Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche

Begonnen von Franch, 21.10.2020 11:51

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Otto1

Aus AG Sicht zählt nur eins: kann ich meine Stellen besetzen? Und: bekomme ich schlechte Presse?

Solange das gegeben ist, muss ich nur ein paar Brocken hinwerfen.

Isi

Zitat von: Spid in 15.09.2021 10:33
Zitat von: Isi in 15.09.2021 10:30
Zitat von: Spid in 15.09.2021 10:24
Und dann entgegnet man, daß unzureichende Haushaltsvorsorge kein Gewerkschftsproblem sei und ruft zu unbefristeten Streiks in allen Bereichen auf - schwerpunktmäßig in jenen, in denen die Bevölkerung durch Corona keinerlei Geduld mehr hat: Schule, Hochschule, Kinderbetreuung, Gesundheitswesen, Justiz.

Lass dich in Verdi in den Vorstand wählen :)
Tatsächlich entgegnet in den TV selten jemand etwas, außer jammern...

Und wie schon erwähnt: Ohne die Beamten könnte die GEW dicht machen, also werden sie nichts dergleichen tun sondern immer für die mitverhandeln.

Mit wem denn? Es ist ja niemand da, der derlei entscheiden könnte.

Es war schon im letzten Jahrtausend so, dass während der Verhandlungsrunden mehr mit den Finanzämtern der einzelnen Länder telefoniert wurde als im Kreis der TV "verhandelt".
Heute reichen Text- und Sprachnachrichten aus - und es gibt sogar sowas wie Internet, wo das live übertragen wird, also in Echtzeit.

Die Staatssekretäre waren von jeher schneller über den Verhandlungsstand informiert als die Gewerkschaftsfunktionäre. In der Politik der "großen Volkspartei" wurde derweil im Hinterzimmer beraten ob einem Tarifvertrag zugestimmt werden kann oder nicht. Früher waren Schäuble, Teufel & Clement im Vernehmen. Wers Heute ist - keine Ahnung, aber glaubt doch nicht das an dem "Verhandlungstisch" für die AG entschieden wird.
Das ist lediglich in Hessen so...

Spid

Keiner der Genannten kann über die Besoldung entscheiden.

was_guckst_du

Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

WasDennNun

Wie Spid schon schrieb: Die Besoldung ist für die Verhandlung irrelevant.
Wie Isi schon schrieb: Der Geldgeber am Tisch, vertreten durch die TdL wird seinen Kuchen den er gewillt ist zu verteilen vorab festlegen. Dann zieht er die voraussichtlich notwendigen Kosten durch die zukünftige Besoldung ab (und durch die BVerG Urteile muss er da ne Menge mehr einplanen) und hat dann das, was er dem Angestellten anbieten und geben will.

Insofern wird zwar nicht über die Besoldung verhandelt, aber sie sitzt imaginär mit am Tisch.

Da die verdis nicht in der Lage sind, Druck auszuüben, wartet der AG halt bis die 3. Runde kommt und ver.di einknickt.

Und da Ver.di nicht dafür sorgt, dass die Unis zum Semesterbegin dicht zu machen und ver.di dem Staat dafür die Schuld für ein verlorenes Semester geben wird.
Und da eh Kindergärten wegen C eh dicht machen, bringt dort ein Streik auch nichts.
und...
Streik ist also wumpe....

Spid

Der Geldgeber ist eben nicht am Tisch. Geldgeber und Besoldungsgesetzgeber sind die 15 Landesparlamente.

Isi

Zitat von: was_guckst_du in 15.09.2021 13:11
...aber die "Finanzämter"... ;D ;D ;D

;D ;D ;D

ich hatte Finanzm. geschrieben und es wurde Finanzamt draus - das ist Situationskomik

Und glaubt ihr auch daran, dass die Abgeordneten frei und nach ihrem Gewissen entscheidenn? Und davor wird natürlich ohne Vorentscheidung debatiert und akkumuliert und ... ach ja, den Zahn könnt ihr euch selbst ziehen...

Wer die neue Küche sponsert bekommt den Auftrag!
Wer den Beamten an den Speck will wird nicht gewählt!
Und was der ÖD mehr bekommt oder was nicht ist längst in der Politik ausgemacht, da ändert keine schwächliche Gewerkschaft etwas dran. Da müsste mehr kommen, tut es aber nicht.

Spid

Es ist formal wie real so, daß die Parlamente über Haushalt und Beamtenbesoldung entscheiden.

Isi

Real ist aber auch: was sie entscheiden ist zuvor festgelegt.


Isi

Glaube ruhig weiter an die Demokratie hierzulande, ich tu es nicht bzw. ich kenne die Abläufe und sage dir: es ist wie beschrieben und nicht wie von dir gewünscht.

Spid

Nichts von dem, was geschildert worden ist, berührt in irgendeiner Form Demokratie noch wäre relevant, woran Du glaubst. Formal und real enstcheiden die Landesparlamente über Haushalt und Besoldung.

Bastel

Zitat von: Fragmon in 15.09.2021 10:28
Zitat von: Spid in 15.09.2021 10:24
Und dann entgegnet man, das unzureichende Haushaltsvorsorge kein Gewerkschftsproblem sei und ruft zu unbefristeten Streiks in allen Bereichen auf - schwerpunktmäßig in jenen, in denen die Bevölkerung durch Corona keinerlei Geduld mehr hat: Schule, Hochschule, Kinderbetreuung, Gesundheitswesen, Justiz.

Stimmt was in der Bevölkerung natürlich für Verständnis sorgt.
Was ist denn aktuell im Bahnstreik für eine Meinung vorherrschend?


Wenn interessiert die Bevölkerung? Für ein Großteil dieser besteht der ÖD nur aus faulen, fetten und überbezahlten Beamten.

Spid

Eben. Wozu bedürfte es Rückhalt in oder Unterstützung durch die Bevölkerung? Gewerkschafter sind weder der Bevölkerung gegenüber verantwortlich noch werden sie durch diese gewählt. Sie sind einzig ihren Mitgliedern gegenüber verantwortlich. Wenn die Bevölkerung ordentlich blutet, hat sie irgendwann die Schnauze voll - und dann müssen diejenigen einlenken, die von der Bevölkerung abhängen.

was_guckst_du

...ausserdem ist "die Bevölkerung" in der Regel bestenfalls schlecht bis nicht informiert aber oft auch nur dumm...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen