Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Dunkelbunter

Zitat von: wieauchimmer in Gestern um 10:27Ganz mein Meinung, und ich glaube viele denken so. Es ist eben doch unterschwellig bei jedem von uns ein gewisses Gerechtigkeitsempfinden im Sinne von "wie läuft das bei anderen" vorhanden. Aber man muss das als große Stärke unserer Gesellschaft sehen, denn man kann tatsächlichen ein Stück weit Fairness schaffen was Besteuerung angeht - man muss es nur wollen.

Das gesamte Arbeitsleben (45 Jahre)
Über die gesamte Laufzeit von 45 Jahren summiert sich der Unterschied massiv:
35-Stunden-Woche: 81.900 Stunden
41-Stunden-Woche: 95.940 Stunden
Differenz: In 45 Jahren arbeiten Sie 14.040 Stunden mehr.

Bei diesem Arbeitszeitmodell (5x8,25h) entsprechen 14.040 Stunden rein rechnerisch genau 6 Jahren, 6 Monaten und knapp 12 Arbeitstagen.

Das macht auch einiges aus.

Egge2206


Egge2206

#1967
Zitat von: Seppo84 in 21.06.2026 08:11Ob Bärbel das gefallen wird 😅

https://www.sueddeutsche.de/politik/rentenreform-baerbel-bas-kommission-vorschlaege-li.3502429?reduced=true
kann über archive.is entschlüsselt werden

ne tut sie nicht und will es weiterhin versuchen :D
meine Güte der Frau ist nicht zu helfen

Alexander79

Zitat von: Dunkelbunter in Gestern um 10:43Das gesamte Arbeitsleben (45 Jahre)
Über die gesamte Laufzeit von 45 Jahren summiert sich der Unterschied massiv:
35-Stunden-Woche: 81.900 Stunden
41-Stunden-Woche: 95.940 Stunden
Differenz: In 45 Jahren arbeiten Sie 14.040 Stunden mehr.

Bei diesem Arbeitszeitmodell (5x8,25h) entsprechen 14.040 Stunden rein rechnerisch genau 6 Jahren, 6 Monaten und knapp 12 Arbeitstagen.

Das macht auch einiges aus.
Naja, wer hat denn eine 35 Stunden Woche?
Die wenigsten.
Wenn dann vergleich die 41 Stunden der Beamten dann auch mit den Angestellten im öD in der gleichen Behörde und dann ist der Unterschied nicht mehr so gravierend.

Und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten beträgt 40,3h die Woche.
Wow, der "normale" Beamte arbeit 0,7h die Woche mehr als der Durchschnitt, mit Kinder unter 12 Jahren arbeitet der (Bundes)beamte dann aber schon wieder weniger als der Durchschnittvollzeitbeschäftigte.
Und sorry, ein nicht unerheblicher Teil der Beamten wird diese 0,7h mit Pausen problemlos in der Woche ausgleichen.

Egge2206

#1969
Zitat von: Wurstbürger in 21.06.2026 08:41Tagesschau sagt etwas anderes:
https://www.tagesschau.de/inland/rentenkommission-renteneintrittsalter-fonds-100.html

Also nur für neue Beamte? Das wäre (als jemand der selbst in zwei Jahren verbeamtet werden soll) mega ekliges Verhalten.

die Tagesschau schreibt das etwas schwammig, weil dass das "Idealbild" der Rentenkommission ist.

Die Kommission sagte allerdings bewusst, dass Beamte aktuell nicht reingeholt werden sollen (siehe mein Link 3 Posts vorher vom Handesblatt)

Schneewitchen

Zitat von: GeBeamter in 21.06.2026 16:57Das was wir da aber jetzt sehen, hat eine neue Qualität. Die von dir genannten Sprüche kamen immer, wenn durch eine Tariferhöhung auch Übernahmen auf die Beamten erfolgen sollten.
Nun wird aber so getan, als sei das gleiche Ritual auch anzusetzen, wenn es um die Umsetzung einer verfassungsrichterlichen Rechtsprechung geht. DAS ist eine neue Qualität. Denn hier geht es ja nicht mehr darum, dass eine unterst er llt mindestens verfassungskonforme Besoldung an die Tariflohnentwicklung und damit die allgemeine Teuerung angepasst wird, sondern dass Unwill gezeigt wird, selbst das verfassungsrechtlich gebotene Mindestmaß auszukehren. Damit legt der Dienstherr sich selbst die Axt ans Bein, denn dann stehen die Grundrechtseinschränkungen in keinem Verhältnis mehr zu der Gegenleistung.

Ja, stimmt. Mit meinem Post wollte ich eigentlich deutlich machen, dass die DHn, immer wenn es um mehr Geld für die Beamten geht, stereotype das gleiche Lied singen.

Natürlich hat das im aktuellen Kontext noch eine andere Note, da es hier nicht um eine simple Übernahme eines Tarifergebnisses geht. Hier geht es bekanntlich um die Erfüllung eines verfassungsmässig begründeten Anspruchs auf amtsangemessene Besoldung. Dieser Anspruch ist nicht verhandelbar und hat, das versteht sich aus der Sache heraus, auch nichts mit Ermessen der DHn zu tun.

Und selbst bei diesem Thema muss man sich noch anhören, dass es gerade jetzt eher schlecht ist, wenn jetzt solche Forderungen gestellt werden.

Ich weiß nicht, wie es Euch dabei so geht, mich aber bringt diese Denke echt sauer.

Wir waren immer die Sparbüchse der Politik.Jetzt ist das Ergebnis quasi amtlich und wird durch entsprechende Zahlen transparent gemacht. Jedoch selbst jetzt wird seitens der Politik so getan, als würden die gierigen Beamten den Hals nicht voll bekommen und die Politik muss sich jetzt in sehr, sehr schwierigen Zeiten mit dieser Gier auseinandersetzen.

Ich würde gerne mal hören, dass man sich der Tatsache bewußt ist, dass man uns jahrelang systematisch zu schlecht besoldet hat und dass man im Bewußtsein dieser Erkenntnis diesen Mangel jetzt beheben wird.

Ein solches Eingeständnis hört man aber sehr selten und wenig überzeugt, denn niemand in der Politik ist davon überzeugt.

Dunkelbunter

Zitat von: Alexander79 in Gestern um 11:24Naja, wer hat denn eine 35 Stunden Woche?
Die wenigsten.
Wenn dann vergleich die 41 Stunden der Beamten dann auch mit den Angestellten im öD in der gleichen Behörde und dann ist der Unterschied nicht mehr so gravierend.

Und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten beträgt 40,3h die Woche.
Wow, der "normale" Beamte arbeit 0,7h die Woche mehr als der Durchschnitt, mit Kinder unter 12 Jahren arbeitet der (Bundes)beamte dann aber schon wieder weniger als der Durchschnittvollzeitbeschäftigte.
Und sorry, ein nicht unerheblicher Teil der Beamten wird diese 0,7h mit Pausen problemlos in der Woche ausgleichen.

Also in meinen persönlichen Umfeld (Wohnraum südlich von Stuttgart) arbeiten Viele bei Autoherstellern oder Zulieferer mit IG-Metall Tarifvertrag.

Und selbst der Vergleich zu Angestellten sind es fast 2 Jahre mehr.
Der Unterschied zwischen einer 38,5-Stunden-Woche und einer 40-Stunden-Woche beträgt 1,5 Stunden pro Woche. Über das gesamte Arbeitsleben von 45 Jahren summiert sich diese Differenz auf 3.510 Arbeitsstunden, was bei einer 8-Stunden-Schicht etwa 438 ganzen Arbeitstagen entspricht.

rs

Die 40,3h sind inkl. Überstunden (sprich: tatsächliche Arbeitsstunden), richtig?
Es gibt in D kaum einen Tarifvertrag, der mehr als 40h pro Woche Arbeitszeit ausweist.

BeamtenBund

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 13:05Natürlich hat das im aktuellen Kontext noch eine andere Note, da es hier nicht um eine simple Übernahme eines Tarifergebnisses geht. Hier geht es bekanntlich um die Erfüllung eines verfassungsmässig begründeten Anspruchs auf amtsangemessene Besoldung. Dieser Anspruch ist nicht verhandelbar und hat, das versteht sich aus der Sache heraus, auch nichts mit Ermessen der DHn zu tun.

Und selbst bei diesem Thema muss man sich noch anhören, dass es gerade jetzt eher schlecht ist, wenn jetzt solche Forderungen gestellt werden.

Ich weiß nicht, wie es Euch dabei so geht, mich aber bringt diese Denke echt sauer.

Die Meinung teile ich ebenfalls!

Im Kontext dazu gibt es ja auch das Recht eines Arbeitnehmers gem. EU-Entgelttransparenzrichtlinie und Gehaltsüberprüfung und Lohngleichheit die Möglichkeit sein Gehalt überprüfen zu lassen! Dieses wird von den Medien ausdrücklich befürwortet!

Hingegen die Beamten dürfen über die Brotkrummen glücklich sein und eine Sauerei hier noch mehr Krummen, die einem Zustehen auch noch zu fordern!

;D 

techBeaBw

Zitat von: rs in Gestern um 14:52Die 40,3h sind inkl. Überstunden (sprich: tatsächliche Arbeitsstunden), richtig?
Es gibt in D kaum einen Tarifvertrag, der mehr als 40h pro Woche Arbeitszeit ausweist.

Stimmt, der öffentliche Dienst ist hier auch Schlusslicht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wochenarbeitszeit#Wichtige_in_Deutschland_existierende_Wochenarbeitszeitregelungen

Alexander79

Zitat von: Dunkelbunter in Gestern um 13:18Und selbst der Vergleich zu Angestellten sind es fast 2 Jahre mehr.
Der Unterschied zwischen einer 38,5-Stunden-Woche und einer 40-Stunden-Woche beträgt 1,5 Stunden pro Woche. Über das gesamte Arbeitsleben von 45 Jahren summiert sich diese Differenz auf 3.510 Arbeitsstunden, was bei einer 8-Stunden-Schicht etwa 438 ganzen Arbeitstagen entspricht.
Sorry, aber da fällt mir nur ja und ein.
Man kann sich nicht überall das "Beste" raussuchen.
Steht dir sicher frei in das Angestelltenverhältnis zu wechseln.

Manche hier jammern wegen 40 oder 41 Std Woche, ich bin 48 Stunden im Dienst.

Dunkelbunter

Zitat von: Alexander79 in Gestern um 15:01Sorry, aber da fällt mir nur ja und ein.
Man kann sich nicht überall das "Beste" raussuchen.
Steht dir sicher frei in das Angestelltenverhältnis zu wechseln.

Manche hier jammern wegen 40 oder 41 Std Woche, ich bin 48 Stunden im Dienst.

Was heisst den raussuchen?
Ich habe mit 38,5h Woche, Urlaubsgeld, "13. Monatsgehalt" vor 30 Jahren angefangen als Beamter.
Davon ist nicht mehr viel geblieben. Lediglich das "Weihnachtsgeld wurde reduziert und in die Grundbesoldung überführt. Und für alle anderen Beispiele wurde uns alles genommen ohne Ausgleich und mit falschen versprechungen.
Und heute versucht der DH mit weiteren Tricks uns hin zu halten oder alles schön zu reden.



Matze1986

Zitat von: Alexander79 in Gestern um 15:01ich bin 48 Stunden im Dienst.

Und wie viele Stunden davon "ruhen" Sie?

Rheini

Zitat von: Matze1986 in Gestern um 15:16Und wie viele Stunden davon "ruhen" Sie?

Geil. Da wird einem vorgerechnet wieviel Lebenszeit mehr es ist und als Reaktion wird einem Faulheit vorgeworfen 🙄.

lotsch

Zitat von: Matze1986 in Gestern um 15:16Und wie viele Stunden davon "ruhen" Sie?

Ich kenne in der Privatwirtschaft so viele Beispiele von Leuten die sehr viel "ruhen", dass ich das "ruhen" je nach Möglichkeit als menschliches Instinktverhalten betrachte, und nicht allein Beamten unterstellt werden kann.
So kenne ich einen Mitarbeiter eines großen Autokonzerns, der nur Nachtschicht arbeitet, und tagsüber als Fitnesstrainer im Studio beschäftigt ist.