Die neue Heizungsgesetz - Diskussion!!!

Begonnen von BAT, 02.03.2026 19:00

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BAT

Und hier die nächste Förderung entdeckt:

https://www.laden-im-mehrparteienhaus.de/

Ist jemdanden ersichtlich, warum als Voraussetzung für die Förderung mindestens sechs Stellplätze vorhanden sein müssen, obwohl für Häuser mit mindesten drei Wohneinheiten gefördert wird?

Fettschwanzmaki

Vllt. wohnen in einer Wohneinheit mehrere Menschen mit mehreren E-PKW, die alle über Nacht geladen werden sollen.

Ich habe gerade den Quickcheck hins. der Fördermöglichkeit gemacht - Ergebnis: "Kommt darauf an...". Ahja...   ;D 

Die Crux war wohl, dass ich heute nicht mit Sicherheit sagen kann, ob nur Strom aus Erneuerbaren zum Laden bereit steht. Man kann doch einfach einen Stromanbieter für die Ladesäulen wählen, der 100 % Ökostrom anbietet, somit sollte sich diese Frage doch erledigt haben?!

Eine interessante Idee habe ich die letzten Tage gesehen: Lademöglichkeiten im Bordstein (von Rheinmetall, https://www.energieloesung.de/p/rheinmetall-ladestation-ladebordstein-gen1.1-inkl.-elektronikmodul-bis-22-kw-eichrecht_EL1128644). Gerade für Innenstädte mit wenig Platz im Straßenraum könnte das eine gute Lösung sein.

Man kann hier auch einen Tauchsieder einstecken und das warme Wasser dann in die Heizung umfüllen.

#heizungsgesetzfüralle


Fettschwanzmaki

#167
Zitat von: Warnstreik in Gestern um 08:56Bei einem Dieselpreis von 2,50€ und 18 Präsenztagen bei nem Verbrauch von 5,5 Liter fährt deine Kollegin pro Strecke über 100km. Auch wenn es von dir sicher sarkastisch gemeint war: Ja, die Kollegin sollte sich entweder einen neuen Job oder eine neue Bleibe suchen. Nicht nur wegen der monetären Kosten sondern auch wegen der mindestens 3 Stunden, die täglich nur fürs Pendeln draufgehen. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass sie die Pendelei bei nem Grenzsteuersatz von 35% auch mit über 200€ subventioniert bekommt.

Am Ende sind das alles Schicksale, die bei Einzelbetrachtung natürlich total dramatisch sind.(...)

Diese Pendelnummer ist nüchtern betrachtet kompletter Wahnsinn.

Neben der verdaddelten Lebenszeit im Auto zur "rushhour" ist das im höchsten Maße unökologisch, unwirtschaftlich und noch manches mehr - ich will meine Kollegin aber nicht beleidigen, außerdem ist sie nett anzuschauen. BTW: ich empfinde das sogar nicht als dramatisches Einzelschicksal, es ist Teil des Systems (ländlicher Raum, fehlender ÖPNV - hatten wir hier schon), dennoch hängt man manchmal einfach in der jeweiligen und gegenwärtigen Lebenssituation fest, so dass eine Veränderung schwer fällt.

Man hat evtl. kleinere Kinder, die Kita und die Grundschule sind gut, Sportvereine, nahe Naherholungsgebiete (gut mit dem Auto zu erreichen!), geringer Migrationsanteil - ich verliere mich ein wenig...  ;D

Beim "günstigen Wohnraum, der überall ausreichend zur Verfügung steht", hat sich ein wenig Sarkasmus eingeschlichen, der Rest war annähernd ernstgemeint.

Zitat von: BAT in Gestern um 10:05Abgesehen davon, dass die Spritpreise im Rahmen der Arbeitsstunde pro Liter weiter günstig sind (...)

Man soll sich ja treu bleiben und sich nicht verbiegen lassen, passt also schon - alles andere würde mich in Erstaunen versetzen. Dennoch: die Lebenswirklichkeit vieler Mitbürger wird (deine an sich richtige Feststellung) derzeit nicht widerspiegeln.

Für meinen älteren Herrn war das ein Art Hobby: 1 oder 2 Cent/l sparen und dafür 20 min. durch die Stadt karren.

Die Boomer-Generation ist und war so was von merkbefreit... unfassbar ignorant...  ;D

NelsonMuntz

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 18:26... ich will meine Kollegin aber nicht beleidigen, außerdem ist sie nett anzuschauen.

Aua!

Dann sei wenigstens so nett und steck ihr was Spritgeld zu (Bist ja laut eigener Aussage in einer komfortablen Kostensituation). Vielleicht zeigt sie sich eines Tages "dankbar"?

... mit so einem Halbsatz vernichtest Du Deine gesamte Argumentation.

Fettschwanzmaki

Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 21:05Aua!

Keine Sorge, das war volle Absicht, ein kleiner Versuchsballon.

ZitatVielleicht zeigt sie sich eines Tages "dankbar"?

Ich frage mich gerade, wer von uns beiden jetzt despektierlich ist...  ;D

Aber ernsthaft: sie braucht meine Almosen nicht (Eltern), hat zudem ein recht teures Hobby und nur beim Gedanken an das Wort "Sugardaddy" bekomme ich - auch als Mann - einen Würgereiz III. Grades. Gilt übrigens auch für "Sugarbabe".

Außerdem verfüge ich, im Gegensatz zu Epstein und Konsorten, nicht über hinreichend finanzielle Mittel und Einfluss.

Echt schade!

Warnstreik

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 18:26Diese Pendelnummer ist nüchtern betrachtet kompletter Wahnsinn.

Neben der verdaddelten Lebenszeit im Auto zur "rushhour" ist das im höchsten Maße unökologisch, unwirtschaftlich und noch manches mehr - ich will meine Kollegin aber nicht beleidigen, außerdem ist sie nett anzuschauen. BTW: ich empfinde das sogar nicht als dramatisches Einzelschicksal, es ist Teil des Systems (ländlicher Raum, fehlender ÖPNV - hatten wir hier schon), dennoch hängt man manchmal einfach in der jeweiligen und gegenwärtigen Lebenssituation fest, so dass eine Veränderung schwer fällt.

Achso - ich hatte da mehr Sarkasmus rausgelesen, umso besser. Von dem "nett anzuschauen" mal ab ist es doch auch oft Bequemlichkeit. Es gibt vieler Orten doch einen ÖPNV, der viele dahin bringen würde wo sie hinwollen und das auch mit adäquatem Aufwand. Eventuell muss man dann aber zur Bushaltestelle laufen und sich natürlich an den Fahrplan halten. Ich habe hier Einblicke in das Umland einer kleinen Großstadt im Norden. So gut wie alle aus den Speckgürtelorten fahren mit dem Auto - obwohl die Busanbindung völlig ok ist - morgens und Nachmittags halbstündliche Abfahrten. Dazu durch das Deutschlandticket unschlagbar günstig. Natürlich ist das weniger bequem und es wird für einige auch Gründe geben das Auto nehmen zu müssen (Arbeitszeiten, Kitabringdienst...). Aber eben für die Mehrheit ist es schlicht die Bequemlichkeit.

Beim Heizen ist es dasselbe: Natürlich kann ich meine Gas- oder Ölheizung verteidigen, ich muss dann aber mit sich ändernden Gegebenheiten leben lernen ohne direkt zu meckern oder nach dem Staat zu rufen. Zur Not hilft eben doch eine Decke und 19 statt 24 Grad Traumtemperatur überlebt man auch. Was wichtig ist - und das hat man in der Vergangenheit auch ausreichend gemacht - ist es den Leuten zu sagen wo Probleme kommen könnten. Faktisch wird zum Beispiel der Betrieb von Erdgasnetzen in den 2030igern Jahren so teuer, dass es sich schlicht nicht lohnen wird diese weiter zu betreiben.


BAT

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 18:26Für meinen älteren Herrn war das ein Art Hobby: 1 oder 2 Cent/l sparen und dafür 20 min. durch die Stadt karren.


Dieser Fokus auf günstigte Preise und geringem (Diesel-) Verbrauch gibt es vielen. Wie oft habe ich abgeraten bei 10 K Fahrleistung im Jahr einen Diesel zu kaufen. Oder die Rentner, die noch weniger fahren - "ich habe immer schon Diesel gefahren". Ein gewisses Grinsen kann ich mir insofern bei den derzeitigen Dieselpreisen nicht verkneifen.

Ähnlich bei der Heizung. Da gibt es auch Leute, die als Rentner im Süden überwintern, aber dennoch ihre Heizung tauschen müssen. Obwohl die fast gar nicht läuft...

Faunus

Zitat von: Warnstreik in Heute um 08:54... ist es den Leuten zu sagen wo Probleme kommen könnten. Faktisch wird zum Beispiel der Betrieb von Erdgasnetzen in den 2030igern Jahren so teuer, dass es sich schlicht nicht lohnen wird diese weiter zu betreiben.



Erdöl ist so in knapp 50 Jahren erschöpft. Also nicht unbezahlbar sondern schlichtweg nicht mehr käuflich erwerbbar.
Über Verbrenner (Auto-Motoren/fossile Heizung/Flugzeuge/Schiffe) und deren CO2-Ausstoß muss man dann zumindest nicht mehr diskutieren.
Wie die Industrie ohne produzieren will... naja, wir stellen ja jetzt die WK/PV/usw.- Förderung ein und beten die alten Männer mit den Mini-AKW-Ideen dann an oder so ähnlich  ???

O.K. liegen ja noch so 10 Bundestagswahlen bis dahin an. Können die jeweiligen Regierenden ja noch immer weiter zur nächsten Regierung schiebe und der Wähler kann weiter seinem Unmut über Heizungsgesetze an der Wahlurne austoben.

Laut gedacht: "Obwohl der Verteilungskampf wurde doch mind. mit Venezuela & Iran eingeläutet. Klappt bloss nicht so... Neuer Anlauf kommt bestimmt"