Autor Thema: PKV Hilfe  (Read 860 times)

Alissa

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PKV Hilfe
« am: 07.01.2019 12:06 »
Hallo liebe Leute,

die Frage ist mir schon etwas unangenehm, da ich dachte, ich schaffe es alleine heraus zu finden. Irgendwie stelle ich mich aber zu blöd an.

Ich habe ein Angebot zur Probeverbeamtung in ein paar Monaten erhalten. Nun schaue ich mir die Gehälter so an und versuche auszurechnen, ob die Bezüge für mich reichen oder nicht. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne wissen, mit was für Kosten ich bei der PKV+Pflegeversicherung so rechnen kann.

Mir ist durchaus bewusst, dass es immer darauf ankommt, gesundheitszustand, welche Krankenversicherung etc.. Mir würde ja ein ungefährer Richtwert reichen, damit ich mir das vorstellen kann.

Ich selbst habe zwei Kinder und bin beim Bezirksamt in Berlin angestellt. Mein Mann arbeitet nicht als Beamter.

Mit was für Kosten (Netto) muss ich da rechnen ca. und wieviel Prozent von diesen Kosten übernimmt der Dienstherr davon? Ich wäre euch für ein Rechenbeispiel sehr dankbar. Wie gesagt, nur so ca. was ich mir vorstellen kann. PKV + Pflegeversicherung - dem was was ich selbst davon zahlen muss monatlich = glückliche Alissa.

Also mein Ehemann kommt Netto auf ein geringeres Einkommen als ich. Bei den 400 € die du angibst, ist das die Summe die ich alleine von meinem Gehalt tragen muss? Oder die Summe, wo sich dann der Dienstherr mit der Beihilfe noch dan beteiligt?

Beispielhaft: Der Onlinerechner sagt mir, dass ich bei einer A9 Stelle mit 2 Kindern ca. 2400 Netto bekomme... Meine Frage ist, ob ich nun von den 2400 € Netto die ich erhalte nun 400 € an PKV zahlen muss und dadurch ein Nettoeinkommen von 2000 € habe? Oder ob ich sozusagen nur 30% tragen muss, weil die Beihilfe 70 % übernimmt, womit ich ein Nettoeinkommen von ca. 2250 haben würde?

Ich hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich äußern.

Ich bedanke mich im Voraus und wünsche allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2019

Danke im Voraus

Alissa

MoinMoin

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Antw:PKV Hilfe
« Antwort #1 am: 07.01.2019 12:23 »
Hier nochmal meine Antwort aus dem anderem Thread:

400 ist halt eine gewürfelte Zahl.
https://krankenversicherung.check24.de/benutzereingaben1/?profession=servant&parent_servant_or_servant_candidate=yes&insured_person=adult

da kannst mal rechnen.
Und nochmal Nein der Dienstherr übernimmt x% deiner Arztksten. 100 - x % musst du dann über die PKV abdecken.
Wenn deine PKV für diesen Anteil 400€ will, dann gehen diese 400€ von deinem Netto ab.
Wahscheinlich wirst du aber mit weniger auskommen.

Oder nochmal
Wenn du eine Rechnung vom Arzt über 1000€ bekommst, dann übernimmt (bei einem Beihilfesatz von 70% wg.Kinder) die Beihilfe 700€ und die PKV zahlt 300€
Für diese Versichungsleistung verlangt die PKV monatlich fix z.B. 400€ und dieses geht von deinem privaten monatlich Konto direkt ab, schmälert also dein Netto Lohn.

Organisator

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Antw:PKV Hilfe
« Antwort #2 am: 07.01.2019 12:53 »
und dazu kommt noch, dass Du Deine beiden Kinder nicht mehr familien-versichern kannst, also auch gegen Entgelt in der PKV versichern musst. (Ausnahme nur, wenn der Ehepartner deutlich weniger verdient als Du. Die genauen Werte findest Du bei google.)

was_guckst_du

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Antw:PKV Hilfe
« Antwort #3 am: 07.01.2019 12:58 »
...wobei 400 € ziemlich hochgegriffen sind...ich zahle bei 50 % PKV mtl. 250 €...und wenn die beiden kinder mitzuversichern wären, läge die PKV auch nur bei 30 %...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung

Solitair

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Antw:PKV Hilfe
« Antwort #4 am: 07.01.2019 18:14 »
Selbst für einen groben Richtwert des PKV-Beitrags wäre eine Altersangabe erforderlich.

Houana

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« Antwort #5 am: 07.01.2019 20:17 »
@organisator: wenn die beamte unterhalb der versicherungspflichgrenze liegt (wovon bei A9 -egal welche stufe-auszugehen ist) können die kinder in der familienversicherung mit dem ehepartner bleiben.

Houana

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Antw:PKV Hilfe
« Antwort #6 am: 07.01.2019 20:31 »
@wasguckstdu: es kommt nicht darauf an, ob die kinder privat mitzuversichern sind, sondern ob du für sie kindergeld beziehst. Auch wenn sie beide in der gkv beim mann sind, erhöht sich der bh-bemessungssatz durch ein zweites kind.

Johnny99

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« Antwort #7 am: 07.01.2019 23:01 »
Meine Frau (Angestellte) und ich (Beamter m.D, Mitte 30) hatten letztes Jahr eine ähnliche Problematik.
Ich habe mich für die Beihilfe/PKV entschieden und meine beiden Kinder ebenso versichert (obwohl sie bis dato über meine Frau in der GKV Familienversichert waren und auch hätten bleiben können). 
Somit bin ich 70% Beihilfeberechtigt (meine Kinder zu 80%). Ich zahle für das ‚all inclusive‘ Paket bei meiner PKV etwa 220€/mon und für die Kinder jeweil 30€ (Bei einem
Kind inkl Risikozuschlag, da eine Erkrankung besteht).
Welches KV-System fur einen persönlich sinnvoller ist muss jeder für sich entscheiden.
Als Beamter habe ich nunmal die Möglichkeit das vermeintlich bessere System
zu nutzen. Mit dem richtigen Einblick in das derzeitige Gesundheitssystem ist mir diese Entscheidung auch nicht schwer gefallen. Der oben genannte Beitrag geht vom Netto-Gehalt ab und die Beiträge steigen und steigen. Aber die Steigerungen nehmen wir gerne in Kauf.

Ich mache jetzt keine Werbung für meine PKV. Es gibt zig Anbieter auf einschlägigen vergleichsportalen. Unbedingt das Kleingedruckte lesen und in diesem Fall ist ‚günstig‘ nicht immer gut.
« Last Edit: 07.01.2019 23:10 von Johnny99 »

yamato

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« Antwort #8 am: 08.01.2019 06:37 »
Korrigiert mich wenn ich mich irre, aber in der freiwilligen GKV läge der Beitrag (ohne PV) doch auch bei mindestens 400 € und da das Land Berlin dazu keine Zuschüsse zahlt (wie alle außer HH) wäre es doch allemal teurer.

Houana

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« Antwort #9 am: 08.01.2019 06:48 »
@yamato so ist es. Aber m. E. geht es ihr ja um die frage, ob sie sich überhaupt verbeamten lassen will.

Alissa

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« Antwort #10 am: 08.01.2019 09:22 »
Herzlichen Dank Leute !!!

Karsten

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« Antwort #11 am: 08.01.2019 10:40 »
Korrigiert mich wenn ich mich irre, aber in der freiwilligen GKV läge der Beitrag (ohne PV) doch auch bei mindestens 400 € und da das Land Berlin dazu keine Zuschüsse zahlt (wie alle außer HH) wäre es doch allemal teurer.

Im Moment ist das so. Und ohne Arbeitgeberzuschuss ist die GKV für Beamte oft keine Alternative. Es naht aber Hoffnung. Der Berliner Senat prüft seit Dezember 2018 die Übernahme des „Hamburger Modells“ zur gesetzlichen Krankenversicherung von Berliner Beamten. Beamte in Berlin sollen in ihrer Wahlfreiheit gestärkt werden. Wer sich für die GKV entscheide, solle dann die Hälfte des GKV-Beitrags durch den Beihilfeträger gezahlt bekommen und nicht länger komplett selbst zahlen müssen.

Im Fall von Alissa würde man als Beamtin mit 2 Kindern und verheiratet in A9/Stufe1 derzeit 2.853,63 € brutto verdienen. Die GKV würde nachdem Hamburger Modell bei einem durchschnittlichen Beitragssatz von 15,4% aktuell 439,46 € kosten. Der Beamte selbst würde 219,73 € zahlen, Kinder wären in diesem Beitrag bereits kostenlos mitversichert. Es erfolgt keine Gesundheitsprüfung.

Mit 219,73 € wäre die GKV eine echte Konkurrenz zur PKV.

MoinMoin

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Antw:PKV Hilfe
« Antwort #12 am: 08.01.2019 10:56 »
Mit 219,73 € wäre die GKV eine echte Konkurrenz zur PKV.
Und ein weitere Sargnagel für das PKV Modell.  ;D