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Tarifrunde SuE 2020??????

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Bastel:
Verstehe ich das jetzt richtig, ihr passt sagen wir mal 8h auf die Kinder auf (Sollarbeitszeit) und quatscht dann noch einmal 1h (unbezahlt) mit den Eltern?

Spid:
Der Betreuungsschlüssel ist i.d.R. eine gesetzliche Vorgabe. Sie ist ohnehin einzuhalten, dafür bedarf es keiner tariflichen Vorgaben. Irgendein pädagogisches Konzept ist AG-Geschwurbel. Möchte er es realisieren, hat er unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für dafür hinreichendes Personal zu sorgen. Ist das nicht da, gibt es keine Elterngespräche. Weist der AG sie dennoch zu Lasten des Betreuungsschlüssels an, meldet man ihn bei der Aufsichtsbehörde - und geht am Ende der vereinbarten Arbeitszeit nach Hause. Wie der Wohngeldsachbearbeiter. Legt man ihm in den Richtlinien zur Bearbeitung allerlei Tätigkeiten auf, bleiben halt Anträge liegen. So ist es auch mit Elterngesprächen.

BBBB:

--- Zitat von: Sozialarbeiter am 21.10.2021 07:11 ---Von Erziehern wird geforderd gewisse Betreuungszeiten zu führen und gleichzeitig, häufig im pädagogisches Konzept der Einrichtung festgeschrieben, Elterngespräche etc. zu führen. Da diese idR nicht als Überstunden angeordnet werden, werden stattdessen die Betreuungszeiten reduziert, mit der Folge, dass Betreuungsschlüssel nicht mehr eingehalten werden. Der Erzieher kann während einem Elterngespräch nicht einfach eben 3 Kinder vor die Tür setzen, da er ja dann in der Gruppe fehlt, da Kita und Eltern ja auch einen Betreuungsvertrag abschließend und die Betreuung dort nicht vom Betreuungsschlüssel abhängig vereinbart wird. Die Forderung, dass Betreuungsschlüssel eingehalten werden ist doch legitim?

--- End quote ---

Ich kann jetzt nur für die Erzieher bei uns sprechen, aber hier gibt es je nach Betreuungsform 6,5 bis 9 Stunden pro Woche Vorbereitsungszeit (bei Vollzeitkräften) in denen beispielsweise Elterngespräche geführt werden. Keiner unserer Erzieher arbeitet mehr als 6,5 Stunden täglich am Kind.

Organisator:

--- Zitat von: BBBB am 21.10.2021 08:01 ---Ich kann jetzt nur für die Erzieher bei uns sprechen, aber hier gibt es je nach Betreuungsform 6,5 bis 9 Stunden pro Woche Vorbereitsungszeit (bei Vollzeitkräften) in denen beispielsweise Elterngespräche geführt werden. Keiner unserer Erzieher arbeitet mehr als 6,5 Stunden täglich am Kind.

--- End quote ---

Aber das sind - wie auch der Betreuungsschlüssel - reine Arbeitgeberprobleme. Wenn der AG nicht 3 sondern 6 oder 9 Kinder einem Erzieher zuweist ändert sich logischwerweise die Betreuungsintensität pro Kind. Ist dann hat die Entscheidung vom Arbeitgeber und die Folgen daraus liegen in seiner Verantwortung. Nicht in der des Arbeitnehmers.

Insofern würde ich mich als Arbeitgeber darüber freuen, wenn die AN-Vertreter mit mir in einem Tarifvertrag die Umsetzung der gesetzlichen Regeln vereinbaren wollen. Dann müsste ich mir keine Gedanken über wirkliche AN-Forderungen wie mehr Entgelt machen müssen.

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