Amtsangemessene Alimentation - Auswirkungen auf TVöD?

Begonnen von KurzeFrage, 22.03.2026 18:49

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Rheini

Zitat von: KurzeFrage in Heute um 09:26Da ich der Ersteller des Themas bin: Es ging um die monetären Unterschiede bzw. die Frage, ob eine Verbesserung bei den Beamten sich auf die Tarifbeschäftigten auswirken wird - so wie es andersherum gang und gäbe ist.

Das Argument, man hätte sich auch auf eine Beamtenstelle bewerben können ist meiner Meinung nach keines. In meinem Referat bspw. wird ein Teil der Referenten verbeamtet, der andere nicht. Ansonsten wird noch der Referatsleiter verbeamtet. Allen anderen Sachbearbeitern wird eine Verbeamtung grundsätzlich verwehrt. Hoheitliche Aufgaben liegen da in keinem Fall vor. Es ist einfach historisch gewachsen, Willkür und schafft eine unnötige Zweiklassengesellschaft.

Aber nochmal: Um diese Diskussion geht es hier nicht!

Aus meiner Sicht schon. Es ist, wie es ist und Du kannst für dich dein Leben planen. Wenn Dir es wichtig ist Beamter zu werden, such Dir ne Stelle wo Du Beamter werden kannst. Kannst Du es nicht auf deiner Wunschstelle, ist das so oder Du musst dich bei deine Wunschstelle bewegen.

Es gibt kein Wunschkonzert, wird aber oft eingefordert.

KurzeFrage

Zitat von: Rheini in Heute um 09:44Aus meiner Sicht schon. Es ist, wie es ist und Du kannst für dich dein  Leben planen. Wenn Dir es wichtig ist Beamter zu werden, such Dir ne Stelle wo Du Beamter werden kannst. Kannst DU es nicht auf deiner Wunschstelle, ist das so oder Du musst dich bei deine Wunschstelle bewegen.

Es gibt kein Wunschkonzert, wird aber oft eingefordert.

Wenn du auf eine Frage, die auf eine andere Diskussion abzielt, nur das Argument der Lebensentscheidungen anbringen möchtest, ist das schade. Denn darum geht es hier wie gesagt nicht. Wenn man es so sieht, dann wäre Politik insgesamt überflüssig, man kann sich ja entscheiden, in ein Land mit besserer Politik zu ziehen - es ist halt ein Totschlagargument. Am Ende wären dann alle Stellen im Tarifbereich unbesetzt, wenn sich ja jeder auf eine Beamtenstelle bewerben soll? Also das ist nun echt nicht zielführend..

MoinMoin

Zitat von: KurzeFrage in Heute um 09:26Da ich der Ersteller des Themas bin: Es ging um die monetären Unterschiede bzw. die Frage, ob eine Verbesserung bei den Beamten sich auf die Tarifbeschäftigten auswirken wird - so wie es andersherum gang und gäbe ist.
Ist es das? Ist es gang und gäbe, dass Tarifentscheidungen zu Besoldungsgesetzen gegossen werden?
Nein, ist es nicht, es ist ein eigentlich unabhängiger Prozess, der aber durchaus Berührungspunkte hat, weil das BVerfG die Tarifentwicklung als Prüfkriterium festgesetzt hat.
Wenn du dir die Tarifentwicklung der letzten Jahre anschaust, dann kann der Eindruck entstehen, dass es gang und gäbe ist. Wenn man sich aber die Entwicklung davor anschaut, dann eben nicht.

Insofern, weil der Gesetzgeber die Tarifentwicklung im Blick haben muss, muss er entsprechend handeln.
Aber umgekehrt, nur weil beim Beamten die Familie mit alimentiert werden muss, muss das keine Auswirkungen auf den Tarif haben.

Wenn der Gesetzgeber gemein ist, dann wird er die Grundalimentierung der Beamten ziemlich einfrieren und via gigantische Familienzuschläge die Amtsangemessenheit der Alimentation zu erreichen versuchen (obs dann GG konform ist, wird dann das BVerfG entscheiden), sowie die Endstufenbesoldung entsprechend anpassen, dass sie dem Prüfkriterium genügt.


Rheini

Zitat von: KurzeFrage in Heute um 10:03Wenn du auf eine Frage, die auf eine andere Diskussion abzielt, nur das Argument der Lebensentscheidungen anbringen möchtest, ist das schade. Denn darum geht es hier wie gesagt nicht. Wenn man es so sieht, dann wäre Politik insgesamt überflüssig, man kann sich ja entscheiden, in ein Land mit besserer Politik zu ziehen - es ist halt ein Totschlagargument. Am Ende wären dann alle Stellen im Tarifbereich unbesetzt, wenn sich ja jeder auf eine Beamtenstelle bewerben soll? Also das ist nun echt nicht zielführend..

Nö geht es nicht. Es geht hier um Leute die einen Vorteil mithaben wollen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu wollen und dann noch dieses als "Gerechtigkeit" titulieren.

MoinMoin

Zitat von: Rheini in Heute um 11:05Nö geht es nicht. Es geht hier um Leute die einen Vorteil mithaben wollen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu wollen und dann noch dieses als "Gerechtigkeit" titulieren.
Meinst du jetzt mit diesen Leuten die Beamten oder die Angestellten oder beide?  8)

Aber zur Eingangsfrage:
Zitat von: KurzeFrage in 22.03.2026 18:49Hallo zusammen!

Meint ihr, die bevorstehende Erhöhung der Beamtenbesoldung wird sich in irgendeiner Weise auch in den Forderungen von Verdi für die Tarifbeschäftigten in der kommenden Tarifrunde widerspiegeln?
Vielleicht. Wenn sie klug sind.
ZitatDie Kluft zwischen den Nettogehältern von Tarifbeschäftigten und Beamten - insbesondere im höheren Dienst - ist ja bereits jetzt schon gross...
Das interessante an dieser Aussage ist, doch, dass nach den Berechnungen des BVerfG für Berlin, dass Gericht zu dem Schluss kommt, dass das Prüfkriterium (Verlauf Tarif vs Besoldung) eher in den unteren als in den oberen Besoldungsgruppen gerissen wird.
Wie erklärst du dir das?

Rheini

@MoinMoin

Hier konkret der Angestellte den Beamten.

Aber woanders evtl. auch anders herum, was ich genauso falsch finde.