Autor Thema: VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage  (Read 4581 times)

TV-Ler

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #15 am: 23.12.2019 18:18 »
(Wie lange lief eigentlich dieses Alt-System, bis es für unzulässig erklärt wurde?)
Die „dynamische Gesamtversorgung“ gab es seit 1967.

öfföff

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #16 am: 08.01.2020 12:30 »
@D-x
Die VBL klassik (für West-Bürger)  legt Gelder an? Wirklich? Gibt es hierzu irgendwo Infos? Ich las bisher immer dass die VBL klassik West komplett Umlagefinanziert ist!??

Bastel

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #17 am: 08.01.2020 13:50 »
Eventuell meint er die Bonuspunkte?

Sie können Bonuspunkte erhalten. Die Menge der Bonuspunkte hängt von der Wirtschaftslage ab: also davon, wie viel Überschüsse wir Jahr für Jahr erwirtschaften und an Sie weitergeben.

Neben den Versorgungspunkten für zusatzversorgungspflichtiges Entgelt sowie den möglichen Versorgungspunkten für soziale Komponenten werden dem Versorgungskonto im Rahmen der Überschussverteilung gegebenenfalls noch so genannte Bonuspunkte (Überschussanteile; VBL-Satzung § 68) gutgeschrieben.

 Hierzu wird jährlich bis zum Jahresende für das vorangegangene Geschäftsjahr festgestellt, ob und in welchem Umfang Bonuspunkte vergeben werden können. Grundlage für die Berechnung der Bonuspunkte ist eine versicherungstechnische Bilanz, in der ein tatsächlicher (Tarifgebiet Ost) bzw. fiktiv (Tarifgebiet West) errechneter Überschuss aus Kapitalerträgen errechnet wird.

 Soweit keine Kapitaldeckung vorhanden ist, sondern die Leistungen aus den laufenden Umlagen finanziert werden, wird die durchschnittliche laufende Verzinsung der zehn größten Pensionskassen in der Bundesrepublik Deutschland als unterstellte Verzinsung zugrunde gelegt.

Der so ermittelte Überschuss wird um den Aufwand für die sozialen Komponenten und die Verwaltungskosten vermindert. Ein gegebenenfalls verbleibender Überschuss fließt den Versorgungskonten der Versicherten in Form von Bonuspunkten zu. Voraussetzung ist ein entsprechender Beschluss des Verwaltungsrates der VBL auf Vorschlag des Verantwortlichen Aktuars. Bonuspunkte für ein abgeschlossenes Kalenderjahr können für die Versicherten vergeben werden, die am Ende des folgenden Geschäftsjahres
pflichtversichert sind oder
beitragsfrei versichert sind und eine Wartezeit von 120 Umlage-/Beitragsmonaten erfüllt haben.

TV-Ler

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #18 am: 08.01.2020 13:51 »
@D-x
Die VBL klassik (für West-Bürger)  legt Gelder an? Wirklich? Gibt es hierzu irgendwo Infos? Ich las bisher immer dass die VBL klassik West komplett Umlagefinanziert ist!??
Guckst du: https://www.vbl.de/de/app/media/container/_eyedaiki.html

Im Geschäftsbericht des Jahres 2017 werden beispielsweise die Kapitalerträge mit 930,8 Millionen Euro angegeben, bei einem Anlagevermögen von 23.472,6 Milliarden Euro.

MrRossi

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #19 am: 08.01.2020 14:04 »
@D-x
Die VBL klassik (für West-Bürger)  legt Gelder an? Wirklich? Gibt es hierzu irgendwo Infos? Ich las bisher immer dass die VBL klassik West komplett Umlagefinanziert ist!??
Guckst du: https://www.vbl.de/de/app/media/container/_eyedaiki.html

Im Geschäftsbericht des Jahres 2017 werden beispielsweise die Kapitalerträge mit 930,8 Millionen Euro angegeben, bei einem Anlagevermögen von 23.472,6 Milliarden Euro.

Bischen Viel Anlagevermögen..... könnte man 10 mal die Schulden von Deutschland bezahlen...

Bastel

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #20 am: 08.01.2020 14:05 »
@D-x
Die VBL klassik (für West-Bürger)  legt Gelder an? Wirklich? Gibt es hierzu irgendwo Infos? Ich las bisher immer dass die VBL klassik West komplett Umlagefinanziert ist!??
Guckst du: https://www.vbl.de/de/app/media/container/_eyedaiki.html

Im Geschäftsbericht des Jahres 2017 werden beispielsweise die Kapitalerträge mit 930,8 Millionen Euro angegeben, bei einem Anlagevermögen von 23.472,6 Milliarden Euro.

Hast du da einen Fehler drinnen? Das sind ja 23,5 Billionen € :o

Kat

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #21 am: 08.01.2020 14:21 »
Die VBL hat auch Geschäftshäuser, die sie vermietet. Der Vermieter des Gebäudes der Firma meiner Eltern war z.B. die  VBL, inzwischen haben sie das Gebäude aber wohl verkauft.

nichts_tun

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #22 am: 08.01.2020 14:49 »
Es sind Millionen, nicht Milliarden. S. 52 des Geschäftsberichts, den TV-Ler auch verlinkt hatte.

Bastel

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #23 am: 08.01.2020 15:00 »
Dann sieht die Rendite ja gar nicht mal so schlecht aus. Wie viele Bonuspunkte bekommt man so ungefähr im Jahr?

TV-Ler

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #24 am: 08.01.2020 15:02 »
Dann sieht die Rendite ja gar nicht mal so schlecht aus. Wie viele Bonuspunkte bekommt man so ungefähr im Jahr?
Keine.

D-x

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Antw:VBL Klassik im öD - grundsätzliche Frage
« Antwort #25 am: 14.01.2020 12:06 »
@D-x
Die VBL klassik (für West-Bürger)  legt Gelder an? Wirklich? Gibt es hierzu irgendwo Infos? Ich las bisher immer dass die VBL klassik West komplett Umlagefinanziert ist!??

Es wurde ja schon von anderen dazu geschrieben.
Glücklicherweise nimmt (nahm) die VBL durch die Umlagen mehr ein, als sie im gleichen Monat verteilt. Zumindest anfangs, sonst würde das ganze ja nicht aufgehen. Und sinnvollerweise lässt sie diese Überschüsse nicht einfach auf dem Sparbuch, Girokonto oder Tagesgeldkonto liegen, auch wenn es auf diese früher ja aus heutiger Sicht recht erquickliche Zinsen gab, sondern sie investierte diese Gelder.

Aus meiner Erinnerung ist es so, dass viele Anlageklassen tabu sind und nicht jedes Risiko eingegangen werden dürfe. Immobilien, die offenbar durchaus gern von ZVKs gehalten werden, sind ja auch eher risikoarm. Laut diesem Artikel geht die VBL aber doch gewisse Risiken ein, auch wenn die genannten Anlagen (bzw. vielmehr Anlageklassen) aus meiner Sicht kein übermäßiges Risiko darstellen, da gibt es noch ganz andere Dinge in der Derivateschublade...

Noch zur Ursprungsfrage, und da das so wie ich sehe noch nicht näher beantwortet wurde: Umlagesystem heißt ja nicht, dass am Ende eines Intervalls (Monat, Jahr, was auch immer) der Kontostand wieder 0,00 sein muss. Vielmehr bedeutet es im Gegensatz zum Kapitaldeckungs-System, bei dem die Gelder eines Mitglieds quasi für dieses angelegt werden und keinerlei Entnahmen stattfinden, dass das angelegte Vermögen bzw. einzelne Assets niemand persönlich zugeordnet sind.