Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 126409 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #420 am: 14.12.2018 09:26 »
Was daran liegt, daß es sich um ein Laufbahnsystem handelt, das stark ans Berufsbeamtentum angelehnt ist.

Keeper83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #421 am: 14.12.2018 09:46 »
Wie ich bereits sagte, waren die Inhalte bei uns über das gesamte Studium identisch inkl. des Umfangs der Abschlussarbeit+Kolloqium. Das lässt sich anhand der Vorlesungsstruktur, Klausurenstruktur, durchgeführte Übungen und Praktika, Projekte und Hausarbeiten wunderbar belegen.
Und auch bei uns nannte sich das Grundstudium, nach welchem man sich für eine Vertiefungsrichtung entscheiden konnte.
Ich rede übrigens auch von einem FH-Studium.
Solange mir niemand Fakten für die Behauptung liefert, der Bachelor sei mit geringerem Aufwand zu erreichen als das frühere Diplom gilt für mich eindeutig: B.Eng. = Diplom-Ing.. Master kommt on Top.

Dann vergleichen Sie mal die Vorraussetzungen welche eine Diplomarbeit 1999 erfüllen musste um angenommen zu werden mit denen einer Bachelorarbeit von Heute. Da gibt es gravierende Unterschiede, und nur weil die Studieninhalte in den verschulten Bachelorstudiengängen auf dem Blatt mit den früheren identisch sind bedeutet das nicht, dass die Inhalte auch außreichend vermittelt / verstanden wurden.

Zwei Beispiele: 
Im Studienfach Psychologie (Uni Heidelberg) sind die Inhaltlichen Vorlesungen seit 2008 um etwa 40 Unterrichtsstunden im ersten Semester verringert worden. Während die Anforderungen in Statistik im ersten und zweiten Semester fast identisch geblieben sind, wurden die Kernmodule Entwicklungspsychologie und Neurologie fast um ein drittel reduziert und zwar ohne Ersatz im späteren Verlauf, hier wurden sogar zugunsten von Gender- und Feministischer Psychologie weitere wissenschaftliche Inhalte gestrichen. Entsprechend wurden die Ansprüche an die Bachelorarbeit so angepasst, dass alle Studierenden welche Statistik überleben (nur 56%) auch ordentlich abschneiden (können) wenn sie nur genug im Internet abschreiben. Weniger Seiten, weniger wissenschaftlicher Inhalt, mehr eigene Forschung ohne validierte Daten sind Heute zulässig. Aber der neue Bachelorabschluss soll dem alten Diplom entsprechen? Auf keinen Fall, gut Sozialgedöns - selber schuld und keine Wissenschaft :)

Die Komplexität frührer Magisterstudiengänge mit 1. und 2. Staatsexamen und nachfolgender Promotion erreicht in den Geisteswissenschaften Heute kein Studiengang mehr. Das ist schon aufgrund der Verschulung und Umstellung auf die Module unmöglich geworden.
Fachidioten produzieren wir in Unmengen, da gehören auch die Fachinformatiker und Techniker hin, aber Spezialisten mit hohem Fachwissen welche komplexe Informationszusammenhänge unterschiedlichster Disziplinen vereinen können, das ist Mangelware.

Und von denen (es gibt sie ja kaum noch) findet sicher keiner seinen Weg in den ÖD, dazu wird hier zu schlecht bezahlt :)

Ich weiß nicht inwiefern man jetzt ein Psycholgiestudium mit einem Ingenieurstudium vergleichen kann oder sollte. Ich habe auch nichts "auf dem Blatt" verglichen sondern absolut aus der Praxis. Wie gesagt ist das meine Erfahurng aus einem FH Ingenieurstudium und nichts aus diesem Beitrag würde meine Meinung dazu ändern.

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #422 am: 14.12.2018 10:01 »
...und nichts aus diesem Beitrag würde meine Meinung dazu ändern.

...das genau ist der Grund für die Teilnahme an Internetforen bei vielen Usern...man will seine eigene - oft auf Halbwissen und Hörensagen basierende - Meinung bestätigt wissen und nicht unbedingt die "unangenehme" Wahrheit hören... 8)
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #423 am: 14.12.2018 10:19 »
Für bestimmte Mangelberufe muss es dann natürlich Ausnahmen geben, aber dies wären dann tatsächlich Ausnahmen.

Mit wiss. Hochschulabschluss, meinetwegen auch nach Jahren der Mühe, in die E13 und dann Jahrzehnte lang ausruhen hilft jedenfalls niemanden außer den Faulen und schürt die Frustration der Leistungsträger unterhalb der E13 die täglich untertänigst, durch besonderen Einsatz, versuchen die Verwendungsbreite eines Sonstigen zu erreichen, um in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden.
1. Für ein Gehalt unter E13 wird sich kein durchschnittlich ehrgeiziger,  echter Akademiker hergeben. Die Ausnahme würde also nicht ein paar Mangelberufe treffen,  sondern nahe 100%
2. Im ersten Moment überrascht es mich immer wieder wie viel Kompetenz die unteren EG zu haben glauben,  wenn es um die Beurteilung der Leistung und Kompetenz der oberen EG geht. Aber dann fällt mir die zuvor gepostete Grafik von Dunning Kruger ein und alles macht wieder Sinn:


https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-07/oeffentlicher-dienst-berufswahl-studenten-studie

Geld ist nicht alles. (siehe o. s. Artikel)

Für die sog. high-performer ist der ö. D. ohnehin nicht das richtige und das gilt andersherum genauso.

Das Einstiegsgehalt sollte für jeden bei etwa 36.000 p.a. liegen, mit der Möglichkeit bis nach ganz oben aufzusteigen ohne weitere Bildungsbarriere oder Konstrukte wie den sonstigen Beschäftigten.
Eine Art Laufbahnsystem wäre vielleicht gar nicht so verkehrt.
« Last Edit: 14.12.2018 10:22 von Dienstbeflissen »

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #424 am: 14.12.2018 10:30 »
...und nichts aus diesem Beitrag würde meine Meinung dazu ändern.

...das genau ist der Grund für die Teilnahme an Internetforen bei vielen Usern...man will seine eigene - oft auf Halbwissen und Hörensagen basierende - Meinung bestätigt wissen und nicht unbedingt die "unangenehme" Wahrheit hören... 8)

Na ja Engstirnigkeit u. Arroganz gibt es zwar überall. Aber in Internet-Foren kann man sich so schön verstecken und überhaupt ist kritische Selbstreflexion nur was für den ungebildeten Pöbel.
« Last Edit: 14.12.2018 10:33 von Dienstbeflissen »

Keeper83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #425 am: 14.12.2018 10:30 »
...und nichts aus diesem Beitrag würde meine Meinung dazu ändern.

...das genau ist der Grund für die Teilnahme an Internetforen bei vielen Usern...man will seine eigene - oft auf Halbwissen und Hörensagen basierende - Meinung bestätigt wissen und nicht unbedingt die "unangenehme" Wahrheit hören... 8)

Meine Meinung basiert also auf Halbwissen und Hörensagen. Scheinbar haben sie keinen meiner vorigen Beiträge dazu gelesen, womit dann einzig und allein ihr Beitrag auf Halbwissen beruhen dürfte. 

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #426 am: 14.12.2018 10:38 »
...ich gebe zu, der Eindruck entsteht (obwohl "oft" nicht "immer" bedeutet), war aber von mir so nicht beabsichtigt...lediglich der zitierte Halbsatz passte gerade so gut zu meiner allgemeinen Aussage...


...und so stelle ich hiermit klar: mein vorheriges post war nicht auf Keeper83 bezogen...
Gruß aus "Tief im Westen"

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MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #427 am: 14.12.2018 10:57 »
Allein dieses Jahr bekam die trotz Elternzeit und ohne verhandeln zu müssen eine Gehaltsverhandlung von 5% und wir freuen uns über 2-2,5%.
Schön, dass jemand anderes die gleiche Erfahrungswelt wie ich hat.
und - oh wunder - auch noch ohne Gewerkschaft....

Zitat
Insofern wird der ö. D. immer Dienjenigen bekommen, die extrem sicherheitsbewusst sind bzw. "übrig bleiben" am Arbeitsmarkt. Bei Juristen kann man da vllt. noch eine Ausnahme machen.

Und mit Geberlaune hat das nichts zu tun, da in meinem Umfeld, die Geberlaune sich im Jahresbonus ausgedrückt hat. Mal 500€ mal 5000€ je nach wirtschaftlicehr Lage.

Ups  :o ??? , bin weder Jurist, noch extrem sicherheitsbewußt, noch "übrig geblieben"
Bin so dumm weniger als vorher zu verdienen (jetzt E13), waurm?
a) weil ich nur 7 min zur Arbeit brauche
b) E13 mir reicht (auch weil mein vorher gescheffeltes Geld sich von alleine vermehrt)
c) ich einen Job und Team habe, welches mir Freude bereitet.
d) ich womöglich ein bisserl Idealist bin

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #428 am: 14.12.2018 11:06 »
Wie ich bereits sagte, waren die Inhalte bei uns über das gesamte Studium identisch inkl. des Umfangs der Abschlussarbeit+Kolloqium. Das lässt sich anhand der Vorlesungsstruktur, Klausurenstruktur, durchgeführte Übungen und Praktika, Projekte und Hausarbeiten wunderbar belegen.
Und auch bei uns nannte sich das Grundstudium, nach welchem man sich für eine Vertiefungsrichtung entscheiden konnte.
Ich rede übrigens auch von einem FH-Studium.
Solange mir niemand Fakten für die Behauptung liefert, der Bachelor sei mit geringerem Aufwand zu erreichen als das frühere Diplom gilt für mich eindeutig: B.Eng. = Diplom-Ing.. Master kommt on Top.

Dann vergleichen Sie mal die Vorraussetzungen welche eine Diplomarbeit 1999 erfüllen musste um angenommen zu werden mit denen einer Bachelorarbeit von Heute. Da gibt es gravierende Unterschiede, und nur weil die Studieninhalte in den verschulten Bachelorstudiengängen auf dem Blatt mit den früheren identisch sind bedeutet das nicht, dass die Inhalte auch außreichend vermittelt / verstanden wurden.

Zwei Beispiele: 
Im Studienfach Psychologie (Uni Heidelberg) sind die Inhaltlichen Vorlesungen seit 2008 um etwa 40 Unterrichtsstunden im ersten Semester verringert worden. Während die Anforderungen in Statistik im ersten und zweiten Semester fast identisch geblieben sind, wurden die Kernmodule Entwicklungspsychologie und Neurologie fast um ein drittel reduziert und zwar ohne Ersatz im späteren Verlauf, hier wurden sogar zugunsten von Gender- und Feministischer Psychologie weitere wissenschaftliche Inhalte gestrichen. Entsprechend wurden die Ansprüche an die Bachelorarbeit so angepasst, dass alle Studierenden welche Statistik überleben (nur 56%) auch ordentlich abschneiden (können) wenn sie nur genug im Internet abschreiben. Weniger Seiten, weniger wissenschaftlicher Inhalt, mehr eigene Forschung ohne validierte Daten sind Heute zulässig. Aber der neue Bachelorabschluss soll dem alten Diplom entsprechen? Auf keinen Fall, gut Sozialgedöns - selber schuld und keine Wissenschaft :)

Die Komplexität frührer Magisterstudiengänge mit 1. und 2. Staatsexamen und nachfolgender Promotion erreicht in den Geisteswissenschaften Heute kein Studiengang mehr. Das ist schon aufgrund der Verschulung und Umstellung auf die Module unmöglich geworden.
Fachidioten produzieren wir in Unmengen, da gehören auch die Fachinformatiker und Techniker hin, aber Spezialisten mit hohem Fachwissen welche komplexe Informationszusammenhänge unterschiedlichster Disziplinen vereinen können, das ist Mangelware.

Und von denen (es gibt sie ja kaum noch) findet sicher keiner seinen Weg in den ÖD, dazu wird hier zu schlecht bezahlt :)

Ich weiß nicht inwiefern man jetzt ein Psycholgiestudium mit einem Ingenieurstudium vergleichen kann oder sollte. Ich habe auch nichts "auf dem Blatt" verglichen sondern absolut aus der Praxis. Wie gesagt ist das meine Erfahurng aus einem FH Ingenieurstudium und nichts aus diesem Beitrag würde meine Meinung dazu ändern.
Das Problem ist und bleibt, dass du von FH sprichst und Iunius es mit Uni vergleicht.
Natürlich ist ein altes Uni Diplom eine ganz andere Hausnummer als ein FH Diplom.
Natürlich ist ein FH Diplom mit der Leistung eines aktuellen Bsc vergleichbar.
Natürlich ist ein Bsc nicht mit einem Master verglichbar.
Oder behauptest du, dass dein FH Ingenieurstudium dich für wissenschaftliches Arbeiten ausgebildet hat?
Da kann ich aus der Praxis (als wissenschaftlicher Mitarbeiter an Unis und auch ausserhalb der Unis) aus der Praxis sprechen und sagen: habe keinen Dipl FH kennengelernt, der nicht ~2 Jahre brauchte bis er einigermassen wissenschaftlich arbeiten konnte (und wollte). Trotzdem waren sie in den Projekten wertvolle Mitarbeiter.

Wastelandwarrior

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #429 am: 14.12.2018 11:16 »
Ich fände ja ein System ähnlich wie bei der Bundeswehr interessant. Wenn man die Dienstgrade umrechnet in Entgeltgruppen. (Was ja eigentlich auch so ähnlich ist). Und dort gibt es viele Stellen die für eine besstimmte Dienstgradgruppe ist und nicht für einen einzigen Dienstgrad (obwohl es diese Stellen auch gibt). So ergibt es sicht, dass eine Stelle vom Feldwebelb bis zum Stabsfeldwebel dotiert ist. Was die Besoldungsgruppen A7 bis A9 sind.
So hätte man die Chance aufzusteigen und trotzdem auf seiner Stelle zu bleiben. Alle 2 Jahre gibt es eine Beurteilung und die bessten steigen auf. die einzelnen Stufen in den EGs bleiben davon unberührt.
Die Diskussion hier behauptet aber, dass die A9 zu gering wäre und eigentlich eine A12 sein müsste (um im Beispiel zu bleiben)... Im Übrigen sind die TB in dem Beispiel besser bessergestellt, weil ALLE sofort A9 bekommen müssten.

lowsounder

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« Antwort #430 am: 14.12.2018 11:47 »
Ich fände ja ein System ähnlich wie bei der Bundeswehr interessant. Wenn man die Dienstgrade umrechnet in Entgeltgruppen. (Was ja eigentlich auch so ähnlich ist). Und dort gibt es viele Stellen die für eine besstimmte Dienstgradgruppe ist und nicht für einen einzigen Dienstgrad (obwohl es diese Stellen auch gibt). So ergibt es sicht, dass eine Stelle vom Feldwebelb bis zum Stabsfeldwebel dotiert ist. Was die Besoldungsgruppen A7 bis A9 sind.
So hätte man die Chance aufzusteigen und trotzdem auf seiner Stelle zu bleiben. Alle 2 Jahre gibt es eine Beurteilung und die bessten steigen auf. die einzelnen Stufen in den EGs bleiben davon unberührt.
Die Diskussion hier behauptet aber, dass die A9 zu gering wäre und eigentlich eine A12 sein müsste (um im Beispiel zu bleiben)... Im Übrigen sind die TB in dem Beispiel besser bessergestellt, weil ALLE sofort A9 bekommen müssten.

Du solltest nicht A9 bei Soldaten verwechseln mit der EG9 im öffentlichen Dienst... glaub mir, da gibt es n kleinen Unterschied vor allem im Netto-Bereich.   ;) :D

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« Antwort #431 am: 14.12.2018 12:10 »
Ich fände ja ein System ähnlich wie bei der Bundeswehr interessant. Wenn man die Dienstgrade umrechnet in Entgeltgruppen. (Was ja eigentlich auch so ähnlich ist). Und dort gibt es viele Stellen die für eine besstimmte Dienstgradgruppe ist und nicht für einen einzigen Dienstgrad (obwohl es diese Stellen auch gibt). So ergibt es sicht, dass eine Stelle vom Feldwebelb bis zum Stabsfeldwebel dotiert ist. Was die Besoldungsgruppen A7 bis A9 sind.
So hätte man die Chance aufzusteigen und trotzdem auf seiner Stelle zu bleiben. Alle 2 Jahre gibt es eine Beurteilung und die bessten steigen auf. die einzelnen Stufen in den EGs bleiben davon unberührt.
Die Diskussion hier behauptet aber, dass die A9 zu gering wäre und eigentlich eine A12 sein müsste (um im Beispiel zu bleiben)... Im Übrigen sind die TB in dem Beispiel besser bessergestellt, weil ALLE sofort A9 bekommen müssten.

Du solltest nicht A9 bei Soldaten verwechseln mit der EG9 im öffentlichen Dienst... glaub mir, da gibt es n kleinen Unterschied vor allem im Netto-Bereich.   ;) :D

Das Bruttogehalt eines Leutnants ist allerdings geringer als das eines Angestellten in EG9. Gerade für SaZ ist das ungünstig, weil sie nach der Dienstzeit entsprechend ihres Bruttogehalts in die Rentenversicherung nachversichert werden, und zwar nur mit dem AG-Anteil. Sofern sie nicht BS oder Beamte werden entsteht eine schöne große Lücke dies erst einmal zu schließen gilt.
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

lowsounder

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« Antwort #432 am: 14.12.2018 12:30 »
Ich fände ja ein System ähnlich wie bei der Bundeswehr interessant. Wenn man die Dienstgrade umrechnet in Entgeltgruppen. (Was ja eigentlich auch so ähnlich ist). Und dort gibt es viele Stellen die für eine besstimmte Dienstgradgruppe ist und nicht für einen einzigen Dienstgrad (obwohl es diese Stellen auch gibt). So ergibt es sicht, dass eine Stelle vom Feldwebelb bis zum Stabsfeldwebel dotiert ist. Was die Besoldungsgruppen A7 bis A9 sind.
So hätte man die Chance aufzusteigen und trotzdem auf seiner Stelle zu bleiben. Alle 2 Jahre gibt es eine Beurteilung und die bessten steigen auf. die einzelnen Stufen in den EGs bleiben davon unberührt.
Die Diskussion hier behauptet aber, dass die A9 zu gering wäre und eigentlich eine A12 sein müsste (um im Beispiel zu bleiben)... Im Übrigen sind die TB in dem Beispiel besser bessergestellt, weil ALLE sofort A9 bekommen müssten.

Du solltest nicht A9 bei Soldaten verwechseln mit der EG9 im öffentlichen Dienst... glaub mir, da gibt es n kleinen Unterschied vor allem im Netto-Bereich.   ;) :D

Das Bruttogehalt eines Leutnants ist allerdings geringer als das eines Angestellten in EG9. Gerade für SaZ ist das ungünstig, weil sie nach der Dienstzeit entsprechend ihres Bruttogehalts in die Rentenversicherung nachversichert werden, und zwar nur mit dem AG-Anteil. Sofern sie nicht BS oder Beamte werden entsteht eine schöne große Lücke dies erst einmal zu schließen gilt.
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Ja, wobei ein Stabsfeldwebel mit A9 natürlich deutlich mehr verdient wie ein junger Leutnant in A9. Und Man sollte, sofern man nicht Berufssoldat ist, sowieso eine Versicherung abschließen, die das Brutto angleicht für die Rente. Und aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man als Familienvater mit 1 Kind mit A7z/5 bei der BW mehr verdient als im TV-L EG10/3.

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #433 am: 14.12.2018 12:51 »
Ich fände ja ein System ähnlich wie bei der Bundeswehr interessant. Wenn man die Dienstgrade umrechnet in Entgeltgruppen. (Was ja eigentlich auch so ähnlich ist). Und dort gibt es viele Stellen die für eine besstimmte Dienstgradgruppe ist und nicht für einen einzigen Dienstgrad (obwohl es diese Stellen auch gibt). So ergibt es sicht, dass eine Stelle vom Feldwebelb bis zum Stabsfeldwebel dotiert ist. Was die Besoldungsgruppen A7 bis A9 sind.
So hätte man die Chance aufzusteigen und trotzdem auf seiner Stelle zu bleiben. Alle 2 Jahre gibt es eine Beurteilung und die bessten steigen auf. die einzelnen Stufen in den EGs bleiben davon unberührt.
Die Diskussion hier behauptet aber, dass die A9 zu gering wäre und eigentlich eine A12 sein müsste (um im Beispiel zu bleiben)... Im Übrigen sind die TB in dem Beispiel besser bessergestellt, weil ALLE sofort A9 bekommen müssten.

Du solltest nicht A9 bei Soldaten verwechseln mit der EG9 im öffentlichen Dienst... glaub mir, da gibt es n kleinen Unterschied vor allem im Netto-Bereich.   ;) :D

Das Bruttogehalt eines Leutnants ist allerdings geringer als das eines Angestellten in EG9. Gerade für SaZ ist das ungünstig, weil sie nach der Dienstzeit entsprechend ihres Bruttogehalts in die Rentenversicherung nachversichert werden, und zwar nur mit dem AG-Anteil. Sofern sie nicht BS oder Beamte werden entsteht eine schöne große Lücke dies erst einmal zu schließen gilt.
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Ja, wobei ein Stabsfeldwebel mit A9 natürlich deutlich mehr verdient wie ein junger Leutnant in A9. Und Man sollte, sofern man nicht Berufssoldat ist, sowieso eine Versicherung abschließen, die das Brutto angleicht für die Rente. Und aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man als Familienvater mit 1 Kind mit A7z/5 bei der BW mehr verdient als im TV-L EG10/3.

A7z/5, verh. 1 Kind = etwa 38.000€ p.a
E10/3 = etwa 47.000€ p.a

Ein Angestellter in E10/3 verdient also mehr als ein verheirateter Oberfeldwebel mit einem Kind in Stufe 5.

Der Soldat muss halt keine Zwangsversicherungen zahlen, weil er über den Dienstherren weitestgehend abgesichert ist.

lowsounder

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« Antwort #434 am: 14.12.2018 12:59 »
Ich fände ja ein System ähnlich wie bei der Bundeswehr interessant. Wenn man die Dienstgrade umrechnet in Entgeltgruppen. (Was ja eigentlich auch so ähnlich ist). Und dort gibt es viele Stellen die für eine besstimmte Dienstgradgruppe ist und nicht für einen einzigen Dienstgrad (obwohl es diese Stellen auch gibt). So ergibt es sicht, dass eine Stelle vom Feldwebelb bis zum Stabsfeldwebel dotiert ist. Was die Besoldungsgruppen A7 bis A9 sind.
So hätte man die Chance aufzusteigen und trotzdem auf seiner Stelle zu bleiben. Alle 2 Jahre gibt es eine Beurteilung und die bessten steigen auf. die einzelnen Stufen in den EGs bleiben davon unberührt.
Die Diskussion hier behauptet aber, dass die A9 zu gering wäre und eigentlich eine A12 sein müsste (um im Beispiel zu bleiben)... Im Übrigen sind die TB in dem Beispiel besser bessergestellt, weil ALLE sofort A9 bekommen müssten.

Du solltest nicht A9 bei Soldaten verwechseln mit der EG9 im öffentlichen Dienst... glaub mir, da gibt es n kleinen Unterschied vor allem im Netto-Bereich.   ;) :D

Das Bruttogehalt eines Leutnants ist allerdings geringer als das eines Angestellten in EG9. Gerade für SaZ ist das ungünstig, weil sie nach der Dienstzeit entsprechend ihres Bruttogehalts in die Rentenversicherung nachversichert werden, und zwar nur mit dem AG-Anteil. Sofern sie nicht BS oder Beamte werden entsteht eine schöne große Lücke dies erst einmal zu schließen gilt.
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Ja, wobei ein Stabsfeldwebel mit A9 natürlich deutlich mehr verdient wie ein junger Leutnant in A9. Und Man sollte, sofern man nicht Berufssoldat ist, sowieso eine Versicherung abschließen, die das Brutto angleicht für die Rente. Und aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass man als Familienvater mit 1 Kind mit A7z/5 bei der BW mehr verdient als im TV-L EG10/3.

A7z/5, verh. 1 Kind = etwa 38.000€ p.a
E10/3 = etwa 47.000€ p.a

Ein Angestellter in E10/3 verdient also mehr als ein verheirateter Oberfeldwebel mit einem Kind in Stufe 5.

Der Soldat muss halt keine Zwangsversicherungen zahlen, weil er über den Dienstherren weitestgehend abgesichert ist.
Sorry, wenn das anders rüber kam aber natürlich rede ich vom Nettogehalt.