Autor Thema: Neue Besoldungsstruktur??  (Read 14566 times)

Thomber

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #15 am: 04.02.2019 09:49 »
Wieso GKV oder PKV? Warum GKV MIT Arbeitgeberzuschuss oder PKV MIT Beihilfe?

Eine freie Auswahl (Beihilfe oder Arbeitgeberzuschuss) wäre optimal und dadurch würde die GKV garantiert neue Mitglieder erhalten und das wollen die ja auch.... also, WENN der Staat die GKV stärken will, dann bitte...muss er aber auch den Arbeitgeberanteil tragen. 

MoinMoin

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #16 am: 04.02.2019 10:07 »
Wenn der AG Geld sparen will, dann kann er doch ebenso die Beihilfe für Tarifbeschäftigte öffnen.
Denen muss er ja 50% der PKV Kosten zahlen, hier könnte er ja auch auf das Beihilfe System umschwengen und bei den Jungen Kollegen viel Sparen.  ::)

Wasserkopp

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #17 am: 08.02.2019 12:28 »
Die Familienzuschläge sollen überarbeitet werden:

  • Halbierung der Zuschläge für Ehepartner
  • "deutliche Erhöhung" für das erste und zweite Kind

https://www.dgb.de/themen/++co++501bafa6-29fc-11e9-911d-52540088cada/@@dossier.html

Yasper

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #18 am: 11.02.2019 10:58 »
Synopse zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Strukturen des Besoldungs- und Umzugskostenrechts 
(Besoldungsstrukturmodernisierungsgesetz - BesStMG):

http://www.vbb-bmvg.de/download/20190123_info01_bestmg_anlage2.pdf

Johnny75

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #19 am: 12.02.2019 12:09 »
Und hier der Referentenentwurf, darin gibt's dann auch Zahlen zum neuen Familienzuschlag:

www.vbb-bmvg.de/download/20190123_info01_bestmg_anlage1.pdf

"Familienzuschlag 1": € 74,68 (nur noch für Verheiratete/Verwitwete, nicht mehr für "aufgenommene Personen", i.e. Kinder)

"Familienzuschlag 2":
  • für das erste und zweite Kind: je € 247,66 €
  • ab dem dritten Kind: je € 397,74

ds78

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #20 am: 12.02.2019 19:04 »
Allen Beteiligten hier mal vielen Dank für die Entwürfe und die Anlagen inklusive Zahlen.

Die Überarbeitung des Familienzuschlags finde ich angemessen. Mir (als neu verbeamteten) erschloss sich ohnehin nicht, wieso meine Ehefrau stärker mit alimentiert werden muss / soll als meine beiden Kinder.

Yasper

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #21 am: 13.02.2019 23:23 »
Da der Familienzuschlag 1 ruhegehaltsfähig ist, sinken also auch die Pensionen. Es wird also viel Geld gespart.

Feeling

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #22 am: 14.02.2019 18:19 »
Soll das tatsächlich erst zum 01.09.2020 geändert werden, wenn die Kabinettsfassung doch schon für den Mai 2019 vorgesehen ist?
« Last Edit: 14.02.2019 18:26 von Feeling »

DeepBlue

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #23 am: 14.02.2019 18:37 »
Allen Beteiligten hier mal vielen Dank für die Entwürfe und die Anlagen inklusive Zahlen.

Die Überarbeitung des Familienzuschlags finde ich angemessen. Mir (als neu verbeamteten) erschloss sich ohnehin nicht, wieso meine Ehefrau stärker mit alimentiert werden muss / soll als meine beiden Kinder.

Sorry aber den Hintergrund des Familienzuschlages ist Ihnen bekannt! Er diente dazu den Unterschied zum zivilen. Arbeitsmarkt auszugleichen wenn man heiratet und dadurch als Ehepaar die das Ehegattenspliting in Anspruch nimmt. Bei Beamten hatte dies meist weniger Auswirkungen als bei anderen Arbeitnehmern da das Bruttogehalt deutlich geringer ist und daher fällt eine Steuerersparnis auch weniger ins Gewicht !

Ich halte diese Änderung für fatal! Auch weil dies nicht ruhegehaltfähig ist und hoffe das die Verbände dagegen vorgehen!

Karsten

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #24 am: 14.02.2019 19:16 »
Allen Beteiligten hier mal vielen Dank für die Entwürfe und die Anlagen inklusive Zahlen.

Die Überarbeitung des Familienzuschlags finde ich angemessen. Mir (als neu verbeamteten) erschloss sich ohnehin nicht, wieso meine Ehefrau stärker mit alimentiert werden muss / soll als meine beiden Kinder.

Sorry aber den Hintergrund des Familienzuschlages ist Ihnen bekannt! Er diente dazu den Unterschied zum zivilen. Arbeitsmarkt auszugleichen wenn man heiratet und dadurch als Ehepaar die das Ehegattenspliting in Anspruch nimmt. Bei Beamten hatte dies meist weniger Auswirkungen als bei anderen Arbeitnehmern da das Bruttogehalt deutlich geringer ist und daher fällt eine Steuerersparnis auch weniger ins Gewicht !

Ich halte diese Änderung für fatal! Auch weil dies nicht ruhegehaltfähig ist und hoffe das die Verbände dagegen vorgehen!

Im Gegenteil, hier wäre der Bund endlich einmal Vorreiter einer Entwicklung welche sich seit Jahren abzeichnet. Das Ehegattensplitting ist längst überholt. Wir leben im 21.Jahrhundert, junge Frauen schließen gleich hohe Abschlüsse ab und verdienen inzwischen als Beamte genauso gut wie Männer. Sind beide Elternteile in Arbeit und verdienen ähnliche Gehälter, bringt ein Ehegattensplitting nichts mehr ein. Warum sollten da Beamte mit pauschalen Ehezuschlägen weiterhin gefördert werden? Ich finde es nur konsequent, dass hier die Kinder und somit die Familien gefördert werden. Nicht verheiratete kinderlose Ehepaare sind die Zukunft, sondern Kinder. Die Ehe steht nicht mehr automatisch für Kinder. P.s. Bitte nicht wieder das Argument bringen, wer keine Kinder bekommen kann. Diese Menschen haben es natürlich schwer, sind aber auch nicht schlechterer gestellt als gewollt kinderlose Paare.

yamato

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #25 am: 15.02.2019 06:50 »
Zeitgemäß oder nicht, aber wenn ich jemand mit keinem oder sehr geringen Einkommen heirate und dadurch vor dem (ergänzenden) Bezug von Sozialleistungen bewahre, dann spare ich dem Staat Geld. Das muss sich im Endeffekt auch steuerlich für mich auswirken.
Ob ich das nun individuell berechne, was allerdings wieder eine erhebliche Mehrbelastung für die Finanzämter wäre oder pauschal per Ehegattensplitting ist da erst mal egal.

Genauso muss sich das bei der Alimentation von beamten auswirken, man kann natürlich auch da eine Einkommensprüfung durchführen und die Zulage von der Höhe der Einkünfte des Ehepartners abhängig machen, wird aber auch wieder ein ordentlicher Aufwand

MoinMoin

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #26 am: 15.02.2019 07:53 »
Zeitgemäß oder nicht, aber wenn ich jemand mit keinem oder sehr geringen Einkommen heirate und dadurch vor dem (ergänzenden) Bezug von Sozialleistungen bewahre, dann spare ich dem Staat Geld. Das muss sich im Endeffekt auch steuerlich für mich auswirken.
Warum?
Bzw. tut es sich doch. Und je ärmer du heiratest,desto Reicher wirst du doch durch die Steuerersparnisse.
Zitat
Ob ich das nun individuell berechne, was allerdings wieder eine erhebliche Mehrbelastung für die Finanzämter wäre oder pauschal per Ehegattensplitting ist da erst mal egal.
Ehegattensplitting wird individuell errechnet.
Und Mehrbelastung für die Ämter (ech, da lach ich mich weg.) Das wäre bei einer modernen Aufstellung der Verwaltung nur ein Mehraufwand in der definitiion der Regeln und der Programmierung der Regeln.
Zitat
Genauso muss sich das bei der Alimentation von beamten auswirken, man kann natürlich auch da eine Einkommensprüfung durchführen und die Zulage von der Höhe der Einkünfte des Ehepartners abhängig machen, wird aber auch wieder ein ordentlicher Aufwand
s.o.  Aufwand gegen Null, wenn man es richtig organsiert und einen DSGVO konformen Datenaustausch ermöglicht.
Und ja,da gehe ich mit dir konform, dass die Alimentation des Beamten auf seine gesamt Situation zu betrachten ist und natürlich auch entsprechend der gesellschaftltichen Veränderungen. (Frau bleibt idR nicht mehr zu Hause bis die Kinder weg sind)

ds78

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #27 am: 15.02.2019 12:21 »
Zeitgemäß oder nicht, aber wenn ich jemand mit keinem oder sehr geringen Einkommen heirate und dadurch vor dem (ergänzenden) Bezug von Sozialleistungen bewahre, dann spare ich dem Staat Geld.

Das Thema sehe ich hier unzureichend beleuchtet. Sozialleistungen würde der Partner völlig unerheblich vom Status (verheiratet, ledig) NICHT erhalten. Für den Ausschluss bzw. die Gewährung von Sozialleistungen (z. Bsp. H4) ist entscheidend, ob man einen gemeinsamen Haushalt bildet oder nicht. Auch ein lediges Paar bekäme hier keine Unterstützung. Argument also obsolet.

Die Diskussion führt für mich jedoch am Thema vorbei. Beamte brauchen sich, gemessen am verfügbaren Nettoeinkommen der restlichen Gesellschaft, wahrlich nicht über zu geringe Einkommen (zumindest ab dem gD) beschweren.

Ich wollte mit meiner Bemerkung lediglich verdeutlichen (wenigstens der ein oder andere hat das auch entsprechend aufgefasst), dass eine Alimentation vor allem für die Dauer des Aufzugs von Kindern notwendig ist und gerade nicht, um eine nicht berufstätige Frau zu Hause sitzen zu haben. Jedem (gerade in Zeiten der viel beschworenen Gleichberechtigung von Frauen) steht es frei eine Tätigkeit gegen Entgelt aufzunehmen. Das der Staat gerade im Jahr 2019 die Nicht-Tätigkeit von wem auch immer stärker alimentieren soll, als die von mir oben angeführten Kinder widerstrebt meinem Verständnis grundlegend. Das ist nunmal meine persönliche Meinung.

Fazit: Guter Entwurf, der hoffentlich so auch Umsetzung finden wird.

was_guckst_du

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #28 am: 15.02.2019 20:40 »
...und was ist jetzt mit all denen, die wegen des Ehegattenzuschlags geheiratet haben?  ;D

P.S.: es soll Übergangsregelungen geben, die sich allerdings jährlich abbauen...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung

bebolus

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Antw:Neue Besoldungsstruktur??
« Antwort #29 am: 11.03.2019 18:18 »

Im Gegenteil, hier wäre der Bund endlich einmal Vorreiter einer Entwicklung welche sich seit Jahren abzeichnet. Das Ehegattensplitting ist längst überholt. Wir leben im 21.Jahrhundert, junge Frauen schließen gleich hohe Abschlüsse ab und verdienen inzwischen als Beamte genauso gut wie Männer. Sind beide Elternteile in Arbeit und verdienen ähnliche Gehälter, bringt ein Ehegattensplitting nichts mehr ein. Warum sollten da Beamte mit pauschalen Ehezuschlägen weiterhin gefördert werden? Ich finde es nur konsequent, dass hier die Kinder und somit die Familien gefördert werden. Nicht verheiratete kinderlose Ehepaare sind die Zukunft, sondern Kinder.

Perfekt auf den Punkt gebracht!