Forum Öffentlicher Dienst

offene Foren => allgemeine Diskussion => Thema gestartet von: clarion am 16.03.2020 21:14

Titel: Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 16.03.2020 21:14
Hallo,

mich würde interessieren, welche Vorsichtsmassnahmen und Rücksichtnahmen in Eurer Behörde getroffen werden.

Bei uns teilen zwei Landesbehörden ein Haus. Beide Behörden zusammen etwa 70 Leute. Es gibt ein absolutes Dienstreiseverbot und keinen Publikumsverkehr mehr.

Home Office ist nicht angeordnet. Das ginge ohnehin nur bei denen, die sowieso Telearbeit machen. Es gibt einige wenige weitere Laptops, mit denen man ohne VPN Zugang zu Hause bedingt Offline arbeiten könnte. Eltern sollen sich um anderweitige Betreuungsmöglichkeit kümmern. Nur im Ausnahmefall ist Antrag auf Sonderurlaub möglich. In der andere Behörde im Haus ist es ähnlich.

Heute hatten mehrere Kollegen Kinder im Grundschulalter mit, die Hausaufgaben gemacht haben. Die wollen jetzt aber alle Antrag auf Sonderurlaub stellen.

Beide Behörden sind nur sehr bedingt systemrelevant. Wenn eine bestimmte IT Infrastruktur aufrecht erhalten bleibt, dann dürfte nichts anbrennen. Dazu sind aber weniger als 10 Leute notwendig.

Ich denke man könnte das Infektionsrisiko noch deutlich senken durch gruppenweise Schichtarbeit, z.B. Wechsel zwischen geraden und ungeraden Tagen oder sogar kompletter Freistellung.

Wie wird das bei Euch gehandhabt?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: inter omnes am 17.03.2020 07:05
Bei uns wird - soweit kurzfristig möglich - verstärkt auf Telearbeit zurück gegriffen, soweit Eltern trotz aller Anstrengungen keine Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder finden, wird bei TB und Beamten gleichermaßen unter Fortzahlung der Bezüge b.a.w. Dienstbefreiuung gewährt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kat am 17.03.2020 07:22
Publikumsverkehr nur gegen Termin und in dringenden Fällen. Dienstbesprechungen und Verabschiedung einer Kollegin, die in Rente geht, sind abgesagt. Haus ist abgeschlossen, damit niemand im haus rumläuft, der keinen Termin hat.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Nice am 17.03.2020 11:13
Laut Geschäftsführung soll jeder, der kann, von zuhause arbeiten. Ob es möglich ist, entscheidet der direkte Vorgesetzte. Prinzipiell aber möglich, da jeder Mitarbeiter einen Laptop hat und bei Bedarf VPN erhält.
Home Office Zeitbuchungen können nun vom Mitarbeiter gebucht werden, ohne dass der Vorgesetzte noch zustimmen muss.
Publikumsverkehr ist ausgeschlossen. Dienstreisen und Fortbildungen sind abzusagen außer in absoluten Ausnahmefällen, die einer Genehmigung der oberen Riege bedürfen.
Meetings und Termine dürfen nur noch per Videotelefoniesoftware abgehalten werden.
Wenn Kinder nicht betreut werden können trotz nahezu ganzbetrieblichen Anspruchs auf Notbetreuung und zuhause arbeiten nicht möglich ist, kann vorerst bis zu 5 Tage bezahlt freigestellt werden.

Wenn ich hier so durch die Gebäude laufe, ist maximal ein Drittel der Mitarbeiter noch da. Die warten vermutlich alle noch auf die Einrichtung von VPN, genauso wie ich.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 17.03.2020 17:20
- Alle Fortbildungen und Seminare sind ausgesetzt
- keinerlei Publikumsverkehr mehr, selbst Leute von landeseigenen Betrieben, mit denen wir oft zusammenarbeiten, dürfen nicht mehr rein.
- Keine Dienstreisen mehr, außer sie sind absolut notwendig. Außendiensttätigkeiten sind erlaubt, solange man sich nicht mit vielen Personen trifft und Verhaltensregeln eingehalten werden (Abstand halten).
- wer aus Risikogebieten kommt oder Verdacht auf COVID-19 hat, soll Heimarbeit machen
- Kernzeiten u.ä. werden ausgesetzt, damit ist nach Absprache auch Arbeit an Wochenenden und sogar nachts möglich (aber ohne Zuschlagszahlungen)

Bei Betreung der Kinder: Alle tariflichen Regelungen bzw. beamtenregelungen dazu, inkl. "Kind-Krank-Tage" können genutzt werden, Sonderurlaub ebenso möglich, kann auch gesplittet werden auf halbe Tage. Vorhandene Arbeitszeitguthaben können voll genutzt werden, selbst wenn es zu mehr als nach DV eigentlich erlaubte Gleittage pro Jahr führt. In besonderen Härtefällen kann Home Office vereinbart werden.

Kernfunktionen und Kernteams wurden festgelegt, für den Fall, dass die ganze Behörde oder einzelne Dienststellen geschlossen werden. (von ca. 900 Mitarbeitern sind knapp 25 (inkl. vertretung) notwendig, um die Kernfuntkionen am laufen zu halten ;D)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Doraymefayzo am 18.03.2020 09:09
Wer bei uns keine Tätigkeit hat, die "systemrelevant" ist, soll von zu Hause aus arbeiten. Da bei uns die Anzahl an Notebooks für das Home-Office beschränkt ist, dürfen viele Mitarbeiter einfach zu Hause bleiben. Dafür muss weder Urlaub genommen werden noch Überstunden.
Ich sitze zur Zeit auch im Home-Office und durfte Gestern auf Grund von Netzwerkproblemen Däumchen drehen.
Heute funktioniert aber wieder alles.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: tumnus am 18.03.2020 14:53
Hallo,

bei uns findet viel Homeoffice statt. Da ich dies leider nicht kann, wurde ich gestern bis zum 3.4. unter Fortzahlung des Entgelt freigestellt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 18.03.2020 19:31
Hallo,

mittlerweile sind aufgrund des Alters und der Gesundheit Vorbelastete und Azubis ohne Home-Office-Verpflichtungen freigestellt. Es gab auch einen Idioten, der letztes Wochenende Kneipentour in Amsterdam gemacht hat. Der wurde auch sofort nach Hause geschickt. Ich hoffe, dass der  Urlaub hergeben muss. Unverantwortlich!!!

Die anderen machen im Wechsel Home Office und Präsenzarbeiten. Es sollen Max. 50% der MA im Gebäude sein. Dort gibt es die Auflage, Abstand zueinander zu halten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 18.03.2020 19:40
Hallo,

mittlerweile sind aufgrund des Alters und der Gesundheit Vorbelastete und Azubis ohne Home-Office-Verpflichtungen freigestellt. Es gab auch einen Idioten, der letztes Wochenende Kneipentour in Amsterdam gemacht hat. Der wurde auch sofort nach Hause geschickt. Ich hoffe, dass der  Urlaub hergeben muss. Unverantwortlich!!!


Es gilt immer noch "when in rome".
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Dakmer am 19.03.2020 12:41
Home Office gibt es bei uns kaum. Mobile Arbeit mit Technik gibt es auch kaum. Wir dürfen bei uns im Amt trotzdem Heimarbeit machen. Wir nehmen uns halt Papiere mit und lesen die. Jedes Amt macht das aber anders.
Ich bin zwei Tage im Büro und arbeite was ab bzw. bereite vor und den Rest der Woche bin ich zu Hause. Wir sollen nur die wichtigen Sachen machen.
Termine mit Bürgern oder Firmen sind verboten. Beratungen im Haus sind verboten. Außendienst geht nur ohne Bürgerkontakt. Seminare usw. sind verboten. Für Bürger ist der Zutritt zum Haus nicht gestattet, d. h. die Türen sind verschlossen.
Es gibt hier im Haus kein Desinfektionsmittel. Wir sollen uns nur gründlich die Hände waschen.
Notebooks sind bestellt....... Wann die kommen und wer die bekommt, weiß keiner. Handys sind auch bestellt....
Wir nehmen weder Urlaub noch Überstunden dafür.
Wenn ich die Berichte hier lese, staune ich schon. Viele haben viel Technik. Toll. Wir sind 500 Leute, aber der Fortschritt ist noch nicht angekommen. ;-)

 
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Alien1973 am 19.03.2020 12:59
Laptops haben wir auch nicht, Homeofice gibt's nicht.
Dafür ist jetzt endlich die Behörde für Bürger geschlossen. Da aber die Schlüssel der Mitarbeiter nicht an der Tür sperren sondern nur am Büro und der Zeiterfassungschip da auch nicht nützt, hockt jemand im Eingangsbereich und schickt die Leute wieder heim. Rein darf nur wer angemeldet ist und es wird dann dort angerufen und der Bürger wird abgeholt. Termine gibt's nur nach Genehmigung Amtsleitung, respektive Referatsleitung. Sprich momentan überhaupt keine!
Interne Besprechungen usw. sind bis auf weiteres Abgesagt, Abstand halten und Kontakte auch zu Kollegen soweit es geht nur per Telefon und E-Mail. Händewaschen nicht vergessen...  ::)

Mal schauen wie lange das so geht. Denke ab Montag haben wir ein neues Szenario...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 19.03.2020 13:21
Wenn ich die Berichte hier lese, staune ich schon. Viele haben viel Technik. Toll. Wir sind 500 Leute, aber der Fortschritt ist noch nicht angekommen. ;-)
Na, dann sei froh, dass Corona es für die Zukunft richten wird.

Hier wird es - denke ich - einen kleinen Burst bei einige verkrusteten Köpfen geben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Infa am 19.03.2020 13:54
Kein Publikum und wenn dann nur mit Termin wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Keine Dienstreisen, Einzelbüros....Ansonsten Tele- und Mobilarbeit aber die Systeme sind wohl völlig am Ende...kommt eben davon wenn man über Jahre alles nur am Limit laufen lässt. :)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 19.03.2020 14:00
Wenn ich die Berichte hier lese, staune ich schon. Viele haben viel Technik. Toll. Wir sind 500 Leute, aber der Fortschritt ist noch nicht angekommen. ;-)
Na, dann sei froh, dass Corona es für die Zukunft richten wird.

Hier wird es - denke ich - einen kleinen Burst bei einige verkrusteten Köpfen geben.

Die erfolgreich überstandene Krise wird in vielen Fällen sicherlich eher als Bestätigung gesehen werden, daß man dieses Computerzeugs nicht braucht - hat ja auch ohne geklappt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 19.03.2020 15:26
Wenn ich die Berichte hier lese, staune ich schon. Viele haben viel Technik. Toll. Wir sind 500 Leute, aber der Fortschritt ist noch nicht angekommen. ;-)
Na, dann sei froh, dass Corona es für die Zukunft richten wird.

Hier wird es - denke ich - einen kleinen Burst bei einige verkrusteten Köpfen geben.

Die erfolgreich überstandene Krise wird in vielen Fällen sicherlich eher als Bestätigung gesehen werden, daß man dieses Computerzeugs nicht braucht - hat ja auch ohne geklappt.
... oder das man die Stellen nicht braucht - hat ja auch ohne geklappt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 20.03.2020 08:20
Wenn ich die Berichte hier lese, staune ich schon. Viele haben viel Technik. Toll. Wir sind 500 Leute, aber der Fortschritt ist noch nicht angekommen. ;-)
Na, dann sei froh, dass Corona es für die Zukunft richten wird.

Hier wird es - denke ich - einen kleinen Burst bei einige verkrusteten Köpfen geben.

Das ist das einzig positive was ich dem ganzen abgewinnen kann aktuell.

Jetzt wachen vielleicht wirklich mal ein paar Leute auf und die Digitalisierung bekommt einen ordentlichen Boost.

Bei uns gibt es bisher kein Homeoffice. Kaum ging der Corona Scheiß los hatte der Bürgermeister einen Laptop und konnte von Zuhause aus arbeiten und kurz danach der IT Chef. Nur die beiden natürlich. Auf einmal ging etwas, was schon seit Jahren aus so vielen Gründen nicht geht.

Bei uns hat sich die hälfte der Leute krankschreiben lassen (aus Ansteckungsangst vermute ich beim Großteil) und die Risikogruppen wurden jetzt freigestellt. Hätte es Homeoffice für alle gegeben, hätte 80% der Arbeit weiterhin problemlos gemacht werden können.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Rheini am 20.03.2020 10:10
Unsere Behörde in NRW lässt auch die Heimarbeiter weiterhin hübsch zur Behörde kommen. Ausweitung der Telearbeit nur, wenn weitere Gründe hinzutreten wie Kinderbetreuung oder ältere Personen im gleichen Haushalt.

Personen die bisher keine Telearbeit hatten, dürfen und müssen wie immer kommen. Wer möchte, kann Urlaub nehmen.

Zumindest wird jetzt versucht, Büros nur noch einzeln zu besetzen.

Ach ja, wir sind weder Systemrelevant und meine Arbeit kann ich zu 95% elektronisch abwickeln (bin HA). Falls doch eine Akte benötigt wird, reicht ein kurzer Besuch um Akten zu holen, bzw. Akten wieder zurück zu bringen.

Vielleicht sollte der MP Laschet mal eine Regelung für den Landesdienst heraus geben.
Titel: Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Meister Lampe am 20.03.2020 12:13
Hallo liebe Kollegen,

zu allererst hoffe ich natürlich, dass alle gesund sind.

Mich würden mal die Erreichbarkeit Eurer (falls vorhanden) 115 interessieren.

Wir sind trotz social distancing in der Woche immernoch bis 18:00 Uhr da und auch am Wochenende sollen wir von 10:00 - 16:00 Uhr arbeiten.

Unsere Ämter sind in Notbesetzung und ab 16:00 Uhr nicht mehr zu erreichen.

Für mich sind unsere Erreichbarkeitszeiten absolut unverständlich, da man den Bürger aktuell nicht groß weiterhelfen kann. Und vor allem nicht, wenn in den Fachämtern keiner mehr da ist. Vom Wochenende ganz zu Schweigen.

Mich würde mal interessieren wie es bei Euch so aussieht?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Lisa4321 am 20.03.2020 12:41
Wir müssen auch immernoch zur Arbeit. Und heute haben wir sogar Ausgangsscheine erhalten, falls es zu einer Ausgangssperre kommen sollte. Mein Bereich isz absolut nicht wichtig, ich habe Telearbeit und könnte von zu Hause aus arbeiten.

Ich habe keinen Kitaplatz... Meine Eltern passen auf mein Baby auf... Also habe ich auch keinen Anspruch auf eine Notbetreuung. Jeden Tag muss ich mein Baby zu den Großeltern bringen. Ist sowieso fraglich, wie der Ausgangsschein gilt... Ich muss meine Kinder in ein ganz anderen Landeskreis bringen... Ob der Umweg so überhaupt noch geht...

Finde es mittlerweile einfach nur noch fahrlässig und bin sehr enttäuscht von meinem Arbeitgeber.
Vielleicht dreht man dem öffentlichen Dienst doch mal den Rücken zu! Eine einheitliche Regelung sollte her. Sogar Land und Kommunen entscheiden hier unterschiedlich!
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 20.03.2020 14:12
Wir haben alternierende Präsenzen. Also die Mitarbeiter in zwei Schichten aufgeteilt, die sich nicht mehr begegnen sollen. Zur Umsetzung ist an jedem zweiten Tag Homeoffice angesagt, was real keine Arbeit bedeutet.

In allen Büros soll so lange nur noch eine Person arbeiten, nicht mehr.

Das Publikum ist nahezu vollständig ausgeschlossen.

Freiwillige Dienste im Bürgertelefon oder bei der Kontaktermittlung werden gerne gesehen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: DOC am 20.03.2020 15:10
Bei uns wurde das Rathaus ab montagmittag geschlossen, Termine abgesagt. Allen Mitarbeitern ist freigestellt, ob sie im Büro arbeiten oder Homeoffice machen. Da wir überwiegend PCs haben, konnten diese und auch sämtliche andere Bürotechnik mitgenommen werden, um so arbeiten zu können, wie sonst im Rathaus, das ganze dann per VPN. Mittlerweile sind ca. 3/4 der Mitarbeiter zu Hause. Freistellungen gab es deshalb bisher nicht. Die einzelnen Fachbereiche treffen sich untereinander täglich mittels Telefonkonferenz. Für eventuell anfallende Ausgangspost konnten frankierte Umschläge mitgenommen werden. Die Eingangspost wird je Fachbereich von einem Kollegen gescannt, der alle zwei Tage dafür ins Rathaus kommt, und per Mail verteilt (in den Bereichen, wo noch nicht mit DMS gearbeitet wird). Das ganze funktioniert bisher einwandfrei.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: HerrKaeseberg am 22.03.2020 10:29
Same here.

Es gibt in jeder Abteilung Notfallteams, wobei mittlerweile wirklich nur noch zum Posteinscannen und -verteilen ins Büro gefahren wird. Der Rest sitzt mit Laptops oder mit den von der Arbeit mitgenommenen Rechnern @Home. Bisher läuft das wirklich sehr gut und ich muss meinem AG hier auch mal ein Kompliment aussprechen was die Umsetzung betrifft.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: gollimolli am 22.03.2020 11:44
Hier und auch an vielen anderen Stellen ... erstaunlich, wie viele schreiben, dass ihre Stelle/Aufgabe(n) nicht relevant sind. Da muss man ja aufpassen, dass das die Behörde nach der Corona-Krise nicht genauso einschätzt und die Stellen wegrationalisieren. Wir wissen ja alle, dass der ÖD unterm Strich überbesetzt ist und es zu vernünftigen Umverteilungen und Abbau kommen muss.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 22.03.2020 11:50
Wer ist „wir“ und auf welcher Grundlage „wissen“ die sowas?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Rheini am 22.03.2020 11:58
Hier und auch an vielen anderen Stellen ... erstaunlich, wie viele schreiben, dass ihre Stelle/Aufgabe(n) nicht relevant sind. Da muss man ja aufpassen, dass das die Behörde nach der Corona-Krise nicht genauso einschätzt und die Stellen wegrationalisieren. Wir wissen ja alle, dass der ÖD unterm Strich überbesetzt ist und es zu vernünftigen Umverteilungen und Abbau kommen muss.

Wie ist deine Definition von "relevant" in der heutigen Zeit?

Ist für dich die Person im ÖD relevant, die Kita Plätze verteilt? Wie sieht es mit einer Person aus, die die
 Vermögensprüfung bei Beantragung von Hartz IV Anträgen bearbeiten? Ist die derzeit "relevant"?

Wie beurteilst Du die "Relevanz" dieser Personen, im "Normalfall"?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: 2strong am 22.03.2020 14:15
Seit dem 17.03. ist das Haus (oberste Bundesbehörde) sukzessive ins Homeoffice geschickt worden, ab dem 23.03. vollständig und bis mindestens 19.04., von einzelnen Personen für den Bereich der technischen Infrastruktur abgesehen. Für 90% der Leute stehen auch Mobilgeräte zur Verfügung. Der Rest hat de facto frei. Insgesamt funktioniert das gut.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Doraymefayzo am 23.03.2020 07:08
Als Neuling im ÖD wüsste ich gerne, was die 115 ist.
An unserer Erreichbarkeit hat sich bis jetzt nichts geändert.
Wenn man sich per Mail an uns wendet, bekommt einen, der aktuellen Situation angepassten Autoreply.
Ich warte allerdings noch auf aktuelle Informationen unserer Behörde.

Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: egotrip am 23.03.2020 07:30
www.115.de
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: DiVO am 23.03.2020 07:54
Meine Abteilung ist seit letzter Woche geschlossen im Home Office, die restliche Behöhrde seit heute.

In solchen Krisen zeigt sich sehr gut wer zur Führungsperson taugt und wer nicht. Für unsere Behörde hier kann ich nur sagen, dass die Führungsebene einen sehr schlechten Eindruck bei mir hinterlassen hat, weil Entscheidungen sehr sehr zögerlicher kommen und es für die Mitarbeiter nicht ersichtlich ist welchen Plan die Vorgesetzten verfolgen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Andrea2 am 23.03.2020 08:16
Ich bin von unserem Haus bis dato sehr enttäuscht (größere Versorgungskasse).
Viele Mitarbeiter haben die technischen Voraussetzungen für Homeoffice, jedoch besteht in vielen Teilen Anwesenheitspflicht...
Immerhin wurde die Rahmenarbeitszeit verändert, sodass man bis 22 Uhr seine Aufgaben erledigen kann. Auch die Kappungsregelung der 100 Mehrarbeitsstunden wurde aufgehoben :o
Ich bin gespannt, wie sie die Abstandsregelungen nun auslegen (größtenteils Großraumbüro). Es macht sich die Juristenschwemme in dem oberen Management der letzten Jahre bemerkbar...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 23.03.2020 08:52
Weiterhin kein Home Office bei uns (jedenfalls nicht so einfach), raumtechnisch sind wir aber gut aufgestellt, 2/3 der Mitarbeiter hat sowieso Einzelbüros.
Nun sollen wir andere Büros nur noch aus dienstlich notwendigen Gründen und möglichst kurz betreten, Abstand natürlich wahren. Essen und Getränke auch nur noch in den Büros zu sich nehmen, somit kein gemeinsames Frühstück mehr.
Hat dazu geführt, dass es deutlich ruhiger im Gebäude ist, obwohl der Großteil der Mitarbeiter auch weiter regulär zur Arbeit kommt. Aufgrund der Altersstruktur hat auch kaum ein Mitarbeiter (noch) kleine Kinder zu Hause, die betreut werden müssen (für die es großzügige Regelung gibt).
Titel: Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Lisa4321 am 23.03.2020 09:44
Hallo,

Ich habe eine Frage:
Wenn ich als Beamtin in Quarantäne bin, besteht dann eine eine Arbeitspflicht wenn man die Möglichkeit hat zu Hause zu arbeiten? Ich habe Angst unter Quarantäne gestellt zu werden und meiner Arbeitspflicht dann nicht nachkommen zu können... Mein Mann und unsere drei Kinder wären dann ja ebenfalls zu Hause...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 23.03.2020 09:51

Immerhin wurde die Rahmenarbeitszeit verändert, sodass man bis 22 Uhr seine Aufgaben erledigen kann. Auch die Kappungsregelung der 100 Mehrarbeitsstunden wurde aufgehoben :o


Bei uns nicht und daher habe ich den interessierten Kreisen mitgeteilt, daß meine Bereitschaft für die Arbeit am Bürgertelefon, in der Kontaktermittlung und der Quarantäne - Einweisung erst ab dem 01.04. wieder besteht, aber dann gehts in den Urlaub:-)
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Spid am 23.03.2020 09:55
Haben Beamte überhaupt eine Arbeitspflicht?
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Pepper2012 am 23.03.2020 10:02
Sorry verstehe das Problem nicht. Wenn Du in Quarantäne kommst, wärest Du doch unabhängig davon, ob Du arbeitest oder nicht arbeitest, mit Deinem Mann und Deinen Kindern in der Wohnung zusammen.

Dass Dein Besoldungsanspruch nicht tangiert wird und Du keinen Urlaub/keine Plusstunden o. ä. in Anspruch nehmen musst, ist hier schon lang und breit erörtert worden.
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: BStromberg am 23.03.2020 10:24
Ich habe Angst unter Quarantäne gestellt zu werden und meiner Arbeitspflicht dann nicht nachkommen zu können... Mein Mann und unsere drei Kinder wären dann ja ebenfalls zu Hause...

Ich hatte gerade 'ne Woche bezahlte Freistellung genommen und kann Ihre Ängste und Sorgen in Hinblick auf das Zusammenleben mit Frau und Kind 24/7 unter einem Dach voll und ganz nachvollziehen und bestätigen; vor allem, wenn alle erdenklichen Aufgaben rund um Haus und Hof erledigt sind (mehr wie einmal die Winterreifen pro Auto zu wechseln bringt ja auch keinen echten Mehrwert).

Bin froh, heute wieder im Dienst zu sein.
Das hätte ich rein emotional nicht länger ausgestanden.
Nur gut, dass ich den eigentlich bewilligten Erholungsurlaub stornieren konnte.

Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Dakmer am 23.03.2020 11:06
Wir haben im Sachgebiet ein Diensthandy und die Telefone von 7 Sachbearbeitern sind zum Diensthandy umgeleitet. Das bedeutet, das der Glückliche mit dem Diensthandy alle Anrufe entgegennimmt und diese dann auf die Privathandys der Mitarbeiter in Heimarbeit verteilt. Wir sind also im Prinzip alle telefonisch erreichbar. Im Büro bin ich nur 1-2 Tage pro Woche erreichbar.
Per E-Mail sind wir nur im Büro erreichbar.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Organisator am 23.03.2020 12:20
Wir haben im Sachgebiet ein Diensthandy und die Telefone von 7 Sachbearbeitern sind zum Diensthandy umgeleitet. Das bedeutet, das der Glückliche mit dem Diensthandy alle Anrufe entgegennimmt und diese dann auf die Privathandys der Mitarbeiter in Heimarbeit verteilt. Wir sind also im Prinzip alle telefonisch erreichbar. Im Büro bin ich nur 1-2 Tage pro Woche erreichbar.
Per E-Mail sind wir nur im Büro erreichbar.

Na das ist ja mal echt 90´er!

(sorry für den unqualifizierten Kommentar, aber ich finds erschreckend, wie stark manche Behörden hinterherhinken)
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: RsQ am 23.03.2020 12:26
und diese dann auf die Privathandys der Mitarbeiter in Heimarbeit verteilt.

Minimal-Learning aus der Krise: Für Mitarbeiter mit Kundenkontakt mindestens eine Dienst-SIM-Karte bereithalten. Die kosten nun wirklich nicht nennenswert Geld. Dazu entweder ein Extra-Smartphone (Billig-Liga reicht ja) oder private Nutzung von Dual-SIM-Handys empfehlen.

Dass private Handynummern genutzt werden müssen, ist ein Unding.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: WasDennNun am 23.03.2020 13:17
Dass private Handynummern genutzt werden müssen, ist ein Unding.
aber auch kein Weltuntergang
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Dakmer am 23.03.2020 13:44
Wenn ich die Wahl habe, zu Hause zu sein mit Privathandy oder  jeden Tag 30 km zur Arbeit zu fahren, um da 8 h zu sein, dann wähle ich die erste Variante.  ;) ;) ;)
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Organisator am 23.03.2020 14:11
aber auch kein Weltuntergang

Bestimmt nicht. Aber bei Kosten von 30 € für ein Handy + 5 € monatlich für eine Telefon-Flatrate sollte es jedem Arbeitgeber möglich sein, dass den Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Schon eine Effizienzsteigerung von 0,2 % begründet die Wirtschaftlichkeit.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: WasDennNun am 23.03.2020 14:16
aber auch kein Weltuntergang

Bestimmt nicht. Aber bei Kosten von 30 € für ein Handy + 5 € monatlich für eine Telefon-Flatrate sollte es jedem Arbeitgeber möglich sein, dass den Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Schon eine Effizienzsteigerung von 0,2 % begründet die Wirtschaftlichkeit.
Warum nicht dem Mitarbeiter diese 10€ monatlich für die Benutzung des privatem Telefon bezahlen.
Ist doch Mist noch mehr Elektroschrott zu produzieren.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Wasserkopp am 23.03.2020 14:17
Erschreckend, dass man selbst zu dieser Zeit nicht bessere Lösungen findet. Selbst wenn man sich bisher mit Händen und Füßen gegen ein bisschen Fortschritt gewehrt hat, müsste man doch jetzt umdenken.

Wir können aktuell quasi ungestört aus dem Heimbüro arbeiten, bis auf einige Kernfunktionen in der Verwaltung (Zentraldrucker, Scanstelle, usw.)

Ansonsten jeder Beschäftigte hat einen Laptop  mit Bluetooth-Headset und kann über "virtuelles Telefon" + Office Paket + digitale Akte ohne Einschränkungen arbeiten.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Nice am 23.03.2020 14:23
Das Land Niedersachsen hat so weit mir bekannt bereits den größten Teil der Telefonanlagen auf IP-Telefonie umgestellt.
Im Home Office habe ich jetzt zwar kein Diensttelefon und muss dafür mein privates Gerät nutzen. Allerdings wird die Verbindung über den Telefonie-Server aufgebaut, weswegen beim Gegenüber meine Büronummer angezeigt wird und ich auch unter dieser erreichbar bin.

Aber diese "Lösung" mit einer hat ein Diensttelefon und leitet die Anrufe auf die privaten Geräte weiter ist ja schrecklich und sollte eigentlich schon längst überholt sein.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Wastelandwarrior am 23.03.2020 14:26
Erschreckend, dass man selbst zu dieser Zeit nicht bessere Lösungen findet. Selbst wenn man sich bisher mit Händen und Füßen gegen ein bisschen Fortschritt gewehrt hat, müsste man doch jetzt umdenken.

Wir können aktuell quasi ungestört aus dem Heimbüro arbeiten, bis auf einige Kernfunktionen in der Verwaltung (Zentraldrucker, Scanstelle, usw.)

Ansonsten jeder Beschäftigte hat einen Laptop  mit Bluetooth-Headset und kann über "virtuelles Telefon" + Office Paket + digitale Akte ohne Einschränkungen arbeiten.

So. Und weshalb sollte der Dienstherr dann zukünftig teure Miete/Abschreibungen für ein Bürogebäude zahlen ?? Verkaufen und für die 2-wöchentlichen Meetings einen Co-Working-Raum anmieten oder gleich in eine Kneipe mit Hinterzimmer gehen. :-)
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Wastelandwarrior am 23.03.2020 14:28
Ich habe Angst unter Quarantäne gestellt zu werden und meiner Arbeitspflicht dann nicht nachkommen zu können... Mein Mann und unsere drei Kinder wären dann ja ebenfalls zu Hause...

Ich hatte gerade 'ne Woche bezahlte Freistellung genommen und kann Ihre Ängste und Sorgen in Hinblick auf das Zusammenleben mit Frau und Kind 24/7 unter einem Dach voll und ganz nachvollziehen und bestätigen; vor allem, wenn alle erdenklichen Aufgaben rund um Haus und Hof erledigt sind (mehr wie einmal die Winterreifen pro Auto zu wechseln bringt ja auch keinen echten Mehrwert).

Bin froh, heute wieder im Dienst zu sein.
Das hätte ich rein emotional nicht länger ausgestanden.
Nur gut, dass ich den eigentlich bewilligten Erholungsurlaub stornieren konnte.

Kann ich anch 2 Wochen Homeoffice nicht bestätigen. meine Frau scheint ganz nett zu sein.  ;D
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: werop am 23.03.2020 15:09
@Stromberg und Wastelandwarrior:  ;D

Trotzdem ein reales Problem: sowohl Suizid als auch häusliche Gewalt sollen stark ansteigen.
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: WasDennNun am 23.03.2020 15:25
Scheidungsrate nicht vergessen
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Wastelandwarrior am 23.03.2020 15:32
Ein Prof von der Charité meinte letzte Woche: wir haben am UKB (Marzahn) jetzt schon eine signifikante Zunahme von Frakturen der Mittelgesichtsknochen bei Frauen.  :-[ :( >:(
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Feidl am 23.03.2020 16:51
Haben Beamte überhaupt eine Arbeitspflicht?
Nein, aber eine Dienstpflicht.
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Spid am 23.03.2020 17:01
Ja und diese beinhaltet üblicherweise auch eine Dienstleistungspflicht. Mir ging es aber explizit um die vom TE bezeichnete Arbeitspflicht.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Dakmer am 24.03.2020 07:13
Ansonsten jeder Beschäftigte hat einen Laptop  mit Bluetooth-Headset und kann über "virtuelles Telefon" + Office Paket + digitale Akte ohne Einschränkungen arbeiten.

Wir haben weder Notebooks noch Handys noch sind wir digital mit der Behörde verbunden. Wir machen also weder Home Office noch Mobile Arbeit, sondern einfach Heimarbeit ohne alles. Kein Witz! Wir sind allerdings ca. 600 Leute. Wem gibt man da ein Notebook?
Ich kann nicht mal über USB Akten auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte lesen, weil angeblich die 1 TB Festplatte zu klein ist für Daten von 32 MB. Kein Witz. Also habe ich mir die digitalen Akten per E-Mail auf mein Notebook zu Hause geschickt. Alles besser, als auf Arbeit auftauchen zu müssen.

Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Wir sind telefonisch erreichbar und mehr interessiert niemanden.
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Lisa4321 am 24.03.2020 07:16
Ich hatte gelesen, dass Homeoffice nicht einseitig angeordnet werden kann.

Mir ist es wirklich wichtig... Von zu Hause aus arbeiten mit Mann und drei Kindern ist wirklich anstregend. Da würde ich niemals auf 8 Stunden am Tag kommen. Ich möchte meiner Dienstpflicht ordnungsgemäß nachkommen... Ich habe auch kein Problem damit, 3 oder 4 Stunden am Tag vernünftig arbeiten zu können, aber eben keine 8! Und würde es sehr unfair finden, wenn ich dann pro Tag 4 Minusstunden mache... Ich kann ja nichts dafür, wenn ich in Quarantäne bin.
Die Kollegen, die kein Homeoffice haben sins übrigens freigestellt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: lowsounder am 24.03.2020 08:34
Hier hängt es an Sicherheitsbedenken. Ich könnte von Zuhause arbeiten, 100% meiner Tätigkeiten wären dazu geeignet. Zertifikate und VPN Verbindungen sind auch alles kein Problem, es liegt nur daran, dass keine dienstlich beschafften Laptops nicht mehr da sind und man private Hardware nicht nutzen darf.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: heike2106 am 24.03.2020 09:04
in meiner Kommune und Fachbereich/Abteilung merke ich hier nicht viel von Corona.
Alles ist für Publikumsverkehr geschlossen, aber es kommen alle Mitarbeiter weiterhin auf Arbeit.
Es wurde abgefragt, bei wem Home Office möglich sei, doch es wurde bei fast allen verneint. Einzigst die Fachbereichsleitung macht, bis auf 2 Stunden am Tag im Amt, ansonsten Home Office.
Begründung: Papier und fehlende Ressourcen zur Ausstattung und Einrichtung.

Vorschriften zur Verhaltensweise innerhalb des Dienstgebäudes gibt es keine.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Alien1973 am 24.03.2020 09:55
Wir sollen uns jetzt in zwei Gruppen aufteilen und die Gruppen sollen zeitversetzt arbeiten. Solle eine Gruppe ausfallen wäre die zweite immer noch einsatzbereit.
Resturlaub ist zu nehmen, der Einsatz von Plusstunden ist zu prüfen.

Ansonsten Freistellung mit telefonischer Erreichbarkeit (kein Home Office). Max. die tägliche Arbeitszeit wird gut geschrieben.

Bin gespannt was dabei raus kommt.
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: BBBB am 24.03.2020 09:55
Wie wäre es wenn sich dein Mann einfach mal um die Kinder kümmert?
Titel: Antw:Corona und Quarantäne, Arbeitspflicht
Beitrag von: Alien1973 am 24.03.2020 09:58
Scheidungsrate nicht vergessen

Das ist das eine.
Das andere ist die Prognose, dass im Winter/Frühjahr die Geburten stark ansteigen werden wenn Männlein und Weiblein auf längere Sicht so viel Zeit miteinander verbringen dürfen/müssen....  ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 24.03.2020 10:02
Wir sollen uns jetzt in zwei Gruppen aufteilen und die Gruppen sollen zeitversetzt arbeiten. Solle eine Gruppe ausfallen wäre die zweite immer noch einsatzbereit.
Resturlaub ist zu nehmen, der Einsatz von Plusstunden ist zu prüfen.

Ansonsten Freistellung mit telefonischer Erreichbarkeit (kein Home Office). Max. die tägliche Arbeitszeit wird gut geschrieben.

Bin gespannt was dabei raus kommt.

Wer Resturlaub nimmt / hat muss nicht telefonisch erreichbar sein.

Bei uns das gleiche Konzept (Vierteln funktioniert nicht wie sie festgestellt haben), nur das bei uns alle Urlaube sogar gestrichen wurden, weil die "Daheim Gruppe" ja erreichbar sein muss, wenn die Gruppe im Dienst ausfällt und wer Urlaub hat, der ist nicht erreichbar.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 24.03.2020 10:49
Auch eine Freistellung steht einer telefonischen Erreichbarkeit grundsätzlich im Wege.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Wasserkopp am 24.03.2020 13:21
Erschreckend, dass man selbst zu dieser Zeit nicht bessere Lösungen findet. Selbst wenn man sich bisher mit Händen und Füßen gegen ein bisschen Fortschritt gewehrt hat, müsste man doch jetzt umdenken.

Wir können aktuell quasi ungestört aus dem Heimbüro arbeiten, bis auf einige Kernfunktionen in der Verwaltung (Zentraldrucker, Scanstelle, usw.)

Ansonsten jeder Beschäftigte hat einen Laptop  mit Bluetooth-Headset und kann über "virtuelles Telefon" + Office Paket + digitale Akte ohne Einschränkungen arbeiten.

So. Und weshalb sollte der Dienstherr dann zukünftig teure Miete/Abschreibungen für ein Bürogebäude zahlen ?? Verkaufen und für die 2-wöchentlichen Meetings einen Co-Working-Raum anmieten oder gleich in eine Kneipe mit Hinterzimmer gehen. :-)

Hier wird konsequent mit mehreren Personen auf einem Arbeitsplatz geplant, sodass Verwaltungsgebäude entsprechend klein und günstig ausfallen. Es gibt eine Anzeige im Intranet über freie Arbeitsplätze. Diese sind einheitlich ausgestattet.
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: BAT am 24.03.2020 13:48
Die Sparsamkeit vieler Kommunen bedingt sich wohl dadurch, daß die allermeisten Ausgaben Pflichtaufgaben ohne Einfluss sind. Man kann sich also nur an den kleinen Posten austoben, um wenigsten etwas finanzielles entscheiden zu können.

Bei monatlichen Auszahlungen von Sozialleistungen allein in Höhe von 20.000.000,00 € wird durchaus noch über die Kosten der Fortbildung von 220,00 € oder 280,00 € gestritten ;)
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Wastelandwarrior am 25.03.2020 13:09
Wem gibt man da ein Notebook?

Jedem. Weil beim nächsten PC-Tausch, die PCs gegen vernünftige Notebooks mit Dockingstation ausgetauscht werden. VPN-Tunnel eingerichtet, Netzlaufwerke etc... schwupps kann jeder überall arbeiten, wo Internet ist.

Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Organisator am 25.03.2020 14:13
Und dazu noch ne halbwegs moderne Telefonanlage over IP, so dass man dann über das Notebook auch noch über seine übliche Telefonnummer erreichbar ist. So spart man sich auch die Handys.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Carnie am 26.03.2020 08:21
Um dann im Krisenfall wenn alle im Homeoffice sind festzustellen das die Bandbreite nicht ausreicht :)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 26.03.2020 08:26
Um dann im Krisenfall wenn alle im Homeoffice sind festzustellen das die Bandbreite nicht ausreicht :)

Ich unterstelle den Kollegen der IT Sachverstand, so dass sie auch die potentiell notwendige Bandbreite beachten. Außerdem ist nur Video-Telefonie der Bandbreitenkiller. Mails, Telefonate und Vorgangsbearbeitung erzeugen nicht viel Last.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: wenwirer am 26.03.2020 09:10
Teilweise hört man, dass "Ältere" als Risikogruppe zählen und freigestellt werden.
Gibt es Behörden, die "Ältere" freistellen und falls ja, ab welchem Alter?
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: heike2106 am 26.03.2020 09:50
Wem gibt man da ein Notebook?

Jedem. Weil beim nächsten PC-Tausch, die PCs gegen vernünftige Notebooks mit Dockingstation ausgetauscht werden. VPN-Tunnel eingerichtet, Netzlaufwerke etc... schwupps kann jeder überall arbeiten, wo Internet ist.


Bei uns wurden im August grad erst fast alle mit einem 2. Monitor ausgestattet, zwecks der elektronischen Rechnungsbearbeitung. Ich seh nicht, das man hier irgendwann mal alle mit Notebooks ausstattet.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: pvenj am 26.03.2020 10:46
Teilweise hört man, dass "Ältere" als Risikogruppe zählen und freigestellt werden.
Gibt es Behörden, die "Ältere" freistellen und falls ja, ab welchem Alter?
Ja, ab 60.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 26.03.2020 11:02
Wir haben noch Kollegen mit 64 und COPD da ??? :P
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Landsknecht am 26.03.2020 12:11
Wir haben noch Kollegen mit 64 und COPD da ??? :P
Versteh ich die Kollegen nicht, ein Anruf beim Arzt...

Unsere Stadtverwaltung (Bayern) befindet sich seit Dienstag im Notfallplan, d. h. Parteiverkehr nur noch in absoluten Ausnahmesituationen, nur für solche Fälle oder aufgrund ihrer Aufgaben benötigte Mitarbeiter, sowie Leitungspersonal sind im Dienst, der Rest muss zu Hause bleiben (auf Abruf).

Viele haben sich krank gemeldet oder haben sich freiwillig beim Gesundheitsamt für den Telefondienst gemeldet. Dazu wird Eltern bis zu 10 Tage bezahlte Freistellung für die Betreuung von unter 12-jährigen gewährt, wenn die Betreuung nicht anderweitig möglich ist.

Dienstbetrieb auf Sparflamme sozusagen, mindestens bis 05.04., man geht intern eher vom 19.04. aus.

Falls der Parteiverkehr nach 4 Wochen wieder anläuft werden wir einen Sicherheitsdienst brauchen, der nur eine bestimmte Anzahl Personen hereinlässt, sonst gibt´s Mord und Totschlag
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 26.03.2020 12:30
Was ist "Parteiverkehr"? Ein Tarnname für (das m.E. gängige) "Publikumsverkehr"?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: inter omnes am 26.03.2020 13:03
Was ist "Parteiverkehr"? Ein Tarnname für (das m.E. gängige) "Publikumsverkehr"?

Für alle "Preißen":

https://www.youtube.com/watch?v=LTzD2IZvEzg
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Landsknecht am 26.03.2020 13:06
In Österreich auch Parteienverkehr genannt ;D
Titel: Antw:Corona und die 115, wie seid Ihr erreichbar?
Beitrag von: Philipp am 26.03.2020 13:23
Wem gibt man da ein Notebook?

Jedem. Weil beim nächsten PC-Tausch, die PCs gegen vernünftige Notebooks mit Dockingstation ausgetauscht werden. VPN-Tunnel eingerichtet, Netzlaufwerke etc... schwupps kann jeder überall arbeiten, wo Internet ist.
Bei uns wurden im August grad erst fast alle mit einem 2. Monitor ausgestattet, zwecks der elektronischen Rechnungsbearbeitung. Ich seh nicht, das man hier irgendwann mal alle mit Notebooks ausstattet.


Hier zumindest für die relevanten Arbeitsplätze auch der Fall.
Allerdings werde ich beim nächsten Austausch des Rechners auf einer mobilen Lösung mit Dockingstation bestehen, da ich auch im Haus (Homeoffice mal ganz außen vor) mobil arbeiten können möchte.

Bisher arbeite ich wo es geht digital, muss für jede Besprechung aber entscheiden was relevant ist und das dann ausdrucken.

Bezüglich Threadtitel:
Wir schicken hier auch Kollegen mit Papierakten nach Hause. DSG-VO greift hier nicht, wenn keine personenbezogenen Daten drin stehen - für alles andere braucht man nur eine Dienstvereinbarung "Datenschutz" wo der Umgang festgelegt wird. Zu Terminen werden ebenfalls Akten mit außer Haus genommen - das Totschlagargument "man könne die Akte ja verlieren" zählt also nicht wirklich.

Für die aktuelle "Krise" in meinen Augen aber auch unbedingt erforderlich, dass man hier Flexibilität zeigt. Wir schicken rund 50% der Arbeitnehmer nach Hause - Urlaub, Überstunden oder eben "Homeoffice".
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 26.03.2020 13:35
Wozu bräuchte man eine Dienstvereinbarung, die den Umgang mit Akten regelt? Das kann der AG problemlos einseitig festlegen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 26.03.2020 18:51
Hallo bei uns kam heute die Klarstellung der letzten Verfügung. Präsenzzeit nur für das absolut dienstlich Notwendige, d.h. vor der Sollzeit gehen und die Sollzeit soll man bei nächster Gelegenheit nacherfassen. Es gibt für ca. ein Viertel der Belegschaft einen Laptop für den Offlinebetrieb und einen VPN Tunnel nur für eine Handvoll Leute. Der Laden steht mehr oder weniger still und die Leute freuen sich zu Hause des Lebens (oder auch nicht).
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Bastel am 26.03.2020 20:10
Bei uns ändert sich nix. Wer einen Laptop hat, macht Homeoffice, der Rest kommt normal.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 27.03.2020 08:32
Unsere Stadtverwaltung (Bayern) befindet sich seit Dienstag im Notfallplan, d. h. Parteiverkehr nur noch in absoluten Ausnahmesituationen, nur für solche Fälle oder aufgrund ihrer Aufgaben benötigte Mitarbeiter, sowie Leitungspersonal sind im Dienst, der Rest muss zu Hause bleiben (auf Abruf).
Das hätte ich hier auch gern, aber ne, hier heißt es weiter kommen.

Nun kam zwar die Information, dass Heimarbeit für alle theoretisch erlaubt ist, zumindest da, wo es möglich ist, dazu darf auch Privat PC genutzt werden (nice, personenbezogene Daten auf virenverseuchte PCs  ;D), aber bevorzugt soll das Mitarbeiteren angeboten werden mit Vorerkrankung, die mit ÖPNV zur Arbeit kommen, über 60 Jahre sind oder sonstige triftige Gründe haben (Betreung Kinder, Pflege von gefährdeten Angehörigen, Partner in der Pflege oder im Gesundheitsbereich tätig sind, etc.)
und Leute, die zusammen in einem Büro hausen (zumindest abwechselnd Heimarbeit), so das immer nur einer im Büro ist.
Tja, und das trifft alles auf mich nicht zu. Außerdem muss ich hin und wieder Fachsoftware nutzen, was von zuhause aus nicht gehen würde. Also wird es auch weiterhin nix mit Home Office.
Resturlaubstage (da hab ich noch ein paar) und Arbeitszeitguthaben sollen in Anspruch genommen werden. Und immerhin ist man auch so großzügig, dass wir nun bis zu 100 Minusstunden sammeln dürfen ;D



Ich unterstelle den Kollegen der IT Sachverstand, so dass sie auch die potentiell notwendige Bandbreite beachten. Außerdem ist nur Video-Telefonie der Bandbreitenkiller. Mails, Telefonate und Vorgangsbearbeitung erzeugen nicht viel Last.
Bei uns hat die IT schon Warnung verschickt, dass wir den Zugang zum Internet nicht zu stark belasten sollen, weil dieser wegen vermehrten Home Office in anderen Behörden bereits ausgelastet ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: totoughtotame am 27.03.2020 11:11
Ich bin doch positiv überrascht, wie flexibel das bei vielen Dienststellen hier läuft. Bei uns wurden lediglich alle Dienstreisen abgesagt, Publikumsverkehr auf einen Tag in der Woche reduziert und wir müssen bei Dienstbesprechungen nach Möglichkeit immer einen Stuhl freilassen. Für diejenigen Eltern mit Kindern bis 12, deren Betreuung nicht sichergestellt ist, kann Sonderurlaub gewährt werden. Homeoffice gibt es nur für diejenigen, denen ansonsten schon Honmeoffice gewährt worden ist, da wir gar nicht genügend VPN Tunnel für massenhaftes Homeoffice haben. Hier ist es allerdings so, dass sehr viel die Erleichterungen bei der Krankmeldung "ausgenutzt" werden, weshalb ich hier trotzdem allein auf weiter Flur bin.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 27.03.2020 11:22
Sonderurlaub ist für TB jetzt eher nicht vorteilhaft...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Infa am 27.03.2020 11:38
Ich bin doch positiv überrascht, wie flexibel das bei vielen Dienststellen hier läuft. Bei uns wurden lediglich alle Dienstreisen abgesagt, Publikumsverkehr auf einen Tag in der Woche reduziert und wir müssen bei Dienstbesprechungen nach Möglichkeit immer einen Stuhl freilassen. Für diejenigen Eltern mit Kindern bis 12, deren Betreuung nicht sichergestellt ist, kann Sonderurlaub gewährt werden. Homeoffice gibt es nur für diejenigen, denen ansonsten schon Honmeoffice gewährt worden ist, da wir gar nicht genügend VPN Tunnel für massenhaftes Homeoffice haben. Hier ist es allerdings so, dass sehr viel die Erleichterungen bei der Krankmeldung "ausgenutzt" werden, weshalb ich hier trotzdem allein auf weiter Flur bin.

Wir haben auch nicht genügend Lizenzen. Wird aber trotzdem weiter fleißig bewilligt und wer nicht rein kommt, der muss eben zur Dienststelle fahren oder Urlaub/FA nehmen. Wenn man sich nicht verbinden kann, hat man auch keine Arbeitszeit.....
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 27.03.2020 11:42
Bei uns wurde die "Sollzeit" jetzt auch außer kraft gesetzt. Während der Anwesenheitswoche soll man nur noch für das absolut notwendigste ins Büro kommen und dann wieder nach Hause gehen. Zeiterfassung ist außer Kraft gesetzt und wird automatisch auf Sollzeit gesetzt. Eventuelle "Mehrstunden", zu denen es eigentlich nicht kommen soll, können Manuell eingetragen werden.

Sind auf zwei Schichten jetzt aufgeteilt (ganz wenige Bereiche auf vier) für die nächsten vier Wochen. Die beiden Gruppen dürfen sich auf keinen Fall begegnen.

In der "Daheim Woche" muss man sich zwischen 8 und 15 Uhr telefonisch bereithalten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Murrey am 27.03.2020 17:45
Bei mir schauts folgendermaßen aus:
Was mich überrascht ist, dass die Leitung anscheinend auch keine Ambitionen hat das Homeoffice auszubauen. Diese Woche wurde dann informiert, dass das Desinfektionsmittel nur noch in der Lobby nachgefüllt wird, weil der Nachschub stockt.

Freut mich, dass es bei euch zumeist besser ausschaut. Ich glaub wir hier sind einfach entbehrlich  ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 27.03.2020 18:04
Mich wundert mittlerweile, dass nicht mehr von uns fachfremd für die Krisenbewältigung eingesetzt werden, z. B. bei Probenentnahmen assistieren, Kontaktpersonen der Erkrankten aufspüren, bei der Bewilligung der Gelder für Firmen und beim Kurzarbeitergeld helfen etc. Schaffen die Institutionen das alles alleine?

Ich denke, diese Krise wird weltweit mindestens so einschneidend wie der 11. September.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 27.03.2020 18:21
Das ist auch gut so. Sorge bereitet mir nicht die Krise, sondern Amateure.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BeamterBR am 27.03.2020 18:45
Mich wundert mittlerweile, dass nicht mehr von uns fachfremd für die Krisenbewältigung eingesetzt werden, z. B. bei Probenentnahmen assistieren, Kontaktpersonen der Erkrankten aufspüren, bei der Bewilligung der Gelder für Firmen und beim Kurzarbeitergeld helfen etc. Schaffen die Institutionen das alles alleine?

Ich denke, diese Krise wird weltweit mindestens so einschneidend wie der 11. September.

Bei uns wird jetzt Personal aus allen Abteilungen abgezogen (für Nachverfolgung). Auch aus Abteilungen welche durch die ganze Krise nicht weniger Arbeit haben. Teilweise werden Sachgebiete halbiert.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 27.03.2020 19:01

  • Wer über 50 ist und Risikopatient nach RKI (MA hat dies schriftlich zu erklären, Raucher als Grund ausgeschlossen) darf "Homeoffice" nutzen


Raucher gehören zur Risikogruppe.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 27.03.2020 19:13
Das ist auch gut so. Sorge bereitet mir nicht die Krise, sondern Amateure.

Mein Angebot, weiterhin im Katastrophenschutzzentrum mitzuarbeiten, wenn die Kappungsgrenze für die Stunden fällt, wurde abgelehnt. Ebenso wie der Vorschlag der Samstagsarbeit.

Na ja, mit solchen Krisenmanagern ist kein Krieg zu gewinnen. :) ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: The Witch am 27.03.2020 19:35
Jobcenter GE: Die Arbeitsvermittlung ist bis auf kleine Anteile eingestellt. Die BA-Mitarbeiter werden im Auskunftsbereich Kurzarbeitergeld eingesetzt, dort wurden neue Hotlines eingerichtet. Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten in der Leistungssachbearbeitung mit - und sei es, dass sie die Papierantragsflut einscannen. Das wiederum ist notwendig, da zum einen der Scandienstleister nicht genügend Kapazität hat und zum anderen die verzögerte Antragsbearbeitung aktuell nicht hinnehmbar wäre.

Homeoffice machen vor allem die, die schon immer den Zugang hatten, und einige andere mit attestierten Risikoprofil. Es gibt nicht hinreichend viele VPN-Tunnel und nicht hinreichend BA-eigene Hardware, mit der man beispielsweise signieren könnte.

Kundenkontakte sind eingestellt mit Ausnahme einiger ganz weniger Ausgaben von Lebensmittelgutscheinen nach vorheriger Vereinbarung.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Murrey am 27.03.2020 21:36

  • Wer über 50 ist und Risikopatient nach RKI (MA hat dies schriftlich zu erklären, Raucher als Grund ausgeschlossen) darf "Homeoffice" nutzen


Raucher gehören zur Risikogruppe.

Richtig, aber die Regeln macht die Leitung des Amtes und die möchte anscheinend die Zahl der Raucher reduzieren.  :D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 27.03.2020 21:46
Na ja, Raucher begeben sich ja quasi freiwillig in die Risikogruppe. Sollen sie nun dafür mit bezahlter "Freizeit" belohnt werden, während die Nichtraucher arbeiten geben?

Schlimm genug, dass Raucher immer noch verbreitet die Arbeitszeit für ihre Raucherpausen nutzen ...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Murrey am 27.03.2020 22:01
Na ja, Raucher begeben sich ja quasi freiwillig in die Risikogruppe. Sollen sie nun dafür mit bezahlter "Freizeit" belohnt werden, während die Nichtraucher arbeiten geben?

Schlimm genug, dass Raucher immer noch verbreitet die Arbeitszeit für ihre Raucherpausen nutzen ...

Sollte der Grund für das Risiko wirklich maßgeblich sein? Ich dachte wir machen das Social Distancing zum Schutz der Personen bzw. der Gesellschaft? Ich mein, wenn ein Raucher durchs aufhören unmittelbar aus dem Risiko fallen würde, könnt ich dem Argument was abgewinnen... leider ist das nur nicht so. Daher verbleibt bei mir nur der fade Eindruck, dass eine Verwaltungsbehörde Entscheidungen einer Gesundheitsbehörde trifft (btw bin Nichtraucher).

Nach dem Prinzip müsste man dann konsequenter Weise auch Mitarbeiter, die aufgrund ungesundem Lebenswandel einer Risikogruppe angehören (cardioviskuläre Erkrankungen oder Typ 2 Diabetis), von dem "Luxus" Homeoffice ausschließen.  ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: acer am 28.03.2020 06:20
Also bei uns ist Besucherverkehr komplett eingestellt. Homeoffice darf machen, wer Kinder hat etc....Der Arbeitszeitrahmen wurde ausgedehnt, Kundenparkplatz darf auch durch Mitarbeiter genutzt werden usw.

Also in einer mail (betrifft mich nicht  ;D, betrifft anderes Rechtsgebiet) wurden freiwillige Überstunden für diesen und nächsten Samstag angeordnet.

Kann mir mal jemand sagen, wie man freiwillige Überstunden anordnen kann? Entweder man ordnet Überstunden an oder sie sind freiwillig oder hab ich einen Denkfehler?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 28.03.2020 06:50
Man kann im TVÖD/TV-L/TV-H keine Überstunden anordnen. Man kann lediglich Arbeitsstunden anordnen. Ob daraus Überstunden werden, ergibt sich aus den tatsächlichen Umständen, die die tariflichen Voraussetzungen für Überstunden erfüllen oder nicht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 28.03.2020 09:19
Wenn man bei uns alle Raucher, Ü60, Vorerkrankte nach Hause schicken würde, bliebe wohl nur eine Handvoll übrig. Die wirklich stark Gefährdeten, also die eine Tumorerkrankung hatten oder immunsupprimiert sind, haben sich ohnehin fast alle krank schreiben lassen. Die Raucher und Grauhaarigen machen mit, sind ja eh nur ein paar Stunden Anwesenheit pro Woche.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 28.03.2020 10:43

Richtig, aber die Regeln macht die Leitung des Amtes und die möchte anscheinend die Zahl der Raucher reduzieren.  :D

Sollte die genannte Gruppe defintiv zur Risikogruppe gehören, dürfte sich dei Leitung demnächst eine neue Stelle suchen. Ab an die Presse und gut ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 28.03.2020 10:49
Na ja, Raucher begeben sich ja quasi freiwillig in die Risikogruppe. Sollen sie nun dafür mit bezahlter "Freizeit" belohnt werden, während die Nichtraucher arbeiten geben?


Nee, die Ü60 begeben sich freiwllig in diese Gruppe, weil sie wohl nicht geraucht haben :o
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kat am 30.03.2020 07:48

Schlimm genug, dass Raucher immer noch verbreitet die Arbeitszeit für ihre Raucherpausen nutzen ...

Und Kaffeetrinker, und Quatscher und aus-dem-Fenster-Gucker und Im-Internet-surfer ebenso. Und nun?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 30.03.2020 08:40
Und Kaffeetrinker, und Quatscher und aus-dem-Fenster-Gucker und Im-Internet-surfer ebenso. Und nun?

Wie man sieht - Anwesenheit sagt nichts über Arbeitsleistung aus. Manche denken das aber was dazu führt, dass Homeoffece wegen gefühlt fehlender Kontrolle der Beschäftigten nur eingeschränkt umgesetzt wird.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Schmitti am 30.03.2020 09:20
Ich bin doch positiv überrascht, wie flexibel das bei vielen Dienststellen hier läuft.
Einseitige Stundenreduzierungen, einseitige Urlaubsanordnungen, einseitiges Anordnen von "Minusstunden"... Wenn ich die Fragestellungen/Sachdarstellungen der letzten 1-2 Wochen hier im Forum anschaue, bin ich von der Flexibilität vieler Dienststellen auch überrascht, aber ganz sicher nicht positiv.
Die Corona-Krise offenbart anscheinend auch eine Personalrechts-Krise im öD.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2020 09:37
Die Corona-Krise offenbart anscheinend auch eine Personalrechts-Krise im öD.
Du meinst die Unwissenheit über Personal- und Arbeitsrecht wird offenbart.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 30.03.2020 11:04
Und Kaffeetrinker, und Quatscher und aus-dem-Fenster-Gucker und Im-Internet-surfer ebenso. Und nun?

Wie man sieht - Anwesenheit sagt nichts über Arbeitsleistung aus. Manche denken das aber was dazu führt, dass Homeoffece wegen gefühlt fehlender Kontrolle der Beschäftigten nur eingeschränkt umgesetzt wird.
Beim Home Office müsste man ja die tatsächliche Arbeitsleistung kontrollieren, anstatt nur die Anwesenheit im Büro. Das könnte unschöne Ergebnisse zum Vorschein bringen.  ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 30.03.2020 16:31
Beim Home Office müsste man ja die tatsächliche Arbeitsleistung kontrollieren, anstatt nur die Anwesenheit im Büro. Das könnte unschöne Ergebnisse zum Vorschein bringen.  ;)

Sollte man nicht immer die tatsächliche Arbeitsleistung kontrollieren (statt Anwesenheit)?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2020 17:03
Beim Home Office müsste man ja die tatsächliche Arbeitsleistung kontrollieren, anstatt nur die Anwesenheit im Büro. Das könnte unschöne Ergebnisse zum Vorschein bringen.  ;)

Sollte man nicht immer die tatsächliche Arbeitsleistung kontrollieren (statt Anwesenheit)?
Dazu müsste die Führung ja wissen, was man macht...... 8)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 30.03.2020 17:05
Dazu müsste die Führung ja wissen, was man macht...... 8)

Nach meinem Verständnis ist das Übertragen von Aufgaben und die Sicherstellung der Aufgabenerledigung eine zentrale Aufgabe der Führungskraft :)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 30.03.2020 19:39
Ich denke, subalternen Führungspersonal darf keine Aufgaben übertragen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 30.03.2020 19:49
Warum sollte sie das nicht dürfen? Und wenn sie das nicht tut, was macht sie zur Führungskraft?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 30.03.2020 20:50
Ein Zitat von Dir, Spid

Wenn Dir eine Tätigkeit vom AG - nicht von irgendwelchem übergriffigen subalternen Führungspersonal - übertragen wurde,.....
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 30.03.2020 21:25
Es gibt nunmal einen wesentlichen Unterschied zwischen Aufgaben und der auszuübenden Tätigkeit. Wenn die auszuübende Tätigkeit im Kopieren von Schriftstücken besteht, darf subalternes Führungspersonal diese nicht dahingehend ändern, als daß nunmehr Lammkeulen zu marinieren wären, es darf aber durchaus festlegen, welche Schriftstücke wann und in welcher Reihenfolge zu kopieren sind.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 30.03.2020 21:40
Wenn beides EG 3 wäre ginge das doch tariflich, oder?
Dann steht da welches Recht dagegen, das der Kopierende zum Marinierenden wird?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 30.03.2020 21:47
Weshalb ich ein Beispiel gewählt habe, das einerseits simpel ist, andererseits aber auch erkennbar Tätigkeiten unterschiedlicher Wertigkeit enthält - und keine der Tätigkeiten erfüllt, so nicht weitere Aspekte hinzutreten, die Tätigkeitsmerkmale der E3.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 31.03.2020 07:02

Wenn zwei absolut unterschiedliche Tätigkeiten in der gleichen EG sind, kann dann subalternen Führungspersonal eine solche Tätigkeitsänderung anweisen?

Ergänzend:
Darf subalternes Führungspersonal niedrigwertige Aufgaben übertragen, sofern dadurch nicht die Eingruppierung betroffen ist (z.B. weil diese Aufgaben für die Eingruppierung wegen der Zeitanteile unbeachtlich ist)?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 31.03.2020 08:32
Wenn zwei absolut unterschiedliche Tätigkeiten in der gleichen EG sind, kann dann subalternen Führungspersonal eine solche Tätigkeitsänderung anweisen?

Nein, eher die Aufgaben konkretisieren.

Ergänzend:
Darf subalternes Führungspersonal niedrigwertige Aufgaben übertragen, sofern dadurch nicht die Eingruppierung betroffen ist (z.B. weil diese Aufgaben für die Eingruppierung wegen der Zeitanteile unbeachtlich ist)?

dito
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 31.03.2020 08:51
Grundsätzlich ist das eine Frage der inneren Organisation des AG.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 31.03.2020 10:36
Wenn zwei absolut unterschiedliche Tätigkeiten in der gleichen EG sind, kann dann subalternen Führungspersonal eine solche Tätigkeitsänderung anweisen?

Nein, eher die Aufgaben konkretisieren.

Ergänzend:
Darf subalternes Führungspersonal niedrigwertige Aufgaben übertragen, sofern dadurch nicht die Eingruppierung betroffen ist (z.B. weil diese Aufgaben für die Eingruppierung wegen der Zeitanteile unbeachtlich ist)?

dito
Das heißt, das diese Führungskräfte mir keine neuen Aufgaben zuweisen darf?
Grundsätzlich ist das eine Frage der inneren Organisation des AG.
Oder heißt obiges, dass wenn die innere Organisation des AGs dem subalternen Führungspersonal das Recht zugesteht jemanden neue Aufgaben zuzuweisen, dann darf er das, sonst nicht?

Und wenn er kraft der inneren Organisation es darf, dürfte er dann jemanden der bisher eine einzige EG3wertige Aufgabe hat, diese um 20% Zeitanteil kürzen und eine neue EGx wertige übertragen, die diese 20% ausfüllt.
Und dann wäre egal ob x größer oder kleiner 3 ist?
(Natürlich nur, wenn dadurch nicht die Eingruppierung des MA verändert wird)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 31.03.2020 10:42
Das hängt - wie schon ausgeführt - von der inneren Organisation des AG ab. Es gibt AG, bei denen ist sogar das Recht, namens des AG Arbeitsverträge zu schließen und zu ändern, sehr weit delegiert. Bei der Masse der AG im öD sieht die innere Organisation aber lediglich vor, daß subalternes Führungspersonal lediglich die auszuübende Tätigkeit mit Leben füllt - zumindest geht das BAG in seiner Rechtsprechung davon aus und es entspricht auch meiner Erfahrung.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 31.03.2020 11:32
Das heißt, das diese Führungskräfte mir keine neuen Aufgaben zuweisen darf?

Das kommt auf deine Tätigkeitsdarstellung und deren Detailliertheit ab. Wenn die Arbeitsvorgänge nur grob beschrieben sind, hat die Führungskraft mehr Möglichkeiten diese mit Leben zu füllen, als bei einem hohen Detaillierungsgrad.

Z.B. Fahrdienst
Die kann den Transport von Personen und Sachen sowie die Fahrzeugpflege beinhalten. Alternativ könnte es auch begrenzt sein auf den Transport nur einer Person.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: oat98 am 28.04.2020 13:52
Hallo zusammen,
bei uns sind seit gestern wieder alle im Büro im Dienst. Abstandsregeln usw. sollen natürlich beachtet werden.
Nun ist es wohl so, dass nicht gewollt ist, dass Büros mit zwei oder mehr Personen besetzt sind. Offiziell haben wir da noch nichts gehört, kommt aber evtl. noch.
Nun hat unser Vorgesetzter angeregt, dass wir uns mal Gedanken über Home-Office machen sollten. Weiß jemand, ob ich dazu gezwungen werden kann und ob ich mir dann die technischen Voraussetzungen selber anschaffen muss (bräuchte einen neuen Laptop)?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 28.04.2020 14:06
Weiß jemand, ob ich dazu gezwungen werden kann und ob ich mir dann die technischen Voraussetzungen selber anschaffen muss (bräuchte einen neuen Laptop)?

Arbeitsmittel (wie hier der Laptop) sind vom Arbeitgeber zu stellen. Anders ist es z.B. bei der Nutzung des privaten Internetanschlusses. Soweit hier bei der üblicherweise vorhandenen privaten Internet-Flatrate keine zusätzlichen Kosten für die dienstliche Nutzung entstehen, könnte diese private "technische Voraussetzung" auch dienstlich genutzt werden.

Denkbar wären auch Mischvarianten, so z.B. wenn ein besonders gesichertes Zugangssystem durch den Arbeitgeber per USB-Stick zur Verfügung gestellt wird und dafür der private Rechner genutzt wird.

Hier sind vielfältige Regelungen möglich, die üblicherweise in Dienstvereinbarungen festgehalten werden.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: oat98 am 28.04.2020 14:23
Dankeschön! Auf die Idee mit der Dienstvereinbarung bin ich erst nach Abschicken meines Posts gekommen 8) Darin wird es auch geregelt. Zumindest weiß ich jetzt auch, dass Home Office nicht angeordnet werden kann.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 28.04.2020 14:45
Soweit hier bei der üblicherweise vorhandenen privaten Internet-Flatrate keine zusätzlichen Kosten für die dienstliche Nutzung entstehen, könnte diese private "technische Voraussetzung" auch dienstlich genutzt werden.

Wenn der AN dem zustimmt - oder siehst Du irgendeine Ermächtigung des PR/BR/AG, über den privaten Internetanschluß des AN zu verfügen. Gleiches gilt auch für Strom, Mobiliar, Heizung...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 28.04.2020 15:13
Wenn der AN dem zustimmt - oder siehst Du irgendeine Ermächtigung des PR/BR/AG, über den privaten Internetanschluß des AN zu verfügen. Gleiches gilt auch für Strom, Mobiliar, Heizung...

Korrekt. Wenn der AN zustimmt. So ist es auch üblicherweise in den entsprechenden Dienstvereinbarungen geregelt, dass der AN die genannten Mittel zur Verfügung stellt.

Nach meiner Erfahrung ist dies selten ein Problem. Einerseits steht für die Nichtnutzer weiterhin der Büroarbeitsplatz zur Verfügung, andererseits überwiegt für die meisten Beschäftigten der Nutzen des Home-Offices die dafür erforderlichen Aufwendungen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 28.04.2020 15:28
Na, was denn nun: ist in der Dienstvereinbarung geregelt, daß der AN die genannten Mittel bereitstellt oder muß der AN zustimmen? Wenn ersteres: mit welcher Ermächtigung?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2020 15:40
Weiß jemand, ob ich dazu gezwungen werden kann und ob ich mir dann die technischen Voraussetzungen selber anschaffen muss (bräuchte einen neuen Laptop)?
Wenn dem AN Home Office angeboten wird und er will nicht, dann wird er halt dazu gewzungen sein, seinen Arbeitsplatz aufzusuchen. Und solange man im Büro nicht zwangsweise im Konflikt mit der Mindestesabstandsgrenze kommt, dann hat der AG soweit ja auch keine Probleme damit das zu fordern, oder?
Wenn das zweier Büro allerdings so klein ist, dass man den Mindestabstand nicht einhalten kann, dann hat der AG sich was auszudenken.

Das der AG keine 2er 3er Büro voll besetzt haben möchte, ist ja nur eine Nettigkeit des AGs gegenüber den AN, damit es dem AN leichter fällt. Wenn die Alternative Home Office abgelehnt wird, weil man seine privaten Räume und Mittel nicht dafür einsetzen möchte, dann sehe ich da auch kein Problem, dann geht man halt zur Arbeit und unterliegt selbstverschuldet einem höheren Infektionsrisiko, das kann aber nicht das Problem vom AG sein.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 28.04.2020 15:55
Na, was denn nun: ist in der Dienstvereinbarung geregelt, daß der AN die genannten Mittel bereitstellt oder muß der AN zustimmen? Wenn ersteres: mit welcher Ermächtigung?

In der Dienstvereinbarung ist geregelt, dass der AN die genannten Mittel bereitstellt, wenn er Home-Office machen möchte.

In der Praxis kein Problem, da alle Beschäftigten mit Laptops / LTE / Softphone ausgestattet sind. Bliebe nur Strom / Möbel / Heizung.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 28.04.2020 16:09
Also eine Dienstvereinbarung über die Rahmenbedingungen des Home Office, wenn ein solches individuell vereinbart wird?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 28.04.2020 16:14
Wenn die Alternative Home Office abgelehnt wird, weil man seine privaten Räume und Mittel nicht dafür einsetzen möchte, dann sehe ich da auch kein Problem, dann geht man halt zur Arbeit und unterliegt selbstverschuldet einem höheren Infektionsrisiko, das kann aber nicht das Problem vom AG sein.

Manchmal ist auch das Problem, dass Beschäftigte gar nicht im Home-Office arbeiten können, weil das private Umfeld dafür nicht geeignet ist. Hat dann weniger mit "möchten" als mit "können" zu tun. Insoweit würde ich den Arbeitgeber nicht so leicht aus der Verantwortung lassen a la mach doch Home-Office oder leide im Büro...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 28.04.2020 16:16
Also eine Dienstvereinbarung über die Rahmenbedingungen des Home Office, wenn ein solches individuell vereinbart wird?

So ist es. Bzw. allgemein formuliert als Mobiles Arbeiten, da der Ort der Arbeitserbringung nur als "außerhalb des Büroarbeitsplatzes" definiert ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2020 18:15
Insoweit würde ich den Arbeitgeber nicht so leicht aus der Verantwortung lassen a la mach doch Home-Office oder leide im Büro...
Wieso leidet man im Büro?
Klar bleibt da eine Verantwortung des AGs
Wenn der AG, den Mitarbeitern Home Office anbieten und sie können es nicht machen, dann kann er die Arbeitszeiten dahingehend ausdehnen, dass auch in einem zweier Büro die parallele Nutzung nicht stattfindet. Sprich Arbeitszeit von 6-20 ausdehnen macht 14 pro Tag, plus Samstags, da kann man locker 2 Menschen mit ner 40h Woche kollisionsfrei unterbringen, am besten überlässt er die Zeitplanungen den MAs.

Wenn das nicht klappt, dann müssen die MA eben im Büro "leiden", weil sie da nicht flexibel sind, oder Minusstunden anhäufen oder oder.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 28.04.2020 18:59
Das Rumgeheule wegen "echter" Schichtarbeit ist nicht zum Aushalten und hochnotpeinlich.

Eine kreisangehörige Gemeinde hat das ein paar Wochen gemacht und nach massiver Kritik der AN, man könne doch abends nicht arbeiten, dieses System wieder abgeschafft.

Man oh man. Ist einigen "Sesselfurzern" überhaupt bewusst, daß´es Millionen gibt, die wirklich in Schicht arbeiten und teils mit Lebensrettung zu tun haben? Ich finde es - nochmals - peinlich.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 28.04.2020 19:43
Das Rumgeheule wegen "echter" Schichtarbeit ist nicht zum Aushalten und hochnotpeinlich.

Eine kreisangehörige Gemeinde hat das ein paar Wochen gemacht und nach massiver Kritik der AN, man könne doch abends nicht arbeiten, dieses System wieder abgeschafft.

Man oh man. Ist einigen "Sesselfurzern" überhaupt bewusst, daß´es Millionen gibt, die wirklich in Schicht arbeiten und teils mit Lebensrettung zu tun haben? Ich finde es - nochmals - peinlich.
Ganz aus der Seele gesprochen.
Wenn die Leute jetzt anfangen rum zu mosern, weil sie im 15 qm Büro keine 1,5m Abstand zum Kollegen einhalten können, dann sollen sie sich halt mit dem Kollegen arrangieren und der AG sollte da keine Steine in den Weg legen und maximale flexibilität erlauben.
Wenn diese Leute jedoch erwarten, dass bei ihnen sich nichts zu ändern hat und sie ansonsten faul auf dem Sofa sitzen können, weil sie ja kein Einzelbüro haben und Home Office bei ihnen nicht geht, dann sollen sie in Teilzeit gehen, den Job wechseln oder mal in der Realität ankommen.

mann bin ich froh, das mein Kollegium solche Probleme nicht hat, hier wird geschmeidig die Doppelbelegung (selbstorganisiert) auf ein Minimum reduziert und bis auf die Einschränkungen im HomeOffice mosert hier keiner.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Alatar am 28.04.2020 19:49
Bei uns wurde die Heimarbeit ausgeweitet, bis die technischen Kapazitäten erschöpft waren, ca. 40 % der Beschäftigten arbeiten jetzt von zu Hause.

Der Rest arbeitete im Zwei-Wochen-Wechselbetrieb, d.h. man war zwei Wochen in der Behörde und hat 1 zu 1 Vertretung für einen weiteren Platz gemacht, danach ging man in zweiwöchige Freistellung und der jeweilige Gegenüber hat den Platz so gut es geht mitgezogen. Ab dem 4. Mai soll es neue Regelungen geben, die aber erst Ende der Woche bekannt gegeben werden.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Carnie am 29.04.2020 07:40
Wenn allgemein Homeoffice angesagt ist und die technischen Gegebenheiten geklärt sind werden es vermutlich die meisten auch machen. Für die restlichen stehen dann genug Büros zur Verfügung. Muss ja nicht unbedingt das Eigene sein.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: oat98 am 29.04.2020 07:56
Also hier 'jammert' niemand. Wir haben unser Büro so umgebaut, dass meine Kollegin und ich nun gut 4 Meter Abstand zueinander haben, wir können ausreichend lüften und das ist für uns beide völlig in Ordnung. Falls nun doch angeordnet werden sollte, dass wir die Büros nicht doppelbelegen dürfen, entwickeln wir gerade einen Plan mit teilweiser Heimarbeit.
In unserer Dienstvereinbarung wird auch geregelt, dass Laptop vom AG zur Verfügung gestellt werden muss. Sollte gerade nur keiner verfügbar sein, wird Home Office nicht genehmigt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 29.04.2020 08:50
Das Rumgeheule wegen "echter" Schichtarbeit ist nicht zum Aushalten und hochnotpeinlich.

Eine kreisangehörige Gemeinde hat das ein paar Wochen gemacht und nach massiver Kritik der AN, man könne doch abends nicht arbeiten, dieses System wieder abgeschafft.

Man oh man. Ist einigen "Sesselfurzern" überhaupt bewusst, daß´es Millionen gibt, die wirklich in Schicht arbeiten und teils mit Lebensrettung zu tun haben? Ich finde es - nochmals - peinlich.
Es macht einen Unterschied, ob man seinen Job und AG, mit dem Wissen, dass dort in Schichten gearbeitet wird, ausgesucht hat oder ob man plötzlich Schichtarbeit aufgezwungen bekommt, obwohl davon nie was im Arbeitsvertrag stand und solche Arbeitszeiten auch nicht zu erwarten waren.
Für mich ist es wenig relevant, aber für andere mit deutlich mehr privaten Verpflichtungen, kann es echtes Problem sein, wenn sie plötzlich abends arbeiten müssten oder gar am Samstag. Daher kann ich die Kritik schon verstehen.


In der Praxis kein Problem, da alle Beschäftigten mit Laptops / LTE / Softphone ausgestattet sind. Bliebe nur Strom / Möbel / Heizung.
In welcher Praxis?  ;D


Telefonanlage ist wegen der vielen Rufumleitungen überlastet, weswegen nun die Leute in Heimarbeit für telefonischen Kontakt mit Kollegen ihr privates Mobiltelefon nutzen sollen, wenn Flatrate vorhanden. 

Bei uns gilt ab nächste Woche: Home Office ist weiter möglich bei triftigen Gründen, wobei jetzt insbesondere die Leute, die wegen mehreren Personen in einem Büro in Heimarbeit waren, doch schauen sollen, ob sie nicht einfach in anderes unbesetztes Büro können.


Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 29.04.2020 08:58

Es macht einen Unterschied, ob man seinen Job und AG, mit dem Wissen, dass dort in Schichten gearbeitet wird, ausgesucht hat oder ob man plötzlich Schichtarbeit aufgezwungen bekommt, obwohl davon nie was im Arbeitsvertrag stand und solche Arbeitszeiten auch nicht zu erwarten waren.


Schichtarbeit ist hier als Bezeichnung vorsichtig zu genießen. Es können alle Mitarbeiter - soweit Büros nicht mit mehr als zwei Personen besetzt sind in den regulären Arbeitszeiten Ihr Soll erreichen.

Wir sprechen nicht von Nachtarbeit, etc. - ich bleibe dabei, peinlich.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 29.04.2020 09:07
Was hat Nachtarbeit mit Schichtarbeit zu tun?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 29.04.2020 10:44
...ich arbeite nun in Wechselschicht...ein Tag im Büro, ein Tag im Homeoffice...gefällt mir gut ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2020 10:47
...ich arbeite nun in Wechselschicht...ein Tag im Büro, ein Tag im Homeoffice...gefällt mir gut ;)
Ähnlich bei mir. Habe auch festgestellt, dass ich im Homeoffice DEUTLICH schneller/effizienter arbeite.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 29.04.2020 10:48
Was hat Nachtarbeit mit Schichtarbeit zu tun?

Da die derzeitigen tatsächlich Tätigkeiten bereits fern jeder tariflichen oder arbeitsrechtlichen Realität sind, ist allein die Fragestellung Unfug.

Eine bessere Positionierung in guten Zeiten wäre - auch in diesem kleine Teilaspekt - förderlich gewesen. ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 29.04.2020 10:49

Ähnlich bei mir. Habe auch festgestellt, dass ich im Homeoffice DEUTLICH schneller/effizienter arbeite.

Du meinst - überflüssige Bürokratie - wird nun effizienter erledigt. Chapeau!
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 29.04.2020 10:53
..welche Phobie treibt @BAT eigentlich hier rum?... 8)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 29.04.2020 11:00

Ähnlich bei mir. Habe auch festgestellt, dass ich im Homeoffice DEUTLICH schneller/effizienter arbeite.

Du meinst - überflüssige Bürokratie - wird nun effizienter erledigt. Chapeau!

Bürokratie ist überflüssig???? Sie ist das Rückgrat des Staates! Du meintest vermutlich Bürokratismus.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 29.04.2020 12:23

Es macht einen Unterschied, ob man seinen Job und AG, mit dem Wissen, dass dort in Schichten gearbeitet wird, ausgesucht hat oder ob man plötzlich Schichtarbeit aufgezwungen bekommt, obwohl davon nie was im Arbeitsvertrag stand und solche Arbeitszeiten auch nicht zu erwarten waren.


Schichtarbeit ist hier als Bezeichnung vorsichtig zu genießen. Es können alle Mitarbeiter - soweit Büros nicht mit mehr als zwei Personen besetzt sind in den regulären Arbeitszeiten Ihr Soll erreichen.

Wir sprechen nicht von Nachtarbeit, etc. - ich bleibe dabei, peinlich.
Die reguläre Arbeitszeit kann bei uns normalerweise frei eingeteilt werden innerhalb eines Rahmens (Gleitzeit), der jetzt vergrößert wurde. Und die Einteilung haben viele so vorgenommen, dass für sie um 15:30 Schluss ist, weil sie dann auch noch private Verpflichtungen haben. Wenn plötzlich diese freie Einteilung nicht mehr möglich ist, weil die Büros nur noch einzeln besetzt sein dürfen und sie deswegen bis spät abends arbeiten müssen, dann gibt das halt Probleme.


...ich arbeite nun in Wechselschicht...ein Tag im Büro, ein Tag im Homeoffice...gefällt mir gut ;)
Ähnlich bei mir. Habe auch festgestellt, dass ich im Homeoffice DEUTLICH schneller/effizienter arbeite.
Klar, weil man keine Zeit absitzen muss.  ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 29.04.2020 12:27
Die reguläre Arbeitszeit kann bei uns normalerweise frei eingeteilt werden innerhalb eines Rahmens (Gleitzeit), der jetzt vergrößert wurde. Und die Einteilung haben viele so vorgenommen, dass für sie um 15:30 Schluss ist, weil sie dann auch noch private Verpflichtungen haben. Wenn plötzlich diese freie Einteilung nicht mehr möglich ist, weil die Büros nur noch einzeln besetzt sein dürfen und sie deswegen bis spät abends arbeiten müssen, dann gibt das halt Probleme.
Die aber nicht das Problem des AG sein müssen.
Er muss ja nur darauf achten, dass die Leute den Mindestabstand einhalten können, wenn sie es können, dann können sie weiterhin im Fünferbüro sitzen und ihren alten Törn abarbeiten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 29.04.2020 12:45
Was hat Nachtarbeit mit Schichtarbeit zu tun?

Da die derzeitigen tatsächlich Tätigkeiten bereits fern jeder tariflichen oder arbeitsrechtlichen Realität sind, ist allein die Fragestellung Unfug.

Eine bessere Positionierung in guten Zeiten wäre - auch in diesem kleine Teilaspekt - förderlich gewesen. ;)

Nein.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 29.04.2020 13:20

Bürokratie ist überflüssig???? Sie ist das Rückgrat des Staates! Du meintest vermutlich Bürokratismus.

Nein, ich meine vor Allem überflüssige Bürokratie. Bürokratismus kommt teilweise auch noch on top, ist aber - meines Erachtens - bei Weitem das kleinere Problem.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 29.04.2020 13:23

Die reguläre Arbeitszeit kann bei uns normalerweise frei eingeteilt werden innerhalb eines Rahmens (Gleitzeit), der jetzt vergrößert wurde. Und die Einteilung haben viele so vorgenommen, dass für sie um 15:30 Schluss ist, weil sie dann auch noch private Verpflichtungen haben. Wenn plötzlich diese freie Einteilung nicht mehr möglich ist, weil die Büros nur noch einzeln besetzt sein dürfen und sie deswegen bis spät abends arbeiten müssen, dann gibt das halt Probleme.


Und wo liegt jetzt das Problem? Ich habe das ganze Jahr von morgens bis abends private Verpflichtungen, die aber nicht mit meiner Entscheidung einen Arbeitsvertrag über die wöchentliche Arbeitszeit korrespondieren. Und nu?

Aber ja, wir können ja demnächst alle vom Dienst fernbleiben bei privaten Verpflichtungen. Wäre eine guter Vorschlag für die Tarifrunde 2020! ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 29.04.2020 13:50
Aber ja, wir können ja demnächst alle vom Dienst fernbleiben bei privaten Verpflichtungen.

Das fasst übrigens gut zusammen, warum es in der DDR nicht sonderlich produktiv zuging. Gab es im Laden nebenan eine Lieferung Bananen, der war Arbeitsplatz sekundär, denn im Handumdrehen bildete sich die sozialistische Wartegemeinschaft ...

Im Ernst: So eine Denkweise ist irgendwie öD-Klischee. Es wäre tragisch, wenn sie weit verbreitet wäre. BAT hat's sarkastisch-treffend auf de Punkt gebracht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 30.04.2020 08:23
Aber ja, wir können ja demnächst alle vom Dienst fernbleiben bei privaten Verpflichtungen.

Das fasst übrigens gut zusammen, warum es in der DDR nicht sonderlich produktiv zuging. Gab es im Laden nebenan eine Lieferung Bananen, der war Arbeitsplatz sekundär, denn im Handumdrehen bildete sich die sozialistische Wartegemeinschaft ...

Im Ernst: So eine Denkweise ist irgendwie öD-Klischee. Es wäre tragisch, wenn sie weit verbreitet wäre. BAT hat's sarkastisch-treffend auf de Punkt gebracht.
Ein öD-"Klischee" ist es eigentlich, dass man dort eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen kann durch flexible Arbeitszeiten, und ja, dass man auch mal wegen einer privaten Verpflichtung in Absprache zeitweise seinen Arbeitsplatz verlassen kann. Ist zumindest bei uns so und auch überall, wo ich schon im öD war.

Wenn dieses "klischee", was vom öffentlichen Dienst immer gern als Vorzug gebracht wird bei der Gewinnung von neuen Personal, plötzlich nicht mehr da ist, dass es dann bei einigen Mitarbeitern für Ärger sorgt, das sollte man doch verstehen können. Mehr hab ich auch nicht gesagt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 30.04.2020 08:38
Aber ja, wir können ja demnächst alle vom Dienst fernbleiben bei privaten Verpflichtungen.

Im Ernst: So eine Denkweise ist irgendwie öD-Klischee. Es wäre tragisch, wenn sie weit verbreitet wäre. BAT hat's sarkastisch-treffend auf de Punkt gebracht.

Also mir sind reichlich DV/BV bekannt, die MA zumindest ermöglicht bei privaten Verpflichtungen dem Dienst fernzubleiben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 30.04.2020 08:47
Aber ja, wir können ja demnächst alle vom Dienst fernbleiben bei privaten Verpflichtungen.

Im Ernst: So eine Denkweise ist irgendwie öD-Klischee. Es wäre tragisch, wenn sie weit verbreitet wäre. BAT hat's sarkastisch-treffend auf de Punkt gebracht.

Also mir sind reichlich DV/BV bekannt, die MA zumindest ermöglicht bei privaten Verpflichtungen dem Dienst fernzubleiben.
Und das nicht nur stundenweise, sondern sogar tagelang
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 30.04.2020 09:09
In den Tarifregimen TVÖD/TV-L/TV-H sind angesichts der abschließenden Regelung im Tarifvertrag dazu DV/BV unwirksam.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 30.04.2020 09:35
Also gibt es keine Zeitausgleichstage und flexible Arbeitszeit und Vertrauensarbeitszeit
oder worauf bezieht sich deine Aussage?

schade, naja kann mir wurscht sein, dann warte ich mal auf die Abmahnung meines AGs
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 30.04.2020 09:39
Wenn man dem Dienst/der Arbeit fernbleibt, bedarf es ja einer entsprechenden Verpflichtung zur Dienst-/Arbeitsleistung zum entsprechenden Zeitpunkt. Wann man dies darf, ist in den entsprechenden Tarifwerken abschließend geregelt. Gestaltet man seine Arbeitszeit so, daß zum entsprechenden Zeitpunkt keine Verpflichtung zum Dienst/zur Arbeit besteht, bleibt man diesem/dieser auch nicht fern.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Mori7 am 03.05.2020 13:00
Kein Publikum und wenn dann nur mit Termin wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Keine Dienstreisen, Einzelbüros....Ansonsten Tele- und Mobilarbeit aber die Systeme sind wohl völlig am Ende...kommt eben davon wenn man über Jahre alles nur am Limit laufen lässt. :)

Sieht bei uns ähnlich aus. Unsre Systeme sind defintiv auch überlaufen. Alles am Limit....komt mir bekannt vor.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 04.05.2020 10:47
Bei uns ist Corona seit Heute vorbei. Also zumindest nach Ansicht der politischen Führung.

Büros sind alle wieder mit voller Stärke besetzt. Dienstbetrieb nach Vorschrift. Auch Risikogruppen müssen wieder im Büro anwesend sein. Auf Homeoffice wird weiterhin geschissen, hier gibt es nach wie vor keine Maßnahmen seitens des AG. Bürgermeister und Erster Stadtrat sind natürlich weiterhin Zuhause im Homeoffice, bei denen funktioniert es.


Kollegen aus der Risikogruppe waren die letzten 6 Wochen ohne Anwesenheitspflicht daheim. Mangels Homeoffice Möglichkeiten konnten die auch leider nichts richtig arbeiten. Hätte man Homeoffice endlich mal eingerichtet, hätten die zu 90% normal weiterarbeiten können.

Trotzdem waren die Kollegen erreichbar für Rückfragen, haben teilweise Emails über ihr Dienst smartphone abgearbeitet und waren auch teilweise am späten Abend immer mal kurz im Rathaus (wenn keiner mehr da war) um Post abzuwickeln, Rechnungen abzuzeichnen und ähnliches.

Was ist jetzt das Resultat ?

Alle (!) Kollegen aus den Risikogruppen sind ab Heute jetzt 6 Wochen krankgeschrieben und sind für uns nicht mehr erreichbar. Die Arbeit bleibt jetzt komplett liegen.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 04.05.2020 10:57

Was ist jetzt das Resultat ?

Alle (!) Kollegen aus den Risikogruppen sind ab Heute jetzt 6 Wochen krankgeschrieben und sind für uns nicht mehr erreichbar. Die Arbeit bleibt jetzt komplett liegen.

Ich verstehe deine Aufregung, aber auf das Resultat hätte man sich innerlich schon lange einstellen können... ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 04.05.2020 11:12

Was ist jetzt das Resultat ?

Alle (!) Kollegen aus den Risikogruppen sind ab Heute jetzt 6 Wochen krankgeschrieben und sind für uns nicht mehr erreichbar. Die Arbeit bleibt jetzt komplett liegen.

Ich verstehe deine Aufregung, aber auf das Resultat hätte man sich innerlich schon lange einstellen können... ;)

Ich verstehe ja die Kollegen die Angst um ihre Gesundheit haben. Das sind auch wirklich vorerkrankte Personen und keine die sich nur wichtig tun wollen oder sonstwas.

Mir war auch klar, dass von denen keiner Heute hier auftauchen wird. Nur wollen die das jetzt noch ein Jahr so durchziehen ? Das Corona Virus verschwindet nicht so schnell.

Was ich vermisse ist ein Handeln des Arbeitgebers. Das sind alles Kollegen die locker 90% ihrer Arbeit ohne Einschränkungen auch von Zuhause machen könnten, wenn man Ihnen die Möglichkeit dazu geben würde.

Natürlich kann man auch sagen, dass die sich jetzt durchs "krankfeiern" ihr Homeoffice erpressen wollen, aber dann würde die Arbeit wenigstens gemacht werden, anstatt liegen zu bleiben oder auf die übrigen (fachfremden) Kollegen überzugehen.


Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 04.05.2020 11:25
Ich finde so ein Organisationsversagen des Arbeitgebers schlimm, zumal es Alternativen gibt. Aber vielleicht muss er durch Schmerzen lernen, wenn erstmal genug Arbeit liegen bleibt....
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 04.05.2020 11:29
Alle (!) Kollegen aus den Risikogruppen sind ab Heute jetzt 6 Wochen krankgeschrieben

Wo (und mit welcher Diagnose) bekommt denn aus dem Stand eine Krankschreibung für sechs Wochen?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 04.05.2020 11:41
Alle (!) Kollegen aus den Risikogruppen sind ab Heute jetzt 6 Wochen krankgeschrieben

Wo (und mit welcher Diagnose) bekommt denn aus dem Stand eine Krankschreibung für sechs Wochen?

Kann ich dir nicht sagen. Die Diagnose ist ja auch meines Wissens für den AG geschwärzt.

Ist hier aber nicht unüblich. Zumindest hab ich schon einige male mitbekommen, dass es direkt 6 Wochen aus dem Stand gab. Waren aber meistens auch Operationen oder andere größere Sachen die man auch mitbekommen hat dann.

Weiß auch nicht ob wirklich Alle schon direkt ihre 6 Wochen haben. Da habe ich vielleicht etwas zu Weit gegriffen schon. Zumindest die beiden aus meinem Sachgebiet haben aber schon ihre 6 Wochen. Es ist auch stark anzunehmen, dass alle anderen zumindest die 6 Wochen erstmal ausschöpfen werden.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 04.05.2020 11:42
Ab zum MDK.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Pepper2012 am 04.05.2020 11:43
Doc Holiday  8)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 04.05.2020 12:07
@Spid
...um die Pflegestufe feststellen zu lassen?  ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 04.05.2020 12:18
Um den Beweiswert der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erschüttern.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Dakmer am 04.05.2020 13:51
Bei uns ist Corona seit Heute vorbei. Also zumindest nach Ansicht der politischen Führung.
Also heißt es nun "Herzlichen Glückwunsch" oder "Herzliches Beileid"? ;-)

Bei uns sind die Maßnahmen bis Ende Mai fortgesetzt, d. h. nur einer im Büro, Heimarbeit, Abstandhalten, keine Besucher ins Gebäude. Ich bin froh darüber, denn wir haben Corona noch lange nicht überwunden.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 04.05.2020 21:47
Hallo sechs Wochen am Stück? Bei uns sind das Maximum vier Wochen und auch nur bei schweren oder langwierigen Krankheiten, wie Gelenkersatz-OPs o.ä.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 04.05.2020 23:22
Hallo sechs Wochen am Stück? Bei uns sind das Maximum vier Wochen und auch nur bei schweren oder langwierigen Krankheiten, wie Gelenkersatz-OPs o.ä.
Echt jetzt, Ihr stellt Aus aus für die MA aus?  ::)

Ne im Ernst, kann ein Arzt einen (hoch) Risiko-menschen krankschreiben?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 05.05.2020 00:13
 8) Natürlich nicht wir, sondern die Ärzte der MA. Bei Tarifbeschäftigten im Krankengeldbezug, sind es allein deswegen schon vier Wochen, damit die MA auch monatlich das Krankengeld bekommen können.

Wer mit oder ohne Risiko keine Krankheitsymptome hat, ist nicht krank, so zumindest unsere Haus Verfügung. Was Ärzte davon halten, vermag ich nicht zu beurteilen. Wir haben weiterhin Homeoffice. Das wird denke ich solange bleiben wie die Kontaktbeschränkungen andauern.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 05.05.2020 10:08
Eine preemptive Krankschreibung für sechs Wochen bei Nicht-Erkrankten halte ich jedenfalls für Unfug - vor allem angesichts einer Pandemie, an deren Rahmenparametern sich auch nach den sechs Wochen nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Was bitte wollen die Kollegen in den nächsten 2, 3, ... Jahren machen, bis es (hoffentlich) einen wirksamen Impfstoff gibt, der breit verfügbar ist? Das ist doch nur Aktionismus angesichts der aktuellen Eindrücke.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 05.05.2020 10:19
Ich denke die Mitarbeiter wollen sich damit Homeoffice "erpressen". Klar der Arbeitgeber versagt hier auch auf voller Linie. Kann mir keiner erzählen, dass es so schwer ist Homeoffice einzurichten, wo es ja bei einzelnen Leuten geht (Bürgermeister, Erster Stadtrat, waren beide seit Wochen nicht hier während der Betriebszeiten).

Zumindest die beiden Kollegen aus meinem Sachgebiet haben sogar angeboten (vor Wochen schon, also bevor es überhaupt die 6 Wochen Entbindung von der Anwesenheitspflicht gab) ihre privaten Laptops oder PCs zur Verfügung zu stellen für Homeoffice, damit nicht extra Hardware angeschafft werden muss. (Wenn man z.B. Bootsticks benutzten würde, gäbe es da ja auch keine Sicherheitsrisiken, zumindest wurde das mal so erklärt).

Wie gesagt, betrieblich können die 90% ihrer Arbeit ohne Probleme von Daheim machen. Für die übrigen 10% die in Papier mit Unterschrift laufen müssen, könnten sie am Abend oder am Wochenende mal ins Büro gehen.


Wegen was die Ärzte krankschreiben weiß ich nicht. Geht mich auch nichts an. Zumindest die beiden Kollegen die ich näher kenne haben ausreichend Krankheiten damit die Ärzte hier aus den Vollen schöpfen können was mögliche Gründe angeht.



Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 05.05.2020 10:23
Der AG versagt hier auch, weil er es mit sich machen läßt. Durch den MDK überprüfen lassen, AN kündigen, Strafanzeige gegen den Arzt und den AN stellen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 05.05.2020 11:23
Ach hier gibt es Leute im Haus die schon seit Monaten krankgeschrieben sind und das noch einige weitere Monate durchziehen wollen bis zur Rente. Da macht der AG auch nichts gegen.

Mich wundert da nix mehr ;)

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kat am 05.05.2020 11:44
Hab sogar so jemanden in der Familie. Immer wegen irgendwas anderem krankgeschrieben. Bald hat er alle Ärzte in der Umgebung durch. Macht der AG (ein krankenhaus) auch nichts. Entweder er ist krank oder hat Urlaub. In den Dienstplänen wird er vermutlch schon lange nicht mehr berücksichtigt,da der Plan sowieso ständig umgeschmissen werden müßte.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 05.05.2020 11:50
Der AG versagt hier auch, weil er es mit sich machen läßt. Durch den MDK überprüfen lassen, AN kündigen, Strafanzeige gegen den Arzt und den AN stellen.

Nur konsequent, wenn ein solcher Arbeitgeber auch das nicht schafft.

Ich finde aber, der AG sollte seine Mühen auf eine zweckmäßige Arbeitsumgebung richten um die Aufgabenerledigung sicherzustellen und nicht protestierende Arbeitnehmer sanktionieren.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 05.05.2020 11:51
Hab sogar so jemanden in der Familie. Immer wegen irgendwas anderem krankgeschrieben. Bald hat er alle Ärzte in der Umgebung durch. Macht der AG (ein krankenhaus) auch nichts. Entweder er ist krank oder hat Urlaub. In den Dienstplänen wird er vermutlch schon lange nicht mehr berücksichtigt,da der Plan sowieso ständig umgeschmissen werden müßte.

Das wäre aus meiner Sicht ein Idelafall fürs Spid´sche Vorgehen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 05.05.2020 11:56
Der AG versagt hier auch, weil er es mit sich machen läßt. Durch den MDK überprüfen lassen, AN kündigen, Strafanzeige gegen den Arzt und den AN stellen.

Nur konsequent, wenn ein solcher Arbeitgeber auch das nicht schafft.

Ich finde aber, der AG sollte seine Mühen auf eine zweckmäßige Arbeitsumgebung richten um die Aufgabenerledigung sicherzustellen und nicht protestierende Arbeitnehmer sanktionieren.

Ist „protestierend“ jetzt Neusprech für Arbeitszeitbetrug? Er sollte beides tun, sind ja mutmaßlich unterschiedliche Organisationsbereiche, die sich um derlei kümmern.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 05.05.2020 12:00
Ist „protestierend“ jetzt Neusprech für Arbeitszeitbetrug? Er sollte beides tun, sind ja mutmaßlich unterschiedliche Organisationsbereiche, die sich um derlei kümmern.

Nö, ich sehe nur die voreiligen Krankschreibungen als besonderen Ausdruck von Protest, weil andere Formen nichts gebracht haben. Vielleicht auch Selbstschutz.

Rational gedacht gebe ich dir Recht, was der Arbeitgeber tun sollte. Nur wie bringt man ihn dazu?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 05.05.2020 12:10
Ist „protestierend“ jetzt Neusprech für Arbeitszeitbetrug? Er sollte beides tun, sind ja mutmaßlich unterschiedliche Organisationsbereiche, die sich um derlei kümmern.

Nö, ich sehe nur die voreiligen Krankschreibungen als besonderen Ausdruck von Protest, weil andere Formen nichts gebracht haben. Vielleicht auch Selbstschutz.

Rational gedacht gebe ich dir Recht, was der Arbeitgeber tun sollte. Nur wie bringt man ihn dazu?
Ich sehe es ganz ähnlich. Wenn ein AG im ÖD nach über 6 Wochen "Corona" nicht in der Lage ist simpelste Dinge umzusetzen, dann braucht er sich über diese Form von Protest und Notwehr nicht wundern. Was in manchen Kommunen einen Scheiß auf Arbeitsschutz und Abstandsregeln gegeben wird. Es ist ein Jammer!

Natürlich hat Spid Recht, der AG hat sich um beide Dinge zu Kümmern
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 05.05.2020 12:23
Man ist ja nicht mehr durch Erbuntertänigkeit an die Scholle gebunden, wenn ein AG beständig versagt, sucht man sich einen neuen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 05.05.2020 13:42
Man ist ja nicht mehr durch Erbuntertänigkeit an die Scholle gebunden, wenn ein AG beständig versagt, sucht man sich einen neuen.

Zu gehen ist sicherlich eine legitime Form des Ausdrucks, dass man mit der Situation nicht einverstanden ist. Ändert aber nichts an dem Problem, dass der AG versagt. Andere Ausdrucksformen des Protests, die auf ein Ändern des AG hinwirken, finde ich zielführender.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 05.05.2020 13:54
Wenn man gegangen ist, ist das Versagen des ehemaligen AG kein Problem mehr.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 05.05.2020 14:15
Ach hier gibt es Leute im Haus die schon seit Monaten krankgeschrieben sind und das noch einige weitere Monate durchziehen wollen bis zur Rente. Da macht der AG auch nichts gegen.

Mich wundert da nix mehr ;)
Kann dem AG ja auch nach 42 Tagen wurscht sein.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 05.05.2020 14:18
Was in manchen Kommunen einen Scheiß auf Arbeitsschutz und Abstandsregeln gegeben wird. Es ist ein Jammer!
Dann sollte dokumentieren, dass die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden und man nicht arbeiten kann.
Bei den Hochbezahlten Profifußballern führt das dann halt zu Suspendierung  ::)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 05.05.2020 14:38
Was in manchen Kommunen einen Scheiß auf Arbeitsschutz und Abstandsregeln gegeben wird. Es ist ein Jammer!
Dann sollte dokumentieren, dass die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden und man nicht arbeiten kann.
Bei den Hochbezahlten Profifußballern führt das dann halt zu Suspendierung  ::)
dafür gibt es bei uns keinen Grund, es funzt nach stotterndem Start echt gut. Wenn ich aber Freunde oder PR Kollegen höre...ei ei ei.
Würde ich dokumentieren, kämen die Dinge sicher nicht bei Twitter online (Der Depp...) sondern bei der zuständigen Aufsichtsbehörde und ggf der lokalen Presse an.
Also ganz ehrlich: Wenn die Sonnenkönige ihre Ordnungsamts-MA losjagen um Verstöße gegen Abstandsregelungen und Kontaktverbote unter Androhung der Todesstrafe zu ahnden, sich aber selbst einen Dreck um ihre MA und Schutzpflichten scheren... Das ist doch an Peinlichkeit nicht zu überbieten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 05.05.2020 14:52
Das ist doch an Peinlichkeit nicht zu überbieten.
Jipp
Doppelmoral halt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Carnie am 06.05.2020 07:53
Sowas merkt ihr erst jetzt ? Ist doch im öffentlichen Dienst üblich. Zumindest meiner Erfahrung nach.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 06.05.2020 22:15
Ach hier gibt es Leute im Haus die schon seit Monaten krankgeschrieben sind und das noch einige weitere Monate durchziehen wollen bis zur Rente. Da macht der AG auch nichts gegen.

Mich wundert da nix mehr ;)
Kann dem AG ja auch nach 42 Tagen wurscht sein.

Wieso kann es dem AG wurscht sein ? Die Stelle ist blockiert, wird nicht neu besetzt in der Zeit und die Arbeitskraft fehlt.

Hier fehlen einfach die Eier auch mal durchzugreifen bei sowas.

Und gibt es nicht einen Krankengeldzuschuss vom AG oder sowas, je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des jeweiligen AN ? Da kenne ich mich aber nicht mit aus bzw. habe ich mich noch nie mit befasst, da ich bisher zum Glück noch nie so lange krank war.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 07.05.2020 16:44
Bei uns wird jetzt umgestellt von örtlich alternierenden auf zeitlich alternierenden Schichten. Das hierzu verfasste zweiseitige Schreiben lässt sich lax zusammen fassen als: "wir wissen auch nicht, wie ihr es hinbekommen sollte, aber schmuddelt in Euren Abteilungen mal irgendwie rum". :D

Fun Fact am Rande: wir haben mehrere Gebäude, da nun eines davon überwiegend zu Zwecken des Gesundheitsamtes benutzt wird, ist dieses von einem schlichten Verwaltungsgebäude zu einer Einrichtung des Gesundheitswesens umgewidmet worden. Mit allen Konsequenzen ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: 2strong am 07.05.2020 18:09
Homeoffice wurde heute zunächst bis Ende Mai verlängert. Ich tanz nackt auf dem Balkon  ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Egon12 am 11.05.2020 07:37
Stand heute sind wir alle zurück beordert worden inkl. der Risikogruppen, bis auf ein paar Abstandsmarker und Mundschutz für den Fall der Fälle hat sich gegenüber März Nichts geändert.

Der Dienstherr bietet denen die die Kinderbetreuung nicht geregelt bekommen 20 Tage Arbeitsbefreiung unter Beibehaltung der Bezüge.

Nach Möglichkeit sollen die Betreffende ins Homeoffice.

zur Frage über mir, es ist vorbei wenn entweder:
a) 70 % durchseucht sind
oder
b) ein Impfstoff oder eine Tablette entwickelt wurde

also wohl erst 2022
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 11.05.2020 07:42
Man weiß aber noch nicht wie lange man nach einer Infektion immun bleibt, insofern sind die 60-70% vielleicht nie erreichbar.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Egon12 am 11.05.2020 08:00
Stimmt man weiß Vieles nicht, deshalb sollten wir nicht wie die hysterischen Hühner herumlaufen, wir müssen einfach mit dem Virus leben.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kat am 11.05.2020 08:14
Es sind immer noch unter 1 Prozent der Bevölkerung infiziert. Bis man da 70 Prozent erreicht haben will, vergehen Jahre. So lange macht diese Einschränkungen niemand mit.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Feidl am 11.05.2020 09:21
Wenn weiterhin um die 1000 Leute pro Tag neu infiziert werden, dauert es doch nur knapp 150 Jahre, bis 70% der Deutschen die Infektion durch haben.  ;D
Deswegen würde ich jetzt nicht den Weg der Herdenimmunität gehen wollen.
Klar, man könnte die Infektionszahlen auch absichtlich erhöhen, aber dann gibts wieder die Gefahr, dass das Gesundheitssystem überlastet wird.
Außerdem gibt es Hinweise, dass Coronainfektionen zu dauerhaften Schäden führen. Das muss man nun nicht haben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 11.05.2020 09:27
So lange macht diese Einschränkungen niemand mit.

Wenn mal alle in Sachen Abstand halten/Hygiene beachten/Masken nutzen mitmachen würden, ließe sich die Ansteckungsgefahr schon signifikant reduzieren. Leider hakt es da bei vielen (aus).

Außerdem gibt es Hinweise, dass Coronainfektionen zu dauerhaften Schäden führen. Das muss man nun nicht haben.

Das ist es, was mir am meisten Sorgen macht. Wie viele von denen, die aktuell und künftig als "Genesen" gezählt werden, werden bleibende Schäden davontragen ... Und wenn man liest, wie sich schwere Verläufe von Covid-19 auswirken (bis hin zu irren Herzraten und zum Befall des Nervensystems), dann bekommt man wirklich Angst.  :(
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 11.05.2020 09:32
Stimmt man weiß Vieles nicht, deshalb sollten wir nicht wie die hysterischen Hühner herumlaufen, wir müssen einfach mit dem Virus leben.
Richtig und das heißt?
Mehr Lockdown, weniger Lockdown,
Risikogruppen kasernieren, oder ihr Lebensrisiko ihr Problem sein lassen.
Wer seine 80jährige Mutter/Oma awg. Corona verliert, denkt da sicherlich anders, als der, der seinen 30 jährigen Sohn pflegen muss, weil er Coronageschädigt ist.

Ist halt so....
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 11.05.2020 11:29
Es wird doch nur weggelaufen, statt anzugreifen. Vermeidungstatikten statt Problemlösung. Wie üblich in diesem Land.

Stringenter Einsatz der APP kombiniert mit Massentests. Sofort. Ganz einfach, die Laube.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Egon12 am 11.05.2020 12:26
Stimmt man weiß Vieles nicht, deshalb sollten wir nicht wie die hysterischen Hühner herumlaufen, wir müssen einfach mit dem Virus leben.
Richtig und das heißt?
Mehr Lockdown, weniger Lockdown,
Risikogruppen kasernieren, oder ihr Lebensrisiko ihr Problem sein lassen.
Wer seine 80jährige Mutter/Oma awg. Corona verliert, denkt da sicherlich anders, als der, der seinen 30 jährigen Sohn pflegen muss, weil er Coronageschädigt ist.

Ist halt so....

Das heißt erst einmal Vertrauen aufbauen, nicht in jedes Mikro quatschen, nicht jedes halbfertige Paper eines Virologen bis auf jeden Buchstaben sezieren. Die Testkapazitäten nahezu Auslasten, gleiche Entscheidungskriterien bei allen Gesundheitsämter (siehe Köln/ Dresden)
 
Allein wenn ich sehe wie unterschiedlich die Situation in den Flächenämtern meiner Bundesbehörde gehandhabt wird, kann einem das kalte Grausen kommen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 08:26
...das einzig Richtige ist doch, die Infektionszahlen niedrig zu halten, bis Impfstoff/Medikament entwickelt wurde...also Masken tragen und Abstand halten...mein Eindruck ist allerdings, dass selbst dies Viele überfordert...

Ergo: ein großer Teil der Bevölkerung ist einfach zu blöd :P
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 09:03
...das einzig Richtige ist doch, die Infektionszahlen niedrig zu halten, bis Impfstoff/Medikament entwickelt wurde...also Masken tragen und Abstand halten...mein Eindruck ist allerdings, dass selbst dies Viele überfordert...

Ergo: ein großer Teil der Bevölkerung ist einfach zu blöd :P

Was du zur Zeit niedrig halten willst, ist ein potemkinsche Infektionszahl. Reale Verhältnisse werden ja nicht getestet in diesem Land. Solange dies so ist, sind alle weiteren Maßnahmen fern jeder Wissenschaft.

P.S.: in NL trägt keine Sau eine Maske.  :)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Schmitti am 12.05.2020 09:55
Das Tragen der Masken führt, wesentlich beeinflusst von der Blödheit der Bevölkerung, v.a. dazu, dass das Abstandhalten immer weniger funktioniert. Muss man ja nicht mehr, trägt ja nun jeder ne Maske. Also weiter mit dem fröhlichen Gruppenkuscheln in Läden, Fußgängerzonen etc.

Da kann man zum ersten Mal froh über seine Pollenallergie sein. Regelmäßig niesen und ein wenig hüsteln, schon klappt das mit den Abständen wieder ;-)

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 12.05.2020 11:22
Unabhängig davon wie man zu den Lockerungen steht, stellt sich mir die Frage, wie die (lokalen)Ordnungsbehörden den ganzen Salat flächendeckend kontrollieren wollen?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 11:34
...das einzig Richtige ist doch, die Infektionszahlen niedrig zu halten, bis Impfstoff/Medikament entwickelt wurde...also Masken tragen und Abstand halten...mein Eindruck ist allerdings, dass selbst dies Viele überfordert...

Ergo: ein großer Teil der Bevölkerung ist einfach zu blöd :P

Was du zur Zeit niedrig halten willst, ist ein potemkinsche Infektionszahl. Reale Verhältnisse werden ja nicht getestet in diesem Land. Solange dies so ist, sind alle weiteren Maßnahmen fern jeder Wissenschaft.

P.S.: in NL trägt keine Sau eine Maske.  :)

...wie du die Infektionszahl nennen willst oder wie groß diese in Wirklichkeit ist (wahrscheinlich Faktor 10), ist doch letztendlich ohne Belang...wichtig ist nur, diese möglichst niedrig zu halten...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 11:40

P.S.: in NL trägt keine Sau eine Maske.  :)

..ab 01.06.2020 schon..
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 11:41
Die Infektionszahl ist von ausgesprochen geringer Bedeutung, wenn überhaupt wäre eine hohe Infektionszahl hinsichtlich einer gesteigerten Immunitätszahl sogar wünschenswert. Wichtig ist es, die Zahl der schweren Verläufe möglichst gering zu halten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 11:51
...das würde auf eine Isolation aller Risikogruppen hinauslaufen...

...schöne Alternative...aber nur, wenn man selbst nicht zum betreffenden Personenkreis gehört und auch nicht zu denen, die ausserhalb der Risikogruppe einen schweren verlauf erleiden...

...wer sein Schicksal gerne herausfordert...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 11:53
Besser Beschränkungen für jene, die tatsächlich gefährdet sind, als solche für alle.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 12:26
Weder die Infektionszahl noch eine Legaldefinition des Begriffes Risikogruppe liegt vor.

Ihr redet über potemkinsche Ordnungsmaßnahmen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 12:35
Dann bastelt man eine - macht man üblicherweise zwischen den Festlegungen zum Geltungsbereich einer Norm und ihren Norminhalten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 12:35

P.S.: in NL trägt keine Sau eine Maske.  :)

..ab 01.06.2020 schon..

Nein, ist eine andere Mentalität.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 12:36
Dann bastelt man eine - macht man üblicherweise zwischen den Festlegungen zum Geltungsbereich einer Norm und ihren Norminhalten.

Es wird offensichtlich sehr lange gebastelt. Normative Begrifflichkeiten lassen sich in wenigen Stunden festlegen. Sollten mithin seit zwei Monaten Bestand haben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 12:40
Da man sich gegen die die Masse der Bevölkerung, die Wirtschaft und das öffentliche Leben schonende Internierung von Risikogruppen und für extrem belastende Maßnahmen für alle entschlossen hat, gab es keinen Bedarf an einer Legaldefinition des Begriffes Risikogruppe. Warum also hätte jemand eine festlegen sollen?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 12:51
Nein, ist eine andere Mentalität.

...eher andere Vorschriften...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 13:22
Da man sich gegen die die Masse der Bevölkerung, die Wirtschaft und das öffentliche Leben schonende Internierung von Risikogruppen und für extrem belastende Maßnahmen für alle entschlossen hat, gab es keinen Bedarf an einer Legaldefinition des Begriffes Risikogruppe. Warum also hätte jemand eine festlegen sollen?

Maßnahmen der Prävention wurden vor und auch während der Krise in nicht annehmbarer Weise vernachlässigt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 12.05.2020 13:26
Was nützt eigentlich eine schonende Internerierung von Risikogruppen, wenn durch eine nicht ausreichend gebremste Infizierung und die dadurch entstehende Masse an schweren Verläufen auch bei den nicht Risikogruppen für diese keine Betten mehr da sind?

Doch eigentlich nichts, außer dass wir eine vermeidbare höhere Menge an Verstorbene und nachhaltig Geschädigte haben und einige Ärzte halt entscheiden müssen, wer beatmet wird und wer nur noch Morphine bekommt.

Lebensrisiko würden jetzt einige sagen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 13:27
Da man sich gegen die die Masse der Bevölkerung, die Wirtschaft und das öffentliche Leben schonende Internierung von Risikogruppen und für extrem belastende Maßnahmen für alle entschlossen hat, gab es keinen Bedarf an einer Legaldefinition des Begriffes Risikogruppe. Warum also hätte jemand eine festlegen sollen?

Maßnahmen der Prävention wurden vor und auch während der Krise in nicht annehmbarer Weise vernachlässigt.

Maybe. Und?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 13:31
Was nützt eigentlich eine schonende Internerierung von Risikogruppen, wenn durch eine nicht ausreichend gebremste Infizierung und die dadurch entstehende Masse an schweren Verläufen auch bei den nicht Risikogruppen für diese keine Betten mehr da sind?

Doch eigentlich nichts, außer dass wir eine vermeidbare höhere Menge an Verstorbene und nachhaltig Geschädigte haben und einige Ärzte halt entscheiden müssen, wer beatmet wird und wer nur noch Morphine bekommt.

Lebensrisiko würden jetzt einige sagen.

Wenn dem so wäre, wäre das wohl so - da das aber nicht zu erwarten ist, ist das jedoch unbeachtlich. Ein Nutzen läge jedoch selbst dann vor, da die Auswirkungen auf die Wirtschaft, das öffentliche Leben und die Freiheit des Einzelnen geringer wären.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 12.05.2020 13:37
Und wie will man den Nutzen (geringere Auswirkung auf Wirtschaft, öffentliches Leben und die Freiheit des Einzelnen) gegenüber dem Schaden (gesundheitliche Auswirkungen, Tod) gegeneinander abwiegen?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 13:41
Wie man immer abwägt: aufgrund einer Präferenzordnung. Meine sagt ganz klar: sperrt die Alten und Kranken weg.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 12.05.2020 13:47
Wenn dem so wäre, wäre das wohl so - da das aber nicht zu erwarten ist, ist das jedoch unbeachtlich.
Ne ist eben beachtlich, denn es ist zu erwarten, denn wenn eine zu schnelle Durchseuchung stattfindet, dann werden halt auch für die Nichtrisikogruppen die Betten knapp.
Das ist einfachste Mathematik und lässt sich ja leicht simulieren, egal wie hoch die Wahrscheinlichkeit der schweren Verläufe bei nicht nicht isolierten Menschen ist.

Zitat
Ein Nutzen läge jedoch selbst dann vor, da die Auswirkungen auf die Wirtschaft, das öffentliche Leben und die Freiheit des Einzelnen geringer wären.
Die Wirtschaft wird einen kürzeren Lockdown haben (es werden dann halt punktuell die Fliesbänderstillstehen, weil die Belegschaft krank ist).
Die Überlebenden und nicht Geschädigten werden weniger Einschränkungen haben.

Sind dann halt mehr Toten die tot sind, und mehr Geschädigten geschädigt als es bei einer anderen Vorgehensweise nötig gewesen wäre.

Lebensrisiko halt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 13:52
Du rechnest also ohne Lockdown mit 44.000.000 gleichzeitig Erkrankter? Denn die bräuchte es, um außerhalb der Risikogruppen unsere Kapazitäten zu überstrapazieren.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 12.05.2020 14:10
Du rechnest also ohne Lockdown mit 44.000.000 gleichzeitig Erkrankter? Denn die bräuchte es, um außerhalb der Risikogruppen unsere Kapazitäten zu überstrapazieren.
Ja, das ist schnell nach ein paar Wochen erreicht. Wenn nicht der Mensch (sei es Staatlich Verordnet oder aus Angst) die Ansteckungsraten reduziert.

Wie man immer abwägt: aufgrund einer Präferenzordnung. Meine sagt ganz klar: sperrt die Alten und Kranken weg.
Also so ca 30% der Bevölkerung?

Akut Kranke reicht ja nicht, da sind dann ja noch die Astmatiker, Diabetiker ... die jetzt schon als anfälliger für schwere Verläufe sind.

Und natürlich kann man ja nicht zu 100% isolieren, da immer Menschen von außen in die Kasernen rein müssen.
Und bei höherer Anzahl an Virusschleudern, ist da natürlich die Gefahr der Einbringung auch höher, aber das ist dann halt Shit Happens.
Das könnte man ja nur mit zuverlässigen Schnelltests verhindern.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 14:29

Maybe. Und?

Eine Legaldefinition für den Begriff Risikogruppe vorzuhalten verkürzt die Zeit, wenn aufgrund dieser Unterscheidung Maßnahmen eingeleitet werden sollten. Es würde wertvolle Zeit vergehen, um hier überhaupt eine Definition zu finden.

Und so lange es zu diesem Begriff im Zusammenhang mit Corono keine klare Definition gibt sind auch weitere Diskussionen hierzu mangels Substanz nicht zielführend.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 14:33
Du rechnest also ohne Lockdown mit 44.000.000 gleichzeitig Erkrankter? Denn die bräuchte es, um außerhalb der Risikogruppen unsere Kapazitäten zu überstrapazieren.
Ja, das ist schnell nach ein paar Wochen erreicht. Wenn nicht der Mensch (sei es Staatlich Verordnet oder aus Angst) die Ansteckungsraten reduziert.

Wie man immer abwägt: aufgrund einer Präferenzordnung. Meine sagt ganz klar: sperrt die Alten und Kranken weg.
Also so ca 30% der Bevölkerung?

Akut Kranke reicht ja nicht, da sind dann ja noch die Astmatiker, Diabetiker ... die jetzt schon als anfälliger für schwere Verläufe sind.

Und natürlich kann man ja nicht zu 100% isolieren, da immer Menschen von außen in die Kasernen rein müssen.
Und bei höherer Anzahl an Virusschleudern, ist da natürlich die Gefahr der Einbringung auch höher, aber das ist dann halt Shit Happens.
Das könnte man ja nur mit zuverlässigen Schnelltests verhindern.

In jedem denkbaren Verlauf gehen Dir selbst bei der Annahme eines 14tägigen Intensivbettenbedarfs anstatt der durchschnittlichen 5 Tage die Möglichkeiten zur Infektion aus, da die Gesamtpopulation ja irgendwo bei gut 80.000.000 liegt, bevor Du 44.000.000 gleichzeitig Infizierte hast. Und besser man sperrt 30% (eigentlich nur ca. 22%) der Bevölkerung weg, von denen der überwiegende Teil ohnehin unproduktiv ist, als alle.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 14:35

Maybe. Und?

Eine Legaldefinition für den Begriff Risikogruppe vorzuhalten verkürzt die Zeit, wenn aufgrund dieser Unterscheidung Maßnahmen eingeleitet werden sollten. Es würde wertvolle Zeit vergehen, um hier überhaupt eine Definition zu finden.

Und so lange es zu diesem Begriff im Zusammenhang mit Corono keine klare Definition gibt sind auch weitere Diskussionen hierzu mangels Substanz nicht zielführend.

Es gibt auch keine Legaldefinition zu Corona. Man braucht aber auch keine - zumindest nicht, um darüber zu diskutieren.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 14:36
Okay, was sind also genau die Risikogruppen? Bitte um eine auf 1000 genaue Anzahl für das Gebiet der BRD.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 15:08
Und besser man sperrt 30% (eigentlich nur ca. 22%) der Bevölkerung weg, von denen der überwiegende Teil ohnehin unproduktiv ist, als alle.

...und wie lange dauert es dann noch, bis die ersten nach "Euthanasie" rufen?.... ::) ::) ::)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 15:10
Okay, was sind also genau die Risikogruppen? Bitte um eine auf 1000 genaue Anzahl für das Gebiet der BRD.

Wozu?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 15:12
Und besser man sperrt 30% (eigentlich nur ca. 22%) der Bevölkerung weg, von denen der überwiegende Teil ohnehin unproduktiv ist, als alle.

...und wie lange dauert es dann noch, bis die ersten nach "Euthanasie" rufen?.... ::) ::) ::)

Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 12.05.2020 15:15
Und besser man sperrt 30% (eigentlich nur ca. 22%) der Bevölkerung weg, von denen der überwiegende Teil ohnehin unproduktiv ist, als alle.

...und wie lange dauert es dann noch, bis die ersten nach "Euthanasie" rufen?.... ::) ::) ::)
Findet doch de facto schon statt. Man darf sich halt nicht auf den geschichtlichen Euphemismus der Euthanasie versteifen, sondern auf die medizinischen Begriff!

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 12.05.2020 15:16

@Spid
...wegen der nach deiner Meinung nutzlosen, schnell erkrankenden und sowieso unproduktiven Gruppe...warum nur wegsperren?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 15:24

Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?

Du musst dich entscheiden, ob du etwas quantifizieren kannst und willst oder nicht. In Frage der grundsätzlichen Definition aber auch in der konkreten Argumentation. So ist dein Argumentation hier weiterhin völlig inkonsistent und - wie so oft - fern jeder Logik.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 12.05.2020 15:30
Es sterben derzeit ja durchaus Menschen, weil man für eine Pandemie diese Menschen nicht mehr behandelt.
Nicht alle Intensivbetten sind für Coronas vorhaltbar.
44 Mio sind ja bei der Anfangs angenommenem Reproduktionsrate in 16 Tage erreicht.
Derzeit sind ~2/3 der Intensivbetten belegt.
Ein drittel der Intensivbettenstandorte haben derzeit schon Engpässe

Und was gerne vergesen wird:
Selbst wenn wir bei hoher Durchseuchung genug Betten hätte, was dann kommt ist der Engpass der dann beim Personal liegt (da sie ebenfalls vermehrt Krank ausfallen und erst Wiedergesunden müssen).

In vielen Kliniken die ich kenne, waren die Intensivbetten schon vorher nicht komplett mit ausreichend Personal bestückt, so dass diese Betten nicht eingesetzt werden konnten.

Von daher, klar kann man das Risiko eingehen, ist ja nur auf Kosten der Geschädigten. Die Güterabwägung kann man machen, so wie man ja auch kein Tempo 30 in der Stadt oder 100 auf der Autobahn flächendeckend einführt.

Lebensrisiken halt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Schmitti am 12.05.2020 15:34
Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?
"Einzig betroffen" ist Quatsch, schwere/letale Verläufe gibt es auch bei den verbleibenden 78%.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 15:48

@Spid
...wegen der nach deiner Meinung nutzlosen, schnell erkrankenden und sowieso unproduktiven Gruppe...warum nur wegsperren?

Warum etwas anderes tun?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 15:49
Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?
"Einzig betroffen" ist Quatsch, schwere/letale Verläufe gibt es auch bei den verbleibenden 78%.

Ja, in dem Maße wie es dort auch schwere Verläufe von Lungenentzündungen oder Grippe gibt. Lebensrisiko eben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 15:51
Es sterben derzeit ja durchaus Menschen, weil man für eine Pandemie diese Menschen nicht mehr behandelt.
Nicht alle Intensivbetten sind für Coronas vorhaltbar.
44 Mio sind ja bei der Anfangs angenommenem Reproduktionsrate in 16 Tage erreicht.
Derzeit sind ~2/3 der Intensivbetten belegt.
Ein drittel der Intensivbettenstandorte haben derzeit schon Engpässe

Und was gerne vergesen wird:
Selbst wenn wir bei hoher Durchseuchung genug Betten hätte, was dann kommt ist der Engpass der dann beim Personal liegt (da sie ebenfalls vermehrt Krank ausfallen und erst Wiedergesunden müssen).

In vielen Kliniken die ich kenne, waren die Intensivbetten schon vorher nicht komplett mit ausreichend Personal bestückt, so dass diese Betten nicht eingesetzt werden konnten.

Von daher, klar kann man das Risiko eingehen, ist ja nur auf Kosten der Geschädigten. Die Güterabwägung kann man machen, so wie man ja auch kein Tempo 30 in der Stadt oder 100 auf der Autobahn flächendeckend einführt.

Lebensrisiken halt.
[/quote

Eben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 16:01

Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?

Du musst dich entscheiden, ob du etwas quantifizieren kannst und willst oder nicht. In Frage der grundsätzlichen Definition aber auch in der konkreten Argumentation. So ist dein Argumentation hier weiterhin völlig inkonsistent und - wie so oft - fern jeder Logik.

Nein, Du denkst schlicht auf der falschen Ebene. Auf der taktischen Ebene macht man sich Gedanken, ob der Auerbach ein Panzerhemmnis darstellt und wie er mit starken Kräften überwunden werden kann, auf der operativen Ebene sorgt man sich um die Kanalisierung von Bewegungen über den Elbeseitenkanal wegen der wenigen Übergänge und auf der strategischen Ebene nimmt man als Grenze zwischen zwei Armeen die blaue Linie auf der Karte, an der „Rhein oder so“ steht. Wir befinden uns auf der strategischen Ebene. Da sind ein paar Tote oder ob Diabetiker insgesamt oder nur bei weiteren Prädispositionen zur Risikogruppe gehören, einfach nur Klein-Klein, um das sich Leute kümmern können, die in ihren Gefechtsfahrzeugen schlafen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 12.05.2020 16:16
Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?
"Einzig betroffen" ist Quatsch, schwere/letale Verläufe gibt es auch bei den verbleibenden 78%.
Stimmt.
Die Haltungen wird sich sicher ändern, wenn die Leute von schweren Verläufen im Freundeskreis überrascht werden.


Das Schwedische Modell läuft ja mit weniger Restriktionen, da wird auf den gesunden Menschenverstand und selbstauferlegten Einschränkungen gearbeitet. Ergebnis: Höhere Todesraten als in den Nachbarländern.

Bei uns haben sich die Leute ja auch zuhause ohne Zwang "freiwillig" eingeschränkt. Allerdings weil sie dachten man dürfe sich zuhause nicht mit jemanden treffen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 16:24

Wir befinden uns auf der strategischen Ebene. Da sind ein paar Tote oder ob Diabetiker insgesamt oder nur bei weiteren Prädispositionen zur Risikogruppe gehören, einfach nur Klein-Klein, um das sich Leute kümmern können, die in ihren Gefechtsfahrzeugen schlafen.

Alleine die vielfach kolpierte Risikogruppe "alt" schwankt durchaus um 20 Jahre, mithin um etwa 20 Millionen Menschen. Das ist kein klein-klein, das ist Tennis spielen im tiefsten Nebel mit einem Ball, der nicht mal definiert ist, ob er rund ist.

Völlig unlogisch. Um im Vergleich zu bleiben: wir wissen nicht nur nicht, ob der Auerbach ein Gewässer sind, sondern noch nicht mal ob er da ist.

Ich bin durchaus für Chaos - Methoden zu haben, aber erst wenn alle anderen verfügbaren Optionen erst mal gedacht, und vielleicht sogar, getan werden.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 16:27

Das Schwedische Modell läuft ja mit weniger Restriktionen, da wird auf den gesunden Menschenverstand und selbstauferlegten Einschränkungen gearbeitet. Ergebnis: Höhere Todesraten als in den Nachbarländern.



Das halte ich für eine Fehlinterpretation - wie so oft - der Zahlen. Die Schweden haben bereits die Toten, die wir erst im Juni oder Juli haben werden. Selbstredend sterben die Menschen in einem "offenen Modell" früher. Aber es sterben nicht unbedingt mehr.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 16:31

Wir befinden uns auf der strategischen Ebene. Da sind ein paar Tote oder ob Diabetiker insgesamt oder nur bei weiteren Prädispositionen zur Risikogruppe gehören, einfach nur Klein-Klein, um das sich Leute kümmern können, die in ihren Gefechtsfahrzeugen schlafen.

Alleine die vielfach kolpierte Risikogruppe "alt" schwankt durchaus um 20 Jahre, mithin um etwa 20 Millionen Menschen. Das ist kein klein-klein, das ist Tennis spielen im tiefsten Nebel mit einem Ball, der nicht mal definiert ist, ob er rund ist.

Völlig unlogisch. Um im Vergleich zu bleiben: wir wissen nicht nur nicht, ob der Auerbach ein Gewässer sind, sondern noch nicht mal ob er da ist.

Ich bin durchaus für Chaos - Methoden zu haben, aber erst wenn alle anderen verfügbaren Optionen erst mal gedacht, und vielleicht sogar, getan werden.

Auf der strategischen Ebene sich mit dem Auerbach überhaupt auseinandersetzen, ist falsch - und genau das tust Du.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 12.05.2020 16:38
Das halte ich für eine Fehlinterpretation - wie so oft - der Zahlen. Die Schweden haben bereits die Toten, die wir erst im Juni oder Juli haben werden. Selbstredend sterben die Menschen in einem "offenen Modell" früher. Aber es sterben nicht unbedingt mehr.
Da stimme ich dir zu.
Abgerechnet wird in 2 Jahren, wenn man die Sterberaten vergleichen kann.
(https://www.ft.com/__origami/service/image/v2/images/raw/http%3A%2F%2Fcom.ft.imagepublish.upp-prod-eu.s3.amazonaws.com%2F04659838-8f9a-11ea-9207-ace009a12028?fit=scale-down&quality=highest&source=next&width=800)

aus:https://www.ft.com/content/a26fbf7e-48f8-11ea-aeb3-955839e06441 (https://www.ft.com/content/a26fbf7e-48f8-11ea-aeb3-955839e06441)
Momentan sterben in Deutschland sogar weniger als im Mittel. fehlende Grippetote dank Corona.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 19:54

Auf der strategischen Ebene sich mit dem Auerbach überhaupt auseinandersetzen, ist falsch - und genau das tust Du.

Nein, du bringst eine blaue Linie ins Gespräch und damit einen Fluss. Ich stelle den Fluss in Frage. Also deine potemkinschen Gegebenheiten. Woher diese auch immer kommen, ist es nicht nur eine schlechte Strategie sondern die völlige Abwesenheit von Problemerkenntissen.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 12.05.2020 19:57


aus:https://www.ft.com/content/a26fbf7e-48f8-11ea-aeb3-955839e06441 (https://www.ft.com/content/a26fbf7e-48f8-11ea-aeb3-955839e06441)
Momentan sterben in Deutschland sogar weniger als im Mittel. fehlende Grippetote dank Corona.

Sollte eine Abrechnung nach Sterberaten erfolgen, müssten wir sofort z. B. ähnliche Tempolimits einführen wie Schweden. Die Vorgehensweise ist inkonsistent.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 12.05.2020 20:04

Auf der strategischen Ebene sich mit dem Auerbach überhaupt auseinandersetzen, ist falsch - und genau das tust Du.

Nein, du bringst eine blaue Linie ins Gespräch und damit einen Fluss. Ich stelle den Fluss in Frage. Also deine potemkinschen Gegebenheiten. Woher diese auch immer kommen, ist es nicht nur eine schlechte Strategie sondern die völlige Abwesenheit von Problemerkenntissen.

Meine blaue Linie hat weder etwas mit dem Auerbach zu tun noch wäre es wichtig oder gar gegeben, daß die blaue Linie ein Fluß sei. Sie heißt Rhein und bildet jetzt eine Führungslinie - alles Übrige ist taktisches Klein-Klein. Wer sich davon nicht lösen kann, kann nicht den Blick für das Ganze entwickeln.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 12.05.2020 23:51
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend. Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: 2strong am 13.05.2020 01:30
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend.
Das dürften in der Regel bewusst provokante Spitzen sein. Sei nicht so kritisch  ;)

Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.
Das tun sie auch im Straßenverkehr. Und trotzdem dürfen alle weiterfahren, mitunter sogar ohne Tempolimit (Autobahn) und Gurtpflicht (Bus).
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Carnie am 13.05.2020 07:19
Zitat
Die Schweden haben bereits die Toten, die wir erst im Juni oder Juli haben werden. 

Ja aber darauf setzt ja die Argumentation. Man ermöglicht diesen Menschen noch 2-3 Monate länger zu leben. In wie weit das toll ist wenn sie nicht einmal ihre Angehörigen im Krankenhaus/Pflegeheim besuchen dürfen sei mal dahingestellt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 07:35
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend. Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.

Mal abgesehen davon, daß der geschilderte Umstand als Argument untauglich ist, da der Nebeneffekt der Isolierung der Risikogruppen ja gerade deren Schutz vor einer Infektion ist, tappte der Autor des Artikels in eine typische Statistikfalle. In die Berechnung gehen nur Menschen ein, die vor ihrer Lebenserwartung gestorben sind. Dadurch, daß Fälle, die nach ihrer Lebenserwartung gestorben sind, nicht mit einbezogen werden, wird der genannte Wert künstlich überzeichnet. Typisch Journaille eben. Früher waren Journalisten überdurchschnittlich gebildete und weitgereiste Menschen, die tatsächlich anderen die Welt erklärt haben, heute sind es Akkordarbeiter mit höchst durchschnittlicher Bildung, die meinen, eine Executive Summary oder auch nur die PM zu einer Studie, Auswertung o.ä. zu lesen, um darüber zu berichten, scheitern aber bereits am Verständnis derselben. Den Mangel versuchen sie dann durch Haltung wieder wettzumachen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: DiVO am 13.05.2020 07:41
Du rechnest also ohne Lockdown mit 44.000.000 gleichzeitig Erkrankter? Denn die bräuchte es, um außerhalb der Risikogruppen unsere Kapazitäten zu überstrapazieren.
Ja, das ist schnell nach ein paar Wochen erreicht. Wenn nicht der Mensch (sei es Staatlich Verordnet oder aus Angst) die Ansteckungsraten reduziert.

Wie man immer abwägt: aufgrund einer Präferenzordnung. Meine sagt ganz klar: sperrt die Alten und Kranken weg.
Also so ca 30% der Bevölkerung?

Akut Kranke reicht ja nicht, da sind dann ja noch die Astmatiker, Diabetiker ... die jetzt schon als anfälliger für schwere Verläufe sind.

Und natürlich kann man ja nicht zu 100% isolieren, da immer Menschen von außen in die Kasernen rein müssen.
Und bei höherer Anzahl an Virusschleudern, ist da natürlich die Gefahr der Einbringung auch höher, aber das ist dann halt Shit Happens.
Das könnte man ja nur mit zuverlässigen Schnelltests verhindern.

In jedem denkbaren Verlauf gehen Dir selbst bei der Annahme eines 14tägigen Intensivbettenbedarfs anstatt der durchschnittlichen 5 Tage die Möglichkeiten zur Infektion aus, da die Gesamtpopulation ja irgendwo bei gut 80.000.000 liegt, bevor Du 44.000.000 gleichzeitig Infizierte hast. Und besser man sperrt 30% (eigentlich nur ca. 22%) der Bevölkerung weg, von denen der überwiegende Teil ohnehin unproduktiv ist, als alle.

Ich bin ehrlich schockiert von dieser Aussage, die an Diskriminierung und Ausgrenzung kaum zu überbieten ist. Auch das darin enthaltene Vorurteil bezüglich der Unproduktivität und der Vorschlag des Wegsperrens erinnern mich an Nazideutschland. Willst du die aus deiner Sicht unproduktiven irgendwie optisch kennzeichen, damit sie jeder direkt erkennt? Vielleicht mit einem gelben Stern? Wo oder wie willst du sie wegsperren? In eigenen Lagern, damit sie lernen sich zu konzentrieren? Oder in von der Außenwelt abgeriegelten Ghettos?

Ganz ehrlich Spid: Keiner braucht deine platten Nazivorschläge. Geh damit in ein Nazi- oder AFD-Forum, vielleicht wirst du für deine Aussagen bejubelt oder kannst deine Führerqualitäten unter Beweis stellen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 07:54
Was niemand braucht, ist Deine plumpe Nazikeule. Du scheinst intellektuell nicht in der Lage zu sein, den offenkundigen Umstand nachzuvollziehen, daß die Masse der Risikogruppe im Altersband jenseits des Erwerbslebens steht und somit unproduktiv ist. Dir scheint zudem nicht klar zu sein, daß sich durch deren Isolierung im Gegensatz zu repressiven Maßnahmen gegen die gesamte Bevölkerung die Auswirkungen auf Wirtschaft und Freiheit deutlich in Grenzen halten gegenüber dem, was die Politik tatsächlich tat. Mal ganz abgesehen von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen, die jetzt alle treffen, dann aber nur einen wesentlich kleineren Teil träfen, und zwar jenen, der von einem schweren Verlauf überproportional bedroht ist. Deine dumpfe Denke besteht also in erster Linie aus einem „wenn es Freiheitseinschränkungen gibt, dann aber gefälligst für alle. Hauptsache alle gleich, gerne auch gleich schlecht“ und einem „Mir paßt seine Meinung nicht, also rufe ich laut ‚Nazi, Nazi‘“. Damit machst Du vielleicht Karriere beim ÖRR oder bei den Grünen, denkende Menschen finden das aber eher abstoßend.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 13.05.2020 07:56
Spid, man kann gar nicht nach der Lebenserwartung sterben! Jemand der 100 Jahre alt ist, hat auch noch eine Wahrscheinlichkeit von x% , dass er den nächsten Tag auch noch erlebt. Die Höhe der Zahl x nimmt mit zunehmendem Alter ab, ist aber erst am tatsächlichen Todestag 0%.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: DiVO am 13.05.2020 08:02
Was niemand braucht, ist Deine plumpe Nazikeule. Du scheinst intellektuell nicht in der Lage zu sein, den offenkundigen Umstand nachzuvollziehen, daß die Masse der Risikogruppe im Altersband jenseits des Erwerbslebens steht und somit unproduktiv ist. Dir scheint zudem nicht klar zu sein, daß sich durch deren Isolierung im Gegensatz zu repressiven Maßnahmen gegen die gesamte Bevölkerung die Auswirkungen auf Wirtschaft und Freiheit deutlich in Grenzen halten gegenüber dem, was die Politik tatsächlich tat. Mal ganz abgesehen von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen, die jetzt alle treffen, dann aber nur einen wesentlich kleineren Teil träfen, und zwar jenen, der von einem schweren Verlauf überproportional bedroht ist. Deine dumpfe Denke besteht also in erster Linie aus einem „wenn es Freiheitseinschränkungen gibt, dann aber gefälligst für alle. Hauptsache alle gleich, gerne auch gleich schlecht“ und einem „Mir paßt seine Meinung nicht, also rufe ich laut ‚Nazi, Nazi‘“. Damit machst Du vielleicht Karriere beim ÖRR oder bei den Grünen, denkende Menschen finden das aber eher abstoßend.

Wirft das kleine Naziäffchen mit Kaka, weil es sich entlarvt fühlt? Ganz ehrlich: wer wie du dazu aufruft einzelne Bevölkerungsgruppen "wegzusperren" trifft damit ganz klar Aussagen, die dem rechten Flügel zuzuordnen sind. Dass du es abstoßend findest darauf angesprochen zu werden ist mir ehrlich gesagt egal. In deinem letzten Satz versuchst du zum Gegenschlag auszuholen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass du hier Nazigedankengut verbreitest und das unter dem Deckmantel des "denkenden Menschen" verkaufst.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Organisator am 13.05.2020 08:11
Wirft das kleine Naziäffchen mit Kaka, weil es sich entlarvt fühlt? Ganz ehrlich: wer wie du dazu aufruft einzelne Bevölkerungsgruppen "wegzusperren" trifft damit ganz klar Aussagen, die dem rechten Flügel zuzuordnen sind. Dass du es abstoßend findest darauf angesprochen zu werden ist mir ehrlich gesagt egal. In deinem letzten Satz versuchst du zum Gegenschlag auszuholen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass du hier Nazigedankengut verbreitest und das unter dem Deckmantel des "denkenden Menschen" verkaufst.

Ohne mir Spids Argumentation zu eigen machn zu wollen. Nazis und der von dir angesprochene rechte Flügel argumentieren völkisch. Demnach müssten bestimmte Personen, die nicht zur Volksgruppe gehören, isoliert werden, weil ein vermeintliches Risiko von ihnen ausginge. Da kannst du dann die Nazikeule rausholen.

Die von Spid genannten Personen, die eine besondere Risikogruppe darstellen, werden objektiv nach dem Risiko bewertet. Nicht etwa, woher sie kommen oder woher nicht. Moralisch kann man das bewerten, wie man will, aber typischer Nazisprech ists nicht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 13.05.2020 08:14

Ich bin ehrlich schockiert von dieser Aussage, die an Diskriminierung und Ausgrenzung kaum zu überbieten ist. Auch das darin enthaltene Vorurteil bezüglich der Unproduktivität und der Vorschlag des Wegsperrens erinnern mich an Nazideutschland. Willst du die aus deiner Sicht unproduktiven irgendwie optisch kennzeichen, damit sie jeder direkt erkennt? Vielleicht mit einem gelben Stern? Wo oder wie willst du sie wegsperren? In eigenen Lagern, damit sie lernen sich zu konzentrieren? Oder in von der Außenwelt abgeriegelten Ghettos?

Ersetzte wegsperren durch isolieren oder Quartäne.
Ersetze unproduktiv im betriebswirtschaftlichen Sinn (warum auch immer) durch eines der zahlreichen Synonyme

Dann löst sich deine alberne Nazi-Argumentation auf der Sprachebene in Luft auf.
Fakt ist, dass Behörden Menschen isoliert, häuslich abgesondert, unter Quarantäne gestellt haben. Fakt ist, dass Behörden entschieden haben wer wie notwendig ist (Stichwort "kritische Infrastruktur"). Sind dass, um deiner Argumentation zu Folgen jetzt alles Nazi-Methoden?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 08:27
Was niemand braucht, ist Deine plumpe Nazikeule. Du scheinst intellektuell nicht in der Lage zu sein, den offenkundigen Umstand nachzuvollziehen, daß die Masse der Risikogruppe im Altersband jenseits des Erwerbslebens steht und somit unproduktiv ist. Dir scheint zudem nicht klar zu sein, daß sich durch deren Isolierung im Gegensatz zu repressiven Maßnahmen gegen die gesamte Bevölkerung die Auswirkungen auf Wirtschaft und Freiheit deutlich in Grenzen halten gegenüber dem, was die Politik tatsächlich tat. Mal ganz abgesehen von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen, die jetzt alle treffen, dann aber nur einen wesentlich kleineren Teil träfen, und zwar jenen, der von einem schweren Verlauf überproportional bedroht ist. Deine dumpfe Denke besteht also in erster Linie aus einem „wenn es Freiheitseinschränkungen gibt, dann aber gefälligst für alle. Hauptsache alle gleich, gerne auch gleich schlecht“ und einem „Mir paßt seine Meinung nicht, also rufe ich laut ‚Nazi, Nazi‘“. Damit machst Du vielleicht Karriere beim ÖRR oder bei den Grünen, denkende Menschen finden das aber eher abstoßend.

Wirft das kleine Naziäffchen mit Kaka, weil es sich entlarvt fühlt? Ganz ehrlich: wer wie du dazu aufruft einzelne Bevölkerungsgruppen "wegzusperren" trifft damit ganz klar Aussagen, die dem rechten Flügel zuzuordnen sind. Dass du es abstoßend findest darauf angesprochen zu werden ist mir ehrlich gesagt egal. In deinem letzten Satz versuchst du zum Gegenschlag auszuholen, ändert aber nichts an der Tatsache, dass du hier Nazigedankengut verbreitest und das unter dem Deckmantel des "denkenden Menschen" verkaufst.

Und weiter verhaftest Du in der intellektuellen Minderwertigkeit Deiner Vorbringungen - Argumentation kann man das ja nicht nennen. Davon ab ist nichts falsch daran, dem rechten Flügel anzugehören, schließlich ist „rechts“ eine ebenso legitime politische Einstellung wie „links“. Zeige doch bitte einfach mal auf, wo Nazis meine Argumentation gebraucht hätten. Die hatten doch ausgesprochen produktive Teile der Bevölkerung weggesperrt und ermordet.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Schmitti am 13.05.2020 08:40
Was die "Risikogruppe" ist, wie "produktiv" jemand ist, um direkt oder indirekt zu "systemrelevant" oder "kritische Infrastruktur" zu gehören, teilweise sogar wie die Isolation/Quarantäne ablaufen sollte, alles das haben die diversen Behörden rund um Corona ganz schön unterschiedlich gehandhabt. Zur Nazikeule passt das nun wirklich nicht. Die waren gründlicher.
Das Zurückziehen auf eine strategische Ebene passt soweit allerdings auch nicht. Wenn man die taktische und operative Ebene derart frei herumwurschteln lässt, kann sich die strategische Ebene aufs Thrönchen zurückziehen und stolz das Krönchen polieren, solange es noch nen Kopf dafür gibt. Wenn Klein-Klein keine engeren Definitionen bekommt, nur ne bloße Kennzahl 22%, ist das keine Strategie, sondern Träumerei.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 09:18
Es ist kein Zurückziehen auf die strategische Ebene, es ist die Ebene, auf der naheliegenderweise strategische Entscheidungen zu treffen sind. Was zu tun ist, habe ich doch geschrieben: Risikogruppen isolieren. Die 22% sind keine Kennzahl, sondern ein angenommenes Ergebnis der Maßnahme. Auf der strategischen Ebene muß man nur festlegen, welches Risiko eines schweren Verlaufs insbesondere vor dem Hintergrund der Kapazitäten des Gesundheitssystems hinnehmbar ist. Aus dieser Festlegung ergibt sich dann, wer Risikogruppe ist und wer nicht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 10:51
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend. Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.

Ganz konkret. Mein Onkel ist vor 9 Tagen verstorben, Herzinfarkt nachdem er sich nicht mehr wegen dieser Panik in die Arztpraxis getraut hat. Auch er hat möglicherweise einige Jahre verloren. Und selbst bei der Beerdigung, durfte ich diesen Mann, den ich nun 50 Jahre kannte, nicht begleiten.

Es ist bei der ganzen Krise eine Abwägung der Mittel zu machen. Wir haben im Jugendamt auch massiv Einsätze so langsam wegen der missbrauchten Kinder, der SEK - Einsätze und - so wie ich eben gehört habe - den ersten Todesfall durch "Lagerkoller".

Hier ist eine hohe Dunkelziffer. Ich würde bei meiner Vermutung bleiben, daß wegen der Maßnahmen derzeit mehr Lebensjahre vernichtet wurden als durch das Virus.

Aber die Gerichte beenden diesen Unfug so langsam.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 11:13
Nur das dass eben offensichtlich nicht funktioniert mit dem Mauern um Risikogruppen bauen.

Die Schweden habe es versucht und sind dabei zu scheitern.
Versagte da die Mauer, versagte da das Grundkonzept? Nun, das wird man alles nach Corona mal schön analysieren und seine Schlüsse ziehen können.

Weitere Problem bei den gewünschten Ansatz Risikogruppen hinter die Mauer, der rest lebt weiter wie bisher (mit selbstauferlegte Einschränkungen).
Man müsste ja gewillt sein, die Pfleger auch hinter diese Mauer einzuquartieren.
(Denn man vergisst, ja auch hier, dass die Pflegenden der Risikogruppen eben auch stärker durchseucht sind, somit mit höherem Risiko die Krankheit hinter die Mauer trägt und andererseits wenn Krank, halt für die Pflege ausfallen, so dass die Alten sich selber wieder waschen müssen.
Ersteres ist mit falls man funktionierenden Schnelltests und Eingangsquarantäne sicherlich vermeidbar, haben wir aber nicht.
Zweiteres ist eine logische Konsequenz, wenn man bei den "Gesunden" den Virus sich frei entfalten lassen will.

Eben das gleiche wie mit den Intensivbetten, selbst wenn sie reichen würden, würde das Personal nicht da sein, weil ja ebenfalls stärker durchseucht und krank.

Und immer dran denken, bei ner Reproduktionszahl von 3 wären wir ja nach ~2 Wochen bei 44Mio Infizierten.
Wie kann es eigentlich sein, das wir jetzt schon eine ausgelastete Situation in einigen Kliniken haben. Trotz dieser harten Maßnahmen? Dürfte mit einer stärkeren Durchseuchung sicherlich nicht besser werden.

Aber egal: mit ner starken Durchseuchung sind wir halt nach 3 Monaten damit durch, gell? Und danach kann uns der Virus sonstwas, und die die deswegen auf der Strecke bleiben, tja.....Pech gehabt.
Ist halt auch ne Haltung.
Die wenigsten werde diese Haltung aufrechterhalten, wenn die geliebte Gattin oder das einzige Kind mit Hirnschädigungen nach hause entlassen wird, weil die Coronaversorgung nur minder optimal möglich war.
Aber so what: Lebensrisiko halt. Wäre vermeidbar gewesen, aber der Allgemeinheit zur liebe muss man halt Opfer bringen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 11:24
WasDennNun. Der allerallergrößte Anteil der Risikogruppen hat keine Pfleger, das ist ein randständiges Problem.

Warum man sich mit Toten, die durch staatliche Parameter auch im vier oder fünfstelligen Bereich liegen auf einmal so schwer tut ist mit unerfindlich.

Das derjenige, der in einer konkreten Situation eine andere Haltung zeigt ist Kindergarten - Philosophie.

Die Ängstlichkeit in Gesellschaft und Politik ist aber nichts Neues und hält schon einige Jahrzehnte an. Mag damit zusammenhängen, daß für viele mit dem Tod des Leben vorbei zu sein scheint.  ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 11:25
Ganz konkret. Mein Onkel ist vor 9 Tagen verstorben, Herzinfarkt nachdem er sich nicht mehr wegen dieser Panik in die Arztpraxis getraut hat. Auch er hat möglicherweise einige Jahre verloren. Und selbst bei der Beerdigung, durfte ich diesen Mann, den ich nun 50 Jahre kannte, nicht begleiten.
Mein Beileid.
Zitat
Hier ist eine hohe Dunkelziffer. Ich würde bei meiner Vermutung bleiben, daß wegen der Maßnahmen derzeit mehr Lebensjahre vernichtet wurden als durch das Virus.
Deswegen wird ja mit der Sterberate zum Schluss abgerechnet, denn da taucht dein Onkel nicht als Corona Fall auf, aber als statistisch nicht zu erwarteter Fall und zeigt sich in dem Anstieg der Rate.
Ich bin schon gespannt auf die entsprechenden Sterbestatistiken, die uns dann die Menge der Toten aufzeigen, die wegen Coronamassnahmen gestorben sind und nicht an Corona.


Frage: Ich gehe davon aus das die Teilnahme an der Beerdigung verweigert wurde, weil mehr als 10 Personen teilgenommen haben?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 11:29

Frage: Ich gehe davon aus das die Teilnahme an der Beerdigung verweigert wurde, weil mehr als 10 Personen teilgenommen haben?

Ein sehr unwürdiges Spiel wegen der Teilnehmerzahl. Unter freiem Himmel mit weitem Abstand, auch das ein Fall für die Verfassungsgerichte.

Wir haben hier in der Regel 100 bis 200 Leute bei einer Beerdigung. Da ist dann auch der engste Familienkreis noch nicht mal dabei. Beschämend.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: 2strong am 13.05.2020 11:31
Wir haben hier in der Regel 100 bis 200 Leute bei einer Beerdigung. Da ist dann auch der engste Familienkreis noch nicht mal dabei.
Wie das so ist, wenn im Dorf jeder mit jedem verwandt ist  ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 11:37
Wir haben hier in der Regel 100 bis 200 Leute bei einer Beerdigung. Da ist dann auch der engste Familienkreis noch nicht mal dabei.
Wie das so ist, wenn im Dorf jeder mit jedem verwandt ist  ;)

Höhö, erwischt, falsch ausgedrückt. Wenn nur zehn Leute dabei sein dürfen, ist noch nicht mal der engste Familienkreis dabei. So ist es richtig

Warum man nun allerdings Einrichtung der Profanität öffnet ist mehr mehr schleierhaft.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 11:38
WasDennNun. Der allerallergrößte Anteil der Risikogruppen hat keine Pfleger, das ist ein randständiges Problem.
Schon klar das die "22%" die in der Risikogruppen sind nicht alles Pflegebedürftige sind.
3-4 Mio sind es aber trotzdem und ~2 Mio Pflegekräfte?
Also ein fünftel der Risikogruppe ist nur ein randständiges Problem?
Verstehe ich nicht ganz, wieso die Versorgung der Pflegebedürftigen hinter der Mauer randständig sein sollte.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 11:39
Höhö, erwischt, falsch ausgedrückt. Wenn nur zehn Leute dabei sein dürfen, ist noch nicht mal der engste Familienkreis dabei. So ist es richtig

Warum man nun allerdings Einrichtung der Profanität öffnet ist mehr mehr schleierhaft.
Nun, jetzt dürfte die Beerdigung ja auch wieder in "grosser" Stärke abgehalten werden, wenn ich es richtig verstanden habe.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 11:41
Nur das dass eben offensichtlich nicht funktioniert mit dem Mauern um Risikogruppen bauen.

Die Schweden habe es versucht und sind dabei zu scheitern.
Versagte da die Mauer, versagte da das Grundkonzept? Nun, das wird man alles nach Corona mal schön analysieren und seine Schlüsse ziehen können.

Weitere Problem bei den gewünschten Ansatz Risikogruppen hinter die Mauer, der rest lebt weiter wie bisher (mit selbstauferlegte Einschränkungen).
Man müsste ja gewillt sein, die Pfleger auch hinter diese Mauer einzuquartieren.
(Denn man vergisst, ja auch hier, dass die Pflegenden der Risikogruppen eben auch stärker durchseucht sind, somit mit höherem Risiko die Krankheit hinter die Mauer trägt und andererseits wenn Krank, halt für die Pflege ausfallen, so dass die Alten sich selber wieder waschen müssen.
Ersteres ist mit falls man funktionierenden Schnelltests und Eingangsquarantäne sicherlich vermeidbar, haben wir aber nicht.
Zweiteres ist eine logische Konsequenz, wenn man bei den "Gesunden" den Virus sich frei entfalten lassen will.

Eben das gleiche wie mit den Intensivbetten, selbst wenn sie reichen würden, würde das Personal nicht da sein, weil ja ebenfalls stärker durchseucht und krank.

Und immer dran denken, bei ner Reproduktionszahl von 3 wären wir ja nach ~2 Wochen bei 44Mio Infizierten.
Wie kann es eigentlich sein, das wir jetzt schon eine ausgelastete Situation in einigen Kliniken haben. Trotz dieser harten Maßnahmen? Dürfte mit einer stärkeren Durchseuchung sicherlich nicht besser werden.

Aber egal: mit ner starken Durchseuchung sind wir halt nach 3 Monaten damit durch, gell? Und danach kann uns der Virus sonstwas, und die die deswegen auf der Strecke bleiben, tja.....Pech gehabt.
Ist halt auch ne Haltung.
Die wenigsten werde diese Haltung aufrechterhalten, wenn die geliebte Gattin oder das einzige Kind mit Hirnschädigungen nach hause entlassen wird, weil die Coronaversorgung nur minder optimal möglich war.
Aber so what: Lebensrisiko halt. Wäre vermeidbar gewesen, aber der Allgemeinheit zur liebe muss man halt Opfer bringen.
[/quote

Ich sehe nicht, daß Schweden scheitern würde. Persönliche Betroffenheiten sind strategisch irrelevant. Ich sehe nicht, daß bei der Isolation von Risikogruppen mehr Menschen stürben - vielleicht andere, aber nicht mehr. Irgendwelches Klein-Klein mit Pflege gehört auf die operative Ebene.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 12:09
Ich sehe nicht, daß Schweden scheitern würde. 
Mal sehen was man sieht.
Ist es ein Erfolg, dass in Schweden mehr Menschen sterben als in den Ländern drumherum? Doch nur wenn dadurch die Wirtschaft weniger geschädigt wird, oder worin liegt der Erfolg?
Zitat
Ich sehe nicht, daß bei der Isolation von Risikogruppen mehr Menschen stürben - vielleicht andere, aber nicht mehr.
Ich sehe, zumindest zeigen es die aktuellen Zahlen in Schweden es ja, dass eher mehr als weniger sterben, warum auch immer.
Und die Quote der Corona Toten ist ja in Schweden um Faktor 3-6 mal so hoch wie im Umland.
Ein Erfolg? Wird sich zeigen.

Ich bin gespannt, ob die Taktik in Schweden am Ende aufgeht, oder es halt egal war (dann wäre es die bessere Taktik gewesen).
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 12:14
Es ist ja keine ceteris paribus-Situation, die die schwedischen Zahlen übertragbar machte.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 13:51

Also ein fünftel der Risikogruppe ist nur ein randständiges Problem?
Verstehe ich nicht ganz, wieso die Versorgung der Pflegebedürftigen hinter der Mauer randständig sein sollte.

Da es bisher noch keine klar abgegrenzte Definition einer Risikogruppe gibt, würde ich nun mal alle nehmen: Raucher, alle Person über 50, Herz-Kreislauf, Diabetes, etc. (Volkskrankheiten) und gehe von ungefähr 50 bis 60 Mio. Personen in den Risikogruppen aus, bei 3 - 4 Mio. mit Pfleger ist das eine sehr randständige Gruppe.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 14:00
Es ist ja keine ceteris paribus-Situation, die die schwedischen Zahlen übertragbar machte.

Nicht die Übertragbarkeit, sondern allein schon die schwedischen Zahlen sind kein Wert für einen Vergleich.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 14:13
Es ist ja keine ceteris paribus-Situation, die die schwedischen Zahlen übertragbar machte.
Stimmt.
Die Zahlen sagen nur aus das in einem Land, in dem man versucht hat eine Mauer um die Risikogruppe aufzubauen und gleichzeitig keine stringenten Regelungen für den Rest der Bevölkerung vorzusehen die Sterberate höher ist als in allen anderen, die vorgewarnt waren und geografisch in der Nähe liegenden  (UK / Belgien mal ausgenommen).
Mal sehen, ob Schweden Italien und Spanien noch einholt, mit den Niederlanden sind sie gleichauf.

Ob das irgendeine Bedeutung hat, oder wie das zu bewerten ist, sei jedem selbst überlassen.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 14:27

Also ein fünftel der Risikogruppe ist nur ein randständiges Problem?
Verstehe ich nicht ganz, wieso die Versorgung der Pflegebedürftigen hinter der Mauer randständig sein sollte.

Da es bisher noch keine klar abgegrenzte Definition einer Risikogruppe gibt, würde ich nun mal alle nehmen: Raucher, alle Person über 50, Herz-Kreislauf, Diabetes, etc. (Volkskrankheiten) und gehe von ungefähr 50 bis 60 Mio. Personen in den Risikogruppen aus, bei 3 - 4 Mio. mit Pfleger ist das eine sehr randständige Gruppe.

Bis 70 Jahre ist der Anteil schwerer Verläufe doch durchaus auf einem hinnehmbaren Niveau. Ausgehend davon wären die üblichen Gefäßkrankheiten außen vor und nur bestimmte andere Herz-Kreislaufvorerkrankungen sowie Krebserkrankungen, die mit Chemotherapie behandelt werden, wären Isolierpflichtig, Diabetes nur in Kombination mit Adipositas.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 14:31

Bis 70 Jahre ist der Anteil schwerer Verläufe doch durchaus auf einem hinnehmbaren Niveau. Ausgehend davon wären die üblichen Gefäßkrankheiten außen vor und nur bestimmte andere Herz-Kreislaufvorerkrankungen sowie Krebserkrankungen, die mit Chemotherapie behandelt werden, wären Isolierpflichtig, Diabetes nur in Kombination mit Adipositas.

Weder eine abschließende Benennung noch eine sachlich fundierte Einordnung dieser ominösen Risikogruppen ist mir in diesem Land bekannt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 14:56
Da es bisher noch keine klar abgegrenzte Definition einer Risikogruppe gibt, würde ich nun mal alle nehmen: Raucher, alle Person über 50, Herz-Kreislauf, Diabetes, etc. (Volkskrankheiten) und gehe von ungefähr 50 bis 60 Mio. Personen in den Risikogruppen aus, bei 3 - 4 Mio. mit Pfleger ist das eine sehr randständige Gruppe.
Stimmt, dann sind es ja unter 10% der Risikogruppe.
Dann werden also 50-60 Mio Personen kaserniert und hinter die Mauer gesteckt und im Gegenzug dürfen dann die restlichen 33-23 Mio. sich frei bewegen und machen was sie wollen.
Klingt plausibel und prima umsetzbar.
Wäre ich dafür, wenn wir statt 50 55 sagen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 15:03

Bis 70 Jahre ist der Anteil schwerer Verläufe doch durchaus auf einem hinnehmbaren Niveau. Ausgehend davon wären die üblichen Gefäßkrankheiten außen vor und nur bestimmte andere Herz-Kreislaufvorerkrankungen sowie Krebserkrankungen, die mit Chemotherapie behandelt werden, wären Isolierpflichtig, Diabetes nur in Kombination mit Adipositas.

Weder eine abschließende Benennung noch eine sachlich fundierte Einordnung dieser ominösen Risikogruppen ist mir in diesem Land bekannt.

Und? Mir ist auch kein Tarifergebnis für den TVÖD bekannt. Wird es jetzt keins mehr geben?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 15:09
Bis 70 Jahre ist der Anteil schwerer Verläufe doch durchaus auf einem hinnehmbaren Niveau. Ausgehend davon wären die üblichen Gefäßkrankheiten außen vor und nur bestimmte andere Herz-Kreislaufvorerkrankungen sowie Krebserkrankungen, die mit Chemotherapie behandelt werden, wären Isolierpflichtig, Diabetes nur in Kombination mit Adipositas.
Und was ist mit den ganzen mit Atemwegsproblemen? Asthmatiker z.B.
(Gut das wir "keine" Kohlejungs mehr haben, die wären dann ja alle Risikogruppe und könnten dann im Schacht ihr Lager aufschlagen)
Ach auch egal, die Risikogruppe kann man halt nach Gusto auswürfeln, da man ja keine Fakten zur Zeit hat.

Einige sehen ja auch schon die Höhe der Feinstaubbelastung mit schweren Fallverläufen im Zusammenhang.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 15:16
Da jede Festlegung von Risikogruppen und die Beschränkung repressiver Maßnahmen auf diese wünschenswerter ist als repressive Maßnahmen gegen die Gesamtbevölkerung, könnte ich mit Würfeln durchaus leben. Man kann aber einfach Kriterien heranziehen, die nach dem aktuellen Kenntnisstand als sachgerecht zu gelten haben. Man hat sich ja auch nicht gescheut, ohne hinreichenden Kenntnisstand repressiv gegen die Gesamtbevölkerung zu agieren.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 15:34
die nach dem aktuellen Kenntnisstand als sachgerecht zu gelten haben.

Die gibt es nicht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 15:36

Und? Mir ist auch kein Tarifergebnis für den TVÖD bekannt. Wird es jetzt keins mehr geben?

Die Parameter unter denen solch ein Ergebnis zustande kommt sind bekannt. Die methamtische Errechnung ist in einer gewissen Spreizung auf Grundschulniveau.

Die Parameter zu Corono sind in keinster Weise, trotz, andere Möglichkeit kolportiert.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 15:37

Dann werden also 50-60 Mio Personen kaserniert und hinter die Mauer gesteckt und im Gegenzug dürfen dann die restlichen 33-23 Mio. sich frei bewegen und machen was sie wollen.


Das wäre das Ergebnis der Befürworter einer strengen Behandlung der Risikogruppen und zeigt den Unsinn dieser Haltung.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 15:37
die nach dem aktuellen Kenntnisstand als sachgerecht zu gelten haben.

Die gibt es nicht.

Klar gibt es die. Es kann lediglich sein, daß sie aus einer post-Perspektive nicht sachgerecht waren. Das ist aber zunächst unerheblich, da Unsicherheiten zu Entscheidungen dazugehören.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 15:40

Und? Mir ist auch kein Tarifergebnis für den TVÖD bekannt. Wird es jetzt keins mehr geben?

Die Parameter unter denen solch ein Ergebnis zustande kommt sind bekannt. Die methamtische Errechnung ist in einer gewissen Spreizung auf Grundschulniveau.

Die Parameter zu Corono sind in keinster Weise, trotz, andere Möglichkeit kolportiert.

Es gibt immer eine hinreichende Wissensbasis für Entscheidungen, die getroffen werden müssen - weil sie eben getroffen werden müssen. So einfach ist das. Man hört auch nicht auf zu kämpfen, bloß weil der Fog of War einem nur wenige Informationen für Entschlüsse läßt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Hain am 13.05.2020 15:42
Da jede Festlegung von Risikogruppen und die Beschränkung repressiver Maßnahmen auf diese wünschenswerter ist als repressive Maßnahmen gegen die Gesamtbevölkerung, könnte ich mit Würfeln durchaus leben.
Warum ist das für wen wünschenswerter?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 15:43
Da jede Festlegung von Risikogruppen und die Beschränkung repressiver Maßnahmen auf diese wünschenswerter ist als repressive Maßnahmen gegen die Gesamtbevölkerung, könnte ich mit Würfeln durchaus leben. Man kann aber einfach Kriterien heranziehen, die nach dem aktuellen Kenntnisstand als sachgerecht zu gelten haben. Man hat sich ja auch nicht gescheut, ohne hinreichenden Kenntnisstand repressiv gegen die Gesamtbevölkerung zu agieren.
Richtig, nach dem altem Kenntnisstand (der ja keiner war, weil man keine Kenntnisstand hatte) war es opportun zunächst sich Luft zu verschaffen, in dem restriktiv und (im nachhinein betrachtet) streckenweise unnötig restriktiv gegen die Gesamtbevölkerung agiert hat.
Die recht milden Restriktionen in D haben ja schon gereicht um den Viralenvormarsch zu stoppen.
Keine Ausgangssperren ala Frankreich mit Passierscheine etc.
(So hat ich persönlich keine nennenswerte Restriktionen gehabt. Privates Treffen im häuslichem Umfeld waren bei uns ja weiterhin erlaubt, ok ich durfte nicht mehr jeden meiner Freundinnen herzlich umarmen, sehr schmerzhafte Erfahrung)
Die alberne Maske beim Shoppen halte ich für ertragbar und auch sonst hat es mir an nichts gemangelt.
(Außer die Gastronomie halt)
Jetzt gilt es Vorsorge zu treffen, damit man lokale Ausbreitungen schnellstmöglich eindämmt und regional wenn notwendig das leben wieder entschleunigt.

Meine Stammrestaurants haben jetzt halt meine Handynummer und Adresse und können mich anrufen, wenn da ein Fall zeitgleich drin hockte.

Für Kino, Theater etc. wird das dann hoffentlich bald auch kommen, dann bleibt nur noch das Problem mit den Massenveranstaltungen
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 15:50
Es gibt immer eine hinreichende Wissensbasis für Entscheidungen, die getroffen werden müssen - weil sie eben getroffen werden müssen.
Richtig, wie eben den Vergleich der Verläufe in den unterschiedlichen Regionen in Europa untereinander.

Klar gibt es die. Es kann lediglich sein, daß sie aus einer post-Perspektive nicht sachgerecht waren.
Was in der Regel ja nur schwerlich möglich ist, da man ja eben nicht einen zweiten Versuch hat festzustellen, ob es sachgerecht oder nicht war.
Wie gesagt: ceteris paribus-Situation
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 13.05.2020 15:53
Da jede Festlegung von Risikogruppen und die Beschränkung repressiver Maßnahmen auf diese wünschenswerter ist als repressive Maßnahmen gegen die Gesamtbevölkerung, könnte ich mit Würfeln durchaus leben.
Warum ist das für wen wünschenswerter?
Die einen haben Restriktion, dafür habe nicht alle diese Restriktionen.
Also haben einige nichts gewonnen, die anderen jedoch schon.
Klingt wünschenswerter, als wenn alle unter Restriktionen leiden müssen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 13.05.2020 15:54
Wie das so ist, wenn im Dorf jeder mit jedem verwandt ist  ;)
...scheint auch sonstige Auswirkungen zu haben... 8)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 16:08
Wo gibt es eine Benennung der Risikogruppen?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 16:18
Es gibt immer eine hinreichende Wissensbasis für Entscheidungen, die getroffen werden müssen - weil sie eben getroffen werden müssen.
Richtig, wie eben den Vergleich der Verläufe in den unterschiedlichen Regionen in Europa untereinander.

Klar gibt es die. Es kann lediglich sein, daß sie aus einer post-Perspektive nicht sachgerecht waren.
Was in der Regel ja nur schwerlich möglich ist, da man ja eben nicht einen zweiten Versuch hat festzustellen, ob es sachgerecht oder nicht war.
Wie gesagt: ceteris paribus-Situation

Es bedarf nicht zwingend einer Wiederholung, um festzustellen, daß eine Festlegung nicht sachgerecht war. Wenn sich ex post herausstellt, daß Linkshänder eine überproprotionale Sterblichkeit und deutlich überproportionale Anteile schwerer Verläufe hatten, kann es möglicherweise nicht sachgerecht gewesen sein, nicht auf Linkshändigkeit abzustellen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 13.05.2020 16:23
Weder gibt es belastbare Zahlen zur Häufigkeit von Linkshändigkeit, noch eben solche für Felder wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Die Ausgangslage ist "doppel-blind".
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 16:27
Wo gibt es eine Benennung der Risikogruppen?

Weiter oben im Thread.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 16:27
Weder gibt es belastbare Zahlen zur Häufigkeit von Linkshändigkeit, noch eben solche für Felder wie Diabetes oder Bluthochdruck.

Die Ausgangslage ist "doppel-blind".

Und?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Hain am 13.05.2020 16:46
Da jede Festlegung von Risikogruppen und die Beschränkung repressiver Maßnahmen auf diese wünschenswerter ist als repressive Maßnahmen gegen die Gesamtbevölkerung, könnte ich mit Würfeln durchaus leben.
Warum ist das für wen wünschenswerter?
Die einen haben Restriktion, dafür habe nicht alle diese Restriktionen.
Also haben einige nichts gewonnen, die anderen jedoch schon.
Klingt wünschenswerter, als wenn alle unter Restriktionen leiden müssen.
Also wünschenswerter für diejenigen, die dann keine Restriktionen mehr haben? Warum sind die Wünsche der Risikoträger weniger Wert (zumal deren Restriktionen dann stärker auferlegt werden müssten)?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 13.05.2020 17:16
Weil sie etwas davon haben. Was bringen mir Restriktionen? Ich habe nicht einmal gemerkt, daß ich Corona hatte.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 14.05.2020 07:13
...vielleicht merkst du das auch erst in ein paar Jahren an evtl. Spätfolgen?...

...oder die Anderen, die du angesteckt hast, merkten es um so mehr?...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.05.2020 07:20
Und vielleicht existieren wir alle nur im Traum eines großen Döner...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 14.05.2020 07:53
...dann immer schön innen (sozusagen in Quarantäne) bleiben, sonst setzt das Schneidmesser auch bei dir an... ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 14.05.2020 08:50
Und vielleicht existieren wir alle nur im Traum eines großen Döner...
Wie bei Matrix, nur dass man sich statt für die blaue oder rote Pille eben für "mit alles und scharf" oder "oder mit ohne scharf" entscheiden muss...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.05.2020 10:57
Ich dachte für Kalb oder Hähnchen...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 14.05.2020 11:29
Für dich: Hammel ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: was_guckst_du am 14.05.2020 11:31
...dazu ist er zu konservativ... 8) ;D
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.05.2020 11:38
Hammel funktioniert nicht als Dönerfleisch - zumindest nicht mit mehr als ein wenig paar Scheiben pro Spieß. Lammdöner ist klasse, ich kenne aber nur zwei Dönerläden, die das anbieten: in Düsseldorf (neben der Hauptpost) und in Köln (am Porzer Busbahnhof), weshalb sich die Frage nach Lamm zumeist einfach nicht stellt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 14.05.2020 11:47
Abschließend vom mir zum Thema Kulinarik: Den besten Lammdöner in Köln gibt's ggü vom The Harp in Köln Venloer/Ecke Bismarckstr. (Obwohl ich da auch schon 3 Jahre nicht mehr war...)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Schmitti am 14.05.2020 14:07
Also besteht die Risikogruppe, um als Döner zu enden, aus Kalb, Hähnchen und Lamm. Hammel aber nur scheibchenweise. Wenigstens etwas Substanz in diesem Thema.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Yvonne am 14.05.2020 14:51
Also besteht die Risikogruppe, um als Döner zu enden, aus Kalb, Hähnchen und Lamm. Hammel aber nur scheibchenweise. Wenigstens etwas Substanz in diesem Thema.
;D
Gut, dass ich im Homeoffice bin und deshalb jetzt keinem meinen Lachanfall erklären muss.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.05.2020 14:56
Pute. Wir haben Pute vergessen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 14.05.2020 16:07
Ach, beim Türken unseres Vertrauens gibt's die DönerPita auch mit Dosenthunfisch. Unfassbar... Wie schneidet man Dosenthunfisch vom Spieß????
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Straubinger am 16.05.2020 05:35
wie geht unsere Behörde damit um....Leute mit Einzelbüros bleiben im HO, und im 14 tägigen Wechsel. Und unsere Abteilung mit Kundenkontakt steht täglich ihren Mann. ::)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Landsknecht am 19.05.2020 12:27
Bei uns (Bürgeramt, Kommune Bayern) sind wieder alle an Bord, HO gibt´s nicht mehr, auch keine rollierenden Schichtpläne etc.  Plexiglasscheibe und Mundschutz bei dauerndem Bürgerkontakt (Kfz., Einwohneramt), sonst nur Mundschutz auf dem Gang und wenn ein Bürger kommt.
Aktuell dürfen nur Bürger kommen, die einen Termin vereinbart haben, wird am Eingang vom Sicherheitsdienst kontrolliert. Dadurch wird der sonst am Vormittag übliche Massenandrang verhindert und der Wartebereich ist quasi leer.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kryne am 20.05.2020 14:52
Bei uns wird das Terminsystem vermutlich beibehalten, auch nach Corona. Wenigstens eine Sache die man gelernt hat jetzt.

Verstehe es eh nicht, warum Hinz und Kunz hier immer ohne Termin reinmarschieren durften. Mit Terminen hat man doch nur Vorteile. Als Bürger weiß ich, dass ich definitiv zu Zeit XY drankomme (+/- ein paar Minuten) und die Mitarbeiter können schon etwaige Vorbereitungen treffen.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: clarion am 20.05.2020 17:00
Wir dürfen nur noch mit VPN Zugang Home Office machen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 14.07.2020 17:40
Ola! Nächste Schelmerei unseres Arbeitgebers.

Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, und daher in Quarantäne muss, hat für die Quarantänezeit Urlaub oder Stundenausgleich zu nehmen. Sollte so etwas nicht vorhanden sein, erfolgt eine entsprechende Gehaltskürzung.

Na läuft ja auch mit meinem nächsten Urlaub wieder super ;) :o
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Exekutor am 14.07.2020 17:46
Ola! Nächste Schelmerei unseres Arbeitgebers.

Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, und daher in Quarantäne muss, hat für die Quarantänezeit Urlaub oder Stundenausgleich zu nehmen. Sollte so etwas nicht vorhanden sein, erfolgt eine entsprechende Gehaltskürzung.

Na läuft ja auch mit meinem nächsten Urlaub wieder super ;) :o

Wie erfährt der AG von derlei Reise wenn du nicht sehr Mitteilungsbedürftig bist. Mein AG erfährt durch den zu stellenden Urlaubsantrag lediglich den Zeitraum meines Urlaubes. Mehr hat ihn nicht zu interessieren und mehr erfährt er auch nicht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.07.2020 17:48
Der AG zahlt ja während der Quarantäne ohnehin kein Entgelt, mithin kann er auch nichts kürzen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 14.07.2020 17:51
Der AG zahlt ja während der Quarantäne ohnehin kein Entgelt, mithin kann er auch nichts kürzen.

Die Entschädigung nach dem IFSG wurde mit gleicher Post ebenso bereits im Vorhinein für diese Fälle ausgeschlossen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Exekutor am 14.07.2020 17:52
Der AG zahlt ja während der Quarantäne ohnehin kein Entgelt, mithin kann er auch nichts kürzen.

Und wer zahlt die Beträge nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz? Der Weihnachtsmann? Der Osterhase? Der Nicolaus?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.07.2020 17:57
Der AG zahlt ja während der Quarantäne ohnehin kein Entgelt, mithin kann er auch nichts kürzen.

Und wer zahlt die Beträge nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz? Der Weihnachtsmann? Der Osterhase? Der Nicolaus?

Inwiefern fielen die an? Es geht um den Regelungsgegenstand von §56 IFSG. Na, glänzt Du mal wieder mit völliger Ahnungslosigkeit?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.07.2020 17:57
Der AG zahlt ja während der Quarantäne ohnehin kein Entgelt, mithin kann er auch nichts kürzen.

Die Entschädigung nach dem IFSG wurde mit gleicher Post ebenso bereits im Vorhinein für diese Fälle ausgeschlossen.

Inwiefern stünde dem AG dabei eine Entscheidung zu?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: RsQ am 14.07.2020 18:24
Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, ...

Ohne jetzt das RKI zu bemühen: Wo sind denn aktuell "Risikogebiete"? Ich dachte, nach den früh definierten (Italien, Spanien, ...) hat man das irgendwann sein gelassen, weil es überall ein gewisses Risiko gibt ...?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 14.07.2020 19:21


Inwiefern stünde dem AG dabei eine Entscheidung zu?

Weil der AG und die Behörde mit der Entscheidungsgewalt zu Entschädigungen nach IFSG ein und derselbe sind.

RsQ: mein Urlaubsaufenhtalt Luxemburg steht nunmehr in einer Reihe mit Madagaskar und Surinam in Bezug auf Risikogebiete mit Quarantänepflicht ;) :P
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.07.2020 19:38


Inwiefern stünde dem AG dabei eine Entscheidung zu?

Weil der AG und die Behörde mit der Entscheidungsgewalt zu Entschädigungen nach IFSG ein und derselbe sind.

Was völlig unbeachtlich ist. Eine Gehaltskürzung ist nicht möglich, da kein Gehalt geschuldet ist. Die Entschädigung steht dem AN gegen den AG (als AG) zu, bis die mit ihm identische Behörde mittels Verwaltungsakt die Einzelfallentscheidung zur Entschädigung getroffen hat. Danach kann er - im Falle einer negativen Entscheidung - die überzahlte Entschädigungsvorleistung zurückfordern und ggfs. aufrechnen. Dann muß man sich mit der Behörde auseinandersetzen. Er kann nicht die Entscheidung treffen, nicht in Vorleistung zu gehen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 14.07.2020 19:43
Ich sehe deine Ausführungen genauso. Wieso hast du diese eigentlich gebracht? Eine Frage stand von meiner Seite nicht im Raum. Nur deine ständigen Fragen sind es ;)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.07.2020 20:06
Du hast behauptet, dem AG stünde eine Entscheidung zu.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 14.07.2020 20:09
Du hast behauptet, dem AG stünde eine Entscheidung zu.

Du hast , du hast, bäh bäh.

Junge, werd erwachsen. Es war und es ist keine Frage im Raume. Sondern eine Antwort auf die Frage "Wie hält es Eure Behörde damit" gegeben worden.

Nochmals geh spielen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 14.07.2020 20:12
Dein Rumgenöle ändert nichts an den Tatsachen - neben dem Umstand, daß es für mich und meine Äußerungen völlig unbeachtlich ist, ob Du Fragen stellst, Antworten gibst oder irgendwas im Raum steht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 07:12
Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, ...

Ohne jetzt das RKI zu bemühen: Wo sind denn aktuell "Risikogebiete"? Ich dachte, nach den früh definierten (Italien, Spanien, ...) hat man das irgendwann sein gelassen, weil es überall ein gewisses Risiko gibt ...?
Da mußt du aber eben das RKI bemühen.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 07:21
Ola! Nächste Schelmerei unseres Arbeitgebers.

Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, und daher in Quarantäne muss, hat für die Quarantänezeit Urlaub oder Stundenausgleich zu nehmen. Sollte so etwas nicht vorhanden sein, erfolgt eine entsprechende Gehaltskürzung.

Na läuft ja auch mit meinem nächsten Urlaub wieder super ;) :o
Das is doch klar geregelt, wenn man aufgrund von IFSG in Quarantäne muss, dann braucht der AG nichts zahlen und man bekommend eine Entschädigung auf Basis vom IFSG.
Allerdings kann dir die Entschädigung versagt werden, wenn du "selbstverschuldet" in Quarantäne kommst. (z.B. weil du vorher schon wusstest, dass du hinterher in Q. musst.)

Bei uns wird es ähnlich geregelt: Wer in Q. muss, der kann ZA, Urlaub, HomeOffice machen, oder kein Geld bekommen, sofern es selbstverschuldet ist. Er kann/soll es vorher mit dem AG absprechen welche Variante möglich ist.
 
Fraglich ist und bleibt ja hinterher, ob das IFSG rechtskonform ausgelegt wird und eine Berühren der Grenze von Luxemburg schon ausreicht um dich in Q. zu schicken.
Klingt eher nach Unverhältnismäßigkeit, die ein Gericht einkassier, insbesondere wenn man schon Antikörperträger ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 07:24
Bei der Entschädigung hat aber der AG in Vorleistung zu treten. Er zahlt sie aus und erhält sie behördlicherseits erstattet - oder auch nicht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Exekutor am 15.07.2020 08:29
Der AG zahlt ja während der Quarantäne ohnehin kein Entgelt, mithin kann er auch nichts kürzen.

Und wer zahlt die Beträge nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz? Der Weihnachtsmann? Der Osterhase? Der Nicolaus?

Inwiefern fielen die an? Es geht um den Regelungsgegenstand von §56 IFSG. Na, glänzt Du mal wieder mit völliger Ahnungslosigkeit?

Ist das für dich nicht ein äußerst frustrierendes Leben, wenn das ganze, dich umgebende Universum von Ahnungslosigkeit, Dummheit und mangelnder Sach- und Fachkenntnis geprägt ist. Du als Zentrum des Universums scheinst da offensichtlich versagt zu haben.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 08:32
Dein Rumgenöle ändert nichts daran, daß Du mal wieder Mist verzapft hast. Ich sage nur: Standesbeamter
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 09:01
Bei der Entschädigung hat aber der AG in Vorleistung zu treten. Er zahlt sie aus und erhält sie behördlicherseits erstattet - oder auch nicht.
Richtig, denn der AG entscheidet ja ob eine Entschädigung fällig sein kann (Weil AN eben keine Arbeitsleistung erbringt, sprich kein ZA,Urlaub oder HomeOffice).
Nicht jeder Quarantänefall ist auch ein Fall für eine Entschädigung nach IFSG.

Wenn dann der Fall eintritt, dass der AN kein Anrecht auf die Entschädigung hat und er keine Arbeitsleistung erbracht hat, dann muss sich halt der AG das Geld vom AN zurück holen.

Ganz einfach und keine mieser Trick vom AG.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 09:12
Nein, der AG entscheidet lediglich, ob er einen Entgelt- oder einen Vorleistungsanspruch auf den Entschädigungsanspruch des AN gegen sich sieht und erfüllt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 09:22
Der AG entscheidet zunächst einmal darüber, ob der AN, der aufgrund IFSG in Quarantäne ist, HomeOffice machen darf oder ob er ihm ZA oder Urlaub gewährt.
Erst danach hat ja der AN ggfls. einen Entschädigungsanspruch.


EDIT: Aber umgekehrt, kann der AG den AN ja nicht dazu zwingen ZA/Urlaub zu machen, weil er in Quarantäne ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 09:26
Inwiefern stünde dem AG eine einseitige Entscheidung über die Lage des Erholungsurlaubs zu? Oder eine einseitige Verfügungsgewalt über in Vorleistung erbrachte Arbeitsleistung, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart ist?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Warumdendas am 15.07.2020 09:53
Ola! Nächste Schelmerei unseres Arbeitgebers.

Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, und daher in Quarantäne muss, hat für die Quarantänezeit Urlaub oder Stundenausgleich zu nehmen. Sollte so etwas nicht vorhanden sein, erfolgt eine entsprechende Gehaltskürzung.

Na läuft ja auch mit meinem nächsten Urlaub wieder super ;) :o

Wie erfährt der AG von derlei Reise wenn du nicht sehr Mitteilungsbedürftig bist. Mein AG erfährt durch den zu stellenden Urlaubsantrag lediglich den Zeitraum meines Urlaubes. Mehr hat ihn nicht zu interessieren und mehr erfährt er auch nicht.

Mein AG hat seine MA informiert, dass er berechtigt sei abzufragen ob man seinen U in Risikogebieten verbracht hat.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:31
Wie erfährt der AG von derlei Reise wenn du nicht sehr Mitteilungsbedürftig bist. Mein AG erfährt durch den zu stellenden Urlaubsantrag lediglich den Zeitraum meines Urlaubes. Mehr hat ihn nicht zu interessieren und mehr erfährt er auch nicht.
Bei uns ist es ein Angebot des AGs, dass er uns es ermöglicht, dass wir weiterhin Entgelt bekommen, wenn wir wissentlich in ein Risikogebiet fahren und somit ja der Rückkehr in Quarantäne müssen.
Dazu müssen wir ihm allerdings im Vorfeld dieses mitteilen und absprechen.
Die Alternative wäre ja ohne Entgelt dazustehen und auch keine Entschädigung zu bekommen.
(oder ZA/Urlaub zur QZeit machen)

Ansonsten sind wir nur aufgefordert, nach Rückkehr mitzuteilen, das wir in Quarantäne sind, wenn wir aus Ort zurückkehren, der während des Aufenthaltes zum Risikogebiet wurde (dem Gesundheitsamt muss man das eh mitteilen, da die dann die Quarantäne verhängen).
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:35
Inwiefern stünde dem AG eine einseitige Entscheidung über die Lage des Erholungsurlaubs zu? Oder eine einseitige Verfügungsgewalt über in Vorleistung erbrachte Arbeitsleistung, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart ist?
Inwiefern wurde das behauptet?

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Warumdendas am 15.07.2020 10:39
insbesondere wenn man schon Antikörperträger ist.

Gerade Antikörperträger können ein Risiko sein. Sie fühlen sich sicher, sind unvorsichtig und infizieren Antikörperfreie Menschen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 10:41
Inwiefern stünde dem AG eine einseitige Entscheidung über die Lage des Erholungsurlaubs zu? Oder eine einseitige Verfügungsgewalt über in Vorleistung erbrachte Arbeitsleistung, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart ist?
Inwiefern wurde das behauptet?
Der AG entscheidet zunächst einmal darüber, ob der AN, der aufgrund IFSG in Quarantäne ist, HomeOffice machen darf oder ob er ihm ZA oder Urlaub gewährt.
Erst danach hat ja der AN ggfls. einen Entschädigungsanspruch.


EDIT: Aber umgekehrt, kann der AG den AN ja nicht dazu zwingen ZA/Urlaub zu machen, weil er in Quarantäne ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:43
Inwiefern stünde dem AG eine einseitige Entscheidung über die Lage des Erholungsurlaubs zu? Oder eine einseitige Verfügungsgewalt über in Vorleistung erbrachte Arbeitsleistung, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart ist?
Inwiefern wurde das behauptet?
Der AG entscheidet zunächst einmal darüber, ob der AN, der aufgrund IFSG in Quarantäne ist, HomeOffice machen darf oder ob er ihm ZA oder Urlaub gewährt.
Erst danach hat ja der AN ggfls. einen Entschädigungsanspruch.


EDIT: Aber umgekehrt, kann der AG den AN ja nicht dazu zwingen ZA/Urlaub zu machen, weil er in Quarantäne ist.
Urlaub kann der AG doch nur gewähren, wenn dieser vom AN beantragt wird.
Insofern ist es ja der AN der über die Lage des Urlaubes entscheidet.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:45
insbesondere wenn man schon Antikörperträger ist.

Gerade Antikörperträger können ein Risiko sein. Sie fühlen sich sicher, sind unvorsichtig und infizieren Antikörperfreie Menschen.
Woher stammt die Information, dass Antikörperträger infektiös sind, sofern sei wieder den Virus in sich tragen?
Ist also schon geklärt, dass es niemals eine Herdenimmunität geben wird?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 10:46
Mithin meintest Du also, der AG entscheide ggfs., ob er einen vom AG beantragten Urlaub gewährt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:48
BTW:
Wo ist eigentlich geregelt, dass der AG in Vorleistung für den Entschädigungsanspruch gehen muss?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 10:50
§56 Abs. 6 IFSG
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 10:54

Mein AG hat seine MA informiert, dass er berechtigt sei abzufragen ob man seinen U in Risikogebieten verbracht hat.

Braucht man doch gar nicht. Man ist verpflichtet sich nach Einreise aus einem Risikogebiet - wie zum Beispiel Luxemburg - beim Gesundheitsamt zu melden, welches dann eine Quarantäne verhängt.

Ich habe gestern mit dem Ministerium in Berlin telefoniert. Die Problematik nicht gezahlter Entschädigung bzw. nicht gezahlter Gehälter ist bekannt - wir jetzt virulenter - und soll in Bund/Länder - Koordination neu geregelt werden.


Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:56
Na, dann nochmal für die dies anderes verstehen.
Der AN entscheidet ob er während der Quarantäne Urlaub, ZA oder HomeOffice machen möchte.
und beantragt dieses in Abhängigkeit der Dienstvereinbarungen.
Danach:
Der AG entscheidet zunächst einmal darüber, ob der AN, der aufgrund IFSG in Quarantäne ist, HomeOffice machen darf oder ob er ihm ZA oder Urlaub gewährt.
Erst danach hat ja der AN ggfls. einen Entschädigungsanspruch.
Natürlich in Abhängigkeit der Dienstvereinbarungen.

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:58
§56 Abs. 56 IFSG
;)
Schäm mich, dass ich das überlesen habe (oder schon wieder vergessen hab)  :-[.
Peinliche Frage das war.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 10:59
Ich habe gestern mit dem Ministerium in Berlin telefoniert. Die Problematik nicht gezahlter Entschädigung bzw. nicht gezahlter Gehälter ist bekannt - wir jetzt virulenter - und soll in Bund/Länder - Koordination neu geregelt werden.
Das Problem der fälschlicherweise an AGs ausgezahlten Entschädigungen wird uns auch noch beschäftigen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 10:59

Mein AG hat seine MA informiert, dass er berechtigt sei abzufragen ob man seinen U in Risikogebieten verbracht hat.

Braucht man doch gar nicht. Man ist verpflichtet sich nach Einreise aus einem Risikogebiet - wie zum Beispiel Luxemburg - beim Gesundheitsamt zu melden, welches dann eine Quarantäne verhängt.

Ich habe gestern mit dem Ministerium in Berlin telefoniert. Die Problematik nicht gezahlter Entschädigung bzw. nicht gezahlter Gehälter ist bekannt - wir jetzt virulenter - und soll in Bund/Länder - Koordination neu geregelt werden.

Das führt zur Quarantäne - die auch aus völlig anderen Gründen verhängt werden kann und wird. Dem AG ist der Grund der Quarantäne nicht bekannt, so er ihn nicht vom AN erfährt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 11:00

Gerade Antikörperträger können ein Risiko sein. Sie fühlen sich sicher, sind unvorsichtig und infizieren Antikörperfreie Menschen.

M.W. ist der allgemeine Wissenstand, daß Personen mit Antikörpern nicht ansteckend sein können. Es ist mehr eine philosophische Frage, ob man in Bezug auf das derzeitige Virus andere Bewertungen macht.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 11:03

Mein AG hat seine MA informiert, dass er berechtigt sei abzufragen ob man seinen U in Risikogebieten verbracht hat.

Braucht man doch gar nicht. Man ist verpflichtet sich nach Einreise aus einem Risikogebiet - wie zum Beispiel Luxemburg - beim Gesundheitsamt zu melden, welches dann eine Quarantäne verhängt.

Ich habe gestern mit dem Ministerium in Berlin telefoniert. Die Problematik nicht gezahlter Entschädigung bzw. nicht gezahlter Gehälter ist bekannt - wir jetzt virulenter - und soll in Bund/Länder - Koordination neu geregelt werden.

Das führt zur Quarantäne - die auch aus völlig anderen Gründen verhängt werden kann und wird. Dem AG ist der Grund der Quarantäne nicht bekannt, so er ihn nicht vom AN erfährt.
Und das Amt zahlt dann "hoffentlich" auch keine Entschädigung an den AG aus, da ja kein Entschädigungsanspruch besteht.
Damit erfährt der AG wiederum, dass man in einer selbstverschuldeten Quarantäne ist.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 11:13
Er erfährt nur, daß die Erstattung versagt wird.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Warumdendas am 15.07.2020 11:19
insbesondere wenn man schon Antikörperträger ist.

Gerade Antikörperträger können ein Risiko sein. Sie fühlen sich sicher, sind unvorsichtig und infizieren Antikörperfreie Menschen.
Woher stammt die Information, dass Antikörperträger infektiös sind, sofern sei wieder den Virus in sich tragen?
Ist also schon geklärt, dass es niemals eine Herdenimmunität geben wird?

Es geht um die sogenannte Schmierinfektion, den Antikörpertträger hinterlässt Viren die sich auf ihm befinden. Zur Herdenimmunität kenne ich nur Gerüchte, dass die Antikörper nicht für Dauer sind...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Warumdendas am 15.07.2020 11:23
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjgn9iv987qAhXtZhUIHRqtDpAQFjAMegQIAhAB&url=https%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fwissen%2Fcoronavirus-antikoerper-impfung-immunitaet-sars-cov-2-covid-19-herdenimmunitaet-t-zellen-bluttest-1.4966160&usg=AOvVaw0FQ9Zaem1REbbZdXZMUqnk
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: shenja am 15.07.2020 11:24
Ola! Nächste Schelmerei unseres Arbeitgebers.

Wer eine Reise durchführt, bei der ein Risikogebiet tangiert wird, und daher in Quarantäne muss, hat für die Quarantänezeit Urlaub oder Stundenausgleich zu nehmen. Sollte so etwas nicht vorhanden sein, erfolgt eine entsprechende Gehaltskürzung.

Na läuft ja auch mit meinem nächsten Urlaub wieder super ;) :o

Wir wurden ebenfalls entsprechen informiert.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Warumdendas am 15.07.2020 11:33
insbesondere wenn man schon Antikörperträger ist.

Gerade Antikörperträger können ein Risiko sein. Sie fühlen sich sicher, sind unvorsichtig und infizieren Antikörperfreie Menschen.
Woher stammt die Information, dass Antikörperträger infektiös sind, sofern sei wieder den Virus in sich tragen?
Ist also schon geklärt, dass es niemals eine Herdenimmunität geben wird?
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwi6sIqx-M7qAhWTs3EKHTYECl8QFjAJegQIBRAB&url=https%3A%2F%2Fwww.scinexx.de%2Fnews%2Fmedizin%2Fcoronavirus-covid-19-und-danach%2F&usg=AOvVaw2tcvsXQAXOM-wY2h6CookW

Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 12:12
In Bezug auf Entschädigung werden von uns in der Funktion als Behörde (nicht als AG) alle Entschädigungen abgelehnt, in welchen im Arbeitsvertrag Verweise auf Ansprüche nach dem BGB enthalten sind.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 12:22
Alle Arbeitsverträge enthalten Ansprüche nach dem BGB.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 12:29
Alle Arbeitsverträge enthalten Ansprüche nach dem BGB.

Nur die deutschen AV, Herr Schlaumeier.

§ 616 BGB ist gemeint.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 12:33
In Bezug auf Entschädigung werden von uns in der Funktion als Behörde (nicht als AG) alle Entschädigungen abgelehnt, in welchen im Arbeitsvertrag Verweise auf Ansprüche nach dem BGB enthalten sind.
Nur mal für Ahnungslose:
Ihr zahlt also welchen AN nicht die Entschädigung nach IFSG?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 12:35
In Bezug auf Entschädigung werden von uns in der Funktion als Behörde (nicht als AG) alle Entschädigungen abgelehnt, in welchen im Arbeitsvertrag Verweise auf Ansprüche nach dem BGB enthalten sind.
Nur mal für Ahnungslose:
Ihr zahlt also welchen AN nicht die Entschädigung nach IFSG?

Denjenigen, in deren Arbeitsverträgen konkret auf § 616 BGB verwiesen wird. Der Nachbarkreis hat sogar alles abgelehnt und eine Vermutung des o. g. Verweises in allen Arbeitsverträgen unterstellt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 12:39
Die Geltung des §616 BGB bedarf keines Verweises im Arbeitsvertrag (oder Tarifvertrag) - nur dessen Einschränkung. Davon ab ist eine zweiwöchige Quarantäne kein Anwendungsfall der genannten Norm.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Jockel am 15.07.2020 15:29
@BAT: ihr lehnt als Infektionsschutzbehörde die Anträge von außen auf Entschädigung ab, weil nach eurer Auffassung die Lohnansprüche nach § 616 BGB nicht entfallen sind. Richtig verstanden ?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 16:20
@BAT: ihr lehnt als Infektionsschutzbehörde die Anträge von außen auf Entschädigung ab, weil nach eurer Auffassung die Lohnansprüche nach § 616 BGB nicht entfallen sind. Richtig verstanden ?

Korrekt.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 17:03
Heißt, die Leute bekommen weiterhin Geld vom AG und müssen die Zeit nacharbeiten?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 17:18
Nein, wenn §616 BGB greifen würde (was es nicht tut, weil es nach hM kein verhältnismäßig kurzer Zeitraum ist), handelte es sich um eine Arbeitsbefreiung. Der AG müßte zahlen, der AN aber nicht arbeiten.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 15.07.2020 19:38
Heißt, die Leute bekommen weiterhin Geld vom AG und müssen die Zeit nacharbeiten?

Die Leute sind doch gar nicht betroffen, dem Arbeitgeber wird die Entschädigung abgelehnt, soweit im Arbeitsvertrag ein Verweis auf § 616 BGB enthalten ist.

Das händeln die verschiedenen Kreise wohl sehr unterschiedlich. Teils sind die Vorgehensweise möglicherweise bereits auf eine gerichtliche Klärung ausgerichtet.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Spid am 15.07.2020 19:50
Inwiefern wäre denn ein Hinweis auf §616 BGB im Arbeitsvertrag für dessen Geltung Voraussetzung? Ist es nicht Wesensmerkmal von Gesetzen, daß sie allgemeingültig sind? Und basierend auf den offenkundigen Antworten auf diese eher rhetorischen Fragen: ist Dein AG, der hier als Behörde handelt, irgendwie dumm? Ja, ich weiß, keine natürliche Person, daher: Schwarmdummheit?
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Amiga am 15.07.2020 21:56
Hallo allerseits. Ich habe lange nicht mehr geschrieben, aber zu diesem Thread muss ich doch unbedingt etwas schreiben. Endlich hat der AG wohl ein Einsehen und der...

Also bei uns ist Besucherverkehr komplett eingestellt. Homeoffice darf machen, wer Kinder hat etc....Der Arbeitszeitrahmen wurde ausgedehnt, Kundenparkplatz darf auch durch Mitarbeiter genutzt werden usw.

Ich bin ja überaus begeistert. Wir fahren das Land hier seit Monaten nun entgültig gegen die Wand und drucken neues Geld, weil das vorhandene nicht mehr ausreicht. Aber wenigstens dein AG hat ein Einsehen und man darf nun sein Automobil adäquat parken.

Darf man erfahren, welcher Arbeitgeber das ganz konkret ist? Ich würde diesen gern als AG des Jahrzehnts vorschlagen und auszeichnen lassen wollen.

Des Weiteren über die fehlende Hardware bei manchen AG und der Einsatz von privater Hardware: Private Hardware würde ich als verantwortlicher ITler auch grundsätzlich aus Datenschutz- und aus Sicherheitsgründen ablehnen. Manche Behördenleitungen sind echt noch immer im Denken der 70er verankert. Auch das hochnotpeinliche und krampfartige Beschaffen von Notebooks ist an Blödheit nicht zu überbieten. Ein Wunder, dass ihr keine Reiseschreibmaschine für zu Hause bekommen habt.

Die angeblich nicht ausreichend vorhandenen VPN-Tunnel sind doch nur Ausreden, weil man nicht will oder nicht kann. Man muss ja auch keine Cisco Appliance für 100.000 Euro kaufen. Wireguard, OpenVPN und IPSec gibt es für lau. Dazu für jeden MA einen Raspberry Pi für 40 Euro und Peripherie. Bildschirm und Internetzugang würde ich voraussetzen. Und ja, man kann in Notsituationen auch mal technische Flexibilität von den eigenen Leuten verlangen. Wer dies nicht so handhabt, wird bei nächster Gelegenheit ebenso behandelt. Das gilt natürlich für beide Seiten, AG und AN.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 21:59
Die Leute sind doch gar nicht betroffen, dem Arbeitgeber wird die Entschädigung abgelehnt, soweit im Arbeitsvertrag ein Verweis auf § 616 BGB enthalten ist.
Naja, spätestens, wenn der AG die nicht "erwartete" Zahlung dem AN vom Gehalt abzieht, ist dieser ja betroffen.
Einerseits, weil er dann ohne Geld dasteht und es beim AG einklagen muss (wg. § 616 BGB) oder er es vom Amt einklagen muss (wg. §56 Abs. 5 IFSG)
Spannend und gut zu wissen, wäre nett, wenn du und/oder andere uns hier im Forum über die Rechtsmeinungen der beteiligten weiterhin informierst.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: WasDennNun am 15.07.2020 22:05
Die angeblich nicht ausreichend vorhandenen VPN-Tunnel sind doch nur Ausreden, weil man nicht will oder nicht kann. Man muss ja auch keine Cisco Appliance für 100.000 Euro kaufen. Wireguard, OpenVPN und IPSec gibt es für lau. Dazu für jeden MA einen Raspberry Pi für 40 Euro und Peripherie. Bildschirm und Internetzugang würde ich voraussetzen.
Da gehe ich gedanklich voll mit,
aber der Kram ist ja nicht BSI Zertifiziert....... 8)
Nun, wir haben fleißig (auch vor Corona) entsprechende Berichte verfasst und die gesammelte Mannschaft an Verantwortlichen im Ministerium damit bös-glaubig gemacht.
Mal sehen wo wir in den Rechnungshöfen auftauchen.
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Amiga am 15.07.2020 22:21
Da gehe ich gedanklich voll mit,
aber der Kram ist ja nicht BSI Zertifiziert....... 8)

Das BSI zertifiziert die Löcher in den Cisco Appliances wohl gleich mit? Da weiß man dann gleich, was man bekommt. Diese Zertifizierung ist eh nur Quark, weil die sich immer auf ein bestimmtes Patchlevel der Firmware bezieht. Das heißt im Umkehrschluss, dass man diese Kisten nie updaten darf, solange es keine neue zertifizierte Firmware gibt (und die gibt es auch nie).

Und dann noch dieser IT-Grundschutz. Das ist alles sicherlich richtig und nett gemeint. Nur: Die Formulierungen sind teils so abstrakt und ohne Umsetzungsvorschläge, dass man das auf tausend verschiedenen Wegen erreichen kann - oder auch nicht.

Ich bleibe dabei: In Not- und Krisenzeiten muss man flexibel sein. Was ist daran so schlimm, die Leute arbeitsfähig zu bekommen bzw. zu halten? Für ein Minimum an Kosten auch noch! Aber du hast meine Gedanken ja verstanden.

Und so nebenbei: Ich möchte auch mal auf dem Kundenparkplatz parken dürfen. 8)

Mein Kopf fällt gleich ab vor lauter Schütteln...
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Kaiser80 am 16.07.2020 08:14
Kundenparkplatz darf auch durch Mitarbeiter genutzt werden usw.


Danke an @Amiga für's hervorholen... Echt unglaublich.

Zur Hardwareausstattung: Bei uns (Kommunalverwaltung) werden in Zukunft keine Desktop PC mehr angeschafft, nur noch Notebooks und Dockingstation; Austausch Zug um Zug.

Zur Zeit wird im Home-Office fast ausschließlich die private Hardware der AN in Anspruch genommen. Wie die Zugangslösung jetzt technisch heisst oder wat dat is???? Im Explorer wird 'ne Citrix-Adresse eingegeben, Passwort+Zertifikatsdatei und schwupp hab ich ein Remote Desktop. Die Einrichtung war auch von nem Amateur wie mir in 20 Minuten erledigt.
Machen bei uns z.Zt. kanpp 30 Leute, also behaupte ich mal -> Viel kosten kann das nicht, sonst könnten wir uns das gar nicht leisten.
Ob das jetzt alles so super datenschutzkonform ist weiss ich schlicht nicht. Aber wir haben ja ne "Maßnahmen zum Datenschutz" Broschüre erhalten. Nach dem 1. Maßnahmenhinweis ist die in den Müll gewandert: "Führen Sie dienstliche Telefonate bitte bei geschlossenem Fenster..."
Lange Rede kurzer Sinn:

Ich bleibe dabei: In Not- und Krisenzeiten muss man flexibel sein. Was ist daran so schlimm, die Leute arbeitsfähig zu bekommen bzw. zu halten? Für ein Minimum an Kosten auch noch!

Volle Zustimmung
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Warumdendas am 16.07.2020 09:19
Vielen Dank, an anderer Stelle hatte ich schon den Eindruck ich sei allein mit dieser Meinung. :)
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: Schmitti am 16.07.2020 10:51
Die Meinung teile ich auch, so lange wir über einen überschaubaren Zeitraum nach Beginn einer (weitestgehend*) unvorhergesehenen und plötzlich beginnenden Krisensituation reden. Wenn ich aber dann heute mal in den Kalender schaue...



* die aktuelle Krise ist nicht wirklich unvorhersehbar, Leseempfehlung: https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Downloads/Luekex/LUEKEX07_Auswertungsbericht_lang.html
Titel: Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
Beitrag von: BAT am 16.07.2020 10:57

Spannend und gut zu wissen, wäre nett, wenn du und/oder andere uns hier im Forum über die Rechtsmeinungen der beteiligten weiterhin informierst.

Zu Rechtsmeinungen habe ich mich nicht ausgelassen, nur zum Vorgehen in den konkreten Fällen. ;)

Ich bin nicht im Team Corona, daher bekomme ich die Infos nur am Rande. Habe heute noch mal nachgehört, bei Azubis wird komplett dem AG die Entschädigung verwehrt mit Verweis auf das Berufsbildungsgesetz (?), bei anderen Arbeitnehmern inzwischen bei einer Quarantäne von weniger als sechs Tagen.

Schmitti: diese Krise sowie die meisten anderen kann man antizipieren. Bei Virus - Notfällen sind diese sogar forciert worden, daher stehen diese außerhalb eines Überraschungsmomentes.