Autor Thema: [HE] Verbeamtung als "anderer Bewerber" - kann man die Wartezeit abkürzen?  (Read 1159 times)

Denna

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Als sogenannter "anderer Bewerber" (§ 35 Hessische Laufbahnverordnung) im öffentlichen Dienst braucht es 4 Jahre hauptberufliche Tätigkeit um sich als Angestellter im Landesdienst verbeamten zu lassen. Gibt es die Möglichkeit diese 4 Jahre zu verkürzen?

Beispiel: Eine Person arbeitet 5 Jahre im gehobenen Dienst, wird dann in den höheren Dienst befördert und möchte sich dort verbeamten lassen. In den 5 Jahren wurden teils bereits Aufgaben des höheren Dienstes übernommen - kann man diese Zeit in irgend einer Form anrechnen lassen, sodass sich die 4 Jahre Wartezeit im höheren Dienst verkürzen? Wenn ja, um wie lange ist die Verkürzung möglich und unter welchen Voraussetzungen?

Ich würde mich freuen, wenn das jemand weiß. Zur Not auch, wenn es ein anderes Bundesland betrifft.
« Last Edit: 19.03.2019 23:21 von Admin2 »

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Antw:Verbeamtung in Hessen als "anderer Bewerber" -
« Antwort #1 am: 19.03.2019 13:27 »
Die mindestens vierjährig ausgeübte, hauptberufliche Tätigkeit muss mindestens dem Eingangsamt der jeweiligen Laufbahn gleichwertig sein.

Bei Tätigkeiten innerhalb des öD gibt die tarifliche Eingruppierung einen Anhaltspunkt.

D.h. die Berufserfahrung für den hier angestrebten höheren Dienst kann nur durch Berufserfahrung auf einer gewöhnlich von Akademikern wahrgenommenen Funktionsebene erworben werden.

Der / die anderer Bewerber/in benötigt also selbst keinen Hochschulabschluss, muss aber auf dem Beschäftigungsniveau eines Absolventen mit einem solchen eingesetzt worden sein. (Vgl. Börner in Metzler-Müller u.A. Hessisches Beamtenrecht, Kommentar zu § 35 HLVO)

Der Direktor des LPA wird also aller Voraussicht nach rein auf deine Eingruppierung abstellen und solange du unter EG 13 warst die Zeit nicht gelten lassen.

Denna

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Antw:Verbeamtung in Hessen als "anderer Bewerber"
« Antwort #2 am: 19.03.2019 15:41 »
Danke für die Info. Dann klingt das hoffnungslos und die Wartezeit kann wohl nicht verkürzt werden. Der akademische Abschluss der anderen Bewerberin liegt zwar vor aber die Berufserfahrung war in den Entgeltstufen E9-12.