Entlastungsprämie 1000 Euro bis Ende 2027

Begonnen von zinn123, 21.04.2026 11:45

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Johann

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 10:27Ok, kapiert.
bei ersteren glaube ich trotzdem nicht, das weniger zu versteuerndes Einkommen zu nominal mehr Geld auf dem Konto führt.
Wenn ich  18000 Rente und 20000 kap habe lohnt die Günstigerprüfung nicht. und ich zahle 25% auf die Kap (und ~1000€ Est) also von den 38000 bleiben 33000€ über.
Wenn ich 13000 Rente habe und 20000 kap, dann lohnt sich die Günstigerprüfung und es wird mit weniger als 25% das Kapital versteuert. Zahle ~100Est und ~4700 auf Kap (300€ gespart) bleiben von den 33000€ 28200€ über. Also lohnen tut sich das nicht.

letzteres ist ein gutes Argument. Wenn man nahe an den Grenzen liegt, kann man da durchaus ordentlich Sparen, in dem man Zuschüsse bekommt.

Falls die Kapitalerträge aus Aktienfonds kommen, sind aufgrund der Teilfreistellung nur 70% der Gewinne zu versteuern. Und wenn man über die Jahre schon brav immer die Vorabpauschale gezahlt hat, wird man bei Veräußerung im Rentenalter noch viel weniger versteuern müssen.
Mit dem neuen Altersvorsorgedepot wird es dann nochmal interessanter. Ich denke das kann sich als dritte Säule etablieren, alleine schon weil man keine 6 Kinder braucht, damit die staatlichen Zuschüsse höher sind als die Gebühren.

MoinMoin

Zitat von: BAT in Gestern um 10:34Ich sage ja, recht selten wird das der Fall sein, zumal die Besteuerung in 10 oder 20 Jahren, sei es bei Rente oder auch Kapital, ja ehe nicht bekannt ist.

Richtig Glasskugel. Aber ich bin mir sicher, dass auch eine zukünftige Besteuerung es nicht erreicht, dass man durch eine Reduzierung der Arbeitszeit/Rente nominal mehr zur Verfügung hat, sofern man nicht hartzt.

BAT

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 13:44Richtig Glasskugel. Aber ich bin mir sicher, dass auch eine zukünftige Besteuerung es nicht erreicht, dass man durch eine Reduzierung der Arbeitszeit/Rente nominal mehr zur Verfügung hat, sofern man nicht hartzt.

Das haben wir doch heute schon, aber wie gesagt wohl recht selten.

Ich kann mich da nur auf eine verbeamtet Kollegin verlassen, die in Bezug auf die Witwenrente mehr Geld auf dem Konto hat, weil sie ihre Arbeitszeit verringert hat. Aber da kommen halt noch andere Aspekte als die Steuer zur Geltung.

KlammeKassen

Zitat von: Mamba in Gestern um 10:35Hat keiner mitbekommen, dass bereits bei den Tarifverhandlungen der AOK 600€ Entlastungsprämie beschlossen wurden?
Einfach mal bei gds.de schauen. Da steht die Einigung drin. Denke das beantwortet hier viele Fragen...

Sehr schön, wenn die Gewerkschaft es in erster Linie fordert.... die sollten eigentlich über die Langfristfolgen Bescheid wissen (https://www.gds.info/tgaok-tarifrunde-2026-verhandlungsergebnis-erreicht/).

Das Gesetz ist doch noch nicht mal beschlossen oder? und trotzdem schon im Tarif einhandeln.... spannend

KlammeKassen

Zitat von: Umlauf in 27.04.2026 19:07Und uns gehen die Rentenpunkte flöten. Ich finde es ehrlich gesagt nicht so amüsant, dass somit die Rentenpunkte für das betroffene Jahr weniger werden Alain Vorjahr. An den Rentenpunkten erkennt ma sehr schön die persönliche Entwicklung im Vergleich zum Durchschnitt.

Aber du hast es erkannt. Eine Super Subvention für Arbeitgeber.

Ja Rentenpunkte ist ein Teil der Geschichte... aber natürlich auch mehr Verdienst = mehr Netto in absoluten Zahlen, relativ natürlich leider nicht wegen der progressiven Besteuerung.

Und ja, wenn man keinen Stufenaufstieg oder keine Höhergruppierung hat, wird dein Entgelt zuletzt immer weniger Wert im Vergleich zum Durchschnittsverdiener, da die Entgelte im Schnitt höher gestiegen sind.

"Die Nominallöhne in Deutschland sind im Jahr 2025 laut [Statistischem Bundesamt (Destatis)] um durchschnittlich 4,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen"
--> da kommen wir mit unseren 3,0 % (ab April; also aufs Jahr 2,25 %) nicht so ganz mit.

Der öffentliche Dienst und die Verdi würden es aber feiern, dass es zumindest mehr als 50 % sind.  8)

KlammeKassen

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_101232332/krankenkassen-reform-regierung-verzichtet-wohl-auf-krankengeld-kuerzung.html

Da der Bund sich ja jetzt wohl mit stattlichen 250 Millionen von 12 Mrd. Euro bei den Bürgergeldempfängern an der Krankenversicherung großzügigerweise beteiligen will, ist diese Prämie doch eh kontraproduktiv, da mehr Steuern generiert werden müssen  :P

Wie schön diese versicherunsgfremden Leistungen doch sind. Versorgung Bürgegreldempfänger als gesamtstaatliche Aufgabe und Privatversicherte sind fein raus aus der Nummer, wodurch die PKV natürlich auch bessere Kurse bieten können.
Die GKV darf erstmal 12 Mrd nur erwirtschaften, damit das Bürgergelddefizit bei null ist....

MoinMoin

Zitat von: BAT in Gestern um 13:48Das haben wir doch heute schon, aber wie gesagt wohl recht selten.

Ich kann mich da nur auf eine verbeamtet Kollegin verlassen, die in Bezug auf die Witwenrente mehr Geld auf dem Konto hat, weil sie ihre Arbeitszeit verringert hat. Aber da kommen halt noch andere Aspekte als die Steuer zur Geltung.
Eben reduzieren kann nur dann mehr Geld in den Beutel bringen, wenn externer Zuschüße dadurch erlangt werden. Steuerlich und SV betragsmäßige betrachtet ist es immer eine Einkommensverlust, der durch diese Dinge überkompensiert werden müssen.

BAT

Ja, schön und gut, wir leben aber nicht in einem System, was rein aus Steuern und Abgaben besteht. Das ist doch reine Theorie. Ich denke, dieses Land hat sich mit seiner massiven Umverteilung und den dazugehörigen Strukturen absolut verrannt.

Auch die Entlastungsprämie und der "Tankrabatt" und andere Sachen laufen - wie üblich - völlig fehl und verschlimmern den Alltag der Leute. Die 12 Uhr - Regel hat zu höheren Spritpreisen geführt.

KlammeKassen

Zitat von: BAT in Heute um 08:16Ja, schön und gut, wir leben aber nicht in einem System, was rein aus Steuern und Abgaben besteht. Das ist doch reine Theorie. Ich denke, dieses Land hat sich mit seiner massiven Umverteilung und den dazugehörigen Strukturen absolut verrannt.

Auch die Entlastungsprämie und der "Tankrabatt" und andere Sachen laufen - wie üblich - völlig fehl und verschlimmern den Alltag der Leute. Die 12 Uhr - Regel hat zu höheren Spritpreisen geführt.

BP freut sich, Rekordgewinne  ;) .
Aber mehrfach betont, dass die hohen Spritpreise sein müssen....