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offene Foren => TVöD Kommunen => Thema gestartet von: Admin am 06.06.2020 20:50

Titel: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Admin am 06.06.2020 20:50
Diskussionsthema zur Tarifrunde
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 07.06.2020 19:15
Zitat
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) fordert eine klare Positionierung der Gewerkschaften zur Frage, ob die laufenden Tarifverträge - wie zum Ende der vereinbarten Mindestlaufzeit eigentlich üblich - seitens der Gewerkschaften gekündigt werden sollen.

das würde heißen, erst einmal weiter so? Tarifbindung dann für? 12 Monate?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 07.06.2020 19:25
Die Aussage hat keinen Bezug zur Tarifbindung - und ist auch sonst Unfug. Es ist nicht üblich, die Tarifverträge zum Ende der Mindestlaufzeit zu kündigen. Vielmehr ist es üblich, einzelne Bestandteile, insbesondere die Entgelttabellen, zum Ende ihrer Mindestlaufzeit zu kündigen. Die Entgelttabellen können ohne Einhaltung einer Frist, frühestens jedoch zum 31. August 2020, gekündigt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Brownyy am 07.06.2020 21:58
Ah ein neuer Thread, in dem bezahlte Forenpopel mit sich selbst reden. Sehr schön.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 07.06.2020 22:00
Wie meinen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Brownyy am 07.06.2020 22:06
"user" wie Armerknecht usw.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 08.06.2020 08:15
Zitat
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) fordert eine klare Positionierung der Gewerkschaften zur Frage, ob die laufenden Tarifverträge - wie zum Ende der vereinbarten Mindestlaufzeit eigentlich üblich - seitens der Gewerkschaften gekündigt werden sollen.

das würde heißen, erst einmal weiter so? Tarifbindung dann für? 12 Monate?

Die VKA würde sich kaputt lachen. Alleine die Forderung nach einer Positionierung ist eine Frechheit. Natürlich muss die Entgelttabelle gekündigt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 08.06.2020 15:48
Zitat
Ulrich Mädge, Präsident der VKA und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, weist auf die schwierige Gesamtsituation hin: "Wir wissen die Arbeit der Beschäftigten im gesamten öffentlichen Dienst zu schätzen. Aber wir können nicht so tun, als gäbe es die Milliardenlöcher in den kommunalen Haushalten nicht. Bei vielen kommunalen Unternehmen wie z.B.den Flughäfen ist die Lage dramatisch."

War mir klar, dass der VKA mit den Milliardenlöchern in den kommunalen Kassen argumentiert.

Die vollen Kassen zu Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen waren natürlich nie ein Grund für üppige Tarifrunden. Der Zug scheint nur in eine Richtung fahren zu können.

Eine absolute Frechheit diese Aussage. Im gleichen Satz noch sagen, wie sehr man die Arbeit zu schätzen weiß. So einem Clown müsste man dafür eigentlich ins Gesicht spucken, aber auf so ein Niveau sollte man sich nicht herablassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MrRossi am 09.06.2020 12:23
Zitat
Ulrich Mädge, Präsident der VKA und Verhandlungsführer der kommunalen Arbeitgeber, weist auf die schwierige Gesamtsituation hin: "Wir wissen die Arbeit der Beschäftigten im gesamten öffentlichen Dienst zu schätzen. Aber wir können nicht so tun, als gäbe es die Milliardenlöcher in den kommunalen Haushalten nicht. Bei vielen kommunalen Unternehmen wie z.B.den Flughäfen ist die Lage dramatisch."

War mir klar, dass der VKA mit den Milliardenlöchern in den kommunalen Kassen argumentiert.

Die vollen Kassen zu Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen waren natürlich nie ein Grund für üppige Tarifrunden. Der Zug scheint nur in eine Richtung fahren zu können.

Eine absolute Frechheit diese Aussage. Im gleichen Satz noch sagen, wie sehr man die Arbeit zu schätzen weiß. So einem Clown müsste man dafür eigentlich ins Gesicht spucken, aber auf so ein Niveau sollte man sich nicht herablassen.

Diesen Herren kann man nicht Ernst nehmen. Sowas weis man leider nur wenn von hier kommt.
Die Krönung war ihm den Posten als Präsident der VKA zu geben. Ich hoffe das seine Mitgliedschaft bei Verdi, anders wie bei Wikipedia angegeben, nicht besteht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 09.06.2020 14:07
Ich denke, es ist die Zeit gekommen, dass sich VKA und Bund "trennen" werden und sich die VKA in Richtung der TdL orientieren.

Die Möglichkeiten und das "Wollen" und Bund und VKA war schon in letzten Runden höchst unterschiedlich und dies wird sich durch Corona und den damit verbundenen monetären Aspekten noch verschlimmern.

Weiterhin ist ja dabei zu bedenken, dass das Ergebnis ja (Im Bund) auch in Richtung der Beamten übertragen wird und die Länder in ihren Besoldungen an den Abschlüssen der TdL hängen. Und genau nach diesen - quasi durch die TdL erreichten - Landesbesoldungen alimentieren ja die Kommunen (=VKA), die sich Beamte leisten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 09.06.2020 14:22
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MrRossi am 09.06.2020 14:39
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.
Wie waren doch seine Worte bei der letzten Tarifrunde als wir noch reichlich Überschüsse hatten?
„Der Abschluss ist zu hoch...... eindeutig. .....bei den Gebühren merken...... kann die Begeisterung nicht nachvollziehen.“ (Quelle:handelsblatt.com)
Hatt es wer gemerkt? Haben nicht auch Gebühren sich vorher schon an die Inflationen, teils überproportional, angepasst?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 09.06.2020 14:56
Naja auch damit hatte er recht. Die Kommunen müssen immer mehr sparen, und bei den saftigen Lohnerhöhungen bleibt dann halt nur weniger Leute einzustellen oder in niedrigeren Entgeltgruppen einzustellen.... Von Entfristungen ganz zu schweigen. Die ziehen sich dann auch länger hin, und die Leute verschwinden vorher wieder...
Insofern bin ich klar nur für moderate Lohnerhöhungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 09.06.2020 15:15
Und ich bin klar für differenzierte Entgeltanpassungen in beide Richtungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 09.06.2020 18:43
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

Blabla... Wir leisten uns Massenimigration von Harz4lern, da sind auch noch ein paar Euros für den ÖD vorhanden. Irgendjemand muss das Steuergeld ja verteilen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 10.06.2020 06:25
Die Hartzer imigrieren nicht, die waren schon immer da.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 10.06.2020 06:53
Naja auch damit hatte er recht. Die Kommunen müssen immer mehr sparen, und bei den saftigen Lohnerhöhungen bleibt dann halt nur weniger Leute einzustellen oder in niedrigeren Entgeltgruppen einzustellen.... Von Entfristungen ganz zu schweigen. Die ziehen sich dann auch länger hin, und die Leute verschwinden vorher wieder...
Insofern bin ich klar nur für moderate Lohnerhöhungen.

Falsch.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: yamato am 10.06.2020 06:59
@Kat
Da sollten Sie aber nochmal die Statistiken der BA zu lesen. Unter den Beziehern sind aber einige die erst seit 2015 im Land sind.
Es gibt lt. BA Statistik (02/20) 5563402 Personen die Hartz IV beziehen
davon sind 2028016 Personen Ausländer (Bevölkerungsanteil 2019 = 13%)
Davon sind 420316 Personen erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit Fluchthintergrund, dazu kommen noch die Kinder dieser Flüchtlinge bis 15 Jahre für die ich leider keinen Wert gefunden habe.
Schätzen wir mal konservativ noch 200000 Kinder dazu.
Macht also deutlich mehr als 10 % Leistungsbezieher mit Fluchthintergrund. Als durchaus ein Einwanderung in die Sozialsysteme durch die Hintertür Asylrecht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 10.06.2020 07:02
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 10.06.2020 08:24
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

You get what you pay. Wenn du als Arbeitgeber meinst wenig zahlen zu müssen, dann darfst du dich auch nicht wundern, wenn du die 1a Leute nicht halten kannst oder gar nicht bekommst.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: superbraz am 10.06.2020 10:00
Zitat
"HaushaltRekord-Überschuss beim Bund. 2019 gab der Bund unerwarteterweise erneut weniger Geld aus als er einnahm. Nach den endgültigen Zahlen des Jahresabschluss 2019, den das Finanzministerium am Montag vorstellte, liegt der Überschuss bei einem Rekordwert von 13,5 Milliarden Euro"

Zitat
Beim Bund stehen laut Finanzminister Olaf Scholz Investitionsmittel für Schulen, Straßen und Digitalisierung in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro bereit, die bislang nicht abgerufen wurden. "Wir mobilisieren schon heute Milliarden für den Klimaschutz, für bessere Schulen, neue Straßen und sozialen Wohnungsbau - und stellen am Jahresende regelmäßig fest, dass viel Geld nicht abgerufen wird"

dazu Hartz IV, Flüchtlingspolitit und co...

3,50 Mark mehr für den ö.D.? Nein, kein Geld da...


 ;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 10.06.2020 10:50
Naja auch damit hatte er recht. Die Kommunen müssen immer mehr sparen, und bei den saftigen Lohnerhöhungen bleibt dann halt nur weniger Leute einzustellen oder in niedrigeren Entgeltgruppen einzustellen.... Von Entfristungen ganz zu schweigen. Die ziehen sich dann auch länger hin, und die Leute verschwinden vorher wieder...
Insofern bin ich klar nur für moderate Lohnerhöhungen.

Wieso muss immer an den Angestellten gespart werden?  ??? ??? ???

In der Privat Wirtschaft wird der Verkaufspreis angepasst nach Gehaltanpassungen. Im ÖD darf man keine Gebühren anpassen weil ja die Bürger dann bös werden könnten.  :-X

Milliarden an Arbeitslose und Flüchtlinge die noch nie oder sehr wenig Steuern bezahlt haben ausgeben können, aber dann sagen, nö die Angestellten die ja angeblich einen tollen Job machen, die müssen mit einer Nullrunde rechnen???  :'(

Der öffentliche Dienst ist noch weit weit weg von den Gehältern der Privaten Wirtschaft insbesondere die Führungskräfte. Kann sein, dass eine Kraft die nur abtippen muss in der PW genauso oder womöglich schlechter bezahlt wird.

Vor allem hat der Bund doch bereits Hilfen für die Kommunen zugesagt. Dann sollte man nicht am Personal sparen.  ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 10.06.2020 11:10
Ausgaben Kommunale Haushalte 2018 (Quelle: statista)
260.128.000.000 (260 Milliarden)
davon Entgelte öffentlicher Dienst 69.090.000.000

entspricht 26,5 % des Haushaltes.
eine Erhöhung um 3% sind dann
71.162.700.000 ( 2.072.700.000)

macht im Gesamthaushalt eine Kostensteigerung auf
262.200.700.000
das einem prozentualem Unterschied von
0,796 % entspricht, lächerlich wenig.

Ja die Zahl 2 Milliarden klingt erst einmal gewaltig aber es verteilt sich auf viele Schultern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 10.06.2020 11:16
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

You get what you pay. Wenn du als Arbeitgeber meinst wenig zahlen zu müssen, dann darfst du dich auch nicht wundern, wenn du die 1a Leute nicht halten kannst oder gar nicht bekommst.

Für die meisten Tätigkeiten im öD ist die Qualifikation der Mitarbeiter mehr als ausreichend. Soooo anspruchsvoll sind die Abläufe in der Regel nicht....  Viele sind sogar nach der Hälfte ihrer Zeit schon mit dem Tagespensum fertig, da siehst du mal wie gut das Personal ist.
Man braucht wirklich keine Gehälter mit denen die Nobelpreisträger des Landes angelockt werden müssten...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 10.06.2020 11:24
Welche Mitarbeiter? Die, die dem öD fehlen? Oder die, die dem öD demnächst fehlen werden? Deren Qualifikation wäre zwar durchaus ausreichend, sie gehen aber woanders hin? Oder die der bestbezahlten Postwagenschubser und Spülhilfen? Die hat man zwar, die sind nicht qualifiziert, brauchen es aber auch nicht zu sein. Statt den höchsten Ausgaben pro sog. Flüchtling - da bekommt man nicht bessere, wenn man sie besser versorgt - hätte ich lieber den bestbezahlten öD. Damit ist dem Steuerzahler besser gedient.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schreinersepp am 10.06.2020 11:38
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

You get what you pay. Wenn du als Arbeitgeber meinst wenig zahlen zu müssen, dann darfst du dich auch nicht wundern, wenn du die 1a Leute nicht halten kannst oder gar nicht bekommst.

Für die meisten Tätigkeiten im öD ist die Qualifikation der Mitarbeiter mehr als ausreichend. Soooo anspruchsvoll sind die Abläufe in der Regel nicht....  Viele sind sogar nach der Hälfte ihrer Zeit schon mit dem Tagespensum fertig, da siehst du mal wie gut das Personal ist.
Man braucht wirklich keine Gehälter mit denen die Nobelpreisträger des Landes angelockt werden müssten...


Mit jedem Beitrag den hier öfföff veröffentlichet verhärtet sich bei mir der Verdacht dass Sie ein AG sind. Alles andere würde mich aufgrund Ihrer Meinungen verwundern! Denn soweit weg von der Realität, was öffentlicher Dienst vs. Privatwirtschaft, angeht (Entlohnung, Attraktivität, Nachwuchsprobleme, ...) kann nur ein AG sein. Oder ein Politiker  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 10.06.2020 11:43
Nein, ich bin öD AN an einer Uniklinik in Bayern (TV-L EG 13). Und ich sehe nunmal was um mich herum für eine Situation ist. Mir ist aber die Zukunftsperspektive wichtig. Niemand kann etwas davon haben wenn den AG das Geld für Personal ausgeht und dann gespart wird (durch weniger Stellen). Mir ist da etwas Lohnverzicht lieber, wenn dafür die nächsten Jahrzehnte die Stellensituation besser ist. Wie gesagt, ich denke nicht nur an mich bei der Sache.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 10.06.2020 11:45
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

You get what you pay. Wenn du als Arbeitgeber meinst wenig zahlen zu müssen, dann darfst du dich auch nicht wundern, wenn du die 1a Leute nicht halten kannst oder gar nicht bekommst.

Für die meisten Tätigkeiten im öD ist die Qualifikation der Mitarbeiter mehr als ausreichend. Soooo anspruchsvoll sind die Abläufe in der Regel nicht....  Viele sind sogar nach der Hälfte ihrer Zeit schon mit dem Tagespensum fertig, da siehst du mal wie gut das Personal ist.
Man braucht wirklich keine Gehälter mit denen die Nobelpreisträger des Landes angelockt werden müssten...


Mit jedem Beitrag den hier öfföff veröffentlichet verhärtet sich bei mir der Verdacht dass Sie ein AG sind. Alles andere würde mich aufgrund Ihrer Meinungen verwundern! Denn soweit weg von der Realität, was öffentlicher Dienst vs. Privatwirtschaft, angeht (Entlohnung, Attraktivität, Nachwuchsprobleme, ...) kann nur ein AG sein. Oder ein Politiker  ;D

… oder nicht im öD beschäftigt oder einer der Low-Performer der von sich auf andere schließt oder ein Postwagenschubser mit Zugang zu einem PC oder, oder oder…

Korrekt ist, dass da jemand wirklich gar keine Ahnung hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 10.06.2020 11:47
@kommunalhesse: mit einer vorgefertigten Standardmeinung kann ich nunmal nicht dienen. Sorry. Viele Wünsche der Gewerkschaft finde ich schlecht oder überzogen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schreinersepp am 10.06.2020 11:51
Nein, ich bin öD AN an einer Uniklinik in Bayern (TV-L). Und ich sehe nunmal was um mich herum für eine Situation ist. Mir ist aber die Zukunftsperspektive wichtig. Niemand kann etwas davon haben wenn den AG das Geld für Personal ausgeht und dann gespart wird (durch weniger Stellen). Mir ist da etwas Lohnverzicht lieber, wenn dafür die nächsten Jahrzehnte die Stellensituation besser ist. Wie gesagt, ich denke nicht nur an mich bei der Sache.

Okay  8).Mir ist natürlich eine gesicherte Zukunft auch wichtig. Aber trotzdem, so denke ich, sollte sich "Arbeit lohnen" und auch davon gelebt werden können. Nicht umsonst geben viele Hartz4ler offen und ehrlich zu: Warum sollte ich arbeiten gehen, jetzt habe ich fast genauso viel Geld und weniger Stress (ist aber ein anderes Thema, möchte hier kein Fass aufmachen)
Und das jemand für die gleiche Tätigkeit / Verantwortung in der PW mehr verdient bei evtl. weniger Wochenarbeitszeit, finde ich nicht gerecht. Daher kommen wahrscheinlich auch die Nachwuchsprobleme. Und um eben die Zukunft zu sichern, ist es an der Zeit, den öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten (was nicht immer Geld sein muss. Mein Steckenpferd: Anstatt Kohle->Verringerung der wtl. Arbeitszeit ;D)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 10.06.2020 11:53
Arbeitszeitreduktion statt Lohnplus würde ich ebenfalls begrüßen. Das gesparte Geld müssten AG dann aber optimalerweise in mehr Stellen investieren.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schreinersepp am 10.06.2020 11:56
Arbeitszeitreduktion statt Lohnplus würde ich ebenfalls begrüßen. Das gesparte Geld müssten AG dann aber optimalerweise in mehr Stellen investieren.

Schön langsam kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner  ;D ;D 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 10.06.2020 11:58
Nein, ich bin öD AN an einer Uniklinik in Bayern (TV-L EG 13). Und ich sehe nunmal was um mich herum für eine Situation ist. Mir ist aber die Zukunftsperspektive wichtig. Niemand kann etwas davon haben wenn den AG das Geld für Personal ausgeht und dann gespart wird (durch weniger Stellen). Mir ist da etwas Lohnverzicht lieber, wenn dafür die nächsten Jahrzehnte die Stellensituation besser ist. Wie gesagt, ich denke nicht nur an mich bei der Sache.

Es ist mehr als genug Geld vorhanden. Es muss halt mal ala Scholz die Bazooka heraus geholt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 10.06.2020 12:00
Man stelle sich das mal vor: Statt Lohnplus von 3% eine Erhöhung der Stellenzahl um 3%.
Unikliniken haben zB. in Bayern zw. 5000 und 10000 Mitarbeitern. Das wären 150-300 zusätzliche Mitarbeiter die man obendrein einstellen könnte. Damit kann man was anfangen!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 10.06.2020 12:04
Das Personal gibt es auf dem Markt überhaupt nicht. Was bist du für ein Träumer?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 10.06.2020 12:08
Die Nachfrageseite auf dem Markt ist im Bereich des öD zu großen Teilen künstlich erzeugt. Man sollte eher zunächst Bürokratie abbauen (one in - one out).

Für Kliniken bzw. das gesamte Gesundheitssystem sehe ich jedoch einen sehr großen Bedarf, da ich für Polykliniken mit staatlich angestellten Personal bin. Das Geld hierfür ist bereits jetzt reichlich vorhanden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 10.06.2020 12:56
Die Nachfrageseite auf dem Markt ist im Bereich des öD zu großen Teilen künstlich erzeugt. Man sollte eher zunächst Bürokratie abbauen (one in - one out).


Vieles in der Bürokratie ist über Jahre gewachsen, weil irgend ein Schlauberger der Meinung war wieder ein Schlupfloch zu suchen um sein Tagwerk eben nicht zu verrichten.

Nennen Sie mir doch einmal ein Beispiel für überbordende Bürokratie, die abgeschafft gehört.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 10.06.2020 13:15
Zunächst ist ja mal sprachlich festzustellen, ob wir denn von Bürokratieabbau oder Bürokratismusabbau sprechen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: shenja am 10.06.2020 13:26
Warum sollte grundsätzlich bei uns gespart werden. Bisher fühlte ich mich nie gut vertreten von den Gewerkschaften. Da wird immer der große Wurf versprochen, dann gibt es einen Abschluss, der natürlich immer der beste aller Zeiten war und trotzdem kommt nicht wirklich was auf dem Konto an.

Ich lasse auch das Argument nicht mehr gelten, dass kein Geld da ist. Das Argument höre ich mir seit 2000 an. Es ist nie Geld da, aber Steuergeschenke die gibt es ohne Ende.
Wenn ich nur bei den Kommunen bleibe: Kitagebühren in der Coronazeit, trotz Notbetreuung, abgeschafft, Gewerbesteuerverzicht etc. Irgendwas stimmt doch da nicht.
Jetzt Millionensubventionen an Firmen, die leider Gottes nun mal auch ein Betriebsrisiko haben, Kinderbonus u .s. w.. Aber sobald es an die Tarifverhandlungen geht ist kein Geld da.

Mein Arbeitgeber meint jetzt schon feststellen lassen zu müssen wie viel Urlaubstage ich am 31.12.20 mit ins neue Jahr nehme. Das ganze versehen mit dem Hinweis, dass ja Rücklagen gebildet werden müssen und beabsichtigt ist, dass wir so wenig Resturlaub wie möglich ins neue Jahr mitnehmen. Ich meine mich zu erinnern, dass ich meinen Resturlaub im neuem Jahr bis zum 31.03. verbraucht haben muss. Da steht aber nirgendwo wie viel Resturlaub das sein darf.
Das gleiche gilt für Gleitzeitguthaben. Da wurde auf der anderen Seite durch Corona Gleitzeitguthaben aufgebaut und in den eigentlichen Ämtern blieb die Arbeit liegen und muss auch noch erledigt werden, durch z. B. angeordnete Samstagsarbeit und auf der anderen Seite wird die Pistole auf die Brust gesetzt möglichst kein Gleitzeitguthaben mit ins neue Jahr zu nehmen.

Ich mag einfach nicht mehr, dass ständige Steuergeschenke 2mal auf meinen Rücken ausgetragen werden. 1mal weil ich bei der Lohnrunde das Nachsehen habe und dann nochmal wenn ich die Steuergeschenke mit meinen Abgaben zurückzahlen muss.


Aber zum Thema, ich wäre dringend für eine Arbeitszeitreduzierung bei gleichem Gehalt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 10.06.2020 13:37
Mein Arbeitgeber meint jetzt schon feststellen lassen zu müssen wie viel Urlaubstage ich am 31.12.20 mit ins neue Jahr nehme. Das ganze versehen mit dem Hinweis, dass ja Rücklagen gebildet werden müssen und beabsichtigt ist, dass wir so wenig Resturlaub wie möglich ins neue Jahr mitnehmen. Ich meine mich zu erinnern, dass ich meinen Resturlaub im neuem Jahr bis zum 31.03. verbraucht haben muss. Da steht aber nirgendwo wie viel Resturlaub das sein darf.
Aber zum Thema, ich wäre dringend für eine Arbeitszeitreduzierung bei gleichem Gehalt.

Du meinst vermutlich Rückstellungen? Diese werden schon seit Jahren nicht mehr beim Jahresabschluss gebucht. Also das ist Blödsinn oder welche Rücklagen wollen die Bilden?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: shenja am 10.06.2020 13:43
Ja für die Rückstellungen. Scheinbar werden die bei uns gebucht. Wie auch immer - nicht meine Baustelle.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 10.06.2020 14:04

Nennen Sie mir doch einmal ein Beispiel für überbordende Bürokratie, die abgeschafft gehört.

Mein eigener Aufgabenbereich, Unterhaltsvorschuss. Komplett abschaffen. Wird in Großstädten zu 80 oder 90 Prozent mit SGB II verrechnet.

Die kommende Grundrente wird ein völlig überflüssiger Bürokratiemonster.

Hausintern: ständige Vorhaltung für Plänen für die Bezahlung für die Bezahlung nach Geschlechtern, interessiert keine Sau.

Etc. pp


Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 10.06.2020 14:13
Ja für die Rückstellungen. Scheinbar werden die bei uns gebucht. Wie auch immer - nicht meine Baustelle.

Im Rahmen der Doppik gab uns bei uns da auch mal Gemaule. Also der Aufnahme des Vermögens der Kommune. Resturlaub wurden da - glaube ich - als Schulden gebucht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 10.06.2020 15:44
Nein, ich bin öD AN an einer Uniklinik in Bayern (TV-L EG 13). Und ich sehe nunmal was um mich herum für eine Situation ist. Mir ist aber die Zukunftsperspektive wichtig. Niemand kann etwas davon haben wenn den AG das Geld für Personal ausgeht und dann gespart wird (durch weniger Stellen). Mir ist da etwas Lohnverzicht lieber, wenn dafür die nächsten Jahrzehnte die Stellensituation besser ist. Wie gesagt, ich denke nicht nur an mich bei der Sache.

Hey du Oberhonk,
wir haben zig freie Stellen!!! Es bewirbt sich nur keiner drauf. Wenn man jetzt noch auf Geld verzichtet und noch mehr N.N. Stellen im Plan stehen hat wird es auch nicht besser. Davon mal abgesehen, dass hier in den nächsten 5 Jahren sehr viele zusätzlich gehen!! Wir brauchen hier dringend mehr Personal.

Und wenn du nun denkst es kommen mehr Leute in deine Klinik wenn mehr Stellen frei sind dann ist das schön und wünschenswert, aber dir muss klar sein warum keiner den Beruf ergreifen will: schlechte Bezahlung, lange Schichten, unmögliche Arbeitszeiten, schwere geistige und körperliche Belastung und zum Dank ist man noch der Depp vom Dienst der verheizt wird und aus dem „Frei“ gerufen wird! Zum Ausgleich gibt es dann noch nen schmales Salär. Der Beruf muss aufgewertet werden! Wenn man ins Bergwerk einfährt oder am Hochofen steht geht man auch mit zig Zulagen nach Hause damit sich jemand für den Job findet...

Der Markt gibt das Personal nicht her. Wir sind ja nicht im Sozialismus wo Stellen geschaffen werden und drei Tage später sitzt da irgendjemand...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 10.06.2020 15:55
Außerdem: warum sollte kein Geld da sein?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 10.06.2020 16:07
Und weil es so schön dazu passt:

„Eine mögliche Erklärung für den erhöhten Krankenstand: Die zahlreichen unbesetzten Stellen. „Auffällig ist, dass die hohen Krankenstände – zum Beispiel im Bundesamt für Güterverkehr – mit der großen Anzahl an unbesetzten Stellen korrespondieren“, sagt Kindler.

Aus einer anderen Aufstellung des Ministeriums, die Business Insider ebenfalls vorliegt, geht hervor, dass inklusive der nachgelagerten Behörden 3.522 Stellen unbesetzt sind. Allein bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt sind es 1.623 Stellen, beim Bundesamt für Güterverkehr sind es rund 650.

Kindler sagt: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen hier oftmals ein Vielfaches der Arbeit erledigen, weil viele Stellen noch immer nicht besetzt sind.“ Bleibe das über längere Zeit so, seien viele Krankheitstage vorprogrammiert.

Problem droht sich weiter zu verschärfen
Zudem steht zu befürchten, dass das Problem sich weiter verschärft. Bis 2030 werden 6.623 Mitarbeiter im Verkehrsministerium und den nachgeordneten Behörden in den Ruhestand gehen, nicht mitgerechnet sind mögliche Todesfälle, Jobwechsel oder ein früherer Renteneintritt. Bei der GDWS werden rund die Hälfte der Stelleninhaber, rund 3.314 Beschäftigte, bis 2030 in Rente gehen. Bei der BAG sind es 565 Personen. Gewerkschaften und Interessenverbände warnen seit Jahren vor einer überalterten Beamtenstruktur.

„Es ist unerlässlich, dass offene Stellen besetzt werden, um die Arbeitsbelastung für die vorhanden Beamten nicht zu groß werden zu lassen“, sagt Rita Bering im Gespräch mit Business Insider. Bering ist Vorsitzende des Verbands der Beschäftigten der obersten und oberen Bundesbehörden (VBOB), der auch Ministeriumsmitarbeiter vertritt. Sie ergänzt: „Angesichts der Altersstruktur in den Ministerien ist es besonders wichtig, dafür zu sorgen, dass junge Mitarbeiter nachkommen.““

https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/427-632-krankheitstage-im-verkehrsministerium-warum-beamte-haeufiger-ausfallen-als-der-deutsche-durchschnitt-und-sich-das-problem-zu-verschlimmern-droht/

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: alfaromeofahrer am 10.06.2020 18:38
Wenn also offensichtlich im Bereich des Bundes und der nachgeordneten Behörden Stellen massiv nicht besetzt werden können, und andererseits im Bereich der Kommunen entscheidende Budgets fehlen, ist langfristig eine unterschiedliche Entwicklung von TVöD-Bund und -VKA zu erwarten? Was meint ihr?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 10.06.2020 19:35
Das wäre aber zum Nachteil der Mitarbeiter der Kommunen. Dann wäre man ganz schnell bei der Reihenfolge Bund > Länder > Kommunen, sodass die Basis ausblutet...wer kann wechselt dann nämlich nach oben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 11.06.2020 07:01

Nennen Sie mir doch einmal ein Beispiel für überbordende Bürokratie, die abgeschafft gehört.

Mein eigener Aufgabenbereich, Unterhaltsvorschuss. Komplett abschaffen. Wird in Großstädten zu 80 oder 90 Prozent mit SGB II verrechnet.

Etc. pp

Wieso wird das in Großstädten nur zu 80-90 Prozent verrechnet und auf dem Land 100 Prozent? Wann wurde das SGB II dahingehend geändert?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 11.06.2020 09:27
Die Probleme in der WSV sind bekannt und werden nicht abgestellt, das liegt aber auch an den beteiligten Personen und nicht zwangsläufig am Tarifvertrag.

Ansonsten, ja! mehr Geld (mindestens Inflationsanpassung) > mehr Personal > weniger Wochenarbeitszeit
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 11.06.2020 09:29

Wieso wird das in Großstädten nur zu 80-90 Prozent verrechnet und auf dem Land 100 Prozent? Wann wurde das SGB II dahingehend geändert?

???

Ich meinte damit den Umstand, ob der Alleinerziehende in Hartz IV ist oder nicht. Das sind in Großstädten höhere Quoten als auf dem Land. Bei uns auf dem Land sind durchaus 30 Prozent nicht in Hartz IV und haben von dieser Leistung auch wirklich etwas.

Nur 70 Prozent unserer UVG - Bezieher bekommen den Unterhaltsvorschuss demnach bei Hartz IV angerechnet.

Aber dennoch, das Gesetz kann vollständig gestrichen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 11.06.2020 09:45

Wieso wird das in Großstädten nur zu 80-90 Prozent verrechnet und auf dem Land 100 Prozent? Wann wurde das SGB II dahingehend geändert?

???

Ich meinte damit den Umstand, ob der Alleinerziehende in Hartz IV ist oder nicht. Das sind in Großstädten höhere Quoten als auf dem Land. Bei uns auf dem Land sind durchaus 30 Prozent nicht in Hartz IV und haben von dieser Leistung auch wirklich etwas.

Nur 70 Prozent unserer UVG - Bezieher bekommen den Unterhaltsvorschuss demnach bei Hartz IV angerechnet.

Aber dennoch, das Gesetz kann vollständig gestrichen werden.
Ist es nicht so, dass theoretisch der säumige nichtzahlende Elternteil diese Zahlungen zahlen müßte?
Und der Staat theoretisch es von ihm einfordern könnte?

(alles natürlich im Konjunktiv)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 11.06.2020 10:30

Ist es nicht so, dass theoretisch der säumige nichtzahlende Elternteil diese Zahlungen zahlen müßte?
Und der Staat theoretisch es von ihm einfordern könnte?

(alles natürlich im Konjunktiv)

Eine Refinanzierung findet sowohl beim UVG als auch beim SGB II statt. Insofern verbleibt es hier beim Status Quo, jedoch würde nur eine Behörde tätig werden. Jetzt bekommt der Unterhaltspflichtige ein "doppeltes" Heranziehungsverfahren in Bezug auf den Mindestunterhalt.

Bürokratie halt, garniert mit dem üblichen Bürokratismus.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: superbraz am 11.06.2020 10:35

Nennen Sie mir doch einmal ein Beispiel für überbordende Bürokratie, die abgeschafft gehört.

Mein eigener Aufgabenbereich, Unterhaltsvorschuss. Komplett abschaffen. Wird in Großstädten zu 80 oder 90 Prozent mit SGB II verrechnet.


Etc. pp

unterhaltsvorschuss umbenennen zu unterhalt, auf ein level mit dem mindestunterhalt bringen.
jedes kind = gleich viel wert
anspruch genau so lange, wie normaler unterhalt.
das wär ein schritt, der auch die abläufe vereinfachen würde.

das gesamte steuersystem könnte man reformieren...jeder prozentual der gleiche satz.
aber dann sind die MA der finanzämter arbeitslos.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 11.06.2020 10:41


unterhaltsvorschuss umbenennen zu unterhalt, auf ein level mit dem mindestunterhalt bringen.
jedes kind = gleich viel wert
anspruch genau so lange, wie normaler unterhalt.
das wär ein schritt, der auch die abläufe vereinfachen würde.


Zahlung in Höhe Mindestunterhalt wäre ein guter Ansatz. Zahlung wie normaler Unterhalt wird zu umständlich. Wir müssen aber nun wirklich nicht alles pampern, haben ehe zu viel an Umverteilung. Daher Abschaffung, ebenso wie Grundrente, Mütterrente, Baukindergeld, Elterngeld, etc...

Ersatzweise ein anständiges Kindergeld von 300 oder 400 €.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: superbraz am 11.06.2020 11:10


unterhaltsvorschuss umbenennen zu unterhalt, auf ein level mit dem mindestunterhalt bringen.
jedes kind = gleich viel wert
anspruch genau so lange, wie normaler unterhalt.
das wär ein schritt, der auch die abläufe vereinfachen würde.


Zahlung in Höhe Mindestunterhalt wäre ein guter Ansatz. Zahlung wie normaler Unterhalt wird zu umständlich. Wir müssen aber nun wirklich nicht alles pampern, haben ehe zu viel an Umverteilung. Daher Abschaffung, ebenso wie Grundrente, Mütterrente, Baukindergeld, Elterngeld, etc...

Ersatzweise ein anständiges Kindergeld von 300 oder 400 €.

ist auch ein guter ansatz...
hab aber privat den fall...kindsvater zahlt nicht > vorschuss...kindsvater zahlt > betrag höher.
ist das kind also weniger wert, wenn das geld aus einer anderen quelle kommt?

würde auch die ganzen tabellen abschaffen...ein kind ist X € unterhalt wert, punkt.
egal wer wieviel verdient, egal das wievielte kind es ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 11.06.2020 11:16

ist auch ein guter ansatz...
hab aber privat den fall...kindsvater zahlt nicht > vorschuss...kindsvater zahlt > betrag höher.
ist das kind also weniger wert, wenn das geld aus einer anderen quelle kommt?


Nein, das Kind behält immer den vollen Unterhaltsanspruch nach BGB. Nur ist der staatliche Vorschuss geringer als dieser Unterhaltsanspruch, daher müsste der übersteigende Anteil privatrechtlich durchgesetzt werden, solange der Leistungsberechtigte nicht im SGB II ist.

Die Tabellen haben weder Gesetzes- noch Verordnungscharakter, wenn jene aus Düsseldorf gemeint sind ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 11.06.2020 12:36
das gesamte steuersystem könnte man reformieren...jeder prozentual der gleiche satz.
aber dann sind die MA der finanzämter arbeitslos.
Dann würde kaum weniger Arbeit in den Ämtern anfallen.

Die Arbeit fällt da doch an, weil es so was wie "Luxus" steuer gibt (unterschiedliche UStsätze),
also nur noch einen Steuersatz auf alles egal ob Brot oder Porsche.
(na da jammern dann wieder die Brotesser )

Die Arbeit fällt da doch an, weil jeder Hans wurscht seine individuelle Belastung steuerlich geltend mache will.
Also kein steuerliche Geltendmachung von Fahrtkosten
(oh da jammern dann die Pendler ... )

...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: superbraz am 11.06.2020 13:17
das gesamte steuersystem könnte man reformieren...jeder prozentual der gleiche satz.
aber dann sind die MA der finanzämter arbeitslos.
Dann würde kaum weniger Arbeit in den Ämtern anfallen.

Die Arbeit fällt da doch an, weil es so was wie "Luxus" steuer gibt (unterschiedliche UStsätze),
also nur noch einen Steuersatz auf alles egal ob Brot oder Porsche.
(na da jammern dann wieder die Brotesser )

Die Arbeit fällt da doch an, weil jeder Hans wurscht seine individuelle Belastung steuerlich geltend mache will.
Also kein steuerliche Geltendmachung von Fahrtkosten
(oh da jammern dann die Pendler ... )

...

das würde ja dann alles wegfallen!
nix geltend machen, nix steuerrecht...jeder Betrag X Abzug für Steuer vom Brutto und fertig.
hat aber vermutlich wirtschaftliche Nachteile und es würde weniger Unternehmer / Investoren geben...Kreislauf.
Wird sich auch nichts ändern, in der Richtung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 11.06.2020 15:37
Zudem steht zu befürchten, dass das Problem sich weiter verschärft. Bis 2030 werden 6.623 Mitarbeiter im Verkehrsministerium und den nachgeordneten Behörden in den Ruhestand gehen, nicht mitgerechnet sind mögliche Todesfälle, Jobwechsel oder ein früherer Renteneintritt.
Ist das bei 25.000 Beschäftigten und unterstellter 40-jährigen Berufstätigkeit nicht eine eher übliche "Abgängerquote"?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 11.06.2020 15:40
würde auch die ganzen tabellen abschaffen...ein kind ist X € unterhalt wert, punkt.
egal wer wieviel verdient, egal das wievielte kind es ist.
Wären die Familien intakt, würde dann auch jedes Kind den gleichen Lebensstandard erfahren?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 11.06.2020 19:41
Zudem steht zu befürchten, dass das Problem sich weiter verschärft. Bis 2030 werden 6.623 Mitarbeiter im Verkehrsministerium und den nachgeordneten Behörden in den Ruhestand gehen, nicht mitgerechnet sind mögliche Todesfälle, Jobwechsel oder ein früherer Renteneintritt.
Ist das bei 25.000 Beschäftigten und unterstellter 40-jährigen Berufstätigkeit nicht eine eher übliche "Abgängerquote"?

Nein. Die Babyboomer schlagen deutlich durch. Außerdem sind bereits jetzt 3.522 Stellen unbesetzt, die nicht besetzt werden können. Wenn bereits jetzt soviele Stelle offenen sind, wie sollen dann die zusätzlich frei werdenden Stellen besetzt werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 11.06.2020 20:04
Doch. Ca. 25% des Personalkörpers pro Decennium ist die durchschnittliche Quote für altersbedingtes Ausscheiden - aus dem von @2strong genannten Grund.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 11.06.2020 20:22
Außerdem sind bereits jetzt 3.522 Stellen unbesetzt, die nicht besetzt werden können.
In welchem Bereich sind die Stellen unbesetzt und welche Arbeiten werden deshalb konkret nicht erledigt und welche Auswirkungen hat das auf die Allgemeinheit?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 11.06.2020 23:20
Nein. Die Babyboomer schlagen deutlich durch. Außerdem sind bereits jetzt 3.522 Stellen unbesetzt, die nicht besetzt werden können. Wenn bereits jetzt soviele Stelle offenen sind, wie sollen dann die zusätzlich frei werdenden Stellen besetzt werden?
Dass die Personalsituation angespannt ist, bezweifle ich gar nicht und Personalgewinnungsprobleme mögen auch zunehmen. Die Meldung von hohen Zahlen wirkt m. E. jedoch zum Teil schlicht alarmistisch. Das halte ich insofern dann auch für unseriös.

Außerdem: Ein Teil der - aufgrund unbesetzten Stellen - nicht durch eigenes Personal erfüllbaren Aufgaben wird durch Vergabe an Private erledigt. Es bleibt also nicht das ganze Volumen unerfüllt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 12.06.2020 06:33
Außerdem: Ein Teil der - aufgrund unbesetzten Stellen - nicht durch eigenes Personal erfüllbaren Aufgaben wird durch Vergabe an Private erledigt. Es bleibt also nicht das ganze Volumen unerfüllt.
Genau, dafür ist das Geld dann ja auch da um doppelt so hohe Preise zu zahlen. Aber 1000€ Aufschlag für Eigengewächse, darf es nicht geben.

ja ja die Verwaltungslogik
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 12.06.2020 06:41
Nein. Die Babyboomer schlagen deutlich durch. Außerdem sind bereits jetzt 3.522 Stellen unbesetzt, die nicht besetzt werden können. Wenn bereits jetzt soviele Stelle offenen sind, wie sollen dann die zusätzlich frei werdenden Stellen besetzt werden?
Dass die Personalsituation angespannt ist, bezweifle ich gar nicht und Personalgewinnungsprobleme mögen auch zunehmen. Die Meldung von hohen Zahlen wirkt m. E. jedoch zum Teil schlicht alarmistisch. Das halte ich insofern dann auch für unseriös.

Außerdem: Ein Teil der - aufgrund unbesetzten Stellen - nicht durch eigenes Personal erfüllbaren Aufgaben wird durch Vergabe an Private erledigt. Es bleibt also nicht das ganze Volumen unerfüllt.

https://www.bav.bund.de/SiteGlobals/Forms/Archiv/OffeneStellen/suche_form.html?queryResultId=null&pageNo=0&oneOfTheseWords=&pageLocale=de&resourceId=687242&submit=Senden&cl2Location_Bundesland=&cl2Location_Bezeichnung.GROUP=1&input_=795714&cl2Location_Bezeichnung=EisenbahnBundesamt&cl2Location_Bundesland.GROUP=1

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 12.06.2020 07:26
https://www.bav.bund.de/SiteGlobals/Forms/Archiv/OffeneStellen/suche_form.html?queryResultId=null&pageNo=0&oneOfTheseWords=&pageLocale=de&resourceId=687242&submit=Senden&cl2Location_Bundesland=&cl2Location_Bezeichnung.GROUP=1&input_=795714&cl2Location_Bezeichnung=EisenbahnBundesamt&cl2Location_Bundesland.GROUP=1
Ich nehme nicht an, dass du das jetzt als Beispiel für die niedrige Anzahl an Stellenausschreibung verlinkt hast.
keine 50 "gD,hD" Stellen......
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 12.06.2020 10:37
Die ist aber schon klar, dass nicht alle n.n. Stellen auf einmal ausgeschrieben werden (können)? Wenn ich eine Stelle nicht besetzen kann, dann kann ich 30 oder 50 Stk. auch nicht besetzen bzw. man muss versuchen die Stellen nach und nach zu besetzen...

Eine Anfrage der Linken hat ergeben, dass beim BMI z.Z. 600 Stellen im Bereich IT-Sicherheit unbesetzt sind. Demnächst sollen noch weitere 600 Stellen in dem Bereich geschaffen werden. Denkst du die Schreiben die auf einmal aus?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 12.06.2020 11:17
https://www.bav.bund.de/SiteGlobals/Forms/Archiv/OffeneStellen/suche_form.html?queryResultId=null&pageNo=0&oneOfTheseWords=&pageLocale=de&resourceId=687242&submit=Senden&cl2Location_Bundesland=&cl2Location_Bezeichnung.GROUP=1&input_=795714&cl2Location_Bezeichnung=EisenbahnBundesamt&cl2Location_Bundesland.GROUP=1
Fairerweise sollte man dazu anmerken, dass 150 dieser unbesetzten Stellen erst seit Jahresbeginn zur Verfügung stehen. Die können praktisch noch kaum besetzt sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 12.06.2020 11:52
Eine Anfrage der Linken hat ergeben, dass beim BMI z.Z. 600 Stellen im Bereich IT-Sicherheit unbesetzt sind. Demnächst sollen noch weitere 600 Stellen in dem Bereich geschaffen werden. Denkst du die Schreiben die auf einmal aus?
Von den 600 unbesetzten Stellen im BSI stehen 450 auch erst seit diesem bzw. vergangenem Jahr zur Verfügung. Da scheitert ne Besetzung teils allein schon an einem noch nicht fertiggestellten Neubau, um die Leute überhaupt warm und trocken unterzubringen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 12.06.2020 12:27
Dem Eisenbahn-Bundesamt als Behörde für die Muster- und Einzelzulassung für Schienenfahrzeuge fehlen schon Ingenieure, weshalb die Zulassungen teilweise mit zweijährigem Verzug stattfinden, z.B. die Zulassung der Pesa Link für das Sauerlandnetz um 21 Monate war bspw. nur dem Mangel an Prüfpersonal geschuldet. Daß die Dinger Mist sind und nach einem Jahr wieder durch den Vorgänger ersetzt wurden, steht auf einem anderen Blatt...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 12.06.2020 12:36
Dem Eisenbahn-Bundesamt als Behörde für die Muster- und Einzelzulassung für Schienenfahrzeuge fehlen schon Ingenieure, weshalb die Zulassungen teilweise mit zweijährigem Verzug stattfinden, z.B. die Zulassung der Pesa Link für das Sauerlandnetz um 21 Monate war bspw. nur dem Mangel an Prüfpersonal geschuldet. Daß die Dinger Mist sind und nach einem Jahr wieder durch den Vorgänger ersetzt wurden, steht auf einem anderen Blatt...

Ach, dass ist doch nicht schlimm! Das hat doch sicher keine Kosten verursacht! Oder etwa doch? ;-)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Britta2 am 14.06.2020 09:35
Genug Geld wird immer da sein, sobald die oberste Hierachie über die Ausschüttung an sich selbst entscheidet. Das Fußvolk darf bitten und froh sein, wenn es Krümel anhaben darf. Es wird sich nie ändern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 14.06.2020 13:48
Genug Geld wird immer da sein, sobald die oberste Hierachie über die Ausschüttung an sich selbst entscheidet. Das Fußvolk darf bitten und froh sein, wenn es Krümel anhaben darf. Es wird sich nie ändern.

Nur, dass das Fußvolk im TVöD tatsächlich fürstlich entlohnt wird und die ab E9 zumeist deutlich unter dem Marktwert, sodass sich kaum eine Stelle, je nach Bereich, nachbesetzen lässt...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: superbraz am 15.06.2020 07:06
würde auch die ganzen tabellen abschaffen...ein kind ist X € unterhalt wert, punkt.
egal wer wieviel verdient, egal das wievielte kind es ist.
Wären die Familien intakt, würde dann auch jedes Kind den gleichen Lebensstandard erfahren?

was ist denn das für eine Sinnlos-Aussage?
Dann aber mal schnell allen Familien 50.000 € im Monat überweisen, damit die Kinder genau so gut gestellt sind, wie die eines Profifussballers.

meine Meinung: Unterhalt sowie Unterhaltsvorschuss sollte für jedes Kind gleich sein.
Verdient jemand mehr und möchte seinem Kind mehr bieten, kann er freiwillig mehr zahlen.
Außerdem leben die Kinder ja nicht einzig vom Unterhalt, sondern auch noch vom Einkommen des Elternteils, bei dem sie Leben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 15.06.2020 08:04
@superbraz
Wenn ich mich recht erinnere ist doch Unterhaltsvorschuss das Geld was der Staat zahlt, weil der eine Elternteil so asozial ist und seinem Kind nichts zahlen will.
Wenn er/sie/es nicht zahlen kann, dann steht dem Kind ja auch kein Unterhalt und kein Unterhaltsvorschuss zu, oder?
Oder wie verhält es sich da?
Also wie hoch soll jetzt der Vorschuss sein, wenn der Unterhaltspflichtige kein Einkommen hat?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 15.06.2020 08:20
Unterhaltsvorschuss wird auch gezahlt, wenn der/die unterhaltspflichtige nicht zahlen kann. Nicht nur, wenn er/sie nicht will.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: 2strong am 15.06.2020 08:37
was ist denn das für eine Sinnlos-Aussage?
Dann aber mal schnell allen Familien 50.000 € im Monat überweisen, damit die Kinder genau so gut gestellt sind, wie die eines Profifussballers.

meine Meinung: Unterhalt sowie Unterhaltsvorschuss sollte für jedes Kind gleich sein.
Verdient jemand mehr und möchte seinem Kind mehr bieten, kann er freiwillig mehr zahlen.
Außerdem leben die Kinder ja nicht einzig vom Unterhalt, sondern auch noch vom Einkommen des Elternteils, bei dem sie Leben.
Es ist überhaupt keine Aussage gewesen, sondern eine Frage. Und die Tabellen (mutmaßlich die Düsseldorfer) abzuschaffen, war Dein Vorschlag.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 15.06.2020 09:21
Unterhaltsvorschuss wird auch gezahlt, wenn der/die unterhaltspflichtige nicht zahlen kann. Nicht nur, wenn er/sie nicht will.

Und selbst dann, wenn er/sie/es verstorben oder bisher unbekannt ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Arno-Nühm am 15.06.2020 09:25
Geht's hier um Unterhaltszahlungen oder um die Tarifrunde?
Bei Erstgenannten solltet ihr euch ein anderes Forum suchen.

Danke!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 15.06.2020 09:27
Es geht um die Tarifrunde. Bitte entsprechend nachlesen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Philipp am 15.06.2020 12:21
Und ich dachte hier geht es um die Fakten der Tarifrunde - im Moment ist das hier der "Wunschvorstellung - Teil 2"

Oder gibt es schon neue stichhaltige Informationen aus der aktuellen Tarifrunde über die man mit Inhalt diskutieren kann?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 15.06.2020 12:49
Und ich dachte hier geht es um die Fakten der Tarifrunde - im Moment ist das hier der "Wunschvorstellung - Teil 2"

Fakten und Wünsche sind oft bestandteil einer Diskussion-> Dies ist auch Titel!->Diskussion
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: qucksilver01 am 15.06.2020 14:26
jetzt mal ehrlich... Verdi wird (wie üblich) die gegebenen Faktoren völlig außer acht lassen bei den künftigen Verhandlungen.. genau wie bei der Flüchtlingskrise wir auch aktuell in Vergessenheit geraten wer denn die Beschlüsse der Regierungen umgesetzt haben damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht, Kinder weiterhin unterrichtet werden können und die wenigen noch mit Bus und bahn zur Arbeit gekommen sind? das war der ÖD !!!

Die Frage ist überhaupt warum dieses (kostenspielege) gezerve über stattfindet??? alle 24 Monate 2,5 % plus und alle sind doch zufrieden?

Stellen werden nicht attraktiver wenn ein BGM vorhanden oder home Office angeboten wird! Bezahlung ist der Ausgangspunkt Nummer eins bei Stellenneubesetzung aus der freien Wirtschaft
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Ingenieur am 15.06.2020 20:40
jetzt mal ehrlich... Verdi wird (wie üblich) die gegebenen Faktoren völlig außer acht lassen bei den künftigen Verhandlungen.. genau wie bei der Flüchtlingskrise wir auch aktuell in Vergessenheit geraten wer denn die Beschlüsse der Regierungen umgesetzt haben damit das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht, Kinder weiterhin unterrichtet werden können und die wenigen noch mit Bus und bahn zur Arbeit gekommen sind? das war der ÖD !!!

Die Frage ist überhaupt warum dieses (kostenspielege) gezerve über stattfindet??? alle 24 Monate 2,5 % plus und alle sind doch zufrieden?

Stellen werden nicht attraktiver wenn ein BGM vorhanden oder home Office angeboten wird! Bezahlung ist der Ausgangspunkt Nummer eins bei Stellenneubesetzung aus der freien Wirtschaft

So sehe ich das auch. Die letzten Tarifverhandlungen waren für die zukünftige Entwicklung im Hinblick auf auf die Gewinnung von Fachkräften nicht ausreichend. Dieses Mal werden auch wieder die üblichen Argumente kommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 15.06.2020 21:07
https://www.bgetem.de/die-bgetem/karriere/stellenangebote-1/wir-stellen-ein-mitarbeiter-team-scanstelle-im-logistikzentrum-m-w-d-am-standort-koeln

Postschubser mit einer E7. :-D = max. 3500 Euro für Bearbeitung der Scan-Post.

 

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 16.06.2020 06:37
Sind die Eingruppierungsvorschriften denn mit denen der EntGO TVöd-VKA identisch
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: qucksilver01 am 16.06.2020 08:10
darüber hinaus sollte das große ganze einmal hinterfragt werden... ein Handwerksmeister in e9 einzustellen ist einfach nur ein Witz... ein Verwaltungsbeamter macht ein paar Fortbildungen und wird in den höheren dienst befördert... ein Informatiker mit Hochschulabschluss erst mal in e10 eingestellt (wenn überhaupt).. aber der angeblich unverzichtbare Müllmann wird in e3 eingestellt (mit Berufsausbildung)...

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 16.06.2020 08:19
Ver.di wars....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 16.06.2020 08:22
...also bei dem ganzen Quatsch, der hier verzapft wird, lohnt es nicht wirklich, mitzulesen oder gar zu antworten... ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 16.06.2020 11:27
Wissen die Tarifparteien, dass Behördenmitarbeiter zu den systemrelevanten Berufen gehören? Scheinbar nicht, sonst käme man vielleicht nicht auf die Idee, die Verhandlungen zu verschieben auf "nach Corona" (wann immer das ist).
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 16.06.2020 11:30
Die Erwartungshaltung war und ist bei den Angestellten sehr hoch. Im öD gibt es mittlerweile derartig viele Defizite, sodass man sich von der jetzigen Tarifrunde sehr viel erhofft. Passieren wird aber wohl wieder nichts. 15 Jahre TVöD reichen. Eigentlich muss etwas neues her oder der Tarifvertrag muss grundlegend renoviert werden, denn in der Summe ergeben sich aus den vielen kleinen Detailproblem große Probleme, die eine Modernisierung erforderlich machen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 16.06.2020 11:42
Was bei Änderungen rauskommt, hat man ja bei der Umstellung von BAT auf TVÖD gesehen, was im Allgemeinen eine Schlechterstellung war (niedrigeres Tabellenentgelt, Wegfall Bewährungsaufstieg z.B.).
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 16.06.2020 11:57
jetzt wird uns schon vorgehalten, dass wir aus der letzten Tarifrunde diese Jahr schon 1% Erhöhung erhalten haben, das soll reichen...

Ich will die Wirtschaft ja stützen dafür muss ich konsumieren um zu konsumieren brauche ich Geld, besser mehr als weniger... :)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Philipp am 16.06.2020 12:24
Frei nach dem Motto "Warum soll ich Zähne putzen? Ich hab doch gestern schon Zähne geputzt?!"

Wenn die wirklich die bereits erfolgte Erhöhung (aus der letzten Verhandlung wohlgemerkt) als Argument GEGEN eine Erhöhung in den neuen Verhandlungen vorschieben, dann gehören die Verhandlungsführer in die Zwangsjacke.

Man könnte ja auch die 3% MwSt-Senkung ins Spiel bringen - jeder Arbeitnehmer spart 3% bei seinen Ausgaben. Sind wir schon bei 4% in Summe.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 16.06.2020 13:06
Frei nach dem Motto "Warum soll ich Zähne putzen? Ich hab doch gestern schon Zähne geputzt?!"

Wenn die wirklich die bereits erfolgte Erhöhung (aus der letzten Verhandlung wohlgemerkt) als Argument GEGEN eine Erhöhung in den neuen Verhandlungen vorschieben, dann gehören die Verhandlungsführer in die Zwangsjacke.

Man könnte ja auch die 3% MwSt-Senkung ins Spiel bringen - jeder Arbeitnehmer spart 3% bei seinen Ausgaben. Sind wir schon bei 4% in Summe.
pssst nicht so laut, da könnte jemand mitlesen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MrRossi am 16.06.2020 13:49
Frei nach dem Motto "Warum soll ich Zähne putzen? Ich hab doch gestern schon Zähne geputzt?!"

Wenn die wirklich die bereits erfolgte Erhöhung (aus der letzten Verhandlung wohlgemerkt) als Argument GEGEN eine Erhöhung in den neuen Verhandlungen vorschieben, dann gehören die Verhandlungsführer in die Zwangsjacke.

Man könnte ja auch die 3% MwSt-Senkung ins Spiel bringen - jeder Arbeitnehmer spart 3% bei seinen Ausgaben. Sind wir schon bei 4% in Summe.
pssst nicht so laut, da könnte jemand mitlesen.

Gleich kommt Herr Mägde um die Ecke und erzählt dass es bei der letzten Erhöhung schon zu hoch war....................
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 16.06.2020 17:21
https://www.dbb.de/teaserdetail/artikel/materielle-wertschaetzung-im-herbst-notfalls-erkaempfen.html

https://www.dbb.de/teaserdetail/artikel/zukunftskongress-staat-verwaltung-verwaltung-kann-krise.html
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 17.06.2020 07:07
Ausgaben Kommunale Haushalte 2018 (Quelle: statista)
260.128.000.000 (260 Milliarden)
davon Entgelte öffentlicher Dienst 69.090.000.000

entspricht 26,5 % des Haushaltes.
eine Erhöhung um 3% sind dann
71.162.700.000 ( 2.072.700.000)

macht im Gesamthaushalt eine Kostensteigerung auf
262.200.700.000
das einem prozentualem Unterschied von
0,796 % entspricht, lächerlich wenig.

Ja die Zahl 2 Milliarden klingt erst einmal gewaltig aber es verteilt sich auf viele Schultern.

...und von den 2 Milliarden fließen ca. 40 % durch direkte oder indirekte Steuern wieder zurück...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 17.06.2020 07:29
Das mit der Lohnsteuer könnte man denen mal erklären. Das diese mit steigendem Einkommen steigt ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 17.06.2020 07:42


...und von den 2 Milliarden fließen ca. 40 % durch direkte oder indirekte Steuern wieder zurück...

Aber ja nit in voller Höhe an die Kommunen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 17.06.2020 08:28
Wissen die Tarifparteien, dass Behördenmitarbeiter zu den systemrelevanten Berufen gehören? Scheinbar nicht, sonst käme man vielleicht nicht auf die Idee, die Verhandlungen zu verschieben auf "nach Corona" (wann immer das ist).

Das finde ich ein wenig pauschal. Ich halte das Landesamt für Denkmalschutz ebenso wenig für systemrelevant wie das Bundesamt für Kartografie.
Allerdings gibt es sehr viele Menschen im öD die mehr als einen Applaus verdient haben und entsprechend honoriert werden müssen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kleri am 17.06.2020 09:15
Wissen die Tarifparteien, dass Behördenmitarbeiter zu den systemrelevanten Berufen gehören? Scheinbar nicht, sonst käme man vielleicht nicht auf die Idee, die Verhandlungen zu verschieben auf "nach Corona" (wann immer das ist).

Das finde ich ein wenig pauschal. Ich halte das Landesamt für Denkmalschutz ebenso wenig für systemrelevant wie das Bundesamt für Kartografie.
Allerdings gibt es sehr viele Menschen im öD die mehr als einen Applaus verdient haben und entsprechend honoriert werden müssen.

Die Tarifverhandlungen in Beziehung zur Pandemie zu bringen halte ich für falsch. Ich möchte keine Almosen dafür, dass ich meinen Job in den letzten 3 Monaten gemacht habe, das ist selbstverständlich und arbeitsvertraglich geschuldet. Angeordnete Überstunden wurden oder werden ausgeglichen, Mehrarbeitsstunden haben das Zeitkonto gefüttert. Ein Teil der Mitarbeiter war vermutlich weniger im Dienst als sonst (telefonische Krankschreibung, Freistellung für Kinderbetreuung usw.).
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: qucksilver01 am 17.06.2020 09:55
Verdi kann und muss jetzt beweisen, dass es sich lohnt sich ihrem verein anzuschließen und sich einzubringen. ein bloßes getröte und teure Schilder in die Luft halten hat noch nie etwas bewirkt und wird auch in Zukunft nichts zählbares abwerfen.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 17.06.2020 09:58
Verdi kann und muss jetzt beweisen, dass es sich lohnt sich ihrem verein anzuschließen und sich einzubringen. ein bloßes getröte und teure Schilder in die Luft halten hat noch nie etwas bewirkt und wird auch in Zukunft nichts zählbares abwerfen.
Verdi beweist derzeit, dass das Hauptaugenmerk auf Getröte und Schilderhochhalten liegt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Arno-Nühm am 17.06.2020 09:58
Verdi kann und muss jetzt beweisen, dass es sich lohnt sich ihrem verein anzuschließen und sich einzubringen. ein bloßes getröte und teure Schilder in die Luft halten hat noch nie etwas bewirkt und wird auch in Zukunft nichts zählbares abwerfen.

Sorry, aber hier scheinen einige noch an den Weihnachtsmann zu glauben...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Philipp am 17.06.2020 11:01
Wissen die Tarifparteien, dass Behördenmitarbeiter zu den systemrelevanten Berufen gehören? Scheinbar nicht, sonst käme man vielleicht nicht auf die Idee, die Verhandlungen zu verschieben auf "nach Corona" (wann immer das ist).

Das finde ich ein wenig pauschal. Ich halte das Landesamt für Denkmalschutz ebenso wenig für systemrelevant wie das Bundesamt für Kartografie.
Allerdings gibt es sehr viele Menschen im öD die mehr als einen Applaus verdient haben und entsprechend honoriert werden müssen.

Rosinenpicken hilft da nicht.
Das Reinigungspersonal im Krankenhaus ist dann auch nicht mehr systemrelevant - ebensowenig Lehrer oder Erzieher (können ja die Eltern selbst übernehmen).

Systemrelevanz muss differenziert werden.
Die Behörde für Denkmalschutz ist solange systemrelevant, wie sie qua Gesetz Auswirkungen auf andere systemrelevante Bereiche haben kann (Bauwesen).

Das Bundesamt für Kartografie und Gedoäsie ist auch solange notwendig, wie wir referenziertes Kartenmaterial verwenden wollen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 17.06.2020 11:03
Vielleicht sollte Verdi mal praxisbezogene Argumente in die Öffentlichkeit zerren, die veranschaulichen warum es für die Allgemeinheit Sinn Macht mehr in die Gehälter zu investieren.

Ihr Bauantrag dauert 2 Jahre? Liegt wohl daran, dass die Behörde nur zu 65% besetzt ist und davon noch 40% bis 2025 in Rente gehen und kein Personal eingestellt werden kann, da sich für eine E10/11 kein Ingenieur hergibt. Stellen sie sich eben auf 3-4 Jahre Bearbeitungszeit ein liebe Bürger...

Wie? Sie möchten, dass ihnen jemand das Hinterteil in der Klinik abwischt? Dann investieren sie doch in Personal? Kita, Schulen, Zoll, Steuerfahndung...Missstände bei der Digitalisierung....

Es gibt etliche Beispiele die man medienwirksam ausschlachten kann und die jeder Honk, der zur Bildzeitung greift kapiert!

Man muss sich nicht mit den immer gleichem Argumenten abspeisen lassen. Man muss nicht immer mit Samthandschuhen kämpfen...

Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 17.06.2020 11:05
Wissen die Tarifparteien, dass Behördenmitarbeiter zu den systemrelevanten Berufen gehören? Scheinbar nicht, sonst käme man vielleicht nicht auf die Idee, die Verhandlungen zu verschieben auf "nach Corona" (wann immer das ist).

Das finde ich ein wenig pauschal. Ich halte das Landesamt für Denkmalschutz ebenso wenig für systemrelevant wie das Bundesamt für Kartografie.
Allerdings gibt es sehr viele Menschen im öD die mehr als einen Applaus verdient haben und entsprechend honoriert werden müssen.

Rosinenpicken hilft da nicht.
Das Reinigungspersonal im Krankenhaus ist dann auch nicht mehr systemrelevant - ebensowenig Lehrer oder Erzieher (können ja die Eltern selbst übernehmen).

Systemrelevanz muss differenziert werden.
Die Behörde für Denkmalschutz ist solange systemrelevant, wie sie qua Gesetz Auswirkungen auf andere systemrelevante Bereiche haben kann (Bauwesen).

Das Bundesamt für Kartografie und Gedoäsie ist auch solange notwendig, wie wir referenziertes Kartenmaterial verwenden wollen.

Reinigungspersonal sollte in Kliniken top ausgebildet und festangestellte sein sowie gut verdienen. Es sterben mittlerweile dermaßen viele an multiresistenten Keimen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 17.06.2020 11:17
Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.

Vor die Tür setzen ist wirklich fast ausgeschlossen.

Gerade erst in einer Kommune hier im Umkreis hat man versucht einen kriminellen Bauhofmitarbeiter vor die Tür zu setzen. Draussen war er auch, aber nicht lange. Kein halbes Jahr war rum und schon hatte er sich wieder reingeklagt.

Man muss sich inzwischen anscheinend einiges leisten um vor die Tür gesetzt zu werden.

Über Arbeitsplatzssicherheit lache ich mich auch tot. Fast täglich klopfen Personalagenturen bei mir an und erzählen mir was sie alles für tolle Stellen hätten über die sie sich gerne mit mir unterhalten würden. 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 17.06.2020 11:18

Rosinenpicken hilft da nicht.
Das Reinigungspersonal im Krankenhaus ist dann auch nicht mehr systemrelevant - ebensowenig Lehrer oder Erzieher (können ja die Eltern selbst übernehmen).

Systemrelevanz muss differenziert werden.
Die Behörde für Denkmalschutz ist solange systemrelevant, wie sie qua Gesetz Auswirkungen auf andere systemrelevante Bereiche haben kann (Bauwesen).

Das Bundesamt für Kartografie und Gedoäsie ist auch solange notwendig, wie wir referenziertes Kartenmaterial verwenden wollen.

Lehrer und Erzieher haben zum Teil aktiv bewiesen das sie nicht systemrelevant sind. Eine Krankenschwester hat mir gesagt, dass sie keinen Kontakt zur Schule ihres Kindes bekommt. An dieser Schule wurde zunächst überhaupt keine Notbetreuung angeboten.
An der Grundschule in meinem Wohngebiet habe ich, trotz Präsenzpflicht, den Porsche Cayenne der Rektorin über Wochen nicht gesehen.
Der Kassenlehrer der Freundin meiner Tochter hat den Unterricht über iSurf vollständig ignoriert. Schließlich ist er dafür nicht ausgebildet...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 17.06.2020 11:22
Vielleicht sollte Verdi mal praxisbezogene Argumente in die Öffentlichkeit zerren, die veranschaulichen warum es für die Allgemeinheit Sinn Macht mehr in die Gehälter zu investieren.

Ihr Bauantrag dauert 2 Jahre? Liegt wohl daran, dass die Behörde nur zu 65% besetzt ist und davon noch 40% bis 2025 in Rente gehen und kein Personal eingestellt werden kann, da sich für eine E10/11 kein Ingenieur hergibt. Stellen sie sich eben auf 3-4 Jahre Bearbeitungszeit ein liebe Bürger...


Super Idee! Machen Sie auch mit ?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 17.06.2020 12:49
Vielleicht sollte Verdi mal praxisbezogene Argumente in die Öffentlichkeit zerren, die veranschaulichen warum es für die Allgemeinheit Sinn Macht mehr in die Gehälter zu investieren.

Ihr Bauantrag dauert 2 Jahre? Liegt wohl daran, dass die Behörde nur zu 65% besetzt ist und davon noch 40% bis 2025 in Rente gehen und kein Personal eingestellt werden kann, da sich für eine E10/11 kein Ingenieur hergibt. Stellen sie sich eben auf 3-4 Jahre Bearbeitungszeit ein liebe Bürger...



?

Da muss niemand mitmachen. Die Beispiele sind bereits der Presse zu entnehmen. Man kann einfach entsprechende Forderungen aufstellen. Wenn dann die Presse vorbeikommt und fragt warum man so unverschämt ist kann man darauf hinweisen. Stattdessen wird irgendwas von Anerkennung für die Beschäftigten erzählt.
Super Idee! Machen Sie auch mit ?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 17.06.2020 12:50
Vielleicht sollte Verdi mal praxisbezogene Argumente in die Öffentlichkeit zerren, die veranschaulichen warum es für die Allgemeinheit Sinn Macht mehr in die Gehälter zu investieren.
...

Was sollte sich denn dann ändern an den Missständen im öD?

Verdi oder die anderen Pfeif- und Trötkapellmeister schreien dann wieder nach Angleichung, nach mehr Geld für die Kleinen und nach Mindest- und Sockelbeträgen und Kommunismuspauschalen.

Wenn man sich darauf verlassen möchte, dass die Gewerkschaften hier auch nur einen Hauch Veränderung bewirken könnten mit ihrer Politik für PoWaSchus und GeMüPus, dann sollte man sich doch besser über den Status quo freuen, denn besser wird's nicht mehr. Eher im Gegenteil.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 17.06.2020 13:31
Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.

Fast täglich klopfen Personalagenturen bei mir an und erzählen mir was sie alles für tolle Stellen hätten über die sie sich gerne mit mir unterhalten würden.

Da muss ich mal nachhaken, weil sehr interessant:

Welche/"was" für Agenturen? Über LinkedIn und Co kommen die Anfragen? Welcher Bereich? Ist was Interessantes dabei?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 17.06.2020 14:34
Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.

Fast täglich klopfen Personalagenturen bei mir an und erzählen mir was sie alles für tolle Stellen hätten über die sie sich gerne mit mir unterhalten würden.

Da muss ich mal nachhaken, weil sehr interessant:

Welche/"was" für Agenturen? Über LinkedIn und Co kommen die Anfragen? Welcher Bereich? Ist was Interessantes dabei?

Ich kann dir nicht sagen was für Agenturen, die schiere Masse kann ich mir nicht merken.

Die Anfragen kommen zum großen Teil über meine dienstliche Mail Adresse, meine dienstliche Rufnummer und zu einem kleinen Teil (ca. 25%) über XING oder meine private Mailadresse.

Ich bin Bauingenieur (Tief- und Straßenbau).

Es sind teils interessante Angebote dabei, aber nichts wo ich jetzt super scharf drauf wäre. Ich bin alles in allem mit meiner aktuellen Stelle zufrieden. Gutes Arbeitsklima, gute fachliche Vorgesetzte und ein kurzer Arbeitsweg.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 17.06.2020 14:39
Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.

Fast täglich klopfen Personalagenturen bei mir an und erzählen mir was sie alles für tolle Stellen hätten über die sie sich gerne mit mir unterhalten würden.

Da muss ich mal nachhaken, weil sehr interessant:

Welche/"was" für Agenturen? Über LinkedIn und Co kommen die Anfragen? Welcher Bereich? Ist was Interessantes dabei?

Ich kann dir nicht sagen was für Agenturen, die schiere Masse kann ich mir nicht merken.

Die Anfragen kommen zum großen Teil über meine dienstliche Mail Adresse, meine dienstliche Rufnummer und zu einem kleinen Teil (ca. 25%) über XING oder meine private Mailadresse.

Ich bin Bauingenieur (Tief- und Straßenbau).

Es sind teils interessante Angebote dabei, aber nichts wo ich jetzt super scharf drauf wäre. Ich bin alles in allem mit meiner aktuellen Stelle zufrieden. Gutes Arbeitsklima, gute fachliche Vorgesetzte und ein kurzer Arbeitsweg.

Also "Mangelberuf"; mich hätte es gewundert, wenn du "normaler" Verwaltungsmensch wärst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene solche Anfragen bekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 17.06.2020 15:14
Also "Mangelberuf"; mich hätte es gewundert, wenn du "normaler" Verwaltungsmensch wärst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene solche Anfragen bekommen.
Allerdings, da ist es bei uns eher umgekehrt. Ein Ausschreibung = 50 Bewerber (davon aber 30 Schrott)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 17.06.2020 16:03
20 brauchbare Bewerber zu haben ist doch sehr gut!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 17.06.2020 16:07
Vielleicht sollte Verdi mal praxisbezogene Argumente in die Öffentlichkeit zerren, die veranschaulichen warum es für die Allgemeinheit Sinn Macht mehr in die Gehälter zu investieren.

Ihr Bauantrag dauert 2 Jahre? Liegt wohl daran, dass die Behörde nur zu 65% besetzt ist und davon noch 40% bis 2025 in Rente gehen und kein Personal eingestellt werden kann, da sich für eine E10/11 kein Ingenieur hergibt. Stellen sie sich eben auf 3-4 Jahre Bearbeitungszeit ein liebe Bürger...



?

Da muss niemand mitmachen. Die Beispiele sind bereits der Presse zu entnehmen. Man kann einfach entsprechende Forderungen aufstellen. Wenn dann die Presse vorbeikommt und fragt warum man so unverschämt ist kann man darauf hinweisen. Stattdessen wird irgendwas von Anerkennung für die Beschäftigten erzählt.
Super Idee! Machen Sie auch mit ?

Es würde wahrscheinlich schon reichen wenn man aufzeigen würde, dass das Konjukturprogramm der Regierung ohne das passende Personal nicht umzusetzen ist. Digitalisierung, Infrastruktur, Kita, Schulen, Krankenhäuser etc. Es ist ja schön, dass man das alles möchte, aber ohne Personal wird es schwierig...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 18.06.2020 07:10
20 brauchbare Bewerber zu haben ist doch sehr gut!
20 die nicht auf dem Papier offensichtlich Schrott sind.
Je nach Stelle, laden wir dann 10 ein und davon sind leider idR 50% schnell ersichtlich nicht geeignet.
Also insofern haben wir in der Verwaltung absolut keine Probleme die Stellen mit (auch junge) motivierten Menschen zu besetzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 18.06.2020 07:14
Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.

Fast täglich klopfen Personalagenturen bei mir an und erzählen mir was sie alles für tolle Stellen hätten über die sie sich gerne mit mir unterhalten würden.

Da muss ich mal nachhaken, weil sehr interessant:

Welche/"was" für Agenturen? Über LinkedIn und Co kommen die Anfragen? Welcher Bereich? Ist was Interessantes dabei?

Ich kann dir nicht sagen was für Agenturen, die schiere Masse kann ich mir nicht merken.

Die Anfragen kommen zum großen Teil über meine dienstliche Mail Adresse, meine dienstliche Rufnummer und zu einem kleinen Teil (ca. 25%) über XING oder meine private Mailadresse.

Ich bin Bauingenieur (Tief- und Straßenbau).

Es sind teils interessante Angebote dabei, aber nichts wo ich jetzt super scharf drauf wäre. Ich bin alles in allem mit meiner aktuellen Stelle zufrieden. Gutes Arbeitsklima, gute fachliche Vorgesetzte und ein kurzer Arbeitsweg.

Also "Mangelberuf"; mich hätte es gewundert, wenn du "normaler" Verwaltungsmensch wärst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene solche Anfragen bekommen.

Auch Verwaltungsmenschen sind mittlerweile Mangelberuf. Es ist nicht mehr so, daß man von der Ausbildung bis zur Rente bei einer Verwaltung bleibt.heute kann man sich die Jobs aussuchen und wechselt oft die Arbeitgeber. Es gibt überall nicht besetzte Arbeitsplätze.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 18.06.2020 09:01
Die AG bekommen in den nächsten Jahre deutlich größere Probleme... Arbeitsplatzsicherheit. Das ich nicht lache. Damit zu drohen im öD. Es gehen soviel in Rente, dass man niemanden vor die Tür setzen kann und wenn man es versucht gibt es eine Klagewelle sondergleichen. Die Hürden sind sehr hoch.

Fast täglich klopfen Personalagenturen bei mir an und erzählen mir was sie alles für tolle Stellen hätten über die sie sich gerne mit mir unterhalten würden.

Da muss ich mal nachhaken, weil sehr interessant:

Welche/"was" für Agenturen? Über LinkedIn und Co kommen die Anfragen? Welcher Bereich? Ist was Interessantes dabei?

Ich kann dir nicht sagen was für Agenturen, die schiere Masse kann ich mir nicht merken.

Die Anfragen kommen zum großen Teil über meine dienstliche Mail Adresse, meine dienstliche Rufnummer und zu einem kleinen Teil (ca. 25%) über XING oder meine private Mailadresse.

Ich bin Bauingenieur (Tief- und Straßenbau).

Es sind teils interessante Angebote dabei, aber nichts wo ich jetzt super scharf drauf wäre. Ich bin alles in allem mit meiner aktuellen Stelle zufrieden. Gutes Arbeitsklima, gute fachliche Vorgesetzte und ein kurzer Arbeitsweg.

Also "Mangelberuf"; mich hätte es gewundert, wenn du "normaler" Verwaltungsmensch wärst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene solche Anfragen bekommen.

Auch Verwaltungsmenschen sind mittlerweile Mangelberuf. Es ist nicht mehr so, daß man von der Ausbildung bis zur Rente bei einer Verwaltung bleibt.heute kann man sich die Jobs aussuchen und wechselt oft die Arbeitgeber. Es gibt überall nicht besetzte Arbeitsplätze.

Naja, das sehe ich etwas anders bzw. muss man hier wohl differenzieren.

Wir erhalten auf eine Ausschreibung in E8 zwischen 60 und 150 Bewerbungen. In E9 b um die 40. Darüber sieht es dann duster aus :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: FGL am 18.06.2020 09:38
Naja, das sehe ich etwas anders bzw. muss man hier wohl differenzieren.

Wir erhalten auf eine Ausschreibung in E8 zwischen 60 und 150 Bewerbungen. In E9 b um die 40. Darüber sieht es dann duster aus :-)
Davon sind wie viele zu gebrauchen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Arno-Nühm am 18.06.2020 09:41
Naja, das sehe ich etwas anders bzw. muss man hier wohl differenzieren.

Wir erhalten auf eine Ausschreibung in E8 zwischen 60 und 150 Bewerbungen. In E9 b um die 40. Darüber sieht es dann duster aus :-)

Ist bei uns genauso. Meistens wird dann oberhalb der 9b der/die "Beste" vom kleinen "Rest" genommen und nur, damit überhaupt jemand die Stelle besetzt... Kranke Personalpolitik!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 18.06.2020 09:49
Naja, das sehe ich etwas anders bzw. muss man hier wohl differenzieren.

Wir erhalten auf eine Ausschreibung in E8 zwischen 60 und 150 Bewerbungen. In E9 b um die 40. Darüber sieht es dann duster aus :-)
Davon sind wie viele zu gebrauchen?

Wir besetzen idR gleich mehrere Stellen und dafür "reicht" es dann.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 18.06.2020 10:14
Naja, das sehe ich etwas anders bzw. muss man hier wohl differenzieren.

Wir erhalten auf eine Ausschreibung in E8 zwischen 60 und 150 Bewerbungen. In E9 b um die 40. Darüber sieht es dann duster aus :-)

Wir nicht. Bei uns ist eine E6-Stelle ausgeschrieben, da gab es eine Bewerbung. bei einer 9c-Stelle gab es gar keine. Weder intern noch exern. Die E6-Stelle kann auch von Nichtverwaltungsmenschen ausgeführt werden, aber auch da bewirbt sich niemand. In der Wirtschaft gibt es für vergleichbare Arbeit eben auch mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 18.06.2020 10:16
Naja, das sehe ich etwas anders bzw. muss man hier wohl differenzieren.

Wir erhalten auf eine Ausschreibung in E8 zwischen 60 und 150 Bewerbungen. In E9 b um die 40. Darüber sieht es dann duster aus :-)

Wir nicht. Bei uns ist eine E6-Stelle ausgeschrieben, da gab es eine Bewerbung. bei einer 9c-Stelle gab es gar keine. Weder intern noch exern. Die E6-Stelle kann auch von Nichtverwaltungsmenschen ausgeführt werden, aber auch da bewirbt sich niemand. In der Wirtschaft gibt es für vergleichbare Arbeit eben auch mehr.

In Berlin hat man doch noch n bissl mehr Auswahl als in der "Provinz", vermutlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Mannheim am 18.06.2020 10:20
Wollte gerade fragen wo das denn bitte sein soll :-)

Allerdings ist es auch so, dass es immer weniger Leute gibt die sich auch SGL Stellen bewerben,
ab der E10 wird es echt schwierig.

Genauso schwierig ist es allerdings als Verwaltungsfachwirt auf die mögliche E12 zu kommen in einer mittleren Kommune (14.500 EW)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 18.06.2020 10:29
Wo sollen denn die ganzen Arbeitskräfte herkommen bei einer nahezu vorherrschenden Vollbeschäftigung? Egal ob Verwaltungsleute, Ingenieure oder Pflegekräfte?

Es kann gesamtgesellschaftlich nur bei einem starken Abbau von Bürokratie - teils auch Bürokratismus - verbleiben. Damit Arbeitskraft dort eingesetzt werden kann, wo sie effizient ist. Und die Mittel müssen effizient sein.

Kann mir mal ein Mensch aus dem Baurecht erklären, wo die Diskrepanz herkommt zwischen den umfangreichen Prüfungen von Bauprojekten (Schutzgüter Mensch, Umwelt, Immission, Kultur, Denkmalschutz, Gendertrend, Landschaft, Boden, Gewässer, und gefühlt 20 weiteren Schutzgütern) und den tatsächlichen Auswirkungen dieser umfangreichsten Prüfungen? (Insektensterben, Verarmung der Biodiversität, Versiegelung der Böden, etc.)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 18.06.2020 11:31
Wo sollen denn die ganzen Arbeitskräfte herkommen bei einer nahezu vorherrschenden Vollbeschäftigung? Egal ob Verwaltungsleute, Ingenieure oder Pflegekräfte?

Es kann gesamtgesellschaftlich nur bei einem starken Abbau von Bürokratie - teils auch Bürokratismus - verbleiben. Damit Arbeitskraft dort eingesetzt werden kann, wo sie effizient ist. Und die Mittel müssen effizient sein.

Kann mir mal ein Mensch aus dem Baurecht erklären, wo die Diskrepanz herkommt zwischen den umfangreichen Prüfungen von Bauprojekten (Schutzgüter Mensch, Umwelt, Immission, Kultur, Denkmalschutz, Gendertrend, Landschaft, Boden, Gewässer, und gefühlt 20 weiteren Schutzgütern) und den tatsächlichen Auswirkungen dieser umfangreichsten Prüfungen? (Insektensterben, Verarmung der Biodiversität, Versiegelung der Böden, etc.)

In der Wirtschaft spricht man von Prozessoptimierung. Hier gibt es mehrere Komponenten und Ansätze.

Bürokratieabbau dort wo es Sinn macht.
Organisationsstrukturen anpassen u. a. Zentralisierung.
Prozesse optimieren und digitalisieren.

Für diesen Zweck müssen Verwaltungsmenschen, Juristen, „Facharbeiter“ und Informatiker in einer Behörde Hand in Hand arbeiten. Das Problem ist nur: es gibt im öD immer weniger Facharbeiter und schon gar keine Informatiker. Die kann man auch nicht einkaufen, da ein Berater sich nur sehr schwer ihre Fachaufgaben (die es nur beim Staat gibt) vorstellen kann und auch nicht immer greifbar ist sowie sich schon gar nicht mit den Zusammenhängen und den Schnittstellen auskennt. Die Behörden müssen das Problem intern angehen und sich selbst erneuern, aber dazu braucht es das Personal, dass in der Wirtschaft mit 70-140k nach Hause geht...je nach Fachgebiet und Personalverantwortung.

Dann kann man in Zukunft vielleicht mit 7 Leuten das leisten was heute 10 Leute schaffen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 18.06.2020 12:14
Die Behörden müssen das Problem intern angehen und sich selbst erneuern

Das sehe ich zu 100% genau so!

Leider scheitert das aber schon an den verstaubten Amtsstuben in der Leitungsebene... Verwaltungsgrundsatz Nr. 1:"Das haben wir schon immer so gemacht"

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 18.06.2020 15:59
https://www.dbb.de/teaserdetail/artikel/dbb-kuendigt-tarifvertrag-mit-bund-und-kommunen-tvoed-zeit-fuer-investitionen-ins-personal.html

Geht los.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 18.06.2020 16:05
https://www.dbb.de/td-ekr-2019/artikel/dbb-jugend-enttaeuscht-ueber-arbeitgeber-nach-dem-klatschen-kommt-die-klatsche.html

Die Aussagen der Vorsitzenden der dbb-jugend können einem fast schon gefallen, jedenfalls besser als ihre Brille.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 18.06.2020 16:29

"Ganz wichtig wäre jetzt ein kurzfristiges Zeichen der Wertschätzung gewesen, über alles Weitere hätte man später reden können", stellte Herrmann klar. "Doch nach dem Klatschen kommt nun die Klatsche! Die Beschäftigten jetzt in eine Auseinandersetzung zu nötigen, zeugt von einer Doppelzüngigkeit, die wir in dieser Deutlichkeit nicht erwartet hätten. All die Lippenbekenntnisse zu den systemrelevanten Beschäftigten, den 'Heldinnen und Helden des Alltags' - alles Schall und Rauch. Das Motto lautet wieder mal Wertschätzung nach Kassenlage, aber da spielen wir nicht mit", betonte die dbb jugend Chefin, die auch Mitglied der dbb Bundesleitung ist. "Wir werden für die Kolleginnen und Kollegen, die das Land am Laufen und das Leben und die Gesundheit der Menschen geschützt haben und dies auch in diesem Moment und künftig tun, kämpfen. Wir sind überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dabei hinter uns steht, und die Arbeitgeber sollten nicht auf die Idee kommen, sie jetzt in das billige populistische Bashing gegen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes hineinzuziehen. Wenn der Verweis auf vermeintliche Arbeitsplatzsicherheit und leere Kassen ihre einzige Antwort auf die Herausforderungen ist, vor denen Staat und Verwaltung stehen, ist das ziemlich armselig, rückwärtsgewandt und spalterisch. Diese Masche kennen wir zur Genüge, und sie ist out. Damit braucht den jungen Beschäftigten niemand mehr zu kommen, dann gehen die nämlich. So einfach ist das. Deutschland verdient einen leistungsfähigen, krisen- und zukunftsfesten öffentlichen Dienst. Und der hat seinen Preis", so Herrmann.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MrRossi am 18.06.2020 17:23
Wird sicher wieder  in der ersten Verhandlungsrunde im September nicht mal ein Angebot der Arbeitgebervereinigung vorgelegt das diskutiert werden könnte......... Soviel Mühe macht man sich bestimmt wieder nicht, sind doch nur knappe 3 Monate sich vorzubereiten. So ernst wurden die Arbeitnehmer bei der letzten Verhandlung bereits genommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 18.06.2020 17:56
Sollte das passieren müssten die Gesundheitsämter und Kliniken einfach geschlossen bleiben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Admin am 18.06.2020 19:26
Sowohl die Arbeitgeberseite als auch die Gewerkschaftsseite berichten übereinstimmten, letztere habe eine "Einmalzahlung" gefordert, die Arbeitgeberseite sprach sogar von einer "unverhältnismäßig hohen Einmalzahlung".

Nun interessiert sich die Arbeitnehmerseite natürlich brennend für die Höhe dieser Forderung. Konnte jemand hier den genannten Betrag herausfinden? (am besten bitte mit Quellenangabe)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 19.06.2020 06:24
ich könnte mir vorstellen, 400 Euro wird verrechnet mit der Pendlerpauschale *duckundweg*
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Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 06:36
„Der  Vorschlag  der Gewerkschaften hätte die  kommunalen Arbeitgeber mehrere Milliarden Euro gekostet."

Mehrere Milliarden sind ja mind. 2.000.000.000
Dividiert durch die "betroffenen" TB rd. 2.000.000
= mind. 1.000€
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Beitrag von: Spid am 19.06.2020 06:41
Sollte es sich um eine Forderung nach einer Einmalzahlung gehandelt haben, die sich nicht an der Höhe des Tabellenentgelts bemißt, ist es gut, daß die AG so einen sozialistischen Mist zurückgewiesen haben.
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Beitrag von: Kat am 19.06.2020 06:50
Du meinst, die unteren Gehaltsgruppen sollen mal wieder mehr profitieren als die oberen?
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Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 06:59
Sollte es sich um eine Forderung nach einer Einmalzahlung gehandelt haben, die sich nicht an der Höhe des Tabellenentgelts bemißt, ist es gut, daß die AG so einen sozialistischen Mist zurückgewiesen haben.
Ja,  wenn es so wäre ist das korrekt.
Wenn ich die AN Seite richtig verstanden habe, war es doch erklärtes Ziel mit einem "Budget x" die Verhandlungen mind. 6 Monate rauszuschieben. Warum man dann mit einer Einmalzahlung anstatt 'ner pauschalen % Erhöhung um die Ecke kommt erschließt sich mir nicht. Aus Gewerkschaftssicht hätte ich ja noch nachvollziehen können wenn man Einmalzahlungen verlangt hätte a la Krankenpflege x, (Kern)Verwaltung y, Kita z. Aber pauschal mind. nen Tausi für ne Aufschiebung ist schon...frech.
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Beitrag von: Bastel am 19.06.2020 07:06
ich könnte mir vorstellen, 400 Euro wird verrechnet mit der Pendlerpauschale *duckundweg*

Was haben Kommunen mit der Pendlerpauschale zu tun?
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Beitrag von: superbraz am 19.06.2020 07:58
Aber pauschal mind. nen Tausi für ne Aufschiebung ist schon...frech.

nen Tausi für E3 und nen Tausi genau so für E15 - das finde ich viel frecher ^^
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Beitrag von: Schokobon am 19.06.2020 08:10
Irgendeine Zahlung muss her - wurde doch von Verdi am 01.04.2020 propagiert:

Zitat
Wir setzen uns dafür ein, dass Sie monatlich in Zeiten der Krise 500,00 € mehr am Monatsende haben! Gerade im öffentlichen Dienst wurde lange gespart, so dass es jetzt an der Zeit wäre, dass den lobenden Worten aus Politik und von Arbeitgeberseite Taten folgen.

Für SIE alle 500,00 € mehr monatlich – und DANKE für den Einsatz jeden Tag!!!

Wenn jetzt gar nichts kommt macht sich Verdi ja völlig lächerlich...Moment mal...
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Beitrag von: Kryne am 19.06.2020 08:33
Die ganzen Statements vom VKA kann ich mir nicht durchlesen, denn so viel könnte ich gar nicht essen wie ich da kotzen müsste.

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Beitrag von: Kleingeist am 19.06.2020 08:45
Wäre es denn nicht möglich die Einmalzahlung im November bis 1500€ steuerfrei zu machen
.. Damit wäre einem Teil zumindest geholfen. Das steht aber. Anscheinend gar nicht zu Debatte.
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Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 08:47
Wäre es denn nicht möglich die Einmalzahlung im November bis 1500€ steuerfrei zu machen
.. Damit wäre einem Teil zumindest geholfen. Das steht aber. Anscheinend gar nicht zu Debatte.
Wie soll das den TP möglich sein?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 08:50
Die ganzen Statements vom VKA kann ich mir nicht durchlesen, denn so viel könnte ich gar nicht essen wie ich da kotzen müsste.
Die Blockadehaltung/das Nichtstun der VKA ist ebenso beschämend wie die peinliche Forderung einer Einmalzahlung pauschal über alle EG. Mein Eindruck. Wird für beide Seiten ne ganz beschissene Runde, zumindest was die öffentliche Warnehmung betrifft.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 19.06.2020 09:04
Business as usual.

Die von der VKA geforderte Differenzierung ist ja völlig richtig, einen konkreten Vorschlag dazu liefern sie aber auch nicht. Wie üblich halt.
Dementsprechend wird auch das Ergebnis am Ende so sein, wie üblich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 09:05
Ein Krähe kratzt der Anderen kein Auge aus ....

Ich bin grundsätzlich sehr für eine Besserstellung des ÖD (gerade in den oben Entgeltgruppen und Pflege). Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende. Da gehört Wertschätzung hin. Dass wussten wir ja auch schon vorher. Themen Rahmenbedingungen der Arbeit usw.

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 09:11

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss.
Und du hast da so etwas wie valide Daten? Oder sind es bloß Gefühlchen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Yasper am 19.06.2020 09:27
Ulrich Mädge: „Aufgrund der für die kommunalen Arbeitgeber angespannten Ausgangslage fordern wir die Gewerkschaften zu fairen Verhandlungen auf, die nicht  auf dem Rücken der Allgemeinheit ausgetragen  werden  sollten. Letztlich können wir nur das verteilen, was tatsächlich vorhanden ist. Und hierzu müssen wir uns alle Bereiche des öffentlichen Dienstes differenziert anschauen."


Soll das heißen, dass man die einzelnen Kassenstände betrachten möchte und resultierend differenzierte Verteilungen vornehmen möchte? 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Caesar42 am 19.06.2020 09:28

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.
Da spricht der Unwissende! Klar haben alle auf dem Balkon gelegen, sich die Sonne auf den fetten Wohlstandsbauch scheinen lassen und sich genüsslich am **** gekratzt!
Das ist das, was halt immer pauschal vom ö. D. gedacht wird...!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Caesar42 am 19.06.2020 09:30
Ulrich Mädge: „Aufgrund der für die kommunalen Arbeitgeber angespannten Ausgangslage fordern wir die Gewerkschaften zu fairen Verhandlungen auf, die nicht  auf dem Rücken der Allgemeinheit ausgetragen  werden  sollten. Letztlich können wir nur das verteilen, was tatsächlich vorhanden ist. Und hierzu müssen wir uns alle Bereiche des öffentlichen Dienstes differenziert anschauen."


Soll das heißen, dass man die einzelnen Kassenstände betrachten möchte und resultierend differenzierte Verteilungen vornehmen möchte?

Das heißt wohl, das die EG 1-8 mal wieder überproportional bevorzugt werden sollen, da diese ja am meisten in der jetzigen Situation "leiden"...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 19.06.2020 09:31
Ein Krähe kratzt der Anderen kein Auge aus ....

Ich bin grundsätzlich sehr für eine Besserstellung des ÖD (gerade in den oben Entgeltgruppen und Pflege). Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende. Da gehört Wertschätzung hin. Dass wussten wir ja auch schon vorher. Themen Rahmenbedingungen der Arbeit usw.

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.

Ich habe es sehr genossen bei Sonnenschein auf meinr Dachterasse mit dem Laptop zu arbeiten und an Webmeetings teilzunehmen - das war deutlich angenehmer als im muffigen Büro. Ich empfinde es aber ehrlich gesagt nicht als Luxus für meine Arbeitsleistung Geld zu bekommen, dies ist lediglich eine Haupleistungspflicht aus meinem Arbeitsverhältnis.

Hätte ich etwa umsonst arbeiten sollen?!?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: clericus organization am 19.06.2020 09:31
Unser liebster Landkreis hat mind. 1/3 seiner Beschäftigten ins Homeoffice geschickt und dann noch die Frechheit gehabt, ein Amtshilfeersuchen an die Ordnungsämter der Städte und Geimeinden zu stellen, dass die örtlichen Ordnungsämter die COVID-19-Kontrollen für das Gesundheitsamt (wo ja fast alle im Homeoffice waren) zu übernehmen.

Ich habe gerade an den Feiertagen über Ostern, an Wochenenden sowie auch unter der Woche bis spät abends Kontrollen durchführen müssen und wurde teilweise bedroht beschimpft und quasi ausgelacht.

Das soll jetzt der Dank dafür sein? Die Vergütung der Mehrarbeit ist da echt lächerlich gewesen.

Ebenso für das Personal in der Pflege und den Kitas. Das ist ein Faustschlag für alle!

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 09:34
Ulrich Mädge: „Aufgrund der für die kommunalen Arbeitgeber angespannten Ausgangslage fordern wir die Gewerkschaften zu fairen Verhandlungen auf, die nicht  auf dem Rücken der Allgemeinheit ausgetragen  werden  sollten. Letztlich können wir nur das verteilen, was tatsächlich vorhanden ist. Und hierzu müssen wir uns alle Bereiche des öffentlichen Dienstes differenziert anschauen."


Soll das heißen, dass man die einzelnen Kassenstände betrachten möchte und resultierend differenzierte Verteilungen vornehmen möchte?

Das heißt wohl, das die EG 1-8 mal wieder überproportional bevorzugt werden sollen, da diese ja am meisten in der jetzigen Situation "leiden"...
Nein, garantiert wollte Mägde dies nicht suggerieren!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 09:35
Das sind Beobachtungen. Im eigenen Haus, bei benachbarten Behörden. Wie gesagt: ich rede nicht von der Pflege, ich rede nicht von Gesundheitsämtern, ich rede nicht von Schul-/Kitaämtern.

Mir sind so Bereich bekannt wie Bauämter, Umweltämter, Sozialversicherungen, Bürgerämter, etc.

Homeoffice Möglichkeiten gibt's/gabs oft nicht. Keine Hardware, keine sicheren Zugangsmöglichkeiten. Publikumsverkehr war "leider" nicht möglich, müssen wir halt zu Hause bleiben. Welch ein Ärger. Bei uns im Haus hab ich viele Kollegen nach sechs Wochen wieder gesehen. Die sahen so gut und erholt aus wie noch nie. Braunbebrannt. Total entspannt. Bei vollem Entgelt und das teilweise bis zu E 13.

Wiegesagt: es ist ein sehr zweischneidiges Schwert. Ein Teil der Mitarbeitenden hat sich tot geackert, der andere Teil hat sich die Eier geschaukelt. Das befremdet mich sehr.

Auch war festzustellen, dass plötzlich unsere Personalstelle überrannt wurde mit Bescheinigungen und Nachweisen, dass doch eine Risikogrunderkrankung vorlag. Plötzlich. Wie komisch.

Ja, alles etwas subjektiv. Und valide Daten sind hier auch schwer zu erheben denke ich.

Warum verteidigen sich hier eigentlich so viele? Getroffene Hunde die bellen?

@Caesar42: Unwissend? Nein, ich komme nicht von außen, ich bin Bestandteil dessen.




Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 19.06.2020 09:36
die einen haben mehr gearbeitet, die anderen weniger, so nivelliert sich das wieder aus.

Davon abgesehen wird die Mehrarbeit sicher vergütet oder einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben, sprich irgendwann auch wieder abgebummelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 09:38

Ja, alles etwas subjektiv. Und valide Daten sind hier auch schwer zu erheben denke ich.
Also wie vermutet, unbeachtliche Gefühlchen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 19.06.2020 09:41
Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende.

Haben die alten Leute durch Corona den mehr ins Bett gemacht? Oder warum musste man im Pflegebereich überdurchschnittlich ackern? Als ob die Welt halber untergegangen wäre...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 09:45

Ja, alles etwas subjektiv. Und valide Daten sind hier auch schwer zu erheben denke ich.
Also wie vermutet, unbeachtliche Gefühlchen...

Sag ich ja....getroffene Hunde die bellen!

Gegenfrage: welcher Arbeitgeber macht sich denn die Arbeit valide Daten zu ermitteln? Gerade vor dem Risiko, dass ggf. festgestellt wird, dass der Wasserkopf doch teilweise entbehrlich ist und Stellen wegfallen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Arno-Nühm am 19.06.2020 09:50
Ihr könnt euch alle noch so aufregen und darüber ärgern, es bringt NICHTS!
Sofern nicht ALLE Mitarbeiter des ÖD geschlossen ihre Arbeit niederlegen, um so grundlegende Änderungen durchzusetzen, lacht sich der AG doch über seine Angestellten kaputt!

Der deutsche Michel hat schon immer gejammert und geschimpft, dennoch lässt er es auch immer wieder mit sich machen. Das wissen die AG und nutzen es schamlos aus!

Eine geschlossene Arbeitsniederlegung wird es nicht geben, dass ist in einer Egoisten- und Ellenbogengesellschaft Utopie! Auch das wissen die AG!

Solange ich Sätze wie: "[...] uns geht es doch gut und ändern können wir eh nichts!"  immer wieder höre, sollte man sich an die eigene Nase fassen!

Irgendwann bricht alles zusammen, dass ganze System ist krank, nicht nur das des ÖD.
Die Frage ist nur... WANN.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 19.06.2020 09:51
Davon abgesehen wird die Mehrarbeit sicher vergütet oder einem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben, sprich irgendwann auch wieder abgebummelt.
Es gibt Verwaltungen, die haben während der Pandemie die bestehenden arbeitsrechtlichen Möglichkeiten genutzt, um mit plötzlich auftretenden Differenzen in Arbeitsaufkommen, Aufgabenverteilungen und Arbeitszeit umzugehen. Und es gibt Verwaltungen, da läuft diesbezüglich einfach ziemlich viel Bullshit. Allerdings laufen dann da auch weit überwiegend AN rum, die eben genau das mit sich machen lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 19.06.2020 09:53
Sofern nicht ALLE Mitarbeiter des ÖD geschlossen ihre Arbeit niederlegen, um so grundlegende Änderungen durchzusetzen, lacht sich der AG doch über seine Angestellten kaputt!
Welche grundlegenden Änderungen denn?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 09:58
Sofern nicht ALLE Mitarbeiter des ÖD geschlossen ihre Arbeit niederlegen, um so grundlegende Änderungen durchzusetzen, lacht sich der AG doch über seine Angestellten kaputt!
Welche grundlegenden Änderungen denn?

Welche grundlegeden Änderungen? Ja, es gibt Bereiche in denen sicherlich auch eine höhere (subjektive) Arbeitsbelastung herrscht als in der Privatwirtschaft, es gibt Bereiche wie Erziehung und Bildung, deren Leistung für die Gesellschaft deutlich mehr honoriert werden müsste.

Dennoch und nicht valide, geht's dem größten Teil im ÖD sehr gut. Ich zähle mich dazu. 39 Stunden Woche. Für die Arbeit die Leiste, gutes Geld, gutes Arbeitsklima. Ich kann nicht klagen und freue mich sogar darüber, dass es so ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 09:59

Ja, alles etwas subjektiv. Und valide Daten sind hier auch schwer zu erheben denke ich.
Also wie vermutet, unbeachtliche Gefühlchen...

Sag ich ja....getroffene Hunde die bellen!

Gegenfrage: welcher Arbeitgeber macht sich denn die Arbeit valide Daten zu ermitteln? Gerade vor dem Risiko, dass ggf. festgestellt wird, dass der Wasserkopf doch teilweise entbehrlich ist und Stellen wegfallen?
Nö, gar nicht. Ich hatte 6 halbe Tage bezahlte Freistellung/Sonderurlaub im März wg. Kinderbetreuung. Wetter war i.ü. Scheiße...
Ansonsten habe ich neben meiner Arbeitsvertraglich geschuldeten Leistung an den WE bis Mitte Mai (freiwillig) im Ordnungsamt "Streife" gemacht. Unsere HVB mit B-Besoldung und unser BO ebenso und auch viele andere Kollegen. Bei  uns gibt's noch was wie gelebte Solidarität.

Natürlich haben wir Daten wer warum ggf bezahlt freigestellt war. Was soll das mit dem von dir benannten Risiko zu tun haben?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 10:02
Sowohl die Arbeitgeberseite als auch die Gewerkschaftsseite berichten übereinstimmten, letztere habe eine "Einmalzahlung" gefordert, die Arbeitgeberseite sprach sogar von einer "unverhältnismäßig hohen Einmalzahlung".

Nun interessiert sich die Arbeitnehmerseite natürlich brennend für die Höhe dieser Forderung. Konnte jemand hier den genannten Betrag herausfinden? (am besten bitte mit Quellenangabe)

Quelle: Liebe Kollegin, lieber Kollege,

die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst wird am 18. Juni 2020 in einer Videokonferenz die weiteren Schritte zur Vorbereitung der Tarif- und Besoldungsrunde mit dem Bund und der VKA beraten und beschließen. Vorgeschaltet findet mit der VKA am 16. Juni 2020 ein Sondierungsgespräch statt.
Zeitnah und aktuell möchten wir dich über den Verlauf und das Ergebnis dieses Sondierungsgespräches mit der VKA und die in der BTK öD erfolgte Diskussion und die gefassten Beschlüsse informieren.

Forderung Verdi: 1500 € Einmalzahlung
Reaktion VKA: Unmöglich, es sei eine Unverschämtheit angesichts der leeren Kassen überhaupt etwas zu fordern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 10:05
Da kann man der VKA ja nur Lob und Anerkennung dafür aussprechen, sozialistischen Masturbationsfantasien direkt eine Absage erteilt zu haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 19.06.2020 10:05
Ein Krähe kratzt der Anderen kein Auge aus ....

Ich bin grundsätzlich sehr für eine Besserstellung des ÖD (gerade in den oben Entgeltgruppen und Pflege). Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende. Da gehört Wertschätzung hin. Dass wussten wir ja auch schon vorher. Themen Rahmenbedingungen der Arbeit usw.

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.

Ich gebs zu, ich hab ein paar Wochen Zuhause gesessen und nix gemacht. Warum ? Weil es mir gesagt wurde.

Hätte ich Telearbeit / Homeoffice machen können, dann hätte ich das gerne gemacht. Ich arbeite jetzt noch die Berge auf meinem Schreibtisch ab, die sich angesammelt haben.

Telearbeit / Homeoffice ging halt nicht, weil wir hier in der digitalen Steinzeit leben. Das ist nicht mein Problem, sondern ein Versagen des Arbeitgebers.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 19.06.2020 10:07
Welche grundlegenden Änderungen denn?

Eine grundlegende Änderung wäre die Anpassung der Entgelttabellen an die lokale Kaufkraft.
Tätigkeitsmerkmale und eine Entgelttabelle, die bundesweit gelten soll aber die regionalen Unterschiede - die enorm sind - nicht berücksichtigt ist grundlegend Schwachsinn.

Reaktion VKA: Unmöglich, es sei eine Unverschämtheit angesichts der leeren Kassen überhaupt etwas zu fordern.

Wen interessieren die Kassenstände?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 10:09
..... Das ist nicht mein Problem.
BINGO! AG-Versagen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 10:12
Da kann man der VKA ja nur Lob und Anerkennung dafür aussprechen, sozialistischen Masturbationsfantasien direkt eine Absage erteilt zu haben.

Was die Einmalzahlung angeht gebe ich dir Recht, weitere Ankündigungen für die anstehenden Sondierungsgespräche waren z. B.:  Laufzeit mind. 30 Monate; max. Entgeldanhebung im aktuellen Inflations Bereich; Ausnahmen für Flughäfen, ÖNV, und Sparkassen. Die sollen weniger bekommen oder Einbußen hinnehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 19.06.2020 10:39
Es war eine fantastische Zeit in der Corona - Krise. Hier wurde das Wetter echt gut, jeden zweiten Tag bezahlt frei mit schönen Radtouren nach Holland und lesen der Eric-Idle-Biografie auf der Terrasse. Habe es wirklich genossen.

War aber AG-Versagen. Nicht wegen Home-Office, sondern weil die regelhafte Arbeitszeit im 2-Schicht-System in der Woche untergebracht werden kann.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 19.06.2020 10:42
..lesen der Eric-Idle-Biografie auf der Terrasse. Habe es wirklich genossen.

Oh, danke für den Buchtipp! Schnell auf zum Buchhändler meines Vertrauens
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 19.06.2020 10:50
Ist wohl nicht so gut wie die von Keith Richards oder von Herr Iacocca, aber sicher besser als jene von Rudolf Schenker.  ;)

Gefährlich jedoch, daß ich nicht wenige Stimmen kenne, die wegen der Vorzüge des Shutdowns eine zweite Welle fast herbei wünschen (Entschleunigung, Freizeit, buckelige Verwandtschaft nicht da, Spekulationsgewinne, Gewinne durch stornierte Reisen, etc.). :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 19.06.2020 11:10
Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende.

Haben die alten Leute durch Corona den mehr ins Bett gemacht? Oder warum musste man im Pflegebereich überdurchschnittlich ackern? Als ob die Welt halber untergegangen wäre...

Und in Krankenhäusern gab es zeitweise Kurzarbeit, da geplante OPs ja nicht gemacht wurden, um Betten frei zu halten. Also war nichts zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 19.06.2020 11:21
Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass die AG abgesehen von Corona mit dem Rücken zur Wand stehen?

Die Belegschaft ist überaltert.
Es gehen demnächst viele in Rente.
Die Aufgabenerledigung ist zum Teil jetzt schon nur schwierig möglich.
Die Digitalisierung wurde bisher auf gut deutsch verka***.
Es kommen immer neue Aufgaben und Gesetze hinzu. Bspw. die Ganztagsgrundschule. Dafür brauchen wir Investitionen in die Infrastruktur, Personal etc.

Die AGs müssen gezwungenermaßen viele neue Leute vor allem in den oberen EGs einstellen. Das ist aber nicht möglich bei einer solchen Tarifpolitik! Vor allem jüngere Menschen lassen sich sowas nicht gefallen. Was soll sich der 50-65 jährige aufregen? Der 25-45 jährige zeigt denen jedoch den Vogel, denn in der Wirtschaft ist man heiß begehrt, da dort auch die entsprechenden Alterskohorten in Rente gehen.

Die Behörden müssen ihre Probleme angehen, aber das geht nur wenn auch ausreichend qualifiziertes Personal in den Behörden sitzt!

Daher muss es nun endlich mal Vorwärts gehen (auch im Interesse der AG)!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 11:22
Ist wohl nicht so gut wie die von Keith Richards oder von Herr Iacocca, aber sicher besser als jene von Rudolf Schenker.  ;)

Gefährlich jedoch, daß ich nicht wenige Stimmen kenne, die wegen der Vorzüge des Shutdowns eine zweite Welle fast herbei wünschen (Entschleunigung, Freizeit, buckelige Verwandtschaft nicht da, Spekulationsgewinne, Gewinne durch stornierte Reisen, etc.). :o

Kaiser80 würde dich jetzt fragen ob diese Aussagen valide sind  :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 11:26

Ja, alles etwas subjektiv. Und valide Daten sind hier auch schwer zu erheben denke ich.
Also wie vermutet, unbeachtliche Gefühlchen...

Sag ich ja....getroffene Hunde die bellen!

Gegenfrage: welcher Arbeitgeber macht sich denn die Arbeit valide Daten zu ermitteln? Gerade vor dem Risiko, dass ggf. festgestellt wird, dass der Wasserkopf doch teilweise entbehrlich ist und Stellen wegfallen?
Nö, gar nicht. Ich hatte 6 halbe Tage bezahlte Freistellung/Sonderurlaub im März wg. Kinderbetreuung. Wetter war i.ü. Scheiße...
Ansonsten habe ich neben meiner Arbeitsvertraglich geschuldeten Leistung an den WE bis Mitte Mai (freiwillig) im Ordnungsamt "Streife" gemacht. Unsere HVB mit B-Besoldung und unser BO ebenso und auch viele andere Kollegen. Bei  uns gibt's noch was wie gelebte Solidarität.

Natürlich haben wir Daten wer warum ggf bezahlt freigestellt war. Was soll das mit dem von dir benannten Risiko zu tun haben?

Dann spreche dir meine herzlichsten Glückwünsche aus, dass das bei euch so ist. Anscheinend eine kleine Kommune. Beachte aber dann bitte dabei, dass dein Blick auf die Sache ja anscheinend auch sehr eingeschränkt stattfindet und nicht die große Bandbreite abdeckt. Trotzdem bleibe ich dabei - und nicht valide - dass es in anderen Institutionen weitaus anders aussieht. Deswegen auch die Aussage mit dem Wasserkopf.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 19.06.2020 11:32
@Insider2 es ist doch schön wenn man die Möglichkeit hat sich nebenbei als Corona Hilfssheriff zu etablieren. Maske auf, Abstand halten, määäp :D

Wie schön das Leben doch in den 50 Mitarbeiter Behörden sein muss :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 19.06.2020 11:36
Wenn es um den Wettbewerb der verrücktesten Auslegungen und Missachtungen arbeitsrechtlicher Vorschriften geht, sind aber nach meiner Ansicht die kleineren Kommunen ganz, ganz weit vorne dabei.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 19.06.2020 11:44
@ Schmitti  durch etwaige Berichte aus meinem Freundeskreis sagen, dass es in kleineren Behörden alles sehr locker während der Corona Phase gehanhabt wurde.

"Angebliche Risikopatienten" sind pauschal zu Hause geblieben ohne Urlaubsantrag, Überstundenabbau etc., MA wurden ohne technische Gerätschaften "ins Homeoffice" geschickt, Datenschutzrechtliche Bestimmungen wie Akten zu Hause abarbeiten etc. wurden mal komplett über Bord geworfen.

Aber ist halt so, hätte ich wahrscheinlich auch in vollen Zügen genossen  :P
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 19.06.2020 11:48
@ Schmitti  durch etwaige Berichte aus meinem Freundeskreis sagen, dass es in kleineren Behörden alles sehr locker während der Corona Phase gehanhabt wurde.

"Angebliche Risikopatienten" sind pauschal zu Hause geblieben ohne Urlaubsantrag, Überstundenabbau etc., MA wurden ohne technische Gerätschaften "ins Homeoffice" geschickt, Datenschutzrechtliche Bestimmungen wie Akten zu Hause abarbeiten etc. wurden mal komplett über Bord geworfen.

Aber ist halt so, hätte ich wahrscheinlich auch in vollen Zügen genossen  :P

Genau, so siehts/sah es nämlich aus!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 19.06.2020 11:51
Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass die AG abgesehen von Corona mit dem Rücken zur Wand stehen?

Die Belegschaft ist überaltert.
Es gehen demnächst viele in Rente.
Die Aufgabenerledigung ist zum Teil jetzt schon nur schwierig möglich.
Die Digitalisierung wurde bisher auf gut deutsch verka***.
Es kommen immer neue Aufgaben und Gesetze hinzu. Bspw. die Ganztagsgrundschule. Dafür brauchen wir Investitionen in die Infrastruktur, Personal etc.

Die AGs müssen gezwungenermaßen viele neue Leute vor allem in den oberen EGs einstellen. Das ist aber nicht möglich bei einer solchen Tarifpolitik! Vor allem jüngere Menschen lassen sich sowas nicht gefallen. Was soll sich der 50-65 jährige aufregen? Der 25-45 jährige zeigt denen jedoch den Vogel, denn in der Wirtschaft ist man heiß begehrt, da dort auch die entsprechenden Alterskohorten in Rente gehen.

Die Behörden müssen ihre Probleme angehen, aber das geht nur wenn auch ausreichend qualifiziertes Personal in den Behörden sitzt!

Daher muss es nun endlich mal Vorwärts gehen (auch im Interesse der AG)!

Die Probleme sind (hoffentlich) auch den AG bekannt. Aus AN-Sicht kann ich deinen Ausführungen nur beipflichten. Das ist aber genau das was die Damen und Herren der Behördenleitungen nie hören  und schon garnicht etwas zu Änderungen beitragen möchten. Hinzu kommt, dass die "Hobby-Politiker" in den polit. Gremien jegliche Personalaufstockung blockieren. Eine deutliche Erhöhung der Zahlen in den Entgelttabellen ist dann gut und schön, solange aber das Bewusstsein über Personalmangel von sich geschoben wird, werden wir kein neues Personal einstellen bzw. zusätzliches. Auch die konkrete Personalsituation, auch im Hinblick auf Personalmangel durch Rente/Pension, von einer entsprechenden Stelle feststellen zu lassen, wird nicht durchgeführt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 19.06.2020 12:28
Welche grundlegenden Änderungen denn?

Eine grundlegende Änderung wäre die Anpassung der Entgelttabellen an die lokale Kaufkraft.
Tätigkeitsmerkmale und eine Entgelttabelle, die bundesweit gelten soll aber die regionalen Unterschiede - die enorm sind - nicht berücksichtigt ist grundlegend Schwachsinn.


Aha. Und wie darf ich mir diese Anpassung an die lokale Kaufkraft vorstellen? An welche lokale Kraufkraft? Die des Arbeitsorts, die des Wohnorts, ein Mix aus beidem?

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 12:28
Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende.

Haben die alten Leute durch Corona den mehr ins Bett gemacht? Oder warum musste man im Pflegebereich überdurchschnittlich ackern? Als ob die Welt halber untergegangen wäre...


Und in Krankenhäusern gab es zeitweise Kurzarbeit, da geplante OPs ja nicht gemacht wurden, um Betten frei zu halten. Also war nichts zu tun.

Wer von euch arbeitet im Pflegebereich? Hat jemand von euch auf einer Intensivstation gearbeitet auf der Menschen gestorben sind denen ihr nicht helfen konntet?
Es gibt sicherlich gravierende Unterschiede in der Quantität der beruflichen Auswirkungen auf den Einzelnen, auch im Pflegebereich.
Kurzarbeit wurde meines Wissens nur bei Privaten Kliniken gemacht. Das war eine Gute Gelegenheit doppelt zu kassieren. 1. durch freigehaltene Betten und 2. Einsparung der in diesem Bereich eingesetzten MA.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 12:31
Sterbende Menschen sind tariflich unbeachtlich. Entsprechende Verweise dienen nur der unnötigen Emotionalisierung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Romsen am 19.06.2020 12:40
Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende.

Haben die alten Leute durch Corona den mehr ins Bett gemacht? Oder warum musste man im Pflegebereich überdurchschnittlich ackern? Als ob die Welt halber untergegangen wäre...


Und in Krankenhäusern gab es zeitweise Kurzarbeit, da geplante OPs ja nicht gemacht wurden, um Betten frei zu halten. Also war nichts zu tun.

Wer von euch arbeitet im Pflegebereich? Hat jemand von euch auf einer Intensivstation gearbeitet auf der Menschen gestorben sind denen ihr nicht helfen konntet?
Es gibt sicherlich gravierende Unterschiede in der Quantität der beruflichen Auswirkungen auf den Einzelnen, auch im Pflegebereich.
Kurzarbeit wurde meines Wissens nur bei Privaten Kliniken gemacht. Das war eine Gute Gelegenheit doppelt zu kassieren. 1. durch freigehaltene Betten und 2. Einsparung der in diesem Bereich eingesetzten MA.
Zunächst einmal ist das sterben bzw. das schlechtere behandlungsoutcome durch Personalmangel bzw. inadäquatem Personalschlüssel ein AG Problem und sollte weder von Ärztlicher noch von Pflegerischer Seite aus, auf sich genommen werden (mache ich auch nicht).

Und ja, dieses Phänomen der Kurzarbeit im Krankenhaus kenne ich nur aus Privat geführten Häusern. Sollte sich das Personal weiter rationalisieren bzw. mehr Druck aufladen, da es auf AG Sicht heißt " Wir haben Verluste gemacht, sind diese selber Schuld".

Allein die Freihaltepauschalen für leerstehende Betten übertrafen vielfach die Erlöse, welche mit belegten Betten zustande gekommen wären.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 12:52
Sterbende Menschen sind tariflich unbeachtlich. Entsprechende Verweise dienen nur der unnötigen Emotionalisierung.

Ich denke in diesem Unterforum sind Diskussionen gefragt. Sind diese nicht bisweilen emotional? Des Weiteren gibt es hier sehr viele tariflich unbeachtliche Anregungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 13:01
Ich diskutiere ohne emotionale Regung. Die Emotionalisierung von Diskussionen ist eher etwas, was Frauen oder Menschen mit der schweren psychischen Störung, die umgangssprachlich als „woke“ bezeichnet wird, tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 13:06
Ich möchte nicht provozieren aber in welchem Teil meiner Aussage hast du einen Bezug zu dir herausgelesen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 19.06.2020 13:06
Sterbende Menschen sind tariflich unbeachtlich. Entsprechende Verweise dienen nur der unnötigen Emotionalisierung.

Ich denke in diesem Unterforum sind Diskussionen gefragt. Sind diese nicht bisweilen emotional? Des Weiteren gibt es hier sehr viele tariflich unbeachtliche Anregungen.

Das Menschen in Krankenhäuser sterben ist nun einmal so. Wer sich bei der Berufswahl darüber keine Gedanken macht...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 13:17
Ich möchte nicht provozieren aber in welchem Teil meiner Aussage hast du einen Bezug zu dir herausgelesen?

Ich lege den Maßstab, den ich an mich selbst lege, auch an andere. Ob Du dazu einen Bezug herstellst oder nicht, ist unbeachtlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: RisikoNRW am 19.06.2020 13:20
Was die Einmalzahlung angeht gebe ich dir Recht, weitere Ankündigungen für die anstehenden Sondierungsgespräche waren z. B.:  Laufzeit mind. 30 Monate; max. Entgeldanhebung im aktuellen Inflations Bereich; Ausnahmen für Flughäfen, ÖNV, und Sparkassen. Die sollen weniger bekommen oder Einbußen hinnehmen.

Hilf mir bitte weiter. Warum sollten Mitarbeiter im Bereich der kritischen Infrastruktur weniger bekommen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 13:23





Ich möchte nicht provozieren aber in welchem Teil meiner Aussage hast du einen Bezug zu dir herausgelesen?

Ich lege den Maßstab, den ich an mich selbst lege, auch an andere. Ob Du dazu einen Bezug herstellst oder nicht, ist unbeachtlich.
??? Das hast du getan. Nicht ich. ??? Oder bist du des verstehenden Schreibens nicht geübt?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 13:25
Wo hätte ich behauptet, Du hättest derlei getan?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Tarif VKA am 19.06.2020 13:30
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

Blabla... Wir leisten uns Massenimigration von Harz4lern, da sind auch noch ein paar Euros für den ÖD vorhanden. Irgendjemand muss das Steuergeld ja verteilen.


Wow... Was für eine Aussage und Begründung deiner Leistung und den dazugehörigen Anspruch auf mehr Geld. Wenn man hier teilweise die Migranten als Begründung für mehr Einkommen heranziehen möchte und sie einfach Abschafft, dann kann die Verwaltung aber einige Arbeitsplätze sparen und Stellen streichen.
Was ist eigentlich mit denen die auch Steuern zahlen und einen Beitrag leisten? Die zahlen ebenfalls in die Sozialkassen und daher begründet Eure Ansprüche auf mehr Geld mir Argumenten und nicht mit Schwachsinn. Viele aus der Verwaltung sitzen zu Hause bei vollen Bezügen. Nur ein kleinerer Teil arbeitet in den Pflegeheimen und Krankenhäusern. Lasst doch deren Gehälter erhöhen und der Rest muss auch mal Abstriche machen. Man sieht genau wie und wann der öffentliche Dienst entbehrlich ist. Geringste Krankenstand seit Ausbruch der Krise, kaum Urlaubsanträge und alles von Menschen die im Home-Office sitzen und bei vollen Bezügen jetzt nach mehr Geld schreien.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 19.06.2020 13:31

Ob Du dazu einen Bezug herstellst

Darüber hinaus habe ich heute noch wichtigeres zu erledigen als dir deine Unzulänglichkeiten aufzuzeigen.
Schönes WE
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Tarif VKA am 19.06.2020 13:31
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

Blabla... Wir leisten uns Massenimigration von Harz4lern, da sind auch noch ein paar Euros für den ÖD vorhanden. Irgendjemand muss das Steuergeld ja verteilen.


quote author=Bastel link=topic=114045.msg173258#msg173258 date=1591721008]
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

Blabla... Wir leisten uns Massenimigration von Harz4lern, da sind auch noch ein paar Euros für den ÖD vorhanden. Irgendjemand muss das Steuergeld ja verteilen.
[/quote]


Wow... Was für eine Aussage und Begründung deiner Leistung und den dazugehörigen Anspruch auf mehr Geld. Wenn man hier teilweise die Migranten als Begründung für mehr Einkommen heranziehen möchte und sie einfach Abschafft, dann kann die Verwaltung aber einige Arbeitsplätze sparen und Stellen streichen.
Was ist eigentlich mit denen die auch Steuern zahlen und einen Beitrag leisten? Die zahlen ebenfalls in die Sozialkassen und daher begründet Eure Ansprüche auf mehr Geld mir Argumenten und nicht mit Schwachsinn. Viele aus der Verwaltung sitzen zu Hause bei vollen Bezügen. Nur ein kleinerer Teil arbeitet in den Pflegeheimen und Krankenhäusern. Lasst doch deren Gehälter erhöhen und der Rest muss auch mal Abstriche machen. Man sieht genau wie und wann der öffentliche Dienst entbehrlich ist. Geringste Krankenstand seit Ausbruch der Krise, kaum Urlaubsanträge und alles von Menschen die im Home-Office sitzen und bei vollen Bezügen jetzt nach mehr Geld schreien.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 19.06.2020 13:41
Aha. Und wie darf ich mir diese Anpassung an die lokale Kaufkraft vorstellen? An welche lokale Kraufkraft? Die des Arbeitsorts, die des Wohnorts, ein Mix aus beidem?
Wie du willst. Am Ende ist es Aufgabe der TVP die Anpassung vorzunehmen. Mir fallen dazu unendlich viele Möglichkeiten ein. Es werden seit jeher etliche Kaufkraftindizes statistisch erhoben. An welche man sich hält müssten die TVP vereinbaren.
Private Wohnorte sind privat und deshalb für die Ausgestaltung natürlich unbeachtlich.
Der öffentliche AG agiert am regionalen Arbeitsmarkt und muss sich dort gegen die regionalen Arbeitsmarktakteure behaupten, die vor Ort sind. Deshalb muss die Anpassung natürlich anhand des Sitzes des Arbeitgebers erfolgen.
Eine Abgrenzung könnte landkreisscharf erfolgen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 13:49

Ob Du dazu einen Bezug herstellst

Darüber hinaus habe ich heute noch wichtigeres zu erledigen als dir deine Unzulänglichkeiten aufzuzeigen.
Schönes WE

Ich schrieb:
Ob Du dazu einen Bezug herstellst oder nicht, ist unbeachtlich.

Darin liegt keinerlei Behauptung, Du hättest irgendetwas getan. Vielmehr ist völlig unbeachtlich, was Du tust - und das habe ich ausgeführt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 13:52
Welche grundlegenden Änderungen denn?

Eine grundlegende Änderung wäre die Anpassung der Entgelttabellen an die lokale Kaufkraft.
Tätigkeitsmerkmale und eine Entgelttabelle, die bundesweit gelten soll aber die regionalen Unterschiede - die enorm sind - nicht berücksichtigt ist grundlegend Schwachsinn.


Aha. Und wie darf ich mir diese Anpassung an die lokale Kaufkraft vorstellen? An welche lokale Kraufkraft? Die des Arbeitsorts, die des Wohnorts, ein Mix aus beidem?

Selbstverständlich an die des Arbeitsortes - denn dort besteht nicht nur die Konkurrenzsituation des AG, sondern es ist auch der einzige Ort, der für das Arbeitsverhältnis relevant wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: HerrKaeseberg am 19.06.2020 14:17
https://www.vbob.de/aktuelles/news/kommunale-arbeitgeber-verweigern-kompromiss/

Zitat
... und stellte in Verdrehung der Tatsachen den Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit (TV-Covid) als Entgegenkommen der Arbeitgeber dar....

Das habe ich bereits im Interview von Mägde nicht verstanden. Inwiefern soll das bitte ein Entgegenkommen der AG-Seite sein?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 14:26
Naja, der TV COVID erlaubte im TVÖD - im Gegensatz bspw. zu den TV-N NW und BE - ja keine Reduzierung des Entgelts, weshalb Kurzarbeitergeld im Tarifregime des TVÖD ja überhaupt nicht infrage kam. Er entband die AG nur von ihrer Beschäftigungspflicht. Da hätte man sicher nachteiligere Regelungen finden können.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Unknown am 19.06.2020 14:32
Hab ich das richtig verstanden das die BTK die Verhandlungen einerseits mit dem Bund und andererseits mit dem VKA führt? Oder hängen die irgendwie zusammen und sind voneinander abhängig? Wenn ja wie? Betrifft die Kündigung der Entgelttabellen jetzt die für den Bund und VKA? Ich verstehe den Zusammenhang irgendwie nicht zwischen der BTK mit dem Bund und dem VKA.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 14:45
TVÖD Bund und VKA werden gemeinsam verhandelt, der Bund ist aber kein Problem, für den ist 3% oder 11% Erhöhung der Entgelte nur etwas im Bereich von Rundungsungenauigkeiten im Bundeshaushalt. Die klammen Kommunen sind das Problem in den Verhandlungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Unknown am 19.06.2020 15:15
Will denn die BTK für den Bund und VKA dasselbe Ergebnis rausholen? Oder könnte der Bund sich trotzdem mit der BTK einig werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 15:21
Was die BTK will oder nicht, ist mir so unbekannt wie es unerheblich ist. Der Bund hat bislang kein Interesse gezeigt, ohne die Kommunen zu verhandeln.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wurstberg am 19.06.2020 15:39
Will denn die BTK für den Bund und VKA dasselbe Ergebnis rausholen? Oder könnte der Bund sich trotzdem mit der BTK einig werden?

Wieso sollte der Bund freiwillig auf eine Möglichkeit verzichten die Preise zu drücken?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: RisikoNRW am 19.06.2020 15:50
Was die Einmalzahlung angeht gebe ich dir Recht, weitere Ankündigungen für die anstehenden Sondierungsgespräche waren z. B.:  Laufzeit mind. 30 Monate; max. Entgeldanhebung im aktuellen Inflations Bereich; Ausnahmen für Flughäfen, ÖNV, und Sparkassen. Die sollen weniger bekommen oder Einbußen hinnehmen.

Hilf mir bitte weiter. Warum sollten Mitarbeiter im Bereich der kritischen Infrastruktur weniger bekommen?

Das hattest du bestimmt einfach überlesen @New, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: danielocean am 19.06.2020 16:41
Wie bei jeder Tarifrunde sind wieder die gleichen 10 bis 20 User am Werk, die überraschenderweise täglich zwischen 8 und 18 Uhr die Zeit haben, einen riesen Müll hier zu manifestieren, der sich vor allem auf solche ablässt, die euer Leben angenehmer machen! Deshalb sorry, dass mal ein, meistens in der Arbeit sich befindender Beschäftigter in der unteren Kategorie des öffentlichen Dienstes kurz was beitragen möchte...
Die viel zitierte Meinung dass die EG10 bis EG 15er wesentlich mehr verdienen sollten wie die U9er, weil wegen Verantwortung und blablabla ist sowas von daneben und vor allem in völliger Unwissenheit daher gelabert. Verantwortung übernehmen übrigens nicht nur EG 10er aufwärts. Mehr als ihr ahnt, sind in  Führungspositionen mit erheblicher Verantwortung in EG 5 bis EG 8 besetzt, vor allem in ländlicheren Gegenden, diese würden auch gern dass Gehalt eines EG11ers (mehr als verdient) oder höher haben - haben Sie aber nicht!!
Außerdem werden nicht nur in eurer Komfort-EG-Klasse Stellen wegen mangelnder Bewerbung nicht besetzt, sondern ebenso in EG 5-9 Stellen! Im März wurde für eine  Kläranlage eine Fachkraft für Abwassertechnik oder abgeschlossene Ausbildung mit einschlägigen Erfahrungen im Abwasserbereich deutschlandweit gesucht. Keine einzige Bewerbung ging hierzu ein! Ich glaube nicht dass es zukünftig an ITlern l, Ing. oder akademischen Bewerbern fehlt (Studierende gibt es viel zu viel), sondern viel mehr an erfahrenen, guten Fachkräften für Berufe die körperliches Geschick verlangen und ebenso Verantwortung mit sich tragen. Sie sind die wesentliche Mehrheit des öffentlichen Dienstes und werden alle nicht gerecht bezahlt! Einige von euch werden dass nie einsehen, andere vielleicht dann wenn ihnen selbst von den "kleinen" Mann oder Frau geholfen wird weil ein Wasserrohrbruch dass Haus überschwemmt oder die Abwasserleitung verstopft ist, spätestens aber wenn die Pflegekraft denjenigen in den Rollstuhl oder ins Bett behilflich sein muss oder gefüttert werden muss...
Sich einfach mal in die andere Richtung (also jenseits unter EG 10) mal hinein zu denken, würde den Dauerschreiberlingen hier nicht schaden! Uns geht's nicht anders als euch! (nurihrverdientvielmehralswir)

Es ist außerdem sehr schade für ein Forum, dass eigentlich für alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in erster Linie Hilfe bei Fragen jeder Art leisten sollte, dass hier Fragen von Neuankömmlinge oder die, die nach Jahren hier eine Frage stellen wollen aufs übelste Beleidigt werden, weil sie sich z. B. rethorisch nicht so korrekt philosophisch  ausdrücken wollen wie unsere Langzeitstudierten Dauerschreiberlinge hier...
Warum der Admin dies zulässt, ist und bleibt mir ein Rätsel (Eine Verwarnung, sowie ggf. Sperrung des Users wäre dass mindeste) ...

Ich habe Kollegen/innen die sich niemals trauen würden in dieses Forum eine Frage zu stellen, da diese erstens nie zufriedenstellend beantwortet oder zweitens gar nicht beantwortet wird, da als erstes der Platzhirsch dieses Forums wie immer eine völlig unbrauchbare Antwort mit einen Satz und wenigen Worten hinlegt (da meistens nicht immer die absolut korrekte Frage, die der Platzhirsch sich hier wünscht, eben aus Unwissenheit gestellt werden kann) und daraufhin keiner mehr Lust hat eine nützliche Antwort zu geben.

Nun zu den eigentlichen Beitrag: Eine Einmalzahlung von 1500 Euro für die 6 Monate Verschiebung der Verhandlung wäre meiner Meinung nach auch brutto gesehen eine sehr gute Überbrückung gewesen. Man hätte sich auf 1200 Euro einigen sollen. Jetzt kommen wieder max. 2 Prozent für 1 Jahr und zwar für alle EG's raus, was sogar für einen in EG 15 zu wenig ist....Im übrigen bin ich persönlich klar gegen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, da ich mit 39 Stunden leider nicht über die Runde komme. Überstunden sind in meinen Fall die Regel und nicht die Ausnahme...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 16:43
Mimimi
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 19.06.2020 16:52

Private Wohnorte sind privat und deshalb für die Ausgestaltung natürlich unbeachtlich.
Der öffentliche AG agiert am regionalen Arbeitsmarkt und muss sich dort gegen die regionalen Arbeitsmarktakteure behaupten, die vor Ort sind. Deshalb muss die Anpassung natürlich anhand des Sitzes des Arbeitgebers erfolgen.
Eine Abgrenzung könnte landkreisscharf erfolgen.

Also wir hatten seinerzeit  einee Zentrale vom Land in Bezug auf Vermögensverwaltung bei uns im Landkreis - und zwar im Ort mit der landesweit geringsten Steuerlast - war eine Briefkastenfirma. Ähnliche Konstrukte wären bei Umsetzung der Forderung nach Indizis denkbar.

Zumal wir als Kommune bereits jetzt so einige GmbH´s gegründet haben.

Alternativ wäre der Arbeitsort in Zeiten von Homeoffice (derzeit über ein Drittel der Beschäftigten) keine Alternative.

Nee, ist eine Togeburt so eine Denke.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 16:55
Die Vorbringung ist inhaltsleer, da der Wesensgehalt einer Briefkastenfirma ist, daß sie keinen Arbeitsort darstellt - zumindest keinen für bei dieser Beschäftigte.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 19.06.2020 16:58
Die Vorbringung ist inhaltsleer, da der Wesensgehalt einer Briefkastenfirma ist, daß sie keinen Arbeitsort darstellt - zumindest keinen für bei dieser Beschäftigte.

Nein, die Briefkastenfirma war ein Beispiel anderer Konstruktionen und nicht Inhalt meiner Widerrede.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 17:05
Also verweist Du in Deiner Widerrede auf Beispiele, die in keinem Zusammenhang zu dieser stehen? Welchen Sinn hat dieser Verweis? Und wenn es keinen Bezug zu Deiner Widerrede hat, ist der Begriff „Konstrukte“ seinerseits als Vorbringung ohne inhaltlichen Wert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 19.06.2020 17:37
Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 19.06.2020 17:41
Wie bei jeder Tarifrunde sind wieder die gleichen 10 bis 20 User am Werk, die überraschenderweise täglich zwischen 8 und 18 Uhr die Zeit haben, einen riesen Müll hier zu manifestieren, der sich vor allem auf solche ablässt, die euer Leben angenehmer machen! Deshalb sorry, dass mal ein, meistens in der Arbeit sich befindender Beschäftigter in der unteren Kategorie des öffentlichen Dienstes kurz was beitragen möchte...
Die viel zitierte Meinung dass die EG10 bis EG 15er wesentlich mehr verdienen sollten wie die U9er, weil wegen Verantwortung und blablabla ist sowas von daneben und vor allem in völliger Unwissenheit daher gelabert. Verantwortung übernehmen übrigens nicht nur EG 10er aufwärts. Mehr als ihr ahnt, sind in  Führungspositionen mit erheblicher Verantwortung in EG 5 bis EG 8 besetzt, vor allem in ländlicheren Gegenden, diese würden auch gern dass Gehalt eines EG11ers (mehr als verdient) oder höher haben - haben Sie aber nicht!!
Außerdem werden nicht nur in eurer Komfort-EG-Klasse Stellen wegen mangelnder Bewerbung nicht besetzt, sondern ebenso in EG 5-9 Stellen! Im März wurde für eine  Kläranlage eine Fachkraft für Abwassertechnik oder abgeschlossene Ausbildung mit einschlägigen Erfahrungen im Abwasserbereich deutschlandweit gesucht. Keine einzige Bewerbung ging hierzu ein! Ich glaube nicht dass es zukünftig an ITlern l, Ing. oder akademischen Bewerbern fehlt (Studierende gibt es viel zu viel), sondern viel mehr an erfahrenen, guten Fachkräften für Berufe die körperliches Geschick verlangen und ebenso Verantwortung mit sich tragen. Sie sind die wesentliche Mehrheit des öffentlichen Dienstes und werden alle nicht gerecht bezahlt! Einige von euch werden dass nie einsehen, andere vielleicht dann wenn ihnen selbst von den "kleinen" Mann oder Frau geholfen wird weil ein Wasserrohrbruch dass Haus überschwemmt oder die Abwasserleitung verstopft ist, spätestens aber wenn die Pflegekraft denjenigen in den Rollstuhl oder ins Bett behilflich sein muss oder gefüttert werden muss...
Sich einfach mal in die andere Richtung (also jenseits unter EG 10) mal hinein zu denken, würde den Dauerschreiberlingen hier nicht schaden! Uns geht's nicht anders als euch! (nurihrverdientvielmehralswir)

Es ist außerdem sehr schade für ein Forum, dass eigentlich für alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in erster Linie Hilfe bei Fragen jeder Art leisten sollte, dass hier Fragen von Neuankömmlinge oder die, die nach Jahren hier eine Frage stellen wollen aufs übelste Beleidigt werden, weil sie sich z. B. rethorisch nicht so korrekt philosophisch  ausdrücken wollen wie unsere Langzeitstudierten Dauerschreiberlinge hier...
Warum der Admin dies zulässt, ist und bleibt mir ein Rätsel (Eine Verwarnung, sowie ggf. Sperrung des Users wäre dass mindeste) ...

Ich habe Kollegen/innen die sich niemals trauen würden in dieses Forum eine Frage zu stellen, da diese erstens nie zufriedenstellend beantwortet oder zweitens gar nicht beantwortet wird, da als erstes der Platzhirsch dieses Forums wie immer eine völlig unbrauchbare Antwort mit einen Satz und wenigen Worten hinlegt (da meistens nicht immer die absolut korrekte Frage, die der Platzhirsch sich hier wünscht, eben aus Unwissenheit gestellt werden kann) und daraufhin keiner mehr Lust hat eine nützliche Antwort zu geben.

Nun zu den eigentlichen Beitrag: Eine Einmalzahlung von 1500 Euro für die 6 Monate Verschiebung der Verhandlung wäre meiner Meinung nach auch brutto gesehen eine sehr gute Überbrückung gewesen. Man hätte sich auf 1200 Euro einigen sollen. Jetzt kommen wieder max. 2 Prozent für 1 Jahr und zwar für alle EG's raus, was sogar für einen in EG 15 zu wenig ist....Im übrigen bin ich persönlich klar gegen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, da ich mit 39 Stunden leider nicht über die Runde komme. Überstunden sind in meinen Fall die Regel und nicht die Ausnahme...

1. Es geht dich zwar nichts an, aber ich habe 6 Monate Elternzeit und nehme mir die Freiheit ab und an wenn es sich bietet das Smartphone zu zücken und kann hier den ganzen Tag „rumposten“.

2. leben wir in einer Marktwirtschaft. Es ist egal wer etwas bekommen sollte, oder wie du das gerechterweise gerne hättest... Fakt ist nunmal, dass man im öD weder Ingenieure, ITler, Führungskräfte oder Ähnliches bekommt. Dazu zählen natürlich auch die von dir beschrieben technischen Berufe. Kein Ingenieur quält sich durch ein 5 jähriges naturwissenschaftliches Studium um dann für 3.500-4.000€ brutto beim Staat anzufangen, wenn er woanders ein ganz anderes bekommt. Bei zunehmender Berufserfahrung nimmt das Problem noch zu. Selbiges gilt im kleineren Maßstab für die von dir genannten Personen.

3. weiterhin ist laut des „Personalreports“ der dbb und der Studien von pwc und McKinsey Fakt, dass bis 2030 vor allem in der mittleren Führungsebene, also E9-E15, die Leute fehlen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 19.06.2020 17:55
Nein.

Also ist Deine Aussage, das Beispiel wäre nicht Inhalt Deiner Gegenrede gewesen, unwahr?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 19.06.2020 19:27
2. leben wir in einer Marktwirtschaft. Es ist egal wer etwas bekommen sollte, oder wie du das gerechterweise gerne hättest... Fakt ist nunmal, dass man im öD weder Ingenieure, ITler, Führungskräfte oder Ähnliches bekommt. Dazu zählen natürlich auch die von dir beschrieben technischen Berufe. Kein Ingenieur quält sich durch ein 5 jähriges naturwissenschaftliches Studium um dann für 3.500-4.000€ brutto beim Staat anzufangen, wenn er woanders ein ganz anderes bekommt. Bei zunehmender Berufserfahrung nimmt das Problem noch zu. Selbiges gilt im kleineren Maßstab für die von dir genannten Personen.

3. weiterhin ist laut des „Personalreports“ der dbb und der Studien von pwc und McKinsey Fakt, dass bis 2030 vor allem in der mittleren Führungsebene, also E9-E15, die Leute fehlen werden.

Nochmal: Das ist Regionsabhängig - wir hier haben überhaupt kein Problem Ingenieure zu finden, uns fehlen Erzieher, Elektriker und Vermessungstechniker. Die Ingenieursstellen werden mit 10-15 Bewerbern pro Ausschreibung gut gebucht. (und wir zahlen noch schlechter)

Um dem Abhilfe zu schaffen müssten die Gehälter mit Zulagen versehen werden können wenn kritische Stellen nicht nachbesetzt werden können.

Ich sehe allerdings keinen Grund den "unteren Entgeltgruppen" mehr zu zahlen, denn sie sind derzeit gut bezahlt im Vergleich mit den Kollegen aus der Privatwirtschaft.
Das Problem liegt eher darin, das niemand mehr Einzelhandelskaufman wird, sondern BWL Studiert und dann als Bachelor ein sechstelliges Gehalt erwartet.

Ich war letzte Woche in einem Vorstellungsgespräch wo es um den Posten eines Verwaltungsfachwirtes ging. Da wurden dann von den Bachelorbewerbern (da gab es viele) 60.000€ als Gehaltsvorstellung genannt :) ...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 19.06.2020 19:47
Wir kommen zwar vom Thema ab aber wer sich vor dem Vorstellungsgespräch nicht wenigstens rudimentär mit der Entgeltstruktur befasst hat, hat sich wahrscheinlich auch sonst nicht ausreichend vorbereitet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 19.06.2020 20:08
2. leben wir in einer Marktwirtschaft. Es ist egal wer etwas bekommen sollte, oder wie du das gerechterweise gerne hättest... Fakt ist nunmal, dass man im öD weder Ingenieure, ITler, Führungskräfte oder Ähnliches bekommt. Dazu zählen natürlich auch die von dir beschrieben technischen Berufe. Kein Ingenieur quält sich durch ein 5 jähriges naturwissenschaftliches Studium um dann für 3.500-4.000€ brutto beim Staat anzufangen, wenn er woanders ein ganz anderes bekommt. Bei zunehmender Berufserfahrung nimmt das Problem noch zu. Selbiges gilt im kleineren Maßstab für die von dir genannten Personen.

3. weiterhin ist laut des „Personalreports“ der dbb und der Studien von pwc und McKinsey Fakt, dass bis 2030 vor allem in der mittleren Führungsebene, also E9-E15, die Leute fehlen werden.

Nochmal: Das ist Regionsabhängig - wir hier haben überhaupt kein Problem Ingenieure zu finden, uns fehlen Erzieher, Elektriker und Vermessungstechniker. Die Ingenieursstellen werden mit 10-15 Bewerbern pro Ausschreibung gut gebucht. (und wir zahlen noch schlechter)

Um dem Abhilfe zu schaffen müssten die Gehälter mit Zulagen versehen werden können wenn kritische Stellen nicht nachbesetzt werden können.

Ich sehe allerdings keinen Grund den "unteren Entgeltgruppen" mehr zu zahlen, denn sie sind derzeit gut bezahlt im Vergleich mit den Kollegen aus der Privatwirtschaft.
Das Problem liegt eher darin, das niemand mehr Einzelhandelskaufman wird, sondern BWL Studiert und dann als Bachelor ein sechstelliges Gehalt erwartet.

Ich war letzte Woche in einem Vorstellungsgespräch wo es um den Posten eines Verwaltungsfachwirtes ging. Da wurden dann von den Bachelorbewerbern (da gab es viele) 60.000€ als Gehaltsvorstellung genannt :) ...

Wenn man den Kollegen aus den neuen Ländern glauben schenken darf, dann sieht es dort in den benannten Berufsgruppen genauso aus wie in Bayern. Und ländlicher geht es ja wohl kaum...

Also 60 k sind hier in Oberbayern die normale Härte...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: NordNordOst am 19.06.2020 20:50
Also ich verdiene jetzt im TV-V 10 ziemlich ähnlich wie vorher in der Privatwirtschaft - und das in einer recht großen Stadt in Süddeutschland. Klar, mehr geht immer, aber ich komme mir jetzt nicht unterbezahlt vor. Das Problem seh ich eher darin, dass Gehaltsverhandlungen in Zukunft wohl eher schwer werden, dann eine Höherstufung soll ja nachdem was ich so gelesen habe nicht so leicht sein. Würde aber eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auch einer tariflichen Erhöhung bevorzugen, wenn ich wählen könnte.

Finde aber generell nicht, dass man die unteren gegen die oberen Tarifgruppen ausspielen sollten - jeder hat doch ein Recht auf angemessene Bezahlung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 19.06.2020 21:22
Finde aber generell nicht, dass man die unteren gegen die oberen Tarifgruppen ausspielen sollten - jeder hat doch ein Recht auf angemessene Bezahlung.

Ohne Zweifel, aber wo verdient eine Haus- und Küchenhilfe 33.000 - 36.000 Brutto im Jahr?
Richtig hier im öffentlichen Dienst!
Wo verdient eine Wirtschafterin bis zu 40.000 Brutto?
Hier im ÖD!
Wo verdient ein Hilfsarbeiter bis zu 38.000 Brutto im Jahr?
Hier im ÖD beim Straßenbauamt!

Vergleicht das mal mit der PW ... Holla Holla

Das Handwerksmeister im ÖD unterbezahlt sind... mag sein, mein Nachbar ist Installateur - Meister mit eigener Firma und fährt jetzt 911 UND Macan... 
Ohne Neid, der hats richtig gemacht :)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 20.06.2020 08:06

Dann spreche dir meine herzlichsten Glückwünsche aus, dass das bei euch so ist. Anscheinend eine kleine Kommune. Beachte aber dann bitte dabei, dass dein Blick auf die Sache ja anscheinend auch sehr eingeschränkt stattfindet und nicht die große Bandbreite abdeckt. Trotzdem bleibe ich dabei - und nicht valide - dass es in anderen Institutionen weitaus anders aussieht. Deswegen auch die Aussage mit dem Wasserkopf.
Dem möchte ich nicht widersprechen. Mir ging es nur darum u.a. an meinem persönlichen Beispiel deine pauschale Aussage a la "im ganz Großen Umfang bleiben die alle zu Hause" in Abrede zu stellen. Die AG im öD sind doch so unterschiedlich, so auch deren Verhalten und das ihrer MA während der Corana Phase.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2020 08:39
Für diesen Zweck müssen Verwaltungsmenschen, Juristen, „Facharbeiter“ und Informatiker in einer Behörde Hand in Hand arbeiten. Das Problem ist nur: es gibt im öD immer weniger Facharbeiter und schon gar keine Informatiker.
Ausnahmen bestätigen die Regel?
Also entweder ich bin nicht Informatik oder arbeite nicht im öD.

Dann kann man in Zukunft vielleicht mit 7 Leuten das leisten was heute 10 Leute schaffen...
Das haben sie in meinem Arbeitsumfeld eben langsam gemerkt und zahlen entsprechend für die Informatiker( finanziert durch die freiwerdenden Mittel) 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2020 08:40
Die Behörden müssen das Problem intern angehen und sich selbst erneuern

Das sehe ich zu 100% genau so!

Leider scheitert das aber schon an den verstaubten Amtsstuben in der Leitungsebene... Verwaltungsgrundsatz Nr. 1:"Das haben wir schon immer so gemacht"
Ich dachte "Zuständigkeit prüfen" wäre nummero uno
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2020 09:14

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.
Da spricht der Unwissende! Klar haben alle auf dem Balkon gelegen, sich die Sonne auf den fetten Wohlstandsbauch scheinen lassen und sich genüsslich am **** gekratzt!
Das ist das, was halt immer pauschal vom ö. D. gedacht wird...!
Selbst "in den eigenen Reihen"
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 20.06.2020 09:16
Allerdings macht die Argumentation im Kontext von Corona sehr viele Sorgen. Ja, gerade im Krankenhaus / Pflegebereich wurde geackert ohne Ende.

Haben die alten Leute durch Corona den mehr ins Bett gemacht? Oder warum musste man im Pflegebereich überdurchschnittlich ackern? Als ob die Welt halber untergegangen wäre...
JA haben sie, weil sie mehr Langeweile hatten, da keiner sie besucht hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MichaelK am 20.06.2020 10:24
In den Kliniken der Akutversorgung wurden innerhalb kürzester Zeit die intensivkapazizäten erhöht. Hierfür musste Personal aus anderen Bereichen ebenfalls innerhalb kürzester Zeit geschult und eingearbeitet werden, zum Glück sind wir dem super-GAU entgangen. Aber in den Kliniken haben wir eine wahnsinnige Flexibilität und Bereitschaft zur Mitarbeit erlebt, weiterhin mussten zusätzliche Isolationsstationen geschaffen werden, in denen die MitarbeiterInnen sich freiwillig in „Gefahr“ begeben. Also wenn die Klinik MitarbeiterInnen keine Entgelterhöhung verdient haben, dann weis ich auch nicht- diese Menschen haben sich nicht bezahlt von der Sonne bräunen. Lassen und waren untätig wie scheinbar manch andere hier.
Als Bildungseinrichtung im Gesundheitswesen haben wir innerhalb kürzester Zeit neue schulungskonzepte entwickelt, E-Learning Angebote konzipiert und angewandt. Weiterhin haben wir immer noch einen deutlich erhöhten Aufwand durch die Abstandsregelungen wie Raumorganisation, Teilung von Lerngruppen mit mehrfach durchzuführenden Unterrichten usw.
Also von Langeweile keine Spur
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.06.2020 10:29
Ich erkenne in diesen Ausführungen nichts weiter als die Erfüllung der üblichen AN-Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MichaelK am 20.06.2020 10:34
Und daher können die AG auch die üblichen Erhöhungen gewähren und kein Sparprogramm anbieten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.06.2020 10:39
AG gewähren keine Erhöhungen, sie werden zwischen den TVP ausgehandelt. Mir erschließt sich nicht, warum TB sich häufig verbal in die Rolle der Bittstellers bewegen, obwohl sie Vertragspartner auf Augenhöhe sind. Ebensowenig erschließt sich mir, warum Berufsgruppen hier ständig mit der Erfüllung ihrer Arbeitnehmerpflichten hausieren gehen, obwohl es genau das ist, was sie im Arbeitsverhältnis schulden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MichaelK am 20.06.2020 10:45
Es war kein hausieren gehen, sondern eine Darstellung, dass ein HomeOffice oder bezahltes Abhängen für diese Berufssparten nicht möglich war bzw. Ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 20.06.2020 10:49
Das mag so sein oder auch nicht, zu tun, wofür man bezahlt wird, ist jedenfalls nicht der Rede wert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 20.06.2020 12:39
Mit den Milliardenlöchern hat er halt recht. Geld muss erstmal da sein bevor man es großzügig verteilen kann. Man sollte die Forderungen an die Kommunen nicht zu hoch setzen.

Blabla... Wir leisten uns Massenimigration von Harz4lern, da sind auch noch ein paar Euros für den ÖD vorhanden. Irgendjemand muss das Steuergeld ja verteilen.


Wow... Was für eine Aussage und Begründung deiner Leistung und den dazugehörigen Anspruch auf mehr Geld. Wenn man hier teilweise die Migranten als Begründung für mehr Einkommen heranziehen möchte und sie einfach Abschafft, dann kann die Verwaltung aber einige Arbeitsplätze sparen und Stellen streichen.
Was ist eigentlich mit denen die auch Steuern zahlen und einen Beitrag leisten? Die zahlen ebenfalls in die Sozialkassen und daher begründet Eure Ansprüche auf mehr Geld mir Argumenten und nicht mit Schwachsinn. Viele aus der Verwaltung sitzen zu Hause bei vollen Bezügen. Nur ein kleinerer Teil arbeitet in den Pflegeheimen und Krankenhäusern. Lasst doch deren Gehälter erhöhen und der Rest muss auch mal Abstriche machen. Man sieht genau wie und wann der öffentliche Dienst entbehrlich ist. Geringste Krankenstand seit Ausbruch der Krise, kaum Urlaubsanträge und alles von Menschen die im Home-Office sitzen und bei vollen Bezügen jetzt nach mehr Geld schreien.

Wo ziehe ich die Migranten als Begründung für mehr Einkommen heran? Es ist nur meine Antwort auf die Aussage, die Kassen wären leer. Geld ist da, es wird nur an die leistungslosen Schichten verteilt.

Wenn der ÖD mehr in seine IT investieren würde, wäre auch Homeoffice für viele möglich. Der ÖD macht seit vielen Jahren Abstriche!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 22.06.2020 07:16
....Im übrigen bin ich persönlich klar gegen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, da ich mit 39 Stunden leider nicht über die Runde komme. Überstunden sind in meinen Fall die Regel und nicht die Ausnahme...

Auf deinen übrigen Quark gehe ich jetzt mal gar nicht ein.

Warum ist das dein Problem ? Wenn du deine Arbeit in 39 Stunden nicht packst, arbeitest du entweder zu langsam oder dein AG hat sich verschätzt und müsste mehr Personal für die Arbeit einstellen oder die Arbeit anders verteilen.

Werden dir diese Überstunden angeordnet ? Falls ja dann sei doch froh, denn so bekommt du entsprechende Zulagen. Ergo bei einer Arbeitszeitverkürzung müssten sie dir mehr Überstunden anordnen und so noch mehr Zulagen bezahlen. Falls nein, dann lass nach 39 Stunden den Stift fallen und geh nach Hause.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.06.2020 07:21
Überstunden sind stets angeordnete Arbeitsstunden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 22.06.2020 07:26
Überstunden sind stets angeordnete Arbeitsstunden.

Ich unterstelle dem Verfasser hier, dass er Überstunden mit selbst auferlegten Gleitzeitstunden verwechselt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 22.06.2020 07:42
...manche sind auch schlicht zu wichtig, um nur 39 Std. anwesend zu sein... ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 22.06.2020 11:45
Mimimi
Und da war sie, die erwartete Reaktion.

alter Schwede
(https://www.interluxe.de/media/image/product/12192/lg/tipp-des-tages-einfach-mal-die-fresse-halten-witziges-schild-mit-spruch.jpg)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 22.06.2020 11:54
Dann mach das doch einfach mal. Das wäre der wertvollste Beitrag, den Du zu leisten imstande bist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: New am 22.06.2020 12:14
Was die Einmalzahlung angeht gebe ich dir Recht, weitere Ankündigungen für die anstehenden Sondierungsgespräche waren z. B.:  Laufzeit mind. 30 Monate; max. Entgeldanhebung im aktuellen Inflations Bereich; Ausnahmen für Flughäfen, ÖNV, und Sparkassen. Die sollen weniger bekommen oder Einbußen hinnehmen.

Hilf mir bitte weiter. Warum sollten Mitarbeiter im Bereich der kritischen Infrastruktur weniger bekommen?

Das hattest du bestimmt einfach überlesen @New, oder?

Ja, das habe ich tatsächlich überlesen. Die Aussage ist allerdings von der VKA. Daher kann ich die Frage nicht beantworten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 22.06.2020 13:00
Mimimi
Und da war sie, die erwartete Reaktion.

alter Schwede
(https://www.interluxe.de/media/image/product/12192/lg/tipp-des-tages-einfach-mal-die-fresse-halten-witziges-schild-mit-spruch.jpg)

Einzelmeinungen finden keine Berücksichtigung und deine Beleidigungen disqualifizieren dich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 22.06.2020 13:15

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.
Da spricht der Unwissende! Klar haben alle auf dem Balkon gelegen, sich die Sonne auf den fetten Wohlstandsbauch scheinen lassen und sich genüsslich am **** gekratzt!
Das ist das, was halt immer pauschal vom ö. D. gedacht wird...!

Tja, bei uns war es auch so.

Ich war von knapp 2,5 Monaten insgesamt nur 3 Wochen arbeiten; Die Tage, die ich anwesend sein musste, habe ich auch verkürzt gearbeitet. Leute, die mich eine Weile nicht sahen, wunderten sich tatsächlich über Bräune :-). Selbstredend volle Bezahlung für die Zeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Jontrame am 22.06.2020 13:19
Wie bei jeder Tarifrunde sind wieder die gleichen 10 bis 20 User am Werk, die überraschenderweise täglich zwischen 8 und 18 Uhr die Zeit haben, einen riesen Müll hier zu manifestieren, der sich vor allem auf solche ablässt, die euer Leben angenehmer machen! Deshalb sorry, dass mal ein, meistens in der Arbeit sich befindender Beschäftigter in der unteren Kategorie des öffentlichen Dienstes kurz was beitragen möchte...
Die viel zitierte Meinung dass die EG10 bis EG 15er wesentlich mehr verdienen sollten wie die U9er, weil wegen Verantwortung und blablabla ist sowas von daneben und vor allem in völliger Unwissenheit daher gelabert. Verantwortung übernehmen übrigens nicht nur EG 10er aufwärts. Mehr als ihr ahnt, sind in  Führungspositionen mit erheblicher Verantwortung in EG 5 bis EG 8 besetzt, vor allem in ländlicheren Gegenden, diese würden auch gern dass Gehalt eines EG11ers (mehr als verdient) oder höher haben - haben Sie aber nicht!!
Außerdem werden nicht nur in eurer Komfort-EG-Klasse Stellen wegen mangelnder Bewerbung nicht besetzt, sondern ebenso in EG 5-9 Stellen! Im März wurde für eine  Kläranlage eine Fachkraft für Abwassertechnik oder abgeschlossene Ausbildung mit einschlägigen Erfahrungen im Abwasserbereich deutschlandweit gesucht. Keine einzige Bewerbung ging hierzu ein! Ich glaube nicht dass es zukünftig an ITlern l, Ing. oder akademischen Bewerbern fehlt (Studierende gibt es viel zu viel), sondern viel mehr an erfahrenen, guten Fachkräften für Berufe die körperliches Geschick verlangen und ebenso Verantwortung mit sich tragen. Sie sind die wesentliche Mehrheit des öffentlichen Dienstes und werden alle nicht gerecht bezahlt! Einige von euch werden dass nie einsehen, andere vielleicht dann wenn ihnen selbst von den "kleinen" Mann oder Frau geholfen wird weil ein Wasserrohrbruch dass Haus überschwemmt oder die Abwasserleitung verstopft ist, spätestens aber wenn die Pflegekraft denjenigen in den Rollstuhl oder ins Bett behilflich sein muss oder gefüttert werden muss...
Sich einfach mal in die andere Richtung (also jenseits unter EG 10) mal hinein zu denken, würde den Dauerschreiberlingen hier nicht schaden! Uns geht's nicht anders als euch! (nurihrverdientvielmehralswir)

Es ist außerdem sehr schade für ein Forum, dass eigentlich für alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in erster Linie Hilfe bei Fragen jeder Art leisten sollte, dass hier Fragen von Neuankömmlinge oder die, die nach Jahren hier eine Frage stellen wollen aufs übelste Beleidigt werden, weil sie sich z. B. rethorisch nicht so korrekt philosophisch  ausdrücken wollen wie unsere Langzeitstudierten Dauerschreiberlinge hier...
Warum der Admin dies zulässt, ist und bleibt mir ein Rätsel (Eine Verwarnung, sowie ggf. Sperrung des Users wäre dass mindeste) ...

Ich habe Kollegen/innen die sich niemals trauen würden in dieses Forum eine Frage zu stellen, da diese erstens nie zufriedenstellend beantwortet oder zweitens gar nicht beantwortet wird, da als erstes der Platzhirsch dieses Forums wie immer eine völlig unbrauchbare Antwort mit einen Satz und wenigen Worten hinlegt (da meistens nicht immer die absolut korrekte Frage, die der Platzhirsch sich hier wünscht, eben aus Unwissenheit gestellt werden kann) und daraufhin keiner mehr Lust hat eine nützliche Antwort zu geben.

Nun zu den eigentlichen Beitrag: Eine Einmalzahlung von 1500 Euro für die 6 Monate Verschiebung der Verhandlung wäre meiner Meinung nach auch brutto gesehen eine sehr gute Überbrückung gewesen. Man hätte sich auf 1200 Euro einigen sollen. Jetzt kommen wieder max. 2 Prozent für 1 Jahr und zwar für alle EG's raus, was sogar für einen in EG 15 zu wenig ist....Im übrigen bin ich persönlich klar gegen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, da ich mit 39 Stunden leider nicht über die Runde komme. Überstunden sind in meinen Fall die Regel und nicht die Ausnahme...

Großer Applaus zu diesem Beitrag.


Mimimi
Und da war sie, die erwartete Reaktion.

alter Schwede
(https://www.interluxe.de/media/image/product/12192/lg/tipp-des-tages-einfach-mal-die-fresse-halten-witziges-schild-mit-spruch.jpg)

Einzelmeinungen finden keine Berücksichtigung und deine Beleidigungen disqualifizieren dich.

Zum Glück kann Spid seine Ritter direkt aus seinem Anus ins Feld schicken. Der Mut zu solch einem Kommentar fehlt dir Vollständig sobald Spid beleidigend ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 22.06.2020 13:24
blablabla

Wärst du doch nur 1/100 so lässig, wie dein Nickname es vermuten liese...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 22.06.2020 14:06
Wieso beschweren sich einige hier über die freigestellten, im öD gibt es eben keine Kurzarbeit.

Die die in Kurzarbeit gegangen sind, wurden komplett freigestellt, viele mit Einbußen, einige haben nur paar % Einbußen.

Egal wie man es wendet, sind es am Ende Steuergelder, nur aus verschiedenen Töpfen.

Wegen Covid zu behaupten, es wäre nichts da zum verteilen, halte ich für einen Schritt Rückwärts, bei der letzten Tarifrunde wurde doch gut angehoben, auch wenn der 1 Prozent dieses Jahr als wenig scheint, war es im großen und ganzen ganz ok. Mehr geht immer. Weniger aber auch.
Wenn es nichts gebe, dann würde die Mehrwertsteuer nicht gesenkt, dann würden nicht Milliarden Hilfen für alles Mögliche ausgegeben oder bereitgestellt. Oder sollen jetzt die TB die Hilfen ausbaden und auf Erhöhung verzichten???

Ich erwarte zwar dieses mal echt nicht viel bis Garnichts, würde mich aber sehr freuen wenn doch Arbeitszeitreduzierung oder ein deutliches Plus rauskommen würde.  :)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 22.06.2020 14:28
Wieso beschweren sich einige hier über die freigestellten, im öD gibt es eben keine Kurzarbeit.


Ich glaube es geht vor allem um diejenigen die sich mit ihrem, von Steuergeldern bezahlten Sonnenbrand unterbezahlt fühlen und eine tarifliche Entgelderhöhung von 10 % als notwendig ansehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DSGVO am 22.06.2020 15:04
Wieso beschweren sich einige hier über die freigestellten, im öD gibt es eben keine Kurzarbeit.


Ich glaube es geht vor allem um diejenigen die sich mit ihrem, von Steuergeldern bezahlten Sonnenbrand unterbezahlt fühlen und eine tarifliche Entgelderhöhung von 10 % als notwendig ansehen.

Wer der Meinung ist Entgeld zu beziehen ist sowieso überbezahlt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 22.06.2020 15:08
Wieso beschweren sich einige hier über die freigestellten, im öD gibt es eben keine Kurzarbeit.


Ich glaube es geht vor allem um diejenigen die sich mit ihrem, von Steuergeldern bezahlten Sonnenbrand unterbezahlt fühlen und eine tarifliche Entgelderhöhung von 10 % als notwendig ansehen.

Warum melden sich laufend irgendwelche Kasper an und erzählen uns wie gut es uns geht?

Ist der VKA langweilig?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 22.06.2020 16:38
Wieso beschweren sich einige hier über die freigestellten, im öD gibt es eben keine Kurzarbeit.


Ich glaube es geht vor allem um diejenigen die sich mit ihrem, von Steuergeldern bezahlten Sonnenbrand unterbezahlt fühlen und eine tarifliche Entgelderhöhung von 10 % als notwendig ansehen.

Hier werden die Stellen im technischen Bereich immer wieder ausgeschrieben, leider meldet sich niemand. Bewirbt sich jemand passendes steht er im Bewerbungsgespräch auf, weil er nicht für 60-70% des Gehaltes der freien Wirtschaft arbeiten möchte. Die Differenz ist in diesem Bereich zu groß! Was soll der AG in diesen Fällen machen? Keine Schulen, Kitas oder Krankenhäuser mehr bauen? Hier sind zur Zeit etliche Stellen offen! Versuchen sie mal einen Bauingenieur oder Informatiker in den öD zu holen.

Bspw. Köln: https://www.ksta.de/koeln/derzeit-1400-offene-stellen-stadt-koeln-kaempft-mit-job-offensive-um-neues-personal-36217518

Laut Bitkom sind z. Z. 124.000 IT Stellen in DE offen. Vor Corona wurde bis Ende 2020 mit über 140.000 Stellen gerechnet. Es werden wohl noch mehr, da viele nun die Digitalisierung noch schneller vorantreiben wollen, da man nun die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Hier in Oberbayern steigen die Absolventen mit ca. 50-60k ein. Wie wollen sie mit einer E11, die bei knapp 60k bereits aufhört denn dagegen anstinken? Das gilt erst recht für die gefragten Personen mit Berufserfahrung!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 22.06.2020 16:46
Die E11 hört nicht mit knapp über 60 auf ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schwabe am 22.06.2020 16:52
Wieso beschweren sich einige hier über die freigestellten, im öD gibt es eben keine Kurzarbeit.


Ich glaube es geht vor allem um diejenigen die sich mit ihrem, von Steuergeldern bezahlten Sonnenbrand unterbezahlt fühlen und eine tarifliche Entgelderhöhung von 10 % als notwendig ansehen.

Hier werden die Stellen im technischen Bereich immer wieder ausgeschrieben, leider meldet sich niemand. Bewirbt sich jemand passendes steht er im Bewerbungsgespräch auf, weil er nicht für 60-70% des Gehaltes der freien Wirtschaft arbeiten möchte. Die Differenz ist in diesem Bereich zu groß! Was soll der AG in diesen Fällen machen? Keine Schulen, Kitas oder Krankenhäuser mehr bauen? Hier sind zur Zeit etliche Stellen offen! Versuchen sie mal einen Bauingenieur oder Informatiker in den öD zu holen.

Bspw. Köln: https://www.ksta.de/koeln/derzeit-1400-offene-stellen-stadt-koeln-kaempft-mit-job-offensive-um-neues-personal-36217518

Laut Bitkom sind z. Z. 124.000 IT Stellen in DE offen. Vor Corona wurde bis Ende 2020 mit über 140.000 Stellen gerechnet. Es werden wohl noch mehr, da viele nun die Digitalisierung noch schneller vorantreiben wollen, da man nun die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Hier in Oberbayern steigen die Absolventen mit ca. 50-60k ein. Wie wollen sie mit einer E11, die bei knapp 60k bereits aufhört denn dagegen anstinken? Das gilt erst recht für die gefragten Personen mit Berufserfahrung!

mimimimi ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 22.06.2020 22:57
Ich bleibe dabei, angesichts Corona sollte die kommende Gehaltserhöhung gemäßigt ausfallen (es wird mich selbst "treffen"). In der PW wird dies ebenso sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 23.06.2020 06:27
gemäßigt haben wir irgendwie immer, weil es immer einen Grund gibt. Hier wäre es vielleicht mal die Chance, den Abstand zwischen systemrelevanten Job im öffentlichen Dienst und PW etwas zu verkleinern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 06:51
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 23.06.2020 06:57
Die allermeisten haben sich nicht voll bezahlt die Sonne auf den Bauch scheinen lassen sondern haben gearbeitet. Entweder zu Hause oder im Büro.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Majon am 23.06.2020 07:36
Ich gehe auch davon aus, dass die Allermeisten ihre Arbeit weiterhin, ob nun im Büro oder im Homeoffice, erledigt haben!

Tatsächlich war ich angenehm überrascht, wie zügig unsere IT allen Mitarbeitern der Kernverwaltung Homeofficearbeitsplätze ermöglicht hat, und wie gut das Ganze funktioniert hat!

Bei uns wurden 2 Teams gebildet, die im wöchentlichen Wechsel im Büro bzw. zu Hause gearbeitet haben. Die Kollegen im Homeoffice sind dann abends, nach 18:00 Uhr, ins Büro gekommen, um Schriftstücke versandfertig und Ablage zu machen. Dieses System hat von Ende März bis Anfang Juni hervorragend funktioniert, und die laufende Arbeit wurde zuverlässig erledigt.

Seit dem 08.06. sind wieder alle im Büro tätig, aber die Ausstattung fürs Homeoffice bleibt uns, zumindest erst einmal, erhalten. Zukünftig dürfen wir, nach abteilungsinterner Absprache, ein Fünftel der wöchentlichen Arbeitszeit im Homeoffice erledigen.

Vor Corona war Homeoffice bei uns so gut wie kein Thema!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 07:55
Die allermeisten haben sich nicht voll bezahlt die Sonne auf den Bauch scheinen lassen sondern haben gearbeitet. Entweder zu Hause oder im Büro.

Ich habe nichts anderes behauptet, ich glaube allerdings das diejenigen die viel Geld in Sonnencreme investiert haben auch die höchsten tariflichen Abschlüsse erwarten und gleichzeitig neu angemeldete User in diesem Forum als Kasper bezeichnen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 23.06.2020 08:04
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.

Warum hat denn ein Arbeigeber jemanden bezahlt in die Sonne geschickt ? Zu 99% ist das eigenes versagen.

Ich war auch 3 Wochen daheim. Mit Laptop und Zugang zu unserem System hätte ich 90% meiner Arbeit von Zuhause erledigen können. Mein Arbeitgeber ist aber dazu nicht in der Lage, da er in der digitalen Steinzeit lebt. Also ganz einfach: Nicht mein Problem, sondern versagen des AGs auf ganzer Linie !

Ich bin im übrigen Systemrelevant. Zumindest nach der Auflistung der "systemrelevanten Gruppen" meines Bundeslandes die ihre Kinder in die Notbetreuung hätten schicken dürfen. Trotzdem hat mich mein AG 3 Wochen heimgeschickt, damit die einzigen beiden systemrelevanten Ingenieure die er hat nicht gleichzeitig arbeiten und im worst case gleichzeitig ausfallen.


Wenn es nach mir geht, reicht es aus den Inflationsausgleich drauf zu packen für 24 Monate und die EGO anzupassen, so dass die "systemrelevanten Berufe" in höhere EGs wandern. Ingenieure, Architekten und Informatiker fangen bei E12 an, Bautechniker bei E10 usw., die handwerklichen Bereiche könnte man auch etwas höher setzen, insbesondere die Meister.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 23.06.2020 08:09
Inwieweit sind Architekten  systemrelevant? DAs sind wohl eher die Sachbearbeiter im Wohngeld, Sozialamt, Jobcenter und KUG sowie Müllwerker, Wasserwerker und Elektriker.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 23.06.2020 08:18
Hier werden die Stellen im technischen Bereich immer wieder ausgeschrieben, leider meldet sich niemand. Bewirbt sich jemand passendes steht er im Bewerbungsgespräch auf, weil er nicht für 60-70% des Gehaltes der freien Wirtschaft arbeiten möchte. Die Differenz ist in diesem Bereich zu groß! Was soll der AG in diesen Fällen machen?
Im Bereich IT:
Sich als attraktive AG darstellen, nicht an Standorten wie München etc. neue Dienststellen für Cybercrime; kommunaler DV oder so aufbauen, sondern dort wo kleinere Unis sind mit den entsprechenden Fakultäten. (im Breich Bund/Land)
Die Personalabteilungen auswechseln oder bekehren, die sich gegen die tarifliche Möglichkeiten der Gehaltsgestalltung wehren.
Mehr Möglichkeiten mit den Gewerkschaften/Gesetzgeber verhandeln, dass mehr üT Bezahlung möglich ist.
Einfach mal ausrechnen und kapieren, das 10 SB locker nicht so viel so viel wuppen wie 5-7SB plus ein echter Informatiker (und entsprechende Ausstattung) und dann das auch noch weniger Kostet, obwohl man dem Informatiker eine paar tausender mehr als tarifliche bezahlt.

Städte wie Köln, Mü, FFM ... sind da natürlich benachteiligt, aber in den anderen Großstädten haben wir es geschafft die Informatiker Stellen mit hervorragenden Leuten zu besetzen.
Natürlich keine Harvardabsolventen, aber eben auch nicht die Graupen, die nix wuppen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 23.06.2020 08:23
Inwieweit sind Architekten  systemrelevant? DAs sind wohl eher die Sachbearbeiter im Wohngeld, Sozialamt, Jobcenter und KUG sowie Müllwerker, Wasserwerker und Elektriker.

Da hast Du Recht. ÖD ist halt nicht gleich ÖD. Alle schreien hier immer nach besserer Bezahlung im IT Bereich usw. Wir haben hier einen Riesen Komplex mit Technikern, Nutzerbetreuern und was auch immer, die sind seit gut zwei Monaten zu Hause im "Home Office" und nur noch ein paar Peoples vor Ort. Hier läuft alles wunderbar :)

Die Ingenieure und Architekten wie z.B. in der Stadtplanung sind für die privaten Büros systemrelevant weil da wird ja immer die Arbeit hingeschoben. Der Stadtplaner setzt dann noch kurz seine Unterschrift unter das Gutachten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 08:39
Inwieweit sind Architekten  systemrelevant? DAs sind wohl eher die Sachbearbeiter im Wohngeld, Sozialamt, Jobcenter und KUG sowie Müllwerker, Wasserwerker und Elektriker.

Inwiefern sollte Leistungsverwaltung systemrelevant sein? Das System kommt auch hervorragend Wochen oder Monate aus, ohne daß Geld umverteilt wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MaBu am 23.06.2020 08:56
Inwieweit sind Architekten  systemrelevant? DAs sind wohl eher die Sachbearbeiter im Wohngeld, Sozialamt, Jobcenter und KUG sowie Müllwerker, Wasserwerker und Elektriker.

[...]

Die Ingenieure und Architekten wie z.B. in der Stadtplanung sind für die privaten Büros systemrelevant weil da wird ja immer die Arbeit hingeschoben. Der Stadtplaner setzt dann noch kurz seine Unterschrift unter das Gutachten.

So eine Aussage lässt sich sicherlich für jede Berufsgruppe im ÖD finden. Bei einigen trifft Sie sicherlich zu, bei vielen jedoch nicht. Als was sind Sie tätig?

Und ja, ich bin ein Ingenieur, allerdings im Bauamt. Hier wird vieles in Eigenregie erledigt. Lediglich die Statik und die benötigten Zeichnungen (sind zeitlich schlichtweg nicht realisierbar) werden an externe Büros abgegeben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 23.06.2020 09:02
Ich bleibe dabei, angesichts Corona sollte die kommende Gehaltserhöhung gemäßigt ausfallen (es wird mich selbst "treffen"). In der PW wird dies ebenso sein.
Nein. In Teilen der PW wird das so sein. Es gibt auch Teile der PW, die krachen regelrecht zusammen. Und es gibt eben auch solche, die profitieren unterm Strich sogar von der Pandemielage.
Und genau diese Differenzierung gibt es so auch im öD. Nur die TVP werden das nicht auf die Reihe kriegen. So wie manche Forenuser offenbar auch nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 23.06.2020 09:20
@ Mabu, die Bauleiter kann man auch nicht mit den Stadtplanern vergleichen. Ist aber auch off Topic: Nicht mal Kartierungen machen die "Landschaftsplaner" selber. Deren Tätigkeit besteht darin: Vergaben vorzubereiten, Angebote zu lesen und Mittel aus deckungsfähigen HH Stellen zu suchen weil die Leistungsphase 1-3 mal wieder 80 % teurer geworden ist,  als geplant. 

Ich bin in der Leistungsverwaltung eingesetzt und davor einige Jahre als Controller im Baudezernat.


Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 09:21
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.

Warum hat denn ein Arbeigeber jemanden bezahlt in die Sonne geschickt ? Zu 99% ist das eigenes versagen.

Ich war auch 3 Wochen daheim. Mit Laptop und Zugang zu unserem System hätte ich 90% meiner Arbeit von Zuhause erledigen können. Mein Arbeitgeber ist aber dazu nicht in der Lage, da er in der digitalen Steinzeit lebt. Also ganz einfach: Nicht mein Problem, sondern versagen des AGs auf ganzer Linie !

Ich bin im übrigen Systemrelevant. Zumindest nach der Auflistung der "systemrelevanten Gruppen" meines Bundeslandes die ihre Kinder in die Notbetreuung hätten schicken dürfen. Trotzdem hat mich mein AG 3 Wochen heimgeschickt, damit die einzigen beiden systemrelevanten Ingenieure die er hat nicht gleichzeitig arbeiten und im worst case gleichzeitig ausfallen.


Wenn es nach mir geht, reicht es aus den Inflationsausgleich drauf zu packen für 24 Monate und die EGO anzupassen, so dass die "systemrelevanten Berufe" in höhere EGs wandern. Ingenieure, Architekten und Informatiker fangen bei E12 an, Bautechniker bei E10 usw., die handwerklichen Bereiche könnte man auch etwas höher setzen, insbesondere die Meister.

Inwieweit sind Architekten  systemrelevant? DAs sind wohl eher die Sachbearbeiter im Wohngeld, Sozialamt, Jobcenter und KUG sowie Müllwerker, Wasserwerker und Elektriker.

Inwiefern sollte Leistungsverwaltung systemrelevant sein? Das System kommt auch hervorragend Wochen oder Monate aus, ohne daß Geld umverteilt wird.

Es ist sehr einfach seine Vorgesetzten verantwortlich zu machen. Die allermeisten die nicht die Technischen Voraussetzungen für ein Homeoffice haben jammern über Versäumnisse der Vorgesetzten, als ob es regelmäßig Pandemien mit Lock Down gäbe auf die man sich hätte vorbereiten müssen. Hat denn niemand ein Laptop oder auch nur ein Telefon Zuhause? 2-3mal pro Woche kann ich meine Ansprechpartner nicht erreichen, weil sie im Homeoffice sind. Rufumleitung ist nicht möglich?
Ja, die allermeisten machen ihre Arbeit und das in der ihnen bestmöglichen Qualität. Allerdings glaube ich auch, dass diejenigen die sich über ihre schlecht vorbereiteten Vorgesetzten beklagen mit ein wenig Eigeninitiative auch zu einer gewissen Arbeitsleistung in der Lage sind.
Einige Beiträge in diesem Unterforum vermitteln den Eindruck das gerade diese Mitarbeiter durch höhere Eingruppierungen und Tariferhöhungen beim nächsten Lock Down ihre Arbeitsleistung erbringen können.

...und wenn wir mal ehrlich sind, Arbeitnehmer in tatsächlich systemrelevanten Berufen haben nicht die Zeit sich regelmäßig hier auszuweinen bzw. sich den ganzen Tag hier zu tummeln.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 23.06.2020 09:28
Warumdendas:

Tarifforderungen sind Teil des freien Marktes und moralischen Einordnungen nicht zugänglich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 09:32
An welcher Stelle habe ich behauptet das dies nicht so sei?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 23.06.2020 09:34
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.

Warum hat denn ein Arbeigeber jemanden bezahlt in die Sonne geschickt ? Zu 99% ist das eigenes versagen.

Ich war auch 3 Wochen daheim. Mit Laptop und Zugang zu unserem System hätte ich 90% meiner Arbeit von Zuhause erledigen können. Mein Arbeitgeber ist aber dazu nicht in der Lage, da er in der digitalen Steinzeit lebt. Also ganz einfach: Nicht mein Problem, sondern versagen des AGs auf ganzer Linie !

Ich bin im übrigen Systemrelevant. Zumindest nach der Auflistung der "systemrelevanten Gruppen" meines Bundeslandes die ihre Kinder in die Notbetreuung hätten schicken dürfen. Trotzdem hat mich mein AG 3 Wochen heimgeschickt, damit die einzigen beiden systemrelevanten Ingenieure die er hat nicht gleichzeitig arbeiten und im worst case gleichzeitig ausfallen.


Wenn es nach mir geht, reicht es aus den Inflationsausgleich drauf zu packen für 24 Monate und die EGO anzupassen, so dass die "systemrelevanten Berufe" in höhere EGs wandern. Ingenieure, Architekten und Informatiker fangen bei E12 an, Bautechniker bei E10 usw., die handwerklichen Bereiche könnte man auch etwas höher setzen, insbesondere die Meister.

Natürlich ist es das Versagen des AG, wenn jemand bezahlt diverse Wochen in der Sonne sitzt. Aber genau deshalb sollten die betroffenen AN schön ihren Schnabel halten und einmal das Wertschätzen, was ihnen der ÖD in dieser personifizierten Variante bietet. Ich kann mich in keiner Form beschweren. Und wenn die genannten Ingenieure, Architekten und Informatiker sooooo systemrelevant sind (wollt ihr euch damit eigentlich euer Ego pimpen?) und gleichzeitig soooo schlecht bezahlt, dann geht doch dahin wo es vermeintlich mehr an Kohle gibt. Bloß aufpassen: da ist dann nix mehr mit bräunen. Da muss man auch mal arbeiten. Mir geht dieses ganze gemeckert derart auf den Zünder.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 23.06.2020 09:37
An welcher Stelle habe ich behauptet das dies nicht so sei?

Welchen Zweck hat die Empörung über Personen, die zu Hause geblieben sind, und dennoch hohe Tarifforderungen stellen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 10:01
Welchen Zweck habe hohe Tarifforderungen wenn keine Arbeit geleistet werden kann oder will. Wie kann ich meinen Vorgesetzten Versagen Vorwerfen angesichts einer noch nie dagewesenen Herausforderung?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 10:05
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 23.06.2020 10:06
Der Zweck hoher Tarifforderungen besteht in der Erhöhung seines Einkommens.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 23.06.2020 10:07
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.

Warum hat denn ein Arbeigeber jemanden bezahlt in die Sonne geschickt ? Zu 99% ist das eigenes versagen.

Ich war auch 3 Wochen daheim. Mit Laptop und Zugang zu unserem System hätte ich 90% meiner Arbeit von Zuhause erledigen können. Mein Arbeitgeber ist aber dazu nicht in der Lage, da er in der digitalen Steinzeit lebt. Also ganz einfach: Nicht mein Problem, sondern versagen des AGs auf ganzer Linie !

Ich bin im übrigen Systemrelevant. Zumindest nach der Auflistung der "systemrelevanten Gruppen" meines Bundeslandes die ihre Kinder in die Notbetreuung hätten schicken dürfen. Trotzdem hat mich mein AG 3 Wochen heimgeschickt, damit die einzigen beiden systemrelevanten Ingenieure die er hat nicht gleichzeitig arbeiten und im worst case gleichzeitig ausfallen.


Wenn es nach mir geht, reicht es aus den Inflationsausgleich drauf zu packen für 24 Monate und die EGO anzupassen, so dass die "systemrelevanten Berufe" in höhere EGs wandern. Ingenieure, Architekten und Informatiker fangen bei E12 an, Bautechniker bei E10 usw., die handwerklichen Bereiche könnte man auch etwas höher setzen, insbesondere die Meister.

Natürlich ist es das Versagen des AG, wenn jemand bezahlt diverse Wochen in der Sonne sitzt. Aber genau deshalb sollten die betroffenen AN schön ihren Schnabel halten und einmal das Wertschätzen, was ihnen der ÖD in dieser personifizierten Variante bietet. Ich kann mich in keiner Form beschweren. Und wenn die genannten Ingenieure, Architekten und Informatiker sooooo systemrelevant sind (wollt ihr euch damit eigentlich euer Ego pimpen?) und gleichzeitig soooo schlecht bezahlt, dann geht doch dahin wo es vermeintlich mehr an Kohle gibt. Bloß aufpassen: da ist dann nix mehr mit bräunen. Da muss man auch mal arbeiten. Mir geht dieses ganze gemeckert derart auf den Zünder.

Wir leben hier im Kapitalismus und haben eine Marktwirtschaft. Wenn die AG die Stellen nicht besetzen können, die sie besetzen wollen, so müssen sie eben das entsprechende dafür tun. Wie sie das machen ist ihr Bier, aber das Problem ist keine Randerscheinung mehr sondern ein Flächenbrand! Es sind bereits laut dbb 300.000 Stellen unbesetzt und bis 2030 sind es wohl 1.300.000 Stellen, wenn man genauso weitermacht wie bisher. Die einzige Schlussfolgerung die somit möglich ist: entweder müssen die verbleibenden Arbeitskräfte den Laden am Laufen halten oder man besetzt die Stellen nach.

Wenn die AG so weiter machen ist der Käse bald gegessen, dann müssen sie entweder massiv Gegenhalten, oder den Untergang akzeptieren und politisch verantworten.

Was den meisten AG aber egal sein dürfte, da die Verantwortlichen zumeist 50+ sind und dann ab 2030 ihre Pension auf Mallorca genießen werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 10:14
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 23.06.2020 10:21
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Deinen Arbeitsvertrag hast du also mit dem oder den? Steuerzahler(n) abgeschlossen?!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 23.06.2020 10:22
Da ich selber auch Steuern zahle, bin ich also mein eigener Herr. Cool  8)
Das ermöglicht im Tarifverhandlungsspielchen doch gleich ganz neue Regeln
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Insider2 am 23.06.2020 10:26
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.

Warum hat denn ein Arbeigeber jemanden bezahlt in die Sonne geschickt ? Zu 99% ist das eigenes versagen.

Ich war auch 3 Wochen daheim. Mit Laptop und Zugang zu unserem System hätte ich 90% meiner Arbeit von Zuhause erledigen können. Mein Arbeitgeber ist aber dazu nicht in der Lage, da er in der digitalen Steinzeit lebt. Also ganz einfach: Nicht mein Problem, sondern versagen des AGs auf ganzer Linie !

Ich bin im übrigen Systemrelevant. Zumindest nach der Auflistung der "systemrelevanten Gruppen" meines Bundeslandes die ihre Kinder in die Notbetreuung hätten schicken dürfen. Trotzdem hat mich mein AG 3 Wochen heimgeschickt, damit die einzigen beiden systemrelevanten Ingenieure die er hat nicht gleichzeitig arbeiten und im worst case gleichzeitig ausfallen.


Wenn es nach mir geht, reicht es aus den Inflationsausgleich drauf zu packen für 24 Monate und die EGO anzupassen, so dass die "systemrelevanten Berufe" in höhere EGs wandern. Ingenieure, Architekten und Informatiker fangen bei E12 an, Bautechniker bei E10 usw., die handwerklichen Bereiche könnte man auch etwas höher setzen, insbesondere die Meister.

Natürlich ist es das Versagen des AG, wenn jemand bezahlt diverse Wochen in der Sonne sitzt. Aber genau deshalb sollten die betroffenen AN schön ihren Schnabel halten und einmal das Wertschätzen, was ihnen der ÖD in dieser personifizierten Variante bietet. Ich kann mich in keiner Form beschweren. Und wenn die genannten Ingenieure, Architekten und Informatiker sooooo systemrelevant sind (wollt ihr euch damit eigentlich euer Ego pimpen?) und gleichzeitig soooo schlecht bezahlt, dann geht doch dahin wo es vermeintlich mehr an Kohle gibt. Bloß aufpassen: da ist dann nix mehr mit bräunen. Da muss man auch mal arbeiten. Mir geht dieses ganze gemeckert derart auf den Zünder.

Wir leben hier im Kapitalismus und haben eine Marktwirtschaft. Wenn die AG die Stellen nicht besetzen können, die sie besetzen wollen, so müssen sie eben das entsprechende dafür tun. Wie sie das machen ist ihr Bier, aber das Problem ist keine Randerscheinung mehr sondern ein Flächenbrand! Es sind bereits laut dbb 300.000 Stellen unbesetzt und bis 2030 sind es wohl 1.300.000 Stellen, wenn man genauso weitermacht wie bisher. Die einzige Schlussfolgerung die somit möglich ist: entweder müssen die verbleibenden Arbeitskräfte den Laden am Laufen halten oder man besetzt die Stellen nach.

Wenn die AG so weiter machen ist der Käse bald gegessen, dann müssen sie entweder massiv Gegenhalten, oder den Untergang akzeptieren und politisch verantworten.

Was den meisten AG aber egal sein dürfte, da die Verantwortlichen zumeist 50+ sind und dann ab 2030 ihre Pension auf Mallorca genießen werden.

Ist das dein Problem was Arbeitergeber tun müssen/sollten/könnten/würden bzw. nicht tun? Der AN hat in den 39/40/41 Stunden seine ihm übertrage Aufgaben zu verrichten. Fertig. Alles andere ist Problem des AG. Worüber regst du dich auf?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 23.06.2020 10:27
Wie kann ich meinen Vorgesetzten Versagen Vorwerfen angesichts einer noch nie dagewesenen Herausforderung?

Schriftlich, mündlich oder durch eine autorisierte Person. Im Zweifel auch das aktives Handeln oder Unterlassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 10:29
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Also komme ich demnächst zu Deinem Arbeitsplatz und erteile Dir Weisungen, weil ich ja Dein AG bin? Merkste selber, daß das Bullshit ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 23.06.2020 10:32
Hat denn niemand ein Laptop oder auch nur ein Telefon Zuhause?
Warum eigentlich nur zuhause, es wäre für den Steuerzahler doch auch besser wenn ich diese Dinge von daheim ständig mit auf die Arbeit nehmen würde?

Corona kam vielleicht überraschend, sagen wir lieber mal kurzfristig, aber Pandemieplanungen gabs vorher und hätte es schon vorher viel mehr geben können.
Lesenswert dazu: https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Downloads/Luekex/LUEKEX07_Auswertungsbericht_lang.html

Allgemeine Notfallplanungen (Verwaltung brennt ab, steht unter Wasser, Masern o.ä laufen rund) könnte man auch vorher in Schubladen liegen haben. Und HomeOffice allgemein wurde auch nicht 2020 erfunden.
Alles das hat der öD aber überwiegend versäumt - und ja, da können wir auch gerne den Steuerzahler als öD-Basis nehmen, der hätte dafür nämlich dann auch etwas bezahlen müssen.
Warum ich dann zwingend eigenes Laptop und Telefon stellen sollte (was ich im Übrigen auch so schon in gewissem Maße trotzdem regelmäßig tue), Datenschutzvorgaben mal außen vor, kann ich daher nicht so sehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 23.06.2020 10:38
Als neu angemeldeter Kasper möchte ich zum Einen darauf hinweisen das systemrelevant zu einem großen Teil in der fW stattfindet (Gesellschaften des öD z. B. Kliniken) und zum Anderen das diejenigen im öD die sich auf Kosten ihrer Arbeitgeber voll bezahlt in die Sonne gehauen haben sicherlich nicht systemrelevant sind.

Warum hat denn ein Arbeigeber jemanden bezahlt in die Sonne geschickt ? Zu 99% ist das eigenes versagen.

Ich war auch 3 Wochen daheim. Mit Laptop und Zugang zu unserem System hätte ich 90% meiner Arbeit von Zuhause erledigen können. Mein Arbeitgeber ist aber dazu nicht in der Lage, da er in der digitalen Steinzeit lebt. Also ganz einfach: Nicht mein Problem, sondern versagen des AGs auf ganzer Linie !

Ich bin im übrigen Systemrelevant. Zumindest nach der Auflistung der "systemrelevanten Gruppen" meines Bundeslandes die ihre Kinder in die Notbetreuung hätten schicken dürfen. Trotzdem hat mich mein AG 3 Wochen heimgeschickt, damit die einzigen beiden systemrelevanten Ingenieure die er hat nicht gleichzeitig arbeiten und im worst case gleichzeitig ausfallen.


Wenn es nach mir geht, reicht es aus den Inflationsausgleich drauf zu packen für 24 Monate und die EGO anzupassen, so dass die "systemrelevanten Berufe" in höhere EGs wandern. Ingenieure, Architekten und Informatiker fangen bei E12 an, Bautechniker bei E10 usw., die handwerklichen Bereiche könnte man auch etwas höher setzen, insbesondere die Meister.

Natürlich ist es das Versagen des AG, wenn jemand bezahlt diverse Wochen in der Sonne sitzt. Aber genau deshalb sollten die betroffenen AN schön ihren Schnabel halten und einmal das Wertschätzen, was ihnen der ÖD in dieser personifizierten Variante bietet. Ich kann mich in keiner Form beschweren. Und wenn die genannten Ingenieure, Architekten und Informatiker sooooo systemrelevant sind (wollt ihr euch damit eigentlich euer Ego pimpen?) und gleichzeitig soooo schlecht bezahlt, dann geht doch dahin wo es vermeintlich mehr an Kohle gibt. Bloß aufpassen: da ist dann nix mehr mit bräunen. Da muss man auch mal arbeiten. Mir geht dieses ganze gemeckert derart auf den Zünder.

Wir leben hier im Kapitalismus und haben eine Marktwirtschaft. Wenn die AG die Stellen nicht besetzen können, die sie besetzen wollen, so müssen sie eben das entsprechende dafür tun. Wie sie das machen ist ihr Bier, aber das Problem ist keine Randerscheinung mehr sondern ein Flächenbrand! Es sind bereits laut dbb 300.000 Stellen unbesetzt und bis 2030 sind es wohl 1.300.000 Stellen, wenn man genauso weitermacht wie bisher. Die einzige Schlussfolgerung die somit möglich ist: entweder müssen die verbleibenden Arbeitskräfte den Laden am Laufen halten oder man besetzt die Stellen nach.

Wenn die AG so weiter machen ist der Käse bald gegessen, dann müssen sie entweder massiv Gegenhalten, oder den Untergang akzeptieren und politisch verantworten.

Was den meisten AG aber egal sein dürfte, da die Verantwortlichen zumeist 50+ sind und dann ab 2030 ihre Pension auf Mallorca genießen werden.

Ist das dein Problem was Arbeitergeber tun müssen/sollten/könnten/würden bzw. nicht tun? Der AN hat in den 39/40/41 Stunden seine ihm übertrage Aufgaben zu verrichten. Fertig. Alles andere ist Problem des AG. Worüber regst du dich auf?

Ich rege mich nicht auf. Ich sage nur, dass die AN bzw. die Gewerkschaften eine sehr gut Verhandlungsposition haben. Sollte in dieser Tarifrunde nichts Grundlegendes passieren, so wird sich die Verhandlungsposition noch weiter verbessern.

Das ist für den AN, also mich, sehr interessant. Für dich etwa nicht?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 10:42
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Deinen Arbeitsvertrag hast du also mit dem oder den? Steuerzahler(n) abgeschlossen?!

nochmal sorry, aber ist es nicht so das wir als Steuerzahler durch die regelmäßig durchgeführten Wahlen von unserem Delegationsrecht gebrauch machen und die Verantwortung der Politik überlassen?

Steht bei einem SAP Mitarbeiter im Arbeitsvertrag: Arbeitgeber ist Dietmar Hopp?

In meinem Arbeitsvertrag steht: Stadt..., vertreten durch... Ist dieser Vertreter mein AG oder mein VG?
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Also komme ich demnächst zu Deinem Arbeitsplatz und erteile Dir Weisungen, weil ich ja Dein AG bin? Merkste selber, daß das Bullshit ist.

und damit das nicht passiert steht dort dieses vertreten durch...
Merkste selbst das das Bullshit ist. Ohne solche Delegationsrechte müsste Frau Merkel die Tacker für die Bundestagspraktikanten persönlich ausschreiben. Merkste was?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 10:45
Oh, ich merke, daß Deine Kenntnisse und Auffassungsgabe eher gewöhnlich sind. Der AG ist doch klar im Arbeitsvertrag benannt - und die dort genannte Rechtspersönlichkeit ist nicht der Steuerzahler. Genauso ist es bei SAP.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 23.06.2020 10:47
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Deinen Arbeitsvertrag hast du also mit dem oder den? Steuerzahler(n) abgeschlossen?!

nochmal sorry, aber ist es nicht so das wir als Steuerzahler durch die regelmäßig durchgeführten Wahlen von unserem Delegationsrecht gebrauch machen und die Verantwortung der Politik überlassen?

Steht bei einem SAP Mitarbeiter im Arbeitsvertrag: Arbeitgeber ist Dietmar Hopp?

In meinem Arbeitsvertrag steht: Stadt..., vertreten durch... Ist dieser Vertreter mein AG oder mein VG?
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Also komme ich demnächst zu Deinem Arbeitsplatz und erteile Dir Weisungen, weil ich ja Dein AG bin? Merkste selber, daß das Bullshit ist.

und damit das nicht passiert steht dort dieses vertreten durch...
Merkste selbst das das Bullshit ist. Ohne solche Delegationsrechte müsste Frau Merkel die Tacker für die Bundestagspraktikanten persönlich ausschreiben. Merkste was?

Nur ein Bsp.: § 47 II S. 1 GemO (RLP): "Der Bürgermeister ist Dienstvorgesetzter und Vorgesetzter der Gemeinde-bediensteten"
Bei einer Kommune steht dann eben ...vertreten durch Bürgermeister etc.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 10:51
Oh, ich merke, daß Deine Kenntnisse und Auffassungsgabe eher gewöhnlich sind. Der AG ist doch klar im Arbeitsvertrag benannt - und die dort genannte Rechtspersönlichkeit ist nicht der Steuerzahler. Genauso ist es bei SAP.

ja
ja
hab ich so geschrieben
genau

Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Deinen Arbeitsvertrag hast du also mit dem oder den? Steuerzahler(n) abgeschlossen?!

nochmal sorry, aber ist es nicht so das wir als Steuerzahler durch die regelmäßig durchgeführten Wahlen von unserem Delegationsrecht gebrauch machen und die Verantwortung der Politik überlassen?

Steht bei einem SAP Mitarbeiter im Arbeitsvertrag: Arbeitgeber ist Dietmar Hopp?

In meinem Arbeitsvertrag steht: Stadt..., vertreten durch... Ist dieser Vertreter mein AG oder mein VG?
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

sorry, womöglich ist meine Meinung rechtlich nicht valid, aber in meinen Augen ist der AG der Steuerzahler, jedenfalls kenne ich es so das derjenige der die Gehälter zahlt auch der AG ist. Alle anderen sehe ich als Mitarbeitende und Vorgesetzte an.

Also komme ich demnächst zu Deinem Arbeitsplatz und erteile Dir Weisungen, weil ich ja Dein AG bin? Merkste selber, daß das Bullshit ist.

und damit das nicht passiert steht dort dieses vertreten durch...
Merkste selbst das das Bullshit ist. Ohne solche Delegationsrechte müsste Frau Merkel die Tacker für die Bundestagspraktikanten persönlich ausschreiben. Merkste was?

Nur ein Bsp.: § 47 II S. 1 GemO (RLP): "Der Bürgermeister ist Dienstvorgesetzter und Vorgesetzter der Gemeinde-bediensteten"
Bei einer Kommune steht dann eben ...vertreten durch Bürgermeister etc.

eben, Dienstvorgesetzter oder Vorgesetzter. Und eben nicht AG.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 10:52
Der Bürgermeister ist ja auch nicht der AG.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 10:56
???
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 10:59
AG ist die jeweilige juristische Person, die im Arbeitsvertrag als solcher genannt ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 11:02
Somit ist z. B. die Kommune der AG?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 11:02
Ja.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 23.06.2020 11:04


eben, Dienstvorgesetzter oder Vorgesetzter. Und eben nicht AG.

Ok, muss mich deutlicher ausdrücken: Bgm. ist Vorgesetzter - dem könntest du dein eingangs erwähntes Versagen vorwerfen.

AG in Person ist er nicht, sondern siehe Spids Anwort.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 11:09


eben, Dienstvorgesetzter oder Vorgesetzter. Und eben nicht AG.

Ok, muss mich deutlicher ausdrücken: Bgm. ist Vorgesetzter - dem könntest du dein eingangs erwähntes Versagen vorwerfen.

AG in Person ist er nicht, sondern siehe Spids Anwort.

Aber es wird hier doch immer über das Versagen des AG gejammert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 11:11
Ja, weil der AG - wie von mir ausgeführt - für die Bereitstellung des Arbeitsplatzes verantwortlich ist und das unternehmerische Risiko trägt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 11:14
Wenn doch alle Mitarbeitenden angefangen beim OB keine AG sind welche Person soll den Plan entwickelt haben?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 23.06.2020 11:17

Hat denn niemand ein Laptop oder auch nur ein Telefon Zuhause?

Und wer haftet, wenn von meinem Laptop Viren ins system übertragen werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 23.06.2020 11:20
welche Person soll den Plan entwickelt haben?
Diejenige, die den AG vertritt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 11:22
Warum nur habe ich den Eindruck das ich davon die ganze Zeit spreche?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 11:23
Wenn doch alle Mitarbeitenden angefangen beim OB keine AG sind welche Person soll den Plan entwickelt haben?

Welcher Plan?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 23.06.2020 11:24
Wenn doch alle Mitarbeitenden angefangen beim OB keine AG sind welche Person soll den Plan entwickelt haben?

Sagt man heute nicht Arbeitgebende oder Arbeitgebenderin?  :o
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Beitrag von: Samoht Flodur am 23.06.2020 12:18

Was mich aber wirklich befremdet ist der Punkt, dass gerade im allgemeinen Verwaltungsbereich ein sehr großer Teil der Kolleginnen und Kollegen wochenlang vollbezahlt zu Hause saß und die Sonne genoss. Luxus des ÖD würde ich sagen.
Da spricht der Unwissende! Klar haben alle auf dem Balkon gelegen, sich die Sonne auf den fetten Wohlstandsbauch scheinen lassen und sich genüsslich am **** gekratzt!
Das ist das, was halt immer pauschal vom ö. D. gedacht wird...!

Tja, bei uns war es auch so.

Ich war von knapp 2,5 Monaten insgesamt nur 3 Wochen arbeiten; Die Tage, die ich anwesend sein musste, habe ich auch verkürzt gearbeitet. Leute, die mich eine Weile nicht sahen, wunderten sich tatsächlich über Bräune :-). Selbstredend volle Bezahlung für die Zeit.

ja ,
dann sich drüber mokieren dass an den einem "Präsenztag" wirklich vieel zu tun war, dass da für was anderes nix übrig blieb. Man hat sich über zu wenig Arbeit nicht beklagen können :P
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Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 12:21
Wenn doch alle Mitarbeitenden angefangen beim OB keine AG sind welche Person soll den Plan entwickelt haben?

Sagt man heute nicht Arbeitgebende oder Arbeitgebenderin?  :o

Ich denke Arbeitgebende um die Transgender zu berücksichtigen. :) 
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Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 12:26
Wenn doch alle Mitarbeitenden angefangen beim OB keine AG sind welche Person soll den Plan entwickelt haben?

Welcher Plan?

Der Plan um im funktionalem Home Office arbeiten zu können. Dessen fehlen von vielen Usern bejammert und dem AG zugeschrieben wird. Meine Frage ist wer ihn erstellen sollte wenn es keine Menschen sind die diese Verantwortung tragen. Wenn also kein Vorgesetzter sondern die "Kommune" verantwortlicher AG ist.
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Beitrag von: Spid am 23.06.2020 12:44
Niemand hat das Fehlen eines „Plans“ bemängelt. Der AG ist für die Bereitstellung eines funktionierenden Arbeitsplatzes verantwortlich und trägt das unternehmerische Risiko. Sein Versagen bei Ersterem wurde bemängelt. Man nennt das auch Organisationsversagen.
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Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 12:48
OK, wird hat versagt wenn der AG kein Mensch ist?
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Beitrag von: Spid am 23.06.2020 12:50
Die juristische Person, die der AG ist, hat versagt. Das Binnenverhältnis AG-AN wird weder durch die Rechtsnatur noch durch die Organisationsform des AG noch durch dessen Selbstorganisation berührt. Schuldner der Haupt- und Nebenpflichten des AG ist der AG.
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Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 12:55
Wie Spid bereits treffend festgestellt hat bin ich gewöhnlich. Hat jemand anders eine Antwort evtl. in einfacher Sprache? :(
Und:
Wer ist in zukünftigen Krisen dafür verantwortlich ein funktionales Krisenmanagement zu entwickeln?
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Beitrag von: Spid am 23.06.2020 12:59
Was an "Schuldner der Haupt- und Nebenpflichten des AG ist der AG" hast Du denn nicht verstanden?

Davon ab ist Krisenmanagement für das Arbeitsverhältnis unbeachtlich. Maßgeblich ist, daß der AG seinen Haupt- und Nebenpflichten aus dem Arbeitsverhältnis nachkommt. Wie er das tut, ist ihm überlassen.
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Beitrag von: BAT am 23.06.2020 13:00
Da eine vollumfängliche Ableistung der vertraglich vereinbarten Stunden auch bei physischer Trennung der Beschäftigten zumindest bei 2-Personen-Büros in der Verwaltung möglich ist, sehe ich keine Verbindung zum Home-Office, geschweige denn zu den derzeitigen Tarifverhandlungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 13:03
Da es nicht darum ging, ob der AN seiner Hauptpflicht aus dem Arbeitsverhältnis nachkommt, nachkam oder nachkommen wird, erschließt sich der Zusammenhang dieses Einwurfs zur Diskussion nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 13:29

Davon ab ist Krisenmanagement für das Arbeitsverhältnis unbeachtlich. Maßgeblich ist, daß der AG seinen Haupt- und Nebenpflichten aus dem Arbeitsverhältnis nachkommt. Wie er das tut, ist ihm überlassen.

Wer ist der AG? Bitte nicht mit Kommune, Bund etc. antworten. Ich möchte wissen wer in der Krise, lt. Aussage vieler TP, versagt hat.
 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 13:35
Der AG ist die jeweilige juristische Person, die im Arbeitsvertrag genannt ist, also die jeweilige Kommune, Landkreis.... Auch Dein begrenztes Verständnis für diesen Umstand ändert daran nichts. Wenn Du bei Amazon etwas erwirbst, richtet sich Dein Anspruch ja auch gegen Amazon und nicht gegen Egon oder Murat im Lager.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Philipp am 23.06.2020 13:40
Wenn doch alle Mitarbeitenden angefangen beim OB keine AG sind welche Person soll den Plan entwickelt haben?

Sagt man heute nicht Arbeitgebende oder Arbeitgebenderin?  :o

Ich denke Arbeitgebende um die Transgender zu berücksichtigen. :)

BrötchengebX würde ich sagen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 13:42
Trans-was?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 23.06.2020 13:51
Du bist aber schon ein bisschen schwer von Begriff oder?

Die oberste Leitungsebene ist für die Risikovorsorge zuständig. Jetzt musst du nur noch ins Organigram schauen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 14:00
Wie der AG sich selbst organisiert, ist ihm überlassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 23.06.2020 14:02

Wer ist der AG? Bitte nicht mit Kommune, Bund etc. antworten. Ich möchte wissen wer in der Krise, lt. Aussage vieler TP, versagt hat.
 

Die Frage und der folgende Satz hat in ungefähr den gleichen Wert wie "Wie heißt der Papst? Und jetzt bitte nicht Franziskus antworten."

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 23.06.2020 14:06
Der AG ist die jeweilige juristische Person, die im Arbeitsvertrag genannt ist, also die jeweilige Kommune, Landkreis.... Auch Dein begrenztes Verständnis für diesen Umstand ändert daran nichts. Wenn Du bei Amazon etwas erwirbst, richtet sich Dein Anspruch ja auch gegen Amazon und nicht gegen Egon oder Murat im Lager.

In meinem begrenztem Verständnis versuche ich mir vorzustellen wie der Landkreis beim Hardware Händler anruft: "Hallo ich bin dein Landkreis, ich brauche mal 100 Laptops für meine Angestellten"
Zum Glück sind Auslieferungen mittlerweile Kontaktlos, weil der Landkreis hat ja keine Hände um zu unterschreiben.

Du bist aber schon ein bisschen schwer von Begriff oder?

Die oberste Leitungsebene ist für die Risikovorsorge zuständig. Jetzt musst du nur noch ins Organigram schauen.

Du hast gerade Spid geantwortet, meinst er ist schwer von Begriff?

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 23.06.2020 14:10
Mensch, also so schwer ist das doch auch nicht. Juristische Personen findet man an jeder Ecke und sie sind die Regel statt die Ausnahme, ob Kommune, SAP oder der SSV Untertüpflingen.
Es dürfte eher schwierig sein außerhalb von Familie, Freunden oder Kleinanzeigen überhaupt mit einer natürlichen Person (arbeits)vertraglich in Kontakt zu treten.

Wenn dein Bedrüfnis nach einer natürlichen Person als AG für das Blame Game so immens ist, empfehle ich die Arbeit bei einer direkt inhabergeführten Pommesbude, einer Miliz in Bokina Faso o.ä.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 14:11
Der Landkreis wird sich dafür seines Personals, z.B. Chantalle und Kevin, bedienen - ebenso wie es Amazon mit Egon und Murat tut. Beides belastet aber das Verhältnis AG-AN bzw. Amazon-Kunde in keinster Weise, weil der AG dem AN gegenüber Verpflichtungen hat und nicht Chantalle und Kevin und Amazon gegenüber dem Kunden Verplfichtungen hat und nicht etwa Egon und Murat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 23.06.2020 14:12
Der AG ist die jeweilige juristische Person, die im Arbeitsvertrag genannt ist, also die jeweilige Kommune, Landkreis.... Auch Dein begrenztes Verständnis für diesen Umstand ändert daran nichts. Wenn Du bei Amazon etwas erwirbst, richtet sich Dein Anspruch ja auch gegen Amazon und nicht gegen Egon oder Murat im Lager.

In meinem begrenztem Verständnis versuche ich mir vorzustellen wie der Landkreis beim Hardware Händler anruft: "Hallo ich bin dein Landkreis, ich brauche mal 100 Laptops für meine Angestellten"
Zum Glück sind Auslieferungen mittlerweile Kontaktlos, weil der Landkreis hat ja keine Hände um zu unterschreiben.


Egal wer das unterschreibt, es wird nicht der AG sein. Aber dafür eine vertretungsberechtigte Person.
Dennoch ist der Landkreis in dem Fall der Vertragspartner und gleichzeitig vermutlich auch der AG von irgendjemandem.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Acastus am 23.06.2020 14:28
Das Thema hier ist folgendes: Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion

es geht nicht um Verantwortung von AG, Home Office wegen Corona und so weiter sondern um folgendes Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion.  (Ja ich habe es mit Absicht 2 mal reingeschrieben).

mfg


Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 14:34
Wenn derlei zur Rechtfertigung oder zum Bestreiten einer Position oder Forderung herangezogen wird, ist es Bestandteil des Themas. So ist es hier. Corona und Annahmeverzug werden dazu herangezogen, Forderungen nach höherem Entgelt zu drücken. Hättest Du Dir die Mühe gemacht zu lesen, was diskutiert wird, hätte sich das unter Annahme einer mindestens gewöhnlichen Auffassungsgabe erschlossen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 23.06.2020 14:51
Der AG ist die jeweilige juristische Person, die im Arbeitsvertrag genannt ist, also die jeweilige Kommune, Landkreis.... Auch Dein begrenztes Verständnis für diesen Umstand ändert daran nichts. Wenn Du bei Amazon etwas erwirbst, richtet sich Dein Anspruch ja auch gegen Amazon und nicht gegen Egon oder Murat im Lager.

In meinem begrenztem Verständnis versuche ich mir vorzustellen wie der Landkreis beim Hardware Händler anruft: "Hallo ich bin dein Landkreis, ich brauche mal 100 Laptops für meine Angestellten"
Zum Glück sind Auslieferungen mittlerweile Kontaktlos, weil der Landkreis hat ja keine Hände um zu unterschreiben.

Du bist aber schon ein bisschen schwer von Begriff oder?

Die oberste Leitungsebene ist für die Risikovorsorge zuständig. Jetzt musst du nur noch ins Organigram schauen.

Du hast gerade Spid geantwortet, meinst er ist schwer von Begriff?

Nein, dass war nicht an spid gerichtet. Er hat keine gewöhnliche Auffassungsgabe.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 23.06.2020 15:02

Du hast gerade Spid geantwortet, meinst er ist schwer von Begriff?

Er meinte den Kasper mit der unterdurchschnittlichen Auffassungsgabe.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Dienstbeflissen am 23.06.2020 18:32
Der AG ist die jeweilige juristische Person, die im Arbeitsvertrag genannt ist, also die jeweilige Kommune, Landkreis.... Auch Dein begrenztes Verständnis für diesen Umstand ändert daran nichts. Wenn Du bei Amazon etwas erwirbst, richtet sich Dein Anspruch ja auch gegen Amazon und nicht gegen Egon oder Murat im Lager.

In meinem begrenztem Verständnis versuche ich mir vorzustellen wie der Landkreis beim Hardware Händler anruft: "Hallo ich bin dein Landkreis, ich brauche mal 100 Laptops für meine Angestellten"
Zum Glück sind Auslieferungen mittlerweile Kontaktlos, weil der Landkreis hat ja keine Hände um zu unterschreiben.

Du bist aber schon ein bisschen schwer von Begriff oder?

Die oberste Leitungsebene ist für die Risikovorsorge zuständig. Jetzt musst du nur noch ins Organigram schauen.

Du hast gerade Spid geantwortet, meinst er ist schwer von Begriff?

Mal plastisch:

In der FHH gibt es ein Verzeichnis: "Verzeichnis
der zur Abgabe von Verpflichtungserklärungen
für die Freie und Hansestadt Hamburg
berechtigten Beamtinnen und Beamten sowie Angestellten" welches im Amtsblatt und Online veröffentlich wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 23.06.2020 20:18
Was deutscheres habe ich heute nicht gehört. Und ich hab heute Nachmittag einen Heimatfilm gesehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 23.06.2020 22:11
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

Naja der Normalfall ist dann aber:
Arbeitsplatz funktioniert nicht so wirklich dolle. Die dem AN übertragene Tätigkeit wird es dann natürlich, welch Überraschung, den Arbeitsplatz wieder "funktionsfähig" zu machen... Sich auf der Nicht-Funktionsfähigkeit auszuruhen klappt dann nicht mehr.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 23.06.2020 22:14
Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 23.06.2020 22:28
Vorgesetzte sind tariflich unbeachtlich. Das Arbeitsverhältnis besteht zwischen AG und AN. Arbeitsrechtlich ist es die Aufgabe des AG einen funktionierenden Arbeitsplatz bereitzustellen, ebenso ist es dessen unternehmerisches Risiko, ob Arbeit anfällt oder er die angebotene Arbeitsleistung abnehmen kann. So einfach ist das. Somit ist auch klar, wessen Versagen vorliegt.

Naja der Normalfall ist dann aber:
Arbeitsplatz funktioniert nicht so wirklich dolle. Die dem AN übertragene Tätigkeit wird es dann natürlich, welch Überraschung, den Arbeitsplatz wieder "funktionsfähig" zu machen... Sich auf der Nicht-Funktionsfähigkeit auszuruhen klappt dann nicht mehr.

Was für ein Unfug. Wenn morgen mein Pc nicht geht, ruf ich in der IT an und sag Bescheid. An dem Ding mache ich gar nix.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Brownyy am 23.06.2020 23:14
Und wenn in deinem Büro die Heizung nicht geht, zückst du aus deiner ledernen Aktentasche die Rohrzange, stürmst in den Keller und bearbeitest das historische Stahlross "Buderus 200 v. Chr." eigenhändig?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 23.06.2020 23:40
Dergleichen selbstredend nicht. Aber wenn interne Abläufe katastrophal versagen wird man beauftragt neue Abläufe zu entwickeln und zu optimieren. Wenn Prozesse nicht funktionieren muss irgendwer organisieren dass die richtigen Firmen die Anlagen/Geräte wieder wie gewünscht zum funktionieren bringt. Das ist manchmal stressiger als die Geräte am Ende in der Routine zu bedienen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 24.06.2020 06:08
Wenn Prozesse nicht funktionieren muss irgendwer organisieren dass die richtigen Firmen die Anlagen/Geräte wieder wie gewünscht zum funktionieren bringt. Das ist manchmal stressiger als die Geräte am Ende in der Routine zu bedienen...

Das muss der AG machen, bzw. sein Stellvertreter und nicht ich!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 24.06.2020 06:29
Und wer haftet, wenn Du (weil Du Dich mit PC-Hardware nicht auskennst) den PC schrottest?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 07:06
Und wer haftet, wenn Du (weil Du Dich mit PC-Hardware nicht auskennst) den PC schrottest?

"Den Arbeitsplatz funktionsfähig machen" bedeutet in dem Fall die IT anzurufen oder eine Störmeldung zu schreiben.
Da aber offensichtlich der AG sich zu kümmern hat bedeutet es: "Der AG ist seiner Bringschuld nicht nachgekommen ich mach jetzt nix mehr bis der AG sich selbstständig gekümmert hat."
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 24.06.2020 07:07
Dergleichen selbstredend nicht. Aber wenn interne Abläufe katastrophal versagen wird man beauftragt neue Abläufe zu entwickeln und zu optimieren. Wenn Prozesse nicht funktionieren muss irgendwer organisieren dass die richtigen Firmen die Anlagen/Geräte wieder wie gewünscht zum funktionieren bringt. Das ist manchmal stressiger als die Geräte am Ende in der Routine zu bedienen...

Wenn die Putzfachkraft Liselotte elektronisch eintragen will, dass sie das Klo um 16:34 Uhr geputzt hat und der PC dafür nicht geht, dann wird Putzfachkraft Liselotte ganz sicher nicht damit beauftragt den Ablauf zu optimieren oder den PC zu reparieren.

Sie wird das ihrem Vorgesetzten melden und damit ist der Fall für sie erledigt.

Und wer haftet, wenn Du (weil Du Dich mit PC-Hardware nicht auskennst) den PC schrottest?

"Den Arbeitsplatz funktionsfähig machen" bedeutet in dem Fall die IT anzurufen oder eine Störmeldung zu schreiben.
Da aber offensichtlich der AG sich zu kümmern hat bedeutet es: "Der AG ist seiner Bringschuld nicht nachgekommen ich mach jetzt nix mehr bis der AG sich selbstständig gekümmert hat."

Wieso bedeutet es das ? Legst du das weltweit fest oder wie ?

Wenn mein PC nicht geht, dann informiere ich in erster Linie meinen direkten Vorgesetzten und dieser entscheidet über das weitere Vorgehen.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 07:11
Liselotte gehört sicherlich zu den vielen Usern hier die hier wehklagend über die Versäumnisse des AG jammern anstatt sich um Lösungen zu kümmern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 24.06.2020 07:18
Liselotte gehört sicherlich zu den vielen Usern hier die hier wehklagend über die Versäumnisse des AG jammern anstatt sich um Lösungen zu kümmern.

Wieso sollte sich Liselotte um Lösungen kümmern ? Es ist schlichtweg nicht ihre Aufgabe sich um Lösungen zu kümmern.

Es ist Aufgabe des AG.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 24.06.2020 07:19
..Lieselotte wäre da auch eher überfordert.. 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 24.06.2020 07:22
Liselotte gehört sicherlich zu den vielen Usern hier die hier wehklagend über die Versäumnisse des AG jammern anstatt sich um Lösungen zu kümmern.

Geh wieder zurück in die Kiste.

Da Putzkräfte zum überwiegenden Teil sowieso ausgelagert sind, kümmert sich Chantal oder Aischa nicht darum.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 24.06.2020 08:16
Liselotte gehört sicherlich zu den vielen Usern hier die hier wehklagend über die Versäumnisse des AG jammern anstatt sich um Lösungen zu kümmern.
Die Versäumnisse des AG, die hier angesprochen wurden, haben doch v.a. damit zu tun, dass Arbeit aus dem Verwaltungsgebäude nicht oder nicht in nennenswertem Umfang in Heimarbeit verlagert werden konnten.
Da ist es nicht mit "Prozessoptimierung" irgendwelcher Arbeitsabläufe getan, da bedarf es Technik, und es sollte ja wohl auch wenigstens ein bisschen Datenschutz und auch Beschäftigtenschutz dabei sein. Mit dem weiter oben genannten Laptop und Handy ist es da nicht mal ansatzweise getan. Kommt man damit auf den Server? Laufen erforderliche Spezialanwendungen darauf? Welche Folgen hat es für mich, wenn ich Gesundheits- oder Finanzdaten von Warumdendas von meinem im Verwaltungsgebäude sitzenden Kollegen gemäß der uns möglichen Lösung einfach auf mein kostenloses, werbefinanziertes Mailkonto geschickt bekomme, damit ich mit meinem privaten Laptop daran etwas rumrechnen kann? Und rufe ich Warumdendas dann von meinem Privathandy an, um ihn zu informieren dass ein paar der nächsten Spammails oder Anrufe an ihn daher kommen, dass ich alles mir mögliche unternommen habe, die Versäumnisse meines AG zu kaschieren?

Ignorier mal die Frage der Zuständigkeit, aber bring doch bitte mal konkrete Vorschläge, wie die Mitarbeiter sich überhaupt um solche Lösungen kümmern können, ausgehend von dem Problem dass man eine zeitlang nicht am Arbeitsplatz sein kannsoll und die Voraussetzungen für Heimarbeit AGseitig nahezu gar nicht gegeben sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 08:46
Die Frage der Zuständigkeit kann ich leider nicht ignorieren da diese meine Ursprüngliche war. Die Antwort das der AG keine natürliche Person darstellt ist mir zwar schlüssig, da dieser aber zuständig sein soll und die delegierten (Vorgesetzten) keine Verantwortung für die Versäumnisse des AG (keine natürliche Person) tragen befürchte ich, dass sich alle zurücklehnen uns sagen "Der AG hat versäumt sich zu kümmern".   
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 08:50

Wieso bedeutet es das ? Legst du das weltweit fest oder wie ?

Wenn mein PC nicht geht, dann informiere ich in erster Linie meinen direkten Vorgesetzten und dieser entscheidet über das weitere Vorgehen.
[/quote]

Und wenn dein Vorgesetzter entscheidet das es in der Verantwortung des AG liegt? Passiert nichts und nur die juristische Person ist schuld?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 08:53
Die Frage der Zuständigkeit stellt sich für den AN überhaupt nicht. Schuldner der AG-Pflichten ist der AG. Alles Übrige ist kein Problem des Arbeitsverhältnisses.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 24.06.2020 09:05
Die Frage der Zuständigkeit kann ich leider nicht ignorieren da diese meine Ursprüngliche war. Die Antwort das der AG keine natürliche Person darstellt ist mir zwar schlüssig, da dieser aber zuständig sein soll und die delegierten (Vorgesetzten) keine Verantwortung für die Versäumnisse des AG (keine natürliche Person) tragen befürchte ich, dass sich alle zurücklehnen uns sagen "Der AG hat versäumt sich zu kümmern".   

Du raffst es glaube ich einfach nicht. Aber das haben wir ja schon gemerkt.


Wieso bedeutet es das ? Legst du das weltweit fest oder wie ?

Wenn mein PC nicht geht, dann informiere ich in erster Linie meinen direkten Vorgesetzten und dieser entscheidet über das weitere Vorgehen.

Und wenn dein Vorgesetzter entscheidet das es in der Verantwortung des AG liegt? Passiert nichts und nur die juristische Person ist schuld?
[/quote]

Wenn mein Vorgesetzter das Entscheidet, dann ist das so.

In der Praxis wird irgendwann eine höhere Instanz, die im Organigramm über meinem direkten Vorgesetzten steht, fragen warum XY nicht erledigt wird / wurde. (Oder auch nicht).

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 24.06.2020 09:08
Die Frage der Zuständigkeit kann ich leider nicht ignorieren da diese meine Ursprüngliche war.
Ursprünglich kam erst das:
Es ist sehr einfach seine Vorgesetzten verantwortlich zu machen. Die allermeisten die nicht die Technischen Voraussetzungen für ein Homeoffice haben jammern über Versäumnisse der Vorgesetzten, als ob es regelmäßig Pandemien mit Lock Down gäbe auf die man sich hätte vorbereiten müssen. Hat denn niemand ein Laptop oder auch nur ein Telefon Zuhause? 2-3mal pro Woche kann ich meine Ansprechpartner nicht erreichen, weil sie im Homeoffice sind. Rufumleitung ist nicht möglich?
Ja, die allermeisten machen ihre Arbeit und das in der ihnen bestmöglichen Qualität. Allerdings glaube ich auch, dass diejenigen die sich über ihre schlecht vorbereiteten Vorgesetzten beklagen mit ein wenig Eigeninitiative auch zu einer gewissen Arbeitsleistung in der Lage sind.
Also: Wie könnte, wie sollte diese Eigeninitiative aussehen? Technisch und organisatorisch?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 09:38
So wie e im jeweiligen Bereich sinnvoll ist. (Ich kann ja nicht weltweit die Abläufe organisieren)
Jedenfalls beinhaltet Eigeninitiative mindestens eine Handlung mehr als nichts zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 09:43
Es bleibt also bei "Blubb" - was angesichts der bisherigen mangelhaften Ausführungen zu erwarten war.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 24.06.2020 10:04
Angesichts der vorherigen Aussagen war dieser Beitrag jetzt eigentlich noch weniger als Blubb.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 10:08
Merkt ihr eigentlich das eure Reaktionen genau die sind die den öD so schlecht aussehen lassen?  :-[
 
•   Ihr unterstellt MA in unteren EG´s  mit Aufgaben überfordert zu sein
•   Die Frage der Zuständigkeit stellt sich für den AN nicht…
•   Spid hat den Kern genauestens erfasst, macht sich aber einen Spaß daraus nur in Amtsdeutsch gestellte Fragen korrekt zu beantworten und das auch nur in Verwaltungssprache (da ansonsten nicht korrekt)
•   Eigeninitiative ist Blubb
Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?

Aber nein, Gefühlchen sind unbeachtlich. Ihr bleibt emotionslos stehen und wartet bis der AG eine Lösung hat…oder auch nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 24.06.2020 10:13

Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?
::)
Man geht raus und lässt die Bude abbrennen. Das ist nicht das Problem des AN.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 24.06.2020 10:20

Man geht raus und lässt die Bude abbrennen. Das ist nicht das Problem des AN.

Fluchtpläne sind getrennt nach Besoldungs- und Entgeltgruppen vorzuhalten. Die höheren Gruppen dürfen zuerst flüchten. Ein Memo über das nicht erfolgte Ausstempeln ist erst nach Abbrennen des Gebäudes zu fertigen ;)

Nein, im Ernst. Vielen logischen Handlungen ist der öffentliche Dienst nicht zugänglich, da die Basis bereits nicht logisch ist, also die Umsetzung politischer Vorgaben. :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 10:26
Merkt ihr eigentlich das eure Reaktionen genau die sind die den öD so schlecht aussehen lassen?  :-[
 
•   Ihr unterstellt MA in unteren EG´s  mit Aufgaben überfordert zu sein
•   Die Frage der Zuständigkeit stellt sich für den AN nicht…
•   Spid hat den Kern genauestens erfasst, macht sich aber einen Spaß daraus nur in Amtsdeutsch gestellte Fragen korrekt zu beantworten und das auch nur in Verwaltungssprache (da ansonsten nicht korrekt)
•   Eigeninitiative ist Blubb
Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?

Aber nein, Gefühlchen sind unbeachtlich. Ihr bleibt emotionslos stehen und wartet bis der AG eine Lösung hat…oder auch nicht.
Und alles was hinkt ist auch ein Vergleich?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 10:31
Merkt ihr eigentlich das eure Reaktionen genau die sind die den öD so schlecht aussehen lassen?  :-[
 
•   Ihr unterstellt MA in unteren EG´s  mit Aufgaben überfordert zu sein
•   Die Frage der Zuständigkeit stellt sich für den AN nicht…
•   Spid hat den Kern genauestens erfasst, macht sich aber einen Spaß daraus nur in Amtsdeutsch gestellte Fragen korrekt zu beantworten und das auch nur in Verwaltungssprache (da ansonsten nicht korrekt)
•   Eigeninitiative ist Blubb
Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?

Aber nein, Gefühlchen sind unbeachtlich. Ihr bleibt emotionslos stehen und wartet bis der AG eine Lösung hat…oder auch nicht.

Die Masse der Klagen vor ArbG auf die Bereitstellung eines funktionierenden Arbeitsplatzes kommen nicht aus dem öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 10:31

Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?
::)
Man geht raus und lässt die Bude abbrennen. Das ist nicht das Problem des AN.

Vielen Dank für Deine Bestätigung meiner Ausführungen und den Beweis das man auf dem Amt nicht den Text sondern bestenfalls Schlagwörter ließt um sich sein eigenes Bild zu machen (das zwingend den Fragesteller dumm dastehen lassen muss). Du gehst also durch den nicht passierbaren Fluchtweg. Bleibst du emotionslos auch wenn es heißer wird?   
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Beitrag von: Spid am 24.06.2020 10:36
Du kannst hier rumnölen, solange Du möchtest, es bleibt dabei, daß die Bereitstellung eines funktionierenden Arbeitsplatzes eine Arbeitgeberpflicht ist - und zwar eine solche Bereitstellung, daß außer persönlicher Vorkehrungen wie die Vergabe eines Kennworts oder die Arrangements des vorhandenen Büromaterials am Arbeitsplatz nichts einer sofortigen Arbeitsaufnahme entgegensteht. Selbst wenn man jemanden einstellt, der einen neuen Standort aufbauen soll, ist der AG dazu verpflichtet, ihm dafür einen voll funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Daran gibt es nichts zu rütteln.
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Beitrag von: Bastel am 24.06.2020 10:44

Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?
::)
Man geht raus und lässt die Bude abbrennen. Das ist nicht das Problem des AN.

Vielen Dank für Deine Bestätigung meiner Ausführungen und den Beweis das man auf dem Amt nicht den Text sondern bestenfalls Schlagwörter ließt um sich sein eigenes Bild zu machen (das zwingend den Fragesteller dumm dastehen lassen muss). Du gehst also durch den nicht passierbaren Fluchtweg. Bleibst du emotionslos auch wenn es heißer wird?   

Dein Vergleich hinkt von Anfang an den ich habe keinen persönlichen Schaden wenn der PC oder mein Arbeitsplatz „nicht funktioniert“. In meinem Fall hat auch der Steuerzahler keinen unmittelbaren Schaden (außer mein Gehalt).
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Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 10:46
Außerdem haben anscheinend viele nicht verstanden, dass Sie im öffentlichen Dienst arbeiten. Melden macht hier frei. Das ist wie bei der Bundeswehr. Macht der letzte in der Meldekette nichts und verhält sich grob fahrlässig, so rollt sein Kopf im Schadensfall... verhält er sich nur fahrlässig ist allen „in Ordnung“.
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Beitrag von: Alfi am 24.06.2020 10:54

Fluchtpläne sind getrennt nach Besoldungs- und Entgeltgruppen vorzuhalten. Die höheren Gruppen dürfen zuerst flüchten. Ein Memo über das nicht erfolgte Ausstempeln ist erst nach Abbrennen des Gebäudes zu fertigen ;)


 ;D ;D ;D ;D Geil
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Beitrag von: Schmitti am 24.06.2020 11:01
•   Eigeninitiative ist Blubb
Bezogen auf die Problematik, wie ein Heimarbeitsplatz für solche Mitarbeiter, die das Verwaltungsgebäude nicht betreten sollen, in einem Umfeld das auf Heimarbeit generell nicht besonders gut vorbereitet ist, kam als mögliche Eigeninitiative des Mitarbeiters von deiner Seite aus tatsächlich bisher nur Blubb.
Und bei deinem lustigen Vergleich bleibend beinhaltet deine bisher vorgeschlagene Eigeninitiative nicht nur das Suchen eines alternativen Weges, sondern dahin wandernd noch ein fröhliches Anzünden von weiteren Gebäuden - was halt leider einfach nur Blubb wäre.
Und eben deshalb sind einige Mitarbeiter des öD in den letzten Monaten besonders gut gebräunt.
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Beitrag von: Alfi am 24.06.2020 11:04

Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?
::)
Man geht raus und lässt die Bude abbrennen. Das ist nicht das Problem des AN.

Vielen Dank für Deine Bestätigung meiner Ausführungen und den Beweis das man auf dem Amt nicht den Text sondern bestenfalls Schlagwörter ließt um sich sein eigenes Bild zu machen (das zwingend den Fragesteller dumm dastehen lassen muss). Du gehst also durch den nicht passierbaren Fluchtweg. Bleibst du emotionslos auch wenn es heißer wird?   

Also ich bin auch ein Newbey und ggf. ein Casper, aber was du schreibst, hört sich an als würdest du den Laden selbst am Leben halten müssen. Dann solltest du in die Politik oder als BGM kandidieren.

Der Angestellte kann nichts dafür das durch Corona er die Arbeit nicht ausüben konnte, man hat einen Vertrag mit dem AG, darin steht, der AN muss die Arbeit ausüben und der AG zahlt das Gehalt. Punkt!!!
Ganz wichtig ist jetzt, nicht der AN hat gesagt, nö ich komme nicht zur Arbeit wegen Corona, sondern der AG hat dies beschlossen. Bedeutet für die AN, die bekommen weiterhin das volle Gehalt, weil die den Vertrag nicht gebrochen haben.

Klar war es sicherlich für viele Angestellte schön eine Zeitlang daheim zu sein, bei voller Bezahlung. Gönne es denen doch. Warum sollten die jetzt meinen, ok ich hatte das Glück daheim sein zu dürfen und verzichte nun auf eine Gehaltserhöhung obwohl alle Preise steigen (Inflation). Aber ich kann mir ja die Brötchen von der "Zeit" weiter kaufen weil ich daheim war. (Sinnbildlich)

Ich will dich hier nicht angreifen, aber es ist nicht deine Schuld das du nicht arbeiten konntest, es sei denn du hast Corona erschaffen  :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 11:07
Du kannst hier rumnölen, solange Du möchtest, es bleibt dabei, daß die Bereitstellung eines funktionierenden Arbeitsplatzes eine Arbeitgeberpflicht ist - und zwar eine solche Bereitstellung, daß außer persönlicher Vorkehrungen wie die Vergabe eines Kennworts oder die Arrangements des vorhandenen Büromaterials am Arbeitsplatz nichts einer sofortigen Arbeitsaufnahme entgegensteht. Selbst wenn man jemanden einstellt, der einen neuen Standort aufbauen soll, ist der AG dazu verpflichtet, ihm dafür einen voll funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Ich nöle nicht. Ich wundere mich lediglich mit welch großem Aufwand man hier keinerlei Verantwortung übernimmt. Bis hin zu: Solange nur der Steuerzahler geschädigt wird ist alles gut.

Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 24.06.2020 11:09
Die E11 hört nicht mit knapp über 60 auf ;)

67 ist aber auch nicht weit weg von den knapp über 60.  :D

Das Wort "knapp" ist definierbar, vielleicht meint derjenige das 7000 € auch knapp sind.
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Beitrag von: kommunalhesse am 24.06.2020 11:16

Ich nöle nicht. Ich wundere mich lediglich mit welch großem Aufwand man hier keinerlei Verantwortung übernimmt. Bis hin zu: Solange nur der Steuerzahler geschädigt wird ist alles gut.

Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.

Das ist unglaublicher Bullshit.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 11:21

Ich nöle nicht. Ich wundere mich lediglich mit welch großem Aufwand man hier keinerlei Verantwortung übernimmt. Bis hin zu: Solange nur der Steuerzahler geschädigt wird ist alles gut.

Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.
Doch, du nölst ohne Unterlass.

AG:"Lieber AN Warumdendas, aus Arbeitsschutz- und organisatorischen Gründen können wir Ihnen derzeit die Aufnahme Ihrer Arbeit nicht ermöglichen. Hiermit sind Sie bis auf Wiederrauf von Ihrer zu erbringenden Arbeitsleistung unter Fortzahlung Ihres Entgelts freigestellt."

AN Warumdendas:"Nein, du natürliche Person AG! Das kannst du so nicht machen. Ich verschwende dadurch Unsummen an Steuergeldern, die zu einem höheren Tarifergebnis führen könnten. Oder aber Gelder, die in ein sinvolles Fluchtwegekonzept investiert werden können. Außerdem habe ich Angst vor Sonnenbrand. Was soll ich zu Hause nur machen? Können sie mir dass nicht wenigstens auf meinen Jahresurlaub anrechnen"

AG: "Ah ja... sobald es uns möglich ist, werden wir Ihre Dienst-/Arbeitsfähigkeit durch amtsärztliche Untersuchung feststellen lassen."

 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 24.06.2020 11:22
Du kannst hier rumnölen, solange Du möchtest, es bleibt dabei, daß die Bereitstellung eines funktionierenden Arbeitsplatzes eine Arbeitgeberpflicht ist - und zwar eine solche Bereitstellung, daß außer persönlicher Vorkehrungen wie die Vergabe eines Kennworts oder die Arrangements des vorhandenen Büromaterials am Arbeitsplatz nichts einer sofortigen Arbeitsaufnahme entgegensteht. Selbst wenn man jemanden einstellt, der einen neuen Standort aufbauen soll, ist der AG dazu verpflichtet, ihm dafür einen voll funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Ich nöle nicht. Ich wundere mich lediglich mit welch großem Aufwand man hier keinerlei Verantwortung übernimmt. Bis hin zu: Solange nur der Steuerzahler geschädigt wird ist alles gut.

Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.

Du kannst ja gerne auf dein Gehalt verzichten und es mir geben.

Warum sollen die Angestellten im öffentlichen Dienst immer die Ausgaben des Bundes ausbaden?

Nichts gegen unsere Regierung, Aber es gehen Milliarden jedes Jahr für andere Länder oder deren Bürger weg.
Aber dem eigenem Volk wird nicht geholfen.

Viele Rentner bekommen zu zweit (Ehepaar) weniger als einer von uns alleine im Monat verdient.
Nein lieber den anderen die hier kein Finger krumm gemacht haben in den Rachen schieben.
Das eigene Volk wird schon irgendwie über die Runden kommen.



Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 11:23
Die E11 hört nicht mit knapp über 60 auf ;)

67 ist aber auch nicht weit weg von den knapp über 60.  :D

Das Wort "knapp" ist definierbar, vielleicht meint derjenige das 7000 € auch knapp sind.

Es geht hier nicht um ein paar Pupen mehr oder weniger. Fakt ist, dass man im öD 15 Jahre absitzen muss um die 67k zu erhalten. In der Wirtschaft hat man die als Absolvent in gefragten Bereichen nach gut 5 Jahren erreicht! Und was knapp ist entscheidet der Markt. Wenn der öD fiktiv 7000 bietet und der Markt 14000 dann kann ich von 7000 natürlich gut leben und es ist nie knapp, aber wenn ich für die gleiche Tätigkeit und Arbeitsleistung das doppelte bekommen kann: warum zum Henker sollte man für die Hälfte arbeiten? Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab... es ist doch dann nur logisch wenn die Leute, auf einem Arbeitsmarkt der einen alle Möglichkeiten bietet, das beste herauspicken...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 11:25
Du kannst hier rumnölen, solange Du möchtest, es bleibt dabei, daß die Bereitstellung eines funktionierenden Arbeitsplatzes eine Arbeitgeberpflicht ist - und zwar eine solche Bereitstellung, daß außer persönlicher Vorkehrungen wie die Vergabe eines Kennworts oder die Arrangements des vorhandenen Büromaterials am Arbeitsplatz nichts einer sofortigen Arbeitsaufnahme entgegensteht. Selbst wenn man jemanden einstellt, der einen neuen Standort aufbauen soll, ist der AG dazu verpflichtet, ihm dafür einen voll funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Ich nöle nicht. Ich wundere mich lediglich mit welch großem Aufwand man hier keinerlei Verantwortung übernimmt. Bis hin zu: Solange nur der Steuerzahler geschädigt wird ist alles gut.

Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.

Du kannst ja gerne auf dein Gehalt verzichten und es mir geben.

Warum sollen die Angestellten im öffentlichen Dienst immer die Ausgaben des Bundes ausbaden?

Nichts gegen unsere Regierung, Aber es gehen Milliarden jedes Jahr für andere Länder oder deren Bürger weg.
Aber dem eigenem Volk wird nicht geholfen.

Viele Rentner bekommen zu zweit (Ehepaar) weniger als einer von uns alleine im Monat verdient.
Nein lieber den anderen die hier kein Finger krumm gemacht haben in den Rachen schieben.
Das eigene Volk wird schon irgendwie über die Runden kommen.

Bitte bezeichne mich nicht als Volk. Ich bin ein Bürger.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 24.06.2020 11:31
Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab.

Ich bin davon ebenso betroffen, aber daran sind unsere gewählten Volksvertreter Schuld.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 24.06.2020 11:31

Bitte bezeichne mich nicht als Volk. Ich bin ein Bürger.

Ist es nicht das selbe???
Das Staatsvolk sind die Bürger.
 :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 24.06.2020 11:35
Merkt ihr eigentlich das eure Reaktionen genau die sind die den öD so schlecht aussehen lassen?  :-[
 
•   Ihr unterstellt MA in unteren EG´s  mit Aufgaben überfordert zu sein
•   Die Frage der Zuständigkeit stellt sich für den AN nicht…
•   Spid hat den Kern genauestens erfasst, macht sich aber einen Spaß daraus nur in Amtsdeutsch gestellte Fragen korrekt zu beantworten und das auch nur in Verwaltungssprache (da ansonsten nicht korrekt)
•   Eigeninitiative ist Blubb
Wenn eure Behörde brennt und der vorgesehene Fluchtweg ist nicht passierbar setzt ihr euch dann weinend auf die Erde und sagt der AG hat versagt? Oder zeigt ihr Eigeninitiative und nehmt einen anderen Weg?

Aber nein, Gefühlchen sind unbeachtlich. Ihr bleibt emotionslos stehen und wartet bis der AG eine Lösung hat…oder auch nicht.

Das hat nichts mit dem öD zu tun, sondern mit sinnvollen und effizienten Organisationsstrukturen. So funktionieren moderne, komplexe Gesellschaften bzw. in diesem Fall Organisationen nun mal, Stichwort funktionale Differenzierung.

Wenn du ernsthaft an deinem (scheinbar) fehlenden Verständnis hierzu arbeiten möchtest, empfehle ich dir dich zunächst damit zu beschäftigen. Wenn du nur trollst oder dazu keine Lust hast, dann empfehle ich weiterhin die Suche nach einem Arbeitsplatz in der Größenordnung Pommesbude, in der es nur einen Verantwortlichen gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 24.06.2020 11:35
Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.
Würde dann nicht auch ein hoher Steuergewinn einen noch höheren Tarifabschluss ermöglichen?
Und wie passt die TvÖD-Entwicklung dann dazu: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75423/umfrage/steuereinnahmen-in-deutschland-seit-1999/ ?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 24.06.2020 11:36
Die E11 hört nicht mit knapp über 60 auf ;)

67 ist aber auch nicht weit weg von den knapp über 60.  :D

Das Wort "knapp" ist definierbar, vielleicht meint derjenige das 7000 € auch knapp sind.

Es geht hier nicht um ein paar Pupen mehr oder weniger. Fakt ist, dass man im öD 15 Jahre absitzen muss um die 67k zu erhalten. In der Wirtschaft hat man die als Absolvent in gefragten Bereichen nach gut 5 Jahren erreicht! Und was knapp ist entscheidet der Markt. Wenn der öD fiktiv 7000 bietet und der Markt 14000 dann kann ich von 7000 natürlich gut leben und es ist nie knapp, aber wenn ich für die gleiche Tätigkeit und Arbeitsleistung das doppelte bekommen kann: warum zum Henker sollte man für die Hälfte arbeiten? Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab... es ist doch dann nur logisch wenn die Leute, auf einem Arbeitsmarkt der einen alle Möglichkeiten bietet, das beste herauspicken...

Natürlich würde es sich jeder überlegen ob er 7 T€ mehr verdienen möchte und das ggf. sogar in weniger Std.

Auch hier in Hessen sind die Häuser nicht günstig. ich bin auch bei knapp 500 K leider.

Ich gebe dir ja recht, dass jeder sich darüber Gedanken machen würde nach dem Studium oder Lehre was auch immer. Da wo man mehr verdient, dort würde man sich bewerben. Also Fakt, der öD muss attraktiver werden und die Gehälter anpassen.

Aber dann kommen andere "Bürger" die im öD. arbeiten und meinen, nö lasst doch eine Nullrunde schieben, der arme Steuerzahler.
Das die Gehälter aber in den anderen Branchen trotzdem steigen oder bereits gestiegen sind und die Schere nun mal viel weiter auseinander geht, tja das muss man so hinnehmen.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 24.06.2020 11:42
Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab.

Ich bin davon ebenso betroffen, aber daran sind unsere gewählten Volksvertreter Schuld.

Und wer hat die Volksvertreter gewählt? ;)

Nein, das Problem ist da. Eine nicht ausgeglichene Lage zwischen Angebot und Nachfrage. Wobei die Länder teils auch gefordert sind, die Nachfrage nicht auch noch zu unterstützen (ich glaube, letztens gesehen zu haben, daß die Debeka eine neue Verwaltung mit 2000 Arbeitsplätzen in Köln baut, kann das Land nicht zusehen, dies nach Gelsenkirchen oder Herne kommt?)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: JC83 am 24.06.2020 11:58
Die E11 hört nicht mit knapp über 60 auf ;)

67 ist aber auch nicht weit weg von den knapp über 60.  :D

Das Wort "knapp" ist definierbar, vielleicht meint derjenige das 7000 € auch knapp sind.

Es geht hier nicht um ein paar Pupen mehr oder weniger. Fakt ist, dass man im öD 15 Jahre absitzen muss um die 67k zu erhalten. In der Wirtschaft hat man die als Absolvent in gefragten Bereichen nach gut 5 Jahren erreicht! Und was knapp ist entscheidet der Markt. Wenn der öD fiktiv 7000 bietet und der Markt 14000 dann kann ich von 7000 natürlich gut leben und es ist nie knapp, aber wenn ich für die gleiche Tätigkeit und Arbeitsleistung das doppelte bekommen kann: warum zum Henker sollte man für die Hälfte arbeiten? Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab... es ist doch dann nur logisch wenn die Leute, auf einem Arbeitsmarkt der einen alle Möglichkeiten bietet, das beste herauspicken...

Eben, es würde bereits einen gehörigen Unterschied machen, wenn man als ITler wenigstens für die 67 k beginnen könnte und nicht 15 Jahre auf ein marktgerechtes Gehalt wartet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 24.06.2020 11:59
Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken.
Ich kenne welche im Süden, die haben für 300k ein Haus gekauft. Und welche im Norden die 600k bezahlt haben, also was willst du damit sagen?
Das du in einer teuren Gegend wohnen willst, die trotzdem nur aus Reihenhäuser besteht?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 11:59
Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab.

Ich bin davon ebenso betroffen, aber daran sind unsere gewählten Volksvertreter Schuld.

Und wer hat die Volksvertreter gewählt? ;)

Nein, das Problem ist da. Eine nicht ausgeglichene Lage zwischen Angebot und Nachfrage. Wobei die Länder teils auch gefordert sind, die Nachfrage nicht auch noch zu unterstützen (ich glaube, letztens gesehen zu haben, daß die Debeka eine neue Verwaltung mit 2000 Arbeitsplätzen in Köln baut, kann das Land nicht zusehen, dies nach Gelsenkirchen oder Herne kommt?)

Ach die Stadt Köln hat auch nur 1400 unbesetzte Stellen im öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 24.06.2020 12:01
(ich glaube, letztens gesehen zu haben, daß die Debeka eine neue Verwaltung mit 2000 Arbeitsplätzen in Köln baut, kann das Land nicht zusehen, dies nach Gelsenkirchen oder Herne kommt?)
Na, da kann Debeka ja mehr Lohn für die armen Angestellen bezahlen, damit die sich die 500k Häuser leisten können.
Und das Land kann dafür mit seiner Verwaltung nach Gelsenkirchen umziehen, damit die AN weiterhin mit ihrem Geld klar kommen und sich das Eigenheim leisten können.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 12:01
Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab.

Ich bin davon ebenso betroffen, aber daran sind unsere gewählten Volksvertreter Schuld.

Und wer hat die Volksvertreter gewählt? ;)

Nein, das Problem ist da. Eine nicht ausgeglichene Lage zwischen Angebot und Nachfrage. Wobei die Länder teils auch gefordert sind, die Nachfrage nicht auch noch zu unterstützen (ich glaube, letztens gesehen zu haben, daß die Debeka eine neue Verwaltung mit 2000 Arbeitsplätzen in Köln baut, kann das Land nicht zusehen, dies nach Gelsenkirchen oder Herne kommt?)
Debeka baut für 120 Mio in Koblenz... Insofern wäre ich über Köln ebenso erfreut gewesen wie über Herne oder Herne-West...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 24.06.2020 12:11
Ihr wisst doch was ich meine. Zumindest habe ich den Eindruck, daß sehr viele neue Arbeitsplätze in Hot Spots entstehen. Da muss doch das Land einwirken, um es etwas ausgeglichener zu machen.

Aber Vohenstrauß ist nicht so funky wie München.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 12:14
Die E11 hört nicht mit knapp über 60 auf ;)

67 ist aber auch nicht weit weg von den knapp über 60.  :D

Das Wort "knapp" ist definierbar, vielleicht meint derjenige das 7000 € auch knapp sind.

Es geht hier nicht um ein paar Pupen mehr oder weniger. Fakt ist, dass man im öD 15 Jahre absitzen muss um die 67k zu erhalten. In der Wirtschaft hat man die als Absolvent in gefragten Bereichen nach gut 5 Jahren erreicht! Und was knapp ist entscheidet der Markt. Wenn der öD fiktiv 7000 bietet und der Markt 14000 dann kann ich von 7000 natürlich gut leben und es ist nie knapp, aber wenn ich für die gleiche Tätigkeit und Arbeitsleistung das doppelte bekommen kann: warum zum Henker sollte man für die Hälfte arbeiten? Hier im Süden braucht man unter 600-700k gar nicht über ein Eigenheim nachzudenken. Mit 5.500€ im Monat bezahlen da noch die Urenkel ab... es ist doch dann nur logisch wenn die Leute, auf einem Arbeitsmarkt der einen alle Möglichkeiten bietet, das beste herauspicken...

Eben, es würde bereits einen gehörigen Unterschied machen, wenn man als ITler wenigstens für die 67 k beginnen könnte und nicht 15 Jahre auf ein marktgerechtes Gehalt wartet.

Vor allem weil die Haushaltsmittel sowieso dafür vorgesehen sind... da wird nur „gespart“.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 12:18
Die Möglichkeit das ein weniger hoher Steuerverlust evtl. einen höheren Tarifabschluss ermöglicht wird völlig missachtet.
Würde dann nicht auch ein hoher Steuergewinn einen noch höheren Tarifabschluss ermöglichen?
Und wie passt die TvÖD-Entwicklung dann dazu: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75423/umfrage/steuereinnahmen-in-deutschland-seit-1999/ ?

Umsatzverdopplung=Gewinnverdopplung? Da fehlt mir tatsächlich das Verständnis.

@DerLustigeOpa - die Pommesbude ist dann pleite, ganz ohne Corona.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 12:20
Ihr wisst doch was ich meine.

Nur bedingt. ;)
Also die DEBEKA, ist bspw. ein privater AG was soll das Land tun, diesen zu bewegen in Koblenz oder in Hattert zu bauen? (Im in RLP zu bleiben)

Bin leider nicht so ganz fit, aber wird nicht im Freistaat Bayern der Landes"entwicklungsplan" verfolgt, Behörden oder Landesbetriebliche Einrichtungen nach draußen auf's Land zu verlegen? Dies ist dann durchaus 'ne Maßnahme
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 24.06.2020 12:25
Das Land sollte nicht Einfluss auf den privaten Investor nehmen, sondern auf die Kommunen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 12:33
Einfluss auf die Kommunen hat das Land ja auch "nur" im Rahmen seiner landesverfassungen und jeweiligen Gemeindeordnungen.

Du meinst aber sicherlich "fördern und unterstützen"?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: FGL am 24.06.2020 13:01
Die Frage der Zuständigkeit kann ich leider nicht ignorieren da diese meine Ursprüngliche war. Die Antwort das der AG keine natürliche Person darstellt ist mir zwar schlüssig, da dieser aber zuständig sein soll und die delegierten (Vorgesetzten) keine Verantwortung für die Versäumnisse des AG (keine natürliche Person) tragen befürchte ich, dass sich alle zurücklehnen uns sagen "Der AG hat versäumt sich zu kümmern".   
Ich versuche es mal: Wie Du bereits festgestellt hast, ist die jeweilige Kommune der AG. Die Kommune ist keine natürliche Person, sondern eine juristische. Juristische Personen sind als solche nicht selbst handlungsfähig, sondern benötigen jemanden, der für sie handelt, der sie vertritt. Das kann - je nach Art der Kommune und der Kommunalverfassung - etwa der Bürgermeister oder der Landrat sein. Der Bürgermeister oder der Landrat ist damit nicht der AG, er ist aber als gesetzlicher Vertreter der Kommune derjenige, der die Pflichten der Kommune als AG zu erfüllen hat. Wenn es heißt, der AG habe versagt, dann bedeutet das: Der gesetzliche Vertreter der Kommune hat versagt, dessen Versagen der Kommune als AG zuzurechnen ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: qucksilver01 am 24.06.2020 13:10
leute, es geht hier um eine Diskussion bzgl. der Tarifrund 2020! Und nicht wird wo in welcher teuren Stadt wohnt oder wer keinen funktionierenden Arbeitsplatz hat!!! Aufhören mit mimimi und ran an die Arbeit. Jeder sollte den Anspruch haben den öD voranzubringen und etwas zu bewegen... nur dafür ist ein höheres Grundgehalt gerechtfertigt !!! Fürs große Reden schwingen werden andere bezahlt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Caesar42 am 24.06.2020 13:14
Die Frage der Zuständigkeit kann ich leider nicht ignorieren da diese meine Ursprüngliche war. Die Antwort das der AG keine natürliche Person darstellt ist mir zwar schlüssig, da dieser aber zuständig sein soll und die delegierten (Vorgesetzten) keine Verantwortung für die Versäumnisse des AG (keine natürliche Person) tragen befürchte ich, dass sich alle zurücklehnen uns sagen "Der AG hat versäumt sich zu kümmern".   
Ich versuche es mal: Wie Du bereits festgestellt hast, ist die jeweilige Kommune der AG. Die Kommune ist keine natürliche Person, sondern eine juristische. Juristische Personen sind als solche nicht selbst handlungsfähig, sondern benötigen jemanden, der für sie handelt, der sie vertritt. Das kann - je nach Art der Kommune und der Kommunalverfassung - etwa der Bürgermeister oder der Landrat sein. Der Bürgermeister oder der Landrat ist damit nicht der AG, er ist aber als gesetzlicher Vertreter der Kommune derjenige, der die Pflichten der Kommune als AG zu erfüllen hat. Wenn es heißt, der AG habe versagt, dann bedeutet das: Der gesetzliche Vertreter der Kommune hat versagt, dessen Versagen der Kommune als AG zuzurechnen ist.

Kommunalrechtsforum???
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Polylux am 24.06.2020 13:39


Aber Vohenstrauß ist nicht so funky wie München.

Vohenstrauß blüht dafür auf. Immer noch Partnergemeinde der Grenzlandkaserne?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Acastus am 24.06.2020 13:40
leute, es geht hier um eine Diskussion bzgl. der Tarifrund 2020! Und nicht wird wo in welcher teuren Stadt wohnt oder wer keinen funktionierenden Arbeitsplatz hat!!! Aufhören mit mimimi und ran an die Arbeit. Jeder sollte den Anspruch haben den öD voranzubringen und etwas zu bewegen... nur dafür ist ein höheres Grundgehalt gerechtfertigt !!! Fürs große Reden schwingen werden andere bezahlt.

Genau so ist es
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 13:43
leute, es geht hier um eine Diskussion bzgl. der Tarifrund 2020! Und nicht wird wo in welcher teuren Stadt wohnt oder wer keinen funktionierenden Arbeitsplatz hat!!! Aufhören mit mimimi und ran an die Arbeit. Jeder sollte den Anspruch haben den öD voranzubringen und etwas zu bewegen... nur dafür ist ein höheres Grundgehalt gerechtfertigt !!! Fürs große Reden schwingen werden andere bezahlt.

Wer wird denn dafür bezahlt, den öD voranzubringen? Die AN schulden die vereinbarte Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 24.06.2020 14:04
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 14:08
Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.
Statt Geldleistung gibt's Konsumgutscheine für's Freibad oder Gemeindliche Kultureinrichtungen. Freu ich mir!!!!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: qucksilver01 am 24.06.2020 14:18
leute, es geht hier um eine Diskussion bzgl. der Tarifrund 2020! Und nicht wird wo in welcher teuren Stadt wohnt oder wer keinen funktionierenden Arbeitsplatz hat!!! Aufhören mit mimimi und ran an die Arbeit. Jeder sollte den Anspruch haben den öD voranzubringen und etwas zu bewegen... nur dafür ist ein höheres Grundgehalt gerechtfertigt !!! Fürs große Reden schwingen werden andere bezahlt.

Wer wird denn dafür bezahlt, den öD voranzubringen? Die AN schulden die vereinbarte Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte.

Sorry aber das ist der Anspruch an mich selbst. Wenn Sie das für sich so entschieden haben ist das Ihre Sache. Dann aber auch nicht Jammern wenn Sie nach mittlerer Art und Güte bezahlt werden !
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 24.06.2020 14:19
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

Das ist wahrscheinlich die Erklärung warum der öD keine jungen gut ausgebildeten Akademiker/Facharbeiter in seine Reihen bekommt. Bastel begrüßt zum Vorstellungsgespräch mit den Worten: "Schon wieder ein neuer Kasper"
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 24.06.2020 14:21
Sorry aber das ist der Anspruch an mich selbst. Wenn Sie das für sich so entschieden haben ist das Ihre Sache. Dann aber auch nicht Jammern wenn Sie nach mittlerer Art und Güte bezahlt werden !
Werden Sie etwa für mehr bezahlt, und wenn ja, von wem?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 14:25
Werden Sie etwa für mehr bezahlt, und wenn ja, von wem?
U.U. LOB durch den gleichen AG
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 14:25
leute, es geht hier um eine Diskussion bzgl. der Tarifrund 2020! Und nicht wird wo in welcher teuren Stadt wohnt oder wer keinen funktionierenden Arbeitsplatz hat!!! Aufhören mit mimimi und ran an die Arbeit. Jeder sollte den Anspruch haben den öD voranzubringen und etwas zu bewegen... nur dafür ist ein höheres Grundgehalt gerechtfertigt !!! Fürs große Reden schwingen werden andere bezahlt.

Wer wird denn dafür bezahlt, den öD voranzubringen? Die AN schulden die vereinbarte Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte.

Sorry aber das ist der Anspruch an mich selbst. Wenn Sie das für sich so entschieden haben ist das Ihre Sache. Dann aber auch nicht Jammern wenn Sie nach mittlerer Art und Güte bezahlt werden !

Deine Kenntnisse im Arbeitsrecht sind eher beschränkt, was? Das ist der Anspruch an absolut jeden AN.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 24.06.2020 14:28
Was das hier Kindergarten kleine Gruppe?

Ich war auch zu Hause habe gleichzeitig gearbeitet, meiner Tochter Mittag gekocht und ihr Schimpfwörter beigebracht, damit Sie im Kindergarten mitreden kann.

Und was bekomme ich?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: TV-Ler am 24.06.2020 14:29
Was das hier Kindergarten kleine Gruppe?
Wie meinen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 14:32
Werden Sie etwa für mehr bezahlt, und wenn ja, von wem?
U.U. LOB durch den gleichen AG

Eigentlich nicht. Da die Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte von der eigenen Qualität abhängt, LOB - so sie tatsächlich leistungsbezogen erfolgt - hingegen anhand absoluter oder zumindest relativ zu anderen Maßstäben abhängt, besteht da kein tatsächlicher Zusammenhang. Man kann Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte erbringen und dadurch Topleistungen erbringen oder grottenschlecht sein, kommt ganz auf die individuelle Qualität an.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: horstman am 24.06.2020 14:56
Was das hier Kindergarten kleine Gruppe?

Ich war auch zu Hause habe gleichzeitig gearbeitet, meiner Tochter Mittag gekocht und ihr Schimpfwörter beigebracht, damit Sie im Kindergarten mitreden kann.

Und was bekomme ich?

Sofern du der Kindergeldberechtigte für deine Tochter bist, erhältst du 300,- € aus dem Konjunkturpaket.
Herzlichen Glückwunsch! Einer hier hat von Corona schon mal profitiert.
 ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 24.06.2020 14:58

Sofern du der Kindergeldberechtigte für deine Tochter bist, erhältst du 300,- € aus dem Konjunkturpaket.
Herzlichen Glückwunsch! Einer hier hat von Corona schon mal profitiert.
 ;D
Auch dies bleibt abzuwarten...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 24.06.2020 15:50
nur, wenn er unterhalb von ca. 80K zvE hat... denn sonst ist der Freibetrag besser. :-)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 18:33
leute, es geht hier um eine Diskussion bzgl. der Tarifrund 2020! Und nicht wird wo in welcher teuren Stadt wohnt oder wer keinen funktionierenden Arbeitsplatz hat!!! Aufhören mit mimimi und ran an die Arbeit. Jeder sollte den Anspruch haben den öD voranzubringen und etwas zu bewegen... nur dafür ist ein höheres Grundgehalt gerechtfertigt !!! Fürs große Reden schwingen werden andere bezahlt.

Das Problem ist das Grundgehalt. Es ist zum Teil nicht marktgerecht. Eine E2 ist sogar in München konkurrenzfähig. Eine E13 nicht!

Davon abgesehen hatte ich ja schonmal etwas vorgeschlagen:

Laufzeit 12 Monate
Lineare Erhöhung in Höhe von 3%
Arbeitszeit: 38 Wochenstunden (auch für Beamte)
echtes 13. Monatsgehalt
Option der monatlichen Auszahlung des 13. Monatsgehalts
echte stufengleiche Höhergruppierung
Entgeltgruppe 16
Strukturelle Verbesserung der Entgeltgruppen E9-16 durch Steigerung der Entgelte
Anpassung der Entgeltordnung u. a. im Bereich der Mangelberufe
Verringerung der Stufenlaufzeiten und Reduzierung der Stufenanzahl
Technische Berufe werden gemäß der Tabellenentgelte TV-V vergütet oder irgendwie anders, Hauptsache besser, sodass man mal jemanden bekommt
keine Unterscheidung der Tarifgebiete West und Ost
Abschaffung/Umlage LOB
Ballungsraumzulage
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 24.06.2020 18:48
Eine Ballungsraumzulage würde die Nachfrageseite stärken und nach derzeitigem Stand die Probleme dort verschärfen.

So etwas muss an der Wurzel angepackt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 18:53
Die Probleme von anderen, die dann nicht mithalten können - adelige Probleme sind die besten Probleme.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wurstberg am 24.06.2020 19:22
Entgeltgruppe 16
Anpassung der Entgeltordnung u. a. im Bereich der Mangelberufe
Abschaffung/Umlage LOB

Was würde eine Entgeltgruppe 16 von der 15Ü unterscheiden und was würde mit ebendieser passieren?

Was sind für dich (Mangel)Berufe die flächendenkend fehlen?

Was kommt anstelle des LOB? Oder fällt dieses ersatzlos weg (Urlaubsgeld wäre m. E. eine gute Alternative)?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 24.06.2020 19:56
In der E15Ü gibt es nur Altfälle, die aus dem BAT übergeleitet wurden. Für diese Entgeltgruppe sind keine Tätigkeitsmerkmale hinterlegt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 20:49
Entgeltgruppe 16
Anpassung der Entgeltordnung u. a. im Bereich der Mangelberufe
Abschaffung/Umlage LOB

Was würde eine Entgeltgruppe 16 von der 15Ü unterscheiden und was würde mit ebendieser passieren?

Was sind für dich (Mangel)Berufe die flächendenkend fehlen?

Was kommt anstelle des LOB? Oder fällt dieses ersatzlos weg (Urlaubsgeld wäre m. E. eine gute Alternative)?

Eine Spreizung der EG Tabelle würde eine stärkere Differenzierung ermöglichen. EG 15 Ü wird nicht ausgeschrieben (oder?).  Im unteren Bereich wird ja auch munter differenziert.

Mangelberufe sind nach meinem Kenntnisstand unter anderem: Krankenpfleger, Erzieher, Bauingenieure, Informatiker, Techniker, technischer Bereich allgemein und Führungskräfte (die werden zumeist mit einer EG mehr als die Untergebenen abgespeist, was in der Regel 150-300€ ausmacht).
Gemäß der pwc Studie werden bis 2030 320.000 Akademiker, 315.000 gehobene Fachkräfte und 146.000 Fachkräfte fehlen und 4.000 Hilfskräfte (bestimmt die Postschubser) zu viel da sein. Gemäß der Studie versteht man unter den gehobenen Fachkräften die EG 9-12 und unter Akademikern die EG 13-15 und unter den Fachkräften sind laut Studie vor allem die technischen Berufe und Lehrer gesucht. Dementsprechend und gemäß der McKinsey Studie die das Gleiche sagt sowie dem Personalreport des DBB ist die Tarifpolitik HAARSTRÄUBEND.

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/studie-pwc-oeffentlicher-dienst-100.pdf

https://www.mckinsey.de/~/media/mckinsey/locations/europe%20and%20middle%20east/deutschland/news/presse/2019/2019-04-03%20die%20besten%20bitte/20190402_die%20besten%20bitte_studie%20fachkrftemangel%20ffentlicher%20sektor.pdf

LOB auf das Gehalt umlegen und ggf. eine Leistungsstufe einführen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 20:57
Hinzu kommt dann noch so etwas aufgrund der Überalterung und Personalmangel:

Herausgeber: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fakten/BIBB-BAuA-32.pdf?__blob=publicationFile&v=5

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 24.06.2020 21:17
Passend kommt hinzu, dass man auf Seite des AG ja davon genau bescheid weiß, da er entsprechendes in Auftrag gegeben hat:

1Gradmesser der Attraktivität des Öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber bei Studierenden aller Fachrichtungen bundesweitNachwuchsbarometerÖffentlicher Dienst 2019 

https://www.nachwuchsbarometer-oeffentlicher-dienst.de/wp-content/uploads/2019/06/Inhaltsverzeichnis_verlinkt_Nachwuchsbarometer_Oeffentlicher_Dienst_2019.pdf

"5Damit Sie die Zukunft kraftvoll gestalten könnenWas uns antreibtWas  erwartet  die  zukünftige  Generation  von  Arbeit-nehmerinnen  und  Arbeitnehmern  vom  Öffentlichen  Dienst  als  Arbeitgeber?  Wie  nehmen  sie  die  Ebenen  Staat, Land und Kommune wahr und welche Ansprü-che stellen sie an ihren zukünftigen Arbeitsplatz? Mit welchen Bedürfnissen und welchen Wünschen muss sich  der  Öffentliche  Dienst  auseinandersetzen,  um  im  oft  zitierten  „war  for  talents“  mithalten  zu  kön-nen?  Das  Nachwuchsbarometer  2019  gibt  erstmals  Antworten auf all diese Fragen und stellt die Studie-renden der Generation Y und Z in den Fokus der Dis-kussion. Nur mittels einer fundierten Analyse können wir in den kommenden Jahren adäquate Instrumente für  die  Verwaltung  entwickeln,  um  den  Öffentlichen  Dienst  attraktiver  zu  gestalten  und  die  Bedürfnisse  der Fachkräfte der Zukunft zu berücksichtigen. Denn eine gut ausgestattete Verwaltung ist im Interesse al-ler.  Nur  eine  funktionierende  Verwaltung  ermöglicht  uns  ein  wirtschaftliches,  demokratisches  und  ge-samtgesellschaftliches Zusammenleben.Der  Öffentliche  Dienst  steht  vor  enormen  Herausforderungen.  Bis  2030  werden mehr als 1,2 Millionen Beschäftigte altersbedingt aus dem Öffentli-chen Dienst ausscheiden. Bis 2040 sind es mehr als 2,6 Millionen.1 Dies ent-spricht knapp 60 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um diesen enormen personellen Aderlass kompensieren zu können, muss sich der Öf-fentliche Dienst als Arbeitgeber neu erfinden und deutlich zielgerichteter als bisher Fachkräfte ansprechen."  :-X

"Für  die  Gruppe  der  Ingenieure  ist  der  Öffentliche  Dienst  nahezu  irrelevant.  Nur  5,5  %  streben  beson-ders  stark  in  den  Öffentlichen  Dienst.  Wirft  man  ei-nen  genaueren  Blick  auf  den  Fachstudiengang,  so  könnte  der  Öffentliche  Dienst  besonders  mit  den  Eigenschaften  Arbeitsplatzsicherheit  und  guter  Ar-beitsatmosphäre  punkten  und  Wünsche  wie  Kun-denkontakt  und  Arbeit  für  das  gesellschaftliche  Ge-meinwohl verwirklichen. Dennoch streben Ingenieure deutlich  stärker  in  die  Privatwirtschaft.  Die  Gruppe  der Ingenieure ist in ihrem Antwortverhalten äußerst divers und sticht im Vergleich zu anderen Studieren-den  kaum  heraus.  Es  ist  jedoch  klar,  dass  der  Hygi-enefaktor  hoher  Lohn  nur  bedingt  vom  Öffentlichen  Dienst erreicht werden kann."  :-X

"Die  Gruppe  der  Informatikstudierenden  strebt  nach  wie  vor  nur  bedingt  in  den  Öffentlichen  Dienst  und  sieht   ihre   Zukunft   vornehmlich   in   der   Privatwirt-schaft.   Durch   die   weiterhin   steigende   Nachfrage   nach  Informatikfachkräften,  konkurrieren  Arbeitge-ber um die knappe Zahl an Studierenden. Gerade die Privatwirtschaft  bietet  den  Informatikern  eine  hohe  Vergütung,  bei  welcher  der  Öffentliche  Dienst  mit  seiner Bindung an Tarifverträge nicht mithalten kann. Doch mangelt es dem Öfenntlichen Dienst nicht nur an  einer  adäquaten  Bezahlung,  sondern  er  verpasst  es  im  Bewerbungsprozess  die  notwendigen  Stell-schrauben  anzupassen,  um  schnelle  Rückmeldun-gen bzgl. Bewerbungsgesprächen, Telefoninterviews, Einstellungsbescheide   und   Vertragsunterlagen   zu   ermöglichen. Dadurch werden potentielle Interessen-ten verprellt. Darüber hinaus arbeiten die Informatiker gerne unter guten technischen Rahmenbedingungen, wodurch der Öffentliche Dienst in der Lage sein soll-te,  mobiles  Arbeiten  und  eine  private  und  berufliche  Techniknutzung anbieten zu können."  :-X


Und jetzt dürfen alle mal raten was die Autoren der Studie nun empfehlen was der Öffentliche Dienst nun tun kann...  ;)

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 25.06.2020 07:11


Laufzeit 12 Monate dabei
Lineare Erhöhung in Höhe von 3% Inflationsausgleich x 2
Arbeitszeit: 38 Wochenstunden (auch für Beamte)  Inflation x 2 oder x1 +Reduzierung=Wahlrecht
echtes 13. Monatsgehalt dabei
Option der monatlichen Auszahlung des 13. Monatsgehalts Wendler: Egal!
echte stufengleiche Höhergruppierung Bin generell für Überarbeitung der Stufen, max 3 Stufen
Entgeltgruppe 16 Egal!
Strukturelle Verbesserung der Entgeltgruppen E9-16 durch Steigerung der Entgelte Zu viel für diese Tarifrunde!
Anpassung der Entgeltordnung u. a. im Bereich der Mangelberufe Nicht in dieser Tarifrunde; sollte generell dem AG freigestellt sein über Zulagen zu entscheiden
Verringerung der Stufenlaufzeiten und Reduzierung der Stufenanzahl siehe oben
Technische Berufe werden gemäß der Tabellenentgelte TV-V vergütet oder irgendwie anders, Hauptsache besser, sodass man mal jemanden bekommt Siehe Mangelberufe
keine Unterscheidung der Tarifgebiete West und Ost Grds. ja, ich meine Spid hätte mal was erhellendes dazu geschrieben warum die Unterschiede bis heute noch bestehen (Bildungsabschlüss z.B.??)
Abschaffung/Umlage LOB Dabei
Ballungsraumzulage siehe oben
Meine Meinung dazu siehe Block
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 07:35
Der Punkt mit dem Ost/West stammt nicht von mir, aber es wurde mal diskutiert, dass es einem nach der Wiedervereinigung Geborenen schwer zu vermitteln sei, dass er weniger Wert sei. Insbesondere hat er ja den gleichen Abschluss, oder denkt hier jemand, dass einer aus West, der in Leipzig studiert hat, in Bayern weniger verdienen sollte...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 07:40
Bei einer Ballungsraumzulage ist es doch das gleiche Problem wie bei der Ost/West "Zulage".

Insofern Abschaffung des Ost/West geraffels, bei gleichzeitiger Einführung einer regionalen Kaufkraftkomponente.

Ansonsten bin bei des Kaisers Anmerkungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 25.06.2020 07:41
Bitte, Bitte nicht wieder die Diskussion wieviel eine jeweilige Entgeltgruppe in den verschiedensten Teilen von Deutschland wert ist. Bitte keine Vergleiche mit E 11 Wohnungsmarkt in Cottbus und E 11 Wohnungsmarkt in Hamburg.

Und bitte auch keine Diskussionen über Wertigkeit von Bildungsabschlüssen: Bachelor ist Bachelor, Master ist Master und Weiterbildungslehrgang A2 ist A2, ganz egal!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 07:43
Der Punkt mit dem Ost/West stammt nicht von mir, aber es wurde mal diskutiert, dass es einem nach der Wiedervereinigung Geborenen schwer zu vermitteln sei, dass er weniger Wert sei. Insbesondere hat er ja den gleichen Abschluss, oder denkt hier jemand, dass einer aus West, der in Leipzig studiert hat, in Bayern weniger verdienen sollte...

Entgelt drückt nicht den Wert eines AN aus, sondern den Wert dessen Arbeitskraft.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 25.06.2020 07:50
Was das hier Kindergarten kleine Gruppe?

Ich war auch zu Hause habe gleichzeitig gearbeitet, meiner Tochter Mittag gekocht und ihr Schimpfwörter beigebracht, damit Sie im Kindergarten mitreden kann.

Und was bekomme ich?

300 Euro Kindernbonus. Ist doch nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 25.06.2020 07:54
Der Punkt mit dem Ost/West stammt nicht von mir, aber es wurde mal diskutiert, dass es einem nach der Wiedervereinigung Geborenen schwer zu vermitteln sei, dass er weniger Wert sei. Insbesondere hat er ja den gleichen Abschluss, oder denkt hier jemand, dass einer aus West, der in Leipzig studiert hat, in Bayern weniger verdienen sollte...

Entgelt drückt nicht den Wert eines AN aus, sondern den Wert dessen Arbeitskraft.

Und die ist ist München anders als in Ostfriesland?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 07:59
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 25.06.2020 08:40
Bitte, Bitte nicht wieder die Diskussion wieviel eine jeweilige Entgeltgruppe in den verschiedensten Teilen von Deutschland wert ist. Bitte keine Vergleiche mit E 11 Wohnungsmarkt in Cottbus und E 11 Wohnungsmarkt in Hamburg.

Und bitte auch keine Diskussionen über Wertigkeit von Bildungsabschlüssen: Bachelor ist Bachelor, Master ist Master und Weiterbildungslehrgang A2 ist A2, ganz egal!

Nunja… der Mangel an hochbezahlten Industriejobs führt für das Beispiel E11 in Cottbus jedenfalls zu einem Gender-Pay-Gap zu Lasten der Männer. Schon mal gelesen in der Debatte ? Nein ? Ist aber so. Insofern ist die aktuelle Schleifung der Autoindustrie vielleicht einfach ein Weg, das Gender-Pay-Gap zu reduzieren.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 08:49
Bei einer Kaufkraftindizierung des Tabellenentgelts erhielte man in Cottbus in E11/3 TVÖD ca. 48.876€, in FHH 58.865€. Das hielte ich für passend.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 09:09
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.

Der Mangel an Möglichkeiten zur Schaffung von Neubauten ist flächendeckend zu beobachten, damit weiß Gott keine lokale Marktbedingung. Das haben wir hier auch in 3000 Seelen-Dörfern auf dem Land. Und als aller letztes ist das ein Markt, sondern Planwirtschaft.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 09:14
Bei einer Kaufkraftindizierung des Tabellenentgelts erhielte man in Cottbus in E11/3 TVÖD ca. 48.876€, in FHH 58.865€. Das hielte ich für passend.

Wenn die Basis - hier also die Stufe 3 - eher einem Würfelergebnis als einem Martkpreis nahekommt ist eine weitere Auffächerung nach realen Kriterien schlicht Unfug. Es sei denn, man habe bei dem Mitarbeiter in Cottbus sowie in Hamburg exakt die gleiche Historie in Bezug auf sein Eingruppierung.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 09:20
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.

Der Mangel an Möglichkeiten zur Schaffung von Neubauten ist flächendeckend zu beobachten, damit weiß Gott keine lokale Marktbedingung. Das haben wir hier auch in 3000 Seelen-Dörfern auf dem Land. Und als aller letztes ist das ein Markt, sondern Planwirtschaft.

Ich habe mich zu Neubauten nicht eingelassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 09:24
Bei einer Kaufkraftindizierung des Tabellenentgelts erhielte man in Cottbus in E11/3 TVÖD ca. 48.876€, in FHH 58.865€. Das hielte ich für passend.

Wenn die Basis - hier also die Stufe 3 - eher einem Würfelergebnis als einem Martkpreis nahekommt ist eine weitere Auffächerung nach realen Kriterien schlicht Unfug. Es sei denn, man habe bei dem Mitarbeiter in Cottbus sowie in Hamburg exakt die gleiche Historie in Bezug auf sein Eingruppierung.

Stufe 3 kommt zustande, wenn sie tariflich zustandekommt. Ob das bei zwei AN auf den gleichen Wege geschieht oder nicht, ist unbeachtlich, weil die Erwerbshistorie selbst unbeachtlich ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 09:28
Die Findung eines marktgerechten Gehaltes ist in deiner Ausführung dennoch inkonsistent. Es beinhaltet Stufen, die im Allgemeinen einer Bewertung von Arbeitskraft nicht zugänglich sind.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 09:32
Nein. Meine Ermittlung eines marktgerechten Entgelts beinhaltet keine Stufen. Sie beinhaltet eine Kaufpreisindizierung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 09:49
Nein. Meine Ermittlung eines marktgerechten Entgelts beinhaltet keine Stufen. Sie beinhaltet eine Kaufpreisindizierung.

Und wofür. Wird vorausgesetzt, das das Einkommen aus dem TVÖD regelhaft das einzige Einkommen ist. Und wenn ja, wieso?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 25.06.2020 09:55
Nein. Meine Ermittlung eines marktgerechten Entgelts beinhaltet keine Stufen. Sie beinhaltet eine Kaufpreisindizierung.

Und wofür.
Na zur Ermittlung des Entgeltes! Andere Einkommen stehen ja nicht zur Diskussion und TVP haben auf diese Gott sei Dank keinen Einfluss
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 10:13
Zum Glück wir eine Kaufkraftorientierung niemals kommen. Wolfsburg steht bspw. blendend da. Geht VW den Bach runter sollen auch die Löhne im öD sinken? So ein Quatsch. Ballungsräume lassen sich einfach identifizieren und mit einer Zulage attraktiver gestalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:25
Nein. Meine Ermittlung eines marktgerechten Entgelts beinhaltet keine Stufen. Sie beinhaltet eine Kaufpreisindizierung.

Und wofür. Wird vorausgesetzt, das das Einkommen aus dem TVÖD regelhaft das einzige Einkommen ist. Und wenn ja, wieso?

Wen interessieren andere Einkommen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:26
Zum Glück wir eine Kaufkraftorientierung niemals kommen. Wolfsburg steht bspw. blendend da. Geht VW den Bach runter sollen auch die Löhne im öD sinken? So ein Quatsch. Ballungsräume lassen sich einfach identifizieren und mit einer Zulage attraktiver gestalten.

Warum sollte man „Ballungsräume“ - was auch immer das sein soll - attraktiver gestalten? Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 10:34
Zum Glück wir eine Kaufkraftorientierung niemals kommen. Wolfsburg steht bspw. blendend da. Geht VW den Bach runter sollen auch die Löhne im öD sinken? So ein Quatsch. Ballungsräume lassen sich einfach identifizieren und mit einer Zulage attraktiver gestalten.

Warum sollte man „Ballungsräume“ - was auch immer das sein soll - attraktiver gestalten? Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Warum sollten finanzstarke Kommunen nicht einfach mehr Geld bezahlen in Form von Zulagen, je nachdem wo Personal fehlt? Das geht doch heute auch schon! Oder willst du etwa einem Postschubser 50k zahlen nur weil die EG entsprechend skalieren würde?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 10:37

Na zur Ermittlung des Entgeltes! Andere Einkommen stehen ja nicht zur Diskussion und TVP haben auf diese Gott sei Dank keinen Einfluss

Selbstredend wurde von Befürwortern der Kaufkraft andere Einkommen (des Beschäftigten aber auch der anderen Bewohner der Region) in die Diskussion hereingebracht. Und gerade mit Einführung der Kaufkraftindizis hätten anderen Einkünfte Einfluss auf das Gehalt nach TVÖD.

Man steht hier also stark in der Erklärungspflicht wieso man so einen sozialistischen Unfug möchte.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 10:39
Warum sollte man „Ballungsräume“ - was auch immer das sein soll - attraktiver gestalten? Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Nochmals, solange Bauunternehmer Oberhuber nicht sofort proaktiv 5000 Eigenheime in München bauen darf, weil politische Regelungen dem entgegenstehen, handelt es sich keinesfalls um eine richtige Marktsituation.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 25.06.2020 10:41
Hältst du es für sozialistisch wenn die Entwicklung am Markt vor Ort Einfluss auf das Entgelt hat?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 25.06.2020 10:42
Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Sehe ich zwar auch so und würde es befürworten, kann mir aber nicht vorstellen, dass dies jemals umgesetzt wird, da die meisten Menschen dies als ungerecht empfinden, warum auch immer.

Aus Interesse aber die Frage: Wie würde hierbei der Wohnort behandelt werden? Zugespitztes, aber realistisches Beispiel: In Düsseldorf arbeiten aber in Duisburg wohnen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DSGVO am 25.06.2020 10:44
Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Sehe ich zwar auch so und würde es befürworten, kann mir aber nicht vorstellen, dass dies jemals umgesetzt wird, da die meisten Menschen dies als ungerecht empfinden, warum auch immer.

Aus Interesse aber die Frage: Wie würde hierbei der Wohnort behandelt werden? Zugespitztes, aber realistisches Beispiel: In Düsseldorf arbeiten aber in Duisburg wohnen.

Der Wohnort ist natürlich absolut irrelevant.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:44
Zum Glück wir eine Kaufkraftorientierung niemals kommen. Wolfsburg steht bspw. blendend da. Geht VW den Bach runter sollen auch die Löhne im öD sinken? So ein Quatsch. Ballungsräume lassen sich einfach identifizieren und mit einer Zulage attraktiver gestalten.

Warum sollte man „Ballungsräume“ - was auch immer das sein soll - attraktiver gestalten? Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Warum sollten finanzstarke Kommunen nicht einfach mehr Geld bezahlen in Form von Zulagen, je nachdem wo Personal fehlt? Das geht doch heute auch schon! Oder willst du etwa einem Postschubser 50k zahlen nur weil die EG entsprechend skalieren würde?

Und was hat das mit Ballungsräumen zu tun? Der größte europäische Ballungsraum besteht bspw. aus zahlreichen finanzschwachen Kommunen wie GE, HER, CAS...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 25.06.2020 10:45
Der Wohnort spielt keine Rolle. Der Erbringsort der Arbeitsleistung ist ausschlaggebend.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 25.06.2020 10:45
Weil "finanzstarke Kommunen" in der Regel ungleich "Ballungsraum" sind... in Brandenburg sind z.B. Schönefeld, Baruth und Linthe abundant. Alle diese Kommunen haben maximal ein paar Dutzend Beschäftigte in der Kernverwaltung. Warum sollen die mehr bekommen als die Kolleginnen in Potsdam obwohl sie viel billiger wohnen und mit dem BM oder Gemeindevertretern/Stadtverordneten verwandt, verschwägert oder befreundet sind (ok, böse.. aber die Tendenz ist da).
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:45
Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Sehe ich zwar auch so und würde es befürworten, kann mir aber nicht vorstellen, dass dies jemals umgesetzt wird, da die meisten Menschen dies als ungerecht empfinden, warum auch immer.

Aus Interesse aber die Frage: Wie würde hierbei der Wohnort behandelt werden? Zugespitztes, aber realistisches Beispiel: In Düsseldorf arbeiten aber in Duisburg wohnen.

Der Wohnort ist natürlich absolut irrelevant.

Eben, die Konkurrenzsituation des AG ist am Arbeitsort.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 25.06.2020 10:46
Und Wolfsburg gehört inzwischen zu den teuersten Städten Deutschlands, ist aber mitnichten ein Ballungsraum.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:47
Warum sollte man „Ballungsräume“ - was auch immer das sein soll - attraktiver gestalten? Kaufkraftindizes bilden die Marktsituation nahezu vollständig ab.

Nochmals, solange Bauunternehmer Oberhuber nicht sofort proaktiv 5000 Eigenheime in München bauen darf, weil politische Regelungen dem entgegenstehen, handelt es sich keinesfalls um eine richtige Marktsituation.

Werden keine Preise über Angebot und Nachfrage gebildet?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:48

Na zur Ermittlung des Entgeltes! Andere Einkommen stehen ja nicht zur Diskussion und TVP haben auf diese Gott sei Dank keinen Einfluss

Selbstredend wurde von Befürwortern der Kaufkraft andere Einkommen (des Beschäftigten aber auch der anderen Bewohner der Region) in die Diskussion hereingebracht. Und gerade mit Einführung der Kaufkraftindizis hätten anderen Einkünfte Einfluss auf das Gehalt nach TVÖD.

Man steht hier also stark in der Erklärungspflicht wieso man so einen sozialistischen Unfug möchte.

Wo genau wäre eine Orientierung am Marktpreis sozialistisch?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 10:58
Hältst du es für sozialistisch wenn die Entwicklung am Markt vor Ort Einfluss auf das Entgelt hat?

Die Entwicklung vor Ort hat mit Markt nichts zu tun. Wäre es so, wären die Kosten für das Wohnen deutschlandweit gleich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 10:59
Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 11:00
Nein.

Bei völliger Freigabe des Marktes wäre evtl. schnell ein Überangebot in München entstanden und das Wohnen dort möglicherweise günstiger als in Herne. Das gebe ich zu.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 25.06.2020 11:03
Gibt es einen bestimmten Grund warum du dich so an den Wohnkosten aufhängst?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 11:09
Gibt es einen bestimmten Grund warum du dich so an den Wohnkosten aufhängst?

U. a. deswegen - weil sie bei etwa 95 Prozent der Kollegen über 55 Jahre - im Gegensatz zu den Indizis - gar nicht mehr anfallen.

Und ganz ehrlich - mich nervt das Rumgeheule wegen teurem dies und teurem das auch etwas :) - mir ist da eine tarifliche Regelung viel zu paternalistisch.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 11:14
Du mißverstehst die Zielrichtung der Kaufkraftindizierung. Es geht nicht darum, irgendwem etwas Gutes zu tun. Es geht darum, in Situationen hoher Konkurrenz höhere und in Situationen geringer Konkurrenz niedrigere Entgelte zu zahlen. Die Marktpreisorientierung soll die Konkurrenzfähigkeit der Tarifentgelte erhöhen. Ob einer ein Haus hat oder unter der Brücke pennt, ist völlig unbeachtlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 25.06.2020 11:38
Wohnkosten sind ja das Problem von jedem einzelnen selbst. Wenn man sich nicht mit Finanzen und Sachwerten beschäftigt, ist es das Problem des jeweiligen Einzelnen. Der eine wohnt dann auf 60 qm ohne Balkon für 1800 Euro warm in Berlin und schimpft über sein geringes E 11 Gehalt.

Der andere hat mit nicht mal 40 zwei bezahlte vermietete Häuser in niedersächsischen mittelgroßen Städten herumstehen und freut sich über nicht unerhebliche Mieteinnahmen. Im dritten wohnt er dann selbst, dieses wird auch bald bezahlt sein.

Dieses hat jetzt aber weniger mit dem Gehalt zu tun sondern eher was man mit dem zu Verfügung stehen Budget macht. Wer sich da noch nie mit Paladium, Gold, Platin, Wasserstoff usw. beschäftigt hat, wird auch mit E 15 in Berlin zur Miete wohnen und jammern das die Kohle knapp ist.

Aber auch deren Zeit wird kommen, die Immoblase wird nach der Gelddruckorgie Päng machen. Der Markt wird sich dann wie 2008 in den USA gesehen, selbst bereinigen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 12:09
Und die ist ist München anders als in Ostfriesland?
Der Tee ist in Ostfriesland ja auch billiger.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 12:11
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.

Der Mangel an Möglichkeiten zur Schaffung von Neubauten ist flächendeckend zu beobachten, damit weiß Gott keine lokale Marktbedingung. Das haben wir hier auch in 3000 Seelen-Dörfern auf dem Land. Und als aller letztes ist das ein Markt, sondern Planwirtschaft.
Bei uns wird Planlos drauf los abgerissen und neu Gebaut.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 12:15
Zum Glück wir eine Kaufkraftorientierung niemals kommen. Wolfsburg steht bspw. blendend da. Geht VW den Bach runter sollen auch die Löhne im öD sinken? So ein Quatsch. Ballungsräume lassen sich einfach identifizieren und mit einer Zulage attraktiver gestalten.
Ich glaube nicht an der Formel: Ballungsraum gleich teures Leben.
So ist Magdeburg sicherlich ein Ballungsraum, aber dort wurden z.B. Wohnungen zerstört, weil ja ein krasses Überangebot da war.

Da ist die Kaufkraft wohl wesentlicher sinniger.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 12:18
Warum sollten finanzstarke Kommunen nicht einfach mehr Geld bezahlen in Form von Zulagen,
Schön das du dich endlich meinem Argument anschließt, zuletzt hast du es ja als falschen Weg angesehen.

Denn das fordere ich ja schon länger.

Dumm nur dass es nicht alle Kommunen dürfen! Das vergisst du leider immer wieder.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 12:24
Der andere hat mit nicht mal 40 zwei bezahlte vermietete Häuser in niedersächsischen mittelgroßen Städten herumstehen und freut sich über nicht unerhebliche Mieteinnahmen. Im dritten wohnt er dann selbst, dieses wird auch bald bezahlt sein.
Oha, dann hat er aber was falsch gemacht.
Mein Eigenheim habe ich schön mit Sondertilgung frei gemacht, mein Mietimperium natürlich erst hinterher.
Die Vermietungszinsen sind ja schließlich 40% günstiger.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 12:40
Du mißverstehst die Zielrichtung der Kaufkraftindizierung. Es geht nicht darum, irgendwem etwas Gutes zu tun. Es geht darum, in Situationen hoher Konkurrenz höhere und in Situationen geringer Konkurrenz niedrigere Entgelte zu zahlen. Die Marktpreisorientierung soll die Konkurrenzfähigkeit der Tarifentgelte erhöhen. Ob einer ein Haus hat oder unter der Brücke pennt, ist völlig unbeachtlich.

Es geht nicht um die Indizierung, sondern um die Wünsche nach Beachtung derselben im Tarifwerk.

Zudem wäre eine Begründung für die Einführung gut, das  oben geschriebene ist blubbs..

Davon ab, bin ich ja für eine weit höhere Entgeltung für die meisten Beschäftigten durch Zahlung von 100 % des Gehaltes für alle Beschäftigten abseits einer einjährigen Einarbeitungsphase. Da ist so ein Pipikram wie diese Indizierung schlicht Unfug bzw. etwas für arme Gestalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 12:47
Du kannst mit wem Du willst über Stufen diskutieren, die Kaufkraftindizierung ist davon unabhängig. Ich habe ihre Anwendung auf das Tabellenentgelt hinreichend begründet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 13:17
Warum sollten finanzstarke Kommunen nicht einfach mehr Geld bezahlen in Form von Zulagen,
Schön das du dich endlich meinem Argument anschließt, zuletzt hast du es ja als falschen Weg angesehen.

Denn das fordere ich ja schon länger.

Dumm nur dass es nicht alle Kommunen dürfen! Das vergisst du leider immer wieder.

Dagegen habe ich noch nie argumentiert. Wenn eine Stelle nur unter Zahlung einer Zulage besetzt werden kann, dann ist das so, aber das Tabellenendgelt soll für alle gleich sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 13:21
Warum?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 13:32
Dumm nur dass es nicht alle Kommunen dürfen! Das vergisst du leider immer wieder.

Zitat
Dagegen habe ich noch nie argumentiert. Wenn eine Stelle nur unter Zahlung einer Zulage besetzt werden kann, dann ist das so, aber das Tabellenendgelt soll für alle gleich sein.
Habe ich anders in Erinnerung, als ich für die Einführung eines Paragraphen a la  TV-L §16.5 im TVÖD Kommune plädierte.
Da klingt mir noch in den Ohren, bringt nix, machen die nicht ....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 13:42
Du kannst mit wem Du willst über Stufen diskutieren, die Kaufkraftindizierung ist davon unabhängig. Ich habe ihre Anwendung auf das Tabellenentgelt hinreichend begründet.

Ich anerkenne den Wunsch nach solchen Änderungen. Sie müssen jedoch halbwegs konsistent sein. Eine Auffassung, auf eine völlig unlogische Tabelleneingruppierung eine halbwegs logische Differenzierung draufzusatteln ist völliger Humbug und beleidigt deine Intelligenz.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 25.06.2020 13:46
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.

Der Mangel an Möglichkeiten zur Schaffung von Neubauten ist flächendeckend zu beobachten, damit weiß Gott keine lokale Marktbedingung. Das haben wir hier auch in 3000 Seelen-Dörfern auf dem Land. Und als aller letztes ist das ein Markt, sondern Planwirtschaft.

In unserem 4000 Seelen-Dorf konnte man vor 10 Jahre für 100 000 € ein 1000 qm großes Baugrundstück erwerben. Mittlerweile kosten sie 200 000 € für 800 qm. Weil: Speckgürtel. Die Infrastruktur wird parallel zu den steigenden Preisen schlechter. Das ist Markwirtschaft.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 13:53
Du kannst mit wem Du willst über Stufen diskutieren, die Kaufkraftindizierung ist davon unabhängig. Ich habe ihre Anwendung auf das Tabellenentgelt hinreichend begründet.

Ich anerkenne den Wunsch nach solchen Änderungen. Sie müssen jedoch halbwegs konsistent sein. Eine Auffassung, auf eine völlig unlogische Tabelleneingruppierung eine halbwegs logische Differenzierung draufzusatteln ist völliger Humbug und beleidigt deine Intelligenz.

Die Änderung ist konsistent. Ob das Tabellenentgelt oder die Stufenzuordnung irgendetwas abbildet oder nicht ist dafür völlig unbeachtlich, weil es weder auf Gerechtigkeit noch auf Gleichbehandlung ankommt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 25.06.2020 13:54
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.

Der Mangel an Möglichkeiten zur Schaffung von Neubauten ist flächendeckend zu beobachten, damit weiß Gott keine lokale Marktbedingung. Das haben wir hier auch in 3000 Seelen-Dörfern auf dem Land. Und als aller letztes ist das ein Markt, sondern Planwirtschaft.
In unserem 4000 Seelen-Dorf konnte man vor 10 Jahre für 100 000 € ein 1000 qm großes Baugrundstück erwerben. Mittlerweile kosten sie 200 000 € für 800 qm. Weil: Speckgürtel. Die Infrastruktur wird parallel zu den steigenden Preisen schlechter. Das ist Markwirtschaft.
Und in den Jahren um 2000 war jahrelang Stillstand bzgl. der Preise bei uns (inklusive Preisverfall), auch der Planwirtschaft geschuldet?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 25.06.2020 13:55

Die Änderung ist konsistent. Ob das Tabellenentgelt oder die Stufenzuordnung irgendetwas abbildet oder nicht ist dafür völlig unbeachtlich, weil es weder auf Gerechtigkeit noch auf Gleichbehandlung ankommt.

Wo habe ich von Gerechtigkeit und Gleichbehandlung gesprochen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 13:56
Wo hätte ich behauptet, daß Du derlei hättest?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 25.06.2020 15:20
Klar, da sie als Ware ja lokal gehandelt wird. Mithin bestimmen die lokalen Marktbedingungen den Preis.

Der Mangel an Möglichkeiten zur Schaffung von Neubauten ist flächendeckend zu beobachten, damit weiß Gott keine lokale Marktbedingung. Das haben wir hier auch in 3000 Seelen-Dörfern auf dem Land. Und als aller letztes ist das ein Markt, sondern Planwirtschaft.
In unserem 4000 Seelen-Dorf konnte man vor 10 Jahre für 100 000 € ein 1000 qm großes Baugrundstück erwerben. Mittlerweile kosten sie 200 000 € für 800 qm. Weil: Speckgürtel. Die Infrastruktur wird parallel zu den steigenden Preisen schlechter. Das ist Markwirtschaft.
Und in den Jahren um 2000 war jahrelang Stillstand bzgl. der Preise bei uns (inklusive Preisverfall), auch der Planwirtschaft geschuldet?

Die Anfänglichen 00er Jahre waren nicht gerade von einem Wirtschaftsaufschwung gesegnet. Dementsprechend hat sich der ÖD mit 0 Runden abhängen lassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 25.06.2020 16:18
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

was habt ihr denn als mit euren Kaspern. Dürfen keine neuen Leute mit schreiben?  ???
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 25.06.2020 16:22
Was das hier Kindergarten kleine Gruppe?

Ich war auch zu Hause habe gleichzeitig gearbeitet, meiner Tochter Mittag gekocht und ihr Schimpfwörter beigebracht, damit Sie im Kindergarten mitreden kann.

Und was bekomme ich?

wieso bin ich nicht drauf gekommen meiner Tochter Schimpfwörter bei zu bringen  ;D ;D ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 25.06.2020 16:35
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

was habt ihr denn als mit euren Kaspern. Dürfen keine neuen Leute mit schreiben?  ???

Doch, aber wir brauchen keine Deppen die uns sagen wie gut es uns geht und auf alles verzichten sollen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Alfi am 25.06.2020 17:40
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

was habt ihr denn als mit euren Kaspern. Dürfen keine neuen Leute mit schreiben?  ???

Doch, aber wir brauchen keine Deppen die uns sagen wie gut es uns geht und auf alles verzichten sollen.

Ok und wer sagt dass es euer Forum ist und keine neuen Ihre Meinung sagen dürfen?
Lass denen deren Meinung, es spielt weder deren noch eure oder meine Meinung eine Rolle beim Tarifabschluss.

Ich hoffe auf so viel wie möglich Gehalt und sowenig wie möglich Arbeitszeit, aber es interessiert weder die AG-Verbände noch sonst jemand.

Meine Meinung zu den zig Millionen oder Milliarden zur Rettung der Wirtschaft etc. habe ich schon kund getan, ich sehe es nicht ein zu sagen, so ich verzichte auf eine Gehaltserhöhung nur weil die oder die jetzt soviel Geld bekommen um gerettet zu werden und der öD geht leer aus. Aber wie gesagt, das interessiert weder Verdi noch sonst eine Sau  :'(
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 17:46
Jedem steht es frei, seine Meinung zu äußern. An seiner Meinungsäußerung wird er gemessen und ein Werturteil über ihn  getroffen. Das kann eben auch sein, daß es sich um einen Kasper handelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 19:42
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

was habt ihr denn als mit euren Kaspern. Dürfen keine neuen Leute mit schreiben?  ???

Doch, aber wir brauchen keine Deppen die uns sagen wie gut es uns geht und auf alles verzichten sollen.

Vor allem wenn die AG in den nächsten Jahren vor massiven Problemen stehen und eigentlich andere Interessen haben sollten als Gehälter niedrig zu halten.

Was haben die AG eigentlich davon wenn die Gehälter niedrig sind und die Stellen nicht nachbesetzt werden können?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 19:50
Nicht besetzte Stellen senken Personalkosten nochmals deutlich, es ist also ein Lawineneffekt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 25.06.2020 20:38
Lass denen deren Meinung, es spielt weder deren noch eure oder meine Meinung eine Rolle beim Tarifabschluss.


Wie jetzt?!
Ich dachte das wäre der offizielle Verdi-Thread, der Wort für Wort zum Beginn der Verhandlungen vorgetragen wird?
Ist das nicht so??
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 25.06.2020 20:39
Jedem steht es frei, seine Meinung zu äußern. An seiner Meinungsäußerung wird er gemessen und ein Werturteil über ihn  getroffen. Das kann eben auch sein, daß es sich um einen Kasper handelt.
Danke und Amen!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: alfaromeofahrer am 25.06.2020 20:52
Was schätzt ihr, mit welchen Forderungen seitens der Gewerkschaften ist am 25.8. zu rechnen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 22:12
Nicht besetzte Stellen senken Personalkosten nochmals deutlich, es ist also ein Lawineneffekt.

Ja, aber was hat der Bürgermeister/Landrat davon wenn er seine Stellen nicht besetzt bekommt? Mit dem gesparten Geld ein Denkmal errichten?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 25.06.2020 22:15
Was schätzt ihr, mit welchen Forderungen seitens der Gewerkschaften ist am 25.8. zu rechnen?

Naja, realistisch werden sie eine 38h Woche, 4% Gehalt und eine einmalige Zahlung von 1.500€ für alle mit einer Laufzeit von 12 Monaten fordern.

Dabei wird eine 38,5h Woche, 3% Gehalt und eine einmalige Zahlung von 500€ bis zur EG 8 mit einer Laufzeit von 30 Monaten herauskommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 25.06.2020 22:17
Du fragtest nach dem AG. Das ist nicht der HVB, sondern die Gemeinde/der Landkreis.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: alfaromeofahrer am 26.06.2020 01:35
Dabei wird eine 38,5h Woche, 3% Gehalt und eine einmalige Zahlung von 500€ bis zur EG 8 mit einer Laufzeit von 30 Monaten herauskommen.
Ich denke, dann könnte man sich den ganzen Prozess sparen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 26.06.2020 06:34
Jedem steht es frei, seine Meinung zu äußern. An seiner Meinungsäußerung wird er gemessen und ein Werturteil über ihn  getroffen. Das kann eben auch sein, daß es sich um einen Kasper handelt.

Sagte der Kaiser dergleichen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 26.06.2020 06:39
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

was habt ihr denn als mit euren Kaspern. Dürfen keine neuen Leute mit schreiben?  ???

Doch, aber wir brauchen keine Deppen die uns sagen wie gut es uns geht und auf alles verzichten sollen.

Ok und wer sagt dass es euer Forum ist und keine neuen Ihre Meinung sagen dürfen?
Lass denen deren Meinung, es spielt weder deren noch eure oder meine Meinung eine Rolle beim Tarifabschluss.

Ich hoffe auf so viel wie möglich Gehalt und sowenig wie möglich Arbeitszeit, aber es interessiert weder die AG-Verbände noch sonst jemand.

Meine Meinung zu den zig Millionen oder Milliarden zur Rettung der Wirtschaft etc. habe ich schon kund getan, ich sehe es nicht ein zu sagen, so ich verzichte auf eine Gehaltserhöhung nur weil die oder die jetzt soviel Geld bekommen um gerettet zu werden und der öD geht leer aus. Aber wie gesagt, das interessiert weder Verdi noch sonst eine Sau  :'(

Das sagen Spid und seine Lakeien. Du wirst merken, dass diese in Ihrer Arroganz und Überheblichkeit gar nicht merken, dass es nicht Ihr Forum ist. Lies einfach  die Beitrage der letzten Monate der ca. 4 Hauptakteure durch. Tausende Beiträge die zu ca. 80% aus inhaltsleerem Geschwafel, Beleidigungen und klischeehaften abwertenden Äußerungen bestehen. Andere Meinungen wwerden nicht Geduldet und vernichtet.  :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.06.2020 06:47

Meine Meinung zu den zig Millionen oder Milliarden zur Rettung der Wirtschaft etc. habe ich schon kund getan, ich sehe es nicht ein zu sagen, so ich verzichte auf eine Gehaltserhöhung nur weil die oder die jetzt soviel Geld bekommen um gerettet zu werden und der öD geht leer aus. Aber wie gesagt, das interessiert weder Verdi noch sonst eine Sau  :'(
Denke schon dass es Ver.di interessiert. NUR: Deren Priorität liegt augenscheinlich nicht auf dem öD! Woanders ist die Mitgliederanzahl und somit das Beitragsaufkommen schlicht höher...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 26.06.2020 06:50
Es tut mir leid, dass du es nicht verstehst.  :-\
Bei der TV-L Runde sollte jemand höhere Gehälter für Lehrer fordern, damit wir mehr Fachpersonal bekommen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.06.2020 06:51

blubb.... Andere Meinungen wwerden nicht Geduldet und vernichtet.  :o
Also ich für meinen Teil dulde einen Großteil anderer Meinungen. Wenn ich diese allerdings als Kasperltheater empfinde, dann kann ich sie auch so nennen. Dies steht dir und allen anderen Forenteilnehmern ja ebenso frei. Wo ist dein Problem?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 26.06.2020 06:53

Meine Meinung zu den zig Millionen oder Milliarden zur Rettung der Wirtschaft etc. habe ich schon kund getan, ich sehe es nicht ein zu sagen, so ich verzichte auf eine Gehaltserhöhung nur weil die oder die jetzt soviel Geld bekommen um gerettet zu werden und der öD geht leer aus. Aber wie gesagt, das interessiert weder Verdi noch sonst eine Sau  :'(
Denke schon dass es Ver.di interessiert. NUR: Deren Priorität liegt augenscheinlich nicht auf dem öD! Woanders ist die Mitgliederanzahl und somit das Beitragsaufkommen schlicht höher...


Warum verhandelt denn dann eigentlich Verdi für den öD? Wäre doch sinnvoll wenn man eine eigene Gewerkschaft mit zwangsabo einführt...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.06.2020 07:01
Ver.di ist ja die Verschmelzung 5 ehemals unabhänginger Gewerkschaften so auch der ÖTV, welche TVP war. Aber Ver.di sitzt ja mitnichten allein am Tisch, dbb tarifunion( +Komba??) sitzt ja auch mit am Tisch
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.06.2020 07:02
Es tut mir leid, dass du es nicht verstehst.  :-\
Bei der TV-L Runde sollte jemand höhere Gehälter für Lehrer fordern, damit wir mehr Fachpersonal bekommen...
Wen/Was meinst du? Mich?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 26.06.2020 07:04

blubb.... Andere Meinungen wwerden nicht Geduldet und vernichtet.  :o
Also ich für meinen Teil dulde einen Großteil anderer Meinungen. Wenn ich diese allerdings als Kasperltheater empfinde, dann kann ich sie auch so nennen. Dies steht dir und allen anderen Forenteilnehmern ja ebenso frei. Wo ist dein Problem?

Mein Problem ist, dass dieses Forum seit geraumer Zeit immer mehr dazu verkommt, als Plattform von Leuten verwendet zu werden, die nicht wirklich andern mit Rat und Tat helfen möchten, sondern die hier Ihre Komplexe und Ihren offensichtlichen Frust durch unangemessenes Verhalten ausleben.

Ich glaube nicht, dass ich der einzige (meist stille Mitleser) bin, dem das tendenziell auffällt. Viele werden sich garnicht trauen hier etwas zu fragen, weil verlass darauf ist, dass erstmal eine Belehrung von oben herab kommt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.06.2020 07:05
Erzähl uns doch mal wieder von Stereotypen. Oder erzähl was zur Eingruppierung von Standesbeamten. Dann bist Du wenigstens amüsant und hast zumindest einen Nutzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 26.06.2020 07:20
Erzähl uns doch mal wieder von Stereotypen. Oder erzähl was zur Eingruppierung von Standesbeamten. Dann bist Du wenigstens amüsant und hast zumindest einen Nutzen.

Danke für das Kompliment. Im Gegensatz zu deiner Wenigkeit habe ich eine Chance einen Nutzen zu haben. Amüsant bist du allemal. Wenn ich dich hier erlebe habe ich so herrliches Kopfkino, da du alle Klitsches eines pseudointelligenten Endfünfzigers, der in der Rollenverteilung der siebziger festhängt erfüllst. Wenn du nachhause kommst kriegst du wahrscheinlich erstmals dass Nudelholz und dann geht an die Hausarbeit. Entschuldigung ich schweife ab. Danke für den erheiternden Freitag morgen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: egalcgn am 26.06.2020 07:25
Mich amüsiert mehr, dass die ganzen Pseudo-Intellektuellen das Thema des Threads anscheinend nicht verstanden haben. Was die Kommentare von Spid angeht, so gewöhnt man sich dran. Ist halt die Alexa des Forums. stellt man Fragen gibt es meistens komische Antworten. Beim Handy kann ich Alexa wenigstens deaktivieren....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 26.06.2020 07:25
Es tut mir leid, dass du es nicht verstehst.  :-\
Bei der TV-L Runde sollte jemand höhere Gehälter für Lehrer fordern, damit wir mehr Fachpersonal bekommen...
Wen/Was meinst du? Mich?

Den Kasper.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.06.2020 07:27
Erzähl uns doch mal wieder von Stereotypen. Oder erzähl was zur Eingruppierung von Standesbeamten. Dann bist Du wenigstens amüsant und hast zumindest einen Nutzen.

Danke für das Kompliment. Im Gegensatz zu deiner Wenigkeit habe ich eine Chance einen Nutzen zu haben. Amüsant bist du allemal. Wenn ich dich hier erlebe habe ich so herrliches Kopfkino, da du alle Klitsches eines pseudointelligenten Endfünfzigers, der in der Rollenverteilung der siebziger festhängt erfüllst. Wenn du nachhause kommst kriegst du wahrscheinlich erstmals dass Nudelholz und dann geht an die Hausarbeit. Entschuldigung ich schweife ab. Danke für den erheiternden Freitag morgen.

Erzähl uns doch mal wieder von Stereotypen. Oder erzähl was zur Eingruppierung von Standesbeamten. Dann bist Du wenigstens amüsant und hast zumindest einen Nutzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 26.06.2020 07:33
Mich amüsiert mehr, dass die ganzen Pseudo-Intellektuellen das Thema des Threads anscheinend nicht verstanden haben. Was die Kommentare von Spid angeht, so gewöhnt man sich dran. Ist halt die Alexa des Forums. stellt man Fragen gibt es meistens komische Antworten. Beim Handy kann ich Alexa wenigstens deaktivieren....

Der ist gut. Aus der Sichtweise habe ich es noch gar nicht betrachtet. Dann ergeben der begrenzte Inhalt und die Monotonie der Beiträge endlich einen Sinn. Er ist ein Bot. Na dann hilft nicht zu argumentieren. Danke für den Hinweis. Dann kann ich ihn ignorieren.   8)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.06.2020 07:34
Erzähl uns doch mal wieder von Stereotypen. Oder erzähl was zur Eingruppierung von Standesbeamten. Dann bist Du wenigstens amüsant und hast zumindest einen Nutzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 26.06.2020 08:02
Mich amüsiert mehr, dass die ganzen Pseudo-Intellektuellen das Thema des Threads anscheinend nicht verstanden haben. Was die Kommentare von Spid angeht, so gewöhnt man sich dran. Ist halt die Alexa des Forums. stellt man Fragen gibt es meistens komische Antworten. Beim Handy kann ich Alexa wenigstens deaktivieren....

Der ist gut. Aus der Sichtweise habe ich es noch gar nicht betrachtet. Dann ergeben der begrenzte Inhalt und die Monotonie der Beiträge endlich einen Sinn. Er ist ein Bot. Na dann hilft nicht zu argumentieren. Danke für den Hinweis. Dann kann ich ihn ignorieren.   8)
Sag ich schon die ganze Zeit... unwahrscheinlich tolle KI, die die Admins hier für Silicon-Valley in der deutschen Version testen... wer macht einen ausführlichen Turing-Test ?  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.06.2020 08:39
Warum verhandelt denn dann eigentlich Verdi für den öD? Wäre doch sinnvoll wenn man eine eigene Gewerkschaft mit zwangsabo einführt...
Mach es, ich trete gerne ein ihn eine Fachkräftegewerkschaft oder so ähnlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 26.06.2020 08:41
Das sagen Spid und seine Lakeien. Du wirst merken, dass diese in Ihrer Arroganz und Überheblichkeit gar nicht merken, dass es nicht Ihr Forum ist. Lies einfach  die Beitrage der letzten Monate der ca. 4 Hauptakteure durch. Tausende Beiträge die zu ca. 80% aus inhaltsleerem Geschwafel, Beleidigungen und klischeehaften abwertenden Äußerungen bestehen. Andere Meinungen wwerden nicht Geduldet und vernichtet.  :o

Kannst du eine einzige Beleidigung aus dem genannten Personenkreis hier zitieren?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.06.2020 08:47
Sag ich schon die ganze Zeit... unwahrscheinlich tolle KI, die die Admins hier für Silicon-Valley in der deutschen Version testen... wer macht einen ausführlichen Turing-Test ?  ;D
Autisten erscheinen gerne mal wie eine KI
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.06.2020 08:48
Das sagen Spid und seine Lakeien. Du wirst merken, dass diese in Ihrer Arroganz und Überheblichkeit gar nicht merken, dass es nicht Ihr Forum ist. Lies einfach  die Beitrage der letzten Monate der ca. 4 Hauptakteure durch. Tausende Beiträge die zu ca. 80% aus inhaltsleerem Geschwafel, Beleidigungen und klischeehaften abwertenden Äußerungen bestehen. Andere Meinungen wwerden nicht Geduldet und vernichtet.  :o

Kannst du eine einzige Beleidigung aus dem genannten Personenkreis hier zitieren?
Dies setzte ja ohnehin mal Voraus, dass man spid als (hier) herrschaftliches Individum betrachtet und er über irgendeine Form von unerwürfigen Dienern (hier) verfügte. Auch daherüber besitzt @Exekutor keine Deutungs- oder Festlegungshoheit.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Lio1896 am 26.06.2020 09:19


Danke für das Kompliment. Im Gegensatz zu deiner Wenigkeit habe ich eine Chance einen Nutzen zu haben. Amüsant bist du allemal. Wenn ich dich hier erlebe habe ich so herrliches Kopfkino, da du alle Klitsches eines pseudointelligenten Endfünfzigers, der in der Rollenverteilung der siebziger festhängt erfüllst. Wenn du nachhause kommst kriegst du wahrscheinlich erstmals dass Nudelholz und dann geht an die Hausarbeit. Entschuldigung ich schweife ab. Danke für den erheiternden Freitag morgen.
[/quote]

Also ich persönlich glaube ja das Spid gar nicht mehr arbeitet  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: ds78 am 26.06.2020 09:23
Können wir hier mal zum Thema zurückkommen? Gibt's hier eigentlich Moderatoren? So viele Beiträge wie man melden müsste, kann man gar nicht melden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 26.06.2020 09:28
Lauter neue Kasper.

Wir sollten aufgrund von Corona alle -5% / 20 % JSZ / 40h Woche hinnehmen. Das bringt den ÖD ganz sicher voran.

was habt ihr denn als mit euren Kaspern. Dürfen keine neuen Leute mit schreiben?  ???


Doch, aber wir brauchen keine Deppen die uns sagen wie gut es uns geht und auf alles verzichten sollen.

Alles Klar!! Die Schriftstücke der neuen Kaspars bitte erst zur Zensur an Bastel!!! :o
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 26.06.2020 09:40
Was schätzt ihr, mit welchen Forderungen seitens der Gewerkschaften ist am 25.8. zu rechnen?

Naja, realistisch werden sie eine 38h Woche, 4% Gehalt und eine einmalige Zahlung von 1.500€ für alle mit einer Laufzeit von 12 Monaten fordern.

Dabei wird eine 38,5h Woche, 3% Gehalt und eine einmalige Zahlung von 500€ bis zur EG 8 mit einer Laufzeit von 30 Monaten herauskommen.

Die formulierten Forderungen klingen realistisch aber ich denke Verdi wird einknicken.
Ergebnis: 01.09.2020 0,86%, 01.09.2021 1,24%, 01.09.2022 Laufzeit 24 Monate. 350 € Einmalzahlung für alle systemrelevanten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 26.06.2020 10:46
Die VKA kommt zu dem Schluss, dass die Rolle der kommunalen Arbeitgeber eine Aufwertung erfahren muss im attraktiven öffentlichen Dienst:

https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-22-4-tag-der-daseinsvorsorge-am-23-juni-2020-systemrelevant-und-sinnstiftend-kommunale-unternehmen-als-arbeitgeber-in-der-corona-pandemie-883

Zitat mit Blick auf kommunale Unternehmen:
"Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA): „Die kommunalen Unternehmen spielen in der öffentlichen Wahrnehmung, auch als potenzielle Arbeitgeber, leider oft nicht die Rolle, die Ihnen tatsächlich zukommt – das muss sich ändern."
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.06.2020 10:57
Die VKA kommt zu dem Schluss, dass die Rolle der kommunalen Arbeitgeber eine Aufwertung erfahren muss im attraktiven öffentlichen Dienst:

https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-22-4-tag-der-daseinsvorsorge-am-23-juni-2020-systemrelevant-und-sinnstiftend-kommunale-unternehmen-als-arbeitgeber-in-der-corona-pandemie-883

Zitat mit Blick auf kommunale Unternehmen:
"Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA): „Die kommunalen Unternehmen spielen in der öffentlichen Wahrnehmung, auch als potenzielle Arbeitgeber, leider oft nicht die Rolle, die Ihnen tatsächlich zukommt – das muss sich ändern."
Zitat
Sichere Arbeitsplätze mit fairen Verdienstmöglichkeiten sowie eine tarifvertraglich geregelte betriebliche Altersversorgung sind auch und gerade in Krisenzeiten eine Selbstverständlichkeit für kommunale Unternehmen.
nix mehr kohle, ist ja schon fair.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 26.06.2020 11:02

Zitat
Sichere Arbeitsplätze mit fairen Verdienstmöglichkeiten sowie eine tarifvertraglich geregelte betriebliche Altersversorgung sind auch und gerade in Krisenzeiten eine Selbstverständlichkeit für kommunale Unternehmen.
nix mehr kohle, ist ja schon fair.
Echt zu geil.  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.06.2020 11:33
Die VKA kommt zu dem Schluss, dass die Rolle der kommunalen Arbeitgeber eine Aufwertung erfahren muss im attraktiven öffentlichen Dienst:

https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-22-4-tag-der-daseinsvorsorge-am-23-juni-2020-systemrelevant-und-sinnstiftend-kommunale-unternehmen-als-arbeitgeber-in-der-corona-pandemie-883

Zitat mit Blick auf kommunale Unternehmen:
"Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA): „Die kommunalen Unternehmen spielen in der öffentlichen Wahrnehmung, auch als potenzielle Arbeitgeber, leider oft nicht die Rolle, die Ihnen tatsächlich zukommt – das muss sich ändern."
Zitat
Sichere Arbeitsplätze mit fairen Verdienstmöglichkeiten sowie eine tarifvertraglich geregelte betriebliche Altersversorgung sind auch und gerade in Krisenzeiten eine Selbstverständlichkeit für kommunale Unternehmen.
nix mehr kohle, ist ja schon fair.

So lese ich das auch. Die meinen wohl eher "Wir müssen mehr kommunizieren, dass wir gut bezahlen und der Arbeitsplatz "sicher" ist".

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.06.2020 11:36
Na, wenn die so sicher sind, kann man im TVÖD ja betriebsbedingte Kündigungen ausschließen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 26.06.2020 11:37

So lese ich das auch. Die meinen wohl eher "Wir müssen mehr kommunizieren, dass wir gut bezahlen und der Arbeitsplatz "sicher" ist".



Das glaube ich allerdings auch, dass das so gemeint ist  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 26.06.2020 11:40
Na, wenn die so sicher sind, kann man im TVÖD ja betriebsbedingte Kündigungen ausschließen.

Das wäre zwar eine schöne Idee, birgt m. E. aber die Gefahr, den teils rechtswidrigen Befristungswahn noch zu befeuern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: FGL am 26.06.2020 11:41
Das sagen Spid und seine Lakeien. Du wirst merken, dass diese in Ihrer Arroganz und Überheblichkeit gar nicht merken, dass es nicht Ihr Forum ist. Lies einfach  die Beitrage der letzten Monate der ca. 4 Hauptakteure durch. Tausende Beiträge die zu ca. 80% aus inhaltsleerem Geschwafel, Beleidigungen und klischeehaften abwertenden Äußerungen bestehen. Andere Meinungen wwerden nicht Geduldet und vernichtet.  :o
Selbst wenn dem so wäre: Mit den anderen 20% liefert Spid die qualitativ mit Abstand hochwertigsten arbeitsrechtlichen Ausführungen und Ratschläge des Forums. Dann darf die Aura auch vor Arroganz und Überheblichkeit triefen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 26.06.2020 11:42
Wie kommst du darauf, dass der Befristungskram rechtswidrig ist?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 26.06.2020 11:43
Na, wenn die so sicher sind, kann man im TVÖD ja betriebsbedingte Kündigungen ausschließen.

Das wäre zwar eine schöne Idee, birgt m. E. aber die Gefahr, den teils rechtswidrigen Befristungswahn noch zu befeuern.

Stimmt. Also sachgrundlose Befristungen auch ausschließen - sind ja sichere Arbeitsplätze.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 26.06.2020 11:44
Wie kommst du darauf, dass der Befristungskram rechtswidrig ist?

Ich habe es in Einigen (wenigen) Fällen selbst erlebt, dass mit den Befristungsregeln Schindluder getrieben wurde. Bin aber auch aus der Personalabteilung raus, daher weiß ich nicht, ob unter der jetzigen Leitung noch immer so verfahren wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 26.06.2020 12:41
Selbst wenn dem so wäre: Mit den anderen 20% liefert Spid die qualitativ mit Abstand hochwertigsten arbeitsrechtlichen Ausführungen und Ratschläge des Forums. Dann darf die Aura auch vor Arroganz und Überheblichkeit triefen.
In der Bewertung von Sachverhalten bin ich bei dir. Da sind hier aber noch mehr Leute in der Lage zu. Bei den "Handlungsempfehlungen" läuft es bei Spid viel zu oft auf den alten Cato hinaus. :" Im Übrigen bin ich der Ansicht, du solltest (Lohn-)Klage erheben!"... was aus offensichtlichen Gründen nur in wenigen Fällen zielführend ist. Und in seiner Vehemenz Recht zu haben, liegt schon der Ansatz für Fehleinschätzungen. Seine "Auslegungsherleitungen" von Tarifverträgen sind bestenfalls Durchschnitt und für die Grenzfälle echter offener Flanken untauglich, weil er Regeln für andere Rechtsgebiete auf Tarifrecht überträgt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 26.06.2020 12:50
Na, wenn die so sicher sind, kann man im TVÖD ja betriebsbedingte Kündigungen ausschließen.

Das wäre zwar eine schöne Idee, birgt m. E. aber die Gefahr, den teils rechtswidrigen Befristungswahn noch zu befeuern.

Welche gesuchte Fachkraft lässt sich denn bitte befristet einstellen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 26.06.2020 12:56
Die VKA kommt zu dem Schluss, dass die Rolle der kommunalen Arbeitgeber eine Aufwertung erfahren muss im attraktiven öffentlichen Dienst:

https://www.vka.de/pressemitteilungen/2020-06-22-4-tag-der-daseinsvorsorge-am-23-juni-2020-systemrelevant-und-sinnstiftend-kommunale-unternehmen-als-arbeitgeber-in-der-corona-pandemie-883

Zitat mit Blick auf kommunale Unternehmen:
"Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA): „Die kommunalen Unternehmen spielen in der öffentlichen Wahrnehmung, auch als potenzielle Arbeitgeber, leider oft nicht die Rolle, die Ihnen tatsächlich zukommt – das muss sich ändern."
Zitat
Sichere Arbeitsplätze mit fairen Verdienstmöglichkeiten sowie eine tarifvertraglich geregelte betriebliche Altersversorgung sind auch und gerade in Krisenzeiten eine Selbstverständlichkeit für kommunale Unternehmen.
nix mehr kohle, ist ja schon fair.

So lese ich das auch. Die meinen wohl eher "Wir müssen mehr kommunizieren, dass wir gut bezahlen und der Arbeitsplatz "sicher" ist".

Die Zeit wird zeigen wer recht behält. Wenn nichts passiert wird der demographische Wandel meiner Meinung nach voll durchschlagen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: kommunalhesse am 26.06.2020 13:07

Welche gesuchte Fachkraft lässt sich denn bitte befristet einstellen?

Vermutlich keine.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 26.06.2020 13:30
Die Zeit wird zeigen wer recht behält. Wenn nichts passiert wird der demographische Wandel meiner Meinung nach voll durchschlagen...

So sehe ich das auch. Von daher lasse ich mich von der aktuellen Tarifrunde auch nicht kirre machen.

Verbesserungen wären super aber ich habe ja eh frisch im ÖD angefangen nachdem ich mein Bacherlorzeugnis in den Händen hatte.

Ich lasse mich jetzt ordentlich schulen, mache nebenher meinen Master und wenn dann in 2 oder 3 Jahren das Drama größer wird weil nicht genug Fachkräfte in den ÖD gehen dann gibt es ja nur 2 Möglichkeiten.

Der Staat verbessert die Situation im ÖD, sprich macht die Arbeitsplätze dort attraktiver, oder der ÖD geht komplett vor die Hunde.

Die Verrentung der Geburtenstarken Jahrgänge, den Rückstand bei der Digitalisierung sowie die jetzt schon für manche Berufe zu geringe Attraktivität des öffentlichen Dienstes werden zusammen ein weiter so nicht mehr zulassen.

Also selbst wenn jetzt eine 0 Runde kommt mache ich gemütlich und für Studentenverhältnisse sehr gut bezahlt mein Fernstudium und dann sehen wir ob ich im ÖD bleibe oder ob noch ein Informatiker gesucht werden muss...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: alfaromeofahrer am 26.06.2020 13:56
Die Verrentung der Geburtenstarken Jahrgänge, den Rückstand bei der Digitalisierung sowie die jetzt schon für manche Berufe zu geringe Attraktivität des öffentlichen Dienstes werden zusammen ein weiter so nicht mehr zulassen.

Man fragt sich, ob die Kommunen das noch gar nicht mitbekommen haben?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.06.2020 14:03

Welche gesuchte Fachkraft lässt sich denn bitte befristet einstellen?

Vermutlich keine.
Doch ich z.B. (allerdings bin ich derzeit mal wieder in einer Festanstellung, aber wer weiß)

Dann die Horden von WiMis und ähnlichen Menschen
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 26.06.2020 14:05
oder der ÖD geht komplett vor die Hunde.
Glaub ich nicht.

Es wird dann halt teurer und der öD wird noch stärker von dubiosen Beratern, Dienstleistern abhängig sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Egon12 am 27.06.2020 10:27
könnt ihr eure Sozialneiddebatte nicht im Offtopic führen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 27.06.2020 10:42
Welche Sozialneiddebatte?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Ramirez am 27.06.2020 23:00
Die Verrentung der Geburtenstarken Jahrgänge, den Rückstand bei der Digitalisierung sowie die jetzt schon für manche Berufe zu geringe Attraktivität des öffentlichen Dienstes werden zusammen ein weiter so nicht mehr zulassen.

Man fragt sich, ob die Kommunen das noch gar nicht mitbekommen haben?

Man sollte nicht vergessen, das die Entscheider darüber selbst im ÖD sind und nicht etwa Eigentümer.
Besetzt ein Personalamt nicht nach, vergrault es Mitarbeiter weil es den Tarifvertrag bricht, verzögert es einfach alles und hampelt rum bleibt am Ende einfach ein Plus bei den Personalkosten übrig, die Probleme haben andere.
Was heißt in diesem Zusammenhang also mitbekommen, es kann auch einfach ignoriert werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 28.06.2020 22:42
Zitat
Man sollte nicht vergessen, das die Entscheider darüber selbst im ÖD sind und nicht etwa Eigentümer.
Besetzt ein Personalamt nicht nach, vergrault es Mitarbeiter weil es den Tarifvertrag bricht, verzögert es einfach alles und hampelt rum bleibt am Ende einfach ein Plus bei den Personalkosten übrig, die Probleme haben andere.
Was heißt in diesem Zusammenhang also mitbekommen, es kann auch einfach ignoriert werden.

Uneingeschränkt würde ich dem nicht zustimmen.

Wenn in einer Gemeindeverwaltung Stellen nicht nachbesetzt werden und der Bürgermeister Druck von den Bürgern bekommt weil die Bearbeitungdauer in seiner Verwaltung zu hoch ist, wird dieser den Druck direkt an das Personalamt weitergeben...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 29.06.2020 08:27
Oder, wie auch schon öfters geschehen, der Bürgermeister gibt von sich dass man ja an den Tarifvertrag und Kommunal-/Haushaltsrecht gebunden sei, er damit auch total unglücklich ist und einfach jedem deutlich mehr zahlen will, und mehr einstellen will, aber eben leider leider immer total rechtmäßig handeln muss.
Das glauben Presse, Wähler und Arbeitnehmer dann auch gerne.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 29.06.2020 08:51
Oder, wie auch schon öfters geschehen, der Bürgermeister gibt von sich dass man ja an den Tarifvertrag und Kommunal-/Haushaltsrecht gebunden sei, er damit auch total unglücklich ist und einfach jedem deutlich mehr zahlen will, und mehr einstellen will, aber eben leider leider immer total rechtmäßig handeln muss.
Das glauben Presse, Wähler und Arbeitnehmer dann auch gerne.
und ist ja auch nicht in jedem Fall gelogen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 29.06.2020 09:18
Also ich schaue mir jetzt definitiv mal die Stellen bei der Autobahn GmbH des Bundes an die ab 2021 die Autobahnen übernimmt. Die Anwerbemail die ich erhalten habe klingt erstmal ganz nett. Bezahlung über TVöD, echtes 13. Monatsgehalt uvm., teilweise machen sie sich in der Mail ziemlich über den TVöD lustig :D

Dort werden händeringend Informatiker und Ingenieure gesucht, wer hätte es gedacht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 29.06.2020 09:27
Magst du die mal posten?

Ich halte aktuell auch die Augen offen. Ob die wohl auch eine eventuell verkürzte Wochenarbeitszeit übernehmen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 29.06.2020 09:38
https://autobahn.recruitee.com/

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 29.06.2020 09:56
Magst du die mal posten?

Ich halte aktuell auch die Augen offen. Ob die wohl auch eine eventuell verkürzte Wochenarbeitszeit übernehmen?

Schmitti war schneller :)

Habe von einem Bekannten gehört, dass alleine für die zwei Standorte hier bei mir in der Nähe noch über 25 Ingenieure gesucht werden und das sind eigentlich eher kleine Standorte.

Ich denke, dass die mit Sicherheit auch verkürzte Wochenarbeitszeiten in Kauf nehmen würden, damit sie halt überhaupt Leute bekommen ^^


Bin mal Stichprobenartig die offenen Stellen durch. Ingenieure, Techniker und Informatiker werden an quasi allen Standorten in Deutschland gesucht und das gefühlt in rauen Mengen. Normale Verwaltungsmitarbeiter oder ähnliches quasi so gut wie garnicht. Ok es ist eine Autobahn GmbH, da liegt es in der Natur der Sache, dass man eher Techniker und Ingenieure braucht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 29.06.2020 10:06
Euch ist schon klar das ihr dann nicht mehr im öD seid?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 29.06.2020 10:07
Wie soll man denn also Kommune oder Land dagegen anstinken? Es wird durchweg mehr bezahlt und gemäß Website scheint die Eingruppierung eher eine Verhandlungssache zu sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 29.06.2020 10:10
Euch ist schon klar das ihr dann nicht mehr im öD seid?
Und?
Ist das jetzt gut oder schlecht oder egal?

EDIT: Zu mindestens ist man genauso unkündbar wie im öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 29.06.2020 10:12
Euch ist schon klar das ihr dann nicht mehr im öD seid?

Naja überleg dir mal warum das so ist und warum der Bund eine Autobahn GmbH gründet mit eigenem Tarifvertrag (TV-A).

Die Vorteile (quasi Unkündbarkeit, ich schriebe extra quasi bevor Spid kommt, aber er wird daran eh was auszusetzen haben)  bleiben ja im Vergleich zum ÖD bestehen.

Sogar in meiner Versicherung würde ich im ÖD Tarif bleiben, wenn ich bei der Autobahn GmbH wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 10:14
In den KAV sind doch unzählige AG organisiert, die auch nicht öD sind, weshalb ein solcher Hinweis in diesem Unterforum ohnehin von einer eher unzureichenden Durchdringung der Materie zeugt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 29.06.2020 10:16
Euch ist schon klar das ihr dann nicht mehr im öD seid?
Und?
Ist das jetzt gut oder schlecht oder egal?

Das muss jeder für sich selbst beantworten. Die Sache ist nur das der TVöD dann nur ein Richtwert ist und einkommen tatsächlich frei verhandelbar. Wie in der fW. Ich arbeite auch in einer GmbH der Stadt. Ich bekomme als Handwerksgeselle E 11 und wurde in Stufe 6 eingestellt.
Ich habe allerdings den Eindruck das es vielen Usern in diesem Forum wichtig ist bei der Kommune oder dem Bund zu arbeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 29.06.2020 10:17
Euch ist schon klar das ihr dann nicht mehr im öD seid?
Und?
Ist das jetzt gut oder schlecht oder egal?

Das muss jeder für sich selbst beantworten. Die Sache ist nur das der TVöD dann nur ein Richtwert ist und einkommen tatsächlich frei verhandelbar. Wie in der fW. Ich arbeite auch in einer GmbH der Stadt. Ich bekomme als Handwerksgeselle E 11 und wurde in Stufe 6 eingestellt.
Ich habe allerdings den Eindruck das es vielen Usern in diesem Forum wichtig ist bei der Kommune oder dem Bund zu arbeiten.

Es gibt einen TV-A, den kannst du dir ja mal anschauen.

Ich sehe keinen Nachteil ggü. Kommune oder Bund direkt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 29.06.2020 10:19
An welcher Stelle habe ich einen Nachteil erwähnt?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 29.06.2020 10:20
Ganz im Gegenteil.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 29.06.2020 11:21
Ich habe allerdings den Eindruck das es vielen Usern in diesem Forum wichtig ist bei der Kommune oder dem Bund zu arbeiten.
Den Eindruck habe ich überhaupt nicht, ich glaube es ist eher die die Ausnahmen als die Regel, das einer hier im Forum den öD AG ausgewählt hat, weil er diesen AG so toll findet und bei ihm arbeiten möchte.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 29.06.2020 11:23
An welcher Stelle habe ich einen Nachteil erwähnt?
Deswegen habe ich ja nachgefragt, was du mit deiner Frage Aussagen wolltest. Oder wolltest du eine Umfrage starten um zu erfahren wie viele das Wissen  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 11:24
Und warum ist er davon ausgegangen, daß diejenigen, an die er sich gewandt hat, im öD sind?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 29.06.2020 11:29
Sorry, da hier sehr viel über die fehlenden Fachleute im öD geklagt wird habe wohl fälschlicher weise angenommen das  es öD AN sind. Aber wenn doch die meisten eh in der fW sind dann können die Gehälter doch auch frei verhandelt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 29.06.2020 14:02

Aber was genau hat das jetzt noch einmal mit dem TVöD 2020 zu tun?

Der VKA sieht aufgrund der Corona Krise keinen Spielraum für tarifliche Erhöhungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: RisikoNRW am 29.06.2020 14:31
Wie sieht es aus mit einem vollen 14. und 15. Monatsgehalt, wie es unsere Sparkasse vor Ort macht? Das 15. auf Antrag auch umwandelbar in 20 zusätzliche Urlaubstage.

Hast du zur Existenz für die Vorbringung im ersten Satz irgendeinen Beleg?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 29.06.2020 15:52
In den KAV sind doch unzählige AG organisiert, die auch nicht öD sind, weshalb ein solcher Hinweis in diesem Unterforum ohnehin von einer eher unzureichenden Durchdringung der Materie zeugt.

Kannst du eine Liste posten/verlinken in der Beispiele für solche AG aufgeführt sind die nicht öD sind?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Admin am 29.06.2020 15:56
bitte beim Thema bleiben. Hier geht es nur um die Tarifrunde TVöD 2020.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 16:07
In den KAV sind doch unzählige AG organisiert, die auch nicht öD sind, weshalb ein solcher Hinweis in diesem Unterforum ohnehin von einer eher unzureichenden Durchdringung der Materie zeugt.

Kannst du eine Liste posten/verlinken in der Beispiele für solche AG aufgeführt sind die nicht öD sind?

Alle Arbeitgeber in privater Rechtsform, z.B. AG, GmbH usw., die Mitglied in den jeweiligen KAV sind. DSW21 AG ist ein Beispiel für einen solchen AG in privater Rechtsform, der ordentliches Mitglied im KAV NW ist. Die sind allesamt tarifgebunden, aufgrund ihrer Rechtsform aber kein öD.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Gyro am 29.06.2020 21:11
Wieso wird eigentlich in der ganzen Debatte nie der elephant in the room Entgelttabelle SuE erwähnt?
Es waren vor Corona ja getrennte Verhandlungen für SuE und den übrigen TVöD geplant.
Jetzt soll alles in einem Aufwasch verhandelt werden, richtig?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 21:19
Inwiefern wäre das von so enormer Bedeutung, daß das geflügelte Wort zuträfe?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Gyro am 29.06.2020 21:23
Weil 1,2 Millionen Beschäftigte in Erziehungsberufen in Deutschland.
(Lufthansa popelige 135k weltweit.)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 29.06.2020 21:26
Weil 1,2 Millionen Beschäftigte in Erziehungsberufen in Deutschland.
(Lufthansa popelige 135k weltweit.)

So viele? Gibt es da eine Aufschlüsselung?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Gyro am 29.06.2020 21:31
So viele? Gibt es da eine Aufschlüsselung?

Hier gibt es genauere Aufschlüsselungen sowie Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozial-_und_Erziehungsdienst
Die Datenlage ist komplex, weil es viele Erziehungskräfte in kirchlichen Einrichtungen gibt, die zwar nicht im TVöD sind, die sich jedoch weitgehend an ihm orientieren.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 21:35
Wen interessieren die Beschäftigten in DEU? Es geht hier nur um die TB im SuE bei KAV-Mitgliedern. Wie wenige sind das?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Gyro am 29.06.2020 21:52
Meinst Du nicht den Dachverband VKA statt den KAV genannten Landesverbänden?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 22:02
Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Gyro am 29.06.2020 22:07
Es wird aber nicht landesweit verhandelt.
Egal, der VKA (!) meldet:
Zitat
Bei den kommunalen Trägern sind rund 265.000 Beschäftigte im Bereich des Sozial-und Erziehungs-dienstes tätig (Stand: Mai 2019). Davon entfallen:
rund  180.000  Beschäftigte  auf  den  Bereich  der  Kinderbetreuung  (Kinderpfleger/innen, Erzieher/innen, Leitungskräfte)
rund  55.000 Beschäftigte auf  den Bereich der  Kinderbetreuung (SIC!)  (Sozialarbeiter/innen,  Sozial-pädagogen/innen, Heilpädagogen/innen)
rund 30.000 Beschäftigte auf den Bereich der Behindertenhilfen (Betreuer/innen, Gruppenleiter/innen, Handwerksmeister/innen)
Quelle: https://www.vka.de/assets/media/docs/0/Tarifrunde%20SuE/VKA_Tarifmappe_SuE_2020.pdf
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 22:17
Es hat auch niemand behauptet, daß „landesweit“ - was auch immer das heißen möge - verhandelt würde. Die genannten Beschäftigten sind jedoch die Beschäftigten der Mitglieder des jeweiligen KAV und nicht der Mitglieder der VKA, weil in dieser nur die KAV Mitglied sind. Die von der VKA genannten Beschäftigten sind dann auch nur ein Fünftel der von Dir zunächst genannten Zahl - und es ist auch nur ein Bruchteil der TB bei den Mitgliedern der KAV.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Gyro am 29.06.2020 22:32
OK, die Verhandlung führt halt die VKA.
Beim ADAC wäre ich Mitglied im Gau Südbayern, falls das jemand interessiert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 29.06.2020 22:45
Natürlich führt die VKA die Verhandlungen. Das ändert aber nichts daran, daß die Aussage
Es geht hier nur um die TB im SuE bei KAV-Mitgliedern.
völlig korrekt ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 07:56
Also ist der Elephant immerhin noch doppelt so groß wie der der Lufthansa.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 30.06.2020 08:36
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiK6rud9ajqAhXJm6QKHZqDBj0QFjACegQIAxAB&url=https%3A%2F%2Fwww.destatis.de%2FDE%2FThemen%2FGesellschaft-Umwelt%2FGesundheit%2FGesundheitspersonal%2F_inhalt.html&usg=AOvVaw3ZWkiiH4x-v-35R4IDwTM5

Mit welchem geflügeltem Wort bezeichnet man die Anzahl dieser Berufsgruppen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 08:42
Mit welchem geflügeltem Wort bezeichnet man die Anzahl dieser Berufsgruppen?
Weltweit? Oder bzgl. des hier betrachteten Tarifes?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 30.06.2020 08:46
Bezüglich der

elephant in the room Entgelttabelle SuE

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 09:06
Bezüglich der

elephant in the room Entgelttabelle SuE
Und wo ist da der Zusammenhang mit deinem Post?
Wenn ich es richtig verstanden habe arbeiten ~260k Leute auf Basis der Entgelttabelle SuE
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 09:09
Also ist der Elephant immerhin noch doppelt so groß wie der der Lufthansa.

Und? Die Lufthansa ist ja auch nur ein AG, die KAV der VKA haben insgesamt weit mehr als tausend Mitglieder.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 09:09
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiK6rud9ajqAhXJm6QKHZqDBj0QFjACegQIAxAB&url=https%3A%2F%2Fwww.destatis.de%2FDE%2FThemen%2FGesellschaft-Umwelt%2FGesundheit%2FGesundheitspersonal%2F_inhalt.html&usg=AOvVaw3ZWkiiH4x-v-35R4IDwTM5

Mit welchem geflügeltem Wort bezeichnet man die Anzahl dieser Berufsgruppen?

Marginalisierte Randgruppe
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: egalcgn am 30.06.2020 09:14
Sollte der Kämmerer nicht ganz dämlich sein, wird er im Haushalt schon eine Tariferhöhung mit eingeplant haben. Außerdem gibt es ja noch eine Entlastung aufgrund der Corona-Krise vom Bund. Also kein Geld wegen Corona können sie meiner Oma erzählen, die interessiert es genauso wenig.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 30.06.2020 09:18
Sollte der Kämmerer nicht ganz dämlich sein, wird er im Haushalt schon eine Tariferhöhung mit eingeplant haben.
Was willst du uns sagen? Was irgend eine Kämmerei in Ihrem Haushalt vorgesehen hat, interessiert doch für die Verhandlungen der TVP einen alten Scheiß?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 30.06.2020 09:20
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiK6rud9ajqAhXJm6QKHZqDBj0QFjACegQIAxAB&url=https%3A%2F%2Fwww.destatis.de%2FDE%2FThemen%2FGesellschaft-Umwelt%2FGesundheit%2FGesundheitspersonal%2F_inhalt.html&usg=AOvVaw3ZWkiiH4x-v-35R4IDwTM5

Mit welchem geflügeltem Wort bezeichnet man die Anzahl dieser Berufsgruppen?

Marginalisierte Randgruppe

Im Preis-Leistungsverhältnis werden sie jedenfalls so behandelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 30.06.2020 10:52
Was willst du uns sagen? Was irgend eine Kämmerei in Ihrem Haushalt vorgesehen hat, interessiert doch für die Verhandlungen der TVP einen alten Scheiß?
VKA-seitig wird die Lage der kommunalen Haushalte immer wieder gerne zur Argumentation herangezogen:
PM VKA vom 03.06.
Zitat
...wir können nicht so tun, als gäbe es die Milliardenlöcher in den kommunalen Haushalten nicht.
PM VKA vom 18.06.
Zitat
...angesichts der dramatischen Haushaltslage in den Kommunen...
Offenbar weiß man da, dass ein gewisser Anteil der kommunalen Beschäftigten die Probleme seines Arbeitgebers gerne zu seinen eigenen macht, sogar dann, wenn es eigentlich gar kein Problem gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 30.06.2020 11:02
Meinem Landkreis geht es blendend. Weiß nicht was die haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 11:04
Deswegen sollten man die Kommunen in die Lage versetzten nach Bedarf mehr Geld zu zahlen.
(z.B. Stufenzulage wie es beim Bund/Land es sie gibt)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 30.06.2020 11:24
Meinem Landkreis geht es blendend.
Wenn im nächsten Jahr ein Großteil der Gewerbesteuer fließt, die man jetzt "coronabedingt" auf ein Fingerschnippsen hin gestundet hat, geht es vielen Kommunen mal kurz sehr blendend. Bin gespannt, ob die Reaktionen dann genauso ausfallen, wie jetzt bei den sog. "Ausfällen".
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 30.06.2020 11:46
Meinem Landkreis geht es blendend. Weiß nicht was die haben.
Ja, Kreisumlagen sind schon was feines... ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 30.06.2020 11:48
Meinem Landkreis geht es blendend. Weiß nicht was die haben.

Auch wir sind als Landkreis schuldenfrei. Postwendend auch die Kreisumlage gesenkt, da irgendwo das ganze Geld bleiben muss. ;)

Das geht so nicht mit der SPD!

Es muss doch nun bei den Kreisen, die gut gewirtschaftet haben, keinerlei Belohnung geben. Im Gegenteil, alle Kommunen mit Altschulden sollen entlastet werden. Rumschludern mit dem Geld der Bürger lohnt sich wieder!

Ein ganz tolle Geisteshaltung, besser soll es allen schlecht gehen, als das Einzelne besser da stehen. Wo kommen wir denn da hin? Ebenso bei den Corona-Freifahrtscheinen. Besser alle schlecht dran, als für Wenige Gutes zu tun. >:(

@RISIKONRW: ich habe keine Belege für die Zahlungen bei der Sparkasse, nur mündliche Aussagen. Wenn das natürlich nur betriebsintern ist, wäre es für tarifliche Fragen nicht von Belang.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 30.06.2020 12:18
Meinem Landkreis geht es blendend. Weiß nicht was die haben.

Auch wir sind als Landkreis schuldenfrei. Postwendend auch die Kreisumlage gesenkt, da irgendwo das ganze Geld bleiben muss. ;)

Das geht so nicht mit der SPD!

Es muss doch nun bei den Kreisen, die gut gewirtschaftet haben, keinerlei Belohnung geben. Im Gegenteil, alle Kommunen mit Altschulden sollen entlastet werden. Rumschludern mit dem Geld der Bürger lohnt sich wieder!

Ein ganz tolle Geisteshaltung, besser soll es allen schlecht gehen, als das Einzelne besser da stehen. Wo kommen wir denn da hin? Ebenso bei den Corona-Freifahrtscheinen. Besser alle schlecht dran, als für Wenige Gutes zu tun. >:(


Das ist so nicht unbedingt richtig, erstens gibt es viele Faktoren auf welche die Politik nur beding Einfluss nehmen kann was die wirtschaftliche Entwicklung bzw. die Finanzierung betrifft, andererseits hat das in der Vergangenheit gut funktioniert Beispiel Bayern:

Als Bayern noch der "große Gewinner" (also größter netto Empfänger) des Länderfinanzausgleichs war nutze es diese Einnahmen um seine Kreise und Kommunen umfassend zu entschulden. So konnte in Infrastruktur investiert werden, was am Ende Bayern ermöglichte von den "Nehmern" zu den "Gebern" zu wechseln.

Nun hat leider nicht jeder Kreis und jedes Bundesland eine eigene Vertretung in Berlin wie es die CSU in Form der Union tut... man stelle sich die Unregierbarkeit vor wenn alle einen auf "Mir san first" machen würden.
Tatsache ist aber eine Entschuldung der Kommunen - die oft nur durch den SPD-Wahn der Schröder Ära in Schwierigkeiten gerieten - könnte förderlich für den TVöD bzw. seine Angestellten sein.

Nach "Wir schaffen das" waren es Kommunen und Kreise die Mehrkosten hatten, weniger der Bundeshaushalt der Verursacher.

Wären viele Kommunen nicht so klamm könnten sie auch mehr bezahlen....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: RisikoNRW am 30.06.2020 12:22
@RISIKONRW: ich habe keine Belege für die Zahlungen bei der Sparkasse, nur mündliche Aussagen. Wenn das natürlich nur betriebsintern ist, wäre es für tarifliche Fragen nicht von Belang.

Du sprachst von einem 14. und 15. Gehalt. Tariflich gibt es nach meinem Wissen auch dort nur 12 Monatsgehälter, dann ergänzt um Sparkassensonderzahlungen (SSZ), welche zu einem Teil garantiert sind (etwa 1 Monatsgehalt) und leistungsorientiert (nochmal bis zu etwa 1 Monatsgehalt). Letztere sind aufgeteilt in Unternehmensleistung und persönliche Leistung.

Also kommt man dort im Idealfall tariflich auf bis zu 14 Gehälter, wenn die Entwicklung des Unternehmens und der eigenen Leistung gut ist. Vom 15. Gehalt sehe ich da nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 30.06.2020 12:29
Das Ziel heiligt nun mal meiner Meinung nach nicht alle Mittel. Zudem hinkt der Vergleich, da Bayern seinerzeit aus einer Kriegszeit kam, also die Kommunen "unverschuldet" in Not waren. Nach Jahrzehnten des Friedens ist aber den Kommunen doch mehr zuzumuten in Bezug auf ihre finanzielle Autonomie. Welch fatales Zeichen setzt man denn für die Zukunft, wenn Altschulden von "Papa" beglichen werden? Was sollen Kommunen davon halten, die sich angestrengt haben, um gut da zu stehen?

Und für die Beschäftigten macht das auf dem Konto nichts aus. Gehaltszahlungen sind Pflichtaufgaben und werden im Rahmen der Ansprüche gezahlt. Nicht mehr und nicht weniger. Es sei denn man setzt dort an, wo ausufernd hohe Entgeltgruppen für viele Beschäftigte, zum Beispiel in der Großstadt "Geestemünde". Da wird seit Jahrzehnten rumgeast.

RISIKO NRW: Ich sag doch, ich habe es mündlich von einem Freund bei unserer Sparkasse. Das 15. Gehalt wird dort in Form von zusäztlichen Urlaubstagen gewährt. Also 50 bis 60 Tage im Jahr.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 30.06.2020 12:35

Und für die Beschäftigten macht das auf dem Konto nichts aus.

Eben! Und deshalb gilt:
Was irgend eine Kämmerei in Ihrem Haushalt vorgesehen hat, interessiert doch für die Verhandlungen der TVP einen alten Scheiß?
Ich hätte es noch mit "an Personalkosten vorgesehen hat" präzisieren sollen
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 30.06.2020 12:46
Deswegen sollten man die Kommunen in die Lage versetzten nach Bedarf mehr Geld zu zahlen.
(z.B. Stufenzulage wie es beim Bund/Land es sie gibt)

Das liegt aber nicht im Interesse der "Masse" der AGs.

"Blendend" geht es nur einzelnen. Die Masse möchte solche Optionen gar nicht haben, denn so kann man sich doch viel schöner hinter dem Tarif verstecken.

Und durch flächendeckende Bezahlung ist die Gefahr auch geringer, dass die guten Leute von den finanziell stärkeren Kommunen angelockt werden.

Bei uns in der Region habe ich jetzt von vielen gehört, die sich für die Stellen der neuen Autobahn GmbH interessieren. (Ingenieure). Bei einigen kleinen Kommunen hier in der Gegend werden schon Ingenieurs Stellen frei. Ist ja auch logisch. Wer in Kleinkleckersheim auf eine 10er Stelle sitzt, der kann ganz locker auf eine TV-A 12er Stelle wechseln. Rein finanziell, alles andere mal ausser Acht gelassen, lohnt sich das absolut.

Grad Stichprobenartig mal die Stellensuche einer kleinen Kommune, ca. 30 Minuten entfernt von hier aufgemacht. Wirklich rein nach Zufallsprinzip als Stichprobe. Was sucht man dort ? Einen Architekten oder Techniker für den Hochbau, einen Ingenieur für den Tiefbau und einen Techniker für den Tiefbau. Natürlich alles nur 10er Stellen bzw. die Techniker 9a.

Wenn man sich dann noch das Aufgabenfeld anguckt wird einem fast speiübel, da will man echt die "eierlegende Wollmilchsau" für ne 10er Stelle haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 30.06.2020 12:58
In der Presseschau des DBB ist folgender Artikel verlinkt:

https://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=277126

Es geht zwar um das Land, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es beim direkten Konkurrenten, den Kommunen, groß anders aussehen wird...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 13:13
Deswegen sollten man die Kommunen in die Lage versetzten nach Bedarf mehr Geld zu zahlen.
(z.B. Stufenzulage wie es beim Bund/Land es sie gibt)

Das liegt aber nicht im Interesse der "Masse" der AGs.

"Blendend" geht es nur einzelnen. Die Masse möchte solche Optionen gar nicht haben, denn so kann man sich doch viel schöner hinter dem Tarif verstecken.

Und durch flächendeckende Bezahlung ist die Gefahr auch geringer, dass die guten Leute von den finanziell stärkeren Kommunen angelockt werden.

Bei uns in der Region habe ich jetzt von vielen gehört, die sich für die Stellen der neuen Autobahn GmbH interessieren. (Ingenieure). Bei einigen kleinen Kommunen hier in der Gegend werden schon Ingenieurs Stellen frei. Ist ja auch logisch. Wer in Kleinkleckersheim auf eine 10er Stelle sitzt, der kann ganz locker auf eine TV-A 12er Stelle wechseln. Rein finanziell, alles andere mal ausser Acht gelassen, lohnt sich das absolut.

Grad Stichprobenartig mal die Stellensuche einer kleinen Kommune, ca. 30 Minuten entfernt von hier aufgemacht. Wirklich rein nach Zufallsprinzip als Stichprobe. Was sucht man dort ? Einen Architekten oder Techniker für den Hochbau, einen Ingenieur für den Tiefbau und einen Techniker für den Tiefbau. Natürlich alles nur 10er Stellen bzw. die Techniker 9a.

Wenn man sich dann noch das Aufgabenfeld anguckt wird einem fast speiübel, da will man echt die "eierlegende Wollmilchsau" für ne 10er Stelle haben.

Die Tätigkeitsmerkmale der E10 für Ingenieure sind in TV-A und TVÖD inhaltsgleich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 30.06.2020 13:32
Vielleicht überträgt die Gemeinde 55% E10 Tätigkeiten und 45% E12 Tätigkeiten. Oder landet man dann automatisch bei E11?

Und die Autobahn GmbH machts genau anderster herum ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 30.06.2020 13:38
Deswegen sollten man die Kommunen in die Lage versetzten nach Bedarf mehr Geld zu zahlen.
(z.B. Stufenzulage wie es beim Bund/Land es sie gibt)

Das liegt aber nicht im Interesse der "Masse" der AGs.

"Blendend" geht es nur einzelnen. Die Masse möchte solche Optionen gar nicht haben, denn so kann man sich doch viel schöner hinter dem Tarif verstecken.

Und durch flächendeckende Bezahlung ist die Gefahr auch geringer, dass die guten Leute von den finanziell stärkeren Kommunen angelockt werden.

Bei uns in der Region habe ich jetzt von vielen gehört, die sich für die Stellen der neuen Autobahn GmbH interessieren. (Ingenieure). Bei einigen kleinen Kommunen hier in der Gegend werden schon Ingenieurs Stellen frei. Ist ja auch logisch. Wer in Kleinkleckersheim auf eine 10er Stelle sitzt, der kann ganz locker auf eine TV-A 12er Stelle wechseln. Rein finanziell, alles andere mal ausser Acht gelassen, lohnt sich das absolut.

Grad Stichprobenartig mal die Stellensuche einer kleinen Kommune, ca. 30 Minuten entfernt von hier aufgemacht. Wirklich rein nach Zufallsprinzip als Stichprobe. Was sucht man dort ? Einen Architekten oder Techniker für den Hochbau, einen Ingenieur für den Tiefbau und einen Techniker für den Tiefbau. Natürlich alles nur 10er Stellen bzw. die Techniker 9a.

Wenn man sich dann noch das Aufgabenfeld anguckt wird einem fast speiübel, da will man echt die "eierlegende Wollmilchsau" für ne 10er Stelle haben.

Die Tätigkeitsmerkmale der E10 für Ingenieure sind in TV-A und TVÖD inhaltsgleich.

Die Autobahn GmbH hat allerdings augenscheinlich mehr E12 Stellen für Ingenieure anzubieten als eine Kommune.

Und vermutlich bestehen dort weniger Hemmungen entsprechend das Aufgabenfeld zurecht zu "basteln", um Leute zu bekommen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 13:38
In der Tat ergäbe die 45% E12 in beiden Tarifwerken eine E11.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 30.06.2020 14:11
In der Tat ergäbe die 45% E12 in beiden Tarifwerken eine E11.

Das dachte ich mir fast... Ich kann mir vorstellen, dass manche Kommune wenig auf die Auszuübende Tätigkeit gibt und einfach die Stelle mit der von ihr gewünschten Eingruppierung ausschreibt. Die Tätigkeiten werden dann einfach wie so oft hier beschrieben vom Vorgesetzten mündlich kommuniziert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 14:17
Da die Eingruppierung aber von der auszuübenden Tätigkeit und nicht von der Rechtsmeinung der Gemeinde abhängt, hat das auf die Eingruppierung keinen Einfluss.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 30.06.2020 14:23
Dann geht man auf Teilzeit. Die verminderten Stunden voll zu lasten des "E11-Anteils" und dann hat sich das ;)

Könnte vielleicht sogar noch einen Korridor mit Gehaltsgewinn trotz Stundenreduzierung geben :)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 30.06.2020 14:25
Da die Eingruppierung aber von der auszuübenden Tätigkeit und nicht von der Rechtsmeinung der Gemeinde abhängt, hat das auf die Eingruppierung keinen Einfluss.

Mach das mal den Damen und Herren hier auf dem platten Land begreiflich... Da ist es wie Bastel sagt und es wird "die Stelle mit der von ihr gewünschten Eingruppierung" ausgeschrieben und die Tätigkeiten mündlich kommuniziert, weil seit Jahren auf eine ordentliche Stellenbeschreibung verzichtet wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 14:31
Da deren Rechtsmeinung die Eingruppierung nicht berührt, ist es auch nicht erforderlich, derlei klarzumachen. Wenn die auszuübende Tätigkeit vom AG festgelegt und nachgewiesen ist und mündlich versucht wird, von dieser abzuweichen, wendet man sich schriftlich an den AG und weist darauf hin, daß es sich um eine solche handeltund o er beabsichtigt, diese andere auszuübende Tätigkeit zu übertragen. Wenn ja, dann setzt man die Eingruppierung ggfs. gerichtlich durch, wenn nein, tut man es einfach nicht. Wenn die auszuübende Tätigkeit nicht festgelegt oder nicht nachgewiesen ist, kommt Arbeitsplatzaufzeichnungen ein Beweiswert zu. Man fertigt diese und setzt die Eingruppierung ggfs. gerichtlich durch.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 14:35
Deswegen sollten man die Kommunen in die Lage versetzten nach Bedarf mehr Geld zu zahlen.
(z.B. Stufenzulage wie es beim Bund/Land es sie gibt)

Das liegt aber nicht im Interesse der "Masse" der AGs.

"Blendend" geht es nur einzelnen. Die Masse möchte solche Optionen gar nicht haben, denn so kann man sich doch viel schöner hinter dem Tarif verstecken.
hast Recht! die Masse sind unfähige Arbeitgeber, die es dann auch nicht anders verdient haben, dass sie keine MA finden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 14:38
Da die Eingruppierung aber von der auszuübenden Tätigkeit und nicht von der Rechtsmeinung der Gemeinde abhängt, hat das auf die Eingruppierung keinen Einfluss.

Mach das mal den Damen und Herren hier auf dem platten Land begreiflich...
Geht ganz einfach: Die auszuübenden Tätigkeiten machen und gut ist.
Oder aber wenn nicht entsprechend der auszuübenden Tätigkeiten gezahlt wird:
Klagen.
Aber auch hier gilt:
hast Recht! die Masse der AN sind halt unfähig ihre Ansprüche umzusetzen und haben es nicht anders verdient, dass sie zu niedrig bezahlt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 14:40
Dann geht man auf Teilzeit. Die verminderten Stunden voll zu lasten des "E11-Anteils" und dann hat sich das ;)

Könnte vielleicht sogar noch einen Korridor mit Gehaltsgewinn trotz Stundenreduzierung geben :)
Dazu müssten aber die auszuübenden Tätigkeiten geändert werden, denn man kann isch ja nicht selber aussuchen, was man liegen lässt.  8)

Bei Teilzeit bleibt doch zunächst die Verteilung der ZA gleich, oder?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kühlschrank am 30.06.2020 15:07
Da die Eingruppierung aber von der auszuübenden Tätigkeit und nicht von der Rechtsmeinung der Gemeinde abhängt, hat das auf die Eingruppierung keinen Einfluss.

Mach das mal den Damen und Herren hier auf dem platten Land begreiflich...
Geht ganz einfach: Die auszuübenden Tätigkeiten machen und gut ist.
Oder aber wenn nicht entsprechend der auszuübenden Tätigkeiten gezahlt wird:
Klagen.
Aber auch hier gilt:
hast Recht! die Masse der AN sind halt unfähig ihre Ansprüche umzusetzen und haben es nicht anders verdient, dass sie zu niedrig bezahlt werden.

Richtig, das wollte ich mit meiner Aussage auch nicht ausschließen. Die Kenntnisse im Tarifrecht der MA, die nicht gerade im Personalamt mit diesen Tätigkeiten betraut sind, sind eher mangelhaft bzw. wird auch nicht versucht sich seine Ansprüche aus dem TVöD anzulesen (Bequemlichkeit? Gleichgültigkeit?). In unserem Kreis gibt es mehrere mittelgroße Kommunen und mir ist kein (aktueller) Fall bekannt, dass sich mal jemand mit einer (bitte korrigiert mich wenn es falsch ist) Eingruppierungsfeststellungsklage? bemüht hat. Ja, selbst schuld, aber da wird sicherlich wieder die Bequemlichkeit und die "Angst" vor Repressalien Vorrang haben.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 30.06.2020 15:11
die Masse der AN sind halt unfähig ihre Ansprüche umzusetzen und haben es nicht anders verdient, dass sie zu niedrig bezahlt werden.
Oder freuen sich, dass sie zu hoch bezahlt werden.
Was der seltenere, aber doch auch existierende Fall sein dürfte.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 30.06.2020 15:13

 Ja, selbst schuld, aber da wird sicherlich wieder die Bequemlichkeit und die "Angst" vor Repressalien Vorrang haben.

So ist es! In den letzten 15 Jahren bei zwei kommunalen AG mit >500 bzw >250 MA, davon 9 Jahre Personalrat: 1 Einzige Klage! Dafürunzählige Kuhhandel zwischen MA (meist vertreten durch PR )  und AG. So zumindest meine Erfahrung
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 30.06.2020 15:22
Ich kenne zahlreiche Eingruppierungsfeststellungsklagen, auch und gerade im öD. Die Rechtsprechungsdatenbanken sind ja voll davon - und neben diesen gibt es ja noch die Fälle, in denen sich im Gütetermin geeinigt wurde. Wer es mit sich machen läßt, läßt es mit sich machen - wer nicht, dreht dem AG eine lange Nase, während er ihm den Arsch wegklagt. Kommt dann noch Betrug seitens des AG oder der in seinem Namen handelnden Personen hinzu, könnte man es richtig krachen lassen - und der Tatbestand ist leichter verwirklicht, als man meinen mag; der Kommune Geld sparen zu wolen langt ja für das subjektive TBM.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 30.06.2020 15:30
Ja Spid, ich will da auch gar nicht wiedersprechen. Ich kenne aber zahlreiche Fälle, in denen es, bevor es zu einer Eingruppierungsfesstellungsklage kommt, im Vorfeld was augehandelt wir, mit dem beide Parteien ihrer Ansicht nach "gesichtswahrend leben" können. So wie du sagst:
Wer es mit sich machen läßt, läßt es mit sich machen - wer nicht, dreht dem AG eine lange Nase, während er ihm den Arsch wegklagt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 30.06.2020 15:32

Bei Teilzeit bleibt doch zunächst die Verteilung der ZA gleich, oder?

Selbstredend, wenn man die auszuübenden Tätigkeit nicht abändert.

Eingruppierungsfeststellungsklagen sind bei uns regelhaft nicht nötig, da im "Streitfall" zwischen E6 und E7 im Zweifelsfall Aufgaben nach E8 übertragen werden. Oder auch zwischen E10 und E11, oder auch...

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 30.06.2020 20:38

 Ja, selbst schuld, aber da wird sicherlich wieder die Bequemlichkeit und die "Angst" vor Repressalien Vorrang haben.

So ist es! In den letzten 15 Jahren bei zwei kommunalen AG mit >500 bzw >250 MA, davon 9 Jahre Personalrat: 1 Einzige Klage! Dafürunzählige Kuhhandel zwischen MA (meist vertreten durch PR )  und AG. So zumindest meine Erfahrung
Der Kuhhandel ist bei uns idR der: Das der AG offiziell mit den ausgeübten Tätigkeiten rumkommt, die vorher schon (illegal) ausgeübt wurden und man damit sauber und wunschgemäß eingruppiert wird.
Dazu müssen aber die MA mitziehen, klarstellen, was sie tatsächlich (warum auch immer) machen, welche Zeitanteile das sind und dann erkennen, wo sie bei den ausgeübten Tätigkeiten denn eingruppiert wären.
(60% schnallt dann, dass sie auch nicht die Bohne mehr Geld verdient hätten, weil korrekt eingruppiert und mosern dann über Ver.di anstelle über den geizige AG)
Beim Rest gibt es entweder den Kuhhandel, oder die Ansage, lass es bleiben, selber schuld, wenn du mehr erbringst.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 01.07.2020 10:36
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).   
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 01.07.2020 10:58
Nicht wenige Kindergärtnerinnen halten sich für Gymnasiallehrkräfte und wollen auch dementsprechend bezahlt werden ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Fragmon am 01.07.2020 11:00
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Die Leitung einer Kita setzt, auch wenn es nicht zwingend notwendig ist, bei vielen Trägern, den Abschluss als Dipl. Sozialpädagoge voraus. Mir sind keine Besetzungen von Kita Leitungen mit Erzieherinnen bekannt.
Und eine Leitung einer Einrichtung mit mehr als 180 Kindern erfordert mindestens genauso viel Können wie ein ingenieur in einer E12.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 11:05
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Die Leitung einer Kita setzt, auch wenn es nicht zwingend notwendig ist, bei vielen Trägern, den Abschluss als Dipl. Sozialpädagoge voraus. Mir sind keine Besetzungen von Kita Leitungen mit Erzieherinnen bekannt.

Ob der AG etwas voraussetzt oder nicht, ist tariflich unbeachtlich.

Zitat
Und eine Leitung einer Einrichtung mit mehr als 180 Kindern erfordert mindestens genauso viel Können wie ein ingenieur in einer E12.

Nein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Fragmon am 01.07.2020 11:09
Es ging mir auch nicht um die tarifliche Verpflichtung sondern die lapidare Aussage von wastelandwarrior.

Bezüglich des Könnens haben wir dann wohl unterschiedliche Ansichten, was in Ordnung ist.

Ich möchte noch anmerken, daß eine Ausbildung zum Erzieher, nicht mit einer BBiG Ausbildung vergleichbar ist. In vielen Bundesländern, benötigt der Zugang zur Ausbildung des Erziehers eine vorherige Ausbildung. So dass regelmäßig fünf Jahre für den Abschluss benötigt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 11:17
Das ist zutreffend, Erzieher ist eine Weiterbildung - wie Techniker oder Meister oder AL1.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 01.07.2020 11:19
Ich möchte noch anmerken, daß eine Ausbildung zum Erzieher, nicht mit einer BBiG Ausbildung vergleichbar ist. In vielen Bundesländern, benötigt der Zugang zur Ausbildung des Erziehers eine vorherige Ausbildung. So dass regelmäßig fünf Jahre für den Abschluss benötigt werden.

Und zum Schluss spielt man mit Dreijährigen "Backe, Backe, Kuchen"
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Fragmon am 01.07.2020 11:20
Deswegen ist eine S8a als grundsätzliche Eingruppierung gerechtfertigt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Fragmon am 01.07.2020 11:22
Ich möchte noch anmerken, daß eine Ausbildung zum Erzieher, nicht mit einer BBiG Ausbildung vergleichbar ist. In vielen Bundesländern, benötigt der Zugang zur Ausbildung des Erziehers eine vorherige Ausbildung. So dass regelmäßig fünf Jahre für den Abschluss benötigt werden.

Und zum Schluss spielt man mit Dreijährigen "Backe, Backe, Kuchen"

Das zeigt. dass du von diesem Beruf keine Ahnung hast.

PS du kannst dir ja in einer ruhigen Minute mal die Unterschiede zwischen einem Erzieher und einer Kinderpflege anschauen
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 11:26
Beide Berufsgruppen beten oder tanzen - je nachdem ob kirchlicher Träger oder Waldorf - für gutes Wetter, damit sich die Brut anderer möglichst im Freigelände selbst beschäftigt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Fragmon am 01.07.2020 11:30
Ich möchte noch anmerken, daß eine Ausbildung zum Erzieher, nicht mit einer BBiG Ausbildung vergleichbar ist. In vielen Bundesländern, benötigt der Zugang zur Ausbildung des Erziehers eine vorherige Ausbildung. So dass regelmäßig fünf Jahre für den Abschluss benötigt werden.

Und zum Schluss spielt man mit Dreijährigen "Backe, Backe, Kuchen"

Das zeigt. dass du von diesem Beruf keine Ahnung hast.

PS du kannst dir ja in einer ruhigen Minute mal die Unterschiede zwischen einem Erzieher und einer Kinderpflege anschauen

Ich denke, das du in deinem Berufsleben noch kein Erzieher warst, deswegen finde ich es immer schade, wie man über eine andere Berufsgruppe sich ein Urteil erlauben kann. Vermutlich so wie es 80 Millionen Bundestrainer, danach 80 Millionen Lehrer und jetzt 80 Millionen Virologen gibt.

Ich selbst bin keiner, aber kann mir ansatzweise vorstellen, wie schwierig der Beruf als Erzieher heute ist. Es hat auch nichts mehr mit einer Kinderbetreeungsstation wie man es vielleicht aus den 80-90ern kennt zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 01.07.2020 11:34
Zitat
...deswegen finde ich es immer schade, wie man über eine andere Berufsgruppe sich ein Urteil erlauben kann.

Dem kann ich zustimmen.

Passt dann aber nicht mehr zu:

Zitat
Und eine Leitung einer Einrichtung mit mehr als 180 Kindern erfordert mindestens genauso viel Können wie ein ingenieur in einer E12.


Btw. Der Teilbereichsleiter des kommunalen Baubetriebshofes mit Personalverantwortung für über 30 Mitarbeiter kann von E12 nur träumen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 01.07.2020 11:41
Da (hoffentlich) jede Berufsgruppe sich selbst für wichtig hält (und schwierig, und, und) setzen sich die TVP ja hin und denken sich einen halbwegs objektiven Rahmen aus.

Längere oder schwierigere Ausbildung soll mehr erhalten als kurze oder keine. Daher bekommen Beschäftigte, deren Tätigkeit einen BA oder MA ERFORDERN  mehr als Beschäftigte, die ihre Tätigkeiten auf Basis eines Berufsabschlusses ausüben können. Das sollte common sense in D sein, weil wir sonst in die völlig falsche Richtung reden.

In nahezu allen kommunalen Kitas, die ich kenne, sind "gelernte" Erzieherinnen oder Heilerziehungspflegerinnen zur Leitung der Kita bestellt. Ganz einfach deshalb, weil die Kommune keine Sozialarbeiter beschäftigt und das Kollegium solche "Studierten" eh nur mobben würde. Kommunen zwischen 5.000 und 30.000 Einwohnern. Mag sein, dass das in Großstädten anders ist. VKA ist aber kein Großstadtverband. Und was die Träger mit den ganzen BA Soziale Arbeit und Helfersyndrom so alles veranstalten können, kann man schön am ASB Frankfurt am Main sehen oder dem Typen mit dem Maserati aus Berlin.

Hui... jetzt ist wieder Schwung in der Bude.  ;D

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 01.07.2020 11:47
Beide Berufsgruppen beten oder tanzen - je nachdem ob kirchlicher Träger oder Waldorf - für gutes Wetter, damit sich die Brut anderer möglichst im Freigelände selbst beschäftigt.

und das tun sie weil im Gebäude z.T. nur 1 qm pro Kind im Gruppenraum zur Verfügung steht.
Wer schon mal mit 2 Erziehern auf 25 qm, möblierter Raum, mit 25 Kindern, 3-6 Jahre alt 5 Stunden verbracht hat fängt an zu beten und zu tanzen. 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 11:58
Und? Augen auf bei der Berufswahl.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Tagelöhner am 01.07.2020 12:04
Beide Berufsgruppen beten oder tanzen - je nachdem ob kirchlicher Träger oder Waldorf - für gutes Wetter, damit sich die Brut anderer möglichst im Freigelände selbst beschäftigt.

Made my day...dieser Humor ist trocken und köstlich  ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 01.07.2020 12:25
Beide Berufsgruppen beten oder tanzen - je nachdem ob kirchlicher Träger oder Waldorf - für gutes Wetter, damit sich die Brut anderer möglichst im Freigelände selbst beschäftigt.

und das tun sie weil im Gebäude z.T. nur 1 qm pro Kind im Gruppenraum zur Verfügung steht.
Wer schon mal mit 2 Erziehern auf 25 qm, möblierter Raum, mit 25 Kindern, 3-6 Jahre alt 5 Stunden verbracht hat fängt an zu beten und zu tanzen.
Das ist doch aber ein Problem des AG und nicht der Bezahlung. Love it or leave it. Andere Träger haben vielleicht bessere Bedingungen.Maß ist der Durchschnitt, nicht die Extreme.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: qucksilver01 am 01.07.2020 12:34
und wieder werden unsäglich viele Seiten vollgeschrieben ohne direkten Bezug zum Thema...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 12:41
Erzieherentgelte sind nicht Bestandteil der Tarifrunde?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 01.07.2020 12:43
https://www.welt.de/wirtschaft/article210750251/Loehne-werden-sich-mit-Sicherheit-deutlich-schlechter-entwickeln.html
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 01.07.2020 13:05
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 13:11
Wer?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 01.07.2020 13:51
Auch wenn das tariflich unbeachtlich ist, aber denkt ihr Spid hat eine Frau? Oder gar Kinder? Und falls ja: ?!?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 01.07.2020 14:16
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.
Da in Berlin mittlerweile der BA Soziale Arbeit der ASH direkt die Laufbahnbefähigung darstellt, verstehe ich z.B. nicht, weshalb überhaupt Leute im Jugendamt als Tarifbeschäftigte arbeiten wollen. Das ist ja wie tarifbeschäftigte Polizisten in Festnahmeeinheiten. Ziemlich blöd aus Sicht des Nichtbeamten, wenn man täglich die Hoheit raus lassen muss. Und wenn die einzige Ausbildung für den Job im Jugendamt im aktuellen Modulhandbuch ein Wahlpflichtkurs ist, der mit "lauter, tollen Sachen" konkurriert... dann ist das alles auch von der professionellen Sicht her kein Wunder. Aber Hauptsache, es gibt jetzt einen BA Frühkindliche Pädagogik (dürfen wie Erzieher bezahlt werden, wenn sie Erziehertätigkeiten wahrnehmen (!!!!)), damit endlich jemand mit richtiger Bildung den Schranzen aus dem Kinderladen zeigen kann, wie das geht... :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 01.07.2020 14:28
Wie stellst Du dir ein Jugendamt vor? Da gibt es schlicht viele normale Verwaltungsmitarbeiter, sei es verbeamtet oder angestellt.

Und welche Hoheit? Inobhutnahmen und andere Unterbringungen werden hier immer noch von Verwaltungsleuten verantwortet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 01.07.2020 15:03
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.

Wo habt ihr die Summen her? In der Entgeldtabelle SuE sind in s 12 rd. 57k die angegebenen 74k werden in der S 18 Stufe 6 erreicht.
In der Tabelle im Link von Bastel stehen lediglich 36k für Erzieher. Woher kommen diese Differenzen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 01.07.2020 15:07
Auch wenn das tariflich unbeachtlich ist, aber denkt ihr Spid hat eine Frau? Oder gar Kinder? Und falls ja: ?!?

Als KI jedenfalls nicht.
Als Autist wahrscheinlich ebenfalls nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 01.07.2020 15:13
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.

Wo habt ihr die Summen her? In der Entgeldtabelle SuE sind in s 12 rd. 57k die angegebenen 74k werden in der S 18 Stufe 6 erreicht.
In der Tabelle im Link von Bastel stehen lediglich 36k für Erzieher. Woher kommen diese Differenzen?

Wo hätte sich jemand zu S12 eingelassen? Und KitaLtg mit >180 Plätzen ist S18.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 01.07.2020 17:31

Da in Berlin mittlerweile der BA Soziale Arbeit der ASH direkt die Laufbahnbefähigung darstellt, verstehe ich z.B. nicht, weshalb überhaupt Leute im Jugendamt als Tarifbeschäftigte arbeiten wollen. Das ist ja wie tarifbeschäftigte Polizisten in Festnahmeeinheiten. Ziemlich blöd aus Sicht des Nichtbeamten, wenn man täglich die Hoheit raus lassen muss.

Ziemlich blöd auf jeden Fall - ob als Beamter oder Tarifbeschäftigter - bleibt die Bezahlung für diese Aufgabenbereich. Denn in der Bezahlung spiegelt sich auch die gesells. Wertschätzung wieder. Obschon sich in diesem Land dem Grunde nach zwar jede(r) für Kinderschutz ausspricht , bleibt eine tiefergehende inhaltliche Auseinandersetzung zu diesem Thema dennoch auf der Strecke.

Z.B. könnte - nach derzeitiger Datenlage und ohne Detailwissen -der Kollegin, die in Münster vergeblich versucht hatte, Eltern die ES für ein Kind entziehen zu lassen, Strafverfolgung drohen. Dies vor dem Hintergrund, dass sie nicht in die Beschwerde gegangen ist. Und somit bleibt die Verantwortung formal erst ein Mal bei ihr.

Tja- bei einem Einstiegsgehalt von max. € 3600,- irgendwie nicht richtig verlockend, in einem solchen Bereich zu arbeiten.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 01.07.2020 17:38

Und welche Hoheit? Inobhutnahmen und andere Unterbringungen werden hier immer noch von Verwaltungsleuten verantwortet.

Wo immer auch "hier" ist, wäre dies illegal.Unterbringungen sind Entscheidungen im Rahmen von HzE, die "im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte getroffen werden". Seit wann gehören Verwaltungsleute zum Fachkräftegebot nach § 72 SGB VIII ?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 01.07.2020 19:02
Aufgrund schlechter Erfahrungen werden die Führungspositionen der ganzen Abteilungen sowie des Jugendamtes  bei unserem LK nur noch mit Verwaltungsleuten besetzt, die die Schlussverantwortung über das Geschehen im Jugendamt übernehmen.

Die schlechten Erfahrungen resultieren übrigens aus Defiziten beim Fachpersonal, da dieses in der Privatwirtschaft besser bezahlt wird. Da bleiben dann eher die schlechteren Sozialarbeiter- und pädagogen. Sieht übrigens bei unseren Tierärzten nicht anders aus. Ersatzweise verbleibt bei so Einigen ja auch noch die Gründung einer Profipflege. DAS lohnt sich dann richtig. ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 01.07.2020 19:05


- nach derzeitiger Datenlage und ohne Detailwissen -der Kollegin, die in Münster vergeblich versucht hatte, Eltern die ES für ein Kind entziehen zu lassen, Strafverfolgung drohen. Dies vor dem Hintergrund, dass sie nicht in die Beschwerde gegangen ist. Und somit bleibt die Verantwortung formal erst ein Mal bei ihr.


Der § 8a SGB VIII wurde auch bei uns seinerzeit nicht wirklich begrüßt. Es wird in der Praxis aber viel zu viel untergebracht und betreut. Daher die Schlussverwantwortung im Verwaltungsbereich. Da wird viel zusammen gestrichen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 01.07.2020 21:13
Auch wenn das tariflich unbeachtlich ist, aber denkt ihr Spid hat eine Frau? Oder gar Kinder? Und falls ja: ?!?

Als KI jedenfalls nicht.
Als Autist wahrscheinlich ebenfalls nicht.
Beides falsch.
Selbstmodifizierende und replizierende Code ist doch sowas von old School.
und ohne Kinder läuft doch heutzutage noch nicht mal mehr ein Taschenrechnerprogramm
Die haben doch viele Vater/Kind Prozesse :)

Und selbstredend sind Autisten auch zu Beziehungen und zur Reproduktion geeignet.

Desweiteren wisse wir doch, das Spid auch eine Gattin, ein Kind und ne Zugehfrau hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 01.07.2020 21:20
In einem Onlineforum kann jeder behaupten was er will,

welcome to the internet, where men are men, women are men and little girls are FBI agents :)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 01.07.2020 21:45
Zitat
Tja- bei einem Einstiegsgehalt von max. € 3600,- irgendwie nicht richtig verlockend, in einem solchen Bereich zu arbeiten.

Du weißt aber schon, dass dieses Einstiegsgehalt einer E11 entspricht?

Für sozial Blub ist das schon sehr ordentlich. Die Menschen mit einer richtigen Ausbildung und  fachlich schwierigen Tätigkeit erhalten nur etwas mehr...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 01.07.2020 22:09
Zitat
Tja- bei einem Einstiegsgehalt von max. € 3600,- irgendwie nicht richtig verlockend, in einem solchen Bereich zu arbeiten.

Du weißt aber schon, dass dieses Einstiegsgehalt einer E11 entspricht?

Für sozial Blub ist das schon sehr ordentlich. Die Menschen mit einer richtigen Ausbildung und  fachlich schwierigen Tätigkeit erhalten nur etwas mehr...

Ach was, "richtige Ausbildung"? was können die denn so und was sind denn schwierige Tätigkeiten :) 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Wastelandwarrior am 01.07.2020 22:16
Schwierige Tätigeiten sind EG4
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 01.07.2020 22:47
Zitat
Tja- bei einem Einstiegsgehalt von max. € 3600,- irgendwie nicht richtig verlockend, in einem solchen Bereich zu arbeiten.

Du weißt aber schon, dass dieses Einstiegsgehalt einer E11 entspricht?

Für sozial Blub ist das schon sehr ordentlich. Die Menschen mit einer richtigen Ausbildung und  fachlich schwierigen Tätigkeit erhalten nur etwas mehr...

Ach was, "richtige Ausbildung"? was können die denn so und was sind denn schwierige Tätigkeiten :)

Naja, die Leute, die bei „uns“ Erziehungswissenschaften studiert haben, die haben den Großteil ihrer Zeit mit Grillgut und Flaschenbier an der Isar verbracht... während die „Nerds“ nur drin „gehockt“ sind
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: FGL am 01.07.2020 22:49
Seit wann gehören Verwaltungsleute zum Fachkräftegebot nach § 72 SGB VIII ?
Schon immer. Der unbestimmte Rechtsbegriff "Fachkraft" erschöpft sich nicht in "Sozialarbeiter". Das gilt übrigens nicht nur für § 72 SGB VIII, sondern auch für § 6 SGB XII und § 97 SGB IX.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 01.07.2020 22:55
Zitat
Tja- bei einem Einstiegsgehalt von max. € 3600,- irgendwie nicht richtig verlockend, in einem solchen Bereich zu arbeiten.

Du weißt aber schon, dass dieses Einstiegsgehalt einer E11 entspricht?

Für sozial Blub ist das schon sehr ordentlich. Die Menschen mit einer richtigen Ausbildung und  fachlich schwierigen Tätigkeit erhalten nur etwas mehr...

Ach was, "richtige Ausbildung"? was können die denn so und was sind denn schwierige Tätigkeiten :)

Naja, die Leute, die bei „uns“ Erziehungswissenschaften studiert haben, die haben den Großteil ihrer Zeit mit Grillgut und Flaschenbier an der Isar verbracht... während die „Nerds“ nur drin „gehockt“ sind

Joa in Bayern sans halt die Bayern ... einziges Bundesland (Moment Berlin gehört auch dazu) in welchen Statisitik und wissenschaftliches Arbeiten nicht zwingend vorgeschrieben ist ... Da bleiben aber noch ein paar Bundesländer übrig :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 02.07.2020 06:56
Aufgrund schlechter Erfahrungen werden die Führungspositionen der ganzen Abteilungen sowie des Jugendamtes  bei unserem LK nur noch mit Verwaltungsleuten besetzt, die die Schlussverantwortung über das Geschehen im Jugendamt übernehmen.


Stimmt nicht. Unsere Teamleiter in den Bezirkssozialarbeiterteams sind alle Soz.Päds. Und die haben auch dei Fallverantwortung. Unsere Amtsleitung ist auch Soz.Päd.Lediglich der Teamleiter der WJH ist Verwaltungsmensch. Und über IO entscheiden die Soz.Päds und nicht die WJH.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 02.07.2020 09:10

Stimmt nicht. Unsere Teamleiter in den Bezirkssozialarbeiterteams sind alle Soz.Päds. Und die haben auch dei Fallverantwortung. Unsere Amtsleitung ist auch Soz.Päd.Lediglich der Teamleiter der WJH ist Verwaltungsmensch. Und über IO entscheiden die Soz.Päds und nicht die WJH.

Ah, du kannst die Sachlage in meinem Jugendamt besser als ich? Interessant. Und wo habe ich von Entscheidungen der WJH gesprochen? ???
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 02.07.2020 09:46
gibt es noch andere Verwaltungsmenschen außer der WJH imJugendamt? Ach ja,die Vorzimmer. Die entscheiden dann wohl für EG 5.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 02.07.2020 09:52
gibt es noch andere Verwaltungsmenschen außer der WJH imJugendamt? Ach ja,die Vorzimmer. Die entscheiden dann wohl für EG 5.

Die Fachbereichsleitung sowie deren Stellvertreter.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 02.07.2020 09:56
Die Fachbereichsleitung entscheidet über IO? Wow. Wir haben sowas nicht mal. Und der Dezernent hat anders zu tun.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 02.07.2020 10:15
Die Fachbereichsleitung entscheidet über IO? Wow. Wir haben sowas nicht mal. Und der Dezernent hat anders zu tun.

Wo habe ich von Entscheidungen gesprochen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 02.07.2020 11:47

Für sozial Blub ist das schon sehr ordentlich. Die Menschen mit einer richtigen Ausbildung und  fachlich schwierigen Tätigkeit erhalten nur etwas mehr...

Na ja - im Rahmen von "sozial Blub" z.B. eine Entscheidung treffen zu müssen, ob das Kind/Jugendlicher bei seinen psychisch kranken /alkoholkranken Eltern verbleiben kann oder wie verfahren mit dem 15-jährigen Stricher, der sich ständig eigen-und fremdgefährdet, bedarf schon erheblichem Fachwissen und kann leider nicht mit naturwissentschaftlichen Formeln gelöst werden. Es ist auch immer zu bedenken, ob eine Herausnahme nicht eine größere Traumatisierung darstellt.

Intressanterweise möchte z.B. niemand aus meinem sozialen Umfeld, das auch aus Ingenieueren besteht, überhaupt eine solche Entscheidung treffen- schon gar nicht verantworten. Aber wirklich jeder Arsch - ohne jegliches Fach-und Detailwissen - kann sich rausnehmen, solche Entscheidungen im nachhinein zu kritisieren, obschon zum Zeitpunkt der Entscheidung bestimmte Daten gar nicht vorlagen.

Und wenn sie dann noch in einer finanzschwachen Kommune/Landkreis arbeiten, erhöht sich der Druck der Verwaltungsleute, ein Kind vielleicht doch nicht unterzubringen, obschon alle Hinweise dafür vorliegen. Ach ja- für " sozial Blub" ist mediale Präsenz in den letzten Jahren aber sehr hoch und steht in keinerlei Verhältnis zur Bezahlung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 11:54
Mediale Präsenz ist kein Zeichen für Relevanz. Sozialgedöns hat sehr wenig von letzterem. Daran ändert auch ein wenig entscheidungsfreudiger Bekanntenkreis nichts.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 02.07.2020 12:12
Zum " Sozial Blub" "keine Relevanz"!

Unsere Erfahrung ( med. / psychotherapeutischer Bereich im Gesundheitswesen) ist, dass viele Menschen diese Einstellung in sich tragen; und solche Dienste als "finanzielle Last" und "überflüssig" erleben.  Liebe Grüße an spid!
Wenn sich jedoch ein Bedarf für sie selbst, oder einen Familienangehörigen einstellt, klagen diese Menschen, dass sie nicht "sofort" einen Termin in der Ambulanz / der Psychologischen Beratungsstelle erhalten. Besonders ärgerlich finden diese (bisher nicht betroffen und abwertenden ) Pat. den Umstand, dass im psychotherapeutischen Bereich Fachkräfte fehlen.
Liebe Grüße!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 12:18
Warum sollte man dazu auf staatliche Stellen angewiesen sein und warum sollte staatlicherseits derlei bereitgestellt werden?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 02.07.2020 12:24
Warum sollte man dazu auf staatliche Stellen angewiesen sein und warum sollte staatlicherseits derlei bereitgestellt werden?

Die "Gesundheit" der Bürger ist ein hohes Gut! Gesunde Kinder / Schüler / Arbeitnehmer sind produktiv. Zudem ist es ein Indiz einer Gesellschaft, wenn sie ihre Mitglieder nicht leiden lässt.
Sicherlich könnte man dies staatlicherweise einstellen. Doch dann werden sich nur bestimmte Mesnschen psychische Gesundheit leisten können; der "Rest" hockt herum, wird dann reaktiv staatlich alimentiert. Die Folge wäre eine Generierung von slums! Soziale Brennpunkte haben wir bereits; diese nehmen an Fläche und Anzahl rapide zu!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 02.07.2020 12:25
Warum sollte man dazu auf staatliche Stellen angewiesen sein und warum sollte staatlicherseits derlei bereitgestellt werden?
Soziale Brennpunkte haben wir bereits; diese nehmen an Fläche und Anzahl rapide zu!

...aber dort ist doch nicht Spid´s Lieblingsrestaurant! Also was solls....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 12:28
Wer selbst- oder fremdgefährdend ist, wird weggesperrt. Wer es nicht ist, ist vielleicht ja sogar ganz amüsant. Sozialgedöns ist überflüssig. Und wenn es um Gesundheit geht, ist es kein Sozialgedöns, sondern Gesundheitsgedöns. Da ist staatlicherseits auch vieles überflüssig.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 02.07.2020 12:57
Warum sollte man dazu auf staatliche Stellen angewiesen sein und warum sollte staatlicherseits derlei bereitgestellt werden?

Na ja- z.B für Menschen wie Sie mit offensichtlichem Behandlungsbedarf aber keinerlei Krankheitseinsicht. Ok - ich räume ein, dass die Diagnostik nicht ganz einfach ist. Aber unter F 99 müßte auch Ihnen - ggf. auch unter Zuhilfenahme des örtl. Gesundheitsamtes - endlich entsprechende Behandlung zuteilwerden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 13:04
Du meinst also eine auf die Gesundheit abzielende Behandlung? Das ist Gesundheitsgedöns und kein Sozialgedöns. Dazu braucht man doch eine tatsächliche Qualifikation - also nichts für Dich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 02.07.2020 13:09
Warum sollte man dazu auf staatliche Stellen angewiesen sein und warum sollte staatlicherseits derlei bereitgestellt werden?
Soziale Brennpunkte haben wir bereits; diese nehmen an Fläche und Anzahl rapide zu!

...aber dort ist doch nicht Spid´s Lieblingsrestaurant! Also was solls....

Noch nicht, aber ......!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 02.07.2020 13:32
..du meinst, er steht bald auf Döner? 8) ;D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 02.07.2020 13:46
..du meinst, er steht bald auf Döner? 8) ;D

Möglich! Ich meinte, die Sozialen Brennpunkte expandieren mit enormer Geschwindigkeit. Vor ca. 20 Jahren war der Stadtteil, in dem unsere Einsrichtung beheimatet ist, weit entfernt, ein Brennpunkt zu sein.
Wir wurden sogar von den Grüninnen und Linkinnen angegriffen, wir würden nur die "Besserern" versorgen. Heute befinden wir uns in einer Brennpunktlage: Wir benötigen Selbstverteidigung; Haben Sorge um unserere KFZ und meine weibl. MA arbeiten abends nicht mehr allein in der Einrichtung. Die bisherigen Programme werden auf spezifische Einwanderer-Ethnien zugeschnitten. Und die hier alle 100 Meter angebotenen Döner machen einen ( entgegen des Sprichwortes) auch nicht "schöner"! 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 13:55
Also brauchen wir nicht mehr Sozialgedöns, sondern mehr und bessere Polizeikräfte mit mehr und besserer politischer Rückendeckung, eine besser ausgestattete Justiz und mehr Gefängnisse, auch Zuchthäuser könnte man wieder einführen. Vielleicht brauchen wir auch bessere Strafgesetze.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 02.07.2020 13:58
Richtig. Wir sollten uns dabei an Best Practice-Beispielen wie den USA orientieren.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 02.07.2020 14:06
Richtig. Wir sollten uns dabei an Best Practice-Beispielen wie den USA orientieren.

Bayern reicht schon für die Erkenntnis, was eine gute Ordnungspolitik bringt. ;)

Vielleicht sollten wir mal zurück zum Thema?

Ich bin für 35 Urlaubstage!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 02.07.2020 14:12
Also brauchen wir nicht mehr Sozialgedöns, sondern mehr und bessere Polizeikräfte mit mehr und besserer politischer Rückendeckung, eine besser ausgestattete Justiz und mehr Gefängnisse, auch Zuchthäuser könnte man wieder einführen. Vielleicht brauchen wir auch bessere Strafgesetze.

Die fehlende gesellschaftliche Rückendeckung der Polizisten und die minder ausgesattete Justiz ist sicherlich in einigen Teilen der Gesellschaft als Problem erkannt worden.
Ob allerdings das "Wegsperren" Veränderungen bringen mag, ist zu bezweifeln. Der Strafvollzug kostet MRD und anschließend kommen diese "Rehabilitanten" unbehandelt in die Gesellschaft zurück und das Rädchen dreht sich. Die USA gibt mehr Geld für die "Inhaftierten" ( Privat-Investoren) aus, als sie in die iher Bürger Bildung investiert. Und wie sieht es dort aus?? Mörderische Probleme mit , sagen wir mal, bestimmten Einwohnern.
 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 02.07.2020 14:16
Wer sehr schnell wegsperrt wird im Regelfall mehr reüssieren, als derjenige, wer zaghaft anfängt und in späteren Jahren die Früchte seiner Geduld in subsumarum mehr staatlicher Umwölbung und Kosten wieder findet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 14:19
Wer im Gefängnis sitzt, kann zumindest außerhalb des Gefängnisses üblicherweise keine Straftaten begehen. Genau deshalb sperrt man sie ein - und für die Bestrafung. Kriminalitätsbekämpfung ist alternativlos.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 02.07.2020 14:30
Nein. Es geht ausschließlich um die Bestrafung. Ginge es dabei um das Vereiteln hypothetischer Straftaten müsste man die gesamte Bevölkerung einsperren.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 14:33
Netter Versuch einer Reductio ad absurdum - ein Krimineller hat bereits eine Straftat oder ein Vergehen begangen, während der Haft gibt es dann kaum Wiederholungsgefahr.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 02.07.2020 14:41
Warum darf ein Krimineller das Gefängnis dann nach einer bestimmten Zeit wieder verlassen? Warum ist es möglich ihn auf Bewährung zu verurteilen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 14:51
1. Wegen seiner Menschenrechte - gibt ja aber auch noch die Sicherungsverwahrung, wenn die Abwägung seiner Rechte mit denen der Allgemeinheit zu seinen Ungunsten ausgeht.
2. Weil der Gesetzgeber derlei vorgesehen hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DerLustigeOpa am 02.07.2020 15:23
Und warum hat er dies so vorgesehen? Weil es allein um die Bestrafung geht und diese nach der Maßgabe des Gesetzgebers nach einer entsprechenden Zeit verbüßt wurde.
Wo wird derlei geregelt? Im Strafgesetzbuch.
Welche Formulierung findet sich dort regelmäßig? "Wird mit Freiheitsstrafe bis zu x Monaten/Jahren oder Geldstrafe bestraft."

Lediglich die angesprochene Sicherungsverwahrung hat den Zweck, einen verurteilten Täter auch über das Verbüßen seiner Strafe hinaus von weiteren, hypothetischen Taten abzuhalten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 15:33
Da hat der Opa aber ein paar Kalkriesel zu viel im Hirn, ich denke da immer an „Alt und nur im Weg“ von Truck Stop. Ein Minimum an nützlichem Wissen zum Diskussionsgegenstand führt zur Kenntnis der in Lehre und vor allem Rechtsprechung mehrheitlich vertretenen Vereinigungstheorie, die die Spezialprävention enthält - aber Hauptsache, Du hast mal Blubb gemacht, hoffentlich nicht in die Windel.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: antispid am 02.07.2020 15:38
Mediale Präsenz ist kein Zeichen für Relevanz. Sozialgedöns hat sehr wenig von letzterem. Daran ändert auch ein wenig entscheidungsfreudiger Bekanntenkreis nichts.

Das auf die Erläuterungen von dem Nutzer "daseinsvorsorge" zu erwidern ist schon ein hartes Stück!
Die Schwächsten in der Gesellschaft, in diesem Fall werden exemplarisch vernachlässigte Kinder genannt, benötigen Schutz, und dieser Schutz muss staatlich sichergestellt werden.
Und bevor du jetzt damit ankommst, dass die Polizei dafür zuständig sei, bzw sein sollte:
Die Polizei kann bei einer Gefahrenlage eingreifen, Schutzbedürftigen helfen und ggf. Festnahmen vornehmen. Der Schritt VORHER, das Erkennen von Gefahrensituationen, das im-Blick-behalten- von sozialen Brennpunkten, die feinfühlige und extrem komplexe Analyse und Abwägung von Nutzen/Risiken und individueller Situation ist aber Sache von MitarbeiterInnen, die du wohl pauschalisierend im Stichwort "Sozialgedöns" zusammenfassen würdest.
Und deren Relevanz für die Gesellschaft steht für mich komplett außer Frage und ein personeller Notstand in diesen Bereichen hat gravierende Auswirkungen auf das Leben von betroffenen Menschen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 15:42
Nur gut, daß wir in Dir endlich unsere Helen Lovejoy haben. https://youtu.be/HHDKmASkSrc
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Organisator am 02.07.2020 15:54
Und warum hat er dies so vorgesehen? Weil es allein um die Bestrafung geht und diese nach der Maßgabe des Gesetzgebers nach einer entsprechenden Zeit verbüßt wurde.
Wo wird derlei geregelt? Im Strafgesetzbuch.
Welche Formulierung findet sich dort regelmäßig? "Wird mit Freiheitsstrafe bis zu x Monaten/Jahren oder Geldstrafe bestraft."

Lediglich die angesprochene Sicherungsverwahrung hat den Zweck, einen verurteilten Täter auch über das Verbüßen seiner Strafe hinaus von weiteren, hypothetischen Taten abzuhalten.

Nun das widerpricht der herrschenden Meinung und der Rechsprechung des Bundesverfassungsgerichts, wonach Ziel des Strafvollzugs die Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 02.07.2020 16:08
Richtig. Wir sollten uns dabei an Best Practice-Beispielen wie den USA orientieren.
Ich bin für 35 Urlaubstage!

Zusätzlich?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BAT am 02.07.2020 16:14

Zusätzlich?

Eine Doppel 35 er - Lösung wäre gut, 35 Stunden - Woche und 35 Urlaubstage. Sofortige Einführung ab September, Laufzeit 28 Monate, Gehaltsteigerung bis zum Ende der Laufzeit, sagen wir mal 5 Prozent, als Ergebnis dann 1 Prozent real.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 02.07.2020 17:28

Zusätzlich?

Eine Doppel 35 er - Lösung wäre gut, 35 Stunden - Woche und 35 Urlaubstage. Sofortige Einführung ab September, Laufzeit 28 Monate, Gehaltsteigerung bis zum Ende der Laufzeit, sagen wir mal 5 Prozent, als Ergebnis dann 1 Prozent real.

Die 100% jsz nicht vergessen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 02.07.2020 18:53
Nur gut, daß wir in Dir endlich unsere Helen Lovejoy haben. https://youtu.be/HHDKmASkSrc
War das nicht Moe mit "Denkt mir doch an die Kinder!"?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 02.07.2020 19:00
Moe hat auch mal auf das Wohl der Kinder verwiesen, aber es ist Helen Lovejoys signature line.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 02.07.2020 23:02

Eine Doppel 35 er - Lösung wäre gut, 35 Stunden - Woche und 35 Urlaubstage. Sofortige Einführung ab September, Laufzeit 28 Monate, Gehaltsteigerung bis zum Ende der Laufzeit, sagen wir mal 5 Prozent, als Ergebnis dann 1 Prozent real.

Keine Tariferhöhung für 30 Monate und eine Anhebung des Leistungsentgeltes!
(forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114043.msg175889/boardseen.html#new)

Na das ist doch mal eine Ansage der Arbeitgeber.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 02.07.2020 23:07
Wie vor 20 Seiten von mir schon erklärt worden:

Die AG möchten eine Nullrunde für 12 Monate und anschließend einen Inflationsausgleich, mehr nicht. So wurde es zwischen den Finanzministerien gefordert. Geküngelt wurde schon, nun gehts an die neuen Küchen für die Verhandlungsführer von Verdi und dbb damits auch so kommt.

Erinnert euch an meine Worte ...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 02.07.2020 23:16
Keine Tariferhöhung für 30 Monate?

Wir bei den Kollegen in der Pflege bombig ankommen die noch nicht mal die Einmalzahlung bekommen haben weil es ja Krankenpflege und nicht Altenpflege ist...

Ich hatte ja damit gerechnet dass die Pflege wenigstens ein bisschen mehr als Klatschen bekommt. Aber das?

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: öfföff am 02.07.2020 23:18
Wenns dafür 5 Tage mehr Urlaub gibt fände ich das OK!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 02.07.2020 23:40
Wenns dafür 5 Tage mehr Urlaub gibt fände ich das OK!

Ohne Inflationsausgleich würden mir die 5 Urlaubstage nicht reichen.

Urlaub zahlt weder meine Rechnungen noch meine Einkäufe.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 03.07.2020 00:13

Eine Doppel 35 er - Lösung wäre gut, 35 Stunden - Woche und 35 Urlaubstage. Sofortige Einführung ab September, Laufzeit 28 Monate, Gehaltsteigerung bis zum Ende der Laufzeit, sagen wir mal 5 Prozent, als Ergebnis dann 1 Prozent real.

Keine Tariferhöhung für 30 Monate und eine Anhebung des Leistungsentgeltes!
(forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114043.msg175889/boardseen.html#new)

Na das ist doch mal eine Ansage der Arbeitgeber.

Nicht schlecht... immerhin mal ein Angebot. Sonst hört man ja nie was von denen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: armerknecht am 03.07.2020 06:34
30 Monate keine Tariferhöhung würde mich vermutlich so emotional mitnehmen, schlaflose Nächte mitbringen das mein Hausarzt mich wohl öfters mal sehen wird um mir beizustehen
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 03.07.2020 06:44
Wie vor 20 Seiten von mir schon erklärt worden:

Die AG möchten eine Nullrunde für 12 Monate und anschließend einen Inflationsausgleich, mehr nicht. So wurde es zwischen den Finanzministerien gefordert. Geküngelt wurde schon, nun gehts an die neuen Küchen für die Verhandlungsführer von Verdi und dbb damits auch so kommt.

Erinnert euch an meine Worte ...

Ich persönlich glaube an 12-18 Monate mit Inflationsausgleich. Dazu kleiner Auflschlag bis 0,5%Punkte oder Einmalzahlung.

0% für 2,5 Jahere ist ja genau so hanebüchen wie die 1500€ für 6(?) Monate. Wissen ja auch beide Seiten
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Infa am 03.07.2020 06:59
Für alles und jeden ist immer Geld da.....Nervt mich langsam. Wenn ich genauso arbeiten würde, dann wäre das ganz schön teuer für den AG / Dienstherren.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 03.07.2020 07:25
Für alles und jeden ist immer Geld da.....Nervt mich langsam. Wenn ich genauso arbeiten würde, dann wäre das ganz schön teuer für den AG / Dienstherren.

Immer schön Dienst nach Vorschrift.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schmitti am 03.07.2020 08:09
Anfang des Jahres hatte ich ein längeres Gespräch mit dem Geschäftsführer eines kommunalen Arbeitgeberverbandes, u.a. über die Entwicklungen des Leistungsentgelts und wie es tatsächlich gerade in den Kommunen umgesetzt wird. Er meinte damals, am besten wäre es das Leistungsentgelt wieder komplett einzustampfen, in dem Punkt würde man sich mit der Gewerkschaft auch sicher einigen können. Und ein halbes Jahr später wird dann angeboten, es zu erhöhen  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Infa am 03.07.2020 09:16
Ja warum sollte ich auch auf einen Höheren 4 Stelligen Bruttobetrag verzichten ? Wenn andere AG oder Dienstherren nicht fähig sind ist das deren Problem.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: GenerationY am 03.07.2020 09:31
Ich hoffe Ver.di vergisst in den Verhandlungen nicht das Thema Arbeitszeit. Ver.di hat jetzt über 2 Jahre für das Thema getrommelt, da muss jetzt was kommen - sei es in zusätzlichen Urlaubstagen oder der Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die Chancen sind gut, denn das ist für die AG ja erst mal kostenneutral.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: MrRossi am 03.07.2020 09:41
Nur oberflächlich betrachtet.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 09:48

Für sozial Blub ist das schon sehr ordentlich. Die Menschen mit einer richtigen Ausbildung und  fachlich schwierigen Tätigkeit erhalten nur etwas mehr...

Na ja - im Rahmen von "sozial Blub" z.B. eine Entscheidung treffen zu müssen, ob das Kind/Jugendlicher bei seinen psychisch kranken /alkoholkranken Eltern verbleiben kann oder wie verfahren mit dem 15-jährigen Stricher, der sich ständig eigen-und fremdgefährdet, bedarf schon erheblichem Fachwissen und kann leider nicht mit naturwissentschaftlichen Formeln gelöst werden. Es ist auch immer zu bedenken, ob eine Herausnahme nicht eine größere Traumatisierung darstellt.

Intressanterweise möchte z.B. niemand aus meinem sozialen Umfeld, das auch aus Ingenieueren besteht, überhaupt eine solche Entscheidung treffen- schon gar nicht verantworten. Aber wirklich jeder Arsch - ohne jegliches Fach-und Detailwissen - kann sich rausnehmen, solche Entscheidungen im nachhinein zu kritisieren, obschon zum Zeitpunkt der Entscheidung bestimmte Daten gar nicht vorlagen.

Und wenn sie dann noch in einer finanzschwachen Kommune/Landkreis arbeiten, erhöht sich der Druck der Verwaltungsleute, ein Kind vielleicht doch nicht unterzubringen, obschon alle Hinweise dafür vorliegen. Ach ja- für " sozial Blub" ist mediale Präsenz in den letzten Jahren aber sehr hoch und steht in keinerlei Verhältnis zur Bezahlung.

Das hatten wir schon ein paar Seiten zuvor: Augen auf bei der Berufswahl.

Schwierige und folgenschwere Entscheidungen müssen viele Menschen treffen. die welche das nicht wollen bekommen häufig das niedrigere Gehalt. Das geht über nahezu alle Berufsgruppen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 09:53
Also brauchen wir nicht mehr Sozialgedöns, sondern mehr und bessere Polizeikräfte mit mehr und besserer politischer Rückendeckung, eine besser ausgestattete Justiz und mehr Gefängnisse, auch Zuchthäuser könnte man wieder einführen. Vielleicht brauchen wir auch bessere Strafgesetze.

Hast du nicht die Militärdiktatur als Umfassende Lösung vergessen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schreinersepp am 03.07.2020 09:54
Ich hoffe Ver.di vergisst in den Verhandlungen nicht das Thema Arbeitszeit. Ver.di hat jetzt über 2 Jahre für das Thema getrommelt, da muss jetzt was kommen - sei es in zusätzlichen Urlaubstagen oder der Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die Chancen sind gut, denn das ist für die AG ja erst mal kostenneutral.


Genau so sehe ich das auch. Wäre jetzt, da ja angeblich gespart werden muss, ein genialer Zeitpunkt dieses Thema anzugehen. Die Angestellten (m/w/d) gingen nicht leer aus und die Arbeitgeber hätten keine finanzielle Mehrbelastung. Ich weiß, manche Angestellten kommen mit dem Einkommen nicht aus und benötigen daher eigentlich eine monetäre Erhöhung und manche kommen, warum auch immer, jetzt schon ihrer Arbeit in 39 Stunden nicht hinterher.
Aber: Immer noch besser als eine Nullrunde...  ;) und es gibt bestimmt einen größeren Anteil an AN die tatsächlich eine bessere Work-Life-Balance vor einer Entgelterhöhung bevorzugen würden (wie ich z. B.  ;D)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 09:55
Wer im Gefängnis sitzt, kann zumindest außerhalb des Gefängnisses üblicherweise keine Straftaten begehen. Genau deshalb sperrt man sie ein - und für die Bestrafung. Kriminalitätsbekämpfung ist alternativlos.

Könnte eine Mauer um alle soziale Brennpunkte nicht auch hilfreich sein?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 03.07.2020 10:05

Genau so sehe ich das auch. Wäre jetzt, da ja angeblich gespart werden muss, ein genialer Zeitpunkt dieses Thema anzugehen. Die Angestellten (m/w/d) gingen nicht leer aus und die Arbeitgeber hätten keine finanzielle Mehrbelastung. Ich weiß, manche Angestellten kommen mit dem Einkommen nicht aus und benötigen daher eigentlich eine monetäre Erhöhung und manche kommen, warum auch immer, jetzt schon ihrer Arbeit in 39 Stunden nicht hinterher.
Aber: Immer noch besser als eine Nullrunde...  ;) und es gibt bestimmt einen größeren Anteil an AN die tatsächlich eine bessere Work-Life-Balance vor einer Entgelterhöhung bevorzugen würden (wie ich z. B.  ;D)

Wieso hätte der Arbeitgeber keine Mehrbelastung, wenn er mehr Leute einstellen muß, um die Arbeit zu schaffen? Weniger Stunden arbeiten heißt ja , daß Arbeit liegenbleibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 03.07.2020 10:07
Also brauchen wir nicht mehr Sozialgedöns, sondern mehr und bessere Polizeikräfte mit mehr und besserer politischer Rückendeckung, eine besser ausgestattete Justiz und mehr Gefängnisse, auch Zuchthäuser könnte man wieder einführen. Vielleicht brauchen wir auch bessere Strafgesetze.

Hast du nicht die Militärdiktatur als Umfassende Lösung vergessen?

Daß Dir als Sozialist derlei vorschwebt, ist klar - gehört aber nicht zu meinem Portfolio. Sozialismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 03.07.2020 10:08
Wer im Gefängnis sitzt, kann zumindest außerhalb des Gefängnisses üblicherweise keine Straftaten begehen. Genau deshalb sperrt man sie ein - und für die Bestrafung. Kriminalitätsbekämpfung ist alternativlos.

Könnte eine Mauer um alle soziale Brennpunkte nicht auch hilfreich sein?

„Antifaschistische Schutzwälle“ sind eher Ausdruck Deiner Gesinnung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: GenerationY am 03.07.2020 10:14
Genau so sehe ich das auch. Wäre jetzt, da ja angeblich gespart werden muss, ein genialer Zeitpunkt dieses Thema anzugehen. Die Angestellten (m/w/d) gingen nicht leer aus und die Arbeitgeber hätten keine finanzielle Mehrbelastung. Ich weiß, manche Angestellten kommen mit dem Einkommen nicht aus und benötigen daher eigentlich eine monetäre Erhöhung und manche kommen, warum auch immer, jetzt schon ihrer Arbeit in 39 Stunden nicht hinterher.
Aber: Immer noch besser als eine Nullrunde...  ;) und es gibt bestimmt einen größeren Anteil an AN die tatsächlich eine bessere Work-Life-Balance vor einer Entgelterhöhung bevorzugen würden (wie ich z. B.  ;D)

Die jüngeren Kollegen in meinem Dezernat sehen das alle so. Von Gehaltssteiegerungen kommt bei denen Netto eh fast nix an. Daher wird das schon eine existenzielle Frage für Ver.di - wenn in Richtung Arbeitszeit in dieser Runde gar nichts passiert wird es sicher viele Gewerkschaftsaustritte geben...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 10:18
Keine Tariferhöhung für 30 Monate?

Wir bei den Kollegen in der Pflege bombig ankommen die noch nicht mal die Einmalzahlung bekommen haben weil es ja Krankenpflege und nicht Altenpflege ist...

Ich hatte ja damit gerechnet dass die Pflege wenigstens ein bisschen mehr als Klatschen bekommt. Aber das?

Nach dem Klatschen kommt die Klatsche...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schreinersepp am 03.07.2020 10:18

Genau so sehe ich das auch. Wäre jetzt, da ja angeblich gespart werden muss, ein genialer Zeitpunkt dieses Thema anzugehen. Die Angestellten (m/w/d) gingen nicht leer aus und die Arbeitgeber hätten keine finanzielle Mehrbelastung. Ich weiß, manche Angestellten kommen mit dem Einkommen nicht aus und benötigen daher eigentlich eine monetäre Erhöhung und manche kommen, warum auch immer, jetzt schon ihrer Arbeit in 39 Stunden nicht hinterher.
Aber: Immer noch besser als eine Nullrunde...  ;) und es gibt bestimmt einen größeren Anteil an AN die tatsächlich eine bessere Work-Life-Balance vor einer Entgelterhöhung bevorzugen würden (wie ich z. B.  ;D)

Wieso hätte der Arbeitgeber keine Mehrbelastung, wenn er mehr Leute einstellen muß, um die Arbeit zu schaffen? Weniger Stunden arbeiten heißt ja , daß Arbeit liegenbleibt.

Ich weiß dass hier manche anderer Meinung sind, aber ich kenne so gut wie keine Bereich die "überlastet" sind. Manche verbringen mehr Zeit in der Cafeteria und auf dem Flur als im Büro, prüfen erledigte arbeiten 3 mal nach, spielen wichtige und unaufschiebbare Spiele auf dem Smartphone u. s. w.  um dann am Tagesende sagen zu können: Habe ich heute wieder gearbeitet und so viel ist liegen geblieben...

Gibt mit Sicherheit auch Bereiche die eine Ausnahme sind, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 03.07.2020 10:22

Wieso hätte der Arbeitgeber keine Mehrbelastung, wenn er mehr Leute einstellen muß, um die Arbeit zu schaffen? Weniger Stunden arbeiten heißt ja , daß Arbeit liegenbleibt.
Ich behaupte mal kess, wenn es zu einer WAZ Reduzierung um 1-2 Stunden kommen sollte:
1. Kaum (mehr) Arbeit leigen bleibt.
2. Kein bis kaum neue MA aufgrund dessen eingestellt werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 10:27
Wer im Gefängnis sitzt, kann zumindest außerhalb des Gefängnisses üblicherweise keine Straftaten begehen. Genau deshalb sperrt man sie ein - und für die Bestrafung. Kriminalitätsbekämpfung ist alternativlos.

Könnte eine Mauer um alle soziale Brennpunkte nicht auch hilfreich sein?

„Antifaschistische Schutzwälle“ sind eher Ausdruck Deiner Gesinnung.
Also brauchen wir nicht mehr Sozialgedöns, sondern mehr und bessere Polizeikräfte mit mehr und besserer politischer Rückendeckung, eine besser ausgestattete Justiz und mehr Gefängnisse, auch Zuchthäuser könnte man wieder einführen. Vielleicht brauchen wir auch bessere Strafgesetze.

Hast du nicht die Militärdiktatur als Umfassende Lösung vergessen?

Daß Dir als Sozialist derlei vorschwebt, ist klar - gehört aber nicht zu meinem Portfolio. Sozialismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Warum so aggressiv-denunzierend? Hab ich deinen "political sentiment" enthüllt? 8)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 03.07.2020 10:29

Ich weiß dass hier manche anderer Meinung sind, aber ich kenne so gut wie keine Bereich die "überlastet" sind. Manche verbringen mehr Zeit in der Cafeteria und auf dem Flur als im Büro, prüfen erledigte arbeiten 3 mal nach, spielen wichtige und unaufschiebbare Spiele auf dem Smartphone u. s. w.  um dann am Tagesende sagen zu können: Habe ich heute wieder gearbeitet und so viel ist liegen geblieben...

Gibt mit Sicherheit auch Bereiche die eine Ausnahme sind, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten.
Dies ist leider oft die traurige Realität weil es besch... Führungskultur gibt, die dies ermöglicht. Die Verdichtung Arbeit/Zeit zu weniger iPhone/Facebook/Kaffeeklats führen. Allein der Glaube fehlt mir...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kat am 03.07.2020 10:57

Genau so sehe ich das auch. Wäre jetzt, da ja angeblich gespart werden muss, ein genialer Zeitpunkt dieses Thema anzugehen. Die Angestellten (m/w/d) gingen nicht leer aus und die Arbeitgeber hätten keine finanzielle Mehrbelastung. Ich weiß, manche Angestellten kommen mit dem Einkommen nicht aus und benötigen daher eigentlich eine monetäre Erhöhung und manche kommen, warum auch immer, jetzt schon ihrer Arbeit in 39 Stunden nicht hinterher.
Aber: Immer noch besser als eine Nullrunde...  ;) und es gibt bestimmt einen größeren Anteil an AN die tatsächlich eine bessere Work-Life-Balance vor einer Entgelterhöhung bevorzugen würden (wie ich z. B.  ;D)

Wieso hätte der Arbeitgeber keine Mehrbelastung, wenn er mehr Leute einstellen muß, um die Arbeit zu schaffen? Weniger Stunden arbeiten heißt ja , daß Arbeit liegenbleibt.

Ich weiß dass hier manche anderer Meinung sind, aber ich kenne so gut wie keine Bereich die "überlastet" sind. Manche verbringen mehr Zeit in der Cafeteria und auf dem Flur als im Büro, prüfen erledigte arbeiten 3 mal nach, spielen wichtige und unaufschiebbare Spiele auf dem Smartphone u. s. w.  um dann am Tagesende sagen zu können: Habe ich heute wieder gearbeitet und so viel ist liegen geblieben...

Gibt mit Sicherheit auch Bereiche die eine Ausnahme sind, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten.

Ich kenne einige, vor allem im Sozialbereich, also Jugendamt, Jobcenter, Asyl usw. Bei uns gab es gerade eine Überprüfung durch eine externe Firma, die hat zu den aktuellen Bedingungen schon festgestellt,daß es zu wenig Personal gibt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 03.07.2020 11:01
Wer weniger arbeiten will soll seine Arbeitszeit individuell reduzieren.
Es führt kein Weg an merklichen Entgelterhöhungen an den richtigen Stellen der Entgelttabellen vorbei. Die Kassenlage der Arbeitgeber ist dabei unbeachtlich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: GenerationY am 03.07.2020 11:20
Wer weniger arbeiten will soll seine Arbeitszeit individuell reduzieren.
Es führt kein Weg an merklichen Entgelterhöhungen an den richtigen Stellen der Entgelttabellen vorbei. Die Kassenlage der Arbeitgeber ist dabei unbeachtlich.

Das funktioniert in der Praxis aber nicht. Versuch als Mensch unter 50 ohne Kinder mal eine Stellenreduzierung durch zu bekommen. Und wenn du es dir gegen den Widerstand aller erstreitest bist du für immer die faule Sau, der Drückeberger, der seine Kollegen im Stich lässt, weil die ja für dich mitarbeiten müssen. Es muss ja der Schein aufrecht erhalten werden dass ja soooo viel zu tun ist. Gleiches Spielchen bei Führungspositionen - auch hier sind Stellenreduzierungen leider nicht die gelebte Realität.

Es führt kein Weg an einer Verringerung der Arbeitszeit und der Abkehr dieser bescheuerten Anwesenheitskultur vorbei!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 03.07.2020 11:26
Und so steht man nicht da wenn man die tarifliche Möglichkeit der 38 h/Woche in Anspruch nehmen würde?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.07.2020 11:28
Wer weniger arbeiten will soll seine Arbeitszeit individuell reduzieren.
Es führt kein Weg an merklichen Entgelterhöhungen an den richtigen Stellen der Entgelttabellen vorbei. Die Kassenlage der Arbeitgeber ist dabei unbeachtlich.

Das funktioniert in der Praxis aber nicht. Versuch als Mensch unter 50 ohne Kinder mal eine Stellenreduzierung durch zu bekommen.
ist bei uns ein 10 Zeiler
Schade das ihr so ein beschi???es Kollegium / AG habt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: GenerationY am 03.07.2020 11:33
Und so steht man nicht da wenn man die tarifliche Möglichkeit der 38 h/Woche in Anspruch nehmen würde?

Natürlich nicht. Wenn es die tariflich geregelte WAZ ist würden die 38h ja einfach für alle gelten. Wahlmodelle Geld/Zeit sind natürlich aus eben diesem Grund ebenfalls ungünstig - dann müsste man sich ja schon wieder rechtfertigen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 03.07.2020 11:36
Verstehe was du meinst - da hilft nur ein AG-Wechsel. Nicht jede Behörde ist so widerlich altbacken aufgestellt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 03.07.2020 11:42
Ja warum sollte ich auch auf einen Höheren 4 Stelligen Bruttobetrag verzichten ? Wenn andere AG oder Dienstherren nicht fähig sind ist das deren Problem.

Ich bin Irritiert. Sprichst du tatsächlich von der LOB bei höherem 4 Stelligem Betrag???? Also mir sind nur LOB Beträge im mittleren bis hohen 3 stelligen Bereich bekannt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.07.2020 11:42
Verstehe was du meinst - da hilft nur ein AG-Wechsel. Nicht jede Behörde ist so widerlich altbacken aufgestellt.
und besteht aus so widerlichen missgünstigen Kollegen
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: NordNordOst am 03.07.2020 11:43
Also mir persönlich würde auch ein Inflationsausgleich reichen (weniger sollte es aber nicht sein!), und dafür eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Mehr Urlaubstage brauche ich nicht, die kann sich ja jeder selbst durch das Gleitzeitkonto erarbeiten. Dafür lieber die Wochenarbeitszeit runter soweit wie möglich. Ein Traum wäre 35 Stunden, aber realistisch gesehen wären schon 38 Stunden nett und 37 Stunden ein Grund zur Freude.
Das sollte aber eine einmalige Aktion bleiben - danach (in 2-3 Jahren) sollte dann schon wieder ein größerer Sprung gehaltsmäßig drin sein. Denke in der aktuellen Situation wäre das einfach für alle Beteiligten die beste Lösung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.07.2020 11:43
Ja warum sollte ich auch auf einen Höheren 4 Stelligen Bruttobetrag verzichten ? Wenn andere AG oder Dienstherren nicht fähig sind ist das deren Problem.

Ich bin Irritiert. Sprichst du tatsächlich von der LOB bei höherem 4 Stelligem Betrag???? Also mir sind nur LOB Beträge im mittleren bis hohen 3 stelligen Bereich bekannt.
für die E1er Stellen?  8)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.07.2020 11:47
Also mir persönlich würde auch ein Entgeltabschlag von 20% reichen (mehr sollte es aber nicht sein!), wenn dafür eine Halbierung der Wochenarbeitszeit gemacht wird.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 03.07.2020 11:51
Ja warum sollte ich auch auf einen Höheren 4 Stelligen Bruttobetrag verzichten ? Wenn andere AG oder Dienstherren nicht fähig sind ist das deren Problem.

Ich bin Irritiert. Sprichst du tatsächlich von der LOB bei höherem 4 Stelligem Betrag???? Also mir sind nur LOB Beträge im mittleren bis hohen 3 stelligen Bereich bekannt.
für die E1er Stellen?  8)

Eher zwischen 9b und 12.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 03.07.2020 11:57
Kommt halt auf die Modalitäten an.
Überwiegen wird die Gießkanne angewandt (nicht verifizierte Aussage).
Für Leistungsträger EG 11 der identische Betrag wie langzeiterkrankte EG 6.
Läuft!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 03.07.2020 11:58
Jetzt will ich mir auch mal was wünschen.

1. Abschaffung der LOB und im Gegenzug volles 13. Gehalt.
2. 37 - 38 Stundenwoche
3. Inflationsausgleich würde reichen.
4. Abschaffung Ost - West (Schade dass sowas nach 30 Jahren gefordert werden muß)
5. Anspruch auf Homeoffice ensprechend der Regelungen zum Teilzeit und Befristungsrecht
6. 40 € vermögenswirksame Leistungen
7. Regelungen zu den steuerfreien Zuschlagsmöglichkeiten die sonst keinen Personaler im ö.D. interessieren

wenn mir noch was einfällt melde ich mich ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 12:05
Kommt halt auf die Modalitäten an.
Überwiegen wird die Gießkanne angewandt (nicht verifizierte Aussage).
Für Leistungsträger EG 11 der identische Betrag wie langzeiterkrankte EG 6.
Läuft!

Logisch, langzeiterkrankt=100% Leistungsprämie. Allein die Bezeichnung ist in vielen Fällen Absurd.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 12:07
Jetzt will ich mir auch mal was wünschen.

1. Abschaffung der LOB und im Gegenzug volles 13. Gehalt.
2. 37 - 38 Stundenwoche
3. Inflationsausgleich würde reichen.
4. Abschaffung Ost - West (Schade dass sowas nach 30 Jahren gefordert werden muß)
5. Anspruch auf Homeoffice ensprechend der Regelungen zum Teilzeit und Befristungsrecht
6. 40 € vermögenswirksame Leistungen
7. Regelungen zu den steuerfreien Zuschlagsmöglichkeiten die sonst keinen Personaler im ö.D. interessieren

wenn mir noch was einfällt melde ich mich ;)

Spid würde sagen:" Falsches Unterforum"
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: daseinsvorsorge am 03.07.2020 12:11
Kommt halt auf die Modalitäten an.
Überwiegen wird die Gießkanne angewandt (nicht verifizierte Aussage).
Für Leistungsträger EG 11 der identische Betrag wie langzeiterkrankte EG 6.
Läuft!

LOB war und bleibt ausdrücklich Lieblingsthema der Arbeitgeber - keine Chance auf Abschaffung
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 03.07.2020 12:15
Finde LOB eine gute Sache. Wenn sie denn vernünftig umgesetzt wird.
Das erfordert aber fähiges Führungspersonal.
Und das kriegt man bei den Entgelttabellen nicht einfach.
Wo wir wieder bei den merklichen Erhöhungen an den richtigen Stellen in den Entgelttabellen wären.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 12:23
Kommt halt auf die Modalitäten an.
Überwiegen wird die Gießkanne angewandt (nicht verifizierte Aussage).
Für Leistungsträger EG 11 der identische Betrag wie langzeiterkrankte EG 6.
Läuft!

LOB war und bleibt ausdrücklich Lieblingsthema der Arbeitgeber - keine Chance auf Abschaffung

Warum denn eigentlich? Welche Vorteile sieht der AG darin die Arbeitszeit seiner Führungskräfte in immer wiederkehrenden LOB Gespräche zu binden und dann die Prämien mit der Gießkanne zu verteilen?

Finde LOB eine gute Sache. Wenn sie denn vernünftig umgesetzt wird.
Das erfordert aber fähiges Führungspersonal.
Und das kriegt man bei den Entgelttabellen nicht einfach.
Wo wir wieder bei den merklichen Erhöhungen an den richtigen Stellen in den Entgelttabellen wären.


Es liegt nicht ausschließlich an den Fähigkeiten des Führungspersonals sondern auch an den Aufgaben der Abteilung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: GenerationY am 03.07.2020 12:28
Verstehe was du meinst - da hilft nur ein AG-Wechsel. Nicht jede Behörde ist so widerlich altbacken aufgestellt.

Nein danke, nicht nötig. Ich kann mich schon durchsetzen!

Ich denke das ganze schon etwas größer und gesamtgesellschaftlich. Und da bin ich der festen Überzeugung dass wir geringere Arbeitszeiten brauchen. Und der öD muss da voran gehen um nicht bei der Personalgewinnung komplett angehängt zu werden. Und die Gewerkschaften müssen an der Durchsetzung arbeiten um nicht völlig bedeutungslos zu werden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 03.07.2020 12:31
Sie werden auch zukünftig dieselbe Bedeutung habe wie derzeit: man bedarf ihrer, um überhaupt Tarifverträge schließen zu können.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 03.07.2020 12:34
Wer im Gefängnis sitzt, kann zumindest außerhalb des Gefängnisses üblicherweise keine Straftaten begehen. Genau deshalb sperrt man sie ein - und für die Bestrafung. Kriminalitätsbekämpfung ist alternativlos.

Könnte eine Mauer um alle soziale Brennpunkte nicht auch hilfreich sein?

Wie in vielen Ländern, nur umgedreht. Da schotten sich die Nicht-Assis ab! Aber im Ernst: Die rapid zunehmende emotionale und soziale Verwahrlosung bestimmer Bevölkerungsgruppen wird das größte Problem unserer Zeit werden. Bisher wird es als "Rassismus" und "Räächts" abgestraft; doch auch Menschen mit ideoloisch verschlossenen Augen werden angegriffen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: BATKFMaui am 03.07.2020 12:41

Genau so sehe ich das auch. Wäre jetzt, da ja angeblich gespart werden muss, ein genialer Zeitpunkt dieses Thema anzugehen. Die Angestellten (m/w/d) gingen nicht leer aus und die Arbeitgeber hätten keine finanzielle Mehrbelastung. Ich weiß, manche Angestellten kommen mit dem Einkommen nicht aus und benötigen daher eigentlich eine monetäre Erhöhung und manche kommen, warum auch immer, jetzt schon ihrer Arbeit in 39 Stunden nicht hinterher.
Aber: Immer noch besser als eine Nullrunde...  ;) und es gibt bestimmt einen größeren Anteil an AN die tatsächlich eine bessere Work-Life-Balance vor einer Entgelterhöhung bevorzugen würden (wie ich z. B.  ;D)

Wieso hätte der Arbeitgeber keine Mehrbelastung, wenn er mehr Leute einstellen muß, um die Arbeit zu schaffen? Weniger Stunden arbeiten heißt ja , daß Arbeit liegenbleibt.

Ich weiß dass hier manche anderer Meinung sind, aber ich kenne so gut wie keine Bereich die "überlastet" sind. Manche verbringen mehr Zeit in der Cafeteria und auf dem Flur als im Büro, prüfen erledigte arbeiten 3 mal nach, spielen wichtige und unaufschiebbare Spiele auf dem Smartphone u. s. w.  um dann am Tagesende sagen zu können: Habe ich heute wieder gearbeitet und so viel ist liegen geblieben...

Gibt mit Sicherheit auch Bereiche die eine Ausnahme sind, aber das sind meiner Meinung nach die wenigsten.

Ich kenne einige, vor allem im Sozialbereich, also Jugendamt, Jobcenter, Asyl usw. Bei uns gab es gerade eine Überprüfung durch eine externe Firma, die hat zu den aktuellen Bedingungen schon festgestellt,daß es zu wenig Personal gibt.

Meine Betrachtung: Die Zahl der Antragsteller ( Sozialbereich; Jugendamt; Einwanderung, ..) steigt stetig und unbegrenzt! Analysen und daraus zielführende Entwicklung von Prävention ist poltisch nicht korrekt. Somit: Fortführung!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Thiesi am 03.07.2020 12:48
Denke in der aktuellen Situation wäre das einfach für alle Beteiligten die beste Lösung.

Mir ist weder klar, was die aktuelle Situation in irgendeiner Weise besonders machen sollte bezüglich der Gehälter im ÖD, noch warum das die beste Lösung sein sollte. Wie schon vorher erwähnt: Geschäftsinhaber, Restaurantbesitzer, Vermieter, Prostituierte etc. wollen allesamt Geld von mir sehen für die von ihnen erbrachten Dienstleistungen, für ihre Waren, für die Wohnung. Wenn ich künftig eine Stunde weniger arbeiten muss pro Woche, kann ich mir davon nicht mal einen einzigen Döner mehr kaufen - sogar im ganzen Monat nicht. Vermutlich würde es nicht mal für einen Döner mehr pro Jahr reichen, aber ich bin kein Mathematiker. Und ich bezweifele auch stark, dass sich mein Vermieter bei der nächsten Mieterhöhung damit zufrieden gibt, dass ich ihm sage, dass ich mich jetzt noch eine Stunde mehr pro Woche in seiner Wohnung aufhalte.

Da hierzulande die Corona-Mehrbelastungen im Haushalt durch Neuverschuldung ausgeglichen werden, sehe ich auch nicht, inwiefern der AG nicht das Geld haben sollte, um höhere Gehälter zu zahlen, da ja zuvor Geld da war. Ansonsten muss der AG halt mit Abwanderung der AN rechnen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: GenerationY am 03.07.2020 13:01
Denke in der aktuellen Situation wäre das einfach für alle Beteiligten die beste Lösung.

Mir ist weder klar, was die aktuelle Situation in irgendeiner Weise besonders machen sollte bezüglich der Gehälter im ÖD, noch warum das die beste Lösung sein sollte. Wie schon vorher erwähnt: Geschäftsinhaber, Restaurantbesitzer, Vermieter, Prostituierte etc. wollen allesamt Geld von mir sehen für die von ihnen erbrachten Dienstleistungen, für ihre Waren, für die Wohnung. Wenn ich künftig eine Stunde weniger arbeiten muss pro Woche, kann ich mir davon nicht mal einen einzigen Döner mehr kaufen - sogar im ganzen Monat nicht. Vermutlich würde es nicht mal für einen Döner mehr pro Jahr reichen, aber ich bin kein Mathematiker. Und ich bezweifele auch stark, dass sich mein Vermieter bei der nächsten Mieterhöhung damit zufrieden gibt, dass ich ihm sage, dass ich mich jetzt noch eine Stunde mehr pro Woche in seiner Wohnung aufhalte.

Da hierzulande die Corona-Mehrbelastungen im Haushalt durch Neuverschuldung ausgeglichen werden, sehe ich auch nicht, inwiefern der AG nicht das Geld haben sollte, um höhere Gehälter zu zahlen, da ja zuvor Geld da war. Ansonsten muss der AG halt mit Abwanderung der AN rechnen.

An dieser Stelle haben wir einfach eine komplett unterschiedliche Sichtweise: in meiner Wahrnehmung mangelt es den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst nämlich weder an bezahlbaren Wohnungen, Dönern, oder sonst irgendeinem für Geld zu erwerbenden Konsumgut. Es mangelt dagegen sehr an einer vernünftigen Work-Life-Balance.

Auch glaube ich dass die jungen guten Leute zukünftig eher abwandern weil woanders bessere Arbeitsbedingungen geboten werden und nicht aufgrund von zu geringen Gehältern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 03.07.2020 13:27
In meiner Wahrnehmung mangelt es an einer hinreichenden Spreizung der Entgelttabelle, die derzeit zu den wohl bestbezahltesten Gemüseputzern, Garderobenaufsichten und Postwagenschubsern führt. Denen fehlt tatsächlich kein Geld - und ob deren Work-Life-Balance haben oder nicht, ist egal, da sie jederzeit ersetzbar sind. Auch die Verwaltungstätigkeiten, die auf einer Berufsausbildung aufbauen, sind gut genug bezahlt. Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 03.07.2020 13:34
Mein größter Wunsch wäre, dass neben den anderen besuchten Fachkräften die technischen Bereiche gestärkt werden, da hier bereits ein großer Mangel herrscht und in Zukunft noch ein viel größerer Mangel herrschen wird. Gemäß des McKinsey Hochschulreports 2020 werden bis 2023 693.000 Technologie-Spezialisten in Deutschland gesucht.  :-X

https://www.hochschulbildungsreport2020.de/download/file/fid/163

Macht man nichts in diesem Bereich läuft man im Zuge des demographischen Wandels genauso wie beispielsweise im Bereich der Alten- und Krankenpflege im öffentlichen Dienst in eine Katastrophe hinein. Deswegen muss man in den nächsten Jahren dringend handeln. Einem Ingenieur, Informatiker, Krankenpfleger, was auch immer für eine gesuchte Fachkraft, muss ich als Arbeitgeber nichts von Arbeitsplatzsicherheit erzählen. Das beeindruckt vielleicht jemanden der den ganzen Tag nur Karteikarten zählt und sich ansonsten über seine E6-8 freut.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 14:35
In meiner Wahrnehmung mangelt es an einer hinreichenden Spreizung der Entgelttabelle, die derzeit zu den wohl bestbezahltesten Gemüseputzern, Garderobenaufsichten und Postwagenschubsern führt. Denen fehlt tatsächlich kein Geld - und ob deren Work-Life-Balance haben oder nicht, ist egal, da sie jederzeit ersetzbar sind. Auch die Verwaltungstätigkeiten, die auf einer Berufsausbildung aufbauen, sind gut genug bezahlt. Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.

Gemüseputzer und Postwagenschubser in dem Sinne gibt es nicht mehr die Aufgaben sind im laufe der Jahrzehnte doch deutlich komplexer geworden. Weiterführend müsstest du die TB´s ab E 10 als Arschplattsitzer bezeichnen.
Ich gebe dir allerdings recht, dass Küchenhilfen in E2 ab Stufe 2 im Vergleich zur fW gut dastehen ab Stufe 5 sind sie besser bezahlt als mancher Koch in der Gastronomie.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.07.2020 14:36
Macht man nichts in diesem Bereich läuft man im Zuge des demographischen Wandels genauso wie beispielsweise im Bereich der Alten- und Krankenpflege im öffentlichen Dienst in eine Katastrophe hinein. Deswegen muss man in den nächsten Jahren dringend handeln.
Unter anderem in dem man dafür sorgt, das Fachkräfte aus anderen Ländern hier bei uns arbeiten wollen.
Aus eigener Kraft schaffen wir das eh nicht mehr, da hilft es ja auch nichts, dass jeder halb Depp das Abi geschenkte bekommt.
Zitat
Einem Ingenieur, Informatiker, Krankenpfleger, was auch immer für eine gesuchte Fachkraft, muss ich als Arbeitgeber nichts von Arbeitsplatzsicherheit erzählen. Das beeindruckt vielleicht jemanden der den ganzen Tag nur Karteikarten zählt und sich ansonsten über seine E6-8 freut.
So sieht es aus. Und in der Pflege wird ja schon kräftig im Ausland angeworben.
zum Glück werden durch den Brexit da ja einige Arbeitskräfte frei und siedeln nach Europa um.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 14:41
Macht man nichts in diesem Bereich läuft man im Zuge des demographischen Wandels genauso wie beispielsweise im Bereich der Alten- und Krankenpflege im öffentlichen Dienst in eine Katastrophe hinein. Deswegen muss man in den nächsten Jahren dringend handeln.
Unter anderem in dem man dafür sorgt, das Fachkräfte aus anderen Ländern hier bei uns arbeiten wollen.
Aus eigener Kraft schaffen wir das eh nicht mehr, da hilft es ja auch nichts, dass jeder halb Depp das Abi geschenkte bekommt.
Zitat
Einem Ingenieur, Informatiker, Krankenpfleger, was auch immer für eine gesuchte Fachkraft, muss ich als Arbeitgeber nichts von Arbeitsplatzsicherheit erzählen. Das beeindruckt vielleicht jemanden der den ganzen Tag nur Karteikarten zählt und sich ansonsten über seine E6-8 freut.
So sieht es aus. Und in der Pflege wird ja schon kräftig im Ausland angeworben.
zum Glück werden durch den Brexit da ja einige Arbeitskräfte frei und siedeln nach Europa um.

Der Abiturient, ob Depp oder nicht, hat keine Ambitionen Alten oder Krankenpflege zu erlernen. Er geht in die BWL um das Heim zu leiten.
Vorteilhaft wird in Zukunft das Fremdsprachtalent dieser Leitungen sein um mit den Mitarbeitern kommunizieren zu können.   
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 03.07.2020 14:48
Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.
Zwei was? Witze?

Also meine Work-Life-Balance kompensiert meine niedriges öD Salär.(edit)
Aber ich habe halt auch vorher genug verdient, so dass Geld inzwischen nicht mehr das entscheidende Kriterium ist.
Wir können gute ITler nur durch unseren Aufgaben und dem Arbeitsumfeld an uns binden.
(Und natürlich unter Ausnutzung der gesamten tariflichen Bandbreite, unterhalb eines Entgelts in höher Stufe vier fängt hier keine an)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 03.07.2020 15:06
In meiner Wahrnehmung mangelt es an einer hinreichenden Spreizung der Entgelttabelle, die derzeit zu den wohl bestbezahltesten Gemüseputzern, Garderobenaufsichten und Postwagenschubsern führt. Denen fehlt tatsächlich kein Geld - und ob deren Work-Life-Balance haben oder nicht, ist egal, da sie jederzeit ersetzbar sind. Auch die Verwaltungstätigkeiten, die auf einer Berufsausbildung aufbauen, sind gut genug bezahlt. Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.

Gemüseputzer und Postwagenschubser in dem Sinne gibt es nicht mehr die Aufgaben sind im laufe der Jahrzehnte doch deutlich komplexer geworden. Weiterführend müsstest du die TB´s ab E 10 als Arschplattsitzer bezeichnen.
Ich gebe dir allerdings recht, dass Küchenhilfen in E2 ab Stufe 2 im Vergleich zur fW gut dastehen ab Stufe 5 sind sie besser bezahlt als mancher Koch in der Gastronomie.

Beide Tätigkeitsbilder gibt es noch. Eines davon ist von den TVP genanntes Tätigkeitsbeispiel für E1. Zudem muß ich Sauerstoff metabolisieren, Nährstoffe und Wasser aufnehmen und defäkieren - alles andere ist optional. Ich müßte also nicht verfahren, wie von Dir beschrieben - zumal mich das ja als Crétin outen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 03.07.2020 15:09
Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.
Zwei was? Witze?

Also meine Work-Life-Balance kompensiert meine niedriges öD Salär.(edit)
Aber ich habe halt auch vorher genug verdient, so dass Geld inzwischen nicht mehr das entscheidende Kriterium ist.
Wir können gute ITler nur durch unseren Aufgaben und dem Arbeitsumfeld an uns binden.
(Und natürlich unter Ausnutzung der gesamten tariflichen Bandbreite, unterhalb eines Entgelts in höher Stufe vier fängt hier keine an)

Zwei Entgelte - wenn meine Work-Life-Balance im öD nicht berührt würde, wenn ich zwei Vollzeitjobs im öD ausübte und somit zwei Entgelte bekäme...
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Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 15:23
In meiner Wahrnehmung mangelt es an einer hinreichenden Spreizung der Entgelttabelle, die derzeit zu den wohl bestbezahltesten Gemüseputzern, Garderobenaufsichten und Postwagenschubsern führt. Denen fehlt tatsächlich kein Geld - und ob deren Work-Life-Balance haben oder nicht, ist egal, da sie jederzeit ersetzbar sind. Auch die Verwaltungstätigkeiten, die auf einer Berufsausbildung aufbauen, sind gut genug bezahlt. Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.

Gemüseputzer und Postwagenschubser in dem Sinne gibt es nicht mehr die Aufgaben sind im laufe der Jahrzehnte doch deutlich komplexer geworden. Weiterführend müsstest du die TB´s ab E 10 als Arschplattsitzer bezeichnen.
Ich gebe dir allerdings recht, dass Küchenhilfen in E2 ab Stufe 2 im Vergleich zur fW gut dastehen ab Stufe 5 sind sie besser bezahlt als mancher Koch in der Gastronomie.

Beide Tätigkeitsbilder gibt es noch. Eines davon ist von den TVP genanntes Tätigkeitsbeispiel für E1. Zudem muß ich Sauerstoff metabolisieren, Nährstoffe und Wasser aufnehmen und defäkieren - alles andere ist optional. Ich müßte also nicht verfahren, wie von Dir beschrieben - zumal mich das ja als Crétin outen.

Die Tätigkeitsbeispiele der TVP gibt es noch, als Beispiel, aber nicht i. d. Praxis. Wenn du glaubst das E1 im Lebensmittelbereich noch gelebt wird bist du tatsächlich der von dir vorgebrachte défavorisés.
Tipp: Zum besseren Verständnis für uns Leser könnte es helfen wenn du in Zukunft wieder vollständige Sätze verwendest.
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Beitrag von: Spid am 03.07.2020 15:29
Selbstverständlich gibt es sie in der Praxis. Der Vorgang des Gemüseputzens hat über die Jahrtausende seinen maximalen Komplexitätsgrad bereits vor geraumer Zeit erreicht und läßt sich in der Praxis nicht mehr steigern. Du kannst gerne anderes annehmen oder behaupten, was dann maßgeblichen Einfluß auf Werturteile über Deine Person hat.
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Beitrag von: Warumdendas am 03.07.2020 15:49
Selbstverständlich gibt es sie in der Praxis. Der Vorgang des Gemüseputzens hat über die Jahrtausende seinen maximalen Komplexitätsgrad bereits vor geraumer Zeit erreicht und läßt sich in der Praxis nicht mehr steigern. Du kannst gerne anderes annehmen oder behaupten, was dann maßgeblichen Einfluß auf Werturteile über Deine Person hat.

Die wertende Beurteilung von unbekannten Personen, vorzugsweise in herabwürdigender Weise, soll doch gern in deiner Verantwortung bleiben.
Es ändert jedoch nichts daran das auch der Komplexitätsgrad des Gemüseputzens, so wie bei nahezu jeder anderen Tätigkeit, niemals erreicht sein wird. Auch wenn manche alten Menschen es sich nicht vorstellen wollen oder können: Fast alles wird weiterentwickelt.
Davon abgesehen ändert dein...Blubbb... nichts an der Tatsache das es den ausschließlich gemüseputzenden MA im Lebensmittelbereich nicht mehr gibt. Auch nicht im öD. Diese Aufgaben, wie vorangehend beschrieben, sind sehr viel komplexer geworden und werden in E2 vergütet dies ist im Vergleich zur pW sehr gut bezahlt. Dies war meine Kernaussage und die hast du negiert.
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Beitrag von: Otto1 am 03.07.2020 19:09
Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.
Zwei was? Witze?

Also meine Work-Life-Balance kompensiert meine niedriges öD Salär.(edit)
Aber ich habe halt auch vorher genug verdient, so dass Geld inzwischen nicht mehr das entscheidende Kriterium ist.
Wir können gute ITler nur durch unseren Aufgaben und dem Arbeitsumfeld an uns binden.
(Und natürlich unter Ausnutzung der gesamten tariflichen Bandbreite, unterhalb eines Entgelts in höher Stufe vier fängt hier keine an)

Das Modell „ ich habe vorher genug verdient“ funktioniert jedoch bei Absolventen und jungen Familienväter nur schwierig, da die in der Regel das Geld brauchen noch nicht genug verdient haben, um es sich leisten zu können im öD zu arbeiten.
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Beitrag von: Thiesi am 03.07.2020 19:37
An dieser Stelle haben wir einfach eine komplett unterschiedliche Sichtweise: in meiner Wahrnehmung mangelt es den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst nämlich weder an bezahlbaren Wohnungen, Dönern, oder sonst irgendeinem für Geld zu erwerbenden Konsumgut. Es mangelt dagegen sehr an einer vernünftigen Work-Life-Balance.

Auch glaube ich dass die jungen guten Leute zukünftig eher abwandern weil woanders bessere Arbeitsbedingungen geboten werden und nicht aufgrund von zu geringen Gehältern.
Sorry, mir kann niemand weismachen, dass sich seine Work-Life-Balance spürbar verbessert, wenn er jeden Tag zwölf Minuten früher zu Hause ist. Bekommt er aber 150 € mehr aufs Konto, kann er damit sogar als Familienvater dreimal (mehr) pro Monat essen gehen. Oder viermal (mehr) ins Kino. Oder sonstwas. Aber zwölf Minuten mehr pro Tag mit der Familie dürfte wohl im Grundrauschen untergehen.

Wenn schon eine Verbesserung der Work-Life-Balance, dann konsequent mehr Urlaub gewähren. An einem "echten" freien Tag kann man nämlich tatsächlich entspannen und ggfs. was mit der Familie unternehmen.
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Beitrag von: Thiesi am 03.07.2020 19:52
Das Modell „ ich habe vorher genug verdient“ funktioniert jedoch bei Absolventen und jungen Familienväter nur schwierig, da die in der Regel das Geld brauchen noch nicht genug verdient haben, um es sich leisten zu können im öD zu arbeiten.
Zudem sollte ja jeder Job für sich ein hinreichendes Einkommen generieren und nicht nur in Verbindung mit etwaigen besserbezahlten vorherigen funktionieren.
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Beitrag von: Kaiser80 am 03.07.2020 20:33
Ab E10 wird das Entgelt im Vergleich dann eher lächerlich - und Entgelte, die man gut als Witz in der Kneipe erzählen kann, können nur dann mit Work-Life-Balance punkten, wenn die noch gegeben ist, wenn man zwei davon macht.
Zwei was? Witze?

Also meine Work-Life-Balance kompensiert meine niedriges öD Salär.(edit)
Aber ich habe halt auch vorher genug verdient, so dass Geld inzwischen nicht mehr das entscheidende Kriterium ist.
Wir können gute ITler nur durch unseren Aufgaben und dem Arbeitsumfeld an uns binden.
(Und natürlich unter Ausnutzung der gesamten tariflichen Bandbreite, unterhalb eines Entgelts in höher Stufe vier fängt hier keine an)

Das Modell „ ich habe vorher genug verdient“ funktioniert jedoch bei Absolventen und jungen Familienväter nur schwierig, da die in der Regel das Geld brauchen noch nicht genug verdient haben, um es sich leisten zu können im öD zu arbeiten.
Aber dann  sollte für "junge Familienväter" (was auch immer das per Definition sein soll) der Staat im Allgemeinen Reproduktion finanziell attraktiv bzw auskömmlich gestalten. Und wir reden hoffentlich beide von erwerbstätigen "jungen Familienvätern". Gilt selbstredend auch für Mamas oder?
Ich meine es ist nicht Aufgabe der TVP das zu regeln. Das müssen wir als Staat wollen oder eben nicht!
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Beitrag von: Spid am 03.07.2020 20:55
Nein, aber es ist Aufgabe der TVP sich über Entgelte zu einigen. Hierbei kann nicht das Argument sein, man bräuchte keine attraktiven Entgelte, weil TB ja bereits vorher genug verdient haben könnten, um sich eine Anstellung unter TVÖD-Konstellationen zu leisten.
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Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 08:33
Nein, aber es ist Aufgabe der TVP sich über Entgelte zu einigen. Hierbei kann nicht das Argument sein, man bräuchte keine attraktiven Entgelte, weil TB ja bereits vorher genug verdient haben könnten, um sich eine Anstellung unter TVÖD-Konstellationen zu leisten.
Ist ja auch bisher noch nicht als Argument aufgetaucht.
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Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 08:41
Das Modell „ ich habe vorher genug verdient“ funktioniert jedoch bei Absolventen und jungen Familienväter nur schwierig, da die in der Regel das Geld brauchen noch nicht genug verdient haben, um es sich leisten zu können im öD zu arbeiten.
Zudem sollte ja jeder Job für sich ein hinreichendes Einkommen generieren und nicht nur in Verbindung mit etwaigen besserbezahlten vorherigen funktionieren.
Absolut richtig, wir schaffen es mit den lausigen E13 Gehältern Absolventen und junge Familienväter/mütter für uns zu interessieren, denn damit sollte man doch durchaus eine Familie ernähren können und zusätzlich auch noch durch die Flexibilität Zeit mit seinen Kinder verbringen können.
Bei dem Gehalt muss halt das Umfeld und die Inhalte stimmig sein.
Allerdings als Universitätsstadt und entsprechenden Kontakten kann man auch gezielter werben.
Ansonsten muss man halt schauen, dass man E11-E12er Stellen vom Zuschnitt schafft auf die man dann einen FI setzt.
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Beitrag von: Spid am 04.07.2020 09:27
Nein, aber es ist Aufgabe der TVP sich über Entgelte zu einigen. Hierbei kann nicht das Argument sein, man bräuchte keine attraktiven Entgelte, weil TB ja bereits vorher genug verdient haben könnten, um sich eine Anstellung unter TVÖD-Konstellationen zu leisten.
Ist ja auch bisher noch nicht als Argument aufgetaucht.

Und wie war Dein dahingehender Einwurf zu verstehen? Als Schwank aus Deinem Leben? Als Nicht-Argument?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 04.07.2020 09:31
Das Modell „ ich habe vorher genug verdient“ funktioniert jedoch bei Absolventen und jungen Familienväter nur schwierig, da die in der Regel das Geld brauchen noch nicht genug verdient haben, um es sich leisten zu können im öD zu arbeiten.
Zudem sollte ja jeder Job für sich ein hinreichendes Einkommen generieren und nicht nur in Verbindung mit etwaigen besserbezahlten vorherigen funktionieren.
Absolut richtig, wir schaffen es mit den lausigen E13 Gehältern Absolventen und junge Familienväter/mütter für uns zu interessieren, denn damit sollte man doch durchaus eine Familie ernähren können und zusätzlich auch noch durch die Flexibilität Zeit mit seinen Kinder verbringen können.
Bei dem Gehalt muss halt das Umfeld und die Inhalte stimmig sein.
Allerdings als Universitätsstadt und entsprechenden Kontakten kann man auch gezielter werben.
Ansonsten muss man halt schauen, dass man E11-E12er Stellen vom Zuschnitt schafft auf die man dann einen FI setzt.

Also reicht das Entgelt nicht für Profis, die einfach ihren Job machen, egal wie sie zur konkreten Aufgabe stehen, sondern nur für Gesinnungstäter und Rosinenpicker.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 13:03
Das Geld reicht für Profis, die freiwillig mehr machen, als sie sie dem AG schulden und das aufgrund nicht monetärer Anreize.
(Auch wenn du verneinen wirst, dass das dann Profis sein können  8))
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Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 13:06
Und wie war Dein dahingehender Einwurf zu verstehen? Als Schwank aus Deinem Leben? Als Nicht-Argument?
So wie er dort steht, als exemplarisches Beispiel, was ohne rein monetär ausgerichtete Möglichkeiten bestehen, um gute Profis zu binden. (Und natürlich ist es auch ein Schwank aus meinem Leben)
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Beitrag von: AndreasG am 04.07.2020 13:08
Zitat
Ansonsten muss man halt schauen, dass man E11-E12er Stellen vom Zuschnitt schafft auf die man dann einen FI setzt.

E12 für FI
E13 für Hochschulabsolventen

 :o

Dann viel Glück gute Hochschulabsolventen zu bekommen wenn die auf Stufe 6 ganze 317€ Brutto mehr bekommen als Fachinformatiker. Im Jahr...
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Beitrag von: Spid am 04.07.2020 13:09
Das Geld reicht für Profis, die freiwillig mehr machen, als sie sie dem AG schulden und das aufgrund nicht monetärer Anreize.
(Auch wenn du verneinen wirst, dass das dann Profis sein können  8))

Es reicht ausweislich Deiner Ausführungen ja eben nicht für Profis, wenn die „Inhalte stimmig“ sein müssen. Ein Profi macht seinen Job, ungeachtet der Inhalte.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 13:15
@AndreasG, kannst du bitte das falsche Zitat ändern.

Ich kenne FIler, die 20T€ mehr als der E13er bekommt, also so what?
Ich würde auch einen Hochschulabsolventen nur die E11 geben, wenn die Arbeit es nur hergibt! Also so what?
Was hat dieser fucking Hochschulabschluss mit der Tätigkeiten zu tun? Nüscht, außer das es eher wiss. Hoschulabsolventen gibt, die E13/E14 Tätigkeiten können, als das es FIler und Bachloretten gibt.

Menschen, die mit Missgunst nach rechts older links schauen was der andere verdient, haben keinen Platz bei uns im Team.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 13:17
Das Geld reicht für Profis, die freiwillig mehr machen, als sie sie dem AG schulden und das aufgrund nicht monetärer Anreize.
(Auch wenn du verneinen wirst, dass das dann Profis sein können  8))

Es reicht ausweislich Deiner Ausführungen ja eben nicht für Profis, wenn die „Inhalte stimmig“ sein müssen. Ein Profi macht seinen Job, ungeachtet der Inhalte.
Das widerspricht sich nicht, dass ein Profi sich ein Arbeitgeber sucht, der Aufgaben hat, die er lieber macht, dadurch bleibt er ein Profi.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 04.07.2020 13:30
Nein, das tut es nicht. Die Präferenzordnung des Profis war aber auch nicht Bestandteil meiner Ausführungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 14:09
Nun im Gegensatz zu deinen Profis, die einfach nur ihren Job machen,
machen unsere Profis halt mehr, als nur einfach ihren Job. Sie machen ihren Job ungeachtet der Inhalte. Und zusätzlich leisten sie mehr, als sie vertraglich verpflichtet sind, wenn die Inhalte und das Umfeld stimmt.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 04.07.2020 14:11
Das Modell „ ich habe vorher genug verdient“ funktioniert jedoch bei Absolventen und jungen Familienväter nur schwierig, da die in der Regel das Geld brauchen noch nicht genug verdient haben, um es sich leisten zu können im öD zu arbeiten.
Zudem sollte ja jeder Job für sich ein hinreichendes Einkommen generieren und nicht nur in Verbindung mit etwaigen besserbezahlten vorherigen funktionieren.
Absolut richtig, wir schaffen es mit den lausigen E13 Gehältern Absolventen und junge Familienväter/mütter für uns zu interessieren, denn damit sollte man doch durchaus eine Familie ernähren können und zusätzlich auch noch durch die Flexibilität Zeit mit seinen Kinder verbringen können.
Bei dem Gehalt muss halt das Umfeld und die Inhalte stimmig sein.
Allerdings als Universitätsstadt und entsprechenden Kontakten kann man auch gezielter werben.
Ansonsten muss man halt schauen, dass man E11-E12er Stellen vom Zuschnitt schafft auf die man dann einen FI setzt.

Ja, genau! E12 für jemanden mit Dorfschule und Ausbildung und e13 mit 5 jährigen Uni Diplom/Master. Da haben sich die 5 Jahre Studium gelohnt bei den 100€ brutto...für e11 gilt das gleiche... warum sollte man sich denn noch anstrengen. Gibt doch bereits jetzt eine e10 für Leute einer Ausbildung im Bereich IT.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 04.07.2020 14:20
Auch E13 im IT-Bereich ist lediglich eine Aufbaufallgruppe der E6.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 04.07.2020 15:10
Ja, genau! E12 für jemanden mit Dorfschule und Ausbildung und e13 mit 5 jährigen Uni Diplom/Master. Da haben sich die 5 Jahre Studium gelohnt bei den 100€ brutto...für e11 gilt das gleiche... warum sollte man sich denn noch anstrengen. Gibt doch bereits jetzt eine e10 für Leute einer Ausbildung im Bereich IT.
Nun, in der Regel schaffen es aber die Dorfschüler mit Ausbildung nicht die Fähigkeiten zu erlangen um eine E12/E13 Stelle erfolgreich zu besetzten, von daher lohnt es sich durchaus ein Studium zu machen, da ist der Eintritt auf solchen Stellen leichter.
Und wie Spid schon ausführte kann man glücklicherweise sogar diese Menschen auf IT E13 Stellen setzen, da sprich ja auch absolut nichts dagegen, wenn sie denn diese Befähigungen haben.
(Und eigentlich brauchen sie dafür auch noch nicht mal eine Ausbildung)
An dieser Stelle haben wir wenigstens schon mal die Durchlässigkeit wie in der pW geschaffen.

Das was jetzt noch fehlt ist, dass man herausragenden Mitarbeitern eben einen ordentlichen Schluck aus der Buddel geben können sollte, damit sie nicht in die besser bezahlenden pW abwandern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Britta2 am 04.07.2020 15:16
Blöd nur wenn sich gern selbst lobend:  Tatsache ist und bleibt, dass vorwiegend Durchschnitt statt die wirklich best ausgebildeten Köpfe im ÖD landen. Weil Arbeitgeber lieber Durchschnitt wollen, der sich an die Stelle klammert und gern unbezahlt Mehrarbeit leistet und mit jedem gegönnten Cent zufrieden ist. Kluge Köpfe dagegen sind in der Lage Forderungen zu stellen und problemlos deutlich besser bezahlt Karriere in der Wirtschaft zu machen.
Bei uns gabs tatsächlich wiederholt die stumme Weisung, ausgeschriebene Stellen auf keinen Fall dem besten Bewerber zu geben. Genau darum.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 04.07.2020 15:28
Also nicht öffentlicher Dienst?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 04.07.2020 19:36
@AndreasG, kannst du bitte das falsche Zitat ändern.

Ich kenne FIler, die 20T€ mehr als der E13er bekommt, also so what?
Ich würde auch einen Hochschulabsolventen nur die E11 geben, wenn die Arbeit es nur hergibt! Also so what?
Was hat dieser fucking Hochschulabschluss mit der Tätigkeiten zu tun? Nüscht, außer das es eher wiss. Hoschulabsolventen gibt, die E13/E14 Tätigkeiten können, als das es FIler und Bachloretten gibt.

Menschen, die mit Missgunst nach rechts older links schauen was der andere verdient, haben keinen Platz bei uns im Team.


Da ist überhaupt keine Mißgunst drin. Ein guter Fachinformatiker verdient das auch. Genau wie in der fW.
Im ÖD geht dann die Reise des FI je nach Leistung ohne Führungsverantwortung von E8 bis E12.
Finde ich Ok. Das sind 5 Gruppen innerhalb der man ohne Führungsverantwortung aufsteigen kann.

Nun ist es aber so, dass in der fW ein Akademiker und sei es nur die Durchschnittsbachelorette für die gleiche Tätigkeit durchschnittlich ein 10% bis 20% höheres Gehalt bekommt.

Und auch das finde ich angemessen da das durchschnittliche Qualifikationsniveau eines Akademikers nunmal über dem einer Person mit einer 3 jährigen Ausbildung liegt.

Also schön dass das ÖD für FIs weniger unattraktiv im Vergleich zur fW ist.
Für Akademiker im IT Bereich trifft das dann aber nicht zu. Vor allem wenn man dann trotz höherer Entgeltgruppe und höherer Qualifikation mit E13/6 bombastische 25€ mehr im Monat an Bruttoverdienst hat als der E12/6 FI.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 04.07.2020 19:46
Leistung ist für die Eingruppierung unbeachtlich. Auf dem Berufsbild des Fachinformatikers aufbauende Tätigkeiten rangieren von E6 bis E13, ohne daß Führungsverantwortung dafür erforderlich wäre.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 04.07.2020 21:33
Leistung ist für die Eingruppierung unbeachtlich. Auf dem Berufsbild des Fachinformatikers aufbauende Tätigkeiten rangieren von E6 bis E13, ohne daß Führungsverantwortung dafür erforderlich wäre.

Du kannst aber schon erkennen, dass dieses Gehaltsgefüge nicht sonderlich attraktiv ist für einen Informatiker?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 04.07.2020 21:40
Ich habe mich zur Attraktivität nicht eingelassen noch hätte sie einen Bezug zu meinen Ausführungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 08:22
Nun ist es aber so, dass in der fW ein Akademiker und sei es nur die Durchschnittsbachelorette für die gleiche Tätigkeit durchschnittlich ein 10% bis 20% höheres Gehalt bekommt.

Und auch das finde ich angemessen da das durchschnittliche Qualifikationsniveau eines Akademikers nunmal über dem einer Person mit einer 3 jährigen Ausbildung liegt


Je öfter ich diese Aussage von immer mehr Menschen lese umsomehr muss ich an deren Intelligenz zweifeln.

Ein Bachelor ist der erste berufsbefähigende Abschluss das ist kein Dipl Ing mehr. Das ist eine 3 jährige schulische Ausbildung.

Es ist die oft herabgewürdigte duale Ausbildung die Deutschland groß gemacht hat, um die Deutschland weltweit beneidet wird.

Über den Bachelor und die Abschaffung des Dipl Ing wird international nur der Kopf geschüttelt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 09:33
Kohle und Stahl haben Deutschland auch groß gemacht. Sozialromantische Betrachtungsweisen sind ebenso ohne Wert wie die absurde Vorstellung, die Welt würde unsere Überformalisierung von Vocational Training bewundern oder unsere Anpassung des Studiensystems an den internationalen Standard nicht verstehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 09:52
Ich habe viele fertig ausgelernte und fertig studierte Bachelor  Absolventen gerade im IT Bereich erleben dürfen.

Will man eine Heizung ersetzen nimmt man frische Hochschulabsolventen die produzieren das erste Jahr nur heiße Luft, will man etwas erreichen ist ein gerade fertig gewordener FI absolut überlegen.

Natürlich amortisiert sich der Vorteil der Ausbildung. Das ist keine Sozialromantik sondern gelebte Praxis.

Abet keine Angst wir schaffen es die duale Ausbildung genauso zugrunde zu richten wie den Dipl Ing
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 10:02
Nun, Dein höchst subjektives Empfinden fußt darauf, daß man im öD aufgrund des unzureichenden Entgelts lediglich den Bodensatz der Bachelorabsolventen abgreifen kann, während man im Bereich von Tätigkeiten, die auf einer Berufsausbildung aufbauen, ganz ordentlich bezahlt. Davon ab ist ein AG, der nicht nur vereinzelt aufgrund individueller Befähigung massenhaft Akademiker und Berufsausgebildete für dieselben Tätigkeiten einsetzt, eher das Problem. Wenn ich mein Auto reparieren lasse, nehme ich einen Kfz-Mechatroniker und keinen Maschinrnbauingenieur, wenn ich eine Brücke planen möchte, nehme ich keinen Maurer, sondern einen Bauingenieur.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 05.07.2020 10:04
Und wie beheben die AG nun das Problem, dass im technischen Bereich kaum einer in den öD will? Techniker oder Bauzeichner oder Ingenieure bekommt man jedenfalls auch nur ähnlich gut wie einen Informatiker...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 10:12
Tja Werter Spid,
Ich habe 10 Jahre freie Wirtschaft und 10 Jahre öffentlicher Dienst hinter mir. Bachelor bleibt Bachelor und ausgelernt bleibt ausgelernt.

Ein Masterstudium ist was anderes das Vergleiche ich aber auch nicht mit einer 3 jährigen Ausbildung.

Und das kaputte Auto bringt man nicht zum Kfz-Mechatroniker, sondern zum Kfz-Mechatroniker Meister ein Geselle darf zwar Bremsen einbauen, abnehmen muss es aber ein Meister. Bezahlt wird übrigens nach Meisterstunden auch wenn es der Azubi oder der Geselle gemacht hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 10:19
Und wie beheben die AG nun das Problem, dass im technischen Bereich kaum einer in den öD will? Techniker oder Bauzeichner oder Ingenieure bekommt man jedenfalls auch nur ähnlich gut wie einen Informatiker...

Z.B. durch das abschaffen der willkürlichen Abschlussgrenze, gut das machen gute AG schon.

Mit der Vergütung in der FW wird der öD nie mithalten können, also dafür sorgen das zumindest der Abstand nicht noch größer wird.

Die Stärke des öD wären weiche Faktoren, z.B. eigene Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. eine Bevorzugung bei kommunalen Einrichtungen.

Attraktive Arbeitszeitmodelle
Attraktive Lebensarbeitszeitmodelle
Weg von den aktuellen Stufenlaufzeiten 1-2 Jahre pro Stufe reichen absolut aus.
Unbefristete stellen und nicht von 2 Jahren befristet über 5 Elternzeit Vertretungen in die Arbeitslosigkeit.

Und flächendeckend Verbeamtung bei Entlohnung nach Leistung nicht nach Abschluss.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 10:30
Da der Bolognaprozess erst 2010 abgeschlossen war, sind Deine diesbezüglichen Erfahrungen in der „freien Wirtschaft“ - was auch immer das sein soll, Transnistrien vielleicht - mithin also ohne jeden Wert. Was Du vergleichst oder nicht ist dahingehend also weitgehend unbeachtlich. Auch Deine Einlassungen zur Kfz-Reparatur gehen an der Sache vorbei.

Es gibt keine willkürliche Abschlußgrenze, da ist jeder AG seines Glückes Schmied. TB sind entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert und haben den daraus resultierenden Vergütungsanspruch. Kinderbetreuung wäre nun beim besten Willen kein Alleinstellungsmerkmal des öD - und wirkt auch nur ein paar Jahre als Pull-Faktor. Verbeamtung wäre ein solches - wirkt aber auch nur auf Menschen, die das in irgendeiner Form für erstrebenswert halten - was häufig auch kein individuelles Qualitätsmerkmal ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Tagelöhner am 05.07.2020 10:39
@ Stonie

Um hier mal eine Lanze für so manche Bachelorabsolventen zu brechen: Es gibt Bachelor-Studiengänge im Ingenieurbereich, die nach 7 Semestern Regelstudienzeit beendet sind. Frühere Diplom-Abschlüsse an diesen Fachhochschulen waren nach 8 Semestern Regelstudienzeit zu Ende. Wer um die Inhalte dieses einzelnen zusätzlichen Semesters im früheren Diplomstudiengang weiß, kann über Ihre pauschale Darstellung nur müde lächeln. Frühere Diplom-Abschlüsse an Universitäten sind von dieser Betrachtung natürlich ausgenommen.

Auf 7-semestrige Bachelorstudiengänge folgen in der Regel 3-semestrige Masterstudiengänge, die gemäß Ihrer Darstellung, erst aus einer "schulischen Ausbildung" ein vollwertiges und anzuerkennendes Studium machen.

Wahrscheinlich gehen gleich wieder die Diskussionen über den DQR los und es wird über die angebliche Vergleichbarkeit von Qualifikationen schwadroniert. Dann fühlt sich wieder so mancher frische Meister oder Techniker benachteiligt, der viel Geld (explizit oder implizit durch Verdienstausfall) in seine Weiterbildung gesteckt und den Werbeversprechen seines Fortbildungsträgers geglaubt hat.

Ich hol' dann glaub mal das Popcorn raus...

Flächendeckende Verbeamtung ist auch ein schlechter Witz. Der besondere auf Lebenszeit angelegte Status, ist sinnvollerweise nur bei tatsächlich wichtigen und hoheitlichen Aufgaben des Staates notwendig, also insbesondere judikativer oder exekutiver Natur. Ansonsten habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass es sich um einen totalen Fehlanreiz für so manchen Minderleister handelt. Einmal im System lockt schließlich ein Leben lang die "Rundumsorgloshängematte", was nicht unbedingt nur ein Anreiz für wirkliche Leistungsträger ist.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 11:00
@ Spid
@ Tagelöhner

Dann machen sie bessere Vorschläge.

Und ja Kinderbetreuung ist kein Alleinstellungsmerkmal aber ein pull Effekt für 5 Jahre.

Man kann es auch mit kommunalen Wohnungen zu entsprechend günstigen Mietpreisen für angestellte versuchen.

Klar ist das der öD meiner Meinung nach mit seinem Tafelsilber ARBEITEN muss den mit Geld wird er nicht mithalten können. Vor allem nicht der kommunale beim Bund mag das anders sein, immerhin war der Bund bereit eine Einmalzahlung für wine Verschiebung der Verhandlungen zu zahlen....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 05.07.2020 11:02
Blöd nur wenn sich gern selbst lobend:  Tatsache ist und bleibt, dass vorwiegend Durchschnitt statt die wirklich best ausgebildeten Köpfe im ÖD landen. Weil Arbeitgeber lieber Durchschnitt wollen, der sich an die Stelle klammert und gern unbezahlt Mehrarbeit leistet und mit jedem gegönnten Cent zufrieden ist. Kluge Köpfe dagegen sind in der Lage Forderungen zu stellen und problemlos deutlich besser bezahlt Karriere in der Wirtschaft zu machen.
Bei uns gabs tatsächlich wiederholt die stumme Weisung, ausgeschriebene Stellen auf keinen Fall dem besten Bewerber zu geben. Genau darum.
So eine Anweisung gibt es bei uns nicht und uns ist auch klar, dass wir in nicht alle AN für uns gewinnen können, aufgrund des Gehaltes.
Durchschnitt ist es aber trotzdem nicht was bei uns arbeitet, zumindest zeigen uns das die Ergebnisse die wir liefern.
Und wir haben einige kluge Köpfe bei uns, die vorher in der freien Wirtschaft ihre besser bezahlt Karriere gemacht haben.

Du kannst aber schon erkennen, dass dieses Gehaltsgefüge nicht sonderlich attraktiv ist für einen Informatiker?
E13/E14 ist für viele Informatiker ausserhalb von FFM/M ... ein durchaus attraktives Gehalt.

Also schön dass das ÖD für FIs weniger unattraktiv im Vergleich zur fW ist.
Für Akademiker im IT Bereich trifft das dann aber nicht zu. Vor allem wenn man dann trotz höherer Entgeltgruppe und höherer Qualifikation mit E13/6 bombastische 25€ mehr im Monat an Bruttoverdienst hat als der E12/6 FI.
Zwei mir persönlich bekannt FI arbeiten auf dem Gehaltslevel von E15, für die wäre der öD auch unattraktiv.
Aber auch nur weil sie eben nicht entsprechende Tätigkeiten übertragen bekommen würden, die sie jetzt in der pW ausüben.
Und ja E12/E13 ist eine Gehaltssuppe und kann gut und gerne vereinigt werden.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 11:15
@ Spid
@ Tagelöhner

Dann machen sie bessere Vorschläge.

Und ja Kinderbetreuung ist kein Alleinstellungsmerkmal aber ein pull Effekt für 5 Jahre.

Man kann es auch mit kommunalen Wohnungen zu entsprechend günstigen Mietpreisen für angestellte versuchen.

Klar ist das der öD meiner Meinung nach mit seinem Tafelsilber ARBEITEN muss den mit Geld wird er nicht mithalten können. Vor allem nicht der kommunale beim Bund mag das anders sein, immerhin war der Bund bereit eine Einmalzahlung für wine Verschiebung der Verhandlungen zu zahlen....

Habe ich.

Welches Tafelsilber? 2015 befanden sich 52.000 Wohnungen im Besitz von 447 Gemeinden.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 11:22
Das Tafelsilber habe ich erwähnt zum Beispiel bei Kinderbetreuung in kommunalen Einrichtungen.

Dann halt noch eine Jahreskarte für das kommunale Schwimmbad plus Sauna

Einfach mal kreativ werden. Und wenn die Kommunen keine Wohnung haben dann halt Bauen. Kommunaler Grund und Genehmigungsverfahren sollten ja nicht das Problem sein....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 11:32
Genau , wenn die Kommunen kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 05.07.2020 11:39
Nun ist es aber so, dass in der fW ein Akademiker und sei es nur die Durchschnittsbachelorette für die gleiche Tätigkeit durchschnittlich ein 10% bis 20% höheres Gehalt bekommt.

Und auch das finde ich angemessen da das durchschnittliche Qualifikationsniveau eines Akademikers nunmal über dem einer Person mit einer 3 jährigen Ausbildung liegt


Je öfter ich diese Aussage von immer mehr Menschen lese umsomehr muss ich an deren Intelligenz zweifeln.

Ein Bachelor ist der erste berufsbefähigende Abschluss das ist kein Dipl Ing mehr. Das ist eine 3 jährige schulische Ausbildung.

Es ist die oft herabgewürdigte duale Ausbildung die Deutschland groß gemacht hat, um die Deutschland weltweit beneidet wird.

Über den Bachelor und die Abschaffung des Dipl Ing wird international nur der Kopf geschüttelt.

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.

Eine schulische Ausbildung hat zb der Fachinformatiker der seine Ausbildung im CJD gemacht hat und dann nach 3 Jahren im Klassenzimmer den gleichen IHK Abschluss bekommt wie seine Kollegen die in der fW tatsächlich praktisch tätig waren.

Und es bringt auch wenig hier über FI, Bachelor und so weiter zu diskutieren.

Fakt ist nunmal dass der ÖD was Fachkräfte angeht mit der fW konkurriert.
 
Bei der SAP zum Beispiel bekommt jemand mit Dr. Titel für die gleiche Tätigkeit nochmal 10% "Doktorbonus".
Im ÖD ist ein Dr. Titel belanglos. Dementsprechend ist der ÖD für Akademiker mit Dr. Titel nunmal unattraktiver als Konzerne die diese akademische Leistung würdigen.

In der fW gibt es diese Gehaltsunterschiede.

Und wenn man nicht hingeht und den Top FI mit einem lausigen Bachelor of Arts von der Wald und Wiesen Fh vergleicht sondern den durchschnittlichen FI mit dem durchschnittlichen Bachelor dann sind diese Gehaltsunterschiede in meinen Augen gerechtfertigt.


Es bleibt letztlich dabei, dass der ÖD für den durchschnittlichen FI sehr attraktiv ist, genau wie für den schlechten Akademiker.

Ein durschnittlicher Akademiker oder ein guter FI würde in der fW deutlich mehr verdienen und was Arbeitsplatzsicherheit angeht können solche Leute nur müde lächeln. Da stehen auch in der fW die Arbeitgeber auf der Matte.


Was sich ja schon am hier angesprochenen "Tafelsilber" zeigt.

Wenn der ÖD hier mit Goodies jenseits des Gehalts punkten will müsste er zuerst mal die Goodies liefern die in der fW mittlerweile üblich sind.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Stonie am 05.07.2020 12:17
Also sorgen wir mit einer 30 monatigen 0 runde für mehr Attraktivität?

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 12:19
Wer hätte derlei behauptet?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: armerknecht am 05.07.2020 14:03
Also sorgen wir mit einer 30 monatigen 0 runde für mehr Attraktivität?

ob die Krankmeldungen dann hoch gehen ?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 05.07.2020 14:29
Also sorgen wir mit einer 30 monatigen 0 runde für mehr Attraktivität?

Definitiv nicht.

In den nächsten 10 Jahren werden pro Jahr 500 TSD Arbeitnehmer mehr in Rente gehen als neu ins Berufsleben einstelgen.

Selbt ohne 0 Runde kann der ÖD froh sein wenn er die Stellen besetzt bekommt.

Wenn da wirklich eine 0 Runde kommt kann ich eigentlich jedem ITler im ÖD nur raten sich selbstständig zu machen und als Dienstleister für den ÖD zu arbeiten...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: NordNordOst am 05.07.2020 19:51
Spiegel online Artikel:

Das sind die Verlierer der Coronakrise (https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/corona-diese-gruppen-verlieren-am-meisten-a-00000000-0002-0001-0000-000171875118)

Da es ein Plus Artikel ist, zitiere ich kurz eine Passage in der es bei Einkommensverlusten bei Arbeitnehmern geht, dort heißt es dass Beamte und Leute im ÖD relativ gut davon kommen, Konsequenz:

"Ökonom Felbermayr rät deshalb, die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst an der Zeche zu beteiligen. Bund, Länder und Kommunen könnten über die nächsten Jahre die Gehaltssteigerungen jeweils um einen bestimmten Prozentsatz geringer ausfallen lassen, um einen Ausgleich zu den Einkommenseinbußen der Arbeiter und Angestellten zu schaffen."
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 05.07.2020 19:57
Ist das nicht dieses Fakeblatt mit dem Relotius? Außerdem ist das doch das, was ohnehin schon passiert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 05.07.2020 22:47

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 06.07.2020 04:15
Spiegel online Artikel:

Das sind die Verlierer der Coronakrise (https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/corona-diese-gruppen-verlieren-am-meisten-a-00000000-0002-0001-0000-000171875118)

Da es ein Plus Artikel ist, zitiere ich kurz eine Passage in der es bei Einkommensverlusten bei Arbeitnehmern geht, dort heißt es dass Beamte und Leute im ÖD relativ gut davon kommen, Konsequenz:

"Ökonom Felbermayr rät deshalb, die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst an der Zeche zu beteiligen. Bund, Länder und Kommunen könnten über die nächsten Jahre die Gehaltssteigerungen jeweils um einen bestimmten Prozentsatz geringer ausfallen lassen, um einen Ausgleich zu den Einkommenseinbußen der Arbeiter und Angestellten zu schaffen."

Hat der Typ in den letzten 10 Jahren auch substanzielle Verbesserungen für den öD gefordert, als die Steuereinnahmen sprudelten?! Oder wollte der drittklassige BWLer auch mal was sagen was abgedruckt wird? An der Zeche beteiligen... unfassbar. Dann möge man uns auch die Gewinnbeteiligung der letzten 10 Jahre auszahlen...

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Schon klar.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 06.07.2020 07:08

"Ökonom Felbermayr rät deshalb, die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst an der Zeche zu beteiligen. Bund, Länder und Kommunen könnten über die nächsten Jahre die Gehaltssteigerungen jeweils um einen bestimmten Prozentsatz geringer ausfallen lassen, um einen Ausgleich zu den Einkommenseinbußen der Arbeiter und Angestellten zu schaffen."
Ja gut... Bei ihm hätte ich auch eher weniger vermutet, dass er Porsche, BASF und/oder deren Shareholder an der Zeche beteiligen möchte. Wäre halt schlecht für die Institutsfinanzierug...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 06.07.2020 07:46

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Hier schon relativ lange. Habe mich dort vor knapp 10 Jahren mal auf eine Ausbilderstelle beworben als das Studium für mich noch kein Thema war.

Der Probearbeitstag hat mich dann geheilt. 2 Klassen mit jeweils ca 20 schwer erziehbaren Jugendlichen...

Dafür war das Schmerzensgeld dann doch deutlich zu niedrig.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: egalcgn am 06.07.2020 08:19
Mal ne Frage nebenbei, gibt es in diesem Forum hier vielleicht auch einen Thread zum Thema "Tarifrunde TVöD 2020" ?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 06.07.2020 08:20

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Ich finds echt amüsant wie alle immer die Diplome hochloben :D

Als ob es da wirklich einen so riesigen Unterschied geben würde. Ok vielleicht im Bereich der absolut theoretischen Forschung in der Biochemie, Kernphysik oder so mag das vielleicht so sein.

In der Praxis (für den Kommunalen Bereich sind hier Architektur, Ingenieurwesen und Informatik relevant) lernt man die wichtigen Dinge sowieso erst im Beruf. Das was man in der Uni mal für eine Prüfung in den Kopf gewürgt hat spielt am Ende kaum noch eine Rolle.

Vor allem im Baubereich stößt man ständig auf Probleme, auf die einen die Uni nicht vorbereitet hat, sei es ein Bachelor, Master oder ein Diplom. Man lernt die Sachen auf die es ankommt einfach erst im Job. Das Studium vermittelt einem die Grundlagen und das wars.

Gezielte Weiterbildungen in wirklich wichtigen Bereichen ist später auch noch wichtig. Vergaberecht z.B. ist im Studium (wenn überhaupt) mal ein kurzer Stichpunkt, egal ob Bachelor oder Diplom. Da sollte ich dann so oder so eine Fortbildung machen in dem Bereich.

Regelwerke ändern sich auch ständig, auch hier solle man sich fortbilden. Da spielt es auch keine Rolle was man mal auf dem Zettel von der Uni stehen hatte.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 06.07.2020 08:22
Ich sehe immer nur Threads, in denen Du themenfremd rumheulst, wie themenfremd es doch sei.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 06.07.2020 08:57
In der verschiedenen Unterforen lese ich häufig von fehlenden Akademikern im öD. Ich muss dann immer an den Achter denken....

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiD6567grjqAhWCxqQKHdWpC0kQFjAAegQIBhAB&url=https%3A%2F%2Fwww.programmwechsel.de%2Flustig%2Fberater%2Fwettrudern-deutschland-japan.html&usg=AOvVaw2puTwy8o3NIvEq6dzK43oV

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 09:05
Ich finds echt amüsant wie alle immer die Diplome hochloben :D

Als ob es da wirklich einen so riesigen Unterschied geben würde. Ok vielleicht im Bereich der absolut theoretischen Forschung in der Biochemie, Kernphysik oder so mag das vielleicht so sein.
Da ist es natürlich zwingende Voraussetzung
Zitat
In der Praxis (für den Kommunalen Bereich sind hier Architektur, Ingenieurwesen und Informatik relevant) lernt man die wichtigen Dinge sowieso erst im Beruf. Das was man in der Uni mal für eine Prüfung in den Kopf gewürgt hat spielt am Ende kaum noch eine Rolle.
Im Bereich Informatik absolut falsch.
Insbesondere erlebe ich immer wieder wie die nicht "wiss." Ausgebildeten einen groben Mangel im schnelle Erfassen von komplexen Sachverhalten haben. Und vom fehlendem Abstraktionsvermögen will ich nicht reden.
Zitat
Vor allem im Baubereich stößt man ständig auf Probleme, auf die einen die Uni nicht vorbereitet hat, sei es ein Bachelor, Master oder ein Diplom. Man lernt die Sachen auf die es ankommt einfach erst im Job. Das Studium vermittelt einem die Grundlagen und das wars.
Ebenso so falsch:
Das Diplom Studium vermittelt einem einem genau das: Neue Problem schnell und durchdringend zu erfassen und Lösungen zu finden, die es vorher so noch nicht gab.
 
Zitat
Gezielte Weiterbildungen in wirklich wichtigen Bereichen ist später auch noch wichtig. Vergaberecht z.B. ist im Studium (wenn überhaupt) mal ein kurzer Stichpunkt, egal ob Bachelor oder Diplom. Da sollte ich dann so oder so eine Fortbildung machen in dem Bereich.

Regelwerke ändern sich auch ständig, auch hier solle man sich fortbilden. Da spielt es auch keine Rolle was man mal auf dem Zettel von der Uni stehen hatte.
Absolut richtig. Das, was man eben in der Uni auch gelernt haben sollte ist: Effektives und schnelles aneignen von neuen Sachverhalten.
Und das bitte schön selbstständig und nicht aufgeben, wenn man bei der ersten Suche kein passendes Youtube Video erscheint.

Ich kann aus meiner beruflichen Erfahrung von daher sehr deutlich erkennen, wer auf Diplom Niveau arbeitet und wer nur auf FI/BSC
(Und ja, es gibt FIler/BSCler die auf Diplom Niveau unterwegs sind und deswegen ja auch gerne die E13+ bekommen können.)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 06.07.2020 09:19
Absolut richtig. Das, was man eben in der Uni auch gelernt haben sollte ist: Effektives und schnelles aneignen von neuen Sachverhalten.
Und das bitte schön selbstständig und nicht aufgeben, wenn man bei der ersten Suche kein passendes Youtube Video erscheint.

Ich kann aus meiner beruflichen Erfahrung von daher sehr deutlich erkennen, wer auf Diplom Niveau arbeitet und wer nur auf FI/BSC
(Und ja, es gibt FIler/BSCler die auf Diplom Niveau unterwegs sind und deswegen ja auch gerne die E13+ bekommen können.)

Und genau das ist auch der Grund für die Gehaltsunterschiede zwischen Akademikern und FIs in der fW.

Bei der SAP bekommst du ohne mindestens einen Bachelor noch nicht mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Dabei sagen dort die Personalverantwortlichen selbst dass die Studieninhalte für sie zweitrangig sind. Da werden auch Physiker (und ich kenne auch eine Philosophin die dort Software entwickelt...) als Programmierer eingestellt.  Was im Studium gelernt wurde spielt da keine große Rolle da auf die Einstellung eh ein Training on the Job folgt.
Was dort zählt ist die nachgewiesene Befähigung sich eigenständig in komplexe Sachverhalte einarbeiten zu können.

Der Akademiker hat das unter Beweis gestellt.

Das bedeutet nicht dass es nicht auch unter den FIern Kandidaten gibt die diese Fähigkeiten mitbringen aber aus welchen Gründen auch immer kein Studium absolviert haben.
Nur dürfte deren Anteil an der Gesamtheit der FIs relativ gering sein. Denn aus den Gehaltsunterschieden wird so gut wie jeder der das Zeug dazu hat mindestens einen Bachelor machen. Einfach um das höhere Gehalt mitzunehmen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 06.07.2020 09:49
Im Bereich Informatik absolut falsch.
Insbesondere erlebe ich immer wieder wie die nicht "wiss." Ausgebildeten einen groben Mangel im schnelle Erfassen von komplexen Sachverhalten haben. Und vom fehlendem Abstraktionsvermögen will ich nicht reden.

Ok da habe ich mich für Informatik vielleicht etwas zu sehr aus dem Fenster gelehnt. Kann ich nicht wirklich einschätzen. Für mich sind sowas allerdings persönliche Skills, die ein Studium auch nicht wirklich vermitteln kann.

Entweder habe ich genug Köpfchen um komplexe Sachverhalte schnell erfassen zu können oder nicht.

Hier hat das Studium ja auch eine gewisse Filterwirkung.

Je nach Hochschule oder Uni kann ein Bachelor aber auch besser Filtern als ein Diplom früher. Beim Bachelor steht man mehr unter Zeitdruck als bei einem Diplom früher. Kann man aber nicht verallgemeinert, das kommt halt wirklich spezifisch auf Hochschule und Studiengang an.

Zitat
Ebenso so falsch:
Das Diplom Studium vermittelt einem einem genau das: Neue Problem schnell und durchdringend zu erfassen und Lösungen zu finden, die es vorher so noch nicht gab.

Sehe ich anders. Auch das ist für mich eher eine Fähigkeit die man hat oder eben nicht. Ein Studium kann diese Fähigkeit zwar verbessern, aber nicht verleihen.

Ich denke das hat ganz viel mit dem Studiengang und dessen Inhalt zutun und ist nichts was man allgemein für Bachelor oder Diplom festhalten könnte.


 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 06.07.2020 10:23
Also ich höre aus meiner IT immer nur "keine Ahnung, muss ich mir mal anschauen" und Monate später hat es eine Fremdfirma gefixt.
Aber Hauptsache es wird permanent gedroht in die pW abzuwandern, wo diese "Fachkräfte" ja händeringend gesucht werden. Komisch, dass von den Jungs aus der IT noch kein einziger woanders untergekommen ist  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 06.07.2020 10:34
Wer mit Peanuts bezahlt, muss mit Affen arbeiten
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 06.07.2020 10:40
Zustimmung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 10:52
Entweder habe ich genug Köpfchen um komplexe Sachverhalte schnell erfassen zu können oder nicht.

Hier hat das Studium ja auch eine gewisse Filterwirkung.
Hatte würde ich eher sagen, denn jetzt wo ja jeder eine Abi schafft mit min ne 2 vorne, so wird jeder durch das BSC getrieben und es wird nicht mehr gesiebt.

Und ja, natürlich verleit eine Ausbildung - welcher Art - einem nicht grundlegend neue Fähigkeiten, sondern man lernt nur seine Fähigkeiten besser zu nutzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 06.07.2020 11:03
Hatte würde ich eher sagen, denn jetzt wo ja jeder eine Abi schafft mit min ne 2 vorne, so wird jeder durch das BSC getrieben und es wird nicht mehr gesiebt.

 ::) Naja

Bei der Uni hier vor Ort gibt es im Informatikstudiengang ein Mathepflichtmodul mit einer Durchfallquote von über 90%

Dan der FH in der Nähe schaffen gerade einmal 20% das Grundstudium...

Von "wurde" kann da keine Rede sein.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 11:23
Bei der Uni hier vor Ort gibt es im Informatikstudiengang ein Mathepflichtmodul mit einer Durchfallquote von über 90%
Der üblich Schuss vorm Bug, sprich beim ersten Durchgang, nehme ich an.
Oder willst du behaupten, dass die Abbrecherquote bei über 90% bei eurer Uni liegt?
Von 2011 - 2018 stieg die Anzahl der Studienanfänger um rund 50% und die Anzahl der Absolventen auch.
Und ja die Abbrecherquote ist weiterhin bei ca. 50%.
Insofern wird natürlich weiterhin gefiltert, allerdings ist mir aus Unikreisen bekannt, dass die Dozenten dazu angehalten werden ein Mindestmaß an Studenten durchzulassen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 06.07.2020 12:42
Also bei mir gab es eine Abbrecherquote von ca. 70%. Der Großteil davon war nach dem 2. Semester weg damals.

Das Problem ist denke ich nicht, dass der Bachelor so viel "schlechter" oder "einfacher" als das Diplom ist, sondern dass Heute einfach viel mehr Leute studieren wollen / müssen, weil sie es von klein auf eingetrichtert bekommen.

Und welchen Studiengang nimmt dann einer der eigentlich garnicht geeignet ist fürs Studium ? BWL, Informatik oder "Irgendwas mit Medien". Das können dann in der Tat die Felder sein, wo neben dem Weizen auch noch viel Spreu mit durch den Filter kommt. 

Die heutigen Eltern zwingen ihre Kinder doch zu einem Studienabschluss. Wenn es in der Schule nicht klappt, wird dort Notfalls das Abi mittels Anwalt durchgeboxt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 06.07.2020 13:37

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: ITFrau am 06.07.2020 14:20

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     
Dem kann ich zustimmen. Bei mir war es nur der erste BWL Jahrgang. Wir haben sogar die Skripte von den Diplomstudiengängen erhalten und sollten das Diplom durchstreichen und durch Bachelor ersetzen. Lockeres Studi-Leben war bei uns jedenfalls nicht. Ich habe mich damals darüber geärgert, dass der Bachelor immer keine Anerkennung findet und daher beide Studiengänge verglichen. Daher ärger ich mich über so Aussagen wie "abgebrochenes Studium" oder kein richtiges Studium enorm.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 15:17
Also bei mir gab es eine Abbrecherquote von ca. 70%. Der Großteil davon war nach dem 2. Semester weg damals.

Das Problem ist denke ich nicht, dass der Bachelor so viel "schlechter" oder "einfacher" als das Diplom ist, sondern dass Heute einfach viel mehr Leute studieren wollen / müssen, weil sie es von klein auf eingetrichtert bekommen.

Und welchen Studiengang nimmt dann einer der eigentlich garnicht geeignet ist fürs Studium ? BWL, Informatik oder "Irgendwas mit Medien". Das können dann in der Tat die Felder sein, wo neben dem Weizen auch noch viel Spreu mit durch den Filter kommt. 

Die heutigen Eltern zwingen ihre Kinder doch zu einem Studienabschluss. Wenn es in der Schule nicht klappt, wird dort Notfalls das Abi mittels Anwalt durchgeboxt.
Das ist durchaus zutreffend.
Als ehemalige Dozent konnte ich Phasen beobachten, wo die Studenten sich für Informatik entschieden haben, weil sie glaubten damit können man viel Geld verdienen.
Das sie aber von ihren Fähigkeiten und Neigungen nicht unbedingt dazu geeignet waren, haben wir versucht dieses im ersten Semester deutlich werden zulassen.
(Und dabei ging es bei uns nicht darum sie in Mathe rauszupunkten)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 15:20
Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     
Und hast du dir die jetzigen BSC Studiengänge mal angeschaut?
Am Anfang haben ja fast alle Uni vollkommen versagt, weil sie nicht zeitig genug sich mit dem BSC beschäftigt haben.
Und dann wurde einfach mal das alte Diplom bisserl umgestrickt und .....
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 15:26
Dem kann ich zustimmen. Bei mir war es nur der erste BWL Jahrgang. Wir haben sogar die Skripte von den Diplomstudiengängen erhalten und sollten das Diplom durchstreichen und durch Bachelor ersetzen. Lockeres Studi-Leben war bei uns jedenfalls nicht. Ich habe mich damals darüber geärgert, dass der Bachelor immer keine Anerkennung findet und daher beide Studiengänge verglichen. Daher ärger ich mich über so Aussagen wie "abgebrochenes Studium" oder kein richtiges Studium enorm.
Richtig, es ist halt ein Studium (mit Ausbildungscharakter), aber halt kein wiss. Studium.
Vor BSC war es ja so, dass man 4 Semester die Grundlagen verschuld eingeprügelt bekommen hat und ab dem Vordiplom man eine mehr wissenschaftliche ausgerichtete Ausbildung hatte, inkl. gefühlt ein grösseren Freiraum bzgl. der Ausrichtungen.
Das wird jetzt auf 6 Semester erledigt, hat den Vorteil, dass man dann einen Abschluss hat. Danach geht es "erst" los mit der wiss. HB.

Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 06.07.2020 15:32
Es führt lediglich nicht zu einem wissenschaftlichen Hochschulabschluss im Tarifsinne. Insbesondere im Fachhochschulbereich gibt es viele Bachelor-Studiengänge, die ihren Fokus aid Wissensvermittlung legen. An Universitäten hingegen gibt es viele Studiengänge, die ihren Schwerpunkt auf Methoden- und Forschungskompetenz legen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 06.07.2020 15:48
Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     
Und hast du dir die jetzigen BSC Studiengänge mal angeschaut?
Am Anfang haben ja fast alle Uni vollkommen versagt, weil sie nicht zeitig genug sich mit dem BSC beschäftigt haben.
Und dann wurde einfach mal das alte Diplom bisserl umgestrickt und .....

Nein. Ich habe auch keinen Bachelor of Science. Ich will auch gar nicht abstreiten, dass es qualitative Unterschiede in den Bachelorstudiengängen gibt. Ich wehre mich nur gegen pauschale Aussagen, "der Bachelor" ist weniger Wert als "Das Diplom", da ich die gleiche akademische Leistung für meinen B.Eng. erbringen musste wie die Jahrgänge vor mir für ihr Diplom. Nicht mehr und nicht weniger.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 16:29
Fachhochschul Diplom, oder?
Wissenschaftliches Hochschuldiplom waren doch auch im BauIng 10 Semester?

Zumindest kenne ich das was du beschreibst eher in dies Richtung: FH Diplom wird in BSC gepackt und ebenso angesehen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 06.07.2020 17:09
Fachhochschul Diplom, oder?
Wissenschaftliches Hochschuldiplom waren doch auch im BauIng 10 Semester?

Zumindest kenne ich das was du beschreibst eher in dies Richtung: FH Diplom wird in BSC gepackt und ebenso angesehen.

FH-Diplom, ja. 8 Semester inkl. Praxissemester. Bei den Ingenieurwissenschaften gibt es ja beides, B.Sc. und B.Eng. Ich habe mich auch in den anderen Diskussionen immer nur auf meine Erfahrungen an der Fachhochshule (FH-Diplom - B.Eng.) bezogen. Das mag an Universitäten und TH´s durchaus anders aussehen.


 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: ITFrau am 06.07.2020 17:25
Dem kann ich zustimmen. Bei mir war es nur der erste BWL Jahrgang. Wir haben sogar die Skripte von den Diplomstudiengängen erhalten und sollten das Diplom durchstreichen und durch Bachelor ersetzen. Lockeres Studi-Leben war bei uns jedenfalls nicht. Ich habe mich damals darüber geärgert, dass der Bachelor immer keine Anerkennung findet und daher beide Studiengänge verglichen. Daher ärger ich mich über so Aussagen wie "abgebrochenes Studium" oder kein richtiges Studium enorm.
Richtig, es ist halt ein Studium (mit Ausbildungscharakter), aber halt kein wiss. Studium.
Vor BSC war es ja so, dass man 4 Semester die Grundlagen verschuld eingeprügelt bekommen hat und ab dem Vordiplom man eine mehr wissenschaftliche ausgerichtete Ausbildung hatte, inkl. gefühlt ein grösseren Freiraum bzgl. der Ausrichtungen.
Das wird jetzt auf 6 Semester erledigt, hat den Vorteil, dass man dann einen Abschluss hat. Danach geht es "erst" los mit der wiss. HB.
Das stimmt so nicht. Wir hatten die selben Vertiefungen wie die Diploma und ich habe einen Bachelor of SCIENCE, also mit wissenschaftlicher Ausrichtung. Der Unterschied war nur das die Diplom-Studenten einen halben Tag Vorlesungen hatten und die Hälfte an Klausuren und wir den ganzen Tag Uni und Abends/ Nachts dann lernen durften mit der doppelten Anzahl an Klausuren. Im übrigen bin ich immer wieder erstaunt wie viel mehr ein Azubi leisten kann als ein Praktikant aus einem Studium. Was ich damit sagen will ein Abschluss sagt nichts über die Arbeitsleistung aus. Was ich für Diplom Absolventen mit technischen Studium auf irgendwelche Sachberabeiter 0815 Jobs erlebt habe und dagegen pfiffige gute Kollegen mit "nur" einer Ausbildung. Wir würden in Deutschland gut daran tun nicht nach Zertifikaten zu bezahlen und einzustellen, sondern nach Leistung. Ich habe auch schon richtig gute Abteilungsleiter ohne Studium erlebt. Leider wird das immer seltener.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 06.07.2020 17:31
Was ich für Diplom Absolventen mit technischen Studium auf irgendwelche Sachberabeiter 0815 Jobs erlebt habe und dagegen pfiffige gute Kollegen mit "nur" einer Ausbildung. Wir würden in Deutschland gut daran tun nicht nach Zertifikaten zu bezahlen und einzustellen, sondern nach Leistung. Ich habe auch schon richtig gute Abteilungsleiter ohne Studium erlebt. Leider wird das immer seltener.
Da bin ich voll bei dir und erzähle hier im Forum ja auch immer wieder von meinem zwei Freunden, die beide kein Studium haben und trotzdem grosse IT-Projekte wuppen und folglich in der Liga >80T€ angestellt sind.
Deswegen (zuück zum Thema)
a) ist es ja gut das in der IT die E13 für alle ohne Abstriche offen steht
b) man mehr individuelle Möglichkeiten braucht um individuelle MA monetär zu fördern.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 06.07.2020 17:37
Das „Science“ in Bachelor of Science sagt nichts über die wissenschaftliche Ausrichtung, sondern lediglich begrenzt etwas über die Fachrichtung aus.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Britta2 am 07.07.2020 09:57
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kryne am 07.07.2020 10:16
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"

Es gibt auch Doktorarbeiten die gerade mal 4 Seiten lang sind im Medizinbereich...  ::)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2020 10:23
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"

Es gibt auch Doktorarbeiten die gerade mal 4 Seiten lang sind im Medizinbereich...  ::)
Das Niveau der meisten medizinischen Doktorarbeiten ist bekanntermaßen geringe als das einer Diplomarbeit.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 07.07.2020 10:24
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"

Wo genau feiern sich hier denn Bachelorabsolventen? Ich habe meine Erfahrungen aus dem Studium geschildert. Dein Beitrag hingegen ist an Oberflächlichkeit kaum zu übertreffen. Im übrigen musste ich mich auch mit meiner Bachelorarbeit in Umfang und Inhalt nicht hinter den vorigen Diplomarbeiten verstecken. Der einzige Unterschied ist tatsächlich die verkürzte Bearbeitungszeit. Ob das jetzt für mehr oder weniger Qualität/Leistung spricht, lass ich mal dahingestellt. Du hältst es anscheinend für ein Qualitätsmerkmal wenn sich eine Abschlussarbeit über einen möglichst langen Zeitraum hinzieht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2020 10:29
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"

Wo genau feiern sich hier denn Bachelorabsolventen? Ich habe meine Erfahrungen aus dem Studium geschildert. Dein Beitrag hingegen ist an Oberflächlichkeit kaum zu übertreffen. Im übrigen musste ich mich auch mit meiner Bachelorarbeit in Umfang und Inhalt nicht hinter den vorigen Diplomarbeiten verstecken. Der einzige Unterschied ist tatsächlich die verkürzte Bearbeitungszeit. Ob das jetzt für mehr oder weniger Qualität/Leistung spricht, lass ich mal dahingestellt. Du hältst es anscheinend für ein Qualitätsmerkmal wenn sich eine Abschlussarbeit über einen möglichst langen Zeitraum hinzieht.
Früher wurden an vielen Unis eine Studienarbeit und eine Diplomarbeit verfasst.
Die Studienarbeit entsprach den Ansprüchen die man an heute an die Bachelorarbeit stellt.
Wenn du von Diplomarbeiten spricht sprichst du von wiss. Hochschuldiplom oder von FH Diplom?
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Bastel am 07.07.2020 10:32
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.

Ich vermute mal, dass es genau darum geht.

Niemand wird wohl Uni mit FH vergleichen wollen...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 07.07.2020 10:37
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"



Wo genau feiern sich hier denn Bachelorabsolventen? Ich habe meine Erfahrungen aus dem Studium geschildert. Dein Beitrag hingegen ist an Oberflächlichkeit kaum zu übertreffen. Im übrigen musste ich mich auch mit meiner Bachelorarbeit in Umfang und Inhalt nicht hinter den vorigen Diplomarbeiten verstecken. Der einzige Unterschied ist tatsächlich die verkürzte Bearbeitungszeit. Ob das jetzt für mehr oder weniger Qualität/Leistung spricht, lass ich mal dahingestellt. Du hältst es anscheinend für ein Qualitätsmerkmal wenn sich eine Abschlussarbeit über einen möglichst langen Zeitraum hinzieht.
Früher wurden an vielen Unis eine Studienarbeit und eine Diplomarbeit verfasst.
Die Studienarbeit entsprach den Ansprüchen die man an heute an die Bachelorarbeit stellt.
Wenn du von Diplomarbeiten spricht sprichst du von wiss. Hochschuldiplom oder von FH Diplom?
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.

Ich spreche weiterhin vom Vergleich FH-Diplom - B.Eng..

Edit: Wie ich ebenfalls an anderer Stelle schon erwähnte, ist mir der Unterschied zwischen einem Wissenschaftlichen Hochstulstudium (Uni) und einem Fachhochschulstudium durch die akademischen Abschlüsse meiner Frau durchaus bekannt.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 07.07.2020 10:38
Wer eine über viele Monate dauernde Diplomarbeit an einer Uni schrieb und gar mit Auszeichnung verteidigte, der kann nur den Kopf schütteln über das sich selbst Feiern von Bachelorabsolventen irgendwelcher kleiner Hochschulen. Je höher und wertiger ein Abschluss, um so weniger das permanente Steben um Bewunderung mittels Äußerlichkeiten.
Übrigens gibt es tatsächlich sogar die Ausbildung zum Nageldesigner als anerkanntes Studium. "Ich habe studiert!"

Wo genau feiern sich hier denn Bachelorabsolventen? Ich habe meine Erfahrungen aus dem Studium geschildert. Dein Beitrag hingegen ist an Oberflächlichkeit kaum zu übertreffen. Im übrigen musste ich mich auch mit meiner Bachelorarbeit in Umfang und Inhalt nicht hinter den vorigen Diplomarbeiten verstecken. Der einzige Unterschied ist tatsächlich die verkürzte Bearbeitungszeit. Ob das jetzt für mehr oder weniger Qualität/Leistung spricht, lass ich mal dahingestellt. Du hältst es anscheinend für ein Qualitätsmerkmal wenn sich eine Abschlussarbeit über einen möglichst langen Zeitraum hinzieht.
Früher wurden an vielen Unis eine Studienarbeit und eine Diplomarbeit verfasst.
Die Studienarbeit entsprach den Ansprüchen die man an heute an die Bachelorarbeit stellt.
Wenn du von Diplomarbeiten spricht sprichst du von wiss. Hochschuldiplom oder von FH Diplom?
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.


Wie waren denn früher die Anforderungen für eine Diplomarbeit?
Wo siehst du konkret die Unterschiede zu den Anforderungen einer Bachelorarbeit?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2020 10:39
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.

Ich vermute mal, dass es genau darum geht.

Niemand wird wohl Uni mit FH vergleichen wollen...
Aber es wird ständig gemacht, wenn man von Diplom redet und FH Diplom meint.

Genauso redetet ja jeder davon, dass er studiert.
Meint aber nicht das wissenschaftliche Studium.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2020 10:43
Wie waren denn früher die Anforderungen für eine Diplomarbeit?
Wo siehst du konkret die Unterschiede zu den Anforderungen einer Bachelorarbeit?
Bei einer Bachelorarbeit wird relevantes Wissen reproduziert. Sprich eine Fragestellung bearbeitet.
Im Diplom/Masterarbeit wird ein wissenschaftliche Fragestellung erarbeitet und etwas produziert.
Es treten mehr die eigenen Untersuchungen in den Vordergrund, man zeigt, dass man wissenschaftliche Methoden und Herangehensweisen beherrscht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 07.07.2020 11:24
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.

Ich vermute mal, dass es genau darum geht.

Niemand wird wohl Uni mit FH vergleichen wollen...
Aber es wird ständig gemacht, wenn man von Diplom redet und FH Diplom meint.

Genauso redetet ja jeder davon, dass er studiert.
Meint aber nicht das wissenschaftliche Studium.

Aha. Und wie nennt sich das was an einer Fachhochschule gemacht wird, wenn nicht studieren?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 07.07.2020 11:32
Party :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Novus am 07.07.2020 11:35
Vegetieren an der FachhochSCHULE :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2020 12:11
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.

Ich vermute mal, dass es genau darum geht.

Niemand wird wohl Uni mit FH vergleichen wollen...
Aber es wird ständig gemacht, wenn man von Diplom redet und FH Diplom meint.

Genauso redetet ja jeder davon, dass er studiert.
Meint aber nicht das wissenschaftliche Studium.

Aha. Und wie nennt sich das was an einer Fachhochschule gemacht wird, wenn nicht studieren?
Man nennt es studieren, aber nicht wissenschaftliches Studium.

Diplom ungleich Diplom
studieren ungleich studieren

Diese Worte haben halt keine Trennschärfe.
Wenn einer sagt: Dein Bachelor ist weniger wert als ein Diplom ist dies genauso korrekt, wie wenn er sagt: Dein Bachelor ist zum Diplom gleichwertig. Man kann ja nicht erkennen ob FH Diplom gemeint ist.

So darf sich ja auch jeder Depp Informatiker nennen, ist aber kein Diplom Informatiker.

Deswegen frage ich ja immer wieder mal nach, wo und was einer studiert hat, damit ich einschätzen kann, ob er wissenschaftlich studiert hat oder ob er eine verschultes Studium gemacht hat.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Yasper am 07.07.2020 12:37

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     

Wenn das der einzige Unterschied war, dann gehe ich davon aus, dass dein Bachelor 240 ECTS besitzt und nicht 180 ECTS?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: DiVO am 07.07.2020 12:46

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     

Wenn das der einzige Unterschied war, dann gehe ich davon aus, dass dein Bachelor 240 ECTS besitzt und nicht 180 ECTS?

Ich wußte gar nicht, dass bei Diplomstudiengängen damals schon ECTS angegeben waren. Ist das denn so?
@Yasper: Wo steht denn, dass ein Bachelorstudiengang automatisch 180 ECTS hat? Gerade im Wirtschaftsbereich haben die Bachelor häufig im Standard 210 ECTS...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 07.07.2020 12:57
FH Diplomarbeiten hatten bei uns früher die Anforderungen, die man heute an die Bachelorarbeit stellt.

Ich vermute mal, dass es genau darum geht.

Niemand wird wohl Uni mit FH vergleichen wollen...
Aber es wird ständig gemacht, wenn man von Diplom redet und FH Diplom meint.

Genauso redetet ja jeder davon, dass er studiert.
Meint aber nicht das wissenschaftliche Studium.

Aha. Und wie nennt sich das was an einer Fachhochschule gemacht wird, wenn nicht studieren?
Man nennt es studieren, aber nicht wissenschaftliches Studium.

Diplom ungleich Diplom
studieren ungleich studieren

Diese Worte haben halt keine Trennschärfe.
Wenn einer sagt: Dein Bachelor ist weniger wert als ein Diplom ist dies genauso korrekt, wie wenn er sagt: Dein Bachelor ist zum Diplom gleichwertig. Man kann ja nicht erkennen ob FH Diplom gemeint ist.

So darf sich ja auch jeder Depp Informatiker nennen, ist aber kein Diplom Informatiker.

Deswegen frage ich ja immer wieder mal nach, wo und was einer studiert hat, damit ich einschätzen kann, ob er wissenschaftlich studiert hat oder ob er eine verschultes Studium gemacht hat.

OK. Ich darf mich also laut meiner Abschlussurkunde Ingenieur nennen. Die Tatsache, dass bei mir kein Dipl. davor, sondern ein B.Eng. dahinter macht mich zum Depp. Interessant.

Es wird dich überraschen, aber ich kenne auch Deppen mit wissenschaftlichen Hochschulabschluss. Ärgerlich wird es, wenn man mit FH-Abschluss deren Arbeit mitmachen muss. (Muss man nicht, ich weiß Spid. :) )
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 07.07.2020 13:17
OK. Ich darf mich also laut meiner Abschlussurkunde Ingenieur nennen. Die Tatsache, dass bei mir kein Dipl. davor, sondern ein B.Eng. dahinter macht mich zum Depp. Interessant.

Es wird dich überraschen, aber ich kenne auch Deppen mit wissenschaftlichen Hochschulabschluss. Ärgerlich wird es, wenn man mit FH-Abschluss deren Arbeit mitmachen muss. (Muss man nicht, ich weiß Spid. :) )
Da hast du mich missverstanden und ich will deinen Abschluss nicht abwerten.

Auch ohne Abschlussurkunde darf man sich Informatiker nennen, darauf bezog sich mein Satz.
Das heißt auch du (der sicherlich kein Depp ist) darf sich Informatiker nennen.
Ich darf mich jedoch nicht Ingenieur nenne, auch wenn ich ein Depp wäre  ;D
Dazu muss man eben die entsprechende Urkunde haben.
(Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, ob sich ein Dr.-Ing. Ingenieur nennen darf?)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 07.07.2020 13:19
Aber jeder Depp kann sich als "Markler" bezeichnen. Damit ist aber noch längst nicht jeder Markler ein Depp.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 07.07.2020 13:34

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     

Wenn das der einzige Unterschied war, dann gehe ich davon aus, dass dein Bachelor 240 ECTS besitzt und nicht 180 ECTS?

Es waren 180. 30 pro Semester soweit ich mich erinnern kann. Keine Ahnung ob es das ECTS damals auch parallel beim Diplom noch gab. Ändert auch nichts an meinen Erfahrungen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 07.07.2020 13:37
OK. Ich darf mich also laut meiner Abschlussurkunde Ingenieur nennen. Die Tatsache, dass bei mir kein Dipl. davor, sondern ein B.Eng. dahinter macht mich zum Depp. Interessant.

Es wird dich überraschen, aber ich kenne auch Deppen mit wissenschaftlichen Hochschulabschluss. Ärgerlich wird es, wenn man mit FH-Abschluss deren Arbeit mitmachen muss. (Muss man nicht, ich weiß Spid. :) )
Da hast du mich missverstanden und ich will deinen Abschluss nicht abwerten.

Auch ohne Abschlussurkunde darf man sich Informatiker nennen, darauf bezog sich mein Satz.
Das heißt auch du (der sicherlich kein Depp ist) darf sich Informatiker nennen.
Ich darf mich jedoch nicht Ingenieur nenne, auch wenn ich ein Depp wäre  ;D
Dazu muss man eben die entsprechende Urkunde haben.
(Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, ob sich ein Dr.-Ing. Ingenieur nennen darf?)

Bei uns gab es auch ein Semester Informatik. Die Klausur war gar nicht ohne. Wie war das noch? "Hallo Welt"? Und ne Ampel haben wir glaube ich programmiert.
Hab ich mich jetzt als Depp geoutet? :))
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 07.07.2020 14:00
Warum? Bezeichnest du dich jetzt als "Informatiker"? Aber selbst wenn...nicht jeder Informatiker ist in Depp. Es kann sich aber jeder Depp als Informatiker bezeichnen. ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: shenja am 08.07.2020 07:39
Was genau hat das jetzt alles mit einer Diskussion zur Tarifrunde zu tun?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 08.07.2020 07:49
Dir ist möglicherweise das Konzept der Entgeltgruppen nicht bekannt. Mittels der Tätigkeitsmerkmale werden TB anhand ihrer auszuübenden Tätigkeit und ggfs. Voraussetzungen in der Person einer Entgeltgruppe zugewiesen. Man nennt das "Eingruppierung". Die TVP weisen u.a. durch Tätigkeitsmerkmale mit einem bestimmten Abschluß (Hochschule, Weiterbildung) und einer entsprechenden Tätigkeit diesen einen gewissen Wert zu. Hier wird über den Wert dieser Abschlüsse diskutiert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Philipp am 08.07.2020 09:08
Dir ist möglicherweise das Konzept dieses Diskussionsfadens nicht bekannt.
Es geht hier um Diskussionen zur aktuellen Tarifrunde, und nicht allgemeine Begriffsbestimmungen und Erklärungen zum Konstrukt "Tarifvertrag"
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Spid am 08.07.2020 09:15
Dann lege doch mal dezidiert dar, wo es um „allgemeine Begriffsbestimmungen und Erklärungen zum Konstrukt ,Tarifvertrag’“ginge, zumal derlei ja immer noch einen hinreichenden Bezug zur Tarifrunde hätte - im Gegensatz zum Rumgeheule über eine angebliche Themenabweichung.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Exekutor am 08.07.2020 09:38
OK. Ich darf mich also laut meiner Abschlussurkunde Ingenieur nennen. Die Tatsache, dass bei mir kein Dipl. davor, sondern ein B.Eng. dahinter macht mich zum Depp. Interessant.

Es wird dich überraschen, aber ich kenne auch Deppen mit wissenschaftlichen Hochschulabschluss. Ärgerlich wird es, wenn man mit FH-Abschluss deren Arbeit mitmachen muss. (Muss man nicht, ich weiß Spid. :) )
Da hast du mich missverstanden und ich will deinen Abschluss nicht abwerten.

Auch ohne Abschlussurkunde darf man sich Informatiker nennen, darauf bezog sich mein Satz.
Das heißt auch du (der sicherlich kein Depp ist) darf sich Informatiker nennen.
Ich darf mich jedoch nicht Ingenieur nenne, auch wenn ich ein Depp wäre  ;D
Dazu muss man eben die entsprechende Urkunde haben.
(Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, ob sich ein Dr.-Ing. Ingenieur nennen darf?)

Bei uns gab es auch ein Semester Informatik. Die Klausur war gar nicht ohne. Wie war das noch? "Hallo Welt"? Und ne Ampel haben wir glaube ich programmiert.
Hab ich mich jetzt als Depp geoutet? :))

Cool. Eine Ampel habe ich 1993 schon mit einer Siemens S7 programmiert. Darf ich mich jetzt nach heutigem Standard Informatiker nennen und weil ich jetzt gesuchte Fachkraft binn eine B5 aushandeln ;°°)))
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: was_guckst_du am 08.07.2020 09:44
...ich habe seinerzeit auf einem der ersten Schulcomputer die Mondlandung mit der Mondlandefähre "Eagle" simuliert...bin aber zu hart aufgeschlagen 8)

...fühlte mich trotzdem wie ein Pionier und Astronaut... ;D

...ich habe dann auch nicht "the Eagle is landed" gemeldet sondern "Houston, we have a problem" ;)
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2020 09:55
Cool. Eine Ampel habe ich 1993 schon mit einer Siemens S7 programmiert. Darf ich mich jetzt nach heutigem Standard Informatiker nennen und weil ich jetzt gesuchte Fachkraft binn eine B5 aushandeln ;°°)))
Klar darfst du dich Informatiker nennen, auch ohne das du je irgendwas programmiert hättest.
Um eine B5 auszuhandeln bedarf es aber leider mehr, als sich irgendwie zu nennen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.07.2020 10:10
Warum? Bezeichnest du dich jetzt als "Informatiker"? Aber selbst wenn...nicht jeder Informatiker ist in Depp. Es kann sich aber jeder Depp als Informatiker bezeichnen. ;)

Ich kenne meine Stärken ganz gut. Informatik gehört ganz sicher nicht dazu.  :D
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 08.07.2020 11:38
Unser Informatikunterricht in den frühen 90er Jahren bestand aus MS-Works, DOS 3.1 , Bälle aus den Mäusen klauen(sic!) und Netzwerk kapern um DOOM zu spielen. Herrliche Zeiten.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Yasper am 08.07.2020 11:38
Ich wußte gar nicht, dass bei Diplomstudiengängen damals schon ECTS angegeben waren. Ist das denn so?
@Yasper: Wo steht denn, dass ein Bachelorstudiengang automatisch 180 ECTS hat? Gerade im Wirtschaftsbereich haben die Bachelor häufig im Standard 210 ECTS...
Vor Bologna gab es natürlich keine ECTS, jedoch kann man sich bei einem Diplom (FH) einen nachträglichen Nachweis über ECTS Punkte anfertigen lassen (Wird z.B. gebraucht um sich für einen nachträglichen Masterstudiengang Leistungen anerkennen zu lassen). Dort wird soweit mir bekannt der Diplom (FH) regelmäßig (mir ist zumindest noch kein anderes Ergebnis bekannt) mit 240 ECTS bewertet.

180 bis 210 ECTS sind nicht 240 ECTS. Meiner Meinung nach unterscheiden sich die beiden in Rede stehenden Abschlüsse somit quantitaiv voneinander. Damit möchte ich nicht sagen, dass der Abschluss schlechter ist. Ich kann nur dieses lamentiren nicht mehr hören, wir haben in 6 Semestern genauso viel wie früher in 8 Semestern geleistet... Bullshit...


Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.07.2020 12:21
Ich wußte gar nicht, dass bei Diplomstudiengängen damals schon ECTS angegeben waren. Ist das denn so?
@Yasper: Wo steht denn, dass ein Bachelorstudiengang automatisch 180 ECTS hat? Gerade im Wirtschaftsbereich haben die Bachelor häufig im Standard 210 ECTS...
Vor Bologna gab es natürlich keine ECTS, jedoch kann man sich bei einem Diplom (FH) einen nachträglichen Nachweis über ECTS Punkte anfertigen lassen (Wird z.B. gebraucht um sich für einen nachträglichen Masterstudiengang Leistungen anerkennen zu lassen). Dort wird soweit mir bekannt der Diplom (FH) regelmäßig (mir ist zumindest noch kein anderes Ergebnis bekannt) mit 240 ECTS bewertet.

180 bis 210 ECTS sind nicht 240 ECTS. Meiner Meinung nach unterscheiden sich die beiden in Rede stehenden Abschlüsse somit quantitaiv voneinander. Damit möchte ich nicht sagen, dass der Abschluss schlechter ist. Ich kann nur dieses lamentiren nicht mehr hören, wir haben in 6 Semestern genauso viel wie früher in 8 Semestern geleistet... Bullshit...

Stimmt. Die Tatsache, dass wir bei gleichem Inhalt pro Fach 2 Klausuren schreiben und bestehen mussten im Gegensatz zu den Diplomstudenten, deutet eher darauf hin, dass wir mehr leisten mussten. 
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2020 12:34
Stimmt. Die Tatsache, dass wir bei gleichem Inhalt pro Fach 2 Klausuren schreiben und bestehen mussten im Gegensatz zu den Diplomstudenten, deutet eher darauf hin, dass wir mehr leisten mussten.
Kommt auf die Inhalte an.
In 2x 2h je 10 Aufgaben ist genauso gelsitet wie in 4h diese 20 Aufgaben zu lösen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Schokobon am 08.07.2020 13:00
Ist es die Leistung echte Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlangen oder die Erlangung in irgendwelchen ausgedachten Aufgaben nachzuweisen?
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Keeper83 am 08.07.2020 13:08
Stimmt. Die Tatsache, dass wir bei gleichem Inhalt pro Fach 2 Klausuren schreiben und bestehen mussten im Gegensatz zu den Diplomstudenten, deutet eher darauf hin, dass wir mehr leisten mussten.
Kommt auf die Inhalte an.
In 2x 2h je 10 Aufgaben ist genauso gelsitet wie in 4h diese 20 Aufgaben zu lösen.

Korrekt. wenn wir jetzt ins Detail gehen wollen folgende Argumente von mir. 2 x Prüfungsvorbereitung. 2x die Möglichkeit durchzufallen. Terminstress bei Nichtbestehen einer Klausur und somit nötiger 2. oder 3. Versuch. 2x Anreise zur Klausur. 2x Anmeldung zur Klausur. 2x Prüfungsvorleistung erbringen. etc, etc. Ich hatte geschrieben, dass der Inhalt gleich war, aber halt auf 2 Klausuren aufgeteilt. Ich halte das für Mehraufwand als pro Fach alles in einer Klausur abzufragen.   
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Otto1 am 08.07.2020 13:23
In der verschiedenen Unterforen lese ich häufig von fehlenden Akademikern im öD. Ich muss dann immer an den Achter denken....

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiD6567grjqAhWCxqQKHdWpC0kQFjAAegQIBhAB&url=https%3A%2F%2Fwww.programmwechsel.de%2Flustig%2Fberater%2Fwettrudern-deutschland-japan.html&usg=AOvVaw2puTwy8o3NIvEq6dzK43oV

Dumm nur das die Ingenieure Akademiker und gleichzeitig die Ruderer sind. Der öD beschäftigt eigentlich keine Maurer...
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 08.07.2020 13:24
Ich halte das für Mehraufwand als pro Fach alles in einer Klausur abzufragen.   
Ja, kann man so sehen, dass das ein Mehraufwand ist.
Heißt aber nicht automatisch, dass man mehr geleistet hat.

Dem einen wird es mehr gefallen 2 Prüfungen zu machen, dem anderen nicht.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Warumdendas am 08.07.2020 14:07

Dumm nur das die Ingenieure Akademiker und gleichzeitig die Ruderer sind. Der öD beschäftigt eigentlich keine Maurer...

sind Unikliniken öD? da gibt es in FM auch Maurer, Tischler....und viele weitere Handwerker.
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Beitrag von: AndreasG am 08.07.2020 14:08
Unikliniken sind ÖD und fallen unter den TVL
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Beitrag von: Spid am 08.07.2020 14:15
Es gibt auch Unikliniken, die in privater Rechtsform organisiert sind und dementsprechend nicht zum öD gehören.
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Beitrag von: Warumdendas am 08.07.2020 14:20
Obwohl es nicht ausformuliert ist war die Frage ob es Maurer im öD gibt. die Quantität der öD geführten Uni Kliniken ist nicht relevant. 
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Beitrag von: Spid am 08.07.2020 14:28
Was absolut nichts daran ändert, daß die Antwort, Unikliniken seien öD, in dieser Pauschalität schlicht falsch ist. Die Aussage zum Tarifvertrag ebenso.
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Beitrag von: citar0 am 09.07.2020 17:27
Selbstverständlich gibt es Maurer im öD. Allein bei uns im Bauhof zwei. Schreiner und Schlosser natürlich auch.
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Beitrag von: Otto1 am 09.07.2020 22:49
Selbstverständlich gibt es Maurer im öD. Allein bei uns im Bauhof zwei. Schreiner und Schlosser natürlich auch.

Ich wollte darauf hinaus, dass die Aussage „Akademiker sind immer Führungskräfte“ Quatsch ist... in einer Baubehörde ist das kleinste Rad neben einigen Technikern/Zeichnern in der Regel der Bauingenieur (und somit der Indianer).
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Beitrag von: Novus am 09.07.2020 23:28
Also hier ist der Chef unserer "Baubehörde" ein Bauingenieur :D 
Übrigens E15
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Beitrag von: Keeper83 am 10.07.2020 09:10
Also hier ist der Chef unserer "Baubehörde" ein Bauingenieur :D 
Übrigens E15

Guck, das ist bei Uns der Chef der Tiefbauer. Oberboss dürfte mittlerweile wenigstens bei B 2 liegen. Wahlbeamter.
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Beitrag von: Warumdendas am 10.07.2020 09:56
Selbstverständlich gibt es Maurer im öD. Allein bei uns im Bauhof zwei. Schreiner und Schlosser natürlich auch.

Ich wollte darauf hinaus, dass die Aussage „Akademiker sind immer Führungskräfte“ Quatsch ist... in einer Baubehörde ist das kleinste Rad neben einigen Technikern/Zeichnern in der Regel der Bauingenieur (und somit der Indianer).

Ich habe nicht behauptet das Akademiker Führungskräfte sind. Sondern dass Arbeit nicht besser und schneller wird je mehr Akademiker ich beschäftige. Dazu schrieb Otto1:


Dumm nur das die Ingenieure Akademiker und gleichzeitig die Ruderer sind. Der öD beschäftigt eigentlich keine Maurer...

Daher meine Frage nach den Uni Kliniken, da ich weiß dass dort Handwerker und Akademiker beschäftigt sind.

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Beitrag von: Otto1 am 10.07.2020 10:04
Selbstverständlich gibt es Maurer im öD. Allein bei uns im Bauhof zwei. Schreiner und Schlosser natürlich auch.

Ich wollte darauf hinaus, dass die Aussage „Akademiker sind immer Führungskräfte“ Quatsch ist... in einer Baubehörde ist das kleinste Rad neben einigen Technikern/Zeichnern in der Regel der Bauingenieur (und somit der Indianer).

Ich habe nicht behauptet das Akademiker Führungskräfte sind. Sondern dass Arbeit nicht besser und schneller wird je mehr Akademiker ich beschäftige. Dazu schrieb Otto1:


Dumm nur das die Ingenieure Akademiker und gleichzeitig die Ruderer sind. Der öD beschäftigt eigentlich keine Maurer...

Daher meine Frage nach den Uni Kliniken, da ich weiß dass dort Handwerker und Akademiker beschäftigt sind.

Selbstverständlich kann man mit mehr Ingenieuren mehr Projekte bearbeiten.
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Beitrag von: Britta2 am 10.07.2020 10:22
Leute, hört doch bitte mit dem "meiner ist grösser und ich bin wichtiger als du" auf.
Die wichtigsten Leute sind doch eh Hausmeister und noch schlimmer Pförtner. Zuerst muss man an denen vorbei. Sicher nicht nur bei uns. Legt Euch nie mit denen an oder man vereut es irgendwann.

Zurück zum Thema. Gestern wieder überall zu lesen:  Arbeitnehmer sollen sich ab jetzt dringend mit Lohnforderungen zurück halten. Nicht nur wir. Aber wir müssen ja Vorbild sein. Na dann ...
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Beitrag von: Stonie am 10.07.2020 10:32
Wir wollten uns ja zurückhalten und abwarten.
Das wollten die kommunalen Arbeitgeber nicht. Dann müssen sie halt mit den Folgen klar kommen....
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Beitrag von: Warumdendas am 10.07.2020 10:34


Selbstverständlich kann man mit mehr Ingenieuren mehr Projekte bearbeiten.

2 Architekten und 6 Bauingenieure sind schneller mit der Wand fertig als 1 Architekt und 1 Ingenieur mit  6 Maurern?
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Beitrag von: armerknecht am 10.07.2020 10:36

Zurück zum Thema. Gestern wieder überall zu lesen:  Arbeitnehmer sollen sich ab jetzt dringend mit Lohnforderungen zurück halten. Nicht nur wir. Aber wir müssen ja Vorbild sein. Na dann ...

Na klar sollen sie das, was auch sonst.
Balkonklatscher und Danksagungen langen vermutlich.
Mal den naechsten Einkauf mit einem klatschen bezahlen ob das klappt.
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Beitrag von: Kaiser80 am 10.07.2020 10:52

Zurück zum Thema. Gestern wieder überall zu lesen:  Arbeitnehmer sollen sich ab jetzt dringend mit Lohnforderungen zurück halten. Nicht nur wir. Aber wir müssen ja Vorbild sein. Na dann ...

Herbst 2018:

"Die Unternehmen in Deutschland investieren seit der Finanzkrise viel weniger als vorher - trotz guter Auftragslage und extrem niedriger Zinsen. Stattdessen sammeln sie immer dickere Finanzpolster an, so haben es kürzlich die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten dargelegt.
Hält dieser Trend an, wird die Produktivität weiter stagnieren. Entsprechend wenig gibt es auf Dauer zu verteilen.

Was genau die Unternehmen vom Investieren abhält, ist eine bislang unbeantwortete Frage. Dass sich dies ändert, daran haben nicht nur die Beschäftigten ein Interesse, sondern diese Gesellschaft insgesamt: Langfristig können Einkommen nicht schneller steigen als die Produktionsmöglichkeiten."

Corona 2020:

„Die Coronakrise wirkt wie ein harter Produktivitätsschock. In den vergangenen Jahren hatten sich die Löhne und Gehälter ohnehin schon von der Produktivität entkoppelt. Um diese Kluft wieder zu schließen, kann es kurz- und mittelfristig nicht so üppig weitergehen wie vor der Krise.“

Wie schnell es gehen kann mit dem kleinen bösen Virus...
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Beitrag von: Bastel am 10.07.2020 11:25


Selbstverständlich kann man mit mehr Ingenieuren mehr Projekte bearbeiten.

2 Architekten und 6 Bauingenieure sind schneller mit der Wand fertig als 1 Architekt und 1 Ingenieur mit  6 Maurern?

Es geht im ÖD nicht um den Bau irgendwelcher Wände. Die werden vom ÖD höchstens geplant und oftmals nur genehmigt oder halt nicht. Die Ingenieure sind die techn. Sachbearbeiter analog zu den Maurern auf der Baustelle. Aber das ist vermutlich zu viel für deinen Intellekt.
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Beitrag von: Warumdendas am 10.07.2020 11:51
Intelligente Menschen schauen sich den Verlauf an um zu erkennen was die Fragestellung ist. Da hast du grundlegend versagt.
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Beitrag von: WasDennNun am 10.07.2020 13:11

Zurück zum Thema. Gestern wieder überall zu lesen:  Arbeitnehmer sollen sich ab jetzt dringend mit Lohnforderungen zurück halten. Nicht nur wir. Aber wir müssen ja Vorbild sein. Na dann ...

Herbst 2018:

"Die Unternehmen in Deutschland investieren seit der Finanzkrise viel weniger als vorher - trotz guter Auftragslage und extrem niedriger Zinsen. Stattdessen sammeln sie immer dickere Finanzpolster an, so haben es kürzlich die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten dargelegt.
Hält dieser Trend an, wird die Produktivität weiter stagnieren. Entsprechend wenig gibt es auf Dauer zu verteilen.

Was genau die Unternehmen vom Investieren abhält, ist eine bislang unbeantwortete Frage. Dass sich dies ändert, daran haben nicht nur die Beschäftigten ein Interesse, sondern diese Gesellschaft insgesamt: Langfristig können Einkommen nicht schneller steigen als die Produktionsmöglichkeiten."

Corona 2020:

„Die Coronakrise wirkt wie ein harter Produktivitätsschock. In den vergangenen Jahren hatten sich die Löhne und Gehälter ohnehin schon von der Produktivität entkoppelt. Um diese Kluft wieder zu schließen, kann es kurz- und mittelfristig nicht so üppig weitergehen wie vor der Krise.“

Wie schnell es gehen kann mit dem kleinen bösen Virus...
Hat einer sich mal angeschaut wie die Lohnsteigerungen der Führungsebene sich von der Produktivität abgekoppelt haben  :o
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Beitrag von: Britta2 am 11.07.2020 15:54
Hat einer sich mal angeschaut wie die Lohnsteigerungen der Führungsebene sich von der Produktivität abgekoppelt haben (Zitat Ende)

Was in unserem Hause (übersetzt) heißt:
Während ganz wenige Leute (Führungsebene) immer effektiver und erfolgreicher arbeiten (dh täglich 25 Stunden plus Verzicht auf Urlaub und Feiertage), ist die Masse der Belgschaft faul und überbezahlt.
Hab vor paar Jahren spontan die oberste Chefin mit meinem Auto zum Flughafen gefahren, weil sie über das zu spät kommende Taxi tobte. Beim Aussteigen kam kein Dank sondern "schickes Auto, so gut bezahle ich meine Angestellten".
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Beitrag von: Otto1 am 12.07.2020 21:20
Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat im ZDF-Sommerinterview gefordert, dass es für die „Corona-den-Laden-am-laufen-Halter“ nicht nur Beifall sondern auch finanzielle Wertschätzung geben sollte. Ist zwar total egal was der Kerl sagt, aber wenn das der oberste Bürger im Staat so sieht, so ist die Forderung von Verdi und der dbb wohl zumindest salonfähig. Vielleicht kommt man ja doch mal aus dem Knick...  ;)
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Beitrag von: Brownyy am 12.07.2020 23:14
Es wird nichts geben. Nicht ein mal Inflationsausgleich.
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Beitrag von: Romsen am 13.07.2020 10:48
Es wird nichts geben. Nicht ein mal Inflationsausgleich.

Warum?
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Beitrag von: Alien1973 am 13.07.2020 12:53
Sagt sein Bauchgefühl. Alternativ hat er in die Glaskugel geschaut oder Blei gegossen.... ;)

Denke jedoch auch, dass mehr wie der Inflationsausgleich nicht rum kommen wird. Sprich irgend was von unter 2% wird's geben. Juli 19 waren es 1,7 %, Juli 20 sind es 0,9 %, dazwischen ging es rauf und runter, tiefster Wert war Mai 20 mit 0,6 % (Quelle: Statista.de). Dann sollte es allerdings lediglich 12 Monate Laufzeit geben und dann neue Verhandlungen. So ein niedriger Abschluss und dann gleich wieder mal für 30 Monate ist für die AN echt beschämend...

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Beitrag von: RisikoNRW am 13.07.2020 13:37

Der DAX steht 1.000 Punkte unterm Allzeithoch, ich verstehe daher das Problem nicht. Der Laden brummt doch weiter. Warum sollen mit Mitarbeiter im öD die Dummen sein?

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren hat schon immer gut funktioniert.
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Beitrag von: Romsen am 13.07.2020 16:08
Also die Wirtschafts Woche stimmt  seit einer Woche das Lied der "Nullrunden", für Deutschland, an

Beispiel https://www.wiwo.de/politik/deutschland/rezession-kommt-die-nullrunde-fuer-deutschland/25994874.html
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Beitrag von: Max am 13.07.2020 18:12

Der DAX steht 1.000 Punkte unterm Allzeithoch, ich verstehe daher das Problem nicht. Der Laden brummt doch weiter. Warum sollen mit Mitarbeiter im öD die Dummen sein?

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren hat schon immer gut funktioniert.
gestern Nacht die "Junge Welt" unterm Kopfkissen gehabt? 
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Beitrag von: RisikoNRW am 13.07.2020 18:28
gestern Nacht die "Junge Welt" unterm Kopfkissen gehabt?

Ich musste erst einmal ergooglen, um was für ein Werk es sich handelt und wessen Geistes Kind es ist.

Daher lautet die Antwort Nein.

Aber falls es Dich interessiert, solltest du mal sehen wo dieser Marxsche Gedanke in der Praxis unter anderem Deckmantel indirekt umgesetzt wird. Und das sind nicht die Linken.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Brownyy am 13.07.2020 18:32
Sagt sein Bauchgefühl. Alternativ hat er in die Glaskugel geschaut oder Blei gegossen.... ;)

Denke jedoch auch, dass mehr wie der Inflationsausgleich nicht rum kommen wird. Sprich irgend was von unter 2% wird's geben. Juli 19 waren es 1,7 %, Juli 20 sind es 0,9 %, dazwischen ging es rauf und runter, tiefster Wert war Mai 20 mit 0,6 % (Quelle: Statista.de). Dann sollte es allerdings lediglich 12 Monate Laufzeit geben und dann neue Verhandlungen. So ein niedriger Abschluss und dann gleich wieder mal für 30 Monate ist für die AN echt beschämend...

Es braucht weder dümmliche Polemik deinerseits noch ein Bauchgefühl um die Zeichen zu erkennen. Arbeitnehmervertreter weisen mehr als deutlich auf die klammen Haushalte hin,  die Gelder von Bazooka-Scholz verkommen im Nirvana, die Wirtschaft ist im Abschwung. In so fern bleibt es beim Klatschen und dem Inflationsausgleich.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: WasDennNun am 14.07.2020 08:16
In so fern bleibt es beim Klatschen und dem Inflationsausgleich.
Vielleicht kommen sie als Klatschdank auf die Idee die EGs der beklatschten um eine Gruppe anzuheben und dafür den Rest mit ner Null Nummer zu versehen.

Oder die Stufenlaufzeit für diese verkürzen, wäre ja auch ne lustige Idee,alle kriegen X Jahre Stufenlaufzeit geschenkt, das macht eine Lohnerhöhung von 8% sind wir nicht Toll!
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: FGL am 14.07.2020 08:29
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren hat schon immer gut funktioniert.
"Gewinne" unterliegen der Besteuerung und werden daher stets zu einem üppigen Teil sozialisiert.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: AndreasG am 14.07.2020 08:35
Bei entsprechend hohen Gewinnen gründet man einfach eine zweite Firma in einem Steuerparadies und verschiebt die Gewinne dahin.

Sozialisiert werden nur die Gewinne von Unternehmern die nicht alle Möglichkeiten der Steueroptimierung nutzen.
Titel: Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
Beitrag von: Kaiser80 am 14.07.2020 18:48
Bei entsprechend hohen Gewinnen gründet man einfach eine zweite Firma in einem Steuerparadies und verschiebt die Gewinne dahin.

Sozialisiert werden nur die Gewinne von Unternehmern die nicht alle Möglichkeiten der Steueroptimierung nutzen.

Ja sicher...

Als ob die unternehmerische Welt ausschließlich aus Steueroptimierungsunternehmen bestünde, die 20 € ausgeben um 10 € zu sparen. Komm mal in die Realität