Kurzarbeit im öD

Begonnen von Mekanek, 13.03.2020 15:33

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Spid

Auch im öD gibt es betriebsbedingte Kündigungen - und auch solche wegen Krankheit. Es gibt nunmal hunderte AG im öD - und darunter sind solche, die es mit sich machen lassen und alles mit durchschleppen, wie es auch solche gibt, die das nicht tun. Die AG im öD sind ebensowenig eine homogene Gruppe wie es die AG in der Privatwirtschaft sind.

WasDennNun

Dem kann ich nur zu stimmen, umgekehrt: auch in der pW gibt absolute Minderleistende die mit durchgeschleppt und durchgefüttert werden.
Natürlich nicht in Unternehmen mit 5 MA.

Kat

Zitat von: Kimonbo in 19.03.2020 16:32
Also ganz ehrlich, was ihr euch für Gedanken macht. Wir sind im öffentlichen Dienst. Das ist das sicherste was es jemals gibt und gab

Wissen das auch die Massen an   befristet Beschäftigen? ich glaube, den hat man das noch nicht gesagt.

emil

heute in der Stuttgarter Zeitung:
neu ist, dass der öD tangiert ist.in den Tarifverträgen gibt es dazu keine Regelungen.dies rächt sich nun, weil auch staatl Einrichtungen keine Arbeit mehr haben. die Aufregung ist riesig:die Beschäftigtenvertreter stehen auf der Matte, weil sie eine Betriebsvereinbarung machen wollen.sagt verdi landesvize Hanna Binder. sie rät zur Geduld bis montag, da solles klarheit geben, wenn Verdi und VKA darüber beraten. eine gemeinsame Positionierung im Vorfeld ist offenbar an der VKA gescheitert, worüber es Unmut in der Gewerkschaft gibt. Es gibt viele betroffenen Bereiche, für die nicht schnell genug Tarifverträge vereinbart werden können.Daher strebt verdi eine Verordnung des Arbeitsministers an, die betriebliche Kurzarbeiterregelungen ermöglciht. Auch dies soll bis Anfang der Woche zwischen den Spitzenverbänden und der Regierung geklärt werden.

Kat

Also bei uns wurden jetzt einige Maßnahmen ergriffen bzw.werden noch. Eine davon ist ggf. Urlaubssperre, von Kurzarbeit und zu Hause bleiben also mal so überhaupt kein Rede, eher im Gegenteil.

Otto1

Zitat von: Kimonbo in 19.03.2020 16:32
Also ganz ehrlich, was ihr euch für Gedanken macht. Wir sind im öffentlichen Dienst. Das ist das sicherste was es jemals gibt und gab und wenn dann nimmt man sich einen Krankenschein, auf Psyche wegen Angst und so, und dann ist das Geld gesichert. Warum sind wir denn sonst in den öffentlichen Dienst gegangen? Wir sind die letzten die vor irgendwas Angst haben müssten und man merkt ja so oder so, jetzt, dass die 39 Stunden noch zu viel sind. Nix zu tun und das Leben geht trotzdem weiter

Pfuii, meine Kollegen und ich geben alles und Sie haben nichts besseres im Sinn als so einen Mist rauszuposaunen!

Otto1

Zitat von: emil in 20.03.2020 09:26
heute in der Stuttgarter Zeitung:
neu ist, dass der öD tangiert ist.in den Tarifverträgen gibt es dazu keine Regelungen.dies rächt sich nun, weil auch staatl Einrichtungen keine Arbeit mehr haben. die Aufregung ist riesig:die Beschäftigtenvertreter stehen auf der Matte, weil sie eine Betriebsvereinbarung machen wollen.sagt verdi landesvize Hanna Binder. sie rät zur Geduld bis montag, da solles klarheit geben, wenn Verdi und VKA darüber beraten. eine gemeinsame Positionierung im Vorfeld ist offenbar an der VKA gescheitert, worüber es Unmut in der Gewerkschaft gibt. Es gibt viele betroffenen Bereiche, für die nicht schnell genug Tarifverträge vereinbart werden können.Daher strebt verdi eine Verordnung des Arbeitsministers an, die betriebliche Kurzarbeiterregelungen ermöglciht. Auch dies soll bis Anfang der Woche zwischen den Spitzenverbänden und der Regierung geklärt werden.

Also die Sicherheit ist der einzige Vorteil des öD. Wenn der nun auch wegfällt kann ich auch in die Wirtschaft gehen.

KBLerin


Otto1

Zitat von: KBLerin in 20.03.2020 18:54
https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/personal-tarifrecht/kurzarbeitergeld-fuer-den-oeffentlichen-dienst_144_512220.html

Die Planungen zur Kurzarbeit bei den VKA laufen scheinbar schon.
Mal schauen, was davon wird.

Sollte das kommen geht ein weiterer Bauingenieur in die Wirtschaft. Ich verzichte doch nicht auf
Geld in den guten Zeiten, um danach in den schlechten auch noch zu knapsen?

Genau das wird doch immer propagiert: sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen. Sobald dann mal 14 Tage nicht soviel zu tun ist (wobei ich meine Sachen einfach weiterplanen kann, ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun hätte) wird gleich die Axt rausgeholt und am mageren Entgelt angelegt....

Tagelöhner

Zumal Beamte bei ebenfalls weniger Arbeit dank ihres privilegierten Status' weiter volle Bezüge erhalten.

Ich teile die Auffassung von Otto1, damit ist eines der Totschlagargumente für eine Beschäftigung im Öffentlichen Dienst ad absurdum geführt, natürlich immer abhängig davon, wie lange die Krise tatsächlich anhält und wieviele Arbeitslose noch daraus entstehen.
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Spid

Da es den Kommunen bereits an der einzel- oder tarifvertraglichen Grundlage für die Vereinbarung von Kurzarbeit - es sei denn, einzelne Beschäftigte vereinbaren derlei oder haben derlei vereinbart - fehlt, hilft den Kommunen auch kein Kurzarbeitergeld.

Otto1

Zitat von: Spid in 21.03.2020 15:04
Da es den Kommunen bereits an der einzel- oder tarifvertraglichen Grundlage für die Vereinbarung von Kurzarbeit - es sei denn, einzelne Beschäftigte vereinbaren derlei oder haben derlei vereinbart - fehlt, hilft den Kommunen auch kein Kurzarbeitergeld.

Und wenn Verdi die Option mit hereinverhandelt?

Spid

Welches Interesse hätte Verdi daran?

Otto1

Zitat von: Spid in 21.03.2020 21:00
Welches Interesse hätte Verdi daran?

Vielleicht erhalten Sie im Gegenzug eine soziale Komponenten von 450 € für die EG 1 und 2?

Spid

Was soll eine ,,soziale Komponente" sein?