Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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KlammeKassen

Zitat von: SantaClaus in Heute um 07:38Warum ruderst du so? Das war dein Beispiel. Ist halt nicht schlau gewählt, darf man sich wohl eingestehen. Ach passt ja nicht ins narrativ.

Auch der Verweis auf A9 macht es nicht besser, da wird der mittlere dienst einfach komplett gestrichen, who cares um die Sorgen der Unterschicht, macht der Dienstherr genauso.
Wusstest du, die Steigerung von A6 auf A9 im mD sind auf 40 Jahre mal gerade erst 800€ netto. Glaubst du, wenn du bei 2,2-2,4 netto bei a6 startest diese Gehaltsteigerung die PkV Steigerungen in den 40 Jahren übersteigt? Oder könnte es vielleicht viel eher sein, dass die PKV wesentlich teurer wird für die Beamten im mD?


Naja du kannst ja nun nicht die heutigen Lohnzuwächse mit ggf. vorhandenen Steigerungen der PKV in Zukunft vergleichen.
Oder weißt du schon, wie beide Erhöhungen ausfallen.

Wird denn im mD überhaupt noch ausgebildet?
Also kommunal nicht.
Wissen tue ich es auch nur vom Finanzamt...

Beim Bund kein Plan...


Naja das Beispiel war schon schlau gewählt, wenn von "arme Beamte" gesprochen wird, zieht man natürlich das allergeringste Einkommen heran, um zu zeigen, dass das schon recht übertrieben wird. ... da jedes höhere Gehalt logischerweise noch weiter von den 2.000 Euro nach oben hin abweicht.
Die 480 Euro für PKV waren ja auch schon recht hoch angesetzt, das zahlen viele nicht.

Aber ohjeee und Rheini meinen ja, jeder verdient minimum 3000 Euro netto, da fehlt halt jegliche Vorstellung dafür, was bei Angestellten eigentlich überhaupt noch übrig bleibt nachher.

Außerdem gibt es ja nun in 11 Bundesländern die Möglichkeit sich wie ein Angestellter gesetzlich ohne Nachteile (im Vergleich zu anderen gesetzlich versicherten; zur PKV natürlich schon) zu versichern.
Als Angestellter hast du diese Möglichkeit erst in Stufen 5 und 6 (falls überhaupt ausreichend, in EG10 reicht es beispielsweise gar nicht mehr).

Wenn die PKV zu teuer wird.

Grundsätzlich waren die Vergleiche hier immer auf >EG9 / A9 bezogen, weil das die Bereiche sind, in denen die Tariferhöhungen immer schlecht ausfallen, weil die Mindesterhöhungen zu überproportionalen Steigerungen in den unteren EG führen.
Deshalb ist primär ab 2. Laufbahngruppe, 1. Einstiegsamt ("gehobener Dienst") die Rede.

BVerfGBeliever

Zitat von: MoinMoin in 24.10.2026 15:34Nein, es ging um deine falsche Behauptung, dass Beamten weniger in ihrer PKV für ihre ärztliche Leistung zahlen müssen als Angestellte in ihrer PKV!!!!!
Du unterschlägst in deinen Überlegungen, dass ein Beamter nach seiner Pensionierung nur noch 30% seiner Kosten durch die PKV erstattet bekommt (weil er dann ja 70% Beihilfe erhält).

Somit dürfte rein versicherungsmathematisch ein PKV-Tarif mit identischen Leistungen und Bedingungen z.B. für einen 35-jährigen Beamten (der zu 50% versichert ist) vermutlich günstiger sein als für einen 35-jährigen Angestellten (der zu 100% versichert ist und 50% davon selbst bezahlt).

Denn in beiden Fällen werden Altersrückstellungen gebildet, die im Tarif enthalten sind. Und da die Versicherung im Alter (also genau dann, wenn es tendenziell "teuer" wird) beim Angestellten 100% der Kosten tragen muss, beim Beamten jedoch nur 30%, sind logischerweise beim Angestellten deutlich mehr Rückstellungen erforderlich als beim Beamten..

Hobbyjurist

Das ist der entscheidende Punkt - erst in den beiden Situationen höherer Beihilfesatz dank a) Familie und b) im Alter unterscheiden sich die PKV-Kosten von Beamten und Angestellten.

Das vorher eingebrachte KI-Zitat

"PKV-Kosten im Überblick: Was zahlen Beamte wirklich?

Die Private Krankenversicherung kostet Beamte dank Beihilfe nur einen Bruchteil dessen, was Angestellte zahlen. Während ein Angestellter für eine gute PKV 500-700€ monatlich zahlt, liegen die Kosten für Beamte meist bei nur 150-300€ – bei gleichen oder besseren Leistungen."


war falsch.

Wenn man dann nämlich bei der KI nachfragt, wird auf einmal aufgeschlüsselt in ca. 250-350 € für Single-Beamte und ca. 150-220 € für Beamte mit 2 Kindern und 70 % Beihilfe. Der Angestellte bekommt auf seine 500-700 € 50 % Arbeitgeberzuschuss, effektiv zahlt er dann also 250-350 € monatlich, was genau dem Single-Beamten mit 50 % Beihilfe entspricht. Insofern unterscheiden sich 50 % Beihilfe und 50 % Arbeitgeberzuschuss in der Erwerbsphase erstmal nicht oder kaum.

BVerfGBeliever

Zitat von: Hobbyjurist in Heute um 16:55Insofern unterscheiden sich 50 % Beihilfe und 50 % Arbeitgeberzuschuss in der Erwerbsphase erstmal nicht oder kaum.
Noch mal: Sowohl bei einem Beamten als auch bei einem Angestellten besteht der PKV-Beitrag in der Erwerbsphase aus zwei Bestandteilen, dem Risikoanteil und dem Sparanteil. Und nur zur Info: Ich würde vermuten, dass der Sparanteil in jungen Jahren sogar höher sein kann als der Risikoanteil.

1.) Der Risikoanteil des Beitrags (der die statistisch erwarteten Kosten des aktuellen Jahres abdeckt) dürfte sich in der Tat bei einem 50%-Beihilfe-Beamten und einem 50%-Arbeitgeberzuschuss-Angestellten vermutlich nicht groß unterscheiden.
2.) Der Sparanteil des Beitrags (der als Rückstellung für die erwarteten Kosten im Alter gebildet wird) muss hingegen beim Angestellten signifikant höher sein als beim Beamten, weil die Versicherung im Alter dort 100% statt 30% der anfallenden Kosten zu tragen hat.

Somit muss der gesamte PKV-Beitrag "ceteris paribus" auch schon in der Erwerbsphase bei einem 50%-Arbeitgeberzuschuss-Angestellten höher sein als bei einem 50%-Beihilfe-Beamten..

SantaClaus

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 15:56Naja du kannst ja nun nicht die heutigen Lohnzuwächse mit ggf. vorhandenen Steigerungen der PKV in Zukunft vergleichen.
Oder weißt du schon, wie beide Erhöhungen ausfallen.

Kann mir jetzt eingestehen, in meiner typischen Wortknappheit, nicht explizit auf die prozentuale Steigerung hingewiesen zu haben. Denn ja ich kann ziemlich sicher behaupten, sofern der Dienstherr sich verhält wie er sich verhält, dass die Steigerungen A6-A9 Prozentual gleich bleiben, somit ist ausgehend die 40-jährige Karriere des mD Beamten mit einer 33%-Steigerung versehen. Nimmt man Inflation ab von den PKV-Erhöhungen um auch Tarifübertragungen auf das Beamtentum zu berücksichtigen, schafft die PKV das nach 4 Jahren mit jeweils 10% Erhöhung zu toppen.

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 15:56Wird denn im mD überhaupt noch ausgebildet?
Also kommunal nicht.
Wissen tue ich es auch nur vom Finanzamt...

Beim Bund kein Plan...

Finanzamt, Polizei, Justiz, Feuerwehr etc. - Aber wen juckt das schon, kann man unterschlagen  ;)

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 15:56Naja das Beispiel war schon schlau gewählt, wenn von "arme Beamte" gesprochen wird, zieht man natürlich das allergeringste Einkommen heran, um zu zeigen, dass das schon recht übertrieben wird. ... da jedes höhere Gehalt logischerweise noch weiter von den 2.000 Euro nach oben hin abweicht.
Die 480 Euro für PKV waren ja auch schon recht hoch angesetzt, das zahlen viele nicht.

Nope, nicht schlau gewählt. Da wird nicht übertrieben, das ist ein Trauerfall. Der Angestelle am Bürotisch gegenüber lacht den Beamten aus, der verdient 200€ mehr bei gleicher Tätigkeit. Aber dafür ist man Amtsträger, hat eine ach so tolle PKV, wo die 480€ übrigens ganz schnell in den 30er Lebensjahren erreicht werden, ganz viel Ansehen in der Gesellschaft für die "sinnstiftende" Tätigkeit und hat dafür auch noch Grundrechte abgegeben.

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 15:56Grundsätzlich waren die Vergleiche hier immer auf >EG9 / A9 bezogen, weil das die Bereiche sind, in denen die Tariferhöhungen immer schlecht ausfallen, weil die Mindesterhöhungen zu überproportionalen Steigerungen in den unteren EG führen.
Deshalb ist primär ab 2. Laufbahngruppe, 1. Einstiegsamt ("gehobener Dienst") die Rede.

Mir ist das bewusst, nur erschließt sich mir daraus nicht die Diskussion. Die ist doch dann mit der Gewerkschaft zu führen?