Familienzuschlag Pendant für Beschäftigte

Begonnen von lllJohnlll, 01.04.2026 11:55

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KlammeKassen

Zitat von: BAT in 12.07.2026 17:24Ich weiß jetzt nicht, welche Forderungen du meinst?

Geld ist ausreichend da, eigentlich zu viel an Einnahmen. Wir müssen bloß mal ausmisten, auch und gerade bei Subventionen.

Wenn DAS passiert kommmen wir in die schöne Situation, zusätzlich noch die Einnahmen wirklich einzutreiben, die eigentlich festgelegt sind.

Das ist der entscheidende Punkt. Geld ist mehr als genug da. Wird nur häufig nicht sinnvoll ausgegeben. Der Faktor "Personal" ist nicht soooo sehr entscheidend mit unter 10 %. Wenn man weniger komplexe Gesetze erlassen würde, wäre auch ein Personalabbau möglich (also nicht nachbesetzen bei Renteneintritten)

Vieles kann weg... außer das Dieselprivileg, damit würde man sich als Konsument nur ins eigene Fleisch schneiden, da dann jedweder Transport noch teurer wird und das wieder auf die Waren ausgeschlagen wird. Zumal es sich hierbei nicht wirklich um "Ausgaben" handelt, sondern um geringere Einnahmen (Steuereinnahmen fließen dennoch, nur etwas weniger)

DiVO

Zitat von: Faunus in 11.07.2026 22:28Hat eigentlich irgend jemand mitbekommen, dass VW - das Flaggschiff der dt. Autoindustrie - 100.000 Arbeitsplätze streichen will?

Und wo ist da das Problem? Der Markt regelt, welche Unternehmen mit ihren Produkten Bestand haben. Das war in den 1980ern so, als sich die Kunden klar gegen vor Ort produzierende Textilunternehmen und deren Produkte entschieden haben. Firmen wie Augsburger Kammgarn und Goldzack gingen in die Insolvenz. Andere Firmen wie Triumph existieren als Schatten ihrer selbst mit Produktion u. Firmensitz im Ausland weiter.

Hat das irgendjemand interessiert, dass damals tausende Arbeitsplätze verlorengingen? Nein, weil "Geiz ist geil". Es gibt inzwischen andere Autobauer, die teils besser ausgestattete Fahrzeuge zu niedrigeren Preisen anbieten.

Warum sollte es daher irgendjemanden stören, dass nun die Deutsche Autoindustrie das gleiche Schicksal ereilt?

BAT

Zitat von: KlammeKassen in 12.07.2026 19:38Vieles kann weg... außer das Dieselprivileg, damit würde man sich als Konsument nur ins eigene Fleisch schneiden, da dann jedweder Transport noch teurer wird und das wieder auf die Waren ausgeschlagen wird. Zumal es sich hierbei nicht wirklich um "Ausgaben" handelt, sondern um geringere Einnahmen (Steuereinnahmen fließen dennoch, nur etwas weniger)

Auch wenn ich betroffen wäre, die Dieselsubvention müsst als Erstes weg. Viele Milliarden für die Förderung fossiler Brennstoffe in diesen Zeiten? Und gleichzeitig Milliarden für Wärmepumpen? Das passt einfach nicht zusammen.

Problem ist, das man solche Sachen europäisch regeln muss. Äußerst schwierig, andererseits habe ich noch keine Aussage gehört a la "wir haben es zumindest versucht".

Organisator

Zitat von: BAT in 13.07.2026 09:06Auch wenn ich betroffen wäre, die Dieselsubvention müsst als Erstes weg. Viele Milliarden für die Förderung fossiler Brennstoffe in diesen Zeiten? Und gleichzeitig Milliarden für Wärmepumpen? Das passt einfach nicht zusammen.

So siehts aus. Subventionen sind marktverzerrend und verhindern die Weiterentwicklung bzw. Einführung neuer Technologien.
... und in 10 Jahren wundern wir uns dann alle, warum die elektrisch betriebenen LKWs/Trecker/Mähdrescher alle aus China kommen.

BAT

Zitat von: Organisator in 13.07.2026 10:15So siehts aus. Subventionen sind marktverzerrend

Sie sind auch schlicht oft überflüssig oder doppelt und dreifach subventioniert.

Vor allem, Sie müssen auch immer im Zusammenhang mit dem vorhandenen Wohlstand gesehen werden. So etwas wie das Deutschland-Ticket ist schlicht Dekadenz. Das Publikum des 9 Euro - Tickets dürften einigen noch in Erinnerung sein.

Wir sind schlicht bräsig geworden. Was bringen Umweltzonen heute noch?

Organisator

Zitat von: BAT in 13.07.2026 14:13Wir sind schlicht bräsig geworden. Was bringen Umweltzonen heute noch?

Oder grüne Umweltzonen-Aufkleber für Autos mit einem E am Ende des Kennzeichens. Manche Regelungen sollte man hinterfragen.

D-Ticket hätte einen politisch steuernden Sinn, nämlich die Leute weg vom Auto zu bringen. Auch wenn nur anekdotisch reisen viele Freunde nunmehr mit der Bahn durch Deutschland statt mit dem Auto. Wie jedes Instrument lockt es ggf. auch die Falschen an, hier wäre die gesamte Wirksamkeit zu prüfen und nicht nur die Extreme aus der Bild-Zeitung in den Vordergrund zu stellen.

BAT

Könnte ein valides Argument sein. Ich kenne nicht einen einzigen. Könnte am Stadt/ Land - Gefälle liegen.

Davon ab, denke ich, wir müssen von Sachargumenten weg. Zur Not auch die Rasenmäher-Methode. Man wird immer einen Grund für diese und jene Subvention finden.

cyrix42

Zitat von: BAT in 13.07.2026 14:30Davon ab, denke ich, wir müssen von Sachargumenten weg. Zur Not auch die Rasenmäher-Methode. Man wird immer einen Grund für diese und jene Subvention finden.

Und dann gibt es den Aufschrei der betroffenen Gruppe, für die die Subvention gedacht war. Man erinnere sich z.B. an die Bauernproteste zur Kürzung der Agrar-Diesel-Subvention...

Oder momentan der Aufschrei des Gastro-Gewerbes zur möglichen Abschaffung sozialversicherungsfreier Minijobs (nachdem diese Branche schon die Mehrwertsteuer-Reduktion dauerhaft durchgedrückt hat)...

BAT

Auch ein Gestrüpp, was endlich mal durchforstet werden muss. Größter Empfänger ist mW McDonalds. Unterschiedliche Steuern für vor Ort oder für das Mitnehmen, verschiedene Sätze für Milch und Hafermilch.

Eigenheimzulage und Baukindergeld gingen mindestens zur Hälfte in die Taschen der Bauindustrie, etc.

Organisator

Zitat von: BAT in 13.07.2026 14:30Davon ab, denke ich, wir müssen von Sachargumenten weg. Zur Not auch die Rasenmäher-Methode. Man wird immer einen Grund für diese und jene Subvention finden.

Subventionen haben Sinn, wenn sie gesellschaftlich gewünschtes Handeln erst ermöglichen bzw. wirtschaftlich machen. Allerdings gilt es sie auch regelmäßig zu hinterfragen.

z.B. Photovoltaik: War lange Zeit so teuer, dass es nur mit einer festen Einspeisevergütung wirtschaftlich für Privatleute abbildbar war. Preise für PV sinken, so auch die Einspeisevergütung bis hin zu dem Punkt, dass auch ohne die Einspeisevergütung die Anschaffung einer PV-Anlage wirtschaftlich ist.

Weiterhin sollte auch die Art der Subvention hinterfragt werden. Eine wie im vorgenannten Beispiel für 20 Jahre festgelegte Subvention ist unflexibel und verursacht dennoch hohe Einstiegskosten.
Daher war es sinnvoller, hier mit der Umsatzsteuer zu arbeiten, bzw. sie zu senken. So kommt die gewünschte Ersparnis sofort beim Kunden an und kann auch schnell wieder abgeschafft werden.

Das Problem ist, dass sich die Leute an Subventionen gewöhnen, sie bräsig (s.o.) werden und Innovationen verpassen.

BAT

Alles schön und gut, steuern kann man aber auch über das Ordnungsrecht. Wenn alle - okay viele - der Subventionen weg fallen, würde für jeden mehr überbleiben.
Das Thema ist Eingeverantwortung. Oft komm dann aber der - durchaus wichtige - soziale Faktor. Aber siehe da, wer hat von den Subventionen für PV profitiert? Eher die bessere Hälfte der Gesellschaft. Ebenso bei Wohngeld oder Unterkunftskosten im SGB: eine Umverteilung von unten nach oben.

Organisator

Zitat von: BAT in 13.07.2026 16:07Aber siehe da, wer hat von den Subventionen für PV profitiert? Eher die bessere Hälfte der Gesellschaft.

Um bei dem Beispiel zu bleiben - profitiert hat die Allgemeinheit.
PV-Anlagen oder Batterien waren so teuer, dass sie unwirtschaftlich waren und somit nicht gekauft wurden. Erst durch Subventionen wurden sie so wirtschaftlich, dass deren Kauf Sinn hatte und durch planvoll bemessene Subventionen im Ergebnis eine schwarze 0 brachten. Profitiert hat auch der Käufer der besseren Hälfte der Gesellschaft nicht, sondern nur keinen Verlust gemacht.
Profitiert hat die Allgemeinheit, da hier ein gesamtgesellschaftliches Ziel befördert wurde.

Unter diesen, und nur diesen, Voraussetzungen haben Subventionen Sinn. Nicht jedoch, wenn sie dauerhaft gewährt werden. Dann kommts zu dem von dir beschriebenen Effekt der Bräsigkeit. Subventionen sollen anstoßen, nicht erhalten.

BAT

Man müsste es ausrechnen. Auch hier: Ordnungsrecht.

Hätte man die Supermärkte seit vielen Jahren verpflichtet, die Parkplätze und die Dächer hiermit auszurüsten, könnte der gleiche Effekt eintreten mit einer perfekten Kostenverteilung auf alle und dein Auto wird im Sommer beim Einkauf nicht so heiß.

Ramirez

Interessante Kommentarspalte.
Jemand erkennt sein Ausgabenproblem, will aber nichts daran ändern, obwohl er einfach nur schlecht plant und Notwendigkeiten wie Risikoabwägungen nicht hinbekommt.
Es entwickelt sich zu einer Diskussion um Subventionen, bei der dann gleich mehrere Teilnehmer glauben, sie hätten von Solarsubventionen profitiert, einer nicht konkurrenzfähigen Technik.

Zahlen sind wirklich etwas schweres, 90% der Bevölkerung sind leider Zahlenblind.

Organisator

Zitat von: BAT in 13.07.2026 18:03Man müsste es ausrechnen. Auch hier: Ordnungsrecht.

Hätte man die Supermärkte seit vielen Jahren verpflichtet, die Parkplätze und die Dächer hiermit auszurüsten, könnte der gleiche Effekt eintreten mit einer perfekten Kostenverteilung auf alle und dein Auto wird im Sommer beim Einkauf nicht so heiß.

Ich halte es für zielführender Anreize zu schaffen statt mit Zwang in den Markt einzugreifen. Letzteres würde noch zu mehr Marktverwerfungen führen. Denn so müsste ein Supermarkt die zusätzlichen Kosten tragen, in einem anderen, wo eine PV-Anlage nicht umsetzbar ist, würden keine zusätzlichen Kosten entstehen. So kommt es zu Vermeidungsmechanismen, die das eigentlich hehre Ziel ad absurdum treiben.