Autor Thema: Zulage für Strahlenschutzbeauftragten  (Read 1044 times)

Der Kanzler

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Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« am: 04.09.2020 08:22 »
Moin Moin Zusammen,

vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Gibt es im Öffentlichen Dienst eine Zulage für Strahlenschutzbeauftragten der dies zusätzlich zu seiner Ausübung macht?
Ich habe einen Link zur Erklärung beigefügt zur Verständnis, damit es nicht  mit einem Sicherheitsbeauftragten verwechselt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenschutzbeauftragter

Eventuell ist hier jemand der Erfahrung/Kenntnis hat.

Lars73

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #1 am: 04.09.2020 08:31 »
Die Aufgabe ist mit dem Zeitanteilen bei der Eingruppierung zu berücksichtigen. Eine Zulage ist dafür nicht vorgesehen. 

RisikoNRW

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #2 am: 04.09.2020 09:47 »
[...]der dies zusätzlich zu seiner Ausübung macht?

Das heißt, statt 100% werden nun 110% geleistet? Das dürfte zu Überstunden führen, die entsprechend zu vergüten sind. Oder wurde die Stundenzahl in Teilzeit erhöht?

Buschi

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #3 am: 06.09.2020 07:31 »
Verhält es sich mit der Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten oder zum Erst-Helfer auch so?

Der Kanzler

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #4 am: 09.09.2020 17:42 »
Verhält es sich mit der Bestellung zum Sicherheitsbeauftragten oder zum Erst-Helfer auch so?

Nein tut es nicht.

Der Kanzler

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #5 am: 09.09.2020 17:43 »
[...]der dies zusätzlich zu seiner Ausübung macht?

Das heißt, statt 100% werden nun 110% geleistet? Das dürfte zu Überstunden führen, die entsprechend zu vergüten sind. Oder wurde die Stundenzahl in Teilzeit erhöht?

Überstunden gibt es nicht, da es in der regulären Arbeitszeit mitgemacht werden muss.

Der Kanzler

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #6 am: 09.09.2020 17:44 »
Die Aufgabe ist mit dem Zeitanteilen bei der Eingruppierung zu berücksichtigen. Eine Zulage ist dafür nicht vorgesehen.

Wurde es nicht, da es im nachhinein dazu kam.
Deshalb die Frage ob es dafür eine Zulage gibt.

Lars73

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #7 am: 09.09.2020 18:13 »
Man muss die sich aus der Übertragung der Aufgabe sich ergebenen Gesamttätigkeiten bewerten. Falls es zu einer höheren Eingruppierung führt ist die Eingruppierung entsprechend geändert. Nur weil es nachträglich passiert bleiben die normalen Regelungen zur Eingruppierung ja wirksam.

Spid

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #8 am: 09.09.2020 18:14 »
Es wäre auch möglich, daß die Änderung in eine niedrigere Entgeltgruppe führt.

Lars73

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #9 am: 09.09.2020 18:16 »
Es wäre auch möglich, daß die Änderung in eine niedrigere Entgeltgruppe führt.
Stimmt. Tatsächlich haben wir Strahlenschutzbeauftragte die, wenn sie die Aufgabe zu 51% machen würden, herabzugruppieren wären.

Spid

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #10 am: 09.09.2020 18:36 »
Wenn man 10% SSB überträgt, kann man ja auch z.B. als Ing unter die 33% bL fallen, wenn er vorher nur 35% waren...

Saggse

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #11 am: 15.09.2020 12:31 »
Wenn man 10% SSB überträgt, kann man ja auch z.B. als Ing unter die 33% bL fallen, wenn er vorher nur 35% waren...
Müsste der Arbeitnehmer da nicht zustimmen bzw. der Arbeitgeber eine Änderungskündigung aussprechen, weil es eine eingruppierungsrelevante Änderung der übertragenen Tätigkeiten ist?

Spid

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #12 am: 15.09.2020 12:35 »
Durchaus. Das kann aber auch implizit geschehen - bspw. indem man die geänderte auszuübende Tätigkeit ausübt.

Saggse

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #13 am: 15.09.2020 12:53 »
Durchaus. Das kann aber auch implizit geschehen - bspw. indem man die geänderte auszuübende Tätigkeit ausübt.
Interessant und plausibel. Muss der Arbeitgeber eigentich im Vorfeld auf die Änderung der Eingruppierung hinweisen bzw. ab wann hat der AN die Möglichkeit, zu widersprechen, endgültig verwirkt?

Bleiben wir mal bei dem Ing. mit 35% bL, der 10% SSB dazu bekommt. Die Übertragung der Tätigkeit erfolgt am Monatsanfang, Geld gibt's erst am Monatsende. Davon abgesehen ist - ohne explizite Erklärung des AGs - für den AN nicht sofort erkennbar, ob die 10% "gleichmäßig" verteilt werden oder nicht...

Und was wäre, wenn der AG einem Eingruppierungsirrtum unterliegt und diesen erst ein halbes Jahr später bemerkt?

Worauf ich hinaus will: Sollte ein Arbeitnehmer jede Änderung seiner auszuübendenden Tätigkeiten sofort dahingehend überprüfen, ob diese möglicherweise eingruppierungsrelevant ist oder genügt es, wenn er erst aktiv wird, wenn die Änderung der Eingruppierung für ihn offensichtlich ist, also am Zahltag?


Spid

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Antw:Zulage für Strahlenschutzbeauftragten
« Antwort #14 am: 15.09.2020 13:12 »
Dem AG kommt als demjenigen, der das Entgelt schuldet, grundsätzlich die Pflicht zur Eingruppierungsmitteilung zu. In dieser tut er jedoch nur seine Rechtsmeinung kund, die natürlich irrig sein und korrigiert werden kann. Das ändert jedoch nichts am Einverständnis des AN, das er erklärt, wenn er ohne weiteres die geänderte Tätigkeit einige Zeit lang ausübt. Die gegebene (implizite) Einwilligung des AN ließe sich aber wohl wegen Irrtums anfechten, wenn man von einer nicht eingruppierungsrelevanten Tätigkeitsänderung ausgegangen ist.