Autor Thema: Abordnung mit Ziel der Versetzung - Gleicher Dienstherr, andere Dienststelle  (Read 884 times)

ÖffiMensch

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Hallo zusammen,

ich bin TBe und kenne mich im Beamtenrecht nicht sonderlich aus. Zwar hatte ich selber schon einen Abordnungsprozess hinter mir (da gab es auch einen Thread im entsprechenden Bereich), kann mir aber vorstellen, dass es bei Beamten anders läuft.

Einen verbeamteten Kollegen trifft derzeit folgendes:
Er hat sich erfolgreich auf eine Stelle beim gleichen Dienstherren (Bund), aber einer anderen Dienststelle eines anderen Geschäftsbereiches beworben. Die abgebende Dienststelle verweigert dem Kollegen ein konkretes Datum für die Abordnung zu nennen, da sie erst warten möchte, bis ein Nachfolger verfügbar ist. Die anfordernde Dienststelle möchte ein konkretes Datum benannt haben. Die abgebende Dienststelle nennt nun Anfang nächsten Jahres als möglichen Zeitpunkt für eine direkte Versetzung ohne Abordnungszeit, die aufnehmende Dienststelle lässt sich darauf nicht ein.

Welche Möglichkeit hat der Kollege nun, die Abordnung zu beeinflussen? Welche Rolle kann der Personalrat einnehmen? Wie kann man verhindern, dass der aufnehmende Dienstherr auf die Abordnung verzichtet?

Schon einmal Danke für die Antworten :-)

TheOffice

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Hallo,

er selbst kann nur seinen Wunsch äußern, die gewonne Stelle schnellstmöglich antreten zu wollen.
Diesen Wunsch kann er seinen späteren Vorgesetzten per Mail senden und den jetzigen,sowie den neuen Personalrat mit ins Cc. nehmen.
Nachdem er die Mail versendet hat, kann er seinen neuen Vorgesetzten anrufen und ihm bitten mit diesem Wunsch eine Stufe höher zu gehen und ebenfallls den neuen Personalrat miteinzubeziehen.

Dann sollte alles bisschen schneller gehen.

Grüße und viel Erfolg.

BStromberg

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Hallo,

er selbst kann nur seinen Wunsch äußern, die gewonne Stelle schnellstmöglich antreten zu wollen.
Diesen Wunsch kann er seinen späteren Vorgesetzten per Mail senden und den jetzigen,sowie den neuen Personalrat mit ins Cc. nehmen.
Nachdem er die Mail versendet hat, kann er seinen neuen Vorgesetzten anrufen und ihm bitten mit diesem Wunsch eine Stufe höher zu gehen und ebenfallls den neuen Personalrat miteinzubeziehen.

Dann sollte alles bisschen schneller gehen.

Grüße und viel Erfolg.

Ja, aus der praktischen Erfahrung heraus ist das quasi die einzige Handhabe, den Prozess (gegebenenfalls) etwas zu forcieren.

Gute Mitarbeiter lässt man nur ungern gehen, aber dieses mantraartige "wir haben halt keinen Nachfolger" lasse ich weder im Allgemeinen, noch für mich selber gelten. In eigener Sache habe ich mal - als sich eine Verschleppung anbahnte - mitgeteilt, dass ich zum nächsten Monat mal spontan eine familienbedingte Auszeit für 1-2 Monate bräuchte (war natürlich reiner Bluff). So konnte ich das Angebot unterbreiten, davon Abstand zu nehmen, wenn der Wechselprozess binnen 2 Monaten abgeschlossen wird... was dann auch geglückt ist.

Leider ein Stück weit Kuhhandel und Basar. Man will es sich meist ja weder mit der einen, noch mit der anderen Stelle verscherzen, aber alles über 3 Monate halte ich für unverschämt aus Sicht des Betroffenen.
"Ich brauche Informationen.
Meine Meinung bilde ich mir selber."
(Charles Dickens)