmern muss.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 26.06.2021 20:30
JA, GANZ TOLLE IDEE. DUMM NUR WENN MAN IN EINER TECHNISCHEN BEHÖRDE ARBEITET UND MAN AN ALLEN ECKEN UND ENDEN LEUTE BRAUCHT.

Es braucht eine eigene Tabelle für Ingenieure, Techniker und Informatiker.

Alles andere ist witzlos.
Wozu, wenn der Personaler für Ingenieure, Techniker und Informatiker, sofern er keine findet, sagen wir mal 2000€ monatlich über dem Tabellen Entgelt anbieten dürfte und würde.

Wie verblödet muss man eigentlich sein immer wieder Gießkanne zu verlangen.

Ach ja, natürlich müsste man dafür fähige Personaler einstellen (und entsprechend bezahlen), die so etwas anwenden.

Aber typisch öD halt: Alle müssen über einen Kamm geschoren werden, damit man sich nicht selber um sein Entgelt kümmern muss.

Hier ist alles genau beschrieben. Die nachkommenden Fachkräfte reichen noch nichtmal um die Abgänge zu ersetzen. Im öD ist es aufgrund der Demographie noch schlimmer und bei IT-Fachkräften wird man gar kein Land mehr sehen.

https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2021/MINT-Fr%C3%BChjahrsreport_2021_finale_Fassung_27_05_2021.pdf

Es geht daraus auch hervor, dass der Bedarf an MINT-Fachkräften aufgrund der Energiewende, Demographie und Digitalisierung stark steigen wird.

D. h. es liegt ein sehr großes strukturelles Problem vor. Der Nachwuchs kann die in Rentegehenden nicht ausgleichen und zugleich steigt der Bedarf rasant an. Selbst unser Innenmister kommt zu dem Ergebnis (ab 01:04:00): https://www.dbb.de/artikel/herausforderung-gemeinwohl-wir-brauchen-die-besten-der-besten.html
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 26.06.2021 21:00
Ich sehe hier kein Problem. Die leeren Stellen werden besetzt werden. Vieles wird man mittels Learning-by-doing vermitteln können. Die teure Ausbildung ist oft nicht nötig. Ein paar gezielte Fortbildungen können mehr wert sein und sind billiger als ein Ingenieur der meint ein Professorengehalt bekommen zu müssen...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: uw147 am 27.06.2021 07:37
Ich sehe hier kein Problem. Die leeren Stellen werden besetzt werden. Vieles wird man mittels Learning-by-doing vermitteln können. Die teure Ausbildung ist oft nicht nötig. Ein paar gezielte Fortbildungen können mehr wert sein und sind billiger als ein Ingenieur der meint ein Professorengehalt bekommen zu müssen...

Das hängt ganz stark vom Aufgabengebiet ab. Klar kann man alles schon irgendwie erledigen, aber z.B. eine echte Antragsprüfung in komplexen Genehmigungsverfahren findet dann nicht mehr statt. Es wird dann i.W. nur noch geprüft, ob alle Unterlagen da sind, ob diese tatsächlich richtig sind, ist dann wesentlich schwieriger. Leider gibt es in einigen Bereichen seit Jahren genau diese Tendenz - da wird dann die eigentlich originäre Prüftätigkeit der Behörden auf Sachverständige ausgelagert und diese vom Antragsteller bezahlt. Neutral ist was anderes.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 27.06.2021 11:39
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.


JA, GANZ TOLLE IDEE. DUMM NUR WENN MAN IN EINER TECHNISCHEN BEHÖRDE ARBEITET UND MAN AN ALLEN ECKEN UND ENDEN LEUTE BRAUCHT.

Es braucht eine eigene Tabelle für Ingenieure, Techniker und Informatiker.

Alles andere ist witzlos.

Ingenieure und Techniker und Meister sind im TV-L berücksichtigt. wobei der Fehler gemacht wurde den Techniker mit dem Meister gleichzusetzen. (Bevor einer darauf antwortet bitte Google nutzen und nach Kompetenzniveau staatl. Gepr. Techniker suchen)

Es fehlt seitens den technischen Berufsgruppen eben eine angemessene Lobbyarbeit / Vertretung im ÖD.

Sind alle drei DQR Niveau 6. Sie sind dort als gleichwertig eingruppiert, nicht als gleichartig.
Dazu kommt, dass die Qualifikation für die EIngruppierung keine ROlle spielt, sondern die die dauerhaft ausgeübte Tätigkeit.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.06.2021 11:44
Der DQR hat keinerlei Relevanz - und erhebt auch nicht den Anspruch, eine zu haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 27.06.2021 13:41
Ich sehe hier kein Problem. Die leeren Stellen werden besetzt werden. Vieles wird man mittels Learning-by-doing vermitteln können. Die teure Ausbildung ist oft nicht nötig. Ein paar gezielte Fortbildungen können mehr wert sein und sind billiger als ein Ingenieur der meint ein Professorengehalt bekommen zu müssen...
Die Qualität der Softwareprojekte im öD zeigen ja wohin das geführt hat und immer noch führt, dass man umoperierte Beamte einsetzt.
Entweder absoluter Schrott, oder mittelmäßiger Schrott, der für Millionenbeträge von externen nur zur hälfte Umgesetzt werden und dann Millionenbeträge für die Wartung verschlingen.

Und warum: Ahnungslose Entscheider und dilettantischer Umsezter, die meinen Informatik kann man mittels Learning-by-doing  durchdringen.
Hauptsache die BS2000 wird nicht abgeschaltet.  8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 27.06.2021 13:46
JA, GANZ TOLLE IDEE. DUMM NUR WENN MAN IN EINER TECHNISCHEN BEHÖRDE ARBEITET UND MAN AN ALLEN ECKEN UND ENDEN LEUTE BRAUCHT.

Es braucht eine eigene Tabelle für Ingenieure, Techniker und Informatiker.

Alles andere ist witzlos.
Wozu, wenn der Personaler für Ingenieure, Techniker und Informatiker, sofern er keine findet, sagen wir mal 2000€ monatlich über dem Tabellen Entgelt anbieten dürfte und würde.

Wie verblödet muss man eigentlich sein immer wieder Gießkanne zu verlangen.

Ach ja, natürlich müsste man dafür fähige Personaler einstellen (und entsprechend bezahlen), die so etwas anwenden.

Aber typisch öD halt: Alle müssen über einen Kamm geschoren werden, damit man sich nicht selber um sein Entgelt kümmern muss.

Hier ist alles genau beschrieben. Die nachkommenden Fachkräfte reichen noch nichtmal um die Abgänge zu ersetzen. Im öD ist es aufgrund der Demographie noch schlimmer und bei IT-Fachkräften wird man gar kein Land mehr sehen.
Und was hat das mit Gießkanne vs. zielgerichtete Anwerbung von sehr gutem Personal zu tun?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVWaldschrat am 27.06.2021 14:42
Mein Wunsch wäre es, dass im IT-Bereich nicht mehr so viel Wert auf die auf dem Papier geschriebenen fachlichen Qualifikationen gelegt wird, und dass das im TV-L auch festgeschrieben ist.

Wie oft mussten wir gute Fachinformatiker gehen lassen, weil unsere Personalabteilung die Minus-Eins-Regelung ohne wenn und aber lebt, während wir allen möglichen Dipl. Ings mit einem nicht-IT-relevanten Abschluss (Elektroingenieur) von vor 30 Jahren das anbieten können, was wir ausschreiben. Dass sich keine brauchbaren jungen Bachelor-/Master-Absolventen bei uns bewerben ist leider auch dem echt starren Regelungen Tarifvertrag geschuldet (stichw. Übertarifliche Bezahlung).

Mit maximal +20% kann man auch bei einer E11/6 kein fähiges IT-Personal mehr binden, da in der Wirtschaft die gut bezahlten Jobs mit weit besseren Arbeitsbedingungen nur auf sie warten.

Typische öD-Themen wie Jobsicherheit sind heute kein Argument mehr. Wirste betriebsbedingt als ITler rausgeschmissen, haste nächste Woche wieder nen gut bezahlten Job.
Work-Life-Balance? Da sind viele priv. Betriebe weiter vorne als wir es bieten können. Ohne gutes Personal bleibt ein dicker backlog für das übrige Personal.
Wir haben nicht mal so was wie ein Job-Ticket für den ÖPNV... Meine Initiative dazu wurde von der HR abgeschmettert.

Wie viel davon unserer schlechten HR geschuldet ist, mag ich nicht beurteilen, da sind WasDennNun und Spid sicher die fähigeren Leute. Vielleicht kann man die beiden ja mal für ne In-House-Schulung einladen ;)

Und ich sehe mit Verdi auch keine Gewerkschaft für IT-Fachkräfte. Aber den Arbeitgebervertretern muss ja auch auffallen, dass sie was tun müssen...


Einem unserer Leute wurde von der HR sogar mal gesagt, dass er sich doch woanders bewerben solle, vorher können keine Angebote gemacht werden. Hat er gemacht, zwei Wochen frist gesetzt, und ist jetzt glücklich in seinem neuen Job, der nicht bei uns ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.06.2021 15:14
Übertarifliche Bezahlung ist eben gerade nicht in einem Tarifvertrag geregelt - das braucht sie auch nicht zu sein, da eine Abweichung von den tariflichen Regelungen zugunsten des AN jederzeit zwischen den Parteien vereinbart werden kann.

Wie sollte denn im IT-Bereich die Regelung zur Eingruppierung bei Nichterfüllung einer Voraussetzung in der Person außer in außergewöhnlichen Einzelfällen zur Anwendung kommen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVWaldschrat am 27.06.2021 15:26
Die übertarifliche Bezahlung ist im TV-L ja auf +20% der Stufe 2 gedeckelt. Die Angst vorm LRH o.ä. ist dann der begrenzende Faktor. Die Regelung sollte gelockert werden. Denn wenn wir realistisch sind, traut sich niemand abweichende Regelungen zu treffen, da sie nicht im TV-L geregelt sind. Das betrifft auch Betriebsingenieure o.ä.... aber ich kann nur aus IT-Sicht sprechen

Es gibt ja schon die Formulierungen wie "mit besonderer Schwere und Verantwortung" sowie sonstige Beschäftigte. Da Tarifbeschäftigte aufgrund ihrer auszuübenden Tätigkeit Eingruppiert sind, sollte das auch WIRKLICH mal so gelebt werden, ohne Minus-Eins-Regelung, wenn der IT-Leiter das so sieht... ein Personaler kann selten beurteilen, ob das Personal die fachliche Kompetenz besitzt und sollte da vom IT-Leiter beraten werden.

Ein Fachinformatiker mit entsprechender Erfahrung kann die Tätigkeiten eines Master-Inf. mit entsprechender Erfahrung auch durchführen.



Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.06.2021 15:32
Übertarifliche Bezahlung ist durch den TV-L weder geregelt noch begrenzt.

Eingruppierung muß nicht gelebt werden, sie ist - und zwar völlig unabhängig der Rechtsmeinung des AG oder dessen subalternen Führungspersonal.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVWaldschrat am 27.06.2021 15:47
Übertarifliche Bezahlung ist durch den TV-L weder geregelt noch begrenzt.

Wären das dann nicht außertarifliche Bezahlungen, die (natürlich) nicht im Tarifvertrag geregelt sind? Ich beziehe mich auf § 16 Abs. 5 TV-L, also "abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung" -> übertariflich.

Korrigiere mich bitte :)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 27.06.2021 16:05
Mein Wunsch wäre es, dass im IT-Bereich nicht mehr so viel Wert auf die auf dem Papier geschriebenen fachlichen Qualifikationen gelegt wird, und dass das im TV-L auch festgeschrieben ist.
Dein Wunsch ist doch mit der neuen EGO erfüllt worden.
Wir haben FI-ler, die EG12 erhalten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 27.06.2021 16:06
Übertarifliche Bezahlung ist durch den TV-L weder geregelt noch begrenzt.

Wären das dann nicht außertarifliche Bezahlungen, die (natürlich) nicht im Tarifvertrag geregelt sind? Ich beziehe mich auf § 16 Abs. 5 TV-L, also "abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung" -> übertariflich.

Korrigiere mich bitte :)
Bezahlung nach §16.5 ist eine tarifliche Bezahlung und keine übertarifliche.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.06.2021 16:10
Übertarifliche Bezahlung ist durch den TV-L weder geregelt noch begrenzt.

Wären das dann nicht außertarifliche Bezahlungen, die (natürlich) nicht im Tarifvertrag geregelt sind? Ich beziehe mich auf § 16 Abs. 5 TV-L, also "abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung" -> übertariflich.

Korrigiere mich bitte :)

Alles, was im Tarifvertrag geregelt wird, ist tariflich. Was darüber hinausgeht, ist übertariflich. Der außertarifliche Anwendungsbereich ist überhaupt erst eröffnet, wenn das Arbeitsverhältnis nicht vom tariflichen Geltungsbereich erfaßt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 27.06.2021 16:11
Ein Fachinformatiker mit entsprechender Erfahrung kann die Tätigkeiten eines Master-Inf. mit entsprechender Erfahrung auch durchführen.
Habe ich bisher leider noch keinen gesehen, der das tatsächlich konnte.
Die konnten einen Teilauschnitt der EG13er Tätigkeiten ausüben, aber haben leider bisher noch nicht gezeigt, dass sie tatsächlich die Fähigkeiten (die ich) mit EG13+ Tätigkeiten verbinde erfüllt haben.
Der Breite und schnelle tiefe Blick in die Materie blieb diesen engagierten und fähigen FIlern stets verborgen, auch haben sie seltenst gezeigt, dass sie über den Tellerrand schauen konnte, so dass die strategischen Entscheidungen entsprechend nicht getätigt wurden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 27.06.2021 16:16
Eure Verärgerung richtet sich mit den Arbeitgebern gegen den falschen. Schuld an der Lage ist ausschließlich der gemeine Bürger, der Wähler. Dieser wahlberechtigte Bürger ist es ja, der nicht will, dass öD-Beschäftigte zuviel Geld bekommen. Löhne sollen moderat und flach gehalten werden. Der gemeine Bürger ist neidisch auf öDler ob des sicheren Jobs, da darf der Lohn nicht zu hoch sein! Die Folge ist dann eben im Zweifel, dass der Bürger auch mit weniger guter Leistung oder mehr Wartezeit leben muss. Ausgleichende Gerechtigkeit. Es bleibt aber dabei, auch ohne Ingenieure und IT-ler die meinen 80k+ bekommen zu müssen wird es funktionieren und weitergehen. Wer nicht zahlen will (der gemeine Bürger) muss eben fühlen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 27.06.2021 17:45
Ich wüßte nicht, daß „der Bürger“ das so wollte - noch sehe ich, daß das eine Relevanz hätte.
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Beitrag von: WasDennNun am 28.06.2021 11:25
Eure Verärgerung richtet sich mit den Arbeitgebern gegen den falschen.
Meine Verärgerung gilt alleinig den Menschen, die sich darüber beklagen, dass sie nicht das Geld bekommen, wofür sie  bereit sind Ihre Arbeitskraft zu verkaufen, dann aber nichts dagegen unternehmen, dass sie es bekommen, sondern erwarten, dass andere dieses für sie erledigen.
Es bleibt aber dabei, auch ohne Ingenieure und IT-ler die meinen 80k+ bekommen zu müssen wird es funktionieren und weitergehen.
Und leider sehr viel teurer. Da dann Millionen an Firmen bezahlt werden muss, damit der Staat seine Verpflichtungen nachkommen kann.
Und es geht nicht darum, dass die IT-ler die meinen 80k+ bekommen zu müssen, sondern, dass man für die vom AG angebotenen 50K (Dipl.) oder 43K (Bsc) bekommt man halt idR selten welche.
Für die 73K das der Tarif bereit ist zu bezahlen durchaus schon.
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Beitrag von: Otto1 am 28.06.2021 22:48
Eure Verärgerung richtet sich mit den Arbeitgebern gegen den falschen.
Meine Verärgerung gilt alleinig den Menschen, die sich darüber beklagen, dass sie nicht das Geld bekommen, wofür sie  bereit sind Ihre Arbeitskraft zu verkaufen, dann aber nichts dagegen unternehmen, dass sie es bekommen, sondern erwarten, dass andere dieses für sie erledigen.
Es bleibt aber dabei, auch ohne Ingenieure und IT-ler die meinen 80k+ bekommen zu müssen wird es funktionieren und weitergehen.
Und leider sehr viel teurer. Da dann Millionen an Firmen bezahlt werden muss, damit der Staat seine Verpflichtungen nachkommen kann.
Und es geht nicht darum, dass die IT-ler die meinen 80k+ bekommen zu müssen, sondern, dass man für die vom AG angebotenen 50K (Dipl.) oder 43K (Bsc) bekommt man halt idR selten welche.
Für die 73K das der Tarif bereit ist zu bezahlen durchaus schon.

Neben solchen Dingen wie bspw. Inflationsausgleich, 13.tes Monatsgehalt und einige strukturelle Anpassung (Entzerrung der Entgelte in den Entgeltgruppen und Stufen) sollten die Stufen 1,3 und 5 wegfallen und die Stufenlaufzeit auf jeweils 2 Jahre abgesengt werden. Bei relevanter Berufserfahrung sollte gleich Stufe 6 gezahlt werden können.

Das würde jedenfalls Sinn machen. Der öD ist überaltert und braucht neue Leute. Die Alten sitzen eh auf ihrer Stufe 5-6 und für die Neuen könnte man es so deutlich attraktiver machen. Selbst eine E 11 wäre dann mit vollem 13.ten Monatsgehalt und Inflationsausgleich 70k EUR. Dafür bekommt man dann auch den ein oder anderen, aber für 45k  Einstiegsgehalt in Stufe 1 wird es eben nichts werden....

Eine tarifvertragliche Regelung halte ich für notwendig, da ansonsten einzelne AG wieder irgendwas einschränken...
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Beitrag von: Spid am 28.06.2021 23:01
Und inwiefern bedürfte es da einer tariflichen Regelung? Wenn AG nicht den tariflichen Rahmen ausschöpfen möchten, arbeitet man für die nicht. So einfach ist das.
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Beitrag von: TVWaldschrat am 28.06.2021 23:02
Ein Fachinformatiker mit entsprechender Erfahrung kann die Tätigkeiten eines Master-Inf. mit entsprechender Erfahrung auch durchführen.
Habe ich bisher leider noch keinen gesehen, der das tatsächlich konnte.
Die konnten einen Teilauschnitt der EG13er Tätigkeiten ausüben, aber haben leider bisher noch nicht gezeigt, dass sie tatsächlich die Fähigkeiten (die ich) mit EG13+ Tätigkeiten verbinde erfüllt haben.
Der Breite und schnelle tiefe Blick in die Materie blieb diesen engagierten und fähigen FIlern stets verborgen, auch haben sie seltenst gezeigt, dass sie über den Tellerrand schauen konnte, so dass die strategischen Entscheidungen entsprechend nicht getätigt wurden.

Das habe ich leider wie du bei deinen FIlern bei meinen Dipls und Bachelor-/Master:ettes auch...

*nicht alle


Ich habe auch unfassbar schlechte Fachinformatiker, für die ich mich als Ausbilder schäme.
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Beitrag von: TVWaldschrat am 28.06.2021 23:03
Und inwiefern bedürfte es da einer tariflichen Regelung? Wenn AG nicht den tariflichen Rahmen ausschöpfen möchten, arbeitet man für die nicht. So einfach ist das.

Die einzig logische Konsequenz sowohl bei den öffis als auch bei den privaten.

Nur wenn die tariflichen Regelungen so gestrickt sind, dass der AG lieber auf Nummer sicher geht, um nicht dem LRH zum Opfer zu fallen...
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Beitrag von: TVWaldschrat am 28.06.2021 23:08
Sich als Arbeitgeber mit einem Inflationsausgleich als Sieger aus Tarifverhandlungen zu Krönen, ist auch eher der Gipfel der fetisch-versauten Fantasie eines VWLers geschuldet in einem akuten und seit Jahren chronischen Fachkräftemangels im öD der Länder... und Kommunen sowieso.
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Beitrag von: Spid am 28.06.2021 23:16
Und inwiefern bedürfte es da einer tariflichen Regelung? Wenn AG nicht den tariflichen Rahmen ausschöpfen möchten, arbeitet man für die nicht. So einfach ist das.

Die einzig logische Konsequenz sowohl bei den öffis als auch bei den privaten.

Nur wenn die tariflichen Regelungen so gestrickt sind, dass der AG lieber auf Nummer sicher geht, um nicht dem LRH zum Opfer zu fallen...

Das liegt nicht daran, wie die tariflichen Regelungen gestrickt sind, sondern wie der AG gestrickt ist - mit lauter gefallenen Maschen ist man eben Ausschuß.
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Beitrag von: TVWaldschrat am 28.06.2021 23:19
Und inwiefern bedürfte es da einer tariflichen Regelung? Wenn AG nicht den tariflichen Rahmen ausschöpfen möchten, arbeitet man für die nicht. So einfach ist das.

Die einzig logische Konsequenz sowohl bei den öffis als auch bei den privaten.

Nur wenn die tariflichen Regelungen so gestrickt sind, dass der AG lieber auf Nummer sicher geht, um nicht dem LRH zum Opfer zu fallen...

Das liegt nicht daran, wie die tariflichen Regelungen gestrickt sind, sondern wie der AG gestrickt ist - mit lauter gefallenen Maschen ist man eben Ausschuß.

Ich stimme dir zu, mit einem mittelgrossen Aber. Wenn sogar die super gut bezahlten, gut geschulten Personalsachbearbeiter mit E9b/E10 den Job nicht ordentlich hinbekommen, wer dann?
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Beitrag von: TVWaldschrat am 28.06.2021 23:23
Ich als Steuerzahler und von Steuern finanzierter beschäftigter im öD unter dem TV-L bin natürlich interessiert daran, dass vernünftig gewirtschaftet wird. Aber woran hapert es, wenn der Tarifvertrag alle möglichkeiten des Himmels offen lässt, und sogar gut bezahlte und pflichtbewusste Personalabteilungssachbearbeiter:innen daran scheitern?
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Beitrag von: Spid am 28.06.2021 23:29
Vielleicht daran, daß es nur welche für innen und nicht für außen sind? Davon ab sehe ich nicht, daß die Maße der AG im öD gut geschultes Personal in den Personalabteilungen beschäftigt - geschweige denn gutes.
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Beitrag von: TVWaldschrat am 28.06.2021 23:40
Vielleicht daran, daß es nur welche für innen und nicht für außen sind? Davon ab sehe ich nicht, daß die Maße der AG im öD gut geschultes Personal in den Personalabteilungen beschäftigt - geschweige denn gutes.

Ich sehe wir verstehen uns irgendwie, leider... Ich musste als Fachkraft in der IT eine Fortbildung zur Eingruppierung von IT-Fachkräften nach der EGO 2021 belegen, um den Job unserer Personalabteilung zu erledigen, um gutes Personal zu binden. OBWOHL die "Behördenleitung" alles abgesegnet hätte, was IT-Eingruppierung betrifft.

Nein, nur um es ordentlich FORMULIEREN  zu können wollte ich aus persönlichem Interesse diese Fortbildung machen.

Ich weiß dann einfach nicht mehr weiter, außer die Schuld dem TV-L zuzuweisen, da ich ja nicht die einzige HR habe, die es nicht hinbekommt.

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Beitrag von: Otto1 am 29.06.2021 10:21
Und inwiefern bedürfte es da einer tariflichen Regelung? Wenn AG nicht den tariflichen Rahmen ausschöpfen möchten, arbeitet man für die nicht. So einfach ist das.

Bei Kommunen kann man leicht ausweichen. Bei Ländern wird es schon schwieriger.
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Beitrag von: Spid am 29.06.2021 10:25
Wieso? Gibt doch 16 Stück, 15 davon sind in der TdL organisiert.
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Beitrag von: WasDennNun am 29.06.2021 10:54
Das würde jedenfalls Sinn machen. Der öD ist überaltert und braucht neue Leute. Die Alten sitzen eh auf ihrer Stufe 5-6 und für die Neuen könnte man es so deutlich attraktiver machen. Selbst eine E 11 wäre dann mit vollem 13.ten Monatsgehalt und Inflationsausgleich 70k EUR. Dafür bekommt man dann auch den ein oder anderen, aber für 45k  Einstiegsgehalt in Stufe 1 wird es eben nichts werden....
Tariflich gibt es ja die Möglichkeit einen Berufsanfänger in der Bezahlung der Stufe 3 anfangen zu lassen, ihn nach  einem Jahr die Stufe 4 zu bezahlen und nach weiteren 2 Jahren die Stufe 5.
Und das beste daran, wenn er nicht performt, dann fällt er ratz batz zwei Stufen wieder runter.

Und warum machen die AGs es nicht: Weil sie ein miserables HR Management haben. Das weder strategisch noch nachhaltig denken kann (oder darf).
Ob dann die 51k, 57k, 64k  für nen e11er Ing ausreicht um ihn in den öD zu locken, kann ich nicht beurteilen.
Für die FIler, BSCler ist das in meinem Umfeld ein ausreichender Anreiz, dass wir die Stelle auch besetzt bekommen und zwar mit recht guten MA.

Und die 57-70k reichen auch um die Master Inf Stellen zu besetzen, allerdings durchaus schwieriger und es ist Geduld nötig um die Menschen zu finden, die das Gesamtpaket für sich passend finden.
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Beitrag von: Otto1 am 29.06.2021 12:41
Wieso? Gibt doch 16 Stück, 15 davon sind in der TdL organisiert.

Immobilien, Familien, Freunde, Heimat?
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Beitrag von: Spid am 29.06.2021 12:42
Wenn Du Dir selbst Klötze um den Hals hängst... Bis auf Immobilien ist das alles entbehrlich - und die muß man ja nicht selbst bewohnen.
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Beitrag von: Otto1 am 29.06.2021 12:43
Das würde jedenfalls Sinn machen. Der öD ist überaltert und braucht neue Leute. Die Alten sitzen eh auf ihrer Stufe 5-6 und für die Neuen könnte man es so deutlich attraktiver machen. Selbst eine E 11 wäre dann mit vollem 13.ten Monatsgehalt und Inflationsausgleich 70k EUR. Dafür bekommt man dann auch den ein oder anderen, aber für 45k  Einstiegsgehalt in Stufe 1 wird es eben nichts werden....
Tariflich gibt es ja die Möglichkeit einen Berufsanfänger in der Bezahlung der Stufe 3 anfangen zu lassen, ihn nach  einem Jahr die Stufe 4 zu bezahlen und nach weiteren 2 Jahren die Stufe 5.
Und das beste daran, wenn er nicht performt, dann fällt er ratz batz zwei Stufen wieder runter.

Und warum machen die AGs es nicht: Weil sie ein miserables HR Management haben. Das weder strategisch noch nachhaltig denken kann (oder darf).
Ob dann die 51k, 57k, 64k  für nen e11er Ing ausreicht um ihn in den öD zu locken, kann ich nicht beurteilen.
Für die FIler, BSCler ist das in meinem Umfeld ein ausreichender Anreiz, dass wir die Stelle auch besetzt bekommen und zwar mit recht guten MA.

Und die 57-70k reichen auch um die Master Inf Stellen zu besetzen, allerdings durchaus schwieriger und es ist Geduld nötig um die Menschen zu finden, die das Gesamtpaket für sich passend finden.

Warum sollte man mit Uni Diplom Informatiker nur 70k bekommen, wenn man woanders min. 30k mehr bekommt?
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Beitrag von: WasDennNun am 29.06.2021 12:55
Warum sollte man mit Uni Diplom Informatiker nur 70k bekommen, wenn man woanders min. 30k mehr bekommt?
Weil das Geld reicht und wenn die Inhalte der Arbeitsstelle stimmen und man eben
Immobilien, Familien, Freunde, Heimat?
als Faktor ansieht und dann in der Summe zufrieden ist.

Mit 70k hat man mehr Geld zur Verfügung als man sinnvoll für sich ausgeben kann.

Zumindest wird mir das von den diversen Kollegen, die ich in den letzten Jahren in den öD reingeholt habe bestätigt.
(ok in den teureren Wohngegenden müssen wir schon mal eine EG14 basteln, damit man die Guten MA überzeugen kann.)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 29.06.2021 22:59
Warum sollte man mit Uni Diplom Informatiker nur 70k bekommen, wenn man woanders min. 30k mehr bekommt?
Weil das Geld reicht und wenn die Inhalte der Arbeitsstelle stimmen und man eben
Immobilien, Familien, Freunde, Heimat?
als Faktor ansieht und dann in der Summe zufrieden ist.

Mit 70k hat man mehr Geld zur Verfügung als man sinnvoll für sich ausgeben kann.

Zumindest wird mir das von den diversen Kollegen, die ich in den letzten Jahren in den öD reingeholt habe bestätigt.
(ok in den teureren Wohngegenden müssen wir schon mal eine EG14 basteln, damit man die Guten MA überzeugen kann.)

Das Geld reicht nicht!

Die Plattform Indeed hat die bestbezahlten Berufe ihrer Stellensuche veröffentlicht (April 2021):
https://ibb.co/0mKLNnc

80% dieser sehr gut bezahlten Jobs sind mittlerweile IT-Stellen. Java-Entwickler 90.000 EUR Median Gehalt. D. h.: Die eine Hälfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger. IT-Projektleiter 100k, IT-Architekt 100k, IT-Sicherheitsspezialist 82k, Cloud-Mensch über 80k.

Wie zum Henker soll der öD da mit E 11 Stufe 1-6 oder so konkurieren? Selbst eine E 14 Stufe 6 liegt nur bei insgesamt 77 k EUR. Und e14 Stellen sind schon sehr rar und herausgehoben sowie oftmals mit Führungsverantwortung verbunden. Führungsverantwortung wird in der Wirtschaft i. d. R. mit 20-30% Aufschlag hornoriert. Im öD mit 180 Euro Brutto-Garantiebetrag.

Die Argumentation: Geld für sich sinnvoll ausgeben ist absoluter Schwachsinn. Im Kapitalismus kann man immer das Geld ausgeben. Wenn heute ein normales Haus 500k Euro + Bauplatz kostet, dann kommt man auch mit E14 nicht weit.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 30.06.2021 06:11
Mit 70k hat man mehr Geld zur Verfügung als man sinnvoll für sich ausgeben kann.

In Vietnam oder Thailand vielleicht...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 30.06.2021 06:53
Die Plattform indeed verwendet dafür aber nur zu einem Teil echte Daten. Wenn in einem Stellenangebot nicht explizit ein Gehalt angegeben ist, verwendet indeed - ebenso wie Experteer - einen Algorithmus zur Schätzung. Da bei diesem bei einer im Text angegebenen E9c gerne mal Schätzungen von 75.000€ für den „Teamleiter Wohngeld“ herauskommen, ist ein auf dieser Basis gebildeter Medianwert eher mit Vorsicht zu genießen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 30.06.2021 07:03
Mit 70k hat man mehr Geld zur Verfügung als man sinnvoll für sich ausgeben kann.

In Vietnam oder Thailand vielleicht...

Oder wenn man im Lockdown ohnehin nirgends hinkann… ansonsten fängt bei 70.000€ netto sicherlich das gute Leben so ein bisschen an.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 30.06.2021 07:12
Die angesprochenen 70.000 brutto/a sind erstmal nur eine Seite der Medaille.
Wichtig ist auch, um überhaupt das Bruttogehalt real beurteilen zu können, die verbundenen Lebenshaltungskosten gegenüber zu stellen.
Je nach Region hat das Bruttogehalt dann ein anderen Wert...

Beispiel

https://www.financescout24.de/wissen/studien/lebenshaltungskosten


Wie man feststellen kann, kommt es drauf an wo man wohnt. Daher sehe ich die Gießkannen Mentalität als überholt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 30.06.2021 08:22
Es ist alles gesagt...

Inflationsrate aktuell 2,3%.

Ich persönlich erwarte eine deutlich (!) überproportionale Steigerung für Stufe 6!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 30.06.2021 09:04
Die angesprochenen 70.000 brutto/a sind erstmal nur eine Seite der Medaille.
Wichtig ist auch, um überhaupt das Bruttogehalt real beurteilen zu können, die verbundenen Lebenshaltungskosten gegenüber zu stellen.
Je nach Region hat das Bruttogehalt dann ein anderen Wert...

Beispiel

https://www.financescout24.de/wissen/studien/lebenshaltungskosten

Wie man feststellen kann, kommt es drauf an wo man wohnt. Daher sehe ich die Gießkannen Mentalität als überholt.

Wenn man das so machen würde, dann würden alle in die Oberzentren pendeln. Eine solche Lösung würde Gewinner und Verlierer erzeugen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 30.06.2021 09:12
Was wäre daran schlecht?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 30.06.2021 09:28
Mit 70k hat man mehr Geld zur Verfügung als man sinnvoll für sich ausgeben kann.

In Vietnam oder Thailand vielleicht...

Oder wenn man im Lockdown ohnehin nirgends hinkann… ansonsten fängt bei 70.000€ netto sicherlich das gute Leben so ein bisschen an.

Ich bin davon ausgegangen, dass sich der Beitrag auf einen Bruttobetrag bezog. 70k netto sind schon recht nett, aber leider auch mit EG15 (ohne Zulage) nicht zu erreichen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 30.06.2021 10:12
Meint ihr Einzel- oder Familieneinkommen?
Ersteres ist netto im TVöD wirklich nur schwer erreichbar. E15/6 sollte dafür nochmal über 30% brutto als Zulage erhalten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 30.06.2021 11:39
Die angesprochenen 70.000 brutto/a sind erstmal nur eine Seite der Medaille.
Wichtig ist auch, um überhaupt das Bruttogehalt real beurteilen zu können, die verbundenen Lebenshaltungskosten gegenüber zu stellen.
Je nach Region hat das Bruttogehalt dann ein anderen Wert...

Beispiel

https://www.financescout24.de/wissen/studien/lebenshaltungskosten

Wie man feststellen kann, kommt es drauf an wo man wohnt. Daher sehe ich die Gießkannen Mentalität als überholt.

Wenn man das so machen würde, dann würden alle in die Oberzentren pendeln. Eine solche Lösung würde Gewinner und Verlierer erzeugen.

Das müssen Sie näher erläutern.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2021 11:57
Zu deinen schwachsinnigen Indeed zahlen wurde ja schon alles gesagt.
Das Geld reicht nicht!
Das Geld reicht vielleicht in einigen Gegenden nicht, bei uns reicht es bisher noch.
Allerdings erhalten bei uns Berufsanfänger idR auch nicht das Entgelt der Stufe 1, sondern Stufe 3
Zitat
Die Argumentation: Geld für sich sinnvoll ausgeben ist absoluter Schwachsinn. Im Kapitalismus kann man immer das Geld ausgeben. Wenn heute ein normales Haus 500k Euro + Bauplatz kostet, dann kommt man auch mit E14 nicht weit.

Fazit: Das Geld reicht nie
Nur weil du in einer schwachsinnig teuren Gegend wohnst, heißt es ja nicht, dass es überall so ist.
In meinem Dunstkreis haben zuletzt 5 <A12 Beamte sich Häuser kaufen/bauen können.
kA ob sie dafür die Bank überfallen haben.

Du bleibst also dabei, her mit der schwachsinnigen Gießkanne.
Strange, wäre doch besser wenn in den schwachsinnig teuren Gegenden die Leute 30T€ mehr bekommen und die in den normalen Gegenden nur 10T€
Aber du willst lieber, dass alle 20T€ mehr erhalten.

Das nenne ich absoluten Schwachsinn.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 30.06.2021 13:21
E15/6 sollte dafür nochmal über 30% brutto als Zulage erhalten.


Volle Zustimmung!

Dafür Nullrunde unter E11
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 30.06.2021 14:01
Ich habe mal den Lebenshaltungskosten Städtevergleich angesehen und festgestellt das ich in einer durchschnittlichen Gegend wohne.
Für die Villa mit 10 Zimmern und 350qm Wohnraum plus Pool und Park-ähnlichem Grundstück kann ich  über 2,5 Mio. ausgeben, das sanierungsbedürftige aber durchaus bewohnbare 50er Jahre Haus gibt es ab 150 000 €, saniert je nach Qualität 300 000 € bis 500 000 €.
Je nach persönlichen Voraussetzungen kann sich das Ehepaar, beide E 11/6, jeweils stolzer Erbe eines Einfamilienhauses die 2,5 Mio. Villa leisten oder Alleinverdiener E 14/4 begnügt sich mit dem 350 000 € Haus.

Bei den aktuellen Niedrig-Zinsen ist es mit etwas Eigenkapital durchaus mit E 9a - E 10 möglich einen Kredit über 400 000 €  zu bekommen, zumindest mit ausreichend Abstand bis zum erreichen des Rentenalters.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 30.06.2021 14:32
Meint ihr Einzel- oder Familieneinkommen?
Ersteres ist netto im TVöD wirklich nur schwer erreichbar. E15/6 sollte dafür nochmal über 30% brutto als Zulage erhalten.

E15/6 ist weitgehend nur ein fiktives Einkommen, da dank stufenungleicher Höhergruppierung die Stufe 6 in der EG15 nur sehr selten erreicht wird - und wenn, dann nur kurz vor der Rente.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Kaiser80 am 30.06.2021 14:43

Dafür Nullrunde unter E11

Auf jeden Fall! Die Grenze bei E11 zu ziehen macht Sinn, insbesondere wenn man die Voraussetzungen für die E10 dagegen setzt !11!!!1
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 30.06.2021 14:51
Meint ihr Einzel- oder Familieneinkommen?
Ersteres ist netto im TVöD wirklich nur schwer erreichbar. E15/6 sollte dafür nochmal über 30% brutto als Zulage erhalten.

E15/6 ist weitgehend nur ein fiktives Einkommen, da dank stufenungleicher Höhergruppierung die Stufe 6 in der EG15 nur sehr selten erreicht wird - und wenn, dann nur kurz vor der Rente.

Man muß ja weder durch Stufenaufstieg noch durch Höhergruppierung in E15/6 kommen. Man kann auch direkt in E15/6 eingestellt werden - und braucht dazu lediglich eine entsprechende Tätigkeit und 15 Jahre Zeiten, die man als förderich berücksichtigen kann.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 30.06.2021 14:57
Meint ihr Einzel- oder Familieneinkommen?
Ersteres ist netto im TVöD wirklich nur schwer erreichbar. E15/6 sollte dafür nochmal über 30% brutto als Zulage erhalten.

E15/6 ist weitgehend nur ein fiktives Einkommen, da dank stufenungleicher Höhergruppierung die Stufe 6 in der EG15 nur sehr selten erreicht wird - und wenn, dann nur kurz vor der Rente.

Man muß ja weder durch Stufenaufstieg noch durch Höhergruppierung in E15/6 kommen. Man kann auch direkt in E15/6 eingestellt werden - und braucht dazu lediglich eine entsprechende Tätigkeit und 15 Jahre Zeiten, die man als förderich berücksichtigen kann.



... was meine Behauptung eher bestätigt als widerlegt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 30.06.2021 15:02
Ist Anfang 40 jetzt "kurz vor der Rente"?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 30.06.2021 16:09
...aus der Perspektive eines 11jährigen Kindes? Ja! ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 30.06.2021 20:56
Ich habe mal den Lebenshaltungskosten Städtevergleich angesehen und festgestellt das ich in einer durchschnittlichen Gegend wohne.
Für die Villa mit 10 Zimmern und 350qm Wohnraum plus Pool und Park-ähnlichem Grundstück kann ich  über 2,5 Mio. ausgeben, das sanierungsbedürftige aber durchaus bewohnbare 50er Jahre Haus gibt es ab 150 000 €, saniert je nach Qualität 300 000 € bis 500 000 €.
Je nach persönlichen Voraussetzungen kann sich das Ehepaar, beide E 11/6, jeweils stolzer Erbe eines Einfamilienhauses die 2,5 Mio. Villa leisten oder Alleinverdiener E 14/4 begnügt sich mit dem 350 000 € Haus.

Bei den aktuellen Niedrig-Zinsen ist es mit etwas Eigenkapital durchaus mit E 9a - E 10 möglich einen Kredit über 400 000 €  zu bekommen, zumindest mit ausreichend Abstand bis zum erreichen des Rentenalters.

Man kann sich auch ein Haus in Görlitz kaufen und täglich nach München pendeln. Vorher die Kinder in einer beitragsfreien Betreuungseinrichtung in Hamburg abgeben.


Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 01.07.2021 08:22
Aus Ingenieursicht betrachtet: Deutschland ist technologisch leider auf dem absteigenden Ast und der internationale Wettbewerb sehr stark. Was haben wir z.B. im DAX außer SAP noch groß an Technologievertretern zu bieten?

Das trifft auch den ÖD. Auch zu wichtigen Themen für den öffentlichen Sektor wie z.B. BIM (Building Information Modeling) sind die Wissenslücken in D weiterhin eklatant trotz etlicher Großprojekte. Digitale Wüste in vielen Teilen des Landes. Das sind keine guten Bedingungen für mehr Fortschritt und Wohlstand. Die soziale Gießkanne und Umverteilung von Vermögen ist keine Antwort auf künftige Fragen. Wir brauchen anständig bezahlte Ingenieure und Informatiker auch im öffentlichen Dienst um bei diesen wichtigen Themen weiter zu kommen. Das kostet Geld. Wird sich in Summe jedoch positiv auf die Volkswirtschaft ingesamt auswirken.

Falls hier Kollegen mit Einfluss auf Tarifverhandlungen des TV-L mitlesen: Bitte die Ingenieure und Informatiker in den Fokus der anstehenden Tarifverhandlungen nehmen, hier muss etwas geschehen, deutliche Verbesserungen! Diese Berufsgruppen bringen Innovationen und neue Technologien voran und müssen mehr bedacht werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Fäncy am 01.07.2021 09:24
Aus Ingenieursicht betrachtet: Deutschland ist technologisch leider auf dem absteigenden Ast und der internationale Wettbewerb sehr stark. Was haben wir z.B. im DAX außer SAP noch groß an Technologievertretern zu bieten?

Das trifft auch den ÖD. Auch zu wichtigen Themen für den öffentlichen Sektor wie z.B. BIM (Building Information Modeling) sind die Wissenslücken in D weiterhin eklatant trotz etlicher Großprojekte. Digitale Wüste in vielen Teilen des Landes. Das sind keine guten Bedingungen für mehr Fortschritt und Wohlstand. Die soziale Gießkanne und Umverteilung von Vermögen ist keine Antwort auf künftige Fragen. Wir brauchen anständig bezahlte Ingenieure und Informatiker auch im öffentlichen Dienst um bei diesen wichtigen Themen weiter zu kommen. Das kostet Geld. Wird sich in Summe jedoch positiv auf die Volkswirtschaft ingesamt auswirken.

Falls hier Kollegen mit Einfluss auf Tarifverhandlungen des TV-L mitlesen: Bitte die Ingenieure und Informatiker in den Fokus der anstehenden Tarifverhandlungen nehmen, hier muss etwas geschehen, deutliche Verbesserungen! Diese Berufsgruppen bringen Innovationen und neue Technologien voran und müssen mehr bedacht werden.


Absolute Zustimmung! Hier wäre es zielgerichtet zum Beispiel die Technikerzulage auf ein Niveau anzuheben, von dem der TB dann auch etwas im Geldbeutel merkt. Derzeit liegt die Zulage bei 23,01 €, wenn ich mich nicht irre... dass man sich von Seiten der Gewerkschaften überhaupt traut eine Zulage in dieser Höhe zu vereinbaren ist schon irgendwie erbärmlich.
Frei nach dem Motto: Unser Hund ist tot, aber wir dürfen ihn behalten!  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 01.07.2021 09:35
Es gibt im TV-L keine Technikerzulage.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 01.07.2021 09:55
@Spid: Sie kennen sich offensichtlich sehr gut aus mit dem TV-L. Wie würden Sie die Thematik "Bessere Bezahlung Ingenieure&Informatiker im TV-L" sinnvoll lösen? Sehen Sie hier überhaupt einen Handlungsbedarf und wie könnten Lösungen für diesen Fall aus Ihrer Sicht aussehen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Gartenilse am 01.07.2021 10:07
Aus Ingenieursicht betrachtet: Deutschland ist technologisch leider auf dem absteigenden Ast und der internationale Wettbewerb sehr stark. Was haben wir z.B. im DAX außer SAP noch groß an Technologievertretern zu bieten?

Das trifft auch den ÖD. Auch zu wichtigen Themen für den öffentlichen Sektor wie z.B. BIM (Building Information Modeling) sind die Wissenslücken in D weiterhin eklatant trotz etlicher Großprojekte. Digitale Wüste in vielen Teilen des Landes. Das sind keine guten Bedingungen für mehr Fortschritt und Wohlstand. Die soziale Gießkanne und Umverteilung von Vermögen ist keine Antwort auf künftige Fragen. Wir brauchen anständig bezahlte Ingenieure und Informatiker auch im öffentlichen Dienst um bei diesen wichtigen Themen weiter zu kommen. Das kostet Geld. Wird sich in Summe jedoch positiv auf die Volkswirtschaft ingesamt auswirken.

Falls hier Kollegen mit Einfluss auf Tarifverhandlungen des TV-L mitlesen: Bitte die Ingenieure und Informatiker in den Fokus der anstehenden Tarifverhandlungen nehmen, hier muss etwas geschehen, deutliche Verbesserungen! Diese Berufsgruppen bringen Innovationen und neue Technologien voran und müssen mehr bedacht werden.

Zustimmung! Wenn ich allein daran denke, welches Chaos das Auslaufen der Übergangsvorschriften nach § 8 Abs. 1 ArbStättV  bei uns verursacht, frage ich mich, ob im zuständigen Bereich überhaupt ein paar (fähige) Ingenieurinnen und Ingenieure sitzen. Da müssen wir vom Arbeitsschutz ihnen ihre Aufgaben erläutern...und dann will es noch niemand hören, bitter!
LG von einer Ingenieurin
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 01.07.2021 10:14
@Spid: Sie kennen sich offensichtlich sehr gut aus mit dem TV-L. Wie würden Sie die Thematik "Bessere Bezahlung Ingenieure&Informatiker im TV-L" sinnvoll lösen? Sehen Sie hier überhaupt einen Handlungsbedarf und wie könnten Lösungen für diesen Fall aus Ihrer Sicht aussehen?
Für beide Gruppen gibt es bereits eigene Tätigkeitsmerkmale. Mihin bedarf es bloß dafür keiner Anpassungen der Entgelttabellen. Man kann somit sowohl Tätigkeitsmerkmale bedarfsgerecht höheren Entgeltgruppen zuordnen als auch Zulagen vorsehen oder Stufen streichen, ohne die Struktur an sich anzugehen. Bei der Masse der fachbezogenen Stellen im öD wird man keines Entgelts jenseits E15/6 plus Zulage aus §16 Abs. 5 bedürfen - und für die Masse ist der Tarifvertrag. In den wenigen Ausnahmefällen kann man AT-Verträge schließen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Fäncy am 01.07.2021 10:28
Es gibt im TV-L keine Technikerzulage.

Na gut ich formuliere es um:
Die Zulage gemäß EGO zum TV-L, Teil II Abschnitt 22.1 Nr. 2 (1) ...welche im gemeinen Amtsjargon gerne auch "Technikerzulage" genannt wird.  :P
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 01.07.2021 10:57
@Spid: Sie kennen sich offensichtlich sehr gut aus mit dem TV-L. Wie würden Sie die Thematik "Bessere Bezahlung Ingenieure&Informatiker im TV-L" sinnvoll lösen? Sehen Sie hier überhaupt einen Handlungsbedarf und wie könnten Lösungen für diesen Fall aus Ihrer Sicht aussehen?
Für beide Gruppen gibt es bereits eigene Tätigkeitsmerkmale. Mihin bedarf es bloß dafür keiner Anpassungen der Entgelttabellen. Man kann somit sowohl Tätigkeitsmerkmale bedarfsgerecht höheren Entgeltgruppen zuordnen als auch Zulagen vorsehen oder Stufen streichen, ohne die Struktur an sich anzugehen. Bei der Masse der fachbezogenen Stellen im öD wird man keines Entgelts jenseits E15/6 plus Zulage aus §16 Abs. 5 bedürfen - und für die Masse ist der Tarifvertrag. In den wenigen Ausnahmefällen kann man AT-Verträge schließen.
Sehr richtig, selbst im Raum Frankfurt und München, schaffen wir es immer noch Dipl Infs aus der Wirtschaft in den öD zu holen mit E14/E15 Stellenangeboten.
(Natürlich nicht mit Stufe 3)
Und es sind nicht die letzten Deppen, mit denen ich dort zutun habe, sondern richtig gute Informatiker.

Aber dazu muss man halt seitens des AGs bereit sein, entsprechende auszuübende Tätigkeiten zu übertragen und den kann Regelungen anzuwenden.
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Beitrag von: M1805E am 01.07.2021 11:17
Ich denke auch, dass bei den hoch qualifizierten Berufen wie den Ingenieuren was passieren muss. Der öffentliche Dienst spart sich vielerorts buchstäbliche zu Tode. Am Gehalt wird gespart, an Fortbildungen, an Software, Hardware, Büroausstattung - einfach an allem. Ich habe jetzt in einem Berliner Bezirk in einer technischen Behörde 9 Jahre hinter mir und einfach auch keine Lust mehr. Vorzeitiger Stufenaufstieg war nicht drin und das ewige vorenthalten von Gehalt durch fehlende Stufenlaufzeit hat mich zusätzlich deprimiert. Die Tarifparteien sollten in dem Sinne echt was für zukünftige Generationen von Ingenieuren etc. tun. Vielleicht haben die ja dann wieder mehr Elan. Ich habe mich mit dem Gefüge arrangiert und warte die knapp 30 Jahre bis zur Rente noch ab und erwarte nichts mehr von meinem Arbeitgeber und erwarte, dass er dafür auch nichts mehr von mir erwartet. Klassische Lose-Lose-Situation.  ;)
In dem Sinne sollen sie halt wieder netto weniger als die Inflation rausholen, sich aber dann nicht wundern wenn wie beschrieben alles an extern vergeben werden muss, weil fähiges Personal fehlt und das was dann eingereicht wird nicht geprüft werden kann, weil Sachverstand fehlt... Ich teile demnach die Einschätzung, dass es in vielen Behörden in den nächsten Jahren so nicht bergauf gehen kann. Und ja - bei uns wird auch immer noch Personal gefunden. Die Auswahl ist aber schon mau und zumindest bei uns sind die Leute dann auch schnell desillusioniert und entweder gehen sie rasch wieder oder bleiben und machen höchstens Dienst nach Vorschrift.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 01.07.2021 17:14
@Spid: Sie kennen sich offensichtlich sehr gut aus mit dem TV-L. Wie würden Sie die Thematik "Bessere Bezahlung Ingenieure&Informatiker im TV-L" sinnvoll lösen? Sehen Sie hier überhaupt einen Handlungsbedarf und wie könnten Lösungen für diesen Fall aus Ihrer Sicht aussehen?
Für beide Gruppen gibt es bereits eigene Tätigkeitsmerkmale. Mihin bedarf es bloß dafür keiner Anpassungen der Entgelttabellen. Man kann somit sowohl Tätigkeitsmerkmale bedarfsgerecht höheren Entgeltgruppen zuordnen als auch Zulagen vorsehen oder Stufen streichen, ohne die Struktur an sich anzugehen. Bei der Masse der fachbezogenen Stellen im öD wird man keines Entgelts jenseits E15/6 plus Zulage aus §16 Abs. 5 bedürfen - und für die Masse ist der Tarifvertrag. In den wenigen Ausnahmefällen kann man AT-Verträge schließen.

Erfahrung aus dem Amt: der Vorgesetzte hat bei uns immer eine höhere EG. Immer. Wenn man also eine IT-Abteilung hat und einer der IT-Projektleiter/Entwickler/etc. soll eine E15 bekommen, dann braucht der Chef eine E16?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 01.07.2021 17:17
Die Entgeltgruppen bilden keine Hierarchien ab. Es ist nicht nur möglich sondern kommt auch tatsächlich vor, daß Vorgesetzte niedriger eingruppiert sind als das unterstellte Personal. Wer das anders haben möchte, kann ja außertariflich vergüten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 01.07.2021 18:13
@Spid: Sie kennen sich offensichtlich sehr gut aus mit dem TV-L. Wie würden Sie die Thematik "Bessere Bezahlung Ingenieure&Informatiker im TV-L" sinnvoll lösen? Sehen Sie hier überhaupt einen Handlungsbedarf und wie könnten Lösungen für diesen Fall aus Ihrer Sicht aussehen?
Für beide Gruppen gibt es bereits eigene Tätigkeitsmerkmale. Mihin bedarf es bloß dafür keiner Anpassungen der Entgelttabellen. Man kann somit sowohl Tätigkeitsmerkmale bedarfsgerecht höheren Entgeltgruppen zuordnen als auch Zulagen vorsehen oder Stufen streichen, ohne die Struktur an sich anzugehen. Bei der Masse der fachbezogenen Stellen im öD wird man keines Entgelts jenseits E15/6 plus Zulage aus §16 Abs. 5 bedürfen - und für die Masse ist der Tarifvertrag. In den wenigen Ausnahmefällen kann man AT-Verträge schließen.

Erfahrung aus dem Amt: der Vorgesetzte hat bei uns immer eine höhere EG. Immer. Wenn man also eine IT-Abteilung hat und einer der IT-Projektleiter/Entwickler/etc. soll eine E15 bekommen, dann braucht der Chef eine E16?
Was kann das Tarifsystem dafür, wenn ihr eine verkrustete Struktur hat.
Ich habe mehrfach schon mehr als mein Linienvorgesetzter verdient, auch im öD.
Also Erfahrungen aus den Leben.
Und wenn Euer Amt das so haben will, dann sollen sie halt AT für Headcounter zahlen, oder halt nur nur EG14S6 plus 20% Aufschlag für die IT-Abteilungsmitarbeiter und EG15 für den Leiter.

Ich wiederhole mich ungern, gute Diplomierter IT Fachkräfte aus der pW haben wir im Raum FFM und Mü für EG14 ohne "große" Probleme finden können.
Gleiches in günstigeren Mittelzentren klappt mit EG13.
Und FIler für 9a / BSCler für EG12 hatten wir bisher auch ausreichend Bewerber, allerdings kaum einer wäre für Stufe 1 (Berufsanfänger) bzw.  3 (mit Erfahrung) gekommen.

Für Top Leute brauchten wir allerdings mehre Zulagen Möglichkeiten.

Aber @Otto1 du willst ja lieber das Geld raushauen per Gießkanne, weil ihr einfach eine looser Leitungsebene habt und du drunter leidest.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 01.07.2021 20:56
@Spid: Sie kennen sich offensichtlich sehr gut aus mit dem TV-L. Wie würden Sie die Thematik "Bessere Bezahlung Ingenieure&Informatiker im TV-L" sinnvoll lösen? Sehen Sie hier überhaupt einen Handlungsbedarf und wie könnten Lösungen für diesen Fall aus Ihrer Sicht aussehen?
Für beide Gruppen gibt es bereits eigene Tätigkeitsmerkmale. Mihin bedarf es bloß dafür keiner Anpassungen der Entgelttabellen. Man kann somit sowohl Tätigkeitsmerkmale bedarfsgerecht höheren Entgeltgruppen zuordnen als auch Zulagen vorsehen oder Stufen streichen, ohne die Struktur an sich anzugehen. Bei der Masse der fachbezogenen Stellen im öD wird man keines Entgelts jenseits E15/6 plus Zulage aus §16 Abs. 5 bedürfen - und für die Masse ist der Tarifvertrag. In den wenigen Ausnahmefällen kann man AT-Verträge schließen.

Erfahrung aus dem Amt: der Vorgesetzte hat bei uns immer eine höhere EG. Immer. Wenn man also eine IT-Abteilung hat und einer der IT-Projektleiter/Entwickler/etc. soll eine E15 bekommen, dann braucht der Chef eine E16?
Was kann das Tarifsystem dafür, wenn ihr eine verkrustete Struktur hat.
Ich habe mehrfach schon mehr als mein Linienvorgesetzter verdient, auch im öD.
Also Erfahrungen aus den Leben.
Und wenn Euer Amt das so haben will, dann sollen sie halt AT für Headcounter zahlen, oder halt nur nur EG14S6 plus 20% Aufschlag für die IT-Abteilungsmitarbeiter und EG15 für den Leiter.

Ich wiederhole mich ungern, gute Diplomierter IT Fachkräfte aus der pW haben wir im Raum FFM und Mü für EG14 ohne "große" Probleme finden können.
Gleiches in günstigeren Mittelzentren klappt mit EG13.
Und FIler für 9a / BSCler für EG12 hatten wir bisher auch ausreichend Bewerber, allerdings kaum einer wäre für Stufe 1 (Berufsanfänger) bzw.  3 (mit Erfahrung) gekommen.

Für Top Leute brauchten wir allerdings mehre Zulagen Möglichkeiten.

Aber @Otto1 du willst ja lieber das Geld raushauen per Gießkanne, weil ihr einfach eine looser Leitungsebene habt und du drunter leidest.

Nein.


Meine Forderung ist:

Inflationsausgleich.
Volles 13tes Monatsgehalt.
Anpassung der Entgelte an den TVöD (vergleicht mal E13 s3 TVöD/TV-L).
Reduzierung auf 3 Stufen mit je 2 Jahren Laufzeit (Stufe 2, 4 und 6)
15% Leistungszulage bei erreichen der persönlichen Zielvorgabe.
Honorierung von Führungsaufgaben +10-20%.
EGO Anpassungen bei Mangelberufen.
Stufengleiche Höhergruppierung.


Das ist keine Gießkanne. Das ist eine Verbesserung für die oberen EG, Leistungsträger, Mangelberufe und für neues Personal. Der feuchte Traum eines AG ist es doch einen E12 mit 70k in Rente zu schicken und einen neuen mit 48k einzustellen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Der Kanzler am 01.07.2021 22:04
https://bund-laender.verdi.de/fachgruppen/bundes-und-landesverwaltungen/bundes-fachkommission-vermessung-und-kartographie/++co++d86c34f2-5bf8-11e3-8fa4-52540059119e
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 01.07.2021 22:19
Bevor man uralten Verdi-Mist - man entschuldige den Pleaonasmus - verlinkt, böte es sich an, sich lieber mit den tariflichen Regelungen vertraut zu machen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 01.07.2021 22:36


Vielleicht liegt es am gegenseitigen Desinteresse der AN und AN Vertreter der Tarifparteien das für die Berufsgruppen Ing. und IT usw. keine angemessene Vertretung bei den Tarifverhandlungen vorhanden ist?

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: was_guckst_du am 02.07.2021 09:34
Verdi-Mist -  Pleaonasmus

...hier kann man echt noch was lernen.. ;) ...selbst, bei falscher Schreibweise
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.07.2021 10:49
Nein.


Meine Forderung ist:

Inflationsausgleich.
Volles 13tes Monatsgehalt.
Anpassung der Entgelte an den TVöD (vergleicht mal E13 s3 TVöD/TV-L).
Reduzierung auf 3 Stufen mit je 2 Jahren Laufzeit (Stufe 2, 4 und 6)
Soweit alles sinnvoll aber trotzdem Gießkanne.
Zitat
15% Leistungszulage bei erreichen der persönlichen Zielvorgabe.
Honorierung von Führungsaufgaben +10-20%.
EGO Anpassungen bei Mangelberufen.
Stufengleiche Höhergruppierung.
Soweit ebenso sinnvoll, aber trotzdem eine Gießkanne über ein eingeschränktes Beet.
Zitat
Das ist keine Gießkanne. Das ist eine Verbesserung für die oberen EG, Leistungsträger, Mangelberufe und für neues Personal. Der feuchte Traum eines AG ist es doch einen E12 mit 70k in Rente zu schicken und einen neuen mit 48k einzustellen.
Natürlich ist es eine bundesweite Gießkanne!!

Bin ich absolut dafür, dann bekommen HochpreiseWohnenden 20T€ mehr und die BilligWohnenden ebenfalls.
Was bringt es ?

NIX:
Die BilligWohnenden werden weiterhin besetzbar sein.
Die HochpreiseWohnenden werden weiterhin schlecht besetzbar sein.
 
Alles nur damit man eine Bundesweite Gießkanne behält!

Sinnvoller wäre:
dann bekommen HochpreiseWohnenden 40T€ mehr und die BilligWohnenden sind ja schon gut bedient.
Das bringt es!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: öfföff am 02.07.2021 11:57
Die Reduzierung der Anzahl der Stufen ist nicht gut. Es gibt sehr viele im öD die überbezahlt sind. Durch die vielen Stufen kann so das Geld wieder teilweise eingespart werden ohne dass es die überbezahlten merken.
Die Fachkräfte müssen auf andere Weise angelockt werden!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.07.2021 12:03
Die Reduzierung der Anzahl der Stufen ist nicht gut. Es gibt sehr viele im öD die überbezahlt sind. Durch die vielen Stufen kann so das Geld wieder teilweise eingespart werden ohne dass es die überbezahlten merken.
Die Fachkräfte müssen auf andere Weise angelockt werden!
Natürlich:
Berufsanfänger erhalten bei uns das Geld der Stufe 3 (sofern sie es wert sind und verhandeln)
bekommen im zweiten Jahr Stufe 4 gezahlt und ab dem vierten Stufe 5.

mit Berufserfahrung starten sie idR in der 5 oder 6.

Alles tarifkonform und es bedarf alleinig ein AG, der dieses als notwendig erachtet.

Aber die meisten wollen ja lieber eine Gießkanne für alle oder viele bzw. wollen das ein AG Problem von ver.di gelöst wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 02.07.2021 12:32
Personalrat? Landesvorgaben?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Highwaystar am 02.07.2021 13:35

Sinnvoller wäre:
dann bekommen HochpreiseWohnenden 40T€ mehr und die BilligWohnenden sind ja schon gut bedient.
Das bringt es!

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass irgendwer in 98% des Staatsgebietes in den Streik tritt, damit man in München oder Frankfurt am Main die vollkommen überzogenen Mieten bezahlen kann..?!?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.07.2021 13:42
Personalrat? Landesvorgaben?
Und?
Vom Land selbst auferlegte Beschränkungen sind änderbar und haben nichts mit Tarifen zu tun.
Und Personalräte, die verhindern das Menschen eingestellt werden sind dann halt selber Schuld, wenn die Arbeit nicht geschafft wird.
Oder aber die Problematik ist beim AG und PR noch nicht angekommen.

Beides habe wir zum Glück überwunden, wenn ihr dazu nicht in der Lage seit, dann kann man sich halt hinsetzte und nach einer tariflichen Gießkanne schreien.

PS: Kann mir lieb sein, dann bekomme ich "unnötiger"weise mehr Geld.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 02.07.2021 13:47

Sinnvoller wäre:
dann bekommen HochpreiseWohnenden 40T€ mehr und die BilligWohnenden sind ja schon gut bedient.
Das bringt es!

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass irgendwer in 98% des Staatsgebietes in den Streik tritt, damit man in München oder Frankfurt am Main die vollkommen überzogenen Mieten bezahlen kann..?!?
Wozu sollte man in den Streik treten? ist doch eh Folklore.
Und wozu soll man streiken, ist doch schon im TV realisiert!
Der AG kann diese Dinge jetzt schon einsetzen, (s.o.).

und die TdL sollte sich dafür einsetzen, hier noch mehr Flexibilität in die Tarifverhandlung einbringen.
(z.B. Erhöhung der Grenzen im §16.5 von 20% auf 50% der Entstufe  ) )
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Sozialarbeiter am 02.07.2021 19:25
[...]Die Auswahl ist aber schon mau und zumindest bei uns sind die Leute dann auch schnell desillusioniert und entweder gehen sie rasch wieder oder bleiben und machen höchstens Dienst nach Vorschrift.
Also ich wäre ja froh, wenn mein Kollegium Dienst nach Vorschrift leistet. Das hätte nämlich zur Folge das viele deutlich sorgfältiger arbeiten würden ;D Ich weiß gar nicht wieso "Dienst nach Vorschrift" immer als "wenig leistend" benutzt wird  ::)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Der Kanzler am 02.07.2021 22:24
Ich habe eine Frage zu den Erhöhungen.
Wieso werden die Zulagen sprich Spät / Wechselschichtzulagen oder wie sie alle heißen nicht Prozentual mit der Erhöhung angeglichen?

Bei der Schichtzulage (40€) ist es gefühlt die letzten 10 Jahre dabei geblieben wie kommt das zustande und es ist bei allen im Öffentlichendienst so ?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: LehrerBW am 06.07.2021 12:33
Ist schon bekannt wann verdi die Forderungen raushaut?
Erst am 30.9. oder schon früher?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: LehrerBW am 06.07.2021 12:51
*edit*
Selbst rausgefunden...Ende August

https://oeffentlicher-dienst-news.de/tarifergebnis-tarifverhandlung-tvoed-oeffentlicher-dienst-kommunen/
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 06.07.2021 15:06
26. August gemäß Video mit Affen https://unverzichtbar.verdi.de/umfrage
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 07.07.2021 13:55
Es gibt im TV-L keine Technikerzulage.

Also ich habe eine Techniker-Zulage auf meinem Gehaltsschein. Der Betrag ist tatsächlich ein Witz.
Laut Indeed-Tabelle wäre ich dem Data-Scientist zuzuordnen. Gestartet mit E11 Stufe 3 ;) - und keine derzeitige Perspektive nach Stufe 6 weiterzukommen. Daher bin ich für die Erweiterung bis mindestens einer Stufe 9.
In einigen Jahren habe ich Stufe 6 erreicht, habe aber noch 22 Jahre mindestens bis zur Rente. Was mach ich dann? 22 Jahre lang auf Gehaltszuwächse von 0 bis 3 % hoffen? Offene, höher dotierte Stellen, werden in unserer Verwaltung nicht mehr ausgeschrieben oder sogar herabgestuft. So kürzlich mit einer Administrator-Stelle geschehen. Mit E13 ist der Herr ausgeschieden - mit E11 wurde die Stelle wieder ausgeschrieben. Da bewirbt sich keiner drauf. Nun wird die Stelle gar nicht mehr besetzt.
Da braucht man sich nicht wundern, wenn man konsequent sich weiter orientiert. Recruiter schreiben einem mittlerweile ganz persönlich direkt an - monatlich.
Das wird in den nächsten 10 Jahren ein extremer Brain Drain in den Öffentlichen, wenn sich die Mentalität und das gesamte Einstufungssystem nicht grundlegend ändert!

 
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 07.07.2021 13:58
Der Umstand, daß es im TV-L keine Technikerzulage gibt, wird durch irgendwelche "Gehaltsscheine" nicht berührt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2021 14:24
Es gibt im TV-L keine Technikerzulage.

Also ich habe eine Techniker-Zulage auf meinem Gehaltsschein. Der Betrag ist tatsächlich ein Witz.
Laut Indeed-Tabelle wäre ich dem Data-Scientist zuzuordnen. Gestartet mit E11 Stufe 3 ;) - und keine derzeitige Perspektive nach Stufe 6 weiterzukommen.
Bei uns sind Data Scientisten in der EG13.
Haben gerade wieder zwei solcher Stelle frisch besetzt.
Scheinen halt ein lukrativer Standort zu sein.
Zitat
Daher bin ich für die Erweiterung bis mindestens einer Stufe 9.
Blödsinn noch mehr vorenthaltendes Entgelt?
Zitat
In einigen Jahren habe ich Stufe 6 erreicht, habe aber noch 22 Jahre mindestens bis zur Rente. Was mach ich dann? 22 Jahre lang auf Gehaltszuwächse von 0 bis 3 % hoffen?
Meinst du das man in der pW ohne Tätigkeitswechsel Gehaltszuwächse von 5-10% erhält?
Zitat
Offene, höher dotierte Stellen, werden in unserer Verwaltung nicht mehr ausgeschrieben oder sogar herabgestuft. So kürzlich mit einer Administrator-Stelle geschehen. Mit E13 ist der Herr ausgeschieden - mit E11 wurde die Stelle wieder ausgeschrieben.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine normale Administrator Stelle EG13 ist.
Und eine EG11 ist doch durchaus ein attraktives Gehalt für eine FI, oder etwa nicht?
Die einfachen Admin Tätigkeiten sind bei uns EG9a und werden ebenfalls besetzt.
Zitat
Da bewirbt sich keiner drauf. Nun wird die Stelle gar nicht mehr besetzt.
Wie schreibt ihr die denn aus? Promovierter Master Informatiker für Admin Stelle gesucht?

Zitat
Da braucht man sich nicht wundern, wenn man konsequent sich weiter orientiert. Recruiter schreiben einem mittlerweile ganz persönlich direkt an - monatlich.
Das wird in den nächsten 10 Jahren ein extremer Brain Drain in den Öffentlichen, wenn sich die Mentalität und das gesamte Einstufungssystem nicht grundlegend ändert!
Stimmt, die Mentalität und Unfähigkeit bei den Personaler ist das Kern Problem.
Mit einer flexiblen Anwendung des Einstufungssystem bekommt man in nicht mega teuren Gebieten aber durchaus noch Personal, nicht die Top 10,  aber durchaus gute MA.
Berufsanfänger mit Stufe 3 entlohnen reicht oftmals schon.
und bei den anderen (sofern nachgefragt wird) auf alle fälle sämtliche Berufszeiten als förderliche Zeiten anerkennen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 07.07.2021 14:49
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine normale Administrator Stelle EG13 ist.
Und eine EG11 ist doch durchaus ein attraktives Gehalt für eine FI, oder etwa nicht?
Die einfachen Admin Tätigkeiten sind bei uns EG9a und werden ebenfalls besetzt.

Zitat von: sebbo83
Da bewirbt sich keiner drauf. Nun wird die Stelle gar nicht mehr besetzt.

Es handelt sich um die GIS-Administration. Absolut wichtig (Big Data, Smart Cities, etc.), aber 11er Stelle???  ;D
Ich persönliche finde es nicht Quatsch von 6 auf 7, dann auf 8 und mit Stufe 9 in Rente zu gehen. Da bei Stufe 6 Schluss ist und es keine Perspektive gibt sich auf höhere Stellen zu bewerben (vor allem in den unterbesetzten Außenstandorten der Kreisstädte und nicht in der Landeshauptstadt), wäre aus meiner Perspektive ein "Haltegrund" wenn es weitere Stufen gibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2021 15:20
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine normale Administrator Stelle EG13 ist.
Und eine EG11 ist doch durchaus ein attraktives Gehalt für eine FI, oder etwa nicht?
Die einfachen Admin Tätigkeiten sind bei uns EG9a und werden ebenfalls besetzt.

Zitat von: sebbo83
Da bewirbt sich keiner drauf. Nun wird die Stelle gar nicht mehr besetzt.

Es handelt sich um die GIS-Administration. Absolut wichtig (Big Data, Smart Cities, etc.), aber 11er Stelle???  ;D
Könnte von der Tätigkeit eine EG12 sein, aber mit Sicherheit keine EG13.
Und ist damit auch nicht schlecht bezahlt, wenn man nicht promovierte DiplomInformatiker dafür sucht.
Zitat

Ich persönliche finde es nicht Quatsch von 6 auf 7, dann auf 8 und mit Stufe 9 in Rente zu gehen. Da bei Stufe 6 Schluss ist und es keine Perspektive gibt sich auf höhere Stellen zu bewerben (vor allem in den unterbesetzten Außenstandorten der Kreisstädte und nicht in der Landeshauptstadt), wäre aus meiner Perspektive ein "Haltegrund" wenn es weitere Stufen gibt.
Schön wenn du so drauf bist, noch länger auf dein Geld zu warten, weil du auf eine Möhre die dir vor der Nase gehalten wird starrst.
Welchen Sinn hätte es noch 3 weitere Stufen dazwischen zu schalten, bis du das Endgeld der jetzigen Entgeltstufe 6 zu erhalten?
Welchen inhaltliche Zweck, außer das die depperten MA noch länger auf eine "Endstufe" warten dürfen, haben den diese Stufen?
Sie sorgen nur dafür, dass der AG Geld spart.
Ich habe stets beim Wechsel zu öD Stellen mir die mir zustehende Endstufe ausgehandelt, weil tariflich möglich.
Inhaltlich sinnvoll wäre ein Reduktion auf 3 Stufen 1 Jahr Stufe 1 3 Jahre Stufe 2 das war es.

Alternativ Ausnutzen der jetzigen tariflichen Möglichkeiten: low performer bleiben in der Stufe 3 bis sie Rentner sind und der Rest erhält hier und da ne Laufzeitverkürzung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 07.07.2021 15:29
Schön wenn du so drauf bist, noch länger auf dein Geld zu warten, weil du auf eine Möhre die dir vor der Nase gehalten wird starrst.
Welchen Sinn hätte es noch 3 weitere Stufen dazwischen zu schalten, bis du das Endgeld der jetzigen Entgeltstufe 6 zu erhalten?
Welchen inhaltliche Zweck, außer das die depperten MA noch länger auf eine "Endstufe" warten dürfen, haben den diese Stufen?
Sie sorgen nur dafür, dass der AG Geld spart.
Ich habe stets beim Wechsel zu öD Stellen mir die mir zustehende Endstufe ausgehandelt, weil tariflich möglich.
Inhaltlich sinnvoll wäre ein Reduktion auf 3 Stufen 1 Jahr Stufe 1 3 Jahre Stufe 2 das war es.

Alternativ Ausnutzen der jetzigen tariflichen Möglichkeiten: low performer bleiben in der Stufe 3 bis sie Rentner sind und der Rest erhält hier und da ne Laufzeitverkürzung.

Ich glaube wir verstehen uns falsch. Stufe 6 soll das Entgelt haben wie jetzt. Bis dahin soll nix geändert werden. Stufe 7 wieder 200-300 € mehr, Stufe 8 auch, etc.
So würde man nicht bei derzeitig rund 3000 € netto die nächsten 20 bis 25 Jahre inklusive tariflicher Gehaltserhöhungen von 0 bis 3 % herumdümpeln sondern könnte bis zur Rente auf 3600 bis 4000 € kommen.
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Beitrag von: Spid am 07.07.2021 15:33
6 Stufen sind ja schon Unfug. Welche Wertsteigerung erfährt denn die Arbeit eines TB durch Zeitablauf? Nach einem Jahr keinen mehr, nach 10 Jahren ist die Steigerung negativ.
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Beitrag von: sebbo83 am 07.07.2021 15:35
6 Stufen sind ja schon Unfug. Welche Wertsteigerung erfährt denn die Arbeit eines TB durch Zeitablauf? Nach einem Jahr keinen mehr, nach 10 Jahren ist die Steigerung negativ.

Vielleicht bei dem Einen oder Anderen. Ich persönlich habe mich weiterentwickelt von "ich-höre-was-der-Chef-sagt" zu "ich-könnte-den-Landen-selber-schmeißen-und-das-viel-besser-als-Chef".
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Beitrag von: Spid am 07.07.2021 15:39
Es handelt sich um arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse - und gerade die von Dir geschilderte "Entwicklung" führt genau zu dem genannten Effekt.
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Beitrag von: Otto1 am 07.07.2021 19:57
Der demographische Wandel ist auch ein Fakt. Es ist auch ein Fakt, dass mehr MIND-Berufe durch die Dekarbonisierung und Digitalisierung geschaffen werden. Der Nachwuchs reicht rein rechnerisch noch nicht mal dazu aus die Abgänge aufzufangen. Also muss man bzgl. der Attraktivität in den benötigten Berufsgruppen mindestens gleich ziehen mit der pW.

Wir haben jedenfalls 20% N. N. im Organigramm stehen, die wir nicht besetzen können. Dabei gehen in den nächsten 5-7 Jahren nochmal gut 40% der Leute in Rente/Pension. Die Stellen werden im Übrigen mit min. 500 Euro Zulage und außerhalb eines Ballungszentrums aufgeschrieben.
Im Orga-Bereich erhält man jedoch locker 100 Bewerbungen auf eine E 11er Stelle. Finde den Fehler...
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Beitrag von: TVWaldschrat am 07.07.2021 20:16
Der demographische Wandel ist auch ein Fakt. Es ist auch ein Fakt, dass mehr MIND-Berufe durch die Dekarbonisierung und Digitalisierung geschaffen werden. Der Nachwuchs reicht rein rechnerisch noch nicht mal dazu aus die Abgänge aufzufangen. Also muss man bzgl. der Attraktivität in den benötigten Berufsgruppen mindestens gleich ziehen mit der pW.

Wir haben jedenfalls 20% N. N. im Organigramm stehen, die wir nicht besetzen können. Dabei gehen in den nächsten 5-7 Jahren nochmal gut 40% der Leute in Rente/Pension. Die Stellen werden im Übrigen mit min. 500 Euro Zulage und außerhalb eines Ballungszentrums aufgeschrieben.
Im Orga-Bereich erhält man jedoch locker 100 Bewerbungen auf eine E 11er Stelle. Finde den Fehler...

Das mit N. N. im Orga-Plan kennen wir auch, auch wenn wir durch unsere eigene Zucht nicht die 20% erreichen. Maximal E12 möglich. Uns laufen die guten, leistungsfähigen FiSi (max. E10 mit Stufenvorweggewährung) weg in die pW, die tu-geradegenug-DiplIngInfElektrotechniker-Rentner & FiSi sind ganz entspannt mit ihrer E10/E11/E12 Admin-Stelle (je nach theoretischer Personalverantwortung), nachdem die Probezeit (oder Befristung) rum ist.

Wissenschaftliche Kenntnisse sind in Einzelbereichen in homöopathischen Mengen nötig, daher ist eine E13 nie gerechtfertigt... Ich habe Angst davor, wie es in max. 5 Jahren aussieht, wenn uns die Hälfte der IT-Belegschaft in Rente geht. Hier wird gerade so noch der Betrieb am Leben gehalten, alles andere für sehr SEHR viel Geld nach extern gegeben.

Pro ausgeschriebener Stelle maximal 20 Bewerbungen, davon 5 die mindestens B1-Deutsch können, von den 5 sind vielleicht 2 für ein Gespräch tauglich, und nach dem Gespräch wird die Ausschreibung beendet und ein halbes Jahr später wiederholt.

Ballungsgebiet, aber nicht wie Hamburg oder München.



Der öD hat bei MINT-Berufen einfach den Ruf unattraktiv zu sein... und den wird der/die öD/s auch nicht so schnell los, außer es kracht mal richtig in der pW.
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Beitrag von: TVWaldschrat am 07.07.2021 20:30
Da ist der TV-L aber auch nicht allein schuld dran. Als Informatiker würde ich aber schon zwei mal überlegen, ob ich in den öD (mit öD-Gehalt) gehe, oder zu einem Konzern mit öD-Flair und mit pW-Gehalt gehe. Und die Wahl hat man aktuell (zumindest in Ballungsgebieten)
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Beitrag von: Tagelöhner am 07.07.2021 21:08
Wir haben jedenfalls 20% N. N. im Organigramm stehen, die wir nicht besetzen können.

Vielleicht ein Indiz dafür, dass Euer Organigramm viel Potenzial zum Straffen, zur Einsparung von Funktionsebenen und zur Bündelung von Kompetenzen aufweist. So würde man das jedenfalls im Dunstkreis unserer oberen Führungsebene beschreiben, die aktuell gewissen Einsparzwängen ausgesetzt ist   ;D
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Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 07:35
Der öD hat bei MINT-Berufen einfach den Ruf unattraktiv zu sein... und den wird der/die öD/s auch nicht so schnell los, außer es kracht mal richtig in der pW.
Das ist richtig, wir schaffen es zum Glück bisher aber immer noch unsere Stelle zu besetzen, zicken aber mit der EG nicht rum ("Wie ein FiSi will EG12?, das ist doch gehobener Dienst! Dafür muss man studiert haben....")
Entgelt der Stufe 3 für Berufsanfänger, wenn sie nachfragen.

Und das Bewusstsein, dass der Cheffe nicht am WE anruft, weil mal schnell das Projekt fertig muss....

Aber ja: die Anzahl der Migrationsbewerber ist in der Tat hoch....
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Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 07:47
Wir haben jedenfalls 20% N. N. im Organigramm stehen, die wir nicht besetzen können. Dabei gehen in den nächsten 5-7 Jahren nochmal gut 40% der Leute in Rente/Pension. Die Stellen werden im Übrigen mit min. 500 Euro Zulage und außerhalb eines Ballungszentrums aufgeschrieben.
Im Orga-Bereich erhält man jedoch locker 100 Bewerbungen auf eine E 11er Stelle. Finde den Fehler...
Nach deinen Schilderungen wird einmal mehr deutlich, dass es primär an deiner Personalverwaltung liegt und nicht am Tarifgeflecht.
Wie viele Annonce bei Stepstone etc sind derzeit geschaltet?
Wahrscheinlich 0,0 da es ja Geld kostet.
Falls doch: Wird dort mit übertariflicher Bezahlung geprahlt?
Was zahlt die pW?
80T€ wäre ja im öD tariflich umsetzbar und machbar.
Das ist doch auch für BauIngs, FiSi, BSC ITler etc. kein soo schlechtes Einkommen, oder?

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Beitrag von: sebbo83 am 08.07.2021 09:02
Wir haben jedenfalls 20% N. N. im Organigramm stehen, die wir nicht besetzen können. Dabei gehen in den nächsten 5-7 Jahren nochmal gut 40% der Leute in Rente/Pension. Die Stellen werden im Übrigen mit min. 500 Euro Zulage und außerhalb eines Ballungszentrums aufgeschrieben.
Im Orga-Bereich erhält man jedoch locker 100 Bewerbungen auf eine E 11er Stelle. Finde den Fehler...
Nach deinen Schilderungen wird einmal mehr deutlich, dass es primär an deiner Personalverwaltung liegt und nicht am Tarifgeflecht.
Wie viele Annonce bei Stepstone etc sind derzeit geschaltet?
Wahrscheinlich 0,0 da es ja Geld kostet.
Falls doch: Wird dort mit übertariflicher Bezahlung geprahlt?
Was zahlt die pW?
80T€ wäre ja im öD tariflich umsetzbar und machbar.
Das ist doch auch für BauIngs, FiSi, BSC ITler etc. kein soo schlechtes Einkommen, oder?

Aber wie sind 80T€ machbar im öD? Selbst bei E13 Stufe 6 kommst du auf knapp über 70.000€ raus. Höher wird man doch gar nicht eingruppiert, wenn es sich nicht um einen Referatsleiter-Position handelt? Und bei dieser Psoition macht man doch nichts mehr fachlich! Also die, die im MINT-Bereich fachlich arbeiten, kommen derzeitig nie auf 80T€. Erst recht nicht im Osten und auch hier gibt es Städte, die ein teures Pflaster sind.
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Beitrag von: Spid am 08.07.2021 09:27
Die Eingruppierung ist im Geltungsbereich des TV-L einheitlich geregelt.
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Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 09:32
Aber wie sind 80T€ machbar im öD?
§16 Absatz 5
Zulage von 20% der Stufe 2
EG12 = 80T€
EG11 = 76T€
EG10 = 71T€
Natürlich nur mit Berufserfahrung.
Als Berufsanfänger kann man "nur" 50-55T€ im ersten Jahr realisieren.

Ergo: Ein FiSi (bzw. selbst ein Autodidakt ohne Schulabschluss) könnte 80T€ im TV-L verdienen.
Dafür benötigt man alleinig einen AG / Personalverwaltung, die willig sind diese Möglichkeiten auszuschöpfen.
(ich gebe allerdings zu, das wir bisher für solche Posten immer bessere BSCler finden konnten und noch nicht einem FiSi auf diese Niveau anheben mussten, denn sie arbeiten durchaus auch für weniger Geld)
Zitat
Selbst bei E13 Stufe 6 kommst du auf knapp über 70.000€ raus. Höher wird man doch gar nicht eingruppiert, wenn es sich nicht um einen Referatsleiter-Position handelt? Und bei dieser Psoition macht man doch nichts mehr fachlich!
In meinem IT-Umfeld gibt es diverse EG14er, die kein Leitungsfunktion haben und sehr wohl fachlich arbeiten.
Zitat
Also die, die im MINT-Bereich fachlich arbeiten, kommen derzeitig nie auf 80T€.
Also bin ich und meine Kollegen nicht existent.
Bzw. das dem so mehrheitlich ist, liegt nicht am Tarifsystem als solches, sondern am fehlenden Willen vieler Personalverwaltungen, die aus Neid und Missgunst oder Dummheit solche Modelle verhindern und die Lügen verbreiten, dass so etwas nicht möglich ist.

Zitat
Erst recht nicht im Osten und auch hier gibt es Städte, die ein teures Pflaster sind.
Dann müssen die Personaler im Osten noch dümmer oder noch missgünstiger sein als im Westen.
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Beitrag von: sebbo83 am 08.07.2021 12:52
In meinem IT-Umfeld gibt es diverse EG14er, die kein Leitungsfunktion haben und sehr wohl fachlich arbeiten.
Zitat
Also die, die im MINT-Bereich fachlich arbeiten, kommen derzeitig nie auf 80T€.
Also bin ich und meine Kollegen nicht existent.
Bzw. das dem so mehrheitlich ist, liegt nicht am Tarifsystem als solches, sondern am fehlenden Willen vieler Personalverwaltungen, die aus Neid und Missgunst oder Dummheit solche Modelle verhindern und die Lügen verbreiten, dass so etwas nicht möglich ist.

Zitat
Erst recht nicht im Osten und auch hier gibt es Städte, die ein teures Pflaster sind.
Dann müssen die Personaler im Osten noch dümmer oder noch missgünstiger sein als im Westen.

Hier ist der Punkt. Personalverwaltung. Daher die Idee der logischen Weiterführung der Stufen. So könnte man auch ohne gewährte Zulagen mal an die 80k € kommen.
Eine einzige Zulage haben wir bekommen. Die Techniker-Zulage von 23 €. Aber der § 16 Abs. 5 ist ein guter Hinweis. Ich kenne hier keinen, wo dieser schon Anwendung fand.
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Beitrag von: Spid am 08.07.2021 12:55
Warum sollte man sich einen AG aussuchen, der nicht bereit ist, das Entgelt, das man haben möchte, zu zahlen? Und wenn man das doch getan hat, soll es dann der Tarifvertrag richten?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 08.07.2021 13:54
Indem etwas in der Stellenausschreibung versprochen wurde, was sich bis heute jedoch nicht eingestellt hat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 08.07.2021 14:00
Dann hat man offenkundig einen Vertrag geschlossen, der nicht das zum Inhalt hatte, was man sich erhofft hat. Das ist ganz persönliches Versagen.
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Beitrag von: Otto1 am 08.07.2021 14:30
Wir haben jedenfalls 20% N. N. im Organigramm stehen, die wir nicht besetzen können.

Vielleicht ein Indiz dafür, dass Euer Organigramm viel Potenzial zum Straffen, zur Einsparung von Funktionsebenen und zur Bündelung von Kompetenzen aufweist. So würde man das jedenfalls im Dunstkreis unserer oberen Führungsebene beschreiben, die aktuell gewissen Einsparzwängen ausgesetzt ist   ;D

Die Stellen werden regelmäßig und dauerhaft ausgeschrieben.
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Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 14:38
Hier ist der Punkt. Personalverwaltung. Daher die Idee der logischen Weiterführung der Stufen. So könnte man auch ohne gewährte Zulagen mal an die 80k € kommen.
In meinen Augen eine blödsinnige Argumentation.
Wenn du sagst, in der Endstufe muss eine 80T€ her, ok.
Aber zu sagen, es müssen deswegen nach der "niedrig" angesetzten (Endstufe) Stufe 6 weitere Stufe hinzugeführt werden, damit man mehr Geld (nach 20-30 Jahre) bekommt?
auf gar keinen Fall. Eine Falsches Konzept wird durch aufbohren nicht besser.
Drei Stufen sind im Kern genug, alles andere ist Möhre vor der Nase.
Zitat
Eine einzige Zulage haben wir bekommen. Die Techniker-Zulage von 23 €. Aber der § 16 Abs. 5 ist ein guter Hinweis. Ich kenne hier keinen, wo dieser schon Anwendung fand.
Dann scheint ja kein Bedarf für die Anwendung der 16.5 da zu sein. Sowohl seitens An als auch AG.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 14:41
Die Stellen werden regelmäßig und dauerhaft ausgeschrieben.
Wo denn?
Stepstone, ...?
Und mit welchen Änderungen zur Anreizschaffung?
Keine?

Das zeigt ja das eure Personalstelle nicht lernfähig zu sein scheint und ständig am versagen ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 08.07.2021 14:42
Aber wie sind 80T€ machbar im öD?
§16 Absatz 5
Zulage von 20% der Stufe 2
EG12 = 80T€
EG11 = 76T€
EG10 = 71T€
Natürlich nur mit Berufserfahrung.
Als Berufsanfänger kann man "nur" 50-55T€ im ersten Jahr realisieren.

Ergo: Ein FiSi (bzw. selbst ein Autodidakt ohne Schulabschluss) könnte 80T€ im TV-L verdienen.
Dafür benötigt man alleinig einen AG / Personalverwaltung, die willig sind diese Möglichkeiten auszuschöpfen.
(ich gebe allerdings zu, das wir bisher für solche Posten immer bessere BSCler finden konnten und noch nicht einem FiSi auf diese Niveau anheben mussten, denn sie arbeiten durchaus auch für weniger Geld)
Zitat
Selbst bei E13 Stufe 6 kommst du auf knapp über 70.000€ raus. Höher wird man doch gar nicht eingruppiert, wenn es sich nicht um einen Referatsleiter-Position handelt? Und bei dieser Psoition macht man doch nichts mehr fachlich!
In meinem IT-Umfeld gibt es diverse EG14er, die kein Leitungsfunktion haben und sehr wohl fachlich arbeiten.
Zitat
Also die, die im MINT-Bereich fachlich arbeiten, kommen derzeitig nie auf 80T€.
Also bin ich und meine Kollegen nicht existent.
Bzw. das dem so mehrheitlich ist, liegt nicht am Tarifsystem als solches, sondern am fehlenden Willen vieler Personalverwaltungen, die aus Neid und Missgunst oder Dummheit solche Modelle verhindern und die Lügen verbreiten, dass so etwas nicht möglich ist.

Zitat
Erst recht nicht im Osten und auch hier gibt es Städte, die ein teures Pflaster sind.
Dann müssen die Personaler im Osten noch dümmer oder noch missgünstiger sein als im Westen.

Im Osten herrscht auch Fachkräftemangel, aber aus anderen Gründen. Wurde heute wieder im Bericht zur deutschen Einheit durchgenudelt. Flucht der Inteligenz nach der Wiedervereinigung. Extremer Einbruch der Geburtenraten ab 1990. Wegschicken der jungen Leute noch bis ins Jahr 2010 nach der Ausbildung. Es reicht der Blick in die einschlägigen Stellenportale der Länder. Der Demographieaufbau ist kein Tannenbaum des Lebens, sondern eine Urne.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 14:47
Im Osten herrscht auch Fachkräftemangel, aber aus anderen Gründen. Wurde heute wieder im Bericht zur deutschen Einheit durchgenudelt. Flucht der Inteligenz nach der Wiedervereinigung. Extremer Einbruch der Geburtenraten ab 1990. Wegschicken der jungen Leute noch bis ins Jahr 2010 nach der Ausbildung. Es reicht der Blick in die einschlägigen Stellenportale der Länder. Der Demographieaufbau ist kein Tannenbaum des Lebens, sondern eine Urne.
Und? Was trägt das zu dem Fakt bei, dass die Personaler nicht in der Lage sind tarifliche Anreize zu nutzen?
Willst du damit sagen, das es ein Fachkräftemangel in der Personalverwaltung gibt?

Oder willst du damit sagen das 80T€ zu wenig monetärer Anreiz ist?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 08.07.2021 14:54
Wenn der Markt leergefegt ist, dann muss man Leute von anderen Unternehmen abwerben.

Damit jemand sein warmes Nest verlässt muss man ihm 15-20% mehr bieten. Unternehmen wissen in der Regel ganz genau wer wichtig ist und wer gepämpert werden muss. Im öD erhält man mit solch komplexen und nervigen Mist wie IT eh nur fragende Blicke den keinen wirklich interessiert. Hauptsache es funktioniert.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 17:45
Wenn der Markt leergefegt ist, dann muss man Leute von anderen Unternehmen abwerben.
Stimmt, und durch die Anwendung der tariflichen Möglichektien schaffe wir das sogar.
Zitat
Damit jemand sein warmes Nest verlässt muss man ihm 15-20% mehr bieten.
Kann ich nicht bestätigen, kenne genügend von uns angeworbene MA, die eher 10% weniger bei uns verdienen, trotzdem zufrieden sind, weil die Rahmen Bedingungen stimmen.
Zitat
Unternehmen wissen in der Regel ganz genau wer wichtig ist und wer gepämpert werden muss.
Dann kennst du nicht sonderlich viele Unternehmen von innen.
Zitat
Im öD erhält man mit solch komplexen und nervigen Mist wie IT eh nur fragende Blicke den keinen wirklich interessiert. Hauptsache es funktioniert.
Tja, das mag bei euch so sein, bei uns sind die ITler und die SBler auf Augenhöhe und ein verschworenes Team, die die Sache vorwärts bringen, aber ich weiß, wir sind halt Exoten.

Aber gegen die von dir dargestellten Verwaltungs Beamtenkalkriessler muss man halt in der Tat schwer kämpfen.

Aber was hilft es, du leidest unter einem AG der absolut versagt was seine Personalpolitik angeht, weil sie nicht die tariflichen  Möglichkeiten ausnutzen und willst lieber eine dicke Gießkanne, damit auch was für dich abfällt, ohne das du dich verändern musst.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 08.07.2021 20:16
Wenn der Markt leergefegt ist, dann muss man Leute von anderen Unternehmen abwerben.
Stimmt, und durch die Anwendung der tariflichen Möglichektien schaffe wir das sogar.
Zitat
Damit jemand sein warmes Nest verlässt muss man ihm 15-20% mehr bieten.
Kann ich nicht bestätigen, kenne genügend von uns angeworbene MA, die eher 10% weniger bei uns verdienen, trotzdem zufrieden sind, weil die Rahmen Bedingungen stimmen.
Zitat
Unternehmen wissen in der Regel ganz genau wer wichtig ist und wer gepämpert werden muss.
Dann kennst du nicht sonderlich viele Unternehmen von innen.
Zitat
Im öD erhält man mit solch komplexen und nervigen Mist wie IT eh nur fragende Blicke den keinen wirklich interessiert. Hauptsache es funktioniert.
Tja, das mag bei euch so sein, bei uns sind die ITler und die SBler auf Augenhöhe und ein verschworenes Team, die die Sache vorwärts bringen, aber ich weiß, wir sind halt Exoten.

Aber gegen die von dir dargestellten Verwaltungs Beamtenkalkriessler muss man halt in der Tat schwer kämpfen.

Aber was hilft es, du leidest unter einem AG der absolut versagt was seine Personalpolitik angeht, weil sie nicht die tariflichen  Möglichkeiten ausnutzen und willst lieber eine dicke Gießkanne, damit auch was für dich abfällt, ohne das du dich verändern musst.

Ja, wir haben es kapiert: du bist ganz toll und bei euch ist alles super.

In allen anderen Teilen der Republik gibts aber anscheinend Probleme. Jedenfalls geht das vielen Studien, Berichten, Artikeln und Interviews hervor.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 08.07.2021 20:26
In einem Marktumfeld gibt es eben immer Gewinner und Versager.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2021 21:09
Ja, wir haben es kapiert: du bist ganz toll und bei euch ist alles super.
In allen anderen Teilen der Republik gibts aber anscheinend Probleme. Jedenfalls geht das vielen Studien, Berichten, Artikeln und Interviews hervor.
Offensichtlich hast du es nicht kapiert.
Wir haben die gleichen Probleme, die du meinst durch Studien, Berichten, Artikel und Interviews als Breaking News darzustellen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass du das Kernproblem in deinen zitierten Studien, Berichten, Artikel und Interview adressiert hast!

Schlechte Personaler! Schlechtes Marketing!
und Menschen, die darauf warten, dass das Ver.Di für einen die Problem löst.

Stattdessen jammerst du rum, dass Stellen nicht besetzt werden (weil man unattraktive Ausschreibungen macht)  und Du deswegen 30% mehr Geld benötigst!

Um das Problem zu lösen, muss man aber nicht mit einer Gießkanne das Geld verteilen, sondern es dorthin stecken, wo man es zum Problemlösen benötigt.

Um gute MINT ler einzustellen braucht man
a) mehr Flexibilität im Kopf der Personaler
b) zukünftig mehr als nur 20% oder 2 Stufen als Zulage

aber auf keinen Fall 10% mehr für Leute, die mit der Gießkanne rumrennen und der Meinung sind, dass alle in der gesamten Republik das gleiche Jahresgehalt benötigen.



Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVWaldschrat am 08.07.2021 21:42
In einem Marktumfeld gibt es eben immer Gewinner und Versager.

Der öD ist da irgendwie immer von ausgenommen
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: TVWaldschrat am 08.07.2021 21:43
Ja, wir haben es kapiert: du bist ganz toll und bei euch ist alles super.
In allen anderen Teilen der Republik gibts aber anscheinend Probleme. Jedenfalls geht das vielen Studien, Berichten, Artikeln und Interviews hervor.
Offensichtlich hast du es nicht kapiert.
Wir haben die gleichen Probleme, die du meinst durch Studien, Berichten, Artikel und Interviews als Breaking News darzustellen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass du das Kernproblem in deinen zitierten Studien, Berichten, Artikel und Interview adressiert hast!

Schlechte Personaler! Schlechtes Marketing!
und Menschen, die darauf warten, dass das Ver.Di für einen die Problem löst.

Stattdessen jammerst du rum, dass Stellen nicht besetzt werden (weil man unattraktive Ausschreibungen macht)  und Du deswegen 30% mehr Geld benötigst!

Um das Problem zu lösen, muss man aber nicht mit einer Gießkanne das Geld verteilen, sondern es dorthin stecken, wo man es zum Problemlösen benötigt.

Um gute MINT ler einzustellen braucht man
a) mehr Flexibilität im Kopf der Personaler
b) zukünftig mehr als nur 20% oder 2 Stufen als Zulage

aber auf keinen Fall 10% mehr für Leute, die mit der Gießkanne rumrennen und der Meinung sind, dass alle in der gesamten Republik das gleiche Jahresgehalt benötigen.

Bin kein Fan der Gießkanne, bin aber ein Fan von
Um gute MINT ler einzustellen braucht man
a) mehr Flexibilität im Kopf der Personaler
b) zukünftig mehr als nur 20% oder 2 Stufen als Zulage
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 09.07.2021 06:51
Wo kämen wir denn hin wenn ein IT-Spezialist mehr als sein juristischer Vorgesetzter bekommt?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.07.2021 06:54
Nochmal: was können wir oder der Tarifvertrag dafür, daß Du Dich an einen miserablen AG verdingst?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 09.07.2021 07:59
Wo kämen wir denn hin wenn ein IT-Spezialist mehr als sein juristischer Vorgesetzter bekommt?
Was spräche dagegen?
Was hat das mit dem Tarifsystem zu tun?
Wann wäre das denn der Fall?
E13 < E14 < E15 < A14
Kannst du rechnen?

Vielleicht kämen wir dann zur Bestenauswahl zurück, auch bei den juristischen Vorgesetzten.

Aber es zeigt ja nochmals das du in einem Laden voller Looser auf allen Ebenen zu arbeiten scheinst, wenn der juristische Vorgesetzte nur 41T€ netto bekommt.
Daher auch die simple geistige Haltung, dass nur eine Gießkanne die Welt retten kann. Weil dann muss man ja nicht selbst in die Bütt und sein Gehalt verhandeln.
BTW
In den Zeiten wo ich mehr als mein Linienvorgesetzter verdient habe ist die Welt nicht untergegangen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.07.2021 08:12
Ich habe schon Organisationsformen kennengelernt, bei denen der Leiter einer Organisationseinheit E9c oder E11 und dessen Vertreter E9a war, während die unterstellten Arbeitsgruppen aus Personal in E11-E14 bestanden. Entgeltgruppen bilden grundsätzlich keine Hierarchien ab.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 09.07.2021 11:59
"Entgeltgruppen bilden grundsätzlich keine Hierarchien ab."

Richtig. Ist aber in der Mehrheit der Entscheider-Köpfe immer noch so verankert nach meiner eigenen Erfahrung.

Egal wie, aber es muss eine Verbesserung erzielt werden. Wichtige Großprojekte stocken bei uns. Letztlich trifft dies den Steuerzahler doppelt. Und eine externe Vergabe wird zunehmend schwieriger, die Ingenieurbüros sind dicht mit Arbeit und suchen selbst händeringend Personal. Vor allem Bauingenieure und IT-Leute. Gleichzeitig ist unsere Verwaltung aber sehr aufgebläht mit vielen Kollegen. Im "produktiven" Bereich aber sieht es düster aus. Wird mir auch von anderen technischen Stellen ähnlich berichtet.

Was zählt: Wir brauchen im TV-L substanzielle Verbesserungen für den MINT-Bereich. Ich sehe hier auch die Entgelttabelle (neben weitere Maßnahmen) im Fokus. Wir haben bei uns erhebliche Probleme gescheite Ingenieure für eine TV-L 11 oder 12 zu finden. Auch äußerliche Faktoren (stark steigende Wohnpreise selbst in ländlicheren Lagen, nicht nur im Raum München) sind natürlich so ein Thema, das aber mehr am Rande.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 09.07.2021 12:15
"Entgeltgruppen bilden grundsätzlich keine Hierarchien ab."

Richtig. Ist aber in der Mehrheit der Entscheider-Köpfe immer noch so verankert nach meiner eigenen Erfahrung.

Egal wie, aber es muss eine Verbesserung erzielt werden. Wichtige Großprojekte stocken bei uns. Letztlich trifft dies den Steuerzahler doppelt. Und eine externe Vergabe wird zunehmend schwieriger, die Ingenieurbüros sind dicht mit Arbeit und suchen selbst händeringend Personal. Vor allem Bauingenieure und IT-Leute. Gleichzeitig ist unsere Verwaltung aber sehr aufgebläht mit vielen Kollegen. Im "produktiven" Bereich aber sieht es düster aus. Wird mir auch von anderen technischen Stellen ähnlich berichtet.

Was zählt: Wir brauchen im TV-L substanzielle Verbesserungen für den MINT-Bereich. Ich sehe hier auch die Entgelttabelle (neben weitere Maßnahmen) im Fokus. Wir haben bei uns erhebliche Probleme gescheite Ingenieure für eine TV-L 11 oder 12 zu finden. Auch äußerliche Faktoren (stark steigende Wohnpreise selbst in ländlicheren Lagen, nicht nur im Raum München) sind natürlich so ein Thema, das aber mehr am Rande.

Eine eigenständige Tabelle für MIND-Berufe halte ich für notwendig.
Die Digitalisierung, Decarbonisierung, Demografie und der Infrastruktur-Investitionsstau begründet dies, da es ein flächendeckendes Problem ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 09.07.2021 13:37
Was zählt: Wir brauchen im TV-L substanzielle Verbesserungen für den MINT-Bereich.
Wie sie seit dem 1.1.2021 mit der EGO IT stattgefunden hat? Sprich EG +1?

Zitat
Ich sehe hier auch die Entgelttabelle (neben weitere Maßnahmen) im Fokus.

Damit Bundesweit alle das Gehalt bekommen, was nötig ist, um einen Ing in Mü/FFM zu bezahlen?

Zitat
Wir haben bei uns erhebliche Probleme gescheite Ingenieure für eine TV-L 11 oder 12 zu finden. Auch äußerliche Faktoren (stark steigende Wohnpreise selbst in ländlicheren Lagen, nicht nur im Raum München) sind natürlich so ein Thema, das aber mehr am Rande.
Weil 75-80T€ in ländlicheren Lagen für einen geregelten, normalen Ing Job zu wenig ist?
Was zahlen denn die von dir genannten Ingenieurbüros so bei euch?

Eine eigenständige Tabelle für MIND-Berufe halte ich für notwendig.

Damit alle das Gehalt bekommen, was nötig ist, um einen Ing in Mü/FFM zu bezahlen?

ich bleibe dabei: Mehr Zulage Möglichkeiten, anstelle von sozialistischer Gießkanne und eine professionelle Personalbteilung ist die bessere Lösung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 09.07.2021 13:39
Eine eigenständige Tabelle für MIND-Berufe halte ich für notwendig.
btw Was sind MIND Berufe?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Pädi07 am 09.07.2021 14:52
Dechnik, ist doch klar. Daher brauchen auch nur alle MINT- Berufe dringend mehr Geld. Wer muss heutzutage noch schreiben können...?!
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Beitrag von: TVWaldschrat am 09.07.2021 16:42
Was zählt: Wir brauchen im TV-L substanzielle Verbesserungen für den MINT-Bereich.
Wie sie seit dem 1.1.2021 mit der EGO IT stattgefunden hat? Sprich EG +1?
Das kam bei uns irgendwie nicht an. Angeblich weil die Stellenpläne keine +1 vorsehen, und die meisten bei uns keine (nach Personalabteilung) schwierigen und wichtigen Tätigkeiten haben, die eine E12 rechtfertigen.

Liegt vielleicht auch an:
ich bleibe dabei: [..] eine professionelle Personalbteilung ist die bessere Lösung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.07.2021 16:56
Stellenpläne sind ohne jede tarifliche Bedeutung. Der Anspruch auf eine höhere Entgeltgruppe entsteht unabhängig davon, ob Stellen dafür zur Verfügung stehen.
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Beitrag von: TVWaldschrat am 09.07.2021 16:58
Stellenpläne sind ohne jede tarifliche Bedeutung. Der Anspruch auf eine höhere Entgeltgruppe entsteht unabhängig davon, ob Stellen dafür zur Verfügung stehen.

Ja, ich meine so was habe ich hier von dir schon mal gelesen.
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Beitrag von: WasDennNun am 09.07.2021 17:57
Was zählt: Wir brauchen im TV-L substanzielle Verbesserungen für den MINT-Bereich.
Wie sie seit dem 1.1.2021 mit der EGO IT stattgefunden hat? Sprich EG +1?
Das kam bei uns irgendwie nicht an. Angeblich weil die Stellenpläne keine +1 vorsehen, und die meisten bei uns keine (nach Personalabteilung) schwierigen und wichtigen Tätigkeiten haben, die eine E12 rechtfertigen.
Tja, was brauchen wir dann eine geänderte Entgelttabelle, wenn sich die TBler noch nicht mal das Auszahlen lassen, was ihnen zusteht.
Geschweige denn mehr als das tarifliche Minimum fordern und sich nicht für die tariflichen Möglichkeiten interessieren.
Zitat
Liegt vielleicht auch an:
ich bleibe dabei: [..] eine professionelle Personalbteilung ist die bessere Lösung.
ich ergänze:
und professionelle TBler, die sich nicht verarschen lassen und mehr Geld fordern und gehen, wenn sie nicht entsprechend ihrer Wünsche bezahlt werden, würden den Wandel beschleunigen.
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Beitrag von: WasDennNun am 09.07.2021 18:05
Von daher eine gesonderte Entgelttabelle nützt primär nur denen was, die auf ihrer Stelle hocken bleiben und nicht durch einen Wechsel woanders mehr Geld verdienen wollen oder können.
Das damit rausgeschmissen Geld ist besser investiert in neue Mitarbeiter, die durch entsprechenden Zulagen einen Anreiz erhalten zum öD zu wechseln.
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Beitrag von: Amtsdenker am 09.07.2021 21:04
Zulagen lösen das Grundproblem nicht. Der TV-L ist für MINT Berufe nicht attraktiv genug. Dazu gehören auch bessere Konditionen bereits in der Entgelttabelle. Er hinkt anderen Tarifverträgen wie dem TV-V der Stadtwerke massiv hinterher. Nicht mal ein 13. Gehalt gibt es. Es finden sich je nach Region immer noch gut Ingenieure  und ITler. Aber zu häufig eher mäßige Kandidaten und nicht die wirklich sehr guten. Und die braucht es dringend. So mancher guter Facharbeiter in einem IGM Betrieb mit 35 h Woche verdient nicht viel schlechter als ein Ingenieur im TV-L. Die Gießkanne kann durchaus nutzen um die Tabelle überhaupt mal attraktiver zu machen. Dann noch meinetwegen zusätzlich Zulagen für bestimmte Regionen oder Gruppen, aber die Entgelttabelle an sich muss im Bereich der MINTler endlich einen Ruck bekommen. Zu lange wurden diese Gruppen vernachlässigt.
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Beitrag von: Spid am 09.07.2021 21:12
Das ist doch schon wieder postfaktischer Natur. Das wurde auch im Hinblick auf den TVÖD kontrafaktisch behauptet, tatsächlich sieht dort der Vergleich aber so aus:
Na, ob man sich mit einer Angleichung der Ingenieure und ITler an den TV-V unbedingt einen Gefallen tut:

ING in E10 TVÖD (43k-61k) -> E9 TV-V (48k-62k)
ING in E11 TVÖD (45k-67k) -> E9 TV-V (48k-62k)
ING in E12 Fg.1 TVÖD (46k-74k) -> E9 TV-V (48k-62k)
ING in E12 Fg.2 TVÖD (46k-74k) -> E10 TV-V (51k-68k)
ING in E13 TVÖD (51k-74k) -> E10/E11 TV-V (51k-68k/55k-75k)

IT in E6 TVÖD (33k-41k) -> E5 TV-V (36k-44k)
IT in E7 TVÖD (34k-42k) -> E5 TV-V (36k-44k)
IT in E8 TVÖD (36k-44k) -> E7 TV-V (42k-50k)
IT in E9a TVÖD (38k-52k) -> E7 TV-V (42k-50k)
IT in E9b TVÖD (39k-56k) -> E7 TV-V (42k-50k)
IT in E10 TVÖD (43k-61k) -> E8/E9 TV-V (45k-56k/48k-62k)
IT in E11 TVÖD (45k-67k) -> E9 TV-V (48k-62k)
IT in E12 Fg.1+3 TVÖD (46k-74k) -> E9 TV-V (48k-62k)
IT in E12 Fg. 2 (46k-74k) -> E10 TV-V (51k-68k)
IT in E13 Fg. 1 (51k-74k) -> E10/E11 TV-V (51k-68k/55k-75k)
IT in E13 Fg. 2 (51k-74k) -> E9 TV-V (48k-62k)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 09.07.2021 22:10
Dechnik, ist doch klar. Daher brauchen auch nur alle MINT- Berufe dringend mehr Geld. Wer muss heutzutage noch schreiben können...?!

Autokorrektur, aber gut, dass du dich inhaltlich mit dem gesamtdeutschen strukturellen Problem auseinandersetzt. :-)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 09.07.2021 22:11
Stellenpläne sind ohne jede tarifliche Bedeutung. Der Anspruch auf eine höhere Entgeltgruppe entsteht unabhängig davon, ob Stellen dafür zur Verfügung stehen.

In der Realität interessiert das keinen. Wenn da eine e11 eingeplant ist, dann ist das eine e11. Der Rechtsweg steht natürlich jedem offen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.07.2021 22:16
Wer seine Ansprüche nicht durchsetzt, ist selbst schuld. Das Bedürfnis sich in den Allerwertesten ficken zu lassen, ist kein tarifliches Problem, sondern ein persönliches.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 09.07.2021 22:17
Das ist doch schon wieder postfaktischer Natur. Das wurde auch im Hinblick auf den TVÖD kontrafaktisch behauptet, tatsächlich sieht dort der Vergleich aber so aus:
Na, ob man sich mit einer Angleichung der Ingenieure und ITler an den TV-V unbedingt einen Gefallen tut:

ING in E10 TVÖD (43k-61k) -> E9 TV-V (48k-62k)
ING in E11 TVÖD (45k-67k) -> E9 TV-V (48k-62k)
ING in E12 Fg.1 TVÖD (46k-74k) -> E9 TV-V (48k-62k)
ING in E12 Fg.2 TVÖD (46k-74k) -> E10 TV-V (51k-68k)
ING in E13 TVÖD (51k-74k) -> E10/E11 TV-V (51k-68k/55k-75k)

IT in E6 TVÖD (33k-41k) -> E5 TV-V (36k-44k)
IT in E7 TVÖD (34k-42k) -> E5 TV-V (36k-44k)
IT in E8 TVÖD (36k-44k) -> E7 TV-V (42k-50k)
IT in E9a TVÖD (38k-52k) -> E7 TV-V (42k-50k)
IT in E9b TVÖD (39k-56k) -> E7 TV-V (42k-50k)
IT in E10 TVÖD (43k-61k) -> E8/E9 TV-V (45k-56k/48k-62k)
IT in E11 TVÖD (45k-67k) -> E9 TV-V (48k-62k)
IT in E12 Fg.1+3 TVÖD (46k-74k) -> E9 TV-V (48k-62k)
IT in E12 Fg. 2 (46k-74k) -> E10 TV-V (51k-68k)
IT in E13 Fg. 1 (51k-74k) -> E10/E11 TV-V (51k-68k/55k-75k)
IT in E13 Fg. 2 (51k-74k) -> E9 TV-V (48k-62k)

Hätte man die TV-V Tabelle könnte man über EGO-Anpassungen aber deutlich attraktivere Stellen schaffen, oder?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 09.07.2021 22:24
Wozu braucht man dazu die TV-V-Tabelle? Man kann auch einfach die Tätigkeitsmerkmale der E11 der E15 zuordnen und danach wäre alles AT. So what.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 10.07.2021 07:08
Wie hoch ist denn der Anteil der Ingenieuren und IT-ler, welche nach TV-L eingestellt sind, sind in einer Gewerkschaft o.ä. ?

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 07:37
Das kommt auf die Gewerkschaft an. Bei Verdi sind es mutmaßlich eher Arbeitslose, Rentner, Postwagenschubser und Gemüseputzer.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 08:17
In der Praxis ist zum Beispiel für einen Bauingenieur in der Planung beim TV-V eine 11 oder 12 üblich. Ein Kollege aus dem Bereich hat mir bestätigt das dies gängige Praxis für ein Bachelor ist. Sehe ich auch bei vielen Stellenausschreibungen. Und bei diesem Vergleich hinkt der TV-L massiv hinterher. Dazu ein 13. Volles Gehalt. Also gerne die Tabelle des Tv-V....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 10.07.2021 08:25
Ist ja auch egal. Bekommen wir eben die entsprechenden Verhältnisse, die wir in anderen Ländern immer belächeln. Die Schulen und die sonstige Infrastruktur sieht ja schon teilweise aus wie in Albanien.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 08:41
Bei Eingruppierung gibt es keine Praxis. Eingruppierung ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 08:42
Es sind jedenfalls mit Gründe warum das Land zunehmend in Schräglage kommt.... Wer in Großprojekten arbeitet und mit vielen Firmen zu tun hat, erkennt die Zusammenhänge rasch. Papierschubser hinterm Schreibtisch haben dafür leider wenig den Blick....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 08:53
https://www.kommunalforum.de/tv_v_beispiele_zur_eingruppierung.php

Eingruppierung von 11 oder 12 ist demnach völlig korrekt laut TV-V
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 09:04
Welche Relevanz sollte der Link haben?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 09:09
Eine hohe für die Praxis, weniger für Paragrafen-Reiter. Im übrigen ist zb eine EG 11 auch im TV-V  als Beispiel im Tiefbau angeführt. Typisch für Bauingenieurwesen....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 09:18
Da es bei der Eingruppierung keine Praxis gibt, kann sich eine solche Relevanz nicht ergeben.

Der im TV-V in E11 eingruppierte Ingenieur wäre in TVÖD/TV-L in E13 eingruppiert - wie in meiner Gegenüberstellung ausgeführt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 09:21
Nein. Eher 10-11. 13 nur bei Führungsverantwortung. Willkommen in der Tarifpraxis die es in der Eingruppierung sehr wohl gibt....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 09:23
Nein, in E13. Es gibt bei der Eingruppierung keine Praxis, da ein Tätigwerden dafür nicht erforderlich ist. TB sind entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert - und zwar unmittelbar durch die tariflichen Regelungen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 09:25
Das ist so nicht korrekt. Lesen Sie nochmals genauer nach. Die Realität in den Ämtern ist ebenfalls eine andere. So, nun aber ran an die Gartenarbeiten. Viele Spaß noch....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 09:27
Meine Ausführungen sind absolut korrekt - und bilden auch die Realität vollständig ab.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 09:39
Hier vertrete ich eine völlig andere Auffassung und halte es so nicht für richtig.Der kleine Diskurs zeigt aus meiner Sicht aber exemplarisch auch den Spannungsbogen von Theorie und Praxis. Und warum auch viele wichtige Projekte in D scheitern. Diskussionen die oft auch zwischen Verwaltung und Technik Gang und gäbe sind. Nun ist der Rasen trocken, ich muss los. Danke für den Austausch !
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 09:45
Es gibt bei Eingruppierung keine Praxis. Die Realität wird vollständig von der Theorie gebildet, da die tariflichen Normen zur Eingruppierung ihre Wirkung unmittelbar entfalten. Dafür ist es völlig unbeachtlich, ob AG im TV-V willentlich oder unwissentlich oftmals übertariflich vergüten oder AG, die den TVÖD/TV-L anwenden, ihre TB um ihr zustehendes Entgelt betrügen, denn beides berührt die Eingruppierung in keinster Weise - denn Eingruppierung ist.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 10.07.2021 10:14
Nein. Eher 10-11. 13 nur bei Führungsverantwortung. Willkommen in der Tarifpraxis die es in der Eingruppierung sehr wohl gibt....


Die Realität in den Ämtern ist ebenfalls eine andere.
Ja die Realität ist eine andere:
Fehlerhaft zu niedrige Eingruppierung durch TV-L Personalern zum einen, feige TBler die das mit sich machen lassen zum anderen, freudige Externe die den Karren aus den Dreck ziehen sollen und den Staat verarschen zum dritten.
Warum?
Primär durch den unwillen der TV-L Personalern die Möglichkeiten des TVs zu nutzen (§16.5) auf der einen und depperte TBler die es mit sich machen lassen und nicht zur pW gehen wo sie ja angeblich 100T€ verdienen zum anderen.

Wenn man also die Zulage nach §16 auf 30% der Stufe 6 erhöht, wäre das Tarifsystem doch Konkurrenzfähig gegenüber den Mitbewerbern, oder?
Oder verdient der BauIng Bundesweit wirklich überall locker mehr als 70T€ (was ja aktuell das ist, was man im TV-L Realisieren könnte, wenn der AG nur wollte)
Wohl doch eher in Mü als in Kleckersdorf.

FAZIT:

Eine Änderung der EGO so das ein EG11 automatisch 80T€ bekommt führt doch wegen der Looser An und Oberdepperten Personaler dazu, dass zukünftig der BauIng halt E9x oder EG10 bekommt.
Bzw, dass in München immer noch keiner gefunden wird, aber in Kleckerdorf er überbezahlt ist.

Hier vertrete ich eine völlig andere Auffassung und halte es so nicht für richtig.Der kleine Diskurs zeigt aus meiner Sicht aber exemplarisch auch den Spannungsbogen von Theorie und Praxis. Und warum auch viele wichtige Projekte in D scheitern. Diskussionen die oft auch zwischen Verwaltung und Technik Gang und gäbe sind.
Und das Problem ist kein tarifliches  >:( ::)

Nur so mal am Rande: Klar werden in meinem Umfeld (IT) z.B. FFM die Informatiker nicht mit EG13 sondern EG14 eingestellt (inkl. Anerkennung förderlicher Zeiten / Zulage), ob das tarifkonform ist, weil die ausgeübten Tätigkeiten es von den Zeitanteilen nicht hergibt? Das ist da allen egal, weil sie die Wertigkeit sehen und die übertragenden Tätigkeiten für eine EG14 auszureichen erscheinen.

Deswegen muss man aber dem Informatiker in Kiel nicht eine EG14 anbieten um gute zu bekommen.

Das Problem ist also nicht das Tarifsystem, sondern die Anwendung derselben und die fehlende noch größere Flexibilität bei Zulagen und das fehlende fähige Personal in der Personalverwaltung, die dazu in der Lage sind diese anzuwenden
Und dieses Problem wollt ihr lösen in dem unnötigerweise das Füllhorn über alle Schnarchnasen ausgeschüttet wird?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Zinc am 10.07.2021 10:25
Haben die hier diskutierten Vorschläge und Wünsche irgendeine Relevanz für die Tarifverhandlungen im September?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 10:30
Sie werden zumindest von dem einen oder anderen relevanten Akteur gelesen - entweder direkt oder als Zusammenfassung.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 10.07.2021 14:02
Wie Spid ständig schreibt, ergibt sich die Eingruppierung anhand der übertragenden Tätigkeiten.
Mir ist schleierhaft, warum man den Wert der Tätigkeiten nach Standort unterschiedlich bemessen solle.

Ein ITler der in Kiel Verantwortlich für 10 Untergebene ist oder einer in München. Wenn einer davon Bockmist baut, dann muss er sich dafür verantworten. Egal ob in München oder Kiel.
Der Wohnort ist immer noch freie Entscheidung und nicht im Verantwortungsbereich des AG.
Es sei denn man will diesen Miethaien noch mehr in den Rachen werfen und ihnen jedes Jahr 10% mehr für ihre abgeschriebenen Immobilien geben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 10.07.2021 15:00
Wie Spid ständig schreibt, ergibt sich die Eingruppierung anhand der übertragenden Tätigkeiten.
Mir ist schleierhaft, warum man den Wert der Tätigkeiten nach Standort unterschiedlich bemessen solle.
Weil die Mitbewerber um die Ressource es tun.
Dann forderst du auch, dass die Wohnung in FFM soviel kostet wie in Kiel und die Banane auch.
Bis dahin gibt es offensichtlich und ohne Schleier eben den oben genannt Grund, warum der Wert der Tätigkeiten nach Standort unterschiedlich bemessen werden muss.

Mir ist allerdings schleierhaft, warum der Wert der Tätigkeit nach 15 Jahren anders bemessen wird als nach 3 Jahren. Aber dafür kannst du mir ja evtl. eine Antwort geben.
Zitat
Ein ITler der in Kiel Verantwortlich für 10 Untergebene ist oder einer in München. Wenn einer davon Bockmist baut, dann muss er sich dafür verantworten. Egal ob in München oder Kiel.
Was hat das mit einer regional konkurrenzfähigen Bezahlung zu tun?
Zitat
Der Wohnort ist immer noch freie Entscheidung und nicht im Verantwortungsbereich des AG.
Was hat das mit nicht besetztbaren Stellen im öD zu tun, weil sie monetär nicht attraktiv sind?
Du wolltest wohl sagen, der Arbeitsort ist doch die freie Entscheidung des AGs.
Ich sage nur Zwiesel.
Zitat
Es sei denn man will diesen Miethaien noch mehr in den Rachen werfen und ihnen jedes Jahr 10% mehr für ihre abgeschriebenen Immobilien geben.
Stimmt, wenn jemand alle zwei Jahre umzieht, dann kann das passieren. Wenn einer in seiner Wohnung bleibt, dann ist das rechtlich nicht möglich.
Und was das mit der Abschreibung einer Immobilie zu tun hat ist mir schleierhaft.
Aber davon abgesehen:
Zitat
Der Wohnort ist immer noch freie Entscheidung und nicht im Verantwortungsbereich des AG.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 15:18
Es ist eine Besonderheit der drei großen Tarifregime im öD in der Gesamtheit der Tarifregime in Deutschland, daß die Entgelttabellen bundesweit undifferenziert gelten. Es ist also gerade kein Automatismus, daß die gleiche Tätigkeit innerhalb eines Tarifregime bundesweit gleich vergütet wird. Vielmehr ist es dumm - und hat auch nichts mit dem Wohnort des AN zu tun, sondern mit der Konkurrenz am Standort des AG.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 10.07.2021 15:21
Die ausführlichen Beiträge mit teils sehr bürokratischem Blickwinkel ändern nichts am Grundproblem des TV-L: Die sehr schlechte Entgelttabelle aus MINTler-Sicht. Falls hier jemand mitliest der etwas bewirken kann, bitte vor allem bei den EG 11-13 kräftig aufsatteln und die Eingruppierungsregeln optimieren  :)

Zulagen könnt ihr gerne zusätzlich aushandeln für Spezialfälle. Zunächst muss die Tabelle ansich mal viel besser werden im benannten Bereich. Wir brauchen für die vielen Herausforderungen gutes Personal und das kostet. Egal ob in Zwiesel, Kiel, München oder Heidelberg. Die Standortfrage stellt sich erst dann wenn der TV-L wettbewerbsfähiger wir, derzeit sehe ich das nicht.

Wer das nicht kapiert, wird die Folgen für D in den nächsten Jahren drastisch verspüren. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Viel Erfolg bei den Verhandlungen, eine IGM wäre mir lieber als eine Verdi am Verhandlungstisch.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 10.07.2021 15:30
Was an der Tabelle soll denn bitte „schlecht“ sein? Es gibt ja bspw. überhaupt keinen Grund, warum das fragliche Personal überhaupt den genannten Entgeltgruppen zugeordnet werden sollten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 10.07.2021 17:21
Die sehr schlechte Entgelttabelle aus MINTler-Sicht.
Kannst du bitte mal konkret sagen, was z.B. eine BauIngs in der pW bekommt?
Wenn man googlet, dann bekommt man sowas zu lesen:
Berufserfahrung Gehalt
< 3 Jahre Berufserfahrung 50.293
3 - 6 Jahre Berufserfahrung 52.082 Euro
7 - 9 Jahre Berufserfahrung 54.394 Euro
> 9 Jahre Berufserfahrung 60.952 Euro

Quelle: Stepstone, Stand 06/2021

Sind diese Wert falsch? Hast du andere Erfahrungen gemacht? Hast du bessere Quellen?
Selbst wenn diese Daten um 10T€ zu niedrig sind, ist es im Rahmen dessen, was man aktuell in der Entgelttabelle wiederfindet / abbilden kann.
EG10 Einstiegsgehalt: 50T€
EG12 Spitzengehalt: 80T€
Wir brauchen für die vielen Herausforderungen gutes Personal und das kostet.
Richtig, deswegen kaspern wir nicht rum und geben die Zulage und erkennen förderliche Zeiten an.
Und oh Wunder für 70-80T€ bekommt man durchaus gute Leute.
Was glaubst du denn, was da passiert:
Einem BauIng mit 10-15 Jahre Erfahrung wird gesagt: och wir geben dir die Stufe 3 genauso wie dem Greenhorn der mit eingestellt wird.
Wer nicht kapiert, dass die Personaler im öD das Kernproblem sind, der träumt halt einen Sozialisten alle sind gleich Traum.
Zitat
Wer das nicht kapiert, wird die Folgen für D in den nächsten Jahren drastisch verspüren. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Viel Erfolg bei den Verhandlungen, eine IGM wäre mir lieber als eine Verdi am Verhandlungstisch.
Da haben wir das Problem, ver.di vertritt nicht die Interessen der MINT Berufe!!
Die die das Problem lösen könnten, sind alleinig die AG, in dem sie großzügig Zulagen gewähren.
Wer das nicht kapiert hat weder Marktwirtschaft noch die TV Kasper verstanden.
Eine Anhebung um zwei EG für die MINT wird da nicht viel ausrichten.
(Dann wären wir bei eine Einstiegsgehalt von 45T€ für den EX EG10er und 77T€ beim Spitzen ExEG12er)

Und eine Umbettung an die TV-V Tabelle und EGO bringt einem nur was, wenn die Personaler einen halt falsch eingruppieren (Siehe Spids Darstellung zu deinem falschen Glaube TV-L EG = TV-V EG)
Was stimmt ist, dass dann da die Luft nach oben mehr hergibt. Dafür gibt es aber glaube ich keine Zulage Möglichkeit mehr

Also:
Eine pauschale Anhebung für die jetzt schon im öD verbliebenden und nicht wechselwilligen MINTler sehe ich als rausgeschmissenes Geld an. Diese Geld würde ich lieber für gutes Personal das was kosten darf ausgeben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: M1805E am 10.07.2021 19:18
Also:
Eine pauschale Anhebung für die jetzt schon im öD verbliebenden und nicht wechselwilligen MINTler sehe ich als rausgeschmissenes Geld an. Diese Geld würde ich lieber für gutes Personal das was kosten darf ausgeben.

Eben! Und eine engagierte und vernünftige Arbeit für das Geld sehe ich als Verschwendung meiner persönlichen Kompetenzen an und halte mich entsprechend zurück.  8)
Ich teile die Einschätzung, dass wir so in Deutschland stellenweise nicht voran kommen werden... Deshalb wie gesagt: ob es jetzt +2 oder 3% für die oberen EG werden ist eigentlich längst egal...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 10.07.2021 21:11
Wie Spid ständig schreibt, ergibt sich die Eingruppierung anhand der übertragenden Tätigkeiten.
Mir ist schleierhaft, warum man den Wert der Tätigkeiten nach Standort unterschiedlich bemessen solle.

Ein ITler der in Kiel Verantwortlich für 10 Untergebene ist oder einer in München. Wenn einer davon Bockmist baut, dann muss er sich dafür verantworten. Egal ob in München oder Kiel.
Der Wohnort ist immer noch freie Entscheidung und nicht im Verantwortungsbereich des AG.
Es sei denn man will diesen Miethaien noch mehr in den Rachen werfen und ihnen jedes Jahr 10% mehr für ihre abgeschriebenen Immobilien geben.

Guter Gedanke... Vielleicht erzählst Du das all jenen die in diversen Berufen tätig sind und in den Ballungsräumen arbeiten. Vielleicht sollten Polizisten, Müllmänner, Bäckereifachverkäufer, Kioskmitarbeiter, Kassierer usw. Alle kündigen und wo anders hin ziehen.

Ob eine Stadt noch funktioniert wenn nur Doktoren, Anwälte und andere gut Verdiener da bleiben? Vielleicht der letzte Gemüseputzer der dann 550 € Stundenlohn verlangt...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 11.07.2021 00:35
Wenn die Mieten rechtlich nicht stark steigen könnten, dann können die Lebenshaltungskosten ja nicht höher sein.
Wohnen ist nunmal der Faktor.
Der Rest dürfte in Großstädten eher günstiger sein.
Mein braucht nicht zwingend ein Auto, gut ausgebauter ÖPNV vor der Tür, riesige Auswahl an Geschäften und mithin der Auswahl an Angeboten…

Vielleicht liegt es auch dran, dass man wesentlich mehr Möglichkeiten vor der Tür hat Geld auszukaufen. Das Lebensmittel in der Stadt teurer sind, dass ist mir nicht bekannt.

Ich bin auch der Meinung, dass der TV-L grundsätzlich eine Menge hergeben könnte. Für ein Nichtwollen oder Können kann er nichts.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 11.07.2021 10:00
Also:
Eine pauschale Anhebung für die jetzt schon im öD verbliebenden und nicht wechselwilligen MINTler sehe ich als rausgeschmissenes Geld an. Diese Geld würde ich lieber für gutes Personal das was kosten darf ausgeben.

Eben! Und eine engagierte und vernünftige Arbeit für das Geld sehe ich als Verschwendung meiner persönlichen Kompetenzen an und halte mich entsprechend zurück.  8)
Zum einen kann ich dir da nur raten, die eine Arbeitsstelle zu suchen bei der du nicht das Gefühl hast dass deine persönlichen Kompetenzen verschwendet werden - ich persönlich habe mich stets von solchen Arbeitsstellen ferngehalten, aber auch schon Einkommenseinbußen in Kauf genommen, weil mich der Job interessierte, aber so eine "irrationale" Haltung hat nicht jeder  - zum anderen würdest du als Bestandsangestellter bei uns auch nicht in den Genuss einer 20%tige Gehaltsanhebung kommen.  :o
leider fällt mein derzeitige AG nicht unter §40 da waren es 25% Aufschlag.
Zitat
Ich teile die Einschätzung, dass wir so in Deutschland stellenweise nicht voran kommen werden... Deshalb wie gesagt: ob es jetzt +2 oder 3% für die oberen EG werden ist eigentlich längst egal...
Stimmt, aber wie gesagt wir haben einige erfolge dadurch, dass wir inzwischen die Personaler und leitungsebene soweit getrimmt haben, dass sie §16 und förderliche Zeiten kennen (war tatsächlich vorher nicht der Fall  :o ::) :-[ ) und auch anwenden (wenn nötig)  ;D

Es gibt zwar noch immer ein paar, die wollen einen Nachweis zur Anwendung der Bindungs "Klausel" haben.
Also was zum abheften, kommen aber nicht mehr auf den Gedanken einen AV sehen zu wollen. Einladung zum Gespräch ist inzwischen ausreichend (bei denen die wir halten wollen).
Und seit kurzen wird bei uns (so wie es perfekt bei Spid gemacht wird) im Vorfeld schon abgeklopft, was man den potentiellen MA anbieten kann und will.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 11.07.2021 10:10
Wenn die Mieten rechtlich nicht stark steigen könnten, dann können die Lebenshaltungskosten ja nicht höher sein.
15% in 3 Jahren ist doch die Kappungsgrenze.

Das Problem ist ja die "ungezügelte" Neuvermietung.

Schauen wir mal was das jetzt wird mit dem verpflichtenden Mietspiegel der Gemeinden und hoffentlich fließt da auch ausreichend die Bestandsmiete ein.
Frage mich sowieso warum das (was ja eh in der VuV der ESt zu erklären ist) nicht hierfür erhoben wird.

Zitat
Ich bin auch der Meinung, dass der TV-L grundsätzlich eine Menge hergeben könnte. Für ein Nichtwollen oder Können kann er nichts.
Freut mich das du das auch so siehst.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Hinz am 11.07.2021 13:14
Wenn die Mieten rechtlich nicht stark steigen könnten, dann können die Lebenshaltungskosten ja nicht höher sein.
Wohnen ist nunmal der Faktor.
Der Rest dürfte in Großstädten eher günstiger sein.
Mein braucht nicht zwingend ein Auto, gut ausgebauter ÖPNV vor der Tür, riesige Auswahl an Geschäften und mithin der Auswahl an Angeboten…

Vielleicht liegt es auch dran, dass man wesentlich mehr Möglichkeiten vor der Tür hat Geld auszukaufen. Das Lebensmittel in der Stadt teurer sind, dass ist mir nicht bekannt.

Ich bin auch der Meinung, dass der TV-L grundsätzlich eine Menge hergeben könnte. Für ein Nichtwollen oder Können kann er nichts.

Mit steigenden Mieten steigen auch die Preise für Produkte für den Endverbraucher. Der Händler muss ja auch Miete zahlen.

Es sollen ja min. 400.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden um die Preisspirale Einhalt zu gebieten. Hier müssten kommunale Wohnbauflächen nicht verkauft und Flächen zurückgekauft werden. Genossenschaften und kommunaler Wohnungsbau Anteile vergrößern. Um die Spekulation mit Wohnraum einzudämmen. Aber wer bei sich im Ort mal bisschen aufpasst. Sieht das eigentlich die Kommunen / regionale Politik stark am mitwirken ist, dass die Probleme eben da sind. Und die selben Parteien starten in den Bundestagswahlkampf mit dem Thema....

Um die Kurve zurück zum TV-L. Zu bekommen. Die Verhandlungspartner dürften vom gleichen Schlag sein.... Also Änderungen dürften sich keine ergeben. D.h. 1 bis 2 % Gießkanne und alle feiern das als Erfolg.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 11.07.2021 13:35
Eigentlich hat sich gezeigt, daß Etatismus und Regulierungswahn gepaart mit staatlichem Kontrollverlust bei der Zuwanderung zur Preisspirale bei Mietwohnungen geführt haben. Wenn der Staat sich endlich aus dem Wohnungsmarkt raushält und sich auf seine Kernaufgaben konzentriert, man zudem keine sozialistischen Masturbationsfantasien fürchten muß, klappt das auch wieder mit dem Wohnraum.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 11.07.2021 19:40
Nein. Eher 10-11. 13 nur bei Führungsverantwortung. Willkommen in der Tarifpraxis die es in der Eingruppierung sehr wohl gibt....


Die Realität in den Ämtern ist ebenfalls eine andere.
Ja die Realität ist eine andere:
Fehlerhaft zu niedrige Eingruppierung durch TV-L Personalern zum einen, feige TBler die das mit sich machen lassen zum anderen, freudige Externe die den Karren aus den Dreck ziehen sollen und den Staat verarschen zum dritten.
Warum?
Primär durch den unwillen der TV-L Personalern die Möglichkeiten des TVs zu nutzen (§16.5) auf der einen und depperte TBler die es mit sich machen lassen und nicht zur pW gehen wo sie ja angeblich 100T€ verdienen zum anderen.

Wenn man also die Zulage nach §16 auf 30% der Stufe 6 erhöht, wäre das Tarifsystem doch Konkurrenzfähig gegenüber den Mitbewerbern, oder?
Oder verdient der BauIng Bundesweit wirklich überall locker mehr als 70T€ (was ja aktuell das ist, was man im TV-L Realisieren könnte, wenn der AG nur wollte)
Wohl doch eher in Mü als in Kleckersdorf.

FAZIT:

Eine Änderung der EGO so das ein EG11 automatisch 80T€ bekommt führt doch wegen der Looser An und Oberdepperten Personaler dazu, dass zukünftig der BauIng halt E9x oder EG10 bekommt.
Bzw, dass in München immer noch keiner gefunden wird, aber in Kleckerdorf er überbezahlt ist.

Hier vertrete ich eine völlig andere Auffassung und halte es so nicht für richtig.Der kleine Diskurs zeigt aus meiner Sicht aber exemplarisch auch den Spannungsbogen von Theorie und Praxis. Und warum auch viele wichtige Projekte in D scheitern. Diskussionen die oft auch zwischen Verwaltung und Technik Gang und gäbe sind.
Und das Problem ist kein tarifliches  >:( ::)

Nur so mal am Rande: Klar werden in meinem Umfeld (IT) z.B. FFM die Informatiker nicht mit EG13 sondern EG14 eingestellt (inkl. Anerkennung förderlicher Zeiten / Zulage), ob das tarifkonform ist, weil die ausgeübten Tätigkeiten es von den Zeitanteilen nicht hergibt? Das ist da allen egal, weil sie die Wertigkeit sehen und die übertragenden Tätigkeiten für eine EG14 auszureichen erscheinen.

Deswegen muss man aber dem Informatiker in Kiel nicht eine EG14 anbieten um gute zu bekommen.

Das Problem ist also nicht das Tarifsystem, sondern die Anwendung derselben und die fehlende noch größere Flexibilität bei Zulagen und das fehlende fähige Personal in der Personalverwaltung, die dazu in der Lage sind diese anzuwenden
Und dieses Problem wollt ihr lösen in dem unnötigerweise das Füllhorn über alle Schnarchnasen ausgeschüttet wird?

Warum sollte man im FFM als Informatiker für eine e14 arbeiten? Dort werden für solche Fachkräfte deutschlandweit mit die höchsten Löhne gezeigt, da bilden die 6.000 € mit ein paar Jahren Erfahrung die Regel ab und danach geht es schnell nach oben. In Leitungsfunktionen sind locker 130-180k drin.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 12.07.2021 09:45
Warum sollte man im FFM als Informatiker für eine e14 arbeiten? Dort werden für solche Fachkräfte deutschlandweit mit die höchsten Löhne gezeigt, da bilden die 6.000 € mit ein paar Jahren Erfahrung die Regel ab und danach geht es schnell nach oben. In Leitungsfunktionen sind locker 130-180k drin.
Weil das Gehalt von e14 bei den damit verbunden Aufwänden und Inhalten und den Randbedingungen des Arbeitsplatzes für diese Menschen in Ordnung ist.
Ich theoretisiere ja nicht, sondern Berichte von aktuell stattgefundenen Einstellungen, die ich begleitet habe.

Es geht also, wenn man die Ausschreibungen attraktiv gestaltet und den MA im VG nicht so ein Scheiß erzählt, das sie maximal nur Stufe 3 bekommen dürfen und man selbst dieses aber noch prüfen müsse.
Und Ihnen die Inhalte und Randbedingungen schmackhaft macht, dann sind die 75-80T€ durchaus auch für einen pWler attraktiv genug.
Es sind nicht Leitungspositionen, die wir dort so besetzen, sondern Informatik"handwerker" die wir benötigen.

Und ich kann nicht erkennen, dass ein BauIng oder ein Informatiker ohne Leitungsfunktion oder Management aufgaben in D flächendeckend 80-100T€ verdient in der pW, so wie es von dir hier immer behauptet wird.

Wenn wir tariflich noch besser und einfacher die Möglichkeit bekommen 80T+€ anzubieten, dann findet man auch wieder BauIngs, aber oftmals reicht da auch 60-70T€, wenn man auf den Stufenquatsch verzichtet und bei S3 einsteigt und in 3 Jahren die S5 zahlt.

Es bleibt also dabei: Es ist nicht die Höhe des Entgeltes was primär den Mangel an Bewerbern verursacht, sondern das Image der Unterbezahlung, und der Verkrustung im öD, was ja stimmt, da die miserablen Personaler keine Anreize schaffen und Beamtenkalkriesel Gehirne auch bei den TBler sich festgesetzt haben. Das zeigt sich ja auch in deine Haltung zu glauben, dass man mit einer Gießkanne was erreichen können.

BTW:
Die sehr schlechte Entgelttabelle aus MINTler-Sicht.
Kannst du bitte mal konkret sagen, was z.B. eine BauIngs in der pW bekommt?
Wenn man googlet, dann bekommt man sowas zu lesen:
Berufserfahrung Gehalt
< 3 Jahre Berufserfahrung 50.293
3 - 6 Jahre Berufserfahrung 52.082 Euro
7 - 9 Jahre Berufserfahrung 54.394 Euro
> 9 Jahre Berufserfahrung 60.952 Euro

Quelle: Stepstone, Stand 06/2021

Sind diese Wert falsch? Hast du andere Erfahrungen gemacht? Hast du bessere Quellen?
Selbst wenn diese Daten um 10T€ zu niedrig sind, ist es im Rahmen dessen, was man aktuell in der Entgelttabelle wiederfindet / abbilden kann.
EG10 Einstiegsgehalt: 50T€
EG12 Spitzengehalt: 80T€
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 12.07.2021 10:36
Ja, alles ganz toll. Hier wird eben E 11 Stufe 1 geboten. Kommt halt keiner. Führungsverantwortung lässt sich mit den bestehenden Tabellen auch nicht abbilden. Laut EGO bekommt der IT Chef E 13 und seine Mitarbeiter E 11. Also 300 Euro Netto mehr. Ganz toll.

Daher meine Forderung: Zusammenstreichen der Stufen. Warum gibt es zwischen Stufe 1-6 solche Unterschiede?
Nach der Einarbeitung (1-2 Jahre) sollte die "normale" Stufe kommen und für langjährige Beschäftigte von mir aus noch eine Erfahrungsstufe.

Mich stört das Stufen und EGO System. in der Analyse sieht man es am Besten: https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/allg/a/2021/a/erhoehungswerte.html

Bis E8 bekommt man über die Jahre fast immer das Gleiche.

Akademikern hingegen wird der Lohn weitestgehend vorenthalten.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: DiVO am 12.07.2021 10:58
Verstehe das Problem mit der regionalen Differenzierung nicht. Es gibt doch im TV-L bereits heute die Ergänzende Leistung, die in Ballungsräumen gezahlt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 12.07.2021 11:08
Ballungsraum ist doch kein Kriterium - in Gelsenkirchen, Oberhausen und Herne ist die Kaufkraft deutlich geringer als in Starnberg, Miesbach oder Olpe. Und die tarifliche Leistung zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten nach §16 Abs. 5 ist im Vergleich zu den Unterschieden lächerlich. Mit E6 in Bad Muskau kann man es sich leisten, Schützenkönig zu werden, während man in Mettmann mit E13 nicht einmal eine vernünftige Wohnung findet.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 12.07.2021 12:10
Ja, alles ganz toll. Hier wird eben E 11 Stufe 1 geboten. Kommt halt keiner.
Finde den Fehler! Er liegt nicht in der E11, sondern im Angebot. Vielleicht kämen ja welche wenn man ihnen 500 monatlich mehr anbietet und nach einem Jahr eine Steigerung um nochmals 500€.
Ihr habt da ja absoluter Looser Truppe am Start. DA würde jedwede Änderung im EGO System nichts bringen, weil die dann plötzlich die Stellen als EG10 oder weniger ausschreiben würden.
Zitat
Führungsverantwortung lässt sich mit den bestehenden Tabellen auch nicht abbilden. Laut EGO bekommt der IT Chef E 13 und seine Mitarbeiter E 11. Also 300 Euro Netto mehr. Ganz toll.
Was soll eigentlich immer dies Quatsch im öD mit "Führung muss mehr verdienen"?
Mit welchem Grund wird dies immer gefordert? Mehr Verantwortung? Bull Shit! Mehr inhaltliche strategische Entscheidungen? Bull Bull Shit!
Ob ich 10 kleine Menschenlein steuere, einteile und überwache ist doch nicht mehr Verantwortung oder schwierigere Arbeit, als ob das einzelne Menschelein 10 Prozesse/Vorgänge steuert, einteilt und überwacht.
Daher habe ich auch hier und da mehr verdient als der Linienvorgesetzte, weil ich eben höherwertige Arbeit geleistet habe, während er nur Menschen verwaltet hat.
Aber wer so verkrustete Beamten Gedanken nachhängt, der findet auch keine Angestellten.

Zitat
Daher meine Forderung: Zusammenstreichen der Stufen. Warum gibt es zwischen Stufe 1-6 solche Unterschiede?
Nach der Einarbeitung (1-2 Jahre) sollte die "normale" Stufe kommen und für langjährige Beschäftigte von mir aus noch eine Erfahrungsstufe.

Mich stört das Stufen und EGO System. in der Analyse sieht man es am Besten: https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/allg/a/2021/a/erhoehungswerte.html

Bis E8 bekommt man über die Jahre fast immer das Gleiche.

Akademikern hingegen wird der Lohn weitestgehend vorenthalten.
Da stimme ich dir in allen Punkten absolut zu.
Wie gesagt unsere Lösung für Berufsanfänger:
1. Jahr Stufe 3
2. -3. Jahr Stufe 4
4. Jahr Stufe 5

Geht alles mit dem aktuellem Tarifsystem, aber nur wenn man mit Spitzhake und Dynamit den Kalk aus den Beamtenschädeln rausbombt. Hat mich auch ein paar Jahre gekostet, jetzt klappt es bei den Mangelberufen.

und das Beste daran: Wenn einer wieder erwarten nicht performt, der fällt dann halt in seinem Entgelt ein paar Stufen zurück.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 12.07.2021 12:15
Verstehe das Problem mit der regionalen Differenzierung nicht. Es gibt doch im TV-L bereits heute die Ergänzende Leistung, die in Ballungsräumen gezahlt wird.
Zum einen nicht kumulativ und zum anderen ist die Spannweite leider zu gering 20% von Stufe 2 ist zwar nett und hilft uns MA zu finden.
50% Stufe 6 würde uns konkurrenzfähig zu den Mitbewerbern machen. Und man könnte die von Ott1 geforderten 6stelligen jahresgehälter zahlen, weil man nur für ein solches Entgelt in Bad Muskau einen BauIng findet.  ;)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 12.07.2021 13:34
Ja, alles ganz toll. Hier wird eben E 11 Stufe 1 geboten. Kommt halt keiner.
Finde den Fehler! Er liegt nicht in der E11, sondern im Angebot. Vielleicht kämen ja welche wenn man ihnen 500 monatlich mehr anbietet und nach einem Jahr eine Steigerung um nochmals 500€.
Ihr habt da ja absoluter Looser Truppe am Start. DA würde jedwede Änderung im EGO System nichts bringen, weil die dann plötzlich die Stellen als EG10 oder weniger ausschreiben würden.
Zitat
Führungsverantwortung lässt sich mit den bestehenden Tabellen auch nicht abbilden. Laut EGO bekommt der IT Chef E 13 und seine Mitarbeiter E 11. Also 300 Euro Netto mehr. Ganz toll.
Was soll eigentlich immer dies Quatsch im öD mit "Führung muss mehr verdienen"?
Mit welchem Grund wird dies immer gefordert? Mehr Verantwortung? Bull Shit! Mehr inhaltliche strategische Entscheidungen? Bull Bull Shit!
Ob ich 10 kleine Menschenlein steuere, einteile und überwache ist doch nicht mehr Verantwortung oder schwierigere Arbeit, als ob das einzelne Menschelein 10 Prozesse/Vorgänge steuert, einteilt und überwacht.
Daher habe ich auch hier und da mehr verdient als der Linienvorgesetzte, weil ich eben höherwertige Arbeit geleistet habe, während er nur Menschen verwaltet hat.
Aber wer so verkrustete Beamten Gedanken nachhängt, der findet auch keine Angestellten.

Zitat
Daher meine Forderung: Zusammenstreichen der Stufen. Warum gibt es zwischen Stufe 1-6 solche Unterschiede?
Nach der Einarbeitung (1-2 Jahre) sollte die "normale" Stufe kommen und für langjährige Beschäftigte von mir aus noch eine Erfahrungsstufe.

Mich stört das Stufen und EGO System. in der Analyse sieht man es am Besten: https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/allg/a/2021/a/erhoehungswerte.html

Bis E8 bekommt man über die Jahre fast immer das Gleiche.

Akademikern hingegen wird der Lohn weitestgehend vorenthalten.
Da stimme ich dir in allen Punkten absolut zu.
Wie gesagt unsere Lösung für Berufsanfänger:
1. Jahr Stufe 3
2. -3. Jahr Stufe 4
4. Jahr Stufe 5

Geht alles mit dem aktuellem Tarifsystem, aber nur wenn man mit Spitzhake und Dynamit den Kalk aus den Beamtenschädeln rausbombt. Hat mich auch ein paar Jahre gekostet, jetzt klappt es bei den Mangelberufen.

und das Beste daran: Wenn einer wieder erwarten nicht performt, der fällt dann halt in seinem Entgelt ein paar Stufen zurück.

Ab wann lässt sich die höhere Verantwortung einer Leitung deines Erachtens nach abbilden? 12 Menschlein? 100 Menschlein?
IdR ist es doch so, dass die Leitung nicht nur die Menschlein einteilt und steuert sondern auch für die von den Menschlein eingeteilten, gesteuerten und überwachten Prozesse die Verantwortung hat.
Wenn eine Leitung weniger verdient als ihre MA hat sie entweder schlecht verhandelt oder Verantwortung abgegeben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Dienstbeflissen am 12.07.2021 14:24
Ja, alles ganz toll. Hier wird eben E 11 Stufe 1 geboten. Kommt halt keiner.
Finde den Fehler! Er liegt nicht in der E11, sondern im Angebot. Vielleicht kämen ja welche wenn man ihnen 500 monatlich mehr anbietet und nach einem Jahr eine Steigerung um nochmals 500€.
Ihr habt da ja absoluter Looser Truppe am Start. DA würde jedwede Änderung im EGO System nichts bringen, weil die dann plötzlich die Stellen als EG10 oder weniger ausschreiben würden.
Zitat
Führungsverantwortung lässt sich mit den bestehenden Tabellen auch nicht abbilden. Laut EGO bekommt der IT Chef E 13 und seine Mitarbeiter E 11. Also 300 Euro Netto mehr. Ganz toll.
Was soll eigentlich immer dies Quatsch im öD mit "Führung muss mehr verdienen"?
Mit welchem Grund wird dies immer gefordert? Mehr Verantwortung? Bull Shit! Mehr inhaltliche strategische Entscheidungen? Bull Bull Shit!
Ob ich 10 kleine Menschenlein steuere, einteile und überwache ist doch nicht mehr Verantwortung oder schwierigere Arbeit, als ob das einzelne Menschelein 10 Prozesse/Vorgänge steuert, einteilt und überwacht.
Daher habe ich auch hier und da mehr verdient als der Linienvorgesetzte, weil ich eben höherwertige Arbeit geleistet habe, während er nur Menschen verwaltet hat.
Aber wer so verkrustete Beamten Gedanken nachhängt, der findet auch keine Angestellten.

Zitat
Daher meine Forderung: Zusammenstreichen der Stufen. Warum gibt es zwischen Stufe 1-6 solche Unterschiede?
Nach der Einarbeitung (1-2 Jahre) sollte die "normale" Stufe kommen und für langjährige Beschäftigte von mir aus noch eine Erfahrungsstufe.

Mich stört das Stufen und EGO System. in der Analyse sieht man es am Besten: https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/allg/a/2021/a/erhoehungswerte.html

Bis E8 bekommt man über die Jahre fast immer das Gleiche.

Akademikern hingegen wird der Lohn weitestgehend vorenthalten.
Da stimme ich dir in allen Punkten absolut zu.
Wie gesagt unsere Lösung für Berufsanfänger:
1. Jahr Stufe 3
2. -3. Jahr Stufe 4
4. Jahr Stufe 5

Geht alles mit dem aktuellem Tarifsystem, aber nur wenn man mit Spitzhake und Dynamit den Kalk aus den Beamtenschädeln rausbombt. Hat mich auch ein paar Jahre gekostet, jetzt klappt es bei den Mangelberufen.

und das Beste daran: Wenn einer wieder erwarten nicht performt, der fällt dann halt in seinem Entgelt ein paar Stufen zurück.

Ab wann lässt sich die höhere Verantwortung einer Leitung deines Erachtens nach abbilden? 12 Menschlein? 100 Menschlein?
IdR ist es doch so, dass die Leitung nicht nur die Menschlein einteilt und steuert sondern auch für die von den Menschlein eingeteilten, gesteuerten und überwachten Prozesse die Verantwortung hat.
Wenn eine Leitung weniger verdient als ihre MA hat sie entweder schlecht verhandelt oder Verantwortung abgegeben.
Ist doch in jedem Profifußballverein so. Entgeltgruppen und Entgelte im Allgemeinen bilden keine Hierarchien ab.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 12.07.2021 14:53
Ab wann lässt sich die höhere Verantwortung einer Leitung deines Erachtens nach abbilden? 12 Menschlein? 100 Menschlein?
Wenn er Verantwortung trägt und nicht (so wie im öD) er nur verwaltet.
Zitat
IdR ist es doch so, dass die Leitung nicht nur die Menschlein einteilt und steuert sondern auch für die von den Menschlein eingeteilten, gesteuerten und überwachten Prozesse die Verantwortung hat.
Nein, er hat die Verantwortung zu überprüfen, ob die Menschen die die Verantwortung über ihre Prozesse haben, diese auch sach- und zielgerecht ausüben.
Zitat
Wenn eine Leitung weniger verdient als ihre MA hat sie entweder schlecht verhandelt oder Verantwortung abgegeben.
Möglich.
Oder aber man erkennt, dass die Arbeit die geleitet wird, höherwertig ist und von weniger gut austauschbaren Menschen ausgeübt wird.
Zumindest im öD ist zu beobachten, dass die Leitungsebenen oftmals leichter auszutauschen sind, als die spezialisierten AN.

EDIT:
Wenn ein Projektmanager in der pW seine Projekte an die Wand fährt, dann bekommt er
a) weniger Geld weil kein Bonus für ihn da ist
b) die Klinke in die Handgedrückt, weil er nicht mehr gebraucht wird

Was passiert mit versagende Leitungsebenen im öD?
Nix oder Beförderung woanders hin.

Wenn jedoch die Leitungseben fachlich mitarbeitet, dann sollte sie durchaus mehr Geld erhalten, als die, die nur fachlich arbeiten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 12.07.2021 15:11
Es gibt auch Organisationsformen, da sind die Leitung der Organisationseinheit und die fachliche Führung getrennt. Der Linienvorgesetzte ist für die Verwaltung und Disponierung der Arbeitsgruppen verantwortlich, fachlich angefordert und eingesetzt werden diese durch eine andere Stelle. Es gibt keinen Grund, warum der Linienvorgesetzte höher eingruppiert werden sollte als die Spezialisten, aus denen die Arbeitsgruppen bestehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 12.07.2021 15:12
@WasDennNun
Hm, da hab ich wieder verdrängt das ich die Strukturen im öD nicht kenne. Ich kenne nur einige der vom öD gegründeten GmbH´s oder gGmbH´s. Die sind doch eher wie die pW strukturiert.

@Dienstbeflissen, welcher Profi-Fußballclub bezahlt denn seine MA nach TV-L? ???
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 12.07.2021 15:51
Im Profifussball hat ja auch der Linienvorgesetzte (Trainer) oft weniger einkommen als der ihm untergebene (Fußballer)
Und das obwohl bei Misserfolg er gehen muss, während die Graupen auf dem Platz bleiben dürfen.

insofern ist da evtl. ein Zusammenhang zum öD und TV-L  ;D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 12.07.2021 16:02
Jürgen Klopp bekommt in Liverpool 18 Millionen. In Dortmund waren es bereits 5 Millionen. Insgesamt hat er sicherlich einen deutlich längeren Zeitraum in dem er ein Gehalt bezieht und somit auch ein höheres Einkommen als seine Minions auf dem Rasen. 8)
Heynckes hat bis er 73 war als Trainer gearbeitet. Welcher Profi Spieler hat das schon geschafft? 8)
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 12.07.2021 20:29
Eine Sache sollte euch aber auch noch bewusst werden:

Es gibt in einigen Mangelberufen einen absoluten Mangel, d. h. z. B. Bauingenieure und in der IT.
Wenn einer privater 75k Euro bezahlt, so muss man den auch irgendwie in den öD lotzen. Nur wie?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 12.07.2021 21:27
Gerade gelesen: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/handelsblatt-umfrage-die-berater-luecke-consultants-und-wirtschaftspruefer-wollen-fast-27-000-stellen-neu-besetzen/27413488.html

In Auszügen:

Düsseldorf Die großen Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland suchen für den erwarteten Boom in den kommenden Jahren so viel Personal wie lange nicht mehr. Die zehn führenden Prüfungshäuser und zehn führenden Beratungsfirmen wollen in diesem und im kommenden Jahr in Summe fast 27.000 Consultants und Prüfer einstellen.

Gefragt sind dafür vor allem Ingenieure und Absolventen der MINT-Fächer, also Beschäftigte mit Abschlüssen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. So sucht Oliver Wyman Personal für das Thema ESG, aber auch für den Bereich Green Finance. Für Deloitte sind vor allem die Talente attraktiv, die technisches Know-how mit wirtschaftlichem Verständnis verbinden.

Weil sich Toptalente ihre Jobs aussuchen können, überbieten sich die Arbeitgeber mit Lockangeboten. Offiziell will keine der vom Handelsblatt befragten Firmen über Gehälter reden. Lange Zeit galt als Richtwert ein Einstiegsgehalt zwischen 45.000 und 60.000 Euro. Auf Partnerebene ging es bei 145.000 Euro los, wie Zahlen des Branchenverbands BDU aus dem Jahr 2018 zeigen.

Mittlerweile werden vielfach deutlich höhere Werte aufgerufen, heißt es unter Personalexperten. Bei guten, erfahrenen Leuten ist der Wechsel meist mit einem ordentlichen Antrittsgeld verbunden, um Risiken und Bonusverlust auszugleichen.

######
Die Welt da drausen ist wohl eine andere als hier im Forum...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Speedy1986 am 12.07.2021 21:31
Ich wünsche mir, dass wieder Urlaubsgeld eingeführt wird.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 13.07.2021 06:52
Ich wünsche mir, dass wieder Urlaubsgeld eingeführt wird.

Du kannst froh sein, wenn man nicht die JSZ für weitere 3-4 Jahre einfriert :D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 13.07.2021 07:47
Zitat
Führungsverantwortung lässt sich mit den bestehenden Tabellen auch nicht abbilden. Laut EGO bekommt der IT Chef E 13 und seine Mitarbeiter E 11. Also 300 Euro Netto mehr. Ganz toll.
Was soll eigentlich immer dies Quatsch im öD mit "Führung muss mehr verdienen"?
Mit welchem Grund wird dies immer gefordert? Mehr Verantwortung? Bull Shit! Mehr inhaltliche strategische Entscheidungen? Bull Bull Shit!
Ob ich 10 kleine Menschenlein steuere, einteile und überwache ist doch nicht mehr Verantwortung oder schwierigere Arbeit, als ob das einzelne Menschelein 10 Prozesse/Vorgänge steuert, einteilt und überwacht.
Daher habe ich auch hier und da mehr verdient als der Linienvorgesetzte, weil ich eben höherwertige Arbeit geleistet habe, während er nur Menschen verwaltet hat.
Aber wer so verkrustete Beamten Gedanken nachhängt, der findet auch keine Angestellten.

Dumm nur, dass Führungskräfte in der Wirtschaft ca. 30% mehr verdienen als ihre Lemminge. Hier sind sie neben der Personalverantwortung auch für die Lieferung des Produktes verantwortlich.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 13.07.2021 07:53
Führungskräfte in der Privatwirtschaft haben auch tatsächlich Personalverantwortung. Sog. "Führungskräfte" im öD zeichnen Urlaubsanträge ab.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 13.07.2021 09:12
Eine Sache sollte euch aber auch noch bewusst werden:

Es gibt in einigen Mangelberufen einen absoluten Mangel, d. h. z. B. Bauingenieure und in der IT.
Wenn einer privater 75k Euro bezahlt, so muss man den auch irgendwie in den öD lotzen. Nur wie?
Mir (und inzwischen auch meinen PA) sind die Selbstverständlichkeiten bewußt, deinen PA leider nicht (S1 sag ich nur).

Auch wenn es in deinem Bereich scheinbar nicht so ist (und du es nicht für möglich hälst), wir schaffen es gute MA aus der pW zu gewinnen, obwohl sie Gehaltseinbußen haben.
Der Job und das Umfeld muss beworben werden.
Drum meine Frage: Wo werden eure lächerlichen EG10EG11 Stufe 1 Stellen ausgeschrieben und wie werden sie zu Eyecatcher aufgepimpt? Werden Kampagnen bei den Rekruitingportalen gefahren, wird aktiv gesucht und XING etc. Profile angesprochen?
Wahrscheinlich Nein, Nein und Nein und man kommt altbacken daher und wundert sich, dass sich keiner bewirbt.

Die Welt da drausen ist wohl eine andere als hier im Forum...
Die erreichbaren Zielgruppe sind nach meiner Erfahrung (und unseren Erfolgen) der letzten Jahre:
a) Menschen die in der Familiengründung sind / Hausbau .... die wünschen sich eine Standortsicherheit und familienfreundliche Zeitgestalltung, die in der pW weniger sicher gewährt wird.
b) erfahrene Menschen, die schon genug eingesackt haben und denen es nicht auf 10-20T€ mehr ankommt, dafür lieber einen stressfreieren Job haben wollen.
c) auch Heimatnähe ist hier und da ein genannter Grund
d) nicht mehr fürs Shareholdervalue buckeln wollen, sondern was "sinnvolles" machen

Ach ja:
Zitat
Dumm nur, dass Führungskräfte in der Wirtschaft ca. 30% mehr verdienen als ihre Lemminge. Hier sind sie neben der Personalverantwortung auch für die Lieferung des Produktes verantwortlich.
Dumm nur das du keine Ahnung von der Arbeit in der pW zuhaben scheinst und den Unterschied der Inhalte und echter Verantwortung von Führungskräfte hier wie dort nicht erkennen kannst.

Bei den pWlern die ich kenne, sind locker 40% des Gehaltes auf Basis faktorisierbarer Arbeiten / Bonusanteile die mit Gewinn/Umsatz Vorgaben verknüpft sind.
Die kommen da als "aufgestiegener" FiSi mit Projektverantwortung/Leitungsfunktion auf ihre 70-90T€, haben aber trotzdem "nur" ein sicheres Grundgehalt von 40-60T€
Und es kommt durchaus vor, dass da mal 10-15T€ weniger als erwartet am Jahresende auf dem Konto gewandert ist. (und nochmal: Das sind keine Handelsblattartikelinfos, sondern reale Information von echten Mitmenschen)

Also wenn du schon mit der pW mithalten willst, dann so wie ich es Vorschlage:
Mehr und einfachere Möglichkeiten der Zulagen!
Damit erreicht man dann auch die von dir geforderten Einkommen.

Pauschales Grundgehalt für die Bestands-Graupen erhöhen ist rausgeschmissenes Geld.

Zumindest meine Realerlebte Welt funktioniert damit, nicht perfekt, aber einigermassen, mit mehr monetären Freiheiten ginge es noch besser.
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Beitrag von: Jockel am 13.07.2021 10:16
Die monetären Freiheiten braucht es aber im Haushaltsrecht und nicht im Tarifrecht (als Rechtsanspruch). Da kommt man dann übrigens auch ganz schnell in den Bereich der Mitbestimmung bei der Lohngestaltung (oberhalb Tarif) und da sitzen dann wieder die Verdi-Leute mit der Gießkanne für Postschubser im Kopf.
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Beitrag von: Otto1 am 13.07.2021 11:39
Führungskräfte in der Privatwirtschaft haben auch tatsächlich Personalverantwortung. Sog. "Führungskräfte" im öD zeichnen Urlaubsanträge ab.

Das weis da draußen nur keiner der Bewerber.
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Beitrag von: WasDennNun am 13.07.2021 11:47
Führungskräfte in der Privatwirtschaft haben auch tatsächlich Personalverantwortung. Sog. "Führungskräfte" im öD zeichnen Urlaubsanträge ab.

Das weis da draußen nur keiner der Bewerber.
Und warum sagst du es Ihnen nicht im Vorstellungsgespräch oder im Anwerbungstelefonat?
Einmal mehr ein Versagen der Anwerbeversuche eurer erfolglosen Personaler?
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Beitrag von: Otto1 am 14.07.2021 10:51
Führungskräfte in der Privatwirtschaft haben auch tatsächlich Personalverantwortung. Sog. "Führungskräfte" im öD zeichnen Urlaubsanträge ab.

Das weis da draußen nur keiner der Bewerber.
Und warum sagst du es Ihnen nicht im Vorstellungsgespräch oder im Anwerbungstelefonat?
Einmal mehr ein Versagen der Anwerbeversuche eurer erfolglosen Personaler?

Laut Tarifvertrag darf max. Stufe 3 bezahlt werden.
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Beitrag von: Spid am 14.07.2021 10:53
Wenn weniger als 1 Jahr Berufserfahrung vorliegt, trifft das zu.
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Beitrag von: WasDennNun am 14.07.2021 11:19
Laut Tarifvertrag darf max. Stufe 3 bezahlt werden.
Aber nur bei Berufsanfängern und nur im erstem Jahr ist dies korrekt.
Im zweiten/drittem Jahr gibt es dann Stufe 4 und im 4. Stufe 5
Bei echten Leistungsträgern ist ab dem viertem Jahr sogar Stufe 6 theoretisch möglich.

Aber das habe ich noch nicht ausprobieren müssen.

Kannst ja mal deine PA Graupen auf diese tariflichen Anreizmöglichkeiten hinweisen.
Dann können die ja mal mit einem überdurchschnittlichen Einstiegsgehalt von 50-55T€ für Berufsanfänger und einer Steigerungsmöglichkeit auf 70T€ nach drei Jahren bei StepStone werben, vielleicht bewirbt sich ja dann jemand.

Aber wahrscheinlich verstecken die die Anzeigen bei der landesinternen Jobbörse - wo keiner hinguckt - und wundern sich das es keine Bewerbungen gibt.
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Beitrag von: Hinz am 15.07.2021 07:35
"wer nicht wirbt der stirbt"

Die guten Werbekampagnen sind tatsächlich Mau. Dazu zählt auch das Image welches nach draußen gelebt wird. Angefangen vom vom Ruf bis hin zum äußeren auftreten. (Beispiel: kommunale Bauverwaltung mit Ausf. Firmen im TV (Thema: Straßenbau). Die ausführende Firma nutzt die Chance, Mitarbeiter alle in top Arbeitskleidung, sehen nach was aus. Bauverwaltung in Zivil mit Warnweste (Leiharbeiter / 1-€ jobber Feeling)). 
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Beitrag von: Amtsdenker am 15.07.2021 10:35
"wer nicht wirbt der stirbt"

Die guten Werbekampagnen sind tatsächlich Mau. Dazu zählt auch das Image welches nach draußen gelebt wird. Angefangen vom vom Ruf bis hin zum äußeren auftreten. (Beispiel: kommunale Bauverwaltung mit Ausf. Firmen im TV (Thema: Straßenbau). Die ausführende Firma nutzt die Chance, Mitarbeiter alle in top Arbeitskleidung, sehen nach was aus. Bauverwaltung in Zivil mit Warnweste (Leiharbeiter / 1-€ jobber Feeling)).

Das kann ich leider bestätigen. Bei uns gibt es z.B. regelmäßig Diskussionen in der Verwaltung wenn ein Kollege neue Sicherheitsschuhe braucht oder eine vernünftige Warnjacke beschaffen will. Es tut doch auch eine einfache Warnweste und die Schuhe sind noch nicht kaputt genug. Klar, die Außenwirkung oder auch bessere Sichtbarkeit interessiert leider relativ wenig. Hier wird an den falschen Stellen gespart.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: thesisko am 15.07.2021 12:00
Das Entgelt ist ein wichtiger, aber nur ein Kriterium.
Ich finde es zu plump, wenn immer nur dieses Kriterium betrachtet wird.

Ich selber hab 2007 - 2009 in der Privatwirtschaft mehr verdient, als heute im öffentlichen Dienst.
Zusätzlich gab es auch noch einen tollen Firmenwagen.
Allerdings war dort nichts mit 38,7h. Dazu kamen enormer Zahlendruck und ständige Rankings, etc.

Wenn ich es auf einen Stundenlohn umrechne, dann war der damals schlechter.
Die Formel 1h mehr Wochenarbeitszeit, für 1k € mehr, die kann ich bestätigen.

Jetzt wird jede Minute erfasst, sehr gute Gleitzeitmöglichkeiten, Arbeitszeitkonto mit einem freien Bereich, usw.
Dazu habe ich viele freie Gestaltungsmöglichkeiten.

Dafür gibt es nur TV-L E9a.
Objekt angemessen wäre sicherlich eine E10, maximal E11.

Da ist aber jeder aufgefordert auch für sich einzustehen.

Viele Grüße
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 15.07.2021 12:08
Das Entgelt ist ein wichtiger, aber nur ein Kriterium.
Ich finde es zu plump, wenn immer nur dieses Kriterium betrachtet wird.

Ich selber hab 2007 - 2009 in der Privatwirtschaft mehr verdient, als heute im öffentlichen Dienst.
Zusätzlich gab es auch noch einen tollen Firmenwagen.
Allerdings war dort nichts mit 38,7h. Dazu kamen enormer Zahlendruck und ständige Rankings, etc.

Wenn ich es auf einen Stundenlohn umrechne, dann war der damals schlechter.
Die Formel 1h mehr Wochenarbeitszeit, für 1k € mehr, die kann ich bestätigen.

Jetzt wird jede Minute erfasst, sehr gute Gleitzeitmöglichkeiten, Arbeitszeitkonto mit einem freien Bereich, usw.
Dazu habe ich viele freie Gestaltungsmöglichkeiten.

Dafür gibt es nur TV-L E9a.
Objekt angemessen wäre sicherlich eine E10, maximal E11.

Da ist aber jeder aufgefordert auch für sich einzustehen.

Viele Grüße

38,7 sind im TV-L (bei 100% Arbeitszeit) schon luxus. In Bayern  muss man für die gleiche Kohle 40:06h anwesend sein.
Also für 1000k pro Monat mehr, würden wohl die meisten 1h pro Woche länger arbeiten ;D Rankings und Zahlendruck kann es auch im ÖD geben. Gibt es bei euch keine KLR?
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Beitrag von: thesisko am 15.07.2021 12:15
Oh man. Geistige Umnachtung.
Für 1 k€ mehr Jahresgehalt.  8)
Liegt wohl am Urlaubsmodus.

Auch bei uns gibt es natürlich ein Controlling. Es ist aber nicht mit der Privatwirtschaft vergleichbar.

Vor allem waren dort 60% fix.
Der Rest variabel und Erfolgsabhängig.

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Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2021 23:24
Oh man. Geistige Umnachtung.
Tja, so ist es halt mit den reinen öDlern.
Sie meinen sie haben den gleichen Arbeitsdruck, haben aber noch nicht erlebt was Arbeitsdruck ist, da die Firma hops gehen kann.
Und vergleichen ihr gesichertes fixes Gehalt mit dem Leistungsabhängigen der anderen.

Naja, schöne Klarstellung von dir. Und mir geht es anscheinend ähnlich wir dir: habe früher in der pW mehr verdient, jetzt verdiene ich wenige bin aber zufriedener...
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 16.07.2021 08:15
Alles schön und gut, aber worauf wir uns sicher einigen können ist:

Bedingt durch die Demografie, die Decarbonisierung und Digitalisierung benötigt der öD mehr Personal. Zum einen müssen Abgänge ersetzt werden, zum anderen muss in Deutschland massiv Infrastruktur erneuert und neu aufgebaut werden. Hinzu kommt die Digitalisierung.

Der Markt steht vor dem selben Problemen und wird antworten finden.

Verdi und der TdL werden sich jedoch wieder auf 1,4% hier und 1,8% da einigen.

Meiner Meinung nach haben wir jedoch ein strukturelles Problem, dass vor allem im Bereich E9-E15 vorliegt.
Lindern würde dieses Problem aus meiner Sicht eine Anpassung der Stufen und eine 100% JSZ. Vom obligatorischen Inflationsausgleich mal abgesehen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Tagelöhner am 16.07.2021 09:00

Bedingt durch die Demografie, die Decarbonisierung und Digitalisierung benötigt der öD mehr Personal. Zum einen müssen Abgänge ersetzt werden, zum anderen muss in Deutschland massiv Infrastruktur erneuert und neu aufgebaut werden. Hinzu kommt die Digitalisierung.

Sehe ich anders, das ist einmalige Chance um die aufgeblähte öffentliche Hand (Personell und strukturell) mal wieder auf ein gesundes Niveau (vergleichbar zu anderen Ländern) abzuschmelzen, effizienter zu werden und damit auch der künftigen schlechteren finanziellen Situation zu begegnen.

Getreu dem Motto, weniger ist mehr und gleichzeitig muss mit den vorhandenen Mitteln verantwortungs-/maßvoller aber vor allem wirkungsvoller umgegangen werden.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: M1805E am 16.07.2021 10:07
Ich denke nicht, dass bei den hochqualifizierten Tätigkeiten durch die Digitalisierung per se Einspareffekte vorliegen und kann daher die Einschätzung nicht teilen, dass man bis auf den Inflationsausgleich nichts machen braucht. Für meine Arbeitsbereiche in der räumlichen Planung kann ich feststellen, dass die Vorgaben durch Gesetze in Bezug auf Planungsrecht, Umwelt- und Artenschutz und Anpassung an den Klimawandel immer komplexer werden. Dazu sollen rechtssichere Verträge mit dritten abgeschlossen werden. Es muss immer mehr geleistet werden, um beispielsweise ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen oder einen Regionalplan oder Bebauungsplan aufzustellen. In den Arbeitsbereichen geht es wie in vielen anderen der hochqualifizierten Mitarbeiter nicht um Akten heften oder in die Aktenkammer zu bringen. Die Abbau Effekte sehe ich eher bei den einfachen Tätigkeiten wo es um falzen, heften, lochen geht oder meinetwegen beim hier oft zitierten Postwagen Schubser.

Und für den geschilderten Arbeitsbereich gute Leute zu finden ist bei den, wenn auch zu restriktiv oder falsch angewendeten Gehaltsstrukturen einfach schwierig. Da die Gesetzgeber sich über Verordnungen in der EU und beim Bund und den Ländern immer mehr selbst auferlegen, bräuchte man eigentlich mehr qualifiziertes Personal als weniger. Eine Software wird mir mit Sicherheit nicht fachlich und inhaltlich dabei helfen, ein derart komplexes Verfahren fachlich korrekt abzuschließen.

Aber solange es wie in den letzten Jahren höchstens zum Inflationsausgleich oder gar nur zum reallohnverlust reicht, hebe ich bei derart komplexen Randthemen einfach die Hände und verweise darauf, dass ich das nicht beurteilen kann und ein Gutachter brauche. Das übliche "dafür bin ich nicht zuständig Spiel". Ich bin es leid für ein unfair empfundenes Gehalt mit dem Stufensystem mir die Mühe zu machen, Defizite in der jetzt schon mangelhaften Personalausstattung auszugleichen.  Im Zweifel wird es dann teuer nach außen vergeben oder kann einfach nicht abgeschlossen werden, weil auch kein Geld da ist, um Sachen zu vergeben.

Also die Einschätzung, dass alles im öD schon ganz gut ist, weil man ja in der Privatwirtschaft an Leistungen geknüpft bezahlt wird, kann ich nicht teilen. Diese Einschätzung setzt ja meines Erachtens schon per se voraus, dass sich im öffentlichen Dienst nur Leistungsunwillige befinden. Klar kommt jetzt die Gegenrede, dass die Personaler schon jetzt leistungsbezogen zahlen könnten. In meiner Lebenswirklichkeit und unter vielen Kollegen in anderen Städten und anderen Ländern ist mir das aber bei noch keinem untergekommen. Scheinbar wird es zu restriktiv gehandhabt, um Geld zu sparen und daher würde ich es auch begrüßen wenn man nach einem paar Jahren und nicht erst nach 15 Jahren zu seinem vollen Gehalt kommt. Davor fühle ich mich einfach um Geld betrogen. Daher würde es auch was bringen meinetwegen nur noch drei Stufen zu haben und das Ende bereits nach vier oder fünf Jahren erreicht zu haben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 16.07.2021 10:25
Sehe ich anders, das ist einmalige Chance um die aufgeblähte öffentliche Hand (Personell und strukturell) mal wieder auf ein gesundes Niveau (vergleichbar zu anderen Ländern) abzuschmelzen, effizienter zu werden und damit auch der künftigen schlechteren finanziellen Situation zu begegnen.
Die Quote ist doch in D eher im Mittelfeld als ganz weit oben, insofern sind wir schon vergleichbar mit anderen Ländern.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 16.07.2021 10:31
Alles schön und gut, aber worauf wir uns sicher einigen können ist:

Bedingt durch die Demografie, die Decarbonisierung und Digitalisierung benötigt der öD mehr Personal. Zum einen müssen Abgänge ersetzt werden, zum anderen muss in Deutschland massiv Infrastruktur erneuert und neu aufgebaut werden. Hinzu kommt die Digitalisierung.

Der Markt steht vor dem selben Problemen und wird antworten finden.

Verdi und der TdL werden sich jedoch wieder auf 1,4% hier und 1,8% da einigen.
Da ver.di dieses AG Poblem wurscht ist, kann da nur die TdL was machen.
Zualgenmöglichkeiten einführen, aussertariflich wäre dass eine.
Aber solange da wie dort die Dramatik nicht gesehen wird (man erkennt es ja z.B. bei euch daran, dass die tariflichen Möglichkeiten nicht genutzt werden), wird ver.di und TdL da nur schnarchnääsig Änderungen machen.
Zitat
Meiner Meinung nach haben wir jedoch ein strukturelles Problem, dass vor allem im Bereich E9-E15 vorliegt.
Lindern würde dieses Problem aus meiner Sicht eine Anpassung der Stufen und eine 100% JSZ. Vom obligatorischen Inflationsausgleich mal abgesehen.
JSZ ja, wäre absolut sinnvoll, entweder komplett streichen für alle und freiwerdendes Geld umverteilen. Oder alle auf 100% anheben.

Stufen haben wir bei uns schon geregelt, sehe ich persönlich kein Bedarf, obwohl ich es unterstützte, da auf max 3 Stufe zu wechseln.

Was müsste man den deiner Meinung nach einem BauIng in normalen Grosstädte zahlen, damit sie ins öD wechseln?
oder einem FiSi bzw. Bsc Informatiker?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: teclis22 am 16.07.2021 14:20

Sehe ich anders, das ist einmalige Chance um die aufgeblähte öffentliche Hand (Personell und strukturell) mal wieder auf ein gesundes Niveau (vergleichbar zu anderen Ländern) abzuschmelzen,  *snip*

Das sehe ich anders. Der ÖD in Deutschland ist erheblich kaputtgespart. Wir sind personell beim Stand von 2000
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12910/umfrage/entwicklung-des-personalbestandes-im-oeffentlichen-dienst-in-deutschland/

Es gab noch eine andere Tabelle (finde ich leider nicht mehr) wo die Anteiligen Kosten des Staatshaushaltes für ÖD aufgeführt waren, das war über die Jahre auch immer weniger geworden.

Es passt schlicht nicht, mehr Leistung zu verlangen und weniger Leute und finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben als vorher.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Wdd3 am 16.07.2021 14:28
In der pW funktioniert das seit Jahrzehnten. ???
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 16.07.2021 14:30

Sehe ich anders, das ist einmalige Chance um die aufgeblähte öffentliche Hand (Personell und strukturell) mal wieder auf ein gesundes Niveau (vergleichbar zu anderen Ländern) abzuschmelzen,  *snip*

Das sehe ich anders. Der ÖD in Deutschland ist erheblich kaputtgespart. Wir sind personell beim Stand von 2000
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12910/umfrage/entwicklung-des-personalbestandes-im-oeffentlichen-dienst-in-deutschland/

Es gab noch eine andere Tabelle (finde ich leider nicht mehr) wo die Anteiligen Kosten des Staatshaushaltes für ÖD aufgeführt waren, das war über die Jahre auch immer weniger geworden.

Es passt schlicht nicht, mehr Leistung zu verlangen und weniger Leute und finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben als vorher.


Und es ist noch zuviel. Der Staat muß auf seine Kernaufgaben zurückgestutzt werden. Wir brauchen keinen wuchernden Moloch. Wer angesichts von Ausgaben für Gendergaga, Beauftragten für diesen Nonsens oder jene Minderheit und ähnlichen Verschwendungen eine Fehlallokation von Ressourcen vermutet, dürfte richtig liegen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Pädi07 am 16.07.2021 14:52
Ich bin sicher, dass die TdL helfen wird, den höheren EG etwas zu geben - wie seinerzeit die Stufe 6, die nicht von verdi gefordert war. Verdi unterstützt ausschließlich die EG 1-9a, aber die Arbeitgeber wissen schon, wo sie etwas nachjustieren müssen. Daher interessieren mich die Forderungen nicht - nur de Ergebnisse.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Amtsdenker am 16.07.2021 16:57
"Und es ist noch zuviel. Der Staat muß auf seine Kernaufgaben zurückgestutzt werden. Wir brauchen keinen wuchernden Moloch. Wer angesichts von Ausgaben für Gendergaga, Beauftragten für diesen Nonsens oder jene Minderheit und ähnlichen Verschwendungen eine Fehlallokation von Ressourcen vermutet, dürfte richtig liegen."


Trifft auf die Verwaltung voll zu. Im technischen Bereich sieht es dagegen düster aus. Wurde lange sträflich vernachlässigt. Auch darum braucht es bei den anstehenden Verhandlungen einen Fokus auf Ingenieure und Informatiker. Ich selbst erhalte regelmäßig Abwerbeversuche der PW und von anderen Behörden und Ämtern. Ebenso einige Ingenieurkollegen (auch ältere). Könnte früher oder später klicken und dann ist man eben weg. Mitarbeiterpflege wird im ÖD nicht groß geschrieben....
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.07.2021 06:31

Bedingt durch die Demografie, die Decarbonisierung und Digitalisierung benötigt der öD mehr Personal. Zum einen müssen Abgänge ersetzt werden, zum anderen muss in Deutschland massiv Infrastruktur erneuert und neu aufgebaut werden. Hinzu kommt die Digitalisierung.

Sehe ich anders, das ist einmalige Chance um die aufgeblähte öffentliche Hand (Personell und strukturell) mal wieder auf ein gesundes Niveau (vergleichbar zu anderen Ländern) abzuschmelzen, effizienter zu werden und damit auch der künftigen schlechteren finanziellen Situation zu begegnen.

Getreu dem Motto, weniger ist mehr und gleichzeitig muss mit den vorhandenen Mitteln verantwortungs-/maßvoller aber vor allem wirkungsvoller umgegangen werden.

Gemessen am BIP und in totaler Anzahl gibt Deutschland im Vergleich zum OECD-Schnitt wenig für seinen öD aus.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 19.07.2021 06:40
Warum sollten sich Ausgaben für den öD nach der wirtschaftlichen Leistung einer Volkswirtschaft bemessen? Wer so argumentiert, hilft nur dem Staatsmoloch bei seinem krebsartigen Wuchern. Weder werden die Aufgaben, die der Staat erledigen sollte, mehr noch bräuchte er dafür mehr oder besseres Personal bei höherer Wirtschaftsleistung. Genau genommen bremsen die beiden Ersteren letztere sogar aus.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.07.2021 06:43
Alles schön und gut, aber worauf wir uns sicher einigen können ist:

Bedingt durch die Demografie, die Decarbonisierung und Digitalisierung benötigt der öD mehr Personal. Zum einen müssen Abgänge ersetzt werden, zum anderen muss in Deutschland massiv Infrastruktur erneuert und neu aufgebaut werden. Hinzu kommt die Digitalisierung.

Der Markt steht vor dem selben Problemen und wird antworten finden.

Verdi und der TdL werden sich jedoch wieder auf 1,4% hier und 1,8% da einigen.
Da ver.di dieses AG Poblem wurscht ist, kann da nur die TdL was machen.
Zualgenmöglichkeiten einführen, aussertariflich wäre dass eine.
Aber solange da wie dort die Dramatik nicht gesehen wird (man erkennt es ja z.B. bei euch daran, dass die tariflichen Möglichkeiten nicht genutzt werden), wird ver.di und TdL da nur schnarchnääsig Änderungen machen.
Zitat
Meiner Meinung nach haben wir jedoch ein strukturelles Problem, dass vor allem im Bereich E9-E15 vorliegt.
Lindern würde dieses Problem aus meiner Sicht eine Anpassung der Stufen und eine 100% JSZ. Vom obligatorischen Inflationsausgleich mal abgesehen.
JSZ ja, wäre absolut sinnvoll, entweder komplett streichen für alle und freiwerdendes Geld umverteilen. Oder alle auf 100% anheben.

Stufen haben wir bei uns schon geregelt, sehe ich persönlich kein Bedarf, obwohl ich es unterstützte, da auf max 3 Stufe zu wechseln.

Was müsste man den deiner Meinung nach einem BauIng in normalen Grosstädte zahlen, damit sie ins öD wechseln?
oder einem FiSi bzw. Bsc Informatiker?

Ein ebenbürtiges Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen als in der pW oder ein höheres Gehalt.

Im Zeitalter des massiven Fachkräftemangel in diesen Bereichen scheuchen die AG in der pW ihre Leute auch nicht mit der Peitsche umher.

Besonders schlau halte ich im Übrigen die FITKO in FaM zu gründen: https://www.dbb.de/artikel/foederale-it-kooperation-fitko-braucht-mehr-geld-und-personal-jetzt.html

In Frankfurt werden Deutschlandweit die höchsten Gehälter im Bereich IT in der pW bezogen. Da findet der öD sicher gute Reste…
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 19.07.2021 06:46
Und genau darauf richtete sich doch die Frage: was wäre ein solches Gehalt? Konkrete Zahlen oder Zahlenbereiche.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 19.07.2021 08:46
Ein ebenbürtiges Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen als in der pW oder ein höheres Gehalt.
btw die besseren Arbeitsbedingungen sind durchaus an vielen Stellen gegeben, so die Aussage von ca. 20 ITler die ich in den letzten 7 Jahren ins öD gelotst habe.
Und? Das wäre?
80T€ in klein kleckersdorf und 110T€ n FFM?
zum Teil erhalten sie es dieses Gehalt schon, auch wenn du es verneinst, aber mit deiner Gießkanne und deinem Looser PA könnte man auch 50T€ mehr zahlen als jetzt, ihr würdet trotzdem niemanden finden, da er euch nicht findet.
Zitat
Im Zeitalter des massiven Fachkräftemangel in diesen Bereichen scheuchen die AG in der pW ihre Leute auch nicht mit der Peitsche umher.
Ja wir haben einen AN Markt.
Zitat
Besonders schlau halte ich im Übrigen die FITKO in FaM zu gründen: https://www.dbb.de/artikel/foederale-it-kooperation-fitko-braucht-mehr-geld-und-personal-jetzt.html

In Frankfurt werden Deutschlandweit die höchsten Gehälter im Bereich IT in der pW bezogen. Da findet der öD sicher gute Reste…
Du beleidigst mein Kollegen, die sind sehr gute ITler, die mit ihren 85T€ auch im Umfeld von FFM zufrieden sind.
Deswegen soll der öDler in Emden, Zwiesel, Kiel, Kleinkleckersdorf eben auch 110T€ erhalten?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.07.2021 10:25
Und genau darauf richtete sich doch die Frage: was wäre ein solches Gehalt? Konkrete Zahlen oder Zahlenbereiche.

Wenn ein Bauingenieur mit 6k + Dienstwagen inkl. Tankkarte und 10k Jahresbonus in der pW arbeitet, dann muss ich nicht mit e10-e11 Stufe 1-4 kommen und sagen, dass einen lichtgraue Möbel, Technik von vorgestern und Formulare zur Herausgabe von Arbeitsmitten wie Kugelschreibern erwarten. Von Umlaufmappen ganz zu schweigen.

Bzgl. Fachinformatiker: der Nachbar schafft bei einem großen Cloudanbieter als Systemintegrator: 65k Euro und gute Arbeitsbedingungen in einer 35h Woche.

Was soll man da als öD mit dem aktuellen TV-L und der Kultur in den Behörden und Personalabteilungen machen/bieten?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 19.07.2021 10:36
Wenn ein Bauingenieur das erhält, mag das zutreffen. Maßgeblich ist aber, ob er das tut, wo dies der Fall ist und ob das für alle oder den überweigenden Teil zutrifft. Ansonsten solltest Du die miserablen Arbeitsumstände in Deinem Umfeld nicht verallgemeinern.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Bastel am 19.07.2021 11:42

Besonders schlau halte ich im Übrigen die FITKO in FaM zu gründen: https://www.dbb.de/artikel/foederale-it-kooperation-fitko-braucht-mehr-geld-und-personal-jetzt.html


Wo willst du so einen Laden sonst aufmachen? In Görlitz? Oder irgendwo in MV? :D
Aktuell sind keine Stellen offen, also funktionierts wohl ;) Oder die Personaler haben resigniert :D
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 19.07.2021 13:09
Und genau darauf richtete sich doch die Frage: was wäre ein solches Gehalt? Konkrete Zahlen oder Zahlenbereiche.

Wenn ein Bauingenieur mit 6k + Dienstwagen inkl. Tankkarte und 10k Jahresbonus in der pW arbeitet,
nur 82T€?
Also doch nur minimal mehr was man mit EG12 erreichen kann?
(wir haben hier auch Menschen mit Dienstwagen, allerdings nur eingeschränkte private Nutzung)
Also inwiefern müsste man da an der EGO und Tabellen schrauben?

Dann liegt es also zunächst mehr am Versagen der PA und nicht primär am TV-L.
Damit würde eine Erweiterung des §16.5 auf 25% der S6 ausreichend sein.

Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.07.2021 17:39

Besonders schlau halte ich im Übrigen die FITKO in FaM zu gründen: https://www.dbb.de/artikel/foederale-it-kooperation-fitko-braucht-mehr-geld-und-personal-jetzt.html


Wo willst du so einen Laden sonst aufmachen? In Görlitz? Oder irgendwo in MV? :D
Aktuell sind keine Stellen offen, also funktionierts wohl ;) Oder die Personaler haben resigniert :D

Ja die Digitalisierung galoppiert in Deutschland. So sehr das der Balkan uns bald überholt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Otto1 am 19.07.2021 17:40
Und genau darauf richtete sich doch die Frage: was wäre ein solches Gehalt? Konkrete Zahlen oder Zahlenbereiche.

Wenn ein Bauingenieur mit 6k + Dienstwagen inkl. Tankkarte und 10k Jahresbonus in der pW arbeitet,
nur 82T€?
Also doch nur minimal mehr was man mit EG12 erreichen kann?
(wir haben hier auch Menschen mit Dienstwagen, allerdings nur eingeschränkte private Nutzung)
Also inwiefern müsste man da an der EGO und Tabellen schrauben?

Dann liegt es also zunächst mehr am Versagen der PA und nicht primär am TV-L.
Damit würde eine Erweiterung des §16.5 auf 25% der S6 ausreichend sein.

Bei uns bekommt man aber max. E12 Stufe 1-3 angeboten.
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Beitrag von: WasDennNun am 19.07.2021 17:46
Bei uns bekommt man aber max. E12 Stufe 1-3 angeboten.
Und?
Warum?
Weil ihr offensichtlich eine unfähige bzw. unwillige PA habt, die die tariflichen Möglichkeiten nicht ausnutzen will um eine Stelle zu besetzen, denn tariflich ist das nicht notwendig so wenig anzubieten!

EDIT: Und mit der kleinen Änderungen im TV-L: aus ner Null eine 5, aus einer 2 eine 6, ok evtl. die andere 2 zu einer 4  8)  könnte man alle tariflichen finanziellen Hürden beseitigen, um die von dir geforderten Gehälter zu zahlen.
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Beitrag von: sebbo83 am 20.07.2021 14:20
Ich denke nicht, dass bei den hochqualifizierten Tätigkeiten durch die Digitalisierung per se Einspareffekte vorliegen und kann daher die Einschätzung nicht teilen, dass man bis auf den Inflationsausgleich nichts machen braucht. Für meine Arbeitsbereiche in der räumlichen Planung kann ich feststellen, dass die Vorgaben durch Gesetze in Bezug auf Planungsrecht, Umwelt- und Artenschutz und Anpassung an den Klimawandel immer komplexer werden. Dazu sollen rechtssichere Verträge mit dritten abgeschlossen werden. Es muss immer mehr geleistet werden, um beispielsweise ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen oder einen Regionalplan oder Bebauungsplan aufzustellen. In den Arbeitsbereichen geht es wie in vielen anderen der hochqualifizierten Mitarbeiter nicht um Akten heften oder in die Aktenkammer zu bringen. Die Abbau Effekte sehe ich eher bei den einfachen Tätigkeiten wo es um falzen, heften, lochen geht oder meinetwegen beim hier oft zitierten Postwagen Schubser.

Und für den geschilderten Arbeitsbereich gute Leute zu finden ist bei den, wenn auch zu restriktiv oder falsch angewendeten Gehaltsstrukturen einfach schwierig. Da die Gesetzgeber sich über Verordnungen in der EU und beim Bund und den Ländern immer mehr selbst auferlegen, bräuchte man eigentlich mehr qualifiziertes Personal als weniger. Eine Software wird mir mit Sicherheit nicht fachlich und inhaltlich dabei helfen, ein derart komplexes Verfahren fachlich korrekt abzuschließen.

Aber solange es wie in den letzten Jahren höchstens zum Inflationsausgleich oder gar nur zum reallohnverlust reicht, hebe ich bei derart komplexen Randthemen einfach die Hände und verweise darauf, dass ich das nicht beurteilen kann und ein Gutachter brauche. Das übliche "dafür bin ich nicht zuständig Spiel". Ich bin es leid für ein unfair empfundenes Gehalt mit dem Stufensystem mir die Mühe zu machen, Defizite in der jetzt schon mangelhaften Personalausstattung auszugleichen.  Im Zweifel wird es dann teuer nach außen vergeben oder kann einfach nicht abgeschlossen werden, weil auch kein Geld da ist, um Sachen zu vergeben.

Also die Einschätzung, dass alles im öD schon ganz gut ist, weil man ja in der Privatwirtschaft an Leistungen geknüpft bezahlt wird, kann ich nicht teilen. Diese Einschätzung setzt ja meines Erachtens schon per se voraus, dass sich im öffentlichen Dienst nur Leistungsunwillige befinden. Klar kommt jetzt die Gegenrede, dass die Personaler schon jetzt leistungsbezogen zahlen könnten. In meiner Lebenswirklichkeit und unter vielen Kollegen in anderen Städten und anderen Ländern ist mir das aber bei noch keinem untergekommen. Scheinbar wird es zu restriktiv gehandhabt, um Geld zu sparen und daher würde ich es auch begrüßen wenn man nach einem paar Jahren und nicht erst nach 15 Jahren zu seinem vollen Gehalt kommt. Davor fühle ich mich einfach um Geld betrogen. Daher würde es auch was bringen meinetwegen nur noch drei Stufen zu haben und das Ende bereits nach vier oder fünf Jahren erreicht zu haben.

Einiges ist hier schön auf den Punkt gebracht.
Es gibt die Lebens-nicht-wirklichkeit des TV-L (z.B. §16 Abs. 5) versus die Lebenswirklichkeit der Personaler, die nix anderes mehr kennen außer sparen, Stellen nicht mehr nachbesetzen, Aufgaben auf das übrige Personal verteilen, aber keine Höhergruppierungen ermöglichen. Und wehe es fordert mal jemand was und weist auf die Missstände hin. Dann wird man abgeschmettert und bekommt gebetsmühlenartig gesagt: "euch geht's doch gut".
So wie mein Versuch der "Kleinen Nettigkeiten", also frisches Obst im kleiner Küchenbereich mit Tee, Keksen und Wasser - etwas völlig normales in der pW, wird mit scheinheiligen Begründungen abgeschmettert. Man ist überhaupt nicht mehr gewillt, sein Personal zu halten.

Es geht nicht darum, dass der Postwagenschubser nun noch die Aufgaben der Kopierhilfe übernimmt. Es geht tatsächlich um die Leute, die die Aufgaben von einem dauerhaft erkrankten Bauleit-, Regio- oder Raumordnungsplaner noch zusätzlich übernehmen und nebenbei vielleicht noch Corona-Hilfsanträge bearbeiten, Kartenmaterial erstellen und eventuell die GIS-Daten up-to-date halten und nebenbei Ihre Kinder notbetreuen.
So sieht mittlerweile die Realität bei uns aus. Das ist gemachte/gewollte "Personalverbrennung-vor-Renteneintritt."

Das "System Behörde" ist (tatsächlich und institutionell) völlig kaputt.

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Beitrag von: Spid am 20.07.2021 14:24
Ob es miserable AG gibt oder gar miserable AG, die die gegebenen tariflichen Möglichkeiten nicht nutzen, ist kein tarifliches Problem - noch müßte man sich an einen solchen AG verdingen noch muß man unbedingt dort leben, wo ein solcher AG als Behörde tätig ist.
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Beitrag von: sebbo83 am 20.07.2021 15:05
Ob es miserable AG gibt oder gar miserable AG, die die gegebenen tariflichen Möglichkeiten nicht nutzen, ist kein tarifliches Problem - noch müßte man sich an einen solchen AG verdingen noch muß man unbedingt dort leben, wo ein solcher AG als Behörde tätig ist.
Soweit die Theorie und auch nicht zu bestreiten als das was es ist: Theorie.
Nun zur Praxis, ein paar Beispiele:
- Heimatverbundenheit
- Familie
- Haus & andere unbewegliche Sachgüter
- Freundeskreis
- Landschaft
- Lebenshaltungskosten
- Kultur

Ich wünschte mir was lebensnahes konstruktives wie eine "muss" Formulierung im TV-L Gesetz statt diese "Kann" Formulierungen. Was bringen uns/mir "kann" Formulierungen.

Okay, was konstruktives für die Tarifverhandlungen mal jenseits der %-Erhöhungs-Forderungen:
Einige Änderungen der "Kann"-Formulierungen in "Muss"- Formulierungen im TV-L Gesetz, z.B. der angesprochene § 16 Abs. 5. Es gibt da sicherlich einige weitere Beispiele, wo bereits eine Änderung der Formulierung zu eine Besserung führen wird. Mit einer "muss" Formulierung hätte ich jedenfalls was greifbares in der Hand um mit sturen Personaler zu verhandeln.

Z.B. wenn die Personaldecke nicht mehr gegeben ist (Krankheit, Ausfall, etc.) "muss" der Mehraufwand des verbleibenden Personals (nach Beantragung) über Zulagen entschädigt werden.
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Beitrag von: Spid am 20.07.2021 15:36
Nein, es ist vielmehr Praxis, daß AN wie Einwohner mit den Füßen abstimmen und unattraktive AG wie auch Wohnorte verlassen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 20.07.2021 16:50
Zitat
Einige Änderungen der "Kann"-Formulierungen in "Muss"- Formulierungen im TV-L Gesetz, z.B. der angesprochene § 16 Abs. 5. Es gibt da sicherlich einige weitere Beispiele, wo bereits eine Änderung der Formulierung zu eine Besserung führen wird.
Du meinst so etwas:
1Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung
von qualifizierten Fachkräften oder zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Nach einer erfolglosen Ausschreibung muss dies angeboten werden werden. 2Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten. 3Die Zulage kann befristet werden. 4Sie ist auch als befristete
Zulage widerruflich.


Zitat
Mit einer "muss" Formulierung hätte ich jedenfalls was greifbares in der Hand um mit sturen Personaler zu verhandeln.
Ich verhandele nicht mit Personaler, sondern mit meinem AG.
Und ich habe bei uns die Leitungseben bösgläubig gemacht, in dem ich sie darauf hingewiesen habe, was geht und wie man die Stellen (durch Anwendung von förderliche Zeiten und 16.5) besetzen kann.
Der Witz:
Die Entscheider-Ebene wusste nichts davon und glaubte den Personalern, die rumlügten und behaupteten, das dass nicht geht.

Z.B. wenn die Personaldecke nicht mehr gegeben ist (Krankheit, Ausfall, etc.) "muss" der Mehraufwand des verbleibenden Personals (nach Beantragung) über Zulagen entschädigt werden.
Ist schon drin, nennt sich Überstundenzuschlag
Wer mehr macht und es sich nicht auszahlen lässt ist Teil des Problems, da er ja dafür sorgt, dass der Personaler sagen kann: Geht doch!
Titel: Mittelmäßigkeit als Standard
Beitrag von: Lothar57 am 20.07.2021 20:36
Antwort auf alle drei Fragen: Nichts! Alle machen weiter wie bisher.

Drei reale Beipiele. Die Qualität der Arbeit im ÖD hängt nicht nur mit der Bezahlung oder der Attraktivität des Standortes zusammen. Es ist ein über Jahre gewachsenes, strukturelles Problem: Mittelmäßigkeit zieht Mittelmäßigkeit nach sich und treibt Mittelmäßgikeit vor sich her.

Finanzielle Vergünstigungen im ÖD müssen zwingend an verbindlich definierte Leistungserwartungen geknüpft werden. Sie dürfen dann aber auch nicht im Ermessen des (mittelmäßigen) Personaler liegen.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 20.07.2021 20:45
Gegen miserable AG hilft - ebenso wie gegen miese Verwaltungen - nur der Markt - nicht irgendwelches Tarifgedöns. Weder würde ich dort arbeiten noch mein Kind dort zur Schule schicken - oder in einer miserabel verwalteten Gemeinde wohnen. Abstimmen mit den Füßen, dann werden die letzten, die da sind, umgesiedelt, bevor das ganze Kaff ein neuer Ausbildungsstandort der Bundeswehr für Orts- und Häuserkampf wird.
Titel: Antw:Mittelmäßigkeit als Standard
Beitrag von: WasDennNun am 20.07.2021 21:13
  • Was passiert mit einem Personaler, der sich weigert, dem besten Bewerber eine Zulage zu bewilligen, sondern stattdessen den zweitbesten einstellt, der auf die Zulage verzichtet?
  • Was passiert einer IT-Abteilung, die eine Schule wegen eines technischen Defektes eine Woche lang ohne Internet dastehen lässt, obwohl der Fehler nach einem Tag hätte behoben werden können?
  • Was geschieht mit einer Bauabteilung, die durch pures Missmanagement die begonnnene Renovierung einer Schultoilette über ein Jahr hinzieht, obwohl ursprünglich drei Monate angesetzt waren?
Antwort auf alle drei Fragen: Nichts! Alle machen weiter wie bisher.

Drei reale Beipiele. Die Qualität der Arbeit im ÖD hängt nicht nur mit der Bezahlung oder der Attraktivität des Standortes zusammen. Es ist ein über Jahre gewachsenes, strukturelles Problem: Mittelmäßigkeit zieht Mittelmäßigkeit nach sich und treibt Mittelmäßgikeit vor sich her.

Finanzielle Vergünstigungen im ÖD müssen zwingend an verbindlich definierte Leistungserwartungen geknüpft werden. Sie dürfen dann aber auch nicht im Ermessen des (mittelmäßigen) Personaler liegen.
Absolut richtig!
Und alles vom AG mittels des aktuellen Tarifsystems durchaus umsetzbar!! (immer hin sind ja rund 10T€ "frei" verteilbar)
Und warum passiert es zumeist nicht im ÖD:
Weil er von einer mittelmäßigen Leitungsebene und Beamten geführt wird.
Und Personaler mehr Entscheidungsgewalt über den Einsatz dieser tariflichen Mittel haben, als die direkte Leitungsebene.

Denn man also gute Menschen mittels eine (monetär ausgeweiteten) Zulage einstellt, die bei Minderleistung reduziert oder gestrichen wird, hätte man ja einen entsprechenden Mechanismus.


Ach ja dann wäre da auch noch eine weitere Änderung im 16.5 angebracht:
Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung
von qualifizierten Fachkräften, zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten oder zur Leistungsmotivation ....

 8)

bevor das ganze Kaff ein neuer Ausbildungsstandort der Bundeswehr für Orts- und Häuserkampf wird.
oder für den Katastrophenschutz als Übungsplatz dienen, ist ja derzeit die größere Baustelle.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 20.07.2021 21:18
Die werden doch gerade ganz gut in Übung gehalten.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 21.07.2021 06:55
Die werden doch gerade ganz gut in Übung gehalten.
Nein, derzeit sind sie im Dauereinsatz.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.07.2021 06:59
Eben. Bessere Inübunghaltung kann es nicht geben.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: M1805E am 21.07.2021 07:34
Gegen miserable AG hilft - ebenso wie gegen miese Verwaltungen - nur der Markt - nicht irgendwelches Tarifgedöns. Weder würde ich dort arbeiten noch mein Kind dort zur Schule schicken - oder in einer miserabel verwalteten Gemeinde wohnen. Abstimmen mit den Füßen, dann werden die letzten, die da sind, umgesiedelt, bevor das ganze Kaff ein neuer Ausbildungsstandort der Bundeswehr für Orts- und Häuserkampf wird.

Natürlich wäre das der Idealfall. Leider setzt sich bis dahin vielerorts dann statt der leistungsgerechten Vergütung die vergütungsgerechte Leistung durch...

Ich finde, dass die Stufen in ihrer jetzigen Form dennoch abgeschafft werden sollten und es wenn dann weniger Stufen und weniger lange Stufenlaufzeiten geben sollte. Was soll das Bezahlungsgedöns nach Gutdünken der Personaler nur nach Kannregelungen? Es kann ja in seiner jetzigen Form das Instrument der Stufenlaufzeitverlängerung bei kürzeren Laufzeit en beibehalten werden, um die Schlechtleister auszubremsen.
Ich denke, dass 15 Jahre Gehaltsvorenthaltung im Regelfall zu einer negativen Arbeitseinstellung führen und zu einer negativen Verwaltungskultur beitragen. Dadurch verlieren junge und mittelalte Mitarbeiter doch die Motivation und eignen sich die beschriebene Zurückhaltung an. Das dann nach 15 Jahren Vorenthaltung von Gehalt auf einmal der Knoten platzt und Leute wieder engagiert ihrer Arbeit nachgehen glaube ich nicht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.07.2021 07:42
Inwiefern gäbe es im TV-L "Bezahlungsgedöns nach Gutdünken der Personaler"? Es gibt Kann-Regelungen, die dem AG ermöglichen, innertariflich Leistungen zu gewähren - oder auch den Arbeitsvertragsparteien, entsprechendes innertariflich zu vereinbaren. Wie ein AG sich intern organisiert, ist kein tariflicher Regelungsgegenstand. Es ist vielmehr der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten AG. Hier im Hause werden derlei Entscheidungen jedenfalls nicht von Personalern getroffen.

Zutreffend ist allerdings, daß es in den Entgeltgruppen E9b aufwärts keine Stufen 2-5 braucht.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 21.07.2021 08:13
Ich finde, dass die Stufen in ihrer jetzigen Form dennoch abgeschafft werden sollten und es wenn dann weniger Stufen und weniger lange Stufenlaufzeiten geben sollte. Was soll das Bezahlungsgedöns nach Gutdünken der Personaler nur nach Kannregelungen?
Warum sollte ver.di oder die TdL die lokalen Probleme bei den AG bei ihrem versagen lösen können?
Wenn ein Ag sich entscheidet, keine kann Regelungen einzusetzen, dann
a) weil der Bedarf nicht hat
b) weil der den Bedarf nicht erkennt
c) weil er seien Personalentscheidungen von den falschen Menschen treffen lässt

Wenn man einen Hirnlosen als Amtsleiter einstellt, ist doch nicht ver.di oder die TdL Schuld.
Und wenn ein Amtsleiter oder eine andere Führungsebene, sich gegenüber einen EG9a TBler oder einem A9z Beamten nicht durchsetzen kann, dann wird auch eine Änderung der tariflichen Bezahlung nichts an diesem Problem ändern.
Zitat
Es kann ja in seiner jetzigen Form das Instrument der Stufenlaufzeitverlängerung bei kürzeren Laufzeit en beibehalten werden, um die Schlechtleister auszubremsen.
Im Kern ja.
Wie gesagt, bei uns erhalten die Neueingestellten ITler als Berufsanfänger gleich die Stufe 3 bezahlt, nach nem Jahr die 4 und nach drei Jahren die 5. (die anderen entsprechend ihrer Berufserfahrung, sprich Stufe 6)
Mit der Option, dieses jederzeit wieder monetär zurückzufahren.
(Die Möglichkeit jemanden auf Stufe 3 festzunageln bis er in Rente geht, gäbe es ja auch noch, aber dafür besteht bei uns zum Glück -noch- kein Bedarf)

Es hat mich allerdings ein jährchen Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit sowohl bei der Führungsebene, als auch dann bei den Personalern (die Angst vor Rechnungshof blabla gedöns hatten) gekostet. Am besten wirken Vermerke mit Aufstellung welchen Schaden wir nehmen, wenn die Stellen nicht besetzt werden (obwohl geeignete Kandidaten da wären) und das bösgläubig machen der Personalerverantwortlichen (mit Verweis auf Rechnungshof gedöns), wenn sie die Zulagen nicht bewilligen.


Zitat
Ich denke, dass 15 Jahre Gehaltsvorenthaltung im Regelfall zu einer negativen Arbeitseinstellung führen und zu einer negativen Verwaltungskultur beitragen. Dadurch verlieren junge und mittelalte Mitarbeiter doch die Motivation und eignen sich die beschriebene Zurückhaltung an.
s.o.
Zitat
Das dann nach 15 Jahren Vorenthaltung von Gehalt auf einmal der Knoten platzt und Leute wieder engagiert ihrer Arbeit nachgehen glaube ich nicht.
es gab bei uns Einzelfälle, die die "bessere" Bezahlung der Kollegen war genommen haben und inzwischen auch eine Zulage erhalten (sie haben gezeigt, dass sie was können und das sie auch gehen würden, ohne die Zulage).
Andere Altlasten, die meinten sie hätte einen Anspruch auf diese Zulage, weil die neuen sie bekommen, sind abgeblitzt und leider nicht gegangen >:(
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: M1805E am 21.07.2021 08:46
Was ich jedoch nicht verstehe: Wozu braucht man im Tarifsystem derartige Gehaltsunterschiede in Abhängigkeit von der "Betriebszugehörigkeit" (reguläre Stufenlaufzeiten). Bei e11 liegen zwischen Stufe 1 und 6 immerhin 21,5 tausend Euro und bei E13 23 tausend Euro im Jahr. Und das für die gleiche zu erbringende Tätigkeit. Das ist für mich das eigentliche Problem. Unabhängig davon, ob man das leistungsabhängig verkürzen könnte oder nach Bedarf besser vergüten sollte, frage ich mich doch warum muss das überhaupt so vorgesehen sein? Das ist doch einfach demotivierender Schwachsinn. Und wenn man schon einen Senioritätsbonus beibehalten will, sollte die Spreizung deutlich niedriger liegen und man von Anfang an ein ernstzunehmendes Gehalt erwarten dürfen. Wenn die Spreizung insgesamt viel geringer wäre (zugunsten der niedrigeren Stufen), sähe ich auch kein so großes Problem, wenngleich die Grundsatzproblematik bliebe.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.07.2021 08:59
Stufen haben keinerlei Zusammenhang zur Betriebszugehörigkeit:

AN 1: 01/2020 Einstellung bei AG A in E9a, Stufe 1; ab 01/2021 E9a/2; 06/2022 Höhergruppierung in E9b/2, 04/2024 in E10/2, 02/2026 in E11/2, 01/2028 in E12/2, 01/2030 Stufenaufstieg in E12/3, 06/2032 Höhergruppierung in E13/3, 06/2036 Stufenaufstieg in E13/4; Betriebszugehörigkeit: 16,5 Jahre, Stufe 4

AN 2: 01/2020 Einstellung bei AG A in E9a, Stufe 1; ab 01/2021 E9a/2; 06/2022 Höhergruppierung in E9b/2, 04/2024 in E10/2, 02/2026 in E11/2, 01/2028 in E12/2, 01/2030 Einstellung bei AG B, Berücksichtigung förderlicher Zeiten, Einstellung in E13/5; 01/2035 Stufenaufstieg in E13/6; Betriebszugehörigkeit 5 Jahre, Stufe 6
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: M1805E am 21.07.2021 09:11
Soweit so klar.  ;) Deshalb war es in Anführungszeichen geschrieben und in Klammern präzisiert. Die Darlegung ist unbestritten. Aber wozu braucht es so schwachsinnig große Spreizungen und derart lange Stufenlaufzeiten? Von der fehlenden stufengleichen Höhergruppierung ganz zu schweigen?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.07.2021 09:17
Um Geld zu sparen. Da sich nach einem Jahr die Steigung der Lernkurve 0 annähert, sind zwei Stufen sinnvoll, 1 und 6. Bei gleichbleibender Tätigkeit böten sich noch zwei weitere Stufen nach 10 und 12 Jahren an, die zwischen 1 und 6 liegen und den statistischen Leistungsabfall nach dieser Zeit abbilden, bevor man nach 15 Jahren wieder auf Stufe 1 fällt und dort verbleibt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 21.07.2021 11:53
Zitat
Einige Änderungen der "Kann"-Formulierungen in "Muss"- Formulierungen im TV-L Gesetz, z.B. der angesprochene § 16 Abs. 5. Es gibt da sicherlich einige weitere Beispiele, wo bereits eine Änderung der Formulierung zu eine Besserung führen wird.
Du meinst so etwas:
1Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung
von qualifizierten Fachkräften oder zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Nach einer erfolglosen Ausschreibung muss dies angeboten werden. 2Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten. 3Die Zulage kann befristet werden. 4Sie ist auch als befristete
Zulage widerruflich.


Ich würde meinen: ja. Solche Änderungen würden eine arbeitnehmerfreundliche Umgebung schaffen. Und es geht in den Tarifverhandlungen ja um die Arbeitnehmer und nicht um Personaler.
Bisher liest sich der Gesetzestext sehr Personaler-/AG-freundlich.

"Kann" bedeutet nämlich sehr gerne: "geht nicht".
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Spid am 21.07.2021 11:58
Welcher "Gesetzestext"? Und inwiefern wäre derlei AN-freundlich? Was hätten die überhaupt davon? Oder davon, wenn AG die Regelung recht simpel unterlaufen anstatt sie einfach nicht anzuwenden?
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 21.07.2021 13:17
Zitat
Einige Änderungen der "Kann"-Formulierungen in "Muss"- Formulierungen im TV-L Gesetz, z.B. der angesprochene § 16 Abs. 5. Es gibt da sicherlich einige weitere Beispiele, wo bereits eine Änderung der Formulierung zu eine Besserung führen wird.
Du meinst so etwas:
1Zur regionalen Differenzierung, zur Deckung des Personalbedarfs, zur Bindung
von qualifizierten Fachkräften oder zum Ausgleich höherer Lebenshaltungskosten kann Beschäftigten abweichend von der tarifvertraglichen Einstufung ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt ganz oder teilweise vorweg gewährt werden. Nach einer erfolglosen Ausschreibung muss dies angeboten werden. 2Beschäftigte mit einem Entgelt der Endstufe können bis zu 20 v.H. der Stufe 2 zusätzlich erhalten. 3Die Zulage kann befristet werden. 4Sie ist auch als befristete
Zulage widerruflich.


Ich würde meinen: ja. Solche Änderungen würden eine arbeitnehmerfreundliche Umgebung schaffen. Und es geht in den Tarifverhandlungen ja um die Arbeitnehmer und nicht um Personaler.
Bisher liest sich der Gesetzestext sehr Personaler-/AG-freundlich.

"Kann" bedeutet nämlich sehr gerne: "geht nicht".
Schwupp reingefallen!
Und AG, vertreten durch nen Personaler, der das nicht will, der wird halt nicht ein zweites mal Ausschreiben, sondern eine andere Ausschreibung daraus machen und nix ist mit Zulage.

Die andere Lösung des Problems ist doch ganz klar:
Weg mit der EGO, Entgeltgruppe wird frei verhandelt, dann gibt es auch kein gemosere mehr und jeder bekommt das, was er für seine Arbeitsleistungen haben will oder ist selber für seine fehlende Durchsetzungskraft verantwortlich.
Und es ist nicht mehr das böse Tarifsystem schuld, dass man so wenig Geld bekommt!
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: sebbo83 am 22.07.2021 08:09
Schwupp reingefallen!
Und AG, vertreten durch nen Personaler, der das nicht will, der wird halt nicht ein zweites mal Ausschreiben, sondern eine andere Ausschreibung daraus machen und nix ist mit Zulage.

Die andere Lösung des Problems ist doch ganz klar:
Weg mit der EGO, Entgeltgruppe wird frei verhandelt, dann gibt es auch kein gemosere mehr und jeder bekommt das, was er für seine Arbeitsleistungen haben will oder ist selber für seine fehlende Durchsetzungskraft verantwortlich.
Und es ist nicht mehr das böse Tarifsystem schuld, dass man so wenig Geld bekommt!

Zum Vorschlag muss ich sagen, gar nicht so schlecht, radikal, aber genauso wie es bei meinem früheren AG war. Das war auch öffentlicher Dienst, aber im Ausland. Der erste Vertrag war fest. Hätte wahrscheinlich aber bereits verhandelt werden können. Nach 3 Jahren habe ich mich getraut und mehr gefordert. Also ging es mit meinem Vorgesetzten zum Amtsleiter, erst schriftlich, dann persönlich, dann mit Personaler, und dann war die Gehaltserhöhung mit handshake durch. Wir reden hier auch nicht von 100-200 € sondern etwa 6-700€ mehr im Monat.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 22.07.2021 09:51
Zum Vorschlag muss ich sagen, gar nicht so schlecht, radikal, aber genauso wie es bei meinem früheren AG war. Das war auch öffentlicher Dienst, aber im Ausland. Der erste Vertrag war fest. Hätte wahrscheinlich aber bereits verhandelt werden können. Nach 3 Jahren habe ich mich getraut und mehr gefordert. Also ging es mit meinem Vorgesetzten zum Amtsleiter, erst schriftlich, dann persönlich, dann mit Personaler, und dann war die Gehaltserhöhung mit handshake durch. Wir reden hier auch nicht von 100-200 € sondern etwa 6-700€ mehr im Monat.
Das passt aber vielen Bestands-öDlern nicht, denn die wollen ja für sich die 10-20T€ mehr im Jahr mit der Begründung, dass man es für die Anwerbung neuer Kollegen benötigt.
Ich plädiere ja dafür, dieses Geld zu sparen (da diese eh bleiben) um mit diesem Geld den neuen Kollegen 20-30T€ Zulage anbieten zu  können und den leistungsstarken Bestandskollegen, die Abwanderung mit 10-30T€ zu erschweren.

Aber das passt nicht ins sozialistische Rechtsempfinden vieler öDler.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Schokobon am 22.07.2021 12:32
Als steuerzahlender Bürger finde ich es gut, dass es (in der Regel) keine Gehaltserhöhungen für irgendwen per Handschlag gibt. Letztendlich find ich auch gut, dass Eingruppierungen bzw. die gezahlten Entgelte nur in geregelten Rahmen verhandelt (Stufe z.B.) werden können.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: Lothar57 am 22.07.2021 12:42
Als steuerzahlender Bürger finde ich es gut, dass es (in der Regel) keine Gehaltserhöhungen für irgendwen per Handschlag gibt. Letztendlich find ich auch gut, dass Eingruppierungen bzw. die gezahlten Entgelte nur in geregelten Rahmen verhandelt (Stufe z.B.) werden können.

Als Steuerzahler solltest du aber auch ein Interesse daran haben, dass für gutes Geld auch gute Arbeit geleistet wird. In der derzeitigen Konstellation wird im ÖD eher Mittelmäßigkeit statt Leistung gefördert - sprich: Es wird viel Geld verbrannt.
Titel: Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
Beitrag von: WasDennNun am 22.07.2021 13:22
Als steuerzahlender Bürger finde ich es gut, dass es (in der Regel) keine Gehaltserhöhungen für irgendwen per Handschlag gibt.
Ich rede ja auch nicht von Gehaltserhöhungen per Handschlag, sondern von widerruflichen Zulagen per Bedarf.
Letztendlich find ich auch gut, dass Eingruppierungen bzw. die gezahlten Entgelte nur in geregelten Rahmen verhandelt (Stufe z.B.) werden können.
Und ich rede davon, dass hier mehr Gestalltungsspielraum bei der Anwendung und dem monetären Umfang des geregeltem Rahmens hilfreich wäre, um uns konkurenzfähiger zu den Mitbewerbern machen würde.

pay peanuts get monkeys
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Beitrag von: sebbo83 am 22.07.2021 13:49
Als steuerzahlender Bürger finde ich es gut, dass es (in der Regel) keine Gehaltserhöhungen für irgendwen per Handschlag gibt. Letztendlich find ich auch gut, dass Eingruppierungen bzw. die gezahlten Entgelte nur in geregelten Rahmen verhandelt (Stufe z.B.) werden können.

Eventuell wird der erwähnte "Handschlag" gerade als etwas anderes definiert, als gemeint war. Davor habe ich geschrieben, dass die Forderung vom Amtsleiter und beim Personaler geprüft wurde, ob dies in irgendeinen tarifartigen Rahmen passt. Auf dem Papier war die Gehaltserhöhung dann ein maximal ausgeschöpfter Wohnzuschlag. Statt den Topf Grundgehalt höher zu setzen, wurde der Topf Wohnzuschlag gefüllt. Das gibt es im öD in Deutschland wahrscheinlich so nicht, in der PW jedoch schon.
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Beitrag von: WasDennNun am 22.07.2021 21:45
Das gibt es im öD in Deutschland wahrscheinlich so nicht, in der PW jedoch schon.
Doch, nennt sich TV-L §16.5
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Beitrag von: teclis22 am 23.07.2021 14:15
Es wird spannend ob die Steigerung im ersten Jahr der Laufzeit die prognostizierte Inflationsrate abdeckt:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5851/umfrage/prognose-zur-entwicklung-der-inflationsrate-in-deutschland/

Ich tippe mal auf: Nein.
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Beitrag von: Hinz am 23.07.2021 15:30
Das gibt es im öD in Deutschland wahrscheinlich so nicht, in der PW jedoch schon.
Doch, nennt sich TV-L §16.5

Leider wird es von einigen Ämtern nicht als Möglichkeit gesehen dies zu nutzen. Auch in Ballungsräumen mit steigenden Wohnkosten. Gleichzeitig ist man "bemüht" Fachkräfte zu gewinnen.

Die Aussage das es an den entscheidenden besetzten Stellen liegt und nicht am TV-L, stimme ich zu. Wenn sich sogar Leute wegbewerben (müssen), die eigentlich nicht gehen wollen...
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Beitrag von: Bob Kelso am 23.07.2021 15:40
Vorstellungen bzgl. Tarifverhandlungen!

Ich wünsche mir, dass "dem politisch und medial verbreitetem Fachkräftemangel" mittels entsprechender Entgelte begegnet wird. Hier ein Mangel: Also Bewerber mit "hoher" Entgeltung locken.

In unserem Haus ( Großstadt mit entsprechenden Mieten, werden z.B. SD12 Stellen nur nach mühsamer Suche besetzt. Der 35 j. Sozialarbeiter (BA) ( Gattin und zwei Schulkinder) erhält Netto ein Gehalt, welches die Transferleistungs-Höhe ( zzgl. der Geldwerten Vorteile, wie Gratis KITA und Essen, ...) seiner Klienten oft unterschreitet.
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Beitrag von: Spid am 23.07.2021 16:02
Wo kämen in dem Sachverhalt Fachkräfte vor? Oder gar solche, die auch außerhalb des Staatsmoloch gesucht würden?
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Beitrag von: Otto1 am 23.07.2021 16:08
Wo kämen in dem Sachverhalt Fachkräfte vor? Oder gar solche, die auch außerhalb des Staatsmoloch gesucht würden?

Er meint das unnötige Sozialgedöns.
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Beitrag von: Otto1 am 23.07.2021 16:09
Es wird spannend ob die Steigerung im ersten Jahr der Laufzeit die prognostizierte Inflationsrate abdeckt:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/5851/umfrage/prognose-zur-entwicklung-der-inflationsrate-in-deutschland/

Ich tippe mal auf: Nein.

„Laut der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland wird die Inflationsrate im Jahr 2021 ca. 2,4 Prozent betragen. Für das Jahr 2022 wird eine Inflationsrate von 1,7 Prozent prognostiziert.“


Das TVöD Ergebnis würde dem entsprechen.
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Beitrag von: WasDennNun am 23.07.2021 17:00
Das gibt es im öD in Deutschland wahrscheinlich so nicht, in der PW jedoch schon.
Doch, nennt sich TV-L §16.5

Leider wird es von einigen Ämtern nicht als Möglichkeit gesehen dies zu nutzen. Auch in Ballungsräumen mit steigenden Wohnkosten. Gleichzeitig ist man "bemüht" Fachkräfte zu gewinnen.
Dann ist für die Leitungseben offensichtlich noch nicht der Bedarf da, diese Möglichkeit einzusetzen.
Oder (so wie bei uns) die Leitungsebene wusste nicht, dass es diese Möglichkeit gibt und wird von den Personaler falsch informiert (aus Dummheit oder Missgunst, beides möglich).
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Beitrag von: Isi am 23.07.2021 19:13
Vorstellungen bzgl. Tarifverhandlungen!

Ich wünsche mir, dass "dem politisch und medial verbreitetem Fachkräftemangel" mittels entsprechender Entgelte begegnet wird. Hier ein Mangel: Also Bewerber mit "hoher" Entgeltung locken.

In unserem Haus ( Großstadt mit entsprechenden Mieten, werden z.B. SD12 Stellen nur nach mühsamer Suche besetzt. Der 35 j. Sozialarbeiter (BA) ( Gattin und zwei Schulkinder) erhält Netto ein Gehalt, welches die Transferleistungs-Höhe ( zzgl. der Geldwerten Vorteile, wie Gratis KITA und Essen, ...) seiner Klienten oft unterschreitet.

Also das glaube ich so erstens nicht, bzw. klingt das sehr unglaubwürdig, und zweites wurden in den letzten Tarifverhandlungen bereits wesentliche Verbesserungen für die SuE betroffenen beschlossen.
Wenn dein Sozialarbeiter nur 50% arbeitet mag das zutreffen, aber ansonsten dürfte das doch ziemlich unmöglich sein.
SD wäre dann auch Evangelische Kirche, das betrifft wieder den TVL nicht.

KiTas brauchen wir, viel verstehe ich auch und das Personal dort sollte auch gut bezahlt werden (wird es meines erachtens auch,nicht überragend ja aber wir sollten nicht vergessen, dass es hier um das Steuersäckel geht und damit um unser aller Geld)

Warum ausgerechnet die Sozialarbeiter  (hab nie gehört es das da Mangel  dran gibt) noch besser stellen, und wofür brauchen wir die (im Landesdienst?) Die sollten eher in ein wirtschaftliches Konstrukt übergeleitet werden  wo sie den Kräften des Marktes gegenüberstehen ...
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Beitrag von: wednesday97 am 23.07.2021 23:42
Ich würde mich freuen wenn man den VBL Punkt was 4 Euro sind anheben könnte auf 4,50€ pro VBL Punkt das wäre fair für alle ....
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Beitrag von: Isi am 25.07.2021 23:41
Falls es jemanden interessiert - Morgen sind die ersten ernstzunehmenden Vorbesprechungen Gewerkschaftsintern. Möchte jemand auf dem laufenden gehalten werden?
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Beitrag von: Pädi07 am 25.07.2021 23:45
Falls es jemanden interessiert - Morgen sind die ersten ernstzunehmenden Vorbesprechungen Gewerkschaftsintern. Möchte jemand auf dem laufenden gehalten werden?

Aber auf jeden Fall!
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Beitrag von: sebbo83 am 26.07.2021 08:12
Ich würde mich freuen wenn man den VBL Punkt was 4 Euro sind anheben könnte auf 4,50€ pro VBL Punkt das wäre fair für alle ....

Die VBL sollte insgesamt abgeschafft werden. Schon alleine der Unterschied zw. Ost und West. Im Osten zahlt jemand in der E11 z.B. 200 € monatlich ein und in den alten Bundesländern weniger als 100 €. Was soll das?
Es sollte sich doch jeder selber um seine Altersvorsorge kümmern können. Für 200 € finde ich sicherlich eine bessere Option auf dem Markt.
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Beitrag von: InversionOfControl am 26.07.2021 08:44