Corona Sonderzahlung

Begonnen von SUElerin2020, 25.10.2020 16:28

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Philipp

Vielleicht sollte man an der Stelle anmerken, dass es sich dabei schlicht um eine Frage der Benennung handelt.

Eine Sonderzahlung wird wie LOB dem Entgelt zugerechnet, versteuert und mit Sozialabgaben belastet. Am Ende bliebe wahrscheinlich weniger als die Hälfte übrig.

Der Gesetzgeber hat aber mit §3 Nr. 11a EStG eine Coronazahlung bis zu 1500€ als steuerfreien Bonus eingeführt. Markiert man also die Zahlung als Corona-Bonus, fällt sie unter diese Regelung und ist abgabenfrei. Die Zahlung des Bonus hat dabei nichts damit zu tun, ob der Betrieb oder der Mitarbeiter tatsächlich von Corona belastet war.
Theoretisch kann sich sogar der Geschäftsführer eines Herstellers von Masken und Desinfektionsmittel selbst einen Bonus von bis zu 1500€ abgabenfrei auszahlen, solange er es als "Coronabonus" markiert.

shenja

Muss das so entsprechend auf der Gehaltsabrechnung stehen und was mache ich wenn das Personalamt dies nicht richtig hinbekommt? Kann ich Widerspruch dagegen einlegen?
Da werde ich wohl auch meine Steuerkarte nachrechnen müssen. Bei meinem Personalamt muss ich alles überprüfen  :-\

Lars73

Zitat von: Spid in 25.10.2020 20:17
Das kann die GEW sehen, wie sie möchte, der Tarifvertrag gibt das nicht her: https://www.dbb.de/fileadmin/pdfs/2020/201025_TV_Corona-Sonderzahlung.pdf

In der vom BMI veröffentlichten Fassung ist die Protokollerklärung länger.

Spid

Gibt es zu der einen Link?

Lars73

http://www.bmi.bund.de/RundschreibenDB/DE/2020/RdSchr_20201025.pdf
Dort als Anlage der Tarifvertrag.

"Protokollerklärung zu Satz 1:
Die Regelungen des § 1 Abs. 3 der Anlage zu § 56 BT-V (VKA), § 51a Abs. 1
Satz 2 und § 52 Abs. 3 BT-B sowie § 52 Abs. 1 Satz 2 BT-K gelten entsprechend. Für den Bereich des TV-V entspricht die Entgeltgruppe 9 (TV-V) der Entgeltgruppe 9a (TVöD)."

Spid

Da haben die TVP ja noch die Kurve gekriegt - schön, daß man es im TVÖD schafft, Fehler kurzfristig zu korrigieren, während man sich im TV-L sehenden Auges ins Desaster stümpert.

Wdd3

Zitat von: Grape Soda in 27.10.2020 09:57
Wir wurden im Zuge des Corona-"Lockdowns" für 4-5 Monate unter Androhung von Folter ins Homeoffice geschickt. Ich warte noch immer darauf, dass da irgendwie ein Fuffi für Strom oder anteilig Internetprovider rüber kommt.
Da bin ich jetzt aber dankbar, dass wenigstens Ver.di über eine gestaffelte Prämie an uns gedacht hat...

Soweit nachvollziehbar. Im Umkehrschluss müssten Pendler ihr eingespartes Fahrgeld als Ausgleich den Stromkosten gegenüberstellen. Ich persönlich würde gern auf 50 € p. M. verzichten wenn ich mir dafür die Fahrtzeit und Kosten sparen kann.

Bastel

Zitat von: Wdd3 in 27.10.2020 15:57
Zitat von: Grape Soda in 27.10.2020 09:57
Wir wurden im Zuge des Corona-"Lockdowns" für 4-5 Monate unter Androhung von Folter ins Homeoffice geschickt. Ich warte noch immer darauf, dass da irgendwie ein Fuffi für Strom oder anteilig Internetprovider rüber kommt.
Da bin ich jetzt aber dankbar, dass wenigstens Ver.di über eine gestaffelte Prämie an uns gedacht hat...

Soweit nachvollziehbar. Im Umkehrschluss müssten Pendler ihr eingespartes Fahrgeld als Ausgleich den Stromkosten gegenüberstellen. Ich persönlich würde gern auf 50 € p. M. verzichten wenn ich mir dafür die Fahrtzeit und Kosten sparen kann.

Und was ist mit denen, die ins Büro laufen können?

Wdd3

Ich sagte bereits:

Soweit nachvollziehbar.

Aber welche Gruppe ist denn größer? Außerdem wenn der Fußweg ins Büro 10 Min. in Anspruch nimmt sind es rd. 67 Std. gewonnene Lebenszeit p.A.


BAT

Das ist doch müßig, mit Pendlern zu argumentieren, die sind von der Struktur her viel zu heterogen. Abseits von Fahrgemeinschaften, wo es andere Kostenstrukturen gibt, haben Leute mit einer Monatskarte Null an Einsparungen, solange nicht einen Monat durchgängig Home-Office war.

Und auch von der Struktur ist der Corona - Betrag Unfug. Wenn er die Nullrunde von September bis März ausgleichen sollen, müssten die Beträge ja mit den EG`n ansteigen.  ;)


Wdd3

Nochmal ein Umkehrschluss, diejenigen die ins Büro laufen können haben also eine homogene Struktur.(wer hätte das gedacht... ) Mir ging es lediglich darum Vorteile des Home Office zu benennen. Die Tarifverhandlungen hätte man sich, wie immer, vollständig sparen sollen. Das Ergebnis ist unbrauchbar war allerdings auch so zu erwarten.

Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen müssten. Auch die Prozentuale Erhöhung ist in E1 fast doppelt so hoch wie in den oberen EG´s. Wie vielfach in dieser Diskussion erwähnt wurde ist es doch das Ziel die Abstände zu verringern.

WasDennNun

Zitat von: Wdd3 in 28.10.2020 07:50
Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen müssten.
Du meinst wohl eher:
Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen werden.

Denn dass sie steigen müssten, ist kein Unfug, aber in der Pauschalität inkorrekt.

Spid

Zitat von: Wdd3 in 28.10.2020 07:50
Nochmal ein Umkehrschluss, diejenigen die ins Büro laufen können haben also eine homogene Struktur.(wer hätte das gedacht... ) Mir ging es lediglich darum Vorteile des Home Office zu benennen. Die Tarifverhandlungen hätte man sich, wie immer, vollständig sparen sollen. Das Ergebnis ist unbrauchbar war allerdings auch so zu erwarten.

Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen müssten. Auch die Prozentuale Erhöhung ist in E1 fast doppelt so hoch wie in den oberen EG´s. Wie vielfach in dieser Diskussion erwähnt wurde ist es doch das Ziel die Abstände zu verringern.

Wessen Ziel?

Wdd3

Zitat von: WasDennNun in 28.10.2020 08:03
Zitat von: Wdd3 in 28.10.2020 07:50
Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen müssten.
Du meinst wohl eher:
Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen werden.

Denn dass sie steigen müssten, ist kein Unfug, aber in der Pauschalität inkorrekt.

Genau das meine ich.

Wdd3

Zitat von: Spid in 28.10.2020 08:10
Zitat von: Wdd3 in 28.10.2020 07:50
Nochmal ein Umkehrschluss, diejenigen die ins Büro laufen können haben also eine homogene Struktur.(wer hätte das gedacht... ) Mir ging es lediglich darum Vorteile des Home Office zu benennen. Die Tarifverhandlungen hätte man sich, wie immer, vollständig sparen sollen. Das Ergebnis ist unbrauchbar war allerdings auch so zu erwarten.

Unfug ist die Erwartung das Beträge in oberen EG´s ansteigen müssten. Auch die Prozentuale Erhöhung ist in E1 fast doppelt so hoch wie in den oberen EG´s. Wie vielfach in dieser Diskussion erwähnt wurde ist es doch das Ziel die Abstände zu verringern.

Wessen Ziel?

Das Ziel von Verdi. Es gibt einen "Untere EG´s Solidaritätsbonus" der den Abstand verringern soll.