Autor Thema: Schlechtleistung: ordentlich unkündbar nach 15 Jahren/Alter über 40  (Read 3908 times)

FGL

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 175
  • Karma: +23/-135
Ich halte mich lieber an Youtube-Videos von Fachanwälten für Arbeitsrecht, als irgendwelchen Leuten in Foren zu vertrauen, die nur von ihrem Bauchgefühl ausgehen.
Und du? Du bist Anwalt für Arbeitsrecht, oder wie? Order arbeitest du in der Personalabteilung als Jurist?
Das Autoritätsargument ist mit das schlechteste, das man für die eigene Position anbringen kann. Wenn man die Aussagen dieser Autoritäten dann auch noch missversteht und dabei z. B. Schlecht- und Minderleistung miteinander verwechselt, ist das Chaos perfekt.

Plato

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 26
  • Karma: +3/-20
FGL....Genau ,richtige Aussage.
Dieser Beitrag Wiederspiegelt meine eigene Meinung und dient dazu den Empfänger zu Informieren.
Falls meine Information Unerwünscht ist,dient Sie zu Therapiezwecken.

Eleon

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +2/-18
Die Arbeitsleistung bestimmt sich nicht objektiv, sondern subjektiv, d.h. nach der individuellen Leistungsfähigkeit. Arbeitnehmer sind gehalten, die Arbeit unter Anspannung ihrer Fähigkeiten sorgfältig zu verrichten. Wer Überdurchschnittliches leisten kann, der ist hierzu auch verpflichtet. Wer nur unterdurchschnittlich leistungsfähig ist, genügt mit einer unterdurchschnittlichen Leistung seiner Pflicht.
Die Qualität der Arbeitsleistung gehört zum Arbeitgeberrisiko.

Der Arbeitgeber hatte ja während der Probezeit die Möglichkeit, den Arbeitnehmer  in Augenschein zu nehmen.

Etwas komplizierter wird es, wenn ein Arbeitnehmer in Laufe seiner Tätigkeit z. B. durch Krankheit in seiner Leistungsfähigkeit gemindert wird.

Letztlich wird es immer Arbeitnehmer geben, die das "Schlusslicht" bilden.

Ein Kündigungsgrund besteht allenfalls dann, wenn ein Arbeitnehmer seine Leistung bewusst zurückhält, also wenn er absichtlich weniger leistet als er leisten könnte.

dregonfleischer

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 34
  • Karma: +0/-69
also die probezeit ist dann aber bis zu 20  jahren her ich habe noch nie erlebt das jemandem gekuendigt wurde oder herabgruppiert eher war da mal ein fall wegen alk auch im dienst  aber ansonsten haben wir hier genug lowperformer sitzen

Dienstbeflissen

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 280
  • Karma: +15/-75
Häufige Fehler im Vergleich zum Durchschnitt usw. sind Indiz für Schlechtleistung und es wäre dann am AN im Prozess darzulegen dass er seine individuelle Leistungsfähigkeit voll ausschöpft.

 Gibt einen Haufen besserer Gründe als verhaltensbedingt, aufgrund von Schlechtleistung zu kündigen.

Carnie

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 59
  • Karma: +2/-23
Naja häufige Fehler im Vergleich zum Durchschnitt passt auch nicht da irgendein Mitarbeiter zwangsläufig immer unterm Schnitt ist.

3 Mitarbeiter...A macht 0 Fehler, B macht 5 Fehler, C  macht 10 Fehler...Schnitt ist also 5 Fehler für den Bereich. Wenn ich nun C entlasse weil er zuviele Fehler macht ist plötzlich B der bisher Durchschnitt war unterdurchschnittlich da der neue Schnitt bei 2.5 Fehlern liegt.

Weltraumpräsident

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 21
  • Karma: +2/-6
Ich würde sodann noch B entlassen und A für drei arbeiten lassen. Dann passt's wieder. Wenn's doch immer so einfach wäre.

Wdd3

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 504
  • Karma: +64/-88
Hätte, hätte Fahrradkette...
oder in den Worten unseres zukünftigen Bundestrainers :'( ...wäre, wäre Fahrradkette

A und B sind Lowperformer und habe alles auf C abgewälzt. Dieser hat trotz Top Leistungen bei dem enormen Arbeitspensum Fehler gemacht. Nach seinem Ausscheiden müssen A und B seine Aufgaben mit übernehmen - scheitern kläglich und die Anzahl der Fehler steigt auf 18 womit der Durchschnitt bei 9 und somit weit über den ursprünglichen 5 liegt... ;)