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offene Foren => TVöD Kommunen => Thema gestartet von: armerknecht am 08.10.2019 07:42

Titel: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.10.2019 07:42
4% auf 12 Monate sollten es schon sein damit der Sekt im Kuehlschrank aus der letzten Tarifrunde endlich geoeffnet werden kann bevor das Ablaufdatum erreicht ist.


Euer Wunsch?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 08.10.2019 08:38
Stufenabschaffung 1,2,4,5 und als Kompensation nur 1,5% für die Endstufe,
Stufenlaufzeit der ersten Stufe 2 Jahre, bei befristeteten Verträgen gleich Endstufe.
Wer aktuell weniger als 2 Jahre für die Endstufe benötigt läuft die Zeit weiter, wer mehr braucht wird die Zeit auf 2 Jahre verkürzt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: heike2106 am 08.10.2019 09:10
nachdem ich nun schon über 12 Jahre im öD beim selben AG verbringe und noch immer 4 Jahre (nach aktuellen Stand) benötige um endlich mal die Endstufe zu erreichen, würde ich das auch sehr begrüßen.

Diese Stufenlaufzeiten sind echt hanebüchen.

mindestens: Arbeitszeitanpassung Ost -> West
wünschenswert: 38 Stunden Woche für Alle
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 08.10.2019 10:30
Gott, ich habe über BAT und TVÖD 25 Jahre bis zur Endstufe gebraucht ;)

Wünsche wie in den letzten Jahren:

Abschaffung der Stufen 2,3,4 und 5 (rein protokollarisch, bringt mir nichts mehr, aber ich mag keine Unfug)
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter
Abschaffung VL oder ernsthafter Betrag
Abschaffung LOB
Öffnungsklausel für persönliche Urlaubstage ähnlich der Teilzeitregelung
Nullrunde und Absenkung Wochenarbeitszeit auf 38 oder 37 Stunden.

Amen
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.10.2019 10:52
Gott, ich habe über BAT und TVÖD 25 Jahre bis zur Endstufe gebraucht ;)

Wünsche wie in den letzten Jahren:

Abschaffung der Stufen 2,3,4 und 5 (rein protokollarisch, bringt mir nichts mehr, aber ich mag keine Unfug)
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter
Abschaffung VL oder ernsthafter Betrag
Abschaffung LOB
Öffnungsklausel für persönliche Urlaubstage ähnlich der Teilzeitregelung
Nullrunde und Absenkung Wochenarbeitszeit auf 38 oder 37 Stunden.

Amen

Bis auf den letzten Punkt, halte ich leider alles für unrealistisch. Vor allem die Stufenabschaffung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 08.10.2019 11:07
Gott, ich habe über BAT und TVÖD 25 Jahre bis zur Endstufe gebraucht ;)

Wünsche wie in den letzten Jahren:

Abschaffung der Stufen 2,3,4 und 5 (rein protokollarisch, bringt mir nichts mehr, aber ich mag keine Unfug)
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter
Abschaffung VL oder ernsthafter Betrag
Abschaffung LOB
Öffnungsklausel für persönliche Urlaubstage ähnlich der Teilzeitregelung
Nullrunde und Absenkung Wochenarbeitszeit auf 38 oder 37 Stunden.

Amen

Bis auf den letzten Punkt, halte ich leider alles für unrealistisch. Vor allem die Stufenabschaffung.

Unrealistisch halte ich das Wegfallen von Leistungen ohne Kompensation allerdings nicht (LOB/VL)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 08.10.2019 11:10
Kann sich nur positiv auf die Personalgewinnung auswirken.....nicht  :o
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.10.2019 11:15
Die 7€ VL können Sie sich sonst wo hinstecken. Könnte man eigentlich in die VBL einfließen lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: D-x am 08.10.2019 11:20
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 08.10.2019 11:23
Ich bin gegen die Stufenabschaffung. Wenn man von anfang an das Ende der FAhnenstange erreicht hat ist das nicht sehr motivierend. Und mit den Stufen wird Berusferfahrung honoriert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 08.10.2019 11:31
Ich bin gegen die Stufenabschaffung. Wenn man von anfang an das Ende der FAhnenstange erreicht hat ist das nicht sehr motivierend. Und mit den Stufen wird Berusferfahrung honoriert.

Dazu würde der wissenschaftliche Beleg fehlen, daß z. B. nach mehr als zwei Jahre noch nennenswert einschlägige Erfahrungen gemacht werden. Das bezweifle ich stark und bleibe dabei, daß es in der Sache Unfug ist. In Bezug auf die Motivation mag das anders sein. Hat aber etwas vom Möhrchen vor des Esels Kopf, verbunden mit Scheuklappen.

VL und LOB: keine Kompensation, da dem Affen Zucker gegeben werden muss für die Erhöhung des Stundenlohnes.

LOB: wurde zu großen Teilen aus dem ehemaligen Ortszuschlag gebildet. Mit einer unkompensierten Abschaffung wären damit nicht alle betroffen.

JSZ: gehört über die Umlage auf de Monate verbeitragt für die Gewerkschaftler, um neutrale Kompensationen für die Gewerkschaft gar nicht zuzulassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 08.10.2019 11:44
@Bastel: es sind ja auch nur Wunschvorstellungen. Klar ist, dass wohl das Wenigste davon umgesetzt wird.

Meine Wünsche sind:
Anpassung Arbeitszeit Ost = West
Stufen können gestrafft werden (ich überlasse den TVP, in welcher Form)
Erhöhung JSZ
Wahlrecht: entweder Reduzierung des Stundenumfanges oder prozentuale Entgelterhöhung
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 08.10.2019 11:47
1. LOB und VL -> fott damit
2. Stufen -> nur noch 3 Stufen, nach 5 bis 6 Jahen spätestens Endstufe, kein Verlust der Laufzeiten bei Höhergruppierung
3. Allg. Lohnsteigerung -> gekoppelt an VPI/Inflation pauschal über alle EG
4. WAZ Angleichung Ost/West
5. Durch die LOB und VL (HAHAHAHA) frei werdenden Mittel wahlweise:
   +x Urlaub
   +x Gehalt
   - x Stunden
6. Noch mehr "Freie Hand" für AG bei Anwerbe-, Halteprämien
7. Massives Fortbildungsprogramm für Bestandspersonal (Rechte und Pflichten)






Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 08.10.2019 12:04
LOB will ich behalten. Ist bei uns ein beachtlicher Betrag.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 08.10.2019 12:06
sehe ich auch so. LOB nicht abschaffen sondern allenfalls umlegen. Eine Abschaffung würde bei uns einer Gehaltssenkung gleichkommen für alle.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.10.2019 12:29
Wann trifft man sich zu den ersten Gespraechen/Kennenlernen?

aktueller Tarif laeuft bis 31.07.20
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 08.10.2019 12:32
Die Entgelttabellen sind ja noch nicht einmal gekündigt. Dann gibt es noch keinen Anlaß, Termine zu vereinbaren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.10.2019 12:35
sagt das Enddatum nichts aus?
Was wuerde am 01.08.20 passieren,
wuerde man dann ohne Tariflohn arbeiten, aber dann zum Mindestlohn?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 08.10.2019 12:38
Es gibt kein Enddatum. Es handelt sich um den Zeitpunkt, zu dem die Entgelttabellen frühestens gekündigt werden können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.10.2019 13:04
Ich bin gegen die Stufenabschaffung. Wenn man von anfang an das Ende der FAhnenstange erreicht hat ist das nicht sehr motivierend. Und mit den Stufen wird Berusferfahrung honoriert.
Stimmt nicht. Ab Stufe drei ist es ein "Leistungszulage". Nur wird sie nicht so angewendet. Oder ist hier jemanden ein Fall bekannt, bei dem der Stufenanstieg ab Stufe 3 im Sinne des TV verzögert oder versagt wurde?

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.10.2019 13:06
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...

Wenn man den AG aber mitten im Jahr wechselt, verliert man je nach dem eine Menge der JSZ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 08.10.2019 13:58
Eine Abschaffung würde bei uns einer Gehaltssenkung gleichkommen für alle.
Nicht bei den von mir vorgeschlagenen "Wahlmöglichkeiten"
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.10.2019 15:03

JSZ Angleichung EG1-15 (mir egal ob nominal oder prozentual)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.10.2019 08:16
1. Abschaffung Stufen 2-5

2. Abschaffung (bzw. Umlegung) LOB

3. Tarifvertrag mit 2 Jahren Laufzeit. Nullrunde, dafür Wahlmöglichkeit jedes Jahr ob X% mehr Geld (für das eine Jahr), 6 Tage mehr Urlaub (für das eine Jahr) oder 2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit (für das eine Jahr).

4. Alternativ 1% quasi Inflationsausgleich und Reduzierung der Arbeitszeit auf 37 oder 38 Wochenstunden für Ost und West. Ich bin zwar West, aber finde der Fairness halber sollte Ost auch runter auf West Niveau.

5. Abschaffung JSZ, dafür echtes 13. Monatsgehalt für alle.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.10.2019 08:26
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...

Wenn man den AG aber mitten im Jahr wechselt, verliert man je nach dem eine Menge der JSZ...

Das hat aber nur was mit den Bedingungen für die Auszahlung (am 01. Dezember beschäftigt) zu tun, die man ebenso ändern kann, wenn man es als sinnvoll erachten würde.

Ich mag die Auszahlung im November auch, weil ein großer Geldreden gerade im Dezember sehr recht kommt. Allerdings wurden hier im Forum auch schon handfeste monetäre Vorteile für jeden genannt, die für eine Umlage auf das Monatsentgelt sprächen. Ich glaube, das war aber im alten Forum. Ich fand diese dort recht nachvollziehbar ausgeführt, wage mich gerade aber nicht daran, sie noch aus dem Kopf auf die Reihe zu bekommen zu versuchen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 09.10.2019 08:49
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...

Wenn man den AG aber mitten im Jahr wechselt, verliert man je nach dem eine Menge der JSZ...

Das hat aber nur was mit den Bedingungen für die Auszahlung (am 01. Dezember beschäftigt) zu tun, die man ebenso ändern kann, wenn man es als sinnvoll erachten würde.


Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 09.10.2019 08:54
Das sind die Bedingungen für die Auszahlung. Wenn man die Verminderung um ein Zwölftel pro Kalendermonat, in dem kein Entgeltanspruch bestand, streicht, sind es 100%.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.10.2019 09:02
Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.

Was bei einer Umlage auf das Monatsentgelt auch nicht anders wäre, oder bekämst du vom neuen AG auch das Entgelt für die Zeit vom 01.01.-30.06.?

Mit der Bedingung zur Auszahlung hat es dann was zu tun, wenn man zu einem Datum vor dem 01.12. ausscheidet, auch wenn man den Großteil des Jahres bei diesem AG beschäftigt war. Ich kam gedanklich also aus der anderen Richtung (Ausscheiden, nicht Einstellung).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: ovbw am 09.10.2019 09:31
Über weniger Wochenstunden 37/38 würde ich mich aufjedenfall freuen.

Bezüglich des LOB würde ich mir ein anderes System wünschen...

Dier Erhöhungen bei der letzten Tarifrunde waren mal ein guter Anfang wäre zufrieden, wenn es ein bisschen mehr als das letzte mal werden würde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 09.10.2019 09:56
Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.

Was bei einer Umlage auf das Monatsentgelt auch nicht anders wäre, oder bekämst du vom neuen AG auch das Entgelt für die Zeit vom 01.01.-30.06.?

Mit der Bedingung zur Auszahlung hat es dann was zu tun, wenn man zu einem Datum vor dem 01.12. ausscheidet, auch wenn man den Großteil des Jahres bei diesem AG beschäftigt war. Ich kam gedanklich also aus der anderen Richtung (Ausscheiden, nicht Einstellung).

Bist du besoffen? Bei einer Umlage auf das Monatsentgelt würde man jeden Monat mit seinem Gehalt 1/12 ausgezahlt bekommen. Man würde also gar nichts mehr verlieren wenn man unter dem Jahr ausscheidet, kündigt oder neu anfängt. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 09.10.2019 10:11
Wenn Du am 30.6. ausscheidest, hattest Du bei Umlage auf die Monatsgehälter genau 6/12 der JSZ. Ebenso beim Eintritt am 01.07.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.10.2019 10:17
Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.

Was bei einer Umlage auf das Monatsentgelt auch nicht anders wäre, oder bekämst du vom neuen AG auch das Entgelt für die Zeit vom 01.01.-30.06.?

Mit der Bedingung zur Auszahlung hat es dann was zu tun, wenn man zu einem Datum vor dem 01.12. ausscheidet, auch wenn man den Großteil des Jahres bei diesem AG beschäftigt war. Ich kam gedanklich also aus der anderen Richtung (Ausscheiden, nicht Einstellung).

Bist du besoffen? Bei einer Umlage auf das Monatsentgelt würde man jeden Monat mit seinem Gehalt 1/12 ausgezahlt bekommen. Man würde also gar nichts mehr verlieren wenn man unter dem Jahr ausscheidet, kündigt oder neu anfängt.

Leider nicht. Alkohol auf der Arbeit ist hier verboten.

Wenn du also zum 01.07. neu anfängst, erhältst du also bis zum 01.12. mehr JSZ (umgelegt auf 6 Monatsentgelte) als jemand, der ebenfalls am 01.07. angefangen hat aber nur einmal JSZ (als Einmalbetrag, gekürzt um die sechs Monate, die er noch nicht beschäftigt war) erhält?

Wow! So einen Arbeitsgeber würde ich mir auch wünschen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 09.10.2019 12:25
Anstatt zu streiten, über die Auszahlungsmodalitäten sollte die JSZ erhöht werden, dann hätten alle etwas davon. Ein unterjähriger Wechsel ist immer zu berücksichtigen kann sich immer mal nachteilig auswirken.

Die Autobahn GmbH hat es vorgemacht, dass ein "echtes" dreizehntes Monatsgehalt drin ist, anstatt nur Prozentsätze davon (§ 18 MTV-A).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 10.10.2019 09:11
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.

Ansonsten sind meine Vorstellungen:

- automatische Anpassung der Gehaltssteigerung im TVÖD an die Bezüge der Abgeordneten im Bundestag. Somit entfällt der ganze Moloch mit Verhandlungsrunden und Streiks - machen sich "die da Oben" die Taschen voll, füllen sie auch das Horn der ganzen Beschäftigten, die Gesetze und Verordnungen am unteren Ende der Verwaltungskette umsetzen müssen.

- LOB / Prämie verpflichtend nach Leistung ausschütten, nicht nach Gießkanne (wie vielerorts üblich)

- VL auf ein gesundes Maß aufstocken

- JSZ auf einen Wert einfrieren (mindestens 80%) und für ALLE Entgeltgruppen gleich


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 10.10.2019 10:41
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Diese Option ist eine Entgegenkommen für die Leute, die weiterhin 39 Stunden arbeiten wollen oder müssen. Die Alternativforderung wäre die Absenkung für Alle auf 38 oder 37 Stunden mit der Gefahr der Gehaltseinbusse in Vollzeittätigkeit.

Ich denke, auch dir wird die erste Forderung doch lieber sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Hr. Gesheimer am 10.10.2019 10:42
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Jedem steht es frei, dies von seinem Arbeitgeber zu verlangen. Der wird im Zweifel aber immer dringende betriebliche Gründe finden, die eine Arbeitszeit von 39 Stunden zwingend voraussetzen. In der Praxis ist dies mithin (wenn vielleicht auch nicht überall) schwierig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 10.10.2019 12:10
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Nein kann man nicht. Bzw. kann man nur in der Theorie.

Mein AG hat zwei Vollzeit Ingenieur Stellen. Betrieblich ist es nicht möglich hier die Stunden zu reduzieren. Punkt. Ende jeglicher Diskussion.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.10.2019 12:51
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Jedem steht es frei, dies von seinem Arbeitgeber zu verlangen. Der wird im Zweifel aber immer dringende betriebliche Gründe finden, die eine Arbeitszeit von 39 Stunden zwingend voraussetzen. In der Praxis ist dies mithin (wenn vielleicht auch nicht überall) schwierig.

Das Vorliegen dringender betrieblicher Gründe ist gerichtlich überprüfbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 10.10.2019 13:53
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Jedem steht es frei, dies von seinem Arbeitgeber zu verlangen. Der wird im Zweifel aber immer dringende betriebliche Gründe finden, die eine Arbeitszeit von 39 Stunden zwingend voraussetzen. In der Praxis ist dies mithin (wenn vielleicht auch nicht überall) schwierig.

Das Vorliegen dringender betrieblicher Gründe ist gerichtlich überprüfbar.

Warum die vollkommen überlastete Justiz mit zahllosen Einzelfällen bemühen, die dann von uns Steuerzahlern ja noch noch bezahlt werden müssen, wenn man doch einfach wie in so vielen anderen Branchen eine Auswahl zwischen X% und Freizeit pauschal für Alle erreichen könnte ?

Gerade Heute hat Verdi für die Postbank ja auch so eine Wahlmöglichkeit rausgeholt. Mehr Geld oder mehr Freizeit. Die Details habe ich noch nicht gesehen dazu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.10.2019 14:11
Und diese Vorbringung ist jetzt inwiefern geeignet, die implizite Kennzeichnung der Behauptung, der AG würde immer dringende betriebliche „finden“, die ein Teilzeitbegehren ablehnbar machen würden, als Unfug zu bestreiten?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 10.10.2019 15:38
38 Wochenstunden
2 Tage mehr Urlaub
2,5 % Erhöhung

Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.10.2019 15:40
Also sollen zukünftig keine Vertretungen mehr für Schwangerschaft, Elternzeit und Co. mehr eingestellt werden?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 10.10.2019 15:48
Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten

Warum? Es gibt durchaus sachliche Gründe, Befristungen auszusprechen, einige hat Spid schon genannt, bei uns ist noch ein Befristungsgrund die Laufzeit von Projekten (Schalgwort Einführung e-Akte, OZG).

Warum sollte sich der AG dieses Instrument verbieten lassen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 10.10.2019 16:01
38 Wochenstunden
2 Tage mehr Urlaub
2,5 % Erhöhung

Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten

und fürs 2. Jahr?  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 10.10.2019 21:05
Wunschvorstellung:


Beibehaltung Arbeitszeit

Ausbau LOB

Angleichung der Entgeltgruppen 9-15 an den TV-V (Unterlab 9: 3%+3%)

Laufzeit 24 Monate

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Luftpumpe39 am 10.10.2019 21:36
Hier meine Wünsche für die Tarifrunde 2020:

- überproportionale Steigerung der Gehälter ab der EG 9b, da in der letzten Tarifrunde gerade die unteren EG stärker partizipiert haben. Besser qualifiziertes Personal muss einfach mehr verdienen, damit die Attraktivität des ÖD insgesamt gesteigert wird und der Abstand zur Privatwirtschaft verringert wird

- verbindliches Einfrieren der JSZ, damit zukünftig eine weitere Absenkung ausgeschlossen ist

- Kürzere Stufenlaufzeiten (max. 3 Jahre in einer Stufe)

- insgesamt mindestens 6 % auf 24 Monate, keine 30 Monate Laufzeit. Steuereinnahmen sind weiterhin hoch. Also durch massive Warnstreiks in der Vorweihnachtszeit einen möglichst hohen Tarifabschluss erzwingen


 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 11.10.2019 06:33
Eine Angleichung an den TV-Autobahn wäre ich wohl nicht abgeneigt  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 11.10.2019 06:54
Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten

Warum? Es gibt durchaus sachliche Gründe, Befristungen auszusprechen, einige hat Spid schon genannt, bei uns ist noch ein Befristungsgrund die Laufzeit von Projekten (Schalgwort Einführung e-Akte, OZG).

Warum sollte sich der AG dieses Instrument verbieten lassen?

Ja sicher gibt es Ausnahmen, ich meine da oben steht Wunschvorstellung oder?

Wenn ich jetzt geschrieben hätte Verbot von Befristungen außer dies und das, wäre der nächste Schlauberger mit dem Einwurf gekommen"und was ist mit der besonderen Konstellation, warum die nicht?"
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Davon mal ganz abgesehen sind Schwangerschaftsvertretungen so effektiv wie viereckige Reifen....bei uns werden die erst ausgeschrieben, wenn die Betreffende schon in Mutterschutz ist, bis die Vertretung dann eingestellt ist sind 6 Monate ins Land gegangen. Dann muss die Vertretung noch angelernt werden.

Dummerweise lernt sie als Erstes wann, wo und wie lang Frühstück, Mittag und Kaffeepausen sind.

Aber ich schweife ab.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 11.10.2019 07:05
Die offenkundige Unfähigkeit Deines AG zu einem vernünftigen Personalmanagement ist jetzt inwiefern ein Argument gegen die Einstellung von Vertretungen und deren Befristung für die Dauer der Vertretung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 11.10.2019 08:55
Vielleicht sollte man sich "Springer" leisten, die in verschiedenen Bereichen rudimentäre Aufgaben übernehmen können. Im Bereich des ÖD können das zum Beispiel Verwaltungskräfte sein, die dann nur ein Briefing über die zusätzlichen Themen bekommen und die Position "über Wasser halten".

Für Arbeitnehmer ist eine Befristung von einem Jahr o.ä. miserabel - den interessiert die Flexibilität des Arbeitgebers herzlich wenig.

In Fällen wo Kollegen teilweise Monatelang wegen Krankheit ausfallen, wird sich auch nicht um Ersatz gekümmert. Da muss die Abteilung auch zusehen, wie sie die Aufgaben selbstständig anders verteilt. Es gibt Krankheitsbilder, da weiß man, dass der Arbeitnehmer länger weg ist - da wird auch keine Vertretung organisiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 11.10.2019 09:23
Eine befristete Beschäftigung von einem Jahr als Vertretung besser als stempeln gehen - denn wenn er stattdessen nicht arbeitslos wäre, sondern eine unbefristete Beschäftigung in Aussicht hätte, würde er sich wohl für diese entscheiden oder hätte sich bewußt und aus freien Stücken für die Befristung entschieden.

Ich finde es immer wieder witzig, wie Foristen hier das Versagen ihres AG nicht nur hinnehmen, sondern es erstens auf alle AG übertragen und zweitens sogar das Versagen zur Handlungsmaxime erklären. Vielleicht der Hinweis auf ein besonders gutes Matching zwischen Versagerarbeitgeber und Forist...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 11.10.2019 09:37
Für Arbeitnehmer ist eine Befristung von einem Jahr o.ä. miserabel - den interessiert die Flexibilität des Arbeitgebers herzlich wenig.

Für den AN ist eine befristete Stelle oftmals sicherlich nur zweite Wahl und die Ungewissheit, was nach der Befristung kommt kein schönes Gefühl. Andererseits kann es auch eine Möglichkeit sein, irgendwo Fuß zu fassen, sich ins Spiel zu bringen, zu zeigen, was man (gerade auch bei Menschengruppen, bei denen AG gerne einmal etwas zögern, sie einzustellen), kann und sich in der Zeit auf eine andere Stelle ggf. sogar beim selben AG zu bewerben. Möglicherweise und wenn man sich geschickt genug anstellt, kann die befristete Stelle auch zu einer unbefristeten umgewandelt werden. Dass "da habe ich gearbeitet" sich in den Augen zukünftiger Arbeitgeber im Lebenslauf besser macht als "da war ich arbeitslos", sollte ebenso klar sein.

Dieses "es ist besser als nichts" schmeckt mir als Argument zwar auch nicht sonderlich, solange ein Sachgrund vorhanden ist, halte ich befristete Anstellungen jedoch durchaus für vertretbar, da sich daraus auch immer Chancen ergeben können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 13.10.2019 13:56
Die Tarifrunde hier wird wie die im TV-L verlaufen. Da bin ich mir sehr sicher, ist der TVÖD doch ohnhein schon vergleichsweise gut.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 14.10.2019 08:17
..., ist der TVÖD doch ohnhein schon vergleichsweise gut.

*hust*...

Mal die Tarifabschlüsse der IGM angeschaut ?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 14.10.2019 08:20
Vergleichsweise gut aber nur,wenn man ihn nicht anderen Verdi-Verträgen vergleicht, wobei Verdi es ja schon geschafft hat, aus dem ganz guten BAT einen verschlecherten TVÖD zu machen. Dass der noch vergleichsweise gut dasteht ist kein Verdienst von Verdi sondern aus dem ÖTV gewachsen. Die anderen Verdi-Branchen stehen noch schlecher da.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: D-x am 14.10.2019 08:24
- überproportionale Steigerung der Gehälter ab der EG 9b, da in der letzten Tarifrunde gerade die unteren EG stärker partizipiert haben. Besser qualifiziertes Personal muss einfach mehr verdienen, damit die Attraktivität des ÖD insgesamt gesteigert wird und der Abstand zur Privatwirtschaft verringert wird

Abgesehen davon, dass ich die letzte Tarifrunde für die nicht-unteren EG gar nicht so schlecht fand, mich in einer solchen befinde und selbstverständlich hohen Entgeltsteigerungen freudig entgegensehe, verstehe ich nicht, wie damit eine generelle Attraktivitätssteigerung des öD erreicht werden soll. Was interessiert es die VfA in EG 6 wie die Entgelte von TB in EG10 oder EG12 sind?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 14.10.2019 08:35
Die Tarifrunde hier wird wie die im TV-L verlaufen.

Ich erwarte auch wieder dasselbe Kasperletheater und Schaulaufen mit einer Hin-, einer Rückrunde und einer medienwirksamen Marathonsitzung mit Einigung im letzten Moment mit den üblichen Ergebnissen, wie es bei den Tarifverhandlungen davor auch schon jedes Mal genauso war.

Aber hier geht's ja um Wunschvorstellungen und da darf man noch ein wenig träumen.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 14.10.2019 09:29
Hier meine Wünsche für die Tarifrunde 2020:

- überproportionale Steigerung der Gehälter ab der EG 9b, da in der letzten Tarifrunde gerade die unteren EG stärker partizipiert haben. Besser qualifiziertes Personal muss einfach mehr verdienen, damit die Attraktivität des ÖD insgesamt gesteigert wird und der Abstand zur Privatwirtschaft verringert wird.

Techniker und Meister (E8,9a) sind also nicht besser qualifiziert?
Genau diese EGs haben bei der letzten Tarifrunde am wenigsten profitiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 14.10.2019 09:52
Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten unterschiedlicher Teile der EGO dazu zu nutzen, um auch eine Differenzierung zwischen Bereichen, in denen der öD mehr als das Doppelte des Marktüblichen zahlt, und jenen, in denen er weit unterdurchschnittlich zahlt, herzustellen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 14.10.2019 09:52
@MrRossi: Dies liegt auch daran, dass die Einstiegseingruppierung bei Meister und Techniker bei EG 8 ansetzt. Insofern ist eine Änderung der Eingruppierungsregeln in diesem Bereich sicherlich förderlich.

Übrigens haben in der letzten Tarifrunde die Entgeltgruppen ab EG 9b deutliche Steigerungen bekommen und nicht nur EG 9b und tiefer.

@Spid: Du müsstest "Speed" heißen anstatt Spid. ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Saggse am 14.10.2019 10:01
- Erhöhung von 4% auf zwei Jahre, keine "soziale Komponente" (Wir wollen realistisch bleiben...)
- Umlage der JSZ auf 12 Monatsbeiträge (mehr Lohnersatzleistungen, wie z.B. Elterngeld und mehr Fairness beim unterjährigen Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis)
- teilweise Umlage der LOB auf 12 Monate (LOB sollte als Ausnahme z.B. für Ausbilder möglich sein, aber alles, was per Gießkanne verteilt wird, kann man auch gleich zum Entgeltbestandteil machen)
- bundeseinheitliche Wochenarbeitszeit von 39h
- optionale Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 42h bei vollem Gehaltsausgleich (einvernehmlich zwischen AG und AN zu vereinbaren)
- tariflicher Teilzeitanspruch auf 36 Wochenstunden, keine Ausnahmen bei betrieblichen Gründen, für Planungssicherheit darf auf Flexibilität verzichtet werden (z.B. 6 Monate vorher zu beantragen, nur ganze Kalenderjahre o.ä.)
- "Auslichtung" der Stufen vielleicht nicht ganz so "radikal", wenn Stufe 3 und 5 wegfielen, wäre das schon ein guter Schritt in die richtige Richtung
- ein Tag mehr Urlaub als zusätzliche Dreingabe wäre schick
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Saggse am 14.10.2019 10:38
Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten unterschiedlicher Teile der EGO dazu zu nutzen, um auch eine Differenzierung zwischen Bereichen, in denen der öD mehr als das Doppelte des Marktüblichen zahlt, und jenen, in denen er weit unterdurchschnittlich zahlt, herzustellen.
Wenn Träumen das Erreichen der Schallgeschwindigkeit (zu Fuß!) ist, wäre das gewissermaßen das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit... ;-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 14.10.2019 12:36
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 14.10.2019 14:16
Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten unterschiedlicher Teile der EGO dazu zu nutzen, um auch eine Differenzierung zwischen Bereichen, in denen der öD mehr als das Doppelte des Marktüblichen zahlt, und jenen, in denen er weit unterdurchschnittlich zahlt, herzustellen.
Wenn Träumen das Erreichen der Schallgeschwindigkeit (zu Fuß!) ist, wäre das gewissermaßen das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit... ;-)

Das ist gar nicht soweit hergegriffen. In der diesjährigen Tarifrunde des TV-L wurden ebenfalls verschiedene Verbesserungen der Eingruppierung vereinbart. Das ist im TVöD durchaus auch möglich, bekanntermaßen gibt es in einigen Bereichen Nachbesserungsbedarf, bspw. bei den Beschäftigten im Kassen- und Rechnungswesen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 14.10.2019 15:30
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.

Ich kann doch jetzt schon über meine Stufen handeln. Das Ergebnis ist, dass der AG die Instrumente die ihm zur Verfügung stehen nicht nutzt, denn diejenigen die das entscheiden (die politischen Gremien, bei uns der Magistrat) betrifft die tägliche Arbeit nicht und denen geht es rein um die Haushaltsstelle. Ob es Jahre dauert bis ein Bplan aufgestellt wird, interessiert da keinen.

Abschaffung des automatischen Aufstiegs... die Politiker würden die Sektkorken knallen lassen und alle einstimmig die Stufe 1 für immer festlegen. Die Führungskräfte die "liefern müssen", können schon mal Stressbälle bestellen, weil sie keine Leute mehr finden werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 14.10.2019 15:54
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.

Ich kann doch jetzt schon über meine Stufen handeln. Das Ergebnis ist, dass der AG die Instrumente die ihm zur Verfügung stehen nicht nutzt, denn diejenigen die das entscheiden (die politischen Gremien, bei uns der Magistrat) betrifft die tägliche Arbeit nicht und denen geht es rein um die Haushaltsstelle. Ob es Jahre dauert bis ein Bplan aufgestellt wird, interessiert da keinen.
Naja ein Berufsanfänger kann eben nicht verhandeln, da er keine förderliche Zeiten hat.
Und die "verhandelbare" Zulage ist ja keine Stufe.
Alles andere ist übertarifliche und damit nicht für alle AGs verhandelbar.

In sofern, da mehr Freiheiten zu schaffen obliegt alleinig dem AG.
Zitat
Abschaffung des automatischen Aufstiegs... die Politiker würden die Sektkorken knallen lassen und alle einstimmig die Stufe 1 für immer festlegen. Die Führungskräfte die "liefern müssen", können schon mal Stressbälle bestellen, weil sie keine Leute mehr finden werden.
Man vergisst ja immer die Großzügigkeit des AGs:  ;D
Zitat
1Die Beschäftigten erreichen die jeweils nächste Stufe - von Stufe 3 an in Abhängigkeit von ihrer Leistung gemäß § 17 Absatz 2 - nach folgenden Zeiten einer ununterbrochenen Tätigkeit innerhalb derselben Entgeltgruppe bei ihrem Arbeitgeber (Stufenlaufzeit):
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 14.10.2019 17:37
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.

Ich kann doch jetzt schon über meine Stufen handeln. Das Ergebnis ist, dass der AG die Instrumente die ihm zur Verfügung stehen nicht nutzt, denn diejenigen die das entscheiden (die politischen Gremien, bei uns der Magistrat) betrifft die tägliche Arbeit nicht und denen geht es rein um die Haushaltsstelle. Ob es Jahre dauert bis ein Bplan aufgestellt wird, interessiert da keinen.

Abschaffung des automatischen Aufstiegs... die Politiker würden die Sektkorken knallen lassen und alle einstimmig die Stufe 1 für immer festlegen. Die Führungskräfte die "liefern müssen", können schon mal Stressbälle bestellen, weil sie keine Leute mehr finden werden.
Nein,  die Stufe 1 für immer festlegen werden sie sicher nicht. Zumindest nicht flächendeckend. Bei den AN wo der AG mit so etwas durchkäme wäre festzustellen,  dass diese bereits ausreichend bezahlt sind. Wir werden nicht gezwungen im öD zu arbeiten und wer für sich feststellt, dass Job und Gehalt nicht zusammenpassen sollte gehen anstatt zu jammern.
Mein AG macht von allen Möglichkeiten die sich ihm bieten viel Gebrauch. Aber jemanden anstatt Stufe 1 oder 2 in Stufe 6 einzustellen scheint den Spielraum zu übersteigen. Dazu kann man noch die Aufgaben etwas optimierten um die EG in die Höhe zu treiben,  aber auch hier ist irgendwann das Fass ausgeschöpft. Dem AG und AN mehr Spielraum an die Hand zu geben, würde zu faireren,  da marktgerechten Vergütungen führen und den öD für leistungsorientiertere Leute interessant machen,  die jetzt oft noch einen großen Bogen um den öD machen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 15.10.2019 06:48
Dem AG und AN mehr Spielraum an die Hand zu geben, würde zu faireren,  da marktgerechten Vergütungen führen und den öD für leistungsorientiertere Leute interessant machen,  die jetzt oft noch einen großen Bogen um den öD machen.
Dazu benötigt der AG nichts tarifliches, er muss nur bereit sein AT/ÜT zu zahlen.
(So wie die pW es ja auch macht)
Und dort wo es ihm aus rechtlichen Gründen versagt ist, da muss er sich halt dort öffnen, denn ohne diese (rechtliche) Öffnung hilft auch eine Anpassung im Tarifsystem nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 15.10.2019 07:52
Für all das muss ich den automatischen Stufenaufstieg nicht abschaffen. Der AG hat jetzt schon (meiner Meinung nach) ausreichend Spielraum dem AN mehr zuzugestehen. Sei es durch höhere Stufen, verkürzte Stufenlaufzeiten oder persönliche Zulagen.

Solange die AGs zum großen Teil die verfügbaren Mittel nicht mal jetzt nutzen, brauchen wir hier meiner Meinung nach auch keine Öffnung.

Verdi würde auf jeden Fall den Mitgliedern einen Bärendienst erweisen etwas auszuhandeln, was sich dann zum Nachteil eines Großteils der Beschäftigten auswirken würde. Aber darin sind sie ja manchmal auch so schon ganz gut :D

Mein AG nutzt keinerlei Möglichkeiten. Es gibt bei uns keine verkürzten Stufenlaufzeiten. Keine persönlichen Zulagen und es werden auch nur in der nötigsten Not Leute zähneknirschend mit Stufe 3 eingestellt, wenn es unbedingt sein muss.

Seit längerem wird ein Umwelt- / Klimamanager gesucht. Per politischem Beschluss darf dieser ausschließlich in EG10, Stufe 2 eingestellt werden. Also völlig egal wer da kommt, ob frisch von der Uni oder einer der schon 15 Jahre Erfahrung hat, es darf nur Stufe 2 geben. Wenn halt einer kommt der Anspruch auf Stufe 3 hätte, dann darf er nicht eingestellt werden anscheinend. (Es ist eine geförderte Stelle und sogar der Fördergeber hat gesagt, dass die Tätigkeiten die vorgesehen sind einer E11 entsprechen und dass er empfiehlt auf jedenfall sofort die Stufe 3 anzubieten, weil man sonst niemanden finden wird auf dem Markt, ist unseren politischen Gremien aber egal ;) ). Derjenige der kommt, müsste sich halt die E11 vom Gericht feststellen lassen, wenn er sie dann haben will.


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 15.10.2019 08:41
Für all das muss ich den automatischen Stufenaufstieg nicht abschaffen. Der AG hat jetzt schon (meiner Meinung nach) ausreichend Spielraum dem AN mehr zuzugestehen. Sei es durch höhere Stufen, verkürzte Stufenlaufzeiten oder persönliche Zulagen.

Solange die AGs zum großen Teil die verfügbaren Mittel nicht mal jetzt nutzen, brauchen wir hier meiner Meinung nach auch keine Öffnung.


Insofern wäre es richtig die Stufen abzuschaffen, bringen Sie doch eh keinen Ansporn.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 15.10.2019 08:58
Insofern wäre es richtig die Stufen abzuschaffen, bringen Sie doch eh keinen Ansporn.
Die Mehrzahl der Stufen existiert, um den Arbeitgebern Geld zu sparen.
Das derzeitige Stufenregime ist also nicht auf Motivation ausgelegt, sondern darauf, die Beschäftigten nicht zu stark zu demotivieren und sie von der Kündigung abzuhalten ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Alien1973 am 15.10.2019 09:58
Seit längerem wird ein Umwelt- / Klimamanager gesucht. Per politischem Beschluss darf dieser ausschließlich in EG10, Stufe 2 eingestellt werden. Also völlig egal wer da kommt, ob frisch von der Uni oder einer der schon 15 Jahre Erfahrung hat, es darf nur Stufe 2 geben. Wenn halt einer kommt der Anspruch auf Stufe 3 hätte, dann darf er nicht eingestellt werden anscheinend. (Es ist eine geförderte Stelle und sogar der Fördergeber hat gesagt, dass die Tätigkeiten die vorgesehen sind einer E11 entsprechen und dass er empfiehlt auf jedenfall sofort die Stufe 3 anzubieten, weil man sonst niemanden finden wird auf dem Markt, ist unseren politischen Gremien aber egal ;) ). Derjenige der kommt, müsste sich halt die E11 vom Gericht feststellen lassen, wenn er sie dann haben will.

Was sind denn das für Methoden? Bei deinem AG würde ich gar nicht arbeiten wollen. Da braucht man sich dann nicht wundern wenn man niemand gescheites für den Job bekommt. If you pay Peanuts, you will get monkeys...

Mein AG musste auch bereits mehrfach feststellen, dass es nicht so einfach ist passendes Personal zu bekommen. Erst Anpassungen bei der EG haben den gewünschten Erfolg gebracht, einhergehend mit angepasstem Tätigkeitsbereich natürlich. Bei zwei Stellen weis ich es war es nötig die sachgrundlose Befristung weg zu lassen. Bei einer der beiden ersten Runden kam nicht mal EINE Bewerbung ins Haus.

Man könnte auch die sachgrundlose Befristung abschaffen, Probezeit von 6 Monaten muss ausreichen.
Ansonsten wäre ich für eine passende prozentuale Erhöhung des Entgeltes, Stunden reduzieren kann man jetzt schon wenn man will und der AG mitspielt. Die eine Stunde von 39 auf 38 macht das Kraut nicht fett und würde nur zu Lasten der prozentualen Erhöhung gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 15.10.2019 10:17
Vermutlich steigt der Strompreis vor der Tarifverhandlung, das ist doch mal was.....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 15.10.2019 11:01
Für all das muss ich den automatischen Stufenaufstieg nicht abschaffen. Der AG hat jetzt schon (meiner Meinung nach) ausreichend Spielraum dem AN mehr zuzugestehen. Sei es durch höhere Stufen, verkürzte Stufenlaufzeiten oder persönliche Zulagen.

Solange die AGs zum großen Teil die verfügbaren Mittel nicht mal jetzt nutzen, brauchen wir hier meiner Meinung nach auch keine Öffnung.




Insofern wäre es richtig die Stufen abzuschaffen, bringen Sie doch eh keinen Ansporn.

Genau so sehe ich das auch. Stufen 2-5 abschaffen. Von mir aus 1 Jahre Stufe 1 als Anlernphase, dann direkt Endstufe.

Alles weitere obliegt dann dem AN und AG zu verhandeln. (Eventuelle persönliche Zulagen, ÜT Zahlung oder was auch immer).


Was sind denn das für Methoden? Bei deinem AG würde ich gar nicht arbeiten wollen. Da braucht man sich dann nicht wundern wenn man niemand gescheites für den Job bekommt. If you pay Peanuts, you will get monkeys...

Mein AG musste auch bereits mehrfach feststellen, dass es nicht so einfach ist passendes Personal zu bekommen. Erst Anpassungen bei der EG haben den gewünschten Erfolg gebracht, einhergehend mit angepasstem Tätigkeitsbereich natürlich. Bei zwei Stellen weis ich es war es nötig die sachgrundlose Befristung weg zu lassen. Bei einer der beiden ersten Runden kam nicht mal EINE Bewerbung ins Haus.

Man könnte auch die sachgrundlose Befristung abschaffen, Probezeit von 6 Monaten muss ausreichen.
Ansonsten wäre ich für eine passende prozentuale Erhöhung des Entgeltes, Stunden reduzieren kann man jetzt schon wenn man will und der AG mitspielt. Die eine Stunde von 39 auf 38 macht das Kraut nicht fett und würde nur zu Lasten der prozentualen Erhöhung gehen.

Ach ich habe vergessen zu erwähnen, dass der Klima Manager auf 2 Jahre befristet eingestellt werden soll, ohne Absicht diesen zu enfristen, weil die Förderung nur 2 Jahre läuft  ;D

Zumindest meiner Erfahrung nach ist das aber in 90% der Kommunen so.

Mir isses aktuell egal. Mich betrifft es ja nicht. Bin noch zufrieden mit meiner Arbeit, mit den Kollegen und mit dem Geld auch noch. Sobald sich das mal ändert ist es kein Problem was anderes zu finden ^^
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 15.10.2019 15:25
Seit längerem wird ein Umwelt- / Klimamanager gesucht. Per politischem Beschluss darf dieser ausschließlich in EG10, Stufe 2 eingestellt werden. Also völlig egal wer da kommt, ob frisch von der Uni oder einer der schon 15 Jahre Erfahrung hat, es darf nur Stufe 2 geben. Wenn halt einer kommt der Anspruch auf Stufe 3 hätte, dann darf er nicht eingestellt werden anscheinend. (Es ist eine geförderte Stelle und sogar der Fördergeber hat gesagt, dass die Tätigkeiten die vorgesehen sind einer E11 entsprechen und dass er empfiehlt auf jedenfall sofort die Stufe 3 anzubieten, weil man sonst niemanden finden wird auf dem Markt, ist unseren politischen Gremien aber egal ;) ). Derjenige der kommt, müsste sich halt die E11 vom Gericht feststellen lassen, wenn er sie dann haben will.

Nichts neues. Einerseits jammern, dass keine geeigneten Mitarbeiter gefunden werden, andererseits die Eingruppierungsmerkmale etwas sagen wir einmal tendenziös interpretieren.

Alleine aus diesem Grund muss endlich deutlich mehr für Führungskräfte getan werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 15.10.2019 20:06
..., ist der TVÖD doch ohnhein schon vergleichsweise gut.

*hust*...

Mal die Tarifabschlüsse der IGM angeschaut ?

Mal Äpfel mit Birnen verglichen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 15.10.2019 21:28

 Die eine Stunde von 39 auf 38 macht das Kraut nicht fett und würde nur zu Lasten der prozentualen Erhöhung gehen.

Diese Stunde wird von den Befürwortern nur als erster Schritt von einigen weiteren Schritten gesehen, so denke ich. Alternativ würde ich sofort die 35 - Stunden - Woche in meine Wünsche aufnehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 16.10.2019 07:14
Am 04. Dezember 2019 will die Bundestarifkommission von Verdi die Ergebnisse der Arbeitszeitumfrage präsentieren. Dann wissen wir eventuell auch schon mehr, in welche Richtung die Verhandlungen von Verdi gehen (könnten).

Ein paar Ergebnisse liegen (laut Verdi) bereits vor:

- Die Wahlmöglichkeit zur Entscheidung zwischen freier Zeit und mehr Geld ist für beinahe jede/n Be-fragte/n mit 95 Prozent von großer Bedeutung.

- 57 Prozent der Befragten wären bereit, zur Verkürzung ihrer Arbeitszeit eine (tarifliche) Gehaltssteigerung einzutauschen.

- Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.

- Die Arbeitszeitangleichung Ost und West ist ein großes Thema. 58 Prozent der Befragten sprechen sich für eine sofortige Angleichung der Arbeitszeit von Ost und West aus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 16.10.2019 08:26
- Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.
Wie ist das denn gemeint (angeordnete Überstunden?) und was passiert denn dann mit den Stunden?
Oder ist der normale Zeitausgleich gemeint? Also mal bisschen länger arbeiten und dann entweder mal etwas kürzer da sein oder eben ganze Tage ausgleichen.
Anders gefragt: wieviel von den 70% Prozent haben im Jahresdurchschnitt mehr als ihre Wochenstunden? Bei uns ist das so einfach gar nicht möglich. Und auf Zeitausgleich möchte ich nicht verzichten.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 08:52
Womöglich beziehen sich die Antworten auf die vertragliche vereinbarte Arbeitszeit, wo bei mir steht "in Höhe von derzeit 38,5 Stunden". ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 16.10.2019 09:04
Womöglich aber eher auf das begrenzte Verständnis der Frage durch die Befragten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 16.10.2019 09:15
Wie ist das denn gemeint

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich denke auch, dass hier viele ihre Überstunden angegeben haben, die sie "freiwillig" machen.

Mit freiwillig meine ich zum Beispiel Montag - Donnerstag etwas länger um Freitag um 12 Uhr Feierabend zu machen oder generell sich immer ein paar Überstunden ansammeln um den Urlaub zu verlängern oder Brückentage zu nutzen. So kenne ich es.
Tatsächlich angeordnete Überstunden kann ich an einer Hand abzählen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 09:19
Was wir sehr oft haben, sind diese verlängerten Pausen ab 9 Stunden netto Arbeitszeit, wo aber keiner mehr eine Pause einlegt und weiter arbeitet. Hier dürften auch noch so einige Prozente zusammenkommen.

Vielleicht auch einige, die das Wahlehrenamt hier mit einrechnen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 16.10.2019 10:35
Die 70% sind doch deshalb Blödsinn und sagen rein gar nichts aus.
Und auf die Regelung, wie sie bei uns gibt (12 Zeitausgleichstage pro Jahr), möchte ich nicht verzichten.
Ich frage mich nur immer, wie die anscheinend vielen Überstunden (also angeordnete Mehrarbeit) im öffentlichen Dienst zustande kommen sollen.

Mein persönlicher Wunsch wäre dieses Mal auch die Wahlmöglichkeit: mehr Geld oder weniger Wochenstunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 16.10.2019 11:06
Die 70% sind doch deshalb Blödsinn und sagen rein gar nichts aus.
Und auf die Regelung, wie sie bei uns gibt (12 Zeitausgleichstage pro Jahr), möchte ich nicht verzichten.
Ich frage mich nur immer, wie die anscheinend vielen Überstunden (also angeordnete Mehrarbeit) im öffentlichen Dienst zustande kommen sollen.

Mein persönlicher Wunsch wäre dieses Mal auch die Wahlmöglichkeit: mehr Geld oder weniger Wochenstunden.

Also ich muss öfters spät Abends noch an Gremiensitzungen teilnehmen um mal eine Präsentation zu halten oder ähnliches. Das wird mir entsprechend angeordnet und mit dem entsprechenden Überstundenzuschlag dann gutgeschrieben.

Ich glaube aber auch, dass die meisten die Frage einfach falsch verstanden haben.

Ich glaube aber, dass die Verhandlungen diesmal ordentlich auch die Freizeitschiene mit aufnehmen werden, denn 95% für die Wahlmöglichkeit, das spricht ja Bände.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 12:08
Wir haben nennenswerte Anteile an der Belegschaft, die außerhalb der Gleitzeiten arbeiten und dies nicht als Arbeitszeit angerechnet wird. Dürften durchaus 15 bis 20 Prozent der Belegschaft sein. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß man in toto auf über 50 Prozent kommt, die mehr als die vertragliche Arbeitszeit ableisten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 16.10.2019 12:24
als angeordnete Überstunden?  Wenn nicht, kann es Probleme geben. Wir haben mal Ärger mit unserem Personalrat bekommen, weil außerhalb des Gleitzeitrahmens gearbeitet wurde. Man wäre dann nicht versichert und deshalb kommt ohne angeordnete Überstunden ein Arbeiten außerhalb des Gleitzeitrahmens nicht in Frage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 12:29
Nein, es kommen halt sehr viele morgens um 6:45 Uhr oder 6:50 Uhr, obwohl die Gleitzeit erst um 7:00 Uhr beginnt und damit die Stunden zählen. Ich selbst hatte das in Vollzeit öfters abends nach 18:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr. War dann schlicht arbeiten ohne Bezahlung. Holte auch keiner für 10 oder 15 Minuten per Antrag die Zeit nach.

Warum das heute noch in der Masse bei uns so ist, ist mir ein Rätsel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.10.2019 13:24
Warum das heute noch in der Masse bei uns so ist, ist mir ein Rätsel.
Evtl sind dass die Menschen die sich Sagen, dass sie während der Gleitzeit locker ne Stunde bezahlte Pause machen und somit wieder mit sich im Reinem sind.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 16.10.2019 13:34
Man kann nur hoffen das bei den Verhandlungen daran gedacht wird was die Menschen bereits wieder weniger in der Tasche haben (EEG Umlage?, Kommunen erhoehen die Steuer?, Benzinpreise steigen? Mieten explodieren?)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Texter am 16.10.2019 13:39
Nein, es kommen halt sehr viele morgens um 6:45 Uhr oder 6:50 Uhr....
Warum das heute noch in der Masse bei uns so ist, ist mir ein Rätsel.

Ich habe immer gedacht, dass es in Deutschland zum guten Ton gehört 10-15 Minuten vor Arbeitsbeginn da zu sein. 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 13:46

Ich habe immer gedacht, dass es in Deutschland zum guten Ton gehört 10-15 Minuten vor Arbeitsbeginn da zu sein. 8)

Entscheidend ist wohl, daß Verdi wohl schlechtes Datenmaterial hat bzw. das vorhandene nicht richtig auswertet. Ist aber bei fast allen Umfragen so. War nicht die Frage bei Verdi so:? Sollen die Arbeitszeiten Ost und West angeglichen werden? Was soll man da antworten? Sollen alle 40 Stunden arbeiten oder alle 39 Stunden?

Zudem ist die ganze Diskussion hier verfrüht; in den nächsten sechs bis acht Monaten tut sich ja ehe nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.10.2019 14:50
Man kann nur hoffen das bei den Verhandlungen daran gedacht wird was die Menschen bereits wieder weniger in der Tasche haben (EEG Umlage?, Kommunen erhoehen die Steuer?, Benzinpreise steigen? Mieten explodieren?)
Das nennt man Inflation und ist der Hauptgrund das es eine Gehaltssteigerung gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 16.10.2019 17:18
Vorsicht. Armerknecht ist bekannter Forentroll und gleichzeitig Verfechter der allseits beliebten sozialen Komponente. Diskussion sinnlos.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Zuvielverdiener am 16.10.2019 18:43
Meine Wunschvorstellung zur Tarifrunde 2020 kurz und knapp:

* Erhöhung um 3,5% - 4%
* Jahressonderzahlung 100%, volles 13. Gehalt.
* Laufzeit 12 Monate

* Erhöhung für ALLE Entgeltgruppen, also keine Extrawürste für obere Entgeltgruppen UND unten keine Mindestbeträge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 16.10.2019 19:39
Meine Wunschvorstellung zur Tarifrunde 2020 kurz und knapp:


* Jahressonderzahlung 100%, volles 13. Gehalt.
Also die JSZ auf 100% hochziehen UND ein 13. Gehalt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 17.10.2019 00:16
- Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.
Wie ist das denn gemeint (angeordnete Überstunden?) und was passiert denn dann mit den Stunden?
Oder ist der normale Zeitausgleich gemeint? Also mal bisschen länger arbeiten und dann entweder mal etwas kürzer da sein oder eben ganze Tage ausgleichen.
Anders gefragt: wieviel von den 70% Prozent haben im Jahresdurchschnitt mehr als ihre Wochenstunden? Bei uns ist das so einfach gar nicht möglich. Und auf Zeitausgleich möchte ich nicht verzichten.
Diese Frage ist in der Tat nicht ausreichend erläutert worden für solch eine Umfrage. Angeordnete Überstunden würde ich jedoch hier nicht hineininterpretieren wollen.
In unserer Behörde sammeln die (hochqualifizierten) Mitarbeiter über das Jahr dutzende teilweise auch bis in den dreistelligen Bereich ragende Stunden auf dem Gleitzeitkonto an. Diese werden am Ende des Jahres ohne Ausgleich abgeschnitten und somit würde wohl entsprechend der Umfrage-Frage eine Arbeit über die vereinbarten Stunden realisiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 07:14
In unserer Behörde sammeln die (hochqualifizierten) Mitarbeiter über das Jahr dutzende teilweise auch bis in den dreistelligen Bereich ragende Stunden auf dem Gleitzeitkonto an. Diese werden am Ende des Jahres ohne Ausgleich abgeschnitten und somit würde wohl entsprechend der Umfrage-Frage eine Arbeit über die vereinbarten Stunden realisiert.
Kann ich bestätigen, dass es solche Einzelfälle gibt. Bei uns haben ~5% der MA ein Stunden anzahl über der Kappungsgrenze, und in der Regel schaffen es bis auf wenige ~1% (die dann Mehrarbeit angeordnet bekommen, damit die Stunden nicht verfallen) diese bis zum Stichtag abzusenken.

Wenn ver.di also allen ernstes glaubt, dass 70% der Tarifbeschäftigten länger als vertraglich vereinbart arbeiten, dann wäre es ja mal an der Zeit Wunsch und Wirklichkeit in den Einklang zu bringen und die tarifliche Arbeitszeit an der Realen anzupassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Zuvielverdiener am 17.10.2019 08:05
Meine Wunschvorstellung zur Tarifrunde 2020 kurz und knapp:


* Jahressonderzahlung 100%, volles 13. Gehalt.
Also die JSZ auf 100% hochziehen UND ein 13. Gehalt?

Eine 100% Jahressonderzahlung ist doch ein 13. Gehalt oder nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 17.10.2019 08:08
Ja - weshalb es sich entweder um völlig überflüssige sprachliche Redundanz handelt oder Du zweimal dasselbe fordertest oder - und darauf zielt die Frage von TV-Ler - beides kumulativ fordertest.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 08:40
Eine 100% Jahressonderzahlung ist doch ein 13. Gehalt oder nicht.
Nun meine göttliche Gattin bekommt jedes Jahr ein 13. Gehalt und mitte des Jahres eine Jahressonderzahlung (diese allerdings schwankend zwischen 50% und 400%) in sofern sehe ich dort einen Unterschied.

Im TV Bereich allerdings dürfte der Sprachgebrauch von JSZ=13. Gehalt ausgehen, wobei in Einzelfällen ein ectes 13. Gehalt höher sein könnte als 100% JSZ.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 17.10.2019 08:54
also für 400 % Jahressonderzahlung verzichte ich 2 Jahre auf eine Inflationsanpassung
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Majon am 17.10.2019 08:58

Mein persönlicher Wunsch wäre dieses Mal auch die Wahlmöglichkeit: mehr Geld oder weniger Wochenstunden.

Diesem Wunsch schließe ich mich an!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 17.10.2019 09:04
Mehr Geld und weniger Stunden hört sich besser an  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 09:42
also für 400 % Jahressonderzahlung verzichte ich 2 Jahre auf eine Inflationsanpassung
Dann würd ich aber meiner göttlichen Gattin den Hintern versohlen.
BTW: Sie erhält (ohne Gewerkschaftsbeteiligung) jedes Jahr eine Inflationsanpassung, die in einer tatsächlichen Reallohnsteigerung mündet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 17.10.2019 10:11
Kann ich bestätigen, dass es solche Einzelfälle gibt. Bei uns haben ~5% der MA ein Stunden anzahl über der Kappungsgrenze, und in der Regel schaffen es bis auf wenige ~1% (die dann Mehrarbeit angeordnet bekommen, damit die Stunden nicht verfallen) diese bis zum Stichtag abzusenken....


Bei uns gibt es auch eine Grenze (glaube 50 Stunden). Sobald man 10 Stunden davon entfernt ist, wird angeordnet, dass der jeweilige Mitarbeiter (ob Führungskraft oder nicht) einen Tag Zeitausgleich nehmen muss oder zumindest die Stunden abbauen muss.

Im extremsten Notfall, kann man die Stunden von Gleitzeitkonto auf das Überstundenkonto übertragen lassen, damit es zu keinem automatischen Verfall kommt.

Ich nehme immer einen Tag Zeitausgleich, wenn ich über 25 Stunden komme.

Es gibt aber auch immer wieder Leute die nicht Zuhause bleiben wollen und immer mehr Stunden ansammeln. Die sind dann aber auch selbst Schuld.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 17.10.2019 10:22
Ist bei uns ähnlich.

Ab einer bestimmten Anzahl Plusstunden auf dem Gleitzeitkonto bekommt der direkte Vorgesetzte der Arbeitseinheit eine Mitteilung und hat mit dem betreffenden Mitarbeiter zu besprechen, wie er diese Überzahl an Stunden effektiv wieder abbauen kann (gilt bei Minusstunden im übrigen umgekehrt genauso).

Mehrstunden (bzw. Minusstunden) abgebaut werden können bis zum 30. September des nächsten Jahres (gleiche Deadline wie zum Nehmen von Urlaubstagen), dann wird automatisch gekappt. Aber auch da gibt es vorher eine Mitteilung im Intranet. Keiner bei uns kann sagen, er wüsste das nicht hätte sich nicht frühzeitig Gedanken um den Abbau bzw. Ausgleich machen können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: citizen am 17.10.2019 10:28
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme. In diesem Jahr knapp 550€. Ja OK, der Angleich kommt - ich weiß. Aber wieviel Kohle ich in den vielen Jahren "eingebüßt" habe, nur weil ich zufällig auf der falschen Seite des Kompass lebe und arbeite, traue ich mich garnicht auszurechnen.
In Verbindung mit der WAZ von 40h macht das jedenfalls immer noch einen ziemlichen Realgehaltsabstand zum Rest des Landes aus.
Zudem denke ich, dass sich verdi irgendwelche pillepalle Prozente schenken kann. Marginale Gehaltssteigerungen machen für den Einzelnen nur wenig aus, belasten aber in der Gesamtheit die AG.
Ich wäre mit einer kleinen Verringerung der WAZ und vielleicht etwas mehr Urlaub schon ganz gut bedient.
Und ja, ich bin auch selbst Klugscheißer genug, zu wissen, dass auch das - umgerechnet in Reallohn - den AG belastet...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 17.10.2019 12:15
Ob im Rahmen von Kappungsgrenzen oder im Rahmen von Stundenkonten ist wumpe, die Frage von Verdi ist einfach schlecht gestellt!

Citzizen: Arbeitszeitverkürzungen sind vor allem für den AG interessant, da Sie den Personaleinsatz effizienter gestalten. Hier gewinnt der AG immer, der AN nur teilweise. Und der Steuerzahler schaut entgeistert zu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 17.10.2019 12:29
also ich schiebe auf meinem Stundenkonto immer plus minus 50 Minuten vor mir her.
Jeder hat halt andere Prioritäten aber mein liegen in regelmäßigem Feierabend, was Anderes dankt mir hier eh Keiner.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 13:27
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme.
Und den höheren EGs kotzt es nach wie vor massivst an, dass sie immer noch weniger JSZ bekomme.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 17.10.2019 13:52
Ob im Rahmen von Kappungsgrenzen oder im Rahmen von Stundenkonten ist wumpe, die Frage von Verdi ist einfach schlecht gestellt!

Jup, finde ich auch. Ich hoffe ja immer auf der Beste, da ich zugleich aber mit dem Schlimmsten rechne, würde es mich vermutlich nicht mal in Staunen versetzen, wie viele Leute da wohl angegeben haben, sie würden täglich soo viel länger arbeiten, obwohl sie das am Freitag dann schon wieder rausholen, wenn sie früher ins Wochenende entschwinden.

also ich schiebe auf meinem Stundenkonto immer plus minus 50 Minuten vor mir her.
Jeder hat halt andere Prioritäten aber mein liegen in regelmäßigem Feierabend, was Anderes dankt mir hier eh Keiner.

Das halte ich ähnlich. Ich achte darauf, nach unten hin nicht unter die rote Linie zu gelangen (5 Minusstunden) und wenn etwas Akutes und Wichtiges ansteht, arbeite ich auch schon mal deutlich länger, das hole ich mir zu anderen Zeiten, wo wenig zu tun ist, dann aber wieder raus. Ich habe nicht vor, irgendjemandem meine freie Zeit zu schenken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: citizen am 17.10.2019 13:59
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme.
Und den höheren EGs kotzt es nach wie vor massivst an, dass sie immer noch weniger JSZ bekomme.

Hä?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 16:16
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme.
Und den höheren EGs kotzt es nach wie vor massivst an, dass sie immer noch weniger JSZ bekomme.

Hä?
Wie HÄ? Der EG7er bekommt knap 60% JSZ der EG10 nur 53% das gehört genauso abgeschafft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Speech am 17.10.2019 19:24
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 17.10.2019 19:55
Speech, woher kommen diese genauen Prozentwerte?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Masterofdesaster am 18.10.2019 04:53
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Das ist ja der Hammer  ::)
Aber gut, heißt ja auch Wunschvorstellung... 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Masterofdesaster am 18.10.2019 05:03
Also ich wünsche mir eine reale 3! vor dem Kommar (pro Jahr), aber realistisch ist wohl eher ein Korridor von 2,2-2,8% p.a. - es wird mit der schwächelnden Konjunktur argumentiert werden. Ich hoffe Verdi kontert entsprechend mit den größtenteils vollen Töpfen in den Kommunen!

Und dann müssen endlich diese krummen Zahlen bei der JSZ weg! Im Idealfall Anhebung! Und da immer von den Fach- und Führungskräten gesprochen wird, hoffe ich auch auf eine Angleichung, z.B. für alle 80%! Aber da wird Verdi wieder einknicken... wenn man bei der JSZ die Entwicklung genau betrachtet, hat uns Verdi bei den letzten Tarifrunden schön was vorgegaukelt... 3% Erhöhung o.ä. - DENKSTE! Hat man dann die Senkungen bei der JSZ berücksichtigt, waren es doch nur 2,x%, wenn überhaupt! Hier MUSS Verdi diesmal Stärke zeigen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 18.10.2019 06:41
EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)
Welche Stufen sollen denn bei EG1-EG9c wegfallen?
- Stufen 2-6?
- Stufen 1-5?
- Stufen 1-3 und 5-6?
oder noch eine andere Variante?

Zitat
EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen diesen Wunschvorstellungen und den Wunschvorstellungen oben?
Besteht ein Zusammenhang?

Zitat
Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Es gäbe aber auch weniger Freizeit für den Besuch des kollektiven Freizeitparks, mit allen Folgen, die sich daraus möglicherweise ergeben ...

Zitat
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.
Wie unterscheidest du zwischen jenen, die „krank feiern“ und jenen, die tatsächlich krank sind?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.10.2019 07:05
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.
Ab welcher EG soll es Nutten und Koks zur Mittagspause geben?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.10.2019 07:14
Zitat
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.
Wie unterscheidest du zwischen jenen, die „krank feiern“ und jenen, die tatsächlich krank sind?

Warum müßte er dazwischen unterscheiden? Ich sehe keinen Unterschied darin, warum jemand Geld kostet und keine Leistung erbringt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 18.10.2019 07:15

Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.


Damit würde man die JSZ zu einer Art Leistungsbewertung machen, was den Zweck verfehlt. Es wäre quasi eine Bonuszahlung auf Grundlage von erbrachter Leistung. Ich glaube rechtliche dürfte diese nur sehr begrenzt Krankheitstage als Kriterium heranziehen und das auch nur, wenn das vorher im Arbeitsvertrag genau geregelt ist.

Man kann das Pferd nur andersum aufsatteln, nämlich mit einer (von Anfang an) vereinbarten Anwesenheitsprämie. Auch hier ist der Handlungspielraum aber begrenzt.

Beispiel Zitat:

Zitat
Rechtlich ist eine solche Konstruktion in bestimmten Grenzen möglich. Bei der Anwesenheitsprämie handelt es sich um eine Sondervergütung, weil sie zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt gezahlt wird.

Eine solche Sondervergütung bei Ausfallzeiten wegen Krankheit darf der Arbeitgeber kürzen, aber nur um ein Viertel eines durchschnittlichen Tageslohns pro Krankheitstag.

Beispiel: Ein Beschäftigter, der 40 Stunden in der Woche zum Mindestlohn von 8,84 Euro arbeitet, erhält ein vertraglich vereinbartes Weihnachtsgeld von 500 Euro. Im zurückliegenden Jahr war er 20 Tage arbeitsunfähig krank.


Tageslohn 70,72 Euro (8 x 8,84)
Kürzung also um 17,68 pro Krankheitstag möglich (70,72/4)
Bei 20 Tagen also insgesamt 336,60 Euro (17,68 x 20)
Damit muss das Weihnachtsgeld noch mindestens 163,40 Euro betragen (500 - 336,60)



Auch eine Anwesenheitsprämie kann nur anteilig gekürzt werden. Jede Vereinbarung, die für die Beschäftigten ungünstiger ist, ist unwirksam.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.10.2019 07:18
Das gilt nur für Arbeitsverträge. Die Tarifvertragsparteien haben einen deutlich größeren Spielraum.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.10.2019 07:21

Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.


Und damit eine Prämie für Anwesenheit einführen mit dem Ergebnis, dass sich Leute krank zur Arbeit schleppen und möglicherweise noch den ganzen Flur anstecken? Nein danke.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 18.10.2019 07:26
Die JZS ist Bestandteil des Gehaltes. Sowas könnte man aber im Rahmen des LOB machen, in anderen Firmen ist es ja durchaus üblich Prämien zu zahlen für wenig Krankentage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.10.2019 07:39
Die JZS ist Bestandteil des Gehaltes. Sowas könnte man aber im Rahmen des LOB machen, in anderen Firmen ist es ja durchaus üblich Prämien zu zahlen für wenig Krankentage.

Ja, habe ich auch schon von gelesen und das mag da üblich sein, halte ich aber trotzdem nichts von und bin ganz froh, dass es im öD eben nicht so ist. Krank ist krank und keiner sollte sich zur Arbeit schleppen müssen bzw. freiwillig zur Arbeit schleppen weil sonst das Entgelt gekürzt wird bzw. es sonst keine Prämie gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.10.2019 07:39
Die JZS ist Bestandteil des Gehaltes. Sowas könnte man aber im Rahmen des LOB machen, in anderen Firmen ist es ja durchaus üblich Prämien zu zahlen für wenig Krankentage.

Die JSZ ist das, was die Tarifvertragsparteien vereinbaren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.10.2019 07:54

Ja, habe ich auch schon von gelesen und das mag da üblich sein, halte ich aber trotzdem nichts von und bin ganz froh, dass es im öD eben nicht so ist. Krank ist krank und keiner sollte sich zur Arbeit schleppen müssen bzw. freiwillig zur Arbeit schleppen weil sonst das Entgelt gekürzt wird bzw. es sonst keine Prämie gibt.
Wer krank IST, darf eigentlich nur solche Dinge tun, die der Gesundung dienen. Genaugenommen geht's ja hier um die (voraussichtliche) Arbeitsunfähigkeit.
Dem AG obliegt im Rahmen seiner Fürsorgepflicht ja festzustellen und zu prüfen, ob der Arbeitnehmer seine Arbeit gewissenhaft erledigen kann oder eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt.  Der Arbeitgeber darf dann entscheiden, ob der Arbeitswillige seiner Arbeit trotz AU nachgehen darf und muss das Angebot zur (vorzeitigen) Arbeitsleistung nicht annehmen.

So etwas mit JSZ oder LOB zu kombinieren halte ich für asozial und absolut nicht zielführend. Genauso asozial wie alle paar wochen "krank" zu feiern. Dies sollte kein Thema für die Tarifvertragsparteien sein. Der AG kennt doch seine Pappenheimer und es gibt andere Mittel und Wege
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Hr. Gesheimer am 18.10.2019 08:42
Ich wünsche mir eine ganz einfache lineare Anhebung der Tabellenentgelte von 3,5 % p.a.,  Laufzeit gerne länger.

Im Gegenzug bin ich gerne bereit, die "Ungerechtigkeiten" bezüglich JSZ, Angleichung Ost, Erfahrungsstufen weiter geduldig zu ertragen.

Alternativ könnte ich mir eine möglichst einkommensneutrale Arbeitszeitverkürzung vorstellen, das entspräche dann einer Kürzung von ca. 3,4 % der Arbeitszeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 18.10.2019 09:25
bzgl. der Diskussion ein Hinweis zur Sprachregelung:
Es gibt eine Menge Kranker Menschen die täglich 8h arbeiten.
Krank sein heißt nicht arbeitsunfähig sein.

Und anhand von Fehltagen wg. AU eine Leistung abzulesen ist wiedermal der Faulheit der öDler geschuldet sich mit Bewertungen der geleisteten Arbeit abzugeben.
Leistung ist Arbeit durch Zeit. Das bedeutet, dass nur bei gleicher Arbeit die Leistung sinkt, wenn man weniger Zeit zur Verfügung hat. Es spricht aber nichts dagegen, dass jemand der ein paar Fehltage hat, nicht trotzdem mehr geleistet hat als einer der nie einen AU Tag hatte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.10.2019 09:43
bzgl. der Diskussion ein Hinweis zur Sprachregelung:
Es gibt eine Menge Kranker Menschen die täglich 8h arbeiten.
Krank sein heißt nicht arbeitsunfähig sein.

Guter Hinweis, danke. Werde ich auch versuchen, in Zukunft drauf zu achten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 18.10.2019 10:59
Krank sein (Arbeitsunfähig sein) gehört zum Mensch sein dazu. Das hört sich vielleicht geschwollen an. Aber es ist nun mal so. Die entscheidende Frage ist, ob man den Arbeitgeber diese Pflicht (bis 6 Wochen) auferlegt oder nicht. Alternativ könnte man auch sagen, dass jeder Pech hat, wenn er arbeitsunfähig ist (dann bekommt er eben kein Gehalt bzw. hat keine Einnahmen in der Zeit - kann dann aber auch das Problem der Allgemeinheit werden). Oder der Staat springt vom ersten Tag an ein. Dann muss er es finanzieren können und müsste es über Abgaben wieder einholen. Das muss der AG genauso.
Da ich prinzipiell denke, dass jemand, der aus einer Sache Vorteile zieht, eben auch die negative Seiten tragen muss, halte ich unser System für richtig. Das dies ausgenutzt wird, ist natürlich ärgerlich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 18.10.2019 16:23
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Das ist ja der Hammer  ::)
Aber gut, heißt ja auch Wunschvorstellung... 8)

Ironie.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pan Tau am 18.10.2019 17:45
Ich wäre für einen tariflich festgelegten Mindeststandart auf WC-Papier., min. 4-Lagen- hohe Nass und Trockenfestigkeit, sowie Durchstanzsicherheit und attestierter Weichheit in einem randomisierten Blindtest in Anlehnung an DIN 10 954 durch sensorischen Paarvergleich! In jeder Dienststelle, in der ich bis heute beschäftigt war, war das WC-Papier ein absolutes Ärgernis.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 18.10.2019 17:57
Eine Standarte auf jeder Toilettenrolle. Ja genau, vollkommen richtig!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 19.10.2019 11:51
4-Lagig muss man sich erstmal leisten können, ich bin froh wenn die kostenlose Samstags-Zeitung kommt als not Reserve für mein 2 lagiges.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Fast Eddie am 19.10.2019 19:30
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Bei dieser Forderung frage ich mich: Hast du schon mal ein psychiatrisches Gutachten für dich beantragt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 19.10.2019 21:22
4-Lagig muss man sich erstmal leisten können, ich bin froh wenn die kostenlose Samstags-Zeitung kommt als not Reserve für mein 2 lagiges.

Es heißt "Notreserve". Nie am Toilettenpapier sparen, sonst klebt die Scheiße am Finger. Ich kenne den Osten, ich weiß wovon ich - gezwungenermaßen - spreche!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 19.10.2019 23:57
4-Lagig muss man sich erstmal leisten können, ich bin froh wenn die kostenlose Samstags-Zeitung kommt als not Reserve für mein 2 lagiges.

Es heißt "Notreserve". Nie am Toilettenpapier sparen, sonst klebt die Scheiße am Finger. Ich kenne den Osten, ich weiß wovon ich - gezwungenermaßen - spreche!

Ironie.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 19.10.2019 23:59
Bin ich mir unsicher. War letzte Woche erst im "Hultschiner Ländchen".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Britta2 am 21.10.2019 07:45
Mehr Geld und weniger Stunden hört sich besser an  ;D

Mittlerweile liest man überall, dass die Mehrheit lieber weniger Wochenstunden statt mehr Geld haben will.
Dann tippe ich auf diese "hart erkämpften" Ergebnisse. "Ihr kriegt, was Ihr wollt!"
Anders gesagt - bei weniger Stunden die bisherigen 100% Pensum schaffen. Dafür weniger Kohle. Später geringe Rente weil kurzsichtig. Applaus. ÖD eben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 21.10.2019 09:24
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 09:25
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.

Wer "Dienst nach Vorschrift" verinnerlicht hat wird insofern frei von schädlichen Gedanken:-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 21.10.2019 09:50
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.

Leider kann der Antrag auf TZ eben abgelehnt werden. Bei uns gibt es zwei Vollzeit Bauingenieure. Keiner von uns beiden darf auf TZ gehen, da dies aus betrieblichen Gründen nicht geht.

Und 2 Stunden mehr Freizeit pro Woche würden mir persönlich einfach mehr bringen, als vlt. 80€ mehr oder so, wovon am Ende nicht mal 40€ übrig bleiben.


Aber wie so viele hier ja schon gesagt haben, am besten wäre einfach ein Wahlsystem wie es viele andere auch haben. Wurde ja auch erst kürzlich von Verdi bei der Postbank ausgehandelt.

Einfach den Leuten die Wahl geben ob sie X% mehr Geld haben wollen oder eben 1-2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit. So wird jeder am Ende glücklich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 21.10.2019 10:08
Hast du denn schon einmal einen Antrag auf Reduzierung um 2 Stunden gestellt? 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 21.10.2019 10:27
Anders gesagt - bei weniger Stunden die bisherigen 100% Pensum schaffen. Dafür weniger Kohle. Später geringe Rente weil kurzsichtig.

Dann arbeite ich eben montags und dienstags länger bzw. so lange wie ich vorher gearbeitet hätte, um die bisherigen 100% über die Woche zu schaffen und freue mich darüber, dass es freitags mit dem frühen Feierabend um Eins auf alle Fälle klappen wird, da ich ja nun 2 Stunden weniger arbeiten muss als früher.

Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten? Die Kohle verharrt dann erst mal auf dem jeweils aktuellen Wert, aber sie wird nicht weniger (außer die Tarifvertragsparteien vereinbaren, dass meine EG und Stufe in Zukunft weniger Geld erhalten soll). Äquivalent mit der Rente.
Und die paar Prozentpunkte Inflation stören mich bis zur nächsten Tarifrunde dann auch nicht, das sind mir frühere Feierabende und damit Lebenszeit, die ich nicht für andere einplanen muss, durchaus wert.

Wie Kryne schon schrieb, ein Wahlsystem wäre da noch am besten, dann könnte jeder seine eigenen Situation entsprechend entscheiden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2019 11:10
Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten?
Weil bei einer 40h Woche 2h weniger bei vollem Lohnausgleich?
Schon mal ausgerechnet wie viel Prozent mehr die anderen bekommen müssten, damit sie auf den gleichen Stundenlohn kommen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: wap am 21.10.2019 11:25
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.

Leider kann der Antrag auf TZ eben abgelehnt werden. Bei uns gibt es zwei Vollzeit Bauingenieure. Keiner von uns beiden darf auf TZ gehen, da dies aus betrieblichen Gründen nicht geht.

Und 2 Stunden mehr Freizeit pro Woche würden mir persönlich einfach mehr bringen, als vlt. 80€ mehr oder so, wovon am Ende nicht mal 40€ übrig bleiben.


Aber wie so viele hier ja schon gesagt haben, am besten wäre einfach ein Wahlsystem wie es viele andere auch haben. Wurde ja auch erst kürzlich von Verdi bei der Postbank ausgehandelt.

Einfach den Leuten die Wahl geben ob sie X% mehr Geld haben wollen oder eben 1-2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit. So wird jeder am Ende glücklich.

Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 11:41

Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.

Die Verfahrensweise "Dienst nach Vorschrift" ist nicht jedem zugänglich und ohne psychischen Stress möglich. Sollte Sie aber.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 21.10.2019 11:50
Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten?
Weil bei einer 40h Woche 2h weniger bei vollem Lohnausgleich?
Schon mal ausgerechnet wie viel Prozent mehr die anderen bekommen müssten, damit sie auf den gleichen Stundenlohn kommen?

Um genau zu sein eine 39-h-Woche, und ob es 3 h weniger sind, 2 oder nur 1,5 oder nur eine ist mir relativ wurscht. Ich weiß nicht, wie viel die anderen dann mehr bekommen würden, aber dann ist es eben so, stört mich nicht, wenn die dann eben etwas mehr Geld in der Tasche haben, mir selber wird ja nichts weggenommen, also verliere ich auch nichts, habe dafür aber mehr Freizeit. Für mich in meiner aktuellen Lebenssituation eine durchaus attraktive Option.


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2019 11:51
Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.
Deswegen ist ja der AG dämlich wenn er solche kleinen TZ nicht zu zustimmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 21.10.2019 11:58
2 Stunden die Woche weniger arbeiten (von 40 auf 38 Wochenstunden) duerften ueber den Daum gepeilt ca. 190 Euro mehr Brutto im Monat bedeuten wenn jemand der 4000.Brutto verdient sich fuer das Geld entscheidet anstatt 8 Stunden mehr Freizeit im Monat
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 11:59
Deswegen ist ja der AG dämlich wenn er solche kleinen TZ nicht zu zustimmen.

Oder über seinen Verband solch Flexibilitäten initiativ in die Verhandlungen einbringt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 12:01
2 Stunden die Woche weniger arbeiten (von 40 auf 38 Eochenstunden) duerften ueber den Daum gepeilt ca. 190 Euro mehr Brutto im Monat bedeuten wenn jemand der 4000.Brutto verdient sich fuer das Geld entscheidet anstatt 8.Stunden mehr Freizeit.

1 Stunde sind bei mir netto etwa 50 €, ungefähr so viel wie der Soli. Da dieser ab 2021 abgeschafft wird könnten wir für die vernachlässigte Klientel ab 9b eine Stundenverkürzung ohne Nettoverlust durchbringen.

Die anderen könnten von einer Erhöhung des Flaschenpfandes profitieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 21.10.2019 12:13
...ihr wisst aber schon, dass die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrages erst am 31.08.2020 endet?...sich jetzt schon Gedanken über die Höhe einer Tariferhöhung zu machen, finde ich ziemlich albern (wenn das Ergebnis vielleicht sogar erst 2021 feststeht)... ::)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Speech am 21.10.2019 12:23
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Bei dieser Forderung frage ich mich: Hast du schon mal ein psychiatrisches Gutachten für dich beantragt?

blub
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 21.10.2019 12:26
...ihr wisst aber schon, dass die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrages erst am 31.08.2020 endet?...sich jetzt schon Gedanken über die Höhe einer Tariferhöhung zu machen, finde ich ziemlich albern (wenn das Ergebnis vielleicht sogar erst 2021 feststeht)... ::)

das ist wie beim Lotto spielen, was würde ich mit den vielen Millionen wohl machen :)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 21.10.2019 12:50
Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten?
Weil bei einer 40h Woche 2h weniger bei vollem Lohnausgleich?
Schon mal ausgerechnet wie viel Prozent mehr die anderen bekommen müssten, damit sie auf den gleichen Stundenlohn kommen?

Tja das bringen alle Wahlmöglichkeiten die ich bisher gesehen habe so mit. Die Stunden sind rein rechnerisch IMMER besser als die % Erhöhung.

Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.

Was geht mich das an ? Ist Sache des AGs sich darum zu kümmern wer welche Arbeit wann erledigt. Ich bin nicht verantwortlich für die Organisation der Abläufe.

Was meinst du denn wer bei den IGM Betrieben die Arbeit dann gemacht hat, als die auf eine 35 Stunden Woche umgestellt haben ?

Oder was meinst du wer bei der DB Netz die Arbeit eines Ingenieurs macht, der sich für 2 Stunden weniger entscheidet anstatt mehr Geld ?

Ich kann es dir nicht sagen, weil es mir egal ist :)

Man könnte mal gewisse Abläufe optimieren, damit würde man viel Zeit gewinnen. Ich mache genug Verwaltungsschriftkram für den man keinen Ingenieur braucht, der auch nicht in meiner Stellenbeschreibung auftaucht und den ich abgeben könnte an eine VFA, da gibt's genug hier die nur Däumchen drehen den halben Tag und es gibt genug TZ Kräfte hier die gerne 1-2 Stunden mehr hätten. Also mir würde einiges einfallen. Aber wie gesagt, ist nicht meine Aufgabe sich darüber Gedanken zu machen.
 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: heike2106 am 21.10.2019 15:13
Der West-Kollege schafft seine Arbeit doch auch in 39 Stunden, warum sollte der Ost-Kollege 40 Stunden dafür benötigen? Mit 38 Stunden wäre es auch nicht anders.

Und wenn mal mehr anfällt, kann man auch mal Mehrstunden aufbauen, die man in Zeiten von geringeren Arbeitsaufkommen wieder abfeiern kann. Diese Zeiten hat fast jeder. Gern genutzt zum Beispiel zwischen Weihnachten und Neujahr...

Langzeitkranke etc. müssen genauso abgefangen werden. Wieso sehen sich die meisten AN da eigentlich selbst in der Pflicht?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 21.10.2019 15:18
Langzeitkranke etc. müssen genauso abgefangen werden. Wieso sehen sich die meisten AN da eigentlich selbst in der Pflicht?

Weil die meisten AG tatsächlich nicht reagieren und Mitarbeiter es aus verschiedensten Gründen zu ihren Aufgaben machen.
Das das nicht richtig ist, ist uns allen bekannt. Kommt aber regelmäßig vor. Meistens muss es immer erst einen großen Knall geben, bevor der AG reagiert. Als Beispiele würden mir da vor Jahren die Beihilfestelle oder die Kfz-Zulassung in Berlin einfallen.

So lange die Mitarbeiter die Probleme "auffangen" wird der AG auch nicht tätig werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 21.10.2019 22:34
Bisher dreht es sich nur um Geld/weniger Stunden als Wunschvorstellung.

Wieso wird das Thema der größeren Spreizung der einzelnen EG bisher nicht aufgeführt? Fände ich deutlich spannender.

Oder die Diskussion einer "Leistungsbezogenen Komponente" statt einer "sozialen Komponente".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 06:40
Es gab doch einen entsprechenden Beitrag: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,112665.msg150483.html#msg150483
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 22.10.2019 07:09
Zitat
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.
Wie unterscheidest du zwischen jenen, die „krank feiern“ und jenen, die tatsächlich krank sind?

Warum müßte er dazwischen unterscheiden? Ich sehe keinen Unterschied darin, warum jemand Geld kostet und keine Leistung erbringt.
Zur Förderung der Motivation der einen wie der anderen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 07:17
Die einen sind arbeitsunfähig erkrankt. Die brauchen keine Motivation. Die anderen werden extrinsisch durch die Maßnahme motiviert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 22.10.2019 07:24
Die einen sind arbeitsunfähig erkrankt. Die brauchen keine Motivation. Die anderen werden extrinsisch durch die Maßnahme motiviert.
Die arbeitsunfähig Erkrankten brauchen vielleicht keine Motivation. Sie werden aber dazu Motiviert, auch mal "krank zu feiern", wenn alles über einen Kamm geschert wird und die JSZ eh futsch ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 07:27
Da wir AN mit schwächlicher Konstitution regelmäßig aussortieren, werden sie mutmaßlich vermeiden, durch zusätzliche Krankheitstage diesen Eindruck zu vermeiden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 22.10.2019 12:03
da hilft nur Betriebssport als Teil der Arbeitszeit im Tarifvertrag verankern.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2019 12:31
da hilft nur Betriebssport als Teil der Arbeitszeit im Tarifvertrag verankern.
Einige Beamte bei der Polizei müssen sogar zum Sport UND zur Entspannungsübungen während der Dienstzeit....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Hasentreter am 22.10.2019 12:37
Wunschvorstellung auf 2 Jahre:
E13-15: +6%
E9a-12: +4%
E5-E8: 0%
E1-E4: -4%

-1 Wochenarbeitsstunde im ersten Jahr und Angleichung Arbeitszeit Ost an West.
-2 Wochenarbeitsstunden im zweiten Jahr

+2 Urlaubstage im Jahr

Feiertage die auf arbeitsfreie Zeiten fallen werden nachgeholt.

Abschaffung LOB

JSZ auf 100% anheben und pauschal jährlich 500€ Urlaubsgeld für jeden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 22.10.2019 12:38
...du hast die Rente mit 60 vergessen... ;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 22.10.2019 14:45
hab hier nun einige Seiten überflogen und klinke mich gern ein...
geht ja um "Wunschvorstellungen"

Abschaffung der Stufen finde ich nicht gut - so ist immer noch etwas "mehr" erreichbar und dies motiviert schon in irgend einer Form.
Jedoch sind die Laufzeiten wirklich utopisch.
Ich habe im Jahr 2010 ausgelernt und bin immer noch auf Stufe 4 in der aktuellen EG, durch "Höhergruppierung" zwischendurch - und da war sogar eine Stufenverkürzung nach 1 Jahr Stufe 3 in Stufe 4 dabei...

Daher sehen meine Wünsche wie folgt aus:

- 6% Erhöhung für alle Gruppen...kein Unterschied, ob EG 5 - 9 oder 10 - ...
Schließlich zahlt man ja auch die Sozialabgaben prozentual...auch unabhängig der EG.

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West

- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren

- Arbeitszeiterfassung für Wochenendbereitschaft i.H.v. 8h / Tag zuzüglich einer Entschädigung in Höhe von 200 Euro / Brutto je Bereitschafts-Wochenende. (da man hier zB. nicht in den Urlaub fahren kann etc.)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 22.10.2019 14:46
Sowie Nutten und Koks zur Mittagspause... Aber das sagte ich ja bereits.

Gibt es 'ne fundierte Zahl zu der i.R. des TVÖD VKA "gezahlten" LOB bzw. wie viel Finanzmittel würden bei einer Abschaffung frei?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 22.10.2019 14:48
Müssten  ja immer noch 2% der Jahreseinkünfte der Tarifbeschäftigten sein, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 22.10.2019 14:53

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West



Auf 40 Stunden für alle?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.10.2019 18:51



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 19:06
Naja, sind nicht gerade die kommunalen AG in ihrer Eigenschaft als Kommune Nutznießer des Engagements in der FFW?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 22.10.2019 19:20
Der Auftrag der Gefahrenabwehr dürfte - zumindest bei uns - in der FFW bei etwas 10 bis 20 Prozent liegen. Der Rest ist soziales Zusammenkommen zu fördern.

Es ist bei uns in der Politik völlig klar, daß 4/5 der FFW abgeschafft werden können. Sie werden aber als Dorfförderung weiter beibehalten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 19:29
Komisch, hier denkt man gerade über die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr nach, weil sich nicht genug Freiwillige finden. Hier gibt es allerdings eine hohe Lebensqualität durch ein sehr großes kulturelles und sonstiges Unterhaltungsangebot, so daß man nicht auf Vereinsmeierei angewiesen ist, um sich die Zeit zu vertreiben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BeamterBR am 22.10.2019 20:19
Komisch, hier denkt man gerade über die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr nach, weil sich nicht genug Freiwillige finden. Hier gibt es allerdings eine hohe Lebensqualität durch ein sehr großes kulturelles und sonstiges Unterhaltungsangebot, so daß man nicht auf Vereinsmeierei angewiesen ist, um sich die Zeit zu vertreiben.

In vielen ländlichen Regionen hier in der Gegend ist die FFW die einzige "Gemeinschaft" innerhalb der Gemeinde und Grund für den Großteil des Unterhaltungsangebots, ohne dass man nicht mindestens 25 min mit dem Auto in die nächste größere Stadt fahren muss. Die Abschaffung einzelner Feuerwehren in den Gemeinden wäre ohne eine große Verlängerung der Einsatzzeit auch nicht möglich.




- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Gleichzeitig gibt es allerdings auch hier Probleme die Einsatzbereitschaft gerade innerhalb der "normalen Arbeitszeiten" werktags sicherzustellen. Der Brandschutz ist hier pflichtige Aufgabe der Gemeinde. Bienenzucht, Tierheime oder Vogelschutz gehören nicht direkt dazu.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.10.2019 20:43
Tischutz auch.

Ich sehe die Notwendigkeit einer FFW absolut ein. Jedoch sehe ich keine Notwendigkeit, dass der AG dies fördert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 22.10.2019 21:56
Komisch, hier denkt man gerade über die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr nach, weil sich nicht genug Freiwillige finden. Hier gibt es allerdings eine hohe Lebensqualität durch ein sehr großes kulturelles und sonstiges Unterhaltungsangebot, so daß man nicht auf Vereinsmeierei angewiesen ist, um sich die Zeit zu vertreiben.

Das hat sicher auch mit der Mentalität zu tun. Das Ehrenamt steht hier sehr hoch im Kurs. Wir wurden als Seminarteilnehmer mit 12 Leuten blöd angeschaut als wir in der Großstadt zum Blutspenden kamen. Das Personal war total überfordert. Hier sind lange Wartezeiten beim Blutspenden die Regel; und auch das andere Ehrenamt wird gerne wahrgenommen.

Eine Arbeitszeitverkürzung könnte dieses volkswirtschaftliche Potential weiter steigern.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 22.10.2019 22:17

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West



Auf 40 Stunden für alle?

Meinetwegen auch das! Finde nur die Ungleichbehandlung nicht fair...
lieber wär mir natürlich auch 39h für alle.

Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Wir sind zB Träger der Freiwilligen Feuerwehren, als MA sind wir auch angehalten, Mitglied einer solchen FFW zu sein. Grund hierfür ist auch nachvollziehbar > Mitgliedermangel
Viele sind auf Montage und andere interessieren sich nicht für die Feuerwehr.
Dennoch muss die EInsatzbereitschaft abgedeckt sein.

Eine Berufsfeuerwehr lässt sich auf Grund der Kosten nicht umsetzen...

Mit einem Imkerverein etc. würde ich das ganze nicht vergleichen. HIer geht es um Rettungskräfte und jeder ist froh, wenn er sie braucht und diese da sind.

Warum also nicht honorieren das Ganze?

Ich finde zB viel Schlimmer, dass LOB per Gießkanne verteilt werden kann.
So bekommen auch die etwas vom Kuchen ab, die nicht mal die eigene Arbeit ordentlich ausführen...
Soll das Geld lieber auf diejenigen verteilt werden, die sich für das Gemeinwohl engarieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.10.2019 22:39
Ich bin auch für eine entsprechende finanzielle Unterstützung. Nur eben nicht vom Arbeitgeber. Das sollte mittels Anhebung einer vernünftigen Ehrenamtspauschale, oder eine direkte Bezahlung der einzelnen erbrachten Stunden erfolgen.

Das Thema LOB ist auch ein ganz heißes Eisen. Da wirst du hier geteert und gefedert. Ich erinnere mich noch gut an den Thread vor der letzten Tarifrunde. Herrlich.  ;D

Achtung jetzt kommts, als Wunschtraum:

Bei der Bewertungsmatrix für LOB sollte das Thema Ehrenamt aufgenommen werden.

Gute Nacht ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 22.10.2019 22:49
- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West
Auf 40 Stunden für alle?

Meinetwegen auch das! Finde nur die Ungleichbehandlung nicht fair...
lieber wär mir natürlich auch 39h für alle.
Oder Anpassung nach lokaler Produktion mit BIP pro Kopf oder Bundesland?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 23.10.2019 07:03

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West



Auf 40 Stunden für alle?

Meinetwegen auch das! Finde nur die Ungleichbehandlung nicht fair...
lieber wär mir natürlich auch 39h für alle.



Diese Ungleichbehandlung gibt es aber auch zwischen Angstellten und Beamten. Die BEamten müssen je nach Dienstherr bis zu 3 Stunden die Woche länger arbeiten als ihre angestellten Kollegen. Das dürfte auch der Waschtag nicht kompensieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 07:10
Dieser Gleichheitsunfug ist ja bereits bei den TB Unfug. Beamte sind darüber hinaus nicht einmal Bestandteil oder Betroffene von Tarifverhandlungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 23.10.2019 07:14
Mit der Ausnahme, dass bspw. NRW dass Ergebnis der %-Steigerung zeitverzögert auf die Besoldung überträgt. Insofern schon betroffen.

Aus welchem historischem Grund gibt es denn (immer)noch den nterschied bei den TB Ost / West?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 23.10.2019 07:21
Achtung jetzt kommts, als Wunschtraum:

Bei der Bewertungsmatrix für LOB sollte das Thema Ehrenamt aufgenommen werden.

genau dies hatten wir hier mal angestoßen...bzw. ähnlich
leider ohne erfolg

Diese Ungleichbehandlung gibt es aber auch zwischen Angstellten und Beamten. Die BEamten müssen je nach Dienstherr bis zu 3 Stunden die Woche länger arbeiten als ihre angestellten Kollegen. Das dürfte auch der Waschtag nicht kompensieren.

da gebe ich dir recht, auch hier sollten die 39h dann gelten
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 23.10.2019 07:37

Ich finde zB viel Schlimmer, dass LOB per Gießkanne verteilt werden kann.
So bekommen auch die etwas vom Kuchen ab, die nicht mal die eigene Arbeit ordentlich ausführen...
Soll das Geld lieber auf diejenigen verteilt werden, die sich für das Gemeinwohl engarieren.

Glaubst du ernsthaft bei einem System, das nicht per Gießkanne verteilt wird, gehen viele leer aus ?

Bei uns wird tatsächlich mit Punkten bewertet bzw. mit Prozenten. Ob diese Bewertungen die tatsächliche Leistung widerspiegeln sei mal dahingestellt.

Es gab hier bei uns in der gesamten Kommune in einer anderen Abteilung genau einen Kollegen der so bewertet wurde, dass er leer ausging. (Er und sein Chef können sich absolut nicht leiden). Gab einen riesen Krach.

Dieser Kollege war dann dieses Jahr 7 Monate krank wegen Burnout. Alle anderen in der Abteilung durften seine Arbeit mitmachen. Inzwischen ist er wieder da und wurde auf eine Stelle versetzt mit wesentlich weniger anfallender Arbeit und noch mehr Flexibilität was die Arbeitszeiten angeht, natürlich zu den gleichen Bezügen (EG8), obwohl die Stelle jetzt eigentlich eine EG5 wäre.

LOB abschaffen ist das einzig Sinnvolle. Eine konsequent durchgezogene Bewertung bringt mehr Ärger als Nutzen am Ende. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 07:43
Mit der Ausnahme, dass bspw. NRW dass Ergebnis der %-Steigerung zeitverzögert auf die Besoldung überträgt. Insofern schon betroffen.

Das ist nicht Ergebnis von Tarifverhandlungen, es ist Ergebnis eines jeweils zu beschließenden Landesgesetzes, das dies so oder auch anders regeln könnte.

Zitat
Aus welchem historischem Grund gibt es denn (immer)noch den nterschied bei den TB Ost / West?

Vielleicht weil man dort die Berechnung nach §6 Abs. 1 lit. a), die mal zu mehr, mal zu weniger und mal zu genau 40h führt, zurecht für dämlich gehalten hat?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 07:50

Ich finde zB viel Schlimmer, dass LOB per Gießkanne verteilt werden kann.
So bekommen auch die etwas vom Kuchen ab, die nicht mal die eigene Arbeit ordentlich ausführen...
Soll das Geld lieber auf diejenigen verteilt werden, die sich für das Gemeinwohl engarieren.

Glaubst du ernsthaft bei einem System, das nicht per Gießkanne verteilt wird, gehen viele leer aus ?

Bei uns wird tatsächlich mit Punkten bewertet bzw. mit Prozenten. Ob diese Bewertungen die tatsächliche Leistung widerspiegeln sei mal dahingestellt.

Es gab hier bei uns in der gesamten Kommune in einer anderen Abteilung genau einen Kollegen der so bewertet wurde, dass er leer ausging. (Er und sein Chef können sich absolut nicht leiden). Gab einen riesen Krach.

Dieser Kollege war dann dieses Jahr 7 Monate krank wegen Burnout. Alle anderen in der Abteilung durften seine Arbeit mitmachen. Inzwischen ist er wieder da und wurde auf eine Stelle versetzt mit wesentlich weniger anfallender Arbeit und noch mehr Flexibilität was die Arbeitszeiten angeht, natürlich zu den gleichen Bezügen (EG8), obwohl die Stelle jetzt eigentlich eine EG5 wäre.

LOB abschaffen ist das einzig Sinnvolle. Eine konsequent durchgezogene Bewertung bringt mehr Ärger als Nutzen am Ende.

Warum wird miserables Personalmanagement des eigenen AG eigentlich immer zur Allgemeingültigkeit verklärt? Bei mir würde der „Kollege“ seine neue Flexibilität als Kunde der hiesigen Niederlassung der Arbeitsagentur genießen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 23.10.2019 09:25
Dieser Kollege war dann dieses Jahr 7 Monate krank wegen Burnout. Alle anderen in der Abteilung durften seine Arbeit mitmachen. Inzwischen ist er wieder da und wurde auf eine Stelle versetzt mit wesentlich weniger anfallender Arbeit und noch mehr Flexibilität was die Arbeitszeiten angeht, natürlich zu den gleichen Bezügen (EG8), obwohl die Stelle jetzt eigentlich eine EG5 wäre.

LOB abschaffen ist das einzig Sinnvolle. Eine konsequent durchgezogene Bewertung bringt mehr Ärger als Nutzen am Ende.

Das ist aber ein Problem des Gesundheitswesens...geht man zum Arzt, bekommt man den Schein.
Kein Arzt wird sich so weit aus dem Fenster lehnen und den Patienten nicht arbeitsunfähig schreiben...was wär denn, wenn der Patient wirklich arbeitsunfähig ist!?

LOB abschaffen - ok, gehe ich mit!
Im gleichen Atemzug dann aber JSZ auf 100% / 13. Monatsgehalt
und / oder Urlaubsgeld, das wär auch nicht übel ;)

eine andere Idee wäre in Anlehnung an die freie Wirtschaft:
Sonderzahlung für wenig / keine Krankentage...
ich selbst habe z.B. in den letzten 8-9 Jahren insg. nur 4 Krankentage.
Kolleginnen/Kollegen mit 20-30 Krankentagen jährlich genießen jedoch auch die Vorzüge der JSZ und der LOB.
Da fragt man sich schon das ein oder andere Mal, ob das nicht anders geht.

Warum wird miserables Personalmanagement des eigenen AG eigentlich immer zur Allgemeingültigkeit verklärt? Bei mir würde der „Kollege“ seine neue Flexibilität als Kunde der hiesigen Niederlassung der Arbeitsagentur genießen.

Hier stimme ich zu! Finde die Einstellung auch genau richtig!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 09:44



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 09:57



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Ich kann gerne noch weiter machen. Du sitzt nach Feierabend schön mit der Familie zusammen beim Abendessen.  15 min später findest du dich 8 Km weiter unter Atemschutz in einem brennendem Zimmer wieder und trägst die verkohlte Leiche eines Kindes aus dem Haus.
Wie klingt diese Freizeitgestaltung für dich?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 23.10.2019 09:58
Dem kann man nichts hinzufügen. Ich bin sogar bei 2 FFW aktiv. Wohnort und Arbeitsort.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 23.10.2019 10:03
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Vereinsmeierei war weiter oben in der Diskussion allerdings tatsächlich ein in den Raum geworfenes Argument ("auf dem Land einzige Gemeinschaft und Möglichkeit, an Veranstaltungen teilzunehmen"), was ich persönlich eher gruselig finde, aber gut, dafür bin ich auch so schnell wie möglich vom Land weggezogen.

Was diese Ehrenämter betrifft, bin ich ohnehin etwas zwiegespalten. Einerseits zolle ich jedem großen Respekt, der so etwas übernehmen möchte. Andererseits bin ich der Ansicht, dass dies Aufgaben der öffentlichen Hand sind, die da fein raus ist, weil andere nebenberuflich und unter hohem zeitlichen Aufwand ihre Aufgaben übernehmen, während sie sich schön die Finanzsäckel schaukeln lassen kann. Eine wie auch immer geartete Kompensation sollte jedoch nicht über den Tarifvertrag erfolgen, sondern direkt bei den freiwillig Dienst leistenden Institutionen getätigt werden.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 10:08
Im Falle der FFW sind diese doch identisch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 10:12
Dem kann man nichts hinzufügen. Ich bin sogar bei 2 FFW aktiv. Wohnort und Arbeitsort.

Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 10:26

Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 10:33
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Vereinsmeierei war weiter oben in der Diskussion allerdings tatsächlich ein in den Raum geworfenes Argument ("auf dem Land einzige Gemeinschaft und Möglichkeit, an Veranstaltungen teilzunehmen"), was ich persönlich eher gruselig finde, aber gut, dafür bin ich auch so schnell wie möglich vom Land weggezogen.
Erstmal müsste der Begriff auf dem Land definiert werden. Ich arbeite in einer Kommune mit 60.000 Einwohnern. Jeder Menge Industrie und Gewerbegebiete. 9 Grundschulen, 8 Weiterführenden Schulen, 3 Berufsschulen, 28 Kindergärten. 30 Km Autobahnabschnitt. 30 Km Bahnstrecke.  Etc, etc.

Das alles wird Größtenteils durch die FFW abgedeckt. Es gibt außerhalb des Rettungsdienstes einen kleinen Teil Hauptamtliche Kräfte. Da sind mehrere Einsätze pro Woche für die Freiwilligen eher die Regel als die Ausnahme.


Was diese Ehrenämter betrifft, bin ich ohnehin etwas zwiegespalten. Einerseits zolle ich jedem großen Respekt, der so etwas übernehmen möchte. Andererseits bin ich der Ansicht, dass dies Aufgaben der öffentlichen Hand sind, die da fein raus ist, weil andere nebenberuflich und unter hohem zeitlichen Aufwand ihre Aufgaben übernehmen, während sie sich schön die Finanzsäckel schaukeln lassen kann. Eine wie auch immer geartete Kompensation sollte jedoch nicht über den Tarifvertrag erfolgen, sondern direkt bei den freiwillig Dienst leistenden Institutionen getätigt werden.

Diese Meinung kann man ja durchaus teilen. Es müssen dann aber auch dringend mal finanzierbare Vorschläge auf den Tisch, wie die Kommunen in Zukunft die Einsatzbereitschaft sicherstellen wollen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 10:39

Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.

Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.

Edit: Ich wollte auch nicht sagen, dass man jetzt mit dem Tarifvertrag die Lösung herbeibringen kann. Meine Beiträge sind eher etwas Off Topic. Sorry dafür. Musste ich aber loswerden nach der Lektüre der letzten Seiten. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 23.10.2019 10:40
gebe euch Recht...
wäre auf der einen Seite nicht fair gegenüber denjenigen, welche in der freien Wirtschaft tätig sind und nebenbei in der FFW...

richtig wäre eigentlich, dass es keine freiwilligen Feuerwehren mehr gäbe, sondern nur noch Berufsfeuerwehren und dass hier das Land / der Bund in der Pflicht wäre, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen.

da dies jedoch nicht der Fall ist, könnte man dies über eine Art LOB / Sonderzahlung honorieren
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 23.10.2019 10:45
wäre auf der einen Seite nicht fair gegenüber denjenigen, welche in der freien Wirtschaft tätig sind und nebenbei in der FFW...

Wieso?

Es gibt durchaus AG, die das direkt fordern und fördern.

Meistens die, die selber mal von einem Brand etc. betroffen waren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Texter am 23.10.2019 10:58


Warum wird miserables Personalmanagement des eigenen AG eigentlich immer zur Allgemeingültigkeit verklärt? Bei mir würde der „Kollege“ seine neue Flexibilität als Kunde der hiesigen Niederlassung der Arbeitsagentur genießen.
[/quote]

Ich finde Deinen Umgang mit erkrankten Beschäftigten bemerkenswert.
Hat das BAG nicht die Hürde für eine krankheitsbedingte Kündigung relativ hochgesetzt? Sind es bei häufigen Kurzzeiterkrankungen nicht gar 1/3 der Arbeitstage in drei Kalenderjahren?

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 11:04
7 Monate sehe ich nun eher nicht als Kurzerkrankung an. Zudem dauert die gesundheitliche Einschränkung ja gem. Sachverhaltsschilderung wohl weiter an. Zusammen mit der im Sachverhalt dargestellten Diagnose komme ich da leicht zu einer negativen Prognose. Sofern keine weiteren gewichtigen Umstände hinzutreten, brauche ich nicht mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 11:04


Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.


Gerade weil die Unterschiede in Deutschland so groß sind (das Problem gibt es bei uns in der Masse nicht, wir haben eine der niedrigsten Stundentenquoten in der BRD), ist ein Einfluss ist einen deutschlandweiten TV - auch diesem Grunde - nicht zielführend.

Zudem haben wir hier durch Betriebsfeuerwehren am AKW und einer Raffinerie etwas besondere Umstände.

Mir sind die mangelhaften Bereitschaften zur Caritas - gerade aus nichtreligiösen Ecken des Landes - durchaus zu Ohren gekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: patrick0815 am 23.10.2019 11:07
Mein Wunsch an die Verhandlungen kopple ich mal an das, was kommen wird -Verhandlung über die Arbeitszeit und was halbwegs realistisch mir erscheint.

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden die Woche (von 39 in BW), bei gleichzeitger Abschaffung der LOB (als Kompensation) und einer Tarifsteigerung von 1,5% pro Jahr.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 23.10.2019 11:25



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Gemeindefuzzi am 23.10.2019 11:25
Mein Wunsch an die Verhandlungen kopple ich mal an das, was kommen wird -Verhandlung über die Arbeitszeit und was halbwegs realistisch mir erscheint.

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden die Woche (von 39 in BW), bei gleichzeitger Abschaffung der LOB (als Kompensation) und einer Tarifsteigerung von 1,5% pro Jahr.

ICH KANN DAS WORT KOMPENSATION(!!) NICHT MEHR HÖREN!

Wir sind seit Einführung des TVöD am kompensieren!
Immer kompensieren nur die AN und die Gewerkschaften schlagen das meist auch noch vor!

Urlaubsgeld weg!
Sonderzahlung, die mal ein 13. Monatgehalt war, verdient den Namen nicht mehr!
Stundenerhöhung (ja, wir hatten auch schon 38,5)
usw, usf...

Das Einzige, das alle tun müssten, wäre, auf die Zahlung des Gewerkschaftsbeitrages zu verzichten, um die Kompensation zu kompensieren!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 23.10.2019 11:32
Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.

Weil oftmals der AG als Träger des Brandschutzes genau dafür da ist. Der Brandschutz obliegt seiner Verantwortung.
Und in diesem Zusammenhang von "sponsern" zu sprechen ist meiner Meinung nach gewagt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 11:39
Ich denke hier ist nicht Brandschutz, sondern Brandbekämpfung gemeint.

Sicherlich ist auch der Brandschutz Aufgabe des Arbeitgebers bzw. der Körperschaft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 11:44



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.

Ich persönlich gebe mich auch mit dieser Freistellung zufrieden und nutze das gerne. Sehe das aber nicht als "sponsern" an, wie aus meinen Beiträgen hoffentlich zu entnehmen ist. Du reist dich mit deinem Beitrag bei denen ein, die das ganze mit Hobbyimkerei und purem Freizeitvergnügen vergleichen, daher verweise ich auf meine vorherigen Beiträge.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 23.10.2019 11:47
Zitat

Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.

Meiner muss z.B einen Berufsfeuerwehrmann weniger einstellen und spart somit erheblich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 11:48
Ich denke hier ist nicht Brandschutz, sondern Brandbekämpfung gemeint.

Sicherlich ist auch der Brandschutz Aufgabe des Arbeitgebers bzw. der Körperschaft.

Vorbeugender Brandschutz ist auch ein Teil der Aufgaben Freiwilliger Feuerwehren. Mitarbeit bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ansässiger Großbetriebe. Anwesenheit bei Abnahme von Brandmeldeanlagen. Einarbeitung in die Funktionsweise eben dieser bei jedem einzelnen Betrieb. Regelmäßige Objektbesichtigungen.

Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schule. Etc., Etc.. Alles pures Freizeitvergnügen. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 11:52

Du reist dich mit deinem Beitrag bei denen ein, die das ganze mit Hobbyimkerei und purem Freizeitvergnügen vergleichen, daher verweise ich auf meine vorherigen Beiträge.

Blutspende, Knochenmark, Organspende wird Leben retten, Feuerwehr vielleicht. Wo soll man die Grenze ziehen für eine Einbindung in den Tarifvertrag? Was ist mit dem THW oder Teilzeitkräften, die aufgrund besserer Sichtbedingungen auf dem Weg zur Arbeit weniger Arbeit für die Feuerwehr verursachen:-)

Nein, ist alles so relativ, daß es keinen Eingang in tarifliche Normen finden sollte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 11:55
Leben retten ist in dem Sinne keine Pflichtaufgabe der hier tariflich gebundenen AG. Das ist optional.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:02

Du reist dich mit deinem Beitrag bei denen ein, die das ganze mit Hobbyimkerei und purem Freizeitvergnügen vergleichen, daher verweise ich auf meine vorherigen Beiträge.

Blutspende, Knochenmark, Organspende wird Leben retten, Feuerwehr vielleicht. Wo soll man die Grenze ziehen für eine Einbindung in den Tarifvertrag? Was ist mit dem THW oder Teilzeitkräften, die aufgrund besserer Sichtbedingungen auf dem Weg zur Arbeit weniger Arbeit für die Feuerwehr verursachen:-)

Nein, ist alles so relativ, daß es keinen Eingang in tarifliche Normen finden sollte.

Ich habe darauf hingewiesen, das dies nicht mein Ansinnen ist.
Mich machen Beiträge wie deiner hier einfach nur sprachlos. Wie kommt man auf die Idee eine Blutspende mit der Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu vergleichen? Wir nehmen Blutspendetermine als Feuerwehr im Übrigen gemeinsam Wahr. Das macht ca. 0,00001% des zeitlchen Aufwands dieser Ehrenamtlichen Tätigkeit aus.

Wenn ich ünerlege, dass unter den unzähligen Menschen denen man im Laufe der Jahre geholfen hat auch welche mit solchen Ansichten sind, kommt man echt ins zweifeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:12
Leben retten ist in dem Sinne keine Pflichtaufgabe der hier tariflich gebundenen AG. Das ist optional.

Im Gegensatz zu Brand-, Katastrophenschutz und Hilfeleistung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 12:14


Vorbeugender Brandschutz ist auch ein Teil der Aufgaben Freiwilliger Feuerwehren. Mitarbeit bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ansässiger Großbetriebe. Anwesenheit bei Abnahme von Brandmeldeanlagen. Einarbeitung in die Funktionsweise eben dieser bei jedem einzelnen Betrieb. Regelmäßige Objektbesichtigungen.

Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schule. Etc., Etc.. Alles pures Freizeitvergnügen.

Bitte genau lesen. Der Brandschutz wurde hier in Verbindung mit den Aufgaben des AG eingebracht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:18


Vorbeugender Brandschutz ist auch ein Teil der Aufgaben Freiwilliger Feuerwehren. Mitarbeit bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ansässiger Großbetriebe. Anwesenheit bei Abnahme von Brandmeldeanlagen. Einarbeitung in die Funktionsweise eben dieser bei jedem einzelnen Betrieb. Regelmäßige Objektbesichtigungen.

Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schule. Etc., Etc.. Alles pures Freizeitvergnügen.

Bitte genau lesen. Der Brandschutz wurde hier in Verbindung mit den Aufgaben des AG eingebracht.

Ich habe nicht angzweifelt, dass dies Aufgaben des AG sind. Das ist vollkommen korrekt.
Ich habe lediglich geschrieben wer diese Aufgaben ausführt, insbesondere in kleineren Kommunen, in denen es keinen einzigen Hauptamtlich Beschäftigten in diesem Bereich gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 23.10.2019 12:24
Mein Wunsch an die Verhandlungen kopple ich mal an das, was kommen wird -Verhandlung über die Arbeitszeit und was halbwegs realistisch mir erscheint.

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden die Woche (von 39 in BW), bei gleichzeitger Abschaffung der LOB (als Kompensation) und einer Tarifsteigerung von 1,5% pro Jahr.

ICH KANN DAS WORT KOMPENSATION(!!) NICHT MEHR HÖREN!

Wir sind seit Einführung des TVöD am kompensieren!
Immer kompensieren nur die AN und die Gewerkschaften schlagen das meist auch noch vor!

Urlaubsgeld weg!
Sonderzahlung, die mal ein 13. Monatgehalt war, verdient den Namen nicht mehr!
Stundenerhöhung (ja, wir hatten auch schon 38,5)
usw, usf...

Das Einzige, das alle tun müssten, wäre, auf die Zahlung des Gewerkschaftsbeitrages zu verzichten, um die Kompensation zu kompensieren!

Mit welchem positiveren Ergebnissen rechnest Du dann für die Zukunft, und warum?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 12:24
Keeper83:
Und was wäre jetzt abschließend deine Forderung in Bezug auf FFW vs. TVÖD bzw. die anstehenden Verhandlungen?

Bzw. was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:31
Keeper83:
Und was wäre jetzt abschließend deine Forderung in Bezug auf FFW vs. TVÖD bzw. die anstehenden Verhandlungen?

Bzw. was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?


Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.

Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.

Edit: Ich wollte auch nicht sagen, dass man jetzt mit dem Tarifvertrag die Lösung herbeibringen kann. Meine Beiträge sind eher etwas Off Topic. Sorry dafür. Musste ich aber loswerden nach der Lektüre der letzten Seiten.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 13:33
Ich versuche trotzdem mal etwas. Beispiel:
Mein AG hat für den Rettungsdienst und die Hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr einen eigenen Fachdienst. das heißt die Hauptamtlichen Kräfte haben denselben AG wie ich, allerdings als Beamte. Bei einem Einsatz während meiner Arbeitszeit fahre ich nun als "Freiwilliger" gemeinsam mit den Hauptamtlichen raus. Derzeitige Situation.

Hätte mein AG nicht auch die Möglichekit mir im Rahmen meiner Beschäftigung diese Aufgaben offziell zu übertragen? Auch wenn die fachlich nichts mit meinen eigentlichen Aufgaben  zu tun haben? Ist dazu mein Einverständnis nötig?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 13:35
Handelt es sich um eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 13:54
Handelt es sich um eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung?

Tja. Das ist die Frage. Es sind eher niedriger bewertete Aufgaben als meine bisherigen denke ich.
Die führen zu einer E 11.
Ich würde sie natürlich übernehmen. Möchte aber nicht, dass es zu einer niedrigeren Entgeltgruppe führt. Kompliziert. Hängt doch auch von Zeitanteilen ab, oder?
 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 13:57
Ja.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 14:07
Also mal angenommen, die Personalabteilung bekommt es hin, mir die Aufgaben so zu übertragen, dass sich die Eingruppierung nicht für mich ändert, könnte der AG mich damit "zwingen" Aufgaben aus dem Fachdienst Feuerwehr zu übernehmen.
Bleibt die Frage inwiefern eine entsprechende Ausbildung tarifrechtlich nötig ist, oder die Freiwillig erhaltene Ausbildung ausreicht. Einen Anspruch des AG´s gegen mich eine entsprechende Ausbildung für die neuen Aufgaben zu absolvieren gibt es ja nicht nehm ich an?   
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 14:11
Grundsätzlich kann der AG sowohl die Aufgabe unter den geschilderten Bedingungen auch ohne Zustimmung übertragen als auch Dich zu einer dafür notwendigen Bildungsmaßnahme verpflichten, sofern er sie trägt und dafür Arbeitszeit bereitstellt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 14:49
Grundsätzlich kann der AG sowohl die Aufgabe unter den geschilderten Bedingungen auch ohne Zustimmung übertragen als auch Dich zu einer dafür notwendigen Bildungsmaßnahme verpflichten, sofern er sie trägt und dafür Arbeitszeit bereitstellt.

Das wäre doch mal ein Ansatzpunkt, zumindest in dem genannten Beispiel von der reinen Freiwilligkeit weg zu kommen, hin zu einer vom Tarifvertrag abgedeckten Tätigkeit.
Könnte mir vorstellen, dass man so auch neue, junge Mitarbeiter oder auch Auszubildende besser darauf ansprechen könnte, wenn sie diese Aufgaben im Rahmen ihrer bezahlten Tätigkeit ausführen sollen, inkl. bezahlter Ausbildung natürlich. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 23.10.2019 17:30



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 18:11



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?

Wo habe ich derlei gefordert? Meine Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA ist vollumfänglich. Das gebe ich gerne zu. Zu deinem Vergleich habe ich mich entsprechend geäußert. Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt einer Neubetrachtung der Aufgaben der FFW deinerseits geführt hat. Ziel war es die Unterschiede die zwischen Der FFW und anderen "Vereinen" bestehen deutlich zu machen, da ich zunehmend den Eindruck habe, diese sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Die Lektüre einiger Beiträge heute morgen bestätigte mich mal wieder in dieser Annahme und führte zu der entsprechenden Reaktion.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 23.10.2019 18:26



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?

Wo habe ich derlei gefordert? Meine Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA ist vollumfänglich. Das gebe ich gerne zu. Zu deinem Vergleich habe ich mich entsprechend geäußert. Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt einer Neubetrachtung der Aufgaben der FFW deinerseits geführt hat. Ziel war es die Unterschiede die zwischen Der FFW und anderen "Vereinen" bestehen deutlich zu machen, da ich zunehmend den Eindruck habe, diese sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Die Lektüre einiger Beiträge heute morgen bestätigte mich mal wieder in dieser Annahme und führte zu der entsprechenden Reaktion.

Leider liegst du vollkommen falsch in der Annahme, ich kenne mich im Bereich der FFW nicht aus. 2 meiner Brüder sind dort als aktive Kameraden tätig, das Gebäude der FFW grenzt an meines, und ich akzeptiere mit Freude deren Übungen, an un um meine Grundstück, obwohl sie mich rein hypothtisch stören könnten.

In deiner Ausführung fehlt der Vollständigkeit halber die Nennung der DLRG, THW, Rettungshundestaffel, Bergwacht, Luftrettung, ehrenamtliche Rettungskräfte.

Ich begrüße noch einmal sehr deutlich eine entgeltliche Würdigung derer Tätigkeiten, jedoch nicht über den Arbeitgeber, sondern über die verantwortliche Behörde und/oder den Fiskus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 19:13



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?

Wo habe ich derlei gefordert? Meine Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA ist vollumfänglich. Das gebe ich gerne zu. Zu deinem Vergleich habe ich mich entsprechend geäußert. Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt einer Neubetrachtung der Aufgaben der FFW deinerseits geführt hat. Ziel war es die Unterschiede die zwischen Der FFW und anderen "Vereinen" bestehen deutlich zu machen, da ich zunehmend den Eindruck habe, diese sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Die Lektüre einiger Beiträge heute morgen bestätigte mich mal wieder in dieser Annahme und führte zu der entsprechenden Reaktion.

Leider liegst du vollkommen falsch in der Annahme, ich kenne mich im Bereich der FFW nicht aus. 2 meiner Brüder sind dort als aktive Kameraden tätig, das Gebäude der FFW grenzt an meines, und ich akzeptiere mit Freude deren Übungen, an un um meine Grundstück, obwohl sie mich rein hypothtisch stören könnten.

In deiner Ausführung fehlt der Vollständigkeit halber die Nennung der DLRG, THW, Rettungshundestaffel, Bergwacht, Luftrettung, ehrenamtliche Rettungskräfte.

Ich begrüße noch einmal sehr deutlich eine entgeltliche Würdigung derer Tätigkeiten, jedoch nicht über den Arbeitgeber, sondern über die verantwortliche Behörde und/oder den Fiskus.

Das ist gut zu lesen. Dann habe ich Hoffnung, dass du deinen Vergleich doch noch als unglücklich einstufst. Hättest du die in diesem Beitrag genannten Institutionen für deinen Vergleich genommen, hätte ich in meiner Reaktion sicher nicht deinen Beitrag zitiert. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 19:49
Er vergleicht doch gar nicht die Anderen mit deiner geheiligten FFW, er gibt nur zu bedenken, daß diese auch besondere Ansprüche geltend machen könnten.

Und gerade hier, also dort  eine Abgrenzung zu finden, sei es im Tarif oder bei Steuerbegünstigungen liegt doch das Problem.

Ist doch genau wie mit den freien Bahntickets von AKK für die Soldaten. Sofort kommen dann die Personen in der Telefonseelsorge, die Bufdis, die Leute mit dem ökologischen Jahr,etc. und wollen auch so etwas. Und zum Schluss gibt es das auch noch für den Bienenzüchter, dessen Bedeutung ich nun absolut nicht unterschätzen würde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 23.10.2019 22:31
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 24.10.2019 08:02
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.

Dann können sie gern auch das Rentenalter 1 Jahr nach oben setzen ^^
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 24.10.2019 08:38
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.

Dann können sie gern auch das Rentenalter 1 Jahr nach oben setzen ^^

Gerne sogar 2 Jahre. Bei 25% mehr kann ich genug privat vorsorgen um das auszugleichen und hab trotzdem noch genug davon :D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 24.10.2019 08:52
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.

Dies könnte dynamisch gestaltet werden; derart, dass dies alle 4-5 Jahre automatisch eintritt. Laufzeit 30 Jahre
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 24.10.2019 09:32
Er vergleicht doch gar nicht die Anderen mit deiner geheiligten FFW, er gibt nur zu bedenken, daß diese auch besondere Ansprüche geltend machen könnten.

Und gerade hier, also dort  eine Abgrenzung zu finden, sei es im Tarif oder bei Steuerbegünstigungen liegt doch das Problem.

Ist doch genau wie mit den freien Bahntickets von AKK für die Soldaten. Sofort kommen dann die Personen in der Telefonseelsorge, die Bufdis, die Leute mit dem ökologischen Jahr,etc. und wollen auch so etwas. Und zum Schluss gibt es das auch noch für den Bienenzüchter, dessen Bedeutung ich nun absolut nicht unterschätzen würde.

Meine heilige FFW? Oh mann. Echt nichts verstanden?
Das Engagement in der FFW wurde auf den Seiten 12-13, auch von dir, dargestellt als handele es sich dabei zu einem Großteil um "Vereinsmeierei" und diente hauptsächlich dem sozialen und kulturellen Zusammenleben in kleinen verlassenen Dörfern auf dem Land. Ich habe versucht klar zustellen, dass dem mitnichten so ist. Leider nur mit mäßigem Erfolg. 8 Wochen mitlaufen bei uns würden dir die Augen schon öffnen (Dienste, Einsätze, Übungen, Ausbildung am WE, Ärztliche Untersuchungen). Eine Bessere Förderung des Engagements oder eine Besserstellung im Rahmen des Tarifvertrags habe ich nie gefordert!
Ich klink mich hier aus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 24.10.2019 10:26
Du scheinst recht aggressiv und aufgebracht zu sein, ich bitte dich zur Ruhe zu kommen und sachlich zu diskutieren.

Weder hat superbraz die FFW diskreditiert noch habe ich deren Wichtigkeit und den hohen Respekt vor dem Ehrenamt in Abrede gestellt. Fakt ist aber, daß über eine Abschaffung von einigen Feuerwehren BEI UNS in der Region diskutiert wird. Da haben einige Ortsfeuerwehren acht Einsätze im Jahr - zudem noch neun Bereitstellungen. Diese werden, das ist aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, nur aus sozialen Gründen Aufrecht erhalten. Ich sitze in der Planungsbehörde.

Das hat aber nun mal alles nicht wirklich was mit dem Tarif zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 24.10.2019 10:44

Das hat aber nun mal alles nicht wirklich was mit dem Tarif zu tun.



Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.

Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.

Edit: Ich wollte auch nicht sagen, dass man jetzt mit dem Tarifvertrag die Lösung herbeibringen kann. Meine Beiträge sind eher etwas Off Topic. Sorry dafür. Musste ich aber loswerden nach der Lektüre der letzten Seiten.


Er vergleicht doch gar nicht die Anderen mit deiner geheiligten FFW, er gibt nur zu bedenken, daß diese auch besondere Ansprüche geltend machen könnten.

Und gerade hier, also dort  eine Abgrenzung zu finden, sei es im Tarif oder bei Steuerbegünstigungen liegt doch das Problem.

Ist doch genau wie mit den freien Bahntickets von AKK für die Soldaten. Sofort kommen dann die Personen in der Telefonseelsorge, die Bufdis, die Leute mit dem ökologischen Jahr,etc. und wollen auch so etwas. Und zum Schluss gibt es das auch noch für den Bienenzüchter, dessen Bedeutung ich nun absolut nicht unterschätzen würde.

Meine heilige FFW? Oh mann. Echt nichts verstanden?
Das Engagement in der FFW wurde auf den Seiten 12-13, auch von dir, dargestellt als handele es sich dabei zu einem Großteil um "Vereinsmeierei" und diente hauptsächlich dem sozialen und kulturellen Zusammenleben in kleinen verlassenen Dörfern auf dem Land. Ich habe versucht klar zustellen, dass dem mitnichten so ist. Leider nur mit mäßigem Erfolg. 8 Wochen mitlaufen bei uns würden dir die Augen schon öffnen (Dienste, Einsätze, Übungen, Ausbildung am WE, Ärztliche Untersuchungen). Eine Bessere Förderung des Engagements oder eine Besserstellung im Rahmen des Tarifvertrags habe ich nie gefordert!
Ich klink mich hier aus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 25.10.2019 11:42
der TVöD ist nicht der richtige Ort um einen Bonus für das Ehrenamt zu regeln.
Ich bin selber in der FFW also bleibt mir weg mit dem künstlichen Aufstöhnen.

In der FFW ist man aus Idealismus und aus keinem anderen Grund, die persönliche Gefahr der man sich ohne Pflicht aussetzt ist wider dem gesunden Menschenverstand, so etwas kann man freiwillig nur mit einem gewissen Idealismus machen. Ich will dafür kein Geld, ich will dass mich Kommunen nicht als Notnagel für jeden Scheiß missbrauchen (btw, ich bin Bundesangestellter).

Ich will mich um meine Familie kümmern und nebenher einen Dienst an der Gesellschaft tun. D.h. für mich in der FFW üben und auf den Ernstfall vorbereitet sein, nicht mehr und nicht weniger.

Ich könnt kotzen, wenn ich immer lese First Responder werden durch Ehrenamtliche gestellt, das ist eine Frechtheit.

Dank, weiter machen :)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 25.10.2019 12:17
der TVöD ist nicht der richtige Ort um einen Bonus für das Ehrenamt zu regeln.
Ich bin selber in der FFW also bleibt mir weg mit dem künstlichen Aufstöhnen.

In der FFW ist man aus Idealismus und aus keinem anderen Grund, die persönliche Gefahr der man sich ohne Pflicht aussetzt ist wider dem gesunden Menschenverstand, so etwas kann man freiwillig nur mit einem gewissen Idealismus machen. Ich will dafür kein Geld, ich will dass mich Kommunen nicht als Notnagel für jeden Scheiß missbrauchen (btw, ich bin Bundesangestellter).

Ich will mich um meine Familie kümmern und nebenher einen Dienst an der Gesellschaft tun. D.h. für mich in der FFW üben und auf den Ernstfall vorbereitet sein, nicht mehr und nicht weniger.

Ich könnt kotzen, wenn ich immer lese First Responder werden durch Ehrenamtliche gestellt, das ist eine Frechtheit.

Dank, weiter machen :)


mir geht es nur darum, dass beides aus dem öffentlichen bereich kommt...
wir sind als verbandsgemeinde für die ffw zuständig, müssen diese vorhalten, geld für gerätehäuse und fahrzeuge / ausrüstung ist da, aber nicht für diejenigen, die es bedienen.

ich sage ja nicht, dass man hier etwas durch den tarifvertrag regeln MUSS, aber es wäre schön, wenn er die möglichkeit hergeben würde, das ganze ein wenig zu honorieren.

dann wäre der aktive dienst in der ffw evtl. für manch einen attraktiver und oder umgekehrt auch der beruf im ö.D. für den ein oder anderen feuerwehrkameraden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 25.10.2019 21:32
Ehrenamt in allen Ehren, einen Bonus oder Vergünstigung im Rahmen des Tarifrechts des öffentlichen Dienstes ist Fehl am Platz. Ehrenamtlich Tätige sind keine Tarifbeschäftigten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Speech am 26.10.2019 20:04
Die Mitarbeiter des ÖD die in der FFW organisiert sind, sollten zwingend ein E-Bike per Entgeltumwandlung bekommen. Damit schließt sich der Kreis.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 27.10.2019 06:06
Die Mitarbeiter des ÖD die in der FFW organisiert sind, sollten zwingend ein E-Bike per Entgeltumwandlung bekommen. Damit schließt sich der Kreis.
E-Bike dann aber ausschließlich in den Farbtönen RAL 3000, 3020, 3024 oder 3026! 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 27.10.2019 10:40
Und einen blauen Fahrradhelm, der mittels LEDs blau blinken kann...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 27.10.2019 11:57
Macht euch mal lustig und hoffentlich haben dann alle Kameraden einen Platten an ihrem E-Bike, wenn ihr deren Hilfe benötigt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 27.10.2019 16:37
Das wäre aber sehr nachteilig für mich. Sowas hoffe ich im Regelfall nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 28.10.2019 08:35
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 28.10.2019 11:21
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....

meinst du damals, als die FFW nicht jede Arbeit ableisten musste, auf die heute keiner mehr lust hat?
Wir sind hier mehr mit Straße kehren beschäftigt, als Mensch und Tier zu helfen.
und leider gibt es zu wenig freiwillige Kräfte...

wir haben hier bei uns eine Regelung gefunden, womit alle gut leben können.
Angestellte im öD, die Mitglied in der FFW sind, sichern tagsüber die ausreichende Besetzung ab...
wenn die Sirene ertönt, rennen die "freiwilligen" MA vom Rathaus ins Gerätehaus und fahren zum Einsatz
und unterstützen die Kameraden, welche nicht auf Montage oder beruflich verhindert sind.

Als kleines "Dankeschön" gibt es im Gegenzug die Möglichkeit unmittelbar hinter dem Rathaus zu parken sowie einen Tag Sonderurlaub im Jahr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.10.2019 11:25
Hoffentlich keinen Sonderurlaub - das wäre für TB ziemlich blöd.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 28.10.2019 12:40
Sonderurlaub ist die Freistellung ohne Fortzahlung der Bezüge (§ 28 TVöD). Das wäre durchaus nachteilig für die freiwillig in der Feuerwehr dienenden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 29.10.2019 07:30
Sonderurlaub ist die Freistellung ohne Fortzahlung der Bezüge (§ 28 TVöD). Das wäre durchaus nachteilig für die freiwillig in der Feuerwehr dienenden.

es wird im Haus umgangssprachlich als "Sonderurlaub" deklariert, ist aber eher ein Tag Urlaub zusätzlich.
Ohne jegliche Einbußen betreffend Entgeltzahlung / Bezüge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 29.10.2019 07:36
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....

meinst du damals, als die FFW nicht jede Arbeit ableisten musste, auf die heute keiner mehr lust hat?
Wir sind hier mehr mit Straße kehren beschäftigt, als Mensch und Tier zu helfen.
und leider gibt es zu wenig freiwillige Kräfte...

wir haben hier bei uns eine Regelung gefunden, womit alle gut leben können.
Angestellte im öD, die Mitglied in der FFW sind, sichern tagsüber die ausreichende Besetzung ab...
wenn die Sirene ertönt, rennen die "freiwilligen" MA vom Rathaus ins Gerätehaus und fahren zum Einsatz
und unterstützen die Kameraden, welche nicht auf Montage oder beruflich verhindert sind.

Als kleines "Dankeschön" gibt es im Gegenzug die Möglichkeit unmittelbar hinter dem Rathaus zu parken sowie einen Tag Sonderurlaub im Jahr.

Und was ist mit den anderen, die sich ehrenamtlich engagieren als Hobby? Die kriegen nichts extra?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 07:38
Warum sollte die Gemeinde unterschiedliche ehrenamtliche Engagements gleich behandeln?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 29.10.2019 07:39
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....

meinst du damals, als die FFW nicht jede Arbeit ableisten musste, auf die heute keiner mehr lust hat?
Wir sind hier mehr mit Straße kehren beschäftigt, als Mensch und Tier zu helfen.
und leider gibt es zu wenig freiwillige Kräfte...



wir haben hier bei uns eine Regelung gefunden, womit alle gut leben können.
Angestellte im öD, die Mitglied in der FFW sind, sichern tagsüber die ausreichende Besetzung ab...
wenn die Sirene ertönt, rennen die "freiwilligen" MA vom Rathaus ins Gerätehaus und fahren zum Einsatz
und unterstützen die Kameraden, welche nicht auf Montage oder beruflich verhindert sind.

Als kleines "Dankeschön" gibt es im Gegenzug die Möglichkeit unmittelbar hinter dem Rathaus zu parken sowie einen Tag Sonderurlaub im Jahr.

Und was ist mit den anderen, die sich ehrenamtlich engagieren als Hobby? Die kriegen nichts extra?

Pssssst!!! Nicht "Hobby" sagen........
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 29.10.2019 07:40
Warum sollte die Gemeinde unterschiedliche ehrenamtliche Engagements gleich behandeln?

Warum sollte sie überhaupt irgendein Hobby irgendwie behandeln?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 07:43
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 29.10.2019 08:05
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 29.10.2019 10:08
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 29.10.2019 10:25
...eine Mitgliedschaft als "Voraussetzung" für eine Stelle, die mit FW sonst nichts zu tun hat, ist rechtlich nicht haltbar...die Mitgliedschaft in der FFW kann in den Stellenausschreibung höchstens unter "wünschenswert" genannt werden...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 29.10.2019 10:28
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....

Als Arbeiter auf dem Bauhof sowieso ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 29.10.2019 10:28
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

bei uns ist es ähnlich...
wir sind als Verbandsgemeinde der Träger für die FFW, demnach in der Verantwortung.
Es gibt so gut wie keine Mitglieder mehr, gerade während der normalen Arbeitszeit tagsüber ist es schwierig, die Einsätze abzudecken.
Daher ist die Mitgliedschaft in der FFW eine Art "Pluspunkt" bzw. ein Vorteil bei der Übernahme / Einstellung von Personal.
Und als Dankeschön einen Tag Urlaub extra, macht das ganze noch attraktiver.

Und was ist mit den anderen, die sich ehrenamtlich engagieren als Hobby? Die kriegen nichts extra?

nenn mir mal ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engangement neben der FFW, wo die Kommune / Verwaltung in direkter Verbindung / Verantwortung steht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 29.10.2019 10:33
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....

Als Arbeiter auf dem Bauhof sowieso ;)

Altersdiskriminierung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.10.2019 10:42

nenn mir mal ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engangement neben der FFW, wo die Kommune / Verwaltung in direkter Verbindung / Verantwortung steht.

Nun ja, bei mir ist es so:

Parteimitgliedschaft, bin im Vorstand und wir bestimmen hiermit maßgeblich über die politische Zusammensetzung des Kreistages bzw. der weiteren Orange (CDU-Hochburg) mit.

Bürgerfunk: bin Moderator und unser Kreis beteiligt sich an der Finanzierung des offenen Kanals.

ADFC: beratendes Mitglied in mehren Ausschüssen auf Kreis- und Gemeindeebene

Zudem regelmäßiger Blutspender, Organspende Ausweis, Knochemarkspende, etc. - und auch wenn das hier schon mal abwertend beurteilt wurde: ohne Blutspender kann die Feuerwehr noch so viele Unfall- und Brandopfer ins Krankenhaus bringen, ohne Blutkonserven sind die ganz schnell tot.

Fast jede Beschäftigung hat irgendwo Ihren Sinn. Man sollte hier gerade nicht anfangen im Tarifrecht Regelungen zu finden, weil es - ähnlich wie beim LOB - oft nur zur Unzufriedenheit führt.

Wir diskutieren das gerade für die Vergaben von Baugrundstücken auf politischer Ebene, da ist es schon schwierig genug.



Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 29.10.2019 11:22
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....

Als Arbeiter auf dem Bauhof sowieso ;)

Altersdiskriminierung?

Ausübung schwerer körperlicher Arbeit!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 11:29

nenn mir mal ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engangement neben der FFW, wo die Kommune / Verwaltung in direkter Verbindung / Verantwortung steht.

Nun ja, bei mir ist es so:

Parteimitgliedschaft, bin im Vorstand und wir bestimmen hiermit maßgeblich über die politische Zusammensetzung des Kreistages bzw. der weiteren Orange (CDU-Hochburg) mit.

Bürgerfunk: bin Moderator und unser Kreis beteiligt sich an der Finanzierung des offenen Kanals.

ADFC: beratendes Mitglied in mehren Ausschüssen auf Kreis- und Gemeindeebene

Zudem regelmäßiger Blutspender, Organspende Ausweis, Knochemarkspende, etc. - und auch wenn das hier schon mal abwertend beurteilt wurde: ohne Blutspender kann die Feuerwehr noch so viele Unfall- und Brandopfer ins Krankenhaus bringen, ohne Blutkonserven sind die ganz schnell tot.

Fast jede Beschäftigung hat irgendwo Ihren Sinn. Man sollte hier gerade nicht anfangen im Tarifrecht Regelungen zu finden, weil es - ähnlich wie beim LOB - oft nur zur Unzufriedenheit führt.

Wir diskutieren das gerade für die Vergaben von Baugrundstücken auf politischer Ebene, da ist es schon schwierig genug.

Ob irgendeine Tätigkeit einen Sinn macht, ist doch aus AG-Sicht völlig unbeachtlich. Ob Brandopfer im Krankenhaus sterben oder nicht, ist auch unerheblich. Es geht um die Erfüllung von Aufgaben, die der AG in seiner Eigenschaft als Gebietskörperschaft hat - und da gibt es außer dem Tierheim, das hinsichtlich Fundtieren Geneimdepflichtaufgaben gegen Entschädigung erledigt, nichts, was an die FFW herankommt. Alles andere ist nice to have.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.10.2019 11:35
Nicht den einzelnen AG mit einem Teil der Tarifparteien gleichsetzen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 11:38
Der einzelne AG ist i.d.R. ein Teil der Tarifparteien. Was also spricht gegen eine Öffnungsklausel? Niemand ist gezwungen, sie anzuwenden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.10.2019 11:46
Die einzelnen AG müssen sich innerhalb Ihres Verbandes eine Meinung bilden. Viele Kommunen haben keinen Bedarf an dieser Regelung und sind nicht an so einer Regelung interessiert. Des Weiteren haben z. B. die Landkreise nicht direkt eine FFW. Daher wäre zunächst abzuwarten, welche Meinung sich die Seite der AG insgesamt bildet.

Öffnungsklauseln sind ja grundsätzlich zu begrüßen, da sie die Flexibilität vor Ort stärken. Ich würde mir viel mehr davon wünschen.






Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 29.10.2019 11:47
Ob irgendeine Tätigkeit einen Sinn macht, ist doch aus AG-Sicht völlig unbeachtlich. Ob Brandopfer im Krankenhaus sterben oder nicht, ist auch unerheblich. Es geht um die Erfüllung von Aufgaben, die der AG in seiner Eigenschaft als Gebietskörperschaft hat - und da gibt es außer dem Tierheim, das hinsichtlich Fundtieren Geneimdepflichtaufgaben gegen Entschädigung erledigt, nichts, was an die FFW herankommt. Alles andere ist nice to have.

genau dies habe ich damit angesprochen - Spid hat verstanden, wie ich es meine...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 29.10.2019 15:05
...geht es auch mal ohne dieses FFW-Gedöns? Ist langsam gut jetzt oder Zeit für einen eigenen Thread bitte...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: thebiba am 29.10.2019 15:26
Wünsche zur Tarifrunde 2020:

- Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 36 Stunden, analog Wahlmöglichkeit mehr Geld oder weniger Stunden
- Abschaffung JSZ, dafür monatliche Umlage auf das Gehalt
- Abschaffung LOB, dafür monatliche Umlage auf das Gehalt
- Erhöhung der Entgelte um 4%, mindestens jedoch 90€, Laufzeit 12 Monate
- Abschaffung der Stufen 1,3,4, und 5. Neueinstellungen automatisch in der 2. Laufzeit 2 Jahre, dann Tarifliche Endstufe.

Es muss definitiv etwas passieren!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 29.10.2019 21:53
Endlich wieder die soziale Komponente.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: patrick0815 am 30.10.2019 09:27
An eine Arbeitszeitverkürzung glaube ich nicht. Im Öffentlichen Dienst fehlt eher Personal und damit würde eine Verkürzung der Arbeitszeit das Fehlen von Personal noch verstärken.

Wünschen tue ich es mir jedoch auch, zumindest die Wahl zu haben - Geld oder weniger Stunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 30.10.2019 09:33
Endlich wieder die soziale Komponente.

Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 30.10.2019 09:35
Endlich wieder die soziale Komponente.

Was wäre denn eine soziale Komponente?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: RsQ am 30.10.2019 09:47
An eine Arbeitszeitverkürzung glaube ich nicht. Im Öffentlichen Dienst fehlt eher Personal und damit würde eine Verkürzung der Arbeitszeit das Fehlen von Personal noch verstärken.

Der Faktor "Arbeitszeit" wird aber - gerade in den Bereichen, in den Mangel herrscht und in denen sich AN den AG aussuchen können - künftig mit über die Attraktivität einer Stelle entscheiden. Wenn der öD sich hier also von der Entwicklung des "Marktes" entfernt, könnte sich das Problem der Personalgewinnung noch verschärfen. Da gibt es also Risiken in beide Richtungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 30.10.2019 10:15
@thebibas Wunsch:
- Erhöhung der Entgelte um 4%, mindestens jedoch 90€, Laufzeit 12 Monate

@Brownyys Anmerkung dazu:
Endlich wieder die soziale Komponente.

Nicht auszuschließen ist, das die Anmerkung sarkastisch gemeint war ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: patrick0815 am 30.10.2019 10:26
An eine Arbeitszeitverkürzung glaube ich nicht. Im Öffentlichen Dienst fehlt eher Personal und damit würde eine Verkürzung der Arbeitszeit das Fehlen von Personal noch verstärken.

Der Faktor "Arbeitszeit" wird aber - gerade in den Bereichen, in den Mangel herrscht und in denen sich AN den AG aussuchen können - künftig mit über die Attraktivität einer Stelle entscheiden. Wenn der öD sich hier also von der Entwicklung des "Marktes" entfernt, könnte sich das Problem der Personalgewinnung noch verschärfen. Da gibt es also Risiken in beide Richtungen.

Ja da gebe ich dir recht! Ich glaube aber nicht an die Weitsicht der Oberen  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 30.10.2019 13:45
Endlich wieder die soziale Komponente.

Was wäre denn eine soziale Komponente?
Mindesten 20 Brote mehr.....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 30.10.2019 15:18
Endlich wieder die soziale Komponente.

Was wäre denn eine soziale Komponente?
Mindesten 20 Brote mehr.....

1 Brot = 3,50 x 20 =70 netto (!), das ist doch ok...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.10.2019 15:53
Bio Laktose und Kornfrei =140€
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 30.10.2019 20:11
@thebibas Wunsch:
- Erhöhung der Entgelte um 4%, mindestens jedoch 90€, Laufzeit 12 Monate

@Brownyys Anmerkung dazu:
Endlich wieder die soziale Komponente.

Nicht auszuschließen ist, das die Anmerkung sarkastisch gemeint war ...

Nein, wie kommst du denn da drauf?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 30.10.2019 20:48
Weil eine soziale Komponente die unteren Entgeltgruppen über die Maßen bevorteilt und zu Verzerrungen im Gehaltsgefüge führt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 30.10.2019 20:53
Das wäre keine soziale, sondern eine sozialistische Komponente.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Amiga am 30.10.2019 20:55
Soziale Komponente? Super und nichts Neues. Gibt es in D doch dauerhaft. Besonders für die, die hier nichts leisten. Faulenzertum wird doch gern hofiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Novus am 30.10.2019 22:02
Soziale Komponente? Super und nichts Neues. Gibt es in D doch dauerhaft. Besonders für die, die hier nichts leisten. Faulenzertum wird doch gern hofiert.

Deshalb sind Leute wie du doch im ÖD ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Acastus am 31.10.2019 10:47
Nachdem wir hier von Wünschen sprechen. Hier mal paar Wünsche von mir  :D

- Gehaltssteigerung im 1. Jahr 3,5 Prozent im 2. Jahr 3 Prozent.

- Laufzeit 2 Jahre

- VWL massiv erhöhen. 6.65 Brutto ist doch irgendwie witzlos ^^

- Arbeitszeit auf 38.5 Std. festsetzen (Deutschlandweit)

- Jahressonderzahlung erhöhen

- LOB (ist bei uns irgendwie seltsam geregelt so das kaum jemand durchblickt) abschaffen

- Möglichkeit abschlagsfrei früher in Rente zu gehen (Ist ja immerhin dennoch Öffentlicher Dienst)

- sogenannter MumienTag (so hieß es wenigstens bei uns) wieder einführen^^ (wurde glaub ich 2004 oder so abgeschafft)

mfg
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 31.10.2019 16:16
Nachdem wir hier von Wünschen sprechen. Hier mal paar Wünsche von mir  :D

- Gehaltssteigerung im 1. Jahr 3,5 Prozent im 2. Jahr 3 Prozent. zu niedrig

- Laufzeit 2 JahreGerne

- VWL massiv erhöhen. 6.65 Brutto ist doch irgendwie witzlos ^^Nebensächlich. Mit höherem Einkommen lässt sich das ganze selbst regeln

- Arbeitszeit auf 38.5 Std. festsetzen (Deutschlandweit) 38 Std als Basis, freiwillige Wahlmöglichkeit +- 3 Std

- Jahressonderzahlung erhöhengerne

- LOB (ist bei uns irgendwie seltsam geregelt so das kaum jemand durchblickt) abschaffenNein

- Möglichkeit abschlagsfrei früher in Rente zu gehen (Ist ja immerhin dennoch Öffentlicher Dienst) Unrealistisch. Durch steigendes Lebensalter, ist das derzeitige System so nicht länger beizubehalten.

- sogenannter MumienTag (so hieß es wenigstens bei uns) wieder einführen^^ (wurde glaub ich 2004 oder so abgeschafft) Warum?

mfg

Ein paar kleine Anmerkungen
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 31.10.2019 16:32
Nun ja:

wenn die 3,5 und 3 Prozent des ERGEBNIS sind gehe ich d`accord. Als Forderung definitiv zu niedrig.

Bei der VWL ist nicht die Höhe an sich das Problem, sondern das man hierzu extra einen bestimmten Vertrag anlegen muss, hätte ich mir gerne gespart. Aber das Geld über 30 Jahren nicht zu nehmen ist auch Mist.

Bei der Rente wäre ein GESETZLICHER Korridor wünschenswert. Also irgendwas flexibles.

Der Mumientag (Anfang der 90er Jahre zwei Tage davon im Jahr) war in einigen Behörden vorteilhaft, da teils vielleicht zu strikt auf die Vorgabe geachtet wurden, den Regelurlaub möglichst zusammenhängen zu nehmen. Von daher stimme ich dem Vorschlag ausdrücklich zu. Allerdings müssen das mindestens zwei oder drei Tage im Jahr sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 03.11.2019 13:53
Der Mumientag (Anfang der 90er Jahre zwei Tage davon im Jahr) war in einigen Behörden vorteilhaft, da teils vielleicht zu strikt auf die Vorgabe geachtet wurden, den Regelurlaub möglichst zusammenhängen zu nehmen. Von daher stimme ich dem Vorschlag ausdrücklich zu. Allerdings müssen das mindestens zwei oder drei Tage im Jahr sein.

Was soll der Mumientag sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 03.11.2019 13:59
AZV, Waschtag, Mumientag. Bis - glaube ich Mitte der 90er - hatten wir davon zwei im Jahr. Und das bei 38,5 Stunden und etwas mehr Feiertagen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 14:04
Und das erhellt jetzt inwiefern, was ein „Mumientag“ sei?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2019 14:09
Ein zusätzlicher freier Tag, den man nicht in Kombination mit Urlaub, Brückentage nehmen darf
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 14:13
Zusätzlich zu was für wen und aus welchem Anlaß und mit welchem Bezug zum Namen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 14:17
Und das erhellt jetzt inwiefern, was ein „Mumientag“ sei?
Zusätzlich zu was für wen und aus welchem Anlaß und mit welchem Bezug zum Namen?

Na wahrscheinlich wird so der Zusatzurlaub für rentennahe Beschäftigte genannt.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 14:40
Ach so... ich muß bei sowas ja immer an "Alt und nur im Weg" von Truck Stop denken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 15:41
Ach so... ich muß bei sowas ja immer an "Alt und nur im Weg" von Truck Stop denken.

Alt und im Weg sind wir alle irgendwann einmal, solange unser Dasein kein vorzeitiges Ende nimmt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 15:48
Das halte ich für eine unzulässige Pauschalisierung. Wenn man das Ziel einer Pilgerfahrt darstellt, kann man nicht im Wege stehen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 16:27
Das halte ich für eine unzulässige Pauschalisierung.

Nö. Ist eine Tatsache. Stehst Du an der Kasse vor mir, bist Du mir im Weg. Läufst Du langsamer Richtung Klo als ich, bist du im Weg. Stehst Du zwischen meiner jetzigen und meiner neuen Entgeltgruppe, bist Du im Weg. Liegst Du mit einer Asystolie vor dem Eingang zum Kino, bist Du selbst da im Weg.

Jeder ist einmal im Weg, wenn ein anderer Ziele verfolgt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 16:58
Nur dann, wenn man Deine Individualperspektive als maßgeblich betrachtete. Stehe ich an der Kasse vor Dir, bin ich nicht im Weg, sondern Du hast die Gelegenheit, Dich in meinem Glanz zu sonnen. Stehe ich zwischen Deiner jetzigen und Deiner zukünftigen Entgeltgruppe, lasse ich Dich Deinen Wert erkennen. Liege ich mit einer Asystolie vor dem Eingang zum Kino, bringe ich Dir nicht nur die Gelegenheit, die einzige Hoffnung der Menschheit und des Universums zu retten, sondern auch eine Enttäuschung zu vermeiden, da der Film über mein Leben noch nicht gedreht ist. Und wenn Du den Eindruck hast, ich stünde Dir bei Deinen Zielen im Weg, so hast Du Dir die falschen gesetzt - gern geschehen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 17:00
Und wenn Du den Eindruck hast, ich stünde Dir bei Deinen Zielen im Weg, so hast Du Dir die falschen gesetzt - gern geschehen!

Nur eine Frage des Kalibers  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 17:15
7,62x39mm hat sich mal als erstaunlich wirkungslos erwiesen...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 04.11.2019 07:31
...dann hilft offensichtlich nur noch Kryptonit...womit wir auf dem Level wären, auf dem Spid sich offensichtlich sieht... :D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 04.11.2019 07:37
Pffft! Tumber, außerirdischer Muskelprotz...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 04.11.2019 13:46
Mal ne sachliche Frage zu diesem Thread:

Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?

Und kommt mir bitte nicht mit "tritt doch selbst in die Verdi ein".
Solange die nicht nur die Tarife für den ÖD aushandeln und noch vieles tun, was mich nicht anspricht, werde ich dort nicht Mitglied.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 04.11.2019 14:02
Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?
Immer, wenn auf der Startseite unten rechts (unter dem Button ALLE BEITRÄGE GELESEN) ein roter Punkt und/oder ein blauer Punkt eingeblendet wird, ist ein offizieller Verdi-Vertreter (rot) bzw. ein dbb-Vertreter (blau) im Forum anwesend und liest mit ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 04.11.2019 14:42
7,62x39mm hat sich mal als erstaunlich wirkungslos erwiesen...

Kein Wunder. Wird/Wurde ja auch größtenteils von Kommunisten und Sozialisten verwendet.  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 04.11.2019 14:59
Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?
Immer, wenn auf der Startseite unten rechts (unter dem Button ALLE BEITRÄGE GELESEN) ein roter Punkt und/oder ein blauer Punkt eingeblendet wird, ist ein offizieller Verdi-Vertreter (rot) bzw. ein dbb-Vertreter (blau) im Forum anwesend und liest mit ...
...wobei die Blauen immer die Guten sind... 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 04.11.2019 15:15
Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?
Immer, wenn auf der Startseite unten rechts (unter dem Button ALLE BEITRÄGE GELESEN) ein roter Punkt und/oder ein blauer Punkt eingeblendet wird, ist ein offizieller Verdi-Vertreter (rot) bzw. ein dbb-Vertreter (blau) im Forum anwesend und liest mit ...
...wobei die Blauen immer die Guten sind... 8)
Versteht sich!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 04.11.2019 17:04
Gewerkschafter lesen nicht in öffentlichen Foren. Die bilden sich ihre Meinung über die Glaskugel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 05.11.2019 09:21
Mal ne sachliche Frage zu diesem Thread:

Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?

Und kommt mir bitte nicht mit "tritt doch selbst in die Verdi ein".
Solange die nicht nur die Tarife für den ÖD aushandeln und noch vieles tun, was mich nicht anspricht, werde ich dort nicht Mitglied.

Es gibt keinen Grund hier mitzulesen, die Meinungsbildung einiger Mitglieder, die Vorschläge einbringen dürfen, erfolgt aber bestimmt teilweise hierüber.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Addams am 21.11.2019 16:15
Seit einigen Wochen ist das Ergebnis der Verdi-Umfrage veröffentlicht, und bisher habe ich es hier noch nirgends im kommunalen Forum gesehen, bzw. habe es vielleicht übersehen. Da der ursprüngliche Thread zu dieser Umfrage vom April mittlerweile geschlossen ist (siehe https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,111820.0.html), dachte ich mir, dass es am ehesten Sinn macht, die Ergebnisse hier zu verlinken:

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++6bb7ec82-f177-11e9-820d-525400b665de

Der Trend geht (meiner Meinung nach) in die richtige Richtung, die Beschäftigten wollen verstärkt die Wahlmöglichkeit für mehr Freizeit statt mehr Geld. Mein persönlicher Favorit wäre das zusätzliche Zeitkonto mit der Möglichkeit längerer Urlaubs- bzw. Freistellungsphasen. Dicht dahinter fände ich die Möglichkeit der Umwandlung der Jahressonderzahlung in Freizeit eine tolle Sache (von meiner diesjährigen JSZ gehen 53% Abzüge ab, als Freizeit bekäme ich den Gegenwert von etwa 15 Tagen zu 100%). Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit wäre nice to have, aber die beiden vorigen Punkte wären mir lieber.

Jetzt müsste Verdi den Worten nur noch Taten folgen lassen, vielleicht überrascht sie mich zur Abwechslung mal positiv, nach den Bsirske'schen Nackenschlägen der letzten gefühlt hundert Tarifrunden.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.11.2019 16:27

Jetzt müsste Verdi den Worten nur noch Taten folgen lassen, vielleicht überrascht sie mich zur Abwechslung mal positiv, nach den Bsirske'schen Nackenschlägen der letzten gefühlt hundert Tarifrunden.

Für mich reicht es schon aus, das die Gewerkschaft zumindest Kontakt zur Welt draußen aufgenommen hat. Hat ja auch lange genug gedauert. Wird das jetzt in den Verhandlungen auch noch gefordert, trete ich sogar ein!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 22.11.2019 07:31
@BAT

Du bist dir hoffentlich der Tatsache bewusst, Das Internet vergisst nicht!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 22.11.2019 07:37
Wenn "fordern" schon zum Beitritt reichte, wäre ich sogar in der FDP!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.11.2019 15:21
"Interessante" Vorschläge...

Wahlmöglichkeit finde ich im Prinzip gut.

Bei manchen Vorschlägen liege ich aber kugelnd am Boden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 23.11.2019 18:17
Ich bin gespannt, ob die Arbeitgeberseite solche Vorstellungen mit trägt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 23.11.2019 20:21
Es handelt sich dabei um Sonderwünsche von Eltern mit Kindern. Wieso diese signifikant bevorteilt werden sollen erschließt sich mir nicht. Nichts gegen Nachwuchs. Es ist aber nicht die Aufgabe der Arbeitgeberseite diese zu bevorteilen oder sich um deren Belange zu kümmern.

Machen wir uns nichts vor, der ÖD ist grundsätzlich ein Top Arbeitgeber was Familienfreundliche Arbeitszeiten angeht. Gleitzeit, mögliche Teilzeitstellen, sicherer Arbeitsplatz etc.

Bei der Wahlmöglichkeit zwischen Entgelterhöhung, oder Reduzierung der Arbeitszeit bin ich jedoch ganz dabei, da hier alle Beschäftigten  in gleicher Weise ihre Vorteile nutzen können.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 25.11.2019 10:16
Also wenn Verdi diesmal nicht massiv die Arbeitszeit (und insbesondere eine Wahlmöglichkeit) massiv als Thema aufgreift, dann weiß ich auch nicht.

Eigentlich sollte es der Arbeitgeberseite doch gelegen kommen, dass viele die Freizeit anstatt des Geldes nehmen würden. So spart der AG Geld und die Arbeit wird trotzdem erledigt. Es gab ja inzwischen mehr als ausreichend Versuche in der Privatwirtschaft bei denen Unternehmen einen Tag weniger pro Woche gearbeitet haben und dadurch ihre Effizienz erhöht haben. Natürlich ist das nicht in allen Bereichen der Fall.

Sorgen macht mir hier die Kinderbetreuung, denn dort MUSS der AG die fehlenden Stunden durch Personal ausgleichen und wir wissen ja was der Erzieher Markt hergibt. Und die Kinderbetreuung ist bei vielen ja gerade ein riesen Thema. Bei uns besteht der halbe Haushalt inzwischen aus Investitionen in Kitas und Betreuungspersonal.

Warten wir es ab.

Hab mir auch noch mal Gedanken gemacht, was ich mir persönlich wünschen würde. Ein Abschluss auf 2 Jahre (glatt). Ein quasi "Inflationsausgleich" für alle, ~1,X% und dann die Wahl für alle ob 5% oder 2 Wochenstunden weniger.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 25.11.2019 10:55
Früher ging es ja wohl samstags zur schule...
Der samstag war in fast allen gewerken ein arbeitstag, ist ja auch akutell ein "werktag"...

Dass man die arbeitszeit ost-west endlich mal anpasst (egal ob beide auf 39 oder beide auf 40h), ok!
Das wird langsam mal Zeit, 30 Jahre nach der Wende.

Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?

Also ich komme mit meinen 40h / Woche super hin, habe trotzdem genügend Freizeit.
An der Umfrage sehe ich für mich: den Menschen geht es zu gut und trotzdem jammern sie.

Also wenn mehr Freizeit, dann richtig:
- 7% mehr Entgelt und für alle eine 32h Arbeitswoche > Freitag frei, so wie der Name sagt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 25.11.2019 11:15
Was mir bei der Umfrage Sorge macht ist die Beteiligung bzw. wer sich beteiligt hat.

Ich meine damit, dass 64% der Teilnehmer der Umfrage ein Monatsbrutto von 3.500 Euro oder weniger hatten. Ich fürchte das verdi weiterhin ihr Augenmerk auf diese Mitarbeiter hat und entsprechend der Rest vernächlässigt wird.

Quelle: Seite 7 (https://www.verdi.de/++file++5da727552193fb09e194d185/download/ver.di_Ergebnisbericht_AZ.pdf)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 25.11.2019 11:25
Wahlmöglichkeit ist im Grunde nicht verkehrt, aber in den Kommentaren unter "Sonstiges" wurde es treffend formuliert:

Wenn kein Ausgleich in Form von mehr Personal geschaffen wird, ist das eine Milchmädchenrechnung.

Schon jetzt zeigt die Auswertung, dass Überstunden eher zur Regel gehören als zur Ausnahme. Gleichzeitig wird klar, dass die meisten Überstunden entstehen, weil das Arbeitspensum nicht in der vorgegebenen Zeit erledigt werden kann.
Wenn wir jetzt die Stunden reduzieren, wird die Arbeit nicht weniger.

Die Folge können nur mehr Überstunden sein, oder Dinge werden nicht erledigt.

Wenn in bestimmten Arbeitsbereichen regelmäßig Überstunden anfallen, dann muss man den Arbeitgeber zwingen, hier Entlastung zu schaffen in dem mehr Planstellen geschaffen werden.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 25.11.2019 11:29
Überstunden sind doch mit 115% bzw. 130% zu vergüten. Halte ich für kein schlechtes Geschäft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 25.11.2019 13:01
Überstunden sind doch mit 115% bzw. 130% zu vergüten. Halte ich für kein schlechtes Geschäft.

Ich behaupte, dass der durchschnittliche Verdianer den Unterschied zwischen Überstunden welche angeordnet werden müssen und "einfach länger arbeiten" nicht kennt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 25.11.2019 13:04
Überstunden sind doch mit 115% bzw. 130% zu vergüten. Halte ich für kein schlechtes Geschäft.

Ich behaupte, dass der durchschnittliche Verdianer den Unterschied zwischen Überstunden welche angeordnet werden müssen und "einfach länger arbeiten" nicht kennt.

Ich glaube, dass der Durchschnitt der Nicht-Verdianer ihn auch nicht besser kennt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 25.11.2019 13:06
und ich glaube das es die absolute Ausnahme ist, dass im öD Überstunden gemacht werden.
Muss da der PR eigentlich eingeschaltet werden?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 25.11.2019 13:39
Diese Diskussion (damals hieß es, dass 70% der AN Überstunden machen) hatten wir auch schon auf den Seiten ab S.6

und ich glaube das es die absolute Ausnahme ist, dass im öD Überstunden gemacht werden.
Muss da der PR eigentlich eingeschaltet werden?
bei uns sind die "angeordneten Überstunden" mit Formblatt zu beantragen und vom PR zumindest vorher zur Einsicht vorzulegen, ich meine sogar, dass er diese genehmigen muss, kann mich hier aber täuschen.

Dass man die arbeitszeit ost-west endlich mal anpasst (egal ob beide auf 39 oder beide auf 40h), ok!
Das wird langsam mal Zeit, 30 Jahre nach der Wende.

Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?
Gleiche Arbeitszeit 39h-Woche für Ost und West sollte umgesetzt werden (aber nicht vom Wessi-Budget  ;D)

Ein Anspurch auf Teilzeit besteht bisher ja nur, wenn keine wichtigen, betrieblichen Gründe dagegen sprechen?! Können diese Gründe einfach konstruiert werden? Jemand berichtete, dass in einem kleinen Team mit meinetwegen 3 AN dann bereits ein "wichtiger, betrieblicher Grund" vorliegen würde, um TZ abzulehnen?

Also ich komme mit meinen 40h / Woche super hin, habe trotzdem genügend Freizeit.
An der Umfrage sehe ich für mich: den Menschen geht es zu gut und trotzdem jammern sie.
Ich denke zwar auch, dass es "den Leuten" eigentlich doch recht gut geht. Allerdings hat das ganze ja mit der persönlichen Priorisierung im Leben zu tun. Warum 39h arbeiten wenn doch eigentlich auch 35 reichen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 25.11.2019 20:28

Wenn in bestimmten Arbeitsbereichen regelmäßig Überstunden anfallen, dann muss man den Arbeitgeber zwingen, hier Entlastung zu schaffen in dem mehr Planstellen geschaffen werden.

Warum? Es ist Dienst nach Vorschrift zu leisten, der Arbeitsanfall hat für den Arbeitnehmer grundsätzlich keine Bedeutung. Der Arbeitgeber hat seinen Laden nach Aufgabenanfall zu organisieren.


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 25.11.2019 20:48
Realistisch gesehen werden dann nur wenige neue Stellen geschaffen und/oder besetzt. Viele Arbeitnehmer, die sich jetzt die Hände reiben werden am Ende bis sich wirklich etwas tut die gleiche Arbeit erledigen müssen, bis eine Dienststelle realisiert, dass der Arbeitsaufwand in Teilbereichen zu hoch ist. Die legendäre Veränderungsdynamik des OE ist ja hinreichlich bekannt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 25.11.2019 22:41
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 26.11.2019 06:25
Warum 39h arbeiten wenn doch eigentlich auch 35 reichen?

Gerade im öD gibt es doch die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. Da gibt es die wildesten Konstrukte von 15 Stunden bis Vollzeit ist eigentlich jede erdenkliche Prozentzahlt drin.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 26.11.2019 06:42
Warum 39h arbeiten wenn doch eigentlich auch 35 reichen?

Gerade im öD gibt es doch die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. Da gibt es die wildesten Konstrukte von 15 Stunden bis Vollzeit ist eigentlich jede erdenkliche Prozentzahlt drin.

Was ist an 15 Stunden und 39 bzw. allem dazwischen wild?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 06:44
Realistisch gesehen werden dann nur wenige neue Stellen geschaffen und/oder besetzt. Viele Arbeitnehmer, die sich jetzt die Hände reiben werden am Ende bis sich wirklich etwas tut die gleiche Arbeit erledigen müssen, bis eine Dienststelle realisiert, dass der Arbeitsaufwand in Teilbereichen zu hoch ist. Die legendäre Veränderungsdynamik des OE ist ja hinreichlich bekannt.
Und wo ist das Problem? Wenn die Arbeitsverdichtung für die MA zu grösser wird, dann müssen sie doch nicht freiwillig mehr Stunden arbeiten.
Wenn ein Mitarbeiter seine Arbeitszeit um 5 h kürzt und genau soviel schafft wie vorher, dann stimmte doch vorher was nicht. Wenn er jedoch die gleichen Arbeitsaufträge bekommt wie vorher, dann muss er es halt liegen lassen und beim Vorgesetzten erfragen, was er liegen lassen soll.
Wenn der Vorgesetzte dann Überstunden anordnen muss, dann noch besser: Man bekommt mehr Geld via Zulagen ausgezahlt als vorher.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 26.11.2019 08:02
Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?

In der Theorie ja. Und wenn man gute Gründe hat (Kind, Familie etc.) ist das auch bei uns in der Regel kein Problem. Wenn ich aber sehe, welche Reaktionen seitens Vorgesetzten auf die Ankündigung der Möglichkeit von Brückenteilzeit kam, die ohne jede Begründung genommen werden kann, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob ich das Thema Teilzeit überhaupt noch mal ansprechen sollte.

Zudem ginge es hier ja nicht um Abzüge, nicht darum, dass man weniger Entgelt erhält als vorher, sondern dass die Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.

Warum also nicht die Wahl? Denjenigen, die bei ihrer alten Zeit bleiben, wird ja nichts weggenommen, im Gegenteil, sie bekommen sogar mehr Geld. Die anderen hingegen haben sich bewusst für mehr Freizeit statt Entgelterhöhung entschieden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 26.11.2019 08:53
Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.
...
Warum also nicht die Wahl? Denjenigen, die bei ihrer alten Zeit bleiben, wird ja nichts weggenommen, im Gegenteil, sie bekommen sogar mehr Geld. Die anderen hingegen haben sich bewusst für mehr Freizeit statt Entgelterhöhung entschieden.
Und wenn man x-% BRUTTO(!!!) Erhöhung nimmt, muss man ja noch SV+LSt abziehen. Somit bekäme, zumindest aus meiner Sicht, NETTO-Freizeit einen deutlich höheren Stellenwert!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 08:56
Zudem ginge es hier ja nicht um Abzüge, nicht darum, dass man weniger Entgelt erhält als vorher, sondern dass die Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.
MMMhhh eine Stunde weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich ist ja schon ne Menge (so aus dem Bauch raus 2,5% mehr Lohn). ob da noch was für ne Erhöhung des Entgelt über ist......oder verrechne ich mich da?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 26.11.2019 09:18
Zudem ginge es hier ja nicht um Abzüge, nicht darum, dass man weniger Entgelt erhält als vorher, sondern dass die Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.
MMMhhh eine Stunde weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich ist ja schon ne Menge (so aus dem Bauch raus 2,5% mehr Lohn). ob da noch was für ne Erhöhung des Entgelt über ist......oder verrechne ich mich da?

Ob du dich da verrechnest oder nicht, lassen wir mal dahingestellt, aber nunja, wenn das tatsächlich ca. 2,5 % mehr Entgelt für mich entsprechen sollte, würde ich auch damit klarkommen, sollte es für mich in dieser Tarifrunde dann keine weitere Erhöhung mehr geben. Und, um auf Kaiser80s Post einzugehen, alle anderen dürften ruhig gerne mehr als diese hypothetischen 2,5 % Steigerung erhalten. Meine Freizeit ist mir ohnehin mehr wert als das dieser Zeit entsprechende Entgelt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Addams am 26.11.2019 09:48
Zum Vergleich sicherlich interessant, anbei der aktuelle Abschluss der IGBCE. Dieser hat diesmal eine verhältnismäßig lange Laufzeit von 27-29 Monaten, und moderate prozentuale Lohnerhöhungen von 1,5% im ersten und 1,3% im zweiten Schritt. Klingt erst mal nicht so besonders, aber was zusätzlich vereinbart wurde, macht den Abschluss dann doch sehr interessant:

https://igbce.de/igbce/umfangreiches-tarifpaket-geschnuert-31130

"Der Abschluss sieht im Einzelnen vor:

- Die Schaffung eines individuellen Zukunftskontos für jeden Beschäftigten und Auszubildenden. Es startet 2020 mit zwei freien Tagen und wächst bis 2022 auf fünf freie Tage pro Jahr oder 23 Prozent eines tariflichen Monatseinkommens. Dazu haben beide Seiten den Tarifvertrag „Moderne Arbeitswelt“ entwickelt, der eine Verwendung des Guthabens für unterschiedliche Zwecke vorsieht: Freie Tage können beispielsweise jährlich genommen, auf Langzeitkonten angespart oder für die Altersvorsorge verwendet werden. Auch eine Auszahlung der Tage in Geld ist möglich. Die konkreten Wahloptionen regeln die Betriebsparteien. Dabei soll die Möglichkeit, das Guthaben für zusätzliche Freizeit zu verwenden, Bestandteil sein. Auszubildenden wird das Guthaben auf dem Zukunftskonto in Geld ausgezahlt.

- Die Einrichtung der bundesweit ersten Pflegezusatzversicherung zum 1. Juli 2021, die für alle Arbeitnehmer ab sechs Monaten Beschäftigung greifen soll. Die Versicherungsprämie tragen die Arbeitgeber. Bei Eintritt des Pflegefalls deckt die Versicherung bei stationärer Pflege bis zu 1000 Euro, bei ambulanter Pflege bis zu 300 Euro der Kosten. Die Pflegeversicherung wird ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen, sie kann privat aufgestockt oder auf Familienmitglieder ausgeweitet werden.

- Entgelterhöhungen in mehreren Stufen: Die Löhne und Gehälter steigen zum 1. Juli 2020 um 1,5 Prozent für zwölf Monate und um 1,3 Prozent zum 1. Juli 2021 für weitere neun Monate. Den Zeitraum bis Juli 2020 decken Einmalzahlungen ab, die aufgrund einer Harmonisierung der Gültigkeitszeiträume der Tarifverträge regional differieren. Sie liegen für Tagschicht-Beschäftigte zwischen 4 und 6 Prozent des Monatsentgelts. Von 2021 an steigt zudem die tarifliche Jahresleistung von derzeit 95 auf 100 Prozent eines Monatsgehalts.

- Die „Qualifizierungsoffensive Chemie“, mit der die Tarifparteien die Beschäftigten für neue Anforderungen durch die Digitalisierung weiterbilden wollen. Dazu gehört unter anderem die Programmierung eines Tools, mit dem notwendige Qualifizierungsbedarfe ermittelt werden sollen sowie eine Weiterbildungsberatung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter anderem durch die Bundesagentur für Arbeit.
"


Als großer Fan von Langzeitkonten blicke ich neidvoll auf die zukünftig 5 freien Tage pro Jahr, die je nach Bedarf verwendet werden können. Und ja, 5 freie Tage pro Jahr sind nicht wirklich viel, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Pflegezusatzversicherung hat sicherlich etwas von einer Art "Lotterie", da niemand weiß, ob irgendwann mal der Pflegefall eintreten wird. Es wird also Budget aus der Verhandlungsmasse für etwas aufgewendet, wovon nicht jeder zu gleichen Teilen profitieren wird. Viele hier im Forum vertreten ja die Ansicht, dass man lieber mehr Geld hätte, und dann selbst entscheidet, ob man mit dem Mehr an Geld so eine Versicherung abschließen möchte. Diese Einstellung hat ihre Berechtigung, trotzdem finde ich persönlich dieses Modell der vom Arbeitgeber finanzierten Prämie eine interessante Idee.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 26.11.2019 10:15
Die Pflegezusatzversicherung hat sicherlich etwas von einer Art "Lotterie", da niemand weiß, ob irgendwann mal der Pflegefall eintreten wird.
Finde ich nicht tragisch, kennen wir die Problematik doch schon aus der RV.
..und natürlich aus anderen Versicherungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 10:58
Diese Einstellung hat ihre Berechtigung, trotzdem finde ich persönlich dieses Modell der vom Arbeitgeber finanzierten Prämie eine interessante Idee.
Nun ich empfinde alle Modelle, die angeblich vom AG finanziert werden, als Modelle die alleinig vom AN finanziert werden.
Denn es ist ja Geld, was der AG "über hat" und nicht seinem AN gibt, sondern woanders hin verteilt (für den AN).

Langzeitkonten sind ja auch eine Lotterie, wenn sie nicht an die Erben ausgezahlt werden, wenn man früher als erwartet verstirbt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 26.11.2019 11:07

Die Pflegezusatzversicherung hat sicherlich etwas von einer Art "Lotterie", da niemand weiß, ob irgendwann mal der Pflegefall eintreten wird. Es wird also Budget aus der Verhandlungsmasse für etwas aufgewendet, wovon nicht jeder zu gleichen Teilen profitieren wird. Viele hier im Forum vertreten ja die Ansicht, dass man lieber mehr Geld hätte, und dann selbst entscheidet, ob man mit dem Mehr an Geld so eine Versicherung abschließen möchte. Diese Einstellung hat ihre Berechtigung, trotzdem finde ich persönlich dieses Modell der vom Arbeitgeber finanzierten Prämie eine interessante Idee.

Ich habe diese Einstellung, sie gilt aber nur für den Personenkreis des öD. Nicht für die Klientel anderer Tarifverträge. Von daher halte ich diese Regelung hier für nachvollziehbar, einmal in Bezug auf die Klientel andererseits aber auch in Bezug auf die Belastung der Klientel. Obwohl Lotterie-Systematiken eigentlich nicht in einen Tarifvertrag gehören.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 11:16
Obwohl Lotterie-Systematiken eigentlich nicht in einen Tarifvertrag gehören.
VBL ist doch auch schon ne Lotterie  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 26.11.2019 11:19
Obwohl Lotterie-Systematiken eigentlich nicht in einen Tarifvertrag gehören.
VBL ist doch auch schon ne Lotterie  8)

Vor allem Paternalismus und von daher von mir immer schon abgelehnt. Von weiteren Probleme kommen dann noch obendrauf.

Selbst die gesetzliche RV geht mir eigentlich zu weit, aber das ist ein anderes Thema.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 26.11.2019 12:03
Als besonders Sinnvoll erschiene mir im kommenden TVÖD eine Formulierung, dass "Überstunden" auf Gleitzeitkonten automatisch mit angeordneten Überstunden gleichzusetzen sind, wenn sie aufgrund der zu erledigenden Arbeit zwangsläufig entstehen.

Ein Indiz dafür kann zum Beispiel sein, dass permanent Überstunden gemacht werden, weil das Pensum grundsätzlich nicht in der regulär zur Verfügung stehenden Zeit erfüllt werden kann.

Wenn ich höre, dass bei uns jeder Vorgesetzte grundsätzlich jede Woche mehr arbeitet als vertraglich vereinbart ist, und man dies von diesen Personen erwartet, dann läuft da etwas falsch.

Auch diese Personen haben einen Arbeitsvertrag unterschrieben in dem eine Wochenarbeitszeit festgehalten wurde. Wenn diese grundsätzlich nicht zur Erfüllung der Aufgaben ausreicht, muss Entlastung geschaffen werden.

Eine Einstufung der Mehrarbeit als "angeordnete Überstunden" hätte wenigstens zur Folge, dass die Überstunden auf dem Gleitzeitkonto mindestens finanziell ausgeglichen werden müssen. Zwangsweise ergibt sich so die Konstellation, dass für den Arbeitgeber die Schaffung neuer Stellen keine zusätzlichen Kosten mehr verursacht, sondern nur zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Arbeit führen würde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 13:22
Als besonders Sinnvoll erschiene mir im kommenden TVÖD eine Formulierung, dass "Überstunden" auf Gleitzeitkonten automatisch mit angeordneten Überstunden gleichzusetzen sind, wenn sie aufgrund der zu erledigenden Arbeit zwangsläufig entstehen.
Die Leute sollen also selber entscheiden, ob sie langsam oder schnell arbeiten und so entweder ihre arbeit in 40h oder 44h schaffen (könnten)?
Dann kann man ja gleich die Führungskräfte entlassen, denn damit haben sie noch weniger zu tun.

Entweder man hat Gleitzeitkonten, damit man
a) seine Arbeite familienfreundlich oder work live balance mäßig verteilen kann (AN Sicht)
und/oder
b) Damit man flexibel AN einsetzten kann, bzw die unterschiedlichen Arbeitsintensitäten von den AN gehandelt werden können. (AG Seite)

Da wo AN permanent überlastet sind, hilft dein Modell nicht, wenn zuviel Arbeit für zu wenig Personal da ist, dann muss der AG (via Führungskraft) Personal ranschaffen oder Arbeit anders organisieren.

IdR sehe ich bei den meisten Personen mit ÜStunden das Problem der fehlenden Selbstorganisation und den fehlenden Mut dem Cheffe zu sagen: schaff ich nicht in der Zeit, sag was ich nicht machen soll.
(wohl gemerkt bei den Kandidaten wo die ÜStunden permanent da sind, und die in der Zeit wo nicht so viel aufläuft eben nicht die Stunden abbauen, sondern dann entspannt vor sich hin arbeiten. Wir schicken solche nach hause und wenn sich nicht wollen, dann verfallen ihre Stunden halt. Und bei denen die unverschuldet ÜStunden, die nicht abbaubar sind, haben, da werden diese dann auch umgewandelt).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 26.11.2019 13:34
Ein Indiz dafür kann zum Beispiel sein, dass permanent Überstunden gemacht werden, weil das Pensum grundsätzlich nicht in der regulär zur Verfügung stehenden Zeit erfüllt werden kann.

Die Frage allerdings ist: Wie erkennt man das?

Hier bei uns macht so gut wie jeder täglich Mehrarbeit (die nach deinem Modell ja automatisch Überstunden wären), um dann freitags entsprechend früher nach Hause zu können. Oder um später einen ganzen oder einen halben Tag frei zu nehmen. Man müsste also die Wochenarbeitszeit hernehmen oder noch besser die Monatsarbeitszeit. Oder gleich den ganzen Abrechnungszeitraum (der bei uns bis jeweils September des folgenden Jahres geht, ehe gekappt wird).

Klar kann der Vorgesetzte bestätigen, dass die Mehrarbeit nicht in der vorgesehenen Zeit geschafft werden konnte, aber das wäre dann auch nicht viel anders, als würde er offiziell Überstunden (nach der derzeitigen Definition) anordnen.

Dass Vorgesetzte erwarten, dass man mindestens so lange wie sie bleibt, ist mir persönlich ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Und wenn können die erwarten, was sie wollen, wenn ich Gleitzeit habe, keine Überstunden angeordnet sind und der Gleitzeitrahmen es erlaubt, dann gehe ich, wann ich will. Fertig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 26.11.2019 14:21


Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?


Kann er eben nicht !!!

Der AG kann mit betrieblichen Gründen die Teilzeit ablehnen. Bei uns wird die Teilzeit bei Vollzeitstellen grundsätzlich aus betrieblichen Gründen abgelehnt. Gibt es nix zu diskutieren. Der Rechtsweg steht eventuell natürlich offen.

Also hört doch endlich auf so einen Quark mit Teilzeit zu erzählen. Wenn das so einfach wäre, dann würden aktuell nicht kreuz und quer alle (in verschiedenen Branchen) so eine Wahlmöglichkeit verlangen.


Was das Arbeitspensum angeht, so muss ich sagen, dass mir als AN das vollkommen egal ist. Wenn ein Entwässerungsantrag bei mir irgendwann 12 Monate auf dem Tisch liegt bis er bearbeitet wird, dann ist mir persönlich das komplett egal. Ich mache Dienst nach Vorschrift und mache meine Gleizeitstunden so wie mir das passt. Ich mache keine "Gleitzeitüberstunden" weil viel Arbeit anfällt, sondern weil ich vielleich mal einen Tag frei machen will.

Wenn mal viel Arbeit da ist oder eine Sitzung spät Abends an der ich teilnehmen soll, dann lasse ich mir diese Überstunden mit entsprechenden Zuschlägen anordnen und fertig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.11.2019 14:38
Der AG benötigt aber betriebliche Gründe, um das Teilzeitbegehren aus betrieblichen Gründen abzulehnen. Das läßt sich ja gerichtlich überprüfen. Ich hielte eine pauschale Ablehnung ohne Einzelfallprüfung für einen abmahnwürdigen Pflichtverstoß.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 16:01
Dass Vorgesetzte erwarten, dass man mindestens so lange wie sie bleibt, ist mir persönlich ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Und wenn können die erwarten, was sie wollen, wenn ich Gleitzeit habe, keine Überstunden angeordnet sind und der Gleitzeitrahmen es erlaubt, dann gehe ich, wann ich will. Fertig.
Mir auch nicht, aber auch nicht, das sie von Ihrem Recht Gebrauch machen, den Gleitzeitrahmen auszuhebeln. Das können sie nämlich bei uns, nennt sich dann angeordnete Überstunden.  8)
Und damit schließt sich der Kreis wieder.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 26.11.2019 20:36
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Neue Stellen werden geschaffen. An welcher Stelle? Um Arbeitsintensität auszugleichen. Bevor dies geschieht, passiert vor allem erst einmal eines: Nix. Als nächstes kommt der Vorgesetzte, klopft dir auf die Schulter, und sagt :"Packst du schon!" Und vielleicht dann kommt irgendwann einer auf die Idee, nach dem 3 MA einen Versetzungsantrag gestellt haben, zu handeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 22:59
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Neue Stellen werden geschaffen. An welcher Stelle? Um Arbeitsintensität auszugleichen. Bevor dies geschieht, passiert vor allem erst einmal eines: Nix. Als nächstes kommt der Vorgesetzte, klopft dir auf die Schulter, und sagt :"Packst du schon!" Und vielleicht dann kommt irgendwann einer auf die Idee, nach dem 3 MA einen Versetzungsantrag gestellt haben, zu handeln.
Und nachdem man drei neue Vorgesetzte hatte ;D
Ach bin ich Froh....das bisher meine Kommunikation zur übergeordneten Ebene funktioniert hat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 27.11.2019 06:52
Als besonders Sinnvoll erschiene mir im kommenden TVÖD eine Formulierung, dass "Überstunden" auf Gleitzeitkonten automatisch mit angeordneten Überstunden gleichzusetzen sind, wenn sie aufgrund der zu erledigenden Arbeit zwangsläufig entstehen.

Ein Indiz dafür kann zum Beispiel sein, dass permanent Überstunden gemacht werden, weil das Pensum grundsätzlich nicht in der regulär zur Verfügung stehenden Zeit erfüllt werden kann.

Wenn ich höre, dass bei uns jeder Vorgesetzte grundsätzlich jede Woche mehr arbeitet als vertraglich vereinbart ist, und man dies von diesen Personen erwartet, dann läuft da etwas falsch.

Auch diese Personen haben einen Arbeitsvertrag unterschrieben in dem eine Wochenarbeitszeit festgehalten wurde. Wenn diese grundsätzlich nicht zur Erfüllung der Aufgaben ausreicht, muss Entlastung geschaffen werden.

Eine Einstufung der Mehrarbeit als "angeordnete Überstunden" hätte wenigstens zur Folge, dass die Überstunden auf dem Gleitzeitkonto mindestens finanziell ausgeglichen werden müssen. Zwangsweise ergibt sich so die Konstellation, dass für den Arbeitgeber die Schaffung neuer Stellen keine zusätzlichen Kosten mehr verursacht, sondern nur zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Arbeit führen würde.

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 27.11.2019 07:16
Dass Vorgesetzte erwarten, dass man mindestens so lange wie sie bleibt, ist mir persönlich ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Und wenn können die erwarten, was sie wollen, wenn ich Gleitzeit habe, keine Überstunden angeordnet sind und der Gleitzeitrahmen es erlaubt, dann gehe ich, wann ich will. Fertig.
Mir auch nicht, aber auch nicht, das sie von Ihrem Recht Gebrauch machen, den Gleitzeitrahmen auszuhebeln. Das können sie nämlich bei uns, nennt sich dann angeordnete Überstunden.  8)
Und damit schließt sich der Kreis wieder.

Ja, klar, dazu müssen sie aber eine Formular ausfüllen, mich das unterschreiben und vom Betriebsrat genehmigen lassen. Solange aber nichts Außerordentliches ansteht (speziell Veranstaltungen oder absehbar längerdauernde Sitzungen) ist das bei uns eher nicht die Regel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.11.2019 07:20
Bei uns auch nicht, da die Leute (zu 95%) wissen was wann wie zu tun ist und teilen entsprechend Ihre Zeit - aufs Jahr gesehen - ein. Wenns mal brennt und bleibt man, wenn nicht geht man. Die 5%, die verpeilt sind, die werden rechtzeitig aufgefordert Ihre Stunden abzubauen, wenn sie es nicht machen, Pech Stunden futsch, bzw. denen ist es dann egal, weil haben Spaß an der Arbeit und mosern auch nicht rum.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 27.11.2019 07:38
Bei uns auch nicht, da die Leute (zu 95%) wissen was wann wie zu tun ist und teilen entsprechend Ihre Zeit - aufs Jahr gesehen - ein. Wenns mal brennt und bleibt man, wenn nicht geht man. Die 5%, die verpeilt sind, die werden rechtzeitig aufgefordert Ihre Stunden abzubauen, wenn sie es nicht machen, Pech Stunden futsch, bzw. denen ist es dann egal, weil haben Spaß an der Arbeit und mosern auch nicht rum.

Genauso ist es bei uns auch, ja, sehe ich auch genauso.

Ich bin ja immer wieder fasziniert davon, wie oft bei uns Intranetmeldungen und Rundmails auftauchen, dass man doch bitte daran denken möge, die Mehrstunden rechtzeitig abzubauen, da sie aber einer bestimmten Höhe sonst verfallen würden. Zumal der Fachvorgesetzte automatisch auch noch eine Benachrichtigung erhält, wenn jemand über eine bestimmte Grenze kommt und er angehalten ist, mit diesem abzuklären, wie diese reduziert werden können. Trotzdem scheint es noch immer irgendwelche Pappenheimer zu geben, die das entweder nicht auf die Reihe kriegen oder denen es schlicht egal ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 27.11.2019 09:56
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Neue Stellen werden geschaffen. An welcher Stelle? Um Arbeitsintensität auszugleichen. Bevor dies geschieht, passiert vor allem erst einmal eines: Nix. Als nächstes kommt der Vorgesetzte, klopft dir auf die Schulter, und sagt :"Packst du schon!" Und vielleicht dann kommt irgendwann einer auf die Idee, nach dem 3 MA einen Versetzungsantrag gestellt haben, zu handeln.
ist ja wie bei der Werbung (nur umgekehrt): erst der Preis ordentlich hoch und dann auf diesen bisschen Prozente und schon geiern die Leute.
Ich lese die Statistik entwas anders. Sicherlich kann/muss man von zusätzlichen Stellen sprechen seit 2010, aber man sollte doch die 1-2 Prozentpunkte nicht überbewerten (heisst doch auf unsere Diskussion bezogen, dass Du jetzt um 1-2% "entlastet" wurdest...nicht schlecht!) und außerdem muss auch die Zeit davor mitberücksichtigt  werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 27.11.2019 09:56
Der AG benötigt aber betriebliche Gründe, um das Teilzeitbegehren aus betrieblichen Gründen abzulehnen. Das läßt sich ja gerichtlich überprüfen. Ich hielte eine pauschale Ablehnung ohne Einzelfallprüfung für einen abmahnwürdigen Pflichtverstoß.

Die meisten AGs werden sich schon ausreichend Gründe aus der Nase ziehen können die auch vor Gericht standhalten.

Bei Verwaltungsangestellten mag es vielleicht einfacher sein auf Teilzeit zu gehen, weil der AG hier reagieren kann in dem er umorganisiert oder ähnliches, aber es gibt halt auch Bereiche da hat man quasi keine Chance.

Bei uns gibt es zwei Architekten und zwei Bauingenieure, alle Vollzeit. Unmöglich für einen hier auf Teilzeit zu gehen, weil es keine Chance gibt das hier abzufangen durch eine Umorganisation oder ähnliches. So zumindest in der Theorie. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.11.2019 10:00
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 10:26
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Nun ja, es reicht doch, das auf dem Arbeitsmarkt nachweislich keine Arbeitskräfte zu bekommen sind. Das mag vor 10 Jahren anders ausgesehen haben und in 10 Jahren wieder, hilfsweise sieht es in bestimmten Regionen anders aus, aber derzeit ist eigentlich nichts zu bekommen. Es wird ja teils schon für Ausbildungsberufe mit einer Kreuzfahrt als Bonus geworben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Lars73 am 27.11.2019 10:50
Wenn man Probleme hat Arbeitskräfte zu gewinnen wird man nicht gewinnen wenn man Instrumente wie Arbeitszeitreduktion verhindert. (Da verliert man dann ggf. noch weitere Personen.)

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass die Arbeit genau jeweils Vollzeitkräfte erfordert...

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 27.11.2019 10:51
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Selbst wenn sie es nicht können, so ist für mich der theoretische Rechtsweg mit ungewissem Ausgang keine Argumentationsgrundlage zu sagen, dass doch sowieso "jeder ganz einfach" Teilzeit machen kann und daher eine Wahlmöglichkeit ob Geld oder Stundenreduktion nicht Ziel der Verhandlung sein sollte.

Wenn man Probleme hat Arbeitskräfte zu gewinnen wird man nicht gewinnen wenn man Instrumente wie Arbeitszeitreduktion verhindert. (Da verliert man dann ggf. noch weitere Personen.)

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass die Arbeit genau jeweils Vollzeitkräfte erfordert...

Vielen AGs ist es auch einfach scheiß egal ob sie Arbeitskräfte finden oder nicht.

Bei uns ist eine Bautechniker Stelle seit zwei Jahren unbesetzt. Wird regelmäßig ausgeschrieben ohne das eine einzige Bewerbung kommen würde. Meinst du da kümmert sich irgendwer mal drum warum und weshalb das so ist ?

Es wird auch ein Klimamanager gesucht. Auf 2 Jahre befristet ohne Absicht diesen danach zu entfristen (wird nur zwei Jahre gefördert die Stelle). Der Fördergeber hat den Aufgabenkatalog bekommen und eine Einstellung mit E11 Stufe 3 empfohlen und würde das auch fördern.

Was haben unsere politischen Gremien beschlossen ? Der Klimamanager darf nur in E10 Stufe 2 eingestellt werden. Selbst wenn es Anspruch auf Stufe 3 geben würde, dann müsste er sich das einklagen, es gibt nur Stufe 2.

Wer bewirbt sich denn auf sowas in der heutigen Zeit ? ;)

Braucht man sich nicht wundern wenn keiner kommt.

Arbeitskräfte finden ist nicht schwer, man muss diesen nur entsprechend etwas bieten. Die Politik versteckt sich hier halt gerne hinter dem Tarifrecht und tut so als würden sie ja gerne mehr bezahlen (mehr tun), aber könnten ja angeblich nicht.
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Beitrag von: Philipp am 27.11.2019 11:18

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.
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Beitrag von: Spid am 27.11.2019 11:41
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Selbst wenn sie es nicht können, so ist für mich der theoretische Rechtsweg mit ungewissem Ausgang keine Argumentationsgrundlage zu sagen, dass doch sowieso "jeder ganz einfach" Teilzeit machen kann und daher eine Wahlmöglichkeit ob Geld oder Stundenreduktion nicht Ziel der Verhandlung sein sollte.

Das ist keine theoretische Möglichkeit, es ist eine praktische, die von tausenden AN jährlich in Anspruch genommen wird.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.11.2019 12:04
Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.
Oder umgekehrt,alles darüber wird nicht als Arbeitszeit anerkannt, wenn sie nicht angeordnet wird.
Ist doch wie mit den nicht genommenen Pausen. Wer 7h im Büro arbeitet bekommt ja auch automatisch nur 6,5 angerechnet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.11.2019 12:06
Wenn man Probleme hat Arbeitskräfte zu gewinnen wird man nicht gewinnen wenn man Instrumente wie Arbeitszeitreduktion verhindert. (Da verliert man dann ggf. noch weitere Personen.)

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass die Arbeit genau jeweils Vollzeitkräfte erfordert...
Anwesende Vollzeitkräfte wolltest du sagen  ???
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 27.11.2019 15:03
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Selbst wenn sie es nicht können, so ist für mich der theoretische Rechtsweg mit ungewissem Ausgang keine Argumentationsgrundlage zu sagen, dass doch sowieso "jeder ganz einfach" Teilzeit machen kann und daher eine Wahlmöglichkeit ob Geld oder Stundenreduktion nicht Ziel der Verhandlung sein sollte.

Das ist keine theoretische Möglichkeit, es ist eine praktische, die von tausenden AN jährlich in Anspruch genommen wird.

Ist für mich trotzdem keine Argumentationsgrundlage für die Thematik.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.11.2019 19:15
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 19:33
Ich denke viele "Reiche" ab 9b, etc. können von 33 Prozent Unterkunftskosten träumen. Denn das Abbezahlen von Wohneigentum bedeutet meist wesentlich höhere Anteile sowie starke Sparsamkeit an anderer Stelle.

Zu den Hindernissen beim Erwerb des Wohneigentums bitte ich die Wahlbeteiligung bei der angesprochenen Klientel zu erhöhen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.11.2019 19:35
also 11,4 % vom Netto sollte man in Freizeit/Kultur investieren, kann man ja mal probieren
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 19:42
also 11,4 % vom Netto sollte man in Freizeit/Kultur investieren, kann man ja mal probieren

Zu viel. Erst die Altersvorsorge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.11.2019 19:53
man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 20:03
man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.

Das ist richtig. Wenn man erst ohne Kaltmiete wohnt, wenn man alt ist, sollte man die Finger davon lassen.

Da jedoch die meisten Unfälle in der Freizeit passieren, wäre eine 48 Stunden - Woche bis E8 ratsam. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Endlich mal den guten Aufschnitt kaufen und gesünder leben!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 28.11.2019 08:44
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "

In einem anderen Forum (Fußball-Forum) wurde vor langer Zeit auf die Verlinkung mit der Blöd immer geantwortet:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
Finde, dass das immer noch passt, mittlerweile würde ich aber mehrere andere Medien dazu zählen.

Trotzdem, da die eigentliche Quelle Bundesamt für Statistik ist, sehr auffällig: 
"...laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 [...] folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %)..."
Geht man einmal von 2000€ netto aus (in einer Quelle wurde ein Durchschnittsverdienst von ca. 1.900€ genannt, in einer anderen Quelle waren es 2.200 €) würde das heißen: monatlich 292€ fürs Auto, 286€ für Lebensmittel.
Wenn das in etwa meine monatliche Aufstellung wäre, dann würde ich mir genau an dieser Stelle zuerst einmal ein paar Gedanken machen! Denn: Geld, welches man nicht ausgibt, muss man auch nicht einnehmen!  8)


man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
...und kann seinen Kindern oder Enkeln (falls man doch alt wird) davon erzählen  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 08:54
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "

In einem anderen Forum (Fußball-Forum) wurde vor langer Zeit auf die Verlinkung mit der Blöd immer geantwortet:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
Finde, dass das immer noch passt, mittlerweile würde ich aber mehrere andere Medien dazu zählen.

Dem schließe ich mich vollumfänglich an. Bild ist keine seriöse Quelle und ich vermeide es auf einen Link zu klicken, der zu diesem … Blatt führt.

Trotzdem, da die eigentliche Quelle Bundesamt für Statistik ist, sehr auffällig: 
"...laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 [...] folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %)..."
Geht man einmal von 2000€ netto aus (in einer Quelle wurde ein Durchschnittsverdienst von ca. 1.900€ genannt, in einer anderen Quelle waren es 2.200 €) würde das heißen: monatlich 292€ fürs Auto, 286€ für Lebensmittel.
Wenn das in etwa meine monatliche Aufstellung wäre, dann würde ich mir genau an dieser Stelle zuerst einmal ein paar Gedanken machen! Denn: Geld, welches man nicht ausgibt, muss man auch nicht einnehmen!  8)

Auto auf Platz 2 … dass eine dumme Blechkiste so viel Ressourcen verschlingt … Da bin ich aber zum Glück fein raus, da ich gar kein Auto habe. Wohnen und Heizen kommt bei mir aber hin, während der Posten für Lebensmittel und der für die Freizeitgestaltung wohl höher wäre. Und ich hätte durchaus noch Luft nach oben (um die etwas kryptische Frage, wie die ganze Freizeit finanziert können sollte, ebenfalls zu beantworten).


man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
...und kann seinen Kindern oder Enkeln (falls man doch alt wird) davon erzählen  ;D

Wenn man welche hat.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 28.11.2019 09:06

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.

DAs würde bedeuten, man darf ins Minus gleiten, aber nicht ins Plus. Nicht wirlich arbeitnehmerfreundlich und würde bei uns auch sehr zu Unmut führen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.11.2019 09:22
Nein, würde es nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 28.11.2019 09:37

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.

DAs würde bedeuten, man darf ins Minus gleiten, aber nicht ins Plus. Nicht wirlich arbeitnehmerfreundlich und würde bei uns auch sehr zu Unmut führen.

Wie meinen?

War so gemeint, dass man wie bisher "gleiten" darf. Nur dürften die Plus-Stunden dann ein Limit nicht ohne weiteres überschreiten.
Im Grunde soll es nur darum gehen, Gleitzeitstunden über Betrag X (aktuell meine ich 40h !?) nicht mehr am Jahresende verfallen zu lassen. Der Arbeitnehmer arbeitet diesen Zusatz derzeit umsonst, opfert seine Lebenszeit und Freizeit komplett ohne Gegenleistung. DAS ist auf keinen Fall Arbeitnehmerfreundlich und dürfte auch kaum im Interesse der Gewerkschaften sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 28.11.2019 10:41
Wenn gekappt wird auf jeden Fall, da stimme ich Dir zu. Da halte ich auch überhaupt nichts davon. Ist bei uns zum Glück nicht der Fall. Wir dürfen bis zu 40 Stunden bei Vollzeit (Teilzeit entsprechend weniger) Plus oder Minusstunden bis zur Rente vor uns herschieben, wenn uns danach ist. Bei über 40 Stunden muß eine Vereinbarung geschlossen werden, wie man davon runterkommt. Bzw. bis zur Rente sollte das Stundenkonto natürlich komplett ausgeglichen sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 28.11.2019 11:33
Arbeitnehmerfreundlich wäre die/eure Regel schon. Und ich deshalb natürlich dafür.
Nur kann man hier den AG doch verstehen, dass er das nicht aus der Hand geben will.
Eine Konsequenz wäre vermutlich, dass Teile der AN diese Regel für ihre Interessen ausnutzen, d.h. sie werden Stunden entsprechend ansammeln. Fraglich, ob diese Stunden wirklich aufgrund der vielen Arbeit hätte sein müssen. Sicherlich könnte man das etsprechend kontrollieren lassen z.B. vom Vorgesetzten. Aber auch das führt zu einem größeren Aufwand mit größerem Konflitkpotenzial.
Das das Hauptproblem außerdem nur in die Zukunft geschoben wird, weil ja später die Stunden wieder abgefeiert werden müssen, kommt ja auch noch dazu bzw. ist vermutlich sogar der entscheidende Punkt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: SK am 28.11.2019 12:09
- Mindestens 200 Euro mehr Brutto
- 38 Arbeitsstunden pro Woche
- 32 Urlaubstage
- 100% JSZ; je mehr man krank wird, desto weniger sollte % sein
- Bezahlung von Überstunden
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 12:12
Eine Konsequenz wäre vermutlich, dass Teile der AN diese Regel für ihre Interessen ausnutzen, d.h. sie werden Stunden entsprechend ansammeln. Fraglich, ob diese Stunden wirklich aufgrund der vielen Arbeit hätte sein müssen. Sicherlich könnte man das etsprechend kontrollieren lassen z.B. vom Vorgesetzten. Aber auch das führt zu einem größeren Aufwand mit größerem Konflitkpotenzial.

Das befürchte ich auch, dass dann Leute hingehen und Stunde um Stunde schrubben, nur um am Ende ein paar Euro mehr aufs Konto zu bekommen. Zumal ich es auch als ein Stück weit Eigenverantwortlichkeit sehe, selber dafür zu sorgen, dass man nicht so massiv Mehrstunden aufbaut, die dann gekappt werden können, speziell, da es einem ja eh alle naselang um die Ohren gehauen wird, doch bitte, bitte das Mehrplus entsprechend zu reduzieren, weil es (bei uns) am 30. September gekappt wird.

Mit einer Maßgabe, dass als Zeitraum nicht die Wochenarbeitszeit, sondern ein längerer Zeitraum genommen wird (einige "sparen" nun einmal auch darauf, mal einen Tag frei machen zu können, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen), könnte ich damit auch ganz gut leben, wenn das was sonst gekappt würde, ausgezahlt wird, ich bin mir aber nicht sicher, ob man die Leute da wirklich so von ihrer Eigenverantwortlichkeit, selber ihre Gleitzeitstunden in den Griff zu bekommen, entbinden muss (bzw. das Gegenteil damit ja sogar noch fördern).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 28.11.2019 12:14
- Mindestens 200 Euro mehr Brutto
- 38 Arbeitsstunden pro Woche
- 32 Urlaubstage
- 100% JSZ; je mehr man krank wird, desto weniger sollte % sein
- Bezahlung von Überstunden

Jahressonderzahlung ist Bestandteil des Gehaltes und nicht von Anwesenheiten abhängig. Das könnte man allenfalls beim LOB mit anbringen. Überstunden werden bezahlt. Sie müssen natürlich angeordnet sein, aber sonst wären es ja auch keine Überstunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 28.11.2019 13:14
@werop und Kaffeetassensucher

Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird manuell kontrolliert. Wir haben keine Stempeluhr sondern müssen unsere Zeit selbst in eine Tabelle eintragen die quartalsweise vom nächsten Vorgesetzten geprüft wird (zumindest offiziell). Da reicht der Blick auf die Stunden nach drei Monaten und evtl. ein Hinweis, diese doch abzubauen.

Letzten Endes gilt: Bescheißen kann man immer. Das jetzige System auf Vertrauensbasis bei uns wird auch von einzelnen Kollegen ausgenutzt.

Alternativ könnte man - ob der "Ruhe" in den ersten Tagen eines neuen Jahres - in einigen technischen Behörden sicherlich eine Art Regelung einführen, dass die ersten drei Wochen des Jahres genutzt werden müssen um Überstunden aus dem Gleitzeitkonto abzubauen. Wer zum Jahresende 100 Überstunden drauf hat, der kann 40 behalten, und 60 müssen zum Beginn des neuen Jahres abgebaut werden - heißt: Arbeitsbeginn rund anderthalb Wochen später.

So kommt niemand in die Versuchung, die Stunden für mehr Geld, oder geplant anfallen zu lassen. Wer arbeitsbedingt einfach mehr Zeit benötigt, erhält hier einen zusammenhängenden Ausgleich für Urlaub oder Freizeit.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 28.11.2019 13:25
War so gemeint, dass man wie bisher "gleiten" darf. Nur dürften die Plus-Stunden dann ein Limit nicht ohne weiteres überschreiten.
Im Grunde soll es nur darum gehen, Gleitzeitstunden über Betrag X (aktuell meine ich 40h !?) nicht mehr am Jahresende verfallen zu lassen.
Keiner zwingt einen solche Stunden anfallen zulassen, also kann man sie am Ende des Jahres auch verfallen lassen.
Keine Ahnung, warum man da ein System einrichten will, dass einige Leute zum "Betrug" einläd (mehr Geld scheffeln durch "arbeiten") und andere zur Selbstausbeutung (Keine "Strafe" dafür, dass sie zuviel arbeiten und nicht dafür sorgen, dass der AG hier handelt (handeln muss).

Wenn Leute über X Stunden haben, dann müssen sie zuhause bleiben, so einfach ist es. Und wenn der AG der Meinung ist, dass sie nicht zuhause bleiben sollen, dann soll er Überstunden anweisen (und entsprechend bezahlen).
Wohlgemerkt der AG und nicht der AN in Eigenregie entscheidet wann Überstunden notwendig sind!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 13:50
Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird das tatsächlich so ähnlich gehandhabt. Elektronisch erfasst und wenn man eine bestimmte Zahl Stunden überschreitet (genaue Zahl weiß ich nicht, in die Verlegenheit, das wissen zu müssen, bin ich bislang nie gekommen), kriegt der Fachvorgesetzte ne Meldung und der muss dann mit dem Mitarbeiter besprechen, wie er da wieder runterkommt. Das ging schon so weit, dass jemand ein oder zwei Gleitzeittage nehmen "musste", weil er zu viel angesammelt hatte.

Manuell stelle ich mir das schwieriger vor, dass der Vorgesetzte da den Überblick behält, zumal Selbsteintragen ja geradezu zum Besch...en einlädt.

Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 28.11.2019 14:46
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Kollegen die mit ihren 100 Mehrstunden ankommen, bekommen von mir nur ein "selbst Schuld" zugerufen.
Wenn die Arbeit in 7,48h nicht zu schaffen ist, ist die Personalbemessung falsch, dass werde ich garantiert nicht zu Lasten meiner Familie ausgleichen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 28.11.2019 14:52
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Kollegen die mit ihren 100 Mehrstunden ankommen, bekommen von mir nur ein "selbst Schuld" zugerufen.
Wenn die Arbeit in 7,48h nicht zu schaffen ist, ist die Personalbemessung falsch, dass werde ich garantiert nicht zu Lasten meiner Familie ausgleichen.
Personalbemessung oder Personalbesetzung, das ist die Frage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.11.2019 14:56
Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird das tatsächlich so ähnlich gehandhabt. Elektronisch erfasst und wenn man eine bestimmte Zahl Stunden überschreitet (genaue Zahl weiß ich nicht, in die Verlegenheit, das wissen zu müssen, bin ich bislang nie gekommen), kriegt der Fachvorgesetzte ne Meldung und der muss dann mit dem Mitarbeiter besprechen, wie er da wieder runterkommt. Das ging schon so weit, dass jemand ein oder zwei Gleitzeittage nehmen "musste", weil er zu viel angesammelt hatte.

Manuell stelle ich mir das schwieriger vor, dass der Vorgesetzte da den Überblick behält, zumal Selbsteintragen ja geradezu zum Besch...en einlädt.

Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.

Das bisherige System ist doch so: der AN kann seine Zeit im Rahmen von Gleitzeit o.ä. Konstrukten flexibel gestalten. Am Umfang der Arbeitsverpflichtung ändert sich nichts. Ist er zu blöd, damit umzugehen, ist das sein Problem. Solche Arbeitsstunden, die der AG für erforderlich hält und die ggfs. über den zeitlichen Umfang der eigentlichen Arbeitsverpflichtung hinausgehen, ordnet dieser an. Sie werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Mir erschließt sich nicht, welcher weitere Regelungsbedarf bestünde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 14:58
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Sehr schöne Formulierung.  ;D

Bei mir sind's genau genommen ca. 9 Stunden, halbe Stunde Mittagspause darin enthalten und ca. 40 Minuten, die ich Mo-Do länger bleibe, um dann freitags um so früher nach Hause und ins Wochenende starten zu können, im Schnitt also eben jene 7 h 48 min, die als Anwesenheit verlangt werden. Das "Problem" mit den 100+ Mehrstunden fällt mir von daher auch recht schwer nachvollziehen zu können, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass es sie tatsächlich gibt (nur das "wie man dort hinkommt", ist mir ein wenig schleierhaft).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Alien1973 am 28.11.2019 15:05
Individuelle Gleitzeitregelungen, welche es so oft verschieden gibt wie es Ämter gibt, sind in einer Dienstvereinbarung geregelt. Dies hat nichts mit Tarifrunde zu tun und wird auch so nicht Thema sein.

Thema sind die Wochenstunden, was aber nix mit der Gleitzeit zu tun hat.

PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 28.11.2019 15:07
Wenn jemand mit 800 Plusstunden 2009 startet und hat diese 2019 noch, hat er gleich viel Stunden gearbeitet, wie jemand, der das mit 5 Plusstunden machte.

Es sieht für einige aber besser aus. ;)

Aber das ist ja alles keine Tarifsache.

Alien 1973: hört sich gut an, der Freitag und die Abendstunden wären mir aber zu kurz geraten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 15:34
Theoretisch kann man fast alles zu Tarif(vertrags)sache machen, wenn man (d. h. die Tarifvertragsparteien) es denn möchte und Handlungsbedarf sieht.

Da es außerdem um Wunschvorstellungen geht, halte ich Gedankenexperimente durchaus für zulässig, wie realistisch es auch immer sein mag, dass das Thema überhaupt aufkommt.

Ob es sinnvoll ist, einen Gegenstand zur Tarifsache zu machen, ist dann natürlich wiederum eine andere Frage. Mit den Dienst/Betriebsvereinbarungen in Sachen Gleitzeit sind wir zumindest bisher ganz gut gefahren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 28.11.2019 16:35
Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.
Und als nächstes wird verlangt, dass man für seine ausgeübten Tätigkeiten bezahlt wird.
Und jeder will dann E12 haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 28.11.2019 20:30
PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.

Was du beschreibst, nennt sich Gleitzeit. Da entfällt nichts Gleitendes, nur weil eine unsinnige Kernzeit wegfällt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 06:59
PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.
Das heißt bei euch sind alle Dienstposten/Arbeitsplätze als die Arbeitsfunktionen am Freitag bis 16:00 (und durchgängig Mittags) besetzt? (Also durch die Absprache mit den Kollegen)
Verwundert mich, bei uns ist die Funktionszeit bis 12:00 am Freitag und nicht zwischen 12:00 und 14:00, damit man mit seinen Kollegen gemeinsam Mittagessen gehen kann.
Das kann ich nicht glauben, dass ihr so eine beschissene Funktionszeit habt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 29.11.2019 07:03


PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.

Haben wir in der Kernverwaltung jetzt exakt so (ausser 20:00 statt 19:00 wg. Sitzungsterminen pol. Gremien) seit 2 Jahren im Einsatz. Funktioniert hervorragend. Man gewöhnt sich schnell dran:
-"bin mal mim Hund, biste da?",
-"ich hol mal die kids von der Kita ab",
-"Komm morgen erst um 10:00, ok?".
Und dazu bedarf es ABSOLUT keiner Regelung der Tarifparteien! Dienststelle-PR, ggf. noch individuelle Regelung; dann passt das schon
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 29.11.2019 07:06
]Das heißt bei euch sind alle Dienstposten/Arbeitsplätze als die Arbeitsfunktionen am Freitag bis 16:00 (und durchgängig Mittags) besetzt? (Also durch die Absprache mit den Kollegen)
Verwundert mich, bei uns ist die Funktionszeit bis 12:00 am Freitag und nicht zwischen 12:00 und 14:00, damit man mit seinen Kollegen gemeinsam Mittagessen gehen kann.
Das kann ich nicht glauben, dass ihr so eine beschissene Funktionszeit habt.
Ich glaub da verstehst du ihn falsch... Es wird doch trotz Funktionszeit sicherlich Schließungszeiten geben. In denen sind dann die Dienststellen nur nach Absprache erreichbar.. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 29.11.2019 07:18



PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.


DAs gleiche Prizinzip haben wir auch. Wir haben auch seit Jahren keine Kernzeit mehr sondern nur noch Funktionszeiten, in denen jemand da sein muß, aber eben nicht alle. Funktioniert prima.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 07:20
Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.
Und als nächstes wird verlangt, dass man für seine ausgeübten Tätigkeiten bezahlt wird.
Und jeder will dann E12 haben.

Och, so ne nette, kleine E12, die würd ich scho ma jerne so mitnehmen, man gönnt sich ja sonst nix.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 07:24



PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.


DAs gleiche Prizinzip haben wir auch. Wir haben auch seit Jahren keine Kernzeit mehr sondern nur noch Funktionszeiten, in denen jemand da sein muß, aber eben nicht alle. Funktioniert prima.

Bei uns gibt's die Servicezeit (9-16 Uhr bzw. freitags bis 13:30 Uhr). In der Zeit ist die einzige Vorgabe, dass die Arbeitseinheit arbeitsfähig/erreichbar sein muss (und wenn auch nur eine Person am Platz sitzt). Alles andere ist Absprache innerhalb der Arbeitseinheit. Der Gleitzeitrahmen selber geht von 6:30 - 20 Uhr. Finde ich auch eine sehr gute Regelung, man ist flexibel und trotzdem ist gewährleistet, dass die Arbeit erledigt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 07:58
]Das heißt bei euch sind alle Dienstposten/Arbeitsplätze als die Arbeitsfunktionen am Freitag bis 16:00 (und durchgängig Mittags) besetzt? (Also durch die Absprache mit den Kollegen)
Verwundert mich, bei uns ist die Funktionszeit bis 12:00 am Freitag und nicht zwischen 12:00 und 14:00, damit man mit seinen Kollegen gemeinsam Mittagessen gehen kann.
Das kann ich nicht glauben, dass ihr so eine beschissene Funktionszeit habt.
Ich glaub da verstehst du ihn falsch... Es wird doch trotz Funktionszeit sicherlich Schließungszeiten geben. In denen sind dann die Dienststellen nur nach Absprache erreichbar..
Funktionszeit ist die Zeit in denen die Funktion des Arbeitsplatzes gewährleistet sein muss, durch den AP Inhaber oder dessen Vertretung (also Telefon ist besetzt/weitergeleitet etc.).
Öffnungszeiten der Dienststelle hat damit ja nüscht zu tun.
Und der Zeitkorridor in dem die Arbeit geleistet werden darf auch nicht (Gleitzeitrahmen).
Also entweder obige Funktionszeit ist nicht eine Funktionszeit sondern die Öffnungszeiten des Gebäudes/der Gleitzeitrahmen in dem man Zeit erfassen darf oder eine beschissene Funktionszeit.
Und wenn es keine Funktionszeit ist, dann ist auch nicht geregelt wann jemand da sein muss und plötzlich ist das Amt mal ein Tag leer, weil alle ZA machen!?
Drum @Alien von wann bis wann geht denn jetzt eure Funktionszeit?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 29.11.2019 07:58

Auto auf Platz 2 … dass eine dumme Blechkiste so viel Ressourcen verschlingt … Da bin ich aber zum Glück fein raus, da ich gar kein Auto habe. Wohnen und Heizen kommt bei mir aber hin, während der Posten für Lebensmittel und der für die Freizeitgestaltung wohl höher wäre. Und ich hätte durchaus noch Luft nach oben (um die etwas kryptische Frage, wie die ganze Freizeit finanziert können sollte, ebenfalls zu beantworten).



Glückwunsch ;)

Du wirst aber vermutlich andere Kosten für Mobilität haben oder ? Bustickets ? Bahntickets ? Anderweitiges Reisen ?

Oder arbeitest du im Wohnort und hast auch keinerlei Familie / Freunde die weiter weg wohnen ?

Ein Großteil der Menschen ist einfach aufs Auto angewiesen, weil sie garkeine anderen Möglichkeiten haben. Nicht jeder wohnt in urbanen Zentren und kann alles mit dem ÖPNV erledigen. Gibt Leute die kommen ohne Auto nicht mal auf die Arbeit. Aber gut das will Heute keiner der modernen Grün Wähler mehr wahrhaben, die leben alle in ihrer eigenen Welt ;)

Und bei 250€-300€ ist man bei einem Auto ganz schnell. Bei neueren Modellen kostet mich die Anschaffung (runtergebrochen) oder die Finanzierung mal ganz schnell schon 100-200€ im Monat, bei älteren Modellen fließt die Einsparung in höhere Reperatur und Verschleißkosten. Wartungskosten habe ich so oder so, dazu kommt Versicherung und Benzin.

Bei mir persönlich fallen ca. 18% des Monatsnettos fürs Auto an, ein großer Posten dafür ist das Benzin.

Bus auf die Arbeit wäre eine Alternative, da würde ich aber täglich über eine Stunde Freizeit verlieren, ist also keine Option für mich.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 29.11.2019 08:22

Das bisherige System ist doch so: der AN kann seine Zeit im Rahmen von Gleitzeit o.ä. Konstrukten flexibel gestalten. Am Umfang der Arbeitsverpflichtung ändert sich nichts. Ist er zu blöd, damit umzugehen, ist das sein Problem. Solche Arbeitsstunden, die der AG für erforderlich hält und die ggfs. über den zeitlichen Umfang der eigentlichen Arbeitsverpflichtung hinausgehen, ordnet dieser an. Sie werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Mir erschließt sich nicht, welcher weitere Regelungsbedarf bestünde.

Mit der Totschlagsargumentation kann man den ganzen Tarifvertrag streichen.
Bei Gehältern kann man auch argumentieren, dass der Arbeitnehmer diese frei verhandeln kann - bekommt er zu wenig, ist er zu blöd zum verhandeln und das ist dann sein Problem.

Wenn die Umfrage der verdi doch zeigt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden macht, dann gehört so etwas meines Erachtens in den Tarifvertrag. Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 08:27
Die Umfrage von verdi zeigt, daß der überwiegende Teil der Befragten regelmäßig Überstunden mache. Überstunden werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Sie sind zudem vom AG angeordnet. Du scheinst irgendein Logikproblem zu haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 08:29
Oder arbeitest du im Wohnort und hast auch keinerlei Familie / Freunde die weiter weg wohnen ?
Also ich ja, und auch freunde die weit weg wohnen (aber auch dahin geht ein Zug)
Zitat
Ein Großteil der Menschen ist einfach aufs Auto angewiesen, weil sie garkeine anderen Möglichkeiten haben. Nicht jeder wohnt in urbanen Zentren und kann alles mit dem ÖPNV erledigen. Gibt Leute die kommen ohne Auto nicht mal auf die Arbeit. Aber gut das will Heute keiner der modernen Grün Wähler mehr wahrhaben, die leben alle in ihrer eigenen Welt ;)
Nun, die meisten Arbeitsplätze im öD sind ja nicht auf dem Acker auf  der Grünen Wiese, ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der öD Arbeitsplätze mit dem öD erreichbar sind, aber dazu müßten man halt auch gewillt sein sein Dorf und die  ländliche Idelle zu verlassen und das ist man meistens aus verständlichen Gründen nicht. Könnte man aber unter persönliches Pech verbuchen. Bzw. muss jeder individuell in seine Kosten Nutzen Rechnung bzgl. Arbeitsplatz, privat Leben und Wohnlage einbeziehen.
Zitat
Und bei 250€-300€ ist man bei einem Auto ganz schnell. Bei neueren Modellen kostet mich die Anschaffung (runtergebrochen) oder die Finanzierung mal ganz schnell schon 100-200€ im Monat, bei älteren Modellen fließt die Einsparung in höhere Reperatur und Verschleißkosten. Wartungskosten habe ich so oder so, dazu kommt Versicherung und Benzin.
Bei mir persönlich fallen ca. 18% des Monatsnettos fürs Auto an, ein großer Posten dafür ist das Benzin.

Bus auf die Arbeit wäre eine Alternative, da würde ich aber täglich über eine Stunde Freizeit verlieren, ist also keine Option für mich.
Eben deine Entscheidung und diese wird ja vom Staat subventioniert.
BTW habe auch ein Auto (hat vor 15 Jahren 10T€ gekostet), tanke alle 2-3 Monate mal und trotzdem hat man ja monatliche kalkulative Kosten von ca. 100€
Insofern ist es nachvollziehbar, dass das ein Großer Posten für Pendler ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 29.11.2019 08:31
Ich unterstelle den Meisten die in der Umfrage angegeben haben, dass sie regelmäßig "Überstunden" machen, dass sie die Frage falsch verstanden haben.

"Angeordnete Überstunden" machen die wenigsten. Die meisten sammeln Gleitzeit an und zwar freiwillig, aus welchen Gründen auch immer.

Ich habe gerade mal in meinem Zeitterminal geschaut, kann dort die letzten 3 Jahre angucken. Tatsächliche Überstunden hatte ich in dieser Zeit 26,5 (Zeitzuschläge schon eingerechnet). Hierbei hat es sich bei allen um politische Gremiensitzungen gehandelt an denen ich teilnehmen musste und die entsprechend angeordnet wurden.

Gleittage hatte ich in der Zeit 18 Stück. Also ~134,5 Stunden die ich dann "ausgeglichen" habe. Die Gleitzeitstunden mache ich ja rein freiwillig in eigenem Interesse und ihm Rahmen meiner eigenen Organisation. In der Regel gibt es Zeiten wie jetzt im Winter, da mache ich mal ne Stunde länger, damit ich im Sommer etwas Puffer habe um da bei schönem Wetter mal früher gehen zu können. Das hat ja nix mit "Überstunden" zutun und auch nichts mit der anfallenden Arbeit. Arbeit ist immer genug da und es kam noch nie vor, dass ich länger bleiben "musste", weil XY an Arbeit unbedingt noch erledigt werden musste. 

Also ich ja, und auch freunde die weit weg wohnen (aber auch dahin geht ein Zug)

Ja ein Zug geht fast überall hin, mir persönlich ist halt nur die verlorene Freizeit zu schade. Ich fahre zwei mal im Monat Sonntags zum Paintball spielen, ist ein großes Hobby von mir. Mit dem Auto bin ich in 15 Minuten da. Mit dem ÖPNV bin ich ca. 90 Minuten unterwegs. Da fehlt mir einfach die Verhältnismäßigkeit. Und ich wohne nicht im grünen, sondern in einem Ballungsgebiet.

Zitat

Nun, die meisten Arbeitsplätze im öD sind ja nicht auf dem Acker auf  der Grünen Wiese, ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der öD Arbeitsplätze mit dem öD erreichbar sind, aber dazu müßten man halt auch gewillt sein sein Dorf und die  ländliche Idelle zu verlassen und das ist man meistens aus verständlichen Gründen nicht. Könnte man aber unter persönliches Pech verbuchen. Bzw. muss jeder individuell in seine Kosten Nutzen Rechnung bzgl. Arbeitsplatz, privat Leben und Wohnlage einbeziehen.


Wie gesagt wohne ich im Ballungsgebiet, ändert nichts an miesen ÖPNV Verbindungen. Ich bin in der Regel um ca. 6:30 Uhr im Büro.

Dafür stehe ich um 5:55 Uhr auf, mache mich fertig (ca. 20 Minuten) und fahre um 6:15 Uhr los. Halte beim Bäcker an und hol mir ne Brezel o.ä. und bin dann um ~6:30 im Büro, je nachdem wie voll es beim Bäcker ist auch mal 6:35 oder 6:40. 

Szenario mit dem Bus wäre so aussehen, dass ich um 5:35 loslaufen müsste, ca. 10 Minuten um einen Bus um 5:45 zu bekommen. Der würde dann 17 Minuten fahren. Ankunft 6:02 Uhr. Dann noch mal 17 Minuten laufen. Wäre um 6:19 da und würde sogar noch 11 Minuten "draufzahlen" weil unsere Zeiterfassung erst ab 6:30 läuft.

Also hier stellt sich "mir" garkeine Frage ;)

Zitat
Eben deine Entscheidung und diese wird ja vom Staat subventioniert.
BTW habe auch ein Auto (hat vor 15 Jahren 10T€ gekostet), tanke alle 2-3 Monate mal und trotzdem hat man ja monatliche kalkulative Kosten von ca. 100€
Insofern ist es nachvollziehbar, dass das ein Großer Posten für Pendler ist.

Mit 100€ liegst du da sogar noch gut bei nem 15 Jahre alten Auto inkl. Versicherung usw.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 08:33

Das bisherige System ist doch so: der AN kann seine Zeit im Rahmen von Gleitzeit o.ä. Konstrukten flexibel gestalten. Am Umfang der Arbeitsverpflichtung ändert sich nichts. Ist er zu blöd, damit umzugehen, ist das sein Problem. Solche Arbeitsstunden, die der AG für erforderlich hält und die ggfs. über den zeitlichen Umfang der eigentlichen Arbeitsverpflichtung hinausgehen, ordnet dieser an. Sie werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Mir erschließt sich nicht, welcher weitere Regelungsbedarf bestünde.

Mit der Totschlagsargumentation kann man den ganzen Tarifvertrag streichen.
Bei Gehältern kann man auch argumentieren, dass der Arbeitnehmer diese frei verhandeln kann - bekommt er zu wenig, ist er zu blöd zum verhandeln und das ist dann sein Problem.

Wenn die Umfrage der verdi doch zeigt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden macht, dann gehört so etwas meines Erachtens in den Tarifvertrag. Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Also das ist doch schon alles im Tarifvertrag geregelt und du scheinst noch nicht begriffen zu haben, dass es einen Unterschied gibt zwischen Mehrarbeit/Gleitzeit und Überstunden!!
Man kann Überstunden nicht freiwillig machen, die werden angeordnet!
Und es ist schlichtweg gelogen, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer Überstunden machen, die MA sind nur zu doof das zu wissen.

EIDT: @Kryne Danke für das konkrete Beispiel
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 08:35
Ich unterstelle den Meisten die in der Umfrage angegeben haben, dass sie regelmäßig "Überstunden" machen, dass sie die Frage falsch verstanden haben.

"Angeordnete Überstunden" machen die wenigsten. Die meisten sammeln Gleitzeit an und zwar freiwillig, aus welchen Gründen auch immer.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Umfrage liefert aber entweder Erkenntnisse zu Überstunden oder man verwirft sie, weil die Ergebnisse unbrauchbar sind. Man kann das nicht einfach zu etwas völlig anderem umdeuten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 08:39

Glückwunsch ;)

Du wirst aber vermutlich andere Kosten für Mobilität haben oder ? Bustickets ? Bahntickets ? Anderweitiges Reisen ?

Oder arbeitest du im Wohnort und hast auch keinerlei Familie / Freunde die weiter weg wohnen ?

Jobticket, das sind ca. 60 Euro im Monat, ansonsten tatsächlich die eine oder andere kleinere Reise mit der Bahn. Das hätte ich unter "Freizeit" verbucht, aber stimmt, wenn man "Mobilität" mit "Auto" gleichsetzt, dann kommt das schon hin.

Ein Großteil der Menschen ist einfach aufs Auto angewiesen, weil sie garkeine anderen Möglichkeiten haben. Nicht jeder wohnt in urbanen Zentren und kann alles mit dem ÖPNV erledigen. Gibt Leute die kommen ohne Auto nicht mal auf die Arbeit. Aber gut das will Heute keiner der modernen Grün Wähler mehr wahrhaben, die leben alle in ihrer eigenen Welt ;)

Jup, das ist mir klar. Es sollte auch keine generelle Zurückweisung des Autos sein. Ich hab ja selber lange Zeit auf dem Land gewohnt und weiß, wie besch...euert das ist, dort ohne Auto zu sein. Da gebe ich mich auch als jemand, der manchen grünen Positionen nicht ganz abgeneigt ist, keinen Illusionen hin. Das geht da einfach nicht ohne, geht es ja in manchen Klein- oder Vorstädten noch nicht mal und jeder soll halt dort wohnen, wo er wohnen möchte.

Ich für meinen Teil habe nie einen Führerschein gemacht und besitze also auch kein Auto. Da ich außerdem nie einen sonderlich emotionalen Bezug zu "meinem Dorf" entwickelt habe (außer vielleicht "So'n Sch…, um die Uhrzeit fährt wieder kein Bus!"),  bin ich letztlich in eine großstadtnahe Kleinstadt gezogen, die Bahn quasi direkt vor der Haustür. Immer mit der Option, doch noch den Führerschein zu machen.

Für mich ist ein Auto halt bloß ein Gebrauchsgegenstand, das einen von A nach B bringen soll, von daher war ich schon ein wenig überrascht, dass dieser Posten doch so groß ist.

Hätte ich die Wahl zwischen eine Stunde länger mit dem Bus fahren oder eben kurz rüber mit dem Auto, würde ich wahrscheinlich auch das Auto nehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 08:42
Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

Du glaubst nicht, wie oft ich denke "so blöd können Menschen doch gar nicht sein" - und dann kommt bereits der nächste um die Ecke und erweist sich als noch blöder ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 09:07
Ich unterstelle den Meisten die in der Umfrage angegeben haben, dass sie regelmäßig "Überstunden" machen, dass sie die Frage falsch verstanden haben.

"Angeordnete Überstunden" machen die wenigsten. Die meisten sammeln Gleitzeit an und zwar freiwillig, aus welchen Gründen auch immer.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Umfrage liefert aber entweder Erkenntnisse zu Überstunden oder man verwirft sie, weil die Ergebnisse unbrauchbar sind. Man kann das nicht einfach zu etwas völlig anderem umdeuten.
Nein!
Ich deute nichts um, es wird ja selbst von ver.di nicht von angeordneten Überstunden in diesem Umfang bei der Umfrage geschrieben sondern von "Überstunden" und  gut 2/3 arbeite mehr als tariflich vereinbart.
Und das 11% derjenigen die mehr als tariflich arbeiten dieses aufgrund von angeordneten Überstunden machen.
Und das nur 7% diese Mehrarbeit nicht vergütet bekommt (weil sie es eben zulassen und selber schuld sind) und welcher Bereich hat da den größten Anteil? Jipp genau Forschung/Hochschule !
Und ich gehe sehr stark davon aus, dass 0% derjenigen die angeordnete Überstunden gemacht haben sie nicht auch vergütet bekommen haben. Das ist allerdings eine reine Deutung von mir. 8)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 09:09
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 09:13
In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Du verkennst, das in deinem System - der automatischen Geldumwandlung von nicht angeordneten Mehrarbeit - dieses System der Erwartungshaltung und damit der Druck auf die MA steigen wird, da der Vorgesetzte ja erst Recht sagen kann, mach mal kriegste ja auch bezahlt.
Deswegen finde ich es gänzlich ungeeignet das Versagen der Vorgesetzten zu beheben.
Das geht mEn nur durch den Druck, dass der Vorgesetzte es nicht schafft mit seinem Personal die arbeit zu schaffen. Er deswegen einen Anschiss von oben bekommt und er dafür sorgt, dass die Arbeit weniger wird oder mehr Personal da ist oder Maßnahmen ergriffen werden, die Effizienz zu steigern.

Und dann wird in deinem System ja auch noch der Lowperformer belohnt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 09:16
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.
Ja ist doppel moppel.
"Überstunden" sind halt nicht Überstunden.
Deswegen sind ja meine Ausführung trotzdem richtig und die Aussage viele im öD machen Überstunden die verfallen falsch, auch nicht teil des Ergebnisse der Umfrage, im Gegenteil die Umfrage widerlegt solche Aussagen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 09:20
Aufgrund der handwerklichen Mängel der "Studie" ist sie nicht dazu geeignet, irgendetwas zu bestätigen oder zu widerlegen. Sofern der Studie ein anderer Begriff von Überstunden zugrundeliegt als jener, der für die befragte Population Gültigkeit hat, wäre das zu definieren gewesen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 29.11.2019 09:22
Wenn die Umfrage der verdi doch zeigt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden macht, dann gehört so etwas meines Erachtens in den Tarifvertrag. Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Ich möchte Dir hier zustimmen. Eine Gewerkschaft (ich bin ein Freund des Gewerkschaftssystems) muss die Probleme ihrer Mitglieder (oder der Beschäftigen allgemein) erkennen und entsprechend handeln. Nur scheint es so, dass sich Verdi hier bewusst dumm stellt und die Unkenntnis der Mitglieder bzw. Beschäftigen (nämlich die genaue Definition Mehrarbeit und Überstunden und die Konsequenzen daraus) nicht aufklärt sondern diese für ihre Zwecke (Stimmung machen) missbraucht. Jetzt kann man natürlich sagen, dass das doch normal ist, dass das doch clever, verhandlungstaktisch großartig ist. Ich halte ein solches Vorgehen, egal von welcher Seite, für falsch.
Und zum Thema "Druck ausüben" noch: jeder sollte doch über die wesentlichen Rechte und Pflichten Bescheid wissen. Dann nämlich lässt sich der Vorgesetzter mit hochrotem Kopf relativ relaxt betrachten, wenn er auf die dumme Idee kommt, außerhalb seiner Rechte Dinge zu fordern. Ich will damit sagen, dass man auch Konflikte mit dem Vorgesetzten ausstehen muss, wenn man sich rechtlich gesehen im vorgegebene Rahmen bewegt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 09:28
Man kennt ja als Beschäftigter mittlerer Art und Güte die Legaldefinition gar nicht. Ich habe es - glaube ich auch - angekreuzt und dachte damit wären die Stunden  der Arbeit gemeint, die nicht vergütet, aber abgeleistet werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 09:31
Wer die recht simple tarifliche Definition nicht kennt, ordnet sich mutmaßlich fälschlicherweise der Gruppe Beschäftiger mittlerer Art und Güte zu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 29.11.2019 09:52

Für mich ist ein Auto halt bloß ein Gebrauchsgegenstand, das einen von A nach B bringen soll, von daher war ich schon ein wenig überrascht, dass dieser Posten doch so groß ist.


Naja das ist er für die meisten. Ich selbst sehe das Auto auch noch als eine Art Luxus Gegenstand an, daher fahre ich auch einen Mercedes, weil ich das Auto mag und ich auch den Komfort im Auto sehr genieße. Aber das ist natürlich eine persönliche Entscheidung, daher ist ein Teil meiner "Autokosten" eigentlich eher als "Luxus" zu sehen.

Aber selbst wenn man es mal ganz "Basic" sieht. So ca. 10.000€ sollte man einrechnen für ein Auto was man dann 10 Jahre fahren will. Ganz grob gesagt. Klar gibt's auch billigere, aber da steigt halt auch das "Ausfallrisiko".

10.000€ auf 10 Jahre sind in der Anschaffung schon mal grob 80€ im Monat (abgerundet).

Da kommt jetzt die Versicherung drauf, je nach Schadensfreiheit Rabatt und ob nur Teilkasko (würde ich mindestens nehmen) oder Vollkasko, sagen wir noch mal ~80€ im Monat. (das kann hier auch die Hälfte, aber auch das doppelte sein).

Verschleiß, Wartung und Instandhaltung, sollte man auch mal mindestens! 50€ im Monat einplanen. Inspektion, Bremsen, Öl, weitere Flüssigkeiten, TÜV und was halt sonst noch alles kommt. Und man sollte mal bisschen was auf der hohen Kante haben wenn was richtig kaputt geht.

Dann noch Benzin. Kommt hier stark drauf an wie viel man fährt. Die meisten werden da im Schnitt schon mindestens 100€ im Monat brauchen.

Sind wird zusammengerechnet schon bei 310€ und das mit einem wirklichen Basismodell.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 29.11.2019 09:53
Man kennt ja als Beschäftigter mittlerer Art und Güte die Legaldefinition gar nicht. Ich habe es - glaube ich auch - angekreuzt und dachte damit wären die Stunden  der Arbeit gemeint, die nicht vergütet, aber abgeleistet werden.
ich hab ich Dich nicht ganz verstanden, deshalb kann das auch auf mich zutreffen:
Wer die recht simple tarifliche Definition nicht kennt, ordnet sich mutmaßlich fälschlicherweise der Gruppe Beschäftiger mittlerer Art und Güte zu.
:-[

...dafür seh ich aber wahnsinnig gut aus!  ;D
(lang ist er ja nicht gerade, dafür aber gaaaanz schööön...dünn!!)
Grüße
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:20
Wer die recht simple tarifliche Definition nicht kennt, ordnet sich mutmaßlich fälschlicherweise der Gruppe Beschäftiger mittlerer Art und Güte zu.

Ja, mutmaßlich. Denn Umfragen und Planungen eines Tarifrechts sind außertariflich. Damit ist die Legaldefinition der Überstunden hier nicht einschlägig.

Denn diese werden erst zwischen den Tarifparteien, nach Umfrage, evtl. neu definiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 10:25
Natürlich ist sie das. Wenn ich frage, ob jemand Überstunden geleistet hat und Überstunden für die Befragungszielgruppe eindeutig definiert ist, gilt selbstverständlich diese Definition, es sei denn, man definiere etwas anderes. Dann könnten "Überstunden" auch "Backfischbrötchen" sein und "leisten" "essen" und somit würde die Umfrage abbilden, wie viele Befragte "Überstunden leisten", also Backfischbrötchen essen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:30
Dennoch ist eine Umfrage immer aus Sicht eines Befragten mittlerer Art und Güte zu beantworten, selbst wenn man mehr weiß.

Alles andere führt zu unklaren Ergebnissen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 10:34
Der Befragte beantwortet doch die Umfrage selbst...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:43
Der Befragte beantwortet doch die Umfrage selbst...

Ich habe einige Jahre an Umfragen von Instituten mitgemacht, die Befragung von Verdi ist noch der Einäugige unter den Blinden. Zudem halte ich die meisten Umfragen nicht für Sacharbeit, sondern für ein politisches Instrument.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 10:46
Ich gehe arbeitstäglich mit Umfragen um. Viele sind handwerklich schlecht und wissenschaftlich unbrauchbar. Dazu zählt auch die inredestehende Umfrage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:52
Ich gehe arbeitstäglich mit Umfragen um. Viele sind handwerklich schlecht und wissenschaftlich unbrauchbar. Dazu zählt auch die inredestehende Umfrage.

Nicht unbedingt. Rumheulen gehört zum Instrumentarium der Durchsetzung von Interessen. Das gilt für die Grundrente ebenso wie für den TVÖD.
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Beitrag von: Laemat am 29.11.2019 10:55
Es liegt doch überhaupt nicht im Interesse des Umfragenden, seine Themen so im Detail zu beschreiben dass der durchschnittliche Umfrageteilnehmer nach dem halben Satz schon aufhört zu lesen.

Zur Zeit ist es en vogue einfach Antworten auf komplizierte Fragen zu geben. So gestaltet man eine Umfrage auf seine Klientel zugeschnitten und erklärt komplizierte Themen einfach, damit man von der anvisierten Zielgruppe überhaupt eine Aussage bekommt.

Ich könnte hier im Amt auch fragen, wie viele Beschäftige den Unterschied zwischen Mehrarbeit und angeordneten Überstunden kennen. Wissen tuen das wahrscheinlich nur eine Handvoll (bei 300 Beschäftigten)

Man müsste eigentlich nur die DV zur Arbeitszeit lesen aber wer hat schon seine Rechte und Pflichten im Blick... :(
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 11:00
Ich gehe arbeitstäglich mit Umfragen um. Viele sind handwerklich schlecht und wissenschaftlich unbrauchbar. Dazu zählt auch die inredestehende Umfrage.

Nicht unbedingt. Rumheulen gehört zum Instrumentarium der Durchsetzung von Interessen. Das gilt für die Grundrente ebenso wie für den TVÖD.

Das ist so zutreffend wie es ungeeignet ist, meiner Aussage entgegenzutreten.
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Beitrag von: BAT am 29.11.2019 11:12

Nicht unbedingt. Rumheulen gehört zum Instrumentarium der Durchsetzung von Interessen. Das gilt für die Grundrente ebenso wie für den TVÖD.

Das ist so zutreffend wie es ungeeignet ist, meiner Aussage entgegenzutreten.
[/quote]

Doch ist es. Du musst das Handwerk nur richtig definieren. Im Rahmen von Umfragen ist gutes Handwerk fern von guter logischer oder juristischer Sacharbeit.
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Beitrag von: Spid am 29.11.2019 11:20
Es gibt Standards für Fragebogenkonstruktion u.ä. Werden sie nicht eingehalten, sind die Ergebnisse bereits i.e.S. unbrauchbar. Damit sie auch i.w.S. unbrauchbar werden, zerlegt man sie genüßlich und führt Verfasser und Auftraggeber vor.
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Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 11:28
Aufgrund der handwerklichen Mängel der "Studie" ist sie nicht dazu geeignet, irgendetwas zu bestätigen oder zu widerlegen. Sofern der Studie ein anderer Begriff von Überstunden zugrundeliegt als jener, der für die befragte Population Gültigkeit hat, wäre das zu definieren gewesen.
Macht die Studie ja nicht, sie verdeutlichst es nur durch den doppelmoppel, damit die Missverständnisse auch den Dümmsten klar werden, die den umgangssprachliche Überstundenbegriff verwendet, der im tariflichen Bereich eine andere Bedeutung hat.

Die Umfrage von verdi zeigt, daß der überwiegende Teil der Befragten regelmäßig Überstunden mache.
Wozu die Studie geeignet ist oder nicht lasse ich mal im Raum stehen, aber was nicht stimmt, ist das in der Studie behauptet wird, das mehr als 11% der befragten Überstunden machen. Den Passus habe ich noch nicht gefunden.
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Beitrag von: Spid am 29.11.2019 11:40
Auswertung S. 22: ca. 91,5 (ca. 189.000) der Befragten haben in der Befragung angegeben, durchschnittlich wöchentlich soundsoviele Überstunden zu leisten.
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Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 11:55
Auswertung S. 22: ca. 91,5 (ca. 189.000) der Befragten haben in der Befragung angegeben, durchschnittlich wöchentlich soundsoviele Überstunden zu leisten.
In dieser Darstellung?https://www.verdi.de/++file++5da727552193fb09e194d185/download/ver.di_Ergebnisbericht_AZ.pdf
Da wird zumindest immer von "Überstunden" und nicht von Überstunden geschrieben. Und von angeordneten Überstunden 11%
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Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:01
"Überstunden" weist doch noch sehr viel mehr darauf hin, daß es sich um Überstunden handelt - woraus sonst sollte denn zitiert werden denn aus der für die Befragten maßgeblichen Norm, welche Überstunden definiert?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:07
"Überstunden" halte ich für sehr konkret außertariflich. Überstunden könnte auslegungsbedürftig sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:08
Außertarifliche Überstunden kommen nur für außertarifliche Beschäftigte infrage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:12
Außertarifliche Überstunden kommen nur für außertarifliche Beschäftigte infrage.

Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:15
Selbstverständlich. Alles andere wäre tarifwidrig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 12:18
@BAT meinst du mit außertarifliche Überstunden den Überstunden Begriff wie er außerhalb das Tarifrechtes genutzt wird?
Also  Überstunde=Stunde, die zusätzlich zu den festgelegten täglichen Arbeitsstunden gearbeitet wird ?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 12:23
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.

Da hast du ja Recht mit.

Aber du siehst doch täglich sogar hier im Forum, wie viele Leute eigentlich klar definierte Begriffe mit Wasweißich besetzen. Da gibt es plötzlich "Weihnachtsgeld" statt Jahressonderzahlung, einen mittleren, höheren usw. Dienst für Tarifbeschäftigte wenn man sich eigentlich auf bestimmte Entgeltgruppen bezieht oder eben auch "Überstunden" wenn eigentlich Mehrarbeit gemeint ist.

Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.

Es würde mich jedenfalls nicht wundern.
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Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:29
@BAT meinst du mit außertarifliche Überstunden den Überstunden Begriff wie er außerhalb das Tarifrechtes genutzt wird?
Also  Überstunde=Stunde, die zusätzlich zu den festgelegten täglichen Arbeitsstunden gearbeitet wird ?

Ich denke nur, daß viele Teilnehmer Ihre weiteren Tätigkeiten neben Ihrer Beschäftigung nach TVÖD eingebracht haben. Vor allem im Ehrenamt. Und das wäre für mich auch eine korrekte Herangehendweise im Rahmen der Umfrage, da ehrenamtliche Tätigkeit zunehmend wichtiger sind. Hier können auch Auswirkungen wichtig sein, die in den Wirkungskreis der Beschäftigung nach TVÖD wichtig sein können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:36
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.

Da hast du ja Recht mit.

Aber du siehst doch täglich sogar hier im Forum, wie viele Leute eigentlich klar definierte Begriffe mit Wasweißich besetzen. Da gibt es plötzlich "Weihnachtsgeld" statt Jahressonderzahlung, einen mittleren, höheren usw. Dienst für Tarifbeschäftigte wenn man sich eigentlich auf bestimmte Entgeltgruppen bezieht oder eben auch "Überstunden" wenn eigentlich Mehrarbeit gemeint ist.

Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.

Es würde mich jedenfalls nicht wundern.

Dann ist das Ergebnis einfach unbrauchbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:38
@BAT meinst du mit außertarifliche Überstunden den Überstunden Begriff wie er außerhalb das Tarifrechtes genutzt wird?
Also  Überstunde=Stunde, die zusätzlich zu den festgelegten täglichen Arbeitsstunden gearbeitet wird ?

Ich denke nur, daß viele Teilnehmer Ihre weiteren Tätigkeiten neben Ihrer Beschäftigung nach TVÖD eingebracht haben. Vor allem im Ehrenamt. Und das wäre für mich auch eine korrekte Herangehendweise im Rahmen der Umfrage, da ehrenamtliche Tätigkeit zunehmend wichtiger sind. Hier können auch Auswirkungen wichtig sein, die in den Wirkungskreis der Beschäftigung nach TVÖD wichtig sein können.

Inwiefern sollten wertlose Freizeitbeschäftigungen auch nur in irgendeinem Sinne Überstunden sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:42

Inwiefern sollten wertlose Freizeitbeschäftigungen auch nur in irgendeinem Sinne Überstunden sein?

Die 8-Stunden-Grenze für eine täglich Tätigkeit ist wohl prominenter als eine Definition von "Überstunden".

Die Wertigkeit dieser Tätigkeiten ist fraglos vorhanden. Bitte etwas mehr Respekt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:52
Die behauptete Grenze gibt es so nicht. Etwas ist das wert, was ein anderer dafür bezahlt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:58
Die behauptete Grenze gibt es so nicht. Etwas ist das wert, was ein anderer dafür bezahlt.

Ich habe nicht behauptet, daß es diese Grenze gibt. Ehrenamt ist und wird im Rahmen von regulären Beschäftigungsverhältnissen mit finanzieller Anerkennung belohnt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:01
Was man im Rahmen seines regulären Beschäftigungsverhältnisses ausübt, kann kein Ehrenamt sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 13:03
Was man im Rahmen seines regulären Beschäftigungsverhältnisses ausübt, kann kein Ehrenamt sein.

Nichts hinzuerfinden zur Diskussion. Ehrenamtliche Tätigkeit findet in so einigen Behörden Berücksichtigung bei Einstellungen und Bewerbungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:06
Huiuiui! Hätte ich das gewußt, hätte ich... immer noch geschrieben, daß es wertlos ist, weil es nicht bezahlt wird.
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Beitrag von: BAT am 29.11.2019 13:11
Es geht aber nicht darum, was du irgendwie irgendwo meinst zu sehen oder zu erkennen. Sondern es geht um die Ausrichtung einer Gewerkschaft auf zukünftige Positionen und Forderungen.

Und diese Meinungsbildung einer Interessengruppen hat zunächst mal NULL zu tun mit juristischen Begriffen oder anderen Gemengelagen.

Ganz einfach. Du musst nur lernen, mal lateral zu denken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 13:13
Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.
Deswegen sind für mich "Überstunden" nicht gleich Überstunden.
Und wenn in der Studie neben "Überstunden" angeordnete Überstunden steht und dort steht, dass 11% der "Überstunden"  angeordnete Überstunden sind, dann sage ich dass in der Studie nicht behauptet wird, dass mehr als 11% Überstunden im Sinne vom Tarifrecht haben.
Insbesondere werden dort mit Sicherheit ja Überstunden als Überstunden deklariert sein, die keine Überstunden sind, da ja mit Freizeit abgegolten (6% der "Überstunden" wurden vergütet) und somit eben keine Überstunden waren, sondern nur angeordnete Gleitzeit. ::) :o
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:17
Es geht aber nicht darum, was du irgendwie irgendwo meinst zu sehen oder zu erkennen. Sondern es geht um die Ausrichtung einer Gewerkschaft auf zukünftige Positionen und Forderungen.

Und diese Meinungsbildung einer Interessengruppen hat zunächst mal NULL zu tun mit juristischen Begriffen oder anderen Gemengelagen.

Ganz einfach. Du musst nur lernen, mal lateral zu denken.

Nein, diese Meinungsbildung fußt auf einer mangelhaften Umfrage, die die Minderwertigkeit der Gewerkschaft, die die Umfrage durchführen ließ, noch mehr hervorhebt, als es ohnehin schon durch Verlautbarungen dieser Gewerkschaft der Fall ist. Ich denke übrigens stets lateral, befinde mich jedoch stets auf dem Verdi konträren latus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:18
Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.
Deswegen sind für mich "Überstunden" nicht gleich Überstunden.
Und wenn in der Studie neben "Überstunden" angeordnete Überstunden steht und dort steht, dass 11% der "Überstunden"  angeordnete Überstunden sind, dann sage ich dass in der Studie nicht behauptet wird, dass mehr als 11% Überstunden im Sinne vom Tarifrecht haben.
Insbesondere werden dort mit Sicherheit ja Überstunden als Überstunden deklariert sein, die keine Überstunden sind, da ja mit Freizeit abgegolten (6% der "Überstunden" wurden vergütet) und somit eben keine Überstunden waren, sondern nur angeordnete Gleitzeit. ::) :o

Überstunden werden nicht dadurch zu keinen Überstunden, daß sie vergütet werden. Die Vergütung ist Überstunden vielmehr inhärent.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 14:17
Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.
Deswegen sind für mich "Überstunden" nicht gleich Überstunden.
Und wenn in der Studie neben "Überstunden" angeordnete Überstunden steht und dort steht, dass 11% der "Überstunden"  angeordnete Überstunden sind, dann sage ich dass in der Studie nicht behauptet wird, dass mehr als 11% Überstunden im Sinne vom Tarifrecht haben.
Insbesondere werden dort mit Sicherheit ja Überstunden als Überstunden deklariert sein, die keine Überstunden sind, da ja mit Freizeit abgegolten (6% der "Überstunden" wurden vergütet) und somit eben keine Überstunden waren, sondern nur angeordnete Gleitzeit. ::) :o

Überstunden werden nicht dadurch zu keinen Überstunden, daß sie vergütet werden. Die Vergütung ist Überstunden vielmehr inhärent.
Zitat
(7) Überstunden sind die auf Anordnung des Arbeitgebers geleisteten Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten (§ 6 Absatz 1) für die Woche dienstplanmäßig beziehungsweise betriebsüblich festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 14:20
Erstens bedeutet "vergütet", daß man Geld dafür erhält, und zweitens bleiben es Überstunden, wenn sie nach dem Ende der folgenden Kalenderwoche zeitlich ausgeglichen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 16:49
Erstens bedeutet "vergütet", daß man Geld dafür erhält, und zweitens bleiben es Überstunden, wenn sie nach dem Ende der folgenden Kalenderwoche zeitlich ausgeglichen werden.
Das heißt also, dass man auch für am Ende der folgenden Kalenderwoche zeitlich ausgeglichen Überstunden einen Zuschlag nach §8 Abs 1 a bekommt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 16:57
Inwiefern ließe sich derlei aus meinen Ausführungen schließen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 29.11.2019 19:12
Gab es eigentlich mal 100% Jahres-Sonderzahlung, wenn ja in welcher Tarifrunde hat die Gewerkschaft es abgenickt das dies nach unten korrigiert wird? Und gab es eigentlich mal mehr als 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 19:27
Gab es eigentlich mal 100% Jahres-Sonderzahlung, wenn ja in welcher Tarifrunde hat die Gewerkschaft es abgenickt das dies nach unten korrigiert wird? Und gab es eigentlich mal mehr als 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber?

100 Prozent gibt es ab Beitragsbemessungsgrenze im Netto, da die JSZ nicht mehr zur KV und PV verbeitragt wird ;)

Aber ein Knecht wird wohl darunter liegen, muss er also Bauer werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 30.11.2019 09:32
Gab es eigentlich mal 100% Jahres-Sonderzahlung, wenn ja in welcher Tarifrunde hat die Gewerkschaft es abgenickt das dies nach unten korrigiert wird? Und gab es eigentlich mal mehr als 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber?
Ja, in Vor-TVöD-Zeiten gab es eine Weihnachtszuwendung in Höhe eines Monatsbruttos sowie ein Urlaubsgeld in Höhe von 332,34€ (=650 DM) in den unteren Vergütungsgruppen und in Höhe von 255,65€ (= 500 DM) in den oberen Vergütungsgruppen.
Im Zuge der Einführung des TVöD entfiel das Urlaubsgeld und aus der Weihnachtszuwendung wurde die JSZ in der heute bekannten Höhe.
Es entfiel allerdings auch die Rückzahlungspflicht bei selbstverschuldeten Ausscheiden bis zum Stichtag 31.03. des Folgejahres.

26 Wochen Entgeltfortzahlung gab es für Angestellte bis zum 30.06.1994. Wer davor eingestellt wurde und seitdem ununterbrochen bei demselben AG im Arbeitsverhältnis steht, hat zwar heute auch nur die 6-wöchige Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, aber noch Anspruch auf einen erhöhten Krankengeldzuschuss (Differenz Nettokrankengeld zu Nettoentgelt, statt Differenz Bruttokrankengeld zu Nettoentgelt).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 30.11.2019 09:33
Weiß jemand aus eigener Erfahrung wie es mit dem Bestands-Schutz aussieht, als Beispiel Frau Meier (unbefristet seit 10 Jahren hat die E10, die Tätigkeit/Abteilung wird wird nicht mehr benötigt. Frau Meier soll nun intern versetzt werden auf eine Stelle die normalerweise nur die E6 hergibt. Wird Frau Meier die E10 behalten? oder bekommt Sie die E6 und eine "Aufstockung" ?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 30.11.2019 09:39
Das wäre nur einvernehmlich oder durch Änderungskündigung möglich, eine Versetzung ist lediglich die Zuweisung einer auf Dauer bestimmten Beschäftigung bei einer anderen Dienststelle oder einem anderen Betrieb desselben Arbeitgebers unter Fortsetzung des bestehenden Arbeitsverhältnisses. Da TB entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert sind, ist das auch bei einer einvernehmlichen Vertragsänderung oder einer Änderungskündigung der Fall. Ein höheres Entgelt kann vereinbart werden. Anspruch auf eine solche Vereinbarung besteht nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.11.2019 10:00
Weiß jemand aus eigener Erfahrung wie es mit dem Bestands-Schutz aussieht, als Beispiel Frau Meier (unbefristet seit 10 Jahren hat die E10, die Tätigkeit/Abteilung wird wird nicht mehr benötigt. Frau Meier soll nun intern versetzt werden auf eine Stelle die normalerweise nur die E6 hergibt. Wird Frau Meier die E10 behalten? oder bekommt Sie die E6 und eine "Aufstockung" ?
Solch einen Bestandsschutz gibt es nicht.
In einem solchen Fall kann der AG Frau Meier diese neue Stelle anbieten und sie kann es annehmen und weniger verdienen. Oder.
Der AG bietet ihr an einem beliebigen Ort seiner Wahl ein Stelle - die Ihrer aktuellen EG entspricht - an, sofern er eine hat. Wenn er keine hat, dann s.o.
Wenn sie nicht möchte dann bleibt ja nur die Kündigung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.11.2019 10:26
Inwiefern ließe sich derlei aus meinen Ausführungen schließen?
Stimmt, hat wieder mal klick bei mir gemacht. Danke für die Richtigstellung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 01.12.2019 13:14
Edit: Beispielrechnung gelöscht
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 13:16
Auf Basis welcher Regelung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 01.12.2019 13:30
PersonA hat die E5/2 (2656.42€) , dies entspricht einen Stundenlohn von ~ 11,40 € Brutto
Falsch sind 15,26€

Zitat
Durch die 4,5% Tariferhöhung steigt das Monatsbrutto um 119,- € auf ~2775 €

Teilt man nun die Erhöhung 119,- € durch 11,40 € Stundenlohn dürfte Person A nun 10,5 Stunden weniger arbeiten im Monat. oder ~ 2,5 Stunden weniger in der Woche.
Folgefehler sind 7,83 h pro Monat oder 1,8h pro Woche also wird eine 38,2h Woche daraus.
Oder anders gerechnet 40h * 4,35 W pro M =174 * 4,5% =7,83 / 4,35 =1,8
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 14:01
"Überstunden" weist doch noch sehr viel mehr darauf hin, daß es sich um Überstunden handelt - woraus sonst sollte denn zitiert werden denn aus der für die Befragten maßgeblichen Norm, welche Überstunden definiert?

Dann ist das Ergebnis einfach unbrauchbar.

Tatsächlich wird nicht auf die tariflich normierte Definition der "Überstunden" rekurriert, sondern auf die Mehrarbeitsstunden aufgrund einer geringer vereinbarten Wochenarbeitszeit als 39 bzw. 40h/Woche.
Insofern ist die Terminologie unsauber, weshalb wohl auch von "Überstunden" die Rede in dem Bericht ist, obwohl diese damit nicht gemeint sind.

Die Umfrage zeigt zumindest, dass es den Beschäftigten nicht nur um prozentuale Erhöhungen geht, sondern auch um andere Themen. Ich hoffe, dass die AGs dies auf dem Schirm haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 14:12
Wo finde ich diese behauptete Definition von "Überstunden"?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 14:38
Dies ist dort nirgends definiert, ergibt sich nach meinem Verständnis aus dem geschilderten Gesamtzusammenhang. Auszuschließen ist nicht, dass einige Umfrageteilnehmer tatsächlich ihre Überstanden im tariflichen Sinne angaben.

Auf Seite 20 ist explizit von 1,6 h höhere tatsächliche Arbeitszeit als vertraglich vereinbarte Arbeitszeit die Rede (wobei obiges Dilemma nicht aufzulösen ist).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 14:50
Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ist in der absoluten Mehrzahl der Fälle die von Vollzeitbeschäftigten. Wie ließe sich daraus Annehmen, es ginge um Mehrarbeitsstunden?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 17:13
Nein, es ging dort explizit um eine geringere als die tarifvertraglich vereinbarte Arbeitszeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 17:23
Wo Bitteschön stünde das auf S.20? Angegeben ist dort die durchschnittliche tatsächliche vs. die durchschnittlich vereinbarten Arbeitszeit nach Alter und Geschlecht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 21:00
Auf S. 20 ist nur allgemein die durchschnittlich tatsächliche Arbeitszeit zur vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angegeben. Seite 22 weist dann auf, dass bei geringerer vertraglicher Arbeitszeit sog. "Überstunden" anfallen würden. Das meint wohl eher Mehrarbeitsstunden und löst das genannte Dilemma nicht auf.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 21:14
Du hattest auf S. 20 rekurriert und dort eine derartig explizite Angabe behauptet.

Ein Dilemma vermag ich überhaupt nicht zu erkennen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 21:23
Ich hatte mich vertan, weil ich deinen Beitrag nicht richtig gelesen hab...mea culpa!

Warum siehst du das Dilemma nicht? Der Ergebnisbericht spricht von "Überstunden" ohne zu unterscheiden zwischen Mehrarbeitsstunden und Überstunden i. S. d. § 7 TVöD. Das ist zumindest, wie geschrieben, unpräzise.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 21:28
Inwiefern müßte man denn zwischen zwei gleichermaßen positiven oder negativen Bedingungen wählen? Ich sehe nur eine völlig vermurkste Studie, die aufgrund ihrer zahlreichen Mängel keinerlei Wert besitzt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 22:12
Worin siehst du die Mängel genau, mal abgesehen davon, dass sie von Ver.di beauftragt ist?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 22:27
Selbstselektion, die Antwortkategorien sind nicht disjunkt, fehlende Konstruktvalidität, fehlende Interpretationsobjektivität, fehlende Reliabilität, fehlende Konsistenz...

Und wo soll jetzt das Dilemma sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 02.12.2019 09:55
Dass es keine Unterscheidung zwischen angeordneten Überstunden und Mehrarbeitsstunden auf Seite 22 gibt, was in deiner Mängelaufzählung ja auch beschrieben ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 02.12.2019 10:28
Das ist kein Dilemma. Ein Dilemma ist eine zwingend zu treffende Entscheidung zwischen zwei gleich wünschenswerten/nachteiligen Alternativen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 02.12.2019 11:32
Nicht ganz. Ich habe an der Umfrage teilgenommen und bin mir nun unsicher, was ich damals angegeben habe, also wie dort "Überstunden" definiert war und ob ich das beachtet habe. Insofern ist es für mich ein (quasi nachträgliches) Dilemma, dass ich daran überhaupt teilgenommen habe.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 02.12.2019 23:04
M.E. sollte in dieser Verhandlungsrunde, die Jahressonderzahlung für alle auf 100% angehoben werden.
Dies würde auch Högergruppierungen wieder attraktiver machen.
Dazu noch eine Erhöhung um 5 %........Ich weiss wir haben bald Weihnachten 🤗🤗🤗
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 03.12.2019 06:56
M.E. sollte in dieser Verhandlungsrunde, die Jahressonderzahlung für alle auf 100% angehoben werden.
Dies würde auch Högergruppierungen wieder attraktiver machen.
Dazu noch eine Erhöhung um 5 %........Ich weiss wir haben bald Weihnachten 🤗🤗🤗

Genau das gleiche dache ich mir auch, die JSZ betreffend, als ich letzte Woche auf die Abrechnung geschaut habe und mal wieder gesehen habe wie lächerlich die JSZ doch ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 03.12.2019 07:07
Der Nettobetrag ist in der Tat ein schlechter Witz...
Deshalb ist es mir auch Wurscht ob's 60%, 70%, 91,47632%, 178,5% sind... Zumindest sollte der %-Betrag für alle gleich sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 04.12.2019 14:50
Dann gilt der "schlechte Witz" in netto aber auch für die sonst so beneideten IGMler, die gerne mal 1,5 und mehr Monatsgehälter JSZ/Bonus bekommen und dafür immer als "high end" bezeichnet werden...?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 04.12.2019 14:58
Der Nettobetrag ist in der Tat ein schlechter Witz...
Deshalb ist es mir auch Wurscht ob's 60%, 70%, 91,47632%, 178,5% sind... Zumindest sollte der %-Betrag für alle gleich sein.
Richtig JSZ bei allen auf 35% und gut ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 04.12.2019 15:28
Der Nettobetrag ist in der Tat ein schlechter Witz...
Deshalb ist es mir auch Wurscht ob's 60%, 70%, 91,47632%, 178,5% sind... Zumindest sollte der %-Betrag für alle gleich sein.
Richtig JSZ bei allen auf 35% und gut ist.
Von mir aus...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.12.2019 18:23
Der Nettobetrag im November ist ein probates Mittel, um armen Knechten mal zu zeigen, wie viel bei den reichen Bauern in JEDEM Monat umverteilt wird. :-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 05.12.2019 08:38
Ich hatte nun im November über 5000.- netto (Lstk 3, Kinderfreibetrag) - das glaube ich haben nicht viele Leute monatlich!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 05.12.2019 09:03
Ich hatte nun im November über 5000.- netto (Lstk 3, Kinderfreibetrag) - das glaube ich haben nicht viele Leute monatlich!
Da liegst du falsch, das haben viele Leute monatlich. Du hingegen hast es nur im November ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 05.12.2019 09:05
Ich hatte nun im November über 5000.- netto (Lstk 3, Kinderfreibetrag) - das glaube ich haben nicht viele Leute monatlich!
Ich hatte im November mindestens 2 mal täglich Stuhlgang... hat auch nicht jeder monatlich...


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 05.12.2019 09:29
5000 netto kommt mir aber nun doch viel vor - das waren ja über 8300 brutto! Da muss ich im öD aber schon ganz weit oben in den Lohntabellen suchen, um solche Werte zu finden. Gut bei Beamten genügt brutto etwas weniger, aber bei TvöD ist das deutlich mehr als E15Ü - die es ja bekanntlich nur selten gibt...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.12.2019 09:40
Bei mir ist es ein ähnliches Brutto, aber bei LSK 1 unter 4000 € netto. So unberechtigt war mein Hinweis auf die ausufernde Umverteilung im Lande wohl nicht.

Und das netto ist wegen BBG noch relativ hoch bei mir. Ohne wären es nur 3.650 € netto im Vergleich zu über 5000 € netto aufgrund LSK. Finde ich schon heftig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 05.12.2019 10:03
Die steuerliche Progression steht allerdings nicht zur Disposition der TVP, zumal diese individuell abhängig von vielen Faktoren ist. Die konkrete Steuergestaltung obliegt insoweit jedem einzelnen Steuerpflichtigen.

@BAT: Was meinst du mit BBG?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 05.12.2019 10:26
Die steuerliche Progression steht allerdings nicht zur Disposition der TVP, zumal diese individuell abhängig von vielen Faktoren ist. Die konkrete Steuergestaltung obliegt insoweit jedem einzelnen Steuerpflichtigen.


Dass bei "Netto" meisst nur an die Steuer gedacht wird ist doch dass Problem! Sowohl in LSK1, LSK 3 oder LSK5 sind die  Sozialabgaben doch dass Problem.

Und hier hätten (aber auch bei der Pauschalversteuerung) die Tarifparteien für die Öffnung von Dienstrad (HAHAHA), Entgeldumwandlung, direktversicherung, Fringe Benefits etc sehr wohl erheblichen Spielraum!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 05.12.2019 10:50
Vermögenswerte Vorteile sind ebenfalls zu versteuern. Sozialabgaben liegen genauso wenig in der Disposition der TVP wie die steuerliche Gestaltung. Auch da kann der Einzelne einiges tun, so gibt es bspw. die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung bei einigen Krankenkassen.

Entgeltumwandlung gibt's doch bereits.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.12.2019 10:52
Die steuerliche Progression steht allerdings nicht zur Disposition der TVP, zumal diese individuell abhängig von vielen Faktoren ist. Die konkrete Steuergestaltung obliegt insoweit jedem einzelnen Steuerpflichtigen.

@BAT: Was meinst du mit BBG?

Beitragsbemessungsgrenze. Der Peak der Belastung ist halt irgendwo mitten in der Entgelttabelle erreicht und nicht am Ende der Tabelle. Bis zum Erreichen der BBG steigt die Belastung stark an, flacht sich dann aber wegen nicht zu zahlender Beiträge zur KV und PV ab. (vorbehaltlich eines nicht erfolgten Wechsel in die PKV)

Aber selbstredend ist das nicht Aufgabe der TVP.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.12.2019 11:36
Beitragsbemessungsgrenze. Der Peak der Belastung ist halt irgendwo mitten in der Entgelttabelle erreicht und nicht am Ende der Tabelle. Bis zum Erreichen der BBG steigt die Belastung stark an, flacht sich dann aber wegen nicht zu zahlender Beiträge zur KV und PV ab. (vorbehaltlich eines nicht erfolgten Wechsel in die PKV)
Beim wechsel in die PKV ist dann keine Abflachung, sondern ein Absenken (so zumindest bei mir, inzwischen ü50 und imemr noch gültig die Aussage.)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 05.12.2019 12:02

Beitragsbemessungsgrenze. Der Peak der Belastung ist halt irgendwo mitten in der Entgelttabelle erreicht und nicht am Ende der Tabelle. Bis zum Erreichen der BBG steigt die Belastung stark an, flacht sich dann aber wegen nicht zu zahlender Beiträge zur KV und PV ab. (vorbehaltlich eines nicht erfolgten Wechsel in die PKV)

Aber selbstredend ist das nicht Aufgabe der TVP.

Ja, das ist sinnvoll. Ich bin irgendwie nur auf "Bundesbeamtengesetz" gekommen. Naja, typisch Montag eben. :)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 05.12.2019 22:54
Also JSZ für alle auf 100% und keine Einmalzahlung mehr, sondern monatlich als fester Betrag.
Vorteil wäre, dass dieser später nicht mehr gekürzt werden kann und steuerlich eher günstiger
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: öfföff am 05.12.2019 23:11
 :) Mein Wunschkonzert:

JSZ so belassen wie bisher. Keine Verteilung auf 12 Monate! Weiterhin mit November auszahlen!

Lineare Erhöhung für EG 1-9: 2,0 % (und kein Sockelbetrag!)

Lineare Erhöhung von EG 10-15: 2,5%

Wochenarbeitszeit auf 37h senken

VWL auf 20 EUR pro Monat erhöhen

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 05.12.2019 23:22
Halte ich für deutlich zu wenig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: öfföff am 05.12.2019 23:39
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 06:53
Dann gilt der "schlechte Witz" in netto aber auch für die sonst so beneideten IGMler, die gerne mal 1,5 und mehr Monatsgehälter JSZ/Bonus bekommen und dafür immer als "high end" bezeichnet werden...?

Also ich habe den "schlechten Witz" lieber von einem ganzen 13. Monatsgehalt, als nur von 0,7X Monatsgehältern. Bei "High End" kommt i.d.R. auch noch ein 14. Monatsgehalt + sonstige Zulagen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 07:30
Also JSZ für alle auf 100% und keine Einmalzahlung mehr, sondern monatlich als fester Betrag.
Vorteil wäre, dass dieser später nicht mehr gekürzt werden kann und steuerlich eher günstiger

Hier würde mich mal interessieren, inwiefern das steuerlich günstiger wäre. Ich habe es bereits ein paar mal gelesen, könnte es aber selber nicht vernünftig erklären. Ich mag den Batzen Geld, den man Ende November bekommt, sehr gerne, würde ohne Umschweifen aber auch eine Umlage auf die Monatszahlungen akzeptieren, wenn es sich als steuerlich günstiger erweisen würde, ich somit insgesamt mehr im Säckel haben würde (für die Ausgabendisziplin wäre ich dann zwar selber verantwortlich, aber ich hätte dann auch immerhin mehr zum Ausgeben).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 08:00
Also JSZ für alle auf 100% und keine Einmalzahlung mehr, sondern monatlich als fester Betrag.
Vorteil wäre, dass dieser später nicht mehr gekürzt werden kann und steuerlich eher günstiger

Hier würde mich mal interessieren, inwiefern das steuerlich günstiger wäre.
Mich auch!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 06.12.2019 08:11
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 08:42
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 08:46
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...
Dann ist ja eben auch nicht steuerlich günstiger.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 09:00
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...
Dann ist ja eben auch nicht steuerlich günstiger.

Diese Frage wäre halt ebenfalls zu beantworten in einer Erklärung, warum es steuerlich günstiger ist.

Kann sein, kann nicht sein, ich weiß es nicht. Wenn es tatsächlich so wäre, wäre ich da sofort für offen. Vorher aber wäre ich für eine schlüssige Argumentation dazu sehr dankbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: snagle am 06.12.2019 09:10
Bei einer korrekten Versteuerung der JSZ zahlt man quasi im November die Steuer, die man in den Monaten zuvor "zu wenig" gezahlt hat nach. Sprich: Man bildet die Jahressteuer inkl. der JSZ errechnet die Differenz zwischen der Jahressteuer ohne JSZ. Die Differenz ist dann die Steuer, die auf die JSZ anfällt. Mann ist damit quasi "auf null" und mit der Steuererklärung muss da nichts gerade gerückt werden. Daher ergibt sich steuerlich kein Vorteil, nur das man das Geld ohne JSZ anteilig unmittelbar bekommen würde und nicht quasi 11 Monate danach.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 06.12.2019 09:11
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 09:35
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld

Es soll schon AGs gegeben haben, welche zu wenig Lohnsteuer abgeführt haben. Da darf man dann fett nachzahlen. Ist einer Bekannten bei einem Privaten AG passiert.

Meine letzte Elster Berechnung ergab ein + von 15€ oder so. Da dieses Programm meiner Meinung nach immer etwas von der Realität abweicht, riskiere ich sicherlich keine Nachzahlung...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 09:46
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld

Es soll schon AGs gegeben haben, welche zu wenig Lohnsteuer abgeführt haben. Da darf man dann fett nachzahlen. Ist einer Bekannten bei einem Privaten AG passiert.

Meine letzte Elster Berechnung ergab ein + von 15€ oder so. Da dieses Programm meiner Meinung nach immer etwas von der Realität abweicht, riskiere ich sicherlich keine Nachzahlung...
Was aber immer noch nicht erklärt, warum es steuerlich günstiger sein soll.
Wenn Fehler in der Abrechnung gemacht wird, dann können sie überall gemacht werden egal ob monatliche Zahlungen oder JSZ.
Meine monatliche Abrechnung ist auch falsch (zu hoher Betrag bei der Basis priv. KV) , nach fünf Schreiben drei fehlerhaften Änderungen nehme ich es jetzt halt hin, das ich monatlich zu viel ausgezahlt bekomme und es dann bei der Steuererklärung glatt gezogen wird.  Sind halt Fachkräfte die da am Werk sind......
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 06.12.2019 09:58
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld

Es soll schon AGs gegeben haben, welche zu wenig Lohnsteuer abgeführt haben. Da darf man dann fett nachzahlen. Ist einer Bekannten bei einem Privaten AG passiert.

Meine letzte Elster Berechnung ergab ein + von 15€ oder so. Da dieses Programm meiner Meinung nach immer etwas von der Realität abweicht, riskiere ich sicherlich keine Nachzahlung...

Frage mich wirklich wie man an eine Nachzahlung kommen kann, mal abgesehen von unfähigen AGs die da mist gebaut haben den denn der AN ausbaden muss.

Ich mache jedes Jahr meine Steuererklärung. Setze natürlich auch ab was halt geht. Auch als Mieter gibt's da einige Posten, falls z.B. ein Hausmeister Dienst oder Gärtner umgelegt wird.

Bekomme jedes Jahr um die 200-300€ raus. Ist nicht viel, aber für die 1-2 Stunden die ich brauche für die Steuererklärung kann man sich nicht beschweren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 06.12.2019 10:01
Ich dachte, der Gärtner ist immer der Mörder?!? Wer hat dann den Gärtner umgelegt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 10:46
Die Putzfrau!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 06.12.2019 10:52
Auch ohne so richtig große Absetzungsmöglichkeiten bekomme ich jedes Jahr an die 1000,00 € wieder vom Finanzamt wieder. Lohnt sich meist, eine Abrechnung zu machen.

Bei unserer Klientel (Unterhaltspflichtige) wird die meist nur einmal gemacht, da Erstattungsbeträge des Finanzamtes sofort aufgerechnet werden mit Unterhaltsrückständen. Es kommt halt immer auf den Einzelfall an:-)

Ist jemand bekannt, ob haushaltsnahe Dienstleistungen auch bei einer Regulierung über die Versicherung von der Steuer abgesetzt werden können? Da war mW eine Gerichtsprozess angestrengt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: rolle am 06.12.2019 11:44
Mein Wunsch wäre die Bediensteten im Kassen- und Finanzbereich besser zu berücksichtigen  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 11:51
Bei einer korrekten Versteuerung der JSZ zahlt man quasi im November die Steuer, die man in den Monaten zuvor "zu wenig" gezahlt hat nach. Sprich: Man bildet die Jahressteuer inkl. der JSZ errechnet die Differenz zwischen der Jahressteuer ohne JSZ. Die Differenz ist dann die Steuer, die auf die JSZ anfällt. Mann ist damit quasi "auf null" und mit der Steuererklärung muss da nichts gerade gerückt werden. Daher ergibt sich steuerlich kein Vorteil, nur das man das Geld ohne JSZ anteilig unmittelbar bekommen würde und nicht quasi 11 Monate danach.

Ja, so würde ich das auch sehen.

Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger? Übersehen wir da was? Ist in Wahrheit irgendeine günstigere Konstellation beiden Sozialabgaben gemeint? Ich würde das Argument gerne nachvollziehen können. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass das schon mal nachvollziehbar aufgedröselt wurde (vor der Löschung des alten Forums), aber auf die Reihe bekomme ich es leider nicht mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 12:16
Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger?
Gefühlt kommt das von denen, die meinen, weil die Progression im Auszahlungsmonat höher ist, als in den anderen, dass sie dadurch mehr Steuern zahlen müssen.
Deswegen würde ich es gerne auch mal verstehen, woher diese Aussage kommt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 06.12.2019 12:25
Habt ihr eigentlich alle Frei, dass ihr zur Dienstzeit (und vermutlich Kernarbeitszeit) hier soviel schreiben könnt?  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: snagle am 06.12.2019 12:29
Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger?
Gefühlt kommt das von denen, die meinen, weil die Progression im Auszahlungsmonat höher ist, als in den anderen, dass sie dadurch mehr Steuern zahlen müssen.
Deswegen würde ich es gerne auch mal verstehen, woher diese Aussage kommt.

Denke auch, dass das daher kommt. Quasi "umso höher das Brutto, desto stärker wirkt sich die Progression aus" und dass der Grenzsteuersatz dann eben bei einer Verteilung auf 12 Monate niedriger wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 13:01
Habt ihr eigentlich alle Frei, dass ihr zur Dienstzeit (und vermutlich Kernarbeitszeit) hier soviel schreiben könnt?  ;D
Warum muss ich dafür frei haben? Ich habe flexible Arbeitszeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 13:03
Habt ihr eigentlich alle Frei, dass ihr zur Dienstzeit (und vermutlich Kernarbeitszeit) hier soviel schreiben könnt?  ;D

Bei uns gibt es keine Kernarbeitszeit.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 06.12.2019 14:02
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!

Habe ich.

In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 09.12.2019 07:09
...bis die Tarifverhandlungen beginnen, wird es bereits Anzeichen einer Abschwächung der Wirtschaft mit eingehendem Anstieg der Arbeitslosenzahlen geben...die 3 vor dem Komma dürft ihr schonmal vergessen...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 07:39
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!

Habe ich.

In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.
Was ja ein Reallohnzuwachs wäre....bei der derzeitigen Inflationsrate.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.12.2019 07:42
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 08:31
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!

Habe ich.

In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.
Was ja ein Reallohnzuwachs wäre....bei der derzeitigen Inflationsrate.

Du meinst die völlig hirnrissige offizielle Inflationsrate ? Bei der z.B. im jährlichen Warenkorb davon ausgegangen wird, dass man sich jedes Jahr einen neuen Fernseher und diverse Elektrogroßgeräte anschafft ?

(Elektrogroßgeräte sind nur im Warenkorb, da diese in den letzten Jahren günstiger werden, ganz im Gegensatz zu Grundlebensmitteln und weiteren Gegenständen des täglichen gebrauchs, damit kann man die Rate künstlich niedrig halten).

Dann darf man die angekündigten Kosten für den Umweltblödsinn nicht vergessen. Sprit und Heizen werden teurer. Zumindest Heizen muss so gut wie jeder.

Ich denke wenn man einfach mal ganz ehrlich seine persönliche Inflationsrate berechnet, dann haben 75%+ der Leute bei 2,X% keinen Reallohnzuwachs.

Die 3 vor dem Komma kann man sich natürlich trotzdem abschminken :D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 08:53
Du meinst die völlig hirnrissige offizielle Inflationsrate ?
Nein, meine individuelle. So ist mein Benzinverbrauch gesunken mein Wohnkosten ebenfalls, dafür sind die Kosten für Kneipengänge um 10% gestiegen.....
Ach ja die Inflationsrate fürs Heizen (dank jährlichen Anbieterwechsel) ist bei mir seit 10 Jahre unter 2%.

Ja, mir ist klar, dass die "offizielle" Inflationsrate mit Vorsicht zu genießen ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 09.12.2019 10:08
...bis die Tarifverhandlungen beginnen, wird es bereits Anzeichen einer Abschwächung der Wirtschaft mit eingehendem Anstieg der Arbeitslosenzahlen geben...die 3 vor dem Komma dürft ihr schonmal vergessen...

Gerne. Die 4 vom letzten mal gefällt mir auch deutlich besser.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 09.12.2019 10:21
...die wirst du bei 30 Monaten Laufzeit insgesamt auch bestimmt erreichen... 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 09.12.2019 11:40
...die wirst du bei 30 Monaten Laufzeit insgesamt auch bestimmt erreichen... 8)

Aber nur kumuliert ;)

Die Benzin/Öl & Gaspreise halten sich ja aktuell dank der Börsenpreise auf erträglichem Niveau. Aber Papa Staat muss diese ja bald wieder künstlich anheben... Wenn dann Co2 Steuer vor Gericht gekippt wird, freuen sich die großen Vertreiber... ;D Am besten schon einmal Aktien von diesen kaufen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 13:48
Du meinst die völlig hirnrissige offizielle Inflationsrate ?
Nein, meine individuelle. So ist mein Benzinverbrauch gesunken mein Wohnkosten ebenfalls, dafür sind die Kosten für Kneipengänge um 10% gestiegen.....
Ach ja die Inflationsrate fürs Heizen (dank jährlichen Anbieterwechsel) ist bei mir seit 10 Jahre unter 2%.

Ja, mir ist klar, dass die "offizielle" Inflationsrate mit Vorsicht zu genießen ist.

Beinzinverbrauch und Wohnkosten werden aber nicht einfach so gesunken sein oder ?

Oder beim Benzin einfach die Strecken reduziert und mehr zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt ?

Das wäre ja geändertes "Konsumverhalten", ist ja nur eine Beschönigung der Rate. Wenn die Milch wieder teurer wird, kann ich ja theoretisch auch einfach aufhören Milchprodukte zu konsumieren und halte damit meine persönliche Inflationsrate unten.

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Beim Heizen habe ich leider keine Anbieterwahl, da ich Mieter bin und Gas Zentral über den Vermieter läuft. Bei den Stromkosten wechsel ich so oft es geht, um immer Neukunden Boni mitzunehmen und zum aktuell günstigsten Anbieter zu wechseln.

Wobei mich das jetzt auch erst knapp 250€ potentieller Rückzahlung gekostet hat, weil ich dank Verivox 2 Jahre die BEV hatte, die ja Ende letzten Jahres spektakulär Bankrott gegangen sind ;) , meine Rückzahlung von 250€ werde ich natürlich nie im Leben aus der Insolvenzmasse bekommen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 09.12.2019 14:00

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Wenn z. B. das Darlehen abbezahlt ist:-)

Aber selbst wenn es noch läuft, erhöht sich jeden Monat der Anteil der Tilgung und der Zinsanteil sinkt, da wird mit jedem Monat mehr für die Altersvorsorge gespart. Ohne die Zahlung zu ändern.

Und wenn es gar nicht passt: die Beamten haben hier hausintern mal wieder den vorgefertigten Widerspruchsbogen gegen ihre nicht amtsangemessen Besoldung bekommen. Vielleicht kann man sich da ranhängen, wenn die Butter noch teuer wird:-)
 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 14:05

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Wenn z. B. das Darlehen abbezahlt ist:-)


Das hat halt aber nichts mit Inflationsraten zutun :D

Natürlich hat man persönlich dann mehr Geld zur freien Verfügung, aber das ist ja kein Posten der "günstiger" wird, sondern eben einfach ein Posten der wegfällt und damit gar nicht mehr ins Gewicht fällt ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 14:22

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Wenn z. B. das Darlehen abbezahlt ist:-)

Aber selbst wenn es noch läuft, erhöht sich jeden Monat der Anteil der Tilgung und der Zinsanteil sinkt, da wird mit jedem Monat mehr für die Altersvorsorge gespart. Ohne die Zahlung zu ändern.
Richtig!
Das hat halt aber nichts mit Inflationsraten zutun :D
Nicht vielleicht mit der Inflationsrate die du ja so hirnrissige findest, aber meine persönliche Inflationsrate wird dadurch natürlich beeinflusst.
Also wer auf Autos, Fernseher o.ä. verzichtet, der muss also bei der Berechnung seiner Inflationsrate natürlich diesen Posten aus seinem Warenkorb entfernen.
Also soll ich jetzt meine Kosten fürs Wohnen entfernen, wenn meine Kredit abbezahlt ist?
Da erläutere doch bitte mal wie du eine nicht hirnrissige Inflationsrate zusammenstellen würdest.
Also eine Inflationsrate, die nicht vom Konsumverhalten abhängig ist oder die Gefühlteinflation?

Also hier kannst du ja deinen Warenkorb einstellen und dann sehen wir weiter, wie es auschaut mit der eigenen Inf. Rate und Reallohnzuwachs (Lebensmittel sind um 1,1% gestiegen):
https://service.destatis.de/inflationsrechner/Inflationsrechner.svg
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 15:02
Wohnen ist natürlich ein Faktor der dann komplett wegfällt. Hat ja nichts mit Inflation zutun. Du hast einfach persönlich mehr Geld zu Verfügung.

Wenn ich jetzt von Stufe 3 in Stufe 4 aufsteige und mehr Geld verdiene, dann senkt das ja auch nicht meine persönliche Inflationsrate.

Die Rate kannst du nur ermitteln, wenn du deinen Warenkorb 2018 mit deinem Warenkorb 2019 vergleichst bei unverändertem Konsumverhalten. Und nicht mit irgendwelche allgemeinen Seiten, sondern im Idealfall durch eigene Buchführung. Und wenn da ein Posten rausfällt in einem Jahr, dann kannst du da ja auch kein Delta bilden, ergo fällt das komplett raus.

2017 und 2018 habe ich das mal mit dem Wocheneinkauf gemacht zum Spaß, in einer eigenen Excel Liste. Beide Jahre ein identisches Konsumverhalten, wir haben also z.B. nicht auf Rindfleisch verzichtet nur weil es vielleicht mal teurer wurde. Und auch die Kiste Limo oder Bier wurde weiter von der gleichen Marke gekauft. Beim Wocheneinkauf kam ich da auf eine Teuerung von 2017 auf 2018 von ca. 4,3X% im Schnitt. Nur Produkte des täglichen Gebrauchs und Lebensmittel. Über Stromkosten usw. habe ich da kein Buch geführt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 18:09
Beim Wocheneinkauf kam ich da auf eine Teuerung von 2017 auf 2018 von ca. 4,3X% im Schnitt. Nur Produkte des täglichen Gebrauchs und Lebensmittel. Über Stromkosten usw. habe ich da kein Buch geführt.
Als nur ein marginaler kleiner Teil deines persönlichen Inflationsgefühl ist die Basis deine Verfluchung der Inflationsaussage?
Und die Daten destatis sind also nur Fakedaten und Lügenpresse, da sie von 2015 bis jetzt eine Steigerung von ~8-9% zeigen, bzw. 1,1% im letzten Jahr. bzw. April 17-April 18 von 3-4%

Ich finde den Inflationsrechner ganz nett, da er eben genau diese gefühlten Teuerungen schön anzeigt.
Dort siehst du auch, das der Gaspreis gesunken ist und bei 97% vom 2015 Preis steht.

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde die Infraten auch nicht ganz sauber.
So müsste man z.B. ein gutes altes Bauerbrot von 1960 mit einem Biobrot von heute vergleichen. Oder die Holzklasse Flüge aus den 80er mit Businessclass von heute, wg. der Beinfreiheit....das wird ja alles in der Infrate verwurschtet, aber was zählt ist ja eben der persönlichen Warenkorb.
Wenn ich mir alle 18 Jahre ein neue Auto kaufe, dann hat das halt ein anderes Gewicht. Mein Warenkorb ist halt ein anderer als deiner. Gleiches beim Wohnen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 09.12.2019 22:53
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.

Was uns die Innenminister und anderen Politiker, Arbeitgebervertreter und Kommunalvertreter erzählen, sollte erst einmal zweitrangig sein. fakt ist, dass wir derzeit einen enormen steuerlichen zuwachs zu verzeichnen haben. Und daran sollten wir als Arbeitnehmer partizipieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 10.12.2019 07:27
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.

Was uns die Innenminister und anderen Politiker, Arbeitgebervertreter und Kommunalvertreter erzählen, sollte erst einmal zweitrangig sein. fakt ist, dass wir derzeit einen enormen steuerlichen zuwachs zu verzeichnen haben. Und daran sollten wir als Arbeitnehmer partizipieren.

Von denen hängt es aber mit ab, was sich in den Tarifverhandlungen durchsetzen lässt. Einen Anspruch darauf gibt es nämlich nicht, das muss erst mal alles ausgehandelt werden. Und da wird denen sicher schon was einfallen, wozu man die üppigen Steuereinnahmen dringender benötigen wird.
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Beitrag von: Börnie am 10.12.2019 08:55
Sind denn alle die hier Diskutieren auch Gewerkschaftsmitglied?
Ansonsten könnt Ihr Euch eure Wünsche in die Haare schmieren... ;)
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Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 09:01
Sind denn alle die hier Diskutieren auch Gewerkschaftsmitglied?
Ansonsten könnt Ihr Euch eure Wünsche in die Haare schmieren... ;)
Warum?
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Beitrag von: Kaffeetassensucher am 10.12.2019 09:42
Sind denn alle die hier Diskutieren auch Gewerkschaftsmitglied?
Ansonsten könnt Ihr Euch eure Wünsche in die Haare schmieren... ;)

Das können wir uns doch so oder so … macht also keinen Unterschied.

Oder glaubst du, hier hätte auch nur einer so starken gewerkschaftlichen Einfluss, dass er unsere Wünsche hinaustragen kann in die Tarifverhandlungen und das dann 1:1 umgesetzt wird?

Das würde für Mitglieder von Arbeitgeberverbänden übrigens in ähnlicher Weise gelten, die sitzen nämlich ebenfalls mit am Tisch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 09:42
...zumindest alle , die hier diskutieren, wollen mehr Geld...auch wenn sie selbst nicht bereit sind, dafür etwas zu tun  ;D 8)
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Beitrag von: Kaiser80 am 10.12.2019 09:45
...zumindest alle , die hier diskutieren, wollen mehr Geld...auch wenn sie selbst nicht bereit sind, dafür etwas zu tun  ;D 8)
Doch, hattu LOB vergesst?
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Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 09:52
...zumindest alle , die hier diskutieren, wollen mehr Geld...auch wenn sie selbst nicht bereit sind, dafür etwas zu tun  ;D 8)
Nein, hier gibt es doch auch welche, die wollen nicht mehr Geld, sondern andere Dinge wie mehr Zeit.
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Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 10:09
...auch das erhöht den "Stundensatz" ;)
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Beitrag von: Brownyy am 10.12.2019 11:50
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.

Was uns die Innenminister und anderen Politiker, Arbeitgebervertreter und Kommunalvertreter erzählen, sollte erst einmal zweitrangig sein. fakt ist, dass wir derzeit einen enormen steuerlichen zuwachs zu verzeichnen haben. Und daran sollten wir als Arbeitnehmer partizipieren.

Von denen hängt es aber mit ab, was sich in den Tarifverhandlungen durchsetzen lässt. Einen Anspruch darauf gibt es nämlich nicht, das muss erst mal alles ausgehandelt werden. Und da wird denen sicher schon was einfallen, wozu man die üppigen Steuereinnahmen dringender benötigen wird.

Hatten wir schon, Aufbau schnelles Internet  ;D, klamme Kassen, Flüchtlingskrise. Langweilig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 10.12.2019 11:51
Beim Wocheneinkauf kam ich da auf eine Teuerung von 2017 auf 2018 von ca. 4,3X% im Schnitt. Nur Produkte des täglichen Gebrauchs und Lebensmittel. Über Stromkosten usw. habe ich da kein Buch geführt.
Als nur ein marginaler kleiner Teil deines persönlichen Inflationsgefühl ist die Basis deine Verfluchung der Inflationsaussage?
Und die Daten destatis sind also nur Fakedaten und Lügenpresse, da sie von 2015 bis jetzt eine Steigerung von ~8-9% zeigen, bzw. 1,1% im letzten Jahr. bzw. April 17-April 18 von 3-4%

Ich finde den Inflationsrechner ganz nett, da er eben genau diese gefühlten Teuerungen schön anzeigt.
Dort siehst du auch, das der Gaspreis gesunken ist und bei 97% vom 2015 Preis steht.

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde die Infraten auch nicht ganz sauber.
So müsste man z.B. ein gutes altes Bauerbrot von 1960 mit einem Biobrot von heute vergleichen. Oder die Holzklasse Flüge aus den 80er mit Businessclass von heute, wg. der Beinfreiheit....das wird ja alles in der Infrate verwurschtet, aber was zählt ist ja eben der persönlichen Warenkorb.
Wenn ich mir alle 18 Jahre ein neue Auto kaufe, dann hat das halt ein anderes Gewicht. Mein Warenkorb ist halt ein anderer als deiner. Gleiches beim Wohnen.

Es sind ja keine "gefühlten" Inflationsraten, sondern zumindest die Werte von 2017 auf 2018 waren genau ausgerechnet bei gleichbleibendem Konsumverhalten.

War einfach die Teuerung meines persönlichen Warenkorbes.

Statistiken sind ja schön und gut, aber hier kann man doch nicht Lebensmittel einfach pauschalisieren. Es hat doch jeder andere Vorlieben bei Lebensmittel.

Für Jemanden der viel Rindfleisch isst, würden höhere Preise für Rindfleisch viel stärker ins Gewicht fallen als für einen der nur einmal alle 2 Monate ein Steak ist. Mal als Beispiel.

Wenn man sagt Lebensmittel sind um 1,X% teurer geworden, dann ist das ein Schnitt den wahrscheinlich keiner trifft.

Prominentes Beispiel. Coca Cola. Der Kasten hat früher (vor noch ca. 2 Jahren) im Angebot immer 7,99 gekostet. Jetzt kostet er 8,99 im Angebot. Alleine das ist eine Teuerung von über 10%. Klar ist das nur ein Artikel. Und nur 1 Euro mehr. Im Monat sind das dann vielleicht 2€ Mehrkosten, kaum spürbar für sich betrachtet.

Manch einer ändert jetzt halt sein Konsumverhalten. Kauft halt auch mal Aldi Cola oder eben nur noch alle 3 Wochen einen Kasten, statt alle 2 und es wird eben mehr Wasser getrunken, ist eh gesünder.

Und schon spüre ich die Teuerung hier nicht mehr wirklich. Sie ist aber trotzdem da.


Wie gesagt, es muss halt jeder für sich schauen mit seinem eigenen Konsumverhalten. Offizielle Statistiken helfen hier nicht weiter uns insbesondere die offizielle Inflationsrate ist halt ein schlechter Witz und soll den Pöbel einfach ruhig halten auf gut deutsch ;)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 12:02
...typisch deutsch ist eher, auf 80 Mio. individualisierte Inflationsstatisiken zu verweisen, um einem Preisanstieg auf einen durchschnittlich bestückten Warenkorb als Lüge zu entlarven... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 10.12.2019 12:04
Die Verneinung einer vorhandenen Inflation ist auch schon ein interessanter Ansatz.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 10.12.2019 12:28
...typisch deutsch ist eher, auf 80 Mio. individualisierte Inflationsstatisiken zu verweisen, um einem Preisanstieg auf einen durchschnittlich bestückten Warenkorb als Lüge zu entlarven... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 12:43
Es sind ja keine "gefühlten" Inflationsraten, sondern zumindest die Werte von 2017 auf 2018 waren genau ausgerechnet bei gleichbleibendem Konsumverhalten.
Ja, aber wären im Folgejahr auf die hälfte Eingebrochen, da da keine Preissteigerung mehr war....
Zitat
War einfach die Teuerung meines persönlichen Warenkorbes.
Mit einem Erhebungszeitraum von einem Jahr und nicht deines persönlichen Warenkorbes, sondern die Teuerung eines ca. zehntel deines Warenkorbes.
Zitat
Statistiken sind ja schön und gut, aber hier kann man doch nicht Lebensmittel einfach pauschalisieren. Es hat doch jeder andere Vorlieben bei Lebensmittel.
Jipp, da stimme ich dir zu, somit gibt es keine Inflation in der BRD, sondern nur eine für jeden Mitmenschen?
Zitat
Für Jemanden der viel Rindfleisch isst, würden höhere Preise für Rindfleisch viel stärker ins Gewicht fallen als für einen der nur einmal alle 2 Monate ein Steak ist. Mal als Beispiel.

Wenn man sagt Lebensmittel sind um 1,X% teurer geworden, dann ist das ein Schnitt den wahrscheinlich keiner trifft.
Jipp die eine hälfte liegt bei 5% die nächsten 10% bei 0,5 % und so weiter und so fort, was sagt uns dass? Genau: irgendwo muss man mitteln. Und ja: Man muss schon gewisse unterschiedliche Warenkörbe betrachten (Gibt es nicht den sogenannte Kernwarenkorb?), die Arme Rentnerin hat nichts von den günstigeren Flüge nach Mallorca. Die ReiseOmi jedoch schon. ....
Aber deswegen ist ja die Inf Rate eine Hirnschiss.
Zitat
Prominentes Beispiel. Coca Cola. Der Kasten hat früher (vor noch ca. 2 Jahren) im Angebot immer 7,99 gekostet. Jetzt kostet er 8,99 im Angebot. Alleine das ist eine Teuerung von über 10%. Klar ist das nur ein Artikel. Und nur 1 Euro mehr. Im Monat sind das dann vielleicht 2€ Mehrkosten, kaum spürbar für sich betrachtet.
und wäre eine Inflation in welcher Höhe? Was hat er vor 4 Jahren gekostet? 1 Euro pro 2 Jahre Steigerung? 6,99€ und vor 8 Jahren?
Also ich kann mich erinnern, dass ich losgejagt wurde als Kind, wenn das Kilo Hack Halb und Halb 9,99DM gekostet hat. Und was Zahlste heute dafür?
Zitat
Wie gesagt, es muss halt jeder für sich schauen mit seinem eigenen Konsumverhalten. Offizielle Statistiken helfen hier nicht weiter uns insbesondere die offizielle Inflationsrate ist halt ein schlechter Witz und soll den Pöbel einfach ruhig halten auf gut deutsch ;)
Bei fundierte Kritik an der Korrektur des Warenkorb mittels hedonischer Verfahren bin ich bei dir.
Insbesondere da mWn dort ja Verbilligungen gerne in die InfRate rein genommen werden (Also TV ist grösser kann mehr kostet wieder 1000€ ist aber damit eine Preissenkung), Qualitätsverschlechterungen jedoch ignoriert werden (Geräte halten nicht mehr so lange, Lebensmttelqualität....Aus dem 9,99DM Hack hat man auch 5 grosse Bulleten machen können, jetzt sind es nur noch 4 der rest ist verdampft.. .

Deswegen kann man ja auch mal eben seinen eigenen Warenkorb betrachten.
Meine Haushaltsbuchhaltung der letzten 10 Jahre sagt mir, ich habe Reallohnzuwachs, trotz der "mikrigen" Abschlüsse. Das sieht bei anderen wieder anders aus.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DiVO am 10.12.2019 13:27
Wer mit den vermeintlich geringen Tarifabschlüssen nicht zufrieden ist kann auch gerne zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, der nicht der Tarifbindung unterliegt und sein Einstiegsgehalt und die jährlichen Steigerungen individuell selbst aushandeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.12.2019 13:29
Was hat Tarifbindung damt zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 14:14
Wer mit den vermeintlich geringen Tarifabschlüssen nicht zufrieden ist kann auch gerne zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, der nicht der Tarifbindung unterliegt und sein Einstiegsgehalt und die jährlichen Steigerungen individuell selbst aushandeln.
genau, oder zu einem AG wechseln, der bei Tarifbindung eine besser verhandelnde Gewerkschaft als Vertragspartner hat, oder zu einem AG wechseln, der trotz Tarifbindung auch mehr zahlen darf, kann oder will.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 14:35
...oder zu Spid wechseln...da ist ja Alles möglich 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.12.2019 14:38
Nein, ist es nicht. Das Besserstellungsverbot setzt da sehr deutliche Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen ist aber sehr viel möglich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: clarion am 10.12.2019 23:35
Ich brauche nicht unbedingt mehr Geld, sondern würde mir bei gleichbleibenden Gehalt eine reduzierte Wochenarbeitszeit wünschen.