Autor Thema: [RP] Wechsel von Kommune zu Bund oder Land, fluchtartig...  (Read 978 times)

Beamtenpeter

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Hallo,
ich habe mich hier angemeldet wegen folgender Frage: Bisher bin ich, seit 6 Jahren verbeamtet, bei einer Kommunalverwaltung in RLP. Ich bin dort allerdings sehr unzufrieden und liebäugele mit Bundes- oder Landesverwaltung, beides ist in vertretbarer Entfernung vorhanden. Ich bin mir nicht sicher, ob mein derzeitiger Dienstherr, für den Fall dass ich dort anfangen kann, bereit ist mich zeitnah oder sagen wir mal möglichst reibungslos ziehen zu lassen. Das heißt eigentlich gehe ich stark davon aus, dass eine Versetzung nicht gerne, und keinesfalls schnell, erfolgen wird. Nun würde eine Ernennungsurkunde von Land oder Bund doch dazu führen, dass mein derzeitiges Beamtenverhältnis sofort erlischt.
Welche Nachteile hätte dies für mich? Nur böse Gesichter in der Kommune, oder auch rechtliche Folgen? Und hat jemand Erfahrungen, ob Bund/Landesdienststellen das mitmachen würden? Bei Vorstellung dort, sollte man den Umstand erwähnen? Oder schon im Bewerbungsschreiben darauf hinweisen, dass man (evtl.) gerne feindlich übernommen werden würde?
« Last Edit: 17.06.2020 01:55 von Admin2 »

clarion

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Antw:Wechsel von Kommune zu Bund oder Land, fluchtartig...
« Antwort #1 am: 16.06.2020 08:29 »
Hallo ich würde es nicht erwähnen, es hätte vielleicht eine abschreckende Wirkung. Meiner Erfahrung nach sind Raubernennungen wegen der Pensionszahlungen auch nicht so üblich.

Wenn Du einen anderen Dienstherrn überzeugst, dass Du genau der oder die Richtige für ihn bist, dann wird er auch zwei oder drei Monate länger auf Dich warten. Dein alter Dienstherr kann Dich auch nicht bis zum St. Nimmerleinstag festhalten. Ich würde mich ganz normal bewerben

2strong

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Antw:Wechsel von Kommune zu Bund oder Land, fluchtartig...
« Antwort #2 am: 16.06.2020 11:02 »
Sehe ich ganz genauso.

Eine Ernennung ist für Dich ohne Nachteil. Anders ist es für den aufnehmen Dienstherrn. Der trägt Deine Versorgungslasten alleine.

Wastelandwarrior

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Wobei jetzt 6 Jahre plus Vorbereitungsdienst ja nicht sooo lange sind. Kommt also auf den Grad der Verzweiflung an.

Mir wurde erzählt (nicht bestätigt), dass das BKA nahezu die komplette Abteilung der (straf-)versetzten LKA-Abteilungsleiterin Berlin (Fall Amri) raubernannt hat. z.B. :)

clarion

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Hallo im Bereich der A Besoldungsgruppen sind Raubernennungen wohl nicht weit verbreitet, würde ich mal behaupten. Die sind politisch nicht wichtig genug.

Bruce Springsteen

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 ;D Ich lach kurz...

Die Städte greifen sich das Personal gegenseitig ab. Bin selbst von einem Bundesland ins nächste gehüpft und kenne welche, die von Land auf Bund ohne weiteres gehüpft sind.

Daher an den Threadsteller: selbst wenn du A6er bist.. bewerben und bei erfolgreichen Auswahlverfahren übernimmt dich der neue Dienstherr in Abstimmung mit deinem alten i.d.R nach 3 Monaten.

In den -schlimmstenfalls- 3 Monaten kannste in Ruhe umziehen..  8)

Beamtenpeter

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Danke erstmal für die bisherigen Antworten.
Bin A10.
Eine Kollegin ist letztes Jahr gewechselt, da war unsere oberste Leitung vollkommen mit einverstanden, trotzdem hat sich unsere Personalstelle mit der Versetzung bzw. den notwendigen Abstimmungen unheimlich dämlich angestellt, Schriftverkehr zwischen den Dienstherren läuft wohl heute noch... Da ich in Projekten eingebunden bin, die noch längere Zeit laufen, und die Bewerberlage für kurzfristigen Ersatz wohl, auch wegen eines Rufes unseres Hauses, dünn sein würde, rechne ich damit, dass die Abstimmung noch holpriger laufen würde.

Bruce Springsteen

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Ja, aber das ist dann eben nicht dein Problem. Wer als Behörde - 2020- damit noch Probleme hat, sollte seine Arbeit grundsätzlich mal hinterfragen. Das wird in Zukunft noch extremer als jetzt schon, ausufern, da die Leute nicht wie früher ausgesucht wurden, sondern sich die Leute die Arbeit bzw. den Bereich mittlerweile aussuchen können. Und das wird in Zukunft noch extremer. Da würde ich im Personamt langsam aber sicher mal mit der Zeit arbeiten..

Zumal es dein (Berufs-)Leben ist. Wenn ich mitbekomme, wie manche aus "Angst" oder Mitleid mit ihrem Arbeitgeber über Jahre auf ihrer Stelle hocken, anstatt weiter zu ziehen und dadurch überhaupt aufsteigen zu können, dann kraust es mir.

Hab in 4 Jahren den kompletten m.D durchgemacht und jetzt im 5. Jahr mich für den Aufstieg angemeldet.

Jeder ist sein Glückes Schmied...