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offene Foren => Beamte des Bundes und Soldaten => Thema gestartet von: kate am 14.09.2020 13:33

Titel: Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: kate am 14.09.2020 13:33
Hallo alle,
ich habe vielleicht die Möglichkeit verbeamtet zu werden. Leider ist beim Bund die PKV "quasi-verpflichtend" und eben dazu finde ich bisher wenig konkrete Infos. Es wird von einem Risikozuschlag gesprochen, dessen Höhe auf maximal 30% sei. Wenn ich als Ü40er die Beiträge in so einen Online-Rechner eintippe komme ich auf Werte im Bereich 300-350,- pro Monat. Was wäre denn der Worstcase -> 350,- * 1,3 = 455,- pro Monat, kommt das hin? Oder rechne ich da falsch? Mit geht's nur um die Größenordnung, 10-20,- € hin oder her sind mir jetzt erstmal wurscht.
Danke vorab und sonnige Grüße,
KaTe
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Asperatus am 14.09.2020 13:37
Die Werte liegen im Bereich des Möglichen. Bei mehreren Versicherern Anfragen wegen Angebot und ggf. eine große Anwartschaft abschließen. Dann diese bei Verbeamtung aktivieren.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: BATKFMaui am 14.09.2020 14:38
Hallo alle,
ich habe vielleicht die Möglichkeit verbeamtet zu werden. Leider ist beim Bund die PKV "quasi-verpflichtend" und eben dazu finde ich bisher wenig konkrete Infos. Es wird von einem Risikozuschlag gesprochen, dessen Höhe auf maximal 30% sei. Wenn ich als Ü40er die Beiträge in so einen Online-Rechner eintippe komme ich auf Werte im Bereich 300-350,- pro Monat. Was wäre denn der Worstcase -> 350,- * 1,3 = 455,- pro Monat, kommt das hin? Oder rechne ich da falsch? Mit geht's nur um die Größenordnung, 10-20,- € hin oder her sind mir jetzt erstmal wurscht.
Danke vorab und sonnige Grüße,
KaTe

Sind Sie alleinstehnd; haben Sie Gatten / Gattin / Kinder?
Grüße
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: WasDennNun am 14.09.2020 14:41
Vorerkrankungen?
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: kate am 14.09.2020 15:15
Ledig, keine Kinder.

Vorerkrankungen, ja natürlich. Kerngesund wären ja keine Risikozuschläge zu erwarten. Wobei, wer ist mit Ü40 denn noch kerngesund...
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 14.09.2020 15:53
Ne Kollegin hat sich zuletzt mit 40 Jahren bei der DeBeKa für 300 € versichern können, da waren die beiden Kinder schon drin. Mit Risikoaufschlag 350 € bis 400 € halte ich für realistisch.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Eukalyptus am 14.09.2020 21:57
"...da waren die beiden Kinder schon drin..." bedeutet aber auch wahrscheinlich eine nur 30% Versicherung, weil die verbleibenden 70% durch die Beihilfe (ab 2 Kindern) abgedeckt werden. Wenn die Kollegin kinderlos wäre, dann müsste sie also sogar etwas mehr Versicherungsbeitrag bezahlen. Dennoch - keine Unsummen.

Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: clarion am 14.09.2020 22:24
Hallo, ich habe vor ein paar Jahren mit genau 40 und mit Vorerkrankung, die bewirkte dass die Öffnungsaktion in Anspruch  nehmen  musste, knapp unter 300 Euro  zahlen  müssen, jetzt sind es knapp über 300 Euro. Ich habe keine  Kinder und einen Beihilfesatz von 50%. Ich bin bei  der Debeka.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 15.09.2020 00:44
"...da waren die beiden Kinder schon drin..." bedeutet aber auch wahrscheinlich eine nur 30% Versicherung, weil die verbleibenden 70% durch die Beihilfe (ab 2 Kindern) abgedeckt werden. Wenn die Kollegin kinderlos wäre, dann müsste sie also sogar etwas mehr Versicherungsbeitrag bezahlen. Dennoch - keine Unsummen.
Ja, völlig richtig, sie wird in dieser Konstellation 70% Beihilfe erhalten - sowohl für sich als auch die Kids.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Karsten am 15.09.2020 12:10
Hallo, ich habe vor ein paar Jahren mit genau 40 und mit Vorerkrankung, die bewirkte dass die Öffnungsaktion in Anspruch  nehmen  musste, knapp unter 300 Euro  zahlen  müssen, jetzt sind es knapp über 300 Euro. Ich habe keine  Kinder und einen Beihilfesatz von 50%. Ich bin bei  der Debeka.

Bald noch ein wenig mehr :)

Debeka Beitragsanpassung 2021
Die Debeka wird in allen Beihilfetarifen Beitragsanpassungen zum 01.01.2021 vornehmen, da der Rechnungszinses auf 2,3% gesenkt wird. Der Bisextarif war ursprünglich mit 3,50% und der Unisextarif wurde zur Einführung zum 21.12.2012 mit 2,75% kalkuliert.

.Die durchschnittliche Anpassung soll bei 19% liegen.

Beitragsrückerstattung (bei 1 Jahr ohne Leistungen)

Ursprünglich bekam man max. 4 Monatsbeiträge erstattet bei Leistungsfreiheit. Dann erfolgte die Senkung auf 3 Monatsbeiträge. Nun soll die max. Beitragsrückerstattung (BRE) zum 01.01.2021 von 3 auf 2,5 Monatsbeiträge gesenkt werden.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: BalBund am 15.09.2020 21:10
Weil die Debeka hier ja systemrelevant ist:

Es gibt derzeit viele Spekulationen wer wie viel zusätzlich wird zahlen müssen. Die 19% hinken gewaltig.
Bis die Bescheide kommen ist aktuell die einzige valide Aussage unter https://www.debeka.de/produkte/versichern/krankenversicherung/faq_beitragsanpassun.html zu finden.

Zitat
Warum gibt es bei einer Beitragsanpassung keinen einheitlichen Erhöhungsprozentsatz?
Bei der Beitragskalkulation berücksichtigen wir für jeden Jahrgang – gesondert für jeden Tarif und jedes Geschlecht (sofern die Beiträge nicht geschlechtsunabhängig kalkuliert sind) – mit welchen durchschnittlichen Leistungen für den einzelnen Versicherten insgesamt bis zum Lebensende zu rechnen ist. Anhand dessen ermitteln wir, wie hoch der durchschnittliche Beitrag sein muss, um die Kosten zu decken. Je nach Tarif, Alter und Geschlecht ergibt sich daraus eine unterschiedliche Höhe der Beitragsanpassung, die außerdem von der Dauer und dem Umfang des bisherigen Versicherungsschutzes abhängt.

Bevor nun also alle panisch aufschreien, insbesondere die Beihilfergänzer, sollte man die Quelle der 19% suchen, sie findet sich bei einem obskuren "Beihilfepartner" aus Bielefeld, der damit naturgemäß verdienen möchte...
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: kate am 15.09.2020 23:00
Danke nochmal für die Informationen, das passt alles ziemlich gut zu dem was ich sonst so angedeutet bekommen habe. Für mich bedeutet es, das ich die Variante wähle bei der ich in der GKV bleiben kann. Da bekomm ich pauschal die Hälfte für umsonst, und weiß überhaupt woran ich bin. Und zukünftig bleiben mir mehr Möglichkeiten offen.

Die Versicherer werden so oder so mit den Folgen der aktuellen Krise zu kämpfen haben:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/versicherungsschutz-corona-folgen-viele-kunden-muessen-mit-hoeheren-versicherungspraemien-rechnen/25923664.html?ticket=ST-3910768-L3SecedPbxz7ESM7azFF-ap6
aber: „Die Lage ist für die Branche nicht existenzbedrohend.“
...na wenn das nicht beruhigend ist, weiß ich auch nicht  ;)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: clarion am 15.09.2020 23:44
Naja freiwillig  in der GKV bleiben, ist zumindest bei höherer Besoldung ein echtes Minusgeschäft. Da ist man ruckzuck bei  der  Beitragsbemessungsgrenze.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 16.09.2020 00:34
Und hast auch nur die scheiß Kassenleistung.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Organisator am 16.09.2020 08:20
Und hast auch nur die scheiß Kassenleistung.

Nix gegen die Kassenleistung. Was manche Kassenärzte, insbesondere in Krankenhäusern leisten, ist schon sehr ordentlich!
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Mayday am 16.09.2020 09:26
Für mich bedeutet es, das ich die Variante wähle bei der ich in der GKV bleiben kann. Da bekomm ich pauschal die Hälfte für umsonst, und weiß überhaupt woran ich bin.

Die Hälfte umsonst? Beim Bund gibt es die Möglichkeit der pauschalen Beihilfe nicht.

Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Karsten am 16.09.2020 09:42
Weil die Debeka hier ja systemrelevant ist:

Es gibt derzeit viele Spekulationen wer wie viel zusätzlich wird zahlen müssen. Die 19% hinken gewaltig.
Bis die Bescheide kommen ist aktuell die einzige valide Aussage unter https://www.debeka.de/produkte/versichern/krankenversicherung/faq_beitragsanpassun.html zu finden.

Zitat
Warum gibt es bei einer Beitragsanpassung keinen einheitlichen Erhöhungsprozentsatz?
Bei der Beitragskalkulation berücksichtigen wir für jeden Jahrgang – gesondert für jeden Tarif und jedes Geschlecht (sofern die Beiträge nicht geschlechtsunabhängig kalkuliert sind) – mit welchen durchschnittlichen Leistungen für den einzelnen Versicherten insgesamt bis zum Lebensende zu rechnen ist. Anhand dessen ermitteln wir, wie hoch der durchschnittliche Beitrag sein muss, um die Kosten zu decken. Je nach Tarif, Alter und Geschlecht ergibt sich daraus eine unterschiedliche Höhe der Beitragsanpassung, die außerdem von der Dauer und dem Umfang des bisherigen Versicherungsschutzes abhängt.

Bevor nun also alle panisch aufschreien, insbesondere die Beihilfergänzer, sollte man die Quelle der 19% suchen, sie findet sich bei einem obskuren "Beihilfepartner" aus Bielefeld, der damit naturgemäß verdienen möchte...

Die Quelle kann ich gerne liefern :)

(https://www.bilder-upload.eu/thumb/665640-1600242044.jpg)

 https://www.bilder-upload.eu/bild-88067c-1600242381.jpg.html  (https://www.bilder-upload.eu/bild-88067c-1600242381.jpg.html)

(https://www.bilder-upload.eu/thumb/122c0e-1600242101.jpg)

 https://www.bilder-upload.eu/bild-7dd8af-1600242457.jpg.html  (https://www.bilder-upload.eu/bild-7dd8af-1600242457.jpg.html)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: was_guckst_du am 16.09.2020 09:48
...SwissLifeSelect? ;D
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: kate am 16.09.2020 13:05
Für mich bedeutet es, das ich die Variante wähle bei der ich in der GKV bleiben kann. Da bekomm ich pauschal die Hälfte für umsonst, und weiß überhaupt woran ich bin.

Die Hälfte umsonst? Beim Bund gibt es die Möglichkeit der pauschalen Beihilfe nicht.

Als Beamter nicht. Als TB bekomme ich die Hälfte der GKV vom AG gezahlt :)
Nagut. Fast die Hälfte.

Natürlich war die Krankenversicherung jetzt nicht das einzige Argument pro oder contra. Aber eben auch kein ganz kleines.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: WasDennNun am 16.09.2020 13:18
Für mich bedeutet es, das ich die Variante wähle bei der ich in der GKV bleiben kann. Da bekomm ich pauschal die Hälfte für umsonst, und weiß überhaupt woran ich bin.

Die Hälfte umsonst? Beim Bund gibt es die Möglichkeit der pauschalen Beihilfe nicht.

Als Beamter nicht. Als TB bekomme ich die Hälfte der GKV vom AG gezahlt :)
Nagut. Fast die Hälfte.

Natürlich war die Krankenversicherung jetzt nicht das einzige Argument pro oder contra. Aber eben auch kein ganz kleines.
Als Beamter zahlst du ja auch in der PKV nur für die Hälfte, dessen was ein Angestellter zahlt.
Der Angestellte versichert ja 100% der Leistung, der Beamte nur 50% oder weniger.
Der Beamte bekommt ~50% der tatsächlichen Kosten von der Beihilfestelle erstattet, der Angestellte PKV 50% der Kosten für die PKV vom AG

Und bei meiner PKV ist es so, dass der AG die Hälfte zahlt, ich aber weniger an die PKV überwiesen muss (als das Doppelte dieser Hälfte).
Verwirrt  :o ;D ?
(ProFit Tarif Hanse Merkur)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Dr Bruce Banner am 16.09.2020 13:20
Danke nochmal für die Informationen, das passt alles ziemlich gut zu dem was ich sonst so angedeutet bekommen habe. Für mich bedeutet es, das ich die Variante wähle bei der ich in der GKV bleiben kann. Da bekomm ich pauschal die Hälfte für umsonst, und weiß überhaupt woran ich bin. Und zukünftig bleiben mir mehr Möglichkeiten offen.

Die Versicherer werden so oder so mit den Folgen der aktuellen Krise zu kämpfen haben:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/versicherungsschutz-corona-folgen-viele-kunden-muessen-mit-hoeheren-versicherungspraemien-rechnen/25923664.html?ticket=ST-3910768-L3SecedPbxz7ESM7azFF-ap6
aber: „Die Lage ist für die Branche nicht existenzbedrohend.“
...na wenn das nicht beruhigend ist, weiß ich auch nicht  ;)


Kann ich verstehen. Ich bin Bundesbeamter, BesGr. A6 und gesetzlich versichert. Ich grübel seit Wochen, ob ich in die PKV wechseln soll oder nicht. Im Moment bin ich von der PKV noch nicht ganz überzeugt. Allerdings ist der Beitrag, den ich für die GKV zahle, echt heftig. Ich bin bei 420€ monatlich...das tut bei der geringen Besoldung echt weh...
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Organisator am 16.09.2020 13:27
Ist halt ein Rechenexempel. Je mehr Familienversicherte du hast, desto eher wird die GKV günstiger.
Und auch in der PKV muss man nicht die ganzen Wahlleistungen (Einzelzimmer, Chefarzt, Krankenhaustagegeld, Zahnzusatz usw) mitversichern. Sind ja Wahlleistungen. Und schon bist du für dich alleine bei 200 €
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 16.09.2020 16:40
@ Organisator
Ich kritisiere ja nicht den Arzt, der ja im Zweifel derselbe bleibt, unabhängig davon, ob der Patient in GKV oder PKV versichert ist. Aber wochenlange Wartezeiten auf Facharzttermine, verhaltene Verordnungen von Heilmitteln, Zahnersatzleistung wie zu Großmutters Zeiten und, wenn man Pech hat, Krankenhausbehandlung im Vier-Bett-Zimmer sind m. E. großer Mist.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Organisator am 16.09.2020 17:04
@ 2 strong

Alles gut. Hatte nur im privaten Umfeld eine von der GKV übernommene Operation miterlebt, wo der Operateur wirklich Großartiges geleistet hat!

Ansonsten ist es halt eine Systemfrage, zumal manche niedergelassene Ärzte behaupten, dass sie ohne Privatpatienten aufgrund der schlechten Bezahlung der GKV überhaupt nicht überleben könnten.
Sei mal dahingestellt.

Extrembeispiel sind die reinen Privatärzte ohne Kassenzulassung, da gibt es dann überhaupt gar keine Probleme mit Wartezeiten usw.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 17.09.2020 03:58
In der PKV kommst Du Dir natürlich mitunter auch vor wie ne Melkkuh. Gehst für ne Auffrischimpfung zum Arzt und er quatscht Dir gleich ein großes Blutbild ans Ohr. Klar, die 590 € (einschl. Impfung) zahle ich ja im Ergebnis nicht selbst, aber unnötig kostentreibend wirkt es schon. So auch vor Jahren mal ein Hautarzt (reine Privatpraxis, die auch Samstags Termine vergab), der mir ein Muttermal (2 mm²) entfernte und mich binnen zwei Wochen 5x (!) zum "Verbandwechsel" einstellen wollte (à 40€). Lächerlich war das.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: WasDennNun am 17.09.2020 07:36

Extrembeispiel sind die reinen Privatärzte ohne Kassenzulassung, da gibt es dann überhaupt gar keine Probleme mit Wartezeiten usw.
Richtig, und da werden auch mal Untersuchungen abgerechnet, die nie stattgefunden haben. ::)  ;D  :o
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 17.09.2020 09:15
Ob das ggü. der GKV nicht ebenfalls stattfindet, kann der Patient nicht nachvollziehen.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Feidl am 17.09.2020 13:42
Ist meiner Meinung nach ein Vorteil des PKV-Systems, als Patient erfährt man mehr, was eigentlich abgerechnet wird und wieviel das kostet. Kann da dann auch Einfluss nehmen, wenn da was auftaucht, was gar nicht passiert ist. Nachteil ist halt, dass man die Arbeit mit den Rechnungen einreichen hat und evt. vorstrecken muss.

In der PKV kommst Du Dir natürlich mitunter auch vor wie ne Melkkuh. Gehst für ne Auffrischimpfung zum Arzt und er quatscht Dir gleich ein großes Blutbild ans Ohr.
Hatte ich auch schon andersrum. Da hatte ich wegen was Sorge und nach ersten kleinen Blutuntersuchung hat er gesagt: Sie sind Privatpatient, ich kann bei Ihnen alles untersuchen, was sie wollen, aber ich sehe keinen Anlass dafür.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: BATKFMaui am 18.09.2020 14:05
In der PKV kommst Du Dir natürlich mitunter auch vor wie ne Melkkuh. Gehst für ne Auffrischimpfung zum Arzt und er quatscht Dir gleich ein großes Blutbild ans Ohr. Klar, die 590 € (einschl. Impfung) zahle ich ja im Ergebnis nicht selbst, aber unnötig kostentreibend wirkt es schon. So auch vor Jahren mal ein Hautarzt (reine Privatpraxis, die auch Samstags Termine vergab), der mir ein Muttermal (2 mm²) entfernte und mich binnen zwei Wochen 5x (!) zum "Verbandwechsel" einstellen wollte (à 40€). Lächerlich war das.

Verbandswechsel bedeutet fachmännische Betrachtung des Heilverlaufes; und ggf. zeitnahes Eingreifen.

Wenn Sie das Honorar ( Praxisumsatzkosten) als lächerlich erleben, stellen Sie doch die Leistungserbringung anderer Banchen dagegen.
Mir fällt z.B. ein: Air brush einer Motorhaube; Befestigung eines Spoilers; Ol-Wechsel; ....

oder: Beantragung eines Ausweises, .....
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: AndreasG am 18.09.2020 14:15

Verbandswechsel bedeutet fachmännische Betrachtung des Heilverlaufes; und ggf. zeitnahes Eingreifen.

[/quote]

Es geht ja hauptsächlich darum dass bei Privatpatienten sehr gerne viel gemacht wird.

Wie hier - 5 Verbandswechsel in 14 Tagen.
Bei der Entfernung eines Muttermals.

Kenne ich auch. Entfernt und nach 2 Wochen wurden die Fäden gezogen. Kein Verbandswechsel.
Gesetzlich versichert.

Entweder es ist medizinisch indiziert - dann sollte das natürlich auch gemacht werden. Auch bei GKV Versicherten.

Oder es ist medizinisch nicht indiziert. Dann reden wir über Abrechnungsbetrug.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 19.09.2020 01:25
Verbandswechsel bedeutet fachmännische Betrachtung des Heilverlaufes; und ggf. zeitnahes Eingreifen.

Wenn Sie das Honorar ( Praxisumsatzkosten) als lächerlich erleben, stellen Sie doch die Leistungserbringung anderer Banchen dagegen.
Mir fällt z.B. ein: Air brush einer Motorhaube; Befestigung eines Spoilers; Ol-Wechsel; ....

oder: Beantragung eines Ausweises, .....
Der fachmännische Verbandswechsel war ein 30 Sekunden-Pflaster-ab-Pflaster-drauf-Intermezzo mit einer der Arzthelferinnen. Da finde ich auch zu Hause jemanden, der mir das macht. Bei einem GKV-Patienten läuft das so, wie von AndreasG beschrieben und ist völlig ausreichend.

Und für nen Ölwechsel zahle ich 20€ plus Material.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Thomber am 22.09.2020 07:54
Ledig, keine Kinder.

Vorerkrankungen, ja natürlich. Kerngesund wären ja keine Risikozuschläge zu erwarten. Wobei, wer ist mit Ü40 denn noch kerngesund...


Moin,
ich kann ein aktuelles (Beitrag für/ab 2021 für 50% PKV) Angebot der Debeka ins Rennen werfen:   teuerster Tarif: 298 €. (PKV mit allem, was geht).  Billigster, mir bekannter Tarif:  248€.  Beide Zahlen gelten für eine 49 Jahre junge Frau, ohne angabepflichtige Vorerkrankung.

Damit liegst Du vermutlich günstiger als bei einer freiwilligen KV. (AOK z.B.:  190 bis 420€ je nach Einkommen.)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Karsten am 22.09.2020 17:17
Ledig, keine Kinder.

Vorerkrankungen, ja natürlich. Kerngesund wären ja keine Risikozuschläge zu erwarten. Wobei, wer ist mit Ü40 denn noch kerngesund...


Moin,
ich kann ein aktuelles (Beitrag für/ab 2021 für 50% PKV) Angebot der Debeka ins Rennen werfen:   teuerster Tarif: 298 €. (PKV mit allem, was geht).  Billigster, mir bekannter Tarif:  248€.  Beide Zahlen gelten für eine 49 Jahre junge Frau, ohne angabepflichtige Vorerkrankung.

Damit liegst Du vermutlich günstiger als bei einer freiwilligen KV. (AOK z.B.:  190 bis 420€ je nach Einkommen.)

Hier ist aber die BAP 2021 der Debeka noch nicht berücksichtigt. Der Beitrag für eine Beamtin, BJ 1971 (kerngesund) beträgt ab 01.01.2021 im Neugeschäft monatlich 325,10 €. (Tarif B 20K, B 30, WL 20K, WL 30, BG, PVB). Diese Leistungen sind im Vergleich zu anderen Anbietern aber nur gut, NICHT sehr gut.

Im Übrigen ist auch im PKV Markt ein Spielraum vom günstigsten Anbieter 300,37 € bis 456,51 €.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: lumer am 23.09.2020 12:52
Ob das ggü. der GKV nicht ebenfalls stattfindet, kann der Patient nicht nachvollziehen.
Doch, kann er, wenn er möchte, da zum einen die Krankenkassen verpflichtet sind, auf Antrag eine Versichertenauskunft über abgerechnete Leistungen zu erstellen (§ 305 Abs. 1 SGB V), und zum anderen die Ärzte den Patienten auf Wunsch eine Patientenquittung geben müssen (§ 305 Abs. 2 SGB V).
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: was_guckst_du am 23.09.2020 13:59
...und das forderst du natürlich regelmässig ein.. 8)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 23.09.2020 16:40
Hier haben manche vielleicht lebensfremde Ansichten, mein lieber Scholli  ::)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: lumer am 23.09.2020 20:38
@was_guckst_du: Ja, etwa alle 12 bis 18 Monate bei meiner GKV. Es gibt einige Krankenkassen, die machen das online. Da geht's etwas einfacher als bei meiner jetzigen.

@2strong: Das ist keine lebensfremde Ansicht, sondern eine Widerlegung deiner Behauptung, Patienten könnten nicht nachvollziehen, was gegenüber der GKV abgerechnet würde. Ob das in der Form genutzt wird oder nicht einfacher ausgestaltet werden könnte,  ist eine andere Frage, die du gar nicht angesprochen hast, da du ja davon ausgingst, es ginge nicht.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 2strong am 24.09.2020 00:59
Völlig lebensfremd und irrational.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: 13reasonswhy am 11.10.2020 12:03
Ich habe nun die Preisanpassung der Debeka erhalten und zahle ab Januar 2021 knapp 40 EUR mehr ...
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Bastel am 11.10.2020 13:37
Ich habe nun die Preisanpassung der Debeka erhalten und zahle ab Januar 2021 knapp 40 EUR mehr ...

Coronaanpassung? ::)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: newT am 11.10.2020 13:48
Ich habe nun die Preisanpassung der Debeka erhalten und zahle ab Januar 2021 knapp 40 EUR mehr ...
Welche Tarife hast du denn? Bist du in den aktuellen Unisex Tarifen, i.e. B30, B20K, WL30, WL20K, BC, PVB? Ich habe noch nichts erhalten, warte aber auch noch auf den Bescheid mit der Erhöhung, daher würde mich das interessieren.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Tyto am 11.10.2020 17:08
Hier auch ca. 30 EUR mehr bei der Debeka, knapp unter 300 EUR insgesamt.

Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: BalBund am 12.10.2020 22:19
Ich habe nun die Preisanpassung der Debeka erhalten und zahle ab Januar 2021 knapp 40 EUR mehr ...
Welche Tarife hast du denn? Bist du in den aktuellen Unisex Tarifen, i.e. B30, B20K, WL30, WL20K, BC, PVB? Ich habe noch nichts erhalten, warte aber auch noch auf den Bescheid mit der Erhöhung, daher würde mich das interessieren.

B Tarif Ausgaben +11,58 - +16,62%, Rechnungsszins abgesenkt von 2,75% auf 2,3%
BC Tarif Ausgaben -8,03%, Rechnungsszins von 2,4% auf 2,3%

WL (Erwachsene) und PVB bleiben unverändert.

Weh tut halt, dass der B die letzten so lange mit 2,75% lief, das schmerzt jetzt. Geht die Niedrigzinspolitik so weiter ist die nächste Absenkung aber nur eine Frage der Zeit und wird noch teurer.

Bleibt also zu hoffen, dass die 4,8% Tarifforderung kommen und übertragen werden :-)
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Beamtenexperte am 15.10.2020 09:13
Guten Morgen.

Man sollte immer alles im Einzelfall prüfen und niemals pauschal sagen : bei der Tariföffnungsaktion ist die Debeka der beste Anbieter.
www.tarifoeffnung.de mal anschauen.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Mantis am 16.10.2020 09:06
Ich bin mit 44 verbeamtet worden. Habe keine Vorerkrankungen. Die Debeka berechnet mir den höchstmöglichen Satz. Ihre Aussage war: am liebsten würden sie mich ablehnen. Da sie aber gesetztlich verpflichtet sind (erster Wechsel nach GKV) müssen sie mich als Kunden akzeptieren - den Preis machen sie. Und alleine aufgrund meines Alters - auch wenn ich wirklich kerngesund wäre - dürfen sie mir den Höchstsatz berechnen.
Aufgrund des guten Rufes und Versicherungsverkaufsargumente (z.B. höchstens 2-3 % Steigerung im Jahr) habe ich den Vertrag unterschrieben.

Da ich nun schon einen sehr hohen Betrag zahle sind 2-3 % Steigerung jedes Jahr an sich schon ordentlich. Das waren letztes Jahr 7 Euro mehr pro Monat.
 
Mit dem Schreiben diesen Monat habe ich einen Schock bekommen. Ab Januar bezahle ich ca. 42 Euro mehr im Monat! - (ca. 11-12 % Erhöhung).

Wenn das so weitergeht - gehe ich in ein paar Jahren nur noch für die Versicherung arbeiten. Ist übertrieben - ich weiß. Aber ich muss noch 20 Jahre arbeiten. Wo soll das hinführen? Da nutzt es mich nichts, dass ich ständig teure Untersuchungen machen lassen darf.

Wenn die Kosten steigen - die Krankenkassen nicht gegensteuern - und sich nicht mehr so viele Versicherer überreden lassen Kunden  bei der Debeka zu werden... dann gute Nacht.
Wechselversuche brauche ich aufgrund meines Alters auch gar nicht erst versuchen.

Ganz ehrlich es ist ein Dilemma. Beides - GKV wie PKV beim Wechsel im hohen Alter sind ein Problem.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Tagelöhner am 16.10.2020 10:13
Es gibt ja bereits vereinzelt Vorstöße, die GKV als ebenfalls attraktive Alternative zur PKV zu etablieren, indem die Anrechnungsfähigkeit der Beihilfe bzw. der Anteil des "Arbeitgebers" berücksichtigt werden.

Ein Kernproblem ist jedoch, dass die private Krankenversicherung zum Spartarif im Vergleich allgemein mit all ihren offenkundigen Vorteilen als Teil der Gesamtprivilegien von den Interessenvertretern des Berufsbeamtentums mit harten Bandagen verteidigt wird. Da die Mehrzahl der Beamten im gehobenen bzw. höheren Dienst angesiedelt ist, sind derartige Beitragssteigerungen zudem eher noch verschmerzbar bis fast gar nicht spürbar.

Härter wird es für Beamte im mittleren Dienst, da aufgerufene Beiträge der PKVen nun mal nicht nach Einkommen differenzieren, wie es beim prozentualen GKV-Anteil der Fall ist.

Versicherungsgesellschaften kommen aufgrund des Niedrigzinsumfeldes und der allgemein schwierigeren Situation, an den Finanzmärkten mit Kundenbeiträgen noch erforderliche entsprechende Gewinne zu erzielen, schon länger und immer stärker in Schieflage. Man darf daher in Zukunft auch weiterhin mit deutlich steigenden Beiträgen rechnen.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: clarion am 16.10.2020 20:43
Hallo Mantis willkommen im Club auch bei mir sind es 42 Euro im Monat mehr. Ich komme aber immer wesentlich billiger weg als bei der freiwillig  gesetzliche KV. Ich glaube selbst wenn der Dienstherr die Hälfte der GKV tragen würde, wäre es teurer. Für Beamte der unteren Ämter fängt es aber an weh zu tun.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Asperatus am 17.10.2020 12:44
Guten Morgen.

Man sollte immer alles im Einzelfall prüfen und niemals pauschal sagen : bei der Tariföffnungsaktion ist die Debeka der beste Anbieter.
www.tarifoeffnung.de mal anschauen.

www.tarifoeffnung.de wird laut Impressum von Sven Meschede aus Büren, einem privaten Versicherungsagenten, betrieben. Ob man hier unabhängige Informationen zur Tariföffnung findet und ob Herr Meschede nicht von mindestens einem Unternehmen Provisionen erhält, ist fraglich.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: clarion am 18.10.2020 00:02
Vielleicht  ist der beamtenexperte sogar dieser Sven
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Euphyll am 18.10.2020 17:22
Wie die Lebensversicherung hat die PKV derzeit schlechte Zeiten. Die Debeka hat z. B. gerade ihren Rechnungszins von ehemals 3,5 auf 2,3 reduziert. Mit erheblichen preislichen Auswirkungen.

Vorteile hat man tatsächlich wegen besserer Zahnleistungen von der Beihilfe. Beim Arzt ist gar kein Unterschied zu merken. Ich empfehle derzeit GKV aber als Angestellter mit guter VBL.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: DennisStefan am 02.11.2020 10:44
Es gibt derzeit viele Spekulationen wer wie viel zusätzlich wird zahlen müssen. Die 19% hinken gewaltig.
Bis die Bescheide kommen ist aktuell die einzige valide Aussage unter https://www.debeka.de/produkte/versichern/krankenversicherung/faq_beitragsanpassun.html zu finden.

Nun sind die Bescheide ja wohl angekommen...
Habe mir die Quelle auch mal angesehen, die evt. gemeint sein könnte:

https://beihilfe-partner.de/debeka (https://beihilfe-partner.de/debeka)

Aber imo wird hier auch nichts anderes erzählt als das, was gerade durch die Presse geht (vgl. Süddeutsche https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/debeka-preiserhoehung-private-krankenversicherung-1.5093287#:~:text=Beamte%20sowie%20Arbeitnehmer%20und%20Selbst%C3%A4ndige,Beamten%2C%20sie%20sp%C3%BCren%20Erh%C3%B6hungen%20st%C3%A4rker. (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/debeka-preiserhoehung-private-krankenversicherung-1.5093287#:~:text=Beamte%20sowie%20Arbeitnehmer%20und%20Selbst%C3%A4ndige,Beamten%2C%20sie%20sp%C3%BCren%20Erh%C3%B6hungen%20st%C3%A4rker.), FAZ https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/private-krankenversicherungen-werden-deutlich-teurer-17026271.html (https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/private-krankenversicherungen-werden-deutlich-teurer-17026271.html), Spiegel online https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/private-krankenversicherung-leidet-unter-minizinsen-massive-beitragserhoehungen-a-be95a6a6-6edc-4530-a24e-c294b6377ccb (https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/private-krankenversicherung-leidet-unter-minizinsen-massive-beitragserhoehungen-a-be95a6a6-6edc-4530-a24e-c294b6377ccb))

Ich habe mich nun entschlossen, zu wechseln. Denn 18,5% Beitragserhöhung in meinem Fall kann ich einfach nicht ohne Weiteres hinnehmen.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: öb am 03.11.2020 15:07
Ich bin mit 44 verbeamtet worden. Habe keine Vorerkrankungen. Die Debeka berechnet mir den höchstmöglichen Satz. Ihre Aussage war: am liebsten würden sie mich ablehnen. Da sie aber gesetztlich verpflichtet sind (erster Wechsel nach GKV) müssen sie mich als Kunden akzeptieren - den Preis machen sie. Und alleine aufgrund meines Alters - auch wenn ich wirklich kerngesund wäre - dürfen sie mir den Höchstsatz berechnen.
Aufgrund des guten Rufes und Versicherungsverkaufsargumente (z.B. höchstens 2-3 % Steigerung im Jahr) habe ich den Vertrag unterschrieben.

Da ich nun schon einen sehr hohen Betrag zahle sind 2-3 % Steigerung jedes Jahr an sich schon ordentlich. Das waren letztes Jahr 7 Euro mehr pro Monat.
 
Mit dem Schreiben diesen Monat habe ich einen Schock bekommen. Ab Januar bezahle ich ca. 42 Euro mehr im Monat! - (ca. 11-12 % Erhöhung).

Wenn das so weitergeht - gehe ich in ein paar Jahren nur noch für die Versicherung arbeiten. Ist übertrieben - ich weiß. Aber ich muss noch 20 Jahre arbeiten. Wo soll das hinführen? Da nutzt es mich nichts, dass ich ständig teure Untersuchungen machen lassen darf.

Wenn die Kosten steigen - die Krankenkassen nicht gegensteuern - und sich nicht mehr so viele Versicherer überreden lassen Kunden  bei der Debeka zu werden... dann gute Nacht.
Wechselversuche brauche ich aufgrund meines Alters auch gar nicht erst versuchen.

Ganz ehrlich es ist ein Dilemma. Beides - GKV wie PKV beim Wechsel im hohen Alter sind ein Problem.
Ein Beitragsanteil wird doch rückerstattet, wenn du deiner PKV keine Kosten verursachst = keine Rechnung einreichst. Das dämpft in deinem Fall nicht die Kosten?

Bei mir kam es zweimal dazu, dass ich mir Angebote von PKVs einholte. Zuletzt Anfang diesen Jahres. Ohne dass das Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalt dabei war, kam ich bei der Debeka auf ein Angebot von ~ 330 Euro den Monat. Günstiger fand ich die Huk-Coburg, die lag unter 300,00 Euro. Bot aber auch nicht so viele Bonusleistungen an.

Ende dieses Jahres bzw. 2021 bekomme ich die Chance auf Verbeamtung. Und das lohnt sich in meinem Fall noch. Muss nur vor der nächsten Wahl noch durch kommen.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: Bastel am 03.11.2020 20:23
Was ändert sich den nach der Wahl?
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: BalBund am 03.11.2020 21:22
Was ändert sich den nach der Wahl?

Ich vermute mal er spekuliert auf Bundeskanzler Habeck und die damit kommende Bürgerversicherung, ein bekanntes rot-grün-rotes Herzensprojekt.
Titel: Antw:Verbeamtung, Höhe PKV
Beitrag von: yamato am 04.11.2020 06:43
Ich bin mit 44 verbeamtet worden. Habe keine Vorerkrankungen. Die Debeka berechnet mir den höchstmöglichen Satz. Ihre Aussage war: am liebsten würden sie mich ablehnen. Da sie aber gesetztlich verpflichtet sind (erster Wechsel nach GKV) müssen sie mich als Kunden akzeptieren - den Preis machen sie. Und alleine aufgrund meines Alters - auch wenn ich wirklich kerngesund wäre - dürfen sie mir den Höchstsatz berechnen.
Aufgrund des guten Rufes und Versicherungsverkaufsargumente (z.B. höchstens 2-3 % Steigerung im Jahr) habe ich den Vertrag unterschrieben.

Da ich nun schon einen sehr hohen Betrag zahle sind 2-3 % Steigerung jedes Jahr an sich schon ordentlich. Das waren letztes Jahr 7 Euro mehr pro Monat.
 
Mit dem Schreiben diesen Monat habe ich einen Schock bekommen. Ab Januar bezahle ich ca. 42 Euro mehr im Monat! - (ca. 11-12 % Erhöhung).

Wenn das so weitergeht - gehe ich in ein paar Jahren nur noch für die Versicherung arbeiten. Ist übertrieben - ich weiß. Aber ich muss noch 20 Jahre arbeiten. Wo soll das hinführen? Da nutzt es mich nichts, dass ich ständig teure Untersuchungen machen lassen darf.

Wenn die Kosten steigen - die Krankenkassen nicht gegensteuern - und sich nicht mehr so viele Versicherer überreden lassen Kunden  bei der Debeka zu werden... dann gute Nacht.
Wechselversuche brauche ich aufgrund meines Alters auch gar nicht erst versuchen.

Ganz ehrlich es ist ein Dilemma. Beides - GKV wie PKV beim Wechsel im hohen Alter sind ein Problem.

Es gibt aber die Möglichkeit in den Basistarif zu wechseln, der ist zumindest nach oben hin gedeckelt. Der bietet allerdings keine großartigem Mehrleistungen mehr und man muss bei Ärzten und Krankenhäusern aufpassen, dass Sie die richtigen Sätze berechnen.