Autor Thema: [NI] Ich soll verbeamtet werden und möchte in der GKV bleiben  (Read 6545 times)

clarion

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 83
  • Karma: +4/-1
Hallo, hier wird auch viel unwahren Zeug behauptet. Die PKV sind verpflichtet, Altersrückstellungen aus den Beiträgen zu bilden, eben damit die Beiträge im Alter nicht überproportional steigen. Hinzu kommt der Effekt, dass der Beihilfesatz mit der Pensionierung steigt. Ich gehe außerdem davon aus, dass der Sohn als Erwachsener nicht mehr über die KV der Eltern laufen wird. Je nachdem sie stark die Einschränkung ist, wird er arbeiten ggf. in einer Behindertenwerkstatt und sich selbst gesetzlich versichern.

A Propos je höher die Monatlichen Beiträge umso höher die BRE.

Feidl

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 130
  • Karma: +4/-3
Und wenn ich so etwas lese: https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Niedersachsen-Ausgaben-fuer-Beamtenpensionen-steigen-dramatisch , ist es mir geradezu unangenehm, auf das Angebot der Verbeamtung einzugehen :-[
Der Dienstherr spart bei den aktiven Beamten gegenüber gleichbezahlten (netto) Angestellten fast 1/3. Da hat er eigentlich genug Möglichkeiten, dieses gesparte Geld sinnvoll anzulegen, um es später für die Pensionen vorzuhalten. Aber in der Vergangenheit haben Politiker auch gerne damit Haushaltslöcher gestopft.


A Propos je höher die Monatlichen Beiträge umso höher die BRE.
Das stimmt nicht generell. Es kommt auf die Versicherung und den Tarif an. Zum Beispiel AXA hat bei allen Unisextarifen ab diesen Jahr pauschale BRE eingeführt, die unabhängig des Beitrages sind und, zumindest bei den Beamtentarifen, auch unabhängig der versicherungsfreien Jahre sind. Ich bekäme daher für dieses Jahr 500€ zurück, damit lohnt sich BRE endlich mal. Letztes Jahr wären es gerade mal knapp 90€ gewesen.


Ich würde auch zur PKV raten, auch bei Gefahr steigender Tarife in Alter. Wer weiß, ob es PKVs in 10 Jahren überhaupt noch gibt und nicht doch Bürgerversicherung eingeführt wurde.  ;D Daher lieber jetzt Geld sparen, anstatt eventuell, vielleicht, unter Umständen in der Zukunft.

RookieOne

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 14
  • Karma: +0/-0
Hallo, clarion,

... Ich gehe außerdem davon aus, dass der Sohn als Erwachsener nicht mehr über die KV der Eltern laufen wird. Je nachdem sie stark die Einschränkung ist, wird er arbeiten ggf. in einer Behindertenwerkstatt und sich selbst gesetzlich versichern. ...

da muss ich Dich wohl enttäuschen: Unser Sohn wird nicht in der Lage sein, zu arbeiten. Dazu sind seine Behinderungen zu stark ausgeprägt (Tetraspastik, keine Rumpfkontrolle, willkürliches Bewegungsmuster, Epilepsie, kein Spracherwerb (er lautiert und vokalisiert)  :'( )

RookieOne

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 14
  • Karma: +0/-0
Hallo in die Runde,

puhhh – hier wurde ja ziemlich viel geschrieben. Mein PKV-Vergleich hat für’s Erste folgende monatlich Kosten ergeben: Von 518,95 € bis 574,09 € war alles dabei. Die Angebote umfassten jeweils die priv. Krankenversicherung für mich, für die Ehefrau und den Sohnemann. Günstiger wäre es natürlich, wenn meine Frau in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt und den Junior übernimmt. Da sie aber einem Minijob nachgeht, wird das eher nicht möglich sein.

VaPi

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
  • Karma: +0/-0
Zitat
Kinder sind von Zuzahlungen zu Medikamenten befreit. Was mir Sorgen bereitet, sind die Kosten für Hilfsmittel. So einen Rollstuhl wird auf dem Kostenübernahmebescheid der GKV locker mit 4000 € angegeben. 

Bei der Beihilfe kann man größere Ausgaben eigentlich immer vorher anmelden und bekommt dann einen Vorschuss oder Zeitnahe Auszahlung.

Die Zahlungsziele kann man beim Arzt auch fast immer auf 30 Tage vereinbaren. Denen ist die Problematik mit den Vorauszahlungen bekannt.

Ich würde den Tipp, dass deine Frau auf 451€ irgendwo angestellt wird und dann GKV versichert ist , durchaus beherzigen.

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 900
  • Karma: +35/-32
Ich würde den Tipp, dass deine Frau auf 451€ irgendwo angestellt wird und dann GKV versichert ist , durchaus beherzigen.
Wobei der Junior ja trotzdem via PKV versichert werden müsste, ode irre ich hier?

clarion

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 83
  • Karma: +4/-1
Hallo, ggü. Der PKV besteht aber kein Sachleistungsanspruch. Gerade die medizinischen Hilfsmittel, d.h. Rollstühle, Hörgeräte etc., sind bei PKV auf einen Maximalbetrag gedeckelt. Die GKV muss bei medizinischer Notwendigkeit über den Festbetrag hinaus zahlen. Nach Schilderung der Umstände würde ich den Junior auf jedem Fall in der GKV unterbringen. Im Forum Rehakids sind die Experten, die sich beim Thema PKV und Schwerstbehinderung besser als wir in diesem Forum auskennen. M.W. kann man den Sohn auch allein ohne Eltern zu einem Mindestbeitrag in der GKV versichern, hast Du die Option auch geprüft?

bettelmusikant

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 41
  • Karma: +4/-0
Ich würde den Tipp, dass deine Frau auf 451€ irgendwo angestellt wird und dann GKV versichert ist , durchaus beherzigen.
Wobei der Junior ja trotzdem via PKV versichert werden müsste, ode irre ich hier?

Ne, der kann über die Mutter familienversichert werden.

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 900
  • Karma: +35/-32
Ich würde den Tipp, dass deine Frau auf 451€ irgendwo angestellt wird und dann GKV versichert ist , durchaus beherzigen.
Wobei der Junior ja trotzdem via PKV versichert werden müsste, ode irre ich hier?

Ne, der kann über die Mutter familienversichert werden.
Stimmt solange der TE unter der Bemessungsgrenze liegt, hatte den Eingangspost nicht mit A10 nicht mehr im Kopf.

Saggse

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 23
  • Karma: +4/-0
Stimmt solange der TE unter der Bemessungsgrenze liegt, hatte den Eingangspost nicht mit A10 nicht mehr im Kopf.
Meines Wissens ist es die (höhere) Versicherungspflichtgrenze, wobei Familienzulagen nicht berücksichtigt werden. Mit 'ner A10 dürfte man das nicht schaffen...

RookieOne

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 14
  • Karma: +0/-0
Den Thread kann ich an dieser Stelle im Prinzip schließen. Gestern teilte mir die Personalstelle das Ergebnis vom Amtsarzt mit: nicht tauglich  :-\ . Daher ist die Verbeamtung erst einmal vom Tisch. 2021 könnte ich wohl wieder einen Versuch unternehmen.

Vielen Dank an dieser Stelle für die vielen ausführlichen Kommentierungen.

Gruß, Rookie

Tagelöhner

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 76
  • Karma: +10/-13
Mach Dir nichts draus und sehe es positiv...Du bist nicht Teil eines in vielerlei Hinsicht fragwürdigen Systems geworden, in dem in aller Regel Duckmäusertum und charakterlose Linientreue an der Tagesordnung sein müssen, um beruflich voran zu kommen.

Landsknecht

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 47
  • Karma: +3/-2
Was hat deine Aussage mit der Verbeamtung zu tun?

Organisator

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 302
  • Karma: +20/-15
Was hat deine Aussage mit der Verbeamtung zu tun?

Na ist doch klar. Der öD

- ist fragwürdig,
- besteht ausschließlich aus Beamten und
- letztere müssenn charakterlose Duckmäuser sein, um andauern befördert zu werden.

TonyBox

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 21
  • Karma: +2/-0
Hallo,

haben Sie denn mal eine Vergleichsrechnung gemacht (was ist günstiger PKV / GKV)?
=> Und dann noch die spannende Frage, hat man danach mehr oder weniger als vorher.

Was kostet die PKV wenn Sie sich und Ihre Familie versichern müssen.
Ich könnte mir vorstellen, dass die PKV auch nicht bzw nicht viel günstiger ist, da jeder einzeln versichert werden muss und es je nach Vorerkrankung hohe Risikoaufschläge gibt.
Berücksichtigt man das Eintrittsalter etc. bekommt man ja auch meist schon keinen guten Versicherungsbeitrag mehr. Zahlen währen hier nur Spekulation, da zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Lassen Sie sich doch ein Angebot machen und überlegen dann was für Sie das richtige ist.

Die GKV kostet je nach Krankenkasse ca. 15% der Bruttobezüge. Es könnte dennoch günstiger sein diese zu nehmen auch wenn man den gesamten Beitrag selber übernehmen muss. Grund ist, dass einerseits die notwendigen Kosten übernommen werden müssen und auch hier wahrscheinlich eine kostenlose Familienversicherung gegeben sein könnte. Müsste die Krankenkasse aber beantworten können. Vor allem hätte man hier nichts mit Rechnungen zu tun wie bei der PKV. Einfach Karte abgeben, fertig.

Die andere alternative wurde ja schon genannt. Sie in der PKV und Ihre Frau in der GKV (Voraussetzung SV-Pflichtige Beschäftigung), dann könnten Kinder kostenlos über die Familienversicherung mitversichert werden.
Vorausgesetzt Sie verdienen nicht mehr als die Versicherungspflichtgrenze :-)