Autor Thema: Bewerbung - Einsicht in Personalakte - Umgang mit Fehlzeiten  (Read 1221 times)

Jasmin28

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allo zusammen,

ich brauche mal eure(n) Rat/Unterstützung/Erfahrungen:

ich bin beim Land NRW beschäftigt, befristet für 2 Jahre. Am 30.9.19 endet mein Vertrag, eine Übernahme ist nicht möglich, worüber ich eigentlich auch ganz froh bin.
Die Stimmung im Fachbereich ist fürchterlich, gegeneinander arbeiten und Mobbing sind an der Tagesordnung. Zudem gefällt mir mein Tätigkeitsbereich überhaupt nicht und entspricht auch nicht dem, was ausgemacht wurde. Zusätzlich habe ich noch eine sehr lange Anfahrt von 2 Std.! Alles in allem hat dazu geführt, dass ich eine große Anzahl krankheitsbedingter Fehlzeiten angehäuft habe.

Dazu muss ich erwähnen, dass ich vor Jahren mal an Depressionen und Angstzuständen gelitten habe und es mir durch die berufliche Situation allmählich wieder immer schlechter ging und sich somit die Krankschreibungen erhöhten.

Ich bin nun schon seit geraumer Zeit wieder auf der Suche nach einem neuen Job, auch wieder im öD. Da aber mittlerweile immer mehr Behörden Einsicht in die bisherigen Personalakten verlangen und dort natürlich meine Fehlzeiten aufgelistet sind, sehe ich meine Chancen gleich null, eine Anschlussanstellung im öD zu bekommen.

Ich hatte schon überlegt, eine Stellungnahme zu meinen Fehlzeiten in meine Personalakte legen zu lassen oder der Gewährung zur Einsicht in die Personalakte beizulegen…im Vorstellungsgespräch spricht man das Thema ja eher nicht an. Als ich schonmal nach meinen Beweggründen für die Stellensuche gefragt wurde, habe ich zwar erwähnt, dass das Arbeitsklima bei mir nicht das Beste ist, aber weiter geht man da ja meist nicht, schon allein um den aktuellen AG nicht zu verunglimpflichen.

War vielleicht mal jemand in einer ähnlichen Situation oder gibt es hier Kollegen/innen aus dem Personalbereich, die mir einen Tipp geben können wie ich bei Bewerbungen/Vorstellungsgesprächen mit dem Thema umgehen soll?

Vielen Dank im Voraus!

DiVO

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Ich würde mir bei Bewrbungsgesprächen im Vorfeld überlegen wie ich auf diverse Fragen antworte. Da sind ja in der Regel einige Standardfragen dabei, z.B. wieseo haben Sie sich auf diese Stelle beworben, was war Ihr größter Fehler, wo sehen Sie sich in fünf Jahren, nennen Sie drei Schwächen, usw.

Wir sehen bei Bewerbern nicht die alten Personalakten ein und fordern diese auch nicht an. Warum auch? Zu Beginn gibt es ja die Probezeit und wenn sich da rausstellt, dass die Zusammenarbeit keinen Sinn macht gibt es eben eine Probezeitkündigung, die keine Begründung benötigt.

Gerade wenn du weißt, dass dein Vertrag zum 30.09. endet ist es doch postiv, wenn du dich frühzeitig bewirbst und kannst das ja auch genau so im Gespräch sagen: Da mein bisheriges Dienstverhältnis bis zum 30.09. befristet ist und nicht verlängert wird, mache ich mich frühzeitig auf die Suche nach einer neuen Stelle, weil ich Angelegenheiten gerne frühzeitig regle.