Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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Fettschwanzmaki

Zitat von: Bob Kelso in Gestern um 20:10Die Produktion wurde auf Grund stark sinkender Einschaltquoten und massiv gestiegener "Kosten" eingestellt! 
Ein Modell für die Einstellung linksradikaler Positionen?

Liebe Grüße!
Hannibal!

Danke für die Inspiration!

Auch wenn das nicht der Hannibal ist, aber ich höre mal wieder Rammstein "Mein Teil" - immer wieder nett.

"Ja, da lass´ ich mir Zeit, etwas Kultur muss sein... "

Kennst Du sicher nicht, oder?

NelsonMuntz

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 21:14Der Begriff "Sozialschwache" ist in diesem Kontext komplett deplatziert. Die Sozialschwachen, die Du vermutlich im Kopf hast, konsumieren überwiegend Alkohol. Der Alkoholkonsum korreliert nachweislich mit dem sozioökonomischen Status und mit dem Bildungsniveau. Wenn ein "psychisch Instabiler" meint, sich selbst "medikamentieren" zu müssen, dann wird er das tun - mit oder ohne Legalisierung.

Nein, der Begriff sozialschwach war hier ganz bewusst und in seiner semantisch korrekten Bedeutung gewählt. Der ökonomische Status von Menschen wird zwar gerne so bezeichnet, final ist das aber ein sprachlich falscher, weil diskriminierender Ausdruck. Egal!

Auch wenn Du Dir reichlich Mühe gegeben hast, meinen Beitrag ausführlich zu beantworten, merkt man Dir den fordernden Tag an, da Du viele meiner Argumente kaum erfasst bzw fehlinterpretiert hast.

Kern meiner Kritik ist Dein ausgedrückliches(!) Verständnis für "Rauschverlangen, Eskapismus und Hedonismus am Wochenende". Hier haben wir offenbar sehr unterschiedliche Sichtweisen - gerade auch in Bezug auf Eskapismus: Wer im Leben Probleme hat, braucht Hilfe und Unterstützung, aber keinen Joint.

... Du solltest auch kein Rammstein hören. Wie wäre es mit Ministry - "Just one fix" ? ;) 



Fettschwanzmaki

Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 22:15Nein, der Begriff sozialschwach war hier ganz bewusst und in seiner semantisch korrekten Bedeutung gewählt. Der ökonomische Status von Menschen wird zwar gerne so bezeichnet, final ist das aber ein sprachlich falscher, weil diskriminierender Ausdruck. Egal!

Nein, nicht egal.

Wenn Du es so beschreibst, hast Du vollkommen recht. Das war eine Fehlinterpretation, aber ich dachte auch nicht, dass Du so versiert und differenziert bist...  ;D

ZitatAuch wenn Du Dir reichlich Mühe gegeben hast, meinen Beitrag ausführlich zu beantworten, merkt man Dir den fordernden Tag an, da Du viele meiner Argumente kaum erfasst bzw fehlinterpretiert hast.

So wird es sein, ich bin echt ein wenig durch ("Erzähle uns etwas Neues, Maki!") und habe noch zwei fordernde Tage vor mir. Danke für dein Verständnis und Nachsehen - vollkommen ernstgemeint!

ZitatKern meiner Kritik ist Dein ausgedrückliches(!) Verständnis für "Rauschverlangen, Eskapismus und Hedonismus am Wochenende". Hier haben wir offenbar sehr unterschiedliche Sichtweisen - gerade auch in Bezug auf Eskapismus: Wer im Leben Probleme hat, braucht Hilfe und Unterstützung, aber keinen Joint.

Weia, da war ich komplett woanders! Ich nehme das noch einmal in besserer Verfassung auf. Da muss ich wohl nachsteuern, denn mein "Verständnis" steht eigentlich auf komplett "anderen Füßen".

Eigentlich war mir auch nicht nach Rammstein, aber die Inspiration, die Inspiration...

ZitatWie wäre es mit Ministry - "Just one fix" ?

Fuck, nein! Gegenwärtig etwas zu anstrengend, schon irgendwie passend, aber puh...





Ich habe es trotzdem durchgezogen und meine mich dunkel daran erinnnern zu können, damals dazu Pogo getanzt zu haben.

War ganz okay...  ;D

Petar T.

#363
Der Konsum der hier diskutierten Substanzen erleichtert das zu ertragen, was von unseren Gebühren aktuell wieder produziert wird.

Pünktlich zur WM fragt das ZDF:

Patriotismus: Stolz sein auf Deutschland - darf man das heute noch?


"Schwarz-Rot-Gold bei der WM: für die einen normal, für andere schwierig. 13 Fragen diskutiert, ob Patriotismus verbindet – oder zu gefährlichem Nationalismus wird und ausgrenzt."

Ausländischer Nationalstolz wird als leidenschaftlich oder kulturell bereichernd angesehen, während deutscher mit Vorsicht oder Warnungen vor Nationalismus behandelt wird. Wer erinnert sich nicht an die überwiegend positiven Berichte, wenn Türken in Deutschland ausgelassen den Sieg Ihrer Mannschaft feiern. Abgesehen davon, dass das ein sehr guter Ansatz für die Diskussion wäre, wie es um die Integration bestimmter Bevölkerungsgruppen tatsächlich bestellt ist.

NelsonMuntz

@Maki:

Alles gut :) - Wir sind hier im Prinzip auch gar nicht so weit auseinander: Die Entkriminalisierung von Cannabis-Nutzern, aber insbesodere auch von schwerabhängigen Menschen anderer, illegaler Substanzen, begrüße ich ausdrücklich. Ein Legalisierung geht mir hingegen zu weit.

Der Eskapismus ist aber grundsätzlich ein schöner Einwurf, weil er eben einem Gefühl der persönlichen Überforderung entspringt. Wo sich manche im Rausch betäuben, suchen andere den Halt im gleichgesinnten Kollektiv. Das ist eigentlich ein schöner Bogen zu dem originären Thema dieses Fadens, denn Populismus erkennt diese Nöte, verstärkt sie, und stellt ihnen simplifizierte Auswege und Lösungen entgegen.

Wir können das jetzt am Thema von Petar ventilieren: "Deutscher Nationalstolz und Patriotismus" - Welcher individuelle Mangel soll damit kompensiert werden?
 

Petar T.

Interessante Einschätzung.

Es gibt verschiedene Erhebungen zum Thema Nationalstolz, die z.B. hier zusammengefasst sind:
https://worldpopulationreview.com/country-rankings/most-patriotic-countries

Deutschland liegt dort in den verschiedenen Erhebungen ziemlich weit hinten.

"% of residents who think their country is the best"
USA  41%
Indien 36%
Australien 34%
Thailand 25%
(...)
Deutschland 5%


"% of residents willing to fight for their country"
Marokko 94%
Fiji 94%
Pakistan 89%
(...)
Afghanistan 76%
(...)
Deutschland 18%

Es zeigt sich, dass Nationalstolz in anderen Länder deutlich verbreiteter ist, als hier in Deutschland.
Man könnte demnach einerseits die Frage diskutieren, ob in Deutschland etwas unterdrückt werden soll, das in der restlichen Welt normal ist. Sprechen wir über ein  Phänomen, das überall auf der Welt auf natürliche Weise entsteht?

Oder ist Patriotismus nur eine Erscheinung zur Kompensation individueller Mängel? Was sagt das dann über Länder aus, in denen Nationalstolz besonders verbreitet ist? Leben in Indien, Pakistan, Afghanistan und den USA besonders viele Menschen mit individuellen Mängeln? Aus linker Sicht sind wir der restlichen Welt in diesem Punkt überlegen. Ist diese Betrachtung nicht rassistisch, mindestens aber nationalistisch?

Zuletzt sollte auch die Frage erlaubt sein, wie zielführend es ist, in Deutschland Menschen aus viel patriotischeren Ländern integrieren zu wollen.




Thomber

ZitatEs zeigt sich, dass Nationalstolz in anderen Länder deutlich verbreiteter ist, als hier in Deutschland.

Ach was? Und dafür musste eine Erhebung durchgeführt werden?