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Bewerben 4 Monate vor Masterabschluss?

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bama20:
Hallo,
ich interessiere mich für den ÖD als Berufseinstieg. Ich werde in ca. 4 Monaten meinen Master abschließen. Ich ziehe ausschließlich Stellen in Betracht, die einen Masterabschluss benötigen.
Bei Arbeitgebern in der privaten Wirtschaft ist es meiner Erfahrung nach kein Problem, sich bereits vor Vorliegen des Zeugnisses zu bewerben.
Beim ÖD mit all seinen Formalitäten bin ich mir da nicht so sicher. Hat da jemand Erfahrung? Macht es Sinn, sich ohne vorliegendes Zeugnis zu bewerben? Bis die Masterarbeit korrigiert ist und das Zeugnis vorliegt könnte es durchaus länger als die 4 Monate dauern...
Kann man eine Stelle im ÖD bereits antreten und das Zeugnis dann erst einige Wochen/Monate nach Beginn nachreichen?
Bin ich aktuell eher uninteressant für Arbeitgeber im ÖD, weil sie aus welchen Gründen auch immer (Rechtssicherheit?) Leute bevorzugen, die bereits ein fertiges Abschlusszeugnis vorweisen?

Ich bedanke mich für eure Einschätzung.

Viele Grüße

Sozialarbeiter:

--- Zitat von: bama20 am 16.10.2020 23:56 ---1. Hat da jemand Erfahrung?

2. Macht es Sinn, sich ohne vorliegendes Zeugnis zu bewerben? Bis die Masterarbeit korrigiert ist und das Zeugnis vorliegt könnte es durchaus länger als die 4 Monate dauern...

3. Kann man eine Stelle im ÖD bereits antreten und das Zeugnis dann erst einige Wochen/Monate nach Beginn nachreichen?

4. Bin ich aktuell eher uninteressant für Arbeitgeber im ÖD, weil sie aus welchen Gründen auch immer (Rechtssicherheit?) Leute bevorzugen, die bereits ein fertiges Abschlusszeugnis vorweisen?

--- End quote ---

Grundsätzlich gibt es "den" öffentlichen Dienst nicht. Letztlich kommt es immer auf den individuellen Arbeitgeber und die Nasen an, die dort sitzen und entscheiden.

1. Da habe ich verschiedenes schon erlebt bzw. mitbekommen.
Beispiele:
- Bewerber wurde zwei Entgeltgruppen schlechter eingestellt als ausgeschrieben, bis die Nachweise nachgereicht wurden.
- Bewerber wird auf eigentlich unbefristete Stelle auf 3 Monate befristet eingestellt, mit der Maßgabe, die Unterlagen nachzureichen. Sonst gibt es keine Entfristung/Verlängerung.
- Bewerbungen wurden vom Azubi vorsortiert und alle, die die formalen Anforderungen nicht zu 100% erfüllten wurden aussortiert. So kamen die Bewerbungen nicht mal bis zu den Entscheidern an.

2. Ja. Ohne Bewerbung kriegst du den Job definitiv nicht. Mit Bewerbung vielleicht, trotz noch ausstehenden  Abschluss.

3. Ja, siehe oben.

4. Möglich, siehe oben. Die Voraussetzungen werden ja nicht ohne Grund verlangt.
 

bama20:

--- Zitat von: Sozialarbeiter am 17.10.2020 00:43 ---
--- Zitat von: bama20 am 16.10.2020 23:56 ---1. Hat da jemand Erfahrung?

2. Macht es Sinn, sich ohne vorliegendes Zeugnis zu bewerben? Bis die Masterarbeit korrigiert ist und das Zeugnis vorliegt könnte es durchaus länger als die 4 Monate dauern...

3. Kann man eine Stelle im ÖD bereits antreten und das Zeugnis dann erst einige Wochen/Monate nach Beginn nachreichen?

4. Bin ich aktuell eher uninteressant für Arbeitgeber im ÖD, weil sie aus welchen Gründen auch immer (Rechtssicherheit?) Leute bevorzugen, die bereits ein fertiges Abschlusszeugnis vorweisen?

--- End quote ---

Grundsätzlich gibt es "den" öffentlichen Dienst nicht. Letztlich kommt es immer auf den individuellen Arbeitgeber und die Nasen an, die dort sitzen und entscheiden.

1. Da habe ich verschiedenes schon erlebt bzw. mitbekommen.
Beispiele:
- Bewerber wurde zwei Entgeltgruppen schlechter eingestellt als ausgeschrieben, bis die Nachweise nachgereicht wurden.
- Bewerber wird auf eigentlich unbefristete Stelle auf 3 Monate befristet eingestellt, mit der Maßgabe, die Unterlagen nachzureichen. Sonst gibt es keine Entfristung/Verlängerung.
- Bewerbungen wurden vom Azubi vorsortiert und alle, die die formalen Anforderungen nicht zu 100% erfüllten wurden aussortiert. So kamen die Bewerbungen nicht mal bis zu den Entscheidern an.

2. Ja. Ohne Bewerbung kriegst du den Job definitiv nicht. Mit Bewerbung vielleicht, trotz noch ausstehenden  Abschluss.

3. Ja, siehe oben.

4. Möglich, siehe oben. Die Voraussetzungen werden ja nicht ohne Grund verlangt.

--- End quote ---

Danke!

Zimm:
Du kannst auch deine Erst- und Zweitprüfer der Masterarbeit bitten, dir eine 4.0/bestanden-Bescheinigung auszustellen. Damit bescheinigen sie, dass du auf jeden Fall bestanden hast und eine Note zwischen 1.0 und 4.0 erhalten wirst. Es kommt zwar auf das Fach und die Hochschule an, aber dein Betreuer wird ja deine Masterarbeit vermutlich schon vor der Abgabe einmal gelesen haben und wird entsprechend zügig so eine Bescheinigung ausstellen können.

Mit dieser Bescheinigung kann dir dein Prüfungsamt eine Abschlussbescheinigung ausstellen.

Diese Abschlussbescheinigung wird eventuell nicht von jedem Arbeitgeber akzeptiert, aber ich kenne einige Fälle, in denen die Personalabteilungen das akzeptiert haben.

Wenn du deiner Bewerbung eine aktuelle Notenbescheinigung und diese Abschlussbescheinigung beilegen kannst, solltest du eigentlich keine schlechteren Chancen für den Job haben als wenn du schon dein Zeugnis beilegen könntest.

volunteer4:
Puh, das ist eine schwierige Sache. Ich weiß, wie lange das Korrigieren für Masterarbeiten dauert. Allerdings muss ich meinen Mitmenschen oben zustimmen. Sofern du dein Zeugnis noch nicht hast, kann es durchaus passieren, dass du gehaltstechnisch schlechter gestellt bist, als mit Zeugnis.
Auf deine Frage hier im Forum, hat mich dann eine Sache beschäftigt. Ich habe mich gefragt, inwiefern es möglich ist, als Quereinsteiger in die verschiedensten Berufsfelder, einzusteigen und wie es dann mit dem Gehalt im Gegensatz zu "höher qualifizierten" Kollegen aussieht. Hier habe ich einen spannenden Artikel darüber gelesen, den findest du hier: https://www.digital-minds.agency/quereinsteiger-berufe/
Also, um nohcmal auf deine Frage zurückzukommen, ich würde warten, bis ich das Zeugnis in den Händen halte. Ich denke, dass ist die beste Variante.
Viele Grüße

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