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offene Foren => TVöD Kommunen => Thema gestartet von: armerknecht am 08.10.2019 07:42

Titel: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.10.2019 07:42
4% auf 12 Monate sollten es schon sein damit der Sekt im Kuehlschrank aus der letzten Tarifrunde endlich geoeffnet werden kann bevor das Ablaufdatum erreicht ist.


Euer Wunsch?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 08.10.2019 08:38
Stufenabschaffung 1,2,4,5 und als Kompensation nur 1,5% für die Endstufe,
Stufenlaufzeit der ersten Stufe 2 Jahre, bei befristeteten Verträgen gleich Endstufe.
Wer aktuell weniger als 2 Jahre für die Endstufe benötigt läuft die Zeit weiter, wer mehr braucht wird die Zeit auf 2 Jahre verkürzt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: heike2106 am 08.10.2019 09:10
nachdem ich nun schon über 12 Jahre im öD beim selben AG verbringe und noch immer 4 Jahre (nach aktuellen Stand) benötige um endlich mal die Endstufe zu erreichen, würde ich das auch sehr begrüßen.

Diese Stufenlaufzeiten sind echt hanebüchen.

mindestens: Arbeitszeitanpassung Ost -> West
wünschenswert: 38 Stunden Woche für Alle
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 08.10.2019 10:30
Gott, ich habe über BAT und TVÖD 25 Jahre bis zur Endstufe gebraucht ;)

Wünsche wie in den letzten Jahren:

Abschaffung der Stufen 2,3,4 und 5 (rein protokollarisch, bringt mir nichts mehr, aber ich mag keine Unfug)
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter
Abschaffung VL oder ernsthafter Betrag
Abschaffung LOB
Öffnungsklausel für persönliche Urlaubstage ähnlich der Teilzeitregelung
Nullrunde und Absenkung Wochenarbeitszeit auf 38 oder 37 Stunden.

Amen
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.10.2019 10:52
Gott, ich habe über BAT und TVÖD 25 Jahre bis zur Endstufe gebraucht ;)

Wünsche wie in den letzten Jahren:

Abschaffung der Stufen 2,3,4 und 5 (rein protokollarisch, bringt mir nichts mehr, aber ich mag keine Unfug)
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter
Abschaffung VL oder ernsthafter Betrag
Abschaffung LOB
Öffnungsklausel für persönliche Urlaubstage ähnlich der Teilzeitregelung
Nullrunde und Absenkung Wochenarbeitszeit auf 38 oder 37 Stunden.

Amen

Bis auf den letzten Punkt, halte ich leider alles für unrealistisch. Vor allem die Stufenabschaffung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 08.10.2019 11:07
Gott, ich habe über BAT und TVÖD 25 Jahre bis zur Endstufe gebraucht ;)

Wünsche wie in den letzten Jahren:

Abschaffung der Stufen 2,3,4 und 5 (rein protokollarisch, bringt mir nichts mehr, aber ich mag keine Unfug)
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter
Abschaffung VL oder ernsthafter Betrag
Abschaffung LOB
Öffnungsklausel für persönliche Urlaubstage ähnlich der Teilzeitregelung
Nullrunde und Absenkung Wochenarbeitszeit auf 38 oder 37 Stunden.

Amen

Bis auf den letzten Punkt, halte ich leider alles für unrealistisch. Vor allem die Stufenabschaffung.

Unrealistisch halte ich das Wegfallen von Leistungen ohne Kompensation allerdings nicht (LOB/VL)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 08.10.2019 11:10
Kann sich nur positiv auf die Personalgewinnung auswirken.....nicht  :o
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.10.2019 11:15
Die 7€ VL können Sie sich sonst wo hinstecken. Könnte man eigentlich in die VBL einfließen lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: D-x am 08.10.2019 11:20
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 08.10.2019 11:23
Ich bin gegen die Stufenabschaffung. Wenn man von anfang an das Ende der FAhnenstange erreicht hat ist das nicht sehr motivierend. Und mit den Stufen wird Berusferfahrung honoriert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 08.10.2019 11:31
Ich bin gegen die Stufenabschaffung. Wenn man von anfang an das Ende der FAhnenstange erreicht hat ist das nicht sehr motivierend. Und mit den Stufen wird Berusferfahrung honoriert.

Dazu würde der wissenschaftliche Beleg fehlen, daß z. B. nach mehr als zwei Jahre noch nennenswert einschlägige Erfahrungen gemacht werden. Das bezweifle ich stark und bleibe dabei, daß es in der Sache Unfug ist. In Bezug auf die Motivation mag das anders sein. Hat aber etwas vom Möhrchen vor des Esels Kopf, verbunden mit Scheuklappen.

VL und LOB: keine Kompensation, da dem Affen Zucker gegeben werden muss für die Erhöhung des Stundenlohnes.

LOB: wurde zu großen Teilen aus dem ehemaligen Ortszuschlag gebildet. Mit einer unkompensierten Abschaffung wären damit nicht alle betroffen.

JSZ: gehört über die Umlage auf de Monate verbeitragt für die Gewerkschaftler, um neutrale Kompensationen für die Gewerkschaft gar nicht zuzulassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 08.10.2019 11:44
@Bastel: es sind ja auch nur Wunschvorstellungen. Klar ist, dass wohl das Wenigste davon umgesetzt wird.

Meine Wünsche sind:
Anpassung Arbeitszeit Ost = West
Stufen können gestrafft werden (ich überlasse den TVP, in welcher Form)
Erhöhung JSZ
Wahlrecht: entweder Reduzierung des Stundenumfanges oder prozentuale Entgelterhöhung
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 08.10.2019 11:47
1. LOB und VL -> fott damit
2. Stufen -> nur noch 3 Stufen, nach 5 bis 6 Jahen spätestens Endstufe, kein Verlust der Laufzeiten bei Höhergruppierung
3. Allg. Lohnsteigerung -> gekoppelt an VPI/Inflation pauschal über alle EG
4. WAZ Angleichung Ost/West
5. Durch die LOB und VL (HAHAHAHA) frei werdenden Mittel wahlweise:
   +x Urlaub
   +x Gehalt
   - x Stunden
6. Noch mehr "Freie Hand" für AG bei Anwerbe-, Halteprämien
7. Massives Fortbildungsprogramm für Bestandspersonal (Rechte und Pflichten)






Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 08.10.2019 12:04
LOB will ich behalten. Ist bei uns ein beachtlicher Betrag.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 08.10.2019 12:06
sehe ich auch so. LOB nicht abschaffen sondern allenfalls umlegen. Eine Abschaffung würde bei uns einer Gehaltssenkung gleichkommen für alle.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.10.2019 12:29
Wann trifft man sich zu den ersten Gespraechen/Kennenlernen?

aktueller Tarif laeuft bis 31.07.20
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 08.10.2019 12:32
Die Entgelttabellen sind ja noch nicht einmal gekündigt. Dann gibt es noch keinen Anlaß, Termine zu vereinbaren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.10.2019 12:35
sagt das Enddatum nichts aus?
Was wuerde am 01.08.20 passieren,
wuerde man dann ohne Tariflohn arbeiten, aber dann zum Mindestlohn?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 08.10.2019 12:38
Es gibt kein Enddatum. Es handelt sich um den Zeitpunkt, zu dem die Entgelttabellen frühestens gekündigt werden können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.10.2019 13:04
Ich bin gegen die Stufenabschaffung. Wenn man von anfang an das Ende der FAhnenstange erreicht hat ist das nicht sehr motivierend. Und mit den Stufen wird Berusferfahrung honoriert.
Stimmt nicht. Ab Stufe drei ist es ein "Leistungszulage". Nur wird sie nicht so angewendet. Oder ist hier jemanden ein Fall bekannt, bei dem der Stufenanstieg ab Stufe 3 im Sinne des TV verzögert oder versagt wurde?

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.10.2019 13:06
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...

Wenn man den AG aber mitten im Jahr wechselt, verliert man je nach dem eine Menge der JSZ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 08.10.2019 13:58
Eine Abschaffung würde bei uns einer Gehaltssenkung gleichkommen für alle.
Nicht bei den von mir vorgeschlagenen "Wahlmöglichkeiten"
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.10.2019 15:03

JSZ Angleichung EG1-15 (mir egal ob nominal oder prozentual)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.10.2019 08:16
1. Abschaffung Stufen 2-5

2. Abschaffung (bzw. Umlegung) LOB

3. Tarifvertrag mit 2 Jahren Laufzeit. Nullrunde, dafür Wahlmöglichkeit jedes Jahr ob X% mehr Geld (für das eine Jahr), 6 Tage mehr Urlaub (für das eine Jahr) oder 2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit (für das eine Jahr).

4. Alternativ 1% quasi Inflationsausgleich und Reduzierung der Arbeitszeit auf 37 oder 38 Wochenstunden für Ost und West. Ich bin zwar West, aber finde der Fairness halber sollte Ost auch runter auf West Niveau.

5. Abschaffung JSZ, dafür echtes 13. Monatsgehalt für alle.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.10.2019 08:26
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...

Wenn man den AG aber mitten im Jahr wechselt, verliert man je nach dem eine Menge der JSZ...

Das hat aber nur was mit den Bedingungen für die Auszahlung (am 01. Dezember beschäftigt) zu tun, die man ebenso ändern kann, wenn man es als sinnvoll erachten würde.

Ich mag die Auszahlung im November auch, weil ein großer Geldreden gerade im Dezember sehr recht kommt. Allerdings wurden hier im Forum auch schon handfeste monetäre Vorteile für jeden genannt, die für eine Umlage auf das Monatsentgelt sprächen. Ich glaube, das war aber im alten Forum. Ich fand diese dort recht nachvollziehbar ausgeführt, wage mich gerade aber nicht daran, sie noch aus dem Kopf auf die Reihe zu bekommen zu versuchen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 09.10.2019 08:49
Abschaffung JSZ und Umlage auf die Monatsgehälter

Das dürfte verdi gern für uns verhandeln, da der Betrag dann ja wieder mitgliedsbeitragspflichtig wird  8)

Davon mal ab: Ich finde die Auszahlung im November schon nicht unangenehm. So geht das nicht einfach jeden Monat mit unter...

Wenn man den AG aber mitten im Jahr wechselt, verliert man je nach dem eine Menge der JSZ...

Das hat aber nur was mit den Bedingungen für die Auszahlung (am 01. Dezember beschäftigt) zu tun, die man ebenso ändern kann, wenn man es als sinnvoll erachten würde.


Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 09.10.2019 08:54
Das sind die Bedingungen für die Auszahlung. Wenn man die Verminderung um ein Zwölftel pro Kalendermonat, in dem kein Entgeltanspruch bestand, streicht, sind es 100%.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.10.2019 09:02
Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.

Was bei einer Umlage auf das Monatsentgelt auch nicht anders wäre, oder bekämst du vom neuen AG auch das Entgelt für die Zeit vom 01.01.-30.06.?

Mit der Bedingung zur Auszahlung hat es dann was zu tun, wenn man zu einem Datum vor dem 01.12. ausscheidet, auch wenn man den Großteil des Jahres bei diesem AG beschäftigt war. Ich kam gedanklich also aus der anderen Richtung (Ausscheiden, nicht Einstellung).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: ovbw am 09.10.2019 09:31
Über weniger Wochenstunden 37/38 würde ich mich aufjedenfall freuen.

Bezüglich des LOB würde ich mir ein anderes System wünschen...

Dier Erhöhungen bei der letzten Tarifrunde waren mal ein guter Anfang wäre zufrieden, wenn es ein bisschen mehr als das letzte mal werden würde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 09.10.2019 09:56
Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.

Was bei einer Umlage auf das Monatsentgelt auch nicht anders wäre, oder bekämst du vom neuen AG auch das Entgelt für die Zeit vom 01.01.-30.06.?

Mit der Bedingung zur Auszahlung hat es dann was zu tun, wenn man zu einem Datum vor dem 01.12. ausscheidet, auch wenn man den Großteil des Jahres bei diesem AG beschäftigt war. Ich kam gedanklich also aus der anderen Richtung (Ausscheiden, nicht Einstellung).

Bist du besoffen? Bei einer Umlage auf das Monatsentgelt würde man jeden Monat mit seinem Gehalt 1/12 ausgezahlt bekommen. Man würde also gar nichts mehr verlieren wenn man unter dem Jahr ausscheidet, kündigt oder neu anfängt. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 09.10.2019 10:11
Wenn Du am 30.6. ausscheidest, hattest Du bei Umlage auf die Monatsgehälter genau 6/12 der JSZ. Ebenso beim Eintritt am 01.07.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.10.2019 10:17
Was hat es den mit der Bedingung für die Auszahlung zu tun? Wenn ich beispielsweise am 1.7 bei einem neuen AG anfange, bekomme ich nur 50% der JSZ.

Was bei einer Umlage auf das Monatsentgelt auch nicht anders wäre, oder bekämst du vom neuen AG auch das Entgelt für die Zeit vom 01.01.-30.06.?

Mit der Bedingung zur Auszahlung hat es dann was zu tun, wenn man zu einem Datum vor dem 01.12. ausscheidet, auch wenn man den Großteil des Jahres bei diesem AG beschäftigt war. Ich kam gedanklich also aus der anderen Richtung (Ausscheiden, nicht Einstellung).

Bist du besoffen? Bei einer Umlage auf das Monatsentgelt würde man jeden Monat mit seinem Gehalt 1/12 ausgezahlt bekommen. Man würde also gar nichts mehr verlieren wenn man unter dem Jahr ausscheidet, kündigt oder neu anfängt.

Leider nicht. Alkohol auf der Arbeit ist hier verboten.

Wenn du also zum 01.07. neu anfängst, erhältst du also bis zum 01.12. mehr JSZ (umgelegt auf 6 Monatsentgelte) als jemand, der ebenfalls am 01.07. angefangen hat aber nur einmal JSZ (als Einmalbetrag, gekürzt um die sechs Monate, die er noch nicht beschäftigt war) erhält?

Wow! So einen Arbeitsgeber würde ich mir auch wünschen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 09.10.2019 12:25
Anstatt zu streiten, über die Auszahlungsmodalitäten sollte die JSZ erhöht werden, dann hätten alle etwas davon. Ein unterjähriger Wechsel ist immer zu berücksichtigen kann sich immer mal nachteilig auswirken.

Die Autobahn GmbH hat es vorgemacht, dass ein "echtes" dreizehntes Monatsgehalt drin ist, anstatt nur Prozentsätze davon (§ 18 MTV-A).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 10.10.2019 09:11
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.

Ansonsten sind meine Vorstellungen:

- automatische Anpassung der Gehaltssteigerung im TVÖD an die Bezüge der Abgeordneten im Bundestag. Somit entfällt der ganze Moloch mit Verhandlungsrunden und Streiks - machen sich "die da Oben" die Taschen voll, füllen sie auch das Horn der ganzen Beschäftigten, die Gesetze und Verordnungen am unteren Ende der Verwaltungskette umsetzen müssen.

- LOB / Prämie verpflichtend nach Leistung ausschütten, nicht nach Gießkanne (wie vielerorts üblich)

- VL auf ein gesundes Maß aufstocken

- JSZ auf einen Wert einfrieren (mindestens 80%) und für ALLE Entgeltgruppen gleich


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 10.10.2019 10:41
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Diese Option ist eine Entgegenkommen für die Leute, die weiterhin 39 Stunden arbeiten wollen oder müssen. Die Alternativforderung wäre die Absenkung für Alle auf 38 oder 37 Stunden mit der Gefahr der Gehaltseinbusse in Vollzeittätigkeit.

Ich denke, auch dir wird die erste Forderung doch lieber sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Hr. Gesheimer am 10.10.2019 10:42
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Jedem steht es frei, dies von seinem Arbeitgeber zu verlangen. Der wird im Zweifel aber immer dringende betriebliche Gründe finden, die eine Arbeitszeit von 39 Stunden zwingend voraussetzen. In der Praxis ist dies mithin (wenn vielleicht auch nicht überall) schwierig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 10.10.2019 12:10
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Nein kann man nicht. Bzw. kann man nur in der Theorie.

Mein AG hat zwei Vollzeit Ingenieur Stellen. Betrieblich ist es nicht möglich hier die Stunden zu reduzieren. Punkt. Ende jeglicher Diskussion.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.10.2019 12:51
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Jedem steht es frei, dies von seinem Arbeitgeber zu verlangen. Der wird im Zweifel aber immer dringende betriebliche Gründe finden, die eine Arbeitszeit von 39 Stunden zwingend voraussetzen. In der Praxis ist dies mithin (wenn vielleicht auch nicht überall) schwierig.

Das Vorliegen dringender betrieblicher Gründe ist gerichtlich überprüfbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 10.10.2019 13:53
Die Wahl zwischen Erhöhung oder Arbeitszeitreduzierung kann man sich doch schenken, oder?

Jedem steht doch frei, seine Stunden soweit zu reduzieren, dass er nach der Erhöhung wieder auf sein vorheriges Bruttogehalt kommt. Das kann also jetzt schon jeder selbst in die Hand nehmen. Alles andere wäre bürokratischer Unsinn und Mehraufwand.


Jedem steht es frei, dies von seinem Arbeitgeber zu verlangen. Der wird im Zweifel aber immer dringende betriebliche Gründe finden, die eine Arbeitszeit von 39 Stunden zwingend voraussetzen. In der Praxis ist dies mithin (wenn vielleicht auch nicht überall) schwierig.

Das Vorliegen dringender betrieblicher Gründe ist gerichtlich überprüfbar.

Warum die vollkommen überlastete Justiz mit zahllosen Einzelfällen bemühen, die dann von uns Steuerzahlern ja noch noch bezahlt werden müssen, wenn man doch einfach wie in so vielen anderen Branchen eine Auswahl zwischen X% und Freizeit pauschal für Alle erreichen könnte ?

Gerade Heute hat Verdi für die Postbank ja auch so eine Wahlmöglichkeit rausgeholt. Mehr Geld oder mehr Freizeit. Die Details habe ich noch nicht gesehen dazu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.10.2019 14:11
Und diese Vorbringung ist jetzt inwiefern geeignet, die implizite Kennzeichnung der Behauptung, der AG würde immer dringende betriebliche „finden“, die ein Teilzeitbegehren ablehnbar machen würden, als Unfug zu bestreiten?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 10.10.2019 15:38
38 Wochenstunden
2 Tage mehr Urlaub
2,5 % Erhöhung

Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.10.2019 15:40
Also sollen zukünftig keine Vertretungen mehr für Schwangerschaft, Elternzeit und Co. mehr eingestellt werden?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 10.10.2019 15:48
Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten

Warum? Es gibt durchaus sachliche Gründe, Befristungen auszusprechen, einige hat Spid schon genannt, bei uns ist noch ein Befristungsgrund die Laufzeit von Projekten (Schalgwort Einführung e-Akte, OZG).

Warum sollte sich der AG dieses Instrument verbieten lassen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 10.10.2019 16:01
38 Wochenstunden
2 Tage mehr Urlaub
2,5 % Erhöhung

Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten

und fürs 2. Jahr?  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 10.10.2019 21:05
Wunschvorstellung:


Beibehaltung Arbeitszeit

Ausbau LOB

Angleichung der Entgeltgruppen 9-15 an den TV-V (Unterlab 9: 3%+3%)

Laufzeit 24 Monate

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Luftpumpe39 am 10.10.2019 21:36
Hier meine Wünsche für die Tarifrunde 2020:

- überproportionale Steigerung der Gehälter ab der EG 9b, da in der letzten Tarifrunde gerade die unteren EG stärker partizipiert haben. Besser qualifiziertes Personal muss einfach mehr verdienen, damit die Attraktivität des ÖD insgesamt gesteigert wird und der Abstand zur Privatwirtschaft verringert wird

- verbindliches Einfrieren der JSZ, damit zukünftig eine weitere Absenkung ausgeschlossen ist

- Kürzere Stufenlaufzeiten (max. 3 Jahre in einer Stufe)

- insgesamt mindestens 6 % auf 24 Monate, keine 30 Monate Laufzeit. Steuereinnahmen sind weiterhin hoch. Also durch massive Warnstreiks in der Vorweihnachtszeit einen möglichst hohen Tarifabschluss erzwingen


 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 11.10.2019 06:33
Eine Angleichung an den TV-Autobahn wäre ich wohl nicht abgeneigt  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 11.10.2019 06:54
Verbot von befristeten Arbeitsverträgen
automatische Übernahme aller befristet Beschäftigten

Warum? Es gibt durchaus sachliche Gründe, Befristungen auszusprechen, einige hat Spid schon genannt, bei uns ist noch ein Befristungsgrund die Laufzeit von Projekten (Schalgwort Einführung e-Akte, OZG).

Warum sollte sich der AG dieses Instrument verbieten lassen?

Ja sicher gibt es Ausnahmen, ich meine da oben steht Wunschvorstellung oder?

Wenn ich jetzt geschrieben hätte Verbot von Befristungen außer dies und das, wäre der nächste Schlauberger mit dem Einwurf gekommen"und was ist mit der besonderen Konstellation, warum die nicht?"
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Davon mal ganz abgesehen sind Schwangerschaftsvertretungen so effektiv wie viereckige Reifen....bei uns werden die erst ausgeschrieben, wenn die Betreffende schon in Mutterschutz ist, bis die Vertretung dann eingestellt ist sind 6 Monate ins Land gegangen. Dann muss die Vertretung noch angelernt werden.

Dummerweise lernt sie als Erstes wann, wo und wie lang Frühstück, Mittag und Kaffeepausen sind.

Aber ich schweife ab.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 11.10.2019 07:05
Die offenkundige Unfähigkeit Deines AG zu einem vernünftigen Personalmanagement ist jetzt inwiefern ein Argument gegen die Einstellung von Vertretungen und deren Befristung für die Dauer der Vertretung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 11.10.2019 08:55
Vielleicht sollte man sich "Springer" leisten, die in verschiedenen Bereichen rudimentäre Aufgaben übernehmen können. Im Bereich des ÖD können das zum Beispiel Verwaltungskräfte sein, die dann nur ein Briefing über die zusätzlichen Themen bekommen und die Position "über Wasser halten".

Für Arbeitnehmer ist eine Befristung von einem Jahr o.ä. miserabel - den interessiert die Flexibilität des Arbeitgebers herzlich wenig.

In Fällen wo Kollegen teilweise Monatelang wegen Krankheit ausfallen, wird sich auch nicht um Ersatz gekümmert. Da muss die Abteilung auch zusehen, wie sie die Aufgaben selbstständig anders verteilt. Es gibt Krankheitsbilder, da weiß man, dass der Arbeitnehmer länger weg ist - da wird auch keine Vertretung organisiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 11.10.2019 09:23
Eine befristete Beschäftigung von einem Jahr als Vertretung besser als stempeln gehen - denn wenn er stattdessen nicht arbeitslos wäre, sondern eine unbefristete Beschäftigung in Aussicht hätte, würde er sich wohl für diese entscheiden oder hätte sich bewußt und aus freien Stücken für die Befristung entschieden.

Ich finde es immer wieder witzig, wie Foristen hier das Versagen ihres AG nicht nur hinnehmen, sondern es erstens auf alle AG übertragen und zweitens sogar das Versagen zur Handlungsmaxime erklären. Vielleicht der Hinweis auf ein besonders gutes Matching zwischen Versagerarbeitgeber und Forist...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 11.10.2019 09:37
Für Arbeitnehmer ist eine Befristung von einem Jahr o.ä. miserabel - den interessiert die Flexibilität des Arbeitgebers herzlich wenig.

Für den AN ist eine befristete Stelle oftmals sicherlich nur zweite Wahl und die Ungewissheit, was nach der Befristung kommt kein schönes Gefühl. Andererseits kann es auch eine Möglichkeit sein, irgendwo Fuß zu fassen, sich ins Spiel zu bringen, zu zeigen, was man (gerade auch bei Menschengruppen, bei denen AG gerne einmal etwas zögern, sie einzustellen), kann und sich in der Zeit auf eine andere Stelle ggf. sogar beim selben AG zu bewerben. Möglicherweise und wenn man sich geschickt genug anstellt, kann die befristete Stelle auch zu einer unbefristeten umgewandelt werden. Dass "da habe ich gearbeitet" sich in den Augen zukünftiger Arbeitgeber im Lebenslauf besser macht als "da war ich arbeitslos", sollte ebenso klar sein.

Dieses "es ist besser als nichts" schmeckt mir als Argument zwar auch nicht sonderlich, solange ein Sachgrund vorhanden ist, halte ich befristete Anstellungen jedoch durchaus für vertretbar, da sich daraus auch immer Chancen ergeben können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 13.10.2019 13:56
Die Tarifrunde hier wird wie die im TV-L verlaufen. Da bin ich mir sehr sicher, ist der TVÖD doch ohnhein schon vergleichsweise gut.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 14.10.2019 08:17
..., ist der TVÖD doch ohnhein schon vergleichsweise gut.

*hust*...

Mal die Tarifabschlüsse der IGM angeschaut ?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 14.10.2019 08:20
Vergleichsweise gut aber nur,wenn man ihn nicht anderen Verdi-Verträgen vergleicht, wobei Verdi es ja schon geschafft hat, aus dem ganz guten BAT einen verschlecherten TVÖD zu machen. Dass der noch vergleichsweise gut dasteht ist kein Verdienst von Verdi sondern aus dem ÖTV gewachsen. Die anderen Verdi-Branchen stehen noch schlecher da.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: D-x am 14.10.2019 08:24
- überproportionale Steigerung der Gehälter ab der EG 9b, da in der letzten Tarifrunde gerade die unteren EG stärker partizipiert haben. Besser qualifiziertes Personal muss einfach mehr verdienen, damit die Attraktivität des ÖD insgesamt gesteigert wird und der Abstand zur Privatwirtschaft verringert wird

Abgesehen davon, dass ich die letzte Tarifrunde für die nicht-unteren EG gar nicht so schlecht fand, mich in einer solchen befinde und selbstverständlich hohen Entgeltsteigerungen freudig entgegensehe, verstehe ich nicht, wie damit eine generelle Attraktivitätssteigerung des öD erreicht werden soll. Was interessiert es die VfA in EG 6 wie die Entgelte von TB in EG10 oder EG12 sind?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 14.10.2019 08:35
Die Tarifrunde hier wird wie die im TV-L verlaufen.

Ich erwarte auch wieder dasselbe Kasperletheater und Schaulaufen mit einer Hin-, einer Rückrunde und einer medienwirksamen Marathonsitzung mit Einigung im letzten Moment mit den üblichen Ergebnissen, wie es bei den Tarifverhandlungen davor auch schon jedes Mal genauso war.

Aber hier geht's ja um Wunschvorstellungen und da darf man noch ein wenig träumen.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 14.10.2019 09:29
Hier meine Wünsche für die Tarifrunde 2020:

- überproportionale Steigerung der Gehälter ab der EG 9b, da in der letzten Tarifrunde gerade die unteren EG stärker partizipiert haben. Besser qualifiziertes Personal muss einfach mehr verdienen, damit die Attraktivität des ÖD insgesamt gesteigert wird und der Abstand zur Privatwirtschaft verringert wird.

Techniker und Meister (E8,9a) sind also nicht besser qualifiziert?
Genau diese EGs haben bei der letzten Tarifrunde am wenigsten profitiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 14.10.2019 09:52
Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten unterschiedlicher Teile der EGO dazu zu nutzen, um auch eine Differenzierung zwischen Bereichen, in denen der öD mehr als das Doppelte des Marktüblichen zahlt, und jenen, in denen er weit unterdurchschnittlich zahlt, herzustellen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 14.10.2019 09:52
@MrRossi: Dies liegt auch daran, dass die Einstiegseingruppierung bei Meister und Techniker bei EG 8 ansetzt. Insofern ist eine Änderung der Eingruppierungsregeln in diesem Bereich sicherlich förderlich.

Übrigens haben in der letzten Tarifrunde die Entgeltgruppen ab EG 9b deutliche Steigerungen bekommen und nicht nur EG 9b und tiefer.

@Spid: Du müsstest "Speed" heißen anstatt Spid. ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Saggse am 14.10.2019 10:01
- Erhöhung von 4% auf zwei Jahre, keine "soziale Komponente" (Wir wollen realistisch bleiben...)
- Umlage der JSZ auf 12 Monatsbeiträge (mehr Lohnersatzleistungen, wie z.B. Elterngeld und mehr Fairness beim unterjährigen Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis)
- teilweise Umlage der LOB auf 12 Monate (LOB sollte als Ausnahme z.B. für Ausbilder möglich sein, aber alles, was per Gießkanne verteilt wird, kann man auch gleich zum Entgeltbestandteil machen)
- bundeseinheitliche Wochenarbeitszeit von 39h
- optionale Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 42h bei vollem Gehaltsausgleich (einvernehmlich zwischen AG und AN zu vereinbaren)
- tariflicher Teilzeitanspruch auf 36 Wochenstunden, keine Ausnahmen bei betrieblichen Gründen, für Planungssicherheit darf auf Flexibilität verzichtet werden (z.B. 6 Monate vorher zu beantragen, nur ganze Kalenderjahre o.ä.)
- "Auslichtung" der Stufen vielleicht nicht ganz so "radikal", wenn Stufe 3 und 5 wegfielen, wäre das schon ein guter Schritt in die richtige Richtung
- ein Tag mehr Urlaub als zusätzliche Dreingabe wäre schick
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Saggse am 14.10.2019 10:38
Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten unterschiedlicher Teile der EGO dazu zu nutzen, um auch eine Differenzierung zwischen Bereichen, in denen der öD mehr als das Doppelte des Marktüblichen zahlt, und jenen, in denen er weit unterdurchschnittlich zahlt, herzustellen.
Wenn Träumen das Erreichen der Schallgeschwindigkeit (zu Fuß!) ist, wäre das gewissermaßen das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit... ;-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 14.10.2019 12:36
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 14.10.2019 14:16
Vielleicht ist es an der Zeit, die Möglichkeiten unterschiedlicher Teile der EGO dazu zu nutzen, um auch eine Differenzierung zwischen Bereichen, in denen der öD mehr als das Doppelte des Marktüblichen zahlt, und jenen, in denen er weit unterdurchschnittlich zahlt, herzustellen.
Wenn Träumen das Erreichen der Schallgeschwindigkeit (zu Fuß!) ist, wäre das gewissermaßen das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit... ;-)

Das ist gar nicht soweit hergegriffen. In der diesjährigen Tarifrunde des TV-L wurden ebenfalls verschiedene Verbesserungen der Eingruppierung vereinbart. Das ist im TVöD durchaus auch möglich, bekanntermaßen gibt es in einigen Bereichen Nachbesserungsbedarf, bspw. bei den Beschäftigten im Kassen- und Rechnungswesen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 14.10.2019 15:30
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.

Ich kann doch jetzt schon über meine Stufen handeln. Das Ergebnis ist, dass der AG die Instrumente die ihm zur Verfügung stehen nicht nutzt, denn diejenigen die das entscheiden (die politischen Gremien, bei uns der Magistrat) betrifft die tägliche Arbeit nicht und denen geht es rein um die Haushaltsstelle. Ob es Jahre dauert bis ein Bplan aufgestellt wird, interessiert da keinen.

Abschaffung des automatischen Aufstiegs... die Politiker würden die Sektkorken knallen lassen und alle einstimmig die Stufe 1 für immer festlegen. Die Führungskräfte die "liefern müssen", können schon mal Stressbälle bestellen, weil sie keine Leute mehr finden werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 14.10.2019 15:54
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.

Ich kann doch jetzt schon über meine Stufen handeln. Das Ergebnis ist, dass der AG die Instrumente die ihm zur Verfügung stehen nicht nutzt, denn diejenigen die das entscheiden (die politischen Gremien, bei uns der Magistrat) betrifft die tägliche Arbeit nicht und denen geht es rein um die Haushaltsstelle. Ob es Jahre dauert bis ein Bplan aufgestellt wird, interessiert da keinen.
Naja ein Berufsanfänger kann eben nicht verhandeln, da er keine förderliche Zeiten hat.
Und die "verhandelbare" Zulage ist ja keine Stufe.
Alles andere ist übertarifliche und damit nicht für alle AGs verhandelbar.

In sofern, da mehr Freiheiten zu schaffen obliegt alleinig dem AG.
Zitat
Abschaffung des automatischen Aufstiegs... die Politiker würden die Sektkorken knallen lassen und alle einstimmig die Stufe 1 für immer festlegen. Die Führungskräfte die "liefern müssen", können schon mal Stressbälle bestellen, weil sie keine Leute mehr finden werden.
Man vergisst ja immer die Großzügigkeit des AGs:  ;D
Zitat
1Die Beschäftigten erreichen die jeweils nächste Stufe - von Stufe 3 an in Abhängigkeit von ihrer Leistung gemäß § 17 Absatz 2 - nach folgenden Zeiten einer ununterbrochenen Tätigkeit innerhalb derselben Entgeltgruppe bei ihrem Arbeitgeber (Stufenlaufzeit):
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 14.10.2019 17:37
Wie wäre es mit Abschaffung des automatischen Stufenaufstiegs? Dem AG völlig freie Hand lassen mit welcher Stufe eingestellt wird und falls man nicht in Stufe 6 ist, AN und AG den weiteren Aufstieg völlig frei verhandeln lassen.

Ich kann doch jetzt schon über meine Stufen handeln. Das Ergebnis ist, dass der AG die Instrumente die ihm zur Verfügung stehen nicht nutzt, denn diejenigen die das entscheiden (die politischen Gremien, bei uns der Magistrat) betrifft die tägliche Arbeit nicht und denen geht es rein um die Haushaltsstelle. Ob es Jahre dauert bis ein Bplan aufgestellt wird, interessiert da keinen.

Abschaffung des automatischen Aufstiegs... die Politiker würden die Sektkorken knallen lassen und alle einstimmig die Stufe 1 für immer festlegen. Die Führungskräfte die "liefern müssen", können schon mal Stressbälle bestellen, weil sie keine Leute mehr finden werden.
Nein,  die Stufe 1 für immer festlegen werden sie sicher nicht. Zumindest nicht flächendeckend. Bei den AN wo der AG mit so etwas durchkäme wäre festzustellen,  dass diese bereits ausreichend bezahlt sind. Wir werden nicht gezwungen im öD zu arbeiten und wer für sich feststellt, dass Job und Gehalt nicht zusammenpassen sollte gehen anstatt zu jammern.
Mein AG macht von allen Möglichkeiten die sich ihm bieten viel Gebrauch. Aber jemanden anstatt Stufe 1 oder 2 in Stufe 6 einzustellen scheint den Spielraum zu übersteigen. Dazu kann man noch die Aufgaben etwas optimierten um die EG in die Höhe zu treiben,  aber auch hier ist irgendwann das Fass ausgeschöpft. Dem AG und AN mehr Spielraum an die Hand zu geben, würde zu faireren,  da marktgerechten Vergütungen führen und den öD für leistungsorientiertere Leute interessant machen,  die jetzt oft noch einen großen Bogen um den öD machen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 15.10.2019 06:48
Dem AG und AN mehr Spielraum an die Hand zu geben, würde zu faireren,  da marktgerechten Vergütungen führen und den öD für leistungsorientiertere Leute interessant machen,  die jetzt oft noch einen großen Bogen um den öD machen.
Dazu benötigt der AG nichts tarifliches, er muss nur bereit sein AT/ÜT zu zahlen.
(So wie die pW es ja auch macht)
Und dort wo es ihm aus rechtlichen Gründen versagt ist, da muss er sich halt dort öffnen, denn ohne diese (rechtliche) Öffnung hilft auch eine Anpassung im Tarifsystem nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 15.10.2019 07:52
Für all das muss ich den automatischen Stufenaufstieg nicht abschaffen. Der AG hat jetzt schon (meiner Meinung nach) ausreichend Spielraum dem AN mehr zuzugestehen. Sei es durch höhere Stufen, verkürzte Stufenlaufzeiten oder persönliche Zulagen.

Solange die AGs zum großen Teil die verfügbaren Mittel nicht mal jetzt nutzen, brauchen wir hier meiner Meinung nach auch keine Öffnung.

Verdi würde auf jeden Fall den Mitgliedern einen Bärendienst erweisen etwas auszuhandeln, was sich dann zum Nachteil eines Großteils der Beschäftigten auswirken würde. Aber darin sind sie ja manchmal auch so schon ganz gut :D

Mein AG nutzt keinerlei Möglichkeiten. Es gibt bei uns keine verkürzten Stufenlaufzeiten. Keine persönlichen Zulagen und es werden auch nur in der nötigsten Not Leute zähneknirschend mit Stufe 3 eingestellt, wenn es unbedingt sein muss.

Seit längerem wird ein Umwelt- / Klimamanager gesucht. Per politischem Beschluss darf dieser ausschließlich in EG10, Stufe 2 eingestellt werden. Also völlig egal wer da kommt, ob frisch von der Uni oder einer der schon 15 Jahre Erfahrung hat, es darf nur Stufe 2 geben. Wenn halt einer kommt der Anspruch auf Stufe 3 hätte, dann darf er nicht eingestellt werden anscheinend. (Es ist eine geförderte Stelle und sogar der Fördergeber hat gesagt, dass die Tätigkeiten die vorgesehen sind einer E11 entsprechen und dass er empfiehlt auf jedenfall sofort die Stufe 3 anzubieten, weil man sonst niemanden finden wird auf dem Markt, ist unseren politischen Gremien aber egal ;) ). Derjenige der kommt, müsste sich halt die E11 vom Gericht feststellen lassen, wenn er sie dann haben will.


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 15.10.2019 08:41
Für all das muss ich den automatischen Stufenaufstieg nicht abschaffen. Der AG hat jetzt schon (meiner Meinung nach) ausreichend Spielraum dem AN mehr zuzugestehen. Sei es durch höhere Stufen, verkürzte Stufenlaufzeiten oder persönliche Zulagen.

Solange die AGs zum großen Teil die verfügbaren Mittel nicht mal jetzt nutzen, brauchen wir hier meiner Meinung nach auch keine Öffnung.


Insofern wäre es richtig die Stufen abzuschaffen, bringen Sie doch eh keinen Ansporn.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 15.10.2019 08:58
Insofern wäre es richtig die Stufen abzuschaffen, bringen Sie doch eh keinen Ansporn.
Die Mehrzahl der Stufen existiert, um den Arbeitgebern Geld zu sparen.
Das derzeitige Stufenregime ist also nicht auf Motivation ausgelegt, sondern darauf, die Beschäftigten nicht zu stark zu demotivieren und sie von der Kündigung abzuhalten ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Alien1973 am 15.10.2019 09:58
Seit längerem wird ein Umwelt- / Klimamanager gesucht. Per politischem Beschluss darf dieser ausschließlich in EG10, Stufe 2 eingestellt werden. Also völlig egal wer da kommt, ob frisch von der Uni oder einer der schon 15 Jahre Erfahrung hat, es darf nur Stufe 2 geben. Wenn halt einer kommt der Anspruch auf Stufe 3 hätte, dann darf er nicht eingestellt werden anscheinend. (Es ist eine geförderte Stelle und sogar der Fördergeber hat gesagt, dass die Tätigkeiten die vorgesehen sind einer E11 entsprechen und dass er empfiehlt auf jedenfall sofort die Stufe 3 anzubieten, weil man sonst niemanden finden wird auf dem Markt, ist unseren politischen Gremien aber egal ;) ). Derjenige der kommt, müsste sich halt die E11 vom Gericht feststellen lassen, wenn er sie dann haben will.

Was sind denn das für Methoden? Bei deinem AG würde ich gar nicht arbeiten wollen. Da braucht man sich dann nicht wundern wenn man niemand gescheites für den Job bekommt. If you pay Peanuts, you will get monkeys...

Mein AG musste auch bereits mehrfach feststellen, dass es nicht so einfach ist passendes Personal zu bekommen. Erst Anpassungen bei der EG haben den gewünschten Erfolg gebracht, einhergehend mit angepasstem Tätigkeitsbereich natürlich. Bei zwei Stellen weis ich es war es nötig die sachgrundlose Befristung weg zu lassen. Bei einer der beiden ersten Runden kam nicht mal EINE Bewerbung ins Haus.

Man könnte auch die sachgrundlose Befristung abschaffen, Probezeit von 6 Monaten muss ausreichen.
Ansonsten wäre ich für eine passende prozentuale Erhöhung des Entgeltes, Stunden reduzieren kann man jetzt schon wenn man will und der AG mitspielt. Die eine Stunde von 39 auf 38 macht das Kraut nicht fett und würde nur zu Lasten der prozentualen Erhöhung gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 15.10.2019 10:17
Vermutlich steigt der Strompreis vor der Tarifverhandlung, das ist doch mal was.....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 15.10.2019 11:01
Für all das muss ich den automatischen Stufenaufstieg nicht abschaffen. Der AG hat jetzt schon (meiner Meinung nach) ausreichend Spielraum dem AN mehr zuzugestehen. Sei es durch höhere Stufen, verkürzte Stufenlaufzeiten oder persönliche Zulagen.

Solange die AGs zum großen Teil die verfügbaren Mittel nicht mal jetzt nutzen, brauchen wir hier meiner Meinung nach auch keine Öffnung.




Insofern wäre es richtig die Stufen abzuschaffen, bringen Sie doch eh keinen Ansporn.

Genau so sehe ich das auch. Stufen 2-5 abschaffen. Von mir aus 1 Jahre Stufe 1 als Anlernphase, dann direkt Endstufe.

Alles weitere obliegt dann dem AN und AG zu verhandeln. (Eventuelle persönliche Zulagen, ÜT Zahlung oder was auch immer).


Was sind denn das für Methoden? Bei deinem AG würde ich gar nicht arbeiten wollen. Da braucht man sich dann nicht wundern wenn man niemand gescheites für den Job bekommt. If you pay Peanuts, you will get monkeys...

Mein AG musste auch bereits mehrfach feststellen, dass es nicht so einfach ist passendes Personal zu bekommen. Erst Anpassungen bei der EG haben den gewünschten Erfolg gebracht, einhergehend mit angepasstem Tätigkeitsbereich natürlich. Bei zwei Stellen weis ich es war es nötig die sachgrundlose Befristung weg zu lassen. Bei einer der beiden ersten Runden kam nicht mal EINE Bewerbung ins Haus.

Man könnte auch die sachgrundlose Befristung abschaffen, Probezeit von 6 Monaten muss ausreichen.
Ansonsten wäre ich für eine passende prozentuale Erhöhung des Entgeltes, Stunden reduzieren kann man jetzt schon wenn man will und der AG mitspielt. Die eine Stunde von 39 auf 38 macht das Kraut nicht fett und würde nur zu Lasten der prozentualen Erhöhung gehen.

Ach ich habe vergessen zu erwähnen, dass der Klima Manager auf 2 Jahre befristet eingestellt werden soll, ohne Absicht diesen zu enfristen, weil die Förderung nur 2 Jahre läuft  ;D

Zumindest meiner Erfahrung nach ist das aber in 90% der Kommunen so.

Mir isses aktuell egal. Mich betrifft es ja nicht. Bin noch zufrieden mit meiner Arbeit, mit den Kollegen und mit dem Geld auch noch. Sobald sich das mal ändert ist es kein Problem was anderes zu finden ^^
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 15.10.2019 15:25
Seit längerem wird ein Umwelt- / Klimamanager gesucht. Per politischem Beschluss darf dieser ausschließlich in EG10, Stufe 2 eingestellt werden. Also völlig egal wer da kommt, ob frisch von der Uni oder einer der schon 15 Jahre Erfahrung hat, es darf nur Stufe 2 geben. Wenn halt einer kommt der Anspruch auf Stufe 3 hätte, dann darf er nicht eingestellt werden anscheinend. (Es ist eine geförderte Stelle und sogar der Fördergeber hat gesagt, dass die Tätigkeiten die vorgesehen sind einer E11 entsprechen und dass er empfiehlt auf jedenfall sofort die Stufe 3 anzubieten, weil man sonst niemanden finden wird auf dem Markt, ist unseren politischen Gremien aber egal ;) ). Derjenige der kommt, müsste sich halt die E11 vom Gericht feststellen lassen, wenn er sie dann haben will.

Nichts neues. Einerseits jammern, dass keine geeigneten Mitarbeiter gefunden werden, andererseits die Eingruppierungsmerkmale etwas sagen wir einmal tendenziös interpretieren.

Alleine aus diesem Grund muss endlich deutlich mehr für Führungskräfte getan werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 15.10.2019 20:06
..., ist der TVÖD doch ohnhein schon vergleichsweise gut.

*hust*...

Mal die Tarifabschlüsse der IGM angeschaut ?

Mal Äpfel mit Birnen verglichen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 15.10.2019 21:28

 Die eine Stunde von 39 auf 38 macht das Kraut nicht fett und würde nur zu Lasten der prozentualen Erhöhung gehen.

Diese Stunde wird von den Befürwortern nur als erster Schritt von einigen weiteren Schritten gesehen, so denke ich. Alternativ würde ich sofort die 35 - Stunden - Woche in meine Wünsche aufnehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 16.10.2019 07:14
Am 04. Dezember 2019 will die Bundestarifkommission von Verdi die Ergebnisse der Arbeitszeitumfrage präsentieren. Dann wissen wir eventuell auch schon mehr, in welche Richtung die Verhandlungen von Verdi gehen (könnten).

Ein paar Ergebnisse liegen (laut Verdi) bereits vor:

- Die Wahlmöglichkeit zur Entscheidung zwischen freier Zeit und mehr Geld ist für beinahe jede/n Be-fragte/n mit 95 Prozent von großer Bedeutung.

- 57 Prozent der Befragten wären bereit, zur Verkürzung ihrer Arbeitszeit eine (tarifliche) Gehaltssteigerung einzutauschen.

- Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.

- Die Arbeitszeitangleichung Ost und West ist ein großes Thema. 58 Prozent der Befragten sprechen sich für eine sofortige Angleichung der Arbeitszeit von Ost und West aus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 16.10.2019 08:26
- Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.
Wie ist das denn gemeint (angeordnete Überstunden?) und was passiert denn dann mit den Stunden?
Oder ist der normale Zeitausgleich gemeint? Also mal bisschen länger arbeiten und dann entweder mal etwas kürzer da sein oder eben ganze Tage ausgleichen.
Anders gefragt: wieviel von den 70% Prozent haben im Jahresdurchschnitt mehr als ihre Wochenstunden? Bei uns ist das so einfach gar nicht möglich. Und auf Zeitausgleich möchte ich nicht verzichten.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 08:52
Womöglich beziehen sich die Antworten auf die vertragliche vereinbarte Arbeitszeit, wo bei mir steht "in Höhe von derzeit 38,5 Stunden". ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 16.10.2019 09:04
Womöglich aber eher auf das begrenzte Verständnis der Frage durch die Befragten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 16.10.2019 09:15
Wie ist das denn gemeint

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Ich denke auch, dass hier viele ihre Überstunden angegeben haben, die sie "freiwillig" machen.

Mit freiwillig meine ich zum Beispiel Montag - Donnerstag etwas länger um Freitag um 12 Uhr Feierabend zu machen oder generell sich immer ein paar Überstunden ansammeln um den Urlaub zu verlängern oder Brückentage zu nutzen. So kenne ich es.
Tatsächlich angeordnete Überstunden kann ich an einer Hand abzählen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 09:19
Was wir sehr oft haben, sind diese verlängerten Pausen ab 9 Stunden netto Arbeitszeit, wo aber keiner mehr eine Pause einlegt und weiter arbeitet. Hier dürften auch noch so einige Prozente zusammenkommen.

Vielleicht auch einige, die das Wahlehrenamt hier mit einrechnen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 16.10.2019 10:35
Die 70% sind doch deshalb Blödsinn und sagen rein gar nichts aus.
Und auf die Regelung, wie sie bei uns gibt (12 Zeitausgleichstage pro Jahr), möchte ich nicht verzichten.
Ich frage mich nur immer, wie die anscheinend vielen Überstunden (also angeordnete Mehrarbeit) im öffentlichen Dienst zustande kommen sollen.

Mein persönlicher Wunsch wäre dieses Mal auch die Wahlmöglichkeit: mehr Geld oder weniger Wochenstunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 16.10.2019 11:06
Die 70% sind doch deshalb Blödsinn und sagen rein gar nichts aus.
Und auf die Regelung, wie sie bei uns gibt (12 Zeitausgleichstage pro Jahr), möchte ich nicht verzichten.
Ich frage mich nur immer, wie die anscheinend vielen Überstunden (also angeordnete Mehrarbeit) im öffentlichen Dienst zustande kommen sollen.

Mein persönlicher Wunsch wäre dieses Mal auch die Wahlmöglichkeit: mehr Geld oder weniger Wochenstunden.

Also ich muss öfters spät Abends noch an Gremiensitzungen teilnehmen um mal eine Präsentation zu halten oder ähnliches. Das wird mir entsprechend angeordnet und mit dem entsprechenden Überstundenzuschlag dann gutgeschrieben.

Ich glaube aber auch, dass die meisten die Frage einfach falsch verstanden haben.

Ich glaube aber, dass die Verhandlungen diesmal ordentlich auch die Freizeitschiene mit aufnehmen werden, denn 95% für die Wahlmöglichkeit, das spricht ja Bände.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 12:08
Wir haben nennenswerte Anteile an der Belegschaft, die außerhalb der Gleitzeiten arbeiten und dies nicht als Arbeitszeit angerechnet wird. Dürften durchaus 15 bis 20 Prozent der Belegschaft sein. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß man in toto auf über 50 Prozent kommt, die mehr als die vertragliche Arbeitszeit ableisten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 16.10.2019 12:24
als angeordnete Überstunden?  Wenn nicht, kann es Probleme geben. Wir haben mal Ärger mit unserem Personalrat bekommen, weil außerhalb des Gleitzeitrahmens gearbeitet wurde. Man wäre dann nicht versichert und deshalb kommt ohne angeordnete Überstunden ein Arbeiten außerhalb des Gleitzeitrahmens nicht in Frage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 12:29
Nein, es kommen halt sehr viele morgens um 6:45 Uhr oder 6:50 Uhr, obwohl die Gleitzeit erst um 7:00 Uhr beginnt und damit die Stunden zählen. Ich selbst hatte das in Vollzeit öfters abends nach 18:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr. War dann schlicht arbeiten ohne Bezahlung. Holte auch keiner für 10 oder 15 Minuten per Antrag die Zeit nach.

Warum das heute noch in der Masse bei uns so ist, ist mir ein Rätsel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.10.2019 13:24
Warum das heute noch in der Masse bei uns so ist, ist mir ein Rätsel.
Evtl sind dass die Menschen die sich Sagen, dass sie während der Gleitzeit locker ne Stunde bezahlte Pause machen und somit wieder mit sich im Reinem sind.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 16.10.2019 13:34
Man kann nur hoffen das bei den Verhandlungen daran gedacht wird was die Menschen bereits wieder weniger in der Tasche haben (EEG Umlage?, Kommunen erhoehen die Steuer?, Benzinpreise steigen? Mieten explodieren?)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Texter am 16.10.2019 13:39
Nein, es kommen halt sehr viele morgens um 6:45 Uhr oder 6:50 Uhr....
Warum das heute noch in der Masse bei uns so ist, ist mir ein Rätsel.

Ich habe immer gedacht, dass es in Deutschland zum guten Ton gehört 10-15 Minuten vor Arbeitsbeginn da zu sein. 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 16.10.2019 13:46

Ich habe immer gedacht, dass es in Deutschland zum guten Ton gehört 10-15 Minuten vor Arbeitsbeginn da zu sein. 8)

Entscheidend ist wohl, daß Verdi wohl schlechtes Datenmaterial hat bzw. das vorhandene nicht richtig auswertet. Ist aber bei fast allen Umfragen so. War nicht die Frage bei Verdi so:? Sollen die Arbeitszeiten Ost und West angeglichen werden? Was soll man da antworten? Sollen alle 40 Stunden arbeiten oder alle 39 Stunden?

Zudem ist die ganze Diskussion hier verfrüht; in den nächsten sechs bis acht Monaten tut sich ja ehe nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.10.2019 14:50
Man kann nur hoffen das bei den Verhandlungen daran gedacht wird was die Menschen bereits wieder weniger in der Tasche haben (EEG Umlage?, Kommunen erhoehen die Steuer?, Benzinpreise steigen? Mieten explodieren?)
Das nennt man Inflation und ist der Hauptgrund das es eine Gehaltssteigerung gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 16.10.2019 17:18
Vorsicht. Armerknecht ist bekannter Forentroll und gleichzeitig Verfechter der allseits beliebten sozialen Komponente. Diskussion sinnlos.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Zuvielverdiener am 16.10.2019 18:43
Meine Wunschvorstellung zur Tarifrunde 2020 kurz und knapp:

* Erhöhung um 3,5% - 4%
* Jahressonderzahlung 100%, volles 13. Gehalt.
* Laufzeit 12 Monate

* Erhöhung für ALLE Entgeltgruppen, also keine Extrawürste für obere Entgeltgruppen UND unten keine Mindestbeträge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 16.10.2019 19:39
Meine Wunschvorstellung zur Tarifrunde 2020 kurz und knapp:


* Jahressonderzahlung 100%, volles 13. Gehalt.
Also die JSZ auf 100% hochziehen UND ein 13. Gehalt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 17.10.2019 00:16
- Fast 70 Prozent der Befragten arbeiten länger als vertraglich vereinbart.
Wie ist das denn gemeint (angeordnete Überstunden?) und was passiert denn dann mit den Stunden?
Oder ist der normale Zeitausgleich gemeint? Also mal bisschen länger arbeiten und dann entweder mal etwas kürzer da sein oder eben ganze Tage ausgleichen.
Anders gefragt: wieviel von den 70% Prozent haben im Jahresdurchschnitt mehr als ihre Wochenstunden? Bei uns ist das so einfach gar nicht möglich. Und auf Zeitausgleich möchte ich nicht verzichten.
Diese Frage ist in der Tat nicht ausreichend erläutert worden für solch eine Umfrage. Angeordnete Überstunden würde ich jedoch hier nicht hineininterpretieren wollen.
In unserer Behörde sammeln die (hochqualifizierten) Mitarbeiter über das Jahr dutzende teilweise auch bis in den dreistelligen Bereich ragende Stunden auf dem Gleitzeitkonto an. Diese werden am Ende des Jahres ohne Ausgleich abgeschnitten und somit würde wohl entsprechend der Umfrage-Frage eine Arbeit über die vereinbarten Stunden realisiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 07:14
In unserer Behörde sammeln die (hochqualifizierten) Mitarbeiter über das Jahr dutzende teilweise auch bis in den dreistelligen Bereich ragende Stunden auf dem Gleitzeitkonto an. Diese werden am Ende des Jahres ohne Ausgleich abgeschnitten und somit würde wohl entsprechend der Umfrage-Frage eine Arbeit über die vereinbarten Stunden realisiert.
Kann ich bestätigen, dass es solche Einzelfälle gibt. Bei uns haben ~5% der MA ein Stunden anzahl über der Kappungsgrenze, und in der Regel schaffen es bis auf wenige ~1% (die dann Mehrarbeit angeordnet bekommen, damit die Stunden nicht verfallen) diese bis zum Stichtag abzusenken.

Wenn ver.di also allen ernstes glaubt, dass 70% der Tarifbeschäftigten länger als vertraglich vereinbart arbeiten, dann wäre es ja mal an der Zeit Wunsch und Wirklichkeit in den Einklang zu bringen und die tarifliche Arbeitszeit an der Realen anzupassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Zuvielverdiener am 17.10.2019 08:05
Meine Wunschvorstellung zur Tarifrunde 2020 kurz und knapp:


* Jahressonderzahlung 100%, volles 13. Gehalt.
Also die JSZ auf 100% hochziehen UND ein 13. Gehalt?

Eine 100% Jahressonderzahlung ist doch ein 13. Gehalt oder nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 17.10.2019 08:08
Ja - weshalb es sich entweder um völlig überflüssige sprachliche Redundanz handelt oder Du zweimal dasselbe fordertest oder - und darauf zielt die Frage von TV-Ler - beides kumulativ fordertest.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 08:40
Eine 100% Jahressonderzahlung ist doch ein 13. Gehalt oder nicht.
Nun meine göttliche Gattin bekommt jedes Jahr ein 13. Gehalt und mitte des Jahres eine Jahressonderzahlung (diese allerdings schwankend zwischen 50% und 400%) in sofern sehe ich dort einen Unterschied.

Im TV Bereich allerdings dürfte der Sprachgebrauch von JSZ=13. Gehalt ausgehen, wobei in Einzelfällen ein ectes 13. Gehalt höher sein könnte als 100% JSZ.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 17.10.2019 08:54
also für 400 % Jahressonderzahlung verzichte ich 2 Jahre auf eine Inflationsanpassung
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Majon am 17.10.2019 08:58

Mein persönlicher Wunsch wäre dieses Mal auch die Wahlmöglichkeit: mehr Geld oder weniger Wochenstunden.

Diesem Wunsch schließe ich mich an!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 17.10.2019 09:04
Mehr Geld und weniger Stunden hört sich besser an  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 09:42
also für 400 % Jahressonderzahlung verzichte ich 2 Jahre auf eine Inflationsanpassung
Dann würd ich aber meiner göttlichen Gattin den Hintern versohlen.
BTW: Sie erhält (ohne Gewerkschaftsbeteiligung) jedes Jahr eine Inflationsanpassung, die in einer tatsächlichen Reallohnsteigerung mündet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 17.10.2019 10:11
Kann ich bestätigen, dass es solche Einzelfälle gibt. Bei uns haben ~5% der MA ein Stunden anzahl über der Kappungsgrenze, und in der Regel schaffen es bis auf wenige ~1% (die dann Mehrarbeit angeordnet bekommen, damit die Stunden nicht verfallen) diese bis zum Stichtag abzusenken....


Bei uns gibt es auch eine Grenze (glaube 50 Stunden). Sobald man 10 Stunden davon entfernt ist, wird angeordnet, dass der jeweilige Mitarbeiter (ob Führungskraft oder nicht) einen Tag Zeitausgleich nehmen muss oder zumindest die Stunden abbauen muss.

Im extremsten Notfall, kann man die Stunden von Gleitzeitkonto auf das Überstundenkonto übertragen lassen, damit es zu keinem automatischen Verfall kommt.

Ich nehme immer einen Tag Zeitausgleich, wenn ich über 25 Stunden komme.

Es gibt aber auch immer wieder Leute die nicht Zuhause bleiben wollen und immer mehr Stunden ansammeln. Die sind dann aber auch selbst Schuld.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 17.10.2019 10:22
Ist bei uns ähnlich.

Ab einer bestimmten Anzahl Plusstunden auf dem Gleitzeitkonto bekommt der direkte Vorgesetzte der Arbeitseinheit eine Mitteilung und hat mit dem betreffenden Mitarbeiter zu besprechen, wie er diese Überzahl an Stunden effektiv wieder abbauen kann (gilt bei Minusstunden im übrigen umgekehrt genauso).

Mehrstunden (bzw. Minusstunden) abgebaut werden können bis zum 30. September des nächsten Jahres (gleiche Deadline wie zum Nehmen von Urlaubstagen), dann wird automatisch gekappt. Aber auch da gibt es vorher eine Mitteilung im Intranet. Keiner bei uns kann sagen, er wüsste das nicht hätte sich nicht frühzeitig Gedanken um den Abbau bzw. Ausgleich machen können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: citizen am 17.10.2019 10:28
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme. In diesem Jahr knapp 550€. Ja OK, der Angleich kommt - ich weiß. Aber wieviel Kohle ich in den vielen Jahren "eingebüßt" habe, nur weil ich zufällig auf der falschen Seite des Kompass lebe und arbeite, traue ich mich garnicht auszurechnen.
In Verbindung mit der WAZ von 40h macht das jedenfalls immer noch einen ziemlichen Realgehaltsabstand zum Rest des Landes aus.
Zudem denke ich, dass sich verdi irgendwelche pillepalle Prozente schenken kann. Marginale Gehaltssteigerungen machen für den Einzelnen nur wenig aus, belasten aber in der Gesamtheit die AG.
Ich wäre mit einer kleinen Verringerung der WAZ und vielleicht etwas mehr Urlaub schon ganz gut bedient.
Und ja, ich bin auch selbst Klugscheißer genug, zu wissen, dass auch das - umgerechnet in Reallohn - den AG belastet...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 17.10.2019 12:15
Ob im Rahmen von Kappungsgrenzen oder im Rahmen von Stundenkonten ist wumpe, die Frage von Verdi ist einfach schlecht gestellt!

Citzizen: Arbeitszeitverkürzungen sind vor allem für den AG interessant, da Sie den Personaleinsatz effizienter gestalten. Hier gewinnt der AG immer, der AN nur teilweise. Und der Steuerzahler schaut entgeistert zu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 17.10.2019 12:29
also ich schiebe auf meinem Stundenkonto immer plus minus 50 Minuten vor mir her.
Jeder hat halt andere Prioritäten aber mein liegen in regelmäßigem Feierabend, was Anderes dankt mir hier eh Keiner.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 13:27
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme.
Und den höheren EGs kotzt es nach wie vor massivst an, dass sie immer noch weniger JSZ bekomme.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 17.10.2019 13:52
Ob im Rahmen von Kappungsgrenzen oder im Rahmen von Stundenkonten ist wumpe, die Frage von Verdi ist einfach schlecht gestellt!

Jup, finde ich auch. Ich hoffe ja immer auf der Beste, da ich zugleich aber mit dem Schlimmsten rechne, würde es mich vermutlich nicht mal in Staunen versetzen, wie viele Leute da wohl angegeben haben, sie würden täglich soo viel länger arbeiten, obwohl sie das am Freitag dann schon wieder rausholen, wenn sie früher ins Wochenende entschwinden.

also ich schiebe auf meinem Stundenkonto immer plus minus 50 Minuten vor mir her.
Jeder hat halt andere Prioritäten aber mein liegen in regelmäßigem Feierabend, was Anderes dankt mir hier eh Keiner.

Das halte ich ähnlich. Ich achte darauf, nach unten hin nicht unter die rote Linie zu gelangen (5 Minusstunden) und wenn etwas Akutes und Wichtiges ansteht, arbeite ich auch schon mal deutlich länger, das hole ich mir zu anderen Zeiten, wo wenig zu tun ist, dann aber wieder raus. Ich habe nicht vor, irgendjemandem meine freie Zeit zu schenken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: citizen am 17.10.2019 13:59
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme.
Und den höheren EGs kotzt es nach wie vor massivst an, dass sie immer noch weniger JSZ bekomme.

Hä?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.10.2019 16:16
Also mich (Osten) kotzt es nach wie vor massivst an, dass ich immer noch weniger JSZ bekomme.
Und den höheren EGs kotzt es nach wie vor massivst an, dass sie immer noch weniger JSZ bekomme.

Hä?
Wie HÄ? Der EG7er bekommt knap 60% JSZ der EG10 nur 53% das gehört genauso abgeschafft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Speech am 17.10.2019 19:24
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 17.10.2019 19:55
Speech, woher kommen diese genauen Prozentwerte?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Masterofdesaster am 18.10.2019 04:53
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Das ist ja der Hammer  ::)
Aber gut, heißt ja auch Wunschvorstellung... 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Masterofdesaster am 18.10.2019 05:03
Also ich wünsche mir eine reale 3! vor dem Kommar (pro Jahr), aber realistisch ist wohl eher ein Korridor von 2,2-2,8% p.a. - es wird mit der schwächelnden Konjunktur argumentiert werden. Ich hoffe Verdi kontert entsprechend mit den größtenteils vollen Töpfen in den Kommunen!

Und dann müssen endlich diese krummen Zahlen bei der JSZ weg! Im Idealfall Anhebung! Und da immer von den Fach- und Führungskräten gesprochen wird, hoffe ich auch auf eine Angleichung, z.B. für alle 80%! Aber da wird Verdi wieder einknicken... wenn man bei der JSZ die Entwicklung genau betrachtet, hat uns Verdi bei den letzten Tarifrunden schön was vorgegaukelt... 3% Erhöhung o.ä. - DENKSTE! Hat man dann die Senkungen bei der JSZ berücksichtigt, waren es doch nur 2,x%, wenn überhaupt! Hier MUSS Verdi diesmal Stärke zeigen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 18.10.2019 06:41
EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)
Welche Stufen sollen denn bei EG1-EG9c wegfallen?
- Stufen 2-6?
- Stufen 1-5?
- Stufen 1-3 und 5-6?
oder noch eine andere Variante?

Zitat
EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen diesen Wunschvorstellungen und den Wunschvorstellungen oben?
Besteht ein Zusammenhang?

Zitat
Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Es gäbe aber auch weniger Freizeit für den Besuch des kollektiven Freizeitparks, mit allen Folgen, die sich daraus möglicherweise ergeben ...

Zitat
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.
Wie unterscheidest du zwischen jenen, die „krank feiern“ und jenen, die tatsächlich krank sind?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.10.2019 07:05
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.
Ab welcher EG soll es Nutten und Koks zur Mittagspause geben?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.10.2019 07:14
Zitat
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.
Wie unterscheidest du zwischen jenen, die „krank feiern“ und jenen, die tatsächlich krank sind?

Warum müßte er dazwischen unterscheiden? Ich sehe keinen Unterschied darin, warum jemand Geld kostet und keine Leistung erbringt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 18.10.2019 07:15

Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.


Damit würde man die JSZ zu einer Art Leistungsbewertung machen, was den Zweck verfehlt. Es wäre quasi eine Bonuszahlung auf Grundlage von erbrachter Leistung. Ich glaube rechtliche dürfte diese nur sehr begrenzt Krankheitstage als Kriterium heranziehen und das auch nur, wenn das vorher im Arbeitsvertrag genau geregelt ist.

Man kann das Pferd nur andersum aufsatteln, nämlich mit einer (von Anfang an) vereinbarten Anwesenheitsprämie. Auch hier ist der Handlungspielraum aber begrenzt.

Beispiel Zitat:

Zitat
Rechtlich ist eine solche Konstruktion in bestimmten Grenzen möglich. Bei der Anwesenheitsprämie handelt es sich um eine Sondervergütung, weil sie zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt gezahlt wird.

Eine solche Sondervergütung bei Ausfallzeiten wegen Krankheit darf der Arbeitgeber kürzen, aber nur um ein Viertel eines durchschnittlichen Tageslohns pro Krankheitstag.

Beispiel: Ein Beschäftigter, der 40 Stunden in der Woche zum Mindestlohn von 8,84 Euro arbeitet, erhält ein vertraglich vereinbartes Weihnachtsgeld von 500 Euro. Im zurückliegenden Jahr war er 20 Tage arbeitsunfähig krank.


Tageslohn 70,72 Euro (8 x 8,84)
Kürzung also um 17,68 pro Krankheitstag möglich (70,72/4)
Bei 20 Tagen also insgesamt 336,60 Euro (17,68 x 20)
Damit muss das Weihnachtsgeld noch mindestens 163,40 Euro betragen (500 - 336,60)



Auch eine Anwesenheitsprämie kann nur anteilig gekürzt werden. Jede Vereinbarung, die für die Beschäftigten ungünstiger ist, ist unwirksam.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.10.2019 07:18
Das gilt nur für Arbeitsverträge. Die Tarifvertragsparteien haben einen deutlich größeren Spielraum.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.10.2019 07:21

Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.


Und damit eine Prämie für Anwesenheit einführen mit dem Ergebnis, dass sich Leute krank zur Arbeit schleppen und möglicherweise noch den ganzen Flur anstecken? Nein danke.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 18.10.2019 07:26
Die JZS ist Bestandteil des Gehaltes. Sowas könnte man aber im Rahmen des LOB machen, in anderen Firmen ist es ja durchaus üblich Prämien zu zahlen für wenig Krankentage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.10.2019 07:39
Die JZS ist Bestandteil des Gehaltes. Sowas könnte man aber im Rahmen des LOB machen, in anderen Firmen ist es ja durchaus üblich Prämien zu zahlen für wenig Krankentage.

Ja, habe ich auch schon von gelesen und das mag da üblich sein, halte ich aber trotzdem nichts von und bin ganz froh, dass es im öD eben nicht so ist. Krank ist krank und keiner sollte sich zur Arbeit schleppen müssen bzw. freiwillig zur Arbeit schleppen weil sonst das Entgelt gekürzt wird bzw. es sonst keine Prämie gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.10.2019 07:39
Die JZS ist Bestandteil des Gehaltes. Sowas könnte man aber im Rahmen des LOB machen, in anderen Firmen ist es ja durchaus üblich Prämien zu zahlen für wenig Krankentage.

Die JSZ ist das, was die Tarifvertragsparteien vereinbaren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.10.2019 07:54

Ja, habe ich auch schon von gelesen und das mag da üblich sein, halte ich aber trotzdem nichts von und bin ganz froh, dass es im öD eben nicht so ist. Krank ist krank und keiner sollte sich zur Arbeit schleppen müssen bzw. freiwillig zur Arbeit schleppen weil sonst das Entgelt gekürzt wird bzw. es sonst keine Prämie gibt.
Wer krank IST, darf eigentlich nur solche Dinge tun, die der Gesundung dienen. Genaugenommen geht's ja hier um die (voraussichtliche) Arbeitsunfähigkeit.
Dem AG obliegt im Rahmen seiner Fürsorgepflicht ja festzustellen und zu prüfen, ob der Arbeitnehmer seine Arbeit gewissenhaft erledigen kann oder eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellt.  Der Arbeitgeber darf dann entscheiden, ob der Arbeitswillige seiner Arbeit trotz AU nachgehen darf und muss das Angebot zur (vorzeitigen) Arbeitsleistung nicht annehmen.

So etwas mit JSZ oder LOB zu kombinieren halte ich für asozial und absolut nicht zielführend. Genauso asozial wie alle paar wochen "krank" zu feiern. Dies sollte kein Thema für die Tarifvertragsparteien sein. Der AG kennt doch seine Pappenheimer und es gibt andere Mittel und Wege
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Hr. Gesheimer am 18.10.2019 08:42
Ich wünsche mir eine ganz einfache lineare Anhebung der Tabellenentgelte von 3,5 % p.a.,  Laufzeit gerne länger.

Im Gegenzug bin ich gerne bereit, die "Ungerechtigkeiten" bezüglich JSZ, Angleichung Ost, Erfahrungsstufen weiter geduldig zu ertragen.

Alternativ könnte ich mir eine möglichst einkommensneutrale Arbeitszeitverkürzung vorstellen, das entspräche dann einer Kürzung von ca. 3,4 % der Arbeitszeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 18.10.2019 09:25
bzgl. der Diskussion ein Hinweis zur Sprachregelung:
Es gibt eine Menge Kranker Menschen die täglich 8h arbeiten.
Krank sein heißt nicht arbeitsunfähig sein.

Und anhand von Fehltagen wg. AU eine Leistung abzulesen ist wiedermal der Faulheit der öDler geschuldet sich mit Bewertungen der geleisteten Arbeit abzugeben.
Leistung ist Arbeit durch Zeit. Das bedeutet, dass nur bei gleicher Arbeit die Leistung sinkt, wenn man weniger Zeit zur Verfügung hat. Es spricht aber nichts dagegen, dass jemand der ein paar Fehltage hat, nicht trotzdem mehr geleistet hat als einer der nie einen AU Tag hatte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.10.2019 09:43
bzgl. der Diskussion ein Hinweis zur Sprachregelung:
Es gibt eine Menge Kranker Menschen die täglich 8h arbeiten.
Krank sein heißt nicht arbeitsunfähig sein.

Guter Hinweis, danke. Werde ich auch versuchen, in Zukunft drauf zu achten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 18.10.2019 10:59
Krank sein (Arbeitsunfähig sein) gehört zum Mensch sein dazu. Das hört sich vielleicht geschwollen an. Aber es ist nun mal so. Die entscheidende Frage ist, ob man den Arbeitgeber diese Pflicht (bis 6 Wochen) auferlegt oder nicht. Alternativ könnte man auch sagen, dass jeder Pech hat, wenn er arbeitsunfähig ist (dann bekommt er eben kein Gehalt bzw. hat keine Einnahmen in der Zeit - kann dann aber auch das Problem der Allgemeinheit werden). Oder der Staat springt vom ersten Tag an ein. Dann muss er es finanzieren können und müsste es über Abgaben wieder einholen. Das muss der AG genauso.
Da ich prinzipiell denke, dass jemand, der aus einer Sache Vorteile zieht, eben auch die negative Seiten tragen muss, halte ich unser System für richtig. Das dies ausgenutzt wird, ist natürlich ärgerlich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 18.10.2019 16:23
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Das ist ja der Hammer  ::)
Aber gut, heißt ja auch Wunschvorstellung... 8)

Ironie.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pan Tau am 18.10.2019 17:45
Ich wäre für einen tariflich festgelegten Mindeststandart auf WC-Papier., min. 4-Lagen- hohe Nass und Trockenfestigkeit, sowie Durchstanzsicherheit und attestierter Weichheit in einem randomisierten Blindtest in Anlehnung an DIN 10 954 durch sensorischen Paarvergleich! In jeder Dienststelle, in der ich bis heute beschäftigt war, war das WC-Papier ein absolutes Ärgernis.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 18.10.2019 17:57
Eine Standarte auf jeder Toilettenrolle. Ja genau, vollkommen richtig!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 19.10.2019 11:51
4-Lagig muss man sich erstmal leisten können, ich bin froh wenn die kostenlose Samstags-Zeitung kommt als not Reserve für mein 2 lagiges.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Fast Eddie am 19.10.2019 19:30
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Bei dieser Forderung frage ich mich: Hast du schon mal ein psychiatrisches Gutachten für dich beantragt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 19.10.2019 21:22
4-Lagig muss man sich erstmal leisten können, ich bin froh wenn die kostenlose Samstags-Zeitung kommt als not Reserve für mein 2 lagiges.

Es heißt "Notreserve". Nie am Toilettenpapier sparen, sonst klebt die Scheiße am Finger. Ich kenne den Osten, ich weiß wovon ich - gezwungenermaßen - spreche!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 19.10.2019 23:57
4-Lagig muss man sich erstmal leisten können, ich bin froh wenn die kostenlose Samstags-Zeitung kommt als not Reserve für mein 2 lagiges.

Es heißt "Notreserve". Nie am Toilettenpapier sparen, sonst klebt die Scheiße am Finger. Ich kenne den Osten, ich weiß wovon ich - gezwungenermaßen - spreche!

Ironie.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 19.10.2019 23:59
Bin ich mir unsicher. War letzte Woche erst im "Hultschiner Ländchen".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Britta2 am 21.10.2019 07:45
Mehr Geld und weniger Stunden hört sich besser an  ;D

Mittlerweile liest man überall, dass die Mehrheit lieber weniger Wochenstunden statt mehr Geld haben will.
Dann tippe ich auf diese "hart erkämpften" Ergebnisse. "Ihr kriegt, was Ihr wollt!"
Anders gesagt - bei weniger Stunden die bisherigen 100% Pensum schaffen. Dafür weniger Kohle. Später geringe Rente weil kurzsichtig. Applaus. ÖD eben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 21.10.2019 09:24
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 09:25
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.

Wer "Dienst nach Vorschrift" verinnerlicht hat wird insofern frei von schädlichen Gedanken:-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 21.10.2019 09:50
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.

Leider kann der Antrag auf TZ eben abgelehnt werden. Bei uns gibt es zwei Vollzeit Bauingenieure. Keiner von uns beiden darf auf TZ gehen, da dies aus betrieblichen Gründen nicht geht.

Und 2 Stunden mehr Freizeit pro Woche würden mir persönlich einfach mehr bringen, als vlt. 80€ mehr oder so, wovon am Ende nicht mal 40€ übrig bleiben.


Aber wie so viele hier ja schon gesagt haben, am besten wäre einfach ein Wahlsystem wie es viele andere auch haben. Wurde ja auch erst kürzlich von Verdi bei der Postbank ausgehandelt.

Einfach den Leuten die Wahl geben ob sie X% mehr Geld haben wollen oder eben 1-2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit. So wird jeder am Ende glücklich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 21.10.2019 10:08
Hast du denn schon einmal einen Antrag auf Reduzierung um 2 Stunden gestellt? 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 21.10.2019 10:27
Anders gesagt - bei weniger Stunden die bisherigen 100% Pensum schaffen. Dafür weniger Kohle. Später geringe Rente weil kurzsichtig.

Dann arbeite ich eben montags und dienstags länger bzw. so lange wie ich vorher gearbeitet hätte, um die bisherigen 100% über die Woche zu schaffen und freue mich darüber, dass es freitags mit dem frühen Feierabend um Eins auf alle Fälle klappen wird, da ich ja nun 2 Stunden weniger arbeiten muss als früher.

Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten? Die Kohle verharrt dann erst mal auf dem jeweils aktuellen Wert, aber sie wird nicht weniger (außer die Tarifvertragsparteien vereinbaren, dass meine EG und Stufe in Zukunft weniger Geld erhalten soll). Äquivalent mit der Rente.
Und die paar Prozentpunkte Inflation stören mich bis zur nächsten Tarifrunde dann auch nicht, das sind mir frühere Feierabende und damit Lebenszeit, die ich nicht für andere einplanen muss, durchaus wert.

Wie Kryne schon schrieb, ein Wahlsystem wäre da noch am besten, dann könnte jeder seine eigenen Situation entsprechend entscheiden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2019 11:10
Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten?
Weil bei einer 40h Woche 2h weniger bei vollem Lohnausgleich?
Schon mal ausgerechnet wie viel Prozent mehr die anderen bekommen müssten, damit sie auf den gleichen Stundenlohn kommen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: wap am 21.10.2019 11:25
@Britta2 da muss ich dir leider zustimmen. Wer weniger arbeiten will, der soll eben einen Antrag auf TZ stellen. Ich will nicht weniger arbeiten und weniger Geld verdienen um später noch weniger Rente zu haben. Ich lebe ganz gut mit dem Modell der Gleitzeit.

Leider kann der Antrag auf TZ eben abgelehnt werden. Bei uns gibt es zwei Vollzeit Bauingenieure. Keiner von uns beiden darf auf TZ gehen, da dies aus betrieblichen Gründen nicht geht.

Und 2 Stunden mehr Freizeit pro Woche würden mir persönlich einfach mehr bringen, als vlt. 80€ mehr oder so, wovon am Ende nicht mal 40€ übrig bleiben.


Aber wie so viele hier ja schon gesagt haben, am besten wäre einfach ein Wahlsystem wie es viele andere auch haben. Wurde ja auch erst kürzlich von Verdi bei der Postbank ausgehandelt.

Einfach den Leuten die Wahl geben ob sie X% mehr Geld haben wollen oder eben 1-2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit. So wird jeder am Ende glücklich.

Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 11:41

Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.

Die Verfahrensweise "Dienst nach Vorschrift" ist nicht jedem zugänglich und ohne psychischen Stress möglich. Sollte Sie aber.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 21.10.2019 11:50
Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten?
Weil bei einer 40h Woche 2h weniger bei vollem Lohnausgleich?
Schon mal ausgerechnet wie viel Prozent mehr die anderen bekommen müssten, damit sie auf den gleichen Stundenlohn kommen?

Um genau zu sein eine 39-h-Woche, und ob es 3 h weniger sind, 2 oder nur 1,5 oder nur eine ist mir relativ wurscht. Ich weiß nicht, wie viel die anderen dann mehr bekommen würden, aber dann ist es eben so, stört mich nicht, wenn die dann eben etwas mehr Geld in der Tasche haben, mir selber wird ja nichts weggenommen, also verliere ich auch nichts, habe dafür aber mehr Freizeit. Für mich in meiner aktuellen Lebenssituation eine durchaus attraktive Option.


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 21.10.2019 11:51
Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.
Deswegen ist ja der AG dämlich wenn er solche kleinen TZ nicht zu zustimmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 21.10.2019 11:58
2 Stunden die Woche weniger arbeiten (von 40 auf 38 Wochenstunden) duerften ueber den Daum gepeilt ca. 190 Euro mehr Brutto im Monat bedeuten wenn jemand der 4000.Brutto verdient sich fuer das Geld entscheidet anstatt 8 Stunden mehr Freizeit im Monat
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 11:59
Deswegen ist ja der AG dämlich wenn er solche kleinen TZ nicht zu zustimmen.

Oder über seinen Verband solch Flexibilitäten initiativ in die Verhandlungen einbringt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.10.2019 12:01
2 Stunden die Woche weniger arbeiten (von 40 auf 38 Eochenstunden) duerften ueber den Daum gepeilt ca. 190 Euro mehr Brutto im Monat bedeuten wenn jemand der 4000.Brutto verdient sich fuer das Geld entscheidet anstatt 8.Stunden mehr Freizeit.

1 Stunde sind bei mir netto etwa 50 €, ungefähr so viel wie der Soli. Da dieser ab 2021 abgeschafft wird könnten wir für die vernachlässigte Klientel ab 9b eine Stundenverkürzung ohne Nettoverlust durchbringen.

Die anderen könnten von einer Erhöhung des Flaschenpfandes profitieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 21.10.2019 12:13
...ihr wisst aber schon, dass die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrages erst am 31.08.2020 endet?...sich jetzt schon Gedanken über die Höhe einer Tariferhöhung zu machen, finde ich ziemlich albern (wenn das Ergebnis vielleicht sogar erst 2021 feststeht)... ::)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Speech am 21.10.2019 12:23
Die EG`s sollten sinnvoll nach „Bildungsstand und entsprechender Tätigkeit“ angepasst werden.

EG1-EG9c Wegfall der Stufen
Ab EG 10 zum Einstieg Stufe 3 nach 1 Jahr Stufe 6 (Wegfall Stufe 1,2,4,5)

EG1-4 zu einer EG zusammenfassen und an den Mindestlohn anpassen
EG5-EG7 zu einer EG - Mindestlohn +4,2%
EG8-EG9b zu einer EG - Mindestlohn +9,15%
EG9c - Mindestlohn +11,45%
Ab EG10 alle EG´s um 53,38% der alten Tabelle anheben und pro höherer EG zusätzlich +21,74%.


Alte EG1-EG9c   Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden anheben um den finanziellen Verlust auszugleichen. Zusätzlich profitieren die alten kleineren EG`s durch geringeren Geldbetrag beim  Gewerkschaftsbeitrag,  wesentlich geringerer Lohnsteuer und Soli.
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.

Ab EG10 JSZ auf 143% anheben, zusätzlich die LOB erst ab EG10 schwankungsfrei verteilen. Dadurch ist die Geldsumme höher um die Leistungsträger im ÖD zu halten.

Bei dieser Forderung frage ich mich: Hast du schon mal ein psychiatrisches Gutachten für dich beantragt?

blub
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 21.10.2019 12:26
...ihr wisst aber schon, dass die Laufzeit des aktuellen Tarifvertrages erst am 31.08.2020 endet?...sich jetzt schon Gedanken über die Höhe einer Tariferhöhung zu machen, finde ich ziemlich albern (wenn das Ergebnis vielleicht sogar erst 2021 feststeht)... ::)

das ist wie beim Lotto spielen, was würde ich mit den vielen Millionen wohl machen :)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 21.10.2019 12:50
Wieso weniger Kohle? Wird mir was abgezogen, wenn ich mich dafür entscheide, statt einer Entgelterhöhung lieber paar Stunden weniger pro Woche zu arbeiten?
Weil bei einer 40h Woche 2h weniger bei vollem Lohnausgleich?
Schon mal ausgerechnet wie viel Prozent mehr die anderen bekommen müssten, damit sie auf den gleichen Stundenlohn kommen?

Tja das bringen alle Wahlmöglichkeiten die ich bisher gesehen habe so mit. Die Stunden sind rein rechnerisch IMMER besser als die % Erhöhung.

Und wer erledigt dann die Arbeit der zwei fehlenden Stunden? Diese wird ja bekanntlich nicht weniger. Es wird mit Sicherheit kein dritter Ingenieur für zwei Stunden eingestellt. Das endet doch nur wieder in einer Arbeitsverdichtung.

Was geht mich das an ? Ist Sache des AGs sich darum zu kümmern wer welche Arbeit wann erledigt. Ich bin nicht verantwortlich für die Organisation der Abläufe.

Was meinst du denn wer bei den IGM Betrieben die Arbeit dann gemacht hat, als die auf eine 35 Stunden Woche umgestellt haben ?

Oder was meinst du wer bei der DB Netz die Arbeit eines Ingenieurs macht, der sich für 2 Stunden weniger entscheidet anstatt mehr Geld ?

Ich kann es dir nicht sagen, weil es mir egal ist :)

Man könnte mal gewisse Abläufe optimieren, damit würde man viel Zeit gewinnen. Ich mache genug Verwaltungsschriftkram für den man keinen Ingenieur braucht, der auch nicht in meiner Stellenbeschreibung auftaucht und den ich abgeben könnte an eine VFA, da gibt's genug hier die nur Däumchen drehen den halben Tag und es gibt genug TZ Kräfte hier die gerne 1-2 Stunden mehr hätten. Also mir würde einiges einfallen. Aber wie gesagt, ist nicht meine Aufgabe sich darüber Gedanken zu machen.
 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: heike2106 am 21.10.2019 15:13
Der West-Kollege schafft seine Arbeit doch auch in 39 Stunden, warum sollte der Ost-Kollege 40 Stunden dafür benötigen? Mit 38 Stunden wäre es auch nicht anders.

Und wenn mal mehr anfällt, kann man auch mal Mehrstunden aufbauen, die man in Zeiten von geringeren Arbeitsaufkommen wieder abfeiern kann. Diese Zeiten hat fast jeder. Gern genutzt zum Beispiel zwischen Weihnachten und Neujahr...

Langzeitkranke etc. müssen genauso abgefangen werden. Wieso sehen sich die meisten AN da eigentlich selbst in der Pflicht?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 21.10.2019 15:18
Langzeitkranke etc. müssen genauso abgefangen werden. Wieso sehen sich die meisten AN da eigentlich selbst in der Pflicht?

Weil die meisten AG tatsächlich nicht reagieren und Mitarbeiter es aus verschiedensten Gründen zu ihren Aufgaben machen.
Das das nicht richtig ist, ist uns allen bekannt. Kommt aber regelmäßig vor. Meistens muss es immer erst einen großen Knall geben, bevor der AG reagiert. Als Beispiele würden mir da vor Jahren die Beihilfestelle oder die Kfz-Zulassung in Berlin einfallen.

So lange die Mitarbeiter die Probleme "auffangen" wird der AG auch nicht tätig werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 21.10.2019 22:34
Bisher dreht es sich nur um Geld/weniger Stunden als Wunschvorstellung.

Wieso wird das Thema der größeren Spreizung der einzelnen EG bisher nicht aufgeführt? Fände ich deutlich spannender.

Oder die Diskussion einer "Leistungsbezogenen Komponente" statt einer "sozialen Komponente".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 06:40
Es gab doch einen entsprechenden Beitrag: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,112665.msg150483.html#msg150483
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 22.10.2019 07:09
Zitat
Die Jahressonderzahlung nach Krankheitstage staffeln. Volle JSZ 50%. Pro Krankheitstag 5% Abzug. Wer 10 Tage im KJ krank feiert, bekommt keine JSZ. Es wurde eine Minderleistung erbracht, die andere Kollegen ausgleichen mussten.
Wie unterscheidest du zwischen jenen, die „krank feiern“ und jenen, die tatsächlich krank sind?

Warum müßte er dazwischen unterscheiden? Ich sehe keinen Unterschied darin, warum jemand Geld kostet und keine Leistung erbringt.
Zur Förderung der Motivation der einen wie der anderen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 07:17
Die einen sind arbeitsunfähig erkrankt. Die brauchen keine Motivation. Die anderen werden extrinsisch durch die Maßnahme motiviert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 22.10.2019 07:24
Die einen sind arbeitsunfähig erkrankt. Die brauchen keine Motivation. Die anderen werden extrinsisch durch die Maßnahme motiviert.
Die arbeitsunfähig Erkrankten brauchen vielleicht keine Motivation. Sie werden aber dazu Motiviert, auch mal "krank zu feiern", wenn alles über einen Kamm geschert wird und die JSZ eh futsch ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 07:27
Da wir AN mit schwächlicher Konstitution regelmäßig aussortieren, werden sie mutmaßlich vermeiden, durch zusätzliche Krankheitstage diesen Eindruck zu vermeiden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 22.10.2019 12:03
da hilft nur Betriebssport als Teil der Arbeitszeit im Tarifvertrag verankern.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 22.10.2019 12:31
da hilft nur Betriebssport als Teil der Arbeitszeit im Tarifvertrag verankern.
Einige Beamte bei der Polizei müssen sogar zum Sport UND zur Entspannungsübungen während der Dienstzeit....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Hasentreter am 22.10.2019 12:37
Wunschvorstellung auf 2 Jahre:
E13-15: +6%
E9a-12: +4%
E5-E8: 0%
E1-E4: -4%

-1 Wochenarbeitsstunde im ersten Jahr und Angleichung Arbeitszeit Ost an West.
-2 Wochenarbeitsstunden im zweiten Jahr

+2 Urlaubstage im Jahr

Feiertage die auf arbeitsfreie Zeiten fallen werden nachgeholt.

Abschaffung LOB

JSZ auf 100% anheben und pauschal jährlich 500€ Urlaubsgeld für jeden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 22.10.2019 12:38
...du hast die Rente mit 60 vergessen... ;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 22.10.2019 14:45
hab hier nun einige Seiten überflogen und klinke mich gern ein...
geht ja um "Wunschvorstellungen"

Abschaffung der Stufen finde ich nicht gut - so ist immer noch etwas "mehr" erreichbar und dies motiviert schon in irgend einer Form.
Jedoch sind die Laufzeiten wirklich utopisch.
Ich habe im Jahr 2010 ausgelernt und bin immer noch auf Stufe 4 in der aktuellen EG, durch "Höhergruppierung" zwischendurch - und da war sogar eine Stufenverkürzung nach 1 Jahr Stufe 3 in Stufe 4 dabei...

Daher sehen meine Wünsche wie folgt aus:

- 6% Erhöhung für alle Gruppen...kein Unterschied, ob EG 5 - 9 oder 10 - ...
Schließlich zahlt man ja auch die Sozialabgaben prozentual...auch unabhängig der EG.

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West

- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren

- Arbeitszeiterfassung für Wochenendbereitschaft i.H.v. 8h / Tag zuzüglich einer Entschädigung in Höhe von 200 Euro / Brutto je Bereitschafts-Wochenende. (da man hier zB. nicht in den Urlaub fahren kann etc.)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 22.10.2019 14:46
Sowie Nutten und Koks zur Mittagspause... Aber das sagte ich ja bereits.

Gibt es 'ne fundierte Zahl zu der i.R. des TVÖD VKA "gezahlten" LOB bzw. wie viel Finanzmittel würden bei einer Abschaffung frei?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 22.10.2019 14:48
Müssten  ja immer noch 2% der Jahreseinkünfte der Tarifbeschäftigten sein, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 22.10.2019 14:53

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West



Auf 40 Stunden für alle?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.10.2019 18:51



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 19:06
Naja, sind nicht gerade die kommunalen AG in ihrer Eigenschaft als Kommune Nutznießer des Engagements in der FFW?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 22.10.2019 19:20
Der Auftrag der Gefahrenabwehr dürfte - zumindest bei uns - in der FFW bei etwas 10 bis 20 Prozent liegen. Der Rest ist soziales Zusammenkommen zu fördern.

Es ist bei uns in der Politik völlig klar, daß 4/5 der FFW abgeschafft werden können. Sie werden aber als Dorfförderung weiter beibehalten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 22.10.2019 19:29
Komisch, hier denkt man gerade über die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr nach, weil sich nicht genug Freiwillige finden. Hier gibt es allerdings eine hohe Lebensqualität durch ein sehr großes kulturelles und sonstiges Unterhaltungsangebot, so daß man nicht auf Vereinsmeierei angewiesen ist, um sich die Zeit zu vertreiben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BeamterBR am 22.10.2019 20:19
Komisch, hier denkt man gerade über die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr nach, weil sich nicht genug Freiwillige finden. Hier gibt es allerdings eine hohe Lebensqualität durch ein sehr großes kulturelles und sonstiges Unterhaltungsangebot, so daß man nicht auf Vereinsmeierei angewiesen ist, um sich die Zeit zu vertreiben.

In vielen ländlichen Regionen hier in der Gegend ist die FFW die einzige "Gemeinschaft" innerhalb der Gemeinde und Grund für den Großteil des Unterhaltungsangebots, ohne dass man nicht mindestens 25 min mit dem Auto in die nächste größere Stadt fahren muss. Die Abschaffung einzelner Feuerwehren in den Gemeinden wäre ohne eine große Verlängerung der Einsatzzeit auch nicht möglich.




- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Gleichzeitig gibt es allerdings auch hier Probleme die Einsatzbereitschaft gerade innerhalb der "normalen Arbeitszeiten" werktags sicherzustellen. Der Brandschutz ist hier pflichtige Aufgabe der Gemeinde. Bienenzucht, Tierheime oder Vogelschutz gehören nicht direkt dazu.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.10.2019 20:43
Tischutz auch.

Ich sehe die Notwendigkeit einer FFW absolut ein. Jedoch sehe ich keine Notwendigkeit, dass der AG dies fördert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 22.10.2019 21:56
Komisch, hier denkt man gerade über die Schaffung einer Pflichtfeuerwehr nach, weil sich nicht genug Freiwillige finden. Hier gibt es allerdings eine hohe Lebensqualität durch ein sehr großes kulturelles und sonstiges Unterhaltungsangebot, so daß man nicht auf Vereinsmeierei angewiesen ist, um sich die Zeit zu vertreiben.

Das hat sicher auch mit der Mentalität zu tun. Das Ehrenamt steht hier sehr hoch im Kurs. Wir wurden als Seminarteilnehmer mit 12 Leuten blöd angeschaut als wir in der Großstadt zum Blutspenden kamen. Das Personal war total überfordert. Hier sind lange Wartezeiten beim Blutspenden die Regel; und auch das andere Ehrenamt wird gerne wahrgenommen.

Eine Arbeitszeitverkürzung könnte dieses volkswirtschaftliche Potential weiter steigern.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 22.10.2019 22:17

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West



Auf 40 Stunden für alle?

Meinetwegen auch das! Finde nur die Ungleichbehandlung nicht fair...
lieber wär mir natürlich auch 39h für alle.

Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Wir sind zB Träger der Freiwilligen Feuerwehren, als MA sind wir auch angehalten, Mitglied einer solchen FFW zu sein. Grund hierfür ist auch nachvollziehbar > Mitgliedermangel
Viele sind auf Montage und andere interessieren sich nicht für die Feuerwehr.
Dennoch muss die EInsatzbereitschaft abgedeckt sein.

Eine Berufsfeuerwehr lässt sich auf Grund der Kosten nicht umsetzen...

Mit einem Imkerverein etc. würde ich das ganze nicht vergleichen. HIer geht es um Rettungskräfte und jeder ist froh, wenn er sie braucht und diese da sind.

Warum also nicht honorieren das Ganze?

Ich finde zB viel Schlimmer, dass LOB per Gießkanne verteilt werden kann.
So bekommen auch die etwas vom Kuchen ab, die nicht mal die eigene Arbeit ordentlich ausführen...
Soll das Geld lieber auf diejenigen verteilt werden, die sich für das Gemeinwohl engarieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.10.2019 22:39
Ich bin auch für eine entsprechende finanzielle Unterstützung. Nur eben nicht vom Arbeitgeber. Das sollte mittels Anhebung einer vernünftigen Ehrenamtspauschale, oder eine direkte Bezahlung der einzelnen erbrachten Stunden erfolgen.

Das Thema LOB ist auch ein ganz heißes Eisen. Da wirst du hier geteert und gefedert. Ich erinnere mich noch gut an den Thread vor der letzten Tarifrunde. Herrlich.  ;D

Achtung jetzt kommts, als Wunschtraum:

Bei der Bewertungsmatrix für LOB sollte das Thema Ehrenamt aufgenommen werden.

Gute Nacht ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 22.10.2019 22:49
- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West
Auf 40 Stunden für alle?

Meinetwegen auch das! Finde nur die Ungleichbehandlung nicht fair...
lieber wär mir natürlich auch 39h für alle.
Oder Anpassung nach lokaler Produktion mit BIP pro Kopf oder Bundesland?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 23.10.2019 07:03

- Anpassung der Wochenarbeitszeit Ost-West



Auf 40 Stunden für alle?

Meinetwegen auch das! Finde nur die Ungleichbehandlung nicht fair...
lieber wär mir natürlich auch 39h für alle.



Diese Ungleichbehandlung gibt es aber auch zwischen Angstellten und Beamten. Die BEamten müssen je nach Dienstherr bis zu 3 Stunden die Woche länger arbeiten als ihre angestellten Kollegen. Das dürfte auch der Waschtag nicht kompensieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 07:10
Dieser Gleichheitsunfug ist ja bereits bei den TB Unfug. Beamte sind darüber hinaus nicht einmal Bestandteil oder Betroffene von Tarifverhandlungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 23.10.2019 07:14
Mit der Ausnahme, dass bspw. NRW dass Ergebnis der %-Steigerung zeitverzögert auf die Besoldung überträgt. Insofern schon betroffen.

Aus welchem historischem Grund gibt es denn (immer)noch den nterschied bei den TB Ost / West?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 23.10.2019 07:21
Achtung jetzt kommts, als Wunschtraum:

Bei der Bewertungsmatrix für LOB sollte das Thema Ehrenamt aufgenommen werden.

genau dies hatten wir hier mal angestoßen...bzw. ähnlich
leider ohne erfolg

Diese Ungleichbehandlung gibt es aber auch zwischen Angstellten und Beamten. Die BEamten müssen je nach Dienstherr bis zu 3 Stunden die Woche länger arbeiten als ihre angestellten Kollegen. Das dürfte auch der Waschtag nicht kompensieren.

da gebe ich dir recht, auch hier sollten die 39h dann gelten
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 23.10.2019 07:37

Ich finde zB viel Schlimmer, dass LOB per Gießkanne verteilt werden kann.
So bekommen auch die etwas vom Kuchen ab, die nicht mal die eigene Arbeit ordentlich ausführen...
Soll das Geld lieber auf diejenigen verteilt werden, die sich für das Gemeinwohl engarieren.

Glaubst du ernsthaft bei einem System, das nicht per Gießkanne verteilt wird, gehen viele leer aus ?

Bei uns wird tatsächlich mit Punkten bewertet bzw. mit Prozenten. Ob diese Bewertungen die tatsächliche Leistung widerspiegeln sei mal dahingestellt.

Es gab hier bei uns in der gesamten Kommune in einer anderen Abteilung genau einen Kollegen der so bewertet wurde, dass er leer ausging. (Er und sein Chef können sich absolut nicht leiden). Gab einen riesen Krach.

Dieser Kollege war dann dieses Jahr 7 Monate krank wegen Burnout. Alle anderen in der Abteilung durften seine Arbeit mitmachen. Inzwischen ist er wieder da und wurde auf eine Stelle versetzt mit wesentlich weniger anfallender Arbeit und noch mehr Flexibilität was die Arbeitszeiten angeht, natürlich zu den gleichen Bezügen (EG8), obwohl die Stelle jetzt eigentlich eine EG5 wäre.

LOB abschaffen ist das einzig Sinnvolle. Eine konsequent durchgezogene Bewertung bringt mehr Ärger als Nutzen am Ende. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 07:43
Mit der Ausnahme, dass bspw. NRW dass Ergebnis der %-Steigerung zeitverzögert auf die Besoldung überträgt. Insofern schon betroffen.

Das ist nicht Ergebnis von Tarifverhandlungen, es ist Ergebnis eines jeweils zu beschließenden Landesgesetzes, das dies so oder auch anders regeln könnte.

Zitat
Aus welchem historischem Grund gibt es denn (immer)noch den nterschied bei den TB Ost / West?

Vielleicht weil man dort die Berechnung nach §6 Abs. 1 lit. a), die mal zu mehr, mal zu weniger und mal zu genau 40h führt, zurecht für dämlich gehalten hat?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 07:50

Ich finde zB viel Schlimmer, dass LOB per Gießkanne verteilt werden kann.
So bekommen auch die etwas vom Kuchen ab, die nicht mal die eigene Arbeit ordentlich ausführen...
Soll das Geld lieber auf diejenigen verteilt werden, die sich für das Gemeinwohl engarieren.

Glaubst du ernsthaft bei einem System, das nicht per Gießkanne verteilt wird, gehen viele leer aus ?

Bei uns wird tatsächlich mit Punkten bewertet bzw. mit Prozenten. Ob diese Bewertungen die tatsächliche Leistung widerspiegeln sei mal dahingestellt.

Es gab hier bei uns in der gesamten Kommune in einer anderen Abteilung genau einen Kollegen der so bewertet wurde, dass er leer ausging. (Er und sein Chef können sich absolut nicht leiden). Gab einen riesen Krach.

Dieser Kollege war dann dieses Jahr 7 Monate krank wegen Burnout. Alle anderen in der Abteilung durften seine Arbeit mitmachen. Inzwischen ist er wieder da und wurde auf eine Stelle versetzt mit wesentlich weniger anfallender Arbeit und noch mehr Flexibilität was die Arbeitszeiten angeht, natürlich zu den gleichen Bezügen (EG8), obwohl die Stelle jetzt eigentlich eine EG5 wäre.

LOB abschaffen ist das einzig Sinnvolle. Eine konsequent durchgezogene Bewertung bringt mehr Ärger als Nutzen am Ende.

Warum wird miserables Personalmanagement des eigenen AG eigentlich immer zur Allgemeingültigkeit verklärt? Bei mir würde der „Kollege“ seine neue Flexibilität als Kunde der hiesigen Niederlassung der Arbeitsagentur genießen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 23.10.2019 09:25
Dieser Kollege war dann dieses Jahr 7 Monate krank wegen Burnout. Alle anderen in der Abteilung durften seine Arbeit mitmachen. Inzwischen ist er wieder da und wurde auf eine Stelle versetzt mit wesentlich weniger anfallender Arbeit und noch mehr Flexibilität was die Arbeitszeiten angeht, natürlich zu den gleichen Bezügen (EG8), obwohl die Stelle jetzt eigentlich eine EG5 wäre.

LOB abschaffen ist das einzig Sinnvolle. Eine konsequent durchgezogene Bewertung bringt mehr Ärger als Nutzen am Ende.

Das ist aber ein Problem des Gesundheitswesens...geht man zum Arzt, bekommt man den Schein.
Kein Arzt wird sich so weit aus dem Fenster lehnen und den Patienten nicht arbeitsunfähig schreiben...was wär denn, wenn der Patient wirklich arbeitsunfähig ist!?

LOB abschaffen - ok, gehe ich mit!
Im gleichen Atemzug dann aber JSZ auf 100% / 13. Monatsgehalt
und / oder Urlaubsgeld, das wär auch nicht übel ;)

eine andere Idee wäre in Anlehnung an die freie Wirtschaft:
Sonderzahlung für wenig / keine Krankentage...
ich selbst habe z.B. in den letzten 8-9 Jahren insg. nur 4 Krankentage.
Kolleginnen/Kollegen mit 20-30 Krankentagen jährlich genießen jedoch auch die Vorzüge der JSZ und der LOB.
Da fragt man sich schon das ein oder andere Mal, ob das nicht anders geht.

Warum wird miserables Personalmanagement des eigenen AG eigentlich immer zur Allgemeingültigkeit verklärt? Bei mir würde der „Kollege“ seine neue Flexibilität als Kunde der hiesigen Niederlassung der Arbeitsagentur genießen.

Hier stimme ich zu! Finde die Einstellung auch genau richtig!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 09:44



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 09:57



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Ich kann gerne noch weiter machen. Du sitzt nach Feierabend schön mit der Familie zusammen beim Abendessen.  15 min später findest du dich 8 Km weiter unter Atemschutz in einem brennendem Zimmer wieder und trägst die verkohlte Leiche eines Kindes aus dem Haus.
Wie klingt diese Freizeitgestaltung für dich?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 23.10.2019 09:58
Dem kann man nichts hinzufügen. Ich bin sogar bei 2 FFW aktiv. Wohnort und Arbeitsort.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 23.10.2019 10:03
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Vereinsmeierei war weiter oben in der Diskussion allerdings tatsächlich ein in den Raum geworfenes Argument ("auf dem Land einzige Gemeinschaft und Möglichkeit, an Veranstaltungen teilzunehmen"), was ich persönlich eher gruselig finde, aber gut, dafür bin ich auch so schnell wie möglich vom Land weggezogen.

Was diese Ehrenämter betrifft, bin ich ohnehin etwas zwiegespalten. Einerseits zolle ich jedem großen Respekt, der so etwas übernehmen möchte. Andererseits bin ich der Ansicht, dass dies Aufgaben der öffentlichen Hand sind, die da fein raus ist, weil andere nebenberuflich und unter hohem zeitlichen Aufwand ihre Aufgaben übernehmen, während sie sich schön die Finanzsäckel schaukeln lassen kann. Eine wie auch immer geartete Kompensation sollte jedoch nicht über den Tarifvertrag erfolgen, sondern direkt bei den freiwillig Dienst leistenden Institutionen getätigt werden.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 10:08
Im Falle der FFW sind diese doch identisch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 10:12
Dem kann man nichts hinzufügen. Ich bin sogar bei 2 FFW aktiv. Wohnort und Arbeitsort.

Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 10:26

Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 10:33
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Vereinsmeierei war weiter oben in der Diskussion allerdings tatsächlich ein in den Raum geworfenes Argument ("auf dem Land einzige Gemeinschaft und Möglichkeit, an Veranstaltungen teilzunehmen"), was ich persönlich eher gruselig finde, aber gut, dafür bin ich auch so schnell wie möglich vom Land weggezogen.
Erstmal müsste der Begriff auf dem Land definiert werden. Ich arbeite in einer Kommune mit 60.000 Einwohnern. Jeder Menge Industrie und Gewerbegebiete. 9 Grundschulen, 8 Weiterführenden Schulen, 3 Berufsschulen, 28 Kindergärten. 30 Km Autobahnabschnitt. 30 Km Bahnstrecke.  Etc, etc.

Das alles wird Größtenteils durch die FFW abgedeckt. Es gibt außerhalb des Rettungsdienstes einen kleinen Teil Hauptamtliche Kräfte. Da sind mehrere Einsätze pro Woche für die Freiwilligen eher die Regel als die Ausnahme.


Was diese Ehrenämter betrifft, bin ich ohnehin etwas zwiegespalten. Einerseits zolle ich jedem großen Respekt, der so etwas übernehmen möchte. Andererseits bin ich der Ansicht, dass dies Aufgaben der öffentlichen Hand sind, die da fein raus ist, weil andere nebenberuflich und unter hohem zeitlichen Aufwand ihre Aufgaben übernehmen, während sie sich schön die Finanzsäckel schaukeln lassen kann. Eine wie auch immer geartete Kompensation sollte jedoch nicht über den Tarifvertrag erfolgen, sondern direkt bei den freiwillig Dienst leistenden Institutionen getätigt werden.

Diese Meinung kann man ja durchaus teilen. Es müssen dann aber auch dringend mal finanzierbare Vorschläge auf den Tisch, wie die Kommunen in Zukunft die Einsatzbereitschaft sicherstellen wollen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 10:39

Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.

Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.

Edit: Ich wollte auch nicht sagen, dass man jetzt mit dem Tarifvertrag die Lösung herbeibringen kann. Meine Beiträge sind eher etwas Off Topic. Sorry dafür. Musste ich aber loswerden nach der Lektüre der letzten Seiten. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 23.10.2019 10:40
gebe euch Recht...
wäre auf der einen Seite nicht fair gegenüber denjenigen, welche in der freien Wirtschaft tätig sind und nebenbei in der FFW...

richtig wäre eigentlich, dass es keine freiwilligen Feuerwehren mehr gäbe, sondern nur noch Berufsfeuerwehren und dass hier das Land / der Bund in der Pflicht wäre, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen.

da dies jedoch nicht der Fall ist, könnte man dies über eine Art LOB / Sonderzahlung honorieren
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 23.10.2019 10:45
wäre auf der einen Seite nicht fair gegenüber denjenigen, welche in der freien Wirtschaft tätig sind und nebenbei in der FFW...

Wieso?

Es gibt durchaus AG, die das direkt fordern und fördern.

Meistens die, die selber mal von einem Brand etc. betroffen waren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Texter am 23.10.2019 10:58


Warum wird miserables Personalmanagement des eigenen AG eigentlich immer zur Allgemeingültigkeit verklärt? Bei mir würde der „Kollege“ seine neue Flexibilität als Kunde der hiesigen Niederlassung der Arbeitsagentur genießen.
[/quote]

Ich finde Deinen Umgang mit erkrankten Beschäftigten bemerkenswert.
Hat das BAG nicht die Hürde für eine krankheitsbedingte Kündigung relativ hochgesetzt? Sind es bei häufigen Kurzzeiterkrankungen nicht gar 1/3 der Arbeitstage in drei Kalenderjahren?

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 11:04
7 Monate sehe ich nun eher nicht als Kurzerkrankung an. Zudem dauert die gesundheitliche Einschränkung ja gem. Sachverhaltsschilderung wohl weiter an. Zusammen mit der im Sachverhalt dargestellten Diagnose komme ich da leicht zu einer negativen Prognose. Sofern keine weiteren gewichtigen Umstände hinzutreten, brauche ich nicht mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 11:04


Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.


Gerade weil die Unterschiede in Deutschland so groß sind (das Problem gibt es bei uns in der Masse nicht, wir haben eine der niedrigsten Stundentenquoten in der BRD), ist ein Einfluss ist einen deutschlandweiten TV - auch diesem Grunde - nicht zielführend.

Zudem haben wir hier durch Betriebsfeuerwehren am AKW und einer Raffinerie etwas besondere Umstände.

Mir sind die mangelhaften Bereitschaften zur Caritas - gerade aus nichtreligiösen Ecken des Landes - durchaus zu Ohren gekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: patrick0815 am 23.10.2019 11:07
Mein Wunsch an die Verhandlungen kopple ich mal an das, was kommen wird -Verhandlung über die Arbeitszeit und was halbwegs realistisch mir erscheint.

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden die Woche (von 39 in BW), bei gleichzeitger Abschaffung der LOB (als Kompensation) und einer Tarifsteigerung von 1,5% pro Jahr.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 23.10.2019 11:25



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Gemeindefuzzi am 23.10.2019 11:25
Mein Wunsch an die Verhandlungen kopple ich mal an das, was kommen wird -Verhandlung über die Arbeitszeit und was halbwegs realistisch mir erscheint.

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden die Woche (von 39 in BW), bei gleichzeitger Abschaffung der LOB (als Kompensation) und einer Tarifsteigerung von 1,5% pro Jahr.

ICH KANN DAS WORT KOMPENSATION(!!) NICHT MEHR HÖREN!

Wir sind seit Einführung des TVöD am kompensieren!
Immer kompensieren nur die AN und die Gewerkschaften schlagen das meist auch noch vor!

Urlaubsgeld weg!
Sonderzahlung, die mal ein 13. Monatgehalt war, verdient den Namen nicht mehr!
Stundenerhöhung (ja, wir hatten auch schon 38,5)
usw, usf...

Das Einzige, das alle tun müssten, wäre, auf die Zahlung des Gewerkschaftsbeitrages zu verzichten, um die Kompensation zu kompensieren!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 23.10.2019 11:32
Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.

Weil oftmals der AG als Träger des Brandschutzes genau dafür da ist. Der Brandschutz obliegt seiner Verantwortung.
Und in diesem Zusammenhang von "sponsern" zu sprechen ist meiner Meinung nach gewagt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 11:39
Ich denke hier ist nicht Brandschutz, sondern Brandbekämpfung gemeint.

Sicherlich ist auch der Brandschutz Aufgabe des Arbeitgebers bzw. der Körperschaft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 11:44



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.

Ich persönlich gebe mich auch mit dieser Freistellung zufrieden und nutze das gerne. Sehe das aber nicht als "sponsern" an, wie aus meinen Beiträgen hoffentlich zu entnehmen ist. Du reist dich mit deinem Beitrag bei denen ein, die das ganze mit Hobbyimkerei und purem Freizeitvergnügen vergleichen, daher verweise ich auf meine vorherigen Beiträge.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Infa am 23.10.2019 11:47
Zitat

Und was genau hat der Arbeitgeber damit zu tun? der sponsert das ja schon durch Freistellung, wenn ein Alarm losgeht.

Meiner muss z.B einen Berufsfeuerwehrmann weniger einstellen und spart somit erheblich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 11:48
Ich denke hier ist nicht Brandschutz, sondern Brandbekämpfung gemeint.

Sicherlich ist auch der Brandschutz Aufgabe des Arbeitgebers bzw. der Körperschaft.

Vorbeugender Brandschutz ist auch ein Teil der Aufgaben Freiwilliger Feuerwehren. Mitarbeit bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ansässiger Großbetriebe. Anwesenheit bei Abnahme von Brandmeldeanlagen. Einarbeitung in die Funktionsweise eben dieser bei jedem einzelnen Betrieb. Regelmäßige Objektbesichtigungen.

Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schule. Etc., Etc.. Alles pures Freizeitvergnügen. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 11:52

Du reist dich mit deinem Beitrag bei denen ein, die das ganze mit Hobbyimkerei und purem Freizeitvergnügen vergleichen, daher verweise ich auf meine vorherigen Beiträge.

Blutspende, Knochenmark, Organspende wird Leben retten, Feuerwehr vielleicht. Wo soll man die Grenze ziehen für eine Einbindung in den Tarifvertrag? Was ist mit dem THW oder Teilzeitkräften, die aufgrund besserer Sichtbedingungen auf dem Weg zur Arbeit weniger Arbeit für die Feuerwehr verursachen:-)

Nein, ist alles so relativ, daß es keinen Eingang in tarifliche Normen finden sollte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 11:55
Leben retten ist in dem Sinne keine Pflichtaufgabe der hier tariflich gebundenen AG. Das ist optional.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:02

Du reist dich mit deinem Beitrag bei denen ein, die das ganze mit Hobbyimkerei und purem Freizeitvergnügen vergleichen, daher verweise ich auf meine vorherigen Beiträge.

Blutspende, Knochenmark, Organspende wird Leben retten, Feuerwehr vielleicht. Wo soll man die Grenze ziehen für eine Einbindung in den Tarifvertrag? Was ist mit dem THW oder Teilzeitkräften, die aufgrund besserer Sichtbedingungen auf dem Weg zur Arbeit weniger Arbeit für die Feuerwehr verursachen:-)

Nein, ist alles so relativ, daß es keinen Eingang in tarifliche Normen finden sollte.

Ich habe darauf hingewiesen, das dies nicht mein Ansinnen ist.
Mich machen Beiträge wie deiner hier einfach nur sprachlos. Wie kommt man auf die Idee eine Blutspende mit der Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zu vergleichen? Wir nehmen Blutspendetermine als Feuerwehr im Übrigen gemeinsam Wahr. Das macht ca. 0,00001% des zeitlchen Aufwands dieser Ehrenamtlichen Tätigkeit aus.

Wenn ich ünerlege, dass unter den unzähligen Menschen denen man im Laufe der Jahre geholfen hat auch welche mit solchen Ansichten sind, kommt man echt ins zweifeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:12
Leben retten ist in dem Sinne keine Pflichtaufgabe der hier tariflich gebundenen AG. Das ist optional.

Im Gegensatz zu Brand-, Katastrophenschutz und Hilfeleistung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 12:14


Vorbeugender Brandschutz ist auch ein Teil der Aufgaben Freiwilliger Feuerwehren. Mitarbeit bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ansässiger Großbetriebe. Anwesenheit bei Abnahme von Brandmeldeanlagen. Einarbeitung in die Funktionsweise eben dieser bei jedem einzelnen Betrieb. Regelmäßige Objektbesichtigungen.

Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schule. Etc., Etc.. Alles pures Freizeitvergnügen.

Bitte genau lesen. Der Brandschutz wurde hier in Verbindung mit den Aufgaben des AG eingebracht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:18


Vorbeugender Brandschutz ist auch ein Teil der Aufgaben Freiwilliger Feuerwehren. Mitarbeit bei der Entwicklung von Brandschutzkonzepten ansässiger Großbetriebe. Anwesenheit bei Abnahme von Brandmeldeanlagen. Einarbeitung in die Funktionsweise eben dieser bei jedem einzelnen Betrieb. Regelmäßige Objektbesichtigungen.

Brandschutzerziehung in Kindergarten und Schule. Etc., Etc.. Alles pures Freizeitvergnügen.

Bitte genau lesen. Der Brandschutz wurde hier in Verbindung mit den Aufgaben des AG eingebracht.

Ich habe nicht angzweifelt, dass dies Aufgaben des AG sind. Das ist vollkommen korrekt.
Ich habe lediglich geschrieben wer diese Aufgaben ausführt, insbesondere in kleineren Kommunen, in denen es keinen einzigen Hauptamtlich Beschäftigten in diesem Bereich gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 23.10.2019 12:24
Mein Wunsch an die Verhandlungen kopple ich mal an das, was kommen wird -Verhandlung über die Arbeitszeit und was halbwegs realistisch mir erscheint.

Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden die Woche (von 39 in BW), bei gleichzeitger Abschaffung der LOB (als Kompensation) und einer Tarifsteigerung von 1,5% pro Jahr.

ICH KANN DAS WORT KOMPENSATION(!!) NICHT MEHR HÖREN!

Wir sind seit Einführung des TVöD am kompensieren!
Immer kompensieren nur die AN und die Gewerkschaften schlagen das meist auch noch vor!

Urlaubsgeld weg!
Sonderzahlung, die mal ein 13. Monatgehalt war, verdient den Namen nicht mehr!
Stundenerhöhung (ja, wir hatten auch schon 38,5)
usw, usf...

Das Einzige, das alle tun müssten, wäre, auf die Zahlung des Gewerkschaftsbeitrages zu verzichten, um die Kompensation zu kompensieren!

Mit welchem positiveren Ergebnissen rechnest Du dann für die Zukunft, und warum?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 12:24
Keeper83:
Und was wäre jetzt abschließend deine Forderung in Bezug auf FFW vs. TVÖD bzw. die anstehenden Verhandlungen?

Bzw. was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 12:31
Keeper83:
Und was wäre jetzt abschließend deine Forderung in Bezug auf FFW vs. TVÖD bzw. die anstehenden Verhandlungen?

Bzw. was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?


Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.

Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.

Edit: Ich wollte auch nicht sagen, dass man jetzt mit dem Tarifvertrag die Lösung herbeibringen kann. Meine Beiträge sind eher etwas Off Topic. Sorry dafür. Musste ich aber loswerden nach der Lektüre der letzten Seiten.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 13:33
Ich versuche trotzdem mal etwas. Beispiel:
Mein AG hat für den Rettungsdienst und die Hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr einen eigenen Fachdienst. das heißt die Hauptamtlichen Kräfte haben denselben AG wie ich, allerdings als Beamte. Bei einem Einsatz während meiner Arbeitszeit fahre ich nun als "Freiwilliger" gemeinsam mit den Hauptamtlichen raus. Derzeitige Situation.

Hätte mein AG nicht auch die Möglichekit mir im Rahmen meiner Beschäftigung diese Aufgaben offziell zu übertragen? Auch wenn die fachlich nichts mit meinen eigentlichen Aufgaben  zu tun haben? Ist dazu mein Einverständnis nötig?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 13:35
Handelt es sich um eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 13:54
Handelt es sich um eine eingruppierungsrelevante Tätigkeitsänderung?

Tja. Das ist die Frage. Es sind eher niedriger bewertete Aufgaben als meine bisherigen denke ich.
Die führen zu einer E 11.
Ich würde sie natürlich übernehmen. Möchte aber nicht, dass es zu einer niedrigeren Entgeltgruppe führt. Kompliziert. Hängt doch auch von Zeitanteilen ab, oder?
 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 13:57
Ja.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 14:07
Also mal angenommen, die Personalabteilung bekommt es hin, mir die Aufgaben so zu übertragen, dass sich die Eingruppierung nicht für mich ändert, könnte der AG mich damit "zwingen" Aufgaben aus dem Fachdienst Feuerwehr zu übernehmen.
Bleibt die Frage inwiefern eine entsprechende Ausbildung tarifrechtlich nötig ist, oder die Freiwillig erhaltene Ausbildung ausreicht. Einen Anspruch des AG´s gegen mich eine entsprechende Ausbildung für die neuen Aufgaben zu absolvieren gibt es ja nicht nehm ich an?   
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 23.10.2019 14:11
Grundsätzlich kann der AG sowohl die Aufgabe unter den geschilderten Bedingungen auch ohne Zustimmung übertragen als auch Dich zu einer dafür notwendigen Bildungsmaßnahme verpflichten, sofern er sie trägt und dafür Arbeitszeit bereitstellt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 14:49
Grundsätzlich kann der AG sowohl die Aufgabe unter den geschilderten Bedingungen auch ohne Zustimmung übertragen als auch Dich zu einer dafür notwendigen Bildungsmaßnahme verpflichten, sofern er sie trägt und dafür Arbeitszeit bereitstellt.

Das wäre doch mal ein Ansatzpunkt, zumindest in dem genannten Beispiel von der reinen Freiwilligkeit weg zu kommen, hin zu einer vom Tarifvertrag abgedeckten Tätigkeit.
Könnte mir vorstellen, dass man so auch neue, junge Mitarbeiter oder auch Auszubildende besser darauf ansprechen könnte, wenn sie diese Aufgaben im Rahmen ihrer bezahlten Tätigkeit ausführen sollen, inkl. bezahlter Ausbildung natürlich. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 23.10.2019 17:30



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 18:11



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?

Wo habe ich derlei gefordert? Meine Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA ist vollumfänglich. Das gebe ich gerne zu. Zu deinem Vergleich habe ich mich entsprechend geäußert. Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt einer Neubetrachtung der Aufgaben der FFW deinerseits geführt hat. Ziel war es die Unterschiede die zwischen Der FFW und anderen "Vereinen" bestehen deutlich zu machen, da ich zunehmend den Eindruck habe, diese sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Die Lektüre einiger Beiträge heute morgen bestätigte mich mal wieder in dieser Annahme und führte zu der entsprechenden Reaktion.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 23.10.2019 18:26



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?

Wo habe ich derlei gefordert? Meine Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA ist vollumfänglich. Das gebe ich gerne zu. Zu deinem Vergleich habe ich mich entsprechend geäußert. Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt einer Neubetrachtung der Aufgaben der FFW deinerseits geführt hat. Ziel war es die Unterschiede die zwischen Der FFW und anderen "Vereinen" bestehen deutlich zu machen, da ich zunehmend den Eindruck habe, diese sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Die Lektüre einiger Beiträge heute morgen bestätigte mich mal wieder in dieser Annahme und führte zu der entsprechenden Reaktion.

Leider liegst du vollkommen falsch in der Annahme, ich kenne mich im Bereich der FFW nicht aus. 2 meiner Brüder sind dort als aktive Kameraden tätig, das Gebäude der FFW grenzt an meines, und ich akzeptiere mit Freude deren Übungen, an un um meine Grundstück, obwohl sie mich rein hypothtisch stören könnten.

In deiner Ausführung fehlt der Vollständigkeit halber die Nennung der DLRG, THW, Rettungshundestaffel, Bergwacht, Luftrettung, ehrenamtliche Rettungskräfte.

Ich begrüße noch einmal sehr deutlich eine entgeltliche Würdigung derer Tätigkeiten, jedoch nicht über den Arbeitgeber, sondern über die verantwortliche Behörde und/oder den Fiskus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 23.10.2019 19:13



- persönliche Zulagen für die Teilnahme in freiwilligen Feuerwehren



Warum sollte der Arbeitgeber die private Freizeit subventionieren? Der Dienstausfall für einen Einsatz eines FFW-beteiligten wird doch ohnehin über die Kommune/Landkreis/Stadt beglichen.

Nichts gegen die FFW, im Gegenzug meldet dann aber auch der Bienenzüchter, Vogelschutzler oder der Tierheimbetreuer Ansprüche an.

Der Vergleich trieft nur so von völliger Unkenntnis der Arbeit der FFW.
Mal schauen ob du diesen auch noch anstellst wenn du nach einem Verkehrsunfall schwerst eingeklemmt, 1 Bein kompllet ab, das andere noch halb dran, schwerste innere Verletzungen, leider noch bei Bewusstsein, anstellst. Kommt dann auch der Imkerverein? Oder wenn ein Familienmitglied im Auto von einer ZInke eines Anbaugräts eines Landwirtschaftlichen Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall aufgespiesst wird. Kommt dann der Tierheimbetreuer als erstes und kümmert sich um den Hund auf dem Beifahrersitz? Oder kommt die FFW und trennt den Zinken Patientenschonend ab, sodass der Betroffene mit Zinken ins Krankenhaus gebracht und ihm dort das Leben gerettet werden kann? Oder wer befreit in Handarbeit die Leiche eines zwischen LKW und Anhänger eingeklemmten Fahrers auf dem Gelände einer Spedition? Der Vogelschutzbeauftragte? Ich würde am liebsten noch 50 weitere BEispiele bringen. Brandeinsätze hatte ich noch gar nicht erwähnt.
Unfassbar!
Was glaubst du eigentlich wie Zeitaufwendig die Ausbildung zu einem vollwertigen Feuerwehrmann heutzutage ist? Nebenberuflich! Das hat mit Vereinsmeierei nichts zu tun! Wenn ich so was hier lese, frage ich mich wirklich warum man sich diesen Scheiß überhaupt noch antut neben Beruf und Familie.

Dein Beitrag überrascht in höchstmöglicher Form. Der Beißreflex ist vollkommen unverständlich, da ich in keiner Form die Arbeit der FFW entwürdigt habe.

Dein Beitrag strotzt außerdem voller Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA. Erkläre mir bitte stichhaltig, wieso die Vereinigung von Arbeitgebern, die nicht mit Stadt/Kommune/ Landkreis in Verbindung stehen, für deren hoheitliche Aufgaben geradestehen müssen?

Wo habe ich derlei gefordert? Meine Unkenntnis über die Zusammensetzung der VKA ist vollumfänglich. Das gebe ich gerne zu. Zu deinem Vergleich habe ich mich entsprechend geäußert. Schade, dass es nicht den gewünschten Effekt einer Neubetrachtung der Aufgaben der FFW deinerseits geführt hat. Ziel war es die Unterschiede die zwischen Der FFW und anderen "Vereinen" bestehen deutlich zu machen, da ich zunehmend den Eindruck habe, diese sind in der Bevölkerung nicht mehr bekannt. Die Lektüre einiger Beiträge heute morgen bestätigte mich mal wieder in dieser Annahme und führte zu der entsprechenden Reaktion.

Leider liegst du vollkommen falsch in der Annahme, ich kenne mich im Bereich der FFW nicht aus. 2 meiner Brüder sind dort als aktive Kameraden tätig, das Gebäude der FFW grenzt an meines, und ich akzeptiere mit Freude deren Übungen, an un um meine Grundstück, obwohl sie mich rein hypothtisch stören könnten.

In deiner Ausführung fehlt der Vollständigkeit halber die Nennung der DLRG, THW, Rettungshundestaffel, Bergwacht, Luftrettung, ehrenamtliche Rettungskräfte.

Ich begrüße noch einmal sehr deutlich eine entgeltliche Würdigung derer Tätigkeiten, jedoch nicht über den Arbeitgeber, sondern über die verantwortliche Behörde und/oder den Fiskus.

Das ist gut zu lesen. Dann habe ich Hoffnung, dass du deinen Vergleich doch noch als unglücklich einstufst. Hättest du die in diesem Beitrag genannten Institutionen für deinen Vergleich genommen, hätte ich in meiner Reaktion sicher nicht deinen Beitrag zitiert. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 23.10.2019 19:49
Er vergleicht doch gar nicht die Anderen mit deiner geheiligten FFW, er gibt nur zu bedenken, daß diese auch besondere Ansprüche geltend machen könnten.

Und gerade hier, also dort  eine Abgrenzung zu finden, sei es im Tarif oder bei Steuerbegünstigungen liegt doch das Problem.

Ist doch genau wie mit den freien Bahntickets von AKK für die Soldaten. Sofort kommen dann die Personen in der Telefonseelsorge, die Bufdis, die Leute mit dem ökologischen Jahr,etc. und wollen auch so etwas. Und zum Schluss gibt es das auch noch für den Bienenzüchter, dessen Bedeutung ich nun absolut nicht unterschätzen würde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 23.10.2019 22:31
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 24.10.2019 08:02
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.

Dann können sie gern auch das Rentenalter 1 Jahr nach oben setzen ^^
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 24.10.2019 08:38
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.

Dann können sie gern auch das Rentenalter 1 Jahr nach oben setzen ^^

Gerne sogar 2 Jahre. Bei 25% mehr kann ich genug privat vorsorgen um das auszugleichen und hab trotzdem noch genug davon :D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 24.10.2019 08:52
Monatstabellenentgelt um 25 % erhöhen, 14,5 Monatsentgelte p.a., Wochenarbeitszeit um 25 % senken, Urlaubstage verdoppeln. Danke.

Dies könnte dynamisch gestaltet werden; derart, dass dies alle 4-5 Jahre automatisch eintritt. Laufzeit 30 Jahre
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 24.10.2019 09:32
Er vergleicht doch gar nicht die Anderen mit deiner geheiligten FFW, er gibt nur zu bedenken, daß diese auch besondere Ansprüche geltend machen könnten.

Und gerade hier, also dort  eine Abgrenzung zu finden, sei es im Tarif oder bei Steuerbegünstigungen liegt doch das Problem.

Ist doch genau wie mit den freien Bahntickets von AKK für die Soldaten. Sofort kommen dann die Personen in der Telefonseelsorge, die Bufdis, die Leute mit dem ökologischen Jahr,etc. und wollen auch so etwas. Und zum Schluss gibt es das auch noch für den Bienenzüchter, dessen Bedeutung ich nun absolut nicht unterschätzen würde.

Meine heilige FFW? Oh mann. Echt nichts verstanden?
Das Engagement in der FFW wurde auf den Seiten 12-13, auch von dir, dargestellt als handele es sich dabei zu einem Großteil um "Vereinsmeierei" und diente hauptsächlich dem sozialen und kulturellen Zusammenleben in kleinen verlassenen Dörfern auf dem Land. Ich habe versucht klar zustellen, dass dem mitnichten so ist. Leider nur mit mäßigem Erfolg. 8 Wochen mitlaufen bei uns würden dir die Augen schon öffnen (Dienste, Einsätze, Übungen, Ausbildung am WE, Ärztliche Untersuchungen). Eine Bessere Förderung des Engagements oder eine Besserstellung im Rahmen des Tarifvertrags habe ich nie gefordert!
Ich klink mich hier aus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 24.10.2019 10:26
Du scheinst recht aggressiv und aufgebracht zu sein, ich bitte dich zur Ruhe zu kommen und sachlich zu diskutieren.

Weder hat superbraz die FFW diskreditiert noch habe ich deren Wichtigkeit und den hohen Respekt vor dem Ehrenamt in Abrede gestellt. Fakt ist aber, daß über eine Abschaffung von einigen Feuerwehren BEI UNS in der Region diskutiert wird. Da haben einige Ortsfeuerwehren acht Einsätze im Jahr - zudem noch neun Bereitstellungen. Diese werden, das ist aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, nur aus sozialen Gründen Aufrecht erhalten. Ich sitze in der Planungsbehörde.

Das hat aber nun mal alles nicht wirklich was mit dem Tarif zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 24.10.2019 10:44

Das hat aber nun mal alles nicht wirklich was mit dem Tarif zu tun.



Daumen hoch. Anders wird es auch nicht mehr funktionieren auf Dauer. Da müssen sich die Kommunen echt was einfallen lassen um auch Dienstags morgens um 9:30 Uhr die Einsatzbereitschaft sicher zu stellen.

Machen Sie doch. Da muss man anfangen mit der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr. Da können Personen aus der Gemeinde schnell gebunden werden.

Aber auch hier würde ich keine Verankerung im Tarifvertrag befürworten, weil sich wie üblich die Frage stellt, wo die Grenze ist, was wird berücksichtigt. Welches Ehrenamt? Oder zählt auch Blutspenden, Knochmark- und Organspendeausweise. Was ist mit Betreuern. Soll man noch Unterscheiden zwischen Personen, die gedient haben und jenen, die aufgrund des Alters hier keinen gesellschaftlichen Dienst geleistet haben?

Nein, ich haltd das Ansinnen nicht für zielführend.

Jugend- und Kinderfeuerwehr wachsen nicht aus den Kommunen, sondern aus dem Engagement der Ehrenamtlichen der jeweiligen Feuerwehr und ziehen erst einmal tatsächlich Vereinstechnisch Nachwuchs heran.
Unsere Feuerwehr stand Zahlenmäßig und vom Altersschnitt noch nie so gut da wie zur Zeit. Gleichzeitg ist die Verfügbarkeit der Personen Dienstgas morgens um 9:30 Uhr noch nie so schlecht gewesen. Wo studieren oder arbeiten denn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in 6,8 Jahren wenn sie ausgebildet und Einsatzbereit sind? Ganz sicher nicht in dem Ort an dem sie aufgewachsen sind. Die Zeiten sind vorbei. Das ist das Problem. 
Ich kann nur jedem empfehlen eigene Notlagen möglichst in die Abend- oder Nachtsstunden oder auf das Wochenende zu legen.

Edit: Ich wollte auch nicht sagen, dass man jetzt mit dem Tarifvertrag die Lösung herbeibringen kann. Meine Beiträge sind eher etwas Off Topic. Sorry dafür. Musste ich aber loswerden nach der Lektüre der letzten Seiten.


Er vergleicht doch gar nicht die Anderen mit deiner geheiligten FFW, er gibt nur zu bedenken, daß diese auch besondere Ansprüche geltend machen könnten.

Und gerade hier, also dort  eine Abgrenzung zu finden, sei es im Tarif oder bei Steuerbegünstigungen liegt doch das Problem.

Ist doch genau wie mit den freien Bahntickets von AKK für die Soldaten. Sofort kommen dann die Personen in der Telefonseelsorge, die Bufdis, die Leute mit dem ökologischen Jahr,etc. und wollen auch so etwas. Und zum Schluss gibt es das auch noch für den Bienenzüchter, dessen Bedeutung ich nun absolut nicht unterschätzen würde.

Meine heilige FFW? Oh mann. Echt nichts verstanden?
Das Engagement in der FFW wurde auf den Seiten 12-13, auch von dir, dargestellt als handele es sich dabei zu einem Großteil um "Vereinsmeierei" und diente hauptsächlich dem sozialen und kulturellen Zusammenleben in kleinen verlassenen Dörfern auf dem Land. Ich habe versucht klar zustellen, dass dem mitnichten so ist. Leider nur mit mäßigem Erfolg. 8 Wochen mitlaufen bei uns würden dir die Augen schon öffnen (Dienste, Einsätze, Übungen, Ausbildung am WE, Ärztliche Untersuchungen). Eine Bessere Förderung des Engagements oder eine Besserstellung im Rahmen des Tarifvertrags habe ich nie gefordert!
Ich klink mich hier aus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 25.10.2019 11:42
der TVöD ist nicht der richtige Ort um einen Bonus für das Ehrenamt zu regeln.
Ich bin selber in der FFW also bleibt mir weg mit dem künstlichen Aufstöhnen.

In der FFW ist man aus Idealismus und aus keinem anderen Grund, die persönliche Gefahr der man sich ohne Pflicht aussetzt ist wider dem gesunden Menschenverstand, so etwas kann man freiwillig nur mit einem gewissen Idealismus machen. Ich will dafür kein Geld, ich will dass mich Kommunen nicht als Notnagel für jeden Scheiß missbrauchen (btw, ich bin Bundesangestellter).

Ich will mich um meine Familie kümmern und nebenher einen Dienst an der Gesellschaft tun. D.h. für mich in der FFW üben und auf den Ernstfall vorbereitet sein, nicht mehr und nicht weniger.

Ich könnt kotzen, wenn ich immer lese First Responder werden durch Ehrenamtliche gestellt, das ist eine Frechtheit.

Dank, weiter machen :)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 25.10.2019 12:17
der TVöD ist nicht der richtige Ort um einen Bonus für das Ehrenamt zu regeln.
Ich bin selber in der FFW also bleibt mir weg mit dem künstlichen Aufstöhnen.

In der FFW ist man aus Idealismus und aus keinem anderen Grund, die persönliche Gefahr der man sich ohne Pflicht aussetzt ist wider dem gesunden Menschenverstand, so etwas kann man freiwillig nur mit einem gewissen Idealismus machen. Ich will dafür kein Geld, ich will dass mich Kommunen nicht als Notnagel für jeden Scheiß missbrauchen (btw, ich bin Bundesangestellter).

Ich will mich um meine Familie kümmern und nebenher einen Dienst an der Gesellschaft tun. D.h. für mich in der FFW üben und auf den Ernstfall vorbereitet sein, nicht mehr und nicht weniger.

Ich könnt kotzen, wenn ich immer lese First Responder werden durch Ehrenamtliche gestellt, das ist eine Frechtheit.

Dank, weiter machen :)


mir geht es nur darum, dass beides aus dem öffentlichen bereich kommt...
wir sind als verbandsgemeinde für die ffw zuständig, müssen diese vorhalten, geld für gerätehäuse und fahrzeuge / ausrüstung ist da, aber nicht für diejenigen, die es bedienen.

ich sage ja nicht, dass man hier etwas durch den tarifvertrag regeln MUSS, aber es wäre schön, wenn er die möglichkeit hergeben würde, das ganze ein wenig zu honorieren.

dann wäre der aktive dienst in der ffw evtl. für manch einen attraktiver und oder umgekehrt auch der beruf im ö.D. für den ein oder anderen feuerwehrkameraden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 25.10.2019 21:32
Ehrenamt in allen Ehren, einen Bonus oder Vergünstigung im Rahmen des Tarifrechts des öffentlichen Dienstes ist Fehl am Platz. Ehrenamtlich Tätige sind keine Tarifbeschäftigten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Speech am 26.10.2019 20:04
Die Mitarbeiter des ÖD die in der FFW organisiert sind, sollten zwingend ein E-Bike per Entgeltumwandlung bekommen. Damit schließt sich der Kreis.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 27.10.2019 06:06
Die Mitarbeiter des ÖD die in der FFW organisiert sind, sollten zwingend ein E-Bike per Entgeltumwandlung bekommen. Damit schließt sich der Kreis.
E-Bike dann aber ausschließlich in den Farbtönen RAL 3000, 3020, 3024 oder 3026! 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 27.10.2019 10:40
Und einen blauen Fahrradhelm, der mittels LEDs blau blinken kann...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 27.10.2019 11:57
Macht euch mal lustig und hoffentlich haben dann alle Kameraden einen Platten an ihrem E-Bike, wenn ihr deren Hilfe benötigt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 27.10.2019 16:37
Das wäre aber sehr nachteilig für mich. Sowas hoffe ich im Regelfall nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 28.10.2019 08:35
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 28.10.2019 11:21
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....

meinst du damals, als die FFW nicht jede Arbeit ableisten musste, auf die heute keiner mehr lust hat?
Wir sind hier mehr mit Straße kehren beschäftigt, als Mensch und Tier zu helfen.
und leider gibt es zu wenig freiwillige Kräfte...

wir haben hier bei uns eine Regelung gefunden, womit alle gut leben können.
Angestellte im öD, die Mitglied in der FFW sind, sichern tagsüber die ausreichende Besetzung ab...
wenn die Sirene ertönt, rennen die "freiwilligen" MA vom Rathaus ins Gerätehaus und fahren zum Einsatz
und unterstützen die Kameraden, welche nicht auf Montage oder beruflich verhindert sind.

Als kleines "Dankeschön" gibt es im Gegenzug die Möglichkeit unmittelbar hinter dem Rathaus zu parken sowie einen Tag Sonderurlaub im Jahr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.10.2019 11:25
Hoffentlich keinen Sonderurlaub - das wäre für TB ziemlich blöd.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 28.10.2019 12:40
Sonderurlaub ist die Freistellung ohne Fortzahlung der Bezüge (§ 28 TVöD). Das wäre durchaus nachteilig für die freiwillig in der Feuerwehr dienenden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 29.10.2019 07:30
Sonderurlaub ist die Freistellung ohne Fortzahlung der Bezüge (§ 28 TVöD). Das wäre durchaus nachteilig für die freiwillig in der Feuerwehr dienenden.

es wird im Haus umgangssprachlich als "Sonderurlaub" deklariert, ist aber eher ein Tag Urlaub zusätzlich.
Ohne jegliche Einbußen betreffend Entgeltzahlung / Bezüge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 29.10.2019 07:36
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....

meinst du damals, als die FFW nicht jede Arbeit ableisten musste, auf die heute keiner mehr lust hat?
Wir sind hier mehr mit Straße kehren beschäftigt, als Mensch und Tier zu helfen.
und leider gibt es zu wenig freiwillige Kräfte...

wir haben hier bei uns eine Regelung gefunden, womit alle gut leben können.
Angestellte im öD, die Mitglied in der FFW sind, sichern tagsüber die ausreichende Besetzung ab...
wenn die Sirene ertönt, rennen die "freiwilligen" MA vom Rathaus ins Gerätehaus und fahren zum Einsatz
und unterstützen die Kameraden, welche nicht auf Montage oder beruflich verhindert sind.

Als kleines "Dankeschön" gibt es im Gegenzug die Möglichkeit unmittelbar hinter dem Rathaus zu parken sowie einen Tag Sonderurlaub im Jahr.

Und was ist mit den anderen, die sich ehrenamtlich engagieren als Hobby? Die kriegen nichts extra?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 07:38
Warum sollte die Gemeinde unterschiedliche ehrenamtliche Engagements gleich behandeln?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 29.10.2019 07:39
Ach, waren das noch schöne Zeiten als der Feuerwehrdienst noch aus ehrenhaften Gründen geleistet wurde.
.....

meinst du damals, als die FFW nicht jede Arbeit ableisten musste, auf die heute keiner mehr lust hat?
Wir sind hier mehr mit Straße kehren beschäftigt, als Mensch und Tier zu helfen.
und leider gibt es zu wenig freiwillige Kräfte...



wir haben hier bei uns eine Regelung gefunden, womit alle gut leben können.
Angestellte im öD, die Mitglied in der FFW sind, sichern tagsüber die ausreichende Besetzung ab...
wenn die Sirene ertönt, rennen die "freiwilligen" MA vom Rathaus ins Gerätehaus und fahren zum Einsatz
und unterstützen die Kameraden, welche nicht auf Montage oder beruflich verhindert sind.

Als kleines "Dankeschön" gibt es im Gegenzug die Möglichkeit unmittelbar hinter dem Rathaus zu parken sowie einen Tag Sonderurlaub im Jahr.

Und was ist mit den anderen, die sich ehrenamtlich engagieren als Hobby? Die kriegen nichts extra?

Pssssst!!! Nicht "Hobby" sagen........
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 29.10.2019 07:40
Warum sollte die Gemeinde unterschiedliche ehrenamtliche Engagements gleich behandeln?

Warum sollte sie überhaupt irgendein Hobby irgendwie behandeln?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 07:43
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 29.10.2019 08:05
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 29.10.2019 10:08
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 29.10.2019 10:25
...eine Mitgliedschaft als "Voraussetzung" für eine Stelle, die mit FW sonst nichts zu tun hat, ist rechtlich nicht haltbar...die Mitgliedschaft in der FFW kann in den Stellenausschreibung höchstens unter "wünschenswert" genannt werden...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 29.10.2019 10:28
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....

Als Arbeiter auf dem Bauhof sowieso ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 29.10.2019 10:28
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

bei uns ist es ähnlich...
wir sind als Verbandsgemeinde der Träger für die FFW, demnach in der Verantwortung.
Es gibt so gut wie keine Mitglieder mehr, gerade während der normalen Arbeitszeit tagsüber ist es schwierig, die Einsätze abzudecken.
Daher ist die Mitgliedschaft in der FFW eine Art "Pluspunkt" bzw. ein Vorteil bei der Übernahme / Einstellung von Personal.
Und als Dankeschön einen Tag Urlaub extra, macht das ganze noch attraktiver.

Und was ist mit den anderen, die sich ehrenamtlich engagieren als Hobby? Die kriegen nichts extra?

nenn mir mal ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engangement neben der FFW, wo die Kommune / Verwaltung in direkter Verbindung / Verantwortung steht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 29.10.2019 10:33
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....

Als Arbeiter auf dem Bauhof sowieso ;)

Altersdiskriminierung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.10.2019 10:42

nenn mir mal ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engangement neben der FFW, wo die Kommune / Verwaltung in direkter Verbindung / Verantwortung steht.

Nun ja, bei mir ist es so:

Parteimitgliedschaft, bin im Vorstand und wir bestimmen hiermit maßgeblich über die politische Zusammensetzung des Kreistages bzw. der weiteren Orange (CDU-Hochburg) mit.

Bürgerfunk: bin Moderator und unser Kreis beteiligt sich an der Finanzierung des offenen Kanals.

ADFC: beratendes Mitglied in mehren Ausschüssen auf Kreis- und Gemeindeebene

Zudem regelmäßiger Blutspender, Organspende Ausweis, Knochemarkspende, etc. - und auch wenn das hier schon mal abwertend beurteilt wurde: ohne Blutspender kann die Feuerwehr noch so viele Unfall- und Brandopfer ins Krankenhaus bringen, ohne Blutkonserven sind die ganz schnell tot.

Fast jede Beschäftigung hat irgendwo Ihren Sinn. Man sollte hier gerade nicht anfangen im Tarifrecht Regelungen zu finden, weil es - ähnlich wie beim LOB - oft nur zur Unzufriedenheit führt.

Wir diskutieren das gerade für die Vergaben von Baugrundstücken auf politischer Ebene, da ist es schon schwierig genug.



Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 29.10.2019 11:22
Offenkundig hat sie ein Interesse an der Ausübung dieses.

Es gibt sogar Gemeinden, welche eine Mitgliedschaft in der FFW für eine Anstellung voraussetzen. Oftmals für Bauhofmitarbeiter um wie schon weiter oben geschrieben, den Bedarf unter der Woche während der Morgen- & Mittagszeit  zu decken.

Womit dann teilweise über 60 Jährige sowie Menschen mit Behinderungen raus sind....

Als Arbeiter auf dem Bauhof sowieso ;)

Altersdiskriminierung?

Ausübung schwerer körperlicher Arbeit!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 11:29

nenn mir mal ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engangement neben der FFW, wo die Kommune / Verwaltung in direkter Verbindung / Verantwortung steht.

Nun ja, bei mir ist es so:

Parteimitgliedschaft, bin im Vorstand und wir bestimmen hiermit maßgeblich über die politische Zusammensetzung des Kreistages bzw. der weiteren Orange (CDU-Hochburg) mit.

Bürgerfunk: bin Moderator und unser Kreis beteiligt sich an der Finanzierung des offenen Kanals.

ADFC: beratendes Mitglied in mehren Ausschüssen auf Kreis- und Gemeindeebene

Zudem regelmäßiger Blutspender, Organspende Ausweis, Knochemarkspende, etc. - und auch wenn das hier schon mal abwertend beurteilt wurde: ohne Blutspender kann die Feuerwehr noch so viele Unfall- und Brandopfer ins Krankenhaus bringen, ohne Blutkonserven sind die ganz schnell tot.

Fast jede Beschäftigung hat irgendwo Ihren Sinn. Man sollte hier gerade nicht anfangen im Tarifrecht Regelungen zu finden, weil es - ähnlich wie beim LOB - oft nur zur Unzufriedenheit führt.

Wir diskutieren das gerade für die Vergaben von Baugrundstücken auf politischer Ebene, da ist es schon schwierig genug.

Ob irgendeine Tätigkeit einen Sinn macht, ist doch aus AG-Sicht völlig unbeachtlich. Ob Brandopfer im Krankenhaus sterben oder nicht, ist auch unerheblich. Es geht um die Erfüllung von Aufgaben, die der AG in seiner Eigenschaft als Gebietskörperschaft hat - und da gibt es außer dem Tierheim, das hinsichtlich Fundtieren Geneimdepflichtaufgaben gegen Entschädigung erledigt, nichts, was an die FFW herankommt. Alles andere ist nice to have.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.10.2019 11:35
Nicht den einzelnen AG mit einem Teil der Tarifparteien gleichsetzen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.10.2019 11:38
Der einzelne AG ist i.d.R. ein Teil der Tarifparteien. Was also spricht gegen eine Öffnungsklausel? Niemand ist gezwungen, sie anzuwenden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.10.2019 11:46
Die einzelnen AG müssen sich innerhalb Ihres Verbandes eine Meinung bilden. Viele Kommunen haben keinen Bedarf an dieser Regelung und sind nicht an so einer Regelung interessiert. Des Weiteren haben z. B. die Landkreise nicht direkt eine FFW. Daher wäre zunächst abzuwarten, welche Meinung sich die Seite der AG insgesamt bildet.

Öffnungsklauseln sind ja grundsätzlich zu begrüßen, da sie die Flexibilität vor Ort stärken. Ich würde mir viel mehr davon wünschen.






Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 29.10.2019 11:47
Ob irgendeine Tätigkeit einen Sinn macht, ist doch aus AG-Sicht völlig unbeachtlich. Ob Brandopfer im Krankenhaus sterben oder nicht, ist auch unerheblich. Es geht um die Erfüllung von Aufgaben, die der AG in seiner Eigenschaft als Gebietskörperschaft hat - und da gibt es außer dem Tierheim, das hinsichtlich Fundtieren Geneimdepflichtaufgaben gegen Entschädigung erledigt, nichts, was an die FFW herankommt. Alles andere ist nice to have.

genau dies habe ich damit angesprochen - Spid hat verstanden, wie ich es meine...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 29.10.2019 15:05
...geht es auch mal ohne dieses FFW-Gedöns? Ist langsam gut jetzt oder Zeit für einen eigenen Thread bitte...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: thebiba am 29.10.2019 15:26
Wünsche zur Tarifrunde 2020:

- Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 36 Stunden, analog Wahlmöglichkeit mehr Geld oder weniger Stunden
- Abschaffung JSZ, dafür monatliche Umlage auf das Gehalt
- Abschaffung LOB, dafür monatliche Umlage auf das Gehalt
- Erhöhung der Entgelte um 4%, mindestens jedoch 90€, Laufzeit 12 Monate
- Abschaffung der Stufen 1,3,4, und 5. Neueinstellungen automatisch in der 2. Laufzeit 2 Jahre, dann Tarifliche Endstufe.

Es muss definitiv etwas passieren!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 29.10.2019 21:53
Endlich wieder die soziale Komponente.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: patrick0815 am 30.10.2019 09:27
An eine Arbeitszeitverkürzung glaube ich nicht. Im Öffentlichen Dienst fehlt eher Personal und damit würde eine Verkürzung der Arbeitszeit das Fehlen von Personal noch verstärken.

Wünschen tue ich es mir jedoch auch, zumindest die Wahl zu haben - Geld oder weniger Stunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 30.10.2019 09:33
Endlich wieder die soziale Komponente.

Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 30.10.2019 09:35
Endlich wieder die soziale Komponente.

Was wäre denn eine soziale Komponente?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: RsQ am 30.10.2019 09:47
An eine Arbeitszeitverkürzung glaube ich nicht. Im Öffentlichen Dienst fehlt eher Personal und damit würde eine Verkürzung der Arbeitszeit das Fehlen von Personal noch verstärken.

Der Faktor "Arbeitszeit" wird aber - gerade in den Bereichen, in den Mangel herrscht und in denen sich AN den AG aussuchen können - künftig mit über die Attraktivität einer Stelle entscheiden. Wenn der öD sich hier also von der Entwicklung des "Marktes" entfernt, könnte sich das Problem der Personalgewinnung noch verschärfen. Da gibt es also Risiken in beide Richtungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 30.10.2019 10:15
@thebibas Wunsch:
- Erhöhung der Entgelte um 4%, mindestens jedoch 90€, Laufzeit 12 Monate

@Brownyys Anmerkung dazu:
Endlich wieder die soziale Komponente.

Nicht auszuschließen ist, das die Anmerkung sarkastisch gemeint war ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: patrick0815 am 30.10.2019 10:26
An eine Arbeitszeitverkürzung glaube ich nicht. Im Öffentlichen Dienst fehlt eher Personal und damit würde eine Verkürzung der Arbeitszeit das Fehlen von Personal noch verstärken.

Der Faktor "Arbeitszeit" wird aber - gerade in den Bereichen, in den Mangel herrscht und in denen sich AN den AG aussuchen können - künftig mit über die Attraktivität einer Stelle entscheiden. Wenn der öD sich hier also von der Entwicklung des "Marktes" entfernt, könnte sich das Problem der Personalgewinnung noch verschärfen. Da gibt es also Risiken in beide Richtungen.

Ja da gebe ich dir recht! Ich glaube aber nicht an die Weitsicht der Oberen  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 30.10.2019 13:45
Endlich wieder die soziale Komponente.

Was wäre denn eine soziale Komponente?
Mindesten 20 Brote mehr.....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 30.10.2019 15:18
Endlich wieder die soziale Komponente.

Was wäre denn eine soziale Komponente?
Mindesten 20 Brote mehr.....

1 Brot = 3,50 x 20 =70 netto (!), das ist doch ok...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.10.2019 15:53
Bio Laktose und Kornfrei =140€
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 30.10.2019 20:11
@thebibas Wunsch:
- Erhöhung der Entgelte um 4%, mindestens jedoch 90€, Laufzeit 12 Monate

@Brownyys Anmerkung dazu:
Endlich wieder die soziale Komponente.

Nicht auszuschließen ist, das die Anmerkung sarkastisch gemeint war ...

Nein, wie kommst du denn da drauf?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 30.10.2019 20:48
Weil eine soziale Komponente die unteren Entgeltgruppen über die Maßen bevorteilt und zu Verzerrungen im Gehaltsgefüge führt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 30.10.2019 20:53
Das wäre keine soziale, sondern eine sozialistische Komponente.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Amiga am 30.10.2019 20:55
Soziale Komponente? Super und nichts Neues. Gibt es in D doch dauerhaft. Besonders für die, die hier nichts leisten. Faulenzertum wird doch gern hofiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Novus am 30.10.2019 22:02
Soziale Komponente? Super und nichts Neues. Gibt es in D doch dauerhaft. Besonders für die, die hier nichts leisten. Faulenzertum wird doch gern hofiert.

Deshalb sind Leute wie du doch im ÖD ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Acastus am 31.10.2019 10:47
Nachdem wir hier von Wünschen sprechen. Hier mal paar Wünsche von mir  :D

- Gehaltssteigerung im 1. Jahr 3,5 Prozent im 2. Jahr 3 Prozent.

- Laufzeit 2 Jahre

- VWL massiv erhöhen. 6.65 Brutto ist doch irgendwie witzlos ^^

- Arbeitszeit auf 38.5 Std. festsetzen (Deutschlandweit)

- Jahressonderzahlung erhöhen

- LOB (ist bei uns irgendwie seltsam geregelt so das kaum jemand durchblickt) abschaffen

- Möglichkeit abschlagsfrei früher in Rente zu gehen (Ist ja immerhin dennoch Öffentlicher Dienst)

- sogenannter MumienTag (so hieß es wenigstens bei uns) wieder einführen^^ (wurde glaub ich 2004 oder so abgeschafft)

mfg
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 31.10.2019 16:16
Nachdem wir hier von Wünschen sprechen. Hier mal paar Wünsche von mir  :D

- Gehaltssteigerung im 1. Jahr 3,5 Prozent im 2. Jahr 3 Prozent. zu niedrig

- Laufzeit 2 JahreGerne

- VWL massiv erhöhen. 6.65 Brutto ist doch irgendwie witzlos ^^Nebensächlich. Mit höherem Einkommen lässt sich das ganze selbst regeln

- Arbeitszeit auf 38.5 Std. festsetzen (Deutschlandweit) 38 Std als Basis, freiwillige Wahlmöglichkeit +- 3 Std

- Jahressonderzahlung erhöhengerne

- LOB (ist bei uns irgendwie seltsam geregelt so das kaum jemand durchblickt) abschaffenNein

- Möglichkeit abschlagsfrei früher in Rente zu gehen (Ist ja immerhin dennoch Öffentlicher Dienst) Unrealistisch. Durch steigendes Lebensalter, ist das derzeitige System so nicht länger beizubehalten.

- sogenannter MumienTag (so hieß es wenigstens bei uns) wieder einführen^^ (wurde glaub ich 2004 oder so abgeschafft) Warum?

mfg

Ein paar kleine Anmerkungen
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 31.10.2019 16:32
Nun ja:

wenn die 3,5 und 3 Prozent des ERGEBNIS sind gehe ich d`accord. Als Forderung definitiv zu niedrig.

Bei der VWL ist nicht die Höhe an sich das Problem, sondern das man hierzu extra einen bestimmten Vertrag anlegen muss, hätte ich mir gerne gespart. Aber das Geld über 30 Jahren nicht zu nehmen ist auch Mist.

Bei der Rente wäre ein GESETZLICHER Korridor wünschenswert. Also irgendwas flexibles.

Der Mumientag (Anfang der 90er Jahre zwei Tage davon im Jahr) war in einigen Behörden vorteilhaft, da teils vielleicht zu strikt auf die Vorgabe geachtet wurden, den Regelurlaub möglichst zusammenhängen zu nehmen. Von daher stimme ich dem Vorschlag ausdrücklich zu. Allerdings müssen das mindestens zwei oder drei Tage im Jahr sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 03.11.2019 13:53
Der Mumientag (Anfang der 90er Jahre zwei Tage davon im Jahr) war in einigen Behörden vorteilhaft, da teils vielleicht zu strikt auf die Vorgabe geachtet wurden, den Regelurlaub möglichst zusammenhängen zu nehmen. Von daher stimme ich dem Vorschlag ausdrücklich zu. Allerdings müssen das mindestens zwei oder drei Tage im Jahr sein.

Was soll der Mumientag sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 03.11.2019 13:59
AZV, Waschtag, Mumientag. Bis - glaube ich Mitte der 90er - hatten wir davon zwei im Jahr. Und das bei 38,5 Stunden und etwas mehr Feiertagen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 14:04
Und das erhellt jetzt inwiefern, was ein „Mumientag“ sei?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 03.11.2019 14:09
Ein zusätzlicher freier Tag, den man nicht in Kombination mit Urlaub, Brückentage nehmen darf
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 14:13
Zusätzlich zu was für wen und aus welchem Anlaß und mit welchem Bezug zum Namen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 14:17
Und das erhellt jetzt inwiefern, was ein „Mumientag“ sei?
Zusätzlich zu was für wen und aus welchem Anlaß und mit welchem Bezug zum Namen?

Na wahrscheinlich wird so der Zusatzurlaub für rentennahe Beschäftigte genannt.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 14:40
Ach so... ich muß bei sowas ja immer an "Alt und nur im Weg" von Truck Stop denken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 15:41
Ach so... ich muß bei sowas ja immer an "Alt und nur im Weg" von Truck Stop denken.

Alt und im Weg sind wir alle irgendwann einmal, solange unser Dasein kein vorzeitiges Ende nimmt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 15:48
Das halte ich für eine unzulässige Pauschalisierung. Wenn man das Ziel einer Pilgerfahrt darstellt, kann man nicht im Wege stehen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 16:27
Das halte ich für eine unzulässige Pauschalisierung.

Nö. Ist eine Tatsache. Stehst Du an der Kasse vor mir, bist Du mir im Weg. Läufst Du langsamer Richtung Klo als ich, bist du im Weg. Stehst Du zwischen meiner jetzigen und meiner neuen Entgeltgruppe, bist Du im Weg. Liegst Du mit einer Asystolie vor dem Eingang zum Kino, bist Du selbst da im Weg.

Jeder ist einmal im Weg, wenn ein anderer Ziele verfolgt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 16:58
Nur dann, wenn man Deine Individualperspektive als maßgeblich betrachtete. Stehe ich an der Kasse vor Dir, bin ich nicht im Weg, sondern Du hast die Gelegenheit, Dich in meinem Glanz zu sonnen. Stehe ich zwischen Deiner jetzigen und Deiner zukünftigen Entgeltgruppe, lasse ich Dich Deinen Wert erkennen. Liege ich mit einer Asystolie vor dem Eingang zum Kino, bringe ich Dir nicht nur die Gelegenheit, die einzige Hoffnung der Menschheit und des Universums zu retten, sondern auch eine Enttäuschung zu vermeiden, da der Film über mein Leben noch nicht gedreht ist. Und wenn Du den Eindruck hast, ich stünde Dir bei Deinen Zielen im Weg, so hast Du Dir die falschen gesetzt - gern geschehen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 03.11.2019 17:00
Und wenn Du den Eindruck hast, ich stünde Dir bei Deinen Zielen im Weg, so hast Du Dir die falschen gesetzt - gern geschehen!

Nur eine Frage des Kalibers  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.11.2019 17:15
7,62x39mm hat sich mal als erstaunlich wirkungslos erwiesen...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 04.11.2019 07:31
...dann hilft offensichtlich nur noch Kryptonit...womit wir auf dem Level wären, auf dem Spid sich offensichtlich sieht... :D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 04.11.2019 07:37
Pffft! Tumber, außerirdischer Muskelprotz...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 04.11.2019 13:46
Mal ne sachliche Frage zu diesem Thread:

Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?

Und kommt mir bitte nicht mit "tritt doch selbst in die Verdi ein".
Solange die nicht nur die Tarife für den ÖD aushandeln und noch vieles tun, was mich nicht anspricht, werde ich dort nicht Mitglied.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 04.11.2019 14:02
Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?
Immer, wenn auf der Startseite unten rechts (unter dem Button ALLE BEITRÄGE GELESEN) ein roter Punkt und/oder ein blauer Punkt eingeblendet wird, ist ein offizieller Verdi-Vertreter (rot) bzw. ein dbb-Vertreter (blau) im Forum anwesend und liest mit ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 04.11.2019 14:42
7,62x39mm hat sich mal als erstaunlich wirkungslos erwiesen...

Kein Wunder. Wird/Wurde ja auch größtenteils von Kommunisten und Sozialisten verwendet.  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 04.11.2019 14:59
Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?
Immer, wenn auf der Startseite unten rechts (unter dem Button ALLE BEITRÄGE GELESEN) ein roter Punkt und/oder ein blauer Punkt eingeblendet wird, ist ein offizieller Verdi-Vertreter (rot) bzw. ein dbb-Vertreter (blau) im Forum anwesend und liest mit ...
...wobei die Blauen immer die Guten sind... 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 04.11.2019 15:15
Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?
Immer, wenn auf der Startseite unten rechts (unter dem Button ALLE BEITRÄGE GELESEN) ein roter Punkt und/oder ein blauer Punkt eingeblendet wird, ist ein offizieller Verdi-Vertreter (rot) bzw. ein dbb-Vertreter (blau) im Forum anwesend und liest mit ...
...wobei die Blauen immer die Guten sind... 8)
Versteht sich!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 04.11.2019 17:04
Gewerkschafter lesen nicht in öffentlichen Foren. Die bilden sich ihre Meinung über die Glaskugel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 05.11.2019 09:21
Mal ne sachliche Frage zu diesem Thread:

Geht es hier wirklich nur um die Wünsche und Diskussion darüber? Oder gibt es auch Gewerkschafter die hier mitlesen und die (mittlerweile wenigen) konstruktiven Vorschläge auch wirklich mal mitnehmen?

Und kommt mir bitte nicht mit "tritt doch selbst in die Verdi ein".
Solange die nicht nur die Tarife für den ÖD aushandeln und noch vieles tun, was mich nicht anspricht, werde ich dort nicht Mitglied.

Es gibt keinen Grund hier mitzulesen, die Meinungsbildung einiger Mitglieder, die Vorschläge einbringen dürfen, erfolgt aber bestimmt teilweise hierüber.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Addams am 21.11.2019 16:15
Seit einigen Wochen ist das Ergebnis der Verdi-Umfrage veröffentlicht, und bisher habe ich es hier noch nirgends im kommunalen Forum gesehen, bzw. habe es vielleicht übersehen. Da der ursprüngliche Thread zu dieser Umfrage vom April mittlerweile geschlossen ist (siehe https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,111820.0.html), dachte ich mir, dass es am ehesten Sinn macht, die Ergebnisse hier zu verlinken:

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++6bb7ec82-f177-11e9-820d-525400b665de

Der Trend geht (meiner Meinung nach) in die richtige Richtung, die Beschäftigten wollen verstärkt die Wahlmöglichkeit für mehr Freizeit statt mehr Geld. Mein persönlicher Favorit wäre das zusätzliche Zeitkonto mit der Möglichkeit längerer Urlaubs- bzw. Freistellungsphasen. Dicht dahinter fände ich die Möglichkeit der Umwandlung der Jahressonderzahlung in Freizeit eine tolle Sache (von meiner diesjährigen JSZ gehen 53% Abzüge ab, als Freizeit bekäme ich den Gegenwert von etwa 15 Tagen zu 100%). Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit wäre nice to have, aber die beiden vorigen Punkte wären mir lieber.

Jetzt müsste Verdi den Worten nur noch Taten folgen lassen, vielleicht überrascht sie mich zur Abwechslung mal positiv, nach den Bsirske'schen Nackenschlägen der letzten gefühlt hundert Tarifrunden.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 21.11.2019 16:27

Jetzt müsste Verdi den Worten nur noch Taten folgen lassen, vielleicht überrascht sie mich zur Abwechslung mal positiv, nach den Bsirske'schen Nackenschlägen der letzten gefühlt hundert Tarifrunden.

Für mich reicht es schon aus, das die Gewerkschaft zumindest Kontakt zur Welt draußen aufgenommen hat. Hat ja auch lange genug gedauert. Wird das jetzt in den Verhandlungen auch noch gefordert, trete ich sogar ein!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 22.11.2019 07:31
@BAT

Du bist dir hoffentlich der Tatsache bewusst, Das Internet vergisst nicht!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 22.11.2019 07:37
Wenn "fordern" schon zum Beitritt reichte, wäre ich sogar in der FDP!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 22.11.2019 15:21
"Interessante" Vorschläge...

Wahlmöglichkeit finde ich im Prinzip gut.

Bei manchen Vorschlägen liege ich aber kugelnd am Boden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 23.11.2019 18:17
Ich bin gespannt, ob die Arbeitgeberseite solche Vorstellungen mit trägt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 23.11.2019 20:21
Es handelt sich dabei um Sonderwünsche von Eltern mit Kindern. Wieso diese signifikant bevorteilt werden sollen erschließt sich mir nicht. Nichts gegen Nachwuchs. Es ist aber nicht die Aufgabe der Arbeitgeberseite diese zu bevorteilen oder sich um deren Belange zu kümmern.

Machen wir uns nichts vor, der ÖD ist grundsätzlich ein Top Arbeitgeber was Familienfreundliche Arbeitszeiten angeht. Gleitzeit, mögliche Teilzeitstellen, sicherer Arbeitsplatz etc.

Bei der Wahlmöglichkeit zwischen Entgelterhöhung, oder Reduzierung der Arbeitszeit bin ich jedoch ganz dabei, da hier alle Beschäftigten  in gleicher Weise ihre Vorteile nutzen können.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 25.11.2019 10:16
Also wenn Verdi diesmal nicht massiv die Arbeitszeit (und insbesondere eine Wahlmöglichkeit) massiv als Thema aufgreift, dann weiß ich auch nicht.

Eigentlich sollte es der Arbeitgeberseite doch gelegen kommen, dass viele die Freizeit anstatt des Geldes nehmen würden. So spart der AG Geld und die Arbeit wird trotzdem erledigt. Es gab ja inzwischen mehr als ausreichend Versuche in der Privatwirtschaft bei denen Unternehmen einen Tag weniger pro Woche gearbeitet haben und dadurch ihre Effizienz erhöht haben. Natürlich ist das nicht in allen Bereichen der Fall.

Sorgen macht mir hier die Kinderbetreuung, denn dort MUSS der AG die fehlenden Stunden durch Personal ausgleichen und wir wissen ja was der Erzieher Markt hergibt. Und die Kinderbetreuung ist bei vielen ja gerade ein riesen Thema. Bei uns besteht der halbe Haushalt inzwischen aus Investitionen in Kitas und Betreuungspersonal.

Warten wir es ab.

Hab mir auch noch mal Gedanken gemacht, was ich mir persönlich wünschen würde. Ein Abschluss auf 2 Jahre (glatt). Ein quasi "Inflationsausgleich" für alle, ~1,X% und dann die Wahl für alle ob 5% oder 2 Wochenstunden weniger.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 25.11.2019 10:55
Früher ging es ja wohl samstags zur schule...
Der samstag war in fast allen gewerken ein arbeitstag, ist ja auch akutell ein "werktag"...

Dass man die arbeitszeit ost-west endlich mal anpasst (egal ob beide auf 39 oder beide auf 40h), ok!
Das wird langsam mal Zeit, 30 Jahre nach der Wende.

Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?

Also ich komme mit meinen 40h / Woche super hin, habe trotzdem genügend Freizeit.
An der Umfrage sehe ich für mich: den Menschen geht es zu gut und trotzdem jammern sie.

Also wenn mehr Freizeit, dann richtig:
- 7% mehr Entgelt und für alle eine 32h Arbeitswoche > Freitag frei, so wie der Name sagt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 25.11.2019 11:15
Was mir bei der Umfrage Sorge macht ist die Beteiligung bzw. wer sich beteiligt hat.

Ich meine damit, dass 64% der Teilnehmer der Umfrage ein Monatsbrutto von 3.500 Euro oder weniger hatten. Ich fürchte das verdi weiterhin ihr Augenmerk auf diese Mitarbeiter hat und entsprechend der Rest vernächlässigt wird.

Quelle: Seite 7 (https://www.verdi.de/++file++5da727552193fb09e194d185/download/ver.di_Ergebnisbericht_AZ.pdf)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 25.11.2019 11:25
Wahlmöglichkeit ist im Grunde nicht verkehrt, aber in den Kommentaren unter "Sonstiges" wurde es treffend formuliert:

Wenn kein Ausgleich in Form von mehr Personal geschaffen wird, ist das eine Milchmädchenrechnung.

Schon jetzt zeigt die Auswertung, dass Überstunden eher zur Regel gehören als zur Ausnahme. Gleichzeitig wird klar, dass die meisten Überstunden entstehen, weil das Arbeitspensum nicht in der vorgegebenen Zeit erledigt werden kann.
Wenn wir jetzt die Stunden reduzieren, wird die Arbeit nicht weniger.

Die Folge können nur mehr Überstunden sein, oder Dinge werden nicht erledigt.

Wenn in bestimmten Arbeitsbereichen regelmäßig Überstunden anfallen, dann muss man den Arbeitgeber zwingen, hier Entlastung zu schaffen in dem mehr Planstellen geschaffen werden.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 25.11.2019 11:29
Überstunden sind doch mit 115% bzw. 130% zu vergüten. Halte ich für kein schlechtes Geschäft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 25.11.2019 13:01
Überstunden sind doch mit 115% bzw. 130% zu vergüten. Halte ich für kein schlechtes Geschäft.

Ich behaupte, dass der durchschnittliche Verdianer den Unterschied zwischen Überstunden welche angeordnet werden müssen und "einfach länger arbeiten" nicht kennt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 25.11.2019 13:04
Überstunden sind doch mit 115% bzw. 130% zu vergüten. Halte ich für kein schlechtes Geschäft.

Ich behaupte, dass der durchschnittliche Verdianer den Unterschied zwischen Überstunden welche angeordnet werden müssen und "einfach länger arbeiten" nicht kennt.

Ich glaube, dass der Durchschnitt der Nicht-Verdianer ihn auch nicht besser kennt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 25.11.2019 13:06
und ich glaube das es die absolute Ausnahme ist, dass im öD Überstunden gemacht werden.
Muss da der PR eigentlich eingeschaltet werden?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 25.11.2019 13:39
Diese Diskussion (damals hieß es, dass 70% der AN Überstunden machen) hatten wir auch schon auf den Seiten ab S.6

und ich glaube das es die absolute Ausnahme ist, dass im öD Überstunden gemacht werden.
Muss da der PR eigentlich eingeschaltet werden?
bei uns sind die "angeordneten Überstunden" mit Formblatt zu beantragen und vom PR zumindest vorher zur Einsicht vorzulegen, ich meine sogar, dass er diese genehmigen muss, kann mich hier aber täuschen.

Dass man die arbeitszeit ost-west endlich mal anpasst (egal ob beide auf 39 oder beide auf 40h), ok!
Das wird langsam mal Zeit, 30 Jahre nach der Wende.

Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?
Gleiche Arbeitszeit 39h-Woche für Ost und West sollte umgesetzt werden (aber nicht vom Wessi-Budget  ;D)

Ein Anspurch auf Teilzeit besteht bisher ja nur, wenn keine wichtigen, betrieblichen Gründe dagegen sprechen?! Können diese Gründe einfach konstruiert werden? Jemand berichtete, dass in einem kleinen Team mit meinetwegen 3 AN dann bereits ein "wichtiger, betrieblicher Grund" vorliegen würde, um TZ abzulehnen?

Also ich komme mit meinen 40h / Woche super hin, habe trotzdem genügend Freizeit.
An der Umfrage sehe ich für mich: den Menschen geht es zu gut und trotzdem jammern sie.
Ich denke zwar auch, dass es "den Leuten" eigentlich doch recht gut geht. Allerdings hat das ganze ja mit der persönlichen Priorisierung im Leben zu tun. Warum 39h arbeiten wenn doch eigentlich auch 35 reichen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 25.11.2019 20:28

Wenn in bestimmten Arbeitsbereichen regelmäßig Überstunden anfallen, dann muss man den Arbeitgeber zwingen, hier Entlastung zu schaffen in dem mehr Planstellen geschaffen werden.

Warum? Es ist Dienst nach Vorschrift zu leisten, der Arbeitsanfall hat für den Arbeitnehmer grundsätzlich keine Bedeutung. Der Arbeitgeber hat seinen Laden nach Aufgabenanfall zu organisieren.


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 25.11.2019 20:48
Realistisch gesehen werden dann nur wenige neue Stellen geschaffen und/oder besetzt. Viele Arbeitnehmer, die sich jetzt die Hände reiben werden am Ende bis sich wirklich etwas tut die gleiche Arbeit erledigen müssen, bis eine Dienststelle realisiert, dass der Arbeitsaufwand in Teilbereichen zu hoch ist. Die legendäre Veränderungsdynamik des OE ist ja hinreichlich bekannt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 25.11.2019 22:41
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 26.11.2019 06:25
Warum 39h arbeiten wenn doch eigentlich auch 35 reichen?

Gerade im öD gibt es doch die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. Da gibt es die wildesten Konstrukte von 15 Stunden bis Vollzeit ist eigentlich jede erdenkliche Prozentzahlt drin.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 26.11.2019 06:42
Warum 39h arbeiten wenn doch eigentlich auch 35 reichen?

Gerade im öD gibt es doch die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. Da gibt es die wildesten Konstrukte von 15 Stunden bis Vollzeit ist eigentlich jede erdenkliche Prozentzahlt drin.

Was ist an 15 Stunden und 39 bzw. allem dazwischen wild?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 06:44
Realistisch gesehen werden dann nur wenige neue Stellen geschaffen und/oder besetzt. Viele Arbeitnehmer, die sich jetzt die Hände reiben werden am Ende bis sich wirklich etwas tut die gleiche Arbeit erledigen müssen, bis eine Dienststelle realisiert, dass der Arbeitsaufwand in Teilbereichen zu hoch ist. Die legendäre Veränderungsdynamik des OE ist ja hinreichlich bekannt.
Und wo ist das Problem? Wenn die Arbeitsverdichtung für die MA zu grösser wird, dann müssen sie doch nicht freiwillig mehr Stunden arbeiten.
Wenn ein Mitarbeiter seine Arbeitszeit um 5 h kürzt und genau soviel schafft wie vorher, dann stimmte doch vorher was nicht. Wenn er jedoch die gleichen Arbeitsaufträge bekommt wie vorher, dann muss er es halt liegen lassen und beim Vorgesetzten erfragen, was er liegen lassen soll.
Wenn der Vorgesetzte dann Überstunden anordnen muss, dann noch besser: Man bekommt mehr Geld via Zulagen ausgezahlt als vorher.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 26.11.2019 08:02
Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?

In der Theorie ja. Und wenn man gute Gründe hat (Kind, Familie etc.) ist das auch bei uns in der Regel kein Problem. Wenn ich aber sehe, welche Reaktionen seitens Vorgesetzten auf die Ankündigung der Möglichkeit von Brückenteilzeit kam, die ohne jede Begründung genommen werden kann, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob ich das Thema Teilzeit überhaupt noch mal ansprechen sollte.

Zudem ginge es hier ja nicht um Abzüge, nicht darum, dass man weniger Entgelt erhält als vorher, sondern dass die Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.

Warum also nicht die Wahl? Denjenigen, die bei ihrer alten Zeit bleiben, wird ja nichts weggenommen, im Gegenteil, sie bekommen sogar mehr Geld. Die anderen hingegen haben sich bewusst für mehr Freizeit statt Entgelterhöhung entschieden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 26.11.2019 08:53
Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.
...
Warum also nicht die Wahl? Denjenigen, die bei ihrer alten Zeit bleiben, wird ja nichts weggenommen, im Gegenteil, sie bekommen sogar mehr Geld. Die anderen hingegen haben sich bewusst für mehr Freizeit statt Entgelterhöhung entschieden.
Und wenn man x-% BRUTTO(!!!) Erhöhung nimmt, muss man ja noch SV+LSt abziehen. Somit bekäme, zumindest aus meiner Sicht, NETTO-Freizeit einen deutlich höheren Stellenwert!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 08:56
Zudem ginge es hier ja nicht um Abzüge, nicht darum, dass man weniger Entgelt erhält als vorher, sondern dass die Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.
MMMhhh eine Stunde weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich ist ja schon ne Menge (so aus dem Bauch raus 2,5% mehr Lohn). ob da noch was für ne Erhöhung des Entgelt über ist......oder verrechne ich mich da?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 26.11.2019 09:18
Zudem ginge es hier ja nicht um Abzüge, nicht darum, dass man weniger Entgelt erhält als vorher, sondern dass die Erhöhung des Entgelts ganz einfach weniger stark ist als bei jenen, die weiterhin 39 bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten.
MMMhhh eine Stunde weniger arbeiten bei vollem Lohnausgleich ist ja schon ne Menge (so aus dem Bauch raus 2,5% mehr Lohn). ob da noch was für ne Erhöhung des Entgelt über ist......oder verrechne ich mich da?

Ob du dich da verrechnest oder nicht, lassen wir mal dahingestellt, aber nunja, wenn das tatsächlich ca. 2,5 % mehr Entgelt für mich entsprechen sollte, würde ich auch damit klarkommen, sollte es für mich in dieser Tarifrunde dann keine weitere Erhöhung mehr geben. Und, um auf Kaiser80s Post einzugehen, alle anderen dürften ruhig gerne mehr als diese hypothetischen 2,5 % Steigerung erhalten. Meine Freizeit ist mir ohnehin mehr wert als das dieser Zeit entsprechende Entgelt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Addams am 26.11.2019 09:48
Zum Vergleich sicherlich interessant, anbei der aktuelle Abschluss der IGBCE. Dieser hat diesmal eine verhältnismäßig lange Laufzeit von 27-29 Monaten, und moderate prozentuale Lohnerhöhungen von 1,5% im ersten und 1,3% im zweiten Schritt. Klingt erst mal nicht so besonders, aber was zusätzlich vereinbart wurde, macht den Abschluss dann doch sehr interessant:

https://igbce.de/igbce/umfangreiches-tarifpaket-geschnuert-31130

"Der Abschluss sieht im Einzelnen vor:

- Die Schaffung eines individuellen Zukunftskontos für jeden Beschäftigten und Auszubildenden. Es startet 2020 mit zwei freien Tagen und wächst bis 2022 auf fünf freie Tage pro Jahr oder 23 Prozent eines tariflichen Monatseinkommens. Dazu haben beide Seiten den Tarifvertrag „Moderne Arbeitswelt“ entwickelt, der eine Verwendung des Guthabens für unterschiedliche Zwecke vorsieht: Freie Tage können beispielsweise jährlich genommen, auf Langzeitkonten angespart oder für die Altersvorsorge verwendet werden. Auch eine Auszahlung der Tage in Geld ist möglich. Die konkreten Wahloptionen regeln die Betriebsparteien. Dabei soll die Möglichkeit, das Guthaben für zusätzliche Freizeit zu verwenden, Bestandteil sein. Auszubildenden wird das Guthaben auf dem Zukunftskonto in Geld ausgezahlt.

- Die Einrichtung der bundesweit ersten Pflegezusatzversicherung zum 1. Juli 2021, die für alle Arbeitnehmer ab sechs Monaten Beschäftigung greifen soll. Die Versicherungsprämie tragen die Arbeitgeber. Bei Eintritt des Pflegefalls deckt die Versicherung bei stationärer Pflege bis zu 1000 Euro, bei ambulanter Pflege bis zu 300 Euro der Kosten. Die Pflegeversicherung wird ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen, sie kann privat aufgestockt oder auf Familienmitglieder ausgeweitet werden.

- Entgelterhöhungen in mehreren Stufen: Die Löhne und Gehälter steigen zum 1. Juli 2020 um 1,5 Prozent für zwölf Monate und um 1,3 Prozent zum 1. Juli 2021 für weitere neun Monate. Den Zeitraum bis Juli 2020 decken Einmalzahlungen ab, die aufgrund einer Harmonisierung der Gültigkeitszeiträume der Tarifverträge regional differieren. Sie liegen für Tagschicht-Beschäftigte zwischen 4 und 6 Prozent des Monatsentgelts. Von 2021 an steigt zudem die tarifliche Jahresleistung von derzeit 95 auf 100 Prozent eines Monatsgehalts.

- Die „Qualifizierungsoffensive Chemie“, mit der die Tarifparteien die Beschäftigten für neue Anforderungen durch die Digitalisierung weiterbilden wollen. Dazu gehört unter anderem die Programmierung eines Tools, mit dem notwendige Qualifizierungsbedarfe ermittelt werden sollen sowie eine Weiterbildungsberatung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter anderem durch die Bundesagentur für Arbeit.
"


Als großer Fan von Langzeitkonten blicke ich neidvoll auf die zukünftig 5 freien Tage pro Jahr, die je nach Bedarf verwendet werden können. Und ja, 5 freie Tage pro Jahr sind nicht wirklich viel, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Pflegezusatzversicherung hat sicherlich etwas von einer Art "Lotterie", da niemand weiß, ob irgendwann mal der Pflegefall eintreten wird. Es wird also Budget aus der Verhandlungsmasse für etwas aufgewendet, wovon nicht jeder zu gleichen Teilen profitieren wird. Viele hier im Forum vertreten ja die Ansicht, dass man lieber mehr Geld hätte, und dann selbst entscheidet, ob man mit dem Mehr an Geld so eine Versicherung abschließen möchte. Diese Einstellung hat ihre Berechtigung, trotzdem finde ich persönlich dieses Modell der vom Arbeitgeber finanzierten Prämie eine interessante Idee.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 26.11.2019 10:15
Die Pflegezusatzversicherung hat sicherlich etwas von einer Art "Lotterie", da niemand weiß, ob irgendwann mal der Pflegefall eintreten wird.
Finde ich nicht tragisch, kennen wir die Problematik doch schon aus der RV.
..und natürlich aus anderen Versicherungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 10:58
Diese Einstellung hat ihre Berechtigung, trotzdem finde ich persönlich dieses Modell der vom Arbeitgeber finanzierten Prämie eine interessante Idee.
Nun ich empfinde alle Modelle, die angeblich vom AG finanziert werden, als Modelle die alleinig vom AN finanziert werden.
Denn es ist ja Geld, was der AG "über hat" und nicht seinem AN gibt, sondern woanders hin verteilt (für den AN).

Langzeitkonten sind ja auch eine Lotterie, wenn sie nicht an die Erben ausgezahlt werden, wenn man früher als erwartet verstirbt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 26.11.2019 11:07

Die Pflegezusatzversicherung hat sicherlich etwas von einer Art "Lotterie", da niemand weiß, ob irgendwann mal der Pflegefall eintreten wird. Es wird also Budget aus der Verhandlungsmasse für etwas aufgewendet, wovon nicht jeder zu gleichen Teilen profitieren wird. Viele hier im Forum vertreten ja die Ansicht, dass man lieber mehr Geld hätte, und dann selbst entscheidet, ob man mit dem Mehr an Geld so eine Versicherung abschließen möchte. Diese Einstellung hat ihre Berechtigung, trotzdem finde ich persönlich dieses Modell der vom Arbeitgeber finanzierten Prämie eine interessante Idee.

Ich habe diese Einstellung, sie gilt aber nur für den Personenkreis des öD. Nicht für die Klientel anderer Tarifverträge. Von daher halte ich diese Regelung hier für nachvollziehbar, einmal in Bezug auf die Klientel andererseits aber auch in Bezug auf die Belastung der Klientel. Obwohl Lotterie-Systematiken eigentlich nicht in einen Tarifvertrag gehören.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 11:16
Obwohl Lotterie-Systematiken eigentlich nicht in einen Tarifvertrag gehören.
VBL ist doch auch schon ne Lotterie  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 26.11.2019 11:19
Obwohl Lotterie-Systematiken eigentlich nicht in einen Tarifvertrag gehören.
VBL ist doch auch schon ne Lotterie  8)

Vor allem Paternalismus und von daher von mir immer schon abgelehnt. Von weiteren Probleme kommen dann noch obendrauf.

Selbst die gesetzliche RV geht mir eigentlich zu weit, aber das ist ein anderes Thema.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 26.11.2019 12:03
Als besonders Sinnvoll erschiene mir im kommenden TVÖD eine Formulierung, dass "Überstunden" auf Gleitzeitkonten automatisch mit angeordneten Überstunden gleichzusetzen sind, wenn sie aufgrund der zu erledigenden Arbeit zwangsläufig entstehen.

Ein Indiz dafür kann zum Beispiel sein, dass permanent Überstunden gemacht werden, weil das Pensum grundsätzlich nicht in der regulär zur Verfügung stehenden Zeit erfüllt werden kann.

Wenn ich höre, dass bei uns jeder Vorgesetzte grundsätzlich jede Woche mehr arbeitet als vertraglich vereinbart ist, und man dies von diesen Personen erwartet, dann läuft da etwas falsch.

Auch diese Personen haben einen Arbeitsvertrag unterschrieben in dem eine Wochenarbeitszeit festgehalten wurde. Wenn diese grundsätzlich nicht zur Erfüllung der Aufgaben ausreicht, muss Entlastung geschaffen werden.

Eine Einstufung der Mehrarbeit als "angeordnete Überstunden" hätte wenigstens zur Folge, dass die Überstunden auf dem Gleitzeitkonto mindestens finanziell ausgeglichen werden müssen. Zwangsweise ergibt sich so die Konstellation, dass für den Arbeitgeber die Schaffung neuer Stellen keine zusätzlichen Kosten mehr verursacht, sondern nur zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Arbeit führen würde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 13:22
Als besonders Sinnvoll erschiene mir im kommenden TVÖD eine Formulierung, dass "Überstunden" auf Gleitzeitkonten automatisch mit angeordneten Überstunden gleichzusetzen sind, wenn sie aufgrund der zu erledigenden Arbeit zwangsläufig entstehen.
Die Leute sollen also selber entscheiden, ob sie langsam oder schnell arbeiten und so entweder ihre arbeit in 40h oder 44h schaffen (könnten)?
Dann kann man ja gleich die Führungskräfte entlassen, denn damit haben sie noch weniger zu tun.

Entweder man hat Gleitzeitkonten, damit man
a) seine Arbeite familienfreundlich oder work live balance mäßig verteilen kann (AN Sicht)
und/oder
b) Damit man flexibel AN einsetzten kann, bzw die unterschiedlichen Arbeitsintensitäten von den AN gehandelt werden können. (AG Seite)

Da wo AN permanent überlastet sind, hilft dein Modell nicht, wenn zuviel Arbeit für zu wenig Personal da ist, dann muss der AG (via Führungskraft) Personal ranschaffen oder Arbeit anders organisieren.

IdR sehe ich bei den meisten Personen mit ÜStunden das Problem der fehlenden Selbstorganisation und den fehlenden Mut dem Cheffe zu sagen: schaff ich nicht in der Zeit, sag was ich nicht machen soll.
(wohl gemerkt bei den Kandidaten wo die ÜStunden permanent da sind, und die in der Zeit wo nicht so viel aufläuft eben nicht die Stunden abbauen, sondern dann entspannt vor sich hin arbeiten. Wir schicken solche nach hause und wenn sich nicht wollen, dann verfallen ihre Stunden halt. Und bei denen die unverschuldet ÜStunden, die nicht abbaubar sind, haben, da werden diese dann auch umgewandelt).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 26.11.2019 13:34
Ein Indiz dafür kann zum Beispiel sein, dass permanent Überstunden gemacht werden, weil das Pensum grundsätzlich nicht in der regulär zur Verfügung stehenden Zeit erfüllt werden kann.

Die Frage allerdings ist: Wie erkennt man das?

Hier bei uns macht so gut wie jeder täglich Mehrarbeit (die nach deinem Modell ja automatisch Überstunden wären), um dann freitags entsprechend früher nach Hause zu können. Oder um später einen ganzen oder einen halben Tag frei zu nehmen. Man müsste also die Wochenarbeitszeit hernehmen oder noch besser die Monatsarbeitszeit. Oder gleich den ganzen Abrechnungszeitraum (der bei uns bis jeweils September des folgenden Jahres geht, ehe gekappt wird).

Klar kann der Vorgesetzte bestätigen, dass die Mehrarbeit nicht in der vorgesehenen Zeit geschafft werden konnte, aber das wäre dann auch nicht viel anders, als würde er offiziell Überstunden (nach der derzeitigen Definition) anordnen.

Dass Vorgesetzte erwarten, dass man mindestens so lange wie sie bleibt, ist mir persönlich ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Und wenn können die erwarten, was sie wollen, wenn ich Gleitzeit habe, keine Überstunden angeordnet sind und der Gleitzeitrahmen es erlaubt, dann gehe ich, wann ich will. Fertig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 26.11.2019 14:21


Aber wie weiter oben schon angesprochen wurde, kann doch jeder seine Arbeitszeit als Teilzeit verrichten, mit entsprechenden Abzügen!?


Kann er eben nicht !!!

Der AG kann mit betrieblichen Gründen die Teilzeit ablehnen. Bei uns wird die Teilzeit bei Vollzeitstellen grundsätzlich aus betrieblichen Gründen abgelehnt. Gibt es nix zu diskutieren. Der Rechtsweg steht eventuell natürlich offen.

Also hört doch endlich auf so einen Quark mit Teilzeit zu erzählen. Wenn das so einfach wäre, dann würden aktuell nicht kreuz und quer alle (in verschiedenen Branchen) so eine Wahlmöglichkeit verlangen.


Was das Arbeitspensum angeht, so muss ich sagen, dass mir als AN das vollkommen egal ist. Wenn ein Entwässerungsantrag bei mir irgendwann 12 Monate auf dem Tisch liegt bis er bearbeitet wird, dann ist mir persönlich das komplett egal. Ich mache Dienst nach Vorschrift und mache meine Gleizeitstunden so wie mir das passt. Ich mache keine "Gleitzeitüberstunden" weil viel Arbeit anfällt, sondern weil ich vielleich mal einen Tag frei machen will.

Wenn mal viel Arbeit da ist oder eine Sitzung spät Abends an der ich teilnehmen soll, dann lasse ich mir diese Überstunden mit entsprechenden Zuschlägen anordnen und fertig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.11.2019 14:38
Der AG benötigt aber betriebliche Gründe, um das Teilzeitbegehren aus betrieblichen Gründen abzulehnen. Das läßt sich ja gerichtlich überprüfen. Ich hielte eine pauschale Ablehnung ohne Einzelfallprüfung für einen abmahnwürdigen Pflichtverstoß.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 16:01
Dass Vorgesetzte erwarten, dass man mindestens so lange wie sie bleibt, ist mir persönlich ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Und wenn können die erwarten, was sie wollen, wenn ich Gleitzeit habe, keine Überstunden angeordnet sind und der Gleitzeitrahmen es erlaubt, dann gehe ich, wann ich will. Fertig.
Mir auch nicht, aber auch nicht, das sie von Ihrem Recht Gebrauch machen, den Gleitzeitrahmen auszuhebeln. Das können sie nämlich bei uns, nennt sich dann angeordnete Überstunden.  8)
Und damit schließt sich der Kreis wieder.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 26.11.2019 20:36
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Neue Stellen werden geschaffen. An welcher Stelle? Um Arbeitsintensität auszugleichen. Bevor dies geschieht, passiert vor allem erst einmal eines: Nix. Als nächstes kommt der Vorgesetzte, klopft dir auf die Schulter, und sagt :"Packst du schon!" Und vielleicht dann kommt irgendwann einer auf die Idee, nach dem 3 MA einen Versetzungsantrag gestellt haben, zu handeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.11.2019 22:59
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Neue Stellen werden geschaffen. An welcher Stelle? Um Arbeitsintensität auszugleichen. Bevor dies geschieht, passiert vor allem erst einmal eines: Nix. Als nächstes kommt der Vorgesetzte, klopft dir auf die Schulter, und sagt :"Packst du schon!" Und vielleicht dann kommt irgendwann einer auf die Idee, nach dem 3 MA einen Versetzungsantrag gestellt haben, zu handeln.
Und nachdem man drei neue Vorgesetzte hatte ;D
Ach bin ich Froh....das bisher meine Kommunikation zur übergeordneten Ebene funktioniert hat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 27.11.2019 06:52
Als besonders Sinnvoll erschiene mir im kommenden TVÖD eine Formulierung, dass "Überstunden" auf Gleitzeitkonten automatisch mit angeordneten Überstunden gleichzusetzen sind, wenn sie aufgrund der zu erledigenden Arbeit zwangsläufig entstehen.

Ein Indiz dafür kann zum Beispiel sein, dass permanent Überstunden gemacht werden, weil das Pensum grundsätzlich nicht in der regulär zur Verfügung stehenden Zeit erfüllt werden kann.

Wenn ich höre, dass bei uns jeder Vorgesetzte grundsätzlich jede Woche mehr arbeitet als vertraglich vereinbart ist, und man dies von diesen Personen erwartet, dann läuft da etwas falsch.

Auch diese Personen haben einen Arbeitsvertrag unterschrieben in dem eine Wochenarbeitszeit festgehalten wurde. Wenn diese grundsätzlich nicht zur Erfüllung der Aufgaben ausreicht, muss Entlastung geschaffen werden.

Eine Einstufung der Mehrarbeit als "angeordnete Überstunden" hätte wenigstens zur Folge, dass die Überstunden auf dem Gleitzeitkonto mindestens finanziell ausgeglichen werden müssen. Zwangsweise ergibt sich so die Konstellation, dass für den Arbeitgeber die Schaffung neuer Stellen keine zusätzlichen Kosten mehr verursacht, sondern nur zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Arbeit führen würde.

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 27.11.2019 07:16
Dass Vorgesetzte erwarten, dass man mindestens so lange wie sie bleibt, ist mir persönlich ehrlich gesagt noch nicht untergekommen. Und wenn können die erwarten, was sie wollen, wenn ich Gleitzeit habe, keine Überstunden angeordnet sind und der Gleitzeitrahmen es erlaubt, dann gehe ich, wann ich will. Fertig.
Mir auch nicht, aber auch nicht, das sie von Ihrem Recht Gebrauch machen, den Gleitzeitrahmen auszuhebeln. Das können sie nämlich bei uns, nennt sich dann angeordnete Überstunden.  8)
Und damit schließt sich der Kreis wieder.

Ja, klar, dazu müssen sie aber eine Formular ausfüllen, mich das unterschreiben und vom Betriebsrat genehmigen lassen. Solange aber nichts Außerordentliches ansteht (speziell Veranstaltungen oder absehbar längerdauernde Sitzungen) ist das bei uns eher nicht die Regel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.11.2019 07:20
Bei uns auch nicht, da die Leute (zu 95%) wissen was wann wie zu tun ist und teilen entsprechend Ihre Zeit - aufs Jahr gesehen - ein. Wenns mal brennt und bleibt man, wenn nicht geht man. Die 5%, die verpeilt sind, die werden rechtzeitig aufgefordert Ihre Stunden abzubauen, wenn sie es nicht machen, Pech Stunden futsch, bzw. denen ist es dann egal, weil haben Spaß an der Arbeit und mosern auch nicht rum.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 27.11.2019 07:38
Bei uns auch nicht, da die Leute (zu 95%) wissen was wann wie zu tun ist und teilen entsprechend Ihre Zeit - aufs Jahr gesehen - ein. Wenns mal brennt und bleibt man, wenn nicht geht man. Die 5%, die verpeilt sind, die werden rechtzeitig aufgefordert Ihre Stunden abzubauen, wenn sie es nicht machen, Pech Stunden futsch, bzw. denen ist es dann egal, weil haben Spaß an der Arbeit und mosern auch nicht rum.

Genauso ist es bei uns auch, ja, sehe ich auch genauso.

Ich bin ja immer wieder fasziniert davon, wie oft bei uns Intranetmeldungen und Rundmails auftauchen, dass man doch bitte daran denken möge, die Mehrstunden rechtzeitig abzubauen, da sie aber einer bestimmten Höhe sonst verfallen würden. Zumal der Fachvorgesetzte automatisch auch noch eine Benachrichtigung erhält, wenn jemand über eine bestimmte Grenze kommt und er angehalten ist, mit diesem abzuklären, wie diese reduziert werden können. Trotzdem scheint es noch immer irgendwelche Pappenheimer zu geben, die das entweder nicht auf die Reihe kriegen oder denen es schlicht egal ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 27.11.2019 09:56
Es ist eine Mär, dass der öffentliche Dienst nur wenige neue Stellen schafft, siehe hier: https://tinyurl.com/s236294.
Ab 2010 kontinuierlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Neue Stellen werden geschaffen. An welcher Stelle? Um Arbeitsintensität auszugleichen. Bevor dies geschieht, passiert vor allem erst einmal eines: Nix. Als nächstes kommt der Vorgesetzte, klopft dir auf die Schulter, und sagt :"Packst du schon!" Und vielleicht dann kommt irgendwann einer auf die Idee, nach dem 3 MA einen Versetzungsantrag gestellt haben, zu handeln.
ist ja wie bei der Werbung (nur umgekehrt): erst der Preis ordentlich hoch und dann auf diesen bisschen Prozente und schon geiern die Leute.
Ich lese die Statistik entwas anders. Sicherlich kann/muss man von zusätzlichen Stellen sprechen seit 2010, aber man sollte doch die 1-2 Prozentpunkte nicht überbewerten (heisst doch auf unsere Diskussion bezogen, dass Du jetzt um 1-2% "entlastet" wurdest...nicht schlecht!) und außerdem muss auch die Zeit davor mitberücksichtigt  werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 27.11.2019 09:56
Der AG benötigt aber betriebliche Gründe, um das Teilzeitbegehren aus betrieblichen Gründen abzulehnen. Das läßt sich ja gerichtlich überprüfen. Ich hielte eine pauschale Ablehnung ohne Einzelfallprüfung für einen abmahnwürdigen Pflichtverstoß.

Die meisten AGs werden sich schon ausreichend Gründe aus der Nase ziehen können die auch vor Gericht standhalten.

Bei Verwaltungsangestellten mag es vielleicht einfacher sein auf Teilzeit zu gehen, weil der AG hier reagieren kann in dem er umorganisiert oder ähnliches, aber es gibt halt auch Bereiche da hat man quasi keine Chance.

Bei uns gibt es zwei Architekten und zwei Bauingenieure, alle Vollzeit. Unmöglich für einen hier auf Teilzeit zu gehen, weil es keine Chance gibt das hier abzufangen durch eine Umorganisation oder ähnliches. So zumindest in der Theorie. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.11.2019 10:00
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 10:26
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Nun ja, es reicht doch, das auf dem Arbeitsmarkt nachweislich keine Arbeitskräfte zu bekommen sind. Das mag vor 10 Jahren anders ausgesehen haben und in 10 Jahren wieder, hilfsweise sieht es in bestimmten Regionen anders aus, aber derzeit ist eigentlich nichts zu bekommen. Es wird ja teils schon für Ausbildungsberufe mit einer Kreuzfahrt als Bonus geworben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Lars73 am 27.11.2019 10:50
Wenn man Probleme hat Arbeitskräfte zu gewinnen wird man nicht gewinnen wenn man Instrumente wie Arbeitszeitreduktion verhindert. (Da verliert man dann ggf. noch weitere Personen.)

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass die Arbeit genau jeweils Vollzeitkräfte erfordert...

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 27.11.2019 10:51
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Selbst wenn sie es nicht können, so ist für mich der theoretische Rechtsweg mit ungewissem Ausgang keine Argumentationsgrundlage zu sagen, dass doch sowieso "jeder ganz einfach" Teilzeit machen kann und daher eine Wahlmöglichkeit ob Geld oder Stundenreduktion nicht Ziel der Verhandlung sein sollte.

Wenn man Probleme hat Arbeitskräfte zu gewinnen wird man nicht gewinnen wenn man Instrumente wie Arbeitszeitreduktion verhindert. (Da verliert man dann ggf. noch weitere Personen.)

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass die Arbeit genau jeweils Vollzeitkräfte erfordert...

Vielen AGs ist es auch einfach scheiß egal ob sie Arbeitskräfte finden oder nicht.

Bei uns ist eine Bautechniker Stelle seit zwei Jahren unbesetzt. Wird regelmäßig ausgeschrieben ohne das eine einzige Bewerbung kommen würde. Meinst du da kümmert sich irgendwer mal drum warum und weshalb das so ist ?

Es wird auch ein Klimamanager gesucht. Auf 2 Jahre befristet ohne Absicht diesen danach zu entfristen (wird nur zwei Jahre gefördert die Stelle). Der Fördergeber hat den Aufgabenkatalog bekommen und eine Einstellung mit E11 Stufe 3 empfohlen und würde das auch fördern.

Was haben unsere politischen Gremien beschlossen ? Der Klimamanager darf nur in E10 Stufe 2 eingestellt werden. Selbst wenn es Anspruch auf Stufe 3 geben würde, dann müsste er sich das einklagen, es gibt nur Stufe 2.

Wer bewirbt sich denn auf sowas in der heutigen Zeit ? ;)

Braucht man sich nicht wundern wenn keiner kommt.

Arbeitskräfte finden ist nicht schwer, man muss diesen nur entsprechend etwas bieten. Die Politik versteckt sich hier halt gerne hinter dem Tarifrecht und tut so als würden sie ja gerne mehr bezahlen (mehr tun), aber könnten ja angeblich nicht.
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Beitrag von: Philipp am 27.11.2019 11:18

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.
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Beitrag von: Spid am 27.11.2019 11:41
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Selbst wenn sie es nicht können, so ist für mich der theoretische Rechtsweg mit ungewissem Ausgang keine Argumentationsgrundlage zu sagen, dass doch sowieso "jeder ganz einfach" Teilzeit machen kann und daher eine Wahlmöglichkeit ob Geld oder Stundenreduktion nicht Ziel der Verhandlung sein sollte.

Das ist keine theoretische Möglichkeit, es ist eine praktische, die von tausenden AN jährlich in Anspruch genommen wird.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.11.2019 12:04
Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.
Oder umgekehrt,alles darüber wird nicht als Arbeitszeit anerkannt, wenn sie nicht angeordnet wird.
Ist doch wie mit den nicht genommenen Pausen. Wer 7h im Büro arbeitet bekommt ja auch automatisch nur 6,5 angerechnet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.11.2019 12:06
Wenn man Probleme hat Arbeitskräfte zu gewinnen wird man nicht gewinnen wenn man Instrumente wie Arbeitszeitreduktion verhindert. (Da verliert man dann ggf. noch weitere Personen.)

Es ist schon ein ziemlicher Zufall, dass die Arbeit genau jeweils Vollzeitkräfte erfordert...
Anwesende Vollzeitkräfte wolltest du sagen  ???
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 27.11.2019 15:03
Ich bezweifle, daß die meisten AG dies können.

Selbst wenn sie es nicht können, so ist für mich der theoretische Rechtsweg mit ungewissem Ausgang keine Argumentationsgrundlage zu sagen, dass doch sowieso "jeder ganz einfach" Teilzeit machen kann und daher eine Wahlmöglichkeit ob Geld oder Stundenreduktion nicht Ziel der Verhandlung sein sollte.

Das ist keine theoretische Möglichkeit, es ist eine praktische, die von tausenden AN jährlich in Anspruch genommen wird.

Ist für mich trotzdem keine Argumentationsgrundlage für die Thematik.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.11.2019 19:15
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 19:33
Ich denke viele "Reiche" ab 9b, etc. können von 33 Prozent Unterkunftskosten träumen. Denn das Abbezahlen von Wohneigentum bedeutet meist wesentlich höhere Anteile sowie starke Sparsamkeit an anderer Stelle.

Zu den Hindernissen beim Erwerb des Wohneigentums bitte ich die Wahlbeteiligung bei der angesprochenen Klientel zu erhöhen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.11.2019 19:35
also 11,4 % vom Netto sollte man in Freizeit/Kultur investieren, kann man ja mal probieren
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 19:42
also 11,4 % vom Netto sollte man in Freizeit/Kultur investieren, kann man ja mal probieren

Zu viel. Erst die Altersvorsorge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.11.2019 19:53
man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 27.11.2019 20:03
man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.

Das ist richtig. Wenn man erst ohne Kaltmiete wohnt, wenn man alt ist, sollte man die Finger davon lassen.

Da jedoch die meisten Unfälle in der Freizeit passieren, wäre eine 48 Stunden - Woche bis E8 ratsam. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Endlich mal den guten Aufschnitt kaufen und gesünder leben!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 28.11.2019 08:44
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "

In einem anderen Forum (Fußball-Forum) wurde vor langer Zeit auf die Verlinkung mit der Blöd immer geantwortet:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
Finde, dass das immer noch passt, mittlerweile würde ich aber mehrere andere Medien dazu zählen.

Trotzdem, da die eigentliche Quelle Bundesamt für Statistik ist, sehr auffällig: 
"...laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 [...] folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %)..."
Geht man einmal von 2000€ netto aus (in einer Quelle wurde ein Durchschnittsverdienst von ca. 1.900€ genannt, in einer anderen Quelle waren es 2.200 €) würde das heißen: monatlich 292€ fürs Auto, 286€ für Lebensmittel.
Wenn das in etwa meine monatliche Aufstellung wäre, dann würde ich mir genau an dieser Stelle zuerst einmal ein paar Gedanken machen! Denn: Geld, welches man nicht ausgibt, muss man auch nicht einnehmen!  8)


man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
...und kann seinen Kindern oder Enkeln (falls man doch alt wird) davon erzählen  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 08:54
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "

In einem anderen Forum (Fußball-Forum) wurde vor langer Zeit auf die Verlinkung mit der Blöd immer geantwortet:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
Finde, dass das immer noch passt, mittlerweile würde ich aber mehrere andere Medien dazu zählen.

Dem schließe ich mich vollumfänglich an. Bild ist keine seriöse Quelle und ich vermeide es auf einen Link zu klicken, der zu diesem … Blatt führt.

Trotzdem, da die eigentliche Quelle Bundesamt für Statistik ist, sehr auffällig: 
"...laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 [...] folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %)..."
Geht man einmal von 2000€ netto aus (in einer Quelle wurde ein Durchschnittsverdienst von ca. 1.900€ genannt, in einer anderen Quelle waren es 2.200 €) würde das heißen: monatlich 292€ fürs Auto, 286€ für Lebensmittel.
Wenn das in etwa meine monatliche Aufstellung wäre, dann würde ich mir genau an dieser Stelle zuerst einmal ein paar Gedanken machen! Denn: Geld, welches man nicht ausgibt, muss man auch nicht einnehmen!  8)

Auto auf Platz 2 … dass eine dumme Blechkiste so viel Ressourcen verschlingt … Da bin ich aber zum Glück fein raus, da ich gar kein Auto habe. Wohnen und Heizen kommt bei mir aber hin, während der Posten für Lebensmittel und der für die Freizeitgestaltung wohl höher wäre. Und ich hätte durchaus noch Luft nach oben (um die etwas kryptische Frage, wie die ganze Freizeit finanziert können sollte, ebenfalls zu beantworten).


man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
...und kann seinen Kindern oder Enkeln (falls man doch alt wird) davon erzählen  ;D

Wenn man welche hat.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 28.11.2019 09:06

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.

DAs würde bedeuten, man darf ins Minus gleiten, aber nicht ins Plus. Nicht wirlich arbeitnehmerfreundlich und würde bei uns auch sehr zu Unmut führen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.11.2019 09:22
Nein, würde es nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 28.11.2019 09:37

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.

DAs würde bedeuten, man darf ins Minus gleiten, aber nicht ins Plus. Nicht wirlich arbeitnehmerfreundlich und würde bei uns auch sehr zu Unmut führen.

Wie meinen?

War so gemeint, dass man wie bisher "gleiten" darf. Nur dürften die Plus-Stunden dann ein Limit nicht ohne weiteres überschreiten.
Im Grunde soll es nur darum gehen, Gleitzeitstunden über Betrag X (aktuell meine ich 40h !?) nicht mehr am Jahresende verfallen zu lassen. Der Arbeitnehmer arbeitet diesen Zusatz derzeit umsonst, opfert seine Lebenszeit und Freizeit komplett ohne Gegenleistung. DAS ist auf keinen Fall Arbeitnehmerfreundlich und dürfte auch kaum im Interesse der Gewerkschaften sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 28.11.2019 10:41
Wenn gekappt wird auf jeden Fall, da stimme ich Dir zu. Da halte ich auch überhaupt nichts davon. Ist bei uns zum Glück nicht der Fall. Wir dürfen bis zu 40 Stunden bei Vollzeit (Teilzeit entsprechend weniger) Plus oder Minusstunden bis zur Rente vor uns herschieben, wenn uns danach ist. Bei über 40 Stunden muß eine Vereinbarung geschlossen werden, wie man davon runterkommt. Bzw. bis zur Rente sollte das Stundenkonto natürlich komplett ausgeglichen sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 28.11.2019 11:33
Arbeitnehmerfreundlich wäre die/eure Regel schon. Und ich deshalb natürlich dafür.
Nur kann man hier den AG doch verstehen, dass er das nicht aus der Hand geben will.
Eine Konsequenz wäre vermutlich, dass Teile der AN diese Regel für ihre Interessen ausnutzen, d.h. sie werden Stunden entsprechend ansammeln. Fraglich, ob diese Stunden wirklich aufgrund der vielen Arbeit hätte sein müssen. Sicherlich könnte man das etsprechend kontrollieren lassen z.B. vom Vorgesetzten. Aber auch das führt zu einem größeren Aufwand mit größerem Konflitkpotenzial.
Das das Hauptproblem außerdem nur in die Zukunft geschoben wird, weil ja später die Stunden wieder abgefeiert werden müssen, kommt ja auch noch dazu bzw. ist vermutlich sogar der entscheidende Punkt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: SK am 28.11.2019 12:09
- Mindestens 200 Euro mehr Brutto
- 38 Arbeitsstunden pro Woche
- 32 Urlaubstage
- 100% JSZ; je mehr man krank wird, desto weniger sollte % sein
- Bezahlung von Überstunden
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 12:12
Eine Konsequenz wäre vermutlich, dass Teile der AN diese Regel für ihre Interessen ausnutzen, d.h. sie werden Stunden entsprechend ansammeln. Fraglich, ob diese Stunden wirklich aufgrund der vielen Arbeit hätte sein müssen. Sicherlich könnte man das etsprechend kontrollieren lassen z.B. vom Vorgesetzten. Aber auch das führt zu einem größeren Aufwand mit größerem Konflitkpotenzial.

Das befürchte ich auch, dass dann Leute hingehen und Stunde um Stunde schrubben, nur um am Ende ein paar Euro mehr aufs Konto zu bekommen. Zumal ich es auch als ein Stück weit Eigenverantwortlichkeit sehe, selber dafür zu sorgen, dass man nicht so massiv Mehrstunden aufbaut, die dann gekappt werden können, speziell, da es einem ja eh alle naselang um die Ohren gehauen wird, doch bitte, bitte das Mehrplus entsprechend zu reduzieren, weil es (bei uns) am 30. September gekappt wird.

Mit einer Maßgabe, dass als Zeitraum nicht die Wochenarbeitszeit, sondern ein längerer Zeitraum genommen wird (einige "sparen" nun einmal auch darauf, mal einen Tag frei machen zu können, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen), könnte ich damit auch ganz gut leben, wenn das was sonst gekappt würde, ausgezahlt wird, ich bin mir aber nicht sicher, ob man die Leute da wirklich so von ihrer Eigenverantwortlichkeit, selber ihre Gleitzeitstunden in den Griff zu bekommen, entbinden muss (bzw. das Gegenteil damit ja sogar noch fördern).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 28.11.2019 12:14
- Mindestens 200 Euro mehr Brutto
- 38 Arbeitsstunden pro Woche
- 32 Urlaubstage
- 100% JSZ; je mehr man krank wird, desto weniger sollte % sein
- Bezahlung von Überstunden

Jahressonderzahlung ist Bestandteil des Gehaltes und nicht von Anwesenheiten abhängig. Das könnte man allenfalls beim LOB mit anbringen. Überstunden werden bezahlt. Sie müssen natürlich angeordnet sein, aber sonst wären es ja auch keine Überstunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 28.11.2019 13:14
@werop und Kaffeetassensucher

Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird manuell kontrolliert. Wir haben keine Stempeluhr sondern müssen unsere Zeit selbst in eine Tabelle eintragen die quartalsweise vom nächsten Vorgesetzten geprüft wird (zumindest offiziell). Da reicht der Blick auf die Stunden nach drei Monaten und evtl. ein Hinweis, diese doch abzubauen.

Letzten Endes gilt: Bescheißen kann man immer. Das jetzige System auf Vertrauensbasis bei uns wird auch von einzelnen Kollegen ausgenutzt.

Alternativ könnte man - ob der "Ruhe" in den ersten Tagen eines neuen Jahres - in einigen technischen Behörden sicherlich eine Art Regelung einführen, dass die ersten drei Wochen des Jahres genutzt werden müssen um Überstunden aus dem Gleitzeitkonto abzubauen. Wer zum Jahresende 100 Überstunden drauf hat, der kann 40 behalten, und 60 müssen zum Beginn des neuen Jahres abgebaut werden - heißt: Arbeitsbeginn rund anderthalb Wochen später.

So kommt niemand in die Versuchung, die Stunden für mehr Geld, oder geplant anfallen zu lassen. Wer arbeitsbedingt einfach mehr Zeit benötigt, erhält hier einen zusammenhängenden Ausgleich für Urlaub oder Freizeit.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 28.11.2019 13:25
War so gemeint, dass man wie bisher "gleiten" darf. Nur dürften die Plus-Stunden dann ein Limit nicht ohne weiteres überschreiten.
Im Grunde soll es nur darum gehen, Gleitzeitstunden über Betrag X (aktuell meine ich 40h !?) nicht mehr am Jahresende verfallen zu lassen.
Keiner zwingt einen solche Stunden anfallen zulassen, also kann man sie am Ende des Jahres auch verfallen lassen.
Keine Ahnung, warum man da ein System einrichten will, dass einige Leute zum "Betrug" einläd (mehr Geld scheffeln durch "arbeiten") und andere zur Selbstausbeutung (Keine "Strafe" dafür, dass sie zuviel arbeiten und nicht dafür sorgen, dass der AG hier handelt (handeln muss).

Wenn Leute über X Stunden haben, dann müssen sie zuhause bleiben, so einfach ist es. Und wenn der AG der Meinung ist, dass sie nicht zuhause bleiben sollen, dann soll er Überstunden anweisen (und entsprechend bezahlen).
Wohlgemerkt der AG und nicht der AN in Eigenregie entscheidet wann Überstunden notwendig sind!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 13:50
Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird das tatsächlich so ähnlich gehandhabt. Elektronisch erfasst und wenn man eine bestimmte Zahl Stunden überschreitet (genaue Zahl weiß ich nicht, in die Verlegenheit, das wissen zu müssen, bin ich bislang nie gekommen), kriegt der Fachvorgesetzte ne Meldung und der muss dann mit dem Mitarbeiter besprechen, wie er da wieder runterkommt. Das ging schon so weit, dass jemand ein oder zwei Gleitzeittage nehmen "musste", weil er zu viel angesammelt hatte.

Manuell stelle ich mir das schwieriger vor, dass der Vorgesetzte da den Überblick behält, zumal Selbsteintragen ja geradezu zum Besch...en einlädt.

Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Laemat am 28.11.2019 14:46
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Kollegen die mit ihren 100 Mehrstunden ankommen, bekommen von mir nur ein "selbst Schuld" zugerufen.
Wenn die Arbeit in 7,48h nicht zu schaffen ist, ist die Personalbemessung falsch, dass werde ich garantiert nicht zu Lasten meiner Familie ausgleichen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 28.11.2019 14:52
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Kollegen die mit ihren 100 Mehrstunden ankommen, bekommen von mir nur ein "selbst Schuld" zugerufen.
Wenn die Arbeit in 7,48h nicht zu schaffen ist, ist die Personalbemessung falsch, dass werde ich garantiert nicht zu Lasten meiner Familie ausgleichen.
Personalbemessung oder Personalbesetzung, das ist die Frage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.11.2019 14:56
Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird das tatsächlich so ähnlich gehandhabt. Elektronisch erfasst und wenn man eine bestimmte Zahl Stunden überschreitet (genaue Zahl weiß ich nicht, in die Verlegenheit, das wissen zu müssen, bin ich bislang nie gekommen), kriegt der Fachvorgesetzte ne Meldung und der muss dann mit dem Mitarbeiter besprechen, wie er da wieder runterkommt. Das ging schon so weit, dass jemand ein oder zwei Gleitzeittage nehmen "musste", weil er zu viel angesammelt hatte.

Manuell stelle ich mir das schwieriger vor, dass der Vorgesetzte da den Überblick behält, zumal Selbsteintragen ja geradezu zum Besch...en einlädt.

Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.

Das bisherige System ist doch so: der AN kann seine Zeit im Rahmen von Gleitzeit o.ä. Konstrukten flexibel gestalten. Am Umfang der Arbeitsverpflichtung ändert sich nichts. Ist er zu blöd, damit umzugehen, ist das sein Problem. Solche Arbeitsstunden, die der AG für erforderlich hält und die ggfs. über den zeitlichen Umfang der eigentlichen Arbeitsverpflichtung hinausgehen, ordnet dieser an. Sie werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Mir erschließt sich nicht, welcher weitere Regelungsbedarf bestünde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 14:58
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Sehr schöne Formulierung.  ;D

Bei mir sind's genau genommen ca. 9 Stunden, halbe Stunde Mittagspause darin enthalten und ca. 40 Minuten, die ich Mo-Do länger bleibe, um dann freitags um so früher nach Hause und ins Wochenende starten zu können, im Schnitt also eben jene 7 h 48 min, die als Anwesenheit verlangt werden. Das "Problem" mit den 100+ Mehrstunden fällt mir von daher auch recht schwer nachvollziehen zu können, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass es sie tatsächlich gibt (nur das "wie man dort hinkommt", ist mir ein wenig schleierhaft).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Alien1973 am 28.11.2019 15:05
Individuelle Gleitzeitregelungen, welche es so oft verschieden gibt wie es Ämter gibt, sind in einer Dienstvereinbarung geregelt. Dies hat nichts mit Tarifrunde zu tun und wird auch so nicht Thema sein.

Thema sind die Wochenstunden, was aber nix mit der Gleitzeit zu tun hat.

PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 28.11.2019 15:07
Wenn jemand mit 800 Plusstunden 2009 startet und hat diese 2019 noch, hat er gleich viel Stunden gearbeitet, wie jemand, der das mit 5 Plusstunden machte.

Es sieht für einige aber besser aus. ;)

Aber das ist ja alles keine Tarifsache.

Alien 1973: hört sich gut an, der Freitag und die Abendstunden wären mir aber zu kurz geraten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 28.11.2019 15:34
Theoretisch kann man fast alles zu Tarif(vertrags)sache machen, wenn man (d. h. die Tarifvertragsparteien) es denn möchte und Handlungsbedarf sieht.

Da es außerdem um Wunschvorstellungen geht, halte ich Gedankenexperimente durchaus für zulässig, wie realistisch es auch immer sein mag, dass das Thema überhaupt aufkommt.

Ob es sinnvoll ist, einen Gegenstand zur Tarifsache zu machen, ist dann natürlich wiederum eine andere Frage. Mit den Dienst/Betriebsvereinbarungen in Sachen Gleitzeit sind wir zumindest bisher ganz gut gefahren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 28.11.2019 16:35
Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.
Und als nächstes wird verlangt, dass man für seine ausgeübten Tätigkeiten bezahlt wird.
Und jeder will dann E12 haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 28.11.2019 20:30
PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.

Was du beschreibst, nennt sich Gleitzeit. Da entfällt nichts Gleitendes, nur weil eine unsinnige Kernzeit wegfällt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 06:59
PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.
Das heißt bei euch sind alle Dienstposten/Arbeitsplätze als die Arbeitsfunktionen am Freitag bis 16:00 (und durchgängig Mittags) besetzt? (Also durch die Absprache mit den Kollegen)
Verwundert mich, bei uns ist die Funktionszeit bis 12:00 am Freitag und nicht zwischen 12:00 und 14:00, damit man mit seinen Kollegen gemeinsam Mittagessen gehen kann.
Das kann ich nicht glauben, dass ihr so eine beschissene Funktionszeit habt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 29.11.2019 07:03


PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.

Haben wir in der Kernverwaltung jetzt exakt so (ausser 20:00 statt 19:00 wg. Sitzungsterminen pol. Gremien) seit 2 Jahren im Einsatz. Funktioniert hervorragend. Man gewöhnt sich schnell dran:
-"bin mal mim Hund, biste da?",
-"ich hol mal die kids von der Kita ab",
-"Komm morgen erst um 10:00, ok?".
Und dazu bedarf es ABSOLUT keiner Regelung der Tarifparteien! Dienststelle-PR, ggf. noch individuelle Regelung; dann passt das schon
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 29.11.2019 07:06
]Das heißt bei euch sind alle Dienstposten/Arbeitsplätze als die Arbeitsfunktionen am Freitag bis 16:00 (und durchgängig Mittags) besetzt? (Also durch die Absprache mit den Kollegen)
Verwundert mich, bei uns ist die Funktionszeit bis 12:00 am Freitag und nicht zwischen 12:00 und 14:00, damit man mit seinen Kollegen gemeinsam Mittagessen gehen kann.
Das kann ich nicht glauben, dass ihr so eine beschissene Funktionszeit habt.
Ich glaub da verstehst du ihn falsch... Es wird doch trotz Funktionszeit sicherlich Schließungszeiten geben. In denen sind dann die Dienststellen nur nach Absprache erreichbar.. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 29.11.2019 07:18



PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.


DAs gleiche Prizinzip haben wir auch. Wir haben auch seit Jahren keine Kernzeit mehr sondern nur noch Funktionszeiten, in denen jemand da sein muß, aber eben nicht alle. Funktioniert prima.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 07:20
Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.
Und als nächstes wird verlangt, dass man für seine ausgeübten Tätigkeiten bezahlt wird.
Und jeder will dann E12 haben.

Och, so ne nette, kleine E12, die würd ich scho ma jerne so mitnehmen, man gönnt sich ja sonst nix.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 07:24



PS: wir stellen ab 01.01. auf Funktionszeit um. Sprich es gibt Zeitfenster in denen das Amt besetzt sein muss, alles andere ist egal. Gleitzeit entfällt damit, da es keine Kernzeit für die Mitarbeiter mehr geben wird. Beginn 06:00 bis Ende 19:00, Freitag 16:00 Uhr. Darin muss man seine Wochenstunden unterbringen, alles andere ist egal, ausser Absprachen mit Kollegen, damit das Amt halt zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Dazu gibt's bereits eine neue Dienstvereinbarung, dazu braucht's keine Tarifrunde.


DAs gleiche Prizinzip haben wir auch. Wir haben auch seit Jahren keine Kernzeit mehr sondern nur noch Funktionszeiten, in denen jemand da sein muß, aber eben nicht alle. Funktioniert prima.

Bei uns gibt's die Servicezeit (9-16 Uhr bzw. freitags bis 13:30 Uhr). In der Zeit ist die einzige Vorgabe, dass die Arbeitseinheit arbeitsfähig/erreichbar sein muss (und wenn auch nur eine Person am Platz sitzt). Alles andere ist Absprache innerhalb der Arbeitseinheit. Der Gleitzeitrahmen selber geht von 6:30 - 20 Uhr. Finde ich auch eine sehr gute Regelung, man ist flexibel und trotzdem ist gewährleistet, dass die Arbeit erledigt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 07:58
]Das heißt bei euch sind alle Dienstposten/Arbeitsplätze als die Arbeitsfunktionen am Freitag bis 16:00 (und durchgängig Mittags) besetzt? (Also durch die Absprache mit den Kollegen)
Verwundert mich, bei uns ist die Funktionszeit bis 12:00 am Freitag und nicht zwischen 12:00 und 14:00, damit man mit seinen Kollegen gemeinsam Mittagessen gehen kann.
Das kann ich nicht glauben, dass ihr so eine beschissene Funktionszeit habt.
Ich glaub da verstehst du ihn falsch... Es wird doch trotz Funktionszeit sicherlich Schließungszeiten geben. In denen sind dann die Dienststellen nur nach Absprache erreichbar..
Funktionszeit ist die Zeit in denen die Funktion des Arbeitsplatzes gewährleistet sein muss, durch den AP Inhaber oder dessen Vertretung (also Telefon ist besetzt/weitergeleitet etc.).
Öffnungszeiten der Dienststelle hat damit ja nüscht zu tun.
Und der Zeitkorridor in dem die Arbeit geleistet werden darf auch nicht (Gleitzeitrahmen).
Also entweder obige Funktionszeit ist nicht eine Funktionszeit sondern die Öffnungszeiten des Gebäudes/der Gleitzeitrahmen in dem man Zeit erfassen darf oder eine beschissene Funktionszeit.
Und wenn es keine Funktionszeit ist, dann ist auch nicht geregelt wann jemand da sein muss und plötzlich ist das Amt mal ein Tag leer, weil alle ZA machen!?
Drum @Alien von wann bis wann geht denn jetzt eure Funktionszeit?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 29.11.2019 07:58

Auto auf Platz 2 … dass eine dumme Blechkiste so viel Ressourcen verschlingt … Da bin ich aber zum Glück fein raus, da ich gar kein Auto habe. Wohnen und Heizen kommt bei mir aber hin, während der Posten für Lebensmittel und der für die Freizeitgestaltung wohl höher wäre. Und ich hätte durchaus noch Luft nach oben (um die etwas kryptische Frage, wie die ganze Freizeit finanziert können sollte, ebenfalls zu beantworten).



Glückwunsch ;)

Du wirst aber vermutlich andere Kosten für Mobilität haben oder ? Bustickets ? Bahntickets ? Anderweitiges Reisen ?

Oder arbeitest du im Wohnort und hast auch keinerlei Familie / Freunde die weiter weg wohnen ?

Ein Großteil der Menschen ist einfach aufs Auto angewiesen, weil sie garkeine anderen Möglichkeiten haben. Nicht jeder wohnt in urbanen Zentren und kann alles mit dem ÖPNV erledigen. Gibt Leute die kommen ohne Auto nicht mal auf die Arbeit. Aber gut das will Heute keiner der modernen Grün Wähler mehr wahrhaben, die leben alle in ihrer eigenen Welt ;)

Und bei 250€-300€ ist man bei einem Auto ganz schnell. Bei neueren Modellen kostet mich die Anschaffung (runtergebrochen) oder die Finanzierung mal ganz schnell schon 100-200€ im Monat, bei älteren Modellen fließt die Einsparung in höhere Reperatur und Verschleißkosten. Wartungskosten habe ich so oder so, dazu kommt Versicherung und Benzin.

Bei mir persönlich fallen ca. 18% des Monatsnettos fürs Auto an, ein großer Posten dafür ist das Benzin.

Bus auf die Arbeit wäre eine Alternative, da würde ich aber täglich über eine Stunde Freizeit verlieren, ist also keine Option für mich.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 29.11.2019 08:22

Das bisherige System ist doch so: der AN kann seine Zeit im Rahmen von Gleitzeit o.ä. Konstrukten flexibel gestalten. Am Umfang der Arbeitsverpflichtung ändert sich nichts. Ist er zu blöd, damit umzugehen, ist das sein Problem. Solche Arbeitsstunden, die der AG für erforderlich hält und die ggfs. über den zeitlichen Umfang der eigentlichen Arbeitsverpflichtung hinausgehen, ordnet dieser an. Sie werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Mir erschließt sich nicht, welcher weitere Regelungsbedarf bestünde.

Mit der Totschlagsargumentation kann man den ganzen Tarifvertrag streichen.
Bei Gehältern kann man auch argumentieren, dass der Arbeitnehmer diese frei verhandeln kann - bekommt er zu wenig, ist er zu blöd zum verhandeln und das ist dann sein Problem.

Wenn die Umfrage der verdi doch zeigt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden macht, dann gehört so etwas meines Erachtens in den Tarifvertrag. Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 08:27
Die Umfrage von verdi zeigt, daß der überwiegende Teil der Befragten regelmäßig Überstunden mache. Überstunden werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Sie sind zudem vom AG angeordnet. Du scheinst irgendein Logikproblem zu haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 08:29
Oder arbeitest du im Wohnort und hast auch keinerlei Familie / Freunde die weiter weg wohnen ?
Also ich ja, und auch freunde die weit weg wohnen (aber auch dahin geht ein Zug)
Zitat
Ein Großteil der Menschen ist einfach aufs Auto angewiesen, weil sie garkeine anderen Möglichkeiten haben. Nicht jeder wohnt in urbanen Zentren und kann alles mit dem ÖPNV erledigen. Gibt Leute die kommen ohne Auto nicht mal auf die Arbeit. Aber gut das will Heute keiner der modernen Grün Wähler mehr wahrhaben, die leben alle in ihrer eigenen Welt ;)
Nun, die meisten Arbeitsplätze im öD sind ja nicht auf dem Acker auf  der Grünen Wiese, ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der öD Arbeitsplätze mit dem öD erreichbar sind, aber dazu müßten man halt auch gewillt sein sein Dorf und die  ländliche Idelle zu verlassen und das ist man meistens aus verständlichen Gründen nicht. Könnte man aber unter persönliches Pech verbuchen. Bzw. muss jeder individuell in seine Kosten Nutzen Rechnung bzgl. Arbeitsplatz, privat Leben und Wohnlage einbeziehen.
Zitat
Und bei 250€-300€ ist man bei einem Auto ganz schnell. Bei neueren Modellen kostet mich die Anschaffung (runtergebrochen) oder die Finanzierung mal ganz schnell schon 100-200€ im Monat, bei älteren Modellen fließt die Einsparung in höhere Reperatur und Verschleißkosten. Wartungskosten habe ich so oder so, dazu kommt Versicherung und Benzin.
Bei mir persönlich fallen ca. 18% des Monatsnettos fürs Auto an, ein großer Posten dafür ist das Benzin.

Bus auf die Arbeit wäre eine Alternative, da würde ich aber täglich über eine Stunde Freizeit verlieren, ist also keine Option für mich.
Eben deine Entscheidung und diese wird ja vom Staat subventioniert.
BTW habe auch ein Auto (hat vor 15 Jahren 10T€ gekostet), tanke alle 2-3 Monate mal und trotzdem hat man ja monatliche kalkulative Kosten von ca. 100€
Insofern ist es nachvollziehbar, dass das ein Großer Posten für Pendler ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 29.11.2019 08:31
Ich unterstelle den Meisten die in der Umfrage angegeben haben, dass sie regelmäßig "Überstunden" machen, dass sie die Frage falsch verstanden haben.

"Angeordnete Überstunden" machen die wenigsten. Die meisten sammeln Gleitzeit an und zwar freiwillig, aus welchen Gründen auch immer.

Ich habe gerade mal in meinem Zeitterminal geschaut, kann dort die letzten 3 Jahre angucken. Tatsächliche Überstunden hatte ich in dieser Zeit 26,5 (Zeitzuschläge schon eingerechnet). Hierbei hat es sich bei allen um politische Gremiensitzungen gehandelt an denen ich teilnehmen musste und die entsprechend angeordnet wurden.

Gleittage hatte ich in der Zeit 18 Stück. Also ~134,5 Stunden die ich dann "ausgeglichen" habe. Die Gleitzeitstunden mache ich ja rein freiwillig in eigenem Interesse und ihm Rahmen meiner eigenen Organisation. In der Regel gibt es Zeiten wie jetzt im Winter, da mache ich mal ne Stunde länger, damit ich im Sommer etwas Puffer habe um da bei schönem Wetter mal früher gehen zu können. Das hat ja nix mit "Überstunden" zutun und auch nichts mit der anfallenden Arbeit. Arbeit ist immer genug da und es kam noch nie vor, dass ich länger bleiben "musste", weil XY an Arbeit unbedingt noch erledigt werden musste. 

Also ich ja, und auch freunde die weit weg wohnen (aber auch dahin geht ein Zug)

Ja ein Zug geht fast überall hin, mir persönlich ist halt nur die verlorene Freizeit zu schade. Ich fahre zwei mal im Monat Sonntags zum Paintball spielen, ist ein großes Hobby von mir. Mit dem Auto bin ich in 15 Minuten da. Mit dem ÖPNV bin ich ca. 90 Minuten unterwegs. Da fehlt mir einfach die Verhältnismäßigkeit. Und ich wohne nicht im grünen, sondern in einem Ballungsgebiet.

Zitat

Nun, die meisten Arbeitsplätze im öD sind ja nicht auf dem Acker auf  der Grünen Wiese, ich gehe mal davon aus, dass der Großteil der öD Arbeitsplätze mit dem öD erreichbar sind, aber dazu müßten man halt auch gewillt sein sein Dorf und die  ländliche Idelle zu verlassen und das ist man meistens aus verständlichen Gründen nicht. Könnte man aber unter persönliches Pech verbuchen. Bzw. muss jeder individuell in seine Kosten Nutzen Rechnung bzgl. Arbeitsplatz, privat Leben und Wohnlage einbeziehen.


Wie gesagt wohne ich im Ballungsgebiet, ändert nichts an miesen ÖPNV Verbindungen. Ich bin in der Regel um ca. 6:30 Uhr im Büro.

Dafür stehe ich um 5:55 Uhr auf, mache mich fertig (ca. 20 Minuten) und fahre um 6:15 Uhr los. Halte beim Bäcker an und hol mir ne Brezel o.ä. und bin dann um ~6:30 im Büro, je nachdem wie voll es beim Bäcker ist auch mal 6:35 oder 6:40. 

Szenario mit dem Bus wäre so aussehen, dass ich um 5:35 loslaufen müsste, ca. 10 Minuten um einen Bus um 5:45 zu bekommen. Der würde dann 17 Minuten fahren. Ankunft 6:02 Uhr. Dann noch mal 17 Minuten laufen. Wäre um 6:19 da und würde sogar noch 11 Minuten "draufzahlen" weil unsere Zeiterfassung erst ab 6:30 läuft.

Also hier stellt sich "mir" garkeine Frage ;)

Zitat
Eben deine Entscheidung und diese wird ja vom Staat subventioniert.
BTW habe auch ein Auto (hat vor 15 Jahren 10T€ gekostet), tanke alle 2-3 Monate mal und trotzdem hat man ja monatliche kalkulative Kosten von ca. 100€
Insofern ist es nachvollziehbar, dass das ein Großer Posten für Pendler ist.

Mit 100€ liegst du da sogar noch gut bei nem 15 Jahre alten Auto inkl. Versicherung usw.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 08:33

Das bisherige System ist doch so: der AN kann seine Zeit im Rahmen von Gleitzeit o.ä. Konstrukten flexibel gestalten. Am Umfang der Arbeitsverpflichtung ändert sich nichts. Ist er zu blöd, damit umzugehen, ist das sein Problem. Solche Arbeitsstunden, die der AG für erforderlich hält und die ggfs. über den zeitlichen Umfang der eigentlichen Arbeitsverpflichtung hinausgehen, ordnet dieser an. Sie werden entweder ausgeglichen oder ausgezahlt, sie verfallen nicht. Mir erschließt sich nicht, welcher weitere Regelungsbedarf bestünde.

Mit der Totschlagsargumentation kann man den ganzen Tarifvertrag streichen.
Bei Gehältern kann man auch argumentieren, dass der Arbeitnehmer diese frei verhandeln kann - bekommt er zu wenig, ist er zu blöd zum verhandeln und das ist dann sein Problem.

Wenn die Umfrage der verdi doch zeigt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden macht, dann gehört so etwas meines Erachtens in den Tarifvertrag. Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Also das ist doch schon alles im Tarifvertrag geregelt und du scheinst noch nicht begriffen zu haben, dass es einen Unterschied gibt zwischen Mehrarbeit/Gleitzeit und Überstunden!!
Man kann Überstunden nicht freiwillig machen, die werden angeordnet!
Und es ist schlichtweg gelogen, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer Überstunden machen, die MA sind nur zu doof das zu wissen.

EIDT: @Kryne Danke für das konkrete Beispiel
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 08:35
Ich unterstelle den Meisten die in der Umfrage angegeben haben, dass sie regelmäßig "Überstunden" machen, dass sie die Frage falsch verstanden haben.

"Angeordnete Überstunden" machen die wenigsten. Die meisten sammeln Gleitzeit an und zwar freiwillig, aus welchen Gründen auch immer.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Umfrage liefert aber entweder Erkenntnisse zu Überstunden oder man verwirft sie, weil die Ergebnisse unbrauchbar sind. Man kann das nicht einfach zu etwas völlig anderem umdeuten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 08:39

Glückwunsch ;)

Du wirst aber vermutlich andere Kosten für Mobilität haben oder ? Bustickets ? Bahntickets ? Anderweitiges Reisen ?

Oder arbeitest du im Wohnort und hast auch keinerlei Familie / Freunde die weiter weg wohnen ?

Jobticket, das sind ca. 60 Euro im Monat, ansonsten tatsächlich die eine oder andere kleinere Reise mit der Bahn. Das hätte ich unter "Freizeit" verbucht, aber stimmt, wenn man "Mobilität" mit "Auto" gleichsetzt, dann kommt das schon hin.

Ein Großteil der Menschen ist einfach aufs Auto angewiesen, weil sie garkeine anderen Möglichkeiten haben. Nicht jeder wohnt in urbanen Zentren und kann alles mit dem ÖPNV erledigen. Gibt Leute die kommen ohne Auto nicht mal auf die Arbeit. Aber gut das will Heute keiner der modernen Grün Wähler mehr wahrhaben, die leben alle in ihrer eigenen Welt ;)

Jup, das ist mir klar. Es sollte auch keine generelle Zurückweisung des Autos sein. Ich hab ja selber lange Zeit auf dem Land gewohnt und weiß, wie besch...euert das ist, dort ohne Auto zu sein. Da gebe ich mich auch als jemand, der manchen grünen Positionen nicht ganz abgeneigt ist, keinen Illusionen hin. Das geht da einfach nicht ohne, geht es ja in manchen Klein- oder Vorstädten noch nicht mal und jeder soll halt dort wohnen, wo er wohnen möchte.

Ich für meinen Teil habe nie einen Führerschein gemacht und besitze also auch kein Auto. Da ich außerdem nie einen sonderlich emotionalen Bezug zu "meinem Dorf" entwickelt habe (außer vielleicht "So'n Sch…, um die Uhrzeit fährt wieder kein Bus!"),  bin ich letztlich in eine großstadtnahe Kleinstadt gezogen, die Bahn quasi direkt vor der Haustür. Immer mit der Option, doch noch den Führerschein zu machen.

Für mich ist ein Auto halt bloß ein Gebrauchsgegenstand, das einen von A nach B bringen soll, von daher war ich schon ein wenig überrascht, dass dieser Posten doch so groß ist.

Hätte ich die Wahl zwischen eine Stunde länger mit dem Bus fahren oder eben kurz rüber mit dem Auto, würde ich wahrscheinlich auch das Auto nehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 08:42
Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

Du glaubst nicht, wie oft ich denke "so blöd können Menschen doch gar nicht sein" - und dann kommt bereits der nächste um die Ecke und erweist sich als noch blöder ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 09:07
Ich unterstelle den Meisten die in der Umfrage angegeben haben, dass sie regelmäßig "Überstunden" machen, dass sie die Frage falsch verstanden haben.

"Angeordnete Überstunden" machen die wenigsten. Die meisten sammeln Gleitzeit an und zwar freiwillig, aus welchen Gründen auch immer.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die Umfrage liefert aber entweder Erkenntnisse zu Überstunden oder man verwirft sie, weil die Ergebnisse unbrauchbar sind. Man kann das nicht einfach zu etwas völlig anderem umdeuten.
Nein!
Ich deute nichts um, es wird ja selbst von ver.di nicht von angeordneten Überstunden in diesem Umfang bei der Umfrage geschrieben sondern von "Überstunden" und  gut 2/3 arbeite mehr als tariflich vereinbart.
Und das 11% derjenigen die mehr als tariflich arbeiten dieses aufgrund von angeordneten Überstunden machen.
Und das nur 7% diese Mehrarbeit nicht vergütet bekommt (weil sie es eben zulassen und selber schuld sind) und welcher Bereich hat da den größten Anteil? Jipp genau Forschung/Hochschule !
Und ich gehe sehr stark davon aus, dass 0% derjenigen die angeordnete Überstunden gemacht haben sie nicht auch vergütet bekommen haben. Das ist allerdings eine reine Deutung von mir. 8)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 09:09
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 09:13
In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Du verkennst, das in deinem System - der automatischen Geldumwandlung von nicht angeordneten Mehrarbeit - dieses System der Erwartungshaltung und damit der Druck auf die MA steigen wird, da der Vorgesetzte ja erst Recht sagen kann, mach mal kriegste ja auch bezahlt.
Deswegen finde ich es gänzlich ungeeignet das Versagen der Vorgesetzten zu beheben.
Das geht mEn nur durch den Druck, dass der Vorgesetzte es nicht schafft mit seinem Personal die arbeit zu schaffen. Er deswegen einen Anschiss von oben bekommt und er dafür sorgt, dass die Arbeit weniger wird oder mehr Personal da ist oder Maßnahmen ergriffen werden, die Effizienz zu steigern.

Und dann wird in deinem System ja auch noch der Lowperformer belohnt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 09:16
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.
Ja ist doppel moppel.
"Überstunden" sind halt nicht Überstunden.
Deswegen sind ja meine Ausführung trotzdem richtig und die Aussage viele im öD machen Überstunden die verfallen falsch, auch nicht teil des Ergebnisse der Umfrage, im Gegenteil die Umfrage widerlegt solche Aussagen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 09:20
Aufgrund der handwerklichen Mängel der "Studie" ist sie nicht dazu geeignet, irgendetwas zu bestätigen oder zu widerlegen. Sofern der Studie ein anderer Begriff von Überstunden zugrundeliegt als jener, der für die befragte Population Gültigkeit hat, wäre das zu definieren gewesen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 29.11.2019 09:22
Wenn die Umfrage der verdi doch zeigt, dass der überwiegende Teil der Arbeitnehmer regelmäßig Überstunden macht, dann gehört so etwas meines Erachtens in den Tarifvertrag. Andernfalls unterstellt man allen Arbeitnehmern zu blöd zu sein.

In meinen Augen geht es hier auch um eine Erwartungshaltung die aufgebaut wird. Wenn ich vom Mitarbeiter erwarte, dass er Überstunden macht, kann ich das ggf. auch durch psychischen Druck erzwingen. Auf dem Papier macht er seine Überstunde freiwillig - aber eine Wahl hat er eigentlich nicht.
Ich möchte Dir hier zustimmen. Eine Gewerkschaft (ich bin ein Freund des Gewerkschaftssystems) muss die Probleme ihrer Mitglieder (oder der Beschäftigen allgemein) erkennen und entsprechend handeln. Nur scheint es so, dass sich Verdi hier bewusst dumm stellt und die Unkenntnis der Mitglieder bzw. Beschäftigen (nämlich die genaue Definition Mehrarbeit und Überstunden und die Konsequenzen daraus) nicht aufklärt sondern diese für ihre Zwecke (Stimmung machen) missbraucht. Jetzt kann man natürlich sagen, dass das doch normal ist, dass das doch clever, verhandlungstaktisch großartig ist. Ich halte ein solches Vorgehen, egal von welcher Seite, für falsch.
Und zum Thema "Druck ausüben" noch: jeder sollte doch über die wesentlichen Rechte und Pflichten Bescheid wissen. Dann nämlich lässt sich der Vorgesetzter mit hochrotem Kopf relativ relaxt betrachten, wenn er auf die dumme Idee kommt, außerhalb seiner Rechte Dinge zu fordern. Ich will damit sagen, dass man auch Konflikte mit dem Vorgesetzten ausstehen muss, wenn man sich rechtlich gesehen im vorgegebene Rahmen bewegt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 09:28
Man kennt ja als Beschäftigter mittlerer Art und Güte die Legaldefinition gar nicht. Ich habe es - glaube ich auch - angekreuzt und dachte damit wären die Stunden  der Arbeit gemeint, die nicht vergütet, aber abgeleistet werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 09:31
Wer die recht simple tarifliche Definition nicht kennt, ordnet sich mutmaßlich fälschlicherweise der Gruppe Beschäftiger mittlerer Art und Güte zu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 29.11.2019 09:52

Für mich ist ein Auto halt bloß ein Gebrauchsgegenstand, das einen von A nach B bringen soll, von daher war ich schon ein wenig überrascht, dass dieser Posten doch so groß ist.


Naja das ist er für die meisten. Ich selbst sehe das Auto auch noch als eine Art Luxus Gegenstand an, daher fahre ich auch einen Mercedes, weil ich das Auto mag und ich auch den Komfort im Auto sehr genieße. Aber das ist natürlich eine persönliche Entscheidung, daher ist ein Teil meiner "Autokosten" eigentlich eher als "Luxus" zu sehen.

Aber selbst wenn man es mal ganz "Basic" sieht. So ca. 10.000€ sollte man einrechnen für ein Auto was man dann 10 Jahre fahren will. Ganz grob gesagt. Klar gibt's auch billigere, aber da steigt halt auch das "Ausfallrisiko".

10.000€ auf 10 Jahre sind in der Anschaffung schon mal grob 80€ im Monat (abgerundet).

Da kommt jetzt die Versicherung drauf, je nach Schadensfreiheit Rabatt und ob nur Teilkasko (würde ich mindestens nehmen) oder Vollkasko, sagen wir noch mal ~80€ im Monat. (das kann hier auch die Hälfte, aber auch das doppelte sein).

Verschleiß, Wartung und Instandhaltung, sollte man auch mal mindestens! 50€ im Monat einplanen. Inspektion, Bremsen, Öl, weitere Flüssigkeiten, TÜV und was halt sonst noch alles kommt. Und man sollte mal bisschen was auf der hohen Kante haben wenn was richtig kaputt geht.

Dann noch Benzin. Kommt hier stark drauf an wie viel man fährt. Die meisten werden da im Schnitt schon mindestens 100€ im Monat brauchen.

Sind wird zusammengerechnet schon bei 310€ und das mit einem wirklichen Basismodell.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: werop am 29.11.2019 09:53
Man kennt ja als Beschäftigter mittlerer Art und Güte die Legaldefinition gar nicht. Ich habe es - glaube ich auch - angekreuzt und dachte damit wären die Stunden  der Arbeit gemeint, die nicht vergütet, aber abgeleistet werden.
ich hab ich Dich nicht ganz verstanden, deshalb kann das auch auf mich zutreffen:
Wer die recht simple tarifliche Definition nicht kennt, ordnet sich mutmaßlich fälschlicherweise der Gruppe Beschäftiger mittlerer Art und Güte zu.
:-[

...dafür seh ich aber wahnsinnig gut aus!  ;D
(lang ist er ja nicht gerade, dafür aber gaaaanz schööön...dünn!!)
Grüße
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:20
Wer die recht simple tarifliche Definition nicht kennt, ordnet sich mutmaßlich fälschlicherweise der Gruppe Beschäftiger mittlerer Art und Güte zu.

Ja, mutmaßlich. Denn Umfragen und Planungen eines Tarifrechts sind außertariflich. Damit ist die Legaldefinition der Überstunden hier nicht einschlägig.

Denn diese werden erst zwischen den Tarifparteien, nach Umfrage, evtl. neu definiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 10:25
Natürlich ist sie das. Wenn ich frage, ob jemand Überstunden geleistet hat und Überstunden für die Befragungszielgruppe eindeutig definiert ist, gilt selbstverständlich diese Definition, es sei denn, man definiere etwas anderes. Dann könnten "Überstunden" auch "Backfischbrötchen" sein und "leisten" "essen" und somit würde die Umfrage abbilden, wie viele Befragte "Überstunden leisten", also Backfischbrötchen essen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:30
Dennoch ist eine Umfrage immer aus Sicht eines Befragten mittlerer Art und Güte zu beantworten, selbst wenn man mehr weiß.

Alles andere führt zu unklaren Ergebnissen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 10:34
Der Befragte beantwortet doch die Umfrage selbst...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:43
Der Befragte beantwortet doch die Umfrage selbst...

Ich habe einige Jahre an Umfragen von Instituten mitgemacht, die Befragung von Verdi ist noch der Einäugige unter den Blinden. Zudem halte ich die meisten Umfragen nicht für Sacharbeit, sondern für ein politisches Instrument.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 10:46
Ich gehe arbeitstäglich mit Umfragen um. Viele sind handwerklich schlecht und wissenschaftlich unbrauchbar. Dazu zählt auch die inredestehende Umfrage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 10:52
Ich gehe arbeitstäglich mit Umfragen um. Viele sind handwerklich schlecht und wissenschaftlich unbrauchbar. Dazu zählt auch die inredestehende Umfrage.

Nicht unbedingt. Rumheulen gehört zum Instrumentarium der Durchsetzung von Interessen. Das gilt für die Grundrente ebenso wie für den TVÖD.
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Beitrag von: Laemat am 29.11.2019 10:55
Es liegt doch überhaupt nicht im Interesse des Umfragenden, seine Themen so im Detail zu beschreiben dass der durchschnittliche Umfrageteilnehmer nach dem halben Satz schon aufhört zu lesen.

Zur Zeit ist es en vogue einfach Antworten auf komplizierte Fragen zu geben. So gestaltet man eine Umfrage auf seine Klientel zugeschnitten und erklärt komplizierte Themen einfach, damit man von der anvisierten Zielgruppe überhaupt eine Aussage bekommt.

Ich könnte hier im Amt auch fragen, wie viele Beschäftige den Unterschied zwischen Mehrarbeit und angeordneten Überstunden kennen. Wissen tuen das wahrscheinlich nur eine Handvoll (bei 300 Beschäftigten)

Man müsste eigentlich nur die DV zur Arbeitszeit lesen aber wer hat schon seine Rechte und Pflichten im Blick... :(
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 11:00
Ich gehe arbeitstäglich mit Umfragen um. Viele sind handwerklich schlecht und wissenschaftlich unbrauchbar. Dazu zählt auch die inredestehende Umfrage.

Nicht unbedingt. Rumheulen gehört zum Instrumentarium der Durchsetzung von Interessen. Das gilt für die Grundrente ebenso wie für den TVÖD.

Das ist so zutreffend wie es ungeeignet ist, meiner Aussage entgegenzutreten.
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Beitrag von: BAT am 29.11.2019 11:12

Nicht unbedingt. Rumheulen gehört zum Instrumentarium der Durchsetzung von Interessen. Das gilt für die Grundrente ebenso wie für den TVÖD.

Das ist so zutreffend wie es ungeeignet ist, meiner Aussage entgegenzutreten.
[/quote]

Doch ist es. Du musst das Handwerk nur richtig definieren. Im Rahmen von Umfragen ist gutes Handwerk fern von guter logischer oder juristischer Sacharbeit.
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Beitrag von: Spid am 29.11.2019 11:20
Es gibt Standards für Fragebogenkonstruktion u.ä. Werden sie nicht eingehalten, sind die Ergebnisse bereits i.e.S. unbrauchbar. Damit sie auch i.w.S. unbrauchbar werden, zerlegt man sie genüßlich und führt Verfasser und Auftraggeber vor.
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Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 11:28
Aufgrund der handwerklichen Mängel der "Studie" ist sie nicht dazu geeignet, irgendetwas zu bestätigen oder zu widerlegen. Sofern der Studie ein anderer Begriff von Überstunden zugrundeliegt als jener, der für die befragte Population Gültigkeit hat, wäre das zu definieren gewesen.
Macht die Studie ja nicht, sie verdeutlichst es nur durch den doppelmoppel, damit die Missverständnisse auch den Dümmsten klar werden, die den umgangssprachliche Überstundenbegriff verwendet, der im tariflichen Bereich eine andere Bedeutung hat.

Die Umfrage von verdi zeigt, daß der überwiegende Teil der Befragten regelmäßig Überstunden mache.
Wozu die Studie geeignet ist oder nicht lasse ich mal im Raum stehen, aber was nicht stimmt, ist das in der Studie behauptet wird, das mehr als 11% der befragten Überstunden machen. Den Passus habe ich noch nicht gefunden.
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Beitrag von: Spid am 29.11.2019 11:40
Auswertung S. 22: ca. 91,5 (ca. 189.000) der Befragten haben in der Befragung angegeben, durchschnittlich wöchentlich soundsoviele Überstunden zu leisten.
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Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 11:55
Auswertung S. 22: ca. 91,5 (ca. 189.000) der Befragten haben in der Befragung angegeben, durchschnittlich wöchentlich soundsoviele Überstunden zu leisten.
In dieser Darstellung?https://www.verdi.de/++file++5da727552193fb09e194d185/download/ver.di_Ergebnisbericht_AZ.pdf
Da wird zumindest immer von "Überstunden" und nicht von Überstunden geschrieben. Und von angeordneten Überstunden 11%
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Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:01
"Überstunden" weist doch noch sehr viel mehr darauf hin, daß es sich um Überstunden handelt - woraus sonst sollte denn zitiert werden denn aus der für die Befragten maßgeblichen Norm, welche Überstunden definiert?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:07
"Überstunden" halte ich für sehr konkret außertariflich. Überstunden könnte auslegungsbedürftig sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:08
Außertarifliche Überstunden kommen nur für außertarifliche Beschäftigte infrage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:12
Außertarifliche Überstunden kommen nur für außertarifliche Beschäftigte infrage.

Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:15
Selbstverständlich. Alles andere wäre tarifwidrig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 12:18
@BAT meinst du mit außertarifliche Überstunden den Überstunden Begriff wie er außerhalb das Tarifrechtes genutzt wird?
Also  Überstunde=Stunde, die zusätzlich zu den festgelegten täglichen Arbeitsstunden gearbeitet wird ?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 29.11.2019 12:23
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.

Da hast du ja Recht mit.

Aber du siehst doch täglich sogar hier im Forum, wie viele Leute eigentlich klar definierte Begriffe mit Wasweißich besetzen. Da gibt es plötzlich "Weihnachtsgeld" statt Jahressonderzahlung, einen mittleren, höheren usw. Dienst für Tarifbeschäftigte wenn man sich eigentlich auf bestimmte Entgeltgruppen bezieht oder eben auch "Überstunden" wenn eigentlich Mehrarbeit gemeint ist.

Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.

Es würde mich jedenfalls nicht wundern.
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Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:29
@BAT meinst du mit außertarifliche Überstunden den Überstunden Begriff wie er außerhalb das Tarifrechtes genutzt wird?
Also  Überstunde=Stunde, die zusätzlich zu den festgelegten täglichen Arbeitsstunden gearbeitet wird ?

Ich denke nur, daß viele Teilnehmer Ihre weiteren Tätigkeiten neben Ihrer Beschäftigung nach TVÖD eingebracht haben. Vor allem im Ehrenamt. Und das wäre für mich auch eine korrekte Herangehendweise im Rahmen der Umfrage, da ehrenamtliche Tätigkeit zunehmend wichtiger sind. Hier können auch Auswirkungen wichtig sein, die in den Wirkungskreis der Beschäftigung nach TVÖD wichtig sein können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:36
Und Überstunden sind klar definiert. Angeordnete Überstunden ist wie ISBN-Nummer.

Da hast du ja Recht mit.

Aber du siehst doch täglich sogar hier im Forum, wie viele Leute eigentlich klar definierte Begriffe mit Wasweißich besetzen. Da gibt es plötzlich "Weihnachtsgeld" statt Jahressonderzahlung, einen mittleren, höheren usw. Dienst für Tarifbeschäftigte wenn man sich eigentlich auf bestimmte Entgeltgruppen bezieht oder eben auch "Überstunden" wenn eigentlich Mehrarbeit gemeint ist.

Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.

Es würde mich jedenfalls nicht wundern.

Dann ist das Ergebnis einfach unbrauchbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:38
@BAT meinst du mit außertarifliche Überstunden den Überstunden Begriff wie er außerhalb das Tarifrechtes genutzt wird?
Also  Überstunde=Stunde, die zusätzlich zu den festgelegten täglichen Arbeitsstunden gearbeitet wird ?

Ich denke nur, daß viele Teilnehmer Ihre weiteren Tätigkeiten neben Ihrer Beschäftigung nach TVÖD eingebracht haben. Vor allem im Ehrenamt. Und das wäre für mich auch eine korrekte Herangehendweise im Rahmen der Umfrage, da ehrenamtliche Tätigkeit zunehmend wichtiger sind. Hier können auch Auswirkungen wichtig sein, die in den Wirkungskreis der Beschäftigung nach TVÖD wichtig sein können.

Inwiefern sollten wertlose Freizeitbeschäftigungen auch nur in irgendeinem Sinne Überstunden sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:42

Inwiefern sollten wertlose Freizeitbeschäftigungen auch nur in irgendeinem Sinne Überstunden sein?

Die 8-Stunden-Grenze für eine täglich Tätigkeit ist wohl prominenter als eine Definition von "Überstunden".

Die Wertigkeit dieser Tätigkeiten ist fraglos vorhanden. Bitte etwas mehr Respekt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 12:52
Die behauptete Grenze gibt es so nicht. Etwas ist das wert, was ein anderer dafür bezahlt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 12:58
Die behauptete Grenze gibt es so nicht. Etwas ist das wert, was ein anderer dafür bezahlt.

Ich habe nicht behauptet, daß es diese Grenze gibt. Ehrenamt ist und wird im Rahmen von regulären Beschäftigungsverhältnissen mit finanzieller Anerkennung belohnt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:01
Was man im Rahmen seines regulären Beschäftigungsverhältnisses ausübt, kann kein Ehrenamt sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 13:03
Was man im Rahmen seines regulären Beschäftigungsverhältnisses ausübt, kann kein Ehrenamt sein.

Nichts hinzuerfinden zur Diskussion. Ehrenamtliche Tätigkeit findet in so einigen Behörden Berücksichtigung bei Einstellungen und Bewerbungen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:06
Huiuiui! Hätte ich das gewußt, hätte ich... immer noch geschrieben, daß es wertlos ist, weil es nicht bezahlt wird.
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Beitrag von: BAT am 29.11.2019 13:11
Es geht aber nicht darum, was du irgendwie irgendwo meinst zu sehen oder zu erkennen. Sondern es geht um die Ausrichtung einer Gewerkschaft auf zukünftige Positionen und Forderungen.

Und diese Meinungsbildung einer Interessengruppen hat zunächst mal NULL zu tun mit juristischen Begriffen oder anderen Gemengelagen.

Ganz einfach. Du musst nur lernen, mal lateral zu denken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 13:13
Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.
Deswegen sind für mich "Überstunden" nicht gleich Überstunden.
Und wenn in der Studie neben "Überstunden" angeordnete Überstunden steht und dort steht, dass 11% der "Überstunden"  angeordnete Überstunden sind, dann sage ich dass in der Studie nicht behauptet wird, dass mehr als 11% Überstunden im Sinne vom Tarifrecht haben.
Insbesondere werden dort mit Sicherheit ja Überstunden als Überstunden deklariert sein, die keine Überstunden sind, da ja mit Freizeit abgegolten (6% der "Überstunden" wurden vergütet) und somit eben keine Überstunden waren, sondern nur angeordnete Gleitzeit. ::) :o
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:17
Es geht aber nicht darum, was du irgendwie irgendwo meinst zu sehen oder zu erkennen. Sondern es geht um die Ausrichtung einer Gewerkschaft auf zukünftige Positionen und Forderungen.

Und diese Meinungsbildung einer Interessengruppen hat zunächst mal NULL zu tun mit juristischen Begriffen oder anderen Gemengelagen.

Ganz einfach. Du musst nur lernen, mal lateral zu denken.

Nein, diese Meinungsbildung fußt auf einer mangelhaften Umfrage, die die Minderwertigkeit der Gewerkschaft, die die Umfrage durchführen ließ, noch mehr hervorhebt, als es ohnehin schon durch Verlautbarungen dieser Gewerkschaft der Fall ist. Ich denke übrigens stets lateral, befinde mich jedoch stets auf dem Verdi konträren latus.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 13:18
Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.
Deswegen sind für mich "Überstunden" nicht gleich Überstunden.
Und wenn in der Studie neben "Überstunden" angeordnete Überstunden steht und dort steht, dass 11% der "Überstunden"  angeordnete Überstunden sind, dann sage ich dass in der Studie nicht behauptet wird, dass mehr als 11% Überstunden im Sinne vom Tarifrecht haben.
Insbesondere werden dort mit Sicherheit ja Überstunden als Überstunden deklariert sein, die keine Überstunden sind, da ja mit Freizeit abgegolten (6% der "Überstunden" wurden vergütet) und somit eben keine Überstunden waren, sondern nur angeordnete Gleitzeit. ::) :o

Überstunden werden nicht dadurch zu keinen Überstunden, daß sie vergütet werden. Die Vergütung ist Überstunden vielmehr inhärent.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 14:17
Man kann es nicht beweisen, aber ich traue es den Teilnehmern der Umfrage durchaus zu bzw. befürchte sogar, dass ein guter Teil es so verstanden hat, dass er einfach mal eben alles, was die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit übersteigt, als "Überstunden" angegeben hat, egal ob angeordnet oder nicht, ausgeglichen, ausgezahlt, im Rahmen der Gleitzeit kompensiert oder was auch immer.
Deswegen sind für mich "Überstunden" nicht gleich Überstunden.
Und wenn in der Studie neben "Überstunden" angeordnete Überstunden steht und dort steht, dass 11% der "Überstunden"  angeordnete Überstunden sind, dann sage ich dass in der Studie nicht behauptet wird, dass mehr als 11% Überstunden im Sinne vom Tarifrecht haben.
Insbesondere werden dort mit Sicherheit ja Überstunden als Überstunden deklariert sein, die keine Überstunden sind, da ja mit Freizeit abgegolten (6% der "Überstunden" wurden vergütet) und somit eben keine Überstunden waren, sondern nur angeordnete Gleitzeit. ::) :o

Überstunden werden nicht dadurch zu keinen Überstunden, daß sie vergütet werden. Die Vergütung ist Überstunden vielmehr inhärent.
Zitat
(7) Überstunden sind die auf Anordnung des Arbeitgebers geleisteten Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten (§ 6 Absatz 1) für die Woche dienstplanmäßig beziehungsweise betriebsüblich festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 14:20
Erstens bedeutet "vergütet", daß man Geld dafür erhält, und zweitens bleiben es Überstunden, wenn sie nach dem Ende der folgenden Kalenderwoche zeitlich ausgeglichen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 29.11.2019 16:49
Erstens bedeutet "vergütet", daß man Geld dafür erhält, und zweitens bleiben es Überstunden, wenn sie nach dem Ende der folgenden Kalenderwoche zeitlich ausgeglichen werden.
Das heißt also, dass man auch für am Ende der folgenden Kalenderwoche zeitlich ausgeglichen Überstunden einen Zuschlag nach §8 Abs 1 a bekommt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 29.11.2019 16:57
Inwiefern ließe sich derlei aus meinen Ausführungen schließen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 29.11.2019 19:12
Gab es eigentlich mal 100% Jahres-Sonderzahlung, wenn ja in welcher Tarifrunde hat die Gewerkschaft es abgenickt das dies nach unten korrigiert wird? Und gab es eigentlich mal mehr als 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 29.11.2019 19:27
Gab es eigentlich mal 100% Jahres-Sonderzahlung, wenn ja in welcher Tarifrunde hat die Gewerkschaft es abgenickt das dies nach unten korrigiert wird? Und gab es eigentlich mal mehr als 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber?

100 Prozent gibt es ab Beitragsbemessungsgrenze im Netto, da die JSZ nicht mehr zur KV und PV verbeitragt wird ;)

Aber ein Knecht wird wohl darunter liegen, muss er also Bauer werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 30.11.2019 09:32
Gab es eigentlich mal 100% Jahres-Sonderzahlung, wenn ja in welcher Tarifrunde hat die Gewerkschaft es abgenickt das dies nach unten korrigiert wird? Und gab es eigentlich mal mehr als 6 Wochen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber?
Ja, in Vor-TVöD-Zeiten gab es eine Weihnachtszuwendung in Höhe eines Monatsbruttos sowie ein Urlaubsgeld in Höhe von 332,34€ (=650 DM) in den unteren Vergütungsgruppen und in Höhe von 255,65€ (= 500 DM) in den oberen Vergütungsgruppen.
Im Zuge der Einführung des TVöD entfiel das Urlaubsgeld und aus der Weihnachtszuwendung wurde die JSZ in der heute bekannten Höhe.
Es entfiel allerdings auch die Rückzahlungspflicht bei selbstverschuldeten Ausscheiden bis zum Stichtag 31.03. des Folgejahres.

26 Wochen Entgeltfortzahlung gab es für Angestellte bis zum 30.06.1994. Wer davor eingestellt wurde und seitdem ununterbrochen bei demselben AG im Arbeitsverhältnis steht, hat zwar heute auch nur die 6-wöchige Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, aber noch Anspruch auf einen erhöhten Krankengeldzuschuss (Differenz Nettokrankengeld zu Nettoentgelt, statt Differenz Bruttokrankengeld zu Nettoentgelt).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 30.11.2019 09:33
Weiß jemand aus eigener Erfahrung wie es mit dem Bestands-Schutz aussieht, als Beispiel Frau Meier (unbefristet seit 10 Jahren hat die E10, die Tätigkeit/Abteilung wird wird nicht mehr benötigt. Frau Meier soll nun intern versetzt werden auf eine Stelle die normalerweise nur die E6 hergibt. Wird Frau Meier die E10 behalten? oder bekommt Sie die E6 und eine "Aufstockung" ?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 30.11.2019 09:39
Das wäre nur einvernehmlich oder durch Änderungskündigung möglich, eine Versetzung ist lediglich die Zuweisung einer auf Dauer bestimmten Beschäftigung bei einer anderen Dienststelle oder einem anderen Betrieb desselben Arbeitgebers unter Fortsetzung des bestehenden Arbeitsverhältnisses. Da TB entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert sind, ist das auch bei einer einvernehmlichen Vertragsänderung oder einer Änderungskündigung der Fall. Ein höheres Entgelt kann vereinbart werden. Anspruch auf eine solche Vereinbarung besteht nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.11.2019 10:00
Weiß jemand aus eigener Erfahrung wie es mit dem Bestands-Schutz aussieht, als Beispiel Frau Meier (unbefristet seit 10 Jahren hat die E10, die Tätigkeit/Abteilung wird wird nicht mehr benötigt. Frau Meier soll nun intern versetzt werden auf eine Stelle die normalerweise nur die E6 hergibt. Wird Frau Meier die E10 behalten? oder bekommt Sie die E6 und eine "Aufstockung" ?
Solch einen Bestandsschutz gibt es nicht.
In einem solchen Fall kann der AG Frau Meier diese neue Stelle anbieten und sie kann es annehmen und weniger verdienen. Oder.
Der AG bietet ihr an einem beliebigen Ort seiner Wahl ein Stelle - die Ihrer aktuellen EG entspricht - an, sofern er eine hat. Wenn er keine hat, dann s.o.
Wenn sie nicht möchte dann bleibt ja nur die Kündigung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.11.2019 10:26
Inwiefern ließe sich derlei aus meinen Ausführungen schließen?
Stimmt, hat wieder mal klick bei mir gemacht. Danke für die Richtigstellung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 01.12.2019 13:14
Edit: Beispielrechnung gelöscht
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 13:16
Auf Basis welcher Regelung?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 01.12.2019 13:30
PersonA hat die E5/2 (2656.42€) , dies entspricht einen Stundenlohn von ~ 11,40 € Brutto
Falsch sind 15,26€

Zitat
Durch die 4,5% Tariferhöhung steigt das Monatsbrutto um 119,- € auf ~2775 €

Teilt man nun die Erhöhung 119,- € durch 11,40 € Stundenlohn dürfte Person A nun 10,5 Stunden weniger arbeiten im Monat. oder ~ 2,5 Stunden weniger in der Woche.
Folgefehler sind 7,83 h pro Monat oder 1,8h pro Woche also wird eine 38,2h Woche daraus.
Oder anders gerechnet 40h * 4,35 W pro M =174 * 4,5% =7,83 / 4,35 =1,8
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 14:01
"Überstunden" weist doch noch sehr viel mehr darauf hin, daß es sich um Überstunden handelt - woraus sonst sollte denn zitiert werden denn aus der für die Befragten maßgeblichen Norm, welche Überstunden definiert?

Dann ist das Ergebnis einfach unbrauchbar.

Tatsächlich wird nicht auf die tariflich normierte Definition der "Überstunden" rekurriert, sondern auf die Mehrarbeitsstunden aufgrund einer geringer vereinbarten Wochenarbeitszeit als 39 bzw. 40h/Woche.
Insofern ist die Terminologie unsauber, weshalb wohl auch von "Überstunden" die Rede in dem Bericht ist, obwohl diese damit nicht gemeint sind.

Die Umfrage zeigt zumindest, dass es den Beschäftigten nicht nur um prozentuale Erhöhungen geht, sondern auch um andere Themen. Ich hoffe, dass die AGs dies auf dem Schirm haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 14:12
Wo finde ich diese behauptete Definition von "Überstunden"?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 14:38
Dies ist dort nirgends definiert, ergibt sich nach meinem Verständnis aus dem geschilderten Gesamtzusammenhang. Auszuschließen ist nicht, dass einige Umfrageteilnehmer tatsächlich ihre Überstanden im tariflichen Sinne angaben.

Auf Seite 20 ist explizit von 1,6 h höhere tatsächliche Arbeitszeit als vertraglich vereinbarte Arbeitszeit die Rede (wobei obiges Dilemma nicht aufzulösen ist).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 14:50
Die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ist in der absoluten Mehrzahl der Fälle die von Vollzeitbeschäftigten. Wie ließe sich daraus Annehmen, es ginge um Mehrarbeitsstunden?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 17:13
Nein, es ging dort explizit um eine geringere als die tarifvertraglich vereinbarte Arbeitszeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 17:23
Wo Bitteschön stünde das auf S.20? Angegeben ist dort die durchschnittliche tatsächliche vs. die durchschnittlich vereinbarten Arbeitszeit nach Alter und Geschlecht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 21:00
Auf S. 20 ist nur allgemein die durchschnittlich tatsächliche Arbeitszeit zur vertraglich vereinbarten Arbeitszeit angegeben. Seite 22 weist dann auf, dass bei geringerer vertraglicher Arbeitszeit sog. "Überstunden" anfallen würden. Das meint wohl eher Mehrarbeitsstunden und löst das genannte Dilemma nicht auf.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 21:14
Du hattest auf S. 20 rekurriert und dort eine derartig explizite Angabe behauptet.

Ein Dilemma vermag ich überhaupt nicht zu erkennen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 21:23
Ich hatte mich vertan, weil ich deinen Beitrag nicht richtig gelesen hab...mea culpa!

Warum siehst du das Dilemma nicht? Der Ergebnisbericht spricht von "Überstunden" ohne zu unterscheiden zwischen Mehrarbeitsstunden und Überstunden i. S. d. § 7 TVöD. Das ist zumindest, wie geschrieben, unpräzise.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 21:28
Inwiefern müßte man denn zwischen zwei gleichermaßen positiven oder negativen Bedingungen wählen? Ich sehe nur eine völlig vermurkste Studie, die aufgrund ihrer zahlreichen Mängel keinerlei Wert besitzt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 01.12.2019 22:12
Worin siehst du die Mängel genau, mal abgesehen davon, dass sie von Ver.di beauftragt ist?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 01.12.2019 22:27
Selbstselektion, die Antwortkategorien sind nicht disjunkt, fehlende Konstruktvalidität, fehlende Interpretationsobjektivität, fehlende Reliabilität, fehlende Konsistenz...

Und wo soll jetzt das Dilemma sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 02.12.2019 09:55
Dass es keine Unterscheidung zwischen angeordneten Überstunden und Mehrarbeitsstunden auf Seite 22 gibt, was in deiner Mängelaufzählung ja auch beschrieben ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 02.12.2019 10:28
Das ist kein Dilemma. Ein Dilemma ist eine zwingend zu treffende Entscheidung zwischen zwei gleich wünschenswerten/nachteiligen Alternativen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 02.12.2019 11:32
Nicht ganz. Ich habe an der Umfrage teilgenommen und bin mir nun unsicher, was ich damals angegeben habe, also wie dort "Überstunden" definiert war und ob ich das beachtet habe. Insofern ist es für mich ein (quasi nachträgliches) Dilemma, dass ich daran überhaupt teilgenommen habe.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 02.12.2019 23:04
M.E. sollte in dieser Verhandlungsrunde, die Jahressonderzahlung für alle auf 100% angehoben werden.
Dies würde auch Högergruppierungen wieder attraktiver machen.
Dazu noch eine Erhöhung um 5 %........Ich weiss wir haben bald Weihnachten 🤗🤗🤗
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 03.12.2019 06:56
M.E. sollte in dieser Verhandlungsrunde, die Jahressonderzahlung für alle auf 100% angehoben werden.
Dies würde auch Högergruppierungen wieder attraktiver machen.
Dazu noch eine Erhöhung um 5 %........Ich weiss wir haben bald Weihnachten 🤗🤗🤗

Genau das gleiche dache ich mir auch, die JSZ betreffend, als ich letzte Woche auf die Abrechnung geschaut habe und mal wieder gesehen habe wie lächerlich die JSZ doch ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 03.12.2019 07:07
Der Nettobetrag ist in der Tat ein schlechter Witz...
Deshalb ist es mir auch Wurscht ob's 60%, 70%, 91,47632%, 178,5% sind... Zumindest sollte der %-Betrag für alle gleich sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 04.12.2019 14:50
Dann gilt der "schlechte Witz" in netto aber auch für die sonst so beneideten IGMler, die gerne mal 1,5 und mehr Monatsgehälter JSZ/Bonus bekommen und dafür immer als "high end" bezeichnet werden...?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 04.12.2019 14:58
Der Nettobetrag ist in der Tat ein schlechter Witz...
Deshalb ist es mir auch Wurscht ob's 60%, 70%, 91,47632%, 178,5% sind... Zumindest sollte der %-Betrag für alle gleich sein.
Richtig JSZ bei allen auf 35% und gut ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 04.12.2019 15:28
Der Nettobetrag ist in der Tat ein schlechter Witz...
Deshalb ist es mir auch Wurscht ob's 60%, 70%, 91,47632%, 178,5% sind... Zumindest sollte der %-Betrag für alle gleich sein.
Richtig JSZ bei allen auf 35% und gut ist.
Von mir aus...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.12.2019 18:23
Der Nettobetrag im November ist ein probates Mittel, um armen Knechten mal zu zeigen, wie viel bei den reichen Bauern in JEDEM Monat umverteilt wird. :-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 05.12.2019 08:38
Ich hatte nun im November über 5000.- netto (Lstk 3, Kinderfreibetrag) - das glaube ich haben nicht viele Leute monatlich!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 05.12.2019 09:03
Ich hatte nun im November über 5000.- netto (Lstk 3, Kinderfreibetrag) - das glaube ich haben nicht viele Leute monatlich!
Da liegst du falsch, das haben viele Leute monatlich. Du hingegen hast es nur im November ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 05.12.2019 09:05
Ich hatte nun im November über 5000.- netto (Lstk 3, Kinderfreibetrag) - das glaube ich haben nicht viele Leute monatlich!
Ich hatte im November mindestens 2 mal täglich Stuhlgang... hat auch nicht jeder monatlich...


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pädi07 am 05.12.2019 09:29
5000 netto kommt mir aber nun doch viel vor - das waren ja über 8300 brutto! Da muss ich im öD aber schon ganz weit oben in den Lohntabellen suchen, um solche Werte zu finden. Gut bei Beamten genügt brutto etwas weniger, aber bei TvöD ist das deutlich mehr als E15Ü - die es ja bekanntlich nur selten gibt...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.12.2019 09:40
Bei mir ist es ein ähnliches Brutto, aber bei LSK 1 unter 4000 € netto. So unberechtigt war mein Hinweis auf die ausufernde Umverteilung im Lande wohl nicht.

Und das netto ist wegen BBG noch relativ hoch bei mir. Ohne wären es nur 3.650 € netto im Vergleich zu über 5000 € netto aufgrund LSK. Finde ich schon heftig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 05.12.2019 10:03
Die steuerliche Progression steht allerdings nicht zur Disposition der TVP, zumal diese individuell abhängig von vielen Faktoren ist. Die konkrete Steuergestaltung obliegt insoweit jedem einzelnen Steuerpflichtigen.

@BAT: Was meinst du mit BBG?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 05.12.2019 10:26
Die steuerliche Progression steht allerdings nicht zur Disposition der TVP, zumal diese individuell abhängig von vielen Faktoren ist. Die konkrete Steuergestaltung obliegt insoweit jedem einzelnen Steuerpflichtigen.


Dass bei "Netto" meisst nur an die Steuer gedacht wird ist doch dass Problem! Sowohl in LSK1, LSK 3 oder LSK5 sind die  Sozialabgaben doch dass Problem.

Und hier hätten (aber auch bei der Pauschalversteuerung) die Tarifparteien für die Öffnung von Dienstrad (HAHAHA), Entgeldumwandlung, direktversicherung, Fringe Benefits etc sehr wohl erheblichen Spielraum!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 05.12.2019 10:50
Vermögenswerte Vorteile sind ebenfalls zu versteuern. Sozialabgaben liegen genauso wenig in der Disposition der TVP wie die steuerliche Gestaltung. Auch da kann der Einzelne einiges tun, so gibt es bspw. die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung bei einigen Krankenkassen.

Entgeltumwandlung gibt's doch bereits.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.12.2019 10:52
Die steuerliche Progression steht allerdings nicht zur Disposition der TVP, zumal diese individuell abhängig von vielen Faktoren ist. Die konkrete Steuergestaltung obliegt insoweit jedem einzelnen Steuerpflichtigen.

@BAT: Was meinst du mit BBG?

Beitragsbemessungsgrenze. Der Peak der Belastung ist halt irgendwo mitten in der Entgelttabelle erreicht und nicht am Ende der Tabelle. Bis zum Erreichen der BBG steigt die Belastung stark an, flacht sich dann aber wegen nicht zu zahlender Beiträge zur KV und PV ab. (vorbehaltlich eines nicht erfolgten Wechsel in die PKV)

Aber selbstredend ist das nicht Aufgabe der TVP.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.12.2019 11:36
Beitragsbemessungsgrenze. Der Peak der Belastung ist halt irgendwo mitten in der Entgelttabelle erreicht und nicht am Ende der Tabelle. Bis zum Erreichen der BBG steigt die Belastung stark an, flacht sich dann aber wegen nicht zu zahlender Beiträge zur KV und PV ab. (vorbehaltlich eines nicht erfolgten Wechsel in die PKV)
Beim wechsel in die PKV ist dann keine Abflachung, sondern ein Absenken (so zumindest bei mir, inzwischen ü50 und imemr noch gültig die Aussage.)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 05.12.2019 12:02

Beitragsbemessungsgrenze. Der Peak der Belastung ist halt irgendwo mitten in der Entgelttabelle erreicht und nicht am Ende der Tabelle. Bis zum Erreichen der BBG steigt die Belastung stark an, flacht sich dann aber wegen nicht zu zahlender Beiträge zur KV und PV ab. (vorbehaltlich eines nicht erfolgten Wechsel in die PKV)

Aber selbstredend ist das nicht Aufgabe der TVP.

Ja, das ist sinnvoll. Ich bin irgendwie nur auf "Bundesbeamtengesetz" gekommen. Naja, typisch Montag eben. :)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 05.12.2019 22:54
Also JSZ für alle auf 100% und keine Einmalzahlung mehr, sondern monatlich als fester Betrag.
Vorteil wäre, dass dieser später nicht mehr gekürzt werden kann und steuerlich eher günstiger
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: öfföff am 05.12.2019 23:11
 :) Mein Wunschkonzert:

JSZ so belassen wie bisher. Keine Verteilung auf 12 Monate! Weiterhin mit November auszahlen!

Lineare Erhöhung für EG 1-9: 2,0 % (und kein Sockelbetrag!)

Lineare Erhöhung von EG 10-15: 2,5%

Wochenarbeitszeit auf 37h senken

VWL auf 20 EUR pro Monat erhöhen

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 05.12.2019 23:22
Halte ich für deutlich zu wenig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: öfföff am 05.12.2019 23:39
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 06:53
Dann gilt der "schlechte Witz" in netto aber auch für die sonst so beneideten IGMler, die gerne mal 1,5 und mehr Monatsgehälter JSZ/Bonus bekommen und dafür immer als "high end" bezeichnet werden...?

Also ich habe den "schlechten Witz" lieber von einem ganzen 13. Monatsgehalt, als nur von 0,7X Monatsgehältern. Bei "High End" kommt i.d.R. auch noch ein 14. Monatsgehalt + sonstige Zulagen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 07:30
Also JSZ für alle auf 100% und keine Einmalzahlung mehr, sondern monatlich als fester Betrag.
Vorteil wäre, dass dieser später nicht mehr gekürzt werden kann und steuerlich eher günstiger

Hier würde mich mal interessieren, inwiefern das steuerlich günstiger wäre. Ich habe es bereits ein paar mal gelesen, könnte es aber selber nicht vernünftig erklären. Ich mag den Batzen Geld, den man Ende November bekommt, sehr gerne, würde ohne Umschweifen aber auch eine Umlage auf die Monatszahlungen akzeptieren, wenn es sich als steuerlich günstiger erweisen würde, ich somit insgesamt mehr im Säckel haben würde (für die Ausgabendisziplin wäre ich dann zwar selber verantwortlich, aber ich hätte dann auch immerhin mehr zum Ausgeben).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 08:00
Also JSZ für alle auf 100% und keine Einmalzahlung mehr, sondern monatlich als fester Betrag.
Vorteil wäre, dass dieser später nicht mehr gekürzt werden kann und steuerlich eher günstiger

Hier würde mich mal interessieren, inwiefern das steuerlich günstiger wäre.
Mich auch!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 06.12.2019 08:11
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 08:42
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 08:46
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...
Dann ist ja eben auch nicht steuerlich günstiger.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 09:00
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...
Dann ist ja eben auch nicht steuerlich günstiger.

Diese Frage wäre halt ebenfalls zu beantworten in einer Erklärung, warum es steuerlich günstiger ist.

Kann sein, kann nicht sein, ich weiß es nicht. Wenn es tatsächlich so wäre, wäre ich da sofort für offen. Vorher aber wäre ich für eine schlüssige Argumentation dazu sehr dankbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: snagle am 06.12.2019 09:10
Bei einer korrekten Versteuerung der JSZ zahlt man quasi im November die Steuer, die man in den Monaten zuvor "zu wenig" gezahlt hat nach. Sprich: Man bildet die Jahressteuer inkl. der JSZ errechnet die Differenz zwischen der Jahressteuer ohne JSZ. Die Differenz ist dann die Steuer, die auf die JSZ anfällt. Mann ist damit quasi "auf null" und mit der Steuererklärung muss da nichts gerade gerückt werden. Daher ergibt sich steuerlich kein Vorteil, nur das man das Geld ohne JSZ anteilig unmittelbar bekommen würde und nicht quasi 11 Monate danach.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 06.12.2019 09:11
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 09:35
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld

Es soll schon AGs gegeben haben, welche zu wenig Lohnsteuer abgeführt haben. Da darf man dann fett nachzahlen. Ist einer Bekannten bei einem Privaten AG passiert.

Meine letzte Elster Berechnung ergab ein + von 15€ oder so. Da dieses Programm meiner Meinung nach immer etwas von der Realität abweicht, riskiere ich sicherlich keine Nachzahlung...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 09:46
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld

Es soll schon AGs gegeben haben, welche zu wenig Lohnsteuer abgeführt haben. Da darf man dann fett nachzahlen. Ist einer Bekannten bei einem Privaten AG passiert.

Meine letzte Elster Berechnung ergab ein + von 15€ oder so. Da dieses Programm meiner Meinung nach immer etwas von der Realität abweicht, riskiere ich sicherlich keine Nachzahlung...
Was aber immer noch nicht erklärt, warum es steuerlich günstiger sein soll.
Wenn Fehler in der Abrechnung gemacht wird, dann können sie überall gemacht werden egal ob monatliche Zahlungen oder JSZ.
Meine monatliche Abrechnung ist auch falsch (zu hoher Betrag bei der Basis priv. KV) , nach fünf Schreiben drei fehlerhaften Änderungen nehme ich es jetzt halt hin, das ich monatlich zu viel ausgezahlt bekomme und es dann bei der Steuererklärung glatt gezogen wird.  Sind halt Fachkräfte die da am Werk sind......
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 06.12.2019 09:58
...selbst wenn es dabei steuerlich irgendwie günstiger wäre, erledigt sich dieser Nachteil spätestens mit der der Steuererklärung...

Welche nicht jeder macht...

..selbst schuld

Es soll schon AGs gegeben haben, welche zu wenig Lohnsteuer abgeführt haben. Da darf man dann fett nachzahlen. Ist einer Bekannten bei einem Privaten AG passiert.

Meine letzte Elster Berechnung ergab ein + von 15€ oder so. Da dieses Programm meiner Meinung nach immer etwas von der Realität abweicht, riskiere ich sicherlich keine Nachzahlung...

Frage mich wirklich wie man an eine Nachzahlung kommen kann, mal abgesehen von unfähigen AGs die da mist gebaut haben den denn der AN ausbaden muss.

Ich mache jedes Jahr meine Steuererklärung. Setze natürlich auch ab was halt geht. Auch als Mieter gibt's da einige Posten, falls z.B. ein Hausmeister Dienst oder Gärtner umgelegt wird.

Bekomme jedes Jahr um die 200-300€ raus. Ist nicht viel, aber für die 1-2 Stunden die ich brauche für die Steuererklärung kann man sich nicht beschweren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 06.12.2019 10:01
Ich dachte, der Gärtner ist immer der Mörder?!? Wer hat dann den Gärtner umgelegt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 06.12.2019 10:46
Die Putzfrau!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 06.12.2019 10:52
Auch ohne so richtig große Absetzungsmöglichkeiten bekomme ich jedes Jahr an die 1000,00 € wieder vom Finanzamt wieder. Lohnt sich meist, eine Abrechnung zu machen.

Bei unserer Klientel (Unterhaltspflichtige) wird die meist nur einmal gemacht, da Erstattungsbeträge des Finanzamtes sofort aufgerechnet werden mit Unterhaltsrückständen. Es kommt halt immer auf den Einzelfall an:-)

Ist jemand bekannt, ob haushaltsnahe Dienstleistungen auch bei einer Regulierung über die Versicherung von der Steuer abgesetzt werden können? Da war mW eine Gerichtsprozess angestrengt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: rolle am 06.12.2019 11:44
Mein Wunsch wäre die Bediensteten im Kassen- und Finanzbereich besser zu berücksichtigen  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 11:51
Bei einer korrekten Versteuerung der JSZ zahlt man quasi im November die Steuer, die man in den Monaten zuvor "zu wenig" gezahlt hat nach. Sprich: Man bildet die Jahressteuer inkl. der JSZ errechnet die Differenz zwischen der Jahressteuer ohne JSZ. Die Differenz ist dann die Steuer, die auf die JSZ anfällt. Mann ist damit quasi "auf null" und mit der Steuererklärung muss da nichts gerade gerückt werden. Daher ergibt sich steuerlich kein Vorteil, nur das man das Geld ohne JSZ anteilig unmittelbar bekommen würde und nicht quasi 11 Monate danach.

Ja, so würde ich das auch sehen.

Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger? Übersehen wir da was? Ist in Wahrheit irgendeine günstigere Konstellation beiden Sozialabgaben gemeint? Ich würde das Argument gerne nachvollziehen können. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass das schon mal nachvollziehbar aufgedröselt wurde (vor der Löschung des alten Forums), aber auf die Reihe bekomme ich es leider nicht mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 12:16
Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger?
Gefühlt kommt das von denen, die meinen, weil die Progression im Auszahlungsmonat höher ist, als in den anderen, dass sie dadurch mehr Steuern zahlen müssen.
Deswegen würde ich es gerne auch mal verstehen, woher diese Aussage kommt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 06.12.2019 12:25
Habt ihr eigentlich alle Frei, dass ihr zur Dienstzeit (und vermutlich Kernarbeitszeit) hier soviel schreiben könnt?  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: snagle am 06.12.2019 12:29
Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger?
Gefühlt kommt das von denen, die meinen, weil die Progression im Auszahlungsmonat höher ist, als in den anderen, dass sie dadurch mehr Steuern zahlen müssen.
Deswegen würde ich es gerne auch mal verstehen, woher diese Aussage kommt.

Denke auch, dass das daher kommt. Quasi "umso höher das Brutto, desto stärker wirkt sich die Progression aus" und dass der Grenzsteuersatz dann eben bei einer Verteilung auf 12 Monate niedriger wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 06.12.2019 13:01
Habt ihr eigentlich alle Frei, dass ihr zur Dienstzeit (und vermutlich Kernarbeitszeit) hier soviel schreiben könnt?  ;D
Warum muss ich dafür frei haben? Ich habe flexible Arbeitszeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 06.12.2019 13:03
Habt ihr eigentlich alle Frei, dass ihr zur Dienstzeit (und vermutlich Kernarbeitszeit) hier soviel schreiben könnt?  ;D

Bei uns gibt es keine Kernarbeitszeit.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 06.12.2019 14:02
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!

Habe ich.

In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 09.12.2019 07:09
...bis die Tarifverhandlungen beginnen, wird es bereits Anzeichen einer Abschwächung der Wirtschaft mit eingehendem Anstieg der Arbeitslosenzahlen geben...die 3 vor dem Komma dürft ihr schonmal vergessen...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 07:39
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!

Habe ich.

In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.
Was ja ein Reallohnzuwachs wäre....bei der derzeitigen Inflationsrate.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 09.12.2019 07:42
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 08:31
Die Wochenstunden nicht vergessen einzurechnen!

Habe ich.

In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.
Was ja ein Reallohnzuwachs wäre....bei der derzeitigen Inflationsrate.

Du meinst die völlig hirnrissige offizielle Inflationsrate ? Bei der z.B. im jährlichen Warenkorb davon ausgegangen wird, dass man sich jedes Jahr einen neuen Fernseher und diverse Elektrogroßgeräte anschafft ?

(Elektrogroßgeräte sind nur im Warenkorb, da diese in den letzten Jahren günstiger werden, ganz im Gegensatz zu Grundlebensmitteln und weiteren Gegenständen des täglichen gebrauchs, damit kann man die Rate künstlich niedrig halten).

Dann darf man die angekündigten Kosten für den Umweltblödsinn nicht vergessen. Sprit und Heizen werden teurer. Zumindest Heizen muss so gut wie jeder.

Ich denke wenn man einfach mal ganz ehrlich seine persönliche Inflationsrate berechnet, dann haben 75%+ der Leute bei 2,X% keinen Reallohnzuwachs.

Die 3 vor dem Komma kann man sich natürlich trotzdem abschminken :D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 08:53
Du meinst die völlig hirnrissige offizielle Inflationsrate ?
Nein, meine individuelle. So ist mein Benzinverbrauch gesunken mein Wohnkosten ebenfalls, dafür sind die Kosten für Kneipengänge um 10% gestiegen.....
Ach ja die Inflationsrate fürs Heizen (dank jährlichen Anbieterwechsel) ist bei mir seit 10 Jahre unter 2%.

Ja, mir ist klar, dass die "offizielle" Inflationsrate mit Vorsicht zu genießen ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 09.12.2019 10:08
...bis die Tarifverhandlungen beginnen, wird es bereits Anzeichen einer Abschwächung der Wirtschaft mit eingehendem Anstieg der Arbeitslosenzahlen geben...die 3 vor dem Komma dürft ihr schonmal vergessen...

Gerne. Die 4 vom letzten mal gefällt mir auch deutlich besser.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 09.12.2019 10:21
...die wirst du bei 30 Monaten Laufzeit insgesamt auch bestimmt erreichen... 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 09.12.2019 11:40
...die wirst du bei 30 Monaten Laufzeit insgesamt auch bestimmt erreichen... 8)

Aber nur kumuliert ;)

Die Benzin/Öl & Gaspreise halten sich ja aktuell dank der Börsenpreise auf erträglichem Niveau. Aber Papa Staat muss diese ja bald wieder künstlich anheben... Wenn dann Co2 Steuer vor Gericht gekippt wird, freuen sich die großen Vertreiber... ;D Am besten schon einmal Aktien von diesen kaufen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 13:48
Du meinst die völlig hirnrissige offizielle Inflationsrate ?
Nein, meine individuelle. So ist mein Benzinverbrauch gesunken mein Wohnkosten ebenfalls, dafür sind die Kosten für Kneipengänge um 10% gestiegen.....
Ach ja die Inflationsrate fürs Heizen (dank jährlichen Anbieterwechsel) ist bei mir seit 10 Jahre unter 2%.

Ja, mir ist klar, dass die "offizielle" Inflationsrate mit Vorsicht zu genießen ist.

Beinzinverbrauch und Wohnkosten werden aber nicht einfach so gesunken sein oder ?

Oder beim Benzin einfach die Strecken reduziert und mehr zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt ?

Das wäre ja geändertes "Konsumverhalten", ist ja nur eine Beschönigung der Rate. Wenn die Milch wieder teurer wird, kann ich ja theoretisch auch einfach aufhören Milchprodukte zu konsumieren und halte damit meine persönliche Inflationsrate unten.

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Beim Heizen habe ich leider keine Anbieterwahl, da ich Mieter bin und Gas Zentral über den Vermieter läuft. Bei den Stromkosten wechsel ich so oft es geht, um immer Neukunden Boni mitzunehmen und zum aktuell günstigsten Anbieter zu wechseln.

Wobei mich das jetzt auch erst knapp 250€ potentieller Rückzahlung gekostet hat, weil ich dank Verivox 2 Jahre die BEV hatte, die ja Ende letzten Jahres spektakulär Bankrott gegangen sind ;) , meine Rückzahlung von 250€ werde ich natürlich nie im Leben aus der Insolvenzmasse bekommen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 09.12.2019 14:00

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Wenn z. B. das Darlehen abbezahlt ist:-)

Aber selbst wenn es noch läuft, erhöht sich jeden Monat der Anteil der Tilgung und der Zinsanteil sinkt, da wird mit jedem Monat mehr für die Altersvorsorge gespart. Ohne die Zahlung zu ändern.

Und wenn es gar nicht passt: die Beamten haben hier hausintern mal wieder den vorgefertigten Widerspruchsbogen gegen ihre nicht amtsangemessen Besoldung bekommen. Vielleicht kann man sich da ranhängen, wenn die Butter noch teuer wird:-)
 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 14:05

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Wenn z. B. das Darlehen abbezahlt ist:-)


Das hat halt aber nichts mit Inflationsraten zutun :D

Natürlich hat man persönlich dann mehr Geld zur freien Verfügung, aber das ist ja kein Posten der "günstiger" wird, sondern eben einfach ein Posten der wegfällt und damit gar nicht mehr ins Gewicht fällt ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 14:22

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D

Wenn z. B. das Darlehen abbezahlt ist:-)

Aber selbst wenn es noch läuft, erhöht sich jeden Monat der Anteil der Tilgung und der Zinsanteil sinkt, da wird mit jedem Monat mehr für die Altersvorsorge gespart. Ohne die Zahlung zu ändern.
Richtig!
Das hat halt aber nichts mit Inflationsraten zutun :D
Nicht vielleicht mit der Inflationsrate die du ja so hirnrissige findest, aber meine persönliche Inflationsrate wird dadurch natürlich beeinflusst.
Also wer auf Autos, Fernseher o.ä. verzichtet, der muss also bei der Berechnung seiner Inflationsrate natürlich diesen Posten aus seinem Warenkorb entfernen.
Also soll ich jetzt meine Kosten fürs Wohnen entfernen, wenn meine Kredit abbezahlt ist?
Da erläutere doch bitte mal wie du eine nicht hirnrissige Inflationsrate zusammenstellen würdest.
Also eine Inflationsrate, die nicht vom Konsumverhalten abhängig ist oder die Gefühlteinflation?

Also hier kannst du ja deinen Warenkorb einstellen und dann sehen wir weiter, wie es auschaut mit der eigenen Inf. Rate und Reallohnzuwachs (Lebensmittel sind um 1,1% gestiegen):
https://service.destatis.de/inflationsrechner/Inflationsrechner.svg
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 09.12.2019 15:02
Wohnen ist natürlich ein Faktor der dann komplett wegfällt. Hat ja nichts mit Inflation zutun. Du hast einfach persönlich mehr Geld zu Verfügung.

Wenn ich jetzt von Stufe 3 in Stufe 4 aufsteige und mehr Geld verdiene, dann senkt das ja auch nicht meine persönliche Inflationsrate.

Die Rate kannst du nur ermitteln, wenn du deinen Warenkorb 2018 mit deinem Warenkorb 2019 vergleichst bei unverändertem Konsumverhalten. Und nicht mit irgendwelche allgemeinen Seiten, sondern im Idealfall durch eigene Buchführung. Und wenn da ein Posten rausfällt in einem Jahr, dann kannst du da ja auch kein Delta bilden, ergo fällt das komplett raus.

2017 und 2018 habe ich das mal mit dem Wocheneinkauf gemacht zum Spaß, in einer eigenen Excel Liste. Beide Jahre ein identisches Konsumverhalten, wir haben also z.B. nicht auf Rindfleisch verzichtet nur weil es vielleicht mal teurer wurde. Und auch die Kiste Limo oder Bier wurde weiter von der gleichen Marke gekauft. Beim Wocheneinkauf kam ich da auf eine Teuerung von 2017 auf 2018 von ca. 4,3X% im Schnitt. Nur Produkte des täglichen Gebrauchs und Lebensmittel. Über Stromkosten usw. habe ich da kein Buch geführt.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 09.12.2019 18:09
Beim Wocheneinkauf kam ich da auf eine Teuerung von 2017 auf 2018 von ca. 4,3X% im Schnitt. Nur Produkte des täglichen Gebrauchs und Lebensmittel. Über Stromkosten usw. habe ich da kein Buch geführt.
Als nur ein marginaler kleiner Teil deines persönlichen Inflationsgefühl ist die Basis deine Verfluchung der Inflationsaussage?
Und die Daten destatis sind also nur Fakedaten und Lügenpresse, da sie von 2015 bis jetzt eine Steigerung von ~8-9% zeigen, bzw. 1,1% im letzten Jahr. bzw. April 17-April 18 von 3-4%

Ich finde den Inflationsrechner ganz nett, da er eben genau diese gefühlten Teuerungen schön anzeigt.
Dort siehst du auch, das der Gaspreis gesunken ist und bei 97% vom 2015 Preis steht.

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde die Infraten auch nicht ganz sauber.
So müsste man z.B. ein gutes altes Bauerbrot von 1960 mit einem Biobrot von heute vergleichen. Oder die Holzklasse Flüge aus den 80er mit Businessclass von heute, wg. der Beinfreiheit....das wird ja alles in der Infrate verwurschtet, aber was zählt ist ja eben der persönlichen Warenkorb.
Wenn ich mir alle 18 Jahre ein neue Auto kaufe, dann hat das halt ein anderes Gewicht. Mein Warenkorb ist halt ein anderer als deiner. Gleiches beim Wohnen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 09.12.2019 22:53
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.

Was uns die Innenminister und anderen Politiker, Arbeitgebervertreter und Kommunalvertreter erzählen, sollte erst einmal zweitrangig sein. fakt ist, dass wir derzeit einen enormen steuerlichen zuwachs zu verzeichnen haben. Und daran sollten wir als Arbeitnehmer partizipieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 10.12.2019 07:27
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.

Was uns die Innenminister und anderen Politiker, Arbeitgebervertreter und Kommunalvertreter erzählen, sollte erst einmal zweitrangig sein. fakt ist, dass wir derzeit einen enormen steuerlichen zuwachs zu verzeichnen haben. Und daran sollten wir als Arbeitnehmer partizipieren.

Von denen hängt es aber mit ab, was sich in den Tarifverhandlungen durchsetzen lässt. Einen Anspruch darauf gibt es nämlich nicht, das muss erst mal alles ausgehandelt werden. Und da wird denen sicher schon was einfallen, wozu man die üppigen Steuereinnahmen dringender benötigen wird.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Börnie am 10.12.2019 08:55
Sind denn alle die hier Diskutieren auch Gewerkschaftsmitglied?
Ansonsten könnt Ihr Euch eure Wünsche in die Haare schmieren... ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 09:01
Sind denn alle die hier Diskutieren auch Gewerkschaftsmitglied?
Ansonsten könnt Ihr Euch eure Wünsche in die Haare schmieren... ;)
Warum?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 10.12.2019 09:42
Sind denn alle die hier Diskutieren auch Gewerkschaftsmitglied?
Ansonsten könnt Ihr Euch eure Wünsche in die Haare schmieren... ;)

Das können wir uns doch so oder so … macht also keinen Unterschied.

Oder glaubst du, hier hätte auch nur einer so starken gewerkschaftlichen Einfluss, dass er unsere Wünsche hinaustragen kann in die Tarifverhandlungen und das dann 1:1 umgesetzt wird?

Das würde für Mitglieder von Arbeitgeberverbänden übrigens in ähnlicher Weise gelten, die sitzen nämlich ebenfalls mit am Tisch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 09:42
...zumindest alle , die hier diskutieren, wollen mehr Geld...auch wenn sie selbst nicht bereit sind, dafür etwas zu tun  ;D 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 10.12.2019 09:45
...zumindest alle , die hier diskutieren, wollen mehr Geld...auch wenn sie selbst nicht bereit sind, dafür etwas zu tun  ;D 8)
Doch, hattu LOB vergesst?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 09:52
...zumindest alle , die hier diskutieren, wollen mehr Geld...auch wenn sie selbst nicht bereit sind, dafür etwas zu tun  ;D 8)
Nein, hier gibt es doch auch welche, die wollen nicht mehr Geld, sondern andere Dinge wie mehr Zeit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 10:09
...auch das erhöht den "Stundensatz" ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 10.12.2019 11:50
In Zeiten von sprudelnden Steuereinnahmen sollten wir schließlich mehr  bekommen als die revolutionären 2,X % Inflationsausgleich.

Ich glaube nicht dran. Irgendein Grund findet sich sicherlich, warum die Tariferhöhungen unter keinen Umständen üppig ausfallen darf und wir dankbar sein dürfen, wenn wir gerade so den Inflationsausgleich bekommen.

Was uns die Innenminister und anderen Politiker, Arbeitgebervertreter und Kommunalvertreter erzählen, sollte erst einmal zweitrangig sein. fakt ist, dass wir derzeit einen enormen steuerlichen zuwachs zu verzeichnen haben. Und daran sollten wir als Arbeitnehmer partizipieren.

Von denen hängt es aber mit ab, was sich in den Tarifverhandlungen durchsetzen lässt. Einen Anspruch darauf gibt es nämlich nicht, das muss erst mal alles ausgehandelt werden. Und da wird denen sicher schon was einfallen, wozu man die üppigen Steuereinnahmen dringender benötigen wird.

Hatten wir schon, Aufbau schnelles Internet  ;D, klamme Kassen, Flüchtlingskrise. Langweilig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 10.12.2019 11:51
Beim Wocheneinkauf kam ich da auf eine Teuerung von 2017 auf 2018 von ca. 4,3X% im Schnitt. Nur Produkte des täglichen Gebrauchs und Lebensmittel. Über Stromkosten usw. habe ich da kein Buch geführt.
Als nur ein marginaler kleiner Teil deines persönlichen Inflationsgefühl ist die Basis deine Verfluchung der Inflationsaussage?
Und die Daten destatis sind also nur Fakedaten und Lügenpresse, da sie von 2015 bis jetzt eine Steigerung von ~8-9% zeigen, bzw. 1,1% im letzten Jahr. bzw. April 17-April 18 von 3-4%

Ich finde den Inflationsrechner ganz nett, da er eben genau diese gefühlten Teuerungen schön anzeigt.
Dort siehst du auch, das der Gaspreis gesunken ist und bei 97% vom 2015 Preis steht.

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich finde die Infraten auch nicht ganz sauber.
So müsste man z.B. ein gutes altes Bauerbrot von 1960 mit einem Biobrot von heute vergleichen. Oder die Holzklasse Flüge aus den 80er mit Businessclass von heute, wg. der Beinfreiheit....das wird ja alles in der Infrate verwurschtet, aber was zählt ist ja eben der persönlichen Warenkorb.
Wenn ich mir alle 18 Jahre ein neue Auto kaufe, dann hat das halt ein anderes Gewicht. Mein Warenkorb ist halt ein anderer als deiner. Gleiches beim Wohnen.

Es sind ja keine "gefühlten" Inflationsraten, sondern zumindest die Werte von 2017 auf 2018 waren genau ausgerechnet bei gleichbleibendem Konsumverhalten.

War einfach die Teuerung meines persönlichen Warenkorbes.

Statistiken sind ja schön und gut, aber hier kann man doch nicht Lebensmittel einfach pauschalisieren. Es hat doch jeder andere Vorlieben bei Lebensmittel.

Für Jemanden der viel Rindfleisch isst, würden höhere Preise für Rindfleisch viel stärker ins Gewicht fallen als für einen der nur einmal alle 2 Monate ein Steak ist. Mal als Beispiel.

Wenn man sagt Lebensmittel sind um 1,X% teurer geworden, dann ist das ein Schnitt den wahrscheinlich keiner trifft.

Prominentes Beispiel. Coca Cola. Der Kasten hat früher (vor noch ca. 2 Jahren) im Angebot immer 7,99 gekostet. Jetzt kostet er 8,99 im Angebot. Alleine das ist eine Teuerung von über 10%. Klar ist das nur ein Artikel. Und nur 1 Euro mehr. Im Monat sind das dann vielleicht 2€ Mehrkosten, kaum spürbar für sich betrachtet.

Manch einer ändert jetzt halt sein Konsumverhalten. Kauft halt auch mal Aldi Cola oder eben nur noch alle 3 Wochen einen Kasten, statt alle 2 und es wird eben mehr Wasser getrunken, ist eh gesünder.

Und schon spüre ich die Teuerung hier nicht mehr wirklich. Sie ist aber trotzdem da.


Wie gesagt, es muss halt jeder für sich schauen mit seinem eigenen Konsumverhalten. Offizielle Statistiken helfen hier nicht weiter uns insbesondere die offizielle Inflationsrate ist halt ein schlechter Witz und soll den Pöbel einfach ruhig halten auf gut deutsch ;)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 12:02
...typisch deutsch ist eher, auf 80 Mio. individualisierte Inflationsstatisiken zu verweisen, um einem Preisanstieg auf einen durchschnittlich bestückten Warenkorb als Lüge zu entlarven... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 10.12.2019 12:04
Die Verneinung einer vorhandenen Inflation ist auch schon ein interessanter Ansatz.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 10.12.2019 12:28
...typisch deutsch ist eher, auf 80 Mio. individualisierte Inflationsstatisiken zu verweisen, um einem Preisanstieg auf einen durchschnittlich bestückten Warenkorb als Lüge zu entlarven... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 12:43
Es sind ja keine "gefühlten" Inflationsraten, sondern zumindest die Werte von 2017 auf 2018 waren genau ausgerechnet bei gleichbleibendem Konsumverhalten.
Ja, aber wären im Folgejahr auf die hälfte Eingebrochen, da da keine Preissteigerung mehr war....
Zitat
War einfach die Teuerung meines persönlichen Warenkorbes.
Mit einem Erhebungszeitraum von einem Jahr und nicht deines persönlichen Warenkorbes, sondern die Teuerung eines ca. zehntel deines Warenkorbes.
Zitat
Statistiken sind ja schön und gut, aber hier kann man doch nicht Lebensmittel einfach pauschalisieren. Es hat doch jeder andere Vorlieben bei Lebensmittel.
Jipp, da stimme ich dir zu, somit gibt es keine Inflation in der BRD, sondern nur eine für jeden Mitmenschen?
Zitat
Für Jemanden der viel Rindfleisch isst, würden höhere Preise für Rindfleisch viel stärker ins Gewicht fallen als für einen der nur einmal alle 2 Monate ein Steak ist. Mal als Beispiel.

Wenn man sagt Lebensmittel sind um 1,X% teurer geworden, dann ist das ein Schnitt den wahrscheinlich keiner trifft.
Jipp die eine hälfte liegt bei 5% die nächsten 10% bei 0,5 % und so weiter und so fort, was sagt uns dass? Genau: irgendwo muss man mitteln. Und ja: Man muss schon gewisse unterschiedliche Warenkörbe betrachten (Gibt es nicht den sogenannte Kernwarenkorb?), die Arme Rentnerin hat nichts von den günstigeren Flüge nach Mallorca. Die ReiseOmi jedoch schon. ....
Aber deswegen ist ja die Inf Rate eine Hirnschiss.
Zitat
Prominentes Beispiel. Coca Cola. Der Kasten hat früher (vor noch ca. 2 Jahren) im Angebot immer 7,99 gekostet. Jetzt kostet er 8,99 im Angebot. Alleine das ist eine Teuerung von über 10%. Klar ist das nur ein Artikel. Und nur 1 Euro mehr. Im Monat sind das dann vielleicht 2€ Mehrkosten, kaum spürbar für sich betrachtet.
und wäre eine Inflation in welcher Höhe? Was hat er vor 4 Jahren gekostet? 1 Euro pro 2 Jahre Steigerung? 6,99€ und vor 8 Jahren?
Also ich kann mich erinnern, dass ich losgejagt wurde als Kind, wenn das Kilo Hack Halb und Halb 9,99DM gekostet hat. Und was Zahlste heute dafür?
Zitat
Wie gesagt, es muss halt jeder für sich schauen mit seinem eigenen Konsumverhalten. Offizielle Statistiken helfen hier nicht weiter uns insbesondere die offizielle Inflationsrate ist halt ein schlechter Witz und soll den Pöbel einfach ruhig halten auf gut deutsch ;)
Bei fundierte Kritik an der Korrektur des Warenkorb mittels hedonischer Verfahren bin ich bei dir.
Insbesondere da mWn dort ja Verbilligungen gerne in die InfRate rein genommen werden (Also TV ist grösser kann mehr kostet wieder 1000€ ist aber damit eine Preissenkung), Qualitätsverschlechterungen jedoch ignoriert werden (Geräte halten nicht mehr so lange, Lebensmttelqualität....Aus dem 9,99DM Hack hat man auch 5 grosse Bulleten machen können, jetzt sind es nur noch 4 der rest ist verdampft.. .

Deswegen kann man ja auch mal eben seinen eigenen Warenkorb betrachten.
Meine Haushaltsbuchhaltung der letzten 10 Jahre sagt mir, ich habe Reallohnzuwachs, trotz der "mikrigen" Abschlüsse. Das sieht bei anderen wieder anders aus.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DiVO am 10.12.2019 13:27
Wer mit den vermeintlich geringen Tarifabschlüssen nicht zufrieden ist kann auch gerne zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, der nicht der Tarifbindung unterliegt und sein Einstiegsgehalt und die jährlichen Steigerungen individuell selbst aushandeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.12.2019 13:29
Was hat Tarifbindung damt zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 10.12.2019 14:14
Wer mit den vermeintlich geringen Tarifabschlüssen nicht zufrieden ist kann auch gerne zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, der nicht der Tarifbindung unterliegt und sein Einstiegsgehalt und die jährlichen Steigerungen individuell selbst aushandeln.
genau, oder zu einem AG wechseln, der bei Tarifbindung eine besser verhandelnde Gewerkschaft als Vertragspartner hat, oder zu einem AG wechseln, der trotz Tarifbindung auch mehr zahlen darf, kann oder will.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 10.12.2019 14:35
...oder zu Spid wechseln...da ist ja Alles möglich 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 10.12.2019 14:38
Nein, ist es nicht. Das Besserstellungsverbot setzt da sehr deutliche Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen ist aber sehr viel möglich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: clarion am 10.12.2019 23:35
Ich brauche nicht unbedingt mehr Geld, sondern würde mir bei gleichbleibenden Gehalt eine reduzierte Wochenarbeitszeit wünschen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 11.12.2019 08:02
...auch dies erhöht den "Stundensatz" ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 11.12.2019 09:09
...auch dies erhöht den "Stundensatz" ;)

Womöglich aber nicht die "Stückvergütung", da die Produktivität mit verringerter täglicher Arbeitszeit steigt. Das geht schnell in Richtung Minderung der "Stückvergütung" ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 11.12.2019 09:16
...Produktivitätssteigerung durch Verkürzung der Arbeitsszeit ergibt sich im öD schon oftmals allein dadurch, dass weniger Zeit fürs "AusdemFenstergucken" zur Verfügung steht... (behaupten zumindest böse Zungen) 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Wastelandwarrior am 12.12.2019 09:34

Wie sinken denn Wohnkosten aktuell ? Ich bin froh wenn die einfach stabil bleiben :D


letzte Rate für das Haus in 1-Cent-Stücken im Eimer zur Bank bringen.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 12.12.2019 10:43
Jetzt mal ehrlich. Ich bin es leid, diese ständigen Diskussionen und Agitationen wegen der Mieten. Man kann es doch nicht mehr hören.

Dieses Land sollte endlich ernsthaft dazu umschwenken, die Eigentumsquote massiv zu erhöhen. Mieten ist in den meisten Fällen Geld verbrennen und eine massive Umverteilung von Unten nach Oben. Wir haben immer noch eine der niedrigsten Eigentumsquoten beim Wohnen in Europa. Ich sehe keine ernsthaften Anstrengungen, hier gegenzusteuern. Sicherlich, der TVÖD hat mit seinen 6,65 € VL schon Maßstäbe gesetzt ;)

Und ja: der Einzelne, gerade in einer Großstadt, hat derzeit keine andere Wahl, da die Kosten für Wohneigentum zu hoch sind. Das ist eine aktuelle Problematik. Dauerhaft war und ist das mangelnde Bauen, aber das größte Problem, gerade auch in Größenordnungen, die der Markt sucht (kleine Wohnungen).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 12.12.2019 10:44
Was hat das ganze mit den Tarifverhandlungen zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DiVO am 12.12.2019 10:54
Und ja: der Einzelne, gerade in einer Großstadt, hat derzeit keine andere Wahl, da die Kosten für Wohneigentum zu hoch sind. Das ist eine aktuelle Problematik. Dauerhaft war und ist das mangelnde Bauen, aber das größte Problem, gerade auch in Größenordnungen, die der Markt sucht (kleine Wohnungen).

Ich sehe nicht in magelndem Bauen das Problem, sondern eher in der Leerstandsquote der Bestandsimmobilien. Neulich habe ich in einem Artikel gelesen, dass ca. 10 % aller Immobilien bzw. Wohneinheiten in Deutschland leerstehen. Hier fehlt es schlicht an einem Zwang vorhandenen Wohnraum auch bewohnen oder zum Wohnen zur Verfügung stellen zu müssen. In unserer Gegend (Bayerische Provinz) werden ständig neue Baugebiete hochgezogen und in einem sehr schnell Tempo bebaut. Gleichzeitig stehen reihenweiße Einliegerwohnungen in Bestandsimmobilien der 1960er und 1970er Jahre hier leer, weil es für die in die Jahre gekommenen Eigentümer zu stressig ist sich um eine Vermietung zu kümmern. Hier wird auf Teufel komm raus neue Infrastruktur geschaffen, die natürlich auch Unterhalt kostet, und an anderer Stelle lassen wir Wohnraum leer stehen. Das versteh ich nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 12.12.2019 10:58
Was hat das ganze mit den Tarifverhandlungen zu tun?
Och, da hätte ich schon Fantasien, so ich denn aber die rechtlichen Rahmenbedingungen/Möglichkeiten nicht alle kenne einfach mal ins Blaue und völlig wertfrei:

-"Massive" Erhöhung VL
- Arbeitnehmerkredite
- Mietkauf städtischer Wohnungen/Grundstücke

Über Sinn und Unsinn der Marktteilnahme des  Staates in iesem Bereich kann man sicher streiten...

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 12.12.2019 11:05

Ich sehe nicht in magelndem Bauen das Problem, sondern eher in der Leerstandsquote der Bestandsimmobilien. Neulich habe ich in einem Artikel gelesen, dass ca. 10 % aller Immobilien bzw. Wohneinheiten in Deutschland leerstehen. Hier fehlt es schlicht an einem Zwang vorhandenen Wohnraum auch bewohnen oder zum Wohnen zur Verfügung stellen zu müssen. In unserer Gegend (Bayerische Provinz) werden ständig neue Baugebiete hochgezogen und in einem sehr schnell Tempo bebaut. Gleichzeitig stehen reihenweiße Einliegerwohnungen in Bestandsimmobilien der 1960er und 1970er Jahre hier leer, weil es für die in die Jahre gekommenen Eigentümer zu stressig ist sich um eine Vermietung zu kümmern. Hier wird auf Teufel komm raus neue Infrastruktur geschaffen, die natürlich auch Unterhalt kostet, und an anderer Stelle lassen wir Wohnraum leer stehen. Das versteh ich nicht.

Die Besteuerung des Kaufs von Grunderwerb ist idiotisch geregelt. 1983 ist die Steuerfreiheit für den Kauf von selbstbewohntem Wohneigentum abgeschafft werden. Zielführender wäre mE folgende Besteuerung:

0 % für selbstbewohntes Eigentum
6 bis 7 % für private Anlager (bis zu 5 Wohnungen, Häuser) und
normaler MwST für institutionelle Anleger.

Damit wäre schon einiges erreicht.

Tariflich würde mehr Eigentum nicht zu mehr Tarifregelungen führen, sondern zu weniger. Z. B. die Abschaffung aller privaten Vorsorgen für das Alter. Der Staat muss gar nichts machen, er muss sich nur raushalten.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 12.12.2019 11:05
Und ja: der Einzelne, gerade in einer Großstadt, hat derzeit keine andere Wahl, da die Kosten für Wohneigentum zu hoch sind. Das ist eine aktuelle Problematik. Dauerhaft war und ist das mangelnde Bauen, aber das größte Problem, gerade auch in Größenordnungen, die der Markt sucht (kleine Wohnungen).

Ich sehe nicht in magelndem Bauen das Problem, sondern eher in der Leerstandsquote der Bestandsimmobilien. Neulich habe ich in einem Artikel gelesen, dass ca. 10 % aller Immobilien bzw. Wohneinheiten in Deutschland leerstehen. Hier fehlt es schlicht an einem Zwang vorhandenen Wohnraum auch bewohnen oder zum Wohnen zur Verfügung stellen zu müssen. In unserer Gegend (Bayerische Provinz) werden ständig neue Baugebiete hochgezogen und in einem sehr schnell Tempo bebaut. Gleichzeitig stehen reihenweiße Einliegerwohnungen in Bestandsimmobilien der 1960er und 1970er Jahre hier leer, weil es für die in die Jahre gekommenen Eigentümer zu stressig ist sich um eine Vermietung zu kümmern. Hier wird auf Teufel komm raus neue Infrastruktur geschaffen, die natürlich auch Unterhalt kostet, und an anderer Stelle lassen wir Wohnraum leer stehen. Das versteh ich nicht.

Viele dieser Bestandsimmobilien sind derart veraltet und teuer dass sich eine Renovierung kaum lohnt. Und ein Abriss ist dank immer mehr Auflagen und den damit verbundenen Kosten auch kaum rentabel. In der Bayrischen Provinz gibt's voll erschlossene Grundstücke teils für 60-70€/qm. Da braucht man nicht lange überlegen wenn einem die Lage nichts aus macht.

Edit: Stimmt, an die Grunderwerbssteuer & Maklerabzocke habe ich noch gar nicht gedacht...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 12.12.2019 11:34

Die Besteuerung des Kaufs von Grunderwerb ist idiotisch geregelt. 1983 ist die Steuerfreiheit für den Kauf von selbstbewohntem Wohneigentum abgeschafft werden. Zielführender wäre mE folgende Besteuerung:

0 % für selbstbewohntes Eigentum
6 bis 7 % für private Anlager (bis zu 5 Wohnungen, Häuser) und
normaler MwST für institutionelle Anleger.

Nun, meinst du Grunderwerbsteuer oder "MwST" oder den Satz von 19% Grunderwerbsteuer analaog zur Umsatzsteuer?
Egal, denn große institutionelle Anleger machen vor, wie man gar keine Grunderwerbsteuer zahlt (Stichwort Share Deals), das ehemalige Gebäude der EZB dient da als "Leuchtturmprojekt". Aber wird langsam off Topic, sorry
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: RsQ am 12.12.2019 11:59
... das ist ja alles spannend - aber wäre es eine Idee, das in eine gesonderte Diskussion auszulagern?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Danni am 12.12.2019 23:11
Meine Wünsche wären
- Verkürzung der Arbeitszeit auf 37/38 Std., meinetwegen auch als Wahlmöglichkeit zur Lohnerhöhung
- 5 Tage mehr Urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder Personen die Angehörige pflegen
  ( die Industrie hat das bereits vorgemacht!!!)
- Für alle Behörden verbindlich die Einführung von Heimarbeit ( 2/3 Tage die Woche, zumindest für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder eben Personen die Angehörige Pflegen, zudem kommts der UMWELT zu gute!

Das wäre allein schon ein echter Gewinn für die Mitarbeiter! Ich denke zufriedene Mitarbeiter arbeiten besser und sind seltener krank.
Hoffentlich wird nicht NUR wieder über höhere Löhne gesprochen, vor allem Familien in denen beide Elternteile arbeiten und die vielleicht keine Großeltern haben, könnten so alles besser organisieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: yamato am 13.12.2019 07:04
Meine Wünsche wären
- ....
- 5 Tage mehr Urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder Personen die Angehörige pflegen
  ( die Industrie hat das bereits vorgemacht!!!)
- ....

Klar und die Mitarbeiter die sich klimafreundlich dafür entschieden haben keine Menschen mehr in diese Welt zu setzen sollen die Mehrarbeit in Vertretung abfangen. Das führt bestimmt zu mehr Zufriedenheit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 13.12.2019 07:52
- 5 Tage mehr Urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder Personen die Angehörige pflegen
  ( die Industrie hat das bereits vorgemacht!!!)
- Für alle Behörden verbindlich die Einführung von Heimarbeit ( 2/3 Tage die Woche, zumindest für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder eben Personen die Angehörige Pflegen, zudem kommts der UMWELT zu gute!

ich bin dann eher für 2 tage weniger urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren...
die können doch noch "Kind Krank" machen.
(Achtung, Ironie)

aber mal ganz ehrlich...wünschen kann sich ja jeder, was er will, aber die tarifverhandlungen sollen doch nicht mit Greta geführt werden! Soll der Klimaschutz jetzt überall Einzug erhalten? also mal ehrlich...

am besten gar nicht mehr arbeiten, dann braucht man kein auto und die umwelt ist gerettet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 13.12.2019 07:59
- 5 Tage mehr Urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder Personen die Angehörige pflegen
  ( die Industrie hat das bereits vorgemacht!!!)
- Für alle Behörden verbindlich die Einführung von Heimarbeit ( 2/3 Tage die Woche, zumindest für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder eben Personen die Angehörige Pflegen, zudem kommts der UMWELT zu gute!

ich bin dann eher für 2 tage weniger urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren...
die können doch noch "Kind Krank" machen.
(Achtung, Ironie)

aber mal ganz ehrlich...wünschen kann sich ja jeder, was er will, aber die tarifverhandlungen sollen doch nicht mit Greta geführt werden! Soll der Klimaschutz jetzt überall Einzug erhalten? also mal ehrlich...

am besten gar nicht mehr arbeiten, dann braucht man kein auto und die umwelt ist gerettet.

Essen gibt's nur noch aus dem Garten und wenns mal eine Dürre gibt, hat sich das Problem Überbevölkerung schnell gelöst.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 13.12.2019 08:24


Klar und die Mitarbeiter die sich klimafreundlich dafür entschieden haben keine Menschen mehr in diese Welt zu setzen sollen die Mehrarbeit in Vertretung abfangen. Das führt bestimmt zu mehr Zufriedenheit.

Oder zu Einstellungs- bzw. Fortbeschäftigungshemmnissen der genannten Klientel.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 13.12.2019 09:38
Entgeltumwandlung zu Gunsten von selbst geschaffenem Wohneigentum fände ich nett als Wahlmöglichkeit.

Wohneigentum ist eine sichere Form der Altersvorsorge - sollte also im Sinne der Gewerkschaften sein.

Steuerlich ist Eigentum leider absolut unbedeutend - Anschaffung, Finanzierung etc. lassen sich zu 0% steuerlich geltend machen als Privatperson.

Eine Entgeltumwandlung für einen Immobilienkredit hätte zumindest steuerlich Vorteile. Afaik sind 536€ monatliche Umwandlung des Bruttogehaltes steuerfrei machbar.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 13.12.2019 10:31

Steuerlich ist Eigentum leider absolut unbedeutend - Anschaffung, Finanzierung etc. lassen sich zu 0% steuerlich geltend machen als Privatperson.


Wichtig ist, daß der Wohnwertvorteil nicht besteuert wird. Man nehme an, es würde nicht auf Wohneigentum sondern alternativ auf eine höhere Privatrente oder Aktien eingezahlt. Deren Ausschüttungen werden dann im Alter besteuert, während der Nutzen aus dem Wohneigentum nicht besteuert wird. Derzeit nicht...

Die Gewerkschaften werden einen Teufel tun, Ihre Stammklientel aus dem Elend der Mietzahlung zu befreien und dann ihre besten Kunden zu verlieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 13.12.2019 11:20

Wohneigentum ist eine sichere Form der Altersvorsorge - sollte also im Sinne der Gewerkschaften sein.


Für die ist nur ein höheres Brutto relevant. An anderen "Sachen" verdienen die Pfeifen von Verdi ja nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Dean am 13.12.2019 14:09
Was für einen Sinn hat dieses Forenthema unter der Rubrik “TVÖD Kommunen“? Das kann Problemlos in “Allgemeines“ verschoben werden.

Hier diskutieren 65 Mitglieder überwiegend während der Arbeitszeit (womöglich viel Zeit und Langeweile auf Arbeit), wovon schätzungsweise 30% Doppelanmeldungen sind, über Bonuszahlungen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die im ÖD angestellt sind, finanzielle Unterstützungen für Immobilienerwerb, Entgeltumwandlung zum Kauf für persönlichen Luxus. Zum Teil mit mächtig Schaum vor dem Mund und Wortklauberei auf einem Niveau, welches man eher von Facebook erwartet aber nicht von Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes.

Das hat mit Tarifverhandlungen 2020 rein gar nichts zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 13.12.2019 14:17
Wer den Zusammenhang zwischen Wünschen für Verhandlungen zum TVÖD und dem Unterforum TVÖD Kommunen nicht erkennt, wirft - zumindest wenn er seine langjährige Zugehörigkeit zum öD an anderer Stelle prominent auswalzt - ein schlechtes Licht auf das intellektuelle Niveau des öD.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Dean am 13.12.2019 17:48
Wer den Zusammenhang zwischen Wünschen für Verhandlungen zum TVÖD und dem Unterforum TVÖD Kommunen nicht erkennt, wirft - zumindest wenn er seine langjährige Zugehörigkeit zum öD an anderer Stelle prominent auswalzt - ein schlechtes Licht auf das intellektuelle Niveau des öD.

Chapeau und vielen Dank für die inhaltliche Zustimmung.

Dass die Antwort trotz Zustimmung zum Posting von süffisanter Natur sein wird, wenn sie antworten, hatte ich erwartet. Eine neue Qualität hat das durchsuchen von Altbeiträgen, um den Versuch zu starten andere zu diskreditieren. Hier der Link auf dem Bezug genommen wurde um Futter zu finden. https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,111204.0.html (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,111204.0.html) Oder sollte er den anderen Membern vorenthalten werden?

Wenn mein damaliges Thema so unheimlich interessant war, warum erst jetzt darauf Bezug nehmen? Erklären sie mir, in ihren Augen intellektuell dümmlichen Menschen, doch einmal warum es bei Ihnen zur Belustigung und Schadenfreude führt, wenn bei anderen eine finanzielle Schieflage droht? Sadismus zur Steigerung des Selbstwertes?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 13.12.2019 18:13
Weder hätte ich Zustimmung geäußert noch hätte ich irgendeine emotionale Regung hinsichtlich Deines unbedeutenden Schicksals verspürt oder eine solche auch nur angedeutet. Warum sollte mich das kümmern?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 13.12.2019 18:49
Was für einen Sinn hat dieses Forenthema unter der Rubrik “TVÖD Kommunen“? Das kann Problemlos in “Allgemeines“ verschoben werden.

Hier diskutieren 65 Mitglieder überwiegend während der Arbeitszeit (womöglich viel Zeit und Langeweile auf Arbeit), wovon schätzungsweise 30% Doppelanmeldungen sind, über Bonuszahlungen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die im ÖD angestellt sind, finanzielle Unterstützungen für Immobilienerwerb, Entgeltumwandlung zum Kauf für persönlichen Luxus. Zum Teil mit mächtig Schaum vor dem Mund und Wortklauberei auf einem Niveau, welches man eher von Facebook erwartet aber nicht von Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes.

Das hat mit Tarifverhandlungen 2020 rein gar nichts zu tun.

Was ist denn an der Überschrift des Threads falsch zu interpretieren? Gut, wenn man auf Bild-Zeitungs-Niveau argumentiert ist dies zu erwarten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Dean am 13.12.2019 20:08
Was für einen Sinn hat dieses Forenthema unter der Rubrik “TVÖD Kommunen“? Das kann Problemlos in “Allgemeines“ verschoben werden.

Hier diskutieren 65 Mitglieder überwiegend während der Arbeitszeit (womöglich viel Zeit und Langeweile auf Arbeit), wovon schätzungsweise 30% Doppelanmeldungen sind, über Bonuszahlungen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die im ÖD angestellt sind, finanzielle Unterstützungen für Immobilienerwerb, Entgeltumwandlung zum Kauf für persönlichen Luxus. Zum Teil mit mächtig Schaum vor dem Mund und Wortklauberei auf einem Niveau, welches man eher von Facebook erwartet aber nicht von Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes.

Das hat mit Tarifverhandlungen 2020 rein gar nichts zu tun.

Was ist denn an der Überschrift des Threads falsch zu interpretieren? Gut, wenn man auf Bild-Zeitungs-Niveau argumentiert ist dies zu erwarten.

War die Frage ernst gemeint oder ging es lediglich um die verächtliche Selbstantwort?
Es muss richtig schwer sein andere Meinungen zu ertragen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 13.12.2019 20:11
Mit Verachtung ist es wie mit Achtung: man bekommt sie, wenn man sie sich verdient.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Dean am 13.12.2019 20:24
Mit Verachtung ist es wie mit Achtung: man bekommt sie, wenn man sie sich verdient.

Und so richtig Spaß kommt erst dann auf, wenn man es nicht allein machen muss.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 13.12.2019 21:11
Was für einen Sinn hat dieses Forenthema unter der Rubrik “TVÖD Kommunen“? Das kann Problemlos in “Allgemeines“ verschoben werden.

Hier diskutieren 65 Mitglieder überwiegend während der Arbeitszeit (womöglich viel Zeit und Langeweile auf Arbeit), wovon schätzungsweise 30% Doppelanmeldungen sind, über Bonuszahlungen für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die im ÖD angestellt sind, finanzielle Unterstützungen für Immobilienerwerb, Entgeltumwandlung zum Kauf für persönlichen Luxus. Zum Teil mit mächtig Schaum vor dem Mund und Wortklauberei auf einem Niveau, welches man eher von Facebook erwartet aber nicht von Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes.

Das hat mit Tarifverhandlungen 2020 rein gar nichts zu tun.

Was ist denn an der Überschrift des Threads falsch zu interpretieren? Gut, wenn man auf Bild-Zeitungs-Niveau argumentiert ist dies zu erwarten.

War die Frage ernst gemeint oder ging es lediglich um die verächtliche Selbstantwort?
Es muss richtig schwer sein andere Meinungen zu ertragen.
Natürlich ist die Frage ernst gemeint. Es gab selten eine klarer formulierte Fragestellung im richtigen Unterforum. Und da die Admins nach 40 Seiten keinen Handlungsbedarf sahen, ist davon auszugehen, dass der Thread seine Berechtigung hat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 13.12.2019 22:02
...um mal diese klare Fragestellung zu bedienen..
ich wünsche mir, dass bis zum Abschluss der Tarifrunde 2020 nicht nur eine vernünftige Tariferhöhung steht, sondern auch, dass in diesem Thread weniger pseudointellektueller Stuss mit Hang zum Narzissmus verzapft wird,... :P
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 13.12.2019 22:02
Bei einer korrekten Versteuerung der JSZ zahlt man quasi im November die Steuer, die man in den Monaten zuvor "zu wenig" gezahlt hat nach. Sprich: Man bildet die Jahressteuer inkl. der JSZ errechnet die Differenz zwischen der Jahressteuer ohne JSZ. Die Differenz ist dann die Steuer, die auf die JSZ anfällt. Mann ist damit quasi "auf null" und mit der Steuererklärung muss da nichts gerade gerückt werden. Daher ergibt sich steuerlich kein Vorteil, nur das man das Geld ohne JSZ anteilig unmittelbar bekommen würde und nicht quasi 11 Monate danach.

Ja, so würde ich das auch sehen.

Aber warum immer wieder das Argument, aufgeteilt auf 12 Monatsentgelte wäre es steuerlich günstiger? Übersehen wir da was? Ist in Wahrheit irgendeine günstigere Konstellation beiden Sozialabgaben gemeint? Ich würde das Argument gerne nachvollziehen können. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass das schon mal nachvollziehbar aufgedröselt wurde (vor der Löschung des alten Forums), aber auf die Reihe bekomme ich es leider nicht mehr.

Es geht hier nicht um Steuern sondern um Sozialversicherung. Überschreitest du mit der JSZ die in den Monaten bis zur Auszahlung anteilig aufgelaufene Beitragsbemessungsgrenze (Jahresbeitragsbemessungsgrenze durch 12 mal, in diesem Fall, 11 = Summe oberhalb der im November SV-frei gezahlt wird), ist der Betrag darüber SV-frei. Daher sollte eine JSZ im Januar (nur ein Monatsbetrag ist zu überschreiten) stattfinden und nicht im November. Es wird hier über das Jahr nichts aufgerollt oder, wie bei einer Steuererklärung, nachberechnet. Eine Verteilung der JSZ auf alle Monate ist die denkbar ungünstigste Lösung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 14.12.2019 07:26
Es geht hier nicht um Steuern sondern um Sozialversicherung. Überschreitest du mit der JSZ die in den Monaten bis zur Auszahlung anteilig aufgelaufene Beitragsbemessungsgrenze (Jahresbeitragsbemessungsgrenze durch 12 mal, in diesem Fall, 11 = Summe oberhalb der im November SV-frei gezahlt wird), ist der Betrag darüber SV-frei. Daher sollte eine JSZ im Januar (nur ein Monatsbetrag ist zu überschreiten) stattfinden und nicht im November. Es wird hier über das Jahr nichts aufgerollt oder, wie bei einer Steuererklärung, nachberechnet. Eine Verteilung der JSZ auf alle Monate ist die denkbar ungünstigste Lösung.
Gilt da nicht die Märzklausel?
Und sollte deswegen nicht der April als Auszahlungmonat gewählt werden?
Wobei natürlich dann für 4 Monate der Grenze überschritten werden muss.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 14.12.2019 11:01
In Bezug auf die JSZ und deren Versteuerung und Verbeitragung halte ich den Wegfall des Paternalismus und der damit einhergehenden ideologischenHerabsetzung des eigenständigen Handelns des Beschäftigten für wesentlich wichtiger als finanzielle Aspekte.

Sind wir im Kindergarten, daß man sich nicht was ansparen kann.

Zudem habe ich im Sommer wesentlich höhere Sonderkosten als im Winter.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 15.12.2019 12:45
Gilt da nicht die Märzklausel?
Und sollte deswegen nicht der April als Auszahlungmonat gewählt werden?
Wobei natürlich dann für 4 Monate der Grenze überschritten werden muss.
Man lernt doch immer wieder etwas dazu. Danke dafür. Dann scheint der April der Monat der Wahl zu sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 15.12.2019 14:35
Sind wir im Kindergarten, daß man sich nicht was ansparen kann.
Ja. Viele der Beschäftigten haben durch die Zahlung das Gefühl, eine Belohnung zu bekommen. Und der AG spart sich Geld, da er nicht immer die vollen JSZ zahlen muss. Und die Gewerkschaft hat nicht den Mut, diese abzuschaffen und auf 12 Monate aufzuteilen
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 16.12.2019 06:32
Meine Wünsche wären
- Verkürzung der Arbeitszeit auf 37/38 Std., meinetwegen auch als Wahlmöglichkeit zur Lohnerhöhung
- 5 Tage mehr Urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder Personen die Angehörige pflegen
  ( die Industrie hat das bereits vorgemacht!!!)
- Für alle Behörden verbindlich die Einführung von Heimarbeit ( 2/3 Tage die Woche, zumindest für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder eben Personen die Angehörige Pflegen, zudem kommts der UMWELT zu gute!

Das wäre allein schon ein echter Gewinn für die Mitarbeiter! Ich denke zufriedene Mitarbeiter arbeiten besser und sind seltener krank.
Hoffentlich wird nicht NUR wieder über höhere Löhne gesprochen, vor allem Familien in denen beide Elternteile arbeiten und die vielleicht keine Großeltern haben, könnten so alles besser organisieren.

Wie eine Familie ihre Reproduktion organisiert ist nicht Sache des Arbeitgebers und der Kollegen sondern ihre eigene.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 16.12.2019 07:53
Meine Wünsche wären
- Verkürzung der Arbeitszeit auf 37/38 Std., meinetwegen auch als Wahlmöglichkeit zur Lohnerhöhung
- 5 Tage mehr Urlaub für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder Personen die Angehörige pflegen
  ( die Industrie hat das bereits vorgemacht!!!)
- Für alle Behörden verbindlich die Einführung von Heimarbeit ( 2/3 Tage die Woche, zumindest für Personen mit Kindern unter 10 Jahren oder eben Personen die Angehörige Pflegen, zudem kommts der UMWELT zu gute!

Das wäre allein schon ein echter Gewinn für die Mitarbeiter! Ich denke zufriedene Mitarbeiter arbeiten besser und sind seltener krank.
Hoffentlich wird nicht NUR wieder über höhere Löhne gesprochen, vor allem Familien in denen beide Elternteile arbeiten und die vielleicht keine Großeltern haben, könnten so alles besser organisieren.

Wie eine Familie ihre Reproduktion organisiert ist nicht Sache des Arbeitgebers und der Kollegen sondern ihre eigene.
Das gleiche gilt auch für Pflege von Angehörigen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 16.12.2019 08:09
Danke für die Erläuterungen, dass es bei der Frage, welche Form der JSZ günstiger wäre, tatsächlich um die Sozialabgaben geht.


Sind wir im Kindergarten, daß man sich nicht was ansparen kann.

Wenn ich mir die Welt so anschaue, habe ich tatsächlich oft genau diesen Eindruck … Würde mich also nicht wundern, wenn so einige die auf die Monate umgelegte JSZ sofort verbraten würden und im Dezember dann ganz überrascht sind, dass das Geld, das sie sonst für Weihnachtsgeschenke ausgegeben haben, jetzt plötzlich nicht mehr da ist. Selber Schuld dann, aber - Stichwort Kindergarten - gejammert würde trotzdem.

Zudem habe ich im Sommer wesentlich höhere Sonderkosten als im Winter.

Bei mir ist es halt umgekehrt, im Dezember fallen die höchsten Kosten an. Aber das zeigt ja auch schön, dass das individuell sehr verschieden sein kann. Weshalb ich einen Termin bzw. eine Form der Auszahlung präferieren würde, bei der finanziell das meiste für die AN rausspringt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 16.12.2019 08:38
Weshalb ich einen Termin bzw. eine Form der Auszahlung präferieren würde, bei der finanziell das meiste für die AN rausspringt.

Und das dürfte bei der monatlichen Auszahlung der FAll sein, schon weiß man dann nicht einfach mal die Zahlung einfrieren oder wegfallen lassen kann sondern auch in die Tariferhöhung fällt. Als ich im öD angefangen habe, gab es sogar zwei Einmalzahlungen. 100 % im Winter und nochmal ein halbes Gehalt im Sommer. Was davon übriggeblieben ist wissen wir ja.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.12.2019 09:57

Weshalb ich einen Termin bzw. eine Form der Auszahlung präferieren würde, bei der finanziell das meiste für die AN rausspringt.
Das wäre nur bei der Aprilzahlungslösung für diejenigen der Fall, die mit dieser Einmalzahlung über die Bemessungsgrenzen kämen und dadurch (oh wie sozial) weniger Sozialabgaben hätten. Also eine absolute Minderheit von bessere verdienenden.
Und das dürfte bei der monatlichen Auszahlung der FAll sein, schon weiß man dann nicht einfach mal die Zahlung einfrieren oder wegfallen lassen kann sondern auch in die Tariferhöhung fällt.
Und das ist gesichert, da ja immer anteilig bezahlt wird, auch für diejenigen die den AG wechseln. Also wird es immer eine Vorteil für die AN Gemeinschaft sein, das aufs Jahr zu verteilen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 16.12.2019 14:02
Wie eine Familie ihre Reproduktion organisiert ist nicht Sache des Arbeitgebers und der Kollegen sondern ihre eigene.

Die Reproduktion der Mitarbeiter sollte für den Arbeitgeber insofern eine Rolle spielen, als dass er auch in Zukunft auf Mitarbeiter angewiesen ist. Nennt man Weitblick - fehlt leider Vielen.
Man kann sich hier lapidar mit so einem Kommentar aus der Verantwortung ziehen - aber andere Länder und die Wirtschaft machen es vor, mit Erfolg.
Dem Arbeitgeber sollte mittlerweile auch wichtig sein, was der Arbeitnehmer will (die Erkenntnis fehlt gerade in den Personalabteilungen des ÖD in der Regel).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 16.12.2019 14:06
Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, ist Aufgabe des Staates. Es handelt sich um keine Aufgabe der AG. Damit wird lediglich der Faktor abhängige Erwerbsarbeit zusätzlich belastet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 16.12.2019 14:09
Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, ist Aufgabe des Staates. Es handelt sich um keine Aufgabe der AG. Damit wird lediglich der Faktor abhängige Erwerbsarbeit zusätzlich belastet.

Der ÖD dient der Daseinsvorsorge.
Zitat wikipedia:
"Daseinsvorsorge [...] ist in Deutschland ein verwaltungsrechtlicher Begriff [...]. Er umschreibt die staatliche Aufgabe zur Bereitstellung der für ein menschliches Dasein als notwendig erachteten Güter und Dienstleistungen − die Grundversorgung."

Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, kann man also auch als eine Aufgabe des ÖD verstehen. Zumindest macht es keinen Sinn, wenn der Staat seine Pflicht zur Populationserhaltung an anderer Stelle unterläuft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.12.2019 14:09
aber andere Länder und die Wirtschaft machen es vor, mit Erfolg.
Ja? wo zum Beispiel? welche AGs in anderen Ländern verteilen Freizeit und Geld für Kinder?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.12.2019 14:11
Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, kann man also auch als eine Aufgabe des ÖD verstehen. Zumindest macht es keinen Sinn, wenn der Staat seine Pflicht zur populationserhaltung an anderer Stelle unterläuft.
Aufgabe des Staates ja. Aber warum irgendwelche Massnahmen nur bei den Angestellten des öDs ansetzen und nicht im gesamten Staat?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 16.12.2019 14:13
aber andere Länder und die Wirtschaft machen es vor, mit Erfolg.
Ja? wo zum Beispiel? welche AGs in anderen Ländern verteilen Freizeit und Geld für Kinder?
Schweden - ist dein Kind krank oder du hast keine Betreuung, gehst du einfach nach Hause.
Kein Arbeitgeber - kein privater und auch kein öffentlicher - käme dort jemals auf die Idee dir das irgendwie anzuhängen oder zu verlangen, dass du vor Ort bleibst. Es ist dort selbstverständlich geworden, dass die Familie und Kinder ÜBER dem Job stehen. Gelebte Flexibilität.


Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, kann man also auch als eine Aufgabe des ÖD verstehen. Zumindest macht es keinen Sinn, wenn der Staat seine Pflicht zur populationserhaltung an anderer Stelle unterläuft.
Aufgabe des Staates ja. Aber warum irgendwelche Massnahmen nur bei den Angestellten des öDs ansetzen und nicht im gesamten Staat?

Stichwort: Anfangen!
Wenn keiner damit anfängt, setzt es sich nicht durch. Und der ÖD hat was die soften Faktoren angeht einiges aufzuholen. Kein Mensch ist automatisch produktiv, weil er eine bestimmte Stundenanzahl pro Woche im Büro sitzt. Diese Vorstellung ist mittlerweile überholt - gerade in den Bereichen die Projektbezogen arbeiten.
Beispiel: Mal spontan von zuhause arbeiten? im ÖD? Undenkbar. In digitalen Akten wälzen und Vorlagen schreiben kann man aus Sicht der Personalabteilungen offensichtlich nur, wenn man physisch am Arbeitsplatz vorhanden ist.

Homeoffice bekommt bei uns nur, wer es ausführlich begründen kann, und dann auch nur unter zäher Zustimmung der Vorgesetzten und der Personalabteilung. Was zählt ist Anwesenheit.
Und auch wer Homeoffice hat, muss im Vorfeld genau festlegen, welche Tage er im Büro verbringen möchte und an Welchen er von zuhause arbeitet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.12.2019 14:17
aber andere Länder und die Wirtschaft machen es vor, mit Erfolg.
Ja? wo zum Beispiel? welche AGs in anderen Ländern verteilen Freizeit und Geld für Kinder?
Schweden - ist dein Kind krank oder du hast keine Betreuung, gehst du einfach nach Hause.
Kein Arbeitgeber - kein privater und auch kein öffentlicher - käme dort jemals auf die Idee dir das irgendwie anzuhängen oder zu verlangen, dass du vor Ort bleibst. Es ist dort selbstverständlich geworden, dass die Familie und Kinder ÜBER dem Job stehen. Gelebte Flexibilität.
Als doch kein AG, sondern eine staatliche Regelung. Oder ist das eine freiwillige Leistung aller, ohne Gesetzesgrundlage?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 16.12.2019 14:19
Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, ist Aufgabe des Staates. Es handelt sich um keine Aufgabe der AG. Damit wird lediglich der Faktor abhängige Erwerbsarbeit zusätzlich belastet.

Der ÖD dient der Daseinsvorsorge.
Zitat wikipedia:
"Daseinsvorsorge [...] ist in Deutschland ein verwaltungsrechtlicher Begriff [...]. Er umschreibt die staatliche Aufgabe zur Bereitstellung der für ein menschliches Dasein als notwendig erachteten Güter und Dienstleistungen − die Grundversorgung."

Eine mindestens populationserhaltende Reproduktion zu sichern, kann man also auch als eine Aufgabe des ÖD verstehen. Zumindest macht es keinen Sinn, wenn der Staat seine Pflicht zur Populationserhaltung an anderer Stelle unterläuft.

Nein, kann man nicht. Möglicherweise glaubt man, daß man derlei könne, wenn man glaubt, aus einem Portal zitieren zu müssen, in dem Laien über Inhalte abstimmen. Beides ist aber Humbug.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 16.12.2019 14:22
aber andere Länder und die Wirtschaft machen es vor, mit Erfolg.
Ja? wo zum Beispiel? welche AGs in anderen Ländern verteilen Freizeit und Geld für Kinder?
Schweden - ist dein Kind krank oder du hast keine Betreuung, gehst du einfach nach Hause.
Kein Arbeitgeber - kein privater und auch kein öffentlicher - käme dort jemals auf die Idee dir das irgendwie anzuhängen oder zu verlangen, dass du vor Ort bleibst. Es ist dort selbstverständlich geworden, dass die Familie und Kinder ÜBER dem Job stehen. Gelebte Flexibilität.
Als doch kein AG, sondern eine staatliche Regelung. Oder ist das eine freiwillige Leistung aller, ohne Gesetzesgrundlage?
Da liegt das Hauptproblem.
Im Gegensatz zum öffentlichen Dienst kann man eben auch Vereinbarungen treffen die ÜBER das tarifliche hinausgehen. Nicht für alles auf dieser Welt benötigt man eine Gesetzesgrundlage. Der ÖD als AG ist nicht daran gehindert, über die vereinbarten Tarifbestandteile hinaus zu gehen.

Wofür soll es also in Schweden eine Gesetzesgrundlage geben? Arbeitgeber bieten es an - weil alle es tun. Der Arbeitnehmer wählt seinen Arbeitgeber aus, niemand verpflichtet sich (außer Beamten). Wer als AG auf dem Markt eine Chance haben möchte, muss anbieten was andere auch anbieten, sonst wandern Fachkräfte ab.

Auch das ist ein Kernproblem, was in den Personalabteilungen des ÖD nur spärlich ankommt, zumindest bei meinem aktuellen AG.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 16.12.2019 14:33
AG bieten es nicht an, es gibt dazu in Schweden klare gesetzliche Regelungen - wie sich MISSOC sehr leicht entnehmen läßt. Nachdem nun also Deine Argumentation aufgrund Deiner eigenen Unkenntnis völlig in sich zusammengebrochen ist, wie geht´s nun weiter?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 16.12.2019 14:50
...schon wieder "feucht" geworden, die Hose?... 8) 8) ;D ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Falke007 am 16.12.2019 14:57

Stichwort: Anfangen!
Wenn keiner damit anfängt, setzt es sich nicht durch. Und der ÖD hat was die soften Faktoren angeht einiges aufzuholen. Kein Mensch ist automatisch produktiv, weil er eine bestimmte Stundenanzahl pro Woche im Büro sitzt. Diese Vorstellung ist mittlerweile überholt - gerade in den Bereichen die Projektbezogen arbeiten.
Beispiel: Mal spontan von zuhause arbeiten? im ÖD? Undenkbar. In digitalen Akten wälzen und Vorlagen schreiben kann man aus Sicht der Personalabteilungen offensichtlich nur, wenn man physisch am Arbeitsplatz vorhanden ist.

Homeoffice bekommt bei uns nur, wer es ausführlich begründen kann, und dann auch nur unter zäher Zustimmung der Vorgesetzten und der Personalabteilung. Was zählt ist Anwesenheit.
Und auch wer Homeoffice hat, muss im Vorfeld genau festlegen, welche Tage er im Büro verbringen möchte und an Welchen er von zuhause arbeitet.

Man kann es auch anders rum drehen und fragen, warum sich der Arbeitnehmer diese Regelung gefallen lässt? In meinem Arbeitsgebiet kommt man relativ problemlos an Stunden für das Homeoffice.. Wenn sich genug AN dagegen wehren, wird ein AG seine Vorgehensweise dazu auch überdenken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Lars73 am 16.12.2019 17:00
Kein Mensch ist automatisch produktiv, weil er eine bestimmte Stundenanzahl pro Woche im Büro sitzt. Diese Vorstellung ist mittlerweile überholt - gerade in den Bereichen die Projektbezogen arbeiten.
Beispiel: Mal spontan von zuhause arbeiten? im ÖD? Undenkbar.

 Bei uns ist dies grundsätzlich möglich. Ich kenne auch diverse weitere Bundesbehörden wo es im unterschiedlichen Maße möglich ist.
Es gibt nicht den öffentlichen Dienst. Jeder Bereich und auch jede Behörde entwickeln ihre eignen Vorgaben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 16.12.2019 18:54
Stichwort: Anfangen!
Wenn keiner damit anfängt, setzt es sich nicht durch. Und der ÖD hat was die soften Faktoren angeht einiges aufzuholen.
Weil die anderen damit schon angefangen haben? ;D
Zitat
Kein Mensch ist automatisch produktiv, weil er eine bestimmte Stundenanzahl pro Woche im Büro sitzt. Diese Vorstellung ist mittlerweile überholt - gerade in den Bereichen die Projektbezogen arbeiten.
Beispiel: Mal spontan von zuhause arbeiten? im ÖD? Undenkbar. In digitalen Akten wälzen und Vorlagen schreiben kann man aus Sicht der Personalabteilungen offensichtlich nur, wenn man physisch am Arbeitsplatz vorhanden ist.
Ja solche graupen gibt es, hat aber nichts mit öD per se zu tun.
Ich habe im öD mit Vertrauensarbeitszeit gearbeitet, null Problemo.
Ich habe in Mittelbehörden gearbeitet, Home Office möglich Umsetzung hängt an den referatsleitern, mehr Problemo (meiner hat null Problemo und die Leute haben morgens angerufen und gesagt sie machen heut Home Office)
Zitat
Homeoffice bekommt bei uns nur, wer es ausführlich begründen kann, und dann auch nur unter zäher Zustimmung der Vorgesetzten und der Personalabteilung. Was zählt ist Anwesenheit.
Und auch wer Homeoffice hat, muss im Vorfeld genau festlegen, welche Tage er im Büro verbringen möchte und an Welchen er von zuhause arbeitet.
Das gleiche gelöre kenne ich auch aus der pW, dass ist kein öD Problem, sondern unfähige Chefs, die das problem habe nicht einschätzen zu können was die Leute an Arbeit zu leisten haben und deswegen lieber die Bürostunden zählen.

Und zu deiner Schweden Argumentation muss ich dann ja nicht mehr viel sagen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 17.12.2019 07:39
Kann die Gewerkschaft bei der Tarifrunde einfluss nehmen das die jaehrliche Auszahlung des Leistungsorientierten Geldes umgewandelt wird auf monatliche Auszahlung? Wie hoch ist bei euch dieses Geld?
Sind es 500-1000Euro? und dann gestaffelt nach Punkten, die man durch Ziele erreichen kann....?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.12.2019 08:01
Kann die Gewerkschaft bei der Tarifrunde einfluss nehmen das die jaehrliche Auszahlung des Leistungsorientierten Geldes umgewandelt wird auf monatliche Auszahlung? Wie hoch ist bei euch dieses Geld?
Sind es 500-1000Euro? und dann gestaffelt nach Punkten, die man durch Ziele erreichen kann....?
Du willst also, dass monatlich bewertet wird, ob und wieviel LOB ausgezahlt wird.😂
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 17.12.2019 08:26
...nein..er will dem AG ein zinsloses Darlehn verschaffen, da das Leistungsentgelt nicht voll ausgezahlt wird, sondern auf die nächsten 12 Monate verteilt wird... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 17.12.2019 08:29
Kann die Gewerkschaft bei der Tarifrunde einfluss nehmen das die jaehrliche Auszahlung des Leistungsorientierten Geldes umgewandelt wird auf monatliche Auszahlung? Wie hoch ist bei euch dieses Geld?
Sind es 500-1000Euro? und dann gestaffelt nach Punkten, die man durch Ziele erreichen kann....?
Du willst also, dass monatlich bewertet wird, ob und wieviel LOB ausgezahlt wird.😂

Ach du …!

Und ich bin schon froh, wenn das jährliche Mitarbeitergespräch über die Bühne gegangen ist (in dessen Rahmen auch die LOB-Bewertung erfolgt)! 12 mal im Jahr möchte ich mir so was nicht geben.  :o

Das Geld ist hier ohnehin nichts weiter als ein besseres Taschengeld. Dieses Jahr waren es bei mir um die 200 Euro - die 16,67 Euro monatlich mehr würden mir auf der Entgeltabrechnung gar nicht auffaleln ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 17.12.2019 08:35
...nein..er will dem AG ein zinsloses Darlehn verschaffen, da das Leistungsentgelt nicht voll ausgezahlt wird, sondern auf die nächsten 12 Monate verteilt wird... ;D
Nein, er will den AG schädigen! Termingelder mit 12 Monatiger Laufzeit gibt es für Kommunen derzeit für -0,15% bis -0,25%! So muss die Kämmerei den Liquiditätsengpass ganz anders angehen! So ein Fuchs der der @armerknecht, hätt i dem gar nicht zugetraut
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 17.12.2019 08:40
Das Geld ist hier ohnehin nichts weiter als ein besseres Taschengeld. Dieses Jahr waren es bei mir um die 200 Euro - die 16,67 Euro monatlich mehr würden mir auf der Entgeltabrechnung gar nicht auffaleln ...
Darf man Fragen was die Maximal Auszahlung war?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 17.12.2019 08:52
..meins war etwas schlechter als im Vorjahr...diesmal gabs nur 1.350 €.. 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 17.12.2019 09:10
Das Geld ist hier ohnehin nichts weiter als ein besseres Taschengeld. Dieses Jahr waren es bei mir um die 200 Euro - die 16,67 Euro monatlich mehr würden mir auf der Entgeltabrechnung gar nicht auffaleln ...
Darf man Fragen was die Maximal Auszahlung war?

Das weiß ich leider gar nicht, versuche es aber herauszufinden.

Bei mir war es die Prämie für "Normalleistung", also "Leistung mittlerer Art und Güte" in EG9a Stufe 2, bei anderen gab's dann entsprechend mehr oder weniger.

Für mich war LOB bislang immer halt ein kleiner Bonus, jedoch ohne große Bedeutung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Philipp am 17.12.2019 10:33
AG bieten es nicht an, es gibt dazu in Schweden klare gesetzliche Regelungen - wie sich MISSOC sehr leicht entnehmen läßt. Nachdem nun also Deine Argumentation aufgrund Deiner eigenen Unkenntnis völlig in sich zusammengebrochen ist, wie geht´s nun weiter?

Da es in diesem Thread ums "Wunschkonzert Tarifverhandlungen" geht, muss ich weder etwas begründen, noch mache ich mir irgendwie Gedanken über eine Argumentation
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 17.12.2019 10:35
Das ist augenfällig - ansonsten kann das ja nicht derartig in die Hose gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 17.12.2019 12:41
Wie hoch ist bei euch dieses Geld?
Sind es 500-1000Euro? und dann gestaffelt nach Punkten, die man durch Ziele erreichen kann....?

Bei uns gibt es Prozente. 4 Kategorien. Alle werden zwischen 80-120 bewertet. (u.a. Sozialverhalten, Arbeitsverhalten usw., bisschen anders benannt)...

Wer am Ende unter 100 hat, bekommt nix. Wer über 100 hat entsprechend des jeweiligen Faktors. Also am Ende ist jeder Punkt XY € Wert. 117,5% wären dann quasi 117,5 X Faktor EG X xy€ = LOB Auszahlung.

Bei mir immer so um die 1000€ (Brutto).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 17.12.2019 20:16
Weshalb ich einen Termin bzw. eine Form der Auszahlung präferieren würde, bei der finanziell das meiste für die AN rausspringt.

Und das dürfte bei der monatlichen Auszahlung der FAll sein, schon weiß man dann nicht einfach mal die Zahlung einfrieren oder wegfallen lassen kann sondern auch in die Tariferhöhung fällt. Als ich im öD angefangen habe, gab es sogar zwei Einmalzahlungen. 100 % im Winter und nochmal ein halbes Gehalt im Sommer. Was davon übriggeblieben ist wissen wir ja.

Ich habe Bekannte in der freien Wirtschaft, bei denen die JSZ (oder das 13. Monatsgehalt) monatlich ausgezahlt wird. Das ist dann tatsächlich lukrativer für die AN.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 07:11
...und bei mir (Beamter, NRW) wird das ehmalige "Weihnachtsgeld" auch schon seit Jahren monatlich ausgezahlt...

...im ersten Jahr haben dabei Einige blöd aus der Wäsche gekuckt, als das Dezembergehalt nicht höher war, als das Novembergehalt  8) ;D (manchmal ist es erschreckend, wie viele wenig bis gar nicht informiert durchs Leben laufen)..
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JC83 am 18.12.2019 07:41

Wohneigentum ist eine sichere Form der Altersvorsorge - sollte also im Sinne der Gewerkschaften sein.


Das sind Aktien seit über 200 Jahren auch. Ich möchte daher entsprechende Zuschüsse vom öD
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 08:05
...wobei Wohneigentum auch eine direkte gesamtgesellschaftliche Seite hat (Wohnungsbau) und die Investition in Aktien eher dem Individuum nutzt und nur indirekt der Gesellschaft...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 08:15
Die Kapitalgabe an Unternehmen hat natürlich keinen Gesellschaftsnutzen, denn wie uns die SPD-Prominenz gelehrt hat, sind es ja nicht die Unternehmen, die durch Beschäftigung und wirtschaftlichen Erfolg den Laden am laufen halten, sondern es ist der Staat, der alles erwirtschaftet.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 08:39
....das mag stimmen...solange man deutsche Aktien bevorzugt ;)   kehrt sich aber um, wenn man in ausländische Konkurrenz investiert 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 18.12.2019 08:41
Die Kapitalgabe an Unternehmen hat natürlich keinen Gesellschaftsnutzen, denn wie uns die SPD-Prominenz gelehrt hat, sind es ja nicht die Unternehmen, die durch Beschäftigung und wirtschaftlichen Erfolg den Laden am laufen halten, sondern es ist der Staat, der alles erwirtschaftet.

Genau! Darum gehören Erträge aus dieser Kapitalabgabe ja auch versteuert! Kann doch wohl nicht sein, dass sich der Bürger einfach so andere Anlegeformen für sein Geld sucht, nur weil sich das Sparbuch zum Sparstrumpf entwickelt hat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 08:46
....das mag stimmen...solange man deutsche Aktien bevorzugt ;)   kehrt sich aber um, wenn man in ausländische Konkurrenz investiert 8)

Weil nur deutsche Unternehmen Arbeitsplätze in Deutschland schaffen und unterhalten?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 08:54
natürlich schaffen und unterhalten auch diese Arbeitsplätze....aber in der Gesamtheit eben weniger......ausländische Konkurrenten halten in D lediglich "Filialen"...Filialien sind immer die Ersten, die zugemacht werden, wenns mal nicht läuft....und wenn es läuft, landet ein Großteil der Gewinne in der (ausländischen) Zentrale...

..du kannst aber gerne weiter "Erbsen zählen"
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 08:58
Die Gehälter, die gezahlt werden, werden aber hier versteuert und verbeitragt. Zudem gibt es ausländische Unternehmen, die mehr Arbeitsplätze in Deutschland unterhalten als deutsche Unternehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 18.12.2019 09:03
Wichtiger und besser für den tariflichen Beschäftigen ist dennoch das Wohneigentum, da der Ertrag nicht besteuert wird.

Bei Aktien ist man ganz schnell dabei und zahlt auch noch den Soli obendrauf.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 09:05
...die Frage, welches Steuer und Beitragsaufkommen letztendlich größer ist, brauch ich doch nun wirklich nicht stellen...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 09:08
Ob Du das mußt, weiß ich nicht. Ich rate Dir aber, so viel zu fragen, wie nur möglich, um Deine enormen Wissensdefizite auszugleichen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 09:25
..dann frag ich dich als Besserwisser doch einfach mal..
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 09:28
Tu das.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 18.12.2019 09:36
Aufgrund der tollen News *hüstl,
muss ich meinen Wunsch korrigieren,

3,x % Laufzeit 12 Monate

https://www1.wdr.de/nachrichten/bundesregierung-klimapaket-100.html


.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 09:52
Tu das.
..habe ich bereits oben.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 09:57
Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 18.12.2019 09:59
Aufgrund der tollen News *hüstl,
muss ich meinen Wunsch korrigieren,

3,x % Laufzeit 12 Monate

https://www1.wdr.de/nachrichten/bundesregierung-klimapaket-100.html

.

So geht das nicht. Wenn die Leute mehr Geld haben, können Sie mehr konsumieren -> schlechte CO2 Bilanz. Die Leute sind selber schuld wenn Sie die Ökofaschisten wählen. Gerade im Öffentlichen Dienst gibt es genug von denen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 18.12.2019 10:03
Eine erhöhte Pendlerpauschale bzw. deren Existenz sowie die Dieselsubventionierung sind nicht arbeitnehmerfreundlich, sie sind das Gegenteil.

Sie fördern den Homos pendelus, der seine Zeit nicht mehr für sinnvolleres verwenden kann. Z. B. Eigenleistungen beim Hausbau.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 10:19
Wichtiger und besser für den tariflichen Beschäftigen ist dennoch das Wohneigentum, da der Ertrag nicht besteuert wird.


Kannst du bitte ausführen was du meinst? Das durchdringe ich nicht
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 10:25
Nein.

..ok...das du das nicht erkennst, enttäuscht mich jetzt aber...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 18.12.2019 10:26


Wichtig ist, daß der Wohnwertvorteil nicht besteuert wird. Man nehme an, es würde nicht auf Wohneigentum sondern alternativ auf eine höhere Privatrente oder Aktien eingezahlt. Deren Ausschüttungen werden dann im Alter besteuert, während der Nutzen aus dem Wohneigentum nicht besteuert wird. Derzeit nicht...

Die Gewerkschaften werden einen Teufel tun, Ihre Stammklientel aus dem Elend der Mietzahlung zu befreien und dann ihre besten Kunden zu verlieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 10:28
Nein.

..ok...das du das nicht erkennst, enttäuscht mich jetzt aber...

Fragen schließen mit einem Fragezeichen ab.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 10:32
...die Frage, welches Steuer und Beitragsaufkommen letztendlich größer ist, brauch ich doch nun wirklich nicht stellen...

Ob Du das mußt, weiß ich nicht. Ich rate Dir aber, so viel zu fragen, wie nur möglich, um Deine enormen Wissensdefizite auszugleichen.

..dann frag ich dich als Besserwisser doch einfach mal..

..ich konnte ja nicht ahnen, dass du auf ein Fragezeichen angewiesen bist, um einfache Zusammenhänge zu erkennen... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 10:38


Wichtig ist, daß der Wohnwertvorteil nicht besteuert wird. Man nehme an, es würde nicht auf Wohneigentum sondern alternativ auf eine höhere Privatrente oder Aktien eingezahlt. Deren Ausschüttungen werden dann im Alter besteuert, während der Nutzen aus dem Wohneigentum nicht besteuert wird. Derzeit nicht...

Die Gewerkschaften werden einen Teufel tun, Ihre Stammklientel aus dem Elend der Mietzahlung zu befreien und dann ihre besten Kunden zu verlieren.
Dann ist es gesparte Ausgabe/Liquidität, aber eben kein Ertrag/Gewinn. Wieso sollte dies irgendeine steuerlich Rolle spielen?
Des Weiteren gibt es den "Wohnwertvorteil" m.W.n. lediglich im Unterhaltsrecht.
Davon ab unterstütze ich die Idee, die tarifl. im Rahmen aller Möglichkeiten bei der Vermögensbildung seiner Wahl zu
unterstützen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 10:41
...die Frage, welches Steuer und Beitragsaufkommen letztendlich größer ist, brauch ich doch nun wirklich nicht stellen...

Ob Du das mußt, weiß ich nicht. Ich rate Dir aber, so viel zu fragen, wie nur möglich, um Deine enormen Wissensdefizite auszugleichen.

..dann frag ich dich als Besserwisser doch einfach mal..

..ich konnte ja nicht ahnen, dass du auf ein Fragezeichen angewiesen bist, um einfache Zusammenhänge zu erkennen... ;D

Du rätseltest, ob Du was fragen solltest, ich riet Dir, so viel zu fragen, wie möglich und Du gelobtest, meinem Rat zu folgen. Bislang waren das aber nur schöne Ankündigungen, denen nun noch Taten folgen müssen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 18.12.2019 10:42
Was ist daran nicht zu verstehen, daß zwei Gleichverdienende mit gleicher Vita, wo der Eine sich ein Häuschen anspart und der Andere diese Gelder in Aktien oder Privatrenten steckt, der zweitgenannte diese "Erträge" später versteuern muss und der Andere nicht?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 10:46
Na, weil der eine (Aktien/Zinsen/Gewinne) eben einen Ertrag hat und der Häuslebauer mit selbgenutzten Wohneigentum eben nicht. Was am Ende rentabler ist steht doch auf einem völlig anderem Blatt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 18.12.2019 10:50
Na, weil der eine (Aktien/Zinsen/Gewinne) eben einen Ertrag hat und der Häuslebauer mit selbgenutzten Wohneigentum eben nicht. Was am Ende rentabler ist steht doch auf einem völlig anderem Blatt.

Wortklauberei wegen des Wortes "Ertrag"? Wohnwertvorteil wird auch nicht akzeptiert? Darf ich "kostenfreies Wohnen" nehmen?

Selbstredend müssen die Parameter stimmen. Also günstigerweise alles vor dem 60. Lebensjahr abbezahlt zu haben und die Immobilien spätestens zur Rente nochmals grundsaniert zu haben.

Und die Autonomie über die eigenen vier Wände wurde noch gar nicht erwähnt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 11:03
...die Frage, welches Steuer und Beitragsaufkommen letztendlich größer ist, brauch ich doch nun wirklich nicht stellen...

Ob Du das mußt, weiß ich nicht. Ich rate Dir aber, so viel zu fragen, wie nur möglich, um Deine enormen Wissensdefizite auszugleichen.

..dann frag ich dich als Besserwisser doch einfach mal..

..ich konnte ja nicht ahnen, dass du auf ein Fragezeichen angewiesen bist, um einfache Zusammenhänge zu erkennen... ;D

Du rätseltest, ob Du was fragen solltest, ich riet Dir, so viel zu fragen, wie möglich und Du gelobtest, meinem Rat zu folgen. Bislang waren das aber nur schöne Ankündigungen, denen nun noch Taten folgen müssen.

...so kann man "ich weiß die Antwort nicht" auch verballhornen ::)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 11:06
Nein, das ist keine Wortklauberei. Nur eine Richtigstellung der Verwendung der Begriffe deinerseits, insb. im steuerlichen Kontext! Hier zeichnest du ein falsches Bild.

Zugegeben, sehr vereinfacht (ohne Wert-/Zins-/Infla-Steigerung):
Heute gebe ich 500€ fürs Eigentum aus, somit muss i später keine y€ Miete zahlen. Ansonsten würde ich heute schon y€ Miete ausgeben. Finde den (steuerlich relevanten) Ertrag...

Nehme ich diese 500€, lege Sie zu x% in einer Anlageform an, wird sie irgendwann z wert sein. Meine y€ Miete werden heute wie in Zukunft fällig. Den zwischen z ./. 500€ liegenden Ertrag muss ich eben versteuern. DAS ist ein steuerlich relevanter Ertrag!

Versteh mich nicht falsch, ich halte es genauso wie du, Wohneigentum früh anschaffen, schnell abbezahlen und frei werdende Liquidität ERTRAGbringend anlegen (oder nach Gorge Best Manier verbrauchen).

Edit: wir gehen schon wieder off-Topic...

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 11:11
...die Frage war allerdings, ob das Steueraufkommen und Beitragsaufkommen deutscher Unternehmen in D in der Gesamtheit größer ist als das der ausländischen Unternehmen in D...

...und diese Frage war eigentlich auch lediglich rethorischer Art, weil die Antwort ja klar ist...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 11:19
...die Frage, welches Steuer und Beitragsaufkommen letztendlich größer ist, brauch ich doch nun wirklich nicht stellen...

Ob Du das mußt, weiß ich nicht. Ich rate Dir aber, so viel zu fragen, wie nur möglich, um Deine enormen Wissensdefizite auszugleichen.

..dann frag ich dich als Besserwisser doch einfach mal..

..ich konnte ja nicht ahnen, dass du auf ein Fragezeichen angewiesen bist, um einfache Zusammenhänge zu erkennen... ;D

Du rätseltest, ob Du was fragen solltest, ich riet Dir, so viel zu fragen, wie möglich und Du gelobtest, meinem Rat zu folgen. Bislang waren das aber nur schöne Ankündigungen, denen nun noch Taten folgen müssen.

...so kann man "ich weiß die Antwort nicht" auch verballhornen ::)

Nein. Du scheiterst lediglich an der Formulierung einer Frage. Immer noch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 11:20
...die Frage war allerdings, ob das Steueraufkommen und Beitragsaufkommen deutscher Unternehmen in D in der Gesamtheit größer ist als das der ausländischen Unternehmen in D...

...und diese Frage war eigentlich auch lediglich rethorischer Art, weil die Antwort ja klar ist...

Es ist vor allem eine Frage, die Du nicht gestellt hast.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 18.12.2019 11:22
Nein, das ist keine Wortklauberei. Nur eine Richtigstellung der Verwendung der Begriffe deinerseits, insb. im steuerlichen Kontext! Hier zeichnest du ein falsches Bild.

Zugegeben, sehr vereinfacht (ohne Wert-/Zins-/Infla-Steigerung):
Heute gebe ich 500€ fürs Eigentum aus, somit muss i später keine y€ Miete zahlen. Ansonsten würde ich heute schon y€ Miete ausgeben. Finde den (steuerlich relevanten) Ertrag...

Nehme ich diese 500€, lege Sie zu x% in einer Anlageform an, wird sie irgendwann z wert sein. Meine y€ Miete werden heute wie in Zukunft fällig. Den zwischen z ./. 500€ liegenden Ertrag muss ich eben versteuern. DAS ist ein steuerlich relevanter Ertrag!

Versteh mich nicht falsch, ich halte es genauso wie du, Wohneigentum früh anschaffen, schnell abbezahlen und frei werdende Liquidität ERTRAGbringend anlegen (oder nach Gorge Best Manier verbrauchen).

Edit: wir gehen schon wieder off-Topic...

Du denkst viel zu kompliziert. Mein Kommentar bezog sich nur auf die Besteuerung nach Abzahlung einer Immobilie. Ob das für die ganze Lebenszeit ein gutes Modell ist, muss jeder für sich entscheiden.

Bei ausreichender Solvenz halte ich jedoch eine weitere Anlage nach Abzahlung der Immobilie für Unfug. Hier sollte eher auf eine Optimierung des Steuersatzes geachtet werden (Teilzeit und kleinere Rente).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 11:23


@Spid

ok....dann stelll ich dir als Fragezeichenfetischist mal eine entsprechend gekennzeichnete Frage:

Hast du schon mal den letzten Satz meiner Signatur gelesen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 11:24
Nein, ich lese keine Signaturen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 11:26
Liest du denn die Berichte deines Therapeuten? ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 11:27
Therapeut? Ich bedarf keines Gefühlchenstreichlers.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 11:30
Schade eigentlich...der könnte an der Arbeit mit deiner Persönlichkeit viel Geld verdienen und sich bald ein Eigenheim leisten, womit wir uns endlich dem eigentlichen Thema wieder annähern.. 8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 11:34
Ach, Therapeut war doch eher so ein 90er-Ding, weil dann Weicheier vermehrt ins Arbeitsleben strömten, die mit der Performance der Generation, die die 80er groß machte, nicht mehr klarkamen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 11:39
...und du bist ein "80-Performer"?..

P.S.:diese Frage ist wegen der Verwendung entsprechender Satzzeichen eindeutig als solche zu erkennen und beinhaltet weder eine Ankündigung noch ein Gelöbnis irgendwelcher Art
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 11:50
Im Geiste sicher, eine großartige Zeit: Ronald Reagan, Oliver North, Margaret Thatcher, das Jahrzehnt, als ein gnadenloses Wettrüsten die Kommunisten in die Knie zwang. Arbeiten war Arbeiten und nicht Gefühlchen streicheln. Was man heute „Komasaufen“ nannte, war die Mittagspause eines Akkordarbeiters - und der brauchte keinen RTW danach, sondern klotzte weiter ran. Ungezogenen Kindern schlug man auf den Hintern, attraktiven Frauen auch. Zigeuner waren Zigeuner, Neger waren Neger und Mohammedander Mohammedaner - völlig egal, wie die genannt werden wollten. Ich habe es zwar miterlebt, war aber noch nicht im Arbeitsleben. Vielleicht ganz gut, damals wäre ich möglicherweise nur mittelmäßig gewesen und nicht der Überflieger, der ich heutzutage bin.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 18.12.2019 12:21
Oliver North halte ich persönlich für grenzwertig...ansonsten muss ich dir Recht geben...die Welt war damals eine Andere...ergänzend vielleicht noch, dass der Negerkuss noch so heissen durfte und Sarotti noch einen Mohr hatte...heute darf noch nicht mal der "zwarte Piet" als Kumpel vom holländischen Nikolaus sein Gesicht schwarz färben...

...mir wurde damals allerdings auch eine Studienfahrt nach Prag verboten, weil man ja dort kommunistisch beeinflusst hätte werden können...

also alles hat eben seine zwei Seiten und in der Retroperspektive ist halt vieles nur scheinbar schöner...der meschliche Verdrängungsmechanismus eben..
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 18.12.2019 13:00
... Ungezogenen Kindern schlug man auf den Hintern, attraktiven Frauen auch ...
Ungezogenen Frauen erst recht  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:05
Ich denke, jetzt, wo unsere HERO-MEMBER schon das N*-Wort verharmlosen und frauenverachtende Kommentare von sich geben, ist die Zeit gekommen, wo der Moderator mal eingreifen sollte.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 13:09
Wegen einer präzisen und zutreffenden historischen Schilderung? Und Frauen als attraktiv zu bezeichnen, ist frauenfeindlich? Das ist ja so Chebli... aber wirf ruhig weiter mit Kacki, kleines Äffchen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:11
Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 13:16
Oooh, sollte ich etwa getroffen haben? Sawsan, bist Du das?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:17
Getroffen? "Nein" war die Antwort auf deine Fragen. Mehr nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:18
Aber die Kommentare waren weit mehr als eine zutreffende historische Schilderung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 18.12.2019 13:19
Oh, wie ist das schön!
Oh, wie ist das schön!
Sowas hat die Welt noch nicht gesehn,
so schön, so schön ...  ;D ;D ;D

Man könnte auch sagen:
Kellner, entfernen Sie dieses Subjekt!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 18.12.2019 13:20
Aber die Kommentare waren weit mehr als eine zutreffende historische Schilderung.
Ach, tatsächlich?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:20
Und nur, weil du jetzt versuchst, deinen abgegeben Mist zu relativieren und in einem Angriff auf mich versuchst, dich zu verteidigen, bedeutet das nicht, dass ich groß darauf eingehe und du etwas bei mir getroffen haben solltest.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 13:21
Ich relativiere nichts - aber ich wußte, daß das Äffchen wieder mit Kacki werfen würde. Braves Äffchen!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 18.12.2019 13:21
die Welt war damals eine Andere...

Dann ist es ja gut, dass wir diese Welt inzwischen hinter uns gelassen haben.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 18.12.2019 13:22
Und nur, weil du jetzt versuchst, deinen abgegeben Mist zu relativieren und in einem Angriff auf mich versuchst, dich zu verteidigen, bedeutet das nicht, dass ich groß darauf eingehe und du etwas bei mir getroffen haben solltest.
Bengel, geh spielen und nerv nicht rum mit deinem albernen Gequake ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:23
und Euch die Spielwiese wieder für Eure unnützen Kommentare allein lassen?? Ne. Da mache ich nicht mit.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:25
SPID und TVLér hab ich auf jeden Fall dem Moderator wegen Ihrer Äußerungen gemeldet. Fairerweise mich selbst für die Beleidigung "Affen" auch. Vielleicht sorgt der jetzt mal für Ordnung. Und das Forum kann sich wieder aufs Tema konzentrieren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 13:27
die Welt war damals eine Andere...

Dann ist es ja gut, dass wir diese Welt inzwischen hinter uns gelassen haben.

Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:29
Lustig - die sinkende Entwicklung des Niveaus deiner Beiträge zu beobachten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 18.12.2019 13:33
die Welt war damals eine Andere...

Dann ist es ja gut, dass wir diese Welt inzwischen hinter uns gelassen haben.

Nein.

Oh doch. Wenn man sich die letzten 100 Jahre anschaut, ist das Deutschland, in dem wir jetzt leben, noch das schönste. Soviel zum Thread "Wunschvorstellung".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 13:34
die Welt war damals eine Andere...

Dann ist es ja gut, dass wir diese Welt inzwischen hinter uns gelassen haben.

Nein.

Oh doch. Wenn man sich die letzten 100 Jahre anschaut, ist das Deutschland, in dem wir jetzt leben, noch das schönste. Soviel zum Thread "Wunschvorstellung".

Das ist sicher Geschmackssache.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 18.12.2019 13:35
Oh doch. Wenn man sich die letzten 100 Jahre anschaut, ist das Deutschland, in dem wir jetzt leben, noch das schönste. Soviel zum Thread "Wunschvorstellung".
+1
Wahre Worte
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 18.12.2019 13:41
die Welt war damals eine Andere...

Dann ist es ja gut, dass wir diese Welt inzwischen hinter uns gelassen haben.

Nein.

Oh doch. Wenn man sich die letzten 100 Jahre anschaut, ist das Deutschland, in dem wir jetzt leben, noch das schönste. Soviel zum Thread "Wunschvorstellung".

Ich fand die 80er besser......
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 13:42
die Welt war damals eine Andere...

Dann ist es ja gut, dass wir diese Welt inzwischen hinter uns gelassen haben.

Nein.

Oh doch. Wenn man sich die letzten 100 Jahre anschaut, ist das Deutschland, in dem wir jetzt leben, noch das schönste. Soviel zum Thread "Wunschvorstellung".

Das ist sicher Geschmackssache.

Also einer von der frustrierten Truppe... Das erklärt doch einiges.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 18.12.2019 13:44
Ich fand die 80er besser......

Musikalisch gebe ich dir da auf jeden Fall recht  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 13:51
Ich fand die 80er besser......

Musikalisch gebe ich dir da auf jeden Fall recht  ;D
Ja, Musikalisch
Ja, Kaderstärke des 1.FC Köln (Litti, Häßler, Uwe Bein, Kokser, Allofs, F. "Otze"...ach ich könnt heulen)
Ja, Schule war schön

Aber allein aufgrund der Frisuren und der Mode gehören die 80er optisch auf den Müllhaufen der Geschichte
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 13:54
Na gut, Hosenträger sind grenzwertig - aber immerhin bedeckten die Hosen die Knöchel...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 18.12.2019 13:58
Na gut, Hosenträger sind grenzwertig - aber immerhin bedeckten die Hosen die Knöchel...

Und die Tennissocken ::)

Chapeau! für den Sawsan Chebli Kommentar. Hat mir die Pause versüßt...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 18.12.2019 14:14
Chapeau! für den Sawsan Chebli Kommentar. Hat mir die Pause versüßt...

Naja, dunkelhäutige Menschen mit dem Begriff Äffchen in Verbindung zu bringen könnte Irritationen auslösen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 14:23
Also ich hätte Sawsan Chebli jetzt für so einiges gehalten, z.B. für eine ziemlich tumbe Deutsche, die alles, was sie ist, ihrer doppelten „Benachteiligung“ (Frau und Migrationshintergrund) verdankt, aber nicht für dunkelhäutig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 14:31
Also ich hätte Sawsan Chebli jetzt für so einiges gehalten, z.B. für eine ziemlich tumbe Deutsche, die alles, was sie ist, ihrer doppelten „Benachteiligung“ (Frau und Migrationshintergrund) verdankt, aber nicht für dunkelhäutig.

Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 14:32
Ach verdammt. War alles sinnfrei... Merkst du jetzt auch, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 14:36
Merkst also doch nichts mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 14:42
Also ich hätte Sawsan Chebli jetzt für so einiges gehalten, z.B. für eine ziemlich tumbe Deutsche, die alles, was sie ist, ihrer doppelten „Benachteiligung“ (Frau und Migrationshintergrund) verdankt, aber nicht für dunkelhäutig.

Tarifbeschäftigte sind entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert.

Sie ist Beamte, aber du hast ja selbst bemerkt dass der Kommentar sinnfrei war.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 14:44
Der Berufsstatus hat die alten Herren auch eher weniger interessiert. Eher das Geschlcht, die Hautfarbe und der Migrationshintergrund.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 18.12.2019 14:50
Also ich hätte Sawsan Chebli jetzt für so einiges gehalten, z.B. für eine ziemlich tumbe Deutsche, die alles, was sie ist, ihrer doppelten „Benachteiligung“ (Frau und Migrationshintergrund) verdankt, aber nicht für dunkelhäutig.

Ich musste erstmal googeln wer das ist. Die Dame ist bislang völlig an mir vorbeigegangen. Ich dachte zuerst an eine Rapperin oder "Comedian" á la Kebekus oder Cindy aus Marzahn, aber das hätte zu dir irgendwie nicht gepasst...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 14:53
Naja, in gewissem Sinne könnte man sie durchaus als Stand-Up-Comedian sehen. Aber eher von der unfreiwilligen Sorte...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaiser80 am 18.12.2019 15:05
Der Berufsstatus hat die alten Herren auch eher weniger interessiert. Eher das Geschlcht, die Hautfarbe und der Migrationshintergrund.
Kann sein. M.E. ist auf die Qualität der Person im Amt abzustellen. Mir ist Wurscht ob sie grün, weiss, braun ist, Damenbart trägt, Sonntags mit den Füßen häkelt oder ehrenamtlich Gutes tut.

Aber ich behaupte mal kess, hätte ein weisser, mitfünfziger männlicher Beamter "Wir sind zu wenig radikal" und zwar egal zu welchem politischem Thema getweetet, wäre dieser mit GROßER Sicherheit heute kein Staatssekretär mehr in Berlin oder gaaaanz weit in den Hintergrund gerutscht.

Ich vermute mal, dass spid eher "soetwas" meint...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 15:10

Aber ich behaupte mal kess, hätte ein weisser, mitfünfziger männlicher Beamter "Wir sind zu wenig radikal" und zwar egal zu welchem politischem Thema getweetet, wäre dieser mit GROßER Sicherheit heute kein Staatssekretär mehr in Berlin oder gaaaanz weit in den Hintergrund gerutscht.


Da gebe ich dir Recht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 15:13


Ich vermute mal, dass spid eher "soetwas" meint...

Das glaube ich nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 15:20
Einmal beim zitieren verkackt. Damit kann ich leben. Aber feier es ruhig. Es sei Dir gegönnt. Als Totalversager kannst du bestimmt nicht oft diese Momente genießen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 15:24
Warum konzentrierst Du dich nicht auf die Fragen zum Tarifrecht? Da liegen doch nun wirklich Deine Stärken.

Nicht in Deiner verkümmerten Weltanschauung.  Positiver Nebeneffekt wäre, dass Du hier weniger Leute nerven würdest und für unsere Gesellschaft noch einenen minimalen Nutzen hättest.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 18.12.2019 15:30
(...)

Oh, Spid hat in dieser "Diskussion" reichlich Karma-Punkte gewonnen  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: superbraz am 18.12.2019 16:08
puhhh...da guckt man hier mal 2 Tage nicht rein und zack, viel zu viele Beiträge, um das Lesen aufzuholen.

Ich hab es kurz überflogen und entnommen, dass sich Verdi beim TVöD nun für Tierhaltung (mit oder ohne Dressur?)  und die Förderung von Office-Grundkenntnissen einsetzen soll. (demnach mit Dressur)

Wenn die Verhandlungen dort auch so geführt werden, dann wird das Ergebnis diesmal ganz sicher ein unterhaltsames :)

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 16:17
Ja, genau. Jetzt schnell darauf einschießen und versuchen den Spieß umzudrehen, damit man selber nicht mehr auffällt ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 16:23
Dann hab ich ja schon viel erreicht :P
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 16:38
Wenn der Klügere immer nachgibt, leben wir in einer Welt, die von Dummen beherrscht wird.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 18.12.2019 16:42
Wenn der Klügere immer nachgibt, leben wir in einer Welt, die von Dummen beherrscht wird.

Deswegen sprach ich ja auch nicht von nachgeben  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 16:44
Zumindest ist das Forum durch die letzten Seiten noch uninteressanter geworden. Wenn dadurch weitere Nutzer abspringen und weniger den Mist von Spid mitlesen müssen, ist das schon ein wenig Genugtuung für mich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 18.12.2019 16:44
Zumindest ist das Forum durch die letzten Seiten noch uninteressanter geworden. Wenn dadurch weitere Nutzer abspringen und weniger den Mist von Spid mitlesen müssen, ist das schon ein wenig Genugtuung für mich.

Ich glaube bei dem ganzen Tarifirsinn, fehlt es nicht an Usernachwuchs...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 18.12.2019 16:57
Welche Frist musst du einhalten?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 18.12.2019 17:42
Zumindest ist das Forum durch die letzten Seiten noch uninteressanter geworden. Wenn dadurch weitere Nutzer abspringen und weniger den Mist von Spid mitlesen müssen, ist das schon ein wenig Genugtuung für mich.

Das klingt eher nach Selbstkasteiung und -geißelung.

Ich glaube bei dem ganzen Tarifirsinn, fehlt es nicht an Usernachwuchs...

Tarifirrsinn? Das Tarifwerk ist komplex und manche Regelungen sind semioptimal, aber es ist ja kein Hexenwerk. Eher ist die Anwendung des tarifs durch manche AGs irrsinnig.

Mal kurz on topic: wie mir zu lesen kam, ist die AG-Seite nicht begeistert, wenn tatsächlich ein Wahlrecht zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit für die AN durchgesetzt werden würde. Dies umzusetzen bedeute hohen Verwaltungsaufwand. Die Angleichung auf eine einheitliche Arbeitszeit (ohne Ost-West-Unterscheidung) wird hingegen mehr oder weniger akzeptiert.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Organisator am 18.12.2019 18:14
(...) Wahlrecht zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit für die AN durchgesetzt werden würde. Dies umzusetzen bedeute hohen Verwaltungsaufwand.

Ist das so? Eigentlich müsste doch nur der (interne) Bezügedienstleister für jeden MA in seiner Software einen Haken reinprogrammieren lassen und dann (automatisiert) setzen lassen. Wenn alle Haken drin sind, kriegt die Personalstelle der Behörde automatisch eine Übersicht über die MA, die mehr Urlaub haben (oder auch automatisiert über eine Schnittstelle zum Personalverwaltungssystem).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 18.12.2019 19:26
Ich gebe nur wieder, was ich las. Zugegebenermaßen sind das Aussagen, die nicht per se der VKA zugerechnet werden können.

Aber man hat ja gesehen, wie schwer sich (manche) Länder taten/tun, wenn es um die diesjährige Tarifeinigung des TV-L und die Einführung der EG 9a und EG 9b ging.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 18.12.2019 19:49
Der Verwaltungsaufwand endet ja nicht bei der Zahlbarmachung des Entgelts. Wie kompensiert man zwei Stunden? Man bekommt ja niemanden für knapp 5% der regelmäßigen Arbeitszeit Vollzeitbeschäftigter - und stellenweise geht es ja nicht um Arbeitsverdichtung oder Effizienzsteigerung, es geht ja auch um Öffnungszeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Admin2 am 19.12.2019 02:07
Wir bitten darum, sich in dem Forum wie Erwachsene zu verhalten, sonst müssen wir den Thread schließen.

Vielen Dank.

Admin2
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 07:05
(...) Wahlrecht zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit für die AN durchgesetzt werden würde. Dies umzusetzen bedeute hohen Verwaltungsaufwand.

Ist das so?
Nun, da ist da so eine Abteilung mit 10 Vollzeitkräften, alle nehmen ihre Wahlmöglichkeit mehr Freizeit zu haben, dann reicht es nicht irgendwo ein Häkchen zu machen, sondern man muß Personal einstellen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 19.12.2019 07:23
Außerdem bedeutet das Mehrarbeit für diejenigen, die sich nicht für mehr Freizeit entscheiden durch die Urlaubsvertretung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 19.12.2019 07:26
Nur dann, wenn TZ-Kräfte vertreten - und sie einzelvertraglich zur Mehrarbeit verpflichtet sind oder dies freiwillig tun.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 19.12.2019 07:36
Außerdem bedeutet das Mehrarbeit für diejenigen, die sich nicht für mehr Freizeit entscheiden durch die Urlaubsvertretung.

Warum bedeutet das Mehrarbeit ?

Angeordnete Mehrarbeit wird ja auch noch mal extra vergütet.

Was das ganze mit Urlaubsvertretung zu tun hat verstehe ich nicht. 
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 19.12.2019 07:45
Zumindest ist das Forum durch die letzten Seiten noch uninteressanter geworden. Wenn dadurch weitere Nutzer abspringen und weniger den Mist von Spid mitlesen müssen, ist das schon ein wenig Genugtuung für mich.

Ach, ich weiß nicht, ich fand das Spielchen eher hochgradig amüsant.  ;D

Aber back to topic: Ich wäre ja auch einer von denen, die das Angebot weniger Wochenstunden dem Angebot mehr Kohle vorziehen würden. Verwaltungstechnisch sollte das zwar Arbeit bedeuten aber nicht viel Aufwand (einmal ins System die neue Stundenanzahl eingespeist, dann läuft das). Organisatorisch kann ich hingegen schon verstehen, dass es da AG gibt, die Bedenken haben, da dann ja tatsächlich umgeplant werden, ggf. neues Personal eingestellt werden muss. Andererseits gibt's ja auch durch Meinungen, die besagen, dass man auch mit z. B. 6 Stunden am Tag effektiv, vielleicht effektiver, arbeiten kann.

Aufwand ist es aber auf alle Fälle, nicht unbedingt in den Personalstellen am Pc, aber vor Ort in den Arbeitseinheiten, weshalb ich da schon skeptisch bin, ob die AG sich auf so was einlassen würden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 19.12.2019 07:55
Was viele vielleicht auch nicht bedenken: das könnte ja Versetzungen bedeuten, wenn der AG Verkürzer in einem Bereich zusammenlegt, damit er eine Kraft zur Kompensation einstellen kann.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kat am 19.12.2019 08:04
Außerdem bedeutet das Mehrarbeit für diejenigen, die sich nicht für mehr Freizeit entscheiden durch die Urlaubsvertretung.

Warum bedeutet das Mehrarbeit ?

Angeordnete Mehrarbeit wird ja auch noch mal extra vergütet.

Was das ganze mit Urlaubsvertretung zu tun hat verstehe ich nicht.

Nicht Mehrarbeit im Sinne von Überstunden oder im Rahmen der Gleitzeit sondern einfach nur mehr Arbeit, da die Kollegen ja vertreten werden müssen während der zusätzlichen Urlaubstage, die der andere nicht hat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 19.12.2019 08:47
Immer bedenken, dieses Optionsmodell ist eigentlich die zweite Wahl, nachdem es versäumt wurde, sich auf gleichem Niveau mit Premium-Tarifverträgen in der Metall- oder Chemieindustrie zu halten, also z. B. eine 35-Stunden-Woche mit 13., vielleicht auch 14. Jahresgehalt zu haben.

Das halte ich für das Minimum für gute Tarifverträge.

Davon ab, haben wir gerade im Sozialbereich flächendeckend 150 % Belastung. Ob das dann 160 % wäre, macht für jene, die unter dem Arbeitsdruck noch nicht erkrankt sind, nicht mehr viel aus.
Neue Kräfte sind schwer zu bekommen, auch weil es keinen guten Tarifvertrag im öD gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 19.12.2019 08:50
Man hat nur die Belastung, die man sich macht - oder Überstundenzuschläge.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 08:52
Nicht Mehrarbeit im Sinne von Überstunden oder im Rahmen der Gleitzeit sondern einfach nur mehr Arbeit, da die Kollegen ja vertreten werden müssen während der zusätzlichen Urlaubstage, die der andere nicht hat.
Die zu verrichtende Arbeit wird ja nicht dadurch mehr, dass weniger da sind.
Man arbeitet weiter wie gehabt und wird produktiver oder unproduktiver, je nach Situation vor Ort.
Der eine muss halt mehr telefonieren (weil drei Telefone auf ihn umgestellt sind) und kann dafür weniger Formulare ausfüllen, der andere wird nicht mehr so viel durch den Kollegen abgelenkt werden, der Laut telefoniert. ......

Und wenn einige meinen sie müssten die Arbeit des Kollegen und ihre eigene erledigen, als ob beide da wären, die können das ja machen, in dem sie schneller arbeiten. Mehr arbeiten müssen sie aber nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 08:53
Immer bedenken, dieses Optionsmodell ist eigentlich die zweite Wahl, nachdem es versäumt wurde, sich auf gleichem Niveau mit Premium-Tarifverträgen in der Metall- oder Chemieindustrie zu halten, also z. B. eine 35-Stunden-Woche mit 13., vielleicht auch 14. Jahresgehalt zu haben.

Das halte ich für das Minimum für gute Tarifverträge.
Und immer dran denken, die bezahlen sogar übertariflich, wenn sie jemanden haben wollen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DiVO am 19.12.2019 09:03
Nicht Mehrarbeit im Sinne von Überstunden oder im Rahmen der Gleitzeit sondern einfach nur mehr Arbeit, da die Kollegen ja vertreten werden müssen während der zusätzlichen Urlaubstage, die der andere nicht hat.
Die zu verrichtende Arbeit wird ja nicht dadurch mehr, dass weniger da sind.
Man arbeitet weiter wie gehabt und wird produktiver oder unproduktiver, je nach Situation vor Ort.
Der eine muss halt mehr telefonieren (weil drei Telefone auf ihn umgestellt sind) und kann dafür weniger Formulare ausfüllen, der andere wird nicht mehr so viel durch den Kollegen abgelenkt werden, der Laut telefoniert. ......

Aus meiner Sicht werden oder müssen sich in den nächsten Jahren die Organisationsstrukturen grundlegend ändern. Weiter oben wurde ja schon andiskutiert wie denn künftig die Öffnungszeiten gehalten werden sollen, wenn alle weniger Stunden pro Woche arbeiten oder anwesend sind. Meine Antwort: Die festen Öffnungszeiten für Publikumsverkehr ohne Terminvereinbarung drastisch reduzieren auf maximal drei Stunden pro Tag. Während dieser Zeit wird dann auch das telefon beantwortet. Außerhalb dieser Zeiten nur noch Termine, die vorher über ein Onlineportal gebucht werden. So können sich die Sachbearbeiter auf den jeweiligen Kunden individuell vorbereiten und sich für ihn Zeit nehmen und auch den Parteiverkehr steuern, sodass "ruhigere" Arbeitsphasen entstehen, in denen konzentriert und zügig abgearbeitet werden kann.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 19.12.2019 09:37

Nicht Mehrarbeit im Sinne von Überstunden oder im Rahmen der Gleitzeit sondern einfach nur mehr Arbeit, da die Kollegen ja vertreten werden müssen während der zusätzlichen Urlaubstage, die der andere nicht hat.

Ich persönlich würde mir gar nicht mehr Urlaubstage wünschen, sondern die Wahl zwischen weniger Wochenstunden oder mehr Geld. Gut, weniger Wochenstunden kann auch schnell zu mehr Zeitausgleichstagen führen erstmal.

Die "Mehrarbeit" kann ich nicht beurteilen. Bei uns gibt es keine Urlaubsvertretungen. Wenn einer Weg ist, bleibt die Arbeit liegen. Fertig. Viele Stellen/Funktionen sind auch nur einfach besetzt bei uns und können nicht mal in der Theorie vertreten werden.

Wenn mein Kollege, der für Abfall und Umwelt zuständig ist, nächste Woche verunglücken würde, dann wüsste hier kein Mensch (auch nicht sein Vorgesetzter) was da wie gemacht werden müsste.

Aber gut, das ist Organisationssache des jeweiligen AG.

Andererseits gibt's ja auch durch Meinungen, die besagen, dass man auch mit z. B. 6 Stunden am Tag effektiv, vielleicht effektiver, arbeiten kann.


Da gibt es nicht nur Meinungen, sondern Studien und Experimente, die relativ eindeutig ausgefallen sind.

Bei einer 4 Tage Woche (30 Stunden) stieg die Produktivität um einiges und das Stresslevel sank. Weniger Stress führt übers Jahr auch tendenziell zu weniger Krankheitstagen, denn ein großer Teil der Krankheitstage kommt Heute schon durch zu viel Stress und den damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen.

Aber in Deutschland ist man ja generell langsamer was solche Entwicklungen angeht. Glaube das dauert bei uns noch einige Jahre oder Jahrzehnte. Hier denken ja auch Einige, dass man dann "mehr" Stress hat bei weniger Wochenstunden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 19.12.2019 09:56

Nicht Mehrarbeit im Sinne von Überstunden oder im Rahmen der Gleitzeit sondern einfach nur mehr Arbeit, da die Kollegen ja vertreten werden müssen während der zusätzlichen Urlaubstage, die der andere nicht hat.

Ich persönlich würde mir gar nicht mehr Urlaubstage wünschen, sondern die Wahl zwischen weniger Wochenstunden oder mehr Geld. Gut, weniger Wochenstunden kann auch schnell zu mehr Zeitausgleichstagen führen erstmal.

Jup, dies hatte ich ebenfalls im Kopf. Mit allen Konsequenzen (positiven wie negativen), die das sonst noch mit sich bringt. Wie genau dies am gerechtesten für den Großteil aller durchführbar ist, müssten dann die Tarifvertragsparteien ausbaldowern, dafür sind sie ja schließlich auch da.

Die "Mehrarbeit" kann ich nicht beurteilen. Bei uns gibt es keine Urlaubsvertretungen. Wenn einer Weg ist, bleibt die Arbeit liegen. Fertig. Viele Stellen/Funktionen sind auch nur einfach besetzt bei uns und können nicht mal in der Theorie vertreten werden.

Wenn mein Kollege, der für Abfall und Umwelt zuständig ist, nächste Woche verunglücken würde, dann wüsste hier kein Mensch (auch nicht sein Vorgesetzter) was da wie gemacht werden müsste.

Aber gut, das ist Organisationssache des jeweiligen AG.

"Vertretung" übernehmen ist bei uns im Wesentlichen: Ansprechpartner sein, wenn wo die Hütte brennt. Also dann, wenn sofortige Handlungsfähigkeit gefordert ist. Vertreter werden situationsbezogen bestimmt, dann guckt man halt, was sofort erledigt werden muss und was noch warten kann, vielleicht sogar bis zur Rückkehr des Vertretenden. Allerdings bräuchte es für Leute, die weniger Stunden pro Tag arbeiten, aber sonst jeden Tag im Haus sind, ja gar keine Vertretung, denn sie sind ja schließlich da.


Andererseits gibt's ja auch durch Meinungen, die besagen, dass man auch mit z. B. 6 Stunden am Tag effektiv, vielleicht effektiver, arbeiten kann.


Da gibt es nicht nur Meinungen, sondern Studien und Experimente, die relativ eindeutig ausgefallen sind.

Bei einer 4 Tage Woche (30 Stunden) stieg die Produktivität um einiges und das Stresslevel sank. Weniger Stress führt übers Jahr auch tendenziell zu weniger Krankheitstagen, denn ein großer Teil der Krankheitstage kommt Heute schon durch zu viel Stress und den damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen.

Genau so etwas hatte ich im Kopf, ja, aber keine konkreten Zahlen dazu in der Hand, weshalb ich es bei dem allgemeineren Begriff "Meinungen" beließ.

Aber in Deutschland ist man ja generell langsamer was solche Entwicklungen angeht. Glaube das dauert bei uns noch einige Jahre oder Jahrzehnte. Hier denken ja auch Einige, dass man dann "mehr" Stress hat bei weniger Wochenstunden.

Das befürchte ich auch, ja. Deutschland, Land der Dichter und Bedenkenträger.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 10:24
Wie genau dies am gerechtesten für den Großteil aller durchführbar ist, müssten dann die Tarifvertragsparteien ausbaldowern, dafür sind sie ja schließlich auch da.
Ich wüsste nicht das die Gewerkschaften für den innerbetrieblichen Ablauf einer Organisation da sind.  :o
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 10:26
Da gibt es nicht nur Meinungen, sondern Studien und Experimente, die relativ eindeutig ausgefallen sind.

Bei einer 4 Tage Woche (30 Stunden) stieg die Produktivität um einiges und das Stresslevel sank. Weniger Stress führt übers Jahr auch tendenziell zu weniger Krankheitstagen, denn ein großer Teil der Krankheitstage kommt Heute schon durch zu viel Stress und den damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen.
Hast du da links oder Lektüre?
Ich hatte es im Hinterkopf, dass bei einem 6h Tag nahezu die gleichen Arbeitsergebnisse erbracht werden, wie bei einem 8h Tag
zur 4 Tage Wochen ist mir da nichts hängen geblieben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 19.12.2019 10:48
Wie genau dies am gerechtesten für den Großteil aller durchführbar ist, müssten dann die Tarifvertragsparteien ausbaldowern, dafür sind sie ja schließlich auch da.
Ich wüsste nicht das die Gewerkschaften für den innerbetrieblichen Ablauf einer Organisation da sind.  :o

Oh, okay, nein, in den innerbetrieblichen Ablauf hineinzugehen meinte ich damit nicht, das war missverständlich ausgedrückt, entschuldige bitte. Ging mir eher darum, wie viele Stunden weniger die einen und wie viele Prozente Entgelt mehr die anderen erhalten können bzw. würden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 19.12.2019 11:09
Da gibt es nicht nur Meinungen, sondern Studien und Experimente, die relativ eindeutig ausgefallen sind.

Bei einer 4 Tage Woche (30 Stunden) stieg die Produktivität um einiges und das Stresslevel sank. Weniger Stress führt übers Jahr auch tendenziell zu weniger Krankheitstagen, denn ein großer Teil der Krankheitstage kommt Heute schon durch zu viel Stress und den damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen.
Hast du da links oder Lektüre?
Ich hatte es im Hinterkopf, dass bei einem 6h Tag nahezu die gleichen Arbeitsergebnisse erbracht werden, wie bei einem 8h Tag
zur 4 Tage Wochen ist mir da nichts hängen geblieben.

Es gab glaube ich eine Studie von Microsoft, dass bei einer 4 Tage Woche die Produktivität um ca. 40% gestiegen ist. Aber ich kann mich da auch irren jetzt.

Einen Link habe ich leider grad nicht parat und hab auch net viel Zeit was rauszusuchen, aber glaube mit dem Stichwort Microsoft 4 Tage Woche müsste man was finden :)

Wie genau dies am gerechtesten für den Großteil aller durchführbar ist, müssten dann die Tarifvertragsparteien ausbaldowern, dafür sind sie ja schließlich auch da.
Ich wüsste nicht das die Gewerkschaften für den innerbetrieblichen Ablauf einer Organisation da sind.  :o

Oh, okay, nein, in den innerbetrieblichen Ablauf hineinzugehen meinte ich damit nicht, das war missverständlich ausgedrückt, entschuldige bitte. Ging mir eher darum, wie viele Stunden weniger die einen und wie viele Prozente Entgelt mehr die anderen erhalten können bzw. würden.

Bei vergleichbaren Abschlüssen in jüngster Vergangenheit die so eine Wahlmöglichkeit gebracht haben, war soweit ich das sehen kann, jedes mal die verkürzte Arbeitszeit "rechnerisch" besser als die Prozente.

Es wird hier also (sofern überhaupt) sicherlich kein Ergebnis kommen, bei dem man weniger Zeit und Prozente rechnerisch gleichsetzen kann.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 13:35
Es wird hier also (sofern überhaupt) sicherlich kein Ergebnis kommen, bei dem man weniger Zeit und Prozente rechnerisch gleichsetzen kann.
Wäre ja Lustig wenn man 2% Lohnerhöhung in 2% Stundenverkürzung umrechnet, ist es halt knapp eine 1h weniger arbeiten in der Woche.

Und die Microsoft "Studie" würde ich nicht als solche bezeichnen, einen einmonatigen Test und als Vergleich eine Vorjahr.... und ein Produktivitätsbegriff der Unklar ist.  Natürlich steigert sich die Produktivität, wenn man 20% Strom und Heizung spart, weil man zu macht. Oder wenn man Meetings per Viedo und nicht mit Reisen macht und auf 30min begrenzt, anstelle den Kaffeklatsch da mit einzubeziehen.
Hat aber alles nichts mit der Reduktion zu tun, sondern sind ja nur Orga
Ist BILD Zeitungs gerassel, mehr mEn mehr nicht und eignet sich nicht als Aussage.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 19.12.2019 14:08
Wie genau dies am gerechtesten für den Großteil aller durchführbar ist, müssten dann die Tarifvertragsparteien ausbaldowern, dafür sind sie ja schließlich auch da.
Ich wüsste nicht das die Gewerkschaften für den innerbetrieblichen Ablauf einer Organisation da sind.  :o

Oh, okay, nein, in den innerbetrieblichen Ablauf hineinzugehen meinte ich damit nicht, das war missverständlich ausgedrückt, entschuldige bitte. Ging mir eher darum, wie viele Stunden weniger die einen und wie viele Prozente Entgelt mehr die anderen erhalten können bzw. würden.

Bei vergleichbaren Abschlüssen in jüngster Vergangenheit die so eine Wahlmöglichkeit gebracht haben, war soweit ich das sehen kann, jedes mal die verkürzte Arbeitszeit "rechnerisch" besser als die Prozente.

Es wird hier also (sofern überhaupt) sicherlich kein Ergebnis kommen, bei dem man weniger Zeit und Prozente rechnerisch gleichsetzen kann.
[/quote]

Dachte ich mir schon, dass beides nicht 1:1 gegenseitig übersetzt werden kann. Wenn es kommt (woran ich ebenfalls noch zweifle) wäre es dann aber eben an den Tarifvertragsparteien, einen bestmöglichen Kompromiss zu finden.


Es wird hier also (sofern überhaupt) sicherlich kein Ergebnis kommen, bei dem man weniger Zeit und Prozente rechnerisch gleichsetzen kann.
Wäre ja Lustig wenn man 2% Lohnerhöhung in 2% Stundenverkürzung umrechnet, ist es halt knapp eine 1h weniger arbeiten in der Woche.

Klingt tatsächlich nicht viel. Bei 3 oder 4 % Lohnerhöhung sähe das aber evtl. wiederum anders aus. Und eine Stunde weniger pro Woche wäre jetzt auch nicht so schlecht, dann müsste ich zumindest Montag bis Donnerstag weniger Gleitzeitstunden aufbauen, um freitags früher nach Hause zu können.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DiVO am 19.12.2019 14:17
Ich verstehe das System der Wochenarbeitszeit nicht. Im Endeffekt wird man hier nicht für eine vollbrachte Arbeitsleistung, sondern ganz platt ausgedrückt für Anwesenheit bezahlt. In den Wochen, in denen wenig los ist, füllen die Sachbearbeiter hier ihre Tage mit Kaffeeklatsch, Tee trinken, Deko umstellen usw. aus, damit sie auf ihre Sollarbeitszeit oder ein kleines Plus kommen und in den Wochen mit viel Arbeit bauen sie natürlich ein Plus. Ich persönlich bin für Vertrauensarbeitszeit. Wenn ein Sachbearbeiter A die gleiche Arbeit wie Sachbearbeiter B in einer halben Stunde weniger pro Tag vollbringt, soll er aus meiner Sicht auch früher heim gehen ohne ein Minus zu haben.

Irgendwo hier in diesem Forum habe ich mal folgenden Spruch gelesen: Also manche bei uns hier im Amt, die bestimmen ihren Stundenlohn quasi selbst, indem sie ihr Arbeitstempo entsprechend gedrosselt haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Fragmon am 19.12.2019 15:13
Ich verstehe das System der Wochenarbeitszeit nicht. Im Endeffekt wird man hier nicht für eine vollbrachte Arbeitsleistung, sondern ganz platt ausgedrückt für Anwesenheit bezahlt. In den Wochen, in denen wenig los ist, füllen die Sachbearbeiter hier ihre Tage mit Kaffeeklatsch, Tee trinken, Deko umstellen usw. aus, damit sie auf ihre Sollarbeitszeit oder ein kleines Plus kommen und in den Wochen mit viel Arbeit bauen sie natürlich ein Plus. Ich persönlich bin für Vertrauensarbeitszeit. Wenn ein Sachbearbeiter A die gleiche Arbeit wie Sachbearbeiter B in einer halben Stunde weniger pro Tag vollbringt, soll er aus meiner Sicht auch früher heim gehen ohne ein Minus zu haben.

Irgendwo hier in diesem Forum habe ich mal folgenden Spruch gelesen: Also manche bei uns hier im Amt, die bestimmen ihren Stundenlohn quasi selbst, indem sie ihr Arbeitstempo entsprechend gedrosselt haben.

Das Problem besteht aber durch fehlende Leistungsanreize. Im Zweifel bekommt der TOP perfomer mehr Aufgaben übertragen und zwingt ihn so zur Arbeit, während der lowi eher gehen kann da er nur wenig Aufgaben bekommt. Trotzdem erhalten beide im öD das gleiche Entgelt. Leistungselemente und Lob werden eh nach Gießkanne bezahlt. Ohne benchmarking ist so etwas nur schwer umzusetzen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 19.12.2019 16:15
Es wird hier also (sofern überhaupt) sicherlich kein Ergebnis kommen, bei dem man weniger Zeit und Prozente rechnerisch gleichsetzen kann.
Wäre ja Lustig wenn man 2% Lohnerhöhung in 2% Stundenverkürzung umrechnet, ist es halt knapp eine 1h weniger arbeiten in der Woche.

Und die Microsoft "Studie" würde ich nicht als solche bezeichnen, einen einmonatigen Test und als Vergleich eine Vorjahr.... und ein Produktivitätsbegriff der Unklar ist.  Natürlich steigert sich die Produktivität, wenn man 20% Strom und Heizung spart, weil man zu macht. Oder wenn man Meetings per Viedo und nicht mit Reisen macht und auf 30min begrenzt, anstelle den Kaffeklatsch da mit einzubeziehen.
Hat aber alles nichts mit der Reduktion zu tun, sondern sind ja nur Orga
Ist BILD Zeitungs gerassel, mehr mEn mehr nicht und eignet sich nicht als Aussage.

Kann dir nur sagen was halt bisherige Ergebnisse solcher Abschlüsse waren. Du kannst ja selbst mal recherchieren. Ich habe da die Vermutung, dass man von AG Seite aus vielleicht sogar die Stundenreduktion Schmackhafter machen möchte, um Geld zu sparen und die Arbeit wird am Ende so oder so erledigt.

Ingenieure bei der DB (Netz?) (oder DB Infrastruktur irgendwas, bin mir grad net sicher) können jedes Jahr aufs neue wählen, ob sie für das kommende Jahr 2 Stunden weniger Arbeiten wollen pro Woche, 3% mehr Geld möchten oder 5 Tage mehr Urlaub.


Ich habe natürlich auch nur die Schlagzeile gelesen im Microsoft Fall. Aber nach dem Experiment folgte eine genaue Auswertung der Ergebnisse und diese kann man nicht wegdiskutieren. Wenn du aber mal auf Google nach wissenschaftlichen Papern usw. suchst, dann findest du auch einiges dazu. Vieles halt auf Englisch, aber alles mit augenscheinlich ähnlichen Ergebnissen.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 19.12.2019 16:34
Kann dir nur sagen was halt bisherige Ergebnisse solcher Abschlüsse waren. Du kannst ja selbst mal recherchieren. Ich habe da die Vermutung, dass man von AG Seite aus vielleicht sogar die Stundenreduktion Schmackhafter machen möchte, um Geld zu sparen und die Arbeit wird am Ende so oder so erledigt.
Im Kern wäre es für den AG natürlich günstiger, da er in 90% der Fälle eben genau das machen wird: Weniger Stunden dafür gleiche Anzahl Personen und gleiche Leitung einfordern (oder automatisch erhalten).

Bei der MS Studie finde ich die 40% Steigerung sehr "nett" errechnen.
Aber gleichwohl denke ich auch, dass dieser Effekt da ist, sieht man ja oftmals bei TZ, die in 4-6h das gleiche wuppen wie die 8h Kräfte und man ja schon einige Berichte darüber gelesene hat. Aber idR eben eine Steigerung der Leistung der MA durch Reduktion der täglichen Arbeitszeit nicht durch die Einführung einer 4Tage Woche .
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 19.12.2019 17:43
Immer bedenken, dieses Optionsmodell ist eigentlich die zweite Wahl, nachdem es versäumt wurde, sich auf gleichem Niveau mit Premium-Tarifverträgen in der Metall- oder Chemieindustrie zu halten, also z. B. eine 35-Stunden-Woche mit 13., vielleicht auch 14. Jahresgehalt zu haben.

Das halte ich für das Minimum für gute Tarifverträge.

Meine Vermutung geht in die Richtung, dass eine einheitlich Arbeitszeit - vielleicht 38h/Woche oder 38,5h/Woche- bei schrittweiser Anpassung im Osten seitens der AG favorisiert, um die genannten Schwierigkeiten, die ein Wahlrecht beinhaltet, zu umgehen.

Davon ab, haben wir gerade im Sozialbereich flächendeckend 150 % Belastung. Ob das dann 160 % wäre, macht für jene, die unter dem Arbeitsdruck noch nicht erkrankt sind, nicht mehr viel aus.
Neue Kräfte sind schwer zu bekommen, auch weil es keinen guten Tarifvertrag im öD gibt.

Was kann der Tarifvertrag für eure Mehrbelastung? Im Regelfall bezahlt der öD im "Sozialbereich", ich denke hier an die S-Entgeltgruppen, nicht schlecht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 19.12.2019 17:52
Sozialverwaltung nenne ich das dann mal.

Mit ging es da nur darum, daß hier eine Arbeitsverdichtung befürchtet wird und ich entgegnen wollte, daß es bei Vielen nichts mehr zu verdichten gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 19.12.2019 19:08
Sozialverwaltung nenne ich das dann mal.

Mit ging es da nur darum, daß hier eine Arbeitsverdichtung befürchtet wird und ich entgegnen wollte, daß es bei Vielen nichts mehr zu verdichten gibt.

Dann wird halt weniger Energie in Sozialgedöns gesteckt...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 19.12.2019 19:47


Dann wird halt weniger Energie in Sozialgedöns gesteckt...

Ich spreche von Pflichtaufgaben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 20.12.2019 06:26


Dann wird halt weniger Energie in Sozialgedöns gesteckt...

Ich spreche von Pflichtaufgaben.
Wessen Pflichtaufgaben?
Ein Mitarbeiter hat nur begrenzte Pflichtaufgaben, wenn der AG für seine Pflichtaufgaben zu wenig HR stellt, dann ist es sein Problem und die Mitarbeiter sollten der Öffentlichkeit stecken, dass die da ihren Pflichtaufgaben bewußt nicht nachkommen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 20.12.2019 08:30
Holla, die Waldfee...da ist man mal zwei Tage nicht im Büro und verpasst doch glatt die "Jahresendrallye" :D :D :D

..plötzlich taucht "DerMagellan" aus der Versenkung auf und man hat das Gefühl, dieser habe einige Male zu oft die Welt umsegelt, weil dessen Hirn sich offensichtlich - den physikalischen Trägheitsgesetzen folgend - einfach weiterdreht und daher leicht wirre Aussagern produziert...

...dazu passt das Zitat von Elke Büdenbender (Ehefrau des Bundepräsidenten), das ich heute in der Zeitung las: "Alles, was das Strafgesetzbuch nicht unter Strafe stellt, kann man in unserem Land sagen. Man muss aber damit leben, dass andere eine andere Meinung haben"...

...besonders mit dem zweiten Satz dieser Aussage, haben offensichtlich heute viele ihre Probleme...

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 20.12.2019 09:04

Wessen Pflichtaufgaben?
Ein Mitarbeiter hat nur begrenzte Pflichtaufgaben, wenn der AG für seine Pflichtaufgaben zu wenig HR stellt, dann ist es sein Problem und die Mitarbeiter sollten der Öffentlichkeit stecken, dass die da ihren Pflichtaufgaben bewußt nicht nachkommen.

Du kannst nicht im Ansatz verständig lesen und verstehen, habe ich den Eindruck.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 23.12.2019 20:24
Ich würde mir übrigens wünschen, dass die arbeitnehmerseitigen Kündigungsfristen an die Fristen im Gesetz angepasst werden. Wie soll man mit zwei bis sieben Monaten Kündigungsfrist zum Quartalsende vernünftig den Arbeitgeber wechseln? Das ist wie Knast.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 24.12.2019 07:34
Ich würde mir übrigens wünschen, dass die arbeitnehmerseitigen Kündigungsfristen an die Fristen im Gesetz angepasst werden. Wie soll man mit zwei bis sieben Monaten Kündigungsfrist zum Quartalsende vernünftig den Arbeitgeber wechseln? Das ist wie Knast.
Wie meinen?
Du willst also zweierlei Kündigungsfristen eine die für den AN gilt und eine die nur für den AG gilt?! oder willst du einen grundsätzliche Reduktion der Kündigungsfristen auf 6 Wochen für AG und AN?

Und nichts für ungut, aber ich kenne genug Menschen, die haben auch bei einer Kündigungsfrist von 6 Monaten es geschafft dem "Knast" zu entkommen.
Mal einvernehmlich mal mit Ausbruch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 24.12.2019 07:41

Wessen Pflichtaufgaben?
Ein Mitarbeiter hat nur begrenzte Pflichtaufgaben, wenn der AG für seine Pflichtaufgaben zu wenig HR stellt, dann ist es sein Problem und die Mitarbeiter sollten der Öffentlichkeit stecken, dass die da ihren Pflichtaufgaben bewußt nicht nachkommen.

Du kannst nicht im Ansatz verständig lesen und verstehen, habe ich den Eindruck.
Stimmt. Deswegen habe ich ja eine Frage gestellt. Also kläre mich bitte auf.....

Andererseits,

kann ich dafür verständig denken und sinnvoll handeln und da mangelt es andererseits bei einigen manchmal.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 24.12.2019 10:53
WasDennNun: es ging ursächlich nicht um Lösungsmöglichkeiten bzw. Verursachern für die "Überlastung" von Mitarbeitern, sondern um die Einstellung zu einer Arbeitszeitverkürzung und der damit verbundenen, möglicherweise erhöhten Auslastung, die dann nicht 150 %, sondern 155 % beträgt.



Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 24.12.2019 11:05
Inwiefern? Der TB ist zur Erbringung von Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte im vereinbarten zeitlichen Umfang sowie zur Ableistung zeitgerecht angeordneter und entsprechend zu vergütenden Arbeitsstunden verpflichtet. Ob das für das Produkt genügt, ist Verantwortung des AG. Nicht genug Personal: AG-Problem. Arbeit bleibt liegen: AG-Problem. Menschen sterben: AG-Problem. So einfach ist das.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 24.12.2019 13:21
Hätte ich etwas Gegenteiliges beihauptet?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 24.12.2019 13:23
Also erhöht sich keine Auslastung des einzelnen TB - es sei denn, er ließe es zu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 24.12.2019 17:54
...und genau da liegt das Problem...der einzelne TB nimmt die Erhöhung der Belastung zumeist klaglos hin...aus falsch verstandener Leistungsbereitschaft oder Loyalität gegenüber AG und Kollegenschaft...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 25.12.2019 12:23
WasDennNun: es ging ursächlich nicht um Lösungsmöglichkeiten bzw. Verursachern für die "Überlastung" von Mitarbeitern, sondern um die Einstellung zu einer Arbeitszeitverkürzung und der damit verbundenen, möglicherweise erhöhten Auslastung, die dann nicht 150 %, sondern 155 % beträgt.
Jetzt verstehe ich wo mein verständiges lesen fehlt. (Allerdings habe ich in der obigen Kommunikation ein Problem mit deinem verständigen schreiben, gefühlt Widersprichst du dich, aber das mag an mir liegen)
Kurz gesagt es ging um Menschen, die freiwillig ohne Entgelt Mehrarbeitleisten und nicht willens sind dieses zu ändern, sondern es hinnehmen und das Versagen des AGs unterstützen?
Offen ist die Frage: Wessen Pflichtaufgaben?

Wenn ein AN sich eigenständig dazu entschließt permanent 150% Arbeitsleistung zu erbringen (ich gehe mal davon das es sich nicht um angeordnete Mehrarbeit dreht) und nicht handelt, ist er selber Schuld und wenn er beschließt dieses auf 155% zu erhöhen, ist es auch seine Entscheidung.

Und wenn eine Intensivstation oder eine Pflegeheim zu wenige Personal hat, dann dürfen sie diese Betten nicht belegen. Und wenn deswegen Mensche sterben dann muss man es zum Skandal machen, dass der AG wissentlich nicht gegengesteuert hat (z.B. mit angeordneten Überstunden, bessere Bezahlung, aktives Mitarbeiter anwerben)
Und genau auf dieses Problem, was wasguckstdu auf den Punkt bringt, habe ich hinweisen wollen.

Ansonsten allen weiterhin ein Frohes Fest und dicke Bäuche.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 25.12.2019 17:57
Finde den Fehler: wenn ich von Auslastung schreibe, bedeutet es, daß selbstredend von den 150 % jene Aufgaben, die 100 % übersteigen, nicht erledigt werden (können).

Also was soll es einen in der Lage bekümmern, wenn man z. B. eine tarifliche Option auf 38 Stunden pro Woche nutzen würde. Es ist weiterhin Dienst nach Vorschrift.

(und selbstredend ist der AG verpflichtet, immer nur maximal 100 % zuzulassen)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 25.12.2019 18:46
Finde den Fehler: wenn ich von Auslastung schreibe, bedeutet es, daß selbstredend von den 150 % jene Aufgaben, die 100 % übersteigen, nicht erledigt werden (können).
Richtig, und das kann den AN doch wumpe sein. Und wenn es dann 155% sind ebenfalls. Den AN kann es eben egal sein, ob 50% oder 55% liegen bleibt.

Wenn Leute ihre Arbeit verdichten lassen und dies sie stört, dann ist es doch nur ein selbstgemachtes Problem.
Zitat
Also was soll es einen in der Lage bekümmern, wenn man z. B. eine tarifliche Option auf 38 Stunden pro Woche nutzen würde. Es ist weiterhin Dienst nach Vorschrift.
Richtig, es kann einen Wumpe sein, sofern man sich die Probleme des AG nicht zu eigen macht.
Wenn ich mich entscheide diese 2h weniger zu arbeiten und mich gleichzeitig entscheide trotzdem die gleiche Wochenarbeit zu erbringen, dann ist es eine freie und nicht eine vom AG erzwungende Entscheidung.

Bei dir klingt es so, als ob diese Menschen (vom AG oder aus sich selbst heraus) dazu gezwungen werden, die gleichen Aufgaben in kürzerer Zeit zu erbringen.
Wenn dem so ist, dann müssen sich diese Menschen dagegen wehren.

Und welche und wessen Pflichtaufgaben sind es nun, von denen du oben gesprochen hast?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 26.12.2019 10:30
Ich spreche bei uns in der Kreisverwaltung vor allem vom Wohngeld, der Ausweitung des Unterhaltsvorschusses, der Grundsicherung nach SGB XII sowie der derzeitigen Änderungen im Teilhabegesetz. Alles Pflichtaufgaben, während wir gleichzeitig bei freiwilligen Aufgaben sehr aktiv sind und dies nicht zurückfahren.

Also Aufgabenzuwachs, wo vorher schon eine Auslastung von mindestens 100 % war. Ohne ausreichend neues Personal. Viele können damit umgehen. Aber nicht alle. Das Ausfallen von massiv Leuten wegen Burn-out habe ich fast 30 Jahren öd noch nicht erlebt. Weil das jetzt inzwischen teils zwei, drei Jahre so geht.

Dennoch mein Gegenargument zu den Stimmen, die eine Arbeitsverdichtung bei einer 37-, oder 38-Stunden fürchten: das macht den Weihnachtsbraten nicht fett. Und die Eierschaukler, die es auch nicht gibt, sind dann halt mit 70, statt mit 65 Prozent ausgelastet.

Frohes Fest
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.12.2019 11:07
Ich spreche bei uns in der Kreisverwaltung vor allem vom Wohngeld, der Ausweitung des Unterhaltsvorschusses, der Grundsicherung nach SGB XII sowie der derzeitigen Änderungen im Teilhabegesetz. Alles Pflichtaufgaben, während wir gleichzeitig bei freiwilligen Aufgaben sehr aktiv sind und dies nicht zurückfahren.

Also Aufgabenzuwachs, wo vorher schon eine Auslastung von mindestens 100 % war. Ohne ausreichend neues Personal. Viele können damit umgehen. Aber nicht alle.
Und genau das meine ich ja. Wenn zusätzlichen Aufgaben auf die SB zu kommen, dann ist es ein leichtes den Vorgesetzten (besser dem AG) zu sagen: Ich kann die Anträge von Wohngeld, etc. nicht prüfen sondern nur noch durchwinken. Denn wenn ich vorher 10 min pro Wohngeld Antrag hatte, habe ich jetzt nur noch 5, da ich die anderen 5 für Grundsicherung benötige (mal so als Argumentationsbeispiel).
Das wäre dann keine Arbeitsverdichtung, sondern das Niveau der Arbeit würde sogar sinken.
Zitat
Das Ausfallen von massiv Leuten wegen Burn-out habe ich fast 30 Jahren öd noch nicht erlebt. Weil das jetzt inzwischen teils zwei, drei Jahre so geht.
Und genau diesen Menschen sollte der PR schützen und die Kollegen die es anders machen denen unter die Armee greifen und ihnen erklären, dass sie sich nicht diese Schuhe anziehen dürfen, sondern alle gemeinsam Überlastanzeigen schreiben um zu dokumentieren, dass da was schief läuft und Steuergelder verschwendet werden. zur Not gibt man der Aufsichtbehörde nen Tipp.
Ein Vorteil wäre noch: Die Gerichte hätten weniger Arbeit die dann falsch ausgestellten Bescheide zu überprüfen, denn wenn die Menschen mehr bekommen als ihnen zu steht, dann werden sie nicht klagen.
Und wenn der Verantwortliche Vertreter der Gemeinde aufgrund dünner Personaldecke das zu lässt, dann müßte er verklagt werden.
Aus eigene Erfahrung (ich betreue privat einige Zuwendungsempfänger) habe ich schon unsäglich falsche, verzögerte Bescheide (und deren Widersprüche) erlebt, die flugs korrigiert wurden, als das Sozialgericht ins Spiel kam.
Da haben sich diese Sachbearbeiter ihren Burn Out leider selbst gebaut (4x soviel Kommunikation als notwendig), und davor sollte man sie schützen.
Zitat
Dennoch mein Gegenargument zu den Stimmen, die eine Arbeitsverdichtung bei einer 37-, oder 38-Stunden fürchten: das macht den Weihnachtsbraten nicht fett. Und die Eierschaukler, die es auch nicht gibt, sind dann halt mit 70, statt mit 65 Prozent ausgelastet.

Frohes Fest
Richtig, die einen kompensieren es, weil sie zügiger arbeiten (weil sie Bock drauf haben), die anderen lassen ein paar Dinge liegen (weil sie es dürfen), die dritten werden Panisch und kriegen Burn Out (weil sie grundsätzlich mit der Arbeit überfordert sind und nicht weil jetzt drei Wochenstunden Arbeitszeit in der Abteilung fehlt) und der PR rechnet aus, dass eine Vollzeitkraft im Amt fehlt und weißt den AG darauf hin, dass er gegensteuern muss, da ansonsten Arbeit liegen bleibt oder die Qualität sinkt.

Also alles Palletti, auch dir noch ein frohes Fest und guten Rutsch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 26.12.2019 11:16
Wenn man in Absprache mit nicht subalternem Führungspersonal Anträge nur noch durchwinkt, liegt eine niedrigere Eingruppierung in der Entgelttabelle nahe. Auf diese Problematik habe ich bereits mehrfach hingewiesen, zumal dieser Zustand - wie gesagt - nicht mehr vorübergehend ist.

Das Problem ist zudem viel mehrdimensionaler. So gehen uns in der Refinanzierung monatlich Beträge im sechsstelligen Bereich durch Verwirkung und Verjährung verloren.

Aber das ist dann wahrlich kein Problem mehr der Verhandlungen zum TVÖD 2020:-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.12.2019 11:47
Mir erschließt sich das Problem für den AN nicht. Ob der AG seine Pflichtaufgaben erfüllt oder sein Beitragspotenzial ausschöpft oder ob Antragsteller ihr Wohngeld erhalten oder mit der Bearbeitungsdauer zufrieden sind, ist doch einzig und allein Problem des AG. Der AN erfüllt einfach nur seinen Arbeitsvertrag.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 26.12.2019 12:30
Wenn man in Absprache mit nicht subalternem Führungspersonal Anträge nur noch durchwinkt, liegt eine niedrigere Eingruppierung in der Entgelttabelle nahe. Auf diese Problematik habe ich bereits mehrfach hingewiesen, zumal dieser Zustand - wie gesagt - nicht mehr vorübergehend ist.
Nö, dazu müßte ja der AG die auszuübenden Tätigkeiten ändern  ;D, macht er aber nicht. Und wenn der AN dem subalternem Führungspersonal mitteilt, das er jetzt die Fälle schneller bearbeitet und darunter die Qualität leidet, dann ist das nicht eingruppierungs relevant. Alternativ lässt er ja die Fälle liegen und weißt die Antragsteller darauf hin, dass aufgrund der vom AG gewünschte Unterbesetzung die Fälle liegen bleiben.
Zitat
Das Problem ist zudem viel mehrdimensionaler. So gehen uns in der Refinanzierung monatlich Beträge im sechsstelligen Bereich durch Verwirkung und Verjährung verloren.
Deswegen sollten man als AN seine Arbeit ja auch wichtig nehmen und die Aufsichtsbehörden darüber informieren (und zur Not als Whistleblower die Öffentlichkeit).
Mir erschließt sich das Problem für den AN nicht. Ob der AG seine Pflichtaufgaben erfüllt oder sein Beitragspotenzial ausschöpft oder ob Antragsteller ihr Wohngeld erhalten oder mit der Bearbeitungsdauer zufrieden sind, ist doch einzig und allein Problem des AG. Der AN erfüllt einfach nur seinen Arbeitsvertrag.
Nun, rechtlich korrekt, aber oh wunder, es arbeiten dort Menschen, die nicht so professionell mit dem Problem umgehen, sondern Mitgefühl haben, wenn Menschen aufgrund dieses Versagens der Verwaltung obdachlos werden oder hungern müssen, dann leiden diese Menschen halt mit.
Und das zu verstehen, fällt ja nicht jedem leicht, aber selbst Ebenezer Scrooge hat ja zur Weihnachtszeit eine Erleuchtung bekommen.
Es ist nie zu spät, ein erleuchtetes Rest-Fest wünsch ich allen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 26.12.2019 13:24
Ich wünsche mir das die Verhandler am Tisch , die für die Arbeitnehmerseite stehen, berücksichtigen das im Jahr 2021 eine Mehrbelastung? durch die CO2 Abgabe eventuell? einige? trifft und wie die Medien berichten quaken die Krankenkassen das die Kassen leer sind, waren die vor kurzen nicht noch prall gefüllt ? und wir haben Vollbeschäftigung aktuell ? und die müssten doch überlaufen. Welcher Hammer kommt da auf uns zu , mit welchen Mehrabgaben hat man da zu rechnen? langt da ein Tarifabschluss überhaupt der eine 3 vor dem Komma hat (bei 12 Monaten Laufzeit), also Inflation + CO2 + Energie + Mietsteigerungen + Krankenkasse...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.12.2019 13:26
Mir erschließt sich das Problem für den AN nicht. Ob der AG seine Pflichtaufgaben erfüllt oder sein Beitragspotenzial ausschöpft oder ob Antragsteller ihr Wohngeld erhalten oder mit der Bearbeitungsdauer zufrieden sind, ist doch einzig und allein Problem des AG. Der AN erfüllt einfach nur seinen Arbeitsvertrag.
Nun, rechtlich korrekt, aber oh wunder, es arbeiten dort Menschen, die nicht so professionell mit dem Problem umgehen, sondern Mitgefühl haben, wenn Menschen aufgrund dieses Versagens der Verwaltung obdachlos werden oder hungern müssen, dann leiden diese Menschen halt mit.
Und das zu verstehen, fällt ja nicht jedem leicht, aber selbst Ebenezer Scrooge hat ja zur Weihnachtszeit eine Erleuchtung bekommen.
Es ist nie zu spät, ein erleuchtetes Rest-Fest wünsch ich allen.

Wem eine gesunde emotionale Distanz zu Fremden fehlt, hat mit der Leistungsverwaltung wohl die falsche Branche zur Berufsausübung gewählt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.12.2019 13:27
Ich wünsche mir das die Verhandler am Tisch , die für die Arbeitnehmerseite stehen

Welche wären das?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 26.12.2019 13:50
Ich wünsche mir das die Verhandler am Tisch , die für die Arbeitnehmerseite stehen

Welche wären das?

Hab mal irgendwo gehört das die Gewerkschaften die Arbeitnehmerseite vertreten, kann mich aber auch irren und bin falsch informiert?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.12.2019 14:02
Nein, die Gewerkschaften vertreten ihre Mitglieder. Darüber hinaus haben sie keinerlei Mandat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 26.12.2019 16:10
Der AN erfüllt einfach nur seinen Arbeitsvertrag.

Dienst nach Vorschrift ist nicht jedermanns Anspruch. Ich glaube bspw. nicht, dass gerade Du eine Arbeit mittlerer Art und Güte ablieferst und somit "einfach nur Deinen Job" machst.

Aber ja, wer mehr leistet ohne entlohnt zu werden, ist schlußendlich der Dumme. Das ist soweit wohl korrekt. Vielleicht gehören mehr Bestandteile des Entgeltes variabel und leistungsbezogen gestaltet. Die Option auf 1000,- brutto mtl. mehr ist für mich durchaus an Anreiz, dauerhaft hohe Leistung zu bringen. Noch mehr Anreiz wäre es, würde es einem faulen Kollegen abgezogen werden  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 26.12.2019 16:52
Natürlich liefere ich Arbeit mittlerer Art und Güte ab. Das genügt, um Spitzenleistungen zu erbringen - und erfüllt meine vertraglichen Pflichten. Die mittlere Art und Güte bezieht sich ja auf das Leistungsvermögen des jeweiligen AN.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MH am 27.12.2019 16:28
. Das "Problem" mit den 100+ Mehrstunden fällt mir von daher auch recht schwer nachvollziehen zu können, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass es sie tatsächlich gibt (nur das "wie man dort hinkommt", ist mir ein wenig schleierhaft).
[/quote]


.. Bei uns jedenfalls sind es die Dienstreisen, oder Dienstgänge. So kommen Sie auf +100 Stunden und mehr...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MH am 27.12.2019 16:45
Meine Vorstellung wäre:

Vertrag auf 12 Monate, höchstens 18 Monate
Eine Erhöhung um mindestens 3% für alle.
Ballungsraumzulage für alle Angestellten in Großstädten im Westen (z.B. München), oder diverse andere Sonderzusatzzahlungen.
JSZ gerne splitten. November 60% + Juli 60%
Betrieblicher kostenloser Kindergarten/Kindergrippe

Da ich selbst 4 Tage Woche, 34 Stunden arbeite, wäre das Modell mit weniger Arbeitszeit alternativ keine Erhöhung, keine Option für mich.

Was den Urlaub angeht... Wir haben hier einige Kolleginnen und Kollegen die 9/10 arbeiten und somit 25 Tage mehr Urlaub im Jahr haben, auch dies kann jeder für sich selbst entscheiden... Habe dies im Jahr 2018 auch so gehandhabt, dieses Jahr bin ich jedoch auf 4 Tage Woche umgestiegen, da man unterm Strich mehr Freizeit hat. und finanziell zu 9/10 kaum Unterschied gibt.
Bei uns im Team hat man sehr viel Spierahmen. 9/10, FZ, Telearbeit etc..


Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 16:48
Zitat
Das "Problem" mit den 100+ Mehrstunden fällt mir von daher auch recht schwer nachvollziehen zu können, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass es sie tatsächlich gibt (nur das "wie man dort hinkommt", ist mir ein wenig schleierhaft).


.. Bei uns jedenfalls sind es die Dienstreisen, oder Dienstgänge. So kommen Sie auf +100 Stunden und mehr...

Also nicht Anwendungsbereich BT-V? Oder Einrichtung nach §44 Abs. 3 BT-V? Oder im Schnitt mehr als 50 Stunden reine Reisezeit im Monat?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 17:11
Meine Vorstellung wäre:

Vertrag auf 12 Monate, höchstens 18 Monate
Eine Erhöhung um mindestens 3% für alle.
Ballungsraumzulage für alle Angestellten in Großstädten im Westen (z.B. München)

Weil die Lebenshaltungskosten in Gelsenkirchen, Herne, Hagen... so hoch sind im Vergleich zu Feldafing, Herrsching, Herdecke, Ettlingen, Ludwigsburg...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MH am 27.12.2019 17:13
Also nicht Anwendungsbereich BT-V? Oder Einrichtung nach §44 Abs. 3 BT-V? Oder im Schnitt mehr als 50 Stunden reine Reisezeit im Monat?

Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht zu 100& sicher, ob der "Geltungsbereich des BT-V" für uns gilt.
Wir sind weder TVÖD Bund noch Kommune oder ein besonderer Teil des TVöD.
Wir laufen unter Sozialversicherungen und die Tarifverhandlungen aus dem TVöD werden automatisch an unser Gehalt angepasst.... eventuell noch zusätzlich durch Verdi "mit verhandelt".. so wie ich das verstehe..
Unsere Mitarbeiter sind bundesweit oder weltweit unterwegs. Oft zusätzlich nach der Arbeit oder am Wochenende
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MH am 27.12.2019 17:19
Weil die Lebenshaltungskosten in Gelsenkirchen, Herne, Hagen... so hoch sind im Vergleich zu Feldafing, Herrsching, Herdecke, Ettlingen, Ludwigsburg...
[/quote]

Ich kann dir hier nicht ganz folgen.. steh gerade auf der Leitung :)…ich weißt nicht wie hoch hier jeweils die Lebensunterhaltungskosten sind.. Ich für meinen Teil würde es halt begrüßen, wenn wir in München eine Ballungsraumzulage erhalten würden, genauso wie die Kollegen in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes, die hier wohnen und arbeiten. Allgemein bin ich nicht für ein bundesweites gleiches Gehalt. Hier sollte man doch "Lebensunterhaltungskosten" berücksichtigen. Aber das wird sowieso nur ein Wunschdenken sein. Ich habe direkte Kolleginnen in Leipzig, die können um einiges besser Leben mit dem gleichen Gehalt, als ich in München.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 17:23
Also nicht Anwendungsbereich BT-V? Oder Einrichtung nach §44 Abs. 3 BT-V? Oder im Schnitt mehr als 50 Stunden reine Reisezeit im Monat?

Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht zu 100& sicher, ob der "Geltungsbereich des BT-V" für uns gilt.
Wir sind weder TVÖD Bund noch Kommune oder ein besonderer Teil des TVöD.
Wir laufen unter Sozialversicherungen und die Tarifverhandlungen aus dem TVöD werden automatisch an unser Gehalt angepasst.... eventuell noch zusätzlich durch Verdi "mit verhandelt".. so wie ich das verstehe..
Unsere Mitarbeiter sind bundesweit oder weltweit unterwegs. Oft zusätzlich nach der Arbeit oder am Wochenende

Also nicht TVÖD - in dem sich für die Masse der Beschäftigten das Problem aufgrund §44 Abs. 2 BT-V nicht ergibt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 17:26
Weil die Lebenshaltungskosten in Gelsenkirchen, Herne, Hagen... so hoch sind im Vergleich zu Feldafing, Herrsching, Herdecke, Ettlingen, Ludwigsburg...

Ich kann dir hier nicht ganz folgen.. steh gerade auf der Leitung :)…ich weißt nicht wie hoch hier jeweils die Lebensunterhaltungskosten sind.. Ich für meinen Teil würde es halt begrüßen, wenn wir in München eine Ballungsraumzulage erhalten würden, genauso wie die Kollegen in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes, die hier wohnen und arbeiten. Allgemein bin ich nicht für ein bundesweites gleiches Gehalt. Hier sollte man doch "Lebensunterhaltungskosten" berücksichtigen. Aber das wird sowieso nur ein Wunschdenken sein. Ich habe direkte Kolleginnen in Leipzig, die können um einiges besser Leben mit dem gleichen Gehalt, als ich in München.
[/quote]

Du hast eine Ballungsraumzulage für TB in westdeutschen Großstädten gefordert. Dazu gehören u.a. auch Gelsenkirchen, Herne und Hagen, in denen die Durchschnittsmiete weniger als die Hälfte der Durchschnittsmiete in den anderen genannten Städten beträgt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 27.12.2019 17:40
Weihnachten ist zwar vorbei, aber Wünsche dürfen trotzt dem geäussert werden
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MH am 27.12.2019 17:44





Du hast eine Ballungsraumzulage für TB in westdeutschen Großstädten gefordert. Dazu gehören u.a. auch Gelsenkirchen, Herne und Hagen, in denen die Durchschnittsmiete weniger als die Hälfte der Durchschnittsmiete in den anderen genannten Städten beträgt.

Gut, dann muss ich mich korrigieren.. In meinem Fall München.... Bzw. Es müssen einfach die Lebensunterhaltungskosten vorab unter die Lupe genommen werden... Und dann ggf. Ballungsraumzulage gezahlt werden..
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.12.2019 17:50
Nix für ungut MH, aber könntest du bitte das Zitieren üben bzw. bevor du was schreibst die Vorschau bemühen.
Einmal kann das ja passieren, aber systematisch alle Fehler machen die man machen kann ist halt gruselig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 27.12.2019 17:53
Ballungsraumzulage für alle Angestellten in Großstädten im Westen (z.B. München), oder diverse andere Sonderzusatzzahlungen.
Ich fände eine tarifliche Öffnungsklausel gut.
Also so etwas wie, der AG darf bis zu 50% mehr des Entgeltes auszahlen, wenn er möchte. Dann können die Ballungsräume mehr zahlen, wenn sie wollen. Und zwar nicht per Gießkanne, sondern nur dort wo der Schuh drückt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MH am 27.12.2019 18:03
Wasdennun.. inde ich gut. Allerdings welcher AG zahlt freiwillig mehr Gehalt, wenn es nicht tariflich bestimmt ist? Uns haben sie sogar eine freiwillige Funktionsstufe vor ein paar Jahren wieder gestrichen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 18:06
Anpassung der Tabellen an die Nettobezüge der verbeamteten Kollegen. Vergleich EG13, A13 rd 500€ netto/Monat . Thema Vergleich verbeamteter/ angestellter Lehrer.

Was haben E13 und A13 mit Ausnahme einer ähnlichen alphanumerischen Bezeichnung gemein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 18:27
Wasdennun.. inde ich gut. Allerdings welcher AG zahlt freiwillig mehr Gehalt, wenn es nicht tariflich bestimmt ist? Uns haben sie sogar eine freiwillige Funktionsstufe vor ein paar Jahren wieder gestrichen.

Ein AG, der gute Beschäftigte gewinnen/halten möchte. Die Öffnungsklausel ist aber notwendig, da sonst viele Gemeinden und Zuwendungsempfänger nicht mehr zahlen dürfen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 27.12.2019 18:33
Der AN erfüllt einfach nur seinen Arbeitsvertrag.

Dienst nach Vorschrift ist nicht jedermanns Anspruch. Ich glaube bspw. nicht, dass gerade Du eine Arbeit mittlerer Art und Güte ablieferst und somit "einfach nur Deinen Job" machst.

Aber ja, wer mehr leistet ohne entlohnt zu werden, ist schlußendlich der Dumme. Das ist soweit wohl korrekt. Vielleicht gehören mehr Bestandteile des Entgeltes variabel und leistungsbezogen gestaltet. Die Option auf 1000,- brutto mtl. mehr ist für mich durchaus an Anreiz, dauerhaft hohe Leistung zu bringen. Noch mehr Anreiz wäre es, würde es einem faulen Kollegen abgezogen werden  8)

also ehrlich gesagt...1000 € mehr in meiner Tasche würde mich weitaus mehr befriedigen als 1000€  Abzug bei meinem Kollegen...aber jeder hat halt so seine eigenen Vorlieben...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Pseudonym am 27.12.2019 18:49
Der AN erfüllt einfach nur seinen Arbeitsvertrag.

Dienst nach Vorschrift ist nicht jedermanns Anspruch. Ich glaube bspw. nicht, dass gerade Du eine Arbeit mittlerer Art und Güte ablieferst und somit "einfach nur Deinen Job" machst.

Aber ja, wer mehr leistet ohne entlohnt zu werden, ist schlußendlich der Dumme. Das ist soweit wohl korrekt. Vielleicht gehören mehr Bestandteile des Entgeltes variabel und leistungsbezogen gestaltet. Die Option auf 1000,- brutto mtl. mehr ist für mich durchaus an Anreiz, dauerhaft hohe Leistung zu bringen. Noch mehr Anreiz wäre es, würde es einem faulen Kollegen abgezogen werden  8)

also ehrlich gesagt...1000 € mehr in meiner Tasche würde mich weitaus mehr befriedigen als 1000€  Abzug bei meinem Kollegen...aber jeder hat halt so seine eigenen Vorlieben...

Die Betonung lag auf fauler Kollege und nicht auf Kollege allgemein. Mir geht es nur um die faulen Säcke und Säckinnen. Wer sich auf Kosten der Kollegen ausruht, hat dafür gefälligst negative Konsequenzen zu tragen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 27.12.2019 19:17
E13 und A13 haben gemeinsam dass angestellte und verbeamtete Lehrer, mit der gleichen Ausbildung, an der gleichen Schule, die gleiche Tätigkeiten verrichten,  mit dem Unterschied der unterschiedlichen Entlohnung.

Dieser Vergleich soll doch lediglich verdeutlichen, dass der TVÖD absolut nicht mehr marktfähig ist.
Ich möchte auch keine Neiddebatte mit den privilegierten Beamten starten.
Die von mir oben  beschriebene Situation, ist allerdings kein Einzelfall und spiegelt sich in anderen Bereichen auch wieder
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 27.12.2019 19:26
Vielleicht ist das ein guter Richtwert für die nächste Verhandlung (prozentualer Anstieg!).


"Rund 2300 Euro mehr im Monat für die 160 Abgeordneten: Ab 1. Januar steigt die monatliche Diät von derzeit 3944 Euro auf 6250 Euro"

Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-abgeordnetenhaus-parlamentarier-erhoehen-kraeftig-ihre-diaeten/24954240.html

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 27.12.2019 19:38
Daher ja auch mein Vorschlag der Anpassung an die automatische Erhöhung der Abgeordnetenbezüge
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 27.12.2019 19:42
Ähnliche Situationen hatten wir ja bereits in der Vergangenheit ohne dass Verdi dies auch nur ansatzweise nutzte.

Bsirske nennt Forderungen...........Innenminister lehnt sie als völlig überzogen ab..............ein paar Stunden später verkündet der gleiche Innenminister eine deutliche Diätenerhöhung .........Bsirske null Reaktion
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 27.12.2019 20:01
E13 und A13 haben gemeinsam dass angestellte und verbeamtete Lehrer, mit der gleichen Ausbildung, an der gleichen Schule, die gleiche Tätigkeiten verrichten,  mit dem Unterschied der unterschiedlichen Entlohnung.

Dieser Vergleich soll doch lediglich verdeutlichen, dass der TVÖD absolut nicht mehr marktfähig ist.
Ich möchte auch keine Neiddebatte mit den privilegierten Beamten starten.
Die von mir oben  beschriebene Situation, ist allerdings kein Einzelfall und spiegelt sich in anderen Bereichen auch wieder

Wenn im Einzelfall sich die gleiche Zahl in der alphanumerischen Bezeichnung ergibt, ist das reiner Zufall. Schon die Zahl der Besoldungs- und Entgeltgruppen ist unterschiedlich. Es besteht schlicht kein Zusammenhang, mal ist bei gleicher auszuübender Tätigkeit die Besoldungsgruppe höher, mal niedriger, mal gleich zur Entgeltgruppe, teils um eine Differenz von 6, z.B bei Standesbeamten: A10 vs. E6.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 27.12.2019 23:30
Wenn im Einzelfall sich die gleiche Zahl in der alphanumerischen Bezeichnung ergibt, ist das reiner Zufall. Schon die Zahl der Besoldungs- und Entgeltgruppen ist unterschiedlich. Es besteht schlicht kein Zusammenhang, mal ist bei gleicher auszuübender Tätigkeit die Besoldungsgruppe höher, mal niedriger, mal gleich zur Entgeltgruppe, teils um eine Differenz von 6, z.B bei Standesbeamten: A10 vs. E6.

Nichts wäre furchtbarer für dich, als dass eine EG 16 eingeführt werden würde, die womöglich gehaltsmäßig wie eine A 16 anzusehen wäre...  8)

Vertrag auf 12 Monate, höchstens 18 Monate
Eine Erhöhung um mindestens 3% für alle.
Ballungsraumzulage für alle Angestellten in Großstädten im Westen (z.B. München), oder diverse andere Sonderzusatzzahlungen.

Dieses Prinzip ist nicht grundlegend neu. Bereits in der Tarifordnung für Angestellte (TO.A) war dies festgeschrieben, da sich  "[...] Vergütungen der Angestellten im öffentlichen Dienst außer nach dem dienstlichen Wohnsitz, dem Lebensalter und dem Familienstand nach dem Werte ihrer Leistung bemessen." (BAG, Urt. v. 23.09.1954, 2 AZR 31/53). Zu fragen wäre danach, wie heute eine sinnvolle Öffnungsklausel in  Bezug auf eine Zulagenzahlung aufgund regionaler hoher Lebenshaltungskosten möglich ist.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.12.2019 00:17
Wenn im Einzelfall sich die gleiche Zahl in der alphanumerischen Bezeichnung ergibt, ist das reiner Zufall. Schon die Zahl der Besoldungs- und Entgeltgruppen ist unterschiedlich. Es besteht schlicht kein Zusammenhang, mal ist bei gleicher auszuübender Tätigkeit die Besoldungsgruppe höher, mal niedriger, mal gleich zur Entgeltgruppe, teils um eine Differenz von 6, z.B bei Standesbeamten: A10 vs. E6.

Nichts wäre furchtbarer für dich, als dass eine EG 16 eingeführt werden würde, die womöglich gehaltsmäßig wie eine A 16 anzusehen wäre...  8)

Dann gäbe es 18 Entgeltgruppen vs. 16 Besoldungsgruppen in der A-Besoldung.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: nichts_tun am 28.12.2019 00:44
Und das wäre aus welchem Grunde verkehrt? Wie ich schon mal - afaik in diesem Thread - schrieb, es gab zu BAT-Zeiten nicht ohne Grund die VG I.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 28.12.2019 06:47
Wer hätte behauptet, daran sei etwas verkehrt?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 28.12.2019 08:25
Wasdennun.. inde ich gut. Allerdings welcher AG zahlt freiwillig mehr Gehalt, wenn es nicht tariflich bestimmt ist? Uns haben sie sogar eine freiwillige Funktionsstufe vor ein paar Jahren wieder gestrichen.

Ein AG, der gute Beschäftigte gewinnen/halten möchte. Die Öffnungsklausel ist aber notwendig, da sonst viele Gemeinden und Zuwendungsempfänger nicht mehr zahlen dürfen.
Schön auf dem Punkt gebracht.
Leider würde ich es abmildern:
Ein AG der mittelprächtige Beschäftigte gewinnen/halten möchte.

Hauptsache keine Gießkanne und oder für alle Regionen.
Wenn der öD mit der pW mithalten will, dann muss er individuell handlungsfähiger werden.
Die Entscheidungsträger müssen natürlich erstmal lernen damit umzugehen, denn wenn von Personaler immer wieder hört: xy geht nicht, oder (was ne Lüge ist) dürfen wir nicht (z.B. §16.5 im TV-L anwenden), dann ist das noch ein weiter Weg.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 28.12.2019 15:54
Wie meinen?
Du willst also zweierlei Kündigungsfristen eine die für den AN gilt und eine die nur für den AG gilt?! oder willst du einen grundsätzliche Reduktion der Kündigungsfristen auf 6 Wochen für AG und AN?
Im Gesetz sind bereits deutlich unterschiedliche Kündigungsfristen für AN und AG zugunsten des AN verankert. Es gibt, wenn man sich die Gesetzesbegründung zu Gemüte führt, absolut keinen Grund, davon tarifvertraglich zum Nachteil des AN abzuweichen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 29.12.2019 15:37
Gibt es von Seiten der Gewerkschaften schon erste Signal in welche Richtung die  Forderungen gehen?
Eher in Richtung einer 5 oder deutlich höher vor dem Komma?,bei Laufzeit 12 Monate
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 29.12.2019 18:56
...das wird man erst in einigen Monaten beantworten können...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 29.12.2019 23:07
Wir dürfen vermutlich eher mit einer Arbeitszeitreduzierung rechnen. die Erhöhung der Entgelte steht nicht an oberster Stelle.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Max am 30.12.2019 00:37
Ich wünsche mir eine einfachere Tabelle die nicht mehr auf Absitzen ausgelegt ist. 1 Jahr Verweildauer in jeder Stufe wäre mehr als genug. Es geht dabei ja nicht um Zugewinn an Erfahrung und Leistungsfähigkeit,  sondern um Vorenthaltung des vollen Lohn (= Endstufe).
Oder 3 Stufen automatisch nach Verweildauer und die folgenden 3 Stufen nur bei überdurchschnittlicher Leistung und anlassbezogen ohne jeglichen Automatismus.
Das sich z.B. E4 und E8 oder E9 und E14 oder E10 und E15 überschneiden ist für mich nicht nachvollziehbar. Maximal sollte sich die Endstufe einer EG mit der 1. Stufe der direkt nachfolgenden EG überschneiden.

Es sollte auch daran gearbeitet werden wieder eine ordentliche Spreitzung zwischen den EGs herzustellen. E15 ist schlicht viel zu niedrig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.12.2019 08:53
Ich wünsche mir eine einfachere Tabelle die nicht mehr auf Absitzen ausgelegt ist. 1 Jahr Verweildauer in jeder Stufe wäre mehr als genug. Es geht dabei ja nicht um Zugewinn an Erfahrung und Leistungsfähigkeit,  sondern um Vorenthaltung des vollen Lohn (= Endstufe).
Oder 3 Stufen automatisch nach Verweildauer und die folgenden 3 Stufen nur bei überdurchschnittlicher Leistung und anlassbezogen ohne jeglichen Automatismus.
Eigentlich ist es kein Automatismus ab Stufe 3 im tariflichen Sinne, es wird halt nur nicht genutzt vom AG.
Zitat
Die Beschäftigten erreichen die jeweils nächste Stufe – von Stufe 3 an in Abhängigkeit von ihrer Leistung gemäß § 17 Abs. 2 – nach folgenden Zeiten einer ununterbrochenen Tätigkeit innerhalb derselben Entgeltgruppe bei ihrem Arbeitgeber (Stufenlaufzeit):
schöner wäre so etwas:
Der AG legt die Stufe fest in welcher Stufe der der AN bei der Einstellung eingestuft wird. Der AG kann Änderungen an der Einstufung nur in eine höhere Stufe durchführen. die Gründe für eine Erhöhung sind dem Personalrat mitzuteilen.
oder zusätzlich so etwas:
Für die Beratung von Änderungen bei der Einstufung von Beschäftigten ist eine betriebliche Kommission zuständig. Die Mitglieder der betrieblichen Kommission werden je zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Betriebs-/Personalrat benannt; sie müssen dem Betrieb/der Dienststelle angehören. Der Arbeitgeber entscheidet auf Vorschlag der Kommission darüber, ob und in welchem Umfang die Einstufung geändert abgeholfen werden
soll.

Und glaubst du wirklich das die Gewerkschaften (und die lowperformer) so etwas wollen? Die wollen doch eine Gleichmacherei und pseudo "Gerechtigkeit".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 30.12.2019 10:33
Man kann ja elendig lange über die Entgeltgruppen und die Stufenlaufzeiten diskutieren. Solange aber diese formalen Sprünge oft nicht durch entsprechende Gehaltszuwächse (bzw. teils zu große Zuwächse) unterfüttert sind, halte ich das schlicht für die falsche Baustelle.

Also erstmal ein halbwegs lineare bzw. nachvollziehbare Tabellenwerte festlegen und erst dann über den Reiseverkehr innerhalb derselben nachdenken.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.12.2019 11:23
Man kann ja elendig lange über die Entgeltgruppen und die Stufenlaufzeiten diskutieren. Solange aber diese formalen Sprünge oft nicht durch entsprechende Gehaltszuwächse (bzw. teils zu große Zuwächse) unterfüttert sind, halte ich das schlicht für die falsche Baustelle.
Sprünge von 4%-12% sind dir nicht genug als "ausserplanmäßige" Lohnerhöhung?
Zitat
Also erstmal ein halbwegs lineare bzw. nachvollziehbare Tabellenwerte festlegen und erst dann über den Reiseverkehr innerhalb derselben nachdenken.
Nun, halbwegs linear sind die Stufenanstiege idR doch jetzt schon (bis auf dem knick von 5 auf 6, und die dellen bei 9a/9b, ud der Burst von 1 auf 2 in den kleiner 9er) da würde sich doch nicht so viel wahnsinnig ändern, wenn man das linear zwischen stufe 1 und Stufe 6 legen würde (außer, dass insgesamt weniger bezahlt werden würde) und das dann mit gleichlangen Zeitintervallen ? (also noch wenige Zahlen)

Was sicher vernünftig wäre: Nach einem Jahr in der 1 Geld der Stufe 3 und dann nach irgendwie gewürfelten X Jahren "Endstufe" 4.
Danach individuelle Auszahlung von Zulagen bis zur Diff des Entgeltes der jetzigen 6.
Entscheidungskriterien halbtransparente Willkür des AGs (also so wie in der pW  ???).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 30.12.2019 12:41
https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/personal-tarifrecht/verdi-bereitet-tvoed-tarifverhandlungen-2020-vor_144_506948.html

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Chrille1507 am 30.12.2019 12:54
"Werneke kündigte an: «Da setzen wir auf die Durchsetzung deutlicher Einkommenssteigerungen.»"

Da bin ich aber sehr gespannt.

Was könnte denn der Inhalt eines "Tarifvertrag Digitalisierung" sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: DerMagellan am 30.12.2019 13:02

Was könnte denn der Inhalt eines "Tarifvertrag Digitalisierung" sein?


Wurde seitens der VKA schon deutlich abgelehnt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 30.12.2019 13:34

Was könnte denn der Inhalt eines "Tarifvertrag Digitalisierung" sein?

Das Recht auf Homeoffice? Der feuchte Traum eines jeden Angestellten?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 30.12.2019 14:45
Sprünge von 4 bis 12 % reichen natürlich nicht. Da ich in Stufe 6 bin, habe ich natürlich da meinen konzentrierten Blick drauf, und wenn ich hier die höheren Beträge sehe, halte ich das für etwas arg schräg (wegen AII kommen für mich viele E-Gruppen in Frage). Das Plus bei HG in

9a: 651 €
9b: 290 €
9c: 186 €
10: 196 €
11: 497 €

ist schon keinesfalls als linear zu sehen. Bei mir kündigt sich gerade ein kleiner Streit mit dem AG an, warum ich mich nicht auf E10 bewerbe. Mein Einwand: lohnt sich nicht. AG: wir haben aber in den AII investiert. Ich: dann zahlt Zulage oder Sonderurlaub.

Mal schauen, wo die Reise hingeht (bei mir sind die Unterschiedsbeträge wegen Teilzeit noch 12 Prozent weniger)





Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MalZu am 30.12.2019 15:09
Ich wünsche mir eine einfachere Tabelle die nicht mehr auf Absitzen ausgelegt ist. 1 Jahr Verweildauer in jeder Stufe wäre mehr als genug. Es geht dabei ja nicht um Zugewinn an Erfahrung und Leistungsfähigkeit,  sondern um Vorenthaltung des vollen Lohn (= Endstufe).
Oder 3 Stufen automatisch nach Verweildauer und die folgenden 3 Stufen nur bei überdurchschnittlicher Leistung und anlassbezogen ohne jeglichen Automatismus.
Das sich z.B. E4 und E8 oder E9 und E14 oder E10 und E15 überschneiden ist für mich nicht nachvollziehbar. Maximal sollte sich die Endstufe einer EG mit der 1. Stufe der direkt nachfolgenden EG überschneiden.

Es sollte auch daran gearbeitet werden wieder eine ordentliche Spreitzung zwischen den EGs herzustellen. E15 ist schlicht viel zu niedrig.


Sehr treffend formuliert! Vielen Dank!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MalZu am 30.12.2019 15:28
Aus der Kollegenschaft wird seit Jahrzehnten der Wunsch nach tariflich fixierter Beteiligung des Dienstgebers an unseren immensen Fort - und  Weiterbildungskosten ( FB und WP) zur Umsetzung gefordert. FB / WB und  externe Supervision ( SV)  sind unabdingbare Pfeiler der Qualität der heilkundlichen Berufsausübung zum Wohle der Inanspruchnehmenden. So investieren wir versteuerte Nettobezüge in FB / WB / SV zur Aufrechterhaltung unserer Tätigkeiten.
Meine Frage an die Spezialisten unter uns: Könnte die Aufnahme dieser Forderung nach "Beteiligung durch die AG " realisiert werden?
Vielen Dank!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 30.12.2019 16:11
Wenn der AG Fort- /Weiterbildung möchte/erwartet, zahlt er es auch - ansonsten läßt man es als abhängig Beschäftigter einfach sein. Wenn man dann irgendwann die Blutegel ansetzt oder einen Aderlass vornimmt, das aber irgendwie nicht mehr State of the Art ist, ist das ein reines AG-Problem.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.12.2019 17:46
Sprünge von 4 bis 12 % reichen natürlich nicht.
Horizontal wohlgemerkt, reicht das auch nicht? Nur durch aussitzen 12% (ohne Änderung der Tätigkeiten) mehr bekommen ist nicht ausreichend? ok auch ne Einstellung...

Zitat
Da ich in Stufe 6 bin, habe ich natürlich da meinen konzentrierten Blick drauf, und wenn ich hier die höheren Beträge sehe, halte ich das für etwas arg schräg (wegen AII kommen für mich viele E-Gruppen in Frage). Das Plus bei HG in

9a: 651 €
9b: 290 €
9c: 186 €
10: 196 €
11: 497 €

ist schon keinesfalls als linear zu sehen.
Warum sollte das linear sein, der "Mehrwert" für den AG,  die du schaffst innerhalb einer höheren EG ist ja auch  nicht linear. Bzw. die Erhöhung der Tätigkeiten sind nicht linear.
und wenn du dir anguckst was der Sprung E12 auf E13 bringt. Dann kannst du dir nur die Augen reiben.
Aber das eine ist für eine Berufsgruppe der Einstieg (E13), das andere eher Ende Gelände.
Zitat
Bei mir kündigt sich gerade ein kleiner Streit mit dem AG an, warum ich mich nicht auf E10 bewerbe. Mein Einwand: lohnt sich nicht. AG: wir haben aber in den AII investiert. Ich: dann zahlt Zulage oder Sonderurlaub.
Das ist ja auch ok, dir ist die offensichtlich die (vermeintlich) höhere Belastung in der höheren EG nicht das höhere Entgelt wert.
Andere sehen nur das Geld.
Andere sehen darin keine Mehrbelastung (im Gegenteil, evtl. sogar eine Entlastung, weil attraktivere Stelle)
Das muss ja jeder individuell mit sich und dann mit seinen AG aushandeln.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 30.12.2019 18:43
Erfahrungsgemäß interessiert sich die Gewerkschaft nicht für die Probleme in den oberen Regionen.
Dort befindet sich nicht ihre Hauptklientel.
Die Steigerungen in den unteren und mittleren EGs wurden durch Reduzierungen in den höheren EGs eingekauft und die Masse  war zufrieden.
Wenn interessiert es dass Fachkräfte, Ingenieure und Führungskräfte praktisch nicht mehr zu finden sind?
Hier wird sich auch künftig nichts ändern, falls Verdi seine Tarifpolitik nicht drastisch ändert?
Die Einkommensunterschiede sind mittlerweile extrem.
Da könnten gleich 20% Forderungen gestellt werden. Dies wird nie umsetzbar sein.
Es ist eher wahrscheinlicher dass weitere Kürzungen anstehen um nun das Digitalpacket zu erhalten.
Wie früher halt beim Wechsel zum TVÖD.

Ganz klare Forderungen:
JSZ für alle auf 100%
Mindestens 5 % bis EG9
Mindestens 15% ab EG9
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 30.12.2019 20:17

Das ist ja auch ok, dir ist die offensichtlich die (vermeintlich) höhere Belastung in der höheren EG nicht das höhere Entgelt wert.
Andere sehen nur das Geld.
Andere sehen darin keine Mehrbelastung (im Gegenteil, evtl. sogar eine Entlastung, weil attraktivere Stelle)
Das muss ja jeder individuell mit sich und dann mit seinen AG aushandeln.

Also da ich von den Stufen nichts halt, ist mir auch die horizontale Entwicklung suspekt bzw. ich halte diese teils extreme Gehaltszuwächse durch Absitzen für Unfug (zumal ich diese dämliche 9-jährige Laufzeit hatte, da erzähl mir nichts mit großen Zuwächsen).

Und natürlich: wenn ich linear fordere sind hiervon auch entsprechende Abänderungen bei den Tätigkeitsmerkmalen gefordert, sonst wäre es ja inkonsistent.

Na ja, und bei uns kommen ab E10/A11 mindestens die Bereitschaft von ein, teils zwei Bereitschaftsdiensten bzw. Beteiligung beim Katastrophenschutz hinzu - und das für 70 € netto? Geschissen.

Aber sicher, da hat der Tarif jetzt nichts mehr mit zu tun. Dennoch: eine vernünftige Tabelle wäre schön, aber mit der Genese des TVÖD und meiner Restlaufzeit von 20 Jahren brauche ich wohl nicht mehr zu hoffen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 30.12.2019 21:29
Mindestens 5 % bis EG9
Mindestens 15% ab EG9

Ich glaub der Raumpfleger würde es gerne andersrum haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 30.12.2019 21:45
Der Raumpfleger ist aber eine jederzeit ersetzbare Drohne ohne nennenswertes Qualifikationserfordernis.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MalZu am 30.12.2019 22:56
Wenn der AG Fort- /Weiterbildung möchte/erwartet, zahlt er es auch - ansonsten läßt man es als abhängig Beschäftigter einfach sein. Wenn man dann irgendwann die Blutegel ansetzt oder einen Aderlass vornimmt, das aber irgendwie nicht mehr State of the Art ist, ist das ein reines AG-Problem.


... oder ein reines Problem der Patientin; des Patienten!
Grüße!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.12.2019 23:14

Das ist ja auch ok, dir ist die offensichtlich die (vermeintlich) höhere Belastung in der höheren EG nicht das höhere Entgelt wert.
Andere sehen nur das Geld.
Andere sehen darin keine Mehrbelastung (im Gegenteil, evtl. sogar eine Entlastung, weil attraktivere Stelle)
Das muss ja jeder individuell mit sich und dann mit seinen AG aushandeln.

Also da ich von den Stufen nichts halt, ist mir auch die horizontale Entwicklung suspekt bzw. ich halte diese teils extreme Gehaltszuwächse durch Absitzen für Unfug .
Da bin ich voll bei dir!
Zitat
Und natürlich: wenn ich linear fordere sind hiervon auch entsprechende Abänderungen bei den Tätigkeitsmerkmalen gefordert, sonst wäre es ja inkonsistent.
Tja, da bin ich überfordert. Hast Du da Vorschläge? Über alle Berufszweige die da über den krummen Kamm geschoren werden? Insbesondere, da ich eh denke, dass das ortsspezifisch und individueller geregelt gehört, aber das passt nicht zur Gewerkschaftsideologie.
Zitat
Na ja, und bei uns kommen ab E10/A11 mindestens die Bereitschaft von ein, teils zwei Bereitschaftsdiensten bzw. Beteiligung beim Katastrophenschutz hinzu - und das für 70 € netto? Geschissen.
Ups außertariflich  8)
Und wenn das zum Gesamtpaket gehört, dann umso mehr geschissen drauf.
Zitat
Aber sicher, da hat der Tarif jetzt nichts mehr mit zu tun. Dennoch: eine vernünftige Tabelle wäre schön, aber mit der Genese des TVÖD und meiner Restlaufzeit von 20 Jahren brauche ich wohl nicht mehr zu hoffen.
Ich habe auch beruflich mit irrationalen gewachsenen Strukturen zu tun.
Und das im Technik Bereich. Also von dajer ....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 30.12.2019 23:16
JSZ für alle auf 100%
Mindestens 5 % bis EG9
Mindestens 15% ab EG9
Ersteres würde mir als starter reichen, der Rest dann via Öffnung für Zulagen in dem Bereich.
Dann kann der AG handeln wo er es Braucht
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 31.12.2019 05:22
Wenn der AG Fort- /Weiterbildung möchte/erwartet, zahlt er es auch - ansonsten läßt man es als abhängig Beschäftigter einfach sein. Wenn man dann irgendwann die Blutegel ansetzt oder einen Aderlass vornimmt, das aber irgendwie nicht mehr State of the Art ist, ist das ein reines AG-Problem.


... oder ein reines Problem der Patientin; des Patienten!
Grüße!

Die Probleme der Kunden sind die Probleme des AG. Man sollte sie sich nicht zu eigen machen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 31.12.2019 05:25
Zitat
Na ja, und bei uns kommen ab E10/A11 mindestens die Bereitschaft von ein, teils zwei Bereitschaftsdiensten bzw. Beteiligung beim Katastrophenschutz hinzu - und das für 70 € netto? Geschissen.
Ups außertariflich  8)
Und wenn das zum Gesamtpaket gehört, dann umso mehr geschissen drauf.

Warum sollte E10 außertariflich sein?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 31.12.2019 11:22
Er meinte die Zulagen als außertariflich, nicht die E10.
M.E. regelt der Tarif die Vergütung von Bereitschaftszeiten und Rufbereitschaften.

Es gibt allerdings auch folgende Konstellationen.
Die Gemeinde hat z.B. Rufbereitschaften in der Wasserversorgung, Bauhof, Kläranlage, Hausmeister usw.
Diese sind, wie bereits erwähnt, im Tarifvertrag geregelt und werden vergütet.
Nun gibt es allerdings auch noch  gerade im technischen Bereich, Vorgesetzte welche im Bedarfsfall vom Bereitschaftsdienst angerufen werden z.B. bei grösseren Problemen oder wenn weitere Entscheidungen benötigt werden. Diese sind nicht in der regulären Rufbereitschaft und der Tarifvertrag sieht diese Konstellation auch nicht vor. Es ist nicht planbar, wann diese angerufen und benötigt werden.
Wird nun eine Person  als Background, von 3, 4 oder 5 Rufbereitschaften angerufen summiert sich einiges.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 31.12.2019 11:32
Von Zulagen war nicht die Rede.

Natürlich ist die beschriebene Konstellation tariflich geregelt: wenn der AN erreichbar sein soll und ggfs. seine Arbeit - die auch im Treffen einer Entscheidung bestehen kann - aufnehmen soll, muß der AG Rufbereitschaft anordnen und entsprechend vergüten, ansonsten besteht keine Verpflichtung dazu.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 31.12.2019 12:10
@wasdennnu:

ich beschäftigte mich nicht mit den Hintergründen von Entgeltgruppen, Tätigkeitsmerkmalen, etc. Habe ich auch kein Bock drauf. Ich erwarte jedoch eine halbwegs lineare Ausgestaltung.

@Rest:

Unser Bereitschaftsdienst bezieht sich auf Verwaltungsmitarbeiter im Ordnungsamt, Einweisung nach PsychKG, etc. - das wird wohl auch vergütet, etc. - aber darum geht es mir nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 31.12.2019 12:21
Ich habe die 70€ netto als Zulage interpretiert.

Meine beschriebene Konstellation habe ich nicht rauslesen können. Evtl. habe ich es ja auch falsch interpretiert.
Für mich, sind solche Background, weder Rufbereitschaft noch Bereitschaften.
Es sind ja quasi Dauerereichbarkeiten, gerade als Background für mehrere Rufbereitschaften.
Dies ist monetär m.E. nur über Pauschalen regelbar und nicht über die tariflichen Regelungen. Eine rund um die Uhr Erreichbarkeit ist weder tarifkonform noch  entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz.
Aufteilen auf mehrere Mitarbeiter ist gerade bei kleineren Gemeinden nicht möglich.
Evtl.  interpretiere ich es ja auch falsch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 31.12.2019 12:56
Wenn jemand erreichbar sein soll und bei Bedarf ggfs. seine Arbeit - und sei es das Treffen einer Entscheidung - aufnehmen soll, ist es Rufbereitschaft. Sie kollidiert weder mit tariflichen Normen - sie ist ja schließlich ausdrücklich vorgesehen und unterliegt keiner zeitlichen Beschränkung - noch mit gesetzlichen Vorschriften des Arbeitsschutzes, auch dann nicht, wenn sie „rund um die Uhr“ dauerte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 31.12.2019 13:13
Wenn jemand erreichbar sein soll und bei Bedarf ggfs. seine Arbeit - und sei es das Treffen einer Entscheidung - aufnehmen soll, ist es Rufbereitschaft. Sie kollidiert weder mit tariflichen Normen - sie ist ja schließlich ausdrücklich vorgesehen und unterliegt keiner zeitlichen Beschränkung - noch mit gesetzlichen Vorschriften des Arbeitsschutzes, auch dann nicht, wenn sie „rund um die Uhr“ dauerte.

Merci


Übrigens allen noch einen guten Beschluss und unseren Verhandlungsführer ein etwas glücklicheres Händchen als sonst
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 31.12.2019 16:29
Ich habe die 70€ netto als Zulage interpretiert.


Die 70 € sind der Mehrverdienst für mich bei Höhergruppierung von E9c in E10, St. 6, bei einer 34 - Stunden - Woche.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 01.01.2020 18:35
In welche Richtung werden die Tarifverhandlungen vermutlich laufen bei diesen 4 Optionen?

1.) stärkerer Abschluss für die Entgeltgruppen 9 bis 15 als für die Entgeltgruppen 1 bis 8
2.) stärkerer Abschluss für die Entgeltgruppen 1 bis 8 als für die Entgeltgruppen 9 bis 15
3.) prozentual gleicher Abschluss für alle Entgeltgruppen
4.) keine der Optionen, welche dann?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Zuvielverdiener am 01.01.2020 18:43
In welche Richtung werden die Tarifverhandlungen vermutlich laufen bei diesen 4 Optionen?

1.) stärkerer Abschluss für die Entgeltgruppen 9 bis 15 als für die Entgeltgruppen 1 bis 8
2.) stärkerer Abschluss für die Entgeltgruppen 1 bis 8 als für die Entgeltgruppen 9 bis 15
3.) prozentual gleicher Abschluss für alle Entgeltgruppen
4.) keine der Optionen, welche dann?

Wenn die Verhandlungsführer in diesem Forum lesen und sich davon beeinflussen lassen kann nur Option 1 herauskommen.

Sonst wohl Option 3.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: JahrhundertwerkTVÖD am 01.01.2020 18:58
Anscheinend bin ich in der Minderheit mit meiner Förderung einer gleichen JSZ für alle EG. 100% ohne faule Kompromisse.
Schade dass nicht erkannt wird, dass die Reduzierung in höheren Gruppen, dazu führt dass Högergruppierungen praktisch finanziell uninteressant geworden sind.

1: JSZ für alle 100%
2: Deutliche (2-szellige) Steigerungen ab E9
3: Übliche Steigerung bis E9
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: schnitzelesser am 01.01.2020 21:51
Zunächst einmal sollte man diese sinnlose Entgelttabelle auf 17 bis 20 Entgeltgruppen mit den Bezeichnungen E1 bis Exx aufsplitten und danach in jeder Entgeltstufe über alle Entgeltgruppen identische Laufzeiten einführen. Stufe 1 für die Probezeit, danach Stufe 3 bis zum Ende des zweiten Jahres, danach Stufe 5 als Endstufe. Bei überdurchschnittlicher Leistung Beförderung in die nächsthöhere Entgeltgruppe bei identischer Tätigkeit.

Weg vom Wünsch-dir-was: Ich rechne mit einer Enmalzahlung für Sep-Dez 2019 und eine Tabellensteigerung frühstens zum 01.01.21. Eine Auszahlung erfolgt dann mit dem Februar- oder März-Gehalt 2021. Da wäre eine Korrektur für 2020 eh zu aufwendig.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 02.01.2020 11:17
Ich verstehe nicht, warum einige hier "Öffnungen" für den AG und weniger Automatismen haben wollen ? Ich bin froh, dass es tarifliche Zwänge gibt. Wenn Stufenaufstiege variabel durch den AG gehandhabt werden würden, dann wäre bei uns in der Behörde alles auf Stufe 1 und zwar für immer.

Ich weiß nicht wie die Entscheidungsträger bei euch so drauf sind, aber bei uns gilt "So wenig wie möglich", teilweise sogar offensichtlich rechtswidrig. (Hier ist natürlich auch der AN schuld, der nicht dagegen vorgeht, aber viele scheuen eben den Gang vor Gericht).

Hausmeister bei uns. Stelle mit E6 bewertet. Alter Hausmeister ist in Rente gegangen. Neuer Hausmeister kam. 1:1 die gleichen Tätigkeiten. Musste erstmal einen Monat ein unbezahltes "Praktikum" machen zur Einarbeitung, war Bedingung für die Einstellung. Er bekommt E5 bezahlt, mit der Aussage, dass er nach der Entfristung nach 2 Jahren dann die E6 bekommt, weil er sich ja so lange noch einarbeiten muss. Ist inzwischen über 2 Jahre da und hat noch nicht die E6 bekommen. Alles kompletter Mumpitz.

Klimamanager wird gesucht. Geförderte Stelle. Der Fördergeber bekommt den Aufgabenkatalog und empfiehlt E11 zu bezahlen und nach Möglichkeit direkt in Stufe 3 mindestens einzustellen. Der Bauamtsleiter hat das genauso gesehen. Per STVV Beschluss, darf der Klimamanager nur mit E10 Stufe 2 eingestellt werden. Die Stufe 2 ist per politischem Beschluss fix. Also egal ob da einer frisch von der Uni kommt oder schon 20 Jahre gearbeitet hat in dem Feld, es gibt die Stufe 2. Natürlich befristet auf 2 Jahre (Förderzeitraum) und es gibt keine Absicht zur Entfristung. Da kommt natürlich jeder Fachmann sehr gerne.

Auch was ich ansonsten im ÖD so mitbekommen habe, gehen 80% der AG nach dem "Muss" Prinzip. Nur das bezahlen was auch absolut sein muss. Vorzeitige Stufenaufstiege, persönliche Zulagen oder ähnliches kennt man dort nur vom Hören sagen. Stattdessen versucht man eher noch vorsätzlich rechtswidrig so wenig wie möglich zu zahlen, denn solange keiner klagt ist ja alles ok.


Ohne tariflichen Zwang geht da einfach nix. Das Hauptproblem ist hierbei aber die politische Entscheidungsebene und nicht die Führungsetage in der Behörde.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 02.01.2020 11:25
Ich verstehe nicht, warum einige hier "Öffnungen" für den AG und weniger Automatismen haben wollen ? Ich bin froh, dass es tarifliche Zwänge gibt. Wenn Stufenaufstiege variabel durch den AG gehandhabt werden würden, dann wäre bei uns in der Behörde alles auf Stufe 1 und zwar für immer.

Ich weiß nicht wie die Entscheidungsträger bei euch so drauf sind, aber bei uns gilt "So wenig wie möglich", teilweise sogar offensichtlich rechtswidrig. (Hier ist natürlich auch der AN schuld, der nicht dagegen vorgeht, aber viele scheuen eben den Gang vor Gericht).

Hausmeister bei uns. Stelle mit E6 bewertet. Alter Hausmeister ist in Rente gegangen. Neuer Hausmeister kam. 1:1 die gleichen Tätigkeiten. Musste erstmal einen Monat ein unbezahltes "Praktikum" machen zur Einarbeitung, war Bedingung für die Einstellung. Er bekommt E5 bezahlt, mit der Aussage, dass er nach der Entfristung nach 2 Jahren dann die E6 bekommt, weil er sich ja so lange noch einarbeiten muss. Ist inzwischen über 2 Jahre da und hat noch nicht die E6 bekommen. Alles kompletter Mumpitz.

Klimamanager wird gesucht. Geförderte Stelle. Der Fördergeber bekommt den Aufgabenkatalog und empfiehlt E11 zu bezahlen und nach Möglichkeit direkt in Stufe 3 mindestens einzustellen. Der Bauamtsleiter hat das genauso gesehen. Per STVV Beschluss, darf der Klimamanager nur mit E10 Stufe 2 eingestellt werden. Die Stufe 2 ist per politischem Beschluss fix. Also egal ob da einer frisch von der Uni kommt oder schon 20 Jahre gearbeitet hat in dem Feld, es gibt die Stufe 2. Natürlich befristet auf 2 Jahre (Förderzeitraum) und es gibt keine Absicht zur Entfristung. Da kommt natürlich jeder Fachmann sehr gerne.

Auch was ich ansonsten im ÖD so mitbekommen habe, gehen 80% der AG nach dem "Muss" Prinzip. Nur das bezahlen was auch absolut sein muss. Vorzeitige Stufenaufstiege, persönliche Zulagen oder ähnliches kennt man dort nur vom Hören sagen. Stattdessen versucht man eher noch vorsätzlich rechtswidrig so wenig wie möglich zu zahlen, denn solange keiner klagt ist ja alles ok.


Ohne tariflichen Zwang geht da einfach nix. Das Hauptproblem ist hierbei aber die politische Entscheidungsebene und nicht die Führungsetage in der Behörde.

So lange sich Leute finden, die zu solchen Konditionen Arbeiten ist doch alles Super.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 02.01.2020 11:28
...gibt es denn keinen Personalrat in diesem "Saftladen"?...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 02.01.2020 11:34
...gibt es denn keinen Personalrat in diesem "Saftladen"?...

Der Personalrat ist doch hauptsächlich dafür da diverse "Interna" und Personalangelegenheiten möglichst schnell auf dem Bauhof ans schwarze Brett zu hängen, damit alles die Runde machen kann ;)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 02.01.2020 11:41
Rechtswidrige Beschlüsse sind doch vom HVB zu beanstanden und können auch anderweitig von der Kommunalaufsicht kassiert werden. Melden macht frei.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 02.01.2020 11:53
Ja natürlich kann man gegen vieles vorgehen. Wie gesagt sind viele AN ja mit dran Schuld, wenn sie teils rechtswidrige Konditionen akzeptieren und nichts dagegen tun.

Will damit nur sagen, dass "Kann" Regelungen im ÖD aus meiner Perspektive nicht funktionieren. Zumindest bei einem Großteil der Behörden.

In der FW sind Firmen auf Gewinn angewiesen und natürlich sehr daran interessiert fähige Mitarbeiter zu finden und dann auch zu halten. Da funktioniert das "Kann" einfach besser, weil AG und AN gegenseitig aufeinander angewiesen sind. Der AG ist sogar aktuell mehr auf den AN angewiesen als andersrum, in den meisten Branchen zumindest.

Im ÖD wäre das vielleicht ähnlich, wenn die direkte Führungsetage was zu melden hätte was solche Kann Regelungen angeht, aber in einer Kommune werden die zumindest in der Regel auf der politischen Ebene getroffen und die ist halt leider ganz weit weg von der tatsächlichen Arbeit in der Behörde.

Da wird dann eben Stufe 1 für alle beschlossen, wenn es dann geht. Je weniger tarifliche Zwänge vorliegen um so mehr Freiheit entsteht ja auch in die andere Richtung, nämlich so wenig bezahlen wie möglich.

Der Politik ist es doch egal, wenn man irgendwann keine Leute mehr für XYZ hat. Sobald es Beschwerden seitens der Wählerschaft gibt, wiegelt man eben ab und sagt, dass man eben keine Fachkräfte mehr findet. (Man geht ja nicht ins Detail und sagt "Warum" man keine mehr findet).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 02.01.2020 12:16
Mir erschließt sich das Problem nicht. Wenn Aufgaben wegen Personalmangels nicht erfüllt werden, liegt die Verantwortung beim HVB. Entweder er thematisiert die Gründe oder sein politischer Gegner tut das. Belasten tut das die abhängig Beschäftigten nicht. Die suchen sich entweder einen anderen AG oder erfüllen ihren Vertrag.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 03.01.2020 13:10
Stimmt es eigentlich das manche Schüler bei der Frage welchen Berufswunsch sie haben, Hartz4 angeben?

Wenn ja? berücksichtigt die Arbeitnehmervertretung solche Aussagen bei der Tarifverhandlung um die Löhne attraktiver werden zu lassen und die jungen Leute eventuell noch umzustimmen und ins Berufsleben zu holen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 03.01.2020 13:31
1.) Bzgl eines Berufswunsches im öD finde ich es sinnvoller solchen Menschen H4 zu geben, als sie teuren Unfug verzapfen zu lassen.
2.) Es gibt genug Löhne die attraktiver sind.
3.) Im öD ist die Spreizung oftmals nicht attraktiv genug, so dass es genug Menschen gibt, die lieber weniger verdienen, dafür weniger Verantwortung haben.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BATKFMaui am 03.01.2020 14:19
Stimmt es eigentlich das manche Schüler bei der Frage welchen Berufswunsch sie haben, Hartz4 angeben?

Wenn ja? berücksichtigt die Arbeitnehmervertretung solche Aussagen bei der Tarifverhandlung um die Löhne attraktiver werden zu lassen und die jungen Leute eventuell noch umzustimmen und ins Berufsleben zu holen?

Ja! Und dies sind nicht Einzelfälle! MA der Jugendhilfe sprechen von "H4-Dynastien"! Nicht wenige Kinder / Jugendliche meinen "der Harz" bezahlt die Eltern. Sie erleben leistungsbefreites Entgelt.
Jeder kann mittels eines ALG2 Rechners erkennen, wie hoch das "Einkommen" einer Familie mit z.B. zwei Kinder im Tansferleistungsbezug ist ( Sozialgeld und Warmmiete).
Zudem erhöhen sich die Einnahmen bei entsprechend  der Kinderzahl; auch jede Mietanpassung wird vollständig übernommen.
In unserer Umgebung ( NRW) ist das "Tätigkeitswort" harzen im üblichen Sprachgebrauch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 03.01.2020 14:31
Und jetzt, wo die Sanktionen de facto abgeschafft sind, kann man es auch gleich Bürgergeld nennen. Und die Schreiben des JC können einen am Ar... vorbeigehen.

Dekadente römische Verhältnisse, wie es bereits kolportiert wurde.

Der AN, der nur einmal zu spät kommt, kann sich seinen Job vielleicht schenken, der Arbeitslose kann aber getrost alle Aufforderungen ignorieren. Es ist zum bekoppt werden...

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 03.01.2020 14:46
Kann man nur hoffen das dass Sozialsystem auf einem starken Fundament steht, und das die die Arbeiten gehen die Last weiter tragen können. Gibt ja bestimmt schon einige die sich jetzt schon ausgepresst wie in der Zitronenpresse fühlen........
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Keeper83 am 03.01.2020 14:58
Und jetzt, wo die Sanktionen de facto abgeschafft sind, kann man es auch gleich Bürgergeld nennen. Und die Schreiben des JC können einen am Ar... vorbeigehen.

Dekadente römische Verhältnisse, wie es bereits kolportiert wurde.

Der AN, der nur einmal zu spät kommt, kann sich seinen Job vielleicht schenken, der Arbeitslose kann aber getrost alle Aufforderungen ignorieren. Es ist zum bekoppt werden...

Naja. Der An wäre dann ja Arbeitslos und somit in der, laut deiner Schilderung, besseren Situation.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 03.01.2020 16:01

Naja. Der An wäre dann ja Arbeitslos und somit in der, laut deiner Schilderung, besseren Situation.

Was ja das Problem am Bürgergeld bzw. am BGE ist. Ich denke, die Motivation des Einzelnen am Beitrag zur Gemeinschaft wird von den Befürwortern weit überschätzt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 03.01.2020 16:42
Ja! Und dies sind nicht Einzelfälle! MA der Jugendhilfe sprechen von "H4-Dynastien"! Nicht wenige Kinder / Jugendliche meinen "der Harz" bezahlt die Eltern. Sie erleben leistungsbefreites Entgelt.
Da würde nur Bildung und verbesserte Bekämpfung (Bestrafung) von Schwarzarbeit helfen (die gerne von den H4 Dynastien zur Aufbesserung genutzt werden).
Zitat
Jeder kann mittels eines ALG2 Rechners erkennen, wie hoch das "Einkommen" einer Familie mit z.B. zwei Kinder im Tansferleistungsbezug ist ( Sozialgeld und Warmmiete).
Ja, dicke ausreichend für Erwachsenen um zu leben. Für die Kinder sieht es eher mau aus.
Zitat
auch jede Mietanpassung wird vollständig übernommen.
"Leider" Nein, da habe ich schon andere Dinge erlebt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.01.2020 17:39
Wir brauchen Work First - dann geht es raus aus der sozialen Hängematte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 03.01.2020 18:59
Was denn nu:

Schwarzarbeit bekämpft man am besten damit, daß man reguläre Arbeit weniger belastet. (und vielleicht denjenigen, die das Projekt Schwarzarbeit jahrzehntelang umgesetzt haben, nicht noch eine Grundrente hinterherwirft)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 03.01.2020 19:06
Wer hätte hier eine Grundrente gefordert?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 03.01.2020 19:16
Was denn nu:

Schwarzarbeit bekämpft man am besten damit, daß man reguläre Arbeit weniger belastet. (und vielleicht denjenigen, die das Projekt Schwarzarbeit jahrzehntelang umgesetzt haben, nicht noch eine Grundrente hinterherwirft)
Ich meine höhere Strafen für diejenigen, die Leute schwarz bezahlen! Denn das sind für mich die schlimmeren Täter.
Ersteres ist ein Henne Ei Problem. Bzw. falsche Verteilung der Belastung.
Ach ja, und würde man mehr Grundrente zahlen, könnte man wieder mehr kürzen.  ;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 03.01.2020 19:22
Ich sehe beide Seiten bei der Schwarzarbeit öfters in der gerechtfertigten Notwehr. Aber die Meinung ist sicher randständig:-)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 03.01.2020 19:33
Ich sehe beide Seiten bei der Schwarzarbeit öfters in der gerechtfertigten Notwehr. Aber die Meinung ist sicher randständig:-)
Nun, wenn man illegales Handeln toleriert, dann sei es so.
Uli Hoeneß sehen ja auch einige als Opfer an.

Wenn man aber die viele Schwarzarbeit und Steuerhinterziehungen nicht hätte, dann würde die Abgabenlast sicher auch geringer ausfallen.
Henne Ei halt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.01.2020 10:47

Wenn man aber die viele Schwarzarbeit und Steuerhinterziehungen nicht hätte, dann würde die Abgabenlast sicher auch geringer ausfallen.
Henne Ei halt.

Wenn bei übersprudelnden öffentlichen Einnahmen, einer Investitionsreserve von 60 Milliarden, die nicht abgerufen wird, und dennoch nennenswerte Forderungen nach Steuererhöhung bzw. der Einführung neuer Steuern durch wichtige politische Parteien gefordert werden, habe ich daran meine Zweifel.

Wenn potemkinsche Werte beim kleinen Steuerzahler (Fahrtkosten in der Fahrgemeinschaft) in Ordnung sind, bei den CUM-Geschichten aber nicht, sehe ich zunächst eine Bringschuld "beim Staat" (TM) sich hier mal in Ruhe zu sortieren.

Dann reden wir weiter.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 04.01.2020 11:31
Zitat
Die Steuereinnahmen belaufen sich für 2019 insgesamt auf gut 796 Milliarden Euro.
Bis 2024 sollen sie auf 935 Milliarden Euro steigen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/2019-steuerschaetzung-november-101.html
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 04.01.2020 12:18
Wenn potemkinsche Werte beim kleinen Steuerzahler (Fahrtkosten in der Fahrgemeinschaft) in Ordnung sind, bei den CUM-Geschichten aber nicht, sehe ich zunächst eine Bringschuld "beim Staat" (TM) sich hier mal in Ruhe zu sortieren.
Da bin ich voll bei dir, das Versagen der Politik solche Probleme (CUM) rechtzeitig zu untersagen ist symptomatisch. Und eine vernünftige Umverteilung der Steuerlast ist auch angebracht.
Zitat
Dann reden wir weiter.
Eigentlich rede ich ungern mit Menschen die zur Selbstjustiz neigen. Und noch skurriler wird es wenn diese auch noch im öD unterwegs sind.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 04.01.2020 13:31
Zitat
Die Steuereinnahmen belaufen sich für 2019 insgesamt auf gut 796 Milliarden Euro.
Bis 2024 sollen sie auf 935 Milliarden Euro steigen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/2019-steuerschaetzung-november-101.html

Also. Forderung von Verdi möge dann bitte sein: 2x 7 %, 100 % JSZ für alle Entgeltgruppen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.01.2020 15:38

Eigentlich rede ich ungern mit Menschen die zur Selbstjustiz neigen. Und noch skurriler wird es wenn diese auch noch im öD unterwegs sind.

Welche Selbstjustiz?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 04.01.2020 15:54
Ich sehe beide Seiten bei der Schwarzarbeit öfters in der gerechtfertigten Notwehr.
Diese.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.01.2020 16:04
Das ist keine Selbstjustiz, sondern die persönliche Bewertung des Verhaltens Anderer.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 04.01.2020 16:48
Dann überdenke deine Wortwahl,

wer bei strafbaren Handlungen von öfters gerechtfertigter Notwehr spricht, also der rechtfertigt illegales Handeln, er akzeptiert und toleriert damit diese Form der Steuerhinterziehung und stellt sich damit bewusst außerhalb des Rechtes.

Das man es bei einigen Arbeitnehmern menschlich nachvollziehen kann, dass sie in diese Form der Illegalität abgleiten, ist eine anderes Ding (wobei sie es nicht tun müssen um zu überleben, sie wollen halt nur mehr Geld verdienen).
Und bei wenigen AGs dieser Schwarzarbeit kann ich es auch noch menschlich nachvollziehen (ja die Osteuropa Pflegekraft für Omi ist halt nicht legal zubekommen).

Das ist aber die Ausnahme und nicht die Mehrheit, die Mehrheit will sich nur bereichern, weil sie unsere Steuer\Sozialsystem scheiße finden und sich ihre eigene Regeln aufbauen.
Selbstjustiz halt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 04.01.2020 16:49
Zitat
Die Steuereinnahmen belaufen sich für 2019 insgesamt auf gut 796 Milliarden Euro.
Bis 2024 sollen sie auf 935 Milliarden Euro steigen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/2019-steuerschaetzung-november-101.html

Also wird die Schraube im Jahr 2020 bis 2023 um 17,5 % angezogen?

Wäre es da nicht gerecht wenn die Arbeitnehmer in diesen 4 Jahren (2020,2021,2022,2023) mindestens 17,5 % mehr Gehalt erhalten, also knapp 4,38 % pro Jahr mehr Gehalt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.01.2020 16:53
Dann überdenke deine Wortwahl,

wer bei strafbaren Handlungen von öfters gerechtfertigter Notwehr spricht, also der rechtfertigt illegales Handeln, er akzeptiert und toleriert damit diese Form der Steuerhinterziehung und stellt sich damit bewusst außerhalb des Rechtes.

Das man es bei einigen Arbeitnehmern menschlich nachvollziehen kann, dass sie in diese Form der Illegalität abgleiten, ist eine anderes Ding (wobei sie es nicht tun müssen um zu überleben, sie wollen halt nur mehr Geld verdienen).
Und bei wenigen AGs dieser Schwarzarbeit kann ich es auch noch menschlich nachvollziehen (ja die Osteuropa Pflegekraft für Omi ist halt nicht legal zubekommen).

Das ist aber die Ausnahme und nicht die Mehrheit, die Mehrheit will sich nur bereichern, weil sie unsere Steuer\Sozialsystem scheiße finden und sich ihre eigene Regeln aufbauen.
Selbstjustiz halt.

Und wo ist nach diesem ganzen Geblubber die mir unterstellte Selbstjustiz?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 04.01.2020 17:24
Dann überdenke deine Wortwahl,

wer bei strafbaren Handlungen von öfters gerechtfertigter Notwehr spricht, also der rechtfertigt illegales Handeln, er akzeptiert und toleriert damit diese Form der Steuerhinterziehung und stellt sich damit bewusst außerhalb des Rechtes.

Das man es bei einigen Arbeitnehmern menschlich nachvollziehen kann, dass sie in diese Form der Illegalität abgleiten, ist eine anderes Ding (wobei sie es nicht tun müssen um zu überleben, sie wollen halt nur mehr Geld verdienen).
Und bei wenigen AGs dieser Schwarzarbeit kann ich es auch noch menschlich nachvollziehen (ja die Osteuropa Pflegekraft für Omi ist halt nicht legal zubekommen).

Das ist aber die Ausnahme und nicht die Mehrheit, die Mehrheit will sich nur bereichern, weil sie unsere Steuer\Sozialsystem scheiße finden und sich ihre eigene Regeln aufbauen.
Selbstjustiz halt.

Und wo ist nach diesem ganzen Geblubber die mir unterstellte Selbstjustiz?
Ich habe dir nicht Selbstjustiz unterstellt, sondern die Neigung zur Selbstjustiz unterstellt.
Denn Schwarzarbeit toleriert (und das hast du ja zum Ausdruck gebracht), der neigt zur Selbstjustiz, da er bestehendes Recht verharmlos.
Wer im öD arbeitet und strafbare Handlungen rechtfertigt, der bewegt sich halt stark am Rande einer Grauzone (dessen bist du dir ja bewusst, dass hast du ja auch zum Ausdruck gebracht.).
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 04.01.2020 18:13
Auch diese Unterstellung ist schlicht frech.

Was hältst Du denn von folgender "Selbstjustiz": meine Teilzeit beruht auf Gründen der Steueroptimierung. Work-Life-Balance steht viel weiter hinten. Verhalte mich also auch hier so, um möglichst weniger Steuern zu zahlen. Wo ist der Unterschied?


Sicherlich in der Formalität. Aber materiell?




Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Wooof2711 am 04.01.2020 19:14
Also hier mal meine Wünsche :)

Laufzeit bis Ende 2021

JSZ für alle EG gleich am besten 100 %

3,5 % Lohnerhöhung

Anpassung von Endgehältern EGs

Zum Beispiel ist eine Höhere Eingruppierung von EG12 nach EG13 ein Witz ... 100€ Brutto Monatlich dafür 20% weniger JSZ...macht unterm Strich ca 200 € Brutto. JÄHRLICH.....

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MalZu am 04.01.2020 23:45
Neben der Erhöhung der Entgeltung ( E1 bis E8: 4-5 % )  (E 9 ff.: > 9 %) sollten sich : Verantwortung ( über das Leben von schwer kranken Pat.) und Bedeutung der Tätigkeit ( Gesundheit der Bevölkerung) wieder   finanziell herausragend abbilden!
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen, sind die Dienstgeber doch sicherlich gewillt kompetente AN zu gewinnen. Oder!?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 10:36
Auch diese Unterstellung ist schlicht frech.
Was ist Frech? Das ich es nicht gutheiße, dass du Schwarzarbeit moralisch legitimierst?
Zitat
Was hältst Du denn von folgender "Selbstjustiz": meine Teilzeit beruht auf Gründen der Steueroptimierung. Work-Life-Balance steht viel weiter hinten. Verhalte mich also auch hier so, um möglichst weniger Steuern zu zahlen. Wo ist der Unterschied?
Nun, wenn du es selbst nicht erkennst: Du brichst keine Gesetzte, ein Schwarzarbeiter aber sehr wohl.
Zitat
Sicherlich in der Formalität.
Dein Rechtsempfinden ist bedenklich und zeigt einmal mehr, dass du (vielleicht unbewusst)  zur Selbstjustiz neigst.
Es ist nun mal keine Formalität, ob man im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen seine Steuern optimiert oder ob man wissentlich und willentlich gegen Gesetze verstößt, um seine Steuern zu optimieren.
Und dann gibt es da eine Grauzone, der Gestaltungsmissbrauch und das wird gerade in den Cum-Ex Fällen untersucht, ob und wie strafbar das ist.

Nur mal als krasses Gegenbeispiel zu deiner Argumentation (und ich will dich auf keinen Fall in einen solchen Topf werfen):
Ein Terrorist tötet Menschen, weil er sich im Krieg wähnt. Ist er deswegen kein Mörder? Ist ja nur eine Formalität, bzw. eine anderer Blickwinkel. Seiner Meinung nach handelt er ja nur aus Notwehr.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 10:43
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen,
Und da ich neulich eine Anzeige gesehen habe, wo der Mangel an Köchen als Fachkräftemangel tituliert wurde, weiß ich nicht mehr, was man mit Fachkraftmangel eigentlich meint.
Fachkraft=ausgebildete Arbeitskraft?
Zitat
sind die Dienstgeber doch sicherlich gewillt kompetente AN zu gewinnen. Oder!?
Dazu würde es theoretisch reichen, dass der Dienstgeber es sich erlaubt übertariflich zu bezahlen.
Und der Dienstgeber lokal gewillt ist dieses Instrument einzusetzen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.01.2020 10:56
Wasdennnu:

Ich mag halt nicht die Unterstellung, mir grenzwertige Neigungen nahezulagen. Das gehört sich grundsätzlich nicht und auch nicht in ein Forum. Mäßige dich und diskutiere ordentlich.

Es ist ein starker Unterschied, ob ich Sympathien für bestimmte Verhaltensweisen habe oder ob ich diese selbst für mich in Erwägung ziehe. Unterscheide hier bitte ganz klar. Dann - aber erst dann kann weiter diskutiert werden. Dein Verhalten ist hier insofern als grenzwertig anzusehen.

Des Weiteren halte Abstand davon, nur in Erwägung zu ziehen, ich würde im Rahmen meiner Tätigkeit im öD nicht die Gesetze achten.

Wohl gemerkt, erst dannn.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.01.2020 10:59
Neben der Erhöhung der Entgeltung ( E1 bis E8: 4-5 % )  (E 9 ff.: > 9 %) sollten sich : Verantwortung ( über das Leben von schwer kranken Pat.) und Bedeutung der Tätigkeit ( Gesundheit der Bevölkerung) wieder   finanziell herausragend abbilden!


Die Verantwortung über das Leben liegt bitte schön beim Menschen selbst. Sollte er dies aufgrund von Krankheit und Gebrechen nicht ausüben können, wäre ein Betreuer, am besten ein naher Angehöriger, zu bestellen.

Was sind das hier für Lebensauffassungen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 11:42
Wasdennnu:

Ich mag halt nicht die Unterstellung, mir grenzwertige Neigungen nahezulagen. Das gehört sich grundsätzlich nicht und auch nicht in ein Forum. Mäßige dich und diskutiere ordentlich.

Es ist ein starker Unterschied, ob ich Sympathien für bestimmte Verhaltensweisen habe oder ob ich diese selbst für mich in Erwägung ziehe. Unterscheide hier bitte ganz klar. Dann - aber erst dann kann weiter diskutiert werden. Dein Verhalten ist hier insofern als grenzwertig anzusehen.
Ok, dann ändere ich meine Formulierung:
Du neigst nicht zu Selbstjustiz, du sympathisierst (oder tolerierst) nur mit (einigen) Menschen die Selbstjustiz begehen und hast Sympathien für bestimmte strafbaren Verhaltensweisen.
Und du bist charakterstark genug es nur bei der Sympathie zu belassen und geistig gereift genug, diese Trennschärfe auch im eigenem Handeln umzusetzen und wirst nicht im falschen Moment, aufgrund dieser Gefühle, fünfe Grade sein lassen.
Zitat
Des Weiteren halte Abstand davon, nur in Erwägung zu ziehen, ich würde im Rahmen meiner Tätigkeit im öD nicht die Gesetze achten.
Will und wollte ich nicht, ich drum habe folgendes vorangestellt
Dann überdenke deine Wortwahl,
Und wenn du zwischen Schwarzarbeit und Steueroptimierung im gesetzlichen Rahmen nur eine Formalität siehst, dann finde ich es bedenklich und bekommen das Gefühl, dass du diese Grenzen nicht immer erkennst oder dich nur in der Formulierung vergriffen hast.
Ich gehe nun von letzterem aus.
Ich persönlich sehe aber weiterhin systematische Steuerhinterziehung (z.B. Schwarzarbeit) nicht als Kavaliersdelikt an. Und finde, dass die Auslöser dieser illegalen Verhaltensweisen stärker bestraft werden müssen.
Ich erkenne durchaus strafmildernde Umstände an (z.B. die illegale Pflegerin für Omi), gehe aber nicht so weit, dass ich mit dieser Handlungsweise sympathisiere.
Da haben wir halt zwei unterschiedliche Standpunkte.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.01.2020 11:51

Ich persönlich sehe aber weiterhin systematische Steuerhinterziehung (z.B. Schwarzarbeit) nicht als Kavaliersdelikt an. Und finde, dass die Auslöser dieser illegalen Verhaltensweisen stärker bestraft werden müssen.
Ich erkenne durchaus strafmildernde Umstände an (z.B. die illegale Pflegerin für Omi), gehe aber nicht so weit, dass ich mit dieser Handlungsweise sympathisiere.
Da haben wir halt zwei unterschiedliche Standpunkte.

Nö, die Standpunkte sind womöglich völlig gleich. Du interpretierst nur zu viel in den Text hinein, was dort so nicht steht. Denn genau um solche "aufstockende" Schwarzarbeit, wie du gerade erwöhnst, geht es mir. Nicht um das ganze Potpourri an Möglichkeiten, vor allem nicht von Arbeitgebern, die so etwas großflächig durchführen.

Die Bestrafung der Auslöser solltest Du dir aber noch mal überlegen. Eine persönliche Haftung für Politiker ist nicht opportun.

Es ist doch Alltag in meinem Bekanntenkreis, auch von Polizisten und Juristen, daß z. B. die Verfolgung von Cannbibas endlich der Vergangenheit angehören soll, dennoch wird dies im Alltag mit extrem großen Aufwand und extrem mäßigem Erfolg verkauft.

Bau hier keine moralischen Grenzgräben auf, wo diese nicht hingehören.

Aber man sollte zum eigentlich Thema zurückkehren.

Meine Forderung: alleiniger und einseitiger Abschluss durch die Arbeitgeber, damit bin ich immer besser gefahren.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 12:40
Du interpretierst nur zu viel in den Text hinein, was dort so nicht steht.
Deswegen habe ich dich auf deine Wortwahl hingewiesen. Und du hättest es differenzierter klar stellen können.
Anstelle diese Darstellung als geblubber zu titulieren.
Zitat
Dann überdenke deine Wortwahl,

wer bei strafbaren Handlungen von öfters gerechtfertigter Notwehr spricht, also der rechtfertigt illegales Handeln, er akzeptiert und toleriert damit diese Form der Steuerhinterziehung und stellt sich damit bewusst außerhalb des Rechtes.

Das man es bei einigen Arbeitnehmern menschlich nachvollziehen kann, dass sie in diese Form der Illegalität abgleiten, ist eine anderes Ding (wobei sie es nicht tun müssen um zu überleben, sie wollen halt nur mehr Geld verdienen).
Und bei wenigen AGs dieser Schwarzarbeit kann ich es auch noch menschlich nachvollziehen (ja die Osteuropa Pflegekraft für Omi ist halt nicht legal zubekommen).

Das ist aber die Ausnahme und nicht die Mehrheit, die Mehrheit will sich nur bereichern, weil sie unsere Steuer\Sozialsystem scheiße finden und sich ihre eigene Regeln aufbauen.
Selbstjustiz halt.
Lies diese Geblubber nochmal und denke darüber nach. Für mich ist gerade "aufstockende" Schwarzarbeit durchaus eine Form der Selbstjustiz. Mit der man keine Sympathie empfinden sollte, auch wenn man sie in einigen Fällen nicht als schwerwiegend, weil nicht auf reine Bereicherung ausgelegt ansieht, sondern eine aus der Sicht der Handelnden eine Reaktion auf das versagen des Staates ein gerechtes Steuersystem zu entwickeln (und man sich moralisch in einer Notwehrsituation wähnt). Das kann man leicht nachvollziehen. 
(Die nicht "aufstockende" Schwarzarbeit ist reinweg nur eine Straftat.)
Allerdings:
Für mich ist es ein meilenweiter Unterschied für etwas Sympathie zu hegen (es also gut heißen) oder etwas nachzuvollziehen (und tendenziös fünfe Grade sein zu lassen).
Diesen Unterschied hast du sprachlich nicht ausgedrückt und es kam so rüber als ob du ein solches handeln ("aufstockende" Schwarzarbeit) gut heißt.
Und da steigt bei mir halt die Fantasie hoch, dass man es nicht nur gut heißt, sondern auch nahe dran ist es zu unterstützen und da habe ich durchaus einen moralischen Grenzgraben.

Zurück zum Thema:
JSZ x% für alle gleich (damit es keine HG Verwerfungen gibt)
3% für alle.
und am wichtigsten (aber teilweise außerhalb TVöD):
Öffnungsklauseln für die AG, das sie beliebig übertariflich zahlen können bzw. freie Wahl bei der Gewährung von Zulagen bekommen.
(im TV-L gibt es ja den §16.5, Bund §16.6)
 mit einer Ergänzung, die sich nicht nur auf Stufen sondern auch auf höhere EG bezieht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.01.2020 13:30
Der einzige entscheidenden Satz, ist das die hier irgendwo die Fantasie hochsteigt.

Danke also für die Bestätigung. Ansonsten lass es bitte mit deiner - auch noch fehlschlagenden Kritik - die hier in diesem Strang auch nichts zu suchen hat.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MalZu am 05.01.2020 14:24
Neben der Erhöhung der Entgeltung ( E1 bis E8: 4-5 % )  (E 9 ff.: > 9 %) sollten sich : Verantwortung ( über das Leben von schwer kranken Pat.) und Bedeutung der Tätigkeit ( Gesundheit der Bevölkerung) wieder   finanziell herausragend abbilden!


Die Verantwortung über das Leben liegt bitte schön beim Menschen selbst. Sollte er dies aufgrund von Krankheit und Gebrechen nicht ausüben können, wäre ein Betreuer, am besten ein naher Angehöriger, zu bestellen.

Was sind das hier für Lebensauffassungen?

z.B. "Heilberufe"!
Liebe Grüße!
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MalZu am 05.01.2020 14:27
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen,
Und da ich neulich eine Anzeige gesehen habe, wo der Mangel an Köchen als Fachkräftemangel tituliert wurde, weiß ich nicht mehr, was man mit Fachkraftmangel eigentlich meint.
Fachkraft=ausgebildete Arbeitskraft?
Zitat


Antwort von MalZu::
Und dieser "Mangel" wird sich zementieren, solange ein Transferleistungsbezug ( vor allem für Familien ) finanziell besser gestellt ist!
Dies äußern Arbeit suchende Menschen ganz offen !
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 05.01.2020 14:53

z.B. "Heilberufe"!
Liebe Grüße!

Und die haben eine Verantwortung über das Leben anderer Menschen?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 18:35
Der einzige entscheidenden Satz, ist das die hier irgendwo die Fantasie hochsteigt.

Danke also für die Bestätigung. Ansonsten lass es bitte mit deiner - auch noch fehlschlagenden Kritik - die hier in diesem Strang auch nichts zu suchen hat.
Welche fehlgeschlagene Kritik? Dass ich es merkwürdig finde, wenn Menschen (insbesondere welche die im öD arbeiten) mit Gesetzesbrechern sympathisieren? Und dies undifferenziert tun?
Das festzustellen hat in diesem Forum in jedem Strang was zu tun.

z.B. "Heilberufe"!
Liebe Grüße!

Und die haben eine Verantwortung über das Leben anderer Menschen?
Nein, nicht Verantwortung über das Leben, sie können aber verantwortlich sein, ob jemand überlebt oder stirbt. Vielleicht ist ja das von malzu gemeint.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 19:00
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen,
Und da ich neulich eine Anzeige gesehen habe, wo der Mangel an Köchen als Fachkräftemangel tituliert wurde, weiß ich nicht mehr, was man mit Fachkraftmangel eigentlich meint.
Fachkraft=ausgebildete Arbeitskraft?
Antwort von MalZu::
Und dieser "Mangel" wird sich zementieren, solange ein Transferleistungsbezug ( vor allem für Familien ) finanziell besser gestellt ist!
Dies äußern Arbeit suchende Menschen ganz offen !
Ob finanziell bessergestellt lasse ich mal im Raum stehen. (Da gibt es nur wenige Konstellationen wo dieses zutrifft).
Auf alle Fälle müsste mehr von selbstverdienten Geld anrechnungsfrei bleiben, damit es sich auch finanziell lohnt dazu zu verdienen und man nicht in die illegalität der Schwarzarbeit abdriftet.
Alleinerziehende die halbtags ne E3 Stelle machen haben nur ~200€ mehr als die Harzer die zuhause liegen bleiben, das halt ich in der Tat für sehr wenig anreiz.


Ansonsten, bin ich jedoch der Meinung, dass solche minderbemittelten Menschen (die lieber harzen, als arbeiten) keine Fachkräfte werden können bzw. sollten (mit dieser Grundeinstellung), da sie eben nicht viel verstanden haben und wahrscheinlich nur minderwertige Leistungen erbringen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 05.01.2020 19:05
Zitat
Die Steuereinnahmen belaufen sich für 2019 insgesamt auf gut 796 Milliarden Euro.
Bis 2024 sollen sie auf 935 Milliarden Euro steigen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/2019-steuerschaetzung-november-101.html

Also wird die Schraube im Jahr 2020 bis 2023 um 17,5 % angezogen?

Wäre es da nicht gerecht wenn die Arbeitnehmer in diesen 4 Jahren (2020,2021,2022,2023) mindestens 17,5 % mehr Gehalt erhalten, also knapp 4,38 % pro Jahr mehr Gehalt.
Dann wären es aber um 18,70 angestiegen
als ehere 4,11% pro Jahr und dann auch nur wenn die Ausgaben sich nicht verändern.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 07.01.2020 09:09


https://www.welt.de/wirtschaft/article204808922/Fat-Cat-Day-Jetzt-verdient-Ihr-Chef-mehr-als-Sie-im-ganzen-Jahr.html

Wie nennt man den Tag an dem das Tarifergebnis verkuendet wird?

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 07.01.2020 09:24
Perspektivisch bekommt der Pöbel seine 30 bis 40 Prozent Gehaltszuwachs, allerdings nur im Stundenlohn. Womöglich durch den Gesetzgeber.

Finnland prescht da gerade vor mit der 4 Tage - Woche bei 6 Stunden, Schweden ist dort auch schon aktiv. Ich denke das Rennen bezüglich effizienter Arbeit gewinnt der Gesetzgeber.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: TV-Ler am 07.01.2020 09:25
Wie nennt man den Tag an dem das Tarifergebnis verkuendet wird?
Poor Cat Day  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: FGL am 07.01.2020 09:30
Nun, wenn man illegales Handeln toleriert, dann sei es so.
Uli Hoeneß sehen ja auch einige als Opfer an.
Im Rahmen der "Paradise Papers" hieß es zur Begründung, dass die Daten der legalen Steueroptimierungsmaßnahmen öffentlich gemacht werden, dass nicht alles was legal ist auch legitim sei. Dann muss umgekehrt auch nicht alles was illegal ist illegitim sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 07.01.2020 10:54
Im öffentlichen Dienst fehlen 300.000 Mitarbeiter

Quelle:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-01/deutscher-beamtenbund-stellen-oeffentlicher-dienst-mitarbeiter
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: RsQ am 07.01.2020 11:08
Im öffentlichen Dienst fehlen 300.000 Mitarbeiter

Quelle:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-01/deutscher-beamtenbund-stellen-oeffentlicher-dienst-mitarbeiter

Na ja, der DBB ist beim Thema sicher keine unabhängige Quelle. Wo/wie wurde die Zahl ermittelt? Sicher gibt es Bedarf - aber der wird wohl etwas unterhalb der 300.000 liegen.

Und wenn man hier im Forum die mitunter hanebüchenen Stories rund um Ausschreibungen, Bewerbungen, Einstellungen & Co. liegt, scheint es dem öD in Gänze immer noch vergleichsweise gut zu gehen ...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 07.01.2020 11:57

Und wenn man hier im Forum die mitunter hanebüchenen Stories rund um Ausschreibungen, Bewerbungen, Einstellungen & Co. liegt, scheint es dem öD in Gänze immer noch vergleichsweise gut zu gehen ...

Bitte nicht verallgemeinern.

Hier wird jetzt seit fast 2 Jahren immer wieder eine Bautechniker Stelle ausgeschrieben, ohne das jemals eine Bewerbung abgegeben wurde.

Und es ist nicht mal so, dass wie so oft der AG geizig oder gar rechtswidrig wenig bezahlen will, es ist tatsächlich mal eine 9b, was der Tätigkeit in meinen Augen auch angemessen wäre.

Aber im Bereich Bau / IT kann der ÖD einfach mit dem Gehältern der FW nicht mehr mithalten. Wenn man nicht grad wen findet, der unbedingt im ÖD arbeiten will wegen anderer Vorteile, dann hat man es schwer.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 07.01.2020 12:00

Und es ist nicht mal so, dass wie so oft der AG geizig oder gar rechtswidrig wenig bezahlen will, es ist tatsächlich mal eine 9b, was der Tätigkeit in meinen Augen auch angemessen wäre.


Bei uns gibt's/gabs dafür nur eine E7. Dementsprechend bewirbt sich auch keiner ::)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 07.01.2020 12:06

Und es ist nicht mal so, dass wie so oft der AG geizig oder gar rechtswidrig wenig bezahlen will, es ist tatsächlich mal eine 9b, was der Tätigkeit in meinen Augen auch angemessen wäre.


Bei uns gibt's/gabs dafür nur eine E7. Dementsprechend bewirbt sich auch keiner ::)

Bei einem Bautechniker der sich auf E7 bewirbt wäre ich sowieso vorsichtig, weil mit dem irgendwas nicht stimmen muss :D

In der Baubranche werden immer mehr Bautechniker für eigentliche Ingenieursaufgaben eingestellt, weil es auch viel zu wenig Ingenieure gibt. Ein entsprechend gutes Gehalt bekommen sie dann auch.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 07.01.2020 15:39


Finnland prescht da gerade vor mit der 4 Tage - Woche bei 6 Stunden, Schweden ist dort auch schon aktiv. Ich denke das Rennen bezüglich effizienter Arbeit gewinnt der Gesetzgeber.

In Finnland merkt man halt, dass dort eine neue Generation "an der Macht" ist. Premierministerin und die meisten ihrer Ministerinnen sind doch alle um die 30-35 oder ?

Bei uns wird sowas die nächsten 10-20 Jahre nicht passieren. In dem Punkt sind wir Deutschen einfach zu altbacken und festgefahren. Hier hat doch jeder Angst vor dem Fortschritt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Lars73 am 07.01.2020 15:43
Wobei Finnland nach meinen Verständnis nicht unbedingt von Lohnausgleich ausgeht.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 07.01.2020 15:47
Im öffentlichen Dienst fehlen 300.000 Mitarbeiter

Quelle:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-01/deutscher-beamtenbund-stellen-oeffentlicher-dienst-mitarbeiter
Das Bild in dem Artikel zeigt wo die Sanierung anschlagen müsste, Regale voller Papierweiser......
lach mich weg.
Aber Silberbach hat ja auch das angemerkt....
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: was_guckst_du am 07.01.2020 15:48
...und in Finnland die Angelegenheit noch nicht konkret is, sondern erstmals überhaupt diskutiert wird und in dieser Diskussion schon vor den Koasten gewarnt wird...
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 07.01.2020 16:58
Nach den bisherigen Studien und Experimenten kostet eine 24 bis 30 Stunden nichts, sondern bringt Wohlstand.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 07.01.2020 17:21
Nach den bisherigen Studien und Experimenten kostet eine 24 bis 30 Stunden nichts, sondern bringt Wohlstand.
Klingt spannend.
Bei vollen Lohnausgleich oder moderaten Lohnsenkung?
Wurden die Studien eigentlich auch mit dem Menschentypus Beamter / Angestellter im öD gemacht?
Wurde von den Menschen in den Studien denn die gleiche Wochenarbeitsleistung eingefordert?
Oder haben die freiwillig eine höhere Stundenarbeitsleistung erbracht?
Gilt das auch für die armen Menschen die an getakteten Arbeitsplätzen (Fliesband z.B.) arbeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 07.01.2020 19:01
Natürlich voller Lohnausgleich, eher plus, da die Effizienz über bisherigen vollschichten Tätigkeit liegt.

Fließbandarbeit und ähnliche Tätigkeiten sind leider nicht inkludiert, das geht weiter nur mit voller Arbeitszeit bei gleichem Lohn.

Praxistests haben die Sinnhaftigkeit bewiesen. Ebenso wie die Unmöglichkeit, mehr als sechs Stunden konzentriert zu arbeiten.

Fraglich ist, ob es nur AG - freundlich ist oder auch für den AN. Wie hier im Forum zu sehen, können viele Personen im ÖD mit ihrer Freizeit nichts anfangen oder haben vielleicht bedenken, zu viel zu haben. Ich denke schon, daß die Scheidungsraten nach EInführung der gesetzlichen 30 Stunden - Woche als Maximum nach oben gehen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Brownyy am 07.01.2020 19:28


https://www.welt.de/wirtschaft/article204808922/Fat-Cat-Day-Jetzt-verdient-Ihr-Chef-mehr-als-Sie-im-ganzen-Jahr.html


Der Artikel ist schlicht nutzlos für den ÖD. Im ÖD arbeitet der AL, SGL, oder was auch immer überspitzt gesagt bis tief in den Dezember, bis er das Jahresgehalt eines Sachbearbeiters erwirtschaftet hat. Grausame Welt. Von Topmanagern im ÖD zu sprechen ist sowieso grundsätzlich unmöglich.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 07.01.2020 19:45
Als kleiner Rückblick mal in die Runde gefragt,
ward Ihr mit der letzten Tarifrunde / Ergebnis zufrieden,
man hat ja sehr oft lesen können das dies ein großer Erfolg war,
ich meine sogar die Medien haben davon berichtet.

War das wirklich der große Stoß für alle?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 07.01.2020 21:06
Natürlich voller Lohnausgleich, eher plus, da die Effizienz über bisherigen vollschichten Tätigkeit liegt.
Du meinst man schafft mehr Arbeit pro Monat als vorher?
Zitat
Praxistests haben die Sinnhaftigkeit bewiesen.
Hast du da mal ein paar Quellen?
Zitat
Fraglich ist, ob es nur AG - freundlich ist oder auch für den AN.
Nun Arbeitsverdichtung ist da natürlich klar vorhanden. Der AG hat ja keinen Vorteil, weil er ja gleiches Geld für gleiche Monatsleistung bezahlt.
Er könnte vielleicht Büroräume sparen, aber was denn sonst noch?
Zitat
Wie hier im Forum zu sehen, können viele Personen im ÖD mit ihrer Freizeit nichts anfangen oder haben vielleicht bedenken, zu viel zu haben.
Nun, das läßt sich ja dadurch regel, dass die leute für den Plausch in der Frühstückspause eben ausstempeln müssen und nach der Arbeit noch gemütlich in der Büroteestube ihre Zeit abhocken, wenn sie Angst haben zuhause zum Hausdrachen zu müssen.  8)
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 07.01.2020 23:23
Als kleiner Rückblick mal in die Runde gefragt,
ward Ihr mit der letzten Tarifrunde / Ergebnis zufrieden,
man hat ja sehr oft lesen können das dies ein großer Erfolg war,
ich meine sogar die Medien haben davon berichtet.

War das wirklich der große Stoß für alle?

Besser als das räudige Ding, dass sich TV-L schimpft.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 08.01.2020 07:55
Als kleiner Rückblick mal in die Runde gefragt,
ward Ihr mit der letzten Tarifrunde / Ergebnis zufrieden,
man hat ja sehr oft lesen können das dies ein großer Erfolg war,
ich meine sogar die Medien haben davon berichtet.

War das wirklich der große Stoß für alle?

Als großen Wurf oder gar innovativ empfunden hatte ich es nicht.

Ich persönlich gehörte zu jenen, die mit am wenigsten von den Entgelterhöhungen profitierten, meckern kann ich aber nicht. Hatte ohnehin keine exorbitanten Steigerungen erwartet.

Ein wenig auf den Nerv ging mir nur das jedes Mal gleiche Schauspiel, das fast schon wie einstudiert wirkt: Forderungen, Forderungen werden abgelehnt, Gegenforderungen, Gegenforderungen werden abgelehnt, erste und zweite Verhandlungsrunde jeweils ohne Ergebnisse, die dann - welch Zufall - erst in einer dritten Runde erzielt werden, vorher noch so ein bisschen Streik eingestreut und am Ende gibt's halt ein paar Prozentpunkte Entgelterhöhung, wie beim letzten Mal auch. Vielleicht ist dieses ganze Procedere nötig, um überhaupt Ergebnisse zu erhalten, mich selber macht das aber eher gleichgültig gegenüber den Ergebnissen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kryne am 08.01.2020 08:39
Also in Schweden wird auch seit langem zumindest der 6 Stunden Tag getestet. Meistens mit großem Erfolg.

Eine Toyota Werkstatt hat die Arbeit in 8 Stunden nicht mehr gepackt, wegen der hohen Nachfrage. Die haben umgestellt vom 8 Stunden Tag auf einen 12 Stunden Tag, mit je zwei 6 Stunden Schichten. Natürlich mit vollem Lohnausgleich.

Das erste Quartal direkt nach der Umstellung, war das erfolgreichste jemals. Die Mitarbeiter waren konzentrierter. Die Arbeitsqualität stieg an, natürliche Pausen haben sich reduziert und der Krankenstand hat enorm nachgelassen.

Ein Altenheim in Göteborg hat ebenso das Modell getestet. Ergebnis war eine enorme Verbesserung bei der Patientenbetreuung und ebenfalls ein enormer Rückgang beim Krankenstand. Es mussten zwar 14 neue Pfleger angestellt werden, was Mehrkosten von ca. 1 Millionen entspricht. Dieses Geld konnte aber zur Hälfte an anderer öffentlicher Stelle eingespart werden immerhin, durch eingesparte Sozial und Arbeitslosenkosten, da man neue Stellen geschaffen hat und dadurch das man weniger Überstunden zahlen musste, weil die Arbeit viel besser verteilt war. (Das Altenheim ist ein staatliches)

Im staatlichen Altenheim, wurden die Stunden inzwischen wieder erhöht (ich finde leider keine Angaben ob es zurück zum 8 Stunden Tag ging), weil die politische Opposition die Personalkosten im Wahlkampf ausschlachten wollte bzw. ausgeschlachtet hat.



Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: armerknecht am 08.01.2020 08:44
Mietpreiserhoehung, Benzinpreiserhoehung, Strompreiserhoehung, Lebensmittelpreisanstieg usw. werden schnell dafür sorgen das die naechste Erhoehung verpufft?
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 08:45
War das wirklich der große Stoß für alle?
Nein, zuwenig Maßnahmen um den AG mehr Möglichkeiten zu geben, zielgerichtet leistungsfähiges Personal anzuwerben, wo man regional und/oder bzgl. Berufsgruppe nicht mit den Mitbewerbern mithalten kann.
Da hätte ich mehr vom AG erwartet.
Der BUND zeigt ja gerade, dass er außertariflich durchaus die Tasche aufmachen kann, da stehen dann die Kommunen noch dööfer da.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 08:47
Mietpreiserhoehung, Benzinpreiserhoehung, Strompreiserhoehung, Lebensmittelpreisanstieg usw. werden schnell dafür sorgen das die naechste Erhoehung verpufft?
Da hast du einen Gedankenfehler! Denn nur zum Ausgleich der steigenden Kosten sind die Erhöhungen gedacht.
Oder warum sollte man dir mehr Geld geben, für mehr Leistung? Die Lohnerhöhung bekommst du durch höhere EG.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: MrRossi am 08.01.2020 08:55
Mietpreiserhoehung, Benzinpreiserhoehung, Strompreiserhoehung, Lebensmittelpreisanstieg usw. werden schnell dafür sorgen das die naechste Erhoehung verpufft?
Da hast du einen Gedankenfehler! Denn nur zum Ausgleich der steigenden Kosten sind die Erhöhungen gedacht.
Oder warum sollte man dir mehr Geld geben, für mehr Leistung? Die Lohnerhöhung bekommst du durch höhere EG.
Als Ausgleich für allg. Arbeitsverdichtung durch zunehmend unbesetzte Stellen wäre schon denkbar.
Auch Erhöhungen durch die gute Wirtschaftlage werden als Grund herangezogen, es wird nicht pauschal auf den Inflationsausgleich abgestellt. Dieses sollte das Minimalziel sein.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 08:57
Als kleiner Rückblick mal in die Runde gefragt,
ward Ihr mit der letzten Tarifrunde / Ergebnis zufrieden,
man hat ja sehr oft lesen können das dies ein großer Erfolg war,
ich meine sogar die Medien haben davon berichtet.

War das wirklich der große Stoß für alle?

Besser als das räudige Ding, dass sich TV-L schimpft.
Naja da gibt es wenigsten den §16.5
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Spid am 08.01.2020 09:04
Abgesehen davon, daß es im TVÖD-K sowie in der Fassung des TVÖD für den Bund die entsprechende Regelung gibt, erschließt sich mir nicht, was so toll an einer jederzeit einseitig widerrufbaren Zulage sein soll.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 08.01.2020 09:21
Mietpreiserhoehung, Benzinpreiserhoehung, Strompreiserhoehung, Lebensmittelpreisanstieg usw. werden schnell dafür sorgen das die naechste Erhoehung verpufft?

Bei mir ist der Sprit wesentlich günstiger geworden! So war Diesel noch vor 16 Jahren 25 Cent günstiger als Benziner, heute sind es nur noch 2 Cent ;)

@wasdennnun:

Einige Beispiele für Effizienzsteigerungen wurden schon genannt. Man muss vielleicht einfach mal in seinem Umfeld schauen: Maria N., Peter T und Hans V. - alle auf 28 bis 30 Stunden runter gegangen und leisten in etwa gleich viel wie früher. Es geht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen halt nicht mehr als sechs Stunden. Wo es mit der Brechstande durchgezogen wird, wie bei der Fließbandarbeit geht das auf die Lebenserwartung.

Aber ich hege keine große Hoffnungen, selbst die Premiumbereiche wie Metall und Chemie sind ja bei 35 Stunden stehen geblieben.

Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Bastel am 08.01.2020 09:37

Aber ich hege keine große Hoffnungen, selbst die Premiumbereiche wie Metall und Chemie sind ja bei 35 Stunden stehen geblieben.

35h Woche wäre für den Öff. Dienst schon ein großer Erfolg. Ich höre die Bild Zeitung schon schreien: "Die faulen Beamten!"
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Kaffeetassensucher am 08.01.2020 09:40
Mietpreiserhoehung, Benzinpreiserhoehung, Strompreiserhoehung, Lebensmittelpreisanstieg usw. werden schnell dafür sorgen das die naechste Erhoehung verpufft?

Mietpreis … derzeit keine Erhöhung absehbar (keine Garantie, aber in einer Hochmietpreiszone steht meine Wohnung halt auch nicht)
Benzinpreiserhöhung … bin ich höchstens indirekt von betroffen, z. B. wenn die Stadtwerke den Sprit für den Bus auch aufs Jobticket umlegt
Lebensmittelpreisanstieg … ich gebe zu, ich leiste mir mittlerweile mehr als noch vor ca. 3 Jahren, da ich vor 3 Jahren aber auch überlebt habe, sollte ein Zurückfahren nicht lebensbedrohlich sein

Und selbst wenn die Entgelterhöhung durch diese höchst individuellen Kostenerhöhungen aufgefressen würden, Wasdennnun hat ja bereits klargestellt, dass eben hierzu die Entgelterhöhung ja gedacht ist. Mehr erwarte ich nicht, bin über eine darüber hinausgehende Erhöhung aber auch nicht unglücklich und schon gar nicht über noch ganz andere Verbesserungen für mich als Arbeitnehmer.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: Dude23 am 08.01.2020 10:29
Also in Schweden wird auch seit langem zumindest der 6 Stunden Tag getestet. Meistens mit großem Erfolg.

[...]

Ein Altenheim in Göteborg hat ebenso das Modell getestet. Ergebnis war eine enorme Verbesserung bei der Patientenbetreuung und ebenfalls ein enormer Rückgang beim Krankenstand. Es mussten zwar 14 neue Pfleger angestellt werden, was Mehrkosten von ca. 1 Millionen entspricht. Dieses Geld konnte aber zur Hälfte an anderer öffentlicher Stelle eingespart werden immerhin, durch eingesparte Sozial und Arbeitslosenkosten, da man neue Stellen geschaffen hat und dadurch das man weniger Überstunden zahlen musste, weil die Arbeit viel besser verteilt war. (Das Altenheim ist ein staatliches)

Ich halte das grundsätzlich auch für eine sehr gute Idee und denke, dass man hiervon in Zukunft öfter hören wird. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis dieses Vorgehen in der Privatwirtschaft salonfähig wird. Die meisten Arbeitgeber sind diesbezüglich leider noch rückständig in der Denke. Aber für den öffentlichen Bereich halte ich das sowieso für erstmal nicht durchsetzungsfähig. Das wird erst funktionieren können, wenn eine solche Regelung für weite Teile der Privatwirtschaft gilt und für die breite Öffentlichkeit als fast normal gilt. Vorher wird das, ganz davon abgesehen, dass die ö.-r. Arbeitgeber meist noch rückständiger sind, schon alleine am Widerstand der Öffentlichkeit gegenüber der Politik scheitern. Weil "die arbeiten ja eh nix".
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 11:43
Abgesehen davon, daß es im TVÖD-K sowie in der Fassung des TVÖD für den Bund die entsprechende Regelung gibt, erschließt sich mir nicht, was so toll an einer jederzeit einseitig widerrufbaren Zulage sein soll.
Tja, das fehlen einer solchen ist schlechter als eine widerruflichen.
Schon toll wenn man mehr Geld bekommt, weil der AG es machen kann.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 11:50
@wasdennnun:

Einige Beispiele für Effizienzsteigerungen wurden schon genannt. Man muss vielleicht einfach mal in seinem Umfeld schauen: Maria N., Peter T und Hans V. - alle auf 28 bis 30 Stunden runter gegangen und leisten in etwa gleich viel wie früher. Es geht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen halt nicht mehr als sechs Stunden.
Ja, aber mein Umkehrschluss ist der, dass dann halt ein groh der Leute (so wie jetzt auch schon) weiterhin 6h effizient arbeiten und eben die Pausen, die sie jetzt bezahlt bekommen, in die Freizeit verlagern
und die anderen halt 20% weniger Leistung abliefern.
Was viel in den Beispielen zur Effizientssteigerung führt, dass man Meetings kurz und knackig und ohne Kaffeeklatsch abhält etc...
Und wenn man von wissenschaftliche Erkenntnissen und Studien redet, würde ich mich freuen, wenn man da auch ein paar echte und konkrete anbringt. Damit man echtes Argumentationsfutter hat.
Einzelne Interviews oder andere Beispiele sind da leider nicht viel Wert.
Zitat
Wo es mit der Brechstande durchgezogen wird, wie bei der Fließbandarbeit geht das auf die Lebenserwartung.
Ja, leider.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: BAT am 08.01.2020 12:05
Der Mensch ist keine Maschine und nicht alle Arbeitsbereiche sind gleich. Prognosen sind immer schwierig, gerade wenn sie in die Zukunft gerichtet sind ;)

Öffnungszeiten sind auch ein Thema, gerade in der Dienstleistung.

Dennoch: man stelle sich vor, man braucht NULL Kinderbetreuung bei zweimal Vollzeit und zusammen 48 Stunden. Was das sparen kann. Das ganze mit mehr Geld als zuvor. Alle Zuwanderungsbedarfe an Fachkräften hätten sich erledigt.

Das Ergebnis ist einfach zu verlockend, um es nicht mal zu testen.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 12:13
Der Mensch ist keine Maschine und nicht alle Arbeitsbereiche sind gleich. Prognosen sind immer schwierig, gerade wenn sie in die Zukunft gerichtet sind ;)
Deswegen habe ich ja weiter oben nach entsprechenden differenzierenden Informationen und echten Studien gefragt.
Titel: Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
Beitrag von: WasDennNun am 08.01.2020 12:21
Öffnungszeiten sind auch ein Thema, gerade in der Dienstleistung.
Und das wird dann für den AG nur mit Kostensteigerungen (weil mehr Personal)
oder Lohnverzicht für AN (weil mehr Personal, aber AG in der summe nicht für m