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offene Foren => allgemeine Diskussion => Thema gestartet von: Damiane am 19.07.2020 10:34

Titel: Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 19.07.2020 10:34
Ich bin seit 1991 in einer Stadtverwaltung mit ca 20.000 Einwohnern angestellt. Von 1991-1997(eingruppiert E5) habe ich die Angestelltenprüfungen 1 und 2 erfolgreich absolviert und wurde in die Kämmerei versetzt, mit der Vergütung E6.
Von 1997-2015 habe ich in der E6 Mädchen für alles gemacht, habe mich regelmäßig weitergebildet. Eine adäquate Stellenbeschreibung wurde mir seitens der Vorgesetzten auch auf Bitten hin nicht erstellt. Immer wieder gab es Beschwerden über das Verhalten meiner sehr narzistisch veranlagten Vorgesetzten bei der Behördenleitung, auch haben Kolleginnen wegen ihr den Dienst quittiert/waren lange krank. Mich selber hatte sie zunächst nicht auf dem Kieker. Bis zu meinem 25 Jährigen Dienstjubiläum. Sie kam wie immer zu spät und hat sich gleich wieder wichtig gemacht. Da ich von Kolleginnen aus anderen Behörden, die ähnliche Tätigkeiten wie ich verrichteten wusste, dass diese in der E9 eingruppiert sind habe ich nach 25 Jahren im Jahr 2016 meinen Mut zusammengefasst und einen Antrag auf tarifgerechte Eingruppierung gestellt. Der wurde abgelehnt. Daraufhin habe ich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht kontaktiert, der die Behördenleitung angeschrieben hat. Meine Vorgesetzte wies mich an, eine Stellenbeschreibung zu erstellen. Diese wurde von ihr geprüft, geändert und unterschrieben. Im Ergebnis erhielt ich die kleine E9, später dann auf Antrag die E9b, Stufe 3 !! Damit habe ich mir den Unmut meiner Vorgesetzten
zugezogen, ihr Verhalten mir gegenüber ist seitdem äußerst feindselig, ich bin mehr als einmal heulend nach Hause gegangen. Ich habe beim Personalrat um Hilfe ersucht mit dem Ergebnis, dass mir ein eigenes Büro zugewiesen wurde. Vorher saß ich im Vorzimmer der Chefin und konnte noch nicht einmal telefonieren, ohne dass sie sich reingehangen hat. Nunmehr entzieht sie mir nach und nach Aufgaben und überträgt diese an eine Kollegin, die seit ca 2 Jahren in unserer Abteilung ist und fleißig Lehrgänge besucht, die ich schon vor 10 Jahren und länger zurück absolviert habe. Der Personalrat sagt, damit müsste ich leben, die Vorgesetzte verteilt die Aufgaben. Derzeit suche ich mir im Büro irgendwelche Arbeit, weil mir kaum noch etwas zugewiesen wird. Während der Corona-Wochen war es besonders schlimm, jeden Tag ins Büro und kaum was zu tun, während ich Zu Hause/in der Familie mehr als genug zu tun gehabt hatte. Letztes JAhr ist sie soweit gegangen, dass sie mir in Sachen LOB so wenig Punkte gab, dass ich keine Prämie erhalten habe. Auch habe ich den Eindruck, dass sie den Spieß versucht umzudrehen und mich als "Problem-Mitarbeiterin" gegenüber der Behördenleitung hinstellen will. Ich bin jetzt 52, habe meine Arbeit immer gern gemacht, habe auch mit meinen Kollegen keinen Streit oder so, sondern nur mit meiner Vorgesetzten. Wie soll ich mich nun verhalten ? Jeden Tag in meinem Büro Gesetze lesen ? Und das noch fast 15 Jahre bis zur Rente ?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 11:07
Worin genau besteht das Problem?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: clarion am 19.07.2020 11:08
Hallo besteht die Möglichkeit innerhalb der Verwaltung sich in eine andere Abteilung versetzen zu lassen?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 19.07.2020 11:23
@Spid, das Problem ist, dass ich Geld fürs Lange Weile schieben bekomme. Da sind 40 Stunden sehr lang.@Clarion, wenn, dann nur E5 oder 6. Die per Stellen hier sind rar. Bei gleicher Eingruppierung, vllt. auch eine Gruppe runter würde ich wechseln, wenn etwas frei wäre.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 11:35
Sofern auftragsmäßig derzeit weniger Arbeit anfällt, ist Leerlauf in gewissem Umfang hinzunehmen. So Du glaubst, der AG erfülle seine Beschäftigungspflicht nicht, ließe sich ein solcher ggü. dem AG durchsetzen. Mir erschließt sich der Zusammenhang zum Vorgesetzten nicht.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 19.07.2020 11:48
@Spid, Arbeit ist genug da, nur wird sie an andere Kollegen verteilt oder von der Vorgesetzten selbst erledigt, die oft bis spätabends im Büro sitzt. Vllt. kommt es nicht so richtig rüber, aber nach all den Jahren in denen ich gut zu tun hatte werde ich ausgegrenzt. Mitunter sehe ich die Vorgesetzte Wochen lang nicht, sie geht nicht ans Telefon, obwohl sie im Büro ist, hat dann keine Zeit, wimmelt mich ab usw. Schreiben von mir die sie unterschreibt liegen schon mal 5 Wochen und länger,bis sie zurück kommen. Im letzten LOB Gespräch sagte sie, ich solle kündigen, sie schreibt mir auch die beste Beurteilung. Sieht so die neue Motivation der Mitarbeiter aus ?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 12:02
Sieht für mich eher so aus, als seien der AG und Du Opfer der rigiden Kündigungsschutzregelungen in Deutschland. Aus Sicht des AG bist Du überflüssig und ungewollt, eine betriebsbedingte Kündigung erfolgt nur deshalb nicht, weil die präferierte Kollegin bei der Sozialauswahl den Kürzeren zöge. Außer einer möglichen Verletzung der Beschäftigungspflicht sehe ich aber kein Problem.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 19.07.2020 12:12
@Spid, genau der Kündigungsschutz scheint es zu sein, dass man Mitarbeiter, die Jahrzehnte nachweislich gute Arbeit gemacht haben und es weiter tun wollen, nicht einfach feuern kann. Wieviele  Dienstjahre hast Du denn schon absolviert ? Woher kommt Deine Weisheit ? 
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 12:18
Ich sammle keine Dienstjahre. Meine weisen Einsichten speisen sich aus meinem überlegenen Intellekt gepaart mit den Erfahrungen, mich im genannten Rechtsrahmen des ganzen toten Holzes, das mein Vorgänger hinterlassen hat, entledigen zu müssen.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 19.07.2020 12:21
@ Damiane
Nicht wundern das Spid deine Probleme nicht sieht, dazu ist er leider nicht befähigt aufgrund seiner eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit.

Dein Dilemma hast du ja gut erkannt und du kannst da nur drei Dinge tun:
* Dein AG verklagen, dass du Arbeit zugeteilt bekommst, weil er seiner Beschäftigungspflicht nicht nachkommt.
* Dir ein dickes Fell zulegen und grinsend Guten Morgen und Guten Abend deiner Cheffin wünschen, und dich zynisch zu bedanken, dass sie dir so wenig Arbeit zuteilt und ihr noch einen schönen Abend im Büro wünschen. Und auch an anderen Stellen diese Situation transparent und objektiv kommunizieren, so dass sich die Cheffin ggfls. den Unmut anderer zuzieht.
* Wechseln (Das ist ja das, was deine Cheffin will)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 19.07.2020 12:39
@WasDennNun, Danke. Ich habe den Thread eröffnet, um es mir ein wenig von der Seele zu schreiben. Und vllt.gibt es ja den einen oder anderen, der ähnliches erlebt hat.  Den Personalrat habe ich teilweise mit im Boot, das nächste LOB -Gespräch mache ich nur im Beisein eines Mitglieds vom Personalrat. Und dann schaue ich halt, was in den nächsten Jahren frei wird hier. Vllt. passiert ja auch ein Wunder und bei der nächsten Bürgermeisterwahl /dem Wechsel an der Behördenspitze ändert sich das Klima hier wieder.
@Spid, woher hast Du Deine  (theoretischen)   Erfahrungen ?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: RsQ am 19.07.2020 12:45
Wäre die Situation nicht ideal, um sich extern wegzubewerben? Wenn dich die Vorgesetzte loswerden will, dürfte doch auch einer schnellen Wechselmöglichkeit nichts im Wege stehen. Und auch Vorstellungsgespräche sollten flexibel machbar sein?

Auch wenn man im Recht sein mag: Bevor man sich diesen emotionalen Stress antut, wäre es vielleicht auch eine Chance, woanders nochmal was Neues zu machen. 17 Jahre bis zur Rente sind ja noch ausreichend Zeit ...
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 13:00
Meine Wahrnehmungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt, sie ist fokussiert und ignoriert deshalb eingebildete Probleme. Ein Dilemma ist nicht zu erkennen. Wäre es auch nicht, wenn man eingebildete Probleme berücksichtigte.

Erfahrungen können nicht theoretischer Natur sein. Meine hier relevanten Erfahrungen entstammen meiner beruflichen Tätigkeit.

Was ist „emotionaler Stress“?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Tagelöhner am 19.07.2020 13:04
Da ggf. empfundener Stress durch derartiges Vorgesetztenverhalten vor allem auch etwas hoch individuelles ist, würde ich zunächst einmal daran arbeiten.

Erledige die Dir übertragenen Aufgaben ordentlich und freue Dich über die übrige eigentlich stressfreie Zeit. Falls Du tatsächlich mehr Aufgaben übernehmen kannst, weise Deine Vorgesetzte schriftlich daraufhin und frage doch mal freundlich bei den Kolleginnen und Kollegen ob Du unterstützen kannst, sofern die Vorgesetzte Dich lässt. In der Regel hat man dann zügig Unterstützer im Kollegenkreis.

Alternativ würde ich mich im Büro dann privaten Erledigungen widmen oder selber fortbilden, sofern das ohne weiteres möglich ist.

Viele Grüße und behalte den längeren Atem.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 19.07.2020 13:10
Meine Wahrnehmungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt,
[...]
Was ist „emotionaler Stress“?
;D ;D ;D süß.

@Damiane

Wie Tagelöhne schreibt, versuche das Beste in der Situation zusehen. Am Ende ist es "selbst"gemachter Stress dem man da unterliegt.
Ansonsten kannst u.a. während der Bürozeit dich mit Online Weiterbildungskursen beschäftigen, aber so, dass dir die Cheffin nicht an den Karren fahren kann.
Und kommunizieren überall offen, dass du mehr leisten kannst und willst, aber die Cheffin dich nicht lässt.

Parallel hast du ja alle Zeit der Welt einen anderen Job deiner Wahl zu suchen.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 19.07.2020 13:22
@RsQ,ich schaue mir schon die Stellenanzeigen anderer Gemeinden an. Auch die vom Landratsamt, einmal hatte ich sogar schon ein Vorstellungsgespräch. Bin aber noch hin und hergerissen, alles Vertraute hinter mir zu lassen .

@WasDennNun und Tagelöhner, ich habe mein eigenes Büro seit etwas über einem Jahr und versuche nun, mich damit zu arrangieren, auch mal nebenher ein spannendes Buch zu lesen, wohlwissend,  dass es nicht richtig ist. Der Tag muss ja  rumgehen irgendwie. Versuche halt das beste aus meiner Situation zu machen. Von daher hatdas Büro schon seine Vorteile.

Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 13:26
Inwiefern soll denn nun ein Dilemma vorliegen? Und was soll denn nun „emotionaler Stress“ sein? Wieder so ein eingebildetes Problem? Oder die Unfähigkeit Einzelner, ihre Gefühlchen daheim zu lassen, wo sie hingehören?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: CmdrMichael am 19.07.2020 20:43
@Spid
Auch als Führungskraft hat man die Pflicht sich regelmäßig fortzubilden. Ich empfehle mal eine Fortbildung im Bereich Führung, z.B. Konfliktmanagement.
Konflikte gibt es nicht nur auf der Sach-, sondern auch auf der Beziehungs-Ebene. Auch wenn sachlich kein Konflikt da ist, kann durch den Beziehungskonflikt eine unerträgliche Arbeitssituation entstehen. Das ist hier wohl mit emotionalem Stress gemeint. Nachdem man 25 Jahre (nach Selbsteinschätzung) gute Arbeit gemacht und fast 25 dafür nicht Status-gerecht entlohnt wurde, hat man nun, nachdem man dies hat anwaltlich korrigieren lassen, und mehr als 3(!) Stufen besser bezahlt wird, auf einmal einen Konflikt mit der direkten Chefin. Diese scheint nun die Mitarbeiterin zu ignorieren und ihr keine/kaum Aufgaben zuzuweisen (die sie ja bisher 25 Jahre erledigt hat), obwohl es mehr als genug Arbeit zu geben scheint, wenn andere Mitarbeiter und die Chefin Überstunden machen müssen.

@Damiane:
Bei deiner aktuellen Situation mit deiner Chefin würde ich erstmal um ein Feedbackgespräch bitten (zumindest würde ich das umgekehrt als Führungskraft mit meiner Mitarbeiterin machen, falls die Situation aus dem Ruder läuft.)
Auf das Feedbackgespräch kannst du dich vorbereiten, es gibt eine Menge Material zu WWW-Feedbackgesprächen (Wahrnehmung Wirkung Wunsch), die zum 1x1 von guten Führungskräften gehören, aber auch von Mitarbeitern so ähnlich genutzt werden können. (Als Führungskraft kann der Wunsch am Ende auch eine Anweisung sein).
Wichtig ist, immer sehr konkret zu bleiben, Fakten zu nennen und nicht in Allgemeinplätze (Alarmwörter sind hier: immer, nie, ständig, ...) abzugleiten.
So in der Form (mal ganz prototypisch):
"Ich habe die letzten 3 Wochen wahrgenommen, dass Sie mir kaum Arbeit zugeteilt haben. Diese Woche waren es am Montag nur x Vorgänge, am Dienstag nur y und auch der Rest der Woche deutlich weniger als sonst. Dazu bemerke ich, dass meine Kollegin überlastet ist. Das ganz wirkt auf mich ... (als ob ich nichts kann, als Strafe für meine Stufenerhöhung, .... ->Das musst du ehrlich sagen, wie das auf dich wirkt.) Ich würde mir wünschen, wenn die Arbeit demnächst besser zwischen meiner Kollegin und mir aufgeteilt wird.

(p.s. Gerade im öffentlichen Dienst verstehe ich das Problem mit der Chefin am wenigsten. Als ob sie das Geld persönlich zahlen müsste. Bei uns wird in der Tätigkeitsbeschreibung ehrlich aufgeschrieben was der Mitarbeiter macht und wenn das dann in einer Stufe höher mündet, als die Stufe die der Mitarbeiter gerade hat, dann ist das so. Oder man will ihn nicht hochstufen und muss ihm halt nicht die höherwertigen Tätigkeiten machen lassen)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 21:17
Wer seine Emotionen nicht daheim läßt, wo sie hingehören, ist unbrauchbarer Ausschuß. Es gibt keinen Grund, einer zunehmenden Infantilisierung und Feminisierung von Arbeitsbeziehungen das Wort zu reden. Dafür ist in professionellen Arbeitsbeziehungen kein Raum. Wer zu professionellen Arbeitsbeziehungen nicht in der Lage ist, wird aussortiert und zur Eigenkündigung ermuntert. Konflikt gelöst - und nicht nur „gemanagt“.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 19.07.2020 22:02
Ich sammle keine Dienstjahre. Meine weisen Einsichten speisen sich aus meinem überlegenen Intellekt gepaart mit den Erfahrungen, mich im genannten Rechtsrahmen des ganzen toten Holzes, das mein Vorgänger hinterlassen hat, entledigen zu müssen.

„Das Problem mit dummen Menschen ist, dass sie oft zu dumm sind, selbst zu erkennen, dass sie dumm sind“

Und wem das Zitat nicht reicht: Tatsächlich hat einer meiner Doktoranden in seiner Dissertation folgendes darlegen und belegen können:
"... kann davon ausgegangen werden, dass gerade solche Probanden keinen höheren IQ-Wert als den Durchschnitt erreichten. Bei der vorliegenden Datenlage muss sogar davon ausgegangen werden, dass eben diese einen nur unterdurchschnittlichen Wert von 98-103 erreichten. Das dies in ihren jeweiligen Milieus nicht erkannt wird liegt nach der ausgewerteten Datenlage am überproportional und unverhältnismäßig hohen Selbstbewusstsein der Probanden, keinesfalls an der realen und theoretischen Leistungsfähigkeit."

Solche Personen = Menschen die Wert darauf legen dass sie besonders "intelligent" sind.

Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 22:21
Und welchen Bezug hat Deine Selbsterkenntnis zum Thema?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: BATKFMaui am 19.07.2020 22:25
An spid: "Infantilisierung und Feminisierung" dafür werden Sie nun von Hunderten Frauen- / Divers - /  "Gegen den Vater" - Beauftragten gejagt und an Ihren Testikeln aufgehängt!
Liebe Grüße!!
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 19.07.2020 22:34
Die genannten Gruppen nutzen die Erinnerung an Begegnungen mit mir üblicherweise, um ad hoc weinen zu können.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: BATKFMaui am 19.07.2020 23:13
Die genannten Gruppen nutzen die Erinnerung an Begegnungen mit mir üblicherweise, um ad hoc weinen zu können.

Sicherlich Freudentränen!!
Gruß!
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Exekutor am 20.07.2020 06:24
Worin genau besteht das Problem?

Ist dir die Fähigkeit des verstehenden Lesens abhanden gekommen?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Exekutor am 20.07.2020 06:31
Ich sammle keine Dienstjahre. Meine weisen Einsichten speisen sich aus meinem überlegenen Intellekt gepaart mit den Erfahrungen, mich im genannten Rechtsrahmen des ganzen toten Holzes, das mein Vorgänger hinterlassen hat, entledigen zu müssen.

Dass einzig tote Holz dessen man sich entledigen muss sind solche charakterlich fehlentwickelte Narzissten wie deine. Du glaubst tatsächlich die Grütze die du von dir gibst.  "Überlegener Intellekt" -  glaube ich sofort wenn ich als Referenz eine Amöbe heranziehe., wobei auch diese eine solche Beleidigung nicht verdient.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 06:39
Erzähl uns doch lieber wieder von Deinen Stereotypen. Und wo bleibt denn jetzt die relevante Rechtsprechung zur Eingruppierung von Standesbeamten, die Deine Rechtsauffassung stützen würde?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Exekutor am 20.07.2020 06:42
Ich sammle keine Dienstjahre. Meine weisen Einsichten speisen sich aus meinem überlegenen Intellekt gepaart mit den Erfahrungen, mich im genannten Rechtsrahmen des ganzen toten Holzes, das mein Vorgänger hinterlassen hat, entledigen zu müssen.

„Das Problem mit dummen Menschen ist, dass sie oft zu dumm sind, selbst zu erkennen, dass sie dumm sind“

Und wem das Zitat nicht reicht: Tatsächlich hat einer meiner Doktoranden in seiner Dissertation folgendes darlegen und belegen können:
"... kann davon ausgegangen werden, dass gerade solche Probanden keinen höheren IQ-Wert als den Durchschnitt erreichten. Bei der vorliegenden Datenlage muss sogar davon ausgegangen werden, dass eben diese einen nur unterdurchschnittlichen Wert von 98-103 erreichten. Das dies in ihren jeweiligen Milieus nicht erkannt wird liegt nach der ausgewerteten Datenlage am überproportional und unverhältnismäßig hohen Selbstbewusstsein der Probanden, keinesfalls an der realen und theoretischen Leistungsfähigkeit."

Solche Personen = Menschen die Wert darauf legen dass sie besonders "intelligent" sind.

Ich bin voll bei dir, aber bei Spid sinnlos, da er nicht die Fähigkeit zu Selbstreflektion und Selbstkritik besitzt. In seiner Welt haben grundsätzlich die anderen etwas verbockt. An Ihm würde es nie liegen. Er ist ja unfehlbar und hyperintelligent.  ::)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Exekutor am 20.07.2020 06:47
Erzähl uns doch lieber wieder von Deinen Stereotypen. Und wo bleibt denn jetzt die relevante Rechtsprechung zur Eingruppierung von Standesbeamten, die Deine Rechtsauffassung stützen würde?

Oh haben wir geruht zu erwachen. Da dein Intellekt so überragend ist, wirst du dies schon selbst schaffen. Da du aber kein ernsthaftes Interesse hat hier im Forum hilfreich zu sein, sondern lediglich deine Komplexe und deinen Frust hier auslebst wird dies nicht geschehen.
 
Die Hängepartie an den Testikeln dürfte  mangels dessen Existenz wegfallen.


Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 06:48
Erzähl uns doch lieber wieder von Deinen Stereotypen. Und wo bleibt denn jetzt die relevante Rechtsprechung zur Eingruppierung von Standesbeamten, die Deine Rechtsauffassung stützen würde?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: yamato am 20.07.2020 06:48
Zurück zum Thema
Ich würde empfehlen jeden Arbeitsvorgang den man Dir (also der TE) vorlegt zu dokumentieren und auch wie lange Du zur korrekten Abarbeitung benötigst. Dies sollte helfen egal welchen Weg Du gehst.

Im Fall, dass Du Dich damit einrichtest und die Arbeitszeit durch Fortbildung und private Lektüre (falls technisch hierfür auf jeden Fall nur eine privates Gerät nutzen) nutzt, hast Du so im Notfall einen Beweis, dass Du die zugewiesene Arbeit ordnungsgemäß erledigt hast und trotzdem noch Freiräume bleiben.

Im Fall einer von Spid beschriebenen Klage kann es zumindest als Indiz dienen, dass Dir nicht ausreichend Arbeit zugeteilt wird.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 20.07.2020 07:14
Worin genau besteht das Problem?

Ist dir die Fähigkeit des verstehenden Lesens abhanden gekommen?
Nicht wundern das Spid deine Probleme nicht sieht, dazu ist er leider nicht befähigt aufgrund seiner eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeit.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 07:27
Meine Wahrnehmungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt, sie ist fokussiert und ignoriert deshalb eingebildete Probleme.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: clarion am 20.07.2020 08:13
Hallo Damiane,

hat Deine Vorgesetzte denn auch noch eine/n übergeordnete/n Vorgesetzte/n? Würde es etwas bringen in Anwesenheit des PR mal mit ihr/ihm sprechen? Um Dir etwas zu tun zu verschaffen, kannst Du Dir auch überlegen, selbst im PR oder als Schwerbehindertenvertretung o.ä. zu arbeiten.

Wenn Du Dich wegbewirbst, hätte es erst so etwas wie eine Niederlage, aber es ist mittelfristig und langfristig vielleicht gesünder für Dich.

Dir alles Gute.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Lars73 am 20.07.2020 09:06
Warum hat ein wegbewerben etwas von einer Niederlage? Ist doch ein Sieg, wenn man für eine andere Aufgabe ausgewählt wird und aus einer Situation wegkommt mit der man unzufrieden ist.

Ob Gespräche etwas bringen können muss man halt sehen.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Pham Nuwen am 20.07.2020 10:24
Wenn Du Dich wegbewirbst, hätte es erst so etwas wie eine Niederlage, aber es ist mittelfristig und langfristig vielleicht gesünder für Dich.

Niederlage für wen? Man kann sich auch die nächsten 15 Jahre mit Romanen die Zeit vertreiben. Ob das gute(?) Gefühl es damit jemanden gezeigt zu haben auch auf der anderen Seite so rezipiert wird, darf bezweifelt werden.

Wenn jetzt so viel Arbeit an die bereits überlasteten Kollegen deligiert wird, stellt sich für mich eher die Frage, wie die Überstunden abgebaut werden sollen. Selbst wenn noch ein Viertel der ursprünglichen Aufgaben von der Threaderstellerin (TE) erledigt werden, müssten doch die anderen ruckzuck in "gelbe" und "rote" Korridore vorstoßen. Auch wenn die sich über zusätzliche Zeitausgleiche und/oder ausgezahlte Stunden freuen, gehen früher oder später an höherer Stelle die Alarmglocken an. Da wird dann genauer geschaut, wieso bei gleichen Aufgaben/Arbeitsumfang plötzlich die Stundenlage derart eskaliert und auf eine Lösung gedrungen - angenommen die ganze Bude ist nicht verpennt und mangelhaftes Führungspersonal systemimmanent.

Ansonsten sollte die TE ihre Rolle als Bittstellerin schleunigst ablegen. Über viele Jahre hat der Arbeitgeber einen guten Schnitt mit der Unterbezhalung gemacht. Da es sich wohl kaum um ein feudales Verhältnis handelt, ist die erfolgte Richtigstellung nicht mehr als eine lange überfällige Korrektur. "Mut" die eigenen Rechte und Interessen wahrzunehmen, sollte es immer geben! Von der gezeigten Treue kann sich die TE augescheinlich nichts kaufen, dieses Kapitel gilt es abzuhaken. Ruhig weiterziehen ... Wie viel schlimmer soll es denn noch werden? Ein neuer AG drückt ja bereits schon über die angemessenere Vergütung eine gewisse Wertschätzung aus.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Schmitti am 20.07.2020 10:48
...Meine Vorgesetzte wies mich an, eine Stellenbeschreibung zu erstellen. Diese wurde von ihr geprüft, geändert und unterschrieben. Im Ergebnis erhielt ich die kleine E9, später dann auf Antrag die E9b, Stufe 3 !! Damit habe ich mir den Unmut meiner Vorgesetzten zugezogen
...
habe ich den Eindruck, dass sie den Spieß versucht umzudrehen und mich als "Problem-Mitarbeiterin" gegenüber der Behördenleitung hinstellen will...
Der Unmut der Vorgesetzten beruht auf einer Stellenbeschreibung, die von ihr selbst geändert wurde, und daraufhin (oder trotzdem?) zu einem für dich positiven Ergebnis führte?
Ist die Vorgesetzte überhaupt als AG zu sehen? Wie wurde die offenkundig darüber stehende Behördenleitung bislang überhaupt involviert?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 20.07.2020 11:27
Und welchen Bezug hat Deine Selbsterkenntnis zum Thema?

Wenn es mich nach einer solchen verlangt umarme ich meine Kinder; trinke zu meinem Chateaubriand auf der Terasse ein Gläschen besonderen Wein oder lese in den Dankesbriefen meiner ehem. Mitarbeiter.
Ich könnte natürlich auch vor der Wand wo mein Staatsexamen, der Bachelor, Magister und meine Dissertation hängen eine Kerze anzünden, oder meine Pensionsansprüche durchgehen, aber das wäre mir persönlich jetzt zu platt...

Selbstüberhöhung ist in seinen Ursachen meist in der Kindheit zu suchen - Selbsterhöhung eher in den Anlagen der Bindungsstruktur - aber das muss jeder selbst wissen wie er damit umgehen will.

Dein Sachverstand ist sicher brilliant - gerade deswegen bedarf es keines Hinweises darauf, ein solcher schmälert lediglich den dahinterstehenden  Intellekt - im übrigen hätte ich nie erwartet, dass du einen Philosophischen Begriff wählst um deine theoretische Geistige Leistungsfähigkeit zu deklarieren, ich bin positiv überrascht.


Zum Thema:
Ich würde den Job wechseln,  einfach um meine psychische Gesundheit nicht zu gefährden. Wenn die Dame des Anstoßes kurz vor der Rente steht würde ich es einfach ertragen.
Ansonsten: Bürgermeister oder Landrat ansprechen.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 11:37
Ich habe lediglich eine Frage der TE beantwortet.
Woher kommt Deine Weisheit ?
Sie bedurfte mithin des Hinweises. Davon ab ist die Philosophie doch die Urwissenschaft, der nicht nur alle wissenschaftlichen Disziplinen ursprünglich entstammen, sondern die auch die geistige Heimat der Logik ist.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 20.07.2020 11:49
Ansonsten: Bürgermeister oder Landrat ansprechen.
und die Kollegen mit ins Boot nehmen, denn die "Leiden" ja ggfls. unter einer unnötigen höheren Arbeitsbelastung
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: CmdrMichael am 20.07.2020 13:04
Wer seine Emotionen nicht daheim läßt, wo sie hingehören, ist unbrauchbarer Ausschuß. Es gibt keinen Grund, einer zunehmenden Infantilisierung und Feminisierung von Arbeitsbeziehungen das Wort zu reden. Dafür ist in professionellen Arbeitsbeziehungen kein Raum. Wer zu professionellen Arbeitsbeziehungen nicht in der Lage ist, wird aussortiert und zur Eigenkündigung ermuntert. Konflikt gelöst - und nicht nur „gemanagt“.
Das was du als "Infantilisierung und Feminisierung von Arbeitsbeziehungen" bezeichnet gehört bereits seit Jahrzehnten zu einer professionellen Führungskultur. Das ist doch nichts neues und auch keine Verweichlichung. Als Chef will ich, dass die Arbeit möglichst gut erledigt wird. Dazu trägt ein möglichst gutes Arbeitsklima bei. Wird das Arbeitsklima vergiftet, stört das die Arbeit und auch die (psychische) Gesundheit der Mitarbeiter (mglw. Krankmeldung, Depression, Burnout). Da habe ich als Chef die Pflicht einzuschreiten. Und die Lösung ist vermutlich nicht, die Mitarbeitern die unter der Situation leidet einfach zurecht zu weisen.
Ich habe als Chef 41 Stunden die Woche Kontakt mit meinen Mitarbeitern, da kann man die Beziehungsebene gar nicht weglassen.
Nicht umsonst hat unsere Behörde seit ein paar Jahren verpflichtende Fortbildungen für Führungskräfte, die auch für die älteren FK verpflichtend sind. Da kam es nämlich bei einigen zu Konflikten mit den vielen neuen jungen Mitarbeitern, die wir eingestellt haben.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 13:17
Nein, was ich als Infantilisierung und Feminisierung bezeichne, steht einer professionellen Führungskultur im Wege. Wer seine Gefühlchen nicht zu Hause läßt, wo sie hingehören, ist in einem professionellen Umfeld schlicht unbrauchbar - und gehört aus diesem entfernt. Wenn Du die Beziehungsebene zu Deinen Mitarbeitern nicht ausblenden kannst, bist Du Teil des Problems, nicht der Lösung. Menschliche Produktionsmittel haben ebenso zu funktionieren wie andere Produktionsmittel. Daß der Austausch ersterer gesetzlich stärker reglementiert ist, ist die Herausforderung, die es wesentlich zu meistern gilt. Führungskultur gebirt genau jene zu führenden, die man möchte. Wenn man Mitarbeiter möchte, die professionell ihre Arbeit erledigen, ohne daß sie ihre Gefühlchen mitbringen oder diese gar gestreichelt haben möchten, sollte tunlichst genau derlei aus der Führungskultur verbannen und sein Augenmerk lediglich auf Arbeitserledigung, Effizienz, Professionalität und Leistung legen. Nur so erhält man einen professionellen und effizienten Personalkörper, der leistungswillig ist und seinen Gefühlsballast da läßt, wo er hingehört - der mithin einfach funktioniert, ohne daß gemeinsam dem Sonnenuntergang hinterhergeheult wird oder sich eingebildeten "die beiden anderen gehen immer ohne mich essen"-Problemchen unter einem Schwall von Tränen hingibt.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 20.07.2020 13:35
Und deswegen gibt es Führungskräfte die mehr Leistung aus den Mitarbeitern herausholen können als andere.
Die einen weil sie das Produktionsmittel optimal einsetzten, die anderen weil sie leistungssteigernd auf des Produktionsmittels Mensch einwirken können und Leistungen aktivieren, die anderen eben nicht sehen oder ansprechen können (weil auf dem Auge blind) oder pauschal als Gefühlchen klassifizieren.

Es lebe die Vielfalt.

Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: clarion am 20.07.2020 13:46
Spid kann vielleicht die Gefühle zu Hause lassen, da dürfte er aber wohl eine Ausnahme sein.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 14:00
Überhaupt nicht. Unsere professionelle Arbeitsumgebung ist davon geprägt, daß das grundsätzlich der Fall ist.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: MrRossi am 20.07.2020 14:24
Spid kann vielleicht die Gefühle zu Hause lassen, da dürfte er aber wohl eine Ausnahme sein.
Ihm könnten solche Dinge wie Gefühl nur auf dem Papier bekannt sein, bisher habe ich keine, im Umgang mit anderen, kälteren Personen erlebt.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Exekutor am 20.07.2020 14:27
Spid kann vielleicht die Gefühle zu Hause lassen, da dürfte er aber wohl eine Ausnahme sein.

Was man(n) nicht besitzt, kann nicht zu Hause gelassen werden.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Damiane am 20.07.2020 14:48
Vielen Dank für Euer Feedback. Die Behördenleitung ist informiert, vor ca 2 Jahren fand ein nicht gerade zufrieden stellendes Gespräch statt. Entweder ist man dort überfordert oder nimmt das Problem nicht ernst. Oder vllt. hakt da eine Krähe der anderen kein Auge aus, wie man so schön sagt.  In Sachen Überstunden dürfte die Vorgesetzte  jede Menge davon haben, denn Aufgaben werden von ihr nur ungern delegiert. Ich habe mir einige aktuelle  Vorkommnisse der letzten Monate aufgeschrieben.  Demnächst stehen hier im Haus wieder Gespräche zum LOB an, diesmal werde ich ein Mitglied des Personalrates dazu nehmen. Da bereits Kollegen vor mir auch wegen des Verhaltens der Vorgesetzten beim Personalrat und sogar bei der Behördenleitung waren ist das Problem des Verhaltens der Vorgesetzten bekannt. Ansonsten versuche ich halt, mich irgendwie mit der Situation zu arrangieren.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Schmitti am 20.07.2020 14:59
Die Frage ist doch, wie einfach, schnell, effizient, sicher eine solche Ausgangslage wie hier im Startbeitrag ersichtlich in einen vernünftigen Arbeitsalltag umgewandelt werden kann
a) mit Gefühlen und Zwischenmenschlichkeiten oder
b) mit den Werkzeugen des geltenden Arbeitsrechts.

Wenn ich mich an mein bisheriges Berufsleben erinnere, haben (gerade bei menschlichen) Problemen am Arbeitsplatz Lösungsversuche, die von a) dominiert waren, regelmäßig nur dazu geführt, dass Lösungsweg b) verzögert und am Ende dann umso heftiger eingesetzt werden musste.

Man wird es nicht hinbekommen, dass sich die Themeneröffnerin mit ihrer Vorgesetzten jede Kaffeepause zusammen Witze erzählend auf dem Schreibtisch kugelt, und die Behördenleitung dazu Kekse reicht. Auch wenn das für manche leistungssteigernd wirken mag, es ist schlicht keine realistisch zu erwartende Veränderung. Realistischer ist ein wie auch immer von wem initiierter Arbeitsplatzwechsel eines Beteiligten. Schließt man diesen aus, bleibt der kollegiale/hierarchische Umgang eben so wie er ist.
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Beitrag von: BAT am 20.07.2020 15:27
Und deswegen gibt es Führungskräfte die mehr Leistung aus den Mitarbeitern herausholen können als andere.
Die einen weil sie das Produktionsmittel optimal einsetzten, die anderen weil sie leistungssteigernd auf des Produktionsmittels Mensch einwirken können und Leistungen aktivieren, die anderen eben nicht sehen oder ansprechen können (weil auf dem Auge blind) oder pauschal als Gefühlchen klassifizieren.

Es lebe die Vielfalt.

Ich kann zwar keine abschließenden Studien liefern, ich mache mich aber mit den Indizien gemein, welche eine längere Arbeitszeit als sechs Stunden täglich als völlig ineffizient ansehen.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 20.07.2020 15:52
Und deswegen gibt es Führungskräfte die mehr Leistung aus den Mitarbeitern herausholen können als andere.
Die einen weil sie das Produktionsmittel optimal einsetzten, die anderen weil sie leistungssteigernd auf des Produktionsmittels Mensch einwirken können und Leistungen aktivieren, die anderen eben nicht sehen oder ansprechen können (weil auf dem Auge blind) oder pauschal als Gefühlchen klassifizieren.

Es lebe die Vielfalt.

Ich kann zwar keine abschließenden Studien liefern, ich mache mich aber mit den Indizien gemein, welche eine längere Arbeitszeit als sechs Stunden täglich als völlig ineffizient ansehen.
Ich glaube, dass das ein Irrtum ist, der darauf beruht, dass der mittägliche Konzentrationmangel länger dauert als man Pause macht. Da man Mittags wesentlich mehr als 30 Min Pause bräuchte um nachmittags sein zweites Leistungshoch (zur Arbeitszeit) zu erreichen. 5,5h 1,5h 2,5h ist bei mir ideal.
Wer allerdings 8,5 h "durcharbeitet" der könnte seinen Kram auch in 6 h schaffen, da stimme ich dir zu.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: BAT am 20.07.2020 16:00
Ich denke halt, das größte Potential liegt in der Struktur und nicht beim Personal, egal ob es führt oder folgt.

Wir haben regelmäßig mehr als acht Stunden Arbeitszeit täglich. Also mehr als der Gesetzgeber vom Prinzip erlaubt. Das ist nicht ohne Grund so. Man stelle sich vor, der Mindestlohn würde für 12 Monate unter den gesetzlichen Bestimmungen gezahlt, durch eine einmalige JSZ aber noch mit Ach und Krach auf das vorgeschriebene Niveau gebracht. Falsche Analogie? Nein, ich glaube, da ist etwas dran.

Ich halte die Arbeitswelt insofern für altbacken. Und wenn es auch nur der mangelnde Mut ist, hier neue Wege zu gehen. Aber dann hat man "die Alte" ja jeden Tag zwei Stunden länger am Hals ;) ;D
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Beitrag von: Feidl am 20.07.2020 17:02
Ansonsten versuche ich halt, mich irgendwie mit der Situation zu arrangieren.
Und mit einem Einzelbüro und eher zu wenig Arbeit hast du damit nun wahrlich keine so schlechte Ausgangslage.

Für die Kolleginnen, die zuviel Arbeit haben, sieht es da schon schlechter aus. Von deren Seite aus sollte gehandelt werden. Vielleicht löst es dann auch deine (gefühlten) Probleme.
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Beitrag von: Schokobon am 20.07.2020 17:11
Für EG 9b im Einzelbüro zu sitzen und nichts zu tun zu haben ist für so manchen Tarifbeschäftigten erklärtes Ziel. Für so manchen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst dürfte dein Erfahrungsbericht hier als Anleitung dienen.

Kenne deinen Arbeitgeber nicht; hört sich aber nach der klischeehaft verkrusteten Vorkriegsbeamtenstube an, die man am besten schnell verlässt.
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Beitrag von: clarion am 20.07.2020 20:17
Mit zu wenig Arbeit können die Tage ziemlich lang werden.

Anscheinend sind die Vorgesetzten deiner Vorgesetzten konfliktscheu. Wenn Du es schaffst es die Kollegen zu motivieren mit Dir gemeinsam zur Hausspitze zu gehen, könnte diese sich genötigt fühlen doch etwas zu unternehmen. Sonst kann man Dir nur zum Abflug raten.
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Beitrag von: RsQ am 20.07.2020 21:23
Mit zu wenig Arbeit können die Tage ziemlich lang werden.

In der Tat. Bore-out klingt erstmal lustig, ist aber gesundheitlich ebenso ernst wie Burn-out.
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Beitrag von: CmdrMichael am 20.07.2020 22:02
Wenn man Mitarbeiter möchte, die professionell ihre Arbeit erledigen, ohne daß sie ihre Gefühlchen mitbringen oder diese gar gestreichelt haben möchten, sollte tunlichst genau derlei aus der Führungskultur verbannen und sein Augenmerk lediglich auf Arbeitserledigung, Effizienz, Professionalität und Leistung legen.
Und dies ist der beste Weg im ÖD nur solche Leute zu bekommen, die du in einem früheren Posting "unbrauchbarer Ausschuss" genannt hast. Zumindest bei uns in der Behörde. Denn wer kein Problem mit buckeln hat und von seinem Chef nur als menschliches Produktionsmittel ausgebeutet werden will, geht in meinem Bereich zu den Big Four. Da kann man das auch haben, bekommt aber nach 3-5 Jahren mindestens das doppelte Gehalt eines A13ers (dann aber auch bei weit über 50+ Wochenstunden). Oder man wechselt zu einem der vielen Großkonzerne in unserer Stadt. Die besten Mitarbeiter bei uns, leisten sehr gute Arbeit, wollen aber Familienfreundlichkeit, Job-Sicherheit, eine interessante Arbeit und eine gute Arbeitsatmosphäre. Dafür nehmen die dann auch nur die eher unterdurchschnittliche Bezahlung von IT-Fachkräften im ÖD in Kauf. Wenn ich die nur als menschliches Produktionsmittel sehen würde, würden 80%, und zwar zuerst die sehr guten, sofort den Job wechseln. Angebote haben die alle genug. Und gerade bei den jungen Mitarbeitern herrscht eine ganz andere Mentalität. Die bekommen in der Behörde oftmals einen Kulturschock. Die wollen eher gecoacht als geführt werden. Natürlich geht in der Behörde nicht nur letzteres, als gute Führungskraft kann ich mich aber auch auf meine Mitarbeiter einlassen. Dafür werde ich am Ende immerhin bezahlt, dass beste aus meinem Team herauszuholen.

Nur mal als (abschreckendes?) Beispiel für neue Führungskultur, die auch ich selbst ich zu krass finde, aber nach Erzählungen eines Beteiligten funktionieren soll und wo in der Zukunft vermutlich der Zug in der Privatwirtschaft hinfahren wird: Ein Tochterunternehmen eines ehemaligen Staatskonzerns (nicht die Telekom ;), hat komplett auf agile Teams umgestellt. Pro Thema (oder Projekt) wird ein Team zusammengestellt und das Team wählt sich dann unter den Teammitgliedern seinen Chef selbst.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 20.07.2020 22:38
Und hier - wobei hier mehr als 100 Standorte bundesweit sind - bekomme ich genau das Personal, das ich möchte und brauche. Teilweise haben wir ähnliche Nachwuchsprobleme wie die Gesamtwirtschaft, das ist aber punktuell und keine eben keine Besonderheit. Weder von Buckeln noch von Ausbeutung habe ich etwas geschrieben - noch würde bei den Big Four derlei praktiziert. Ich schrieb über unser Personal bereits an anderer Stelle:
Zitat
Oh, sie erwarten so einiges. Straffe Führung, Aufstiegsmöglichkeiten, Leistungskultur... bekommen sie hier alles. Ich führte es andernorts bereits aus:
Zitat von: Spid am 05.11.2019 04:00
Es gibt genügend AN, die die Schnauze davon voll haben, daß ihr Arbeitsleben den gesamtgesellschaftlichen Mißstand widerspiegelt, daß Ressourcen dafür verschwendet werden, daß die Versager gepampert werden, anstatt die Elite zu fördern. Die keinen Bock darauf haben, für andere mitzuarbeiten, die irgendein Gefühlchen quersitzen haben. Die keinen Bedarf an der fortschreitenden Feminisierung und Infantilisierung von Arbeitsbeziehungen haben, bei denen Gefühlchen gestreichelt werden sollen, sondern die Leistung erbringen wollen, sich in Konkurrenz zu anderen sehen und die bei Versagen kein „immerhin hast Du Dich ganz doll angestrengt“ hören wollen, sondern es ertragen, wenn man ihnen ihr Versagen vor Augen führt, ohne sich in Tränen aufgelöst selbst in die nächste Nervenklinik einzuweisen. Die das ganze weichgespülte, vorgeblich wertschätzende, aber einfach nur leistungsfeindliche und konkurrenzdiffundierende Getue nicht ertragen. Kurz diejenigen, die die 80er dem Alt-68er-Gedriss vorziehen. Führung spiegelt sich in dem Personal wider, das man damit anzieht - und da bin ich hinsichtlich Leistung und Einstellung sehr zufrieden, insbesondere seitdem das tote Holz weg ist, das ich vom Vorgänger geerbt hatte.

Das nennt man Unternehmenskultur. Mit der zieht man - wenn man es richtig macht - die Arbeitnehmer an, die man sucht. Die wechseln übrigens ausgesprochen gern vom Zuwendungsgeber zu uns - sogar in eine niedrigere Entgeltgruppe, mithin also auch, wenn sie weniger wertgeschätzt werden.

Die Mitarbeiter sind hier, weil sie das wollen. Weil das genau die Arbeitsatmosphäre ist, die sie wollen. Weil sie kein Interesse an weichgespülter Einhornkacke haben - auch nicht die jungen Mitarbeiter, denn sonst hätte ich sie nicht ausgewählt. Zudem lege ich mir bei Personalauswahl keine unsinnigen Selbstbeschränkungen an, wie sie häufig im öD irgendwelchen Beamtenkalkrieselhirnen entspringen. Mein IT-Leiter macht ohne Schulabschluss und Berufsausbildung einen großartigen Job - in E13.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 20.07.2020 23:28
Ich glaube kein Wort :)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Britta2 am 21.07.2020 03:14
Noch 15 Jahre für den Themenstarter ist heftig lang. Seit der Aussprache mit Beschwerde vor nunmehr 2 Jahren gilt er auch noch offiziell als Querulant in seinem Unternehmen. Schlechte Ausgangslage für Forderungen heute.
Den Luxus von Sterbezimmern leistet sich nur der Öffentliche Dienst. Für ein erfolgreiches Rausekeln unbequemer Mitarbeiter schulen sich die im Netzwerk vereinten Unternehmen gegenseitig seit Jahrzehnten. Dass es sowas gibt wird leider immer erst dann geglaubt, wenn man selbst betroffen ist.
Solche Ratschläge wie "Dein Arbeitgeber will Dich loswerden, also kündige selber" lehne ich ab.
Gegenvorschlag (wobei die 15 Jahren heftig sind ... 5 wären besser zwecks Überbrückung):
1. Homeoffice beantragen mit Vollzeitjob.
2. Sich ein Ehrenamt suchen und dort Erfolge haben.
3. Oder Dinge tun, für die bisher keine Zeit war.  Oder ein Fernstudium starten, Sprachen lernen ...

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, seinem Dienstherren seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Nur wenn der Arbeitgeber zuviel Geld hat, dann zahlt er ohne Arbeitsaufträge zu geben.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 06:45
Arbeitnehmer haben keinen Dienstherrn.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 06:45
Ich glaube kein Wort :)

Klingt für Dich zu schön, um wahr zu sein?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 06:56
Erzähl uns doch lieber wieder etwas zu Deinen Stereotypen. Oder zur Eingruppierung von Standesbeamten.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Exekutor am 21.07.2020 07:09
Erzähl uns doch lieber wieder etwas zu Deinen Stereotypen. Oder zur Eingruppierung von Standesbeamten.

Danke dass du erwartungsgemäß immer wieder den Nachweis erbringst wie richtig ich mit meiner Einschätzung zu deiner Person liege.  8)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Isie am 21.07.2020 07:19
Ihr tut Spid Unrecht. Ihr würdet von einem Blinden doch auch nicht erwarten, dass er euch Farben schildert.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 07:35
Erzähl uns doch lieber wieder etwas zu Deinen Stereotypen. Oder zur Eingruppierung von Standesbeamten.

Danke dass du erwartungsgemäß immer wieder den Nachweis erbringst wie richtig ich mit meiner Einschätzung zu deiner Person liege.  8)
Erzähl uns doch lieber wieder etwas zu Deinen Stereotypen. Oder zur Eingruppierung von Standesbeamten.

Nun, die Forumshistorie zeigt, daß Du überhaupt nicht richtig liegen kannst. Wann immer Du Dich zur Sache eingelassen hast, hast Du versagt, so jüngst hier (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114307.msg177979.html#msg177979) oder prominent hier (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,112118.msg142212/topicseen.html#msg142212). Wo bleibt denn nun die relevante Rechtsprechung zu Deiner Rechtsmeinung? Ich habe zwei rechtskräftige LAG-Urteile für meine beigebracht und Du warst hier monatelang nicht gesehen. Das zeigt uns, daß Du in einer Tätigkeit, die nach obergerichtlicher Feststellung nur eine leichte Geistesarbeit verlangt, bestens aufgehoben bist. Aber auch, wenn Du Dich nicht zur Sache einläßt, sorgt Deine universale Unzulänglichkeit für unfreiwillige Komik, z.B. bei Deiner neuen “Stereotype“ (https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,114162.msg174941/topicseen.html#msg174941) - zum Schießen! Daß Dir vor diesem Hintergrund eine Umgebung, in der Dir gesagt wird: „immerhin hast Du es ganz doll versucht“, vorziehst, ist nicht verwunderlich.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: WasDennNun am 21.07.2020 07:39
Ihr tut Spid Unrecht. Ihr würdet von einem Blinden doch auch nicht erwarten, dass er euch Farben schildert.
So sieht es aus.
Für seine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeiten kann er ja nichts.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: clarion am 21.07.2020 07:54
Mich wundert ja immer wieder, dass die hyperintellige Persönlichkeit im Minutentakt posten kann. Wann arbeitest Du eigentlich?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: MrRossi am 21.07.2020 08:01
Irgendwie traurig.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Organisator am 21.07.2020 08:12
Und gerade bei den jungen Mitarbeitern herrscht eine ganz andere Mentalität. Die bekommen in der Behörde oftmals einen Kulturschock. Die wollen eher gecoacht als geführt werden. Natürlich geht in der Behörde nicht nur letzteres, als gute Führungskraft kann ich mich aber auch auf meine Mitarbeiter einlassen. Dafür werde ich am Ende immerhin bezahlt, dass beste aus meinem Team herauszuholen.
(...)
Ein Tochterunternehmen eines ehemaligen Staatskonzerns (nicht die Telekom ;), hat komplett auf agile Teams umgestellt. Pro Thema (oder Projekt) wird ein Team zusammengestellt und das Team wählt sich dann unter den Teammitgliedern seinen Chef selbst.


Zitat von: Spid am 05.11.2019 04:00
Es gibt genügend AN, die die Schnauze davon voll haben, daß ihr Arbeitsleben den gesamtgesellschaftlichen Mißstand widerspiegelt, daß Ressourcen dafür verschwendet werden, daß die Versager gepampert werden, anstatt die Elite zu fördern.
(...)
Die Mitarbeiter sind hier, weil sie das wollen.

Schöne Beispiele dafür, dass es nicht "den einen" öffentlichen Dienst gibt, sonder eine ganze Bandbreite an Angeboten für den Arbeitnehmer! Schade finde ich es nur, wenn man die eine oder die andere Seite als überlegen betrachtet, da es nicht nur Bedarf, sondern auch die Notwendigkeit für unterschiedliche Arbeitsformen gibt.

Aber zurück zum Thema - Wenn man am Arbeitsplatz nicht gewollt ist und trotz vieler Versuche sich nichts daran ändert gibt es nur zwei Möglichkeiten. Neuen Arbeitsplatz suchen oder sich damit abfinden. Für letzteres spricht bei einer Dauer bis zum Renteneintritt von 15 Jahren nicht viel.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Schmitti am 21.07.2020 09:20
Noch 15 Jahre für den Themenstarter ist heftig lang. Seit der Aussprache mit Beschwerde vor nunmehr 2 Jahren gilt er auch noch offiziell als Querulant in seinem Unternehmen. Schlechte Ausgangslage für Forderungen heute.
Für vieles, was die AN im öD als "Forderung" ansehen, gibt es feste Regelungen. Hat man einen klaren Anspruch, bedarf es gar keiner Ausgangslage, um den durchzusetzen. Man muss nur wollen. Und wie man so etwas, auch mit Hilfe eines Anwalts, regeln kann, kennt die Themenstarterin ja schon.

Solche Ratschläge wie "Dein Arbeitgeber will Dich loswerden, also kündige selber" lehne ich ab.
Ansichstsache. Der Ratschlag könnte auch so formuliert werden: "Kündige selber, denn du hast einen besseren Arbeitgeber verdient".

Gegenvorschlag (wobei die 15 Jahren heftig sind ... 5 wären besser zwecks Überbrückung):
1. Homeoffice beantragen mit Vollzeitjob.
2. Sich ein Ehrenamt suchen und dort Erfolge haben.
3. Oder Dinge tun, für die bisher keine Zeit war.  Oder ein Fernstudium starten, Sprachen lernen ...
Demnach lautet dein Vorschlag: Geh im Hauptjob ggfls. gesundheitlich drauf (Stichwort BoreOut), sorge dafür dass der AG ggfls. noch ein paar Ansatzpunkte findet, dich einfacher loszuwerden, und hab Spaß dabei?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Falke007 am 21.07.2020 09:37
@Damiane:
Ich tue mich ein bisschen schwer mit deiner Beschreibung. Du fühlst dich dort unwohl, hast das Gefühl das deine Chefin dich auch nicht will und klagst über zu wenig Arbeit... Gleichzeitig möchtest du dich aber damit arrangieren.

Entweder arrangierst du dich  danndamit und akzeptierst dann halt, dass du wenig zu tun hast und vielleicht nicht gewollt bist oder du suchst dir was neues, wo du glücklicher bist.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum man dann nicht den zweiten Schritt wählt? Was hält dich denn in deinem Job?
Mir wäre meine Lebens- und Arbeitszeit doch viel zu schade, um mich auf so Kindergarten-Kleinkriege mit Vorgesetzen einzulassen, wo man im Zweifel den kürzeren zieht oder einen unnötig langen Atem braucht. 
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: JC83 am 21.07.2020 09:54
Und hier - wobei hier mehr als 100 Standorte bundesweit sind - bekomme ich genau das Personal, das ich möchte und brauche. Teilweise haben wir ähnliche Nachwuchsprobleme wie die Gesamtwirtschaft, das ist aber punktuell und keine eben keine Besonderheit. Weder von Buckeln noch von Ausbeutung habe ich etwas geschrieben - noch würde bei den Big Four derlei praktiziert. Ich schrieb über unser Personal bereits an anderer Stelle:
Zitat
Oh, sie erwarten so einiges. Straffe Führung, Aufstiegsmöglichkeiten, Leistungskultur... bekommen sie hier alles. Ich führte es andernorts bereits aus:
Zitat von: Spid am 05.11.2019 04:00
Es gibt genügend AN, die die Schnauze davon voll haben, daß ihr Arbeitsleben den gesamtgesellschaftlichen Mißstand widerspiegelt, daß Ressourcen dafür verschwendet werden, daß die Versager gepampert werden, anstatt die Elite zu fördern. Die keinen Bock darauf haben, für andere mitzuarbeiten, die irgendein Gefühlchen quersitzen haben. Die keinen Bedarf an der fortschreitenden Feminisierung und Infantilisierung von Arbeitsbeziehungen haben, bei denen Gefühlchen gestreichelt werden sollen, sondern die Leistung erbringen wollen, sich in Konkurrenz zu anderen sehen und die bei Versagen kein „immerhin hast Du Dich ganz doll angestrengt“ hören wollen, sondern es ertragen, wenn man ihnen ihr Versagen vor Augen führt, ohne sich in Tränen aufgelöst selbst in die nächste Nervenklinik einzuweisen. Die das ganze weichgespülte, vorgeblich wertschätzende, aber einfach nur leistungsfeindliche und konkurrenzdiffundierende Getue nicht ertragen. Kurz diejenigen, die die 80er dem Alt-68er-Gedriss vorziehen. Führung spiegelt sich in dem Personal wider, das man damit anzieht - und da bin ich hinsichtlich Leistung und Einstellung sehr zufrieden, insbesondere seitdem das tote Holz weg ist, das ich vom Vorgänger geerbt hatte.

Das nennt man Unternehmenskultur. Mit der zieht man - wenn man es richtig macht - die Arbeitnehmer an, die man sucht. Die wechseln übrigens ausgesprochen gern vom Zuwendungsgeber zu uns - sogar in eine niedrigere Entgeltgruppe, mithin also auch, wenn sie weniger wertgeschätzt werden.

Die Mitarbeiter sind hier, weil sie das wollen. Weil das genau die Arbeitsatmosphäre ist, die sie wollen. Weil sie kein Interesse an weichgespülter Einhornkacke haben - auch nicht die jungen Mitarbeiter, denn sonst hätte ich sie nicht ausgewählt. Zudem lege ich mir bei Personalauswahl keine unsinnigen Selbstbeschränkungen an, wie sie häufig im öD irgendwelchen Beamtenkalkrieselhirnen entspringen. Mein IT-Leiter macht ohne Schulabschluss und Berufsausbildung einen großartigen Job - in E13.

Darf man sich bei Dir per PM bewerben?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 10:55
Durchaus.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 21.07.2020 14:25
Und welche Fähigkeiten sollte man mitbringen? :)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 14:26
Das kommt auf die Tätigkeit an.
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 21.07.2020 14:27
Welche wäre denn zu vergeben?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 14:33
Derzeit 2x Bürosachbearbeitung (50%), 1x Geschäftsstellenleitung, 1x Lohnbuchhaltung, 1x Haushalt EMi mit SP Spendenabwicklung (50%)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Keeper83 am 21.07.2020 15:16
Derzeit 2x Bürosachbearbeitung (50%), 1x Geschäftsstellenleitung, 1x Lohnbuchhaltung, 1x Haushalt EMi mit SP Spendenabwicklung (50%)

Wow, für über 100 Standorte relativ überschaubar. Klingt ein bischen nach Parkinsons Gesetz.  ;D

EMi mit SP?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 21.07.2020 15:28
Etwa im Bereich unserer üblichen Personalersatzquote.

Eigenmittel mit Schwerpunkt Spendenabwicklung
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 21.07.2020 23:36
Ich hätte eine Promotion in Wirtschaftswissenschaften anzubieten,
oder wahlweise ein Diplom in Humanbiologie

Hilft mir das, auch wenn ich fast 50 bin?b  ::)
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Spid am 22.07.2020 06:58
Bei was?
Titel: Antw:Bossing ?
Beitrag von: Novus am 22.07.2020 08:53
Derzeit 2x Bürosachbearbeitung (50%), 1x Geschäftsstellenleitung, 1x Lohnbuchhaltung, 1x Haushalt EMi mit SP Spendenabwicklung (50%)

:P  Ich mach doch nur Spaß :)